Wenn Hobby-Biker mit 140 km/h über den Gletscher rasen

Kopf runter und ab ins Tal: Downhill auf dem Schnee. Bild: Photopress/Denis Emery

Kopf runter und ab ins Tal: Downhill auf dem Schnee. (Bild: Photopress/Denis Emery)

Am kommenden Wochenende werden über hundert Biker in Saas Fee im Schnee stehen, auf und ab hüpfen und auf das Startsignal warten. Dann rennen sie alle gleichzeitig los zu ihren schweren Bikes, springen auf den Sattel und rasen bergab. Vom Start auf 3500 Metern über den Allalin-Gletscher geht es rasch hinab ins Tal, mit bis zu 140 km/h, wenn es die Bedingungen zulassen.

Bis die Besten unten auf 1800 Metern im Ziel sind vergehen sieben, acht Minuten, viele haben doppelt so lange. Ob Sieger oder Letzter, Adrenalin strömt durch alle Körper. Ob jeder Teilnehmer es bis ins Ziel schafft ist fraglich. Denn das Fahren im Schnee ist tückisch und Stürze gehören dazu. Hinzu kommt der Massenstart: Das Fahrerfeld zieht es zwar auseinander, doch bis zum Ende der über acht Kilometer langen Strecke kämpfen die Biker Kopf an Kopf gegeneinander.

Kopf und Kragen riskieren

Bei einem derart extremen Rennen stellt sich die Frage, ob solche Anlässe sinnvoll sind. Was sich da zu Tal stürzt sind nur wenige Profis. Der grösste Teil der Fahrer sind Hobby-Biker. Sie riskieren Kopf und Kragen auf einer Unterlage, auf der nicht alle ihre Bikes wirklich kontrollieren können.

Braucht es also solche Events, die das Biken in den Augen mancher Skeptiker als «Extremsport für Spinner» darstellen? Ein Rennen, in dem Stürze vorprogrammiert sind und nicht jeder heil unten ankommt? Als Biker fällt mir die Antwort leicht: Ja, Downhill im Schnee hat durchaus seine Berechtigung. Es macht Spass und ist ein super (Technik-)Training im Winter.

Dem Image des Bikens schadet es nicht. Wer weiss, dass Downhill (im Sommer) eine ernstzunehmende Sportart ist, wird seine Meinung deswegen nicht ändern. Und wer die Abfahrer unter den Bikern bisher für verrückt hielt, hat den Sport bereits zuvor mit Vorurteilen belegt.

Restrisiko bleibt überall

Nicht von der Hand zu weisen ist die Unfallgefahr. Bei Tempi weit über der Grenze von 100 km/h sind Stürze keine Bagatelle. Bereits bei niedrigeren Geschwindigkeiten kann ein Fahrfehler schmerzhaft enden (siehe Film). Doch die Biker wissen sich mit Vollvisier-Helmen und Schonern zu schützen. Zudem fahren sie auf einer abgesperrten Piste. Und wie bei jeder Fahrt bergab liegt es an jedem Einzelnen, das eigene Können richtig einzuschätzen und sich im Rennen entsprechend zu verhalten. Trotzdem kommt es immer wieder zu Verletzungen.

Doch sie sind – schwere Vorfälle ausgenommen – kein Grund, einen ausgefallenen Anlass nicht zu veranstalten. Das Rennen findet bereits zum achten Mal statt. Verletzungen kommen überall vor. Ein Restrisiko bleibt immer. Im Alltag, auf dem Hometrail, im Verkehr. Davon kann man sich nicht die Freude vermiesen lassen. Das werden sich auch die Frauen unter den Bikern sagen, die ebenfalls am Allalin-Race teilnehmen. Und das werden sich auch die 1000 Skifahrer sagen, die eine Woche später das selbe Rennen bestreiten – und dabei noch schneller ins Tal sausen als die Biker.

Was halten Sie von Bikern, die mit bis zu 140 km/h über den Gletscher rasen? Sind solche Anlässe sinnvoll oder schaden sie dem Bikesport?

