Wollen Sie beim Joggen sexy aussehen?

Achtung, folgende Zeilen sind subjektiv – bis zum allerletzten Wort. Bei anderer Meinung fragen Sie bitte Ihren Sportartikelverkäufer oder Usain Bolt.

Joggerin in einer Werbung. (Flickr/lulumon athletics)

Joggen kann auch ästhetisch sein: Eine Joggerin in einer US-Werbung. (Flickr/lulumon athletica)

Joggen könne jeder. Immer und überall. Dazu brauche man nicht mal Talent. Nur ein Paar Turnschuhe. Es sei der billigste Sport der Welt. Klar! So mag das vielleicht in den Siebzigerjahren gewesen sein. Damals trug man zum Joggen noch Schlabberhosen aus Baumwolle, holte das älteste Shirt aus dem Kasten und bei Wind und Wetter zog man ein Sweatshirt drüber. Atmungsaktivität gabs damals noch nicht. Auch keine dämpfenden Sohlen bei den Schuhen, oder flexible und abgerundete Fersenpartien. War man deshalb langsamer? Ja!

Heute fallen auf diese Joggen-ist-günstig-und-ganz-simpel-Mythen nicht mal mehr Einsteiger rein. Wir schreiben das Jahr 2013. Funktionale Sportausrüstung ist Pflicht. Auch beim Laufen. Vom Stirnband bis zur Socke. Wer mit irgendwelchen, von den Grosseltern geerbten Klamotten und Schuhen durch die Natur trampelt, braucht definitiv eine stabile Psyche. Denn die klassischen Laufwege sind die Laufstege der Jogger. Zuhause reicht eine einzige Schublade für die Sportsachen nicht aus. Wir besitzen mehrere Hosen: kurze, lange, mittellange. Mehrere Shirts: für warme und für kalte Tage. Mehrere Jacken: winddicht, wasserdicht, softshell, hardshell. Mehrere Schuhe: für jeden Untergrund, Wald, Kiesel, Asphalt, leichte oder wasserdichte. Mützen, Handschuhe, Pulsuhr, iPod, etc. etc. etc.

Ein Vermögen investieren wir in unseren geliebten Laufsport. Macht uns das glücklicher? Ja! Niemand kann abstreiten, dass es sich mit einem frisch erworbenen 220-Franken-Hightech-Schuh besser läuft. Auch wenn man  sich das nur einbildet und noch fünf andere, gleichwertige Paare besitzt. Das spielt keine Rolle. Es geht schliesslich nicht nur um einen selbst, sondern auch um die anderen, die man da draussen kreuzt oder überholt. Stellen wir uns doch mal vor, heute würden noch immer alle die ausgeleierte nicht-hochtechnologische Schlabber-Baumwolle tragen. Wie unsexy wäre das denn! Könnten wir uns überhaupt motivieren, wenn die Mitjogger aussehen würden wie die Hesch-mer-en-Stutz-Typen am Bahnhof? Nein! Attraktive Sportlerinnen und Sportler sind der Grund, weshalb wir regelmässig und überhaupt die Laufschuhe schnüren. Sonst können wir genau so gut im Büro sitzen bleiben und die Kollegen anschauen, die nach geleisteter Überstunde nach Hause gehen, den bequemen Traineranzug anziehen, Salznüssli knabbern und «CSI Miami» glotzen.

Darum, meine lieben …

 

… Laufeinsteiger: Leihen Sie sich niemals gebrauchte Ausrüstung von Familienmitgliedern oder Kollegen, auch wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihnen dieser Sport langfristig gefallen wird. Kaufen Sie sich alles neu. Lassen Sie sich vom Verkäufer verleiten. Ansonsten werden Sie es mit dem Joggen nicht durchhalten. Als Anfänger bringen Sie bereits genug Defizite mit: Sie sind langsam, haben einen seltsamen Laufstil, schnaufen wie ein Ross, müssen regelmässig pausieren. Das hemmt generell. Mit der modernsten und teuersten Ausrüstung heben Sie Ihr Selbstwertgefühl.

… Tights-Träger: Ob kurz oder lang. Hauptsache knalleng und nahtlos? Sie gehören zur meistgesehenen Sorte unter den Joggern, also zum langweiligen Mainstream. Tragen Sie Leggins um den Wolf zu verhindern? Um schon in der Quartierstrasse als Läufer erkannt zu werden? Um zu zeigen, wie viel Mann Sie bieten könnten? Falls Letzteres: Schauen Sie sich bei der nächsten Trainingseinheit um. Wie viele Tights-Träger finden Sie attraktiv? Nur sich selber, richtig? Leisten Sie sich doch eine kurze Überhose. Dann flirten wir Frauen vielleicht sogar.

