Wenn Biker die Demokratie verpassen

Mountainbike-Wegweiser

Auf welchem Weg kommt der Sport vorwärts? Mountainbike-Wegweiser in Flims GR.

Derzeit befinden sich die Bike-Szenen im Kanton Bern und in der Stadt Zürich in Aufruhr. In Kürze werden Weichen gestellt, welche die Zukunft ihres Sports beeinflussen. Dabei geht es um das Wichtigste, das ein Biker neben seinem Material braucht: Trails vor der Haustür. Also jene Orte, die Biker am meisten nutzen, um in die geliebten Pedalen zu treten. In Zürich droht das schweizweit grösste Projekt eines städtischen Bikeparks an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei geplant zu werden. Um viel mehr geht es in Bern: Dort will ein Gesetzesentwurf die Biker von den Waldwegen auf die Forststrassen verbannen.

Spannend ist, wie sich die betroffenen Biker dabei verhalten. Auch wenn die beiden Fälle und deren Akteure sehr unterschiedlich sind, so gibt es einige Parallelen. Zwar stehen an beiden Orten Vereine bereit, die sich mit grossem Einsatz für ihrer Mitglieder stark machen – und dabei von den Behörden auch ernst genommen werden. Doch wenn die Bedürfnisse der Mountainbiker die Szene «verlassen» und in der breiten Öffentlichkeit ein Thema werden, geschieht etwas seltsames: Die Hunderten Vereinsmitglieder, die ansonsten intensiv diskutieren, Pläne schmieden und Schaufeln schwingen, verstummen plötzlich.

Hundesäckli und Veloterroristen

Zu diesem Schluss kommt man, liest man die Berichte über die Situationen in Bern und Zürich. In den Kommentarspalten zu den Artikeln melden sich zwar Biker, doch sie gehen im Strudel der negativen Meldungen unter. Zu einem Beitrag auf Tagesanzeiger.ch zum Bikepark Sihlcity schrieben weniger als zehn Leute einen wirklich positiven Beitrag.

Ihnen standen knapp 20 Kommentarschreiber gegenüber, die es total daneben finden, dass überhaupt Geld für ein Bikepark ausgegeben wird. Stattdessen fordern sie mehr Säcke für Hundekot, besseres Essen im Altersheim, mehr Vitaparcours im Wald und bezeichnen die Biker als «verwöhnte Schnösel». Ein ähnliches Bild zeigt sich beim 20min.ch-Artikel über das Berner Waldgesetz. Dort werden die Biker im Wald auch mal als «Veloterroristen» tituliert.

Meinung machen

Nun kann man als Biker den Kopf schütteln, die Kommentarschreiber und die Medien blöd finden und alles ignorieren. Doch das ist fatal. Denn all jene Biker, die sich nur in ihren eigenen Foren und auf Facebook über Bike-Gegner aufregen, verpassen eine wichtige Chance: Die eigene Meinung mitteilen – und zwar so, dass sie nicht nur die Szene hört, also jene, die sie bereits kennt.

Dabei ist dies ein entscheidender Teil im Demokratie-System der Schweiz. Aufgrund von breit abgestützten Meinungen werden Entscheide gefällt, Initiativen lanciert und Abstimmungen gewonnen. Deshalb ist es für den Bikesport elementar, dass sich seine Vertreter einbringen, wo immer sie können. Das geht insbesondere im Fall Bern weit über die Kommentarspalten hinaus.

Dort sind die Biker gefordert, sich direkt in den Prozess der Gesetzgebung einzubringen. Bis am 3. März können sie auf den Vorschlag reagieren, künftig nur noch auf vier Meter breiten Forststrassen fahren zu dürfen. Darauf mit «Like»-Daumen oder «MTB is not a crime»-Postings zu reagieren ist zwar nett, nützt aber wenig. Gefragt sind kreative Vorschläge, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Sport und der Waldnutzung. Wenn diese über Interessenvertreter wie den Verein Trailnet.ch in die Vernehmlassung einfliessen, kommt der Sport weiter. Die Zeit läuft.

Sind die Biker zu laut oder zu leise? Reicht es, wenn sich Vereine für ihre Mitglieder einsetzen oder soll jeder Biker als Lobbyist agieren?

53 Kommentare zu «Wenn Biker die Demokratie verpassen»

  • Werner Schreier sagt:

    Zum drohenden MTB Verbot in Zürich und im Kt Bern:

