Heliskiing – «undemokratisches, elitäres, lärmerzeugendes Gehabe»

Stop Heliskiing

Äbeni Flue, der beliebte Heliskiing-Berg auf 3962 Meter im Grenzgebiet der Kantone Bern und Wallis: Die «Stop Heliskiing»-Demonstranten von Mountain Wilderness sind noch beim Aufstieg, als der erste Helikopter kurz nach 8 Uhr die ersten Skitouristen beim Gebirgslandeplatz rund 100 Meter unter dem Hauptgipfel (nicht im Bild) absetzt. (Foto: Mountain Wilderness)

Es war ein gefundenes Fressen für die Anbieter der touristischen Gebirgsfliegerei: Ausgerechnet eine Umweltaktivistin von Mountain Wilderness stürzte vergangenen Sonntag bei der Skiabfahrt von der Äbeni Flue, verletzte sich dabei das Knie so stark, dass sie von einem Rettungshelikopter geholt und ins Spital gebracht werden musste. Und das ausgerechnet nachdem sie dort oben beim Gebirgslandeplatz auf knapp 4000 Meter über Meer an einer Kundgebung gegen Heliskiing teilgenommen hatte. Der Leiter der Air-Glaciers-Basis Lauterbrunnen liess es sich nicht nehmen, seine Häme der Zeitung «Berner Oberländer» mitzuteilen: «Sie demonstrieren gegen den von uns verursachten Fluglärm durch Heliskiing – gleichzeitig sind sie dann ‹gottefroh›, wenn wir sie bei einem Unfall während ihrer Kundgebung per Luftrettung ins Tal hinunterholen.»

Seine Aussage klingt zwar schlagfertig, ist aber undifferenziert, eines Rettungsleiters unwürdig und ebenso unnötig wie das Heliskiing selbst. Denn Mountain Wilderness – eine Alpenschutzorganisation, die sich für mehr Respekt gegenüber der Bergwelt einsetzt – kämpft nicht per se gegen die Gebirgsfliegerei, sondern gegen den zunehmenden touristischen Flugverkehr in geschützten, alpinen Gebieten. 3500 Helikopterflüge, welche einzig dem Spass der Gäste dienten, gab es 2010 alleine zu den sieben Gebirgslandplätzen im Unesco Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch, das notabene rechtlich durch das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung geschützt ist – und in dem sich auch der Heliskiing-Berg Äbeni Flue befindet. 1500 Flüge brauchte es in diesem Gebiet zusätzlich für Rettung, Transport und Versorgung. Das Verhältnis steht also 7:3.

Im Video: Unüberhörbar werden Helitouristen auf der Äbeni Flue abgesetzt.

Gute Flüge, schlechte Flüge

Heliskiing und andere touristische Gebirgsfliegerei wie Alpenrundflüge sind in unseren Nachbarländern entweder ganz verboten, oder nur stark eingeschränkt erlaubt. In der Schweiz hingegen stehen den Unternehmen 42 legale Gebirgslandeplätze zur Verfügung. Mit über 15’000 Rotationen werden bei uns jährlich 20’000 Personen in die Höhe geflogen. Der grösste Teil fürs Skifahren abseits der Pisten, der Rest für Hochzeiten, Champagnerfrühstücke, private Fotoshootings und ähnliche Zwecke. Angebot und Nachfrage steigen.

Beim Thema Helikopterflüge geht es, wie Peter Camenzind, Redaktor des SAC-Magazins «Die Alpen», in der Ausgabe April 2011, treffend formulierte, vordergründig um die Frage, welche Flüge gut sind und welche schlecht. «Gut sind die, die einen gewissen Nutzen für die Allgemeinheit erbringen, also Rettungs-, Transport- und Versorgungsflüge. Schlecht sind die, die dem Spass einiger weniger dienen. Hintergründig geht es aber darum, wie der Alpenraum genützt werden soll, und noch mehr darum, wer darüber zu entscheiden hat: die Bergbevölkerung, die dort lebt, oder die Unterländer, die in den Bergen Ruhe und Erholung suchen.» Über dieses Dilemma wird seit 50 Jahren gestritten.

Aletsch

Der Grosse Aletschfirn und das Aletschhorn (links): Blick vom Konkordiaplatz am Freitag, 30. März 2012, ca. 17 Uhr. (Foto: Natascha Knecht)

Äbeni Flue – der beliebte Heliskiing-Berg auf fast 4000 Meter über Meer

Aber zurück zum vergangenen Sonntag, 1. April 2012: Ich war bereits drei Tage im Gebiet Jungfrau-Aletsch unterwegs, mit Steigfellen und Ski, ergötzte mich an der Schönheit dieser Berg- und Gletscherwelt, genoss mit Bergfreunden die Einsamkeit abseits der hektischen Zivilisation, entschleunigte Geist und Körper. Wie die «Fahnenträger» – so werden die Mitglieder von Mountain Wilderness von gewissen Leuten abschätzig bezeichnet – stiegen auch wir am frühen Morgen, etwa eine Stunde nach den Umweltaktivisten auf die Äbeni Flue, ein breiter, 3962 Meter hoher vergletscherter Berg mit grandioser Rundsicht bis nach Frankreich und Italien – und mit beliebtem Gebirgslandeplatz. Der Himmel war kitschig blau, die Sonne strahlte, aber es war bitter kalt und ein eisiger Wind blies heftig. Der Aufstieg zum Gipfel dauert von der Hollandiahütte rund 2,5 Stunden und verlangt weder technisch noch konditionell eine grossartige Leistung und wäre für die Helitouristen problemlos machbar.

Anspruchsvoll war hingegen die Abfahrt. Von Pulverschnee – mit dem die Heliskiing-Anbieter gerne werben – keine Spur. Im Gegenteil: Weil von diesem Berg seit dem letzten Schneefall bereits Hunderte von Heliskifahrern gefahren sind, alles verspurt haben und an diesem Tag die zahllos ineinander verlaufenden Spuren pickelhart gefroren waren, war es schwierig, heil oder gar einigermassen elegant runterzukommen.

stop heliskiing

Richten ihren Appell an den Bund, die Kantone Wallis und Bern, die Welterbegemeinden und an den Stiftungsrat des Unesco Weltnaturerbes: Die Aktivisten von Mountain Wilderness.

Grandiose 2400 Höhenmeter Abfahrt – aber nicht für gierige Helitouristen

Dennoch landete bereits um 8.15 Uhr der erste, lärmige Helikopter und setzte Skitouristen ab, die vom kalten Wind fast weggeblasen wurden und eilig abfuhren. Die Aktivisten von Mountain Wilderness hatten sich etwas unterhalb des Landeplatzes positioniert. Damit ihre Banner-Fahne mit der Aufschrift «Stop Heliskiing» nicht wegflatterte, hielten acht Leute sie mit aller Kraft fest. Zu direkten Interaktionen zwischen den Heliskifahrern und den «Fahnenträgern» kam es nicht, die Demonstranten und ihr sanfter Protest wurden jedoch von allen unübersehbar wahrgenommen, was Sinn und Zweck der Aktion war. Angeflogen kamen an diesem Morgen verhältnismässig wenig Helikopter, vielleicht ein halbes Dutzend, wohl aufgrund des starken Windes. An anderen Tagen sind es auf der Äbeni Flue gegen zwanzig. Mit ihren Kundgebungen richtet Mountain Wilderness einen Appell an den Bund, die Kantone Wallis und Bern, die Welterbegemeinden sowie an den Stiftungsrat des Unesco Weltnaturerbes. Sie sollen sich bei den laufenden Verhandlungen um die Gebirgslandeplätze im Weltnaturerbe für die Schaffung von mehr Ruhe und Stille im einzigartigen Weltnaturerbe einsetzen.

Grosser Aletschfirn

Blick von der Hollandiahütte zum Konkordiaplatz und zum imposanten Finsteraarhorn (vis-à-vis): Zur Äbeni Flue gehts gleich von der Hütte links hinauf. (Foto: Natascha Knecht)

Die Abfahrt von der Äbeni Flue über die Lötschenlücke hinab nach Blatten beträgt 2400 Höhenmeter und ist sensationell. Seltsam: Unterhalb der Anenhütte befindet sich ein «Warteplatz» für Helikopter, der die Heliskifahrer wieder auflädt, und auf einen anderen Berg fliegt, zum Beispiel auf den Petersgrat. Am Sonntag taten mir die gierigen Helitouristen, die von diesem Abhol-Angebot Gebrauch machten, ehrlich etwas leid. Denn bis auf die Höhe dieses «Aufladeplatzes» war die Abfahrt pickelhart und anstrengend, erst weiter unten gegen den Talboden des Lötschentals wurde der Schnee weicher, angenehmer und eine echte Freude.

Lötschental

Abfahrt ins Lötschental: Blick von der Hollandiahütte. (Foto: Natascha Knecht)

Noch ein paar generelle Gedanken zum Heliskiing:

–    Weshalb gehen Skitourenfahrer ins Hochgebirge? Weil sie dort Stille finden. Die Lärmemission der zunehmenden touristischen Gebirgsfliegerei stört, ist ein Eingriff in die letzten Ruhezonen im Land – «und zeugt von grosser Gedankenlosigkeit und Mangel an Respekt gegenüber der Natur und den Menschen, die Erholung suchen oder auf Bergtour sind. Darunter leidet die Qualität der Alpenregion, was auch dem Tourismus und damit der Bevölkerung der Alpentäler schadet.» (Willy Küng, ehem. Finanzvorstand und Stadtrat Zürich)

–    Befürworter und Anbieter von Heliskiing argumentieren, die Flüge seien notwendig, damit die Piloten Erfahrungen sammeln können für die unbestritten dankbaren Rettungsflüge. Um gute Piloten zu haben, brauche es eine «breite Basis». Gegner halten diese Begründung für fadenscheinig. Es gebe genügend andere Gelegenheiten für notwendige Helikopterflüge. Das Flugbrevet kostet viele Zehntausend Franken, diese wollen amortisiert werden, Heliskiing dient rein kommerziellen Zwecken, was sonst? Ein «undemokratisches, elitäres, lärmerzeugendes Gehabe, welches in volkswirtschaftlicher Hinsicht kontraproduktiv ist.» (Heinz Bächli, Gründer Bergsport Bächli)

–    Viele Bergführer unterstützen das Heliskiing. Die einen mehr, die anderen weniger. Vor allem im Wallis verdienen einige bis 60 Tage pro Winter ihr Geld. Für sie ist es eine willkommene Einnahmequelle. Nur ganz wenige Bergführer lassen sich nicht auf solche Abenteuer ein. Manche aus Prinzip, andere weil es unter Umständen eine heikle Sache wird, da sie auf dem kurzen Flug die Gäste kaum kennen lernen und deren Fahrvermögen nicht einschätzen können. Schwierig sei oft auch, das Gelände aus der Luft zu beurteilen, besonders nach Schneefällen. Bergsportschulen, die gegen Heliskiing sind, lassen sich an nur einer Hand abzählen. Ebenso die Bergsportgeschäfte und Hersteller von Bergsportausrüstung.

