Dieser Schleim hat es in sich

Outdoor

So beginnt ein guter Tag: Haferbrei mit Früchten und Honig. Foto: iStock

Er ist mein Sportler-Geheimtipp für die kalte Jahreszeit: der Haferschleim. Zugegeben: Sexy ist der Name nicht, im Gegenteil. Da klingt Porridge oder Oatmeal schon ein bisschen attraktiver. Trotzdem wird der Brei, den meine Mutter uns aufzutischen pflegte, zu oft und zu Unrecht stiefmütterlich behandelt. Seinem unrühmlichen deutschen Namen zum Trotz ist der Haferschleim nämlich zugleich Leckerei und gesundes Sportlerfrühstück, egal, ob vor oder nach dem Training. Und mit ein bisschen Fantasie entpuppt er sich als regelrechtes Zmorge-Chamäleon, das sich je nach Lust und Laune verändern lässt und Naschkatzen wie mich ins Schwärmen bringt.

Das Grundrezept ist sogar für Küchenbanausen wie mich ein Kinderspiel:

0,5 Liter Milch oder Wasser – ebenfalls hervorragend schmeckt Hafer-, Mandel- oder Reismilch
100 g Haferflocken
Eine kleine Prise Salz
1 Teelöffel Honig oder Ahornsirup zum Süssen

Das Wasser oder die Milch erwärmen, Haferflocken dazugeben und rund 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Regelmässig umrühren, bis die Masse eindickt. Das Salz beimischen und nach Gusto süssen.

Die Abwechslung machts

Beim Klassiker, den meine Mum jeweils servierte, gehört ein Teelöffel Zimt dazu. Doch der Winter ist lang und nach zwei, drei Tagen eine Abwechslung fällig. Hier einige Ideen dazu:

Muttis Brei kann mit Protein und Ballaststoffen angereichert werden, indem man den Haferflocken während des Kochens einen bis zwei Teelöffel Chiasamen beigibt oder ebenso viel verdauungsfördernde Leinsamen. Beide Varianten bieten indes in erster Linie dem Magen eine Abwechslung, sie verändern den Geschmack des Gerichts kaum.

Das kann aber das Pulver von Proteinshakes: ein oder zwei Messlöffel vor Kochschluss unter den Brei mischen. Geschmacksache, aber die Shakes mit Vanille-Aroma eignen sich dafür besonders. Wer es natürlich mag, kann sich auch mit einem Vanillestengel behelfen: längs aufschneiden, Samen auskratzen und im fertigen Porridge dazumischen. Im Handumdrehen pimpen lässt sich der Brei aber auch mit einem oder zwei Suppenlöffeln Kokosraspeln.

Kakaopulver macht das Morgenglück vollkommen

Ebenfalls sehr lecker und zudem einen Hauch frischer macht ihn ein Apfel: Einfach in den kochenden Brei reinraspeln. Aber auch Bananen eignen sich hervorragend als Zutat, und zwar in verschiedensten Varianten: In Rondellen geschnitten oder zerdrückt kurz vor Kochschluss beigeben. Oder, wenn es ein bisschen aufwendiger und schicker sein darf: Die Bananen längs aufschneiden, in der Bratpfanne mit Butter kurz anbraten und auf den Brei legen.

Um bei den fruchtigen Optionen zu bleiben: Auch Beeren peppen Muttis Brei auf. Ganz egal, ob in Form eines aufgetauten Mixes aus der Tiefkühltruhe, frische (erst nach dem Kochen hinzugeben) oder getrocknete (kurz vor Kochschluss) Beeren. Mein Tipp: getrocknete Kirschen!

Und das Beste zum Schluss: Der Favorit aller Naschkatzen ist Porridge mit Nutella, Kakao- oder Ovomaltinepulver – je nach Bedarf an «Glück» einen bis vier Esslöffel davon kurz vor Kochschluss dem Brei beigeben, und jedes Wintergrau ist vergessen!

PS. Wem der Hafer verleidet: Abwechslung bringen andere Grundzutaten. So können die Haferflocken bestens durch Hirse, Quinoa oder Buchweizen ersetzt werden.

Beliebte Blogbeiträge