Auf einem Auge blind: Replik auf Walter Hollstein

Wie sehr müsste ich mich eigentlich darüber freuen, dass sich der Soziologe Walter Hollstein in seinem Politblog «Die ungestellte Männerfrage» so für mein vermeintlich starkes Geschlecht einsetzt. Denn er hat im Grunde ja recht; auch ich werde vermutlich wie die Mehrheit der Männer früher das Zeitliche segnen als meine Frau; niedergestreckt von Herzinfarkt, Lungenkrebs oder Leberzirrhose. Oder ich liege darnieder, weil mir mit dem Verlust der traditionellen Beschützer- und Ernährerrolle auch gleich jeder Lebenssinn als Mann abhanden gekommen ist. Soll ja vorkommen. Allerdings weiss ich nicht genau, was diese laut Hollstein «desaströse Gesundheitsbilanz» von Mann mit der aktuellen Diskussion um Frauenquoten in Spitzenpositionen zu tun hat. Denn das eine ist primär selbst verschuldet (oder selbst gewählt), das andere schlicht ungerecht.

Im Gros sterben wir Männer ja nicht früher, weil wir gezwungen werden in dreckigen Kohlegruben zu schuften oder weil wir als Handwerker von den Dächern fallen. Wir sterben, zumindest hierzulande, statistisch früher, weil wir das öde Alltägliche gerne hochtourig kompensieren: Wir saufen, rauchen und rasen uns durchs Leben, ohne Rücksicht auf morgen. Kurz: Wir haben Spass, pfeifen dafür auf Gesundheitsprävention und medizinische Vorsorgeuntersuchungen. Ich persönlich finde diese männliche Unbedarftheit vielleicht nicht löblich, aber sehr entspannend.

Einer Geschlechterquote mag der Mief des Unliberalen, Etatistischen anhängen. Aber sie hilft, verkrustete Strukturen aufzubrechen.

Kassiererin in einer Coop-Filiale. (Foto: Keystone)

Frauen sind in vielen schlecht bezahlten Berufen übervertreten: Kassiererin in einer Coop-Filiale. (Foto: Keystone)

Dass mich die Feminisierung der Moderne zu diesem riskanten Lebenswandel zwingen würde, ist Quatsch. Das Gegenteil ist der Fall, zumindest bei mir: Fährt Frau mit den Kindern übers Wochenende weg, verlassen mich mit ihnen auch gleich alle guten Geister, und stehend pinkelnd Pizza essen gehört noch zum Zivilisiertesten, was ich dann anstelle. Sollte es also in den von Hollstein postulierten und unterstützungswürdigen Männer- und Bubenprojekten darum gehen, mich als Mann an die gesundheitspolitische Leine zu legen, muss ich dankend ablehnen.

Nichts als Polemik ist auch, die Frauen als die eigentlichen Gewinnerinnen der Modernisierung zu bezeichnen (Wobei man sich ohnehin fragen darf: Was wäre so falsch daran, Frauen hatten in Sachen Gleichberechtigung auch etwas aufzuholen in den letzten 30 Jahren). Den Beleg dafür liefert Walter Hollstein gleich selber. Denn es stimmt, was er schreibt: Frauen machen heute die besseren Schulabschlüsse, studieren häufiger, dominieren ganze Fachbereiche und stellen die Mehrheit der kompetenten Berufsanfängerinnen. Bewusst oder unbewusst markiert der Soziologe in dieser seiner Aufzählung aber auch gleich die gläserne Decke, die Frauen auf dem Weg nach oben zurecht monieren: Sie endet bei den «kompetenten Berufsanfängerinnen». Vielleicht, weil es danach vorbei ist mit der vermeintlichen Herrlichkeit? Gerade Wissenschaftler wie ihn mit offensichtlicher Affinität für Statistiken sollte es doch nachdenklich stimmen, dass – angesichts dieser angeblich so hochqualifizierten Vorzeigegattung Frau – der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen der 115 grössten Schweizer Unternehmen bei mageren 5 Prozent liegt, und die Verwaltungsräte einen Frauenanteil von 11 Prozent haben.

Hollsteins Blick in die «Niederungen der Berufswelt» macht die Sache übrigens auch nicht gerechter, jedenfalls nicht solange er dabei einfach ein Auge zudrückt. Zweifellos ist in der Kehrichtabfuhr, der Kanalreinigung oder der Entsorgung von Gefahrengütern die Männerdominanz frappant. Das gleiche Bild – einfach mit umgekehrten Vorzeichen – präsentiert sich jedoch in «Frauenberufen» wie Kleinkindererziehung, Kranken- und Altenpflege, Putzhilfe oder an den Kassen der Supermärkte. Zu spüren bekommen diese Frauen die Folgen ihrer jahrelangen Rackerei vielleicht nicht so sehr im Kreuz (mit Ausnahme der Pflegefrauen), dafür in der Seele, im Gemüt – ganz sicher aber im Portemonnaie und auf dem AHV-Auszug.

Nun mag man dagegenhalten: Die Türen nach oben stünden gut ausgebildeten Frauen längst offen, sie wollen einfach nicht hindurch treten mangels Ehrgeiz oder aufgrund lebensfreundlicherer Alternativen. Nun, welcher offengeistige Mann mag es ihnen verübeln? Sich als Frau wider alle Widerstände in die Teppichetage zu «ellböglen», um dann in einem versnobten Männerclub zu landen, klingt in etwa so verheissungsvoll, wie sich als Mann abzurackern, um letztlich in einem Zimmer voller Filzkugel-behängter Rhythmuslehrerinnen zu landen. Einer Geschlechterquote mag der Mief des Unliberalen, Etatistischen anhängen. Aber sie hilft, verkrustete Strukturen aufzubrechen, und ist für die Wirtschaft – davon bin ich überzeugt – eine willkommene und längst fällige Frischluftzufuhr. Von alleine, das wissen wir Männer aus Erfahrung, reissen wir selten das Fenster auf oder wechseln die Bettlaken – das tun unsere Frauen für uns. Und dann atmen wir auf und sagen: Ah, was war das doch für eine gute Idee! Darauf hätte ich auch selber kommen können.

Walter Hollstein hat seinen Politblog mit dem geschassten Männerbeauftragten Markus Theunert beendet. Leider aber hat er den guten Mann in einem entscheidenden Punkt missverstanden. Theunert wollte nie, wie Hollstein das getan hat, Mann gegen Frau ausspielen und eine neue Opferdiskussion vom Zaun brechen. Denn, so schreibt Theunert, «sonst ist man immer am Vergleichen und fragt sich, ob es besser ist, fünf Jahre früher zu sterben oder acht Prozent weniger zu verdienen.» Das sind, so betonte Theunert gerne «unmögliche Fragen».

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235 Kommentare zu «Auf einem Auge blind: Replik auf Walter Hollstein»

  • Mik sagt:

    „Einer Geschlechterquote mag der Mief des Unliberalen, Etatistischen anhängen. Aber sie hilft, verkrustete Strukturen aufzubrechen.“==> Und neue Ungerechtigkeiten und eine weiteres Deskriminirung zu schaffen. Leider haben die Frauen nur 11 Prozent in den Führungsetagen. Diese Zahl gleicht den 13 Prozent Unternehmerinnen. Und da gibt es keine Ausreden. Jede Person kann eine Firma gründen.

    • Marco Casutt sagt:

      „Jede Person kann eine Firma gründen.“

      Ja, aber dann müsste man sich mit Männern abgegeben. Das wollen Feministinnen nicht. Welcher offengeistige Mann mag es ihnen verübeln?

      • Nico Meier sagt:

        Genau jeder kann eine Firma gründen doch wer sich selbstständig machen möchte, der wird in den ersten zwei bis drei Jahren einiges mehr Leisten als die 42 Stunden, die viele Angestellte pro Woche leisten.
        Dies ist auch ein Grund wieso vorallem Männer Firmen gründen, da viele Frauen gerade in den jungen Jahren nicht oder nur widerwillig bereit sind Überstunden zu leisten.
        Kaderverträge enthalten in der Regel Klauseln, gemäss denen Überzeit nicht kompensiert werden kann, dies ist auch ein Grund warum Frauen wenig Intresse zeigen an Kaderstellen.

        • miriam sagt:

          „[…] da viele Frauen gerade in den jungen Jahren nicht oder nur widerwillig bereit sind Überstunden zu leisten […]“ – Männer hingegen schon? Und was ist mit all den Pflegefachfrauen (ja, inzwischen auch etwa 15% Pflegefachmännern), bei denen Überstunden, Sieben-Tage-Wochen (oft nur mit einem Freitag dazwischen), Spätschichten, Nachtschichten, … normal sind? Notabene mit einigem Risiko, die eigene Gesundheit zu ruinieren, aber selbstverständlich für Gottes Lohn. Pech für sie, sollte es keinen Gott geben.

        • Gion Saram sagt:

          Genau! In einer freien Marktwirtschaft müssten ja eigentlich Firmen die von mehrheitlich Frauen dominiert werden und geführt werden, nach der Logik dieser Frauenquotenverfechter zwangsläufig erfolgreicher sein, als ihre patriarchalischen Konkurrenten. Weshalb kam also noch keine Frau auf die Idee eine Frauenbank, eine Frauenchemiefirma oder eine Frauenairline zu gründen? Weshalb sollen Männer sich abrackern und Firmen aufbauen und an die Börse bringen, damit nachher weibliche Verwaltungsrate sich ins gemachte Nest setzen können? Die Frauenquote ist Sozialismus durch die Hintertür.

    • Daniel Tannacker sagt:

      @Mik: Sehr richtig! Ausserdem entspringt die heutige Führungsgeneration einer anderen Zeit, als das Frauenstimmrecht noch kaum eingeführt war und Frauen tatsächlich diskriminiert waren. Eine Karriere bis „ganz nach oben“ dauert nun mal in der Regel mindestens 30 Jahre. Es bleibt also zu erwarten, dass in den nächsten 20, 30 Jahre der Frauenanteil auch „zuoberst“ zunehmen wird, ganz allein aufgrund dieses Mechanismus und ohne Quoten.

      • Pippo Langeunterhose sagt:

        @Tannacker: Sehe ich auch so.
        Herr Broder schreibt es ja selbst. Einen guten Schulabschluss haben viele, kompetente Berufseinsteiger ( müsste man allenfalls konkretisieren, was das heissen soll ) sind auch viele. Offenbar gehört mehr dazu, um in die Führungsetagen zu kommen. Als Teilzeit-Betreuender Vater (Weniger als 80% arbeiten) nützt mir mein sehr guter Abschluss und tägliches 150 % geben auch nichts, die Teppichetage werde ich nie erreichen. Im Übrigen musste auch ich einen niederen „Stundenlohn“ akzeptieren, als wenn ich 100% arbeiten würde. Kein Fünfer und das Weggli dafür Kinder.

    • Hannes Müller sagt:

      Ein weiteres Beispiel: Zur neuen Verfassung des Kantons Zürich konnte man Kommentare abgeben, bevor sie festgegossen dem Volk vorgelegt wurde. Reaktionen und Anregungen kamen zu 15% von Frauen und zu 85% von Männern (zB von meiner Frau und nicht von mir) – da gab es keine gläserne Decke, jeder konnte mitmachen.

    • Alex Hänggi sagt:

      Guter Punkt. Auch die Antwort von Nico. Liegt es also (auch) am fehlenden Ehrgeiz, dass Frauen in Führungsetagen so untervertreten sind? Also den tieferen Lohn in Kauf nehmen, weil man den höheren mit (teils massiver) Ueberzeit „bezahlen“ müsste? Es ist auch ein Fakt, dass sich weniger Frauen für politische Aemter aufstellen lassen als Männer (ca. 40 %). Aus ähnlichem Grund?

  • Jean-Christophe de Jacquot Guillarmot sagt:

    Schlechter Artikel, wenn schon Hollstein kontern dann aber mit richtigen Argumenten und nicht mit abgedroschenen Bildern die ja wohl nur von einem Annabelle Redaktor kommen kann. Geschlechterquota ja ich bin dafuer aber eben auch fuer Kanalabfuhr und KassierEr. Ich habe lange in einer UN organisation gearbeitet die eine Quota hat, aber was herauskommt ist dass es fast keine Maenner mehr hat in den mittleren Schichten, schliesslich muss man ja alle diese Fahrer, Waechter, Computer und Wasser Spezialisten auspendeln. Eine schlichte Ungerechtigkeit nicht in allen Berufskategorien ein Quota zu hab

    • Ruedi Strickler sagt:

      Ja, Monsieur de Jacquot Guillarmot, da gefallen auch mir die Totschläger-Phrasen Hollsteins besser. Klar. Gelernt ist gelernt, denn schliesslich steht das ja schon in der Bibel. Und dazu lernen ist nicht, schliesslich bin ich als Penis-Träger von Natur aus intelligenter, besser und überhaupt perfekt. Frauen sind nur lästig, es sei denn, sie räumen mir hinterher, stehen 24h zur Verfügung – wofür auch immer – und beten mich kritiklos an. Schliesslich habe ich ja zwei Hirne – davon ein meist unbenutztes im Kopf…

      • Karl Müller sagt:

        @Ruedi: Ihre herablassende Art hier spricht für sich. Weiterer Kommentar unnötig.

      • Dani sagt:

        Ich bin von Natur aus intelligenter, besser und überhaupt perfekt….solches Selbstbildnis finde ich heute ausschliesslich bei den Feministinnen und den Feministen, die diesen zustimmen . Gibt es überhaupt noch Männer die so denken?
        Die kürzere Lebenserwartung einfach pauschal nur dem selbstgewählten Lebenswandel zu unterstellen finde ich auch ein starkes Stück.
        Frauenförderung da, Frauenquote dort….aber wenn sich mal einer Gedanken über die Männer macht, wird er von diesen esoterischen Kreisen gleich ins lächerliche gezogen.

      • Vera sagt:

        @Strickler – Unterstes Niveau und Geltungsdrang. Wurden Sie von einem Mann geboren und gross gezogen? Ganzheitliches Denken und Sozialkompetenz ist nicht allen gegeben…

        • Eduardo sagt:

          Ruedi Stricklers Kommentar klingt für mich nach etwas unbeholfen formulierter reiner Ironie. Vorsicht übrigens mit der Unterstellung „Wurden Sie von einem Mann … grossgezogen?“ usw., denn die kann böse nach hinten losgehen. Alice Schwarzer wurde nämlich von einem Mann, d. h. ihrem Grossvater, grossgezogen. Na, was sagt das jetzt aus feministischer Sicht über ganzheitliches Denken und Sozialkompetenz aus? Ausgesprochene „Vaterkinder“, Mädchen wie Knaben, wirken auf mich übrigens viel freier, selbstbewusster und origineller als vorwiegend von ihren Müttern aufgezogene und betreute Kinder.

  • Christoph Schnyder sagt:

    Mag sein, dass Herr Hollstein auf einem Auge blind ist, aber genauso ist es Herr Broder. Männer sterben u.a. auch aus biologischen Gründen früher, sie sind daran nicht alle selbst schuld. Genausowenig kann man ihnen allein die Schuld für ihren Alkoholismus geben, bei den Frauen erkennt Herr Broder ja auch sofort an, dass ihre Depressionen stressbedingt sind. Und schliesslich – Frauen macht es keinen Spass, in einem versnobbten Männerclub zu landen – ach wirklich? Den meisten Männern, inlusive mir, auch nicht. Nur stehe ich dazu, und lamentiere nicht über Diskriminierung.

