Raucher, pafft woanders!

Vor dem Nikotinqualm von Rauchern können diese Läufer nicht wegrennen. (Bild: Keystone)

Es ist wissenschaftlich bewiesen und zweifellos hat es jeder Sportler bereits am eigenen Leib erfahren: Das Publikum ist ein wertvoller Reservetank. Jubel, Applaus, aufmunternde Zurufe beflügeln – sogar in der grössten Not. Eines der besten Beispiele dafür ist der New York City Marathon. Laut «New York Times» säumen jährlich rund 1,5 Millionen Menschen die 42,195 Kilometer lange Strecke und feuern ihre Liebsten und völlig Unbekannte an. Wenige Kilometer vor dem Ziel, im Central Park, entgeht ihnen keiner. Kneifen ist dort ein Ding der Unmöglichkeit, die Zuschauer lassen das nicht zu. Sie feuern Erschöpfte an, die kaum mehr rennen können, und lassen sie wissen: Wir glauben an dich. Sie jubeln Turbos zu, die dort noch den Nachbrenner zünden und zollen ihnen damit Respekt. Sie machen kaum einen Unterschied zwischen Elite und Normalsterblichen – der Jubelpegel bleibt auch nach fünf Stunden gleich hoch. Diesen Reservetank findet der Läufer aber auch auf kürzeren Distanzen etwa beim Grand-Prix von Bern, dem Silvesterlauf in Zürich oder dem Wiener Frauenlauf.

Das Bad in der Menge ist ein Genuss, kann aber zur Höllenfahrt mutieren. Es braucht nur einen einzigen Menschen, um das läuferische Schicksal etlicher Läufer zu besiegeln – wenn er an der Strecke einen Glimmstengel zwischen den Fingern hält. Das ist der Gipfel der Respektlosigkeit. Ich will an dieser Stelle weder eine Debatte über Gesundheit und Sucht vom Zaum reissen, noch mit dem Finger auf Personen zeigen, die sich an all den Läufern ein Vorbild nehmen könnten. Nichtraucher sind keineswegs die besseren Zuschauer. Raucher, die ihre Sargnägel stecken lassen, hingegen schon. Zweifelsohne ist es toll, stehen auch sie an den Laufstrecken, denn jedes einzelne Paar applaudierende Hände ist für die Teilnehmer Gold wert. Sofern die Zuschauer dabei die richtigen Prioritäten setzen.

Wie egozentrisch sind Menschen, die ihren Rauch den nach Luft ringenden Sportlern aufzwingen – und zwar meist in Momenten, in denen jeder Zug Sauerstoff den Läufer seinem Ziel ein kleines Stückchen näher bringt. Die Krux ist, dass die Sportler keine Chance haben, dem Qualm zu entgehen. Sie nehmen ihn zum einen erst wahr, wenn er bereits auf dem Weg in ihre Lungen ist. Zum anderen erlaubt es ihnen die Situation nicht, dem Übel aus dem Weg zu gehen – schliesslich ist die Strecke festgelegt. Ausweichen geht nicht. Sie tanken in der Menschenmenge statt Energie zwingenderweise Nikotin. Das hat keiner verdient, weder ein Eliteläufer noch ein Normalsterblicher.
Also, liebe Raucher, lasst die Glimmstengel an Laufveranstaltungen künftig in der Tasche! Mit freien Händen klatscht es sich ohnehin besser!

Aufruf:
Sieger wanted! Im Rahmen der SRF-Bewegt-Aktion haben Leser in der Gruppe Outdoorblog tatkräftig Kilometer gesammelt. Dabei war eine Sportlerin mit dem Nickname Chin aus dem Kanton Schwyz mit Abstand am fleissigsten. Bitte melde dich unter pia.wertheimer@tages-anzeiger.ch!

63 Kommentare zu «Raucher, pafft woanders!»

  • Lukie Wyniger sagt:

    Liebe Pia Wertheimer,

    Mit einer persönlichen Bestzeit im Marathon von 2 Stunden und 49 Minuten gehöre ich zu den ambitionierteren dieser Sportart. Bereits zehn Finisher-Shirts hängen im Schrank und jährlich kommen zwei dazu, das letzte leuchtet knallgelb und kommt aus Stockholm, wo ich zum dritten mal unter 3 Stunden lief.

