Bei der Modedesignerin Maya Burgdorfer

Die bekannte Schweizer Modedesignerin Maya Burgdorfer kreiert in ihrem Couture-Salon Mode auf Mass und auch eine kleine, exklusive Teppichkollektion. Beim Anblick der Traumkleider denkt man an die glamourösen Flapper der 20er-Jahre oder an die kapriziösen Damen des Rokoko. Maya Burgdorfer spielt mit ihren Kreationen aber auch bewusst mit Gegensätzen. Sie sind dezent und zugleich aufreizend, elegant aber auch humorvoll. Dabei schaut sie mit einem Blick zurück in glanzvolle Zeiten und einem andern in die Subkulturen, wo Kunst und Punk den Ton angeben. Auch in ihrer Wohnung hat die Designerin mit einer stilsicheren Mischung von koketten Couture-Elementen und formstarkem Design sehr persönlich eingerichtet. Sweet Home hat sie zu Hause und ihrem Atelier besucht.

Fotos: Rita Palanikumar

Sweet Home Maya Burgorfer

Maya Burgdorfer hat am Zürichberg einen kleinen Haute-Couture-Salon eingerichtet. Hier entwirft und näht sie exklusive Kleider auf Mass. Die gelernte Modedesignerin und Couture-Schneiderin hat 1997 den Prix Bolero gewonnen und führt seither ein Modeatelier mit Verkaufsräumlichkeiten. Davor arbeitete Sie einige Jahre als Moderedaktorin bei «Annabelle» und «Bolero» und als Dozentin für Mode an der Hochschule für Gestaltung. Sie hat mit ihrer Arbeit Preise für angewandte und für bildende Kunst gewonnen. Ganz neu in ihrer Kollektion ist eine kleine, raffinierte Teppichkollektion zu finden. Mit ihrem Mann, dem Filmemacher Jürg Egli, bewohnt sie eine Dreizimmerwohnung in Zürich. Nach dem Auszug der Kinder wurde ihre alte Wohnung zu gross und sie fanden eine kleinere im gleichen Haus. Maya Burgdorfer hat es geschafft, auch hier mit viel Geschick und Stil so einzurichten, dass auch der kleinere Wohnraum sehr grosszügig und elegant wirkt.

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Das Wohnzimmer ist reduziert, designbewusst und gleichzeitig elegant und funky eingerichtet – eine sehr persönliche und gekonnte Mischung. Blickfänger ist der Perserteppich in Fellform aus der neuen Kollektion Tapisserie von Maya Burgdorfer. Zu ihm gesellt sich ein kubisches, schlichtes Sofa in Puderrosa.

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Die Wohnung ist im ersten Stock und hat kein direktes Sonnenlicht. So ist sie sehr hell, luftig und leicht gehalten. Mit viel Weiss und wenigen aber  formstarken  Möbeln.

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Mit viel Stilsicherheit sind die Möbel im Raum platziert und deren Formstrenge wird durch zarte Farben, liebevoll arrangierte Details und edle Wohnaccessoires durchbrochen. So bringt die schwarz-weisse Vase aus den 40er-Jahren, gefüllt mit einem duftenden Lilienstrauss, Eleganz in den Wohnraum.

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Der Esstisch, der einmal ein Zuschneidetisch des alten Kaufhauses Ober war, steht am Fenster mit Sicht in den Garten. Die Fenster sind alle mit weissen, langen Vorhängen bestückt, die für Wohnlichkeit sorgen und den Räumen Grosszügigkeit vermitteln.

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Ein wahres Prunkstück von einem Sideboard steht im Wohnzimmer und ist fast so lang wie die Wand. Es ist aus den 50er-Jahren und wirkt mit dem Kontrast von Holz und Schwarz und seinen schrägen Füssen sehr stylish. Die Rundungen des Teppichs und des Sessels umspielen das Sideboard. Dadurch entsteht ein spannender Gegensatz der Formsprache.

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Überall in der Wohnung ist Kunst zu sehen, viele von Maya Burgdorfer, wie diese Fotografie, die sie direkt auf  Architekturplanungspapier belichtet hat.

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Die Liebe zur Mode ist überall in der Wohnung anzutreffen. So hat das rosarote Sofa aparte, schwarze Passepoiles und im Türrahmen hangen ein Paar superlange Stiefel.

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Maya Burgdorfer lässt sich von vielen verschiedenen Dingen inspirieren und liebt unter anderem Formen, Materialien, Düfte und Details. Auf dem roten Lacksideboard, das im Schlafzimmer steht, sind trockene Blüten in edlen Vintage-Vasen und skurrile Tierfiguren ausgestellt. An der Wand hängen Skizzen und Entwürfe für ihre neue Teppichkollektion.

