Europas solideste Volkswirtschaft

Hat wirtschaftpolitisch alles richtig gemacht – und könnte die Wahlen trotzdem verlieren: Der tschechische Premierminister Bohuslav Sobotka. Foto: Ints Kalnins (Reuters)

Die umfassendste und zugleich einflussreichste Konjunkturprognose liegt seit dieser Woche vor: der Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF). Auf fast 300 Seiten einschliesslich Statistischem Anhang berichtet er ausführlich über den Aufschwung, der inzwischen fast alle Länder erfasst hat. Ausgerechnet über das Land, das in der Vorhersage insgesamt am überzeugendsten abschneidet, verliert der IWF allerdings kein Wort.

Die Rede ist von der Tschechischen Republik. Die Wirtschaft boomt, die Konsum- und Investitionsausgaben steigen. Die Unternehmen schaffen neue Stellen und die Arbeitslosigkeit ist auf ein Mehrjahrestief gesunken. Dank der hohen Auslastung am Arbeitsmarkt ziehen inzwischen auch die Löhne an, damit steigt das Einkommensniveau. Trotzdem bleibt die Inflation unter Kontrolle. Es herrscht Preisstabilität. Tschechiens Aussenbilanz ist ausgeglichen.

Hier die vier wichtigsten Prognosen des IWF für Tschechien im Überblick:

  • Reales Wirtschaftswachstum: 3,5 Prozent (2017), 2,6 Prozent (2018)
  • Arbeitslosenrate: 3 Prozent in beiden Jahren
  • Inflation: 1,3 resp. 1,6 Prozent
  • Leistungsbilanz: 0,6 resp. 0,1 Prozent des BIP

Manches andere Land in Europa erzielt dieses und nächstes Jahr zwar mehr Wirtschaftswachstum, aber nirgendwo fällt der Mix so günstig aus. Tschechien verzeichnet die niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU. Im weiteren europäischen Vergleich liegen nur Island und die Schweiz gleichauf. Allerdings kämpft der Inselstaat mit einem überhöhten Leistungsbilanzüberschuss, während die Schweiz bekanntlich in Sachen Wirtschaftswachstum enttäuscht.

Neue Beschäftigung

Tschechien liefert den Beleg, dass technischer Fortschritt und Beschäftigungswachstum Hand in Hand gehen können. Seit die kräftige wirtschaftliche Erholung im Jahr 2014 begann, lassen sich 42 Prozent des Wirtschaftswachstums auf die Schaffung neuer Beschäftigung zurückführen. Fortschritte bei der Arbeitsproduktivität machten 55 Prozent des BIP-Wachstums aus. (Die restlichen 3 Prozent wurden durch längere Arbeitszeiten erzielt.)

Zugegeben, das Land profitiert von seiner günstigen Lage zwischen zwei ökonomischen Powerhäusern. Der Grossteil der Industrieproduktion wird nach Deutschland und Polen exportiert. Endabnehmer ist meist die Automobilindustrie. Aber der Standort Tschechien ist konkurrenzfähig. Im «World Competitiveness Report» des WEF hält das Land Platz 31 (von 138) vor Polen und der Slowakei.

Kluge Wirtschaftspolitik

Dass Tschechien sich auf dem richtigen Weg befindet, ist nicht zuletzt der Politik zu verdanken. Die Regierung hat wirtschaftspolitisch gute Arbeit geleistet. Angefangen vom Euro-Mindestkurs, den die Notenbank dieses Jahr erfolgreich beendete, ohne einen Wechselkursschock auszulösen, bis zu der besonnenen Haushaltspolitik der Regierung. Es wurde alles richtig gemacht. Der Sparkurs der Jahre 2011 bis 2013 zahlte sich aus. Die Haushaltsdefizite wurden kleiner, seit 2016 werden Überschüsse eingefahren.

Die Staatsverschuldung ist gering und hat seit 2013 von 45 auf 35 Prozent des Bruttoinlandprodukts abgenommen. Dieses Jahr führte die Regierung zudem eine Schuldenbremse ein. Der IWF prognostiziert, dass die Schuldenquote in Zukunft um rund 2 Prozentpunkte pro Jahr sinken wird.

Die sonst so strenge Rating-Agentur Moody’s bescheinigt der Regierung Umsicht in Finanzfragen und eine solidere Haushaltspolitik als in vergleichbaren Staaten. Im Original lautet das so: «The Czech Republic has a track record of effective fiscal prudence with strong budgetary performance since 2010, outperforming its peers as well as the A-median of Moody’s-rated sovereigns.»

Wahlen unter Korruptionsvorwürfen

So weit die guten Nachrichten. In Tschechien zeigt sich allerdings ein weiteres Mal, dass ein wirtschaftspolitisch erfolgreicher Leistungsausweis den Regierenden nicht automatisch mehr Zustimmung in der Bevölkerung einbringt. Barack Obama und Angela Merkel haben diese Erfahrung bereits gemacht. Nun ist die Reihe am sozialdemokratischen Premier Bohuslav Sobotka.

