Interdiction de la saucisse à rôtir et sauce tomate illégale

Autrefois, tout le monde disait: l’été est la saison des grillades. Aujourd’hui, tout est un peu plus compliqué. L’Administration fédérale ne se contente pas de nous dicter ce que nous devons manger et boire: elle statue désormais aussi sur les horaires de vente autorisés des produits. L’Administration surveille notamment de près l’assortiment des stations-service avec magasin. Les marchandises qui y sont proposées doivent obligatoirement répondre aux besoins spécifiques des voyageurs. Bien que le terme de «voyageurs» puisse englober toutes sortes de personnes: des passagers des trains, des avions et des bateaux à ceux qui empruntent le tram et le bus, sans oublier les conducteurs de voiture et les routiers qui font eux aussi partie de ce groupe.

Dans sa grande bonté, la Berne fédérale a défini ce que les fameux voyageurs sont autorisés à acheter. Un point important figure d’ailleurs dans ce règlement: les marchandises vendues doivent être présentées en «volumes et quantités maniables» et «pouvoir être portées par une seule personne». Interdiction donc de vendre des emballages familiaux ou des boissons en packs de six. Par ailleurs, les articles doivent être adaptés à une «consommation immédiate sur place ou pendant le trajet». Si un produit répond à ces critères, il est considéré comme faisant partie de «l’assortiment pour kiosque» et peut donc être vendu 24 h/24. Si en revanche, il ne peut être «consommé immédiatement», il entre dans la catégorie de «l’assortiment de magasin» et tombe sous le coup de l’interdiction de la vente entre 1 h et 5 h, sévèrement contrôlée par la Berne fédérale.

Voilà donc la triste réalité de la stricte Suisse: dans un magasin ouvert où le personnel est au travail, certains rayons doivent être cachés par des bâches tandis que les congélateurs sont cadenassés.

Des produits destinés à une consommation immédiate ne peuvent être vendus entre 1 h et 5 h du matin. (Image Keystone / Ennio Leanza)

Le lecteur attentif ne tardera pas à s’en rendre compte: alors que le cervelas (qui peut se manger cru) fait désormais partie de l’assortiment des kiosques et peut donc être vendu 24h/24, une saucisse à rôtir (qui doit être grillée) sera vendue uniquement en magasin. Par conséquent, la vente de saucisses à rôtir est illégale entre 1 h et 5 h du matin.

Voilà donc la triste réalité de la stricte Suisse: dans un magasin ouvert où le personnel est au travail, certains rayons doivent être cachés par des bâches tandis que les congélateurs sont cadenassés. Car dans les 24 stations-service avec magasin de Suisse ouvertes sans interruption, il est interdit de vendre certains articles de l’assortiment entre 1 h et 5 h.

La Police du commerce locale est elle aussi impitoyable: ceux qui ne respectent pas les directives sont systématiquement amendés. C’est ainsi qu’une station-service zurichoise avec magasin a écopé d’une amende de 800 francs car elle vendait 6 sortes de sauce tomate ainsi que 3 variétés de pesto en pot de verre, 6 marques de café, 7 crèmes dessert réfrigérées et même plusieurs produits de douche et shampoings. La directrice a été abasourdie de s’entendre déclarer que cela dépassait «les besoins des voyageurs». Et que si elle ne payait pas les 800 francs d’amende, elle risquait 5 jours de prison.

Le 22 septembre, nous nous prononcerons sur la révision de la Loi sur le travail: si un magasin est ouvert et que le personnel est au travail, tous les produits proposés par ce commerce peuvent être vendus. Ce qui n’est au fond qu’une question de bon sens. Mais les syndicats ont lancé un référendum – en dépit du fait qu’aucune modification des horaires d’ouverture ou des conditions de travail ne soit prévue. Finalement, «les lois sont comme les saucisses. Il vaut mieux ne pas voir leur préparation» (Otto von Bismarck).

227 Comments sur «Interdiction de la saucisse à rôtir et sauce tomate illégale»

  • Peter Keller says:

    Nachdem ich letzthin ein total bescheurtes “Intermezzo” der Steuerverwaltung erlebt habe, das nur Kosten verursacht hat und meinem Ruf schadete, kriege ich langsam das Gefühl, dass wir in unserer Verwaltung extrem viele psychiatrische Notfälle durchfüttern. Traurig aber wohl wahr!

    • Hans Müller says:

      Was Herr Rutz und Sie offenbar noch nicht ganz begriffen haben: Die Verwaltung erlässt keine Gesetze, sie führt diese lediglich aus.

      • Martin M. says:

        So einfach ist es nun auch nicht. Die Gesetze werden von verbeamteten Juristen ausgedacht und erst dann von den Politikern abgesegnet (oft erst nachdem sie von ihnen noch mehr verkompliziert wurden). Zudem gibt es viele Verordnungen, die den demokratischen Entscheidungsprozess umgehen. Man wird das Gefühl nicht los, dass bei uns einfach zu viel geregelt wird. Und dann sind es die unzähligen Beamten, die uns mit diesen Regeln umbarmherziger knechten, als es früher die Landvögte getan haben. Dabei sind sie unsere Angestellten, die uns zu dienen haben.

        • Hans Müller says:

          Ich glaube, Sie wissen nicht wirklich was die Landvögte früher so alles mit dem gemeinen Volk getrieben haben.

    • spletiz says:

      Hey, nichts gegen psychiatrische Notfälle! Die können nichts dafür.

    • K.A. Barett says:

      Ja, das ist wohl so. Wir haben Teer an unseren Schuhsohlemn und kriegen deshalb nichts mehr gebacken, weil wir in den weitläufigen Korridoren der Bürokratie kleben bleiben. Wir glauben an das europäische soziale Glücksmodell und merken nicht, dass wir von den von uns dämonisierten US-Amerikanern und Asiaten abgehängt werden. Wir wollen unseren Wohlstand mit 100ern-Nägeln festnageln, obwohl der Untergrund längst bröckelt und die von uns eingeschlagenen Nägel wahrscheinlich ins Leere stossen.

  • Hans Koller says:

    Leider ist der Staat zu einem Moralapostel verkommen den man schlicht und ergreifend nicht mehr ernst nehmen kann. Die Aufgaben eines Staates sollten wichtige Dinge sein, wie Zoll, Pensionen, Renten, Strassen, aber sicherlich nicht solche Banalitäten. Was die Menschen essen und Einkaufen und wann sie es tun, geht den Staat schlicht und ergreifend nichts an. Das sind die Freiheiten der Demokratie.

    • Gerhard Engler says:

      Entweder wird allen Geschäften der Verkauf von allen Waren rund um die Uhr erlaubt oder man führt Ladenöffnungszeiten ein, die für alle Betriebe inkl. Kioske und Tankstellen gelten. Wenn man eine Variante zwischen diesen beiden Extremen will, dann muss in den gesetzlichen Bestimmungen zwangsläufig eine (willkürliche) Grenze gesetzt werden. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, diese Grenze so zu setzen, dass Hr. Rutz damit einverstanden ist.

    • Stefan Gisler says:

      Was wir essen und einkaufen, geht den Staat nichts an? Mag sein, ausser dass ich die Lebensmittelkontrolle doch sehr schätze! Wer aber wann zu welchem Lohn arbeitet, geht uns als Gesellschaft sehr wohl was an. Es kann nicht sein, dass unsere Gesetz, grosse Verkaufsketten bevorzugen und dabei die ArbeitnehmerInnen leiden. Fakt ist, dass mit einem Ja noch mehr Menschen zu miesem Lohn zu katastrophalen Bedingungen (Arbeit auf Abruf) zu unattraktiven Zeiten arbeiten müssen. Reden Sie mal mit Kioskverkäuerinnen oder Tankstellenshopsangestellten!

      • R. Merten says:

        was die Menschen essen und einkaufen geht den Staat wirklich nichts an, Hr. Gisler. Das heisst doch nicht, dass wir keine Lebensmittelkontrolle haben können. Die sozialistische Vorstellung, dass alle Arbeitnehmerinnen leiden, wenn sie am Abend oder in der Nacht arbeiten ist ein Märchen, Hr. Gisler und ist nichts anderes als sozialistische Propaganda!. Fehlt nur noch, dass Sie behaupten, dass alle Arbeitnehmer ausgebeutet werden.

    • Paul Levi says:

      Aber gerade die Demokratie hat bisher die Lockerung von Öffnungszeiten klar abgelehnt. Es ist auch eine Aufgabe der Demokratie die Schwachen zu schützen und somit die Arbeitnehmer. Nur wenn man eine Demokratie ist, heisst das noch lange nicht, dass die Freiheiten besonders gross sind, denn bekanntlich hört die Freiheit von einenm dort auf, wo die Freiheit des anderen eingeschränkt wird.

      Seien wir doch mal ehrlich: Ist das wirklich ein Kündenbedürfniss um 2 Uhr eine Bratwurst kaufen zu können? Wieviele Leute werden um 2 Uhr morgens zu hause eine Bratwurst grillieren??

      • Mark Keller says:

        Muss ich denn um 2 Uhr morgens Benzin oder Diesel kaufen können? Wohl kaum! Wenn ich auf einem australischen Outback-Highway unterwegs bin, muss ich mir auch überlegen wo ich wieviel tanken muss, um nicht liegen zu bleiben. Dies scheint man in der mitteleuropäischen Wohlstandsgesellschaft scheinbar verlernt zu haben.

    • Hans P. Grimm says:

      Die teuren Bürokraten (ca. 200’000.- im Jahr müssen sich doch mit irgend etwas beschäftigen, sie wissen sonst nicht was sie den ganzen Tag tun sollen!

      • Stefan Gisler says:

        Es sind keine teuren Bürokraten. Es sind die Milizparlamente, welche Gesetze erlassen. Rutz ist so ein Parlamentarier. Zudem hat Levi recht. Das Volk hat in mehreren Abstimmungen weiter gehende Liberalisierungen abgelehnt. Was die SVP hier macht ist Zwängerei gegen den Volkswillen (in deren Jargon ausgedrückt.)

      • Mäse says:

        Vielleicht sind’s auch 300’000 Herr Grimm? Sie haben doch schlicht keine Ahnung von gar nichts aber sehr viel Meinung. Wenn ich sehe, dass Sie um 12.26 einen Kommentar schreiben, dann frage ich mich doch, auf wessen Kosten Sie das getan haben. Da wo ich lebe haben die Shops jeden Tag von 9-22 offen. Interessanterweise hat’s immer Leute die einkaufen gehen. Und glauben Sie ja nicht, nur weil die Öffnungszeiten verkürzt werden, die Löhne würden steigen. Auf der anderen Seite sind doch gerade Sie einer, der ÖV, Gesundheitswesen, Sicherheitspersonal etc. geradezu exklusiv 24H fordern..

    • R. Merten says:

      die Linken und Grünen sehen das aber anders, Hr. Koller. Die Devise der Sozis: Nur der Staat darf zuständig sein, wie wir unser Leben gestalten sollen. Wann wehrt sich das CH-Volk eigentlich gegen die Bevormundung der Sozis. Und wann wird der Geldverschleuderung eigentlich Einhalt geboten ? Die Kuschel- und Verbotspolitik muss aufhören ! Jeder Mensch kann selber entscheiden, ob er nachts arbeiten will oder nicht.

      • Paul Levi says:

        Nach Ihnen müsste man also die Bevormundung der Sozis stoppen (wie wenn die Sozis die Gesetze alleine gemacht hätten). Am besten streichen wir gleich das gesamte Arbeitsgesetz, denn das ist ja nichts anderes als Bevormundung. Dann hätten wir hier bald Verhältnisse wie in Bangladesh, was ja super gut wäre für die Wirtschaft. Jeder Mensch kann selber entscheiden, ob er für ein Hungerlohn eine gefährliche Arbeit in einem unsicheren Gebäude annehmen will oder nicht. Da dann die Bevormundung der Sozialhilfe auch gestrichen wäre, wird er halt verhungern, wenn er nicht freiwillig diese Arbeit macht.

        • R. Merten says:

          Sie müssen nicht masslos übertreiben, Hr. Levi- Es geht darum, dass die Linken den Bürgern jede Kleinigkeit vorschreiben wollen. In der CH kann man lesen, dass überall Arbeitskräfte gesucht werden. Aber da muss man halt arbeiten, Hr. Levi und nicht mit einem Grundlohn von CHF 2000.- plus Sozialhilfe in der Hängematte liegen. Ich nehme hier die älteren Arbeitnehmer etwas aus, weil es die vom Alter hier schwieriger haben. Auf alle Fälle kann ein fleissiger Arbeitnehmer immer noch eine Arbeitsstelle finden, ob am Tag oder in der Nacht. Die Erwerbstätigkeit ist halt keine Wohlfühloase !!

      • ruedi says:

        So Herr Merten? Jeder Mensch kann selber entscheiden, ob er nachts arbeiten will? Das kann nur einer sagen, der keine Ahnung von Verkaufsberufen hat. Das ist eben genau nicht so, Vogel friss oder stirb lautet die Devise. Sie sollten sich mal beim Vekruafsperonal infomieren bevor sie solche Kommentare von sich geben.

      • iskra says:

        Seit wann kann in unserer Demokratie eine MInderheit die Mehrheit bevormunden ?

      • Mark Keller says:

        R. Merten, da liegen Sie aber komplett falsch! Nicht jeder Mensch kann entscheiden, ob er nachts und sonntags arbeiten will oder nicht. Wenn es nach dem Motto geht “Vogel friss oder stirb”, dann gibt es diese Wahl nicht. Kein Restaurant wird einen Kellner anstellen der nur werktags von 9 bis 17 Uhr und sonntags gar nicht arbeiten will.

        • R. Merten says:

          ja eben, Hr. Keller- wie gesagt: Erwerbstätigkeit ist keine Wohlfühloase und heisst auch, dass man sich anstrengen muss, damit die “Kohle” reinkommt, wie es so schön im Sozi-Slang heisst.

