Freunde beim Fremdgehen erwischt: Und jetzt?

Manchmal sieht man Dinge, die man gar nicht sehen wollte. Foto: Jeffrey (Flickr.com)

Stellen Sie sich vor, Sie sind mit einem guten Freund zu einem sexy Date verabredet, in einem wirklich schönen Restaurant, etwas ausserhalb, wo Sie schon lange mal hinwollten. Meine strengen Leser werden jetzt sofort einwenden, wie kann ein guter Freund ein sexy Date sein? Nun, wir hatten das doch besprochen, es gibt keine kumpelhafte Freundschaft zwischen Mann und Frau ab Mitte 40, und wenn doch, dann ist da auch ein bisschen was.

Also, sexy Date, und dann sehen Sie, drei Tische weiter, den Mann einer guten Bekannten. Sie wollen schon erfreut winken, da sehen Sie, seine Begleitung hat lange hellblonde Haare und scheint übertrieben jung, man sieht es an ihrem engen Pullover und der zerrissenen Jeans – und nein, er hat keine Tochter. Er sieht auch irgendwann, dass Sie da sitzen, und blinzelt, macht aber keine weiteren Anstalten. Ihr guter Freund, der den Mann auch kennt, dreht sich um, murmelt nur: «Was macht der denn hier?» Er kümmert sich aber nicht weiter um die Situation, was auch seltsam ist.

«Wir sind doch alle erwachsen»

Beim Verlassen des Lokals führt kein Weg am Tisch der beiden vorbei. Man bleibt stehen, der Mann tut überrascht und es folgt eine etwas ungelenke Begrüssung. Die Blonde hat ein makelloses Puppengesicht, etwas viel Make-up und wird als Mia vorgestellt. Sie hat schmale kühle Hände mit langen nudefarbenen Acrylnägeln. Draussen fragen Sie Ihren Freund: «Sicher ein Businessdate, haha?» Und er antwortet tatsächlich: «Nein, das ist eine alte Bekannte, die treffen sich schon mal.» Ach so. Am nächsten Tag bekommen Sie eine SMS von Ihrem Freund: «Bitte behalt es für dich, das ist super wichtig, dass niemand erfährt, dass wir die beiden gestern getroffen haben.» Sie antworten noch, nur, um ihn zu ärgern: «Aber das waren doch alte Freunde!» Und er so: «Come on, wir sind doch alle erwachsen, rede mit niemandem darüber.»

Die Lektorin und der Verlagsvorstand

So, erwachsen ist das also, wenn man seine Frau betrügt. Aber Sie wollen kein Verräter sein und auch keinen Ärger und halten den Mund, und haben bis heute ein schlechtes Gewissen deswegen, denn die Geschichte ist vier Jahre her. Ich erzähle sie heute, da mir so etwas in der Zwischenzeit noch zweimal passiert ist. An einem der heissesten Augusttage – so heiss, dass die Bagni im italienischen Forte dei Marmi alle leer waren – traf ich beim Lunch im Sand meine damalige Lektorin mit dem Vorstand des Verlags. Sie im Bikini, er in Badehose, unmissverständlicher konnte eine Situation nicht sein. Meine Begleitung und ich lachten noch Jahre darüber, dass es wirklich kein Zufall sein kann, sich an so einem entlegenen Ort zu treffen. Gibt es Zufälle? Nein. Wieder wurde ich aufgefordert, «die Füsse still zu halten», was ich in dem Fall gerne befolgte.

Später erwischte ich die Freundin eines guten Freundes mit ihrem Lover. Ich sagte zu ihr, sie solle es ihm sagen, sie tat es nicht. Es kam trotzdem raus, die beiden trennten sich, und ich fühlte mich schlecht. Und da mir jetzt am Wochenende wieder so etwas passiert ist, frage ich Sie, was tun? Das Pulverfass öffnen und zusehen, wie eine Atombombe hochgeht? Oder wie immer schweigen und sich dabei ganz mies fühlen?

150 Kommentare zu «Freunde beim Fremdgehen erwischt: Und jetzt?»

  • Daniela Gruber sagt:

    Nun, so schwer einem das Schweigen in solchen Momenten fällt, bin ich dennoch der Meinung, dass es so richtig ist. Man sollte sich nicht in die Beziehungen von anderen einmischen. Wenn es um eine wirklich enge Freundin (oder Freund) geht, kann man diese vielleicht fragen, wie es denn so in der Beziehung läuft…

  • Marius Lohri sagt:

    Was tun? Schweigen natürlich, denn für das Verhalten anderer sind Sie nicht zuständig.

    • Martin Tscharner sagt:

      Da haben Sie 100% recht, Herr Lohri.
      Nur, schweigend zusehen wie Freunde hintergangen werden, ist ja auch nicht jedermanns/-fraus Sache.
      Frau Kiani hat schon recht, ein „moralischen Minenfeld“

  • Die andere Seite sagt:

    Schwierige Frage, aber teilweise kann auch etwas ganz klar aussehen und doch überhaupt nicht so sein.
    Mir ist das umgekehrte bereits passiert. Ich geh einer alten Freundin seit gut 15 Jahren etwa 2-3x pro Jahr in ein feines Restaurant. Das Verhältnis zwischen uns ist definitiv nur freundschaftlich, kennen uns halt bereits sehr lange und darum sehr vertraut.
    Eines Abends sah uns eine Bekannte, sie sprach mich tags darauf an, warum ich meine Freundin betrüge?
    Nicht alles ist immer wie es scheint…

  • Stefan W. sagt:

    Ich finde: Was andere Leute für eine Religion haben, und mit wem sie ins Bett gehen, ist allein deren Sache. Solange sie mich damit nicht belästigen, geht es mich nichts an. Wieso sollte ich einen Freund, der mit einer Frau irgendwo sitzt, nicht einfach unbefangen grüssen? Ganz davon abgesehen, dass es mich ncihts angeht, gibt es auch ehrenhafte Gründe, mit jemandem Essen zu gehen.

    Und bezeichnend für den meist unbemerkten weiblichen Sexismus im Alltag ist, dass Sie sich über das Äussere der Frau aufhalten, aber nicht über das des Mannes. Ich denke, ein Mann hätte gar nicht so genau hingesehen, was die Begleitung seines Freundes für Fingernägel hat, und ihr Puppengesicht im Bericht nicht erwähnt, wenn er denn überhaupt darüber berichtet hätte…

    • Random Guy sagt:

      Sehr guter Einwand, ist mir auch aufgefallen. Was für eine Zumutung, dass die junge Frau nicht nur zerrissene Jeans anziehen und darin gut aussehen kann (kreisch!), sondern womöglich sogar noch was in der Birne hat.

    • Bearguy sagt:

      Es ging dabei wohl eher um die Verdeutlichung, das die Gesprächspartnerin jung (oft interessanter als ältere Frauen im sexuellen Sinne) und sehr gut aussehend ist. Was die Vermutung nahe bringt, das sich der Mann wahrscheinlivh wegen dieser Reize angezogen fühlt und somit eine sexuelle Beziehung nahe liegt.

  • Christian Baum sagt:

    Die Banjos in Forte dei Marmi sind immer leer – ist besser für den Ton. Die Bagnos hingegen sind bei Badewetter immer voll, es sei denn, es ist viel zu heiss. Ansonsten: ich habe den Artikel gern gelesen 🙂

    • Rolf Andres sagt:

      Herr Baum
      Forte dei Marmi ist in Italien.
      Da heisst es dann Bagni. Wenn schon besser wissen dann auch besser schreiben.

      • Karl Knapp sagt:

        Also ich habe auch immer gefunden, dass man Banjos gar nicht spielen sollte, der Ton ist immer lausig… ja und lasst den armen Mann wenigstens in Ruhe fertig essen.

  • Chris Stoffer sagt:

    Nichts tun da es Sie einen feuchten Dreck angeht. Vielleicht führen sie eine offene Beziehung, vielleicht weiss/vermutet es der Freund hat aber sowieso nicht den „Mut“ sie zu verlassen. Und wieso lover? Haben sie rumgemacht, haben Sie sie im Akt erwischt? Wohl kaum. Man streut damit nur Unsicherheit und Drama in eine Beziehung. „Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss“ stimmt halt eben. Wer betrügt sollte gefälligst auch das Maul halten. Beichten dient nur dem eigenen Gewissen, ist also wie der Betrug selbst egoistisch. Oder dann gleich selbst die Beziehung beenden.

