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Soll der Vertrag mit Ottmar Hitzfeld verlängert werden?

Thomas Renggli am Mittwoch den 19. Januar 2011


Ottmar Hitzfeld (62) ist seit 2008 Trainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft. Sein Kontrakt läuft bis 2012. Der zweifache Champions-League-Sieger würde gerne bis 2014 weitermachen. Bis vor kurzem schien die Vertragsverlängerung nur Formsache.

Nun aber hat der Nationalmannschafts-Delegierte Peter Stadelmann, Hitzfelds Vorgesetzter, einen Rückzieher gemacht. Erst nach den Euro-Qualifikationspartien in Bulgarien (26. März) und England (4. Juni) soll über die Zukunft gesprochen werden.

Macht sich Stadelmann der Majestätsbeleidigung schuldig? Stösst er einen der erfolgreichsten (Klub-)Trainer vor den Kopf? Hat er den Realitätssinn verloren?
Nein – definitiv nicht. Der St. Galler tut das einzig Richtige. Er misst Hitzfeld an den branchenüblichen Parametern, stellt eine knallharte Kostennutzen-Rechnung. Und diese Analyse schliesst momentan eine Verlängerung aus – vergangene Verdienste hin, Charisma her.

In seinen zweieinhalb Jahren als Nationaltrainer ist der Lörracher den Beweis schuldig geblieben, die Idealbesetzung zu sein. Weder während der Qualifikation zur WM 2010 noch während der Endrunde und schon gar nicht zu Beginn der Euro-Qualifikation hinterliess seine Mannschaft einen überzeugenden Eindruck.

Im Gegenteil: Hitzfeld steht unter Verdacht ein Verwalter und Bewahrer zu sein – und kein Erneurer und Antreiber. Doch genau dies braucht die Landesauswahl so schnell wie möglich. Egal, ob sie die Qualifikation zur Euro 2012 schafft oder nicht. Der Generationenwechsel lässt sich nicht mehr aufhalten – und davon ist auch die Position des Trainers tangiert.

Ein Blick in die Bundesliga zeigt einen deutlichen Trend: Mit Jürgen Klopp (Dortmund), Mirko Slomka (Hannover) und Thomas Tuchel (Mainz) dominieren drei Trainer der neuen Generation die Liga. Auch in der Schweiz werden zwei der Top-3 (Basel/Zürich) von Trainern (Fink/Fischer) geführt, die vor kurzem noch selber die Fussballschuhe schnürten.

Auch wenn bei der Nationalmannschaft Qualitäten wie Routine und Abgeklärtheit an Wert gewinnen, eine Mannschaft, die in ihrem eigenen System und in ihrer starren Hierarchie gefangen scheint, braucht vor allem etwas: frischen Wind.

Ottmar Hitzfeld bleiben noch 180 Minuten, zu beweisen, dass er diesen entfachen kann. Gelingt ihm das nicht, muss er die Konsequenzen ziehen. Sonst droht ihm das gleiche Schicksal wie seinem Vorgänger Jakob Kuhn – das Verpassen des würdigen Abgangs.

Sehr geehrte Leser? Was ist Ihre Meinung? Soll Hitzfeld weitermachen? Müsste man den Vertrag mit ihm schon jetzt verlängern? Oder ist es an der Zeit, seine Nachfolge zu regeln?

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80 Kommentare zu “Soll der Vertrag mit Ottmar Hitzfeld verlängert werden?”

  1. E. Schönbächler sagt:

    Es ist richtig abzuwarten wie sich die Nationalmannschaft in den ersten Spielen 2011 präsentiert. Bis jetzt war die Aera Hitzfeld spielerisch eine Enttäuschung. Aber wenn man jeweils am Montag in den Zeitungen die Rubrik “Schweizer im Ausland” liest überrascht dass auch nicht. Viele Natispieler sind bei ihren ausländischen Vereinen zweite, dritte oder gar keine Wahl. Hitzfeld sollte wirklich nur Stammspieler einsetzen (auch wenn sie in der Super League spielen) und seinen defensiven Angsthasenfussball über Bord werfen. Ansonsten ist wohl ein Trainerwechsel die beste Lösung.

  2. Hubacher Rolf sagt:

    Gross soll übernehmen!!!! Darauf warte ich seit langem. Vor Hitzfeld habe ich grossen Respekt. Was mich nervt bei Hitzfeld, ist, dass er immer so defensiv spielen lässt mit diesen beiden 6ern und ohne wirklichen Offensiv-Regisseur…

    • DAM sagt:

      Ich sehe es ein wenig differenzierter. Gegen “grosse” Gegner wie Spanien ist für mich das System mit 2 6ern absolut gerechtfertigt. Aber gegen Gegner wie Honduras oder Montenegro muss man mMn zwingend mehr Mut zur Offensive zeigen.

    • Oli sagt:

      Die Spielweise mit zwei 6ern hat sich nunmal auf internationalem Parkett durchgesetzt, hier war die Schweiz der absolute Nachzügler. Schliesslich wurde bis vor wenigen Jahren das 4-4-2 mit Raute in allen Verbandsmannschaften durchgesetzt. Dieses System ist aber defnesiv viel zu anfällig. Hinzu kommt, dass (nach Yakin) meilenweit kein Spieler in Sicht ist, welcher die Regiesseur-Position adäquat ausfüllen kann.

  3. René sagt:

    Hitzfeld “war” ein guter Klubtrainer, das ist unbestritten. Doch das ist lange her. Als Trainer der Schweizer Nationalmannschaft war er bestenfalls Durchschnitt. Seine Zeit als Trainer ist abgelaufen und der Fussball hat sich seit seinen Bayern-München Zeiten stark weiterentwickelt. Zusammen mit einigen älteren und definitiv ersetzbaren Spielern, sollte auch der Trainer ausgewechselt werden. Nachfolger stehen breit, welche auch gewillt sind, neue Wege zu gehen und nicht Lebzeitnominationen auszusprechen, welche auch dann gelten, wenn die betreffenden Spieler nicht in Form sind. Spätestens am 4. Juni 2011 nach dem Spiel, sollten die Karten neu gemischt werden, die geleisteten Dienste verdankt werden und ein Neuanfang “von Kopf bis Fuss” in Angriff genommen werden. Auch einige Mumien im Fussballverband könnten sich ehrenvoll verabschied(et)en (werden) und mit frischem “Blut” ersetzt werden. Die Einführung einer Altersbeschränkung für Funktionäre ware auch angezeigt. Wenn man schon dran ist . . . . . .

    • Matthias sagt:

      Meiner Meinung nach ist Herr Hitzfeld nicht der richtige Trainer für die Schweiz. Er ist gut darin eine starke Mannschaft zum Sieg zu führen – aber die Schweiz ist nunmal im Internationalen Vergleich ein Underdog.
      Und wie man mit einem Underdog Spiele gewinnt, weiss Hitzfeld nicht.

