Betrunkene küsst man nicht

M&W

Alkohol macht doof. Warum merken das die Männer nicht? Foto: iStock

Ich hatte ein Date. Nein, kein Tinder-Date, es war ein Dinner-Date. So dinierten wir gepflegt in einem Erwachsenen-Restaurant und als das Dessert abgeräumt war, hatte ich vor mir ein halbleer getrunkenes Glas Bellini, ein halbes Glas Champagner, ein unangerührtes Glas Rotwein und ein leeres Glas Wasser stehen. «Du hast ja gar nichts getrunken», sagte er entsetzt. «Mochtest du den Wein nicht? Willst du etwas anderes? Was willst du? Wodka? Willst du in die Karte sehen?»

«Bleib ganz ruhig, bitte, sagte ich, ich habe immer mindestens vier volle Gläser vor mir stehen, ich trinke fast nichts. Er starrte mich an. «Ich hab die Flasche Wein ganz alleine getrunken und wollte grade fragen, ob wir noch eine bestellen sollen.» «Ja, bestell doch.» «Aber du trinkst ja nichts! Warum trinkst du nichts? Hast du Angst, dass dein Gesicht aufschwemmt, ist es das?» Er weinte fast, ich musste ihn irgendwie wieder hochziehen. «Ist doch egal, ob ich trinke, solange ich Lust habe, zuzusehen, wie du trinkst.» Ich lächelte ihm aufmunternd zu, so als hätte er grade entdeckt, dass ich eine Beinprothese trage, und ich ihm Zeit geben müsste, damit er sich fangen und alles wieder super finden kann. «Ich bin eben ein ‹cheap date›.»

Kein Herz für Säufer

Da das Theater immer gleich ist, kenne ich den Text auswendig und spiele geduldig immer wieder mit. Ich war noch nie eine grosse Trinkerin. Nach den harten Sauf-Eskapaden zu Schülerzeiten, inklusive dem Leid, nachdem man stundenlang bewusstlos auf kalten Kacheln in diversen Badezimmern lag, oder gefährlichen Filmrissen, hatte Alkohol seinen Reiz bei mir verspielt. Auch früher in den Clubs kamen die Jungs und schrien (weil so laut): «Wäis, trink mal was!» Und brachten mir einen Drink. Dann kamen sie später noch mal angerannt und schrien: «Ist das der Wodka, den ich dir vor vier Stunden brachte? Trink endlich!»

Aber seit ich mein Leben nicht mehr in Clubs verbringe, trinke ich fast nichts mehr. An das letzte Mal Betrunkensein kann ich mich nicht erinnern, es war in einem früheren Leben. Aber leider lieben mich Alkis heiss und innig, ich denke auch aus früheren Leben, denn ich habe gar kein Herz für Säufer. Da es 90 Prozent der Männer nun mal sind, bedeutet das, Zeit mit Männern zu verbringen, zuzusehen, wie sie sich vollaufen lassen und mich dabei vollquatschen. Ich habe in meinem ersten Werk «Stirb Susi» dem Alkohol ein gleichnamiges Kapitel gewidmet, und da in dem Buch alles steht, was Frauen an Männern nicht wollen, steht auch drin, dass betrunkene Frauen eine Zumutung sind und saufen für Frauen jünger als 17 nicht geht. In der Fortsetzung «Susi-Krise» gibt es das Kapitel «Das Alko-Hole», in dem ich beschreibe, wie sich der besoffene erwachsene Mann in ein Arschloch verwandelt und wieder zurück.

Mr. Date bestellte keine zweite Flasche, aber drei offene Gläser für sich, und im Taxi wollte er, auch das ist immer gleich, noch in einer Bar «einen Absacker» trinken. «Was für einen Absacker?», sagte ich, «du trinkst noch drei Wein und ich zwei Wasser?» Ach komm bitte, heulte er und versuchte, mich mit seinem säuerlichen Alkoholatem zu küssen. Ich schubste ihn zurück, stieg aus und war froh, endlich allein zu sein. Oder haben Sie schon mal stocknüchtern mit einem Besoffenen geknutscht?

