Oskar bei den Ideologen

Le conseiller d'Etat VS Oskar Freysinger s'exprime lors de la conference de presse sur les sondages du corps enseignant valaisan ce jeudi 20 fevrier 2014 a l'Espace Porte de Conthey a Sion. (KEYSTONE/Olivier Maire)

In Buch Nummer 14 bezeichnet er die Schweiz als «vierte Dimension»: Oskar Freysinger. Foto: Olivier Maire (Keystone)

Er hat sein vierzehntes Buch verfasst: Oskar Freysinger, Walliser Bildungsdirektor und Vizepräsident der SVP Schweiz. Der Titel des 90-Seiten-Bandes: «Das Schweizer Heilmittel. Antigone bei den Helvetiern». Freysinger legt eine Liebeserklärung an sein Land vor, das nichts anderes sei als «eine vierte Dimension, ein metaphysisches Modell». Der SVP-Vize zitiert Goethe, Rilke, Thukydides und schlägt den Bogen von Sophokles’ Drama «Antigone» zu seiner Sicht der Schweiz: Wie bei der Dramenfigur triumphiere hierzulande Pragmatismus über Ideologie – Antigone begräbt ihren Bruder, obwohl dies dem Gebot des Königs widerspricht. Am Schweizer Wesen, so die Botschaft des Buches, soll die Welt genesen.

Bemerkenswert an Freysingers neustem Elaborat ist, dass sein Verfasser mit beharrlicher Impertinenz für das Gegenteil der von ihm besungenen Werte eintritt. Denn allem schwärmerischen Gedöns zum Trotz: unschweizerischer als Freysinger geht nicht. Es gibt keinen anderen national bekannten Politiker, der sich derart bei gewalttätigen und undemokratischen Ideologien des 20. Jahrhunderts anbiedert.

So förderte eine TV-Reportage zutage, dass bei Freysinger zu Hause die Reichskriegsflagge hängt. Die vom Deutschen Reich bis 1918 und später von nationalsozialistischen Stosstrupps verwendete Flagge ist ein Symbol von Neonazis. Der frühere Deutschlehrer will davon nichts gewusst haben; er habe die Flagge «aus rein ästhetischen Überlegungen» erworben.

Durchs Band ziehen sich solche Ausfälle: Freysinger relativiert den Völkermord an den Armeniern («Vielleicht hat es stattgefunden, vielleicht nicht»), stellt einen Freund als Kommunikationsberater ein, der den Genozid von Srebrenica leugnet, und erklärt selber: «Man spricht immer von einem Genozid. Aber das waren keine Frauen und Kinder, die da massakriert worden sind, sondern Männer, die meisten davon in Kampfhandlungen. Man hat das aufgebauscht.»

Das Internet ist voll von Videos, die Freysinger einem Wanderprediger gleich als Redner bei Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern zeigen. Seine jüngste Reise führte ihn nach Moskau. Am Staatsfernsehen lobte der Walliser Putins Politik («Russland zeigt uns einen neuen Weg, einen richtigen Weg») und erklärte danach dem «Blick»: «Die Menschen in Russland sind viel freier als in Westeuropa.» Dabei trug Freysinger am Jackett das Sankt-Georgs-Band – einen Orden aus dem Zweiten Weltkrieg, den heute auch Befürworter der völkerrechtswidrigen Krim-Annexion tragen. Wiederum will Freysinger von dieser Bedeutung nichts gewusst haben.

Man fragt sich, während man dem einschlägigen Schweizer Exportschlager beim Interview auf dem Roten Platz zusieht, welchem Despot, welcher Ideologie er seine nächste Aufwartung macht. Und weshalb es für Ausfälle solcher Art in unserem Politbetrieb keine Schmerzgrenze gibt. In jedem anderen westlichen Land wäre es mit der Karriere eines Politikers vorbei, der sich eine Reichskriegsflagge in die Wohnung hängt. In der Schweiz wird er Vizepräsident der grössten Partei.

74 Kommentare zu «Oskar bei den Ideologen»

  • Ralf Schrader sagt:

    Immer mehr Begriffe werden bewusst, mit Täuschungsabsicht falsch benutzt. So auch ‚Ideologie‘, was ja eigentlich nur Lehre von der Idee und dann erweitert Weltanschauung bedeutet.

    Politisches Handeln ist immer auch ideologisches Handeln. Pragmatik ist die Grundlage von Verwaltungstätigkeiten. Da die Schweizer Ideologie und Politik überhaupt nicht mögen, findet man in den Parlamenten kaum Politiker und nur selten politische Handlungen. Dafür wird mit Inbrunst verwaltet.

    OF gehört zu den wenigen öffentlichen Personen im Staat mit Politiker- Qualitäten. Das hebt ihn neben 2-3 anderen Mitgliedern leider nur seiner Partei aus der Masse der Politik- Unbegabten heraus. Aber es nicht die Schuld der SVP, dass die anderen Parteien Politiker nicht zulassen.