      Andererseits hat er durchaus einen beachtlichen Erfolg geschafft, immerhin ist die Schweiz die einzige Mannschaft die den Weltmeister in der letzten WM schlug. Das hätte ich nicht erwartet.

  4. alpina.rocket sagt:

    Es macht sicher keinen Sinn den Vertrag zu verlängern, so lange man nicht wieder auf Kurs ist mit der EM Quali. Aber jetzt nach einer neuen Generation von Trainern zu verlangen, wohl noch ein bisschen weniger. Es gibt nur erfolgreiche und nicht erfolgreiche Trainer. Also liegt es an Hitzfeld zu zeigen, dass er immer noch ein erfolgreicher Coach ist. Das wird ihm sicher gelingen. Aber dass das Team wieder erfrischenden, schönen Fussball spielt und solidarisch auftritt, wie zu den besten Zeiten des glatten Köbis, braucht es vor allem auch eine Mentalitätsveränderung der Spieler. Da gibt es einige die von ihrem hohen Ross runterkommen sollten.

  5. kurt abächerli sagt:

    hitzfeld muss gehen. es ist genug zeit mit seinem “experiment” vergeudete worden. der extrem defensive fussball mit immer der gleichen mannschaft (auch wenn spieler total ausser form sind) hat nicht die gewünschten resultate geliefert – und noch schlimmer, dass zuschauen zur qual werden lassen. das schlimmste war die wm – das tor gegen spanien lässt viele vergessen, dass die schweiz die mit abstand schlechteste mannschaft war. auch im interesse von hakan, salatic und anderen “übersehenen”, ciao otthmar.

  6. Andreas D. Meier sagt:

    Hitzfeld kann Klassespieler, davon gibt es in der Schweiz leider nicht Viele, nicht einfach aus dem Hut zaubern! Der Coach muss mit dem auskommen was ihm zur Verfügung steht! Die WM Quali hat er doch noch geschafft, trotz des Desasters gegen Luxemburg. Vielleicht liegt der 2. Platz doch noch drin, dann muss sich die Mannschaft aber noch gewaltig steigern. Jetzt muss auch der Letzte begriffen haben, dass nur 100%iger Einsatz zum Ziel EM führen kann. Aufwachen meine Herren! Hitzfeld muss Trainer bleiben!

    • Viktor M. sagt:

      Dem kann ich nur beipflichten hinzufügen, dass ein Jügen Klopp z.B einen Alex Frei nichtmehr in der Mannschaft haben wollte! Im weiteren nicht nur beim SFV, sonder mehr oder weniger in allen schweizerischen nationalen Vereinen die Verbindungen, Seilschaften und Beziehungen mehr Einfluss haben, als Leistung. Z.B. was steigert den Marktwert und wer wieviel dabei mitverdient bestimmt und nimmt Einfluss.
      Ich denke dies zeigt auch die desolaten unmotivierten Spiele der Vergangenheit auf.
      Herr Renggli das mal im Blog vielleicht aufzudecken, wäre interessant?

  7. Andi Gisler sagt:

    Zitat aus dem Artikel: ‘In seinen zweieinhalb Jahren als Nationaltrainer ist der Lörracher den Beweis schuldig geblieben, die Idealbesetzung zu sein.’

    Möglich, aber fällt viellleicht jemandem auf, dass JEDER Trainer der Nati ‘den Beweis schuldig blieb’? Dies gilt auch für die im Rückblcik so erklärte Roy Hodgson Aera.

    Liegt es nicht eher an den Spielern selbst, an der Mentalität und nicht zuletzt an der rein quantitativ beschränkten Zahl von guten Spielern in er Schweiz?

  8. Mario Monaro sagt:

    Messerscharfe Analyse. Könnte Christian Gross der Erneuerer und Antreiber werden?

  9. Kurt Herzog sagt:

    Will der Schweizer Fussball einen Schritt vorwärts machen muss er auch bereit sein auch mal vielleicht unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Hitzfeld war sicher ein sehr guter Club Trainer welcher es immer verstanden hat die Leitwölfe hinter sich zu bringen. Mit der Schweizer Fussball Nati hat er nicht die gleichen Charaktere und auch nicht die gleiche Qualität zur Verfügung wie bei Dortmund, Bayern und und und.
    Im Schweizer Fussbal ist es nun an der Zeit einen Neuanfang zu machen. Neue junge Spieler einzubauen und eine neue
    Hierachie zu bauen. Dafür ist er effektiv der falsche Mann. Zudem hat auch die Akzeptanz seiner Person stark gelitten.
    Viele Dispositionen wurden weder vom Team noch von den Medien noch vom Publikum getragen. Die Schweizer Nati braucht frischen Wind. Mehr Mut zum Risiko. Keine Rücksicht auf Namen.
    Neuaufbau warum nicht mit einem Gross ….. Koller oder mit mir…..

  10. Fredi Moser sagt:

    Ob Hitzfeld, Kuhn oder Blocher.
    Bei dieser Spielerauswahl nützt der beste Trainer nichts.

    • Oli sagt:

      Wie wahr! Wir müssen einfach Folgendes akzeptieren: Die “fetten Jahre” sind vorbei! Zwischen 2002 und 2006 war die Schweiz auf einem absoluten Höhepunkt. Erfahrene Spieler (Müller, Vogel, Wicky) haben sich perfekt mit jungen, hungrigen (Frei, Barnetta etc.) ergänzt. Verletzungen waren selten, Nachwuchsspieler wie Senderos oder Djourou fügten sich nahtlos ein und spielten in einer Form, welche sie bis heute nicht mehr erreichten. Dies trifft auf fast alle Spieler zu. Seit 2006 sind ständig einige wichtige Säulen verletzt oder meilenweit von ihrer Bestform entfernt. Folge: Die Mannschaft stellt sich faktisch von selbst auf, es herrscht kein Druck. Und da kann auch der beste Trainer wenig bewegen. Hinzu kommt der Mangel an Führungsspielern, ja überhaupt an Hierarchie. Ältere Spieler wie Frei, Streller oder Yakin sind keine Leitwölfe, und die jungen übernehmen diese Rolle auch nicht.

      Ausserdem sollte uns klar sein: Wenn die Schweiz langfristig an jeder zweiten WM/EM teilnehmen kann, ist das in Ordnung. Zwar kein Erfolg, aber auch nicht schlecht.

  11. Hans Meyer sagt:

    Sicher nicht schon jetzt den Vertrag verlängern! Aber den Vertrag später verlängern, sofern die nächsten Resultate eine Qualifikation zur Euro noch möglich erscheinen lassen. Sonst kann sich ein Neuer in den nächsten Monaten mit Freundschaftspielen einarbeiten.

  12. Ruedi Meier sagt:

    Ch. Gross sehe ich als unmöglichen “Schinder” mit Loser-Image seit Stuttgart. Hitzfeld ist weltweit einer der besten Trainer – nach wie vor.