    Ich war bis jetzt immer sehr stolz auf die Schweiz, wo nicht alles zu
    Tode reguliert wird und wo ein guter Bürgersinn meistens zu (manchmal
    vielleicht langweiligen) aber sehr pragmatischen Lösungen führt. Ich
    kann diesen Angriff auf ein sehr hohes – weil für mich wertvolles – Gut
    nicht verstehen, weil er überhaupt nicht mit dem Übereinstimmt, was ich
    in der Natur (Realität) draussen wahrnehme:
    – problemloses nebeneinander von Wanderern und MTBern (ich hatte in 30
    Jahren MTB – ja ich bike seit den frühen 80er Jahren! – 3-5
    unerfreuliche Begegnungen mit Wanderern (mein Gegenüber war ziemlich
    Betrunken, mit einem Postauto Chauffeur und einem Waldarbeiter. Das im
    Vergleich mit dutzenden, wenn nicht hunderten von explizit positiven
    Begegnungen und weiteren wahrscheinlich tausenden von Begegnungen, die
    man „neutral“ bezeichnen könnten.
    – es gibt Spuren von MTBern, ja – aber verglichen mit dem was Reiter
    (freigelegte Wurzeln von Bäumen und in Sümpfe verwandelte Wege) und die
    Waldbewirtschaftung (Fahrspuren bis zu 70cm tief in Wegen und quer wald
    ein) zurücklassen, war das in meiner Wahrnehmung immer völlig harmlos.
    Die Frage ist dann zusätzlich, was genau an diesen Spuren (auch denen
    von Reitern und Waldmaschinen) ist denn genau so schädlich? Ausser das
    das vielleicht nicht so „schön“ aussieht? Und für wen ist es
    „schädlich“?
    – Die Frage ist zusätzlich, muss man MTB im ganzen Kanton verbieten,
    weil am Üetliberg und vielleicht noch in weiteren Zürich-nahen Gebieten
    angeblich „ein Problem“ besteht? Gäbe es nicht bessere Alternativen mit
    zb. einer Entflechtung an neuralgischen Punkten? Ich fahre meist im
    Zürich Oberland und da gibt es viele Routen, wo man auf mehrere Stunden
    vielleicht auf insgesamt 10 Leute trifft. Dort ist dieses Verbot ein
    absurder Überriss.
    – dann kommt der Gesundheitsaspekt, Fahrradfahren und MTB ist für Leute,
    deren Knie- und Hüftgelenke nicht mehr ganz optimal sind, eine super
    Möglichkeit sich draussen in der Natur zu bewegen. Abstiege sind
    plötzlich keine Qual mehr, sondern reine Freude. Etwas überspitzt
    gesagt, ist das MTB der Outdoor-Rollator der 50 und 60jährigen und
    älteren.
    – Was wird ein solches Verbot bringen: noch mehr Leute, die sich um
    Gesetze nicht mehr kümmern, weil sie als absurd wahrgenommen werden.
    Noch mehr Verkehr nach Graubünden und ins Wallis, weil man da noch MTB
    darf.
    – Wie wäre es mit mehr Aufklärung für Wanderer und MTBer, um das
    Zusammenleben zu erleichtern durch ein besseres Verständnis beider
    Seiten und deren Bedürfnisse?
    – Und wie wäre es diese angeblichen Schäden mal zu beziffern (gilt auch
    für Waldmaschinen, Reiten, Hunde etc) und allenfalls Kostenbeiträge zu
    erheben? Ich lese selten über diese Probleme, wenn aber, sind es relativ
    indifferente Beschwerden. Und falls es Kosten gäbe wegen Schäden an
    Strassen und Wegen, dann würde mich auch hier interessieren, was das
    Problem genau ist: es gibt heute so viele 4×4 wie noch nie und die
    Traktoren und Waldmaschinen sind so leistungsfähig wie noch nie. Und
    trotzdem werden die Waldwege und -strassen immer Zürcher
    Bahnhofstrasse-ähnlicher – was reitet uns da hier eigentlich??
    – Wir können den gleichen Blödsinn wiederholen, der auf den Skipisten
    abgelaufen ist: Die Pisten werden immer flacher und besser präpariert – die
    Skifahrer fahren immer schneller, jetzt haben die meisten Helm und
    fahren noch schneller.
    Für die MTB Kontext übersetzt heisst das: Biker auf Wege verbannen und sich dann wundern, wenn diese mit
    20-35km/h fahren. Biker auf Singletrails fahren 8 km/h oder gehen zu Fuss,
    wenn es zu schwierig ist.
    – Was zusätzlich die Flucht in die Wälder fördert: Der Verkehr hat in
    den letzten 20 Jahren enorm zugenommen, auf öffentlichen Strassen
    Radfahren insbesondere Überland ist überhaupt nicht mehr lustig und
    nicht überall hat es Velowege. Kein Wunder weichen immer mehr Leute
    auf Feldwege aus.

  • Pesche sagt:

    liebe Biker egal aus welchem Kanton helft uns Berner diesen Unsinn zu verhindern. Unterschreibt die Petition von Swisscycle !! http://www.swiss-cycling.ch/de/news/1761.html Diskutieren ist ok aber wenn Ihr wirklich für euren Sport etwas erreichen wollt motiviert möglichst viele Leute dazu die Petition zu unterschreiben! Leitet den link an Freunde/Verwandte weiter!

  • Roger L. sagt:

    Simon Eppenberger hat Recht: Demokratie funktioniert nur mit dem Engagement aller. Allerdings ist in einem gemischten System von direkter und repräsentativer Demokratie legitim, Entscheide gezielt zu delegieren. Beispielsweise kreieren nicht Stimmberechtigte direkt, sondern Kantonsparlamente die Waldgesetze, respektive Arbeitsgruppen die Waldentwicklungspläne (WEP). Leider kommen da jüngere Interessen – Biken ist ja erst 20 Jahre aktuell – meist zu kurz, weil solche Gremien nicht immer das umfassende Allgemeinwohl inklusive Bikende anvisieren, sei’s aus Ahnungslosigkeit oder willentlich zugunsten der Spezis der Teilnehmenden.

    Ein Paradebeispiel von Legiferieren im Lobby-Selbstbedienungsladen kantonaler Politik ist das Baselbieter Waldgesetz von 1998, dessen fataler Paragraph 10 Velofahren auf Waldstrassen nur auf Waldstrassen erlaubt. Das soll Bikes auf für LKWs gebauten Strassen einsperren: faktisch ein flächendeckendes Bike-Verbot (ein Gummi-Ausnahmeparagraf wird übrigens fast nur für Veloverbote auf Waldstrassen genutzt). Basel-Stadt hat dieses Gesetz samt Bikeverbot wenig später übernommen.

    Die Baselbieter Spezialkommission Waldgesetz unter FDP-Führung wollte damals primär Abgeltungen für die gebeutelte Holzwirtschaft neu regeln, also auch Bürgergemeinden. Zum Beigemüse gehörte die Freizeit-Nutzung, wobei vor 1998 Biker noch Exoten waren. In der Kommission sass als Stimme der Velos ein nicht mehr junger Gümmeler (FDP). So ist nur noch bei den noch nicht abgeschlossenen WEP möglich, meterweise Trails zum Biken frei zu verhandeln. WEP-Arbeitsgruppen tagen jedoch meist zu Bürozeiten, wenn aktive Bikende an ihrer Arbeit sind, was etablierten Lobbies mit grossen Verbänden und Geschäftsstellen sowie Pensionierten mit Zeit wie der Holzwirtschaft oder den Jägern ein weites Feld öffnet. Zudem liegen „meine“ Lieblings-Trails auch nicht in meinem Stimmrechts-Kanton, dem flächenmässig kleinsten der Schweiz (BS).