    Deshalb nein, man sollte sich nie in solche Situationen einmischen. Ausser man hat einen 5 min, völlig scharfen 🙂 , absolut eindeutigen Film des Aktes, wenn der Betrogene ein Mann ist. Ist sie die Betrogene…

    • Chris Stoffer sagt:

      …dann wird auch so ein Film möglicherweise keine Konsequenzen haben, ausser das die Person Sie nun hasst. Ist sie die Betrogene, ist wohl eine Kopie eines Liebesgedichtes oder Film wie er Ihr teuren Schmuck kauft oder Sie Stundenlang reden eher schlimmer. Stichwort emotionaler Betrug.

  • Dani sagt:

    „so heiss, dass die Banjos im italienischen Forte dei Marni alle leer waren„

    Ein Banjo ist ein Saiteninstrument. Die Bäder wären Bagnios.

  • Kim Jong Un sagt:

    Reden ist Silber Schweigen ist Goldin diesem Fall. Woll Sie schuld sein, dass die Atombombe früher hochgeht?
    sorry, da kann man sich die Finger viel mehr verbrennen und noch grössere Probleme einhandeln.
    Es sind alles erwachsene Menschen und ihre Probleme und Rumgemache in welche wir uns nicht einzumischen haben. Früher oder später fliegt es eh auf, bzw geht die Bombe hoch….
    Und da wollen nich Sie für die Bombenstimmung sorgen 😉

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    nein. ansprechen und darüber reden ist sicher die bessere variante. fremdgehen hat grundsätzlich zwei ursachen. 1) längerfristige unzufriedenheit. 2) affekt-handlung. bei 1) muss man sich trennen. so schmerzlos wie möglich. bei 2) gibts erklärungsbedarf. für beide punkte gilt. partei-beziehen ist schlecht, aber wahrscheinlich unumgänglich.

    • Alleinstehender sagt:

      Sie haben ja so recht: Fremdgehen ist immer Symptom einer tieferen Problematik, die man nicht herunterspielen kann mit dem Verweis darauf, dass es häufig vorkommt (immer vorausgesetzt, es handelt sich tatsächlich um „Fremdgehen“, also betrügerisches Verhalten).
      Man muss es ja nicht per se verurteilen – aber wer sich an einen Partner bindet (im besten Fall „in Liebe“), der nimmt diese(n) zwangsläufig in den Fremdgang quasi mit, weil das Fremdgehen eben zur Dynamik gehört, welche die Beziehung zwischen den beiden Partnern ausmacht. Darum hat man im Nachhinein auch meistens ein schlechtes Gewissen.
      Also: Als beobachtender und wohlwollender Freund ist Sich-raushalten schlicht feige.

  • Beat sagt:

    Ja, sicher schweigen – Petzen bringt nur allgemeines Leid. Aber wieso sich schlecht fühlen? Sie und Ihre Freundin sind doch beide erwachsene Frauen?

  • Lara Müller sagt:

    Es gibt übrigens auch offene Beziehungen. Ohne dass das allen erzählt wird. Ich glaube, etwas mehr Vorsicht in Urteilw fällen wäre da eine gute Idee.

  • Alfred Frei sagt:

    Sich nicht in die Sachen anderer Letute einmischen. Es gibt keinen Grund, sich mies zu fühlen, wenn man so etwas für sich behält. Ausser vielleicht, es betrifft eine Person, die einem wirklich sehr nahe steht. Dann wird es schwierig und dann kommt es auch sehr auf die gesammte Situation an. Es kann sein, dass man jemand die Augen öffnen muss; es kann aber auch sein, dass jemand das gar nicht wissen will, da er oder sie es schon ahnt und irgendwie akzeptiert.

  • Tom Maier sagt:

    eine schwierige Situation. Ich denke nur, wenn man das Paar und damit die Beziehung der beiden gut kennt sollte man die Bombe hochgehen lassen. Schlussendlich sind alles Erwachsene, .. wenn Kids mit im Spiel sind ist es noch eine Stufe heikler.

  • Olaf Ganz sagt:

    Also ich würde die moralischen Axiome überdenken. Offenbar taxieren Sie etwas als problematisch, was etliche Ihrer Freundinnen und Freunde inkl. Geschäftspartner für kein Problem erachten. Die Mehrheit der in Paarbeziehungen lebenden gehen mal „fremd“ , was solls?

  • WeisheitMitLöffelGefressen sagt:

    Interessanter Artikel, ich hatte mir ehrlich gesagt ein „erwachsenes“ Fazit erhofft anstatt einer offenen Frage. Zugegeben, ich habe den Artikel aus Gwunder gelesen, was da wohl für eine Lebensweisheit zum Besten gegeben werden würde.
    Leider wurde ich von einem überraschenderweise unerwachsenen Text enttäuscht. Grundsätzlich lässt es die Dynamik einer Beziehung zwischen 2 oder mehreren Personen nicht zu, dass man sich als aussenstehende Person einmischt. Weshalb man als befreundeter Beobachter ein schlechtes Gewissen haben sollte ist mir nicht klar. Gegen-Abschlussfrage: Hätten Sie denn kein schlechtes Gewissen, würden Sie die Beziehung zerstören durch Verrat, was früher oder später auch ohne diesen von selbst geschehen würde, nur dass Sie dann keine Verräterin sind?

  • Dani sagt:

    Die Frage stellt sich eher, wem man sich mehr verpflichtet fühlt. Der bekannten Person die vermutlich gerade betrogen wird, der Person die gerade betrügt, der Person die hier vermutlich noch nicht mal weiss, dass sie gerade mit jemandem zusammen ist, der gerade jemanden betrügt, oder sich selber, weil man diese Situation hasst? Die Aussage im ersten Absatz finde ich gewagt betreffend Mann und Frau mit 40, wenn sogar nicht eine verallgemeinerte Unterstellung, die schlicht unfair ist. Im Grunde aber genommen gibt es hier kein richtig und falsch. Ich würde das tun, so dass es mir gut geht. Warum soll ich mich schlecht fühlen wenn ich petze? Die andere Person fordert dies ja förmlich heraus, es muss ihr bewusst sein erwischt zu werden. So go on, jetzt hatte sie halt mal Pech.

  • Sasha-Tsering Tsokhim sagt:

    es geht einen ja nichts an, und vielleicht ist der partner des fremdgehers auch nicht ganz sauber….
    die kunst ist schweigen nd sich nicht schlecht fühlen dabei….

  • andy sagt:

    Liebe Frau Dedektivin Kiani
    Wem wollen Sie was sagen?
    Finde es interessant, dass Sie erkennen wie unrein die Seelen der Menschen sind.
    Es schmerzt wirklich sehr.
    Können Sie sich als Heilige von allen anderen Personen als Ausnahme betrachten?
    Zeigen Sie wahre Reife und bleiben diskret mit Namen und Intrigen.
    Wenig salonfähige mehrfach Beziehungen enden in der Regel sowieso im Chaos und Depression, auch ohne Ihr externes zu tun.
    Wichtig scheint mir aus eigener Erfahrung, trotz dem Wissen über solche immer wieder vorkommende Affären, den Mut und das Vertrauen sowie das Gefühl in unbekannte neue andere Menschen nicht ganz zu verlieren.
    Das Leben auf der Welt ist und bleibt widersprüchlich.
    Kaum etwas ist wie man glaubt.
    Schönen Tag und gute Zeit.
    L.G. a

    • Anh Toàn sagt:

      @andy „Das Leben auf der Welt ist und bleibt widersprüchlich.“

      oder wie es der Herr Doggter Tingler zitierte:

      „..Erwachsenheit. Das bedeutet, wie der Philosophen Robert Pfaller in seinem neuen Buch «Erwachsenensprache» ausführt: mehr Selbst- und Weltdistanz, mehr Aushalten von Ambivalenzen und mehr Widerstandskraft. Weniger Kinderkram und Selbst-Infantilisierung. „

  • Andre Ruf sagt:

    Was Sie alles erleben, ist mir noch nie passiert. Doch, einmal. Aber das war noch in der Kanti und damit pubertär-entschuldbar. Heieiei, dass das Ihnen gleich vier mal passiert kann eigentlich nur zweierlei bedeuten: entweder haben Sie promiskuitive Freunde oder ich nur Stubenhocker. Beides aber scheint mir ausserhalb der Norm. Mh.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Freuen Sie sich einfach! Sie haben einen netten Freundeskreis.

  • Bernard sagt:

    Nein, schweigen und sich dabei gut fühlen!

