Wann wird öffentliches Stillen zum Ärgernis?

Stillen ohne Rücksicht auf das Schamgefühl des Gegenübers? Ja, das gibt es. Foto: Reuters

Stillen ohne Rücksicht auf das Schamgefühl des Gegenübers? Ja, das gibt es. Foto: Reuters

Eigentlich ist es das Normalste und Natürlichste der Welt, sein Baby zu stillen. Trotzdem sorgt die Babyfütterung immer wieder für rote Köpfe, sobald das Kind nicht in den eigenen vier Wänden, sondern in der Öffentlichkeit gestillt wird.

So erlebte es vor ein paar Tagen eine Kollegin an einer Modeschau. Bevor das Spektakel losging, sorgte eine «supermodische Frau mit diesem supersüssen Baby» (O-Ton der Kollegin) für Aufsehen, die in der ersten Reihe sitzend ihr Baby stillte. Während meine Kollegin die Frau mutig und unerschrocken fand, nannte ihr männlicher Begleiter das Verhalten rücksichtslos und redete gar von «Nipplegate». «Dabei sah man wirklich nur ein klein wenig Haut», so meine Kollegin.

Nach dem Stillen, und noch bevor die Show losging, spazierte übrigens die Grossmutter mit dem Baby aus dem Saal. Womit die Frau meines Erachtens alles richtig gemacht hat: Sie hatte ihren Sitzplatz auf sicher und das Baby einen vollen Magen, sodass beide die folgenden Stunden zufrieden verbringen konnten.

Warum die Aufregung?

Ich habe bisher nie verstanden, weshalb sich so viele grosse Menschen darüber aufregen, wenn ein kleiner Mensch zu trinken bekommt. Schliesslich tun Mütter in der Regel ihr Möglichstes, um diskret zu stillen. Sie kaufen sich Stilloberteile und Stilltücher, damit die Umwelt fast gar keine Haut zu sehen bekommt, und ziehen sich wann immer möglich in eine ruhige Ecke zurück.

Bis auf ein paar Ausnahmen. Es geschah vor ein paar Tagen an einem Quartierfest. Die Mutter sass mitten im Gewimmel, das Baby auf ihrem Schoss. Plötzlich griff sie in ihr Trägertop, zog die rechte Brust hervor und fing an, ihr Kind zu stillen, während sie völlig selbstverständlich mit den Müttern nebenan weiterplauderte. Diese drehten alle den Kopf weg und unterhielten sich mit ihr, ohne sie und ihre entblösste Brust anzuschauen.

Ungefragt die Brust ins Gesicht strecken

Ich war ziemlich irritiert, dass sie gar nicht erst versuchte, für etwas mehr Privatsphäre zu sorgen. Umso mehr, als sie auch beim Seitenwechsel keinerlei Anstalten machte, ihre Brust möglichst schnell wieder einzupacken.

War ich jetzt auch zum Bünzli mutiert, der sich über eine entblösste Brust empört? Nein, ich war eher perplex, dass es das tatsächlich gibt: Diese Mütter, die «jedem ungefragt ihre Brüste ins Gesicht strecken», wie es Gegner des öffentlichen Stillens gerne formulieren.

Es geht um den Ruf aller stillenden Mütter

Nach dem ersten Moment des Staunens kroch der Ärger in mir hoch. Ärger darüber, dass einzelne Mütter mit solchem Verhalten den Ruf aller stillenden Mütter vermiesen. Denn wenn einige wenige so gar keine Rücksicht auf das Schamgefühl des Gegenübers nehmen, bekommen am Ende alle Mütter zu hören, sie sollen das Kind doch bitte auf der Toilette stillen, wo sie sicher keinen stören.

Ich werde auf jeden Fall nie mehr so kategorisch widersprechen, wenn sich jemand durch eine stillende Mutter belästigt fühlt. Offenbar gibt es vereinzelt Fälle, in denen das durchaus nachvollziehbar ist. Umso toleranter sollte die Gesellschaft aber all jenen Frauen gegenübertreten, die auch in der Öffentlichkeit um möglichst viel Privatsphäre beim Stillen besorgt sind. Und das ist die grosse Mehrheit der Mütter.

Lesen Sie zum Thema auch Chillen beim Stillen, Stillen ist kein Dorfgespräch, Zum Stillen ab unter die Decke.

185 Kommentare zu «Wann wird öffentliches Stillen zum Ärgernis?»

  • Miriam sagt:

    Was für eine Enttäuschung, Frau Kuster, Ihr Bericht macht den Müttern das Leben schwerer statt leichter. Welch pseudotoleranten Ansichten. Unter dem Deckmantel der Offenheit demonstrieren Sie hier tatsächlich nur Ihre eigene Verklemmtheit, die Sie mit dem erhobenen Mahnfinger verteidigen.
    Seeeeeehr bünzlig!

  • Alex sagt:

    Ich bin dreifache Mutter und ehrlich gesagt hat es mich richtig genervt als beim zweiten/dritten Kind aufkam, dass es in jedem Einkaufszentrum, Bahnhof manchmal auch in Cafés einen extra stillraum gab und das dann als stillfreundlich bezeichnet wurde. Wenn ich mit zwei Kindern und einem Baby in ein Einkaufszentrum gehe um vier Besorgungen zu machen, habe ich keine Lust nach der zweiten alle drei Kinder die Treppe hoch, an gefühlten zwanzig Läden vorbei, den Gang rechts bis ganz nach hinten zu schleppen um dort im Räumchen neben der Toilette zu stillen. Nein ich möchte mich schnell auf die nächste Bank setzen, stillen und dann weitereinkaufen um das Einkaufszentrum mit meinen drei Kindern möglichst schnell wieder zu verlassen.

  • Heidi Herrmann sagt:

    Stillen ist gleich natürlich wie Stuhlgang und Wasserlösen. Trotzdem brauchen wir für letzteres die WC und tuns nicht mitten auf der Strasse. Ich finde stillen in der Oeffentlichkeit, zB in einem Restaurant kein Problem, aber ich mag es nicht, wenn man mir die Brüste ins Gesicht streckt. Genau so wie ich kein Problem habe mit einem Kuss, aber es nicht mag, wenn zwei sich im Zug laut schmatzend bis zum Halszäpfli abschlecken, Männer in meinem Hauseingang das Bier los werden, etc. Und wenn ich als verklemmt bezeichnet werde ist mir das egal. Ich bin emanzipiert genug, dass mir solche Verurteilungen egal sind. Es gibt nicht nur die Scham von jenen, die auspacken, sondern auch den Anstand und die Rücksichtnahme den Anderen gegenüber. Die Grundlage des sozialen Zusammenlebens, übrigens.

  • Annette H. sagt:

    Wir haben einen Hals, damit wir wegschauen können, wenn uns ein Anblick stört. Sei es ein tief ausgeschnittenes Dekollete, der Fudispalt eines Mannes oder sonst irgendetwas. Der Text gehört in die Kategorie peinlich.

  • Klärli Benz sagt:

    @ Peter: Vermutlich weil Erwachsenen eine höhere Impulskontrolle zugesprochen wird? Aber was weiss ich schon.

  • beat graf sagt:

    mir eigentlich Wurst, wo gestillt wird. Bald werden die Windeln auch im Restaurant am Tisch gewechselt.

  • Flo Sommer sagt:

    Doch, sie sind jetzt tatsächlich auch zum Bünzli mutiert.