    Swiss Cycling? Ausgelastet mit ewigem Defizit-Gezerre und Wettkämpfen, scheint da keine Zeit für die Breitensport-Basis übrig, die so halt auch nicht beitritt. Der Horizont von ProVelo hört am Strassenrand auf (immerhin für mehr Sicherheit auf dem Weg zum Trail). Von Bikeshops oder Schweizer Herstellern höre ich zu diesem elementaren Problem auch nichts, und selbst sportliche Aushängeschilder wagen kaum je ein kritisches Wort.

    Engagierte Einzelmasken (merci Jakob!) kämpfen deshalb bis zur Resignation gegen monumentale Windmühlen. Und auch hiesige Sportämter bewegen trotz teils inhaltlicher Einsicht rein gar nichts. Dank föderalistischem Tunnelblick sind Bikende in beiden Basel also seit 14 Jahren Outlaws ohne Aussicht auf legale Anerkennung.

    Darum gehe ich immer wieder gerne nach Graubünden biken. Da lasse ich dann auch allerhand Geld liegen in Restaurants und Hotels – nicht einmal dieses Argument zieht im Nordwesten. Träge Berner Bikende riskieren, dass es Ihnen wie denen in Basel geht.

    PS: Dass man mit Respekt und Rücksicht nur auf Wegen bikt, ist für mich selbstverständlich. Auch Schutzmassnahmen und gezielte lokale Verbote können sinnvoll sein. Inakzeptabel ist dabei aber eine Diskriminierung der Bikenden wie in beiden Basel.

  • Ott sagt:

    Vielleicht sollte man einmal einen gemeinsamen Arbeitstag organisieren, Biker und Leute vom Wanderweg-Verein. Beim Schaufeln und Pickeln (bzw. in den Pausen dazwischen) kommt man besser ins Gespräch als wenn man mit vorgefassten Standpunkten zusammmen eine Sitzung macht.

    In meinem ehm. Praktikumsbetrieb im Wald gab es jährlich ein gemeinsamer Arbeitstag des Forstes mit den Jägern. Gerade produktiv waren die ja nicht (Wo’s Jäger hat, ist auch der Zwetschge nicht weit) aber sie halfen viel für das „Auskommen“ miteinander.

    Einziges Problem: Ich könnte mir vorstellen, dass diejenigen, die freiwillig einen Samstag arbeiten gehen, sowieso nicht diejenigen sind, die Probleme machen. Bei den Bikern wie bei den Wandern.

  • Dänel sagt:

    Im Winter ist es inzwischen absolut normal ist, dass Skifahrer (Carver, Normal, Telemark, Freestyle), Snowboarder (Freeride, -style, Race und Normal) sowie einige wenige Exoten auf Skibikes, Skibobs, Monoski, Airboard und Sqwal sich ein und dieselbe Piste teilen. Dazu gibt es für die Langläufer Klassik- und Skating-Loipen und für alle anderen Winterwanderwege und/oder Schlittelbahnen. Alles geht mehr oder weniger reibungslos nebeneinander und miteinander. Man isst und trinkt am selben Ort. Skilifte, permanente Schneekanonen, Funparkinstallationen, welche auch im Sommer sichtbar sind, werden toleriert. Und dort, wo sich die Wege der verschiedenen Sportler kreuzen, steht einfach die dreieckige Tafel „306 Verzweigung mit Rechtsvortritt“ oder einfach „Achtung Kreuzung“. Tausende fahren an die selben Orte um auf kleinstem Raum ihrem Hobby nachzugehen.

    Wieso soll dieses Konzept im Sommer nicht funktionieren? Wieso verliert der Mensch scheinbar im Frühling die Fähigkeit, seinen Raum zu teilen und wie kommt es, dass die Fähigkeit exakt zum Wintersaisonstart wieder zurückkehrt?

  • Matthias Erzinger sagt:

    Der Autor verwechselt Demokratie und Lobbyismus. Und statt MB-Trails für einige wenige sind mehr Fahrradrouten für alle sinnvoller. Und schliesslich: Vielleicht ist für viele Biker das Problem nicht so virulent, wie der Autor es gern hätte – weil er selbst Kohle damit verdient…und so von der Anlage extrem profitieren würde..

  • Pesche beer sagt:

    es ist schon unglaublich wie untolerant wir schweizer geworden sind!!!! es hat doch mehr als genügend platz für alle – zäme rede u gemeinsami llösige realisiere. so einfach könnte es sein!

  • Jeanôt Cohen sagt:

    Da wahren die Faschisten im Braun.
    Den die kommunisten im Rot.
    Und jetzt die Umwelt Besserwisser im Grün.
    Und alle sind nach meiner Meinung überflüssig, lästig und kostenintensiv.

  • Beni Meyerhans sagt:

    Wer Erdwege kaputt fährt und bei nassem Boden rücksichtslos Schlammlöcher und -rillen hineinfräst und nie bereit ist, Hand anzulegen, um zur reparieren, soll einfach s’Maul halten. So gesehen ist es nur recht, wenn sich die Behörden ohne Einmischung der Biker durchsetzen können.

    • peter wichtig sagt:

      1. Wenn Erdwege Schlammlöcher haben ist das primär auf falsche Bauweise zurückzuführen. Ein Weg muss immer eine leichte seitliche Neigung haben damit das Wasser abläuft. Hat also nichts mit Bikern zu tun. Die meisten meiden Trails bei Regenwetter sowieso ganz, weil es durch das Tempo und Wind recht unangenehm wird.

