Die politische Dimension

So nahe wollen sich nicht alle kommen.

Wenn man die Währungsunion in ihrer akutellen Form erhalten will, kommt man kaum um eine eng koordinierte Fiskal- und Wirtschaftspolitik herum, die den gesamten Euroraum erfasst. Der Grund dürfte mittlerweile ausreichend bekannt sein: Die einheitliche Geldpolitik und die gleiche Währung für alle versperrt die üblichen Anpassungsmöglichkeiten für Länder in einer Konjunkturkrise oder mit strukturellen Nachteilen wie einer geringeren Produktivität und damit einem höheren Kosten- und Preisniveau. Diese klassischen Anpassungsmöglichkeiten sind tiefere Leitzinsen und eine Abwertung der Währung.

Nun war die Forderung nach einer engeren wirtschaftspolitischen Koordination ein Ur-Anliegen der Franzosen schon bei den ersten Plänen der Währungsunion. Ganz und gar nichts davon wissen wollten dagegen die Deutschen. Dass nun die deutsche Regierung in den letzten Wochen eine eigentliche Kehrtwende zu ihrer bisherigen Position vollzogen hat und gemeinsam mit Frankreich nun auch für eine stärkere Vereinheitlichung der Wirtschafts-, Sozial- und Fiskalpolitik eintritt, kommt daher einer kleinen Revolution gleich. Mit dem so genannten Wettbewerbspakt sollen zum Beispiel die Steuern und das Pensionsalter überall angeglichen werden, selbst die Lohnentwicklung.

Aus einer rein ökonomischen Perspektive machen Schritte in diese Richtung zumindest theoretisch mehr Sinn als weitere Hilfspakete und Ermahnungen an schwer verschuldete Staaten, den Gürtel noch enger zu schnallen – denn letztere ändern nichts an der Ursache der Krise. Allerdings würden die Vorschläge der Franzosen und der Deutschen nicht viel bewirken. Für einen Ausgleich zur zentralen Geldpolitik müsste vor allem die Fiskalpolitik viel stärker koordiniert werden – was tiefe Eingriffe in die Souveränität der einzelnen Länder zur Folge hätte. Ob eine derart zentralisierte Fiskalpolitik in der Praxis auch zielgerecht ausgeführt würde, wäre aufgrund der Erfahrungen mit solchen Machtballungen und angesichts geringer (demokratischer) Kontrollmechanismen allerdings nicht gesichert.

Damit sind wir bei der politischen Dimension: Hier spricht vorderhand alles dagegen, dass nur schon die zaghaften Schritte von Erfolg gekrönt sein werden. Hier der Bericht von Eurointelligence zur Reaktion anderen EU-Staatschefs auf die Vorschläge der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy am vergangenen Wochenende:

They came to Brussels, jointly announced the agreement, went into the Council and realised that almost everybody disagrees with them, on style, or substance, or both. Angela Merkel and Nicolas Sarkozy had a disastrous summit, and through sheer diplomatic ineptitude managed to turn what many thought was a pre-cooked deal into a cliffhanger. Reuters quotes a diplomat as saying: «The discussion became really quite heated… One EU leader asked Sarkozy and Merkel if they really thought it was right to treat everyone else in this way. He was insulted.»

Kurz: Die Ideen stiessen auf heftige Ablehnung. Noch sind die Bilder der lang anhaltenden Massenproteste in Paris gegen Pläne zu einer verhältnismässig geringen Erhöhung des Rentenalters gut in Erinnerung. Doch hier ging es immerhin noch um Beschlüsse eines nationalen Parlaments, und nicht um solche von fernen EU-Bürokraten in Brüssel. Man stelle sich jetzt auch noch vor, über die Löhne würde weit weg vom eigenen Land entschieden. Bereits mehren sich die Anzeichen für eine offene Ablehnung gegen die einst als Friedensprojekt begründete Europäische Union vor allem in jenen Länder, die auf Druck von eben dieser Organisation harten Sparmassnahmen ausgesetzt sind. Immerhin wollten die Deutschen und die Franzosen ihre zentralisiertere Wirtschaftspolitik in den Händen der Regierungen belassen und nicht in jener der Kommission. Doch das hat bei jener zentralen Institution der EU sogleich böses Blut geschürt. Denn da hat man ähnliche Pläne in der Schublade und will sich das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen.

In Debatten über die Währungsunion erscheinen Kritiker oft automatisch auch als Gegner der europäischen Vereinigungsidee. Dabei ist die politische Dimension gerade für die Anhänger eines vereinten Europa ein Grund, mit der Art, wie man die Währungsunion aufgezogen hat, hart ins Gericht zu gehen. Sie droht die Menschen und die Länder des Kontinents mehr zu spalten, als jede andere politische Entwicklung seit dem zweiten Weltkrieg.

87 Kommentare zu «Die politische Dimension»

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Schwarz:

    Die durchdrehenden USD-Gelddruckrotationspressen sind nur ein Grund der steigenden Rostoffpreise. Wenn nicht nur in China, sondern bald weltweit die Handlanger vom Velo ins – geleaste – Auto umsteigen, brauchts entsprechend mehr Oel und andere Rohstoffe. Da spielt auch – wie bei der Keulung der Loehne und Explosion der Wohnungsmieten mit offenen Lohndoemperschleusen – das in Marktwirtschaften eherne und auch in Planwirtschaften nur teilweise unterdrueckbare Gesetz von Angebot und Nachfrage.

    Und mit den UNO-Programmen zur Foerderung der Vermehrung und kuenstlichen Verlaengerung der Leben wird auch der Weizen verknappt.

    Die Amis haben die Deutschen und Japaner zuerst zu Agrarsklaven morgentauisieren wollen. Dann haben sie ihre Strategie auf Industtialisierung mit Reparationsabkupferung der Gewinne umgestellt. Und mit den geraubten Milliarden ihre eigene Landiwrtschaft mit irren Subventionen baronisiert. Die Uebeschuesse koennen nur noch mit Verfluessigung eines immer groesseren Teil der Produktion als Treibstoff verwertet werden.

    Die neokolonialen Bemuehungen konzentrieren sich jetzt vor allem auf die Industrialisierung der anderen Agrarlaender mit moeglichst gruendlicher Keulung des Naehrstandes durch wirtschaftliche, politische und gar soziale und religioese Subversion….

    Besonders die traditionellen Agrarexportlaender sind das Hauptziel des US-Neokolonialismus, um das globale Lebensmittelversorgungsmonopol und damit auch die politische Macht ueber die Staaten, die ihren Naehrstand mit kurzsichtiger Gewinnsucht gekeult haben, usurpieren zu koennen….

  • Michael Schwarz sagt:

    @Freiherr: Sie haben meine gestrige Aussage verstanden, warum Bernanke für die steigenden Rohstoffpreise verantwortlich ist. Die steigenden Preise haben mit dem Realnachfrage nach Rohstoffen wenig damit zu tun. Sicherlich ist der Sockelnachfrage nach Rohstoffe von der Realwirtschaft aus China zugelegt, aber ist es keine Erklärung warum alle Rohstoffpreise stieg, stieg und sogar die Preise für Weizen.

  • Michael Schwarz sagt:

    Der Anzeichen in China steht für eine Hyperinflation. Wenn man in einer Hyperinflation gerät, kann man mit höhe Zinsen nicht mehr viel anrichten, weil die Hyperinflation eigne Dynamik entwickelt hat. Die Inflationsgefahr von China ausgehen, steht für die Wirtschaft der Industrieländer eine ernstzunehmende Gefahr dar.

    Anscheint, werde die USA im Handelskrieg zwischen USA und China, als Sieger ausgehen. Die Geldpolitik Bernankes hat seine Inflationswirkung auch in China nicht verfehlt. Die Wirtschaft Chinas könnte durch dem Druck der USA und Kaufkraftverlust durch der Hyperinflation zusammenbrechen. Mit zunehmender Inflation in China, wird diese Szenario immer Wahrscheinlicher.

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Schwarz:

      Die Chinesen werden sich zwar eines Tages mit ihren USD-Papier“werten“ – soweit sie sie nicht rechtzeiitg loswerden – den Allerwertesten wischen oder Zigarren anzuenden koennen. Aber sie investieren immer mehr auch in Sachwerte, von Rohstoffen bis hin zu Markte getragenen westlichen Konzernen und westlichem Grossgrund….

  • Michael Schwarz sagt:

    Die steigenden Rohstoffpreise sind die Konsequenzen der extrem expansive Geldpolitik Bernankes. Seine Geldpolitik heizt die Spekulation an, weil die Inflationsängste durch seiner Geldpolitik erweckt wurde, somit ist meine Befürchtung zur Wirklichkeit. Seine Geldpolitik hat die Weltwirtschaft und Devisenmarkt destabilisiert, weil er die Ökonomie durch seine Brille des Standardmodells betrachtet hat. Die Nachwirkung seiner Geldpolitik muss die ganze Welt spüren, die Schweiz ist der Opfer Nr. 1. seiner Geldpolitik.

    Deshalb muss ich Hr. Hildebrand auffordern, die Geldmenge in Schweiz rasch anzuheben, gegen Bernankes Geldpolitik vorzugehen, somit ein Beitrag für die Stabilität der Weltwirtschaft leistet, gleichzeitig sollte Hildebrand mit Bernanke Gespräche suchen, wo bessere Lösungswege aufklären. Wie wir bis heute gesehen, ist die Leistung der amerikanischen Ökonomen dürftig, offensichtlich kennt Bernanke das Ziel, aber nicht den Weg dorthin. Deshalb muss Hr. Hildebrand die Zusammenarbeit mit US-Notenbank intensivieren, womit die Schäden für die Weltwirtschaft, die durch Bernankes Geldpolitik entstanden sind, minimiert werden.

    Der Fed ist nicht mehr in der Lage allein die Wirtschaftsproblematik zu lösen. Der braucht dringende Unterstützung der anderen Zentralbanken. Es ist nicht mehr alleiniges Problem USA, sondern ein Problem der Industriestaates. Die steigenden Rohstoffpreise haben auf die Industrieländer verheerende Auswirkung, welche wir heute noch nicht genau einschätzen können. Für die Schwell- und Drittweltländer sind die Nahrungsmittelpreise.

    • Hampi sagt:

      „Die steigenden Rohstoffpreise sind die Konsequenzen der extrem expansiven Geldpolitik Bernankes“

      Zwar hat die expansive Geldpolitik der USA einen Einfluss, aber der Hauptgrund für die steigenden Rohstoffpreise ist vor allem das rasant sich entwickelnde/wachsende China.

      Würde ihre Aussage stimmen, müssten die Rohstoffpreise bald sinken: sobald Bernanke beginnt, eine restriktivere Geldpolitik anzuwenden. Daran glaube ich nicht. Viel wahrscheinlicher scheint mir, dass die Rohstoffpreise einen markanten Taucher machen werden, wenn sich China irgendwann einmal abkühlen wird/würde.

      • Michael Schwarz sagt:

        @Hampi: ich glaube, weitere Kommentare zu meiner Aussage ist an dieser Stelle, überflüssig. Bevor Sie meine Aussage kommentieren, sollten Sie über meine Aussage genauer und vertieft darüber nachdenken. Das Wirtschaftswachstum Chinas liegt weiter unten 2005/2006/2007. Seine Geldpolitik hat auch in China seine Inflationswirkung nicht gefällt, nicht nur in Europa.

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Toan:

    Ich nehme an, dass Schroeder auf einem weit hoeheren Nivo „knechtet“ als je fuer Deuschland. Und wenn es dem „Maedchen“ gelingt, die maroden EURO-Billiarden „Gut“haben (deren innerer Wert an galoppierender Schwindsucht leidet) den Baenkstern mit Steuergeldern zum Nennwert abzukaufen (Wucherzinsen privat, Kapitalsrisiko dem Staat), wird sie auf einem Baenksterverwaltungsratssitz noch viel weicher sitzen als die Breul als die Billigjakob-DDR-Verschleuderin.

    Das gynokratische Pendel hat in der Schweiz seinen Zenith deutlich hinter sich gelassen. Konnten die Frauen vor Jahren an der Urne noch die Meinungsfreiheit mit dem selektiven Maulkorb und den Rechtsfrieden mit ewiger Unverjaehrbarkeit keulen, sind sie heute mit dem Versuch der Entwaffnung der Wehrmaenner viel deutlicher als erwartet abgeschifft. Und zwar nicht – wie erhofft – nur vor den Kantonen, sondern sogar – sehr deutlich – auch vor dem Volk….

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Toan:

    Der nichtgermanofone Teil Europas laesst sich die Kaputtkrampfmentalitaet des germanofonen nie auf Dauer uebestuelpen. Weder mit Stukas, Panzern und SS, noch mit EUROs. Bleibt nur zu hoffen, dass es diesmal „nur“ wieder mit astronomischen Schulden- und nicht wieder auch Leichenbergen sein Bewenden hat….

    Schroeder sitzt jetzt immerhin auf einem gut gepolsterten Ruhesessel im Verwaltungsrat eines russischen Konzerns. Vielleicht bekommt ja die germanische Version der Eisernen Wohlfahrtsstaatszerstoererin und Kapitalschmarotzzudienerin von einer ihrer Freundinnen in Waschingten oder Bern einen noch fetter gepolsterten Ruhesessel in einem Baenksterverwaltungsrat, wenn ihr Aufkauf „Europas“ endgueltig im Hoeschen ist….