–    Befürworter der touristischen Gebirgsfliegerei argumentieren, dass auch die SAC-Hütten mit Helikoptern versorgt werden. Das stimmt. Verglichen werden da allerdings Äpfel mit Birnen. Zu den körperlichen Grundbedürfnissen gehören: Einatmen von sauberer Luft, Wärme, Trinken, Essen, Schlafen, Ruhe, Entspannung. Heliskiing gehört nicht dazu. Mir persönlich macht es nichts aus, selber Verpflegung und Gaskocher in ein Biwak oder einen unbewarteten Winterraum zu buckeln, das habe ich auch schon gemacht – genau wie zahllos andere Alpinisten. Gäbe es keine Hütten, würde ich die nötige Biwakausrüstung auch mittragen. Als Journalistin kann ich auch auf Foto- und Filmaufnahmen aus der Luft verzichten.

–    Heliskiing ist längst nicht mehr ein Privileg der Reichen. Auch Normalverdiener lassen sich von den Angeboten verlocken, denn sie sind (zu) erschwinglich. Zum Beispiel kosten «3 imposante Heliflüge mit 3 einzigartigen Abfahrten mit einem Bergführer» und eine Übernachtung in einer exklusiven Berghütte mit Apéro und Wellness bei 7 Teilnehmern 1150 Franken pro Person.

Ist es Gedankenlosigkeit, dass Helitouristen solche Aktivitäten in geschützter Landschaft von nationaler Bedeutung als Gewinn der Zivilisation ansehen? Ist es Egoismus? Unkenntnis? Wie nachhaltig denken Heliski-Unternehmer? Ihre Meinung interessiert mich.

111 Kommentare zu «Heliskiing – «undemokratisches, elitäres, lärmerzeugendes Gehabe»»

  • Nora sagt:

    Hallo! Ich finde das Ganze auch ein bisschen Suspekt! Bei unserem letzten Urlaub in Schenna ist uns auch etwas ähnliches zu Augen gekommen und ich weiß auch nicht, warum man da so egoistisch sein muss und aus Faulheit auch noch andere Leute belästigen muss….Naja…LG, Nora

  • mojo-ot sagt:

    jo jetzt ich , sind in versonnayz ( schweiz ) 4 mann eine skitour gemacht auf dem gibfel angekommen ,hinsetzen,ausruhen ,tee trinken , berge geniessen , wir hören einen hubschrauber haben so gedacht oh nein schon wieder einer ,hofendlich nicht so schlimm , 3 min später heli direct vor uns wir waren so erschrocken schneewolken ohne ende , wir in eile alles was wir so rumliegen hatten fest gehalten , und dann 3 leute stiegen aus in skiklamoten ( schön weiss und silber ) wir dachten des geht ja garnicht , tja was kohle alles kann , und es war kein schild da oder das es hier ein heliplatz ist . absolute sauerrei , 1 min dachten wir daran –los hinter her , ski weg nehmen und die sollen die 3000 meter laufen , also das geht garnicht

    • Thommy sagt:

      Dass ein Hubschauberpilot an Stellen landet, an denne sich unbeteiligte Tourengänger befinden geht tatsächlich nicht ! Dass Du den Heliskitouristen die Skier weg genommen hast, weil Du findest, die sollen die 3000 Meter jetzt laufen – diskqualifiziert Dich per se als Alpinist ! Dümmeres habe ich noch nie gelesen ! Darum – erst Denken, dann handeln. Wenn es gut ist, dann schreiben !

  • hallo mitenand

    hier ein weiteres stichhaltiges argument gegen helisking, gegen das wohl kein kraut gewachsen ist.

    lawinenunfall von einem bergführer am 22.4.2012 am petit combin beim helisking, sein lawinen airbag rettete ihn…
    folgerung: helisking bedeutet keinen respekt und ehrfurcht zu haben… vor dem berg… heliski ist unverantwortlich… und die
    ruhe, und die luft in den bergen darf nicht gestört werden…

    noch fragen? noch einwände ?

    viel spass in den bergen ohne heliski wünscht
    raphael wellig / http://www.raphaelwellig.ch

  • Thommy sagt:

    Ich stelle folgende Frage in den Raum. Wer – von all denen, die sich derart wehement gegen das Heliskiing engagieren, wohnt in den Alpen ? Ich behaupte – ein Bruchteil. (Wie ich selber auch !) Nun stelle ich mir einmal vor, die Bergler kommen zu uns ins Unterland und fangen an, uns zu sagen, dass wir den Nordanflug auf den Flughafen Koten verbieten sollen, weil in dieser Lärmgeplagten Gegend im Norden des Flughafens mehr Menschen wohnen als im Süden !

    Erstaunlich, dass die führenden Köpfe von Mountain Wilderness nicht annähernd in der Nähe der kritisierten Gebirgslandeplätzen wohnen. Im weiteren wurde bereits geschrieben, dass es unzählige Tourengipfel gibt, die weitab der An- und Abflugrouten besagter Landeplätze liegen. Worum geht es also bei diesem Kampf gegen das Heliskiing ? Es erschliesst sich mir nicht !

    Zudem: Es ist doch müssig, Argumente auseinander zu fleddern um sie dann als lächerlich ab zu tun ! Beispiel: Die Rega Piloten baruchen Heliskiing nicht ! Logisch ! Aber in der Argumentationslinie falsch. Die Regapiloten fliegen relativ viele Einsätze im Jahr um genügend Erfahrung zu haben. Zudem fliegen Rega Piloten sehr wohl gegelgentlich bei kommerziellen Firmen Einsätze. Sinn ist – (Wer hätte es gedacht) Erfahrungen zu sammeln. (Beispiel: Regapiloten fliegen auf Maschinen von kommerziellen Helifirmen Contadinoeinsätze) Die kommerziellen Firmen, welche Rettungseinsätze fliegen (Air Glaciers & Air Zermatt) Benötigen allerdings die Flüge, weil sie auch Jungpiloten in ihren Reihen haben, die tatsächlich Erfahrung und Flugstunden aufbauen sollten – um später einmal ein richtige Kracks zu werden, die dann in not geratene Skitourengänger aus misslicher Lage retten können ! (Zudem sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass die Rega ihre Piloten hauptsächlich aus der Luftwaffe rekrutiert – wenigstens seit ein paar Jahren !)

  • Winnetou Caduff sagt:

    Das wichtigste ist doch, dass eine Diskussion angeregt wird. Solange das Heliskiing in einem überschaubaren und geregelten Rahmen angeboten wird, gibt es für Tourengänger, welche sich daran stören genügend Ausweichmöglichkeiten. Die reine Argumentation nach ökonomischen Grundsätzen darf hier nicht geltend gemacht werden. Denn die Wahrung und der Schutz unserer Bergwelt sollte im Interessen aller sein, und demnach auch finanzielle Kriterien übertrumpfen.
    Es bringt auch nichts das Heliskiing zu verteufeln, vielmehr sollte den Konsumenten klargemacht werden, dass sie sich selber betrügen. Die schönste Abfahrt gibts nämlich nur nach einer erfolgreicher Besteigung eines Gipfels, mit dem Wissen, dass man aus eigener Kraft den Gipfel erreicht hat und somit auch die Abfahrt verdient hat.
    Wer das Gefühl nicht kennt, und nicht kennenlernen will, ist selber schuld.

    Salids

  • Heinz sagt:

    Ich selbst gehe nicht gerne in die Berge dafür bin ich doch zu sehr „unterländer“.
    Habe aber in meinen Ferien in Argentinen erleben dürfen wie Helis das getösse von einem der grössten Wasserfälle der Welt locker übertönen. Die fliegen da für Turis alle 10 Minuten dran vorbei. Ich frage mich seither ob für ein Freizeitvergnügen, von im verhältnis wenigen Menschen, so viel Lärm und Schadstoffe verursacht werden müssen. Egal ob in den Bergen oder im Urwald.

    Mir ist aber eine Idee gekommen beim lesen dieses Blogs.
    Solar Luftschiffe, das wär doch was. Stellt euch vor wie sich so ein Luftschiff langsam und fast lautlos, majestätisch zwischen den Gipfeln empor schwingt.
    So können die, die zu faul sind selbst den Berg zu besteigen, doch noch auf ihren Brettern ins Tal fahren und die anderen haben ihre ruhe.
    Ja ja ich weiss eine träumerei aber eine schöne:)

  • Realist sagt:

    uiuiui, jetzt kommt schon einer und will uns weis machen, dass etwas Lärm eine Lawine auslöst. Ja, sicher, Schallwellen und so. Aber echt, meinen Sie, hinter einem Heli krachen die Berge nur so zusammen vor lauter Lärm? Wohl kaum.

    Hallo, Heliskiiing gibt so ein Megagstürm hier im Forum und das, obschon nur wenige Helis in der CH herumkurven die effektiv Heliskiing anbieten. Schaut mal das Verhältnis an. 10 Helis auf der Äbeni Flue, ja gut, meinetwegen, die Deppen die das buchen und sich dann über die miese Schneequalität „erfreuen“ sidn selber schuld. Teuer und völliger Blödsinn IN DER SCHWEIZ.
    Gegen heliskiiing in Kanada oder USA oder NZ habe ich nix einzuwenden. Nicht, dass es dort weniger Co2 gäbe, das kommt nicht drauf an, aber dort hat es eine geringere Dichte als bei uns in der CH.

    Fazit: ich gehe gerne Heliskiing machen in Kanada, und wir flogen auch schon öfters durch Täler wo die Elche im Bach standen und Wasser tranken, während wir mit dem Kanadischen Heli 100m über deren Geweihe klopften. Hat ein Elch hinaufgeschaut oder rannte davon ? NEIN! Die soffen friedlich Wasser weiter. Soll noch einer kommen und sagen, Heliskiing würde vor lauter Lärm und Gestank und Abgase die Alpen vernichten.