      2. Biker setzen sich sehr wohl für den Unterhalt der Wege ein. Der Verein Trailnet.ch beispielsweise organisiert jährlich mehrmals auf freiwilligenbasis den Unterhalt von Wegen.

      Von Wandergruppen die so etwas tun habe ich noch nie gehört! Die besaufen sich lieber im nächstbesten Spunten um ihre Depressionen zu verdrängen, anstatt was sinnvolles zu tun.

      • Roman Pinch sagt:

        @peter wichtig:
        „Die meisten meiden Trails bei Regenwetter sowieso ganz, weil es durch das Tempo und Wind recht unangenehm wird.“ Stimmt, aber nachdem regen fahren sie wieder und der Boden ist dann immer noch nicht trocken. Viele finden es dann noch cool mit blockiertem Hinterrrad duch die Kurven zu schreddern. Ich versuche immer möglichts bodenschonend zu fahren und bin immer noch schneller als die meisten „Raudis“. Ich kenn viele Wege die ausgefahren sind und eine „leichte seitliche Neigung“ nützt gar nichts, wenn rücksichtlose Biker in der Mitte eine Rille pflügen. Danach läuft das Regenwasser in der Rille und der weg ist futsch. Ich sage dies als Biker und es stört mich extrem wie andere Biker, Wege die mit harter arbeit erstellt wurden, einfach so „zerstören“.

  • Martin sagt:

    Ich denke es gibt den Biker schlechthin gar nicht. Es gibt jene die auf dem Pump Track ihre Runden drehen, es gibt jene die mit dem 24 kg schweren Downhill mit der Uetlibergbahn hochfahren, einen extrem schmalen Pfad runterbrettern in Vollmontour, dann gibt es so halbwegs sportlich ambitionierte *hüstel*, zu denen ich mich selbst zähle, die den Berg sowohl selbst hoch und runterfahren, die E-Bikes naja sind ja von Gesetz her eh Töffli. Ich kann mir schon vorstellen, dass gerade durch die Downhillfraktion, welche vornehmlich da anzutreffen sind wo eben auch die Wanderer sind, weil es dort eine Bergbahn gibt ebenselben schon mal in die quere kommen. Dazu kommt sicherlich die intensivere Wegnutzung, resp der teilweise im Graubereich getätigte Wegbau resp. Ausbau, Erosion. Ich denke es braucht aber kein Verbot, keine neuen Regeln, einfach nichts. Es braucht bloss das miteinander und etwas Kommunikation, gegenseitige Rücksichtnahme und ganz wichtig es Lüti zum d Wanderer uf sich ufmerksam zmache.

    • Solange es halt Deppen gibt, die am Sonntag Nachmittag von der First aufs Faulhorn oder die Grosse Scheidegg oder in sonstigen Topspots der Wanderer biken, wird das gemeinsame Miteinander nicht unbedingt besser. Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Wichtigste, dazu ein wenig das Hirn einschalten.

      • tömsi sagt:

        Hei Peschd! Darum wundere ich mich ja so das Grindelwald Tourismus das neue Gesetz so wehemet bekämpft und Mountainbiken als wichtigen Wirtschaftszweig im Tal bezeichnte! Ich hoffe es ist nicht nur eine Wichtigmacherei der BEO Ost Touristiker! Wir werden auf alle Fälle mal wieder auf das Thema zurück kommen wenn es um den Bau einer Bikestrecke oder ähnlichem geht.

      • Roland K. Moser sagt:

        Im Jahr 2012 hat es halt nicht mehr nur Wanderer auf den Wanderwegen, sondern auch MTBs. Allerdings muss sich der MTBler bewusst sein, dass er aufgrund seiner Geschwindigkeit eine grosse Gefahr für den Wanderer darstellt.
        Allerdings verstehe ich auch den Wanderer. Er will wandern und seine Ruhe haben und nicht ständig MTBlern Platz machen müssen.

    • captain kirk sagt:

      @ Martin

      Warst du schon mal auf einer richtigen DH-Piste und hast dort einen Tag mit runterfahren verbracht? Vermutlich nicht, denn sonst wüstest du das DH-Sport wie XC Fahren, auch eine ernst zu nehmende und sehr Kraftintensive Sportart ist.
      Viele Ambitionierte DH-Faher machen deshalb auch Grundlagentraining auf dem Rennrad. Nur so nebenbei.

      Was die Konflikte auf den Kieswegen und Forstautobahnen angeht seit ihr von der Crosscountryfahrer genauso Mitschuld wie jeder andere Biker auch.
      Diese Konflikte lassen sich nicht mal durch eine Trennung der Wege erreichen, denn irgend ein Idiot schafft es mir Sicherheit sich auf den falschen Weg zu verirren. Es bringt also gar nichts im eigenen Lager die Schuld zuweisen zu wollen. Das ist nur Kontraproduktiv.

    • Roman Pinch sagt:

      „Ich kann mir schon vorstellen, dass gerade durch die Downhillfraktion, welche vornehmlich da anzutreffen sind wo eben auch die Wanderer sind…“ Ist absolut falsch! Die Enduro und Allmountainfahrer sind dort anzutreffen wo die meisten Wanderer sind. „Richtige“ Downhiller fahren auf abgesperrten Downhillstrecken und dort haben Wanderer keinen Zutritt. Diese Strecken werden auch unterhalten und instandgesetzt.

  • Thesi sagt:

    Guter Text, und der gilt für alle: Demokratie funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Es ist gefährlich, diese Projekte (nur) den Behörden zu überlassen.

  • Ott sagt:

    Ich glaube nicht, das diese Revision durch kommt. Wenn sich sogar Förster vehement für die Biker wehren und die Tourismusverbände Sturm laufen. Siehe Bericht im Bund http://www.derbund.ch/bern/Widerstand-gegen-BikeVerbot-waechst/story/19029169 Der Tourismus sollte eigentlich in der Berner Politik die mächtigere Stimme haben als die Jäger, die sich als Waldbesitzer ausgeben.

