Nur die Ruhe – und mehr Spass am Pass

Muskeln statt Motoren: Teilnehmer am Radtag Stilfserjoch 2013. (Fotos: stelviopark.bz.it)

Muskeln statt Motoren: Teilnehmer am Radtag Stilfserjoch 2013. (Alle Fotos: stelviopark.bz.it)

Die Schweizer Alpenpässe sind alle vom Schnee befreit und geöffnet. Für Pässefahrten durch alpine Landschaften schlägt mein Velofahrerinnenherz mehr als für alle anderen Strecken – endlich ist es wieder soweit!

Vor sechs Jahren radelte ich über meinen ersten Alpenpass. Um sieben Uhr früh startete ich mit zwei Velokurierkollegen in Zürich, um zehn Uhr abends sprangen wir bei Locarno in den Lago Maggiore. Dazwischen lag der Pass, von dem ich wusste, dass er in den Süden führt: der Gotthard. Diese Pässefahrt war ein tolles Erlebnis, und von da an gehörten die sommerlichen Pässetouren fix ins Programm.

Am Wochenende sind grosse Pässe tabu

Mit den Pässen, die ich befuhr, stiegen die Ansprüche: nie im Leben würde ich mehr von Norden her über den Gotthard fahren. Viel zu viel Verkehr pustet dort seine Abgase in die Bergluft, und der Lärm widerhallt auch noch in den Galerien. Definitiv kein Vergnügen, sage ich heute. Meine Pässe wähle ich jetzt gezielt aus. Am Wochenende, wenn die Töfffahrer die Täler mit ihrem Lärm jenseits aller Grenzwerte bedröhnen, sind die grossen Pässe für mich tabu. Ich will ja in erster Linie geniessen, nicht mich ärgern. In Frage kommen schmale, sehr kurvige Strassen oder solche, die für den motorisierten Verkehr gesperrt sind – der Pragelpass etwa, die Vorderi Höchi oder die grosse Scheidegg.

Mit der Erfahrung steigen die Ansprüche: Das Stilfserjoch ist der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass der Alpen.

Mit der Erfahrung steigen die Ansprüche: Das Stilfserjoch ist der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass der Alpen.

Der Gotthard übrigens ist ab diesem Sommer bis 2019 zwischen Göschenen und Andermatt für Bergauffahrende gesperrt. Leider nicht etwa für den motorisierten Verkehr, obwohl es für den einen Tunnel gibt, sondern für Velofahrer. Der Grund sind Sanierungsarbeiten in der Schöllenenschlucht. Velofahrer müssen im Bus nach Andermatt. Seltsam, dass es ausgerechnet für die platzsparendsten Verkehrsteilnehmer keinen Platz hat, für Autos und Busse aber schon. Immerhin gibt es an einigen Juli- und Augustwochenenden Ausnahmen, und bei der Sanierung soll auch die Verkehrsführung für Velos verbessert werden. Dass der Gotthard von Norden danach angenehm zu befahren ist, ist aber unwahrscheinlich.

Ein Wunsch an die Verkehrsministerin

Würde ich am nächsten Velorennen drei Wünsche an Doris Leuthard gewinnen, so wäre einer ganz bestimmt: unsere Pässe sollten nicht für Velos gesperrt werden, sondern für lärmige Spassfahrten. Töfffahrer, die den Lärm ihrer Maschine fürs Selbstwertgefühl brauchen, sollen doch bitte Kopfhörer anziehen. Die sind ja erst noch im Trend. Weniger weit geht die Vision des Vereins Freipass: Sein langfristiges Ziel ist, an jedem Sommerwochenende einen Pass für den nichtmotorisierten Verkehr freizuhalten.

Je grösser der Erfolg, umso besser die Chancen auf weitere Radtage: Familienkutsche am Stilfserjoch.

Je grösser der Erfolg, umso besser die Chancen auf weitere Radtage: Familienkutsche am Stilfserjoch.

Ganz soweit sind Freipass und die anderen Beteiligten noch nicht. Nach jahrelangem Lobbying erreicht der Verein diesen Sommer wiederum zwei je für einen Tag lärmbefreite Alpenpässe. Am 7. September findet am Albulapass ein SlowUp statt, und am 27. September wird der Klausenpass in Ruhe befahrbar sein. Im nahen Ausland gibt es auch ein paar Gelegenheiten für Genuss-Passfahrten: etwa am 30. August am Stilfserjoch oder zwischen 22. Juni und 14. September an verschiedenen Anlässen in den französischen Alpen (1jour1col und les cols reservés).

