Der grösste Sklavenhändler der Geschichte

Sklaven Brasilien

Anhänger der afrobrasilianischen Religion Candomblé feiern ein Ritual im Hafenviertel von Rio de Janeiro. Die Landestelle Valongo war das Ziel zahlreicher Sklaventransporte von Afrika nach Brasilien. (Foto: Pilar Olivares/Reuters, 6. Juli 2013)

Die Erforschung des transatlantischen Sklavenhandels gehört zu den wichtigsten Gebieten der Wirtschaftsgeschichte. In bewunderswerter Kärrnerarbeit haben Generationen von Forschern versucht zu rekonstruieren, wer mit welchem Schiff wohin verschleppt worden ist.

Die Daten sind seit einigen Jahren frei verfügbar im Internet. Es ist eine der besten historischen Webseiten, die ich kenne. Sie ist nicht nur unentbehrlich für die Forschung, sondern enthält auch viele Materialien für den Unterricht.

Die Daten sind auch deshalb nützlich, weil sie auf einen Blick das aus Film, Funk und Fernsehen gewonnene Bild der Sklaverei korrigieren. Sehr verbreitet ist nämlich die Ansicht, dass die meisten afrikanischen Sklaven von britischen Schiffen nach Nordamerika geschafft wurden. Das stimmt nicht.

Die folgende Karte zeigt, woher und wohin die meisten afrikanischen Sklaven verschifft wurden: hauptsächlich nach Brasilien und die Karibik, nicht nach Nordamerika.

Map 1: Overview of the slave trade out of Africa, 1500-1900

Die unten stehende Tabelle zeigt, welche Nationen die Sklaven transportiert haben. Die Rangliste veränderte sich über die Jahrhunderte. Aber es ist eindeutig, dass Portugal mit Abstand der grösste Sklavenhändler der Geschichte war. Brasilien war bis anfangs des 19. Jahrhundert eine portugiesische Kolonie, und die portugiesischen Sklavenhändler achteten stets darauf, dass nur sie die Transporte durchführen konnten.Präsentation1

Interessant ist die Tabelle auch in chronologischer Hinsicht. Während Grossbritannien den Sklavenhandels 1807 abschaffte, transportierten Portugal/Brasilien und Spanien zwischen 1800 und 1850 besonders viele Afrikaner über den Atlantik. Brasilien schaffte die Sklaverei erst 1888 ab. Inoffiziell soll sie bis heute nicht ganz verschwunden sein (hier).

117 Kommentare zu «Der grösste Sklavenhändler der Geschichte»

  • Rolf Raess sagt:

    Nachdem während Jahrhunderten in der Katholischen Kirche und bei einigen anderen Christen die Farbigen, die Frauen und die Tiere keine Seele (was immer das auch wäre) besassen, konnten sie wie eine Ware behandelt werden. In den Klöstern Irland’s scheinen auch die 700 Kinder, deren Skelette in einem alten Wasserdepot soeben gefunden wurden, auch nichts Wert gewesen zu sein… Vom weltweiten Kindermissbrauch, gedeckt von der heiligen römischen Kirche, gar nicht zu reden!

  • Walter Roth sagt:

    Nachtrag.

    Wer einmal an der Küste Südfrankreichs Ferien machte, der erfreute sich sicher auch an den vielen alte Stadtmauern und Türmen aus dem Mittelalter. Diese alten und ab 16-hundert sicher veralteten Anlagen wurden bis Mitte des 18-ten Jahrhunderts instand gehalten, nicht weil sie gegen Kanonen halfen, sondern weil sie gegen die plötzlichen Überfälle der Sklavenjäger aus dem islamischen Raum ganz praktisch waren.

    Zum Beispiel der Ort Noli am Mittelmeer, dort stehen die Wachtürme und die alten mauern aus dem Mittelalter noch immer.

    Das war eine direkte Folge des Sklavenhandels den auch die Osmanen betrieben, denn bei ihnen waren unter anderem „weisse“ Mädchen sehr gefragt.

    ps:

    Und wer kommt bei diesem Thema auf Schweizer Väter und deren rechte zu sprechen. Wenn es ein Schweizer Mann nicht schafft sich eine Familie zu gründen, dann braucht er auch keine. Wer sich nicht zu helfen weiss in einer derart gute versorgten Gesellschaft wie der unseren, der kann auch nicht für eine Familie sorgen.

    Punkt.

  • Walter Roth sagt:

    Der Artikel weiss einige eklatante Auslassungen auf.

    Es werden nämlich die Jahre zwischen 660 bis 1830 vergessen. In diesen 1300 Jahren waren es vor allem muslimische Sklavenhändler die Unmengen von Sklaven verschleppten. Und nicht nur gewaltige Mengen aus Afrika, sondern auch von den Küsten des Mittelmeeres weg Richtung Türkei und Nordafrika. In Nordafrika fand man ca. 1830 sogar noch weiss Sklaven als die vereinigten Flotten Englands und Frankreichs den Sklavenhandel dort unterbanden da diese immer wieder Raids an die Küsten Europas unternahmen.

    Es ist mit klar, während die Handelshäuser in Europa schriftliche Unterlagen über ihren Handel hinterliessen die man zum berechnen heranziehen kann, ist das in Arabien, der Türkei und Nordafrika nicht der Fall. Trotzdem wage ich zu behaupten das dort die grössten mengen an Sklaven wegen der sehr langen Zeit zusammengerechnet werden müssten. Zudem gab es eben auch viele Sklaven in Indien, wo unter der Herrschaft der Moguln ja auch Millionen von Indern, man spricht von bis zu 60 Millionen, den islamischen Herrschern zum Opfer fielen und eben auch versklavt wurden.
    Historiker betrachten die lange andauernde Sklavenjagt des Islams in Afrika als die wahre Plage des Kontinentes, und man denkt in diesen Kreisen heute sogar, das der Kolonialismus Afrika stark entlastet hat. Es gab damals zum ersten mal wieder stabile Verhältnisse, wobei natürlich auch diese Fremdherrschaft etliche Missstände hervorbrachte. Trotzdem, der ständige Druck durch plötzlich erscheinende Sklavenjäger wurde unterbunden, was aber nicht mal allen örtlichen afrikanischen Potentaten gelegen kam.

  • Roland K. Moser sagt:

    Danke für den Artikel Herr Straumann.
    Da werden ein paar gar nicht Freude haben, dass weder die USA noch die Schweiz die Bösen sind 🙂

    • Roland K. Moser sagt:

      Auf der Karte oben sind sie drauf.

      • Oliver sagt:

        Dann stimmen die Grössenordnungen aber nicht. Es ist allein aus Afrika von 10 – 18 Mio. Sklaven in die arabische Welt die Rede.

        • Josef Anton sagt:

          @ Oliver

          Sie mögen sehr wohl recht haben. Vielleicht liegt es daran, dass wir uns (westliche Welt) aufgrund des Erfolges der letzten historischen Periode zu wichtig nehmen und daher gewohnt sind, andere Kulturen als irrelevant einzustufen und zu vernachlässigen.

        • Roland k. Moser sagt:

          Dann wäre die Karte falsch, um den Europäern die schuld am Sklavenhandel zu geben.

  • Nick Schaefer sagt:

    Leider erwähnt der Artikel nur die afrikanischen Sklaven.

    Unerwähnt blieben
    – die ca. 2 Millionen aus dem Gebiet der heutigen Ukraine und Südrussland von den Türken und Tataren geraubten Sklaven
    – die Leibeigenen der russischen Bojaren, welche m.W. durchaus auch gehandelt und geraubt wurden
    – deren endgültige „Befreiung“ durch die Kommunisten, nur um dann nahtlos mit dem Archipel Gulag fortzufahren
    – die Chinesischen Kulis vor der Revolution
    – die heute acht (o.ä.??) Millionen Chinesen in „Arbeitserziehungslagern“
    – die immer noch faktisch zumeist rechtlosen Dalits, die Unberührbaren in Indien
    – der geschiedene Schweizer Kindsvater

    • Hans Hegetschweiler sagt:

      Das ist einfach nur noch dumm. Natürlich gab und gibt es ungerechte Urteile gegen Schweizer Kindväter. Die Gründe können hier nicht erörtert werden. Wer aber das Schicksal der Kindesväter mit Sklaven oder Menschen im Gulag vergleicht, hat einen Vogel. Das Schlimmste, was passieren kann, ist aufs Existenzminimum gepfändet zu werden und die Kinder nicht sehen zu können, damit lebts sichs aber noch um Welten besser als im Gulag.

      • Mark Keller sagt:

        Genau, der Mann hat als reine Zahlmaschine zu arbeiten um zahlen zu können. Er hat nicht mehr zu leben. Während seine geschiedene Frau mit ihrem neuen Partner ein unbeschwertes Leben (in Saus und Braus) führen kann.

