Employés Suisse craint une pression sur les salaires moyens

En sa qualité d’organisation d’employés, il va de soi qu’Employés Suisse revendique des salaires équitables. Nous estimons cependant que vouloir atteindre cet objectif par le biais d’un salaire minimum, édicté par l’Etat et valable pour toute la Suisse, est une erreur. Selon nous, les raisons suivantes amènent au rejet de l’initiative sur le salaire minimum du 18 mai prochain:

A peine 10% des travailleurs gagnent moins de CHF 4000.–en Suisse. Le salaire minimum mettrait donc sous pression les salaires moyens d’une grande majorité. Et les employeurs risqueraient de s’orienter sur le salaire minimum et de niveler les salaires moyens par le bas. L’économiste ReinerEichenberger craint par ailleurs que «l’effet négatif général du salaire minimum» n’ait des conséquences pour la classe moyenne qui en fera les frais d’une manière ou d’une autre.

Un salaire minimum appliqué à l’échelle nationale est un corset trop rigide.

Le salaire minimum mettrait  sous pression les salaires moyens d’une grande majorité. Ici une manifestation d’Unia à Bâle   (Image/ Georgios Kefalas / Keystone)

Le salaire minimum mettrait sous pression les salaires moyens d’une grande majorité. Ici une manifestation d’Unia à Bâle (Image/ Georgios Kefalas / Keystone)

Mais le salaire minimum de CHF 4000.– proposé menacerait aussi l’emploi. Les principales victimes seraient les travailleurs peu qualifiés, et en particulier les femmes et les jeunes. Nous sommes convaincus que les employés trouveront davantage leur compte si les patrons investissent dans la formation plutôt que dans un salaire minimum.

Un salaire minimum appliqué à l’échelle nationale est un corset trop rigide. Tout l’art de la régulation réside justement dans le fait de trouver un équilibre entre l’aspiration des employés à être mieux payés et le besoin de flexibilité de l’employeur. Pour atteindre cet équilibre, nous misons sur une méthode éprouvée: le partenariat social.

Laisser l’Etat fixer un salaire minimum remettrait en question le système éprouvé de détermination des salaires, ce qui n’est nullement une nécessité. Le système actuel, dans lequel le salaire est librement déterminé, permet aux entreprises d’intégrer au marché du travail des personnes peu qualifiées ou moins performantes.

Oui, les salaires exorbitants des grands managers tels que Dougan, Ermotti& Co. sont un scandale et une provocation. Et il est tout à fait logique que nombre de citoyens envisagent de dire oui à l’initiative pour envoyer un signal fort. Mais les arguments présentés ci-dessus parlent en faveur d’un Non. Depuis l’adoption de l’initiative sur l’immigration de masse de l’UDC, nous savons parfaitement à quoi mènent les «votations servant de leçon».

72 Comments sur «Employés Suisse craint une pression sur les salaires moyens»

  • Hans Kohler says:

    Ich kann die “Prognosen” nicht mehr hören. Wir leben hier in der Schweiz, und es gibt Leute, die von Ihrer Arbeit nicht leben können. Die Kunst der “erfolgreichen Lohnfindung” besteht für diese Leute darin, dass sie sich entweder ausnutzen lassen müssen, oder arbeitslos sind. Das ist für einen Sozialstaat unwürdig. Daran ist Nichts erfolgreich. Ich empfinde keinen Stolz für ein solches System, das die gnadenlose Ausbeutung der Anderen propagiert.
    Und was nützt es mir oder der Gesellschaft, wenn mein Taxifahrer einen Doktortitel hat, und das Putzpersonal einen Wirtschaftsprüfer mitbringt?

    • Guido Biland says:

      So ist es. Die Gegner des Mindestlohns widersprechen sich selbst. Einmal behaupten sie, dass der Druck auf die Löhne zunimmt, einmal, dass dann alle Löhne nach oben angepasst werden müssten. Peinlich sind auch die widersprüchlichen Behauptungen, wonach wegen des Mindestlohns Arbeitsplätze verloren gingen, aber der Mindestlohn eine Magnetwirkung für Ausländer hätte. Die Argumente der Gegner kaschieren bestenfalls deren moralische Gleichgültigkeit, sind aber gegenstandslos.

      • Mareike says:

        Dem Mindestlohn darf auf keinen Fall zugestimmt werden. Die Einführung des Mindestlohnes würde die Symptome angehen, aber die Ursache des Problemes bleibt weiterhin bestehen. Tatsächlich verschlimmert sich die Lage für Personen, wie z.B. Studenten, da viele der Teilzeitjobs, mit denen sie sich über Wasser halten, ohne Ersatz wegfallen würden.

        • Louis Golay says:

          Jobs die es nicht braucht verschwinden oder sind schon weg, Studenten finden nur Jobs die auch hier erledigt werden müssen. Es zahlt kein Arbeitgeber 18.- Fr. wenn er es in Indien für 3.- erledigen lassen kann.

        • maja naef says:

          wegen Studenten soll also ein Familienvater auf einen anständigen Lohn verzichten? Die Studenten werden später
          besser verdienen, vielleicht sogar wieder auf Kosten von Workingpurs. Kein schöner Gedanke.

