Warum wir Mütter trinken

Nervige Gspäändli und endlose Warterei: 9 Gründe, warum das Elterndasein eigentlich nur leicht angetrunken auszuhalten ist.

Alkohol als Selbstmedikation: Nicht nur in Serien trinken Mütter gerne Wein. Foto: «Wine Country»/Netflix

Es ist gleichermassen verpönt wie verbreitet: Mütter, die während der Zeit mit den Kindern Alkohol trinken. Kaum ein Spielplatz ohne Bar, wo nicht gespritzte Weisse in diskreten Limogläsern über den Tresen gehen; kaum eine Mutter, die die Uhrzeit, ab der ein Bier getrunken werden darf, nicht den aktuellen Umständen anpasst; kaum eine Serie, in der sich die Mütter nicht verschämt ein Glas Rotwein einschenken, sobald das Kind Mittagsschlaf macht. Beobachtungen zufolge handhaben es Väter ähnlich – aber ziemlich sicher ist, dass sie sich nicht so missbilligende Blicke gefallen lassen müssen wie Mütter mit Drink.

Diese Mütter jedenfalls sind in den allermeisten Fällen weder verantwortungslose Schlampen noch sozialer Abschaum, sondern – im Gegenteil – oft besonders gut funktionierende Mitglieder der Gesellschaft, die Alkohol als Selbstmedikation wählen, um trotz Kindern geistig gesund zu bleiben. Denn mit einer gewissen dezenten Promille im Blut lässt sich vieles von dem, was Kinder von einem verlangen, einfach sehr viel leichter geben. Denn das wollen wir ja: ihnen alles geben. Weil wir sie lieben. Aber ein bisschen Hilfe hilft halt.

1. Die Gespräche

Seien wir ehrlich: Nicht viel von dem, was Kinder bis etwa sechs Jahre erzählen, ist interessant. Natürlich gerät aus Versehen mal etwas Naiv-Poetisches in den Schwall, aber das Allermeiste hat einen Informationswert von null. Das Schlimmste: All die Witze ohne Pointe, über die man sich aber leicht angeschickert viel überzeugender ganz doll amüsieren kann.

2. Die anderen Eltern

Die, die eben keinen Alkohol brauchen, weil sie es so, so schön finden, ihren Kindern dabei zuzusehen, wie sie Sand in die Ohren eines anderen Kindes füllen und weil sie die Gespräche über Gaggifanten und Furzoparden mit geschärften Sinnen geniessen wollen. Die, die ihre Kinder ständig fotografieren und posten müssen, weil die Welt an dieser Herzigkeit genesen soll.

3. Der Geräuschpegel

Kinder sind einfach unfassbar laut. Sie schreien ständig. Sie heulen ständig. Sie trampeln und stampfen und trommeln und posaunen und quietschen. Mit jedem Schluck tun die Ohren ein bisschen weniger weh.

4. Der Dreck

Kinder können bis ins Teenageralter nicht essen, Zähne putzen, Hände waschen, spielen oder einfach existieren, ohne dass es eine verdammte Sauerei gibt. Wie soll man denn nicht dauergenervt sein bei all der Putzerei? Genau, Alkohol.

5. Die Freunde

Kinder haben bestenfalls Freunde und allerbestenfalls sind die okay. Wenn nicht, muss man aushalten, dass total blöde, hässliche, nervige Kinder einem die Regale ausräumen und den Kühlschrank leerfuttern, und das eigene Kind wird in dieser Gesellschaft oft auch nicht unbedingt toller. Also schöntrinken? Absolut.

6. Die Egozentrik

Schau mich an! Hallo! Hallo! Hallo! Schau mal! Schau, wie toll ich das kann! Nicht wahr, ich mach das toll? Wie toll mach ich das? Hat das schon mal jemand toller gemacht als ich? (Nein, es hat noch nie in der Geschichte der Menschheit auf der ganzen Welt jemand toller Joghurt gegessen als du. Prosit.)

7. Die Langsamkeit

Alles … dauert … ewig. Bisschen angetrunken, ist man selber auch langsamer.

8. Der Ekel

Rotzverschmierte Nasen, Popel in den Haaren, eingespeichelte Essensreste überall, vollgekackte Windeln, ohne Rücksicht platzierte Fürze, Schorf auf dem Kopf, Sabber.

9. Die Sorgen

Kinder verletzen sich ständig, sie fallen einfach so hin, sie gehen weg, ohne was zu sagen, sie wollen nichts von dem essen, was auf den Tisch kommt, aber alles, was auf der Strasse liegt und giftig aussieht. Sie sind am Leben. Auf dieser Welt. Wir wissen, was noch alles auf sie zukommt. Grosser Kloss, runterspülen.

Die Autorin schreibt anonym.

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164 Kommentare zu «Warum wir Mütter trinken»

  • Peter S. Grat sagt:

    Der Text erinnert mich an eine Begebenheit vor ein paar Jahren auf einem grossen Schweizer Campingplatz während den Sommerferien.

    Dutzende von Kinder spielten an einem schönen Sommerabend während dem Eindunkeln auf dem dortigen Spielplatz. Dutzende Eltern sassen darum herum. Manche alleine, manche redeten in Gruppen miteinander.
    Mir viel eine Mutter auf, die ihr kleines Kind beaufsichtigte und gleichzeitig alleine genüsslich ein Glas Rotwein trank. Die Frau sah entspannt und sehr zufrieden aus. Die Szene – in dieser ganzen Abendstimmung – war irgendwie cool.

  • Sonja sagt:

    Danke für den witzigen Beitrag. Genau so erging es mir auch oft. aber das schöne am Leben ist doch der stete Wandel. Die Kinder werden grösser, die Gespräche werden spannender, die nervigen Freunde sieht man noch beim „Hoi-und -Tschau“- sagen und zum Glück muss frau auch nicht mehr am Sandkastenrand sitzen und sich mit den Super-Mütter über ihre Super-Kinder unterhalten. Darum ist der Prosecco-Umtrunk mit Freundinnen am Nachmittag eine Seltenheit geworden, weil mir schlicht und einfach die Ausrede dazu fehlt, eigentlich schade 😉

  • Hans Minder sagt:

    @ Muttis Liebling: Treffend formuliert
    Die Bereitschaft zu Leiden / zu Geben scheint nicht mehr Bestandteil des postmodernen Menschen zu sein. Das Erschreckende des Texts ist nicht der gelegentliche Alkoholkonsum, sondern die selbstbezogene Sichtweise. Z.B. der Satz „Gespräche mit Kindern sind nicht interessant!“ ist eine komplett selbstbezogene Sicht der Eltern. Für das Kind sind diese Gespräche äusserst interessant, weil es dabei neue Dinge lernt und eine geistige Bindung zu den Eltern (Mentorat) aufbaut. Der Anspruch, jede Sekunde MEINES Lebens ein Anrecht auf EIGENE Stimmulation zu haben, und wenn MIR dies verweigert wird, ICH mich halt betäube, ist schockierend. JEDE(R) will jede Sekunde kriegen, was ER/SIE will, um bis zum Ableben NICHTS verpasst zu haben..unfassbar egoistisch!

  • C.Schumacher sagt:

    Frau die trinken sind nicht besser als Männer ! In meinen Augen die Trinkt hat nicht verstanden was es heisst Kinder zu haben! Das grosse Problem ist, sie wollen alles und bringen nicht alles unter einen Hut! Alkohol ist immer die einfachste Art , doch man denkt nie an die Menschen wo um einen herum sind und wie gehen sie damit um ! Ich könnte noch lange schreiben, doch solche Menschen widern mich an !

  • Maike sagt:

    Endlich spricht eine Mutter mal drüber – wenn auch nur anonym. Das Mutterdasein ist doch wirklich nur im Suff zu ertragen. Erst bringt man unter Schmerzen den Nachwuchs zur Welt und wer brüstet sich als erstes damit ? Der Mann. Wie bei jedem neuen Spielzeug ist es für den Mann am Anfang noch von Interesse, flacht aber bald wieder ab. Und am wem bleibt dann alles hängen ? An der Mutter ! Erst wenn die Tochter zu einer schmucken jungen Frau oder der Sohn zu einem ebenbürtigen Partner bei Fussballspielbesuchen herangewachsen ist, zeigt sich wieder vermehrtes väterliches Interesse. Was für einen tolle Tochter / Sohn der Vater doch hat, hört man dann. Da schwillt die väterliche Brust, die sich mittlerweilen hinter einem Waschbärbauch versteckt.
    Wenn das kein Grund für uns Mütter ist…

    • Hans Minder sagt:

      Maike, es gibt viele Väter die gerne in der Kindserziehung mit anpacken. Wenn ihr Mann dies nicht getan hat, allerdings der Alleinverdiener war, dann hat er wenigstens in diese Bereich seine Aufgabe erfüllt. Hat er sich weder um die Kinder noch um das leibliche Wohl der Familie gekümmert (arbeitslos etc.) dann ist Ihre Kritik voll angebracht….allerdings fragt sich ein Aussenstehender, weshalb eine Frau mit solch einem Mann eine Familie gründen wollte. War dieser er nicht schon vor der Geburt der Kinder ein Taugenichts der auf allen Hochzeiten tanzte?

    • Mike sagt:

      Ein trauriges Beispiel von zwei Eltern die beide keine Ahnung haben. Oder den Verstand Kinder zu erziehen oder was es bedeutet Elternteil zu sein. Nur weil ihr Mann ein Höseler und Sie eine Alkoholikerin sind. Ist nicht jeder so…

  • Citystrolch sagt:

    Ach… Ihr könnt alle gern ein Glas wein trinken, wann immer ihr es wollt. Wie die Männer. Oder andere tolle Dinge, die euch gut tun. Wieso man darüber bloggt und so viele Gründe sucht, sehe ich nicht ein. Der Artikel gleicht meiner Meinung nach eher einer Sammlung der abgedroschensten Klischees. Diese aufgelistet vorzufinden finde ich weder humorvoll noch fantasievoll oder spannend, und es hilft mir auch nicht, mich weniger über meine Kids aufzuregen, oder das Glas wein zu rechtfertigen (wozu auch?). Aber ich bin ja vielleicht auch nicht das Zielpublikum…

  • Jane sagt:

    Finde den Artikel lustig!Er provoziert!Wenn man diesen Text ernst nimmt,soll man sich mal fragen wieso dies so ist….meiner Meinung nach hat man dann selbst echt ein Problem!Etwas Leichtigkeit würde gewisse Kommentatoren gut tun!Es kommt immer auf die Perspektive an!:-)

    • Lupna sagt:

      Genau, ein Prosit auf mehr Leichtigkeit 😉

    • Brunhild Steiner sagt:

      Diejenigen welche den Text „zu ernst nehmen“, besonders die Langjährigeren darunter, sind sich ganz einfach ein anderes Niveau gewohnt.