      • Nick Schaefer sagt:

        Herr Hegetschweiler
        Freuen Sie sich, dass Sie keine Ahnung haben.
        Weiter oben hätten Sie lesen können, dass die Brasilianischen und Römischen Sklaven zumeist ein Recht auf Familie hatten.
        Das haben weder der Schweizer Vater noch das Schweizer Kind.
        Obwohl es von der EMRK verlangt wird.
        Dieselbe EMRK, welche in der Schweiz direkt anwendbares Recht – wäre.

        In dem Sinne, Herr Hegetschweiler, gehen Sie beruhigt zu Bett, nachdem Sie Ihre Beleidigungen ausgestossen haben.
        Sie wissen ja nicht, was dem Schweizer Kindsvater sonst noch alles in den Amtsstuben geschieht – ohne dass es geahndet wird.
        Sagen wir es so:
        Jedes Jahr wählen Dutzende von Schweizer Vätern den Freitod aufgrund der Schweizer Verhältnisse.
        Wahrscheinlich haben Sie auch dazu irgend eine unbedarfte Bemerkung.

        Es gibt aber durchaus eine Beziehung, worin der Gulag und das Skalvenschiff deutlich besser sind:
        Dort ist allen klar, dass es eine riesengrosse Katatrophe und UNrecht ist.
        Während in der Schweiz der Missbrauch des Mannes und des Kindes als Normalfall betrachtet wird, und Unbdarfte Mitbürger Ihres Kalibers ungestraft nachtreten dürfen.
        Das schmerzt noch mehr als die Peitsche.

  • klaus müller sagt:

    Sklaven gibt es wahrscheinlich schon seit Millionen von Jahren! Aber mit Nuancen: Im antiken Rom z.B. führten viele Sklaven ein Leben wie unsere heutigen Migranten und Prekären! Doch immerhin waren sie Teil der FAMILIA (Gemeinschaft)! D.h. die meisten hatten BGN („bedingungslose Grund-Nahrungsmittel“), Rechtsbeistand, freie med. Versorgung und Alters-Aysl. Vgl. mit den heutigen „freien“ Afrikanern oder Migranten waren römische Sklaven eigentlich nicht viel übler dran. Heute kommen sie sogar freiwillig nach Europa…

    • Thomas Müller sagt:

      Typische moderne Linken Ansich. Freiheit = Gratis Essen, Unterkunft und Medizinische Versorgung..
      Das Sklaven juristisch Eigentum der Besitzer waren wird da gerne vergessen. Ebenfalls das die Strafe auf die vernachlässigung der „Familiäre Pflichen“ die Peitsche oder gar Kreuzigung war wird gerne ignoriert für die romantsiche Vorstellung der Gemeinschaft!

      • Ronnie König sagt:

        Herr Müller, sie sind einfach unverbesserlich! Aber wussten sie, dass man einem Besitzer sehr wohl die Sklaven, aufgrund von Gesetzen für die Sklaven, entziehen konnte? Diese Gesetze kannten nicht alle Völker und Zeiten, aber dennoch gab es sie. Dass die Holländer sehr üble Sklavenhalter waren steht oben nicht, da sie wahrscheinlich nur wenige Sklaven aus Afrika hatten. Und man zählt sie zu den Amerikanern, obwohl es noch keine USA gab. Aber in Indonesien da könnten sie sich informieren dazu. Die Geschichte der ganzen Sklaverei wird oben eh nicht beschrieben. Fragt man den Gründer von Occopy, dann wären sie wohl auch den Sklavereibefürwortern zu zurechnen. Aber lassen wir das jetzt. Ich will nur sagen, dass viele hier im Forum sehr wenig Ahnung haben.

        • Thomas Müller sagt:

          Ich kenne den Gründer von Occopy nicht persönlich. Weshalb er mich aber für einen Sklavereibefürworter halten sollte erschliesst sich mir nicht. Insbesondere aufgrund einer Replik auf einen Kommentar der die Sklaverei auf übelste verharmlost. Solange ich mir nämlich keine Asylanten kaufen kann welche sich zu meiner Unterhaltung bis auf den Tod bekämpfen ist die Situation nicht wirklich vergleichbar..
          Ich halte Sklaverei noch immer für verabscheuungswürdig trotz Ihres Hinweises das es wohl irgendwann, irgendwo Gesetzte zum Schutze der Sklaven gab. (was ich nicht wusste)

  • Christian Duerig sagt:

    Ich kann nur den Link « http://www.slavevoyages.org/tast/index.faces » gebrauchen. Alles andere landet im Eimer.

  • López, Javier sagt:

    Und wieder eine gefälschte Statistik. Gründungsdatum der USA war der 4. Juli 1776 . Wie kann die USA vor diesem Datum Sklaven importieren?

  • Peter Hody sagt:

    Der spanische und portugiesische Sklavenhandel wie auch deren Kolonien waren tödlicher als alle anderen Systeme: Allein bei der Überfahrt starben bis zu 50 Prozent der Deportierten. Auf den Kolonien waren die Arbeitsregime derart hart und die Ernährung so schlecht, dass die Plantagen nur durch den stetigen Nachschub aus Afrika wirtschaften konnten. Ausserdem ging der Handel bis spät ins 19. Jahrhundert weiter. Darum diese Zahlen.
    Die Zahlen zu den USA täuschen: Sie hatten die grösste Sklavenpopulation überhaupt. Die Sterberaten mussten sinken, nachdem der Handel abgeschafft worden war. Das haben die Amis durch Anpassungen an ihrem System geschafft, hauptsächlich durch bessere Ernährung. Darum war die US-Sklaverei aber nicht menschlicher…

    • Ronnie König sagt:

      Ich behaupte nicht, dass sie unrecht haben. Aber auf dem Papier war eine der beiden Nationen die fortschrittlichere Sklavenhalternation! Rein von den Sklavengesetzen her. Wissen viele nicht.

  • Thomas Maurer sagt:

    Die mit weitem Abstand grössten Sklavenhändler – sowohl in zahlenmässiger als auch chronologischer Hinsicht – waren die Araber und nicht die Portugiesen bzw. übrigen Europäer. Eines er besten Bücher zu diesem Thema ist das 2008 erschienene Buch „Der verschleierte Völkermord – Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika“ des senegalesischen Anthropologen Tidiane N’Diaye. Gemäss N’Diaye versklavten die Araber über 15 Mio. Afrikaner. – Immer wieder muss man feststellen, dass der muslimisch-arabische „Beitrag“ zum Sklavenhandel ständig ausgeblendet wird. Warum wohl?

  • benjamine sagt:

    Die USA sind heute noch ein Sklaven Land. Mindest Lohn von 8 USD ist Sklaverei und die Scheinheiligen Politiker akzeptieren das. Die USA sind vom Teufel regiert.. Eine Korrupte Bande im Senate, Congress und Weissen Haus. Nichts als reine Gauner.

    • Thomas Müller sagt:

      ja Mindestlohn von 8$ ist des Teufels…
      Wie hoch ist er den momentan in der Schweiz, Deutschland oder dem sozialistischen Schweden?
      Die USA ist ein gutes Beispiel weshalb Mindestlohn nichts taugt

      • Ronnie König sagt:

        Warum hob dann Obama für Firmen die für die Adm. arbeiten den Mindestlohn an? Damit die USA kaputt gehen? Es macht mehr Sinn, als ein eingefleischter Kapitalist verstehen kann und will!

        • Thomas Müller sagt:

          Weshalb er den Mindestlohn bei den Staatsnahen anhob? Na um sich bei den linken Wählern Sympathie Bonus zu kaufen. Wofür sollte das sonst gut sein? Der Staat kann sich offensichtlich höhere Kosten leisten.
          Sie sollten sich fragen weshalb er nicht für alle Firmen gilt wenn hoher Mindestlohn doch so toll ist..
          Als eingefleischter Kapitalst frage ich mich aber vor allem weshalb sämtliche Krisen Staaten in Europa einen Mindestlohn haben und alle die ok durch die Finanzkrise gekommen sind nicht.

  • Fred Heine sagt:

    Die Überschrift ist totaler Unsinn. Die größten Sklavenhändler der Geschichte waren die Araber. Viele der Sklaven in der Neuen Welt wurden bei Arabern eingekauft. Für jeden Sklaven, der in die Neue Welt ging, ging einer in den orient. Jemen war der größte Markt für kastrierte Knaben. Es wird ständig nach der Verantwortung der USA für die Sklaven gerufen. Wer ruft nach der Verantwortung der Araber?

  • Steve sagt:

    Das arabische Wort fuer Schwarzafrikaner ist identisch mit dem Wort fuer Sklave: abid. M0hammed slbst war ein Sklavenhaendler, welcher Schwarze fuer Minderwetig hielt. Auch wurden von den M0sIems Skalven aus Suedeuropa bis hinauf nach Westirland gefangen und in Arabien verschachert..