    • Robert F. Reichmuth sagt:

      „Aber es nicht die Schuld der SVP, dass die anderen Parteien Politiker nicht zulassen.“
      .
      Schrader – ist es die Schuld des politikbegabten SVP-Wahlvolkes, dass die anderen „Parteien-Politiker“ von so wenigen politikunbegabten Wählerinnen- und Wählern gewählt wird?
      .
      Ich finde es übrigens seht gut, dass wir in der CH so viele staatsbesoldete Pädagoginnen und Pädagogen als VORDENKER in der Politik haben. So muss ich als Wähler nicht mehr selbst NACHDENKEN.
      .
      NB. Neue Politformel der CH ab 2016:
      PÄDAGOGIE + THEOLOGIE = DEMAGOGIE

    • Rolf Raeber sagt:

      „Da die Schweizer Ideologie und Politik überhaupt nicht mögen, findet man in den Parlamenten kaum Politiker und nur selten politische Handlungen. “ Die von ihnen besungene SVP und deren „Politiker“ täuschen das Volk, sind aus Prinzip gegen alles,was nicht aus den eigenen Reihen kommt, notabene ohne Lösungsvorschläge. Ist das Politik? Nein, das ist eine gefährliche Ideologie. Im Verwalten und erhalten eigener Pfründe ist diese Partei Top. Das Bild das Freysinger mit seinen Kontakten und Auftritten abgibt, zeigt nicht nur die ideologische Nähe dieser Exponenten zu Rechter Gesinnung. Wohin das führen kann zeigt ubns die Vergangenheit, die OF sogar mit einer Fahne im Keller würdigt.

      • Ralf Schrader sagt:

        Das ändert aber nichts daran, dass die anderen Parteien der SVP nichts entgegenzusetzen haben, weil ihnen

        a) politische Programmatik fehlt.
        b) Politikerpersönlichkeiten fehlen.

        Das liesse sich leicht ändern, wenn man wollte …

        • Anh Toàn sagt:

          Aber der OF schreibt doch gerade, die Schweiz sei „s’Bescht wo’s gits“, weil in der Schweiz Pragmatismus über Ideologie triumphiere.

          Ist jetzt der OF gar nicht von der SVP? Oder ist er keine Politikerpersönlichkeit? Oder was sind jetzt genau Ihre „Argumente“?

          • Ralf Schrader sagt:

            Es kennzeichnet einen handwerklich begabten Politiker, das Gegenteil von dem zu sagen, was er meint.

            Ich gehe davon aus, dass die Entideologisierung der Tagespolitik eine bewusste Strategie der SVP darstellt, um die Gegner politisch zu entmannen (kastrieren) und der eigenen Ideologie alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. So dumm, an die eigenen Argumente zu glauben, ist weder ein OF, ein RK oder ein CB.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn die nicht sagen, was sie meinen, woher kennen Sie dann deren Ideologie?

        • Meinhard S. Rohr sagt:

          Interessant, die SVP hat genau EIN Thema, Ausländer!
          Ohhh, jetzt habe ich doch tatsächlich unterschlagen, dass die SVP auch noch diese Themen bewirtschaftet:
          – kriminelle Ausländer
          – Zuwanderung
          – Migration
          – Überfremdung
          – Islamisierung

          Molmol, das ist doch einiges.
          Dass einer wie diesser OF Vizepräsident der SVP sein kann, sagt mehr als tausend Worte über diese Partei…

    • Elisabeth Eugster sagt:

      Herr Schrader, Ihre ex-DDR-Indoktrinationen ziehen in der Schweiz nicht: Höchstens bei von gewissen SVP Ideologen Gehirngewaschenen, denen Verschwörungstheorien und Nationalismus runtergehen wie Balsam. Dazu noch ein Sprichwort: „Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten. Der Kranke leidet niemals unter ihr. Die andern aber schon.“

      • Ralf Schrader sagt:

        Gehen Sie doch einfach auf meine Argumente ein, statt zu polemisieren. Die lauten:

        In der Schweizerischen Eidgenossenschaft gibt es nur eine politische Partei und die heisst SVP. Alle anderen Gruppierungen befassen sich nur mit Pragmatik, aber nicht mit politischen Themen und bringen deshalb keine Politikerpersönlichkeiten hervor.

        Denn Politik = Ideologie. Nicht Ideologie ist Nicht- Politik.

        • Andy sagt:

          Wenn Sie Politik mit Ideologie gleichsetzen stimme ich Ihnen zu. Politik ist für mich aber keine Ideologie. Vielmehr trifft es die Definition die ich von Wikipedia geklaut habe: „Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen.“ Dafür ist Pragmatik doch viel besser geeignet als auf weltfremden Ideologien rumreiten. Letzters hilft hingegen, wenn man keine Politik machen will, sondern Marketing mit dem Ziel möglichst viele Wähler zu gewinnen und zu halten. Dann ist Pragmatik schlecht, weil tatsächliche Entscheide immer jemanden sauer aufstossen und sich schlecht auf eine Ideologie projizieren lassen.

          • Ralf Schrader sagt:

            Sie haben recht, formallogisch hängt das alles mit der Definition von Politik ab und einen Satz weiter kann man in dem Wiki auch lesen, dass es viele verschieden davon gibt.

            Ich halte mich an Hannah Ahrends Buch ‚Was ist Politik?‘. Wenn man den Atomausstieg aus grün- ideologischen Gründen durchzieht, egal was es kostet, ist das Politik.

            Wenn man die Wirtschaft in die Entscheidung mit einbezieht und sich von deren Argumenten beeinflussen lässt, hört es auf, ein politischer Entscheid zu sein, ist es nur noch apolitische Pragmatik.

      • Elisabeth Eugster sagt:

        Wenn Sie von nur einer politischen Partei in der Schweiz sprechen, ist es sehr wohl Ideologie. Dafür spricht, dass die SVP das dringende Bedürfnis der Offenlegung der Finanzierung von Abstimmungskampagnen bekämpft. Eine Möglichkeit dazu wäre der Zwang, beim Einreichen einer Initiative und eines Referendums alle Geldquellen und anderen Hilfsmittel – wie etwa die Mitarbeit von Lobbygruppen – zu nennen. Ebenso könnte dies unmittelbar vor der Abstimmung erfolgen. Damit wird den Wählenden die Übersicht darüber erleichtert, welche wirtschaftlichen Gruppen vermutlich in welcher Weise betroffen werden.
        Es muss also klar gesagt werden, dass die SVP ihre Wähler für dumm verkauft.

