«Ich bin Muslim»

Man kann ohne Probleme Schweizer UND Muslim sein. (Symbolbild)

Man kann ohne Probleme Schweizer UND Muslim sein. (Symbolbild)

Islam und Islamophobie waren diese Woche – neben dem Streit um die Egos von Roger Schawinski und Andreas Thiel – das zentrale Thema in den sozialen Medien. Wir wollten uns nicht von einem weiteren Experten langweilen lassen und sprachen deshalb mit Arshem, einem 27-jährigen Muslim aus der Region Zürich. Arshem bat sich Anonymität aus, weil er nicht öffentlich zwischen die Fronten von Islamhassern und dem frömmlerischen Teil des Islamischen Zentralrats der Muslime kommen will. Das Interview wurde als Facebook-Chat geführt.

Arshem, du bist Muslim. Betest du fünf Mal am Tag?

Haha, nein. Dazu hätte ich keine Zeit, ich arbeite schliesslich den ganzen Tag.

Trotzdem nennst du dich Muslim. 

Ja. Ich bete, wenn sich Ruhe und Gelegenheit bietet. Wer wirklich an Gott glaubt, wer Gott in seinem Innern trägt, braucht sich und andere nicht fünf Mal am Tag daran zu erinnern. Ich halte weitestgehend die Feiertage und den Ramadan ein, wenn ich dabei Arbeit und Umfeld nicht zu stark vernachlässigen muss.

Gehst du in die Moschee?

Nicht so oft, wie ich wollte. Aber ich treffe mich mit anderen Muslimen, und manchmal sprechen wir auch über unseren Glauben.

Sind deine Freunde alle Muslime?

Nein, sicher nicht. Bei einigen weiss ich gar nicht, ob sie an einen Gott glauben, andere sind eher so Lifestyle-Buddhisten. Aber solange sie mich und andere anständig behandeln, ist das doch völlig nebensächlich, nicht?

Du hast die Diskussion um Andreas Thiels Islamkritik mitbekommen. Was meinst du dazu?

Was soll ich dazu meinen? Thiel hat einige Stellen aus dem Koran aus dem historischen und inhaltlichen Zusammenhang gerissen und daraus eine Waffe gegen eine Religion gemacht. Dafür, dass er im Namen des Friedens sprechen will, ist das ziemlich scheinheilig.

Aber er kennt sich mit dem Inhalt des Korans aus?

Ja, wahrscheinlich besser als ich. Nur ist das in dieser Angelegenheit völlig irrelevant, weil er sich nicht mit Muslimen auskennt. Ich kann ein Buch über die Fliegerei lesen, kann aber deswegen nicht losgehen und bei allen Piloten die Tendenz zu Bruchlandungen diagnostizieren. Thiel macht seine Angriffe in erster Linie für sich selbst.

Mit den Gräueltaten des IS und der pakistanischen Taliban in der letzten Zeit leidet der Islam klar unter einem Imageproblem. Distanzierst du dich von diesen Gruppierungen?

Distanzierst du dich von Mördern, die sich selbst als Christen sehen? Ist das notwendig? Was viele Schweizer nicht verstehen, ist, dass die Islamisten in erster Linie gegen Muslime vorgehen. Sie bringen sie um, setzen sie unter Druck und üben Macht aus. Muslime müssen sich nicht von ihren Peinigern distanzieren, das ist absurd.

Aber nicht alle Muslime sind so liberal wie du. Ich denke da an Qaasim Illi und seinen Zentralrat …

Haha, der Illi erinnert mich immer an einen Ex-Raucher, der jetzt gegen Raucher wettert. Die Konvertiten müssen sich selbst beweisen, dass sie es viel mehr «verdient haben» Muslime zu sein. Illi repräsentiert die Verunsicherten, nicht die Gläubigen. Wer an Gott glaubt, braucht keinen Illi. Illi steht nicht für den «Islam»,  er steht in erster Linie für sich selbst und seine Selbstdarstellung, ähnlich wie Thiel. Beide missbrauchen meine Religion, um ihre Gesichter in die Presse zu bekommen.

Du wirst nächstes Jahr heiraten. Eine Christin. Hat dein Umfeld damit keine Probleme?

Meine Eltern und meine Geschwister nicht. Mein Vater ist froh, dass ich in meinem Alter endlich sesshaft und seriös werde, meine Mutter liebt meine zukünftige Frau von Herzen. Natürlich gibts Leute in meinem weiteren Umfeld, die fragen «Hast du keine anständige Braut aus deinem Land gefunden» oder «Muss es denn gerade so eine sein». Aber sobald sie sie kennenlernen, ist alles vergessen.

 In welcher Religion werdet ihr eure zukünftigen Kinder erziehen?

Wir werden ihnen mit Gottes Hilfe die Grundwerte des menschlichen Zusammenlebens vermitteln. Wir werden ihnen Vertrauen in eine höhere Macht vermitteln. Ob sie später dann den Lehren Mohammeds, dem christlichen Erlöser Jesus oder Buddha folgen, wird ihre Entscheidung sein. Gott hat uns den freien Willen geschenkt. Diesen bei anderen Menschen zu unterdrücken, ist gottlos.

Interessensbindung: Der Autor, Reda El Arbi, wurde katholisch getauft und wuchs in christlich/westlicher Tradition in der Schweiz auf. Seit seinem 13. Lebensjahr versteht er sich als Atheist, der übernatürliche Dinge nicht ausschliesst, nur weil er sie nicht sehen kann.

201 Kommentare zu ««Ich bin Muslim»»

  • ra koch sagt:

    Autsch, das falsche Post…

  • ra koch sagt:

    Werter Herr Réda El Arbi; Insgeheim wünsche ich zu wissen, warum eine ‚Revolution‘ (diesmal die durch die ‚IS‘ stattfindende) dermassen ignoriert wird. Da muss es Verlierer geben, solche die nur um ihr Nacktes wissen. Sicher, dazu gesellt sich der unermässliche Reichtum an militärischen Erzeugnissen wegen der Arabellion. Doch alle Revolutionen entstanden wegen Versklavung, Kindertod und Raffgier. Mir fehlt die Aufarbeitung, an was die ‚IS‘ wächst. Wenn es das Ungleichgewicht ist, verstehe ich, dass die Businesswelt dies am liebsten wegschiessen möchte. Da sind nicht bloss Fanatiker, da sind Ergebene einer Sache. Dies war zu Beginn des Kommunismus‘ gleichsam.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, man kann keine IS gründen, wenn man nicht genug Leute hat, die sich aus Armut und fehlender Bildung verhetzen lassen. Aber wie jede Revolution in der Geschichte pervertiert sie den Gedanken einer gerechteren Welt von der ersten Sekunde an.

      • ra koch sagt:

        Gerecht ist sie für jene, welche kaum Armut bzw. über entsprechende Bildung verfügen. Über den Damm gekehrt sind dies nach Überlebensmodus in der 3. Welt des Existenzminimums wohl kaum 10%! Eher gen 1% tendierend. Schön, wie EURONEWS Bildung propagiert. Im Ernst: Pervers bleibt vielmehr die Propaganda. Ob sie nun den Nutzniessern nützt oder der Mobilisation von Geschundenen…

        • Réda El Arbi sagt:

          Nun ja, im Verhältnis zu versuchtem Völkermord an den Jesiden finde ich Propaganda irgendwie kein so relevantes Übel. Oder im Verhältnis zum Abschlachten von 130 Schülern, wenn wir die gemässigteren Taliban als Beispiel nehmen.

          • ra koch sagt:

            Vergleiche bei den Mongolen – gingen die Herrschaftsansprüche über Geländegewinne hinaus. Alles das nicht ernährt werden konnte wurde ermordet. Ein Kalifat müsste Platz haben, wer will kann bleiben oder müsste dann gehen können. Aber wohin. Auch hier in CH wird martialisch Platz geschaffen: Wer sich verschleiern will soll wohl keinen Platz mehr finden…
            Es macht den Anschein, dass sich die Flächen innerhalb gewohnten Staatsgrenzen auflösen.
            Soviel ich weiss waren die Kinder bevorzugt in armeegleichen Einrichtungen. Ich will da nichts heraufbeschwören aber wenn es darum geht eine Ordnung umzuwälzen beginnt ES meist mit den Ordnungskräften bzw. deren Nachwuchs‘. Vielfach was die Kinder erleben stecken Erwachsene drin! Müssig.

  • Abdullah sagt:

    Was sagen die ganzen Verharmloser und Scheuklappenträger zu dem Geschwisterpaar welches offenbar nach Syrien geflogen ist um sich der IS anzuschliessen und hier in Zürich in einer Moschee radikalisiert wurde?

    • Réda El Arbi sagt:

      Vielleicht warten sie erst mal die Fakten ab?

      • Ronnie Hubbard sagt:

        Genau, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
        Die Schweiz ist nämlich das einzige Land auf Erden, wo nur gemässigte, tolerante und entspannte Moslems wie Arshem leben. Hier gibt es keinen Extremismus.

        • ra koch sagt:

          Der Extremismus brodelt versteckt. Man höre sich in CH-ländlicheren Gegenden fernab dem Mainstream um. Dort wo viele Subventionsempfänger wie Bauern nicht mit ‚Fremden‘ teilen wollen. In städtischen Gebieten ist die Toleranz solange sicht- und haltbar, wie es keine Verlierer in wirtschaftlichen Belangen gibt. Bereits ein Abwenden, Ignorieren oder die Gleichgültigkeit genüber Syrien als Beispiel – wo der Patriarch am Verschiffen von Unzufriedenen verdient – verstehe ich im Extrem von ‚die kalte Schulter‘ dem Effektiven zuwenden. Da sind leider die Medien mitschuldig, weil durch das zensurbestimmte politisch Korrekte die Subjektivität verloren geht und bloss noch das Objektive Bestände aufnimmt. So nach dem Motto “ unter dem Teppich sei doch alles sauber; warum also umdrehen?“…
          Die beiden heranwachsenden Kinder suchen sich ihre Welt. Wollen dem Raster entfliehen. Aus Frust vor der zusehr organisierten Freiheit?

          • Clara sagt:

            Auch Jeder Rappen zählt ist da so eine Alibi-PR-Veranstaltung, nix Journalismus. Jeder der da 1 Rappen eingeworfen hat soll sich gewiss sein können, genug getan zu haben, bloss nicht komplexer denken zu müssen und das Jahr über ein ruhiges Gewissen haben zu können. Selbst wenn real das Gegenteil der Fall ist, aber der Bürger ist betäubt.

  • Samuel sagt:

    Religion wird extrem überbewertet. Soll doch jeder glauben was er will und wenn er einen Laib Appenzeller in der Kammer verehrt, das aber bitte alles privat. Was hat Religion eigentlich in Zeiten der Post-Aufklärung so ganz allgemein noch in der Öffentlichkeit zu suchen? Wer solch ein Konstrukt für sich braucht ok, aber das soll doch jeder für sich behalten, denn eine wie auch immer nur interpretierte Leistung ist es nun wirklich nicht.

  • Hefti sagt:

    Also mich stören vor allem die vielen zum Spass und eigenen Unterhaltung ermordeten Unschuldigen am meisten. Habe von Muslimen an der Bahnhofstrasse auch einen Koran erhalten. Darin steht, tatsächlich, was dem Koran vorgeworfen wird und natürlich anderes mehr. Bin aber sicher kein Experte. Immerhin ist eine Bibel wesentlich dicker, muss also deshalb mehr und ausführlichere Information enthalten. Man kann ausserdem im Internet neben Terroristenschandtaten auch simultan übersetzte Reden von Imanen sehen, welche Rom als fallend ansehen, also Europa als ein Beutegeschenk von Allah für alle Muslime erklärt haben. Was stört an diesem geschichtlich gesehen, eigentlich normalen Vorgang denn so? Wir alteingesessenen Europäer sind dadurch bedroht. Zweitens: Vielleicht ist die Zahl von Muslimen in Europa tatsächlich gering. In Muslimischen Ländern tendiert die Zahl von Juden und Christen aber gegen Null. Seltsamer Krieg sagte man dem ja auch schon in anderen Zeiten. Eine grosse und Vertrauenerweckende Geste von Muslimen könnte sein, dass zukünftig auch Ungläubige die Stadt Mekka betreten dürften. Es müsste ja nicht zwingend während den Pilgerfahrten erlaubt sein und gleiche Rechte für alle Glaubensrichtungen und Atheisten in Muslimischen Ländern würden normal. USA sollte, falls das so gemacht sein wird, auch ein generelles und weltumspannendes Drohnenflugverbot und eine saftige Strafe für Wiedergutmachung zahlen müssen. Natürlich ist das nur meine Fantasie und wird wahrscheinlich so nie eintreffen.

  • Clara sagt:

    Die innovative Religion vom Spaghettimonster http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster sollte stärker promoted werden, der Rest ist doch langweilig. Das Alltagsleben der Anhänger http://www.zeit.de/2014/51/glaubensgemeinschaft-fliegendes-spaghettimonster liest sich auch viel unterhaltsamer. Die Pastafari haben auch eine schöne Geschenkidee http://www.pastafari.eu/ zum Lichterfest. Freiheit für Bruder Spaghettus! 🙂

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich bin schon seit Jahren Pastafari. Und ein bisschen Jedi. 🙂

      • Johannes sagt:

        Als Pastafari lebt es sich sicher prächtig und Jedisten sind eine in der Glaubensausübung noch zu unterrepräsentierte Spezies, deren Brauchtümer öffentlich besprochen gehören. Auch die Traumtänzer sollten sich besser organisieren, damit die Dogmatiker keine Chance mehr haben. 🙂

  • Aaron Morgenstern sagt:

    Haben Sie das Interview selbst geschrieben? Ist ja zu schön um wahr zu sein. Und dann noch die „Interessensbindung“: Denken Sie, der aufgeklärte Standardleser dieses Blogs hielte Sie aufgrund Ihres für die Riege der Tamedia-Schreiberlinge doch reichlich exotischen Namens für einen marokkanischen Schläfer, der seine versteckten hehren Ideale zuerst via Feder in die Köpfe der unbescholtenen und naiven Schweizer bringt, um dann Seite an Seite mit den so geschaffenen Konvertiten für denjenigen mit den 99 Namen zu kämpfen? 😉 Spass beiseite: auch ich kenne nur „solche“ Muslime persönlich. Ich kenne auch keine Kreuzritter in meiner katholischen Verwandtschaft. Nur: Muss man deswegen von Breitseiten gegen diese Religionen absehen? Ich glaube nicht. Sobald ein Religiöser zu laut wird, nehme ich ihn in die Mangel der Kritik. Bibel und Koran haben die selbe Existenzberechtigung wie jedes andere Buch, nicht mehr und nicht weniger. Sie können sehr wohl der Inspiration dienen, gar ein „besseres“ Leben ermöglichen. Wer sich durch eine Idee zu Gewalt verleiten lässt ist immer verabscheuungswürdig.