  • Werner sagt:

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

  • Fabiola Hag sagt:

    Einmal bin ich mit einem Kollegen vom Geschäft einen Kaffee trinken gegangen. Er war gerade frisch Vater geworden und hat mir Fotos gezeigt und von seiner Frau und Wohnungseinrichtung gesprochen. Irgendwann kam auch ein befreundetes Ehepaar von ihm. Es war offensichtlich, dass diese Leute wütend waren. Diese Leute dachten ernsthaft, er hätte seine Frau mit Neugeborenen gerade mit mir betrogen. Ich war knapp 20 Jahre alt und war entsetzt und betroffen, dass dieser Gedanke jemandem kommt. Seit da habe ich keine Lust mehr alleine mit einem älteren Mann, der nicht mit mir verwandt ist, Kaffee zu trinken.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Man lernt daraus: zuerst einmal hingehen und mit der betreffenden Person reden, bevor man seine Schlüsse zieht.

      Freund von mir mal „erwischt“ mit jüngerer Blondine im Bergrestaurant (es gibt keine Zufälle…) … sie war seine Schwester.

      Schweigen und Vermutungen anstellen geht einfach gar nicht. Man muss IMMER zuerst mit dem reden, den man gesehen hat.
      Es muss ja nicht immer die Schwester sein, aber es gibt durchaus Situationen, da ist man einer Person anderen Geschlechts am Essen, Weintrinken oder sogar Tanzen OHNE dass es eine Affäre wäre.

      • Pjotr Müller sagt:

        Ich wurde auch schon schief angeschaut – es war meine Tochter.

        • Carolina sagt:

          Eine ‚wohlmeinende‘ Bekannte hat meinem Mann mal gesteckt, dass ich einen gutaussehenden Mann am Zug zum Abschied sehr innig geküsst habe……. Er war es selber! Mit der Bekannten hatte ich anschliessend noch meinen Spass – denn es gibt, bei aller Wichtigkeit des Themas, auch unglaubliche Wichtigtuer auf dieser Welt!

  • Boris Wydler sagt:

    Geschwiegen haben sie schon mehrmals. Wieso nicht mal was neues probieren und die Bombe hochgehen lassen?

  • Sportpapi sagt:

    Es scheint mir klar, dass man höchstens mit der Fremdgängerin spricht und ihr die Meinung sagt, aber ansonsten sicherlich nicht eingreift.

  • P. Meier sagt:

    Was tun? Entweder oder. Sich um den eigenen Kram kümmern (das Leben anderer geht mich in der Regel nichts an) oder aber „ich gebe Dir bis morgen um 09:00 Zeit, es Deinem Partner zu sagen. Tust Du es nicht, erfährt er es von mir.“ sagen. Dann löst sich das Problem auch von alleine.

  • Tom sagt:

    Wieso muss man sich in andere Leben einmischen? Schon alleine der Gedanke ist mir fremd..,

  • Mischa Robert sagt:

    Am besten aufhören mit diesem konservativen monogamen Besitzanspruchspiesserei. Darauf pfeifen, was die Unreifen denken und die Liebe geniessen wo sie hinfällt 🙂

  • Bernhard Piller sagt:

    Sagen wir mal, problematisch wird es vor allem dann, wenn man einen guten Freund mit der eigenen Geliebten bei einem Date trifft.

  • Papperlapapi sagt:

    1. Sie scheinen sich in einem promiskuitiven Umfeld zu bewegen.
    2. Mund halten, natürlich! Was wissen sie den, was die/der Betrogene weiss oder wissen will?

  • Frieda Müller sagt:

    Für mich ist die Sache ganz einfach: Geht es um den Partner/die Partnerin eines guten Freundes bzw. einer guten Freundin, würde ich hingehen und sagen: „Entweder du sagst es ihr/ihm, oder ich.“ Umgekehrt käme ich mir nämlich extrem veräppelt vor, wenn meine Freundinnen etwas wüssten und mich nicht informieren würden.

  • Michael Lichtinghagen sagt:

    Das „wir sind doch alle erwachsen“ wird in diesem Fall als Synonym doch recht arg strapaziert. Schwierig wird es erst, wenn ich abschätzen muss, ab wann ich in solchen Situationen vom Mitwisser zum Mittäter werde. Diese Gratwanderung wird aber nur dann delikat, wenn die gemachte Beobachtung sich im Nachhinein anders darstellt, als wahrgenommen. Bei Kollegen käme eine Einmischung meinerseits für mich daher nicht in Frage. Dadurch besteht die Gefahr, dass ich „zwischen die Fronten“ gerate und nur Nachteile ernte. Bei Verwandten und sehr guten Freunden kann ich eine Information an die Hintergangenen jedoch nur empfehlen und wäre in dem Zusammenhang immer froh, wenn ich als Betroffener ebenfalls informiert würde, weil: Wir sind doch alle erwachsen und sollen für unsere Taten gerade stehen.

  • Pascal sagt:

    Wie in der Politik so im Leben: keine Einmischung in fremde Angelegenheiten, es sei denn man wird darum gebeten. Das selbe gilt für „gute“ ungefragte Ratschläge an Andere: man sollte sich nach Möglichkeit immer vor Ratschlägen hüten wie „Tu dies“, „Tu das“. Man selber muss mit den Konsequenzen ja nicht leben. Also lieber dem Anderen helfen für sich die richtige Entscheidung zu treffen.

  • K.A. Barett sagt:

    In einem derartigen Fall hält man als Aussenstehender die Schnauze und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein. Oder es sei denn, man ist Mitglied der
    GEMOPO – der geheimen Moralpolizei.

  • Rabe sagt:

    Der Artikel gibt die Antwort auf die abschliessende Frage ja gleich selber:
    In der letzten erwähnten Geschichte wäre es ja wohl kaum besser rausgekommen, wenn Frau Kiani die Bombe hätte platzen lassen. Die betrügende Person darauf ansprechen, sofern das Verhältnis zu ihr nahe genug ist, ist ok. Die betrogene Person selbst damit zu konfrontieren, geht aber gar nicht, es sei denn, es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass das betrügerische Paar einen Killer auf den unliebsamen Partner ansetzt oder mit dessen Vermögen in die Südsee türmen will.
    Und wie Sie sich mit diesem ungewollten Wissen fühlen, ist unerheblich. Es ist eine Sache, die ausschliesslich die betroffenen Personen was angeht, solange es nicht zu einer Trennung kommt. Dann kann es natürlich auch die Kinder betreffen.

  • Marko Pavlic sagt:

    Liebe Freunde und Freundinnen über 40. Lasst uns endlich erwachsen werden und die „romantische“ Hollywood-Idee der Monogamie und von uralten Kirchenväter indoktrinierte Ideal der Zweisamkeit beerdigen. Ausser ihr könnt mir ganzem Herzen und ganzer Lust hinter der Zweierkiste und dem Treueschwur stehen, was für viele Menschen ein Lippenbekenntnis ist, wenn man an die Scheidungsraten, Puffbesuche und das weitverbreitete Fremdgehen denkt. Falls eure Bedürfnisse sich nicht mit dem gesellschaftlichen Standardmodell decken, dann steht dazu und redet offen und ehrlich darüber mit allen Beteiligten in eurem Liebes- und Sexleben. Menschen verletzen und euch selbst betrügen ist doch keine Lösung! Dann lieber eine offene Beziehung führen, das Swingen geniessen oder die Polyamorie zelebrieren.

  • Daniel Limbach sagt:

    Genau um diesen Konflikt zu vermeiden, gibt es in Saudi-Arabien klare Regeln, wie man sich als Frau in die Öffentlichkeit begeben darf: nur mit Mann oder männlichen Verwandten. Mein Rat: wenden Sie sich mit solchen Beobachtungen direkt an die Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern.

  • Michi Häberli sagt:

    Wenn Sie einen Mann erwischen fällt es Ihnen schwer, die Füsse still zu halten, bei einer Frau nicht? Komisch.

  • Ralphi sagt:

    Es ist jedem Erwachsenen selbst überlassen, wie weit er mit seinen moralischen Vorstellungen und seinem Verhalten geht. Jedenfalls ist es klar, dass in einer solchen Beziehung etwas nicht stimmt und sich daher diese Person sich selbst hinterfragen sollte was sie falsches dazu beigetragen hat. Man muss sich schlussendlich nur vor sich selbst verantworten und allenfalls mit den Schuldgefühlen leben.

