Muss ich mein Leben verändern?

M&W

Ich bin dann mal weg: Julia Roberts findet und erfindet sich neu im Spielfilm «Eat Pray Love». Foto: PD

Eine Freundin von mir in Berlin war grade länger krank, und ich fragte sie gestern, ob es wieder besser ginge. Ja, danke, antwortete sie, «es geht wieder ganz gut, und ab Montag denke ich mir mein neues Leben aus.» Eine sehr schöne Antwort, fand ich. Sie denkt sich ihr neues Leben aus, sie wartet nicht, bis etwas passiert oder jemand kommt und sie rettet, sie überlegt sich, was sie braucht, um glücklich zu sein, und in welche Richtung es gehen soll. Sie ist auch Autorin und Journalistin und ungebunden, was natürlich bei solchen Dingen hilft.

Ich kenne das sehr gut, ich stecke auch mittendrin, allerdings schon zum dritten Mal in diesem Leben. Deswegen bin ich aber noch kein Profi darin, denn das erste Mal war superleicht. Anfang Zwanzig, das Studium hinschmeissen, nach München gehen, sich dort dem Hedonismus hingeben und das leichte Leben auskosten. Das zweite Mal war schon viel schwieriger – der Schritt von der Modestylistin zur Schriftstellerin hat alles verändert, ging aber auch fliessend. Und das dritte Mal liegt seit 2013 vor mir.

Es muss sich alles ändern, eine Phase war klar beendet, und alles in mir schrie: weiter, weiter! Aber dieses Mal war es am schwersten, ich erspare Ihnen die Details. Es musste viel getan werden, und die Frage nach dem Wohin ist immer noch nicht ganz klar beantwortet – im Gegensatz zu den Malen davor, wo ich es genau wusste –, aber die Veränderungen gehen jetzt erst los. Es mussten fast vier Jahre dafür vorgearbeitet werden. Ein Riesenstress, kann ich nur sagen.

Das Leben ist keine Strafexpedition

Aber warum dieses Bedürfnis nach Veränderung? Millionen Menschen leben einfach ihr Leben und nerven sich nicht damit, sich immer wieder neu zu erfinden. Das Bedürfnis, weiterzukommen, ist in fast allen Menschen drin, aber die meisten sitzen in ihren selbst gebauten Gefängnissen und können sich keinen Ausbruch vorstellen. Selbst wenn die Gefängnistür offensteht: Sie bleiben lieber in ihrem sicheren Käfig sitzen.

Die Fragen, die man sich stellen muss, um zu wissen, ob man eine Veränderung braucht:

  1. Bin ich das geworden, was ich mir mit 20 vorgestellt habe?
  2. Freue ich mich auf die Zukunft?
  3. Liebe ich meinen Job und mein Privatleben?
  4. Sehe ich das Leben der anderen meistens neidlos?

Wer eine der vier Fragen mit Nein beantwortet, muss sich leider etwas überlegen. Das Leben ist nun mal keine Strafexpedition, wir haben die Aufgabe, uns selbst glücklich zu machen.

71 Kommentare zu «Muss ich mein Leben verändern?»

  • Ann sagt:

    1. Bin ich das geworden, was ich mir mit 20 vorgestellt habe? Zum Glück nicht. Ich war früher viel zu sehr dem Establishment angepasst. Heute nicht mehr.

    2. Freue ich mich auf die Zukunft?
    Ja, man hat nur eine Zukunft und ein Leben.

    3. Liebe ich meinen Job und mein Privatleben?
    Nein. Möchte mich umorientieren. Bei beidem. Es könnte spannender sein.

    4. Beneide ich die anderen?
    Niemals.

  • Rebecca sagt:

    wer die Fragen 1-3 mit Nein und/oder Frage 4 mit Ja beantwortet, sollte sich etwas überlegen….

  • Satasha sagt:

    Frage 1 mit Nein beantwortet: Na und? Man muss gar nichts!