    • Réda El Arbi sagt:

      Das Problem entsteht dann, wenn man eine Minderheit aufgrund ihres Glaubens diskriminiert ubd sich dabei in den Mantel der Aufklärung wickelt. Viele meiner atheistischen Bekannten entwickeln mehr Intoleranz ubd Aggression als die Muslime, die ich kenne.
      Die Interessensbindung hab ich aus aeigennutz angegeben, um nicht jedem Pegida-Idioten erklären zu müssen, dass ich kein abendlandbedrohender Muselmane bin.

      • Aaron Morgenstern sagt:

        Schon klar. Auch ich war einst ein sehr gläubiger Mensch. Bis ich ungefähr zwölf war. Dann ein an Glaubensfragen interessierter Mensch. Dann ein Mensch, der sich gegen jedweden Glauben wandte. Dann ein Mensch, für den Atheismus in seiner häufigsten Ausprägung dem religiösen Fanatismus abgesehen von der Faulheit in nichts nachsteht. Geistige Umnachtung auf Dawkins‘ Rücken. Missionare. Wie Veganer, die sich für bessere Menschen halten und das ihren Mitmenschen auch mitteilen müssen. Selbst ein Agnostiker ist denen noch ein Verräter. Jetzt denke ich, dass das ganze Zeug gar nicht so wichtig ist und lebe im Jetzt, mit unbegründeter naiv-optimistischer Hoffnung auf gute Zukunft. Das Leben ist interessant. Wie werden denn Muslime diskriminiert? Ich würde mich als Muslim von den Pegida-Idioten nicht angegriffen fühlen.

      • Kevin sagt:

        Ok. Darf man dann Islam gegenüber nicht kritisch stehen,weil Muslime hier eine Minderheit sind? Darf ich also nach Saudi Arabien, Indonesien oder in die Türkei wo Muslime keine Minderheit sind und den Islam kritisieren? Was denken Sie würde mit mir als Minderheit ( Schwuler Atheist) dort passieren?
        Erst kürzlich musste ein spanisches Gericht entscheiden ob ein indonesischer Staatsbürger nach Indonesien ausgeliefert werden soll, da Indonesien dies beantragte mit der Begründung er habe in Spanien den Propheten und Religion beleidigt.

      • Kevin sagt:

        Mit der Bezeichnung „Pegida Idioten“ schmeissen sie alledie dort mitlaufen in einen Topf. Und wenn wir annehmen, das die Pegida Leute eine Minderheit sind, hetzen Sie auch noch gegen eine Minderheit. Gegen sachliche Kritik an Pegida hätte ich nichts, schliesslich haben die ein Positionspapier das man anschauen kann und sich damit sachlich auseinandersetzen. Aber was Sie tum ist genau das was Sie anderen vorwerfen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Pediga gehen auf die Strasse. Sie leben ihre Hass- und Angst-getriebenen Frustrationen nicht zuhause aus. Zudem ist Pediga keine Form der Religion, sondern öffentlcher politischer Auftritt.

          • Alberto La Rocca sagt:

            Nun bin ich schon etwas enttäuscht, Herr El Arbi! Religiös Bekloppte haben also Narrenfreiheit, während politisch Bekloppte – gemäss Ihnen – gefälligst zu Hause bleiben sollen? Muss man also einfach an einen nicht nachweisbaren Führer glauben (Gott, Jahwe, Allah, etc.) und dann ist alles i.O.? Nationalsozialisten und Stalinisten waren also schlecht, hingegen geht Boko Haram durch – gem. Ihrem obigen Kriterium (religiöse statt politische Motivation)?

          • Mauro Wagner sagt:

            Und?

      • Mauro Wagner sagt:

        Wenn wir schon dabei sind Andersdenkende als „Idioten“ zu diffamieren: Manchem käme „typsicher (linker) Journi-Fuzzi“ in den Sinn wenn er so Ihre Blogs liest. Es soll ja Leute aus diesen Kreisen geben, die meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen… (und denken sie seien cool mit der frech-arroganten Schreibe).

  • Louis Odermatt sagt:

    Zitat von Illi:“Thiel hat einige Stellen aus dem Koran aus dem historischen und inhaltlichen Zusammenhang gerissen und daraus eine Waffe gegen eine Religion gemacht. “ Das ist eben genau der Fehler, den viele Moslems und der liebe Herr Illi machen. Diese Leute meinen, es gäbe eine (richtige) Art Ur-Exegese oder Midrasch des Koran. Doch diese gibt es nicht. Denn es gab keinen Martin Luther, keine Reformation, keine Aufklärung und keine Trennung von Staat und Kirche im Islam und es gibt kein Oberhaupt (Papst), der eine zeitgemässe Auslegung des Koran veranlassen könnte. Demnach ist bei diesem Werk immer noch das Spektrum zwischen Mittelalter und völliger Freiheit angesagt, will heissen von gemässigtem christenähnlichen Glauben, bis zum IS- und Taliban-Wahn. Im Endeffekt ist der Islam ja eigentlich eine vom Christentum abgeleitete Religionsast, der sich leider nicht viel weiter entwickelt hat. Die Moslems weltweit hätten jedoch die Pflicht, diesen Glauben auf einen vernünftigen zukunftsfähigen Stand zu bringen. Thiel hat da z. T. schon recht.

    • Réda El Arbi sagt:

      Das Zitat stammt nicht von Illi, sondern von Arshem. Und es geht um die Absicht hinter Thiels Aussage, nicht um deren Gehalt.

      • ISRAEL sagt:

        Nicht jeder Moslem ist einer Terrorist aber praktisch jeder Terrorist ist ein Moslem

        • tststs sagt:

          Um mit aller Deutlichkeit zu antworten: Nicht jeder Mann ist ein Vergewaltiger, aber praktisch jeder Vergwaltiger ist ein Mann…

          TSTSTS, über so stupides Denken lohnt es sich nicht einmal mehr den Kopf zu schütteln…

          • Reisinger Renata sagt:

            Nur kann man sich vom Mannsein nicht lossagen, sehr wohl hingegen vom Islam. Deshalb ist Ihr vergleich – so gut er auf den ersten Blick rhetorisch klingen mag – logisch falsch und süffisantes Kopfschütteln keinesfalls angebracht.
            Mit solchen Vergleichen sprechen Sie allen Muslimen pauschal ihr Urteilsvermögen ab. Mündige Menschen sollten einer solchen Ideologie den Rücken kehren. Wer nicht Teil der Lösung ist, ist Teil des Problem, wie wir seit Arendt wissen.

          • Augustinus sagt:

            Das war nicht Arendt sondern dieser Herr https://de.wikipedia.org/wiki/Holger_Meins . Frohe Weihnachten allseits!

  • Kusi Nachbur sagt:

    Der Islam hat in LETZTER Zeit ein Imageproblem? München 1972? Luxor 1997 mit 36 toten Schweizern? New York? Djerba? Bali? Dar es Saalam? Nairobi? Madrid? London? Aden? Boko Haram? Al Kaida? Al Shabab? Koranschüler alias Taliban? Dazu Staaten wie Saudi-Arabien (welche den Wahabismus als übelste Form des Islams in die ganze Welt exportieren), Jemen, Afghanisten, Pakistan, Iran (der Wächterrat lässt grüssen), Irak, Katar,usw. Alles Staaten, die nichts mit Demokratie am Hut haben und in denen andere Religionen nichts zu melden haben. Und der islamische Vorzeigestaat Türkei verwandelt sich unter Erdogan im Schnellzugstempo zu einem ultranationalen, islamistischen Diktaturstaat, aber das scheint den hiesigen Medien keine Zeile wert zu sein. Es ist unglaublich, wie beschönigend der Islam in den westlichen Staaten dargestellt wird. Es ist eben nicht ein Minderheit von Muslimen, welche den Koran wortwörtlich auslegen. Es sind in diesen Staaten Dutzende von Millionen Muslimen, welche ihren Glauben noch nach Regeln des 7. Jahrhunderts leben (wollen) und dazu kommen ein paar hundert Millionen Muslime, welche diesem Treiben stillschweigend zuschauen und behaupten, das alles habe nichts mit dem Islam zu tun. Was der Islam dringend braucht ist eine Phase der Aufklärung, wie wir es in Europa vor ein paar Jahrhunderten hatten. Wenn die Probleme aber immer beschönigt, bzw. aus ideologischen Gründen negiert werden, wird diese Aufklärung nie stattfinden.

    • Réda El Arbi sagt:

      Und Sie denken, es hilft, alle Muslime, also die 99% friedlichen, in einer Hasschrift mit allen anderen in einen atopf zu schmeissen? Das bringt Aufklärung?

      Ind Sie glauben wohl auch, wir kulturfremden können kommen und den Muslimen Aufklärung predigen? Hm, und wenn sie nicht hören wollen? Schiessen wir dann?

      Aufklärung kommt von den eigenen Leuten, nicht von uns. Wir müssen uns vielleicht eher drum kümmern, dass an unseren Schulen nicht die biblische Schöpfungsgeschichte wieder die Evolutionslehre ablöst.

      Wir wollen Werte predigen? Vielleicht sollten wir dann vorleben, dass nicht Angst und Geld unsere einzigen Werte sind.

      • Kevin sagt:

        Vielleich können die Kulturfremden nicht in islamische Lánder gehen und dem Muslimen Aufklärung predigen. Wir können aber hoffen das dort Aufklärung stattfindet. Und wir können denen die nach Europa gekommen sind und hier Kulturfremd sind Aufklärung näher bringen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, das machen wir, indem wir Toleranz und Menschenrechte vorleben. Nicht indem wir Idioten we Thiel unwidersprochen lassen.

          Abendländische Werte wie Freiheit und Gerechtigkeit haben nur dann einen Sinn, wenn wir Freiheit und Gerechtigkeit leben.

    • Ed Precario sagt:

      @Nachbur:
      Sie sollten zusammen mit der SVP und A. Thiel eine Petition starten mit dem Ziel, dass der „aufgeklärte“ Westen, also auch die Schweiz, all die über die Jahrhunderte zusammengeklauten Kulturgüter, die in unseren ethnologischen Museen rumstehen, zurückgibt. Gerade die Aufklärer des 19. Jh waren ja begeisterte Ethnologen. Aber es ist bekannt, die Aufklärung ist gescheitert, zumal sich ja, wie Ihnen sicher auch klar ist, Aufklärung mit Diebstahl schlecht verträgt.

    • Alain Wolf sagt:

      Und wie viele mordende und folternde Diktaturen haben wir in Südamerika in den 70ern- und 80ern gehabt?. Und die waren alle Katholisch!

  • Jacques Zimmer sagt:

    Interessant, Herr El Arbi, wie Sie sich über kritische Leserstimmen gegen Muslime ereifern können. Natürlich haben Sie Recht, dass wir bei uns eigentlich keine sichtbar gewaltbereiten Muslime haben, praktisch alle sind „moderat“, tragen keine Bomben umher. Die Tragödien bei diesen „moderaten“ Muslimen spielen sich vorwiegend in deren Familien ab. Noch nie gehört davon? Es ist heute noch normal, selbst bei Eingebürgerten, die nie auffällig waren und immer gearbeitet haben, dass die Eltern ihrer Tochter einen Mann aus der Heimat aussuchen und enormen Druck durch Verstossen oder gar Morddrohungen ausüben, wenn die arme Frau nicht pariert. Ich hatte mal was mit einer in der Schweiz aufgewachsenen Albanerin, die ist bei jedem Treffen fast gestorben vor Angst, dass sie irgend jemand sehen könnte. Jedesmal ein Versteckspiel und Spiessrutenlaufen, zwischen Bahnhofperron und meinem Auto, wo ich auf sie wartete. Sie sagte mir ganz klar, wenn Vater oder Bruder dahinterkämen, würde sie umgebracht – und ich gleich dazu. Sie war verheiratet worden in ihrer Heimat auf Geheiss der Eltern und wollte ihr letztes Momentchen Freiheit mit mir verbringen, bis der ungelernte und des Deutschen unmächtige Ehemann als Familiennachzug in die Schweiz kam. Danach war dann Schluss. So behandeln leider auch „moderate“ Muslime ihre Frauen. Die werden gehalten wie Sklaven, müssen zuhause rumhocken oder dann jedesmal einen sehr guten Grund haben, überhaupt das Haus verlassen zu dürfen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, ich kenn das. Und da ist ein kulturelles Manko. Genauso wie bei häuslicher Gewalt grundsätzlich. Wenn Se aber aus den Vorkommnissen, die Ihnen bekannt sind auf alle Muslime schliessen, machen Sie denselben Fehler wie Thiel. Sie schliessen von einem Apfel auf de Ernte. AUch das ist dumm. Die MEHRHEIT der in der Schweiz lebenden Muslime behandelt ihre Frauen nicht wie Dreck.

      • Jacques Zimmer sagt:

        Danke dass Sie mich der Dummheit bezichtigen, aber es sind leider keine Einzelfälle. Es ist geradezu normal, dass die junge Muslima in der Schweiz stets argwöhnisch von Vater, Brüdern und Ehemann überwacht wird, vor allem, wenn sie für den Familienunterhalt mitarbeitet und deswegen ja ab und zu aus dem Haus muss. Auch wenn Sie es beschönigend „kulturelles Manko“ nennen, kommt das in der Schweiz praktisch nur bei Muslimen vor. Der Mann befiehlt, die Frau gehorcht. Wenn sich der Prophet Mohammed laut Koran mit einem erst 9-jährigen Mädchen verlustiert hat, trägt das eben auch nicht gerade viel Positives bei zum Bild einer selbstbewussten, gleichberechtigten Muslima. Aber eben, sowas darf man ja nicht schreiben, auch der Thiel darf das anscheinend nicht. Denn es kann ja in der Multikulti-Schweiz nicht sein, was nicht sein darf.

    • Melanie sagt:

      Herr Zimmer, verheiratete Nicht-Musliminnen möchten auch nicht von ihren Eltern oder den Brüdern erwischt werden, wenn sie ihren Liebhaber treffen. Auch Männer halten ihre Seitensprünge eher vor ihren Ehefrauen geheim.
      Aber Spass beiseite, Zwangsheirat ist eine Katastrophe und Unterdrückung von Frauen schändlich. Dennoch ist nicht jeder Muslim ein Unterdrücker und nicht jede Muslimin zwangsverheiratet. Die meiste Gewalt gegen Frauen wird von Männern verübt überall, unabhängig von der Religion. Wieso also nicht gleich alle Männer unter Generalverdacht stellen? Ich kann ihnen da viele Fälle nennen und ja, es passiert im Verborgenen. Wo ist der Unterschied?