Am 20. und 21. Oktober wird ein neues Parlament gewählt. Der Streit mit der EU um die Flüchtlingsfrage und eine politische Schlammschlacht dominieren den Wahlkampf. Sie scheinen die Wahlen auch zu entscheiden. Die regierenden Sozial- und die Christdemokraten steuern auf eine Wahlschlappe zu. Ihr aktueller Koalitionspartner «Partei der Unzufriedenen», ANO, ist zwar mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Sie führt die Umfragen trotzdem klar an, dank einer «Mischung aus populistischer Rhetorik und professionellem politischem Marketing», wie die deutsche Konrad-Adenauer-Stiftung schreibt.

EU-Fördergelder für die eigene Tasche

Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes könnte ein Mann Regierungschef werden, gegen den die Polizei ermittelt: ANO-Präsident Andrej Babis. Der Medienzar musste dieses Jahr bereits seinen Posten als Finanzminister räumen. Er soll unter anderem EU-Fördergelder in die eigene Tasche abgezweigt und Steuern hinterzogen haben. Das Parlament hat nicht nur ihm, sondern auch dem ANO-Fraktionsvorsitzenden die Immunität entzogen.

Es läuft also nicht alles rund in Europas vermeintlich solidester Volkswirtschaft. Sieben Jahre nach dem Ausbruch der Eurokrise zeichnet sich ab: Europas Schwäche hat nicht mehr primär wirtschaftliche Ursachen, sondern sie ist mehr und mehr politischer Natur.

62 Kommentare zu «Europas solideste Volkswirtschaft»

  • Linus Huber sagt:

    Die Konrad-Adenauer-Stiftung schreibt ebenfalls:
    „Themen wie Korruption, Politikverdrossenheit, EU-Skeptizismus und Migration gewannen an Bedeutung.“

    1. Inwieweit der vermeintliche wirtschaftliche Erfolg auch beim Durchschnittsbürger ankam, dürfte zumindest umstritten sein.
    2. … und selbst wenn: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

  • Marcel Senn sagt:

    Paradoxon: Die tschechische Zentralbank war eben genau dank dieses wirtschaftlichen Erfolges und der sehr teuren Krone 12 Jahre lang von 2002-14 insolvent (leichte Unterbilanz) aber trotzdem quietschfidel! Aehnlich wie die CH musst die tschech. ZB massiv eingreifen und die Krone schwächen und dies führte zur Unterbilanz – aber ZB können ja nicht so schnell echt pleite gehen!

    http://blogs.faz.net/fazit/2015/04/05/zwoelf-jahre-lang-insolvent-und-trotzdem-quietschfidel-was-bedeuten-verluste-fuer-zentralbanken-1-5501/

    • Marcel Senn sagt:

      Nachtrag ZB können eigentlich gar nie pleite gehen, denn sie können immer noch die pyhische Druckerpresse anwerfen – und eben nicht die virtuelle via Giralgeld — diesen Unterschied kennen die meisten nicht, den bei Giralgeld besteht dann immer eine Schuld gegenüber den Geschäftsbanken in der ZB Bilanz, und bei der pyhisischen wird das zwar auch auf die Passivseite gebucht, aber das ist sowas wie Quasieigenkapital, denn ich als Bürger könnte einen 1000er dann nur gegen einen anderen 1000er eintauschen.
      .
      Kein Wunder druckt die US Fed mittlerweile fast 100 Mrd physische $-Scheine im Jahr (akt. Stand fast 1.5 Bio $) – das ist die einzige Möglichkeit für die Geld ohne Verpflichtung zu produzieren!
      https://www.federalreserve.gov/paymentsystems/coin_currcircvalue.htm

      • Maiko Laugun sagt:

        @Marcel Senn: Danke für diese Spezifizierung.

        Meinem bescheidenen Verständnis nach zeigt genau dies ein Dilemma:

        Die Geschäftsbanken (aus deren Sicht!) wollen das Bargeld (!) abschaffen, denn nur Giralgeld erzeugt eine Forderung gegenüber der Nationalbank (Passive Bilanz) und Bargeld (physisches Drucken/Prägen von Münzen) erzeugt eine Pseudo-„Quasi-EK“, obwohl es dies doch eigentlich nicht wirklich ist (Steuerzahler).

        P.S. Im Beitrag steht: „Die Regierung hat wirtschaftspolitisch gute Arbeit geleistet. Angefangen vom Euro-Mindestkurs, den die Notenbank dieses Jahr erfolgreich beendete, ohne einen Wechselkursschock auszulösen, bis zu der besonnenen Haushaltspolitik der Regierung.“

        Impliziert doch eigentlich, dass die Regierung (Exekutive) über die Nati bestimmt ….?