    Im Ziel gönne ich mir jeweils eine Zigarette. Nicht unbedingt weil sie mir schmeckt, sondern vor allem darum, weil mir die entgeisterten Gesichter dieser fanatischen Nichtraucherinnen wie Sie so grossen Spass bereiten – es sind die Reaktionen auf diese Finisher-Zigarette, welche mir die Schmerzen in Waden und Oberschenkeln für ein paar Minuten nehmen.

    Hoffentlich begegnen Ihnen in ihrer Läuferinnenkarriere keine grösseren Hindernisse als rauchende Zuschauer – das wünsche ich Ihnen von Herzen.

    Herzliche Grüsse

    Lukie Wyniger

  • Marcel Graf sagt:

    Bin Nichtraucher und Marathonläufer aber der Rauch von Zuschauern stört mich nun wirklich absolut nicht. Der ganze Artikel ist eine faule Ausrede oder aber die Autorin musste unbedingt noch schnell einen Beitrag abliefern. Ich denke für die grosse Mehrheit der Läufer ist diese Diskussion lächerlich und kein Thema.

  • müller marc sagt:

    Wie egozentrisch sind Sportler, die ihre Laufveranstaltungen anderen Menschen aufzwingen – und zwar meist in Momenten, in denen man von A nach B gehen oder fahren möchte. Die Krux ist, dass diese Menschen keine Chance haben, der Laufveranstaltung zu entgehen. Sie nehmen sie zum einen erst wahr, wenn sie bereits unterwegs sind. Zum anderen erlaubt es ihnen die Situation nicht, dem Übel aus dem Weg zu gehen – schliesslich ist die Strecke festgelegt. Ausweichen geht nicht. Die Stadt ist abgesperrt. Das hat keiner verdient, weder ein Elitemensch noch ein Normalsterblicher.
    Also, liebe Sportler, lasst die organisierten Laufveranstaltungen künftig bleiben! In der freien Natur rennt es sich ohnehin besser!

    • müller marc sagt:

      Damit mich die so respektvolle und die Prioritäten so richtig setzende Pia Wertheimer nicht eines Plagiats beschuldigt, hier noch die Quellenangabe zum vorherigen Beitrag:

      Die Sätze stammen teilweise 1:1aus dem Artikel von Pia Wertheimer. Um die Absurdität des Beitrags aufzuzeigen, wurde teilweise auch einfach der Sinn ins ins Gegenteil verkehrt (Raucher durch Sportler ersetzt).

  • frank meier sagt:

    Ja natürlich – werden wir machen. Wer will schon einen Anlass besuchen mit vollig hysterischen Teilnehmern. Besser ihr bleibt unter Euch – und wir auch. Scheint übrigens der tiefere Sinn des ganzen Nicht-Raucher-Rummels zu sein.

  • Der Gesundheit zuliebe sagt:

    Raucherzonen vor Turnhalle, rauchende Zuschauer bei Sportveranstaltungen… wenn ihr selbst Sport treibt oder anderen dabei zuschaut, solltet ihr eure Zigis gefälligst zu Hause lassen! Es geht ums Prinzip und nicht darum, wie gross der Abstand zum Sportler ist oder zum nächsten Fan, der gerade seine Bratwurst geniesst!

  • Simon Knuchel sagt:

    Gratulation, Sie haben mit diesem Artikel erreicht, dass ich solche Läufe ab sofort bekämpfe. ich and es zwar schon immer anmassend, dass man extra Gebiete in der Stadt sperrt, aber seit ich jetzt weiss, was für intolerante undankbare Menschen da teilnehmen, habe ich null Goodwill mehr dafür.

  • Diese Spiessergesellschaft hat Probleme, die wahrhaftig so relevant sind, dass man doch darüber schreiben muss. Es gibt nichts mehr, worüber nicht geschrieben wird.