          • Marco says:

            Die Entlarvung der eigenen Argumente als Unsinn nur mit “Erwerbstätigkeit ist keine Wohlfühloase” zu kontern ist schwach, Herr Merten.

    • Fredi Moser says:

      Und wenn ich um 02.00 h Rasenmähen will, geht das den Staat auch nichts an!
      Und wenn ich um 04.00 h in die Badi will, geht das den Staat auch nichts an!
      Ich will, ich will, ich will! Und die anderen haben mir gefälligst meinen Willen zu erfüllen. Capito!

      • Mark Keller says:

        Richtig, was passieren würde, wenn die Anderen auch sagen würden ich will, überlegen sich die Nacht- und Sonntagsshopper nicht.

  • Urs says:

    IG Freiheit ? Ich lach mich kugelig… Freiheit für Unternehmer, Das Kapital, Investoren, Gewerbe und sich als Arebiter u.U. noch selber für die erweiterten Schichtpläne eintragen nachdem endlich die 7x24h GEsellschaft zur Realität wurde. Doch einige davon werden nie in der Nacht arbeiten, sondern sich in dieser Zeit nur Vergnügen. Diese Tradition und Lebensweise wird von den Reichen in allen Ländern eingehalten. In der Nacht arbeiten tun später nur die, die nicht anders können… und nein, es geht hier nicht um 20 jährige Studenten die für ihr Studium was dazu verdienen.

    • Christian Weiss says:

      Wenn Sie sich fertig kugelig gelacht haben, können Sie mir dann bitte erklären, inwiefern es meinem Wohlbefinden als Angestelltem und Konsumenten zuträglich ist, dass eine Behörde in einem Staat, der die Wirtschaftsfreiheit als Grundrecht in der Verfassung verankert hat, vorschreibt, was ein Laden zu welcher Zeit verkaufen darf! Und ob Sie es glauben oder nicht: Es gibt tatsächlich Leute, die gerne in der Nacht arbeiten.

      • Jürg Schwaller says:

        Der Staat Schweiz, der die Wirtschaftsfreiheit als Grundrecht in der Verfassung verankert hat? Die Bundesverfassung hat für die offizielle Schweizer Politik längst keine Bedeutung mehr. Bei Amtsantritt schwören Bundesräte und Parlamentarier blasphemisch „bei Gott dem Allmächtigen“, die Verfassung zu achten; einmal im Amt, verwenden sie einen Grossteil ihrer Energie und Macht darauf, die Verfassung zu Makulatur werden zu lassen, die nicht mal das Papier wert ist, auf dem sie geschrieben ist. Ausser der Schweiz haben nur totalitäre Staaten, die Volksbefreiungsarmeen haben und Gewaltentrennung ablehnen keine Verfassungsgerichtsbarkeit, bei der Vergehen gegen die Verfassung eingeklagt werden können. Warum wohl ?

    • Norbert Neuweg says:

      Aha. Ich war Student und habe Spätschicht in einem solchen Shop gearbeitet. Ich war froh darum.
      Und heute nutze ich gerne solche Shops, weil ich auch am Abend spät arbeite. Und darauf habe ich genauso ein Anrecht, wie der normale “Bürogummi”, der nach seiner Arbeit einkauft.

      • Regenscheit says:

        So ein Quatsch, sie haben Anrecht auf eine Spätschichtzulage und sonst nix. Gehen sie nach ihrem Frühstück einkaufen und gut ist.

        • Norbert Neuweg says:

          Und es liegt an Ihnen, zu bestimmen, was mir zusteht und was Nicht?! Das finde ich etwas seltsam, um das mal vorsichtig auszudrücken.
          In jedem normalen Land bestimmt der mündige Bürger mit seiner Kaufkraft und Kaufentscheidung, wann Läden offen haben. Nur in der spiessigen Bünzli-Schweiz gibt es eine Mehrheit an Rentnern, Steinzeit-Gewerkschaftern und Bürogummis mit lockeren 9-5-Jobs, die glauben, Ihren Mitmenschen vorschreiben zu müssen, wann sie einzukaufen zu haben.
          Das finde ich absonderlich.

          • Marco says:

            Sie sagten ja, Sie haben Anrecht, zu jeder Zeit alles Erdenkliche in “solchen Shops” kaufen zu können. Das haben Sie nicht.

            Und Sie scheinen auch nicht ganz begriffen zu haben, dass im Gegensatz zu Ihnen die meisten nicht froh sind, zu solchen Zeiten zu arbeiten, sondern schlichtwegs dazu gezwungen sind. Um diese Arbeitnehmer geht es denn auch in dieser Diskussion und für einmal nicht um die “Konsumenten” oder “mündigen Bürger mit ihrer Kaufkraft”.

      • Claudia says:

        Lieber Norbert, als Student gehörst du zu den wenigen sehr privilegierten Menschen in der Schweiz. Du bist nicht abhängig von schlecht bezahlten Jobs der Tankstellen, du kannst Abends gemütlich nach hause gehen. Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen “Spätschicht” und Arbeit während der ganzen Nacht. Es gibt kein Recht auf Einkaufen, ein Recht auf Nachtruhe jedoch sehr wohl. Etwas mehr Solidarität ist angebracht, auch den weniger Priviliegierten in unserer Gesellschaft gegenüber, auch wenn du selbst als Akademiker nicht dazu gehörst.

    • K.A. Barett says:

      @Urs: Das Totlachen ist nicht notwendig, weil sich das hochentwickelte Nordeuropa längst zur humorfreien Zone entwickelt hat. Ihre Argumente lassen auf eine tiefe Frustration schliessen. Auch Normalbürger vergnügen sich in der Nacht, manchmal arbeiten sie dann auch. Ich kenne einige, die das wollen. Das ist alles nicht so einfach. Vor allem nicht einfach schwarz/weiss. Die beste Therapie gegen den allgemeinen Lebensfrust sind sinnvolle Aktivitäten, nicht das passive Konsumieren. Gründen Sie eine Firma, es kann auch eine Genossenschaft sein, und setzen Sie Ihre eigenen Ideale um. Das hilft!

      • Peter Jodel says:

        Sie müssen Amerikaner sein… “yeahh… gründet doch einfach eine Firma!” Sowas soll ja auch helfen, Depressionen zu vermeiden, gälled Sie. “…und setzen Sie Ihre Ideale um”
        wow… wenigstens weiss ich jetzt, warum den letzten hochentwickelten Nordeuropäern das Lachen im Hals stecken bleibt. Ich für meinen Teil würde jetzt gerne lachen. Aber versuchen Sie das erst mal, während Sie den Kopf schütteln! 😉

  • jonas graf says:

    in diesem blog zeigt rutz wie verlogen die svp politik und meinungsmache betreibt. rutz schreibt am eigentlichen thema vorbei, lässt unerwähnt, dass mit der ladenöffnungszeit das verkaufspersonal einmal mehr für die macken der spassgesellschaft hinhalten muss. man wird entgegnen, das personal könne sich weigern, nachts oder sonntags zu arbeiten. nein, kann es nicht! die wirtschaftlich schwächsten, allein erziehende etc. werden vor die wahl gestellt nachts und sonntags zu arbeiten ansonsten sie den job los sind.
    deutlicher hätte rutz (svp) das nichtvertreten des volks kaum dokumentieren können!

    • Martina Siegenthaler says:

      Ja, der Artikel von Herrn Rutz ist intellektuell “hochstehend” und blendet alles aus, was letztendlich zu den zur Zeit geltenden Bestimmungen führte. Wahrscheinlich hat er sich noch nie mit einer Verkäuferin (alleinerziehenden Mutter) unterhalten, die bereits mehrere Male überfallen wurde und gesehen, welche Sauerei rings um so einen Shop entsteht. Deshalb ein klares NEIN am 22. September!

      • K.A. Barett says:

        @Martina: Dass es so viele alleinerziehende Mütter gibt, ist ein Problem unserer Zeit. Über deren Ursachen nachzudenken schadet auch nicht. Aber neben diesen Müttern gibt es andere Bevölkerungsgruppen, die abweichende, aber ebenso legitime Bedrüfnisse haben. Wir schreiben das Jahr 2013, es herrschen also andere Bedingungen als 1963. Heute sind die Leute extrem mobil, und wollen das auch sein. Sie reisen um die Welt und finden es cool, wenn sie in den Ferien in Hong Kong um Mitternacht einkaufen können. Das “Landi-Dörfli” und das “Bluemete Trögli” von 1939 sind auch längst Geschichte.

        • Martina Siegenthaler says:

          @K.A. Barett, bin auch mobil, was nicht heisst, dass ich nachts einkaufen muss. Hierfür gibt es so etwas wie einen Kühl- und Gefrierschrank. Was ich schätze, ist bei Bedarf nachts tanken zu können und mir eventuell aus dem Automaten einen heissen Kaffee zu gönnen. Wer nicht planen will und die um Stunden zuvor zubereiteten Schwamm-Sandwiches gerne isst, darf dies gerne tun. Das “Landi-Dörfli” ist mir leider entgangen und ich stelle fest, mich im Zeitalter der tätowierten Grossmütter zu befinden.

        • Peter Jodel says:

          Dann sollen sie meinetwegen in den Ferien in HongKong um Mitternacht einkaufen.
          Aus Ihren Zeilen trieft feudale Selbstherrlichkeit, Herr Barett. Sind Sie sich bewusst, wie zynisch das in einigen Ohren derer schallen mag, die sich keine Ferien in HongKong leisten können und ebensowenig dazu neigen, die Arbeitsgesetze im Land einer feudalen Geniesserschicht anzupassen, weil die es gerade “cool” finden?
          Bisher hätte ich kein Argument gegen die Revision gekannt; Sie haben mir gerade eines geliefert.

    • Elisabeth Eugster says:

      Ihr Kommentar sagt alles, Herr Graf, ich teile Ihre Meinung voll und ganz.

    • Christian Weiss says:

      Wenn man einen Cervelat, aber keine Bratwurst, wenn man eine Packung Papiertaschentücher aber kein Toilettenpapier kaufen darf, dann soll das Widerstand gegen die Macken der Spassgesellschaft sein? Geht’s noch? Ich sage Ihnen, was das wirklich ist: Das ist DDR pur! Ulbricht, Honecker, Mielke!!
      Weg mit diesem Fürsorgestaat, der es wagt, einem Eidgenossen zu sagen, was gut für ihn ist!!

      • Claudia says:

        Christian Wiess, Sie verstehen offenbar die Demokratie nicht. In der Schweiz sagt nicht der Staat einem “Eidgenossen” was er tun soll, der “Eidgenosse” sagt sich das mittels Abstimmungen gleich selbst. Die medizinischen “Eidgenossen” unter uns sagen übrigens sehr deutlich, dass Nachtarbeit sehr schädlich ist. Aber vielleicht grilliren Sie ja lieber um 4 Uhr Nachts eine Cervelat. Die Nachbarn werden es Ihnen bestimmt auch danken.

        • Max says:

          “Die medizinischen “Eidgenossen” unter uns sagen übrigens sehr deutlich, dass Nachtarbeit sehr schädlich ist. ” Aha! Deshalb sind die Spitäler ab 18Uhr geschlossen.

      • Marco says:

        “Das ist DDR pur!”

        Ihr Kommentar mag Deutsch gut sein, ist aber Inhalt schlecht. Weil Argument vermisst.

    • Norbert Neuweg says:

      Spassgesellschaft? Ich glaube, ich werde heute Abend einfach mal meine Spätschicht aus “Spass” ausfallen lassen. Und hoffe, dass es die Polizei, Feuerwehr, Stromproduzenten, Busfahrer etc. etc. auch so handhaben. Viel Spass dann mit der Spassgesellschaft!
      Auch wir “Spätarbeiter” haben ein Recht darauf, nach der Schicht Frischprodukte etc. einkaufen zu gehen!

      • ruedi says:

        Ganz nach dem Motto, Herr Neuweg, wenn ich nachts arbeiten muss sollen es andere für mich auch tun. Sie sind ein toller Dienstleister. Organisieren Sie sich oder haben sie kein Freitage zum Einkaufen? Arbeiten sie 7 Tage? Die Vergleich mit der Polizei und Feuerwehr sind sowieso unsinnig. Es gibt Dinge die sind 24 Std. notwendig und andere nicht. Offene Läden sind es nicht!

        • Norbert Neuweg says:

          In jedem zivilisierten Land gibt es einige Läden, die rund um die Uhr offen sind. Einzig in den moralisierten Bürokratien wie der Schweiz gibt es das nicht. Hier hat eine kleine Gruppe an Gewerkschaftlern (=Arbeitnehmerfeinde) und Kirchen (=Mittelalter) es bislang geschafft, etwas international völlig normales zu verhindern.
          Die gleichen Randgruppen der Vergangeheit haben auch gegen das elektrische Licht gekämpft, das Auto und überhaupt alles, was nach Fortschritt riecht. Die Erfahrung zeigt aber, dass sich langfristig der Fortschritt nicht aufhalten lässt.

          • Peter Jodel says:

            Ist es denn nun für Sie eine Erleichterung Ihres Lebens, Herr Neuweg, wie Sie anfangs beschrieben oder geht es Ihnen schlussendlich vielleicht doch eher um eine ideologische Frage?
            Dies zumindest muss ich annehmen, wenn ich Ihren neusten Kommentar lese: Jetzt ist es also nur noch die Kirche und die Gewerkschaften, die sich gegen den von Ihnen herbeigesehnten “Fortschritt” oder die “internationale Normalität” sperren.
            PS: Herr Neuweg, bei uns in der Stadt SG gibt es schon seit Jahren einen 24h-Shop. Man kann dort alles kaufen, was man mitten in der Nacht dringend braucht.