        • Marcel Senn sagt:

          Maiko: Wieso Steuerzahlter? Wenn eine Zentralbank Banknoten physisch druckt, dann kostet das den Steuerzahler Null und Nix.
          Der Steuerzahler zahlt höchstens irgendwann via Inflation, wie das z.B. in Argentinien immer noch der Fall ist trotz neoliberaler Regierung und signifikanter Nachfrageschwäche infolge hoher Preise.
          .
          Aber das Beispiel Tschechien zeigt doch eigentlich ganz gut, dass eine Zentralbank auch mit Unterbilanz weiterfunktionieren und die Währung stark bleibt und die Wirschafts floriert.
          .
          Es besteht noch Hoffnung für Heidiland – die SNB hat ein historisches Rekordhoch an Eigenkapital von 110 Mrd (+noch rund 75 Mrd Quasieigenkapital). Der € könnte theoretisch ca 37% einbrechen + das SNB-EK wäre erst auf null + hätte noch ein Abwertungsreserve von mind 75 Mrd -cool

          • Maiko Laugun sagt:

            @Marcel Senn: Danke für die Erklärungen. Was meine beschränkte Intelligenz nicht versteht, ist Folgendes:

            Wenn eine ZB physisches Geld druckt ohne Konsequenz für den Steuerzahler – warum kreieren die dann immer noch Giralgeld? Denn genau dies (passive Bilanz = Forderung der Geschäftsbanken gegenüber einer ZB) stärkt nichts anderes als die Geschäftsbanken – und schwächt umgekehrt eine NB (z.B. SNB oder die tschechische NB).

            P.S. Wie würden denn die Geschäftsbanken reagieren, wenn z.B. (rein hypothetisch!) der EUR massiv einbrechen würde? Dann würden die Geschäftsbanken doch als Kreditgeber gegenüber der NB (SNB) ihre ..“..mit 5% Tragfähigkeitsnachweis der Banken..“ nicht mehr gerecht gerecht werden, oder?

          • Maiko Laugun sagt:

            Die SNB (auch die tschechische NB?) hat also auf Kredit gegenüber den Geschäftsbanken den Mindestwährungs-Kurs verteidigt. Warum nicht mit physischem Drucken von Geld = Quasieigenkapital?

      • Maiko Laugun sagt:

        Die Vollgeld-Initianten im Heidiland sind da (leider!) im gleichen Spitale krank.

      • Maiko Laugun sagt:

        „..das ist die einzige Möglichkeit für die Geld ohne Verpflichtung zu produzieren!“

        Besteht denn keine Verpflichtung – gegenüber dem Steuerzahler – durch ‚Verwässerung‘ der Währung?

        • Marcel Senn sagt:

          Verwässerung besteht erst wenn die Consumer Price Inflation steigt – Asset Inflation ist eben Wertsteigerung – wenns zur Blase wird – wenn die meisten sich kein Häuschen mehr kaufen können und die Hypozinsen steigen – und mit 5% Tragfähigkeitsnachweis der Banken hats da eine gewisse spatzig und dann die Nachfrage massiv nachlässt. Dann gehts nach unten.
          .
          Aber physisches Geld macht in der CH gerade mal ca 11% des BIP aus.
          In den USA trotz gigantischen rund 1.5 Bio $ in grünen Scheinen (weltweit verstreut und zumeist mit Drogenspuren angereichert) sind gerade mal 7.77% des US-BIP und bei den €-Geldscheinen um die 10%: Also alles noch im unteren Bereich.

  • Rolf Zach sagt:

    Vergessen wir nicht, dass Tschechien in der Donaumonarchie das industrielle Herzstück war und Hitler hätte ohne die Annexion des Sudetenlandes und der Besetzung von der Rest-Tschechien massive Schwierigkeiten gehabt, seine Kriegsmaschinerie auf höhere Touren zu bringen. Die Tschechoslowakei von 1939 war genau so gut industrialisiert wie die Schweiz. Denken wir an ihre Schmuckstücke, wie Skoda, Bata und die Witkowitzer Eisenwerke. 1945 war in Kontinental-Europa nur die Industrie in Tschechien, der Schweiz und Schweden vollständig erhalten. Ohne ihre fanatische Russen-Liebe und die Vertreibung der Sudetendeutschen hätten die Tschechen ein Pro-Kopf-Einkommen wie wir Schweizer und höher als was die Deutschen heute haben.

    • Jan Svoboda sagt:

      wieder einmal ein Lacher des Herrn Zach
      die Tschechen waren nach 1945 natürlich den Russen für die Befreiung dankbar, sie waren aber bestimmt keine Russophiler, die Aufteilung der Europa und unterstellung der CSR unter die Fuchtel Stalins hatten die Tschechen den Verrätern Roosevelt und Churchill zu verdanken die es dem Stalin an der Jalta Konferenz abgenickt haben. Die Abschiebung der Sudetendeutschen wurde ebenfalls von den Grossmächten an der Potsdamer Konferenz entschieden und es ist mehr als Verständlich dass die Tschechen es mehr als gern ausgeführt haben,denn unter den Deutschen waren gerade die Sudetendeutschen im Krieg die schlimmsten Schergen, eine grosse Zahl von ihnen war übrigens nicht vertrieben, sie flüchteten schon vorher aus Angst und im Wissen über die eigene Schuld.