    • Anh Toan sagt:

      @Freiherr: Haetten die italienischen und spanischen Maurer und Hilfsarbeiter nicht auf den Baustellen gepfiffen und gesungen, waere das Wirtschaftswunder nie moeglich gewesen. Und trotz jahrzehntelanger Entwicklungshilfe durch die romanischen Nachbarn, ist es noch immer nicht gelungen, den barbarischen Horden des Nordens klarzumachen dass: Ananas und Pizza nicht zusammenpassen; Wirklich niemand nach einem saettigendem Mahl Cappuchino trinken kann;
      Jungs in kurze Lederhosen zu kleiden naechstens von AI als Folter bezeichnet wird; Hinten lang vorne kurz keine Frisur fuer Maenner oder Jungs ist; Sich ein teutonisch-durchschnittlich gebauter plus 30er allenfalls in Notstandssituation mit weniger als einem T-Shirt (mit Aermel) und knielangen Shorts begnuegen sollte. Und zwar sowohl den Arschspalt als auch den Bauch vollstaendig bedeckend. Und fuer mich ist Mr Higgins aus Magnum der einzige auf der Welt, der Socken zu Shorts tragen kann. Solange sich die barbarischen Teutonen absolut lernresistent betreffend elemenarer zivilisatorischer Errungenschaften, auch genannt Kultur, zeigen, werden sie Muehe haben, im zivilisierten Teil Europas gehoert zu werden. Da haben sie ganz recht.

      Und Schroeder darf jetzt fuer Putin knechten, und die Merkel „die das nicht kann“ gemaess ihm und Ihnen, so verstehe ich das Ende Ihres dritten Absatzes, hat alle Konkurrenten im Inland abserviert (Stoiber, Koch, die Sozis insgesamt, und Wessi braucht sie auch kaum noch), und ist immer noch da. Hut ab Frau Bundeskanzlerin!

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Toan:

    Vorab gestatte ich mir zu bemerken, dass ihr der „Ehren“titel von Kohl und nicht von mir verliehen wurde.

    Frauen haben -wie auch die Maenner – trotz der Bestreitung durch die Feministinnen durchaus ihre besonderen Talente. Aber wenn die Feministinnen schon die Gleichstellung verlangen, ist es verfehlt, sie weiterhin auf dem bibeltheokratischen Podest zu verehren und zu vergolden, statt sie endlich vom zuspaetritterlichen Sockel zu holen und auf Augenhoehe mit ihnen zu (ver)handeln und auch gleich zu verpflichten.

    Und dass sie bei Hennenkaempfen im kollektiven Waschhaus, bei Rufmordwettbewerben im Treppenhaus, beim Geheimhalten von Fremdgaengen bis hin zur betruegerischen Unterschiebung von Kuckucken und zum um den Finger wickeln von Richtern, die sich auf ihrem Tron mit dem Ritter Schorsch von der Vogelweide zu verwechseln pflegen, und „ritterlich“ fremde Milliarden grundrechts-, verfassungs- und gesetzwidrig wie Pienoets umverteilen, qualifiziert sie noch lange nicht fuer die hohe Politik, wo ihre Haus- und Ehefrauentricks von Profidiplomaten noch und noecher ausgebremst werden.

    Die Schweiz ist wegen der durchgeknallten Aussenclownin (auch wenn sie zulasten der Auslandrentner den Exportraepplispaltern in den Hintern kriecht) schon viel naeher am wirtschaftlichen GAU als 1515 am militaerischen. Zudem gefaehrdet sie – von keinerlei militaerischer Sachkenntnis getruebt – auch die Neutralitaet sowie die Eussere und Innere Sicherheit der Schweiz wie sie – abgesehen von Napoleon – seit 1515 noch nie auf dem Spiele stand. Die Basardierung des Rechts nach dem Motto „Recht ist was uns nuetzt“ bringt hoechstens Imperien mit Kanonenbooten und Atombomberflotten einen – erst noch nur kurzfristigen – Vorteil.

    Nachdem Schroeder als persoenlicher Freund Putins – zum Aerger der Usraelis – mit den „neuen“ Russen ein gutes Verhaeltnis aufgebaut hatte, haette Merkel Deutschland aus dem usraelischen Wuergegriff politisch und wirtschaftlich befreien koennen, bevor die Leiche auf Urlaub EURO die Rest“wohlfahrt“ der Vermoegenslosen soweit keult, wie seit den Hungerjahren anch dem zweiten Weltkrieg vor Erhards Wirtschaftswunder nie mehr. Anstatt zur Befreiung anzusetzen ueberlaedt sie dem mit fast ewigen Reparatioen, dem Kaufpreis fuer die DDR an die abtretende Sowjetunion, dem Billionengrab fuer die verfehlte Annexions- und EU-Politik mit weiteren Zahlmeisterbillionen fuer die Verlaengerung der EURO-Agonie….

    • Anh Toan sagt:

      @Freiherr: Trotz meiner Liebe zu und meinem Respekt fuer Frauen: Fuer die „durchgeknallte Aussenclownin“ erhalten Sie von mit die Maximalpunktzahl! Nun, fuer mich war Schroeder schlicht zu selbstverliebt und zu merken, wie sehr Putin sein Liebesbeduerfnis benutzt. Und uns Angie konnte der Gangster-Macho echt nicht. Dieser war aber der einzige der Bande, der von Anfang an begriffen hat, dass hier eine als Maedchen getarnte eiserne Lady steht. Jetzt ist nutzt sie die Euroschwaeche um ihre (deutschen) Vorstellungen einer europaeischen Wirtschaftspolitik durchzusetzen: Wir muessen zahlen,klar, aber dann bestimmen wir auch! Wer zahlt, befiehlt! Wie wuensche ich mir einen solchen Politiker fuer die Schweiz, der im Bewusstsein der eigenen Staerke mit der EU verhandelt, andererseits nicht aus populistischen Gruenden unangenehme Realitaeten einfach verleugnet.

  • Freiherr sagt:

    Bis Kohl reagierten die Deutschen Politiker – insbesondere Adenauer, Erhard und Schmidt – auf den bigottgynokratischen Besatzerstiefel und im Umgang mit den roten Herrschern Osteuropas optimal. 1955 wurden gar die voelkerrechtswidrig nicht sofort nach Kriegsende repatrierten, noch nicht in der Arbeitssklaverei verreckten Deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion heimgeholt. Auch Kohl, der Weltmeister im Aussitzen, kroente die Bemuehungen seiner Vorgaenger mit der Annexion der DDR (welche praktisch nur die Immunitaet der roten Politterrorrichter, Stasi-Aerzte und anderen Stasiverbrecher sowie das Verbot der Anbastelung von Alimentenklauseln an bereits rechtskraeftige DDR-Scheidungsurteile durch die bigottgynokratische westliche Politterrorscheidungsjuxtiz rettete) und der Wiederherstellung der faktischen Suveraenitaet Ganzdeutschlands erreichte.

    Allerdings haette er statt seine politisch und insbesondere militaerisch unbedarften „Maedchen“s einen Adenhauer nachziehen sollen, der aus der EU austritt, die DM wiederherstellt, und die Wehrpflichtarmee zur Selbstverteidigung einsetzt, statt am Hindukusch und in der afrikanischen Wueste als Hiwis US-imperialer Weltmachgeilheit verheizt.

    Aber es ist nie zu frueh, und selten zu spaet….

    • Anh Toan sagt:

      Das „Maedchen“ uebertrifft ihren Ziehvater und seine Vorgaenger und die meisten auslaendischen Staatsoberhauepter um Laengen; Lieber Freiherr, vermutlich wurden Sie von einer Frau „verarscht“, vielleicht zu Recht, vielleicht zu Unrecht. Jedoch Frauen sind die „besseren Menschen“ als Maenner: Frauen sind verantwortungsbewusster, und verkaufen nicht gleich ihre Integritaet fuer soziale Anerkennung. Und vielleicht ist das vorstehende nur Quatsch, aber zumindest sind Frauen, die es trotz dem Hindernis eine Frau zu sein, bis an die Spitze schaffen, deutlich besser als Maenner. Und wo im vorstehenden Satz Frauen steht, koennen Sie auch einsetzen: Farbige, Schwule, Behinderte etc.etc. Wir Maenner muessen die Frauen unterdruecken, weil wir chancenlos gegen sie sind, oder eben unsere Chancenlosigkeit akzeptieren. Ich verrate Ihnen noch das Geheimnis Casanova’s: Wenn Sie wollen, dass die Frauen Sie lieben, muessen Sie die Frauen lieben!

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Brock:

    Ich will nicht hier – wie schon bei der Binswangere (schade wurde der Mamablog nicht der zwar auch feministischen, aber mit einer offensichtlichen Restfaerness gegen Maenner gesegneten Initiatorin Frau Nicole Althaus unterstellt) – wegen Gynokratieschelte fast vollstaendig wegzensuriert werden.

    Aber ich schreib mal, was mit ein suedlichdersaharastaemmiger Reisefuehrer schon vor Jahrzehnten dazu sagte:

    „Die Altkolonialisten waren fuer uns das kleinere Problem. Wir mussten zwar unsere Dirnen mit ihnen teilen und sogar ein wenig arbeiten, um die Kolonialsteuern aufbringen zu koennen. Aber jetzt werden wir auch zu Kindes- und gar Scheidungsalimenten zwangsmissioniert, die wir gar nicht bezahlen koennen. Und es geht uns auf den Sack, staendig auf der Flucht zu sein!“

    • Urs Brock sagt:

      Ah, jetzt ist klar, das Gegenteil von Patriarchat… Gynokratie. Bisher kannte ich nur Matriarchat…

      • Freiherr sagt:

        Noe, ….kratien sind immer auch mit Abzocke verbunden (sag mir wem Du Dein Geld gegenleistungslos ablieferst und ich sag Dir wem Du versklavt bist!). Das Matriarchat hat in Bibeltheokratien jahrtausendealte Tradition. Zwar hatten in AI die Maenner noch lange die Hosen an. Aber welche sie zu tragen haben bestimmten schon immer ihre Frauen.

        Es gibt kein Patriarchat, das von Frauen Tribut fordert. Darum gibts auch keine Androkratie. Wenn aber im bibeltheokratischen Familienmatriarchat auch noch massiv gegenleistungslos Geld umverteilt wird, wird es zur Familiengynokratie, und wenn der selektive Familienkommunismus zu nachehelicher Sinekure, Milliardenumverteilung von Mann und Steuerzahler an erwerbsfaule Abscheiderinnen verkommt, ufert die Gynokratie ueber die laufenden Ehen ins ganze System hinaus….

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Brock:

    Eine vollstaendige Trennung von Politik und Wirtschaft gibts nie, Der Hauptmangel ist jetzt, dass die Wirtschaft die Politik ueber korrupte Schwatzbuder (die UBS-Beguenstigungsbeschluesse lassen gruessen), Richter und Nichtmehrbeamte im Wuergegriff hat, statt kapitalem Betrug, Wucher, Erpressung und Noetigung sowie pirvater Sklaverei scharfe strafrechtliche Grenzen setzt….

    Der Aktienkapitalschmarotz wird staatlich garantiert, die Grundrechte und Besitzsateande von vermoegenslosen Waisen, Baemten, Arbeitslosen, Invaliden, Witwen, Beamten und Alten von den Braunen, Gelben und Schwarzen politisch gekeult.

    Die zu gynokratisch verschaerften Globalkommunisten verkommenen Sozialdemokraten bemuehen sich nicht einmal mehr um den Teuerungsausgleich auf Beamtenrenten. Dafuer erpressen sie ein paar hundert Millionen pro Jahr mehr fuer die als Entwicklungshilfe verbraemte soziale und religioese Subversion in saeckularen oder nicht bibeltheokratischen Staaten. Die Loehne der Staatsbuettel werden kaum mehr der Teuerung, und – wegen der „sicheren“ Rente – schon seit Jahrzehnten nicht mehr der Explosion des BSP angepasst. Die Roten haben jedoch dafuer gesorgt, dass dem Beamten nicht mehr nur ein paar Prozent abgezogen werden, sondern der haeutige Staatsbuettel froh sein muss, wenn ihm nach der rotan Abzocke noch ein paar Prozent bleiben….

    Die Roten wurden fuer den vermoegenslosen Fleissigen zum Abzockteufel; und die Braunen entwickelten sich mit der Keulung der Grundrechte von Vermoegenslosen bis hin zur zuerst heimlichen und jetzt schon gar unheimlichen Apartheid zu seinem Beelzebub….

    • Anh Toan sagt:

      @Freiherr: „Die Roten wurden fuer den vermoegenslosen Fleissigen zum Abzockteufel; und die Braunen entwickelten sich mit der Keulung der Grundrechte von Vermoegenslosen bis hin zur zuerst heimlichen und jetzt schon gar unheimlichen Apartheid zu seinem Beelzebub….

      Ziemlich treffende Beschreibung der politischen Realitaet!

    • Urs Brock sagt:

      Ah ja, ist schon klar, das mit der Symbiose von Oekonomie und Politik….

      Ich versuche nur ab und zu mir vorzustellen wie denn das währe, freie Politiker und in diesem Sinne Volksvertreter zu haben… Wie würden die Entscheiden… und dann erst die Unternehmen ohne eigenen Vertreter in den Parlamenten ?

      Im übrigen finde ich ihre Beiträge nicht einfach zum lesen (es werden da völlig neue Wortschöpfungen benutzt und nicht wenige) aber dann am Ende doch interessant, tiefgehend, umfassend…. sarkastisch auch?

