Jetzt passt mal gut auf, Jungs!

SCHWEIZ SCHULBEGINN

Frauen lehren besser - die Forderung nach mehr Lehrern ist nicht haltbar: Pädagogin Bettina Calvo begrüsst die Kinder am ersten Schultag im Primarschulhaus St. Johann in Basel (aufgenommen am 10. August 2009). Foto: Keystone

Die Fakten sprechen eine klare Sprache. Mädchen bringen die besseren Schulnoten nach Hause – in der Schweiz und in fast allen Ländern der EU. Mehr Mädchen als Jungen beginnen ein Hochschulstudium, denn Mädchen schliessen die Schule mit grösserem Erfolg ab als ihre Schulkameraden. Jungen dagegen sind öfter beim Schulpsychologen anzutreffen oder beim Jugendrichter. In der Schweiz und in fast allen Ländern der EU wird deshalb heute von einer Bildungskrise der Jungen gesprochen. Die Politik ist alarmiert. Der Ruf nach einer eigenständigen Bildungspolitik für Jungen schallt seit geraumer Zeit schon durchs Land und selbst die SVP schulmeistert und polemisiert neuerdings mit einem «Volksschulpapier» für einen bubengerechten Unterricht.

Wie gut, dass man die Schuldigen am Bildungsdefizit der Y-Chromosom-Träger zu kennen schien. Die Lehrerinnen nämlich, die unterrichtende Frau. Gemäss dieser «Feminisierungstheorie» soll der seit den 1990er-Jahren stark gestiegene Anteil der Lehrerinnen schuld daran sein, dass Jungen ins Hintertreffen geraten; den Schülern fehlten gleichgeschlechtliche Rollenvorbilder, zudem würden vor allem mit der Lehrerinnen-Übermacht auf Primarstufe «weibliche» Fähigkeiten bevorzugt und «feminine» Didaktik-Genres gäben den armen Jungs noch den Rest. Tatsächlich liegt der Anteil der Lehrerinnen auf der Primarstufe heute in einigen Kantonen bei über 80 Prozent und mittlerweile stellen auch auf einigen Sekundarstufen die Lehrerinnen die Mehrheit.

Doch die Feminisierungstheorie ist offenbar falsch.  Nicht haltbar, dies belegen erstmals zwei Studien; eine aus der Schweiz, die andere aus Deutschland.

– So weist der Berliner Bildungsforscher Martin Neugebauer in seiner Untersuchung nach, dass die Leistungsunterschiede von Mädchen und Jungen in der Primarschule, wo hauptsächlich Frauen unterrichten, noch gar nicht existieren. Der unterschiedlichen Leistungen zwischen Mädchen und Jungen zeigen sich erst in der Sekundarschule und in der Pubertät. Dies ist auch in der Schweiz so.

– Die Forderung nach mehr Lehrern ist auch deshalb nicht haltbar, weil dieselbe Studie belegt, dass die so wichtige Leseleistung beider Geschlechter leidet, wenn sie vier Jahre lang von einem Deutschlehrer, nicht von einer Deutschlehrerin, unterrichtet werden. Zumindest was das Lesenlernen anbelangt, scheinen Männer die schlechteren Lehrpersonen zu sein als Frauen – und zwar für Mädchen und Knaben. Das muss dem männlichen Lehrkörper zu denken geben.

– Das Schweizer Projekt des Forschungsteams um Prof. Elisabeth Grünewald (Pädagogische Hochschule Bern) und den Bildungssoziologen Andreas Hadjar (Universität Bern) zeigt in ersten Ergebnissen, dass es keine Diskriminierung der Jungen bei der Notengebung gibt.

– Dass hingegen bei beiden Geschlechtern in erster Linie der Lerneinsatz für den Lernerfolg verantwortlich ist. Der geschlechtsspezifische Unterschied beseht nun offenbar darin, dass Buben lernfauler sind, dass sie weniger in ihre Bildung investieren – auch weil sie Angst haben, als Streber zu gelten, weil unter Jungs Schule «uncool» ist.

– Dass somit die Rollenbilder, die Jugendliche vom eigenen Geschlecht im Kopf haben, den Schulerfolg massgeblich beeinflussen. Und mitnichten das Geschlecht der Lehrperson.

Diese Ergebnisse – am besten lesen Sie, geschätzte Mamablog-Leserinnen und -Leser, die Details in den verlinkten Original-Papers nach – rechtfertigen die Attributierung «brisant». Denn werden diese ersten Studien bestätigt, dann bedeutet dies: Dass in den letzten Jahren vor allem rechte Bildungspolitiker einen typischen Frauenberuf, die Grundstufenlehrerin eben, zu Unrecht kritisiert und somit diffamiert haben.

Unsere Lehrerinnen, die sich in einem immer problematischeren gesellschaftlichen Umfeld der Bildung unserer Kinder widmen, hätten somit allen Grund, ziemlich sauer zu sein.

Hier die wichtigsten Links zum Thema:
Die Pressemeldung des Wissenschaftszentums Berlin für Sozialforschung zu den Studienergebnissen.
Eine Zusammenfassung der Studie (Pdf-File).
Das Projekt des Berner Zentrums für Forschung und Entwicklung.
Ein Vortrag mit ersten Ergebnissen der Berner Forscher (Pdf-File).
Und hören Sie sich schliesslich zu diesem Thema auch die ausgezeichnete Sendung Kontext von Radio DRS 2: «Schlechte Schüler: Lehrerinnen sind nicht schuld».

MICHAEL-MARTI_100Michael Marti, 44, ist Stellvertretender Chefredaktor von Newsnetz und Vater von zwei Töchtern. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.

401 Kommentare zu «Jetzt passt mal gut auf, Jungs!»

  • Sander sagt:

    Zunächst: Auf diese Studien würde ich nicht allzuviel geben. Es gibt selten Studien, deren Methodik bei genauerer Betrachtung Hand und Fuss hat. Meine persönliche Erfahrung ist: In der Primarschule waren die weiblichen Lehrpersonen besser, später am Gymnasium die männlichen. Aber das kann bei jedem wieder anders sein.

    Zur Bevorteilung: Ob Frauen in den ‚Unterstufen‘ tatsächlich bevorzugt werden, kann ich nicht sagen. Damals hatte ich anderes im Kopf, als zu solchen Dingen Beobachtungen anzustellen. Dass aber der Lehrplan grundsätzlich eher ‚weiblich‘ als ‚männlich‘ ausgelet ist, erscheint mir im Nachhinein als plausible These.
    Was ich jedoch später an der Universität erlebt habe (das ist bereits in diesem Jahrtausend) ist eindeutig: Hier werden Frauen bevorzugt – und zwar meistens von männlichen Dozenten, die trotz Doktor- oder Professorenwürde ihre Hormone keinesfalls unter Kontrolle haben. Was ich hier alles erlebt habe (und was weibliche Kommilitonen auch gerne bestätigen) hat mit Fairness nichts mehr zu tun. Grundsätzlich machte es den Anschein, dass frauen für die selben Leistungen höhere Noten bekamen – und hatte ein Dozent dann mal die ‚Frechheit‘ besessen, für eine miese Arbeit nur eine 4 zu geben, genügte ein Bürobesuch mit tiefem Ausschnitt und privaten SmallTalk und aus der 4 wurde ohne Überarbeitung eine 5-6. (Das sind leider keine klischeehaften Fantasien meinerseits, sondern Erfahrungsberichte diverser Mitstudentinnen.)

    Wie dem auch sei: Unsere Schulen haben deifnitiv noch grössere Probleme, als die Ungleichheit der Geschlechter.
    Primar- Sek- oder Reallehrer will heute sowieso kaum noch jemand werden, der bei Verstand ist. Und die mutigen (oder dummen) die es trotzdem versuchen, geben entweder nach zwei Jahren wieder auf (da gabs doch letztes Jahr mal einen TA Artikel, dass ein enorm hoher Prozentsatz der neuen Lehrer in Zürich gleich nach dem ersten Jahr wieder kündigt) oder enden nach 10-20 Jahren als psychische Wracks mit Burn-Out bei der IV oder in der Umschulung. Wieso das so ist, dürfte verschiedene Ursachen haben (tägliche nutzlose Sitzungen, Reformen die von genau denjenigen ‚Pädagongen‘ ausgeheckt werden, die für den tatsächlichen Einsatz ungeeignet sind und daher in der Schulpflege und auf dem Lehrplanbüro landen, Eltern die keinerlei Wille oder Befähigung besitzen, die Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen usw.) – doch eins ist klar: Wenn die Lehrer mit ihrem eigenen Job nicht klarkommen (was nicht die Schuld der Lehrer ist), dann wirkt sich das auch negativ auf die Schüler aus.

    Jedenfalls scheint mir die ganze Thematik eindeutig zu Komplex, um sie mal eben in einem Blogeintrag abzuhandeln.

    • ajk sagt:

      „Jedenfalls scheint mir die ganze Thematik eindeutig zu Komplex, um sie mal eben in einem Blogeintrag abzuhandeln.“

      Das macht Herr Marti nicht aus, denn er beherrscht die noetige Fach- und Gender-Kompetenz um Maenner mal kurzerhand als unfaehig abzustempeln.

  • Silbermond sagt:

    Ich bin froh um jede männliche Bezugsperson in der Schule. Lernen findet auf einer ganz anderen Ebene statt als auf der rein kognitiv ausgerichteten Wissensvermittlung, da sich dadurch gar keine wirklichen Fähigkeiten ausbilden können, wie schon Humboldt wusste. Goethe zum Beispiel hatte bis weit in die Pubertät hinein eine schlechte Rechtschreibung. In unserem Schulsystem hätte er sich gar nicht entwickeln können.
    Ich denke, dass Knaben, die nur in der Gegenwart von Frauen heranwachsen, sehr grossen Schwierigkeiten ausgesetzt sind, zu sich selbst zu finden. Die Bedeutung des „Lesenkönnens“ ist in diesem Zusammenhang zweitrangig. Sprache gestaltet sich aus dem Identitätserleben. Lesenkönnen entwickelt sich dann zwangsläufig.
    Somit ist hier die Frage ganz falsch gestellt. Männer sind aus ihrem grundsätzlich völlig anderen Weltbezug für die Heranwachsenden wichtig, und nicht wegen irgendeines „Lese-Darwinismus“.

    • Hans sagt:

      Ich stimme dir voll zu! Es geht nicht um die Lesefähigkeit, sondern um eine möglichst ganzheitliche Ausbildung in der jede(r) eine Chance erhält! Frauen sind im Unterrichten sicher nicht schlechter – aber um eine ausgeglichene Ausbildung zu gewährleisten bei der Mädchen und Knaben gleichermassen zum Zuge kommen können, dann gibt leider im Bildungswesen zu viele davon…..

  • Peter Müller sagt:

    siicher! wir kletterten in der pause auf bäume und guckten uns von den eltern geklaute porno-comics an. bis einmal eines davon vorne aus meinem pult fiel, als ich einen ordner hinten hinein steckte….

    klar war es wohl mit 7 noch nicht so extrem, aber es wurde schon ziemlich intensiv, und bei schul-austritt war ich eben 15… die paar jahre vorher sind schon recht entscheidend, wenn man z.b. eben an die uni möchte.

    • Peter Müller sagt:

      ach, die comics gehörten nicht meinen eltern, das will ich ihnen nicht unterstellen 🙂 bei uns sammelten die schüler jeweils das altpapier…..

      • Eni sagt:

        Bei uns wurden die Jungs nach der Altpapiersammlung gefilzt, damit sie eben keine Schmuddelheftli mit nach Hause nehmen konnten

      • Peter Müller sagt:

        Bei uns auch, darum deponierten wir sie unterwegs an bestimmten Orten.

  • Peter Müller sagt:

    Ich war bei Schuleintritt frühreif, und hatte bedeutend mit Konzentrationsschwierigkeiten zu kämpfen, wenn neben mir zum Beispiel ein Mädchen sass, oder wenn die Lehrerin hautenge Jeans trug. Die Maturität zu besuchen zum Beispiel, wäre tatsächlich damals niemals in Frage gekommen, obwohl ich fürs Leben gerne las und auch einigermassen lernfähig war.

    Auch vielen anderen Buben in meiner Schulzeit ging es so, das wurde mir später klar. Scheinbar geben die Lehrer jenen Schülern immer viel Aufmerksamkeit, die sich rebellisch geben und die sich keine Mühe geben. Als ich mal in Mathe eine ungenügende Zeugnisnote heimbrachte, kam der Klassenlehrer nach Hause und es gab ein riesiges Tamtam, super! Es brauchte fünfzehn Jahre und eine Erwachsenen-Matur, um mich wieder für die Bildung zu begeistern und dazu zu bewegen, auch ohne negative Bestärkung wieder etwas lernen zu wollen.

    Aber es macht mich wütend, wenn jemand sagt diese Gefühle kämen von einem „traditionellen Rollenbild“ und nicht von meiner Natur als aufwachsender Mann. Es ging nicht darum, dass die Lehrerin besser in die Küche gepasst hätte, oder so etwas doofes. Bewahre! Es muss natürlich auch nicht heissen, dass man irgendwelche Macho-Lehrer braucht, die einem die Männlichkeit beibringen.

    Diese „besonders männlichen“ Lehrer, deren zwei in meinem Leben, waren in meiner Erfahrung die schlechtesten, bzw. gingen am schlechtesten auf die Fragen und auf den Charakter ihrer Schüler ein und waren nur für wenige Schüler irgend eine Form von Vorbild.

    Die Frage ist ja auch, was die Zukunft bringt. Die Mädchen heutzutage leisten viel und versuchen, es allen recht zu machen und sind auch vielleicht von ihrer Veranlagung her in der Kindheit weniger anfällig für die Reize des anderen Geschlechtes.

    Ich bin, sagen Sie was Sie wollen, überzeugt dass wenn die Klassen nach Geschlechtern getrennt würden, sich vieles beruhigen und ausgleichen würde.

    Es gibt nicht „den entscheidenden“ Faktor für die Zustände heute, sondern es sind ganz viele, die zu ergründen und hier darzustellen niemals genug Zeit habe. Dies ist nur einer, aber er ist mir der wichtigste.

    Klar ist es notwendig, dass das Kind auch früh aufgeklärt wird und ein normales, natürliches Zusammenleben mit dem anderen Geschlecht lernen muss. Ich bin sowas von überzeugt, dass getrennte Schulklassen für dieses Zusammenleben nicht hinderlich wären, sondern förderlich.

    Es ist schwierig, als Kind den ganzen Tag konzentriert zuzuhören und zu lernen. Man muss es ihm nicht noch erschweren, wenn man es ihm erleichtert wird es auch den Rest seines Alltages viel einfacher meistern.

    Dies meine 2 Cent, ich hoffe imständig jemand liest das.

    • gargamel sagt:

      ähm, bei schuleintritt ist man sieben… und sie hatten bereits mit sieben jahren „mit Konzentrationsschwierigkeiten zu kämpfen, wenn neben mir zum Beispiel ein Mädchen sass, oder wenn die Lehrerin hautenge Jeans trug.“???

      echt?

  • gargamel sagt:

    wer sich hier gegen die „gleichmacherischen tendenzen“ wehrt, macht meist exakt dasselbe einfach eine stufe weiter unten… nicht alle mädchen sind v.a. an prinzessinnen interessiert und wollen nur rosa röckchen tragen, genauso wenig wie alle jungs keine 2 minuten stillsitzen können und nur an raufereien interessiert sind…

    meine tochter (kindergarten) hasst rosa, liebt es zu klettern und mit werkzeug zu hantieren und zeichnet v.a. ritter, drachen und burgen…
    auf meine frage an sie und eine ihrer freundinnen, ob die beiden denn gerne zur ritterzeit gelebt hätten (ungeheizte räume in kalten steinburgen, kein fliessend wasser, läuse und flöhe in den haaren etc.) meinte die freundin: ja, aber als prinzessin, meine tochter befand, dass sie sich einfach die haare abschneiden würde, somit wäre die sache mit dem ungeziefer erledigt…

  • chicco sagt:

    Hallo
    Also ob frau oder man besser Unterrichtet ist eigentlich eine müssige Diskussion. Schlussendlich geht es um Kinder, um Jungs und Mädchen und die sind nun mal trotz aller Gleichmachanstrengung verschieden. Tatsache ist aber dass es Jungs heute ungleich schwerer haben. Jungs wären m.E. einfacher zu motivieren wenn als Belohnung einer Aufgabe z.B. ein Kampfdrachen ausgemalt werden dürfte als die ewigen „lieben Prinzessinenbilder“. Andererseits… warum malen den die Mädels die Drachenbilder nicht aus… na ja liegt ja auf der Hand oder? Endlich auch „jungengerechtes“ Lernen einführen resp. schon mal zur Kenntnis nehmen dass die Geschlechter verschieden lernen, verschieden zu motivieren sind, das wäre der Anfang einer Trendwende.

  • vietcong sagt:

    @ Cara Mia sagt

    „Muss ich nicht, ich weiss schon, wovon ich rede. Vielen Lehrern ist es einfach egal. Aber es gibt die engagierten natürlich, es gibt tolle Lehrer, und die haben eine Klasse auch in der Hand. Das ist unerlässlich, wenn man unterrichten will.“
    scheinbar weisst du nicht, wovon du redest. du machst es dir zu einfach. die schuld auf das klischee der 68er abschieben und weil das nicht mehr geht, einfach auf deren kinder. schau sie dir an die 68er. sind schon lange keine hippies mehr. und ihre kinder warens nie. und die lehrer von heute waren damals noch gar nicht geboren. ich kenne mehrere lehrer und die sagen alle das gleiche. zu viel druck, zu wenig möglichkeiten gegenüber den schülern, eltern die den druck noch erhöhen, unerfüllbare vorgaben der politik. weiterbildung auf hundert gebieten, viel zu viel schulstoff. lehrer müssen nicht nur lehren, sie müssen auch gleich noch erziehen. und wenn was schief läuft, sind sie noch schuld. das klappt so nicht.

    „Ein Lehrer darf nicht nur durchgreifen, er muss sogar. Bloss handgreiflich darf er nicht werden. Erziehung hat immer auch mit Konsequenzen zu tun.“
    siehst du? lehrer sind eben nicht für die erziehung zuständig. das sind die eltern. wenn der lehrer hart durchgreift, und das sollte er deiner meinung nach machen, dann kannst du gift drauf nehmen, dass in vielen fällen sich die eltern schützend vor ihr kind stellen werden. am schluss hat also der lehrer das problem, also wird er nicht mehr durchgreifen – logische konsequenz. so siehts aus.

    @ Hedon Zweifel

    „Von vielen Lehrer, hört man dass die Eltern oft das fast grössere Problem sind. In der Informationsgesellschaft meint eben jeder, er könne mit seinem Internethalbwissen ach noch dreinreden.“

    verdammt richtig.

    @ Rolf Walser sagt

    „Du liegst falsch. Wir hatten im Grossen Rat des Kt. AG das Schulgesetz dahin gehend angepasst, dass die Lehrperson die rechtliche Handhabe hat (vom Vordietürestellen bis hin zur Time-Out-Massnahme), damit nicht gleich der Anwalt des betroffenen Schülers vor der Türe steht und auf das Recht auf Ausbildung seines ‘Mandanten’ beharrt.“
    siehst du, wenn man das bei euch erst mal einführen musste, dann hatte das wohl auch einen grund. eben jener, den ich erwähnt habe. wo also liege ich falsch?

    „Leider wird das in der Schule nicht konsequent genutzt. Man macht eben lieber auf ‘Sünneli-abgeben’ und ‘Schoggiverteilen’“
    eben weil man sich rechtliche konsequenzen ersparen will. sorry, aber wenn ich als lehrer noch angst vor einem anwalt haben muss, wenn ich einen vor die türe stelle, dann erübrigt sich diese frage.

    • Cara Mia sagt:

      Naja, wir brauchen nicht die 68-er zu beschwören. Mir geht es im Wesentlichen darum, dass keine klaren Regeln mehr bestehen, im Gegensatz zu früher. Das führt dazu, dass die Kids die Grenzen bei jedem neu austesten und schauen, wie weit man bei dem, wie weit bei jenem gehen kann. Bei uns war alles klar. ALLE Kinder mussten um 18 Uhr rein, ALLE Kinder wuschen sich die Hände vor dem Essen, ALLE trugen Strumpfhosen in den Monaten mir „R“ und keine in den andern, beispielsweise. In der Schule musste man bei JEDEM Lehrer aufstehen, wenn er reinkam, und sich hinsetzen, wenn er „setzen“ sagte. Und so weiter und so fort.

      Ich habe bei der Generation meiner Kinder beobachtet, dass die zwar sehr wohl wissen, was sie Zuhause dürfen und was nicht, aber bei jedem Besuch bei andern austesteten, ob das dort wohl auch so ist. Das ist sehr, sehr mühsam für Erziehende. Aber auch für Lehrer, denn jeder Lehrer muss selber wieder den Tarif durchgeben und durchsetzen. Auch wenn die Kinder also von Hause aus noch erzogen wären, wie etwa meine, so schauen sie doch, wie weit sie bei andern gehen können. Und daher müssen Lehrer heute vermehrt erziehen. Erst recht natürlich bei denen, die Zuhause alles dürfen. Die Lehrer hätten es wohl einfacher, wenn sie sich unter sich einigen würden, was wie durchgesetzt wird und wo man ein Auge zudrückt. Aber da besteht alles andere als Einigkeit, und die lachenden Dritten sind die Kinder, die schlachten das natürlich aus.

      • vietcong sagt:

        na ich habe sie nicht beschworen, die 68er.
        du magst recht haben, dass die welt von heute mehr möglichkeiten bietet als die welt von gestern. aber zu versuchen die welt von heute mit den regeln von gestern zu lösen kann nur scheitern. ich hoffe so viel ist dir klar. früher hatte man nicht die möglichkeit die ganze welt zu bereisen, im internet auf knopfdruck an ALLES zu kommen, per kreditkarte sich zu verschulden, sich mit 20 schon ein auto zu leisten, nicht angewiesen zu sein auf eine intakte ehe, weiterbildungsmöglichkeiten und -druck, globalisierung war ein fremdwort und social communities ein science fiction begriff. du hattest bestenfalls ein paar radiosender. heute hast du 400 tv kanäle, 700 internetradios und 88 broschüren die du am kiosk kaufen kannst. es lebten auch noch nicht 8 millionen menschen in der schweiz. damals gab es amerika und die russen. heute gibt es terrorzellen überall. was ich damit sagen will: die welt ist um einiges vielschichtiger und komplizierter geworden, ebenso muss auch die reaktion darauf vielschichtig werden und kann nur kompliziert sein.

        du kannst es so halten wie einige freikirchen, die ihre kinder einfach zuhause einsperren und dort zu letztendlich unfähigen gesellschaftsmitgliedern erziehen oder du lässt sie in die öffentliche schule und nimmst in kauf, dass sie eine andere jugend haben werden wie du. und keine schlechtere, glaub mir. wenn die welt so schlimm wäre, wie du sie darstellst, wäre sie schon lange untergegangen.

  • Silbermond sagt:

    Mir tun alle Kinder heute leid, denen der Vater zu Hause fehlt und die zudem noch kaum männliche Bezugspersonen in der Schule haben.

    • vietcong sagt:

      … ausser allen ihren kollegen und freunden

      du hast recht, es gibt ja bald nur noch frauen in der schweiz. ich glaube die männer sterben aus. es gibt gerade mal noch etwa einer auf hundert frauen. überall.

      • Silbermond sagt:

        Es gibt eher keine wirklichen Frauen mehr.
        So wie es scheint werden die wirklichen Zukunftsimpulse auch wieder von Männern kommen werden.

    • Schneekönigin sagt:

      Da bist du aber gewaltig auf dem Holzweg, die Zukunft ist weiblich!

      • Silbermond sagt:

        Leider nur grammatikalisch.
        Das Nachahmen der „männlichen Welt“, in der sich heute viele nur gemütlich eingerichtet haben, hat noch nichts mit Zukunft zu tun.

  • Jungs brauchen, um etwas zu erreichen, mehr Wettbewerb und klarere Grenzen. Schon in der Primarschule. Die Klugen lösen dann aber tatsächlich die Aufgaben noch mit Links, in der Sekundarschule aber nicht mehr: Zuviel nur selbstgesteuertes Lernen, Gruppenarbeiten, Regeln selber finden in der Mittelstufe, Diskussionen statt Rechnen und die quirligen Jungs verpassen die Grundlagen für die Anforderung der Sekundarschule: Deshalb werden die Jungs abgehängt – und deshalb braucht es Lehrpersonen, die für die Jungs Verständnis haben und Grenzen setzen können. Die Feministinen der kritisch emanzipierten Pädagogik sind dies kaum: Genügt ein junger Mann der Eigenständigkeit nicht, wird er kaum befördert, auch wenn er neunmal klug wäre… Zudem: Rollenbilder sind nicht fremdgemacht, es gibt, auch im Kopf, einige biologischen Unterschiede.

  • Stef sagt:

    Und dann gibts natürlich noch die Wirtschaftskriminellen, Betrüger, Vergewaltiger,

  • Stef sagt:

    Habe mühe damit, wenn Mamis die fernen Ländern wohnen, in diesem Blog schreiben, wie es in der Schweiz ist.
    Was wird hier nicht alles über Bildungsreformen geschrieben, wohl immer mit der … Pisa- Studie im Hintergrund. In der NZZ am Sonntag hat es interessante Zahlen zur Jugendarbeitslosigkeit in verschiedenen Europäischen Ländern, das super Finnland schneidet da nicht so gut ab. In der Schweiz ist die Berufsbildung gut, hier kannst du fähige Berufsleute finden. Vielleicht sind unsere Soziologen dafür schlechter. Who cares?
    Ihr lieben könntet doch auch mal andere Problemjugendliche Kategorien suchen, z.B. die Hip Hopper mit ihrem Gangsta und Macho Gehabe, obwohl, da würde euch vielleicht zu schnell auffallen, dass es auch andere gibt.
    Soll man renitente Aargauer nach Wohlen ausschaffen?
    Ich bin nicht blauäugig, ich kenne die Probleme, nur kenne ich leider auch die Probleme mit genetischen Schweizern.

    • Eremit sagt:

      Die da wären … ?

      • Stef sagt:

        Zum Beispiel Molotov Cocktails an der Fassade (von ganz genetischen), Überfällen (von ganz Kriminellen), anpöbeleien (von ganz Besoffenen) Auch Raser kommen nicht ganz alle aus dem Balkan…

      • Hansli sagt:

        @Eremit: Probleme mit Schweizern… Sachbeschädigung (das sind nie Ausländer), Hirn wegkiffen und saufen, null Bock auf Schule, Hobby Lehrer fertig machen, Körperverletzung, usw….. Das ganz normale Repertoire.

    • Cara Mia sagt:

      Stef, so viel anders ist es hier nicht. Schau Dir mal das Freitag Magazin von 20 Min an, welches genau diese Zielgruppe hat. Es gibt einfach viele Szenen, auch diejenige der harmlosen, anständigen Kids, und das ist die grösste, aber eben auch stillste.

  • Stefan sagt:

    Im Bildungs- und Betreuungswesen braucht es mehr Männer. Dafür gibt es unzählige Gründe, die ich hier nicht weiter erwähnen will/muss. Tatsache ist: der Lehrerberuf ist für viele Männer nicht mehr attraktiv, da: kein Ansehen, geringe bis gar keine Aufstiegsmöglichkeiten, eher tiefer Lohn (im Vergleich zur Privatwirtschaft) und 10-12 Stunden-Tage. Ich spreche aus Erfahrung, ich bin selber seit vielen Jahren Lehrer. Und dies auf der Unterstufe. Kinder brauchen männliche Bezugspersonen…

    • Alma sagt:

      Wie wäre es mit Vätern? Die sich um ihre Kinder kümmern und deren Vorbilder sind? Gibts leider eher selten! Weil diese es verpasst haben, ein neues Männerbild zu erarbeiten, in dem Kindererziehung einen hohen Stellenwert findet. Es ist doch beim besten Willen nicht die Aufgabe von Frauen das Selbstverständnis von Männern herauszubilden! Wenn ihr die Hosen nicht selbst anziehen könnt, die Frauen tuns nicht für euch, sie sind nicht eure Mütter!

      • *sigh* sagt:

        >> Es ist doch beim besten Willen nicht die Aufgabe von Frauen das Selbstverständnis von Männern herauszubilden!
        nein ist es nicht. aber feedback (forderung) wäre schon angebracht. einfach unter sich bleiben und die fehlende initiative seitens mann zu reklamieren bringt nichts. auch ein blog wie dieser trägt nur bedingt zum überdenken der rollenbilder bei – ausformulieren/leben müssen das familien/paare bei sich selbst.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Lea, es geht nicht nur um Kinder, da bin ich jeweils zum Familienvorstand und habe dem ganz klar gesagt, dass ich erwarte, dass er seine Söhne im Griff hat, das hat immer gewirkt. Aber wenn die Jungs volljährig sind, kann sich das Mami nicht einmischen, ich weiss ja auch nicht, wo genau die im Ausgang sind. Ich höre dann einfach so Sachen wie, wenn du den falschen Blick aufsetzt, hast du schon verloren. Mein Sohn war kürzlich mit zwei Freundinnen in einem Club, sie hatten Spass, bis eine Gruppe Jugendlicher aus der Türkei und dem Kosovo meinen Sohn bedrohten, einfach so, ohne Anlass, weil sie eifersüchtig waren, dass er mit zwei Mädchen im Ausgang war. Der Bedroher zückte das Messer, nur weil ein Kollege meines Sohnes, der auch ein Türke ist, zufällig hereinkam und den Bedroher zurechtwies, eskalierte die Situation nicht. Ich höre solche Geschichten im Nachhinein, was soll ich machen? Die Jugendlichen, die drohten, waren übrigens alles Jungs, die hier die Schule besuchten und längstens assimiliert sein müssten, da wurde schon vor Jahren das Wesentliche verpasst. In letzter Zeit höre ich immer öfter von Schweizer Jugendlichen, die sich bewaffnen, wenn sie in den Ausgang gehen, das muss man sich mal vorstellen! Wo soll das enden?

    Die gutausgebildeten Einwanderer, die du erwähnt hast, sind wohl für gewisse Schweizer ein Ärgernis, weil sie Konkurrenz bedeuten auf dem Arbeitsmarkt, aber die Probleme machen die andern. Und die gibt es, und zwar in rauhen Mengen, sie wandern ein in die sozialen Netze, nicht in den Arbeitsmarkt, weil sie dafür gar nicht gerüstet sind.

    • suha sagt:

      hallo Pippi, genauso erleben wir es in unserem Dorf auch – unsere Mädchen haben keine Lust mehr ins Jugendzentrum zu gehen weil dieses von ebendiesen Probelmgruppen „besetzt“ ist, um den Freund meiner Tochter habe ich auch Sorge, da beide im Ausgang schon angepöbelt wurden – wahrscheinlich aus Eifersucht weil er ein Mädchen dabeihat – ihre eigenen Mädchen sieht man ja im Ausgang dann nicht mehr, die dürfen wohl nicht mehr raus, umsomehr gelten unsere Mädels als Freiwild.
      Es ist wirklich ein Problem für unsere Jugendlichen, eine Realität und mich ärgert das auch sehr, dass man da immer als rassistisch beschimpft wird.

    • Eremit sagt:

      „weil sie Konkurrenz bedeuten auf dem Arbeitsmarkt, aber die Probleme machen die andern.“
      Und nicht nur das. Da tendenziell mehr Männer als Frauen in die Schweiz einwandern wird der „Frauenmangel“ bei den U30 noch verstärkt. Daduch liegt es auf der Hand, dass der Nebenbuhler aggressiv wird, wenn Sohnemann gleich mit zwei Frauen flirtet.

      Mögliche Lösung: Für jeden einwandernden Mann muss auch eine Frau (mit-)einwandern.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        ja, originell, aber vielleicht gar nicht schlecht….

      • Lea sagt:

        Und die U30 Mädels finden die Gangstas ja dann noch cool und äffen deren slut bitches nach. Ich weiss der ist böse aber nicht unwahr.

    • Lea sagt:

      und wie soll das bewaffnen gehen. meines wissens sind knarren in der schweiz von minderjaehrigen nicht leicht zu kiregen. und waffentragscheine kriegst du auch nicht einfach so.

      macht doch metalldetektoren an den eingang des jugendzentrums.

      mit dem messer bedrohen ist eine straftat gegen leib und leben. und erst noch in einem club mit zeugen. und ihr geht nicht zur polizei anzeige machen? warum?

      eigentlich sollte aus dem club heraus der polizei sofort angerufen werden wenn jemand mit messer oder schlimmerem aufkreuzt. wieso darf jemand ueberhaupt bewaffnet in einen solchen club?

      und wo ist der obligate rausschmeisser typ (bouncer).

      es ist mir wurscht ob der taeter aus der schweiz, dem kongo oder vom mond kommt. aber das law enforcement muss eben schon funktionieren. dazu gehoert eben auch, das denen angerufen wird bzw anzeige erstattet wird.

      nix da kuschen.genau deshalb nimmt diese pest ueberhand.

      • *sigh* sagt:

        Deine THEORETISCHEN verhaltensregeln sind ja schön und gut, bloss in der Realität nicht mehr viel Wert…

        >> und wie soll das bewaffnen gehen. meines wissens sind knarren in der schweiz von minderjaehrigen
        >> nicht leicht zu kiregen. und waffentragscheine kriegst du auch nicht einfach so.
        das ist jetzt ein witz oder? sich zu bewaffnen ist nun wirklich nicht schwer.

        >> macht doch metalldetektoren an den eingang des jugendzentrums.
        würde von vielen als „aufgeben und sich mit dem problem arrangieren statt es zu lösen“ verstanden werden.
        folglich kriegen die kinder einfach verbote sich an solch gefährlichen orten (jugendzentrum!!!) aufzuhalten.