      Die nervigen/anstrengenden Bereiche von Elternschaft lassen sich tatsächlich weniger kühl beschreiben, trotzdem provozierend und auch amüsant.

      Hier ist es Beides das sehr irritiert (nicht verwechseln mit „provoziert“) ein fast schon abgestossen-sein von kindlichen Entwicklungsstadien, in Kombination mit Alkohol zur dessen besserer Ertragung.

      • Jane sagt:

        Überheblichkeit/Arroganz ist leider im ”inneren Zirkel” des MB schon lange ein Problem.Ich frage mich schon lange wie man sich fast täglich mit so einem Blog befassen kann und den Anspruch hat sich von der Masse abzuheben.

    • 13 sagt:

      Man kann das auch anders drehen. Selbst wenn das dem eigenen Humor entspricht, sollte man sich fragen, was einen dazu bringt, auf diejenigen runterzuschauen, die das nicht so empfinden. Und das scheint mir irgendwie der O-Ton derjenigen zu sein, die den Text mochten. Doch so eine Selbstwertgefühl-Frage?

  • Andrea Maria sagt:

    Also wirklich, der Text ist doch humorvoll und wunderbar geschrieben. Kompliment. Diese ewige Nörglerei, schiebt diese doch mal zur Seite. Wir wissen doch alle, es gibt schöne und weniger schöne Tage mit Kindern. Und ein Glas Wein hat noch keiner Dame geschadet. In diesem Sinn: Prost 🙂

    • Mike sagt:

      Solche Aussagen kommen von den gleichen Damen, die denken ja ein Glas während der Schwangerschaft schadet nicht. Ich hoffe Ihre Kinder sind vom FAS verschobt geblieben. Wenn nicht sind alleine SIE schuld.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Andrea Maria

      es gibt schöne und weniger schöne Tage, hier klingt es aber beinahe nach von den weniger schönen abgestossen sein, keine schönen Anteile mehr zu sehen, und nicht bloss mal am Abend sich ein Glas Wein zu gönnen, sondern es beinah grundsätzlich nur damit auszuhalten.

      • Andrea Maria sagt:

        das ist doch Humor und Ironie. Ich kann nicht verstehen wie borniert ein paar Leute hier sind. Es geht um ein Glas Wein und nicht um eine Flasche… und wir reden auch nicht um Alkohol trinken während der Schwangerschaft!!! Ein NO GO übrigens…

      • Mike sagt:

        Ich finde es amüsant wie hier alle von einem Glas reden, alle bis auf die Person die den Blog geschrieben hat. In Sätzen wie nur angetrunken ertragbar, merkt man den Charakter. Ich weiss ja nicht wie es um Sie steht. Aber ein Glas reicht nicht um Angetrunken zu sein. Damit alles „langsamer“ geht, trauriger ist nur das viele hier denken. Es sei vertretbar durch den Tag Alkohol zu konsumieren. Sowas nennt man Alkoholiker. Solche Menschen sollten nie auf ein Kind aufpassen.

  • M. Müller sagt:

    Den Artikel empfinde ich als absolut unzutreffend und humorlos. Hätte den auch anonym geschrieben und mich nicht getraut meinen Namen darunter zu setzen.

  • Cristina sagt:

    Ist der Tagiblog zum privaten Internet Blogforum geworden? Langsam geht den Mamablogredaktion die Ideen aus, oder was ist da passiert? Als Leser finde ich diesen Beitrag wertlos und geschmacklos. Ich bin selber Mutter und muss so ein reiner Jammerbericht nicht lesen. Ich lese den Mamablog normalerweise gerne. Wird der Erfolg der Beiträge nun auf Anzahl Kommentare gemessen, dann Volltreffer.

  • Dani sagt:

    Vielen lieben Dank!! Du sprichst mir und allen meinen Freundinnen (und ihren Ehemännern) aus der Seele
    Und ich habe mich totgelacht….

  • Dini Muetter sagt:

    Liebe anonyme Bloggerin

    Genau mein Humor, genau mein Style. Ich hätte noch Grund 10-15 anzubieten. Z.B. Humorlose Mitmenschen, die das Elternsein zu ernst nehmen
    Logisch saufen wir Mütter uns nicht die Birne voll aber so ein Glas Wein ab und zu, nach anstrengenden Tagen ist erholsam. Halt das Feierabendbier Mama-Style.

  • Erfrischend amüsant & treffend sagt:

    Liebe Autorin, herzlichen Dank für diesen amüsanten wie wunderschön getexteten Blog Post. Ich (frisch-Mami) hab mich darüber gefreut, weiter nichts. Aber scheinbar gibt der Text viel Diskussionsfutter her. Än guete mitenand

  • Maja sagt:

    Ich lese das mit Ironie, auch wenn ich Verständnis dafür habe, wenn sich andere (hoffentlich nur ein bisschen) darüber aufregen. Trotzdem – mit Humor geht vieles leichter. Dazu braucht‘s keinen Alkohol o.ä. Als Mutter von 3 Heranwachsenden und Lehrerin bin ich aber der Meinung, dass nicht einfach (alles) ausgehalten, akzeptiert und gelobt werden soll, was die liebe Kleinen so anstellen. Es ist jedenfalls fast immer so, dass die Kleinen sich so benehmen wie sie zu Hause erzogen werden. Kennst du die Kinder, kennst du die Eltern …

  • Elisabeth sagt:

    Habe mich köstlich amüsiert beim Lesen und sehe es haargenau so. Bin selber such Mutter. Ich nehme trotzdem an, es gibt viele böse Kommentare von humorbefreiten Übereltern auf diesen gelungenen Artikel

  • Vera Müller sagt:

    Ein erfrischend, witziger Artikel! Danke dafür!

  • Lara Croft sagt:

    Ich war hin- und hergerissen beim Lesen: Satire – Nichtsatire. Wenn es Satire sein soll, dann ging es bei mir daneben & ich liebe Satire & schwarzen Humor. Es fehlt das Augenzwinkern am Schluss. Da der Beitrag anonym verfasst war, ging ich auch davon aus, dass es ernst gemeint war. Insofern sind Redaktion & Bloggerin selbstverantwortklich für die Kommentare, die das Ganze ernstnahmen

  • Momo sagt:

    Die Autorin hat offensichtlich den Nerv getroffen 😉 !! Ausgezeichnet!
    Unsere humorlose Korrektlinge die sich in der ersten Linie vor sich selbst verstecken, und dann vor allen anderen, sind halt Paradebeispiel für unsere Mentalität…
    .. Schön lächeln und mit perfekten Leben paradieren. Und natürlich auf die anderen los gehen wenn sie sich die Frechheit erlauben….
    typisch Schweiz, so wie es sich gehört….. 🙂

    • Martin Frey sagt:

      Ganz offensichtlich haben die Kritiker einen Nerv getroffen, wie man schön aus Ihrer und anderen Reaktionen herauslesen kann.
      Niemand wird halt gerne demaskiert. Schon gar nicht Leute, die sich irgendetwas schön trinken müssen….

      • Muttis Liebling sagt:

        Im Blog steht nichts Demaskierendes und auch nichts Schöntrinkendes. Es gibt nur eine kleinere Gruppe, die das so lesen will, was die Gruppe, aber nicht das Thema charakterisiert.

      • Martin Frey sagt:

        Dann haben wir einen anderen Blogbeitrag gelesen, lieber ML.

      • Amanda sagt:

        @Martin Frey
        Ich bewundere Ihre Standhaftigkeit und Ausdauer
        und bin ganz bei Ihnen.

        @
        ML
        „Es gibt nur eine kleine Gruppe . . .“
        Woher wissen Sie das? Ich habe mich ähnlich wie MF geäussert, mein Beitrag wurde jedoch nicht freigeschaltet.

      • Martin Frey sagt:

        Danke, Amanda.

      • Muttis Liebling sagt:

        Es ist vielleicht wirklich keine kleine Gruppe, die anders als ich liest. Mir ist schon in vielen anderen Blogs aufgefallen, dass es eine Kultur des buchstabennahen Lesens gibt, welche keinen Raum für Interpretation, für Ironie, auch für bewusste Provokation lässt.

        Ich lese diesen Text vor allem ironisch, mit Augenzwinkern geschrieben, nicht als Selbstdarstellung. Es ist das Ziel des deutlich als fiktiv erkennbaren Blogs, eben diese Reaktionen aus einem Teil der Leser heraus zu kitzeln, über die ich nur lächeln, oder mich wundern kann.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        naja, damit ich darüber lächeln könnte bräucht ich nun tatsächlich ein Glas, wohl ehere mehrere, einer volumenprozentigen Flüsssigkeit…

        Aber irgendwie finde ich es schon interessant wie Sie sich hier ins Zeug legen, da sind nicht nur wir Kritiker getroffen, sondern die emsigen Befürworter wohl genauso…

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, die Kritiker fokussieren sich auf den Inhalt, den Alkohol, ich und andere eher auf die Lesekompetenz. Ich finde es traurig, dass viele sonst intelligente Leute das Lesen zwischen den Zeilen scheinbar verlernt haben. Es ist ja nicht das erste Mal im MB.

        Ich schreibe und veröffentliche seit 20 Jahre Gedichte und Kurzgeschichten und es passiert regelmässig, dass in der Ich- Form Geschriebenes als Beichte gelesen wird, wie das hier auch der Fall ist. Die Kunst des literarischen Ichs und apersonale Geschichten, die ja auch kennzeichnend für die Form Blog sind, werden nicht (mehr) verstanden.