  • H.G.Lips sagt:

    Diese dümmlichen Statistiken vermeiden tunlichst zu sagen, dass es heute noch Sklaven(innen) gibt, meist in afrik. und muslimischen Ländern. In Marokko in den Ferien, allerdings schon vor einiger Zeit, hätte ich die sehr tüchtige Putzfrau für ca. 50 $ kaufen können. Allerdings mit der Verpflichtung, für diese lebenslang zu sorgen.Man sehe doch das moderne Sklavenwesen in arabischen Staaten an. Sklaverei wurde nur von Weissen abgeschafft, von andern nicht..

    • Ronnie König sagt:

      Ob es der klassische Sklave war? Damit meine ich geraupte Menschen wie oben im Text. Oder war es eine Schuldsklavin? Die gibt es heute noch zu zig Millionen auf der ganzen Welt, selbst bei uns in der Schweiz leben einige. Ua aus Nigeria oder Asien, teils bei Diplomaten!

  • klaus müller sagt:

    Der arabische Sklavenhandel ist nicht in seinen korrekten Dimensionen angegeben, der war nämlich viel grösser. Ebenso der inner-afrikanische Sklavenhandel.

  • H.G.Lips sagt:

    Diese Aufstellung ist falsch und grotesk.Es erstaunt einem ja heute nichts mehr inbezug auf fehlenden Wahrheitsgehalt von Statistiken. Hier geht es einzig und allein darum die Weissen anzuprangern. Diejenigen, die den Sklavenhandel seit Jahrhundertern in Afrika betrieben, waren Araber, Muslime.Einfach nur eine beliebige Periode auszuwählen ist typisch für ein gewisses Denken.Das ist polemisch..

    • Ronnie König sagt:

      Nicht nur Araber! Da waren auch Tuareg, Berber, andere Schwarze (ganze Stämme lebten davon), was teils heute noch gesehen werden kann in Mali oder Kongo. Die Sklaven werden von Muslimen gehalten in Mali. Im Kongo werden die Pygmäen versklavt, auch von Christen.

  • Die Karte ist ein Witz, solange nicht der von den Arabern angeheizte Sklavenhandel nachgeforscht wird.

    Riesige Landstriche Zentralafrikas wurden von arabischen Sklavenjägern leergeräumt. Araber fuhren bis an die Südküste Irlands auf der Jagd nach Sklaven. Frankreich baute im 15 Jahrhundert eine ganze aus Festungen gebaute Verteidigungslinie dem Mittelmeer entlang für den Schutz vor arabischen Sklavenjägern. Der aktuelle Konflikt in Darfur ist ein Konflikt arabischer Sklavenjäger gegen die einheimische Bevölkerung. Noch in den 60er Jahren wurden regelmässig Schiffsladungen von Negersklaven von Assab über das Rote Meer verschifft.

    England hat seit Ende 18. Jahrhunderts einen grossen Teil seiner Kriegsflotte zur Bekämpfung des Sklavenhandels eingesetzt.

    Was übrigbleibt? Die Entlarvung dümmlicher, aus den Zeiten des Kalten Krieges stammender, politisch motivierter Desinformation.

    • Sorry, nicht Ende 18. Jahrhundert, sondern das im Artikel gennante Jahrl 1807, seit dem England auf internationalen Gewässern aktiv den Sklavenhandel militärisch bekämpfte.

      • Ronnie König sagt:

        Man brachte die Prise auf und verkaufte dann selber, um die Konkurrenten zu schädigen und schwächen. Legitimiert durch den Kaperbrief.

  • Hannes Müller sagt:

    Grund der Sklavenwirtschaft in der Neuen Welt war übrigens die Plantagenwirtschaft, die nach dem Vorbild von arabischen Ländern eingeführt wurde, um Produkte wie Baumwolle anzubauen.

    • Ronnie König sagt:

      Oder Zuckerrohr und Gummi. In einem kürzlich erschienen Bericht konnten wir sehen, dass Indien lange Wirtschaftsmacht war. Man schaue oben, dann die andere Statistik und denke nach! Zuckerrohr! In dieser Zeit kam auch der Zucker wieder vermehrt auf in Europa, allerdings nur für die Oberschicht. Später dann auch anderes wie Gewürze. Ternate war noch frei aber im Visier, wie auch der Tee und Ostasien. Indien und China wurden nicht mit Afrikanern eingedeckt, denn die Sklaverei existierte dort schon, man kooperierte mit den dortigen Machthabern.

  • Hannes Müller sagt:

    Wenn man dann nochmals weiter als 500 Jahre in der Geschichte zurückgeht und die Sklavenströme ansieht, dann wird der Strich in die arabischen Länder dicker als derjenige in den Westen. Eingefangen und verkauft wurden die Sklaven übrigens von .. sie dürfen 3x raten.

    • Ronnie König sagt:

      Ich rate nicht, ich weiss. Und ergänze: Man beachte das Afrikaner-Viertel in Karachi, es waren also bis Indien Händler involviert. Die Inder handelten mit Afrika lange vor Europa. Beim Wort Araber kann man präzisieren, denn nicht alle heutigen Nationen waren gleich involviert. Die Portugiesen hatten zB Fort Jesus in Kenia, wurden von den Omanis verdrängt und kehrten dann zurück. Als kleine Veranschaulichung wie das Wechselspiel in der Causa war. Aber muslimische Afrikaner waren auch immer beteiligt, ein Grund war, dass Muslime andere Muslime nicht versklaven sollten, also konvertierten wohl einige, sofern sie nicht wurden. Alles sehr komplex.

    • Steve sagt:

      Ich habe richtig geraten und mein Kommentar wurde zensiert … Alles was mit der Religion des Friedens zu tun hat, ist einer strengen Zensur unterworfen. Wird Zeit, dass es in der Schweiz neue Zeitungen gibt, welche die Redefreiheit ernster nehemn und respektieren. Die Blaetter der TA Gruppe koennen sich dieses Vorgehen nur leisten, weil es zu wenig Konkurenz gibt.

      • urs lehmann sagt:

        Versuchen Sie’s nochmal, das Blogsystem hier ist so fehlerbehaftet wie ein Emmentaler löchrig.

        Aber falls Sie mit Friedensreligion das Christentum meinen sollten: Die Bibel erlaubt explizit die Sklavenhaltung, ja enthält klare Regeln dazu. Unmittelbar auf die zehn Gebote (2. Moses 20) bspw folgen die „Rechte hebräischer Sklaven“ (2. Moses 21).

        Oder auch Richter 10:7: „Da ergrimmte der Zorn des HERRN über Israel, und er verkaufte sie unter die Hand der Philister und der Kinder Ammon.“

        Auch das NT äussert sich verschiedentlich über Sklaverei, inkl Jesus, der sagt ein Sklave dürfe nicht zu hart bestraft werden

        • Thomas Müller sagt:

          Naja Passagen aus dem alten Testament dürfen Sie nicht einfach als „das Christentum“ auslegen. Es gibt einen Grund das ein neues Testament geschrieben wurde. Darin finden Sie zwar kein explizites Verbot der Sklaverei aber den Hinweis den nächsten zu lieben wie sich selbst. Es ist kein Zufall das es in Europa nach der Christianisierung plötzlich keine explizite Sklaverei mehr gab. Eine Praxis zuvor tief verwurzelt war.

          • Ronnie König sagt:

            Es gab aber einige Sekten die ausdrücklich die Sklaverei ablehnten und daher verfolgt wurden. Später fand sich dies auch in den USA wieder. Einige der Sekten wohnten separat, teils auf Inseln um sich klar abzugrenzen. Ja, wer genau hinsieht, der staunt was es nicht alles gibt oder gab.

          • urs lehmann sagt:

            „Es ist kein Zufall das es in Europa nach der Christianisierung plötzlich keine explizite Sklaverei“

            Zwar durften Christen keine Christen versklaven, aber einerseits wurden die christianisierten Völker teilweise selbst zu Sklavenjägern (bspw die Sachsen), andererseits besteht zwischen Leibeigenschaft und Sklaverei nur dem Buchstaben nach ein Unterschied: Leibeigene mussten Frondienst leisten, waren der Gerichtsbarkeit des Leibherrn unterworfen, durften nur mit seinem OK heiraten, durften nicht wegziehen, usw usf. Gerade die Gerichtsgewalt des Lehensherrn spricht Bände.

            Gemäss ihrem eigenen Anspruch bzw demjenigen der Kirche ist die Bibel in jeder Sprache das unumstössliche und vollständig korrekt widergegebene Wort des allmächtigen, allwissenden und ewigen Gottes. Deshalb ist es irrelevant ob etwas im AT steht oder im NT. Da die Bibel die Basis ist für jede Richtung des Christentums, ist es sehr wohl korrekt, entsprechende Passagen auf „das Christentum“ als Ganzes zu übertragen.