31 Kommentare zu «Wenn Hobby-Biker mit 140 km/h über den Gletscher rasen»

  • BiBi Malena sagt:

    Geschwindigkeit ist nichts für mich, bevorzuge andere Sportarten, aber es sieht ganz danach aus, als würde das echt Spass machen. Sicher auch anstrengend und ziemlich technisch. Gute Fahrt :-D

  • Hallo zusammen
    @alle die hier über Downhill etc. wettern:
    Ich hoffe doch, dass Ihr alle nicht Ski fahrt? ;-)
    Happy Trails
    Mathias

  • Josip sagt:

    Katzen spielen mit Wolleknäueln oder gefangenen Mäusen, Hunde vertreiben sich die Zeit mit herumkauen auf alten Schuhen oder Quietschetierchen. Menschen spielen Fussball, fahren Ski oder rasen halt auf Velos einen Gletscher runter wenn ihnen nix Dümmeres einfällt…. wie beispielsweise saufen und unbeteiligte anpöbeln, vor den Stadien Leute verprügeln weil sie ein anderes Trikot anhaben, am Stammtisch über gelbe, grüne, schwarze, andersartige fluchen oder im Internet über andere schimpfen, welche doch eigentlich nur ohne jede böse Absicht (wenn auch auf eher unkonventionelle Art) Spass haben.

    Wer seine Freizeit gerne an der Frischen Luft verbringt, lebt gesünder, dreht die Heizung im Winter weniger hoch, nimmt eher die Treppe statt den Lift und fährt gerne mal mit dem Velo zur arbeit statt mit dem fetten Mercedes. Wo ist da das Problem, wenn es Menschen gibt, die einfach ein bisschen „Action“ brauchen, damit sich für Sie das rausgehen lohnt? Verdammt: wie viele der Bikenden „Adrenalin-Junkies“ haben sich wohl eher für ein teures Bike statt für ein getuntes Auto entschieden? Denkt mal darüber nach……

  • Martin sagt:

    Also viele Leute vergessen das Downhill eine Sportart ist! Ich bereite mich vor, habe das richtige Material, präge mir die Rennstrecke ein und trainiere darauf. Und erst dann gehe ich ans Limit.. Das erfordert sehr viel Arbeit für Gehirn und Körper! Bei Schneerennen muss man sich herantasten. Wenn man noch nie im Schnee gewesen ist mit dem Bike sollte man nicht gleich dieses Rennen bestreiten… Es gibt gottseidank noch ein paar ähnliche Events dieser Art! Und vonwegen die Natur nicht respektieren: Ich bin es, der denn Müll der Wanderer entsorgt. Das Mountainbike ist die Verbindung zwischen mir und der Natur, um noch ein bisschen philosophisch zu wirken haha. Ich schade ihr nicht, was viele andere Leute nicht von sich behaupten können…

  • Jan Maurer sagt:

    Seltsame Diskussion. Jedes Dorfgrümpelturnier bringt ein Vielfaches an Verletzungen mit sich als so eine Veranstaltung.

  • Ueli do Big Field sagt:

    Das muss doch jeder selber wissen, ob es ihm gefällt oder nicht. Niemand wird dazu gezwungen und das mit dem Versicherungs-Regress ist wohl der grösste Witz! Da müssten die Fetten, Raucher, Säufer etc. auch bezahlen. Toleranz heisst die zauberhafte Lebenseinstellung, welche einen glücklicher und gesünder sein lässt.

  • heb sagt:

    als renn- und trekking-extrem-radler habe wenig verständnis für leute, die unter sport nur verstehen, sich einen kick zu holen, adrenalin-junkies also, ohne selbst eine besondere anstrengung körperlich oder geistig einzubringen. wo ist da die leistung, aus der man bestätigung in form von anerkennung und zufriedenheit bezieht? sich so in der natur zu bewegen, zeugt nicht gerade von respekt vor dieser.

    • thömsi sagt:

      Dir als extremem sportler sollte man ja in dem fall nicht zu sagen brauchen wie geil extremsport ist.
      Das man als bergab velofahrer nicht fit sei ist eine extreme frechheit von dir dies zu behaupten!

    • Toby sagt:

      bla bla bla, nur extrem-ausdauerleistung ist sport, bla bla dowhill ist nicht anstrengend, daher kein sport bla bla nur was ich mache ist richtig, alles andere ist mist bla bla bla.

      schon so oft gehört, zeugt immer noch von grenzenloser ignoranz und unverständnis.

