Ganz schön gewagt!

Viele Wohnungen haben weisse Wände, Hängelampen, die alles gut ausleuchten und ein solides Sofa. Ja nicht auffallen, scheint der Grundgedanke zu sein. Wieso denn eigentlich nicht? Die Wohnung ist unser persönliches Refugium, wir führen sie nicht spazieren oder zeigen sie dauernd als eine Art Showroom. Wenn Sie also doch mal Lust auf etwas Auffälliges haben, wagen Sie es einfach. Mit Farben, Muster oder Glamour zu spielen, ist zwar gewagt, beweist aber Persönlichkeit. Hier fünf Beispiele, die zeigen, wie starke Statements wohnlich wirken.
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1 — Starke Muster 

Dass Tapeten schon lange keine Mauerblümchen mehr sind, wissen wir. Und doch sind sie besonders in Schweizer Stuben eine Rarität. Schade, denn starke Muster vertreiben die Langeweile. Eine freche Tapete ist also so etwas wie ein schickes, festliches Kleid, das einen Raum anzieht,und ihn im Sonntagsstaat erscheinen lässt. Bild über: The Beautiful Soup. Tapete: Orla Kiely. Noch mehr über Orla Kiely erfahren Sie in der Sweet-Home-Geschichte «Englischer Frühling».

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2 — Hollywood – Appeal 

Gold, Glanz und Grosszügkeit verleiht einem Raum Starappeal. Ein grosses, weisses Sofa bekommt auf beiden Seiten kleine Ablagetischchen mit grossen Tischleuchten, einen hübschen, alten Couchtisch mit dekorativem Metallgestell und Spiegelplatte (halten Sie dafür auf Flohmärkten und in Antiquitätengeschäften Ausschau), bunte Kissen, ein Paar gepolsterte Stühle und einen gemusterten Teppich. Der grosse Rosenstrauss ist das I-Tüpfelchen und gibt einem das Gefühl, wie ein echter Filmstar zu leben.

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3 — Poppiges Schlafzimmer 

Nichts gegen sanfte Zurückhaltung, aber mal ehrlich, fröhliche Farben und Muster machen viel mehr Spass und verleihen gute Laune. Dieses Schlafzimmer kokettiert mit einer leuchtend pinkfarbenen Tapete mit grossen, weissen Tupfen, das Muster wiederholt sich mit den Nackenrollen auf dem Bett. Dazu kombiniert ein Stoff mit ornamentalem grün-weissem Dessin, dieser bringt den Komplementärkontrast hervor und sorgt somit für Ruhe. Der Rest des Raumes ist in Schwarz-Weiss gehalten. Bild über: The Beautiful Soup.

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4 — Durchgemustert 

Die New Yorker Wohnung der Schauspielerin und Modeikone Chloé Sevigny ist ganz schön durchgemustert. Die Tapete ist von Kelly Wearstler, welche Sie  in der Sweet-Home-Geschichte «Wohnen im Hollywoodstil» kennengelernt haben. Das auffällige Muster gibt dem relativ kleinen Entrée Grösse und ist ein Statement und dient somit als eine Art roter Teppich für den Eintritt in die Wohnung. Bild über: Sweet Space.

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5 — Einmal schön gemischt bitte! 

Ganz nach dem Motto «Wer wagt gewinnt!» sind in diesem Esszimmer Stile und Farben gemischt worden. Ein runder Teppich mit poppigem Sixties-Muster ist die Bühne für klassische, französische Stühle und einen runden, modernen Tisch mit Glasplatte und Metallfuss. Damit das Ganze auch funktioniert, ist der Raum mit einer Tapete, die ein überdimensionales Blütenmuster zeigt, tapeziert worden. Der Gesamteindruck ist funky und gibt einem kleinen Esszimmer Rockstar-Allüren. Bild über: Sweet Space. Einrichtungsideen in diesem Stil finden Sie in der Sweet-Home-Geschichte «Der Glamour der Siebziger».

Keine Kommentare zu «Ganz schön gewagt!»

  • sandra sagt:

    Aaaah, endlich mal Wohnungen, die nicht in hell-Beige, dunkel-Beige und weiss gehalten sind! Ist doch langweilig! Bravo!

  • Carmen sagt:

    Zimmer Nr. 5 hat was!

  • Daniel sagt:

    Also für mich persönlich hat es zu viel Kopfwehmuster in dem Beitrag!

  • Yvonne sagt:

    Gefällt mir super!!!! Bitte mehr davon!!!

  • Katharina sagt:

    Warum nicht? Das sage ich auch. Aber diese Tapeten tun schon ein bisschen weh in den Augen… Ich fürchte mich ein bisschen vor Gestaltungen, die ich nicht schnell und günstig wieder rückgängig machen kann, wenn es mir mal zu bunt wird – oder wenn ich ausziehe aus der Mietwohnung.

    Andererseits: Warum soll der Farbrausch nicht auch mal aussen stattfinden? Oder anders gefragt: Warum sind so viele Hausfassaden grau? Sie müssen ja nicht gleich so schreiend üppig sein wie z.B. auf dem letzten Bild. Aber ein bisschen mehr Farbe und Fröhlichkeit würden den Gebäuden und Menschen gut tun.

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