      • Rolf Zach sagt:

        Nun, es ist immer schrecklich, wenn sich Menschen derartige Verbrechen gegenseitig antun, wie dies zuerst die Deutschen an Tschechen und am Schluss die Tschechen an den Deutschen. Unter dem Strich, wenn man die Slowaken und Juden nicht einrechnet, sind dabei mehr Sudetendeutsche umgekommen als Tschechen. Aber was soll dies, jeder Ermordete ist zuviel, auch wenn der Ermordete Schuld auf sich geladen hat.
        Immerhin hat Präsident Benesch gegenüber Colville (Sekretär Churchill) behauptet, Stalin habe zu Recht seine Gegner als Verräter 1936 und 1937 abgemurkst. Er war nämlich von Stalin begeistert. Das Attentat auf Heydrich war die Idee von Benesch, der unbedingt wollte, dass die Alliierten, dass Münchner Abkommen widerriefen. Den der Zeitpunkt des Attentates auf Heydrich war der Juni 1942.

        • Rolf Zach sagt:

          Es ging damals den Russen an der Ostfront nicht so, wie sie es nach der Verteidigung von Moskau Ende 41 gewünscht hatten und Eden war zum damaligen Zeitpunkt nicht interessiert das Münchner Abkommen zu kündigen. Die Tschechen akzeptierten widerwillig die deutsche Besatzung. Es war aber für zivile Deutsche nicht gefährlich, sich damals in Böhmen und Mähren zu bewegen. Prag war nicht Paris, aber es lies sich dort für alle Deutschen angenehm leben. Die abscheuliche Antwort der Deutschen auf die stümperhafte Ermordung von Heydrich war der Königsweg 1945 für die Berechtigung 3 Mio. Sudetendeutschen blutig zu vertreiben, ein Drittel der Bevölkerung von Böhmen und Mähren. Wohl haben die Russen Prag befreit, aber die Amerikaner Pilsen. Wie war es mit dem Kommunisten-Putsch von 1948?

          • Rolf Zach sagt:

            Die Arbeiter waren für das kommunistische Paradies, das tschechische Bürgertum weniger, was auch die Biographie von Havel und der Tod von Außenminister Jan Masaryk 1948 zeigte. Immer waren aber Chamberlin, Churchill, Roosevelt und Stalin verantwortlich für das Unglück des tschechischen Volkes, nie die tschechische Elite, die sich immer heldenhaft verhielt und ihr Volk auf den humanen Weg führte.

          • Rolf Zach sagt:

            Im Artikel wird der wirtschaftliche Aufschwung von Tschechien mit Respekt beschrieben und wir können alle in Europa froh sein, dass Tschechien wirtschaftlich erfolgreich ist. Aber haben Sie schon bemerkt, verehrter Herr Svoboda, dass die ausländischen Direktinvestitionen in der tschechischen Industrie, wie auch in der slowakischen enorm sind. Skoda gehört VW und Siemens. Bata ist nicht als Hauptsitz zurückgekehrt und Rest Witkowitz ist russischer Privatbesitz. Die Schweizer, die Österreicher und die Deutschen lagern viele Arbeitsplätze nach Tschechien um und gründen dort Zweigwerke. Ein absolut nachvollziehbares und rationelles Verhalten.
            Den 100 x lieber in Tschechien als in Bulgarien und sogar in Polen, von Ostasien und den USA ganz zu schweigen.

          • Rolf Zach sagt:

            Warum ist Bayern heute ein derart reiches Bundesland. Die vertriebenen Sudetendeutschen haben maßgeblichen Anteil daran. Wäre unsere Brown Boveri mit den Schweden zusammengegangen, wenn Benesch die Sudetendeutschen nicht vertrieben hätte? Die schwedische ASEA war damals nichts gegenüber Ringhoffer-Tatra. Und wo ist heute der Aussiger Verein und was war er damals? Ein ernsthafter Konkurrenz zu IG Farben. All dies haben die Tschechen in Kauf genommen, um von den Russen die Erlaubnis zu erhalten 3 Millionen Menschen mit Brutalität davonzujagen. Rache ist süß, aber der Zucker ist nicht immer gesund!

          • Jan Svoboda sagt:

            Herr Zach ihre Gelaber sind zwar amüsant, aber die konstruierten Zusammenhäge und Gejammer um die ach so gute Sudetendeutsche sind es nicht Wert auf so viel Unsinn einzeln einzugehen. Auch die Loblieder auf die Wirtschaft der CR zeigen dass Sie keine Ahnung haben wie die Dinge laufen. Aus der Sicht der int. Konzerne, der an sie angehängten korrupter Politik und ihrer Paten in Brüssel ist die CR bestimmt ein Erfolg, der Bevölkerung hat es nichts gebracht, die Profite fliessen nämlich ins Ausland.

          • Jan Svoboda sagt:

            was den V.Havel betrifft, der wurde mit Geldern und durch westliche Medien nicht zufällig zum Dissidenten und Intellektuellen hochstilisiert weil er aus einer Kollaborateur-Familie der Gestapo stammte und deshalb gut erpressbar war, und nichts anderes als Trinker und Schürzenjäger war, der übrigens auch an die KP Mitgliedschaft kandidierte. Er hat sich dafür auch mit einem Kniefall vor den SudetenD und Beihilfe zur Plünderung der CR Betriebe durch den Westen bedankt. Die meisten Tschechen spucken wenn sie den Namen hören.