      Bei Gelegenheit eine Erklärung noch: „… gynokratisch verschaerften Globalkommunisten verkommenen Sozialdemokraten…“

      Dies wird aber doch öfters verwendet, erschliesst sich mir aber nicht

      • Thomas sagt:

        @Uwe Brock

        Es wird oft übersehen, dass Politik IMMER zuerst Wirtschaftspolitik ist. Was die Leute nämlich zuerst interessiert, ist weder die Gleichstellung der Frau noch der Schutz vor bissigen Pudeln, sondern wie und unter welchen Umständen sie ihre Brötchen verdienen können. Erst kommt das Fressen, und dann die Moral.

        Unterschiedliche Politische Systeme unterscheiden sich zunächst in der Wirtschaftsordnung: Kommunismus, Liberalismus, Freibeuterkapitalismus, Monarchie, Asoziale Marktwirtschaft, Diktatur – sie alle haben zunächst Einfluss auf die Wirtschaft: Wer kann hier das Grosse Geld verdienen? Die Parteibonzen (Kommunismus)? die Familie des Herrschers (Diktatur, Monarchie)?, die Parteibonzenverbandelten Grosskopfeten (Asoziale Marktwirtschaft)?, etc.

        Dazu gehört natürlich auch die Vorstellung, was mit den wirtschaftlich Erfolglosen passieren soll (Sozialpolitik ist eigentlich AUCH Wirtschaftspolitik).

        Erst am Schluss kommen Luxusprobleme wie die Glaubensfreiheit, die Anerkennung von Schwulen und der Schutz der Bevölkerung vor krummen Bananen.

        • Freiherr sagt:

          @ Herr Thomas:

          Noe, in saeckularen Nochrechtsstaaten kommt die Glaubensfreiheit zuerst. Und Schwuchteln werden ebensowenig im Zuchthaus wie im Standesamt eingetragen oder gar mit besonderen Freizuegigkeiten – die Heten verweigert werden – beschenkt.

          Und dann die anderen Grundrechte, wie Ehe- und Familienfreiheiten, die hoechstens fuer Gefangene oder – fuer Kriegszeiten – in Besatzungszonen nicht mit Apartheid ganz gekeult, sondern hoechstens bis zur Kapitaluation ausgesetzt werden.

          Und die Finma haEtTE den gesetzlichen Auftrag, kriminell zuschanden gemanaetschte Banken abzuwickeln, statt zu retten und dabei auch den Rechtsstaat zu keulen. Ist zwar ein bisschen anspruchsvoller, wenn der Zahlungsverkehr ganz privatisiert wurde, und die staatlichen Leitungen zur Notversorgung der Kleinkunden der kriminellen Baenkster zuerst wieder aus dem Boden gestampft werden muessen, statt eine noch staatliche Postfinance dafuer einsetzen zu koennen.

          Notrechtliche Priviliegien werden von saeckularen Rechtsstaaten hoechstens in Kriegszeiten zur Rettung von kriegswichtigen Konzernen mit krimineller Fuehrung verliehen. Aber ohne die kriminellen Maenatscher mit zu beguenstigen; diese werden immer erstetzt, eingelocht, untersucht und abgeurteilt sowie das privat erraffte Vermoegen zur Schadensdeckung eingezogen….

  • Michael Schwarz sagt:

    Ein Punkt ist wichtig, die Autonomie der Schweiz muss bewahrt werden. Die EU sollte eine Wirtschaftsgemeinschaft werden, aber nicht eine politische Gemeinschaft. Das Problem mit der Anbindung zu der Politik der Schweiz muss unterbinden. Es darf keine Verbindung zur Schweizer Politik und EU Politik geben. Das Problem ist es, die Verbindung zwischen Politik und Wirtschaft nicht trennen kann.

    Das Problem der Anbindung zur Politik der Schweiz muss die Politiker eine passende Lösung finden, wo die Trennung zwischen der Politik und Wirtschaft gewährleistet ist. Dann sind wir bereit für einen Beitritt in EU.

    • Urs Brock sagt:

      Die EU ist primär eine Wirtschaftsgemeinschaft für grössere und grosse Unternehmen… sie wurde deswegen gegründet und bis heute aufgebaut. Alles andere ist zweitrangig und wird auch als solches Behandelt… daher die vielen ungelösten… in anderen Bereichen als der privaten Wirtschaft…

      …man hat mit Absicht negiert die Ansprüche der Gemeinden, noch an die Bundesländer, Kantone, noch an die Bezirke, noch an die Nationen, noch an die Bürger und deren Lebensraum und Bedürfnisse… ja im Gegenteil es galt und gilt dem Staat den Garaus zu machen, diesen zu reduzieren auf eine eng definierte Eigentumssicherung. Demokratie interessiert hier leider niemanden ernsthaft da diese als zuwenig Effizient eingestuft wird… man also die Bedürfnisse der Investoren als höherwertig einstuft als die der Bevölkerung…

      Der Euro wird als Gut, als Eigentum der Investoren angesehen wärend solche Dinge wie die Erzeugung/Erhalt von Arbeitsplätzen überhaupt nicht mehr berücksichtigt werden… daher die aktuelle Währungsstrategie.

      Gespannt bin ich aber auf die Trennung von Politik und Wirtschaft. Schon oft habe ich versucht mir vorzustellen wie Politik ohne Lobbying aussehen würde… 😉

    • Anh Toan sagt:

      @Michael Schwarz: Warum? Ist die politische Entwicklung der EU so furchtbar? Autonom kann die Schweiz umgegen von einer EU ohnehin nicht sein: Sie macht entweder Anschlusspolitik oder Antipolitik (Anlocken guter Steuerzahler etc etc.), aber Fremdbestimmt ist es so oder so!

      • Freiherr sagt:

        @ Anh Toan:

        Fremdbestimmt ist in der uebervoelkerten und fehlregulierten Welt bald jeder immer mehr.

        Autark ist heute nur noch Asien vom russischen Oel ueber die japanischen Fertigungsbaender, den chinesischen Rohstoffen und Haedlern ohne koloniale Kanonenbootambitionen bis hin zu den suedostasiatischen Betreuerinnen von Kind, Volk und Vaterland. Der bigottgynokratische US-Imperialismus wird da samt dem Lila Pudelrudel noch gewaltig auf die Schnauze fallen, wenn sie ihr neokoloniales Gehaben nicht rechtzeitig durch faerem Handel auf Augenhoehe ersetzen. Die Chinesen geben schon deutlich den neuen Tarif durch, und auch die Japaner lassen sich trotz Kapitulation nach dem zweiten Weltkrieg – im Gegensatz zu den Deutschen – von den Usraelis nicht mehr alles gefallen.

        Vor der Bilateralenspinnerei bestand schon eine Europaeische Freihandelszone, welche sich waehrend Jahrzehnten bewaehrt hatte. Anstatt sich mit bilateralen Schlaumeiereien vom uebrigen internationeln Rechtsnetzwerk zu loesen haette diese als Spezialgrundlage der Beziehung Schweiz-EU durchaus ausgereicht. Auch alle anderen Staaten brauchen keine „Bilateralen“ um mit den EU-Bonzen fertig zu werden. Der Kleinstaat kann nur im multilateralen internationalen Netzwerk seine Unabhaengigkeit bewahren.

        Die EU ist uebrigens nicht „Europa“ wie immer wieder zweckpropagiert wird. Gegen die groesste Ausdehnung des „tausend“jaehrigen Reiches von den Pirenaen bis zum Kaukasus und vom Eismeer bis in die lybische Wueste ist sie gar nur ein Fliegenschiss auf der Landkarte. Die Schweiz verliess sich beim Umgang mit Adolf dem Kurzen auf bewaehrtes multilaterales Recht, auf das sie erfolgreich pochte, auch wenn Adolf tobte. Die „bilateralen“ Abkommen waren in diesem Rahmen kurz, klar und eng auf die gegenseitigen Beduerfnisse begrenzt. Anstatt gratis Bahn- und Strassentunnels gabs nur Bahntransit gegen Bares und einfach zu verwaltende Zollsicherheit. Fertigwaren gabs nur gegen kriegswichtige Rohstoffe.

        Die Bilateralen sind heute ein orientalischer Basar von meterdicken Vorschriften, einerseits schwammig, andererseits bis zum Gehtnichtmehr korintenkackerisch. Den Durchblick hat niemand mehr, den Ueberblick hat nur noch ein hochkaraetiger Stab deutscher Beamter in Berlin und Bruessel, von denen jeder nur mit einem kleinen Teilbereich befasst ist, Darum wird heute in die Hosen bzw. immer mehr ins Hoeschen gepisst und in vorauseilendem Gehorsam gekrochen, wenn sich Bruessel oder Berlin reuspert.

        Die Bilateralen III fuehren noch weiter in diese ueberfluessige Schlamastik, aus der es dann nur noch einen Anschluss an die EU mit Keulung der Unabhaengigkeit, der Volksrechte und des Restwohlstandes gibt, Als Koenigsweg bleibt nur noch die Kuendigung saemlicher „Bilateralen“ und der Rueckgriff auf die bewaehrten multilateralen Handels- und anderen Abkommen….

        • Andreas Dombek sagt:

          @Herr Frei

          Es ist zwar auch ein Abwich vom „Wirtschaftsthema“, aber viele Schreiber machen es hier auch.

          Na, beim Keulen würde es sich für einen aufrechten Schweizer noch eine weitere interessante Variante ergeben. Da die Schweiz von lauter EU-Freunden umlauert ist, bin ich ob der vielen dicken Lippen in der Schweiz sehr erstaunt. Man könnte all die vielen unrealistischen schweizerischen Tag- und Wunschträume sowie fieberkranken Irritationen auch einmal umkehren. Alle Eisenbahn-, Straßen-, Wasser- und Luftfahrtstrecken werden von den bösen EU-Teufeln geschlossen. Und dann?

          Man sieht dochhier den Unsinn solcher Heilserwartungen. Dies ist so, wenn man eine Schraube mit Linksgewinde in eine Bohrung mit Rechtsgewinde reinschrauben möchten und dann noch dieses rechtsgeschnittene Gewinde für seine eigene Schwäche des Systems verantwortlich machen möchte!

          Ob bald ein Vergleich zwischen der EU und dem dt. Naziregime kommt? Nichte ist unmöglich.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Dombeck:

            So bloed war nicht mal Adolf der Kurze. Auch seine Invasions-Operation Tannenbaum liess er in der Schublade, nachem ihm ein Generalstaebler einen Bedarf von 1 Million Mann buedgetiert hatte, zu dem ein realistischer GFM dann noch „Illusion“ randbemerkte. Im Abstand von 10 Minuten rollten rund um die Uhr Raeder fuer den End“sieg“ von Basel nach Chiasso.

            Aber anstatt selber Zigmilliarden aufzubringen und zu verschenken haette man der EU ein Tunnelrecht zwschen Loerrach und Domo gewinntraechtig statt ruinoes verpachten koennen.

            Uebrigens, den ersten Bahntunnel durch den Gotthard liessen sich die Schweizer vom Deutschen Kaiser und vom Koenig von Italien bezahlen, statt den Transit durch einen Gratistunnel auch noch zu subventionieren.

            Und was wuerden wohl die Oessis und die Exoessis dazu sagen, wenn sich bei einer Blockade der Schweiz die Lastwagenschlangen rund um die Uhr zwischen Kufstein und Bozen stauen wuerden….

          • Andreas Dombek sagt:

            @Herr Frei

            Da haben wir Deutschen von diesem Angsthasen Adolf doch gut gelernt.
            Um an die erwarteten Schätze sowie das Rau- und Beutegut in der „Festung Schweiz“ zu gelangen, wendet man inzwischen das Prinzip des „treujanischen Deutschen“ an. Vor der schweizerischen Grenze stehen Arbeitsesel, welchen von den Verteidigern ins Innere zwecks Opferung gebracht werden. Und dann, dann kommen sie in Scharen aus den Bäuchen dieser Arbeitseseln, diese bösen Deutschen. Eigentlich sind sie schon im Lande und übernehmen, für die Ureingeborenen unmerklich, aber sicher, die Herrschaft. Fast wie im 19. Jahrhundert bei der Kolonialisierung Afrikas.

            Ein historischen Nachtrag, warum die konzipierte Aktion „Tannenbaum“ genannt wurde: Weil die dt. Heeresleitung hinter der schweizerischen Grenze lauter rot-weiß gekleidete Weihnachtsmänner erwartete, die mit der langen Schlafmütze. Und vor diesen Figuren MUSS man ja Angst haben.

            Möchte noch auf meine Bitte zurückkommen: Bevor ich von dieser Welt gehen, möchte ich gern den Sinninhalt von “sinekurierten Frauen„ erfahren. Lieber Herr Frei, können Sie dies beantworten. Danke.

          • Leo's Schale sagt:

            Sehr gut, Kompliment @Andreas Dombek! Das passt! ;-)))

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Dombeck:

            Auch mit den „Schlafmuetzen“ liegen Sie – einmal mehr – falsch. Fuer die Militaerattaches veranstaltete die Schweizer Armee eine Gefechtsdemonstration mit scharfer Munition. Bei Sturm und Regen in einem schwierigen Gelaende und kriegsmaessig kurz vor die Angriffswellen gelegtem scharfem Feuer. Sogar frontgestaehlte Stabsoffiziere zeigten sich ueber die weit uebertriebene Gefaehrdung von Leib, Leben und Gesundheit der eingesetzten Soldaten erstaunt….

        • Andreas Dombek sagt:

          @Leos Schale

          Da im Tagesanzeiger der Humor eine momentane Dürreperiode durchzustehen hat, muss man halt selber ein wenig von dieser Mangelware, auch der ertwas derben,auftischen.
          Auch in der Schweiz gibt es Heißsporne, die man manchmal abdämpfen sollte. Um wilde Schreiberlinge in Ruhe zu bringen muss man zum fiebersenkenden Zäpfen greifen und in den überhitzen Allerwertesten genussvoll einbringen.
          Das entspannt, natürlich beide Seiten!