        Man will platt, Wort für Wort lesen, da wundert mich ein TA- Artikel von gestern nicht, dass Maturanden keine Klassiker mehr lesen wollen und können.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        Damit das „zwischen den Zeilen lesen“ zum Genuss wird, müssen die Zeilen welche das Zwischen einpacken entsprechend gestimmt sein;
        hier kommt mir einfach zu viel Anwiderung entgegen, welche es zu ertragen gilt; und nur ein Mittel zur Wahl.

        Für mich ist es eher ein Fortschritt dass unter den Flagge von „literarische Kunst(!!! und seid jetzt mal bitte alle schön entspannt)“ nicht mehr einfach alles abgenickt und dankbar geschluckt wird.

    • Amanda sagt:

      @ML
      Zum Theme „Stilmittel“: Dieser Blogbeitrag erfüllt keines der Kriterien, die an das rhetorische Stilmittel der Ironie gestellt werden. Sie, als Autor, sollten das eigentlich wissen. Es ist ein bestenfalls ein grottenschlecht geschriebener Mix aus Hyperbel und Sarkasmus.
      Kinder als uninteressante, „total blöde, hässliche, nervige“ Menschen zu verspotten, die „ständig schreien und heulen“ und überall „eine verdammte Sauerei“ hinterlassen, und deren Gegenwart nur durch ein volles Glas betrachtet, erträglich ist, hat nichts- aber auch gar nichts mit ironischem Schreiben zu tun!
      Schlechter Stil trifft es wohl eher . . .

      • Amanda sagt:

        @ML
        Zum Thema „Lesekompetenz“: Menschen pauschal „mangelnde Lesekompetenz“ zu unterstellen, weil sie die eigene Meinung nicht teilen, finde ich ziemlich anmassend. Immerhin gestehen Sie uns zu, dass wir „sonst intelligente Leute“ seien.
        Ich denke nicht, dass die mehrheitlich positiven Kommentare, die mich staunen lassen, der Kompetenz, zwischen den Zeilen zu lesen oder Ironie zu erkennen, geschuldet ist. Sinngemäss beschönigen viele, es ginge ja nur um EIN Glas Wein, EIN Bier etc., nicht um eine ganze Flasche. Denen empfehle ich, dieses EINE Glas mit den vielen genannten Gründen zu multiplizieren! Manche geben an, sich in dem Beitrag wiederzuerkennen und andere finden ihn einfach „lustig“.
        Ich finde das Thema interessant, den Blogbeitrag
        jedoch geschmacklos. Schade!

      • Martin Frey sagt:

        An dieser Stelle nochmals: danke, Amanda. 🙂
        „Kinder als uninteressante, „total blöde, hässliche, nervige“ Menschen zu verspotten, die „ständig schreien und heulen“ und überall „eine verdammte Sauerei“ hinterlassen, und deren Gegenwart nur durch ein volles Glas betrachtet, erträglich ist, hat nichts- aber auch gar nichts mit ironischem Schreiben zu tun!“
        Das ist der Punkt, und der irritiert letztendlich mehr als das Glas Wein (wenn es dabei bliebe).
        Selber bin ich kein Kostverächter, und mag guten, va sarkastischen Humor. Ich sehe hier aber nur den oberflächlichen Versuch, negative Gefühle gegenüber Kindern mit alkoholschwangerem Schenkelklopfhumor zu kaschieren. Wie BS richtig sagt, es ist diese Anwiderung, die stört.
        Was ML hier hineininterpretiert, ist sehr subjektiver Natur.

  • Roberto Zenobini sagt:

    Ich finde den Artikel schockierend, ist es die Lösung sich mit Alkohol die Welt wie sie eben ist schöner zu trinken? Das Problem sind nicht die Kinder und alles drumherum sondern unsere Gesellschaft heute, alles muss Perfekt sein bis ins Detail, alles planbar, immer bereit sein für alles, einfach nur krank. Wir haben verlernt zu leben…..

    Roberto Zenobini

  • Jamaiya sagt:

    Also ich bin noch jung (25j) und wollte eigentlich immer Kinder. Überall lese und höre ich aber wie schlimm es ist. Jede Mutter jammert, Ehemänner auch, in jeder Zeitung&Zeitschrift gibts Tipps und Tricks wie frau diese schlimme Zeit unter einen Hut bringt (Job, Kinder etc.), wieviel Geld und Nerven es kostet. Warum produzieren dann die Frauen und Männer noch freiwillig Kinder? Das verstehe ich nicht. Wenn es doch ohne Kinder so viel schöner und einfacher ist, sollte man es doch einfach sein lassen. Heutzutage gibt es keine Ausreden mehr wie „isch hald passiert“. Und ohne Kinder tut man auch noch was fürs Klima und das ganz ohne Stress. WinWin. Aber trotzdem irgendwie traurige Welt und stimmt mich nachdenklich, werde wohl keine Kinder haben. Gesünder und Vernünftiger ist es auf alle Fälle!

    • Tofa Tula sagt:

      Sie können ja dann Ihre nicht gezeugten Kinder fragen, ob Sie was falsch gemacht haben. Beginnen Sie mal damit, Ihr Smartphone wegzulegen und es werden sich ganz andere Perspektiven auftun. Stress ist kein guter Berater. Angeln Sie sich einen gut verdienenden Mann und entspannen Sie sich. Gute Vorbereitung für künftige Mütter.

    • Hans Minder sagt:

      Jamalaya. Spott verkauft sich gut. Wo liest man einen Blog einer gewöhnlichen Familie, die den Alltag ganz normal bewältigt und ihren Lebensinhalt darin sieht, prägende Erfahrungen gemeinsam zu durchleben. Steht man alleine auf einem Berg und betrachtet einen Sonnenuntergang, dann ist dies nur halb so erfüllend, wie die gleiche Situation zusammen mit einem Lebenspartner. Hat man dann noch die Picknick-Decke bei sich und die Kinder erlaben sich am Wanderprofiant, während sie die Sonne abtauchen sehen, dann ist der Moment perfekt. Nur leider will dies niemand hören…..schon gar nicht der Klimakritiker oder die Elite, die infolge Karriere-Manie vergas, Kinder zu haben. Als es dann zu spät war, wollte man nicht so alleine sein und verbreite fleissig, dass Kinder den Weltuntergang bedeuten!

  • Karin sagt:

    Jaja…wenn Mama mal was trinkt, werden alle KommentatorInnen zu lasterfreien Wesen und können sich fürchterlich empören. Dass aber fast schon jeder zweite Pendler um 5 Uhr abends mit seiner 0.5l Bierdose in der Hand heimfährt, dass das für Kinder gedachte Adventsfenster, Sächsilüüte oder was auch immer generell dazu dient, dass Erwachsene trinken können, dass der Samichlaus schon angeschwipst ist und jedes grössere oder kleinere Fest zur „Erwachsenenparty“ mutiert, dass morgens um 10 schon die ersten Bierchen am Stammtisch gezwitschert werden (ganz bestimmt sind da keine Väter dabei!), all das kommt im über 100 Kommentaren nicht zur Sprache. Mama hats zugegeben…jetzt alle auf sie! Schlechte Mutter, schlechter Mensch! Wenn man sich schon aufregt, dann bitte differenzierter.

  • Hans Minder sagt:

    Eine beängstigende Tendenz: es fällt schwer, Unanehmlichkeiten zu tolerieren. Gibt es keine sofortige Lösung, dann kommt der Griff zur Selbstmedikation. Der zeitgenössische Mensch reist im Auto (klimatisiert/geheizt) staufrei (sonst werden Politiker/Verkehrsplaner verschrien) ins klimatisierte Büro, um abends noch im klimatisierten Fitness Studio regenfrei auf dem Laufband Sport zu treiben. Er hat Netflix etc. damit jederzeit seine Lieblingsmusik/-film abrufbar ist. Auf dem Teller bleibt liegen, was nicht explizit schmekt. In den USA gibt es immer häufiger 55+ Wohnsiedlungen, wo keine Jüngeren Menschen oder Kinder wohnen dürfen. Hanf ist hier in Oregon legal und geht Hand-in-Hand mit Alkohol. Während der Nüchternphase steigt hier de Jähzorn in der Gesellschaft mangels Toleranz! Düster..

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Instant- Bedürfnisbefriedigung mit sinkenden Halbwertzeiten der Lustgenerierung ist das Geschäftsmodell der gesamten Konsumgüterindustrie, vom Velo- Hersteller, über den Barber- Shop, dem Paartherapeuten bis hin zu Facebook.

      Es hat 50 Jahre gedauert, diese Kultur in Kleinstschritten in die westliche Gesellschaft zu implantieren und es wird mindestens 100 Jahre dauern, bis die wieder raus ist. Krank werden geht immer viel schneller als Heilen.

      Alkohol in Mini- Dosen ist da eher old fashioned und wirkt heimelig. Der Abwehrreflex, welcher auch in den Kommentaren hier zum Ausdruck kommt, ist ein Teil des Ganzen und nur als unspezifische, dem Gegenstand völlig unangemessene Gegenwehr zu verstehen. Man weiss, es läuft was schief, kann es aber nicht benennen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Der nicht nachdenken wollende Kleinbürger wehrt sich gegen ein altes, wohlbekanntes Symptom, dem vermeintlich zu erkennenden Alkoholmissbrauch, kann aber das, was ihn wirklich beunruhigt nicht erkennen und schon gar nicht formulieren.

        Nämlich die angezüchtete Unfähigkeit, auch nur für Sekunden zu leiden, ohne gleich um einem Korrigendum zu greifen. Hier das erkennbar böse Glas Wein, in Wirklichkeit aber die gesamte Tagesstruktur mit Selbstoptimierungswahn und medialen Drogen, welche die Substanzdrogen längst abgelöst haben.

  • Pretty Belinda sagt:

    Es tun hier ganz viele so, als ob Mütter, die dann und wann ein Cüpli oder abends ein Glas Wein trinken generell in zugedröhntem Zustand durch die Tage wanken. Einmal mehr eine typisch helvetische Angewohnheit, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn die Blagen (egal welchen Alters) heutzutage tatsächlich nur noch im Vollrausch auszuhalten wären.