          • Jan Svoboda sagt:

            übrigens, die uberwiegende Mehrheit der SD war geordnet abgeschoben und die wenigen Exzesse wurden dann durch die SD vom Jahr zum Jahr immer mehr aufgebauscht. Sie sollten noch dankbar sein dass man sie nicht wie die Russen an die Wand gestellt oder in den Gulag geschickt hat. Und abgeschoben waren keine 3 Millionen sondern höchstens 2, die anderen sind selber geflohen und 200000 Deutsche haben in CR bleiben dürfen. Die Anzahl der Toten bei der „wilden“ Abschiebung war zwischen 15000 und 30000.

          • Maiko Laugun sagt:

            „Die meisten Tschechen spucken wenn sie den Namen hören.“

            Wieviel % sind es denn, Herr Svoboda?

      • Johannes sagt:

        Ach deshalb hat jeder Tscheche einen Heiligenschein.

  • M. Vanecek sagt:

    Nach Informationen der CZ Nationalbank liegt die Inflationsrate bei 2.7%
    und nicht 1.6%

    • Linus Huber sagt:

      Ja, da liegen Sie richtig. Der Verfasser des Artikels scheint sich auf die Prognose des IWF für 2018 zu beziehen. Es zeigt auf, dass die Prognosen eines IWF mit all seinen Ökonometrikern wohl oft nicht das Papier Wert sind, auf welchem sie geschrieben werden.

      • Marcel Senn sagt:

        Tschechien hatte 2014 eine Inflation von 0.11%,
        2015 0,00%, !
        2016 2.01%
        2017 auf Jahresbasis zwar 2.69% aber Aug und Sept waren beide mit 0.1% negativ (nicht annualisiert: also ein Downtrend, der auf eine tiefere Inflation für 2017 hinweist!
        .
        Huber kennen Sie denn schon die tschechische Inflationsrate von 2018, dass Sie sich hier anmassen sich über irgendwelche IWF Oekonometriker lächerlich zu machen?
        Scheint mir doch etwas gar überheblich was Sie hier wieder mal von sich geben, vor allem wenn man die Zahlen so oberflächlich husch husch googelt und dann meint man hätte eine echte Ahnung!
        Also bitte keine faulen Sprüche mehr über Oekonometriker!

        • Linus Huber sagt:

          Nun, die Inflationsrate für 2016 lag mit 2.01% um etwa 50% höher als die oben erwähnten 1.3%. Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, daher fragt es sich, welchen Nutzen solche Daten überhaupt produzieren. Die Bevölkerungen merken auch ohne diese teilweise manipulierten Propagandamittel, ob und inwiefern es ihnen besser oder schlechter geht oder Inflation, welcher Art auch immer, vorliegt.

          Ich kann keinen „Downtrend“ in der Inflationsrate in 2017 erkennen, was nicht heissen muss, dass eine Reduktion der Inflation nicht möglich sein kann.

          https://tradingeconomics.com/czech-republic/inflation-cpi

        • Linus Huber sagt:

          Wissen Sie Marcel, auch die Ökonometrie hat seine Berechtigung, nur muss man deren Stellenwert richtig einschätzen. Der Ökonometriker nimmt im Feld der Wirtschaftslehre in etwa die Position eines Buchhalters in einem Unternehmen ein, während ein wirklicher Ökonom mit der Stellung eines Unternehmers zu vergleichen wäre.

          • Anh Toàn sagt:

            Ach so ist das.

            Danke Herr Huber.

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Vom Rechnungswesen scheinen Sie aber in etwa ähnlich wenig Ahnung zu haben wie von Oekonomie. Ein Oekonometriker wäre in ihrem Vergleich wenn schon einem Controller gleichzusetzen, der dem Unternehmer die Entscheidungsgrundlagen liefert, ohne welche der Unternehmer einfach etwas planlos in der Luft agieren würde.

          • Linus Huber sagt:

            Sie verwechseln Stellenwert mit Funktionsweise.

          • Linus Huber sagt:

            @ Marcel

            Da wir gerade ueber Buchhalter sprechen, hier ein Link zu einem Blog, welcher viel Zahlenmaterial bietet. Noland hat einen „accounting background“ und wurde daher nicht anhand von fehlerhaften ökonomischen Modellen indoktriniert. Wenn Sie ihn noch nicht kennen, mag er Ihnen als zusätzliche Bereicherung dienen.

            http://creditbubblebulletin.blogspot.com/2017/09/weekly-commentary-q2-2017-z1-report.html

          • Marcel Senn sagt:

            Huber Besten Dank -Ist wie Ostereiersuchen: die 13 Bio habe ich neulich im IWF Artikel über die Verschuldung der Weltwirtschaft nämlich auch noch überall gesucht (im BIS Report sind sie drin) (gut es fehlen noch ca 8-12 Bio mehr, die einfach irgendwo „vergessen“ wurden von Lagarde und Co)!
            “Global debt may be under-reported by around $13 trillion because traditional accounting practices exclude foreign exchange derivatives used to hedge international trade and foreign currency bonds, the BIS said

          • Marcel Senn sagt:

            Ja Huber – die Versagerökonometriker vom IWF kommen für die G20 für Public und non-fin Corp und Household Debt Ende 2016 bei identischen Kategorien auf 135 Bio – BIS auf 149 Bio und der Senn auf ca 156 bis 159 Bio $.
            Scheint politisch so gewollt zu sein um uns Sand in die Augen zu streuen!
            .
            Für Zahlenmenschen die einen unvollständigen Job machen habe ich zugegebenermassen auch nur Verachtung übrig!!

