Si vous hésitez sur le salaire minimum

Au cours des dernières semaines, j’ai rencontré plusieurs personnes qui hésitaient au sujet de l’initiative pour des salaires minimums. Mes interlocutrices et interlocuteurs font la balance suivante. Du côté du oui, ils évoquaient les deux arguments suivants.

Premièrement, ils trouvent choquant qu’une personne adulte, engagée régulièrement dans la vie professionnelle, soit payé moins de Fr. 4000.- par mois tout en travaillant à 100 %. Un salaire de Fr. 3000.- ou 3500.-, comme on en observe encore, ne permet guère de faire vivre une famille. Cela pousse poussant de nombreuse personne à l’aide sociale (phénomène des «working poors»). Finalement, ce sont les contribuables qui financent le revenu manquant par le biais de l’aide sociale.

Deuxièmement, mes interlocuteurs sont irrités par l’avarice de certains employeurs. Bien que la question soit discutée depuis des années, 10 % des travailleurs ont des salaires inférieurs aux Fr. 22.- de l’heure bruts prévus par l’initiative. Même si certains employeurs récalcitrants ont récement corrigé le tir sous la pression de l’initiative, il reste encore 400’000 personnes en Suisse dans cette situation.

Les syndicats ont justement rédigé leur initiative de manière intelligente.

En revanche, les trois craintes suivantes les poussaient plutôt à refuser l’initiative:

Cette initiative aura un effet favorable sur le bas de l'échelle des salaires. (image/Keystone)

Cette initiative aura un effet favorable sur le bas de l'échelle des salaires. (image/Keystone)

1) Certains employés, peu qualifiés ou éventuellement handicapés, n’atteignent pas une productivité suffisante pour justifier un salaire de Fr. 4000. –. Mes interlocuteurs craignent que ces emplois soient purement et simplement supprimés, faute de rentabilité.

2) Ils craignent qu’un salaire minimum de Fr. 4000.- ne déploie un double effet négatif sur les jeunes : moins expérimentés, les jeunes sans formation n’atteindraient pas la productivité voulue et ne seraient pas engagés. Ou alors, de manière un peu contradictoire, les jeunes sortiraient de l’école et préféraient un travail de manœuvre payé à Fr. 22.- de l’heure plutôt que de faire un apprentissage qui leur offrirait à long terme de bien meilleures perspectives.

3) Dans certaines situations particulières, il pourrait être difficile d’assumer un tel salaire, du moins à court terme. Souvent mes interlocuteurs pensent à l’agriculture et à certains emplois du secteur informel ou associatif.

Face à ces hésitations, j’invite les personnes à lire le texte de l’initiative. Les syndicats, conscients de la réalité du terrain, ont justement rédigé leur initiative de manière intelligente. Elle prévoit que “La Confédération peut édicter des dérogations pour des rapports de travail particuliers” (article 110 alinéa 3) et que “Les dérogations (…) sont édictées avec le concours des partenaires sociaux” (alinéa 5). “

Ces dispositions permettront de prévoir un niveau de salaire minimum plus bas pour les jeunes sans aucune formation, pour des salariés dont la productivité serait réduite en raison de circonstances particulières, ou encore pour des stagiaires ou des apprentis. Elles permettront de tenir compte de circonstances particulières de manière adéquate, comme par exemple l’engagement saisonnier dans l’agriculture. Mais ces exceptions devront être discutées et justifiées, ce qui est la moindre des choses.

Cette initiative aura globalement un effet favorable sur le bas de l’échelle des salaires, contribuant un meilleur équilibre global dans la société. C’est la condition de la paix sociale. Pour ma part je voterai OUI sans hésiter.

104 Comments sur «Si vous hésitez sur le salaire minimum»

  • Vogt Hans - Ulrich says:

    Die Mindestlohninitiative führt nicht zu Gerechtigkeit, wie uns auch wieder Herr Nordmann weis machen will, sondern ist reine sozialistische Gleichmacherei. Es wird nicht nicht zwischen gelernten und ungelernten MitarbeiterInnen unterschieden. Ungelernte würden in Zukunft gleichviel verdienen wie diejenigen, die Leistung gezeigt und Lebenszeit in die Ausbildung investiert haben. Zwischen beiden Gruppen ist eine Lohndifferenz von ein paar hundert Franken das Mindeste. Diejenigen sollten mit einem weiteren Zuschlag belohnt werden, die tagtäglich mit den “Nixverstehnis” Leistung erbringen müssen.

    • Martin Frey says:

      Sie sagen es, Hr. Vogt. Wenn der absurd hohe Mindestlohn wenigstens nur für Leute mit einer dreijährigen Berufsbildung gelten würde, dann könnte man dem ggf. noch etwas abgewinnen. Aber es gibt einfach Leute, die angesichts ihrer Leistung und Ausbildung es nicht verdienen, soviel zu verdienen. Zudem kann man auch mit einem Lohn zwischen 3000-4000 gut in unserem Land leben. Jeden der in dem Einkommensegment angeblich zu den sog. Working poor gehört würde ich gerne mal einer Budgetberatung unterziehen.

      • Roger Fankhauser says:

        Das mag ja stimmen, was Sie sagen, nur, wer weniger als 3500 pro Monat brutto verdient, bekommt praktisch automatisch die KK-Prämienverbilligung, welche wir Steuerzahler finanzieren. Ich mag aber nicht, diese Arbeitgeber mit meinen Steuergeldern subventionieren, nur damit ein paar schlecht bezahlte Jobs erhalten bleiben.
        Und wenn Ihnen die CHF 4000 als ‘absurd hoch’ erscheinen, dann frage ich mich, wie viel Sie verdienen, und ob Sie gerne einen auf einen Teil Ihres Lohnes verzichten wollen, da dieser wahrscheinlich absurd höher ist, als die verlangten CHF 22 pro Stunde brutto inkl. 13.

        • Morand Mike says:

          Ja Herr Frey, vergessen sie aber die Rentner nicht! Auch wir wollen nicht unten durch.
          Wissen sie wieviel ein Rentner reine AHV heute erhält?? Fragen Sie mal nach und dann werden Sie staunen!!!
          Also vergesst uns nicht! wir haben die gleichen Rechte!!

          • Martin Frey says:

            Selbstverständlich kenne ich die AHV-Sätze für Alleinstehende wie für Ehepaare, Mike Morand. Um die AHV geht es hier aber nicht. Zudem hat kein Mensch je behauptet dass man von einer AHV-Mindestrente allein gut leben kann. Ein Mensch, der vorsorgt, hat auch eine 2. und ggf. 3. Säule zusätzlich. Für alle Rentner ohne zusätzlichen Einkommen gibt es Ergänzungsleistungen.
            Gegenfrage an Sie: Kennen Sie die Rentensätze in unseren Nachbarländern, z.b. in Italien?

      • Martin Frey says:

        Sie haben die Wahl, Hr. Fankhauser. Abertausende von Leuten im Arbeitsprozess zu halten, und vielleicht sie etwas über ihre Steuergelder querzusubventionieren. Oder eine Armada von Arbeitslosen aufzubauen die am Sozialtropf hängen werden, krank werden und die Kriminalitätsrate ansteigen lassen. Sehen Sie, ich verdiene heute klar mehr, habe aber auch schon weniger verdient als diese Marke. Und offenbar im Ggs. zu Ihnen bin ich gerne dazu bereit, arbeitswillige Niedriglöhner in diesem Rahmen mit Steuergeldern zu unterstützen. Beim Heranzüchten einer Hartz IV – Gesellschaft hätte ich mehr Mühe.

      • Regula Graf says:

        Herr Frey,

        Ja man kann mit 3000-4000 Fr. leben, aber bestimmt nicht mit 2-3 Kindern und den heutigen hohen Wohnungsmieten,
        geschweige von den immer weiter steigenden Krankenkassenprämien. Ich war selber eine Working poor Frau-alleinerziehend, Mutter von drei Kindern…da reichen nun einmal 3500.00 Fr. nicht zum leben. Die Budgetberatung
        finde ich immer eine gute Sache, aber nicht so wie Sie das verhönend und abwertend schreiben. Wenn nicht mehr da ist, kann man nicht mehr einsparen.