      • Konrad sagt:

        Der Unterschied ist, dass Muslime bei Fällen häuslicher Gewalt massiv überproportional vertreten sind. Und gerade dort dürfte es eine gewaltige Dunkelziffer geben, haben doch die oft ausländischen und nicht immer gut integrierten Opfer viel grössere Hürden zu überwinden, um sich bei der Polizei zu melden als Schweizerinnen oder andere Europäerinnen (Stichwort Familienehre, finanzielle Abhängigkeiten, fehlende Gesetzeskenntnisse etc.). Es trägt nichts zur Diskussion bei, Fakten einfach zu negieren. Vielmehr muss man nach den Ursachen suchen und da dürfte die Religion nun mal auch eine gewisse Rolle spielen. Ihre Behauptung, Gewalt gegen Frauen würde von Männern unabhängig von der Religion gleichermassen begangen, ist schlicht falsch und durch Statistiken widerlegt. Im weiteren ist es in breiten Kreisen der muslimischen Gemeinschaft nach wie vor ein No-Go, dass eine Muslima eine Beziehung zu einem Nicht-Muslimen eingeht. Bei umgekehrter Konstellation (Muslim mit Nicht-Muslimin) ist man etwas toleranter. Klar gibt es Gegenbeispiele, ich selbst kenne auch solche. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass das, was Jacques Zimmer oben schildert, kein Einzelfall ist und auch nicht nur sogenannte Extremisten betrifft.

        • Réda El Arbi sagt:

          Das Problem bei Negativbeispielen ist, dass die zufriedenen, gemässigten Muslima und Muslime nicht auffallen. Das führt dazu, dass sie das Bild nicht mitprägen.

      • Reisinger Renata sagt:

        Nicht jeder muslimische Mann ist ein Unterdrücker. Aber meiner Erfahrung nach – ich habe lange in prekären Klassen unterrichtet und studiere jetzt Islamwissenschaften – sind leider um die 80% der muslime in streng patriarchalen Strukturen verhaftet.
        Man versucht sich gegen aussen „europäisch-aufgeklärt“ zu geben, doch herrschen zuhause rigorose Vorstellungen, die dann erst zutage treten, wenn eine Frau sich wehrt, also äusserst selten.

        Ich finde es wichtig und absolut an der Zeit, dass Hr. El Arbi dieses Interview gemacht hat. Danke! Es wird vielen Frauen Mut machen.

        Wir müssen gewahr sein, dass solche aufgeschlossen denkenden aber in der Minderzahl sind. Die Gefahren dürfen nicht länger heruntergespielt werden, sonst entstehen Verhältnisse wie in Bonn, Bruxelles-Molenbeek oder der „islamischen Republik von Tower Hamlets“.
        Man google auch den Regierungsbericht zum britischen Operation Trojan Horse Skandal (wikipedia). Die Evolutionstheorie wurde aus etlichen Schulen bereits verbannt, Geschlechtertrennung an Schulen eingeführt, Koran- und Arabischunterricht auch Nichtmuslimen auferlegt – und die Behörden können nicht mehr reagieren, da alles in den Schulräten abgesegnet wurde.
        Verharmlosung sowie die stete Bekämpfung von Islamophobie hat dort ins Disaster ohne Ausweg geführt.

  • Melanie sagt:

    Eine kopftuchtragende Mitstudentin hat es sich abgewöhnt, den Leuten auf der Strasse in die Augen zu sehen um so den hasserfüllten Blicken zu entgehen. Sie sei auch schon angespuckt worden, seit sie Kopftuch trage (erst wenige Jahre).
    Ich gehe davon aus, dass sie seitens Islam (Familie, Moschee) nicht annähernd soviel Erniedrigung und Ablehnung erfährt wie tagtäglich von spuckenden und bös blickenden Islamgegnern. Pervers eigentlich, verkehrt und absurd.
    Thiels läppische Polemik unter dem Deckmäntelchen einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Islam wird kaum mehr kritische Debatten bringen, wohl aber ein paar zusätzliche selbstgerechte Spucker auf den Plan rufen.

  • Dieter Bachmann sagt:

    Ihr habt einen Areligiösen „mit islamischen Wurzeln“ interviewt, gratuliere. „Ja, wahrscheinlich besser als ich [kennt sich der Thiel mit dem Koran aus]. Nur ist das in dieser Angelegenheit völlig irrelevant“ — das sagt ja wohl alles. Unterdessen lesen die religiösen Muslime denselben Koran, den auch der Thiel gelesen hat. Nur, dass ihnen davon nicht schlecht wird, sondern dass sie ihn versuchen zu leben und umzusetzen. Dort liegt unser Problem, und nicht mit den Nichtreligiösen. Dass es die auch gibt ist ja unbestritten, ist aber „in dieser Angelegenheit völlig irrelevant“.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, wir haben einen gottesgläubigen Muslim interviewt, wie sie in der Mehrheit in der Schweiz leben. Aber man kann Fakten auch einfach ignorieren.

      Und noch immer: Zeigen Sie mir einen fundamentalistischen muslim. Nur einen Einzigen. Hier, in der Schweiz. Kennen Sie einen? Haben Sie schon mit einem gesprochen? Ah nicht. Aber Sie fürchten und hassen solche Leute? Das ist dümmlich.

      • rimaka sagt:

        Ich pflichte Ihnen bei, Réda

      • Konrad sagt:

        Und heute in der Presse ein Bericht von zwei Teenagern aus Winterthur, die sich auf den Weg nach Syrien befinden, um sich dem IS anzuschliessen. Offenbar, nachdem sie in einer Moschee in Zürich radikalisiert wurden. Das nennt sich dann wohl schlechtes Timing, Herr El Arbi.

  • Kevin sagt:

    Kann jeder den Koran grad so auslegen, dass er ihm passt? Also ist Gottes Wort dann beliebig?
    Und wer bestimmt, wann ein Missbrauch einer Religion vorliegt?

    Ich verstehe nicht, warum hier eine Religion von einem Atheisten verteigt wird. So kommt es mir zumindest vor.

    Im Artikel zum ICF, erkenne ich in Ihren Kommentaren den Atheisten viel deutlicher als hier.
    Viellecht sollten sie mal eine IZRS Moschee besuchen und einen Artikel darüber schreiben, denn Islamismus ist ein reales Problem .
    http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2012/10/17/besuch-beim-icf/

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, aber sehen sie den Unetrschied denn nicht? Ich werfe nicht alle Christen mit dem Teil der schwulen und demokratiefeindlichen Freikirchlern in enen Topf. Ich sage nicht, alle Christen sind Fanatiker.

      Ich bin kein Freund der islamischen Extremisten. Aber bis sie mir hier in der Schweiz einen zeigen, zeige ich ihnen zehn fundamentalistische Christen, die Grundrechte abschaffen wollen.

      Nur weil einige extrem sind, kann man noch lange nicht alle aus dieser Religion abwerten.

      Also man kann schon, man steht dann einfach als dummer Hassprediger da.

      • Kevin sagt:

        Es will auch niemand der vernünftig über Probleme diskutieren will, alle in einen Topf schmeissen. Es sollen auch nicht alle Menschen aus einer Religion abgewertet werden. Es geht nicht um die 99.9%. Es geht um die Extremisten. Aber wenn Extremisten kritisiert werden, wird einem immer gleich vorgeworfen, alle in einen Topf zu schmeissen und eine ganze Religion abzuwerten. Aber genau mit diesem Vorwurf werden friedliche Menschen mit Extremisten auch in einen Topf geworfen.
        Und alle die diese Religion kritisieren werden sowieso in einen Topf geworfen.

        Warum braucht es Strafen für Mörder? Nicht weil die meisten Menschen friedlich sind und nicht morden.
        Warum braucht es eine Bundesgerichtspraxis, welche besagt, Schwimmunterricht ist obligatorisch, egal welcher Religion Schülerinnen zugehörig sind? Da fängt doch schon religiöser Fanatismus an. Persönlich habe ich in meinem Bekanntenkreis weder islamische noch Christliche Extremisten, darum kann ich Ihnen auch keinen zeigen.
        Möglicherweise werden Sie beim IZRS fündig. Aber auch bei Personen wie Tariq Ramadan finde ich es bedenklich wenn ich solche Dinge lese: „Tariq Ramadan setzt sich für die da’wa ein, die islamische Mission in Europa. Ihr Ziel sei, dass die Europäer den Islam freiwillig annähmen, ohne jedoch ihre Sprache oder Sitten ablegen zu sollen, solange diese mit der Scharia vereinbar seien.“

        Im oben verlinkten Text über den ICF hatten Sie übrigens kommentiert „ja, darum kümmere ich mich, wenn ich mal was über muslimische Fanatiker mache.“ Ich würde es begrüssen, wenn Sie dies machen würden.

        • Réda El Arbi sagt:

          Thiel hat sich nicht gegen de Extremisten oder Fanatiker geäussert. Der Hetzer hat sich gegen die Religion an sich und all ihre Gläubigen geäussert.

  • Markus Hegner sagt:

    Was Sie Herr El Arbi und alle empörten Islam-Verteidiger anscheinend nicht verstehen, oder nicht verstehen wollen, ist dass man Religions-Kritik, im Falle des Islam ist das gleichzeitig auch Ideologie-Kritik, betreiben kann und sogar muss, ohne dass dabei die Menschen bewertet werden, die sich in irgendeiner Form als Muslime sehen. Dass Andreas Thiel das gemacht hat, sprich Religions-Kritik, entspricht absolut der aufklärerischen Tradition. Hätte die Aufklärung aus Rücksicht auf die Menschen, die an die damalige christliche religiöse Weltanschauung geglaubt haben, dies nicht getan, würden wir heute noch immer in voraufklärerischen religiös definierten Gesellschaften leben. Und ich bin sehr enttäuscht, dass die Islam-Verteidiger bewusst oder unbewusst diese Unterscheidung nicht machen und damit effektiv die aufklärerischen Ideale und Prinzipien unserer modernen westliche Gesellschaft missachten. Und, Herr El Arbi, wenn Sie sich überlegen eine Antwort auf meinen Beitrag zu schrieben, bitte ich Sie, sich argumentativ dazu zu äussern, eine zynische abwertende Bemerkung zu meinem Kommentar hilft vielleicht Ihnen sich besser zu fühlen, würde aber wieder nur zeigen, dass es keinen Sinn macht sich auf einer auf einer Ebene auszutauschen, bei der es vor allem um Lifestyle geht, sprich Sie als „urbaner weltoffener“ Mensch im gerechten Kampf gegen die „rechtsnationalen Islamophoben“. Wer in solchen Kategorien denkt, hat sich bereits vom Denken verabschiedet.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, wenn jemand das an einer Uni in Form einer Studie oder Diskussion macht, seh ich das. Wenn man das in der Welztwoche macht, undifferenziert und vorallem noch ncht mal in Zusammenhänge gesetzt, ist das einfach nur dämliche Hetze. Thiel ist kein Experte für Religion. Er ist nur ein Grossmaul.

      • Markus Hegner sagt:

        Danke für diesen Einwand, den ich sicher akzeptieren kann. Nur ist das dann auch wieder extrem heikel, Kritik am Islam darf also nur von Professoren kommen, nicht von Menschen, die sich für die Thematik interessieren. Darf dann Kritik an Ideologien und Weltanschauungen nur von „Schriftgelehrten“ kommen? Genau eine solche Beschränkung der geistigen und ideellen Freiheit zum Mitdenken ist dem Geist der Aufklärung fundamental zuwider. Nicht umsonst hat der christliche Klerus jahrhundertelang eine Mitsprache der angeblich „dummen und ungebildeten“ abgelehnt, damit die Deutungshoheit über die gesellschaftlichen und religiöse Dogmen von der Amtskirche kontrolliert und gesteuert werden konnte. Ich lehne eine moderne Zensur von Gesellschafts- Religions- oder Ideologiekritik absolut ab. Sogar wenn Thiel kein Altarabisch kann und nie an einer Universität Koranexegese studiert hat, ist es sein Recht, öffentlich Quellenkritik am Koran zu üben. So wie er es auch für die Bibel darf. Wenn er falsch liegt, ist es ein leichtes ihn mit Argumenten zu widerlegen. Ihn mit der Aussage er sei ein Hetzer und hat ja nicht mal Islamwissenschaften studiert zu diskreditieren, ist dagegen billig.

        • Réda El Arbi sagt:

          Wer sich über vier Seiten in einer Wochenzeitschrift zu einer Religion äussert, sollte schon eine etwas grössere Berchtigung haben, als „Ich hab den Koran drei mal gelesen.“ Nicht? Ansonsten könnte ich etwas über Weltwirtschaft schreiben, schliesslich les ich den Economist mehr als drei Mal im Jahr.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ich muss ihn übrigens nicht widerlegen. Die rund 400 000 Muslime, die friedliche in der Schweiz mit uns zusammenleben, machen das tagtäglich. Die Realität widerlegt ihn.

        • Ed Precario sagt:

          Hegner: Sie kennen ja sicher die logische Struktur „argumentum ad hominem“. Zu deutsch, man zielt auf den Mann und nicht auf die Sache. Wissenschaftliche Erörterungen zielen auf die Sache. Auch nichtwissenschaftliche Erörterungen können auf die Sache zielen. Zudem muss man nicht Wissenschaftler sein, um Sachfragen angemessen und im Rahmen der Verhältnisse zu thematisieren, erörtern und diskutieren, also auf die Sache gehen.

          Auf bspw. Thiel trifft das nicht zu: Er zielt und spielt nicht auf die Sache, sondern auf den Mann. Das Gefährliche m.E. besteht bspw. in seinem Fall darin, dass er vorgibt, konkret täuscht, dass er auf die Sache gehen würde, obwohl er de fakto auf den Mann spielt. Nimmt man dann noch seine abstossenden Aussagen „inhaltlich“ dazu, der Umstand, dass er dies dann zusätzlich mit „Politik“ und „Satire“ mischt (weiter „verkleidet“) und dies zudem weiter verdeckt zu seinem eigenen Vorteil und dem Vorteil seiner SVP- und Weltwoche-Freunde nutzt, dann könnte einem schlecht werden. Zudem: So bspw./u.a. funktioniert Populismus, Demagogie und Despotismus.

          Übrigens: Das Projekt der Aufklärung ist gescheitert. An seinem eigenen inneren Widerspruch, wofür bspw. Ihre Aussagen ja ein gutes Beispiel sind.

        • tststs sagt:

          Naja, man könnte Thiel schon zugestehen, dass es eine wissenschaftliche Abhandlung ist. Dann wäre sie einfach grottenschlecht und würde wohl kaum den minimalsten wissenschaftlichen Standards genügen 😉

    • rimaka sagt:

      Ich finde es etwas einfach, auf einer Religion rumzuhacken. Ob dies ein Herr Thiel oder andere pseudo Komiker tun. Vor allem ist es der heutigen Situation nicht dienlich. Es ist nur Öl ins Feuer gegossen und erinnert an Sitzuation vor 70 Jahren.