          • Anh Toàn sagt:

            Sehr geehrter Herr Huber

            Ich bin nun ein wenig verwirrt, aber ich bin sicher, bei Ihnen geholfen zu werden:

            a) Die Unternehmer haben den höchsten Stellenwert.
            b) Die 0.1% beeinflussen die Regeln zu ihren Gunsten.

            Jetzt habe ich mir die Forbes Liste und die der Bilanz angesehen: Da sind fast nur Unternehmer.

            Also sind doch die Unternehmer die 0.1 Prozent?

          • Anh Toàn sagt:

            Diese Unternehmer schützen sich vor Verantwortung, indem sie sich hinter Kapitalgesellschaften verstecken. Sie haben die Gesetze so beeinflusst, dass sie es können. Genauso wie diese Unternehmer die Steuergesetze so beeinflussen, dass sie legal nirgendwo Steuern bezahlen. Das sind diese moral hazard 0.1 Prozenter, die Unternehmer mit hohem Stellenwert, welche den Mittelstand infantilisieren um von ihm zu sich umzuverteilen. „Die Unternehmer“ arbeiten nicht, sie inevstieren ihr Kapital, lassen ihr Geld und die Arbeitnehmer „arbeiten“, die „Unternehmer“ ist nur ein anderes Wort für „das Kapital“:

            Das Kapital beeinflusst die Regeln um zu sich umzuverteilen, aber das Kapital hat hohen Stellenwert, also ist das gut so.

            Wer würde unternehmen, wenn man damit nicht reicher würde?

          • Monique Schweizer sagt:

            Anh: Das Kapital wurde oft aus dem Nichts erschaffen. Bestes Bsp. Facebook – vor 14 Jahren eine Idee an einer Uni – heute über 500 Mrd Börsenwert, der Unternehmer Zuckerberg über 60 Mrd schwer – gut 99% davon will er der Gesellschaft wieder irgendwann zurückgeben, falls sich die Menschen nicht irgendwann vorher von FB wieder abwenden und neue Gadgets zum Zeitvertreib finden und Mark dann noch genug übrig bleibt zum verteilen — er ist ja noch jung. Gut der investiert ja auch noch in andere Sachen.
            Immerhin sind die Top Names bei Forbes zumeist auch bei Givingpledge.org oder betreiben selber grosse soziale Stiftungen. Nicht so wie bei den Blochers, denen es primär ums unlimitierte Raffen und pol. Macht via Volchsuffhetzete geht – diese Art Unternehmer ist echt verwerflich!

          • Anh Toàn sagt:

            „Immerhin sind die Top Names bei Forbes zumeist auch bei Givingpledge.org oder betreiben selber grosse soziale Stiftungen. “

            Ja man stiftet die Hälfte der Beute. Früher an die Kirche, heute an soziale Institutionen.

          • Monique Schweizer sagt:

            Anh: Ich finde die Idee des Givingpledge eine gute Sache und das ist mehr als einfach nur eine weitere Steueroptimierung oder Gewissenserleichterung.
            Und was heisst denn da „Beute“? Die Jungs von Google, Facebook, auch Apple haben alle mal in Studentenbuden oder Garagen angefangen. Gut über die Produktionsmethoden z.B. von Apple in China bei Foxconn kann man wirklich streiten. Da gibts Ausbeutung, die bei den hohen Margen wirklich nicht nötig wäre zumal die Applekundschaft wirklich bescheuert hohe Preise zahlt.
            .
            Ich finde so Milliardäre (Buffet 31 Mrd gespendet, Gates 27 Mrd..) immer noch sympathischer als unendlich raffgierige wie z.b der Herrliberger & Töchtere. Was bringen solche der Gesellschaft – wenig bis nichts!
            https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_philanthropists

          • Monique Schweizer sagt:

            Musste jetzt gleich mal recherchieren – Ja Cook von Apple ist auch bei Givingpledge

            https://www.forbes.com/sites/howardhusock/2015/03/29/tim-cooks-800-million-giving-pledge-why-its-so-important/#3de7c5dd140b

            Logisch kaufen die sich auch ein „Image“ als Wohltäter der Menschheit, aber in den Zeiten der noch nie dagewesenen Kapitalakkumulationen ist dieses Denken noch ein Hoffnungsschimmer.
            Hätte ich eine Mrd. Vermögen – ich wäre dort auch dabei!
            Ich wüsste nicht was ich sonst alles mit all der Kohle machen sollte. Sich ein Dutzend Villen und Schlösser kaufen wie z.b. Nicolas Cage und dann die Steuern nicht mehr bezahlen können und immer nahe am Bankrott vorbeisteuern — viel bescheuerter geht es wohl kaum noch.
            Und der Typ ist kein Einzelfall!