        • Ralf Schrader sagt:

          Sie mögen recht haben, aber dazu habe ich nichts gesagt. Ich sage nur, dass die SVP die einzige politische Partei der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist und alle anderen Parteien unpolitische Gesellschaftsvereine darstellen. Das macht die Anderen so schwach, egal, ob sie sonst mehr recht haben.

    • Erwin Breitenmoser sagt:

      Äxgüsi, Herr Schrader, nichts gegen Ideologien, aber es gibt Ideologien, die nichts als Krieg bedeuten.
      Die IS ist auch eine Ideologie, nämlich: Wir bringen alle um, die nicht unserer Meinung sind. (Mit dem Islam hat der IS gar rein nichts zu tun, im Fall!)
      Und die Ideologie des Faschismus, so wie ihn Hitler praktizierte ist – wie wir alle wissen – alles, blos keine Ideologie, die wir in Europa noch einmal wollen.
      Freysinger ist in einer Partei, die sich Volkspartei nennt, das Volk aber nach Strich und Faden betrügt und belügt. Er sympatisiert öffentlich mit den Neonazis, mit der völkischen Rassenlehre, die Menschen ermorden „darf“, wenn sie nicht „rassenrein“ sind.
      Wer solche Vizepräsidenten in der Partei hat, dem MUSS Neonazitum unterstellt werden!

    • Theodor Rickli sagt:

      «Wenn die Linke einen Rüstungskredit ablehnte, konnte es durchaus vorkommen, dass Rudolf Friedrich ‹Moskau einfach!› in den Saal rief», erinnert sich Helmut Hubacher. Der langjährige SP-Präsident hat an den Freisinnigen Friedrich, den er zuerst als Nationalratskollegen und später als Justizminister erlebte, durchaus zwiespältige Erinnerungen. Schade dass das die Rechtsaussen-Populisten längst vergessen haben, ist zwar nicht so lange her.

  • Maya Hächler sagt:

    Und nun hängen auch im Aargau und wahrscheinlich überall in der Schweiz viele Plakatwände mit der helvetischen Revolution. Ich muss es jeden Tag ansehen…
    Dieser berühmte Lehrer , der neben Deutsch auch ein charmantes Französisch spricht, und mit der Gitarre seinen Schüler Songs eintrichtert, hat nicht einmal ein schlechtes Gewissen. ich bin froh, wenn die Politiker nicht mehr singen würden unbd nicht auf jedem Openair und Fussballclub ihre Begeisterung bekunden würden. Da ist mir die Klavierspielerin weiss Gott, sympathischer.

  • Roger Gruber sagt:

    Auch wenn die Lüge immer und immer wiederholt wird: sie bleibt eine Lüge. Was sich auf der Krim ereignet hat, war weder eine Annektion noch völkerrechtswidrig. Es gab eine Volksabstimmung, und dies in vollem Einklang mit dem Völkerrecht. Hingegen war der Putsch in Kiev ein klarer Verstoss gegen das Völkerrecht. Heute regieren in der Ukraine Nazis und Bandera-Verehrer, sie tötetn täglich Zivilisten in der Ost-Ukraine, und sie haben sich mit EU- und vor allem US-Unterstützung an die Macht geputscht.
    Klar, dass dieser Kommentar nicht freigeschaltet wird, die Propaganda-Maschine soll ja nicht gestört werden. Ich werde die Kommentare mit Interesse lesen, um zu sehen, in welchem Grad ihr eure Zensur-und Manipulations-Power ausübt.
    Schämt euch!

    • Hans Jung sagt:

      Überraschung, er wurde freigeschaltet.
      Immer wieder interessant, aber leider auch deprimierend, welche queren Ideen herum geistern, obwohl man mit geringem Aufwand die Möglichkeit besitzt, sich zu informieren, auch jenseits des Mainstreams, um sich eine hoffentlich realitätsnahe Übersicht über die tatsächlichen Ereignisse anzueignen.
      Beginnen Sie damit, Herr Gruber.

    • Elisabeth Eugster sagt:

      Mit dem Bruch des Budapester Memorandums von 1994 über die Achtung der bestehenden Grenzen der Ukraine sowie weiterer Grundsätze der KSZE-Schlussakte von 1975, der Charta von Paris 1990 und der Nato-Russland-Grundakte 1997 durch Russland besteht eine internationale, völkerrechtliche Krise. Am 27. Februar wurde erstmals über den Einsatz der auf der Krim stationierten russischen Truppen berichtet; das Militär besetzte strategisch wichtige Gebäude und Einrichtungen. In den folgenden Tagen kam es unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Abschirmung durch diese Truppen zu einem Machtwechsel in der Regierung der Autonomen Republik Krim. Es war eine russische Invasion mit allen Begleiterscheinungen.

    • Elisabeth Eugster sagt:

      Nachdem sich das Parlament am 6. März für einen Anschluss an Russland ausgesprochen hatte, wurde am 16. März eilig ein nach ukrainischem Recht illegales Referendum über den Status der Krim abgehalten.[1][18] Nach den veröffentlichten Resultaten sprachen sich 96,77 Prozent der Teilnehmer für einen Beitritt der Krim zur Russischen Föderation aus, die Wahlbeteiligung habe bei 83,1 Prozent gelegen.[19] Der russische Menschenrechtsrat berichtete nach Gesprächen mit Journalisten, Menschenrechtsaktivisten, Anwälten und anderen Bewohnern der Krim im April 2014, dass die tatsächliche Wahlbeteiligung nur 30–50 % mit einer Zustimmungsquote von 50–60 % betragen hätte.