  • Malena sagt:

    „wir haben die Aufgabe, uns selbst glücklich zu machen“

    Warum? Sagt wer?

    Und gibt es nicht noch viel wichtigere und noblere Aufgaben, zum Beispiel schwächeren Menschen zu helfen, menschliches und tierisches Leid und die Zerstörung der Umwelt zu verhindern, die Wahrheit zu suchen und Bullshit zu bekämpfen?

    • Claudia sagt:

      Falls es sie nicht glücklich macht, schwächeren Menschen zu helfen, nützt ihnen das auch nichts… Ich perönlich bin auch der Meinung, dass man sich etwas suchen sollte, wo man glücklich ist. Wollen Sie denn Ihr Leben lang unglücklich bleiben und etwas tun was sie nicht lieben? Gewisse Pflichten, wie betagte Eltern unterstützen ausgenommen…

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      sich mit herzblut für andere zu engagieren bedingt eine gewisse zufriedenheit mit sich selber. ausser man ist märtyrer.

      • Carolina sagt:

        Sie würden staunen, wieviele Menschen (hauptsächlich Frauen) in der Freiwilligenarbeit mit massivem Helfersyndrom unterwegs sind – das heisst nicht, dass man deshalb unbedingt ein ’schlechter Helfer‘ ist. Ich habe auch so angefangen, fühlte mich aber schnell ständig ausgenutzt. Irgendwann musste ich mir überlegen, warum ich das mache? Um mein Ego bzw ein nie hinterfragtes Helfersyndrom zu befriedigen, immer auf der Suche nach Lob? Als ich dann endlich ein wenig ehrlicher mit mir selber war, war die Antwort, dass ich es mache, weil ich mir selber in den Spiegel schauen will mit einem guten Gefühl – sobald ich heute wieder in die Falle Dankbarkeit-erwarten falle, ziehe ich mich für eine Weile zurück.
        Ob ich damit ‚mich selber glücklich mache‘? Ja. Aber das gilt nicht für jeden.

  • maia sagt:

    „…..wir haben die Aufgabe, uns selbst glücklich zu machen.“ – im Ernst jetzt?

    • Colisa sagt:

      Doch Maia, da hat Wäis recht. Wir sind uns selbst gegenüber verpflichtet! Heisst nicht, dass wir Egoisten sein müssen.

    • Benni Aschwanden sagt:

      Ja, dass immer mehr Leute, v.a. Frauen, das als Leitmotto im Kopf haben merkt man deutlich.

      • Carolina sagt:

        Definieren Sie doch mal, was ein für Sie ein gültiges Leitmotto wäre – und ob Sie danach leben (können). Besser als diese miesepetrigen Einwände………

    • Ann sagt:

      Ja, denn nur Du selbst kannst für Dein eigenes Glück verantwortlich sein. Das stimmt so schon. Das eigene Glück über andere/anderes zu definieren, kann nicht immer gut gehen. Was auch immer Glück heisst.

    • maia sagt:

      Es gibt doch im Leben noch soviele andere Aufgaben, als „sich selber glücklich zu machen“. Ausser dem stellt sich oft auch die Frage, auf Kosten von wem oder was.

      • Christina sagt:

        Den Sinn des Lebens zu suchen/finden und diesem nachzueifern, das kann hin und wieder glücklich machen – zumindest erfüllt es mit Zufriedenheit: „Das Geheimnis des menschlichen Lebens liegt nicht im bloßen Leben, sondern im Sinn des Lebens.“ Fjodor M. Dostojewski

  • marsel sagt:

    Wer auf Teufel komm raus glücklich sein will/muss, hat eh schon verloren. Glück kann man nur geniessen, wenn man auch mal unglücklich ist. Und zwar öfter mal, nicht nur einmal pro Dekade.

  • Sportkrücke sagt:

    Frage 1 mit „Nein, zum Glück nicht“ beantwortet. Was tun?