  • nowhere sagt:

    Lustig finde ich, dass alle diese Läufer unbedingt mitten in Städten mit von Abgas belasteteter Luft rennen wollen.
    Irgendwo im Grünen ist es halt nicht so hip, da sieht man ganz klar, dass es nur ums sich zeigen, ums bewundett werden geht, nicht um gesunden Sport.

  • Markus Tschannen sagt:

    Habe 25 Marathons hinter mir und noch nie einen Raucher wahrgenommen geschweige mich am Rauch gestört. Sowas wird auch unter den Läufern überhaupt nicht diskutiert.

  • Lauf ohne Rauch sagt:

    Das Zeitalter des Internets berechtigt nicht, eine Person derart verbal zu attackieren und fertig zu machen! Ihr würdet all diese Worte nicht in dieser Art und Weise P.W. direkt sagen! Ich finde es total respektlos! Dass man sich so über eine andere Meinung aufregen kann, ist ja auch eine Kunst, aber noch die viel grössere Kunst ist es, andere Meinungen stehen zu lassen.

  • Smee Afshin sagt:

    Liebe Zaungäste am nächsten Marathon, regt euch nicht über Pia auf, wendet euch einfach von ihr ab. Bei mir ist Euer Zuspruch willkommen, wie bei allen anderen Läufern (ausser Pia) auch. Egal ob Ihr raucht, grilliert oder Bier trinkt, während Ihr uns anfeuert. Tut, was immer Euren Durchhaltewillen beim Dauerjubeln stärkt. Wir brauchen Euch und wir danken Euch!

    • Jumis Schwab sagt:

      empfinde ich genau so! Diese unterschiedlichen Fans an der Strecke regen mich an und freuen mich. Dazu gehören neben den optischen Eindrücken auch Geräusche und Gerüche. Häufig ist das grosses Kino für mich und ich fühle mich zufrieden und privilegiert.

    • Jumis Schwab sagt:

      oder mit anderen Worten: danke, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, dass ihr ausharrt bis auch langsamere Läufer wie ich vorbei laufen. Und geniesst in dieser Zeit den Tag auf eure Weise…

  • Björn sagt:

    Pia. Rauch mal einen Joint! Dann klappts vielleicht auch mit dem Respekt.
    Den, den man haben sollte; lässt man ganze Quartiere für sich absperren.

    Und die Raucher sollten sich dann auch noch ein Vorbild nehmen. Naja.

  • Heidi Happy sagt:

    Da scheint sich die lieber Frau Wertheimer gerade das letzte Gramm Toleranz und Humor abtrainiert zu haben… Kann mir grad vorstellen, wie sie im Central Park an mir vorbeiläuft, verbissenes Gesicht und die ganzen Lungen voll Nikotin, die Ärmste. Da bekommt die Zuschauerin Heidi Happy gerade Lust eine Zigarette zu rauchen, und das als Nichtraucherin…

  • Hasler sagt:

    Vorab: Keine Angst, ich werde nicht an einer Marathonstrecke stehen (mit oder ohne Rauchen). Aber etwas verwirrt bin ich schon: Seit wann werden Marathonstrecken nach ihrer Luftqualität ausgesucht?
    Wer bitte „joggt“ denn schon in New York und macht sich Gedanken wegen Zigi-Rauch? Scheint mir irgendwie nicht logisch zu sein.

  • Jan sagt:

    Freu Wertheimer soll einfach mal genügend vorbereitet an einen Wettkampf gehen. Dann kommt sie zum Beispiel am Ironman 70.3 nicht in bedrängnis, weil sie nicht wusste, dass der Witches Hill wahnsinnig steil ist und sie dort umkippt, stürtzt nicht auf der Inline Strecke des Gigathlons weil sie nicht auf den Streckenverlauf vorbereitet ist . Und eben auch am Marathon, da ist es normal, dass man mal völlig an den Anschlag kommt, aber das muss man mit sich selber ausmachen und nicht am nächstverfügbaren Hassobjekt auslassen.

  • Anh Toàn sagt:

    Es ist nicht meine Schuld als rauchender Zuschauer, wenn der Veranstalter Ihnen nicht genügend öffentlichen Raum zur Verfügung stellt, um Ihre läuferischen Fähigkeiten zur vollsten Entfaltung zu bringen:

    Sie haben die falsche Veranstaltung ausgewählt, hätten eben woanders laufen sollen.