            Noch einen aus dem AT kann ich mir nicht verkneifen, DAS SIEBTE GEBOT:
            [..] Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, [..] Dein Sklave und deine Sklavin sollen sich ausruhen wie du.“

            Offtopic, ich weiss, muss aber trotzdem sein: Auch Zwangsheirat und Vergewaltigung werden durch die Bibel explizit gefördert:
            5. Mose 21,11: „Und siehst du unter den Gefangenen ein schönes Mädchen und gewinnst sie lieb, [..] lass sie in deinem Hause sein und einen Monat lang ihren Vater und ihre Mutter beweinen. Danach geh zu ihr und nimm sie zur Ehe und lass sie deine Frau sein.“

            So, und nun ein paar Passagen aus dem NT zur Sklaverei. Petrus zuerst:
            1. Petr 2,18: „Ihr Sklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den gütigen und freundlichen, sondern auch den wunderlichen.“

            Mt 18, 25: „Da er’s [er = der Knecht] nun nicht bezahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und damit zu bezahlen“

            1.Tim 6,1: „Alle, die als Sklaven unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehre wert halten, damit nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werde.“

            Eph 6,8: „Was ein jeder Gutes tut, das wird er vom Herrn empfangen, er sei Sklave oder Freier.“

            Kol 3,22: „Ihr Sklaven, seid gehorsam in allen Dingen euren irdischen Herren!“

  • Ronnie König sagt:

    Nun, diese Statistik zeigt die Transporte von Afrika nach anderen Länder durch Europäer. Das ist ein Teil der Geschichte. Die Menschen die vor Ort versklavt wurden ist eine andere Geschichte. Dann gibts noch jene Geschichte der Sklaven die die Araber verschleppten. Alles in allem, auf Afrika bezogen, wurden zig Millionen Afrikaner versklavt und verschleppt. Im Detail schwierig zu sagen wer gut oder schlecht mit diesen armen Teufel umging, da aus heutiger Sicht eh alles zutiefst verwerflich ist. Zumal die Sklaverei immer noch anhält, wenn man denn genau hinsieht. Es gibt Kommentatoren die Reden von Gold aus Brasilien. Nun, da war nicht so viel, es ging eher um Zuckerrohr, Latex, Holz. Man redet von Stimmrecht oder Rechte. Das war meist nur ein Privileg einer relativ kleinen Schicht, aber auch Frauen hatten diese, wenn auch mehrheitlich nur auf dem Papier. Wer sich damit detailliert auseinander setzt, der kommt zu anderen Schlüssen und Erkenntnissen Nicht grundlegend, aber die Polemik wird korrigiert. Speziell, wenn man das Jahr 0 der Aufzeichnung in der obigen Tabelle beachtet. In dieser Zeit war auch in der Schweiz die Leibeigenschaft noch existent, wenn auch nicht wie noch 500 Jahre davor. Je nachdem wie und wo man in der Diskussion die Grenzen zieht. Das Wort frei oder Freiheit ist somit ein grosses Wort. Ich will hier nichts beschönigen, denn die Sklavenhändler waren übel, aber ohne ihre Helfer in Afrika und die Araber wären die Zahlen oben wohl tiefer. Das Hinterland der Handelsposten wurde erst Jahrhunderte später erkundet und die Küste gab gar nicht diese grosse Menge an Menschen her. Der Beginn der Pfeile ist dort wo die Handelsposten oder Forts der Portugiesen und Co. standen. Man sollte dies alles mitbedenken in der Analyse.

  • d burki sagt:

    In dieser Aufstellung ist der Sklavenhandle von Afrika in den Arab. Lander nicht enthalten. Die Verkaufer der „Ware“ an die Europ. Staaten waren meist andere Afrik. Stamme oder Arab. Handler, die einen „Warenuberschuss“ hatten. Die Aussage die Kreditgeber von Portugal sind in England zu suchen nicht so korrekt. Die Hauptgeldgeber von Portugal sassen in dieser Zeit in Frankfurt am Main, mit ein Teil der Familie in London und auch der Kirchenstaat hat Darlehen an Spanien sowie Portugal abgegeben.

  • Agnes Bernauer sagt:

    Ausgeblendet bleibt der ganze Sklavenhandel, deren Transport nicht von Europäern durchgeführt wurde. Ganz Asien und Indien wird nicht berücksichtigt,und der riesige innerafrikanische und arabische Sklavenhandel erscheint in keiner Statistik. Unerwähnt ist auch, dass die Sklavenjäger und Sklavenhändler in Afrika Schwarzafrikaner waren und dass Sklavenhandel dort Usanz war, lange bevor die Europäer auftauchten.
    Die dargestellten Zahlen sagen nur, dass sich die „Forscher“ mit europäischen Aufzeichnungen befassen. Wenn etwas aber nicht in dieser Statistik erscheint – innerafrikanischer und asiatischer Sklavenhandel – heisst das überhaupt nicht, dass es nicht stattgefunden hat. Afrikanische, arabische und asiatische Buchführung entsprach nicht europäischen Vorstellungen. Die überlieferten Zahlen sind weder umfassend noch vollständig; und doch glauben die Historiker, daraus „Wahrheiten“ ziehen zu können. Jedoch: Absence of evidence is no evidence of absence. Der transatlantische Sklavenhandel ist nur eine Fussnote in der Weltgeschichte, und dieses Gebiet wird heute einseitig und populistisch ausgeschlachtet und politisch instrumentalisiert. Das ist nicht Wissenschaft, das ist politische Indoktrination.
    Mich würde nicht wundern, wenn darauf basierend nächstens in den USA Sammelklagen eingereicht und europäische Firmen auf Schadenersatz verklagt würden. Denn die sind ja an allem schuld.

    • mixed sagt:

      „Unerwähnt ist auch, dass die Sklavenjäger und Sklavenhändler in Afrika Schwarzafrikaner waren und dass Sklavenhandel dort Usanz war, lange bevor die Europäer auftauchten“.

      Der Andere hat’s auch getan also ist der europäische Sklavenhandel nicht so schlimm… So verstehe ich dein Kommentar. Du tust mir leid!

    • mixed sagt:

      „Unerwähnt ist auch, dass die Sklavenjäger und Sklavenhändler in Afrika Schwarzafrikaner waren und dass Sklavenhandel dort Usanz war, lange bevor die Europäer auftauchten“.

      Der Andere hat’s auch getan also ist der europäische Sklavenhandel nicht so schlimm… So verstehe ich dein Kommentar. Du tust mir leid!

      • Agnes Bernauer sagt:

        @mixed & Nicole H: Emotionale Antworten wie Ihre polemische Replik („Andere tatens auch (was ich gar nie schrieb, was Sie mir aber glattwegs unterstellen, und Sie erheben Ihre selbstbestrickte Lüge gleich zur allumfassenden Wahrheit) oder „Du tust mir leid“) sind hilflose Versuche, den Mangel an sachlichen Argumenten zu vertuschen und den eigenen pseudointellektuellen Unsinn zu vertuschen. Der Artikel behauptet, dass die Portugiesen die grössten Sklavenjäger waren, und das stimmt in dieser absoltuen Behauptung einfach nicht. Die einseitige und politisch bedingte Aufarbeitung europäischer Sklaventransporte resultiert in einem moralisierenden und verurteilenden Pamphlet, das weder wissenschaftlich gestützt noch sachlich richtig ist. Sklavenjäger und Sklavenhändler waren in Afrika hauptsächlich und vorwiegend Schwarzafrikaner und Araber, die seit Jahrunderten einen florierendenSklavenhandel trieben. Das sind Tatsachen, die man glauben kann oder nicht, und man kann sie – wie der anonyme „mixed“, der sich feige versteckt – einfach leugnen. Nur kümmert sich Wahrheit nicht darum, ob sie geglaubt oder wahrgenommen wird oder ob Frau Herzog ihr zustimmt; Wahrheit ist einfach. Da nützt alles mixen nicht. Nur Denken würde vielleicht helfen.

        • urs lehmann sagt:

          Thema des Artikels ist offensichtlich und explizit der transatlantische Handel. Falls Sie begründet der Meinung sein sollten, die Datenbasis sei falsch, so wären die Ersteller derselben wahrscheinlich hocherfreut, durch Ihren Input die Datenqualität verbessern zu können.

          Sie hingegen stellen völlig unfundierte Behauptungen in die Welt, postulieren „Tatsachen“, ohne auch nur im Mindesten Quelle oder Ähnliches anzugeben. Das ist natürlich sehr bequem, nur macht Sie das (völlig unabhängig vom Wahrheitsgehalt Ihrer Behauptungen) nicht im Mindesten glaubwürdiger.

          Nachgerade die von Ihnen erwähnte Wissenschaft funktioniert anders. Oder müssen nur „die anderen“ wissenschaftliche Kriterien erfüllen?