    Die Waldbesitzer kümmern die Biker auf den Pfaden recht wenig (im Bestand sieht es anders aus) Wäre ja auch etwas komisch, wenn wir (bin selber Forsti) die Bikes verbieten wollten, um im gleichen Wald mit unseren Erntemaschienen aufzufahren. Würde die Öffentlichkeit weniger verstehen.

    Falls das Gesetz im schlimmsten Fall trotzdem so durchkommt, bleibt noch das Referendumsrecht. Glaube nicht, dass die Bevölkerung für das Verbot einer Breitensportart stimmen würde.

    • Bergundtal sagt:

      Das Tragische am Ganzen ist ja, dass sich noch niemand über die im Wald verteilten Hunde-Kot-Plastiksäckli oder die liegen gebliebene Cervelatverpackung geäussert hat. In meinen Augen lösen diese Waldbenützer die grösseren Schäden aus. Klar gibt es beim biken im Regen eine Rille in den Boden, aber die ist nach dem Regen wieder „zu“. Wenn es Trampelpfade/Fahrwege gibt, kanalisiert das die Biker und der Rest des Waldes wird verschont. Die Wanderer und Hündeler welche das Wild mit lautem gejohle auch bei tiefem Schnee aufschrecken sind in diesem Gesetz ebenfalls nicht berücksichtigt.

      • Ott sagt:

        Naja, die verschiedenen Nutzergruppen gegeneinander auszuspielen bringt auch niemanden weiter. Fakt ist, es gibt bei jeder dieser Gruppen Deppen, die das friedliche Miteinander stören.

        Anstatt die Gesetze zu verschärfen, sollte man sich vielleicht besser einmal Gedanken darüber machen, wie man die bestehenden besser durchsetzen kann, um mindestens die ganz rücksichtslosen Zeitgenossen für ihr Verhalten gerade stehen zu lassen.

    • Ich bin auch sehr zuversichtlich, dass die Vorlage keine Chance hat, wenn sich gar die Förster und der Tourismus dagegen stellt. Zudem finde ich die Eingabe von Trailnet.ch mit den Gegenargumenten sensationell. Da ich selber in der öffentlichen Verwaltung tätig bin und mich auskenne mit Mitwirkungen, bin ich der Meinung, dass viele Eingaben mit mehr oder weniger dem gleichen Text weniger bringen als einige wenige Eingaben, die breit abgestützt sind, z.B. mit einer Unterschriftensammlung.

  • erich meier sagt:

    Ich fahre selber auch E-Bike, in eine Seilbahn habe ich das Vehikel noch nie geladen. Überhaupt leuchtet mir nicht ein, wieso man downhill einen Motor bräuchte. Statt Sportler verschiedener Richtungen gegeneinander auszuspielen, sollten lieber gemeinsame Interessen verteidigt werden. Also wer glaubt, in einem Nationalpark biken zu können, für den wird das böse Erwachen schon noch kommen. Z.B. im Bleniotal (von den Grünen gewünschter Adula-Park) ist die Bevölkerung solchen Plänen nicht völlig abgeneigt, solange sie der Tourismusförderung dienen. Dann aber wollte das BUWAL in Bern ein sehr strenges Nationalparkreglement über das Tal stülpen, etwa so wie im jetzigen Engadiner Nationalpark. Dann würden viele jetzige sportorientierte Besucher (Biker, Bergsteiger usw.) nicht mehr kommen. Darum gab es einen Sturm der Entrüstung im Tal. Die Grünen spielen jetzt auf Zeit und wollen mit diskretem Lobbying die Talbevölkerung doch noch auf ihre Seite ziehen. Biker und andere Sportler wären die Verlierer.

  • Mike sagt:

    Dass sich in den Kommentarspalten auf Online-Portalen hauptsächlich negative Kommentare finden, hat meiner Meinung nach mehr mit dem Internet an sich zu tun als damit, dass die Biker sich irgendwie überdurchschnittlich passiv verhalten würden oder sich nicht um das Image ihres Sports sorgen.

    Irgendwie hat man oft den Eindruck, dass die meisten Leute in erster Linie online gehen, damit sie sich über irgendwas aufregen und dann darüber absauen können. So kommt’s zum Beispiel, dass sich in den Kommentaren hier auf der Tagi-Website reihenweise stramme SVP-Wähler tummeln, während die Linken auf der Website der Weltwoche sind und dort ihren Unmut äussern. Hier im Bike-Blog ist es vollkommen unabhängig vom Thema und jeglicher Logik immer nur eine Frage der Zeit, bis das Standardposting mit dem Inhalt „alle Biker sind selbstsüchtige Rowdies und der Sport gehört komplett verboten“ kommt. Und was macht die „Frauen gehören an den Herd“-Fraktion? Richtig, sich drüben unterm Mamablog über die „Emanzen“ empören.

    Und genau darum lass ich es grösstenteils lieber, hier oder anderswo in den Kommentarspalten Imagepflege zu betreiben – es hat nämlich sowieso keinen Sinn. Wer einen Blog nur liest, um sich darüber ärgern zu können und dann in den Kommentaren Gift zu verspritzen, der tut das aus Prinzip und hört sowieso nicht zu. Imagepflege mach ich draussen auf dem Bike, indem ich mich anständig verhalte. Daran, dass es Leute gibt, die sich durch die Realität nicht von ihren Feindbildern beirren lassen, kann weder ich noch sonstwer was ändern.

    • Roland K. Moser sagt:

      Hey Dööfi
      Ich bin auch in der SVP und MTBler. Und bin seit gestern Gönner der Schweizer Wanderwege (www.wandern.ch) und seit gestern Mitglied des kantonalen Wandervereins. Nicht weil ich wandern gehe, sondern die Wanderwege mit dem MTB befahre. Wenn das jeder MTBler macht, kehrt sofort Ruhe ein.