        • Martin Frey says:

          Liebe Frau Graf, mir ist völlig klar dass als alleinerziehende Mutter das Leben mit 3 Kindern hart ist. Obwohl irgendwo noch ein Erzeuger das sein sollte der einen von Gesetzes wegen unterstützt, ansonsten etwas falsch gelaufen sein dürfte. In einer solchen Situation fallen die KK-Prämien aufgrund der Verbilligungen als Kostenfaktor nahezu weg. Und die Budgetberatung habe ich keinesfalls höhnisch gemeint im Ggt. Ich behaupte mal, die meisten der sog. “Working-poor” würden sehr von einer solchen Budgetberatung profitieren, wenn sie deren Vorschläge anhören geschweigen denn sogar umsetzen würden

    • Fabio says:

      Schön haben sie den Artikel nicht zu Ende gelesen. Dann wüssten sie, dass eben genau für die ungelernten eine Ausnahme gemacht werden kann. Sagen wir mal 3500.- Mindestlohn für ungelernte und dann hätten sie ihren Unterschied von paar Hundert Franken

      • Martin Frey says:

        Schön haben Sie den Initiativtext nicht gelesen, Fabio. Da steht nämlich gar nichts von Ausnahmen für Ungelernte drin. Und der Initiativtext ist das einzig relevante in dem Kontext, und nicht was Hr. Nordmann schwadroniert. Und hier, Fabio, liegt ja genau die Crux der Vorlage und sicher einer der Gründe, weshalb sie verworfen werden wird. Wir sind hier schliesslich nicht im Wunschkonzert Ihres Lokalradios.

        • tigercat says:

          Sorry, aber ich sehe nun wirklich nicht ein, weshalb ich “geizige” Arbeitgeber mit meinen Steuergeldern unterstützen soll. Ich behaupte jetzt einmal, dass der überwiegende Teil dieser zu Hungerlöhnen angestellten Personen in Branchen tätig sind, wo eine Streichung der Arbeitsstelle mit der Geschäftsaufgabe einhergeht. Oder wie soll sich z.B. ein Coiffeursalon nach z.B. Rumänien auslagern? Also nichts da mit Gefärdung von Arbeitsstellen! Was allerdings möglich ist, ist, dass gewisse Dinge teurer werden.

          • Martin Frey says:

            Letzthin mal mit der Swiss geflogen, Tigerkätzchen? Sich dabei am Selbst-Check-in geübt? Das ist nämlich die Zukunft, genauso wie die Tests mit den Selbstscannern der Grossverteiler. Ist es so schwierig zu erkennen, wie der Wind dreht? Haben Sie schlicht eine Ahnung mit wievielen Jobs all dies zusammenhängt, und wieviel Rationalisierungspotential hier drinliegt? Sie machen sich mit einem Ja zum Steigbügelhalter solcher Massnahmen, aber eben: Hauptsache, Sie können danach wieder über die herzlosen Kapitalisten und egoistischen Arbeitgeber schimpfen….

          • Norbert Neuweg says:

            Coiffeursalon auslagern: Also in Basel ist der Deutsche Coiffeursalon ein paar Tram-Haltestellen entfernt, ebenso wie in Genf. Und in Kreuzlingen spaziert man zu Fuss über die Grenze. Der typische Schweizer wohnt eben heute nicht mehr auf irgendeiner Kuhalp im Nirgendwo.

    • Roland K. Moser says:

      Leistung gezeigt?
      hat Ospel Leistung gezeigt? Vasella? usw.

      Steht irgendeine “Entschädigung” eines VR- oder GL-Mitglieds im Zusammenhang mit seiner Leistung? Natürlich nicht!

      Diese Kaste bestimmt über die Löhne der anderen und über die eigenen. Schlauer Fuchs, wer Schlimmes dabei denkt.

      Die Mindestlohn-Initiative wäre ein Anfang aber nicht zwingend nötig. Denn durch einen Einwanderungsstopp und die Repatriierung von 3 Millionen (eingebürgerten) Einwanderern kann der Arbeitsmarkt wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Er wird seit den 50ern absichtlich ausgehebelt mittels Einwanderung.

      • Ob solche Managerlöhne zu hoch sind sollen diejenigen entscheiden welche Sie bezahlen. Die Aktionäre.
        Ospel und Vasella waren beide nicht in Branchen die Mindestlöhne bezahlen. Hätten sie weniger verdient hätte kein einziger Tieflohnbezüger auch nur einen Franken mehr erhalten.

        • Thomas Vögeli says:

          Die Frage ist: stimmen die Relationen wirklich noch? Sind die Herren Ermotti, Vasella, Ospel wirklich so viel mehr wert als zum Beispiel ein Bundesrat oder ein Herzchirurg? ob die Putzkolonnen, welche die schmucken Büros der Top – Manager in Top – Zustand halten wirklich gut genug bezahlt? Sehen wir doch mal, wer das Sagen bei den Löhnen der Grossverdiener haben. Die Aktionäre, jawohl. Aber welche? Der Kleinaktionär mit seinen knapp 50 Aktien oder der Grossaktionär (darunter auch jene Grossverdiener selbst) welche eine Mehrheit besitzen und so selbst über die Löhne befinden können?

          • Aceman says:

            Gut gebrüllt, Löwe. Hat allerdings mit der Mindestlohninitiative nichts zu tun.

            Mir ist schleierhaft, weshalb in dieser Abstimmung immer wieder Topmanager herhalten müssen. Um die gehts ja wirklich nicht.

  • Wenn man ganze Segmente (Landwirtschaft) ausgeschliessen möchte nur weil man mehr Arbeitslose befürchtet kann man es gleich ganz sein lassen. Der selbe Mindestlohn der Bauern in den Ruin treibt betrifft auch tausende andere kleinst KMU. Möchte man die alle auch ausschliessen verbleiben noch die Branchen die bereits heute über 22.- /h erhalten..
    Der Mindestlohn wird sich zwar primär auf das untere Lohnsegment auswirken aber definitiv nicht nur positiv. Die Lohnerhöhung der einen bedeutet nämlich die Arbeitslosigkeit der anderen.

    • Roger Fankhauser says:

      Das glaube ich nun wirklich nicht. Denn die meisten KMU zahlen bereits heute faire Löhne. Bei der Landwirtschaft sieht es noch einmal anders aus, es sind nämlich nicht die Kleinbauern, die hier in Zugzwang geraten, sondern die grossen Massenproduktionsbetriebe, welche saisonal viele Arbeiter brauchen. Diese Grossbetriebe sind rein ökologisch sowieso nicht besonders sinnvoll, da sie die Natur – und die Menschen – ausbeuten. Ein Bauer, der keine fairen Löhne zahlen kann/will, soll seine Arbeit halt selber machen.

  • Peter says:

    Es ist ein weiterer Versuch von Links die Wirtschaft an den Staat zu knechten. Aus der Vergangenheit lernen ist für die Linke kein Thema. Sämtliche Sozialistische “Arbeiterparadiese” sind Bankrott gegangen, oder gehören zur 3ten Welt.

    • Guido Biland says:

      Warum so gehässig, Peter? Die Schweiz ist das teuerste Land der Welt, wie man kürzlich hier lesen konnte. Wenn Linke einen angemessenen und fairen Lohn für ehrliche Arbeit fordern, hat das weder mit paradiesischen Verhältnissen noch mit Knechtschaft zu tun. Es ist einfach nur ein Gebot der ökonomischen und sozialen Vernunft. Löhne, die nicht existenzsichernd sind, sind asozial und unmenschlich, erst recht in der reichen Schweiz..