      • John Zysset says:

        Ich frage mich was die Befürworter der Initiative so überlegen ? KEINER der mehr erhält hat auch mehr zum Leben ,nebst dem man kleine KMUs in die Verzweiflung treibt nimmt man noch die Verantwortung auf sich das diverse Ungelernte Hilfsarbeiter ihr Geld in Zukunft bei der RAV abholen dürfen ! Das Problem in der Schweiz sind ganz sicher NICHT die Löhne ,das Problem ist unsere Regierung die ihren Hals nicht voll bekommt ! Also höhere Löhne bedeuten automatisch auch höhere Abgaben an den Staat oder halt die Stadt, höhere Löhne bedeuten höhere Lebenshaltungskosten ,also wenn wir das Thema Realistisch ansehen hat NIEMAND mehr im Gegenteil ,diese Spirale kann man bis ins Unendliche heraufdrehen das würde dann unter dem Namen Rezession laufen ! Aber liebe “Gutmenschen” lebt weiter wie Alice im Wunderland und hofft das EUER Märchen irgendwann Wahr wird , eines kann ich euch versprechen ,wie im Märchen wird IMMER ein böser “Wolf” oder “Zyklop” auf die Fantasten warten ,und solange es Menschen geben wird ,wird es IMMER den Profiteur geben der es sich auf dem Kaputen Rücken des “Büezers” gut gehen lässt ,wenn das nicht so wäre ,wären wir keine Menschen !!

        • Roger Fankhauser says:

          Erzählen Sie mir keine Märchen @Zysset, das tun die Gegner so schon zur Genüge. Heute ist es doch so, dass wir Steuerzahler die Tiefstlöhner mitfinanzieren müssen, weil diese Sozialgelder bekommen und wenig Steuern bezahlen. Wir finanzieren mit unseren Steuergeldern grosse Unternehmer, die lediglich auf 0.4% ihrer Einkommen verzichten müssten, um die Tieflöhner selber anständig zu bezahlen. Aber diese grossen Unternehmer kassieren das Geld lieber ein und bauen sich damit schöne Häuser am Zürichsee, die wir uns nie leisten können, aber trotzdem mitfinanzieren müssen. Ja zum MiLo!

          • Bescheidener says:

            Herr Fankhauser und die anderen Befürworter. Vielleicht kann mir jemand von Ihnen dies beantworten. Wieso sind denn genau CHF 4000.- richtig zum Leben ( in der ganzen Schweiz)? Und wieso sollte der gelernte Koch mit heute ca. 4100 CHF Einstiegslohn(!) 100 CHF mehr verdienen wie ein ungelernter Hilfskoch? Hier kommt die Lohnspirale zur Geltung. Ich finde exorbitante Löhne auch stossend, finde den Mindestlohn aber der falsche Ansatz.
            Ausserdem vergessen Sie bitte eines nicht 2/3 der Schweizer Unternehmen sind KMU! Deren Chefs haben wohl kaum ein Haus am Zürichsee, aber unternehmerisches Risiko.

          • John Zysset says:

            Mit ihrem Veto schiessen sie sich selber ins Bein, genau richtig wie sie erwähnen sind die GROSSEN Unternehmen die, die auch das grosse Geld mit ihren Angestellten machen! Es wird Sie jetzt überraschen ,es gibt auch kleine und kleinste Unternehmen die Tag für Tag um s Überleben kämpfen ,und kommen sie mir jetzt nicht mit dem üblichen Linken Geschwafel das wenn ein Kleinbetrieb am kämpfen ist sei er sowieso bald kaputt, jeder Kleinbetrieb ist am Kämpfen und ihr “Minimallohn” (wenn” ja” der mit Abstand höchste von Europa!) schadet NUR den Kleineren Betrieben ! Ein Fettes NEIN in die Urne !!!

          • Bescheidener says:

            Kleine Korrektur: mehr als 2/3 der Arbeitsplätze werden von KMU geschaffen. Ausserdem teilen viele mit, dass ein Lohn <4000 nicht "zum Leben" reicht. Was ist dieses Leben? Wollen Sie mir sagen, dass jemand der sich nicht direkt bei Berufseinstieg ein Auto leisten kann "arm" ist? Ausserdem, wer kam mit der Behauptung auf, dass jemand mit 3700 CHF Startlohn immer auf dem Startlohn bleiben wird?

    • Hans Müller says:

      Der Spruch “vom Lohn nicht leben können” ist hohl auch wenn er 1000 Mal wiederholt wird. Ist da der Lebensunterhalt einer einzigen Person oder einer Familie mit 6 Köpfen gemeint?

    • Martin Frey says:

      Nun, ich habe lieber einen Taxifahrer mit Doktortitel als einen Analphabeten, Hr. Kohler.

    • André Dünner says:

      Mit dem Spruch von Weiterbilden ist man bereits vor 15 Jahren gekommen. Die schlichte Wahrheit ist, alle (auch ausserhalb der Schweiz) studieren oder bilden sich weiter. Niemand jener Befürworter der Weiterbildung erwähnt, wieviele gut ausgebildete wegen anderer Gründe eine Anstellung nicht erhalten.

      Danach kommt der Spruch der Überqualifizierung. Schön dumm wenn es trifft. Meist von Seiten unterqualifizierter …

  • Karl Radek says:

    Wir müssen solidarisch bleiben im Kampf gegen die Fabrikanten und dürfen uns nicht von Schalmeien-Klängen gekaufter Söldner des Kapitals einlullen lassen. Der Mindestlohn wird eines Tages Realität. Die Gerechtigkeit siegt immer.

  • Erich Meier says:

    Vielen Dank für diesen klug recherchierten Artikel ! Und da gibt es tatsächlich noch Leute, die nicht nachvollziehen können (wollen), dass der Mindestlohn auch Löhne im mittleren Segment hochschnellen lässt und damit eine erhebliche Teuerung für alle verursachen würde. Die Lohn- und Preisdifferenzen zum nahen Ausland sind heute schon gross, der Einkaufstourismus würde sich verstärken, viele CH-Geschäfte müssten schliessen. Das Personal müsste für weniger Lohn im Ausland arbeiten. Ist das der Sinn der Initiative ?

