Darf man heute noch Kinder haben?

Mamablog

Auch sie tragen zum Klimawandel bei: Sehr junge Demonstrierende am Klimastreik in Zürich (24. Mai 2019). Foto: Walter Bieri (Keystone)

Freude: Wir erwarten ein Kind. Aber auch Sorge: Dürfen wir das in Zeiten der Klimakrise überhaupt? Die Rechnung ist schliesslich einfach: Die Schweizer Treibhausgasemissionen betragen jährlich circa zehn Tonnen pro Kopf. Jeder weitere Kopf erhöht die Emissionen dementsprechend. Der weitere Kopf im Bauch meiner Frau ist zwar für uns beide etwas Grossartiges, aber für den Rest der Menschheit auch ein zusätzliches Umweltverschmutzerlein.

Gemäss dem Verursacherprinzip müssen wir für unsere Klimaschäden geradestehen – und weil wir ja dieses kleine Wesen verursacht haben, welches seinerseits Klimaschäden verursachen wird, stehen wir in der Verantwortung. Sind wir also die ultimativen Klimasünder? (Oder sind wir es zumindest, wenn wir mehrere – dazu noch biologische – Kinder wollen und die Elternschaft auch nicht mit mehreren Eltern teilen wollen?)

Die Kinder fliegen mit

Meine Antwort ist: nein. Eltern müssen kein schlechtes Klimagewissen haben. Natürlich bin ich als Vater in dieser Debatte nicht unparteiisch. Deshalb möchte ich als Erstes zugestehen, dass ein bestimmtes Argument zur Reinwaschung des Gewissens nicht zieht. Manche bezweifeln nämlich, dass Kinder wirklich so viele Emissionen mit sich bringen – mehr Emissionen als das Fliegen, ein Offroader oder der Tierproduktekonsum. Doch an dieser Tatsache gibt es leider nichts zu rütteln, jedenfalls nicht in unseren Breitengraden. Wer in der Schweiz auf die Welt kommt, übernimmt auch den hiesigen ökologischen Fussabdruck: Kinder fliegen mit in die Ferien, Kinder essen mit beim Fondue, und auch das Kinderzimmer will geheizt sein.

Andere Kritiker akzeptieren zwar, dass Kinder klimaschädlich sind, stellen dem aber den gesellschaftlichen Nutzen gegenüber. Kinder retten die AHV! Sie bringen Freude in unseren Alltag! Sie werden Krebsmedikamente erfinden! Das mag ja alles stimmen – aber es ist leider sehr fraglich, ob der gesellschaftliche Nutzen der Kinder deren Kosten wirklich überwiegt (und das ist auch dann fraglich, wenn die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau weit unter zwei liegt).

Kinder sind ein Menschenrecht

Wenden wir uns deshalb einem besseren Argument zu. Gemäss diesem zweiten Argument ist es falsch, überhaupt nach dem gesellschaftlichen Kosten und Nutzen der Kinder zu fragen. Sich für oder gegen Kinder zu entscheiden, ist schlicht ein grundlegendes Recht. Diese Entscheidung gehört in den persönlichen Freiheitsbereich. Für viele ist es etwas vom Erfüllendsten, eine Familie zu gründen – für andere etwas vom Befreiendsten, es nicht anstreben zu müssen.

Wenn die Entscheidung dafür oder dagegen ein grundlegendes Recht ist, dann müssen wir uns für die Folgen dieser Entscheidung auch nicht rechtfertigen, egal ob sie positiv oder negativ sind. Das ist der Clue eines Rechts. Wir schützen das Klima ja genau, um unsere grundlegenden Rechte – wie das Recht auf Familie, Nahrung oder Glücksstreben – ausüben zu können. Wenn der Klimaschutz die Ausübung dieser Rechte genauso verunmöglicht wie der Klimawandel, dann ist die Pointe des Klimaschutzes verloren gegangen.

Mit anderen Worten: Nicht die Eltern, sondern die Gesellschaft als Ganzes muss sich ändern. Die Gesellschaft muss sich so organisieren, dass Kinderkriegen mit dem Klimaschutz vereinbar wird. Und da versagt sie zurzeit auf der ganzen Linie. Aber das muss nicht so bleiben. Das Ziel ist klar: null Emissionen. Und null Emissionen mit der Strategie «null Köpfe» zu erreichen, ist nicht nur falsch, sondern auch aussichtslos. Eine Chance haben wir nur mit der Strategie «null Emissionen pro Kopf». Dazu braucht es radikalen technologischen Fortschritt. Und das Beste ist: Wenn wir «null Emissionen pro Kopf» tatsächlich erreichen, dann spielt es fürs Klima auch keine Rolle mehr, ob es ein paar Köpfe mehr oder weniger gibt.

125 Kommentare zu «Darf man heute noch Kinder haben?»

  • Aber Hallo sagt:

    Warum wird die Überbevölkerung eigentlich immer nur mit Kinder kriegen in Verbindung gebracht? Und nicht mit der (zu) langen Lebenserwartung? Es werden auch alte Bäume gefällt, um jungen, frischen Platz zu machen. Wie wäre es, ab einem gewissen Alter (z.B. ab Rentenalter) keine Lebensverlängernde Massnahmen mehr zu machen? Wenn all die älteren Menschen nicht immer noch so überversorgt würden, hätten wir auch weniger Bevölkerungswachstum. Alt werden ist noch viel unnatürlicher als Kinder bekommen. Aber da können wir jetzt noch ewig philosophieren über die Ethik…

    • Muttis Liebling sagt:

      Das globale Bevölkerungswachstum beruht nur noch auf die schnelle Zunahme der Lebenserwartung. Die Geburtlichkeit spielt überhaupt keine Rolle mehr.

      Aber der wohlstandsverwahrloste Schweizer möchte den Menschen in den armen Ländern die alleinige Verantwortung für das Bevölkerungswachstum aufbürden und selbst hemmungslos viel zu alt werden.

      • Leon Topodium sagt:

        Es könnten doch Sie beide schon mal mit gutem Beispiel vorangehen, dann wäre es schon mal n minus 2.

        Wie soll denn das gehen? Sollen wir die alten Menschen im Wald aussetzen? Und die fitten Alten, wollen Sie nachhelfen?

        Wir in Westeuropa haben das Bevölkerungswachstum im Griff. Unsere autochthone Bevölkerung schrumpft ja bereits. Man müsste dort ansetzten wo noch massiver Geburtenüberschuss besteht.

  • Maike sagt:

    Wenn man genauso schon vor 20 Jahren philosophiert hätte, würde es heute kaum die Friday for future Bewegung geben. Was natürlich einigen hier gut in’s Konzept passen würde. Aber da jede Medaille zwei Seiten hat, gäbe es dann auch nicht so viele Renteneinzahler….
    Ich hab zwei Kinder in die Welt gesetzt und das ist gut so. Darüber mache ich mir keine Gedanken und diskutier das auch nicht weiter.

  • Silvia sagt:

    Ich bin schockiert über das, was Dominic Roser hier schreibt. In der Tat sagen alle ernsthaften Klimatologen und Ozeanologen, dass wir nun die letzten Jahre so leben, wie wir sie kannten. In 15 bis 20 Jahren wird mindestens ein Viertel der Menschheit verschwunden sein, Wassermangel, extremes Klima, Massenflüchtlinge, die uns ihre Krankheiten bringen, Kriege wegen des Wassers, aber auch Territorialkriege, Flüchtlinge Millionenweise, eine kaputte Biodiversität, ausserdem wird die Natur selbst schwer bedroht.

    Die schlimme Erfindung Gottes ist der Mensch. Er hat alles zerstört. Und sie machen noch Kinder ? mir macht es Angst solches zu lesen. Wir sind nun gut informiert oder sollten es sein.