      • Luca says:

        Mein Bruder hat es nie fertig gebracht, eine Lehre zu beenden, ist die die meiste Zeit arbeitslos. Manchmal hat ein Arbeitgeber erbarmen und stellt ihn an, natürlich deutlich unter 4000.-, was absolut gerechtfertigt ist. Nie im Leben findet er eine Stelle für den Mindestlohn. Die Initiative ist der letzte Strick um den Hals für schlecht oder gar nicht Ausgebildete wie er. DAS ist asozial, Herr Biland. Wachen sie auf.

        • Guido Biland says:

          Arbeitgeber müssen kein Erbarmen haben und Almosen verteilen. Sie dürfen von Arbeitnehmern vollen Einsatz erwarten. Das ist ein Geschäft. Leistung gegen Lohn. Wer den vollen Einsatz nicht bringen kann, kann auch Teilzeit jobben. Wer anständig arbeiten will und kann, hat Anspruch auf eine anständige Gegenleistung. Das gilt auch für deinen Bruder. Ich wünsche ihm viel Glück.

          • Roger Fankhauser says:

            Und wir subventionieren diese Firmen mit unseren Steuergeldern, nur damit ein paar schlecht bezahlte Jobs erhalten bleiben können. Wenn damit die Firmen nicht an den Staat geknechtet sind, was ist es dann. Es grenzt nämlich an Planwirtschaft, wenn Firmen – oder deren Angestellten – vom Staat Geld haben müssen, damit sie weiter arbeiten können.

      • Agnes Bernauer says:

        @Biland: der von den Linken geforderte Lohn ist weder angemessen noch fair. Es ist ein Gebot der ökonomischen und sozialen Vernunft, dass der Lohn dem entsprechen soll, was die Arbeit wert ist. Jede Unternehmung muss zwingend gewinnbringend wirtschaften. Die Forderung, dass Löhne existenzsichernd sein müssen und nur dann sozial und menschlich seien, ist leeres Sozialgeülze und hat mit der Realwirtschaft nichts zu tun. Sozialistische Gleichmacherei führt direkt nach Griechenland und in Armut und Elend. Das will die SP, deren Kernkompetenzen sind Armutsbewirtschaftung und Elendsverwaltung.

        • Guido Biland says:

          Wenn faire und existenzsichernde Löhne “leeres Sozialgesülze” sind, dann sind Sklavenlöhne Ihrer Meinung nach also die bessere Lösung? Haben Sie schon einmal über den Zusammenhang zwischen Kaufkraft und Wohlstand nachgedacht? Dürfen in der reichen Schweiz nur der Mittelstand und die Oberschicht über Kaufkraft verfügen? Frau Bernauer, ich hoffe, dass Sie nicht zu den Working Poor in diesem Land gehören.

          • Agnes Bernauer says:

            Was sind Sklavenlöhne, Herr Biland? Wenn Emotionen die sachlichen Argumente ersetzen, haben Sie verloren! Haben Sie schon mal über gefragte Leistung und Lohn nachgedacht? Auch hier spielen Angebot und Nachfrage. Und wer die grundlegenden Marktmechanismen mit willkürlichen “fairen” oder “gerechten” Auflagen aushebelt, wird dafür drei- und zehnfach bezahlen müssen! Nicht heute, aber in ein paar Jahren. Nehmen Sie Frankreich mit seinen scharfen Arbeitsschutzgesetzen: Kein Privater stellt dort heute noch Leute ein, denn er kann sie nicht mehr entlassen. Dafür ist das Gesetz “gerecht”. Honi soit…

        • Roger Fankhauser says:

          Wenn die Firmen aber nur noch gewinnbringend sind, weil sie vom Steuerzahler quersubventioniert werden, grenzt dies an Planwirtschaft und entspricht garantiert nicht meinem Verständnis von freier Marktwirtschaft. Diese Firmen können ohne Steuergelder gar nicht existieren. Ihre Argumente erschrecken mich. Ein Lohn soll nicht existenzsichernd sein, wenn der Arbeitnehmer 100% arbeitet? Wo liegt denn da der Anreiz noch, überhaupt zu arbeiten. Wenn ich sowieso auf dem Sozialamt betteln muss, warum mir dann noch die Mühe machen einen Job gut zu machen?

      • Cunégonde says:

        Ja, Herr Biland, die Schweiz ist das teuerste Land der Welt (vermutlich). Bei einem Mindestlohn von Fr. 4000.-/Monat wird sie jedoch noch teurer, was zur Folge haben wird, dass dann dieser Mindestlohn wieder nicht reicht und es einen neuen, höheren Mindestlohn braucht, usw. Dann wären wir im Teufelskreis angelangt.

    • Huonker Peter says:

      @Thomas Müller.Erstens haben wir seit der Gründung des Staates Schweiz eine klar bürgerliche Regierung.Wir können gerne mal über die verschiedenen Steuerreformen für Unternehmen sprechen und da ist es natürlich schon toll,wenn gewisse Exponate sich Millionen einfach steuerfrei auszahlen können.Argumentiert wird immer wieder, dass die bösen ungelernten ach soo viel mehr verdienen und es gar nicht verdient haben.Wie sieht es mit den Topmanagern aus,die sich Millionen jährlich auszahlen?Bei den unteren Löhnen wird jeder Rappen gespalten,bei den oberen,ist es egal…komisches Weltbild

  • Müller says:

    Jaja, man findet wohl jeweils immer einen Grund wieso es für 4000 Franken nicht reicht!

    • Roger Fankhauser says:

      Komischerweise finden die Gegner auch immer eine Rechtfertigung, warum sie keine 4000 zahlen wollen, aber jeder mit weniger als 4000 gut leben kann, obwohl es keiner der Gegner wirklich vormacht.

  • Roger Nordmann says:

    Herr Nordmann
    Es ist unhaltbar zwischen jungen Personen – ohne Bildung und ohne Familie – und zwischen älteren Personen – ohne Bildung aber mit Familie – beim Lohn zu diskriminieren. Schlussendlich würde es auch gegen die Verfassung verstossen.
    Eine andere Lösung müsste her.

  • Ich mag jedem Menschen einen Lohn gönnen der seinen Leistungen entspricht. Das heisst das jeder Fr. 4000 verdienen muss wenn seine Leistungen stimmen. Ich kann aber niemanden einen Lohn zahlen wenn er unsere Sprache nicht spricht und keine Ausbildung hat. Wenn zbs. eine Bäckerei bei der die Lohnkosten 50 % der Kosten ausmachen, die Löhne um 10 % steigen wird das Grundnahrungsmittel Brot 5 % teurer! Das macht doch keinen Sinn. Die Mindestlohninitiative heizt nur die Teuerung an!

    • Margot says:

      “Ich kann aber niemanden einen Lohn zahlen wenn er unsere Sprache nicht spricht und keine Ausbildung hat”
      Genau auf den Punkt gebracht! Nur 6% CH würden vom ML profitieren, der Rest sind Ausländer. In Bern werden weit höhere Löhne bezahlt als in Zürich. Logisch, Bern hat keine Grenzgänger Konkurrenz.
      Die Zuwanderung erfogt vorwiegend in den Niedriglohnsektor, Branchen mit bereits hohen AL.
      Wer für Bevölkerungswachtum ist, lehnt den ML ab. Den finanziellen Ausgleich bezahlt dann der Steuerzahler mit jährlich 100 Millionen derzeit, später kommt EL wegen fehlenden AHV Beiträge hinzu.

  • Sam Geber says:

    Herr Nordmann, ich habe den Initiativtext gelesen und wenn es eine Sache ist, die mir sauer aufstösst, dann ist es genau dies: “Der Bund kann…”. Im Politsprech heisst das nichts anderes: die vereinte Linke will um jeden Preis den Einfluss der Politik auf die Realwirtschaft vergrössern und scheut nicht davon ab, in eingespielte und gut funktionierende Systeme wie z.B. die Sozialpartnerschaft den Bach hinunter zu spülen. Es versteht sich von selbst, dass die Taktik des Schlechtmachens und der Fokussierung auf die wenigen schwarzen Schafe in einem System die Hauptachse der Propaganda ist. Insofern kann man feststellen, dass das System der SVP bei der Linken angekommen ist. Bloss tut sie noch so, als ob ihre Argumente ethisch besser wären. Was wir aber getrost anzweifeln dürfen.