        >> mit dem messer bedrohen ist eine straftat gegen leib und leben. und erst noch in einem club mit zeugen.
        >> und ihr geht nicht zur polizei anzeige machen? warum?
        zeugen? finde erst mal einen der auch bereit ist auszusagen (anonym nicht möglich) und das müsste ja auch sofort organisiert werden. in der situation ist man mit solch „prozesstaktischen“ aufgaben meist ein wenig überfordert.
        anzeigen habe ich inzwischen 4 stück laufen und keine der untersuchungen hat auch nur irgendein ergebnis gebracht. die überlegung für mich war folglich jene, mich selbst darum zu kümmern (mich selbst bewaffnen).

        >> eigentlich sollte aus dem club heraus der polizei sofort angerufen werden wenn jemand mit messer
        >> oder schlimmerem aufkreuzt. wieso darf jemand ueberhaupt bewaffnet in einen solchen club?
        darf man nicht, passiert aber. hatte die meisten probleme ohnehin immer vor der tür der clubs. gibt übrigens nicht wenige clubs die diese problemkinder gar nicht reinlassen (funktioniert nach meiner erfahrung je länger je besser), damit wird das problem aber nur verlagert. ich empfehle immer als grosse gruppe aufzutreten und sich nicht so zuzudröhnen dass man „ausgeliefert“, bzw. der eigenen aktionen nicht mehr bewusst ist.

        >> nix da kuschen.genau deshalb nimmt diese pest ueberhand.
        glaubst du wirklich, dass bei einem typen, der seit seinem 15. lebensjahr einträge im strafregister hat, eine weitere anzeige irgendwas bewirkt? der definiert sich schlussendlich noch darüber und ist stolz darauf. er hat zugegebenermassen auch nur eine kleine chance das leben das ihn erwartet (was ihn frustriert) nicht leben zu müssen –> gemeinhin bekannt als „perspektivlosigkeit“. und ja, manche menschen sind einfach nur dumm und nicht mehr nach-erziehbar (das darf als vorwurf/warnung an die eltern verstanden werden).

        jenseits der 25ig siehts dann ja doch auch schon wieder anders aus, habe schon länger keine konfrontationen mehr erlebt, was aber sicher auch mit dem inzwischen klügeren verhalten meinerseits zu tun hat.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich kann die Ausführungen von *sigh* nur bestätigen, vor allem was das Bewaffnen und das „Stolz sein“ auf die Anzeigen angeht. Im Internet ist es relativ leicht, an Waffen zu kommen, auch aus dem Ausland.

        Die Jungs sind nicht nur stolz auf die Anzeigen, sondern noch mehr auf Knasterfahrung. Sobald sie im Knast waren, sind sie a real man, kein Witz, das gilt in gewissen Kreisen als Auszeichnung.

        Die „kleinen Pisser“, sorry für den Ausdruck, haben nichts anderes im Sinn als grossspurig aufzutreten und überall „Lämpen“ zu machen. Vor einiger Zeit war im Gymi Köniz ein Schülerfest, das durch solche Krawalltypen aufs Übelste gestört wurde. Natürlich ist mir der Hintergrund klar, Gymnasiasten sind das Feindbild für solche „bad guys“. Ich habe auch ein gewisses Verständnis, dass da Wut aufkommt bei den vermeintlich Chancenlosen, aber viele von denen hatten durchaus auch Chancen, zogen es aber vor, nichts zu tun, weil es ja uncool ist, sich in der Schule etwas anzustrengen. Dann fanden sie keine Lehrstelle usw., es ist ein Teufelskreis.

        Ich könnte viele solche Beispiele erzählen, es ist wirklich ein Problem.

      • Lea sagt:

        @*sigh* sagt 27. April 2010 um 12:15:
        @Pippi Langstrumpf sagt 27. April 2010 um 20:49:

        Theoretisch ist da gar nichts. Eure Probleme scheinen wirklich daher zu kommen, dass Eure Polizei sehr lasch ist. Hier würde bei einem solchen Vorfall nicht nur ein Polizeiwagen mit zwei Beamten aufkreuzen, sondern weitaus mehr, sobald eben etwas mit Waffen vorliegt. Die Jungen werden unter Umständen auch als Erwachsene angeklagt. bei Verurteilung werden sie nach Absitzen der Strafe deportiert, wenn sie nicht US – Bürger sind und die green card, falls vorhanden, eingezogen.

        jedenfalls hört man sehr selten von Vorfällen wie die geschilderten. es fragt sich allerdings, ob man den eigenen Kindern den Umgang in einem solchen Umfeld überhaupt erlauben soll.

        dass die Identität von Zeugen nicht vor den Angeklagten geschützt wird, ist eh ein Verfahrensmangel.

        zu den Waffen: die begeben sich ganz einfach in die Illegalität und sind somit nicht besser als die Messer wetzenden Pseudogangstas.
        Die Waffen können dann ab Internet per Post oder Fedex versandt werden? Ebay hat die Waffenauktionen genau deswegen abgeschaltet, zumal die hier dann, wenn was wirklich schief läuft, durch zivilrechtliche Verfahren (wrongful death suis) ganz krass an die Kasse kommen.

        Gymi Fest: wie war die Zutrittskontrolle? waren die Typen geladene Gäste? Gab es Security?

        wahrscheinlich alle drei Fragen mit nein zu beantworten. oder?

        worauf ich ansprechen will, ist, dass zb die angeklagten im Münchner Vorfall in Deutschland härter angegangen werden. was geschah? Empörung im Schweizer Medienumfeld, dass die armen Kids in der Schweiz besser wegkommen würden und es solle versucht werden, den Prozess in die Schweiz zu verschieben, was juristisch gar nicht möglich ist.

        einfach zu lasch. insbesondere die Polizei. trotzdem. Einfach den Missstand bejammern bringt nichts. was dabei geschieht, ist dann das frustrierte Inunedo gegen bestimmte ethnische Gruppen, die das immer sein sollen.
        aber Zero Tolerance gegen Gewalt wird dann mit tausend gründen gegen-argumentiert, ja das bringe halt doch nichts.

        dann wählt eben die Polizeipräsidenten, die das machen. oder stellt bewaffnete – und vor allem ausgebildete – Sicherheitsleute für das Kanti Fest an. das selber bewaffnen und so weiter kommt meist ungut heraus, weil die Leute gar nicht geschult sind, mit solchen Situationen umzugehen.

  • Lea sagt:

    Reizwort Warnung!
    Reizwort Warnung!

    es wird eine Verbindung zwischen dummen Jungs und Islam gesucht.
    Eremit stimmt den Sirenengesang des Abendlandes an!

    die ganze Thematik von pseudostatistisch belegten ‚Unterschieden‘ ist:
    rassistisch.
    man kann auch solche Konstrukte über die Schädelform herleiten. Wurde ja auch schon gemacht.

    Traurig ist, dass im 21. Jahrhundert das nicht einmal mehr erkannt wird.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Lea, dass eine Masseneinwanderung von bildungsfernen Schichten für ein kleines Land wie die Schweiz ein Problem ist, hat mit Rassismus nichts zu tun, aber sehr viel mit Realismus. Es bringt nicht, bei jeder Kritik am wirklich kritikwürdigen Verhalten vieler männlicher Jugendlicher aus patriarchalen Gesellschaften gleich die Rassismusfahne zu hissen. Diese Diskussion muss geführt werden, nur so kann die Gesellschaft als Ganzes die Oberhand behalten. Ich möchte sehen, wie du reagieren würdest, wenn du selber Kinder hättest, die sich mit der ganzen Problematik auseinandersetzen müssen und dabei kaum Unterstützung bekommen. Meine Jungs haben viele Kollegen aus anderen Kulturen, sie sind sicher keine Rassisten, aber sie müssen allzeit bereit sein, sich ihrer Haut zu erwehren. Ich finde solche Zustände einfach nur SCHEISSE!

      • Lea sagt:

        Hey hey cool it!

        Ich habe darauf hingewiesen, dass mit Pseudostatistiken Intelligenz und andere Qualitäten anhand dem Unterschied der reproduktiven Organe zu beweisen versucht wird. Es sind leider nun wirklich dieselben Untersuchungen mit der gleichen Methodologie wie im dritten Reich. Lies doch mal deren ‚medizinische‘ Untersuchungen. Es sind nur andere Kategorien, damals stand arisch, slawisch, subhuman drauf. Heute sind andere Wörter drauf, die Methodik ist genau die gleiche.

        was du als Massenimmigration von bildungsfernen Schichten bezeichnest, sind in Wirklichkeit gut gebildete und – bezahlte Leute, die dann Preistreiberei auf dem Wohnungsmarkt verursachen.

        Wenn Leute in die Schweiz kommen, haben sie sich den Gesetzten des Landes zu beugen. dies geschieht in den von Dir geschilderten Situationen nicht.

        Das wirkliche Problem ist, dass eure law enforcement Leute die bestehenden Gesetze nicht durchsetzen.
        So etwa bei den illegalen. Illegal = raus. Und wenn das Heimatland die nicht will, eben Detention. Illegale Einwanderung ist eine Straftat.

        Aber nein. man bezahlt denen Wohnungen, Handys und the whole nine yards, während die einheimischen auf dem Sozialamt abblitzen.

        ich würde zudem äußerst vorsichtig mit dem Wort bildungsfern umgehen, besonders in einem Land, das seine einzige Ressource – gut gebildete Bürger – durch fragwürdige Reformitis dermaßen zerschossen hat, dass das Niveau der Bildung weit unterdurchschnittlich ist – genau einer der Gründe, dass die oben genannten gut gebildeten Einwanderer den einheimischen die guten Jobs abnehmen.
        wie ich anderswo schon mal sagte, diejenigen, die dieses neue Schulsystem gebaut haben sind Komplettidioten. Man scheisst nicht in den einzigen Brunnen den man hat. Insbesondere, wenn das System davor weltweite Spitze war.

        du versuchst hier ein side stepping. Es geht nicht um Immigration, sondern um Diskriminierung der männlichen Kinder und mit welcher Methodik da argumentiert wird. ich benutze nicht ohne Grund das Wort Lebensstilfaschisten.

        Aber wegen verhalten und so: Dies ist mein land,meine kultur und meine regeln. Kommt der/die Bully ohne Anstand damit nicht zurecht, dann get the f out of here. Wenn er meint, er koenne seinenn Klan bemuehen 9was ja meist die hinerhaeltige drohund ist), dann muessen sich die einheimishcne eben entsprechend organisieren.

        Wuerde dasmeinem Kind passieren, dann wuerde ich es bei jedem vorkommen von bullying schnurstraks zum teuersten arzt des ortes bringen. Psychologe usw. Dann die rechnung an die eltern von dem a.
        Inklusive Betreibung usw.
        Ditto jede Möglichkeit der klage nutzen.
        Ditto zu ersetzende Kleider usw.

        just to piss them off.

        Und wenn die Polizei nicht eingreifen will, dann eben auch Beschwerde deswegen.
        Ihr scheint wirklich Mühe damit zu haben, den frühen Anzeichen von Gewalt Einhalt zu gebieten. Zumindest scheint die Polizei zu dem Thema sehr lasch zu sein.

        Hier z.b. ist es so, das die Eltern solcher Kinder in schwerwiegenden Fällen sogar ins ‚Stadthotel’ müssen. Soeben geschehen in einem Fall, wo nach Verwarnungen über sechs Monate keine Besserung erfolgte. Die Eltern müssen nun 97 Tage in die Kiste.

      • Eni sagt:

        @ Lea

        Da gebe ich Ihnen Recht: sofort die Polizei einschalten, dann hat das Pack die Hosen voll. Hab ich auch so gemacht, als Jugndliche auf meinen 6 Jährigen losgegeangen sind.

    • Eremit sagt:

      „es wird eine Verbindung zwischen dummen Jungs und Islam gesucht.
      Eremit stimmt den Sirenengesang des Abendlandes an!

      die ganze Thematik von pseudostatistisch belegten ‘Unterschieden’ ist:
      rassistisch.“

      Was genau ist rassistisch? Etwa, dass Jungs von Natur aus keine Kinder gebären können? Oder dass Frauen 100 Meter zufuss nicht innert zehn Sekunden zurücklegen können? Oder dass früher über 60% der Matruanden Männer waren? Oder dass heute 56% der Nichtberufs-Matruanden Frauen sind?

      Der Islam ist wie das Christentum nicht eine Frage der Nationalität, sondern der (Theo)Logie.
      Ja, es is traurig, dass im 21. Jahrhundert mehr und mehr Nächstenliebe nur ein Wort ist ohne Bedeutung.

      • Lea sagt:

        Sie haben meinen Einwurf nicht verstanden. Sie haben mit „Das Ende der Gesellschaft, bzw. die “Verdrängung” durch eine andere wie z.B. den Islam ist dabei das logische Ergebnis“ impliziert, dass das Ende des Abendlandes imminent sei und eine Verdrängung durch den Islam erfolge. Dies in einem Thema, wo Sie die ganze Lächerlichkeit der im Artikel zitierten ‚Studien‘ aufwärmen. die Wertlosigkeit der Zitate wurde schon lange nachgewiesen.

        ich habe da nur noch eins draufgesetzt, weil die ganze Hype um Genderstudien Grundsätzlich fragwürdig ist. es gibt solche ’soziologischen’ Studien auch zu Hautfarben und Kriminalität, wo versucht wird, einen kausalen Zusammenhang nachzuweisen.
        bei dem Thema werde ich eben zynisch, weil ich immer mehr sehe, wie Rassismus im System eingebettet ist,

        oder statistisch nachgewiesen werden will, dass Männer gewaltbereiter seien als Frauen, obwohl gerade da die zahlen des Justizministeriums zu Anzahl rechtsgültiger Verurteilungen genau und in absoluten Zahlen belegen, dass es keine Korrelation zu Geschlecht, Hautfarbe, sozialer Schicht usw. gibt.

        genau solche Schein-Kausalitäten wurden damals in dritten Reich mit denselben pseudostatistischen und morphologischen Kategorien konstruiert, um die dann folgenden einschlägigen Gesetze zu legitimieren.
        Genau dasselbe geschieht wieder. Auch wenn die zu legitimierenden Gesetze nicht so drastisch sind.
        Ergo machte ich eben den Bezug so wie ich es geschrieben habe.

        Etwas anderes würde ja heissen, dass jemand, der ’nur‘ die SS Uniform tragen will, nichts mit dem Gedankengut am Kopf habe, weil er ja neben der Uniform tragen nichts weiter tue.

  • Eremit sagt:

    Danke, dass hier auch weiterführende Link vorhanden sind.

    „… weil sie Angst haben, als Streber zu gelten, weil unter Jungs Schule «uncool» ist.

    – Dass somit die Rollenbilder, die Jugendliche vom eigenen Geschlecht im Kopf haben, den Schulerfolg massgeblich beeinflussen. Und mitnichten das Geschlecht der Lehrperson.“

    Liegt es dann nicht auch an den Medien Texte zu unterlassen wie „Männer die schlechteren Lehrpersonen zu sein als Frauen“, oder zumindest zu erwähnen welche gesellschafts- und zukunftsprägende Berufe Jungs ausüben werden?

    Männer und Frauen müssen in einer Gesellschaft sich respektvoll auf gleicher Augenhöhe begegnen um gemeinsam in die Zukunft gehen zu können. Wenn dies nicht der Fall ist, so wird die Entwicklung die selbe sein wie bei einigen Mutter – Tochterbeziehung: Die ist Trennung vorprogrammiert. Und keine solche Tochter möchte mit ihrer Mutter, auch wenn es biologisch möglich wäre, Kinder haben. Das Ende der Gesellschaft, bzw. die „Verdrängung“ durch eine andere wie z.B. den Islam ist dabei das logische Ergebnis. Gut, mir könnte dies auf eine Art egal sein, nur wenn man dann all die „Leichen“ bis dahin betrachtet, so ist dies nicht wünschenswert.

    „…dieselbe Studie belegt, dass die so wichtige Leseleistung beider Geschlechter leidet, wenn sie vier Jahre lang von einem Deutschlehrer, nicht von einer Deutschlehrerin, unterrichtet werden. Zumindest was das Lesenlernen anbelangt, scheinen Männer die schlechteren Lehrpersonen zu sein als Frauen und zwar für Mädchen und Knaben.“

    Zur Studie von Martin Neugebauer gibt es leider keinen Link wodurch nicht überprüft werden kann unter welchen Rahmenbedingungen und in wievielen Fällen ein männlicher Lehrer den Lesekompetenzen schadetet.
    Wenn man dies ignoriert, dann muss man fairerweise vom selben obigen Link die Studie von Marcel Helbig erwähnen und die Erkenntniss daraus „Bei der Notenvergabe bekamen Jungen in Schulen mit einem höheren Anteil männlicher Lehrer bessere Noten in Mathe, in Deutsch jedoch nicht.“
    Keine Studie erwähnt, dass grundsätzlich Frauen oder Männer die bessere Lehrpersonen sind, es sei denn, man gewichtet Lesen grundsätzlich viel stärken, als das logische Denken, sprich Mathematik.
    http://www.wzb.eu/presse/pdf/lehrerinnen_helbig_text.pdf

    Bei der Sudie von der Uni Bern, waren gemäss PDF zwei von drei Personen weiblich, was für sich selbst spricht. Die Studie kommt zum Schluss „Keine nachweisbare Diskriminierung bei der Notengebung“. Leider gibt es keine Grafik welche dies auch belegt. Interessant wäre da der Versuch, wenn einige Klassen in Mathematik nur von patriachanten Lehrer unterrichtet werden, diese dann jeweils eine Prüfung zusammenstellen und die Ergebnisse benoten und dann vergleicht mit anderen Klassen in Mathematik die nur von matriachanten Lehrerinnen unterrichtet werden, diese dann jeweils eine Prüfung zusammenstellen und die Ergebnisse benoten. Das selbe Experiment müsste man auch in Deutsch machen.
    Interessant bei der Präsentation ist die Grafik Seite 25. Ob man jetzt alles Lehrerinnen oder Lehrer hat, beide Fälle sind Basis für „sozialen“ Sprengstoff, was sich bei Seite 21 wiederspiegelt.
    http://www.faulejungs.ch/pdfs/referate/SeniorInnenuni2010.pdf

    Aufschlussreicht zum Thema Lehrer – Lehrerin ist folgender Link:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/zuerich_brueskiert_die_romandie_1.5468889.html

  • Peter sagt:

    Ja ja, das Wort „belegen“ wird in der Soziologie sehr inflationär benutzt. Heutzutage findet man für jede Meinung irgendeine Studie, die diese „belegt“!

    Ich kann mich Macho nur anschließen. Niemand will einen Backlash, aber Fakt ist dass in der Gesellschaft eine mehr oder weniger latente Misandrie herrscht und diese auch noch akzeptiert oder gar gefördert wird! Jungen sind anders als Mädchen, nur werden männliche Probleme einfach als naturgegebene Eigenschaften des plumpen primitiven Mannes gesehen und lediglich bestraft, ohne die Gründe zu erforschen und dagegen zu steuern. Warum ist Schule bei Jungs uncool? Warum sind Jungs lernfaul? Sind sie so geboren? Weil sie halt dumme Männer sind und Schluss? Danach wird nicht gefagt, stattdessen wird lieber erforscht dass ja niemand, schon gar nicht die armen Lehrerinnen, daran Schuld sind! Sind sie vielleicht auch nciht direkt, aber ich kann sagen dass mir als Kind einer alleinerziehenden Mutter ein männliches Vorbild durchaus gefehlt hat, und dass die wenigen männlichen Lehrkräfte pädagogisch durchgängig kompetenter waren als ihre weiblichen Kollegen, soviel zum Thema männliche Lehrer können niemanden das Lesen beibringen!

    Jungs werden mit ihren Problemen allein gelassen, weil sie angeblich zum unveränderlichen Wesen des Mannes gehören und weil das Rollenbild des Jungen immer noch so aussieht, dass er immer stark sein muss, mit allem selber fertig werden muss und sich zusammenreißen soll. Den hilflosen Mädchen muss man helfen. Wenn Mädchen aus ihrem Rollenbild ausbrechen ist das selbstbewusst und gut, wenn Jungen dass tun, sind sie Weicheier und Warmduscher!

  • macho sagt:

    Ich hab durchgehend eine feministische Ausblidung verabreicht bekommen. Für mich als Knabe war das einfach gesagt scheisse, meine Schulkolleginnen sind dagegen aufgeblüht, was ja auch gut ist. Versteht mich da nicht falsch. Falls wir an unserem Schulsystem was ändern, dann nur um die schwachen Schüler zu fördern, welche zur Mehrheit Knaben sind, und nicht um die Mädchen wieder zu benachteiligen wie es früher war! Ich bin noch nahe an dieser Sache dran, weil ich erst 21 bin. 95 % meiner Kolleginnen und Kollegen würden ihnen bestätigen, dass man besser ein Mädchen ist in der Schule. Ihr wollt das nicht hören, weil es populistisch patriarchalisch tönt und euch verunsichert, da ihr denkt, dass wir grundsätzlich aus der Emanzipation und dem Feminismus heraus alles richtig machen, solange wir weibliche Individuen fördern. Leider lässt ihr dabei 50% der neugeborenen Menschen aus, die in eurer neuen Welt funktionieren sollten. Man lässt sie allein mit Vorwürfen und ohne Vorbilder, da eure Generation den Mann als anfassbares, gutes Rollenbild zerstört habt und Männer wie Herr Marti, die allem weiblichem unreflektiert in der Arsch kriechen, als das neue weiblich-männliche Vorbild anseht.

    Ich benütze harte Wörter und es sieht sicher so aus, als ob ich ein kleiner, dummer Ghetto-Junge bin, der den Backlash als Ziel hat. Doch ich bin wirklich nicht so! Ich will einfach mal ein Bewusstsein für die speziefisch männlichen Probleme, wie man nötigerweise vor geraumer Zeit die speziefisch weiblichen Probleme angegangen ist und viele Vortschritte gemacht hat.

    Meine Ex-Freundin, die studiert und eine selbstständige,intelligente, starke Frau ist, hat mir in unseren Diskussionen immer bestätigt, das es mal Zeit ist, etwas für die Männer zu tun, ohne dabei die Frauenrechte und deren Baustellen zu vergessen und ohne einen Backlash herbeizuführen wollen. So denke ich auch.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Hallo macho 🙂 Ich finde Ihre Kommentare enorm wichtig, bleiben Sie unbedingt dran!
      Weiss nicht ob der Herr Marti hier überhaupt mitliest, und ob ihn gegenteilige Meinungen zum Reflektieren anregen
      (ich wär als Verfasser allerdings schon leicht erschüttert ob all der Hintergrundhinweise auf die erwähnten Studien und involvierten Personen…) ,
      aber ich denke es lohnt sich immerhin für alle Mitleser, eingelullt wird auf diesem Gebiet wirklich viel zu viel und es braucht jede Stimme die ausgewogen Kontra gibt! Leider helfen bei überideologisierten Köpfen nicht mal mehr harte Worte…, im Gegenteil, diese kämpfen zwar selber mit harten Bandagen, aber wehe jemand anders wagt es ihnen gleichzutun.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich bin ganz deiner Meinung, dass viele Interessen der Jungs in der Schule zu kurz kommen. Es ist deshalb wichtig, dass die Männer, speziell natürlich die Väter, sich der Jungs annehmen. Auch die beste Mutter kann einem Bub nicht vorleben, wie ein Männerleben sein kann. Die Männer sind hier ganz stark in der Verantwortung, es geht auch nicht nur um die Schule, sondern ganz generell darum, sich als Kind, Jugendlicher und junger Mann in der Gesellschaft zurechtzufinden.

      Diese ganzen gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen jungen Männern aus verschiedenen Kulturen müssten nicht sein, wenn sich junge Männer ihrer Rolle bewusster wären. Du glaubst nicht, wie oft ich als Mutter in solchen Diskussionen an meine Grenzen kam. Meine Jungs sind eigentlich friedlich, aber sie wollen natürlich auch nicht zu denen gehören, die man drangsalieren kann, wie findet man hier einen Weg, ohne das Situationen gewalttätig werden, sogar eskalieren? Mein jüngerer Sohn ist übrigens genau gleich alt wie du. Gewisse neuralgische Plätze werden nicht aufgesucht, trotzdem finde ich es sehr belastend, wenn ich sehe, welchen Herausforderungen und Gefahren junge Männer ausgesetzt sind, ich könnte manchmal schreien vor Ohnmacht, wenn ich gewisse Situationen geschildert bekomme. Ich bin überzeugt, wenn erwachsene Männer präsenter wären, würden viele heikle Momente gar nicht entstehen. Junge Männer werden mit ihren Problemen alleingelassen, eine gewisse Sicherheit gibt es nur für Stubenhocker, wer will das schon sein, das Leben findet ja nicht vor dem Compi statt. Es begann, als sie in die Pubertät kamen, und es ist noch nicht vorbei, auch wenn es langsam besser wird. Es ist doch nicht normal, dass man quasi Kriegszustände erleben kann, nur weil man sich ein wenig amüsieren will, das Leben geniessen, nachts in den Ausgang.

    • Don Carbron sagt:

      Hallo Macho

      Finde ich super Deine Einstellung. Endlich bringts mal jemand auf den Punkt. Ich bin zwar zwanzig Jahre älter aus Du, aber das war damals schon so und hat und wird sich nicht ändern…. Die Lehrberufe sind eine Frauedomäne und solange das so ist wird sich in dieser Hinsicht auch nichts ändern.

      Ich möchte die Geschichte auch nicht in die Steinzeit zurückdrehen, bin jedoch ganz klar der Meinung, das viel der sogenanaten „Frauenverwirklichung“ auf Kosten der Männer geht und diese leider nicht nur in der Schule.

      Anzustreben währe meiner Meinung nach ein „Mitteinander“ wo sich beide Geschlechter ihrem Naturell entsprechen verwirklichen können.

      Gruss
      Don Cabron

      • Esmeralda sagt:

        Hallo Macho
        Ich bin auch Deiner Meinung, dass die Jungs zu kurz kommen. Auch sonst ist das Leben der Männer nicht einfach. Nur…. wir Frauen haben dafür gekämpft, dass es so wird.
        Nemmt eure Zukunft selbst in die Hand und kämpft für eure Interessen. Wir Frauen werden das sicher nicht für euch tun.

  • macho sagt:

    Ich könnte einfach kotzen bei so einem Artikel. Schlagwörter -> check, Vorurteile -> check, männlicher Oberflächen-Feminismus -> check, Belanglosigkeit -> check, unemprisch -> check, et voila, jede Taste die sie beim Verfasen dieses Textes drückten, war überflüssig.

    Ihre beiden Kolleginnen Frau Althaus und Frau Binswanger habens einfach besser im Griff. Ich hoffe sie bekommen nicht mehr so viel Platz hier in diesem Blog, der eigentlich sehr gut und spannend ist.

  • suha sagt:

    Mit insgesamt über 20 Jahren und ca 50 verschiedenen Lehrpersonen Schulerfahrung mit 3 Kindern vom Kindi bis in weiterführende Schulen kann ich grob die Bilanz ziehen: 2 hervorragende Lehrpersonen, je 1 weiblich und 1 männlich, 4 katastrophale Lehrpersonen je 2 weiblich und 2 männlich – der Rest: na ja, Glück gehabt, dass es nicht schlimmer kam, mehr oder weniger – Bilanz: das Schulsystem ist überhaupt nicht den Bedürfnissen der Kinder UND vor allem der Jugendlichen angepasst – die hervorragenden Lehrpersonen hatten immer angeeckt bei ihren Kollegen und bei den Schulbehörden und leider auch bei unverständigen Eltern.
    Und ja, die Tatsache, dass viele Buben v.a. in der Oberstufe (Sekundarschule) – da wo ja vor allem Männer unterrichten, wenigstens nach meiner Erfahrung – total aushängen und nur noch das Allernötigste machen kenne ich auch, wobei es meiner Tochter wahrscheinlich nicht weniger „stinkt“, sie aber viel pflichtbewusster ist. Sie könnte niemals zur Schule ohne die Aufgaben erledigt zu haben o.ä. und sie selber begreift das nicht, wie das den Jungs einfach egal sein kann und einen Eintrag nach dem andern zu kassieren. Hier liegt ja anscheindend auch ein grosser Mentalitätsunterschied zwischen den Geschlechtern.
    Ein Riesenproblem liegt darin, dass die Jungendlichen im Pubertätsalter von uns Erwachsenen oft überhaupt keine Unterstützung erfahren im Prozess „Erwachsenweden“ sondern im Gegenteil – oft leider von den Lehrern – überhaupt nicht ernst genommen werden und kleingemacht und demotiviert werden wo es nur geht! ich hätte da einige Beispiele – und leider haben auch einige Eltern das Gefühl, ihr Kind sei mit 12-18 Jahren jetzt schon „gross“ und man könne es machen lassen, aus Bequemlichkeit, Angst vor Konfrontation oder Unwissenheit. Dies ist aber eine grobe Vernachlässigung der Kinder, sie brauchen uns Eltern und die Auseinandersetzung mit uns in diesem Alter sehr dringend (wobei auch wir Eltern profitiern!! es ist nämlich sehr schön die Kinder durch die Pubertät zu begleiten – (und nur manchmal etwas mühsam 😉
    Ob Mann oder Frau, ob Lehrer oder Eltern, das Geschlecht spielt hier meiner Meinung nach nicht die vorrangige Rolle, sondern die innere Reife und Weisheit einer Person (dies ist NICHT altersabhängig!!). Lehrerpersonen, die ja Multiplikatoren sind, also grossen Einfluss auf sehr viele Menschen haben sollten eigentilch nur mit einem entsprechenden „Menschen-Reife-TÜV“ unterrichten dürfen.

    • Eni sagt:

      @ suha

      Sie bringens auf den Punkt, dass Eltern die Eltern ihrer Kinder sind und nicht deren Freunde. Aber es ist halt viel bequemer, keine Verantwortung mehr übernehmen zu müssen, kaum sind die Kinder aus den Windeln. Vernachlässigung der Kinder hat viele Facetten.

  • Dräger sagt:

    tja, während meines studiums (hispanistik&germanistik) waren merkwürdigerweise die fairsten und humorvollsten dozenten männer, die inkompetentesten und engstirnigsten frauen. aber darf ich sowas überhaupt sagen oder ist das schon diskriminierend, weil frauen-kritisch?

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Finde ich nicht diskriminierend, wenn es so war, dann war es eben so. Diskriminierend wäre, daraus den Schluss zu ziehen, dass Frauen generell engstirnig und Männer humorvoll sind.

  • Der Post von Herrn Marti, der mit zwei Töchtern gesegnet ist, zeigt nur eines: man kann bei der Tamedia als Mann auch mit wenig Intelligenz Karriere machen. Die Postings der beiden Damen sind meist intelligenter. Aus diesem Post spricht nur der Tamedia-Korrektsprech, der darauf abzielt, dass die Budgetentscheidungen in Familien (gerade auch Tageszeitung) von Frauen gemacht werden, die in den 70er, 80er und 90er Jahren sozialisiert wurden und darum in ihrem betonierten Feminismus-Vorurteilen ab und an eine imprägnierende Auffrinschungs-Politur brauchen (am geilsten ist es, wenn dazu der Seibt zur Feder greift, dann funkelt der Belag danach umso schöner). Umso charmanter wenn ein blodgelockter Mann „den Job“ macht.
    Woran krankt die Männererziehung:
    1. Frauen sind in vielem sozial angepasster, geschickter und auch „intelligenter“ als Männer, zumal auch oft fleissiger. Gerade darum schaute früher jeder Mann, dass er eine solche tolle Erzieherin für seinen Nachwuchs bekam. Es gab also bis in die 80er Jahren „Männerquoten“. Als Mädchen musste der Notenschnitt früher eine halbe Note besser sein, damit die Gymnasien ausgewogen mit Männern und Frauen beschickt wurden. Diese Männerquoten wurden durch Gleichstellungsklagen abgeschafft. Dass es nun mehr Frauen am Gymnasium hat ist darum der „natürliche Gang der Dinge“.
    2. Bereiche, in denen sich Männer untereinander messen konnten und Hierarchien von Brillanz und Leistung sich bilden konnten wurden abgeschafft oder im Diskurs ridikülisiert. Es gibt keinen Reich-Ranicki mehr, für den ganze Männergenerationen einen Romane schrieben, um vom Olymp herab ein nettes Wort oder einen scharfen Verriss zu hören. Unter den Stichworten „Männergewalt“ und „political correctness“ wurde der öffentliche Diskurs für geistige Flachmaler zugänglich gemacht. Frau Dr. Lieschen Müller und Theo Gutmensch, der hodenbadende Sitzpinkler, wurden von den 68ern zu den neuen Idolen der Gesellschaft hochgeschrieben. Ein Viktor Giaccobo verzichtet lieber auf den Kult-Status, den er als „Harry Hasler“ haben könnte, um weiterhin als selbstironisch-gequälter Prinz Charles des korrekten Salongesprächs zu gelten.
    3. Da alle Beamtenhierarchien mit Lohngleichheit zunehmend feminisiert sind, gehen Männer in die Boni-getriebenen Sektore der Wirtschaft. Dort können sie sich noch den Lohnvorsprung sichern, damit sie eine intelligente Mutter für ihre Kinder finden können und nicht ihren Nachwuchs einem Hort mit Secondo-Tussen anvertrauen müssen, die nach den Regeln des Gendermainstreamings ihren Nachwuchs auf Durchschnitt trimmen.

    • Hansli sagt:

      den braucht der Mann um die Krippe zu bezahlen:)

    • Lea sagt:

      „… der hodenbadende Sitzpinkler, …und nicht ihren Nachwuchs einem Hort mit Secondo-Tussen anvertrauen müssen, die nach den Regeln des Gendermainstreamings ihren Nachwuchs auf Durchschnitt trimmen.“

      Erstaunlich, dass eine solche beleidigende Sprache so stehen bleibt. Vielleicht ein Gegenbeweis zur Hypothese des Löschens?