  • Anh Toàn sagt:

    Wenn ich am Streckenrand eine rauche, also gerade ausserhalb des für Sie und Ihre Mitbewerber an dieser Veranstaltung exklusiv reservierten Bereichs, und das stört Sie, sage ich Ihnen:

    Laufen Sie halt woanders.

  • Steiner Peter sagt:

    Ich treibe in der Woche ca. 10 Stunden Sport: Velofahren, Krafttraining und Wandern – und ich bin Raucher. Was jetzt?

  • linus stamm sagt:

    Wertheimer: Es gibt auch keine Chance, dem Schweissgeruch eines Anderen immer zu entgehen. Hin-und wieder riecht man halt Rauch, Schweiss, Darmwinde, Mundgerüche, Feuer etc. .
    Fazit: Dies ist einfach ein schwacher Beitrag von Ihnen.

  • Toni Jäggi sagt:

    Hallo ? Verstehe den Artikel genauso wenig wie diejenigen die diesen nun echt toll finden!
    Dieser Marathon von dem der Schreiber schreibt findet in NEW YORK statt!
    In einer Metropole welche im Verkehr nahezu erstickt ! Und dann gibt es Probleme
    mit rauchenden am Strassenrand ? Das raff ich jetzt nicht ganz !

  • Manfred Stulz sagt:

    Ich mag Leute nicht besonders, die mit absoluter Intoleranz die absolute Toleranz fordern.
    .
    Den Kommentar von Reinhardt finde ich übrigens lustig, weil er den Nagel auf den Kopf trifft :-)

  • Lauf ohne Rauch sagt:

    Ich verstehe diese Meinung voll und ganz! Das Rauchverbot dürfe auch gerne ausgedehnt werden wie in Singapore. Nicht nur Sportveranstaltungen, auch Gartenwirtschaften. Auch das ist absolut störend und gesundheitsschädigend, wenn man mit den Kindern ein Glacé essen möchte und es kommt eine Rauchwolke entgegen.
    Ich dachte immer, man darf seine Meinung frei äussern, aber persönliche Angriffe finde ich absolut daneben. Ich finde Kommentare ok, wenn man sie mit Respekt und Takt ausspricht resp. schreibt. Frau Wertheimers Ansicht ist immer noch ihre Ansicht und die kann man teilen oder nicht, aber bitte anständig und respektvoll, wie ihr Kritik auch annehmen könntet.

    • Mario sagt:

      Ja, dann sollen doch auch gleich Kinder in Gartenbeizen verboten werden! Das ständige um den Tisch rennen oder rumgeschreie, ist auch absolut nervtötend für solche, die sich gerne einfach ein bisschen unterhalten möchten! Wird aber kaum einer die Forderung stellen, dass deshalb Familien an separierten Tischen im Familencorner bedient werden sollen.
      Wenn Sie mir das Recht auf eine Zigarette in einer Gartenbeiz absprechen wollen, hört meine Toleranz für Familien mit Kinder auch ganz schnell auf. Leben und Leben lassen!

      • Reisender sagt:

        Gehen sie nach Chile. Dort dürfen sich Kinder nicht in Raucherzonen aufhalten und der Garten des Restaurants galt als Raucherzone. So mussten wir mit unseren Freunden und ihrem Kind bei schönstem Wetter im Restaurant in Valparaiso Platz nehmen, mit Blick durchs Fenster in den schönen Frühling.

      • Lauf ohne Rauch sagt:

        Mario, auch da gibt es Kinder und Kinder! Nicht alle Kinder rennen herum, nerven die Leute etc. Schade, wenn du nur negative Erfahrungen mit Kinder in Gartenrestaurants machst. Du sagst es ja, leben und leben lassen, dazu gehört auch die Berichterstattung anderer zu akzeptieren. Die Meinung muss ja nicht geteilt werden.