    • Paul Levi sagt:

      Wer die Abstimmung in der Krim als korrekt bezeichnet disqualifiziert sich selbst. Das Einzige das bei der Abstimmung erstaunt, ist dass das Resultat nicht über 100% betrug. Es ist wohl kein Zufall, dass die meisten Länder diese Abstimmung nicht anerkennen und da sind Länder dabei die nicht von der USA abhängig sind wie z.B. die Schweiz oder China.
      Angeblich soll die Ukraine von Nazis regiert werden. An den Taten erkennt man die Gesinnung. Was macht die angebliche Nazi-Regierung denn für faschistische Taten? Wurde die Regierung nicht demokratisch gewählt? Wie kann eine Abstimmung in der Krim unter Waffengewalt und ohne internationale Überwachung anerkannt werden, aber die Wahl in der Ukraine nicht?

    • Paul sagt:

      „Es gab eine Volksabstimmung, und dies in vollem Einklang mit dem Völkerrecht.“ Allerdings ohne internationale Wahlbeobachter, nicht wahr Herr Gruber? Und bei einem Resultat von 96.77% Ja-Stimmen kommen uns natürlich nicht im Geringsten Zweifel, ob da etwas faul sein könnte. Vor allem wenn man bedenkt, dass rund ein Viertel der Bevölkerung Ukrainer sind. Solche Zweifel könnten vielleicht auch der Grund sein, warum ein absolutes Mehr der UNO-Vollversammlung das Referendum für unültig erklärt hat (100 Ja-Stimmen, 58 Enthaltungen, nur 11 Nein-Stimmen, darunter Syrien, Kuba und Nordkorea). Aber Sie werden jetzt sicher gute Gründe finden, dass die Abstimmung von den Amerikaner gekauft wurde oder so…

      • Leser sagt:

        @Paul: Es GAB Wahlbeobachter auf der Krim!
        Nur keine offiziellen, aber nicht weil die Krimbehörden nicht darum geboten hätten, sondern weil es rechtlich Aufgabe der UKRAINE gewesen wären diese anzufordern. Dass diese sich weigerten um danach etwas von einer illegitimen Abstimmung erzählen zu können (und der Herr Levi es auch glaubt) haben sie natürlich verschwiegen…

        • Anh Toàn sagt:

          Es wäre rechtlich der Ukraine zugestanden, eine Abstimmung durchzuführen, diese wurde von Russland („Krimbehörden“, ich lach mich fast tot) durchgeführt.

          Und dann sehen sich die Zeit zwischen Ankündigung und Durchführung des Referendums an: Wie viel Zeit blieb dem „Volk“ zur Meinungsbildung?

          Und dann sehen Sie sich die Fragen an, die dem Volk gestellt wurden.

          • Leser sagt:

            Also wenn ich beim Kanton Zürich dr selbständig etwas tut unabhängig vom Bund von den „Zürcher Behörden“ sprechen würde, wäre der Herr Anhtoan auch gleich in einen Lachanfall ausgebrochen?

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn der Kanton Zürich selbständig beschliesst, nicht mehr zur Schweiz zu gehören, geht dies nur mittel Änderung der Bundesverfassung. (Ein teil des Juras wollte vom Kanton Bern weg, es musste der Kanton Bern und die Eidgenossenschaft zustimmen.)

            Übrigens meint Völkerrecht Staaten als Subjekte. Englisch heisst es Internationales Recht. Subjekte sind Staaten, weder die Krim noch die Inuit oder die Schotten sind Völker im Sinne des Völkerrechts. Allenfalls werden sie vom Völkerrecht als Ethnien geschützt. Aber nicht mit einem Selbstbestimmungsrecht zur Sezession. Nur ganz grundlegend vor Vertreibung, Genozid und ähnlichem.

            Gemäss Völkerrecht hätte der Abspaltung der Krim die gesamte Ukraine zustimmen müssen.

        • Paul sagt:

          Ah, ein „Leser“, erinnert mich irgendwie an die Soldaten auf der Krim, die auch „anonym“ waren. Interessant, dass die Supporter in dieser Angelegenheit das Licht genau so scheuen wie die Akteure.
          Wird mir wohl auch für immer schleierhaft bleiben, warum es Aufgabe der Ukraine gewesen sein soll, Wahlbeobachter für ein Referendum anzufordern, welches nach ukrainischem Recht gar nicht zulässig war.
          Wäre es auch Aufgabe der Schweiz, Wahlbeobachter anzufordern, sollte Italien das Tessin militärisch besetzen und dann selbständig und entgegen der Bundesverfassung ein Referendum durchführen?

          • Leser sagt:

            @Levi: Also wenn die Unterstellung andere seien „Bezahlschreiber“ ihr einziges Argument ist, dann haben sie ja offensichtlich sonst keine.

          • Anh Toàn sagt:

            @Leser: Wenn es das einzige Argument wäre (nicht „ist“), hätte (nicht „hat“)@Paul keine.

          • Martin sagt:

            Interessante Informationen werden hier zu Tage gefördert. Aber ich weiss bis heute nicht, weshalb Russland diese Krim behalten will, wenn es sowieso keinen Hafen mehr dort hat? Wozu also die Aufregung um diese Insel?