      Oder, was ich eher vermute, ein Indiz für Vetterliwirtschaft wegen der gemeinsam benutzten Kantine – oder ist es der gemeinsam bepinkelte Sitz auf der Toilette?

  • macho sagt:

    Sie gehen auf die blöde Hetzkampagne ein, die Lehrerinnen als Ziel hat, anstatt das Problem anzugehen, dass Knaben schlechtere Schulleistungen bringen und immer mehr in der Unterzahl sind an Gymnasien oder Unis. Das ist natürlich verharmlosbar und komplett die Schuld der Knaben, genau so wie es die Schuld der Frauen ist, an weniger Spitzenpositionen zu sein in der Wirtschaft…

    cheksh? oder hoffnunglos?

    ;(

    • Dors Venabili sagt:

      @macho

      Sie haben es richtig erkannt: Es geht Herrn Marti nicht darum, der Sache auf den Grund zu gehen. Er will einfach sein persönliches Weltbild und die politische Ausrichtung von Tagesanzeiger bestätigen können.

  • macho sagt:

    Es geht nicht um das Geschlecht der Lehrperson, sondern darum wie diese unterrichtet und ob diese alle Schüler gleich behandlet, födert, abholt…

  • macho sagt:

    Ich habe nur den Artikel von Herr Marti gelesen und keinen einzigen Kommentar, weil ich emotionslos und pragmatisch bleiben will.

    Herr Marit, wieso machen sie eine Aufzählung wo keine ist? Von einer Aufzählung erhoffte ich mir Fakten und keine subjektive Weiterführung der vorhergehenden Behauptungen. Sie können gleich einen zusammenhängenden Text schreiben, wie ich es gleich tun werde, wenn er so persönlich und un-empirisch ist.

    Es geht, wie sie gesagt haben, nicht um das Geschlecht der Lehrpersonen, sondern um die Knaben, wie sie wohl vergessen haben.

    Ich weiss ausserdem nicht wie ihre Schulerfahrungen aussehen, ich jedenfalls hab so manches erlebt wie auch meine Mitschüler. Meine Kindergartenlehrerin hat uns einmal aufgefordert, einen Knaben unserer Klasse zu verprügeln, offiziell und hörbar vor ihm, weil er „anstrengend“ war. Etwa 4 Knaben, mich ausgeschlossen, haben sich dann nach einem langen Zögern und der wiederholten Aufforderung der Lehrerin auf ihn gestürzt und ihn verprügelt. Er kam in der Primarschule dann in eine Klase für lernschwache Schüler( zu 80% Knaben) wo er jedes Jahr 2 mal macht. Heute ist er übergewichtig, schlägt seine Mutter und ist arbeitslos…

    In der Primarschule hat mich meine Lehrerin auf einer Schulerreise geschlagen, weil ich einem Kollegen Arschloch sagte. Ich habe es meiner Mutter erzählt, als sie mich zufällig auf meine Leherin ansprach und ich nur noch stotterte und schluchzte, es brach richtig raus. Folgen hatte es keine (ein sexueller „Übergriff“ eines Turnlehrers hätte sicher mehr Impakt gehabt).
    In dieser Klasse (1. – 3. Klasse) hatten die Knaben durchgehend die schlechteren Noten, mehr Strafaufgaben, aufgebrachtere Eltern. Knaben wurden durch das Band benachteiligt, Mädchen durften schwatzen, Knaben gaben einem Kollegen einen Klaps und wurden sofort bestraft oder gedemütigt. Die selbe Lehrerin hat auf dem Pausenhof meinen Kollegen ins Gesicht geschlagen, als er eine harmlosePrügelei hatte. Er liess sich dies schon als 11 jähriger Knabe nicht gefallen und schlug zurück.
    Er wurde der Schule verwiesen. Seine folgender Lehrerin im anderen Schulhaus emüfiehl ihm und seinen Eltern, dass er die Real besucht. Er geht heute an die ETH.

    Von der 4. bis 6. Klasse hatte ich einen Lehrer, ich ging von einem Notenschnitt von 4 (einer der schlechtesten, das erste Zeugniss eines normalen Schülers ist durschnittlich auf 5) auf eine 5.5 hinauf und war Kandidat für das Gymnasium.

    Ich hab die Gimi-Prüfung nicht gemacht, wurde aber in der Sek (Sek A heute) immer besser unter meinen beiden männlichen Lehrern. Ich hab dann die Gimi-Prüfung versucht und relativ locker bestanden dank den Vornoten.

    Ist natürlich alles nur subjektiv, meine Erfahrung. Doch viele meiner Freunde haben eine ähnliche Geschichte, viele meiner Kolleginnen bestätigen mir den Grundtenor.

    Ich sage nicht, dass die weibliche Lehrperson ansich das Problem ist, doch ihr Artikel und ihre Verharmlosung, Nichtbeachtung der eigentlichen Probleme, ist armselig, vorallem für einen Mann…

    PS: Das Geschlecht ist besser hier, dieses ist besser da usw. -> are u serious? ja sie sind unglaublich emanzipiert!

  • Eni sagt:

    Können Buben eigentllich davon homosexuell werden, wenn Sie in der Schule von zu vielen Lehrerinnen umgeben sind? Gibt es darüber schon eine Studie?

    • Laura TI sagt:

      Eine berechtigte Frage, wenn man der „Zusammenfassung der Pressemeldung des Wissenschaftszentums Berlin für Sozialforschung zu den Studienergebnissen“ Glauben schenken soll, bei der erwähnt wird, dass Länder, wie USA oder UK sich schon viel länger mit der Problematik beschäftigen und dort deshalb der Ruf nach mehr männlichem Lehrpersonal laut wird aus „Angst, dass Jungen durch eine „Feminisierung“ des Schulumfelds womöglich ihre Männlichkeit nicht richtig entwickeln können“. Da sich diese beiden erwähnten Länder schon länger mit der Thematik auseinandersetzen, muss man davon ausgehen, das solchen Fragen auch bei uns ernsthaft nachgegangen werden wird in Zukunft.

    • hans muster sagt:

      Diese Frage ist jetzt nicht ernst gemeint, oder?

    • steffen martens sagt:

      Die allgemeine Frage wirft schon ein sehr interessantes Bild auf Ihre persönliche Einschätzung auf das Problem von zu viel weiblichem Einfluss auf Jungen. Übersetzt heisst Ihre Einschätzung als Frau soviel, dass: wenn ein Junge in seinen frühen Jahren zu viel weiblichen Launen ausgesetzt wird, nur der Ausweg Homosexualität bleibt. Als Selbstschutz.
      Im Iran hat man das Problem der weiblichen Natur erkannt und unterdrückt sie vorsichtshalber – und schaut was für Männer in diesem Land leben! Der Präsident will sogar Atombomben bauen. Wie männlich! Nicht ein Schwuler! Und in der Schweiz verhandeln ehemalige Bundespräsidenten, anstatt zu schiessen. Vielen Dank Eni, die Lösung ist jetzt offensichtlich: Ganzkörperburkas und Schweigegebot für schweizer Frauen. Endlich kann man wieder das Gefühl haben, in der Schweiz geht es vorran und die Zukunft kann kommen:)

      • Widerspenstige sagt:

        Unbedarfte Frage zu mitternächtlicher Stunde: der erste April war doch schon, oder irre ich mich so?

      • Eni sagt:

        @ Steffen Martens

        Man sollte ja nicht von einem Extrem ins andere fallen. Dass ich mir als Frau Zustände wie im Iran wünsche ist ja völlig jenseits. Ich glaube einfach, dass dieses immer brav sein müssen und usmölele nicht bubengerecht ist. Ich war heite mit meinen Kindern bröteln und da war schnitzen und füürlen das Grösste. Es hatte auch Mädchen auf dem Platz, aber die waren viel weniger am Spiel mit dem Feuer interressiert als die Buben.

        Ich habe auch lange keine Spilezeugwaffen gewollt, da haben meine Kinder halt einfach Stecken genommen. Ich glaube einfach, dass es Dinge gibt, die man erlauben soll auszuleben und ich bin dann lieber dabei als dass sie es heimlich tun.

        Mein Grosser durfte im Winter einen Schiesskurs besuchen, der von der Schule angeboten wurde und das heisst sicher nicht, dass er jetzt einen Krieg anzettelt. Ich selber schiesse gern und kann nicht mal eine Fliege töten. ich glaube einfach, dass Buben Männer sein dürfen müssen.

        Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber mich stört dieses zur Schau stellen.

        Zum Schluss möchte ich Sie noch fragen, ob Sie ein Mann sind oder eine Frau, die unter einem Männername postet. So wie Sie mir die Worte in den Mund legen die ich nie gesagt oder gemeint habe vermute ich letzteres.

      • steffen martens sagt:

        Mein post war natürlich nicht ernst gemeint. Ihr Frage könnte von gewissen Leuten nur so ausgelegt und beantwortet werden, wie von mir demonstriert. Den Gehalt dieser Studien oder Einflüsse von z.B. rosa Kleidchen auf den späteren Charakter von kleinen Mädchen, Plastikpistolen für kleine Jungen und spätere Einstellung zum Krieg, zweifle ich Grundsätzlich an. Das ist Pseudowissenschaft, nicht fundiert und zum allgemeinen Amusement durchgeführt und veröffentlicht. Ich persönlich gehe seit frühester Kindheit im Prinzessinnenkleid, heute im Frank Furter look zum Karneval und habe dazu noch mit Plastikschwertern gefochten. Heute bin ich nicht Schwul und überzeugter Pazifist. Der Charakter und die Weltanschauung wird in der Basis von den Eltern geprägt, in Handeln und Aussagen – und das ist im Grundsatz vor der Einschulung ziemlich gesichert festgelegt. Natürlich wird später noch einiges verfeinert, aber…

        Endgültig klärend: Ich bin ein Mann, mein Name ist mein Blog-Alter-Ego.

      • Eni sagt:

        Also, Sie haben schon ne Art mich auf die Schippe zu nehmen 🙂

        Dass meine Frage betreffend der Homosexualität von anderen falsch aufgefasst werden könnte, ist mir eigentlich egal, wenn man will, kann man alles so drehen wie man wünscht.

  • Gianin May sagt:

    Bei all diesen vorbildlichen Vätern wundert mich das gar nicht.

  • Rolf Walser sagt:

    @vietcong Du liegst falsch. Wir hatten im Grossen Rat des Kt. AG das Schulgesetz dahin gehend angepasst, dass die Lehrperson die rechtliche Handhabe hat (vom Vordietürestellen bis hin zur Time-Out-Massnahme), damit nicht gleich der Anwalt des betroffenen Schülers vor der Türe steht und auf das Recht auf Ausbildung seines ‚Mandanten‘ beharrt. Leider wird das in der Schule nicht konsequent genutzt. Man macht eben lieber auf ‚Sünneli-abgeben‘ und ‚Schoggiverteilen‘

    • Hansli sagt:

      @R.Walser Gesetz und Umsetzung sind zwei Paar Schuhe. Die Lehrer werden von der Gemeinde angestellt und sind der Bevölkerung ausgeliefert. Da muss sich jeder Lehrer genau überlegen, wessen Nachwuchs er bestraft. Den Sohn vom Dorfkönig ist da tabu.

  • Rolf Walser sagt:

    Gewisse Kommentare kommen mir vor wie die Aussage von BR Leuenberger zum Vulkanausbruch. Es sei ja gut dass mal etwas entschleunigt wird… gute Schulqualität und Schulleistung steuern zum Volkswohl bei. Das mag nüchtern klingen, bleibt aber eine Tatsache. Wir beklagen uns dann über die harte Konkurrenz von jungen Berufsleuten aus dem Ausland. Unsere Jugendlichen bekommen nach ihrer von Kuschelpädagogik geprägten Schulzeit die Realität des Berufsleben schnell und hart zu spüren. Für aussenstehende Betrachter mag das ja in Ordnung sein; für die betroffenen Jugendlichen ist das ein Schock. Das heutige, von der 68er geprägte Schulsystem ist bester Nährboden für Privatschulen, die auf einen ausgeglichenen Lehrkörper und Disziplin setzen.

    • Cara Mia sagt:

      @Rolf Walser: es sind eben die Kinder der 68-er, die heute unterrichten, und die haben oft genug selber immer alle Probleme aus dem Weg geräumt gekriegt und stehen vollkommen hilflos vor einer randalierenden Klasse.

      • vietcong sagt:

        chabis, die lehrer stehen hilflos vor den klassen, weil sie gar nicht mehr durchgreifen dürfen, weil sonst gleich die eltern mit anwälten kommen. sprich mal mit lehrern bevor du so eine aussage machst.

      • Cara Mia sagt:

        Muss ich nicht, ich weiss schon, wovon ich rede. Vielen Lehrern ist es einfach egal. Aber es gibt die engagierten natürlich, es gibt tolle Lehrer, und die haben eine Klasse auch in der Hand. Das ist unerlässlich, wenn man unterrichten will.

        Ein Lehrer darf nicht nur durchgreifen, er muss sogar. Bloss handgreiflich darf er nicht werden. Erziehung hat immer auch mit Konsequenzen zu tun.

      • Hedon Zweifel sagt:

        @vietcong
        Von vielen Lehrer, hört man dass die Eltern oft das fast grössere Problem sind. In der Informationsgesellschaft meint eben jeder, er könne mit seinem Internethalbwissen ach noch dreinreden. Habe schon von Müttern gehört die nach dem Durchfallen ihres Spross das Schulgeld zurückfordern wollten weil Sie meinten das zahlen von Schulgeld beinhalte eine so etwas wie eine Erfolgsgarantie, ob die Kinder nun etwas leisten oder nicht. Das ist nicht nur in der Schule, das ist auch in anderen Bereichen so. z.B. beim Arzt, wo der Cyberchonder hingeht, damit seine Selbstdiagnose vom Fachmann bestätigt wird.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Schön gesagt, Cara, vielen Lehrer/Innen ist’s einfach egal, Lehrer wurde man/frau wegen der vielen Ferien und den kurzen Präsenzzeiten, ausserdem reichte es nur für’s Seminar, nicht für’s Gymi. Ja, ich polemisiere, aber ich habe zu viele solche Beispiele gesehen, als das ich noch sagen könnte, es seien Einzelfälle.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Auch wenn Sie viele Beispiele gesehen haben, sind diese immer noch in der Minderheit. Ein Lehrer hat nicht mal halb soviele Ferien wie die Schüler! Wenn Sie die ganzen Ausserhalb-der-Lektion-für-den-Unterricht-im-weitesten-Sinne-Stunden dazurechnen! Das geht vom Lektionsvorbereiten übers Nachbereiten, Telefonate erledigen, zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten für Bezugspersonen dasein usw. Dazu kommen die Belastungen die der Beruf mit sich bringt und vieles mehr. Alle die immer so auf diesem Ferienklischee hocken, sollten sich mal überlegen, warum es denn die arbeitende Bevölkerung nicht gleich reihenweise in die Lehrerberufe geschwemmt hat!!! Ich finde diesen Spruch echt daneben!!!

      • Eni sagt:

        @ Pippi Langstrumpf

        Kann mich da der Meinung von Brunhilde nur anschliessen. Viele Lehrer/ innen sind engagiert und haben auch nicht mehr als 5 oder 6 Wochen Ferien wenn sie ihre Arbeit seriös machen. Wie ich schon erwähnt habe war es ein Fehler die Lehrerseminare abzuschaffen. Was da heute alles aus der PHS geschwemmt wird ist auch nicht alles brauchbar. Sie verfügen zwar dann über ein hohes Fachwissen, aber finden den draht nicht zu den Kindern..

  • vietcong sagt:

    @ Lea

    danke, dass du diese ’studie‘ etwas genauer betrachtet hast. ich selber habe noch nie eine studie zu irgendwas gemacht und ich bin auch kein akademiker oder in der forschung tätig. aber mein hoffentlich gesunder verstand hat mich offensichtlich nicht im stich gelassen, als ich diese powerpoint studie beurteilt habe.

    es ist wirklich ein phänomen. und du hast recht, bei vielen sogenannten studien wird immer noch vorangestellt, dass im fall in den usa das ein thema sei oder dass ‚amerikanische studien belegen würden, dass…‘ – ein absoluter mist. gerade aus den usa weiss man ja, dass enorm vieles absolut wirtschaftsinteressenabhängig und völlig tendenziös ist. wobei das wort tendenziös schon ein missgriff ist, weil die meisten dieser studien schlicht gelogen sind, weil sie immer nur die hälfte der infos bringt, die dem jeweiligen unternehmen nützt. siehe tabak-, waffen- oder fast-food-industrie. warum also soll das in einem politisch hart umkämpften feld wie der bildung anders sein.

    ich bin der festen überzeugung, dass es kein mann/frau problem gibt in der schulde. es spielt sowas von keine rolle ob man von einer frau oder einem mann unterrichtet wird. ich selber hatte eine haupt-lehrerin und ich wurde nicht schwul. hatte insgesamt jedoch mehr männer als frauen als lehrer, wurde aber auch kein frauenverachter.

  • Thomas von Känel sagt:

    Mich dünkt zwei Dinge kommen hier im Blog recht oft zum Ausdruck:
    – Die Beiträge sind z.T. ungenau recherchiert; oft geht es nur darum irgendwelche Themen so süffig und kommentarträchtig wie möglich zuzubereiten (zB die Namensthematik bezüglich des Nationalratsentscheids; bei diesem Thema hier die Auswahl und Interpretation der Studien). Als Resultat hat man eine luftige und aufgebauschte Diskussion um ein Thema dass vernünftige Leute mit zwei Sätzen abhandeln könnten.
    – Alle wünschen sich nur das beste für die Kinder, für sich selbst, für die Frauen, für die Männer, für die Schweiz, etc. Manchmal wäre es vielleicht nicht schlecht kurz innezuhalten und zu überlegen was dieses „Beste“ denn genau sein soll: Eine reibungslose und steile Karriere? So wenige Probleme wie möglich? So viel Geld wie möglich? Totale Abwesenheit von Leid? Ich denke der Kommentar von Wasserkopf (23. April 2010 um 09:16) zeigt schön dass Irr- und Leidenswege nicht zwingend was schlechtes sein müssen – man lernt fast nie so viel wie dann wenn’s einem richtig dreckig geht. Daher wäre vielleicht manchmal ein bisschen Gelassenheit gegenüber Missständen angebracht.

    • vietcong sagt:

      „man lernt fast nie so viel wie dann wenn’s einem richtig dreckig geht.“

      verdammt richtig mann! eine sterile glückgesellschaft würde kein jahrzehnt überleben. der mensch entwickelt sich nur dann, wenn er muss. wir brauchen also den ganzen terror des lebens, wie ich ihn nenne, sonst werden wir fett und faul und sterben aus. glück kann nur verspüren, wer auch unglück kenn.

    • Widerspenstige sagt:

      @Thomas von Känel
      @Redaktion Tagi
      Ich bin ebenfalls etwas besorgt über die ’süffige‘ Art und Weise der Artikel ganz besonders der Titel zum jeweiligen Thema sog. teaser um überhaupt gelesen und motiviert zu werden, hier zu bloggen. Dieses Ziel der Redaktion wäre somit erreicht, wie die Beliebtheit und Kommentaranzahl ja schön bestätigen oder irre ich mich da? Die Themen an und für sich sind meistens so gut und brisant, dass eine fruchtbare Diskussion und brauchbare Lösungsansätze aus weiblicher und männlicher Sicht hier immer mehr ganz erfreuliche Züge annimmt. Ich würde es begrüssen, wenn ein Thema mind. zwei oder drei Tage zur Diskussion gestellt würde und somit der Druck für die ArtikelschreiberInnen etwas nachlassen dürfte und auch die Zeit für intensivere Recherchen gegeben wäre. Aber auch wir BloggerInnen hätten mehr Zeit, sich mit dem jeweiligen Thema intensiver zu beschäftigen und eigene Erfahrungen einzubringen. Das geht halt nicht immer von heute auf morgen und ist viel zu ’schnell-lebig‘ gedacht. ‚Gut Ding will Weile haben’…gilt immer noch oder ist wieder ein echtes Bedürfnis. Ein Wunschtraum?

      • vietcong sagt:

        man nehme sich hierzu ein beispiel am blog von herrn hugo stamm. da kann ausführlich diskutiert werden. ich bin dort schon seit mehreren jahren. hier hats mir nach wenigen wochen abgelöscht, weil einfach viel zu schnell neue themen kommen und man die diskussion selten vertiefen kann.

  • Wasserkopf sagt:

    Dieser Kommentar ist vor allem an Eltern gerichtet, die am Verzweifeln sind, weil ihre Söhne nicht so brav studieren wie die Mädchen.
    Ich bin Vater von drei Buben, heute alle über 20 Jahre alt, einer von ihnen bereits zuhause ausgezogen. Keiner der drei hat eine geradlinige Schulbildung gemacht, alle waren eine Zeit lang im Gymnasium, keiner hat die gymnasiale Matura abgeschlossen. Einer ist bei der Matura 2 x durchgefallen, einer ist aus dem Gym geflogen und einer ist selbständig gegangen. Alle drei haben heute eine Berufslehre und die BM. Alle drei habe auch zwischendurch mal gejobbt, gereist oder gar nichts gemacht. Und allen geht es heute sehr gut! Waren sie zu faul fürs Studium? Nein, sie hatten einfach zu viele andere Interessen.
    Ist die geradlinige Ausbildung, wie sie die Mädchen bevorzugen wirklich besser? Primarschule-Sek-Gym-Unistudium? Was haben diese Mädchen schon von der realen Welt gesehen, wenn sie mit 28 den Doktortitel im Sack haben?
    Mein Mittlerer war auf den Gym, hat als Gärtner gejobbt, hat eine Lehre als Zimmermann gemacht, in Tankstellenshops gearbeitet etc. und eine BM auf dem Gebiet Soziales und Gesundheit gemacht. Er hatte es nicht leicht und machte es sich und seinen Eltern nicht leicht. Aber seine Ausbildung ist realitätsnah, sozial und aus dem Leben gegriffen. Und solche Menschen bringen die Gesellschaft weiter!

    • markus sagt:

      Danke sehe ich auch so.
      Leider werden dann diese Weltfremden Doktorinnen zu Entscheidungsträgern und die Spirale dreht sich immer mehr nach unten. Die bekommen dann Millionen für Schwachsinnige Studien und die Frauen die wirklich arbeiten bekommen sozusagen nichts.

      • Cara Mia sagt:

        Genau. Ich habe meiner Tochter, die studiert, auferlegt, dass sie jobben muss und mit ihr ein genaues Budget gemacht. Es ist ganz wichtig, dass man als Akademiker auch mal an einer Kasse gesessen hat, Büchsen stappelte, im Service rumrannte. Die haben sonst keine Ahnung vom Leben.

      • markus sagt:

        @Cara Mia, Du hast wie immer recht. Finde es schade dass unser Land von Lebensfremden Menschen regiert wird. Wenn man bedenkt das so eine Studie und Webseite locker 200‘000 Sfr. kostet und dafür mindestens 50 Leute Steuern bezahlen müssen dann wundert es mich nicht das die IV den Blindenhunden das Futter kürzen muss. Es wird Zeit das sich in diesem Land einiges ändern, aber eben es ist ja wichtiger das die Jungs Ihren Namen tanzen können anstatt lesen und schreiben.
        Mir hat auch ein Lehrer die Schule versaut, bei Ihm waren es aber rassistische Gründe. Denke das es Lehrer und Lehrerinnen braucht damit ein junger Mensch von beiden Seiten profitieren kann.

      • Cara Mia sagt:

        Man muss halt auch sehen, was wir unseren Regierenden so zahlen, und was die Privatwirtschaft für Löhne ausrichtet. Ein Bundesrat verdient etwa CHF 500’000, Grübel hatte 2009 ein Grundsalär von 3’000’000. Muss man sich ja nicht wundern, wenn wirklich klevere Leute – will nun nicht unterstellen, dass Grübel so einer ist – nicht in die Regierung wollen. Da wird man ja eh nur fertig gemacht.

      • Sisasausewind sagt:

        hihi, gottseidank sitzen also nicht viele Frauen in den Fuehrungsetagen…

    • vietcong sagt:

      es braucht immer von allem etwas. vom geradlinigen, vom kurvigen usw. nur so führt die strasse über die welt.

  • Rolf Walser sagt:

    Tip Nr.2: Ich empfehle jeder/m Schreibenden hier einen Schulbesuch zu machen und sich die ganze weibliche Unerrichtsmethodik einmal von nahe anzuschauen. Unschwer werden Sie erkennen, dass die meisten Lehrerinnen in Sachen Disziplin schlicht überfordert sind und mit dem System „jetzt musst Du dann ein Sünneli abgeben wenn Du wieder dreinschwatzt“ auflaufen. Jungs und Mädels haben die Lehrerinnen längst im Griff. Die Disziplin im Unterricht geht flöten und wird mit x Ansprechpersonen (Viele Teilzeitpensen und einem Heilpädagogen zur Seite) leider auch nicht besser. Bei einem Klassenbesuch hab ich von einer Lehrerin einmal gehört, dass eine Pups-Kasse (Furzen) eingeführt worden ist. Es ist zum Haareraufen. Die Schule ist mit 95% Frauenanteil bei ben Primarlehrpersonen zu einem Frauenbiotop geworden (Zitat Alain Guggenbühl). Von daher staune ich, dass der Autor dieser ‚Studie‘ überhaupt männliche Vergleichspersonen gefunden hat 🙂 Die Verweiblichung unserer Jungs wird dadurch noch verstärkt, dass ihnen auch zuhause der männliche Ansprechpartner fehlt (Alleinerziehung). Die Buben brauchen männliche Sparringpartner, Pausenplätze wo sie sich austoben können, Abenteuergeschichten und technische Herausforderungen. Das Absingen von afrikanischen Liedern und die Gspürschmi-Atmosphäre langweilen sie. Spätestens in 10 Jahren wird der Mangel an Naturwissenschaftern/innen. Ingenieuren/innen und Mathematikern/innen eklatant sein. Wir sind meilenweit davon entfernt, unsere Jugendlichen an diese Diziplinen heranzuführen (im Speziellen auch nicht die jungen Frauen). Dafür werden haufenweise Psychologen, Soziologen und Pädagogen ausgebildet, die Mühe haben, eine Stelle zu finden. Männer im Lehrberuf könnten diesen Trend stoppen. Leider wird diese Diskussion nicht zugelassen und gleich werden mir von der Gender-Mgmt-Beauftragten die Ohren langgezogen.

    • Cara Mia sagt:

      Besuchstag, 6. Klasse (ja ich wieder, aber ein anderer Lehrer!). Erste Reihe: drei Schüler. Zweite Reihe: alle Stühle aufgestellt. Dritte Reihe: der Rest der Klasse.

      Der Lehrer beginnt den Unterricht, Mathe, spricht, schreibt auf die Tafel. Eine der Mütter hält es nicht mehr aus, stellt die Stühle runter. Sagt deren Sohn: lass das Mami, wir wollen nicht, dass der uns sieht.

      So viel zum Thema „Männer setzen sich durch“.

    • gelsomina sagt:

      wie jetzt – „haufenweise pädagogen ausgebildet, die mühe haben, eine stelle zu finden“? aber trotzdem zu wenig männliche lehrpersonen?

  • Sisasausewind sagt:

    Ich habe weder alle Kommentare noch die Links studiert (…und mir ist nach einem kurzen Ueberfliegen auch gar nicht danach…). Ich habe kuerzlich das Buch „Why Gender Matters“ von Leonard Sax gelesen. Nach dieser Lekture wird einem schnell klar, warum so viele Kinder ungluecklich und erfolglos durch die Schulzeit leiden. Ich kann diese Lekture allen Lehrern und Eltern nur empfehlen.

  • micha sagt:

    Die Homepage des Projekts heisst http://www.faulejungs.ch. Sollte dies lustig sein? Oder provokativ? Eher ein freudscher verregistrierer.

  • männlich, I'm so sorry! sagt:

    Soso, da hat die Gleichstellungsbeauftragte Frau Grünewald, ihres Zeichen in den Gebieten Genderthematik, geschlechterbezogene Pädagogik und Didaktik, Heterogenität / soziale Ungleichheit tätig, eine Studie verfasst die – nein was für ein Zufall – zum Schluss kommt, dass die Jungs nicht benachteiligt werden. Aha. Die Studie ist so schwammig und einseitig, dass man sie gar nicht erst zu ende liest, ein typischer Fall von Thesenjournalismus und etwa der gleiche Schwachsinn wie der Glaube an je mehr multi-kulti fremdsprachen desto vielfältiger und erfüllender der Schulunterricht. Dass das ganze noch von einem stv Chefredaktor, Vater zweier Töchter (ach nein wirklich?) hier breitgewalzt wird da kann man nur noch den Kopf schütteln. Eine gesunde Durchmischung von Lehrer und Lehrerinnen die in unterschiedlichen Gebieten ihre Stärken haben wäre mehr als erstrebenswert. Und warum Grundschullehrerin ein typischer Frauenberuf sein soll, vor 50 Jahren hat das wohl noch ganz anders ausgesehen. Aber es hat sich ja vieles verändert in den letzten 50 Jahren, nicht zuletzt die Jungs die nun plötzlich reihenweise verhaltensauffällig sind und ebenso reihenweise mit Ritalin und ähnlichem ruhig gestellt werden.

    • Mann sagt:

      Danke für diese Replik! Ich kann mich da nur anschliessen. Ich habe zwar die Studie nicht gelesen, aber wenn ich dieser Zusammenfassung folge, behaupte ich, dass sie total vorschnelle Schlüsse zieht.
      1. Es geht doch nicht um generelle Leistungsunterschiede. Es geht um diejenigen lernschwachen Jungen, deren Charakter und Stärken in der feminisierten Schulwelt nicht gefördert, sondern an den Rand gedrängt werden. Die allgemeine Schulleistung ist hier für mich ein unbrauchbarer Indikator.
      2. Bei den Jungen ist Schule uncool. Rollenbilder seien entscheidend. Warum fragt die Studie nicht, warum das so ist??? Die These ist naheliegend, dass gerade der feminisierte Schulbetrieb es nicht schafft, den Jungen ein angemessenes Rollenbild zu vermitteln (und nein Alice Schwarzer: Mädchen und Jungen sind nicht gleich), weshalb sie sich selber eines kreieren, hauptsache es unterscheidet sich vom dominierenden braven, fleissigen und gehorsamen Mädchen. Wen wunderts nun noch, dass die Schule bei Jungen uncool ist.

    • Vor 50 Jahren hängte in mancher Beiz auch noch ein Bild des Generals. Es gab männliche Vorbilder bis zur höchsten Stufe. Wer die Biografie Guisans liest merkt: der war kein Licht, zum Pfarrer zum Juristen fehlte das Sitzleder und die Intelligenz. Er machte mit Frömmigkeit und Dienstfertigkeit Karriere.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das Sitzleder wohl, aber sicher nicht die Intelligenz. Bei uns zu Hause hing übrigens auch ein Bild des Generals, nicht grad direkt im Wohnzimmer, aber schon sichtbar. Mein Vater kannte ihn vom Militär persönlich und meine Mutter hatte mal für ihn gekocht, sie arbeitete als ganz junge Frau in einem Bergrestaurant. Sie waren beide beeindruckt von seiner Persönlichkeit und Gradlinigkeit.

  • Cara Mia sagt:

    Also die Lehrperson, die meiner (hochbegabten) Tochter einen totalen Ablöscher, Schulverweigerung und Depressionen beschert hat,
    die Lehrperson, die sich während dem Unterricht Kaffee aus einem Automaten kredenzt,
    die Lehrperson, die während einem Elternbesuchstag (6. Klasse) in einem Buch gelesen hat und die Kinder eine Stunde lang Übungen ab einer uralten Vorlage auf dem Hellraumprojektor abschreiben liess,
    die Lehrperson, die stundenlang auf dem PC Games spielt, während des Unterrichts,
    die Lehrperson, die sich während eines Lager null um die Kinder kümmerte und Freunde als „Mitleiter“ und Koch mitgenommen hat, mit denen abends Rotwein gegügelet wurde,
    die Lehrperson, die das grösste A….h ist, was man sich als Lehrperson nur vorstellen kann,

    Die ist männlich.

    • Cara Mia sagt:

      Oh ja, aus mir spricht eine Stinkwut. Wer das je mitgemacht hat, dass ein Lehrer sein Kind so fertig macht, wie der das bei meiner tollen, lieben Tochter, der HAT eine Stinkwut.

      • Laura TI sagt:

        Ich denke, es könnte auch das Gegenteil gewesen sein, es kommt nicht drauf an ob Lehrer oder Lehrerin, wenn kein Interesse an den Kindern vorhanden ist, wenn kein Einfühlungsvermögen da ist, wenn die Person nur noch darauf wartet, dass die ersehnte Pensionierung endlich kommt. Zudem ist es meistens so, dass Bekannte mitgenommen werden, wenn es darum geht, mit den Kindern irgendwo über Nacht zu bleiben.

        Mein Sohn hatte während den letzten zwei Unterstufenjahren einen absoluten Terrorist als Lehrperson, ignorant den Kindern gegenüber, hysterisch, drohte Schläge an, wenn nicht sofort pariert wurde. Es wurde Unfriede gestiftet unter den Kindern, die einen wurden bewusst bevorzugt, die andern bewusst benachteiligt, es war so eine Wut in der Klasse. Gesprächen ging diese Lehrperson aus dem Weg, telefonisch war sie nicht erreichbar, auf Briefe wurde nicht geantwortet und zu Terminen nicht erschienen. Diese Lehrerson war die Frau des Schuldirektors.

      • Uto Berger sagt:

        Meine lieben Damen, ihre schlechten Erfahrungen mit der Schule in allen Ehren, aber dies hat wohl nichts mehr mit der eigentlichen Diskussion zu tun.

      • Cara Mia sagt:

        @ Uto: Halt insofern, als das Geschlecht der Lehrperson herzlich egal ist, wenn menschlich alles stimmt.