    Und nochmals: SAC-Hütten müssen auch im Winter versorgt werden, und REGA-Piloten holten ihre Erfahrung zuvor bei privaten Unternehmen wo sie auch Heliskiing flogen.

    Ich muss einfach lachen, dass am ende die Mountain Wilderness-Jünger bei deren Abfahrt von der Aebeni Flueh einen Unfall bauen und dann selber mti dem Heli ausgeflogen werden müssen. Diese liebe Dame hätte wirklich selber runterhumpeln müssen, oder deren Kollegen sie runterschleppen. Ja, dann wird das Lötschental plötzlich wieder lang… he he he.

    Zum Schluss: lasst doch die Heliskiign-Leute in der CH Heliskiing fliegen, das gibt Umsatz, Arbeitsplätze und die wenigsten machen es mehrfach. Sie merken rasch, dass sich das Heliskiing in den USA, Russland oder Grönland eher lohnt als in der CH. Und sonst kann man in Italien udn Frankreich besser Heliskiing machen als in der CH, wenn’s denn in Europa sein soll.

  • Rob Müller sagt:

    Heliskiing gehört stark eingeschränkt und hat in Schutzgebieten wie im Aletschgebiet überhaupt nichts verloren. Wie wärs mit 5 GLP in der CH?

    Das Argument zum „Training“ für Rettungsflüge ist aus der Luft gegriffen. Unsere Nachbarländer kennen alle Verbote und trotzdem haben sie kompetente Luftrettungen.
    Es gibt genug Aufträge für Helifirmen, sei es in Versorgung, Bau und Unterhalt. Die Skiflüge sind leicht verdientes Geld, das gilt auch für Bergführer: immer an gleiche Orte und nur bei gutem Wetter – und das soll Training sein für schwierigste Einsätze? Ich trainier auch nicht am Uetliberg für Patagonien…

    Heli für Rettung und Versorgung / Instandhaltung ja, für Spassflüge nein.

  • Markus sagt:

    also Naturfreund ist man nur wenn man „im Schwiesse des Angesichts“ den Berg bezwingt (echt guter radikal-katholischer Ansatz) ….. und dann auch so stinkt!
    ( …. und wenn es echt Naturfreund sein soll, dann muss man auch aus dem Mittelland zu Fuss zum Skifahren gehen)

  • Und wer hier angelangt ist, und immer noch Energie hat (ich bin beeindruckt!) und mal noch ein paar Fakten braucht, der sehe unter http://mountainwilderness.ch/aktuell/einzelansicht/artikel/heliskiing-mal-ganz-sachlich/ Viel Spass!

    • Sgt Klinger sagt:

      Merci für den Link. Scheint mir also doch so (s. mein Post weiter oben), dass die welche bzgl. der Zweitwohnungsproblematik am lautesten reklamieren auch beim Heli Skiing Wohnortmässig und Interessenmässig ähnliche Personengruppen umfassen. Fast schon ganze Kantone ;-)

      • Christian sagt:

        In Zermatt haben 42% der Abstimmenden der Zweitwohnungsinitiative zugestimmt!
        Bitte dieses Resultat beachten. Die 42% haben gemerkt, dass etwas nicht gut läuft.

  • hallo mitenand

    sorry, ich nochmal. ( schreibe klein, geht schneller )
    heliski gehört abgeschafft: weiteres argument:

    nur so nebenbei, das ist ja noch gar nicht erwähnt worden: jeder der ein lawinenbuch gelesen hat, oder einen lawinenkurs
    besucht… lernt, das lärm eine lawine auslösen kann…
    ein weiteres stichhaltiges argument gegen heliski… und genau die bergführer die das im lawinenkurs schulen… setzen sich
    in den heli…
    einen grösseren widerspruch gibt es doch nicht mehr…

    viel spass in den bergen ohne heliski bitte…
    oder muessen wir eine demokratische abstimmung lancieren…

    gruesse von
    raphael wellig / http://www.raphaelwellig.ch

  • Marcel sagt:

    es ist schon recht eigenartig: unten im Lotschental gibt es eine Wildschutzzone die klar ausgeschildert ist und wenn man sie betritt, wird mit bis zu 5000.- bestraft. Nun fliegen ja aber genau da täglich etliche Taxi Helikopter daran vorbei um die völlig entkräfteten Heliskier zurück ins Tal zu bringen damit sie den flacheren Teil nicht zurückstockeln müssen. Da bin ich der Meinung dass hier grundlegend einiges falsch läuft! es gibt schon genügend mit Selbahnen erschlossene Gebiete in denen freeriden möglich ist. Falls jemand auf einen berg ohne Seilbahn möchte soll er gefälligst hochlaufen um dann eine schöne Abfahrt verdient geniessen zu können.
    Helikopter für Versorgungsflüge und Rettungseinsätze sind jedoch sinnvoll und nötig.

  • hallo mitenand

    ich schreibe alles klein (sorry).
    ich danke frau N. Knecht, dass Sie dieses thema aufgegriffen hat.

    heliski gehört ohne wenn und aber abgeschafft, hier die Gründe: ( ich fahre nicht auto )

    – die schweizer alpen sind zu klein
    – wir haben genug super skipisten in der schweiz
    – alle sprechen von umweltschutz, und CO2 senkung…
    – der lärm ist zu gross
    – es ist ein vollkommener widerspruch, wenn in einem UNESCO weltkultur erbe geflogen wird…
    – italien z.B. hat das heliski abgeschaft, neben wir ein beispiel an denen…
    – die grosse mehrheit der alpinisten ist auf jedenfall dagegen… demokratische mehrheit…

    – heliski ist unverantwortlich, man muss den berg im aufstieg kennenlernen, das gelände, die verhältnisse, den charakter
    des berges…
    – hier das eine beispiel warum zu gefährlich:

    – WINTER 2011 TÖDLICHER LAWINENUNFALL MIT BERGFÜHRER BEIM HELISKI IN DEN BERNER ALPEN… gegen dieses
    argument kommt wohl keins mehr an…

    – kurz gesagt: lärm und gestank für viele.
    – es kann doch nicht sein, das leute zum champagner trinken in die berge geflogen werden…

    ich bitte die anonymen schreiber sich zurück zu ziehen… ihr seid einfach nicht echte männer und frauen… wenn Ihr
    schreiben wollt, ja bitte, aber immer mit vollem und echten namen. einverstanden.

    ich wünsche allen viele schöne skitouren in der herrlichen bergwelt… und hoffentlich bald ohne von lärm, und gestank
    begleitet zu werden…

    mit besten gruessen
    raphael wellig / http://www.raphaelwellig.ch

  • Alpenbewohner sagt:

    Liebe Unterländer

    Was wollt ihr Städter uns den noch alles verbieten. Wohnungen können wir nicht mehr bauen, Heliskiing wollt ihr nicht am liebsten wohl auch keine Skilifte mehr aber trotzdem tolle Pisten!

    Wenn man aber sieht wie viele der „Ruhesuchenden“ ihren Abfall liegenlassen und keine Rücksicht auf alle anderen nehmen aber bei diesem Thema wieder die Heiligen spielen, naja dann weiss ich nicht.

    Genisst die Berge. Muss ja nicht genau der Aufstieg sein wo auch der Heli fliegt, oder??

    • Hans Müller sagt:

      Lieber Alpenbewohner

      Komm mal ein bisschen runter von Deinem Trip und zurück in die Realität:

      1.) Wir verbieten hier nichts, wir tun nur unsere Meinungen kund.
      2.) Ihr könnt weiter Wohnungen bauen, nur keine kalten Betten über 20%-Anteil mehr.
      3.) Ich habe hier noch keinen Beitrag gelesen, in welchem die Abschaffung aller Skilifte gefordert wurde.
      4.) Die Behauptung, dass der liegengebliebene Abfall von den Heliskigegnern stammt, glaubst Du ja wohl selber nicht.

      Geniess das Wohnen in den Alpen und denk hin und wieder daran, wer Dir das mitfinanziert.

  • RedOrbiter sagt:

    Dass Heliskiing der Umwelt schadet ist keine Frage.
    Ich bin für ein umfassendes Verbot!
    Für mich ist es einfach bedenklich wenn wegen dem rücksichtslosen Kommerz-Gedanken solch ein Blödsinn geduldet wird.
    Da oben am Aletschgletscher hatte ich genau die gleichen negativen Erfahrungen.
    Am frühen Morgen mit den Fellen im Aufstieg. Ruhe und Natur pur. Nur der eigene Rhythmus vom eignen Puls spürbar.
    Plötzlich das Heli Geknatter. Hektisch sprangen da ein paar Heli-Ski-Touris keine 200 Meter von uns weg aus dem Heli.
    Ein paar mal wiederholt sich der Blödsinn.
    Für mich eine Schande, dass sowas noch erlaubt ist!
    cu RedOrbiter

  • hansi aufderblatten sagt:

    Ich bin begeisterter Freerider und mein Statement ist: Heliskiing in der CH ist völliger Mumpitz, da die Alpen viel zu eng sind. Dass es auch ohne geht, zeigt Graubünden (Nord). ich gehe nach Alaksa Heliskiing machen, weil dort die grosser Leere herrscht. Alle paar Jahre und mit Abgabe von Myclimate Batzen gegen das schlechte Gewissen…

  • Ott sagt:

    Ich sehe den Zusammenhang nicht ganz zwischen gegen Heliskiing zu sein und der Unterstellung, wir wollten alles verbieten. Uns Heliski-Gegnern ist wohl allen klar, dass jeder, der in der Alpen unterwegs ist, Emmissionen und Störungen erzeugt, selbst wenn er mit öV anreist und im Biwak übernachtet. Schlussendlich muss sich die Gesellschaft ja einig werden, wie viele und welche Emmissionen pro Kopf „nur zum Spass“ verursacht werden dürften, und da besteht aus meiner Sicht durchaus noch Diskussionsbedarf, wo die Grenze zu ziehen ist.

    Ich bin übrigens, auch wenn ich persönlich gar nichts für Heliski übrig habe, gegen ein sofortiges Verbot. Man sollte die Gebirgslandeplätze weiter beschränken mit dem Ziel, in einigen Jahren ganz damit aufzuhören. So könnten die Unternehmen mindestens ihre Maschienen noch einigermassen amortisieren.