    • Theodor Rickli sagt:

      Doch eigenartig: Nicht die Aufarbeitung des Kommunismus steht im Vordergrund, sondern die Aufar- beitung des Nationalsozialismus. Und deshalb wird der «rote Holocaust» verdrängt. Es ist heute in der Intelligenzia nicht opportun, darüber zu reden. Sicher: Es gibt etliche Stellen in Blochers Kampfschrift, welche undifferenziert ausgefallen sind. So kann man sicher nicht sagen, «dass es zwischen den braunen und den roten Massenmördern dieses Jahrhunderts nicht den geringsten Unterschied gibt» Aus der Rechtsaussen-Postille Schweizerzeit. Aber nein, der liebe Putin ist ein grosser Demokrat in den Augen aller Rechtsaussen-Populisten (die gem. Spiegel oft Gelder aus Moskau annehmen)

    • Stefan Gisler sagt:

      Wer Russland und dann noch das Krim-Referendum als demokratisch und rechtstaatlich bezeichnet, Genozide klein redet und faschistische Symbole nicht erkennen will, macht sich zum Komplizen diktatorischen Ideologien. Dass ein SVP-Vertreter dies tun kann, ohne parteiintern einen Rüffel zu kassieren, zeigt auf, wie es um das Demokratieverständnis dieser Partei steht.

    • Hans Hegetschweiler sagt:

      Richtig ist, dass die Mehrheit der Krimbevölkerung dem Anschluss an Russland zustimmte, falsch ist, dass die Abstimmung und die Abspaltung völkerrechtskonform war.

      Falsch ist, dass sich die Regierung in der Ukraine an die Macht geputscht hat.

      Ihre Ausführungen sind sachlich nicht begründet, also lohnt es sich auch nicht, sie rechtlich zu widerlegen. Ein grosser Fehler im Umgang mit Rechtsextremen ist, dass man ihre Argumente auch dann diskutiert, wenn sie reine Lügen sind.,

  • Tom Mayer sagt:

    Jede Partei hat die Politiker, welche sie verdient! Was mich aber immer wieder irritiert, dass solche Politiker vom gemeinen Volk gewählt werden.

    • Kleinert-Brun Roman sagt:

      Ja, so ist es, das gemeine Volk. Es ist so gemein, dass es solche Politiker wählt. Das gemeine Volk ist also nicht nur gemein, sondern auch noch richtig gemein. Und darf ich fragen, wo sie sich sehen? Oberhalb des gemein gemeinen Volkes? Gnädig herabblickend, solange das gemeine Volk so wählt, wie sie es für richtig befinden?

  • Siegried Friedrich sagt:

    Herr Freysinger ist ein Desaster für die Schweiz, für den Kanton Wallis.
    Er wird bald abgelöst werden in den meisten Funktionen, doch der Schaden den er hinterlässt wird beträchtlich sein.

  • Frank Zuffnik sagt:

    Wenn Polemiker mit Polemik Polemiker bekaempfen wollen, kam noch selten etwas gutes bei raus.

  • corry zegers sagt:

    Tom Mayer. Wenn das gemeine Volk nicht aufgeklärt ist, dann hört es auf.

  • R. Schultes sagt:

    Solange sich Rechts-Nationale wie RG und RS und Gleichgesinnte zu Hauf in den Foren tummeln dürfen, wundere ich mich gar nicht mehr! Arme Schweiz!

    • Oskar Brunner sagt:

      Das sind aber nur zwei lieber Schultes und das empfinden sie schon als zu Hauf??

      • Albert sagt:

        Jesses, Herr Brunner, hat Ihr Kompi denn keine Kommas? Und als SVP-Bezahlschreiber würde ich an Ihrer Stelle mich beim Steinewerfen etwas zurückhalten – Ihr Glashaus hat schon fast keine Scheiben mehr.

  • Stadelman Reto sagt:

    Herr Daniel Foppa, mir wäre eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Werk von Freysiniger lieber gewesen, als eine mit der Person Freysiniger. Das Freysiniger selber eine streitbare Person ist, dass dürfte niemand bezweifeln, auch wenn ich selber seine Aussagen nicht als ganz so tragisch erachte.

  • Logine sagt:

    Das beschriebene Leben ist nicht das Leben. Die Sicht auf die Welt aus den Redaktionsstuben ist immer auch ein Spiegel auf den Schreibenden. Es hätte mich mehr interessiert, was in dem Büchlein steht als eine persönliche Abrechnung mit dessen Autor. Die Aufgabe der Medien ist primär Bericht zu erstatten. Nicht die Realität zu erklären und zu deuten, in gut und böse zu unterteilen. Der mündige Bürger wird sich seine Meinung selbst bilden. Oder schreibt man nicht für ihn sondern für andere Interessensgruppen?

    • K. Hählen sagt:

      >Die Aufgabe der Medien ist primär Bericht zu erstatten. Nicht die Realität zu erklären und zu deuten, in gut und böse zu unterteilen.<
      Das ist – mit Verlaub – höherer Schwachfug!
      Die Medien haben sehr wohl eine Pflicht, Ereignisse zu interpretieren und zu kommentieren. Wichtig ist dabei nur, dass eine Meinung oder Kommentar auch als solche erkennbar ist und das ist hier sehr wohl der Fall. Anders als im Leib- und Magenblatt der Neoliberalen und Rechtsgläubischen, der NZZ, in welcher systematisch Kommentare und Meinungen in redaktionelle Artikel einfliessen.