    • Thomas Vögeli says:

      Der Einfluss der Politik auf die Realwirtschaft ist schon lange vorhanden und gross. Sprich Steuerreformen für die Unternehmen. Fallschirm für die “to big to fail” Banken (mit unseren Steuergeldern, hat die UBS übrigens etwas zurückgezahlt, jetzt wo der Laden wieder brummt?) Die Lobbyisten in National- und Ständerat, Die Mandatssammler von verschiedenen Unternehmen in der Politik? Wieso nicht auch mal eine Lobby für den kleinen Mann/Frau, der täglich rackert, kein Geld für Weiterbildungen zu Verfügung hat und sich so nur über die Arbeit heraufarbeiten kann. Auch er/sie hat eine Lobby verdient

      • Aceman says:

        Um Ihr Halbwissen mal etwas zu ergänzen: Die Nationalbank hat run 1 Mrd Gewinn gemacht aus den toxischen UBS-Papieren. Nur so nebenbei.

  • Thierry Mauvaiseherbe says:

    Das hört sich wieder nach ideologischer Leier an, die ausser Acht lässt dass Saläre und Preise nicht in Stein gemeisselt sind. Wenn die Schweiz wie die anderen europäischen Nachbarn wirtschaftlich bald mehr unter Druck gerät, brauchen wir gerade diese Flexibilität nach unten um Arbeitsplätze zu erhalten und auch wieder neue zu schaffen. Sonst handelt es sich bei diesem Gesetz um ein “Verhungerungsverdikt”, welches dann weitere “soziale” Massnahmen auslöst, nur um die entstandenen Probleme zu lösen. Seit Einführung des Minimallohnes in Frankreich ist der Mittelstand verschwunden, d.h. es gibt ihn nicht mehr. Alles konzentriert sich nur noch auf den SMIC. Wenn man sagt dass man 4000 zum Leben braucht werden Firmen in Zukunft vielleicht auch nicht mehr Lohn zahlen. Das ist der Todesstoss einer freien Wirtschaft, da jegliche Motivation monetärer Art ausgeschaltet wird. Dass gewisse SP-treue Staatsangestellte oder arbeitsscheue Neider dies sogar gut finden ist nachvollziehbar, es entspricht jedoch nicht der Realität in der Welt, jener von der wir uns Schweizer uns immer mehr abkapseln und nicht verstehen wollen dass sie anders funktioniert. Falls der Mindestlohn angenommen wird und der Konkurrenzkampf aus Asien voll bei uns einschlägt und sich die Wirtschaftssituation verschlechtert, dann wird uns nicht erspart werden auf die harte Art zu lernen. Vielleicht ist dann auch das Bio-Gemüse so teuer, dass es einfach nicht mehr zum Überleben reichen wird und der Ruf nach Staat unerhört verhallen wird, weil er einfach kein Geld mehr hat. Die beste Absicherung gegen Armut ist und bleibt ein sicherer Arbeitsplatz und die Politiker sollten sich endlich mal um die Kartell- und Wettbewerbssituation in diesem Land kümmern um die Preise zu senken. Um konkurrenzfähig zu bleiben müssten CH-Unternehmen sobald als möglich die Löhne senken. Dies geschieht aber nicht, deshalb werden die Stellen ganz abgebaut. Fallen die grossen Reorganisationen die zur Zeit in grossen CH-Unternehmen laufen denn keinem Journalisten auf? Warum werden Zusammenhänge nicht so dargestellt wie sie sind, sondern der Mindestlohn als romantische Lösung dargestellt?

    • Thomas Vögeli says:

      irgendwie scheinen mir die Löhne und Saläre schon in Stein gemeisselt, jedenfalls im mittleren bis unteren Lohngefüge. Währenddessen oben hinaus die Entlöhnung mehr und mehr steigt, kann der “Normalo” froh sein, einen Teuerungsausgleich zu erhalten.

  • Mangrovenfäller says:

    Den Bauer in den Ruin treiben? Diesen Subventionsschlucker? Das geht gar nicht.
    Und die Geschäfte, die nur dadurch überleben können, dass ihre Arbeiter neben der 100% stelle noch Sozialhilfe beziehen um anständig zu leben, können von mir aus gleich dichtmachen.

    • Markus Rytz R says:

      Sie sollten mal ein zwei Monate auf einem Bauernhof mitarbeiten, würde mich dann interessieren ob Sie weiterhin so undifferenziertes Zeug rauslassen. Ihnen ist aber schon klar, dass ein Bauer mit Viehbestand eine 7-Tage Woche hat. Ferien gibt es keine oder nur mit sehr grossem finanziellem Aufwand zu organisieren, das heisst alle 5-10 Jahre ein, zwei Wochen, wenn überhaupt!

      • Mangrovenfäller says:

        Ja, ich habe im Zivildienst zwei Monate auf einem Bio-Bauernhof gearbeitet. Es lebt sich recht gut mit diesen Subventionen und Jammern gehört zum Geschäft. Niemand steht mit einer Mistgabel hinter dem Bauern und droht ihn zu stechen, wenn er sich eine andere Tätigkeit aussuchen sollte.

    • jonny der Bauernfreund says:

      Haben sie heute gefrühstückt? Mehr als 50% von ihrem Brot ist in der Schweiz gewachsen. Will man weiterhin noch hier einigermassen ökologisch produzieren brauchts halt Subventionen. Sonst kann man die Schweiz auf ein paar Grossgrundbesitzer aufteilen (Auch die müsste man irgendwie schützen und zu sauberer Produktion verpflichten), verbauen oder verwalden lassen. Übrigens sind auch Bauern in den USA, dem grössten Agrarexportland mit Betrieben die 800ha Felder haben sogenannte Subventionsschlucker und Sozialfälle.

      • Roger Fankhauser says:

        Und mehr als 50% von dem Brot wird ungegessen auf den Müll geworfen. Mit weniger Massenproduktion wären wir auch immer noch gut bedient. Wir subventionieren die Bauern schon genügend mit unseren Steuergeldern, es kann nicht sein, dass wir deren Arbeiter auch noch subventionieren müssen.

        • Cunégonde says:

          Herr Frankhauser, es sind nicht die Bauerh, die das Brot auf den Müll werfen. (Nebenbei, warum präzisieren Sie, dass es sich um “ungegessenes” Brot handelt, schaffen Sie es, “gegessenes” Brot auf den Müll zu werfen, in Form von Brot, wohlverstanden).

        • jonny der Bauernfreund says:

          Schweizer werfen 290kg Nahrungsmittel pro Jahr und Kopf weg. mehr als 50% sind Haushalte. Kaufen sie weniger!

  • Agnes Bernauer says:

    Ein weiteres unsägliches SP-Pamphlet eines politischen HInterbänklers. Was immer die Sozialisten in Europa oder in der Schweiz einführen, ist zum Scheitern verurteilt! In Griechenland wurde mit nichtfinanzierbarer sozialistischer Günstlinhgswirtschaft (unkündbare Staatsstellen, Frührenten mit 45, grosszügige Sozialleistungen etc) eine ganze Volkswirtschaft in den Abgrund gestürzt. Die strengen Arbeitsschutzgesetze in Frankreich resultieren in jahrzehntelanger Stagnation. Sozialismus endet immer in Diktatur, Armut und Elend. Auch mit der Mindestlohninitiative.
    Die Schweizer sind nicht blöd!