  • didi sagt:

    Dieser Artikel hört sich für mich an wie „Ich bin nicht rassistisch, aber…“. Wieso nicht einfach ehrlich zugeben, dass man möglicherweise mental ein wenig steif ist. Die zum Vergleich erwähnten Beispiele sind für mich auch nicht sehr relevant. Also, die Mutter an der Modeschau hatte recht, das Kind in der Öffentlichkeit zu stillen um ihren Sitzplatz zu garantieren. Dabei hätte sie genau so gut anderswo stillen und die Grossmutter vorübergehend ihren Platz einnehmen können. Hingegen die Mutter vom Quartierfest lag völlig falsch und hätte sich zurückziehen müssen. Doch vielleicht genoss sie einfach sich wieder mal Teil der Gesellschaft zu fühlen und wollte diesen Moment nicht verpassen. Wieso solche scheinbare Unterschiede machen? Stillen gehört sich nun mal mit Säugling und Kleinkind.

  • Aischa sagt:

    Selten einen so langweiligen Bericht über das stillen gelesen. Was genau wollen Sie uns mitteilen? Also eigentlich bin ich ja offen und hip und so aber wenn ich einen realen Busen anschauen muss der tatsächlich noch für das benutzt wird für das er biologisch gedacht ist muss ich doch auch den Schimpfi Finger erheben?
    Ui nein… es lassen sich nun nicht mal alles Kinder „bäbele“. Meiner liess sich ab 4 Monaten weder abdecken noch hatte er Geduld bis die andere Brust parat war. Hätte ich ihn immer schreien lassen (er hat eine sehr laute Stimme seit Anfang an) könnten Sie sich sicher auch echauffieren über Kinder im öffentlichen Raum…
    Unsere Gesellschaft ist so krank! Busen überall sind ok aber um ein Kind zu stillen, wie eklig…

  • Caroline sagt:

    Ein kleiner Einblick für die Ahnungslosen NörglerInnen: Ich fand stillen in der Öffentlichkeit immer stressig. Einen geeigneten Platz finden, bevor Kind brüllt (die Blicke!), die Brüste auslaufen (die Blicke!), und der Arzttermin verpasst ist (die Kommentare über Stilldemenz und Co.!). Ich hatte Sommerkinder, die bei 30 Grad selbst unter dem leichtesten Tuch einfach zu heiss hatten zum Trinken. Ich hatte Riesenbrüste, die mit keinem Stillshirt und keinem Still-BH kompatibel waren. Brüste, auf die ich nie stolz war, auch nicht in der Stillzeit. Und ich hatte ein oft und sehr träge trinkendes Baby, das mir vielleicht 50 Minuten zwischen den Mahlzeiten Zeit liess. Wann kaufen Sie ein? Wann gehen Sie zum Kinderarzt? Wann zum Arzt? Wann in die Mütterberatung? Wann grössere Kleider kaufen? Etc.

  • Sandra Zira sagt:

    Ich mag nicht mehr. Wirklich… Ich stille gerade zum dritten Mal – mein drittes Kind. Ich musste ein zweites Kind bekommen um das Haus mit Säugling zu verlassen weil eben genau solche wertende und versunsichernden Berichte mir das Leben mit erstem Stillkind so schwer gemacht haben. Das ganze Theater um meine Brüste habe ich abgelegt. Und seit ich meine Brüste einfach als das anschaue was sie sind irritieren mich auch keine anderen Brüste. Weder auf Victoria Secrets Laufsteg noch auf dem Quartierfest. Diskret, stille Ecke, Nebenzimmer und Tuch habe ich während meiner Stillzeit aus meinem Repetoire gestrichen. Dafür bin ich mittlerwilen Emanze genug.. und jeder der sich durch ein Baby an der Brust proviziert oder beschämt fühlt muss bei sich selber das Problem suchen!

  • Nicole D. sagt:

    Tja, wer sowas schreibt, der hat sein Kind nicht lange gestillt. Ca. mit 9 Monaten kennt das Baby die Objektpermanenz: es weiss also, dass Gegenstände da sind, auch wenn sie versteckt sind.
    Ab da wird es ziemlich bestimmt die Brust fordern, wann immer es hungroh oder durstig ist. Aber auch, wenn es etwas Trost und Nähe möchte oder ne Eindchlafhilfe benötigt. Aber genau in dem Alter beginnt es sich an der Umwelt zu interessieren. Es kann gut sein, dass es während dem die Mutter sich bemüht diskret zu stillen, auf einmal kurz die Brustwarze los lässt und in die Menschenmenge grinst, um sich danach wieder der Milchquelle zu zu wenden. Dies wird gerne wiederholt. Zu Hause turnt es beim säStillen auch sehr gelenkig herum. Stilltücher lässt es dann schon gar nicht mehr in seine Nähe….

  • David sagt:

    Ein Kind mit der mütterlichen Brust zu ernähren ist die natürlichste und banalste Sache der Welt. Als bald zweifacher Vater bin ich stolz darauf einez Frau an meiner Seite zu wissen, die ihr Kind ohne Absicht einer Provokation oder ausserordentlicher Aufmerksamkeit, in der Öffentlichkeit stillt. Das kleine Wesen muss schlichtweg ernährt werden. Dass sich Mütter oder ganze Familien für diesen Moment in die stille Ecke verziehen sollen ist lächerlich. Es ist für die ganze Familie angenehm und schön, wenn dies IN und nicht AUSSERHALB der Gesellschaft passieren kann. Ich verstehe nicht, wie man einer Mutter eines Säuglings da Obszönitägt oder Gier nach Aufmerksamkeit vorwerfen kann.

    • Andy sagt:

      Dürfte ich dann bitte die Brüste Ihrer Frau sehen auch wenn sie nicht stillt? Denn Sie scheinen ja sehr offen zu sein und keine Probleme damit zu haben den Busen Ihrer Frau mit anderen zu teilen.

      • 13 sagt:

        Das ist mit Abstand der ekelhafteste Kommentar hier. Neben der unpassenden Sexualisierung der Stillbrust, fragen Sie allerernstes einen Mann, ob Sie die Brüste seiner Frau sehen dürfen, denn schliesslich gehören sie ja ihm und er entscheidet, ob er sie teilen will oder nicht? Selbstbestimmung der Frau? Gott bewahre!

    • Andreas sagt:

      @David: Nun, man könnte zur Abwechslung „mit dem kleinen Wesen“ ja auch einmal zu Hause bleiben und es dort „nähren“ anstatt damit ständig überall dabei sein zu wollen und seine Brüste auszupacken, wo immer man geht und steht, weil man glaubt, damit etwas ganz Besonderes zu sein. Ihnen wünsche ich, dass Ihre verehrte Frau Gattin hoffentlich noch mit ein paar anderen Qualitäten aufwarten und Ihnen zur Seite stehen möge.

      • Lucy Müller sagt:

        Ich nehme an, dass Ihr, Andreas und Andy, im Sommer in der Badi oder sonst wo wirklich NIE ohne Shirt unterwegs seit? Weil da kann ich DEINE Brust sehen. Sehe jetzt da (abgesehen von absonderlichen Moralvorstellungen) keinen riesen Unterschied.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Andy und Andreas

        Könnten Sie bitte für immer zuhause bleiben? So müssen Sie nicht nach Dingen suchen, die Sie nerven und Gott bewahre mich davor, Ihnen beim Essen zusehen zu müssen, denn das wäre wirklich ein wiederlicher Anblick, den ich nicht erlebrn möchte.