    • Andreas Schmid says:

      Graf : Warum Ihr Kommentar pures bla-bla-bla ist, erkennt man daran, dass ja das Personal, das bloss Cervelats statt Bratwürste verkaufen darf, eh schon anwesend ist & arbeitet. Die Ladenöffnungszeiten der Tankstellen-Shops sind also so oder so schon wie sie auch nach der Volksabstimmung (wie immer die auch ausgehen mag) sein werden. So what?

      Ausserdem: Das Leben & Arbeiten im 21. Jahrhundert hat sich eben auch bei den Einkaufsgepflogenheiten und -zeiten geändert, das sind Tatsachen. Ein Blick ins Ausland: Dort können Sie zumeist rund um die Uhr einkaufen. Schafft übrigens auch Arbeitsplätze!

      • Paul Levi says:

        Das Argument das Arbeitsplätze geschafft werden ist sowas von falsch. Es werden nicht mehr Bratwürste gegessen, wenn man diese auch Nachts einkaufen kann, sondern sie werden einfach später eingekauft. Jeder Arbeitsplatz in der Nacht ersetzt schlussendlich einen Arbeitsplatz am Tag.

        Haben Sie sich die Gewohnheiten wirklich verändert? Das ist die Frage vom Huhn und dem Ei. Die Läden sind heute länger offen und nun wird länger eingekauft. Wieso schafft man die Öffnungszeiten nicht gleich ganz ab, denn ich bin sicher auch am Sonntag würden viele Einkaufen wollen.

    • Erich says:

      Die von Ihnen beschriebenen Personen wären den Job aber auch los wenn die Möglichkeiten für Arbeiten zu Rand- und Nachtzeiten abgeschafft würden, so wie es offenbar einige gerne hätten. Sie können es sich offenbar leicht machen und sind nicht auf einen Job zu jener Zeit angewiesen. Es geht hier einzig um die Frage, wie viel Sinn es macht, dass uns vorgeschrieben wird, was wir zwischen 1 h und 5 h nicht kaufen dürfen, obwohl das Geschäft offen und das Produkt vorhanden ist. Würde so eine Regelung heute eingeführt, würde man von einem Schildbürgerstreich reden.

    • Andras Tase says:

      Dann gehe ich davon aus, Herr Graf, dass Sie nie nach 19.00 Uhr in den Ausgang gehen oder sich sonstwie vergnügen. Das Gastrogewerbe darf teilweise die ganze Nacht hindurch arbeiten. Auch dort kann man überfallen werden, ist schlecht bezahlt etc. etc.

    • Ben Müller says:

      Doch, doch Herr Graf, er vertritt schon einen Teil des Volkes der Herr Rutz, zumindest mich. Das ist doch wirklich eine doofe Regelung wenn Waren nicht verkauft werden dürfen wenn das Personal eh schon anwesend ist. Und lassen sie es sich gesagt sein, ich habe zu meiner Studizeit gerne während Randzeiten gearbeitet und habe mich dabei überhaupt nicht als Opfer der Spassgesellschaft gefühlt (übrigens kaufen um diese Zeit auch Leute ein, die ebenfalls Nachts arbeiten, also nix mit Spass und so).

      • Marco says:

        @ Ben Müller: Es wurde weiter oben auch schon gesagt, als ehemaliger Student und jetziger Akademiker gehören Sie zu einer sehr privilegierten Bevölkerungsschicht und kennen die Probleme der Unterschicht bestenfalls vom Hörensagen. Die schlecht bezahlten Arbeiten können aber nicht alle von Studenten erledigt werden. Und um diese anderen Arbeiter geht es hier, nicht um Studenten.

    • R. Merten says:

      was heisst die wirtschaftlich Schwächsten, Hr. Graf ? Jeder Mensch kann sich mit Einsatz und Willen weiterbilden und gehört dann nicht mehr zu den Schwächsten. Zudem ist der Staat doch nicht verantwortlich, wenn sich ein Paar scheiden lässt und dadurch finanziell schlechter gestellt ist. Dann müssen sich die Leute halt vorher überlegen, ob sie Kinder haben wollen. Eigenverantwortung sollte verlangt werden und nicht Rundumversorgung durch den Staat und die Arbeitswilligen haben das alles dann zu bezahlen. Die Sozis müssen umdenken !!

      • iskra says:

        Herr Merten: Was hat das mit den Sozi zu tun ? Haben nur die Sozi Kinder ? Lassen sich nur Sozi scheiden ? Sind nur Andersdenkende als Sozi arbeitswillig ?

        • R. Merten says:

          nein, Iskra – aber bei den Sozis ist es Mode, zusammenzuleben, Kinder zu zeugen und nachher wieder davonzulaufen. Natürlich müssen viele davon nachher aufs Sozialamt, weil es hinter und vorne nicht reicht. Und der dumme Steuerzahler hat das dann zu berappen!

      • Marco says:

        Jeder Mensch kann also reich werden? Und die miesen Verkaufsjobs werden alle von Studenten erledigt, die gerade in der Ausbildung sind? Sie glauben diesen Unsinn doch hoffentlich nicht selbst.

        • Peter Vogler says:

          Weiterbilden,wann?Jemand der dauernd andere Arbeitszeiten hat,kann an vielen Kursen gar nicht teilnehmen,wenn er wieder einmal arbeiten muss,wenn gerade eine Kursstunde anfällt.Fernkurse und Kurse im Internet sind bei Personalverantwortlichen gar nicht sonderlich gut angesehen.Aber ich gehe davon aus,dass Sie sicher nicht so weit gedacht haben.

    • Andreas Weber says:

      Herr Graf, ich verstehe Ihren Beitrag nicht. Die betroffenen Läden sind ja bereits geöffnet! Die betroffenen Läden haben bereits Verkäufer, die rund um die Uhr anwesend sind! Nur dürfen diese rund um die Uhr anwesenden und angestellten Verkäufer nicht alle Produkte verkaufen, die ebenfalls schon im Laden (abgedeckt) liegen. Für was muss also das Verkaufspersonal hinhalten? Für Nachtarbeit? Nein, die macht es in den entsprechenden Jobs ja schon und das ist gesetzlich bereits zulässig! Oder muss es hinhalten, neu zusätzliche Produkte zu verkaufen? Ja! Wo ist das Problem?

      • Peter Jodel says:

        Das ist eine oberflächliche Betrachtungsweise. Dürften alle Läden zu allen Zeiten alles verkaufen, gäbe es eine stärkere Verlagerung eines Teils des Umsatzes in die Nacht hinein. Damit würde in vielen Läden Nachtarbeit zu einem MUSS, ohne dass dabei der Gesamtumsatz steigt. Dort liegt das Problem.
        Vielleicht ist das einfach zu schwierig zu verstehen. Wahrscheinlicher aber scheint mir die Möglichkeit, dass man sich auf einer gewissen Seite einfach dumm stellt;-)

        • Marco says:

          Zumal ja die vermeintlich unentbehrlichen Produkte in der Nacht eigentlich teurer verkauft werden müssten, damit nicht die Gesamtkundschaft den Nachtverkauf subventionieren müsste. Wären Sie dazu bereit, Herr Weber?

  • Hans Müller says:

    Ja, es geht um die Wurst. Und zwar darum, ob wir den Weg zur 24-h-Spassgesellschaft weiter gehen wollen oder nicht. Es geht nur vordergründig darum, ob man an Tankstellenshops zwischen 1 und 5 Uhr eine Bratwurst kaufen darf. In Tat und Wahrheit ist die Revision des ArG ein weiterer Schritt hin zu 24-h-Ladenöffnungszeiten mit allen bekannten Nachteilen. Eigentlich müsste doch auch die Law-and-Order-Parteil ein Interesse an Nachtruhe haben. Aber wie so oft bei der SVP gilt auch hier: das Geschäft geht vor, der Rest der Show dient lediglich der Mobilisierung des Wutbürgertums.

    • Mäse says:

      Klar Herr Müller: Keine Notfallstationen mehr, keine Krankenschwestern in der Nacht. Die Feuerwehr kommt erst um 8 Uhr, egal ob das Haus schon um 22 Uhr brennt. Die Polizei kommt bei Überfall auch erst am nächsten Tag, braucht ja in der Nacht keiner. Ab 19.00 keine Busse, keine Züge mehr, warum auch. Und auch ihre netten Zahlungen oder sonstige Bankgeschäfte erledigen wir erst am nächsten Montag, schliesslich ist es Freitag abend und da arbeitet niemand. Und ein Feierabenbierchen gibt es auch nicht mehr, zu spät nach 17.00. Get a life!

      • Hans Müller says:

        Sind Sie sicher, dass Sie auf den richtigen Kommentar geantwortet haben? Ich kann in meinem Kommentar nichts von Spitälern, Polizei, Feuerwehr, etc. finden. Get a pair of glasses!

  • Ruedi says:

    Herr Rutz sagt natürlich nur die Hälfte wie immer: warum die Gewerkschaften das Referendum ergriffen haben erwähnt er wohlweislich nicht. Er spricht von der Bratwurst, die angeblich zwischen 1 und 5 nicht verkauft werden darf was so nicht stimmt. Das ist ein Nebenschauplatz. Natürlich ist es Unsinn, dass Sortimentsteile abgedeckt werden müssen. Aber das Parlament hat andere Dinge vergessen, es gibt keine Flächenbeschränkung der Shops, sodass die Annahme des Gesetzes eine Lockerung des Sonntagsarbeitsverbots darstellt. Das Verkaufspersonal ist gut beraten, gegen das Gesetz zu sein.

  • Urs says:

    …es ist am Ende immer das gleiche… entweder Parlamentarische Debatten und Abstimmungen unserer Volksvertreter regeln unsere Gesetzte oder wir liberalisieren alles und dann entscheiden Unternehmen und Marketingabteilungen was gut für uns ist. Eine wie oben erwähnte Freiheit a la IG Städtli haben wir im zweiten Fall nie… und das ist auch erwünscht weil man nicht möchte das Demokratische Mehrheiten den Unternehmen auf die Finger schauen. Genau dafür ist die IG Freiheit… es geht hier nicht um Servelat und Bratwürste sondern um die Freiheit nicht 7x24h schlecht bezahlt arbeiten zu müssen.

    • Christian Weiss says:

      Sie tun mir aber leid, Urs. “Unternehmen und Marketingabteilungen entscheiden, was gut für uns ist.” Offensichtlich sind Sie durch Werbekampagnen gezwungen, mitten in der Nacht aufzustehen, um an einer Tankstelle Ware zu kaufen, die Sie gar nicht wollen.
      Ich bin zu meinem grossen Glück kein Schaf, sondern ein seelisch stabiler Homo Sapiens, der selber entscheiden kann, was er kaufen will, und habe es darum gottsjämmerlich auf der Latte, wenn irgendwelche verbeamtete Hebammen per Gesetz mein Konsumverhalten steuern wollen.

    • Christian Weiss says:

      Lieber Urs, bedenklich ist nicht nur Ihr Mangel an Entscheidungsfreiheit. Auch Ihre ökonomischen Kenntnisse lassen zu wünschen übrig. Läden, die sich wegen gesetzlicher Einschränkungen nicht nach den Bedürfnissen ihrer Kunden richten können, können irgendwann schliessen. Wenn Läden nur dann offen haben dürfen, wenn keiner Zeit hat vorbei zu gehen, wird bald jeder durch Internetshops ersetzt. Dort arbeiten dann gar keine Verkäufer. Entsprechend gibt es dann gar keinen Lohn. Wer glaubt, dass Gewerkschaften für die Interessen von Erwerbstätigen kämpfen, der glaubt auch an den Osterhasen.

      • R. Merten says:

        stimmt, Hr. Weiss- die sehr vermögenden linken Gewerkschaften schauen primär nur für sich. Sollen die doch zuerst mal ihre Vermögensverhältnisse offenlegen. Dann sieht man ja, dass man getrost von Cüplisozialisten reden kann.

        • ruedi says:

          Läden haben genügend geöffnet und dass die Ausfdehnung der Ladenöffnungszeiten unerwünscht ist haben die Abstimmungen der letzten Monate gezeigt. Sowohl in LU wie in ZH gab es Nein-Mehrheiten von rund 70%. Die Leute haben erkannt, dass das Verkaufspersonal auch ein Anrecht auf geregelte Arbeitszeiten hat. Und sonst sollen die Stürmi der totalen Liberalisierung nachts mehr zahlen und auch dafür sorgen, dass Aemter, Banken und Post 24 Stunden offen haben. Nach den Abstimmungen wird nun versucht, mit dem Bratwurst-Vergleich die Liberalisierung durch die Hintertüre voranzutreiben.

        • iskra says:

          Was haben denn die “Vermögensverhältnisse” der linken Gewerkschaften ( gibt es auch rechte Gewerkschaften, Herr Merten ? )
          mit den Ladenöffnungszeiten zu tun ? Vielleicht eher mit den “Vermögernsverhältnissen” von gewissen populistischen Nationalräten ?

      • Marco says:

        “Wenn Läden nur dann offen haben dürfen, wenn keiner Zeit hat vorbei zu gehen”

        Ist es evtl. möglich, dass etwas an der Diskussion nicht ganz verstanden haben? Wie Sie Ihre Zeit einteilen, ist Ihre Privatsache, Herr Weiss.

  • Meinrad Ostertag says:

    Absurd ist lediglich etwas: Nämlich, dass überhaupt vorgeschrieben wird, wann ich was wo kaufen kann: Und dafür sind Politiker, wie Sie Herr Rutz, verantwortlich. Sie heuchlen da – nicht nur bei den Tankstellen-Shops sondern bei allen Gesetzen – Demokratie vor und behaupten, dass die Gesetzgebung im Elfenbeinturm im alleinigen Interesse und zum Wohl der Bevölkerung geschehe. Dabei geht es nur um Eure Eigeninteressen. Sie haben offenbar einfach lieber Bratwürste und können diese Nachts nicht kaufen – und schon starten Sie einen populistischen Blog und machen einen auf volksnahen Sauglattisten.