          • David Stoop sagt:

            Sie beide reden aneinander vorbei, da Sie von unterschiedlichen Tatbeständen reden:
            Der Artikel oben beschäftigt sich mit dem transatlantischen Sklavenhandel. D.h. dem Kauf von Sklaven an der afrikanischen Küste, dem Transport nach Amerika und dem anschliessenden Verkauf der Sklaven in Amerkika.
            Wie Frau Bernauer richtig erwähnt, gibt es aber auch noch die Sklavenjäger in Afrika sowie den innerafrikanischen Sklavenhandel, welcher die Sklaven an die Europäer liefert.
            Die Europäer waren damals nicht in der Lage, die Sklaven selbst einzufangen (Malaria lässt Grüssen, die Kolonialisierung Afrikas beginnt dann erst mit der Entdeckung des Penicilin). Sehen Sie sich dazu die Geschichte des Königreichs Benin an, einem klassischen „Produzenten“ von Sklaven.
            Es gab damals eine ganze Güterkette, an der afrikanische, europäische und amerikanische Eliten beteiligt waren, zur Schande all dieser Personen.

    • Nicole Herzog sagt:

      Leider kann ich Ihrem Kommentar nicht zustimmen. Der Sklavenhandel, welcher von arabischer und asiatischer auf dem afrikanischen Kontinent betrieben wurde, wird nicht „ausgeblendet“ oder als „nicht existent“ bezeichnet. Es fehlen lediglich genauere Daten dazu. Das kann man doch ueberall lesen. Ihre Aussage kann ich nicht nachvollziehen.
      In Bezug auf den von Ihnen genannten „innerafrikanischen“ Sklavenhandel. Kann ich Ihnen auch nicht ganz beipflichten. Erstens, wo zu dieser Zeit gab es auf der Welt keine „Sklavenpraxis“? In Europa hatte man auch Sklaven oder zumindest das Feudalsystem. Dh Sklaverei ist keine afrikanische Erfindung und wurde auch nicht in ganz Afrika auf gleiche Weise praktiziert. Vergessen Sie bitte nicht, Sie sprechen hier von einem ganzen Kontinent mit tausenden von Sprachen und Kulturen. Sie koennen zB die Geschichte des fruehen Kongos lesen. Da wurden in der Anfangszeit der kongo-portugisieschen Freundschaft der Koenigshaeuser Sklaven zuerst verschenkt/eingetauscht. Die Sklaven waren meist Kriegsgefangene. Als der Sklavenhandel losging, haben sich die Kongo Koenige erst nicht dagegen ausgesprochen, da sie anfangs noch die Kontrolle darueber hatten, wie viele denn verschifft werden. Die Portugiesen wurden dann aber zu gierig und fingen an selber Sklaven zu fangen oder privaten Faengern abzukaufen. Es geriet ausser Kontrolle. Ganze Landstriche wurden entvoelkert. Und da immer mehr „Buerger“ der Koenige betroffen waren, beklagten sich diese beim portugiesischen Koenigshof. Ohne Erfolg. Sie wurden ignoriert. Stattdessen zog Portugal gegen sie in den Krieg. Der letzte Mani Kongo wurde in einer Schlacht von den Portugiesen gefangen genommen und getoetet. Danach waren Kongos Tore weit offen fuer Menschenraub, Pluenderungen, Sklaverei, Kolonialisierung etc. Eine kurze Zusammenfassung fuer 1 Land in Afrika, die mit diesem Menschheitsproblem zu kaempfen hatte. Bitte nachlesen.

  • Benno Piller sagt:

    Nirgends wird das traurige Kapitel des arabischen, bzw. osmanischen Sklavenhandels verwiesen. Es ist an der Zeit, dass auch dieser Aspekt des Menschenhandels ins Rampenlicht gerückt wird.

    • Peter sagt:

      In Spanien waren die Mauren. Die gingen in den oberen Teil von Spanien und leerten ganze Dörfer.
      Die so gekaperten „ungläubigen“ mussten im maurischen Süden von Spanien schuften, als Sklaven.
      Diese Mauren waren schon damals nicht sehr fleissig . . und wurden ja dann ca. 1680 rausgeworfen.

      • MIke sagt:

        Ein bischen viel der Vorurteile, Peter. Und mit 1680 liegen Sie chronologisch ziemlich daneben. 1492 wäre korrekt.
        Nun, die Christen haben bei der Reqonquista Spaniens die Mauren auch versklavt. Und ohnDie Balearen wären auch noch zu erwähnen, dort hat man praktisch die ganze Bevölkerung ab dem 14. Jahrhundert versklavt. Und nicht zu vergessen, der Sklavenhandel Venedigs. Von wegen harmlose Christen und böse Mauren: Die Portugiesen haben die Afrikaner mit päpstlicher Erlaubnis versklavt. Aber Hauptsache mal was behaupten.

        • Thomas Maurer sagt:

          Nach der Reconquista, also nachdem sich die spanischen Territorien von der maurischen Besatzung und Unterdrückung befreit hatten, wurden die Mauren vor die Wahl gestellt, entweder zu konvertieren oder das Land zu verlassen. Versklavt wurden sie nicht. Bleiben Sie bitte bei den Fakten.

  • Phil Jutzi sagt:

    Weiss das der EU Chef – Er ist doch auch Portugiese – Oder ist er einfach der beste Mann für die NEO Versklavung von Europa?

    • Leo Schmidli sagt:

      Ich denke, er weiss es.
      Übrigens ein ganz schlauer Kommentar. Fragen Sie auch, ob Merkel das dritte Reich kennt? Schliesslich ist sie Deutsche!

    • Ahn Toan sagt:

      http://www.annabelle.ch/gesellschaft/politik/wo-wann-das-frauenstimmrecht-eingefuhrt-wurde-14278:

      1971: Schweiz
      1976: Portugal
      1984: Liechtenstein
      1990: Appenzell-Innerrhoden (der Kanton wird durch das Schweizerische Bundesgericht gezwungen, das kantonale Frauenwahlrecht einzuführen)
      2005: Kuwait

      Sind die letzten auf der Liste. Portugal scheint tatsächlich eine Affinität zu Sklaverei zu haben, die waren damit noch ein klein wenig langsamer als die Schweiz. In Portugal und Spanien verhinderte die Diktatur der Faschisten was in der Schweiz die Diktatur der Machoisten verhinderte, während in anderen europäischen Länder das Frauenwahlrecht zentralistisch diktatorisch eingeführt wurde, ohne das damalige demokratische Volk, nämlich die Männer, darüber zu befragen, die hätten da auch lange NEIN gestimmt, da bin ich mir sicher.

      • marcel sagt:

        Toan: Was ist Ihr Problem?

        • Ahn Toan sagt:

          Ich hab keine Probleme, ich mache Probleme, das ist viel lustiger: Ich sei ein „trouble maker“ hat mir ein Isländer vor ein paar Tagen gesagt.

          • H.Abwesenheit sagt:

            Der Liebe Herr Ahn Toan ist Herr lic.iur. Stefan Züger
            wenn man auf den Namen Ahn Toan klickt wird man zu seiner Firma
            weitergeleitet.

          • Ahn Toan sagt:

            Ich bin nicht lieb!

          • Ahn Toan sagt:

            Herr Abwesenheit, haben Sie das ganz alleine gemerkt?

          • Hans Hegetschweiler sagt:

            Die Dikussion war unfruchtbar, weil hier einander Geschichtsfetzen um die Ohren geschlagen werden, ohne dass man die komplexen sozialen Realitäten der einzelnen Epochen, die sich ständig wandelten, berücksichtigt. Die potestas des Familienvaters im römischen Recht wandelte sich von der Monarchie über die Republik bis ins Kaiserreich stark. Und die Familienoberhauptstellung des Sxhweizer Ehemannes war schon vor 1988 bereits fast vollständig erodiert. Ob es die Afroamerikaner in Brasilien oder in den USA besser hatten, könnte man nur diskutieren, wenn man sich vertieft mit der Rechtswirklichkeit in diesen Ländern beschäftigen würde Probleme machen, mag lustig sein, zu einem vertieften Geschichtsverständnis tragen aber solche polemischen Hahnenkämpfe wenig bei.