  • Leon Topodium sagt:

    Wenn ich kein Kind zeuge, dann hätte ich ja gegenüber denen mit Kindern einen erheblichen CO2-Vorsprung. Dann könnte ich mit gutem Gewissen gelegentlich nach Australien fliegen – meine CO2-Bilanz wäre immer noch viel besser als von jemandem, der gedankenlos zwei oder drei „Umweltverschutzerlein“ auf die Welt stellt.

  • Viola sagt:

    „Wenn die Entscheidung dafür oder dagegen ein grundlegendes Recht ist, dann müssen wir uns für die Folgen dieser Entscheidung auch nicht rechtfertigen, egal ob sie positiv oder negativ sind.“

    Nur weil etwas legal ist, ist es noch lange nicht legitim und ein Recht zu haben heisst auch nicht das man es in Anspruch nehmen muss. Ebenso bedeutet es nicht ein anrecht darauf zu haben nicht kritisiert werden zu dürfen.

    • Peter Gerstcher sagt:

      Katastrophal diese engstirnige, eigennützige und schlicht egoistische Betrachtungsweise. Mit diesem Argument kann auch der Kauf eines neuen grossen Wagens und jede Flugreise entschuldigt werden.
      Nein Herr Roser. Wenn sich die Gesellschaft zu Gunsten des Klimas einschränken muss, dann ist auch der Nachwuchs in die Berechnungen einzubeziehen. Es ist ja gerade das Bevölkerungswachstum, dass uns diese Problematik erst beschert hat. Pro Jahr kommen 20 Millionen neue Menschen dazu….Wo soll das enden?

  • tor grant sagt:

    Ich lese: „Eltern müssen kein schlechtes Klimagewissen haben“. Ja klar, aber alle anderen die nicht Null Emissionen denken, sind dann die bösen. Wie verlogen doch das ganze ist.

  • Dumeng Eugster sagt:

    naive Gewissensbisse sind fehl am Platz, denn eins ist sicher: unsere zugewanderten Gäste lassen sich von solchen Überlegungen nicht abhalten lassen. Die demographische Entwicklung würde nur beschleunigt.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Kinder haben ist doch kein Menschenrecht,
    und nicht dasselbe wie Recht auf Familie!

    Sondern eine mögliche Option, welche für Viele wichtig ist,
    dennoch sollte man die persönliche Erfüllung nicht davon abhängig machen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Kinder sind der Beitrag der Eltern zu der Kultur, in welcher sie leben. Nicht die Biomasse ist an einer Bevölkerung wichtig, es ist die Weitergabe von Traditionen über Generationengrenzen.

    • Lady Shorley sagt:

      Artikel 16 der Menschenrechte sagt klar: Heiratsfähige Männer und Frauen haben das Recht zu heiraten und eine Familie zu gründen.“
      Auch die Bundesverfassung ist hierzu klar:
      Art. 14 (Recht auf Ehe und Familie): «Das Recht auf Ehe und Familie ist gewährleistet.»

      Jetzt erklären Sie mir bitte, inwiefern das Recht auf Familie nicht das gleiche ist, wie das Recht, Kinder zu bekommen…

  • Edy Vad sagt:

    Auch wenn wir 0 Emmissionen schaffen bringts gar nichts. Solange USA und China, die mit Abstand grössten CO2-Produzenten nicht mitmachen, sind unsere Bemühungen nicht mal einen Tropfen auf den heissen Stein. Das müsste mal allen klar werden! Damit erübrigt sich die Frage (sind wir wirklich schon so weit??), ob wir Kinder kriegen sollen oder nicht. V.a. müsste man ja zuerst bei den Kulturen ansetzen, bei denen Familien mit vielen Kindern normal sind. In der CH gibts gut ein Kind pro Familie, das kann sicher nicht das Problem sein. Zudem gibt es durchaus berechtige Zweifel daran, dass das CO2 für die Klimaerwärmung verantwortlich sein soll. Ich bin auch für Umweltschutz aber uns gleich selbst zu Kasteien und das Leben zu verderben ist wirklich nicht nötig.In der CH machen wir schon genug!

    • tststs sagt:

      Jetzt hört endlich mit diesem China-Argument auf.
      Es ist nämlich in doppelter Hinsicht falsch:
      1. Wird zwar IN China der Dreck produziert, aber FÜR uns. Das ist wie, wenn Sie im Restaurant bisled, die Spülung drücken und sagen, die Wirtin hat das Wasser verbraucht. Wenn Chinesen wirklich so konsumieren würden wie wir (egal wo produziert), dann guetnachtamsächsi.
      Das bringt mich zum zweiten Punkt: China eifert dem westlichen Konsumdenken nach. Es ist jetzt die einmalige Gelegenheit klarzumachen, dass wir uns geirrt haben, dass es so nicht geht und dass sie sich bitte ja nicht den Westen zum Vorbild nehmen! Sonst eben…guetnachtamsächsi

      • Edy Vad sagt:

        @tststs: Zu ihrem 2. Punkt: und Sie haben wirklich das Gefühl, die Chinesen, die jetzt endlich langsam die Tore aufmachen und die Vorzüge der modernen Zeit geniessen können hören auf Sie und verzichten freiwillig auf alle Annehmlichkeiten, die wir jahrzehntelang geniessen konnten? Das ist wirklich herzig aber leider sehr naiv. Zum 1. Punkt: es ist egal wo produziert wird, das Klima kennt keine Grenzen. Wenn sie nicht mehr für die kleine Schweiz produzieren dürfen, spüren sie das gar nicht. Ich muss Ihnen leider sagen, so wie Sie denken führt das nur zu Wohlstandsverlust und höheren Kosten, am globalen CO2-Ausstoss ändert das aber gar nichts. Übrigens dürfen wir Russland und Indien nicht vergessen, das sind die Nummer 3 und 4 beim CO2 Ausstoss. Die Schweiz ist ein nichts dagegen.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Edy Vad

        Klimaschutz ist integral, der absolute Beitrag spielt keine Rolle. Die VR China ist klug genug, ihre Bevölkerung von 100- 200 Mio. in den Sonderzonen nicht wohlhabend werden zu lassen. Das Gros der Bevölkerung bleibt arm bis in alle Ewigkeit und das ist gut so. Die anderen Schwellenländer, oder die Russische Föderation müssen das ebenso halten. Wohlstand muss tendenziell weltweit verschwinden.

        Jeder Staat muss seinen Beitrag leisten. Der ökologische Fussabdruck muss generell <= 100% werden. An jedem Ort der Welt, alles andere ist Augenwischerei. Auch Schweizer müssen in absehbarer Zeit mit einer Wohnfläche von 12qm/ Kopf und Null motorgetriebener Mobilität hinkommen. Reisen kommt ins Strafgesetzbuch.

    • Toni Poss sagt:

      Weltweite Ein-Kind Politik, und zumindest das CO2 Problem wäre in 1 bis 2 Generationen gelöst.

      • Dominic Roser sagt:

        Hm, nein, es wäre eben genau nicht gelöst: Es gäbe auch mit einer 1-Kind-Politik viel zu viele Emissionen. Lösen können wir es wirklich nur, indem wir lernen, pro Kind weniger Emissionen zu haben (sprich: technologischer Fortschritt).

        PS: @Edy Vad: Massnahmen in der Schweiz wirken auch dann, wenn die Chines*innen nicht mitmachen. Und ich finds auch etwas überheblich, dass wir — die wir viel mehr Klimaverantwortung haben als die Chines*innen — mit dem Verweis auf sie nichts tun sollen…

      • Muttis Liebling sagt:

        Weltweite Ein- Kind- Politik würde zu Verteilungskriegen um die paar heiratsfähigen Frauen und zum Zusammenbruch aller Rentensysteme führen.