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Damit mehr Sonnenlicht in die Wohnung kommt, hat das kreative Paar dekorative Spiegelreflektoren vor den Fenstern montiert. Das kleine Schreibpult ist auch ein Fundstück aus den 40er-Jahren. Darauf sind Kinderzeichnungen und Fotos von den Enkelkindern.

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Die Küche ist, wie in vielen Altbauwohnungen, gross und geräumig. So haben denn auch einige besondere Vintage-Möbelstücke Stauraum für Kochbücher, Küchenutensilien und Blumen Platz. Alles ist mit viel Geschmack und Sinn für Formen und schöne Details arrangiert.

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Schönes, Skurriles und Witziges ist auf dem halbrunden Verkaufsregal, das in der Küche steht, ausgestellt. «Das war mal ein Regal in einem Schuhgeschäft», erklärt Maya Burgdorfer, «die andere Hälfte hat meine Schwester, so nimmt es weniger Platz ein, wir haben beide Freude daran, und es wirkt trotzdem.»

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Die Wohnung hat noch ein altes Badezimmer mit schönen, edlen Armaturen und einer Badewanne auf Füsschen. Die Badewanne steht unter einer Art Torbogen, der dem ganzen Raum eine gewisse Eleganz gibt.

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Objekte, Kunst, Blumen, alles ist mit einer scheinbaren Zufälligkeit arrangiert und gibt der Wohnung sehr viel Persönlichkeit und Charme.

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Rosa ist die Couturefarbe schlechthin, kein Wunder ist sie überall anzutreffen, wenn auch sehr dezent, wie ein Hauch von Romantik und Eleganz.

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Die Modedesignerin hat Kleider, die sich sehen lassen können. So wirkt der Kleiderständer im Schlafzimmer auch wie eine Art Ausstellungsfläche.

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An einer Zierleiste hängen zwei besondere Kreationen von Maya Burgdorfer: Accessoires wie Rabenfeder-Ärmel und Taftschleife auf der einen Seite und ein sexy Top, das aus aus einzelnen Socken entstanden ist.

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Im kleinen, schicken Couturesalon, der sich in einem Eckhaus mitten im Wohngebiet am Zürichberg befindet, kreiert, näht und verkauft Maya Burgdorfer ihre exklusiven, femininen Kleider. Die Kundinnen können aus einer bestehenden Kollektion auswählen, Stoffe, Farben, Verarbeitungen oder Varianten wünschen. Die Kleider schneidert Maya Burgdorfer dann auf Mass zu. Anproben finden hinter schweren, elfenbeinfarbenen Seidenvorhängen statt, die geschmückt sind mit schwarzen Bordüren und Pompons. Das kleine Sofa mit den Rüschen und die dazu passenden Sessel hat Maya Burgdorfer in einem Antiquitätengeschäft aufgestöbert.

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Der Salon ist ein Paradies für alle Frauenherzen, die bei Satin und Seide höher schlagen. Da hängen zwischen Stoffen und Kleidern noch Federn, Rüschen, Pompons, Spitzen, Kordeln, Stickereien, Bänder, Applikationen und Blüten an Bügeln, Büsten und Haken.

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Kleider brauchen oft passende Accessoires. Auch diese fertigt die Designerin mit viel Können und Kreativität selber an.

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In einer Glasvitrine, die einmal in einem Geschäft gestanden ist, finden die vielen exklusiven Materialien Platz. Auf die Frage, woher sie diese Schmuckstücke alle hat, antwortet die Modefrau: «Vieles finde ich auf Reisen in Indien oder Shanghai zum Beispiel. Besonders in China gibt es viele Geschäfte, die aussergewöhnliche Bänder und Dekorationen anbieten.»

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Wie zwei Mädchen, die gerade zum Tanz gehen, wirken die beiden Büsten, auf denen Kleider gesteckt sind, die gerade in Arbeit sind.

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Der Stoff, aus dem die Modeträume sind, steht fein säuberlich auf Rollen und in Seidenpapier gewickelt im Atelier. «Viele Stoffe kosten ein kleines Vermögen, wie zum Beispiel der paillettenbesetzte Seidenchiffon von Schläpfer, den eine Kundin für ihr Hochzeitskleid ausgewählt hat», erklärt Maya Burgdorfer.

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Mit Spiegeln, Seide, Puderfarben, schwarzen Konturen, mit Rüschensesselchen und Designerstühlen hat Maya Burgdorfer eine charmante, kokette, weibliche Atmosphäre in ihrem Couture-Salon geschaffen, ganz im Stil ihrer Mode.

Maya Burgdorfers Website: www.mayaburgdorfer.ch