Klimapolitik muss kompromisslos sein

Politiker kommen, Politiker gehen, die Klimakatastrophe bleibt. Foto: Waldbrand in Portugal (unsplash.com)

Die SVP und Donald Trump sind sich einig: Das Pariser Klimaabkommen ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Die SVP wollte letztes Jahr verhindern, dass das Parlament das Abkommen ratifiziert und die Schweiz mithilft, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Ihr Angriff scheiterte. Dennoch haben die SVP-Exponenten in der Umweltkommission des Nationalrats jüngst beantragt, von der Umsetzung des Abkommens abzusehen. Doch auch dieser Versuch schlug fehl. Das Parlament wird das neue C02-Gesetz für die Periode 2020 bis 2030 beraten.

Die Ausgangslage präsentiert sich gleich wie bei der Energiestrategie 2050. Auch gegen dieses zukunftsweisende Projekt kämpfte die SVP als einzige grosse Partei an – vergeblich. Das Stimmvolk hiess die Vorlage 2017 deutlich gut. Ob die SVP nun auch gegen die Umsetzung von Paris das Referendum ergreifen wird, ist vor diesem Hintergrund zweifelhaft. Die Klimapolitik gehört ebenso wenig wie das Energiedossier zu den Kernthemen der Partei. Hinzu kommt, dass die Partei derzeit keinen guten Lauf hat. Das (beträchtliche) Risiko einer weiteren Niederlage an der Urne wird sie da nicht leichtfertig eingehen.

Gut schweizerischer Kompromiss

Klimaschützer könnten ob dieser Aussicht frohlocken; doch das wäre blauäugig. Zusammen mit der FDP und CVP wird die SVP dafür sorgen, dass das neue CO2-Gesetz kaum jemanden schmerzen wird – vor allem nicht die Wirtschaft, die um ihre Wettbewerbsfähigkeit fürchtet, sollte sie strenge C02-Einsparziele auferlegt erhalten. Da die CVP punktuell mit der Linken paktieren wird, etwa bei der geplanten Erhöhung der C02-Abgabe auf Brennstoffe, werden die parlamentarischen Beratungen im Ergebnis auf einen gut schweizerischen Kompromiss hinauslaufen – eine weitere Parallele zur Energiestrategie 2050.

Ein Kompromiss hat aus strategischer Sicht den Vorteil, dass die Bevölkerung kaum für Experimente zu gewinnen sein dürfte. Just ein solches wollen Klimaschützer anstossen. Sie planen eine Volksinitiative, die Benzin, Diesel und Kohle in der Schweiz ab Ende 2050 verbieten will. Es würde überraschen, wenn es dem Begehren – sollte es zustande kommen – nicht gleich ergehen würde wie der Atomausstiegsinitiative. Die Grünen forderten 2016 den Atomausstieg bis 2029, die Energiestrategie 2050 dagegen sah kein politisch fixiertes Ausstiegsdatum vor, sondern einzig ein AKW-Neubauverbot. Prompt entschied sich das Stimmvolk für die mildere Variante.

Der Blick reicht nur bis zu den nächsten Wahlen

Demokratie als Kompromisswirtschaft: Für das Klima verheisst das nichts Gutes. Im Kampf gegen den Klimawandel spielt die Zeit eine entscheidende Rolle. Je länger aber die Politik zögert, griffige Massnahmen wie etwa die längst fällige C02-Abgabe auf Treibstoffe umzusetzen, desto teurer wird es, Folgeschäden zu beheben.

Eine kluge Politik wäre also eine vorausschauende. Die Mehrheit der Politiker richtet den Blick zwar nach vorne – allerdings nur bis zu den nächsten Wahlen. Politiker kommen, Politiker gehen, der Klimawandel aber: Er bleibt – ein riskantes Experiment, vom Menschen befeuert.