    • Roger Fankhauser says:

      Mir scheint, Sie haben den Artikel nicht richtig verstanden, obschon Sie seine gute Recherche loben. Die Löhne im mittleren Segment würden nicht hochschnellen, gemäss Artikel würden sie nach unten nivelliert. Da die meisten Mittelständischen behaupten, CHF 4000 sei mehr als genug zum Leben, dürfte diese Nivellierung nach unten also nichts ausmachen. Oder sind Sie tatsächlich neidisch auf jene die weniger verdienen als Sie?

      • Mark Messier says:

        Im Prinzip ist hier das potentielle Problem der sinkenden Löhne beim Mittelstand (was ich zwar bezweifle) dann noch die Folge der skrupellosen Arbeitgerschaft, die dies ausnutzen würde. Das Problem ist die fortlaufende Entsolidarisierung zwischen Arbeitnehmern und gebern. Zusammen mit der laufenden Machtverschiebung mittels Globalisierung und PFZ Richtung Arbeitgeberschaft werden die Bedinungungen für Arbeitnehmer immer schlechter. Aber mit der Androhung dass dann ein paar Arbeitsplätze wegfallen (hier könnte man bei der Ausblildung ansetzten) werden die Schweizer wieder auf Linie gebracht.

  • Martin says:

    Muss ich mir den Quatsch mit der Bildung nun auch noch von einem Gewerschafter anhören? Weis Studer eigentlich welchen Schaden er der Gewerschaftsbewegung eigntlich zuführt? Im Tiefstlohnbereich werden die Löhne ohne Mindestlohn tief bleiben, egal wie hoch die Ausbildung ist, ein Taxifahrer wird auch mit Doktertitel nicht mehr verdienen. Arbeitsplätze werden verschwinden, vorallem tiefstlohn Arbeitsplätze und die werden durch Arbeitsplätze mit akzeptablen Löhne ersetzt, die nicht vom Mittelstand via Steuern subvetioniert werden. Wer würde die Haare wegen 5.- höherer Rechnung selber scheiden?

    • Heidi says:

      Nicht selber schneiden, aber seltener. Es wird ja nicht nur das Haarschneiden teurer.

      • Roger Fankhauser says:

        Allerdings werden diese Preiserhöhungen verkraftbar sein, wenn man bedenkt, dass wir heute die Wahl nicht haben, und die Tieflöhner grundsätzlich mit unseren Steuern finanzieren müssen. Wären die Preise höher, könnten wir uns wenigstens entscheiden, auf die Ausgabe zu verzichten. Heute werden mit Steuergeldern des Mittelstandes die Unternehmen der wenigen Supperreichen finanziert. Dies ist sicher der falsche Weg. An der Einführung eines Mindestlohnes führt früher oder später sowieso kein Weg vorbei. Ein Ja entlastet den Staat (das Volk) in jedem Fall massiv.

    • Matthias Engel says:

      Als ob die Coiffeurrechnung nur um 5 Franken steigen würde! Warum kostet mich dann schon heute jedes einzelne KAFFEE im Kanton Zürich 1 Franken mehr als im Kanton Bern? Ein Ja zum Mindestlohn hätte in den ländlicheren Gebieten einen deutlich spürbaren Teuerungseffekt zur Folge, bei dem etliche Betriebe und deren Angestellte auf der Strecke bleiben würden. Der Büetzer mit abgeschlossener Lehre, der nach wie vor knapp über 4000 im Portemonnaie haben wird, wird angesichts höherer Preise weniger konsumieren und wohl eher beim Biogemüse und Kaffee sparen als beim Haarschnitt.

      • Roger Fankhauser says:

        Wenigstens hat er dann die Möglichkeit zu sparen. Die hat er heute nicht, Er bezahlt nämlich genau gleich, einfach mit seinen Steuergeldern, die dann in die Sozialhilfe fliessen müssen, um all die Tieflöhner zu unterstützen. Durch den Mindestlohn würde der Wettbewerb in der freien Marktwirtschaft wieder echt, was er heute nicht ist, da die Gewinne durch Tieflöhne generiert werden, anstatt durch Qualität und Angebot. Das ist Planwirtschaft. Der Büezer, der heute nämlich wenig verdient, konsumiert gar nicht und das ist Gift für ein gesundes Wirtschaftssystem.

      • Norbert Neuweg says:

        Falsch, der Büetzer nimmt in Basel einfach das Tram nach Deutschland und lässt sich dort die Haare schneiden. Oder wenn das nicht möglich ist, dann werden die Haare halt schwarz von der Nachbarin geschnitten. Beides ist weder für den Staat noch die Mitarbeiter der betroffenen Coiffeursalons besonders angenehm.