          • Maiko Laugun sagt:

            @Monique Schweizer: Fast immer stimme ich Ihren geschätzten Kommentaren zu. Trotzdem, ein kleiner Verlaub zu Folgendem:

            „Produktionsmethoden z.B. von Apple in China bei Foxconn kann man wirklich streiten.“

            Ja, kann man. Allerdings sind genau dort die Bedingungen besser, weil dieser Zulieferer im internationalen Fokus steht, wobei „besser“ natürlich nicht gleich gut bedeutet.

          • Monique Schweizer sagt:

            Danke Maiko – Sie als „unser Mann vor Ort“ haben da den besseren Ueberblick.
            Wenn sich dort die Arbeitsbedingungen jetzt wirklich verbessert haben, dann ist das ja eine erfreuliche Meldung.
            Alles andere wäre dann eben schon ziemlich heuchlerisch – bei Givinigpledge beitreten, aber gleichzeitig Leute ausbeuten – das passt nun mal gar nicht zusammen!

          • Maiko Laugun sagt:

            @Monique Schweizer: Ich habe keinen direkten Einblick. Mein bescheidener Kommentar stützt sich lediglich auf allgemeine Einschätzungen hier in China. Gruss an Sie.

          • Anh Toàn sagt:

            @Monique Schweizer:

            – Der Zuckerberg soll doch auch seine frühen Partner über den Tisch gezogen haben? Ausserdem haben die Private Equity Kapitalisten mehr mit Facebook verdient als Zuck.
            – Aber nehmen Sie mal die anderen, Bill Gates gilt ja als Superaltruist: Sein vermögen hat er mit illegalen Marketingpraktiken gemacht, Microssoft wurde in fast jedem Markt letztlich verurteilt und musste zahlen, aber konnte dies solange herauszögern, bis man ohnehin das Monopol hatte und was zu bezahlen war, da man inzwischen riesig war, Peanuts.

            Ja, ich finde Bill Gates ein gutes Beispiel dafür, wie man klaut, die hälfte der Beute spendet und dann noch „selig gesprochen“ wird in talk Shows.

          • Anh Toàn sagt:

            Vor rund 500 Jahren, da gab es noch keine Kommunisten, schrieb Desiderius, Erasmus von Rotterdam:

            Niemand kann grossen Überfluss an Reichtümern erwerben oder behalten, frei von Sünde.

            Oder einfacher sage es ein Hippie auf Sizilien: Wer viel mehr hat als die anderen, ist entweder ein Dieb oder der Sohn eines Diebes.

  • Anh Toàn sagt:

    Die Staaten der EU haben Probleme politischer Natur, mit dem aufkommenden Rechtsnationalismus. In den starken USA ist der Rechtsnationalismus bereits an der Macht: Hat nicht eher die USA politische Probleme? Stehen kurz vor einem Atomkrieg? Das Land ist gespalten??????

    • Anh Toàn sagt:

      Wenn das Volk tatsächlich Idioten wählt (Trump, Österreich?) ist anscheindend die gelenkte Demokratie nach Putin der Idealzustand: Da kann sowas nicht passieren, da sagt Putin alle vier Jahre, dass er jetzt wiedergewählt wird als Cheffe, ob jetzt Regierungschef oder Präsi.

      • Anh Toàn sagt:

        Da hiess es immer, die Rechtsnationalen gewinnen, weil wegen schlechter Wirtschaft: Dummes Zeugs, Rassismus ist wieder „Salon-“ bzw Talk-Show und Kommentarspalten fähig geworden. Die Ratten fühlen sich berufen,. aus den Löchern zu kriechen, sie fühlen sich nicht mehr allein.

        Und wenn alles vorbei ist, und es sind noch ein paar übrig, werden sie sich fragen, wie das passieren konnte.

        • Anh Toàn sagt:

          Wir müssen endlich akzeptieren, dass Rassismus noch immer tief in der Gesellschaft verankert ist.

          Es haben nicht Dölfi und Seppi alles alleine gemacht, viele sind freudig singend hinter den Fahnen marschiert, oder haben Gecshäfte angezündet und Parolen an Häuser geschmiert, so wie man heute Islamfeindliches in Kommentarspalten schmiert und die Masse applaudiert:

          Der Traum von Weltbürgerschaft und internationaler Moralität wird heutzutage als naiv verlacht, oder als Weltdiktatur verteufelt:

          Heil der Rasse, Heil der Nation. Heil ihr Löcher

          • Anh Toàn sagt:

            Mit der Störchin wird jemand im, Bundestag sitzen, die auf Kinder schiessen lassen will.

            Solange Patriotismus als etwas positives gilt, wird sich nicht ändern. Heimatliebe liebt die Landschaften, die Leute, das Essen, wo man aufgewachsen ist. Patriotismus liebt das „Vaterland“ die Nation, ist stolz auf die Nation (alle wollen stolz sein auf ihre Nation, aber keiner will sich schämen: Fremdstolz geht genau so wenig wie Fremdschämen.

          • Anh Toàn sagt:

            Wäre ich wie Hber, würde ich verlangen alle Patrioten an den Freiheitsbaum zu hängen.