59 Kommentare zu «Betrunkene küsst man nicht»

  • Champedissle sagt:

    Ich kann da eigentlich nicht mitreden. An solchen Anlässen sind es bei mir fast immer die Frauen die „einen über den Durst“ trinken. Das wirkt dann meist ziemlich peinlich, vor allem wenn die Kleider „derangiert“ sind. Die Männer versuchen die Peinlichkeit so gut wie möglich zu „übersehen“.

  • Ralphi sagt:

    Betrunkene Frauen küsst man ebenso nicht……

  • Stefan sagt:

    Dann ändere Dein Beuteschema. In meinem Freundeskreis ist i.d.R. nach einem Bier schluss.

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Betrunkene küsst man nicht. 100% einverstanden. Sonst denken diese, das wäre erotisch. Dann gibt es noch die Weisheit vom Lande: „Eine Kuh weis, wann sie genug hat“.

    • Anh Toàn sagt:

      @Karl-Heinz Fallenschmid: „Eine Kuh weiss, wann sie genug hat“

      Alle sehen, wenn ich betrunken bin, aber keiner sieht, wenn ich Durst habe.

      Küssen wird generell überwertet. Das Problem mit Betrunken liegt, oder hängt tiefer.

      Das Problem als Single Mann im Ausgang: Wenn klar ist, dass man niemanden mehr küsst, ist es zu spät, um mit trinken zu beginnen.

  • Carolina sagt:

    Man lernt ja wirklich nie aus – und bei Ihnen, WK, bin ich gern, weil mir Ihre Erfahrungen Einblick in eine Welt geben, die so gar nicht zu meinen eigenen Wahrnehmungen passt. Dabei laviere ich zwischen mehreren unterschiedlichen Welten hin und her.
    In punkto Alkohol ist meine Erfahrung, dass mit zunehmendem Alter (so zwischen 40 und 50) eher die Frauen anfangen zu picheln. Und dann meistens, das ist mir komischerweise früher nie aufgefallen, aggressiv werden. Bei Männern habe ich das wirklich seit meinen jungen Jahren nicht mehr erlebt (und ich komme aus einem Kulturkreis, in dem das Saufen Urstände feiert!).
    Da ich selber so gar nichts vertrage, bin ich meistens nur Beobachterin. Aber was ich da so höre, wenn eine Frau über die Stränge schlägt – oh Gott! Taxi!!

    • tina sagt:

      hahaha wirklich? meine güte, carolina, in welchen kreisen verkehrst du denn? 😀
      ich kenne das nur von einer lieben freundin von mir, und die flog wegen randalierens aus einer bar ;-). ich finds sehr lustig. sie tut niemandem etwas.

      • Carolina sagt:

        tina, in ‚meinen Kreisen‘ (wie gesagt, doch recht unterschiedlichen) treten die Leute oft paarweise auf: oft sind es dann die Frauen, die nach einem oder zwei Gläsern zuviel anfangen, über den Herrn Gemahl oder Partner herzuziehen – da stellen sich mir regelmässig die Nackenhaare auf. Für mich ist das oberpeinlich, ich bin dann immer versucht, meine Visitenkarte zu überreichen (bevor ich verschwinde), damit sie in die Praxis kommen.
        Womit ich aber keine Erfahrung habe, sind Dating-Situationen – ich nehme daher WKs Schilderungen interessiert zur Kenntnis ;-).
        Meine Töchter berichten mir, dass immer mehr Männer wenig trinken (und übrigens auch rauchen), aus sportlichen Gründen. Dafür hätten die Frauen voll aufgeholt……..
        Sind halt alles Puzzlesteinchen, die mich interessieren.

        • Wäis Kiani sagt:

          Mir fällt seit Jahren extrem auf dass die Schweizer generell weniger trinken, und dieses „Saufen“ eher bei den deutschen Männern (auch bei den briten und Nordländern) dazu gehört. Ich kenne in der Schweiz vielleicht zwei Säufer, in Deutschland keinen einzigen Nicht-Säufer. Die deutschen Männer fangen früh an mit Bier und haben irgendwann wg Bauch und Gewicht Probleme, und jammern nur deswegen, weil sie nicht spurlos saufen knnen, die Schweizer sind sehr viel gesundheitsbewusster und achten mehr auf Ernährung, Sport, frische Lust usw.