        Schauen Sie, was das in der VR China angerichtet hat. Die Folgen werden den Staat noch Jahrzehnte belasten. Wenn man Bevölkerungen verkleinern will, muss das strukturerhaltend erfolgen. Die Jahresgruppe der 0-1 Jährigen muss immer die grösste bleiben.

    • Liselotte sagt:

      Ich gehe davon aus, dass sie das satirisch, ironisch meinen, was sie da geschrieben haben?

  • Lea sagt:

    Der letzte Satz ist ist falsch!
    Null Emissionen pro Kopf bezieht sich auf die menschengemachten Treibhausgasemissionen und nicht auf die Landnutzung (null Landnutzung ist unmöglich). Wenn die Bevölkerung abnimmt, steht pro Kopf mehr Land zur Verfügung und netto null Emissionen sind leichter zu erreichen, da „überschüssiges“ Land als CO2 senke genutzt werden kann (zB. Moore aus ehemligem Landwirtschaftsland ). Steigt hingegen die Bevölkerung, braucht es zusätzliche Infrastruktur und Nahrung, also begrenztes Nutzland.

    Die Forderung auf Kinder zu verzichten habe ich nie von KlimaaktivistInnen gehört, sonder nur solche die dafür sorgen sollen, dass nur noch Wunschkinder zur Welt kommen (Aufklärung, kostenlose Verhütungsmittel) und Kinderlose nicht benachteiligt werden (Altersvorsorge…).

  • Yannik Studer sagt:

    Wer sich die Frage stellt Kinder zu haben oder nicht, der sollte kein schlechtes Gewissen haben sich für Kinder zu entscheiden. Das Problem ist dass gerade ausserhalb Europas viele nicht nachdenken oder nicht nachdenken dürfen (Frauen). Die weltweit tätige Katholische Kirche propagiert unverblümt sich für reichen Kindersegen die Kinder-Frage nicht zu stellen. Und diese Kirche wird auch hier in der Schweiz durch Kirchensteuern unterstützt mit erheblichen Beträgen https://www.austreten.ch/kirchensteuern.html
    So lange es so breit abgestützt gefördert wird unreflektiert Kindersegen zu erzeugen, muss man bei einem bewussten Entscheid gewiss kein schlechtes Gewissen haben.

    • Hans Minder sagt:

      Mit Vorlaub, Herr Studer. In den USA muss jeder, der in der katholischen Kirche heiraten will, einen Kurs für Natürliche Familienplanung (NFP) absolvieren und diesen selbst bezahlen. Sonst darf er gar nicht heiraten. Und wissen Sie was: NFP lehrt die Paare, wie sie im Einklang mit der Natur (und ohne Hormone, Kunststoffe oder sonstwelche Eingriffe, die unsere Natur sekundär belasten) erfolgreich verhüten können. Alles was NFP braucht ist, den natürlichen Zyklus der Frau zu lernen und begreifen und etwas Selbstbeherrschung. Diese Voraussetzungen wären übrigens der gesamten Gesellschaft zu wünschen.

  • Manfred Stierli sagt:

    Das Recht auf Familie und das Recht auf Leben, sind grundlegende Menschenrechte und daran hat sich auch das Klima/unser Planet zu halten; Punkt. Schluss!
    Man sorgt sich ums Klima aber blendet vollkommen aus, dass die Erde nicht grösser wird, die Anzahl Menschen aber exponentiell zunimmt und dass das unweigerlich zum Kollaps führt.
    In nur 100 Jahren, werden ungefähr doppelt soviele Menschen auf der Erde leben, so die Prognose und ihr wollt die Emissionen auf null senken?
    In nur 100 Jahren, werden wir doppelt soviel Nahrung/Ressourcen brauchen, die wir mit null Emissionen fördern?
    Dass das völlig unrealistisch ist, sollte einem spätestens dann klar werden, wenn man weiss, dass die Milch nicht wirklich vom Discounter produziert wurde, wo ich – mein Mami/mein Papi – einkaufe.

  • romeo sagt:

    Nur weil man/frau kann und will heisst noch lange nicht, dass man/frau auch sollte.

  • Sven Halten sagt:

    Meine Meinung: Solange die weltweite Überbevölkerung ein riesiges Problem darstellt, sollten Menschen zwar weiterhin Kinder bekommen dürfen, aber es sollten finanzielle Anreize gesetzt werden, dass es möglichst wenige sind. Diese kleine Einschränkung eines angeblichen Menschenrechts ist vertretbar, wenn die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel steht. Solange Krippenplätze so teuer sind, funktioniert das ja bei uns recht gut.

    • Dominic Roser sagt:

      Danke für diese Ergänzung — das scheint mir eine nicht unplausible Position zu sein.

      PS: Es gibt dann natürlich schwierige Fragen — denn manche Massnahmen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit (zB Kita-Subventionen) schaffen gleichzeitig Anreize für zusätzliche Kinder.

      • peter sagt:

        @Halten/Roser: „Finanzielle Anreize“, dass einige möglichst wenige oder gar keine Kinder haben?? Hab ich das richtig gelesen?? Was ist denn das für ein gruseliges eurozentristisches Homo-Oeconomicus-Denken aus dem 19 Jh.?? Die Welt ist auch nicht überbevölkert, und der europäische Kontinent ist einiges dichter besiedelt als beispielsweise der afrikanische Kontinent.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es gibt keine weltweite Überbevölkerung. Die Welt ist weit unter der Belastungsgrenze besiedelt, die Fertilität ist im Gleichgewicht. Es werden nur noch lokal mal zu viele, mal zu wenige Kinder geboren, global ist alles im Lot.

      Auf der Erde können 12 Mrd. Menschen auch ohne intensive Landwirtschaft leben, nur nicht im Wohlstand. Wohlstand muss weg und die Lebensdauer muss global in Grenzen gehalten werden. Das demographische Problem Nummer 1 ist die zu hohe Lebenserwartung.

      • Dominic Roser sagt:

        „Wohlstand muss weg“. Vielleicht ja für uns. Aber auch für die Menschen in Armut — oder die eben gerade aus der Armut gekommen sind?

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Ressourcen der Erde sind bekannt und die Bevölkerungsgrösse auch.

        Globale Ressourcen/ Bevölkerung und man weiss, was jeder haben kann. Umgekehrt auf dem Wohlstandsniveau der Schweiz können 2 Mrd. Menschen leben. Also bekommen 10 Mrd. Menschen Schweiz/ 5.

    • Anh Toàn sagt:

      @Sven Halten „….sollten Menschen zwar weiterhin Kinder bekommen dürfen, aber es sollten finanzielle Anreize gesetzt werden, dass es möglichst wenige sind. “

      Oder anders: Arme sollten sich keine Kinder leisten können.

      Warum? Sind die Kinder der Reichen besser?

      • Anh Toàn sagt:

        Und wenn wir dann ihre Forderung noch konsequenter umsetzen, es ist ja wegen der Umweltbelastung durch Kinder, lautet ihre Forderung:

        Die Reichen sollen Umwelt verschmutzen dürfen, so viel sie wollen, denn wenn es genug Arme gibt, die nichts verbrauchen, schadet das der Umwelt nicht und alles wird gut.

  • tststs sagt:

    Es geht doch nicht darum, das Klima/die Natur vor dem Nachwuchs zu schützen. Es geht darum, den Nachwuchs vor der Natur zu schützen!
    Denn eines muss einfach klar sein, unsere Kinder und Kindeskinder werden nicht in der Schweiz mit den saftigen grünen Wiesen und ununterbrochenem Wasser aus dem Hahnen aufwachsen. (Ich bin weissgott keine Schwarzmalerin, aber das Szenario, dass wir in 50 Jahren gen Afrika flüchten, finde ich nicht so abwegig.)

