Mein Kind soll nicht in den Religionsunterricht

Muss das sein? Wenn die Eltern nichts tun, landen die Kinder automatisch im Religionsunterricht. Foto: Melanie Duchene (Keystone)

Dass es von der Kirche gesponserten Religionsunterricht in der Schule gibt – geschenkt. Doch die Freiwilligkeit wird durch einen unguten Prozess untergraben.

Ich glaube, ich hatte gerade von einem Käsebrot abgebissen, als meine Tochter die Arme gen Himmel reckte und sang:

«Gottes Liebe ist so wunderbar

Gottes Liebe ist so wunderbar

Gottes Liebe ist so wunderbar

ist so wunderbar gross.»

Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich mich nicht als Hardcore-Atheistin bezeichnen würde. Eher als Hardcore-Agnostikerin. Ich selbst habe mit 14 Jahren, kurz vor meiner eigenen Konfirmation und etlichen fruchtlosen Zwiegesprächen mit einer potenziellen Gottheit, die Sache mit dem Glauben entnervt aufgegeben.

«Du hast Religionsunterricht?»

Nach der Gesangseinlage legte ich mein Käsebrot auf den Teller und fragte meine Tochter, die diesen Sommer in eine Basler Primarschule gekommen ist, wo sie das Lied gelernt habe. Ihre Antwort: «Im Religionsunterricht.»

Bessere, informiertere Mütter als ich hätten jetzt geantwortet: «Ach ja, klar. Donnerstags, erste Stunde.» Ich aber war verblüfft: «Wie jetzt, Religionsunterricht. Du hast Religionsunterricht? Wieso hast du Religionsunterricht?»

Im Geist ging ich die Formulare durch, die wir vor der Einschulung erhalten hatten. Wir fragten bei der Schulleitung nach: Tatsächlich hatte es vor Schulbeginn ein Schreiben der Kirchen gegeben, das zusammen mit allen anderen Informationen an uns verschickt worden war. Darin hiess es, dass wir unser Kind vom Religionsunterricht abmelden könnten. Ein einfaches Schreiben würde genügen.

Nur hatten wir dieses Schreiben nicht verfasst. Bei uns war diese Information irgendwo zwischen Sportsack und Znünigeld untergegangen. Den anderen Eltern schien es ähnlich gegangen zu sein – oder sie hatten den Satz wahrgenommen und den Besuch ihres Kindes im Religionsunterricht gutgeheissen. Mit der Konsequenz, dass die ganze Schulklasse in der ersten Woche in den Religionsunterricht geschickt wurde.

Opt-out: Kein Einzelfall

Nun ist der Unterricht sehr schön. Eine gut gelaunte junge Lehrerin mit glänzenden langen Haaren und einer Kette mit Kreuz singt mit den Kindern Lieder. Sie erzählt Geschichten. Die Kinder malen Bilder. Es ist alles sehr angenehm. Dann gehen sie nach Hause und singen von Gottes wunderbarer Liebe.

Der Schule kann kein Vorwurf gemacht werden. Sie hat sich nicht unkorrekt verhalten, schliesslich hatte sich niemand abgemeldet. Und die Kinder wussten es nicht besser, unschuldige Lämmer, die sie sind. Unsere Schule ist hier kein Einzelfall. Eltern, die die Abmeldung vom Religionsunterricht verpennen, sind allerdings auch keiner. Ist es deswegen okay, den freiwilligen Religionsunterricht quasi durch die Hintertür zum allgemeingültigen Standard zu erheben?

Ich habe damit ein Problem. Von mir aus darf sich jeder für eine Religion anmelden, bewusst und aus vollem Herzen. Aber ich hatte das schon: Ich habe mich abgemeldet, ich bin durch damit. Ich will mich nicht alle naselang wieder abmelden müssen wie von einem unerwünschten Newsletter. Und ich finde, ich darf dieses Recht auch für mein Kind in Anspruch nehmen. Nein, ich gestehe ihm nicht zu, mit sechs Jahren eine eigene Entscheidung darüber zu fällen. Ich fasse mit einem Zitat eines unbekannten Verfassers zusammen: «Religion is like a penis. It’s fine to have one. It’s fine to be proud of it. However, do not pull it out in public. Do not push it on children. Do not write laws with it. Do not think with it.»

Überrumpelt

Im Sinne eines ausgelasteten Religionsunterrichts ist die Opt-out-Möglichkeit natürlich prima: Die Kinder werden ungefragt in die Stunde eingeladen. Sie wissen in der Regel nicht, dass sie dort eigentlich nicht hingehen müssen. Dann sind sie da, haben es schön – und die Eltern werden in Sippenhaft genommen. Wenn das Kind nun unbedingt wieder zur Lehrerin mit den schönen Liedern will, sind die Eltern ja so fies, das zu verbieten. Wer tut sich den Stress an, mit dem Kind über ein beliebtes Fach bei einer fröhlichen Lehrerin zu verhandeln, zumal zu einem Zeitpunkt, da die ganze Familie eh gestresst ist vom Schulanfang? Und die Kirchen können in ihren Statistiken schreiben, dass es Religionsunterricht braucht, dass er beliebt sei, sehen Sie doch nur die hohen Schülerzahlen.

An unserem ersten Elternabend outeten sich zwei muslimische Mitbürger als Aussteiger. Zwei Outcast-Kinder waren also schon mal gesetzt. Der Rest der Klasse blieb beim Religionsunterricht – wenige aus Überzeugung, viele, um Konflikte mit ihren Kindern zu vermeiden. In Gesprächen mit anderen Eltern begegnete ich unterschiedlichen Haltungen: Das Kind solle selbst entscheiden. Atheisten sagten, ihr Kind solle ruhig ein bisschen christliche Bildung geniessen, das schade nichts. Eine Mutter wollte ihr Kind abmelden, aber die Tochter weigert sich, den Religionsunterricht zu verlassen. Sie will singen und malen und Geschichten hören.

Unsere Tochter geht nicht mehr in den Religionsunterricht. Ihre Freundin zog nach. Aktuell besuchen vier von 18 Kindern statt Religion den Ethikunterricht. Die Mehrheit hat sich von einem Prozess, den es so nicht geben sollte, überrumpeln lassen.

Lesen Sie dazu auch das gestrige Posting von Jeanette Kuster: Die Freizeit für die Kirche opfern?

289 Kommentare zu «Mein Kind soll nicht in den Religionsunterricht»

  • Mike Huber sagt:

    Ist schon interessant, dass so eine grosse Diskussion angestoßen wird, nur weil die Mama es nicht für wichtig empfunden hat, neutral gehaltenes Informationsmaterial durchzulesen und nach Ihrem Dünken zu handeln. Also mir ist es definitiv lieber, meine Kinder singen „Gottes Liebe ist so wunderbar“, als irgendwelche Texte von Bushido.
    Das ganze Gehabe was der Staat und Kanton vorzuschreiben hat oder nicht, ist echt lächerlich. Bald sind wir soweit, dass es auch ein Formular braucht, um die Kinder vom Zweitsprachenunterricht abzumelden (übrigens auch auf kantonaler Ebene definiert).
    Sehr geehrte Frau Altvater, wenn Ihnen die Gegebenheiten in der Schweiz nicht passen, warum sind Sie denn überhaupt von Deutschland hierher gezogen?

    • A. Fischbacher sagt:

      Hallo Mike Huber, dass man sich Material gut durchliest, vor dem Unterschreiben, da haben SIe vollkommen den Nagel auf den Kopf getroffen. AUch, dass das eine haben besser sein kann, als das andere Übel…. Aber, dass SIe schreiben ‚wenn Ihnen die Gegebenheiten in der Schweiz nicht passen, warum sind Sie denn überhaupt von Deutschland hierher gezogen‘ , muss das sein? Sind Ihnen nicht auch zugezogene, die sich engagieren lieber, als Einheimische, die Nazi – Parolen schreien oder als FCZ Ultras andere ins Koma prügeln?
      So, oder so ähnlich würde nun eine Gegenfrage lauten dürfen, wenn man Ihre Logik anwendet. Wirklich, ist das die Diskussion, wie Sie sich wünschen?

    • Simone sagt:

      Also mich regt es auch auf, wenn Leute, welche nur für das bessere Geld in die Schweiz kommen, reklamiere und kritisieren.

  • flori antha sagt:

    Als überzeugter Atheist habe ich meine Tochter gerne in den Unti geschickt, da sie vor allem die Religion kennenlernen soll, die unsere Kultur geprägt hat, das Christentum. Sie kann sich ihre eigene Meinung bilden und das macht sie auch. Von Indoktrinierung kann m. E. keine Rede sein. Hier in den Kommentaren kommt allerdings sehr viel oberflächliche Religions- und Kirchenkritik zum Ausdruck.

  • Rechtler sagt:

    Erstaunlich, wie Religionsunterricht zum Thema wird, statt die viel grundlegendere Problematik der Zwangsrekrutierung von Babies in bestimmte Religionen. Diese Praktiken (Taufe/Konfirmation etc.) sind noch dazu eindeutig verfassungswidrig: Art. 15 Glaubens- und Gewissensfreiheit, 4 Niemand darf gezwungen werden, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören […]. Und nein, Opt-Out ab 18 negiert diesen Punkt in keiner Weise! Das Prinzip ist falsch!

  • Esther Villa sagt:

    Anscheinen haben viele schlechte erfahrungen gemacht mit der kirche ? Unsere kirche ist nicht mehr zeitgemäss darum gehen die leute in die evangelischen kirchen welche viel weniger asketisch sind. Fühlt man sich kritisiert oder bewertet geht man halt nicht mehr in die gemeindekirche. Man sollte wenigstens einander begrüssen und eine lebhafte gruppe sein und wenn möglich eine herzliche.

  • Charlotte sagt:

    Apropos Hass… ich spüre hier viel mehr Hass gegenüber Gläubigen als andersherum und mir machen Rechte gerade mehr Angst als sämtliche Gläubige.

    • Hans Hasler sagt:

      Wirklich? Finden Sie Aussagen wie: „Rabenmutter“, „Gott wird Ihnen die gerechte Strafe zukommen lassen“ etc komplett harmlos?
      Aber das ist wohl wie bei denen, die sich über politische Korrektheit beschweren: Selber will man sagen was einem so durch den Kopf geht. Aber eine Gegenrede ist dann SOO was von unfair.

  • Religionslehrerin sagt:

    Hallo,
    ich habe auch glänzende lange Haare 🙂
    Ich unterrichte in Deutschland und kenne mich daher nicht mit Unterschieden zum schweizerischen System aus. Ich für meinen Teil kann Ihnen versichern, dass ich kein Kind indoktriniere und Noten nicht nach Gläubigkeit vergebe. Wir gehen Fragen nach, die urmenschlich sind (Wieso gibt es Leid in der Welt? Wieso sterben wir? Warum gibt es uns überhaupt?). Über Antworten auf diese Fragen nachzudenken ist jedem Kind ein Bedürfnis. Der Religionsunterricht ist so angelegt, dass ALLE daran teilnehmen können, ohne ihre Identität zu verlieren. Ganz wichtig: wenn man von etwas keine Ahnung hat, kann man nicht mitreden. Im Deutschunterricht in der Oberstufe, sind die Kinder, die biblische Bezüge verstehen, klar im Vorteil. Ob Christ oder nicht.

    • Ghost666 sagt:

      Aber warum sollten andere Märchenbücher schlechter für die Oberstufe sein als die Bibel?

      • Religionslehrerin sagt:

        Es geht darum, dass in der Weltliteratur viele biblische Bezüge und christliche Weltbilder zu finden sind. Diese kann man schlecht verstehen, wenn man keine Ahnung davon hat. Die Lehren des Buddhismus finden sich bei Goethe und Brecht eher selten.

      • Susi sagt:

        @Ghost666:
        „Aber warum sollten andere Märchenbücher schlechter für die Oberstufe sein als die Bibel?“

        In den Bereichen Literatur und Film lassen sich unzählige Querverweise auf die Bibel finden; erkennt man diese, versteht man die Werke besser. (Zu den Märchen: Auch dort findet man biblische Intertextualität.) Und es geht hier nicht nur um „Hochstehendes“, sondern man erkennt, dass auch Trivialeres auf dieser Ebene analysierbar ist: „Arrow“, „Dexter“, „Face Off“, „Matrix“, „The Walking Dead“ – überall finden sich biblische Anspielungen, das gehört schlicht zum westlichen Kulturgut.
        Dinge zu erkennen und analysieren zu können, macht gewissen Menschen halt (intellektuelle) Freude…

      • Carolina sagt:

        Religionslehrerin: schöner Text Ihrerseits. Ich hatte überhaupt kein Problem damit, meine Kinder in einen (Religions-)Unterrricht zu schicken, in denen genau diese Ur-Fragen erörtert werden, natürlich auch aus biblischer Sicht. Womit ich jedoch zunehmend Mühe hatte, waren die Antworten! Wir (die wir unsere Kinder in den Unti schickten, obwohl sie nicht getauft sind, weil wir das in unserem Kulturkreis für wichtig hielten) mussten irgendwann feststellen, dass immer noch, wie schon zu meiner Zeit, diese (z.T. sehr subtile) Missionierung abläuft. Es wird zwar nicht mehr mit dem Fegefeuer und Tod und Teufel gedroht, aber auf eine Art und Weise indoktriniert, die mehr mit Angst als mit Glauben zu tun hat. Und das habe ich nicht geduldet!

      • Carolina sagt:

        /2 Die ehrliche Antwort, auch von kirchlich-religiöser Seite her, wäre das Zugeben, dass wir alle (!) die Antworten nicht kennen, dass aber jeder Mensch frei ist, unter vielen möglichen Antworten zu wählen. Aber das ist wahrscheinlich zuviel verlangt, auch heutzutage.

  • Rudolf Geiger sagt:

    Es ist nur positiv, wenn die Kinder in der Schule etwas über Religion erfahren, andernfalls würden ihnen wichtige Informationen für ihren Lebensweg fehlen. Mit 16 Jahren sollen sie dann selbst entscheiden, wie sie es mit der Religion halten wollen.

    • Tomas Art sagt:

      Ja richtig. Sie sollen etwas über ‚ReligionEN‘ erfahren. Über die Unterschiedlichen die es gibt und was sie so erzählen. Wie in Geschichte wo man etwas über diverse Ländern lernt. Aber unser Religionsunterricht ist in der Regel so, dass über die ‚eine‘ Richtige Religion erzählt wird, welche die einzige Richtige ist. Merken Sie, was daran falsch ist? Das ist nämlich einfach eine Einzelansicht. Darum Ethikunterricht anstelle Religion.

    • Lilith sagt:

      Gott ist Wunderbar singen und beten? Definitiv nicht!

  • Bernhard Forcella sagt:

    Koda
    Da steht so viel Hass in den Texten der sogenannten Gläubigen.
    In DER Biebel steht doch
    Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst, da steht nicht liebe nur diejenigen die an den selben Gott glauben

  • Miller Balthasar sagt:

    Eine Rabenmutter welche Ihrem Kind verbietet in die Religionsunterweisung zu gehen. Die Bibel leitet uns, gibt uns den Halt wenn wir’s nötig haben. Wer die Biblischen Gleichnisse kennt, kann Gut uns Schlecht unterscheiden.

  • Christina sagt:

    Der hier beschriebene schulische Unterricht im Fach Religion dürfte kaum mit dem Lehrplan und der Intention eines säkularen Staates übereinstimmen. In Bern wäre das nachweislich nicht zulässig und würde einem Rekurs der Eltern nicht standhalten. Leider gibt es zu wenige Lehrpersonen, die im Fach Religion wirklich ausgebildet sind, sodass sich hier oft Religiöse evangelikaler Provenienz tummeln und begeistert unterrichten, und alle im Kollegium sind heil froh. Davon abgesehen halte ich es für eine Notwendigkeit, Religion als prägendes Moment von Kultur und Gesellschaft zu unterrichten, sollen unsere Schüler informiert und autonom ihr Leben gestalten. Deshalb sollte es eigentlich keine Dispensationsmöglichkeit geben. Um des religiösen Friedens willen wird eine solche aber manchmal toleriert

    • 13 sagt:

      @ Christina
      Das ist Sache der Kantone. In Basel dürfen Religionsgemeinschaften ihren Unterricht im Schulhaus während der Schulzeit anbieten, es gibt aber keine Verpflichtung sein Kind zu schicken:
      http://www.volksschulen.bs.ch/eltern-schule/schule-religion.html
      In Bern ist das anders. Dort wird eben nur neutraler Religionsunterricht in der Schule angeboten, der Rest findet in der Kirche statt. Logisch, sind da Dispensationen nicht möglich. Dass es letztlich von der Lehrperson abhängt, ist ja in jedem Fach so.

  • nowhere sagt:

    Zitat: „Eine gut gelaunte junge Lehrerin mit glänzenden langen Haaren“. Ganz schön oberflächlich…

    Tja, wenn man Kinder hat, muss man sich halt um Formulare etc kümmern, gehört halt zur Arbeit der Eltern.

    Zum Thema, egal religiös oder nicht.
    Die Bibel wirklich zu kennen, hilft die Kultur, Literatur etc zu verstehen und schützt vor Sekten jeder Art.

    • Ghost666 sagt:

      Auch die Kirche ist eine Sekte. Sogar staatlich unterstützt…

    • Claudia Brüllmann sagt:

      Mit evangelikalem Singen lernt man aber weder die Bibel noch die Grundlagen des Christentums kennen. An unserer Schule lasen wir die Bibel und unterhielten uns über die Texte. Die Religionsstunden waren reformiert, Kinder aus katholischem Elternhaus (und vermutlich aus jüdischer Familie) waren dispensiert, weil sie eigene Religionsstunden besuchten. Das war in den 60erJahren. Trotz meiner antiklerikalen Haltung habe ich jedenfalls keinen Schaden genommen, sondern fand die Religionsstunden interessant. Bin aber nicht konfirmiert und inzwischen konfessionslos. Meine Eltern fanden, ich solle mich konfirmieren lasse, ich konnte mich aber durchsetzen. Dieses Basler System scheint mir nicht sauber, weder vom Unterrichts- noch vom Dispenskonzept.