  • Issey sagt:

    Ein interessantes Interview. Danke dafür.

    Der Islam ist kein monolithischer Block, sondern sehr vielfältig. Das scheint mir sehr wichtig zu sein für diese Diskussion. Muslime sind in erster Linie Menschen die einen Glauben leben, mitunter auch eine eigenen Moral leben mit einer eigenen Kultur. Die Beobachtung von Réda kann ich beipflichten, dass es hier bei uns wohl verschwindend wenige fundamentalistische Islamisten gibt. (was genau das in der Definition auch immer sein soll. Wortgetreue, Anhänger des Staatsmannes Mohammed, Verteidiger einer Rechtsschule im Islam, usw). Da müssen wir wohl keine Angst haben.

    In meinem Leben habe ich beruflich bedingt schon mit vielen Muslimen zu tun gehabt und habe auch Freunde die der einen oder anderen islamischen Richtung angehören und noch viel mehr einer anderen Kultur. Ich habe durchaus viele positive Erfahrungen gemacht, doch leider auch Erfahrungen, die mich in meiner positiven Grundhaltung alleine stehen liessen.

    Beispiele hierfür:

    Bei einem kulturellen Fest in einer nahen Moschee das ich besuchte, waren die gläubigen Frauen unter sich und beteiligten sich nicht an den Gesprächen mit den interessierten Besuchern. Die gläubigen Männer und die Besucher waren ziemlich strickt unter sich.

    Eine Kollegin von mir wollte alleine ein halbes Jahr nach Australien. Ihr Vater und, wie sie es nannte, ihr Clan, wollten es ihr verbieten. Mit massivem Druck. Das sei unschicklich. Sie ging trotzdem. Bei der Rückkehr, hat sie aus Angst vor Repressalien durch den Clan den Kanton gewechselt. Es geht ihr heute gut.

    Eine Mitarbeiterin wurde immer vor dem Mittagessen von ihrem Mann zum kochen abgeholt und nach dem Mittagessen auch wieder in die Firma gefahren. Ihr Ablauf über den Mittag sah so aus, dass sie kochen musste, dann durfte sie nicht gleichzeitig mit ihrem Mann essen, sondern musste warten bis er fertig war. Aus zeitlichen Gründen, wenn überhaupt, konnte/musste sie das Essen während dem Aufräumen der Küche hinunter schlingen. Das von ihr verdiente Geld musste sie obendrein ihrem Mann abgeben ohne echte Verfügungsgewalt über das „gemeinsame“ Konto.

    Einer anderen Mitarbeiterin wurde durch ihren Mann verboten, das Haus zu verlassen, ausser zum Arbeiten und dem Einkauf. Ihr wurde auch das Küchenfenster zugeklebt. Als sie sich scheiden lassen wollte, sie hat es auch durchgezogen, hat man ihr zu merken gegeben, dass sie vom richtigen Glauben abgefallen ist, einschliesslich ihrer Eltern.

    Eine Frau konnte und wollte nicht mehr mit ihrem Mann zusammen sein. Unter massivstem Druck von ihrem Mann, ihrem Vater und ihren Brüdern ist sie irgendwann abgehauen. Die Zurückgebliebenen riefen dann die Polizei und forderten sie auf, die Frau wieder Heim zu bringen. Unter völliger Ungläubigkeit und dem Ausruf; „in was für einem Land leben wir den hier!“, mussten ihnen die Polizisten erklären, dass die Frau nichts Illegales gemacht hat und sie sie nicht verhaften können.

    Ein Arbeitskollege war ziemlich erbost, dass seine Tochter in den Schwimmunterricht musste. Er empfand das als eine Schande für sich, ihren Glauben und für seine Tochter.

    Ein anderer verdeutlichte mir mal, dass eine Frau schmutzig ist und man(n) sich deshalb nach dem Geschlechtsverkehr wäscht um das Unreine wieder loszubringen.

    usw.

    Klar sind das Einzelfälle, doch wie viele Einzelfälle gibt es denn in unserer Gesellschaft? Klar sind das immer Menschen die das machen. Auch sind es keine offen gewalttätige Menschen. Doch ausnahmslos begründeten diese Menschen ihr Verhalten mit ihrer Kultur und ihrem Glauben. Mit Hinblick auf unsere Demokratie, unserer offenen Gesellschaft, Gleichheit, Freiheit, und unserer Verfassung bin ich der Meinung, dass wir das Thema „Islam“ offen diskutieren müssen. Die von mir geschilderten Erfahrungen sind meiner Meinung nach eine eindeutige gelebte Gewalt die gegen Grundsätze unsere Verfassung verstösst. Wir können Religionsfreiheit nicht höher werten wie Gleichheit oder Freiheit. Es ist die Aufgabe der Muslime ihren Glauben und ihre Kultur so zu reformieren, dass sie in unser Rechtsgebäude passt. Ausnahmslos.

    Mir ist bewusst, dass das für einige viel verlangt ist, insbesondere auch für die Muslime die für sich diese Reform vollbracht haben, die mitunter selber von anderen zu einem gottgefälligeren Leben angehalten werden, doch sie sind es die das für die ganze muslimische Gemeinschaft vollbringen könnten.

    Ich bin sehr guter Hoffnung, dass das über kurz oder lang klappen wird, war es doch auf dem Weg zu unserer christlich-abendländischen geprägten offenen Gesellschaft auch für einige andere Gruppierungen sehr schwierig.

    (P.S. Zur Veranschaulichung der Problematik und meine Haltung habe ich den Problemkreis „Frau im Islam“ genommen, da das für mich sehr stossend ist und ich zu dieser Thematik auch viele Erfahrungen machen musste, doch nicht nur.)

    • Melanie sagt:

      Naja, statt „Frau im Islam“ emfpehle ich vorgängig den Problemkreis „Mann in der Gesellschaft“ aufzugreifen. Gegenwärtig gibt es in der CH nämlich ca. 6 mal mehr männliche Beschuldigte (angeklagt für Straftaten) als weibliche. Und das sind keine Veranschaulichungen/Einzelfälle, das ist harte Statistik.
      Gemäss ihrer Logik, Issey, wären also auch unbescholtene Männer in die Pflicht zu nehmen weil die als gute Beispiele taugen – also ausnahmslos ALLE.
      Das stinkt nach Kollektivstrafe und Sippenhaft, wobei ein Kollektiv oder eine Sippe weit mehr miteinander zu tun haben als alle Männer eines Landes oder die versprengten Anhänger einer Weltreligion. Die Unschuldigen müssen nicht für die Schuldigen geradestehen. Pauschalisierungen sind ungerecht.

      • Issey sagt:

        Liebe Melanie

        Selbstverständlich will ich als nicht gewaltbereiter Mann ein Vorbild für Gewaltlosigkeit sein!

        Ihnen hat wohl das von mir benutzte Wort „Ausnamslos“ nicht gefallen. Für Muslime ist es nicht immer so einfach Regeln, Rituale oder Verhaltensmuster die in ihrer Kultur oder dem Glauben selbst entsprangen oder entspringen aufzugeben. Es führt aber kein Weg daran vorbei diese aufzugeben, falls sie nicht mit unserer Verfassung oder unserem Recht kompatibel sind.

        Auf den Glauben bezogen heisst das nicht weniger, dass je nach Auslegung vom Koran, der Biografie von Mohammed und der Rechtsauffassung, Teile daraus als unwahr und unrichtig gelten müssen. Das ist eine Herausforderung für die Muslime die hier leben und es gebührt den „reformierten“ Muslimen Hochachtung dafür. Viele Rechtsgelehrte in der Geschichte des Islams sind daran gescheitert. Beispiel: die klare Trennung von Staat und Kirche (Glaubensgemeinschaft). (ist aber grundsätzlich lösbar…)

        Das relativieren das sie machen, bringt uns in der Sache nicht weiter. Sie haben ja weiter oben ein Beispiel einer Muslima die ein Kopftuch trägt genommen. Keine Frage, was ihr widerfährt ist untollerierbar. Aber ist Ihnen bekannt, wiso einige Muslimas ein Kopftuch tragen und was der Hintergrund davon ist? Und ist Ihnen bekannt, warum andere Muslimas kein Kopftuch tragen und warum nicht?

        • Réda El Arbi sagt:

          Öhm, sie dürfen glauben, was immer sie wollen. Solange sie sich den Gesetzen entsprechend verhalten, hat niemand das Recht, ihren Glauben als minderwertig zu diffamieren. Religionsfreiheit und so. Man kann Individuen für ihre Aussagen oder ihr Gandeln kritisieren, aber eine Religion als Ganzes abzuwerten, widerspricht unserer Verfassung.

          • Issey sagt:

            Habe ich in Ihren Augen den Islam abgewertet? Verstehe Ihre Worte im Kontext zu meinem geschriebenen nicht.

            • Réda El Arbi sagt:

              Meine Antwort sollte im Kontext der ganzen Diskussion den Fokus wieder auf den Unterschied zwischen Kritik und Abwertung legen.

          • Issey sagt:

            Ah, O.K.. Aber auf den Thiel gehe ich nicht ein.

            Was wir können, wäre ja gleich mal eine weitverbreitete Sprachregelung im Islam zu nehmen. Auch hier in der Schweiz vorzufinden.

            Muslim = Gläubig
            Christen, Juden, Polytheisten, usw, Atheisten = Ungläubige.

            Nicht etwa „Andersgläubige“

            Was denke Sie, welchen Stellenwert „Ungläubige“ im Islam haben? 😉

            Auch hier gibt es aus meiner Sicht Reformbedarf von einigen Muslimen in unserer Gesellschaft.

          • Issey sagt:

            🙂 der ist gut! 🙂

            Das zeigt so schön auf, dass sich der christliche Glauben und unsere Gesellschaft mehrmals reformieren musste, sich immer wieder neu erfinden und verändern musste. Das ist für den Islam und die Muslime eine delikate Angelegenheit.

            Die Schwierigkeit fängt gleich schon mit dem Glaubensbekenntnis an. (Andersgläubig?)

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, elementsr ist, dass sie sich sepbst reformieren müssen. Wir können höchsten die liberalen Kräfte unterstützen.

          • Issey sagt:

            Doch, aus meiner Sicht können und müssen wir noch etwas anderes machen. Wir müssen den Islam kritisieren wo wir denken, dass er für unsere Rechtsauffassung nicht kompatibel ist, genau so, wie der christliche Glaube oder die Kirche auch immer wieder kritisiert wurde, selbst von innenheraus z.B. von Luther. Kritik war und ist eine Form, unsere Gesellschaft weiter zu entwickeln.

          • Issey sagt:

            Das kann man so sehen. Aber wie gesagt; im Islam ist reformieren eine, wenn nicht unmögliche, dann doch eine schwierige Angelegenheit.

            Das ist dann wohl auch ein Grund, warum von ausgetretenen Muslimen der Islam so heftig kritisiert wird und nicht wenige Islam-Kritiker den Islam als totalitär bezeichnen. Meinem Wissen nach, können Muslime streng genommen, nicht einfach so z.B. einzelne Suren als ungültig oder falsch erklären. So viel ich begriffen habe, gibt es maximal eine andere Gewichtung oder Auslegung, unter Umständen auch über die Geschichte, über die Thora, die Evangelien bis zum Koran und der Biografie von Mohammed.

            Aber ehrlich gesagt ist das ein Thema, bei dem ich wohl selber nochmals über die Bücher muss.

          • tststs sagt:

            Zwei Anmerkungen:
            1) „war es doch auf dem Weg zu unserer christlich-abendländischen geprägten offenen Gesellschaft“: Das, was den Westen als „offene Gesellschaft“ ausmacht, ist nicht das Christentum, sondern die Aufklärung!
            2) „Nicht etwa “Andersgläubige”“ Und wie lautet schon wieder das erste (christliche) Gebot?

          • Issey sagt:

            @tststs

            1) Ja

            2) lesen Sie es selber nochmals und vergleichen.

          • Kevin sagt:

            Ich denke nicht, dass Diffamierung von Religion verboten ist. Religionsfreiheit, heisst, dass man die Religion frei wählen kann, sich Religionsgemeinschaften anschliessen kann und religiösem Unterricht folgen kann aber nicht gezwungen werden darf einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen.

            Zur Diffamierung:
            „Die UNO hat 2012 das Konzept der Diffamierung der Religionen fallen gelassen. Die Resolution, deren Verabschiedung zu grossen Dissonanzen zwischen westlichen Staaten und der Organisation islamischer Länder (OIC) geführt hatte, ist umformuliert worden. Die OIC selber hatte anstelle der seit sieben Jahren wiederkehrenden Diffamierungs-Resolution in der Dritten Kommission der UNO-Generalversammlung einen Text eingebracht, welcher nun mehr in allgemeiner Form den Schutz von Personen zum Ziel hat, die aufgrund ihrer Religion oder ihres Glaubens mit Intoleranz oder Gewalt konfrontiert sind. Diese Resolution erwähnt die Diffamierung von Religionen, bzw. den Islam nicht mehr.“

            Europäische und andere westliche Staaten wehrten von Anfang an dagegen, dass ein Recht das Religionen vor Diffamierung schützen soll, als Menschenrecht anerkannt werden soll.

            http://www.humanrights.ch/de/internationale-menschenrechte/nachrichten/diverse-gremien/diffamierung-religionen-menschenrechtskonzept

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, die UN formuliert immer die absoluten Mindestandforderungen, nicht den Teil, den vernünftige Demokratien für sich definieren würden.

          • Kevin sagt:

            Aber diese „Mindestanforderung“ also die Menschenrechte stehen auch über allen anderen Rechten. Wenn nun das Menschenrecht auf Meinungsäusserungsfreiheit schwerer wiegt als das Nationale Gesetz gegen Difafrmierung von Religionen (unter Berücksichtigung der Tatsache, dass dies bewusst nicht in die Menschenrechte aufgenommen wurde), dann nützt ein solches Gesetz nicht viel.

            • Réda El Arbi sagt:

              Oh, ich spreche Thiel und den Pegida-Tyepn ihr Recht nicht ab, ihre Meinung zu sagen. Sie müssen sich dafür nur von mir anhören, dass sie hetzende Idioten sind. Meinungsfreiheit heisst nicht, dass man jeden Schwachsinn unwidersprochen in die Welt schreien kann. Mann kann ihn in die Welt hinausschreien, aber ich nehm dann meine Möglichkeiten wahr, um Antwort zu geben. 😉

          • Kevin sagt:

            Dann müssen sich auch Religioten von mir anhören, dass sie hetzende Idioten sind. Meinungsfreiheit heisst nicht, dass man jeden Schwachsinn unwidersprochen in die Welt schreien kann da ist auch Religiöser Schwachsinn miteingeschlossen. Und wenn in den der Religion zugrundeliegenden Schrift Schwachsinn und unsinnige Drohungen zu lesen sind sehe ich nicht, warum meine Meinungsfreiheit eingeschränkt werden soll, nur weil sich das zufällig Religion nennt.