  • Daniel Heierli sagt:

    Ein zweiter Punkt: Es gibt Bikerkreise, die elektrisch motorisierte Downhillbikes eine ganz geile Sache finden. Man muss sich nicht wundern, wenn solche Gefährte auf Ablehnung stossen! Und die Gefahr ist gross, dass die Ablehnung dann auch gleich die nicht-motorisierten Bikes mit einbezieht.

  • Daniel Heierli sagt:

    Das wichtigste wäre wohl, den Tourismusverantwortlichen klar zu machen, dass eine solche Regelung einem Bikeverbot im Kanton Bern gleichkäme.
    Bikezeitschriften könnten da vielleicht nachdoppeln und klar machen, dass sie in einem solchen Falle ihre Leser pauschal vor Ferien im Kanton Bern warnen müssten.
    Es gibt immer wieder Tourismusverantwortliche, die meinen, MTB-Routen auf Asphaltstrassen seine o.k. Man muss ihnen klar machen, dass so etwas lächerlich ist.

  • fredi emmenegger sagt:

    Warum sich Biker bzw. ihre Vertreter nicht wehren? Ganz einfach. Viele Biker und auch die Clubvorstände sitzen noch in anderen Lobbies und wollen sich deswegen nicht unbeliebt macht. So läuft das oft eben, dass man es immer jedem Recht machen muss und dabei vielleicht sogar eigenen wirtschaftlichen bzw. lokalpolitischen „Interessen“ den Vorzug gibt. Natürlich ist das auch bei anderen „Rand-“ Sportarten so. Bloss wenn es um den Ausbau von Fussballstadien oder die Bezuschussung von Skigebieten geht, kommt keiner mit dem Argument, das Geld besser für Hundesäckli auszugeben.

  • erich meier sagt:

    In der NW-Schweiz haben die Kletterer auf Verlangen des Umweltamtes BL substantiellen Felssperrungen zugestimmt, in der Hoffnung, damit eine dauerhafte Einigung mit dem Naturschutz erzielt zu haben. Leider Fehlanzeige: Auf Einflüsterung von WWF, pro Natura & Co. werden immer weiter gehende Felssperrungen verlangt. Es ist sogar schon ein totales Kletterverbot in der ganzen NW-CH gefordert worden.
    Der SAC unternimmt fast nichts, Diskussionen finden kaum statt, man hat Angst vor Meinungsverschiedenheiten unter Seilgefährten. Viele SAC-Kader sind Mitglied von WWF u.ä. und vertreten mehr deren Interessen als die des Bergsports. Privates Engagement einzelner Kletterer wird nicht gern gesehen, lieber werden weitere Felsen tatenlos preisgegeben, weil die Kader Angst haben, ihre Führungsposition zu verlieren. Ich könnte mir vorstellen, dass es in anderen Sportverbänden nicht unähnlich ist.

  • Roman Pinch sagt:

    Zum glück wohne ich in GR und kann auf jedem Weg den ich finde mit minem Moutainbike fahren. Die Tourismusgebiete in GR haben es erkannt, man kann nicht mehr ohne die Biker leben. Die paar Wanderer die im Sommer pro Tag die z.b. Rothornbahn benutzen reichen nicht mehr aus um die Kosten zu decken. Von mir aus müsste man keine DH-Strecken bauen und man müsste auch nicht zwingend die Bikes mit der Bergbahn nach ohne Fahren, aber wer lässt sich schon das viele Geld entgehen? Ein Verbot (nur noch auf 4 Meter breiten Wegen fahren = Verbot) bringt niemandem etwas und führt nur dazu das die Biker illegal auf den Wegen fahren. Geht mal nach Koppenhagen und schaut wie gut dort Biker (eher Velofahrer) integriert sind, dann wieder auf Zürich… TRAURIG!!

  • peter wichtig sagt:

    Warum ich mich bisher so selten geäussert habe?

    Weil die Gegner früher oder später den Spass am Biken/Velofahren hoffentlich selbst bald erkennen und deren Potenzial für den Tourismus und Wirtschaft (die Schweiz baut keine Autos aber hat einige der erfolgreichsten Fahrrad und Elektrovelohersteller beheimatet!)

    Ansonsten werden diese Leute halt an ihrer eigenen Ignoranz zu Grunde gehen.

  • Daniel sagt:

    Zeit ist ein rahres Gut! Die meisten Sportler stehen ja voll im Arbeits- oder und Ausbildungsleben, viele haben auch noch Familie und weitere Verpflichtungen, es bleibt also schon relativ wenig Zeit für Sport. Dazu sieht jeder Trainingsplan eine gute Portion Erholung vor. Es ist also schwierig Zeit zu finden um gegen sinnfreie Ansinnen zu kämpfen. Die Gegenseite spielt mit gezinkten Karten, der Initiator des Ansinnens das Mountainbiken im Kanton Bern quasi zu verbieten ist Angestellter beim Kantonalen Amt für Wald, Jäger und ex-Präsident des Jägerverbands, welcher wiederum gut verbandelt ist mit den Waldbesitzern und auch mit den Bauern. Alles allesamt polititsch gut eingespielte und professionelle Subventionsjäger. Nicht mal Herr Blocher wagt den politischen Kampf mit den Bauern. @Simon Eppenberger: Hier liegt das Problem, sich in Beiträgen der Tageszeitungen äussern, sich gegen die immer gleichen notorischen Nörgler ist mühsam und hat noch wenig mit Demokratie zu tun. Entscheiden wird nicht das Volk sondern der bernische Grosse Rat, ein durch und durch bürgerliches Gremium mit viel Bauerneinfluss. Der einzige Grund warum dieses Ansinnen verworfen werden könnte liegt in den Finanzen. Wenn die Tourismusverbände klar darlegen können, dass es zu finanziellen Einbussen kommen wird, dann habe ich Hoffnung, wenn nicht dann ist das schon fast gelaufen ;-(

  • Jügge sagt:

    Ziemlich einseitig und kurzsichtig! Es gibt eben auch Sportler, die ihr jetziges Vergnügen nicht auf Kosten zukünftiger Generationen ausleben wollen. Ich bin auf jeden Fall dafür, neue, RIESIGE Nationalpärke zu schaffen, denn es hat bereits genügend Trails etc, wo Biker ihrem Sport frönen können.