  • Benni Aschwanden sagt:

    Veränderung im Leben, Sehnsucht nach Selbstverwirklichung (was auch immer das eigentlich heisst) – schön und gut. Ist trendy. Ist auch ein Wohlstandssymptom. Veränderung im Leben muss man sich leisten können, v.a. finanziell. Studium abbrechen und statt dessen abhauen, Party machen und die Sau rauslassen, davon träumen viele Teenies. Und wer bezahlt das, hmm? Wer finanzierte das Studium? Und wer das Abhauen und Party machen? Ohne Geld keine Party. Schön haben die meisten Frauen irgendeinen mehr oder weniger anonymen Sponsor im Hintergrund, gell. Daddy oder Götti oder Schatzi bieten den finanziellen Fallschirm, damit das Fräulein ihre Abenteuerlust ausleben kann. Ich finde, die Frauen sollten das wenigstens mehr wertschätzen. Zu viele Frauen geben zu skrupellos das Geld Anderer aus.

    • Carolina sagt:

      ‚Schön haben die meisten Frauen irgendeinen mehr oder weniger anonymen Sponsor im Hintergrund, gell. Daddy oder Götti oder Schatzi bieten den finanziellen Fallschirm, damit das Fräulein ihre Abenteuerlust ausleben kann.‘ Meine Güte, wo leben Sie denn? Ihre verbitterten Einlassungen haben mit meiner Lebenswirklichkeit nichts, aber auch gar nichts zu tun!

      • Wäis Kiani sagt:

        Danke, Carolina. Vielleicht verfügt das Fräulein über etwas eigenes Vermögen? Vielleicht hat es ihr Daddy sehr gerne gegeben? Er lebt wirklich auf einem verbitterten Planeten…

      • Benni Aschwanden sagt:

        Es ist ein fantasieloses gängiges Mödeli (z.B. auch in den Kommentarspalten hier) und zeugt i.d.R. von fehlenden Gegenargumenten, jeden der gesellschaftliche Missstände kritisiert oder anderer Meinung ist persönlich anzugreifen und als verbittert oder sonstwie als Problemhaufen zu bezeichnen. Das ist bequem und kein Diskussionsbeitrag. Ich bin weder verbittert noch habe ich anderweitige Probleme. Eigentlich kritisiere ich v.a. das, was mir wichtig ist. Sachen die mir egal sind kritisiere ich nicht. Besonders gerne beobachte ich die Gesellschaft und schaue hinter die Fassaden; dort habe ich es vor allem auf Heuchelei abgesehen. Für stichhaltige clevere Gegenargumente bin ich immer gerne offen. Persönliche Angriffe und plumpe Verunglimpfungen sind aber nur peinlich.

        • Carolina sagt:

          ‚Persönliche Angriffe und plumpe Verunglimpfungen sind aber nur peinlich.‘

          Als Antwort auf Ihr: ‚Zu viele Frauen geben zu skrupellos das Geld Anderer aus.‘

      • Eduardo sagt:

        Warum so beleidigend gegenüber Benni? Ich kenne einige Frauen aus der sogenannten Lebenswirklichkeit, die sich — jung und schön, denn ohne das geht es nun mal nicht 😉 — zielstrebig und mit sicherem Instinkt einen Geldmann (Manager, Firmenbesitzer, Millionenerbe) suchten und seither mit irgendwelchen lockeren Jobs, am liebsten selbständig, ohne Existenzangst und viel freier Zeit durchs Leben tändeln. Auch die marxistisch-feministische Sibylle B. in Zürich (Ihr wisst schon, wen ich meine) hat einen überaus üppigen Geldmann im Hintergrund.
        Lasset die weiblichen Shitstorm-Spiele beginnen 😉

    • Ann sagt:

      Ui, kommen Sie mal runter. Nicht alle Frauen sind so. Sind die Männer nicht auch etwas selbst daran beteiligt, an der Finanzierung? Dann der Frau Schuld geben? Ich reise alleine durch die Welt seit ich 17 bin, selbstfinanziert. Mein erster Job war in einer Schraubenfabrik, genau. Das war vor Jahren. Heute bin ich im Leben angekommen. Ohne männliche Hilfe. Das Leben war nicht immer einfach.

