Ferien im Chalet

Dank liebevoller Renovation wurde das zweitälteste Haus Andermatts zum modernen und gemütlichen Ferienchalet.

Architektur: Jonathan Tuckey

Das Nossenhaus ist das zweitälteste Haus in Andermatt, es wurde 1620 erbaut. Fast wäre das Gebäude mit der Aufhebung des Heimatschutzes seinem Schicksal überlassen worden, doch dann bekam es neue Eigentümer und eine vollumfängliche Renovation. 

Der Architekt Jonathan Tuckey hat aus dem Haus geteilten Wohnraum geschaffen. Er ist auf die Wiederbelebung historischer Bauten spezialisiert, wobei er bereits 2012 zwei Andermatter Chalets renovierte. Damals hat er eines der Chalets für eine schwedisch-britische Familie umgebaut, und ebendiese Familie ist es auch, die zusammen mit Tuckey und dem ansässigen Architekten Ruedi Kreienbühl das Nossenhaus mit der ebenerdigen Enoteca im Dorfzentrum umgebaut hat.   

«Entstanden ist eine dreidimensionale Puzzle-Schachtel, die den Charakter des Hauses unterstreicht und gleichzeitig eine Reihe zeitgemässer Räume für die Bewohner schafft», erklärt Jonathan Tuckey das neue Chalet. 

Man kann im grossen Nossenhaus Ferienwohnungen mieten. Der grosszügige Ausbau ist gemütlich und gleichzeitig modern und frisch.  

Der Architekt hat mit viel Holz gespielt und dabei clever Mobiliar und Stauraum mit eingebaut. Alte Tannen wurden mit neuen Tannen ergänzt. Für Architekt Jonathan Tuckey war dies die grösste Herausforderung des komplexen Renovierungsprojekts: «Wir mussten ein ineinandergreifendes Holzsystem aus dem historischen Gebäude und neuen Holzelementen schaffen, um sicherzustellen, dass das Gebäude dem modernen Standard und den aktuellen Bauvorschriften entspricht.»

Eingerichtet hat die Besitzerin das Haus mit Besinnung auf ihre schwedischen Wurzeln. So stammt die gesamte Küchenzeile aus Schweden. In jedem Raum steht mindestens ein skandinavisches Möbel. Zeitgenössischer Komfort wird in den neuen modernen Räumen geschickt mit traditioneller Gemütlichkeit verbunden. 

Auch abends leuchtet das alte stattliche Nossenhaus in neuem Glanz aus dem Dorf heraus.

Credits:

Architektur: Jonathan Tuckey
Vermietung: Nossenhaus

7 Kommentare zu «Ferien im Chalet»

  • Hauser Alex sagt:

    Weder gemütlich noch Chalet! Wirkt im Innern seltsam kalt und ungemütlich auf mich. Krampfhaft viereckig modern, ohne jegliche Liebe. Nein das Verschmelzen von alt und neu ist eben gerade nicht gelungen. Der eiei juppijuppi yeah – Ausbau hat den Charme eines miefigen Massenlagers. Liegt vielleicht am Schwedenstyle, der unglücklich ins Schweizerhaus integriert wurde.

  • Sigurd sagt:

    Wunderschön, ich hatte mal nach Chalets für 1 Woche über Weihnachten geschaut. 4000 Franken pro Woche waren üblich, mehr als 10,000 nicht selten. Über Kaufpreise gar nicht zu reden. Sorry, das ist jenseits von gut und böse.

  • Irene Schmid Dumbuya sagt:

    Das wär mir doch etwas zuviel Holz

  • ri kauf sagt:

    sehr gelungen! schön, dass erhalten blieb!!!!!! wohne auch in einem haus das seinen ursprung 1600 irgendetwas hat!

  • Edwin van Bommel sagt:

    Ganz nett gemacht- aber wer hat denn die grässlichen Dachfenster eingefügt? Die sind nicht nur durch ihre Proportionen potthässlich, sondern auch respektlos gegenüber der harmonischen alten Bauhülle.
    Innen schon sehr schön. Ob man da richtige Dielung einbauen oder diese schauderhafte Klickdiele – darüber könnte man diskutieren.
    Und ich hoffe, die Küche hat eine Tür zum Schlafzimmer…

  • Pius Sidler sagt:

    Heimatschutz ist ein privater Verein. Sie meinen im Text wohl den Denkmalschutz, der zur Zeit bedauerlicherweise in vielen Regionen geritzt werden soll.

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