    • Martina sagt:

      Wie viel Hohn und unterdrückte Aggression aus Ihren Kommentaren spricht, Andreas aka Andy! Ich weiss nicht, was Ihr Leben so schwer macht. Aber es ist bestimmt nicht die Schuld von stillenden Müttern und ihren Partnern, die sich an den Brüsten ihrer Frau und dem gemeinsamen Nachwuchs freuen.

  • David sagt:

    Ein Kind mit der mütterlichen Brust zu ernähren ist die natürlichste und banalste Sache der Welt. Als bald zweifacher Vater bin ich stolz darauf eine Frau an meiner Seite zu wissen, die ihr Kind ohne Absicht einer Provokation oder ausserordentlicher Aufmerksamkeit, in der Öffentlichkeit stillt. Das kleine Wesen muss schlichtweg ernährt werden. Dass sich Mütter oder ganze Familien für diesen Moment in die stille Ecke verziehen sollen ist lächerlich. Es ist für die ganze Familie angenehm und schön, wenn dies IN und nicht AUSSERHALB der Gesellschaft passieren kann. Ich verstehe nicht, wie man einer Mutter eines Säuglings da Obszönitägt oder Gier nach Aufmerksamkeit vorwerfen kann.

  • Vivienne Pfefferkorn sagt:

    Oh je. Scheint irgendwie auch ein Generationsproblem zu sein.
    In der Zeit, in der ich gestillt habe – lagen sowieso fast alle Frauen oben-ohne in der Badi.
    An jedem Ort zu stillen war kein Problem, wurde einfach gemacht.
    So ein Stilltuch, gab es gar nicht – käme auch niemenden in den Sinn.

  • Andrea Mordasini, 3014 Bern sagt:

    Ich verstehe das „Problem“ nicht. Auch ich habe damals gestillt, zu Hause wie auch auswärts. So wie wir Erwachsenen auch ab und zu im Restaurant essen, tut es eben auch ab und an ein Baby/Kleinkind. Warum einem Kleinkind dieses Recht vorenthalten wollen? In all diesen Jahren habe ich viele Stillmütter gesehen, jedoch nie eine provokativ Stillende, die einem einfach so den ganzen Busen auf den Tisch geknallt hätte. Mütter stillen ihre Kinder nicht um zu provozieren oder dies zu zelebrieren, sondern ganz einfach um ihre Babies zu ernähren. Normlerweise verdeckt der Babykopf eh den Busen, so dass dieser kaum sichtbar ist. Wozu also dieser unnötige Aufschrei? Und was ist mit all der Werbung, den Katalogen, Medien, wo dauernd nackte Haut/Busen präsentiert wird? Doppelmoral lässt grüssen!

  • Vreni Heimer sagt:

    Es passt irgendwie nicht in unsere heutige Gesellschaft, aber wenn diskret, warum nicht. Wir sind nicht in der dritten Welt und so scheint es mehr nach provokation aus. Oder dann eben ist es diskret.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Wenn das für Sie nicht in die Gesellschaft pssst, haben Sie ein Problem, nicht andere. Sehen Sie weg, oder bleiben Sie zuhause

    • Patricia sagt:

      Jede Mutter möchte das Beste für ihr Kind und das ist nun mal Muttermilch!!!! Zum Glück sind wir nicht in der dritten Welt. Dort haben sie übrigens nichts anderes als ihre Brüste, denn Nahrungsmittel und Gelder fehlen. Wir leben in einer kranken Welt. Überall sieht man leicht gekleidete Frauen (die sicher mehr provozieren!) aber eine stillende Mutter (für das sind Brüste übrigens gemacht!), die auf Milchpulver (mit krebserregenden Inhalten!) verzichten kann/will, wird blöd angegangen. Schämt euch alle!

      Ps: Stillen ist nicht nur Trinken und Nahrung, sondern auch Liebe, Geborgenheit, Schutz und Nähe.

  • Martin sagt:

    Danke Frau Kuster, anscheinend gibt es auch Frauen, die es so sehen wie ich. In meiner Familie hat keine einzige Frau am Esstisch ihren Busen ausgepackt und ihr Baby gestillt, sondern ging dafür in ein Nebenzimmer. Und das ist Familie und nicht Wildfremde! Ich denke, es ist ganz natürlich, wenn eine Frau und ihr Baby sich dafür etwas zurück ziehen und das ganze ohne den ganzen Trubel vollziehen. Auch im Tierreich ist das völlig normal. Hunde ziehen sich in eine Ecke zurück, um ihre Jungen zu säugen. Geschützt in einer Ecke. Und Tiere sind immer nackt! Frauen die sich so verhalten, dass sie ihren Busen überall auspacken, haben für mich etwas primitives. Demonstrativ zeigen „ich habe ein Baby, bin eine Frau und stille, wo es mir passt“. Postpubertäres Verhalten nenne ich so etwas.

    • Peter Meier sagt:

      Lesen Sie doch noch ein paar Kommentare von stillenden Frauen hier und überlegen Sie sich dann noch ein bisschen etwas.
      Es ist es wert! Wenn Sie offen sind, eigene Einstellungen zu überdenken und allenfalls ein bisschen zu ändern, tun Sie sich und vielen Menschen etwas Gutes.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Wohin soll sich eine Frau denn zurückziehen, wenn sie mal nicht zuhause ist, im Restaurant, oder in der Stadt unterwegs?

    • Bärbel sagt:

      Martin, du bist einfach nur bünzlig und verklemmt! Echt peinlich deine Aussage!!!

  • TIZIANA sagt:

    Liebe Frau Kuster,
    wenn sie trotz zweifacher Mutterschaft so unentspannt dem weiblichen Körper gegenüber stehen, dann wünsche ich Ihnen für die Zukunft, dass sie sich ein bisschen Zeit nehmen können, sich ihren eigenen Komplexen zu stellen, bevor sie Ihre Langeweile der Aufgabe widmen anderen Frauen, die sich von der Gesellschaft keine Komplexe aufdrücken lassen, das Leben schwerer zu machen, als es eh schon ist.
    Dass man so einen Chabis von Männern ständig hört ist man sich ja echt gewöhnt, da hab ich auch echt nicht mal mehr ein Schmunzeln für übrig. Aber von einer Frau, die ja sehr wohl verstehen sollte, was der Alltag als Frau so für Tücken mit sich bringt ist wieder Mal aufs Neue sehr enttäuschend.
    Vielleicht brauchts noch ein zwei Kinder mehr bei Ihnen.
    SO EIN QUATSCH, NE DANKE!

  • Peter Waldner sagt:

    Das verklemmte Theater um die weibliche Brust ist an sich lächerlich und unnatürlich.
    Nur deswegen wird das Stillen eines Babys auch zum „Theater“, das – soviel stimmt sicher – auch dann und wann zur demonstrativen Protestshow verkommt. Ich denke mir, dass es die schmutzigen Hintergedanken jener sind, die den Protest gegen das öffentliche Stillen überhaupt erst verursachen.

  • hanshuber sagt:

    Ich will das nicht sehen. Und jede Frau die meint, damit mehr als nur Nahrung zu vermitteln und zum Beispiel politische Ziele verfolgt, gehört gebüsst. Stillt Eure Kinder zu Hause.

    • Peter Meier sagt:

      Wenn Sie das ernst meinen, sehen Sie doch bitte augenblicklich von sämtlichen Dienstleistungen und Erleichterungen ab, die aufgrund von Steuern geleistet werden.