      • Benni Aschwanden sagt:

        Finde ich gut. Dann bezieht sich mein Einwand auch nicht auf Ihre Situation. Wir beide wissen aber, dass Ihr Beispiel nicht den Mainstream hier repräsentiert. Ich beziehe mich in meinem Kommentar auf Gesellschaftstrends. Z.B. den von „studierten“ jungen Damen, die auffallend häufig während oder nach dem Studium „keine Lust mehr“ haben, in der gewählten (und von den Eltern finanzierten) Richtung weiterzumachen und umschwenken. Aber Hauptsache man/frau „hat studiert“. Was das kostet interessiert kaum, es wurde ja gesponsert (ja, Daddys verzichten auffallend „gerne“ auf vieles für die Familie). Ihr spezieller Werdegang in Ehren, aber das sind Zustände, die immer öfter zu beobachten sind in unserer Gesellschaft. Achten Sie mal ein bisschen auf „studierte“ Frauen in Ihrem Umfeld…

        • Wäis Kiani sagt:

          NA UND??? ist doch nicht IHR Geld, ist doch völlig egal, was es gekostet hat. Wenn Sie das dann doch nicht machen will, ja und. Who cares.

          • Hanspeter Niederer sagt:

            meine Güte, Narzissmus und Egomanie in Personalunion. Schon mal etwas davon gehört, dass ein Studium den Steuerzahler sehr viel Geld kostet? Schon mal etwas davon gehört, dass es eventuell eine Sauerei sein könnte, die liebevolle beschützende Hilfsbereitschaft der eigenen Eltern gnadenlos auszunützen, um Spass zu haben auf Teufel komm raus?

          • Wäis Kiani sagt:

            Ich war auf einer Privat-Akademie, die den Steuerzahler nichts gekostet hat, und für mich und meine Eltern gab es nie Unterstützung von staatlicher Seite. Meine Eltern fanden immer alles super, was ich mache und haben mich darin liebevoll unterstützt und waren und sind froh, dass ich meine eigenen Ideen verwirkliche im Leben und mich keinen gesellschaftlichen Zwängen unterwerfe. Das ist auch heute noch so. Sie sind beide sehr stolz auf mich. Was jetzt? Ich glaube, Sie müssen die Polizei rufen, so kommen Sie nicht weiter…

      • Came.Lia sagt:

        Hm, das mit dem der Erstausbildung ist so eine Sache… viele schlagen danach einen anderen Weg ein, egal welches Geschlecht. Es ist zudem eine Tatsache, dass der Grossteil der Studierenden an der Uni neben dem Studium arbeitet. Geht zwar nicht für alle aber für sehr viele. Sie sammel so wichtige Lebenserfahrungen .
        Einen anderen Weg einschlagen als mal geplant ist i.O. Das hat nichts mit Egoismus und dergleichen zu tun. Wir müssen uns auch nicht über die Befindlichkeiten anderer definieren.
        Ich schätze mich glücklich meinen zeitweise sehr schwierigen Weg gegangen zu sein, der mir einen enormen Erfahrungschatz gesichert hat. Er gibt mir die Kraft, mich gespannt und gelassen zugleich den nächsten Änderungen in meinem Leben zu stelllen. Alles andere wäre Stillstand. Für mich ein no go.

  • Carolina sagt:

    Mir stellt sich die Frage – ohne jetzt Ihre Hintergründe zu kennen, WK -, warum gleich das ganze Leben verändert werden muss? Könnte man nicht das ändern, was belastet? Ohne gleich alles über Bord zu werfen? Radikallösungen sind meistens eine riesige Belastung und lassen vergessen, dass manches eben positiv ist und vielleicht mitgenommen/beibehalten werden sollte. Wie sonst lernt man denn sonst, wenn nicht durch dieses Abwägen, wie ich mein Leben nachhaltig gut gestalten will? Wenn ich das falsch verstanden habe: sorry!