  • Bruno T. sagt:

    Zuerst die transpirierenden Laufkollegen, nun die rauchenden Zuschauer. Frau Wertheimer sollte man einmal nach Norwegen an ein Langlaufrennen schicken, wo am Streckenrand alle 20 Meter ein Feuer brennt und sich die Leute köstlich unterhalten… Bin überzeugter Nichtraucher, aber Racher an der Strecke habe ich nie festgestellt – und wenn doch, wäre es mir so lang wie breit gewesen. Aber Toleranz scheint bei Frau Wertheimer eine ziemlich einseitige Angelegeheit zu sein.

  • Mario Basler sagt:

    Uiii, und die Raucher sind wohl auch am Ozon-Loch Schuld, am Klimawandel, der dazu beiträgt, dass es immer heisser wird, die Läufer mehr schwitzen und dadurch kaum noch gute Zeiten abliefern können?!
    Wahrscheinlich laufen Sie zum lachen auch noch in den Keller, Frau Wertheimer?!
    Hoffen wir lieber, dass sie nicht am Marathon in die Luft gejagt oder einfach so niedergeschossen werden. Das wäre dann wirklich tödlich – die rauchenden Zuschauer nicht!

  • Roger Reinhardt sagt:

    Irgendwie verstehe ich das genze nicht! – Jetzt haben die Nichtraucher jahrelang um rauchfreie Räume gekämpft und die Raucher zum Rauchen nach draussen verbannt. – Nun wollen die Nichtraucher plötzlich draussen………………

  • Lukas Aeschbacher sagt:

    Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich habe schon an vielen Läufen teilgenommen – grosse und kleine, im In- und im Ausland. Aber ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, dass ich jemals Tabakrauch wahrgenommen oder gar mich davon gestört gefühlt hätte.

  • Thomas Plüss sagt:

    Ich weiss gerade nicht, ob ich laut loslachen oder mich ärgern soll ab diesem Artikel. Was für ein Theater. An Radikalität und Dramatisierung kaum zu überbieten.

    • tststs sagt:

      Geht mir genau gleich… Ich weiss nicht, ob ich einfach darüber lachen soll oder mit dem Autoren eine ernsthafte Diskussion darüber anfangen soll, weshalb seine Rennstrecke denn umsverecken meinen Spazierweg kreuzen muss ;-)

    • yellow sagt:

      könnte ich kaum besser ausdrücken =). kann nur satire sein, oder?

  • Adi Klein sagt:

    Frau Wertheimer,
    haben Sie nicht schon mal einen Beitrag über nach Schweiss riechende Mitläufer geschrieben, von welchen Sie sich regelrecht belästigt fühlen (By the way: schwitzen Sie selbst etwa nicht?)? Niemand zwingt Sie dazu, mit Ihrer Nase unter den Achselhöhlen der Mitläufer festgetackert zu rennen. Ebenfalls glaube ich kaum, dass rauchende Zuschauer Sie auf Schritt und Tritt verfolgen und Ihnen konstant den Rauch ins Gesicht blasen. Die Phänomene, die Sie ansprechen sind höchstens flüchtiger Natur…also eigentlich kein permanentes Problem.
    Könnte es sein, dass Sie generell ein Problem mit Ihrer Umwelt haben? Haben Sie überhaupt schon einmal einen Lauf so richtig geniessen können oder suchen Sie stattdessen die ganze Marathonstrecke hindurch nach irgendwelchen Kritikpunkten?

  • Elisabeth sagt:

    Jetzt liegte es am Raucher, dass man nicht persönliche Bestzeit gelaufen ist. Egoismus pur ist das. leben und leben lassen, aber nicht bei Läufern, das sind fir Einzelkämpfer schlechthin. Vielleicht wäre Tauchen die einzige Altenative zu ihrem Sport!

  • Jumis Schwab sagt:

    Raucher an der Strecke haben mich noch nie gestört. Eines meiner lustigsten spontanen Fangrüppchen waren stumpenrauchende Rentner, mit denen ich beim Warmlaufen geplaudert habe…

  • Dani W sagt:

    Fragt sich, wer egozentrischer ist: Der Läufer, der erwartet, dass die ganze Stadt abgeriegelt wird, dass die ganze Bevölkerung ihn beklatscht und anfeuert. Oder ists der Zuschauer, der die Läufer anfeuert und halt mal ab und an eine raucht.