      Aber vielleicht mögen Sie vorher noch mitteilen, wie Sie einer stillenden Frau ansehen (wenn Sie «es» ja gar nicht sehen wollen …), ob sie «politische Ziele» (was zum Geier ist denn das für ein Kriterium bezüglich Stillen?!…) verfolgt oder nicht? Und was heisst «zum Beispiel»? Und – nun noch die zentrale Frage – warum sollen Frauen dafür gebüsst werden, ihr Kind kindgerecht bzw. menschlich bzw. natürlich zu ernähren?
      Merci für Ihre Rückmeldung.

      • hanshuber sagt:

        Alle Fragen können sie sich mit ein bisschen Nachdenken selber beantworten. Ansonsten empfehle ich ihnen weniger Kommar, Sonderzeichen, Pünktchen und Klammern wenn sie etwas wissen möchten.

      • Peter Meier sagt:

        Nein, kann ich nicht, sonst würde ich nicht fragen.

        Aber danke, ich dachte mir schon, dass Sie entweder nichts schreiben oder etwas schreiben, das keine Antwort ist.
        (Das mit dem selber Nachdenken ist übrigens eine traurige Floskel, die immer auf die Person zurückfällt, die sie hervorbringt. Sie erhebt sich damit selbst scheinbar über die andere Person und bringt zugleich zum Ausdruck, dass sie im Grund kein Argument hat oder es schlicht nicht weiss.)
        Und danke auch für die Empfehlung bezüglich Satzzeichen, die ich mir künftig doch sehr gern zu Herzen nehme, wenn ich etwas wissen möchte.
        (Echt jetzt: Meinen Sie das wirklich so?…)
        … 🙂 …
        😉

    • Jenny sagt:

      Hr. hanshuber
      Bitte ernähren sie sich fortan nur noch Zuhause !
      Keiner möchte es sehen wie sie Nahrung zu sich nehmen.

    • Susan sagt:

      Lieber hanshuber, ich hoffe für sie das ihre Kommentar ironisch ist! Und wen nicht, hoffe ich für sie, das sie weder schmuddelhefte, noch in eine badi gehen und Frauen IMMER in die Augen sehen und nicht wo anderst hin. Am besten wäre es für sie in ein Kloster zu gehen. Den DA sehen sie nichts von al dem. Lieber Gruss, von einer stillenden Mama, die nichts versteckt.

    • Zora sagt:

      ah, und Sie dürfen auch nur zuhause essen??

  • Büchler Irma sagt:

    In Italien habe ich schon vor Jahrzehten stillende Mütter in der Öffentlichkeit erlebt. Die haben es auf sehr elegante, diskrete Art gemacht, selbst in der Kirche! Ein grosses Foular aus schönster Seide wie eine riesige Serviette um den Hals geknotet, das Baby darunter geschützt und die Brust total gedeckt. Es sah himmlisch aus! Man ahnte die Glückseligkeit unter dem bunten Tuch und die Welt war in Ordnung!

    • Aischa sagt:

      Mein Kind war zwar auch immer glückselig beim stillen, ab 4 Monaten aber nur wenn er kein Foulard über dem Kopf hatte, dies riss er energisch weg bis es auch weg blieb!

  • Andreas sagt:

    Stört überhaupt nicht und ist natürlich. Wie in den Kommentaren schon erwähnt, wäre das ansonsten auch eine Doppelmoral-Prüderie. Aber auch dabei gibt es Grenzen. Wenn zum Beispiel wie im Ausland kürzlich eine Abgeordnete im Parlament am Mikrofon steht und dabei ihrem Baby demonstrativ die Brust gibt, dann finde ich schon auch, dass dabei eine Anstandsgrenze überschritten wird.

  • Elena sagt:

    So Diskussionen werde ich erst ernst nehmen können, wenn auch die Brüste von jungen Frauen an der Streetparade, Fasnacht und sonstigen Balztanzveranstaltungen im öffentlichen Raum problematisiert werden. Solange das Problem die Brust einer stillenden Mutter können DIEJENIGEN DIE DAS PROBLEM HABEN gerne wegschauen! Auch wenns unter Müttern ist.

  • F. Thommen sagt:

    Wenn eine Mutter so öffentlich stillen will, so soll sie das tun. Aber diejenige Mutter, die mir beim Wandern in Arosa zweimal stillend begegnet ist, hat mein Verständnis überstrapaziert. Eine Brust entblösst, musste das noch sehr kleine Baby während dem Wandern trinken und dies wohlverstanden nicht auf einem breiten Wanderweg sondern auf einem nicht ungefährlichen, steilen, von Felsblöcken übersäten Bergweg auf knapp 2’500 M ü.M.! Absolut unverantwortlich! Wenn eine Mutter sich nicht einmal Zeit nimmt, sich hinzusetzen und das Baby in Ruhe zu stillen, wäre es wohl besser, man hätte darauf verzichtet. Bedauerlich ist, dass nicht einmal der Begleiter (Vater?) interveniert hat.

  • Jürg Lützelschwab sagt:

    Ich kann den Wirbel um stillende Mütter überhaupt nicht verstehen, ist es doch das natürlichste auf der Welt. Dass sich Frauen, die selbst Mütter sind darüber aufregen, erzeugt bei mir nur Kopfschütteln. Wie verklemmt muss eine Gesellschaft sein, die sich über sowas aufregen kann.

  • Ursula Freuler sagt:

    Die Debate wird mit dieser Ausrichtung sehr einseitig mit Fokus auf die „Zuschauer“ geführt.
    Stillen ist der Ernährungsakt einer Mutter. Das Baby ist das Zentrum in der Tätigkeit. Ihm muss es gut gehen bei der Mahlzeit und als nächster Punkt ist dann die Beziehung zwischen Mutter und Kind zu gestalten. Wenn Mütter diese Aspekte mit Sorgfalt bedenken und für sich die Esskultur mit dem Kind bedacht haben, dann sollte es den Personen rundrum auch klar sein, dass Diskussionen um Busenblitzer nichts mit der Still-Tätigkeit zu tun haben, sondern viel eher mit voyeuristischen, resp. exebistionistischen Tendenzen in der Gesellschaft.

    Wir profitieren, wenn wir Zeit investieren, um die eigentliche Funktion einer Tätigkeit zu vergegenwärtigen und diese bewusst gestalten.

  • Jänu sagt:

    Es ist eben die Diskretion, die die Zierde des Anstandes ist.

  • Anja sagt:

    Ja. So m. E. die Antwort auf die Frage der Autorin, ob sie nun zu einer Bünzli mutiert sei. Herrje, dieses Stillereignis fand doch anlässlich eines Quartierfestes statt, im Beisein vieler anderer Mütter, wie es im Blog steht. Wo, wenn nicht dort, sollte eine Mutter doch auch mal ohne die Brust abzudecken, stillen dürfen? Als eher beängstigend erachte ich die Meinung, dass solch ein harmloses Ereignis angeblich dazu verleitet, den Ruf aller stillender Mütter zu schädigen.

    • J.b. sagt:

      Frau Kuster, ihr Beitrag ist traurig & einer zweifachen Mutter unwürdig. Gehen sie nochmal über die Bücher! Sie haben das alles nicht zu ende gedacht, scheint mir…
      Wenn hier irgend jemand den stillenden Frauen schadet, dann Sie, die einer andere Mutter, die ihr Baby stillt, die Art & Weise schlecht redet. Weil sie ihre Brust zu wenig schnell wieder eingepackt hat… Nein danke!
      Derjenigen Mutter, die mit aller selbstverständlichkeit ihr Baby gestillt hat & sich weder fürs Stillen noch für ihre Brüste geniert hat, ihr klopfe ich auf die Schulter!
      Es freut mich hingegen, dass es in diesem Forum mehrere Männer gibt, die eine gesunde Einstellung zu dem Thema haben & offensichtlich das kindliche Wohl sowie das der stillenden Mutter mehr im Blickfeld haben, als Sie.