  • Samuel Breu sagt:

    Liebe Frau Altvater

    In der Tat setzt der Glaube eine persönliche Entscheidung jedes Menschen voraus. Und Ja, wir Eltern haben eine Verantwortung in Bezug auf diese Entscheidungsgrundlage bzw. Prägung. Sie haben sich nun dazu entschieden, Ihre Tochter von einer biblischen Lehre fernzuhalten. Sie haben bestimmt auch einen Grund dafür, weshalb Ihre Tochter sich mit 14 nicht auch die Frage stellen soll, ob sie an diesen besungenen Gott glauben will oder nicht.
    Mein Ziel als Christ und Vater ist genau jenes, dass sich mein Sohn diese Frage einmal stellen kann. Mein Aufwand dafür ist aber sicher grösser als Ihrer, denn Erziehung und Bildung in Schulen sind nie Werteneutral und nicht immer so klar deklariert wie der Religionsunterricht.

    Beste Grüsse, Samuel Breu

    • Sophie Blanc sagt:

      Sehr gut formuliert. Für mich ist die Bibel eine basis zu einem gesunden leben, psychich und körperlich. Der tiefe Glaube an Gott ist eine offenbahrung, und der wird nicht jedem gegegeben, sondern ist eine GNADE. Eine Gnade kommt nicht automatisch.

      • Emil Eugster sagt:

        Ja sie leben mit der Gnade Gottes, denn er hat sie ausgewählt um seine Gnade zu erfahren.
        Ganz im Gegensatz zu den Millionen Kindern, denen er Aids und andere grausame Krankheiten gegeben hat und vergiftetet Wasser, so dass so viele grausam leiden und vor ihrem fünften Geburtstag sterben.
        Sie sind aber die spezielle Person, die von Gott höchstpersönlich Auserwählte. Selbstverständlich bilden sie sich darauf auch etwas ein, seinen Schutz zu geniessen, während in Kriegsgebieten von Christen abgelegte Minen und abgefeuerte Geschosse Kinder und ihre Eltern zerfetzen.
        Sich selbst dabei mit den Attributen „Demut“, „Mitgefühl“ und „Erbarmen“ zu schmücken kommt dann auch immer gut.
        Gnade ihnen Gott!

  • Johannes sagt:

    Gott wird Ihnen die gerechte Strafe zukommen lassen

    • Peter sagt:

      Ihr Kommentar ist bestenfalls schockierend Johannes, aber eigentlich total unverfroren in seiner Arroganz. Da sind einerseits die anderen Glaubensrichtungen wie Judaismus, Islam, Buddhismus etc, welche an andere Götter glauben und dann sind da auch die Atheisten wie ich, welche mit Ihrem Gott nichts anfangen können. Es würde mir nie in den Sinn kommen, Sie so abzukanzeln mit meiner Ueberzeugung. Offenbar ist für Sie das Abkanzeln Anders- und Nichtgläubiger komplett in Ordnung, egal was in Ihrem Glaubensbuch steht (Dinge wie z.B. „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst). Ehrlich gesagt sollten Sie sich schämen mit Ihrer Ansicht, aber das tun Sie wohl nicht. Stattdessen wünschen Sie allen Ungläubigen alles Schändliche.

    • Röschu sagt:

      Ist ja echt witzig, Johannes. Denn weshalb bitteschön sollte sich ein Atheist davor fürchten, dass ihn ein seiner Meinung nach ohnehin nicht existierendes Wesen strafen könnte?

    • Anna Magdalena sagt:

      Johannes:
      Sie gehen nach dem Gott des AT. Dort gibt es aber keinen GOTT, sondern Götter, das ist etwas ganz anderes.
      Mit GOTT ist ein Gott der Liebe gemeint, der weder verurteilt, noch bestraft.
      Urteilen gibt es nur in der Dualität, der Mensch urteillt, und genau deshalb entstand die Materie = Ur-Teil.

  • Roberto sagt:

    Da war es ja schon früher an unserer Schule (Kt. AG) besser geregelt. Kath. besuchten den kath. Unterricht (Lehrer = Pfarrer). Ref. den ref. Unterricht (Lehrer = Pfarrer). 1 Std. pro Woche. Weder kath./ref. keinen Religionsunterricht. Gab es ja auch: Konfessionslose; Christkatholische; Jüdische. (Christkatholische durften auf Anfrage den ref. Unterricht besuchen – oekumen. Vereinbarung).

    • Christoph Bögli sagt:

      Was ist an dieser Art Segregation, bei der die Kinder erst recht nichts zu melden haben, besser? Wenn schon wäre es doch besser, wenn die verschiedenen Konfessionen, Religionen und Nicht-Religiöse von einander lernen würden, so fürs gegenseitige Verständnis und im Sinne des freiheitlichen Pluralismus.

      • Emil Eugster sagt:

        Die Kinder sollen schon früh lernen, dass es ein „uns“ und ein „die Anderen“ gibt. Wir sind natürlich die Guten mit dem einzigen wahren Durchblick.
        Das hilft dann später auf Befehl von oben, wenn man sich gegenseitig die Grinder einschlagen soll.

  • Susi sagt:

    Mich befremdet hier grad, dass zwar (eigentlich sinnvollerweise) die Alternativen „Religion“ oder „Ethik“ angeboten werden, das Fach „Religion“ dann aber dazu benutzt wird, die Kinder zu einem Glauben zu erziehen. Eigentlich ginge es doch darum, die verschiedenen Religionen zu lehren, d.h. das kulturelle Weltbild zu erweitern, und nicht darum, einen (d.h. unseren westlichen) Gott zu besingen oder gar zu ihm zu beten. Religiöse Erziehung zu einem Glauben – will man denn eine bieten – ist Aufgabe der Eltern und der Kirche, nicht der Schule.

    Unsere Tochter ging drei Jahre lang (bis zur Erstkommunion) jeden zweiten Samstagmorgen in den Unti, jetzt will sie nicht mehr hin. Stimmt für uns so.

  • Matti Hoch sagt:

    Das ist toll, wenn Kindern die Wahrheit Gottes nähergebracht wird….Gottes Liebe ist so wunderbar und allumfassend….Leider dürfen viele Kinder von ihren Eltern aus nichts mehr über Gott und die Bibel hören! Jesus sagte: Lasset die Kinder zu MIR kommen, denn ihnen gehört das Himmelreich…weil Kinder noch unvoreingenommen die Geschichten aus der Bibel hören und eine natürliche Liebe für den Herrn Jesus haben. Wer als Eltern dies den Kindern wegnehmen will, müsste sich einmal überlegen, wie sie das dann in der Ewigkeit vor Gottes Thron rechtfertigen wollen? Und last, but not least…wenn eine Lehrperson im echten Glauben zu Gott steht, ist das schon vielen Eltern suspekt. Sie hätten lieber eine Person, die oberflächlichen Reli Unterricht bieten würde, so liberal wie möglich!

    • Christoph Bögli sagt:

      Das ist ziemlich einfach zu rechtfertigen, nämlich gar nicht. Wo nichts ist, ist auch nichts zu rechtfertigen. Im übrigen, ist der kleinlich-strafende Jüngstes-Gericht-Rachegott nicht selbst in christlichen Kreisen mittlerweile längst veraltet da zu lächerlich widersprüchlich?

      Und ein Lehrer darf grundsätzlich glauben was er will, aber soll das bitte für sich behalten und die Schüler neutral-lehrplansgemäss unterrichten. Sie hätten ja auch nicht Freude, wenn Ihre Kinder in der Schule von einem Islamisten, Scientologen, Satanisten, Nazi oder Stalinisten Propaganda-Predigten anhören müssten..

      • Christina sagt:

        „…für sich behalten.“ Eine Lehrerin sollte in ihrer Ausbildung gelernt haben, im Unterricht Distanz zu ihren persönlichen Überzeugungen zu halten. Das bedeutet aber nicht, dass sie diese verstecken muss. Im Gegenteil. Das führt nur zu Intransparenz. Es genügt zu sagen, in welcher Tradition man steht. Mehr ist unnötig und von Übel. Und dann sollte sie auch wissen, dass es in jeder Tradition verschiedene Ausprägungen und Richtungen gibt. Fazit: Im schulischen Fach Religion braucht es erst recht eine entsprechende Ausbildung im Hinblick auf eine nota bene säkulare Intention des Unterrichtes. Alles andere ist pfusch und kontraproduktiv. Nur: Woher die Lehrkräfte nehmen, seit die Pädagogischen Hochschulen keine Allrounder mehr ausbilden?

    • R.K. Moser sagt:

      Sie schreiben von ihrem Gott. Es gibt noch andere. Sind sie sich dessen bewusst?

    • BCN sagt:

      „Gottes Liebe ist so wunderbar…“ Äh echt jetzt? Sie glauben wirklich an das was Sie da schreiben? Ich glaube nur an Physik. Meine Kinder auch. Sie erhalten in der Schule den RKE Unterricht – Religion Kultur Ethik. Was m.E. sinnvoll ist für das Verständnis anderer Kulturen. Vom sep. Religionsunterricht der ref. Kirche hab ich sie abgemeldet.

  • christian anliker sagt:

    Ich lebe in einem Staat sä·ku·lar.
    Was erlaubt sich die Schule den Eltern, Formulare
    unterzuschieben, welche eine Abmeldung erfordern.
    Die Schule hat sich nicht mit der Kirche einzulassen.
    So etwas ist no go.

  • Hans Minder sagt:

    Wenn sich die Autorin mit 14 vom Sport verabschiedet hätte, weil sie körperlich nicht so ganz mitkam, würde sie ihr Kind nun vom dem Sportunterricht abmelden? Oder wenn es mit Algebra oder Chemie in ihrer Jugend nicht so klappte, würde sie ihr den Gang zu diesen Fächern verbieten? Es ist eine Anmassung gewisser Eltern, dass sie ihren eingene Defizite auf ihre Kinder überwälzen und eigenständig festlegen, dass ihr Problem auch das Problem ihres Kindes werden wird. Vielleicht hätte die Tochter der Autorin ja ein ganz anderes Verhältnis zu Gott aufgebaut, als sie selbst mit 14. Dies ist der Tochter nun gewissermassen verwehrt worden. Solch ein egoistisches Vorgehen eines Elternteils kommt einer Persönlichkeitsstörung nahe.

    • Christoph Bögli sagt:

      Ziemlich schräger Vergleich. Die Gleichsetzung eines „Verhältnis mit Gott“ mit grundlegenden Kompetenzen wie Mathematik oder Chemie zeugt von einem ziemlich vorgestrigen Weltbild. Religionsunterricht ist eher so, als würde Kindern in der Schule gelehrt, dass 1 + 1 = 3 ergibt. Das würde man als Eltern ja auch nicht unwidersprochen hinnehmen, wenn man etwas Verstand und Bildung hat.

      PS: Haben Sie Ihren Kindern ermöglicht, ein „Verhältnis“ zu Allah, Thor oder Vishnu aufzubauen? Nein? Wie egoistisch!

      • Hans Minder sagt:

        Die meisten Religions-Kritiker haben eigentlich kein Grundwissen über die Religionev. Z.B. besagt der Katechismus der Kath. Kirche, dass alle Erkenntnisse, die der Menschheit offenbart werden, auch angenommen werden müssen. Mit der Evolutionstheorie oder der Entdeckung Ausserirdischer hat die Religion also kein Problem, so lange es sich nicht um „Theorie“ sondern um fundiertes Wissen handelt. 1+1=3 in Bezug auf Religionen sind Aussagen von veralteten Religionskritikern. Der Katechismus der Kath. Kirche befasst sich auch mit dem muslimischen Glauben, den östlichen Religionen etc. Dies zu Recht, da z.B. der Buddhismus in Bezug auf Vergebung die gleiche Sichtweise wie das Christentum hat. Muslime werden im Katechismus als „Brüder der Christen“ genannt, die an denselben Gott glauben.

    • Matti Hoch sagt:

      Sie haben vollkommen recht…vielen Kindern u. Jugendlichen wird der Gotteshass ihrer Eltern aufoktroiert, ohne den Kindern die Freiheit zu lassen, selber ein Verhältnis zu Gott zu finden. Und dann sagt man, jeder solle selber entscheiden….und die glaubenden Menschen sollen ja keinen Einfluss auf das Kind haben…aber all die anderen viel schlimmeren Einflüsse, die allen voran über die Musik u. die Filme auf unsere Jugend hereinbrechen, die lässt man dann gelten (z.B. Harry Potter, diese satanische Geschichte!)

      • Röschu sagt:

        Im Gegensatz zu den Geschichten aus der Bibel ist Harry Potter klar und transparent als frei erfundene Geschichte deklariert…

    • Gregor sagt:

      Ja, so sind sie gerne, die wahrhaft Religiösen: überheblich, verleumderisch und selbstgerecht.

      Beruhigend zu wissen, dass sie selbst unter Kirchenmitgliedern eine immer kleinere Minderheit darstellen.

      • Libertus sagt:

        Woher nehmen Sie sich das recht, so gegen Christen zu reden? Würden Sie auch so gegen andere Religionen reden?

      • Emil Eugster sagt:

        „Woher nehmen Sie sich das recht, so gegen Christen zu reden? “
        Gregor hat nicht mitbekommen, dass man Religion, also hier den christlichen Gott, im IS-Land den muslimischen Gott (ja, da sind die Religiösen nicht zu unterscheiden), nicht kritisieren darf.
        Diese Götte sind derart schwach, dass sich ihre Anhänger hier vor jeder Kritik und vor allen Fragen schützen müssen. Das tun sie sehr aggressiv und am liebsten mit Gewalt.
        Man lerne: Religion bedarf einem besondern Schutz und besondere Rücksicht von Nichtgläubigen, da die Religion andernfalls sofort eingehen würde. Der Allmächtige ist dagegen machtlos und ist auf die Hilfe seiner Anhänger angewiesen.

  • Hug sagt:

    Kurz und bündig: so e Quatsch

  • Christiane sagt:

    Hat hier irgendjemand eine Ahnung, wieso es Religionsunterricht in den Schulen gibt und wieso er von den Kirchen und nicht vom Staat verantwortet wird? Informiert euch mal! Die größte Kriegskatastrophe unseres Volkes hatte absolut keinen religiösen Ursprung. Und Kinder „frei“ aufwachsen zu lassen funktioniert gar nicht. In keine Richtung.

    • Christoph Bögli sagt:

      Wollen Sie etwa suggerieren, die Kirche wäre vertrauenswürdiger und für Missbrauch weniger anfällig als der Staat? Ziemlich billig. Zumal gemäss dieser Perspektive ja sämtliche Bildung an NGOs outsourcen müsste. Im übrigen, was die „grösste Kriegskatastrophe“ der Schweiz gewesen sein soll, ist auch rätselhaft. Zu den verheerendsten Kriegen auf Schweizer Boden gehört schliesslich der 30jährige Krieg, der sehr wohl eine stark religiöse Komponente hatte.

      Ansonsten, natürlich kann und soll man Kindern eine umfassende, reflektierte Bildung zumuten und muss diese nicht mit Märchengeschichtchen indoktrinieren. Wie verkehrt Ihre Behauptung ist, zeigt alleine der Umstand, dass die logische Umkehrung davon ja ist, Kinder unfrei aufwachsen zu lassen..

  • Urech Joel sagt:

    Viele behaupten, dass Religionsunterricht über unsere Kultur aufklärt. Man muss sich aber fragen wie differenziert diese Aufklärung ist, wenn sie von der Kriche organisiet wird. Etwas überspizt beschrieben ist das wie den Geschichtsuntericht über Nationalsozialismus von Neonazis halten zu lassen.

    • Barbara Beeler sagt:

      Beim Religionsunterricht für Kinder liegt der Fokus nicht auf der Wissensvermittlung, sondern darauf, dass die Kinder Mal eine Stunde nur sich selber sein dürfen, loslassen dürfen, singen, malen, Geschichten hören, einander zuhören und evtl. das Beten lernen, das ist in der Regel aber nur eine Einladung, kein Zwang!

      • Christoph Bögli sagt:

        @Beeler: Da muss man sich allerdings wundern, wieso es dann die religiöse Komponente braucht, wenn das angeblich das Ziel sein soll. Die Begründung scheint mir darum reine Augenwischerei. Mal davon abgesehen, dass es zum Loslassen den Turnunterricht und das Basteln gibt, zum Malen das Zeichnen, zum Singen den Musikunterricht – und für Geschichten kann man in die Märlistunde gehen, was erst noch lehrreicher sein dürfte.

        Bleibt also keine relevante Rechtfertigung mehr. Dass es notwendig ist, dass ein Kind das Beten „lernt“ und das erst noch nach einem religionsspezifischen Schema, ist jedenfalls nicht plausibel. Wenn schon solcher Unfug, wieso kommt dann nicht konsequenterweise auch muslimisches Beten, jüdisches Tora-Lesen, buddhistische Meditation oder Yoga auf den Lernplan?

      • Solani sagt:

        Bei dieser Beschreibung läuten bei mir sämtliche Alarmglocken.

      • Röschu sagt:

        „…das ist in der Regel aber nur eine Einladung, kein Zwang!“
        Wie bei allen Sekten beginnt es mit einer einfachen harmlosen „Einladung“. Der Widerstand/die Probleme kommen dann erst, wenn man die Gruppe wieder verlassen möchte…

  • Loulou Montez sagt:

    In den Zürcher Schulen gibt es das Fach „Religion und Kultur“ das ist im Fächerkanon verankert. Dieses Fach bietet keinen „bekennenden “ Unterricht, sondern erklärt verschiedenste Religionen und Nichtreligionen allen Schulkindern. Der Unti ist der bekennende Religionsunterricht, der sich zur katholischen, evangelischen, lutherischen, pfingstlichen, methidistischen, jüdischen, moslemischen, buddhistischen oder zu sonst einer Religion bekennt. Der Unti ist absolut freiwillig. Selber schuld, wer nicht lesen kann.