Je grösser der Erfolg dieser Anlässe, umso besser die Chancen auf weitere. Erfolg wird letztlich am Umsatz der dortigen Restaurants und Hotels gemessen, darum: Gehen Sie hin, geniessen Sie die Passfahrt mit zahlreichen Gleichgesinnten und geben Sie Geld aus. Auf dass uns künftig mehr Pässe freistehen – jedes Wochenende einer oder auch mehr.

Nie wieder von Norden: Die Autorin und ihr erster Alpenpass, der Gotthard, im Jahr 2008.

Nie wieder von Norden: Die Autorin und ihr erster Alpenpass, der Gotthard, im Jahr 2008. (Foto: zVg)

41 Kommentare zu «Nur die Ruhe – und mehr Spass am Pass»

  • Peter Vogel sagt:

    Wie bringen 90% der Velofahrer bringen ihr leises Sportgerät zu den Pässen? Wie der befreundete naturverbundene Kletterer, der sich über den Lärm im Tal genervt hat. Woche für Woche karrte er sein Material mit dem Auto in die Berge….

    • Mario sagt:

      ….natürlich fährt man das Velo mit dem Auto an den Fuss des Passes:
      1. Weil man mit einem Velo nur Steilstrecken fahren kann, während es im Flachen nicht zu gebrauchen ist (darum fährt in den Niederlanden auch so gut wie niemand Velo).
      2. Weil es ja auch unendlich viel Spass macht, oben auf dem Pass zu wenden und den selben Weg wieder hinunter zum Auto zu fahren.
      Vielen Dank für diesen belustigenden Kommentar.

  • Pat sagt:

    Ich staune schon sehr wieviele Moto-Lobbyisten sich auf einem Outdoor-Sport-Bloog tummeln!
    Kein befriedigenderes Hobby als darauf zu warten, bis Ihr eure depressiven Ansichten abdrucken könnt?
    Ich plädiere für Toleranz, Rücksicht und Verständnis von allen Seiten. Leider fallen halt einfach die negativen Beispiele auf!
    Wenn ich die gehässigen Kommentare lese, fühle ich mich direkt in den Strassenverkehr versetzt. Genau diese Schreiber (gibt es auch Schreiberinnen in diesem Bereich?) sind wohl die Minderheit, welche das „Klima“ auf den Strassen vergiften!
    Denkanstoss: Es gibt wohl mehr Velofahrer die auch Auto fahren, als Autofahrer die auch Velo fahren! Diese sollten es mal versuchen: Es würde mich wundern, wenn sie bei einer stündigen Ausfahrt nicht auch erleben, dass ein Auto auf sie zusteuert oder ein Abschuss droht, weil diese an ihrem phone oder etwa anderem rummachen….

  • Dani Meier sagt:

    Den Lärm und die Raserei auf Pässen stört mich auch. Insbesonderes weil hier Natur und Ruhe vorherrschen sollte und es keine Rennbahn für einige Egoisten der Spassgesellschaft sein soll. Allerdings gibt es auch Velo- und Autofahrer, welche negativ auffallen. Gerade Velofahrer halten sich oft nicht an die Verkehrs-Regeln, weil sie eben kein sichbares und eindeutiges Nummernschild haben.

  • MrT sagt:

    Für Radfahrer hätte nie jemand einen Pass gebaut, bezahlen werden diese so eine Strasse eh nie. Sonderrechte für diese Verkehrsteilnehmer? Ich mag es nicht ausdrücken, urteilen Sie selbst…

    • Severin Schwan sagt:

      @MrT: Die im Artikel thematisierte Strasse über den Gotthard-Pass wurde um 1830 vollendet, da gab es in der Schweiz übrigens weder Autos noch Velos… Was genau ist also Ihr Punkt? Einfach mal ein bisschen Dampf ablassen am Stammtisch mit uninformierten dummen Sprüchen?

  • Peter Krüsi sagt:

    Wie wär’s die Pässe aufzuteilen, Mo-Fr für alle, dann abwechselnde Wochenende für Velo, Töff und Auto. Müsste man noch an den wirklich gefährlichen Stellen die Polizei hinstellen, an den anderen Abschnitten Berater welche schwarze Schafe versuchen zu schulen ?