  • Fabienne sagt:

    Ohje, Frau Kuster. Sie als Mutter & Frau übernehmen die Argumentation eines (wohl kinderlosen) Vaters? Selber denken hilft!
    Als azweifache Mutter – aktuell mit Säugling – habe ich immer und überall gestillt und stille ungehemmt weiter. Meine Brüste kann ich je nach Kleidungsstück mehr oder weniger diskret auspacken. Und meine Brüste sind in diesem Kontext 0% sexualisiert, sondern ernähren mein Kind. Wenn Sie und andere damit ein Problem haben, dann finde ich: schauen Sie weg, halten Sie den Mund & machen Sie sich Gedanken über Ihre Prüdheit.

  • Carolina sagt:

    Ich habe immer das Gefühl, dass in dieser Frage die Mitmenschinnen oft die ’schlimmsten Feinde‘ sind – ich lasse jetzt mal die miesepetrigen Männer, die hier ihren Ekel kundtun, weg (auf die sollte frau eh nicht hören). Wenn ich eine Frau beim Stillen sehe, werde ich immer, aber wirklich immer zur Unterstützerin: sozusagen stillschweigend wohlwollend, wenn nichts geschieht, aber auch angriffig, wenn es Unmutsäusserungen gibt. Und meiner Erfahrung nach sind es tatsächlich meistens Frauen, die sich abfällig bzw negativ äussern – das benenne ich, immer und an Ort und Stelle. Genauso, wie ich immer jemandem meinen Platz im Tram gebe, der irgendwie schwächer als ich zu sein scheint. Ich empfinde es als unanständig, stillende Frauen anzugehen.

  • J.G. sagt:

    Naja. Ich finde in der Öffentlikeit zu stillen ist genau so natürlich wie spazieren gehen. Und genau so natürlich wie ich Spaziergängern zuschaue, möchte ich den in der Öffentlichkeit stillenden Müttern auf die Brust schauen können ohne gleich als Wüstling verdächtigt zu werden. Ist doch schliesslich alles ganz natürlich, oder? 😉

    • B.N. sagt:

      Da gehe ich mit J.G einig. Wenn eine Mutter schon in der Öffentlichkeit stillt, dann darf man auch mal kurz und ohne Hintergedanken hinschauen. Super finde ich jene Mütter, die das so gekonnt diskret hinbekommen.

  • Hanna Schmuki sagt:

    Eigentlich ist es immer Sache des Wirtes oder des Gastgebers, die Regeln festzusetzen. Und was meint der gute alte Knigge? Ich müsste nachschauen!

  • Reto sagt:

    Stil bitte auch beim Stillen, sonst ist es Säugen. Habe keine Lust auf Mütter, die auf „Muttersau“ machen. Zwei übergrosse Brüste ausgepackt, Zwillinge auf dem Schoss und diese gleichzeitig stillend? Das ist will ich weder im Zug noch im Restaurant oder sonstwo in der Öffentlichkeit sehen.
    Gerade Frauen sollten doch froh sein, dass wir anständiges Benehmen über natürliches Verhalten stellen.

    • Coco sagt:

      Habe ich Sie richtig verstanden? Alle, die sich ihrer persönlichen Anstandsempfindung entgegen verhalten, benehmen sich wie Tiere und haben deshalb haben ihre Grundrechte verwirkt?

    • tststs sagt:

      What? Ich mein ernsthaft… what?
      „Stil bitte auch beim Stillen, sonst ist es Säugen.“ Sagt wer?
      „Zwei übergrosse Brüste ausgepackt, Zwillinge auf dem Schoss und diese gleichzeitig stillend?“ Ja, was wollen Sie jetzt? Sollen die Frauen vorwärtsmachen, damit Sie die Brüste nicht lange anschauen müssen, oder doch lieber länger, dafür nur eine Brust aufs Mal? Bitte entscheiden Sie sich…
      „Das ist will ich weder im Zug noch im Restaurant oder sonstwo in der Öffentlichkeit sehen.“ Und ich möchte bitte nur noch Texte ohne Fehler in der Öffentlichkeit lesen…mimimimi
      „Gerade Frauen sollten doch froh sein, dass wir anständiges Benehmen über natürliches Verhalten stellen.“?????? WHAT? Weil Männer gemäss ihrer Natur nonstopp über Frauen herfallen?

    • New Mum sagt:

      Und wo stillt man ihrer Meinung nach? 6 Monate zu Hause angekettet?

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Alleine schon der Umstand, stillende Frauen als Säue zu bezeichnen, sagt wessen Geist Kind Sie sind.

    • 13 sagt:

      Sie ziehen es also vor, dass die Mutter peinlich berührt und mit Tuch einen Zwilling stillt, während sich der andere die Seele aus dem Leib schreit. Das stört Sie im Restaurant weniger? Oder wäre es doch eher in Ihrem Sinne, sie solle doch ganz zu Hause bleiben, weil ja Ihr Anstandsgefühl vor Ihrer Freiheit das Haus zu verlassen geht.?

    • Klärli Benz sagt:

      @ Reto: Ich staune schon, dass die Redaktion einen Beitrag veröffentlicht, in dem Frauen als Säue beschimpft werden. Noch schlimmer finde ich den zweiten Teil, denn ich weiss genau, was sie damit sagen wollen: Das natürliche Verhalten eines Mannes sei die (nötigenfalls gewaltsame) Begattung von jeder Frau, die er begehrt.
      Zusammengefasst: Wer in der Öffentlichkeit stillt, verroht die Sitten und muss sich nicht wundern sexuell belästig zu werden.
      Ich hoffe, ich habe Sie falsch verstanden und warte auf eine Richtigstellung.

    • Zora sagt:

      Und was anständiges Benehmen ist, sagen die Mannen, gell… oje.

      • Martina sagt:

        Bei einigen Kommentaren hier hat man echt das Gefühl, Serien wie „The Handmaids Tale“ sind gar nicht mal so utopisch. Mir schaudert ab ihrem Kommentar, Herr Reto!

  • Lucy Müller sagt:

    Aber wenn Männer (wie in diesem Sommer häufig beobachtet) oben Ohne in der Badi, Park oder sogar mitten in der Stadt rumlaufen, stört das keinen. Wieso um Himmelswillen sollte ich also ein Schamgefühl beim Anblick eines weiblichen Busens empfingen? Im Ernst jetzt, der einzige Unterschied zwischen einer weiblichen und einer männlichen Brust ist etwas mehr Fett und sonstiges Gewebe.

    • Lala sagt:

      Die männliche Brust ist nun mal kein sekundäres Geschlechtsmerkmal und daher ist das nicht direkt zu vergleichen.
      Ob sich an ständig nur halb bekleideten Männern niemand stört, wage ich übrigens auch stark zu bezweifeln.

      Ich finde es zwar allgemein lächerlich wie selten man heutzutage Frauen oben ohne im Schwimmbad o.ä. sieht und imho waren wir da auch schon mal weiter, aber direkt vergleichen lassen sich Männer und Frauenbrust nicht.

    • Martin Frey sagt:

      @Lucy Müller
      Der primäre Unterschied zwischen einer weiblichen und einer männlichen Brust liegt darin, dass die weibliche Brust zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen gezählt wird. Und die männliche nicht. Daher auch die unterschiedliche Wahrnehmung im öffentlichen Raum.