    • erich meier sagt:

      Damit geben Sie zu, dass Sie Biker aus RIESIGEN Gebieten aus Prinzip und undifferenziert hinausschützen wollen, weil der Naturschutz Bewegung in der freien Natur automatisch und übertrieben mit Raubbau „auf Kosten künftiger Generationen“ gleichsetzt. Es sind eben nur vordergründig Bauern oder Waldwirtschaftsbürokraten, sondern vor allen Fundo-Grüne Aktivisten die hinter den Kulissen solche Natursterilisierungsmassnahmen durchsetzen wollen. Wir Sportler werden auf der Hut sein müssen !

      • Herr Meier, auch die Wiederholung Ihrer Behauptung macht diese nicht wahrer.
        Sie durchmischen hier in unzulässiger Art und Weise politische Parteien mit Umweltschutz-Organisationen, die ab und an übers Ziel hinaus schiessen, wie etwa die Pro Natura. Genauso wie vor solchen Fundis müssen Freiluft-Sportler vor der Lobby der Jäger und Waldbesitzer aufpassen, die den Wald am liebsten exklusiv nutzen würde.

        Wie verfehlt Ihr Versuch einer parteipolitischen Instrumentalisierung der momentanen Situation ist, zeigt die Tatsache, dass mit Alec von Graffenried ein Exekutivpolitiker der Grünen Liste in Bern am Gurten dem Streckenprojekt zum Durchbruch verholfen hat. Andernorts kontert eine Partei, die sich oft als besonders sportnah inszeniert, Forderungen nach dem Bau spezieller Infrastrukturen für Biker mit (mit Verlaub) saublöden Sprüchen, wonach man sich Sportarten aussuchen solle, für die schon eine Infrastruktur bestehe, etwa Schiessen. Sie können sich vermutlich vorstellen, welche Partei hier ein seltsames Verständnis von Freiheit und Schweizer Qualität offenbart?!

    • Jürg sagt:

      Als ob Biker oder Kletterer zukünftige Generationen gefährden würden. Das Wort ‚Verhältnismässigkeit‘ scheint langsam aber sicher aus unserem Wortschatz zu verschwinden…

    • peter wichtig sagt:

      Wieso üben Mountainbiker ihr Hobby auf Kosten späterer Generationen aus???
      Im Gegensatz zu den heiligen Wanderern sind Biker auch oft bereit freiwilligen Arbeit zu leisten und etwas dafür zu tun, damit Wege unterhalten werden.
      Mountainbiken ist ein CO2 neutraler Sport, alle Auswirkungen die auf die Natur oder besser gesagt auf ein paar Wanderwegli (Wanderwege sind Eingriffe des Menschen, der Schaden ist schon angerichtet) entstehen lassen sich von Hand mit ein wenig schaufeln (von Hand, auch CO2 neutral) beseitigen.

      Ich hab kein Problem mit Nationalparks (aus Bikersicht). Die Einwohner dieser Region hätten da vllt. schon eher ein Problem. Aber wenn Wanderer diesen betreten dürfen sehe ich KEINEN aber wirklich KEINEN rationalen Grund warum dies Mountainbiker nicht tun dürfen. Wir schaden der Umwelt nicht mehr und nicht weniger.
      Zudem finde ich es auch sinnvoller Agglomerationsnah und dort wo sowieso schon im Winter Skipisten, Bergbahnen und Restaurants betrieben werden, den Sommersport zu fördern.

      und ah ja: NEIN, mit Mountainbikes fährt man nicht abseits von Wanderwegen. Ein Mountainbike ist ja kein Traktor, und aus diesem Grunde schiebt, stösst und buckelt man sein Bike nämlich schnell abseits eines Weges.

      • Dominik sagt:

        Einverstanden, Herr Wichtig, aber die Behauptung, «Mountainbiken ist ein CO2 neutraler Sport», ist ein wenig arg schön gefärbt. Womit fahren denn die allermeisten Biker an die Ausgangspunkte ihrer Touren und womit wieder nach Hause?

        • peter wichtig sagt:

          Ich persönlich bin immer mit dem ÖV unterwegs und viele meiner Kollegen tuen es mir gleich. 200 Fränkli pro jahr und das Bike ist immer im Zug mit dabei. Macht umso mehr Sinn bei Biketouren, da dort einige Kilometer mehr zurückgelegt werden als beim Wandern und so Punkt A von Punkt B ziemlich weit wegen liegen kann (was ziemlich blöd ist wenn das Auto an Punkt A einfach stehen bleibt…)
          Zudem hat eine Studie der Uni Bern ergeben, dass Biker durchschnittlich immer noch am wenigsten Fahrtweg mit dem Auto zurücklegen als viele andere Sportarten, da ich bspw. unter der Woche meine Ausfahrten immer ab Haustüre beginne…
          Aber klar, ganz CO2 neutral ists wohl nicht(es gibt wohl nichts was CO2 neutral ist, nüchtern betrachtet), auch die Herstellung eines Bikes stösst CO2 aus, aber in Relationen stehen wir immernoch besser da als die meisten anderen.

    • SomeintPhia sagt:

      .. so sind dann einfach die Wanderer im Vorteil, denn diesen hat man ja in den letzten Hundert primär die Wälder und Berge erschlossen. Der Aufschrei war wohl etwa gleich, wie nun mit den Bikern. Es hat Platz für alle!