          • Freiherr sagt:

            Beim Vorsteher der Militaerdepartementes klingelte das Telefon:

            „Hie Minger!“

            „Hier spricht der Fuehrer des Grossdeutschen Reiches persoenlich. Ich stehe mit zwoelf Divisionen an Ihrer Grenze. Kapitulieren Sie oder ich gebe den Angriffsbefehl!“

            ….

            „Mann, was erlauben Sie sich eigentlich, dem Fuehrer des Grossdeutschen Reiches persoenlich nicht sofort zu anworten?!“

            „Ha nume churz muesse ueberlegge, wo mer no Platz haette soevu Soudate z beerdige.“

  • Rolf Meierhans sagt:

    @Kreidel/Schale: Die einzigen die hier gifteln und keifen sind Sie meine Herren. Wenn dieses Blatt so unbedeutend ist, die Diskussionen so an der Realität vorbei gehen, wieso lassen Sie sich denn überhaupt darauf ein??
    Es gibt immer Pro/Kontras zu einem Thema. Der eine begeistert sich mehr, der andere ist unentschlossener. Ich schreibe hier auch nicht für Streicheleinheiten und liege bestimmt in vielen Sachen falsch, aber anderen Meinungen die komplette Berechtigung abzusprechen (von Neid, Missgunst, Inkompetenz etc zu sprechen) liegt m.E. fernab von Gut und Böse.
    @Schale: Fehler sind in erster Linie da vermieden zu werden, in zweiter Linie dann um eliminiert zu werden. Und wenn sie von den Vereinigten Kantonen auf ein Model der Vereinigten Staaten (EU) schliessen, halten sie von gesellschaftlichen-, soziologischen, kulturellen-, nationalen-, etc.- Phänomenen nicht sehr viel. Nur weil ich glücklich in einer Familie lebe, möchte ich noch lange nicht in einer Kommune ein vereinheitlichtes Mehrfamilienleben zelebrieren.

    • Leo's Schale sagt:

      Wissen Sie Hr. R. Meierhans, wenn man im Tagi-Kommentarblog sämtliche CH-kritischen Kommentare zensuriert bekommt und sich seit ewig diese einseitige, infantile EU und DE Hetze von Schweizern anhören, bzw. lesen muss, braucht man sich nicht zu wundern. Wenn die mimosenhafte Schweiz bei jeder Kritik aufheult, aber selbst austeilt was das Zeug hält….. Aber eben, eines Tages kommt’s eben meist zurück. Ganz nach dem Motto: „Wer ewig Hass säht, ……“ u./od. man erntet eben Spott und Häme!
      Schon in der Schule galt: „umegä gilt“ 😉

      • Anh Toan sagt:

        @Leo’s Schale: Obwohl ich hier Ihre Meinung im Kern teile, finde ich die Kritik an Ihrer Wortwahl durchaus berechtigt. Denn wenn auch eigenbroetlerisch und manchmal auch arrogant, ist die Schweiz noch lange nicht erbaermlich. Ich aergere mich auch, wenn traditionelle Abwehrreflexe nicht ueberwunden werden, der Reflex an sich ist aber aus CH-Geschichte und Perspektive durchaus verstaendlich.

        @Rolf Meierhans: Die Schweiz kann als Modell fuer die EU dienen, gerade weil es in der Schweiz eine “ gesellschaftliche-, soziologische, kulturelle-, nationale“ Einheit vor der Staatsgruendung nicht gab, Und die Fiskalpolitik ist in der Schweiz noch immer nicht vereinheitlicht.

  • Michael Schwarz sagt:

    Der Beitritt in der EU ist für die CH-Wirtschaft ein Gewinn, weil die CH höhe Produktivität und Innovation aufweist. Man verliert etwas gleichzeitig gewinnt etwas. Die Mentalität der Rosinepickerei hat die CH gross und reich gemacht, aber das Erfolgskonzept passt nicht zur der gesellschaftliche Gestaltung des 21 Jhs. Das gleiche Problem hat auch USA – die gesellschaftliche Entwicklung USA ist in der 60er und 70er stecken geblieben.

    Wir befinden uns in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs – die zweite Aufklärung. Dieser Wandel wurde durch der technologische Entwicklung und die Umwandlung zur Informationsgesellschaft den Menschen aufgezwungen. Wir haben an dem Punkt erreicht, dass der Mensch, der die Technologie verwendet, sich selbst verändern muss. D.h. die Technologie hat den Mensch überholte, diese Diskrepanz zwischen Technologie und Menschen kann nur geschlossen werden, indem die menschliche Gesellschaft sich moderiert – die menschliche Instinkt, ist verstärke als der menschliche Vernunft.

    • Freiherr sagt:

      Noe, Kapitalschmarotz, Technologie, Politk, Juxtiz und Wirtschaft haben sich den natuerlichen Beduerfnissen auch des vermoegenslosen Menschen anzupassen und nicht umgekehrt!

      Und wie sagte doch der Ziehvater der militaerisch unbedarften OB Besatzungszone Nordafganistan Merkel so traef: „Der Beitritt der Schweiz wuerde die EU bereichern!“ Vergessen hat er aber beizufuegen: „Und die Schweiz verarmen!“

      Uebrigens, mit der braunen Apartheid- und Privatsklaverei-S“V“P kann ich genauswenig anfangen wie mit den zu gynokratisch verschaerften Globalkommunisten verkommenen Sozial“demokraten“. Die noch echten Sozialdemokraten von 1919 waren genau richtig und setzten das Fundament zum Wohlstand statt zur Staats- und gar Privatsklaverei des vermoegenslosen Fleissigen….

      • Leo's Schale sagt:

        Kompliment @Michael Schwarz, Sie schreiben nachvollziehbare Fakten, BRAVO!!! Da sind wir ganz Ihrer kompetenten Ansicht, Merci!

        Und nochmal: Richtig @Anh Toan: „Wer zu spät kommt…..“ Aber was will man machen? Die Schweiz ist und war schon immer ein komisches Völkchen, welches nur andauernd über die Anderen zetert, keift, jammert, kritisiert, polemisiert, intrigiert und flucht. Aber mitgestalten, Visionen haben, besser machen, bzw. auch mal vom Positiven berichten = Fehlanzeige. Ein ewig jammerndes, parnoides, pesimistisches, parasitäres Egoistenvolk unter dem Joch einer faschistoiden „Schweizerischen-Volksverhetzer-Partei“, die sich die Schweizer und Schweizerinnen zu willenlosen Untertanen gemacht hat. Erbärmlich!

    • Thomas sagt:

      @Michael Schwarz

      Hören Sie doch auf mit der Lüge von der Rosinenpickerei. Jede Partei versucht, mit ihren Assets das beste zu machen. Die Deutschen haben einen grossen Binnenmarkt, die Schweiz eine niedliche Landschaft. Die Schweiz konnte die EU noch nie dazu zwingen, einen Vertrag zu unterschreiben. Umgekehrt – die Kavallerie lässt grüssen – ist das schon anders. Auch heute wieder.

      Generell lenkten aber alle EU-geilen und obrigkeitshörigen Argumente gegen die Schweizer Unabhängigkeit nur davon ab, dass die EU im Kern marode ist, weil sie ein Projekt von bürgerfernen Eliten ist und blieb, und das Volk dabei auf der Strecke bleibt. Ganz im Gegensatz zu Amerika, wo sich auch ein Kalifornier, New Yorker oder Vermonter zuerst immer als AMERIKANER versteht und fühlt, verstehen sich die Euristen immer zuerst als Deutsche, Franzosen oder Briten. Da ist noch viel Arbeit zu tun. Ich schätze so an die 50-100 Jahre.

      • Michael Schwarz sagt:

        @Thomas: der Beitritt der EU als wirtschaftliche Gemeinschaft liegt in Interessen der CH-Wirtschaft. Die EU ist eine Wirtschaftsgemeinschaft, keine politische Gemeinschaft, wenn wir das Thema explizit beschreiben würden. Die Grundvoraussetzung für den Beitritt in EU ist die politische Autonomie. Das Problem liegt lediglich in der Frage wie die Politik und Wirtschaft sich treten müssen, womit die Schweiz mit EU reine Wirtschaftsgemeinschaft bilden kann.

        Wenn der Zeitpunkt kommt, dass die Schweiz gezwungen ist beizutreten, dann wird die Wahloption verfallen sein. Der Beitritt ist ohne Zweifeln die logische Konsequenz für die Schweiz. Mit einem Ausnahme, wenn die ganze Schweiz auf eine Insel in Pazifik umziehen würde. Wenn weiterhin an einer Illusion glauben, dass die Schweiz ein Sonderling sein, dann sind Sie blind für die wirtschaftliche Realität, wo die Veränderung gerade auf dieser Welt überall stattfindet, in Industrieländern und Schwellländern. Wenn Sie sich auf die Gegebenheit nicht anpassen wollen, werden Sie untergehen. – Charles Darwin.

        • Michael Schwarz sagt:

          @Thomas: Tipfehler: nicht „treten“, sondern „trennen“.

        • Thomas Ernst sagt:

          @Michael Schwarz:

          Let us wait and see… Alle EU-Propagandisten gehen immer davon aus, dass das Experiment EU gelingen wird. Das ist bei weitem nicht gesichert. Wirtschaftlich / währungstechnisch gesehen (siehe EURO-Desaster) müsste sich die EU in mindestens 2 wenn nicht eher 3 (DE+Norden, Süden, Osten) Regionen gliedern. Wenn der Stress genug hoch wird, wird irgendwo die EU an irgendetwas zerreissen. Die Schweiz hatte gut 500 Jahre Zeit, die Konflikte abzuarbeiten und nochmals 250, um sich halbwegs zu stabilisieren. Verglichen damit ist die EU ein hilfloser Säugling, der vor allem grosses Geschrei von sich gibt. Selbst der Sowjet-Kommunismus hatte eine längere Verweildauer als die EU bisher, ist am Ende aber doch als untauglich auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet.

          Wenn dann die EU mal begriffen hat, dass Demokratie letztlich immer DIREKTE Demokratie sein muss, und dass nur föderalistisch gegliederte Organisationen bürgernah UND handlungsfähig bleiben, dann können wir gerne wieder über einen Zusammenschluss reden. In vielleicht 30 Jahren könnte man mal schauen, wie weit die EU schon ist.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Ernst:

            Stimme bei!

            Der Cloeb Med duerfte dann – selbst nach einer rechtzeitigen Keulung des EURO – laengst wieder ausgestiegen sein. Das Kleingedruckte intressiert die sowieso nicht, es wurden und werden nur die Vorteile abgekupfert, ohne sich eine Kontrolle oder gar Korrektur gefallen zu lassen.

            Intressant ist in diesem Zusammenhang als ein Beispiel von vielen, wie die griechischen und italienischen Olivensubventionsbarone hochgingen. Ein ueber die explodierenden Milliardengeschenke staunender EU-Funktionaer verglich einmal bezirksweise die geltend gemachten Flaechenbeitraege mit den entsprechenden (hundsgewoehnlichen) Landkarten. Und siehe da, es gab Bezirke, in denen Oliven auf Flaechen subventioniert wurden, die das Mehrfache der Flaeche der gesamten Bezirke (samt Brachen, Heusern, Felsen, Infrastrukur usw. pp) betrugen….

          • Michael Schwarz sagt:

            @Thomas Ernst: Entweder habe ich mich nicht richtig ausgedrückt oder wollen Sie nicht verstehen. Deshalb werde ich meine Aussage über das Thema „EU Beitritt“ nochmals präzisieren.

            Es solle für alle klar sein, dass ein Beitritt in EU für CH-Wirtschaft enorm Vorteil mit sich bringt, weil die Schweiz überdurchschnittliche Produktivität aufweist, und die Schweizer Unternehmen absolut wettbewerbsfähig ist. Das zeigt die Exportzahlen von 2010 (BFS-SNB), obwohl der CHF massiv überbewertet ist – es ist eine gute Experiment der Wettbewerbsfähigkeit, wie stark die in CH wirklich ist.

            Die Direktdemokratie ist ein kulturelles Gut und eine politische Überzeugung des schweizerischen Volkes. Das muss zum jeden Preis bewahrt werden. Es steht nicht zur Diskussion, dass die Direktdemokratie durch den EU-Beitritt abgeschafft wird.

            Es scheint aber nicht für alle klar zu sein, dass wir Verbündete in der Wirtschaft brauchen, sie als Gegengewicht zu aufstrebenden Schwellländern darstellen können. Die Wichtigkeit des Bündnisses hat die Chinesen und EU-Mitglieder verstanden, aber die Schweiz noch nicht. Das hat in den Köpfen der Schweizer noch nicht ganz angekommen. Die Schweiz muss sich aktiv seine Zukunft gestalten, anstatt passiv auf seinen Untergang zu warten. Wir brauchen Politiker, die Visionäre sind, nicht noch mehr Juristen.

            Die Veränderung verbergt immer Risiko, welches wir nicht voraus sehen können, gleichzeitig bietet die Schweiz die Chance sich neu zu erfinden, sich gesellschaftlich ein Schritt weit gehen – Protektionismus oder Nationalsozialismus sind weder für Gesellschaftlich noch für Wirtschaftlich eine Lösung. Man darf nicht die Diskussionen und Fragen tabuisieren.

