Heute kochen wir Amore

Verbinden wir uns mit unseren Nachbarn in Italien – mit einem Aperitivo und den besten Klassikern aus der italienischen Küche.

1 — Negroni als Aperitivo

Zugegeben, ich bevorzuge meinen Negroni lieber aus einem Glas ohne Fuss, aber dieses Bild habe ich gewählt, weil es von unseren letztjährigen Ferien in Italien ist und mein Herz berührt. Lieben wir nicht alle unser wunderschönes Nachbarland? Ein Grund, uns und unsere Lieben zu Hause mit italienischen Spezialitäten zu verwöhnen. Das langsame Kochen und Geniessen bringt uns in dieser schwierigen, beängstigenden Zeit gedanklich zusammen mit unseren geliebten italienischen Nachbarn und Freunden. Stossen wir an mit einem Negroni, dem Apéro-Klassiker aus Italien. (Bild: MKN)
Und so geht ein Negroni:
Mischen Sie 2 cl Gin, 2 cl Martini Rosso und 2 cl Campari mit einigen Eiswürfeln und einer Orangenscheibe in einem Tumblerglas. 

2 — Tagliatelle bolognese

Ein Teller Tagliatelle bolognese ist ein Seelenwärmer der besonderen Art, der uns jetzt guttut. Schon der Duft der langsam vor sich hin kochenden Bolognesesauce trägt unsere Sinne nach Italien und lässt uns hoffen, dass sich alles irgendwie wieder zum Guten wendet. (Bild über: Inside the Rustico Kitchen)

Zutaten:

Zubereitung:

800 g Rindsvoressen

100 g Pancetta, in Würfeli geschnitten

Olivenöl

1 Zwiebel, gehackt

2 Rüebli, gehackt

2 Selleriestangen, gehackt

1 Knoblauchzehe, gehackt

½ Peperoncino, gehackt

1 kleine Dose oder 4 EL Tomatenmark

2 dl Rotwein

2 dl Bouillon

1 kleine Dose gehackte Tomaten (400 g)

1 dl Milch

einige Zweige Basilikum, zerrissen

1 Lorbeerblatt

Salz und Pfeffer

 

Geben Sie Olivenöl in eine Gusseisenpfanne. Den Pancetta anbraten und zur Seite legen. Nun das Fleisch anbraten und zum Pancetta legen. Dann dünsten Sie die Rüebli, den Sellerie und die Zwiebeln ca. 10 Minuten an. Geben Sie den Knoblauch und den Peperoncino bei. Sobald diese duften, das Fleisch zurück in die Pfanne geben und erhitzen. Anschliessend das Tomatenmark untermischen, erhitzen und danach den Wein und die Bouillon dazugiessen. Aufkochen und die Tomaten, die Milch, das Lorbeerblatt und den zerrissenen Basilikum beigeben. Zugedeckt etwa drei Stunden auf kleiner Hitze köcheln. Danach Basilikum und Lorbeer rausfischen. Wenn das Fleisch so weich ist, dass es zerfällt, noch ein wenig mit einer Gabel zerreissen. Tagliatelle gemäss Packungsangaben al dente kochen. Die Nudeln in die Sauce geben, noch zwei Minuten weiterkochen und mit geriebenem Parmesan servieren. 

3 — Risotto milanese

Das gelbe, sinnlich luxuriöse Risotto milanese mit Safran ist wie eine Reise nach Mailand. Mit Liebe und Geduld zubereitet, gibt es einen feinen und tröstenden Znacht ab. (Bild: Christinas Cucina)

Zutaten:

Zubereitung:

350 g Arborio-Reis

125 g Butter

1 Schalotte, fein gehackt

2 dl guter italienischer Weisswein

1 Liter Bouillon

150 g Grana Padano, gerieben

1 Prise Safran, in ein wenig warmem Wasser eingeweicht

Die Zwiebel in der Butter andünsten, dann den Reis beigeben. Nun den Reis in der Butter andünsten, mit dem Wein ablöschen und diesen einkochen lassen. Nach und nach die Bouillon mit einer Suppenkelle beigeben, bis das Risotto praktisch fertig gekocht ist. Danach den Safran einrühren. Zwei Minuten weiterköcheln, den Käse daruntermischen und servieren.