    • Wäis Kiani sagt:

      Es belastet das Lebenskonzept, das bedeutet die Arbeit, die man liebte, macht keine Freude mehr und gibt keine Erfüllung, es ist ausgelutscht. Das Umfeld ist uninspirierend und man fühlt sich insgesamt leer und sinnentleert. Gegen diese Sinnentleerung muss man dann irgendwie ankommen, indem man sich neue Ziele und Projekte schafft. Das zieht meistens auch eine Veränderung des Umfelds nach sich… man kann in keinem alten Kleid ein neues Leben beginnen (das hat mir mal vorvielen Jahren vor Veränderung Nr 2 ein Schamane erklärt. Ich bin danach in die Schweiz gezogen)

      • Ann sagt:

        Liebe WK, das Leben bietet immer etwas. Machen Sie eine Reise in ein unbekanntes Land, arbeiten Sie karitativ zB Vorlesen im Pflegeheim, wenn Sie sich mit mir zusammen tun können Sie an einem sozialen Start Up für Kinder arbeiten. No joke

      • Roger Schamane sagt:

        „Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab. Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.“
        Marc Aurel

  • Linus sagt:

    Vielleicht wäre es manchmal tatsächlich wichtig, dass man sein Lebensglück zwischendurch überprüft.
    Viele in meinem Umfeld jammern über ihre Situation im Beruf, in der Beziehung. Schieben Herzensprojekte seit Jahrzehnten vor sich hin und ändern trotzdem nichts.
    Aber Veränderung generiert Aufwand und birgt ein gewisses Risiko. Darum wohl entscheiden sich viele, zumindest ab einem gewissen Alter, den eingeschlagenen Weg nicht zu verlassen.

    Aber ich bin davon überzeugt, dass es wichtig wäre, Träume zu verwirklichen. Irgendwann, im hohen Alter, wird es verdammt schwierig, verpasstes nachzuholen.

    • Wäis Kiani sagt:

      Warum soll man seine Träume nicht grundsätzlich IMMER verwirklichen? Auch im jungen Alter? Ich finde das ist selbstverständlich, dass man seine Träume verwirklicht, und nichts anderes. und manchmal verwirklicht man seinen Traum, und alles läuft super, man ist zufrieden damit, oder hat es sich anders vorgestellt, und will jetzt noch einen anderen Traum probieren, so ist es zb bei mir. Man hat doch als Mensch viele Träume bzw die Träume die man mit 30 hatte, haben sich erfüllt und die Bedürfnisse haben sich dadurch neu zusammengesetzt. LG

  • Ralphi sagt:

    Sie müssen nicht Ihr Leben ändern sondern ihre Einstellung zu demselben…

    • Ann sagt:

      Ist das nicht ungefähr das gleiche? Aendert man die Einstellung hat man auch bald mal ein neues Leben. Manchmal muss man Sachen hinter sich lassen, Raum frei schaufeln, neue Pfade nehmen. Etwas (oder jemanden) zu verlassen, kann etwas unglaublich kraftvolles sein.

  • Nadine sagt:

    Was für ein kompletter Unsinn. Wer die ersten drei Fragen mit ja beantwortet, muss sich ja wohl definitiv nix überlegen. Sondern ist wohl ziemlich zufrieden.

  • Ann sagt:

    Es braucht eindeutig ein Tinder für tolle Lebensideen. Diese kann man dann swipen, treffen und umsetzen.