    • Chris Bau sagt:

      Absolut! Es wäre so einfach das Problem auf die Kinder und die Geburtenrate abzuwälzen. Nach dem Motto: Einfach keine Kinder mehr kriegen, dann können wir so weitermachen wie bisher. Der Mensch findet immer einen Schuldigen, nur nicht sich selbst.

    • Dominic Roser sagt:

      Warum nicht beides (Kinder vor dem Klimawandel zu schützen und Klimawandel vor den Kindern zu schützen)?

  • Sandro Studer sagt:

    Wir sind doch auf dem besten Weg dazu, immer mehr asexuelle, ins Handy starren gibt keine Kinder, Schwule, Lesben, Kinderhasser, immer mehr Pensionierte und Krankenkassenprämien, Mieten die unbezahlbar werden als Abschluss ein Land von Egoisten. Das Resultat, eine stetig abnehmende Geburtenrate. Die Schweiz leistet ihren Beitrag und schafft sich ab.

    • Hans Ueli Kühni sagt:

      Kein Problem, für Nachwuchs sorgen die Zuwanderer zur Genüge. Allerdings ist dann die Schweiz wirklich nicht mehr so, wie ich sie noch erleben durfte. Schade um das Land. Die zuständigen und schuldigen Politiker werden dann auch nicht mehr am Ruder sein und ihre Altersrente geniessen, so sie denn noch fliesst.

  • Stefan W. sagt:

    Selbstverständlich darf man Kinder haben. Der Staat sollte nur keine künstlichen Anreize schaffen, mehr Kinder in Die Welt zu setzen. Wer Kinder will soll das aus eigenem Antrieb tun, und auch mit der Bereitschaft, dafür auf etwas anderes zu verzichten. Wir brauchen unbedingt eine Wirtschaft und eine Altersversorgung, die auch ohne dauerndes Bevölkerungswachstum funktioniert. Man kann darüber diskutieren, ob jetzt schon ein „Limit“ erreicht ist, aber auch wenn man das verneint, kann man doch nicht negieren, dass jedes denkbare Limit irgendwann erreicht wird, wenn das ungebremste Wachstum weiter geht. Warum nicht reagieren, solange man es noch kann?
    Ja, ich habe Kinder. Drei an der Zahl.

  • Nadine Binsberger sagt:

    Es ist schlicht falsch zu behaupten, es gäbe zuviele Menschen auf der Erde. Sitzend hätten wir alle Platz auf der Insel Mallorca. In dem Moment wäre der Rest der Welt menschenleer (menschenleer!). Entscheidend ist unser Verhalten auf dieser Erde. Wir haben die Möglichkeit, das Leben auf dem blauen Planeten in alle erdenklichen Bahnen zu lenken, von mausetot bis zur exzessiven Vervielfältigung der Vielfalt. Für das Szenario „mausetot“ genügt ein einziger Mensch, der „zuviel“ ist, nämlich einer mit einem grossen roten Knopf auf dem Pult. Umgekehrt hätte es problemlos Platz für mind. 10x soviele Menschen wie heute, wenn sie durchschnittlich einen Fussabdruck hätten von einem Äthiopier. Aber wir werden Klimaziel netto null erreichen, dann spielt die Anzahl Köpfe keine Rolle mehr.

    • Manfred Stierli sagt:

      Was für eine fatale Aussage!
      Mag sein, dass 7.7mia Menschen sitzend auf Mallorca Platz hätten aber sie würden allesamt, noch bevor sie verhungern und verdursten, ersticken.

      • Kühni sagt:

        Ich bin in einer Schweiz mit 4,5 Mio. Menschen aufgewachsen. Heute sind es 8,xx. Auf jeden Fall ein paar Mio. zu viel. Genau wie auf der ganzen Welt. Keine Bange, die Natur wird das irgendwann von sich aus regeln, auch wenn einige sich noch ein paar Milliarden dazu wünschen. Ist ja so gemütlich im Tram, Zug, Bus, im Strasenverkehr usw.

  • Michèle Pine sagt:

    Kinder haben ist nicht unverantwortlich. Ihnen jedoch einen Lebensstil vorleben, welcher ihre Lebensgrundlage (und die ihrer Kinder und Enkel und sämtlicher weiterer Nachkommen) zerstört, ist unverantwortlich. Bringt den Kindern bei, klimaneutral zu leben. Geht anders als sie mit dem SUV von A nach B zu chauffieren oder sie in Flugzeuge zu packen.

  • Röschu sagt:

    Dieser Beitrag zeigt wunderbar die Problematik bei der Klimadebatte auf. Theoretisch ist Herr Roser selbstverständlich der Meinung, dass dringend etwas getan werden muss in Sachen Klimaschutz. In der Praxis findet er dann aber problemlos mehrere Gründe, weshalb konkrete, ihn betreffende Massnahmen der falsche Weg sind.
    .
    PS. Genau gleich ist dies auch in der Politik zu beobachten. Viele Menschen wählen grün, damit sie vermeintlich etwas gutes fürs Klima tun. Wenn es dann aber um konkrete, unangenehme Massnahmen geht, wird heftig opponiert.

    • Dominic Roser sagt:

      @Röschu: Ich bin gerne dabei, konkrete mich betreffende Massnahmen in meinem Alltag umzusetzen — und auch für Parteien zu stimmen, die diese umsetzen.

      Von mir aus könnten wir *sehr gerne* die Steuern verdoppeln und das Geld für eine dritte ETH ausgeben, die saubere Technologien erforscht und verbreitet.

  • Christina Abderhalden sagt:

    Ich lese „Fortpflanzung ist ein Menschenrecht“. Nun, eigentlich wäre Nahrung auch ein Menschenrecht. Nur leider stirbt alle 4 Sekunden ein Mensch an Hunger. Das interessiert in unseren Breitengraden nicht. Da verteidigen wir „unsere Kinder“ damit die Zivilisation nicht ausstirbt. Es wird über Vaterschaftsurlaub diskutiert während Millionen von Menschen verhungern. Wäre es nicht sinnvoller damit aufzuhören und dafür zu sorgen, dass diese Bevölkerungsexplosion endlich eingedämmt wird. Um das Menschenrecht eines würdevollen Lebens nachzukommen.

    • Maciej Pietrzak sagt:

      In der Natur gibt es keine „Rechte“ nur die Pflichten. Die zwei Naturgesetze sagen, vermehrt euch, oder verschwinde aus der Erdoberfläche als Spezies, und fressen und gefressen werden. Manche Leute glauben dass sie die Natur überlisten können. Sie können so viele „Menschenrechte“ erfinden wie Sie wollen. Die Natur wird aber am Ende immer siegen.

    • Fabian sagt:

      „Es wird über Vaterschaftsurlaub diskutiert während Millionen von Menschen verhungern.“

      Dieses absurde Whataboutism-Argument gegen den Vaterschaftsurlaub musste natürlich von einer Frau kommen.

  • Jon Caduff sagt:

    Die ganze Argumentation steht auf sehr tönernen Füssen. Die Entscheidung, welches Beförderungsmittel ich zu welchem Zweck nutze, ist ebenfalls Teil meines persönlichen Entscheidungsraums (und auch ein grundlegendes Recht), ohne dass ich mich dafür rechtfertigen müsste. Das ist sogar tatsächlich korrekt.
    Analog zum obigen Text darf ich dann schlussfolgern: Nicht ich muss mich ändern, sondern „die Gesellschaft“ (womit anscheinend alle anderen ausser mir gemeint sind) muss sich einschränken.
    Die obige Argumentation ist menschlich nachvollziehbar, aber zeigt auch, dass man sich nicht darauf verlassen darf, dass sich das Verhalten Menschheit ändert, sondern, dass man sich mit aller Energie darauf konzentrieren sollte, technische Lösungen zu schaffen und zu verteilen.