  • Peter Müller says:

    Es geht ja nur um eine Sortiment Erweiterung die Angestellten sind so oder so da. Das Üble daran ist man gewinnt heute Abstimmungen wenn man wie die UNIA und die Linken möglichst viel fiktive Ängste gut schüren kann

    • J. Steiner says:

      Herr Müller, mit Verlaub, bei den fiktiven Ängsten schüren, ist die SVP Weltmeisterin!

    • Martin Kuster says:

      Haha, dass ich nicht lache. Die Bürgerlichen sprechen ja bei jeder linken Volksinitiative davon, dass die Firmen abwandern und Arbeitsplätze verloren gehen WÜRDEN!
      Ich glaube sie haben sie sich zwischen links und rechts vertan 🙂

    • ruedi says:

      @ Peter Müller Es geht nur vordergründig darum. Damit wäre ich auch einverstanden weil es ein Witz ist, wenn Sortimentsteile abgedeckt werden müssen. Im Hintergrund lauern die Grossen um sich dieselben Rechte zu ergattern dh. das Sonntagsarbeitsverbot soll ganz fallen. Es geht nicht um die Bratwurst von Rutz, es geht um den Verkaufsberuf den bald niemand mehr ausüben will aufgrund der exzessiven Arbeitszeiten bei mieser Bezahlung. Und mehr Lohn bedeutet höhere Preise die auch SIE zuletzt berappen müssen. Der Kuchen wird eben nicht grösser, nur anders verteilt.

  • Jean Gerber says:

    Was man des hemdsärmligen Getöses der SVP wegen immer schon vermutet hatte, wird nun klar: der SVP geht es um die Wurst. Genauer gesagt, um die Bratwurst. Schweizerische Volks-Pratwurst. Über die Bratwurst hinaus kann die SVP ohnehin nicht denken.

  • Walter Bossert says:

    Warum ein so langfädiger Beitrag für eine so läppische Sache Herr Rutz? Hirn einschalten und rechtzeitig einkaufen! Damit ist die Sache schon fast erledigt, ausser man hat dann wieder Erwarten ein paar Gäste mehr aber selbst dieses Problem lässt sich ganz einfach umgehen. Man kauft immer etwas mehr ein,kann auch am nächsten Tag noch gegessen werden. IG- Freiheit sollte nicht mit Kopflosigkeit verwechselt werden!

    • Christian Weiss says:

      Und warum genau soll der Staat das Verkaufssortiment der Läden bestimmen, obwohl er das von Verfassung wegen eigentlich gar nicht darf? Selber den Kopf einschalten, Herr Bossert!

      • Walter Bossert says:

        Lieber Herr Weiss, soll doch von mir aus ” der Staat” die ganze Nacht den Tankstellenshops nachrennen und Blächeli kontrollieren, so lange sie den normal geöffneten Läden nicht das Sortiment vorschreiben ist das mir egal. Das einzige was ich gelten lassen kann ist dass “der Staat” besseres zu tun hätte, gerade in der Nacht! Aber das ist ja nicht das Thema, sonst schmeissen sie mich wieder raus!

    • Norbert Neuweg says:

      Dann sollten Sie Genie mir mal erzählen, wie ich als Spätarbeiter vor der Arbeit ein Frischprodukt einkaufen soll, wenn ich auf Arbeit nicht kühlen kann?
      Etwas mehr Respekt für anderer Leute Lebenskonzept wäre nicht schlecht. Haben wir “Spätarbeiter” nämlich auch für den Rest der Bevölkerung.

      • Regenscheit says:

        Wurst ist ja nicht ein Frischprodukt (eingeschweisst) und lässt sich gut ungekühlt für einige Stunden lagern. Sonst hätten ja all die Brätler vom Laden bis zum Feuer Gammelfleisch und Diarrhoe. Also nur nicht übertreiben und auf die Tränendrüse drücken. Im übrigen können sie ja nach dem Aufstehen einkaufen gehen. Etwas Fantasie bitte.

    • Peter Weber says:

      Einmal mehr das Standardargument der Gegner. Und ja sie haben recht Herr Bossert, wir verhungern nicht, wenn wir zwischen 1 und 5 keine Bratwurst kaufen koennen. Aber das Beduerfnis nach laengeren Oeffnungszeiten ist nun einmal da und dieses gilt es abzuwaegen gegenueber den Beduerfnissen vom Verkaufspersonal. Ich finde das zumutbar und ich darf das auch sagen, auch wenn ich selber nicht im Verkauf arbeite. Zum Glueck gibt es auch Taxifahrer und Busfahrer die in der Nacht arbeiten und man sagt mir dort nicht: Hirn einschalten und rechtzeitig nach Hause gehen 🙂

      • Paul says:

        Sehen Sie Herr Weber, sie entlarven die ganze Geschichte mit dem Argument “das Bedürfnis nach längeren Öffnungszeiten ist nun mal da”. Wäre Herr Rutz ehrlich würde er damit kommen, aber nein, jetzt sind es die Tankstellenshops und als nächstes, so sicher wie das Amen in der Kirche, wird nach generell längeren Öffnungszeiten verlangt. Übrigens: Bus- und Taxifahrer (auch Polizisten, Feuerwehrang., Spitalpersonal usw.) wissen zum Voraus auf was sie sich einlassen.

      • Walter Bossert says:

        Oh die armen Taxifahrer! Müssen ständig alles mitschleppen bei ihrer Arbeit… Dabei hat es sicher irgendwo im “Wagen” eine kleine Ecke frei für ein Znünibrot ,es soll sogar extra für Autos angefertigte Flaschenwärmer geben dann ist der Kaffee auch billiger. Mir scheint da wächst eine wehleidige und fantasielose Generation heran. Herr Weber

  • Fredi says:

    Tja, solch eine schwachsinnige Regelung kann nur einem Bundes-Schreibstischtäter einfallen. Der Vergleich mit dem Cervelat und der Bratwurst im Kommentar bringt das ganze eigentlich schön auf den Punkt. Da gibts nichts mehr hinzuzufügen.

    • Walter says:

      Ein solcher Aufstand wegen einer Bratwurst, in der nächsten Session wird der Verkauf des Bieres dazu dann ab 22.00 Uhr verboten, also was nützt mir dann die Bratwurst?

    • Ruedi says:

      Solche Regelungen gibt es nicht nur hierzlande, habe dasselbe auch in Deutschland beobachtet. Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Es geht vielmehr darum, dass Migros und Coop am liebsten 7 Tage lang 24 Stunden offen hätten mit den entsprechenden Nachteilen für’s Familienleben des Personals. Das gilt es zu verhindern. Die vergangenen Abstimmungen waren zum Glück immer deutlich gegen die 24h-Gesellschaft.

  • Ralph Schehle says:

    Wenn niemand interveniert, haben wir bald New Yorker Verhältnisse, wo nicht die Bundesverwaltung, sondern ein gewisser Mayor Mike Bloomberg darüber richtet, welche Grösse ein Sodabecher haben darf und welche Nahrungsmittel zum Verzehr an Jugendliche verkauft werden sollten und das Znünibrot schmücken dürfen! Diese immer stärker wachsende Zahl von Staatseingriffen in unser Privatleben und in die persönliche Freiheit muss mit aller Macht bekämpft werden, bevor wir ganz entmündigt werden und kleingeistige Beamte über unser Leben regieren.Der Staat hat dem Bürger zu dienen und umgekehrt!

    • Stefan Gisler says:

      Auch VerkäuferInnen sind BürgerInnen! Im Gesetzestext geht es nicht um die Bratwurst, sondern darum ob in der Schweiz faktisch überall 24h-Läden eingeführt werden können. Da das Arbeitsgesetz lausig ist und viele Menschen aus wirtschaftlichem Druck jeden Job annehmen, werden diese faktisch gezwungen Nacht- und Wochenendarbeite zu tiefen Löhnen anzunehmen – es werde nicht “flexible Studierende” sein, die dann arbeiten. Familie und Gesundheit leiden! Die SVP entmündigt und entwürdigt den Bürger, damit grosse Unternehmen die Gewinne maximieren.

    • Regenscheit says:

      Ja genau rennt in die Kasernen und kämpft um die Leberwurst. Abba nur mal so nebenbei, der Rutz ist ja auch “Verwaltung” und will per “Staatseingriff die Bratwurst haben. Ähm oder ? Also so oder so Staatseingriff ? Und gegen wenn sollen wir nun mit aller Macht ankämpfen für oder gegen Wurst ? Wurst egal hauptsache auf sie mit gebrüll…. Auf sie mit Gebrülllllllllllll.

  • Anton Keller says:

    Wenn Detaillisten Alkohol an Jugendliche verkaufen, dann gibt es häufig nicht mal eine Busse. Alkohol ist aber nicht harmloser als eine Bratwurst!

    • Christian Weiss says:

      Alkohol ist für U16 von 0 bis 24 Uhr verboten. Wenn dann Verkaufsverbote ab 22 Uhr und andere Idiotien diskutiert werden, fragt man sich bald, ob man irgendwas nicht richtig mitgekriegt hat und Kinder jetzt bis 22 Uhr saufen dürfen. Statt bestehende Gesetze durchsetzen, werden neue erfunden. Das ist genau so dämlich, wie wenn Politiker nach einem Gewaltverbrechen, das mit einer illegal erworbenen Waffe begangen wurde, ein allgemeines Waffenverbot fordern. Am Schluss dürfen die nicht mehr, die eigentlich dürfen sollten, während die, die zurecht nie durften, immer noch machen, was sie wollen.

  • Max Müller says:

    Der gesunden Menschenverstand? Der sagt mir etwas anderes. Wieso soll am Morgen um 4 Uhr ein Supermarktshop mit Benzin 6 Sorten Tomatensaucen anbieten? Ich bin gegen ein 24 Stunden an 7 Tagen Angebot. Ruhezeiten sind nötig. Hier wird ein ungesundes künstliches Bedürfnis geschaffen. Benzin ja, Tomatensaucen nein.

    • franco says:

      wieso im himmels willen würden sie dann um morgens um 4 benzin brauchen? dann gehören sie doch gefälligst ins bett.

    • Sandro Berger says:

      Das Spiel kann beliebig weiter gespielt werden. Warum muss jemand um 4 Uhr Benzin tanken?

      Warum ist das Bedürfnis des Einen höher zu gewichten als das Bedürfnis des Anderen?

      Sie wollen Benzin, oder im Club tanzen gehen – ich will ne Tomatensauce.

    • K.A. Barett says:

      @Max Müller: Benzin sorgt auch für Unruhe. Damit werden Autos bewegt.

    • Christian Weiss says:

      Vielleicht sollte der Tankstellenshop darum sechs Tomatensaucen anbieten können, weil es Leute gibt, die sie kaufen, und der Shopbetreiber mit dem aus dem Verkauf resultierenden Erlös die Löhne der Verkäufer bezahlen kann. Ein Shopbetreiber, der gelegentlich Inventar macht und sieht, was in seinem Laden so weggeht, versteht ein bisschen mehr davon, was gefragt ist als irgendein Sesselfurzer in Bern.

  • Werner Sugi says:

    Herr Rutz: Ich danke Ihnen bestens für Ihren Kommentar. Gottseidank
    gibts in der Schweiz noch vernünftige Leute, wenn auch diese am
    rasanten aussterben sind; Leider.

  • Das ist die totale Bevormundung der Konsumenten seitens der Bundesverwaltung.Wie lässt sich globalisierung von Märkten die so sehr wichtig scheinen mit einer solchen hirnverbrannten Gesetzgebung vereinbaren?Dann auch noch die Eurechte automatisch übernehmen und den Markt liberalisieren,wiedersprüchlicher kann es nicht sein.Meine Herren in BB habt Ihr etwa nichts besseres zu tun?Wohnmobile mit Kaffemaschiene und Dusche,Ofen,Kühlschrank ist euch scheinbar unbekannt.Was für geistig eingeschränte Beamten haben wir noch?

  • Sportpapi says:

    Es handelt sich offensichtlich um einen untauglichen Kompromiss. Aber was wäre die Alternative? Die Öffnungszeiten generell freigeben, das möchte man offenbar eher nicht. Sie wieder beschränken auf den früheren Status auch nicht. Und einige wenige Shops privilegieren, indem für sie andere Regeln gelten als zum Beispiel für die Migros im Dorf, das geht meiner Meinung nach auch nicht (Wettbewerbsverzerrung). Eine sinnvolle, mehrheitsfähige Lösung sehe ich da nicht.

    • Gutes Stichwort “privilegiert”.Geht nicht? Doch, muss nur Bundesbeamter sein.Gerecht? Nein. Konsequenz = Keine.Und es hat noch viele andere Privilegierte die machen die Gesetze schon so dass es so bleibt.Machen Sie sich darüber keinen Kummer.

    • K.A. Barett says:

      @Sportpapi: Sehr vernünftiger Kommentar! Das Dilemma ist so, wie einige das möchten, nicht auflösbar. Man kann das Fell des Bären auch nicht waschen, ohne es nass zu machen. Die Welt ist im Umbruch. Vieles nützt dem Bürger, einiges passt ihm nicht. Auffallend ist, dass ausserhalb der ordentlichen Ladenöffnungszeiten jene Geschäfte hochfrequentiert werden, die geöffnet sind. Mein Nachbar deckt seinen täglichen Bedarf zu mehr als die Hälfte im teuren Tankstellenshop. Sein Argument: Das passt mir, ich kann dann einkaufen, wann ich will oder muss. Der Preis ist für mich sekundär. So schaut’s aus!

    • Gregor Banda says:

      Lösungen wären: Löhne von Nachtarbeitenden müssten deutlich höher sein, oder das Arbeitsplatzangebot dürfte nicht so knapp sein. Dann würde der Markt das Problem von alleine regeln. Nur werden Vorstösse in die Richtung genau von den rechten Kräften bekämpft, da sie den Profit nur für sich wollen!