  • Matthias sagt:

    Hallo zusammen

    Wer die Natur wirklich schützen möchte, sollte nicht in die Berge gehen. Die Anfahrt mit dem Auto am morgen über 2h oder mehr und am Abend zurück stösst auch einiges an CO2 aus. Zugfahren ist ein wenig besser, aber auch dort wird CO2 ausgestossen. Ich fahre auch Touren und bin noch nie mit dem Heli unterwegs gewesen. Ich habe aber nichts gegen Heliskiing. Ich finde es viel bedenklicher das soviele SAC Hütten in den Bergen rumstehen. Auch das z.B. der Wein hochgeflogen werden muss finde ich nicht gut. Wenn ich in den Alpen biwakiere stört mich auch der Transport verkehr zu den SAC Hütten, dann möchte ich diesen aber auch verbieten. Teilweise habe ich auch das gefühl dass das ein wenig ein Generationen konflikt ist. Die älteren sehen dass teilweise ein wenig weniger gelassen. Aber nur zu sagen kein Heliskiing und dann am Abend in der geheizten Hütte eine Flasche Wein trinken geht nicht auf. Die Hütten sollten geschlossen werden. Wenn die Leute nur noch in Zelten/Biwak übernachten könne gäbe es auch viel weniger davon in den Bergen und der Rückzugsort für die Tiere währe auch grösser. Auch würden sich diese Leute nicht mehr an den Helis stören :-).

    Gruss

  • Heliskiing ist der absolute Gipfel des dümmlichen Sauglattismus.Helis sind kilometerweit zu hören. Und haben diese Skier schon einmal Wild gesehen, wie es explosiv „wegrast“ wenn es vom Helilärm überrascht wird. Sofort verbieten, ausser für notwendige Rettungsflüge.

  • M. Niemüller sagt:

    Unsere Berge gehören allen – oder niemandem. Darum soll sich auch jeder darin bewegen können, wie er will. Die gleichen aufgebrachten Zeitgenossen, die hier jetzt subito ein Freizeit-Anflugverbot für die paar Gebirgslandeplätze fordern, finden es dann aber auch wieder absolut unangebracht, ein Mountainbike-Verbot auf Schweizer Wanderwegen durchzusetzen. Man kann

    In den Schweizer Bergen und Wälder hats Platz für alle – nutzen wir ihn und respektieren wir, dass andere Menschen auch andere Interessen haben können. Gesunder Menschenverstand und gegenseitige Rücksicht statt dauernd neue Verbote!

  • Joachim Adamek sagt:

    Die Wirtschaftswissenschaften vermögen zu erklären, weshalb selbst überflüssige und nutzlose Produkte einen reissenden Absatz finden: Entscheidend ist, dass es gelingt, im potentiellen Käufer bestimmte Bedürfnisse zu wecken. Beim Heliskiing verhält es sich nicht anders: Man bietet ein gewisses Produkt an, lässt die Kunden sich an den eigenen Sehnsüchten ergötzen und kassiert sie anschliessend kräftig dafür ab. Die jüngsten Ski-Erlebnisse von Frau Knecht sind ein gutes Beispiel, was den von Versprechungen der Heliskiing-Veranstalter zu halten ist: Statt Sonne pur in höchster Höhe, Wind und eisige Kälte, statt jungfräulichem Pulverschnee, verspurte und pickelharte Hänge.
    Für mich steht ausser Frage, dass man die touristische Gebirgsfliegerei in den Westalpen sehr strikt reglementieren sollte. Europa ist nicht grösser als ein Stecknadelkopf. Oder wie die Amerikaner es treffender sagen: Lediglich der Wurmfortsatz von Asien.

  • Rolf Meier sagt:

    Nur ein paar wenige Landeplätze? Es sind deren 42 in der kleinräumigen Schweiz und diese werden seit über 10 Jahren auf ihre Umwelttauglichkeit vom Bazl überprüft. Dieser schwierige Prozess, genannt Sachplan Infrastruktur Luftfahrt SIL wird nicht einfacher durch die einseitige Führung durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt. Denn der Name sagt es: Das Bundesamt ist „für die Zivilluftfahrt“ und sicher nicht dagegen!
    Unsere Nachbarn haben es besser verstanden: Das Heliskiing ist in Frankreich verboten (seit 1982), in Deutschland verboten, in Oesterreich ebenfalls (mit zwei Ausnahmeplätzen im Vorarlberg aber mit Wochenendlandeverbot. Nur in Italien im Valle Aosta noch erlaubt. Vor ein paar Monaten wurde der berühmteste Landeplatz in der Marmolata aufgehoben. Dies auf jahrelangen Druck von Mountain Wilderness Italia und dem Südtiroler Alpenverband.

  • markus müller sagt:

    @ blogredaktion

    ich hätte noch einen wunsch für ein thema, das ich mal gern behandelt hätte:

    warum sehen sportler mit gleich aus wie starke raucher?

  • Yvonne sagt:

    ich wohne in grindelwald, somit sollte ich von den heliflügen viel mitbekommen. ich mache mir natürlich sorgen, wenn ich ein heli von der rega sehe, hoffe das nichts schlimmes passiert ist. und wenn touris, die das geld ins dorf bringen, heliflüge machen, schön, sollen sie. wenn sie somit nicht mit ihren SUV die wenigen strassen bei uns verstopfen, auch recht.

    wenn in den bergen nur noch ferien im heu ohne strom, ohne bahnen usw angeboten würde, kämmt ihr ja auch bald nicht mehr.

    damit sich alles im massen hält, somit das überleben von mensch und natur gefördert wird, damit befassen sich viele hier oben.

    es ist einfach von der stadt aus zu kommentieren, wie es sich hier oben leben lassen soll. besser vormachen tut ihr’s nicht.

    • Hans Müller sagt:

      Ich gehe schon jetzt nicht mehr nach Grindelwald und zwar weil ich weiss wie man dort mit Leuten umgeht, die sich mit dem „Überleben von Mensch und Natur“ (vorallen der Natur) befassen. Nicht gerade zimperlich! Und es ist halt doch gerade die typische Klientel von Heliskiing-Flügen die mit dem SUV zum Heliport fährt. Zudem hätte ich noch von keinem Heliskiing-Gegner hier eine Forderung gelesen, dass in Grindelwald nur noch „ferien im heu ohne strom, ohne bahnen usw.“ angeboten werden dürfen. Müssen eigentlich die Heliskiing-Befürworter hier in erster Linie mit abstrusen Unterstellungen „argumentieren“ weil sie sonst keine Argumente haben?

  • mensch sagt:

    ich finde in den urbanen bevölkerungsgebieten sollte auch rücksicht auf die natur und tiere genommen werden; also ab sofort kein verkehr mehr im umkreis von städten. so können sich die stadtgänger auch während der bewegung im freien ihre erholung finden.

    zudem: stille findet man nicht nur auf einem berg

  • Martin Gerber sagt:

    Der negative Einfluss des Heliskiings wird meiner Meinung nach massiv überbewertet und steht in keinem Verhältnis zu den negativen Einflüssen, welche durch die Gesamtheit der Skitourenfahrer verursacht wird. Anreise mittels PW, Skiabfahrten durch ökologisch sensible Gebiete, Versorgung der SAC-Hütten durch Helikoptertransporte um die stetig steigenden Konsumbedürfnisse der Besucher von SAC-Hütten zu befriedigenden, usw. tragen ihrerseits dazu bei, dass auch Skitouren keine vollkommen nachhaltige touristische Nutzung der Alpen sind.

    Das Verhalten von Mountain Wilderness zeigt teilweise militante und fundamentalistische Züge und akzeptiert kein grosszügiges Miteinander von verschiedenen ‚Benützungsarten’ der Alpen. Ebenso wie ein Grossteil der Alpen durch Skigebiete genutzt werden, wovon oftmals auch Skitourenfahrer gebrauch machen um rascher aufzusteigen (z.B. kleines Matterhorn, Metro Alpin, Jungfraujoch, …), genauso hat es auch Platz für Aktivitäten, welche sich ganz solchen Annehmlichkeiten entziehen. Wer vollständige nachhaltige Nutzung der Alpen fordert ist wohl nur konsequent, wenn er oder sie eine Skitourenaktivität zu hundert Prozent klima- und energieneutral durchziehen kann (Biwak, Verzicht auf Option einer allfälligen Helirettung, nachhaltig und ethisch einwandfrei produzierte Bekleidung und Ausrüstung, …). Es wird wohl nie möglich sein, solchen Ansprüchen gerecht zu werden.

    Das Heliskiing ist zweifelsohne eine willkommene Einnahmequelle für die Helikopterunternehmen und Bergführer, doch was ist verwerflich daran? Es gibt unzählige Skitourenberge in der Schweiz, die nicht gerade neben einem Gebirgslandeplatz oder einem Skigebiet liegen für Alpintouristen, welche Ruhe und Abgeschiedenheit suchen. Das Heliskiing ist begrenzt auf einige klar definierte Gebirgslandeplätze. Eine Ausweitung der Landeplätze ist nicht zu befürchten.

    Der Unmut vieler Skitourenfahrer auf Heliskiing-Touristen setzt sich vermutlich zusammen aus einem selbstempfundenen moralischen Anspruch auf eine gute Benutzung der Berge weil selber durch Körperkraft erarbeitet, einer plakativ empfundenen Ungerechtigkeit derjenigen die sich diesem Gebot durch die Technik (Helitransport) entziehen und den dadurch einhergehenden Lärmemission, welche das Ungerechtigkeitsempfinden noch steigern. Als aktiver Helipilot und gleichzeitig begeisterter Skitourenfahrer vermisse ich in der Diskussion etwas mehr entspannte Nüchternheit anstelle plakativer Schwarz-Weiss-Malerei.

    • mkuehner sagt:

      Tip-Top!!

    • Hans Müller sagt:

      Sie sollten nicht von anderen etwas fordern, das Sie selber auch nicht einhalten. Leute die eine andere Meinung vertreten als die Ihre als Fundamentalisten zu bezeichnen zeugt auch nicht gerade von Toleranz und nüchterner Entspanntheit. Es ist natürlich einfach als Lärmverursacher von den anderen Toleranz zu fordern, denn die Tourenfahrer die selber aufsteigen stören Sie ja nicht. Und auch der Gipfel der plakativen Schwarz-Weiss-Malerei kommt leider von Ihnen selber: Man darf wohl nur dann gegen das Heliskiing sein, wenn man selber „100% klimaneutral“ (was auch immer das heissen mag) Touren fährt. Konsequenterweise müsste man dann fordern, dass wer Heliskiing befürwortet nur noch in lärmigen Gebieten skifahren darf. Merken Sie wie abstrus Ihre Argumentation ist? Wenn hier jemand fundamentalistische Züge aufweist, dann Sie. Die Heliskiing-Gegner fordern lediglich etwas mehr Vernunft im Umgang mit der Natur, will heissen die sinnlosesten Auswüchse (dazu gehört das Heliskiing) endlich mal abzustellen.