    • 13 sagt:

      Sie haben offensichtlich nicht den gleichen Blog gelesen, wie andere. Ich bin kein Kind von Traurigkeit und geniesse sehr gerne ein Cüpli, ein Bier oder ein Glas Wein und ja, zwischendurch dürfen es auch gerne zwei sein. Aber eben, als Genuss. Um mir eine unangenehme Situation angenehm zu trinken, bräuchte es eher mehr und wenn diese „unangenehme Situation“ die eigenen Kinder sind oder man sie als Blagen bezeichnet, dann sollte man durchaus etwas im Leben ändern.

  • Jane Doe sagt:

    Was mich an dem Blog irritiert ist nicht so sehr der Alkoholkonsum, sondern eher der fast schon hasserfüllte Unterton gegenüber den Kinder.
    Kinder machen nicht in die Windel, um die Eltern zu ärgern, sondern weil sie sich nicht sauber halten können. Und was erwartet die Autorin von Gesprächen, eine Diskussion über die Relativitätstheorie? Wenn mein Zweijähriger mir voller Begeisterung von den Fahrzeugen erzählt, die er heute gesehen hat, erfreue ich mich an seiner Begeisterung, auch wenn mich Fahrzeuge nicht interessieren.
    Wenn es mir zu viel wird, rufe ich mir in Erinnerung, dass es viele Eltern mit totkranken Kindern gibt, die sich liebend gerne über lautes Geschrei und Popel aufregen würden, und dann brauche ich schlagartig keinen Alkohol mehr, um meine Kinder auszuhalten.

  • TuttoBene sagt:

    Lustig, nichtlustig, Geschmackssache. Ein wenig viel Trara um einen eigentlich kurzen, belanglosen Artikel.
    Es geht wohl um eine Metapher, dass das Leben mit Kindern einfach manchmal (sehr) hart ist und auch manchmal schwer zu ertragen ist. – Dass Alkoholismus eine üble Sache ist sollten wir im aufgeklärten 2019 hoffentlich nicht mehr diskutieren müssen.

  • Daniel sagt:

    Wer es nicht versteht, ist genau einer dieser Besserwisser, von denen im Text die Rede ist! Sarkasmus ist immer etwas übertrieben und enthält einen Funken Wahrheit! Insofern ist hier nicht die Rede von „besoffenen“ Müttern sondern davon, das es vollkommen okay ist, auch mal ein Gläschen Wein zu trinken! Auch als Mutter!

    Mr. und mrs. Perfect, welche das verurteilen …. naja… ich lass das mal so!

    Alles liebe und auf euer wohl
    Daniel

    • Robert Riesen sagt:

      Sarkasmus in meinen Augen muss rabenschwarz daherkommen, der Artikel ist so eine Art grauer Humor mit einer Preise Tragik gemischt. Das hat es jedenfalls in mir ausgelöst. Aus meiner Sicht mässig gelungen. Prost.

  • Klaus-Dieter Käser sagt:

    Kommentare der Sorte „was nicht darf, kann nicht sein“. Schaut der Realität ins Auge, auch Kinder müssen ertragen werden, nicht nur Job und Kollegen.

  • Gabi Bossert sagt:

    Realismus ist selten witzig oder lustig. Schlimmer sind aber die abwehrenden und verschwiegenen Tabu Themen, wo es dann zu Hauf die Moralisten gibt, die problemlos ihr Leben meistern, mit oder ohne Familie, Kinder und vielen Unannehmlichkeiten. Hier geht es nicht um ein böses, Kind feindliches Märchen, sondern um einen vielfach gelebten Alltag. Es muss auch nicht um das Thema Alkoholismus gehen dabei. Sehr viele Frauen befreien sich von Anstrengendem, indem mal hier ein Gläschen Prosecco , ein Likör, ein Gläschen Wein getrunken wird, Niemand wird von sich behaupten sie sei Alkohol gefährdet. Die häusliche Gewalt übersteigt wahrscheinlich sogar den Beruhigungseffekt Alkohol bei Müttern und Vätern im 24h Takt.

  • der Frager sagt:

    wenn das nur lustig gemeint war, wieso dann unter anonym veröffentlichen?
    Beim Lesen hatte ich eher das Gefühl, das der Schreiber wohl besser keine Kinder hätte..besser für Ihn und die Kinder…..

  • Colis sagt:

    Ich stimme mit Roxy und Lina überein.
    Ganz ganz schlimmer Artikel, abgrundtief. Ich weiss nicht, wie man ihn lustig finden kann.

    • Fred Winkler sagt:

      Im Versuch hier eine Brücke zwischen den beiden Lagern zu schlagen: ich bin definitiv der Meinung, dass Humor eine viel bessere Lösung ist als Alkohol, um schwierige oder nur schwer erträgliche Situationen zu überstehen. In diesem Sinne lese ich diesen Artikel 🙂

  • Esther sagt:

    Niemals habe ich eine Mutter gekannt die zuhause trinkte weil sie nicht arbeitete. Man soll dies nicht zum Thema machen weil es sicher einzelfälle sind. Es gibt doch so viel intéressantes, und lesen kann man Auch, viele tolle Bücher, vieles zum lernen, Zeit um laufen, usw.

  • Sandra Surber sagt:

    Echt jetz, liebe Tagi Leserinnen und Leser, habt ihr so wenig Humor? Ich fand diesen Beitrag sehr amüsant, vielen Dank!

    • mila sagt:

      Ich würde mal sagen: wären Sie die Zielscheibe eines solchen Humors, würden Sie es wohl (mit Fug und Recht) als ein (ziemlich fieses?) Ablästern empfinden.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Herrlich, sehr amüsant zu lesen, danke! Die bierernsten Reaktionen sind leider Bestandteil unserer Mentalität. Aber das kann oder muss man akzeptieren.

    • John sagt:

      Alkoholismus verharmlosen finde ich sehr unwitzig. Und extrem zynisch. Über was machen wir uns als nächstes lustig? Über Gewalt?

      • Zufferey Marcel sagt:

        Ich weiss, wir Schweizer verfallen immer und schon fast reflexartig in den Grundsatzdebatten-Modus. Das wiederum ist eine ausgesprochene Qualität unserer Mentalität, zugegeben. Aber einfach nicht überall angebracht, finde ich. By the way: Ganze Literaturzweige haben sich mit dem Alkohol auf humorvolle Art und Weise beschäftigt und auseinander gesetzt- warum sollte das die Autorin dieses Blogbeitrages nicht auch dürfen? Nicht jeder, der Alkohol trinkt, ist Alkoholiker. Ich jedenfalls sehe im Beitrag keinerlei Hinweise auf Alkoholismus im pathologischen Sinne. Das wird jetzt einfach so in den Text hinein interpretiert.

        P.S. Selbstverstndlich kann man auch über Gewalt lachen: Mögen Sie z. B. Terence Hill und Bud Spencer..?

      • Muttis Liebling sagt:

        Es steht nichts im Blog, was auf Alkoholismus hinweist. Leser wie Sie wollen das nur lesen.

  • LLC sagt:

    Ausser Punkt 1 kann ich alle wirklich nachvollziehen. Nur weiss ich leider aus eigener Erfahrung wie es ist wenn die eigene Mutter den Alltag nur mit Alkohol übersteht. Wenn man bis in die Nacht aufs Nachtessen warten muss da die Mutter zuerst den Rausch ausschlafen muss. Wenn man sich für sie schämt und keine Freunde nach Hause bringen will, weil man nicht weiss ob sie betrunken ist. Ich könnte noch unzählige Beispiele anfügen. Der Grad auf dem man wandert wenn man sich den Alltag erträglich trinkt ist unglaublich schmal. Man denkt die Kinder merken es nicht und es schadet nicht, dabei nehmen sie es auch unbewusst war und sie leiden darunter. Deshalb fällt es mir schwer diesen eigentlich amüsanten Post witzig zu finden.

  • Rüdiger Kraus sagt:

    Bin froh nicht mehr dieser härtestesten Droge verfallen zu sein. Meine Frau hat noch nie einen Tropfen Alk getrunken. Und wenn man dann noch sieht, was Alk mit Menschen anstellen kann, dann finde ich es persöhnlich degoutant darüber zu witzeln. Aber wem’s gefällt. Ich sehe halt die gleiche Art Junkies bei den Alkern wie auch den Heroin und Kokain-Konsumenten. Und alle haben sie Schwierigkeiten sich dem nicht mehr zu verdingen (dort ist Alk am schlimmsten da es anscheinend der Kitt der Schweizer Gesellschaft ist)…Kafi Lutz für alle

  • Odri Tug sagt:

    Der Artikel ist aber schon ironisch gemeint, gell? Denn sonst müsste da jemand dringend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen…

  • Eveline sagt:

    Ich bin mit einer Alkoholikerin als Mutter aufgewachsen – es war hart und emotional anspruchsvoll und verfolgt mich teilweise heute noch. Aus diesem Grund blieb mir auch oft das Lachen im Halse stecken beim Lesen dieses Beitrages.

    ABER: Das ist meine ganz persönliche Empfindung und darum geht es in diesem Blogeintrag doch gar nicht – als BloggerIn kann man nicht ständig auf alle Rücksicht nehmen und alle Eventualitäten abdecken. Der Blogeintrag soll – so sehe ich das- weder Alkoholismus noch sonst etwas verherrlichen sondern einfach auf eine witzige Weise Teile des Eltern-Daseins beschreiben. Und das ist gelungen.

    Schade dass es in anonymer Form geschehen musste.

    • Henri sagt:

      Auch wenn es ironisch gemeint ist, ist der Text doch einfach nur daneben. Er passt aber in die aktuelle Alkoholverharmlosungskultur, wo an jeder Ecke irgendeine Popup-Bar Wein und Bier verkauft, sogar in der Badi. Ich hab sonst viel Humor, aber bei solchen Texten verträgt es bei mir gar nichts.