        • Melanie sagt:

          Issey: Mir hat es nicht gefallen, dass sie aus Ungerechtigkeiten, die von Muslimen begangen werden, die Notwendigkeit einer Reform ableiten, während es bei Ungerechtigkeiten von Nicht-Muslimen keinem in den Sinn kommt, eine ganze Gruppe zur Reform aufzurufen. Vorbild sein ist toll. Und reicht vollkommen. Natürlich muss sich nicht JEDER Mann reformieren, weil seine Geschlechtsgenossen die Justiz gleich 6 mal so oft bemühen wie das andere Geschlecht. Wenn er selbst keinen Mist baut muss er nicht für die Verbrechen anderer büssen.
          Aber weshalb verlangen wir von ausnahmslos allen Muslimen, sich zu reformieren? Weil ihre Glaubensgenossen weit häufiger mit religiös motivierter Gewalt auffallen als Vertreter anderer Religionen? Wenn jemand hier vorbildlich lebt und nicht in Konflikt mit unsern Gesetzen und Gefplogenheiten gerät… ist er dann nicht Vorbild genug?
          Sie schreiben, für Muslime sei es schwer, ihre Kultur aufzugeben. Das gilt ja nur wirklich für alle Menschen. Aber ein gemässigter Moslem, der weltoffen und nicht frömmlerisch aufwächst, hat es wohl leichter mit hiesigen Werten umzugehen als ein fundamentalistischer Freikirchler (die ihre Kinder übrigens auch vom Schwimmunterricht dispensieren).
          Antirelativismus bringt doch erst recht nichts. Übrigens bin ich der Meinung, dass ich differenziere, nicht relativiere. Oder wennschon, dann bin ich Anti-Antirelativistisch! 🙂

        • Melanie sagt:

          Issey, zum Kopftuch: Ich weiss einiges über Kopftuchtragen und über die ganzen Zuschreibungen, aufgrund derer Frauen ihre Körper verstecken, stillhalten oder sonstwie unterdrücken müssen/mussten (unsere Kultur hat diesbezüglich ja auch eine lange Geschichte). Vor allem weiss ich von der betreffenden Frau, weshalb sie sich für Kopftuch entschied. Ich kann ihre Gründe nicht nachvollziehen (habe ich ihr auch offen gesagt), aber stören tut es mich nicht, denn sie hat eine Art Privatsymbolik damit verknüpft. Und wissen Sie, was mir dazu auch noch einfällt? Gerade weil sie die Leute so abscheulich behandeln wird sie es so schnell nicht wieder ablegen – sei es nur um diesen Deppen keine Freude zu machen. Da geht es weder um den Koran noch um den Islam oder um historische Geschlechterrollen – sondern um reine Trotzköpfigkeit und „jetzt erst recht!“.

        • Melanie sagt:

          Eins noch, Issey. Ihre Ausführungen zum Thema „Herausforderung für hiesige Muslime“ in Ehren – aber diese Themen werden doch schon seit Jahrzehnten abgehandelt und jeder, der sich dazu ein Bild machen will, findet genug Material, das auch viel mehr hergibt als z.B. Thiels Rundumschlag (ich weiss, Sie beziehen sich nicht auf den). Schon in den 90ern hat z.B. Bassam Tibi die Europäischen Muslime mit harten Forderungen eingedeckt und der fährt alles andere als Schmusekurs (für mich geht er teils zu weit, aber ist wohl der prominenteste Kritiker).
          Eine andere Diskussion, die im Moment angesichts Pegida und grassierender Islamophobie (Islamkritik ist gut, aber leider schiesst die aktuelle Debatte weit darüber hinaus – imho) weit wichtiger wäre, geht in Richtung der „Rassismus-ohne-Rasse“-Thematik. Viele Westeuropäer sind sich ihrer Werte doch vielfach gar nicht mehr bewusst und spüren nur noch sowas wie „Identität“ in sich aufflackern, wenn sie sich in Abgrendzungskämpfe gegen wechselnde „Andere“ oder Bedrohungen von Aussen werfen. Konsolidation nach innen durch Kampf gegen den (übergross an die Wand gemalten) Feind von Aussen – auch eine Form der Selbstvergewisserung. Klar können wir Freiheit und Gleichheit und Brüderlichkeit aufsagen, aber man verstrickt sich schnell in Widersprüche und muss viel aushalten, wenn man selber mit sich ins Gericht geht und aus den unendlichen Möglichkeiten und grenzenloser Freiheit einen Wertekatalog zusammensucht. Das heisst nicht, dass Muslime/Religiöse das besser können, aber die nehmen statt dem Feind halt einen Gott als Aussenposition an und das hilft allemal beim Stabilisieren – zumal der auch noch Gebote und Gesetze erlässt, dann muss man selber nicht so tief graben. In der Sonntagszeitung war ein Artikel eines Bischofs (Abu Dhabi) der verwies auf die Schwäche des Christentums gegenüber dem Islam, ich würde wie gesagt weiter gehen und nicht bei Christen, sondern generell bei unsern Islamophoben (und nicht bei Ihnen, sie überlegen sich ja doch einiges) eigene, hausgemachte Kultur- und Werteunsicherheit diagnostizieren, weshalb sie umso heftiger um sich schlagen..
          Kurz: im Moment erlebe ich die „Heimatschützer“ im Land als viel aggressiver und bedrohlicher als irgendwelche Muslime. Ausnahme Illi und Blancho, das sind auch Provokateure und angriffig.

          • Issey sagt:

            Melanie. ZitaT: „Kurz: im Moment erlebe ich die “Heimatschützer” im Land als viel aggressiver und bedrohlicher als irgendwelche Muslime.“ Da gebe ich Ihnen zu 100% recht.

            Ich würde auch bei anderen Gruppen die ihr Verhalten auf die Ideologie der Gruppe beziehen kritisieren und eine Reform fordern. In meinen Beispielen haben sich alle auf ihre Kultur und ihren Glauben berufen. Warum soll ich denen nicht Glauben schenken, dass das ihre Ideologie ist? Immer im Hinblick, dass der Islam sehr vielfälltig ist und auch noch vielseitige Kulturen hervorgebracht hat.

            Zitat: „Wenn jemand hier vorbildlich lebt und nicht in Konflikt mit unsern Gesetzen und Gefplogenheiten gerät… ist er dann nicht Vorbild genug?“ Ja. Genau das meine ich.
            Denn dann sind sie reformiert von den eher problematischen Suren, Überlieferungen und Rechtsanschauungen. Dann haben diese keine Gültigkeit mehr im täglichen Leben. Bezüglich meinen Beispielen heisst das dann konkret: Die Frau ist Gleichwertig und Gleichgestellt. Sie darf Autofahren, sie darf ihr eigenes Geld verwalten, sie darf sich ihren Partner selber aussuchen, der Mann hat kein erzieherisches Recht, sie darf das Kopftuch ablegen, sie darf in die gemischte Sauna, sie darf vor-, neben, und hinter ihrem Mann laufen, sie darf ohne Angst dem Glauben abschwören…

            Von den christlichen Fundis fange ich jetzt erst gar nicht an, da die Problemstellung dort eine ähnliche ist. Ich will das eine mit dem anderen gar nicht relativieren.

            Zitat: „Ihre Ausführungen zum Thema “Herausforderung für hiesige Muslime” in Ehren – aber diese Themen werden doch schon seit Jahrzehnten abgehandelt und jeder, der sich dazu ein Bild machen will, findet genug Material,…“

            Denken Sie denn das wir in der Zeit weiter gekommen sind?

            Wenn ich die momentane Auseinandersetzung betrachte, sehe ich uns, inklusive den Muslimen, noch sehr weit am Anfang.

            Zitat: „Klar können wir Freiheit und Gleichheit und Brüderlichkeit aufsagen, aber man verstrickt sich schnell in Widersprüche und muss viel aushalten, wenn man selber mit sich ins Gericht geht und aus den unendlichen Möglichkeiten und grenzenloser Freiheit einen Wertekatalog zusammensucht.“

            Genau! Das müssen wir aushalten! Frank A. Mayer würde wohl sagen; „Bürger sein ist anstrengend!“ 😉
            An unseren Werten zu arbeiten ist unsere Pflicht. Jedem seine Pflicht, auch von denen die die Regeln und Gebote von irgendwo her bekommen haben. Polemisch gesagt; Auch von Gott gegebene Werte sind verhandelbar!

            Nun aber wieder ab in’s Wertevakuum „Heidiland“! 🙂

          • Melanie sagt:

            Hallo Issey, eine Antwort schulde ich noch, dann ab in die Weihnachtsferien: nein, wir sind nicht viel weitergekommen seither, eher im Gegenteil. Lange dachte man, Integration verlaufe linear und ab 3. Generation sei Ruhe. Dabei gerät oft schon die 2. Generation zwischen Stuhl und Bank und deren Verwirrung scheint bei der 3. erst recht Identitätskrisen zu bewirken. Mit scheinheiligen Diskussionsangeboten à la Thiel kommen wir da nirgends hin.
            Zudem finde ich Ihren Anforderungskatalog für geglückte Integration etwas ambitioniert. Es gibt ja Schweizerinnen, die ihre Freiheiten gerne aufgeben und mind. in einem Fall habe ich das sogar begrüsst (Jasmin Hutters Rücktritt aus dem NR wegen Mutterschaft). Selbst wenn eine Frau sich aus religiösen Gründen ihrem Mann untertan macht (steht ja so in der Bibel, nicht wahr), dann ist das ihr gutes Recht. Selbst wenn Tradition und familiäres Umfeld sicher nicht selten Druck ausüben. Mir reicht es, wenn jemand Gesetz achtet und sich um gutes Zusammenleben bemüht und versucht, Land und Leute (im Moment echt das Schwierigste) zu verstehen.
            😉

  • Nicola Hasenfuss sagt:

    “This is the terror: to have emerged from nothing, to have a name, consciousness of self, deep inner feelings, an excruciating inner yearning for life and self- expression— and with all this yet to die.” (Ernest Becker)

    Seit 9/11 gilt: Terror = al qaida = Koran = (alle) Muslime

    Alles andere wäre auch zu kompliziert…

    Thiel ist ein Schisser und er hat nicht verstanden wovor er sich fürchtet.

    • Mike sagt:

      Naja, als Schisser würde ich Thiel bestimmt nicht bezeichnen, egal wie man zu ihm steht.
      Er hat sich sehr unschweizerisch mit seiner Meinung aus dem Fenster gelehnt, das rechne ich ihm hoch an.
      Es gibt viele Menschen, die so denken wie er, aber zu feige sind dazu zu stehen bzw. sie wissen was ihnen als Reaktion blühen kann.
      Thiel habe ich am Freitag mit Iro und Schalk im Gesicht die Langstrasse runterspazieren gesehen. Ziemlich mutig und ziemlich cool wie ich finde.

      • Réda El Arbi sagt:

        Er hat n erster Linie ein bisschen Arschloch gespielt, um ein Medienecho zu erzeugen. PR-mässig gar nicht schlecht. Die christlch/abendländischen Werte gehen ihm völlig am Arsch vorbei.

      • Melanie sagt:

        Naja, so mutig ist er nun auch wieder nicht Er weiss ja, dass er all die vielen Fäuste im Sack auf seiner Seite hat. Der Mann inszeniert sich als unbeugsamer Freigeist, auch mit dem Irokesen (mein Bruder nennt ihn „zweibeinige Klobürste“ – rein bildlich gesprochen), und macht auf pseudo-Märtyrer (jemand muss aufstehen und gegen das Böse antreten! – mei, wir wissen doch was in dem Buch steht, worum geht es ihm nur?). Wirft sich ins Zeug um die Meinungsfreiheit zu retten, super nicht? Alles wunderbar, aber inhaltlich hat er nichts zu melden. Er vertritt meines Erachtens eher die Ahnungs- als die Meinungsfreiheit.

      • Nicola Hasenfuss sagt:

        Ich sehe den Heroismus, den Sie Thiel zugestehen. Nur, frage ich mich, was bewegt ihn, sich derart Laut über den Koran auszulassen. Ich denke schon, dass er sich bedroht fühlt und Angst ist gepaart mit Religion oder Ideologie im weitesten Sinne gefährlich – letztlich eine Frage von Leben und Tod. Mein Gott gegen deinen Gott, wie hauen uns gegenseitig die Rübe ein und werden dann schon sehen, wer recht hat. Selbst wenn Thiel recht hätte mit dem was er sagt, wäre der gewählte Ton immer noch völlig daneben und gefährlich.

        • Sven sagt:

          Also ich möchte nicht in Thiels Haut stecken, wenn er an der Langstrasse einem Rudel junger Albaner über den Weg läuft…

  • Viola sagt:

    Ich verstehe diese Breivik Vergleiche nicht ganz.
    Der war doch ein psychotischer Faschist, der sozialdemokratische Jugendliche tötete, ohne religiösen Hintergrund?
    Jedenfalls ist der ein Einzelfall, während islamischer Terror Alltag ist.

    • Réda El Arbi sagt:

      „Waaaah! Die Täter sind Muslime!“

      „Öhm, die Opfer übrigens auch.“

      Ich erinnere mich ganz gut an den Religionsterror in Irland …

    • Réda El Arbi sagt:

      Ach ja, ich würde gerne den islamistischen Terror in ihrem Alltag sehen …

      • Viola sagt:

        Was ist das für eine kindische Argumentation?
        Wie sehen Sie denn das Zahlenverhältnis zwischen einem europäischen Faschisten der Amok läuft und den ganzen Amokläufern in Allahs Namen? In etwa ausgeglichen, oder was?

        • Réda El Arbi sagt:

          Wenn wir das letzte Jahr nehmen, zum Beispiel die rund 10 000 zivilen Opfer (collateral damage) der US-Armee nur in Afghanistan (US-Zahlen), dann sehen die Opferzahlen der islamistischen Terroristen rib bisschen blass aus.
          Aber lassen Sie und nicht Opfer zählen. Wo sind Sie unter Schweizer Muslimen je einem Terroristen begegnet?
          Also verurteilen Sie auf Vorrat?