    • Daniel Tannacker sagt:

      @Christoph Schnyder: Dass Männer aus biologischen Gründen früher sterben ist überhaupt nicht erwiesen. Jedoch ist es ein gesellschaftliches Phänomen. Analog: Frauen werden nicht gezwungen Teilzeit zu arbeiten, jeder Frau steht es frei, 100 Prozent zu arbeiten. Jedoch ist es ein gesellschaftliches Phänomen. Der Punkt ist, dass diese Phänomene auf eine implizite Diskriminierung einer Teilgesellschaft (und nicht eines Individuums) hindeuten könnten und ausserdem unerwünscht sind.

    • Ruedi Strickler sagt:

      Ja…? Und was wr das grad jetzt…??

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Blödsinn, saufen ist freiwillig! Der Vergleich mit den Depressionen bei Frauen hinkt, den Männern wird ja nicht abgesprochen, dass sie auch depressiv sein dürfen, oder unglücklich oder was auch immer. Nur die ‚Medizin‘, die sie dagegen nehmen, sollten sie lieber bleiben lassen. Es gibt Besseres, mit weniger Nebenwirkungen.

    • Kurt sagt:

      90% der Todesopfer bei Arbeitsunfällen sind Männer.
      Hey, sind sicher selber schuld, „Wir sterben, zumindest hierzulande, statistisch früher, weil wir das öde Alltägliche gerne hochtourig kompensieren“.
      Vielen Dank.
      Man(n) könnte auch schreiben, dass Frauen viel öfters als Männer bei der Geburt eines Kindes sterben, da sind sie aber selber schuld, weil sie ja gerne Kinder wollen, oder so!

  • Ruedi Tschudi sagt:

    Die Sterblichkeit von Männern am Arbeitsplatz ist etwa 20 mal höher als bei Frauen. Herr Broder stellt dies höhnisch als selbst gewählt hin. Es ist eine Tatsache, dass vor allem Männer die dreckigen und gefährlichen Jobs übernehmen. Wo ist hier die Frauenquote?
    Die grösste Ungerechtigkeit aber ist die kürzere Lebenserwartung. Trotzdem beziehen Frauen den grössten Teil der sozialen Dienstleistungen, z. Bsp. Krankenkasse. Wie wäre es mit massiven Aufklärungskampagenen für Männer, z. Bsp. Prostatakrebs?
    Leider haben wir bei für Frauen schon den „Nanny-State“! Dies ist sehr teuer! Hohe Steuern!

    • Maja sagt:

      Sorry, aber für die Lebenserwartung, welche zum einen biologische und zum anderen auch soziale Gründe hat (Männer leben nun mal halt risikoreicher und ungesünder). Es zwingt einen niemand, einen gefährlichen Job auszuüben! Und wenn Frauen auch gut bezahlte Jobs kriegen würden, dann könnten Sie auch den Versorgerjob übernehmen, und Männer hätten weniger Druck. Aber dagegen wehrt man sich vehement. Und dass Frauen mehr Krankenkasse beziehen, ist Müll. Genauso dämlich wäre es, wenn ich strafzahlungen von allen Männern fordere, nur weil 2/3 bis 4/5 aller Verbrechen von Ihnen begangen werden.

      • Pippo Langeunterhose sagt:

        @maja
        Stimmt nur bedingt. Hätte ich bei einer Trennung nur schon die gleichen Chancen, das Sorgerecht zu bekommen, wäre ich sofort mehr Hausmann. Ein Freund von mir arbeitet 60%, die Mutter 80%. Er betreut die Kinder mehr, da sie besser verdienen kann. Trotzdem musste er bei der Vormundschaftsbehörde eine Vereinbarung unterzeichnen, wieviel er der Mutter im Falle einer Trennung zahlt. Dagegen wehre ich mich vehement. Viele berufstätige Frauen in anspruchsvollen Jobs leben mindestens genauso ungesund und riskant wie die Männer.

      • Reto sagt:

        Das haben sie indirekt schön gesagt, wirklich schön auf den Punkt gebracht: Frauen wollen gut bezahlte Jobs, aber kein Druck…

      • Karl Müller sagt:

        @Maja: Danke für die Pauschalisierung. Ich rauche nicht, ich trinke nicht und mein Essverhalten ist zwar nicht vorbildlich, aber sicher nicht schlechter als das vieler Frauen. Und nun? Was die Freiwilligkeit der Versorgerrolle und den gefährlichen Jobs anbelangt. Genau das hat Hr. Hollstein ja geschrieben. Wenn schon Quoten, weshalb dann nicht auch da? Eine Frau entscheidet sich auch freiwillig für ein Kind, dann für einen Teilzeitjob oder sogar fürs Zuhausebleiben. Aus Zahlen sogleich Interpretationen machen ist manchmal gefährlich.

        • Lea sagt:

          Zum Glück wird hier von Männern nicht pauschaliesiert. Was ich will, kann, darf und soll als Frau wird mir von euch Männern in diesem Blog ja überdeutlich gesagt…

      • Nico Meier sagt:

        Frauen beziehen mehr Leistungen von Krankenkassen und Frauen beziehen auch mehr KK-Prämienvergünstigung als die Männer. Auch bei den anderen Sozialausgaben sind Frauen voralem die Beziehenden während dem Männer vorallem die Finanzierer dieser Leistungen sind.

        • Vera sagt:

          @Meier: Schöne Statistikwerte. Und warum ist es so? Wissen Sie was gebären heisst? Haben Sie monatlich Blutungen? Gynäkologie-Besuche (ist übrigens kein Hobby von Frauen)? Stehen Sie einer Familie vor und gehen gleichzeitig arbeiten? Ihr Statement ist rein rational – ohne Einbezug von geschlechterspezifisichen Ausprägungen in physischer und psychischer Hinsicht.

          • Kurt sagt:

            Interessant, wenn es den Frauen passt, werden die geschlechterspezifischen „Ausprägungen“ herangezogen.
            Bei anderer Gelegenheit, wie hier wo es um das Arbeitspensum, rerspektive um die Lebenserwartung des Mannes geht, tja, da ist Mann wieder selber schuld.

            Ich mach mir die Welt, fidi fidi dum, wie sie mir gefällt!

        • Julia_2 sagt:

          Hohe Gesundheitskosten fallen vor allem im Alter an. Es ist also naheliegend, dass wenn Männer früher sterben sie auch weniger Kosten „verursachen“. Das selbe gilt auch für die Sozialabgaben.
          Deshalb lebe ich auch schön ungesund, dann sterb ich früher weg und falle der Allgemeinheit im Alter nicht zur Last.

      • Sportpapi sagt:

        Ist das eine redliche Argumentation? Müll? Meiner Meinung nach kann es sein, dass Männer risikoreicher und ungesünder leben. Das erklärt aber nur zu einem kleinen Teil die unterschiedliche Lebenserwartung. Frauen können sehr wohl auch gut bezahlte Jobs bekommen. Immerhin sind sie ja top ausgebildet. Aber legen sie es immer darauf an? Da habe ich andere Erfahrungen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Maja hat recht. Männer kosten die Allgemeinheit viel mehr als Frauen, den riesigen Polizei- und Justizapparat müssen wir haben wegen den Männern, für Frauen würde ein Fünftel davon reichen. Ausserdem verursachen Männer viel mehr Unfälle, kosten dadurch ein Mehrfaches, was Frauen kosten, da sind die KK-Kosten, welche eine Zeitlang LEICHT höher sind, Peanuts. Und nicht zu vergessen, den Männern und ihrem Drang zum Gambling und ihrer Gier haben wir den Nahezu-Bankrott Europas zu verdanken. Hunderte von Milliarden VOLKSVERMÖGEN wurden da verdummt. Echt super!

        • Karl Müller sagt:

          @Pippi: Oh je, das ist aber wieder alte Femi.Schublade. Wenn Sie differenzieren und hinterfragen, wieso Männer in dieser Statistik derart übervertreten sind, dann werden Sie zu erstaunlichen Ergebnissen kommen. Und nein, damit meine ich nicht die androphobe-Testosterondiskussion. Sondern gerade die Diskussion der Rollenbilder in der Gesellschaft, als auch die Rechtssprechung der Justiz wären interessantere Studienfelder.

        • Sportpapi sagt:

          Ja, wenn man so will, ist alles Gute, und alles Schlechte, ganz einfach den Männern zu verdanken. Sie vergamblen das Volksvermögen, das sie zuvor noch verdient haben. Ob es die Diskussion weiterbringt, auf dieses Niveau zu kommen?

      • Gion Saram sagt:

        @Maja, Liebe Maja machen sie doch mal die Probe aufs Exempel und publizieren sie auf einer Kontaktbörse im Internet ein fiktives Inserat als Mann mit dem Foto eines mittelmässig attraktiven Mannes und schreiben sie, das es ihr Wunschtraum wäre als Hausmann zuhause den Haushalt zu schmeissen und die Kinder zu betreuen während die gesuchte Partnerinnen im Beruf die Kohle für die Familie erarbeitet. Wenn sich dann ihre Email Inbox mit dutzenden von Kontaktanfragen füllt, dann glaube auch ich an den Wunsch nach Gleichberechtigung und willige gerne in eine Frauenquote ein.

      • Theres Hofer sagt:

        @Maja: Zwei Drittel bis 4/5 d.Verbrechen v.Männern begangen=?! LOL!!!
        92% d.häuslichen Gewalt geht v.Männern aus.
        97,8% der in Strafvollzugsanstalten einsitzenden Gewalttäter sind in d.Schweiz Männer!!!
        95% der Hooligans sind Männer… Usw.usf.
        Aber solche Zahlen hat ein Herr Hollstein als Professor für Soziologie natürlich nicht, noch nie gesehen und noch nie gehört…

        • Peter sagt:

          und warum sind die zahlen so??
          weil rauen per se als unzurechnungsähig gelten, kindsmord nach der geburt für frauen straffrei, frauen jubeln mann ein kind unter = straffrei, bei männern ist das vergewaltigung
          frau bringt mann um, sagt hinterher der hat mich geschlagen = straffrei
          usw usw – missbrauchen frauen kinder, dann gibt es kaum strafen oder polizeiliche ermittlungen, sie ahben recht, das justizsystem ist sexistisch

  • Stefan sagt:

    Ich bin ein glücklicher Mann. Ich habe (wie man so saudoof sagt) nach unten geheiratet, meine Frau freut sich, wenn es soweit ist, Hausfrau zu sein und die Kinder zu betreuen. Wir führen eine gleichberechtigte Ehe, sprechen uns ab. Von meinemm Verdienst können wir leben, knapp zwar, wir müssen auf Luxus verzichten, aber es reicht. Mehr will ich nicht.
    Und an mehr will ich auch gar nicht denken. Diese ganze Diskussion ist so was von öde. Ständiges Gezicke, wer mehr Verdient oder mehr Lasten trägt, es ist nicht zum aushalten. Zum Glück betrifft mich das nicht, darum bin ich ein glücklicher Mann

    • Simona Gisler sagt:

      Da macht sichs einer ganz einfach. In welchem Jahrhundert leben sie denn… Dieser Diskussion muss man sich stellen und nicht einfach ein Hausfrauen-Huscheli heiraten, um in Ruhe seiner Karriere nachzugehen

      • Karl Müller sagt:

        @Simona: “ Dieser Diskussion muss man sich stellen und nicht einfach ein Hausfrauen-Huscheli heiraten“ Und schon wieder wird herablassend argumentiert. Wahlfreiheit? Denkste. Es gibt ein totalitäres Muster, das der Feminismus propagiert: Hausfrau oder Teilzeit-Angestellte sind weniger wert als Karriere-Frauen. Das kommt in Ihrer Aussage unglaublich gut zum Ausdruck. Das ist übrigens auch ein wichtiger Grund, weshalb ich gegen die totalitäre Ideologie des Feminismus kämpfe.

      • Paul sagt:

        Frau Gisler, wenn also eine Familie sich nicht täglich zwischen Kinderkrippe, Büro, Einkaufen und Haushalt zu Tode organisieren und aufreiben will sondern die Aufgaben klar trennt und Einbussen in Kauf nimmt ist bei Ihnen die Frau also ein Huscheli. Ich vermute der Mann fällt dann in die Kategorie ‚reaktionärer Macho‘. Tolle differenzierte Ansichten die Sie da haben. Dass diese Familien die Entscheidung gemeinsam als gleichberechtigte Partner treffen kommt Ihnen wohl nicht in den Sinn. Hauptsache man kann sich den Touareg, das Shopping in USA und die Ferien in der Karibik leisten

        • Pieter sagt:

          @Glauser: Sie sind beleidigend. Zum Glück disqualifiziert dies Sie automatisch… Hausfrauenhuscheli. Meine Güte. Kennen Sie das Wort „Respekt“?

    • Andi sagt:

      Ich habe mich quasi nach oben liiert, das knappe Einkommen reicht für den luxusfreien Alltag samt Ferien. Unsere Beziehung ist wertschätzend, Hausarbeit teilen wir uns ohne fixen Plan.
      Broder hat aber unbestritten recht: Wo einseitige Geschlechterdominanz vorherrscht bringt eine bessere Durchmischung auf jeden Fall frische Luft! Das wäre nicht nur in den Teppichetagen nötig, sondern auch in der Armee, in den Lehrerberufen, im kath. Priestertum, an den Kassen der Supermärkte etc. Ob das Geschnaube und Gezicke damit aufhören würde? Wohl kaum, aber ungleicher Verdienst wäre nicht mehr Hauptthema.

    • Reto B. sagt:

      Tja, ich bin dabei, nach oben zu heiraten. Ich habe einen FH Ingenieur und meine Frau bald den Dr. Lustigerweise ist aber immer noch die Variante „Ich arbeite und meine Frau macht den Haushalt“ die nach den äusseren Umständen effektivste. Das kann doch echt nicht sein. Ich suche verzweifelt die Variante „Beide arbeiten ~70%“ bis die Kinder etwas älter sind. In meinen Augen wäre das nämlich das beste. Schliesslich hat der Staat einiges in unsere Ausbildung investiert. Und Nein, keine Kinder kriegen ist nicht die Option oder Lösung.

  • Philipp Rittermann sagt:

    eine geschlechterquote bringt gar nichts ausser dass sich die fronten noch mehr verhärten. falls die frau vielleicht irgendwann mal bereit ist, gleiches wie der mann zu leisten – ohne wenn und aber – bin ich dafür, dass chancengleichheit herrscht. die frauen haben das selber in der hand. wie man bisher aus mannigfaltigen „versuchen“ unschwer erkennen kann, hat die künstliche frauenquote bezüglich qualität überhaupt nichts gebracht. und – wie gesagt – gerade in der schweiz ist der „feminismus“ nichts anderes als ein luxusproblem der damenwelt.