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Die Entscheidung, welches Beförderungsmittel ich zu welchem Zweck nutze, ist ebenfalls Teil meines persönlichen Entscheidungsraums (und auch ein grundlegendes Recht), ohne dass ich mich dafür rechtfertigen müsste.‘

      Nein das ist es nicht. Jede physikalische Wirkung, welche Sie hinterlassen, geht alle Menschen an. Sie dürfen tun und lassen, was Sie wollen, aber es darf keine physikalischen Spuren hinterlassen, welche andere Menschen einschränken.

      • Jon Caduff sagt:

        Na, dann darf der gute Herr Roser aber auch keinen Nachwuchs zeugen. Die hinterlassen auch physikalische Wirkungen und gehen damit alle etwas an. Oder ganz zu Ende gedacht: Sie können noch nicht einmal atmen, ohne physikalische Wirkungen zu hinterlassen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Kinder gehören in die Kategorie Arterhaltung, also der höchsten. Kinder erzeugen wie alle Menschen physikalische Wirkungen, nur kann man die nach Notwendigkeit klassifizieren.

        Tourismus und motorbetriebene Mobilität stehen in der Notwendigkeitsskala ganz weit unten, Arterhaltung ganz oben. Menschen müssen zwar atmen, aber sie müssen oder besser sollten nicht reisen oder so etwas nutzloses und ökologisch verwerfliches wie Wintersport treiben.

    • Dominic Roser sagt:

      Ich finde: Nicht alle meine Auswirkungen auf die Mitmenschen zählen gleich fest. Ja, sowohl ein Ferienflug wie ein Kind verursachen Emissionen. Aber es gibt kein grundlegendes Recht, in die Ferien zu fliegen. Aber es gibt ein grundlegendes Recht, Kinder zu haben.

      • Jon Caduff sagt:

        Freiheit ist aus meiner Sicht sehr wohl ein Grundrecht, und das impliziert auch, dass ich – im Rahmen geltender Gesetze – mein Vermögen, bzw. die mir zugeteilten Ressourcen, so verwenden darf, wie ich das will – und zwar unabhängig davon, wie sinnvoll oder nützlich die Verwendung dieser Ressourcen objektiv oder subjektiv sein mag. Was ich nicht habe, ist ein Menschenrecht, das es mir Flugreisen garantiert. Allerdings sind Menschenrechte nicht im Hinblick darauf entworfen worden, CO2 zu senken oder unsere Art zu erhalten. Von daher sind diese als Kriterium im vorliegenden Fall als Entscheidungskriterium nur begrenzt nützlich.

  • Franka sagt:

    Sollte es nicht Clou heissen statt Clue?

  • Claudia Rohrer sagt:

    So einfach kann man es sich machen. Wenn man keine Lösung hat sagt man es bräuchte halt eine Ideallösung (null Emissionen pro Kopf) und schon ist alles gut.
    Ja schon klar, wenn wir diese Ideallösung hätten wären auch die Probleme gelöst, wer hätte das gedacht. Dummerweise haben wir sie nicht. Und dummerweise ist die Anzahl Menschen halt relevant in der Klimagleichung, als einer der Verursacher des Problems.

    • Muttis Liebling sagt:

      Relevant sind nicht die Anzahl Menschen, sondern die Lebensjahre von Menschen.

      • Anh Toàn sagt:

        Relevant ist der Wohlstand der Menschen. (Der sich auch in dessen Lebenserwartung ausdrückt: Reiche verbrauchen mehr, während eines längeren Lebens)

        Wir müssen nicht ärmer werden, wir müssen Wohlstand anders messen: Haben wir „nur“ noch 30m2 Wohnraum pro Kopf und dafür bessere Luft, sind wir reicher.

      • Claudia Rohrer sagt:

        Anzahl Geburten mal Lebenserwartung.
        Da wir keine Menschen abmurksen wollen, müssen wir bei der Geburtenrate ansetzen.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Claudia Rohrer

        Die globale Fertilität ist mit 2.5 im Gleichgewicht und verursacht kein Bevölkerungswachstum mehr. Es ist nur noch das Wachstum der Lebenserwartung und das kann man drosseln, ohne jemanden umzubringen.

        @Anh Toàn

        Die Zielgrösse ist Summe (Lebensjahr(n) * jährlicher Fussabdruck(n)) für n = 1, … 100.

        Man kann Lebensjahre minimieren oder dem spezifischen jährlichen Fussabdruck. Mit 100% Fussabdruck darf man 100, mit 200% nur 50 Jahre leben. So bleibt alles im Lot.

    • Jon Caduff sagt:

      Null Emissionen ist auch nur eine Zielformulierung. Es ist offensichtlich, dass Sie diese nie erreichen werden.
      Zumindest nach heutigem physikalischen Wissen, wonach so etwas in ein Perpetuum Mobile nicht realisierbar ist, wird jede Maschine immer eine Energieform als Input nehmen, einen mehr oder weniger grossen Teil dieser nutzbringend umwandelt und die Restenergie direkt oder indirekt als Wärme wieder abgibt. Ziel sollte es also nicht sein, Emissionen auf Null zu drücken, sondern die entstehende, überschüssige Wärme so zu produzieren, dass sie entweder möglichst ungehindert und möglichst sofort ins Weltall abgegeben werden kann.

      • Dominic Roser sagt:

        Das Ziel war nicht, es mir einfach zu machen. Ich bin gerne dabei, auch mühsame Lösungen anzugehen!

        Ja, Anzahl Menschen, Lebensjahre, Wohlstand pro Kopf, CO2-pro-Einheit-Wohlstand etc. (vgl. die sogenannte „IPAT-Gleichung“) spielt alles eine Rolle bei der Verursachung. Aber nur weil es gleich fest verursacht, heisst das noch nicht, dass es ein gleich grosser Teil der Lösung ist.

        Und wenn ein Teil dieser Gleichung (die ja eine Multiplikation ist!) = 0 ist, dann spielen die anderen Faktoren auch tatsächlich keine Rolle mehr…

  • Peter Vogel sagt:

    Ohne Kinder stirbt die Menschheit aus. Einfach Kinder aus dem südlich gelegenen Kontinent zu importieren ist nicht die Lösung.

    • Hans Hasler sagt:

      Wieso ist das nicht die Lösung? Klar, Sie wollen das nicht. Aber es wäre sehr wohl eine Lösung.

      • Cybot sagt:

        Allerdings löst das nicht die Umweltprobleme. Die zugewanderten Kinder produzieren ja genau so viele Schadstoffe wie die hier geborenen. Wenn ich keine Kinder habe, die Wirtschaft dafür aber einen Immigranten holt, ist das Resultat für die Erde dasselbe, als hätte ich selbst ein Kind und der andere bleibt in irgendeinem Slum mit einem ganz kleinen Fussabdruck. Das zwar jetzt nicht böse formuliert, dafür aber ehrlicher als dieses Pseudo-Argument mit den Menschenrechten. Jeder von uns lebt auf Kosten von anderen, ob er das nun gut findet oder nicht.

    • Anna Meier sagt:

      Das Aussterben der Menschheit wäre auch nicht das Schlimmste was der Erde passieren könnte.

  • Fredi Aschwanden sagt:

    Wenn wir keine Kinder mehr hätten, bräuchten wir die Welt auch nicht zu retten, denn es wären ja dann keine Menschen mehr da, die die gerettete Welt bewohnen würden.

  • Gerry Iger sagt:

    Nur zu ihr Prokreierer. Im Stechschritt an die Front des ökologischen Kollapses. Wie für Autos etc. auch auf Kinder Steuern wegen Schadstoffemission erheben, und das Problem hat sich erledigt Natürlich auch keinen Elternurlaub etc., alles Privatvergnügen. Die Schweiz ist ~4x Überbevölkert, d.h. es müssten ~4x weniger Leute in der Schweiz sein als heute. Nullwachstum ist nicht mehr haltbar, es muss eine drastische Verkleinerung der Menschheit geben, global um Faktor ~1.5. Wenn der Planet kaput ist, ist auch die AHV egal.
    Selbstverwirklichung OK, aber auch selber bezahlten, bitte.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Schweiz ist ein ausserordentlich dünn besiedeltes Land. Die Fläche reichte für 4x mehr Menschen. 8- 18 Mio. Menschen sind die Wohnbevölkerung einer mittleren Grossstadt, nicht eines ganzen Landes.