  • Peter Graf sagt:

    „Pulverfass öffnen und zusehen, wie eine Atombombe hochgeht?“
    Man(n)/frau sollte nur den/die Fremdgeher/in ansprechen, damit dort ein Gedankenprozess anfängt. Mehr ist nicht nötig. Mann/frau ist nicht verantwortlich für anderer Menschen Beziehung.
    PS Für eine Atomexplosion braucht es Uran und Zünder, Schwarzpulver reicht nicht

  • Christian Suter sagt:

    Dass Sie sich dabei mies fühlen ist Ihr Problem und hängt mit Ihren wohl eher konservativen Moralvorstellungen zusammen. Solange keine Verbrechen begangen werden, halten Sie sich zurück und spielen nicht den Moralapostel. Wer weiss, vielleicht sind Sie in naher oder ferner Zukunft auch mal Opfer und nicht Spannerin – sogar wenn Sie meinen, es besonders geschickt anzustellen – der Zufall lauert überall!
    Die Monogamie ist uns nicht gegeben. Auch wenn diese Überzeugung allgemein verbreitet ist, ist sie vor allem Ausdruck von mangelndem Selbstvertrauen.

  • Chris sagt:

    Rookie Mistake. Meine jüngere Gespielin treffe ich bestimmt nicht in der Stadt, wo ich wohne und wo wir erkannt werden können.

    • David Rovere sagt:

      Rookie Mistake besteht auch darin, eine mitteilungsbedürftige Person darum zu bitten, „die Füsse still zu halten“. Im besten Fall steht es dann für alle lesbar in der Zeitung, oder im Blog.

  • Anh Toàn sagt:

    Als Frau können Sie es erzählen. Unter Männern gilt der „Bro-Code“ von Barney Stinson (Die einzige erträgliche Rolle in der Serie): Was dies genau bedeutet, kann ich hier nicht erzählen, denn Teil des Bro Codes ist, dass ein Bruder nie den Bro Code einer Frau verraten würde. Nie, unter keinen Umständen, nicht mal diesen!

    • Carmen sagt:

      und genau solch dämlichen serien verdanken wir das „egal was kommt, ficken wir es“ denken. nur ist barney im wirklichen leben homosexuell 😀
      genau so bescheuert two and a half men. das aller traurigste ist, für euch männer sind solche degenerierten männer in ihren rollen vorbilder. DAS würde mir zu denken geben.

  • Philipp sagt:

    Da kommt das Gewisssen ins Spiel! Soll man die Bombe platzen lassen oder nicht… Schlecht fühlt man sich sowieso. So sollte man sich fragen was besser ist. Das Risiko eine Beziehung zu beenden bei der die eine Perosn betrogen wird und die andere diese nicht so liebt wie sie vorgibt (sonst hätte sie keinen Grund fremd zu gehen) oder lässt man jemanden über Jahre hinweg eine Lüge leben, wovon diese Person davon ausgeht, dass es echt ist. Langfristig ist zweitens viel schmerzhafter und der Vertrauensmissbrauch geht immer tiefer. Die Verletzung kann so tief gehen, dass man sich z.T. nicht mehr davon erholen kann. Ausserdem ist eine Beziehung, inder die Liebe und das Vertrauen nicht die tiefsten Wurzeln sind, mit grösster Wahrscheinlichkeit früher oder später zum Scheitern verurteilt.

  • Tom sagt:

    Und wo ist Ihr Problem, Frau Kiani? C’est la vie.

  • Paolo Martinoni sagt:

    Ist es Betrug, sich in einer Bar mit einer Frau zu unterhalten, die nicht seine Partnerin ist? Dass ich nicht lache!

    Und so oder so: Man mischt sich nicht – auch nicht nur „gedanklich“ – in fremde Liebesangelegenheiten ein!!!

  • Ralphi sagt:

    Es ist sowieso nicht angebracht sich über andere zu erheben und mit der Moralkeule zu schwingen…….wie heisst es so schön… wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein und alle legen die Steine wieder auf den Boden

  • Christina sagt:

    Interessant, interessant, ausnahmsweise fast nur Männer, die hier Ratschläge geben, und zwar zum Stille halten! Na und? 70 % der Männer, 30 % der Frauen gehen gelegentlich fremd, d.h. die halbe Natiopn, wobei (rechne!) weniger Frauen, dafür häufiger.

    • Martin Vischer sagt:

      70% der Männer aber nur 30% der Frauen? Das hiesse, dass die Frauen, die fremdgehen, häufiger fremdgehen als Männer die fremdgehen. Oder aber die Männer gehen mit anderen Männern fremd. Oder bei den Männern wird der Puff hinzugezählt. Wobei, bei soviel Umsatz wie beim käuflichen Sex, muss ich annehmen, dass dann wohl doch Frauen mit Frauen fremdgehen.

    • Carolina sagt:

      Merkwürdige ‚Statistik‘. Woher haben Sie die? Zumindest in meinem Bekannten- und Freundeskreis und in der Therapie hält sich die Fremdgehrate in der Waage. Und Ratschläge kann eh niemand geben – jede Situation ist individuell. Man muss, wie in anderen heiklen Situationen des Lebens auch, diese Balance zwischen mit-sich-selber-leben-können und nicht-noch-mehr-Schaden-anrichten erreichen, das geht nicht mit guten Ratschlägen.

  • Michael sagt:

    Petzen!

  • Thomas Mueller sagt:

    Schweigen und sich dabei OK fühlen, es ist nicht ihr Problem.

  • carmen sagt:

    lustig dass praktisch nur männer hier antworten ..
    meine einstellung ist klar. ICH gehe nicht fremd und wenn mein liebster dies tut, und tschüss. ich ERWARTE von meinen freunden(freundinnen) mich aufzuklären falls sie in eine solche situation mit meinem partner kommen würden. und ich würde es meinen freundinnen auch sagen, wenn ich ihren typen mit einer anderen sehen würde. null toleranz für fremdgänger!!

    • Martin Vischer sagt:

      Ich nehme an, Sie sind kinderlos oder kopflos.

      • Carmen sagt:

        wieso? berechtigen kinder denn zum fremdgehen? jeder Mann/frau weiss zu 100% um deren konsequenzen wenn er/sie fremdgeht. wenn ihr nicht treu sein könnt / wollt, dann geht keine beziehung ein, ganz einfach!
        und ich denke sowohl vater wie mutter ist froh zu erfahren was ihr partner so ausserhalb treibt.
        wie gesagt, ob mit oder ohne kinder, für mich ein 100% trennungsgrund.

        • Martin Vischer sagt:

          Und die Kinder in die Armutsfalle nehmen wegen falschem Stolz? Und wer weiss schon mit 30 was er mit 50 will. Einfach eine idiotische Reaktion. Vielleicht trägt Frau ja das Ihre bei zum Fremdgang.

        • Sportpapi sagt:

          @Carmen: „wenn ihr nicht treu sein könnt / wollt, dann geht keine beziehung ein, ganz einfach!“
          Wenn Ihr nicht zu eurem Partner stehen könnt, in guten wie in schlechten Zeiten, und wenn ihr nicht die Grösse habt, auch mal einen Fehltritt des Partners zu verzeihen, dann verzichtet doch bitte lieber auf die Gründung einer Familie.
          Die Kinder brauchen Eltern, die sich zusammenrauffen, die zusammenstehen, die nicht bereits aus kleinstem Anlass alles hinschmeissen.
          Nebenbei: Viele Frauen würden wohl auch anders tönen bezüglich Trennung, wenn sie nicht automatisch die Kinder mitnehmen könnten.

    • Rabe sagt:

      Liebe Carmen, würden Sie denn auch Ihre beste Freundin an deren betrogenen Partner verpetzen? Oder haben Sie nur moralisch stets über jeden Zweifel erhabene Freundinnen und Freunde?
      Mir scheint, Ihr Kommentar ist reichlich selbstgerecht. Es heisst nicht, dass man Fremdgehen in Ordnung findet, wenn man schweigt. Aber woher nehmen Sie sich das Recht, sich in andere Beziehungen einzumischen?

  • Ralphi sagt:

    Liebe Christina
    Der Damenwelt fehlt anscheinend die Courage Stellung zu beziehen und sich zu outen…..

  • Hansli sagt:

    Zum Glück hat sich diese Frage bei mir noch nie gestellt.

  • Pjotr Müller sagt:

    «Stellen Sie sich vor, Sie sind mit einem guten Freund zu einem sexy Date verabredet,» dürfen aber unter keinen Umständen über Sex reden.
    Weil, Sie wissen schon, dann findet es jemand nicht mehr so sexy.

  • Hans Meister sagt:

    Meine Freunde sind regelmässig fremd gegangen, ich habe mich enthalten, irgendwie schaffte ich das moralisch nicht, Kinder, Ehefrau und so. Ironischerweise wurde ich dann vor Gericht im Zuge einer fürchterlichen Scheidung von meiner Ex beschuldigt, nicht einmal, nicht zweimal, sondern dauernd die Treue gebrochen zu haben. Wem wurde wohl geglaubt? Während der 30-jährigen Ehe habe ich mich zweimal intensiv verliebt, es blieb platonisch. Heute bereue ich das, ungemein sogar.