  • Mauro sagt:

    „Kaum ein Spielplatz ohne Bar..“
    Vielleicht sollte die Autorin einmal von der Josefwiese weg, und dann den Artikel neu verassen. Der Beginn alleine zeigt mir,dass es ziemlich ein little Big Zürich Problem ist,wenn überhaupt.
    Papi von 2 Goofen,auf dem Land

  • Michel sagt:

    Grossartig! Das gefällt mir! Vielen Dank für diesen Beitrag. Nicht dass mir der Beitrag Begeisterung entlockte, nein, ich bin sofort zu den Kommentaren gegangen und habe mir die empörten Empörungen der Empörkorrekteltern reingezogen! Grossartig! Wenn diese Korrektlinge nur überall so korrekt wären, im Beruf zum Beispiel. Nun habe ich noch eine Bitte an die Redaktion: Würden Sie bitte mal den Monty-Python-Sketch hier veröffentlichen, in dem der kinderreiche irische Vater ins Kinderzimmer kommt und sagt, das Geld reiche nicht mehr; er müsse eines der Kinder als Versuchskaninchen in die Pharmafabrik geben? Ich möchte lesen, wie die Kommentierer explodieren… Danke! Nachtrag: Scherze, liebe Zeitgenossen mit und ohne grosses I, sind über alles erlaubt.

    • Lina Peeterbach sagt:

      @ Michel: der grosse Unterschied ist eben, dass Monty Python die Kunst der Satire wirklich beherrschen. Dieser Artikel heute ist aber nicht satirisch, sondern leider nur pseudo-lustig. Die meisten der empörten Kommentarschreiber haben normalerweise durchaus Humor. Aber heute ist der Schuss einfach ganz klar daneben gegangen. Die ersten beiden Absätze leiten nämlich überhaupt keine Satire ein, sondern beschreiben scheinbar die Normalität.
      Was auch schon mehrmals geschrieben wurde: wenn es so wahnsinnig lustig ist, warum dann anonym?

    • Niklas Meier sagt:

      Michel, Monty.Python ist etwas gänzlich anderes. Wer das kennt, sollte das eigentlich erkannt haben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Monty Python ist oft so gut, dass ich einige ihrer Sketches für die Bildung meiner Kinder nutzen konnte. Mit grossem Erfolg.

        Wenn jemand das Schreiben hier mit Monty Python vergleicht, hat er von deren Humor in etwa soviel verstanden, wie wenn jemand Typen „Peter Griffin“, oder „Glenn Quagmire“ von Family Guy im realen Leben lustig finden würde.

        0,0 Verständnis von dem was Satire ist und was sie zeigen und bewirken will.

  • Maria sagt:

    Ich lese die Kommentare mal nicht und wette blind, dass eine grosse Zahl der Kommentare bierernst (alkoholfreies Bier) gegen alkoholische Exzesse gerichtet ist und gegen unmenschliche Eltern. Bon. Dann halt. Nicht alle haben Humor.

    Doch noch ein ernsthafter Hinweis. Leider ist es wirklich so, dass viele Goofen, wie im Beitrag geschrieben, nicht anständig essen können und dass einem fremde Sprösslinge alles antatschen und Dinge aus den Regalen reissen. Leider, leider, leider gilt es in gewissen Kreisen als angemessen, den Nachwuchs nicht zu rücksichtsvollen Menschen zu erziehen. Mein Nachwuchs hat schon im Kindesalter nicht mehr gefressen und weder in der Migros noch bei Nachbars Zeugs aus den Regalen gerissen. – PS. Das habe ich ohne Peitsche erreicht. Es hat nur etwas Aufwand gekostet.

    • Hans S. sagt:

      >> Mein Nachwuchs hat schon im Kindesalter nicht mehr gefressen und weder in der Migros noch bei Nachbars Zeugs aus den Regalen gerissen.

      Danke für diesen Hinweis! Auch das Schreien ist nicht unbedingt notwendig. Kleine Kinder haben zwar eine natürliche Tendenz, sich gegenseitig aufzuschaukeln, aber mit ein paar freundlichen Worten lassen sich sogar die Nachbarskinder wieder herunterholen, wenn ihre eigenen Eltern so abgehärtet sind, dass sie nicht mehr merken, wo die Grenze des Erträglichen überschritten ist.

    • Doris sagt:

      Genau. wenn man die Kinder nicht zu Halbgöttern heranwachsen (alles durchlassen) dann werden sie zu kleinen Monstern. Sonst kaum.

  • Mareike sagt:

    Ohhhhh bitte, kommt alle runter. Dieser Artikel ist einfach nur lustig, die Autorin nimmt sich selber nicht zu ernst und so sollte man diesen Artikel auch nehmen. Locker Leute, lacht einfach ein bisschen, das Leben ist schon so ernst genug.

    • Michel sagt:

      Locker? Und Zürcher „Mamis“? Haha! Das ist eine contradictio in adiecto. Geht nicht. Unmöglich. Ah, doch, vielleicht mit viel Alk… 🙂

  • Jacqueline Krause-Blouin sagt:

    Bitte sehen Sie von persönlichen Angriffen auf die Autorin ab. Viel Spass weiterhin mit diesem durchaus humorvoll gemeinten Artikel.
    Freundliche Grüsse – die Redaktion

    • Lina Peeterbach sagt:

      Also Spass macht dieser Artikel wahrlich nicht. Liebe Frau Krause-Blouin, ich erwarte ein wenig mehr Fingerspitzengefühl von der Redaktion: *durchaus humorvoll gemeint* genügt nicht; m.M.n. müssten bei einem solchen Beitrag die Alarmglocken läuten. Was kommt als nächstes: Die Hand ausrutschen darf schon mal? So ein klein bisschen sexuelle Bedrängung ist doch nicht so schlimm? Ist doch alles nur lustig-satirisch gemeint…

      • Fred Winkler sagt:

        Liebe Frau Peeterbach
        Also meine sich jetzt im Teeniealter befindenden Buben haben von mir in Ausnahmefällen auch schon mal – nicht eine Hand ins Gesicht – aber einen Tritt in den Hintern erhalten, wenn ihre Akustikkanäle im Hirn über längere Zeit „wegen Zu Geschlossen“ waren. Dies natürlich nur nach wiederholten Vorwarnungen und mit einer Nachbereitung in intensiven Gesprächen darüber, was die Verantwortung der Eltern ist und wie diese reagieren sollen und wie man miteinander umgehen will, unter der Brücksichtigung, dass Eltern genauso wie Kinder auch nur Menschen sind.
        Werte und Haltung ja, aber zuviel politische Korrektheit und Perfektionszwang ist weder gut für Eltern noch für Kinder, denn daran scheitern am Ende alle und alle sind frustriert. Gute „Fehlerkultur“ & Respekt helfen

    • maia sagt:

      Was ist an einem Artikel humorvoll, der den Alkoholkonsum derart verharmlost?

    • Martin Frey sagt:

      Es ist nachgerade ein Leitsymptom von Leuten mit Alkoholproblemen, dass sie meinen, wahnsinnig humorvoll zu sein (und um lustig zu sein, halt etwas nachhelfen zu müssen). Meist ist das aber irgendwann nicht mehr der Fall, außer im Kreis von Gleichgesinnten, die alles lustig finden was man von sich gibt, weil sie ja ähnlich ticken. Dass man das Überschreiten dieser Schwelle selber nicht merkt, gehört dazu.
      Alle anderen finden es irgendwann nur noch peinlich, allen voran die eigenen Kinder. In meinen Augen gibt es für Kinder wenig schlimmeres, als wenn sie sich für ihre Eltern abgrundtief schämen müssen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        MF – danke, als Stimme der Vernunft hier.

        Wenn mal all das Leid sieht, was diese Leute anrichten und letztlich selbst ertragen müssen, ist es immer wieder deprimierend, wie viele Menschen nicht im geringsten diese Mechanismen verstehen.

    • Widerspenstige sagt:

      Wohltuend daneben – herrliche Realsatire! Weiter so, damit in Helvetien mehr gelacht wird. Die biederen Kommentare entlarven wunderbar das Unvermögen von mehr Lockerheit dem Alltag gegenüber.

      Wetten, dass dieser Artikel in der Westschweiz oder im Tessin, in der jeweiligen Landessprache veröffentlicht, mit einem schelmischen Lächeln wissender Eltern gelesen würde? Wäre doch ein Versuch wert, um die Essenz im Leben über Sprachgrenzen hinweg näher unter die Lupe zu nehmen 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Wie Du siehst, ist der typische MB- Leser Ironie- resistent. Man muss das schon in Grossbuchstaben ramschreiben, aber auch dann wird es nicht verstanden.

    • Lichtblau sagt:

      Ich finde den Artikel durchaus amüsant. Erinnert ein bisschen an die Anfangszeiten des Mamablogs, als dieser noch den Untertitel „Kinder, Knatsch und Prosecco“ trug. Da wurden solche Aperçus – ähnlich wie die Papablogs – zwischen die schwergewichtigeren Beiträge gestreut, wahrscheinlich zur Auflockerung. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass die Autorin diesen Artikel gerne mit ihrem Namen unterzeichnet hätte, dass ihr aber von erfahrenen MB-Profis davon abgeraten wurde. Warum wohl?

  • Matt sagt:

    Hahaha made my day Frau Anonym!

    Herrlich wenn Leute ungefiltert ehrlich sind und dies zum Entsetzen der Pädagogik- und Fühlsch-mi-gspührsch-mi-Fanatikern.
    Als kinderloser kann ich ihre Beweggründe absolut nachvollziehen.
    In diesem Sinne „Eis isch Keis. Zwei sind immer no Keis. Und ab drü höred mer uf zellä“

  • Reincarnation of XY sagt:

    Ich kann nicht verstehen, dass mein Beitrag nicht freigeschaltet wurde.
    Traurig. Der MB veröffentlicht eine Pseudo-witzigen Beitrag, der Alkoholismus und fehlende Empathie für Kinder als normal und die einzig sinnvoll Alternative darstellt, aber meine Antwort, die bewusst anständig gehalten war, veröffentlicht er nicht.

    Für die Entwicklung der Kinder ist nichts schädlicher als fehlende Empathie für Kinder, welche die anonyme Autorin hier darlegt.

    Und nochmals für alle die ihre (Klein-)Kinder so „unendlich mühsam“ finden: Kinder sind ein Spiegel unserer selbst. Sie haben nicht nur unsere Gene, sondern wir haben sie massgeblich geprägt.

    Die Haltung der anonymen Bloggerin ist nicht witzig, sondern traurig.

