Im Biwak teilen sich zwei Kletterer eine Portion schockgetrockneten Astronautenfood

Noch 3 Tage bis zur Abreise.

Kulinarisch werde ich in Grönland kein Highlight erleben. In der Big Wall ernähren wir uns hauptsächlich von Astronautenfood. Das sind schockgetrocknete Eintopfgerichte in robusten Alubeuteln, die man einfach aufreisst und mit ein, zwei Deziliter heissem Wasser aufgiesst: Zigeunerragout, Couscous, Paella, Hörnli mit Käse, Stocki.

Das Zeug schmeckt erstaunlich gut, wenn ich es nur ein paar Tage essen muss. Nach einem Monat hängt es mir zum Hals raus.

Training für Grönland: Damit habe ich bereits Anfang Jahr begonnen. Im Frühling verbrachte ich sieben Wochen im Yosemite-Valley in den USA und trainierte am El Capitan die spezielle Risskletterei, die auch in Grönland nötig sein wird. Der Fels ist glatt und bietet kaum Griffe und Tritte. Der Weg führt durch ein Risssystem auf den Gipfel.

Wir werden mehrmals in der Felswand biwakieren. Am Schluss, wenn wir – hoffentlich – auf den Gipfel steigen, bis sieben Nächte am Stück. Morgens essen wir da jeweils Studentenfutter und Trockenfleisch. Tagsüber etwas Schokolade. Und abends teilen sich zwei Kletterer eine Portion Astronautenfood.

Insgesamt ist das wenig und wird uns ausmergeln. Aber mehr können wir zu viert unmöglich mitschleppen.

Im Basislager kochen wir aber zwischendurch auch richtig, etwa Pasta mit Tomatensauce. Da werde ich mich zwingen, richtig viel reinzuschaufeln, damit meine

In der Big Wall am El Capitan. Ich habe mich gefreut, dass ich dieses Jahr die «Free Rider»-Route komplett frei klettern konnte (1000 Meter in 2,5 Tagen). Freiklettern bedeutet: Der Kletterer hält sich nur an der natürlichen Struktur des Felsens. Seil, Haken, Klemmkeile und Ähnliches dienen nur zur Sicherung, aber nicht zur Fortbewegung.

Energiespeicher voll bleiben.

Das Dilemma mit dem Körpergewicht

Um hart und schnell klettern zu können, sollte ich möglichst leicht sein. Am Fels «kostet» jedes Kilo. Mein Wohlfühlgewicht liegt bei 68 Kilo – an der obersten Grenze bei meiner Grösse von 1,70 Meter, um durch eine Big Wall zu steigen.

Auf der anderen Seite braucht mein Körper «Reserve», damit ich die Strapazen einen Monat lang durchstehen kann. Ein Dilemma.

Der Körperfettanteil ist bei mir unterdurchschnittlich, dagegen habe ich von Natur aus viel Muskelmasse und muss darauf achten, dass ich nicht mehr ansetze und noch schwerer werde. Darum esse ich eher wenig Proteine und lasse beim Training die Phase des Muskelaufbaus weg.

Im Alltag versuche ich, eine ausgewogene Ernährung einzuhalten, was bei meinem Lebensstil allerdings nicht ganz einfach ist. Ich bin ständig unterwegs und habe selten Gelegenheit, frisch und fein zu kochen.

Meistens passe ich mich den Leuten an, mit denen ich gerade zusammen bin. Eine Woche mit einem Bergsteiger, der viel isst. Eine Woche mit einem Sportkletterer, der wenig isst. Mehr Stabilität wäre für meinen Leistungsport sicher besser. (Aufgezeichnet von Natascha Knecht)

18 Kommentare zu «Im Biwak teilen sich zwei Kletterer eine Portion schockgetrockneten Astronautenfood»

  • strompreise sagt:

    Ich stimme meinem Vorredner bzw. Schreiber zzu. Wirklich sehr interessanter Artikel.

    Wer benötigt keinen Strom??? Wenn man Ehrlich ist, benötigt Jeder Strom. AberStrom ist nicht gleich Strom.
    Immer wieder gehen die Stromkosten der Stromversorger hoch. Um dem entgegenzuwirken ist ein Vergleich der verschiedenen Strom Anbieter Ratsam.
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    Danach ist ein wechsel des Stromversorgers sehr gut Möglich.

  • Ich muß meinem Vorredner zustimmen. Dieser Artikel ist wirklich hochinteressant und nützlich!
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  • Dennis sagt:

    Ich finde es ein wahnsinns Leistung! Sehr Mutig. Für so was braucht mann mehr als nur ‚Power and Brains‘. Gooooo Roger und Team! Lass dich nicht von die negative Kommetare ablenken, die haben keine Ahnung. Gruss aus Entlebuch.

    • Christian Gehrig sagt:

      Sehr billiger Kommentar. Was anderes haben sie nicht beizutragen? Von einem Marogg lasse ich mir schon gar nichts sagen, das haben schon ganz andere versucht.

      • Christian Marogg sagt:

        @ Gehrig: Sie müssen ein sehr einsamer und frustrierter Mensch sein. Mehr kann man zu Ihrem sinn- und zusammenhangslosen Gebabbele auch nicht sagen. Mit Ihren Kommentaren disqualifizieren Sie sich als ernstzunehmenden Kommentator selber. Herzliches Beileid

  • Christian Gehrig sagt:

    Hier ist das Original. Und der Blog scheint so mager an Substanz zu sein, dass sich sogar die ausgetrochneten Pseudoleser nach mir sehnen. Weiss doch jedes Kind. Er sollte sich lieber eine Bratwurst mitnehmen. Astronautennahrung ist für Astronauten, nicht für Kraxler.

    Und lustig finde ich das überhaupt nicht imfall. Es werden Horden an Praktikanten angestellt, die für einen Hungerlohn schreiben müssen. Aber Monsieur Bergziege kann sich davon doch einen Online-Zugang in den Bergen leisten.

    Mit den billigen Kopien habe ich nichts zu tun. Genau so wenig wie der Autor mit dem grossen Meister am Nanga Parbat.

    • Christof Duss sagt:

      herr gehrig, ihre kommentare machen diesen blog noch fast ein bisschen interessanter, da sie einen wunderbaren kontrast zu schäli darstellen: auf der einen seite der lebensfrohe typ, welcher einem sofort ein lächeln aufs gesicht zaubert. auf der andern seite ein abgelöschter nörgler wie es schlimmer kaum sein könnte.
      allez roger, lass dich von sofa-motzern nicht aus der ruhe bringen!
      ps: dass ich alles klein schreibe, gibt ihnen wohl auch auf den sack, werter herr gehrig? cool…

  • Chefkoch sagt:

    Was ist denn „schockgetrocknet“? Meint der Mann „gefriergetrocknet“? Und hätte die Redaktorin das vielleicht überprüfen können? Danke.

  • B B sagt:

    Wo bleibt denn das Kommentar von Christian Gehrig :-)

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