    • Ruedi Strickler sagt:

      Also wenn ich die Kommentare hier so lese, dann ist Feminismus vor allem das Problem von ein paar armen Machos, die nicht wissen, wie sie aus dieser saublöden Rolle herauskommen könnten…
      Im Uebrigen ist Feminismus kein Problem, sondern eine Geisteshaltung. Machismo hingegen ist ein VERHALTEN von männlichen Menschen Frauen gegenüber. Männer haben das gar nicht nötig…
      Was Ihr Votum zur Chancengleichheit betrifft, Herr Rittermann, so haben Sie offensichtlich nichts kapiert oder leben in einer geschützten Männeranstalt…

      • Guy Brunner sagt:

        @Strickler Bitte keinen Unsinn schreiben. Feminismus ist gewiss keine Geisteshaltung, sondern eine Ideologie und zwar eine äusserst abträgliche. Der Feminismus (nicht mit Emanzipation vrwechseln) bezweckt einzig Vorteile für Frauen zu erhaschen. Dazu werden alle Mittel eingesetzt, selbst solche à la Machiavelli!
        Lesen sie die einschlägige Literatur bevor sie uns mit solchen Ergüssen versehen.

      • Guy Brunner sagt:

        @ Ruedi Strickler

        Wer betreibt nun die Zensur ?

        Der Tagesanzeiger, die BaZ oder der Bund ?

      • Lisa Broder-Dätwiler sagt:

        Grossartig Herr Strickler

        da trifft‘ s Einer (Herr Broder) mal auf den Punkt, und das mit Augenmas und schon jaulen die Macho’s auf.
        Liebe Herren folgendes Sprüchlein sei Euch auf den Weg gegeben:

        „Wir Frauen sind die Kamele der Männer mit Deren Hilfe SIE die Wüste des Lebens durchqueren!“

        Denn hinter jedem starken Mann steht eine stärkere Frau!!

  • Kusi Gallati sagt:

    Dass die Mädchen immer besser werden und ganze Studiengänge „dominieren“ ist ja erst seit kurzem so. In den Geschäftsleitungen sitzen aber meist Männer, die jenseits der 50 sind, also kann man davon ausgehen, dass sich die Erhöhung der Frauenquote noch einige Jahre verzögert. Aber ich bin davon überzeugt, dass es den Kapitalisten und Geldgierigen gleich ist, ob Mann oder Frau die Firma führt, Hauptsache der Gewinn stimmt. Darum wird sich Frau auch ohne Pflichtquote durchsetzen, sobald die heutige Studentinnen etwas älter sind.

    • sepp z. sagt:

      An der Wiener Uni brauchen Frauen heute weniger Punkte als Männer, um die Aufnahme zum Medizinstudium zu schaffen.
      Damit die Frauenquote erfüllte wird.
      (Spiegel online: Wiener Uni bevorzugt Frauen, vom 5.August 2012)
      Wenn Mädchen tatsächllch besser wären, bräuchte es ja keine solche Männerdiskriminierungen.
      Nicht?

      • Daniel Tannacker sagt:

        @sepp z.: Dies ist ja wirklich skandlös. Die Frauenquote ist völlig analog zum Handicap im Golf, das erlaubt, dass unterschiedlich starke Spieler sich trotzdem messen können. Haben Frauen das wirklich nötig?!?

    • Reto B. sagt:

      Naja, ich kenne haufenweise Frauen, die Geschichte, irgendwelche Sprachen oder was weiss ich was studiert haben, und nun keine Stelle finden. In meinem Elektrotechnikstudium kannten wir die 3 von 150 Frauen alle persönlich 🙂 Übrigens, falls ein Elektroingenieur oder Elektroingineurin mitliest, wir haben noch 3 offene Stellen bei uns in der Abteilung.

  • Walter Bossert sagt:

    Ein Beitrag zum wegschmeissen.

  • barbara beyeler sagt:

    danke sven broder – das ist eine sehr intelligente und schöne reaktion auf den text von herrn hollenstein.

    • Sportpapi sagt:

      Was ist daran „intelligent und schön“? Broder ist mindestens ebenso auf einem Auge blind wie Hollenstein. Erstaunlich, wie bei den Männern alles selbst gewählt ist, bei den Frauen aber sicher eine unsichtbare Decke ihren Aufstieg verunmöglicht. Was ist denn das für ein Menschenbild?

      • Maja sagt:

        Herr Hollenstein gibt den Frauen die Schuld an allem, u.a. auch daran dass Männer früher sterben, und 2/3 der Suizidtoten männlich sind. Zur Info: Mehr Frauen versuchen sich das Leben zu nehmen. Aber (sorry!) typisch Mann: Nur der, ders wirklich hinkriegt, der war unglücklich! Mit solchen Einstellungen fördert man das Ganze nur noch. Ausserdem ist es ein Unterschied ob einem jemand in dem gewünschten Job den Aufstieg verunmöglicht, oder ob jemand einen „schlechten“ Job hat. Die Jobwahl liegt immer noch bei einem selbst. Das Problem ist die Chancenungleichheit.

        • Sportpapi sagt:

          Ja, die Chancenungleichheit. Gibt es sie wirklich? Also ich meine, bevor eine Quote eingeführt wird?

          • Maja sagt:

            Das ist Ihnen doch völlig egal, nicht wahr? Ich kann Sie sowieso nicht umstimmen. Ich habe noch andere Punkte an Herrn Hollenstein kritisiert. Aber darauf lieber nicht eingehen, man könnte ja zugeben müssen, dass man im Unrecht ist.

          • Sportpapi sagt:

            Doch, Maja. Sie können mich umstimmen. Mit guten Argumenten. Ihr Selbstmord-Argument habe ich bewusst nicht beantwortet. Ich finde nicht, dass wir einen Wettkampf im Unglücklichsein austragen sollten. Und wenn schon ist es schon erstaunlich, wenn es im von Ihnen behaupteten Ausmass den Frauen nicht gelingen sollten, sich das Leben zu nehmen. Wie auch immer. Ich bleibe aber bei meiner Behauptung. Chancengleichheit besteht. Aber bei weitem nicht die gleiche Motivation, die auch zu packen.

        • Marco Casutt sagt:

          „Herr Hollenstein gibt den Frauen die Schuld an allem, u.a. auch daran dass Männer früher sterben“

          Nein, das tut er nicht. Sie haben den Text nicht verstanden. Er kritisiert, dass dies vom Feminismus ignoriert, bzw. als selbverschuldet abgetan wird (wie es hier auch Herr Broder macht). Dies ist jedoch vielmehr auf die oft zitierten „Rollenbilder“ zurückzuführen (die nicht selten aus theistischen Traditionen heraus entstanden, dieses Argument vermisse ich in der Diskussion leider gänzlich). Diese zu durchbrechen müsste das oberste Ziel zum Erreichen einer antisexistischen Gesellschaft sein.

          • Sofia sagt:

            „dies vom Feminismus ignoriert… Rollenbilder zurückzuführen.“ Ignoriert das der Feminismus tatsächlich? (Welcher Feminismus?). Siehe dazu z.B. Badinter – XY de l’identité masuline. “On aura compris que le célèbre propos de Simone de Beauvoir s’applique aussi à l’homme: on ne naît pas homme, on le devient.”
            „Diese zu durchbrechen müsste das oberste Ziel… sein.“ Das stimmt völlig, nur ist es fraglich, ob das durch gegenseitige Vorwürfe gelingen wird. Es sind die Konservativen, die sich überall einschleichen, um jeglichen Fortschritt zu behindern.

          • Sportpapi sagt:

            Es ist ja schon im Wort verborgen, dass die Konservativen eher bewahren, als dem Fortschritt huldigen möchten. Die Tendenz besteht aber auch, alles, was modern und neu ist, als besser zu definieren. Dabei müsste man überzeugen, dass es nicht nur dem Zeitgeist entspricht, sondern dieser auch tatsächlich ein Fortschritt bedeutet. Bei vielem ist das nicht der Fall.

  • Karl Müller sagt:

    Teil 1: Oh je. Auf einen hervorragenden Artikel von Hr. Hollstein, kommt wieder der Alltag. Die Annabelle, als völlig unparteiische Zeitschrift in Gender-Fragen (Achtung Ironie), dient hier wohl nicht als Referenz. Die angeführten Argumente, wie „gläserne Decke“ sind dem reaktionären Teil unserer Gesellschaft zuzuordnen und machen subtil genau das, was Hr. Broder angeblich bekämpft: Schuldzuweisung. Dass der Autor dann noch die Quote unterstützt, die nichts anderes als Zwangsmassnahme zur Diskriminierung von Männern ist, ist konsequent (falsch).

  • sepp z. sagt:

    Propaganda von der feministischen Zeitschrift Annabelle?
    Da hat mich Walter Hollstein mit seinem eigenständigen gestrigen Artikel deutlich mehr überzeugt.

  • Karl Müller sagt:

    Teil 2: Auf einem Auge blind, sei Hr. Hollstein, so Hr. Broder. Die Männer würden ja freiwillig die schlechte Luft in den Arbeitergruben einatmen, oder ihr Leben im Job riskieren müssen, da sie ja Ernährer einer Familie sind (und das von ihnen auch erwartet wird). Wenn Hr. Hollstein also auf einem Auge blind ist, auf welchem ist es dann Hr. Broder? Die Kompensation von Nachteilen durch positive Diskriminierung (Quote) ist wohl das Übelste was der Feminismus zu bieten hat. Annabelle hin oder her. Ich schwelge noch in positiver Erinnerung an Hr. Hollsteins Artikel. Das reicht vorerst.

  • Hans Last sagt:

    Sven Broder outet sich als ‚Sitzpinkler‘? Aber wenn seine besser Hälfte ausser Haus ist geht es ‚voll krass‘ zu und her und er tut’s im Stehen! Wow….:-) Lustig geschriebener Artikel; aber Geschlechterquoten brechen meiner Meinung nach wirklich überhaupt nichts auf. Was, wenn sich eine solche erzwungene ‚Frischluftzufuhr‘ in ‚Smog‘ verwandelt? Dann sind alle Verlierer.

  • Petra Kaiser sagt:

    Danke Herr Broder. Wenn es auch noch viel zu tun gibt auf beiden Seiten. Sie heben die Diskussion wieder aufs richtige Niveau.

    • Marco Casutt sagt:

      Ich empfehle Ihnen, den Text genauer zu lesen: Gemäss Herrn Broder gibt’s auf der „einen Seite“ gar nichts zu tun. Ist ja alles gewählt, alles selbstverschuldet.

      • Marco Casutt sagt:

        Was mglw. nicht zuletzt darauf fussen dürfte, dass Herr Broder in seinem gutbezahlten Bürojob (ehemals in der Beobachter-, nun in der Annabelle-Redaktion) die Probleme der Unterschicht höchstens vom Hörensagen kennt.

  • Saporeil Mahani sagt:

    Ich weiss nicht in welchen Kreisen sich der Autor Sven Broder aufhält wenn er findet, dass stehend pinkeln, rauchen, saufen und rasen dazugehören, wenn die Frauen mal eben nicht da sind um auf uns aufzupassen. Ich denke er hat da einfach ein bisschen zuviel Homer Simpson in sein (und damit unser) Männerleben fantasiert. Kurz darauf wirft er Walter Hollenstein Polemik vor. Glashaus —> Steine…..

    Da hat das Qualitätsblatt Anabelle (Heute: Wochenendhoroskop,Fotos von Lady Gaga, eine neue Augenmaske and the list goes on) bereits seine Spuren am Mann gefordert. Für einen Mann sicher ungesund..

  • ursle sagt:

    Der frauenfeindliche Beitrag von Herrn Hollstein spiegelt doch nur die Panik und, wie er es selbst sagt, die Frustration der Männer und deren Neid gegenüber dem Erfolg der Frauen wider. WENN HERR HOLLSTEIN 1939 (SEIN GEBURTSJAHR) ALS MÄDCHEN GEBOREN WORDEN WÄRE, HÄTTE ER ES BERUFLICH GARANTIERT NICHT SO WEIT GEBRACHT. Von einem international anerkannten Soziologen hätte ich ein wenig mehr „ouverture d’esprit“ erwartet. Manche Männer altern eben schlecht. Sie haben ja so recht Herr Broder. Zum Glück sind die jüngeren Männer ein bisschen offener.

    • Karl Müller sagt:

      @ursle: Erfolg? Welcher Erfolg? Ich dachte immer, Frauen seien benachteiligt und würden am Erfolg gehindert, wie kann ich da neidisch sein? Und lesen Sie den Beitrag von Hr. Hollstein doch nochmals. Speziell die Argumentation zur diskriminierenden Quote.

    • Dan sagt:

      ursle: Sven Broder ist Opfer, nämlich eines rückständigen und dumpfen Feminismus-Verständnisses von bornierten SP-Frauen aus einer Partei mit einem Programm aus den 30ern. Solche Argumenationen waren in den 70er populär. Die zelebrierte unschuldige Opferrolle der Frau ist im Kern mit Verlaub: Lächerlich, infantil und peinlich. Nicht nur junge Männer sind offener, zum Glück auch junge Frauen, die diesen geschlechtsspezifischen Klassenkampf endlich auf den Müllhaufen der Geschicht schmeissen, wo er hingehört.

      • Cesc sagt:

        Ist das Programm der SP jetzt aus den 30ern oder den 70ern? Ist mir nach Ihren Ausführungen jetzt nicht mehr ganz klar 🙂 Im Ernst: Junge Männer sind tatsächlich offener, möchten aber die von alten Männern geschaffenen Strukturen der Leistungsgesellschaft gleich noch auf den Müllhaufen nachwerfen.

        • Karl Müller sagt:

          @Cesc: Ja aber den Wohlstand wollen sie unbedingt. Dort gibt es keinen Diskussionspielraum. Ich bin auch kein Fan dieser Leistungsgesellschaft, aber wir sollten die Konsequenzen einer Alternative auch ganz gut anschauen.

          • Cesc sagt:

            Wohlstand, ja den wollen sie. Wer will schon in Armut leben. Aber auf Luxus können sie verzichten. Und sind daher bereit, auch für etwas weniger Lohn zu arbeiten, wenn die übrigen Bedingungen stimmen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      High 5 Ursle!
      Es stimmt, es gibt sie, die ’neuen Männer‘, die Generation der 30 jährigen ist doch ziemlich offen und easy. Nicht alle, aber immer mehr.

  • Martin Junge sagt:

    Theunerts Linie war also: Während Frauen über ihre Opfererfahrungen sprechen, sollen Männer weiterhin brav die Klappe halten, was ihre eigenen Opfererfahrungen angeht. Wie hat die feministische Liga Theunert diese Anbiederei an ihren Sexismus gedankt? Indem auch er augenblicklich aus dem Amt gekickt wurde, sobald er eine Ansicht vertrat, die dieser Liga nicht passte. Wollen Sie sich als neuer Sprecher für Männer positionieren, Herr Broder, indem Sie noch feministischer auftreten als Theunert? Sorry: Wir Männer werden auch über unsere Opfererfahrungen sprechen, ob es Ihnen passt oder nicht.