    • Jennifer sagt:

      Es spricht für Ihre Charakterstärke, dass Sie Ihrer Frau treugeblieben sind. Sonst wäre es wohl eher zur Scheidung gekommen, denke ich mal. Oder sie hätten eine Frau verletzt, von der Sie sich hätten verführen lassen. Es gibt Frauen, die sind darauf abonniert, sich in Ehen resp. bestehende Partnerschaften einzumischen, weil sie unbewusst eine Vaterfigur suchen. Der sexuelle Reiz des Mannes verfliegt bald, wenn sie ihn hat, und/oder es gibt eine Zwängerei der Possessivitäten. Die platonische Variante war damals sicherlich besser. Sie müssen das überhaupt nicht bereuen. Bleiben Sie bei der Liebe, und schauen Sie jetzt nach vorn.

  • Franz M. sagt:

    Sich mies fühlen… denn das ist wirklich Ihr Problem. Das andere ist deren Problem.

  • Karin Keller sagt:

    Kenne diese Situation und bin nicht der Meinung wie die meisten hier. Diese Mitwisserschaft ist höchst unangenehm und führt dazu, dass man die PartnerInnen anlügen muss. Wenn jemand eine Affäre hat, soll er/sie sich gefälligst irgendwohin verziehen, wo er/sie keine Bekannten trifft. Und sonst muss man halt dazu stehen, was man macht. Wenn es mich beschäftigt, geht es mich auch etwas an!

    • Carolina sagt:

      Ist Ihre Ansicht, aber Situationen sind unterschiedlich. Ich (und meine Freundinnen) kannten, als unsere Kinder noch in die Primarschule gingen, eine Frau, die bei jeder Gelegenheit jeder erzählt hat, dass sie seit Jahren eine aussereheliche Beziehung habe, die nur auf Sex beruhe. Das ganze Dorf wusste Bescheid. Bis es einem unserer Männer zuviel wurde, und er dem betrogenen Ehemann sagte, was seine Frau so verbreitete. Er trennte sich sofort von ihr und es hat ihn zusätzlich sehr in seinem Stolz getroffen, dass ausser ihm alle Bescheid wussten. Kann ich bis heute nachvollziehen. Wir diskutieren heute noch über diesen Fall – ob es besser war so oder ob die Ehe, mit damals kleinen Kindern, vielleicht gehalten hätte…….

  • Carolina sagt:

    So unbefriedigend meine Antwort ist: es kommt darauf an. Auf den Bekanntheits-/Freundesgrad, auf eventuelle Abhängigkeitsverhältnisse (Büro!), auf den eigenen Missionierungswillen.
    Als junge Frau in einer Bank ist einer unserer Händler mehrmals in der Woche mit einer anderen Angestellten in einem Hotel verstunden – alle wussten davon, an so manchem Wochenende sassen wir bei ihm und seiner Frau im Garten und haben grilliert. Dafür schäme ich mich heute noch! Heute würde ich ihn beiseite nehmen und ihm sagen, dass er reinen Tisch machen müsste, weil er seine Frau zusätzlich durch unsere Stillhalteabkommen verletzen würde – bei Menschen, die sie als Freunde betrachtete.
    Bei Bekannten, bei denen ich erstens nicht genau weiss, was abläuft und zweitens, es auch nicht wissen will, würde

    • Carolina sagt:

      /2 ich mich guten Gewissens heraushalten. In der Therapie muss ich immer schweigen – es gehört dazu, dass man erwachsenen Menschen zutraut, ihr eigenes Schicksal, ihr eigenes Leben zu führen.
      Privat ist das viel schwieriger – schwach werde ich dann, wenn eine befreundete Familie, mit Kindern!, betroffen ist. Ich sage nicht, dass es richtig ist, sich einzumischen – aber man muss auch mit sich selber leben können. Und: damit rechnen, dass man u.U. als Ueberbringer der schlechten Nachrichten erschossen wird!

  • Samuel Müller sagt:

    Frau Kiani, ich hoffe, Sie sind single. Die Frage ist etwas indiskret, ich weiss, respektive geradezu unverschämt (ausser Ihr Beziehungsstatus ist öffentlich, was mir aber nicht bekannt ist).

    Aber einen Blog-Beitrag über das Fremdgehen anderer damit einzuleiten, dass Sie mit einem guten Freund zu einem sexy Date in ein wirklich schönes Restaurant etwas ausserhalb gehen, wäre ansonsten, nun ja, etwas merkwürdig.

  • Ralphi sagt:

    Hallo Franz
    Sie haben anscheinend keine Scheidung mitgemacht, somit sind sie auch nicht in der Lage und auch nicht dazu berechtigt sich über menschliche Verhaltensweisen und Schicksale zu äussern. Sollten sie jedoch diese unangenehme Erfahrung erlebt haben so klingt ihr Text bezogen auf Herrn Meister sehr zynisch und rechthaberisch.

  • Samira sagt:

    „Befreundete Paare“ gibt es ja eher wenig – meist ist man mit einer der beiden eng befreundet und die jeweils andere Person ist halt auch noch da.

    Wenn ich sehe, dass der Partner einer sehr guten Freundin diese Freundin betrügt, ist eigentlich klar, dass ich so handle, damit es für die Freundin am besten dabei rauskommt. Denn aus dem Privatleben meiner Freundin halte ich mich nicht raus – dazu hat man ja Freunde.
    Schweigen ist nicht immer das beste.
    Wenn mal herauskommt, dass ich es wusste, und nichts gesagt habe (und das wird es spätestens, wenn die Freundin andersweitig erfährt, dass sie betrogen wird, ihr Partner wird ihr im Streit dann schon an den Kopf werfen), wird es nicht nur eine Trennung vom Partner, sondern auch noch eine Trennung von der Freundin.

    • Claude sagt:

      „Reinigendes Gewitter“ nennt man das.Wenn sie einvernehmlich fremdgehen, sollen sie, aber einander betrügen, weil keiner seine/ihre Bedürfnisse kundtut,oder der/die PartnerIn nicht gewillt ist, diese zumindest teilweise zu erfüllen ist in einer engen Beziehung auch keine Lösung. Es hätte auf dauer eh nicht geklappt.

    • andy sagt:

      Dieses Schema kommt mir bekannt vor. Viele ältere Hausfrauen funktionieren ähnlich, wie eben solche halbschlauen Überwachungskameras und Alarmanlagen. Mehr ist mit so viel Verstand im menschlichen Intelligenz Bereich wohl nicht möglich.

  • Rolf Hefti sagt:

    Wär schonungslose Aufklärung seiner Frau, vom diesem Mann selber, nicht etwas gute Moral ? Wenn Ehefrau Freundin ist – warum nicht sofort informieren ! Alles andere ist einseitig.

  • Ankermann sagt:

    Was tun?
    Einen Blog eröffnen! SocialMedia hilft immer!

  • Huter, W. sagt:

    Spannende Beiträge von all den Vorrednerinnen und Vorredern. Überwiegend stelle ich fest, dass Schweigen wohl das Richtige ist. Auch ich würde es so halten: ist die Hintergangene, der Hintergangene ein wirklich guter Freund, wäre ich ruhig. Den/die Betrügende würde ich wohl wissen lassen, dass er/sie ein unfaires Spiel treibt.
    Man könnte aber – in gewissen Fällen, wenn man zBsp eine offene Rechnung hat – ganz fies sein und so dem/der Betrogenen eins auswischen.

  • Hannes H. Müller sagt:

    Schweigen. Sind erwachsene Leute.

  • Linus sagt:

    Wenn man durch Zufall in so eine Situation gerät ist es Pech. Schweigen ist da wohl angebracht.
    Was ich aber nicht verstehen kann ist, wenn man aktiv über eine Affäre informiert wird, um dann später zum Abendessen in die scheinbar heile Welt eingeladen wird und die vermeintliche romantische Beziehung aushalten muss.
    Leute, geht zum Pfarrer, wenn ihr euer Verhalten nicht aushalten könnt, statt andere zu belasten.

  • Andrea sagt:

    Interessante Kommentare, die meist das Schweigen vorziehen. Würde ich wohl auch. Wäre ich aber die Betrogene, dann würde ich das gerne von der Beobachterin/dem Beobachter erfahren wollen….