          • Hampi sagt:

            @Michael Schwarz sagt:
            12. Februar 2011 um 08:54

            Ich stimme ihnen zu. Und auch ihre Begründungen leuchten mir ein. Aber ich glaube nicht, dass sich die Schweiz aus visionärer Voraussicht der EU annähern wird. Die gespührte Erfahrung ist zu negativ gegenüber der Grossen EU und der Fall für ein “David-gegen-Goliath”-Gehabe ist so verlockend wie die Geschichte von Willhelm Tell.

            Eigentlich verständlich, haben doch die Schweizer ständig zwischen einem einigermassen gut funktionierenden Föderalstaat und einer Gruppe von Nationalpatrioten, die sich auf holprigem Weg zum Staatenbund befindet, auszuwählen. “Auswählen” sage ich absichtlich, denn so empfindet es die Mehrheit. Ein Annähern gibt es nicht, denn annähern bedeutet aufgeben. Und wer möchte schon die Schweiz aufgeben?

            Die EU ist für die Schweiz Deutschland plus. Und Deutschland ist wichtig für die Schweiz. Sehr wichtig sogar: ohne Deutschland könnte sich die Schweiz nicht identifizieren. Aber es ist immer der Grosse gegen den Kleinen. Ebenso, wie wenn sie als etwas Ungeschickter vor einem gewandten Deutschsprecher stehen und sich spontan unterlegen fühlen.

            Aber vorausgesetzt, die EU entwickelt sich weiter, wird es trotzdem irgendwann zur Annäherung/Eintritt der Schweiz kommen: die Schweiz ist zu abhängig von der EU, der Globalisierung, dem Wirtschaftsraum, als dass sie sich diesem Trend für immer wird widersetzen können.

            Und wenn der Wohlstand ernsthaft gefährdet ist, wird sich die gespührte Erfahrung allmählich ändern. Die aktuellen Daten zeigen aber, dass dafür noch viele Jahre nötig sein werden.

          • Michael Schwarz sagt:

            @Hampi: Es wichtig zu verstehen, dass die Deutscher kein besserer Mensch sind als die Schweizer. Das gibt auch umgekehrt. Wir müssen uns vor Augen führen, dass die Deutscher Sprache eine fremde Sprache für die Schweizer ist. Zwischen Deutscher und Schweizer haben auch unterschiedliche Wertvorstellung. Das ist der Grund warum die Deutscher so überrascht wurden, als sie in der Schweiz kamen zu arbeiten. Es braucht Jahren die Schweiz als ganzes zu verstehen. Der Ausspracheunterschied zwischen Deutscher und Schweizer ist vergleichbar mit Amis und Engländer.

            Die Schweizer Deutsch stammt aus Deutschland, zwar vom Plattdeutsch. Sie können viele Ausdrücke in der Schweizdeutsch im Plattdeutsch wieder finden. Es zeigt die kulturelle Verbindung zum Deutschland. Aber die EU ist nicht nur Deutschland.

          • Anh Toan sagt:

            @Michael Schwarz: Die direkte Demokratie der Schweiz ist gar nicht unbedingt so wirklich demokratisch im Sinne des Wortes, sonst koennten im Staenderat nicht 10’000 AI’s das gleiche Gewicht wie 200’000 BS haben oder? Auch im Nationalrat muessten die Bevoelkerungsrechen Kantone eigentlich viel mehr Gewicht haben. Das Schweizer Staatswesen funktioniert auf Grund von drei Kriterien, naemlich Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Foederalismus. Das franzoesische System ist meines Erachtens viel demokratischer. jedoch nicht gerechter, da mangels Foederalismus die Interessen z.B. Korsikas unterdrueckt werden. Die CH Verfassung gewichtet den Foederalismus hauefig staerker als die Demokratie. Sie Herr Schwarz fallen auf die schweizerische Verglorifizierung der schweizerischen als die Mutter aller Demokratien herein, nur wegen des direktdemmokratischen Elementes. Der Foederalismus ist meines Eachtens jedoch viel ausschlaggebender fuer das Erfolgsmodell CH, als direkte Demokratie Im Schnitt ueber hundertzwanzig Jahren wurden 0.15 Initiativen pro Jahr angenommen, die meisten von Ihnen behandeln Lappalilien und Trivialitaeten wie Absinthverbot (inzw. wieder gestrichen), Minarettverbot, Verjaehrung und Verwahrung von Sexualstraftaten etc. etc. Meines Erachtens ist die Schweiz nichty in erster Linie demokratisch, In erster Linie ist die Schweiz foederalistisch, das Wallis muss nicht mal wirklich rechtsstaatlich sein in der Schweiz! Und, lieber Student, ich schreide dies hier nicht, weil Sie das nicht verstehen, sondern weil die Mehrheit der Schweizer das nicht versteht.

          • Michael Schwarz sagt:

            @Anh Toan: Der Föderalismus entstand aus föderale Herrschaft der schweizerischen Geschichte. Die föderale Herrschaft war keine Demokraten, sondern sind adlige Nachkommen. Wenn der Föderalismus vor der Demokratie vorgezogen wird, dann ich für die Schweiz keine Zukunft, weil der Föderalismus bringen die Menschen nicht zusammen, sondern fördert den Egoismus und Gleichgültigkeit der föderale Herrschaft – heute ist der Kanton. Die Kantonen werden gegenseitig das Leben schwer machen, wo eine Kanton auf Kosten andere sich bereichert. Bsp. in der Steuerfrage.

            Die Demokratie ist der Grundstein für moderne Gesellschaftsform, wo die Menschen zukommen, und in Frieden zu arbeiten, gemeinsames Ziel erreichen können. Wenn ich zwischen Föderalismus und Demokratie wählen müsste, dann werde klar die Demokratie wählen.

          • Anh Toan sagt:

            @Michael Schwarz: Reine Demokratie fuehrt zur Diktatur der Mehrheit ueber die Minderheit. Hier liegen Sie komplett falsch: Nicht wegen ihrer demokratischen Struktur, sondern ihrer foederalen Struktur koennte die Schweiz Vorbild fuer Europa sein. Foederalismus ermoeglicht Zusammenleben ohne nationale Identitaet im eigentlichen Sinne (gemeinsame Sprache, Kultur, Geschichte etc. etc. etc.). Wegen Foederalismus funktioniert die Schweiz mit vier Sprachen, (Gross-) Stadt und Land, katholisch und protestantisch, modern (ZH) und traditionel (Eidg. Schwingerfescht), arm und reich: Der eigentliche Schluessel zum Verstaendnis der Schweiz ist der Foederalismus, aber wie gesagt, die meisten Schweizer glauben mir wohl auch nicht, ich glaube aber, viele Staatsrechtler gingen mit mir einig!

          • Michael Schwarz sagt:

            @Anh Toan: Wir müssen zuerst verstehen, was die Globalisierung des 21. Jhs bedeutet. Der globale Handel von Waren ist keine neue Phänomen, welche die Amis uns verkauft haben. Nämlich der globale Handel hat sich vor über 2000 Jahren bereits stattgefunden, die archäologische Funde beweist es. Die Veränderung des Warenhandels im 21 Jh. beruht lediglich die Veränderung des Tempos. Die technologische Entwicklung hat das Tempo des Handels intensiviert.

            Die Frage ist es, was ist die Globalisierung des 21. Jhs, wenn nicht das globale Handel ist. Die Globalisierung des 21 Jhs. ist eine Integration der Kultur und Nationen, nicht die Warenströme. Das sollte das Schweizer Volk darüber nachdenken, natürlich auch die Integrationspolitik der Ausländer, die Integration und Positionierung in EU.

            Der Zeitfaktor ist entscheidend für den EU Beitritt, je frühe desto besser, weil die Schweiz die Chance und Zeit hat, die EU aktiv zu gestalte, die Schweiz in EU richtig positionieren. Das Alles braucht Zeit, deshalb je frühe desto besser.

      • Michael Schwarz sagt:

        @Anh Toan: Die Mehrheit wird immer die Minderheit überstimmen, das ist das Grundprinzip der Demokratie. Aber man kann vom Dominanz nicht sprechen, weil die Minderheit die Möglichkeit die Mehrheit mit sachlichen Argumentation dessen Ansicht vorzulegen, aufzuklären. Das ist weit entfernt vom Dominanz oder Diktatur. Der Föderalismus ist aus Diktatur der alten Struktur entstanden – föderale Herrschaft. D.h. nichts anderes als die Schweiz die alte Struktur mit neuer verknüpft hat, und die Vorteile beider Systeme verbunden hat. Eigentlich ist jede europäische Staaten haben frühe mehrere Gebiete, die von föderalen Herrschaften kontrolliert wurden. Der Föderalismus ist keine Erfindung der Schweiz, sondern alle haben es mal gehabt.

        • Anh Toan sagt:

          @Michael Schwarz: Ja, die Schweiz hat den Foederalismus nicht erfunden, Sie hat am meisten davon erhalten, an zweiter Stellen liegen die USA (deren Praesident uebrigens auch nicht zu 100% mit der Mehrheit der Bevoelkerung gewaehlt wird), an dritter Stelle Deutschland: Weitgehend die erfolgreichsten Nationen der westlichen Welt oder sehe ich das falsch? Der Zentralstaat ist ein Irrtum der Geschichte, genauso wie der Nationalstaat.

        • Anh Toan sagt:

          @Michael Schwarz: Glauben Sie im ernst, die Genfer wuerden zuerichdeutschprechende Polizisten akzeptieren? So macht es aber Frankreich im Elsass, so macht es Spanien in Barcelona oder im Baskenland. Studieren Sie, was Foederalismus heute bedeutet, es reicht nicht zu wissen, was es im Mittelalter mal war. Bis ins spaete Mittelalter war Foederalismus mangels schneller Kommunikation und Transport die einzige Moeglichkeit, ein groesseres Gebiet zu „kontrollieren“. Da die oberste Macht eben zu weit weg war, konnten die Feudalherren faktisch machen, was sie wollten: Das waren gar nicht foederale Systeme, der Feudalherr war lokal betrachtet, absoluter Monarch!

          • Michael Schwarz sagt:

            @Anh Toan: Die Probleme, die in der Staatsverwaltung durch den Föderalismus verursacht hatten, fördert auch heute in der Schweiz die Egoismus und Gleichgültigkeit zu anderen Kantonen. Das ist auch der Grund warum die Schweiz keine funktionierte Aussenpolitik hat. Zu viele Meinung und Interessen, die man berücksichtigen muss, am Ende wird es schwierig werden, eine gemeinsame Nenner zu finden. Der Föderalismus hat seine Vor- und Nachteile, die wir uns akzeptieren müssen. Der Föderalismus erleichtert die volksnahe Verwaltung, gleichzeitig erschwert die gemeinsamere Zusammenarbeit, die Solidarität findet nur in kleinen Kreisen statt. Wie gesagt, die menschliche Natur ist stärke als der Vernunft.

            Das sollten Sie sich darüber nachdenken, warum die schweizerische Gesellschaft seit letzten 50 Jahren sich kaum weit entwickelt hat. Wir brauchen Evolution in kleinen Schritten, nicht die Revolution in grossem Sprung. Der Stillstand ist der Untergang. Die Vergangenheit können wir nicht mehr verändern, aber von der können wir lernen. Die Zukunft liegt in unseren eigen Händen, das ist die Aufgabe der Politiker die Zukunft der Schweiz aktiv zu gestalten, anstatt sich ständig anzupassen. Heute Ja, morgen nein. Man muss endlich lernen, sich in internationalem Umfeld seine eigene Überzeugung durchzusetzen. Das verlangt den EU Beitritt.

          • Anh Toan sagt:

            @Michael Schwarz: Europa ist fuer mich eine wuenschenswerte Vision, wenn es ein Europa der Regionen wird. Die Europaeische Union koennte helfen, die Nationalstaaten zu ueberwinden. Die groesste Errungenschaft der Nationalstaaten ist fuer mich der Nationalstolz, ein absoluter Unsinn: Wenn ich stolz sage, ich sei Schweizer, bin ich eigentlich stolz auf meine Zeugung/Geburt, beides Ereignisse zu deren (relativen) Erfolg ich jedoch kaum beigetragen habe. Muesste ich mich schaemen, waere ich Nordkoreaner, Israeli oder gar Deutscher? Oder muss ich mich schaemen, weil Zuercher auch Schweizer sind?

            Die Probleme des 21. Jh muessen entweder auf Supranationaler Ebene oder regional geloest werden. Es gibt kein Beduerfnis fuer einen Nationalstaat mehr.

            Sagt man den dickkoepfigen Schweizer Berglern, dass man „Bern“ abschaffe und dafuer nur noch „Bruessel“ habe, was eigentlich gar nicht mehr koste, stoehrt es die vermutlich nicht mal, das es auch nicht mehr Subvention bringt, Hauptsache es ist weiter weg, denn dann kann man im kleinen machen, was man will. Nicht nur die Schweizer, auch die Basken, Korsen, Katalanen. Sizilianer…….. wollen keine fremden Herren.

            Und ja, da die Schweiz, wenn auch eher spaeter als frueher ohnehin in die EU geht, waere es besser, dies gleich zu tun und daran zu arbeiten, dass die eu besser wird. Spaetestens wenn UK das Pfund aufgibt (Genesis: „Selling England by the pound“ kann man ganz neu verstehen), wird es kaum noch einen EU Beitritt ohne Aufgabe des CHF geben. Und wer weiss was passiert, wenn der „Britenrabatt“ auslaueft? Und die jetzige Situation mit der Schwaeche der EU waere die ideale Auisgangslage fuer ein sehr gutes Verhandlungsergebnis.