          • Lichtblau sagt:

            Ist es nicht auch so, dass bei deutschen Männern Bier nicht wirklich als Alkohol gilt, sondern eher als Grundnahrungsmittel? Ähnlich wie Sekt bei vielen Damen. Zudem erinnere ich mich, dass bei meiner Oma bzw. bei meinen Tanten ein „Likörchen“ zum Kaffeekränzchen einfach dazu gehörte. KampftrinkerInnen waren und sind das trotzdem nicht.

          • Wäis Kiani sagt:

            och zu so einem Likörchen sage ich auch nicht nein… war da schon immer Team Oma

          • Rodolfo sagt:

            Das bestätigt doch meine Praxis und Theorie, Nordlichter und Grossbritten inkl. Iren meinen sie sind zwar offen und lustig, leider nur wenn sie einen beträchtlichen Alkoholpegel intus haben. Weit von Genuss entfernt, da halte ich es lieber mit den Südländern. Und ja, meine letzten paar Dates waren ziemlich schluckfreudig und wenn jemand zuviel hatte dann mein Date (F), das Erlebnis von WK ist also heute bei Mann und Frau zu beobachten. Und ja – Finger von allen die man als Alkoholiker bezeichnen muss – sie sollen ihr Drama selber lösen, und wenn man noch kann soll man sich von diesen schnellstens verabschieden, aus ihrem Leben meine ich.

        • tina sagt:

          das mit den kreisen war nicht ernst gemeint, ich wollte das nur auch mal schreiben :).
          klingt ja fürchterlich. kenne ich nicht so.
          bei den jüngeren glaube ich auch, dass es einerseits mehr kampftrinkende frauen gibt, was früher sehr selten war (allerdings nicht in meinem umfeld…), und andererseits eine allgemeine tendenz zu gesünderem leben, interesse an gutem essen, sport, genusstrinken, nichtrauchen

    • raton lavor sagt:

      Bitte den Krankenwagen! Den Taxifahrer damit aber schön in Ruhe lassen.

    • Patrice Bozzi sagt:

      In alkoholisiertem Zustand kommt eben der wahre Charakter zum Vorschein. Wenn Disziplin, Hemmungen, Konventionen weggespült sind. Gilt für Mann und Frau.

  • Ri Kauf sagt:

    Wie wahr……seuftz! Trinken Männer sich in den Mut, damit sie die Frau küssen können? Zum Glück halten sich meine Erfahrungen mit „fremden“ trinkfreudigen Männern in Grenzen. Ich kenn auch keine Frauen , die über den Durst trinken.

  • Demenga Thomas sagt:

    Liebe Michèle Wäis
    Nach verschiedenen Artikeln, die ich von Ihnen gelesen habe, stelle ich fest, dass Sie mit Männern immer nur Pech haben… Sie erzählen praktisch immer nur von den ganz grossen Arschlöchern mit denen Sie ein Date haben…. vielleicht finden Sie unbewusst solche anziehend oder Sie haben schlicht und einfach kein Auge für Männer… jedenfalls wünsche ich Ihnen, dass Sie mal bei den verbleibenden 10% einen finden, der kein schwanzgesteuertes und besoffenes Arschloch ist – viel Glück! Thomas Demenga

    • Mika sagt:

      Ich finde immer die richtigen Männer. Das ist nicht weil ich überirdisch schön bin, sondern jedem Mann zuhöre. Wenn man das lange genug macht, entmystifiziert sich der neue Mann von selbst. Dann kann man mit dem Daten anfangen und es öffnet sich einem die wunderbare Welt der Männer.

  • Mika sagt:

    Ich trinke nicht. Nüchtern kann man auch Spass haben.