    • andy sagt:

      Sind Sie sicher?
      Denken Sie nicht, dass wenn es wirklich Betrug in dem Sinne ist, sich der Betrüger oder die Betrügerin selbst verrät durch z.B. Lügengeschichten oder sonstige simple aber klare Indizien und Beweise?
      Die Freundin kann doch lediglich von der Beobachtung erzählen welche Sie selbst interpretiert, ohne zu wissen, was wirklich Sache war und ist. (Intrige)
      Schwierig.
      Die Hoffnung stirbt auch in solchen Fällen meist zuletzt.

    • Papperlapapi sagt:

      Ich nicht unbedingt. Längere aussereheliche Beziehung wollte ich wissen, müsste man besprechen und zu Konsequenzen kommen.
      Über einen einmaligen Seitensprung oder einer kurze Affäre würde ich nicht informiert werden wollen.

  • Lilly sagt:

    Mein Ex-Mann war sehr oft geschäftlich unterwegs, inkl. in NYC, wo er eine Frau kennengelernt hatte. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, als ich per Zufall erfahren habe, dass er seine Geliebte aus NYC eingeflogen hatte und mit ihr auf Europatour gegangen war. Nach der Scheidung hat mir eine gute Freundin berichtet, dass sie die beiden Händchen haltend gesehen und entschieden hatte, mir nichts zu sagen. Des Friedens willen. Hätte sie etwas sagen sollen? Ja. Ich hätte ihn erhobenen Hauptes zur Rede stellen und die Ehe beenden können. Stattdessen habe ich mir monatelang seine Lügen angehört, ihm blind vertraut. Bis dato sitzt der Schmerz so tief, dass ich Schwierigkeiten damit habe, Menschen zu vertrauen. ABER: Jede/r muss für sich selber entscheiden, was mit dem Pulverfass zu tun ist.

    • Wäis Kiani sagt:

      Das habe ich auch so erlebt. Meine beste und dickste Freundin hatte die beiden zusammen gesehen und hat es mir Jahre später erst, als ich an Trennung und on und off und dem ganzen Wahnsinn weil keiner loslassen wollte, wie so oft, wenn es zu dritt rund geht, fast zugrunde gegangen bin…kommt sie so nebenbei damit dass das mit den beiden schon sehr lange ging, da sie die eben damals zusammen traf. Sie war meine beste Freundin, ein enger Freundeskreis, ich denke mal er hatte zu ihr gesagt, still zu sein. Es ist 20 Jahre her, ich kann dazu heute gar nichts mehr sagen.

      • Lilly sagt:

        Da würde ich auch nichts mehr dazu sagen wollen, ausser dass das Benehmen seitens bester Freundin nicht gerade vorbildlich ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich gewisse moralischen Vorstellungen habe. Überholt? Mag sein. Für manche Menschen zumindest.

      • Röschu sagt:

        Der ‚Fehler‘ der (ehemals) besten Freundin in dieser Situation besteht dann aber ja wohl hauptsächlich darin, dass sie ausgerechnet in einer Phase, in der Sie sie wirklich als Freundin hätten gebrauchen können, doch noch mit der Wahrheit rausgerückt ist…

      • Christian Suter sagt:

        Manchmal ist es besser, wenn man nicht alles so genau wissen will … für einem selbst – und für die anderen!
        Monogamie – auch wenn sie die Verhältnisse klar machen sollte, überfordert uns – und die Meisten können ein Lied davon singen.
        Der Loyalitätsdrang unter Freundinnen, wie hier öfter erwähnt, erinnert mich doch etwas an DDR-Stasi-Zeiten – nur schon der Gedanke daran ist mir unerträglich … und, liebe Frauen, wenn ihr dann schon beschliesst die Klappe zu halten, dann bleibt auch dabei – bis zum Tod!
        Warum geht es hier vor allem um (vermutete) sexuelle Untreue geht? Wenn das das bestimmende Element einer Beziehung ist, dann ist das doch eher armselig. Es gibt viel Wesentlicheres in einer Beziehung zu Menschen, dessen Verrat mich wirklich und nachhaltig kränken würde.

    • andy sagt:

      Habe ähnliches umgekehrt erlebt. Meine damalige Frau und Mutter meines Sohnes, stellte mich vor Tatsachen mit dem arbeitslosen Nachbarn eines Abends als ich von Arbeit heim kam.
      Es brach ein Welt in meinem Herz zusammen und ich dachte nie mehr aus der Krise zu finden. Das Tal der Tränen war lang.
      Hatte aber Glück und konnte schon bald in die nächste Liebe und Tragödie aufbrechen.
      Alles in allem geht es mir heute besser als in der Ehe. Musste erkennen und lernen, dass man nie einen Menschen besitzen kann und dass man mit sich selbst zufrieden und glücklich sein soll ja muss. Schliesslich begleite ich mich seit Geburt und vermutlich bis zum Tode. Liebelei macht das Sein aber doch immer wieder Mal zur Wolke 7 wenn Sie wissen was ich meine.

    • Christian Suter sagt:

      Das blinde Vertrauen ist wohl immer etwas blauäugig – sowohl zu Männern als auch zu Freundinnen. … und, Hand auf’s Herz, waren Sie ihr ganzes Leben IMMER loyal zu allen ihren Mitmenschen? Müssen wir uns nicht ständig, und heute mehr denn je fragen, was ist wahr und was könnte ein Fake sein? Eine gesunde Portion Skepsis scheint mir lebenswichtig! – und ist im Übrigen sehr kreativ. Alle grossen Entdeckungen der Welt sind durch Misstrauen gegenüber dem Bestehenden entstanden – also, etwas Mut zur Skepsis und ‚Gwunder‘ auf Neues!

    • Stefan sagt:

      @Lilly: Mit anderen Worten – Hätte deine Freundin etwas gesagt, hättest Du das gleiche gemacht was Du sowieso gemacht hast. Mit anderen Worten es hat überhaupt keine Rolle gespielt, dass sie davon wusste…

    • k. miller sagt:

      Wenn die gute Freundin auch noch die beste Freundin ist – dann wäre es für mich schon fast ein Vertrauensbruch, wenn sie mir nichts sagt.

  • Erni sagt:

    Schweigen und zwar ohne schlechtes Gewissen! Alles andere wäre schlicht falsch.

    • Lichtblau sagt:

      Ich würde auch eher schweigen. Zudem ist der Ertappte doch schon dadurch gestraft, dass er weiss, dass Frau K. ihn jederzeit auffliegen lassen kann. Sollte ihm das allerdings egal sein (und er führt seine Frau im Gensatz zur Neuen statt in „sexy Restaurants“ höchstens mal in eine Kneipe aus): Vor solch einem Unsympathen sollte die ahnungslose Ehefrau vielleicht doch gewarnt werden.

  • Jan Meier sagt:

    Es kommt darauf an, wie gut die evtl. betroffene Freundin ist. In sie hineinversetzt wäre es sicherlich ihr grösster Wunsch, Bescheid zu wissen statt im Unklaren zu bleiben. Mit zunehmender Zeit steigt nämlich die Verletzung. Dies jedoch nur bei einer engen Freundschaft, ansonsten riecht es zu sehr nach Geltungsdrang und sich einmischen wollen. Ich muss jedoch auch sagen, dass die Indizien lediglich solche sind, somit das Risiko besteht, dass Sie falsche Schlüsse ziehen. Also lieber zuerst ihn ansprechen und dann mitteilen, dass Sie als gute Freundin nicht schweigen können und es nur fair wäre, dass die betroffene Freundin es erfährt. Wenn er das nicht will, muss er auch nicht traurig sein wenn sie es anderweitig, also durch Sie, erfährt.

  • Susi sagt:

    In diesem Fall würde ich auch nichts sagen… ABER bin nicht grundsätzlich fürs Schweigen. Ich war mal selbst mittendrin, wusste dass meine Freundin von ihrem Freund betrogen wird und von wem. Freundschaft ist mir heilig und habe darum mit dem Betrüger das Gespräch gesucht. Gesagt, dass ich Bescheid weiss und mich das alles nichts angehe und ich auch nicht werten werde. Ich werde aber meine Freundin NICHT anlügen um seinen A… zu retten. Wenn sie mich direkt fragt, werde ich nicht lügen. Es aber nicht einfach so erzählen. Er konnte entscheiden und hat sich für die Wahrheit entschieden.

    Ich würde es auch wissen wollen, nichts schilmmeres wenn alle rundherum Bescheid wissen und die Person, die betrogen wird ist ahnungslos. Weil raus kommtes immer…. IMMER!