            Wenn Sie was schnell veraendern wollen in der Schweiz, muessen Sie es wie Napoleon machen. Statt Entwicklungen in der Schweiz zu beobachten, koennen Sie auch beobachten, wie die Wand im Schlafzimmer eines Nichtrauchers gelb wird. Die Schweiz steht seit Gotthelf/Anker unter Denkmalschutz, Blocher ist der aktuelle groesste aller Museumswaechter, das Denkmal des Bankgeheimnisses wurde nicht wirklich geschleift, man hat einfach die Banken selbst unter Denkmalschutz gestellt, was nebenbei die US und Deutschland auch noch mit der Autoindustrie gemacht haben. Sie fragen, warum es keine Entwicklung gibt? Aber vielleicht ist die Schweiz auch wie dieser alte Mann, der langsam Schritt fuer Schritt mit konstantem Tempo den steilen, ewig langen Berg hochgeht, und oben doch vor dem Jungspund mit verstauchtem Knoechel ankommt. Veraenderung zu sehen ist aber in der Schweiz so oder so echt schwer.

  • Leo's Schale sagt:

    @Freiherr, wie kommen Sie eigentlich zu der irrigen Annahme, dass der europäische „Traum“ (ich nenne es eine Vision) eine linke Eigenschaft ist? Und wie kommen Sie zu der abartigen Ansicht, dass Südländer per se faul sind? Sind dann z.B. auch Tessiner, bzw. Südschweizer od. Süddeutsche, etc. faul? Machen Sie sich Ihr Weltbild hier nicht etwas zu einfach? Ja, mit solchen schweizerischen Einfaltsphantasien od. Naivträumereien ist man natürlich auch etwas, gelinde ausgedrückt „unglücklich“ ;-). Übrigens: ich fühle mich als Europäer (DE) und absolut nicht zur linken Seite sondern eher zur Mitte. In eine Partei eintreten kommt aber für mich nie infrage, da ich nicht gewillt bin, die jeweiligen Pateiparolen nachplappern zu müssen, wie z.B. die der „SchweizerischenVolksverdummerPartei“ (od. lieber „SchweizerischenVolksVerhetzerPartei“?)?

    • Anh Toan sagt:

      @ Leo’s Schale: Es wurde ein Parlamentarier gefragt, ob sich viel veraendert haette, seit seine Partei nicht mehr an der Macht ist: „Jetzt muss ich immer Nein stimmen, frueher musste ich Ja stimmen!

  • Anh Toan sagt:

    Diejenigen, welche vom Status Quo profitieren, versuchen diesen zu halten, was fuer eine Ueberraschung! Die Gewerkschaften demonstrieren, damit ihre Klientel weiter mit 50 in Rente kann und machen die boesen Kapitalisten oder Steuerhinterzieher oder die Wall Street Banken verantwortlich. Hauptsache man findet einen anderen Suendenbock als die eigene Klientel.

    Die Fiskalpolitik in der EU erscheint mir faktisch bereits ziemlich vereinheitlicht: Mit Ausnahme allenfalls Irlands liegt die Steuerquote deutlich ueber dem, was der Buerger bereit ist, zu akzeptieren. Die Steuerhinterziehung/Schwarzarbeit zeigt dies ganz klar. Die Linken vertreten ja schon die Ansicht, das gesamte Einkommen/Vermoegen gehoere vorerst dem Staat, der allenfalls dem Buerger einen Nettoanteil zurueckzahlt, dann naemlich waere Steuerhinterziehung Diebstahl. Der einzig wesentliche Unterschied in der Fiskalpolitik ist, dass man in Griechenland oder Italien viel einfacher hinterziehen kann und dies dort auch in grossem Umfgang gemacht wird: Schon vor 20 Jahren konnten die Italiener nicht begreifen, warum ich denn als Selbstaendigerwerbender in der Schweiz Steuern zahle.

    Eine schwache Waehrung hilft zweifellos beim Aufbau einer exportgetriebenen Wirtschaft. Als Dauerzustand kann jedoch Wirtschaftsschwaeche nicht mit Waehrungsabwertung ausgeglichen werden. Die schwache Waehrung wird mit hohen Zinsen der Kreditnehmer bezahlt, im allgemeinen sogar ueberbezahlt, da es einen „Risikoaufschlag“ gibt: Mehr Risiko muss mehr Gewinn bringen (wenn der Risikofall nicht eintritt), ansonsten das Risiko nicht eingegangen wird, Der Niedergang Italiens, vom Roemischen Reich ueber die Stadtstaaten des Mittelalters zu einer fuehrenden Industrienation am Angang des 20. Jh. und der Niedergang in der 2. Haelfte des 20Jh zeigt meines Erachtens genau dies: 1985 liessen sich Fiats trotz laufend abwertender Waehrung nirgendwo mehr verkaufen.

    Permanente Waehrungsabwertung wirkt aehnlich wie eine Steuer, nur das diese von den Buergern nicht als soche erkannt wird. Darum ist es die beliebteste Steuer bei den Politikern. Und darum muss eine Notenbank moegliochst unabhaengig von der Politik sein!

    Ich verstehe zuwenig Volkswirtschaft, um die Wirkungen von permanenter Waehrungsabwertung wissenschaftlich darzulegen (Lira), es erscheint mir aber logisch, dass dies nicht gesund sein kann.

    Der Euro ist in den 15 Jahren seiner Existenz zu einem weit ueber den Euroraum (Tuerkei, Nordafrika, Russland) anerkannten Zahlungs-, und Wertaufbewahrungsmittel geworden und hat an vielen OPrten den USD als Zweit- oder Erstwaehrung verdraengt: Ziemlich gutes Geld: Der Franken ist zwar global das beste Wertaufbewahrungsmittel, der USD global noch immer das beste Zahlungsmittel (mit kleinen USD kann man ueberall kaufen), der Euro ist jedoch, wenn man beide Gesichtspunkte kombiniert, das beste Geld der Welt.

    • Hampi sagt:

      Genau. Das heisst, dass die Probleme der Problemländer auch mit der Möglichkeit der Abwertung die genau gleichen wären. Und die kleine Verminderung der Probleme würde lediglich verhindern, dass das Problem gelöst wird.

      • Anh Toan sagt:

        @Hampi: Wuerde sogar sagen die Probleme kaschieren (nicht vermindern) und dadurch wachsen die Probleme, die Waehrung muss noch mehr abgewertet werden……….

        • Thomas sagt:

          @ Anh Toan

          Eine Abwertung ändert ja zunächst die Verhältnisse im INLAND nicht, d.h. das Brot kostet gleichviel wie gestern. Aber alle Importe (OEL!!) werden teurer. Laufende Abwertungen führen zu immer teureren Importen, bis man sich ausländische Ware nicht mehr leisten kann.

          Da aber die Exporte vereinfacht werden und auch der Tourismus floriert, wird sich eher ein Gleichgewicht einpendeln, als dass es ein Sturz ins Bodenlose gibt. Allerdings – stellen Sie sich mal vor, als Gedankenexperiment, Griechenland würde wieder die Drachme einführen, zunächst 1:1 zum EURO, und dann rasch viel abwerten. Irgendwann werden die Ausländer die billigen Griechischen Unternehmen kaufen, oder George Soros kauft sich mal Kreta….

  • Hampi sagt:

    Durch die aktuelle Krise und wegen dem rasanten Aufstieg Chinas bin ich vom Euro-Gegner zum Euro-Pragmatiker mutiert.
    Der grösste Streitpunkt vor der EURO-Einführung war nicht: Euro ja oder nein. Die unterschiedlichen Auffassungen widerspiegelten sich hauptsächlich im Thema: Euro jetzt oder später.

    Die Befürworter einer sofortigen Einführung waren der Ansicht, dass die logische Konsequenz aus der Euro-Einführung die allmähliche Konvergenz in Fiskal- und Wirtschaftspolitik sei. Das hätte zwar sein können, war’s aber nicht, wie wir gerade sehen. Deshalb nehme ich an, dass die Reihenfolge verkehrt war. Richtig wäre wohl gewesen: zuerst gemeinsame Fiskal- und Wirtschaftspolitik und dann Einführung Euro. Aber das war vor 13-14 Jahren. Heute gibt es diese Möglichkeit in der Praxis nicht mehr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir den Euro aufbrechen, schnell Fiskal- und Wirtschaftspolitik gleichschalten und dann wieder den EURO2 einführen.

    Den EURO, nur weil man schon vor vielen Jahren wusste, er würde nicht funktionieren, einfach abschaffen und wieder die nationalen Währungen einführen, wäre fatal. Das würde die Menschen und Länder noch viel mehr spalten als der Euro.

    Angela Merkel nutzt zurzeit ihr “Momentum”, um den Spaniern nahezulegen, dass sich die Löhne nicht der Inflation, sondern der Produktivität anzupassen haben. Das ist mehr als eine deutsche, vor allem eine vernünftige Idee. Dabei wird es immer noch einige Spanier geben, die darüber keine Freude haben werden. Aber solange die Pleitekeule über Spanien weht, wird nicht Freude die Entscheidungen treffen, sondern der Überlebenstrieb. Und sollte es nötig sein, könnte man ja immer noch Griechenland, Irland oder Portugal über die Klinge springen lassen. Sozusagen als Anschauungsunterricht für alle anderen EUROpäer. Um zu zeigen, dass Zahlungsunfähigkeit zwar die Alternative wäre, aber eben eine hässliche.

    • Leo's Schale sagt:

      Richtig, @Hampi, Ihr Wort in Gottes Ohr, aber wie macht man das der einfachen, dumpfen, manipulierbaren Masse verständlich. Dabei sollte doch jeder wissen, dass bei der Geburt des EURO, bzw. EU Konzeptes Fehler gemacht wurden. Fehler sind aber dazu da, um eliminiert zu werden und Konzepte, insbesondere solche mit ideologisch absolut richtigen Zukunftsvisionen / -Zielen mussten, bzw. müssen stetig verbessert und verfeinert werden. Der Gedanke von den Vereinigten Staaten von Amerika oder auch die Vereinigten Staaten von Europa sind doch im Grund nichts anderes als die „Vereinigten Kantone der Schweiz“ ;-). Also ist es fadenscheinig, heuchlerisch und weltfremd von Schweizern zu behaupten, die Europäische Union mit einer einheitlichen Finanz-, Wirtschafts- und …. sein nicht anstrebenswert. Gratis ist das natürlich nicht zu haben, aber alte, eingefressene Gewohnheiten mit andauerndem „Rosinenpicken“ (Nehmen macht scheinbar seliger denn geben) Umsonst ist nichts aber eine gemeinsam europäische Zukunft ist alles! Also lasst uns daran arbeiten. Warten auf Nachzügler, Verhinderer und egoistische Pessimisten ist nicht gefragt. Ausserdem ist mitmachen absolut freiwillig. Darum sollte sich die Schweiz endlich entscheiden was sie will. Bilaterale und Beitrittsgesuch sofort künden oder endlich konstruktiv mitmachen. Nurt warten bis alles perfekt ist, bzw. nur Vorteile zu erheischen führt zu keinem Ziel, bzw. bedeutet ewiges Warten sowie schlussendlich völlige Isolation und Untergang.

      • Anh Toan sagt:

        „Wer zu spaet kommt, den bestraft das Leben“. Die Schweizer moechten darueber abstimmen, ob die EU sich zusammenschliesst. Und da sie nicht gefragt wurden, trotzen sie jetzt: So sind die Menschen nunmal, wenn die Taeler tief und die Berge dazwischen hoch sind (Max Frtisch: Wilhelm Tell fuer die Schule). Auch zur Einigung der Schweizer Kantone musste von aussen aufgezwungen werden (Napoleon).

        • Leo's Schale sagt:

          Richtig @Anh Toan: „Wer zu spät kommt…..“ Aber was will man machen? Die Schweiz ist und war schon immer ein komisches Völkchen, welches nur andauernd über die Anderen zetert, keift, jammert, kritisiert, polemisiert, intrigiert und flucht. Aber mitgestalten, Visionen haben, besser machen, bzw. auch mal vom Positiven berichten = Fehlanzeige. Ein ewig jammerndes, parnoides, pesimistisches, parasitäres Egoistenvolk unter dem Joch einer faschistoiden „Schweizerischen-Volksverhetzer-Partei“, die sich die Schweizer und Schweizerinnen zu willenlosen Untertanen gemacht hat. Erbärmlich!

          • Anh Toan sagt:

            @Leo Schale: So negativ nun doch nicht, die gleiche Mentalitaet findet sich uebrigens z.B auch auf kleinen Insel v.a. Griechenlands: Man nimmt das Meer bzw. die Berge als Schutz vor aussen war, wer diese als Gefaengnis wahrnimmt, geht weg. So entsteht eine Abwehrkultur nach aussen. Die Schweiz ist aber auch das Genferseebecken oder Zuerich-Bern-Basel, jedoch hat es diese Berglermentalitaet geschafft, sich als naionale Identitaet zu verkaufen, vermutlich da es eben gerade keine CH-Nation im Sinne dieses Wortes gibt.

      • Hampi sagt:

        Leo’s Schale sagt:
        9. Februar 2011 um 09:05

        Ich teile ihre Vision.

        Die Schweiz ist exotisch, weil es ihr in den letzten Jahrzehnten gut gegangen ist, indem sie sich “isoliert” hat, während es den EU-Ländern gut gegangen ist, indem sie sich “geöffnet” haben.