  • Silbermond sagt:

    Ach Herr Marti, ach Frau Binswanger, ach Frau Althaus.
    Schule heute in unseren Breitengraden ist doch völlig mangelhaft, wie die Pisa-Studien belegen. In den skandinavischen Ländern gibt es dies „Leistungsunterschiede“ gar nicht. Staatliche Schule heute ist doch letztlich eine reine Beschämungsanstalt, in der vollkommen unpädagogisch viele unsinnige Dinge gelernt und viele Inhalte viel zu früh an die Kinder heran gebracht werden. Das Schulniveau hat sich in den letzten 20 Jahren nachweislich so dramatisch verschlechtert, dass man gar nicht mehr von guten Schülern und guten Schülerinnen reden kann. Selbst bei Mädchen, (junge Faruen sind übrigens erst seit 2003 an den Unis in der Mehrzahl und das in den Fächern Germanistik, Anglistik und Jura), ist in den letzten beiden Jahrzehnten massiv das Gewalt und Aggressionspotenzial sowie die Disposition zu psychischen Störungen gestiegen.
    Dass Jungs aus dem momentanen System aussteigen ist m.E. ehr ein Zeichen von einem gesunden spirituellen Instinkt.

    • Rolf Sarner sagt:

      Danke. Genauso ist es.

    • Dors Venabili sagt:

      @Silbermond

      Statistisch ist die vermutlich von Ihnen gemeinte erste PISA Studie zum Leseverständnis ein Flop: Die Variabilität zwischen den Ländern ist sehr viel kleiner als innerhalb der Länder selber. Eine Rangliste von Ländern aufgrund solcher Daten zu erstellen, war eine rein politische Angelgenheit. Sie hat keine statistische Relevanz

      Hingegen statistisch relevant war, dass der Anteil an ausländischen Kindern aus bildungsfernen Schichten wesentlichen Einfluss auf die Lesefähigkeiten der Kinder einer Schulklasse hatte.

      Um es anders zu sagen: Die von Ihnen gerühmten skandinavischen Länder haben extrem viel weniger Kinder aus Ländern, wo Schulbildung von den Eltern systematisch verachtet wird.

      • Silbermond sagt:

        Natürlich beziehe ich mich nicht nur auf die erste Studie. Das Schulsystem ist doch derart marode, dass die Heranwachsenden einem wirklichen leid tun können.
        Glücklicherweise wacht man in der Schweiz und in Deutschland laaangsam auf, wenn auch nur ganz langsam.

  • Klaus Dietrich sagt:

    Die Diskussion ob die Schullandschaft „verweiblicht“ wurde, ist in den letzten Jahren vermehrt Bestandteil von Studien, Artikel, politscher Propoganda, etc. Aufgrund von diversen Erfahrungsberichten mag was dran sein. Nur glaube ich auch, dass für die höhere Maturaquote der Mädchen und der höheren Immatrikualtion von Frauen an den Universitäten ein viel anderer Faktor entscheidend ist. Nämlich das Umdenken in der Gesellschaft. Während meinen weiblichen Vorfahren (Pippi gibt es dafür einen weiblichen Begriff?) eine höhere Schulausbildung verunmöglicht ja gar verboten wurde, hatte meine Generation die Wahl. Das höchste der Gefühle für meine Mutter war die Möglichkeit eine kaufmännische Lehre, noch heute erzählt sie, wie gerne sie die Matura gemacht und studiert hätte.

    Es mag sein, das Mädchen heute stärker gefördert werden, aber es ist vermutlich auch so, dass die Mädchen sich fördern lassen.

    • Lea sagt:

      Für mich riecht das ganze eher so marode wie Affirmative Action.

      bei gewissen Stellenausschreibungen etwa wird gezielt nach Kandidaten mit dem Namen Lopez gesucht. Warum? Weil sie in ihrem Boardroom noch einen Latino haben müssen, damit sie überhaupt bei Regierungs-Aufträgen mitbieten dürfen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ja, die Ahnin

      • Juan Cabrillo sagt:

        @Klaus Dietrich

        Auch mein Vater hat keine Matura gemacht sondern eine kaufmännische Lehre. Das hat seine Mutter für ihn bestimmt. Begründung: Wir können kein Studium bezahlen. Und was Stipendien angeht: „Wir betteln nicht!“

        Mein Vater hat in seinem Leben jedenfalls wesentlich mehr nützliches geleistet als eine Genderbeauftragte Gleichstellungsbeamtin vom Format einer Frau Grünewald.

  • Rolf Walser sagt:

    @Pascal Sutter Es liegt daran, dass bei den Pimarlehrpersonen seit Jahren eine unglaubliche Zerstückelung der Pensen Einzug gehalten hat. Ein Kind hat in der Primarschule heute mehrere Lehrerinnen, nun auch meistens noch einen Heilpädagogen zur Seite (Bezugsperson?) Es gibt kaum mehr 100% Pensen. Für die meisten Männer dürfte dies der Hauptgrunf sein, nicht in diesen Beruf einzusteigen. Die meisten Männer suchen eine Vollzeitanstellung. In meiner aktiven Zeit als Grossrat (Bildungsverantwortlicher der FDP AG) im Kanton Aargau hatte ich mal einen Vorstoss zur Förderung der Attraktivität dieses Berufes für Männer eingereicht (100%, zus. Funktionen etc.). Meine Partei, die FDP fand das als Fraktionsvorstoss zu frauenfeindlich; habe den Vorstoss im Parlament unter meinem Namen eingereicht. Der Regierungsrat hat das Anliegen entgegen genommen, passiert ist nichts. Gelandet bin ich bei Peter Schneider, dem Satiriker von DRS3, der sich über die Sache lustig gemacht hat. So läufts. Das Matriarchat hat uns fest im Griff 😉

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Schön wärs!

    • Juan Cabrillo sagt:

      @Rolf Walser

      Ein Matriarchat funktioniert nur mit erfahrenen, lebenstauglichen, verantwortungsbewussten und sehr erwachsenen Frauen. Mit irgendwelchen infantilen Weiblein, die ein bisschen nett sein, Kuschelpädagogik betreiben, um ihren Sextrieb abzureagieren und ansonsten den Beruf wegen des Lohnes zur Aufbesserung des Doppelverdienerbudgets betreiben und nicht wegen der Berufung – mit solchen Tussen kurzum, begründet niemand ein Matriarchat sondern höchstens eine Gesellschaft von verantwortungslosen, verblödeten und bekifften kriminellen Herumhängern.

  • Ich hatte in den Neunzigern nur Männer als Lehrer. Alte, verknorzte barttragende Wollsocken-Macker die mir die Lust auf das Lernen komplett ausgetrieben haben. Wann wurde der Lehrerberuf eigentlich dermassen unattraktiv für junge Männer? Und vor allem, wieso?

  • Rolf Walser sagt:

    Es wird immer unerträglicher mit diesem Thema und es gibt immer haarsträubendere Beiträge. Wieder will uns eine Studie weis machen, dass der Frauenanteilanteil von 95% bei den Primarlehrpersonen keinen Einfluss auf die Schulbildung der Jungs hat. Einzig die Weltwoche thematisiert das noch sachlich. Es ist und bleibt Tatsache dass der Zugang zur Bildung für Buben schwieriger ist. Offenbar schlägt man die nackten Zahlen von Mädchenanteilen in Gymis und Unis in den Wind und verlagert die Diskussion auf eine andere Baustelle, spricht im Gegenteil noch von Benachteiligung für das weibliche Gschlecht! Jedem der noch daran zweifelt, dass die Jungs in ihren Interessen nicht mehr abgeholt werden, soll einmal einem 14jährigen eine technische Frage stellen. Wie funktioniert ein Motor, ein Kraftwerk oder eine banale Dampfmaschine? Probieren Sie s aus! Sie werden erschreckende Antworten bekommen. Was ist die Ursache? Auf keinen Fall das Unwissen oder thematische Desinteresse der Lehrerin. Ich lach mich kaputt…

    • Adi sagt:

      …interessantes Experiment. Leider kenne ich keine 14jährigen, welche ich solches fragen könnte 🙁

  • Lea sagt:

    Als ich studierte, war es genau umgekehrt.
    Somit müsste eigentlich untersucht werden, was seit den achtziger Jahren verändert ist.

    Falls die ganzen Studien überhaupt Substanz haben. Dies allerdings bezweifle ich ganz einfach, weil soziale Studien von der Methodologie her problematisch sind.

    ich sage es mal so, dass vergleiche zwischen heute und achtziger Jahre schon deshalb schwierig sind, weil die Kategorien anders sind und somit das Zahlenmaterial schwer vergleichbar.

    meine ganz persönliche Erfahrung ist so, dass auf dem Studienplatz Zürich die Selektion entlang politischer Überzeugungen geschah bzw. es wurde mit einem entsprechend verschiebbaren Maßstab benotet.

    Meine Rollenvorbilder stammten nicht von der Schule. Allerdings auch nicht so von den gleichaltrigen Peers. Da müsste wahrscheinlich angesetzt werden. Dies wiederum ist in einer Kultur, wo sich Leute tagtäglich den Kopf darüber zerbrechen, was andere über sie denken mögen, eher schwierig.

    Das Schule uncool sei, halte ich eher als etwas Schicht-Spezifisches.

  • Juan Cabrillo sagt:

    Auf der website der Pädagogischen Hochschule Bern findet sich die Publikationsliste der Frau Grünewald. Das ist die Autorin der von Herrn Marti zitierten Untersuchung. Frau Grünewald hat das erste Drittel ihres Berufslebens als Lehrerin gearbeitet und dann in das Gewerbe der Gleichstellungsspezialisten gewechselt.

    Auf der ganzen ewig langen Publikationsliste findet sich nicht eine allereinzige Forschungsarbeit. Es gibt darin keine Publikationen in peer reviewed journals. Frau Grünewald hat bis dato NICHT GEFORSCHT. Sie hat Gleichstellungsbüros bevölkert, dafür Geld beschafft, Gleichstellungsarbeit gerechtfertigt, Lehrmittel für die Lehrerseminare zu Gleichstellungsfragen verfasst, Zeitungsartikel für die NZZ und das Vereinsheftlich der Beamtengewerkschaft verhasst.

    Jetzt am Schluss von alledem versucht sie offensichtlich ihre politisch motivierten Vorurteile mit etwas „Wissenschaft“ einen Boden zu geben.

    Das Publikum wird verhöhnt vom Tagi, wenn ein Herr Marti dieses Machwerk als „wissenschaftliche Studie“ anpreist.

    • Cara Mia sagt:

      Das ist ja total daneben.

    • M. Krebser sagt:

      dem ist zuzustimmen, in der bildungslandschaft schweiz geistern vielzuviele interessenvertreter rum. alles muss zuersteinmal problematisiert, dann thematisiert, dann diskutiert bis der quark breitgetreten ist. es ist auch auffallend, wie viele der „experten“ lehrpersonen sind, die ihrem beruf den rücken gekehrt haben. meine erfahrung zeigte mir, dass diese menschen oft im lehrerberuf kläglich gescheitert sind und ihr scheitern nun auf alles, was sich in der bildungslandschaft tummelt, projizieren.

      diese entwicklung zeigt zweierlei:

      einerseits ist es ein zeugnis, dass der lehrerberuf ein knall hartes business ist, dem viele nicht mehr gewachsen sind; viele versuchen sich dann einfach in solche gremien und fachstellen zu retten. hier sollte endlich gehandelt werden: weniger fachstellen und experten, dafür endlich wieder investitionen in einen attraktiven lehrerberuf.

      zweitens braucht es in der lehrerausbildung andere selektionsmechanismen. die pädagogischen hochschulen sind verschult und vertheorisiert. ein guter ph-student kennt möglichst viele (theoretische) konzepte, modelle oder methoden. kaum wird jedoch die fähigkeit praktisch gefördert, geübt und geprüft, wie ein mensch auftritt, wie er menschen führt und leitet, wie er mit verbalen angriffen konkret umgeht. vielliebert diskutiert man, was experte X.Y. über die zurechtweisung von unflätigen schülern geschrieben hat.

      ich habe die erfahrung gemacht, das 6er absolventen kläglich im lehrerberuf gescheitert sind, währned 4er absolventen wahr meister ihres faches wurden. dies soll nicht ein angriff auf gute-noten-studenten sein, aber zeigen, dass die PHs ihre ausrichtung vielleicht ändern sollten.

      • Lea sagt:

        Die zitierten studien sind nicht einmal den einfachsten akademischen standards konform. keine uellenangaben. eien zusammenfassung ohne autornennung. eine quantitative studei mit zahlnebasis von sage und schreibe 827. darin dann grafiken ohne masseinheiten. zb abweichungen was? prozente, absolute punkte.

        die diskussion ist manipulativ. wenn auf hochschulstufe so geforscht wird bezw forschunsresultate praesentiert werden, da kann ich nur sagen sorry, you failed the test.

      • Lea sagt:

        uiii. Soviele Rechtschreibfehler, zu schnell senden geclickt und keine edit funktion. nur gut dass der beitrag schnell im dickicht des thread durcheinanders verschwinden wird.

      • Eni sagt:

        @ M. Krebser

        Der grosse Fehler ist doch, dass das Lehrerseminar abgeschafft worden ist und alles über die PHS läuft. So entgeht dem Schulwesen manche fähige Lehrperson. Bei den PHS-Absolventen sind viele Theoretiker die es in der Praxis nicht bringen.

  • Staunemann sagt:

    Es ist einfacher als frau denkt. Die Frauen lernen einfach besser auswendig als Männer. Prüfungen bestehen vor allem daraus Auswendiggelerntes wie Namen, Orte oder Daten wiederzugeben. Logische Abläufe und analytisches Denken hingegen wird prakitsch keines getestet. Es gibt einen Grund wieso Männer bessere Erfinder, Abenteurer etc. sind. Weil es in diesem Bereich keine Rolle spielt, wann die Kollegen Geburtstag haben und wann ihr Hochzeitstag ist.

    • Yves sagt:

      lol. So gesehen – stimmt.

      Aus diesem Grund hat unser Math-Lehrer immer ganz andere Aufgaben in der Prüfung gebracht. Ein Auswendig-Lernen des Lösungsmuster war so nicht möglich…

      • Papilehrer sagt:

        Meiner gerade nicht. Deshalb hatten die guten Noten schliesslich nicht die, die das Problem schnell begriffen haben, sondern die, welche durch viel Übung am Schluss das Lösungsmuster auswändig kannten…

    • Adi sagt:

      Ist etwas vereinfacht und pauschalisiert. Aber im Kern stimmt das leider schon. Ich mag mich noch gut erinnern, als bei den Physik Prüfungen eine A4 Seite als Formelsammlung erlaubt war. Man konnte dort problemlos mit einigen wenigen Formeln auf dem Blatt eine 6 machen (sogar ohne die Formelsammlung zu benutzen ^^)

      Die meisten Mädchen in der Klasse (denen ich meistens Nachhilfe gab und Telefonhilfe am Abend vor der Prüfung) haben dann aber einfach probiert, mit dem Kopierer alle Aufgaben und Musterlösungen auf das A4 Blatt zu kopieren (sodass man es nur noch mit de Lupe lesen konnte) – und sind kläglich gescheitert mit Noten im Bereich der 3.

      Dies nur eine kleine Anekdote aus meiner Gymnasialzeit.

      • Lukas sagt:

        Ich sehe, ich bin weit weitem nicht der einzige Mann, der solche Dinge erlebt hat 🙂

      • Adi sagt:

        Ich fands jeweils wirklich schade, habe mir immer sehr Mühe gegeben die Aufagebn gut zu erklären und die Girls zu ermutigen dass sie das können… (mir wurde auch immer attestiert dass ich die Sachen gut erklären könne).

    • mira sagt:

      Ich stimme Dir hierin zu, frage mich aber, ob das allein zur Erklärung reicht? Denn nicht in allen Fächern reicht das Auswendig-Lernen aus. Wie schon erwähnt, klappt das bei Mathe z.B. nicht. Aber soweit ich weiss, bilden Mathe, Physik und Chemie ja immer noch einen beträchtlichen Teil des Lernplans. Oder hat sich das geändert?

      • Adi sagt:

        Das hat sich leider geändert. In der 4. (letzten) Gymiklasse im Kt. SZ z.B. macht Mathe nur 4 Wochenstunden aus, Physik fällt ganz weg und wird in der 3. Klasse abgeschlossen. Wer nicht Mathe oder Chemie als Schwerpunktfach wählt hat dann praktisch nur noch diese 4 Mathe Stunden aus dem phil. 2 Bereich… der Rest ist: 4 Stunden Deutsch, 2 Stunden Philosophie, 3 Stunden Englisch, 3 Stunden Franz, 2 Stunden Geschichte etc. (mag mich nicht mehr so genau erinnern, ist eine Weile her)

      • mira sagt:

        @Adi
        Das ist happig. Aber immerhin gibt es noch die Möglichkeit der Wahl des Schwerpunktes! Wir hatten damals im Gymi 4 Stunden Mathe, 4 Stunden Physik, 2 Stunden Chemie und 2 Stunden Biologie. Und noch eine Stunde angewandte Mathematik. Bei einem solchen Stundenplan sollten analytisch begabte Jungs eigentlich voll auf ihre Kosten kommen. Aber ist halt auch schon ne Weile her…

      • Adi sagt:

        …habe gerade nachgeschaut: Abgesehen von den 6 Std Schwerpunktfach und 4 Std. Ergänzungsfach stehen 4 Std Mathe ganzen 16 Std. phil 1 Fächern gegenüber (Sprachen, Geschichte, Philosophie).

        Zu erwähnen ist, dass man als Schwerpunktfach z.B. Spanisch nehmen kann und als Ergänzungsfach z.B. Pädagogik und Psychologie. Man kann sich also wenn man phil. 1 orientiert ist abgesehen von 4 Std Mathe völlig um die Naturwissenschaften drücken.

        Umgekehrt kommt man um die 16 Std. phil 1 Fächer nicht herum…
        Ich denke dieses Beispiel spricht Bände.

      • Adi sagt:

        Das ist wirklich happig… aber irgendwie passt es zur naturwissenschaftsfeindlichen Haltung hierzulande. Mathematik und dergleichen ist verpönt, dafür haben Esoterik, alternative Medizin etc. Hochkonjunktur.

        (bitte nicht als Angriff auf phil. 1 Studienrichtungen lesen – ich möchte nur etwas mehr Gleichgewicht – und ich will damit auch nicht sagen dass phil. 1 = Esoterik ist ^^)

        Quo vadis, Helvetia?

      • mira sagt:

        @Adi
        Ist das ein humanistisches Gymnasium? Kann das irgendwie nicht einordnen. Denn alle schreien nach mehr Ingenieuren, aber gleichzeitig wird in der Schule nur Phil-I angeboten??

      • Adi sagt:

        Im Kt. SZ gibt es nur ein Typ Gymnasium… man wählt einfach ein Schwerpunktfach.

        Ich muss vielleicht erwähnen… die 4. Klasse ist die extremste. In den unteren Klassen gibt es noch Physik und Chemie/Bio sowie Geographie. Aber es ist dennoch bezeichnend, wie man im Maturajahr dann meint, auf Naturwissenschaften verzichten zu können.

      • Papilehrer sagt:

        Lehrerinnen und Lehrer haben immer häufiger keine gymnasiale Matur. Und wenn doch, haben sie zur Hälfte eine ungenügende Mathe-Note im Zeugnis. Ob das reicht zum unterrichten?

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Blödsinn!

    • Lea sagt:

      Ja jabt Ihr den jetzt Matura via Multiple Choice Test?

      Und als ersten Satz hoert man auf der Dienstnummer: „Para espagnol hace el numero uno“

  • Milica Ratnitskij sagt:

    Bin immer wieder schockiert, wie sehr es in all diesen Mamablog-Posts, ganz unabhängig vom Thema, von frauenfeindlichen Hasstiraden und Polemikern wimmelt. Vielleicht sollte man diese Männer als Gesellschaftsphänomen mal selber zum Thema machen?

    Hier kommt es einem manchmal vor, man stehe auf der Anklagebank, wenn man für Frauen Menschenrechte fordere, wie sie für Männer selbstverständlich sind. Oder wenn man Frauen gegen Klischee-Dreschereien, verbale Beleidigungen und Diskriminierungen verteidigt.

    Alice Schwarzer und Co. haben einen sehr wichtigen Beitrag zum sozialen Wandel generell geleistet, und heute werden sie – meist auf ihr Äusseres reduziert – als Vogelscheuchen und Kampfemanzen abgetan. Überhaupt scheint Feminismus zum Feindbild geworden zu sein (naja, genau genommen war er immer schon das Feindbild der Herrschenden und Privilegierten – nach seinen anfänglichen Erfolgen scheinen wir nun einen schweren Backlash zu erleiden).

    Wäre es all diesen geifernden, schäumenden, frustrierten Machos hier eigentlich lieber, Frauen wären Menschen zweiter Klasse geblieben?

    • Adi sagt:

      So schlimm ist es nun auch wieder nicht um die Diskussion hier. Klar gibt es einige Querschläger – aber es gibt durchaus auch viele die sich an einer sachlichen Diskussion beteiligen. Hier gleiche eine Grosszahl der Teilnehmer als „geifernden, schäumenden, frustrierten Machos“ zu betiteln finde ich reichlich übertrieben.

      Es geht ja überhaupt nicht um Frauen als Menschen zweiter Klasse, sondern um die Probleme der Jungs im CH Schulsystem. Was die Ursachen sind, und was mögliche Lösungen sein könnten. Darüber darf doch diskutiert werden, oder?!

    • Yves sagt:

      Ich findes es heute eigentlich mal ganz gesittet. Aber vielleicht täusche ich mich da als Mann ein wenig.

      Ich weiss, was eine Alice Schwarzer für die Frauen geleistet hat. Leider ist aber nicht alles gut, was diese Frau von sich gibt. In der Frauenliteratur werden die Männer schon sehr einseitig und eher als einfältig beschrieben. Ganz im Sinne von: die Frauen machen wir stark und die Männer machen wir schwach. Somit steuern wir auf ein System zu, dass einfach genau umgekehrt ist: die Frauen sind erste Klasse, Männer zweite. Was haben wir dadurch in der Verständigung der Geschlechter erreicht? Die Diskriminierung der einen Seite wurde auf Kosten der anderen behoben. Was für ein Erfolg.

      Für mich ist meine Ur-Grossmutter eine Heldin und erfolgreiche Kämpferin für die Frauenrechte. Sie hat 5 Kinder während der grossen Rezession und dem 2. Weltkrieg gross gezogen und nebenher als Lehrerin gearbeitet. Sie war immer zufrieden und hat einfach ihr Ding durchgezogen. Ohne Groll gegen die Männer. Ihr Motto war: Wenn dir was nicht passt, verändere es und mach es besser.

      Die Schwester meiner Grossmutter war übrigens eine der ersten Kinderärztinnen, die in Basel an der Uni abgeschlossen haben. Das waren Frauen.

      • zeitungsleser sagt:

        ich find den vorwurf auch ziemlich schlecht belegt. und dass man alice schwarzer kritisiert, muss drinliegen. sie hat doch immerhin sehr problematische sachen gesagt (wie z.b. das heute hier zitierte, wenn wir es den mädchen einfacher machen wollen…). wegen solcher anmerkungen zu sagen, die männlichen kommentatoren seien ein gesellschaftliches problem, finde ich gelinde nicht ganz in ordnung.

    • Lukas sagt:

      Bin immer wieder schockiert, wie sehr es in all diesen Mamablog-Posts, ganz unabhängig vom Thema, von frauenfeindlichen Hasstiraden und Polemikern wimmelt. Vielleicht sollte man diese Männer als Gesellschaftsphänomen mal selber zum Thema machen? <— Ohne jetzt wieder Streit provizieren zu wollen: Könnte das vielleicht auch daran liegen, dass Männer kaum mehr öffentlich die Emanzipation kritisieren dürfen ohne komplett in Grund und Boden gestampft zu werden? Vielleicht sehen hier einige Männer eine Chance, ihrem Ärger und Frust, den es zu Recht gibt, öffentlich Luft zu machen.

      Wäre es all diesen geifernden, schäumenden, frustrierten Machos hier eigentlich lieber, Frauen wären Menschen zweiter Klasse geblieben? <— überhaupt nicht, ich habe ja z.B. gesagt, dass ich mich über jede Frau in der IT freue – EINE MÄNNERDOMÄNE PUR! Das Problem liegt darin, dass sich viele Frauen nicht gleichberechtig haben sondern dafür einstehen zu scheinen, dass der heutige Mann für die Vergehen der Männer aus der Vergangenheit zu bezahlen hat und das wird von der Frau Schwarzer so vertreten vornehmlich an den "schwächsten Männern" ausprobiert – an den Jungs.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Genau das, Milica. Sie weinen und geifern den verlorenen Privilegien nach, anstatt dass sie mal den Finger rausnehmen und die Sache anpacken. In der Schule ist wirklich vieles im Argen, aber da sind nicht die Frauen schuld, es ist eine Sache der Lehrpläne. Dass der Lehrerberuf vor allem von Frauen ergriffen wird, liegt daran, dass er sehr gut vereinbar ist mit dem Muttersein, besser als andere Berufe. Wenn die Männer endlich endlich! ihren Anteil an den Betreuungsaufgaben wahrnehmen würden, müssten Frauen nicht solche Schneckentänze veranstalten und könnten vielleicht Ingenieurin oder Wissenschaftlerin werden, ohne dabei auf Kinder verzichten zu müssen. Wir landen immer wieder am selben Ort: die gerechte Verteilung der bezahlten und der unbezahlten Arbeit!

    • Juan Cabrillo sagt:

      @ Frau Ratnitskij
      Sie haben in früheren Beiträgen zum Blog behauptet, sie seien Wissenschafterin. Suchen Sie sich auf der website der pädagogischen Hochschule Bern die Publikationsliste von Frau Grünewald, der Autorin dieser Studie hervor. Was sehen Sie dort?

      Ist gibt von ihr nicht eine einzige Publikation in einem peer reviewed journal. Die Frau hat nie geforscht. Genau darum wird dieses ganze Gleichstellungszeugs zum totalen Flop: Das Publikum wird für dumm verkauft von Gleichstellungsprofi.

      Der Feminismus ist nicht ein Feindbild wie Sie es nennen, sondern eine lächerliche Posse, die uns einen Haufen Zeit und Geld kostet und uns hindert tatsächliche Probleme von wirklichen Menschen zu lösen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Cabrillo alias max, hören sie doch einfach auf, immer den gleichen dümmlichen Mist zu verzapfen, Wiederholung machts nicht besser!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Cabrillo, hören sie doch auf, immer den gleichen dümmlichen Mist zu verzapfen, Wiederholung macht’s nicht besser!

      • Lea sagt:

        Pippi, leider muss ich Don Juan diesmal Recht geben. Nur ganz ausnahmsweise und ich verspreche, es nicht zur Gewohnheit werden zu lassen.

        Aber er hat zu der Studienautorin Recht. Leider auch zum Nichteinhalten akademischer Standards bei der Durchführung der Forschung und insbesondere der Art und Weise der Präsentation. Ich habe mich an anderem Ort in diesem Thread dazu schon geäussert.

        jetzt finde ich die eigenen Beiträge nicht mehr. nicht wegen Löschung, sondern weil Auffinden nur durch durchhangeln über mehrere Seiten verschachtelter Kommentare geht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Lea, meine Kritik betraf nicht die Studienautorin, mit der habe ich mich nicht befasst und kann zu ihren akademischen Weihen nichts sagen. Nein, ich bezog mich auf die ewig gleiche Aussage über den Feminismus, es ist dermassen einfältig, diesen Mist immer wieder zu schreiben, als würde er durch Wiederholung irgendwie wahrer. Der Typ ist ein alter frustrierter Griesgram, der offenbar keinen Stich bei Frauen hat, weil er ausser labern nichts kann.

      • Lea sagt:

        ok ok. Wiederholung ist eben ein Mittel der Werbebranche. und auch der politischen Spindoktoren.

        Aber:

        Die im Artikel zitierten Studien sind mehr als fragwürdig und manipulativ. Da ist es schon richtig, auf diese Sachverhalte lautstark hinzuweisen, wenn das auf einer Plattform mit einem so hohen Profil wie der Tagesanzeiger kommt.

        Wenn Don Juan dies tut, kann es allerdings wegen seines Rufes kontraproduktiv sein.

        Sie haben ihr Landerecht auf meinem Landgut im Mare Procellarum noch nicht benutzt. Ich sehe zumindest noch keine Don Juans dort lunare Windmühlen jagen.
        Vielleicht war einfach der Sonnenwind zu stark und er ist auf irgendeinen Asteroiden gepustet worden.

    • Eni sagt:

      @ Milica Ratnitskij

      Es geht hier doch nicht um Menschenrechte, sondern darum dass in der Emanzenschiene die Buben oft vergessen werden. Ich selber bin Bubenmami und habe manchmal Mühe mit dem was mein Kleiner so tun muss in der Schule. Wie Lukas beschrieben hat mit Blüemli und Rehli und ..li und…li. Keine Autos, keine starken Jungs, keine Helden nur gäääähn……….

      Mein Grosser hatte in den ersten 2 Primarschulklasse auch eine Lehrerin, aber die war nicht so ein bitschibätschi-Müeti, sondern eine resolute Frau, die mit beiden Beinen am Boden steht und nicht trara aus einer Mücke macht.

      • Lukas sagt:

        Hehe, Eni du gefällst mir 🙂

      • Eni sagt:

        Darum durfte mein Grosser im Winter auch in einen Schiesskurs.

        Männersachen halt, owohl er die Schiesslust eigentlich von mir hat 🙂

        Uebrigens, haben auch Männer ein Recht auf Menschenrechte!

      • Lea sagt:

        Eni? you own a gun?

      • Eni sagt:

        @ Lea

        Habe keine eigene Waffe, würde aber gerne in einen Schiessverein beitreten oder am liebsten 2 Vereine. Gewehr und Armbrust. Bin eine gute Schützin obwohlich fast nie die Möglichkeit habe dazu.

        @ alle

        Ich bin weder Gewalttätig noch ein Freak. Schiesse einfach gern. Nicht auf Menschen und auch nicht auf Tiere ( esse seit fast 22 Jahren kein Fleisch)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Eni, Bibäbbelizüg hat nichts mit Emanzenschiene zu tun, da verwechselst du etwas….

      • Eni sagt:

        @ Pippi Langstrumpf

        Dass in der Schule oft mehr Rücksicht auf die bedürfnisse der Mädchen geachtet wird als die der Buben, hat wohl mit Emanzenschiene zu tun. Ich kann aber bei den Lehrerinnen meiner beiden Söhne grosse Unterschiede ausmachen. Mein Grosser hätte sich bei der Lehrerin die mein Kleiner jetzt hat sicher nicht wohlgefühlt. Mein Kleiner ist da viel anpassungsfähiger und er ist auch durch seine Hirnverletzung auch ein wenig Bäbiger als seinem Alter entspricht und mag halt manchmal ganz gern wenn man ihn verbitschibätschelet. Aber ich sehe auch, dass Fräulein mit der Piepsstimme manchmal damit Mühe hat, den Buben „möge z’cho“

        Bei meinem Grossen war es umgekehrt. Da war die Lehrerin resolut und fordernd und da gab es Eltern die Mühe hattten, weil sie fanden sie sei zu streng für ihre Zuckerbäbis.

        Ich bin sicher kein grober Klotz, aber ich bin davon Ueberzeugt, dass man Kinder fordern und nicht nur fördern muss. Bei meinem Kleinen kann ich das gut sehen. Er kann soviel mehr, wenn man ihm etwas zumutet und zutraut statt immer auf der Unafallschiene rumzureiten und Veratändnis haben weil er ja so ein armer ist. Mein Sohn wäre nie soweit wie er jetzt ist ohne seinen starken Willen alles zu können und zu wollen was die Gesunden auch können. Wenn er sagt, das kann ich nicht und man ihm sagt dass er es oft sehr wohl kann, dann kann er es auch, wenn man ihn nicht bestärkt, dann kann er es halt nicht, nie!

    • Fritz Lang sagt:

      Liebe Milica
      Nun bin ich aber doch etwas enttäuscht von Deinem Schlusssatz. So giftig und verallgemeinernd geht es nun doch auch nicht.
      Als Hausmann, Vater von zwei Jungs und Unterstützer der Gleichberechtigung seit Jahren, muss ich leider aus meinen, selbstverständlich nicht allgemeingültigen, Beobachtungen auch zm Schluss kommen, Buben sind heute in der Schule diskriminiert.

  • :m) sagt:

    Könnte bitte jemand die Verallgemeinerung „Frauen lehren besser“ ändern. Danke.
    Im Text steht es nämlich differenziert und anders.
    Umkehrschlüsse bringen die Sache irgendwie nicht weiter. Oder was war da passiert?