          • Ahn Toan sagt:

            @Hans Hegetschwiler:

            Unter

            http://concordia-bern.ch/Dokumente%20Jus-Portal/R%F6misches%20Recht/R%F6misches%20Sachenrecht%20%DCberblick.pdf

            findet sich eine Kurzzusammenfassung des römischen Rechtes basierend auf Kaser:

            „• Manus-freie Ehe: Frau bleibt unter patria potestas ihres Vaters“

            Für aussagekräftig halte ich, was ich auf Wikepiedia zur Stellung der Frauen im Alten Rom fand:

            „Sie konnte sich – mit Zustimmung ihres Vaters, wenn dieser noch am Leben war – jederzeit scheiden lassen, indem sie mit ihrem Besitz das Haus verließ.“

            Das stand im Eherecht Augustus. Die Potestas des pater familias war faktisch absolut, da dieser Unterworfene keine Prozesse führen konnte, da sie nicht Inhaber von Rerchten und Pflichten waren, keine Personen im rechtlichen Sinn, und wer keinen Zugang zu Gerichten hat, hat keine Rechte, und wer keine Rechte hat, ist ein Sklave.

            Auch aus Wiki:

            „Ehe und Familie galten als Grundpfeiler der res publica, des römischen Staats. Beide Geschlechter hatten ihre gesellschaftlichen Funktionen: Der Mann als pater familias war für den Fortbestand der Gesellschaft und der Familie zuständig, die Frau stand ihm als mater familias zur Seite. Ihre Hauptaufgabe war das Gebären von (männlichem) Nachwuchs.“

            Juristen wie Cato der Ältere[18] und Cicero sahen Frauen im Anschluss an die Aristotelische Philosophie als den Männern von Natur aus untergeordnet an. Frauen besäßen einen beschränkten Verstand (Imbecillitas Mentis), einen unbeständigen Charakter (Levitas Animi) und seien Männer körperlich unterlegen (Infirmitas Sexus). Daraus leitete man die Notwendigkeit der Vormundschaft und der Ehe ab. In der neueren Forschung werden die Beschränkung der Rechte und Einflusssphäre der Frau als Schutz vor ihrer eigenen Unfähigkeit gedeutet

            Diese Gesellschaftsstrukturen sind keine Erfindung des römischen Rechtes, dieses hat die grundsätzlich absolute Macht des pater familias begrenzt und nicht begründet,

          • urs lehmann sagt:

            „Sie konnte sich – mit Zustimmung ihres Vaters, wenn dieser noch am Leben war – jederzeit scheiden lassen, indem sie mit ihrem Besitz das Haus verließ“

            Das heisst, dass sie bei Scheidung nach dem Tod Ihres Vaters eigenständig wurde, ihr eigener Pater Familias sozusagen. Fragt sich natürlich, wie präzis die Formulierung ist.

          • urs lehmann sagt:

            Allerdings:
            Familia ist feminin, A-Deklination.Nach der üblichen Grammatik wäre der Begriff deshalb „Pater Familiae“, Genitiv Singular.

            „Familias“ ist Akkusativ Plural, weshalb?

          • Philologos sagt:

            @urs lehmann: „familias“ ist nicht nur acc.pl., sondern auch ein alter, im klassischen Latein ausserhalb fixer Wendungen nicht mehr gebräuchlicher, gen.sg.

        • Ahn Toan sagt:

          @Urs Lehmann: 3 Kinder musste Sie ihrem Mann auch gebioren haben, sonst war nichts mit selbständig.

          • urs lehmann sagt:

            …wobei wahrscheinlich nur Knaben zählten.

            Aber wie auch immer, wenn sie sich auch nach dem Tod des Vaters scheiden lassen konnte, heisst das dass Frauen eigene Rechtspersönlichkeit haben konnten.

      • Mario Klau sagt:

        @Ahn Toan
        Mit Ihren populistischen Kommentaren verharmlosen and marginalisieren Sie die Sklaverei massiv. Sie sollten ein wenig mehr in der Schweizer Geschichte suchen, da gibt es nähmlich durchaus ein paar dunkle Kapitel.

        • Laila sagt:

          Genau – Beispielsweise waren die Stickerei-/Stoff-Fabrikanten aus Trogen AR ganz klar indirekt an der Sklaverei im Ausland beteiligt. Die schönen Prunkbauten erinnern uns das das daraus gewonnene Kapital.
          Übrigens wurde die Sklaverei theoretisch abgeschafft, existiert aber weiterhin in vielen Ländern (Haushälterinnen ohne Papiere, Fabrikarbeiter, Kinderarbeit…).

      • Steve sagt:

        Ich denke, Sie sollten uns erklaeren, was Sklaverei mit Frauenstimmrecht und Diktatur zu tun hat. Ihr Kommentar macht naemlich keinen Sinn. Auch die ‚Diktatur der Machoisten ‚ sollte erlaeutert werden, da ich noch nie davon gehoert habe.

        • Ahn Toan sagt:

          Für die die längere Sätze nicht verstehen:

          In der patriachalischen Gesellschaft sind alle ausser dem Pater Familias faktisch Sklaven (ohne Namen, ohne Identität, ohne Rechte).

          • Frank Baum sagt:

            Das haben Sie oben schon geschriben, Stefan. Es ist blödsinn. Dass Sie asozial sind, kann man Ihren frustrierten Beiträgen entnehmen. Sie verherrlichen die Sklaverei und prangern das frühere Eherecht an. Das ist nur dämlich.

          • Ahn Toan sagt:

            Sie können meinen Beiträgen entnehmen, was Sie wollen, auch dass ich Sklaverei verherrliche, wenn Sie wollen, oder dass ich keine Erdbeeren mag, Sie können entnehmen, was Sie wollen.

      • Margot sagt:

        Lieber Ahn Toan. Es ist mir heute eigentlich ziemlich egal wer in Europa, wann das Frauenstimmrecht eingeführt hat Denn mit Einführung des Frauenstimmrechts ist ja nicht die Frauendiskriminierung abgeschafft worden (Lohngleichheit, gläserene Decke, usw.). Und die Misststände bestehen praktisch in fast allen Ländern.
        Die Vergangenheit ist vorbei, das hier und jetzt kann man ändern.
        Da Sie sich so engagieren, was machen sie genau diesbezüglich dagegen?

        • Ahn Toan sagt:

          @Margot „Was machen Sie genau diesbezüglich dagegen.

          Ich versuche, möglichst nichts gegen etwas zu machen, das ist unbefriedigend. Ich mache lieber etwas für etwas, und am liebsten etwas, das für mich gut ist. Fördere ich diejenigen, welche von anderen unterdrückt werden, gewinne ich. Stelle ich Frauen an in Vietnam, plane Führungsverantwortung für die von Anfang an wenn sie es wollen, beziehe sie ein in Entscheidungen und nehme ihre Erwartungen und Ziele und Zwänge ernst, finde und halte ich (bis jetzt), ambitionierte, qualifizierte, talentierte Mitarbeiterinnnen, (es dürfen auch Männer sein), die mit mir unsere Arbeit machen wollen. Ich hoffe auf ein „win-win.“ nicht weil es gut für die Leute dort ist, ich bin nicht Bono, die Starken dort können selber den Schwachen dort helfen, sondern weil die Kunden in der Schweiz nicht Produkte kaufen wollen, für deren Produktion die lokalen Arbeitnehmer ausgebeutet werden, und noch mehr, weil schlecht behandelte Arbeitnehmer schlecht arbeiten, und dann muss ich mehr arbeiten, und ich bin faul.

          Ich bin überzeugt, Unabhängig der Frauen geht nicht ohne wirtschaftliche Unabhängigkeit, und dazu braucht es gute Bildung und gute Jobs mit Sozialversicherung, überall auf der Welt. Und so denke ich, dass ich manchmal auch etwas ein ganz klein wenig verbessere, was ich kritisiere.

          Und wenn ich, der wie Sie nicht sehr an Geschichte interessiert bin, von Sklaverei lese und einen Bezug zur aktuellen Realität suche, bekomme ich aus meiner subjektiven aber irgendwie globalen Optik die Assoziation Frauenunterdrückung, die in weiten Teilen dieser Welt, lange nicht nur in der islamischen Welt, wenn auch dort mit göttlicher Macht am stärksten zementiert, verbreitet ist, nämlich überall dort, wo die Sozialsysteme (Grundversorgung, Bildung, Gesundheit) für grosse Teile der Bevölkerung nicht existieren, da müssen die Familien die soziale Sicherheit garantieren und dann müssen sich die Töchter prostituieren, wenn man sie nicht gut verheiraten kann, um die Medikamente zu bezahlen.

      • Roland K. Moser sagt:

        In keinem einzigen islamischen Gottesstaat hat die Frau irgendwelche Rechte. Wollen Sie nicht dort vor Ort Direkthilfe leisten? Danke.

  • Mark sagt:

    Nicht erwähnt sind die Skalvenroute von der Karibik in die USA, aber es ist wahr, das die USA die Sklaven viel besser behandelt haben als ihre französischen oder belgischen „Kollegen“.
    Die Geschichte von Haiti ist sehr interessant, da die Sklaverei bis zum heutigen Tag nachhält.