    • Martin says:

      Wie man dem Beitrag entnehmen kann verdienen nur ca 10% der Angestellten weniger als 4000.- und die wiederum sind meist nicht weit von 4000.- entfernt, leicht nachvollziehbar, dass wohl nur weniges und das wenige wiederum nicht massiv teurer wird. Übrigens, in Zürich ist der Kaffee wegen den höheren Mieten teurer. Lohn ist nur ein kleiner Bestandteil des Verkaufspreises/Gestehungskosten

  • Farni says:

    Da Abstimmungsresultate meist nicht so genau umgesetzt werden stimme ich für meine Gesinnung, wenn es auch nicht immer genau meine Meinung ist, aber so lässt sich zumindest aufhorchen, was ich nicht will

  • Paul Müller says:

    Welcher Mittelstand bitte? Mittelstand war einmal. Es gibt nur noch Reich und Arm…

  • Bruno Looser says:

    Herr Studer, lesen sie den Abschnitt Lohnfindung nochmals durch. Haben sie diesen Abschnitt wie auch andere bei Economie-Suisse abgeschrieben? Ich bin entsetzt einen solchen Artikel von einem Vertreter von Angestellten zu lesen. Dies erklärt aber zu einem guten Teil, weshalb sich die Arbeitsbedingungen nicht verbessern, wenn das Gedankengut der Ausbeuter im Vorstand der Arbeitnehmervertretung sitzt. Ich weiss nicht seit wann sie nicht mehr im Erwerbsleben stehen, aber ihre Argumentation habe ich letztmals in den 70er Jahren gehört/gelesen.

    • Roger Fankhauser says:

      Die Gewerkschaft Angestellte Schweiz ist keine Gewerkschaft für die Arbeitnehmer, sondern eine von den Arbeitgebern, die unter dem Deckmäntelchen der Gewerkschaft für neoliberale Anliegen einsetzt. Wäre sie für die Arbeitnehmer, dann hätte sie schon längst für mehr GAVs gesorgt. Das liegt aber eben nicht im Interesse der Arbeitgeber, aber von dieser Seite fliesst das Geld. Der Hund beisst nicht die Hand, die ihn füttert. Den Anliegen der Angestellten Schweiz ist grundsätzlich kein Vertrauen zu schenken.

  • Peter says:

    Eine Gesellschaft, bei der es kein Prekariat gibt, ist nicht funktionsfähig. Da können sie noch heulen und dagegen anstürmen, wie Sie wollen. Wenn es verboten ist, dann wird es auf schwarzem Wege eben geschehen. Eine Lohninsel wie die Schweiz wird es auch auf Dauer nicht geben. Es ist eine Frage der Zeit, bis sich die sie umgebenden Wellen diese wegerodiert haben. Ich finde 4000.- schon unerhört. Das ist schon unanständig hoch. Die Flüchtlingsboote aus Afrika werden zunehmen…

  • Arthur Steiger says:

    Das Anliegen Initiative ist sicherlich berechtigt, nur löst es in dieser undifferenzierten Vorlage das Problem nicht. Es müsste doch berücksichtigt werden, wer zuwenig hat. Da sehe ich, aus eigener Erfahrung, in erster Linie die Familien in der Kinderphase. Da müssten die Kinder- und Familienzulagen massiv erhöht werden, was einerseits denen zu Gute kommt, die es wirklich (temporär) brauchen und deren Konsten von Allen getragen würden. Für einen unmotivierten, für eine Ausbildugn zu faulen Jugendlichen sind Fr. 4000 viel, und wenn er mit seiner FreundIn lebt sind Fr. 8000 viel zuviel.

    • Roger Fankhauser says:

      Aber nur ein unfähiger Chef stellt einen unmotivierten, für die Ausbildung zu faulen Jugendlichen ein. Es macht nichts, wenn künftig solche Arbeitgeber untergehen, weil sie Mindestlöhne zahlen müssen. Nicht nur Familien leiden unter den Tiefstlöhnen, denn heute ist es nicht mehr so, dass einfach jeder eine Familie hat. Es gibt viele alleinstehende Menschen, die fleissig und gut arbeiten, von dem verdienten Geld aber nicht leben können und daher Sozialgelder beziehen müssen. Diese finanzieren wir mit unseren Steuergeldern. Die Unternehmer machen also beim Staat die hohle Hand fürs Nichtstun.

    • Norbert Neuweg says:

      Warum soll man Familien unterstützen, wenn die Welt eh schon überbevölkert ist? Kinderzulagen für das erste Kind: Warum nicht. Beim zweiten sollte es gar nichts geben und ab dem 3. Kind sollte die Familie kräftig bezahlen müssen.

  • Dana Sonorus says:

    Es handelt sich hier keineswegs um eine “Denkzettel-Abstimmung” dar. Es gibt genügend überzeugende Argumente für den Mindestlohn: Er spricht allen Menschen, die in der Schweiz arbeiten, ein zum Lebenserhalt genug hohes aber nicht überrissenes Gehalt zu. Das ist fair. Wenn man Arbeitgeber dazu auffordert, einen angemessen Lohn zu bezahlen, geht es nicht um “zu hohe Managerlöhne”, sondern darum, den arbeitenden Menschen und Arbeitgeber, die faire Löhne bezahlen, zu schützen. Da viele Mindestlohnjobs in der Dienstleistung angesiedelt sind, muss man wohl keine Abnahme an Jobs befürchten.

  • Dana Sonorus says:

    Und eine Bemerkung am Rande: Wenig qualifizierte Personen generell als weiblich und jung zu klassifizieren ist aus feministisch egalitärer Sicht ein Affront. Natürlich, viele Arbeitnehmerinnen sind von schlecht bezahlten Berufen betroffen, das hat aber nicht zwingend etwas mit ihrer Qualifikation zu tun. Die generelle Verbindung des Attributs “wenig qualifiziert” mit “Frauen” zeigt Respektlosigkeit und Gleichgültigkeit in der Gleichstellung der Geschlechter. Schade.

  • Sportpapi says:

    Was denn nun. Die einen Gegner befürchten Preissteigerungen, weil die Löhne des Mittelstands angepasst werden müssten. die anderen plötzlich eine Nivelierung nach unten? Das erstere erscheint mir deutlich wahrscheinlicher.
    Zum anderen: Wenn die Tiefstlohnbranche unter Druck gerät und vielleicht sogar der eine oder andere Arbeitsplatz wegfällt, der heute vielfach sowieso von ausländischen Billigarbeitskräften ausgefüllt wird, wäre das doch ganz im Sinne der MEI. Mir erscheint jedenfalls ein Lohn von 4000 Franken für jemanden, der in der Schweiz lebt, sicher nicht zu hoch.