    • hans muster sagt:

      Im Artikel steht:
      „Doch die Feminisierungstheorie ist offenbar falsch. Nicht haltbar, dies belegen erstmals zwei Studien; eine aus der Schweiz, die andere aus Deutschland.“
      Diese Schlussfolgerung ist schlicht nicht haltbar. Erstens haltet es sich bei sämtlichen Links um Publikationen welche Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten bei weitem nicht genügen (so z.B. peer-review, offenlegung der Methode und Diskussion der statistischen Analysen). Zweitens scheinen sie erhebliche methodische Mängel aufzuweisen (ich möchte aber auf eine detaillierte Kritik verzichten) – wobei es aus erstgenannten Gründen schwierig bis unmöglich ist die Methode überhaupt kritisch zu prüfen. Drittens wird der Sachverhalt dass ein höherer Lehrerinnenanteil an den Schulen offenbar mit einem geringeren Schulerfolg der Knaben einhergeht, und zwar sowohl über die Zeit (Längsschnittdaten von vor 1975 bis heute), als auch über Regionen oder Staaten hinweg, schlicht unter den Tisch gekehrt. Ich zitiere noch einmal aus der Zusammenfassung von Helbig:

      „Es lässt sich statistisch belegen, dass die geschlechtsspezifische Lehrkräfteverteilung deutliche Parallelen zur Entwicklung der geschlechtsspezifischen Abiturquoten aufweist: Der Anteil weiblicher Lehrkräfte steigt beispielsweise bis 1975 kontinuierlich an, und in dieser Zeit steigen auch die Chancen der Mädchen, das Abitur zu machen. Bis 1990 kommt es dann zur Stagnation der Lehrerinnenanteile – eine Periode, in der die Geschlechterverteilung beim Abitur ebenfalls nahezu konstant ist. Seit Anfang der 1990er Jahre wiederum steigt der Anteil von Lehrerinnen im Vergleich zu Lehrern an allen Schulformen wieder – und auch die Abitur-Chancen der Mädchen im Vergleich zu den Jungen nehmen zu. Dieses Phänomen ist zudem sowohl im Bundesländer-Vergleich als auch im Vergleich der OECD-Staaten zu beobachten: Je mehr Frauen in einem (Bundes-)Land unterrichten, desto erfolgreicher sind Schülerinnen im Vergleich zu Schülern.“

      Anstatt zu versuchen die vermeintlich widersprüchlichen Daten in einen Zusammenhang zu bringen, um besser verstehen zu können was die Wirkmechanismen sind welche zum schlechten Abschneiden der Schüler im Vergleich zu den Schülerinnen ist – wobei es sehr starke evidenz gibt, dass der Frauenanteil im Lehrberuf dabei eine noch nicht verstandene Rolle spielt – wird anhand vorläufiger und ungeprüfter Studienergebnisse einfach behauptet, das Problem existiere so nicht.
      Und so endet man bei einer unfruchtbaren Diskussion über zu Unrecht ‚beschuldigte‘ Frauen und ‚faule‘ Jungs welche selbst Schuld sind – anstatt nach konstruktiven Lösungen für die Bildungsmisere des männlichen Geschlechts zu suchen.

  • Berg der Zwerg sagt:

    All die Frauen, Frauenversteher und Tagi-Journalisten, die sich seit Jahr und Tag an ihrem neusten Lieblingshobby, dem Männerbashing hingeben, kommen mir je länger, je mehr vor wie ein Stall voller Eseln, die sich gegenseitig zu Rennpferden hochstilisieren.
    Warum wohl schliessen mehr Mädchen heute die Schule besser ab? Weil sie rund um die Uhr gefördert werden und das ganze Schulsystem komplett auf weibliche Bedürnisse eingerichtet ist. Hingegen werden Knaben zum Mädchen umerzogen, was naturgemäss nicht funktionieren kann.
    Diese systematische Diskriminierung von Kindern männlichen Geschlechts, ist vermutlich einer der grössten Skandale über die sich kein linker Skandaljournalist à la Tagi-Redaktoren und -innen je heranwagen würde. Getretener Quark, wird breit, nicht stark. Also klopft euch ruhig weiter auf Eure femininen Schultern.

    • Yves sagt:

      Stärke Männer reden nicht gross rum, sondern tun was. Und das System ist schlussendlich einfach nicht optimal für Männer. So what? Sind wir nun das starke Geschlecht oder nicht? Werden wir wirklich durch ein paar Jahre „Frauen-Behandlung“ in der Schule zu Weicheiern? Dann ist’s aber mit uns grossen und starken Männern auch nicht weit hergeholt.

      • Bernard Bosson sagt:

        Wenn Buben in der Schule diskriminiert werden (habe keine Ahnung ob das so ist), dann können die auch nicht viel dagegen machen, sie sind schliesslich noch Kinder. Und starke Männer können hier auch nicht viel machen, weil es zurzeit einfach angesagt ist, dass europaweit jeder Familien-, Jugend- oder Bildungsminister weiblich sein muss.

      • adlerauge sagt:

        Jawoll, Weicheier und linksextremistische Marxisten, die später mal rot/grün wählen und vor unseren heimischen Faschomanzen kuschen. Die SVP sieht wohl ihre Felle davon schwimmen angesichts solch düsterer Prognosen und geht deshalb nun proaktiv vor.

  • Marco Petro sagt:

    Auch wenn es nicht an den Lehrerinnen liegen mag (was zu diskutieren bleibt): Offensichtlich diskriminiert die chule die Knaben und wird somit ihrem Selektionsauftrag nicht gerecht. Ausser man akzeptiert natürlich, dass Männer generell über weniger Intelligenz verfügen als Frauen.

    • Yves sagt:

      Der Schluss ist korrekt. Die Männer werden schlechter behandelt. So viel zum Thema „Chancen-Gleichheit“ in der Schweiz. Und ist Mann auch noch mit Migrationshintergrund, dann gute Nacht…

  • Juan Cabrillo sagt:

    Das ganze ist der übliche Emanzenschwachsinn. Die Studie aus Bern wurde nicht von einer Pädagogikforscherin verfasst, sondern von einer „Dozentin und Gleichstellungsbeauftragten“. Herr Marti gibt zwei Links: Der eine zu einer Serie von Powerpoint-Folien für die Seniorenuniversität. Der andere Link geht zur website des „Forschungsinstitutes“ von diese „Gleichstellungs-“ Frau Grünewald. Dieses sogenannte „Forschungsinstitut“ hat genau eine Publikation auf ihrer Publikationsliste. Dafür findet sich eine Foto mit drei Computerbildschirmen auf einem Schreibtisch.

    Bezeichnenderweise hat dieses sogenannte „Forschungsinstitut“ die webadresse faulejungs.ch. Deren website hat merhh gekostet als der gesamte Aufwand für diese „Forschung“. Da ist sogar mein eigener Blog noch wissenschaftlicher.

    Herr Marti, auch wenn das Thema interessant ist und Sie sich Mühe gegeben hat mit diesem Blog, aber wenn Sie nicht mehr Fleisch am Knochen haben, dann verzichten Sie auf wissenschaftliches Getue und stehen dazu: Sie machen im Auftrag des Tagi linke Besserwisser-Polemik. Auch das hat seinen Reiz. Aber man soll dazu stehen!

    • Yves sagt:

      Also ich denke diese Webseite dürfte nix gekostet haben. Die ist ja grottenschlecht. War vermutlich einer dieser faulen Jungs 😉

    • markus sagt:

      Also die Leute die solche Studien machen haben doch alle studiert, eventuell kommt daher dieses Weltfremde Bild. Finde es schade dass eine ganze Generation von Männern weichgespült wird. Das wird sich in Zukunft noch rächen. Kann es sein das die Jungs faul werden weil Ihnen eingetrichtert wird eh zu dumm und zu faul zu sein? Wenn man dies den ganzen Tag hört dann glaubt man mit der Zeit daran.

      • Lukas sagt:

        Kann es sein das die Jungs faul werden weil Ihnen eingetrichtert wird eh zu dumm und zu faul zu sein? Wenn man dies den ganzen Tag hört dann glaubt man mit der Zeit daran. <— hat man mir zwar nicht direkt ins Gesicht gesagt, meine Eltern durftens aber etwa so erfahren und auch einer meiner Pfadi-Jungs hatte dieses Erlebnis.

      • markus sagt:

        War vor kurzem in einer Schule und mir kam es so vor als ob die Mädchen alles richtig machen und die Jungs alles falsch. Die Jungs waren auch eingeschüchtert (oder zugedröhnt), also ein Fehler wurde bei einem Mädchen eher toleriert als bei einem Jungen. Ich musste während dieser 2 stündigen Veranstaltung 3 mal raus weil ich sonst dieser komischen Frau an die Gurgel gesprungen wäre (die anderen nannten diese Frau Lehrerin)
        Damals habe ich mir geschworen meine Kinder in eine Privatschule zu schicken!

      • Tanja sagt:

        Ja, ja, immer diese anti-intellektuellen Vorurteile, von Leuten die nix davon verstehen…….

    • Adi sagt:

      Mir läufts kalt den Rücken runter wenn ich diese Website anschaue:

      „Genderthematik, geschlechterbezogene Pädagogik und Didaktik, Heterogenität / soziale Ungleichheit, Bildungsforschung und -entwicklung im Genderbereich.“

      …habe gar nicht gewusst dass es heute an der Uni eine Gender-Fakultät gibt.
      tut mir Leid aber da könnte ich nur noch ko**en.

  • Philipp sagt:

    Meine persönlichen Erfahrungen aus der Schulzeit wiedersprechen total den Forschungsergebnissen, die uns Herr Marti vorstellt. Und wie ich den Reaktionen entnehme bin ich nicht allein.

  • Yves sagt:

    Könnte es sein, dass nicht der Lehrkörper das Problem ist, sondern viel mehr die Behörden und Politiker, die im Bildungsbereich mehrheitlich aus Frauen zu bestehen scheint. Wenn ich sehe, dass bei uns in der Schulpflege und schulnahmen (Psychologie etc.) fast nur Frauen sitzen, kann es natürlich nicht erstaunen, dass der Lehrplan und die Unterrichtsform speziel gut auf die Mädchen abgestimmt ist.

    • Lukas sagt:

      Könnte ich so akzeptieren.

    • Tanja sagt:

      Man muss sich aber auch überlegen, warum das so ist. Es ist ja nicht so, dass die Männer aus der Schule gedrängt wurden. Die meisten Männer werden nicht Lehrer weil sie den job als zu wenig attraktiv erachten, und ihn deshalb lieber den Frauen überlassen.

  • hans muster sagt:

    Herr Marti:
    Die von Ihnen verlinkte Zusammenfassung der Studie (PDF) lässt aufhorchen. Die im Text zitierte, äusserst widersprüchliche Datenlage könnte wohl kaum voreingenommener und einseitiger zuungunsten der männlichen Schülerschaft interpretiert werden. Obwohl die Datenlage widersprüchlich ist und obwohl die vermittelnden Mechanismen (gemäss Zusammenfassung!) noch nicht verstanden werden, wird blindwütig schlussgefolgert und wird ohne dies auch nur ansatzweise stringent erklären zu können die eine – der Autorenschaft offenbar wenig genehme – hälfte der empirischen Daten schlicht und einfach wegdiskutiert. Konsequenterweise kulminiert dies schliesslich in folgendem Schlusssatz:
    „Der Blick auf die vermeintlich negativen Auswirkungen von weiblichen Lehrkräften auf die Bildungschancen von Jungen könnte somit den Blick auf die eigentliche Botschaft verstellen – dass nämlich Mädchen ihre schulischen Potenziale durch die zunehmende Gleichberechtigung besser entfalten können.“
    Die alte Leier also vom weiblichen als dem überlegenen Geschlecht.

    Eine seriöse Diskussion von Forschungsergebnissen sieht anders aus. Sehr anders.

    hier nochmal der Link:
    http://www.wzb.eu/presse/pdf/lehrerinnen_helbig_text.pdf

    • Lukas sagt:

      “Der Blick auf die vermeintlich negativen Auswirkungen von weiblichen Lehrkräften auf die Bildungschancen von Jungen könnte somit den Blick auf die eigentliche Botschaft verstellen – dass nämlich Mädchen ihre schulischen Potenziale durch die zunehmende Gleichberechtigung besser entfalten können.”
      Die alte Leier also vom weiblichen als dem überlegenen Geschlecht. <— lässt sich zusammenfassen auf den bekannten Spruch von Alice Schwarzer: "Wenn wir es unseren Mädchen einfacher machen wollen, müssen wir es den Jungs schwerer machen" <— eine Wahnsinnige Ungerechtigkeit, die z.B. eben ich am eigenen Leibe erfahren musste.

      • Yves sagt:

        „eben ich am eigenen Leibe erfahren musste.“ ich hoffe doch schwer, dass du das aber ad acta legen kannst. ab einem gewissen alter sollte mann fähig sein, die vergangenheit auf sich beruhen zu lassen.

      • Lukas sagt:

        Selbstverständlich kann ich damit leben, aus mir ist ja etwas geworden also passt das schon. Dass man meine Ansicht jetzt auf puren Hass reduziert, finde ich unfair. Ich wollte damit auch sagen, dass die Jungs in der Schule inzwischen sogar selber merken, dass sie konsequent benachteiligt werden und entsprechend fühlen sie sich auch. Wie gesagt, noch bis vor ca. drei Jahren konnte ich das jeweils am Samstagnachmittag im Wald von meinen Pfadi-Jungs hören…und es wird sich in der Zwischenzeit sicher nicht geändert haben…

      • Yves sagt:

        Und hör mir auf mit der Alice-Schwarzer-Tante (die Onken gerade auch!). Diese Art Frauen sind eher was für das Gruselkabinet der Geschichte 😉

      • Hotel Papa sagt:

        Ist aber nach wie vor eine Lichtgestalt für einige hier Postende.

    • Juan Cabrillo sagt:

      Missionarisch.

      Die Autorinnen geben nicht Forschungsergebnisse wieder sondern sie missionieren mit einer „eigentlichen Botschaft“, die im Blickfeld getragen werden soll wie das Banner irgendeiner links-faschistischen-Emanzenparole.

  • Eni sagt:

    Bei meinen Grossen macht es auf jeden Fall einen Unterschied, seit er von einem Lehrer unterrichtet wird. In der 1. und 2. Klasse hatte er zwar keine Probleme mit der Lehrerin und hatte auch immer gute Noten, aber er hat sich immer einen Mann gewünscht.

    Mein Kleiner findet zwar seine Lehrerin nett, aber ich weiss, dass er bei einem Mann noch mehr arbeiten würde. Habe das auch während dem Rehaaufenhalt sehen können. Der Unterschied seiner Motivation mit weiblichen oder männlichen Therapeuten war enorm.

    Dass meine Kinder ein Männerdefizit haben hat sicher Anteil an meinen Beobachtungen, ist aber sicher nicht der alleinige Grund.

    Mein Vorshclag wäre, dass bei teil Fächern, Mädchen und Buben getrennt unterrichtet werden sollten.

    • Tanja sagt:

      Da stellt sich natürlich die Frage warum das so ist. Warum dein Bube nicht auch eine Frau als Autorität akzeptieren kann. Machistisches Vorbild?

      • Eni sagt:

        @ Tanja

        Das hat doch nichts mit Autorität zu tun, sondern damit, dass sich mein Grosser wohler fühlt bei einem Lehrer und mein Kleiner bei Männern den grösseren Ansporn hat.

        Ich denke, dass es auch daran liegt, dass der Mann im Haus fehlt. Meine Kinder sind sehr brav, manchmal zu brav.

  • Lukas sagt:

    Ich möchte hier auch noch etwas anfügen, was mir unter den Fingernägeln brennt. Eine gewisse „Schuld“ haben die Lehrerinnen eben doch. Ich will in keinster Weise die Kompetenz jener Lehrerinnen anzweifeln, die machen teilweise einen hervorragenden Job ABER:
    Ich bin 1990 in den Kindergarten eingetreten und hatte vor allem in der Unter- und Mittelstufe enorme Probleme mit der Schule bzw. mit dem Unterricht. Nicht, dass ich nicht gut genug gewesen wäre, ich habe übrigens auch ALLE Mädchen locker in die Tasche gesteckt aber was mich als Junge wahnsinnig genervt und in die Verzweiflung getrieben hat, ist 1. das extrem langsame Tempo des Lernens und 2. noch viel schlimmer: diese Gebibäbälä in der Schule! Im Kindergarten kratze das schon an der Grenze des erträglichen: Doofe, kitschige und sinnfreie „Kinderlieder“ singen, „Sachä usmalä“, in der Zweierreihe laufen während das Mädchen neben mir permanent mit eben dieser Hand, die ich halten MUSSTE immer wieder in der Nase bohrte. Ich habe mich damals geekelt vor anderen Kindern! In der Schule riss das nicht ab, es wurde sogar entsprechend schlimmer. Die eine Klassenhälfte hiess „Bluemächindli“ die andere getrennt nach Geschlechtern „Schildchrötli und Chätzli“. Ich war ein „Schildchrötli“ und habe mich extrem dafür geschämt. Eigentlich wollten wir Jungs Turtels heissen aber das war wohl nicht niedlich genug, kann auch verstehen, dass wir nicht so heissen durften aber „Schildchrotte“ war keine Alternative! Dann kamen die langweiligen und wieder kitschigen Kinderbücher, wieder das Baschtlä und Zeichnä etc. Mit am dämlichsten war das Lernen der Schnürlischrift, was immer mit irgendwelchen Reimen unterlegt wurde.

    Ich will mich nicht speziell hervorheben aber ich habe meine Nase nicht in Kinder- sondern Sachbücher gesteckt, meine Lehrerinnen hat das aber nie interessiert, man dachte auch nie daran, mich speziell zu fördern. Das ich mit 8 Jahren bereits simple Dinge programmieren konnte, während andere mit Puppen gespielt haben, wurde mir AUSSCHLIESSLICH VON LEHRERINNEN als unangepasstes Verhalten ausgelegt. Ich bin mir also mindestens fünf Jahre lang vorgekommen, wie in einer Idiotenschule. Entsprechend hab ich mich verhalten. Manchmal hab ich mich extra daneben benommen, damit ich den Schrott nicht ertragen musste. Natürlich wurde ich von den Lehrerinnen nur als Querulant dargestellt. MEHR NICHT! Aus mir wird nichts, hats geheissen.

    In der Bezirksschule platzte mir dann endgültig der Kragen. einige Lehrer haben jeweils die Hefter eingezogen, um die Führung und Vollständigkeit zu prüfen. Es gab zwei, drei Schülerinnen, die das ad absurdum getrieben haben. Statt sich auf den Stoff zu konzentrieren, haben sich diese Mädchen jeweils alles auf einen Block geschrieben, damit sie in der Freizeit allles mit Blüemli und Herzli in ein sauberes Heft schreiben können. Wahre Kunstwerke sind da entstanden. NUR: vom akademischen Standpunkt her war das absolut sinnlos. Das waren auch Mädchen die regelmässig gar nicht gepeilt haben. Der Ernst des Lebens zählte für solche halt nicht. Mein energisches Eingreifen, dass nicht die Aufmachung sondern der Inhalt zählt verlief erst im Sand, bis ich anfing wirklich Stunk zu machen. Gab unschöne Szenen aber ich konnte mich schlussendlich durchsetzen, um solchen Blödsinn zu verhindern. ES GAB NÄMLICH NOTEN FÜR DIE HEFTFÜHRUNG BEI DEN LEHRERINNEN. Einige männliche Lehrer haben das auch gemacht allerdings ohne Note! Danach hats niemand mehr gemacht und es dauerte auch nicht lange, bis diese Mädchen noch mehr Probleme hatten in der Schule.

    Soll mir also doch bitte noch jemand angeben, dass der ständige weibliche Einfluss auf SCHÜLER nicht SCHÜLERINNEN

    • Lukas sagt:

      Sorry, hab den Knopf zu früh gedrückt 🙂

      …. Soll mir also doch bitte noch jemand angeben, dass der ständige weibliche Einfluss auf SCHÜLER nicht SCHÜLERINNEN nicht schädlich für die Jungs ist. Als ehemaliger Pfadileiter, der kurzzeitig auch Mädchen geführt hat, weiss ich, dass sich die heutigen Schüler noch viel mehr fehl am Platz sehen in der Schule und sich über den selben weibliche Unsinn (eben dieses Gebäbälä) aufregen wie ich mich damals und auch heute.

      So kanns nicht weitergehen aber ich möchte klar betonen: Ich habe NICHTS gegen Frauen, im Gegenteil! ich freue mich über jede Frau, die ich in der IT-Branche treffe 🙂

      • Tiefenschärfe sagt:

        Langsam mit den jungen Fohlen. Sie schliessen von sich auf andere. Unternehmen Sie etwas gegen ihren Hass.

      • Irmgard Algader sagt:

        Antwort an Lukas:
        ja, Lukas, danke für deine ausführliche Schilderung..
        bis heute fällt mir auf, dass dieses „Herumgekitsche“ vorallem Frauen betrifft..man sehe sich nur mal im Facebook um..viel mehr Frauen als Männer pflegen das Versenden von Anwendungsschwachsinn..Herzchen über Bärlis etc. – ich freu mich über jede weibliche, anspruchsvollere Seite..aber wirklich recht selten anzutreffen.
        Kann ich gut verstehen, wenn dich das schon im Kindergarten genervt hat..
        ich war übrigens keine der üblichen, braven Mädels..im Nachhinein gesehen..gottlob..aber da muss man erst mal durch..

      • Juan Cabrillo sagt:

        Kurzum der Herr Marti hat das wesentlichste verpasst: Kinder entwickeln sich in der Schule. Herr Marti beschreibt das zeitgleiche nebeneinander: 1. Klasse, Buben- Mädchen, Leherin-Lehrer, 5. Klasse Buben-Mädchen, Lehrerin-Lehrer, 9. Klasse…

        Der Bildungsweg verläuft aber über die Zeit also Herr Marti: Wie verhalten sich 6.Klässler Buben in der Schule, nachdem sie in der 1.Klasse von einer ach so kindergerechten Lehrerin wie Puppen behandelt wurden? Diese Frage wirft der Lukas auf.

        Es geht um den Verlauf, nicht um eine einfache Korrelation. Wie immer sind die Ansprüche an ein angemessenes statistisches Verfahren ein bisschen höher zu setzen, als das unsere (phil. hist.) Bildungsforscher beherrschen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Lukas, wenn das meine Söhne lesen würden, könnten sie sicher alles unterschreiben. Ich denke auch, dass in der Schule sehr vieles verbesserungswürdig ist, vor allem das bibäbbele kann man ruhig abstellen, auch viele Mädchen finden es doof. Die Pfadi ist wirklich ein gutes Beispiel, wie man es auch machen kann, mein älterer Sohn ging auch in die Pfadi, dort gefiel es ihm sehr, es gab auch keine Probleme mit dem „Gehorchen“, im Gegensatz zur Schule, ein ewiger Kampf.

        Aber ich wehre mich dagegen, dass das Problem an den Frauen festgemacht wird, es ist m.E. mehr eine Frage, welcher Charaktertyp sich vom Schulbetrieb angezogen fühlt. Mein Sohn sagte jeweils, als er schon älter war, es würden die Lehrer werden, welche damals in der Schule nichts zu melden gehabt hätten, die Streber und „Znüniablieferer“. Er selber war kein aggressives Kind, aber eben manchmal ein Lausbub, was oft zu Problemen führte.

    • Yves sagt:

      So, wie es du schilderst, hat das primär mit dem Lehrplan und der Unterrichtsform zu tun und nicht, ob es eine Lehrerin oder Lehrer ist. Und von dir auf die Allgemeinheit zu schliessen geht natürlich auch nicht 😉

      • Lukas sagt:

        Nein das sehe ich eben nicht so. Der einzige Lehrer in der Unter- und Mittelstufe hat ganz anders unterrichtet. Dort war dieses verniedlichende Gehabe nicht zu finden im Unterricht.

      • Yves sagt:

        Bei uns war der Unterrichtsplan eigentlich sehr strikt vorgegeben. Welche Lieder gesungen, welche Gedichte gelesen etc. wurden. Das führte dazu, dass meine Schwester sogar die gleichen Prüfungen hatte, wie ich 3 Jahre vor ihr 😉 Ich denke, dass hier die regionalen und kantonalen Unterschiede in den Schulsystemen eine Rolle spielen.

        Von einem Lehrer generell auf die Unterrichtsweise von Männern zu schliessen ist natürlich etwas gar subjektiv. Ich hatte nur Männer in der Schule und die Jungen waren meistens schlechter als die Mädchen (ausser einer Ausnahme). Mit einem auf Jungen angepassten Lehrplan und Unterrichtsform liesse sich viel mehr rausholen. Zumal ja bekanntlich die Männer sich nicht mehr als Lehrer ihr Geld verdienen wollen.

      • Lukas sagt:

        @Irmgard Algader
        Richtig! Da muss man erst mal durch! Als Kind kommt es einem wie eine Ewigkeit vor bis zum nächsten Geburtstag. Wie lange also kam mir die Schulzeit vor? Ich hab teilweise gedacht, dass ich in der Schule versauere, so lang schien mir das ganze!
        Es gab übrigens auch bei uns ein paar wenige Mädchen, die mit dem Kitsch gar nichts anfangen konnten und lieber mit uns Jungs gerauft haben 🙂

      • Nathalie Burch sagt:

        @Lukas und Irmgard

        Zustimmend muss ich sagen, dass ich auch nicht viel mit dem sogenannten Frauenzeugs anfangen kann und ja, Irmgard, wirklich gute Frauenseiten exl. eben dem ganzen Gerede über, für mich teilweise unnötige Dinge, gibt es wenig. Da fördert die Unterhaltung mit den Männern doch eher den Geist und die Intelligenz. Obwohl es hochintelligente und wirklich kompetente und gute Frauen gibt.
        Ich habe die Frage in einem früheren Kommentar schon aufgeführt:
        Wenn die Jungs/Männer in der Gesellschaft bekanntlich mehr Erfolg aufweisen können, als die Mädchen/Frauen, obwohl sie ja, der Statistik zu entnehmen, lernfauler sind, weshalb muss dann auf politischer Ebene eine jungenspezifische Schulpolitik erfunden werden? Die Jungs und angehenden Männer der Berufswelt werdet ja nicht beschnitten in eurern Möglichkeiten, oder!

      • @Nathalie Burch
        Warum soll man die Schule bubengerecht einrichtigen?

        Weil es ein Menschenrecht ist. Buben neun (und mit HarmoS dann 11) Jahre lang im Kindergefängnis zu halten, ist schlimmer als Guantanamo. Ich habe in meiner Schulzeit Höllenqualen gelitten, es war unter jeder Sau, todlangweilig, eine freche Zumutung, wenn man schon über 30 Stunden pro Woche dafür hergibt.

      • adlerauge sagt:

        @ cabrillo: ist ja doch noch was aus ihnen geworden. oder doch nicht?

      • Tanja sagt:

        @Lukas. Ich glaube du verallgemeinerst hier von einer oder wenigen Personen auf alle LEhrerinnen. Hatte in der Primarschule Lehrer und Lehrerinnen. Bei den beiden Lehrerinnen – diese waren aber „richtige Frauen“ keine Bäbis – war absolut nichts von irgendwelchen „verniedlichenden“ Verhaltensweisen zu spüren. Deshalb kann ich deine pauschale Beschuldigung der Lehrerinnen auch nicht nachvollziehen.

    • mira sagt:

      Hallo Lukas,
      Ich kann Dir ein bisschen nachfühlen. Ich war auf einer Steiner-Schule und musste auch durch sehr viel Gspürsch-mi-fühlsch-mi Sachen durch. Und das bei hauptsächlich männlichen Lehrern… Meine Heftführung war immerhin meistens komplett 🙂 Im Nachhinein wünschte ich mir, dass ich damals etwas mehr weibliche Vorbilder gehabt hätte. Wie auch immer, auch ich bin meinen Weg gegangen… Unabhängig vom Schulsystem.
      Du scheinst mir ein sehr analytisch denkender Mensch zu sein. Sorry, wenn ich das so offen sage, aber genau für solche Kinder ist es auch enorm wichtig, dass sie auf anderen Gebieten gefördert werden (Musik, Kunst, Kommunikation, Sport), da sonst solche Persönlichkeitsanteile verkümmern können und der Mensch später vielleicht auf seinem Gebiet ein Genie wird, sonst aber nichts zu bieten hat und irgendwann massive Probleme bekommt (ich sage NICHT, dass das bei Dir so sein muss, gell).

      • Nathalie Burch sagt:

        @Juan Cabrillo
        dann liegt aber das Problem eher bei der Tatsache, dass Schule generell langweilig gestaltet wird. Die Höllenqualen kann ich nachvollziehen, aber durch’s Band verweiblicht fühlte ich es nicht. Ich hatte keine traumatischen Erlebnisse zu verzeichnen und vorwiegend männliche Lehrpersonen. Ich galt als lernfaul, habe meinen Weg trotzdem gemacht. Auch als Mädchen und Frau. Meinem früheren Kommentar (heute, 10.26) ist auch zu entnehmen, dass ich die Problematik und die Ursache an einem anderen Ort zu erkennen meine. 😉

      • Lukas sagt:

        Du scheinst mir ein sehr analytisch denkender Mensch zu sein. Sorry, wenn ich das so offen sage, aber genau für solche Kinder ist es auch enorm wichtig, dass sie auf anderen Gebieten gefördert werden (Musik, Kunst, Kommunikation, Sport), da sonst solche Persönlichkeitsanteile verkümmern können und der Mensch später vielleicht auf seinem Gebiet ein Genie wird, sonst aber nichts zu bieten hat und irgendwann massive Probleme bekommt (ich sage NICHT, dass das bei Dir so sein muss, gell). <— Ich habe nie behauptet, dass Zeichnen, Singen (ich war ein sehr guter Sänger als Kind und Jugendlicher) etc. nicht wichtig sind aber das WIE ist der springende Punkt. Warum muss ich unbedingt ein Bild mit Blümchen, Haus und Sünneli malen? Warum darf ich nicht einen Panzer malen? Weil der/die Lehrerin Pazifist ist? Mich interessiert alles was gross ist und lärm macht also kann ich doch einen Panzer zeichnen. Zeichnen lernen kann ich auch mit einem solchen Thema! Warum muss ich im Musikunterricht Maccarena singen und tanzen lernen, wenn man auch etwas über einen klassischen Komponisten lernen könnte (Ja das geht auch in der Unter- und Mittelstufe, wenn man das mehr machen würde, dann wäre der "Musikgeschmack" der Kinder vielleicht nicht nur durch Unmusik alà Lady Gaga geprägt)? Eines der Erlebnisse, das mir geblieben ist: Ich musste in der fünften Klasse einen Vortrag halten über das Reh. Dass das männliche Reh nicht der Hirsch ist, weil das in einem "Kinderbuch" (das bei den Mädchen besonders beliebt war) aus der dritten Klasse so dargestellt wurde, wollten mir die Mädchen kaum glauben! ODER: Auf meine Frage, was 5 minus 6 ergibt hat man mir die Lehrerinn damals gesagt, das ginge nicht! Was ist das für ein Unterricht? Ein Glück hatte ich meine Eltern.
        Ja Mira, ich bin der geborene Analytiker und ab und zu frage ich mich, was aus mir hätte werden können, wenn das mal jemand hätte sehen wollen in der Grundschule, meine Eltern haben vergeblich gekämpft. In der Oberstufe, wo ich so richtig aufgeblühen konnte, wars dazu leider zu spät…

      • mira sagt:

        @Lukas
        Ich wäre auch Ballet-Tänzerin geworden, wenn man meine Begabung frühzeitig erkannt hätte… So bin ich halt „nur“ eine trockene Naturwissenschaftlerin geworden… Manchmal werde ich auch ein wenig wehmütig, wenn ich daran denke, was aus mir alles hätte werden können… Aber in den meisten Fällen schaue ich nach vorne. Denn dort liegt die Zukunft und alles das, was ich noch machen kann! Das Gleiche solltest Du wahrscheinlich auch tun… Der fehlende Nobel-Preis liegt bestimmt nicht an den Ausmal-Blümchen in der 2. Primarschule…

      • Lukas sagt:

        Mira, hätte ich nicht gelernt in die Zukunft zu schauen, wäre ich heute nicht, was ich heute in 😉

        Sei froh, dass du Naturwissenschaftlerin bist! Du bist den besseren Weg gegangen…

      • mira sagt:

        @Lukas
        Besser ist immer relativ… Wenn man es in Geld und Status ausdrückt, ja, dann bin ich jetzt tatsächlich besser dran, vorausgesetzt ich wäre nicht ein Star geworden… Wenn man aber das Herzblut dazurechnet, dann sieht es schon wieder anders aus…

    • Anita Beeler sagt:

      @Lukas. Deine Erfahrungen wiederspiegeln 1:1 meine Erlebnisse in der Unterstufe. Nur mit dem Unterschied dass ich weiblich, und all meine Lehrer bis und mit Sekundarstufe immer männlich waren.

      Wieso Du nun von Dir auf andere schliesst und das alles als Lehrerinnen bzw. Geschlechter-spezifisches Problem abtust, ist mir schleierhaft.

      Wann kommt man bei Schulproblemen endlich einmal von dieser elenden Geschlechter-Diskussion weg und spricht die Grundlegenden Probleme unseres Schulsystems an? Etwa die Tatsache dass die soziale- sowie die mathematische Intelligenz bei Schülern eines Jahrgangs zuweilen Welten auseinanderliegt, und dass die Schule/LehrerInnen nicht auf diese Unterschiede eingehen kann/darf, da sonst das „Prinzip der Gleichschaltung, pardon, Gleichheit“ verletzt würde?
      Dass Förder- und Unterstützungsprogramme (zumindest in meiner Zeit) prinzipiell nur für schwächere Schüler da waren?

      Ich wünsche mir eine Schule bei der die Klassen nicht nach Schulweg, sondern nach Fähigkeiten (kann im Kindergartenalter abgeklärt werden) eingeteilt werden. Eine Schule in der diese Einteilungen fliessend sind, d.h. je nach entwicklungsstand des Kindes kann zwischen den Klassen gewechselt werden (die spätentwickler müssten dann keine Angst haben zurückgelassen zu werden).

      Ich wünsche mir auch eine Schule in der die Lehrer noch zum lehren angestellt sind und nicht als Kommunikations-Offiziere oder Erzieher.

  • Und wer hat das Bildungswesen kaputtgespart? Did die heute eine Schule wie zu Gotthelfs Zeiten fordern…

  • vietcong sagt:

    lässig, herr marti, wie sie da mit dem rotstift kommen. sie machen sich glaubwürdig. in etwa so glaubwürdig wie die studien, ohne die sie nicht auszukommen scheinen. los hopp, löschen sie auch diesen satz, er könnte ja noch als kritik an ihnen verstanden werden!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Was passt dir nicht, wenn Studien zitiert werden, wäre es dir lieber, der Marti würde irgendetwas aus dem hohlen Bauch heraus behaupten? Ich finde es jedenfalls angenehm, wenn er gleich die Quelle angibt, echter Service!