75 Kommentare zu «Wollen Sie beim Joggen sexy aussehen?»

  • Eugen sagt:

    Gut aussehen ist kein Verbrechen. Doch kein Sport zu machen, ist ein Verbrechen am eigenen Körper.
    Im Blog http://www.fitnesstyp.de wirst du motiviert dich in den Sport zur verlieben.

  • Sagsmirdoch sagt:

    Wenn du mich einholen kannst und dann noch genug Luft hast, um mich auf meine modische Inkompetenz aufmerksam zu machen, dann überlege ich mir auf die Tights zu verzichten ;-)

  • Ann sagt:

    Ob mit hightech Schuh, Tights, Gummistiefel, Mütze, Helm, Jeans, Bademantel, Funktionswäsche…etc Füdliblutt…und und und…. Ist mir doch so egal. Hauptsache, ich darf so wie ich will. Und du darfst so wie du willst. Somit wäre dieser Artikel auch überflüssig. : ))

  • Mike sagt:

    Funktionskleidung habe ich eigentlich in erster Linie, weil es tausendmal bequemer ist als vollgeschwitzte Baumwollklamotten, die überall festkleben. Aber da das Zeug bekanntlich nicht gerade billig ist, darf es bitteschön auch gut aussehen.

    Davon abgesehen ist die Freude an der Ausrüstung sicher bei vielen Sportlern ein Motivationsfaktor, und ich wüsste auch nicht, was daran verkehrt sein soll. Schliesslich betreibt man seine Hobbies immer noch in erster Linie zum Spass, oder?

  • Peter Harisburger sagt:

    mit badehose und baumwoll tanktop am strand entlang rennen und direkt nach dem rennen ins meer….das ist lifestyle (funktioniert auch mit see und schönem wetter in der schweiz) gut aussehen ist relativ, je technischer desto cool? i was uncool as long as i know, but uncool is the new cool nowadays…

  • Sibylle sagt:

    Ich persönlich finde ja, dass Jogging-Outfits je mehr high-tech desto weniger hübsch sind.

    Es soll aber jeder so laufen, wie er sich am wohlsten fühlt. Hauptsache, man tut was.

    Aber da ich als überzeugter Geek immer ganz stolz meine neuen Gadgets ausführe ( ;-) ), freue ich mich schon ganz doll auf 2014, wenn das Ding endlich geliefert wird: http://www.indiegogo.com/projects/sensoria-smart-sock-fitness-tracker :-D

  • Oli sagt:

    Irgendwie schade, das es bei den Kommentaren zu diesem Blog nicht möglich ist Fotos anzuhängen… Aber trotzdem: Lieber joggen als bloggen!

  • Jack sagt:

    Das mag alles wichtig sein, wenn Sie Frauen oder schwulen Männern gefallen wollen. Für einen ganz simplen Mann spielt das alles keine Rolle. Die Kleider denkt man sich sowieso zuerst mal weg. Dann freut man sich an der Substanz oder dem, wie man sich diese vorstellt.
    Ich finde Joggerinnen sehr wohl sexy. An Läufen lasse ich mich regelmässig von einer wohlgeformten Joggerin etwas ziehen. Man hat ja sonst nicht so viel zu tun. Am Schluss – wenn man mag – kann man dann noch überholen und schauen, ob vorne und hinten harmonisch zusammenpassen.

  • bitta sagt:

    meine Güte. Nächstens muss man sogar auf Toilette sexy aussehen. Sorry, aber wer spörtelt, will sich fit halten, nicht sexy aussehen. Hoffe ich jedenfalls. Man muss ja sonst überall schon möglichst heiss und flirty daher kommen, weshalb muss das unbedingt noch auf den Sport übertragen werden?

    • Luise sagt:

      :-))) frischer Schweiss stinkt bekanntlich nicht. Was ich wissen möchte: Warum nur wehren sich so viele Männer dagegen, gut angezogen zu sein???