    • Andreas Kyriacou sagt:

      Das Zürcher Fach „Religion und Kultur“ ist leider die schlechteste aller neuer Varianten. Es ist überhaupt nicht auf das Vermitteln von Kompetenzen aufgebaut. Im Zentrum steht eine Präsentation von Wissenshäppchen über Religionen. Die Reflexion fehlt weitgehend, sämtliche Religionen werden vornehmlich in einer konservativen Ausprägung dargestellt, weil sich dies halt einfacher visualisieren lässt. Und unterschwellig wird vermittelt. Wer keine Religion hat, dem fehlt etwas. Atheismus und Agnostizismus kommen in den drei Blickpunkte-Bänden auf insgesamt einer einzigen (!) Doppelseite vor – und werden nicht etwa in den den Kontext der Europäischen gesetzt, sondern mit den kommunistischen Staaten des 20. Jahrhunderts in Verbindung gebracht. R&K ist alles andere als neutrale Religionskunde.

      • R.K. Moser sagt:

        Ich möchte diese 3 Bände lesen. Können Sie mir bitte die Details geben? Danke.
        Und was für Bücher kursieren sonst noch im Ethik-Unterricht an den Schulen?

      • Martha sagt:

        Zumindest ab der Sek II (Gymnasium) werden doch die Schüler und Schülerinnen im Geschichts-, Biologie- und Literaturunterricht in den diversen Sprachen mit der säkularen, aufgeklärten Haltung konfrontiert. Die Haltung der Lehrerin darf/sollte keinen Einfluss haben, zumindest selbstkritisch reflektiert werden. Evolutionslehre, Texte von Heine, Brecht und weiteren Denkern nehmen es doch locker mit Religion und Kultur auf, Herr Kyriacou!

      • Andreas Kyriacou sagt:

        @R.K. Moser: Die Serie nennt sich „Blickpunkte“ und wird vom Lehrmittelverlag des Kantons Zürich herausgegeben. Da die anderen Kantone (anders als von den Machern erhofft) nicht auf diesen Zug aufspringen wollen, freut sich der Verlag sicher sehr über Privatkäufer.

        @Martha: die Blickpunkte-Reihe ist für die Primarschule und die Sekundarstufe I konzipiert. In der Sek gehört die Evolutionstheorie leider nicht wirklich zum Kurrikulum.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Da es für Eltern eine Zumutung ist, Stundenpläne und sonstige Infos zu lesen, finde ich, dass der Staat 7/24 fürdie Betreuung bis 18 zu sorgen hat. So müssen die Eltern für ihre Nachkommen keine Zeit mehr opfern und können sich voll auf Karriere und Erwachsenenfreizeit konzentrieren.

    • Baumann Michael sagt:

      Genau, und es darf nichts und niemanden etwas kosten, nichts tangieren, so dass die veganen-super pazifistischen-velo fahrende linke Mehrheit für politisch oder gesellschaftlich nicht gänzlich korrekt halten könnte / und / oder dabei nicht total völlig korrekt mit übereinstimmen würde und sich demenstprechend einbringt. Und überhaupt: Keine Werte, keine Religion, keine Verpflichtungen, und dabei sollen die Kinder dann alle als potentielle Nobelpreisträger*innen eine super Karriere an den Tag legen. Gute Nacht, Frau Altvater.

  • Schindler sagt:

    Sapere aude – Habe den Mut, Dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Deshalb bin ich mit 18 aus der Kirche raus und deshalb haben meine Frau und ich unseren Sohn vom Religionsunterricht und der Kirche befreit. Er muss nicht in den Unterricht und darf sich seines eigenen Verstandes bedienen. Als freier Mensch mit eigenem Verstand!

    • sophie sagt:

      ja ja, sehen wir dann in 10 – 20 Jahren wohin ihr Konzept geführt hat. Kleine Kinder sind nicht reif genug, die eltern müssen schon das vorbild geben.
      Ihr Konzept erinnert an Mai 68.

  • Natalie sagt:

    Meine Eltern haben mich (Mitte der 70er-Jahre) nicht getauft. Sie fanden aber, Religionskenntnisse gehörten zum Allgemeinwissen, also solle ich den Religionsunterricht besuchen. Nachdem der Pfarrer dort erklärte, dass nur die gläubigen Menschen gute Saat sind, keimen und wachsen, die nichtgläubigen aber in der Erde verfaulen würden, bin ich aufgestanden und gegangen.
    Und damit nicht genug: in der Sekundarschule fand die Lehrerin, sie könne mich ja bei irgendeinem Namen rufen, da ich nicht getauft sei…

    • sophie sagt:

      schlechten pfarrer oder vielleicht erinnern sie sich nicht richtig ? Man muss eben nicht krampfhaft diesen oder jenen glauben, aber das neue testament selber lesen, es gibt es auch für Kinder, illustriert.

  • John 3:16 sagt:

    Achso und um noch eins obendrauf zu setzen:

    Ich bin gläubig, aber nicht religiös. Trotzdem dürfen meine Kinder in den Religionsunterricht, gerade weil sie gläubig sind und einen Unterschied machen können.

    Religion heißt Rückverbindung. D.h. der Mensch versucht Alles mögliche um sich mit Gott zu versohnen, aber seine Versuche sind vergeblich. Denn Alles was Gott sich wünscht ist mit uns in Beziehung zu leben und dafür hat müssen/können wir nichts TUN, er hat schon alles GETAN. Wir müssen es nur annehmen.

    KEEP CALM and TRUST IN THE STRENGTH OF YOUR KIDS!

    Überlass es Ihnen selbst, ob sie es ablehnen oder nicht und stülpe ihnen nicht Deinen „Glauben“ über 😉

    • Muttis Liebling sagt:

      Richtig ist, Religion heisst Rückverbindung. Kant nennt das Transzendental. Das ist das Gleiche.

      Ich bin religiös, aber nicht gläubig. Mein Gott hat, wie der Ihre, schon alles getan und tut nun nichts mehr. Mein Gott kennt mich nicht, er kennt die Menschheit nicht mal mehr. Aber das ist gleichgültig, weil aus seiner Sicht schon alles getan ist. Er hat der Welt den Anfang und das Ziel und damit den Sinn gegeben. Mehr war nicht notwendig.

      Ein Leben ohne Gott ist ungestraft möglich, aber es hat keinen Sinn. Wem die Freuden des Tages reichen, und das reichte schon vielen Päpsten, braucht keinen Gott. Das ist kein Makel, nur ein Mangel an Horizont.

      Mein Gott ist mit jeder Wissenschaft vereinbar. Im Roman ‚Origin‘ ist das wider Erwarten ganz gut dargestellt.

    • Hans Hasler sagt:

      Sie überlassen das den Kindern selber. Aber nur solange, wie deren Glaube Ihrem eigenen entspricht. Ich kenne diese vermeindlich offenen Evangelikalen zu genüge. Alles frei und offen. Bis man widerspricht.

    • Christoph Bögli sagt:

      Aha und dass Ihre Kinder „gläubig“ sein sollen hat natürlich gar nichts damit zu tun, dass Sie ihnen den Glauben übergestülpt haben, und sei es nur passiv durch Vorleben? Kinder glauben bekanntlich auch an den Osterhasen wenn die Eltern das tun (bzw. so tun als ob), eben weil sie bis zu einem gewissen Alter meist ein riesiges Grundvertrauen in die eigenen Eltern haben.

    • R.K. Moser sagt:

      Rückverbindung mit welchem Gott? Mit ihrem, dem von jemandem Anderen? Es gibt Tausende von Göttern.

  • Peter Kuenz sagt:

    Die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftliche Weltanschauung und glaubige Eltern können ihre Kinder dieser Indoktination nicht entziehen, obwohl diese ihre Glaubensgrundsätze infrage stellt. Religion und vor allem Religionsunterricht ist nicht mit dem Glaube zu verwechseln. Die muslimische Eltern müssen sich schon fragen, warum sie nicht zuhause geblieben sind, wenn ihnen unsere Kultur und Wertvorstellungen derart bedrohlich wirken. Die Autorin sollte bedenken, dass atheistische Länder, wie die alte Sowjetunion oder Nord Korea nicht besonders freiheitlich und human waren/sind.

    • Lala sagt:

      Diese Länder hatten/haben den Götterglauben ganz einfach mit einem Führerkult um Stalin/Die Kims ersetzt.
      Das waren/sind SEHR religiöse/gläubige Staaten.

      • Muttis Liebling sagt:

        Klug bemerkt. Was den Katholiken der Papst ist, war im alten Ägypten der Pharao und in China der Kaiser. Gottes Stellvertreter auf Erden. Mao war in China der Wiederaufnehmer der Kaiserkultur nach 50 Jahren Pause. Der aktuelle Parteichef Xi Jinping ist einfach nur der dritte Kaiser der Mao- Dynastie. Als solcher bekämpft er alle konkurrierenden Religionen, dummerweise auch den Katholizismus, obwohl der das historische Vorbild des Kommunismus ist.

        Die VR China ist ein tief religiös geprägter Staat, allerdings wie seine Vorgänger, konfuzianisch. Dabei hatten seine Vorgänger an der Schwelle von der Ming- zur Qing- Dynastie schon mal fast den Sprung zum Katholizismus geschafft. Das hat Mao leider nicht begriffen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Die Evolutionstheorie ist eine der konsistentesten, bestbelegten Theorien in der Naturwissenschaft, wer das als „Weltanschauung“ abtut, verrät primär etwas über die eigene ideologisch verzerrte Weltsicht. Im übrigen, nahezu alle Erkenntnisse aus den Fachbereichen Biologie, Physik oder Geologie stellen „Glaubensgrundsätze“ in Frage. Angesichts dessen wäre die logische Schlussfolgerung eigentlich, vielleicht mal diese „Glaubensgrundsätze“ zu hinterfragen, da diese offensichtlich nicht realitätskompatibel sind.

      Ansonsten übersehen Sie auch, dass die Problematik des Religionsunterrichts darin liegt, dass dieser nicht von neutralen Lehrpersonen gegeben wird. Eine (obligatorische) neutral-kritische Aufklärung zu den verschiedenen Religionen wäre ja hingegen begrüssenswert.

      • Muttis Liebling sagt:

        Jede Naturwissenschaft steigt ab einer bestimmten Komplexität immer zur Weltanschauung auf. Ideologie ist das höchste Kulturgut, weit über Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

      • Hans Hasler sagt:

        Das ist Unsinn Muttis Liebling. Keine Naturwissenschaft ist Weltanschauung. Egal wie kompliziert sie ist. Nicht jede Naturwissenschaft kann jedoch stufengerecht an 6 – Jähige korrekt vermittelt werden.
        Was Primaschüler als Evolutionstheorie vorgesetzt erhalten mögen, kann wohl nicht mehr als Naturwissenschaft bezeichnet werden. Das ändert aber nichts daran, dass der Glaube auch auf höchster Ebene noch Glaube bleibt, die Naturwissenschaft bei denen, die sich wirklich damit auseinandersetzen, als oberstes Ziel hat die eigenen Hypothesen zu widerlegen. Schon ein markanter Unterschied!

      • Muttis Liebling sagt:

        Naturwissenschaft ist die Welt anschauen. Auch ein Hund kann ein Haus erkennen. Das es als Haus identifiziert ist, erfordert Weltanschauung. Verstand braucht keine Weltanschauung. Erst Vernunft braucht die.

        Das Komplementaritätsprinzip der Quantenmechanik beruht nicht auf Naturwissenschaft, sondern auf Anschauung der Welt. Erst mit Weltanschauung, mit Philosophie lassen sich die zufälligen Erscheinungen, welche die Naturwissenschaft planlos offenbart, sinnvoll ordnen.

      • Libertus sagt:

        Herr Bögli, was ist Ihr Problem? Die Bibel hat keinen wissenschaftlichen Anspruch. Von daher ist es einfach zu sagen, dass die Evolutionstheorie eine der bestbelegtesten Theorien sei. Allerdings bleibt sie eine THEORIE! Die Evolutionisten wollten ja gerade ohne Gott auskommen, da sie einen Solchen ablehnten…

    • Hans Hasler sagt:

      Die Evolutionstheorie ist keine Weltanschauung sondern eine wissenschaftliche Theorie. Die Evolutionstheorie kennt auch keine Glaubensgrundsätze. Wissenschaftliche Theorien sind darauf ausgelegt, dass sie von der Empirie widerlegt werden können. Und wem das gelingt, der macht sich damit einen Namen.
      Viel Glück so was beim Glauben zu versuchen!

      • Muttis Liebling sagt:

        Es gibt Wissenschaften ohne Bezug zur Empirie. Das hat Kant in der ‚Kritik der reinen Vernunft‘ dargestellt und bewiesen. Empirie ist immer nur der kleine, hässliche Esel an der Seite der reinen Wissenschaft. Empirie schafft es im besten Fall bis ins Vorfeld von Wissenschaft. Religion und Philosophie sind da schon viel weiter.

      • Hans Hasler sagt:

        Können Sie ein Beispiel für Wissenschaft ohne Bezug zur Empirie nennen?

      • Muttis Liebling sagt:

        @Hans Hasler

        Ich nannte Kants ‚Kritik der reinen Vernunft‘. Rein heisst bei Kant ohne Bezug zu Empirie. Die Gesetze des Denkens sind ausserhalb jeder Empirie, wohl aber eine Wissenschaft.

      • Hans Hasler sagt:

        @Muttis Liebling: Eventuell sollten Sie Kant nochmals lesen. Verstanden haben Sie ihn nämlich nicht.
        Kant nennt sein bekanntestes Werk nämlich ‚Kritik der reinen Vernunft‘. Ihre Interpretation was er mit „reiner Vernunft“ meint ist richtig. Aber Sie übersehen das Wort Kritik. Er kritisiert die „reine Vernunft“.
        Kernaussage von Kant ist, dass synthetische Urteile à priori nicht möglich sind. Das ist das genaue Gegenteil von Ihrer Behauptung.

      • Marcel Mertz sagt:

        @Hasler: Ich bin sicher kein Kant-Experte, habe aber immerhin Philosophie studiert und auch das eine oder andere Seminar zu Kant besucht. Auch wenn ich zustimme, dass Muttis Lieblings Interpretation auch zuweilen etwas fraglich sein dürfte (z.B. scheint tlw. „transzendental“ mit „transzendent“ verwechselt zu werden), stimmen zwei Aussagen Ihrerseits definitiv nicht: 1) „Kritik“ meine zu Zeiten Kants nicht das, was wir heute v.a. negativ konnotiert darunter verstehen; „Kritik“ meinte einfach „Untersuchung“, „Überprüfung“ o.Ä. Also meint der Titel „modern gesprochen“ schlicht „Untersuchung der reinen Vernunft“. 2) Selbstverständlich argumentiert Kant FÜR die Möglichkeit von Urteilen, die synthetisch a priori sind (z.B. in der Mathematik) …

  • Martin Vischer sagt:

    Meines Erachtens hat Religionsunterricht in der Schule nichts verloren. Es gibt Familien mit zwei arbeitstätigen Eltern. Wenn nun der Religionsunterricht nicht besucht wird, fehlt es an Aufsicht für diese Kinder, weshalb einige Eltern das Kind dann doch in den Religionsunterricht geben, nur um das Aufsichtsproblem zu lösen.
    Religionsunterricht gehört, wenn schon an einer Schule unterrichtet, auf den Mittwoch Nachmittag gelegt oder eben gleich als Sonntagsschule im Anschluss an den Gottesdienst.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Die Betreuungsorganisation von Kindern ausserhalb der Unterrichtszeit ist Sache der Eltern. Warum sollen Kinder am Mittwoch Nachmittag in den Unterricht müssen, weil gewisse Eltern nicht gewillt oder imstande sind, für die Betreuung ihrer Kinder zu sorgen?

      • Papperlapapi sagt:

        @TvS: das ist kantonal unterschiedlich geregelt:
        Bei uns müssen die Schulen gemäss kantonalem Schulgesetz vormittags von 08-12 die Betreuung sicherstellen.
        Entsprechend wird der Religionsunterricht entweder auf den Nachmittag gelegt, oder vormittags in die Randstunden, in denen die Schule „Betreuung“ anbietet.
        Es ist im Interesse der Gesellschaft, dass die gut ausgebildeten Mütter einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Dies zu ermöglichen ist folglich nicht nur im Interesse der Familien, sondern auch der Gesellschaft. Ihre abschätzige Formulierung ist unangebracht.

  • Ruth sagt:

    Frau Altvater, Sie tun gerade so, als ob unsere christliche Lehre etwas Schlechtes wäre. Ich bin auch nicht für das frömmelnde Getue bestimmter Paradechristen, die sich aufführen, als ob sie etwas Besseres wären. Aber man sollte den Kindern mindestens die Möglichkeit geben, die Bibel kennenlernen zu dürfen, denn sie ist immer noch ein wichtiger Teil unserer christlichen Kultur. Warum also sollen die Kinder keinen Religionsunterricht besuchen? Wenn sie alt genug sind, dann sollen sie selber entscheiden dürfen, ob sie sich dem christlichen Glauben nahe fühlen. Persönlich empfinde ich Ihre Haltung mehr als hinterwäldlerisch, wenn sie sich daran stören, dass Ihr Kind ein christliches Lied singt!

    • R.K. Moser sagt:

      Religionen sind von Kindern und Menschen fernzuhalten.

    • Hans Hasler sagt:

      Inwiefern ist die Bibel ein wichtiger Teil unserer Kultur? Blos weil das immer wieder gesagt wird, stimmt das noch lange nicht.
      Die wenigsten Christen kennen die Bibel geschweige denn, dass diese einen grossen Einfluss haben soll.

    • sophie sagt:

      sehr gut gesagt. Danke. Will man schon fortschrittlich denken dann sollte man an’s Kind denken : hat es nichts erhalten, kann es später auch nichts geben.

    • Dominique Kim sagt:

      Wie recht Sie haben, danke !!