44 Kommentare zu «Klimapolitik muss kompromisslos sein»

  • Röschu sagt:

    „Die SVP und Donald Trump sind sich einig: Das Pariser Klimaabkommen ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht“
    Und damit haben sie recht. Es wurden nämlich keine Sanktionen vereinbart, falls die Ziele verfehlt werden.
    .
    „Demokratie als Kompromisswirtschaft“
    Selbstverständlich geht es in einer Demokratie immer auch um Kompromisse. Und das ist gut so, denn damit wird die Durchsetzung extremer Positionen verhindert. Einem Inland-Redaktor beim Tagi sollte dies eigentlich bewusst sein!

    • Rolf Rothacher sagt:

      Es geht auch gar nicht um Sanktionen, sondern den Inhalt der Pariser Papiere, die z.B. Indien keinerlei Beschränkungen auferlegen (1,3 Mia. Menschen) und China erst ab 2030 vielleicht in die Pflicht nimmt (1,2 Mia. Menschen). China baut derzeit 400 neue Kohlekraftwerke im eigenen Land und im Ausland an weiteren 200!
      Da die 2. und 3. Welt wirtschaftllich aufholen will, wird sie sehr viel mehr Energie benötigen als heute. Diese wird von Kohle, Erdöl und Gas dominiert sein, genauso wie bei uns.
      Wer anderes glaubt, glaubt auch noch an den Storch und lässt sich von übereifrigen Politikern stets über den Tisch ziehen.

      • David Jones sagt:

        Am wichtigsten hier ist eigentlich CO2 Menge pro Person. Deswegen haben China und Indien mehr Freiraum als Westliche Länder. Wir haben bereits unsere pro Person Reserven für die Entwicklung aufgebraucht. Wenn der Ausstoss pro Person in Indien und China mit unsere pro Person Menge übereinstimmt (hoffentlich vorwiegend durch Reduktionen unsererseits), dann können wir diese Länder rational dazu bewegen weitere Ausstoss Erhöhungen zu vermeiden. Dies ist wahrscheinlich bereits im Abkommen inbegriffen. Ausserdem investieren China und Indien ziemlich intensiv in erneuerbare Energiequellen, in Vergleich zu die vorhandene finanzielle Ressourcen die sie haben sind diese Investitionen um ein vielfaches höher als was die entwickelte Länder momentan unternehmen.

  • werner boss sagt:

    Die Klimapolitik der Linken und Grünen strotzt nur so von Kompromissen!Länder, welche überbevölkert sind, können nie und nimmer Klimagerecht leben, im Gegenteil, sie ziehen Andere auch noch mit in die Ausweglosigkeit!

  • Rolf Rothacher sagt:

    Lächerliche Anfeindung. Fakten sind:
    China darf bis 2030 seinen CO2-Ausstoss beliebig erhöhen. Deshalb baut es derzeit an 400 neuen Kohlekraftwerken. Das, was Europa einsparen könnte, wird alleine China mehr an CO2 ausstossen. Von Indien, Südostasien oder Südamerika, die sich wirtschaftlich alle noch stark entwicklen wollen, gar nicht zu reden.
    Stefan Häne versteift sich auf eine 8 Mio. Bevölkerung, die auf Teufel komm raus (und zu jedem Preis) CO2 einsparen soll, blendet dabei mehr als 3’000 Mio. Menschen aus, die in Zukunft ihren CO2-Ausstoss kräftig erhöhen werden.
    Egal, ob der Klimawandel Mensch-gemacht ist oder nicht: 1 Mia. Menschen in der 1. Welt können nicht den Mehrverbrauch von 3 Mia. Menschen der 2./3.Welt einsparen!
    Doch für Ideologen spielen Fakten keine Rolle.