      • Anh Toàn sagt:

        Vietnam ist insgesamt dichter besiedelt als die Schweiz, hat auch unwirtliche Gegenden und exportiert netto Lebensmittel und importiert kaum Futtermittel.

        Im Grossraum Ho Chi Minh City, vulgo Saigon, leben etwa 10 Millionen Menschen auf höchstens der Fläche des Kantons Zürich.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Gerry

        Dann seien Sie aber konsequent und verzichten ab Tag der Pensionierung auf sämtliche Dienstleistungen, denn diese werden vollumfänglich von Jungen erbracht. Sie gehen also nicht mehr einkaufen, fahren weder ÖV noch PW, verzichten auf auswärts Essen, Kino, Theater, Ferien, medizinische Betreuung und Pflege. Kurzum: ziehen Sie in den Wald und pflücken Sie Beeren.

        Sie können nicht erwarten, dass genau jene Kinder, wofür Sie Bussen für die Eltern fordern, dereinst für Sie in der Migros Gestelle auffüllen, Waren und Benzin transportieren, Ihnen die Suppe einflössen und Ihnen den Hintern abwischen.

  • jürg. sagt:

    Die Kinder fliegen mit
    nach Paris weil:
    – eine mehr als 5 köpfige Familie kann bei der SBB nicht online buchen
    – die SBB ist 50% teuerer, es gibt auch keine Sparbillette wenn man mit dem Bus losfährt

    • Muttis Liebling sagt:

      Es gibt immer mehr Menschen, welche grundsätzlich nie fliegen und dennoch jeden gewünschten Ort erreichen. Privates Fliegen gehört auf der Absolutskala zu dem Unsinnigsten, was je erdacht wurde.

      • Claudia Rohrer sagt:

        Was sie hier schreiben ist schlicht nicht wahr, das bestätigt ihnen jede Statistik. Wer nimmt schon das Schiff nach Australien?

      • Poison Ivy sagt:

        @ ML: das Internet verursacht wegen dem enormen Energiebedarf der Serverfarmen eine ähnlichen Co2-Emission wie der Flugverkehr.

        Wie Sie auf den Gebrauch des Internets inkl. Mama-Blog-Kommentare verzichten, verspreche ich weniger zu Fliegen.

      • maia sagt:

        @Claudia Rohrer. – Die Statistik sagt nur, dass wohl die meisten nach Australien fliegen. Trotzdem gibt es Menschen, die ohne zu fliegen dahin kommen. Dann stellt sich natürlich noch die Frage, was die „gewünschten Orte“ sind. Ein Ort wo ich hinfliegen müsste, wäre für mich kein gewünschter Ort.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Poison Ivy

        Jede Aktivität verbraucht Energie, das lässt sich nicht vermeiden. Nur 0 oder 1 ist nicht immer die Lösung. Fliegen kann man ohne Qualitätsverlust völlig weglassen, Internet nur minimieren.

        Ich lese und kommentiere täglich in zwei überregionalen Tageszeitungen. Soziale Medien benutze ich nicht und Bilder, ob bewegt oder unbewegt ich mir weder an, noch erzeuge ich selber welche. Mein Internet- Traffic dürfte ein lokales Minimum darstellen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich reise seit Jahren quer durch Russland, Sibirien nach China und umgebende Staaten wie Thailand, Vietnam, Myanmar, usw..

        Da kommt man überall mit dem Zug hin. Basel – Peking schafft man in 1 Woche. Das einzige aktuelle Problem ist Nordkorea. Man bekommt derzeit ein Nichtgruppen- Touristenvisa nur bei Fluganreise von China her. Das kommt für mich nicht in Frage. Im Zweifelsfall verzichte ich auf das eine Wunschziel. Ich denke aber, das ändert sich noch.

        Überall sonst kommt man aber ohne Flug hin.

      • Poison Ivy sagt:

        Ach ML, es ist doch wirklich immer dasselbe – sobald es um den persönlichen Verzicht geht ist niemand bereit Abstriche zu machen.

        Natürlich können Sie problemlos auf den privaten Internetgebrauch verzichten, ging vor 25 Jahren ja auch.

        Auch von Ihren weiten Reisen sollten Sie absehen. Der Strom für transsibirische Eisenbahn wird ja nicht mit Solarenergie produziert. Es wäre besser fürs Klima, wenn Sie sich gute Dokufilme über Ihre Reiseziele am Fernsehen anschauen oder Ihre Reisen mit dem Zug aufs Wallis und Tessin beschränken.

    • maia sagt:

      Man kann die Reise nach Paris auch einfach sein lassen…..

    • Hans Hasler sagt:

      Nur ein verschwindend kleiner Anteil aller Familien, die mit dem Flugi nach Paris gehen haben mehr als 5 Mitglieder. Eine faule Ausrede – mehr nicht.

      • Leon Topodium sagt:

        Wenn es nur ein verschwindend kleiner Anteil ist und es anderweitig offenbar zu teuer/mühsam/kompliziert: warum nicht?

  • Anh Toàn sagt:

    Wer argumentiert, dass Kinder zu bekommen eine Umweltsünde sei, argumentiert auf dahin, dass die Armen arm bleiben müssen, weil wenn die reicher werden, belasten sie die Umwelt mehr: Nicht lustig, sondern schlicht zum kotzen ist, dass die nie argumentieren würden, dass sie selber ärmer werden müsse, um die Umwelt weniger zu belasten. Oder gar sich erschiessen, haben ja ihren ökologischen Fussabdruck bereits überdimensioniert.

    • Anh Toàn sagt:

      „…dass Kinder wirklich so viele Emissionen mit sich bringen…“ und „Wer in der Schweiz auf die Welt kommt, übernimmt auch den hiesigen ökologischen Fussabdruck:“

      Also, nicht Kinder bringen so viel Emissionen, der Schweizer Wohlstand bringt so viele Emissionen.

      • Claudia Rohrer sagt:

        Und darum werden wir jetzt alle arme Bauern in Holzhütten?

      • Anh Toàn sagt:

        Weil wir Schweizer so wenig Kinder haben, sind wir so reich (die Erben müssen nicht teilen mit vielen anderen Erben, unsere Arbeitskräfte holen wir ausgebildet im Ausland) und weil wir so reich sind, haben wir einen grossen ökologischen Fussabdruck:

        In Armen Ländern, wo die Frauen je noch etwa 5 Kinder gebären, ist der ökologische Fussabdruck viel kleiner: Klar ist das wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei, aber die Realität zeigt eine Koinzidenz zwischen vielen Kinder und kleinem öko Fussabdruck:

        Je weniger Kinder, desto grösser ist der ökologische Fussabdruck insgesamt, nicht nur pro Kopf.

      • Anh Toàn sagt:

        @Claudio Rohrer

        Nein, die Armen müssen arm bleiben, damit wir reich bleiben können.

        Zwischen 46m2 beheizten Wohnraum pro Kopf und arm in Holzhütte liegt eine grosse Spanne. Aber wir sind nicht bereit, ein klein wenig in die Richtung zu gehen: Da bestellen wir lieber neue Fenster, und sagen, wir hätten etwas für Umweltschutz gemacht. (Obwohl wir mit den Superdichten neuen Fenstern einfach mehr lüften müssen, die Wäschen in einem Kondensator Trockner trocknen usw usw). Und wenn wir so nun so gut isoliert haben, können wir ja auch noch eine Klimaanlage für die Sommermonate einbauen. Wir haben ja unsere 46m2 ökologisch isoliert.