          • Laurent sagt:

            Jetzt verharmlosen Sie also Gewalt durch islamistische Terroristen? Die USA sind Vagabunden, habe in den letzten 50 Jahren zig Kriege ausgelöst und Millionen von Menschen getötet. Das ist absolut widerlich. Aber indem Sie die Gewalt im Namen des Islams verniedlichen machen Sie genau das, was Sie eigentlich verurteilen: Sie tragen zur Polarisierung bei und verkennen, dass beide Seiten die Gegenströmungen voneinander sind und sich gegenseitig bedingen.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nein, ich spreche nur von den zivilen Opfern der US-Eingriffe. In diesem Jahr in Afghanistan. 10 000. Aber die eigenen sich eben nicht s, um sich dagegen zu empören. Man sucht sich seine Feindbilder aus. Vorallem, wenn man dann gleich den muslimischen nachbarn mit abwerten kann.

              Ich hab ein paar Fakten geliefert, um die Empörung in ein verhältnis zu stellen.

              Wie gesagt, für mich sind Massenmörder Massenmörder. Ich such nicht nach einer Ideologie oder einer Religion,d er ich die Schuld geben kann. Ich geb die Schuld denen, die Befehle gaben oder die töteten.

          • Laurent sagt:

            Und wie viele wurden weltweit im Namen des Islams weltweit getötet letztes Jahr? Wieviele waren Opfer häuslicher Gewalt im Namen des Islams? Von Zwangsverheiratungen? Wenn Sie schon Statistiken bemühen, dann nicht einseitig. Das beste am Islam sind die Menschen, die meisten zum Glück friedlich. Aber die tagtägliche Gewalt im Namen des Islams zu negieren, trägt nur zur Polarisierung bei.

  • Réda El Arbi sagt:

    Ich frage mich gerade, ob den Lesern bewusst ist, wie dumm die Hassbotschaften unter diesem Interview wirken. Offensichtlich geht die Gefahr für unsere freiheitliche Gesellschaft nicht von Menschen wie Arshem aus, sondern von Leuten, die gegen religiöse Minderheiten hetzen, ohne auch nur einen einzgen Muslim zu kennen, oder wenigstens mal mit einem gesprochen zu haben.

    • Kevin sagt:

      Man sollte aber nicht alle, die die eigene Meinung nicht teilen, in einen Topf werfen.
      Karl Marx schrieb 1843: „Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.“
      Aber heute ist man sich nicht mehr sicher: In wie fern darf ich das Christentum kritisieren? Darf ich das Christentum schlecht finden? Darf ich mich darüber lustig machen, die Bibel ins lächerliche ziehen, wie es z.B. der Stand-up Komiker Ricky Gervais auf der Bühne macht? Und darf ich den Islam kritisieren? Darf ich den Islam schlecht finden? Darf ich mich darüber lustig machen, den Koran ins lächerliche ziehen?

  • Peter sagt:

    Ich muss mich als getaufter Katholik auch nicht von Breivig distanzieren, der im Namen des Glaubens zum Massenmörder wurde…

    • Laurent sagt:

      Nein, als Katholik müsse sie das nicht tun; aber als Bürger einer offenen Gesellschaft müssen wir alle faschistischen, ausgrenzenden Ideologien (Breivik ist Faschist) aufs Schärfste verurteilen, egal aus welcher Ecke sie kommen.

      • Réda El Arbi sagt:

        Also, wenn Sie reisen stellen Sie sich so vor: „Ja, ich bin Europäer, aber ich distanziere mich in aller Form von Breivik.“

        Ist es nicht völlig selbstverständlich, dass Sie nicht mit einen kranken Massenmörder sympatisieren? Oder reicht der gemeinsame Hintergrund, Sie unter Generalverdacht zu stellen, so dass Sie sich explizit distanzieren müssen?

        • Laurent sagt:

          Nein, nicht von Breivik, wenn Sie richtig lesen, sondern von der Ideologie, die er vertritt, dem Faschismus. Ja, ich bin Europäer und verurteile den Faschismus, ich bin gegen Nazis, Neo-Nazis und Islamisten, die ich nicht mit den vielen friedlichen Menschen islamischen Glaubens wie Arshem gleichsetze, wie Sie das meinen.

          • Réda El Arbi sagt:

            Nun ja, ich muss nicht explizit erwähnen, dass ich Arschlöcher Arschlöcher finde, egal welche Entschuldigung die für ihre Taten benutzen. Und bei anderen Menschen gehe ich grundsätzlich mal davon aus, dass sie nicht Nazis, islamistische Terroristen, Faschisten oder geisteskranke Mörder sind. Da ist die Statistik übrigens auf meiner Seite.

  • Lynn sagt:

    Sehr gutes Interview!

    Ich finde den Illi auf der einen Seite einen gebildeter Mann, der sich in der deutschen Sprache sehr gut ausdrücken kann und auf der anderen Seite frage ich mich, wie man so pubertär und extrem, unreflektiert sein kann wie der.
    Der Illi wurde extrem erzogen und kann sich trotz Intelligenz definitiv nicht normal verhalten, dass ist schade. Immerhin hätte er einige Gaben (scheinbar ist er Informatiker & Historiker). Er war in einer Freikirche, bei der SVP und ist jetzt im islamischen Zentralrat – querbeet durch alle Gärten.
    Einfach gestört, aber was will man machen, solche Leute gibts.
    Seine Anhänger hingegen, sind wahrscheinlich praktisch nur sehr bildungsferne oder sehr dumme Menschen, die in der CH kaum Chancen haben. Nichts gelernt haben in der Schule und zur Gewaltätigkeit neigen.

    Weder der Illi noch die anderen des IZ repräsentieren die „normalen“ Muslime, die genauso wie die anderen Schweizer in allen Schichten anzutreffen sind. Sich Partner aus anderen Religionen bzw Atheisten aussuchen, normal wie andere Geld verdienen, normal wie andere Lachen, Leben Lieben. Also bitte, dieses Bashing gegen diese Menschen ist so was von unnütz und falsch! Dieses Interview ist endlich mal etwas Normales über Muslime.

    • Réda El Arbi sagt:

      Der Illi ist Schweizer, war, bevor er zum Islam konvertierte, ein Rechtsradikaler und Nazi.

    • Lynn sagt:

      Habe auch nicht behauptet, dass er kein Schweizer ist. Er spricht wahnsinnig gut Hochdeutsch, dass können lange nicht alle Deutschen bzw. Schweizer. Er kann`s, das muss man ihm lassen.
      Und ja er spinnt, aber ich denke er ist sonst ziemlich gescheit und vielseitig interessiert. Aber eben, das führt, wie man sieht, noch lange zu keinem guten Ergebnis. Er hätte bestimmt mehr aus sich machen können.

      Ich glaube auch an keine Religion, ich kann Glaubenssätze bzw. Regeln nicht verstehen und kann mir in keiner Weise vorstellen, dass Gott die grossartige Mathematik bzw die Naturgesetze erschaffen hat und nebenbei noch solch banale Menschlickkeiten wie die religiösen Dogmas.

      Aber egal, ob ich jetzt an Gott glaube oder nicht. Jeder andere Mitmensch hat ein recht dies zu tun oder eben nicht, ohne dass er Spott und Häme erfahren muss. Schikane wegen der Religion ist genau so primitiv, wie Bodyshaming unter einfach gestrickten/missgünstigen Frauen oder prollige Drohungen unter besoffenen Männern. Es zeigt einfach, das man selber eine dummdämlichblöde-machtgierige-mobbing Seite an sich hat und die sollte man doch versuchen zu unterdrücken. Ich für meinen Teil versuche es zumindest, aber natürlich gelingt es nicht immer.

      Man will doch nicht zum gleichen Schlag Menschen gehören, die mit Steinen auf Unschuldige werfen, Scheiben einschlagen und ihre Arme hochhalten, nur weil man zu dumm-zu durchschnittlich-zu faul ist, zum selber denken.

  • Laurent sagt:

    Ich wünsch dem Paar von Herzen Glück. Mir ist allerdings unverständlich warum die linken Medienschaffenden den Koran und dessen radikale Interpretation nicht kritischer reflektieren. Interessant dazu: https://syndikalismus.wordpress.com/2010/10/12/islamisten-sind-faktisch-rechtsradikal-gegen-linke-bewusstlosigkeit/

    • Réda El Arbi sagt:

      Vielleicht, weil wir zwischen den Menschen und den Ideologien unterscheiden? Wir sind nicht machtlos gegen religös motivierte Intoleranz. Und sobald ich einem Islamisten begegne, werde ich ihm das auch sagen.

      Leider hab ich in letzter Zeit kaum welche getroffen in der Migros, bei der Arbeit, im Tram oder sonstwo. Dafür bin ich einigen militanten Abtreibungsgegnern, einigen Schwulenhassern und einer Menge bigotter Heuchler aus dem fundamental christlichen Lager begegnet. Die wollten unsre liberale Verfassung ändern …

      Ehrlich, ich mach mir dann Gedanken über Islamisten, wenn ich hier Probleme sehe, die sie verursachen. Bis dahin kümmere ich mich um die Realität.

      • Laurent sagt:

        nun, vielleicht weil Sie gerne wegschauen, oder nicht über den Zürcher Tellerrand rausgucken. Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten zehn Jahren einmal fundamentalistischen Christen begegnet, aber einigen engstirnigen Islamisten. Ich lebe aber auch in der Westschweiz, nicht im reichen Zürich. Ausserdem: Warum zeigt man immer auf die Fundi-Christen, wenn man einen Impuls gibt für eine Debatte über den Islamismus?

        • Réda El Arbi sagt:

          Vielleicht, weil die Fundichrsten versuchen, die Trennung von Kirche und Staat aufzuheben? Ich leb übrigens auch nicht in Zürich, sondern an der deutschen Grenze, bin ofz in Singen, der Stadt mit dem höchsten Anteil an Muslims hier in der Gegend. Und wissen sie was? Die tragen gar keine Bomben.

          Aber ehrlich, grundsätzlich glaub ich ihnen nicht. Fundamentalistische Muslime streiten nicht mit Christen, die streiten mit gemässigten Muslims.

    • Ed Precario sagt:

      @Laurent:
      Ich habe den Artikel gelesen und finde ihn wirr. Ich finde, er ist nicht deeskalierend sondern eher eskalierend.
      Was mich grundsätzlich daran stört neben anderem ist:
      1. Die Begriffs- und Themenvermanscherei
      2. das völlige Fehlen der Frage, wie der Extremismus, in diesem Fall Islamismus, entstanden ist.
      3. Daraus entstehend das Herstellen eines neuen Feindbildes zwecks Konturierung der eigenen Identität
      usw…

      Solche Aspekte sind doch eminent wichtig bei der Konfliktlösung?

      • Laurent sagt:

        wirr find ich vor allem das linke Schweigen bzw. die linke Akzeptanz einer De Facto rechtsradikalen Ideologie. Dabei ist es mir grad egal, warum der Islamismus entstanden ist. Er ist da, das zählt, und die übliche Psychologisierung hilft nicht weiter. Die Islamversteher der Linken, die den Islam überhaupt nicht verstehen, weil sich die wenigsten mit der Ideologie und dem Koran auseinandergesetzt haben, und sich stattdessen über die Kritiker aufregen, tragen nur zur Polarisierung bei. Sie lassen die Radikalisierung zu, eine Parallelgesellschaft, lassen zu, dass die Islamisten den Westen, in dem sie leben, von dessen errrungenschaften sie profitieren, verfluchen und ihm Gewalt androhen. Und sie sind so blöd und nehmen traumatisierte IS-Mörder wieder auf. Irgendwann heisst der Weihnachtsmark dann Wintermarkt, und die SVP kann den Steilpass wieder dankend aufnehmen und profitieren. Eine tolle Politik, nicht wahr? Schön gibt es Menschen wie den porträtierten Jungen, ich bin voller Sympathie für ihn. Aber es gibt auch andere, die ich nicht bereit bin zu akzeptieren. Von mir aus soll jeder glauben was er will. Aber jeder soll die Gesetze und Traditionen seiner Wahlheimat anerkennen. Wenn nicht? Goodbye, da bin ich als eigentlicher Linker voll auf der Seite der SVP.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ich fnds super, dass ihr den Menschen total ignoriert. Einfach nicht wahrnehmt. Lest das Intervew nochmals durch. Darin findet ihr mehr Islam als in all euren Vorurteilen.

          Die freiheitlichen Werte werden zur Zeit nicht von Muslimen gefährdet, sondern von Leuten, die gegen religiöse Minderheiten hetzen.

          Sie wollen fundamentalistische Muslime nicht akzeptieren? Finden Sie erst mal einen. Zeigen Sie mir einen in der Schweiz. Für jeden, den Sie bringen, bring ich Ihnen 10 000 ganz normale, alltägliche Menschen, die Muslime sind.

          • Réda El Arbi sagt:

            Und sie sind kein „eigentlicher Linker“, wenn hnen das Grundrecht der Religionsfreiheit am Arsch vorbeigeht. Dann wählen Sie lieber SVP und verstecken sich nicht hnter Werten, die Sie vielleicht früher mal ernst genommen haben.

          • Laurent sagt:

            Religionsfreiheit hört bei mir da auf, wo im Namen der Religion die Ausgrenzung beginnt – mir ist wurscht, ob es Muslims sind oder Christen.

          • Ed Precario sagt:

            Paternalismus, wie er bspw. von den Christen praktiziert wird, ist 1. eine Form von Diskriminierung und 2. eine Form von Ausgrenzung. Aber die Christen mit ihrem neuen Papst wittern ja erneut Morgenluft: Der grossartige John Kerry und der grossartige neue Papst verhandeln ja darüber, wohin man die gedemütigten, übel missbrauchten und gefolterten Guantanamo-Häftlinge „entsorgen“ könnte.

            Das ist voll zum Kotzen, ich kanns nicht anders sagen.

        • Ed Precario sagt:

          @Laurent:
          Wie gesagt, der Text und auch Ihre Aussagen sind wirr. Ich mag Extremisten nicht, also bspw. Sie.

          Zudem hat El Arbi recht, es geht um empfindsame Subjekte, nicht Objekte, also um Menschen.
          Gerade für die Marxisten ist es ja wichtig, dass der Mensch ein empfindsames Subjekt und nicht ein auszubeutendes und zu verdinglichendes (eben in irgendeiner Art) Objekt ist. Auch ist doch den Marxisten die Frage wichtig, wie etwas entsteht (Produktion), also irgendetwas, also auch menschliche Konflikte, und dazu gehört bspw. Geschichte.