  13. Urs Affentranger sagt:

    Herr Hitzfeld ist eine klasse Trainer. Es gibt kein besseren für unsere Nati. Es sind doch die Spieler die die Siegermentalität nicht haben und einfach mit zu wenig Herzblut auftreten. Man stellt sich vor man geht auf den Platz und gewinnt dieses Spiel. Die Natispieler kommen schon mit hängenden Köpfen aufs Feld. Alex Frei ist noch einer der mental starck ist.

    • kurt abächerli sagt:

      das ist doch himmeldonnerwetter die aufgabe des trainers. dafür zu sorgen, dass die spieler nicht so auftreten oder dann halt andere spieler auftreten. was hat hitzfeld erreicht wenn mann nur die schweizer-nati-bilanz ansieht? sehr wenig. in einer schwachen gruppe für die wm qualifiziert und dort kaum die mittellinie überschritten. wenn gegen honduras taktisch gemauert wird ist dies ein unglaubliches fussballkapitalvergehen, das nach absetzung ruft.

  14. andy sagt:

    Köbi Kuhn, unwürdiger Abgang?! Nein, Herr Renggli. Ihre Meinung ist beim FCZ nicht wirklich gefragt.
    O.Hitzfeld verzichtet an der WM auf V.Stocker, statt dessen beruft er Buli-Spieler (Bunjaku,Ben Khalifa)ins Aufgebot…
    Sein Resultatfussball ist kaum mehr auszuhalten. Seine Seilschaften zum FCB, GC sind ein Affront gegenüber den anderen ASL-Clubs, wie auch seine Affinität für die Bundesliga.
    Aus den erfolgreichen Schweizer U-Nationalmannschaften, sollten genügend sehr gute Spieler in Zukunft einberufen werden.
    Ich wünsche mir Lucien Favre als Nati-Trainer, sein Leistungsausweis ist genial.
    Ob er bei der Nati auch den französischen Abgang wählt, sei einmal dahingestellt.

    • Marco sagt:

      Ben Khalifa im WM-Aufgebot??? Da haben Sie aber vor und während der WM geschlafen… Und das mit der GC-Seilschaft ist ja lächerlich. Weshalb hat denn ein Salatic oder – vor seiner Verletzung – Cabanas nie eine Chance erhalten unter Hitzfeld? Aber dann Margairaz mitnehmen, der wirklich eine kaum zu überbietende Rückrunde abgeliefert hatte….

      • andy sagt:

        Sorry Marco, Ben Khalifa war nur auf Pikett, Xavier Margairaz nicht einmal auf Pikett…
        Und nochmals “Entschuldigung”, ich weiss, dass der GCN mit hoffnungsvollen Talenten wie Emeghara, Gajic, Vasquez
        in der Rückrunde voll angreifen wird, isch doch sunnäklar.

    • RVhopper sagt:

      Ich bin auch der Meinung dass alle ASL-Club nicht gleich bewertet werden. Nur YB und FCB Spieler kriegen faire Chancen, andere werden vernachlässigt. Es scheint aber so dass es nicht an den guten alten O. H. und seine Seilschaften, sonst hätte u.a. Salatic mindestens Testspielen mit der Nati bestritten.
      Beim Verband selbst braucht es frische Luft, aber dass ist eine andere Geschichte…
      Als Coach und Trainer (zwei verschiedene Aufträge für mich) brauchen wir keine Weltstar, sondern einer der ein Teamgeist erzeugen kann. Erfolgreiche Trainer sind für mich auch nicht die Besten (Joggi Löw macht’s super, Mourihno ist nur wo er ist weil er noch arroganter als seine Truppe ist).

    • Nico sagt:

      Seilschaften zu GC?! So ein Quatsch! Kein GC-Spieler wurde im letzten Jahr für die Nati aufgeboten. Der FCB und FCZ sind eher die “Farmteams” des Herrn Hitzfeld. Will man die Qualität im Schweizer Klubfussball verbessern, müsste zuerst einmal beim SFV und der Super League aufgeräumt werden!

  15. Reto Lippold sagt:

    Natürlich hat Herr Stadelmann recht, nur leider viel zu spät. Leider ist es im Fussball allgemein – und bei uns insbesondere – üblich, sich mit “grossen” Namen zu schmücken. Man wir aber nicht besser, wenn man einen Altgedienten verpflichtet, der seine Erfolge in der Vergangenheit hat. Bei Herrn Hitzfeld kommt noch dazu, dass er schon vor seinem Abtritt bei den Bayern in deutschen Medien immer wieder hat verlauten lassen, er freue sich auf den etwas ruhigeren Job in der Schweiz. Eigentlich eine Provokation, die hier aber niemand hören wollte.
    So altbacken und rückwärtsorientiert spielte denn auch unsere Mannschaft. Die Spieler schienen ebenso vor Ehrfurcht zu erstarren wie unsere Funktionäre und auch die Medien. Hitzfeld schiebt hier eine ruhige Kugel, den Respekt der zurückhaltenden Eidgenossen schon einkalkulierend. So verwaltet er das fussballerische Erbe und zielt auf eine Vertragslaufzeit ab, die seinem Renteneintritt exakt entspricht. In Medienauftritten geübt, findet er immer ein paar nichts sagende Floskeln, mit denen sich sehr einfach von den Ergebnissen ablenken lässt.
    Die Konsequenz muss sein: wenn die nächsten Qualifikationsspiele verloren gehen, sollte der Vertrag mit Hitzfeld sofort aufgelöst werden.

  16. Airliner sagt:

    Sicher hat O. Hitzfeld einen Leistungsausweis, doch ich habe mich schon mehrmals gefragt, ob er der richtige Nationaltrainer ist. Er lässt immer wieder Spieler auflaufen, die ihre Leistungen vom jeweiligen Club in der Nationalmannschaft nicht bringen. Ich denke hier z.B. an Inler, Frei, Barnetta etc. Andererseits werden Spieler wie Yakin in die Ersatzrolle gedrängt.
    Frischer Wind ist in der Nati gefragt. Ich denke hier aber nicht an Gross oder Favre, sondern an einen jungen Trainer wie z.B. Fink.

    • Grooce sagt:

      Sorry, aber dies ist nur sehr bedingt eine Frage des Trainers. Wir müssen uns schlicht und einfach damit abfinden, dass die Schweiz ein verhältnismässig beschränktes Potential von Profifussballern besitzt, welche auf internationalem Niveau vorne mitreden können. Daran ändert auch der Titel von Dany Rysers U-17 Supertruppe nichts, da es erfahrungsgemäss aus solchen Teams höchstens 2 – 3 Spieler nach oben schaffen werden. Demzufolge ist ein Weiterkommen in die 2. Runde einer EM/WM bereits eine Riesensensation! Also, bitte realistisch bleiben, was die Erwartungen anbelangt und sich an dem freuen, was wir haben – sportliche und faire Vorbilder, die alles geben und eine für unsere Verhältnisse angepasste Begeisterung auszulösen vermögen. Sollen sich auch die Fans in Zukunft ein Beispiel daran nehmen und sich vor während und nach den Matches sportlich benehmen.