  • Ahn Toan sagt:

    Nach der Eroberung durch Napeleon und vorher dem Verlust der Kolonien in Asien, war Portugal wirtschaftlich am Boden, das Gold aus Brasilien wurde dringend benötigt, um die Auslandschulden zu bezahlen. Der Seeweg von Portugal nach Brasilien führt über die afrikanische Westküste (Von den Kapverden, oder Kanaren „segelt“ auch ein Fass nach Brasilien). Es kann also sein, das schlicht „Synergieeffekte“, welche den Portugiesen zu gute kamen, zu deren führender Stellung im Sklaventransport führten, die hätten sonst mit leeren Schiffen nach Brasilien segeln müssen. Die Erlöse aus dem „Geschäft“ kassierten die Kreditgeber Portugals (wohl vor allem England), Portugals Niedergang liess sich damit nicht stoppen.

    • Ahn Toan sagt:

      Sklaverei ist immer verwerflich, aber nicht gleich: Auf der Webseite des US Departement of Labor habe ich gefunden:

      „In Brazil, the slave had many more rights than in the United States: he could legally marry, he could, indeed had to, be baptized and become a member of the Catholic Church, his family could not be broken up for sale, and he had many days on which he could either rest or earn money to buy his freedom. The Government encouraged manumission, and the freedom of infants could often be purchased for a small sum at the baptismal font. In short: the Brazilian slave knew he was a man, and that he differed in degree, not in kind, from his master.“

      Auch im früheren römischen Reich gab es kaum einen Unterschied zwischen Sklaven und Familienmitgliedern, der Pater familias hatte absolute Macht über alle davon, und alle davon waren rechtlos. Frauen waren die ganze Zeit eigentlich auch Sklaven, immer Abhängig von einem Mann. Erst als Sklaven im Überfluss vorhanden waren, wurden diese billig und verbreitet schlecht behandelt.

      • Ahn Toan sagt:

        Noch bis in weit in die zweite Hälfte des 20 Jahrhunderts wurden Frauen in der Schweiz wie Sklaven behandelt: Ihre am Namen ersichtliche Abstammung wurde verleugnet, hatten kein Stimm- und Wahlrecht, durften nicht Autofahren usw usw. Amk krassesten ist die noch immer kirchlich praktizierte Heiratszeremonie: Der Gegenstand (die Frau) wird aus der Hand des Verkäufer (dem Brautvater) in die Hand des Käufers (den Bräutigam bzw für dessen Familie) übergeben, mancipiert, wobei das manus die Hand ist, welche als Macht/Schutz über die Frau wacht. Die Frau steht immer unter einer sie beschützenden Manus, und der Schutz rechtfertigt die Macht.

        ZGB in kraft bis 1984:

        160. 1 Der Ehemann ist das Haupt der Gemeinschaft. Er bestimmt die eheliche Wohnung und hat für den Unterhalt von Weib und Kind in gebührender Weise Sorge zu tragen.

        III. Der Ehefrau.
        161. 1 Die Ehefrau erhält den Familiennamen und das Bürgerrecht des Ehemannes.
        2 Sie steht dem Manne mit Rat und Tat zur Seite und hat ihn in seiner Sorge für die
        Gemeinschaft nach Kräften zu unterstützen.
        3 Sie führt den Haushalt.
        B. Vertretung der Gemeinschaft.
        I. Durch den Ehemann.
        162. 1 Der Ehemann ist der Vertreter der Gemeinschaft.
        2 Seine Handlungen verpflichten ihn unter jedem Güterstande persönlich.2
        II. Durch die Ehefrau.
        1. Ordentliche Vertretung.
        a. Inhalt.
        163. 1 Die Ehefrau hat in der Fürsorge für die laufenden Bedürfnisse des Haushaltes die
        Vertretung der Gemeinschaft neben dem Ehemann.
        2 Ihre Handlungen verpflichten den Ehemann, insofern sie nicht in einer für Dritte erkennbaren
        Weise über diese Fürsorge hinausgehen

        Am 01.01.1988 hat auch die Schweiz die Sklaverei abgeschafft.

        • Ahn Toan sagt:

          Richtig schön ist z.B. 161/1: Die Ehefrau verliert nicht ihren Namen und ihr Bürgerrecht, weil sie keines hatte, sie hatte Namen und Bürgerrecht ihres Vaters, und darum erhält sie etwas und verliert nichts.

          Ziff 2 könnte im Dienstbüchlein für Unteroffiziere als Pflicht gegenüber dem Offizier stehen.

          • Phil Jutzi sagt:

            Genau – Toan – Woher Sie auch immer kommen, schön sind Sie nun in der Schweiz im gemachten Nest sind, und tragen mit Ihrem Gequasle dieser unötiger Nestbeschmutzung bei. Ist Ihnen klar, das genau aus der Zeit die Sie kritisieren noch vieles OK war und die Gesellschaft fähig miteinnander umzugehen?

            Meine Mutter hatte sich noch NIE beklagt über die Zeit vor 1984. Auch andere ältere Frauen vor dieser Zeit.

            Wenn Sie für die Gerechtigkeit missionieren wollen, machen Sie dies: Haupsächlich in Gross Afrika und Asien.

          • Ahn Toan sagt:

            Ich komme aus Schübelbach (SZ), meine Vorfahren haben am Rütlischwur Programmhefte verkauft!

          • Ahn Toan sagt:

            Ich fand die Gesellschaft damals gar nicht ok, hab nach den Strassenschlachten mit der Polizei auch als Heteromann mit Nina Hagen (Pank) gesungen

            h schenk dir keine Kinder zum Zeitvertreib
            Leg mir lieber Puder, Kamm und Lippenstift bereit
            Dann geh ich mit Frau Holle auf’n Strich
            Kurzgesagt, du bist mir einfach widerlich

            Ich bin nicht deine Fickmaschine
            Spritz Spritz
            Das is’n Witz
            Schaetzchen, wir muessen auseinander geh’n
            Tschau Tschau
            Du alte Sau

            „Get it?“

          • Ahn Toan sagt:

            @Phil Jutzi:

            Schön bist Du im gemachten nest geboren und darum einer der mehr Rechte hat als die Anderen, ausser das Nest zu beschmutzen.

            Oscar Wilde: Patriotism is the virtue of the viscious.

          • Phil Jutzi sagt:

            Ahn Toan

            Schreiben Sie mir an info ät logischfaktisch.com

            Ich würde gern noch mehr diskutiern, aber ausserhalb dieses Blogs.

            Mich nimmt vorallem wunder, wieso immer mehr CHer die Schweiz, die Basis, zu destabilisieren zu versuchen, statt zu festigen – speziell in dieser Zeit.

          • Daniel Zurbriggen sagt:

            Herr Jutzi woher Sie auch immer stammen das es Iherer Mutter gut ging und Sie sogar andere Frauen kennen denen es vor 1984 auch gut ging ohne Mitspracherecht zeugt nur von der Bescheidenheit eben dieser Frauen. welcher Mann weiss schon was Frauen denken. Aber es gab auch etliche Frauen die durfte der Ehegatte vergewaltigen, schlagen, ausnutzen, herumkomandieren und den Macker heraushängen ohne das sie ihn zur Rechenschaft ziehen konnte da ja „nur“ Ehefrau. Warum sollen wir Gerchtigkeit nicht da fordern wo es am naheliegensten ist nämlich in unserem unmittelbaren Umfeld, allerdings beliebt macht man sich nicht überall damit, Ich persöhnlich ziehe den Umgang mit gleich berechtigten Menschen vor seien das Frauen Mitarbeiter cheffs etc, das ganze nennt sich Respekt und wem das nicht passt und nicht bringt dem sollte man es aufzwingen. Alles klar?

          • Ahn Toan sagt:

            Phil Jutzi

            Ich glaube nicht, das ich dies könnte, vor allem glaube ich nicht, dass Ihre Schweiz und meine Schweiz eine gemeinsame Basis haben, und meine, Sie sollten Ihre Frage an seine Herrlichberglichkeit richten, der ist viel besser im Destabilisieren, im Provozieren, im Ausgrenzen. In meiner Schweiz hatten Ausländer immer Platz, die meisten meiner Freunde in meiner Studienzeit waren Secondos oder Expatskinder, und viele Schweizer in meinem Umfeld denken wie ich, noch viel merh Schweizer in einem jüngeren Umfeld, Ihre Schweiz ist Geschichte, noch mehr Mythos als Geschichte, die Schweiz war nie so wie Blocher sie beschreibt, auch Gotthelf und Anker beschreiben romantisierend nur einen kleinen Teil der Schweiz, nicht Basel, Zürich Bern (Stadt) Lausanne Genf. Das ist meine Schweiz, die erträgt Kritik.

          • Ahn Toan sagt:

            Ich habe mit Ausländern bei der Kehrrichtabfuhr und bei der Speisewagengesellschaft gearbeitet, ich hab bei Ausländern Kebab und Afrikanische Spezialitäten in Schweizer Städten gegessen, ich ich war und ich bin mit einer Ausländerin verheiratet, und habe, zähle ich die Romandie dazu, die Hälfte meines Lebens im Ausland gelebt.