      • 13 sagt:

        Auch der männliche Bart ist ein sekundäre Geschlechtsmerkmal und trotzdem müssen wir uns den Anblick dieser jederzeit und überall antun, v.a. heutzutage, wo er so in Mode ist. Aber fordert jetzt jemand Gesichtsschleier für die Männer?

      • Sylvia sagt:

        Aber dass wir die weibliche Brust zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen zählen, hat einen historischen Hintergrund, der auch mal hinterfragt wereen könnte, nicht wahr? Ich freu mich auf alle Fälle immer über die mutigen Frauen, die ohne Scham in der Öffentlichkeit stillen!

      • Martin Frey sagt:

        Haha, guter Punkt, 13!
        ps Gesichtsschleier für gewisse Bartträger, dem könnte ich sogar noch etwas abgewinnen wenn ich mir das so überlege… 😉
        Der männliche Bart ist halt keine erogene Zone, wäre hier noch das Gegenargument. Aber wie gesagt, bei der T-Shirt Wechsel-Affäre, die die Welt bewegte, bin ich ganz auf Ihrer Linie.
        @Sylvia
        Zum Glück sind wir heute noch nicht in der Lage, aus Gründen der Genderkorrektheit darüber zu befinden, welches sekundäre Geschlechtsmerkmale sind und welche nicht. Wenigstens das regelt immer noch die Natur… 😉

      • Lucy sagt:

        Das weibliche Brust so kategorisiert wird, mag stimmen. Das ändert doch aber nichts daran, das der Unterschied in Tat und Wahrheit eher gering ist: Beides unterscheidet die Geschlechter, kann auf einen Teil der Bevölkerung sexuell anziehend wirken und ist (bei manchen mehr, bei anderen weniger) bei entsprechender Stimulation Quelle von Lustgefühlen. Der Unterschied besteht also im Wesentlichen darin, dass die weibliche Brust zusätzlich dazu dient, Kinder zu nähren. Und sie historisch einfach häufiger Gegenstand von Sexualisierung und Moralvorstellungen war.

        Und das man sekundäre Geschlechtsmerkmale verstecken muss, hat ja schliesslich auch irgendwann mal jemand erfunden. Ich muss aber sagen, diese Bartschleier-Idee klingt für mich doch auch ganz vielversprechend 😉

  • Markus Müller sagt:

    Message liebe Frauen: tragt zur Sicherheit eine Burka, so werdet ihr mit grosser Wahrscheinlichkeit niemanden peinlich berühren.

  • Stefan W. sagt:

    Brüste, die zum Zweck der Säuglingsernährung gezeigt werden, empfinde ich als weniger „aggressiv“, als allzu exhibitionistische Décolletées ohne Stillbezug. Vermutlich weil die sexuelle Konnotation bei einem sabbernden Säugling völlig fehlt ;-).
    Ich denke, ein gewisser Exhibitionismus ist auch hier dabei, wenn frau sich, wenn sie die Wahl zwischen mehr oder weniger diskret hat, für weniger diskret entscheidet. Aber eher im Sinn von „Ich bin stolz, eine stillende Mutter zu sein“, als im Sinn von „seht her und lasst euch als Lüsteler beschimpfen“.

  • Peter Schmucki sagt:

    Das Problem ist nicht das stillen, sondern dass jedes Handeln zum Statement erklärt wird. Die westliche Gesellschaft kämpft mit den permanenten Widersprüchen die bei diesen Stellungsnahmen entstehen. Das Gleiche ist einmal emanzipiert oder wieder sexistisch, einmal ist es das Normalste der Welt, dann aber wieder die Ausbeutung des Körpers. Deutlich sichtbar im sonderbaren Umgang mit Ernährung, Körperbild, Nacktheit, Prostitution oder Kleidung.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Aber über Ausschnitte bis zum Bauchnabel bei jungen, sexy Frauen, AIDS Plakaten und andere Werbung mit eindeutigen Szenen regt sich keiner auf?

    Doppelmoral hoch zwei. Da möchte ich fragen, wie manch eine/r den Kopf verrenkt, um einen Blick zu erhaschen (um sich hinterher zu empören?), wenn die Frau hübsch ist.

    Hätte ich nur zuhause stillen dürfen, hätte ich das Haus monatelang nicht verlassen dürfen. Ich habe immer sehr diskret gestillt, nackte Haut bekam man bei mir nicht zu sehen. Auch ich finde, dass andere Mütter das ebenso diskret tun sollen, aber wenn nicht, braucht man in dieser sexualisierten Welt kein Theater zu machen, oder ist das Problem beim Stillen, dass dies der Nährung eines Kindes angedacht ist und die Brust nicht zum Vergnügen eines Erwachsenen entblösst wird?

  • Dres Meier sagt:

    Naja, wenn der Kleine dann so 4 Jahre alt ist und nach Verzehr von Brötchen mit Salami noch ein Schlückchen trinken will und Mutti bereitwillig die Brust entblösst, im Frühstückraum des Hotels notabene, dann hört meine Toleranz irgendwann schon einmal auf. Ich habe selber Kinder, aber ab einem gewissen Alter der Kinder, die Reden können und Zähne im Mun haben, die herumrennen, habe ich irgendwie das Gefühl, da stimmt etwas nicht……

    • Angie sagt:

      Aber bei denen mit Schnuller im Mund denkt man sich nichts…… Hahaha.

    • 13 sagt:

      Warum es wohl Milchzähne heisst….
      Aber mal im Ernst: Wieviele 4jährige werden hierzulande noch gestillt? Und dann noch öffentlich? Das ist doch schlicht ein Randphänomen, die wenigsten hier werden es überhaupt mal gesehen haben, das vorgebracht wird, um etwas Stimmung zu machen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @13

        Genau: ich habe noch nie erlebt, dass ein Kindergartenkind gestillt wird, wohingegen Stillphobiker en Masse eben dieses beobachten. Da frage ich mich schon, ob ich eventuell auf einem anderem Planeten wohne. Ein Schelm der denkt, solche Stillgeschichten könnten erfunden sein.

  • Valentin B. sagt:

    Ärgernis?
    Also wenn ich das Bild so anschaue bin ich höchstens eifersüchtig auf den kleinen Kerl, aber sicher nichts anderes 🙂
    Spass beiseite. Gesellschaft quo vadis?
    Ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun!

  • Brigitte sagt:

    Ich finde es, gelinde gesagt traurig, dass man sich über Stillen in der Öffentlichkeit aufregt, aber Sex vor aller Augen am hellichten Tag, anscheinend kein Artikel wert ist! Dass muss ich einfach akzeptieren, wenn ich nicht als frustrierte Ziege angemacht werden will. Verkehrte Welt!

  • Reincarnation of XY sagt:

    Gibt es jetzt Frauen, die das störend und unangemessen tun, so dass sie zum schlechten Ruf all derer beitragen, die das völlig angemessen und mit Taktgefühl tun? – Ist mir noch gar nie aufgefallen.

    Was nun diejenigen betrifft die Nörgeln und sich beschweren: die werden dazu IMMER einen Grund finden. Hört endlich mal auf, auch nur im Geringsten auf das einzugehen, was diese Typen sagen. Die haben ein Problem mit sich selbst.
    Mal sind die Frauen öde Kartoffelsäcke, dann wieder zu sexy.
    Mal hat sich der Migrant zu wenig integriert, dann aber, wenn er sich integriert hat, ist der trotzdem kein richtiger Schweizer.

    Man sollte diesen Leuten unisono nur eine Antwort geben: Du hast ein Problem mit dir selbst – Miesepeter!