  • andy sagt:

    Die wahren Gründe für Trunkenheit liegen oft tiefer, als an einem Date möglich ist, aufgedeckt zu werden.
    Grundsätzlich interpretiere ich bei regelmässig auffälligen Alkohol abhängigen Menschen im Prinzip den „lautlosen“ Schrei nach Hilfe.
    Helfen können ist schwierig. Hinweisen auf Problematik und professionelle Hilfe Angebote sind im Bereich des möglichen einer aussen stehenden Person.
    Den eigentlichen Weg zur relativen Nüchternheit und Vernunft müssen aber alle schlussendlich selber finden.
    Übrigens: Entzogene Aufmerksamkeit gegenüber einem „kranken“ Menschen wirkt sich nicht wirklich positiv aus.
    Natürlich wenn Sie „nur Massenabfertigung“ im Daten erledigen, ist dieses Argument eher weniger relevant.
    Schönes Wochenende.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Frauen waren bei unseren z. T. absolut schrankenlosen und geradezu exzessiven Besäufnissen so gut wie nie zugegen- mit gutem Grund: Sie erwiesen sich meistens als Spassbremsen. Wir achteten uns früher sogar explizit darauf, dass da jeweils erst gar keine Frauen mit kamen. Wenn dann trotzdem welche überraschend auftauchten, war es meistens schlagartig vorbei mit der ausgelassenen Stimmung. Aber nicht etwa deshalb, weil die Frauen das so wollten, sondern weil die Einen von uns komischerweise immer glaubten, bei einem unerhörten Vorgang ertappt worden zu sein- und sofort wieder vernünftig und beherrscht wirken zu müssen, was natürlich meistens in die Hose ging.

    Aber das ist lange her: Ich habe in den letzten 20 Jahren nur noch ein einziges Mal nach zu viel Alkohol „chörble müesse“ 😉

    • Carolina sagt:

      Ja, eben: früher! Daher interessiert es mich, wie es heute zu- und hergeht. Und ich habe das Gefühl (nein, habe wirklich keine Statistik dafür!), dass Frauen da ‚aufholen‘! Und es beelendet mich, egal ob Frau oder Mann, wenn sie aggressiv und persönlich werden – es gibt ja auch Leute, die milder und lockerer werden, wenn sei einen oder zwei zuviel haben, das amüsiert mich dann eher.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Nach meinem bescheidenen und sicherlich nicht repräsentativen Dafürhalten können Frauen mittlerweile genau so locker Alkohol (in rauhen Mengen) vernichten, wie Männer, denen das noch etwas bedeutet. Bei uns war das grosse Saufen amix ein alle Wochenenden wiederkehrender Initiationsritus, so eine Art von männlichem Statuswettbewerb: Wer am Meisten runter stellen konnte, genoss immerhin sehr hohes Ansehen bei der Dorfjugend und galt überdies als Garant für gute Laune bei jedem sich bietenden Anlass in der ganzen Region, wo Alkohol ausgeschenkt wurde.

        Da gab es einmal so eine Gruppe von skandinavischen Au-Pairs im Dorf. Die waren weit herum berüchtigt für ihre Trinkfestigkeit! Und dann liefen sie amix auch noch pfeifengerade wieder nachhause… unglaublich, wirklich 😉

  • Sushi sagt:

    Bei mir (Mann) passiert genau das Gegenteil!
    Teilweise musste ich sogar erstauen, wieviel Alcohol eine Frau ertragen kann!
    Jedem das Seine…

  • Samuel Koch sagt:

    Was belibt uns Männer anderes übrig als zu trinken. Mal im Ernst. Mit der ganzen #metoo Sache ist noch schwerer geworden mit Frauen ins Gespräch zu kommen ohne gleich in die Grabscher, Anmacher Schublade gestellt zu werden. Wir trinken weil wir es Euch Damen der Schöpfung eigentlich NIE Recht machen können. Sind wir ganz Gentlemen zeigt Ihr kein Interesse und bandelt mit dem nächst besten Südosteuropa Macho an um dann Euch an unserer Schulter auszuweienen. Sind wir der Macho dann heisst es siehe #metoo. Ergo wir trinken. Denn da kann man ausser einem Kater nichts falsch machen.

    • tina sagt:

      herr koch, wir müssen reden, ich mache mir sorgen. dieses ihr/wir ding da. „nur ein gespräch anfangen wollen aber als grabscher verurteilt werden“. das geht ihnen permanent so? sie denken, sie fangen eine unterhaltung an und zagg wird „grabscher!“ gekreischt?

    • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

      „Ins Gespräch kommen“ bedeutet „Reden“. Nicht grapschen. Wer redet, unter Beachtung von NoGos wie Aussehen, Figur, Gewicht, Alter und ähnliche sehr persönliche Dinge, kommt ins Gespräch. Es gibt auch nicht nur das Wetter als Thema, es gibt den Sport, gute Küche, gute Locations, den Garten und und und.
      Und wer übers Ziel hinausschießt, kommt nicht ins Gespräch, aber ins Gerede.

    • Mona sagt:

      Oh, jetzt wird der Metoo-Debatte die Schuld gegeben.. Nur, ist diese erst seit letztem Jahr aktuell. Vorher hat wahrscheinlich kein Mann getrunken…

    • Claude Fontana sagt:

      Deswegen trinkt man eben nichts mehr. Gedächtnislücken, oder schwammige Erinnerungen helfen nicht, wenn man von irgend ner Besoffenen beschuldigt wird. Früher durfte man sich die Frauen noch schönsaufen, Heute muss man ihr geplapper nüchtern ertragen.Schade.Saufen kann man zuhause, ist auch Portemonnaie-schonender, schlecht für das Gastwirtschaftsgewerbe. aber wen kümmert das schon?

  • tststs sagt:

    Saufen? Bin ich denn an der Pferdetränke gelandet?

    Aber ja, wer des gepflegt-stilvollen Rüüschlis nicht mächtig ist, sollte die Finger von Alkohol lassen.
    😉

  • Karl Knapp sagt:

    Saufen ist eine der Methoden, das Date früh zu beenden – und beide können das Gesicht wahren. Sagen Sie danke, WK, es hätte schlimmer sein können…

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Leider, leider, habe ich Erfahrung mit Trinkerinnen. Mein Fazit: niemals helfen.
    Nicht kümmern. Fallen lassen. Wer versucht, Trinkern zu helfen, ruiniert sich selbst. Nach den leidigen Erfahrungen, so manchen durchwachten Nächten und jeder Menge Ärger geht mein Mitgefühl gegen Null. Ausdrücklich ausgenommen sind Genießer des einen oder anderen Glases, die wissen, wann es genug ist.

    • Marcos sagt:

      Habe auch solche Erfahrungen gemacht und kann ihnen nur zustimmen.

    • Alexander Wetter sagt:

      so ist es : ich habe einmal versucht einer betrunkenen Dame ztu helfen und werde es nie mehr tun weder einer Frau noch einem Mann : jeder soll für sein Benehmen selber die Konsequenzen tragen, auch schwehrwiegende und lebensbedrohliche

    • Carolina sagt:

      K-H F. Das glaube ich Ihnen. Allerdings kenne ich genügend Fälle (die landen irgendwann bei mir in der Praxis) von Männern, die sich und ihre Familien ins Unglück saufen (am allerschlimmsten sind die Fälle, wo Kinder verzweifelt versuchen, den normalen Schein einer Familie aufrecht zu erhalten, um ja nicht die Behörden zu alarmieren). Und meistens gehört dazu ein Partner, der, wie so ’schön‘ genannt, co-abhängig ist, d.h. meint, er könnte den Trinker (oder Spieler oder sonstwie Süchtigen) ‚heilen‘ oder zumindest durch maximale Anpassung resozialisieren.
      Funktioniert in der Regel nicht, da haben Sie völlig recht.

  • Waldmeier sagt:

    „Ich kann auch ohne Spass Alkohol haben.“

  • Daniel Slamanig sagt:

    Gewissermassen verursachen das die Frauen, die nichts trinken, mit: denn die guten Weine gibt’s oft nur in Flaschen. Man(n) hat also die Wahl zwischen einer Pfütze im Glas oder dann muss er die ganze Flasche allein trinken. Am besten gehen Sie nur mit Männern aus, für die Alkohol kein Genuss bedeutet. Wohl bekomm’s.