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Wenn sie alt genug sind? Ist man mit 16 Jahren alt genug um so etwas entscheiden zu können? „Man“ lässt sich doch der Gschenkli und des Anlasses wegen konfirmieren. Unser Pfarrer wies uns wenigstens darauf hin, dass wir darüber nachdenken sollten und er würde es keinem übel nehmen, wenn er zu diesem Bekenntnis nicht ja sagen könne. Der/die hätte wenigstens darüber nachgedacht. Ja, auch ich habe mich konfirmieren lassen, bin aber dann nach Erreichen der Volljährigkeit (damals mit 20 Jahren) mit Gewissensbissen ausgetreten. Man musste zum Pfarrer und den Austritt begründen. Die Argumentationskette hinkt. Grundsätzlich müsste man frei, d.h. nicht manipuliert und imprägniert erzogen werden. Es darf doch nicht sein, dass der Mensch von allem Anfang an in ein Korsett hinein gezwängt wird.

    • Christoph Bögli sagt:

      Eine kulturhistorische Auseinandersetzung mit dem Christentum kann problemlos im Geschichtsunterricht erfolgen, dort lernt man ja genug über die geschichtliche Relevanz des Christentums (und dessen Verbrechen). Ein separater Unterricht ist dafür kaum nötig, erst recht nicht, dass dieser durch Glaubensvertreter gegeben wird. Man lagert ja auch nicht den Unterricht zu sozialpolitischen Errungenschaften an einen Gewerkschaftsvertreter aus oder lässt ein PNOS-Mitglied über Hitlers Machtergreifung referieren..

    • Papperlapapi sagt:

      Dafür gibt es bei uns seit diesem Jahr den Ethikunterricht, der obligatorisch für alle Schüler ist. Der Religionsunterricht ist eine Indoktrinationsveranstaltung einer Institution, die versucht ihre absurden Thesen zu verbreiten und unschuldige Kinder möglichst lebenslang an sich zu binden.

    • Fred sagt:

      Genau richtig gesagt, Ruth. Wie sollen Kinder sonst entscheiden können, wenn sie nichts über das Christentum erfahren dürfen. Biblischer Unterricht in der Schule macht noch keine Religiösen.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Fred: Dafür reicht der Ethikunterricht. Zumal ja nicht jede nebensächliche Lebensentscheidung in der Schule thematisiert wird. Es gibt ja auch nicht Werbeveranstaltungen von Parteien, damit die Kinder wissen, ob sie sich SP oder SVP anschliessen sollen. Das kann jeder als Erwachsener selbst herausfinden und auch nach Belieben wieder ändern.

        Zumal das ja die Frage aufwirft, wieso nur das Christentum, gar nur eine spezifische Konfession davon, das Privileg eines solchen Unterrichts geniessen soll. Wenn man schon die Orientierung in Glaubensfragen erleichtern möchte, dann müsste man vom Moslem bis zum Atheisten, vom Hindu bis zum Atheisten, ja selbst Vertreter von Kwanzaa und Satanisten, gleichberechtigt auftreten. Aber da wären die Christen natürlich empört..

  • Coco sagt:

    Ich pflichte der Autorin bei, dass es sich beim interkonfessionellen Religionsunterricht an den Basler Volksschulen um eine „Mogelpackung“ handelt – die Schule hat laïzistisch zu sein, andernfalls müssten allen anderen weltanschaulichen/politischen u.a. Interessensgruppierungen Slots im Stundenplan zugestanden werden. Die Frage, ob unsere Unis weiterhin theologische Fakultäten führen sollten oder nicht, sei deshalb auch gestellt.
    Die Art, in welcher die Autorin die Abmeldung verschlampt, finde ich auch ein wenig unglücklich – meine persönliche Reizschwelle gegenüber unerwünschten Werbesendungen ist niedriger.

  • René Edward Knupfer sagt:

    Der Staat hat sich strikter religiöser Neutralität zu befleissigen. Religionsunterricht hat deshalb in der Volksschule nichts verloren. Erachte das Vorgehen der Basler Schulbehörden als nicht statthaft. Schulkinder stillschweigend, so mir nichts dir nichts quasi automatisch, religiöser Indoktrination aussetzen zu lassen geht gar nicht. Ist nichts mehr und nichts weniger als aktive staatliche Beihilfe zu einem oberfaulen Trick der Kirchen, dem zunehmenden Exodus ihrer Schäfchen verzweifelt Einhalt zu gebieten. Ein triftiger Grund mehr, sich unverzüglich der in Basel-Stadt allmählich der 50%-Marke nähernden, ungebremst wachsenden Schar der Konfessionsfreien anzuschliessen und – besser heute noch als erst morgen – den Kirchenaustritt zu erklären.

    • Simone sagt:

      sie sprechen wie ein diktator ! Glauben sie wirklich es nimmt sie jemand ernst ?

    • Simone sagt:

      welchen hass gegen die Kirche ! Es gibt sie die fröhlichen begeisterungsfähigen christen. Sie sind es nicht aber ich sagen ihnen : es gibt viele davon !

      • Christoph Bögli sagt:

        Schön für Sie, das rechtfertigt aber keineswegs einen ideologisch gefärbten Spezialunterricht. Wenn die Anzahl „fröhlicher, begeisterungsfähiger“ Anhänger ein Massstab wäre, müsste man ansonsten auch umgehend einen FCB-Fussballunterricht, einen Rolling-Stones-Unterricht oder einen Lindt-Schokoladenunterricht einführen.

        Oder anders gesagt: dass Sie auf Herr Knupfers plausible Forderungen nur argumentfrei, dafür beleidigend antworten können, spricht Bände.

    • Ruth sagt:

      Was hat Ihnen die Kirche bloss angetan, Herr Knupfer, dass Sie so hasserfüllt schreiben?

  • Hanna sagt:

    Etwas stösst mir ein bisschen auf:
    Viele, die gegen die Religion und gegen das Christentum wettern, nehmen sehr gerne die freien Tage an den hohen fiertagen wie Wihnachten, ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und in katholischen orten die dortigen freien Tage. Man hat bezahlte Freitage, ohne einen Ferientag zu opfern.
    Diese in diesem Post erwähnten leute hätten dann keinen Anspruch mehr auf diese freien Tage, sie dürfen arbeiten.

    • R.K. Moser sagt:

      Die Feiertage der Christen sind keltischen und germanischen Ursprungs.

    • Lala sagt:

      Es mag sie schockieren, diese Feiertage sind vom Gesetzgeber vorgegeben. Viele „Nicht-Christen“ würden diese sofort für die entsprechenden Ferientage aufgeben.

      Ausserdem dürfte Ihnen aufgefallen sein, dass diese Feiertage so gut wie immer sehr „passen“ zu anderen, jährlich wiederkehrenden, Ereignissen liegen (Frühlingsanfang, Wintersonnenwende….). Aber das ist sicher nur Zufall…

    • Hans Hasler sagt:

      Und als Anhänger der Kirche des Heiligen Wochentages erhalte ich dafür unter der Woche frei? Und Christen werden dann wegen Betrug verurteilt, wenn sie an Weihnachten, Ostern und Pfingsten nicht in die Kirche gehen?
      Die genannten Feiertage haben kulturell einen Ursprung in religiösen Festen (nicht unbedingt Christentum). Aber selbst viele Christen könnten ja nicht einmal sagen was genau jetzt mit Pfingsten gefeiert wird.

    • Resi sagt:

      Sehr geehrte Hanna
      Das tue ich gerne und erhalte die genannten Tage dann als zusätzliche Ferien, dass ich meine atheistischen Ansichten da ausleben kann. Ausserdem würde mich interessieren, wie viele sogenannte Christen an diesen Feiertagen noch den ursprünglichen Sachverhalt feiern…
      MfG Resi

    • Röschu sagt:

      @Hanna
      Im Grunde haben Sie natürlich Recht.
      Aber: Wie viele dieser freien Tage verbringt ein „guter Christ“ denn tatsächlich mit kirchlichen Tätigkeiten? Den freien Tag aufgrund seiner Religion beziehen, diesen dann aber für ein verlängertes Wochenende im Tessin oder einen zusätzlichen Skitag zu verwenden ist doch genauso heuchlerisch.

  • Kathrin sagt:

    Ethikunterricht? Dies scheint mir endlich eine sinnvolle, zeitgemässe und gesellschaftstaugliche Alternative zum Religionsunterricht zu sein, welche es in unserer Gemeinde im Kanton Baselland leider gar nicht gibt.

  • Martina Siegenthaler sagt:

    Trennt endlich Kirche und Staat und das Problem erübrigt sich.
    Unsere beiden Kinder, vom Religionsunterricht abgemeldet, bekamen dies sowohl von der Lehrerin wie auch den Gspänlis zu spüren, ja wurden sogar geplagt. So kam es z.B. vor, dass unsere Tochter während dem Religionsunterricht „nachsitzen“ musste. Sie kam dann nach Hause und erzählte, die Lehrerin hätte sie angewiesen auch zuzuhören. Es handelte sich laut unserer Tochter um „die zehn A n gebote“.
    Ethikunterricht ja und wenn möglich vergleichsweises Kennenlernen der 5 Weltreligionen. Da hatte ich bereits vor mehr als 50 Jahren einen erstaunlich progressiven Lehrer!
    Mich würde interessieren, wieviele Kinder den Religionsunterricht besuchen würden, müsste dieser ausgelagert und auf freie Nachmittage verlegt werden.

  • tststs sagt:

    Wieso nur habe ich das Gefühl, dass hier im ganz grossen Stil Religion und Glaube durcheinander gebracht werden…?!

    • Martin Frey sagt:

      Das ist immer so, tststs. Zt ganz bewusst, meist dann wenn es um Verteidigung zweifelhafter Religionsriten geht die im Glauben selber wenig bis keine Basis haben.

      • Anh Toàn sagt:

        Glaube ohne Religion bedeutet, ich mach mir meinen Gott wie ich will?

      • Lala sagt:

        Ja, ist eine sehr beliebte Methode.

        Statt Religiös ist man heute halt „Spirituell“ oder „Gläubig“.

        Man wurde als Kind zu einem Glauben erzogen, merkte dann, dass dieser BS ist und nicht mehr in die moderne Welt passt.
        Statt das zu akzeptieren bastelt man sich dann halt sein eigenes, persönliches Ersatzchristentum (oder was auch immer).

      • Martin Frey sagt:

        Nein, AT: Glaube ist Glauben, Religion ist das was Menschen daraus machen.

      • Anh Toàn sagt:

        @Martin Frey

        An welchen Gott glauben denn Sie?

        Mir erscheint da Muttis Liebling deutlich konsequenter, ehrlicher, der schreibt von seinem Gott.

  • A. Paul sagt:

    Frau Altvater sollte ihre Tochter nicht negativ vorspuren. Ihre Tochter soll die Möglichkeit erhalten, den Unterricht zu besuchen, und sich gegebenfalls selbst abzumelden. Warum der Tochter nicht diese Option überlassen? Das wäre m.E. nachhaltige, verantwortungsvolle und wertvolle Erziehungsarbeit, auch einer Atheistin/Agnostikerin.

    • Emil Eugster sagt:

      Ja genau! Und Sechsjährige sollen auch selber entscheiden, was sie essen und selber herausfinden ob nur Schokolade und Kuchen gut für sie sind oder nicht. Auch das Fernsehprogramm und was und wieviel sie am Computer ansehen sollen die Kinder selber bestimmen und ob sie sich die Zähne putzen.
      Sechsjährige können das.
      Frau Altvater sollte ihre Tochter nicht negativ vorspuren.

      • A. Paul sagt:

        Herr Eugster, danke für Ihre Ausführung. Bitte interpretieren Sie das ’sich selbst Abmelden‘ nicht streng wörtlich. Ein Kind merkt selbst schnell, wenn etwas nicht gut läuft. Und dann sollen die Eltern beratend und leitend beiseitestehen. Aber bitte dem Kind die Chance des Kennenlernens nicht verwehren. Wenn Frau Altvater selbst ein Problem mit dem – sagen wir Geometrieunterricht – hatte, möge sie gleichermaßen nicht ihre Tochter von diesem Unterricht zu dispensieren versuchen. Dito z.B. Schwimmunterricht. Dem Kind zuliebe offen sein – das ist die Botschaft!

      • Emil Eugster sagt:

        „Bitte interpretieren Sie das ’sich selbst Abmelden‘ nicht streng wörtlich. “
        Wie bei der Bibel soll ich jetzt ihre Texte interpretieren und nicht verstehen was dort steht?
        Ok. Nur – meine Interpretation ist verschieden von ihrer.
        In den meisten der tausenden christlichen Konfessionen zählen sie, wie auch der Papst nicht als echte Christen, weil sie einer falschen Interpretation der Bibel glauben. Sie beide sind Fehlgeleitete und werden darum im Höllenfeuer landen.

    • Lala sagt:

      Weil die Tochter, wenn ich mich recht besinne, 6 jährig ist?

      Ich weiss jetzt nicht ob Sie andere Leute ständig Ihre Kinder zu etwas zwingen oder verführen lassen, aber ich bin ziemlich sicher, dass Sie da in aller Regel ein Problem damit haben.

    • Anh Toàn sagt:

      Sollte ich unser Kind dann zum katholischen und zum reformierten Unti senden, und dann noch zu den Muslimen und den Juden und den Scientologen und ins buddhistische Kloster, damit es mal erwachsen selber entscheiden kann?

      Eigentlich fände ich das ziemlich gut::

      Als Kind von Eltern mit unterschiedlicher Konfession sass ich von klein auf in zwei verschiedenen Kirchen: Als ich neben meinem Cousin in der katholischen Kirche sass, fragte ich mich, warum er das Zeugs mit den Heiligen eigentlich glaubt. Und dann habe ich mich gefragt, warum ich glaube, was mir die Protestanten erzählen und kam selber zum Schluss, den ich viel später bei Kurt Vonnegut (Cat’s Cradle) las:

      Alle Religionen basieren auf Lügen.

      • tina sagt:

        habe ich imfall gemacht als kind anhtoan, frag mich nicht warum. von eltern/famlie kams nicht. mich interessierte es nichtmal speziell. ich ging auch mit freundinnen mit, wenn die reit- oder tennisunterricht hatten. ich glaube, mir war einfach langweilig. ich hätte wohl gern irgendwas gelernt, reiten, tennis oder ähm irgendwas. ich habe gestaunt, wie familiär die neuapostolen waren, wie militärisch die reitlehrerin und woher die katholiken wissen, wann man auf die knie fällt und wann man was murmelt oder mitsingt, aber über religion habe ich nichts gelernt.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich habe mich in der katholischen Kirche immer gefragt, was „gebenedeit“ wohl bedeutet. Ansonsten mochte ich, dass da nicht alles grau war wie bei den Protestanten, wo ich mehrheitlich war, sondern farbig und irgendwie viel mehr Show und Action. So ein protestantischer Kirchgang ist im Vergleich eine ziemlich fade Angelegenheit. Auch verstanden habe ich, dass ich die Beichte als Qual empfinden würde. Heute sehe ich den grossen Wert der Beichte: Meine alte Tante wollte nicht aus dem Pflegeheim spazieren gehen, sie hatte Angst vor dem Polizisten der sie suche und einsperren wolle, ich habe ihr geraten, zur Beichte zu gehen, für etwas sei sie doch katholisch.

        Könnte ich mir aussuchen, was ich glaube, würde ich Katholik werden. Aber Gott will halt, dass ich nicht an ihn glaube.

  • tststs sagt:

    Überrumpeln?
    Es steht im Stundenplan plus ein Infoschreiben!!!
    Muss man es denn vorsingen?

    Aber ja, ich gebe zu, ich war auch überrumpelt: „Znünigeld“? Wir sprechen hier von Primarschülern, oder?

  • mila sagt:

    Frage: Wenn man sich den Unterrichtsplan des Kindes angeschaut hätte, wäre einem da nicht aufgefallen, dass ein ungewünschter ‚Fremdkörper‘ darauf vermerkt ist? Dass man ein Infoblatt auch mal übersieht, geschenkt. Aber diese Art von basalem Desinteresse am schulischen Geschehen erstaunt mich doch.

  • Mumof4 sagt:

    Haben wir in unserer schule auch. Es steht jedem frei dues abzumelden. Wenn mans aber verpasst muss man nicht die schuld beim andern suchen den die sache war ja klar. Wir sind selber schon vor jahren aus der kirche ausgetreten und haben unsere kinder gleich mitgenommen da ich diese hirnwäsche nicht gutheisse.

  • Emil Eugster sagt:

    Das ist wie die vorinstallierte Software auf einem neuen Computer, die keiner will und die keiner braucht. Sie funkt immer mal wieder bei den wichtigen Dingen, die man mach rein. Manchmal auch unbemerkt.
    Extrem mühevoll diese zu deinstallieren und Reste davon bleiben über die ganze Lebensdauer in irgend einem Winkel versteckt, nicht ohne von dort hie und da die anderen Programm zu stören.

    • tststs sagt:

      Ich bin heute überzeugte Atheistin. Und dennoch bin ich ziemlich sicher, dass die hinterlassenen Spuren des Christentums und des Religionsunterrichts guter Natur sind: Mitgefühl, Demut, Erbarmen.
      Aber ja, ich weiss, in der heutigen Zeit stören solche Eigenschaften…

      • Paolo Martinoni sagt:

        Ja, Mitgefühl, Demut, Erbarmen und vor allem abermillionen von Massakrierten (ich untertreibe, denn im Namen des christlichen Gottes und dank unserer so friedliebenden Religion sind ganze Völker ausgerottet worden).

      • Hans Hasler sagt:

        Im Ernst? Ich habe im Relgionsunterricht kein bisschen Demut oder Erbarmen gelern. Und ich kann auch nicht feststellen, dass Religiöse demütiger wären oder mehr Mitgefühl (mit wem eigentlich?) zeigen würden.
        Das Christentum beansprucht heute sehr gerne die Leistungen der Aufklärung als die eigenen.

      • Hagen Sand sagt:

        Es ist der Job der Eltern, solche Eigenschaften zu vermitteln. Reli-Unterricht braucht es dafür nicht!