  • Läufer sagt:

    Warum stört ein Furz, jedoch der Rauch von verbrannten Blättern nicht?
    Spielt sich das nur im Kopf ab was stört und was nicht?
    An Sportveranstaltungen müsste Rauchverbot herrschen. Denn, dass Raucher respektlos sind, ist ein altes Kriterium.

  • Rosche sagt:

    Überfliegen des Laufparcours mit zivilen als auch militärischen Flugzeugen sollte ebenfalls weiträumig verboten werden. Ebenfalls sollte der Autoverkehr im Umkreis von 50km zum Erliegen kommen. Ich will diese Pest bei meinem Lauf nicht einatmen müssen! An die Damen: Haarspray/Parfum bitte nur sehr dosiert einsetzen oder sich mehr als 5m von der Laufstrecke entfernt aufhalten.

    ;)

    • Phil sagt:

      Wie wahr! Ich musste gerade im Zusammenhang mit dem New York Marathon und der dort herrschenden Luftqualitaet schon ein wenig ueber die verhaeltnismaessigkeit einzelner, die Laeufer ja sooooo stark behindernder Raucher grinsen. Oh, wie waere die Luft in NY doch viel gesuender ohne diese Raucher…

    • müller marc sagt:

      Als freiwilligen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität werden die Läufer inskünftig nur noch zu Fuss an die Laufveranstaltung reisen.

      Oh, dann können sie ja gar nicht mehr an den NY Marathon gehen aus der Schweiz. Na, dann fliegen sie halt doch hin, macht ja nichts, ihr ökologischer Fussabdruck als Läufer ist ja grün und sie atmen ja in NY frische Luft ohne Nikotinrauch ein.

  • Hansjörg Felber sagt:

    Keine Aufregung, bei diesem Text kann es sich wohl nur um eine Satire handeln.

  • Hermann Klöti sagt:

    Schon wieder ein Mosaiksteinchen in der gnadenlosen Orwell’schen Mitmenschenerziehungsorgie. Die wird wohl nicht aufhören, bevor alle Menschen im Sinne der PC gleich sind. Gar nicht schön, diese Neue Welt!

  • thomas covenant sagt:

    rauchen gehört von der öffentlichkeit verbannt.
    dass das möglich ist zeigt singapur.
    @karl-heinz das sie raucher nicht wahrnehmen, liegt wahrscheinlich daran, dass sie den rauch gestank verdrängen. oder vielleicht sind sie selber raucher, wenn sie nicht gerade rennen…

    • tina sagt:

      andere sachen stinken auch. wenn wir nicht meisterhaft verdrängen könnten, wir wären einer permanenten reizüberflutung komplett erlegen

      • Peter Balzer sagt:

        @ Thomas: Jeden Menschen stören unterschiedliche Dinge. Die Kunst ist, Andere auch leben zu lassen. Mir stinkt zum Beispiel fehlerhafte Interpunktion, das Nichtbeherrschen der Kommaregeln und das Verwechseln von das und dass…

  • Pjotr Müller sagt:

    Der Titel gilt nicht nur für Sportveranstaltungen. Meinetwegen generell, denn sie nerven! Selbst dann, wenn man nicht dabei ist, weil man später ihre Stummel auflesen darf.

  • Knullasius Sörensen sagt:

    Rauchen im freien bei einer Distanz zu den Läufern von etwa 5m, ja da ist der Rauch so verdünnt dass kaum irgend eine Gefahr besteht auch bei längerer Exposition.
    Also liebe Langstreckenläufer.
    Respektiert Euer Publikum auch mit Glimmstengel, die Paranoia ist unbegründet.

    • Ursula sagt:

      Ich glaube aber nicht, dass die Entfernung des Läufers zum Publikum 5 Meter beträgt. Wie oft habe ich gesehen, dass die Läufer dasPublikum fast streifen! Wenn man sich an die 5 Meter halten würde, wäre alles kein Problem!