  17. Beat Schneider sagt:

    Ich habe das Gefühl, dass Schweizer generell gerne bei Altbewährtem bleiben und selten offen sind für neues. Ist zum gähnen, leider. Gebt einem Thomas Tuchel 1 Mio netto im Jahr, ich bin überzeugt, er schafft es, dass die Schweiz in spätestens 5 Jahren fit ist, um den Weltmeistertitel mitspielen zu können. Es gibt wenige begnadete Trainer, Tuchel spricht fliessend Deutsch und Französisch, er ist dder beste, was es an Trainern gibt in D, ein begnadeter Trainer, der Spiele lesen kann und Spieler formen kann.

    • DAM sagt:

      @Beat Schneider:
      Es ist doch einfach nur lächerlich einen Trainer aufgrund einer guten ersten Saisonhälfte als “den besten den es in D gibt” zu bezeichnen. Ich garantiere Ihnen, dass Mainz bis Ende Saison ins Mittelfeld der Tabelle abrutschen wird, da die Qualität der Spieler im Vergleich zur Konkurrenz im Kampf um die Plätze für die Europacups einfach nicht ausreicht.

      Thomas Tuchel kann dereinst ein grosser Trainer werdem, aber er muss dies zunächst noch einige Jahre und auch mit anderen Vereinen beweisen.

      Ottmar Hitzfeld trainierte Zug, Aarau, GC, Dortmund und die Bayern und war überall erfolgreich. Es ist eine absolute Respektlosigkeit, gerade auch unserer Medien, ihm den Fussballsachverstand absprechen zu wollen.

  18. E. Cerf sagt:

    Die Zeit von OH ist abgelaufen, ein neuer Trainer, frisch und unbelastet muss her. Alles in allem ist der Leistungsausweis von OH eher dürftig, bei der UBS würde der Übungsgleiter zu den 10% gehören, die mit “ungenügend” abgestraft würden. Deshalb verlängerte H. Stadelmann den Vertrag mit ihm noch nicht. Falls die CH es nicht an die EM schafft, ist seine Zeit beim SFV sowieso abgelaufen. Es entfällt dann auch eine happige Abfindung für OH, falls die Nati abschifft. Was wohl keinen allzu sehr überraschen würde, mit den dürftigen Leistungen der Vergangenheit ist das Ausscheiden in der Quali sogar vorprogrammiert.

  19. Helmut Melzer sagt:

    Ich bin der gleichen Meinung wie der Autor des Artikels. Nur würde ich den Vertrag mit Hitzfeld erst nach der EM-Qualifikation verlängern, wenn die Qualifikation denn auch gelingt. Danach sieht es aber nicht aus.
    Hitzfeld hat bisher nichts geleistet. Er lebt von Vergangenen Zeiten. Man hätte ihn eigentlich schon nach der WM 2010 entlassen müssen. Diese war sehr enttäuschend für die Schweiz.

  20. E. Cerf sagt:

    Die Zeit von OH ist abgelaufen, ein neuer Trainer mit frischen Ideen, unbelastet, muss her. Der Leistunsgausweis von AH ist eher dürftig, unter seiner Ägide kam die Nati nicht weiter- sogar ein Rückschritt in alte Zeiten stellen wir fest. H. Stadelmann hat völlig recht,den Vertrag erst zu verlängern,wenn die EM-Quali geschafft ist, sonst nicht.

  21. Simon sagt:

    Köbi Kuhn mit Seiner FCZ Brille war auch nicht besser der hat ja nur Spiele vom FCZ Angeschaut !!
    Und hat N Kufo nie Spielen lassen !!

    Ob Gross besser ist naja der hat ja die 2 letzten FCB Saisons Devensiven Katastrophen Fussball Spielen lassen dass war zum Gähnen !!

  22. Norbert sagt:

    Guten Abend. Bitte hört auf mit diesem Unsinn. Denn das was hier getrieben wird, ist “Menschenhetze” im agressivsten Stil. So etwas kennen wir entweder vom “Blick” oder von Deutschland. Offensichtlich werden die Leistungen von Herrn Otthmar Hitzfeld ganz einfach vergessen; wie immer: Nur Negatives und nochmals Negatives. Ich teile Ihnen mit, an was es fehlt: An der mangelhaften Einstellung der Spieler. Heute zählt doch nur noch das grosse liebe Geld. Wenn jeder Spieler die Einstellung hätte wie diejenigen von Dortmund hätte unsere Nationalmannschaft kein Problem. Mental ist das Problem. Das kann auch ein Herr Hitzfeld nicht ändern. Das zweimalige Auspfeifen von Alex Frei im eigenen Lande ist nicht nur Motivation. Herr Ottmar Hitzfeld wird über diese Kritiken stehen, zweifellos. Ich wünsche mir, mehr Kommentare der Journalisten welche endlich auch das POSITVE sehen. Aber eben mit dem Negativen ist Geld zu verdienen. Wer nur immer negativ denkt hat früher oder später ein Problem mit dem Umfeld und sich selbst. Wir steuern genau dorthin. Herr Otthmar Hitzfeld, ich wünsche Ihnen alles Gute, Sie machen schon das Richtige.

    • kurt abächerli sagt:

      zum letzten mal, ein trainer muss auch das mentale der spieler im griff haben. glauben sie denn, bei den spanischen spielern geht es nicht ums geld. and again: der verdienst von OH für die nati ist etwa gleich gross wie jener von schnauzträger artur jorge. der hat uns eine katasrophale em-teilnahme beschert.

      • josé bütler sagt:

        @kurt abächerli: etwas schnauzig formuliert, aber im kern richtig ;o)

      • DAM sagt:

        um in der Sache korrekt zu bleiben: Hitzfeld war während der WM-Quali Trainer, Jorge hingegen übernahm das Team, das sich bereits unter Roy Hodsgon für die EM qualifiziert hatte

  23. de philipp sagt:

    hitzfeld hat vor allem im mentalen bereich versagt. seine spieler kann er, wie schon mehrfach erwähnt, nicht austauschen. die taktische und moralische einstellung sind aber die punkte, wo ein trainer einer nationalmannschafts am meisten einfluss nehmen kann. und diesbezüglich steckt mir der jämmerliche auftritt gegen honduras halt immer noch im hals. die spieler waren taktisch zu defensiv aufgestellt und auch im kopf offenbar nicht darauf vorbereitet, während dem spiel zwischendurch risiken einzugehen.
    und soll mir jetzt keiner schreiben, einer der nicht bereit sei, gehöre nicht in die nati. sonst gehören in zukunft zuschauer, die spieler auspfeiffen, nicht mehr ins stadion.

  24. spitzkick sagt:

    m.yakin !!das wäre doch mal ein neuanfang der sich gewaschen hat.

  25. Subiat sagt:

    Hitzfeld weg! Es soll endlich ein junger Coach ran. Gross ist ja auch schon verbraucht, wie man kürzlich im Schwabeländle sehen konnte. Wäre doch genial, wenn man einem aufstrebenden Trainer die Klinke in die Hand geben würde. Unter Murat Yakin, Uli Forte oder Lucien Favre würde die Mannschaft garantiert nicht schlechter spielen als unter dem abgenutzten HItzfeld.