  • Interessante Diskussion…. Wenn ich am joggen bin (in meiner ganzen übergewichtigen „Pracht“, womit ich sowieso schon immer ungewollt viele Blicke auf mich ziehe) bin ich lediglich mit Schnaufen beschäftigt und damit, mir nicht die Haxen zu brechen – ums Outfit von mir oder anderen mache ich dabei nicht wirklich viele Gedanken ;-)

  • bruno bänninger sagt:

    früher ging man 1 – 2 Std. Rennen, allein im Wald der Gesundheit wegen und vor allen Dingen um Kopf und Lunge auszulüften nach einem belastenden Arbeitstag. Heute schreibt man tiefgründige Zeitungsartikel übers Joggen, strebt an dass man gesehen wird weil man doch der/die sexiest Jogger/In ist, stresst sich und eilt auch in der Freizeit einem burn-out entgegen.
    Kurz zdavor schreibt man noch einen Kommentar. :-)

  • oliver brunner sagt:

    die meisten hier kommentierenden ziehen sich wahrscheinlich ihre trendigen laufsachen über, um im migros und in der bar einen auf dicke hose zu machen. an jedem lauf bin ich erstaunt, wie viele top ausgerüsteten nach 10 km einbrechen. neben atmungskativen supershirts und gürteln mit etwa 10 packungen powergel sind stützstrümpfe am affigsten. ich trage alte turnhosen und ein altes baumwoll-t-shirt. ich sehe gut aus, weil mein body gut aussieht. es wäre besser die zeit, die man damit verbringt sein outfit zusammenzustellen oder einzukaufen mit trainieren zu verbringen.

  • Noch ein Läufer sagt:

    Ziemlich oberflächlicher Beitrag, in dem mir vieles sehr fremd vorkommt. Wie man z.B. auf die Idee kommen kann, dass irgendjemand Tights zum Laufen anzieht, um seine Männlichkeit zur Schau zu stellen, kann ich mir gerade gar nicht vorstellen.

    Ich unterstelle der Blogschreiberin jetzt einfach mal, dass sie zu denjenigen Frauen gehört, die sich auch bei 35 Grad im Schatten einen Pulli (oder sonst irgendwas, was man garantiert während dem Laufen nie anzieht) um die Hüfte bindet. Solche Läuferinnen werden gemäss meinen Feldstudien nämlich überdurchschnittlich oft von Joggern begleitet, die sich eine Überhose über die Tights anziehen. Beides deutet auf eine gewisse Verklemmtheit hin, beides sieht eher bescheiden aus, beides ist komplett überflüssig und beides wird normalerweise von eher mittelmässigen Läufern bzw. Anfängern bzw. Neujahrsvorsatzjoggern getragen. Kann man sich noch auf eine Fortsetzung dieses Blogbeitrags freuen, die sich mit dem Phänomen Pulli-um-die-Hüfte beschäftigt?

  • Bredar sagt:

    An die Baumwolle- Shorts – Liebhaber. Im Sommer mag das gehen. Wer aber im Regen oder im Winter bei Minusgraden joggen geht, länger als 30 Minuten, ist froh über Tights, welche sich nicht mit Wasser vollsaugen und eine windabweisende Wirkung haben.

  • Läufer sagt:

    Dieser Bürger rennt mit anliegenden kurzen Hosen mit fast keiner Unterwäsche besser, bessere Bewegungsfreiheit, und mit lockerem irgendetwas-Leibchen.

    Anstatt Finisher-Shirts/Taschen/Mützen/Badetüchern würde ich lieber wieder Baumwollshirts sehen, wo dafür das Jahr gross draufsteht. Zum Joggen sind die Finisher-Shirts meist zu billig, zu schwer, passen nicht, und ich habe schon mein bestes Leibchen.

  • Luise sagt:

    Nicht alle verstehen das gleiche unter sexy. Niemand joggt in Strapsen, oder? Ein klatschnasses Baumwollshirt finde ich unappettitlich. Schlechtsitzendes, das nicht zum Rest der Kleidung passt, deutet auf schlechten Geschmack hin. Es schadet niemandem wenn die Laufkleidung gut aussieht und nicht wie 1000 Mal gewaschen. Am wichtigsten allerdings: Sie sollte frisch riechen.

    • Cybot sagt:

      Dann würd ich empfehlen, so langsam zu joggen, dass man nicht schwitzt, dann riecht es garantiert auch nach dem Lauf noch frisch.

  • sepp z. sagt:

    für männer gilt noch immer:
    ein paar gute turnschuhe, shorts, t-shirt.
    alles andere ist für sissis und tussen.