      • Eni sagt:

        @ Dominik

        Ihr Argument greift leider nicht: Die allermeisten Wanderer gehen ja auch nicht zu Fuss vom Mittelland ins Wallis auf ihre Touren.

        • Thesi sagt:

          aber oft mit dem öV – und der dürfte eine etwas bessere Umweltbilanz haben.

          • Eni sagt:

            Ja, und wenn die Biker ihr gutes Stück mit der ÖV transportieren wollen, werden sie wiederum blöd angepisst von Fussgängern (gab doch mal ein Thema hier mit Bergbahenen). Warum kann man nicht einfach etwas toleranter sein? Mich stören die Biker nicht, solange sie sich rücksichtsvoll verhalten und nicht gerade meine Kinder oder meinen Hund (fast) umnieten und das ist ja wohl die Mehrheit von allen. Leider aber wird immer nur über die Negativbeispiele berichtet, was die Agression der aller Personen noch mehr anheizt. Dumme Menschen gibt es überall, da bildern weder Fussgänger noch Biker die Ausnahme.

          • peter wichtig sagt:

            Ins Wallis gehe ich als Biker auch ausschliesslich per ÖV. Der Zug wird von den Bikern sogar so gut benutzt, dass die SBB dass kaum mehr bewältigen kann. Hab schon desöfteren bis zu 40 Bikes im Zug ins Wallis gesehen (bei einem Veloabteil, das auf etwa 6-7 Fahrräder ausgelegt ist).

            Zu glauben Wanderer nutzen nur oder viel ÖV ist NAIV. Ein Blick an die Talstationen der Schweiz genügt um das zu widerlegen. Auf mehr als lächerlich 25% schaffen es die wohl auch kaum.

  • Peter Zbinden sagt:

    Die Biker sind halt eine kleine Minderheit gegenüber den Hundebesitzern, Spaziergängern und Stänkerer, die vom Sofa aus Kommentare schreiben. Und Minderheiten haben auf direktem demokratischen Weg sowieso keine Chance.

    • peter wichtig sagt:

      Wenn Minderheiten auf demokratischen Weg keine Chance haben, frage ich mich wie Bauern (8% der CH Bevölkerung) es zu so vielen Privilegien und Subventionen geschafft haben.

      Gemäss BASPO eine 30% prozent grosse Minderheit und somit die beliebteste Sportart der Schweiz!

      und nein: Spazieren gehen, stänkern und auf dem Sofa hocken ist gemäss BASPO kein sport!

      Wenn man dann noch Gewerbetreibende einschliesst die vom Bikesport profitieren (Fahrradindustrie, Tourismus, Verkehr, usw.) siehts dann ziemlich schnell nicht mehr noch so einer Minderheit aus.

  • Jürg Sutter sagt:

    genau: mehrheitlich draussen auf den Trails und nicht im Internet zu finden, darum gibts auch so wenige Kommentare. Schlussendlich ist der Sport draussen in der Natur, dort sollten auch die Diskussionen stattfinden…

  • erich meier sagt:

    Genau dasselbe gilt auch für viele andere Sportler: Kletterer, Wassersportler, Gleitschirmflieger usw. Die Grünen haben diese kleinen Randgruppen als Ziel entdeckt, weil sich auf ihrem Buckel leicht Umweltaktivismus machen lässt. Sogar Parkplätze am Waldrand und Feuerstellen werden aufgehoben, es ist also eine breite Bevölkerung betroffen. Unbegreiflicherweise regt sich dagegen kaum Widerstand, weil die meisten Sportler lieber in ihrer heilen Welt von einem Tag auf den anderen leben. Leider tun auch die Verbände zuwenig, um ihre Mitglieder zu sensibilisieren. Auch der SAC tut nichts, um neue riesige Nationalparks abzuwehren.

    • peter wichtig sagt:

      Ich wäre vorsichtig hier einfach mal pauschal gegen die Grünen zu schiessen. Von der Grünen Partei habe ich noch nie eine Forderung gegen Fahrradnutzer gehört, weder gegen Velofahrer noch Mountainbiker!

      Ich kanns nicht einordnen wie es bei anderen Sportarten aussieht, aber beim Mountainbiken wird in der Regel am meisten Stress von Jägern dann Gemeindeverwaltungen und Förstern gemacht. Auch in dieser Sache ist ja der „Initiant“ dieser Gesetzesänderung ein politisch aktiver Jäger, was gar nichts anderes als SVP heissen kann… passt ja auch zu einer konservativen Verhindererpartei oder?

      Erst wenn diese dann lauthals gemotzt haben, kommt dann noch von irgendwoher Pro Natura oder ein anderer Umweltverband (aber nicht die Grünen)

      • Roger Biefer sagt:

        Bitte nicht immer die gleich eine Partei anschwärzen (z. B. die Grünen). Es gibt pro und kontra auf beiden Seiten. Auch ich rege mich über die agressiven Biker auf, die quer durch den Wald fräsen und das Wild erschrecken. Dazu mit dem Auto möglichst nahe an die Trails fahren gehört bei vielen auch dazu. Fakt ist einfach, dass es enger wird und man mehr Toleranz zeigen muss. D. h. unter umständen auch mal auf gewisse Trails verzichten. Es gibt nach wie vor viele Trails und es wird auch in Zukunft noch viele Trails geben.

        • Serge Rau, Betriebsleiter BielTrail sagt:

          Ich geb jetzt mal eine Idee ein: Im OL-Sport (Orientierungslauf) ist es üblich, dass die Routen in den betroffenen Waldabschnitten mit den lokalen Behörden/Förstern/Jägern definiert/ausgehandelt werden und die „Begehbarkeit“ des Waldes auf einer Karte festgehalten wird. Vielleicht wäre ein solches Szenario in Naherholungsgebieten für MTB-Pfade auch umsetzbar?

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