  • Drahtesel sagt:

    Dem einen macht es Spass stundenlang am See zu sitzen um Fische zu fangen, dem Anderen machts Spass mit dem Fahrrad den Adrenalinkick zu suchen. Ich finde beides cool :) Darf doch jeder machen, wonach es ihm trachtet und wobei er/sie seine persönliche Befriedigung findet. Solange unbeteiligte nicht zu Schaden kommen. Mein Appell an alle, welche nur bis zur eigenen Nasenspitze sehen: Seid doch ein wenig tolerant. Leben und Sterben lassen :) Und wo ist der Zusammenhang mit der 3. Welt? Naja. Vielleicht ist mir dies auch zu hoch =))

  • Christoph321 sagt:

    Finde dieses Rennen absolut SUPER!! Bin nun 50 Jahre alt, hätte vor 10 Jahren noch sicher auch mitgemacht. Was Spass macht und keine Aussenstehende in Mitleidenschaft zieht, soll man machen können. Die, die Freude haben, sollen dies auch künftig weiter fröhnen dürfen, so wird auch das Bikermaterial immer besser.

  • Rolf sagt:

    Hoffentlich macht die Versicherungsgesellschaft Regress, wenn sich jemand alle Knochen bricht! Die Volksverblödung ist grenzenlos und macht vor Bergen nicht halt.

    • Quer sagt:

      Hat die Versicherung vor 13 Jahren noch gemacht (zum Glück hat das mich nie betroffen). Wie es heute ist weiss ich nicht. Eigentlich müssten dan auch Schneesportler die über Ihrem Limit auf den Pisten fahren gleich behandelt werden. Oder Wanderer sie sich unzulänglich vorbereiten und gerettet werden Müssen. Wie auch Schwinger die sich alle Rippen brechen.(habe weder gegen Wanderer noch Schwinger etwas!)
      Fahrer, die an solchen Anlässen teilnehmen, wissen auf was sie sich einlassen und könne das Risiko und ihr Können einschätzen.

      • SAM sagt:

        Die SUVA zahlt zum Beispiel nur noch 50% wenn der Unfall bei einem Rennen passiert ist…

        @Rolf: wer keine Ahnung hat, sollte schweigen… Im Downhill gibt es viel weniger Unfälle als im Fussball etc… also sind doch nicht wir Downhiller die blöden, sondern alle andern??? Hör mir doch einfach auf… Und Downhill fahren ist einfach geil und wer sagt man mache es nur um In zu sein, der hat sich geschnitten… Um nur In zu sein ist es viel zu teuer…

        • Eli sagt:

          Das sehe ich anders SAM und da hat Rolf recht! Downhill, wo denn? Entweder im Wald, auf einer steilen Wiese in der Bergregion oder jetzt auch auf dem Gletscher! Die auch so naturnahen Downhill-Fahren sind in Tat und Wahrheit, Egomanen deren die Natur am Arsch vorbei geht. Hör doch DU auf, solchen Müll und erbärmliche Rechtfertigungsversuche zu verteilen!

          • Be Free and Ride sagt:

            @ Eli

            Aha, nach deiner Meinung geht und die Natur am Arsch vorbei?? Uns geht die Natur mehr an als du denkst.
            Wir fahren auf den, dafür gemachten Trails und nicht einfach quer Feld ein. Wenn wir Touren unternehmen, bleibt der Abfall auch nicht liegen, da wir ohne die Natur bzw. deren Wälder und Bergen erst gar nicht unseren Sport treiben könnten! (klar gibt es solche die es liegen lassen, nur die schätzen die natur nicht, kann ich nicht ändern!)

          • Ich finde es immer wieder Amüsant wie die sogenannten „Weltverbesserer“ zu allem was zu meckern haben..

            So wie ihr da schreibt lebt ihr als ober öko-grüne in Höhlen, ernährt euch von Moos und Baumrinde ^^

            Meistens sind diese Leute die am meisten über uns extremsportler Fluchen zuhause die grössten Energie- und Umweltsünder…

            Und zu der Aussage von Eli „Die auch so naturnahen Downhill-Fahren sind in Tat und Wahrheit, Egomanen deren die Natur am Arsch vorbei geht.“ Sag ich doch nur du hast keine Ahnung.. kommst wohl selten aus deiner Höhle…
            Ich bin gelehrnter Forstwart.. und fahre als Hobby regelmässig Downhill.. Und wenn du nun sagst ich würde mich nicht um die Natur kümmern.. dann kann ich dir auch nicht mehr helfen..