  • Frank Baum sagt:

    „Es geht schliesslich nicht nur um einen selbst, sondern auch um die anderen, die man da draussen kreuzt oder überholt. “ Es ist also alles ein Sehen-und-gesehen-werden. Auch beim Joggen. Das ist sicherlich wahr. Mit Selbstwertgefühl hat so etwas nichts am Hut. Trotzdem halte ich den Tipp besonders an die Anfänger für völligen Blödsinn: man muss nicht hervorragend gekleidet sein, man muss passend gekleidet sein. Noch blöder als ein Lahm*rsch in Schmuddelhosen ist ein Lahm*rsch in modernster Laufausrüstung. Das ist wirklich lächerlich. Schuhe sind wichtig. Es lohnt sich auch als Anfänger darauf zu achten. Ansonsten finde ich die Zurückhaltung angebrachter als das Herausputzen.

  • Logi sagt:

    Meine Fresse bin ich froh beginnt die Handballsaison wieder und ich kann disem Fitness-Mode bullshit wieder den Rücken kehren.

  • Fischbacher, Chrigel sagt:

    Erinnert mich an meine Kindheit.
    Wir hatten noch die die Blauen mit der weissen Sohle.
    Die erste Woche ein Gefühl wie auf Sprungfedern. Kein Zaun zu hoch und kein Graben zu breit.
    Solche Schuhe finde auch für zweifünfzig nicht mehr.

  • Tanja sagt:

    Sorry, aber was für ein STUSS! Ich Jogge selber, und zwar nur für mich. Eine bequeme Hose, ein T-Shirt, normale Jogging Schuhe und eine Hüfttasche um den Bauch und gut ist. Wozu und für wen soll ich mich beim Joggen aufstylen?Klar mag dieses aerodynamische Zeugs toll aussehen. Aber wozu? Nur um den anderen zu gefallen und ihnen sonst was zu beweisen? Wer all diese Sachen nur benötigt um sich zum Joggen zu überwinden, sollte sich lieber ein Laufband kaufen! Das ist etwa zu vergleichen mit denjenigen, die sich Sonntags in der Früh, für die 10m zur Bäckerei aufstylen als wäre der Weg ein Laufsteg

  • Paul Smmermatter sagt:

    Frau Knecht fehlt es definitiv an Fachwissen über das Laufen. In den 1970/1980 liefen bis zu 6 Schweizer die Marathonstrecke unter 2.15. Heute schafft noch einer die 2.25 wenn er nicht eingebürgerter Aethiopier ist. Kaufen Sie auf „Amazon“ Zen des Laufens von Fred Rohde aus 1974 und nehmen so ein Schlabershirt, Stirnband und Turnhose oder Trainer und ab geht es durch den Wald. Laufen Sie nie auf Strassen vermeiden Sie das. Pulsuhr ? Sorry aber sowas brauchen nur Amateure zum Angeben.
    Mein einziges Problem ist, dass die Topschuhe von „Karhu“ nicht mehr verfügbar sind.

    • Sabine sagt:

      Sie ist aber definitiv nicht die einzige Person, welcher es offensichtlich an Fachwissen fehlt… Wenn Sie sich ein bisschen mit Laufen und Läufern auseinandersetzem, ist Ihnen sicher nicht entgangen, dass am letzten Samstag zwei Schweizer den WM-Marathon gelaufen sind (Viktor Röthlin, Halter des CH-Rekords von 2:07:23 war nicht dabei…), Quali-Limite war 2:17. Kreienbühls PB liegt meines Wissens bei 2:15:.., die von Ott bei 2:16:.., und wenn ich mich nicht schwer täusche, ist auch Nispel am Zürich Marathon unter 2:25 gelaufen. Und trainieren übrigens alle mit Pulsuhr, diese „Amateure“…

      • Paul Smmermatter sagt:

        Quali Limite ist vom letzten Jahr. Stimmt das sind jetzt mal 2 da fehlen noch mindestens 3 zum Vergleich mit 1985. Der Chefstatistiker von Swiss-Athletics ist da möglicherweise noch im Rückstand. In der Tendenz liege ich sicher richtig, dass die Leistungsfähigkeit im Laufen stark abnimmt. Man kann ja noch die Zeiten ab 1500 – 10’000 m heranziehen.