        Aber exotisch finde ich vor allem, dass die EU eigentlich die Schweiz als Beispiel nehmen sollte, aber ohne die Exotik 🙂

        • Thomas sagt:

          @Leo Schale

          „Der Gedanke von den Vereinigten Staaten von Amerika oder auch die Vereinigten Staaten von Europa sind doch im Grund nichts anderes als die “Vereinigten Kantone der Schweiz”

          Das ist eben ein grosser Irrtum. Die Kantone der Schweiz sind über rund 600 Jahre zusammengewachsen, mit Streit und Krieg und Wirtschaft und Versöhnung. Das hat zu einem föderalen, bottom-up-Staatsaufbau geführt, der noch heute stark ist. Souverän sind die Kantone, die Gemeinden haben erheblichen Spielraum und die direkte Demokratie (5-10 Sachabstimmungen pro Jahr auf Bundesebene, und nochmals 10-20 auf Kantons- und Gemeindeebene) neben den Wahlen sorgen für erheblichen direkten Einfluss des Volkes.

          Die EU ist hingegen ein von den politischen Drahtziehern zusammengebasteltes, demokratiefernes Konstrukt, das man in bewährter Manier den Bürgern über die Rübe gestülpt hat. Zählen Sie doch mal nach, wieviele VOLKSABSTIMMUNGEN es zur neuen „EU-Verfassung“ überhaupt gegeben hat. Das EU-Parlament ist eine Farce, da die legislatorische Kompetenz beim Ministerrat, dh den Regierungen liegt. Dieser tagt geheim, d.h. die Legislative Beratung bleibt dem Bürger entzogen. Das ist KEINE Demokratie, noch nicht mal rechtsstaatlich, sondern schliche Machanmassung.

          Dies können die Regierungen tun, weil ja der Deutsche, der Franzose, der Belgier etc. nur Parteien wählen können, und die Parteien nur Leute aufstellen, die parteihörig sind. Denen ist ihre Wiederwahl und der damit verbundene Zugang zu den Pfründen (schauen Sie sich mal die Diäten uns Spesen der EU-Parlamentarier an) allemal wichtiger als die Interessen der Bürger.

          In so einem Milieu kann natürlich auch eine Totgeburt wie der EURO noch ein paar Jahre an der Herz-Lungen-Maschine aufrecht erhalten werden, zum Profit der Banken und Politiker. Treffer!

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Thomas:

            Wo Sie recht haben, haben Sie recht:

            Jedoch war der Euro war trotz deutlichster Warnungen hoechstkaraetiger Deutscher und Schweizer Experten leider kein Totgeburt, sondern nur eine todgeweihte Missgeburt. Falls er zu lange zum Profit der Baenkster und Politgaengster bzw. totale Sozialisierung der Verluste am Leben erhalten wird, zieht er die ganze EU mit in die ueberfaellige Grube.

          • Anh Toan sagt:

            @Thomas: Waere es nicht konstruktiver von der Schweiz, unter dem Stichwort „Beitrittsverhandlungen“ von der EU foederalistischere und demokratischere Strukturen zu verlangen. Dauern die Verhandlungen halt 10 oder 100 oder 250 Jahre (die Schweiz bricht nicht ab, bricht die EU ab?) fuehrt man bilaterale als Uebergangsloesung, jedoch in gemeinsamen konstruktiven Bewusstsein, Loesungen fuer die gegenseitigen Befuerchtungen zu finden. So verstehe ich die CH-Politik mit dem Beitrittsgesuch, nur kann die Regierung nicht vernuenftig verhandeln, solange ihr das Volk in den Ruecken faellt. Die Schweizer Trotz/Verweigerungshaltung zu etwas, was ganz Europa mitmacht (toent wie bei Asterix), ist irgendwo zwischen Vorschulalter- und Spaetpubertaetsmentalitaet einzuordnen.

            @Freiherr 12.6 06.52: ….und liegt die gesamte EU dann in der Grube, koennen sich die Schweizer auf ihrer Insel der Glueckseligen ins Fauestchen lachen und rundherum ist nichts als Grube!

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Ob sich nun „Europa“ wegen einem geohrfeigten Diplomaten, oder einem gekeulten Monarchen, oder einem groessenwahnsinnig gewordenen GroeFaz, oder einer von rot auf schwarz umgefaerbten, wirtschaftlich, politisch und militaerisch unbedarften Quotenfrau in den militaerischen oder wirtschaftlichen GAU reitet; die Schweiz ist immer am besten damit gefahren, statt sich einzumengeln und auch keulen zu lassen, nur zu helfen die Scherben aufzuwischen….

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr 13.02. 21.01: Gibt es fuer Sie eine Frau auf dieser Welt, deren Erfolg nicht nur auf Quotenregeln beruht? Gibt es eine Frau auf dieser Welt fuer Sie, die etwas anders kann als im Treppenhaus und Waschkueche Geruechte verbreiten, fremdgehen und Kuckukskinder unterjubeln? Fuer Sie, lieber Freiherr, sind Frauen wohl nichts als Sohnproduktions- und umweltfreundliche Waschmaschinen.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Noe, allerdings wart ich nicht mehr ab, bis sich eine Frau Familie, Volk und Vaterland ruinierend disqualifiziert. Wie bei immer mehr Maennern muss sich eine erst mal qualifizieren, bevor Kind, Vermoegen und Freiheit aufs Spiel gesetzt werden.

            Das „Maedchen“ mag ja Kohl die Wechseljahre – zumindest seelisch – versuesst haben. Aber seine dadurch erlangte Protektion ist ihr einziger „politischer“ Leistungs“ausweis“. Ihre stasiproof DDR-gestaehlte Treppenhaussozial“kompetenz“ half ihr dann, sich aus der Favoritinnenposition ganz an die Spitze zu mobben.

            Noch bevor hochkaraetige Deutsche Professoren dem Verfassungsgericht (leider vergeblich) die Gelegenheit einreumten, die DM juristisch zu retten (statt politisch mitzukeulen) und damit den EURO noch ohne Schaden ins Abseits laufen zu lassen, warnten an der Wirtschaftsfront erfahrene und gestaehlte hoechstkaraetige staatliche Schweizer Experten (allerdings noch ohne UBS-Pansion) vor dem absehbaren EURO-GAU. Das „Maedchen“ haette es jetzt in der Macht gehabt, den (leider nicht mehr vermeidbaren) Schaden auf einige Baenksterbillionen zu beschraenken. Statt dessen ufert sie ihn zur Rettung der Baenksterhintern auf Trillionen fuer Generationen von Steuerzahlern aus….

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Josef:

    Die Suedeuropaeer sind ebensowenig faul wie die Suedlichdersaharastaemmigen. Warum sich anstrengen, wenn einem die Bananen ins Maul wachsen? Den Nordeuropaeern ist der Fleiss auch nicht vom Himmel gefallen, sondern er hat sich entwickelt, um die Winter mit Horten von Vorraeten ueberleben zu koennen. Jetzt ist er dazu pervertiert, Kapitalschmarotzern das Horten fuer die Ewigkeit zu ermoeglichen, statt Villa und Auto fuer die in Ausbildung und Beruf Fleissigen..

    Vor der Eurospinnerei lebten die Suederopaeer gut mit einer laufenden milden Abwertung ihrer Waehrungen, welche ihr fehlendes Talent zum Kaputtkrampf ausglich. Vor dem ersten Weltkrieg war ein Schweizer Franken gleichviel Wert wie ein franzoesischer Franc und eine Italienische Lira. Es gab sogar gleichwertige international zikulierende Goldmuenzen der lateinischen Waehrungsunion. Vor der Euroisierung war der (alte) franzoesische Franc aber nur noch rund 0,25 und die italinische Lira gar nur noch 0,1 Rappen wert. Ohne jeden Belang fuer im Umlageverfahren berentete Vermoegenslose, aber trotz Teilausgleich mit Wucherzinsen ein Jammer fuer Kapitalschmarotzer, zumal in Rechtsstaaten Zinsen auf Verlustscheinen gegen Ausgepfaendete verboten sind….

  • Josef sagt:

    @Freiherr:
    Zwei Dinge sollte man klar trennen: Wenn ein fauler Südländer, wie sie das andeuten, tatsächlich viel weniger arbeitet, aber gleichviel konsumieren will, wie ein fleissigerer Europäer aus nördlicheren Bereichen, so ist das bestimmt ein Problem, vermutlich mit und ohne Euro. Wenn jedoch ein Europäer, egal wo der wohnt, wenig arbeiten will UND auch mit weniger Konsum zufrieden wäre, täte das niemandem weh. Produktivität und Konsum müssten regional besser im Gleichgewicht sein.

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Brock:

    Ihr linker europaeischer Traum wird schon daran scheitern, dass sich die Latinofonen niemals der brutalen germanofonen Arbeitsdisziplin (bis 70 statt 55) unterwerfen werden. Sogar die bezueglichen Experimente der Nazis mit Anwendung brutalsten unmittelbaren Zwangs waren nur von maessigem Erfolg „gekroent“.

    Ein erfolgreicher Binnenmarkt setzt eine Massenkaufkraft voraus. Ein auf das Existenzminimum gesetztes Lohnsklavenheer, und ihren Reichtum hortende Kapitalschmarotzer bringen aber jeden zum Erliegen.

    Recht haben Sie mit der fehlenden Nachhaltigkeit der „leeren Maerkte“. Das haelt eher nur kaum 2 statt noch mehr Generationen: Gemuetliche Agrarwirtschaften werden industriell aufgemischt. Das Wasser wird fuer die Industrie abgegraben. Im Turismus werden Badewannen fuer 2 durch Brausen ersetzt. Bauern, die Kanaele anbohren um ihre Ernte nicht verdorren zu lassen, werden ins Gefaengnis geworfen. Frueher in Betreuung, Haus und Feld tuechtige Jungfrauen werden in Kaufheuser und Fabriken gelockt.

    Ist die Wasserwirtschaft am Ranzen und die Umwelt versaut, sind die Industrieboden-, Zoll- und Steuergeschenke abgekupfert und die soziale Ordnung gekeult, werden auch die letzten Gewinne noch abgezogen und die Schulden und Schaeden aller Unart zurueckgelassen. Und das gleiche ueble Spiel faengt mit dem naechsten armen Land von neuem an….

    • Urs Brock sagt:

      Ein linker Europäisher Traum… soweit dachte ich eigentlich gar nicht. Aber, warum nicht… man muss ja nicht immer gleich alles maximieren wollen wenn man sich mit anderen einlässt… und solange ist ein linkes Europa ja nicht her…

      Ich finde ich bewege ich mit meinen Aussagen irgendwo in der politischen Landschaft von vor 40 Jahren, also bevor die Neoliberale Dogmatik alles hinterfragt und über Bord geschmissen hat… Ich versuche mir da ein paar Dinge rauszupicken welche ich als gut ja sogar besser gelöst empfunden habe… und da gab es, im nachhinein, mehr als man denkt. Die Verantwortlichen damals waren irgendwie Visionärer als die heutigen, so mein Eindruck. Zudem hat man langfristige Planung zugelassen was sich bei einigen Oekonomen etc. als effizienter als die neoliberale 3 Monatskurzfristigkeit der Finanzmärktdiktatur erwiesen hat…

      Die brachliegenden EU Binnenmärkte könnte man mit vernüftigen Mindestlöhnen sicher wieder animieren… aber in der heutigen Exporteuphorie braucht es da noch ein bischen mehr Ueberzeugung…

      Aber dann, es gibt viele andere die ernsthaft über Alternativen nachdenken und ich bin froh darüber. Ich finde es wichtig das man sich die nächsten Schritte (kann man das überhaupt so ausdücken?) der Zivilgesellschaftlichen Entwicklung überlegt und dabei auch zulässt aus den festgefahrenen Schemas heraustreten kann…

      Ich erwarte sowas eigentlich von Veranstaltungen wie das WEF, doch da kommt nicht’s…

      Ich finde die strikte Anwendung der weltweit nach gleichen Standards erzeugten Bilanzen ist der grösste Verhinderer unserer Möglichkeiten… so quasi das einzige und ultimative Schriftstück mit dem wir unsere Entwicklung zulassen . Zu mehr sind wir nicht in der Lage…

  • Urs Brock sagt:

    Nur um nicht als Paranoid einegstuft zu werden…

    Vieles in der EU wird primär über Transatlantische verbindungen eingebracht und gesteuert. Nicht um Oekonomie sondern Militär, aber die NATO hat sich vollständig an USvA Standards angepasst. Kommandostrukturen und Gerät sind Standardisiert so das eigentlich alles ausgetauscht werden kann.

    Aehnlich seit das leider aus mit der restlichen Politik vorrunter auch die der Oekonomischen Paramter fällt. Ein Dach über dem Kopf gibt dem ganzen System die WTO und deren Handelsverträge (ebenfalls von den USvA gesteuert) die eben nicht viel mehr als ein Rahmenwerk sind innerhalb dessen sich alle Bewegen dürfen.

    Die Lösungen für eigentlich alles müssen nun innerhalb dieses begrenzten Systems gesucht werden. Da aber die Fehler die man nun korrigieren will durch dieses, sich angeblich unabhängig von politischen Entscheidungen regelnde verursacht worden sind (einige glauben nach wie vor es sei noch nicht genügend liberalsiert worden) wird es schwer sich da Gedanken über wirkliche Alternativen zu machen…

    Eine schwerwiegende Grenze ist die allgemein akkzeptierte Vorraussetzung des Paradigmas Wachstum für unser aller Wohlbefinden… Primär aber sind Investitionen in wachsenden Märkten eine beinahe Garantie für Renditen und Profite sowie die Grundlage für den Wachstumsglauben. Investitionen in schrumpfende oder stagnierende Märkte erscheinen als absurd, doch genau dort befinden sich die Industrienationen.