  • turi m. says:

    Als Aktionär diverser SMI-Firmen stelle ich fest, dass ein Mindestlohn meine Dividende schmälern würde. Ich empfehle, die Initiative abzulehnen.

    • Roger Fankhauser says:

      Ohje, das macht uns jetzt aber wahnsinnig betroffen, dass sie weniger Dividende bekommen könnten. Noch mehr betroffen macht mich aber, dass ich heutzutage Ihre Dividende mit meinen Steuergeldern finanziere, weil die SMI-Firmen keine fairen Löhne zahlen wollen und deren Mitarbeiter Sozialgeld beziehen müssen. Und noch mehr betroffen macht mich, dass es Menschen gibt, wie Sie, die in ihrer endlosen Gier in Kauf nehmen, dass andere unter dem Existenzminimum leben müssen, obwohl sie fleissig arbeiten und offenbar viel Geld erwirtschaften – oder woher kommt die Dividende sonst?

    • Martin Frey says:

      Der hat gesessen, turi m…

  • Gabriella Signer says:

    Immer diese Aussage, man soll in die Bildung dieser Leute investieren. Damit ist dieser Billig-Job aber nicht vom Tisch. Es wird dann einfach die nächste Person, die diese Arbeit machen muss, ausgenutzt.
    Es ist einer “Erfolgsschweiz” absolut unwürdig, dass es Arbeiten gibt, die so entlöhnt werden, dass man nicht davon leben kann.

  • Kuno Schneider says:

    Wenn ich für 4000.- Fr einen bestausgebildeten Berufsmann aus der EU anstellen kann, warum soll ich einem Schweizer mit gleichertiger Ausbildung 5000.- Fr. bezahlen? So wird es ablaufen. Handlanger werden sowieso “entsorgt” und dem Sozialwesen zugeführt, da für 4000.- Fr. das Lohn/Leistungsverhältnis nicht stimmt. Also ist ein Ja ein Eigentor. Für die Ungelernten und den Mittelstand.

    • Sportpapi says:

      Und was hat das mit dem Mindestlohn zu tun? Sie finden auch für 3500 Franken einen besser qualifizierten Ausländer, der die Arbeit macht. Genau das passiert ja auch häufig.

      • Roger Fankhauser says:

        Und warum soll der ausgebildete Schweizer unbedingt 5000 bekommen? Hier geht es doch auch noch ein wenig um Leistung und Erfahrung und nicht nur um ein Papierli. Wenn ich aber auswählen kann zwischen einem ausgebildeten EU-Bürger oder einem ausgebildeten Schweizer Bürger und beiden 4000 bezahle, dann bevorzuge ich den Schweizer, der kann unsere Sprache und kennt unsere Mentalität. Ausserdem haben wir ja die MEI, nicht wahr? Komisch, dass nun keiner mehr an deren Wirkung glauben will, wo doch so sehr dafür geweibelt wurde.

        • Margot says:

          Über die Hälfte der Sozialhilfeempfänger sind working poor, quersubventionoert vom Steuerzahler. 94% die weniger verdienen wie 22.- die Stunde, sind Ausländer. In Bern werden höhere ML gezahlt wie in Zürich; logisch, da besteht nicht die Konkurrenz der Grenzgänger. Letzte Jahr ist die Bevölkerung wieder um 1,2% gewachsen, und das ohne ML. Mit der PFZ kamen die Löhne unter Druck wegen Lohndumping.
          Ohne ML haben wir noch mehr PFZ, denn die Löhne sind der Grund diese einzustellen!
          Wenn jeder einen ML bekommt, weshalb soll ein AG dann noch einen fremdsprachigen Ausländer einstellen?

  • Martin Schmid says:

    Vielleicht ist dem individuellen Arbeitnehmer wirklich besser gedient, wenn man in seine Bildung investiert. Nur wer soll das finanzieren? Wohl kaum die Betriebe, welche unanständig tiefe Löhne bezahlen, um Geld zu sparen? Und was ist dann die Folge? Vermutlich nicht, dass der Lohn für den bisherigen Job ansteigt, sondern, dass der besser gebildete Arbeitnehmer sich einen besser bezahlten Job sucht und für seinen bisherigen unterbezahlten Job wieder jemand anders angestellt wird. 4000 Franken für einen Vollzeitjob scheinen mir in jedem Fall angemessen, ich werde JA stimmen.

  • Goran says:

    Das ist der groesste Quatsch, den ich schon seit laengerer Zeit gelesen habe! Ein Mindestlohn wuerde sicherlich den Mittelstand nicht in irgend einer Form benachteiligen, sondern finanziell foerdern!
    Es wuerde ganz sicher die Wirtschaft ankurbeln, weil die Leute mehr Geld zum Ausgeben haetten!

    • Arthur Steiger says:

      Mehr Geld zum ausgeben bedeutet auch, dass in den Betrieben mehr eingenommen werden muss. Blauäugig ist wer glaubt, dass dem nicht so sei. Um mehr einzunehmen steigen entweder die Preise oder die Produktion wird ins Ausland ausgelagert. So wird die Wirtschaft mit Sicherheit nicht angekurbelt.