  • Peier Roland says:

    Super Projekt, liebe CH – Regierung. Unbedingt patentieren lassen. Dies ist nun wirklich ein gewaltiger USP, das unser Land hat. Ich habe nur Angst, dass es jetzt zahlreiche Staaten gibt, die sich als Profiteure und Trittbrettfahrer profilieren wollen. Aber wie ich die CH kenne, hat sie schon längst eine Arbeitsgruppe im Einsatz, die solche Trittbrettfahrerstaaten von Anfang an aushebeln.

  • urs says:

    als Befürworter liberalisierter Einkaufsmöglichkeiten konnte ich in den letzten Jahren zahlreiche Abstimmungen beobachten (und teilweise mitmachen). Leider musste ich zur Kenntnis nehmen, dass ich in der Minderheit bin. Aber, Herr Rutz, warum prügeln Sie auf irgendwelche Leute ein, nur um nicht sagen zu müssen, dass Sie das Stimmvolk für unfähig, vertrottelt und ohne jegliches Urteilsvermögen halten und höchstens fähig, ein paar Ihrer Juxinitiativen abzunicken? Dies wäre wenigstens ehrlich.

    • Norbert Neuweg says:

      Das Stimmvolk ist nicht dumm, hat nur leider keine Ahnung und Respekt von der Lebensrealität der Minderheit, die keinen lockeren 9-5-Bürojob hat. Entsprechend können viele nicht nachvollziehen, wie froh ein “Spätarbeiter” um flexible Einkaufsmöglichkeiten ist. Und sitzen der Propaganda von Gewerkschaften auf, die schon lange nicht mehr die Interessen der Arbeiter vertritt.

      • urs says:

        also, auch ich habe nicht unbedingt einen 9-5 Bürojob. Jedoch habe ich tatsächlich noch nie gehungert (ohne jemals einen Tankstellenshop zu benutzen). ABER die Ladenöffnungszeiten sind für mich schlichtweg absurd in einer liberalen Gesellschaft. Wenn man jemanden schützen will (sinnvoll), dann gibt es Arbeitsgesetze, um dies zu regeln.
        Hingegen stören mich solche Primitivergüsse von Leute wie Rutz. Soll er doch sagen, was er will, was er nicht will. Will er den Volkswillen ignorieren und 24h Öffnungszeiten? Oder will er 24h Öffnung wenn eine Tanksäule vor dem Haus steht?

    • Sportpapi says:

      Eben. Man macht Beamte verantwortlich dafür dass sie umsetzen müssen, was demokratisch entschieden wurde. Ich finde das nicht wirklich demokratisch, und unwürdig eines “Volksvertreters”.

  • Werner Voegeli says:

    Bundesbern kann mich mal: Ich esse meine Kalbs-Bratwurst sehr oft roh! Die wollen mir allen Ernstes vorschreiben, dass ich diese vor dem Verzehr braten muss? Geht’s noch?

    • Gerhard Engler says:

      Ja, die neue Bratwurst-Verzehr-Verordnung ist bereits in Kraft: Der Verzehr von Wurstwaren wird darin genau geregelt, inlusive Grillauer, zweitseitiges Anbraten, Einschneiden etc. Wer sich nicht an die Bestimmungen hält, erhält ein Wurst-Verzehr-Verbot von 3 Monaten auferlegt. Nun aber im ernst: niemand schreibt Ihnen vor, wie Sie Ihre Lebensmittel verzehren müssen. Einzig die Beimischung von Cannabis ist grundsätzlich verboten.

    • maja says:

      Kalbsbratwürste sind nie roh.

      • maja says:

        ausser die Haut natürlich aber die kann man ja abziehen.

        • maja says:

          St. Galler Bratwürste werden eine halbe Stunde lang in siebzig Grad heissem Wasser gebrüht. Also ist die Haut auch nicht mehr roh.

  • Stefan Gisler says:

    Es geht um die Wurst – für VerkäuferInnen, für den Detailhandel, für das Kleingewerbe. Was Rutz und die SVP letztlich wollen, ist die 24-Stunden-Konsumgesellschaft. Alles soll Allzeit verkauft werden dürfen. So werden grosse Verkaufsketten bevorteilt, der kleine Familienbetrieb benachteiligt. Letztere können mit den liberalsierten Öffnungszeiten nicht mithalten. Leiden tun auch die Angestellten der “Grossen”. Stundenlohn, Arbeit auf Abruf, Wochenend- und Nachtarbeit werden nur geleistet, weil VerkäuferInnen die Jobs zum finanziellen Überleben brauchen, nicht weil sie so gerne “flexibel” sind.

    • Christian Weiss says:

      Ach was. Der kleine Familienbetrieb wird durch liberalisierte Öffnungszeiten überhaupt nicht benachteiligt. Im Gegenteil: Endlich kann er den Laden dann aufmachen, wenn er es verkaufstechnisch für richtig hält.
      Es entbehrt ja nicht einer gewissen Ironie, dass gerade die katholische Kirche, die ihren Sonntag so heilig hält, gar kein Problem damit hat, dass die Kleingewerbler in Einsiedeln am Wochenende ihre Läden aufhaben, um den Engel- und Krippenramsch an die Wallfahrer zu bringen.

      • Stefan Gisler says:

        Einen 24-h-Service kann der Familienbetrieb nur mit unmenschlich langen Arbeitszeiten bieten – wollen Sie Verhältnisse wie in anderen Ländern, wo ganze Familien inkl. Kinder faktisch im Laden wohnen, um immer präsent zu sein. Letztlich gibt es einen miserablen Verdienst pro Präsenzstunde. Sprechen Sie mit KleingewerblerInnen und VerkäuferInnen, die werden Ihre Argumente kaum teilen. Ihre Kritik an Einsiedels Öffnungszeiten teile ich jedoch.

        • Christian Weiss says:

          Kein Familienbetrieb wird einen 24-Stunden-Service bieten. Aber statt 8-11.30 und 13.30 – 17 Uhr Öffnungszeiten, die dafür sorgen, dass 95% aller Erwerbstätigen immer vor verschlossenen Türen stehen, kann man den realen Bedürfnissen anpassen. Als selbständiger Kleingewerbler arbeitet man im Gegensatz zu den Gewerkschaftsfunktionären und -Mitglieder sowieso 60 Stunden die Woche. Ob man am Montagmorgen die Buchhaltung, Inventar und Bestellungen macht und am Freitagabend die Kunden bedient oder umgekehrt, spielt nun wirklich keine Rolle.

          • Sportpapi says:

            Solche Öffnungszeiten habe ich noch nie gesehen. Bei uns hat der Spar-Familienbetrieb ab 7 Uhr offen, über Mittag sowieso und am Abend auch immer länger.

          • Marco says:

            “8-11.30 und 13.30 – 17 Uhr”

            Sie scheinen Lebensmittelläden mit der Post zu verwechseln. Oder glauben Sie ernsthaft, die Läden dürften erst ab 8 Uhr und spätestens bis 17 Uhr geöffnet haben?

    • K.A. Barett says:

      @Stefan Gisler: Die Konsumenten haben es in der Hand. Mit den Einkaufsgewohnheiten hat man aber mit überwältigendem Konsumenten-Mehr abgestimmt, dass die kleinen Familienbetriebe in ihrer Mehrheit bitteschön einzugehen und den Betrieb einzustellen haben. Die Grossverteiler machte man mit dem Einkaufszettel zu einer wahren Hegemonialmacht; freiwillig. Ebenso fährt man freiwillig nach Waldshut oder Badisch-Laufenburg, frequentiert dort die Restaurants, kauft beim deutschen Metzger billig ein und winkt beim Vorbeifahren dem Schweizer Metzger zu, der vor seinem leeren Geschäft steht.

      • Mäse says:

        @Gisler-ich lebe in einem ‘anderen’ Land und ja ich habe mein Geschäft jeden Tag offen. Trotzdem habe ich mehr Freiheit, Freizeit und Kontakt zu anderen Menschen, als ich es jemals in der CH hatte. Es sind nicht die Öffnungszeiten die das Problem schaffen, sondern der ewig verbohrte Schweizer, der denkt allem und jedem zu erklären, wie dasLeben läuft und was er den mit dem Leben anzufangen hätte. Wo steht übrigens geschrieben, dass nur die Arbeit von 8-17 und Montags-Freitags gut für’s Leben ist? @Barett – Ich nehme an Don Quixote sagt ihnen was…wenn’s um Geld geht, ist dem Ch nichts heilig

        • Marco says:

          Wieso enervieren Sie sich denn derart über die schweizer Gesetze, wenn Sie gar nicht davon betroffen sind?

  • Schibler T. says:

    Lieber Herr Rutz, wären doch Ihre Partei-Exponenten doch auch so liberal wie Sie es sind. Man könnte zum könnte zum Beispiel mit der Lockerung/Sistierung der milliardenschweren Subventionen für die Landwirtschaft anfangen. Hier darf aber der Steuerzahler tief in die Tasche greifen. Wie sieht es aus mit der steuerlichen Heiratsstrafe? Das sind die Themen die die SchweizerInnen beschäftigen. Ob ich nun morgens zwischen 1h-5h in der Tankstelle eine Tomatensauce kaufen kann oder nicht, ist mir gelinde gesagt: Wurst!

  • Daniel Weiss says:

    spätestens bei einer mehrstündigen Wanderung ohne eine Feuerstelle zu finden, merkt Herr Rutz, dass man Bratwürste wirklich nicht roh essen kann…und wenn jemand Nachts um 4 Uhr zwischen 6 Tomatensaucen und 7 gekühlten Creme auswählen will, dann leidet dieser Mensch an Schlaflosigkeit und ist ein Fall für den Therapeuten und nicht für die Allgemeinheit

    • Bratwürste wirklich nicht roh essen?Sind Sie Veganer?Bratwust ist bereits gegart wie ein Cervelat oder Wienerli und geeignet kalt zu konsumieren.Sie wahren noch nie mit dem Auto in die Fehrien gefahren und hatten in der Nacht und natürlich auch keinen Hunger.Sie fahren nur Tags.Tip:Kalte Bratwust in feine Rädchen geschnitten mit einer feinen kalten Tomatensauce und frisch gebackenes, knuspriges Weissbrot dazu macht ein gutes Zmorgä.Wer das nicht mag kann auch Mayo oder Sauerrahm verwenden.Wollen Sie das der Allgemeinheit verbieten oder therapieren?

    • Norbert Neuweg says:

      Akzeptanz für Lebenskonzepte anderer bitte! Es gibt Leute, die Nachtaktiv sind und es gibt Tagaktive Personen. Wenn der Tagaktive am Tag einkaufen kann, soll das der Nachtaktive in der Nacht machen dürfen (sofern genügend Nachfrage besteht). Ich finde es schäbig, dass sie mitmenschen (indirekt) als psychisch krank bezeichnen. Leben und Leben lassen.

    • Hans Füglistaller says:

      Sehr geehrter Herr Weiss. Es gibt durchaus viele Menschen, die Schichtarbeit betreiben und gerne vor dem schlafen gehen noch was essen möchten. Ich hoffe doch sehr für Sie, dass Sie z.b. nie in ein Spital eingeliefert werden und dann, wenn der Doktor morgens um 4 kommt nicht sagen, dass er jetzt schlafen solle und sonst ein Fall für den Therapeuten sei. Also, ich frage Sie, wieso soll jemand, der z.B. bon 18 Uhr bis 3 Uhr arbeitet sich nicht noch was gönnen können vor dem schlafen gehen? Zuerst überlegen, dann schreiben, bitte!

      • ruedi says:

        So ein Unsinn, Herr Füglistaller. Acuh wer Schicht arbeitet hat genügend Möglichkeiten um sich einzudecken. Alles eine Frage der Organisation. Und schliesslich kennt man bei uns die 5-Tage-Woche oder arbeiten Sie 7 Tage Schicht? Die Vergleiche mit Aerzten und Notfällen ist ein Unsinn. Oder müssen Sie morgens um 4 notfallmässig eine Polstergruppe kaufen gehen?

  • Thomas Rilke says:

    Es ist selten, dass ich mit Gregor Rutz einer Meinung bin. Seine Politik und diejenige seiner Partei liegt nicht auf meiner Linie. Hier allerdings trifft er den Nagel auf den Kopf. Die Regulierungswut ist auch mir ein Dorn im Auge. Ich bin zwar keinesfalls der Meinung, dass man den Staat herunterfahren sollte und ich bin auch der Meinung, dass es manchmal Vorschriften braucht. Hier aber – und Gregor Rutz sagt es richtig – lässt einem der gesunde Menschenverstand nur den Kopf schütteln –

    • Ueli Keller says:

      Was Herrn Rutz betrifft, bin ich auch Ihrer Meinung. Statt wieder einen auf Klassenkampf zu machen, sollten sich die Gewerkschaften darüber im klaren sein, dass viele Arbeiter, die bis am späteren Abend arbeiten, auch noch etwas zu essen kaufen wollen. Und wenn dann halt noch der Kollege dabei ist, gehts nicht ohne Sixpack. Dieses Affentheater ist eigentlich nur total peinlich. Aber Benzin kaufen soll man dann die ganze Nacht hindurch dürfen ? Ist der Durst des Autos wichtiger als der Hunger des Menschen ?

      • ruedi says:

        Benzin kann man am Automaten kaufen und Esswaren auch, Selecta lässt grüssen. Alles eine Frage der Organisation. Wer vorher nichts gekauft hat muss nicht glauben, andere wären dann die ganze Nacht bereit für seine Bedürfnisse; ist ja schliesslich kein Notfall, man weiss vorher, dass man irgendwann Hunger hat. Aber eben: vorausschauend einkaufen ist eben nicht mehr populär, es lebe der Egoismus.