    • Monique Schweizer sagt:

      Rothacher: Fakt wird gemäss neusten Zahlen auch sein, dass uns gegen die Jahrhundertwende oder sogar noch einiges früher die beiden wichtigsten fossilen Brennstoffe Oel und Gas dem Ende zuneigen und dann wird auch die Menschheit leidlich abnehmen.
      .
      Bis dann dürften wir dann Mad Max ähnliche Zustände auf diesem Planeten haben, wie wir sie von den IS Bildern und anderen tw. schon kennen.
      Falls sich bis dann der Klimawandel auch noch voll durchgeschlagen hat und die 4-6 Grad Erwärmung Tatsache wurde, man bei den Monsterhurrikans und graph. Temperaturdarstellungen noch zusätzliche Stärken resp Wärmefarben einführen muss, dann wird es vermutlich eine ziemlich vulgärdarwinistische Welt sein dereinst.
      Der Recht des Stärkeren alleine wird sich dann durchsetzen.

  • stef sagt:

    Benzin, Diesel und Kohle verbieten. Kernkraftwerke natürlich auch.
    Man muss wirklich extrem realitätsfern sein, um nur ansatzweise glauben zu können, dass dies ohne dramatische Konsequenzen für die Bevölkerung möglich wäre.

    • Marc Ritter sagt:

      Klimawandel wird viel dramatischere Auswirkungen suf die Bevölkerung – unsere Kinder – haben. Traurig, dass man viel zu wenig dagegen unternimmt. Und viel trauriger und beschämender, dass SVP noch aktiv den Klimawandel anfeuert und Schutzmassnahmen bekämpft.

      • Monique Schweizer sagt:

        Ritter: Die SVP Wähler sind gemäss Wählerbefragungen und Analysen die mit grossem Abstand die am meisten materiell orientierten Wähler, dazu auch die mit dem durchschnittlich tiefsten Bildungsniveau aller Parteien.
        .
        Was wollen Sie denn da anderes erwarten? Die wollen das hier und jetzt in vollen Zügen geniessen und mit dem doch relativ komplexen Klimawandel sind die auch intellektuell etwas gar überfordert!

        • Dieter Sprenger sagt:

          Auch wenn ich selber kein SVP Wähler bin , beweist ihre Behauptung eine gewisse Arroganz . Zudem bedeutet gut Ausgebildet noch längstens kein Garant für ein logisches Denken in allen Bereichen . Besonders in der Politik ist oft das Gegenteil der Fall !

      • Dieter Sprenger sagt:

        Beschämend ist jedoch auch die Angstmacherei der hiesigen Linken welche mit Übereifer der schweizer Bevölkerung einreden möchte dass ausgerechnet die kleine Schweiz mit drastischen Einschränkungen den Globalen Klimawandel wesentlich verändern könne !

  • Markus sagt:

    Das politische System der Demokratie existiert nur mit Kompromissen. Das was Herr Häne offenbar schmerzlich vermisst, nennt sich Diktatur. Und die wird ihm auch nur so lange sympathisch sein, wie sie seine eigenen Ansichten vertritt.

    • werner boss sagt:

      Markus, ich bin nach wie vor der Meinung dass es keine Diktatur benötigt um eine vernünftigere Wirtschaftspolitik zu betreiben. Es müsste endlich weniger Gewicht auf Parteipolitik, dafür um so mehr auf Sachpolitik geachtet werden. Der menschliche und monetäre Verlust durch die unguten Grabenkämpfe betrachte ich als sehr hoch, zumal im Schatten des Ganzen einige auch noch ganz schön profitieren!

  • Koch Ra sagt:

    Angenommen, der Golfstrom erlahmt – ob das zurfolge eine Auswirkung auf die Erdrotation nach sich zöge? Denn schlussendlich sind der Zusammenhang aller Meeresströmungen verglichen auf den Menschen unserem Herzpulsiersystem gleichzusetzend.

    • Matthias sagt:

      @Ra: Einfache Antwort auf Ihre Frage: Nein, die Meeresströmungen haben keinerlei merkbaren Einfluss auf die Erdrotation. Die Rotation nimmt zwar stetig ab (wenn auch sehr, sehr langsam), aber dies wird hauptsächlich durch Reibung in Strömungen im flüssigen Teil des Erdinneren verursacht.
      .
      Natürlich haben auch die Strömungen im Meerwasser auf der Erdoberfläche theoretisch eine Bremswirkung. In der Praxis ist diese im Vergleich zum Erdinneren aber so gering, dass sie überhaupt nicht spürbar ist. Denn das flüssige Erdinnere ist mehrere 1000 km dick und besteht vorwiegend aus geschmolzenen, dickflüssigen Metallen. Dagegen ist das Meer nur eine max. 11 km dicke Schicht dünnflüssigen Wassers. Verglichen mit der Reibung im Erdinneren ist das wie ein Flo auf dem Rücken eines Elefanten.