    • Röschu sagt:

      Keine Sorge, Ahn Toàn. Wenn wir weiterhin planlose, weil emotional gesteuerte Panik- und Aktionspolitik im Namen des Klimaschutzes betreiben, werden wir ohnehin alle bald arm oder tot sein…

    • Dominic Roser sagt:

      Nein, eben genau nicht! Es gibt ja mehrere Hebel, um das Klimaproblem zu lösen:

      — Weniger Köpfe

      — Weniger Wohlstand pro Kopf (für Reiche und/oder Arme)

      — Weniger CO2 pro Einheit Wohlstand.

      Eben genau *damit* die Armen nicht arm bleiben müssen und *damit* wir noch weiterhin Kinder bekommen können, müssen wir beim Faktor „CO2 pro Einheit Wohlstand“ ansetzen, d.h. saubere Technologien verwenden, um unsere Energie, Nahrung, etc. herzustellen.

  • Daniel Gebistorf sagt:

    Selbstverständlich darf man Kinder haben, aber als kinderloser Single ist es mir wichtig zu bemerken, dass man auch KEINE Kinder haben darf.

    • Anh Toàn sagt:

      Selbstverständlich darf man keine Kinder haben, aber man sollte nicht dürfen, den ökologischen Fussabdruck, den die Kinder hinterlassen würden, wenn man sie hätte, für sich selber in Anspruch nehmen: Was die meisten Kinderlosen machen, denn die haben viel Geld, also konsumieren sie viel, also haben sie einen grossen ökologischen Fussabdruck und das dürfen die, noch.

      • Hans Hasler sagt:

        Wer nachrechnet wird sehr schnell merken, dass es gar nicht möglich ist den ökonomischen Fussabdruck der Kinder (und deren Kinder, Grosskinder usw) als Kinderloser für sich in Anspruch zu nehmen.
        Im Übrigen habe ich noch nie gesehen, dass jemand nach einem Kind sein unökologisches Verhalten wesentlich geändert hätte. Die zwei Dinge laufen aneinander vorbei.
        Es hat allerdings auch niemand wegen der ökologie keine Kinder

      • Anh Toàn sagt:

        Unser ökologischer Fussabdruck misst sich weitgehend am Umfang unseres Konsums, und dieser wiederum am Einkommen: Ein kinderloses Paar mit zwei Einkommen hat einen mindestens so hohen ökologischen Fussabdruck, wie ein Familie mit zwei Kindern und total gleich viel Einkommen. Kinderlose Paare heizen gleich viel Wohnraum, fliegen weiter in die Ferien, kaufen gleichviel Klamotten, fahren mehr Kilometer mit zwei Autos, als eine vierköpfige Familie mit gleich viel Einkommen.

        Erst wenn man berücksichtigt, dass eine vierköpfige Familie insgesamt eine doppelt so hohe Lebenserwartung hat, wie ein doppelverdienendes Paar, wird der ökologische Fussabdruck der Familie grösser.

  • Tim Meier sagt:

    „Kinderkriegen mit dem Klimaschutz vereinbar“ – wer so denkt, der hat die von Greta propagierte Panik verinnerlicht und sollte besser auf Nachwuchs verzichten. Wer jede persönlichen Handlung dauernd auf „Klimaschutz“ überprüft, der verpasst das Leben.

    • Daniel sagt:

      Stimmt, aber wer jede persönliche Handlung egoistisch durchdrückt ohne sich jemals einen Gedanken zum Klimaschutz zu machen und die Umwelt weiterhin so schädigt wie bis jetzt, der schadet dem Leben der künftigen Generationen. Es geht doch schon gar nicht mehr um uns, sondern wir müssen für Leute handeln die noch gar nicht auf der Welt sind.

  • Sandro Studer sagt:

    Die Schweizer verhalten sich am nachhaltigsten, mit einer Geburtenrate von 1.4 Kinder schaffen wir uns in den nächsten 150 Jahren ab. Die Lücken werden aber mehr als wieder aufgefüllt und so werden wir also auch hier in ein paar Jahren 10 Mio. sein. Das Gute, wenn die Erde kollabiert trifft es auch die Reichen und Profiteure welche die grössten Schäden angerichtet haben. Wir verzichten auf Plastikröhrli und die USA mobilisieren ihre Armee gegen Iran. Die Schweizer können nicht mehr unterscheiden und gewichten.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die 1.4 Kinder sind die Fertilitätsrate. Die Geburtenrate ist Anzahl Lebendgeborener/ mittlere Bevölkerung.

  • Peter Müller sagt:

    Jetzt hört endlich mal mit dieser absurden Diskussion über die Klimarelevanz und das Kinderkriegen auf! Kinderkriegen ist bei uns klimaneutral, da die Geburtenrate in der Schweiz in etwa so hoch ist, wie die Sterberate. Will heissen: für jedes Kind das auf die Welt kommt, verlässt jemand diese Welt. Viel wichtiger als sich wegen einem Kind ein schlechtes Gewissen zu machen wäre, dass jeder einzelne der hier ist, seinen ökologischen Fussabdruck verringert.

    • Hans Hasler sagt:

      Da die Bevölkerung heut alles andere als Klimaneutral ist, ist auch das Kinderkriegen bei einer konstanten Bevölkerungszahl nicht klimaneutral.

  • Ashrio sagt:

    Ja, es gibt zu viele Menschen auf der Erde. Nein, wir dürfen trotzdem nicht auf Nachwuchs verzichten. Dabei geht es nicht um die AHV und den gesellschaftlichen Nutzen. Sondern darum, das jede Spezies auf diesem Planet das Recht hat, sich zu vermehren. Es ist der Urgedanke, wenn man sowas überhaupt sagen darf, der Biology. Sich dagegen zu wehren bedeutet, sich selbst zu verneinen; nicht nur als Mensch sondern als Spezies. Der kollektive Selbstmord wäre die logische Konsequenz. Vielleicht steuern wir so oder so darauf zu. Das hat jedoch nur bedingt etwas mit unserem Nachwuchs zu tun, sondern mit uns selbst und der Art wie wir Ressourcen verschwenden und den Planeten verwüsten.

    • Claudia Rohrer sagt:

      Ich denke, dass das unkontrollierte Wachsen einer Spezies ein Problem ist wenn der Planet dadurch zu Grunde geht sollte klar sein.
      Natürlich darf sich eine Spezies vermehren, aber eben nicht grenzenlos, und natürlich ist nicht kollektiver Selbstmord die logische Konsequenz sondern Geburtenkontrolle.

      • Peter Müller sagt:

        Wir haben unsere Geburtenrate schon längst unter Kontrolle. Bei uns sind Sterbe- und Geburtenrate in etwa ausgeglichen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Geburten sind schweiz-, europaweit weit unter der Erhaltungsrate und weltweit inzwischen unter Kontrolle. Es wird nur noch zu lange gelebt.

        Eine Fertilität von 1.5 wie derzeit Mittelwert in Europa bedeutet 30% Bevölkerungsrückgang/ Generation. Der Bevölkerungsbaum baut sich dadurch von der Pyramide zu der Form einer Blumenvase um. Immer mehr zu alimentierende Alte auf immer weniger erwerbstätige Junge. Das zerstört die Sozialsysteme aller betroffenen Staaten.

  • Doris sagt:

    Bedenklich dass gewisse Leute nun anfangen sogar die Kinderfrage an den Klimahype zu koppeln. Ob man Kinder will hat vor allem mit der Frage zu tun ob man bereit ist mit ihnen Zeit zu verbringen oder ob das Geld wichtiger ist. In 15 Jahren werden sowieso andere Hypes unsere Kids beschäftigen.