  • Marek sagt:

    Das ist der Zeitgeist, viele fühlen sich für die anderen Verantwortlich… Den anderen Ihre Sachen sollen nicht meine Sorgen sein, oder sind sie gar eifersüchtig?

  • Daniel B. sagt:

    Ich würde nichts sagen und mich auch nicht in fremde Beziehungen einmischen. Da ich die Monogamie sowieso für eine unnatürliche Lebensweise für den Menschen halte und daher selber polyamor lebe wüsste ich auch nicht wieso ich ein „schlechtes Gewissen“ haben sollte, wenn ich meine Mitmenschen nicht für ihre natürlichsten Verhaltensweisen verrate. Die Natur und der Wunsch nach sexuellen Vergnügungen sind für mich der höhere Wert als die geheuchelte „Treue“ die in Wahrheit von Eifersucht zerfressen ist.

  • tststs sagt:

    Selbstverständlich soll/muss man etwas sagen.
    Ob es ein SOLLEN oder ein MÜSSEN ist, hängt von der Tiefe der Freundschaft ab.
    Ich kann diejenigen, die hier von „Reden ist Silber…“, „nicht einmischen…“ etc nicht so ganz nachvollziehen. Wieso sollte man zuschauen, wenn ein (guter) Freund betrogen wird?
    Würden man auch nichts sagen, wenn man beobachtet, wie einem Freund gerade die Brieftasche geklaut wird? Oder wie er von Enkeltrickbetrügern über den Tisch gezogen wird?
    Man muss auch nicht mit einem „Deine Frau betrügt dich“ konfrontieren (denn wer weiss schon, ob es wirklich Betrug ist, oder ob nicht doch eine Abmachung vorliegt), aber mit einem simplen Hinweis „habe deinen Partner mit XY gesehen“ ist der Freundschaft IMHO genüge getan

    • andy sagt:

      Damit bin ich einverstanden. Objektiv mitgeteilt, ohne Wertung, ist es eine reine Info, was helfen kann. Anhand der Reaktion, merkt man bestimmt sofort, wie rund es in der Beziehung lief, sofern man nicht schon weiss, dass tote Hose den Alltag prägte. Echte und gute Freunde sind in der Regel im Bild. Es gibt natürlich auch verschiedene Beziehungen zwischen Paaren. Nicht alle leben nach dem Motto, nur Du und sonst nichts. Gerade beim Sex hat die Treue wenig Sinn. Mehr Sinn ergebe, mehr gelebte Toleranz und ehrliche Kommunikation. Das sind echte Herausforderungen. Beinahe schon fromme Wünsche, ohne Kirche, versteht sich. Das Leben ist ein Prozess, ein Lernprozess.

    • Paolo Martinoni sagt:

      Wieso sollte man zuschauen? Man sollte eben nicht, finde ich. Schauen Sie also lieber weg – es wäre besser. Für alle. Würde jeder und jede vor seiner bzw. ihrer eigenen Tür kehren, wäre die Welt, in der wir leben, friedlicher.

  • Allenae sagt:

    Ich erinnere mich, dass ich in meiner Schule in meinem Zimmer lag und meiner zukünftigen Frau Tagebuch schrieb. Ich schrieb alle möglichen Notizen und Fragen und Dinge, die ich mich fragen oder fragen würde, als ich sie schließlich traf. Ich würde mich fragen, wo sie war und was sie tat und ob sie auch an mich dachte. Ich war immer so stark in meinem Herzen, eine wundervolle Frau zu finden, die mich liebt und schätzt und mich für die Person schätzt, die ich bin. Ich dachte immer daran, dass ich gleich nach dem College heiraten würde, genau wie meine Eltern, und als dieser Plan nicht funktionierte, begann ich, entmutigt zu werden. Vor kurzem hat jemand meine Frau von meinen Armen weggerissen, nur weil er spirituelle Kräfte hatte, alle Hoffnung war verloren, bevor ich auf den Hilfsarzt Proph

  • Karl von Bruck sagt:

    Fuer noch nicht umgepolte Maenner waere Schweigen selbstverstaendlich. Ohne sich dabei mies zu fuehlen. Mies wuerden sie sich fuehlen wenn sie wie ein Waschweib schwatzen wuerden….

  • Paolo Martinoni sagt:

    Die Rede ist hier von einem liierten Mann, der sich in einer Bar mit einer Frau unterhält, die nicht seine Partnerin ist. Und schon heisst es „Betrug“, „Fremdgehen“ und so. Das ist kaum zu glauben …

  • Sina sagt:

    Ich denke, man sollte sich einfach in die umgekehrte Situation hineinversetzen. Würde ich wollen, dass ich von der Person, die meinen Mann beim (allfälligen) Fremdgehen erwischt, darüber informiert werde? Ja, würde ich. Zumindest von einer guten Freundin, von einer losen Bekannten eher nicht. Also würde ich es genau so handhaben: gute Freundin darauf ansprechen, lose Bekannte nicht.

  • Kathryn Janeway sagt:

    Wir würden es alle gerne erfahren, und wenn man sich dann auch noch von Freundinnen betrogen fühlt verliert man ja komplett den Boden unter den Füssen. Erwachsene reden, Weicheier schweigen. Schreiben Sie der Bekannten doch einfach so etwas: In der Hoffnung, dass es nichts ist aber als gebranntes Kind auch in Sorge, dass du vielleicht nichts davon weisst, möchte ich dir sagen, dass ich deinen Ehemann dann und dann, dort und dort mit einer blonden, jungen, weiblichen Begleitung gesehen habe. Ich hoffe, dass das einfach eine Bekannte von euch beiden ist, aber da ich mir gewünscht hätte, dass man es mir gesagt hätte, als mein Freund sich mit jemandem getroffen hat und ich nichts davon wusste, sage ich es dir und hoffe ihr nehmt mirs nicht übel, wenn es einfach seine Patentochter oder so war.

  • Rolf Heiniger sagt:

    Was für eine verlogene Gesellschaft. Die Schweigefraktion hat sich hier offenbar versammelt. Das ist nichts anderes als Täterschutz. Verlogen und doppelmoralistisch ist das. Der betrogene Partner sollte umgehend in Kenntnis gesetzt werden, denn nur so kann eine offen und faire Diskurs stattfinden. Alles andere ist nur Tatsachen verwischen. Soll sich von den Schweiger niemand kommen und sich über Lügen und Lügner beschweren, sie sind es selber.

    • Sportpapi sagt:

      Ich bin auch so ein Schweiger. Ich bitte selbst meine Frau zu schweigen, sollte sie fremdgehen, ohne dass dabei Liebe im Spiel ist.
      Müssen wir wirklich immer alles wissen? Wollen wir denn immer alles wissen?

      • Carolina sagt:

        Schliesse mich SP an! Und ich sehe mich keinesfalls als verlogen und heuchlerisch an. Bin nur der Meinung, dass es auf die Situation ankommt, ob man schweigt oder etwas sagt, es gibt keine allgemeingültigen Vorschriften.
        Hinzu kommt, dass auch beste Freunde/Freundinnen nicht in eine Beziehung hineinschauen können. Wenn Sie, RH, schon in allen Fällen Reden und nicht Schweigen (ziemlich dogmatisch) empfehlen, dann würde ich es wenigstens so machen, wie Ts es oben empfiehlt, als einfache Mitteilung, ohne Wertung.
        Missionarischer Eifer kommt übrigens selten gut an, egal um welches Thema es geht.

    • Karl von Bruck sagt:

      Schweigen und Luegen sind immer noch zwei paar Stiefel. Und heutzutage wird man von Konsumentenabzockern mit Luegen gar straffrei betrogen und geschaedigt. Notluegen, die niemanden schaedigen, sind heute manchmal gar besser, als jemanden mit der brutalen Wahrheit zu verletzen, statt dies zu vermeiden….

  • Nin sagt:

    Man sagt es und lässt die Atombombe hochgehen. Sisters before misters.

  • Martin Vischer sagt:

    An alle die mich kennen: Ich möchte es nicht wissen – ausser vielleicht von meiner Frau selbst.
    Und ich möchte auch nicht, dass Ihr hinter meinem Rücken darüber Euren Mund zerreisst. Ich fühle mich deshalb nicht betrogen – weder von ihr noch von Euch wenn Ihr schweigt.

  • ruth sagt:

    Honi soit qui mal y pense. … würde mich NICHT einmischen, wenn ich ein Paar sichte, das ich von einer andern Ur-Konstellation her kenne. Vielleicht handelt es sich ja nur um einen einmaligen Flirt, weshalb soll ich da eine Hiobsbotschaft auslösen mit meiner Petzerei. Heikler wird es, wenn es sich um langjährige enge Freunde handelt, dann ist es peinlich, wenn z.B alle es wissen, nur eben der/die Betrogene nicht. Vielleicht würde ich da den Fremdgehenden unter 4 Augen sachte anreden, nicht aber den/die Betrogene.