  • Robert Zarzis sagt:

    Was mich massive Stört, ein Mann der so offen bei jeder Gelegenheit die Bevölkerung für Dumm hält. Noch von denen Verteidigt wird!
    OF zeigt seine Wahre Gessinung, aber windet sich mit billigen Ausreden, oder Lügen, dass es ja nicht so wäre. Schreibt dann aber ein Buch das swerte Werte Propagiert, die er selber so noch nie gelebt hat! Um dann gleich wieder dass gegenteil davon zu tun.
    Altes Sprichwort:
    Wenn ein Mann nicht Offen zu seiner Meinung und Überzeugungen steht, ist entweder der Mann oder die Meinung / Überzeugung nichts wert!
    Dass ist hier die Frage!
    Wer bei Neonazi Treffen Auftritt aber danach nichts davon mehr wissen will.
    Wer Putins Russland als den Richtigen Weg versteht.
    Wie soll so einer im Herzen die Schweiz wirklich Lieben?

  • Andy sagt:

    Gerade heute morgen ist mir in den Schaffhauser Nachrichten ein Inserat aufgefallen, das eine Lesung von Oskar Freysinger zu diesem genannten Buch bewirbt. Die Gestaltung dieses Inserat ist so klar gewählt, das der implizite Dresscode auch Springerstiefel mit Glatze abdeckt.

    • Simon Stadler sagt:

      Sie sollten sich entweder beruflich verändern (Mike Shiva) sucht noch überdurchschnittliche Mitarbeiter oder aber weniger von den Pilzen nehmen. Allenfalls kann noch Telefon 143 helfen!

  • Gottfried Rabulist sagt:

    Beim Wissens- und Kenntnisstand rund um die ‚Reichstagsflagge‘ resp. dem ‚Sankt-Georgs-Band‘ in Zusammenhang mit den Eigenschaften/Berufen ‚Politiker’/’Bildungsdirektor’/’Lehrer‘ kribbelts einfach eiskalt vom Hals die Wirbelsaeule runter….

  • Daniel Sch. sagt:

    Danke Herr Foppa. Es ist nötig, dass Journalisten die Sache so klar beim Namen nennen wie Sie es nun in diesem Blog getan haben. Das gibt es in der CH-Medienlandschaft noch viel zu wenig. Als Vizepräsident der SVP kann er eigentlich machen was er will, jedoch schaudert es mich, wenn ich daran denke, dass diese Person ein Regierungsmitglied eines Kantons ist.

  • C.H. Wolf sagt:

    Natürlich findet Freysinger Putin gut. Putin macht ja auch in der Ahnengalerie direkt neben Stalin, Hitler, Mussolini, Lukaschenko, Salazar, Franco und allen anderen der gleichen Kategorie eine ganz exzellente Figur. Da heftet man sich dann gerne das Georgsband and Revers oder eine Reichsflagge an die Partykellerdecke. Welche Fahnen und Symbole der gute Freysinger wohl sonst noch so mag?

  • Jan Holler sagt:

    Ja sehen Sie es denn nicht? Genau das ist das Schweizerische. Man kann sich hier (politisch) beinahe alles erlauben. Die anderen (die meisten) schauen grosszügig über alles hinweg, was ungebührlich ist. So kann man sich als Kollektiv zu den Guten denken, während man sich genau so verhält, was man vordergründig verurteilt. Nicht umsonst haben wir stets überall das Beste: Die beste Demokratie der Welt, den besten Käse, die besten Uhren, die beste Schokolade, die schönsten Berge, den besten ÖV, usw. Das stimmt zwar alles nicht, auch wenn das Niveau hier sehr hoch ist, aber die, die die Besten sind, die brauchen ja auch nichts mehr zu beweisen.
    So geistert also ein Freysinger durch totalitäre Gefilde, preist und predigt, schreibt Bücher ist doch nur der Popanz autokratischer Despoten.

  • Robert Zarzis sagt:

    Sind wir in bezug auf die SVP schon so abgestumpft?
    Scheinbar können die SVP Mitglieder alles unmögliche Sagen und machen. Es stört keinen mehr.
    Da geht einer nach Russland und Lobt die Diktatur da als Vorbildlich! Keiner Störts!
    Da Verlangte der Parteipräsident Lager einzurichten, kein Aufschrei!
    Einer will Stacheldraht um die Schweiz und die Schweizer Armee mit Schiessbefehl soll diese Bewachen. Wenn Kümmerts!
    Einer nennt sich Patriot und hängt bei sich die Kriegsflage eine anderen Nation auf! Ist nicht so gemeint! LOL
    Ander der Islam Hasser Partei, fliegen nach Tehran, betreiben da mit den Mulas eine Aussenpolitikmit gegenteiligen Zielen der eignen Regierung. Was solls!
    Lügen bei jeder zweiten Gelegenheit, werden erwischt und machen einfach weiter. Denn es hat keine Folgen!

    • chocolate sagt:

      Völlig einverstanden mit Ihrem Kommentar, nur einen Punkt möchte ich korrigieren:
      Lügen bei JEDER Gelegenheit…

  • Aske sagt:

    Ach bitte… die Reichkriegsflagge hat einfach mal gar nichts mit NS zu tun und wir sollten froh sein, dass hier Menschen nicht jahrelang für Gesinnungsverbrechen ins Gefängnis geschickt werden wie in Deutschland (zB. Ex-Raf-Anwalt Horst Mahler).

    Zudem entsammt diese Hexenjagd ja selber einer Ideologie. Also will hier ein Ideologe einen anderen bekämpfen, oder handelt der Autor etwa im Einklang mit dem Heiligen Geist oder was?