    • Cesc sagt:

      Wann begreifen auch Leute wie Sie, dass die ganze Täter und Opfer-Diskussion keinen Sinn ergibt? Es ist schon genug schlimm, wenn „Frauen über ihre Opfererfahrungen“ sprechen, so wie Sie das formulieren. Müssen wir Männer auch noch mit diesen einseitigen Schuldzuweisungen beginnen? Eine Schlammschlacht zwischen den Geschlechtern bringt niemandem etwas. Besser, wir blenden die Vergangenheit aus und beginnen nochmals von vorne, schauen uns auf Augenhöhe an, und zwar von Mensch zu Mensch (und nicht von Frau zu Mann oder umgekehrt). Dialog anstatt Konfrontation.

      • Karl Müller sagt:

        @Cesc: Dialog funktioniert nur, wenn auf Augenhöhe verhandelt werden kann. Der Fall Theunert hat gezeigt, dass dies nicht möglich ist. Der Feminismus ist in den Institutionen noch fest verankert, so fest, dass selbst ein Hr. Theunert, der wohl der vorbildlichste und fairste Vertreter ist, rausgemobbt wurde. Das zeigt, es muss noch viel geschehen, bis ein Dialog auf Augenhöhe für die Männer überhaupt möglich ist. Und bis dahin braucht es Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung wie Hr. Hollstein das vorgemacht hat.

        • Cesc sagt:

          Die Aufgabe von Herr Theunert ist sehr schade. Ob sie aber nur von Frauen zu verantworten ist, weiss ich nicht. Herr Theunert selber hat sich diesbezüglich differenziert geäussert. Mit seinen Ideen war er auch vielen Männern alter Schule ein Dorn im Auge.

  • Alpo sagt:

    Aha! Nach Herrn Broder sind also die Männer selber Schuld für die Bereiche wo sie benachteiligt werden (z.B. Schulabschlüsse, früheres Sterben). Und wenn die Frauen benachteiligt sind (z.B. Geschäftsleitung) dann sind da nicht etwa die Frauen selbst verantwortlich, nein, die Schuld liegt natürlich auch einzig bei den Männern. Wenn man den Blog-Artikel mit umgekehrten Vorzeichen geschrieben hätte (Mann mit Frau austauschen), würde dies klar als misogynistisch bezeichnet. Aber so ist halt der aktuelle Zeitgeist.

    • Ursle sagt:

      Ja, in der Schule haben Mädchen und Jungs mittlerweile die gleichen Chancen, im Gegensatz zu früher, als in meiner Schule die Jungs Mathematikunterricht bekamen, währen die Mädchen Nähstunden besuchen mussten. Wenn Sie gute Noten haben wollen, steht es Ihnen frei, zu Büffeln. Und wenn Sie länger leben wollen, so führen Sie einen gesunden und vernünftigen Lebensstil und gehen regelmässig zum Arzt. Erklären Sie mir da mal, inwieweit die Frauen an den schlechten Schulabschlüssen und dem frühen Sterben der Männer schuld sind.

      • Cesc sagt:

        Bezüglich gesundem oder ungesundem Lebensstil gibt es auf Männer- wie Frauenseite schlechte Beispiele. Klar ist es ungesund, täglich Burger mit Pommes zu essen und dazu mehrere Liter Bier zu kippen. Ob es gesünder ist, zwei Salatblätter zu Mittag zu essen, um Heidi Klum nachzueifern, sei mal dahingestellt. Wie hoch ist die Quote der Buben bei Magersuchtfällen?

      • Alpo sagt:

        Beispiel früheres Sterben: Die Prävention von gynäkologischen Erkrankungen ist deutlich besser ausgebaut (z.b. Gebärmutterhals- und Brustkrebs) als bei Männern (z.b. Prostata-Karzinom). In den Schulen werden ‚mädchenfreundliche‘ Fächer wie Sprachen höher gewichtet als solche wo Knaben im Schnitt besser sind (z.b. Mathematik und Physik). Man könnte für alle Bereiche wo Frauen oder Männer jeweils statistisch schlechter abschneiden argumentieren, dass Frauen oder Männer benachteiligt werden. Nur wird im heutigen Zeitgeist und in diesem Artikel immer zu Gunsten der Frauen argumentiert.

        • Cesc sagt:

          Man kann Statistiken zu allem erstellen, vielleicht auch eine, die zum Schluss kommt, dass Kinder mit langen Nasen besser sind in Mathematik und solche mit blonden Haaren eher besser in Musik. Die Schule muss ein Gesamtkonzept für das Kind im Allgemeinen bereit halten und nicht zwischen Buben- und Mädchenstärken unterscheiden. Sonst sind die leidtragenden diejenigen Kinder, die sich nicht in dieses schwarz-weiss-Schema pressen lassen.

        • Pippo Langeunterhose sagt:

          @Ursle
          Sie wurden in krasser Weise diskriminiert.
          Heute sind die Chancen nicht gleich, die Schule ist auf Mädchen ausgerichtet und die meisten Lehrer weiblich. Je urbaner und leider auch rot-grüner, desto höher die Anzahl (meist) Jungs auf Ritalin. Da muss man selbstkritisch sein und den ewiggestrigen Männern den Wind aus den Segeln nehmen.

          • Sofia sagt:

            Je urbaner, desto aufgeklärter, desto mehr zu Recht gestellten ADHS Diagnosen und entsprechende Therapien. Diese „Ritalin-Jungs“ Verschwörungstheorie, kann das nicht AUFHÖREN bitte? Ich hab nie Medis bekommen und musste mit den Mädchen nähen (Buben haben Fernrohre gebastelt). Bin Jahrgang ’86, gar nicht lange her. Ist halt nicht alles Züri, gell, es gibt Randregionen in der CH, da sieht’s anders aus! Keine ADHS-Therapie, sexuelle Belästigung sogar durch chauvinistische Lehrpersonen, das schöne Gesamtpaket kommt mit ´nem Diagnosenbündel wieder raus (F33, F41, F40, X84, F42, F45, G47, F66, usw).

        • Julia_2 sagt:

          @ Alpo: Zeigen Sie mir doch bitte eine Statistik, die zeigt, dass Mädchen in Mathematik und Physik signifikant schlechter sind als Knaben. Ich habe bis jetzt noch keine gesehen… Ob Sie da nicht einem veralteten Klischee aufgesessen sind?

          • Pippo Langeunterhose sagt:

            Liebe Sofia
            Indem Sie das ganze als Verschwörungstherorie abtun machen Sie das Ganze nicht besser. Keine Diskussion, keine Chance auf Änderungen. Dass es nur an der Rückständigkeit der Landeier liegt glauben Sie doch selber nicht.
            Genau das meine ich mit selbstkritisch sein. Ziemlich arrogant von Ihnen.

          • Sofia sagt:

            Herr Langeunterhose, von welcher Diskussion reden Sie da? Die Chance auf Veränderung will ich für all die undiagnostizierten ADHS-Kinder, die jeden Tag ein weiteres Stück Selbstwertgefühl verlieren. Arrogant sind, mit Verlaub, Sie, indem Sie sich hier erlauben über ADHS-Betroffene herzuziehen. Im Gegensatz zu Ihnen kenne ich die ganze und aktuellste Literatur zum Thema. Und auch das Leistungsversagen einer Untergruppe von Jungs, betrachte ich differenziert und lasse mich nicht auf persönliche paranoide Einschätzungen ein. Ich habe in diesem Thread auch verschiedene Links dazu gepostet.

          • Sofia sagt:

            Es ist keineswegs so, dass ich das Problem leugne, lesen Sie einfach meine Beiträge. Die Art wie Sie hier argumentieren ist komplett unlogisch und wahnhaft. Sie fabulieren über bizarre Zusammenhänge zwischen „rot-grün“ und Ritalin. Herr Lageunterhose, Sie müssen mich nicht belehren. Wie erlauben Sie sich überhaupt mich als arrogant zu bezeichnen? Ich habe einen Teil der psychiatrischen Diagnosen aufgelistet, die ich mit mir herumschleppe, aufgrund der Tatsache, dass man mich auf dem rückständigen Land nicht diagnostiziert hat und ich übel gemobbt und belästigt wurde, sogar durch Lehrer, …

          • Sofia sagt:

            … und immer mit Betonung auf mein Geschlecht. Oder finden Sie es normal, wenn sich eine Lehrperson im Unterricht über die Brüste der Schülerinnen lustig macht? (Und das ist jetzt nur ein Beispiel). Selbstkritik brauchen Sie und Ihren angeblich so kritischen Geist überschätzen Sie gewaltig. Sie können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wie verletzend es ist, andauernd überall zu hören, dass der eigene Leidensweg nur Einbildung ist („ADHS existiert nicht“, „Mädchen der jüngeren Generation wurden in der CH nicht diskriminiert“, „Frauen sind dümmer aber geben sich mehr Mühe“).

          • Sofia sagt:

            Ich hab echt die Nase voll von diesen lächerlichen Anthroposophen, die meinen sie seinen besonders kritisch, wenn sie die manipulierenden Darstellungen der Leitmedien nachplappern. Sie triggern mich und deshalb logge ich mich jetzt hier aus. Ich bekomme SVV-Impulse wenn ich diesen Quatsch lese, somit werde ich mir das nicht weiter antun. Tut mir Leid für die anderen Blogger, die ich sympathisch fand.

  • Martin Peter sagt:

    Ich frage mich, in was für einem (Frauen-)Umfeld Herr Broder lebt. Bettwäsche wechseln? Also das rieche ich selbst, wenn es soweit ist und mache es dann auch. Und dass Frauen heute bessere Abschlüsse machen etc., hat vielleicht auch mit der heute mädchen-orientierten Schule zu tun (bspw. viel zu viele musische Fächer etc.) => da sind ja rankende Buben zunehmend störend.

    Hr. Hollenstein for president!

    • Cesc sagt:

      Wieso haben hier alle das Gefühl, dass die Buben immer ranken und die Mädchen alle musisch sind? Was ist mit Buben, die gerne Sprachen lernen, musizieren oder malen? Was ist mit Mädchen, die sich gerne im Wald austoben oder Mathematik und Biologie lieben? Der Charakter eines Kindes ist individuell und nicht geschlechtsspezifisch.

      • Martin Peter sagt:

        @Cesc
        Das ist nicht mein Gefühl, sondern eigene Beobachtung (Ausnahmen gibt es natürlich). Mädchen gehen auch gerne in den Wald. Aber dort bauen sie dann nicht Hütten und hangeln sich nicht von Liane zu Liane und machen den Tarzan, sondern sie sitzen in den Kreis und singen oder basteln was. Klar ist der Charakter individuell, aber es gibt halt einfach geschlechtsspezifische Verhaltensweisen, die dann noch durch Sozialisierung beinflusst werden. Wenn man dieser Tatsache nicht in die Augen schauen will, kommt man eh nicht weiter.

        • Cesc sagt:

          Falsch, sehen Sie sich verschiedene Naturvölker an (bzw. die ethnologischen Untersuchungen darüber an, viele gibt es ja heute nicht mehr). Sie werden sehen, dass dieselben Aufgaben in einem Volk von Männern, in einem anderen von Frauen ausgeübt werden. Von wegen geschlechtsspezifisches Verhalten. Das Bild, dass bei uns vorherrscht, basiert einzig und allein auf der, sie sagen es selbst, Sozialisation der Kinder. Ziehen sie einem 3-jährigen Buben einen Rock an, er wird sich nicht weiter darum kümmern. Schicken sie ihn damit in den Kindergarten, er wird nie wieder einen Rock anziehen wollen.

        • Sofia sagt:

          „Das ist nicht mein Gefühl, sondern eigene Beobachtung.“ Sehr rational die Sache, nennt sich Argumentum ad iudicium. Würden Sie doch wenigstens mit biologistischen Thesen argumentieren, könnte man ja noch darüber reden, aber so. Das mit den rankenden (was ist das überhaupt für ein Wort? Ist „raufen“ gemeint?) Buben haben wir jetzt seit ein paar Tagen in diesem Blog genug gehört, bekomme langsam Brechreiz davon… :-@

          • Martin Peter sagt:

            @Cesc: Meine Antwort zum 3-jährigen: Will er keinen Rock mehr anziehen, weil er vielleicht von den Mädchen ausgelacht wird?
            @Sofia: Sie argumentieren leider wie zu viele Leute heutzutage: zu studiert und zu kompliziert. Glücklicherweise kann und will ich viel Zeit und Aufgaben zu Hause übernehmen, auch mit den Kindern. Deshalb braucht es kein Latein, um halt gewissen Tatsachen in die Augen zu sehen. Ohne studierte und x-beliebige Thesen im Hinterkopf die Situation beurteilend. Und schon mal gehört, dass es unterschiedliche Dialekte gibt in der CH (zum Thema ranken und raufen)?

          • Sofia sagt:

            Sorry, kannte den Ausdruck nicht. Zugegeben, ich bin ein Giftsack. Aber mich stört es, wenn man Geschlechterklischees übertreibt, obwohl ich offen bin für eine flexiblere Einschätzung vom Nature/Nurture Dilemma (ich bin nicht ideologisch festgefahren). Aber ich finde, dass man vorsichtig mit solchen Pauschalisierungen umgehen sollte, weil sie den einzelnen Individuen wenig Freiraum lassen. Es ist ein Korsett. Insbesondere Mädchen sind Meisterinnen im Erspüren von Erwartungshaltungen, so kommt es zum Beispiel vor, dass sie eine Begabung herunterschrauben, um sich dem Umfeld anzupassen.

  • alexander müller sagt:

    Schon witzig. Herr Broder ist mit grosser Unterstützung dabei, wenns um Frauenbelange geht. Dort soll sogar mit positiver Diskriminierung (Frauenquote) gegen das ungute Gefühl von zuvielen Männern umgeben zu sein vorgegangen werden. Man könne es der Frau ja kaum verübeln, dass sie da ohne Quote nicht hoch wolle.
    Geht es aber um Buben- und Männeranliegen hängt er den starken Mann raus und findet alles unnötig. Schliesslich ist er kein Schwächling, pinkelt im stehen und isst Pizza. Deshalb sollen sich auch die anderen Männer nicht so anstellen mit ihren „Problemchen“. Rollenklischees ahoi

  • Marco Casutt sagt:

    Männer verschulden die Diskriminierungen also selber, aha. Klischeehafter geht’s kaum mehr. Von alleine reissen Männer selten das Fenster auf oder wechseln die Bettlaken? Man sollte nicht von sich und seiner eigenen Unselbstständigkeit auf alle desselben Geschlechts schliessen.

    • Walter Bossert sagt:

      Casutt, in welchem Jahrhundert leben Sie? Bei den meisten Jungen ist vieles was da aufgeführt wird ganz einfach kein Thema.

      • Marco Casutt sagt:

        „Bei den meisten Jungen ist vieles was da aufgeführt wird ganz einfach kein Thema.“

        Richtig, deshalb schreibe ich auch, dass aus dem eigenen Verhalten keine Verallgemeinerungen gemacht werden sollen. Ich bin 25 Jahre alt und lebe, soweit ich das beurteilen kann, im selben Jahrhundert wie Sie.