      • vietcong sagt:

        studien zitiern ist sowas von aus dem holen bauch heraus, das ist es ja gerade. interessant wäre seine persönliche meinung, nicht das stumpfe abtippen fremder texte, die man völlig unüberprüft einfach mal so in die runde wirft, weil man irgendeinen lückenbüsser braucht. alle diese studien sagen überhaupt nichts aus. jedenfalls nicht, wenn man sie in dieser kurzen form hier bringt. man müsste ja jeden tag eine studie lesen, wenn man hier mitdiskutieren möchte.
        mich kotzt diese studien-kultur schon lange an. überall und zu jedem thema werden sie genannt. es ist schon soweit, dass man seine persönliche meinung kaum mehr kundtun kann ohne dass gleich einer angesprungen kommt und einem diskreditiert indem er fragt: ist denn das was du da sagst belegt? BELEGEN DENN DIESE LECK-MIR-AM-ARSCH-STUDIEN IRGENDWAS?! die allermeisten studien sind irgendwelche bachelor-arbeiten irgendwelcher teens die zwischen einem joint und einem whiskey geschrieben wurden und die vielleicht gerade mal hundert leute zu irgendwas unwichtigem falsch befragt haben. also bitte.

      • Matthias sagt:

        Studienergebnisse fallen Grundsätzlich immer zu gunsten des in Auftragsgeber aus. Und es gibt immer für jede Meinung einige gleich Aussage kräftige Studien. Zb. 100 Studien darüber das Cannabis schädlich ist, contra etwa gleichvielen Studien das Cannabis keine Schäden verursacht …

        Studien sind KEINE Beweise.

      • Lea sagt:

        Das sind doch keine Studien. Also bitte. Die eine Powerpoint praesentation hat eine Zahlenbasis von 872.

        bei den grafiken fehlen teilweise die masseinheiten. da weis man etwa bei notenunterschieden nicht, ob der unterschied in prozent oder absoluten punkten angegebn ist. falls pukte weiss man nicht, wieviele mindestesn/maximal vergeben sind.

        das andere pdf hat weder titel, name des autors noch quellenangaben.frueher war es so, dass eine abgabe ohne quellenangaben automatisch eine 1 oder F (=Failed) gab.

        also wenn auf hochschulstufe mit power point geforscht wird dann sage ich sorry. you failed.

        herr martis artikel ist tendenzioes, weil die angesprochene diskussion tendenzioes und manipulativ ist.

        als kritik an herrn marti wuerde ich sagen, dass er die quellen etwas kritischer zitieren sollte. oder eben quellen nehmen, die akademischen standards genuegen. die hier erwaehnten tun das nicht.

        weiter: was ist mit diesem fetisch in euroland, dass bei jeder zweiten ’studie‘ gesagt wird, das thema werde in den USA schon laenger und vertieft diskutiert und erforscht. so auch zu diesem thema. tatsache ist, dass ich erst heute von einer ‚boy crisis‘ in den usa gehoert habe. in diesem blog.

        das ist doch wie der fetisch hierzulande, wo kosmetika besonders gut sein sollen, wenn sie aus europa stammen und ’swiss formula‘ drauf steht.

  • Pumuckl sagt:

    Was für ein Unfug – Lernen, Lehren und Geschlecht haben NICHTS miteinander zu tun. Jedes Kind lernt trotz Schule und trotz Lehrer und das ist auch gut so. Leider wird es durch hirnamputierte Spar- und Profilierungsaktionen der Behörden relativ nachhaltig verhindert, den Lehrpersonen die Möglichkeit zu geben, den Kindern überhaupt einmal LERNEN beizubringen. Stattdessen wird von Stoffzielen …. gelavert. Und ja. Da haben Frauen tatsächlich einen scheinbar biologischen Vorteil. Vielen Frauen fällt es leichter, sich auf das LERNEN als Arbeit oder Beschäftigung einzulassen. Männer und Jungen lernen anders. Und das wird ihnen in der Schule schlicht und ergreifend nicht ermöglicht. Das wiederum haben weder Lehrerinnen, noch Lehrer zu verantworten, sondern Bildungspolitiker und Behörden, die sich nicht mit der Materie, sondern nur mit der Administration auseinandersetzen.

  • Maximilian sagt:

    Ach, Herr Marti.
    Das Schulniveau, bedingt vor allem durch das Schulsystem, ist in den letzten 20 Jahren nachweislich so massiv gesunken, dass es wiirklich gute Schüler heute eigentlich gar nicht mehr gibt. Selbst Mädchen zeigen drastische Verhaltensstörungen /Aggressivität, Zunahme an Bulimie-Erkrankungen etc). Das Aussteigen vielser Jungs ist für meine Begriffe eher ein Anzeichen spiritueller Gesundheit, frei nach dem Motto: Hier mache ich einfach gar nicht mehr mit.
    In den nordeuropäischen Ländern, deren Schulsystem ganz anders aufgebaut ist, gibt es übrigens, neben der Tatsache, dass sie die Pisa-Spitze bilden, keinen Unterschied zwischen Jungs und Mädchen.

    • Adi sagt:

      Ich denke nicht, dass es heute keine wirklich guten Schüler mehr gibt. Der Niveauzerfall ist aber ein Faktum.

      Ich für meinen Teil würde mir ein Schulsystem wünschen, das wieder mehr Wert legt auf Verstehen und Begreifen – und weniger auf auswendig lernen.
      Konkret: Stärkere Gewichtung von Mathematik und logischem Denken, dann können wir in 20 Jahren vielleicht auch die inländische Nachfrage nach Ingenieuren decken und müssen nicht mehr 80% der Fachkräfte importieren.

  • Jo Mooth sagt:

    Ach, mir kommt angesichts all dieser hartnäckigen Genderdiskussionen die Galle hoch. Überall Studien darüber, weil man damit gutes Geld verdient. Dabei ist es so einfach: Ob Frau oder Mann ist letztlich meistens egal, denn zuerst sind wir alle Menschen, die nicht deshalb verschieden sind, weil sie nicht dasselbe Geschlecht haben. Dieses spielt nur selten eine Rolle, ist nicht mal beim Kinderkriegen und -aufziehen so zentral wie immer wieder herbeigeredet. Muss man irgendwann einsehen, obschon die Diskussionen dann etwas langweiliger werden.

  • Roland sagt:

    Ich teile es mal unverblümt mit:
    Schafft die endlos peinlichen Elternräte ab, verbannt die unfähigen Lokal-Politiker aus den Schulkommissionen die sowieso keine Ahnung von Pädagogik haben, und wählt in Zukunft Politiker, die die Erziehungsversäumnisse der Eltern nicht auf die Schule übertragen. Dann würde dieser Berufsstand um ein x-faches attraktiver werden, wie es einmal war! Heute quatschen einfach viel zu viele Laien drein, die einfach keine Ahnung vom Schulalltag, haben.

    Bei dem heutigen Mangel an Personal wird jeder/jede Möchte-gerne-LehrerIn eine Stelle bekommen.

  • sonja sagt:

    „Dass hingegen bei beiden Geschlechtern in erster Linie der Lerneinsatz für den Lernerfolg verantwortlich ist.“ Mit anderen Worten Fleiss. Eine – zumindest für viele Frauen – nicht wirklich neue Erkenntnis, die sich in einem anderen Arbeitsbereich aufs Wunderbarste beobachten lässt: im Haushalt mit seinen tagtäglich anfallenden, wenig Glanz, Erfolg und Anerkennung verheissen dafür viel Fleiss, Disziplin und Einsatz abverlangenden Tätigkeiten.

    • Nick Schmid sagt:

      @Sonja: kann man auch anders deuten. sehr provokativ ausgedrückt: frauen sind eher leistungsstark, solange es sich um repetitive aufgaben mit fleisscharakter handelt (z.B. auswendig lernen), männer sind eher dort stark, wo es um lösungsfindungen und deren pragmatische umsetzung geht (deckt sich nur rein zufällig mit meinen persönlichen erfahrungen aus meiner schulzeit…) 🙂

  • Manuela sagt:

    Das ist totaler Unsinn, was Sie da schreiben. Wir Frauen haben ziemlich viel Unheil angerichtet und es wird Zeit, dass wir damit aufhören. Frauen sollen wieder Frauen und Männer Männer sein.
    Mauela

  • Klaus Tanner sagt:

    Da nun festgestellt wurde, daß der hohe Anteil an weiblichem Lehrpersonal nicht die Ursache des schlechten Abschneidens von Buben in der Schule ist, stellt sich nun die Frage, was denn die eigentlichen Gründe sind und wie damit umgegangen wird. Ich persönlich halte es für fahrlässig, ein Schulsystem beizubehalten, bei welchem die Hãlfte der Kinder systematisch benachteiligt wird. Positiver Aspekt; endlich können auch Männer Gleichberechtigung einfordern, dadurch erhält die Geschlechterdebatte einen egalitären Touch.

  • Marcel sagt:

    Gretchenfrage: Warum konzentrieren sich solche Diskussionen eigentlich immer auf die höchsten Bildungsabschlüsse? Ein Viertel aller Frauen und aller Männer verfügt in der Schweiz über einen tertiären Bildungsabschluss- der ganze Rest interessiert offenbar niemanden! Ist das nun eine typische Macke des Geschlechterdiskurses, wenn es um Bildungs- und Berufschancen geht? Oder will man einfach partout nicht von den „restlichen“ gut 75 Prozent der Bevölkerung sprechen? Dieses Phänomen beobachte ich sozusagen in der ganzen Blogsphäre- aber auch im ganzen öffentlichen Diskurs.

    Was soll das? Natürlich holen die Mädchen / Frauen auf- wär nicht gut, wenns anders wäre. Doch was machen all die Menschen jenseits der universitären Laufbahnen? Und wenn wir schon ums Verrecken bei den AkademikerInnen bleiben wollen / müssen: Inwiefern unterscheiden sich die Geschlechter bei der Wahl des Studienfaches? Und welches sind bei beiden Geschlechtern mittlerweile die Favoriten?

    Warum werden im Geschlechterdiskurs- es ist schon fast egal, auf welchem Gebiet- wichtige Teile immer kategorisch ausgeblendet?

    Das nur so nebenbei. Aber ändern muss sich das.

    • Lara sagt:

      Weil die Schweiz mit ihrem Bildungssystem (Lehre, BMS usw.) eine Ausnahme darstellt und die Schweiz keine Studien selbst macht (oder nur sehr wenige). Das heisst, dass wir Studien/Erkenntnisse aus UK/USA/EU untersuchen welche nicht 1:1 auf Schweizer Verhältnisse umgemünzt werden können weil hier das Bildungssystem komplett anders ist. Im Englisch sprachigen Raum gibt es keine Berufslehre ergo gibt es auch keine Untersuchungen dazu.

      Zu der Studienwahl, bei den Mädchen sieht die Reihefolge folgendermassen aust Wirtschaft, Jura und dann erst die Phil. 1 Fächer (Germanistik, Geschichte usw.)

    • Marcel sagt:

      Ihrem Beitrag ist nichts hinzuzufügen. Und ja: In Jura sind Frauen mittlerweile sackstark- auch danach im beruflichen Umfeld.

      Statistiken über die Bildungsbschlüsse vom BfS gibt es schon- und Studien, in denen diese Thematik mit untersucht wurde ebenfalls. Abgesehen davon hat das BfS seine Statistiken (und Studien) kürzlich im Rahmen eines Abkommens mit der EU auf eine international sowohl methodisch als auch inhaltlich vergleichbare Ebene gestellt.

      Trotzdem: Was machen wir jetzt mit dem ganzen „Rest“ aller Männer und Frauen, die nach Abschluss der Schule eine einfache Berufslehre abgeschlossen o. ä. haben? Das sind immerhin 75 Prozent aller Menschen in diesem Lande? Oder hat sich der medial aufbereitete Geschlechter- und Genderdiskurs auch auf diesem gebiet von der Lebenswirklichkeit verabschiedet?

      Letzthin sah ich eine Frau mit dreckigen Arbeitsstiefeln und einer noch dreckigeren Kleidung auf einer Baustelle arbeiten. Am liebsten hätte ich ihr zugerufen. Saugut, Mädchen! Du bist für mich das Mass der Dinge- von dir soll es in Zukunft bitte millionen vom Himmel regnen!

      Dann wären solche Dikussionen wie die hier geführte langsam überflüssig.

  • Widerspenstige sagt:

    @Marcel 11.20h
    Doch, da fallen mir vorallem spontan Deutsche Komikerinnen ein wie Anke Engelke, Esther Schweins, Barbara Schöneberger und aus der Schweiz ‚acapicels‘ und natürlich DIE unvergesslich-komische Gardi Hutter! Voilà, noch Wünsche der Marcel?

    • Marcel sagt:

      @Wiederspenstige: Gerade haufenweise ist das nicht 😉

      Man muss sie schon fast zusammenklauben, die paar. Oder googeln.

      Aber mir wären mehr humorvolle Frauen auch lieber. Speziell die Selbstironischen.

  • sarah sagt:

    Da es Frauen sind, die Kinder gebären und wohl auf Grund dieser Tatsache weniger häufig Schlüsselpositionen anstreben, ist es doch nur gut, wenn sie mit einem gewissen Vorsprung ins Berufsleben starten. Sollten dereinst langfristig mehr Frauen als Männer in diesen Positionen zu finden sein und unsere Wirtschaft und Politik weltweit weiblich dominiert (eigenltich paradox, heisst es dann feminisiert?) sein, dann werden wir weitersehen… Alles andere halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für Schaumschlägerei auf Kosten der Mädchen.

    • Yves sagt:

      Spannend ist doch dann, ob die Frauen den Beweis dafür erbringen können, dass sie es wirklich besser machen (weniger Kriege, besser für die Umwelt etc.) 😉

  • Andre Egli sagt:

    Ich krig die Kriehse. Wie blöd sind wir heute eigentlich? Da wird über geschlechtsspezifischen Unterricht diskutiert, über die Qualität desselben. Darüber, ob Frauen Knaben benachteiligen und umgekehrt Mädchen bevorteilen, usw. usf. Mag ja alles eine gewisse Bedeutung haben. Das wichtigste aber, das VERHÄLTNIS zwischen den Schülern und den Lehrpersonen wird unter den Teppich gekehrt. Ein Rückfall ins vor-aufklärerische Mittelalter und zwar Aufklärung im historischen, wie auch im sexuellen Sinne. Es ist doch offensichtlich, dass Knaben (und natürlich auch Mädchen), wenn sie geschlechtsreif werden, komplett anders auf eine männliche als auf eine weibliche Autoritätsperson reagieren werden. Man stelle sich, um ein extremes Beispiel heranzuziehen, vor, wo die Gedanken von jungen Männern in der Rekrutenschule sind, je nach dem, ob die Person, die die Befehle erteilt, ein fieses (männliches) Arschloch oder eine attraktive Frau ist. Die homoerotische Konkurrenzsituation ist in Gottes Namen von der heterosexuellen Anziehung zu unterscheiden. Man mag mir Sexismus vorwerfen, ich denke aber, dass genau die Tatsache, dass die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Primarschule (also vor der Geschlechtsreife) nicht vorhanden sind, Bände spricht…

    • Balsam sagt:

      Eben: Lernziel ist, nicht komplett anders zu reagieren, und gute Leistungen zu bringen.

      Eine studie hat gezeigt, dass je mehr Jungen an Geschlechter-Stereotypen glauben, desto schlechter sind ihre Leistungen.
      Das heisst: Starke Mütter (die nicht den Stereotypen entsprechen) und Lehrereinnen müssen her, um die Buben zu guten Leistungen anzuspornen.

      • Andre Egli sagt:

        @ Balsam

        wenn man will, kann man den Sinn des Geschriebenen immer verdrehen…

        Nochmals: Die homoerotische Konkurrenz ist für Knaben naturgemäss Leistungs-‚anspornender‘. Bei der heteroerotischen Anziehung geht der Ansporn eher in Richtung die Sporen geben… und zwar dem Objekt der Begierde…

  • sutter sybille sagt:

    war doch schon immer so. nur fruher wurden die leistungen der jungs noch expliziter hervorgehoben, da sie doch per weltanschauung besser sein mussten. ich habe das lehrersemi gemacht… kein angehender lehrer konnte dort mit den leistungen der besten und engagierten frauen mithalten. sie waren sogar im klassenschnitt hinten weg. fuer die meisten ging es als angehender lehrer mehr um prestige, macht und bluff! einer schrie mal durchs zimmer:‘ ich bin der beste lehrer den es gibt‘. er war ein asoziales schiefgeratenes, kiffendes ding… das spaeter mal die kinder anderer serioes erziehen wollte. von da an war ich besorgt um einen grossteil der maennlichen lehrerschaft.

    • M. Krebser sagt:

      ein lehrer oder eine lehrerin, die von sich nicht sagt und überzeugt ist: „ich bin gut!“ oder männlich ausgedrückt: „ich bin der beste!“ – sollte nicht vor eine klasse stehen dürfen. meine besten lehrer und lehrerinnen (vom kindergarten bis zur universität) waren die selbstbewussten. da wusste ich, was sache ist; da konnte ich mich innerlich oder äusserlich auflehnen, aufregen. an solchen menschen konnte ich mich reiben und meine grenzen (auch leistungsgrenze!) ausloten.

      gerade bei jungen lehrerinnen muss ich feststellen, dass es hier oft an selbstbewussten und autoritärem auftreten mangelt. mit piepsenden bittibätti-stimmchen versuchen sie eine rasselbande von kindern zu bändigen. aus raufenden jungs macht man kinder mit aggressionsproblemen; ein knabe, der sich weigert bärchen auszumalen, ist plötzlich ein lernverweigerer, der eine heilpädogische krücke braucht.

      ein guter lehrer aufgrund seiner schulischer leistungen zu definieren, finde ich grundsätzlich falsch. das beweist ja die art und weise der benotung von probelektionen bei ph-studierenden. da bereiten studierende stundenlang eine einzige lektion vor, die dann benotet wird.
      wird da die fähigkeit des lehrens geprüft? – Nein, nicht im, geringsten. denn ein lehrer hat nie die zeit, um eine einzelne lektion stundenlang vorzubereiten. warum nicht andersrum: am morgen um 8 kriegt der studierende sein thema, um 10 uhr hat er die lektion. da wird sein können geprüft!

      unsere lehrerausbildung ist falsch angelegt, weil sie den guten lehrer über gute leistungen an der ph definiert. ein guter lehrer, eine gute lehrerin ist ein mensch, der
      (1) den draht zu den kindern hat. und mit draht meine ich nicht gekuschel, sondern die fähigkeit auf ein kind einzugehen (und zwar als eine erwachsene autoritätsperson) und ernst zu nehmen.
      (2) selbstbewusst, klar und deutlich die kinder führt und zur selbstständigkeit anleitet.
      (3) auch einmal aushalten kann, wenn das kind mit ablehnung reagiert (wer als lehrer/lehrerin einfach die liebe der kinder sucht, der missbraucht diese).
      (4) der durch sein verhalten ein vorbild ist.
      (5) der spontan ist.

      • markus sagt:

        Lustig hatte auch mal einen Lehrer der Krebser hiess und der hat uns zur Strafe beim Turnen in den Geräteraum geschickt um stumpfsinnige Texte abzuschreiben.
        Es gibt gute und schlechte Lehrer, denke das Geschlecht spielt da keine Rolle. Aber ein Mann kann sich bei Jungs besser durchsetzen und eine Frau sich besser in die Mädchen einfühlen. In der Oberstufe hatten wir ein gutes Gemisch von Frauen und Männer, die Hauptlehrerin welche ein hohe Sozialkompetenz aufwies und im Turnen einen Mann der eine Kampfsau war und uns wirklich geschlaucht hat, was uns wiederum sehr gut tat (getrenntes Turnen da wir die Mädchen zu fest beschädigten). Ein Kind braucht beide Geschlechter um Erwachsen zu werden.

  • Simone sagt:

    Der Artikel schreibt am Thema vorbei. Was mit der Feminisierung der Schulen gemeint ist, zielt doch auf die unterschiedlichen Bedürfnisse ab, die Mädchen und Buben haben. Und Lehrerinnen sehen nun mal eher, was die Bedürfnisse der Mädchen sind. Wenn jedenfalls eine Schulleiterin in Basel den Pausenplatz zur „Begegnungszone“ (oder war es „Kommunikationszone“?) umfunktioniert und das Fussballspielen zwecks Förderung der Kommunikation verbietet (und die Buben zwingt, Konversation zu betreiben anstatt herumzutoben!), dann wundert es mich nicht, wenn Buben, welche ihre Energie nicht mal mehr auf dem Pausenplatz loswerden können, als Zappelphilippe gelten und schlechtere Noten haben (Ritalin lässt grüssen). Der langen Rede kurzer Sinn: Ich glaube, es fehlt in der heutigen Zeit das Verständnis für Männlichkeit. Als Frau darf ich das sagen.

    • zeitungsleser sagt:

      ad letzter satz: also als mann darf ich das auch ;-). im ernst: so richtig traurig ist ja, dass man sich das heutzutage überlegt!

    • Manuela sagt:

      Danke. Ich finde übrigens, dass das auch Männer sagen dürfen. Auch das ist Verständnis für und von Männlichkeit.

    • Martin A. sagt:

      Nur mal so ne Frage, Simone. Wird ernsthaft verboten auf dem Pausenplatz zu tschutten in dieser erwähnten Schule? Bei uns haben sogar die Mädchen mitgespielt. Was ist das für eine Schulleiterin?

    • markus sagt:

      Fussball Verbot auf dem Pausenplatz ? hmm da die Jungs beruhigt werden wollen sie ja eh nicht mehr Fussball spielen.
      In der Agglo wo ich aufwuchs steht ein alter Baum auf dem wir eine Baumhütte hatten (vor 30 Jahren) heute dürfen die Kinder nicht mehr raufklettern wegen dem Naturschutz, jemand hat dies gerichtlich durchgesetzt. Naja dann gehen die Jungs halt ein paar Leute verprügeln um dampf abzulasen. Bin froh nicht mehr jung zu sein! Wobei Ritalin schon was feines ist.

      • Simone sagt:

        @Martin: Ja, das habe ich mal gelesen. Entweder in der Weltwoche oder im Tagi (Weltwoche ist wahrscheinlicher, schätze ich mal… :-)). Wollte es selbst nicht glauben.

  • Adi sagt:

    Ich habe hier einige Ideen im Zusammenhang mit Bewegung gelesen… weil die Jungs das anscheinend so dringend brauchen. Die Idee ist vielleicht gut gemeint, aber mir gefällt sie nicht sonderlich.

    Jungs können sich auch in den Pausen kurz austoben. Allgemein erachte ich häufige Pausen mit etwas Bewegung (Verlassen des Unterrichtsraums) als zentral. So ist z.B. bekannt, dass sich Menschen kaum länger als 20-30 min ohne Unterbruch konzentrieren können – eine interessante Sache (fällt mir selber bei fast jedem Vortrag und bei fast jeder Sitzung auf *lol*)

    Zwangsverornedets Fussballspielen 3 Mal täglich finde ich hingegen sehr klischeehaft (nicht alle Jungs sind Fussball- oder Sportfanatiker) und wäre etwa dasselbe wie wenn man die Mädchen dann in dieser Zeit vor den Schminkspiegel stellt ^^

    Bewegung ist sicher wichtig – aber hier spielt die Freizeit wohl die wichtigere Rolle. es braucht Möglichkeiten irgendwo eine Baumhütte zu bauen, ein Feuer zu machen oder Sport zu treiben etc.

    • Tiefenschärfe sagt:

      Na ja, das mit dem Austoben auf dem Pausenplatz wird heute nicht mehr gerne gesehen. Ballverbot auf dem Pausenplatz. Die Aufsicht ermahnt und möchte lieber, dass man still auf dem Brunnenrand sitzt und sich unterhält.

      Das höchste der Gefühle ist mal im Winter eine Schneeballschlacht oder die 1 Stunde Sport pro Woche. In meinen Sportlagern sehe ich zunehmend, wie – Mädels und Jungs – kaum 2 Meter auf einer Linie gehen können. Von Purzelbäumen ganz zu schweigen.

      Auch wenn das für das spätere „Wirtschaftsleben“ nicht Wertvermehrend wirkt, Bewegung und Spiele kommen einfach zu kurz. Neben Max Frisch sollte man eben auch mal den Federball-Schläger zu Hand nehmen. Auch und vorallem in der Schule.

      Und ich sehe ein, das ist wohl in einem erweiterten Kontext zu sehen, m.E. aber trotzdem sehr wichtig. Und im Sportunterricht von Lehrerinnen oder Lehrer sieht man eben auch sehr genau,wo die Unterschiede liegen.

      Bei mir war da so:

      Lehrerinnensportunterricht: Choreo zu Kim Wilde
      Lehrersportunterricht: Rennen und Schwitzen bei diversen Sportarten und Spielen.

  • Tiefenschärfe sagt:

    Und wenn wir nun nur noch Transsexuelle Lehrer/innen einstellen, dann lösen wir da Problem. Jawohl.

  • Adi sagt:

    Ich habe dazu zwei Erfahrungsberichte, einer aus meiner eigenen Gymizeit und einer aus meiner Aushilfelehrtätigkeit am Gymnasium.

    Ich mag mich gut erinnern, dass in meiner Schulzeit die Jungs (ich inklusive) mehr „Probleme“ machten als die Mädchen. Da ich selber stets gute Leistungen brachte konnte ich mir wohl mehr erlauben als andere. Wenn es um Leistungen ging, war es jedoch ausgeglichen – wobei Mädchen klar fleissiger und gewissenhafter waren als Jungs (konsequentes lernen mit Kärtchen z.B.). Die Jungs kompensierten den fehlenden Fleiss in Fächern wo es primär ums Verständnis ging (Mathe und Physik z.B.)

    Als ich dann einige Jahre später als Student am Gymnasium Mathe & Physik unterrichtete, sah ich die ganze Thematik nochmals aus einer anderen Perspektive. Meine These seither: es gibt in jeder Klasse einige sehr begabte, die den Stoff einfach können (auf 20 Schüler i.d.R. 2 Jungs und 2 Mädchen), sie könnens einfach und sind dem Stoff zum Teil sogar voraus. Dann gibt es ein gewisses Mittelfeld, wo Fleiss und Ausdauer eine Rolle spielt – dort sind die Mädchen klar besser. Und zu guter letzt gibt es eine Gruppe (ebenfalls wieder beider Geschlechter), welche nicht folgen kann.
    Die letztgenannte Gruppe zeichnet sich dadurch aus, dass diese Schüler oft körperlich weiter entwickelt sind (mehr Hormoneinfluss) und sich dadurch mehr für anderes (z.B. das andere Geschlecht) interessieren als ihre leistungsstärkeren Mitschüler.
    Generell würde ich zudem sagen, dass junge Männer mehr unter ihrem Hormoneinfluss leiden als junge Frauen (nicht physisch selbstverstänlich, sondern bezogen auf die intellektuelle Leistungsfähigkeit).

    Lange Rede, kurzer Sinn. Ich denke man kann durchaus sagen dass das Gros der Jungs weniger fleissig und diszipliniert ist in der Schule. Wie man dem allerdings begegnen soll ist eine schwirige Frage.

    Wichtig ist allerdings, dass es wohl nichts bringt wenn man die Jungs zu mehr Fleiss zwingt. Jungs lassen sich weniger als Mädchen in ein Schema „pressen“. Sie reagieren darauf mit Verweigerung und Rebellion. Der Schlüssel zu mehr männlichem Erfolg in der Schule ist daher wohl die Motivation. Wie gelingt es den Lehrerinnen und Lehrer die Jungs abzuholen und in ihnen den Ehrgeiz für die Schule und die Motivation zu wecken – das ist wohl des Pudels Kern.

    • Yves sagt:

      Diese Regel 20 zu 4 gilt danach auch im Beruf. Nur etwa 20% der Mitabeiter gehören zu den Over-Performer. Der grosse Teil ist Durchschnitt.

      • Tiefenschärfe sagt:

        Gut bemerkt, Yves, danke. Das ist auch in jeder Sportmannschaft so, ob nun Eishockey oder Volleyball. Aber das beste Pferd im Stall kann trotzdem nicht als Richtlinie herhalten.

      • Adi sagt:

        Das wird wohl so sein. Das bekannte Paretoprinzip (80-20 Regel) wonach 20% des Aufwands 80% des Ertrags bringt… oder umformuliert: 20% der Mitarbeiter bringen 80% der Leistung (etwas krass gesagt) – momentan bin ich wohl bei den 80% anzusiedeln da ich hier einen Kommentar schreibe statt zu arbeiten… shame on me.

      • Yves sagt:

        @Tiefenschärfe: Natürlich kann die Schule nicht auf die besten 20% optimiert werden. Die Schule muss ja sehen, dass sie für die Mehrheit stimmt.

    • Nathalie Burch sagt:

      @alle Beteiligten hier 🙂
      Männerdiskussion at Mamablog ! Spannend und sehr rationell vermitteln. Kernfrage an euch: obwohl Jungs scheinbar weniger fleissig sind als Mädchen, sind sie in der Gesellschaft doch erfolgreicher! Das zeigt dann die Erfolgskurve im späteren Leben. Dann müsste doch keine politische Strategie erfunden werden, das die Lernmethoden vermännlicht werden sollen, oder??

      • Adi sagt:

        Hehe, sind in der Tat viele Männer die sich heute zu Wort melden – nun es geht ja auch um uns bzw. unsere (zukünftigen) Söhne.

        Ich weiss nicht ob Jungs in der Gesellschaft erfolgreicher sind… kommt hier wohl sehr auf die Definition von „gesellschaftlich erfolgreich“ an. Setzt man das mit „wirtschaftlich erfolgreich“ gleich, dann mag die Aussage stimmen. Nimmt man hingegen „ein glückliches Leben führen“ als Grundlage, dann ist es wieder eine andere Ausgangslage.

        Allerdings muss auch gesagt sein, dass junge Frauen die ich kenne oft partout gewisse Studiengänge nicht wählen wollen, obwohl dort Frauen sehr gefragt wären und die Karrierechancen intakt sowie die Löhne hoch sind (Ingenieurstudium an der ETH). Sie machen dann lieber Publistik, wo man schon heute sagen kann, dass es dort eher zuviele Studenten hat. Mann/Frau muss das Studium eben nicht nur nach persönlichen Präferenzen wählen sondern sich auch überlegen, in welchem Bereich in 5-10 Jahren Fachleute benötigt werden.

      • Nathalie Burch sagt:

        @Adi
        Wirtschaftlich erfolgreicher sind die Männer alle mal. Ein glückliches Leben führen tut hier leider nichts zur Sache. Das ist dann eine individuelle Definitionsfrage. Und ja es geht um unsere Söhne. Mit unter auch um meinen 😉 Die Emanzipation hat ja nicht nur Vorteile für die Frau und eben die Männer gebracht. Und die Wahl bei den Studiengängen ist immer noch sehr geschlechterspezifisch behaftet. Leider. Frauen trauen sich gewisses nicht zu. Wenn sich ein Mann für den Kindergartenlehrgang entscheidet wird er auch belächelt. Es ist eben ein Frauenjob. Was bei den Primarlehrern auch noch so ist. Die Oberstufenlehrpersonen dürfen dann schon gut und recht männlich sein, aber darunter?

  • Andreas Hirschi sagt:

    Den grössten Teil meines Schulunterrichts wurde ich durch Lehrerinnen unterrichtet und ich war immer in gemischten Klassen. Beides hatte aber bestimmt keinen Einfluss auf meine schulischen Leistungen. Ab einem gewissen Alter waren die Freizeitaktivitäten aber persönlich wichtiger als die Hausaufgaben zu erledigen. Nur der konsequenten Kontrolle meiner Eltern ist es zu verdanken, dass zumindest der grösste Teil der Hausaufgaben erledigt wurde bevor ich meinen Hobbys nachgehen durfte. Schon zu meiner Zeit war es doch so, dass die Mädchen meist den schulisch fleissigeren und srebsameren Weg einschlugen als wir Jungs (aber auch galt natürlich keine Regel ohne Ausnahme).
    Man sollte langsam aber sicher wieder vermehrt über die Rolle der Eltern dsikutieren anstatt über Schulmodelle und den Lehrkörper. Liebe Eltern, ihr seit für euren Nachwuchs zu 100% selbst verantwortlich. Es ist an euch zu kontrollieren,dass das eigene Kind die Hausaufgaben erldedigt, was es in seiner Freizeit konsumiert (TV, Games etc.) und anstellt und wann es Zuhause sein muss. Erziehung muss zuhause stattfinden und nicht in der Schule oder durch unsinnige Vorschriften für die Oeffentlichkeit (Beispiel Killerspielverbot).

  • Matthias sagt:

    Dafür sind Männer auch erfolgreicher in .. allem. Ob nun Sport, Beruf, Kunst.. fast überall dominieren Männer. 😉

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Klar, zu Hause haben sie jemanden, der ihnen den Rücken freihält, die Infrastruktur bietet, ein Mami oder ein Frauchen oder sonst ein williges weibliches Wesen. So ist es einfach, gut zu sein….. die Spiesse im Wettbewerb sind nicht gleichlang!

  • fidelio sagt:

    Das Monopol (des Staates) ist das Problem. (Kommunistische) Planwirtschaft hat nirgends funktioniert. Warum sollte es in der „Bildung“ anders sein.

    1/3 der Sek-LehrerInnen hat kein Sek-Diplom und es wird immer schlechter.

    Das sind ein paar FAKTEN, diskutiert wird hier und überall über irgendwelche abgehobenen Details.

    Tja, warten wir mal ab…………….

  • Thomas Roth sagt:

    Wir hatten an der Fachhochschule (Elektrotechnik) ehemalige Realschüler, die waren richtig gut. Vielleicht liegt’s daran, dass es oftmals Jungs/Männern leichter fällt, eine Theorie zu etwas zu lernen, das man (in der Berufslehre) bereits praktisch erlebt/erfahren hat. Die rein kommunikative Stoffvermittlung der Primarschule mit Schwergewicht auf Sprachen kommt den Mädchen sicher entgegen.