  • captain kirk sagt:

    Wer nicht aus eigener Kraft hoch kommt, hat auf einem Gipfel nichts verloren!

    • Nico Schenker sagt:

      Ja genau Cpt. Kirk, und wer nicht aus eigener Kraft auf Mallorca kommt sondern per Flugzeug hinfliegt hat dort auch nix verloren, oder wie jetzt?

      • captain kirk sagt:

        Daran kann man numal nichts ändern. Aber Hiliskiing kann immernoch eingedämmt werdern zum Glück!

        Und wer auf Mallorca will soll hingehen das ist mir so was von Egal. Mich zieht es dort nicht hin.

        • Jante Lagen sagt:

          Tja, Kirk solltest wohl Scotty sagen er solle Dich wieder rauf auf die Enterprise beamen – BÄM OWNED

    • Marco sagt:

      Dann aber immer schön von zuhause bis zum Berg laufen. Wer nicht aus eigener Kraft zum Berg kommt (oder da wohnt) hat da auch nichts verloren.

      • captain kirk sagt:

        Mir geht es darum, dass es einfach schon jetzt sehr viele Leute in den Bergen hat die dort schlicht nichts verloren haben da sie weder die Körperlichen Voraussetzungen noch das nötige Wissen besitzen um sich dort sicher zu bewegen.
        Dies wird durch Helisiing nicht besser.

  • Andreas H sagt:

    Toleranz funktioniert nur wenn beide Seiten mitmachen. Ein Verbot zu fordern ist intollerant und kleinbürgerlich. Wieso versucht man nicht ein „miteinander“ zu organisieren. Ich könnte mir z.B. vorstellen, gewisse Tage „Heli-frei“ zu machen, an diesen Tagen hätten dann Touren-Gänger ihren Frieden. Vielleicht könnte man die Zeit etwas einschränken, Helis erst ab 9.00 Uhr oder so.

    Ich durfte mit meinem Grossvater einen Alpenrundflug geniessen und es ist eine meiner schönsten Erinnerungen. Der Blick auf unsere Wunderschönen Alpen aus der Vogelperspektive ist ein fantastischer Genuss und darf auf keinen Fall verboten werden. Ein guter Freund von mir war letztes Jahr Heli-Skiing und hat wochenlang von diesem Erlebniss geschwärmt. Wieso muss man immer gleich mit Verboten kommen?

  • mdettling sagt:

    Selber viel auf Skitouren unterwegs, hege ich keine Sympathien für Heliskiing und würde durchaus begrüssen, wenn es nicht mehr praktiziert würde. Ob man es deswegen auch gleich verbieten muss? Ich denke eher nein: es kann einfach nicht sein, bei Dingen die man selber nicht ausübt und die einem „sinnlos“ erscheinen, sofort nach Verboten zu schreien. Der Backlash hiervon kann uns selber ja auch betreffen: wir Berggänger sind eine Randgruppe, deren Tätigkeit vielen Normalbürgern als „sinnlos“ erscheint, und daher aus deren Sicht verboten werden könnte. Das wollen wir ja auch nicht, in diesem Sinne „werfe nicht mit Steinen, wenn Du selber im Glashaus sitzest“.

  • ali kazemi sagt:

    Berge sind kein Sportgerät…Leider wird die Natur immer weniger von Menschen respektiert. Nur Fun und Action scheinen zu zählen.Dabei wird Thema Umwelt und Respekt für die Natur komplett ignoriert. Heli-skiing,immer mehr Anlagen,Hotels,Pisten u Schneekanonen und dann wundert man sicht, wenn es mit Umwelt was nicht stimmt…… Wir „Menschen“ vergessen oft, dass wir auf diesem Planet nur Gäste sind. Wir können nicht ohne Natur leben, Natur kann aber locker auf uns verzichten!!!

  • Michael Pratti sagt:

    Diese unnötige Umweltverpestung sollte man sofort verbieten.

  • Martin Kallmann sagt:

    Helliskiing gehört verboten in der Schweiz! Zu kleinräumiges Land, als dass wir diese Krachmacher auch noch in den Bergen bräuchten. Für Rettungseinsätze ok, aber just for fun ist dieses unökologische Spritverbrennen sowas von gestern. Und sich dann nach „geleisteter“ Abfahrt noch der schönen Landschaft rühmen. Ich würde mich schämen, wenn ich laufen könnte heraufgeflogen zu werden.

    • Dino Ebb sagt:

      Und jeder Schweizer hat zukünftig nur noch 50 Worte pro Tag, wir hocken zu fest aufenander, dass wir den ganzen Tag quaseln müssen.

      Ich empfehle einen Pamir zu tragen, wann immer man einen Fuss vor die Türe setzt.

  • Nico Schenker sagt:

    Ob in Helsinki Helikopter rumfliegen oder nicht ist mir ziemlich egal…

  • Dino Ebb sagt:

    Hauptsache man kann wieder ‚Mordio‘ schreien und etwas verbieten. Zudem ist Heliskiing nicht elitär, jeder der will hat die Möglichkeit dieses Angebot zu nutzen – das ist billige Stimmungsmache und nichts anderes. Man hört oft das Argument bezüglich des Lärms und basierend auf dem hat der Rettungsleiter mit seiner Aussage recht. Ein Heli macht immer den selben ‚krach‘ egal ob er eine Rettungsmission fliegt oder Passagiere für Heliskiing bevördert. Da zeigt also einer die Doppelmoral an welche in unserem Land groteske Züge angenommen hat und es schlägt ihm nur blanker Hass entgegen. Was ist mit uns, dass wir ständig Streit suchen und kampflustig sind – vielleicht sollte man mal die Neutralität den Bach ab schicken, dann könnten sich die Vorstadtgärtchen-Rambos im überdimensionalen Sandkasten Irak etwas austoben.

    • Hans Müller sagt:

      Wenn ich Ihren „friedlichen“ Kommentar so lese, dann muss ich annehmen, dass Sie dann der erste Sankasten-Rambo sind?

  • Thomas Iten sagt:

    Sinn und Unsin ist ja so ne Sache… auch ich bin gelegentlich auf Touren (Snowboard, zu Fuss & Bike) und benzutze auch oft den Skilift (Downhillbike & Snowboard). Macht das Sinn? Nein, ABER ES MACHT SPASS! Sei es 2-5 Stunden hochlaufen oder trampen oder auch mal den Lift zu benutzen… aber in der CH den Heli zu benutzen… das kommt für mich nicht in Frage. Und trotzdem träum ich von einem Alaska Abendteuer mit Heli :-) Sinnvoll? Nein, aber sicher würde es riesig Spass machen…

    M.E. darf man die 42 Landelätze sicher nicht ausbauen… ich würde in unserer dicht besiedelten Schweiz auch ein Verbot nicht schlimm finden… aber muss man wirklich dauernd nach Verboten suchen? die Fussgänger wollen die Biker verbieten, die Biker die Rösseler, die Nichtraucher die Raucher, die Stubenhocker die Partys, die Frustrierten die spielenden Kids auf dem Sportplatz und so weiter…

  • markus müller sagt:

    heliskiing ist ein teil des angebotes des schweizerischen wintertourismus. ein kleiner teil. man kann sich jetzt unglaublich über den lärm und die abgase und die faulen touristen aufregen und dabei natürlich ganz leicht und easy ausblenden, dass die bergwelt schon längst nicht mehr natürlich und unberührt, sondern von stetig wachsenden skiorten, skiliften, skirennen, restaurants, bergwegen, seilbahnen und dem ganzen dabei anfallenden müll, lärm und abfall noch und nöcher, verstellt, beschallt, verbaut und verschmutzt sind. will man die bergwelt retten, müsste sich der mensch daraus zurückziehen. aber diese erkenntnis fehlt dem menschen leider nicht nur bezüglich der bergwelt. denn wo der sogenannt zivilisierte mensch ist, zerstört er automatisch seine umwelt.

    • Hans Müller sagt:

      Nein, zurückziehen müsste er sich nicht, er müsste sich nur ein wenig zurückhalten. Dazu gehört z.B. das unnütze Heliskiing verbieten.

  • Peter Fischer sagt:

    Brauchen wir die Unterländer von Mountain Wilderness wirklich, welche uns in den Bergen sagen wollen, wie wir uns korrekt verhalten sollen?! Das Geschrei um die paar wenige Gebirgslandeplätze in der Schweiz ist wohl nicht angebracht. Wenn es den Damen und Herren aus der Stadt an einem Gebirgslandeplatz nicht passt, stellen wir ihnen gerne viele andere, sehr ruhige Tourenziele zur Verfügung. Mountain Wilderness geht es aber wohl weniger um die Ruhe als ums Prinzip, genau gleich wie bei der unsäglichen Diskussion um die „korrekte“ Absicherung von Felskletterrouten. Merke: Wir leben hier oben! Auch wir wollen erhalten und den Ast auf dem wir sitzen nicht absägen! Aber lasst uns bitte sehr auch noch etwas übrig vom Kuchen. Wir sind nicht euer Reservat! Und auch kein Museum!

    • Hans Müller sagt:

      Aber die Knete die von unten kommt, die nehmt ihr dann gerne, oder?

      • Hunki sagt:

        @Hans Müller. Eben ja genau das hat der Peter Fischer meiner Meinung nach ja gesagt. Völlig unnötiger Kommentar Ihrerseits. Schon interessant, dass der SAC Zürich gegen Heliski ist und der SAC Wallis dafür. Wo hat es wohl mehr Berge und wer lebt wohl mehr mit den Bergen? Die Berge sind nicht der Lebens- sondern der Freizeitraum für die Städter. Ihr seid dort oben Gast und habt Euch somit auch wie einer zu benehmen. Ihre Gäste sagen bei Ihnen zu Hause hoffentlich auch nicht was Sie zu tun haben. Aber klar, mit den Berglern kann man es ja machen. Kommt sowieso das ganze Geld vom Unterland und die gehören somit den Städtern oder?

        • Hans Müller sagt:

          Es braucht beide: Diejenigen, die etwas anbieten (Ferien in Bergen, Restaurants, etc.) und diejenigen die das Angebot in Anspruch nehmen und bezahlen (die Touristen, Wanderer, Tourenfahrer). Darum sollen nicht nur die einen (die Anbieter) darüber entscheiden, was in den Bergen passieren soll, sondern auch diejenigen die bezahlen. Und auf der Äbeni Flue leben Sie ja auch nicht, oder?