    • tina sagt:

      xy, ich sehe nun wirklich nicht meine eltern in mir gespiegelt. echt nicht. auf gar keinen fall. und meine kinder sind nicht ein abklatsch von mir.
      dieser blogtext ist so eindeutig nicht ernst gemeint, das kann man doch nicht übersehen. mag sein dass es nicht deinem humor entspricht (meinem auch nicht), aber man könnte genauso dir vorwerfen, nicht genug einfühlungsvermögen für anderer leute humor zu haben. ein bisschen ein breiteres toleranzspektrum gegenüber anderer leute humor kann auch kindern nicht schaden. von wegen vorleben

      • Reincarnation of XY sagt:

        Tina – lesen sie doch etwas sorgfältiger
        „Für alle die ihre (Klein-) Kinder…..“
        Darum ging es ja auch im Blog, um Kinder vor dem Teenageralter.
        Sie scheinen mir sogar schon erwachsen zu sein.

        Über Humor habe ich mich schon weiter unten erklärt. Linas Meinung dazu ist 100% die meine.
        Guten Tag

      • tina sagt:

        ja, ich habe deine meinung gelesen xy. es gibt andere meinungen und andere arten von humor, aber ich will mich nicht wiederholen.

    • mila sagt:

      Es ist allerdings so, dass der ‚Humor‘ hier sehr einseitig auf Kosten der Kinder geht. Selbstironie bei der Autorin? Fehlanzeige. Dem kann ich wenig abgewinnen, aber so geht es mir eigentlich immer, wenn ausschliesslich auf Kosten anderer gelacht wird. Not my cup of tea.

  • Pia Müller sagt:

    Das Leben mit kleinen (und evtl. auch grossen, aber da fehlt mir noch die Erfahrung) Kindern ist teilweise anstrengend, keine Frage. Aber dieser Blogbeitrag ist schrecklich und verharmlost bei allem Verständnis, dass man manchmal eine Auszeit braucht, den regelmässigen Alkoholkonsum.
    Liebe Mütter, holt euch anderweitig Unterstützung wenn es euch zuviel wird, Vater, Grosseltern, Nachbarin, Freudinnen oder auch: mehr externe Arbeit und dafür Kinderbetreuung durch KITA an ein paar Tagen pro Woche. Wenn man nicht 24/7 (alleine) für die Kinderbetreuung zuständig ist, macht alles plötzlich sehr viel mehr Freude, die Stresstoleranz ist höher und man kann die Zeit mit den Kindern viel mehr geniessen.

    • Lina Peeterbach sagt:

      Genau! Und wenn man das Leben als Familie und mit Kindern geniesst, kann man zwischendurch mal am Abend mit Freunden / dem Partner oder wie auch immer ein Glas Wein *geniessen“ – nicht weil man es braucht, sondern weil man einfach Lust hat, in kontrolliertem Rahmen.

  • romeo sagt:

    Eigentlich ist dieser Artikel nichts anderes als das Geständnis, als Mutter ungeeignet zu sein. Warum frau sich darüber nicht vor einer Schwangerschaft Gedanken macht, bleibt ein Rätsel. Die Welt wär so viel besser dran.

  • Simone Stocker sagt:

    Problematisch ist sowohl die offensichtlich lieblose Sicht auf Kinder wie auch die Verharmlosung der Selbstmedikation durch Alkohol. Wer so drauf ist, sollte sich dringend Hilfe holen, sich UND den Kindern zuliebe!

    Was soll dieser schreckliche Artikel eigentlich genau bezwecken? …???

  • Niklas Meier sagt:

    Warum wird ein kritischer Kommentar nicht veröffentlich?
    Ich finde einen solchen Artikel absolut daneben. Die eigene Unfähigkeit und den damit verbundenen Drogenmissbrauch so darzustellen, als wäre das in irgend einer Weise lustig, oder „ist einfach so“, ist weder cool, noch lustig oder ironisch. Es ist einfach nur dumm.
    Alkoholismus ist die in der Schweiz meist verbreitete Sucht. Bevor man einen solchen Beitrag verfasst, sollten sich Autorin und Radaktion informieren, ob man so ein Machwerk veröffentlichen will (da anonym verfasst, wird die Autorin sich nicht so sicher sein. Warum nicht mit Name hin stehen, wenn das so lustig ist?)
    Veröffentlichen Sie lieber einen Artikel mit Anlaufstellen für Eltern in solchen Situationen, Selbsthilfegruppen usw..
    Was kommt als Nächstes?

  • Chantal Bullet sagt:

    Danke! Endlich konnte ich mal wieder aufrichtig lachen!
    Hier geht es satierisch zu und her. Halt eben wie das Leben ist und das Elternsein, natürlich etwas überspitzt und übertrieben, und auch vielleicht etwas einseitig.
    Trotzdem, solche Artikel würde ich gerne mehr lesen, das tut gut…. lauthals Lachen am Freitag Morgen im Kollektivverkehr unter der Erde.
    Humor ist Medizin, genauso wie FÜR andere vielleicht ein leckeres Glas Rotwein.

  • Martin Frey sagt:

    Mit diesem Beitrag habe ich etwelche Mühe. Denn nicht nur wird Alkoholismus verharmlost, es wird auch so dargestellt, dass immer alles andere, allen voran die Kinder, schuld am eigenen (Fehl-) Verhalten seien. Womit wir bei einem nachgerade typischen Verhalten von Leuten mit Alkoholproblemen wären. Anstatt sich selber zu hinterfragen, und sich Gedanken zu machen, wie man ggf. eine eigene innere Leere füllen oder den Alltag und das eigene Leben insgesamt weniger frustran gestalten könnte, werden tausend Gründe (Kinder sind schuld!) angeführt, weshalb man heimlich säuft. Interessant dabei ist der Umstand, dass Frauen, insbesondere Mütter, gerne heimlich trinken und sich dabei für wahnsinnig sozialkompetent und gesellschaftsfähig halten, im Ggs. zu Männern, die das öffentlich tun.

    • Martin Frey sagt:

      Man muss es in aller Form sagen: Leute, die ihren Alkoholkonsum damit rechtfertigen, weil sie angeblich immer irgendetwas runterspülen müssen, haben diesen nicht im Griff und machen sich was vor. Und irgendwann werden sie ihr Leben nicht mehr im Griff haben. Alkohol ist dann nämlich kein Genussmittel mehr, sondern ein inadäquates Vehikel für eine vermeintliche Lösung anderer Probleme. Womit man eines Tages als Konsequenz einfach zwei Probleme haben wird: das andere, und den Alkohol.
      Dass Alkoholüberkonsum bei Vätern für Familien oft fatal ist, und Alkohol sozial wohl die gefährlichste Droge darstellt, ist hinlänglich bekannt. Mütter stehen den Vätern jedoch diesbezüglich wenig nach, die Folgen sind oft ebenso fatal. Was weniger bekannt ist.

      • 13 sagt:

        Gutes Fazit, das kann ich so unterschreiben. Und falls ich noch ergänzen darf: Der Artikel stellt die Lage so dar, als ob es alle (Mütter) tun würden. Das verharmlost natürlich den Konsum zusätzlich und liefert eine nette Rechtsfertigung. Eine gefährliche Botschaft.

    • Niklas Meier sagt:

      „Beobachtungen zufolge handhaben es Väter ähnlich – aber ziemlich sicher ist, dass sie sich nicht so missbilligende Blicke gefallen lassen müssen wie Mütter mit Drink.“ sagt ja schon alles.
      Wenn Mütter heimlich trinken, dann tun sie es, weil sie (für sich) das als falsch interpretieren. Sonst könnten sie doch einfach das Bier/den Wein offen trinken. Aber „der Gesellschaft“ unterstellen, Männer würden das tun dürfen?
      Ich kenne übrigens keinen Vater (aus dem privaten Umfeld), der sich so viel Bier reinschütten würde um betütelt zu sein.
      Die Leute schauen bei der Autorin nicht missbilligend. Sie meint es, weil sie weiss, dass es nicht richtig ist was sie tut.
      Würde sie einfach zum Genuss ein Bier o.Ä. trinken, hätte sie weder das Gefühl, noch würde die Leute missbilligend schauen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Danke Niklas – treffend analysiert.

      • 13 sagt:

        @ Niklas
        Ich weiss nicht, ob das stimmt.
        Ich bin als mein erstes Kind auf die Welt kam, gependelt und so vereinbarten wir zwischendurch, dass mein Mann mich mit der Kleinen am Bahnhof abholt und wir noch zu einem Feierabendbier gehen. Wir sassen also mal da und es war mein Mann, der bemerkt, wie 2 ältere Damen uns immer wieder anschauten und tuschelten. Ich fragte sie direkt, ob es ein Problem gäbe. Die Antwort war: „Ich finde es schlimm, wenn eine Mutter mit einem Baby trinkt!“ Dass der Vater dieses Baby’s mit seiner Stange nebenan sitzt, wurde ignoriert. Mein Mann war völlig irritiert, denn wenn er mit ihr alleine unterwegs war und mit einem Freund etwas trank, hiess es: „Jöh, er hat ein Baby dabei…“. Das wird schon anders wahrgenommen, nur kann das einem auch egal sein.

      • Niklas Meier sagt:

        13, bei Müttern mit Baby wird oft angenommen, sie würden stillen (anderes Thema). Und wenn die dann trinkt….
        Vielleicht ging es den beiden Damen nicht darum, dass Sie Alkohol trinken als Mutter, sondern dass die davon ausgingen, dass Sie eine stillende Mutter sind? Nur eine Möglichkeit.
        Beim Vater gibt es diese Option nicht.

      • maia sagt:

        @13: ich weiss ja nicht, wie klein ihr Kind damals war. Aber vielleicht dachten die Damen auch, dass Sie noch stillen.

      • 13 sagt:

        @ Niklas/maia
        Das Kind lag mit dem Schoppen im Mund bei Papa auf dem Arm. Sicher, sonst wäre es natürlich eine Möglichkeit gewesen. Dabei ist aber eigentlich Bier milchfördernd 😉

      • maia sagt:

        Dass das Kind mit Schoppen beim Vater lag, heisst ja noch lange nicht, dass sie es nicht mehr stillen.