  • Jusp sagt:

    In jeder öffentlichen Badi ist oben ohne sünnele erlaubt, aber beim Stillen sollte die Brust unsichtbar sein? Wo bleibt hier die Logik? Liebe Frauen stillt eure Kinder weiterhin überall!

  • Rüdiger sagt:

    Wem stillende Mütter nicht passen, der soll es wie die Vegis machen, die sich ab dem Geruch von gebratenem Fleisch stören. Einfach den Planeten verlassen…

    • Daniel Maier sagt:

      @ Rüdiger
      Es gibt sicherlich etwas, das auch dir nicht passt, oder? Und du bist trotzdem noch auf diesem Planeten. Warum?

      • Rüdiger sagt:

        Sicher gibt es Sachen die mir nicht passen. Sind aber eher trivial und nicht so wichtige Unterfangen wie natürliche Prokreation und Ernährung. Sonst noch Fragen Dänu?

  • Sportpapi sagt:

    Die gleiche Diskussion, zum x-ten Mal aufgewärmt. Wobei man sich ja selten die übergeordnete Frage stellt, warum eigentlich das Zeigen von nackter Haut so mit Scham verbunden ist. Und offenbar belästigt.
    Ganz absurd wird es aber, wenn dann letztlich plötzlich der eigene Massstab verallgemeinert wird, wenn man zwar eigentlich öffentlich stillen noch gut findet, fast schon ein politisches Statement. Aber bitte dann doch so, dass es niemand sieht.
    Ach ja, ich schaue natürlich auch weg, wenn eine stillende Mutter ihre Brüste auspackt. Nicht wegen meinem Schamgefühl. Aber um auf keinen Fall den Eindruck von Interesse zu erwecken.

  • Jonny Nippel sagt:

    Und in der arabischen Welt habe ich schon mehrmals voll verschleierte Frauen gesehen, die beim Stillen in aller Öffentlichkeit allen anwesenden „die Brüste in Gesicht gestreckt “ haben. Völlig normal dort. Können sie das nicht einfach jeder Frau überlassen, ob und wie sie wann stillen will. Denn daran ist wirklich überhaupt gar nichts anstössiges.

  • Renate Jakopec-Geigenberger sagt:

    Schön ,wenn der Mensch keine grösseren Sorgen hat als die sichtbare Brust einer stillenden Mutter . Wenn Frau nicht stillen will ist sie fast schon eine Rabenmutter ,wenn doch dann aber bitte nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit! Aber wenn Frauen in Zeitschriften oder im Schwimmbad im knappsten Bikini oder Dekolleté zu sehen sind kann zumindest Mann seine Augen nicht abwenden…… Was für eine falsche Gesellschaft! Wem die wenigen in der Öffentlichkeit stillenden Frauen schon ein Gräuel sind , sollte vielleicht zu Hause bleiben und mal über sich selbst nachdenken .

  • Michael sagt:

    Ich glaube ja, das das ein Mann-gemachtes Problem ist – schliesslich leben wir in einer Welt, wo die meisten Parameter, die das sog. normale Zusammenleben bestimmen, von Männern gemacht werden. Man schaue sich nur die ganzen Religionen und die davon abgeleitete Gesetzgebungen an – alles von Männern für Männer gemacht.
    Und eine weibliche Brust, die nun das macht wofür die Natur sie vorgesehen hat – nämlich ein Kind zu Stillen, ist so garnicht im Fokus der Männer. Sie hat vornehmlich der männlichen Lust zu dienen, aber Stillen ? Bitte nicht, und schon garnicht in der Öffentlichkeit. Vermutlich weil dann der Mann das Bild eines gestillt werdende Babys nicht aus dem Kopf bekommt, was nicht gerade lustfördernd ist…

    • Sportpapi sagt:

      @Michael: Klar. Selbst wenn weit und breit keine Männer im Spiel sind, gilt doch immer die uralte Regel: An allem sind die Männer schuld!

      • tina sagt:

        ui schlechter tag heute sportpapi? hat sich denn jemals eine frau aufgeregt über öffentliches stillen?

      • Röschu sagt:

        @tina
        Der Blog wurde von FRAU Kuster geschrieben.

      • tina sagt:

        ui ja röschu… ich gebe zu, ich habe nichtmal den blog gelesen, weil ich dachte, ich weiss ja schon was da steht 😉
        sorry sportpapi, es gibt tatsächlich eine frau, die sich aufregt. (allerdings nicht wegen dem stillen, sondern wegen der wirklich unnötig nackten brust)

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Ich lese die Diskussion eigentlich ausschliesslich von Frauen. Aber sicherlich gibt es auch Männer, die sich „aufregen“.
        Aber heute ist es, wie so oft, eine Frau, die sich an anderen Frauen stört. Und weit und breit kein Mann.

      • Carolina sagt:

        SP: Es gibt hier Männer, die ihren Ekel kundtun! Ueberlesen?
        Aber ich habe einen Post geschrieben, in dem ich die Meinung vertrete, dass vor allem Frauen sich negativ äussern – ich erlebe das noch öfter und schreite immer ein. Denn ich finde, Stillen ist das natürlichste der Welt. Natürlich gibt es Frauen, die ein Statement daraus machen – so what? Mir geht es nicht um die Politik, sondern darum, dass einer stillenden Frau ein gewisser Schutzrahmen zur Verfügung stehen sollte – das letzte, was sie braucht und haben sollte, sind Missfallsbekundigungen und dafür sind wir alle verantwortlich, Du, ich und wir alle.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Ja, vielleicht überlesen. Vielleicht waren die aber da auch noch nicht so vorhanden. Ändert nichts daran, dass Michaels Aussagen völlig daneben sind.

      • Martin Frey sagt:

        @Carolina
        „Denn ich finde, Stillen ist das natürlichste der Welt.“
        Das ist so. Wie die tägliche Defäkation auch…. 😉 trotzdem muss man ja nicht alles mit seinen Mitmenschen teilen. Ist in meinen Augen letztendlich doch eine Stilfrage, wie gesagt.
        „Natürlich gibt es Frauen, die ein Statement daraus machen – so what?“
        Kommt drauf an, ob Sie selber zum Objekt des Statements erkoren werden oder nicht. Und ob man Ihnen dabei eine Wahl lässt.
        Ansonsten, gänzlich einverstanden. 🙂

      • Carolina sagt:

        Na ja, MF, bleibt ja nicht mehr so viel, mit dem Sie einverstanden sein können, oder?
        Bei Ihrem Hinweis auf ein natürliches Bedürfnis der anderen Art fehlen mir, ehrlich gesagt, ein wenig die Worte….. Ist das wirklich Ihr Ernst?