    • Andy says:

      Was immer die Sozialisten gegen erbitterten Wiederstand der Kirchen und bürgerlichen Parteinen einführten, wie z.B. Frauenstimmrecht, 5-Tage Woche, Mutterschaftsurlaub usw. ist also zum Scheitern verurteilt?

      • Hans Maag says:

        At Andy: Es waren nicht die Sozialisten, sondern die Männer, die Ja zum Stimmrecht der Frauen gesagt haben. Offenbar waren Sie im Abstimmungskampf nicht dabei, sonst wüssten Sie, dass neben Emilie Lieberherr auch Frauen von der bürgerlichen Seite dafür gekämpft haben.

  • Daniel says:

    Typisch Linke. Die Idee ist total untauglich, denn wenn ich meinem Hilfsarbeiter 4000.- geben muss, gibt es für seinen Vorgesetzten auch mehr Lohn und und und etc.das geht aus finanziellen Gründen nicht. Dann kann ich meinen Laden schliessen oder ich entlasse Personal, ganz einfach da anscheinend gewünscht von den Gewerkschaften etc. Aber bei den Linken Ideologen wächst das Geld auf den Bäumen und die Steuereinnahmen des Staates sind ein Selbstbedienungsladen. Leider hilft der Initiativtext nicht, da das nur mit einem enormen admin.-Aufwand ergibt. Also totaler Leerlauf!

  • Peter says:

    Ich habe schon abgestimmt, da hilft jetzt keine Einflussnahme mehr. Gut so.
    Ich habe mit Nein gestimmt. Gut so.
    Der Mindestlohn von 4500.- ist schlichtweg eine Frechheit, wenn man bedenkt, dass z.B. in D ein Lohn von 1600.- schon ein guter Verdienst ist. Und was ist mit anderen Ländern? Leute, wir leben nicht allein auf diesem Planeten!
    Schweizer, wollt ihr den Rachen nicht voll genug kriegen? Die Schweiz soll endlich herunter vom hohen Ross der Überlegenheiit. Das ist nur noch arrogant und überheblich!

    • Wale says:

      @Peter. Kurz und Bündig, Ihr Kommentar, Herr Peter. Wie viel mehr als 1600.- “verdienen” Sie? Es kann doch nicht sein, dass ein Arbeitnehmer bei vollem Tagewerk nur so viel verdient, dass er noch von der Sozialbehörde unterstützt werden muss.
      Die Schweiz ist nun mal ein HOCHPREISLAND! Gleichzeitig werden immer höhere Boni und Gewinnanteile ausbezahlt ?

      • Agnes Bernauer says:

        @Wale: Wer sich in der Schule anstrengte, konnte eine Lehre machen, und mit Lehrabschluss verdient jeder mehr als CHF 1600! Zu viele verzichten auf schulische und auf Ausbildungsleistung, denn der Staat zahlt ja für alles. Warum soll ich mich überhaupt noch bemühen, wenn mein Sozialarbeiter eh alles für mich regelt? Mir eine staatliche Wohnung findet, die KK-Prämien subventionieren lässt, und Gratisanwalt mein Recht auf Mobilität und Unterhaltung (Teilnahme am Kulturleben!) einklagt und mir eine Sondersetting gegen Langeweile verschafft? Wozu noch arbeiten, wenn andere es für mich tun müssen?

        • Wale says:

          @Agnes Bernauer. Zum Teil mögen Sie ja recht haben Frau Bernauer. Aber unser ganzes Sozial-(un)wesen wird nur so lange funktionieren, wie es auch Zahlende gibt. Wenn Niemand mehr einzahlt ist es schnell vorbei mit der “Herrlichkeit”. Trotzdem, oder gerade deswegen, ist es nicht in Ordnung, wenn ein/e Arbeitnehmer/in, von einem vollen Tagewerk nicht leben kann. Wenn man da trotzdem immer noch auf Sozialhilfe angewiesen ist, kann man ja getrost die Füsse hochlagern. Es darf nicht sein, dass jemand der den ganzen Tag arbeitet, nur gerade so viel (wenig), erhält wie ein Sozialbezüger. Das Sozialnetzt ist geschaffen worden um Härtefälle aufzufangen und nicht um Billiglöhne, zu Gunsten von Arbeitgebern aufzubessern, welche nicht mehr bezahlen wollen (können?).

      • Peter says:

        Was ich verdiene, tut hier nichts zur Sache..
        Das Problem ist viel komplexer:
        Es gibt ein System der Profiteure, die alles aufsaugt, was verdient wird.
        Der Konsument ist zugleich Täter und Opfer. Wenn er etwas mehr verdient, dann wird am anderen Ende sofort mehr verlangt… und jener hat nichts mehr davon!
        Wir müssen endlich begreifen, dass wir uns nicht alles gefallen sollten und immer alles bezahlen, was das System uns abverlangt.
        Protest, Verweigerung, Aufmüpfigkeit täte dieser Gesellschaft so gut. Der Schweizer kuscht lieber und zahlt…

    • Roger Fankhauser says:

      Wie kommen Sie auf den komischen Betrag von CHF 4500? Im Initiativtext ist die Rede von CHF 22 brutto pro Stunde inkl. 13. Monatslohn. Das würde also umgerechnet ein Nettolohn von lediglich 3500 ausmachen.
      Mit D kann man wohl kaum vergleichen, da die Lebenskosten in D wesentlich tiefer sind und die Steuern und Versicherungen bereits von diesen 1600 abgezogen sind.
      Wie wär’s wenn Sie eine Initiative schalten, mit welcher die Preise gesenkt werden? Vorallem Mieten und KK wachsen den Menschen über den Kopf hinaus.

  • Norbert Neuweg says:

    Keine Beschäftigungswirkung? Beispiel aus Praxis: Wir haben im Tessin eine Verpackungs-Abteilung, wo neben mehreren Maschinen auch 10 Frauen (6 Schweiz, 4 Grenzgängerinnen) Produkte verpacken, natürlich für deutlich weniger als 4000 CHF. Wenn wir 4000 bezahlen müssten, dann gibt es 3 Massnahmen (alles bereits kalkuliert und vorbereitet):
    – 1 zusätzliche Verpackungsmaschine wird angeschafft
    – Teil der Produktion wird mit Lastwagen in die Betriebsstätte in Slowenien gefahren und dort verpackt
    – 8 von 10 Mitarbeiterinnen werden entlassen
    Das kann man gut finden oder nicht, aber so ist die Welt.

    • Margot says:

      Schade das Sie den Lohn der 6 CH und 4 GG nicht genannt haben. Ausserdem ob bei den CH noch Sozialleistungen und KK Prämienverbilligung bezahlt worden sind. Und wieviel Steuern die Abteilung im Tessin abliefert.
      So kann man keine Vollkostenrechnung machen…

    • Thomas Vögeli says:

      wieviel kostet denn die Verpackungsmaschine, wieviel der Lastwagenchauffeur? Wie lange könnte man für diese Investitionen die Mitarbeiterinnen weiterbeschäftigen. Wieviel kosten die Mitarbeiterinnen den Staat und uns Steuerzahler, da sie KK- Ermässigungen und andere Sozialleistungen beziehen müssen?

  • Moritz Barth says:

    Hat sich schon jemand Gedanken gemacht, was da für eine Kettenreaktion ausgelöst würde?
    Wenn nun in einem Betrieb gewisse Angestelle von 3500.- auf 4000.- angehoben werden, wie reagiert dann wohl der/die Angestellte welche/r bereits 4000.- verdient? Die Forderungen werden weiter nach oben geschoben! Wer 4000.- hatte, will konsequenterweise auch 500.- mehr usw.
    Ein riesen Schwindel ist die Initiative! Die ewigen Anschuldigungen der linken an die SVP (Initiative nicht umsetzbar), treffen hier noch viel extremer zu. Wahrlich eine Glanzleistung!