    • Ott sagt:

      Ich verstehe ja schon, dass sich die Bergler ab und zu bevormundet fühlen. Aber manchmal hat man als Mittelländer auch das Gefühl, man sei nur als bezahlender Gast oder als Steuerzahler für den Finanzausgleich willkommen, und nicht als Miteidgenosse. Solange wir zusammen einen Staat bilden, geht es uns Mittelländer aber schon etwas an, was in den Bergen geschieht (und umgekehrt natürlich auch!)
      Dank den kleinen innerschweizer Kantonen und dem bei Abstimmungen wichtigen Ständemehr und dem Ständerat habt ihr Bergler auch ein gutes Mittel in der Hand, euch gegen die Überzahl der Mittelländer zu wehren.

      Übrigens kostet das steigende Umweltbewusstsein der Schweizer auch im Mittelland hunderte Arbeitsstellen, man denke an die Papierindustrie.

      Ja, ich finde schon, dass ich als Mittelländer eine Meinung zu Heliskiing haben und mich für den Schutz der Alpen engagieren darf. (Bin übrigens nicht (mehr) Mitglied von Montain Wilderness)

      • Hans sagt:

        Die „Mittelländer/Unterländer“ (ETH…) planen dann ihre ultraökologische SAC-Hütte (z.B. Neue Monte Rosa) die unweit der alten noch bestehenden Hütte mit wahnsiniggem Aufwand (???Tonnen Material per Heli) erbaut wird. Wie nachhaltig und ökologisch ist das? Die alte Hütte hätte auch leicht saniert werden können… aber: sie wird gesprengt (nicht leise :D)
        Und dann gibt es noch einen Nachhaltigkeitspreis weil das Toilettenwasser recycelt wird WOW! Und der Biosprit für den generator wird weiterhin mit dem Heli hochgeflogen, weil die Photovoltaik überhitzt…

        Es ist eine SAC Hütte auf die ich zu Fuss selbst hochmarschiere. Mit gutem Gewissen und aus Spass. Wie auf soviele andere auch. Ökologisch sinnvoll? Nein! Verbieten? Nein- die Alpen sind kein Museum. Sie sind Teil unseres Landes und werden und wurden schon immer genutzt. Auch wenn es nicht allen immer passt.

  • Roger Walser sagt:

    Ich appelliere an die Toleranz. In der Schweiz wird das Heliskiing (zum Glück) sehr restritiv gehandhabt. Will heissen: die Anzahl Landeplätze, wo man überhaupt landen darf, ist sehr klein. So gibt es in den Tessiner, Bündner, Zentralschweizer und Glarner Alpen zusammen weniger als 20 Orte, wo man überhaupt landen darf. Das geht in der Hitze der Diskussion oft vergessen. Im Umkehrschluss heisst das: es gibt in den Schweizer Alpen (zum Glück) genügend Gebiete, wo man lärmfrei Skitouren machen kann. Fazit: die wichtige Balance zwischen ruhiger Natur und den Helifirmen ein Einkommen zu ermöglichen ist heute sehr gut austariert.

  • Jeffrey Damer-Feuz sagt:

    Ja die Frau Knecht. Einmal mehr wird gewettert gegen alles, was nicht ins Weltbild passt. Ich erinnere mich noch an den Blog, wo gegen den Fluplatz Unterbach gewettert wurde… Wenn Frau Knecht aus der Stadt in die Berge kommt, dann sollen alle gefälligst Rücksicht nehmen, oder? Natürlich ist Heliskiing für einige ärgerlich, aber weshalb muss die Autorin ausgerechnet diese Gipfel aussuchen, auf die geflogen wird? Das Oberland ist doch gross genug, um „unberührte Natur“ zu finden (die es m.M. in der Schweiz nicht gibt.) Ich gehe auch nicht nach Zürich, wenn Streetparade ist und ärgere mich dann über die Verkehrsbehinderungen….;-)) Im Ernst: Leben und leben lassen, das entspannt mehr als ständig aus der Stadt in die Berge zu hecheln und dann den Frust in einem Blog niederzuschreiben. Oder ich halte es wie der Verleger des Magazins Hochparterre, Benedikt Loderer, der treffend sagte: „Der wahre Naturschützer ist der Stubenhocker“. In diesem Sinn, entspannte Grüsse

  • Sgt Klinger sagt:

    Mit Müller und Bächli einig. Kommt Euch die Diskussion nicht ein wenig ähnlich wie die Zweitwohnungsthematik vor? Berggebiete, Wallis, schwache Argumentation, den Kritikern Neid vorwerfen…

  • Pilot sagt:

    Lärm als Argument?
    Ich frage mich ernsthaft, wie der Lärm ins Feld geführt werden kann, wenn in beinahe jedem touristisch erschlossenen Gebiet aus einer Schneebar oder von der Terrasse einer Skihütte gedudel von Musik erklingt. Ich bin auch ein Befürworter von Stille in den Bergen, orte das Problem aber nicht bei den sporadischen Heliflügen, sondern in der andauernden Lärmberieselung aus unzähligen Lautsprechern…

    • Hans Müller sagt:

      Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis das Argument „Heliskiing macht ja nichts, es gibt noch viel schlimmere Lärmquellen“ kommen musste! Der Skihüttendudel-Liebhaber würde Ihnen dann etwa so antworten: Ach das bisschen Gedudel aus den Lautsprechern ist doch egal, im Vergleich zu einem zünftigen Fliegerschiessen auf der Axalp ist das doch noch gar nichts! Merken Sie’s? Mit diesem „Argument“ kann man bis hinauf zum zweitgrössten Blödsinn alles rechtfertigen.

      • Pilot sagt:

        Angesprochen wurde ja die Stille in den Bergen…. Das grauslige Gedudel läuft der erwähnten Stille offensichtlich zuwieder.
        Dass das Gedudel schlimmer ist, war meine persönliche Einschätzung und muss von Ihnen nicht geteilt werden. Genau so wenig, wie ich die Einschätzung teilen muss, dass der wenige Lärm von Helis schlimmer ist als alles andere…

        • Hans Müller sagt:

          Sie haben’s leider immer noch nicht begriffen. Ich störe mich daran, dass das Heliskiing damit verteidigt wird, dass es noch schlimmere Lärmquellen gibt. Nach dem Motto: „Heliskiing macht nichts, das übrige Gedudel ist viel schlimmer“. Kapiert?

          • Pilot sagt:

            @Hnas Müller: Ich befürchte, dass das „Nicht-Begreifen“ bei Ihnen liegt. Erstens weil die Einschätzung dass Heli Skiing nichts macht -im Gegensatz zur dauernden Party- Belästigung- meine persönliche Beurteilung ist und nicht eine absolute Wahrheit ist. Und zweitens, weil Heliskiing tatsächlich nichts macht. Es wird niemand verletzt…
            Was Sie auf der anderen Seite nicht verstehen, ist dass die Stärke der Schweiz das Nebeneinander und nicht das Gegeneinander ist. Die versuchte Bevormundung von einigen Mitmenschen durch andere Mitmenschen ist leider ein Trend den Sie -so scheint es- unterstützen. Ich halte es so wie einige andere Votanten hier; leben lassen und selber auch leben dürfen. Deshalb habe ich z.B. noch nie etwas gegen das Gedudel, Schützenvereine, Alphornbläser usw unternommen :-)
            Was mich aber sehr freut ist, dass Sie sich mit soviel Getöse für die Stille stark machen ;-)

          • Hans sagt:

            Die Art und Weise wie ein „Hans Müller“ antwortet (…Kapiert?…) zeugt von einer gewissen arroganten Haltung… Dieses Gefühl die Weisheit gepachtet zu haben ist schon erstaunlich. Gehören ihnen die Alpen??
            Es ist nicht die Frage was schlimmer, weniger schlimm oder was auch immer ist. Fakt ist: die Berge gehören allen, ob sie nun wollen oder nicht. Nicht nur den Ruhe suchenden, wandernden, auch den Spass suchenden Skifahrern, Downhillbikern und allen anderen. Es ist alles eine Frage der Verhältnismässigkeit (auch in Zahlen…). Die Landeplätze sind beschränkt! Es ist nicht so, dass mir auf jeder Tour die Helis um die Ohren fliegen. Ich war dieses Jahr auf ca. 30Skitourengipfeln und hatte meine Ruhe. Warum? Weil ich mir die Touren so aussuche und auch genügend Möglichkeiten dazu habe. Auch in der „kleinen“ Schweiz.

    • Werner Schnetzler sagt:

      Das ist ja gerade das Problem, dass heute fast überal Lärm und Betrieb herschen. Wo soll sich ein Ruhesuchender noch aufhalten? Die Schweiz ist extrem mit Bergbahnen erschlossen, es gibt 42 Gebirgslandeplätze und der Rest wird bald überal Wildruhezone sein,

      • Pilot sagt:

        Eine etwas plakativer Aussage von Ihnen Herr Schnetzler. Aber im Grundsatz stimme ich Ihnen zu. Es wird tendenziell lauter auf unserer Erde. Das ist nicht nur in den Schweizer Alpen so, sondern überall. Die Krux besteht darin zu entscheiden, wo wer künftig eingeschränkt wird. Keine einfach Aufgabe… Für ein rücksichtsvolles Zusammenleben bringen einseitige Verbot meistens nicht viel. Besser ist es, wenn man sich gegenseitig respektiert und vielleicht auch wieder etwas Tolleranz lernt.
        Übrigens; Stätten der Ruhe findet man tatsächlich auch im Mittelland und nicht nur in den Alpen. Ich sehe leider aber auch, dass viele Menschen es heutzutage verlernt haben die Stille zu hören :-)
        Ich wünsche Ihnen, dass das bei Ihnen nicht der Fall ist.

        • Hans Müller sagt:

          Ja, ja, die Lauten plädieren logischerweise immer für Toleranz, denn die Leisen stören die Lauten ja nicht. Das mit der Freiheit ist halt so eine Sache, die Freiheit der einen hört dort auf wo die Freiheit der anderen anfängt.