  • Markus Baumann sagt:

    Wenn ich sehe, was für Männer heute in vielen Topetagen sitzen, was für Egoisten und brutale Narzissten, dann kann jede Veränderung nur guttun. Vielleicht würde eine Frauenquote die eine oder andere Frau in solche Positionen bringen, die nach herkömmlichen Kriterien weniger „qualifiziert“ ist. Aber ob sie deswegen den Job schlechter machen würde ist damit noch lange nicht gesagt. Denn wie gesagt: die herkömmlichen Kriterien bringen eine ganze Reihe Leute (Männer) in diese Positionen, die besser nicht dort sitzen würden.

    • Cesc sagt:

      Das stimmt. Interessanterweise liest man selten von Frauen, die jahrelang ein Unternehmen zugrunderationalisieren und dabei fett abkassieren und dann irgendwann kurz vor dem Crash mit dem goldenen Fallschirm abspringen. Von Männern liest man das fast jede Woche.
      Trotzdem finde ich eine Quote das falsche Mittel. Die Arbeitgeber werden irgendwann alleine zur Erkenntnis kommen (müssen), dass sie nicht nur Leute rekrutieren sollten, die nach dem „fressen oder gefressen werden“-Prinzip handeln.

    • Karl Müller sagt:

      @Markus: Richtig, aber dazu braucht es keine Frauenquuote, sondern wenn schon das Bedürfnis in den Teppichetagen, an Menschen (!) mit gesundem Menschenverstand.

    • Sofia sagt:

      Ja, das System muss sich irgendwie ändern. Das ist gar nicht einfach, weiss jetzt auch nicht wie. Es ist v.a. in gewissen Branchen (Finanzbranche u.Ä.) nach wie vor so, dass Machiavellismus („dark triad“) zum Erfolg führt (http://www.guardian.co.uk/science/2011/sep/01/psychopath-workplace-jobs-study und Manfred F.R. Kets de Vries hat einiges darüber geschrieben) . Das führt nicht unbedingt zu mehr Stabilität und „Menschlichkeit“. An anderen Orten, wie die IT Branche, dürfte es anders aussehen, da Nerd-lästiger.

  • tommaso sagt:

    Ich habe hart gearbeitet für meine jetzige Position, ich hatte nie den Eindruck, irgendetwas erhalten zu haben, weil ich ein Mann bin, schon gar nicht mehr Lohn. Aber ich habe mehr als einmal gehört, dass Frauen bei Einstellungsgesprächen das Thema Lohn gar nicht anschnitten, sondern einfach akzeptierten, was ihnen angeboten wurde. Lieb und angepasst sein, wie es die Mädchen heute in den Schulen lernen, genügt eben für das Leben nicht.

    • Cesc sagt:

      Solange die Leute, die so denken wie Sie, in der Überzahl sind, genügt es tatsächlich nicht. Aber der Wandel findet statt. Den Jungen ist Lohn & Karriere immer weniger wichtig. Sozialdarwinismus im Berufsleben war gestern. Was heute immer mehr zählt, ist ein positives Arbeitsklima.

      • Dani sagt:

        …und was morgen zählt, bestimmt China
        (Dort gibt es wenigstens keine Frauendiskriminierung. Es müssen alle gleich schuften…)

        • Theres Hofer sagt:

          LOL!! Dani, in China gibt es keine Frauendiskriminierung?! In China fehlen 140 MILLIONEN Frauen, weil die Mädchen abgetrieben oder nach der Geburt ermordet wurden, WEIL sie Mädchen waren.
          Und so zeigt sich die Intelligenz der herrschenden Männerkultur wieder einmal drastisch: Erst werden Millionen Mädchen ermordet und dann jammern die Herren, weil es zu wenig Frauen gibt…
          Manchmal frage ich mich ganz ernsthaft, womit Männer denken… und deshalb so wenig Frauen ins Top-Kader gelangen, weil ihnen das wichtigste Organ zum Denken fehlt…?!

  • elena sagt:

    Ich halte es mit Petra Kaiser – danke, Sven Broder, für diese umfassende, konstruktive und erst noch witzige Replik. *Solche* Beiträge helfen der Sache mehr als alles andere!

    • Hans Last sagt:

      Wissen Sie, was das Schöne am Mann sein ist, Elena? Ich kann total ignorant und machomässig sagen, dass mir ein Beitrag zur Gleichberechtigung von einem Typen, der bei der anabelle arbeitet, voll am Hintern vorbei geht. Und ich fühle mich erst noch ganz gut dabei! (ist jetzt nicht ganz ernst gemeint, aber auch nicht nur ironisch..:-).

      • Reto sagt:

        Tatsächlich 🙂 Sven Broder ist ein männliches Feigenblatt, aber er weiss es nicht…

      • elena sagt:

        Das hat nix mit Gleichberechtigung zu tun, sondern mit Meinungsfreiheit, oder? Einen Journalisten aber abzuschreiben, weil er bei der Annabelle arbeitet, spricht nicht für einen breiten Horizont. Und den haben Sie doch, oder?

        • Pippo Langeunterhose sagt:

          Das er für die Annabelle arbeitet ist schon nicht ganz irrelevant. Genauso, wenn Hr. Hollenstein bei den Antifeministen oder der Weltwoche Geld verdienen würde. Sein Beitrag macht schon den Anschein, dass er um seine Stelle fürchtet oder ein neues Buch am Start hat, dass möglichst viele Frauen ihren Männern schenken sollen.

  • Dan sagt:

    Puah was der rückstandige Feminismus nur mit Männer in der Schweiz macht. Brav betet Sven Broder das gejammer linker „emanzipierter“ Frauen nach. Abgedroschene Thesen von gläsernen Decken um die Realität unter den Teppich zu kehren. Wir brauchen keine „gut ausgebildeten“ wettbewerbsverweigernde Teilzeit-Akademikerinnen, sondern leistungsbereite Unternehmerinnen: Wenn heute in der CH eine Frau keine „Karriere“ macht, will oder kann sie nicht – so wie die Männer. Für Frau bietet sich der monetäre oder soziale Aufstieg immer noch über die Heirat an, warum sich anstrengen? Unangenehme Wahrheiten.

    • elena sagt:

      Was für ein Blödsinn! Erstens jammert Broder keineswegs, zweitens sind seine Thesen nur für jene abgedroschen, die sich nicht damit auseinandersetzen wollen (warum wohl?), und drittens, stellen Sie sich vor, Dan, gibt es Frauen, die sich nicht durch Heirat sanieren wollen. Stellen Sie diese These in einer Runde frustrierter, geschiedener Männer vor, die sich von ihren Exfrauen finanziell über den Tisch gezogen fühlen… Ich glaube nicht, dass die Reaktion nett sein wird.

    • Cesc sagt:

      Dan, die unangenehme Wahrheit für Sie ist, dass dieses System, das Sie beschreiben, ein Auslaufmodell ist. Die heutigen Berufseinsteiger/innen sind immer weniger bereit, ihre Gesundheit, ihr soziales und familiäres Leben, kurz: ihre Lebensfreunde für ein paar beknackte Ewiggestrige in der Teppichetage aufzugeben. Die Unternehmen, die dies begreifen, passen sich an und bieten flexible Arbeitsmodelle an. Die anderen werden sich weiterhin um die immer kleiner werdende Masse der asozialen Psychopathen streiten. Sehen Sie den Tatsachen ins Auge!

  • Leo Schmidli sagt:

    Warum diese ziellosen Diskussionen, wenn es doch in der Realität Besispiele gibt? Schaut nach Südafrika: Nach der Apartheid wurden Quoten eingeführt. In der Wirtschaft, auf dem Arbeitsmarkt, im Sport, an Hochschulen. Die Leistung war nicht mehr primäres Argument. Was pasierte? Den Schwarzen geht es heute nicht besser, allerdings wandern gut ausgebildete Weisse aus, somit fehlen diese auf dem heimischen Arbeitsmarkt.
    Zudem haben Schwarze weniger Anreiz durch Leistung zu überzeugen, denn ihr Arbeitsplatz ist durch die Quote gesichert.
    Einfach einmal googlen…

    • Marcos sagt:

      Ich finde Quoten können eine temporäre Überbrückungshilfe für Benachteiligungen in der Vergangenheit sein. In Südafrika war die Diskriminierung so krass, dass eine gewisse Massnahmen notwendig waren, alleine schon um politische Stabilität zu gewährleisten. Im Übrigen, hat Südafrika ein beachtliches Wirtschaftswachstum hingelegt (natürlich von einer kleineren Basis, aber trotzdem beachtlich).
      Bezüglich Männer/Frauen, ich denke von Gesetzes wegen sind Männer benachteiligt (AHV, Militär, Witwenrente). Und zwar in sehr wichtigen, einschneidenden Punkten!

  • Peter Herzog sagt:

    Herzlichen Dank für diese Replik auf den dümmlichen Beitrag von Hollenstein. Auch wenn das viele hier anders sehen. Das grösste Problem der Frauen heutzutate ist doch, dass sie sich immer noch zwischen Kindern und Karriere entscheiden müssen. Hier fehlen ganz klar die Strukturen in der Gesellschaft, die beides ermöglichen würden. Für diese sollten die Männer gemeinsam mit den Frauen Seite an Seite kämpfen.
    Möglich, dass Männer in gewissen Bereichen tatsächlich benachteilgt sind. Da aber immer noch Männer das meiste zu sagen haben in Politik und Wirtschaft, sind wir tatsächlich selber schuld…

    • alexander müller sagt:

      @Peter Herzog,
      Ihre Argumentation krankt an einem Fehlschluss, der gerade auch vom Feminismus stets wiederholt wird. Gerechtigkeit, Gleichberechtigung sind auf der Ebene des Individuums definiert. Die Aussage es gebe benachteiligte Männer, „die Männer“ seien anhand der Machtverhältnisse aber selber schuld, lässt sich mit der Idee der Gleichberechtigung nicht vereinen. Sie konstruieren hier eine „Gruppengerechtigkeit“ (Diskriminierungen zwischen Gruppen = schlecht, innerhalb einer Gruppe = selber schuld). Damit zementieren sie ein zentrales element der gleichberechtigung…

      • Marco Casutt sagt:

        Danke, Herr Müller. In jedem zweiten Beitrag kommt wieder dasselbe „Argument“. Wie wäre es, wenn man zuerst die anderen Beiträge lesen würde?

        • Cesc sagt:

          Na gut, Herr Müller hat insofern Recht, als dass diese Sippenhaft für die Männer ungerechtfertigt ist. Wie viele Kommentatoren hier zu Recht betonen, müssten moderne Männer und Frauen Seite an Seite gegen die reaktionären Tendenzen in der Gesellschaft ankämpfen, egal ob diese von männlicher oder weiblicher Seite kommen.

    • alexander müller sagt:

      ….nämlich nicht aufgrund des eigenen Geschlechts anders behandelt und wertgeschätzt zu werden. Ist ihrer Meinung nach Diskriminierung von einer Anhahl Männer weniger schlimm, als die einer Anzahl Frauen? Und noch vernachlässigbarer, wenn die Diskriminerung von Männern ausgeht? Welchen Prinzipien liegt da ihre Gerechtigkeit zugrunde? Sippenhaft?

      • alexander müller sagt:

        ups. es sollte natürlich heissen „damit missachten sie ein zentrales Element der Gleichberechtigung…“

    • R.E. Michel sagt:

      Danke Herr Herzog für diesen Beitrag – endlich ein MANN, der diese Problem anspricht. Was macht denn die gut ausgebildete Frau wenn Sie Kinder hat? Entweder gibt sie sie für viel Geld in eine Krippe ab (dann lohnt sich das Arbeiten nicht mehr) oder sie reduziert auf Teilzeit resp. steigt ganz aus. Und somit „vergeudet“ sie die Jahr, welche für den Weg zur Führungsetage benötigt werden……

      • Marco Casutt sagt:

        Böse Zungen behaupten ja, in einer gleichberechtigten Partnerschaft sollte es möglich sein, sich abzusprechen. Es ist den Männern nicht verboten, Hausmännern zu sein.

      • Cesc sagt:

        Ich verstehe euch Frauen in diesem Punkt nicht. Jahrzehntelang haben die Männer alles unternommen, um möglichst schnell die Karriereleiter hochzuklettern und haben sich dabei meistens das Leben kaputt gemacht. Und jetzt wollt ihr Frauen genau denselben Fehler machen? Helft uns doch lieber dabei, die Hierarchien in Beruf und Gesellschaft abzuflachen, damit wir alle etwas stressfreier leben können und unsere Kinder auch noch etwas von uns haben (und wir etwas von ihnen).

    • Cesc sagt:

      Allerdings fehlen uns Männern ebenfalls die entsprechenden Strukturen, um mit den Frauen Seite an Seite kämpfen zu können. Die heutige Gesellschaft sieht eine Frau mit Teilzeitpensum als normal an, während ein Mann im Teilzeitpensum als faul und schwach gilt. Dabei hätte doch Frau gute Karriereaussichten, wenn dafür Mann Teilzeit arbeitet und sich um Kinder & Haushalt kümmern kann.

      • Reto B. sagt:

        Genau! Das Optimum wäre in meinen Augen, wenn sowohl Mann als auch Frau auf etwa 70-80% herunterschrauben könnten, (teil)subventionierte Krippen hätten und so in der Arbeitswelt bleiben könnten. Da aber der oder diejenige, welche(r) das Pensum reduziert, massive Einschränkungen hat, wird ein Partner 100% arbeiten, während der andere den Haushalt schmeisst und sich um die Kinder kümmert. Ratet mal, welcher Partner das nahezu immer ist. Aber als Mann darf ich ja nicht motzen, wir sind ja selbst schuld. Und einen Vertreter brauch ich auch nicht, da erst mal für die Frauen geschaut werden soll

        • Peter Herzog sagt:

          richtig, ich sag ja, die strukturen der gesellschaft. das betrifft sowohl mann und frau. deshalb: kämpfen wir gemeinsam dafür! und nicht gegeneinander..

        • Cesc sagt:

          Einer Meinung ausser den letzten zwei Sätzen. Wie können Sie an etwas „selbst schuld“ sein, dass Sie gar nicht mittragen? Hier sind Sie nicht Mann, sondern ein Individuum, dass unter einer Situation zu leiden haben, die Andere (v.a. Männer) zu verantworten haben. Und dagegen gilt es, zusammen mit unseren Frauen, anzukämpfen. Insofern wäre der „Vertreter“ auch nicht dazu da, gegen die Frauen zu kämpfen, sondern mit ihnen gegen die Ungerechtigkeiten im System. Mit Ihrer Aussage werfen Sie sich in denselben Topf wie die „Männer dort oben“ und begehen denselben Fehler wie viele Feministinnen.

    • Theres Hofer sagt:

      Danke Peter Herzog! Ihr Post macht Hoffnung! Sie sagen es auch deutlich: Die heutigen Regeln, Gesetze u.Gesellschaftsstrukturen haben Männer eingerichtet. Sie sind z.T. mehrere hundert Jahre alt. Die heutigen Männer sind darin aufgewachsen. Und d.allg.Männerbild ist noch immer das des ewig starken Supermannes, obwohl wir es alle besser wüssten…
      Bloss erwarte ich von einem Professor d.Soziologie etwas differenziertere Aussagen und nicht nur ein biblisches Frauen-Bashing, das einen unwillkürlich an einen frustrierten, alten Mann gemahnt, der die Zurückweisung v.Frauen nicht verkraftet.