  • Aschi Berner says:

    BR Schneider spricht vom Erfolgsmodel CH weil keine Mindestlöhne festgelegt sind und verweist auf Arbeitslosenzahl im Ausland wo Regelung besteht. Nach seiner Logik müssten also nur die Mindestlöhne im Ausland herabgesetzt werden um weniger Arbeitslose zu haben? Es wäre eine Armustzeugnis für die 90% welche mehr als 4 kFr verdienen, wenn ihr Wohlstand von den Mindestlohnempfängern abhängen würde wie uns weisgemacht werden soll. Für Schulabgänger gibt es einen Anreiz zu einer Ausbildung, wenn sie dann einen Mindestlohn erhalten statt ungelernte Ausländer.

  • Sebastian Ramseier says:

    Schwacher Artikel mit schwachen Argumenten, der fast aus einem dieser automatischen BlaBla-Generatoren stammen könnte: “wir setzten auf die bewährte Sozialpartnerschaft (wer ausser Studer glaubt da noch dran?), in die Bildung der Betroffenen investieren (selbst wenn die bereits promoviert sind?), usw. Hiess es nicht eben, der ML führe zu einem unverhältnismässigen Anstieg der Löhne? Und nun schickt man Herrn Studer in die Arena, um dem Mittelstand ein bisschen Angst einzujagen und behauptet: Nein, die Löhne des Mittelstands werden sinken! Peinlich, diese Kuschelei eines Angestelltenvertreters mit den Arbeitgebern! Erstaunlicherweise wird diesmal die Drohkulisse der Arbeitslosigkeit nicht in derselben Weise strapaziert wie sonst üblich bei dieser Art von Abstimmungen. Warum wohl?

  • stefan siegenthaler says:

    laut berechnungen der gewerkschaften könnten die lohnausgaben bei annahme der abstimmung um 1,6 mia franken ansteigen. für die beschaffung des gripen sind 10 mia budgetiert (ohne ausgaben für den unterhalt), die ubs hat man seinerzeit mit 60 mia unterstützt (nicht wissend ob das geld zurückkommt). es kommt halt immer darauf an wer die hohle hand macht…

  • Erwin Meier says:

    Zitat: “Nur etwa 10 Prozent der Arbeitnehmenden in der Schweiz kommen auf einen Lohn von unter 4000 Franken…”
    Fazit = der “Verband Angestelle Schweiz” betreibt Solidarität nach dem Sankt-Florian-Prinzip!
    Bei uns gilt das bewährte “divide et impera” statt “Arbeiter vereinigt euch”.
    Und so kommt es, dass wir mit (vereinigten) Bananenbauern und (organisierten) Textilarbeitern irgendwo auf dem Globus solidarischer sind, als mit unseren eigenen Working Poor.

  • Eliane Schneider says:

    Wie sich was wohin entwickelt, können selbst Ökonomen nicht vorhersehen. Was aber tatsächlich vorhersehbar ist für Einzelne: ein Mindestlohn, und damit vebunden ein Schritt in Richtung gerechtere Teilnahme am Wohlstand (dessen Ursache komplexer sind als manche Kurzdenker posaunen). Was das bedeutet ist zwar ebenso wenig absehbar, aber es wird z.b. kaum weniger Geld ausgegeben, was das Wirtschaftsleben ja eher belebt. Irgendwann ist der mittelständische Gartenhag um das Eigenheim doch gebaut, es braucht (wenn überhaupt) nicht noch einen zweiten und dritten … (oder gar Überwachungskamera)

    • Matthias Engel says:

      Wenn bei höheren Preise angeblich nicht weniger ausgegeben gibt, frage ich mich schon, warum die Gaststuben der Restaurants im Kanton Bern auch abends und am Wochenende voll sind und in Zürich immer mehr Gastrobetriebe ausserhalb der Bürozeiten nicht mal mehr offen haben. In Zürich-Altstetten kann man sich mittlerweile abends in mehr (Tankstellen-)Shops verpflegen als in Restaurants. Die Beiz vor der Block meiner Zürcher Bekannten öffnet mittlerweile gar nur noch mittags. Und jetzt raten Sie mal, ob in Bern oder Zürich Arbeitslosigkeit höher ist.

      • Roger Fankhauser says:

        Wahrscheinlich mussten die Beizen in Zürich schliessen, weil nach der Annahme des neuen Arbeitsgesetzes so viele Tankstellen offen haben und der Durchschnittsmensch mit tiefem Einkommen dann eben zur Tankstelle geht. Möglicherweise verstehen Sie die Zusammenhänge einfach nicht, weil Sie ein wenig zu oft in der Beiz hocken?

  • Maya Eldorado says:

    Was rechtfertigt überhaupt die riesigen Lohnunterschiede?
    Kopfarbeit muss viel anstrengender sein als körperliche Arbeit. Mit was rechtfertigt sich das. Ach ja – der moderne Feudalismus.
    Stellt ein Mensch seine Arbeitskraft zur Verfügung und die Entlöhnung nicht zum Leben reicht, stimmt doch was nicht.

  • Bernhard Sommer says:

    Kann mir mal jemand sagen, was bei der Annahme des Mindestlohns mit den Schlechtqualifizierten (oder gar ohne Qualifikationen) passiert? Mit denen, die für kein Unternehmen die 4’000.- (oder je nach Region sogar noch mehr) wert sind? Glaubt wirklich jemand ernsthaft daran, dass solche Leute einem besser qualifizierten vorgezogen werden bei der Jobsuche? Es ist ein Märchen zu glauben, dass nach der Annahme genau diese Leute den Mindestlohn erhalten, die ihn am dringendsten nötig hätten! Ich lasse mich aber gerne durch überzeugende Argumente eines Besseren belehren! Aber bitte echte Argumente!