      • 13 sagt:

        Na das heisst zumindest, dass ich in dem Moment nicht stille. Wie auch immer, auf jeden Fall hat noch nie jemand zu mir gesagt, dass es ja süss oder supertoll ist, dass ich mein Baby ins Feierandbier mitnehme (oder ganz allgemein dabei habe). Im Gegensatz zu meinem Mann, dem das öfters passiert. Aber vielleicht ist er einfach süsser als ich 😉

      • maia sagt:

        @13: Im Moment nicht, da haben Sie natürlich recht, aber sie sollten dann auch in den nächsten 24 Stunden nicht stillen, ausser Sie wollen, dass schon das Baby Alkhol zu sich nimmt.

      • 13 sagt:

        @ maia
        OT, aber: Anders als in der Schwangerschaft ist der Alkohol beim Stillen nie 1:1. Der Alkoholgehalt in der Muttermilch entspricht dem Blutalkohol der Mutter. Was denken Sie, wie hoch dieser nach einem! Bier ist? Vernachlässigbar. Und es baut sich in rund 3 Stunden ab, also wohl zur nächsten Stillzeit.

  • Lina Peeterbach sagt:

    Auch wenn ich mir Mühe gebe, diesen Artikel lustig zu finden – es gelingt mir einfach nicht. Die 9 Punkte als Aufhänger kann ich zwar wunderbar nachvollziehen: ja, das sind alles nervige Wahrheiten im Leben von Eltern. Daraus aber zu schliessen, dass verkappter Alkoholismus unter Müttern weit verbreitet ist, ist nicht nur weit hergeholt, sondern schrammt knapp an Verleumdung vorbei. Ist das wirklich euer Ernst, liebe Redaktion? Ich kenne nicht eine Mutter, die mehr trinkt als früher; im Gegenteil! Und ja, manchmal wehmütig, aber eben: (meistens) verantwortungsvoll und erwachsen. Die Moralkeule schwinge ich eigentlich nicht gerne, und ich propagiere sicherlich keine absolute Abstinenz. Aber dieser Artikel ist wirklich daneben… zu viel Netflix geschaut?

    • Lina Peeterbach sagt:

      Und wer wirklich jeden Tag ab dem Nachmittag (oder welche Zeit man sich hier als Grenze auch eingestellt hat) ein Glas Wein braucht, um seine Kinder auszuhalten, der hat ein Problem und sollte sich dringend Hilfe suchen.
      Alkohol trinkt man zum Vergnügen und in Gesellschaft, aber sicherlich nicht, um irgendetwas auszuhalten, vor allem nicht regelmässig / täglich.

      • Tofa Tula sagt:

        Und als nächstes schreiben Sie uns dann, warum Ritalin und andere synthetische Beruhigungsmittel völlig in Ordnung sind und nicht abhängig machen.

  • Nic sagt:

    überspitzt und Realsatire. anonym würde ich als Autorin auch bleiben…
    ich fands unheimlich lustig. aber eben, humor ist geschmacksache und dass man es bei einer vergangenheit mit alkoholikereltern nicht lustig finden kann, ist auch klar.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Humor ist für viele nur ein Feigenblatt um ihre eigenen Defizite zu überspielen.
      Wenn man das durchschaut hat, ist es per sofort nicht mehr lustig.

      Wäre es Humor müsste die Autorin nicht anonym bleiben. Es wäre als Humor klar ersichtlich und für Humor muss sich niemand schämen.

      Herr Pickert beschrieb kürzlich wie schwer das Elternsein manchmal sein kann, aber nie hätte man hinter seinen Worten diese emphatielose Selbstgerechtigkeit gespürt. Weil sie einfach nicht in ihm vorhanden ist und er trotz allen Schwächen ein liebender und somit guter Vater ist.
      Hier wird nur Lieblosigkeit zum Besten gegeben, mit Humor getarnt. Aber so sind halt trinkende Eltern, fühlen sich stets im Recht und verdrängen, dass sie selbst der Ursprung all ihres Unbills sind.

      • Lina Peeterbach sagt:

        Bin ganz bei Ihnen, RoXY. Ich habe es schonmal geschrieben: Humor ist eine perfide Waffe, mit der sich vieles tarnen lässt. Und wer dann nicht lacht, wird als humorlos bezeichnet – und schwupps, hat man vom Thema abgelenkt. In diesem Sinne: Gar nicht lustig heute, lieber Mamablog!

      • Martin Frey sagt:

        Guter Kommentar RoXy. „…diese emphatielose Selbstgerechtigkeit gespürt“, genau das trifft es.
        Traurigerweise findet sogar die Redaktion das ganze immer noch humorvoll. Ich kann das nur einem gewissen Mangel an Lebenserfahrung gutschreiben, ganz ehrlich.
        @Redaktion
        Kinder sind NIE die Ursache für elterliches Fehlverhalten. Wenn schon, ist es umgekehrt. Oder wie es einmal ein Berufskollege von mir schön formulierte: „Kinder haben Probleme, bevor sie Probleme machen.“

      • Reincarnation of XY sagt:

        Lina – Martin Danke

        Danke für eure Vernunft.

    • Maria sagt:

      Nic, da kann ich Ihnen nur zustimmen :-).

  • Sandra C. sagt:

    Finde es sehr unverantwortlich einen solchen Artikel zu veröffentlichen. Eltern sein ist oft sehr anstrengend und nervenaufreibend, da scheint ein Gläschen zwischendurch eine schnelle, einfache Lösung zu sein. Alkohol ist aber NIE eine Lösung und kann sehr viel Leid und Schaden anrichten – für die ganze Familie, und insbesondere für die Kinder.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Zum besseren Verständnis wäre die Anzahl/Alter/Allein-oder miteinandererziehend-Situation der Autorin durchaus hilfreich, aber gehen wir doch mal die Punkte durch:

    1) Als „Nicht-Kinder-Fan“ behaupte ich: das ist definitiv eine Frage meiner Einstellung&Haltung! In den ersten Jahren passiert jede Menge an Entwicklung, „Informationsgehalt“ ist von Beginn weg vorhanden, nur noch nicht in verständliche Buchstaben verpackt. Abgesehen davon dass unsere Kinder auch nicht dafür zuständig sind meine Erwachsenenbedürfnisse bezüglich Kommunikation zu stillen. Fürs „interessantem zuhören“ gibts verschiedenste Informationsgefässe, für Kommunikation-Dialog ist es in den ersten Jahren, je nach Betreuungsaufteilung, herausfordernd, aber nicht unmöglich.

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      2) Ist das nun ein witzig gemeinter Seitenhieb? Ich hab auf den Alk verzichtet weil mir meine verminderte Reaktionsfähigkeit bewusst war, und ich bspw eben gerade nicht wollte dass Sand zweckentfremdet wird.

      3) Ja, sie sind laut, aber auch hier sind Grenzziehungen möglich. Stundenlanges trampeln, trommeln schätzungsweise ohnehin nur im EFH möglich.

      4) Wusst ich gar nicht, hab wohl entscheidendes falsch gemacht…

      5) Ehm, und warum genau sollte ich eine Haushaltübernahme durch die Freunde zulassen?

      6) Vielleicht leide ich an verklärter Erinnerung, aber so habe ich unsre Drei nie wahrgenommen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      3/
      7) Ne, dann dauert es eher noch länger, besser die Hauptverantwortliche hat eine klaren Kopf.

      8) Richtig, das sind die unangenehmeren Seiten.

      9) Und hier hört die Lustigkeit definitiv auf, wie schon Vorredner auf den Alkmissbrauch hingewiesen haben, es spielen sich auf diesem Gebiet täglich Dramen ab, wenn schon wäre ein anonymer Bericht von Betroffenen vonnöten, aber nicht ein so ein flapsig „winken wir das doch mal durch und tun nicht so eng, alles halb so wild“-Beitrag.

  • Kiki sagt:

    @Egozentrik: Vielleicht müssten wir mal aufhören, unseren Kindern ständig zuzurufen, sie seien die talentiertesten, witzigsten, einfallsreichsten der Welt. Dass sie unsere Liebsten und bedingungslos geliebten Kinder sind, bleibt dabei selbstverständlich. Aber wir könnten uns eine Menge Ärger ersparen, wenn die Kinder nicht mehr nur funktionieren würden, wenn sie ständig gelobt werden für Dinge, die eigentlich selbstverständlich sind. Und da rede ich nicht nur als Mutter, sondern auch als Lehrerin.
    Was den Alkohol betrifft: Es ist erschreckend, wie in einer Selbstverständlichkeit Alkohol als legitimes Psychopharmaka angepriesen wird. In der gleichen Zeitung konnte man vor kurzem lesen, dass die durchschnittliche Konsummenge der Schweizer an der Schwelle zum Alkoholismus liegt. Prost!

  • Joy_2112 sagt:

    You made my day! Prost! 🙂

  • San sagt:

    Was mache ich falsch? Meine Kinder belasten mich marginal, die im Blog genannten Dinge stören mich nicht. Das Schöne überwiegt bei Weitem. Vielleicht fehlt mir einfach eine Portion Lebensuntüchtigkeit.

  • Martina sagt:

    Ich war viele Jahre abhängig von Substanz. Dieser Artikel macht ein ganz seltsames Gefühl in der Magengegend. Irgendwann war ich nicht mehr dazu im Stande im Coop ne Milch zu kaufen, ohne vorher was zu nehmen. Zu stressig, zu laut, zu unaushaltbar schien mir die Normalität. Was ich heute weiss: Zu konsumieren um von etwas wegzukommen ist der sicherste Weg in die Sucht.

  • Maria sagt:

    Beim lesen der Blogs in Ihrer Zeitung frage ich mich immer, ob die BAZ eigentlich alle jungen Leute davon zu überzeugen versucht, nur ja keine Kinder zu haben; so negativ wird das Leben mit ihnen dargestellt. Da gibt es nur volle, stinkende Windeln, Rotz, Fürze, eklige Verletzungen, Schreie, zu lautes, inhaltsloses Gekeife und am Ende nur Langeweile, was alles höchstens noch alkoholisiert zu ertragen ist. Steht dahinter die Absicht, die Umwelt zu retten ? Oder geht es um die Karriere der Frauen, die durch Kinder gefährdet wird ?
    Mir als Grossmutter kommt das alles fremd vor und scheint mir von so viel Egoismus und fehlende Liebe und Freude am Leben geprägt, dass ich Ihre Zeitung gern weglege und lieber an die glückliche Zeit denke, in der ich das Wachsen meiner Kinder beobachten durfte.

