Einfach sexy: Der Boudoirstil

Wohnen ist weiblicher geworden, sehr weiblich sogar: Das zeigt sich am Boudoirstil, der immer beliebter wird. Inspiriert von den Schlafzimmern, Räumlichkeiten der französischen Damen und Kurtisanen des 18. Jahrhunderts, kokettiert der Einrichtungsstil mit Charme, Sinnlichkeit, Romantik, Verspieltheit und Intimität. Er schaut zurück in die Vergangenheit, nicht immer so weit bis ins 18. Jahrhundert, sondern auch in die Fünfziger-, Vierziger- und Dreissigerjahre. Die Farben sind zart und diskret, die Details raffiniert, die Materialien erinnern an Reizwäsche.
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Romantische, sexy Unterwäsche kann auch einen Raum inspirieren. Der Boudoirstil bedient sich an den pudrigen Farben, den Spitzen, den Rüschen und der Verruchtheit. (Bild über: Vintage Rose Garden)

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Ganz dem französischen Boudoirstil verschrieben hat sich die englische Star-Stylistin Marianne Cotteril. Ihr Haus ist mit ausgesuchten Vintage-Fundstücken eingerichtet und wird oft für Fotoshootings gemietet. So tauchen denn auch viele Bilder von ihrem Zuhause in  Zeitschriften, Büchern und natürlich auch auf dem Internet auf. Ihr Stil ist persönlich, eklektisch und einfach bezaubernd. Hier ist eine Abbildung von Marianne Cotterils Schlafzimmer, welches in Puderrosa gestrichen ist und ein mit geblumtem Satin bezogenes Bett aus dem 18. Jahrhundert und einen Schminktisch aus den 40er-Jahren zeigt. (Bild über: Sweet Space)

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Antiquitäten aus dem 18. Jahrhundert sind die Prunkstücke des Boudoirstils. Hier ist der antike Look mit frechen Mustern aufgelockert. (Bild über First Home)

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Details machen den Look aus: So dürfen sich schöne Parfümflaschen, Schmuck, Andenken, Vintagebilder und verspielte Wohnaccessoires wie Spiegel und Nippes auf dem Schminktisch im Schlafzimmer zeigen. (Bild über: Interiors Porn)

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Ein kleiner Tisch kann als Schminktisch und praktische Ablage im Schlafzimmer dienen. Hier ist ein schönes Beispiel, ganz in Weiss. Der Konsolentisch ist mit Lack bezogen und von Ikea. Ein Stuhl von Fritz Hansen, eine Tischleuchte mit Rüschenschirm und ein Spiegel  geben ihm einen interessanten Look zwischen Moderne und Retroromantik.

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Das Schlafzimmer ist der persönlichste Raum in einer Wohnung, es wirkt sinnlich und funky mit ein wenig Retrochic und viel Persönlichkeit. Hier zeigen sich Brigitte Bardot und ein weisser Pfau auf einer Kommode, die zugleich auch als Nachttisch dient. Eine weisse, flauschige Pelzdecke und ein mit Zebramuster bedrucktes Fell sorgen für Glamour. (Bild über: First Home)

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Die Modedesignerin Gabrielle Chanel hat Eleganz ins 20. Jahrhundert gerettet. Sie spielte oft mit Schwarz-Weiss-Kontrasten, Schleifen, Blüten und goldenem Modeschmuck. Dieser Schminktisch ist ein Tribut an den Chanelstil. (Bild über: Tracepaper)

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Hübsche Dosen und Schachteln, schöne Stoffe, Perlen, Sammelstücke, Fundsachen, persönliche Regale können mit Lieblingssachen gefüllt werden und zur Kreativität anspornen. (Bild über: Home Sweet Home)

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Benützen Sie alte Teetässchen, um Schmuck und anderen Kleinigkeiten einen hübschen Platz zu geben. (Bild über: House of Bliss)

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Das Rezept ist einfach und romantisch: Pastellfarben, Blumenmuster, Federn und edle Parfümflaschen. (Bild über: Solid Frog)

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Mit wenigen ausgewählten Dingen entstehen schöne, persönliche Stillleben.