  • Daniel Christen sagt:

    Richtig wäre das investieren in bessere Technik, damit weniger fossile Brennstoffe nötig wären.
    Aber das Wort Klimapolitik bedeutet nur einen dogmatischen, ideologischen Unsinn ohne Nutzen für die Umwelt.
    Energiefachleute fassen sich an der weit verbreiteten Verblödung an den Kopf!

    • Marianne Wissarjonova sagt:

      @Daniel Christen
      Ich denke, dass wir dabei gute Fortschritte machen. Unsere Ingenieure verbessern die Wirkungsgrade von Maschinen mit effizienteren Verbrennungsmotoren, Miniaturisieurng von Elektronik, präziseren Steuerungen. Leider können diese Verbesserungen nicht mithalten mit dem exponentiellen Wachstum der Weltbevölkerung und den rasch wachsenden Ansprüchen der Bevölkerung der Schwellenländer.

      So gesehen läuft uns die Zeit davon, sogar wenn man nicht auf Klimahysterie macht.

  • Marianne Wissarjonova sagt:

    Es gibt keinen empirischen Nachweis für den kausalen Zusammenhang zwischen CO2-Gehalt der Atmosphäre und dem Temperaturverlauf. Die ganze Diskussion beruht einzig auf Computersimulationen, deren Prognosen alle 5 Jahre wieder neu nach unten korrigiert werden mussten. Seit 25 Jahren, ein mal nach dem anderen, waren die Prognosen FALSCH, weil viel zu hoch angesetzt.

    Ein Bild als Aufhänger von einem Waldbrand aus einem klassischen Waldbrandgebiet ist nichts als sensationsgeile Panikmache.

  • Hofstetter Josef sagt:

    Jeder macht doch seine eigenen Klimapolitik und wenn es dem Geldbeutel gut tut, dann werden alle erdenklichen Massnahmen ergriffen um den Anderen das Geldausgeben Schmackhaft zu machen. Wir in der Schweiz sind geradezu steril, im Gegensatz zum Ausland. Aber hier werden die grössten Dramen geschrieben. Es ist doch lächerlich, dass Deutschland als Vorreiter und die Schweiz als Nachahmer, sich von der sauberem Kernenergie trennen wollen. Aber man kauft lieber Kohle- und Gasstrom aus Deutschland und wenn dieser nicht reicht, dann ist man froh, dass wenigstens die Franzosen noch über Kernenergie verfügen. Auch bei uns wird die Weiterentwicklung verhindert und die Abhängigkeit vom Ausland gefördert. Kompromisse werden nur geschlossen um bei den Wahlen punkten zu können, leider.

  • Claude Fontana sagt:

    Ich muss Röschu beipflichten.
    Zur ergänzung möchte ich noch anfügen: Es wird oft gerne nach China verwiesen, wenn es um Klimasünder geht. Die lösung wäre genauso einfach wie das fingerzeigen. Hört auf, da produzieren zu lassen.
    Oder übernehmt die Verantwortung,und produziert „sauberer“ hier. Ah moment. Das kostet ja was. Und der Administrative Aufwand erst… schon gut, wir haben euch auch gern.
    ein Arbeitsloser

  • werner boss sagt:

    Kompromisslos, aber dann gleich mit CO-2 Abgaben loslegen, dem grössten Schwindel in der ganzen Klimapolitik! Die Einten bezahlen, damit die Anderen ihre Wirtschaft so richtig puschen können! Mit allem Zugemüse! Warum kaufen wohl asiatische Länder bereits Landwirtschaftsbetriebe in Europa?