  • Evi Ketterer sagt:

    Vielen Dank Herr Broder,
    das war endlich mal ein intelligenter Beitrag, bei dem es nicht um den Kampf um die grössere Opferrolle geht. Das dies von einem Mann kommt, ist sehr liebenswert, auch wenn Sie nun gleich weider als Frauenversteher und sonst was verschrien werden. Von meiner Seite her einfach ein schlichtes, bescheidenes Danke!

  • Ruedi Ballmer sagt:

    Dass es in bestimmten Punkten Diskrimination von Frauen gab und noch gibt bestreite ich nicht. Das ist bekannt und 1 Million mal gechrieben. Dieses Auge ist schon lange geöffnet. Blind ist die Gesellschaft für die Perspektve von Herrn Hollenstein. Wahr ist: Die alten Geschlechtsstereotype schaden beiden Geschlechtern und müssen zu Gunsten von beiden Geschlechtern geändert werden.

    • Ruedi Ballmer sagt:

      Ach, und noch was. Mir geht es bestens, wenn meine Frau fürs Wochenende weggeht. Ich sehe meine Freunde und treibe Sport. Im Gegensatz zu Herrn Broder habe ich nicht das Gefühl, dass sie mich zum besseren Menschen macht. Und: Ich pinkle im Stehen auch wenn sie zu Hause ist. Und sei es nur wegen meiner Prostatabeschwerden.

  • Eliane Meier sagt:

    Herzliche Gratulation zu diesem Beitrag! Lassen Sie sich durch die Kommentare dieser frustrierten Männerbande hier nicht entmutigen! Sie haben deren Scheinargumente soeben brilliant entkräftet.

    • Ruedi Ballmer sagt:

      Lieber Herr Broder. Sehen Sie: Sie haben genau das gesagt, was Mama hören wollte. Brav!

    • Dan sagt:

      Und ich hoffe, dass die frustrierte und kindische Frauenbande nicht noch mehr solche Statements postet.

      • Theres Hofer sagt:

        Lieber Dan, stellen Sie sich vor, diese kindische Frauenbande würde sie vollkommen auslassen: fürsorgerisch, persönlich und sexuell. Sie würden in wenigen Wochen Amok laufen…

    • Sportpapi sagt:

      So viel Unsinn bis Frechheit in zwei Zeilen? Nein, es ist keine frustierte Männerbande, die sich hier äussert. Sondern Männer, die ihre Meinung einbringen. Wie es Frauen ja auch tun. Und nein, er hat keine Argumente entkräftigt. Sondern einfach bewährte Vorurteile wieder einmal lanciert.

      • Eliane Meier sagt:

        Ich könnte mir durchaus vorstellen, mich intensiver an der Debatte zu beteiligen, doch meine Mittagspause neigt sich dem Ende zu. Als Input diese Zeilen von Jürg Ramspeck im „Blick am Abend“ (aus Platzgründen nur auszugsweise): „(…) Meine eigene bescheidene Erfahrung als Chef im Zeitungswesen lehrte mich anzuerkennen, dass Frauen keine Befehle ausführen, nur weil sie Befehle sind. Das hat mich immer für sie eingenommen: ihre Immunität gegen die Verinnerlichung von Hierarchien, ihre Bockbeinigkeit bei Anordnungen, die ihrem praktischen Verstand nicht einleuchten (…)“

        • Karl Müller sagt:

          @Eliane: „Das hat mich immer für sie eingenommen: ihre Immunität gegen die Verinnerlichung von Hierarchien, “ Da habe ich genau das Gegenteil erlebt. Die weichsten Knie haben in einer früheren Anstellung die Frauen bekommen, wenn ein „wirklich Hoher“ ins Office trat. Und nein, das waren keine älteren Damen. Was sagt uns das? Dass solche Pauschalisierungen völlig fehl am Platz sind.

    • Daniel Tannacker sagt:

      @Eliane: Glauben Sie, dass Provokationen unter der Gürtellinie konstruktiv sind? Oder sind Sie nicht eher ein Mann, der die männerfeindliche Kampf-Feministin mimt und ebenjenes Klischee zu zementieren versucht? Was natürlich in keiner Weise besser wäre…

  • Marcel Zufferey sagt:

    Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die demografischen Entwicklungen werden in Zukunft das Zusammenleben der Geschlechter weitaus am Stärksten prägen, nicht die Politik mit Gleichstellungsbüros, Quoten, Genderstudies und dergleichen mehr: Das ist alles sowieso für d‘ Füx. Der ökonomische Wandel erfolgt -immer- vor dem sozialen Wandel. Nach Hayek ergibt sich eine sozioökonomische (-und letztendlich auch kulturelle) Struktur zum einen aus sich selbst (Cosmos)- und zum anderen aus einem regulierenden Element (Taxis) heraus. Der Einfluss von Letzterem sollte nicht überschätzt werden.

    • Theres Hofer sagt:

      F.von Hayek hat anfangs letztes Jahrhundert gelebt… Und da war es normal, dass Frauen keine Menschen und somit kein ökonomischer Faktor sind!
      Der ökonomische Wandel heute wird so erfolgen, dass Goldmann-Sachs d.Finanzmärkte lenkt bis z.Zusammenbruch, die Chinesen die Produktion u.Indien die Dienstleistungen übernehmen. Der Boden wird verseucht sein mit all seinen Folgen.
      Und dann dürfen die Frauen wieder einmal hinter den Männern her die Trümmer wegräumen, wie sie das seit 5’000 Jahren jede Generation tun… Der Mann scheint das lernunfähigste Lebewesen des Planeten zu sein…

  • Albert Baer sagt:

    Betreffend Frauen-Quoten bin ich mit dem Autor einer Meinung.
    Betreffend Männer hockt er der typischen Männererzählung auf:
    Männer sind eben Männer (=Testosteron) und in ihrem Erleben und Verhalten ganz unbeeinflusst. Männer bzw. die Welt als Wille und Vorstellung, der Steuermann des eigenen Lebens. Männer können/dürfen einfach keine Opfer sein! Darum ist auch Männerschutz bzw. Männerförderung völlig überflüssig. Männer sind keine sozialen/gesellschaftlichen Wesen, die aufwachsen, erzogen/beeinflusst/benachteiligt werden…

  • Daniel Tannacker sagt:

    Wie kann man ernsthaft die Quote befürworten? Diese ist geradezu die Definition von „Beurteilung nach Geschlecht“ und das pure Gegenteil von „Beurteilung nach Qualifikation, Können und Persönlichkeit“. Dies dann auch noch unter der Rubrik „gesellschaftlicher Fortschritt“ abzubuchen ist Zynismus in Reinstform.

    • Daniel Tannacker sagt:

      Um nicht falsch verstanden zu werden: Frauen prangern heute an, dass immer noch „Beurteilung nach Geschlecht“ erfolgt. Genau dies versuchen wir ja hinter uns zu lassen. Jedoch wäre die Zementierung der Maxime „Beurteilung nach Geschlecht“ auf Verfassungs- oder Gesetzesebene in Form einer „Frauenquote“ das Dümmste, was den gut ausgebildeten, fähigen Frauen passieren könnte. Es würde jegliche Bemühungen und Legitimationen der letzten Jahrzehnte einfach so wieder zunichte machen…

  • Bei der Lebenserwartung sind letztlich nur diejenigen Jahre von Interesse, die ohne EInschränkung der physischen und psychischen Gesundheit genossen werden können. Studien der OECD zeigen, dass die Zahl dieser „gesunden“ Jahre bei beiden Geschlechtern nach Alter 65 etwa gleich hoch ist (ca 11 Jahre), bei den Männern sogar etwas höher. Der anschliessende beschleunigte Alterungsprozess dauert bei den Männern ca. 7 Jahre, bei den Frauen ca. 11 Jahre. Dass Männer nach den guten Jahre schneller sterben, könnte damit zusammenhängen, dass sie den Verlust der Eigenständigkeit schlechter ertragen.

  • Max sagt:

    Frauen besser in der Schule? Dass ich nicht lache. Das Schulniveau in den letzten 20 Jahren hat massgeblich nachgelassen. Das Abitur heute ist vollkommen verkommen. Universitäten beklagen diesen Niedergang. Fachhochschulen, die mittlerweile Promotionsrecht einfordern und mehrheitlich von Männern besucht werden, überholen die Unis links. Das Leben schult.
    Staatliche Schule heute ist doch nur peinlich. Ein Blick in die Wirklichkeit zeigt, dass intellektuelle Gemütlichkeit in einem gesättigten Bildungsbürgertum noch keine Qualität verbürgt. Für Quoten würde ich mich schämen.

  • alexander müller sagt:

    Ich stimme zu, dass Männer- und Frauenanliegen nicht gegeneinander ausgespielt werden sollen und es nicht um einen Diskriminierungswettstreit geht. Jemandem dem Gleichberechtigung wirklich am Herzen liegt, der hat eben ein Auge auf Belange von Frauen und Männern und auch wenn man den Anliegen der einen oder anderen Gruppe aufgrund des eigenen Geschlechts etwas näher stehen mag, so sollte man stets die Empathie und auch die Unterstützung für die Anliegen des anderen Geschlechts aufbringen. Ich glaube Hollenstein wollte Frauenanliegen nicht die Berechtigung absprechen,anders als umgekehrt Broder

  • suanne sagt:

    Gratuliere zur Debatte!
    Es ist Zeit, dass sich auch Männer mit ihren Rollen in der Gesellschaft auseinandersetzen. Bis jetzt haben sich vor allem Frauen über Gleichstellungsthemen die Finger wund geschrieben, von Männern war kaum etwas zu hören. Da herrscht Nachholbedarf.
    Ich freue mich auf mehr!

    • Cesc sagt:

      Wieso muss ich mich als Mann mit meiner „Rolle“ in der Gesellschaft auseinandersetzen? Oder anders gefragt: Wieso braucht es in der Gesellschaft „Rollen“ für Männer und Frauen? Kann dieselbe „Rolle“ nicht sowohl von Männern wie von Frauen interpretiert werden, und zwar genau gleicht gut? Wäre das nicht Gleichstellung in ihrer reinsten Form?

  • alexander müller sagt:

    Zur Zeit besteht tatsächlich ein Ungleichgewicht. Auch in den Strukturen, die für Gleichberechtigung zuständig sind. Ein paar Beispiele. Schauen sie sich mal die Gleichstellungsbüros und ihre Positionen an.
    – Wehrpflicht gilt nur für Männer: Keine Forderung das zu ändern.
    – Beschneidung von Männern: Für Frauen unter keinen Umständen erlauben, auch „sanftere Formen“ nicht. Bei Männern scheints kein Thema zu scheints kein Thema zu sein.
    – Gemeinsames Sorgerecht: Keinerlei Enthusiasmus. Vielmehr Vorbehalte

    • alexander müller sagt:

      – Theunert ist mit seiner Doppelrolle ein Problem, es scheint aber kein Problem für Vorstehende von Gleichberechtigungsstellen und Büros sich öffentlich für eine Frauenquote auszusprechen obwohl wir hierzulande ein Diskriminierungsverbot haben und das Bundesgericht Quoten schon absagen erteilt hat. Ist das etwa keine „Doppelrolle“? Staatliche Strukturen die über Geschlechterrollen, Probleme und Bedürfnisse nachdenken sind nichts schlechtes. Aber sie sind zur Zeit besetzt von Frauen die mehrheitlich fürs eigene Geschlecht lobbiieren anstatt den Fokus auf Gleichberechtigung zu legen.

      • Regula Wipf sagt:

        Herr Mueller, sprechen wir von Diskriminurung wenn die Frauenbeteiligung durch’s Band ueber 50% liegt.
        Die Frauendiskriminierung ist eine Tatsache, obe es Ihe=nen passt oder nicht. Bis jetzt sind es auschliesslich Frauen die mit krass unter 50% in den Fuehrungsstrukturen vertreten sind. Also sind es immer noch die Maenner, die nicht vorwaerstmachen und Strukturen schaffen die es Frauen ermoeglichen ernstahft mitzumachen. Unter den Umstaenden, ist die Frauenquote der einzige Weg. Eine vernuenftige Diskussion gobt es erst, wenn beide Seiten gleich vertrteten sind.

        • alexander müller sagt:

          @Regula Wipf.
          Sie begehen denselben Denkfehler, den ich weiter oben schon kritisierte. Sie sehen Männer und Frauen nicht als Individuen die – jeder einzelne – vor Diskriminierung zu schützen ist, nein Sie betrachten die zwei Geschlechter als ganzes und versuchen da Diskriminierungen aufzuwägen. Das widerspricht aber dem Kerngedanken der Gleichberechtigung.
          Ausserdem liesse sich ihr Argument super umdrehen und dafür herhalten bzgl zb lohndiskriminierung untätig zu bleiben. So ala „reden wir darüber, wenn frauen auch ins militär gehen“. Das sind unlogische und unnütze Argumente

          • Theres Hofer sagt:

            @A.Müller:
            Bei Frauen ist es ein Denkfehler, bei Männer – sage ich jetzt – Denkabstinent, und zwar totale! Die heutigen gesellsch., politi. u.kulturellen Strukturen wurden geschaffen zu Zeiten, als Frauen noch als „biologisch schwachsinnig“ galten, Schule nur in Adelskreisen, Unis f.Frauen offiziell VERBOTEN waren!! Von wegen Quoten widersprechen d.Gleichberechtigung: Diese Strukturen sind noch immer weitgehend da – zumindest in d.Köpfen v.Durchschnittsmännern, die z.B. Militär f.Frauen verlangen. Wie soll das gehen? Gebären +stillen dann d.Männer? Wer versorgt d.anderen Kinder etc.?????

          • Sportpapi sagt:

            @Theres Hofer. Haben Sie denn die sehr traditionelle Idee, dass Kinder gebären und stillen (ohne geht es schon gar nicht) ein eigentlicher Dienst am Vaterland darstellt? Und es deshalb praktisch Pflicht jeder Frau ist, im Militärpflichtalter (20-30) Kinder zu haben? Oder was? Auch sonst sind es eher haltlose Behauptungen, die Sie über uns Durchschnittsmänner aufstellen. Denken Sie doch einmal darüber nach, was Gleichberechtigung wirklich bedeutet. Sicher keine Einbahnstrasse!

        • Nico Meier sagt:

          Frau Wipf um eine Führungsposition ausführen zu können benötigt es den Willen Überstunden zu leisten, der ist leider bei vielen gerade jungen Frauen leider nicht vorhanden.

    • Maja sagt:

      Informieren Sie sich über die weibliche Beschneidung und schreiben Sie nicht so einen Stuss. Das ist beleidigend für Betroffene. Die „milde“ Form, das entfernen der Klitorisvorhaut, also Stufe I der weiblichen Beschneidung, geht meistens einher mit dem Entfernen der Klitoris. Aber ist ja nur eine Frau, oder? Das entspricht dem Abschneiden der Eichel beim Mann. Für die männliche Beschneidung gibt es medizinische Indikation, und in Ländern mit Wassermangel ist der hygienische Vorteil nicht abzustreiten. Siehe WHO Empfehlung. Bei der Frau gibt es die nicht.

      • Karl Müller sagt:

        @Maja: Beschneidung ist nicht gleich Beschneidung bei Jungen. Informieren Sie sich doch über Google.