Italien ist eines der allerschönsten Länder. Auch wenn wir gerade nicht reisen können, die Vorstellung von Italien, das Kochen von feinen Klassikern, der Duft von Basilikum und der Genuss von einer guten Pasta verbindet uns mit dem Land und allen Freunden, die wir dort haben. (Bild: MKN)

 4 — Trofie al Pesto genovese

Meine erste echte Pesto genovese mit Trofie, grünen Bohnen und Kartoffeln habe ich auf der Fahrt nach Ligurien in einem Restaurant am Meer gegessen. Ich war eine junge Moderedakteurin auf dem Weg zu einer Location für ein Shooting. Es war fantastisch – eine einfache Mahlzeit, aber vollgepackt mit Geschmack und Gemüse. Bis anhin kannte ich nur die Pestosauce aus dem Töpfchen als super schnelles Znacht mit Spaghetti. Es war noch eine Zeit vor dem Food Hype und vor Jamie Oliver und Co. Kochen Sie dieses grüne, hoffnungsvolle Wunder als Powerfood, zur Stärkung der Seele. (Bild über: Taste.com.au)

Zutaten:

Zubereitung:

400 g Trofie

2 Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten

eine gute Hand voll feine grüne Bohnen

3 grosse Bunde frischen Basilikum

1 Tasse gutes Olivenöl

1-3 Knoblauchzehen (je nach Geschmack)

1 gute Hand voll frisch geriebenen Parmesan

1 gute Hand voll frisch geriebener Pecorino

2 EL Pinienkerne

1 Prise Meersalz

Die Pasta mit den Kartoffeln und den Bohnen in Salzwasser al dente kochen. Den Basilikum und den Knoblauch in die Küchenmaschine geben und kurz zerhacken. Dann die Pinienkerne und den Käse dazugeben und schliesslich das Olivenöl reingiessen, bis die Pesto schön cremig ist. Die Pasta und das Gemüse abgiessen, eine Tasse heisses Teigwarenwasser zur Seite stellen. In einer warmen Schüssel die Pasta mit der Pesto vermischen und so viel heisses Teigwasser dazugeben, bis die Pasta cremig ist. Sofort in vorgewärmten Tellern servieren und geniessen.

5 — Penne alla puttanesca

Temperament, Leidenschaft und vieles, was man im Notvorratschrank hat, sind die Zutaten für diese klassische italienische Pasta. (Bild über: Umami and us

Zutaten:

Zubereitung:

300 g Penne rigate

500 g geschälte, gekochte Tomaten

1 Hand voll gehackte Petersilie

100 g schwarze Oliven (ohne Steine)

6 Sardellenfilets

1,5 EL Kapern, gehackt

1 Peperoncino

3 Knoblauchzehen, zerdrückt

½ Glas trockenen Weisswein

Olivenöl

 

Erwärmen Sie Olivenöl in einer Bratpfanne und geben Sie die zerdrückten Knoblauchzehen dazu. Wenn der Knoblauch zu duften anfängt, geben Sie den zerdrückten oder gehackten Peperoncino bei, dann die Sardellenfilets. Köcheln Sie das Ganze, bis aus den Sardellen eine Paste entsteht, dann nehmen Sie den Knoblauch raus und geben die gehackten Kapern bei. Anschliessend die Oliven beigeben, umrühren und ein halbes Glas trockenen Weisswein dazugiessen. Nachdem der Wein eingekocht ist, die Tomaten beigeben und mit einer Gabel zerdrücken. Lassen Sie die Sauce ca. 10 Minuten köcheln, dann salzen. Die gekochten Penne in die Sauce geben, die gehackte Petersilie beigeben und servieren.

6 —  Spaghetti carbonara 

Eier und Speck passen auch in eine Pasta. Der Klassiker, die «Carbonara», ist Seelenfood pur und erst noch einfach und schnell in der Zubereitung. (Bild über: Lady and Pups)

Zutaten:

Zubereitung:

400 g Spaghetti

Olivenöl

200 g magere Speckwürfeli

6 Eigelb

1 Knoblauchzehe

50 g frisch geriebener Parmesan

50g frisch geriebener Pecorino

eine gute Hand voll Petersilie, grob gehackt

Salz und Pfeffer

Die Spaghetti in Salzwasser al dente kochen. Die Knoblauchzehe ein wenig zerdrücken und zusammen mit den Speckwürfeli in wenig Olivenöl anbraten. Darauf achten, dass der Knoblauch nicht braun wird! Den Knoblauch wieder herausnehmen und den Speck warm stellen. Anschliessend in einer kleinen Schüssel die Eigelb mit zwei Dritteln des Käses verrühren. Die Spaghetti mit einer Zange aus dem heissen Wasser nehmen und mit dem Speck vermischen. Es darf ruhig ein wenig Teigwarenwasser mitkommen. Von der Kochplatte nehmen und die Eigelbmischung darunterrühren. Falls die Mischung zu trocken ist, ein wenig zusätzliches Teigwarenwasser dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen, Petersilie untermischen und mit dem übrigen Käse bestreuen.