          • K.A. Barett sagt:

            @Anh Toàn
            Man darf nicht alles über den (eigenen) ideologischen Kamm scheren. Der Nationalismus in seiner faschistoiden Form ist abzulehnen. Der Internationalismus in seiner ideologisierten Version aber ebenfalls. Weshalb? Ein „Weltstaat“ müsste totalitär organisiert sein. Eine globale demokratische Verfassung, ein ebensolcher Rechtsstaat, ein Steuersystem, innere und äussere Sicherheit, usw. Das kann nicht funktionieren.
            Das Modell ist utopisch und brandgefährlich.

          • Rolf Zach sagt:

            Bin einverstanden mit Ihrer Differenzierung von Nationalismus und Patriotismus. Diese feine Unterscheidung hat bereits der große Soziologe Max Weber gemacht. Er war sicher kein Rassist, hat aber davon gesprochen, dass das Deutsche Reich aufpassen muss wegen den polnischen Wanderarbeiter in den Ostgebieten. Es geht nicht an, dass diese anfangen deutsches Land in polnisches zu verwandeln, auch wenn ihre Gebieter deutsche Junker sind.

          • Rolf Zach sagt:

            Anh Toàn. Vergessen wir nicht, dass der Rassismus für Hitler notwendig war, um das einfache deutsche Volk irgendwie für den Krieg zu begeistern. Das deutsche Volk hat Hitler nie (!) mit Mehrheit gewählt, es war die deutsche Macht-Elite (Reichwehr+Adel zuvorderst) (auch Stauffenberg, Witzleben+Beck) die Hitler als Steigbügelhalter dienten.
            Man muss unterscheiden zwischen dem eher passiven Rassismus der einfachen Leute (die wollen keine Konkurrenz und es ein wenig besser haben als andere) und dem aktiven Rassismus von Macht-Eliten, um ihre Herrschaft durchzusetzen.
            Demokratien sind für kriegerische Aggressionen schwer fällig. Le Duan, als härtester Verfechter der Kriegspartei, hat sicher nicht vorgeschlagen, die Nord-Vietnamesen über den Krieg zu befragen. Nationalist oder Patriot?

          • Anh Toàn sagt:

            @K.A. Barett „Ein „Weltstaat“ müsste totalitär organisiert sein. Eine globale demokratische Verfassung, ein ebensolcher Rechtsstaat, ein Steuersystem, innere und äussere Sicherheit, usw. Das kann nicht funktionieren.“

            Warum?
            Was ist denn die maximale Grösse für einen demokratischen, föderalen (wenn gross wohl zwingend), Rechtsstaat?
            Sind die USA schon zu gross? Ist Indien zu gross?

          • Anh Toàn sagt:

            Um „äussere Sicherheit“ zumindest müsste sich ein Weltstaat nur sorgen wegen Aliens: Würden Aliens uns angreifen, hätten wir sofort einen Weltstaat.

          • Anh Toàn sagt:

            Als Basler ist mir das Elsass mehr Heimat, als mein Bürgerort im Kanton Schwyz.

          • Anh Toàn sagt:

            @Rolf Zach „es war die deutsche Macht-Elite (Reichwehr+Adel zuvorderst) (auch Stauffenberg, Witzleben+Beck) die Hitler als Steigbügelhalter dienten.“

            UND die 37.2 Prozent des Volkes, welche 1932 die NSDAP zur mit Abstand stärksten Partei im Parlament machten:

            Wie gesagt, niemand will schuld gewesen sein, das Volk schon gar nicht, wenn schon die Eliten.

          • Anh Toàn sagt:

            @Rolf Zach „Le Duan,..Patriot oder Nationalist“ Habe keine Ahnung, Ho Chi Minh, so meine ich, war weder noch, er war überzeugter Kommunist, also letztlich Internationalist. Allen ausser ihm ging es immer nur um persönliche Macht. Ich will Onkel Ho nicht glorifizieren, er wollte dies selber nicht, aber Ho Chi Minh ist einer der weinigen, bei dem ich noch immer nichts gefunden habe, um ihm persönliches Machtstreben oder Bereicherung als Hauptziel vorzuwerfen.

          • Anh Toàn sagt:

            Der nationale Aspekt hat im Vietnam für manche vielleicht eine Rolle gespielt. Aber oft gingen die Seiten, auf welchen gekämpft wurde, mitten durch die Familien. Manche „Verlierer“ wurden nach dem Krieg dadurch „gerettet“ vor Erschiessung und Lager, dass sie einflussreiche Familienangehörige bei den Gewinnern hatten.
            Generell halt ich es mit dem Krieg in Vietnam wie die Vietnamesen: Schau nicht zurück, das Leben muss weiter gehen, schau nach vorne.

          • Anh Toàn sagt:

            Das Problem an „Heimat“ erkennt, wer für längere Zeit weg war und zurück kommt. Die Heimat ist nicht mehr, was er verlassen hat, und er nicht mehr der, der er war, als er sie verlassen hat.

          • J. Kuehni sagt:

            „UND die 37.2 Prozent des Volkes, welche 1932 die NSDAP zur mit Abstand stärksten Partei im Parlament machten:“

            UND die rechts- und katholisch-konservativen Parteien, die Hitlers Ermächtigungsgesetzen zugestimmt haben. Aus Volks-Patridiotismus.

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