      • Emil Eugster sagt:

        „Spuren des Christentums … Mitgefühl, Demut, Erbarmen.“
        Pfffff!
        Ja, die Attribute kommen im Christentum tatsächlich nur in Spuren vor.
        Wenn die superchristliche Regierun in den USA Kinder einsperrt und seelisch quält denke ich immer an Mitgefühl.
        Wenn ich die mit Gold und Edelsteinen verzierten Kirchen sehe und die in teuerste Stoffe gehüllten Kirchenvertreter, die uns sagen wollen wie wir zu leben haben ist es der Begriff Demut, den ich damit verbinde.
        Wenn ich die Aussagen vieler christlich geprägten Mitbürger zu Themen, wie Hungersnöten, Kriegsflüchtlingen, Umweltzerstörung höre, erkenne ich das grosse Erbarmen, das diese im Religionsunterricht gelehrt bekommen haben.

      • Dominique Kim sagt:

        Hr. Martinoni: hören Sie bitte auf mit solchen Phrasen. Sie sind Erwachsen und hätten die Fähigkeit zwischen Religion (Ihre Toten) und ECHTE Beziehung zu Gott zu unterscheiden, im Neuen Testament ist Jesu Lehr gaaaaaanz klar, falls nicht, lesen Sie doch darin, ich und meine Umgebung ist durch die Lektüre auf jeden Fall nicht zu schaden gekommen.

      • maia sagt:

        @Paolo Martinoni: Verstehe ich Sie richtig – es sind einzig und alleine die Christen die solche Taten vollbrachten? und alle anderen Menschen sind total Friedlieend, voller Mitgefühl, Demut, und Erbarmen?

      • tststs sagt:

        Nun ja, wahrscheinlich hängt dies mit der Art des Religionsunterrichtes zusammen. Ich hatte keinen (schein)heiligen Pfarrer, der von der Kanzel irgendwelche, für ein Kind kaum verständliche Predigten hielt.
        Ich hatte eine Katechetin (o.ä.), die uns die „guten“ Geschichten erzählte.
        (Und wer die nicht kennt, nicht einmal den barmherzigen NT-Gott vom willkürlichen AT-Gott unterscheiden kann, ja dann weiss ich auch nicht…)

  • Jürg Brechbühl sagt:

    Von allen Klassenkameraden war ich der allereinzige, der nicht getauft war. Damals war noch sehr unüblich, dass Eltern aus der Kirche austreten. Fast als einziger kannte ich die Bibel einigermassen.
    Das kam so: Meine Mutter kaufte eine illustrierte Kinderbibel und las uns Buben daraus vor. Wir sollten dennoch wissen, worum es geht und warum wir es nicht glauben.
    Geblieben ist mir die Geschichte des Feldherrn, der seine Soldaten aus dem Bach trinken liess. Diejenigen, die das Wasser mit der Hand schöpften schickte er nach Haus. Nur wer direkt mit dem Maul aus dem Bach trank, war mutig genug für den Krieg.
    Die Lehrerin hat uns einfach die Geschichten erzählt. Aber es war nichts frömmelndes dabei. Dieses Departement hatte bereits der Evangelische Brüderverein auf der anderen Strassenseite

    • Hanna sagt:

      Der Feldherr hiess Gideon

      • Jürg Brechbühl sagt:

        Ich lese grad nach, gegen wen die Israeliten unter der Führung von Gideon kämpften. Sie mussten sich von der Unterdrückung durch die Araber befreien.
        Uiuiuiiih, ich glaube nicht, dass noch politisch korrekt genug ist für den Religionsunterricht von heute…..

  • Artur Schmalz sagt:

    Die Schule und die Kirchen zu verdächtigen, dass sie den Religionsunterricht quasi obligatorisch erklären, wenn man selber nicht in der Lage ist die Dokumente der Kinder anzuschauen, finde ich reichlich übertrieben.

    Nehmen Sie sich mehr Zeit das Kind und seine Mitbringsel zu studieren, dann können Sie sich solche Artikel ersparen

  • Maya sagt:

    Im Kt. Zürich gibt es das Fach Religion, Kultur und Ethik. Wenn dies von einer für dieses Fach ausgebildeten Lehrperson unterrichtet wird, ist dies sehr wertvoll. Im Zuge des Lehrermangels ist dies leider nicht der Fall, sodass es vom Basteln, über Hauptstädte auswendig lernen bis zum Auslassen aller Themen reicht.

  • Kritischer Leser sagt:

    Die Mehrheit hat sich überrumpeln lassen. Man könnte auch sagen: Für die Mehrheit ist der RU offenbar völlig unproblematisch.

  • Maike sagt:

    Da muss ich doch echt schmunzeln, über dieses Hin und Her zum Religionsunterricht. Wer A sagt, sollte auch B sagen – wer sein Kind taufen lässt, sollte es auch in den Religionsunterricht schicken, damit es den Sinn hinter der Taufe versteht.
    Überlegt sich bloss scheinbar niemand vorab….

    • Hans Hasler sagt:

      Aber wer sein Kind nicht taufen lässt soll sein Kind trotzdem in den Religionsunterricht schicken? Sie haben das Thema voll nicht verstanden: Wieso müssen sich Konfessionslose bzw eben ungetaufte vom Religionsunterricht abmelden?!

    • Maike sagt:

      @Natalie – natürlich weiss ich es nicht, aber ich würde wetten, das die Kinder der Autorin allesamt getauft sind. Da könnte sie uns sicher weiterhelfen..

  • Anne sagt:

    Wow, toller Artikel! Er regt zum nachdenken an. Einiges war früher besser, zum Beispiel, dass man als Eltern nicht über tausend Einzeldinge nachdenken und entscheiden musste. Heute haben wir für unsere Kinder in vielen Fragen die Wahl, ob, wie und wie lange wir etwas wollen oder nicht wollen. Das geht aber auch mit einem erhöhten Aufwand für die Eltern einher, mit Sich-Informieren, Sich-damit-Beschäftigen, Diskutieren, Abwägen, Sich-Outen, Gegen-den-Mainstream-Schwimmen, Entscheide-Fällen, Mit-unpopulären-Entscheiden-leben-Müssen, usw. Leichter ist das Leben für die Eltern damit nicht geworden. Aber transparenter, gerechter?

  • 13 sagt:

    Ich staune gerade sehr, über so manche Dinge:
    1. Kantönligeist: Kirchlichen Unterricht in der Schule gab es hier (Kt. BE) schon nicht mehr als ich ein Kind war.
    2. Dass es die Schuld der Schule sein soll, wenn die Eltern ihre Verantwortung nicht wahrnehmen. Ja, mir passierte es auch schon, dass mir ein Brief entgangen ist, aber noch nie kam ich auch auf die Idee dafür dem Briefeschreiber schuld zu geben.
    3. Die Gottesfürchtigkeit von Agnostiker/Atheisten, die mir immer wieder begegnet. Eigentlich stelle ich mir vor, dass sie die Kirche nicht ganz ernst nehmen und dann höre ich immer die Panik. Schon ein Lied könnte die Kinderseele für immer verderben. Und durchsetzen können sie sich da nicht, auch hat ihr Einfluss null Wirkung auf das Kind? Wovor habt ihr Angst?

    • Hans Hasler sagt:

      Zu 3: Religiöse Indoktrination existiert nunmal. Lieder, Süssigkeiten (die sonst verteufelt werden) etc sind ein Mittel zum Zweck. „Schöne Momente“ werden dann mit Glaubensinhalten vernknüpft (nennt sich klassische Kondizionierung in der Psychologie).
      Stellen Sie sich mal vor, wass passieren würde, wenn an der Schule islamische Religiöse Lieder gesungen würden! Das wäre dann schon nicht mehr ganz so neutral, oder?

      • Lukas Baumann sagt:

        @Hans Hasler:Mir musste man nicht klassisch konditionieren. Die Inhalte der Geschichten sind einfach andre als in der Welt und dem Leistungsdruck.Es geht m Vergebung, Besiegen der Angst (Josef), Teilen, Helfen usw. Problemen des Tages werden anders begegnet als vielleicht in einem psychologischen Gespräch.Aber es ist eine andere Sichtweise.Also ich weiss nicht, ob ein Pädagoge nur Schlechtes finden würd Herrn Hasler.Gerade Transfer wird sehr gut in konf. Releunterricht geübt.Und der ist drei Stufen höher als das Auswendiglernen und wörtlich nehmen. Mir hat nie jemand ,Zeltli‘ im Releunterricht verteilt. Dass es eine alternatives Lebenskonzept gibt zum ,einander auf dem Pausenplatz zusammenschlagen und in den Dreck zu werfen‘ hat mir damals schon gereicht. Es ist der Entscheid der Eltern

      • 13 sagt:

        @ H.H.
        Das ist grundsätzlich richtig, aber das Kind geht ja nicht 24 Stunden pro Tag in den Religionsunterricht. Es wird ja andersweitig beeinflusst/indoktriniert und ich bin nachwievor der Überzeugung, dass der Einfluss des Elternhauses viel grösser ist als der Schule (sieht man ja gerade bei sehr konservativen Familienstrukturen). Mich persönlich würden islamische Lieder nicht stören. Warum auch? Wäre doch ok, dass sie da reinsehen und ich habe keine Angst, dass mein Kind dadurch zum Islam konvertiert. Wenn es das tut, dann aus anderen Gründen. Die Frage des Neutralität ist eine andere und gehört eigentlich zu 1. Die Schule soll neutral sein, aber eben auch Allgemeinwissen vermitteln, wie Grundlagen der Religionen. Kirchlicher Unterricht gehört in die Kirche.

      • Niklas Meier sagt:

        Herr Hasler, wir mussten vor über 10 Jahren schon im Allgemeinbildungsunterricht zur Moschee und in Synagoge. Nie in die Kirche.
        Wir leben übrigens in einem christlich geprägten Land. Unsere Verfassung beruht auf dem Glauben.
        Ich bin schon lange aus der Kirche ausgetreten, finde aber eine „Grundschulung“ in christlichem Glauben notwendig. Man sollte seine Kultur verstehen.

      • Hans Hasler sagt:

        13: Mit Ihrer Haltung zum Singen von Islamischen Liedern wären Sie aber recht weit alleine auf weiter Flur… Was glauben Sie wie die meisten Eltern reagieren würden, wenn das Kind auf einmal von „Allah ist gross“ zu singen beginnt.
        Ansonsten: Es gibt neben dem Religionsunterricht auch viele andere Einflüsse auf die Kinder. Und trotzdem sollte es verständlich sein, wenn man nicht alle Einflüsse auf seine Kinder einfach als OK und gut bewertet – vor allem, wenn man diese Inhalte selber ablehnt. Religionsfreiheit heisst eben auch die Freiheit, keine Religion zu haben. Kirchlicher Unterricht gehört nicht an die Schule (sagen Sie ja selber) und ist im Religionsunterricht trotzdem dort zu finden.

      • 13 sagt:

        @ H.H.
        Alleine wäre ich eher nicht, ich habe den Wohnort aber auch danach gewählt. Bei „Allah ist gross“ würde ich nachfragen, woher es das hat und was es damit meint. Es gibt in der Schule einige Inhalte/Einflüsse, die ich nicht wirklich gutheisse, aber das gehört nun mal dazu. Als ich spreche ja mit meinen Kindern, sie kennen meine Meinung und können sich ihre eigene bilden. Sie können damit umgehen. Und wenn es gar nicht geht, gibt es ja die Möglichkeit der Abmeldung (beim Religionsunterricht, sonst nicht). diese Freiheit besteht ja. Es ist richtig, ich finde, es gehört nicht in der Schule. Aber der fast schon aggressive Ton, der angeschlagen wird, überrascht mich dann doch. Zumal dann mit rassistischen Darstellungen im NMG-Unterricht und Literatur weniger ein Problem haben.

    • Reincarnation of XY sagt:

      13 – ich mache die Erfahrung, dass jeder Religiöse Angst hat mit mir über seinen „Glauben“ zu diskutieren.
      Selbst die missionarischsten Gläubigen, die andere jahrelang von ihrem Glauben überzeugen wollen, verlieren innert wenigen Minuten die Lust mit mir zu diskutieren. Interessant nicht?

      Und was ist ihr Argument? Selbst glauben Sie an die Kraft der Religion, aber jetzt in der Diskussion so tun, als wäre die Religion etwas wie ein Placebo vor dem man sich nicht zu fürchten braucht?

      GLAUBEN ist eine Kraft die Berge versetzen kann. Völlig wertneutral. Jeder aufmerksame Beobachter der Menschheit kann dies feststellen. Es sollte uns also SEHR interessieren, wer wo wie was für einen Glauben vermittelt. Die Geschichte ist voller Beispiele.

      • 13 sagt:

        @ roxy
        Ich kann nur für mich sprechen, ich diskutiere nicht darüber.
        Das aus 2 Gründen:
        1. Es ist etwas zutiefst persönliches und muss somit auch nicht diskutiert werden oder wenn dann im engsten Vertrautenkreis.
        2. Eine Auseinandersetzung in der Form, dass sich eine rechtfertigen, erklären muss, häufig gegen eine sehr absolute, toleranzfreie Haltung der Gegenseite, bringt nichts.
        PS: Ich glaube nicht an die „Kraft der Religion“, sondern an Gott, das tut hier aber nichts zur Sache. Die Religion ist nur eine Struktur, eine Gemeinschaft, die Kraft spenden kann, wenn man Mitglied ist. Ob man das ist und wie sehr, dass man sich einbringt, kann jeder für sich entscheiden. Das verändert auch nicht eine Stunde Religionsunterricht. Der freie Wille ist das wichtigste Gut überhaupt.

      • Roxy sagt:

        Wenn es persönlich ist, dann soll es nicht öffentlich aufdocktriniert werden, schon gar nicht Kindern.
        So aber ist es ein öffentliches, und da Teil der Schule, ein intellektuelles Thema.
        Da scheint es mir nicht redlich wenn man sich aus der Versntwortung stiehlt. Wenn man schon behauptet es sei so gut und nützlich müsste man sich auch einer sachlichen Diskussion stellen.

      • 13 sagt:

        Die Eltern sind nun mal für die persönlichen Entscheide der Kinder mitverantwortlich. Öffentlich besteht das Angebot zum Religionsunterricht (nicht gleich Glaube/Religionsausübung , sondern lediglich Unterricht), dieses kann man annehmen oder nicht. Wenn man von der Wahlmöglichkeit keinen Gebrauch macht, ist es nicht die Schuld des Anbieters. Wie gesagt, ich halte es nicht für erforderlich im Schulunterricht, ich fände es sogar besser, es würde 8wie bei uns) ausserhalb stattfinden, nur wenn es ums „Indoktrinieren durch die Schule“ geht, gäbe es etliche wichtigere Punkte als ein Religionsunterricht, von dem man sich dispensieren lassen kann.

      • Reincarnation of XY sagt:

        13 – wenn es so wäre, hätte ja niemand etwas dagegen, aber der Punkt ist ja gerade dass es NICHT so ist.
        1. ist der „neutrale“ Unterricht nicht neutral
        2. werden nicht kirchliche Kinder versucht in kirchliche Unterrichte zu stecken
        3. werden Kinder mit Süssigkeiten manipuliert, die sonst verboten sind
        4. ist der Unterricht nicht rein informativ, sondern oftmals extrem missionarisch
        DARUM geht es.
        Und das genau stört mich: dass die Religion immer sämtliche Probleme mit ihr komplett ignoriert, leugnet und wenn man sie darauf anspricht, muss man hören, man vergreife sich im Ton etc.

      • 13 sagt:

        @ Roxy
        Es besteht ein Unterschied zwischen einem neutralen Unterricht, wo die grossen Religionen als Überblick gelehrt werden und der Sache der Schule ist und dem kirchlichen Unterricht. Hier sprechen wir über das zweite, damit ist er nicht neutral. Das habe ich aber auch nicht gesagt. Ich sagte, dass der Besuch eine Unterrichts, keine Religionsausübung darstellt. Ich kann mich auch in den Koranunterricht setzen und übe darum nicht den Islam aus und werde auch nicht gleich Muslimin.
        Zu den Süssigkeiten: Meine Kinder haben bis auf Kekse an Weihnachten da noch nie welche bekommen. Es gibt nur von der Klassenlehrerin Kaugummis in der Mathestunde, weil sie von der besseren Konzentration überzeugt ist. Auch kontrolliert in der Schule niemand mehr das Znüni, auch nicht auf Bananen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        13 – aber hören Sie überhaupt zu? Es ist halt nicht überall wie im reformierten Bern.
        Bei uns erhalten die Kinder das ganze Jahr über Schleckzeug im kirchlichen Unterricht und der kirchliche Unterricht geht missionarisch auf Nicht-kirchliche Kinder.
        Und in unserem katholischen Kanton wurde der „Neutrale Unterricht unter der Federführung der Kirche gestaltet. Er war eine ökumenische Religionspropaganda, von Aufklärung keine Spur. DAS sind die kritisierten Punkte.

        (Erst seit letztem Jahr scheint dank LP 21 dieser Unterricht tatsächlich etwas neutraler geworden zu sein. Aber das kam nur, weil sich eine Minderheit gegen diese kirchliche Anspruchshaltung sie sei die alleinige Instanz für Ethik widersetzt hat.)

  • Gabriella sagt:

    Ende der 50er Jahre standen solche Themen gar nicht zur Diskussion. Als Katholikin wurde mir der RU aufgezwungen. Ich bin mit 18 aus der Kirche ausgetreten und bin nach wie vor überzeugte Agnostikerin.
    Ich muss allerdings zugeben, dass wir in der Schweiz christliche Kultur leben und bin der Meinung, dass man über das Christentum wenigstens elementar Bescheid wissen sollte.
    Meine Enkel gehen nicht in den RU. Als ich kürzlich zu Besuch war und das Thema Maria Empfängnis kam, war ich erstaunt, dass diese nicht einmal wussten, wer Jesus ist. Und dass, Jesus eine Mutter hatte, die Maria hiess.
    Ich mische mich nicht in die Erziehung meiner Enkel ein, aber ein bisschen Kulturverständnis sollte man schon haben.