        • Norbert Neuweg says:

          Aha, und wie kaufe ich ein Frischprodukt nach der Schicht? Ich will das gleiche tun können, was jeder mit einem 9-5 Bürojob auch. Nachher einen frischen Salat einkaufen. Nicht mehr und nicht weniger. Wir Abend- und Nachtarbeiter haben schon genügend Ärger (ÖV eingeschränkt, Lärm am frühen Morgen etc.), da brauchen wir keine “Rückenschüsse” von Gewerkschaften, die schon lange nicht mehr die Interessen der Arbeiter vertreten!

          • ruedi says:

            Auch Frischprodukte muss man nicht jeden Tag kaufen um sie frisch zu halten. Oder was verstehen Sie unter Frischprodukten? Haben Sie denn keinen Kühlschrank? Zudem arbeiten Sie ja sicher nicht 7 Tage sondern 5 wie alle, oder irre ich mich?

  • Meyerhans says:

    Das Problem ist weniger die Wurst. Es ist klar, und das müsste Rutz wissen, die Bürokratie hat ex definitione keinen gesunden Menschenverstand. Die Bürokratie hat auch sehr viele SVPler: Ein SVP Regierungsrat holt ein Gutachten zur Frage ein, ob bei einer Spurredukton von zwei auf eine am Bellevue mehr Stau entstehe. So ein typisches Beispiel. Auf der andern Seite ist es auch problematisch, wenn jemand PR Kampagnen beruflich führt und zu diesen bezahlten Feldzügen oder als Teil derselben seine Beiträge schreibt. Es hat einfach Smell daran.

  • hans says:

    Es geht fern aller Polemik nur darum, dass diese Shops nicht zu normalen Lebensmittelläden verkommen. Aber ich sehe das Problem schon. Herr Rutz grilliert wohl öfters morgens um 2 Uhr und da ist er natürlich sehr eingeschränkt in seiner Freiheit, wenn er sich dann mit einer Cervelat begnügen muss.

    • ruedi says:

      Das sehe ich genauso. Doe Grossen stehen Gewehr bei Fuss und bald haben wir eine Shoppingcenter an Tankstellen. Und wenn dann die letzten Quartierlädeli’s, die sich das nicht leisten können, geschlossen haben gibts nur noch Ware von M&C. Der Einheitsbrei ist jetzt schon schrecklich langweilig.

  • Hans Häberli says:

    Mal ganz ehrlich: Haben wir keine anderen Probleme? Wann wollte ich eigentlcih das letzte Mal zwischen 1 Uhr und 5 Uhr eine Bratwurst kaufen? Diese Shops dienen während der Nachtstunden hauptsächlich der Versorgung mit billigem Alkohol, und dieser wird ja nicht weggesperrt.

    • Anton Keller says:

      Hans Häberli, ich war noch nie Im Schauspielhaus. Folglich weg damit.

      • Hans Häberli says:

        Gutes Argument …wenn das Schauspielhaus 24 Stunden geöffnet hätte. Hat es aber auch nicht.

  • Salamitaktik. Mal ehrlich Herr Rutz. Sollte der 24-Stundenverkauf vom Volk genehmigt werden, werden Sie und Ihre Partei (und andere) noch am Tag der Abstimmung die komplette Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten verlangen. Drum lassen wir es so, wie es ist. Wenns nicht gefällt, können wir ja darüber nachdenken, auch Tankstellenshops wieder zu normalen Öffnungszeiten zu betreiben.

  • Walter Schneider says:

    Immer wieder das Gleiche: Wenn wir uns vorschreiben lassen, wann wir was wie wo essen dürfen, geben wir zum Ausdruck, dass wir beherrscht werden wollen und sogar müssen.

  • Andreas M Müller says:

    Herr Rutz, zwar oft nicht mit Ihnen einverstanden, muss ich Ihnen hier doch auf ganzer Linie Recht geben. Sie sind einer der wenigen, der wieder mal von dem spricht, um das es wirklich geht bei den kommenden Abstimmungen. Um das Sortiment und nicht um die schleichende (?) 24h-Gesellschaft oder die 70h-Woche für Verkäuferinnen. Und ja, es gibt kein Grund, nicht das ganze Sortiment verkaufen zu dürfen, wenn ja sowieso geöffnet ist.

  • Regenscheit says:

    Lieber Herr Rutz, wir Schweizer sind genau, nicht so schludrig und mal hier mal da und das bedeutet klare Abmachungen und Regeln. Sonst können sie ja grad nach Halotrian auswandern. Im übrigen, wenn sie unser teuer versteuertes Geld für solch Käse verschwenden ist mir das nicht Wurst. Ob Tags oder Nachts. Und welcher Menschenverstand meinen sie denn den der um 3 h Morgens eine Bratwurst brätlet ?!?

    • Christian Weiss says:

      Zum Beispiel jemand, der bis Nachts um zwei an einer Bar arbeitet… Bei Ihrem Erfahrungshorizont sind Sie wohl auch Bundesbeamter…

      • ruedi says:

        @ Weiss Also wenn bei mir ein Mieter oder Nachbar um 3 Uhr morgens den Grill anwirft rufe ich die Polizei wegen Nachtruhestörung.

      • Regenscheit says:

        @Weiss, Ich arbeite selbst im Schichtbetrieb, es wäre mir noch nie in den Sinn gekommen um 2,3,4 h Morgens eine Bratwurst zu brätle. Und Fantasie habe ich genug, ich kaufe nach dem Aufstehen ein und müsste auch nicht auf Bratwurst verzichten. Und sie könnten vor Schichtbeginn einkaufen und Wurstwaren in den Kuhlschrank legen, in einer Bar, oder. Ihre Argumente sind einfach nur Trötzlerei wie die eines kleinen Kindes sonst nichts.

  • Michael Andrews says:

    Herr Rutz hat wohl das Bundesbüchlein nicht gelesen. Es geht bei der Abstimmung vom 22. gar nicht um das Sortiment (sagt der Bundesrat), sondern darum zusätzliche Verkaufsflächen zuzulassen und zwar neben Autobahnen auch an allen “Hauptverkehrswegen mit starkem Reiseverkehr”. Dazu zählt sich wohl potentiell jeder der über 1300 Tankstellenshops.

    • ruedi says:

      Genau, deshalb haben die Gewerkschaften das Referendun ergriffen. Das mit dem Sortiment ist ein Nebenschauplatz. Diese Regelung gehört abgeschafft aber es braucht trotzdem eine Regel und das könnte man mit einer Flächenbeschränkung machen. Leider wurde das vom Parlament verbockt weshalb man nun zum xten Mal Nein sagen muss.

  • Tulio S. Lisa says:

    Guten Tag
    Bei den Reisenden haben Sie die Velofahrer und Fussgänger vergessen!

  • Wave Dancer says:

    Dass es allgemein am gesunden Menschenverstand fehlt – ist nichts neues!

  • K.A. Barett says:

    Das Primat der Politik hat längst dasjenige des gesunden Menschenverstandes abgelöst.Vielleicht fühlen wir uns dann wohl, wenn Vater Staat unser Leben bestimmt, uns im Sinne von George Orwell überwacht, seine Bürokratie nach Massgabe der Horrorvisionen des Franz Kafka zu einem Staat im Staate entwickelt und uns im Gegenzug verspricht, uns von der Wiege bis zur Bahre zu umsorgen. Ein Versprechen, das er nicht wird halten können. Viele glauben es aber gerne. Das Arbeitsrecht wird auch selektiv als Selbstbedienungsladen gesehen. Krankenschwestern sollen immer arbeiten, Verkäuferinnen nicht.

    • Walter Schneider says:

      Werter oder werte K. A. Barett. Sie bringen es auf den Punkt. Der Staat oder seine Machthungrigen locken mit der Utopie, von der sie wissen sie ist nicht erfüllbar. Genug Träumer und Realitätsverweigerer aber folgen dem süssen Gift bis zur Abhängigkeit im besten Falle, bis zur Versklavung und Entrechtung im schlimmsten Falle. Wer ist zu beschuldigen?

      Der Unmündige.

    • Ruedi says:

      Kennen Sie den Unterschied zwischen Krankenschwestern und Verkäuferinnen denn nicht? Der Verlgeich ist wieder hanebüchen. Die einen sind lebensnotwendig die anderen nicht. Einkaufen muss man nicht 7 Tage können. Alle haben heute die 5-Tage-Woche und die Läden sind 6 Tage offen. Nur eine Frage der Organisation. Und jetzt kommen sie nicht mit dem Gastgewerbe: dieses ist ja genau für die Leute da, die nicht arbeiten.

      • K.A. Barett says:

        @Ruedi: Hanebüchen ist anders. Ich schaffe es knapp, eine Krankenschwester von einer Verkäuferin zu unterscheiden. Im Ernst: Ich stelle immer wieder fest, dass die an Sonntagen geöffneten Geschäfte proppenvoll sind. Dabei drängt sich ein furchtbarer Verdacht auf. Wenn ein geöffneter Laden die Gelegenheit zum spontanen, oder vielleicht aus besonderen Gründen zu diesem Zeitpunkt auch notwendigen Einkaufen bietet, ist man froh. Das ist vielleicht egoistisch, aber legitim. Beim Grundsatzeentscheid per Stimmzettel kommt dann der reine Egoist zum Vorschein. Er denkt dann nur an sich als Betroffener

      • Christian Weiss says:

        Bus- und Zugfahren ist auch nicht lebensnotwendig. Wenn man Sonntags um 3 Uhr nachts eine Panne hat, stirbt man auch nicht, wenn der Mann vom TCS nicht vorbei kommt. Schneeketten helfen darüber weg, wenn der Strassendienst bei nächtlichem Schneefall im Bett bleibt. Und es geht auch nicht um Leben und Tod, wenn ein Industriebetrieb Nachtschichten einlegt, um einen dringenden Liefertermin einzuhalten.
        Ruedi, Sie kommen mir vor wie ein orthodoxer Rabbiner bei der Auslegung der Sabbat-Gesetzte.

        • ruedi says:

          Haha, schöner Vergleich. Ich schlage vor, Sie gehen mal in den Verkauf arbeiten. Sie kommen mir genau vor wie einer, der um 17 Uhr Feierabend hat, Samstag/Sonntag frei und keine Ahnung hat von Verkaufsberufen. Die Vergleiche mit Bus, Bahn Spital etc. hinken gewaltig. Schliesslich ist auch die Freizeitindustrie eben für die Leute, Familien z.B. da die am Sonntag frei haben. Was wenn nun auch noch alle Verkäufer/innen am Sonntag arbeiten? Sonst schaffen wir einfach den Sonntag ab und er ist gleich wie alle anderen Tage auch. Wollen Sie das?

  • ritva laaksonen says:

    Die touristen werden dies niemals verstehen.Kopfschütteln und murmeln “die schweizer, die spinnen”, wird die folge sein.

    • Paul says:

      Na und?
      Als ob es Herrn Rutz und seinesgleichen auf die Meinungen der Touristen ankommt.

  • Christoph Lieberherr says:

    Rutz ist ein ausgebuffter Politprofi, er argumentiert etwas besser als der an dieser Stelle zum selben Thema gescheiterte FDP-Lüscher. Aber das Schema ist dasselbe: man finde irgendeine nebensächliche Inkonsequenz in einer Regel und reite drauf rum, ohne das wirkliche Thema anzusprechen. Das kann er gut, am Thema vorbeireden ! Wir wollen auch keinen Nachbarn, der morgens um 2 Uhr mit den frisch gekauften Bratwürsten den Grill anwirft, Herr Rutz ! Wir wollen keine Lockerung, und wenn man uns neue Regeln an der Grenze der guten Sitten unterjubeln will, sollten alle Alarmglocken läuten.

    • Christian Weiss says:

      Das kennen wir: Die Deutungshoheit, wann etwas angebracht ist, liegt offensichtlich immer noch bei den puritanischen Frühaufstehern aus der Anti-Freude-Fraktion, die um 22.05 Uhr die Polizei anrufen, wenn der Nachbar noch auf der Gartenterrasse mit Kollegen ein Bier zischt.

      • Christoph Lieberherr says:

        Sie können täubelen wie Sie wollen, über dieses Thema wurde in den letzten Jahren hartnäckig immer wieder abgestimmt, mit immer demselben Ergebnis.

      • ruedi says:

        Das ist genau das Herr Weiss. Leider sind es immer wieder dieselben Nachbarn, die kein Mass haben. Sie können es gut mit Herrn Rutz?

    • Frank Baum says:

      Liebherr, unsere exzessive Bürokratie ist keine “nebensächliche Inkonsequenz”. Sie ist das Resultat der wirtschaftsfeindlichen Willkür unserer Gewerkschaften. Wenn wir unseren Wohlstand und unsere Innovationskraft erhalten wollen, muss man sich dagegen zur Wehr setzen.

  • spoter says:

    Das ist doch kein Problem. Die Bratwurst kann vor dem Verkauf gebraten werden und schon ist das Huhn gegessen oder verkauft

  • Martin says:

    Na also, das Gericht entscheidet ganz im Sinne der SP: Total Ueberwachung, Entmuendigung und Schikane. Und in Zurich wählt die Mehrheit rot gruen….kein Grund zur Klage 🙂

  • Schneeberger says:

    Das Recht auf die 24-Stunden-Bratwurst der SVP! Hat sie noch edlere Werte zu verteidigen?? Wer rund um die Uhr konsumiert, wird bald auch rund um die Uhr arbeiten müssen. Wehren wir uns gegen die Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche, gegen das Diktat einer Minderheit der Wirtschaft, stoppen wir diese erneute Zwängerei! Wir müssten auf NICHTS Relevantes verzichten!
    Lange Öffnungszeiten sind ein plumpes Instrument zum Missbrauch der Marktmacht. Nur Grossverteiler oder
    Ladenketten können sich solches leisten. Kleinere Geschäfte werden brutal verdrängt.