            Und wenn ihr wieder mit dem Aspekt kommt Downhiller machen den boden kaputt, dann muss ich euch enttäuschen.. Denn Wanderer oder Reiter üben mehr Bodendruck aus als wir mit den bikes..

            Lasst doch einfach die leute machen was ihnen Spass macht.. Und jammert nicht rum oohh die natur geht kaputt usw.. denn gerade Ihr die motzt könnt bei euch selbst mal anfangen die Natur zu schützen..

  • Sir Lancelot sagt:

    Je mehr Rennen es gibt desto besser. Es geht glaube ich niemanden darum der coolste zu sein. Und wenn schon dann fährt er sicherlich nicht Downhill, denn wenn es einen vorneweg über den Lenker „schmiert“ (und das passiert irgendwann jedem einmal) ist jedem klar das ein Risiko dabei ist. Es geht um den Spass an der Sache und um nichts anderes. Jeder Profi-fahrer wird bestätigen, dass er diesen Sport nicht wegen des Geldes oder der „Coolness“ macht, sondern weil er es liebt :)

  • Quer sagt:

    Solange es den Leuten Spass macht, sollen sie das machen. Sie gefärden nur sich selbst und ob jetzt Biker oder Skifahrer sich ins Tal stürtzen, macht nun wirklich keinen Unterschied. Das die Menschen sich irgendwo bestätigen müssen, ist doch normal. Andere haben dafür das Gefühl sie müssen mit 50 noch ein Marathon bestreiten oder sich für ein Ironman anzumelden. Läuf bei allen auf das selbe raus.

    Mag mich noch an die ersten dieser Rennen in Saas Fee erinnern. Da ging es vom Alalingletscher bis runter nach Saas Fee, Oben über den Gletscher, unten über Wanderwege, sprich ohne Schnee. Mann wusste nie so recht, was für Reifen man da auziehn sollte…ob solche für Scnhee oder solche für die Trails unterhalb der Schneegrenze. Das war noch vor der Zeit der Scheibenbremsen. Ein DH-Bike hatte damals vorne 80mm Federweg und hinten noch weniger wenn überhaupt. Muss immer schmunzeln, wenn ich mein „DH-Bike“ von damals sehe. Heute würde sowas als CC-Bike Verkauft. Wow, lange ist es her!
    PS: Wollte damit nie unterstreichen wie cool oder in ich bin. Coolnes hat man oder man hat sie nicht, da ändert auch die Tätigkeit nichts daran.

  • Werner Oberhozer sagt:

    Downhill auf abgesperrten, extra dafür gemachten Pisten ist zwar nicht unbedingt etwas für mich, aber wenn das anderen gefällt, habe ich nichts dagegen.

  • Carioca sagt:

    @From Brazil: wie Wahr!

  • Kaya sagt:

    @From Brazil

    Als Biker kann ich dir versichern, dass es hier nicht ums «In» sein geht. An erster Linie steht sicher bei den meisten Fahrern der Spass. Denn hierbei ist es egal, ob man vor den Zuschauern der «Geilä Siech» ist. Man hat genau so Freude daran, wenn man für sich alleine im Wald fährt.

    Ich denke ich spreche für mich und viele andere Biker, wenn ich sage, dass es hierbei nicht um Selbstbestätigung geht.

  • Sandro sagt:

    Ich finde solche Anlässe in Ordnung, solange es um „Sport“ geht. Wichtig finde ich, dass alle TeilnehmerInnen gut geschützt sind (Protektoren, Helm etc.) und keine Drittpersonen gefährdet werden.

  • From Brazil sagt:

    Absoluter Stumpfsinn. Wie verblödet unsere Konsumgesellschaft ist zeigt sich wieder einmal mehr. Man fährt mit hoher Geschwindgkeit über ein Schneefeld und im Sommer dieselben Hirnlosen über ein Geröllfeld um sich selbst zu bestätigen, oder zu untersteichen wie cool un ‚In‘ man ist.
    Andere hingegen versuchen mit weissen Plastikplanen dieselben Gletscher vor dem schnellen dahinschmelzen zu schützen.
    Fazit: Unsere ‚entwickelte‘ 1.-Welt sollte sich tunlichst hüten den Finger zu heben vor den Geschehnissen in den 3.-Welt und Schwellenländern und mal zuerst die eigenen lächerlichen Aktionen hinterfragen.