  • Burkhalter Trudy sagt:

    DANKE ganz viel. Dafür dass Sie offen schreiben dass Sie seit 2013 daran arbeiten. Mir geht es genauso und letztes Jahr hat sich äusserlich nichts bewegt. Innerlich bin ich „gewachsen“. Aber zwei „äusserliche Probleme sind noch dieselben“. Unter anderem finde ich meine PK-Gelder nicht. Und ich muss mich auch vor Gericht gegen jemanden wehren was ohne Geld fast unmöglich ist. Aber für den Rest wird mir Dank Ihnen bewusst, dass ich mir ohne zuviel Druck Zeit geben muss und darf. Allerdings bin ich wesentlich älter und die Zeit ist klar begrenzt. All jenen die auch auf diesem Weg der Neuorientierung sind viel Glück und viel Kraft.

    • Wäis Kiani sagt:

      Danke, meine Liebe. Bei mir hat sich auch mehr innerlich als äusserlich in den letzten 3 Jahren bewegt, die Bewegung ging 2015 erst los, 2013 hatte ich mir 2 jahre Auszeit genommen und hab mich auf eine Insel zurückgezogen um mir zu überlegen, was als nächstes kommen soll. Erst dann kam so etwas wie eine harte Lebensschulung, mit vielen sehr unangenehmen, aber mir fehlenden Erfahrungen, was ja leider notwendig ist, damit man den neuen Weg gehen kann. Ich wünsche Ihnen auch viel Kraft und Erfolg und dass alles gut ausgeht. Wir schaffen das schon, geht ja gar nicht anders. LG

      • Burkhalter Trudy sagt:

        Danke Und wieder mal eine schöne Insel – und wenn es aus was auch immer für Gründen nicht geht, dann die letzten Sendungen auf SFR nachsehen mit Rick Stein von Venedig nach Istanbul – Menschen, Küsten, Inseln, Märkte und Kochen Ich war jedenfalls immer total dabei. LG

        • Wäis Kiani sagt:

          genau! das habe ich auf meiner Insel auch gemacht, Märkte, frische sonnenverwöhnte Produkte und kochen. Mach ich auch hier, kochen ist einfach die beste Therapie um sich selbst glücklich zu machen… ich stelle mir meine Altersdomizil so vor. Mediterrane insel, grosse Küche, guter Essplatz im Freuen und ein gigantisches BBQ aus Stein. Mehr braucht man doch nicht…oder?

          • Trudy Burkhalter sagt:

            nein, ausser einem Ort zum Baden und manchmal sehr guter Gesellschaft. Haben sie dann ein Gästezimmer/Häuschen das ich von Zeit zu Zeit nutzen kann ? smile Sooo alt bin ich noch nicht dass ich das nicht erleben könnte.

          • Wäis Kiani sagt:

            Ich hatte mir für die Zeit dort eine schöne Wohnung gemietet, die musste ich dann leider abgeben, habe keinen eigenen Wohnsitz mehr, aber zum Glück viele gute Freunde die mich gerne einladen..

          • andy sagt:

            Frau Burkhalter, ich erlaube mir Ihnen diese Info zum Suchen von PK Gelder zu senden.

            https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/themen/geld/vergessene-pensionskassen-gelder-so-forschen-sie-nach

            Vor Gericht musste ich mich auch schon allein gegen Anwalt und Staatsanwaltschaft rechtfertigen. Mit Beweismittel und sachlicher Kommunikation kein Problem in unserem Rechtssystem. Also locker bleiben und kühlen Kopf bewahren. Richter fällen Urteile auf Grund Faktenlage. In ganz seltenen Fällen auf Grund von Indizien.

          • Ann sagt:

            Hi Andy, das ist echt nett von Dir.

          • Trudy Burkhalter sagt:

            Wenn Sie wieder einen festen Wohnsitz haben oder evt. zusammen mit Freunden dann ist vielleicht homeexchange.com etwas für Sie – ich habe es (noch) nichtt ausprobiert. LG

  • Anh Toàn sagt:

    Man kann kein neues Leben beginnen, man macht einfach weiter. (Stephan Eicher: „On ne refait pas sa vie, on continue seulement“)

    Wer versucht, ein neues Leben zu beginnen, macht nicht weiter, er bleibt stehen, dreht sich im Kreis.