    • Wäis Kiani sagt:

      Ich weiss. Kenne auch das auswendig: Och, die offenen machen mich nicht so an, lass uns eine Flasche xx nehmen. „Ich trinke aber nur 1 Glas davon!“ – Ach das trinken wir schon.. und dann: Ich habe die Flasche ja ganz allein getrunken und dein einziges Glas ist ja noch voll!!! – Ja sagte ich doch.

  • Marlen sagt:

    „… ich habe gar kein Herz für Säufer. Da es 90 Prozent der Männer nun mal sind,…“ – Da frage ich mich nun, in welchen Kreisen Sie denn verkehren oder ob Sie Wahrnehmungsstörungen haben oder ob ich in einem besonders elitären Umfeld lebe.

    • Wäis Kiani sagt:

      Was verstehen Sie unter besonders elitär? Muss man nüchtern-sein als elitär bezeichnen? Was ist elitär? Sich den anderen überlegen fühlen, und da sich die Trinkenden sich auch alle für ziemlich elitär halten, besonders wenn zum Alkohol noch andere Substanzen genossen werden, und sich die vernebelte Selbstwahrnehmung in ungeahnt elitäre Höhen verschiebt, immer weiter immer höher… würde ich von dem peinlichen Ausdruck „elitär“ mal Abstand nehmen.

  • Qsi sagt:

    Ist mir im Text etwas ganz anderes aufgefallen: Beinprothese. Meine Frau trägt nach einem Unfall vor 4 Jahren eine solche. Sie ist sehr froh, gibt es solche Hilfsmittel und ist nach wie vor eine äußerst attraktive Frau.

  • Qsi sagt:

    Ihre Textpassage stellt diesen Umstand aber eher despektierlich und klischiert dar. Schade.

  • Othmar Riesen sagt:

    Ach je, betrunkene Männer. Noch schlimmer als Männer in unbetrunkenem Zustand. Sie meinen, sie seien die Helden.

  • Beat Simmen sagt:

    Ja, warum lassen Männer sich volllaufen und Frauen offenbar nicht?
    Mich widert beides an.
    Aber offenbar lässt sich auch mit diesem Thema ein Gendersüppli köcheln.
    Mal ein Vorschlag, etwas weniger ernst gemeint:

    Warum bohren Frauen in der Nase?
    Nasenbohrerinnen küsst Mann nicht.

    • Wäis Kiani sagt:

      Doch, küsst man sehr wohl! weil sie davon nicht verblöden und auch nicht stinken…

      • Bobby Meierli sagt:

        Ah, keine Feministin? Das Gezeter über die schrecklichen Männer passt nur zufällig so ganz in deren Weltbild? Ach so, war alles nur humorig gemeint, ja dann ..
        Auch im letzten Blog „Sex für ein Käsebürli“ war die schäbige Wiederholung + Beteiligung an der Hexenjagd gegen den armen Wedel (Deutschland braucht ‚halt auch ein prominentes Opfer) auch nur spassig gemeint, nicht wahr? Genauso wie dessen letzter Satz ¨Feminismus ist echt nicht einfach¨(?!).
        Ja, die Feministinnen haben wirklich öfter ’n Problem mit der Wahrheit, was ich in der Tat nicht immer so wahnsinnig lustig finde…

        Aber Ihnen Wäis rate ich nur ¨Nicht aufgeben, mit ‚m nächsten date klappt’s bestimmt!¨

        • Wäis Kiani sagt:

          Es gibt nichts, was klappen sollte. Und lesen Sie doch den Käsebürli- Blog Beitrag noch zweimmal. Vielleicht verstehen Sie dann, was drin stand. Und was der letzte Satz bedeutet. Schöne Grüsse!