  • Andreas Ka sagt:

    Ich bin ein begeisterter Berggänger und bin auch schon einige Male mit Heliskiing konfrontiert worden. Anfangs habe ich mich geärgert, doch beim weiteren Nachdenken liess ich mir die Freude an den Bergen deswegen nicht nehmen. Den Heliskiing-Touristen entgeht nämlich einiges. Wärend ich für eine Tour ein ganzes WE in den Bergen bin, dauert eine Heliski-Abfahrt nur kurz. Ich habe ein Gipfelerlebnis, wärend die anderen unten bleiben müssen. Ich habe eine grosse Auswahl von Zielen, wärend sich Heliskier auf einigen total zerfahrenen Abfahrten tummeln, dabei sich oft in kritisches (Spalten-)Gelände begeben, um den letzten unbefahrenen Fleck zu erobern. Für die meisten Heliskier bleibt der Ausflug ins Hochgebirge wohl aus finanziellen Gründen eine einmalige Sache und nur für einige auch bei super Verhältnissen.
    Mal ehrlich, ich bin doch nicht blöd und laufe den ganzen Winter nur auf Heliskiing-Berge. Begegnungen sind eher selten und kurz und deswegen lasse ich mir mein Bergerlebnis doch nicht verderben. Wenn ich mich zu sehr aufrege, könnte es nicht sein, dass ich neidisch bin auf einige vermögende Heli-Touristen?

  • Ott sagt:

    Ich schliesse mich der Aussage von Herrn Bächli an. Respektlos gegenüber Berg und Mitmenschen.

    Bemerkenswert finde ich, dass die Rega meines Wissens noch nie eine Lanze fürs Heliskiing gebrochen hat. Und den Rega-Piloten würde ich jetzt nicht gerade mangelndes Training vorwerfen. Es sind meiner Meinung nach vor allem die Walliser Helikopterunternehmen, wo Bergrettung mit konventionellen Flügen im selben Geschäft angesiedelt sind, die diesen Zusammenhang immer wieder hervorheben. Wahrscheinlich ist es vor allem die Auslastung der teuren Maschienen und Piloten, ein rein ökonomisches Argument. (Im Sommer fliegen sie für SAC-Hütten, Baustellen des Naturgefahrenschutzes, Gebirgswaldpflege. Fällt im Winter das meiste weg.)

    Noch etwas in dem Zusammenhang: Gestern hat Herr Sawiris gleich demonstriert, was er von unseren Gesetzen zum Schutz der Alpen hält: Vor versammelter Journalisten-Schar landete er mit einem Helikopter ausserhalb eines Gebirgslandeplatzes, nur für den Personentransport ZU EINEM BAHNHOF! Wenn die BAZL dafür eine Ausnahmebewilligung gegeben hat, ist es ein Skandal, wenn er bzw. der Pilot nicht gebüsst wird, auch! Ich hoffe Mountain Wilderness erstattet Anzeige…

    • Philipp sagt:

      Sehr bemerkenswert finde ich die Ausführung von Ott über eine angebliche Landung von herrn Sawiris ausserhalb eines Gebirgslandeplatzes – Dies vor allem im Lichte der Tatsache, dass der Zentralpräsident des SAC höchstpersönlich sich für die Einweihung der Monte Rosa Hütte dorthin fliegen liess – und dann darauf angesprochen höchst pikiert diesen Flug als absolut angebracht, völlig legal und erforderlich rechtfertigte. Schliesslich sei er nicht privat, sondern in seiner Funktion als SAC Präsident dorthingeflogen und hätte dort ein Interviewe geben müssen.

      Da sind wir eben wieder bei den „guten“ und den „schlechten“ Flügen:

      Flüge für mich, für Mountain Wildernes oder für den SAC sind gut, solche für alle anderen Touristen schlecht.

      Wenn das nicht Floriansprinzip in reinster Ausprägung ist….. Ich war noch gelernt worden, dass man sich für solches Denken zu schämen hat.

  • thomas steffen sagt:

    Der Heli schadet der Bergnatur sicher nicht und die Aktivisten, aktive Berggänger zu Ski wie mir scheint, fahren ja nicht nur runter sondern wandern auch auf den Berg rauf – belasten die Natur also zwei Mal. Heliskiing ist sinnlos ? Nur einer der das noch nie gemacht hat und/oder nicht Skifahren kann lässt so einen Spruch fallen.

    • Ott sagt:

      Sie wollen also im Ernst behaupten, der Heli sei keine Belastung, die Tourengänger, die hinauflaufen aber schon? Gott, haben Sie ein Weltbild!

    • Hans Müller sagt:

      Was denken Sie, wieviele Tourengänger liegen drin, bis diese soviel Lärm verursacht haben wie ein Heli auf einem Heliskiing-Flug?

    • Girafo Godolfsky sagt:

      Echt jetzt, Herr Steffen? Sie wollen uns weismachen, den Berg hochzulaufen verursache grössere Schäden, als sich in einer ultralauten, Treibstoff fressenden CO2-Schleuder hochtragen zu lassen? Echt?

      • Gian sagt:

        Aber Hauptsache die Tourenfahrer fahren dann alle mit Ihren Autos bis zum Ausgangspunkt der Tour hin, wie ich es jedes Wochenende auf dem Julierpass sehe…da frage ich mich dann, wer hier die grössere CO2-Schleuder(n) sind…

        • Hans Müller sagt:

          Ja ja, die Heliskifahrer gehen ja auch zu Fuss bis zum Helilandeplatz…

          • Hunki sagt:

            @Hans Müller. Das sagt ja gar niemand, dass die Heliskifahrer zu Fuss gehen. Aber die beklagen sich ja auch nicht über CO2 Austoss, Fluglärm etc. Insofern sind die Heliskifahrer zumindest konsequent und konsistent in Ihren Aussagen und Verhalten.

          • Hans Müller sagt:

            @ Hunki: Jetzt kommt es aber ganz billig! Wer also zu seinem CO2-Ausstoss steht, der kann rauslassen wie viel er will. Hauptsache konsequet und konstitent, gell?

    • Paul Tircher sagt:

      Scheinbar haben sie noch nie ein Heli von der Nähe aus gesehen. Man kann einen Helikopter schon kilometerweit höhren, vorallem wenn er in einem Tal fliegt. Neben mir sind in den Skigebieten schon ein paar Helis gelandet und dies ist alles andere als angenehm. An einem schönen Wintertag landen auch sehr viele Helikopter in Chur beim Kantonsspital und diese hört man auch sehr gut, sogar bei geschlossenem Fenster und ich wohne mehr als 500 Meter vom Spital entfernt.

      Ich habe nichts gegen die REAG und alle anderen Rettungsdienste, aber Heliskiing sollte verboten werden und zwar sofort. Schneetöff und Wassertöff sind in der Schweiz auch verboten und niemanden stört es. Die Ausrede das man Flugstunden und Trainigsflüge braucht zieht auch nicht, die REGA z.B. beweist ja das Gegenteil. Wenn bei einem Verbot Helifluganbieter konkurs gehen, dann ist das hald so und kein Grund es nicht zu verbieten.

      «Sie demonstrieren gegen den von uns verursachten Fluglärm durch Heliskiing – gleichzeitig sind sie dann ‹gottefroh›, wenn wir sie bei einem Unfall während ihrer Kundgebung per Luftrettung ins Tal hinunterholen.»
      Was soll eigentlich dieser dumme Spruch, er demonstriert gegen Heliskiing und nicht gegen Rettungsflüge! Dies hat absolut nichts miteinander zutun und zeigt nur wie schadenfreudig „Der Leiter der Air-Glaciers-Basis Lauterbrunnen“ ist. Es ist unter alles Sau das Leid eines Menschen zum Vorteil zu nutzen.

      Die Schweiz wird nach aussen immer als Land mit unberührter Natur gezeigt. Diese Natur findet man aber fast nirgends mehr.

      Aber es sind nicht nur die Helikopter ein Problem, es sollte auch nicht jeder mit dem 2 Tonnen SUV vom Unterland am Wochenende in die Berge fahren. Diese Umweltverschmutzung ist noch viel schlimmer als die paar Helliflüge. Autofahren gilt in der Schweiz aber als normal und auch wenn der 500PS V8 mehr als 12 Liter schluckt, Mann oder Frau muss ja zeigen was man per Leasing so alles fahren kann. Ich frage mich immer wieder warum einer mit AG oder ZH Nummer einen Landrover (ja der Viereckige mit null Komfort) braucht. Es gibt keine daseinsberechtigung für dieses Auto in der Stadt. Leider ist in GR der SUV Trend auch immer mehr am kommen obwohl im Winter jeder Subaru besser ist.

  • Realist sagt:

    Immer das Gstürm ums Heliskiing: Helifliegen ist nicht so einfach wie Autofahren, daher ist jede Minute in der Luft für einen Piloten massgeblich wichtig, dass seine Erfahrung wächst und das Können stets auf höchstem Niveau gehalten wird.
    Und ja, sicher verdient man mit Heliskiing Geld – wie will jemand mit einer Pleite gegangenen Air Glaciers oder Air Zermatt abgeholt werden…? Soll jetzt keiner kommen und sagen, nur die REGA solle Verletztentransporte machen. Sicher, das schon. Aber wo arbeiteten die REGA-Piloten vorher und sammelten Erfahrung? Bei privaten Unternehmen, die wiederum Heliskiing anbieten – damit sie überleben und den Betrieb gewähren können.
    Also: Heliskiing ist nicht so negativ wie es immer hergetragen wird. Und wer sich ob den paar Skispuren von der Aebeni Flueh stört, der soll doch einfach auf andere Berge gehen… ich kenne die Aletschregion gut und kann bestätigen, dass es zahlreiche ebenso einfache Gipfel gibt, die gerade so gut sind zum abfahren. Höret uuf stürme!

    • Hans Müller sagt:

      Die REGA ist ein gutes Beispiel, dass Ihr Argument nicht stichhaltig ist. Deren Piloten fliegen keine Heliskiing-Einsätze und es funktioniert trotzdem. Zudem gibt es immer noch genügend andere Flüge (Transporte, etc.) welche als Übungsflüge dienen können. Dass es das Heliskiing braucht, damit es Rettungsflieger gibt, ist schlicht und einfach eine faule Ausrede, um die Sinnlosigkeit des Heliskiings zu rechtfertigen.