    • ruedi says:

      Richtig, und wenn die Kleinen dann ausgestorben sind diktieren uns die grossen Zwei Preise und Sortiment. Der Einheitsbrei ist ja jetzt schon angerührt und die Qualität geht den Bach ab. Das Verkaufspersonal wird sich bedanken. Irgendwann will das niemand mehr machen. Der Kuchen wird nämlich nicht grösser und wenn Rutz seine Bratwurst um 17 Uhr kauft wird er sie ohl kaum um 3 Uhr kaufen nur weil der Shop dann noch offen ist. Alles eine Frage der Planung, aber das können die meisten Leute heute offenbar nicht mehr. Man könnte glauben, es gäbe keine Tiefkühler in unseren Haushalten.

    • Norbert Neuweg says:

      Aha. Ich schlage vor, dass heute Abend alle Abendarbeiter mal eine Schicht ausfallen lassen. Wird wohl nix mit dem Dienstagskrimi…

  • Philipp Hofmann says:

    Soso: “Die Bundesverwaltung schreibt uns nicht nur vor, was wir essen und trinken sollen”. Komisch nur, wenn ich gerne Waren aus dem Ausland beziehen würde, ist es die SVP höchstpersönlich, die uns via Bundesverwaltung vorschrieben will, welche Produkte man kaufen und essen darf. Die Importzölle, Importverbote und Freimengenbeschränkungen können der SVP in diesen Fällen nicht drastisch genug sein. Wieder mal typischer Fall von scheinheiliger SVP: Vorne durch das Volkswohl polieren, hintenherum aber bloss Lobbying für das egoistische Profitieren auf Kosten der Gesellschaft betreiben.

  • Es geht hier nicht um zusätzliche Verkaufsflächen. Es sollen nur die Waren verkauft werden, die ein Durchreisender wirklich braucht. Menschen, die das nicht so sehen, einen normalen Menschenverstand absprechen? Wohl eine Geschmacksfrage. Tatsache ist jedenfalls, dass landauf, landab sozusagen alle Initiativen für verlängerte Ladenschlusszeiten abgelehnt wurden. besonders in ländlichen Gebieten. Genau dort, wo die SVP bei Wahlen jeweils abrahmt. Des Volkes Stimme Herr Rutz. Oder? Für viele kleine Läden ist das zudem eine unfaire und existenzbedrohende Konkurrenz. Für das Personal Lohndumping.

    • Frank Baum says:

      Wieso führt weniger Bürokratie zu Lohndumping? Kann man das irgendwie sachlich begründen?

    • ruedi says:

      Sehe ich genauso. Wenn Herr Rutz für seine Wurst mitten in der Nacht das Doppelte zahlt kann man darüber reden. Herr Rutz hat einen Bürojob, Inhaber einer Agentur für Kommunikations- und Strategieberatung, und hat sicher noch nie im Verkauf gearbeitet. Das soll er zuerst mal ein paar Jahre tun dann reden wir wieder.

  • Patric Forrer says:

    Ja, konsequenterweise müssten beim Tankstellenshop auch Aspirin angeboten werden, weil die Chance, dass ich das in der Nacht benötige, viel höher ist als bei der Bratwurst. Eine grosse Nachfrage hätte sicher auch Aufputsch- und Beruhigungsmittel, nicht zu reden von (bisher) illegalen Drogen – es lebe die Freiheit!

  • Fritz Meier says:

    “Die Bundesverwaltung schreibt uns nicht nur vor, was wir essen und trinken sollen” – Herr Rutz, wo schreibt mir der Bund vor was ich essen soll? Wieder mal eine haltlose, unwahre Behauptung, aber was solls, die SVP nimmts ja nie so genau mit den Fakten und sonst zeichnet Herr Schlüer eine schöne Grafik.

  • tigercat says:

    Und einmal mehr: Ein Tankstellenschopf, der so gut wie keine Produkte für das Auto mehr verkauft, hat eh keine Daseinsberechtigung mehr und sollte sich deshalb eigentlich an die Ladenöffnungszeiten, wie sie für Migros etc gelten, halten. Für das Tanken alleine braucht es nun ja wirklich keinen geöffneten Schopf.

  • Thomas Hartl says:

    Sobald der Nationalrat seine Sessionen auf die Nachtstunden verlegt, damit das Bundeshaus endlich in sinnvoller Weise touristisch genutzt werden kann, lasse ich mich bezüglich Ladenöffnungszeiten vielleicht umstimmen.

  • Stefan says:

    Ich arbeite in der Gastro und kann diese Arroganz der linkskonservativen Talibangewerkschaftsfundamentalisten nicht mehr hören. Warum macht man so ein Drama um die Verkäufer? Niemand wird gezwungen dort zu arbeiten, dann macht eine Ausbildung, wenn ihr nichts anderes könnt! Diese SPler und Gewerkschafter sitzen regelmässig bis 24 Uhr und länger im Restaurant und das ist dann okay?! Gastroleute sind also weniger wert als Verkäufer? Warum darf ich nach der Arbeit nicht noch was Essen kaufen? Was sind das für Leute, welche mir vorschreiben, wann ich zu Essen habe?

    • Stefan Gisler says:

      Arrogant: “Macht eine Ausbildung, wenn ihr nichts anderes könnt.” Da spricht einer, der mit dem silbernen Löffel im Mund geboren wurde. Was ist mit den 50-65-jährigen, die nur noch solche prekären Jobs erhalten. Kein Geld für Weiterbildung, keine Anstellungschancen. Recht gebe ich Ihnen, dass Gastroangestellte es auch extrem schwierig haben. Ist aber noch lange kein Grund andere noch schlechter zu stellen. Ich selber habe lange Zeit nachts bis 2 oder gar 6 Uhr morgens gearbeitet, jedoch nie das Bedürnis dann einzukaufen. Ging am Nachmittag vor der Arbeit einfacher.

      • Frank Baum says:

        Ja, Gisler, was ist mit den 50.65-jährigen, die nur noch solche prekären Jobs erhalten, wenn man diese Jobs durch die Gewerkschaften vernichten lässt?

      • ruedi says:

        Lieber Gastro-Typ, wer den Gastro Beruf gewählt hat kenn die Arbeitszeiten. Wer den Verkaufsberuf gewählt hat musste, jedenfalls zu meiner Zeit, nicht mit solchen Zeiten rechnen wie das heute die Regel ist. Und was macht der Herr Gastro denn alleine mit seiner Gastronomier wenn niemand mehr kommt weil alle am Einkaufen sind zu jeder Zeit oder dort arbeiten?

  • Chris says:

    Dieses selbstgefällige “wir müssen die armen VerkäuferInnen schützen”-Gedusel ist doch nicht ehrlich. Wer hat denn schon in als Verkäufer gearbeitet? Der Staat soll sich zurückhalten und den Menschen die wirtschaftliche Freiheit geben sich zu entfalten, da gehört auch eine grundsätzliche Liberalisierung dazu. Ob dann diese Geschäfte dann auch wirklich morgens um 3 Uhr aufhaben soll denen überlassen werden – mal ehrlich, wer kauft sich um 3 Uhr morgens eine Bratwurst?

    Aber: Die Liberalisierung muss weitergehn, und da ist die SVP ja nicht berühmt! Gerade in der Landwirtscharft.

  • Chris Brenner says:

    Es geht lediglich um eine weitere Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten und das ist nun wirklich nicht nötig! Ich würde gern mal sehen, wie der Herr Rutz reagieren würde, wenn sich seine Nachbarn um 2 Uhr mit Bratwürsten aus dem Tankstellenshop eindecken würden um danach zuhause eine Grillparty zu starten..
    An Wochenenden bin ich zuweilen auch ganz froh, auf dem Nachhauseweg mal einen Kaffee trinken und etwas kleines essen zu können um diese Zeit. Den Sonntagseinkauf kann ich getrost in “Christlichen” Zeiten erledigen.

    • Frank Baum says:

      @Brenner: organisieren sie Ihr Leben, wie Sie es wollen, aber lassen Sie andere Leute Ihr Leben so organisieren, wie die es sich wünschen, auch wenn es nicht Ihren Vorstellungen entspricht.

    • Norbert Neuweg says:

      Aha, dafür dürfen die “Tagaktiven” am Morgen ungestraft einen riesigen Lärm machen! Gegenseitige Rücksichtsnahme – egal ob am Tag oder in der Nacht – würde alle besser stellen. Und dazu gehört auch, dass wir “Abendarbeiter” die Möglichkeit haben, nach Feierabend einzukaufen. Wie es der “Bürogummi” auch kann.

  • Stefan W says:

    Sie betrachten das Problem verkehrt herum. Zuerst einmal ist es der politische Wille des Volkes, dass Läden nicht rund um die Uhr geöffnet sind. Der allgemeinen Nachtruhe und dem Personal zuliebe. Eine Mehrheit der Schweizer möchte nunmal nicht in New York leben, auch wenn das nicht allen passt. Erst dann kam es dazu, dass man für bestimmte Läden Ausnahmen bewilligte, um etwa zum Beispiel Reisenden entgegenzukommen. Diese Geschäfte haben ihr Sortiment immer mehr erweitert und umgehen so das Ladenschlussgesetz. Also was soll man jetzt tun? Einfach kapitulieren? Oder den Volkswillen durchsetzen

    • Norbert Neuweg says:

      Funktionierende Demokratie bedeutet auch, auf andere Rücksicht zu nehmen. Und nur weil die Mehrheit der Leute entweder pensioniert ist oder einen ruhigen 9-5-Bürojob hat und darum locker vor 20 Uhr einkaufen können, gilt das noch lange nicht für alle.
      Vielleicht sollten alle “Abend- und Nachtarbeiter” mal einfach eine Woche die Arbeit niederlegen. Möglichst im Winter. Es könnte dann ein wenig kühl, schattig und langweilig werden.

      • Stefan Werner says:

        Offensichtlich kann die Schweiz auch ohne 24-h-Landenöffnungszeiten existieren, das beweist sie seit geraumer Zeit. Ich kann nicht ganz erkennen, was das damit zu tun hat, dass es einige Berufsgattungen gibt, die tatsächlich rund um die Uhr bereitstehen müssen. Da ich im Gesundheitswesen arbeite, ist mir das nicht völlig unbekannt, Ich habe trotzdem nur sehr selten das Bedürfnis, um drei Uhr Morgens eine Bratwurst zu kaufen. Und wenn ich es doch mal habe, dann unterdrücke ich es tapfer bis zum nächsten Morgen.

  • Hans Stucki says:

    “Wer sich nicht an die Vorschriften hält, wird gnadenlos gebüsst.” Eine Forderung, welche die SVP in fast allen anderen Belangen ständig wiederholt! Man merke die Doppelmoral!

    • s.frei says:

      kleiner zwischenruf: die svp ist die einzige die weniger staat bzw. gesetze fordert. vorreiter sind ganz klar linke , die verursachen und dann die konsequenzen “regeln” möchten (bsp?= schengen , lohndumping ? mindestlohn!). ebenso ist diese partei dann auch für die durchsetzung der bestehenden ….und siehe da : die verwaltung/bern will immer ausnahmen. entweder , oder ..

  • Fischer Walter says:

    Gut gejammert Herr Rutz ! Es geht wirklich um die Wurst ! Der Souverän sollte die umfassenderen Sortiments-Öffnungszeiten für Tankstellenshops, möglichst annehmen. Anschliessend heisst es dann, wenn die schon dürfen, wollen wir unsere Läden auch rund um die Uhr offenhalten!
    “Nachtigall ik hör dir trapsen!”

  • Peter Müller says:

    Die Abstimmung zeigt wieder mal die grosse Intoleranz von den Älteren gegenüber den Jungen ist. Weil es den Alten nicht gefällt wenn die Jungen noch abends an der Tankstellen einkaufen, macht man einfach bequem denen per Abstimmung Vorschriften. Wir müssen einfach schauen dass die Schweiz nicht noch mehr zur Verbots Gesellschaft wird. Sehe die Alkohol Exzesse auch nicht gerne aber, es sollte auch noch Platz für die Sünde bei uns geben. Und die beteiligten Kirchenvertreter wollen den Job doch auch behalten.

    • Mäse says:

      So richtig in schwarz und weiss denken ist doch eine tolle Sache, nicht Herr Müller? Ich 46 und so gesehen ein alter Sack. Nun, von mir aus kann jeder seinen Laden dann offen haben, wenn er es für gut befindet. Vielleicht liegt es daran, dass ich im Ausland lebe und die persönliche Freiheit mehr schätzen gelernt habe. Mit Alten oder Jungen hat das nichts zu tun. Nur mit Einstellung

  • Frank Baum says:

    Dem bürokratischen Wahnsinn, den die Gewerkschaften in unserem Land einführen, muss ein Riegel geschoben werden. Das Einmischen von Bürokraten in die Sortimentauswahl von privaten Firmen ist völlig lächerlich. das hat schon die Sovietunion gezeigt. Man hilft auch den “sozial Schwächsten” in keinster Weise, wenn man deren Jobs abschafft. Dann gammeln sie nur auf dem Sofa herum.

  • sepp z. says:

    Gregor Rutz, weshalb tritt dann die SVP dafür ein, dass nach 22 Uhr kein Alkohol mehr an Jugendliche verkauft wird? Doppelmoral?

  • Georg Bommeli says:

    Ich glaube es nicht. Kaum zu fassen eine solche Vorschrift. Es ist ja schon schlimm, was einem alles vorgeschrieben wird! Aber es müssen eben viele Beamten durchgefüttert werden. Eine sinnlose allerdings, was dies Vorschrift betrifft.
    Kann mir jemand sagen was die Stunden zwischen 1 und 5 Uhr ausmachen. Und übrigens, eine Kalbsbratwurst ist abgebrüht. Man kann sie ohne Schaden zu nehmen auch kalt essen.