  • pedro domletschg sagt:

    Ein sehr entspannter Muslim, der das Ganze mit der nötigen Distanz beurteilen kann. Ich wünschte mir, alle würden den Glauben so leben. Wohltuend trifft es sehr gut Frau Sauser, es geht mir wie Ihnen. Da ich aber mit meiner Meinung dem Ganzen auch wieder eine subjektive Bewertung gebe, kann mir wohl doch jemand vorwerfen, ich sei Rassist, weil ich nur den gemässigten Muslim akzeptiere. Das zeigt sehr schön das ganze Dilemma. Religiöse Gefühle dürfen einfach nicht mehr unter dem Schutz der Rassismusnorm stehen dürfen oder wo auch immer die geschützt werden. Das ist das etwas ganz Dummes und Gefährliches. Dieses Recht auf beleidigt sein, weil man Kritik äussert, ist tragischerweise den Israelis gemeinsam mit den Islamisten/konservativen Muslims.

  • Sven sagt:

    Ich kann religiöse Menschen nicht ernst nehmen, egal wem sie huldigen. Schwache Menschen, die glauben statt denken.
    Glücklicherweise haben die meisten Menschen in unseren Breitengraden der Religion abgeschworen. Weniger gut ist, dass die Moslems nachrücken.

    • Réda El Arbi sagt:

      Bei uns ist es mehr die Esoterik 🙂

    • Nik sagt:

      Deine Ausage ist so radikal, wie die eines extrem Religösen, der zur Gewalt bereit ist für seine Überzeugung.
      Die Relgionen, lieber Sven sind noch lange nicht überwunden und werden es auch nie sein. Der Mensch ist auf ein göttliches Du ausgelegt. Die Art und Weise wie er das tut, ist vielfältig. Jede Kultur, jedes Zeitalter hat seine Götter und religösen Praktiken.
      Abschwören eines Glaubens ist ein Gewaltakt. Im Moment praktiziert vom IS gegenüber den Christen in grosser Zahl im Irak und Syrien. Abschwören oder Tod!
      Sieht so Ihre Gesellschaft ohne Religion aus? Sieht so Ihr Respekt gegenüber Menschen aus. Man macht sich über den anderen Lustig, der eine andere Haltung einnimmt?
      Übrigens auch Ideologien sind eine Art Religion! Auch der Atheismus. Wer sagt Ihnen, das Ihr Denken richtig ist? Wie bei den Religionen ist man schnell bereit für seine Überzeugung die Köpfe einzuschlagen. Sie sind kein Deut besser!

      • Mike sagt:

        Als ob Atheisten Gewalt anwenden würden…dies ist dann schon eher das Ding der religiös verblendeten Idioten.

        • Réda El Arbi sagt:

          Öhm, die Kommnisten waren (und sind) Atheisten ….

          • Mike sagt:

            Öhm, im Namen des Kommunismus nicht des Atheismus…
            von Atheisten die andere Leute in die Luft sprengen, weil sie keine Atheisten sind, habe ich jedenfalls noch nie gehört.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nicht ganz. Die Kommunisten, zum Beispiel in China, haben gezielt Religionen ausgerottet. Im Namen der Vernunft.

  • John J Feller, SCV sagt:

    Religion ist eben ein Spiegelbild der Umwelt. Die christliiche Religion ist patent fuer westliche Menschen. Prostestantismus ist typisch, fast perfekt, schweizerisch. Buddhismus ist in unsern Breitengraden zwar nicht falsch per se, aber passt eben doch eher ins oritentalische Umfeld mit seiner Lebensweise.
    Islam in Arabien/Itran wird ganz anders gelebt in Indonesien. Konfuzianismus ist fuer uns auch sehr exotisch aber fuer Asiaten ideal.
    Hauptsache ist doch ueberall „leben und leben lassen“, wo aber die Toleranz fehlt (bei Réda El Arbi klar nicht der Fall) ist kein Fortschritt moeglich. Geqwisse Reliionen fuehlen sich gefordert zu Missionieren, dies erachte ich als grosser Fehler.
    Danke fuer das Interview.

  • Andreas Beer sagt:

    Mir ist klar, dass die Mehrheit der Muslime friedlich sind. Das gilt für alle Menschen, denn die Goldene Regel „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ ist etwas was 99% der Menschen verstehen ohne dass man es ihnen erklären muss. Dann gibt es leider noch die anderen, die Psychopaten. Wenn man die heutige Welt anschaut, gibt es Länder wie den Iran, Saudi Arabien und Gruppierungen wie den IS, Boko-Haram, Taliban und viele mehr, deren Anführer eben dieser Minderheit der Psychopaten angehören und die sich alle explizit und in allem was sie tun auf den Koran berufen und diesen auch sehr oft zitieren. Die Frage ist, was hat der Islam, dessen Grundlage der Koran ist damit zu zun, dass sich ganze Völker (die Muslimisch sind, weil sie zufällig dort geboren wurden) unterdrücken und ihrer Freiheit berauben lassen von Unterdrückerischen Regimes? Da finde ich es schon wichtig zu erkennen dass Mohammed diese Religion genau dazu erfunden hat, um an Macht und Reichtum zu kommen. Und weil ihm die Juden nicht folgen wollten, hat er die Macht, welche er durch Gewalt und Einschüchterung errungen hat, auch dazu benützt diese zu bekämpfen. Deshalb wir der Koran auch heute noch dazu verwendet um Menschen zu unterdrücken und verfolgen. Der normale Friedliche Muslim wird vorallem eingeschüchtert durch die scheinbare willkür, das Gebot zur Unterwerfung und die Strafen, welche den Ungläubigen drohen. Im Koranischen Jenseits, und wenn Psychopaten ander Macht sind auch im Realen Leben.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ah, ein Koranexperte. Von denen haben wir eigentlch die Schnauze voll, da sie für den Frieden total überflüssig sind.

      Arschlöcher berufen sich immer gerad auf das, was hnen am Meisten nutzt. Schauen Sie sich Irland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderst an. Das waren Christen, die sich gegenseitig mit urchristlichen Bomben umbrachten, um den Drogenhandel, de Prostitution und den Waffenhandel nicht aus der Hand geben zu müssen.

      • Andreas Beer sagt:

        Wenn etwas für den Frieden total überflüssig sind, sind es Religionen.
        Aber was gedenken Sie sollte man gegen diese vielen Arschlöcher zu machen?
        Es braucht meiner Meinung nach Religionskritik und Meinungsfreiheit. Aber vor allem Bildung. Wer mehr darüber weiss wie die Welt von Physik bis Philosophie funktioniert, kann auch besser beurteilen wie ernst man alte Bücher nehmen sollte, die über übernatürliche Dinge Berichten, unglaubwürdige und unüberprüfbare Behauptungen aufstellen und Menschen in Gruppen von Religionen oder Glaubensrichtungen aufspalten.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, und sobald wir alle völlig rational, frei von Gier, frei von Neid und Besserwisserei sind, es keine Religionen mehr gibt etc, werde ich mich zur Ruhe setzen, weils dann niemand mehr braucht, der darauf hinweist, dass die GEwalt in unserem Lande zur Zeit nicht von Muslimen verübt wird.

          • Andreas Beer sagt:

            Ich sehe, sie haben Humor. Das ist super. Nehalten Sie Ihren Humor. Es gibt doch nuch einige sympatische Journalisten.

    • Ed Precario sagt:

      @Andreas Beer:

      Lesen Sie auch oder googeln Sie nur?

      „„Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.““ -> Sie wissen schon, dass Sie sich mit diesem Zitat auf den kategorischen Imperativ Kants beziehen? Dann ist Ihnen sicher auch die Inkonsistenz dieser Formel klar?

      „Die Frage ist, was hat der Islam, dessen Grundlage der Koran ist damit zu zun, dass sich ganze Völker (die Muslimisch sind, weil sie zufällig dort geboren wurden) unterdrücken und ihrer Freiheit berauben lassen von Unterdrückerischen Regimes?“

      -> Dazu empfehle ich Ihnen bspw. diesen Artikel:
      http://www.sueddeutsche.de/politik/cia-dokument-anleitung-zum-gezielten-toeten-1.2273037

    • Alain Wolf sagt:

      Ganz ihrer Meinung, was die 99% und die paar Psychopathen betrifft. Ob dann aber der Koran, die Bibel, Marx, „Mein Kampf“, die Globalisierung, Gentechnologie oder Grimms Märchen, die besseren Grundlagen für so einem Despoten liefern oder mit welcher Motivation sie vor tausenden von Jahren geschrieben wurden und wie viel davon heute noch unverfälscht erhalten, heute noch relevant und überhaupt richtig verstanden wird, darüber kann endlos diskutiert werden, ohne dass wir auf einen grünen (Oliven-) Zweig kommen.

      Die Diskussion um die Bücher, lenkt nur von den eigentlichen Problemen ab. Warum fällt die mörderische Saat auf so fruchtbaren Boden. Was fehlt diesen Leuten oder was hat man ihnen angetan, dass sie den falschen Propheten hinterher laufen?
      Ob Hexenverbrennung, Inquisition, Nazis, Kommunistische Säuberungen, RAF, IRA, Hutus gegen Tutsis, oder Taliban usw. es sind immer die gleichen Muster. Und darum sollte sich die Diskussion drehen und nicht darum ob jetzt dieser oder jener Satz in einem alten Buch so oder anders ausgelegt werden könnte oder sollte.

      Würde ein heutiger Zeitgenosse, ob Christ oder nicht, auf die Idee kommen, über den Satz in der Bibel zu diskutieren der die Grundlage zu den mittelalterlichen Hexenverbrennungen bildete? Wohl kaum. Weder dass es Hexenverbrennungen gab noch wie wir sie überwunden haben, wird als für oder wider gegenüber der Bibel diskutiert.

      Wer in dieser Diskussion den Koran ins Spiel bringt, statt die wirklichen Ursachen, stellt sich selbst auf die gleiche Stufe wie die Psychopathen die mit dem Koran ihr zerstörerisches Werk begründen.

      Der Koran ist nicht das Problem. 1,6 Milliarden Muslime singen bis zu 5 mal am Tag ein Liedchen davon, dass dem nicht so ist. Also kümmern wir uns um Extremismus, Fundamentalismus, Rassismus, Respekt usw. und lassen die Bücher aus dem Spiel.

  • Ed Precario sagt:

    @Reda El Arbi:

    „Seit seinem 13. Lebensjahr versteht er sich als Atheist, der übernatürliche Dinge nicht ausschliesst, nur weil er sie nicht sehen kann.“

    Man sagt, es gibt die Theisten, die Atheisten und die Agnostiker. Vereinfacht könnte man sagen, der erste glaubt zu wissen, der zweite glaubt auch zu wissen, der dritte aber weiss, dass er bzgl. absoluter Dinge (bspw. einen Gott oder so etwas) final nicht wissen kann und bei diesen Fragen nur bei einem glauben stehenbleiben kann. Ich selber bin Agnostiker.

    Sie schreiben, dass Sie Atheist sind, der übernatürliche Dinge nicht auschliesst. Sind Sie nun Atheist, Agnostiker oder gewissermassen beides? Wenn Sie beides wären, wäre das nicht bereits im Standpunkt des Agnostikers enthalten? Wo machen Sie die Trennung und warum?

    🙂

    • Réda El Arbi sagt:

      Es ist einfach: A-Theist glaubt nicht an Gott. Ich persönlich weiss, dass wir nocht nicht alles wissen. Am ehesten bin ich Pantheist mit buddhistischer Ethik. Also: Das ganze Universum ist geil.

      • Johanna sagt:

        Wohl war, alles im Universum ist im Grundsatz geil und Gott hat bei Themen wie Waffen, Kriegen etc. massive neurologische Störungen, niemand ist eben unfehlbar. Spannend sind auch die Kosmotheisten.

      • Ed Precario sagt:

        Pantheist ist auch nicht schlecht. Ich bin ein grosser Fan von Heraklit: Panta rhei!
        Aber:“Das ganze Universum ist geil“: Sie meinen „geil“ im ursprünglichen Sinn? Das wäre nicht mal schlecht, die alten Griechen vor Sokrates würds sicher freuen, danach kam ja das Zeitalter der Strengen und Zwanghaften. Würde viele Probleme heutzutage lösen. Aber das ganze Universum muss ja nicht gerade geil sein, es reicht, wenns nett ist und mich mag. aber vielleicht irre ich.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, nein. Das Universum ist „geil“ im Sinne von „wunderbar“. Es mag sie nicht. Es mag überhaupt keine Organisation, wie uns der 2. thermodynamische Satz zeigt. Es mag besonders keine organisierten Zellen. Deshalb leben wir, im Verhältnis zu Sternen oder Galaxien, auch nur eher kurz.

          • Ed Precario sagt:

            🙂

          • Johannes sagt:

            Wenn man dann weiter denkt, dass Universum und Natur keine Organisation mögen, dann erklärt sich auch ganz logisch, warum Religion wider das Universum und die Natur ist. Wenn alles Göttliche zudem im Universum ist, dann steht Religion auch diametral zu Gott. Langsam kommt Licht ins Dunkel.

          • Ed Precario sagt:

            Und wenn Sie es dann weiterdenken – falls ich Sie richtig verstehe – dann müssen Sie die erneute Frage stellen, warum der Mensch dann dennoch dazu neigt, dennoch einen Gott, absolute Naturwissenschaften/Religion usw. zu brauchen/behaupten? Betrachten Sie beide Aspekte zugleich als einander bedingend gewissermassen „ineinander“, dann sind Sie profan gesagt „aus dem Hamsterrad raus“. Man ist einerseits drin und andererseits draussen, dann wird auch klar, warum die „Götter“ inhatlich wechseln über die Zeit oder synchron verschieden sind, aber „die Götter“ dennoch formal bleiben, das ist dann die ewige Wiederkehr des Gleichen. Das wäre ein „systematischer ‚Agnostizismus'“ oder ein „positiv gewendeter Existenzialismus“, was wiederum dasselbe ist, das Spiel beginnt stetig von neuem, weil man immer drin ist, obwohl man draussen ist.

          • Johannes sagt:

            Im Fazit lässt sich der irdische Gott als Irrglaube des dem Universum widerstrebenden Menschen sehen. Denn Gott ist dann in allem, wie auch alles ist. So ist er Materie und Antimaterie, also nichts aber auch alles und damit so trivial wie das pauschale Alles und Nichts. Wer an Gott glaubt, glaubt an alles und nichts. Das ist aber keine erwähnenswerte Leistung, weder auf der Erde noch im Universum, weder heute noch in allen Zeiten. 😉

  • Melanie sagt:

    Das traurige ist, dass jene Hetzer, die Thiels Pamphlet und seinen Medienkreuzzug im Moment so frenetisch abfeiern, weil „endlich mal einer sagt, was Sache ist“ solche gemässigten Positionen (was heisst eiglt. ‚gemässigt‘.. — normal, unspektakulär, wahrscheinlich prozentual in der CH die meistvertretene..) bestenfalls als Ausnahme, die die Regel bestätigt, abtun. Oder den Interviewten als eine Art „Schläfer“ oder „Zeitbombe“ betrachten, der gerade eine friedliche Phase durchläuft, bis die Saat der Gewalt (Koran gemäss Kenner Thiel ja berstend voll davon) schliesslich (so sicher wie das Amen in der Kirche) keimt und er sich zum Ungläubigenschlächter wandelt und krummsäbelschwingend die Weltherrschaft anstrebt, dass die Köpfe nur so fliegen..
    Also, auch wenn solch feine Töne im medialen Lärm wahrscheinlich untergehen, mir hat es sehr gut getan, dieses Interview zu lesen. Nach all der Blödheit ein Lichtblick, priceless. Vielen Dank Reda und Interviewter.