  • Heinz sagt:

    Deutschland, Indien, USA viele andere Länder verbrennen Kohle um genügend Strom produzieren zu können, wenn dann mal der ganze Individualverkehr nur noch mit Strom läuft, wenn dann überhaupt. Das soll den Klimawandel auf die berühmten 2 Grad beschränken. Schade, dass man so eine Religion daraus macht und nicht einfach pragmatisch an das Thema heran geht. Man macht einfach mal Angst, dass die Erde untergehen muss, wenn jetzt nicht sofort etwas unternommen wird. Es erinnert an den Dieselskandal. Man setzte die Grenzwerte so hoch, dass die Dieselhersteller und die staatlichen Kontrollbehörden zum Mittel des Betrugs greifen musste und konstant uns weis machen wollten, dass sie den saubersten Diesel herstellen konnten. Die Leidtragenden sind die Dieselkäufer, die auf diesen Schmarren glaubten

  • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

    In Paris haben die Vertreter der Schweiz am meisten Reduktion versprochen. Dies obwohl die Schweiz von den westlichen Industrieländern den tiefsten Ausstoss an CO2 pro Kopf aufweist.
    Nicht die FDP zusammen mit CVP und SVP werden das CO2 Gesetz bestimmen, sondern die linke Seite zusammen mit der CVP und Teilen der FDP gegen die SVP.
    Die versprochenen Reduktionssziele zu erreichen bedingt grosse Einbussen an Wohlstand und Freiheit und zwar letzlich für alle inklusive der Wirtschaft. Verschäft wird das durch eine massive Einwanderung. Der CO2 Ausstoss dieser Migranten muss auch durch die übrigen zusätzlich eingespart werden.

  • Anton Paschke sagt:

    Ohne die ganze Energiestrategie 2050 Diskussion wieder aufzurollen: das Resultat ist ein Schuss in den Ofen. Ich möchte das Wort „Erneuerbar“ lieber vermeiden, den damit werden ganz verschiedene Sachen zusammengefasst. Die Wasserkraft, mit der heute alle zufrieden sind, deren Ausbau um 0.1 % aber die beligrente Greina-Stiftung auf den Plan ruft. Die Photovoltaik, die im nebligen Mittelland, bei Neuschnee und nachts nichts hergibt. Die Windagregate, die man am besten in flachem Gelände, um den Flughafen Kloten etwa, aufstellt. Dazu die Kohle – aus den Augen aus dem Sinn.
    Die einzige CO2-freie Stromquelle ist die Kernkraft, die man aber fürchtet und deshalb die alten Anlagen endlos weiter betreiben will, anstatt eine neue zu bauen. Ja, ja, die unverstandenen Kompromisse der Demokratie.

  • Anton Paschke sagt:

    Ich erinnere mich nicht sicher wo es war, ich denke in Rottweil. Auf der saftigen Wiese neben dem Bach lief ein Storch herum und krümmte die Grashalme. Nach langen Beratungen wurde beschlossen, dass der Bürgermeister persönlich den Storch vertreiben soll. Nun wurden Bedenken laut, der Bürgermeister würde ja auch Gras niedertretten. Also fand man einen Kompromiss – der Bürgermeister verjagt den Storch von einer Senfte aus, die von vier kräftigen Männern getragen wird.
    Wer ein Problem nicht vollständig durchschaut sollte sich besser nicht zu Wort melden. Es reichen schon die, die ein Geschäft in die eigene Tasche anstreben.