    Immer nur Verbote und Neid dass die anderen auch was haben bringt uns nirgends hin, sieht man ja an der Welt !

  • Dani Kobler sagt:

    Als Velofahrer mag ich die Töfffahrer die am Pass unterwegs sind und waren.
    Manche in so eine Geschindigkeitsexzess das man meint der will Selbstmord machen.
    Umso mehr freue ich mich wenn ich dann und wann ein hübsches Blumenstäusschen sehen,
    manchmal ist sogar ein Kerzchen dabei. Dann freue ich mich für denjenigen dem es gelungen ist.
    Jaja diese schönen Andenken am Strassenrand, manche sehen sie, die andern rasen dran vorbei.

  • Hobbyvelöler&Gelegenheitsautofahrer sagt:

    Es ist verständlich, dass sich die eine Fahrergruppe die andere gerne wegdenken würde, Egal ob Töff, Auto oder Fahrrad. Ich selber habe bis jetzt an den Pässen mit dem Velo gute Erfahrungen gemacht, sowohl Autofahrer wie Töfffahrer sind im Allgemeinen rücksichtsvoll, versuche selber bergauf mich rechts zu halten, hinunter nicht zu schnell zu sein (ist mir sowieso zu unsicher) nicht zu schnell, sodass ich mich wenigstens in der Mitte der rechten Strassenhälfte aufhalten kann, sodass Autos und Motorräder auch für mich sicher überholen können. Leute, die Strassen sind für alle da! Es bezahlen auch alle Steuern dafür! Etwas Toleranz für den Anderen wäre manchmal ganz gut, klar, das Motorrad ist sehr laut und hie und da erschrickt der Radfahrer dann auch, aber na und? Ich bin weitaus am langsamsten den Pass bergauf unterwegs und bin dementsprechend um die Rücksicht der motorisierten Fahrer dankbar, im Allgemeinen spürt man diese Rücksicht auch. Daher finde ich alles halb so schlimm und sage auch danke den Leuten, die auf mich Rücksicht nehmen. Danke! Die Abfahrt ist etwas unangenehmer: höhere Geschwindigkeit=>(v.a.)Auto hat weniger Platz zum überholen,ergo unangenehmer für beide, trotzdem, nehmt Rücksicht aufeinander. War mit einem befreundeten Radfahrer am Stelvio unterwegs, er fuhr neben mir, ich wies ihn auf die anderen A&T-Fahrer hin, die überholen wollen, seine Antwort: die sollen warten! Ich habe mich so aufgeregt über diese Aussage!

  • Felix Rothenbühler sagt:

    Ab und zu sind vor unserer Haustüre (Rund-) Velorennen. Selten haben wir mehr motorisierten Verkehr als an solchen Tagen. Es muss ein besonderes Vergnügen sein, zwischen all den Abgasen und dem Lärm der Begleitfahrzeuge ein Rennen fahren zu dürfen.

  • Peter Gertscher sagt:

    Ohne Velofahrer würde das Befahren der Pässe noch viel mehr Spass machen. Dauernd sind sie im Wege und fahren unkontrolliert mitten in der Strasse.
    Dank den Grünen ist heute der Alpenpass der letzte Ort, wo man mit einer PS-starken Maschine (Motorrad oder Sportwagen) noch Spass haben kann. Man überschreitet selten die Höchstgeschwindigkeit, weil halt 80 km/h in den Kurven oft schon nicht mehr geht.

    • Sabine Meier sagt:

      Dann wären wir uns ja einig, jedes Wochenende mindestens einen Pass für den motorisierten Verkehr sperren, dann fahren die meisten Velofahrer nämlich dort und ihr hättet an den anderen Pässen mehr Spass. Verkehr entflechten, nennt sch das.
      Aber man teilt den Kuchen, den man besitzt halt eben nicht gerne, auch wenn man sowieso nicht alles essen mag…

    • baroudeur sagt:

      mich freut es immer wieder in ein töffhelm zusehen, nachdem ich ihn mit dem velo in der kurfenreichen abfahrt stehen gelassen habe.