    • Joel Isler sagt:

      Für den Statistiker Summermatter die Schweizer Jahresbesten:
      http://bestlist.swiss-running.ch/marathon/faces/index.xhtml;jsessionid=4AEB372B097E28DD657A7F52A0949024 auf http://bestlist.swiss-running.ch/marathon/
      Die ewigen Bestenliste ist unter http://www.swiss-athletics.ch/de/bestenliste/bestenlisten zu finden. Bis 1980 sehe ich gar keinen, der 2h15 unterboten hätte. 1980-90 waren es dann 6, wobei nur Lafranchi in die Nähe von 2h10 kam. Mit Röthlin, Kreienbühl und Ott sind doch 2013 immerhin 3 Schweizer unter 2h17. Zudem wäre noch interessant zu wissen, zu was allenfalls andere Langdistanzathleten bei einer Fokussierung auf den Marathon fähig wären.

      • Paul Smmermatter sagt:

        Bis 1980 liefen die Schweizer eben im Waffenlauf und nicht Halb oder Ganzmarathons versteht sich.
        Albrecht Moser hatte 1974 eine 10’000m Zeit die um 20 Sekunden schlechter war als Röthlin (Olympia 2000 Saison)
        Moser hat heute noch den 30 km Rekord in der Schweiz und Zeiten um oder unter 2.10 wären schon damals möglich gewesen.Ganz zu schweigen vom finanziellen Aufwand den Röthlin 20 Jahre später betrrieben hat.

  • Gaudenz Loris sagt:

    Äh, nein, es gibt nichts unattraktiveres als voll ausgerüstete Jogger/innen. Bei Frauen sowieso: Anstrengung und Fixiertheit auf Leistung und „Performance“ macht unsexy. Aber auch bei Männern: Der richtige Mann sucht sich, ganz nach Rocky Balboa, seinem Vorbild seit seiner Kindheit, seine Wege durch die Stadt mit dem Trainingsanzug, den er irgendwann mal bei einer nunmehr unbekannten Quelle ergattert hat – allein und mit Verachtung für alles Selbstdarstellerische. Alles andere ist für Weicheier. So.

  • Andy sagt:

    So ein Käse! An den Schuhen sollte man nicht sparen aber alles andere ist für Tussies!

  • john tobler sagt:

    kann mir jemand mit einem running forum link weiterhelfen, bei dem man solche sachen fragen darf wie, wie laufe ich richtig, optimalpuls, sparsam länger laufen, usw
    merci

  • Rosche sagt:

    Bin mir nicht ganz sicher, ob ich heute ironieresistent bin. Jedoch: Es gibt nichts peinlicheres, als Laufanfänger, die von oben bis unten mit High-Tech Klamotten eingekleidet sind (inkl. Trinkgurt für die 45min-Runde). Am besten noch der neueste Minimal-Schuh – immerhin sieht man die fünf Mal, die man verletzungsfrei joggen kann, schnell aus. Dazu die schickste Laufbrille um kleinste Unebenheiten im schummerigen Morgenlicht zu sehen (bei dem Tempo). Abgesehen davon freue mich jedes Mal, wenn ich Anfänger sehe, die dem Laufsport langsam verfallen.
    Bei den Tights gebe ich Ihnen zu 100% Recht :)

  • Cybot sagt:

    Blödsinn für Sportfetischisten. Schuhe sollte man schon ordentliche kaufen, aber ein T-Shirt und meine alte Kung-Fu-Hose aus Baumwolle erfüllen den Zweck ebenso. Ich gehe nicht joggen um zu flirten. Bei den meisten läuft es nämlich eher darauf hinaus, dass sie erst eine sündhaft teure Ausrüstung kaufen, nur um dann nach ein paar Monaten das Joggen doch wieder aufzugeben.

    • Greatsheep sagt:

      Hey, ein Bekleidungs-Zwilling :-)
      Auch ich brauche für meine sportlichen Aktivitäten Kung Fu-Hosen und ein simples T-Shirt. Geht mir auch irgendwo vorbei, wenn ich derart bekleidet völlig retro und out so Velöle oder meine Muckis auf den Buckel schupfe ;-)

  • tststs sagt:

    „Wie viele Tights-Träger finden Sie attraktiv? Nur sich selber, richtig?“ Sorry, aber ultrakorrekt müsste die Frage lauten: Wie viele andere Jogger finden sie sexy? Nur sich selber, richtig?“.
    Ehrlich, Joggen/Jogger macht vieles und sieht nach vielem aus, aber sicher nicht sexy…