    Doch wie gehabt, Wachstum in „leeren“ Märkten dauert so etwa 2-3 Generationen und dann ist fertig damit. Nischen können sich nach wie vor bilden… doch das reicht nicht mehr um die Arbeitssuchenden Menschen und Renditesuchenden Investoren zu beglücken…

    Wachstum im Binnenmarkt in der Schweiz wird aktuell durch die Einwanderung gefördert wovon viele Profitieren doch das wird erkauft mit erheblichen Nachteilen wie einer allgemein sinkenden Lebensqualität (Lärm, Verkehr, Arbeit, Umwelt, Wohnraum) sowie steigenden Preisen in bestimmten Bereichen wie Immobilien bei gleichzeitigem sinken oder stagnation der Löhne…

    Dem Investor ist so am meisten gedient doch was ist mit den anderen?

    Die Fragen die sich darauf hin stellen sollten als allgemeine Grundlage für die Antworten für einen gemeinsamen ! EU Raum dienen… Währung, Arbeitsstandards, Steuerharmonisierung nicht Steuerwettbewerb usw.

    Immerhin ist die Verantwortung über die 500 Mio. Menschen in der EU der Verantwortung gegenüber Investoren gegenüber zustellen…

  • Thomas Ernst sagt:

    Es ist nicht neu, dass Politiker aller Couleur und aller Länder weitestgehend faktenresistent agieren. Dass der Euro in einer heterogen gesteuerten Wirtschaftszone wie der EU ein Schönwetterprojekt bleiben muss und im Krisenfalle zu üblen Verwerfungen führen muss, haben jene Volkswirtschafter, welche nicht direkt von staatlichen Goodies abhängig sind, schon vor seiner Einführung zur Genüge dargelegt. Hat’s was genützt?

    Nun können wir zusehen, wie die EU-Politiker die Wirtschaftskrise, die sie durch ihr unsinniges Euro-Projekt selber mitverursacht und mitverschärft haben benutzen, um die Souveränität und die in den sogenannten Demokratien (eigentlich sind das schon längst Partitokratien, nur in der Schweiz kann der Bürger auch mal was entscheiden, was den Parteien nicht in den Kram passt) der EU ohnehin schon mickrigen Volksrechte weiter abzubauen und die Macht nach Brüssel zu transferieren. Dort, glauben die Merkels und Sarkozys, könnten sie ihre Macht zielsicher einsetzen um ihre Vorstellungen durchzusetzen, ohne auf kleinere Länder Rücksicht nehmen zu müssen.

    Ohne die Zwangswährung Euro und das gnadenlose Forthchecking der Brüsseler Politokratie ginge es den Bürgern in den Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal etc. heute deutlich besser. Sie haben sich aber – wie viele in der Schweiz auch – von den Schalmeienversprechungen ruchloser Politiker einlullen lassen und geglaubt, dass es doch ein gratis Mittagessen geben werde. Jetzt, wo das Kind im Brunnen liegt, stehen die Politiker dumm rum, geben sich überrascht und wollen von nichts gewusst haben.

    Wie gesagt: völlig faktenresistent. Würden Merkel & Co. den Never Mind the Markets Blog & die Kommentare lesen und das Destillat der Beiträge berücksichtigen, wäre Europa nicht so im Schlamassel und die Polit-Kleptokratien in DE, FR, IT etc. müssten nicht mit der Kavallerie in der Schweiz ein paar hinterzogenen Millionen nachjagen.

    • Markus sagt:

      Besser hätte ich diesen Sachverhalt auch nicht beschreiben können! Das Misstrauen der EU-Staaten gegenüber der Brüsseler Politik ist im allgemeinen gross. Was sie taugt, hat die EU-Aussenbeauftragte Ashton und der Präsident des Europäischen Rates Van Rompuy bei der gegenwärtigen Krise im Nahen Osten gerade veranschaulicht.

    • Martin Kreidel sagt:

      „Würden Merkel & Co. den Never Mind the Markets Blog & die Kommentare lesen und das Destillat der Beiträge berücksichtigen, wäre Europa nicht so im Schlamassel und die Polit-Kleptokratien in DE, FR, IT etc. müssten nicht mit der Kavallerie in der Schweiz ein paar hinterzogenen Millionen nachjagen.“ Oh nein, Herr Ernst, da täuschen Sie sich gewaltig. Wenn dem so wäre, würden sich Merkel & Co. kopfschüttelnd fragen, was eine im Ausland unbedeutende schweizer Tageszeitung eigentlich dauernd glaubt, belehren zu müssen. Die Kommentare weitgehend nur zu überfliegen, würde genügen, um zu erkennen, daß es sich dabei nicht um Destillat (von was eigentlich – von ständig neu und nach eigenem Anti-Deutschem Ressentiment zusammengewürfelten Halbwahrheiten?), sondern um den Versuch handelt, die eigenbrötlerische schweizer Nationalstaaten-Sichtweise mangels Horizont auf die EU ausdehnen zu wollen. Völlig untauglich für Europa. Reden Sie lieber mal von der mangelnden Solidarität der Nehmerländer, von den südeuropäischen Maden im Speck, die sich einen Dreck um den Gemeinschaftssinn scherten, solange mit erschlichenem Euro-Beitritt die korrupte Faulenzerei finanziert werden konnte und kommen Sie nicht damit, wie viel besser es denen gehen könnte, wenn… Die Schuldensünder sind doch nicht zum Euro-Beitritt gezwungen worden. Wen wundert es, daß gerade sie sich gegen Abgabe nationaler Souveränität sträuben? Diese ist aber Voraussetzung zur Zukunftssicherung des Euro, und das, was Merkel und Sarkozy vorantreiben, ist das, was bis vor kurzem allenthalben gefordert wurde – überflüssig zu erwähnen, daß anglophile Blätter, die man notgedrungen wohl auch hier zitieren muß, kein gutes Haar daran lassen. Vergessen wird, daß sich die beiden Politiker wohl kaum dafür interessieren werden. Sollen die Kritiker konstruktive Vorschläge machen, anstatt ohne eigene Ideen, da es mit dem Nehmen ja bisher so gut lief, nur zu opponieren. Nur, da kommt ja nichts. Auf a l l e s kann man verschiedene Sichtweisen haben, einfach alles nur einseitig schlecht zu reden – und nichts anderes macht dieses Blatt – heißt nicht, die Meinungsführerschaft gepachtet zu haben. Und diese Methode soll „Europa“ (die Schweiz scheint sich nichteinmal dazu zu zählen) aus dem „Schlamassel“ retten?

      Übrigens: Faktenresistent zeigt sich wohl vor allem derjenige, der noch immer nicht begriffen hat, daß nicht eine Kavallerie ein paar hinterzogenen Millionen in der Schweiz nachjagte, sondern die Schweiz mit ihrer stümperhaften Außenpolitik entscheidend dazu beigetragen hat, daß Geld – gleichgültig, was es dem Staatshaushalt gebracht hat, dem Staat zurückgeflossen ist, dem es nuneinmal gehört und zuvor kriminellerweise entzogen wurde. Soll man da von den schweizer Kleptobanken sprechen?

      • Leo's Schale sagt:

        B R A V O @M. Kreidel, grosses Kompliment an Ihr kompetentes, sehr treffendes Statement bezüglich der schon paranoiden Anti EU, bzw. DE Keiferei insbesondere dieses Mediums (inkl. BZ), BRAVO Herr Kreidel.

        Mit Einfältigkeit, Eigenbrötlerei, Neid, ewiggestrigen weltfremden Möchtegernepolitikern und Egoismus schafft man keinen nachhaltigen Schub in die Zukunft. Aber das Selbstwertgefühl der Angsthasen-Schweiz scheint doch massiver angegriffen zu sein als gedacht bei diesem ewigen Gekeife und Gezeter Und was jeder wissen sollte: „Stillstand ist Rückschritt“ gilt auch für die Stillstand-Schweiz !

      • Urs Brock sagt:

        Die ex GUS Länder zählen Sie auch zu den :

        „….Reden Sie lieber mal von der mangelnden Solidarität der Nehmerländer, von den südeuropäischen Maden im Speck, die sich einen Dreck um den Gemeinschaftssinn scherten…“

        Maden im Speck oder könnten die nicht doch zu denen gehören die in den vergangen +20 Jahren von denGeberländern der EU komplett ausgeaubt wurden und nun mit Mrd. verschuldet sind? Wo war denn da die Solidarität als die Mauer fiel?

        Eben…

    • Urs Brock sagt:

      Eben ja und bei konstanten Schlagzeilen wie dieser hier:

      „….EU-Kommissar Günther Oettinger richtet die EU-Bürger auf ein Steigen der Strompreise ein. Nur so könnten die Energiekonzerne den Ausbau der Stromnetze bewältigen….“

      …wo doch die staatlichen Energiekonzerne über Generationen billigsten Strom für alle produzieren konnten. Offensichtlich stimmt mit den überragenden Privatisierungsschemas einiges nicht. Auch wenn die meisten Bürger deswegen eher ruhig sind bedeutet das eben noch lange nicht das alles bestens läuft….

      Dabei wurde die gesammte Infrastruktur bereits bezahlt… der einzige Unterschied ist, das vorher keine Aktinäre/Investoren da waren die endlos gierig nach Rendite- und Profitmaximierung hecheln… koste es was es wolle.

      Die Aufforderung von Oettinger ist eine typisch Neoliberale Strategie noch einmal mehr für die Aktionäre zu scheffeln völlig egal das die Strompreise seit den privatisierungen gerne mal 15% und mehr jährlich angestiegen sind. Ein typischer Handlanger der Aktionäre… später darf Er sich dann mal Reich sitzen mit einem VR Posten…

      Was blos haben die staatlichen Energiekonzerne all die Jahre vorher denn besser gemacht?

      Die EU wird von eingen primär zum Abzocken der Bürger missbraucht, dies mit der üblichen politischen Unterstützung… und dann wird gejammer das kein vertrauen da ist. Aber eben, schweigen bedeutet eben noch lange nicht da sman nicht’s verstanden hat noch das man mit irgend etwas einverstanden ist…

      Die EU Bürger müssen endlich mal realsieren das im Projekt EU auch etwas rausschaut für den einzelnen, was heute genau nicht der Fall ist. Die meisten EU Bürger werden nur über den Tisch gezogen…

      Bei der Wasserversorgung sieht es übrigend genau gleich aus… ständig mehr bezahlen wo vorher über Jhare keine Probleme waren… Schon gar nicht die der Renditemaximierung.

      Wirklich EU Vertrauensfördernd… und jedes EU Land hat seine eigenen Abzocker oder dann halt die aus einem anderen EU Land.

      • Anh Toan sagt:

        Die (kantonal) staatlichen Stromkonzerne der Schweiz berauben das Volk: Die Wasser- sprich Stromkoantone haben es geschafft, dass die Wasserzinsen nicht im Finanzausgleich beruecksichtigt werden. Schweizer Unterlaender koennten den Strom viel billiger im Ausland, als von den Schweizer Bergkantonen kaufen. Zu den Preisen, wie dort Strom produziert wird, ist Strom eigentlich unverkaueflich! In der Schweiz bezahlen Sie bereits fuer Stromanschluss und Zaehlermiete gegen CHF 1’000im Jahr, bei mir waren die Festkosten auf der Rechnung immer hoeher, als die Kwh Strom.

        • Urs Brock sagt:

          Ja Hr. Anh Toan, man kann, so man denn wirlich will, natürlich alles zu Tode relativieren, wie in diesem Fall die Strompreise mit dem Kantonalen Finanzausgleich. Die SVP zum Beispiel ist darin Meister… gute Politik sieht aber anders aus.

          Prinzipiell, wenn bei solchen Angelegenheiten niemand da ist der von oben herab mal einen Kompromiss bzw. einen Stop durchsetzt, ja dann zerpflücken sich die unteren Chargen bis auf’s Blut… Keiner will dann dem anderen auch nur -.1 Rappen lassen. Wie ausserordentlich kindisch…

          Man kann immer etwas finden das nicht völlig ausbalanciert ist.

          Meine Feststellung und Erfahrung mit den Stromtarifen (und auch dem Wasserzins) ist seit ich hier lebe und gerade im Vergleich mit den privaten Anbietern mehr als positiv. Nicht vergessen, ich verlange nicht das der Staat, Kanton oder die Gemeinde Fernsehgeräte herstellt… das können von mir aus andere machen.

          Ich will aber einige Grundbedürfnisse abgedeckt haben die ich auch ohne mehrseitige hellgrau gedruckte AGB’s in 8 Pkt. Schrifft, stetige Preiserhöhungen, kostenpflichtigen Servicelinien usw. beziehen kann. Mit dem Strom habe ich da keinerlei Probleme… und der kostet hier weniger als in den umliegenden EU Ländern.

          Ja eben, ich will das einfach als Grundbedürfnis oder Grunddienstleistung oder wie auch immer man das nennen mag abgedeckt haben. Ich will das zu tiefen Preisen, in guter Qualität, ohne Renditen- und Profitmaximierung… All das habe ich bereits und das wird in privaten Händen bestimmt nicht besser, noch billiger…

          Ich bin der Ansicht das sich das die Einwohner in den fortschrittlichen modernen Industrienationen einfach leisten sollten… So das man als Bewohner dieser Länder auch das Gefühl haben kann am Fortschritt an der allgemeinen Entwicklung der Menschheit partizipieren zu können… ohne das man gleich die Profite für irgendwelche Steuerbefreiten Investoren maximieren muss.

          Wie gesagt, ich meine hier ein paar Grundbedürfnisse die uns in einem ersten Schritt von Entwicklungsländern abheben und nicht die gesamte Oekonomie…

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