    „Man macht einfach weiter“ bedeutet nicht, dass man nichts verändern kann, aber man ist geworden, was man geworden ist, und das kann man nicht wie ein altes Kleid einfach ablegen.

  • Eva sagt:

    Vieles, was hier geschrieben wurde kann ich befürworten. Jedoch scheint mir der Schlüssel zum Glück andersweitig verborgen. Vielleicht so:

    Gelingt es mir, aus misslichen Situationen das Beste zu machen?
    Habe ich gelernt auszuhalten, ohne gleich alles in Frage zu stellen?
    Habe ich erkannt, dass mein Befinden in meiner Verantwortung liegt?

    So erscheint es mir einfacher, Standortbestimmung zu machen 🙂

  • andy sagt:

    Grüezi Frau Kiani
    Also ich als Hobbydenker und Schreiber oder Lebenskünstler verlasse mich voll und ganz auf meine Gefühle. Die Fragen kann ich mir insofern sparen, bis ich mich nicht mehr wohl fühle. Es ist irgendwie verrückt, wenn ich denke wo mich mein Leben schon überall hin gebracht hat. Fast schon mysteriös wie es im Rückblick vom jetzt her passt und aufging. Also muss ich mich wirklich Sorgen wenn ich nach Vorne blicke? Nein. Es lauft wie von allein und ich darf mich auf mich und ja auch andere verlassen, dass der „Weg“ spannend und interessant weiter geht. Bin auf jeden Fall verhalten optimistisch und kann auch Rückschläge einstecken, um dann einen anderen Anlauf zu finden. Schönes Wochenende. L.G. a

  • Othmar Riesen sagt:

    Es gibt viele Umfragen von alten Leuten , in welchen man sie fragte, welche ihre glücklichsten Jahrzehnte im Leben waren . (Davon steht in diesem Bericht leider nichts.) Ein Jahrzehnt, das mehrheitlich erwähnt wurde, sind die dreissiger Jahre. Trotz Geldmangel und Kinderschreien in der Nacht fühlten sich die Leute überaus glücklich. Ein anderes Jahrzehnt waren die sechziger Jahre, wo die Leute noch einigermassen gesund und finanziell abgesichert waren und ihre Freiheit genossen. Ich denke, daraus liessen sich unzählige Schlüsse ziehen. Jedenfalls reifere Schlüsse, als was Frau Kiani tat.
    Beste Grüsse
    O.R.

    • Ann sagt:

      Ja, aber nicht jeder lebte in den 30er oder 60er. Hypothetische Rückblenden sind komplex. Wie soll das gehen? 80er Jahre Glücksperson stellt sich vor wie man in den 30er toll Charleston getanzt hat? Hmm. Beam me up, Scottie.

  • Petra Seitz sagt:

    Das sind eindeutig Luxus Probleme. Sich selber permanent ins Zentrum zu stellen und auf kosten anderer sein Leben gestalten kann es nicht sein. Das ist der ego Tripp unserer Zeit und das ist auch der Grund warum soviele Menschen abgehängt werden. Das sind die, die nicht aus einem reichen Elternhaus kommen und ihren Lebensunterhalt selber bestreiten. Die die hart arbeiten um zu überleben! Vielleicht mal über folgendes nachdenken, sonst wird man nie zufrieden sein. Das Leben hat gute und schlechte Tage. Nicht immer hat man Spass an seinem Job, manchmal arbeitet man einfach um Geld zu verdienen. Nicht immer ist man glücklich, aber immer gibt es auch gute Seiten. Wenn Sie das geworden wären, was sie sich mit 20 vorgestellt hätten, wären sie wohl stehengeblieben. Fazit nimm dich nicht so wichti

    • Ann sagt:

      Doch. Ich nehme mich sehr wichtig, denn es ist mein Leben und ich habe nur eines.
      Niemand schwatzt mir etwas auf.