  • Nathalie Burch sagt:

    Lieber Herr Marti

    Dies ist ein wirklich gelungener Artikel. Es ist unglaublich interessant zu vernehmen, dass die geschlechterspezifische Diskussion seit Ewigkeiten in der Gesellschaft vorherrscht. Betrachten wir doch einmal einige Gesichtspunkte dieser äusserst heiklen Thematik: Mädchen lernen einfacher als die Jungs? Das ist sicherlich nicht so. Sie lernen, jeder für sich, einfach anders! Vielleicht ist es aufgrund der Geschlechterrolle so, dass Mädchen lieber lernen, weil Mädchen halt einfach gerne lernen? Jungs aber lernfaul sind, weil es nicht männlich ist, zu lernen? Was für ein Unsinn! Jeder Mensch hat seine Art und Weise, ist lernwillig oder eben lernfaul, bereit mehr in die Ausbildung zu investieren oder nicht. Weshalb der Aufstand, eine Lernstrategie zu Gunsten der männlichen Lernenden aufzurufen? Wie unsinnig sind denn da unsere Politiker! Sie haben wohl den ganzen Sachverhalt und die Problematik nicht verstanden. Die Politik will mal wieder eine Problembekämpfung vornehmen, anstelle die Ursache bei der Wurzel anzugehen. Aber es ist ja nicht verwunderlich – in der politik herrscht ja Frauenmangel! Also lösen wir das Problem mal männlich! Wir geben den Frauen schuld!
    Hauptproblem der ganzen Sache ist doch die Tatsache, dass die Lehrer/-innen ihren Beruf gar nicht mehr in voller Konsequenz ausüben dürfen und können. Sie werden durch irgendwelche Regulatorien, Weiterbildungen und Administravkram am eigentlichen Beruf gehindert, oder nennen wir es behindert. Es werden Stunden um Stunden gestrichen, der Lernstoff aber erhöht und muss „reingewürgt“ werden. Sich richtig Zeit nehmen für Kinder ist schon bald nicht mehr drin. Und die Politik spricht über ein Geschlechterproblem? Das bald keine Lehrpersonen mehr vorhanden sind und vielleicht sogar die nötigen Kompetenzen für die jeweiligen Lehrstufen (Primar- und Oberstufe) verloren gehen, weil vielen die Lust am Lehrersein vergangen ist, davon spricht aber keiner! Hinzukommt noch die Problematik, dass die Lehrpersonen mit zuviel Erziehungsmassnahmen überfordert werden, sprich, dass Eltern ein vielfaches IHRER Aufgaben an die Lehrer delegieren. Aber die Konsequenzen daraus nehmen die Eltern dann wieder nicht an. Also wo genau liegt denn das eigentliche Problem?
    Sicherlich nicht daran, ob mehr Frauen den Beruf als Lehrer ausüben oder Männer. Die Frauen trauen sich doch alle mal noch etwas zu? Wobei die Weicheier unter den Männern ja nicht einmal mehr diesen Beruf ausüben wollen. Ist es denn schon zu unmännlich sich als Lehrperson zu outen? Oder haben denn nicht im Grunde die Männer ein Problem und das macht sich jetzt bemerkbar?
    Ein gutes Thema, weit an der Ursache vorbei disskutiert, aber vielleicht nun stillgelegt.

    • Adi sagt:

      Bin mehrheitlich einverstanden. Ich mache mir auch Sorgen um die Lehrer und die Zustände an unseren Schulen. Alle 3 Jahre einen neue Reform – irgendein Furz eines Politikers der sich profilieren will. Hausaufgaben abschaffen, Hausaufgaben einführen usw.

      Was den Lehrermangel betrifft – hier frage ich mich schon was das Problem ist. Das kann man ganz einfach lösen indem man mehr Anreize schafft Lehrer zu werden. Ich denke hier an ganz einfache Sachen wie höhere Löhne und bessere Aufstiegschancen.
      Heute verdienen Lehrer zwar ganz ok, aber es gibt soetwas wie einen Deckel bei irgendwie 120-150k (jenach Stufe). Man müsste den Lehrerberuf eben aufwerten, und das macht man nicht zuletzt mit Geld. Auch müssten die Klassen wieder kleiner werden, sodass die Lehrer mehr Zeit für die einzelnen Schüler aufbringen können.

      • Nathalie Burch sagt:

        Die Löhne der Lehrpersonen finde ich grundsätzlich angemessen. Und mit höherer Bezahlung ist der Anreiz ganz bestimmt nicht gewährleistet. Was nützt mir ein grosses Salär, wenn die Arbeitsbedingungen nicht stimmen. Das scheint mit unter eine Hauptthematik zu sein, weshalb der Lehrberuf als Unattraktiv gilt. Obwohl die Bezahlung in der Regel akurat ist.

      • Adi sagt:

        @Nathalie Burch
        Hier bin ich nur zum Teil einverstanden. Klar sind die Arbeitsbedingungen zentral – daher habe ich ja auch die Klassengrösse erwähnt.

        Aber bei der Bezahlung bin ich trotzdem nicht einverstanden: Ich sagen nicht dass die Lehrer schlecht verdienen. Aber aus eigener Erfahrung weiss ich, was es heisst vor einer Klasse zu stehen und von 40 Augen analysiert zu werden 😉 Es ist ein Frontjob und er ist mit viel Aufwand verbunden.
        Zudem will man ja die „guten“ Leute für den Lehrerberuf gewinnen – und dazu muss man die Lehrerkarriere attraktiver machen, auch finanziell.

      • gugus sagt:

        obwohl ich auch der meinung bin, dass die lehrergehälter gut sind, kann ich als aus dem seklehrerberuf ausgestiegene für mich trotzdem sagen: würde ich besser verdienen, würde ich teilzeit wieder unterrichten. der beruf ist aber so anstrengend und belastend, dass ich mir nur vorstellen kann, maximal 12 h wöchentlich zu unterrichten. und das rechnet ich nicht, bzw. der aufwand neben dem unterrichten ist so gross, dass man doch fast 80% beschäftigt ist (nebst der „nervlichen“ belastung). somit stimmen aufwand und ertrag nicht. allerdings ist das eine sehr persönliche rechnung und es gibt bestimmt viele personen, die da besser hinkriegen als ich. also besser in dem sinne, dass es für sie aufgeht.
        oder auch nicht so viele, beim aktuellen mangel? keine ahnung…

    • Yves sagt:

      Nun, der Lehrerberuf ist natürlich für Frauen sehr attraktiv, da hier sehr gut Teilzeit gearbeitet werden kann. Bei meinem Sohn in der Grundschule hat keine der Lehrpersonen ein 100% Pensum.

      • Nathalie Burch sagt:

        @Adi
        Es ist ein Job mit viel Aufwand und nicht minder hoher Verantwortung. Das ist korrekt und da stimme ich zu. Aber muss immer alles über die Bezahlung laufen? Sollte es nicht auch einmal attraktiv sein, weil es eine „Berufung“ geben soll? Es wird in unserer Gesellschaft immer über die Definition höher, besser und noch mehr gehandelt. Es ist nachvollziehbar, aber nicht wirklich sinnvoll. Aber was ist in unserer Gesellschaft schon sinnvoll, in Anbetracht dessen, dass die Wirtschaftskrise ja auch keine sinnvollen Resultate hervorgerufen hat 😉 nur so als Randbemerkung.

      • Adi sagt:

        @Nathalie Burch

        Ich dachte mir schon dass nun das Argument mit der Berufung kommt 🙂 Bin ich auch völlig einverstanden. Und ich teile die Ansicht, dass nur über Geld motivierte Leistung nicht ideal ist.

        Und trotzdem kommt es am Schluss eben darauf an. Ich finde es immer etwas heuchlerisch wenn Leute argumentieren: Man soll diesen und jenen Beruf aufwerten, aber die Lohnfrage ausser Acht lassen. Es gibt Leute die finden man müsse handwerkliche Berufe aufwerten, andere finden man muss den Lehrerberuf aufwerten etc. Am Schluss ist es in unserer Gesellschaft aber so, dass Berufe mit einem hohen Ansehen auch mit guter finanzieller Entschädigung verknüpft sind (Juristen, Ärzte, Anwälte).
        Ich habe dieses System nicht erfunden und finde auch nicht, dass es besonders toll ist. Aber so funktioniert unsere Gesellschaft nun mal.

      • Nathalie Burch sagt:

        @Adi
        zur letzten Antwort:
        🙂
        Ist es dann aber sinnvoll, Inkompetenz noch mit hoher Bezahlung zu belohnen 😉

      • gargamel sagt:

        die banken behaupten’s…

  • Sirikwan sagt:

    Ich habe den Artikel nicht gelesen. Und ich habe die Kommentare nicht gelesen Aber es ist klar, die Frauen sind nicht nur gleich gut, sie sind im Endeffekt immer besser. So ein Schwachsinn.

  • Sonja Maier sagt:

    Ich bin in den 60er und 70er Jahren in einem osteuropäischen Land aufgewachsen. Wir hatten in der Grundstufe (bis 14-15 Jahren) zu 95% weibliche Lehrkräfte, und zwar auch für die „typischen Männerfächer“ wie Chemie und Mathe. Dies entsprach einfach der gesellschaftlichen Realität, denn die berufliche Position der Frauen war eine vollkommen andere als hier in der Schweiz, es gab technische Ingenieurinnen, Mathematikerinnen (meine Stiefmutter war eine Mathe-Professorin und Uni-Konrektorin), Physikerinnen… Eine Diskussion, ob ein Beruf ein „männlicher“ oder „weiblicher“ sei, gab’s nicht, obwohl es natürlich auch Tendenzen gab, die Auto-Berufe eher für die Männer, die pflegenden Berufe eher für die Frauen.

    In der Schule war jedoch das Geschlecht der Lehrkraft kein Thema. Es ging um Lehrkompetenz, um die Fähigkeit zu motivieren, den Unterricht interessant zu gestalten. Unser Physik-Lehrer war klasse, unser Musik-Lehrer eine Witzfigur. Dass die Mädchen in den Pausen eher noch die Wörtchen büffelten, während die Jungs rauften oder spielten, war schon damals eine Tatsache. Trotzdem sind aus den Jungs von damals heute genauso erfolgreiche oder erfolglose Menschen geworden, wie es sie hier in der Schweiz auch gibt.

    Den verschiedenen Lernerfolg von Jungs und Mädchen auf das Geschlecht der Lehrkraft zurück zu führen, erscheint mir deshalb eher politisch begründet, als auf der Realität basierend.

  • Ursi Mäder sagt:

    @M.MartI: Tja, kommen sie einfach in unser Dorf und an unsere Schule. Dann müssen Sie nach einem Tag eingestehen, dass Ihr Artikel einfach zusammengeraffte Theorie ist und die Realität sich schon längst in eine andere Richtung bewegt.

  • Fabian sagt:

    Man muss bei diesem Problem an einem anderen Punkt ansetzen. Nicht die fehlenden Männer sind das Problem, sondern der Unterricht an sich. Der heutige Unterricht ist für Mädchen ausgelegt. Die Mädchen kommen besser mit dem Unterrichtsstoff und den Unterrichtsmethoden zurecht als die Jungen.

    Mehr dazu: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/Immer-das-Potenzial-auszuschoepfen-ist-gefaehrlich/story/10691152

  • Nadine sagt:

    Als Mutter von 2 Jungs und einem Mädchen macht mir diese Entwicklung in 2 Bereichen Mühe:

    Ja, es stimmt, dass die Jungs „lernfauler“ sind… allerdings sind sie nicht zu faul zum lernen an und für sich, sie können / wollen sich einfach nicht mit der Unmenge von Fleissaufgaben in der Schule anfreunden (Ausmalen, Buchstaben üben, Auswendig lernen), sobald es nur ums Begreifen und Anwenden geht sind sie dann gleich wieder vorne dabei. Ich bin zum Schluss gekommen, dass sich die Welt in der Schule einfach mehr in die Richtung entwickelt hat, dass die Fähigkeiten, welche Mädchen vermehrt haben, vielmehr geförtert werden. Das ist sehr anstrengend für die Mütter von Jungs, da man dann zu Hause für das viele Stillsitzen und Fleissigsein kompensieren muss. Auch finde ich es ein absolutes Armutszeugnis für unser Schulsystem, dass ein „Junge sein“ zum Problem wird… und dann wegtherapiert werden muss.

    Das andere Problem ist für mich: in der Schule wurde eine Frauenwelt geschaffen, was passiert dann aber wenn die Mädchen aus dieser entlassen werden und in der Männerwelt ankommen?

    Ich denke es wäre ein schönes Ziel in der Schule den Jungs etwas mehr entgegen zu kommen und ihre Stärken mehr zum tragen kommen zu lassen. Gleichzeitig wäre ich froh, wenn mein Mädchen mehr männlicher Mentalität und männlichem Funktionieren ausgesetzt wäre, damit sie für die Welt nach der Schule etwas besser vorbereitet wäre.

    • Pym sagt:

      @ Nadine:
      Besten Dank für diese Klarstellung.
      Es ist schon eigenartig: Wenn Mädchen/Frauen irgendwo schlechter oder schlechter vertreten sind, dann wird dies sofort zu einer Diskriminierung hochstilisiert und Förderungsmassnahmen (z.B. die stärkere Ausrichtung der Primarschule auf weibliche Vorlieben wie etwa die Abschaffung kompetitiver Aufgaben wie Mathe-Match an der Tafel zugunsten von Gspürsch-Mi-Klassenrunden) gefordert. Stellt sich als Konsequenz davon eine Umkehrsituation ein wo nun plötzlich Jungs/Männer irgendwo schlechter oder schlechter vertreten sind, dann wird sofort an deren Unzulänglichkeit herumgemäkelt.

      • Tommaso sagt:

        Genau. Werden Frauen/Mädchen diskriminiert, sind die Strukturen schuld, sind es Männer/Buben sind sie selber schuld…

  • Matthias Vogelsanger sagt:

    Marti’s weit ausholende Behauptungen und Schlussfolgerungen stehen meines Erachtens auf sehr wackligen Füssen. Unlogik beweist nichts, ausser dass der Autor seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Der Umstand, dass die Noten erst nach der Unterstufe auseinanderdriften heisst keineswegs, dass das Geschlecht der Lehrperson darauf keinen Einfluss hat. Grosse Kinder sind nicht wie kleine Kinder. Sollte auch ein männlicher Feminist wissen. Ebenso dürftig belegt sind die angeblichen „ersten Ergebnisse“ die er zitiert, die aussagen sollen, dass Knaben nicht diskriminiert würden. Es gibt andere Studien, die das Gegenteil zeigen. Vollends fragwürdig ist die Aussage, dass Knaben einfach fauler sein sollen. Das tönt mehr nach einer Schutzbehauptung fauler, unfähiger Lehrerinnen, die es nicht schaffen die männlichen Schüler zu motivieren.

    • Pym sagt:

      @ Matthias Vogelsanger:
      Besser hätten Sie es nicht auf den Punkt bringen können – nicht nur aber auch mit der Qualifizierung des Autors als „männlicher Feminist“.
      Normalerweise sind aber solche vor allem im Sozialbereich, wo Männer nur mit dieser Taktik Subventionen erhalten (z.B. mannebüro Zürich).

    • Widerspenstige sagt:

      @Matthias Vogelsanger 09.58h
      ‚Vollends fragwürdig ist die Aussage, dass Knaben einfach fauler sein sollen. Das tönt mehr nach einer Schutzbehauptung fauler, unfähiger Lehrerinnen, die es nicht schaffen die männlichen Schüler zu motivieren.‘

      Also das kann ich so nicht stehen lassen, auch wenn ich keine Lehrerin bin, jedoch solche kenne. Im Gegenteil haben gerade Lehrerinnen dem Spardruck der letzten Jahre im Bildungswesen (sukzessive das Budget zusammen gestrichen von konservativen Parteien wie SVP und FDP zugunsten der Wirtschaft sprich UBS gestützt etc.!) getrotzt und haben nicht zu knapp ihre Freizeit geopfert, damit noch ein regelkonformer Unterricht aufrecht erhalten werden konnte. Ihnen haben wir es alle zu verdanken, dass die Mehrbelastungen wie Migration, Stützunterricht, Lernförderung von schwachen und höher begabten von weiblichen Lehrkräften bewältigt und durchgezogen wurden. Dass die eine oder andere Lehrerin an die Grenzen ihrer Kraft gestossen ist und den Beruf wechseln musste, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

      Die Wirtschaft hat auf dem Buckel der weiblichen Lehrkräfte profitiert und ihren Goodwil arg strapaziert. Es ist deshalb mE eine ziemliche Beleidung von Ihnen, sie als ‚faul oder unfähig‘ hinzustellen, ohne die Fakten genügend zu kennen! Bitte versuchen Sie etwas sachlicher zu diskutieren, damit nicht unnötig Schützengräben noch tiefer gegraben, sondern die Ursachen erkannt und voralllem angegangen werden können. Genug ist genug!

      P.S. Kleine relevante Korrektur: es gibt keine ‚männlichen Feministen‘, sondern das sind Männerrechtler (Feminismus = abgeleitet aus dem frz. féminisme, vom lat. Wortstamm femina = Frau).

  • Thomas Manz sagt:

    Die Pauschalisierung dieses Artikels ist absolut unseriös. Selbst unter der Annahme, das weibliche Grundschullehrpersonen tatsächlich die besseren Ergebnisse beim Vermitteln von Lesekompetenzen erzielen, ist es sicher nicht zulässig, dies zu verallgemeinern und zu sagen, weibliche Lehrpersonen seien insgesamt „besser“.

  • Jackie sagt:

    Mein Sohn hatte von der Spielgruppe bis 3. Oberstufe und jetzt noch im Zwischenjahr nur Frauen. Ich glaube, ihm hätte es sicher gut getan, ab der Oberstufe mal Lehrer zu haben.
    Anschliessen kann ich mich somit voll den Kommentaren von Peter Hunziker und Privatlehrer.

  • Cara Mia sagt:

    War ironisch gemeint. Aber Yves weiss das. Wichtig ist der Mensch, nicht das Geschlecht.

  • Ausbilder? sagt:

    Gut so, nach den Müttern dürfen nun auch die Männer bloggen!
    Mein Interesse an diesem Thema: Wollen wir gute Lehrer/-innen, Unterrichter/-innen oder Ausbilder/-innen?
    Ich bevorzuge Ausbilder, welche ihrem Namen gerecht werden – und in der Lage sind, wesenshafte Anlagen in jungen bis alten Menschen aus-zu-bilden. Unterrichter/innen sind für mich dagegen solche, welche mittels eines Trichters (Lernziele) den Stoff verfüttern – das können vermutlich Frauen mindestens so gut wie Männer. Das eine hat mehr mit ‚AUS-zu-bilden‘ zu tun, das andere eher mit ‚EIN-zu-bilden‘. Wie bereits gesagt: letzteres wird von den Frauen mindestens so gut beherrscht wie von den Männern.
    Aldous Huxly sagte über unser Thema: Bildung ist all das, was übrig bleibt, wenn man vergessen hat, was man gelernt hat! Pestalozzi ging vermutlich den goldenen Mittelweg.
    Doch zurück: wie will eine Frau in einem männlichen Wesen seine männlichen Eigenschaften AUS-bilden? Sie kann ihn zwar sexuell zum Mann machen, wie der Mann die Frau schwanger. Doch Mann SEIN – und Frau SEIN, das kann kein Geschlecht beim anderen AUS-bilden – weil es ihm selber fehlt.
    Aus dem Alltag der Schule: jede Lehrerin kann bestätigen, dass wenn der Schulleiter ins Schulzimmer tritt, etwas ganz anderes passiert, als wenn die Schulleiterin hereinkommt. Um diesen kleinen Unterschied geht es mir in dieser Diskussion. – und hierin kommen die jungen Burschen zu kurz, sie brauchen den Bezug zum Männlichen. Alles andere können Frauen mindestens genaus so gut wie Männer.

    • Widerspenstige sagt:

      @Ausbilder? (wieso ein Fragenzeichen oder ein Tippfehler nur?)

      ‚Doch Mann SEIN – und Frau SEIN, das kann kein Geschlecht beim anderen AUS-bilden – weil es ihm selber fehlt.‘

      Um diese Tatsache geht es doch schlussendlich und nicht um gegenseitige Vorwürfe, ob weibliche oder männliche Lehrkräfte es besser machen. Deine Differenzierung gefällt mir sehr gut und zeigt auf, wo eigentlich die Ursachen der heutigen Orientierungslosigkeit liegen. Es zeigt mir aber auch, wie besonnen und sachlich Mann das Thema hier erörtern kann.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ja, die Jungs kommen in dieser Beziehung wirklich zu kurz, dieses Vakuum können Frauen nicht füllen. Es scheint mir auch sehr wichtig, dass wieder mehr Männer in der Ausbildung arbeiten. Aber sie müssen dann auch bereit sein, sich wirklich mit den Jungs auseinander zusetzen, es reicht nicht, dass sie da sind, sie müssen greifbar sein.

  • James sagt:

    Ich stelle mal folgende – provokative und überspitzte – These auf (aus meiner Sicht als Primarschüler, Gymnasiast, Unistudent, Nachdiplomstudent, Direktionsmitglied eines grösseren Unternehmens, Vater von Jungs und Bruder einer Schwester):

    Auf allen Stufen waren die eine Hälfte (resp. knapp etwas mehr als die Hälfte) der Jungs die klar schwächsten, in der Schule und an der Uni. Die andere Hälfte (resp. etwas weniger) der Jungs waren die Überflieger. Beste Matura, Matura-Preis bester Uniabschluss, beste Diplomarbeit, beste Dissertation, zahlreiche Unipreise und Auszeichnungen etc. All diese Auszeichnungen und Preise haben zu meiner Zeit praktisch ausnahmslos Jungs geholt. Und wenn ich die Unipublikationen lese, hat sich das nicht geändert (obwohl mehr Mädchen das Gymnasium und die Uni besuchen).

    Die Leistungen der Mädchen, insbesondere ab Stufe Gymnasium war überwiegend homogen, durchschnittlich. Da in unserem Schulsystem – auch an der Uni – aber vorallem das Mittelmass (und nicht spezifische Begabungen oder Outperformance) gefördert wird, erstaunt der grössere Schulerfolg der Mädchen nicht.

    Interessant ist jedoch, dass in Berufsleben und (akademischer wie nichtakademischer) Karriere die Verhältnisse genau anders sind.

    • Yves sagt:

      Diese These ist weder überspitz noch provokativ. Sondern deckt sich mit meinen Erfahrungen. Weiter fand ich, dass viele meiner Kollegen erst in der Uni/FH vom Ergeiz gepackt wurden. Da ging es endlich um was.

      • Lea sagt:

        Die ist provokativ, denn genau das ist in der Amerikanischen Kultur so. To Outperform. Outproduce, be the best.

        mit sowas wird einem fast schon der virtuelle Kopf abgebissen im Euroland.

  • Pjotr sagt:

    Ich unterrichte u.a. Deutsch auf der Sekundarstufe – und bin ein Mann. Darf ich das oder muss ich mich jetzt schlecht fühlen (für meine Tätigkeit und/oder fürs Mann-sein)? Müsste ich meine Klassen jetzt von einer Primarlehrerin oder einer deutschen Abiturientin unterrichten lassen statt selber scheinbar unweigerlich Legastheniker heranzuzüchten?

    Grundsätzlich werden mir in diesem Artikel gewisse Tendenzen viel zu stark als Tatsachen verkauft. Aber man kann wohl schlecht ein paar „Untersuchungen die belegt haben, dass…“ bemühen, ohne Verallgemeinerungen in Kauf zu nehmen (wie es in der Feminisierungstheorie gleichsam getan wurde…). Anbei meine eigenen Pauschalisierungen:

    Wenn meine Erfahrung eine Aussage aus dem Artikel bestätigt, dann die, dass Mädchen generell die fleissigeren LernerInnen sind. Sie nehmen das Heft mit nach Hause und lernen; und das reicht in unseren Breitengraden für den Schulerfolg oft schon aus. Dafür stehen die Jungs dem Stoff im Allgemeinen kritischer gegenüber, fragen und hinterfragen mehr, beteiligen sich tendenziell stärker an der gemeinsamen Errabeitung des Stoffs im Unterricht. Kurz: sie sind – was das Lernen betrifft- in der Schule aktiver, dafür zu Hause passiver. Zu ihrem Leidwesen schlägt sich die mündliche Beteiligung viel zu selten im Zeugnis nieder….

  • Yves sagt:

    Warum machen wir uns eigentlich Sorgen um die Leistungen unserer Jungs? Nach wie vor sind die Jungs im späteren Berufsleben erfolgreich. Und an Kaderstellen gemessen, sogar erfolgreicher als die Frauen. Ist die Schulzeit und das Wissen aus dieser Zeit gar nicht so relevant für das spätere Leben? Sind soziale Netzwerke (Fussball-Club, Freunde etc.) viel wichtiger?

    • Cara Mia sagt:

      Eine Zeitbombe, Yves! Noch ist es so, noch. Zu meiner Zeit gab es viel mehr Knaben, die die Matur machten, als Mädchen. Heute hat es bereits mehr weibliche als männliche Studierende. In zwanzig Jahren sind die Frauen auch an der Spitze übervertreten. Im Bundesrat herrscht jetzt schon Channel 5.

      Und die Männer, die schleppen bloss noch Harrassen. Denn mehr Muskeln, das werden sie immer haben.

      Hugh.

      • Martin A. sagt:

        Die Frage von Yves habe ich mir auch gestellt. Bis die Männer nur noch die Harrasse schleppen dauert es noch. Offenbar reicht das Frauenübergewicht noch nicht um in den prestigeträchtigen Berufe die Mehrheit zu erlangen. Politik ist da eine Ausnahme. Wenn es dann tatsächlich soweit ist, wird es spannend. Finden sich die Männer damit ab oder nicht. On verra.

      • Yves sagt:

        Zu meiner Zeit waren die Jungs auch schlechter, als die Mädchen. Und zwar durchs Band. Und wir hatten, ausser der Koch-Lehrerin, nur Lehrer. Viele meiner Mitschüler aus dieser Zeit sind heute sehr erfolgreich.

        Hmm. Solange die Männer Harrassen schleppen, können sie keine Kriege anzetteln 😉

      • Independent sagt:

        Kriege werden nicht nur ursächlich von Männern angezettelt. Frauen, sofern sie in den entsprechenden Rollen sind, können das auch. Und was die allgemeine, gesellschaftliche Befindlichkeit betrifft, tragen Frauen durchaus das ihre zum Kriegsklima bei.

      • Raphi sagt:

        Vor allem werden (siehe anike Literatur) auch FÜR/WEGEN Frauen Kriege geführt 😀

  • Unpädagogischer Nicht-Vater sagt:

    Die einfache Auflösung der ganzen Diskussion wäre die Einführung von zwei Lehrpersonen pro Klasse: eine Lehrerin und ein Lehrer. Man weiss längst, dass in kleinen Gruppen resp. mit mehr Lehrpersonen pro Klasse besser gelernt wird, aber das kostet halt Geld…und offenbar ist uns Vieles wichtiger als die Bildung unseres Nachwuches.

    • Yves sagt:

      Wäre wirklich eine gute Idee. Aber wo sollen die Lehrer herkommen? Der Beruf ist einfach nicht attraktiv genug!

      • Martin A. sagt:

        Genau, Yves. Die Männer fliehen seit Jahren aus diesem Beruf. Warum er wohl nicht attraktiv genug ist? Vermutlich auch weil der Beruf Primarlehrer nicht mehr genug Respekt verheisst. Früher war auch der Primalehrer noch eine Autorität, heute ein Dienstleister. Ausserdem drängen auch viele Frauen in den Beruf weil er Teilzeitarbeitsmöglichkeiten bietet. Und das ist vielen Männers sowieso suspekt.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das wäre auch meine Lösung des Problems, keine Einzelkämpfer mehr in den Klassen, das kostet zwar etwas, aber der Gewinn wäre enorm, für alle Beteiligten.

  • Sepp Trütsch sagt:

    In unserer feminisierten Welt hat das männliche Geschlecht kaum mehr was zu sagen. Wagt es mal einer aufzumucken, so wird er gleich von Ultrafeministen zum Sexisten/Macker degradiert.

  • Balsam sagt:

    Diese Studien, und die Kontext-Sendung, die DRS2 vor einer Woche dazu gemacht hat, waren Balsam auf meiner Seele.

    Jehrhundertelang wurden Mädchen von der Bildung ausgeschlossen, und es wurde behauptet, sie seien dumm, können nicht denken, etc.

    Jetzt beweisen Mädchen, dass es genau umgekehrt ist: Buben wollen nicht lernen und spielen lieber Clown, und sofort springt man den armen Knäbchen bei, weil sie bei so viel Frauen.Power in ihrer Klasse unterzugehen drohen.

    Endlich eine seriöse STudie, die beweist dass die armen Knäbchen nicht an Frauen-Power untergehen, sondern an ihrer eigenen Lern-Unwilligkeit oder Lern-Unfähigkeit.

    • Independent sagt:

      All das sagt die Studie ja nicht: die Studie sagt primär, dass die Mädchen bei der typischen schulischen Anforderung (auswendig lernen) disziplinierter sind.

      Da auswendig lernen wenig praxisrelevant ist

      heute kann man nicht längere Zeit auswendig lernen, dazu fehlt die Zeit
      heute kann man vieles oder fast alles sehr schnell nachschlagen

      sagt dies wenig bis nichts über die Qualität der Schule resp. der Lehrer und der beiden Geschlechter als Schüler.

      • Susann sagt:

        Auswendig lernen ist die Basis um die meisten wirklich komplexen Vorgänge zu verstehen. Versuchen Sie mal einer Pharmakologievorlesung zu folgen ohne vorgängig gepaukt zu haben. Wem die Geduld zum langen Auswendiglernen fehlt, wird es (wenigstens in den Naturwissenschaften) nicht weit bringen.

  • andy sagt:

    Die Feminisierung des Lehrkörpers ist nicht eine Theorie, sondern eine Tatsache. Es geht nicht um Leistung, sondern viel mehr um Erziehung, um Sozialisation, um gesellschaftliche Strukturen deren Auswirkungen durch die Feminiserung erst langsam erkannt werden. Sie können demnach noch nicht quantifiziert noch qualifiziert werden. SIe werden aber klar wahrgenommen.

    • Cara Mia sagt:

      Tja, und dann auch noch all die abwesenden Väter und alleinerziehenden Mütter…

    • mira sagt:

      Was meinst Du, wie unsere Grossväter noch erzogen wurden? Da ging es hauptsächlich um Disziplin, Ruhig-Sitzen und Auswendig lernen. Es gab Noten für gutes Betragen (!). Alles Dinge die heute den Frauen zugesprochen werden. Und doch hat dort niemand nach einer Jungen-Benachteiligung gekräht. Es ist Zeit, dass wir aufwachen und wirklich schauen, was mit den Jungs los ist.

  • Hans sagt:

    Toll, da sagt eine Studie, dass „die so wichtige Leseleistung beider Geschlechter leidet, wenn sie vier Jahre lang von einem Deutschlehrer, nicht von einer Deutschlehrerin, unterrichtet werden“. Und daraus zieht man den Schluss, dass die Frauen besser unterrichten…???? Das heisst doch alleine, dass die Lehrerinnen mehr lesen, mit ihren Schülern. Das ist nicht repräsentativ für die Unterrichtsqualität. Im Gegenteil: Mädchen lesen eben auch lieber als Knaben, wer fördert also die Knaben in ihren Spezialgebieten?

  • Milica Ratnitskij sagt:

    Danke, Herr Marti, für diesen ausgewogenen, mutigen Artikel! Es wurde genug auf den Lehrerinnen herumgehackt in letzter Zeit. Als ob sie sich für ihre Berufswahl noch rechtfertigen müssten, nicht aber die Männer, die zwar gegen Lehrerinnen polemisieren, selber aber nicht den Lehrberuf gewählt haben.

    • Pjotr sagt:

      A pro pos „polemisieren“: Mit ihrer Aussage machen sie genau das – sie unterstellen generell allen männlichen Lehrern, dass sie sich nicht hinterfragen und gegen alle Lehrerinnen polemisieren würden… Ich habe diesen Beruf bewusst gewählt, habe mich über vier Jahre lang dafür ausbilden lassen, übe ihn mit Freude aus, hinterfrage mich dabei andauernd – und möchte mir für mein Y-Chromosom kein schlechtes Gewissen machen müssen. Ob mein Kollegium v.a. aus Frauen oder Männern besteht ist doch völlig irrelevant. Bei beiden Geschlechtern gibt es engagierte Koryphäen und Rohrkrepierer. Ihre Ausage beleidigt mich ergo ganz konkret.

      • Kurt sagt:

        nö, sie ärgert sich nicht über männliche lehrer, sondern über männer, die diesen beruf NICHT ergriffen haben und gegen lehrerinnen polemisieren. sie müssen das nächste mal genauer lesen, bevor sie argumentieren.;-)

      • Pjotr sagt:

        Danke, jetzt habe ich’s auch begriffen und kann wieder ruhig schlafen :o)

  • Marcel sagt:

    Mit dem Feindbild Lehrerin, Feminisierung des Bildungswesens, wie es von bestimmten Männerrechtlern in den letzten jahren formuliert worden ist, konnte ich noch nie etwas anfangen. Allerdings muss ich vieleicht auch erwähnen, dass ich auch kein Bildungsexperte bin, womit mir genau genommen jede Beurteilungsgrundlage fehlt. Doch diese ganze Debatte scheint mir- bis auf ein paar wenige, zumindest plausibel klingende Argumente- wenig glaubwürdig.