    • Niklas Meier sagt:

      Maria, in der Regel geht es entweder darum einen „modernen“, progressiven, hippen Lebenswandel darzustellen, oder sich selbst auf die Schultern zu klopfen, resp. dies von anderen abzuholen, wie toll man doch trotz aller Widerwärtigkeiten das Leben meistere.
      Es ist nämlich unglaublich anstrengend, neben dem Mama-/Papasein noch als „selbständiger Innendekorateur“, „Kommunikationsfachfrau mit eigener Firma“ und „“Redakteurin“ oder „Blogger“
      dem veganen Lebensstil zu frönen und Anleitungen zur Verhütung mittels Schleimbeobachtung zu verfassen.
      Würde das nicht beklatscht, würde sich mancher/manche vielleicht fragen, ob das eigene Leben nicht doch genau so profan sein könnte, wie das des geneigten Lesenden.

  • Sofia sagt:

    Etwas krass geschrieben, aber trotzdem manchmal sehr, sehr wahr! Meine Tochter war immer sehr fordernd, Charakterbedingt oder meine Schuld, keine Ahnung. Ich habe regelmäßig ein Bier getrunken am späteren Nachmittag, um das alles irgendwie auszuhalten…

  • Daniel Obrist sagt:

    Hervorragend. Jedes Wort, jeder Satz. Messerscharf erfasst.

  • Anna sagt:

    Meine Mutter war Alkoholikerin. Möglich, dass sie genau so und darum angefangen hat. Der Grat zwischen hier und dort ein Gläschen, öfters mal leicht beschwipst durch den Tag, weil man es ohne nicht aushält, ist schmal. Ich finde den Beitrag daher weder besonders erhellend, noch irgendwie witzig. Macht eher traurig. – Ich habe selber Kinder und weiss, wie hart bei aller Liebe es manchmal (oft) ist. Aber hier Alkohol so nonchalant als Mittel der Wahl zu präsentiert zu bekommen, lässt mich ratlos zurück.
    Machen das wirklich so viele, wie hier glaubhaft gemacht werden soll?

    • Roland K. Moser sagt:

      Alkohol ist eine Droge. Ist somit alles gesagt?

    • Jayjay sagt:

      Danke für diesen ehrlichen Artikel. Sie sprechen mir aus der Seele und Nein, es tut mir nicht leid und ja, ich liebe meine zwei Kinder trotzdem. Aber zwischendurch lässt es sich einfach leichter erleben mit einem feinen Schleier. Nein, ich bin auch keine Alkoholikerin, denn ich kann ohne Probleme ohne.

    • Silvia sagt:

      Irgendwie nicht witzig..
      Meine Mutter war auch Alkoholikerin und ich arbeite mit Kinder mit süchtigen Eltern. Irgendwie zu wenig ironisch für das doch ernste Thema Sucht. Oder ich verstehe es einfach nicht

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Cybot

        Mein Gedanke. Ich war teilweise auch nahe dran, die Grenze zu überschreiten, obwohl ich auch „ohne“ konnte. Ist in etwa derselbe Stuss wie wenn Raucher behaupten, dass sie gar nicht aufhören wollen zu rauchen, sie das aber problemlos könnten.

  • Ein geschockter Leser sagt:

    Warum stellst du dann überhaupt ein Kind in die Welt, wenn dich so vieles daran nervt? Dein Kind tut mir richtig leid! Total daneben dieser Post!
    @Tagi, es gibt ja immer wieder unnütze Artikel auf dieser Seite, aber dieser toppt alles! Solchen Kommentaren eine Platform zu geben ist eine Schande.

    • Billa sagt:

      Da bin ich ganz bei Dir, geschockter Leser! Natürlich sind die obigen Beobachtungen zutreffend und vieles kann Eltern auf den Geist gehen. Dennoch gibt es aber doch Optionen, wie man damit umgehen kann. Zb regelmässig Auszeiten für sich nehmen. Zumindest ein Hoffnungsschimmer, dass Alkohol auch nicht die Lösung ist müsste im Artikel vorkommen, ansonsten liest es sich wie eine Anleitung zur Selbstmedikation.
      Wichtig ist halt auch die Rolle als Vorbild. Will man wirklich vorleben, dass man sich bei Stress mit Substanzen betäuben/anheitern soll?

  • R. Rabbit sagt:

    Bester Artikel zum Thema Kinder!
    Wenn alle Eltern wüssten, was auf sie zukommt, wäre die Menschheit schon lange ausgestorben.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @R.Rabbit

      Bester Artikel zum Thema Kinder in der Sparte „und nun noch ein Blick ins Kuriositätenkabinett, resp uns einreden wollen wie schlimm das alles ist und dass wir null Möglichkeiten haben dem anders zu begegnen“.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚Warum wir Mütter trinken‘

    Seit Freud weiss man, so man sich interessiert, ein bewusstes Warum für Verhalten gibt es nicht. Ohne Fremdanalyse erfahre auch ich nie, warum ich etwas Nichttriviales wie diesen Kommentar schreiben überhaupt tue.

    Heute, besser seit 40 Jahren, wissen wir (!) zudem, es gibt auch kein Wir mehr. Bevölkerungen in den Industriestaaten bestehen derzeit aus Inseln von Individuen und Kleingruppen, welche sich in kein Wir fügen.

    Die rhetorische Frage oben ist doppelt neben der Realität. Nur Rhetorik, kein Inhalt, wie dann auch der gesamte Blog.

    • Sibil Eichenberger sagt:

      @Muttis Liebling: Was wollen Sie genau sagen mit Ihrem Kommentar?

      Ich kann das, was sie Autorin schreibt nachvollziehen. Ich habe zwar nie am Mittag zum Wein gegriffen, bin auch dankbar dafür, weil man dadurch vielleicht wirklich plötzlich eine echte Alkoholikerin ist.
      Das Leben mit kleinen Kindern empfand ich als derart streng, dass ich froh bin,
      relativ heil davon gekommen zu sein. Die Pubertät der Kinder empfinde ich als Spaziergang verglichen mit der Kleinkinderphase.
      Und mich wundert ja nicht, dass die Autorin anonym schreibt- ein solches Tabu klar zu benennen und auf den Tisch zu bringen, geht offenbar auch 2019 nur anonym.

      • Niklas Meier sagt:

        Sibil Eichenberger
        problematisch ist nicht die Überforderung anzusprechen. Vielmehr ist problematisch die eigene Alkoholsucht (würde es als normal empfunden, wäre nicht anonym verfasst worden) bagatellisieren zu wollen, resp. das Ganze als „lustig“ zu deklarieren.
        Und noch viel problematischer ist die Veröffentlichung und Kommentare der Redaktion wie oben.

      • Muttis Liebling sagt:

        Alkoholiker wir man nicht durch Vieltrinken. Entweder ist man Alkoholiker, dann ist man es auch, wenn man nie trinkt, oder man ist es nicht, auch wenn man viel trinkt.

        Die meisten Vieltrinker sind keine Alkoholiker und gerade Frauen mit Alkoholismus trinken meist wenig, so dass sie nie betrunken sind und nie mehr als 0.3 Promille im Blut haben.

        So wie die Autorin sich beschreibt, ist sie mit Sicherheit eine mit Alkohol kokettierende Nichtalkoholikerin. Sie darf gerne weiter trinken, da passiert nichts und viel ist es eh nicht.

        Aber was ich sagen will, dass weder Alkoholiker noch Vieltrinker wissen, warum sie viel oder wenig trinken. Das meisten, was wir tun, läuft über das Unterbewusstsein. Gründe sind erdacht, sind häufig Wunschdenken.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Niklas Meier

        Im Blog steht nichts über Alkoholsucht. Der Text lässt auch nicht vermuten, es könnte ein solcher vorliegen. Es ist nur erstaunlich, dass viele Leser dies dennoch hinein interpretieren.

      • Niklas Meier sagt:

        Muttis Liebling, wer trinkt um eine Situation aushalten zu können, wer regelmässig, schon am Tag konsumiert und dabei selbst gesetzte Fristen anpasst, wer versteckt trinkt, wer die Gründe dafür externalisiert, der/die ist ein wunderbares Beispiel für eine alkoholkranke Person.
        Man kann auch als Alkoholiker problemlos jahrzehntelang leben und funktionieren. Aber es so darzustellen, als wäre Alkoholkonsum wie im Artikel beschrieben, lustig oder unbedenklich, ist schlichtweg falsch.
        Die Autorin erklärt selber, sich mehr als 0.3 Promille anzutrinken, sie will ja langsamer werden, beduselt, benebelt etc. und das bekommt, auch keine Frau, mit 0.3 hin.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Niklas Meier

        Man kann als Alkoholiker nicht jahrzehntelang leben, viel mehr als 2 Jahre sind es nicht. Sie verwechseln Alkoholiker mit Missbräuchlern. Die Stiftung Sucht der Schweiz nennt seit langem eine konstante Rate von 4% der erwachsenen Bevölkerung. Die Konstanz der Zahl, auch in anderen europäischen Ländern bestätigt, hängt mit der hohen Sterblichkeit zusammen. Könnte man Leben mit Alkoholismus verlängern, z.B. durch Therapie, würde sich auch die Zahl der Alkoholiker in der Bevölkerung vermehren. Das tut sie aber nicht.

        Die führende Suchtklinik der Schweiz, die Forel- Klinik, weist Heilungsraten von 1-2% aus. Alkoholismus ist das Todesurteil, wenn man nicht zu den 1-2% gehört.

      • Antimum sagt:

        Problematisch sind vor allem die Gründe, die genannt werden. Wenn einen das alles so nervt, muss man dran denken, dass man die Kids selbst erzogen hat. Will dein Kind die ganze Zeit, dass du ihm sagst wie gut es dies und jenes tut? Warum hast du überhaupt mit dem gelobe angefangen? Braucht kein Mensch. Nur ein Beispiel.

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