  • Claudio Hammer sagt:

    Machen wir uns doch keine falschen Hoffnungen in Sachen Klimaschutz.
    Die Welt (alle Akteure) ist mittlerweile mit rund 250 Billionen $ verschuldet, das sind über 300% des Welt-BIP und schon darum schon zum Wachstum verdammt, alleine schon die Zinsen auf diese Schulden dürften um die 10 Bio $ pa betragen oder 12.5% des Welt-BIP!
    Unser Wohlstand basiert immer noch zu 80-85% aus den fossilen Energien Oel, Kohle und Gas und so schnell werden wir diese Werte nicht runterkriegen, Energiewendepläne hin oder her!
    Die wenigsten Politiker haben Charakter wollen die Wählerschaft vergraulen und unpopuläre Massnahmen einführen, zumal der Klimawandel keine Subitokatastrophe ist, sondern eine langsam schleichende und darum auch schwierig erfassbar und gewisse Kreise leugnen noch alles weg!

  • Joe Schweizer sagt:

    Hoffentlich, hoffentlich scheitern diese Umweltvorlagen. Denn sie werden einmal mehr auf dem Buckel der sowieso schon finanziell schwächeren ausgetragen. Und zwar mit immensen Strafgebühren auf alles, was irgend ein Beamter in irgendeiner Verwaltung als Umweltschädlich halten könnte. Denn die am Ende Massgebenden Verordnungen werden von Möchtegern-wichtigen Beamten geschrieben.

  • Koch Ra sagt:

    @ Wäre nachforschbar am PC: inwieweit hat die Erdrotation mit der Ausrichtung der Erdachse zu tun? Wo doch alles so naturgegeben wäre.

    • Matthias sagt:

      @Ra: Ähem … häh, was?? Sorry, aber die Frage macht doch keinen Sinn. Die Erdrotation _bestimmt_ die Ausrichtung der Erdachse. Anders gesagt: Die Erdachse ist die Achse um die die Erde rotiert. Und dieses Rotieren der Erde nennt man halt “Erdrotation“. Dafür müssen Sie nichts am PC nachforschen, sondern nur wissen, was eine “Rotation“ und was eine “Achse“ (in Zusammenhang mit einer “Rotation“) ist.

    • Arturo Romer sagt:

      Sehr geehrter Herr Koch,
      Suchen Sie im Internet unter “Orbitalparameter”. Milankovic hat 3 Parameter gefunden, welche als Auslöser der vergangenen Kälte- und Wärmeperioden wirkten: Exzentrizität, Erdachsenneigung und Erdachsenpräzession. Gemittelter Rhythmus zirka 100’000 Jahre. Beispiel: der Übergang von der letzten Kälteperiode (in der Umgangssprache Eiszeit genannt) in die Wärmeperiode (wie heute) dauerte zirka 5000 Jahre. Die mittlere Erdtemperatur nahm bei diesem Übergang um zirka 5 Grad Celsius zu. Das Hauptgewicht hatten die Rückkopplungseffekte (etwa 4.5 Grad Celsius). Gute Lektüre.

  • Hans-Heiri Frank sagt:

    „Klimapolitik muss kompromisslos sein!“
    Ist nicht jede linke Politik kompromisslos? Ist nicht Sozialismus per se kompromisslos, da er einer Ideologie folgt, welche per Definition totalitär ist?

    • Claude Fontana sagt:

      Inwiefern ist das Kapitalismus nicht? schlussendlich gehört einem alles.,weil er alle anderen übers Ohr hauen konnte.

      Die Leute denken in Kapitalismus oder Kommunismus, beide seiten wettern über dasselbe (ich kriege nichts weil…) und singen das Sklavenlied. Und recht haben sie beide. Der unterschied ist nur der Titel des Herrschers. Ob ich nun für den Obersten Staatsmann oder den Reichsten CEO arbeite ist doch im Endeffekt schnurz. Ob ich nichts kriege weil mein Nachbar klüger/schneller gehandelt hat./mich ausraubt, Oder weil schon alles ausverkauft war. als ich in der Schlange stand um was zu bekommen macht bei trägheit auch nichts besser.