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Kreieren Sie sich eine eigene, persönliche kleine Welt und stellen Sie Ihre Lieblingssachen auf ein Regal. (Bild über: House of Bliss)

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Hier ist mit Fotokopien eine Tapete entstanden, die den perfekten Hintergrund für die zauberhaften Schmetterlingsbilder bietet. (Bild über: Sweet Space)

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Der private Beautysalon auf dem Silbertablett, eine schöne Idee fürs Badezimmer oder den Schminktisch. (Bild über: Solid Frog)

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Badezimmeraccessoires im Boudoirlook gibt es nun auch bei Ikea. Mit den hübschen Glasfläschchen, den Schalen und Zerstäubern können Sie einen Hauch Romantik ins Bad bringen.

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Wieso nicht ...

... romantische Teetassen sammeln?

Halten Sie in Brockenhäusern, Antiquitätengeschäften und auf Flohmärkten Ausschau nach romantischen, verspielten, dekorativen alten Teetassen. Sie können sie ausstellen, Blumen einstellen oder als Dessertschälchen einsetzen. Bild über: Emma Lamb.

38 Kommentare zu «Einfach sexy: Der Boudoirstil»

  • Chrissi sagt:

    Also das zweite Bild gefällt mir total gut. Die Leute die hier schreiben es sei kitschig, wissen nicht was wirklich kitschig ist und haben keinen Stil. Sobald hier in der Schweiz ein bisschen anders eingerichtet wird als die übliche spiessige Wohnwand, wird es als kitschig angesehen…. Schade.

    • BC sagt:

      Chrissi, du hast mir aus der seele gesprochen. genau das dachte ich mir auch! kaum ist etwas nicht 0815 heisst es gleich kitschig, wer will schon so leben, staubfänger bla bla bla…. wem kratzt der staub? mein gott, ich lebe auch so und staube alles selber ab!! ! Aber dass die Inhaberin, die das so eingerichtet hat, kreativ ist,talent hat, so schöne sachen hinzuzaubern, das sieht leider niemand….. in anderen ländern ist das gang und gäbe….aber eben hauptsach nicht aus der reihe tanzen und immer brav 0815….
      und so nebenbei, mein Mann (dänischer abstammung) lebt so mit, ist NICHT SCHWUL und liebt unseren styl! also gibt es auch männer die das cool finden….

  • Cybot sagt:

    Jeder Mann würde aus so einer Wohnung schreiend rausrennen. Das einzige was da sexy ist, ist das erste Bild, und nicht wegen der Wohnung…

  • jasmin sagt:

    absolut mein stil…. bin immer wieder auf der suche nach solchen alten sachen aber leider findet man selten so schöne dinge.. neues auf alt gemacht geht aber gar nicht. es muss wirklich alt sein und eine geschichte haben.

  • norbert sagt:

    die alten sachen habebn stil

  • Andreas sagt:

    Na ja, erinnert mich irgendwie an die schlüpfrigen und Emanuelle-Filme der 70er Jahre. Aber ok, irgendwann wird jeder Trend ja wieder aufgewärmt. Was aber gar nicht geht, sind tote seltene Schmetterlinge aufzuhängen.

  • maja sagt:

    Die heutigen Puffs sehen anders aus und sind sicher weniger Staub anfällig.

  • Chocolate sagt:

    Perfekt, habe gleich letzten Samstag eine Wand meines Schlafzimmers altrosa gestrichen und hatte genau vor, mein Zimmer in einer Mischung aus diesem wunderbar romantischen Bourdoir-Stil und gewisser Moderne einzurichten.
    Bin wohl total in, was? ;-)

    PS. Weiss per Zufall jemand, wo ich ein antikes – kann auch einfach nur antik aussehen – Schminktischchen her kriege?

  • Tina sagt:

    Wow. das sieht echt klasse aus.

  • Viv sagt:

    Einige Kommentare hier sind auch völlig überflüssige Staubfänger.

    Die «Schmetterlingsbilder-Wand» gefällt mir sehr gut – Wild und auch etwas unruhig – aber trotzdem – I LIKE xD

    Die Rahmenformate auf Bild 3 – sind der Wahnsinn – danke für diese tolle Idee!!!
    (Muss ich gleich mal bei Ikea nachschauen ob sie was in dieser Richtung haben :)
    weiss jemand bescheid??)