  • siero sagt:

    Für mich als Radler (und Autofahrer) ist das Wochenende für Pässefahrten tabu. Dazu „opfere“ ich gerne mal den einen oder anderen Ferientag. Zudem sind wochentags die motorisierten Pässefahrer weniger gestresst.
    Und zum Schluss: es gibt unter allen Passfahrern (Radler, Töff, Auto) solche mit und ohne Hirn…

  • Leben und leben lassen? Nicht bei grünen Fundis. Me first, und dann ganz ganz lange nichts mehr. Denn nur ICH fröhne dem „richtigen“ Hobby, und deshalb gehört MIR die Strasse (auch wenn sie im überkommunalen Bereich ja mehrheitlich von den Autofahrern bezahlt wird). Erbärmlich und asozial, aber moralisch ach so überlegen.

    Man stelle sich vor, Wanderer (wie ich) würden die gleichen extremen Forderungen gegenüber MTB-Fahrern (wie mir) stellen…

    • Sepp Manser sagt:

      @Bourgeois: Hoppla, wenigstens sind die blöden Velofahrer nicht auch noch auf den mehrheitlich von Ihnen finanzierten Strassen im „überkommunalen Bereich“ unterwegs, gell. Ich kenne eigentlich niemanden, der auf der bald achtspurigen Autobahn oder im Gotthardtunnel Velo fährt. Sie etwa? Also, entspannen, es nimmt Ihnen niemand etwas weg und zu kurz kommen Sie auch nicht.

  • Ptrick Fischer sagt:

    Ha Ha…. Hach wie schön, ich hatte schon Angst, dass die motorradverteufelnden Blogbeiträge von unseren lieben Umweltaposteln dieses Jahr ganz ausbleiben. Nein, man kann ja wirklich keinen Beitrag über Passfahrten mit dem Velo schreiben, ohne mindestens einem gehässigen Kommentar gegen die pösen, pösen Töfffahrer. ;)

  • Amalia M. sagt:

    Die lauten Motorräder gehören verboten. Es ist eine Umweltverschmutzung sondergleichen, wenn ein ganzes Tal nach Motorenlärm dröhnt. Selbstverständlich sollte einer schonenden Nutzung der Natur den Vorzug gegeben werden. Man sollte nicht nur ein Pass pro Tag für den motorisierten Freitzeitverkehr sperren, sondern die Hälfte aller Pässe. Heute können wir nicht mehr verstehen, dass das Rauchen in öffentlichen Gebäuden vor wenigen Jahren noch erlaubt war. Irgendwann können wir nicht mehr verstehen, wie wir unsere Umwelt durch den motorisierten Verkehr so verschandeln konnten (Platzbedarf, Lärm, Gestank, Gefahren). Hoffentlich werde ich das noch erleben können!

  • Wolfgang Imhof sagt:

    Ach, wie ich diese Polemik liebe! Und alles unter dem Mäntelchen der Umweltbewussten, zu denen der rasende Velfoahrer sicher auch gehört, welcher mich auf dem Motorrad am letzten Pfingstmontag in einer Kurve RECHTS überholt hat und mit lautem Zurufen daran hinderte, ihm unbewusst den Weg abzuschneiden. Einmal mehr: als „lärmender“ Töfffahrer muss ich immer wieder für andere denken und schauen ….

    • Sabine Meier sagt:

      Glauben Sie mir, Herr Imhof, das müssen wir anderen Verkehrsteilnehmer auch! Ich bin Velopendlerin, und es vergeht kaum eine Fahrt, die für mich nicht im Spital (bestensfalls..) enden würde, wenn ich nicht für andere – meistens Autofahrer – denken und schauen würde und nicht meine Sicherheit über mein Recht stellen würde. Rücksichtslose Verkehrsteilnehmer gibt es leider in jeder Kategorie – Autofahrer, Töfffahrer, aber eben auch Velofahrer.
      Und nebenbei, sich unvernünftig riskant zu verhalten ist zwar masslos dumm, aber nicht umweltverschmutzend…;-)

    • baroudeur sagt:

      wenn du deinen töff um die kurve schiebst, darfst du nicht erschrecken wenn dich ein velofahrer überholt.

  • Hans Tann sagt:

    Liebe Frau Michel
    Ich kann zwar nachvollziehen, dass einsames Velofahren in der Natur vielleicht schöner ist, als wenn noch andere da sind. Aber finden Sie es nicht etwas verwegen zu wünschen, dass Passstrassen für alle andern Fortbewegungsmittel gesperrt werden?