  • Daniel Küttel sagt:

    Na ich weiss ja nicht. Ein bisschen schaut man schon auf das Aussehen. Aber will ich so lange im Badezimmer verbringen um beim Joggen sexy auszusehen? Eigentlich nicht. Ich schau einfach dass es irgendwie farblich zusammen passt und ich auch nicht eine rennende Leuchtreklame bin. Wenn ich ehrlich bin, dann ist mir auch egal was die Leute über mich denken beim Joggen. Wenn jemand etwas nicht passt, kann er mir gerne den Puckel runter rutschen, schliesslich hab ich in dem Moment andere Probleme. „Uargsl die Milz sticht mal wieder. Atmennnn…..aaaatmennnn“

  • Chris Heyduk sagt:

    Leider kriegt man des Öfteren Augenkrebs, wenn man sieht, wie sich Herr & Frau Jogger (analog den Wandervögeln) anziehen. Gerade die funktionellen Sportausrüstungen sind meistens viel zu bunt und überhaupt, mir gefallen vor allem diese hässlichen Kunsstoffoberteile überhaupt nicht. Da finde ich ein schönes und natürlich nicht verwaschenes Baumwollleibchen immer noch viel besser.

  • Beat sagt:

    Haha, alles Werbeopfer! Ein par gute Turnschuhe, der Rest ist Kommerz, aber Bitte: Schmeisst euer Geld den Sportartikel-Konzerne in den Rachen. Rausgeworfenes Geld sonst nichts.

  • Elissa sagt:

    Ich musste jetzt wirklich bis zur letzten Zeile überlegen, ob sie das alles Ernst meinen… Aber ja: Ich glaube sie meinen das durchaus Ernst.
    Also Erstens: Beim Joggen sieht absolut NIEMAND sexy aus – und sie wirken auch mit ihren überteuerten Pseudo-Hightech-Schuhen auf NIEMANDEN sexy. Ausser vielleicht auf den Triebtäter im Wald.
    Zweitens: Sie gehen allen Ernstes joggen weil sie dabei irgendeinem Bild entsprechen, oder nacheifern möchten?
    Wofür dann ständig dieses ganze Gesundheitsapostel-Geschwafel hier, wenns schlussendlich doch wieder ums Gleiche geht wie immer: Sex sells.

  • Armin Müller sagt:

    Patrick Süsskind (Autor von Das Parfüm) soll mal über Jogger gesagt haben: „Was so hässlich aussieht kann nicht gesund sein.“

  • Bruno T. sagt:

    Liebe Natasha

    Wenn ich flirten möchte, wähle ich dazu kaum meine übliche Joggingrunde… Einerseits treffe ich dabei kaum Damen an – andererseits sieht niemand gut aus beim Joggen. Vor allem nicht, wenn man es seriös betreibt und auf ein Ziel hin trainiert. Wenn ich dann Fotos von Wettkämpfen ansehe, erschrecke ich selber… Trotzdem trage ich an kälteren Tagen diese engen Dinger – und schere mich ein Deut über deren Attraktivität. Und das letzte Mal einen Wolf hatte ich in der Rekrutenschule, als meine Kämpferhosen einmal nass und schlammig waren… ;-)

  • Der mit Bolt geredet hat sagt:

    Nach Leseende bleibt mir wohl noch nur noch zu hoffen, dass dieser Beitrag von der ersten bis zur letzten Silbe ironisch gemeint ist. Wer schon bei der natuerlichsten Aktivitaet der Welt, dem simplen rumrennen ausserhalb seiner vier Waende, solche Verrenkungen seinem Ausseren wegen machen muss hat kein Selbstbewusstsein.

  • Manuel sagt:

    ….. und tragt womöglich noch irgend so ein dämliches „Finisher-Shirt“

    • Stefan sagt:

      Ach, wissen Sie, Herr Manuel, die gibt es „gratis“ und sind so gut wie die, die Frau Knecht extra frisch kauft. Für mich Grund genug so ein dämliches „Finisher-Shirt“ zu tragen.