    • Roger Fankhauser says:

      Heute landen gut qualifizierte Menschen in der Arbeitslosigkeit, weil der Schlechtqualifizierte weniger kostet. Dadurch entsteht langsam aber sicher die grosse Servicewüste Schweiz. Ein schlauer Chef weiss, dass er mit gut qualifizierten, anständig bezahlten Mitarbeitern mehr Qualität und somit mehr Gewinn erwirtschaften kann. Ausserdem finanzieren Sie mit den Steuern den Unternehmer, der die Billigarbeitskraft dem Qualifizierten vorzieht. Sie persönlich profitieren davon überhaupt nicht und der Schlechtqualifizierte auch nicht. Der einzige der profitiert ist der geizige Unternehmer.

  • Louis Golay says:

    “Es besteht die Gefahr, dass sich die Arbeitgeber daran orientieren und die mittleren Löhne nach unten nivellieren.”
    Dann würde ich den Arbeitgebern dringendst raten, sich heute an den NOCH TIEFEREN Löhnen zu orientieren und mittlere Löhne noch stärker nach unten zu nivellieren.
    Positiver Effekt: Gesteigerte Rendite und mehr Kohle die man unter Aktionären und Teppichetage aufteilen kann. Dass da vor mir noch keiner draufgekommen ist….???

  • Max Steiner says:

    Meine KMU beschäftigt 2 in diesem Lohnsegment.13x >4K plus Gewinnbet. =ca 5K/Jahr+ Lunch/Getr.+ G-Auto. Diese Arbeiten kann jeder ausführen, es sind „Soziale-Löhne“! Alls ich sie letzte Woche fragte: ..Mindestlohinitiative.. EIN entsetzen : „Typisch Linke-Gewerkschaft unglaublich Rechsteiner..“! Hr.Fr. Schweizer finden das auch! Erst bei ca 12x4K bekommt man Rente/AHV ohne Zuschüsse, die ich „doppelt“ bezahle, Steuer Firma/Privat! Ab 19.5 wird „umstrukturiert“, sie können ja dann zu den Staatsgeldempfänger Reiner Eichenberger, Toni, Mörgeli, 170%ler Osky &Co gehen, aber nicht mehr zum „Clown“!

  • Joe Amberg says:

    Quatsch mit Sauce.
    1. Heute haben bereits über 95% aller Werktätigen der Schweiz einen Lohn >= 22 Franken/h.
    2. Die Abschaffung der Billigstlöhne bringt einen absolut sinnvollen Strukturwandel hin zu Jobs mit höherer Wertschöpfung
    3. Heute ist es praktisch die GAV-Willkür die bestimmt ob man alle Löhne >= 22 Franken/h definiert;
    mit GAV: gut, ohne GAV: Pech gehabt…
    4. “Angestellte” haben durchs Band Löhne über 22 Franken/h; es ist geradezu zynisch diese als Angestelltenvertreter abzulehnen!!

    • Norbert Neuweg says:

      Aha, Sie wollen also jemandem verbieten, für weniger als 22 Franken zu arbeiten? Dann hätte z.B. ich mein Studium nicht finanzieren können, weil es nämlich meine Stelle nicht mehr gegeben hätte. Und all meinen Kolleginnen, die meistens Teilzeit gearbeitet haben und froh waren um den Zustupf zur Haushaltskasse hätten Sie die Stelle also auch nicht gegönnt.
      Aber natürlich hätten Sie persönlich (oder die Gewerkschaft) mir gerne mein Studium finanziert oder die Zahlspange für die Kinder. Man ist ja so sozial eingestellt, nicht wahr?

      • Max Steiner says:

        @N.Neuweg. ..verbieten <22 CHF… Das Parlament kann Ausnahmen bewilligen (Behinderte, Studenten usw) oder glauben sie unsere Bauern würden "den Polen" 4000 Mt zahlen? Es geht um den „Normaljob“ und ja Löhne <22 verbieten, oder den Arbeitgeber zur Kasse bitten!! Nur bei etwa 4K Mt sind nach einer Pensionierung die Sozialabgaben gedeckt, ansonsten gibt es Ausgleichsz. VOM STEUERZAHLER! Google: „Schweizer Lohnschande: Kaffeemaschinen-Fabrik zahlt Tiefstlöhne“. Arbeitgeber holt einen EU-Bürger mit Arbeitsvertrag, zahlt 2600, der bekommt KK-Zuschüsse und vom Sozialamt Geld also VOM STEUERZAHLER!

        • Norbert Neuweg says:

          Mein Arbeitgeber beschäftigt selber einige Leute zu unter 4000 (im Tessin, Verpackung). Diese Jobs gibt es übrigens bei einem “Ja” innert 9 Monaten nicht mehr (Pläne liegen bereit). Aber ihnen ist es sicher lieber, wenn diese Mitarbeiterinnen zu Hause sitzen und ganz von der Sozialhilfe leben – was den Steuerzahler noch viel teurer kommt. Oder dass Familien nicht mehr in die Ferien gehen können, weil das Zweiteinkommen fehlt.
          Eine grossartige Einstellung.

      • Roger Fankhauser says:

        @Neuweg: Soso studiert, aber den Initiativtext nicht lesen, sondern einfach den Neoliberalen nachplappern. Wenn ich das lese, dann fände ich es sogar gut, wenn gewisse Individuen nicht mehr studieren können, ehrlich gesagt. Für Studenten gelten gemässe Initiativtext Ausnahmen. Für das von Ihnen angeführte Beispiel wird es also weiterhin keine Änderungen geben. Im Gegenteil, es werden noch mehr Stellen für Studenten in Teilzeit geschaffen werden.