      • Wäis Kiani sagt:

        ja genau!

        • Hans Minder sagt:

          Deshalb wahrscheinlich der innere Schmerz und das Delirium der permanent neuen Selbsterfindung…..Wer sich auf dieses EINE Leben fixiert und somit alles innerhalb dieses EINEN Lebens erreichen muss, der kann kaum glücklich werden….denn selbst die glücklichsten Tage neigen immer einem Ende zu, was zwangsweise unglücklich stimmt. Es geht Petra wahrscheinlich nicht ums Aufschwatzen, sondern um die Mithilfe zu einem lebenswertes Umfeld mit zufriedenen Menschen.

  • Anh Toàn sagt:

    „Ich kenne das sehr gut, ich stecke auch mittendrin, allerdings schon zum dritten Mal in diesem Leben.“

    Dann kann man auch in Ihrem Leben die Veränderung als das Konstante sehen. Und echte Veränderung wäre dann ein Leben auf Konstanz ausgelegt.

  • Sonusfaber sagt:

    „Wir haben die Aufgabe, uns selbst glücklich zu machen“ … Nun: Diese Aufgabe habe ich nicht. Auch nicht andere. Bin sozusagen aufgabenlos auf die Welt gekommen und aufgabenlos werde ich sie auch verlassen. Was mich nicht daran hindert, mein Bestes zu geben – aus welchen Gründen auch immer. Überhaupt verstehe ich nicht, warum das Leben eine Aufgabe sein sollte. Noch weniger verstehe ich, warum man so was behauptet, als gelte es für alle, als wäre es eine allgemein gültige Wahrheit, die man verkünden muss. Das heisst: Ich möchte es jedem einzelnen Mitmenschen überlassen, für sich selber zu entscheiden und nur für sich, wie er sein Leben sieht und was er daraus machen will. Und so oder so bezweifle ich, dass jeder von uns glücklich sein möchte.

  • Olivia Brunner sagt:

    Um mich herum, sind sich alle am Verändern. Das nimmt öfters lächerliche Züge an. Das ganze offene Partnerschaft, Yoga und Drogen ausprobieren ist doch ein nur ein Zeichen von fehlender Reife. Unser Leben stellt uns keine wirklichen Prüfungen mehr, alle haben ohne grosse Anstrengung einen relativ guten Beruf und genügend Geld. Könnte uns ein Schweizer von vor 200 Jahren sehen, er würde sich schief lachen (vielleicht würde er sich auch ärgern, was wir alles nicht machen mit unseren privilegierten Ausgangslage). Ein Jahr Verzicht (auf Arbeit, Auto, Reisen, Ferien, Alkohol, Modefirlefanz… ) bringt viel mehr als erwähnte Pseudoveränderungen. Das macht ich 2010 seither entdecke ich jeden Tag Neues…

  • Hans Minder sagt:

    Die verkrampfte Jagd nach dem Glücklich-Sein endet zu oft mit einem Frontalaufprall und dem anschliessenden Heilungs-Kraftakt der „Neu-Selbsterfindung,“ der wieder im Unfall endet. Man kann sich selbst nicht auf die Dauer glücklich machen, genauso wie man sich nicht dazu zwingen kann,für jemanden Liebesgefühle zu entwickeln und diese zu konservieren. Glücksgefühle kommen gemäss meiner Erfahrung von alleine, wenn man die Suche nachdem eigenen Glück aufgibt und sich auf seine wahren Aufgaben im Leben konzentriert. Kein Mensch würde je verlauten: „Das Leben ist keine Soloexpedition und jeder hat die Aufgabe, sich in jemanden zu verlieben.“ Diese Fixation auf das eigene Glück mitsamt der selbst auferlegten Verantwortung dieses zu finden, ist einer der grössten Trugschlüsse der heutigen Zeit

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