        • Maja sagt:

          Ich mache keine Aussage über die männliche Beschneidung. Ich kritisiere die kindische Haltung: „Jungs werden beschnitten, dann müssen Mädchen auch“ vorallem weil die weibliche Beschneidung einfach nicht zu rechtfertigen ist! Ich bin gegen das beschneiden von kleinen Jungen!

      • alexander müller sagt:

        @Maja.
        Ich schreibe keinen Stuss. Das entfernen der Klitorisvorhaut oder das ritzen der Schamlippen ist beides völlig zurecht verboten. Gerade ersteres ist aber ziemlich analog zur Beschneidung von Knaben (sogar mit teils ähnlichen hygieneargumenten). Sie haben mich scheinbar völlig falsch verstanden. Ich bin absolut für das Verbot solcher Praktiken. Nur möchte ich bei Männern da keine Ausnahme machen. Mein Punkt war dass hier von den offiziellen Stellen überhaut nichts kommt. Und auch z.B. Frauen aus der SP die Gleichberechtigung angeblich zum Kernanliegen zählen dabei nichts schlimmes finden

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Was soll jetzt dieses blödsinnige gegeneinander Ausspielen von Verstümmelungen an Kindern? Niemand hat das Recht, irgendeinem Kind irgendwas abzuschneiden an den Genitalien, fertig! Da brauchen wir gar nicht zu diskutieren und ’sanft‘ ist daran auch nichts, das ist rohe Gewalt an einem Wehrlosen. Dass die Mädchen in ihrem späteren Sexualleben ungleich härter eingeschränkt sind, ist klar, viele haben ein Leben lang Schmerzen. Aber der unmittelbare Schock ist für beide, Mädchen wie Buben, furchtbar. Die Verstümmelungen sind übrigens erst seit der breiten Diskussion bei Jungs ein Thema, typisch!

  • Jörg Hanspeter sagt:

    Jaaaaa, führen wir eine Geschlechterquote ein. Sobald die Frauen 50% der Strassenarbeiter stellen, dürfen sie auch 50% der Vorarbeiter stellen usw. Leider dürfen sie dann auch nur ihrem Anteil entsprechende Autos einlösen und kriegen auch nur den Anteil an Geschirrspülern, die sie herstellen usw. Wir Männer gehen einem herrlichen Leben entgegen.

    • chocolate sagt:

      Ja, genau so lange bis sie Pflege benötigen und kein Mann da ist, der sich in einem anstrengenden Tieflohnberuf aufopfern mag. Also ja nie krank oder alt werden! Von all den anderen, miserable bezahlten ‚Frauenjobs‘ mal gar nicht zu sprechen…

  • Cesc sagt:

    Herr Broder, ich bin mit Ihnen einverstanden, dass es für keine Frau erstrebenswert ist, in ein Haifischbecken mit „ellbögelnden“ Männern auf der Teppichetage einzutauchen. Aber: Auch kein Mann, der einigermassen bei Verstand ist, kann dieses Ziel haben. Klar wurden solche Strukturen von Männern geschaffen und klar werden sie heute noch (zumeist) von Männern mitgetragen. Darunter leiden allerdings auch Männer. Hier eine Kollektivhaftung bei den Männern zu sehen, greift zu kurz. Vielmehr muss vielerorts ein Generationenwechsel stattfinden, damit frischer Wind durch die Teppichetagen wehen kann.

  • Katharina sagt:

    Solange Frauen von Freunden und Familie kritisiert werden, weil sie die Kinder fremdbetreuen lassen (wenn sie denn einen Platz finden) sieht es düster aus. Wenn die Gesellschaft sich wandelt kommt der Rest von allein. Aber da sehe ich schwarz…

    • Cesc sagt:

      Kritisiere ich aber auch…
      Die Lösung kann nicht sein, dass die Kinder abgeschoben werden, zumindest nicht rund um die Uhr. Vielmehr müssen wir Männer bei der Betreuung entsprechend in die Pflicht genommen werden, d.h. wir betreuen, sobald die Mutter arbeiten geht und umgekehrt. Natürlich muss sich auch dafür die Gesellschaft erst wandeln, aber wenn ich mich mit meinen gleichaltrigen Bekannten diesbezüglich austausche, sehe ich das nicht so schwarz…

    • Felix sagt:

      Solange sich Frauen wie Kinder verhalten und allen andern die Schuld geben, wird sich nie etwas ändern. Und den Krippenplatz gibt es schon, er will nur nicht bezahlt sein…

      • Cesc sagt:

        Hier verhalten sich alle wie Kinder: Die Frauen geben uns ach so bösen Männern z.B. die Schuld an der Lohnungleicheit und wir Männer geben ihnen die Schuld, dass sie uns ständig das Sorgerecht wegnehmen.
        Die konstruktiven Stimmen beidseits des Geschlechtergrabens gehen leider im allgemeinen Geschrei unter…

    • Sportpapi sagt:

      40% der Zürcher Frauen werden kritisiert?

      • Karl Müller sagt:

        @Sportpapi: Und wenn schon. Was interessiert mich die Meinung anderer, solange ich dadurch nicht diskriminiert werde? Sollen mich doch alle kritisieren, dass ich für die Gleichberechtigung von Männern kämpfe. Das ist absolut nicht entscheidend.

        • Nico Meier sagt:

          Wer Kinder will der soll in meinen Augen diese auch betreuen, wenn er dies nicht möchte warum hat er überhaupt Kinder?
          Kinder sind keine Statussymbole die man sich mal eben anschafft um am Weekend einen auf Familienfrau zu machen!

  • hans nötig sagt:

    Wieso ist es eigentlich derart schlimm das sich zumindest ein Partner (egal ob Mann oder Frau diesen „Job“ übernimmt) um die Erziehung der Kinder kümmert? Wieso muss jeder Karriere machen, um der Karriere willen?

    Die Diskussion ist sowas von irrational und von Ressentiments getrieben (Männer von der Kehrichtabfuhr haben auch eine tiefe AHV und wer sich als Mann einmal als Kleinkinderzieher versucht hat kann von Ressentiments eine ganze Oper singen) während das wichtigste „Kapital“ darin gar nicht vorkommt: Das Kind, das man dann von Schule/Krippe und TV erziehen lässt.

    • Karl Müller sagt:

      @Hans: Bravo! Man könnte tatsächlich meinen, das einzige was im Leben zählt sei die Karriere und viel Geld verdienen. Beschämend für Mann und Frau.

    • Cesc sagt:

      „Wieso ist es eigentlich derart schlimm das sich zumindest ein Partner (egal ob Mann oder Frau diesen “Job” übernimmt) um die Erziehung der Kinder kümmert? Wieso muss jeder Karriere machen, um der Karriere willen?“

      Weil in zu vielen Köpfen noch immer die Vorstellung herrscht, dass nur, wer sich 100% auf den Job konzentriert, das Unternehmen / die Gesellschaft / das Land vorwärtsbringt. Das ist das Problem, woran wir hierzulande alle kranken. Würden wir es alle etwas relaxter angehen, wären wir im Nu alle etwas glücklicher.

    • Reto B. sagt:

      Das ist weder schlimm, noch sage ich, dass das verwerflich oder von gestern ist. Es ist in meinen Augen eine Möglichkeit. Allerdings muss es in meinem Gesellschaftsbild uach die Möglichkeit geben, dass beide Eltern berufstätig sind (und bitte nicht so eine kastrierte Karriere mit 15 Jahren Pause dazwischen), sonst muss man nämlich auch nicht beide ausbilden und wir können wieder zum system Frau in die Hauswirtschaftsschule wechseln. Wenn man also beiden Eltern eine Ausübung ihres erlernten Berufs ermöglichen will (keine Pflicht), so braucht es auch die nötigen Strukturen dafür.

      • Cesc sagt:

        Natürlich soll man beide ausbilden. Man soll möglichst alle Menschen ausbilden. Schliesslich benötige ich meine Ausbildung für den Job, auch wenn ich nur noch 20% arbeite. Und ja, beide Eltern sollen Berufstätig sein, aber müssen es gleich 100% sein? Wären 60% für beide nicht besser?

    • sepp z. sagt:

      welcher mann tut sich heute den beruf ‚kleinkindererzieher- oder betreuer‘ noch an, wo er doch von anfang an unter pädophilie-generalverdacht steht. übrigens auch als vater auf dem spielplatz.
      (siehe auch mamablog «Pädophilie-Richtlinien» vom 22.august 2012).
      die konsequenz ist doch die, dass frauen sich 100% um die kinder kümmern sollen.
      so jedenfalls interpretiere ich die diesbezüglichen feministischen forderungen.

  • Regula Wipf sagt:

    99% der Kommentare von Maennern. Reden ist Silber und Schweigen ist Gold. Tatsache ist, dass die Arbeits- und Lebensstrukturen in der Schweiz auf Maenner zugeschnitten sind. Wie erklaert man sich denn, dass wenn man drei Kinder hat, es gut moeglich ist dass die in der Schule von 7 bis 9 anfangen, und von 11 bis 12 nach Hause kommen, und am Nachnittage geht’s genau so. etc. etc. Ohne Quoten wird sich in der Schweiz nichts aendern. Lebe seit dreissig Jahren im Ausland, und die Schweiz ist mit Abstand das rueckstaendigste Land derFrauenbeteiligung. Mon Dieu – schaut doch in den Spiegel.

    • Karl Müller sagt:

      @Regula: Rückständig? Und Sie fordern diskriminierende Quoten in Zeiten der Aufklärung? Nicht die Leistung, sondern das Geschlecht soll entscheiden? Das ist für mich sogar eine reaktionäre Haltung, die durch nichts gerechtfertigt wird. Dazu muss ich nicht einmal die legislativen Diskriminierungen von Männern als Argument ins Feld führen.

    • Cesc sagt:

      Frau Wipf, die Strukturen in diesem Land sind nicht auf „Männer“ zugeschnitten, sondern auf eine Generation mit einem längst vergangenen Gesellschaftideal. Solange Leute wie Sie aus dieser fehlenden Anpassung an die gesellschaftlichen Realitäten eine Geschlechterfrage machen, können wir das Problem nicht lösen.

    • hans nötig sagt:

      13 weibliche Beiträge ergeben bei mir knapp 12%.

      Das erklärt sich damit das Kindern ein Mittagessen zu sich nehmen sollten, völlig egal ob weiblich oder männlich? Oder auf was wollen Sie genau hinaus?

    • Sportpapi sagt:

      Auf Männer zugeschnitten? Wie ist da der Zusammenhang zu den erwähnten Schulzeiten? Die Schweiz hat es bisher geschafft, dass ein Lohn meist reicht, die Familie zu ernähren – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern um uns herum. Und in der Konsequenz haben viele Frauen auf eine Erwerbstätigkeit verzichtet. Luxus!
      Jetzt tut man alles, dass diese Frauen nun zwingend ins Erwerbsleben zurückkehren müssen, ob sie nun wollen oder nicht. Fortschritt?

      • Karl Müller sagt:

        @Sportpapi: Genau! Thema Wahlfreiheit. Anstatt wie früher, wo viele Frauen zu Hause bleiben mussten, müssen sie heute arbeiten gehen. Tolle Freiheit!

        • chocolate sagt:

          @ Sportpapi und Karl Müller: Wenn Sie beide es so toll finden, dass die Frau zu Hause bleibt um sich um die Kinder zu kümmern, ist das Ihre Entscheidung (und hoffentlich diejenige Ihrer Partnerin). Aber dann bloss nicht jammern, wenn bei einer Scheidung 1. der Frau die Kinder zugesprochen werden, weil sie sie ja bisher meistens betreut hat und 2. der Mann als Versorger in diesem System weiterhin diese Rolle spielen und Unterhalt bezahlen soll. Beides geht nicht!
          Ich persönlich ziehe ein Modell vor, in dem beide Arbeit und Verantwortung teilen, dann geht es auch in der Krise besser!

          • Sportpapi sagt:

            @Chocolate: „Ich persönlich ziehe ein Modell vor, in dem beide Arbeit und Verantwortung teilen, dann geht es auch in der Krise besser!“ Dann sind wir uns ja einig. Aber ich glaube, für Sie bedeutet „Arbeit“ nur die gegen Geld, „Verantwortung“ nur die zu Hause? Vielleicht sollten Sie Ihre Vorurteile mal hinterfragen? Dass die Kinder nach Scheidung überhaupt einer Seite zugesprochen werden, ist nicht nur ein Systemfehler, sondern ein Skandal. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Da würde auch eine präzise Aufgabenteilung nichts daran ändern.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Natürlich auf Männer zugeschnitten! Was wir brauchen ist eine gerechte Aufteilung der bezahlten und der unbezahlten Arbeiten, bisher sind sich die Männer für die unbezahlte meistens zu schön. DAS wird den grossen Wandel bringen, wenn der Kuchen gerecht aufgeteilt wird! Es hat genügend Arbeit, nur nicht genügend bezahlte. Wir brauchen auch nicht ein paar Tage Vaterschaftsurlaub, das kostet viel und bringt nichts, wir brauchen Teilzeitstellen für Männer, damit sie Zeit haben, zu Hause zu putzen, zu waschen, zu kochen und zu bügeln. Und daneben, mit Links, die Kinder zu versorgen, alles gratis!

        • Sportpapi sagt:

          Hm. Wenn Fraue lieber ausser Haus statt zu Hause arbeiten wollen, sollen sie es halt tun. Gratis machen sie weder das eine, noch das andere.

    • Paul sagt:

      Hallo Regula, verstehe ich Dich richtig? Genderthemen sind also Frauensache, Männer haben da gefällist zu schweigen? So läufts nämlich im Moment bei uns. Man muss sich nur die Besetzung der Gleichstellungsämter anschauen. Und wenn schon Quoten dann bitte für beide Geschlechter in allen Bereichen. Also Pflegeberufe, Kindererziehung, Bau, Militär etc. Ich freue mich auf das Gesicht der Frauen die von einer männlichen Hebamme (Hebammer?) Geburtshilfe bekommen.

    • Marco Casutt sagt:

      „99% der Kommentare von Maennern.“

      Leider giessen Sie mit dieser Aussage Öl ins Feuer der Reaktionären, die behaupten, Frauen seien generell schlecht in der Mathematik.

      „Tatsache ist, dass die Arbeits- und Lebensstrukturen in der Schweiz auf Maenner zugeschnitten sind.“

      Wieso? Es kann doch auch die Mutter arbeiten gehen und der Vater die Kinder betreuen.