    Eine Pässefahrt kann auch mit dem Töff oder Auto etwas sehr schönes sein – ganz abgesehen davon, dass dort oben auch Leute leben, welche auf die Strassen angewiesen sind. Wie also komme Sie auf die Idee, alle „stinkenden Abgaserzeuger“ verbannen zu wollen? Sorry, aber das hat leider nicht wirklich viel mit Toleranz und eher mehr mit Überheblichkeit à la „meine Lebensweise ist die einzig Richtige“ zu tun. Von einer Journalistin würde ich mir – auch in einem Blog – doch etwas mehr Objektivität wünschen…

  • Jörg Wirz sagt:

    Was ich nicht verstehe ist, dass Radfahrer stark befahrene für Autos etc. ausgebaute Pässe blockieren und sich auch noch ärgern, wenn eben Autos und Töffs über diese Pässe fahren und viel Verkehr vorhanden ist. Das ist total schizophren oder einfach dumm?

    Ich fahre mit meinem Velo seit vielen Jahren schmalere teilweise unbefestigte Pässe hoch, ich meide laute und verkehrsreiche Pässe konsequent, das ist vielfach schon lebensgefährlich, da z.B Touristen in den Bergen sehr unsicher fahren.

    Das Befahren von verkehrsarmen Pässen ist ein Riesenvergnügen, totale Ruhe, kein Verkehr, Erholung pur. Ich begegne fast nur positiv eingestellten Radler und Wanderer, schlicht perfekt, reine Harmonie.

    Ich denke viele Radler fahren bewusst Strassenpässe hoch, damit sie sich über andere ärgern können. Für mich absolut unverständlich sich diesem Stress auszusetzen. Dabei gibt es zahlreiche Literatur mit Alpenpässen etc. die sich speziell für Radfahrer eignen!

    • Luise sagt:

      Autofahrer ärgern? Fragt sich, wer wen ärgert. Tatsache: Wer mit dem Rennrad fährt, kann schlecht über Schotterpisten fahren.

    • Connie sagt:

      @Jörg: Ich habe Ihren Kommentar mit Interesse gelesen. Können Sie veilleicht ein paar Tips geben zu den unbefestigten oder verkehrsarmen Alpenpässen geben, die sich speziell für Radfahrer eignen? Das wär super :)

  • Thomas sagt:

    Hoppla, man lernt doch nie aus. Ich habe bisher nicht gewusst, dass Motorrad- und Autofahrer Spassfahrer sind, nicht aber die Velofahrer. Diese sind offensichtlich auf den Pässen in wichtiger Mission unterwegs. Für eilige Blut- und Medikamententransporte oder mit Unterschriftenbogen für Umweltinitiativen. Oder so. Zum Beispiel. Niemals aber einfach so zum Spass und Vergnügen.
    Habe ich echt nicht gewusst – danke für die Aufklärung.

  • Mehr Pass-Strassen ohne Töffterror: Sellaronda am 22. Juni und 14. September 2014:
    http://www.sellarondabikeday.com/de/news.html
    4 Pässchen südöstlich von Bozen, insgesamt etwa 2’000 Höhenmeter.

  • Einzig Velofahrer verderben den Spass am Pass!

  • Marc Römer sagt:

    Bin selber ambitionierter Hobby-Radfahrer und habe auch einen Töff. Kenne also beide Seiten. War über Pfingsten im Bündnerland (Val Müstair und im Engadin) mit dem Rennrad unterwegs. Es waren unglaublich viele Motorradfahrer aus den umliegenden Ländern auf den Passstrassen im Bündnerland unterwegs. Lärm, Abgase und korrekt fahrendende Töfffahrer haben mich als Radler nicht gestört. Jedoch das rücksichtslose Rasen einiger Töfffahrer (ca. 5 – 10% aller Töfffahrer fahren über Ihren Verhältnissen) hat mich erschreckt. Nur mit Glück konnte ich einen Frontalcrash mit einem Töff-Idioten vermeiden. Er hat bei der Passfahrt eine übersichtliche Kurve geschnitten und hat mich weit weit auf meiner Seite gekreuzt. Nur dank dem dass ich auf dem weissen Markierungsstreifen auf meiner Seite gefahren bin, hat es nicht gecrasht. An solchen perfekten Töfftagen wie es an diesen Pfingsten war, erwarte ich deutlich mehr Polizei-Präsenz auf unseren Pässen.