    Bei Bild 10 hat es mir die Tapete angetan… *seufz* <3

    Danke für den grossartigen Blog-Beitrag Frau Kohler! :D

    • E.H.Roth sagt:

      Bild 3, Die Bilder sehen aus wie Tapetenmuster. Sie finden solche Einrichtungsgegenstände in London. Am Besten machen Sie sich eine Kopie von diesem Foto und von all dem was Ihnen gefällt und zeigen und sprechen Sie mit Antiquitäten Händler. Bevor Sie gleich einen Flug buchen, reden Sie vorher mit einem Auktionshaus zB. Koller in Zürich. Die haben Profis für alles dort.

  • Tom sagt:

    Die Smiths Plattencover zeugen von gutem Musikgeschmack in der Adoleszenz (Weltschmerz und Morrisey); grossartig ist auch der dezente Hinweis „There is definitely no logic to this“ :-)

  • Carmen sagt:

    Das müssen weibliche Singlewohnungen sein, denn mir scheinen Männer in dieser Dekoration nicht vorgesehen zu sein.

    • sepp z. sagt:

      der mann ist längst outgesourced.
      alimente kann man schliesslich auch bezahlen, ohne in der wohnung zu wohnen.

  • Eulalia sagt:

    Alles so düster und schwer. Da wird man ja schwermütig. Nichts Helles bekömmliches

    • Daniela sagt:

      Auf welchen Blog haben Sie jetzt geschrieben? Wohl sicher nicht den „Einfach sexy: Der Boudoirstil“, denn da hat es ja jede Menge Helles und Bekömmliches.

      Und an all diejenigen, welche immer gleich die Staubwedel sehen noch Folgendes:
      Wer sich in den schweizer Wohnungen rumschaut sieht dermassen viel Schnickschnack, dass es einem fast die Luft wegnimmt und den muss man auch erst mal abstauben. Und stauben wirklich die Herren ab, die sich jetzt so aufregen oder haben sie eine Frau oder Putzfrau, wie die meisten die ich kenne?

  • Sandra sagt:

    Die Fotos und Arrangements sind wirklich toll, stimme zu. Wenn man sich auf kleine Wohnbereiche/Ecken beschränkt, vielleicht sogar umsetzbar. Aber noch was andres: …kann jemand von euch die Marke der silbrigen Schuhe auf dem Foto mit dem Eurithmic Plattencover entziffern? DAS sind die silbrigen Schuhe, die ich schon immer wollte. Hoch, Riemchen, vorne gerundet…für jeglichen Hinweis, wo man diese oder ähnliche kriegt, bin ich wirklich dankbar!

  • Kurer Ralf sagt:

    Wenn sich die Tussis als Kurtisane sieht und sich von einem reichen Typ aushalten lässt hat sie auch Zeit zum Abstauben oder der Dumme zahlt noch die Putzfrau-

    • E.H.Roth sagt:

      das habe ich als erstes auch gedacht. Als Ladeneinrichtung für Antiquitäten sicher toll. Die Bilder sind schön. Nur, ich kenne niemanden der so sein Haus oder die Wohnung eingerichtet hat und schon gar nicht, wenn ein Mann darin lebt, ausser in Hollywood Filmen und alten Filmen aus GB mit Miss Marple.

  • Urs sagt:

    Sinnlicher als der Zeitgeist der sich aus dem CAD gestalteten Lebensumfeld der Neuzeit ergibt…

  • Guido Singenberger sagt:

    Die „Herrenfänger“ auf dem ersten Bild reichen völlig aus. Die Staubfänger sind weniger reizvoll. Warum sind keine „Damenfänger“ dabei? Ist das Schönste der Schöpfung nicht gleichberechtigt?

  • Caroline sagt:

    Wenn ich so wohnen könnte hätte ich ne Putzfee die mir abstaubt ;-). Abgesehen gehts ja um die Idee und auch die wunderschönen Fotos!

  • Igor sagt:

    Meine Urgrossmutter wohnte so.

  • Daniel sagt:

    Also ich finde das ganze total kitschig!!!

  • Erwin sohl sagt:

    Liebherr sie sind Klasse. Der staub ist genau auf den Punkt. Alles schön und trotzdem nein danke.

  • Lieberherr sagt:

    Und wer staubt all das regelmässig ab?

    • clara ammann sagt:

      …genau das gleiche dachte ich auch beim „anblick“ dieses ginggernillis (sprich staubfänger)… ich jedenfalls nicht.

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