    • josé bütler sagt:

      oh welch ein guter input! murat yakin wäre der ideale coach für die nati. an muri habe ich gar nicht gedacht. nicht auszudenken wie hakan auftrumpfen und uns an die wm in brasilien zaubern würde ;o) *träum*

  26. N.Volpi sagt:

    Vernünftiger Entscheid des SFV. Im Fussball zählen Leistung und Resultate, das gilt für Spieler und auch für Trainer. Bei allem Respekt für Hitzfeld, auch er wird nicht für die Vergangenheit bezahlt. Die Gegenwart und Zukunft ist entscheidend. Hitzfeld ist doch ausgebrannt, so kann er kein Feuer entfachen, die Schweizer sind unter Hitzfeld zumindest stagniert. Er soll noch bis Ende EM das Team betreuen, er macht noch einen sauberen Abgang. Danach wird es Zeit für einen frischen Trainer. Ich bin mit den Spielen der Schweizer schon länger nicht mehr zufrieden, mit dieser Mannschaft sind bessere Leistungen möglich.

  27. Gerhard Tubandt sagt:

    Ottmar Hitzfeld macht vor allem einen Fehler: Er lässt einen defensiven, minimalistischen Fussball spielen. Das hat er mit Bayern bis zum Umfallen und Übelwerden gemacht, und das macht er jetzt mit der Nati genau so. Das beste Beispiel dafür war das Spiel gegen Spanien an der WM. Destruktiver kann man ja nicht spielen. Wie der weitere Verlauf der WM gezeigt hat, ist es auf Nationalmannschafts-Ebene heute aber notwendig, dass man offensiv nach vorn spielt, wenn man Erfolg haben will. Beispiele: Deutschland, Uruguay und nicht zuletzt auch Spanien, das bei allem blöden Tiki-Taka doch immer versucht hat, Tore zu erzielen. Und deshalb braucht die Nati einen Trainer, der offensiv spielen lässt. Aber das wäre wohl kaum Christian Gross. Fink würde viel eher passen.

    • josé bütler sagt:

      gegen spanien, den amtierenden europameister, war die defensive spielweise angebracht, ja völlig richtig! die einzige chance zu punkten zu kommen! aber gegen honduras, als es einen sieg mit zwei toren differenz gebracht hätte, da hätte man: achtung, fertig, los spielen müssen!

    • DAM sagt:

      @Gerhard Tubandt
      Ich fasse es nicht, was Sie hier von sich geben.

      “Ottmar Hitzfeld macht vor allem einen Fehler: Er lässt einen defensiven, minimalistischen Fussball spielen. Das hat er mit Bayern bis zum Umfallen und Übelwerden gemacht, und das macht er jetzt mit der Nati genau so. Das beste Beispiel dafür war das Spiel gegen Spanien an der WM”

      Genau und die Bayern haben auch die ganzen Jahre unter Hitzfeld keinen einzigen Titel geholt. Sie kamen mit Glück um den Abstieg herum. *Ironie aus*
      Ausserdem scheint es als ob Ihnen eine 2:8-Klatsche gegen Spanien lieber gewesen wäre als ein 1:0 Sieg gegen den Welt- und Europameister und die beste Nationalmannschaft die es seit langer Zeit gegeben hat.

      Und wie heisst es so schön: “Der Angriff gewinnt Spiele, die Verteidigung Titel.” Schauen Sie sich mal einige Statistiken der Fussballligen der letzten Jahre an und Sie werden feststellen, dass die Mannschaften mit wenigen Gegentoren wesentlich erfolgreicher waren als die Mannschaften die viele Tore erzielten.

  28. Peter Locher sagt:

    Es ist noch erstaunlich, dass die 3 besten Trainer der Schweiz – Gross, Favre und Marcel Koller – zurzeit ohne Job sind. Wobei ich Favre nicht als Nati-Trainer-geeignet sehe und Koller erst evt. später einmal.
    Man sollte meiner Meinung nach Hitzfeld noch Zeit bis im Juni geben, dann einen Entscheid treffen. Das Problem sind meines Erachtens momentan die Spieler, das Potential ist zurzeit beschränkt und die Jungen die nachrücken können doch noch nicht ganz soweit. Gross könnte den nächsten Schritt aber schaffen, ohne Zweifel, noch am ehesten. Das Hauptproblem der Spieler ist, dass viele nur ihre persönliche Club-Karriere als wichtig erachten – sprich das Geld das dabei rausspringt. Der Rest ist Nebensache, höchstens allenfalls interessant um den Transfer-Wert hochzutreiben, mehr nicht.

  29. Mathias sagt:

    Es ist schon kurios, dass nachdem sich erste Siege auf internationalen Parkett in der Geschichte des Schweizer Fussballs einstellen – unter Hitzfeld – die Anforderungen auf ein Mass gesetzt werden, welches nach meiner Beurteilung unrealistisch hoch ist.
    Der Schweizer Fussball ist im direkten Vergleich zu Spanien, Deutschland, Italien sowie diversen anderen südamerikanischen Ländern einfach gesagt, grottenschlecht, was man feststellt, wenn man Fussballspiele verfolgt aus der 1. Schweizer Liga im Vergleich zu Fussballspielen von Mannschaften aus den besagten Ländern.
    Also warum, in Gottes Namen wird ein Trainer in Frage gestellt, der seit Beginn an für eine deutlich positive Entwicklung des Schweizer Fussballs gesorgt hat unter Vorraussetzung von schlechten bis durchschnittlichen Spielern, welche im Ausland nicht umsonst die 2te oder 3te Garnitur darstellen? Liebe Freunde, öffnet bitte einmal die Augen!!! Gelegentlich kann das nicht schaden!!

    • josé bütler sagt:

      lieber mathias, was genau ist kurios? und was ist unrealistisch hoch? und wo siehst du eine deutlich positive entwicklung des schweizer fussballs? also mal im klartext: unter hitzfeld haben wir gegen luxemburg zu hause verloren, dass toppt sogar noch die niederlage unter fringer in aserbaidschan. wir haben es gegen honduras, wahrlich keiner fussballgrossmacht, nicht geschafft auch nur EIN tor zu erzielen. für die wm hatten wir die einfachste qualigruppe mit griechenland aus topf eins. und die bilanz im jahr 2010 spricht ja für sich. die anforderungen der schweizer fussballfans ist ganz klar, es müsste möglich sein, einen gegner wie honduras zu schlagen und es müsste möglich sein, sich als gruppen zweiter für die barrage begegnung zur em qualifizieren zu können. und wir wollen endlich offensiven und kreativen fussball sehen! wir wollen emotionen und spielfreude, die spieler dazu haben wir nämlich!