  • Nadine Binsberger sagt:

    Unsere Zeit wird in die Geschichte eingehen, als radikal und kompromisslos vom Egoismus geleitet. Unsere ökologischen und sozialen Grundlagen haben vergleichsweise ohnmächtige Anwälte und kaum jemand kennt mehr ihre Bedeutung und ihren Wert. Während materielle Partikularinteressen sich weltweit ganz selbstverständlich und mühelos fast 100%-ig durchsetzen, auf Kosten der Umwelt, des Gemeinwesens und minderbemittelter Bevölkerungsschichten. Dabei braucht es zur Erhaltung unserer Existenzgrundlagen gar keine Kompromisse. Unsere Existenzgrundlagen müssen zu 100% erhalten bleiben. Auf dieser Basis und innerhalb dieses Rahmens könnten wir tatsächlich tun und lassen was wir wollen, sogar ganz egoistisch.

  • werner boss sagt:

    Warum werden eigentlich in der Schweiz die Alpenpässe immer früher befahrbar gemacht, wo doch die Wirtschaft auch während dem Winter nicht auf diese Strassen angewiesen und deshalb untergegangen war? Es wäre doch konsequent in Zukunft nur noch zu öffnen, wenn der Schnee von selber geschmolzen ist!

  • Cenci Daniel sagt:

    Die Vorstellung des Klimawandels ist mener Ansicht nach falsch und die Hysterie die daraus entsteht finde ich spannend. Woher kommt dieses „Waldsterben“ in gross? Diese Lust auf den Weltuntergang? Schön verzichten wir auf die Produktion von Nachwuchs um die Erderwärmung zu stoppen. Bringt das etwas ausser dass es weniger Europäer geben wird? Die Menschheit wächst und wir werden daran nichts ändern. Ausser das wir keine Kinder haben dennen wir irgend etwas vererben können. Auch keinen Planeten der sich erwärmt und sich abkühlt, sich verändert, Chancen und Risiken bietet. Vielleicht wäre es besser sich einem anderen Glauben, als dem an die Klimaerwärmung, zu zuwenden? live long and prosper!

  • Andreas Marti sagt:

    Das System ist insofern gescheitert weil der Grundgedanke des Kyoto Protokolls in unserer westlichen Welt kein Gehör fand, bzw. von diversen Parteien torpediert wurde. Idee war Geldmittel zu schaffen um in Entwicklungsländern den Wachstum mit erneuerbaren Energien zu fördern. Stattdessen wurde bei uns satt aufgerüstet mit Wind, Solar. Das Resultat, weltweit wurden zig Anlagen abgestellt oder gar nicht realisiert, Bsp. Methan aus Mülldeponien. Der CER Preis fiel unter 1€, es war nicht mehr rentabel, im Vergleich zahlen wir in CH mit Treibstoffabgaben > 200 CHF / t CO2 eq.
    Ein weiteres Problem ist der immense Abbau von natürlichen Ressourcen weltweit und Transport in Industrie Länder, wir sind alle auf Wachstum programmiert, unsere Sozialwerke funktionieren nur dank Wachstum, eine Sackgass

  • Arturo Romer sagt:

    Ein Klimawandel findet eindeutig statt. Viele Fragen (anthropener Beitrag heute und morgen, natürliche Ursachen, Ozeane, Sonne, Orbitalparameter, Präzision der Modelle, Rückkopplungen, Trägheit der Ursachen, usw.) haben noch keine eindeutige Antwort. Klimaleugner und Katastrophisten schaden beide der Sache. Schon die heutigen CO2-Steuern sind übertrieben. Umso mehr die künftigen (210 Fr./t CO2). Es braucht einen viel tieferen Ansatz, der für alle verkraftbar ist und den alle bezahlen, Treibstoffe, Wirtschaft und Luftfahrt inbegriffen. In Europa bezahlt man zirka 7 Euro/t CO2. Subventionen sind total abzuschaffen: viele bezahlen, wenige erhalten Geschenke. Prävention hat absolute Priorität (siehe Bergsturz Bondo im Bergell). Wir haben noch viele ”Bondo”s” in der Schweiz. Daher vorbeugen!

    • Arturo Romer sagt:

      Entschuldigung:….anthropogener Beitrag…..