  • Kurt Oertli sagt:

    Wer sich nicht distanziert, akzeptiert. — Christen, die mit ihren Kirchen nicht mehr einverstanden sind, treten aus den Gemeinschaften aus. Die Moslems sollten das auch tun.

    • Réda El Arbi sagt:

      Sie disztanzieren sich gegenüber Moslems, Sozialdemokraten und anderen immer von Breivik? Ehrlich. Bitte distanzeren Sie sich hier von Breivik. Und von den Nazis. Und von den Islamhassern.

      • Alain Wolf sagt:

        Was meinen sie mit „aus der Gemeinschaft austreten“? Haben sie ihren katholischen Glauben abgelegt weil sie mit der Bibel, dem Papst, dem Bischof, dem Pfarrer in ihrem Dorf oder dem Pfarrer im Nachbardorf nicht einverstanden sind? Dabei ist es für die 1,1 Milliarden Römischen Katholiken noch am einfachsten, die haben wenigstens eine einzige weltweite Hierarchie. Was die 1,16 Milliarden übrige Christen dazu genau machen müssen, sollten sie uns noch erklären, genauso wie für die Milliarden Gläubiger anderer Religionen. Warum soll ein Fischer in Südindien seinem Glauben abschwören, weil ein Psychopath in Nordafrika wild um sich schiesst und wirres Zeug redet?

  • Hugo sagt:

    Lächerlich von Blick, dass die Titelzeile vom 18.12.2014 des „ober Anti “ Markus Notter, Thiel in die Ecke Antisemitismus geschoben wird, es fiel kein Wort so ! Dies ist fies und entspricht genau dem gängingen Muster der ……
    Schawinski gehört entfernt. Schon die 1. Frage von Thiel, welcher Religion er angehöre, war ihm zu viel !

    • Réda El Arbi sagt:

      Den Ausdruck „Papierlijude“ von Thiel jann man durchaus als abwertend einstufen.

      • Christoph sagt:

        Reda, im Kontext war das kaum abwertend gemeint.
        Es hiess übrigens nicht Papierlijuud, sondern Papierjuud.
        Der Dialog ging so: „Du bist Jude, oder?“ – „Ja, und du?“ – „Bist du jetzt eher so ein Papier-Jude, ein Agnostiker-Jude oder ein gläubiger Jude?“.

  • Roland k. Moser sagt:

    Darf ich schreiben, dass der Islam für mich keine Religion, sondern eine gewaltätgie Politideologie ist, die verboten gehört?

  • Onkel Arnold sagt:

    Wenn über Religion diskutiert wird, ist es immer sinnvoll, sich zu vergegenwärtigen, weshalb Menschen religiös sind: Gewohnheit, Bequemlichkeit, Tradition, soziale Akzeptanz. Wer nicht schon als Kind mit religiösen Irrlehren infiziert wurde, wird auch später kaum einer Glaubensrichtung anheim fallen. Und deshalb kann man auch getrost annehmen, dass in nicht allzu ferner Zeit die heute noch „wichtigen“ Götter wie Jahwe, Allah, dreieiniger Christengott usw. den gleichen Status einnehmen werden wie heute schon Odin, Thor, Zeus, Hera, Aton, Sebek usw. und dass es selbstverständlich und allgemein bekannt sein wird, dass das alles Produkte der menschlichen Fantasie sind und nie real existiert haben.

  • Catherine sagt:

    Wenn wir nicht einen Unterschied machen zwischen Moslems und Islam, werden wir grosse Probleme bekommen. Die Moslems sind Menschen wie alle andere, wollen ein gutes Leben, Freiheit, etc. darum sind sie ja auch hier. Aber der Islam ist eine politische Macht, die als Religion daherkommt. Sobald in einem Land ein paar Prozent Moslems leben, kommt der Islam mit seinen Forderungen, denn er betrachtet das Land als „sein“, er will herrschen, er will die Scharia, er will, dass alles sich seinem Diktat beugt. In vielen Städten Europas kann nicht mal die Polizei in bestimmten Quartieren gehen, denn die Islamisten sagen: da sind wir! da ist Scharia Gebiet! schaut mal in Youtube Videos an: der Islam in Norwegen oder der Islam in Schweden, England, etc. Wer da seine Augen zumacht, der wird eines Tages mit Erschrecken aufwachen müssen. Arshem hat recht: die meiste Moslems wurden getötet von Moslems, die Menschen die am meisten unter den Islam leiden, sind die Moslems selber. Übrigens seine zukünftige Frau ist sicher keine Christin sondern eine Katholische oder reformierte Atheistin, wie die meiste Schweizer, oder?

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, sie ist in etwa so Christin, wie er Muslim. Sie glaubt an Gott, nicht an seine Sekretäre hier auf Erden.

      • Alain Wolf sagt:

        Gemäss Wikipedia ist ein Moslem ein Angehöriger des Islam.
        Jede Religion wird ab einer bestimmten Grösse und Struktur zu einer politischen Macht, schon deshalb weil Religionen auch dazu da sind, den Leuten Vorschriften über Moral, Zusammenleben und Lebensführung zu machen.

        In den orthodoxen Quartieren der Israelischen Städte werden Feuerwehr und Sanitäter bei Einsätzen am Samstag genau so mit Steinen beworfen. Deshalb finde ich es vollends genügend, wenn wir von Fundamentalisten und Fanatikern reden. Welcher Religion sie angehören ist völlig irrelevant.

  • Irene feldmann sagt:

    Beim aufschlagen der Seite dachte ich noch….auuuaaaa….doch dann beim lesen beruhigte sich mein Herz. Reda, dass war genau die richtige Menge an Holzscheitern, zu diesem Feuer. Well done!!

  • Marlis sagt:

    Interessensbindung am Ende ist super. Nachdem du Réda andernorts noch darüber abgelästert hast, begrüsse ich die Kehrtwende hier.

  • Rita Sauser sagt:

    Ein wohltuend unaufgeregtes Interview, das hoffentlich etwas zur Entemotionalisierung beiträgt.

    By the way, bin etwa so Christin wie Arshem Muslim ist (ab und zu Kirche, und an Feiertagen), und habe mich auch nicht vom Massenmörder Breivik distanziert.

    • Christoph sagt:

      Bin gleicher Meinung wie Sie und schliesse mich Ihren Worten gerne an.

    • Rendeer sagt:

      Lebten wir in einem muslimischen Europa mit einer christlichen Minderheit, wäre es aber sicherlich besser, es zu tun.

      • Réda El Arbi sagt:

        Nun ja, soweit ich weiss, hatten die Juden als Minderheit vor sechzig Jahren wenig Probleme in islamischen Ländern.

        • Rendeer sagt:

          Verstehe. Es läuft immer auf den Nationalsozialismus hinaus. Dann sage ich es in Ihrem Stil:
          Nun ja, soweit ich weiss, haben sich die Nazis in ihrem krankhaften Antisemitismus mit den Moslems verbündet, um Europa und schliesslich die Welt von den Juden zu „reinigen“.
          Wenn Sie also schon gegen die einen ins Feld ziehen, sollten Sie dies konsequenterweise auch gegen die anderen tun. Oder ganz aufhören.

          • Réda El Arbi sagt:

            Das ist so ziemlich das Dümmste, was ich heute gelesen hab. Der Umkehrschluss ist einer Diskussion nicht würdig. Aber ich erklär ihn hier nochmals für alle, dies nicht begriffen haben:

            Dass es Islamisten gbt, die die Juden ausrotten wollen, heisst nicht, dass der Muslim an der Ecke die Juden ausrotten will. Das ist so gescheit wie wenn man sagt: „Alle Nazis waren Deutsche, also sind alle Deutschen Nazis.“ Merken sie, wos logisch klemmt?

            Und sie empfhelen mir ernsthaft, nicht mehr gegen Nazis zu sein, wenn ich denke, dass die meisten Muslime friedlich sind? Ja, genau.

          • Rendeer sagt:

            OK, Gedankenspiel: Wären die Nazis nicht frühzeitig gestoppt worden und hätten sie sich erfolgreich mit den Muslimen europaübergreifend zur Judenvernichtung verbündet: Würden wir heute nur über die Greueltaten der Nazis sprechen? Und nein, ich empfehle Ihnen Dieter Nuhr: „Der Islam ist ausschliesslich dann tolerant, wo er keine Macht hat“.

            • Réda El Arbi sagt:

              Sie haben nichts von den Nazis begriffen. Araber sind ein semitisches Volk, also in der Nazi-Rassenlehre minderwertig.

              Aber es geht auch nicht darum, das sie gerade eine ganze Religionsgruppe diffamieren. Um das als Schwachsinn zu entlarven, brauch ich nicht mal Argumente.

              UNd wie gesagt, es ist einfach eine Religion zu diffamieren, wenns aber um Menschen geht, die dieser Religion angehören,dann hats Grenzen. Vorallem, wenn man, wie in ihrem obigen Kommentar ersichtlich, keine Ahung hat, worums geht.

          • Rendeer sagt:

            Oh doch, Ihren Standpunkt verstehe ich sehr wohl. Aber Sie verstehen meine Aussagen nicht. Wir Menschen sind geprägt durch die Geschichte. Alles hätte anders kommen können und ergo würden wir in der Folge anders denken.
            Die, die wir heute verurteilen, würden wir vielleicht nicht verurteilen, wäre es anders gekommen, dafür andere.
            Alle Menschen einer Glaubensrichtung als böse hinzustellen ist genauso falsch, wie sie einfach als gut hinzustellen. Die Frage ist, was wir wollen, welche Werte wir vertreten.
            Meine Werte sind: Ich bin Christ, ich lebe im Abendland. Und so soll es bleiben.
            Werde ich angegriffen, verteidige ich mich und meine Werte.
            Und Achtung, Ihr geistiger Horizont wird jetzt womöglich strapaziert: Weder bin ich ein SVP-Wähler, noch ein Minarett-Gegner. Schräg, hä? Tja, das Leben ist grau.

            • Réda El Arbi sagt:

              Die christlichen Werte sind bereits dem humanistischen Weltbild erlegen. Christliche Werte sibd nur noch rudimentär für unsere Gesellschaft prägend.

          • Rendeer sagt:

            Das bringe ich nicht zusammen, Humanisten, die sich mit nichthumanen Ideologien verbrüdern, die intolerant, frauenfeindlich, fortschrittsresistent sind. Nur Fragezeichen. Der Humanismus gründet auf der christlichen Kultur, nirgendwo hat er gefruchtet als auf diesem Boden.

            • Réda El Arbi sagt:

              Humanisten verbrüdern sich nicht. Humansmus gründet sich übrigens in der vorchristlichen Philosophie.

              Aber grundsätzlich: Die Menschenrechte und die Religionsfreiheit, Demokratie und vieles mehr sind humanistische Errungenschaften. Humanisten machen einen Unterschied zwischen Ideologien, Religionen und dem Menschen. Alle Menschen sind gleichwertig, „ohne Ansicht von Rasse, Herkunft, sozialem Stand, Geschlecht, sexueller Orientierung Relgon oder fehlender Religionszugehörgkeit ….“

          • SrdjanM sagt:

            „Werde ich angegriffen, verteidige ich mich und meine Werte.“

            Rendeer, wo und wie wurden Sie persönlich angegriffen?

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Wenn mich jemand fragt, was ich von Breivik halte, sage ich aber, dass ich ihn für einen schwer gestörten bösartigen Psychopathen halte und suche nicht mehr oder weniger elegante Ausflüchte, um mich nicht von ihm distanziern zu müssen. Das ist der entscheidende Unterschied. Das Gefühl im Volk täuscht eben leider nicht, dass Muslime Mühe bekunden, sich auch von noch so haarsträubenden Glaubensbrüdern und Glaubensschwestern zu distanzieren.

      • Réda El Arbi sagt:

        Dann zeigen sie mur die Muslime (ausser Illis Trödeltrupp), die den Mördern von Muslimen hier etwas anderes als Hass entgegenbringen.

        Vielleicht sollten Sie mal mit Muslimen sprechen, anstatt hier Plattitüden und Vorurteile zu verbreiten. Sprechen Sie doch mal mit dem „Arshem“ in ihrer Stadt.

      • Alain Wolf sagt:

        Das würde ich auch sagen, wenn man mich fragen würde. Es hat mich aber leider noch nie jemand gefragt, was ich von Breivik halte. Einfach weil sie sich die Frage in 99.999% der Fälle erübrigt. In einer politischen Diskussion ist doch so eine Frage einfach nur verlorene wertvolle Zeit.

        Hingegen war ich während des Ayodhya-Konfliktes in Indien und fühlte mich damals mit der Zeit ziemlich belästigt von den dauernden Neutralitätsbekundungen muslimischer und hinduistischen Menschen mit denen ich dort zu tun hatte. Und dies obwohl nicht wenige von ihnen die entsprechenden Fähnchen an ihren Autos hatten. Sie erklärten ausnahmslos die Fähnchen dienten nur zu ihrer eigenen Sicherheit um sich vor allfälligen Übergriffen zu schützen.

        Auch während der Ex-Jugoslawien-Kriege hatte ich mal einen Belgrader Studenten als Sommerferiengast zu Hause, der mich schon unter Türschwelle mit allerlei Distanzierungen zum aktuellen Krieg dort unten überhäufte. Er war der einzige meiner Bekannten aus dieser Region der diese Frage ungefragt beantwortete. Die anderen habe ich schon gar nicht gefragt (siehe oben). Wie sich aber dann mit der Zeit heraus stellte, litt er an einem ziemlichen Komplex, weil er sich als einziger seiner Brüder nicht freiwillig zur Front gemeldet hatte, weil für ihn sein Studium doch Vorrang hatte, aber eben nur ein bisschen.

        Für mich sind deshalb Leute die sich vorschnell und lauthals von irgendwelchen schlimmen Sachen distanzieren mit Vorsicht zu geniessen. Meistens folgt solchen darauf ein relativierendes „…, aber …“ in der einer oder anderen Form. Da sind mir oft diejenigen lieber, bei denen dies schon gar kein Thema ist, dass noch gross diskutiert werden muss.

  • Sarah sagt:

    Bei der Kindererziehung kann man auch https://de.wikipedia.org/wiki/Weltethos und http://www.weltethos.org/ heranziehen.

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