  • Jenny says:

    Ich freue mich, dass das Volk die Realität in der Arbeitswelt besser kennt als die Initianten, die sich mit dieser Initiative nicht nur sich ins eigene Fleisch schneiden, sondern auch der Wirtschaft und somit den Arbeitnehmern (Die sie angeblich beschützen wollen). Mit freundlichen Grüssen. R.Jenny (Ein Arbeitgeber der über Mindestlohn zahlt, aber auch mal einem Einsteiger die Chance gibt und weiterhin geben möchte.)

  • Bruno Holzschuh says:

    Ich habe in Südamerika die Konsequenzen der Erhöhung eines Mindestlohns über 50% von USD 230 auf USD 380 in Bolivien (einem der ärmsten Länder Südamerikas) persönlich erlebt. Sofort wuchs die Arbeitslosigkeit der untersten Schichten, bzw. der am wenigsten Gebildeten stark. Die Sozialausgaben steigen an, die Regierung gibt Nothilfe in Form von Essensgutscheien, etc. Gleichzeitig steigen die Kriminalitätsraten in allen Kategorien an. Ein Auftragsmord in La Paz kostet ab 50 Dollar, Überfälle, Einbrüche sind permanent. Es ist fatal, wenn Menschen wg. zu hohem Mindestlohn nicht arbeiten können.

  • Anh Toan says:

    Wer entweder höhere Mieten oder einen langen Arbeitsweg bezahlen muss, braucht mehr Lohn. 22.00 CHF oder 4’000/Monat ist wenig in Zürich, in Pruntrut reicht dies viel, viel weiter.

    • Margot says:

      Die Initiative sieht folgendes vor: «Der Bund kann für besondere Arbeitsverhältnisse Ausnahmeregelungen erlassen» (Artikel 110, Absatz 3) und «die Ausnahmeregelungen und die Anpassungen (…) werden unter Mitwirkung der Sozialpartner erlassen» (Absatz 5).
      22 / Stunde sind nicht in Stein gemeisselt!
      Was ich an der Diskussion vermisse, wie ein ML sich auf die Zuwanderung auswirken würde. In Bern werden deutlich höhere Löhne bezahlt als in Zürich. Ich bin überzeugt das es da einen Zusammenhang mit den GG gibt.

      • Stefan Kunz says:

        so wie ich das verstanden habe, kann der Lohn erhöht, aber nicht gesenkt werden – sprich in Zürich 4500, aber eben nicht im Jura 3500. Also dennoch ein Schwindel…

        • Margot says:

          @Kunz: Lesen Sie den Initiativtext nochmals. Der Lohn kann durchaus gesenkt werden.

          • Stefan Kunz says:

            Die Mindestlohninitiative ermöglicht es also, auch Mindestlöhne unter 4000 Franken zu fixieren? Wozu ist sie dann überhaupt da?Wir stimmen über einen Mindestlohn von 4000 ab – der dann so umgesetzt wird, dass der Mindestlohn faktisch 3000 ist? Aber in der Tat hab ich den Initiativtext nicht gelesen – da eine Mindestlohn schlicht nicht in die Verfassung gehört…

          • Anh Toan says:

            @Margot Ich habe den Text schon gelesen, aber Regionen mit deutlich tieferen Lebenshaltungskosten kann ich nicht unter “besondere Arbeitsverhältnisse” subsumieren.

            Und ich glaube nicht, dass deswegen die Löhne im Jura oder im Wallis oder im Berner Oberland steigen, diese Regionen werden dadurch wirtschaftlich noch weniger attraktiv.

  • A. Huber says:

    Leider wird auch hier nicht richtig informiert. Der Blogger erwähnt 400’000 Betroffene, wobei es gem. Zeitungsberichten ’bloss’ 300’000 sind, wovon ein grosser Teil Junge + Zweitverdiener sind. Ich gönne jedem den Lohn, den er verdient. Für mich ist aber unantastbar, dass dies zwischen den Sozialpartnern auszuhandeln ist. Die Gewerkschaften sind gefordert, es darf aber nie und nimmer in den Händen des Staates liegen, den (Mindest-)Lohn zu bestimmen. Nicht der Bund beschäftigt all diese Arbeitnehmer, sondern private Firmen. Staatliche Betriebe rechnen anders, vor allem mit unsern Steuergeldern!

    • Margot says:

      Die “nur” 300 000 kosten den Stuerzahler jährlich 100 Millionen; damit werden private Unternehmen quer subventioniert!
      Im Beobacher vom 17.04. steht das vom ML nur 6% CH betroffen sind, der Rest sind Ausländer. Soviele Junge wie Sie behaupten, können es also nicht sein. In meinem Umfeld kenne ich keinen einzigen der keine Ausbildung macht, nicht einen! Und es spielt keine Rolle ob jemand Zweit- oder Teilzeitverdiener ist. Es geht ja um einen ML von 22.- die Stunde. Genauso wenig hat der Zivilstand einen Einfluss auf den Lohn, sondern das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Da herrscht EU Konkurrenz!

      • A. Huber says:

        @Margot: Das grösste Problem mit sozialem Zündstoff ist die Schere, die sich wieder geöffnet hat. Des weiteren sind die Bezüge vieler Exponenten von Banken, Pharma usw. unanständig hoch. Hier ist Economie Suisse gefordert, denn auch da ist es nicht am Staat, Obergrenzen zu setzen. Die Abzocker-Initiative hat zwar den Eigentümern (Aktionören) Instrumente z.V. gestellt, nur greifen sie noch nicht wie gewünscht. Ich habe einfach eine liberale Haltung und bin der Überzeugung, dass der Staat nicht in Unternehmenskompetenzen einzugreifen hat; dies gilt auch für den Mindestlohn.

        • Margot says:

          Die Lohnschere kann den Niedriglohnverdiener egal sein. Man muss die Rechnungen bezahlen können ohne Sozialamt! Liberal heisst das der Staat nicht eingreift. Aber wenn zu wenig Lohn generiert wird, dann soll der Staat schon einspringen in Form von Sozialhilfe und KK Prämienverbilligung! Typisch neoliberale Haltung: Die Gewinne privatisiert, die Kosten sozialisiert!!

          • Roger Fankhauser says:

            Es handelt sich um 330’000 Arbeitnehmer in der Schweiz oder 9% aller Arbeitnehmenden. Ausserdem sind 70% davon Frauen (mit ihren Worten sog. Zweitverdiener) und 30% davon haben eine Ausbildung. Lediglich 20% davon sind unter 25 Jahren. Und warum werden immer nur Frauen als ‘Zweitverdiener’ erwähnt? Auch ein verheirateter Mann ist theoretisch ein Zweitverdiener. Will sagen, man müsste dann wenigstens allen Verheirateten den Lohn kürzen, nicht nur den Frauen. Und sind die Zweitverdiener sicher in ihrer Position? Was passiert wenn ein Erstverdiener den Zweitverdiener sitzen lässt?

  • Niklaus Moser says:

    Mir graut bereits jetzt davor was hier wiederum für ein administratives Monster geschaffen werden müsste (Bundesbehörde mit zig gut dotierten Stellen), welche sich einzig mit den erwähnten Ausnahmeregelungen befasst.

    Jede zusätzliche Reglementierung (Mindestlohn), benötigt zusätzliche Kontrolle und bedeutet zusätzlichen administrativen Aufwand und somit zusätzliche Kosten (ohne die Auswirkungen des Mindestlohns selbst zu berücksichtigen) – Mindestlohn – Nein, danke!

  • Raul Kreis says:

    Es würde mich wundern, wenn ein Gegner der Mindestlohninitiative weniger als 4000.- im
    Monat verdienen würde, denn so wüssten Sie, wie es sich lebt mit einem geringeren Lohn.
    Es ist eine Tatsache, dass man eine gewisse Summe eines Einkommens braucht um zu überleben.