Credits: 

Bilder über Foodblogs und Magazine: Lady and Pups, Umami and us, Taste.com.auChristinas Cucina, Inside the Rustico Kitchen

16 Kommentare zu «Heute kochen wir Amore»

  • Hanspeter Martin sagt:

    Für Risotto bitte:
    Carnaroli Reis!
    Bouillon kochend!!
    Parmesan!
    Dies mein Tipp

  • Mouse sagt:

    schöner Artikel, der Sehnsüchte weckt. Habe mich erst kürzlich mit einem Barkeeper betreffend Negroni unterhalten. Puristen mixen ihn nicht mit Martini rosso, sondern mit reinem Wermuth, denn Martini beinhaltet meist nebst Wermuth auch Gin, also doppelt gemoppelt. Salute!

    • Maurice sagt:

      Wahrscheinlich verwechseln sie den Cocktail „Martini“ mit Wermuth. Ein Martini besteht aus Gin und französischem (weissen) Wermuth. Für den Negroni mischt man Gin, italienischen (roten) Wertmuth und Campari.
      Von der Marke Martini wird auch ein roter Wermuth hergestellt, der Martini rosso. Der hat aber nichts mit Gin zu tun.
      Ich empfehle statt Martini rosse stets ein anderer roter Wertmuth, bspw. Punt e mes oder Antica Formula.

    • Tommi sagt:

      Sie verwechseln etwas. Der Drink Martini besteht aus Wodka oder Gin und Wermuth. Das, was man als Martini kaufen kann ist Wermuth und hat keinen Gin drin.

  • margrit.futer sagt:

    igitt. Olivenöl und Pancetta!!
    pancetta gibt doch genügend fett ab.

  • Emy Saladin sagt:

    Das sieht alles super lecker aus. Aber, die vielen Zutaten! Für einen 1-Personen-Haushalt schlicht unmöglich alles zu haben und Teelöffel und Messerspitzen mässig zu kaufen.

    • Wolke sagt:

      Kann diese Kritik nicht ganz nachvollziehen, ist fast alles gut und lange haltbar bzw. für Reste wiederverwendbar. Parmesan und sogar Sardellen können notfalls eingefroren werden, Basilikum ist nach einem Pesto aufgebraucht bzw. Reste von fertigem Pesto einfach für Salate oder auf Brot verwenden. Bolognesesauce lohnt sich, etwas grösser anzusetzten, Reste einfach in Beuteln einfrieren. So hat man ein ganz schnelles leckeres Abendessen immer parat, egal welche Haushaltsgrösse.

      • Marusca sagt:

        Wollte ich auch grad empfehlen. Vieles (ausser dem Risotto natürlich) kann man in grösseren Mengen zubereiten, in Portionenbeutel abfüllen und problemlos einfrieren. Die Sugi lassen sich bei Gebrauch in einer Kasserolle, zusammen mit etwas Bouillon oder Wasser, bei mittlerer Hitze schnell auftauen bzw. erhitzen und sind im Nu servierbereit.

    • christopher robert sagt:

      Damit gewisse Saucen gut werden, braucht es oft eine Mindest-Menge (sonst verbrennt z. B. 1/4 Zwiebel zu schnell beim Anschwitzen).
      Darum koche ich als Single oft 4 Portionen Sauce, wenn alle Zutaten in der Sauche sind (bevor die Sauche „richtig“ fertig ist) teile ich sie auf und friere die einzelnen Portionen ein.
      Diese sind 1 – 2 Monate haltbar und schnell zubereitet (nur einmal kurz aufkochen).
      Das ist nicht optimal, aber dennoch besser als Fertigfrass.

      • christopher robert sagt:

        Aus aktuellem Anlass gibt es eine bessere Lösung als Einfrieren: Verschenken!
        Als ich heute die Puttanesca-Sauce einfrieren wollte hörte ich, dass meine Nachbarin nach einer langen Schicht im Alters- und Pflegeheim nach Hause kam und offerierte ihr spontan das, was bei mir übrig war (einige Portionen Sauce sowie etwas gekochte Penne).
        Die Reaktion war so herzlich, dass ich am Sonntag früh aufstehen und kochen werde, damit meine Kollegin den Pflegern und Pflegerinnen, die am Sonntag arbeiten, insgesamt zwölf Portionen Tagliatelle bolognese mitbringen kann.
        Theoretisch könnten die Leute während der langen Schicht dort essen, in der Praxis kommen sie wegen Stress erst am Feierabend zum Essen.

    • Bruno M, Troesch sagt:

      das geht man Mus nur planen.zb.
      Bolognese kauf ein 500 gram pack gehacktes
      Mach damit Bolognese,verwende 1/3 fuer Spaghetti oder Hoernly Bolognese, 1/3 fuer Lasagne und mit dem letzten drittel machst Chilly co Carne,
      Du kannst’s ja das chilly und die lasagne einfrieren
      wie gesagt nur eine Sache der Planung

    • Othmar Riesen sagt:

      @Saladin: Reste schmecken immer noch besser!

Kommentar

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