    • E. Schönbächler sagt:

      Lieber Mathias seit wann verfolgst du den Schweizer Fussball? Unsere Nationalmannschaft stand 1924 im Olympiafinal, schlug an Weltmeisterschaften Deutschland (1938), Italien (1954), spielte gegen Brasilien 1950 unentschieden und ist seit der WM 1994 regelmässig an den grossen Turnieren vertreten. Der letzte Aufschwung in unserem Fussball begann unter den Nationaltrainern Stielike und Hodgson sowie den Ausbildungschefs Walter Jäger und Hansruedi Hasler Ende derAchtzigerjahre. Momentan ist unsere Nati nicht das Gelbe vom Ei. Das ist richtig. Doch grottenschlecht ist unser Fussball bei weitem nicht. Die Zeiten als unsere Clubs im Europacup Kanonenfutter waren sind vorbei. Und es macht auch einen Unterschied ob 4000, 20000 oder 50000 im Stadion sind. Da wirkt ein Match auf den Fan im Stadion oder vor dem TV ganz anders.

    • N.Volpi sagt:

      Lieber Mathias, die Schweizer sind nicht grottenschlecht aber wir müssen realistisch auf dem Boden bleiben. In den letzten 10-20 Jahren (nicht erst seit Hitzfeld) hat sich der Schweizer Fussball Schritt für Schritt positiv weiterentwickelt. Das Niveau der Super League, das Spielerpotential und die Infrastruktur hat sich enorm verbessert. Junge Talente werden gefördert und entwickeln sich, viele Spieler und die meisten Nati Spieler spielen im Ausland, in den sogenannt ‘grossen’ Ligen. Die Nati qualifiziert sich in den lezten Jahren dauernd für EM und WM. Mit den ‘grossen’, Top Ten wie Brasilien, Argentinien, Spanien, Italien, England, Deutschland und ein paar Afrikanern, mit denen dürfen wir uns nie vergleichen, schon gar nicht geographisch (grösse der Länder, Auswahl an Spielern) und auch nicht mit den finanziellen Möglichkeiten. Mit dem Rest der ‘guten’, in dieser Kategorie könnten wir mithalten. Warum sollen wir nicht das hohe Niveau z.B. der Holländer erreichen, dies scheint mir doch realistisch – oder? Natürlich müssen wir wegkommen vom momentanen Angsthasen und Devensiv Fussball. Nun muss der nächste Schritt vollzogen werden; d.h. so rasch als möglich ein neuer, moderner Trainer, der mit offensiver Taktik und selbstbewussten Spielern die vorhandenen Möglichkeiten ausschöpft, die Gegner sollen sich unserem Spiel anpassen.

  30. josé bütler sagt:

    es ist absolut richtig den vertrag mit hitzfeld nicht vorzeitig zu verlängern. wenn wir die em-quali geschafft haben, dann kann der vertrag immer noch verlängert werden, sonst bin ich dafür, dass ein neuer trainer eine chance erhält, bsp. favre, gross oder koller. in diesem blog wird hauptsächlich über die richtige spielerwahl diskutiert. meiner meinung nach hat hitzfeld mehr oder weniger die richtigen spieler aufgeboten. der hauptgrund für die schlechte bilanz und das versagen bei den big points, honduras und montenegro, war die taktik. stur hält hitzfeld am 4-4-2 mit zwei defensiven, völlig unkreativen 6ern fest, ob der gegner nun spanien oder england, wo es angebracht ist, oder honduras oder montenegro heisst. gegen spanien ist der plan von hitzfeld voll aufgegangen, es war sensationell. aber schon gegen honduras, wo die ausgangslage sonnenklar war, ein sieg mit 2 toren differenz musste her, lässt er mit dem gleichen system spielen. inler, huggel und zu allem überfluss noch den waffenläufer fernandez, waren in der startaufstellung, drei völlig unkreative mittelfeldspieler. dazu noch nkufo, der kein bein vor das andere brachte. wie um gottes willen will man da offensiv aufspielen? es war eine einmalige chance gegen einen mittelmässigen gegner die achtelfinalquali zu schaffen, leider verspielt. dies werde ich hitzfeld mein leben lang nicht verzeihen! man muss das system dem gegner anpassen. wieso konnte man nicht mit inler als nr. 6, davor hakan yakin als nr. 10, dann auf den seiten zwei offensive, druckvolle puncher und vorne zwei stürmer aufstellen, die den namen auch verdienen. wir hatten ja nichts zu verlieren, wieso so mutlos?
    das gleiche gegen montenegro, ein evtl. vorentscheidendes spiel gegen den hauptkonkurrenten um den zweiten platz. ängstlich, mutlos und ohne initiative. dabei wäre mit yakin ein kreativspieler in hochform bereit gestanden. ich verstehs nicht! so übermächtig sind die montenegriner ja wirklich nicht, dass wir die hose voll haben müssen, oder? alex frei wird ständig auf der falschen position eingesetzt, er ist ein knipser, war er schon immer! jetzt soll er unter hitzfeld das spiel machen, wird als zurückgezogene spitze nominiert und ist erfolglos. das spiel gegen die ukranine, obwohl es nur ein testspiel war, hat gezeigt, wie es sein könnte. hakan und alex harmonieren perfekt, wenn sie RICHTIG eingesetzt werden. das ganze theater um das auspfeiffen von frei, hätte es nie gegeben. ich hoffe, dass hitzfeld endlich einsieht, dass er mit seiner art fussball spielen zu lassen, bei der nati auf dem holzweg ist. noch ist die em quali nicht verloren, aber es muss gehandelt werden. vor seinem engagement bei der nati hatte hitzfeld den ruf eines hervorragenden motivators. wenn ich aber sehe wie die spieler sich auf dem platz verhalten, körpersprache, etc, dann muss ich hier schon meine zweifel anbringen. es ist kein spirit zu spüren, kein teamgeist, kein miteinander am gleichen strick ziehen, dies ist meiner meinung eine wichtige aufgabe des trainers. klar, man kann jetzt schon sagen, jeder spieler sollte aus eigenen stücken motiviert sein … noch ist die em-quali nicht vergeigt, noch haben wir eine chance, aber es ist 5 vor 12. lasst uns die kleine chance nutzen!

  31. Martin sagt:

    Ich denke, der beste Trainer (und zu denen zähle ich herr Hitzfeld zweifellos) kann mit diesem Spielrmaterial keine Wunder bewirken. Jaja… der Spelmacher – aber wo ist denn der? Wir haben ja gar keinen! In der Super leage sind dies Ausländer und unsere Söldner im Ausland haben ebenfalls diesen part nicht inne. Was tun? Eben, gerada das, was herr Hitzfeld macht. das beste aus dem bestehenden Stamm herausholen – und dies ist nun mal die defensive Ordnung. warum schiessen wir keine Tore? Weil wir keine kreativen Spieler im Mittelfeld haben oder diese ihre Leistung international nicht bringen (können). Da hilft der beste trainer nix – wo nichts ist, kann nichts eingesetzt werden. Motivation und hartes Training ergeben leider keine Spielmacher – dazu braucht es Talent, Kreativität und Spielwitz. Und sowas fehlt halt derzeit bei uns. Herr Gross, den ich auch sehr schätze, lässtt aber auch nicht viel anders spielen als Herr Hitzfeld, da würde sich meines Erachtens nicht viel ändern.
    Also schätzen wir uns doch glücklich, so einen versierten und anerkannten trainer zu haben – ich bin sicher, die Deutschen würden ihn mit Handkuss übernehmen, wenn wir ihn rausekeln.