    • Bingeli sagt:

      Das können Sie jedoch von jedem Wettkampf behaupten, ob das nun ein Downhill-Rennen oder ein Schachturnier ist. Es geht ja immer darum zubeweisen das man selber „besser“ ist als die Anderen.
      Sie sollten jedoch auch mal überlegen wieviele Menschen von solchen Anlässen leben.
      Ich gebe Ihnen recht wir sollte zuerst einmal selber für unseren eigenen Haustüre schauen bevor wird 3.Welt- und Schwellenländer versuchen zu „verbessern“.

      • Marvin Heider sagt:

        oh, die philosophen sind wieder am werk. ich bin auch nicht dafür, aber ok, wer nicht will, muss ja nicht hingehen. diskussion beendet. ciao!

        • Quatschkopf sagt:

          Ich muss sagen die Kommentar Sektion der Freizeitbeiträge entwickeln sich länger so mehr zu meiner Lieblingslektüre. Es hat alles: Die Kulturkritiker, die in jedem Artikel die Dekadenz der heutigen Industriegesellschaften sehen und andere Hobbyphilosophen, die frustrierten Bürodrohnen, die mit Sehnsucht in Tagträumen schwelgen, wenn sie diese Artikel durchlesen, die Hobby-Sport- und Bewegungswissenschaftler, die’s immer besser wissen, die Tierfrizzen, die Umweltheinis, die sich immer schön aufregen, die Zyniker („hoffentlicht machen die Umfall“) und natürlich noch die rundum-frustrierten, die jede Angriffsfläche nutzen um einen negativen Kommentar zu platzieren. Und zu allerletzt natürlich, Leute wie ich, die sich über diese diskussionen kaputtlachen!

          • guggi sagt:

            Hey Quatschkopf. Sehr interessante Stellungnahme. Wie wär’s zur Abwechslung mal mit einem Rechtschreibkurs für Anfänger?

    • Maesi sagt:

      Kann Bingeli beipflichten.

      Ein weiterer Aspekt im Biken sehe ich zudem in der Herausforderung. Es geht nicht darum ‚In‘ oder cool zu sein, sondern primaer darum, Sport zu treiben und dies in einem ‚Setting‘, in dem man sich wohl fuehlt.
      Weiter mag ich persoenlich auch die technischen Aspekte – da geht es nicht um Selbstbestaetigung, sondern Ehrgeiz, sich zu verbessern und Schwierigkeiten zu meistern.

      • Maesi sagt:

        Der Spass gehoert natuerlich auch dazu – vor lauter Herausforderung das Wichtigste grad vergessen.
        (Der Spass kommt bei mir zumindest auch teilweise wegen der Herausforderung.)

    • Freerider -- Bike the World sagt:

      Kennst du das Gefühl der Freiheit, wenn du auf einen Berg fährst, zu oberst ankommst und zurückblicken kannst und sagen kannst das du in diesem Moment, diesem Leben etwas er-reicht hast? Wenn du oben angekommen bist und weisst, dass du gleich einen schmalen, holprigen Weg in Richtung Tal nehmen wirst bei dem dein Adrenalin wie Feuer durch die Venen schnellt? Die Freude und das Glück das man verspürt, wenn man weiss das man etwas geleistet hat und nun dafür belohnt wird ohne etwas konsumieren zu müssen, ohne fremde Substanzen zu sich nehmen zu müssen; frei zu sein; frei von all den Zwängen der Gesellschaft…der Konsumgesellschaft? Wenn man sich selber beweisen kann das man das Leben zwar respektiert, aber keine Angst davor hat…das man – wenn man Angst hat – sich davor nicht abhalten lässt etwas zu riskieren zu waagen? Nicht alle Menschen wollen ande-ren etwas beweisen, manche wollen sich selber etwas beweisen, beweisen, dass man noch am Leben ist und seine Ängste kontrollieren kann. Sei mir bitte nicht böse, aber bei dem Wort Konsumgesellschaft denke ich eher an Stromverbrauch, AKW’s, Fernseher, Werbung, Handy, Porno, Fast-Food, Benzin oder Plastikverpackungen…nicht an Extremsport in den Alpen oder ein Bike das 5-10 Jahre halten mag ;) Womit ich hingegen einverstanden bin ist den Verbrauch der Abgase und der Wärme zu Senken um unser Klima unsere Welt zu schützen, aber viel Spass beim abdecken der Antarktis oder Island…das Problem muss meiner Meinung nach an der Wurzel angepackt werden, nicht?

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