          • Bobby Meierli sagt:

            Ach Wäis, jetzt werden Sie aber wirklich unlogisch.
            Im Käsebürli-Blog finde ich nur eine 100% feministinnen- und #metoo – konforme Litanei (einschliesl. des letzten Satzes). Oder nehmen Sie irgendwo eine Gegenposition zu diesen – nun ja – „Weltbildern“ ein?
            Falls ja, dann helfen Sie mir doch bitte und zeigen, wo?
            Gehört’s mittlerweile zum guten Ton unter Jounalistinnen, jede feminist. These zu unterstützen und gleichzeitig rigoros zu behaupten, man sei „keine“ Feministin?!
            Und wieso gibt’s beim nähsten date „nichts zu klappen“? Das letzte war ja nach wohl nichts (oder war alles nur erfunden)? Oder suchen Sie am Ende gar nicht den „Traum-Mann“, sondern etwa nur ’n Anlass, um über Männer abzulästern?
            Nein, so viel Falschheit hätte ich Ihnen jetzt nicht zugetraut?!

  • Bobby Meierli sagt:

    Ja, schlimm diese Männer. 90% Säufer also, wie Wäis weiss. Und nicht nur das!
    Knutschen wollen sie auch noch, diese ekligen Rohlinge. Und überhaupt:
    wie konnten sie es nur wagen, Wäis überhaupt zum Date auszuführen?!
    Der Rat der Feministin an andere Mädels kann deshalb nur lauten: bleibt lieber alleine, (ein schöner Abend vor’m TV ist doch auch ‚was Nettes, oder?).
    Denn nach ’nem date ist man eh nur froh, endlich wieder alleine zu sein(?!)
    Ja, die Feministin gibt wirklich gute Ratschläge für alle Lebenslagen!

    • Wäis Kiani sagt:

      Lieber Bobby, 1. ich bin keine Feministin 2. ich gab keine Ratschläge, ich habe nur etwas erzählt 3. Lachen Sie doch mal! Liebe Grüsse!

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    lassen sie mich david coverdale anführen:
    https://www.youtube.com/watch?v=SynpwonL8fQ
    genau so halte ich das bei irgendwelchen verhaltensmassregeln, welche von frauen aufgestellt werden, welche „ihren prinz yoghurt“ verzweifelt suchen.

  • Fritz sagt:

    Ich „sauf“ nur mit Saufkumpanen und meiner Frau, sonst mit niemandem.
    -> Mit anderen Frauen gabs meistens nur Stunk, weil sie entweder meine Kollegen oder mich anmachten oder sich nicht mehr anständig verhalten konnten, wenn sie betrunken waren. Männern, die sich betrunken nicht verhalten können, weiche ich seit je aus, weils dann früher oder später meist aggressiv (Pöbeleien) wurde.
    Aber es geht eigentlich immer sehr lustigt und gesittet zu und her. Nur die Tage danach sind dann immer ein bisschen übel…

  • CoffeeToffee sagt:

    Also diese Anti-Alkohol Fraktion hier (was Frauen betrifft) ist mir schon etwas suspekt. Ich habe immer gerne viel getrunken und habe wirklich kein Kindheitstrauma zu verarbeiten. Es schmeckt mir einfach und ganz ehrlich- es ist lustig. Egal ob ich mit Frauen oder Männern ‚gügele‘. Und tatsächlich sind die nicht-Trinkerinnen in der Clique oft auch ganz einfach etwas öder. Ich kenne diese auch in nüchternem Zustand ausreichend gut, um dies so zu beurteilen.
    Und nein- es sind nicht alle Abstinenzler langweilig. Aber an einem halben Glas Champagner nippen ist geradezu lustfeindlich.

  • Hans Minder sagt:

    Am Neujarstag schrieb die Autorin : „Ich werde lieber zu den Männern sein.“ Dies bedingt die Beleuchtung des Positiven und nicht lediglich des Negativen. War besagter Mann während des Dates weltoffen/ intellektuell, hat er zugehört, war er gepflegt….? Wie ein Partnerschafts-Berater sagte: „Es sind die negativen Gedanken über den Partner, die einen Beziehung zerstören! Wer hauptsächlich das positive beleuchtet und sich dies verinnerlicht, der hat kaum Beziehungsprobleme!“ In Deutschlang gibt es genügend Männer die nicht Saufen (mein seit 20 Jahren in Kaufbeuren lebender Bruder hat sich z.B. noch nie über permanent besoffene Kumpels beschwert). Weibliches Male-Bashing wird kaum im Glück enden, positive und offene Haltung gegenüber den andern Geschlecht jedoch schon.

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