  • Marcel Chevaux sagt:

    Warum sollte das eine Buch (Bibel, Koran, Gesangsbuch, usw.) oder die eine Stimme (Gurus aller Art) das einzige und ursprüngliche sein, was man lesen und respektieren sollte?

    Auf der Strasse entgegne ich den Scientologen, Koran-Verteilern, Mormonen-Zwillingen oder Bibel-Werbern immer, dass ich sehr glücklich bin (depressiven Menschen preist man Götter wie glatzköpfigen Männern Haarwuchslotionen an). Und frage zurück ob sie selbst andere Bücher lesen würden? Ja? Wie zum Beispiel ein Anatomiebuch oder zeitgenössische Autoren?
    (Bei der Anatomie prüfe man mit „Penis“ oder „Klitoris“ nach. Bei der Literatur mit weitläufigen provozierenden Ideen aus der Philosophie; z.B. Menschenrechte).

    Und da ist der Religionsunterricht ähnlich. Nur darf man nie zurückfragen.

  • Kurt Pauli sagt:

    Was in einem säkularen Staat in die öffentliche Schule gehört, sind ‚Allgemeiner‘-Religionsunterricht und ‚Ethik‘-Unterricht. Alles andere grenzt aus und hat in der Schule nichts zu suchen.

    • Lukas Baumann sagt:

      Also muss ich als kath. Kind in den ökumenischen Unterricht an einem Samstag und darf nicht unter der Woche in ein Schulzimmer, das dafür freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde?Während die andren Kinder, die konfessionslos sind, entweder frei haben oder einen Ethikunterricht in der Schule selbst, der auch ,Dogmen und Moral‘ vermittelt?Einfach aus einer andren Sicht.Ich find eben genau das ausgrenzend.Konfessioneller Rele ist nicht Schule.Aber es durfte in einem Klassenzimmer stattfinden.Für uns SuS war das seelsorgerisch für den Schulalltag unterstützend. Die Eltern haben das Recht, das für ihr Kind auszuwählen. Dann darf ich unter der Woche kein Rele haben? Nirgend wo sonst darf noch Rele stattfinden? Ich würd das Gegenteil sagen: konfessionslos, konfessionell usw. in der Schule.

      • Emil Eugster sagt:

        „Also muss ich als kath. Kind in den ökumenischen Unterricht an einem Samstag und darf nicht unter der Woche in ein Schulzimmer, das dafür freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde?“
        Ja genau.
        Trennung von Staat und Religion. Den Wert der zur Verfügung gestellten Schulräume müsste die Kirche als Zuwendung in ihrer Steuererklärung … halt mal …

      • Lukas Baumann sagt:

        Ich seh es so: Wenn wir jede Dienstleistung in Rechnung stellen wollten:Dann müssten wir jeden Gedanken,der für eine Tat verantwortlich ist,nachprüfen und dann die belohnen,die uns den vermittelt haben. Vor Jahren wurde hier eine Studie publiziert, dass Kirchen Funktionen ausführen, die auch unentgeltlich sein können.Es gibt immer Berührungspunkte:Einer, der konfessionslos ist, darf auch jederzeit zum Pfarrer,ohne dass er da ein Formular ausfüllen muss und zahlen.Einerseits versteh ich, wenn Steuern aufgeführt werden, die externe Personen etc. zahlen müssen in einigen Kantonen.Jedoch wurde in den jew. Kantonen darüber abgestimmt kürzlich.Dann kostet an einem Schulzimmer der Lehrer am meisten. Relelehrer werden von den konf. Eltern bezahlt.Die Schulleitung hatte nie ein Problem damit.

      • Emil Eugster sagt:

        Der Gegenwert ist, wenn die Kirchen die jeweiligen Räume zu Marktpreisen bezahlen müssten. Die ganze Infrastruktur bereitzustellen kostet hunderte Millionen.
        Das ist wie wenn Christen am Abend die Firmenwagen von Betrieben gratis ausleihen dürften. Nicht bei dem Betrieb bei dem sie Arbeiten. Nur Christen, keine Atheisten, Sikh, Muslime, Buddhisten usw.

      • Lukas Baumann sagt:

        Bei uns war es z.b. bis jetzt gratis, wenn konfessionslose Kinder zum konfessionellen Releunterricht kommen wollten. Und zwar wirklich gratis. D.h. die Konfessionellen kamen für das auf, da sie ja den Unterricht bezahlen. Leider gibt es immer mehr Bestrebungen, alles kosten zu lassen. Das ist meiner Meinung nach sehr doof.

      • Lukas Baumann sagt:

        Nein ein Schulzimmer kostet nicht hunderte Millionen. Wir haben einen Pfarreisaal. Dieser nutzen auch die ,weltlichen‘ Vereine usw. In der Schweiz war es ein Geben und Nehmen. Bei einigen Punkten kann ich es verstehen, wenn man noch was verlangt: Aber gerade für die Steuer juristischer Personen o. Unternehmen haben sie im Kt. Zürich abgestimmt – das ganze Volk – und diese Steuer behalten wollen. Obwohl viele da nicht zur Kirche mehr gehören. Also machen Sie gerne Wahlkampf, aber nicht einige Politiker sollen durch die Hintertüre schön alles trennen. Dies ist meiner Meinung nach nicht möglich, als dass Religion verfolgt und verboten wird. Dies steckt meiner Meinung nach auch immer hinter diesen Bemühungen. Aber echter konf. Religionsunterricht löst viel mehr Probleme, als er schafft.

      • Lukas Baumann sagt:

        Ausserdem bezahlen auch Konfessionelle (normale) Steuern. Wie auch Konfessionslose. Und für die Konfessionslose gibt es in der Schule einen Ethikunterricht, während für Konfessionelle, die normale Steuern und Kirchensteuern zahlen es kein Schulzimmer dafür zur Verfügung gestellt werden darf, was sie für ihre Kinder ausgewählt haben. Klar, es ist Religion, aber auch eine Weltanschauung. Ethik wird als äquivalentes Fach, d.h. als Alternative dargelegt und darf in der Schule besucht werden. Sie sehen also, man kommt hier sehr in eine ,Vermischung‘ und es ist nicht einfach zu sagen: wenn wir alles trennen, dann ist es für alle gleichermassen gerecht und wir benachteiligen niemanden.

  • Divi D. sagt:

    2/
    2. Das Kind möchte in den Unterricht, ihm gefällt’s da. Die Eltern (nur die Mutter?) möchen das nicht, scheuen aber den Konflikt mit dem Kind. Herrjeh, das gehört wohl zur Erziehungsarbeit dazu, Konflikte mit dem Kind auszutragen, ihm aufzuzeigen, warum man etwas erlaubt oder nicht. Aber etwas bessere Argumente als einfach nur „will ich nicht“ braucht es halt schon. Ich hasste den Turnverein, meine Tochter durfte trotzdem hingehen. Wenn die Autorin absolut nicht will, dass die Tochter in den Unterricht geht, bleibt halt nichts anderes übrig, als den Konflikt auszufechten. Wird’s dann auch später mal geben, wenn man nicht zu jeder Party oder jedem Stück Markenkleidung einfach ja und amen sagen will.

  • Lukas Baumann sagt:

    Das klingt so, als will man einen konfessionellen Unterricht verbieten.Für alle. „die Kirche kann schreiben, dass der konfessionelle Unterricht gut besucht wird“. Ja, wäre er nicht gut besucht, dürfte es keinen konfessionellen Releunterricht mehr geben?
    In der Schweiz haben die Eltern das Recht, das Kind einer Religion oder nicht angehören zu lassen.Es macht von der Lernpädagogik her Sinn.Wie Kinder lernen, wie Erwachsene lernen sind zwei Paar Schuhe.Ein Kind merkt, was es nicht will.Für Erwachsene mag das nicht auf Anhieb verständlich sein.Von den Lerneffekten her lernen Kinder schon was.Als ich da war.Es ist praktisch seelsorgerisch für den Schulalltag.Es ist den Eltern, zu entscheiden, was sie wollen.Ein Kind, das wollte nicht in Rele.Dann soll man das akzeptieren. Genauso umgekehrt.

  • Papperlapapi sagt:

    Bei uns haben sich auch einige Kinder in den Religionsunterricht verirrt, die nicht einer der Landeskirchen angehören. Die Eltern wurden von der Lehrerin namens der 2 Landeskirchen angeschrieben, dass für ihre Kinder der Unterricht kostenpflichtig ist.
    Seither sind die Katholiken und Reformierten wieder unter sich. Die Hälfte der Klasse besucht den Unterricht nicht.
    (Meine Kinder sind dabei, weil meine Frau katholisch ist. Ich bin Atheist.)

  • Anh Toàn sagt:

    Über unserer Verfassung steht „Im Namen Gottes des Allmächtigen“, unsere „National“-hymne ist ein Psalm, eine Hymne auf Gott, unsere „National“-flagge ist ein Kreuz, juristische Personen müssen Abgaben zahlen an die christlichen Religionsgemeinschaften, in unseren zwangsfinanzierten Medien gibts zur besten Sendezeit ein Wort zum Sonntag, da ist die Gehirnwäsche in der staatlichen Schule nur konsequent.

    In der Schweiz ist Nichtglauben privat, Glauben ist öffentlich.

    • Esther Villa sagt:

      Ausländerin welche sich nicht hier integrieren will aber heftig wird.

    • Lukas Baumann sagt:

      haha schön wär’s.Anscheinend darf man bald nicht mal mehr konfessioneller Releunterricht in einem Schulzimmer ganz am Ende des Tages stattfinden lassen und muss dafür an einem Samstag in der Kirche antraben.Alles ganz genau getrennt und ein gemeinsames weltliches Sammelsurium Fach für jeden,statt jede Weltanschauung in der Schule vertieft.
      Dabei unterstützt konf.Releunterricht das Kind genauso für den Schulalltag/hat noch Transfer drin.Und das haben die Eltern gewählt, was lernpädagogisch Sinn macht.Wobei sich das Kind schon wehrt, wenn es das nicht will, keine Angst. Genau das Gegenteil ist auch der Fall.Aus diesem Grund sollte man auf sein Kind hören, wenn man es liebt. Und sich zurückstellen, auch wenn es einem peinlich ist.Kinder sind Kinder.Aufs Herz hören.Schule wie in Frankreich?

  • Divi D. sagt:

    1/Meiner Meinung nach gibt es hier zwei Aspekte:
    1. Vorab das Schreiben mit der Möglichkeit zum Abmelden vom Unterricht übersehen. Viele Eltern (eigentlich meistens Mütter) beklagen sich über die vielen Infobriefe der Schule. Aber ganz ehrlich: Wird man nicht informiert, ist es auch nicht gut und meistens sind die Briefe nicht 7 Seiten lang, und ich finde es gehört zum Job von uns Eltern, Informationen, die von der Schule kommen, richtig zu lesen und dann zu reagieren, wenn man es für nötig erachtet. Wurde hier nicht gemacht, dann würde ich mich hüten, mich so furchtbar zu beschweren, zumal es ja auch nachträglich noch die Option des Abmeldens gibt.

  • Muttis Liebling sagt:

    Welche Ziele verfolgt der wie Sie schreiben ‚von der Kirche gesponserten Religionsunterricht in der Schule‘? Soll der Religion oder Glauben vermitteln?

    Ohne profundes Wissen um das Christentum steht man in unserer Kultur recht hilflos da. Wenn es einem egal ist, ob man Kultur, Soziales und Politik versteht, kann einem auch die Religion egal sein. Aber falls man orientiert sein will, muss man wenigstens die Grundbegriffe und vor allem die Geschichte des Christentums samt der vorgelagerten griechischen Antike im wesentlichen beherrschen.

    • Hans Hasler sagt:

      Was für profundes Wissen um das Christentum wird denn schon in diesen Stunden vermittelt! Und was soll das für unsere Kultur (zu verstehen) helfen?
      Und eine Geschichte des Christentums „samt der vorgelagerten griechischen Antike“ gibt es so gar nicht.
      Die Griechische Antike hat sehr viel mit der Aufklärung zu tun und extrem wenig mit dem Christlichen Glauben.

      • Muttis Liebling sagt:

        Das Christentum ist die Verschmelzung des nahöstlichen Abrahamitismus mit der Mythologie der Griechen. Die Vorstellung, Gott könnte einen Sohn haben, wurde erst geboren, als zwei der Jünger in Griechenland strandeten.

        Die Entfaltung der europäischen Wissenschaften ab der Renaissance und die darauf folgende Aufklärung beruhen auf der christlich begründeten Vorstellung der Intelligibilität der Welt. Das Denken kann die Welt erfassen, weil Gott das Denken der Menschen nach den Regeln der Welt gestaltet hat. Ohne diese Grundannahme hätte Kant nie die ‚Kritik der reinen Vernunft‘ schreiben können.

      • Hans Hasler sagt:

        “ Die Vorstellung, Gott könnte einen Sohn haben, wurde erst geboren, als zwei der Jünger in Griechenland strandeten.“ Welche zwei Jünger waren das – und wurde voher nicht vom Sohn Gottes gesprochen?

        Und ich weiss, dass die Aufklärung im Nachhinein von Christen gerne als ihr Verdienst dargestellt wird. Was aber sowieso blanker Unsinn ist.

    • R.K. Moser sagt:

      Das kann aber später lernen, so ab ca. 14 Jahren.
      Dass schon Kinder mit 6 in den Religionsunterricht müssen, hat Tradition deswegen, weil die dann erhaltene Gehirnwäsche ziemlich nachhaltig ist.
      Sagen Sie mal einem etwa 40-jährigen Katholiken, dass Jesus ein schwuler und pädophiler Hundsfott ist, der nur elend über die Welt gebracht hat. Dann wissen Sie danach vielleicht, wie nachhaltig die Gehirnwäsche ist.

      • Mina Peter sagt:

        Den Eindruck habe ich auch. Deshalb fällt es Katholiken so schwer, aus der Kirche auszutreten. Das haben die Reformierten erkannt und fangen auch bereits mit den 7-jährigen an, ihren Glauben einzutrichtern. Ich musste erst mit 12 in den Unterricht, eine ganz andere Ausgangslage.

      • M.G. sagt:

        @R.K. Moser
        Ihr Wort in Gottes Ohr (das schreibe ich nur, weil man das so sagt)! So etwas schönes wie Sie in Ihrem letzten Paragraph geschrieben haben, habe ich selten gelesen. Allgemein freut es mich zu sehen, dass sich in den Kommentarspalten so viele gebildete Menschen tummeln, die nicht an irgendeinen imaginären Kasper glauben, der im Himmel auf sie herabblickt.
        Wer Gutes tun will und ein guter Mensch sein möchte, macht das von selbst (das nennt sich Charakter) und nicht etwa, weil er Angst hat nach seinem Ableben in der Höälle zu schmoren.

      • tststs sagt:

        OMG! Welche Gehirnwäsche? Dass der Vater den verlorenen Sohn mit offenen Armen empfängt? Dass auch der Sünder Gnade erwarten kann? Dass es jemanden gibt, der fest zu mir steht, egal was ich tue? Dass ich barmherzig und mitfühlend sein soll?
        Jaja, solche Werte sind in der Schweiz nicht gefragt, und werden den armen Kindern per Gehirnwäsche indoktriniert!
        Noch einmal: ich bin überzeugte Atheistin, aber der – gut gemachte – Religionsunterricht hat mich als Mensch sicher positiv geprägt!

    • Simone sagt:

      richtig, gut gesagt. Aber die Journalistin ist nicht schweizerin und kann sicht nicht vorstellen was es für uns bedeutet : es bedeutet viel.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Noch Ärger erging es meiner Kollegin, die, wie Frau Kuster, dank eines tollen Pfarrers in der Kindheit eine positive Beziehung zur Kirche hatte und Ministrantin war. Ihre Kinder bekamen vom „katholischen“ RU Angstzustände. Sie konnten wochenlang nicht schlafen.
    Weil alle Gespräche nichts nutzten, musste meine Kollegin sogar zur Kirche austreten, weil in unserem Kanton „alle getauften Kinder“ obligatorisch auch den kirchlichen Unti besuchen müssen.
    Mir scheint es tatsächlich als hätten sich die schrumpfenden Landeskirchen an den wachsenden Freikirchen ein Vorbild genommen und sich in ihrem Stil radikalisiert.

    Ich staune einfach wie gleichgültig die Eltern sind und diesem Treiben grösstenteils ignorant zuschauen.

  • Pascal Meister sagt:

    Gratuliere zum Entscheid. Leider werden Kinder immer noch missbraucht und indoktriniert im Namen von Religionen. Teilweise in noch viel jüngerem Alter als bei den hiesigen Staatskirchen und mit körperlicher Veränderung. Das sollte nicht sein, ab Alter 16 sind Kinder frei zu entscheiden. Noch schlimmer allerdings sind konfessionelle Schulen, in denen die jeweilige Religion den ganzen Schultag durchdringt. Das widerspricht aus meiner Sicht allen Kinderrechten und gehört verboten.

  • Gerhard Mast sagt:

    Beim Lesen des Artikels habe ich spontan gedacht, dass da aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird. Aber beim Lesen der Kommentare ist für mich klar: Die ganze Sache müsste umgekehrt sein, sodass die Eltern ihr Kind für den Unterricht anmelden müssen.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Dem nicht genug wurden unsere Kinder – obwohl wir konfessionsfrei sind – aktiv in den kirchlichen Religionsunterricht eingeladen, bei dem die Kinder Süssigkeiten (!!!!) bekommen, obwohl sonst schon Bananen in der Schule verboten sind. Dem nicht genug, rief die reformierte Religionslehrerin meiner Frau an und warb für ihren Unterricht. Mein Sohn wollte hin, wir liessen ihn und stellten fest, dass das eine Art evangelikale Bibelstunde ist. Na zum Glück hat unser Kind klare ethische Werte und wir haben Humor.

    • Simone sagt:

      warum ? warum spotten Sie ? wieder eine deutsche der schrift nach. RESPEKTIEREN SIE DIE SCHWEIZ UND SIE WIRD SIE RESPEKTIEREN.