    Versuchen Sie es doch mal selber aus! Mit weniger als 4000.- im Monat durchzukommen…
    Viel Spass

    • Stefan Kunz says:

      als Student hab ich bei weitem nicht 4000 im Monat gehabt und es hat problemlos gereicht. Hat man eine Familie müssen natürlich beide arbeiten – kriegen aber Krippenvergünstigung, Krankenkassenvergünstigung etc. – da hat mancher Alleinverdiener, der 7000 verdient mehr zu kauen…

      • Bernard Zappli says:

        Herr Kreis, glauben Sie, alle Rentner hätten 4000 Fr.? Meine Mutter z.B. erhält ca. 3200 Fr. und ist zufrieden und schuldenfrei. Man muss sich halt nach der Decke strecken. Für Familien gibts Kinderzulagen. Alleinerziehende haben Alimente. Und warum können nicht zwei Personen mit angenommen 3500 Fr. Einkommen eine Wohnung teilen?

        • Bescheidener says:

          Herr Kreis, meine Freundin hat als Betroffene (Coiffeuse) ein Nein eingelegt. Ausserdem, was ist überleben? Braucht jemand der alleine lebt eine 3.5 Zimmerwohnung oder ein Auto, oder 2-3 Natels? Kenne Rentner welche alleine in einer kleinen Wohnung leben und mit 3200 – 3500 zufrieden sind (haben halt nicht allzu teure Hobbies, gehen selten auswärts essen usw). Ausserdem, welches Paar “macht” ein Kind wenn Sie wissen, dass sie nachher mit einem Einkommen von 3500 durchkommen “müssen”?
          Die 4000 CHF sind eine Illusion, zu hoch angesetzt und schert alle über einen Kamm.

          • Roger Fankhauser says:

            Als Student oder Rentner sind die Ansprüche aber ganz anders, als für arbeitende Familien. Da werden wieder einmal Äpfel mit Birnen verglichen. Und wenn Ihre Mutter 3200 Rente erhält, gehört sie zu jenen, die eine gute Rente erhalten. Mein Vater bekommt gerade mal 1300 pro Monat, obwohl er immer fleissig gearbeitet hat und eine gute Ausbildung hatte. Weil meine Mutter noch 50% arbeitet, kriegt er keine EL. Meine Mutter darf also mit ihrem 50% Lohn auch noch meinen Vater mitfinanzieren – obwohl sie immer als Zweitverdiener eingestuft wurde und entsprechend wenig verdiente.

    • Blanche Wu says:

      Es geht unter 4000 CHF. Sogar mit 2 Personen! Man muss einfach ein sehr strammes Budget haben und das Glück an eine günstige Wohnung zu kommen. Natürlich nicht in der Stadt Zürich. Selber erlebt und überlebt.

  • Kritiker says:

    Interessant finde ich, dass bei der MEI von linker Seite stets kritisiert wurde (und wird), dass sie nicht zu Ende formuliert sei und dies so nicht funktioniere. Wie verhält es sich beim Mindestlohn? Zitat Herr Nordmann “Diese Ausnahmen müssten aber besprochen und begründet werden..”.
    Wird hier etwa eine Initiative ins Feld geführt, welche nicht zu Ende formuliert wurde?

    • Roger Fankhauser says:

      Aha, die Rechten haben nichts falsch gemacht, weil die Linken machen es ja auch. Das ist ja wirklich ein totschlagendes Argument. Respekt für diese Fingerzeigen immer auf die anderen, nicht gerade besonders reif, diese Verhalten.

  • Kurt Luder says:

    Der Kellner verdient Fr. 4’000.- doch kommen keine Gäste mehr!

    • micha says:

      im Gastrogewerbe gibt es Mindestlöhne, nach L-GAV. Ein Kellner mit Berufsausbildung hat sehr wohl 4000.-
      und wenn ein Gastronom nur unausgebildete Leute anstellt zeugt das nicht gerade von Qualität..

      • Margot says:

        Laut Gastroverband hat es 10 000 Betriebe zuviel die nicht rentabel sind, u.a. weil sie nicht mehr zeitgemäss strukturiert sind. Diese schlecht geführten Betriebe werfen ein schlechtes Bild auf die gesamte Branche. Überleben können die nur mit billigen PFZ Arbeitnehmer. Genau deshalb haben wir im Gastrobereich auch so eine hohe Zuwanderung trotz bestehenden hohen AL Anteil!
        Ich gehe nicht gerne ins Restaurant weil das Angebot so langweilig ist. Das kann ich in wenigen Minuten preiswert zu Hause selber kochen. Wenn es mal innovativ ist, dann sind gleich die Preise entsprechend gesalzen.

  • E. Hartmann says:

    Ich zögere nicht, denn ich habe schon ein Nein bei der Gde. deponiert. Zudem weiss ich warum, kann es begründen, und lasse mich eh nie auf Versprechen oder Empfehlungen von Parteien ein. Ich kann selbst lesen, denken und mich mit all dem befassen! Das dauernde Beeinflussen der Parteien nervt gewaltig!

  • Christoph Oertli says:

    Die Einkommensverteilung ist nicht das Problem – hier ist die Schweiz gem. OECD basierend auf dem Gini Faktor – das “gerechteste” Land. http://www.avenir-suisse.ch/27371/die-schweizer-lohne-sind-sehr-gleichmassig-verteilt/

    Die Vermögensverteilung ist das Problem. Da kommt die Schweiz gem. Gini Faktor ganz am Schluss:
    http://www.reichtum-in-der-schweiz.ch/fakten/unu_global_wealth_databook.htm

    Einzige Lösungen, Hohe Vermögenssteuern oder noch besser markante Erbschaftssteuern.Aber mit einer analogen Reduktion der Einkommenssteuern.

    • Martin Frey says:

      Gegenfrage, Hr. Oertli. Weshalb braucht es für die Vermögensverteilung eine “Lösung” wenn doch die Einkommensverteilung derart gerecht ist? Wo genau steht das geschrieben?

  • marcel says:

    Ein Grossteil der Schweizer verdient nun mal mehr als den Mindestlohn, und einer Mehrheit von denen ist es nur recht (oder zumindest egal), dass es welche gibt, die weniger verdienen. Dementsprechend hat die Initiative keine Chance, leider. Der Schweizer denkt erst mal an sich selber und an “die Wirtschaft” – weil er immer noch glaubt, die würde sich um ihn kümmern. Was zwar ein Irrglaube ist, aber ein sehr hartnäckiger.

    • bermhard moser says:

      Das ist völliger Unsinn, das Hauptargument gegen diese Initiative ist, das 22 Fr die Stunde zu viel ist, weil der Mindestlohn weit über dem Mindestlohn in Deutschland ist (8.70 €) nicht mal 11 Fr die Stunde ist! Und da die Schweiz ja angeblich keine Insel sei, wie dies die Linke gegen die SVP immer sagt, wenn es z.B. um den EU-Beitritt geht oder die Flüchtlingspolitik, ist es doch klar, das man für die selben Leistungen in der Schweiz nicht mehr, als das Doppelte bezahlen kann, als im Ausland. Ausser man verbietet den Leuten am Wochenende im Ausland einzukaufen, aber dann leben wir in der DDR!

  • Norbert Neuweg says:

    Ich habe bis vor 6 Jahren viele Jahre von einem Bruttoeinkommen von viel weniger als 4000 gelebt. Und musste auf gar nichts verzichten und konnte sogar erhebliche Beträge sparen.
    Jeder, der 4000 verdient und davon nicht leben kann empfehle ich einen Aufenthalt in Italien: Ein Drittel niedrigere Kosten und zwei Drittel weniger Lohn.
    Und alle, die über “Familie ernähren” schwadronieren: Leute, wir leben im 21. Jahrhundert: Da kann eine Frau auch problemlos arbeiten. Wir leben doch nicht mehr in den 50er-Jahren, aber echt!