    • Albert sagt:

      Aus Wikipedia: Ansonsten ist die Flagge des Kaiserreichs grundsätzlich erlaubt, ebenso wie andere Symbole des Kaiserreichs. National-konservative Gruppen verwenden sie gegenwärtig. Allerdings wurde sie bereits in der Weimarer Republik von rechtsextremen Parteien und Organisationen als Symbol benutzt. So wählte die paramilitärische Vereinigung „Reichskriegsflagge“ ihrem Namen entsprechend diese Flagge zu ihrem Erkennungszeichen. Die mittelbare politische Leitung dieses Bundes hatte im Jahr 1923 Adolf Hitler. Wegen der häufigen Verwendung durch Extremisten wird die kaiserliche Kriegsflagge heutzutage auch mit rechtsextremen Gruppen in Verbindung gebracht.

      Auch die Kriegsflagge der Nazis war an die Reichskriegsflagge angelehnt – dieser wurde um ein Hakenkreuz ergänzt.

    • Maier Tom sagt:

      Die Reichskriegsflagge wurde von den Nazis benutzt, hat also irgendwie doch was mit dem Regime zu tun. An sich bin ich recht liberal und ein jeder soll den Stoffetzen den er mag im Zimmer rumhängen haben. Wenn aber ein Politiker Naziflaggen und autokratische Regimes anhimmelt so finde ich das bedenklich. Aber Sie haben recht – verboten ist das grundsätzlich nicht. Dämlich aber schon.

    • Martin sagt:

      Stimme Ihnen voll und ganz zu! Ich frage mich zudem, wie sich wohl verhalten würde, wenn jemand Ding aus jener Zeit sammelt? Also bspw. Orden, Uniformen und dergleichen? Es ist nun mal Teil der Geschichte Europas. Erstaunlich finde ich auch, dass Nazi Symbole so geächtet sind, aber kommunistische Symbole überhaupt nicht! Dabei hat der Kommunismus weltweit viel mehr Todesopfer gefordert, als das Naziregime. Aber eben, Kommunismus ist eben chic und hipp….

  • Mike Meier sagt:

    Freysinger bringt ein neues Buch raus, und anstelle einer Rezension wird hier einfach mal wieder eine Auflistung all seiner altbekannten Verstösse gegen den guten Geschmack publiziert. Diese Peinlichkeiten sind alle längst bekannt, und sie immer und immer wieder durchzukauen gibt Freysinger nur genau das, was er damit erreichen will, nämlich Aufmerksamkeit. Und so spielen sich der Berufsprovokateur und die Berufs-Empörten gegenseitig den Ball zu. Empörungs-Ping Pong.

    Gähn.

  • Peter Schwarz sagt:

    Ich glaube wir haben schlicht ein Qualitätsproblem. Nicht nur in der Politik, übrigens in allen Parteien, sondern auch in der Presse und allgemein.
    Viel zu viel Mittelmass und jene die sich für unheimlich Klug halten.
    Vermutlich liegt es an zu tiefen Hürden in unseren Schulen.

  • will williamson sagt:

    Der Oskar aus dem Wallis ist und bleibt eben ein „Freyer Sänger“!

  • will williamson sagt:

    Was die Krim anbelangt, mag die Sache auch nicht völkerrechtskonform sein, aber es dürfte heute bekannt sein, dass die Unruhen in der Ukraine von den Amis inszeniert wurden, um näher an Russland heranrücken zu können. Ihre Bestrebungen, Russland einzukreisen und nach Möglichkeit ebenfalls zu destabilisieren, sind ja offensichtlich. Putin musste befürchten, dass als Folge der Ereignisse in der Ukraine der Hafen von Sewastopol abhanden kommen könnte. Um dies zu verhindern blieb ihm eben nichts anderes übrig als die Krim zu annektieren bzw. zurück zu holen.
    Wer destabilisiert rund um den Globus alle missliebigen Regierungen? Die Russen sind es nicht!

  • van der Waerden, Oliver sagt:

    Das Problem ist, dass wir in der Schweiz Gedankenfreiheit haben, sonst koennten Menschen wie Freysinger keine Wirkung entfalten. Herrn Foppas (und alle anderen) Bemuehungen, dieses Problem an der Wurzel anzugehen, sind nicht zu unterschaetzen. Beispielsweise ist es nicht tolerierbar, den Anschluss der Krim an die Russische Foederation oeffentlich anders denn als gewaltsame Annexion einzuordnen. Das muss permanent wiederholt werden. Diesen Vorgang als demokratisch vollzogenen Vorgang in einer Notsituation zu schildern, oder ihn gar mit dem Kosovo yu vergleichen, wuerde viel zu viele Fragen aufwerfen. Dafuer haben wir keine Zeit.
    Es gibt fuer eine effektive (Welt)Politik kein groesseres Hindernis als die Meinungsvielfalt. Weg damit!

    • will williamson sagt:

      Lieber Herr Oliver von der Waerden, es gibt nichts Besseres als die Meinungsfreiheit, auch wenn Ihnen das nicht gefällt! Deshalb ist es gut, dass Sie in dieser Sache nicht zu entscheiden haben. Übrigens nutzen Sie ja gerade diese Meinungsfreiheit um zu fordern, dass diese Ihrer Ansicht nach beseitigt werden soll!