      • Maike sagt:

        @Simone – erstaunlich wie man in der Schweiz immer gleich die Deutschen für das Schlechte heranzieht. Und wie man aus dieser Zuschrift rauslesen kann, das es von einem / einer Deutschen geschrieben wurde – respekt !

      • Reincarnation of XY sagt:

        Aha – das ist die einzige Reaktion.

        Keine Argumente, kein ehrliches Nachfragen, stattdessen Polemik und Verleumdungen.

        Erklären Sie mir, was genau soll in meinem Beitrag Spott sein soll, denn ich schrieb nur die Wahrheit.

        Zweitens bin ich geborener Schweizer, komme aus konservativem christlichem Hause. Bestens bewandert in unserer Kultur. Der „Götti“ meines nicht getauften Kindes ist sogar im Jodelverein.

        Aber Sie beweisen ja gerade, was ich 13 oben antwortete (aber nicht freigeschaltet wurde). KEIN Religiöser wagt es mit mir vernünftig und auf Fakten bezogen über seinen Glauben zu diskutieren. Stattdessen werde ich regelmässig persönlich beschimpft, bloss weil das Gegenüber keine Argumente hat. Sehr entlarvend.

      • 13 sagt:

        „KEIN Religiöser wagt es mit mir vernünftig und auf Fakten bezogen über seinen Glauben zu diskutieren.“
        Uns Sie haben sich noch nie die Frage gestellt warum? Wobei vermutlich doch, aber selber interpretiert, beantwortet:
        „bloss weil das Gegenüber keine Argumente hat.“
        Auf die Idee, dass es vielleicht auch der Ton in Ihren Kommentaren zum Thema, Spott ist nicht ganz das falsche Wort, ist, kommen Sie nicht? Warum sollte sich das jemand bei einem so persönlichen Thema antun? Wie man in den Wald ruft, so tönt das Echo oder so.

      • Röschu sagt:

        @RoXY
        „KEIN Religiöser wagt es mit mir vernünftig und auf Fakten bezogen über seinen Glauben zu diskutieren.“
        Bilden Sie sich ja nichts darauf ein, denn es liegt keineswegs an Ihnen, sondern in der Natur der Sache. Es geht ja gar nicht anders, denn wie soll es möglich sein „vernünftig und mit Fakten“ über Dinge zu diskutieren, die es nur dann überhaupt gibt, wenn daran geglaubt wird?

      • Reincarnation of XY sagt:

        falsch Röschu
        Es gibt sehr wohl FAKTEN über die man diskutieren kann:
        Ethische Fakten
        historische Fakten – z.B. der Einfluss der Religion auf eine Gesellschaft
        Psychologische Fakten
        Wissenschaftliche Fakten

        Religion ist nicht einfach ein Blödsinn, wie das viele Religionsfreie einfach sagen. Religion ist sehr interessant und wäre es wert sie zu studieren und zu reflektieren.
        Das würde ich auch von einem schulischen Unterricht erwarten. Stattdessen ist er einfach eine Propagandaunterricht von den offiziellen religiösen Organen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Und was genau soll nun hier an meinem Ton falsch sein 13?
        Dass ich es wage etwas in Frage zu stellen, das SIE sofort verurteilen würden, wenn es nicht ihre Religion tun würde? – In der Schule, in der selbst Bananen verboten sind, Süssigkeiten verteilen? –

        Wir wurden stets vor Erwachsenen gewarnt, welche Kinder mit Süssigkeiten fangen wollen.
        Finden Sie eine solche Missionierung etwa ethisch korrekt? Oder ist es ethisch korekkt, kirchenfreien Kinder, in ihren Religionsunterricht einschleusen zu wollen?
        Ich rede ja auch nicht fremden Kindern ihren Glauben aus.
        Und es ist ethisch auch nicht korrekt, wenn man einfach lügt, nur damit die Religion als 100% gut dasteht.
        Aber eben, das interessiert niemand, lieber beschuldigt man den Überbringer der Botschaft persönlich.

      • Röschu sagt:

        @RoXY
        Über „Religion“ kann vernünftig und mit Fakten diskutiert werden – über „Glauben“ nicht.

      • 13 sagt:

        @ Roxy
        Der Ton ist der Ton und die Aussage die Aussage. Das sollte nicht vermischt werden. Sie machen hier einen Rundumschlag gegen alle Gläubige und insbesondere Eltern, bezichtigen Sie der Ignoranz, der Radikalisierung, der Lüge, der Bauernfängerei, der Naivität, der fehlenden Ethik, erklären weiter, dass es gut ist, sie auszulachen, und sind dann zutiefst empört, dass sie nicht das Bedürfnis haben, sich bei Ihnen, warum auch immer, für Ihre Religion zu rechtfertigen.
        Nun, wie gesagt, ist der Unterricht eine Sache und wie dieser angeboten werden soll und kann, ist letztlich ein Entscheid des Kantons, nicht der Kirche. Andere Kantone haben anders entschieden.

    • mila sagt:

      So unvorstellbar es klingen mag: auch Schweizer können sich gekonnt schriftdeutsch ausdrücken…

    • Reincarnation of XY sagt:

      13 – ich sagte einst, dass es völlig ok ist, religiöse Gefühle zu verletzen. Warum? Weil die Religion z.B. sagt, dass Ungläubige vom lieben Gott ewig in der Hölle gefoltert werden.
      Weil die Religion sagt, dass Abraham der Vater der Gläubigen sei WEIL ER BEREIT WAR sein eigenes Kind zu töten.
      Und weil in der Religion auf Blasphemie die Todesstrafe steht. etc. etc. etc.

      Ich werfe Ihnen Ignoranz vor, weil sie diese Dinge ja tatsächlich ignorieren. Sonst hätten sie ja Verständnis, dass dies einer sensiblen humanistischen Seele sauer aufstossen müsste. Und sonst würden Sie das ja selbst thematisieren.
      Aber nein, es wird sogar aktiv verleugnet, z.B. im Religionsunterricht.
      Davon spreche ich.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Dank dem Religionsunterricht dass die Schweiz (unser Kanton), kein säkularer Staat ist. Unsere Kinder erzählten Dinge, von denen ich dachte, das dürfte man an einer säkularen Schule so nicht sagen…. und richtig, sind wir eben nicht. Staat und Kirche ist nicht getrennt. Die Kirche hat offizielle Federführung in der Vermittlung dieser „Werte“. Auch im sogenannten nicht kirchlichen RU, unterrichten z.T. dieselben Personen, wie im kirchlichen. Eine kritische, wissenschaftliche und humanistische Auseinandersetzung mit Religionen findet nicht statt. Die Kinder hörten glatte Falschaussagen, die jedem Fundi dereinst in die Karten spielen werden. Ich war erstaunt.

  • Jo Mooth sagt:

    Bin mit der Autorin vollständig einverstanden und bedanke mich für den ausgezeichnet geschriebenen Text. Als ich es mit 25 endlich schaffte, meine Bequemlichkeit zu überwinden und aus der reformierten Kirche auszutreten kam vom Pfarrer ein Brief zurück, der mir offenbar Schuldgefühle bereiten sollte, etwa dass ich doch bedenken solle, dass ich nicht mehr kirchlich bestattet werde und meine Angehörigen darunter leiden könnten… Man stelle sich vor, die kleinen Primarschüler müssten bei Greenpeace, der UNIA oder gar der SVP in den Unterricht, wenn sie die Eltern nicht abmeldeten.

  • U. Moser sagt:

    Ich hatte selber in der Unterstufe keinen Religionsunterricht, damals noch Bibelstunde genannt. Meine Eltern waren und sind der Meinung, dass Kinder in diesem Alter zu klein sind, um sich selbst ein Urteil zu bilden. Wir haben aber zuhause viel über Religionen (nicht nur Christentum) gesprochen und ich weiss daher mehr, als viele, die diese Bibelstunden besucht haben.
    In der Oberstufe hatten wir dann einen Religionsunterricht, der die verschiedenen Glauben miteinander verglichen hat. Wir haben dort über Auswirkungen von Glaubensgrundsätzen und Dogmen diskutiert. Das fand ich sehr spannend und bereichernd. Aber in einem Alter, in dem man in der Lage ist, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu äussern.

  • Alex Hauser sagt:

    In der Schweiz herrscht Religionsfreiheit und somit auch die Freiheit keine Religion und Rationalität und Aufklärung zu wählen. Das Recht dies an Ihre Kinder weitergeben zu wollen hat die Autorin genutzt und die Kinder dabei keinesfalls von etwas beraubt, sondern ihnen das Geschenk gegeben ihren Glauben frei zu wählen.

    Das, was mich am derzeitigen Konstrukt Religionsunterricht in Schweizer Schulen stört ist, dass es eigentlich nur zwei Religionsoptionen gibt anstatt breit aufzuklären (Christentum, Judentum, Buddhismus, Islam etc.). Hier wäre ein Ethikunterricht mit gleichwertiger Darstellungen vieler Religionen angebracht. In der so geschaffenen Transparenz können mündige Menschen mit freier Wahlmöglichkeit herangezogen werden. Oder belebt Konkurrenz das Religionsgeschäft etwa nicht?

    • Reincarnation of XY sagt:

      Sind alle Religionen gleichwertig?
      Sind alle Parteien gleichwertig?

      Eigentlich würde es unserem Weltbild entsprechen, dass wir in der Schule einfach objektive Fakten vermitteln.
      Aber objektive Fakten scheut der Religion wie der Teufel das Weihwasser (obwohl letzterer dies gar nicht scheut ha, ha, ha). Wo kämen wir denn da hin, wenn der Schweizer am Ende noch wüsste, dass all die „christlichen Werte“ im christlichen Europa stets eine Häresie waren, oft sogar mit dem Tode bestraft, bis nicht Aufklärung und Humanismus mit dieser Glaubensdiktatur ein Ende machten.

  • Werner Wenger sagt:

    Und warum soll die Religion und die Kirche so gut sein? Bedenkt doch wie viele Kriege und Verbrechen im Namen einer Religion begangen wurden und heute noch ausgefochten werden! Oder sind die Rädelsführer nur „Abweichler“ von ihrer Religion?

  • Gwendolan sagt:

    Geht es jetzt um den kirchlichen „Unti“ (von: Unterrichtung), der mit Blick auf Firmung/Konfirmation von den Kirchen in den Schulräumlichkeiten angeboten warden, oder um den schulischen Religionsunterricht?

    Im ersten Fall sollte man sich zwar auch nicht aktiv abmelden müssen (und in der Schule hat es auch nichts verloren), aber wenn ihr Kind das automatisch auf dem Stundenplan hat, würde ich doch vermuten, dass dies daran liegt, dass Sie es zumindest einmal in einer der Landeskirchen haben taufen lassen.

    Im zweiten Fall ware ich sehr besorgt über die Art des „schulischen“ Religionsunterrichts, der ja offenbar an Ihrer Schule weniger in religionskundlicher Form angeboten wird, sondern die Form religiöser Handlungen annimmt. Das hat im Schulunterricht definitiv nichts verloren.

  • Tom Meyer sagt:

    Es sind ja auch ganz schlimme Sachen was die Kinder dort zu hören bekommen. Drum richtig entschieden, unbedingt fernhalten davon. Wenn Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn Kinder gross sind, gib ihnen Filter.

  • Rosa Rettich sagt:

    Stattdessen in den Ethikunterricht? Aber Ethik, Religion und Kultur sind doch (spätestens) seit diesem Jahr Teil des Lehrplans, warum braucht es da noch eine zusätzliche Stunde Ethik? Schaden kann’s ja nicht, aber genauso gut könnte man eine Stunde zusätzlich Deutsch oder Musik anbieten…

  • Jusstudentin sagt:

    Frau Altvater, darf man dann annehmen, dass Sie Ihr Kind auch vor den Tagen im Dezember schützen und es weder mit Mandarinli/Nüssli etc. am 6. noch mit Tannenbaum/Geschenkli/Lieder etc. am 24. Dezember überrumpeln?

  • Sportpapi sagt:

    Offenbar ein ökumenischer Religionsunterricht. Ist doch schon ganz gut und modern.
    Aber wer nicht will, kann ja seine Verantwortung wahrnehmen und die offenbar so wichtige Post auch lesen und beantworten.

  • Susan Meier sagt:

    Kann man so machen. Aber dann bitte auch konsequent kein Osternestli, Eier und Hase an Ostern, kein Christkind, Weihnachtsgeschenke und an Pfingsten freiwillig in die Schule und zur Arbeit. Wem aktiv keine Religion mitgegeben wird, der schustert sich was selbst zusammen und ist dann spaeter viel anfaelliger auf irgendwelche Sekten. Ich finde, man kann duemmeres mit seiner Zeit anfangen wie Videospiele oder fernsehen. Heute rennt keiner mehr in die Kirche, dafuer alle zum Psychiater und Wunderheiler.

    • Hans Hasler sagt:

      Wieso? Osternestli und Weihnachtsgeschenke sind Keltischen und Germanischen Ursprungs. Seit wann muss man an Wotan glauben um Ostereier zu suchen?

    • V. Brazerol sagt:

      Nein Frau Meier. Dümmeres als Religion gibt es nicht. Fernsehen kann bilden. Ein Beispiel. National Geographic TV!

      • M.G. sagt:

        @V.Brazerol
        National Geographic TV kann man im „normalen“ TV-Programm aber nicht empfangen. Dafür gibt’s dann aber arte, 3sat, SRF 1 und viele andere Sender, die tagsüber interessante Dokus und Sendungen ausstrahlen.
        @Susan Meier
        Mir sind die christlichen Feiertage sowas von egal und wenn Sie gesetzlich nicht mehr als Feier- und Freitage gelten würden, wäre ich in der Gruppe derer, die sich nicht darüber beschwert.

      • Tommy K sagt:

        @V. Brazerol: Nur schauen 99% nicht NG TV, sondern Dschungel-Camp, Big Brother oder Bachelor.

    • Anh Toàn sagt:

      @Susan Meier „an Pfingsten freiwillig in die Schule und zur Arbeit.“

      Man könnte jedes Quarta, besser zur Quartalsmitte als am Ende, da manche da beruflich besonders belastet sind, einen Schul- und Arbeitsfreien Freitag oder Montag einführen. Dazu gerne Muttertag, Vatertag, Neujahrstag und Nationalfeiertag.

      Wie viele wissen eigentlich noch, warum sie an Pfingsten frei haben? Auffahrt ist, wenn alle mit dem Auto zum Gotthard hinauf fahren wollen.

  • Hans Meyer-Müller sagt:

    Mir haben die neun Jahre Religionsunterricht plus die vier Jahre Unterweisung nicht geschadet. Als Erwachsener hat man ja die Wahl, was man glauben will. Aber heute leben wir in der Schweiz im Memmenzeitalter, wo die armen Kinderchen sogar vor Gott geschützt werden müssen. Vielleicht sollte man sie eher vor den Eltern schützen.

  • Hannes Walther sagt:

    Typisch egozentrische Selbstverwirklicherin, diese Mutter. Natürlich bin ich einverstanden, dass ihr Kind nicht in den Religionsunterricht muss. Sie hat aber die Abmeldung verschlafen und versucht jetzt den Spiess umzukehren und verlangt statt einer Abmeldung eine Anmeldung! Nur übersieht die gute Frau, dass auf Seite der Organisation eine Abmeldung einfacher zu handhaben ist, als eine Anmeldung! Dass diese Frau keine Ahnung von Organisation hat, hat sie bereits mit dem Verschlampen der Abmeldung deutlich aufgezeigt!

    • Christina sagt:

      Haben Sie Kinder, die im Primarschulalter sind (idealerweise mehr als nur eines)? Ihre Frau ist 100% berufstätig und Sie somit die primäre Bezugsperson der Kinder und der alleinige Familienorganisator? Arbeiten Sie neben diesem Job noch 50% auswärts? Wenn ja, dann wissen Sie also, wie es die letzten zwei Wochen vor den Schulferien und in den ersten drei Wochen nach Schulanfang in einer Familie zu und hergeht? Und Sie kennen die Situation, dass Sie die Anmeldung zur Meitliriege erst beim Ausräumen des Turnbeutels in den Sommerferien finden? Ja? Und Sie haben wirklich noch NIE einen Brief an die Eltern übersehen oder überlesen? Wenn das so ist, dann könnte ich mir wirklich noch etwas von Ihnen abgucken.

      • Schlumpfine sagt:

        Ach kommen Sie, scheinbar war es der Autorin (sowie weiteren Eltern) auch nach Semesterbeginn noch problemlos möglich, ihr Kind vom Unterricht wieder abzumelden.

  • Andreas Forrer sagt:

    Mit diesem Gedankengut wäre es noch sinnvoller, das Kind gar nicht zur Schule zu schicken. Viel zu gefährlich. Da sind so viele Problemkinder und verdrehte Lehrpersonen. Die werden diesem Kind nur schaden. Am besten nimmt diese „Mutter“ ihr Kind gleich ganz aus der Schule und behält es zu Hause. Armes Kind, vielleich auch arme Mutter.

  • Paolo Martinoni sagt:

    Muss man Kinder und Jugendliche in der Unterricht schicken, sie in die Obhut eines Erziehers begeben, damit sie lernen, dass Mutter und Vater liebevoll sind? Nein – denn sie merken es von selbst, ohne fremde Hilfe, ohne jede Mühe, sofern ihre Eltern es wirklich sind. Religion und Glauben sind es aber nicht, im Gegenteil, ist doch die Geschichte der offenbarten Religionen und erst recht des Christentums eine regelrechte Kriminalgeschichte.: Darum der Unterricht, darum die Hirnwäsche – denn ohne sie, ohne Drill, ohne Druck, ohne Gewalt käme kein Kind auf die aberwitzige Idee, Religion und Glauben seien etwas Tolles.