  • Susanne says:

    Ich werde ohne zu zögern ein NEIN in die Urne legen.
    Wenn ich daran denke, dass es gravierende soziale und wirtschaftliche Unterschiede in den einzelnen Regionen der Schweiz gibt.
    4000.-Fr sind nicht überall in der Schweiz gleich viel wert.
    In Zürich kann man wirklich wenig mit 4000.- Fr pro Monat anfangen. Im Tessin hingegen sind 4000.- Fr für einen der vielen italienischen Grenzgänger viel mehr wert.
    Auch sonst variieren die Lebenskoaten stark. Krankenkasse, Miete, Lebensmittel…
    Meiner Meinung nach ist ein gesammtschweizerischer Mindestlon kontraproduktiv und verursacht nur mehr Bürokratie und Probleme.
    Für irgend was gibt es doch die Gewerkschaften. Diese sollen den Angestellten in schlechtbezahlten (regional gesehen) Jobs helfen und das Gespräch mit den “geizigen” Arbeitsgeber aufsuchen.

  • Hartmann Sonja says:

    Anstelle nur von einem Mndestlohn zu reden, würde mich auch ein Maximallohn viel mehr interessieren. Wenn wir die Arbeitgeber auf einen MINDESTlohn verpflichten möchten und sog. Angebot und Nachfrage untergraben, sollten gleichzeitig auch die MAXIMALlöhne festgelegt werden. Auch ich werde NEIN stimmen. Die Abzockerinitative vom Minder wird von den Grossbetrieben brav untergraben und umgangen. Also sollte zuerst dieses Problem angegenan werden, doch unsere Politiker, die brav Mitspitzenverdienen, werden das nicht angehen.

  • Oliver says:

    Ich, für meinen Teil, werde mich diesmal der Stimme entziehen müssen.
    Eigentlich ist die Frage des Mindestlohnes zu einem gewissen Teil abhängig von der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Inititive.
    Wenn die Einwanderung gestopt würde, würde ich ein Ja zum Mindestlohn in die Urne legen.
    Aber falls MEI nicht umgesetzt wird, macht es wohl wenig Sinn in der Schweiz einen Mindestlohn festzulegen der immens höher wäre als in
    den umliegenden Ländern. Deutchland will einen Mindestlohn von 8.50 Euro…
    Anscheinend wollen die EU-Befürworter nicht kapieren dass es nicht immer den Fünfer und das Weggli zu bekommen gibt.
    Bei allen Ländern denen es finanziell gut gieng und die der EU beigetreten sind gab es eine Lohnabnahme in einigen Schichten,
    und so wäre es wohl auch in der Schweiz.

  • Max Steiner says:

    @Susanne. Genau so ist es;-) ! Es gibt einen eigentlichen LGR also”Ländliche-Gegend-Rabatt” so gute 30%. Z.B. bei der Migros und Coop &Co. Da heisst es an der Kasse: Aha ein “LGR 30% ler” macht dann statt 57.- nur noch 39.90, dass gleiche bei der Post “AHA ein LGR`ler” statt 1 Stutz nur noch 70Räppli A-Post-Porto. Bussen auch anstelle 40Stutz nur noch 28 Stutz. Auch beim Autokauf anstelle 29900.- (Türkischer Basar schon alles abgezogen) für die “LGR`ler” nur noch 19999.-. Das gleiche bei den Steuern anstelle in Zug unsummen zu zahlen zügeln viele in den Kt. Jura, auch wieder 30% gesparrt!!! Autobahnvignette statt 40 Stutz nur 28!! Benzin auch nur 1,25 anstelle 1,75! Und die Lebensmittel sind beim Dorf-Volg auch viel, viel günstiger als beim Disconter! Wen man z.B. im Toggenburg in die Oper/Theater gehen will ist das sogar gratis, 3Sat Sam.-Abend macht es möglich (Dorfunterhaltung = fast Gratis, ausser den Lösli)! Billag auf dem Land auch -30%. Internet, Telefonieren auch alles viel , viel günstiger auf dem Land. Gälät sie!

    • Norbert Neuweg says:

      Schon mal auf dem Land eine Wohnung gemietet?Also ich würde mich freuen, wenn ich mir in Zürich Innenstadt eine 100 m2 Wohnung für 1´100 CHF Netto mieten könnte wie in vielen Gegenden des Juras! Ohne Verwandte in der Stadtverwaltung oder in einer Genossenschaft zahlt man da nämlich gut und gerne das Dreifache…

  • Cunégonde says:

    Herr Nordmann, ich schätze Sie sehr als Energie Politiker, aber “Schuster bleib bei deinen Leisten”. Das Leben ist nicht überall in der Schweiz gleich teuer. Es ist daher sinnvoller, dass jeder Kanton seine eigene Lösung findet. Dass Tessin soll einen Mindestlohn vorsehen, der Branchen abhängig ist, das Wallis wird über einen Mindestlohn von Fr. 3500.-/Monat abstimmen. Ihr Parteikollege, der NE Volkswirtschaftsminister Jean-Nat Karakash hat sich am 06.05.2014 im Echo der Zeit dazu geäussert: für den Kanton NE ist ein Mindestlohn von Fr. 3640.-/Monat verkraftbar (Konkurrenzfähigkeit Uhrenind.)

  • felix halter says:

    die initianten werden eine deftige niederlage einstreichen, was auch richtig ist. sie werden argumentieren, dass soundsoviel die sache gutgeheissen hätten und deshalb nun der mindestlohn eingeführt werden müsse. im weiteren wird gleich die nächste initiative angemeldet.
    wer von diesen leuten hat schon mal in der privatwirtschaft geld verdient?
    politische karriere machen mit schrillen forderungen und lärm … und dankbar werden ihnen mikrophone zugestreckt und kameras auf sie gerichtet. auf sie, nicht auf die stillen schaffer, die sind langweilig.

  • Thomas Vögeli says:

    Auch wenn ich hier meistens gegen die Argumente der Gegner geschrieben habe, will ich hier nur noch sagen, dass ich nicht begeistert bin von der Mindestlohninitiative. Eigentlich wäre es am Besten im direkten Dialog zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber (Stichwort GAV) die Arbeitsbedingungen und die Löhne zu bestimmen. Leider ist das höchstens in 50 % aller Betriebe in der Schweiz der Fall oder möglich. Schade, das wäre das beste Instrument für alle Seiten. Aber solange es solche
    “Schlingel” gibt, die nichts auf solche Lösungen geben, ist eine Abstimmung über die MLI nicht ungerechtfertigt…

  • Erwin Möhl says:

    Es ist interessant, dass die Exportindustrie, die unter sehr starker Konkurrenz leidet, praktisch überall mehr als CHF 4000.-bezahlt. Es sind die inländischen Betriebe, die weniger Konkurrenz ausgesetzt sind, die weniger bezahlen. Wirklich daneben benehmen sich gewisse Konzerne in der Kleider- und Schuhbranche, die massiv unter CHF 4000.- Zahlen und deren Besitzer Multimillionäre sind.

    Das mit einem Mindestlohn gleichzeitig noch ein Teil des Einwanderungsproblems mitgelöst wird, ist ein schöner Nebeneffekt.

  • Stefan W. says:

    Eigentlich unfassbar, wie vor jeder Abstimmung über ein sozialdemokratisches Thema dieselben, austauschbaren bürgerlichen Worthülsen hervorgeholt werden. Die ach so sozialistische Regierung (die seit Jahrhunderten bürgerlich dominiert ist) wird beklagt, der Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen angedroht, der Auszug von sämtlichen Steuerzahlern wird beschworen, und das alles völlig faktenfrei, sondern nur gestützt auf eine diffuse Angst vor allem, was “links” ist
    Dabei hätten wir doch in letzter Zeit wirklich genug Gelegenheit gehabt zu sehe, wohin stramm bürgerliche Politik führt.

  • Thomas says:

    Die Meinungen zu diesem Thema gehen ja leider immer noch in die unterschiedlichsten Richtungen. Aus meiner Sicht jedoch war die Einführung des Mindestlohnes ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, auch wenn ich glaube, dass in einigen Bereich Nachbesserungen vorgenommen werden sollten.

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