    • Ulli Fabian sagt:

      Danke

      Bin Motorradfahrer und der Meinung ein Motorrad kann gar nicht leise genug sein und Gegenseitige Rücksichtname ist sowie so das A & O im Straßenverkehr

  • M. Tschannen sagt:

    Ein typischer Trolltext. Aus dem Schutz der Anonymität kann man sich hemmungslos aufspielen und rumstänkern. Mein Tipp: Schwingen Sie sich aufs Velo, um Ihren Frust abzureagieren. Ihrer Umwelt zuliebe.

  • Urs Kyburz sagt:

    Bin absolut einverstanden. Diese stinkenden und lärmenden Umweltverschmutzer sind eine echte Plage. Egal, ob man wandern oder biken will, in Passnähe fallen sie einem grausam auf die Nerven. Natürlich kommt von dieser Seite sofort das Totschlagargument „Toleranz“. Aber die verstehen das so, dass nur die anderen tolerant sein sollen ihnen gegenüber, nicht umgekehrt. Es ist eine totale Rücksichtslosigkeit, die sich diese Strassencowboys erlauben.
    Umso wichtiger ist es, dass die Velofahrer ihre berechtigten Ansprüche durchsetzen.

    • Joerg Hanspeter sagt:

      Da bin ich absolut Ihrer Meinung, ich hoffe, dass die Velofahrer dann auch ihre Pflichten wahrnehmen (korrrektes Verhalten im Strassenverkehr, auch im ruhenden) und auch ihren finanziellen Beitrag an die Strassen leisten die ja ihrer Meinung nach hauptsächlich für sie gebaut wurden.

      • Severin Schwan sagt:

        Ui, keine Sorge, jeder der Steuern zahlt, leistet bereits einen finanziellen Beitrag an die Strassen. Aber den sechsspurigen Autobahnausbau und die zehnte Gotthard-Röhre dürfen Sie gerne selber bezahlen.

  • René Lüthi sagt:

    Den Kommentar von „bale “ kann ich absolut nicht nachvollziehen, finde diesen echt unangebracht !
    Anette Michel schreibt treffend, dass in den Sommer-Monaten die Pässe primär für die lärmenden und stinkenden Töffs ein Eldorado sind und Velofahrende während dieser Jahreszeit auf den meisten Pässen nichts zu suchen haben. Umso dankbarer bin ich für das Engagement des Vereins “ freipass “ : so ist es wenigstens möglich, an 2-3 Tagen im Jahr ein paar Stunden ohne unangenehme Beinträchtigung durch den mot. Verkehr genüsslich über einen Pass zu fahren. Die bisherigen sehr erfolgreichen Anlässe an der Furka, am Susten und am Klausen lassen hoffen, dass es bald mehr solcher gibt.

  • Cyro Spescha sagt:

    Ach wie tut das gut, wieder einmal die eigene Überlegenheit zu demonstrieren und dabei gleich auch noch die Motorisierten pauschal als gestört und minderwertig abzuqualifizieren. Laaaaangweilig!

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Das ist genau das, was mir üblicherweise auch an den Grünen so auf den Wecker geht, ihre Lebensweise ist die alleinseligmachende. Velofahrer, egal welcher Art, sind häufig eine Pest und nur weil sie, zumindestens abgasmässig, umweltfreundlicher sind, glauben sie, die beste Art von Menschen zu sein. Die Nerven von andernen zu strapazieren ist aber auch eine Art von Umweltverschmutzung.

    • Roger Hüsser sagt:

      Was für ein einseitig geschriebener und schlechter Artikel. Ich könnte mich genauso gut über Velofahrer aufregen, die entweder alleine die ganze Strassenbreite benutzen oder im Rudel zu dritt nebeneinander fahren. Tue ich aber nicht, da ich für Leben und Leben lassen bin. Wann begreift ihr endlich, dass nicht jeder euer sogenanntes freiheitliches und alternatives Leben genauso Lebenswert findet und halt einfach andere Vorlieben hat?
      @Tages-Anzeiger: Bitte in Zukunft solche Blogs auf bessere Qualität prüfen. Mit Populismus ist niemandem gedient. Auch nicht dem geniessendem Velofahrer.

  • Roland K. Moser sagt:

    Nie wieder von Norden? Keine Rennvelofahrerin!
    Von Altdorf bis zur Passhöhe sind es ca. 46 km. Und alles nur bergauf. Und das lässt sich die Autorin entgehen? Arme Frau.

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