    • Stutz Josef sagt:

      Prof. DR.Dr.h.c. Herwig Roggemann, eremitierter Leiter des Ostinstituts der Freien Univ. Berlin, ein excellenter Völkerrechtler und profunder Kenner u.a. auch der UdSSR und Putins Russland, ein Informierter aus erster Hand, hat soeben in seinem neuen Buch „UKRAINE-KONFLIKT UND RUSSLANDPOLITIK, (Berliner Wissenschaftsverleg), die Begriffe Annexion und Sezession (Krim) geklärt und auf Seiten 46 ff klar dargestellt, dass die Krim eine Sezession und keine Annexion ist.
      Prof. Roggemann ist gerne bereit, auf Einladung, eine Seminardiskussion zu dieser Thematik in der Schweiz durchzuführen.
      Prof. H. Roggemann ist u.a. auch Mitbegründer der CH-Org. NEUTROPA, http://www.neutropa.com
      Ich habe das Interview OF s in Moskau genial gefunden.

  • Martin Berlinger sagt:

    Ich finde die Doppelgesichtigkeit dieses Mannes, seine Sympathien zu rechtsradikalen bis faschistischen Gruppierungen fragwürdig bis gefährlich. Die Verharmlosung seiner mehr als fragwürdigen Beziehungen passt in dieses Bild.

  • Stutz Josef sagt:

    Das Interview OF s in Moskau war vielschichtig genial: OF hat mit seinem Besuch in Russland eine grobfahrlässige Unterlassung der Schweizer Regierung symbolisch im Namen der Schweiz wirksam korrigiert. Er brillierte mit einer historischen Kompetenz in Sachen Russland today, wie es leider keinem andern CH-Politiker möglich ist, schon gar keinem ideolgisch Voreingenommenen oder einem Ignoranten.
    Mich faszinierte, dass er das trotz der SVP Blocherdoktrin, die eine offene Diskussion zur Zukunft Europas verbietet, auch als waschechter Europäer – ohne EU Affinitäten – seinen Einstieg in die Zukunft Europas – von Schweizern und den Russen mitgestaltet – demonstrierte: ein grossartiger Lehrer unsererJugend. Gratuliere OF unddem Wallis zu dieser Persönlichkeit, dessen polit. Zukunft erst beginnt.

  • ra koch sagt:

    Wie naiv muss man eigentlich sein? Glaubt man wirklich, mit einem Narrativ lässt sich der Schweizer im Gruppenpsychose-Format verführen? Wer Freiheit liebt, hütet sich doch, den Falschen zu wählen. Direktdemokratisch wäre es leicht möglich, Vertreter à la Erdogan zu berücksichtigen; solche dann – oh weh – Sämtlichen die Freiheit beschneiden könnte. Will man wirklich die grösste Unbill berücksichtigen und sich selber das Bein stellen? Sicher wähle ich keine direktdemokratisch, bei denen ich Gefahr laufe, dass sie im Anschluss die Direkte Demokratie sistieren.
    Klar ist das Risiko gross, dass dort wo ein Kapital – die Volksmenge – zu Gunsten dessen Bankgeheimnis – über eine Vasallenpartei steuert – damit auch Missbrauch betrieben wird.

  • Theodor Rickli sagt:

    „SVP-Staatsrat Oskar Freysinger verfasste einen persönlichen Brief an den französischen Staatspräsidenten Francois Hollande auf offiziellem Briefpapier der Walliser Regierung. Das sorgte in der Staatsratssitzung vom Mittwoch für Diskussionen.“ (Blick) Dieser OF scheint mir grössenwahnsinnig zu sein oder sich selbst massiv zu überschätzen. Mit Demokratie hat sein Verhalten kaum etwas zu tun. Eher mit „Medien-Geilheit“, denn bei allen seinen Vorstössen und Aktionen bei dubiosen Organisationen oder Putin waren die Kameras dabei. Er vertritt nicht unser Land!

    • Stutz Josef sagt:

      Herr Rickli, genau diese Freiheit und angstfreie Offenheit brauchen wir im neu zu gestaltenden Europa. Oskar Freysinger nimmt sich selbst als geborener Europäer die Freiheit heraus, diesen Europäer zu leben und seinen kulturellen Lebensraum mit zu gestalten, völlig frei von Blocher-Hemmungen und beseelt von seiner wunderbaren Region, dem kosmopolitischen Wallis.
      Denndie Zukunft liegt in einem von der Schweiz neu zu schaffenden „Europa der Vaterländer UND Regionen“, einer Art politisch ergänzten Efta, welche die pragmatischen Grundsätze des Erfolgsrezepts Schweiz als Beitrittsgrundlage von den Eropäern abverlangt.
      Es geht um eine AFE, Alternative für Europa: direktdemokratisch, bündnisfrei, föderal, sichselbst verteidigend, das ganze geografische Europa umfassend inkl. Russland. Nur so!

      • koch ra sagt:

        Unter Unständen wäre auch neu zu ordnen, in Euroregionen. Die ‚Bodensee-Euroregion‘ ist länger schon kein unbekannter Nenner. Quasi eine Sichelform zwischen Wil/St. Gallen und dem Sarganser Alpenrheingebiet. mit Kurve bis ins Allgäu und Voralberg. Es käme somit auch eher zusammen was zusammengehört. Auch könnten wir gleich mit Belgien weitermachen, Norditalien/Tessin usw.! Der Todesstoss jeglicher Progression bleibt immer der destruktive Nationalismus. Diesen aufzubrechen liesse Synergien frei. Ihr Europa der Regionen wirkt realistisch. Das der ‚Vaterländer‘ hingegen in sich gekehrt/unausgereift.

  • Buchegger P. sagt:

    Wer den Austrowalliser SVP-Barden ernst nimmt, ist selber schuld.

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