    • Rosche sagt:

      Weshalb soll man sich Shirts kaufen, wenn man an jedem Wettkampf ein Funktionsshirt nachgeschmissen erhält? Irgendwann sind die anfänglich gekauften Shirts im Eimer… Ich muss keine 80 Stutz für ein Salomon-Waben-Trail-5000-Shirt ausgeben, wenn ich für 45 Stutz Startgebühr ein einwandfreies Funktionsshirt kriege. Aber ich merke es selbst: viele Leute kriegen gleich einen roten Kopf, wenn irgendwo was von Finisher steht, geschweige denn von Marathon (oder gar Ultra, der elende Angeber ^^)

  • Runner sagt:

    Tights Probleme?
    tja, wieder so ein unreflektierter Kommentar der tief in die Psyche der Authorin blicken lässt. Schon mal an einem längeren Lauf teilgenommen? – Anscheinend nicht. Gerade mal die allererste Startreihe trägt kurze Jogginghosen und das ganze Feld danach Tights. – Warum wohl? Und jetzt sollen alle diese noch kurze Hosen darüber tragen? Hitzestau vorprogrammiert! Aber das interessiert die Authorin wohl kaum, Ihr geht es einzig und allein um Männer in Tights. – Jawohl, das sollte verboten sein! Was erlauben die sich eigentlich! Eine Affront, dass die sich das überhaupt getrauen.

  • felix halter sagt:

    mein gott, was sind wir für eine dämliche spezies geworden!!
    und wie wohltuend, einen oder eine nicht diesen dümmlichen vorgaben entsprechenden joggerin oder jogger zu begegnen, offenbar mit stabiler psyche.

  • Hauteng sagt:

    Am besten ist es sowieso, wenn man zuerst daheim im Keller auf dem Laufband so lange trainiert, bis man gut aussieht. Dann kann man dann auch draussen problemlos Tights tragen.

  • Peter Müller sagt:

    Stabile Psyche? Nein, nur das Bewusstsein, wieso man joggen geht: weils Spass macht und gut tut! Für alles andere in diesem Artikel beschrieben gehe ich in den Ausgang oder so… Traurig, wie einfach wir Opfer der Industrie werden! Ein solcher Artikel ist Wasser auf diese Mühlen!

  • Sportpapi sagt:

    Ich finde ja diese kurze, sinnlose „Überhose“ jeweils so lächerlich…

  • Messerli Ueli sagt:

    Beim biken sind die Zusammenhänge ganz ähnlich. Auch da sollte man nicht auf die neusten Innovationen verzichten was Bikewear und Maschine betrifft. Ich habe mir neulich ein neues Karbon Fully, plus das superlight Elite Mesh High-End-Jersey und die Bike Tour Bib Shorts angeschafft. So spare ich insgesamt 2.8 Kilo. Gewicht, das ich nun um die Hüften zulegen kann und immer noch gleich schnell die Berge hochkomme; äh, oder hab ich da was falsch verstanden.

  • Luise sagt:

    Oh ja, schöne, sexy Kleidung motiviert. Aber vielleicht nur uns Frauen? Wenn ich da an gewisse Männertops oder Shorts denke, uralt, 1000 Mal gewaschen, schlabberig und in unmöglichen Farben. Auch wenn man/frau sich ab und zu ein trendiges Lauf-Outfit kauft ist Joggen immer noch ein billiger Sport.

  • Alex Diener sagt:

    Und weil diese kranke Denkweise nicht nur den Sport betrifft, dürfen wir Beiträge mit dem Titel „Jeder 5. ist verschuldet“ im Tagi lesen. Vermutlich schrieb Frau Knecht mit einem zwinkernden Auge, ernstgemeinte Aussagen wie “ Mit der modernsten und teuersten Ausrüstung heben Sie Ihr Selbstwertgefühl“ wären zu erbärmlich.

  • Jogger sagt:

    „Wie viele Tights-Träger finden Sie attraktiv? Nur sich selber, richtig?“

    Haha, ich kann nicht mehr, sie sprechen mir aus der Seele. Habe mich schon immer gefragt, was diesen totalen verlust des schamgefühls wohl auslösen muss, so dass man sich freiwillig so zeigt. Autsch…

    Liebe tights träger tut euren mitmenschen den gefallen und zieht euch was drüber an! Danke

    • Runner sagt:

      Lieber „Jogger“
      Wenn für jemand das tragen von Tights etwas zu tun hat mit totalen Verlust des Schamgefühls, ist das höchst therapiewürdig in jeder Hinsicht.

  • Christa Meier sagt:

    Liebe Leute. Liebe Frau Frischknecht.
    Nur so als Input:

    Wenn ihr noch wie Models ausseht nach dem Training, dann macht ihr etwas falsch.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.