    Obwohl Einzelfälle nicht dazu geeignet sind, einen gesellschaftlichen Allgemeinzustand zu illustrieren, fand ich die Aussage meiner Tochter kürzlich ganz bemerkenswert: Sie findet es nämlich besser, einen Lehrer zu haben. Zudem finde sie es überhaupt gut, dass es an ihrer Schule mehr Lehrer als Lehrerinnen gäbe. Aha, denke ich mir, das ist ja ganz interessant. Warum sie denn das so empfinde, frage ich sie, hellhörig geworden. Ganz einfach, erklärte sie mir daraufhin: Männer hätten viel mehr Humor, da gäbe es immer was zu lachen- und Frauen seien einfach viel strenger; häufig sogar zu streng…

    • Widerspenstige sagt:

      @Marcel 09.37h
      ‚….Männer hätten viel mehr Humor, da gäbe es immer was zu lachen- und Frauen seien einfach viel strenger; häufig sogar zu streng…‘

      Das hat was, kann ich nur bestätigen. Ich selbst hatte einen humorigen und gut aussehenden Deutschlehrer am Wirtschaftsgymi, welcher statt Grammatik zu pauken uns vor die Wahl stellte, Literatur vertieft zu lernen und er tat dies so ironisch – manchmal auch driefend vor Sarkasmus, je nach Schriftsteller und dessen Einstellung zu den Frauen – dass wir Mädchen einfach begeistert waren. Er war übrigens auch ‚Schuld daran‘, dass ich mich ins Deutsche reinkniete und die Sprache und seine wundervollen Facetten zu lieben begann… 😉

    • Marcel sagt:

      Humor, stimmt: Das ist wohl eher eine männliche als eine weibliche Eigenschaft. Oder könntest Du mir jetzt sofort eine bekannte Humoristin / komikerin nennen? Ich nicht. Dafür fallen mir haufenweise Humoristen und Kabarettisten ein.

  • kaugel sagt:

    die konzentration auf die geschlechter ist eine alibiübung. wenn die veränderten personalstatistiken der schulen tatsächlich nichts mit dem „defizit“ der jungs von heute zu tun haben, wie kann’s dann sein, dass sich dermassen viel zum schlechteren verändert hat? – das ist die frage, die man sich stellen muss. diese ziellose schwarzweissdenkerei, die nichts gescheiteres produziert als die ewige konfrontation der geschlechter und letzten endes bloss das mittlerweilen 30 jahre andauernde affentheater um die frage, wer denn „besser,“ „intelligenter“ und „leistungsfähiger“ sei, noch auf kleinkinder ausdehnt, bringt uns nirgendwohin.

    tatsache ist sicher, dass das, was man heute lernen nennt (und was, da kann mir kommen wer will, doch nichts anderes als ewiges auswendiglernen ist) den mädchen leichter fällt als den jungs. da kommen mir dutzende beispiele meiner schulzeit in den sinn. gleichzeitig erinnere ich mich aber auch, dass ich zum beispiel in physikstunden einer kollegin einen vorgang erklären musste, weil sie ihn nicht nachvollziehen konnte – aber keine ahnung hatte, wie die betreffenden formeln in der prüfung anzuwenden waren; darin war sie dann hundermal besser. menschen sind verschieden, und das beschränkt sich beileibe nicht nur auf die geschlechter.

    ich denke viel eher, dass uns das ganze theater auf ein anderes problem aufmerksam machen sollte: die tatsache, dass man die bildung „optimiert“ und mittlerweilen eine halbe ewigkeit lang „verwirtschaftlicht“ hat. was an absurdem human-resources-blödsinn von den usa her zuerst in die wirtschaft hineinwuchs, hat sich auf die bildung ausgebreitet: der dämliche glaube, es gäbe für jedes problem eine standardlösung, man könne durch permanente „evaluation,“ „selektion“ und „assessment“ (und ad absurdum weitere anglizismen) jeden prozess verbessern, vom die katze füttern bis hin zur vorbereitung einer kantiklasse für die matura. man gibt den lehrern keine zeit mehr, sich auf klassen vorzubereiten und auf sie einzugehen, sondern peitscht sie durch die hohlsten übungen, von selbstevaluation über die bewertung eines lehrers durch kollegen (auch amerikanisch, dort heisst das „peer observation“ oder „peer evaluation“) bis hin zu hirn- und ziellosen seminaren. dieser aktionismus gibt geltungsgeilen bürohengsten und „experten“ arbeit, sicher; aber er passt auch ein ursprünglich erfolgreiches und funktionierendes schulsystem gerade den standards und prozeduren des landes mit der vielleicht hirnrissigsten bildungs- und gesellschaftskultur der welt an.

    • Balsam sagt:

      Ganz einfach: Früher hat man die Mädchen einfach nicht lassen.
      Jetzt stellt sich heraus, dass Mädchen bei gleichen Chancen besser abschneiden.

      • Raphi sagt:

        Du reitest vollgas in die Schublade hinein, die kaugel für dich aufgezogen hat… köstlich 🙂

  • Cara Mia sagt:

    Rein beim Beobachten auf unserer Wohnstrasse stellte ich folgendes Fest: Mit dem Beginn der Pubertät wurden die Mädchen ruhiger, standen dekorativ rum und schmissen die wohlgeföhnten Haare neckisch nach hinten (naja, meine Jüngste war die Ausnahme, die ist heute noch wild). Und die Jungs bretterten etwa zehnmal mehr als zuvor mit ihren Boards über die Trottoirränder, bastelten stundenlang an GMX-Rädern rum, jonglierten auf den Hinterrädern, und bauten Unfall an Unfall. Stolz auf jeden Schmiss. Womit wir bei den Studenten sind: welche Stundentin liesse sich schon gerne das Gesicht vermöbeln…

    Daraus folgt: die Jungs brauchen (auch) körperliche Bewegung, die können noch nicht so lange rumsitzen. Das mag das Testosteron sein. Also: zwei Stunden Schule, eine halbe Stunde Fussball. Und weniger Internet Zuhause, denn da reagieren sie sich nicht wirklich köperlich ab, sondern nur psychisch mit ihren Games, was vermutlich die Unruhe nur noch steigert.

    Daran sind natürlich keine Lehrkräfte irgendwelchen Geschlechtes schuld, sondern die Tatsache, dass sich die heutigen Jungs zum Glück nicht einfach autoritär zusammenprügeln lassen und dann stillsitzen.

    • Tiefenschärfe sagt:

      So, so, weniger Internet zu Hause. Und mehr Sport machen.

      Und trotzdem gehen die Buben nacher in die gemischte Klasse mit den Mädchen und der Lehrerin. Nein. Sie wollen die Buben hinbiegen und erziehen. Das geht in einer Beziehung mit einem erwachsenen Mann nicht, bei Buben erst recht nicht. Das sollten Sie doch wissen, Cara Mia.

      Der Unterricht muss sich ändern, wenn man die Problematik überhaupt in den Griff kriegen will, nicht die Buben zu Mädchen erziehen.

    • Tiefenschärfe sagt:

      Und was sind GMX-Räder? Internet-Velos? 🙂

      • Cara Mia sagt:

        Gar nichts will ich biegen. Die Mädchen können sich ja auch bewegen, schadet denen rein gar nichts. Wir haben viel zu wenig Sportunterricht an der Schule. Konzentration muss sich mit Bewegung abwechseln, damit im Kopf was hängen bleibt. Kann man auch in den Unterricht integrieren, klar.

        Bewegungsmenschen, Jungs wie Mädchen, müssen halt lernen, ihren Bewegungsdrang zu kontrollieren, und nicht zu unterdrücken. Wie sollen sie sonst einmal als Banker, Anwälte oder andere Schreibtischtäter überleben?

        BMX natürlich. Du siehst, ich habe nur Töchter, und die haben eher GMX ;).

      • Tiefenschärfe sagt:

        @ Cara Mia

        Da muss und will ich Dir vollumfänglich recht geben. Dieses stundenlange rumsitzen in diesem Alter ist echt eine Tortur. Das könnte man schlauer machen.

        Auf deine letzten Beitrag konnte ich leider nicht direkt antworten, da fehlt der Antworten-Button.

        Gmx, Bmx, ist doch egal. Hauptsache unsere Kinder lassen die Finger vom Internet und von Fahrzeugen.

  • Privatlehrer sagt:

    Meine eigenen Erfahrungen als Privatlehrer auf der Mittel- und Oberstufe widersprechen dem Beitrag ziemlich. Gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern, aber auch in Mathematik und vor allem in Geometrie haben Schüler, die von Lehrerinnen unterrichtet werden, zum Teil grosse Probleme. Mehrfach musste ich schon feststellen, dass gewisse Lehrerinnen schon auf der Mittelstufe etwa mit dem Geometrieunterricht überfordert sind. Wie soll dann also ein Schüler die elementaren Fähigkeiten und Fertigkeiten erlangen?
    Ich finde es etwas daneben, dass in der Frage nach der zunehmenden Feminisierung des Lehrerberufes im Beitrag so schwarz-weiss dargestellt wird. Sicher gibt es gute Lehrerinnen. Genau so aber gibt es sehr gute Lehrer! Dass die Jungen vermehrt «feminisiert» werden, würde ich ein Stück weit schon unterschreiben. Sie brauchen einen klar anderen Umgang als Mädchen. Generell halte ich nicht sonderlich viel von irgendwelchen Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen. In der Praxis sieht es nämlich oft ganz anders aus.

  • papilehrer sagt:

    Die Aussagen des Blogs aufgrund der doch sehr oberflächlichen und pauschalen Untersuchungen finde ich doch sehr gewagt. Ich stelle fest, dass in den letzten Jahren Sprachkompetenzen gegenüber naturwissenschaftlichen ein massives (Über-) Gewicht erhalten haben, was den weiblichen Schulerfolg zumindest teilweise erklären könnte. Zudem waren die Mädchen schon früher immer ausdauernder, fleissiger, braver in der Schule. Dafür hatte ich den Eindruck, dass die Knaben schneller begriffen und Zusammenhänge erkannten. Insofern müsste man männliche und weibliche Vorgehensweisen klarer beschreiben und verstehen, um alle gezielt nach ihren Fähigkeiten zu fördern. Dass Lehrerinnen tendenziell ein anderes Schulklima schaffen als Lehrer, ist für mich klar. Und jeder Schüler, jede Schülerin hat eine andere Vorliebe, spricht auf einen anderen Lernweg besser an.

  • Roman Kobler sagt:

    Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht, Mädchen sind fleissiger und passen sich besser den Anforderungen an. Dies genau deshalb, weil sie weiblich sind. Das Anpassen und fleissig sein gehört sicher länger zu den Tugenden der Frauen, da genau das in ihremn historisch früheren Anforderungen gefragt war. Fleissig und anpassungsfähig musste man am Herd in der Küche und im Haushalt sein, dann war man eine gute Hausfrau.
    Und genau Fleiss wird heute im Übermass an der Schule und in der Karriere gefordert. Talent, Begabung etc. ist nicht gefordert. Fleissig und arbeitswillig so macht man heute Karriere.

    • Yves sagt:

      „Talent, Begabung etc. ist nicht gefordert“ Aber: Talent und Begabung bringen ohne Fleiss nichts. Wer ein Instrument spielt, weiss was ich meine. Der Erfolg, in welchem Bereich auch immer, ist in den meisten Fällen mit harter Arbeit verknüpft.

    • Tiefenschärfe sagt:

      Sehr richtig, Herr Kobler. Einfach nur auswändig lernen und schön fleissig sein. Dann ist man bei Lehrerinnen vorne mit dabei. Mir blieb das Bild von damals haften, wie sich die Mädels in jeder Pause um die Lehrerin scharten und sich stritten, wer denn nun ihre Hand halten darf. Dieser Artikel ist leider nichts wert, weil er sich auf einzelne Aussagen einer Studie beleuchten.

      Und bitte, dieses eingeschnappt sein der Lehrerinnen, ist einfach nicht gut. Auch die Lehrer haben die selbe Ausgangslage vor jeder neuen Klasse. Wer sagt denn, dass vielleicht auch Lehrer eher Buben bevorzugen.

      • mira sagt:

        „Doch die Feminisierungstheorie ist offenbar falsch. Nicht haltbar, dies belegen erstmals zwei Studien; eine aus der Schweiz, die andere aus Deutschland.“

        Es sind zwei Studien aus zwei verschiedenen Ländern.

  • Oguz sagt:

    naja also die schlussfolgerung ist für mich ein bisschen dürftig. die ganze studie sagt ja nichts darüber aus, ob frauen als lehrerinnen für jungs motivationshindernd wirken. es wäre ja interssant zu wissen, warum denn mädchen lieber lernen oder motivierter sind als jungs. durchaus können frauen gute lehrerinnen haben und manchmal ist auch der mütterliche anteil den frauen haben hilfreich, doch genau das selbe gild für „männliche“ attribute. Wer aber eine feminisierung abstreitet der ist einfach blind. Jahrelang herrschte in der schweiz eine männerdominanz in allen bereichen. dann kamen die frauenbewegung und das gegen extrem, das eine emanzipation erreichen wollte und momentan sehen wir noch die negativ folgen dieser überreaktion. der austausch mit meinen weiblichen mitmenschen lässt mich aber hoffen dass dies am ausklingen ist und sich einpendeln wird. lange war die rede von mädechenförderung. gut jetzt hat diese erreicht was sie wollte. jetzt sollte vielleicht aber mal im gegenzug an bubenförderung gedacht werden bis sich das gender pendel nach der grossen emanzipationswelle eingependelt hat 🙂

    • Yves sagt:

      Nun, die Aussage, dass Mädchen fleissiger und ausdauernd sind, kann schon im Alter zwischen 2-5 Jahren (also noch vor der Einschulung) eindrücklich beobachtet werden. In meiner Familie kann ich das schön beobachten. Einfach mal Kinder etwas ausmalen lassen. Die meisten Buben sind nach 5 Minuten fertig. Mit eher mässigem Resultat. Die Mädchen können sich mit dieser Aufgabe länger beschäftigen und das Resultat ist dann auch besser.

      • Cara Mia sagt:

        Meine Töchter haben nie gerne, geschweige denn ausdauernd, ausgemalt. Da ich sie lieber an der Luft sah und sie unter der dämlichen Beschäftigung sichtlich litten, weil sie sich langweilten, malte ich jeweilen aus und schickte sie raus. Sorry, liebe Lehrkräfte…

      • Natalie sagt:

        Hm Yves, kommt darauf an, was du als „fleissiger“ ansiehst, wenn es darum geht, ein Wasserrad zu konstruieren und dieses dann zu bauen, sind vielleicht plötzlich die Buben die „fleissigeren“… Oder Frösche in einem Terrarium zu beobachten/skizzieren/spannende Fragen zu finden/ …
        Leider wird aber eben in der Schule mehr ausgemalt als spannende Sachen konstruiert…

  • Peter Hunziker sagt:

    Aus meiner Sicht geht es es in diesem Beruf vor allem um die Motivation der Buben.(und der Mädchen, wenn diese anderes im Kopf haben wie Streitigkeiten oder Partys…) Wenn es eben nicht uncool ist, einen Stoff zu kapieren, Aufgaben zu machen und gute Noten in einer Probe zu haben, dann ist schon viel erreicht.. Mit einem Mix von gemeinsamer Gruppenarbeit, interessanten Zusatzaufgaben (für diejenigen, welche die Grund- Aufgaben gelöst haben) und einem fast „sportlichen“ Wettkampf ist schon viel erreicht.
    Zudem ist es sehr wichtig, sich den einzelnen Kindern mit ihren speziellen Schwierigkeiten (Legasthenie, familäres Umfeld, Sorgen…) anzunehemen und dort Zeit in persönliche Gespräche zu investieren.
    (Ich habe 39 Jahre auf der „Übertrittsstufe“ (4.-6.Schuljahr) unterrichtet)

  • Peter Kunze sagt:

    Wie üblich bei solchen Studien wurde ein zentraler Punkt vergessen. Bei gewissen Fächern in der Sekundarschule die Koedukation aufgeben. So wäre z.B. Matheunterricht getrennt für Mädchen bzw. Jungen ein Segen. Schimpft mich sexistisch, aber die Auffassungsgabe ist hier geschlechterspezifisch (Nicht jedoch die Umsetzung und der Lerneffekt). In gemischten Klassen nölen Jungs in typischem Mackergehabe rum, wenn ein Mädchen mal nicht gleich auf eine Lösung kommt. In getrennten klassen können Mädchen ohne gruppendruck lernen und Jungs ihrem Wettbewerbstrieb untereinander freien lauf lassen.

    • mira sagt:

      Da gebe ich Ihnen Recht. Mädchen schneiden in Mathe um einiges besser ab, wenn keine Jungs in der selben Klasse sind. Die Erwartungshaltung „das kann die eh nicht“ greift zu tief!

  • hansp sagt:

    @Yves: Mit etwas bösem Willen kann das aber durchaus so gelesen werden (Lehrer und Jungs dumm) 🙂

    Meine Empirische Studie belegt leider genau das Gegenteil des Artikels. Dem zusätzlichen Bewegungsbedürfnis der Jungs wird heute kaum mehr Rechnung getragen. Und dann wundern sich die Lehrerinnen, dass die Jungs im Unterricht nicht stillsitzen könnnen! Die Lehrer die ich kenne haben da einiges mehr an Verständnis und dann auch mehr Erfolg mit den Jungs.
    Und wenn dann Lehrerinnen ungestraft kundtun dürfen „Ich hätte am liebsten nur Mädchen“ frage ich mich schon was schief läuft. Damit wird wohl kein Junge motiviert.

    Tja und vielleicht wäre ein Hinweis auf die Studien eines R. Largo und seiner Mitstreiter sinnvoll. Denn Jungs sind in der Entwicklung nun mal später dran. Genau zum Zeitpunkt der Selektion(12 Jahre) ist dieser Unterschied gemäss Largo am Grössten, nämlich bescheidene ca. 18 Monate. Und da wundern wir uns noch, dass die Jungs die Sek/Gymiprüfungen nicht schaffen?
    Ins gleiche Horn stossen auch Spezialisten im Ausland. Es macht keinen Sinn einem 5 jährigen Jungen Lesen beizubringen, denn der durchschnittliche Junge hat in diesem Alter von der Hirnstruktur her etwa eine Vernetzung (fürs Lesen notwendige Bereiche) wie das durchschnittliche Mädchen mit 3.5 Jahren. Diesem Mädchen würde aber noch niemand versuchen Lesen beizubringen…
    Und wichtig: Diese Werte sind Durchschnittswerte, natürlich gibts auf beiden Seiten Extremwerte

    Es hat ja auch niemand behauptet, dass die Jungs in der Notengebung benachteiligt werden. Sondern, dass die heutigen Schulstrukturen auf Mädchen zugeschnitten sind. Und das scheint mir halt definitiv so.
    Nehmt die Jungs doch einfach ein/zwei Jahre später in die Schule, oder gebt ihnen die Chance eine Ehrenrunde zu drehen. Und ich denke die Hälfte des Problems erledigt sich von selber

    • Yves sagt:

      Ich gehe mit dir einig, dass die Jungs und Mädels unterschiedliche Bedürfnisse haben.

      Wäre es dann nicht sinnvoll, die Geschlechter in separaten Stunden zu unterrichten? Zumal ich davon ausgehe, dass auch Lehrerinnen die Jungs adäquat Unterrichten könnten…

    • Balsam sagt:

      Jahrhundertelang durften nur Jungen überhaupt in die Schule gehen.
      Warum soll da nicht einmal eine Lehrerin finden, sie hätte lieber nur Mädchen.
      Wenn nicht zufällig die STöhrenfriede fast immer männlichen Geschlechts wären, würde sich dieser Wunsch vielleicht gar nicht erst bilden…

  • Andreas sagt:

    Studien und Gegenstudien, was ist nun wahr? Der Text von Michael Marti ist einseitig, die Resultate der Studien werden einander nicht gegenüber gestellt und objektiv beurteilt. Ich gehe davon aus, dass die „Fakten“ der Feminisierungstheorie genau so plausibel und nachvollziehbar sind wie diese hier.
    Wohlverstanden: mir ist’s einerlei, welche Studie „recht“ behält. Die Ursachen müssen eruiert werden. Nur so ist eine Einflussnahme über effektive Massnahmen hin zu einem besseren Bildungsniveau seitens des starken Geschlechts möglich.

  • Sandro P. sagt:

    Tja, von der akademischen Übermacht der Frauen sieht man an der ETH leider nichts.

  • Heinrich sagt:

    Es ist schon faszinierend, dass man für diese Erkenntnisse eine Studie braucht. Das war schon immer so und das hätte ich Ihnen auch sagen können, ohne eine Studie zu machen. Also, wenn ich in meine damalige Schulklasse zurück schaue, dann ist aus den meisten Buben etwas „schlaues“ geworden. Aber ich bin froh, dass wir uns mit solchen Peanuts beschäftigen und wirklich wichtige Themen beschäftigen anstatt an die Eigenverantwortung unserer Jugend zu appelieren. Dies bedingt aber, dass die Eltern verantwortung übernehmen und ihre Aufgabe als Erzieher wahrnehmen.

    • Balsam sagt:

      Man braucht Studien, um aufkommende Vorurteile zu widerlegen.
      und diesen Bullshit von „Jungen brauchen Lehrer“ habe ich schon sehr, sehr oft gehört.

  • zeitungsleser sagt:

    verstehe ich richtig, das soll jetzt also beweisen, dass es schlecht und falsch sei, wenn männliche lehrer gefordert werden, etwa weil sie als vorbilder für jungs wichtig sind?

    • mira sagt:

      Nein, das verstehen Sie falsch. Es geht darum, aufzuhören die Lehrerinnen für etwas verantwortlich zu machen, für das sie nichts dafür können. Die Förderung von Lehrern ist eine andere Baustelle und natürlich sehr wichtig!

      • zeitungsleser sagt:

        schön! und warum sagt das dann nie einer?

        es könnte nämlich mindestens hypothetisch so sein, dass man mädchen und jungs mindestens teilweise anders anpacken und motivieren sollte.

    • Yves sagt:

      Mehr Lehrer wäre schon gut. Aber wir sollten uns davon keine Verbesserung für die Jungs erhoffen. Darum geht’s im Text.

    • Balsam sagt:

      Man hat festgestellt, dass männliche Primarleherer insgesamt schlechtere Resultate erzielen als weibliche.
      Und man hat festgestellt, dass die Leistungsunterschiede zwischen Buben und Mädchen nicht vom GEschlecht der Lehrperson abhängen.
      Und man hat festgestellt, dass es nicht stimmt dass LehrerInnen Mädchen bevorzugen und Jungen benachteiligen.

      Deshalb wäre es keine Jungen-Förderung, wenn man jetzt mehr Primarlehrer anstellt.

      Jungen müssten gefördert werden, indem man ihre Macho-Stereotypen aufbricht. Dann sind sie leistungsbereiter.

      • zeitungsleser sagt:

        die empirische basis für die behauptungen oben ist wohl etwas dürftig. ausserdem widerlegt es nicht die forderung nach tauglichen vorbildern. und ja – jungs brauchen nun mal männer als vorbilder, das kann man auch nicht mit (politisch motivierten) „studien“ wegdiskutieren.

        ausserdem sind aussagen wie diese: „Jungen müssten gefördert werden, indem man ihre Macho-Stereotypen aufbricht.“ (wahrscheinlich von einer frau) brandgefährlich. ich glaube nicht, dass es in der guten neuen welt besser wird, wenn jetzt von den frauen definiert wird, was jungs/männer zu sein haben.

        einfach damits noch hier steht: ich glaube nicht, dass die lehrerinnen schuld sind. aber ein problem haben wir defnitiv, wenn jetzt schon über 70% weibliche lehrkräfte am werk sind. das ist nicht ausgewogen.

      • Mirco sagt:

        @zeitungsleser
        warum soll ein hoher Prozentsatz an Lehrerinnen ein Problem darstellen?dann sollen aber auch die hohe Frauenquote in Pflegeberufen ein Problem sein..und die hohe Männerquote in Chefetagen usw!logisch ists nicht ausgewogen aber in welchen Bereichen ist das schon so?

        warum sollte das Aufbrechen von Machostrukturen gefährlich sein?man sieht ja dass Gegenden wo eben das herrscht, weniger gut entwickelt sind als in gleichberechtigten Gesellschaften!und wenn ein Junge immer nur cool+möglichst „hart“ sein muss wie seine Vorbilder, dann ists ja logisch, dass er sich vielleicht weniger für die Schule+Lernen interessiert da ja lernen+sich selbst eingestehen, dass man den Stoff noch nicht beherrscht „weiblich“ und deshalb „schwach“ ist!

        und zu den Vorbildern:ja das brauchen Kinder..können sie aber auch in den Eltern (wo ist denn der Vater???) sehen, im Fussballtrainer..usw..

        genau von den Kreisen die die Frauenquote in den Schulen anprangern hört man ja immer wieder man soll die Eltern in Verantwortung nehmen..in der Schule soll man lernen+nicht auch noch Erziehungsarbeit leisten..!

      • zeitungsleser sagt:

        @ mirco: es ist ja auch ein problem, dass wir auch anderso keine ausgewogene geschlechterverteilung haben. ich muss im übrigen nicht rechskonservativ sein, um es schlecht zu finden, wenns keine lehrer mehr gibt.

        ich habe nicht gesagt, dass ich alt-typische machos toll finde. aber was männer sind, sollte, denke ich mindestens, nicht von frauen definiert werden. es gibt eben vielleicht etwas eigenständiges zwischen machos und leuten die einfach (aus schuldgefühlen?) feministische dogmen nachbeten.

  • mira sagt:

    Die Lernfaulheit ist auch an der Uni noch so. Mädchen lernen im Schnitt mehr auf eine Prüfung als Jungs und sind dadurch auch oftmals besser. Die grosse Frage ist jetzt: Wie kann man die Lernmuffel besser motivieren? Oder anders, was müssen wir tun, damit gar nicht so viele Lernmuffel entstehen?

    Wenn das tatsächlich gesellschaftlich bedingt ist, dann wäre es an der Zeit, das vorherrschende Männerbild zu überdenken. Nicht nur Buben, sondern auch Männer haben doch ein viel strengeres Diktat, immer cool und lässig drauf sein zu müssen. Und, dieses Diktat legen sich die Männer selber auf. Ich beobachte das als Externe, wie sich Männer dabei fühlen, das weiss ich nicht!?

    • Balsam sagt:

      In der Kontext-Sendung von DRS2 hiess es, dass Jungen, die starke Männer-Stereotypen im Kopf haben schlechter lernen als solche, die an diese Stereotypen nicht glauben.

      Anscheinend werden Buben von ihrem Macho-Männer.-Bild daran gehindert, gute Schulleistungen zu erbringen. Sie erachten es als selbstverständlich, dass Männer „Karriere machen“ und das hindert sie daran, die Fähigkeiten zu erwerben, die sie brauchen, um Karriere zu machen.

      • Lea sagt:

        Stereotypen….genau das ist das problem. und was andere denken, wenn man ausserhalb eines solchen immaginaeren stereotyps ist. So, aber es passt zu den geranien am paradeplatz.

  • Hans Martin sagt:

    Ausserdem versteht man die ganze Buben sind dumm und trotzdem in der Karriereleiter höher oben besser, wenn man folgendes Buch liest (es wird einem so viel klarer, wie wenn jemand in der Mathematik von imaginären Zahlen spricht):

    http://www.amazon.de/Brain-Sex-Difference-Between-Women/dp/0385311834/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1271919394&sr=8-1

    Vielleicht hilft’s der Aufklärung.

  • Hans Martin sagt:

    Ich sag es mal salopp: Mit einem Bagger kann man keine 200 km/h fahren! Und wenn die Schule sich auf Ferraris spezialisiert hat, dann kann der Bagger noch so viele PS haben, das Ziel 200 km/h zu erreichen ist nicht möglich. Und wer meine Analogie nicht verstanden hat, kann die ganzen PDFs ruhig lesen, er kapiert es trotzdem nicht.

  • Tiefenschärfe sagt:

    Dieser Artikel und die Aussage sind mir ein wenig zu raumgreifend. Meine Erfahrung ist, Mädels sind einfach ausdauernder. Sie malen Geografiebilder akurat aus.

    Vergleichen Sie mal Leistungen von reinen Buben- und Mädelklassen. Bei uns im Internat war der Unterschied eklatant. Gut, vielleicht hatten wir einfach die besseren Lehrer und die Schule legte keinen grossen Wert auf Sozialkunde, Handsgi und Singen.

    Aber der Unterschied liegt wohl – wie so oft – weniger im Geschlecht. Und sich nur auf eine Studie zu beziehen, ist für eine Aussage doch recht waghalsig.

  • Yves sagt:

    Hui heute könnte es hier so richtig abgehen. Das Thema ist in der Tat brisant, bestätigt aber meine Beobachtungen in der Familie (immerhin etwa 30 Kinder im Schulalter). Die Jungs spielen lieber Fussball, als noch zusätzliche Matheaufgaben zu lösen etc. Und das ist nicht erst in der Sekundarstuffe so. 😉

    Was mich noch wunder nehmen würde: könnte eine Trennung der Geschlechter ab Begin der Pupertät vielleicht sinnvoll sein?

    • adlerauge sagt:

      Ich kann die Ritalin-Verschwörungs-Theoretiker-Fraktion schon förmlich riechen 😉

      • Natalie sagt:

        nein, die jungs sind mit den mädels in der klasse ja besser, weil wohl eher ein „schaffiges“ klima ist. vielleicht auch weil sich die jungs dann nicht so getrauen, ihre „lernen ist doof“ haltung so zu zeigen. weiss auch nicht ;o)

      • markus sagt:

        @adlerauge, hab zuviel Ritalin erwischt daher sage ich nichts dazu, die Frauen sind eh in allem besser als die Männer. Und trotzdem braucht es uns um den Müll rauszutragen.
        Ein Freund von mir ist Lehrer und er kämpft sich jeden Tag durch da die Schüler heutzutage keinen Respekt mehr haben und ihm die Lehrerinnen das Leben zur Hölle machen. Er sagt er fühle sich wie ein Soldat in einem Mienenfeld. Ich möchte nicht mit ihm tauschen. So es wirkt, echt geiles Zeugs aber es macht so dumm……………..

    • mana sagt:

      Eine Trennung der Geschlechter ab Beginn der Pubertät würde auch ich als sinnvoll erachten – für die Mädchen. Denn die Dominanz der Jungs wirkt sich in dieser Phase auf die Mädchen negativ aus, aber das haben Studien bereits vor mehr als 10 Jahren belegt. Damals jedoch wurde der Ruf nach Geschlechtertrennung als Übertreibung und feministische Diskriminierung abgetan. Komisch, wenn sie den Jungs nützt, soll sie plötzlich sinnvoll sein? Ob das zutrifft ist fraglich, schliesslich sind die Jungs ja nicht wegen den Mädchen schlechter in der Schule, das sagst Du ja selbst.

      • Natalie sagt:

        mana: Ja, es gibt Studien, die genau dies bestätigen (leider hab ich sie nicht gefunden)
        Mädchen lernen besser in Mädchenklassen, Knaben aber besser in gemischten. Jetzt ist die fragen, wem man dienen soll… schwierige Frage und grosse Entscheidungen…

      • Yves sagt:

        „schliesslich sind die Jungs ja nicht wegen den Mädchen schlechter in der Schule“ Natürlich nicht. Aber mit getrenntem Unterricht kann für das jeweilige Geschlecht spezifisch unterrichtet werden. Das geht in einer gemischten Klasse nicht.

        Und kann schon sein, dass die Jungs ab einem gewissen Alter sich von den Mädchen „ablenken“ lassen 😉

      • Balsam sagt:

        Ich bin strikt gegen eine Trennung, weil in der Vergangenheit Geschlechts-Apartheit immer genutzt wurde, um Mädchen von der Bildung fernzuhalten.

        Koedukation ist ein wichtiger Fortschritt. ERst dank ihr konnten die Mädchen beweisen, was sie drauf haben. DAvor wurde wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass Mädchen blöd sind (das ist noch keine 70 Jahre her)

      • Lea sagt:

        Die Jungs in der Oberstufe verfolgen eben den Unterricht nicht mehr, sondern sind hormonell abgelenkt und verfolgen die spriessenden Kurven der Mädchen. Ich vermute so einfach ist der wirkliche Grund.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Interessant ist auch, dass die meisten Frauen in USA, die eine aussergewöhnliche Karriere hingelegt haben, in reinen Mädchencolleges studierten. Hillary Rodham Clinton z.B. in Radcliffe.

      • Lea sagt:

        Ich nicht. ich war bei Carnegie Mellon.

        ich bin zum Glück deswegen vielleicht nicht im State Department gelandet oder sonst wo in dem unsäglichen Betrieb innerhalb des Beltways. 🙂

        Die von Dir genannten Hochschulen sind allerdings auch sehr sorgfältig beschützte Biotope für Ultraprivilegierte. Da ist der Zulassungschein in die Boardrooms und politischen Kabinette schon vorgegeben.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Soweit ich weiss, soll es sehr schwierig sein, für reine Bubenklassen Lehrkräfte zu finden, und zwar auch Männer! Solche Klassen seien viel schwieriger zu führen, die Mädchen werden gebraucht, um die Jungs zu sozialisieren, ich las vor einigen Jahren einen entsprechenden Beitrag im Stern oder Spiegel, wo es um die Aufhebung der Koedukation ging.

  • Juan Cabrillo sagt:

    Weil Lehrer schlecht und Buben dumm sind, darf man auch störungsfrei Kommentare von richtigen Männern aus dem Blog löschen.

    • Yves sagt:

      In diesem Fall hast du den Text nicht verstanden. Es geht nicht darum zu sagen, dass die Buben dumm und die Lehrer schlecht sind. Sondern es geht doch darum, die Gründe für die Unterschiede zu finden und dann endlich korrekt darauf zu reagieren. Wenn also nicht die Lehrerinnnen schuld an den schlechten Noten der Jungs sind, sondern deren Faulheit, bringts nix, wenn wir eine Männer-Quote bei den Lehrern fordern ;-).

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