  • Erich says:

    Es wird auch nicht wahrer wenn hier dutzendfach versucht wird, eine Öffnungszeit-Debatte loszutreten! Es wird mit keiner Art und Weise über neue Öffnungszeiten abgestimmt. Einzig und allein geht es darum, ob wir uns weiterhin vorschreiben lassen wollen/müssen, ob wir ein Produkt zwischen 1 h und 5 h nicht kaufen dürfen, obwohl das Geschäft geöffnet und das Produkt verfügbar ist. Wem steht es eigentlich zu, andere wegen ihrem Einkaufsverhalten verurteilen zu wollen? Es herrscht ja für die intoleranten Gegner kein Einkaufszwang in der Nacht aber für viele vielleicht immer öfters das Bedürfnis!

  • Fredi Moser says:

    Ein Arbeitstag dauert max. 10, ja sagen wir sogar 11 Stunden. Die Läden sind in der Regel geöffnet von 08.00 – 22.00 h (14 Stunden). Es ist somit jedem möglich, vor, während (Pause) oder nach der Arbeit einzukaufen. Wer auf Frischprodukte besteht: Dafür wurde der Kühlschrank erfunden.
    Mir ist bis heute kein Fall bekannt, wo ein gestresster Mitmensch wegen der ach so knapp bemessenen Ladenöffnungszeiten elendiglich verhungern musste. Ich kenne aber zahlreiche VerkäuferInnen, die mit den ausufernden Ladenöffnungszeiten Abstriche im sozialen Leben machen mussten (Vereine, Kino, Sportanlass).

  • ruedi says:

    Offenbar betrachtet Herr Rutz das Einkaufen zu jeder Tages- und Nachtzeit als Menschenrecht. Dabei wissen wir ja spätestens seit vorgestern, was die SVP von den “sog. Menschenrechten” hält. Komisch….

  • Gerold Stratz says:

    Jetzt warte ich noch auf eine “Doku”, z.B.: Gregor Rutz, Natalie Rickli, Toni Brunner, Christoph Mörgeli, Ueli Maurer (z.Zt.) höchster
    Exponent der “SVP-Bratwurst-Partei”. Das alles unter “Regie” des Chefs von “Schloss Herrliberg”.
    Thema der Doku: Die o.erw. Exponenten poschten nachts nach 2 h ,man hat sonst keine Gelegenheit!
    bei ihre bevorzugten Tankstelle. CB. hat derweil auf dem Rasenplatz der Villa den Grill angeschmissen.
    Die Heldin/en werden herzlich begrüsst. Danach bei Bier u. Bratwurst, wird skandiert: Jetzt haben wir es
    den “Linken”! und *”BUNDESBERN”? gezeigt! *Wer ist das genau?

  • Marius Meier says:

    Naja ich glaube hier würde der Markt vermutlich einiges selbst regeln. Jedenfalls ist andauernde Nachtarbeit schädlich und so muss der Nachtzuschlag hoch sein. So rentiert es für manches Geschäft vielleicht doch zu wenig und dadurch wird es kein flächendeckendes Geschäftsmodell. Trotzdem, es sei nochmals gesagt, Nachtarbeit ist schädlich und eine Bratwurst 3 Uhr morgens auch.

  • Gertrud Schneider says:

    Es sollten nachts weder Cervelats noch Bratwürste verkauft werden. Nachtarbeit ist gesundheitsschädlich, Nachtlärm stört die Leute in bewohnten Gebieten, und nächtliches Einkaufen fördert die Kriminalität. Dass sich hier ein SVPler für mehr Ruhestörungen und mehr Kriminalität einsetzt, ist seine Sache. Aber wir brauchen keine 24-Stunden-Party-Gesellschaft, die nur aus gestörtem Narzissmus nachts einkaufen will und nicht mehr merkt, dass sie damit die sozial Schwächsten schamlos ausnutzt.

    • Martina Siegenthaler says:

      Genau, Frau Schneider,Sie bringen es auf den Punkt!

    • Norbert Neuweg says:

      Genau, Frau Schneider! Sind ja alles Kriminelle und Narzisten, die die Schwächsten schamlos ausnutzen, diese Nachtarbeiter! Wollen diese Frechlinge doch das gleiche, was jeder Bürogummi auch tun kann, nach dem Arbeiten etwas einkaufen! Wo kämen wir denn da hin?
      Achja, ich finde es auch unverschmämt, das am Morgen schon vor 11 Uhr die Trams fahren. Brauche ich nicht, darum ist es schlecht. Das ist Ihre Logik…

      • Gertrud Schneider says:

        Herr Neuweg, Ihre Logik wäre, dass die Trams die ganze Nacht rumfahren sollten, nur damit jeder die Freiheit dazu hat. Sie können auch vor der Arbeit einkaufen. Ich finde, wir sollten Nachtarbeit den paar Berufen überlassen, die es dann wirklich braucht: Securitas, Polizei, Notfallstation, Chirurgie. Aber wir sehen selbst beim Chirurgen, dass Nachtschichten nichts Gutes sind. Die haben manchmal einen 36-Stunden-Tag, was einem Effekt von 0,8 Promille Alkohol gleichkommt.

        • Norbert Neuweg says:

          Wenn es eine Nachfrage danach gibt, die sich selber finanziert, sollen ein limitierter ÖVs die ganze Nacht fahren. Fände ich super und gibt es meines Wissens auch in Teilen in Zürich…
          In den meisten Ländern bildet sich ja genau das auch heraus: Die meisten Läden machen am Abend zu. Und dann gibt es einige Geschäfte, die 24 Stunden offen haben. So sind alle glücklich und zufrieden…

          • Gertrud Schneider says:

            Ich kann Sie nicht ernst nehmen, wenn Sie zuerst behaupten, dass es unverschämt sei, wenn die Trams schon vor 11 Uhr fahren, und dann, dass der ÖV die ganze Nacht fahren soll.

  • Walter Bossert says:

    Ich finde es ehrlich gesagt schon ein wenig unlogisch dass ausgerechnet ein SVP.ler für diese Läden rund um die Uhr ist!! Wer steht nachher hinter dem Verkaufstisch liebe SVP.ler? Das werden durchs Band Ausländerinnen sein! Und ich höre schon wie die linken mit geschwollener Brust verkünden, das wir unbedingt noch mehr” Fachkräfte” ins Land holen müssten, nur weil unsere Bubis nicht rechtzeitig einkaufen können! Die SVP betoniert sich wieder mal ihre eigenen Stolpersteine!

  • P. Waldner says:

    Eine “Frage des gesunden Menschenverstands” ist es, wenn man nicht andauernd über das gleiche Thema abstimmen gehen muss, Herr Rutz (In letzter 4 Jahren mind. 3 mal abgelehnt). Hat die SVP / FDP in diesem Land kein anderes Thema mehr als längere Ladenöffnungszeiten? Wie mickrig! Ich würde lieber über das Armee-Budget oder Kampfflieger abstimmen.

    Wenn sie schon über Bürokratie jammern: Wie wäre es denn mit einem Einheits-Mwst. Satz? Ausgerechnet dort wollen die Lobby-gesteuerten Bürgerlichen alle möglichen Ausnahmen. Kein Wort mehr von übertriebener Bürokratie.

    Frohes Jammern und Heucheln!

  • Rene Kunz says:

    Zu der beginnenden Schlagzeile: “Der Bundesverwaltung scheint es eindeutig an gesundem Menschenverstand zu mangeln”? Meine Frage zu zu dieser Aussage ist, was dann ist die Einsicht und der Verstand der Schweizer Mehrheit die diese Bundesverwaltung willigt und immer wieder wählt?

  • karl says:

    Was ich verkaufe an meiner Tankstelle ist meine Sache und da hat nun der Staat einemal nichts zu sagen. Darf ich denn an der Tankstelle Nachts pinkeln gehen oder muss ich dafuer auch noch eine Lizenz haben?

  • s.frei says:

    es geht immer nur um den bund !der wasserkopf muss wachsen.
    die argumentation ist immer die gleiche : regeln für sicherheit, gleichheit, was man will. der mensch ist nicht “fähig” selbst für sich zu sorgen. sobald etwas passiert: der staat braucht mehr macht.
    siehe SBB unfall von vor zwei wochen. wann frägt man sich, ist die selbstverantwortung gefordert ? die linke mehrheit baut immer mehr staat aus um ein entmündigtes kind (bevölkerung) dann komplett zu bevormunden und vorallem zu “rupfen”.

    • iskra says:

      S.Frei: Ja, wir haben eben keine linke Mehrheit ( übrigens, was hat der Bratwurstverkauf morgens um 2 h mit dem SBB-Unfall vor zwei Wochen zu tun ? )

  • Armando says:

    Herrn Rutz geht es doch gar nicht um die Bratwurst, sondern um die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten als Ganzes. Er will sich als Vorreiter des Neoliberalismus profilieren, doch Profilierung wird hier immer schwieriger, denn deren Vertreter aus Kreisen der SVP und FDP haben schon zur Genüge vorgeführt, wohin das führt: Abzocker, Boni-Kassierer, Bankensanierung auf Staatskosten, sinkende Löhne und Lebensqualität.
    Es gibt bereits genug Länder, wo man rund um die Uhr einkaufen kann, nachts um 3 Uhr schläft das Personal, weil kaum Kunden da sind. Eine betriebswirtschaftliche Fehlrechnung.

  • Walter Kunz says:

    Wir leben schliesslich nicht ganz um sonst in einer Freien Demokratie, als was sich unser Land nach aussen hin, so gerne aus zu geben pflegt

  • P. Waldner says:

    Der Ober-Wit: Es sind Leute wie Rutz – Politiker – dafür sorgen, dass die Bürokratie wächst. Die Verwaltung handelt ja mit einem Auftrag und der kommt immer noch aus der Ecke der Politik.

    Weniger Bürokratie würde in diesem Fall bedeuten die Tankstellen wie alle anderen Shops zu behandeln statt weitere Ausnahmen (und damit Bürokratie) zu schaffen. Einfach. Unkompliziert. Unbürokratisch. Fair. Gleiches Recht für Alle. Wieso hören wir solche Vorschläge nicht von Rutz & Co? Ganz einfach: Diesen Leuten geht es nicht um Freiheit und weniger Bürokratie sondern um ihre eigenen Interessen.

  • Rolf Wittwer says:

    Mir wird immer klarer, dass die landesweite exzessive Büroturm-Bausucht ebensolche Jobs erfordert. So verheddert sich eben unsere Bürostuhl-Sitz- und Hock-Kultur in immer kleinkarierter werdendes “Denken” und “Handeln”.
    Das Resultat besteht aus an Absurdität und Dummdreistigkeit nicht mehr zu toppenden “Vorschriften”, “Gesetzen”, “Reglementen”, “Handhabungen”, “Verfügungen”, “Erlassen”, “Anweisungen”, “Regulierungen”,”Anordnungen”, “Instruktionen”, “Richtlinien”.
    Möglicherweise sitzen vielleicht doch einige Würste am falschen Ort?

  • Martin says:

    Falls die Abstimmung angenommen wird wird deswegen kein einziger Tankstellenbetrieb länger offen haben, er kann dann einfach sein komplettes Sortiment anbieten statt nur das bisher erlaubte “Teilsortiment”.

    Wenn die Abstimmung abgelehnt wird ändert sich an den Öffnungszeiten dieser Shops gar nichts, ob man nun gegen den 24h Betrieb ist oder nicht.

  • Andreas Stutz says:

    Neben der Schuldenbremse sollten wir die politische Vorlagenbremse einführen. Wir streiten um uns Tankstellenshops, hauen die Bratwurst und meinen die Nachtarbeit (die im übrigen fein säuberlich geregelt ist) und entblöden uns nicht Millionen für Abstimmungskämpfe zu verpulvern, die weder dem demokratischen Verständis nützlich sind noch irgend jemandem Mehrwert bringen. Für solche Vorlagen bräuchte es ein Demokratiebremse.

    • Max Brüllhardt says:

      das tönt mir doch schon eher nach gesundem Menschenverstand …. Danke

    • Meckeri says:

      Sie hauen genauso den Sack anstelle des Esels, Herr Stutz. Denn Sie wollen die Demokratie bremsen, statt den Leuten die Sicht aufs wesentliche zu öffnen.
      Hätte sich nicht links bis rechts über Jahre der Schönwetterpolitik unangenehme Angewohnheiten zugelegt, bräuchten wir heute nicht über 100Franken-Vignetten und Bratwürste abzustimmen. In Zeiten von Schlechtwetter bevorzugen die Parteien, Problembewirtschaftung zu betreiben, die man sie bei schönem Wetter einüben liess. Die Politik ist der konjunktursicherste Arbeitsplatz; je mehr Unfug getrieben wird, desto mehr Aufgaben erhält man.

  • Hans-Peter says:

    Meine 92jährige Mutter hat den Wohnort gewechselt. Die Anmeldung – eine Bürgerpflicht – kostete CHF 15. Die beiden Nachbargemeinden waren nicht fähig dies elektronisch zu regeln… Also ich bin nicht gegen 24h offene Shops. Aber die Verwaltung sollte dann zwingend nachziehen, also 24h offen sein und “Produkte” liefern, die einen Hauch von Wert haben … Klarer könnten es die Herren Wasserfallen, Rutz und Co. nicht kommunizieren: Als Konsument bist Du uns immer willkommen, als Bürger bist Du “quantité négliable”.

  • Hagmann says:

    Es Braucht die RADAB Radikale Abbau Bewegung. 50 Prozent der Gebührokratie ist nicht nötig. Damit könnten nicht nur
    Viele neue Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft geschaffen werden sondern auch Steuern und vor allem Gebühren, worunter
    Gerade der Kleinverdiener leidet, gespaart werden. Die SVP braucht einen bodenständigen Sozialen Flügel a la
    Gotthelf. Dann gelänge es, die verkalkte Mittelinksmacht zu bodigen.

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