    • Roland sagt:

      Keinen Spielmacher? Und was ist mit Hakan Yakin? Er ist in Hochform und hat das beim letzten Testspiel gegen die Ukraine wieder bewiesen. Für mich ist es unverständlich wieso Hitzfeld Yakin immer noch aussen vor lässt und stattdessen mit zwei defensiven 6ern spielen lässt. Und hat Herr Hitzfeld eigentlich auch einmal an Blerim Dzemaili gedacht? Dieser bringt nämlich in einer europäischen Spitzenliga (Serie A) regelmässig Topleistungen, wurde aber von Herr Hitzfeld bisher noch nicht berücksichtigt.

  32. René sagt:

    Wenn ich so die Kommentare lese, sieht es mehrheitlich schlecht aus für Hitzfeld. Hoffentlich liest er diesen Blog und hat die Grösse, sein Amt per sofort zur Verfügung zu stellen, damit ein junger hungriger Trainer die Nati auf die beiden wichtigen Spiele vorbereiten kann. Eine Abfindung für Hitzfeld liesse sich sicher auch organisieren.

  33. micha sagt:

    Der Leistungsausweis von Othmar Hitzfeld mit der Schweizer Nati ist positiv durchzogen und nicht grottenschlecht. Realistischerweise muss man ihm limitiertes Spielermaterial und die Verletzungssituationen von Schlüsselspielern anrechnen. Auf der postiven Seite steht die WM-Quali und der überragende Erfolg gegen Spanien, auf der negativen das Spiel und die Spielweise gegen Honduras, die konsistente Fehleinschätzung von Hakan Yakin, sowie die bisher enttäuschende WM-Quali, Kein Grund für eine Trainerentlassung, aber auch keine vorzeitig Vertragsverlängerung. Wenn es 2011 keine deutliche Steigerung gibt, sollte im beiderseitigen Interesse der Vertrag nicht verlängert werden.

  34. Gerhard Tubandt sagt:

    @ DAM: Natürlich hatten die Bayern Erfolg. Aber in Deutschland haben sie nun mal mit Abstand am meisten Geld, was der Hauptgrund für diesen Erfolg ist. (Mal abgesehen davon, dass sie den anderen deutschen Klubs regelmässig die besten Spieler abluchsen) Und auf internationaler Ebene waren offensivere Teams viel erfolgreicher als Bayern.
    Und daran krankt die Nati eben: Unter Kuhn wurde offensiver und erfolgreicher gespielt. Offensive Mannschaften kassieren eben genau deshalb wenig Tore, weil sie den Gegner unter Druck setzen. Deshalb haben die Teams an der Tabellenspitze immer viele Tore erzielt und wenig kassiert (so von wegen Statistiken)

  35. Martin Stadler sagt:

    In einem Döschwo gewinnt auch Sebastian Vettel kein Formel 1-Rennen. Othmar Htzfeld muss leider mit der dünnen Spielerdecke auskommen die er zur Verfügung hat.

    • josé bütler sagt:

      dass mit dem döschwo und der dünnen spielerdecke sind nur ausreden. mit dem aktuellen kader und einem variablen system wäre viel mehr möglich …

  36. Michael Scholz sagt:

    Es ist zu einfach, Ottmar Hitzfeld für die eher bescheidenen Vorstellungen der Fussball-Nati verantwortlich zu machen. Im Gegenteil: Hitzfeld hat schon bald nach seinem Amtsantritt erkannt, dass das aktuelle Spielerangebot keine andere als eine eher defensive, wenig attraktive Spieltaktik zulässt. Die glorreichen Zeiten mit Chapuisat, Sforza, Sutter und Co. sind längst vorbei. Siege wie gegen Spanien hatten mehr mit Glück als mit fussballerischem Können zu tun. Respektive mit der mangelhaften Einstellung oder dem Unvermögen der Spanier. Viel wichtiger, als über den Trainer zu diskutieren, wäre, die Nachwuchsarbeit auf Verbandsebene zu hinterfragen, und damit natürlich auch die Nachwuchsarbeit in den Vereinen. Ein Fussball-Nati ist auf Zeit schliesslich nur so gut, wie die Jugendarbeit betrieben wird. Ohne Unterbau kein langfristiger Erfolg.

    • DAM sagt:

      Ich halte die Nachwuchsarbeit in der Schweiz für hervorragend. Es ist halt einfach unmöglich, dass ein Land mit nur ca. 7 Mio. Einwohnern Generation für Generation Ausnahmekönner hervorbringt. Ich gebe zu bedenken, dass wir in den letzten 10 Jahren U-17 Europameister und U-17 Weltmeister wurden, dass die U-20 an der WM teilnehmen konnte und auch die U-21 mehrmals an EMs war (inkl. Halbfinale im eigenen Land).

      • josé bütler sagt:

        hey dam, wir haben so ziemlich die selben ansichten, müssten mal ein bier zusammen trinken ;o) gruss josé

        • Karl Eigenmann sagt:

          ?? Uruguay hat gerade mal 3 Mio Einwohner und hat den WM-Halbfinal erreicht und war schon zweimal Weltmeister – in der Schweiz machen wir einfach etwas falsch…

  37. Rainer sagt:

    vor der zeit mit hitzfeld hat sich niemand über die qualität oder eben die fehlende qualität der spieler beklagt! finde ich sehr komisch, dass das erst jetzt zur sprache kommt…
    wärend den besten zeiten unter kuhn hat die mannschaft noch gespielt und nicht verhindert! ich erinnere an die duelle mit frankreich, zum beispiel. und eine EM und WM endrunde spricht doch für kuhn oder?
    und ich würde mir etwas mehr fantasie bei den zukünftigen trainernamen wünschen. nicht einfach nur ch. gross…

    wie wäre es mit jemandem wie guus hiddink? der hat bis jetzt noch jede nationalmanschaft zum spielen gebracht! oder?

  38. josé bütler sagt:

    ich denke, dass die nachwuchsarbeit in der schweiz hervorragend ist und sich der verband wie auch die clubs die förderung der jungfussballer einiges kosten lassen. die schweiz mit ihren 7.8 mio. einwohner ist ein sehr kleines land mit einem sehr grossen sport- und freizeitangebot. wenn man die erfolge der ch-nachwuchsfussballer in den letzten zwei jahren zum massstab nimmt, kann man durchaus ein positives fazit ziehen: u 17 weltmeister und die quali der u21 für die em 2011.