  • Hans sagt:

    Ich betrachte den Religionsunterricht in der Schule eher als Impfung.
    Die Kinder in einer sterilen, religions- und dogmafreien Umgebung aufwachsen zu lassen ist gefährlich. Irgendwann werden die Kinder mit solchen Gruppierungen in Berührung kommen. Das kann gut ausgehen, oder dazu führen, dass ein junger Erwachsener die 10 wichtigsten Jahre seines Lebens wegwirft.
    Die Kinder müssen erkennen, dass da draussen viele auf den ersten Blick stimmige und gute Ideen rumgeistern. Dieselben Ideen sind aber für die grössten Gräueltaten der Weltgeschichte und fast alle Ungerechtigkeiten verantwortlich.
    Die Kinder sollen sich überlegen, warum Judith dafür gefeiert wird, dass sie jemanden enthauptet hat, währendem Herodes für dasselbe verachtet wird. Die Erkenntnis solcher Widersprüche immunisiert.

    • Lukas Baumann sagt:

      Hebräisch ist eine andere Sprache.Saul kommt auch ganz anders daher,wenn man Samuel in hebräischer Sprache deutet.Siehe yt Videos Dr. Lapide.Es ist nicht alles gut.Aber man kann sich ein Urteil am Schluss als Erwachsener bilden.Die Propheten stehen im Christentum unter Christus.Jede Sprache ist ambivalent;kein Mensch hat in seinem Leben keinen Widerspruch, keine wiss Arbeit.Das mit dem ,Schlagen‘ wurde im neuen Testament aufgehoben. Gleichzeitig postuliert Christus,das Gesetz werde durch ihn erfüllt.Wie gibt es Gesetz, ohne Bestrafung?Gesetz kam nur, damit man Schuld sieht?Oder das mit dem ,Tempel‘-Zerstören.Viele regten sich damals auf.Aber die Widersprüche,die Gleichnis-Sprache:all das hilft dem Transfer und ist lernpädagogisch wichtig.Auswendig lernen/wörtlich ist übrigens zuunterst.

  • Martin Frey sagt:

    Grundsätzlich finde ich es nicht falsch, ein Kind später in die Entscheidungsfindung miteinzubeziehen, ob und wenn ja, welcher Religion man anhängen will. Nur hier der Schule die Schuld in die Schuhe zu schieben, weil man offenbar immer wichtigeres zu tun hat als die Einschulungsunterlagen des eigenen Nachwuchses zu studieren, geht gar nicht. Ich würde mich an der eigenen Nase nehmen anstatt einen Riesenaufstand zu machen und letztendlich das eigene Kind das elterliche Versehen ausbaden zu lassen. Zudem beginnt bereits hier die elterliche Beeinflussung, denn aktives austreten braucht Argumente und ist etwas anderes als nichteintreten. Ihr Kind wird ab dem Zeitpunkt in seiner Entscheidung nicht mehr unbeeinflusst sein.
    Apropos, wie kam Ihr Kind auf diese Liste? Ist es getauft?

    • M.G. sagt:

      @Martin
      Die Kinder kommen automatisch auf die Liste. Meine Mutter hat einen muslimischen Hintergrund, mein Vater einen jüdischen. Angemeldet waren sie als konfessionslos, ebenso mein Bruder und ich.
      Wer da noch auf die Idee kommt, einem Kind aus einer solchen Konstellation christlichen Religionsunterricht aufzuzwingen (in meiner Schule konnte man sich vor 20 Jahren noch nicht abmelden), sollte sich von einem Arzt untersuchen lassen.

      • Martin Frey sagt:

        Ich kann nur vom Kanton Zürich reden, MG. Aber hier gibt es ein Fach namens Religion, Kultur und Ethik, welches nicht konfessionell, obligatorisch ist und allen gut tut. Der konfessionelle Religionsunterricht ist für die eingeschriebenen (aka getauften) Mitglieder von Religionsgemeinschaften, von diesen organisiert und zusätzlich zum obligatorischen Schulstoff.
        Ich sehe das Problem gerade nicht.

  • André Schöni sagt:

    Ein Text der mir aus dem Herzen spricht. Vielleicht ein bisschen krass – wie man an den bisherigen wohl aufgrund der frühen Stunde noch wenigen Meinungen sieht, aber ich bin sicher, das gibt zu reden. Bei uns ist es zB so, dass man von Ethikunterricht spricht und da werden viele verschiedene Religionen und Glaubensrichtungen besprochen und den Kindern die Unterschiede und Gebräuche aufgezeigt, so lernen sie, was es in dieser Hinsicht gibt in der Welt. Das befürworte ich, nicht aber die Verbreitung einer Ideologie, egal welcher, um diese dann als Wahrheit schon den Kleinsten aufzudrängen.

  • Anja sagt:

    Das Christentum ist nun mal Bestandteil der Schweizer Kultur. Ich finde es in Ordnung, dass christliche Grundsätze in der Schule gelehrt werden. Dass Eltern sich halt die Mühe machen müssen die diversen Informationen der Schule zu lesen, welche eine Abmeldung ja explizit ermöglicht, ist nicht zu viel verlangt. Hier ist nichts durch die Hintertür passiert, es wurde transparent informiert. Die Schule kann den Eltern nicht noch mehr abnehmen. Eine gewisse Verantwortung müssen sie schon selbst übernehmen. Würde der Religionsunterricht nicht angeboten, gäbe es genau so viele Eltern, die das ebenfalls nicht in Ordnung finden würden. Eine Seite muss sich nun mal bemühen und sich an-/abmelden.

  • Marcel sagt:

    Ich versteh nicht. Warum fragst du nicht einfach dein Kind, ob ihm der Religionsunterricht gefällt? Wenn es drin bleiben will, dann lass es, wenn es zustimmt und sagt dass es den Unterricht dumm findet, dann meldet es ab. Versucht nicht euer Empfinden auf die Kinder abzugeben, lasst ihnen den Willen. Meinem Sohn macht der Unterricht viel Spass, er findet es interessant, weil sie dort andere Themen behandeln, es hilft ihm ein wenig „abzuschalten“ von den Hauptfächern. Das Kind kann später selber entscheiden, ob es dann noch weiter machen will oder nicht.

  • Silvia Brun sagt:

    Es kann keiner behaupten, dass religiöse Fragen in seinem Leben keine Rolle spielen. Spätestens, wenn ein naher Angehöriger stirbt, werden wir mit den Grundfragen des spirituellen Lebens konfrontiert: Woher kommen wir, wer sind wir, wohin gehen wir nach dem Tod. Das ist eben mehr als die Ethik vermittelt und um diese Fragen kommt keiner, aber auch wirklich keiner herum. Und die Liebe ist nun mal das, was menschliche Beziehungen ermöglicht und zusammenhält. Jeder braucht sie, jeder. Und wenn wieder mal die ganze Welt gegen uns ist, ist es ein Trost, an einen Gott oder eine Göttin zu glauben, die uns bedingungslos liebt. Ebenso wie es ein Trost ist, an ein Weiterleben nach dem Tod zu glauben, und sei es auch nur in den Erinnerungen seiner Nächsten. Hochachtung vor dieser Religionslehrerin!

    • Colisa sagt:

      Ich brauch keinen Gott oder Göttin um mir Fragen über das Leben und all die Wunder der Natur zu stellen und darüber nachzudenken. Was soll mir diese bedingslose Liebe bringen? Liebt dieser Gott auch den Mörder meines Kindes bedingungslos?
      Alles nur b..lsh…t……!!

  • Angie sagt:

    So ein Gemecker, weil Sie es versäumt haben , die Tochter abzumelden ? Peinlich…

    Zum anderen Thema :Ich finde es besser , wenn dem Kind der Zugang zu Religion ermöglicht wird . Viel gefährlicher schätze ich ein, das zu unterlassen . Bei der Suche nach Sinn landen Viele in Freikirchen oder Sekten .

  • Steven sagt:

    Soviel zum selbstbestimmten Leben der Tochter. Es sieht sehr danach aus, dass die Tochter aus Rücksicht auf die Mutter nicht mehr zum Religionsunterricht geht. Die Mutter wiederum fürchtet nun, die Tochter könnte zur Aussenseiterin werden, weil sie zur Minderheit gehört die nicht geht.
    Dies dürfte der wahre Grund des Ärgers sein, man hat sich durchgesetzt, gehört jetzt aber nicht zum ( erhofften) Mainstream. Die Tochter könnte später im Leben, wenn die Kolleginen so würdevoll am Arm des Vaters den Gang der Kirche zum Altar laufen, negative Gefühle gegenüber der Mutter entwickeln. Ach der Vater, der macht was die Mutter will, kennt man doch ( oder umgekehrt)?

  • Villwock Margrit sagt:

    Kinder spllen später selbst entscheiden ob Religion ja oder nein. Diese Mutter stiehlt dem Kind die kulturelle Wurzel und Möglichkeit Halt im Glsuben zu finden.

    • Silvia Brun sagt:

      Absolut richtig, sehe ich auch so!

    • Vreni Heimer sagt:

      Richtig. Religion und Ethik sind nicht dasselbe. Ein Kind braucht eine Religion er muss sie studieren damit er sie kennt, ansonsten gibt es auch die gefahr er fällt später in eine sekte weil er keine grundlage in religion hat und kein gutes vorbild zuhause.

    • R. Wenger sagt:

      Kinder sind beeinflussbar. Wenn ihnen der religiöse Wahn eingeimpft wurde, haben sie es später schwer, selbstständig zu entscheiden. Meine Tochter hat keinen Religionsunterricht besucht und es genossen, 2 Stunden mehr Freizeit zu haben.

    • Jo Mooth sagt:

      Im Gegenteil: eine freie Entscheidung ist nur möglich, wenn die Indoktrination nicht schon am ersten Schultag beginnt.

    • Hans Hasler sagt:

      Damit ein Kind sich später entscheiden kann soll es jetzt zum Glauben gezwungen werden? Merken Sie wirklich nicht wie schräg diese Aussage ist?
      Ein Mensch kann sich sehr wohl auch später im Leben für einen Glauben entscheiden.
      Und die Kulturellen Wurzeln, die im Religionsuntericht vermittelt werden sind sowieso extrem bescheiden bis inexistent.

  • Doris Aerne sagt:

    Den Ethikunterricht würde ich auch vorziehen. Gabs zu meiner Zeit noch nicht.

    • Sportpapi sagt:

      Ist heute obligatorisch und nicht etwa eine freiwillige Alternative.

    • R.K. Moser sagt:

      In welchen Schuljahren gibt es Ethikunterricht? ich möchte mal die Lehrmittel dazu lesen.

      • Lala sagt:

        Wir hatten vor etwas mehr als 20 Jahren „Soziales“ oder sowas.
        Im Endeffekt war das eine Bibelstunde da die schon fast pensionierte Lehrerin es wohl nicht besser wusste. Mit der Art wie Sie ihr Christentum lebte konnte man auch nur schwer etwas negatives dagegen sagen.
        Sie hat das auch unterhaltsam, interessant und ohne Indoktrination rübergebracht, es führte halt am Schluss irgendwie jede Geschichte/Thema immer irgendwie zur Bibel/Jesus. Das wurde zu einem Running Gag in der Klasse… Ich hörs jetzt noch: „Und das haben wir ja auch in der Bibel“.

        In den „richtigen“ Religionsunterricht musste ich, als ungetaufter Heide, sowieso nie. Einmal in der Woche um 11 Heim statt 12… Es wäre mir nie in den Sinn gekommen mich deswegen ausgegrenzt zu fühlen.

      • 13 sagt:

        @ R.K. Moser
        Nach dem Lehrplan 21, welches wohl in den meisten Kantonen gilt, gibt es in den Zyklen 1 und 2 (1. bis 6. Klasse) das Fach NMG, welches übergreifend ist und auch unter diese Themen einschliesst. Nach meiner Erfahrung nicht nach einem klaren Lehrmittel, sondern anhand Themen und Arbeitsblätter, die aus verschiedenen Büchern, Unterlagen zusammenkopiert sind. Ab der 7. Klasse wird dieses in Teilgebiete unterteilt und darin gibt es unter anderem das Fach „Religionen, Ethik, Gemeinschaft“. Da finden Sie auch Lehrmittel auf der Seite des LP21.

        Bei uns hiess das Fach noch „Religion und Lebenskunde“ und schloss ganz vieles ein. Übersicht über die Religionen, aber auch Dinge wie „Leben mit einer Behinderung“, kulturelle Dinge und ethische Fragen.

  • Fritz Röthlisberger sagt:

    Dieser Artikel ist so traurig. Wenn die Mutter es nicht zustande brachte, Gott zu begegnen, wird das Kind vom Singen, Geschichten aus der Bibel hören und Malen ferngehalten. Es ist offenbar keine Option, sich selbst schlau zu machen und festzustellen, dass der Gott der Bibel Jesus heisst und DER Friedensstifter ist.

    • Vreni Heimer sagt:

      ganz richtig.

    • Eveline sagt:

      Sehen Sie das Zitat in Englisch? G
      Glauben Sie was Sie wollen aber bitte bitte erwarten Sie nicht vom Rest der Welt, dasselbe zu tun. Niemand hat die Wahrheit für sich gepachtet und niemand WEISS, was wirklich stimmt.

    • Röschu sagt:

      @Fritz Röthlisberger
      Würden sich alle Menschen ihrem Vorschlag folgen und „sich selbst schlau machen“, gäbe es längst keine Religionen mehr.
      .
      Die Religionen leben ja eben gerade davon, dass Ihre Anhänger blind und ohne zu hinterfragen alles glauben, was ihnen erzählt wird.

    • Jo Mooth sagt:

      Sie haben Ihre Wahrheit offenbar längst gefunden. Jetzt müssen Sie nur noch begreifen, dass diese Ihre Wahrheit für denkende Menschen keine Option sein kann.

      • zysi sagt:

        Wer nur halb nachdenkt, der glaubt an keinen Gott, wer aber richtig nachdenkt, der muß an Gott glauben.
        Sir Isaac Newton (1643 – 1727), englischer Mathematiker, Physiker und Astronom

  • Roland K. Moser sagt:

    Religion hat weder in der Unterrichtszeit noch in Schulhäusern etwas verloren.

    Und die 3 psychischen Krankheiten Abrahams, das Judentum, das Christentum und der Islam gehören dort hin, wo sie hergekommen sind: In den Nahen Osten.

    Wenn man bedenkt, wie sich der Müll ausgebreitet hat, muss man sich fragen, wieso der Müll nicht verboten ist.

  • Paolo Martinoni sagt:

    Wer seine Kinder liebt, sollte sie vor jedem religiösen Einfluss schützen, es also den Eltern des Mathematikers und Philosophen Bertrand Russel gleichtun, welche genau aus diesem Grund ihren Sohn, einen der hellsten Köpfe des 20. Jahrhunderts, haben privat unterrichten bzw. bilden lassen. Religion, davon bin ich hundertprozentig überzeugt, ist nichts, aber wirklich nichts für Kinderseelen, es sei denn, man will sie nachhaltig verformen und schädigen. Ich jedenfalls halte es für stossend, dass man hierzulande Minderjährige religiös unterrichten bzw. erziehen darf. Hätte ich Kinder, würde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um zu verhindern, dass Gläubige Einfluss auf sie nehmen.

  • Vreni Heimer sagt:

    Eltern sind im prinzip auch da um ihre Religion weiterzugeben oder nicht ? Wenn ich da lese die mutter sei atheist dann tut sie mir leid, und dann noch genervt weil ihre tochter trotzdem religionsunterricht hat ? Was wäre ein mensch ohne seine spirituelle dimension ? Wir sind menschen, 3 dimensionen : spirituell, mental, körperlich. Alle lebendige wesen haben eine seele, alle. Aber nicht alle können der spiritualität nachdenken und sie realisieren. Nur menschen anscheinend können das. Das ist mehr als einfach „Ethik“. Und das muss zuerst bei den eltern dasein sonst wir könnte das kind glauben wenn es kein vorbild hat ? Und dies hat nichts aber gar nichts zu tun mit fanatismus, aber religion in einem positiven Sinn.

    • Jo Mooth sagt:

      Nein, Eltern sind nicht dazu da, um ihre Religion weiterzugeben. Ihre Aufgabe wie auch die der Schule ist es vielmehr, den Kindern selbständiges Denken und Urteilen beizubringen.

    • Marcel Chevaux sagt:

      Spiritualität ist nicht mit Religion(en) gleichzusetzen.
      Ich bewundere immer noch die Spiritualität meiner gläubigen Grossmutter. Doch damals war für sie die Religion einer von wenigen Orientierungspunkten mit Kirche, Lieder, Gebeten usw. Heute sähe sie die Welt anders.
      Dass Jesus oder Bryan diese Welt gerettet hat und Gott oder Apollo unser Vater ist, kann sowohl eine reine Glaubensfrage sein als auch eine rührende Geschichte – ganz einfach.

    • Hans Hasler sagt:

      Wenn Eltern dazu da sind ihre Religion weiterzugeben, wieso sollte dann eine Atheistin (christliche oder auch nur „spirituelle“) Religion weitergeben? Sie glaubt ja gar nicht daran! Und was einem Kind solch nichtssagende Allgemeinplätze wie „alles Lebendige hat eine Seele“ bringen auch keine Kind etwas.

    • R.K. Moser sagt:

      Die 3 psychischen Krankheiten Abrahams haben aber nichts mit Spiritualität zu tun.
      Die 3 psychischen Krankheiten Abrahams machen dumm, intolerant und gewalttätig. Spiritualität ist vermutlich ziemlich das Gegenteil davon.

      • tststs sagt:

        Die Krankheit war aber „Glaube“, nicht „Religion“.

        Religion ist nichts anderes als ein Regelwerk, ein Leitfaden des Zusammenlebens, vergleichbar mit einer Hausordnung oder einer Verfassung, ein Konsens.
        Was die Welt vergiftet, ist nicht das Einigen auf und Niederschreiben von Regeln, das eigentliche Übel ist der Glaube, der dumme, unreflektierte Glaube an irgendetwas (und dann noch in dessen Namen irgendwas behaupten). Hier liegt des Pudels Kern!

      • Schlumpfine sagt:

        Sie wiederholen sich, Herr Moser. Darüber hinaus lässt keiner Ihrer Beiträge darauf schliessen, es mit einem besonders intelligenten, toleranten oder friedvollen Menschen zu tun zu haben.

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