  • Leo Schmidli sagt:

    „Diese Entscheidung gehört in den persönlichen Freiheitsbereich.“
    Dann seien sie doch bitte auch so konsequent und erläutern die Folgen! Warum muss die Gesellschaft (auch Kinderlose) ihre persönliche Entscheidung subventionieren?

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Gesellschaft besteht nicht aus Menschen, sondern aus sozialen Strukturen. Wenn die Gesellschaft Familien, die kleinste soziale Struktur, subventioniert, macht sie das zum Selbsterhalt.

      Insofern ist die Aussage, Kinder gehörten zur persönlichen Freiheit, grob falsch. Man hört diesen dummen Satz ausserhalb der Schweiz auch nirgends. Kinder bekommen ist Dienst an der Gesellschaft. Es ist eine staatsbürgerliche Pflicht, der man auch nachkommt, wenn man Kinder nicht mag.

      Alle politischen Systeme, Staaten, Gesellschaften und alles was sich darunter sammelt, sind primär selbstreferentiell. Sie existieren nur für sich selbst, nicht für die Menschen, welche zufällig in denen wohnen. Die Gesellschaft will Kinder, damit sie erhalten bleibt.

    • New Mum sagt:

      Jeder subventioniert dauernd, das nennt sich Gesellschaft. Als Gesunde zahle ich Prämien für Kranke, nutze ÖV und zahle Steuern für Autobahnen, etc. so ist das nun mal bei uns. Leider verstehen das heute viele nicht mehr, es zählt nur das Ego – bis man dann mal plötzlich auf das Kollektiv angewiesen ist….

      • Leo Schmidli sagt:

        Sie haben es nicht verstanden! Lesen sie meinen Kommentar nochmal! Die Zahlungen von Krankenkassenbeiträgen und Steuern fallen eben nicht unter die persönliche Freiheit! Oder können sie die Zahlungen einstellen?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Leo Schmidli

        Es ist Ihre persönliche Freiheit, nach Ihrer Pensionierung Dienstleistungen zu nutzen, welche von Jungen erbracht werden. Seien Sie doch einfach konsequent und verzichten Sie auf diese vollumfänglich. Es geht nicht an, Kinder als Privatsache zu deklarieren, aber später deren Nutzen für sich zu reklamieren, ohne das Geringste für das Gedeihen eben dieser beigetragen zu haben bzw beitragen zu wollen.

      • Leo Schmidli sagt:

        @Tamar: Und noch einer, der es nicht verstanden hat! Ich habe an Hand eines Beispiels auf eine inkonsequente Behauptung hingewiesen. Es muss wohl an der Hitze liegen, wenn sie mir das als meine Meinung unterstellen. Sie schweifen ab und ich werde mich jetzt um meine drei Kinder kümmern!

    • Dominic Roser sagt:

      Ich finde, Sie sprechen einen wichtigen Punkt an. Dass ich das Recht habe, Kinder zu bekommen, spricht für sich genommen noch nicht dafür, dass der Rest der Gesellschaft das *so fest* subventionieren muss, wie das heute getan wird. Von mir aus könnte man durchaus sagen: „Liebe Eltern, das war halt Eure Wahl — jetzt müsst Ihr auch (jedenfalls mehr als das zurzeit der Fall ist) die ökon. Folgen dieses Entscheids für Euch selbst tragen“.

      Aber: der Rest der Gesellschaft muss die Ausübung des Rechts *ermöglichen* — das finde ich schon. Ich muss es Ihnen jaauch ermöglichen, Ihr Recht, Trompete zu üben, auszuüben – auch wenn das für mich eine Last ist.

      P.S.: Bei manchen Subventionen für Familien geht es natürlich mehr um die Förderung der Geschlechtergerechtigkeit als der Familien.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Leo Schmidli

        Es ist tatsächlich heiss. Deswegen ist es Ihnen verziehen, mich als ER bezeichnet zu haben. Darf ich mich vorstellen? Frau Tamar von Siebenthal

  • Muttis Liebling sagt:

    Kürzlich musste die UNO ihre Bevölkerungsprognose korrigieren. Statt mit 9.6 Mrd. Menschen in 2065 erreicht die Weltbevölkerung ihr Maximum mit 11. Mrd. um 2100. Grund ist die schneller als angenommen wachsende Lebensdauer. 2018 gab es erstmals mehr Menschen >65 als < 5 Jährige. Die Fertilität spielt mit 2.5 global für die demographische Entwicklung keine Rolle mehr.

    Ökologisch ist es über dem Daumen gleich, ob 2 Menschen jeweils 40 oder einer 80 Jahre lebt. Allerdings verbrauchen Alte aus biologischen Gründen mehr Ressourcen als Junge.

    Wenn man also die Welt demographisch sanieren will, muss man die Zunahme der Lebensdauer senken und langfristig begrenzen. Der Geborenenanteil darf nicht sinken, sonst wird das Verhältnis Erwerbstätiger zu Pensionären kritisch.

    • Cybot sagt:

      Das Bevölkerungswachstum findet allerdings nicht am gleichen Ort statt wie die Überalterung. In Indien und Afrika dürfte der Geburtenanteil sehr wohl sinken, wenn er dafür in den überalterten Nationen steigen würde. Das wird allerdings kaum passieren. Macht aber nichts, die Migration wird das Problem trotzdem lösen, ob es uns gefällt oder nicht. Und je weniger Kinder wir bekommen, desto grösser wird halt der Druck von aussen. Wünsche all denen viel Glück, die glauben, sie könnten unsere Grenzen dagegen genügend abdichten. Das dürfte etwa so gut klappen, wie in einem Holzfass zum Meeresgrund zu tauchen. Und falls es doch klappt, sitzt man in einem luftdicht verschlossenen Fass.

  • Marc S. sagt:

    Für die Evolution definitiv keine Frage: Nachwuchs ist (Über)Leben. Nur – die Evolution ist an einem neuen Punkt angekommen. Wo sie (respektive ihre Früchte) sich selbst die Grundlagen entzieht. Wie werden wir Menschen damit umgehen, mit diesem Widerspruch? Es scheint, mit dem alten evolutionären instinkiven Verhalten – und das könnte schief raus kommen……

    • Muttis Liebling sagt:

      Ein jeder Mensch hat zwei intrinsische Pflichten. Er muss sich an der materiellen und der demographischen Reproduktion der ihn beherbergenden und schützenden Gesellschaft beteiligen.

    • Hans Hasler sagt:

      Ich gratuliere dem Autor zum bisher wohl besten Artikel eines Vaters/Mutter zum Thema. Kinder kriegen dürfen ist ein Grundrecht. Aus diesem Grund (und nur aus diesem Grund) „darf“ man eben Kinder kriegen. Da sind Ausreden, dass man die Kinder wegen der AHV hat oder so (was nun wirklich nicht stimmt. Niemand geht zum Partner und sagt, dass es nun Zeit sei die Altersvorsorge zu sichern und ein Kind zu produzieren. Da geht es nur um ein Kind wolllen/nicht wollen) nicht nötig und auch nicht angebracht.
      Aber etwas ist dann schon ganz schön blauäugig – wir werden es nicht auf die Reihe kriegen auf „null Emission pro Kopf“ zu kommen. Das ist komplett unrealistisch! Ihr Kind wird mit den Folgen der Klimaveränderung leben müssen Herr Roser. Ob Sie das wollen oder nicht.

    • Cybot sagt:

      Rein evolutionär gesehen funktioniert es auch recht gut, zugunsten der eigenen Nachkommen anderen die Lebensgrundlagen zu entziehen. Dann ist es ein Nullsummenspiel.

    • tststs sagt:

      Evolutionär gesehen ist Nachwuchs eines der grössten Risiken fürs Überleben, sowohl für die Erzeuger wie auch für den Nachwuchs. 😉

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