  39. Auguste sagt:

    Auch wenn Othmar Hitzfeld ein grosser Trainer ist, mit ihm kommt die Nati nicht in die Gänge. Die Aufgabe ist auch keine leichte, da die Leistungsträger der Nationalmannschaft bei ihren ausländischen Clubs oft nur Reservisten sind und deshalb eigentlich nie eine Mannschaft mit viel Spielpraxis und in Top-Form aufläuft. Das ist allerdings keine neue Ausgangslage – damit mussten schon seine Vorgänger zurecht kommen – aber Othmar Hitzfeld gibt dabei keine besonders glückliche Figur ab. In seine Amtszeit fallen ein paar unglaubliche Flops und die Mannschaft ist im Spiel nach vorne, trotz guter Offensivspieler, völlig harmlos geworden. Eine Vertragsverlängerung macht nur Sinn, wenn die WM-Qualifikation erreicht wird. Die wäre der Beweis, dass die Chemie zwischen Mannschaftsleitung und Spielern stimmt und Früchte trägt.

  40. Bobias Topp sagt:

    Ganz abgesehen von der Person des Trainers OH: Wann hat jemand der Leser dieses Bloggs ein gutes, mitreissendes und interessantes Spiel unserer Nati gesehen? Eben! OH ist und war ein hervorragender Trainer – das heisst aber noch nicht, dass er der richtige Mann in diesem Job ist. Ich wünsche mir wieder mehr Begeisterung, als Fan will ich nur das!

  41. Tobias sagt:

    Wer eine Vertragsverlängerung von einer Qualifikation oder den kommenden zwei Spielen abhängig macht, denkt kurzfristig und hat keine Ahnung, denkt weder darüber nach, in welchem Zustand die Nati bei der Übernahme war, noch darüber , welch enorme Aufbauarbeit im Deffensivbereich geleistet wurde, vergisst Nachwuchsförderung und das effektiv vorhandene Potential der Spieler. Wir sollten aufhören, herumzujammern und unserer Nati den Rücken stärken – wie sieht es aus mit dem zwölften Mann der Mannschaft – Rückzug und jammern, statt Motivationsschüben und Unterstützung? Weltmeisterbezwinger ! Die kommende Phase ist wichtig, um die Nati wieder vorwärtszubringen, Mittelfeld und Pressing auszubauen und zu einem schnörkellosen Fussball zu finden, den Weg zum gegnerischen Tor wieder zu finden. Hopp Schwyz, Hopp Ottmar.

    • Karl Eigenmann sagt:

      Ich lese “enorme Aufbauarbeit im Defensivbereich” – die Defensive ist schlechter aufgestellt als unter KK, insbesondere die Innenverteidigung (Grichting kann gerade mal verteidigen, was für einen modernen Innenverteidiger aber einfach nicht mehr genügt – Müller war um Welten besser). Dann lese ich “Nachwuchsförderung” – wir reden schon von der CH-Nati? Hitzfeld liess die Jungen doch wie heisse Kartoffeln fallen – die paar Minuten die Ben Kalifa zum Einsatz kam, dürfen nicht zählen und Rossini hat er gleich auf zwei der Weltbesten Stürmer (Forlán und Suarez) losgelassen – war ja klar dass dieser überfordert war. Alles in Allem hat Hitzfeld versagt – die Nati als Weltmeisterbezwinger zu betiteln ist doch Blödsinn; 1. war Spanien im ersten Spiel noch nicht Weltmeister und 2. war es eben das erste Spiel – das Spiel der Nati war fast schon beleidigend defensiv und destruktiv – unwürdig einfach. Das Resultatorientierte Spiel des Hitzfeld ist einfach nicht das was ich als Fan sehen will – lieber ein packendes und interessantes Spiel verlieren, wo sich alle nach einem Sieg orientieren, anstatt 11 Angsthasen die nicht verlieren wollen und wie in Montenegro trotzdem verlieren. Der Gipfel des Hitzfeld-Desaster war die Blamage gegen Luxembourg – gleichzeitig die grösste Blamage der Nati überhaupt – wer will so was noch länger mit ansehen? Ryser, Sforza wären als Coach deutlich besser geeignet als der Hitzfeld – also Hopp Schwyz ohne Ottmar!!

  42. Thomas sagt:

    Ich konnte den Hitzfeld einfach nicht verstehen, als er partout auf Hakan Yakin verzichtet hat, obwohl die Defizite in der Kreativität im Offensivspiel offensichtlich waren. Yakin ist der Mann für die überraschenden Manöver und auch wenn er nicht emrh so gut zu Fuss ist, schafft er noch 60-70 Minuten international. Mich dünkt, dem Hitzfeld sind die Arbeitsbienen lieber, aber die sind gegen vorne so berechenbar, siehe WM, die nur mit einem Törchen abgeschlossen wurde.

  43. Carlos sagt:

    Richtiger Entscheid; Die Schweiz wird die EM zu 95% nicht mehr schaffen… da sind Montenegro und England in der Pole Position… Nachfolger von Hitzfeld… Favre oder Gross

  44. Hans Peter sagt:

    Hitzfeld bietet sich jetzt durch die Verletzung Barnettas die Chance zum Wechsel.
    Auch wenn mein Herz Blau-Weiss schlägt, Stocker oder Shaqiri müssen her!

    Ich wäre für:

    Begnalio
    Lichtsteiner – Senderos (wenn endlich mal fit, sonst Grichting) – Djourou – Ziegler
    Behrami – Inler – Dzemaili (bzw. Schwegler) – Shaqiri
    Yakin
    Derdiok

    Begnalio ist sowieso als konstantester ch-spieler gesetzt.
    flügelzange behrami-shaqiri würd endlich zug ins schweizer spiel bringen.
    und derdiok könnte mit yakins klasse endlich mal sein potential in der nati ausschöpfen.

    • josé bütler sagt:

      ich wäre für:

      benaglio

      degen – djourou – grichting (Eggimann) – ziegler

      dzemaili
      stocker shaqiri
      yakin

      frei derdiok

  45. Ernesto Aemisegger sagt:

    Ich bin mir nicht einmal sicher, ob Hitzfeld von Anfang an der richtige Trainer für die Schweiz war. Natürlich ist er ein erfolgreicher Trainer (Klubtrainer), eine Nati zu trainieren ist einfach nicht das gleiche, schon gar nicht in der Schweiz. Mit Hitzfeld ist sehr viel Ruhe in die Verbandspitze gekommen, und das war richtig so. Aber die Ruhe hat sich inzwischen auch in der Mannschaft festgesetzt, es ist keine Entwicklung zu sehen. Und das nicht weil wir schlechte Fussballer haben. Nein, der nächste Schritt, mehr Jugend, mehr Mut fehlt einfach. Für mich ist klar, Hitzfeld ist nicht mehr der richtige Natitrainer. Der neue Trainer muss nicht unbedingt mit einem klangvollem Namen bestückt sein, er muss einfach die jungen Wilden führen können und natürlich die gleiche Rückendeckung wie Hitzfeld seitens des Verbandes haben.

  46. Roman Hatz sagt:

    +1 für die Meinung von Herrn Aemisegger