        • Norbert Neuweg says:

          Von Studenten steht gar nichts im Initiativtext. Rein gar nichts. Und sowieso: Meine Kolleginnen damals waren meist keine Studentinnen sondern Hausfrauen, die etwas dazu verdienen wollten und mussten. Und die verdammt froh um den Job waren. Gibt es für die etwa auch plötzlich eine Ausnahme im Gesetz?
          In meiner Erfahrung sind meistens Leute für Mindestlohn etc. denen es selber nie schlecht gegangen ist. Studieren auf Kosten von Papa und dann anderen Leuten die Möglichkeit nehmen wollen, zu studieren: Man will ja “unter sich” bleiben. Und das ganze unter einem sozialen Mäntelchen: Widerwärtig.

          • Roger Fankhauser says:

            Von einem ‘Studierten’ dürfte man etwas weniger Schubladisierung erwarten, ehrlich gesagt. Ich bin für den Mindestlohn, habe nicht studiert und mein Papa hat schon wenig verdient. Ausserdem nehme ich niemanden irgendwelche Möglichkeiten. Fakt ist, heute kann sich nur eine Ausbildung leisten, wer auch einigermassen wohlhabende Eltern hat. Wer Tieflöhner als Eltern hat, stösst überall auf Hindernisse und muss meist früh zum Haushalt beitragen. Somit gibt es gute Bildung nur noch für Reiche. Alles ein grosser Plan. Darum Ja zum Mindestlohn.

  • Hufschmid Willy says:

    Schaden nicht auch hohe, Löhne der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz? Hohe Löhne haben wohl mehr Anteil an den Kosten einer Dienstleistung als 500.- Fr im niedrig Lohn Segment.
    Wie sind geschützte Warenpreise in der Schweiz mit einem niedrig Lohn zu vereinbaren? Da kennt das Parlament kein Pardon, wenn es darum geht die eigene Kasse zu schützen.

    Meine Fragen an die Gegner des Mindestlohn Initiative.

  • Roland says:

    Das ist Blödsinn; sowas hätte ich von einem Gewerkschafter nicht erwartet! Aber es ist mir schon lange klar, dass die G’schaften nicht mehr im Interesse der Arbeiterschaft handeln, und schon gar nicht “Angestellte schweiz”. Mitnichten gefährdet ein Mindestlohn Stellen und Löhne, sondern er verhindert, dass sich einige faule Unternehmer zu Lasten der Volkswirtschaft quersubventionieren lassen können, und die prekär Beschäftigten gegen die Erwerbslosen und Sozialbezüger ausgespielt und als Manipuliermasse behandelt werden

  • Daniel Meier says:

    Ich mag dieses ewige Gejammere nicht mehr lesen. Wer nach eigener Ansicht zu wenig verdient soll sich weiterbilden und “rauf”-arbeiten! Soziale Verbesserung ist gut und recht aber alles hat seine Grenzen. Die ewige Umverteilung nimmt jeglichen Anreiz und zwar oben wie unten in der Lohnschere!

  • rené studer says:

    VERTEILUNG INITIATIVE! Die Lebenshaltungskosten senken im künstlichen “HÖCHSTPREISLAND SCHWEIZ” und das bei den Hauptverursacher und Preistreiber! Von Immobilien gehen grosse Beträge an die BANKEN. Gesundheitswesen füttert die PHARMARIESEN. VERSICHERUNGEN, ENERGIE, NAHRUNG… die Milliarden Selbstläufer unserer Wirtschaft werden von einer selbsternannten Manager Riege gemolken und die Allgemeinheit bekam eine Wirkungslose”Abzocker Initiative”. Diese gestohlenen Milliarden auf alle verteilen und die selber gemachten Probleme sind gelöst! Es hat genug für alle, also Verteilen wir es unter ALLEN!

  • Ulrich Schweizer says:

    Falls ein Mindestlohn von Fr. 4000.- eingeführt wird, braucht es sofort eine Anpassung aller Löhne inklusive deren des Mittelstandes. Die Lohnunterschiede sind heute schon gering, z.B. zwischen Unausgebildet und mit Berufslehre. Eine weitere Annäherung erträgt es nicht. Wenn z.B. ein Ingenieur vom Studium her nur doppelt soviel wie einen Mindestlohn verdient ist das zuwenig. Er hat ja dann nicht doppelt soviel zur Verfügung wegen den bedeutend höheren Steuern, die er bezahlen muss.

  • Susanne Reich says:

    Wie wär’s wenn mal mit diesen exorbitanten Löhnen auf der Chef-Etage aufhören würde, dito mit den Boni? Ich frage mich schon lange, wie ein Mensch so viel Geld verdienen kann, manchmal eine Firma in den Ruin treiben, dafür entschädigt werden u. nach ein paar Monaten wieder irgendwo als Chef arbeiten. Ehrliche Arbeitnehmer speziell auf Chef-Etage sollte das Wohl der Firma u. der Mitarbeiter am Herzen liegen u. nicht als erstes ihr Portemonnaie. Ich denke, unser Land wäre für Kader immer noch interessant genug. Wir sind zur Zeit immer noch recht stabil. So würde gespart für faire Löhne für Alle.

  • Michael says:

    Eine Anpassung der Löhne im Mittelstand wäre sicherlich gerecht, aber die entscheidende Frage ist, abgesehen von den Großkonzernen, welches Unternehmen insbesondere im Mittelstand kann sich überhaupt dauerhaft eine Vergütung auf staatlich festgesetztem Niveau erlauben?

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