    • Theres Hofer sagt:

      Das trauen sie sich nicht, diese Herren Kommentatoren. Sie fürchten die Fratze, die da herausschauen würde.
      UND: Sie allesamt wissen ganz genau, wie himmeltraurig ungerecht sie Frauen gegenüber sind. Wären sie Männer, hätten sie den Mut, die offensichtlichen Umstände einmal anzuschauen… Aber auch hier: Nein, wie Sektierer: Je grösser der Zweifel an der eigenen „Gerechtigkeit“, umso gehässiger u.fanatischer die Kommentare.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Stimmt, mon Dieu: Beim Blick in den Spiegel wirken sogar Saudiarabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Quatar, Iran, Irak, aber auch Pakistan geradezu wie ein Nirwana in Sachen Gleichberechtigung! Und Afghanistan erst, pah..! Mussten Sie wirklich zuerst ins Ausland gehen, um das zu bemerken, Frau Wipfli? In welchem Ausland leben Sie denn genau, gute Frau? Noch auf diesem Planeten? Ich hoffe doch inständigst, dass Sie lediglich vom westlichen Ausland sprechen. Und hier könnten Sie m. E. sogar recht haben: In einer Wohlstandsgesellschaft tickt die Uhr des Zeitgeistes eben langsamer…

    • Gion Saram sagt:

      @ R. Wipf, ich stimme ihnen zu das Schulystem in der Schweiz fördert nicht gerade die Berufsarbeit der Mütter, seltsamerweise haben wir aber seit den 70er Jahren das Frauenstimmrecht, und trotzdem hat sich da noch nicht viel geändert. Es gibt offensichtlich genügend Bürger (Frauen und Männer) denen das „rückständige“ System behagt, denn sonst hätten sie schon längst versucht dagegen etwas zu unternehmen. Frankreich hat z.B. ein viel ausgebauteres System der Kinderbetreuung aber viel weniger Frauen in Politik und Wirtschaft als bei uns, wie erklären sie sich das?

  • Jungepatriarch sagt:

    Mit der Geschlechterquote selbstverständlich zu Gunsten der Frauen wollen die Feministen dass wir uns vollständig der Diktatur des Matriarchats unterwerfen. Männer solllen keine Opferrollen in Anspruch nehmen dürfen egal was für Ungerechtigkeiten vorliegen (z.B. menschenrechtswidrigen Diskriminierung beim Vorsorgerecht der Kinder in Scheidungen wo zu 90% die Mutter Vorsorgerecht bekommt). Weil wir seit den 70er Jahren vor dem Geschlechterkampf einknicken und den Feministen unsere Gesellschafts überlassen dürfen wir uns bald nicht wundern, wenn wir nicht vollständig entrechtet werden. .

    • chocolate sagt:

      Wenn Patriarchen wie Sie (nomen est omen) in der Ehe die klassische Rollenteilung praktizieren (Vater arbeitet fürs Geld, Mutter erzieht und macht Haushalt), dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn im Scheidungsfall die Frau die Kinder zugesprochen bekommen (sie hat sie ja die meiste Zeit betreut) und Unterhalt (da sie ja vorher auch nicht dafür zuständig war, ausser Haus Geld zu verdienen). Nicht jammern!
      Es geht auch anders: Beide übernehmen die Verantwortung für Kinder, Haushalt und Geldverdienen, dann verläuft auch die Trennung anders! Also: packen Sie’s an. Sie sind ja noch jung!

      • Sportpapi sagt:

        Nach meiner Erfahrung sind es vor allem die Frauen/Mütter, die darauf bestehen, zumindest die ersten Jahre mit ihren Kindern verbringen zu dürfen. Gut, wenn man sich das leisten kann. Beide arbeiten bis zum Umfallen ausser Haus und lagern Betreuung/Erziehen der Kinder aus ist jedenfalls die dümmste Idee. Beide machen alles ein bisschen ist eine Option, aber nicht in jedem Fall die beste. Und sicher brauchen die Paare niemanden, der von aussen vorschreibt, wie sie ihre Aufgabenteilung regeln sollen. Zur Trennung: Obhut ist eines, der praktizierte Sorgerechtsenzug etwas anderes!

  • Erich Meier sagt:

    Frauen sind anscheinend erst dann wirklich gleichberechtigt, wenn sie besser gestellt sind als Männer. Das ganze ist doch einfach nur eine Frage, wer lauter auf den Putz haut. Dass sich Männer für ihre eigenen Interessen stark machen, ist (vorläufig noch ..) gegen die politische Korrektheit. Solange in staatlichen Gleichstellungsämtern weiterhin (fast) auschliesslich Frauen sitzen, die nur sehen wollen, wo Frauen benachteiligt sind, wird sich das vermutlich schon noch ändern.

    • Jungepatriarch sagt:

      Herr Meier, das wird von vielen Feministen ja nicht einmal geleugnet. Nach dem Motto Frauen wurden jahrhundertelang unterdrückt und als Ausgleich zum erlittenen Unrecht müssen jetzt eben einige Zeit…oder für immer die Männer das Leiden bzw. die Unterdrückung/Benachteiligung akzeptieren. Gleichstellung heisst in diesem Kontext quasi eine vollständige Unterwerfung der Männer und die Dominanz des Matriarchats in jedem Lebensbereich!

  • Florian Meiser sagt:

    Als Kind sollte ich auch immer meinen kleinen Bruder gewinnen lassen. Warum können Frauen nicht alleine erwachsen werden?

  • Thomas Meier sagt:

    Ich verstehe es nicht ganz:
    Warum ist es diskriminierend, wenn mehr Männer als Frauen Topjobs haben, aber nicht wenn mehr Frauen die Unis abschliessen als Männer? Man könnte genau so behaupten, dass das Schulsystem diskriminierend ist gegenüber Männern.
    Wenn Frauen so gut in den Jobs sind, wie man behauptet, warum setzten sich dann nicht Unternehmen mit höheren Frauenquoten durch? Diese müssten erfolgreicher sein.
    Warum ist es schlecht, wenn Männer ihr Leben auf Karriere (im bösen Kapitalismus) ausrichten, bei Frauen aber gut?
    Warum sind die meisten Feministinnen alt?

    • chocolate sagt:

      Unternehmensgewinne steigen parallel mit dem Anteil Frauen in der Führungsetage. Ist in der Ökonomie anerkannt. Die Frage ist eher, was hält also die jetzigen Führungen davon ab, die Gewinne zu optimieren? Angst vor ‚Fremden‘ in den homogenen Führungsetagen (gilt ähnlich auch für andere Ethnien)?
      Sehr wahrscheinlich doch ein weiteres Beispiel von Groupthink: Man fühlt sich am wohlsten unter Gleichgesinnten (dann muss man sich nicht dauernd hinterfragen) und fördert ebensolche.

      • Sportpapi sagt:

        So anerkannt ist das auch wieder nicht. Kann sein, je nach Konstellation, kann aber auch nicht sein. Aber ich glaube, viele Unternehmen würde sehr gerne Frauen in die obersten Stufen befördern, wenn es denn überhaupt Frauen geben würde, die sich das antun möchten. Nur schon die Arbeitszeiten, da verzichtet auch mancher Mann gerne.

    • Peter Spahr sagt:

      Mich wundert es im Fall nicht, dass Sie keine Antworten kriegen 🙂

  • Hannes Müller sagt:

    Aus für die Genderforschung in Norwegen ab 2012 mit einem ursprünglichen Jahresbudget von 56 Mio. Euro. Wie war das möglich? Ein intelligenter Komiker mit einem Kamerateam stellte Genderexperten einfache Fragen.
    http://agensev.de/agens-meint/aus-fur-gender-2/

    Und damit auch aus für die politisch korrekte Argumentation von Sven Broder – vergessen Sie es, Frauen wollen in der Mehrheit einfach gar nicht Karriere machen, nur darüber motzen.

    • Florian Meiser sagt:

      Danke für den link! 🙂

      • chocolate sagt:

        Als Halbnorweger möchte ich ergänzen: Dieser Artikel ist einseitig und erzählt nur die halbe Geschichte.
        Die Programme habe ich gesehen, die sind wirklich sehr gut und witzig. Viele Interviewten (deren Stellen jetzt gekürzt wurden oder auf dem Spiel stehen) waren aber Männer, sogar die Mehrzahl. Und nicht, weil sie Feministen waren, sondern weil das Gebiet ihnen eine leichte akademische Karriere versprach (dementsprechend waren auch viele ‚light weighters‘ darunter).
        Sie hätten es in der Hand gehabt, Männerforschung zu machen (akademische Freiheit!). Dazu waren sie aber zu faul/feige. Schade!

    • Daniel Frei sagt:

      Ich kann kaum fassen dass ich das noch erleben darf.. Vielen vielen herzlichen Dank für den link, Wissenschaft siegt Immer!

  • Felix sagt:

    Mon Dieu… tatsächlich, die CH ist eines der rückständigsten westlichen Länder was die Emazipation betrifft – obwohl alle Vorausetzungen für die Frauen gegeben wären. Wirklich peinlich, irgendwann kann man den Männern nicht mehr die Schuld geben, dass man den A** in der reichen CH nicht hochkriegt und sich von Sozialstaat und Männer aushalten lässt.

  • Märchenstunde ist vorbei Herr Broder.1. Als Feminist zeigen sie sich schwach und unbekümmert von jeglicher Solidarität und Realität,gegenüber unzählig benachteiligten Väter. 2.Bei niederen Berufe tragen BEIDE Seiten niedrige Löhne und psychische Belastung. Kommt dazu,dass bei Männer noch zusätzlich ein körperlicher Verbrauch die Arbeitskraft schwächt. 3.Teppichetagen sind schon begeistert,wenn nette Girls wollen und auch können. Direktoren heiraten bekanntlich oft von oben nach unten. Das Märchen der verschlossenen Türen trifft man häufig bei feministischen Wahnvorstellungen. Genug für heute.

  • val sagt:

    feminisierung der moderne?
    kommt mir etwas so vor wie verstaatlichung von schulden und privatisierung des gewinns.
    wer und wo ist diese feminisierte moderne? maskulinisierte postmoderne wäre dann die nächste etappe? ist diese moderne denn nun ökonomisch, kulturgeschichtlich, philosophisch gemeint?
    plötzlich darf und soll es, welches es genau, weiblich sein?
    gleichstellung ist ein politisches vorgehen, nicht mehr und nicht weniger.
    frauen tun gut daran, sich ihres anderssein zu erinnern und unabhängig, wo die politik in der gleichstellungspolitik gerade steht, zu pflegen und zu fördern und für sich reden und einstehen, was ja viele schon tun.
    geschlechterpolitik heisst nicht, dass männer die besseren frauen und frauen die besseren männer zu sein haben.
    verbale scharmützel, können wie hier spass machen, zeit vertreib sein und oder ventilfunktion haben, was auch sein gutes hat. die meinungen und haltungen sind klar und recht stabil und diese zu vertreten kann ja auch durchwegs sinn und sogar freude machen. wie gross das veränderungspotential dabei ist, darüber liesse sich ausgiebig spekulieren.
    val paris

  • Thomas sagt:

    Bei Gleichberechtigung sollte es doch darum gehen nicht zwischen den Geschlechtern zu unterscheiden. Man muss nicht abstreiten, dass es immernoch Bereiche gibt, wo die Frauen benachteiligt sind. Das darf aber nicht bedeuten, dass man die Unterschiede, in denen Männer benachteiligt sind beibehält: Beispiele dafür sind das höhere Rentenalter, oder auch der Militärdienstzwang.

  • Daniel Frei sagt:

    Und da geht er gebückt im Kreis um einen Stein, angebunden am Geschirr, dessen Scheuklappen im die Sicht verdecken. Und geplagt von Schuldgefühlen murmelt er daher, seinen Rücken mit einer Peitsche strafend, auf der er die vermeintliche Schuld seiner Väter geladen. Ein edler Abgang, wie er meint.

  • Sofia sagt:

    Ich dachte den grossen Krieg Feministinnen gegen Macho-Altachtundsechziger sei ein Phänomen dieser früherer Generation, wo die letzte Hoffnung für eine versöhnliche Wiederannäherung wohl nur noch das Altersheim ist. Stelle aber leider fest, das vor allem in der D-CH eine Generation von jungen Kampfantifeministen auf dem Vormarsch ist. So wurde ich auch schon auf offener Strasse angegriffen, weil ich, aus mir nicht ersichtlichen Gründen, deren Feindbild „Prinzessin“ (was immer das auch ist) entspreche. Kolleginnen berichten ähnliches. Aggro Bünzlis…

    • Sofia sagt:

      …Man kann ja über die Legitimität von Quoten, Wehrplicht und so auch sachlicher diskutieren. Jedes Thema auf einmal aber dafür gründlich. Denn es sind alles wichtige Probleme, wo Schadenfreude und Spritzfindigkeiten nichts zu suchen haben. Jetzt wird da einfach mal wieder ziellos polemisiert und Hass geschürt. Ist vielleicht einfach ein Medienproblem.

  • Marius Meier sagt:

    Danke Herr Broder. Unabhängig vom Geschlecht sehe ich den Sinn des Menschseins in der Selbstbestimmung. Für die Frauen hat sich die Situation verbessert, ist aber nicht auf dem Niveau von den Männern. Deshalb macht die Quote durchwegs Sinn, sollte nur ein mittelfristiges Instrument sein.

    Männer, die sich als Gender-Opfer sehen, suchen eine Ausrede. Als (gesunder,weisser,heti) Mann in der Schweiz lebend. Sorry, bessere objektive Lebensbedingungen gibt es schlicht nicht auf diesem Planeten. Sollte es nicht geklappt haben mit dem Leben, arbeitet an Euch, gebt aber nicht den Frauen schuld.

  • Philipp sagt:

    „Einer Geschlechterquote … ist für die Wirtschaft – davon bin ich überzeugt – eine willkommene und längst fällige Frischluftzufuhr.“ Warum hat denn die Wirtschaft nicht schon längst in Eigenregie für Frauenquoten gesorgt, wenn diese „Frischlufzufuhr“ so „willkommen“ ist?
    UND: Warum eine Frauenquote in der Führungsetage und keine bei der Müllabfuhr? Wirklich gerecht wäre es ja nur, wenn man beides machen würde. Ansonsten werden neue Ungerechtigkeiten produziert.

  • richy sagt:

    „Denn das eine ist primär selbst verschuldet (oder selbst gewählt), das andere schlicht ungerecht“ — der Bezug auf die vorherigen Sätze ist nicht ganz klar.
    Gemeint ist sicher, daß die Frauen selber schuld sind, trotz guter Schulnoten keine Ingenieurberufe studiert zu haben oder sich den Streß einer Leitungsposition anzutun (weil sie lieber Schuhe kaufen gehen), und daß es ungerecht ist, daß die feministischen Lehrerinnen so viele Jungen aus dem Bildungssystem herauskicken, so daß die ungebildeten Kerls später nur noch die dreckigsten und gesundheitsgefährendsten Jobs bekommen.
    Um ehrlich zu sein widerstrebt mir ziemlich, mich an das intellektuelle Niveau dieses Artikels anzupassen, geht aber wohl nicht anders.

  • erna sagt:

    Wann werde ich endlich in einer intelligenten Welt (IQ > 200) leben können ohne diesen jahrtausendealten messianisch-beschnittenen-traumatisierten Terror überall, d.h. ohne diesen jüdisch-christlich-muslimisch-kapitalistisch-kommunistisch-faschistisch-nationalsozialistisch-hypersozial-hypermedial-politisch-juristisch-pseudowissenschaftlichen Schwachsinn überall?

    Wenn also ein heutiger Körper, der beschnitten und traumatisiert ist, sich immer noch als „Jude“ bezeichnet, so ist er letztlich „selber schuld“, denn:
    Hätte es keine „Juden“ gegeben, so hätte es auch keine „Muslime“ und „Christen“

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