Mit der Zuwanderung in die Krise

Gemäss Seco verzeichnet die Schweiz im zweiten Quartal des laufenden Jahres ein Nullwachstum. Im Detail sogar einen Rückgang des Bruttoinlandproduktes. Rechnet man aber ganz richtig, haben wir es mit einem massiven Rückgang des BIP zu tun. Teilt man nämlich das BIP durch Anzahl Köpfe, haben wir seit Jahren ein reales Nullwachstum und jetzt, im zweiten Quartal, einen Rückgang des Wachstums.

Mit Einführung der Personenfreizügigkeit steigt die Einwohnerzahl in unserem Lande massiv an. Letztes Jahr hatten wir eine Zuwanderung von 80’000 Personen. Auch dieses Jahr verläuft die Entwicklung ähnlich. Auf 8 Millionen Einwohner beträgt die Zuwanderung rund 1 Prozent pro Jahr, was bedeutet, dass das BIP ebenso um 1 Prozent steigen müsste, damit alle gleich viel vom Wirtschaftswachstum haben. Dies ist nicht der Fall, sodass wir alle faktisch ärmer werden.

Ein negatives Wirtschaftswachstum und ein kollabierender Sozialstaat sind keine Perspektiven.

Haben Anrecht auf Sozialleistungen: Spargelstecher in der Bündner Herrschaft. Foto: Keystone

Anrecht auf Sozialleistungen: Spargelstecher in der Bündner Herrschaft. Foto: Keystone

Mit der freien Zuwanderung werden vor allem ältere Inländer (Schweizer und hier ansässige Ausländer) aus dem Arbeitsmarkt gedrängt und durch günstige Europäer ersetzt. Diese Menschen werden in die Arbeitslosigkeit gedrängt und landen früher oder später in der Sozialhilfe. Wobei die Tatsache erschreckend ist, dass die Neueinwanderer überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Von der Politik der offenen Grenzen mögen einzelne Schweizer Unternehmungen profitieren, welche einfach zu günstigen Arbeitskräften kommen. Eine solche Politik ist jedoch nicht im Interesse der gesamten Schweizer Volkswirtschaft. Ein negatives Wirtschaftswachstum mit einer zubetonierten Schweiz und einer nicht mehr finanzierbaren Infrastruktur für Strasse, Schiene, Schulen und Spitäler ist keine Zukunftsperspektive. Ein Sozialstaat, der infolge einer verfehlten Einwanderungspolitik kollabieren wird, ist ebenso keine Perspektive.

Ja, die Schweiz war und ist auf Ausländer angewiesen. Aber wir wollen entscheiden, wer zu uns und in welche Branchen kommen kann. Wir wollen entscheiden, ob jemand, der nur kurz hier arbeitet, tatsächlich Anrecht auf sämtliche Sozialleistungen haben muss, wie die altgedienten Arbeitskräfte in unserem Land, so wie dies heute leider der Fall ist.

Zu dieser Frage hat der Stimmbürger am 9. Februar 2014 Stellung genommen und Ja zur Masseneinwanderungsinitiative der SVP gesagt. Man fragt sich, wie viele Schreckensmeldungen noch aus dem Seco, aus den Sozialämtern der Schweizer Gemeinden und aus den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren kommen sollen, bis dass der Bundesrat und das Parlament ihre Obstruktionspolitik gegen den Volksentscheid aufgeben. Nicht etwa, um der SVP eine Freude zu bereiten, sondern um das Abserbeln einer bald zubetonierten Schweiz in das europäische Mittelmass zu verhindern.