            Nein, meine Heimat ist einfach viel grösser als ihre, „wherever I lay my head..“

          • rascha kocher sagt:

            @ Jutzi: „Nestbeschmutzung“ hat mit Aufklärung zu tun. Das sind Leute, die aufstehen und versuchen, nicht mehr Teil eines Problems zu sein…!

          • nando sagt:

            Über die Unterdrückung der Frau muss man nicht diskutieren, sie hat statt gefunden und auch meine Mutter war Opfer, ABER ich finde es eine echte Frechheit einen Artikel über die Versklavung und Verschleppung von Schwarzafrikanern, an welcher nachweislich auch einige Schweizer Handelsgesellschaften reich geworden sind, für die Frauensache zu misbrauchen. Hier geht es um diese Menschen und nicht um das „Verbrechen“ an Frauen, nicht um das „Verbrechen“ an Kindern, nicht um das „Verbrechen“ an Tieren und auch nicht um das „Verbrechen“ an die Umwelt…habt bitte Respekt.

          • nando sagt:

            @Ahn Toan: Sie scheinen viel rum gekommen zu sein und „wherever your head may lay right now“ ihre Kommentare hier sind völlig deplatziert. Auch ihre vielen schlauen Zitate täuschen nicht über die Tatsache hinweg, dass sie nicht nur leicht frustriert, gehässig und selbstgerecht wirken. Lassen sie es doch einfach bleiben. Keiner von uns hier war an der Versklavung und Unterdrückung von jedwelchen Minderheiten beteiligt und tun sie nicht so, als seien sie die einzig rechtschaffene Person auf diesem Planeten. Sie wirken lächerlich.

        • Josef Marti sagt:

          Also, 161 Abs. 3 find ich nach wie vor sehr sympathisch. Abgesehen davon gab es auch noch die Zeit vor 1978, damals gab es noch die sog. Zahlvaterschaft; die guten alten Zeiten eben.

          • rascha kocher sagt:

            Schön, dass ES auch NICHT Betroffene gab.
            Aber ES wird sich ändern, wenn die Schweiz zum Vasall Europas wird, weil sich keine andere Möglichkeit mehr gibt, um defacto zu existieren. Dann nämlich wann die „Arabellion“ über das Land rübergeschwappt ist; dieses aber Dank dem anschliessenden Putsch mitunter sogenannten Flaggenkreuznationalisten und dessen Swissarmy im Schlepptau, vollends destabilisiert würde.

        • maja sagt:

          nicht zu vergessen die Zeit als nur der Ehemann das Recht hatte, das Vermögen der Frau zu verwalten und den Gewinn daraus einstecken durfte.

        • Willtell sagt:

          Rot, Emanze….was hat das mit der Sklaverei zu tun? Diese Ordnung war damals akzeptiert, warum sollte dies nicht so bleiben? Jedem Menschen sollten in seinem Lande die gleichen Rechte zustehen, aber genau Sie sind diejenige, die den Frauen mehr Rechte zumutet, als den Männern, siehe Mamablog…..PS Sklaverei. die Schwarzen habe andere Schwarze als Sklaven verkauft, wer ist jetzt also der Schuldige?

      • Rudolf Küng sagt:

        Soviel ich weiss, galt im alten Rom aber die Gütertrennung. Die verheirateten Frauen verwalteten ihr eigenes Vermögen selbst.

        • Ahn Toan sagt:

          Ich war nicht da, im alten Rom, aber in der Rechtsgeschichte wird gelehrt, nur der pater familias konnte Eigentümer von Rechten und auch Verpdflichterer sein. Frauen waren keine Personen im rechtlichen Sinn, genauso wenig Sklaven, aber auch Sklaven waren nicht Sachen, sie konnten „Manager“ mit Vollmachten sein.

    • Heiner Hug sagt:

      Ach Anton – was ihnen alles einfällt, wenn eine Statistik nun mal beweist, das nicht die Amis die bösesesten aller Bösen sind. Einfach nur peinlich. Da sind auf einmal 5 Mio Sklaven lobenswerter und humaner als 300’000.
      Soviel ideologische Verblendung sollte in Momenten wie diesen besser schweigen. Denn sie ist nur selbstentlarvend.

      Die Statistik ist wirklich sehr interessant. Sie widerlegt einige Mythen. Man sieht auf jeden Fall: Die Länder, dei am Meisten mit Sklaven gehandelt haben sind bei weitem nicht die Reichsten.

      • Ahn Toan sagt:

        In meinem simplem Denken erkenne ich böse Länder an zwei Dingen: Wenn die Zäune an den Grenzen da sind, um die Einheimischen am weglaufen zu hindern, statt Einwanderung zu verhindern. Und wenn die Verfassung ändert, damit der Cheffe bleiben kann, statt dass der Cheffe ändert und die Verfassung bleiben kann, oder einfach ohne Verfassung der Cheffe Cheffe ist, was letztlich ja das Gleiche ist, nicht wahr?

        Die USA gehören darum bei mir nicht auf die Liste der bösen Länder.

        • Josef Marti sagt:

          Das sagen ausgerechnet Sie? Immerhin haben diese Verteidiger der Freien Welt in Vietnam systematischen Genozid betrieben.

        • rascha kocher sagt:

          @ Toan: Behördliche Mauern können auch verhindern, dass man den Cheffe chassen bzw. davonscheuchen kann; um der Gesellschaft damit Chance auf Neues, Progressives zu ermöglichen.

          • Ahn Toan sagt:

            Gibt es Mauern, muss er gehen, denn richtige Mauern brauchen eine absolute zeitliche Begrenzung, damit der Machthaber einer Gerichtsbarkeit unterworfen werden kann. (Und das zu vermeiden, gehen die nie weg, das könnte wörtlich den Kopf kosten.). Und fast immer „wartet“ die Gesellschaft halt dann, und Veränderungen gehen langsamer, aber die Gesellschaft will gar keine schnelle Veränderung.

      • Heiner Hug sagt:

        Das nenne ich mal eine kluge Definition.

        • Rolf Zach sagt:

          Herr Ahn Toan, bitte vergleichen Sie das Niveau von Gotthelf nicht mit Anker. Gotthelf war mit seiner konservativen Haltung
          und seiner Abneigung gegen die liberale Verfassung von 1848 mir nicht unbedingt sympathisch und sein „Zeitgeist“ und „Berner Geist“ ist ein Machwerk. Trotzdem war er ein begnadeter Schriftsteller und einige seiner besten Romane sind literarische Meisterwerke für jede Zeit. Anker ist sicher ein guter Maler, aber nicht hervorragend. Kein Vergleich zu Schweizer Malern wie Hodler, Vallotan oder auch Cuno Amiet.
          Das ZGB von 1912 war auch als gesamtschweizerisches Gesetz ein Kompromiss zwischen der alemannischen und romanischen Schweiz. Das vorhergehende kantonale Berner Zivilrecht war für die Stellung der Frauen besser als das ZGB von 1912. Trotzdem war in vielem das ZGB ein Fortschritt, denken Sie nur an das Sondergut der Ehefrau.
          Es war aber oft die Gerichtspraxis, die sich gegen die Frauen entschied und sie diskriminierte. Aus meiner Familie kenne ich leider genügend Beispiele davon. Gewisse Kantone überboten sich in dieser konservativen Gerichtspraxis, z.B. der Kanton Aargau. Wo damals bis ungefähr 1960 die Rechtsparteien selbstbewusst die Mehrheit stellten, waren die Frauen diskriminiert und vor allem solche aus den unteren Schichten. Es gab Richter, die waren zum kotzen, man kann sich das
          heute gar nicht mehr vorstellen. Nicht das Gesetz war das schlimmste, sondern die Gerichtspraxis bis in die 60er Jahre.

    • Klaus Schlegel sagt:

      @Toan & Jutzi: ich finde es bedenklich, dass diese Plattform dazu benutzt wird, das Für und Wider Einzelner zu veröffentlichen. Dieses Hickhack gehört nicht hierher. Einen Kommentar pro Absender – mehr nicht!

    • rascha kocher sagt:

      Der eigentliche „Marktplatz“ war somit Lateinamerika. Fernab von der aufgeklärten Gesellschaft in den zivilisierten Ländern. Wie heuer wohl mit [unlegitimierten] Waffen: Man finden den Schwerpunkt dort, wo kein Outsider defacto einen Überblick haben kann/darf…

      • urs lehmann sagt:

        Und wer hatte „fernab der aufgeklärten Gesellschaft“ das Sagen? Waren das nicht zufälligerweise die „zivilisierten Länder“???

    • Roland K. Moser sagt:

      Anh Toan hat eine spezifische Sicht der Welt. Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht.

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