    • Dieter Sprenger sagt:

      Der Bergsturz von Bondo hatte nichts mit dem Klimawandel zu tun . Bergstürze haben seit Menschengedenken oft natürliche Ursachen . Wenn Beispielsweise Regenwasser in die Felsspalten eindringt und gefriert , sprengt diese oft kleinere Stücke des Felsen weg bis zu hin zu einem massiven Felssturz wie in Bondo GR , Randa VS usw. ! Die Welt ist stetig im Umbruch mit oder ohne den Klimawandel .

      • Arturo Romer sagt:

        Sie verstehen nichts. Reden ist Silber, Scheigen ist Gold.

        • Dieter Sprenger sagt:

          Behauptungen auf Grund von Ereignissen sind relativ und dienen oft nur dazu um politische Ideologien zu bestätigen . Alles andere nicht genehme wird von gewissen Kreisen ganz einfach als Lüge diffamiert ! Klar ist dass zur Zeit noch eine bereits schon abgeschwächte Klimaerwärmung stattfindet jedoch nicht mehr lange , doch desshalb ist längstens nicht jeder Felssturz auf die Klimaerwärmung zurückzuführen . Zudem wurden Felsstürze zu früheren Zeiten oft kaum bemerkt da die Erde damals einiges dünner besiedelt war . Veränderung finden so oder so statt . Auch die nächste Eiszeit kommt auf sicher . Tatsache und Fakt ist, dass die Sonnenfleckenmaximums beim 11 Jahres Zyklus stetig schwächer werden . Zur Hauptsache produziert die Sonne die Wärme und nicht der Mensch !

  • Arturo Romer sagt:

    Ein Herr behauptet, Bondo hätte nichts mit dem Klimawandel zu tun, weil es Bergstürze seit immer gibt. Das ist zu absolut. Es ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Das Auftauen des Permafrost bringt immer mehr Wasser in die Felsspalten. Somit vermehren sich bei einer mittleren Erdtemperatur-Zunahme von 2 Grad Celsius die Felsstürze. Die Wahrscheinlichkeit von Felsstürzen nimmt zu. Eine mittlere Erdtemperaturzunahme von 2 Grad Celsius ergibt in der Schweiz eine mittlere Zunahme von 3-4 Grad Celsius. Auf uns warten in den nächsten 80 Jahren nach meiner Schätzung mindestens 100 Felsstürze wie Bondo. Daher braucht es Prävention. Ich bin sicher, dass das BAFU schon heute viele kritische Orte kennt. Es braucht Transparenz! Daher liegt das Schwergewicht bei der Prävention von “Felsstürzen”!

  • Martin sagt:

    Sehr richtig Herr Häne, das Klimaabkommen ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Wieso? Nun, erstens muss wieder der Autofahrer als Sündenbock herhalten und zweitens würden die ganzen Massnahmen unsere Gesellschaft zerstören. Der Individualverkehr ist gar nicht so schlimm, was den CO2-Ausstoss angeht. Am schlimmsten sind Kohlekraftwerke. Würden alle Kohlekraftwerke der Welt durch eine andere Energiegewinnungsform ersetzt werden, könnten 50% CO2-Ausstoss eingespart werden. Die Besteuerung von fossilen Energieträgern füllt bloss die Kasse, mehr nicht. Und: Mit Windenergie und Solarzellen kann man keine AKW’s und KKW ersetzen. Es würde das Stromnetz instabil machen. Deswegen ist das Klimaabkommen Mist.

    • Dieter Sprenger sagt:

      Dem ist schon so , dem Bürger zuerst ein schlechtes Gewissen einreden damit dieser bereit ist noch mehr Steuern und Abgaben unter schönen Labels abzuliefern . Leider wird beim CO2 und Schadstoff-Ausstoss die weltweite Schifffahrt welche oft mit Schweröl fahren kaum erwähnt , doch stattdessen zeigt man als Sündenbock auf den Autofahrer nach dem Motto was man als Landbewohner wie es die meisten Menschen sind nicht sehen kann existiert nicht !

Kommentar

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