  • tina sagt:

    ist das jetzt nicht ein klein wenig übertrieben? „schicksal besiegeln“, „gipfel der respektlosigkeit“. hallo dimensionen

    • müller marc sagt:

      aber nicht doch… sportler an die macht, dann haben wir eine tolerante und respektvolle gesellschaft!

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Mich kann ein Raucher an der Laufstrecke nicht stören, ich nehme ihn nicht wahr. Wer sich durch den Raucher am Wegesrand gehandicapt fühlt, hat ein persönliches Problem und das ist nicht der Rauch.

    • Läufer sagt:

      Genau solche Typen wie Sie haben einfach keine Ahnung und quasseln dummes Zeug, so lange der Tag lang ist….

      • Daniel Castro sagt:

        @Läufer: Schön, wie sie die Meinung anderer Menschen so sehr akzeptieren.

      • entspannter läufer sagt:

        … hui herr „läufer“. gestern wohl an einer neuen bestzeit gehindert worden? weil ein krankenwagen mit blaulicht den weg gekreuzt hat? nein aberauch, der rücksichtslose.na hoffentlich klappt’s heute und die laune bessert sich.

        • Reisender sagt:

          Übrigens hat es an solchen Anlässen auch Zuschauer, die nicht unbedingt im Rauch stehen wollen. Dass ich vor und nach dem Benützen der SBB, z.B. auf den Perrons im HB ZH in den Rauch gezwängt werde, mit dem muss ich leben. Dass mir dies andere Zuschauer ibei Outdoorveranstaltungen zumuten, das nervt. Dieses Publikum ist doch oft sportlicher als die Fans von Fussball und Eishockey. Aber eben, jeder hat seine persönlichen Freiheiten, ob es andere stört interessiert nicht. Aber es gibt eine kleine Hoffnung, dass es irgendwann ändert…

    • Thomas sagt:

      Genau! Es ist ein Kopf-Problem. Ich frage mich, vor was jemand davon rennt, wenn er bereits bei einem bisschen Nikotin-Aroma in der Nase eine Krise schiebt – und das auf den letzten Kilometern eines Marathons. Ich hätte da andere Schwierigkeiten.

      • Lauf ohne Rauch sagt:

        @ Thomas: Das ist schön gesagt „Ich hätte da andere Schwierigkeiten“. Das stimmt ja vielleicht bei Ihnen. Könnten Sie die Leistung der Läufer erbringen? Das setzt ein viele Trainingsstunden voraus, eine sehr gute Kondition und Durchhaltevermögen.

  • Peter Chylewski sagt:

    Danke, dass Sie „Glimmstengel“ und nicht „Glimmstängel“ geschrieben haben, um damit wenigstens nicht vollständig dem Zeitgeist zu erliegen, von dem dieser Artikel ansonsten nur so strotzt.

    • Lorenz sagt:

      Das sehe ich sehr – gerade zu vehement – anders als Sie, Herr Chylewski. Es stimmt schon; die Sprache wird mit zunehmend verkürzter Kommunikation im SMS-, WhatsApp- oder Facebook-Stil zur Unkenntlichkeit entstellt. Ruiniert möchte man beinahe sagen. Dies nicht nur aufgrund der Schreibefaulheit und der daraus resultierenden Reduzierung der Sprache auf ein Minimum – und darüber hinaus (oder müsste man der Logik folgend sagen: „darunter hinaus“?), sondern vielmehr aufgrund fehlenden Verständnisses für Grammatik! Kaum auszuhalten, was uns da gerade auf Online-Plattformen zugemutet wird.

      Aber was alte und neue Rechtschreibung angeht, habe ich insbesondere bezüglich der Inkonsequenzen, die jedem Fremdsprachigen oder aber auch jedem Primarschüler das Lernen schwer machen, eine deutliche Forderungen an die Herren und Damen Germanisten: Räumt auf!

      Stängel wir abgeleitet von Stange. Aufwändig stammt von Aufwand. Die Schänke von Schank oder Ausschank. Auch einbläuen hat nicht die Grundform „bleu“.

      Damit verabschiede ich mich. Einen schönen Abend wünsche ich Ihnen.

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