      • Realist Nummer 2 sagt:

        Ich denke, dass eine solche (Gegen-)Argumentation wie Ihre, Herr Müller, vorgängig eine genauen Untersuchung der Ausbildungslage von Heli-Piloten in der Schweiz bedürfe. Durch einen Bekannten, der Heli-Berufspilot ist, bin ich einigermassen verlässlich informiert, wie man eigentlich REGA-Pilot wird. Da die REGA keine Piloten ausbildet, bedarf es einer anderen, privaten Ausbildung. Weiter kommt hinzu, dass REGA-Piloten die besten der besten sein müssen, und enorm viele Flugstunden aufweisen müssen. Diese können sie aber nur sammeln bei privaten Unternehmen, die wiederum Heliskiing als eines der wichtigsten (Tatsache!) Standbeine aufweisen, um zu überleben. Hinzu kommt, dass in der Winterzeit, die doch beträchtlich lange ist in der Schweiz, nicht genügend andere Aufträge vorhanden sind für Helis-Unternehmen, um die Betriebskosten zu decken. Also enstände ein grosses Loch und somit gingen solche Unternehmen verloren und damit auch fähige Piloten.
        Kurzum: wenn auch sie in die Berge gehen und sich dank der REGA in Sicherheit wiegen wollen, dann sollten Sie besser nicht per se aus „Groll vor der Elite“ Heli-Skiing verteufeln, denn diese Piloten könnten eines Tages Ihr Leben retten…

        • Hans Müller sagt:

          Ist ja logisch, dass das ein Heli-Berufspilot erzählt. Dass das Heliskiing eine Voraussetzung für die Rettungsfliegerei sein soll, stimmt trotzdem nicht.

    • Natur sagt:

      Lieber Realitäsfremd…
      Heliskiing ist so negativ, wie es „hergetragen“ wird! Es geht nicht um die Skispuren sondern um die letzten Rückzugsmöglichkeiten, die wir in der Schweiz habe, es geht um den Schutz der Bergwelt vor Lärm und Abgasen. Es geht aber auch darum dass man nicht alles erlauben soll, was etwas Geld bringt (und wenn, dann müssten das so teuer sein, dass es sich nur einige wenige leisten könnten – das so erwirtschaftete Geld könnte man dann für einen aktiven Natur und Klimaschutz einsetzen).

      • Hunki sagt:

        @Natur: Ihre Klammerbemerkung befremdet mich. Sie wollen Heli-Skiing also wieder absolut ultra-elitär machen?

        • Natur sagt:

          Ja, wenn man es nicht verbietet kann oder will, dann müsste man es wenigstens so teuer machen, dass es sich nicht jeder leisten kann. So richtig „ultra-elitär“… – Die zusätzlichen Einnahmen (bzw. Abgaben) könnte man dann wirksam für Naturschutzprojekte einsetzen (z.B. auch für „Mountain Wilderness“ ;-).

          • Mauro sagt:

            @Natur: Ja das finde ich auch. Man sollte generell sinnlose und egoistische Tätigkeiten extrem teuer machen. Dies würde das Geld so richtig gut umverteilen. Wenn sinnlose Tätigkeiten nachhaltige Projekte finanzieren, dann entsteht da eine Art Synergie und das finde ist wohl das Optimum erreicht werden kann, denn Geld regiert trotz allem die Welt und sinnlose Aktivitäten werde wohl nie ganz verboten werden.

          • Hans sagt:

            @Mauro: Soso, „sinnlose und egoistische“ Tätigkeiten extrem teuer machen. Und wer bestimmt, was „sinnlos“ und „egoistisch“ ist?
            Die Intoleranz und der Verbotswahn in diesem Land werden immer unerträglicher!
            PS: Nein, ich habe noch nie Heliskiing gemacht und ich habe auch gar kein Interesse daran. Aber ich sehe nicht ein, weshalb man wegen ein paar Umweltfanatikern und Hyperempfindlichen immer alles und jedes verbieten sollte. Schliesslich ist Heliskiing in der Schweiz schon stark reglementiert und eingeschränkt.

          • Mauro sagt:

            @Hans: Als Umweltfanatiker oder hyperempflindlich würde ich mich nicht gerade bezeichnen (aber du kannst mich nennen wie du willst). Ich bin ja eben gerade nicht für ein Verbot, sondern für eine massive Verteuerung (falls du meinen Text gelesen hast). Dann ist es schlussendlich die freie Wahl ob jemand das Geld sparen will um Heliskiing zu betreiben. Was als „sinnlos und egoistisch “ bezeichnet werden kann ist tatsächlich eine schwierige Frage, aber ich denke mal, dass eine Tätigkeit die einigen Wenigen extremen Spass beschert und dafür viele die negativen Konsequenzen tragen müssen nicht als sehr sozial betrachtet werden kann.
            Diese Diskussion hier ist in meinen Augen nicht sehr zielführend, sie zeigt nur, dass es verschiedenen Meinungen zum Thema gibt. Was mir aber auffällt ist, dass die Befürworter teilweise etwas forsch und unanständig „auffahren“. Widerspiegelt dies die Einsicht, dass es eigentlich nicht wirklich gute Argumente gibt weshalb in einem Unesco Naturwelterbe eine solch „egoistische“ (sinnlos sei dahingestellt) Tätigkeit angeboten und genutzt wird?

  • Hans Müller sagt:

    Ein Angebot, das zahlende Kunden generiert schafft immer Arbeitsplätze, also auch das Heliskiing. Wenn nun aber alles was Arbeitsplätze generiert sakrosankt ist, dann wird’s gefährlich, denn so lässt sich auch noch der hinterletzte Blödsinn rechtfertigen. Wir sollten uns besser überlegen, welche Arbeitsplätze sinnvoll sind. Die für’s Heliskiing gehören definitiv nicht dazu.

    • Era Dam sagt:

      Hans Müller – auch die vom SAC gelobten Flüge sind reiner Freizeitverkehr – schon alleine Heliessen auf der Hütte ist ein Blödsinn… Den SAC stört nur der Flugverkehr, der keinen Umsatz auf den Hütten generiert.

  • Hans sagt:

    Insgesamt sind im aktuellen Gipfelverzeichnis der Schweiz 8874 eigenständige Gipfel aufgeführt. Da stellt sich die Frage, ob 42 Gebirgslandeplätze wirklich so ein Problem darstellen. Klar, wenn ich eine Skitour auf einen dieser auserwählten Gipfel mache, wird es laut. An 8805 Gipfeln hätte ich mehr oder weniger meine Ruhe…

    Auch die Argumentation „elitär“ ist etwas schizophren: erst die Kritik. heliskiing sei elitär, dann wieder die Kritik es sei sowieso für jeden erschwinglich?!

    Selbst bin ich leidenschaftlicher Bergsteiger und Tourengänger, aber: Die Berge gehören allen; dazu zählen elitäre oder weniger elitäre Ausführungen des Bergsports. Wer Ruhe sucht geht auch nicht auf den Gipfel des Schilthorns.

    Die wahren Umweltprobleme liegen meines Erachtens ganz woanders (auch oder v.a. im Unterland).

    • Hans Müller sagt:

      Wenn es in der Schweiz 8874 einfach zu begehende Skitourengipfel gäbe, Heliskiing die einzige Lärmquelle in den Alpen wäre und der Heliski-Heli nur den Zielgipfel beschallen würde, dann könnte ich Ihrem Kommentar sogar noch etwas abgewinnen. Wenn Sie wirklich ein leidenschaftlicher Bergsteiger und Tourengänger sind, dann gehen Sie sicher mit mir einig, dass die Realität leider etwas anders aussieht.

    • Roger Walser sagt:

      Bravo Hans: meine Worte!

      • Hans sagt:

        Eine Überspitzte Antwort auf einen Überspitzen Artikel. Meiner Meinung nach wird dieses Thema alle Jahre wieder aufgekocht und dramatisiert. Meiner Meinung nach gibt es genügend Platz in den Alpen, damit alle glücklich werden können.
        Und ja, die Helis hört man natürlich ab und an. Nur habe ich auch kein ANrecht darauf, dass die Berge mir allein gehören. Den Heliski Touristen ja auch nicht. Deshalb ist die Anzahl Landeplätze ja auch beschränkt!

        Meiner Ansicht nach gibt es bei uns dringlichere Umweltrobleme, als auf die Paar Helitouristen einzuschlagen…

        Die Landeplätze sind bekannt, mann kann gut auf andere Gipfel gehen (wenn auch nicht 8805 ;-) )

        • Hans Müller sagt:

          Es gibt in der Tat dringlichere Umweltprobleme, aber das kann ja nicht ein Argument sein, das Heliskiing zuzulassen.

  • T.M. sagt:

    Danke für diesen Artikel! Und für das Foto vom Aletsch.

    • Roger sagt:

      Ich zöge nach dem Heliflug wenigstens gekonnte, grosse und schnelle Bögen in den Pulver, was man ja leider von 98% der „Türelern“ mit Ihrer 70er-Jahre Zöplitechnik nicht behaupten kann (ein Grossteil hat mit ihrer Skitechnik neben der Piste gar nichts zu suchen, die Helirettung ist schon fast vorprogrammiert)…Ich empfinde Eure Spuren als Verschandelung der Alpen – hab’s grad heute wieder am Julier sehen müssen (die hässlichen Zöpfli und die ganz miserabel skifahrenden Leute…) – und bei Verhältnissen wie im Artikel beschrieben, muss ich mir diese Sauerei wochenlang ansehen.

      In diesem Sinne…

      • Stoeffu sagt:

        Nein, Rodscher, Zöpfli sind geil!!!
        Ich jedenfalls liebe wedlen viiiiel mehr als mich einfach auf dem Raduis der carve-dübelis runtertragenzulassen.

        Auch in diesem Sinne :-)

        Und überhaupt: mit ein bisschen Toleranz hat es doch Platz für alle. Ich sehe das Problem dieser Diskussion nicht.
        Was ist eigentlich der wirklich wesentliche Unterschied zwischen einem Vergnügungsflug und einer Vergnügungsskitour mit Verpflegung auf der Hütte mittels Heli-Menue ? Tragen richtige Türeler (Wedler) alles selbst hoch und schlafen im Zelt?

  • Dani Keller sagt:

    Heliskiing gehört umfassend und vollständig verboten.

    • Realist sagt:

      Gibt es auch noch eine Begründung dazu, Herr Keller? Nur so gwunderhalber…

    • Bergfreund sagt:

      Richtig. Auch Versorgungsflüge von Alphütten gehören umfassend und vollständig verboten, sind sie doch Ausdruck eines
      undemokratischen, elitären. lärmerzeugendem Gehabes von ein par Touris, die einfach zu faul sind, ihr Essen und Trinken den Berg hinauf zu tragen. Alles andere wäre inkonsequent.

  • Stephan Bächli sagt:

    Na ja, Bergrettung mittels Helikopter ist schon was anderes als Heliskiing. Heliskiing nervt und ist so etwas von sinnlos

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