    • Carolina sagt:

      Wenn es um langjährige Freunde geht, kann man ja auch einfach den vermeintlichen Fremdgeher ansprechen, wenn man das für nötig hält. Man muss ja nicht gleich zur/m Betrogenen rennen, bevor man die Tatsachen hat – auch schon deshalb, weil diese es vielleicht wirklich gar nicht wissen will.

  • Ivan T. sagt:

    Fange von hinten an: Nun Kampfscheidung, sie will 2 Jahre PK, die Kids, mein Haus. Vor der Trennung lange gekämpft, sie wollte nichts sagen was alles war, wie nun ehrlich die Ehe führen. Davor war sie Queen B von einem swinger CEO, und hatte andere Ehemännern die schwiegen konnten. Davor, es war vor Jahren nach dem 2. Kind, einmal eine Frage ob Fremdküssen erlaubt sei. …nein! Während der ganzen Zeit wussten es immer mehr Freundinnen, Verwandte, Nachbarn; sogar mein Trauzeuge: Alle schwiegen. Alle sind nun passé! Sogar die eigenen Freunde sind wohl nur gut für Sport und Bier. Quintessenz: Hätte mir es am Anfang jemand gesagt, sie halte nichts von Monogamie und Ehrlichkeit, wären mein Leben besser und schmerzloser gewesen. Sie ist die moderne fem. Heldin, für mich nur noch eine Schlampe.

  • Julia sagt:

    Wieso spricht die Autorin nur die Freundin an, die sie beim fremdgehen erwischt hat und nicht die (diversen) fremdgeherischen Freunde? Statt gleich die betrogene Person zu informieren, würde ich, wenn ich den Betrügenden kenne, diesen zuerst ansprechen. Dann klären sich auch mögliche Missverständnisse (offene Beziehung, es ist nicht so, wie es aussieht, etc.). Danach kann man immer noch entscheiden, ob man die hintergangene Person anspricht.

    • Julia sagt:

      Die sonstigen Kommentare hier sind allerdings ein Sinnbild für unsere heutige Gesellschaft: Wegschauen, weitergehen statt helfen, man könnte sich ja exponieren und Position beziehen….

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Ich helfe ja gerne. Wenn ich weiss, dass die Hilfe eine Hilfe und nicht nur eine Einmischung ist. Genau darum geht doch die Diskussion.
        MIR würden Sie jedenfalls nicht helfen, wenn Sie mir berichten würden, was meine Frau im Verborgenen gemacht hat.

        • Carolina sagt:

          Geht mir genauso. Wenn man wirklich der Meinung ist, nicht zu schweigen sei unmoralisch, dann denken Sie wenigstens kurz darüber nach, dass manche Partner Vereinbarungen haben, von denen Sie nichts wissen. Also sprechen Sie von mir aus den vermeintlichen Betrüger an, aber verurteilen Sie nicht. Das steht von aussen niemandem zu.

          • Reincarnation of XY sagt:

            Wieso Carolina und SP – Julia sagt ja ganz klar, dass sie zuerst mit dem vermeintlichen Fremdgänger spricht – danach kann man immer noch entscheiden. Das ist viel integrer, als Schweigen als Grundprinzip.

            1. Wenn ich schweige, halte ich vl. jmd für einen Betrüger, der gar keiner ist und tue ihm somit unrecht, bzw. helfe ihm nicht, weil dieser falsche Anschein evt. noch mehr Personen teilen und es dadurch zu Problemen kommen kann.

          • Reincarnation of XY sagt:

            2. ist schweigen in manchen Fällen gleichbedeutend mit unterlassener Hilfeleistung. Es gibt tatsächlich bösartige Betrüger vor denen vertrauensselige Menschen gewarnt werden müssen.
            Bsp. wurden hier schon genannt: wenn ALLE es wissen, nur der Gehörnte nicht, ist der so traumatisiert, dass er gleich noch den ganzen Freundeskreis mit verliert, wenn es rauskommt.
            Kenne jemandem, dem es so ergangen ist. Er hat sich auch nach über 15 Jahren nicht vollständig davon erholt. Ein echter Freund schaut nicht schweigend zu, wenn jemand nach Strich und Faden ausgenutzt und hintergangen wird.

            Aber wie gesagt – zuerst mal die Situation klären, bevor man sich unbedacht einmischt.
            Aber die Regel: „ich schweige immer“ ist definitiv verkehrt.

          • Sportpapi sagt:

            @RoXY: Ich habe schon in meinem ersten Kommentar vor Tagen geschrieben, dass ich allenfalls den Fremdgänger ansprechen würde.
            Den pauschalen Vorwurf Julias muss ich mir aber dennoch nicht antun,

          • Carolina sagt:

            RoXy: Dieselbe Antwort wie SP. Ich habe explizit und mehrfach gesagt, dass die jeweilige Reaktion situationsabhängig sein muss!

      • A. Leupin sagt:

        SP hat es schon gesagt: Helfen ja, wenn es denn wirklich eine Hilfe ist und nicht ein zusätzliches Öl-ins-Feuer-giessen. Aus dieser Sicht sind Antworten wie „Auf jeden Fall die vermeintlich betrogene Person informieren“ genau so untauglich wie ein „in jedem Fall Schweigen“. Es muss in jedem Fall sicher gestellt werden, dass die gewählte Option mehr nützt, als dass sie zusätzlichen Schaden anrichtet.

        • Julia sagt:

          @RoXY: Vielen Dank. Zumindest jemand hat mich verstanden. An die anderen: Ich habe zugegebenermassen nicht alle einhundert Beiträge gelesen. Nach dem zwanzigsten „schweigen, das geht mich nichts an“ hatte ich keine Geduld mir. Es tut mir leid, dass Sie Sich angegriffen gefühlt haben. Das war nicht meine Absicht.

    • Wäis Kiani sagt:

      was? welche Freundin habe ich beim fremdgehen erwischt? Erst lesen dann tippen. LG

      • Julia sagt:

        Frau Kiani, immerhin kannten Sie sie gut genug, um ihr einen Ratschlag zu ihrer Beziehung zu geben („Ich sagte zu ihr, sie solle es ihm sagen, sie tat es nicht.“).

  • julia müller sagt:

    Tatsache ist:
    Auch das Gute hat Nebenwirkungen. Was für X und Y richtig ist, muss für Z nicht auch richtig sein. Deshalb kann es auf die gestellte Frage keine richtige/falsche Antwort geben. Ganz einfach.

  • A. Leupin sagt:

    …ich stelle dazu einfach die ganz grundsätzliche Frage: steht es jemandem als Aussenstehendem zu, sich als Moralapostel und Richter über das Tun anderer aufzuspielen, solange sich dieses Tun im legalen Rahmen bewegt, insbesondere wenn die Hintergründe nicht völlig klar sind?
    Hat jemand wirklich das Recht, ohne gesicherte Hintergrundinformationen einen Keil noch tiefer zwischen zwei Personen zu treiben, oder gäbe es nicht vielleicht Lösungsansätze, welche die beiden (je nach Situation) wieder zusammenführen könnte? Gibt es wirklich nur eine Schwarz-Weiss-Lösung (Sprechen oder Schweigen), oder gibt es dazwischen auch Grautöne und Zwischenlösungen, die deeskalieren anstatt unnötig zusätzlich Öl ins Feuer zu giessen? Nur so als Denkanstoss…

  • Ahiga Audrey sagt:

    Mein Name ist Ahiga Audrey, ich wohne in Ohio, USA, und ich bin glücklich verheiratet mit einem liebenswerten und fürsorglichen Ehemann mit drei Kindern. Ein sehr großes Problem ist in meiner Familie vor einem Jahr zwischen mir und meinem Mann aufgetreten, so schrecklich, dass er den Fall vor Gericht gebracht hat, um sich scheiden zu lassen. Er sagte, dass er nie wieder bei mir bleiben wollte und dass er mich nicht mehr liebte. Also verließ er das Haus und ließ mich und meine Kinder schwere Schmerzen durchmachen. Ich versuchte alle meine Mittel, um ihn durch viel Betteln zurückzubekommen, aber alles ohne Erfolg. Schließlich bestätigte er, dass er seine Entscheidung getroffen hat und er wollte mich nie wieder sehen.
    An einem schicksalhaften Abend, als ich von der Arbeit zurückkam, traf ich

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