      • Martin Frey sagt:

        „Bei Ihrem Hinweis auf ein natürliches Bedürfnis der anderen Art fehlen mir, ehrlich gesagt, ein wenig die Worte….. Ist das wirklich Ihr Ernst?“
        Nicht 100%, zugegeben. 🙂 Aber ganz ehrlich, nehme ich auch die ganze Diskussion nicht 100% ernst.
        Wo ich einverstanden bin?
        „Mir geht es nicht um die Politik, sondern darum, dass einer stillenden Frau ein gewisser Schutzrahmen zur Verfügung stehen sollte – das letzte, was sie braucht und haben sollte, sind Missfallsbekundigungen und dafür sind wir alle verantwortlich, Du, ich und wir alle.“
        Würde ich 1:1 unterschreiben.
        Dito für Ihre Aussagen über Frauen (auch weiter oben), als die wohl ärgsten und hartnäckigsten Feindinnen von anderen Frauen… Nur, so eine Aussage ist für Sie etwas einfacher zu tätigen als für mich. 😉

      • tststs sagt:

        „Wie die tägliche Defäkation auch…. trotzdem muss man ja nicht alles mit seinen Mitmenschen teilen.“
        Glauben Sie nicht ab und zu auch, werter Herr Frey, dass wir dem Weltfrieden ein grosses Stück näher kämen, wenn wir nur endlich wieder in geselliger Runde gemütlich einen abseilen könnten?
        Wenn Natur wieder als Natur akzeptiert würde, dann könnten wir uns wieder zivilsatorischen Problemen widmen 😉

      • Michael sagt:

        Gratuliere Sportpapi, Du hast es erkannt ! An allem sind die Männer schuld. Oder kannst Du mir ein paar Gegenbeispiele liefern ? Ich sehe nur, das es Männer waren, die den WK1 und WK2 vom Zaun gebrochen haben, die den Paragraph 218 und 175 eingeführt und lange verteidigt haben, die den Frauen die Burka vorschreiben, die Frauen steinigen durften, wenn sie Ehebrecherin waren, selber aber straffrei ausgegangen sind.

      • Sportpapi sagt:

        @Michael: Das stimmt. So gesehen sind die Männer fast an allem schuld, was auf dieser Welt an Gutem wie Schlechtem läuft. (haben Sie übrigens mal die Briefe gesehen, die Frauen ihren Männern an die Front geschrieben haben?)
        Und es sind auch ausschliesslich Männer, die dafür sorgen, dass Frauen ihre Brüste ungern zeigen…
        Ja selbst dann, wenn Frauen nach einem Sporttraining nicht miteinander duschen möchten, weil es ihnen zu intim ist – ja, selbst dann sind sicherlich die Männer schuld.
        Was für ein simples Weltbild!

  • Echtjetzt sagt:

    Der Wiederspruch in diesem Artikel ist sehr irritierend. Einerseits wird Stillen als natürlichste Sache der Welt gepriesen, anderseits redet frau von Schamgefühl! Warum sollte beim Gegenüber überhaupt Schamgefühl aufkommen!? Sind wir nicht (fast) alle mal gestillt worden! Grundsätzlich sollte mal überlegt werden, warum die Gesellschaft ein solches Schamgefühl aufgezwungen bekommt, wenn es um Ernährung eines Kindes geht!? Ich glaube kaum, dass es die Freundinnen in der Runde gestört hat, dass die Frau ihr Kind gefüttert hat! Es hätten sich wohl eher alle genervt gefühlt, hätte sie es nicht getan und hätte das Kind kurz darauf angefangen zu schreien, weil die Mutter es verpasst hat, das Bedürfniss „Hunger“ ihres Kindes zu stillen!

  • MO sagt:

    Ehrlich gesagt, ist es mir lieber, eine Mutter hat den Mut, ihr Baby in der Öffentlichkeit zu stillen, bevor es allen die Ohren vollschreit. Dazu braucht es nämlich auch Mut, gerade, weil es ein ständiges Thema ist und viele Mütter sich gar nicht mehr trauen, das Natürlichste auf der Welt zu verrichten. Die Brust einer Frau wird zu stark sexualisiert, so dass ihre eigentliche Funktion als negativ wahrgenommen wird. Kein Wunder, bei dem Übermass an Busen-Bildern in sexuellem Zusammenhang im Internet.

  • marie sagt:

    Wieso die Aufregung? Mein Schamgefühl wird ob entblösster Männeroberkörpern mit Rettungsreif oberhalb der Hose um ein vielfaches missachtet – ohne dass sich derab ein Männerbashing als gerechtfertigt zeigen würde.

    • Papperlapapi sagt:

      und hier geht es um eine Quartierfest….Wenn da nichts Störenderes ist als eine offensiv stillende Frau, dann ist das ein ganz gesegnetes Quartier. Bei uns wäre da der Urs, der schon um 11:30 offensichtlich angeheitert ist und die Ursi blöd anbaggert, die Katharina, die raucht wie ein Kamin, trotz Kleinkind im Arm, die Maja, die ihre Zunge dauerhaft im Mund vom Andi versenkt, der Werner, der mit den ewig gleichen Witzen und Sprüchen nervt, niveauloser geht es nicht mehr…..Trotzdem unterhalte ich mich super mit Sabine und Markus. Über das andere sehe ich hinweg.

      • Alex sagt:

        Sehr gute Liste – Persönlich habe ich extrem Mühe mit rauchenden Müttern und Vätern die ihre Kinder dabei oder sogar im Arm halten. Ich finde das widerlich und verantwortungslos. Über die stillende Mutter würde ich mich bloss ärgern, wenn sie dabei rauchen würde. Ansonsten ist es doch schön, wenn man nicht immer diese blöden Fläschchen und Thermoskännchen dabei haben muss. Ich finde eine stillende Mutter muss sich vor niemandem rechtfertigen und soll es so machen, wie es ihr wohl ist.

  • tststs sagt:

    Stillen mit Sichtschutz in der Öffentlichkeit ist ok, aber ohne Sichtschutz nicht?
    Respektiere selbstverständlich Ihre Meinung, aber das kann ich jetzt so ziemlich gar nicht nachvollziehen.
    Es weisst doch eh jeder, wie es unter dem Tuch/Top/Paravent aussieht…

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Ich kann mir auch vorstellen, wie eine Frau unter dem Bikini anzieht. Trotzdem ist es die Regel, dass sie diesen anbehält.

    • Martin Frey sagt:

      @tststs
      „Es weisst doch eh jeder, wie es unter dem Tuch/Top/Paravent aussieht…“
      Das zu wissen/zu erahnen, ist nicht dasselbe, wie es zu sehen. Finde ich noch erstaunlich, dies überhaupt erwähnen zu müssen.
      Ansonsten kann mann ja auch nackig herumlaufen, und Ihnen im Tram das Gemächt entgegenschwingen, weiss ja schliesslich auch jede wie es darunter aussieht? Ist das wirklich ein so gutes Argument?

      • tststs sagt:

        Ach bitteeeee, meine Herren MF und SP, Sie sind doch beide auch nicht mehr 20. Wissen Sie nicht mehr, so in den 70ern und 80ern als Oben ohne am Strand Usanz war? Als in den 90ern an der Streetparade zahlreiche unverhüllte Nippel zu sehen war, das höchste der Gefühle war ein Plastikmargeritli drüber…?
        Nur weil das neue Jahrtausend etwas prüde angefangen hat, müssen wir diese Zeiten ja nicht ewig aufrecht erhalten 🙂
        Ja, wir haben gerade verhüllende Zeiten und versuchen Nippel gerade wieder zum heiligen Gral (resp. zum Dreizack des Teufels) zu machen; aber es sind wirklich nur Nippel/Brüste.
        Übrigens: ich trage Kleidung hauptsächlich aus hygienischen Gründen, nicht aus Schamgründen…

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Fakt ist, dass die Frauen HEUTE selten das Bikini-Oberteil ausziehen. Weil sie sich bedecken wollen.
        Richtig, die Gesellschaft war schon (mehrfach) weiter.
        Aber auch Ihnen glaube ich nicht, dass Sie Kleidung, hier z.B. ein Bikini-Oberteil, nur als hygienischen Gründen anziehen.
        Persönlich erhoffe ich mir allerdings auch, dass die Zeiten wieder etwas ändern würden, und Nacktheit wieder etwas natürlicher würde. Wäre entspannend für alle (oder zumindest fast).
        Die Frage war aber eben, ob nun mit oder ohne Bedeckung das Gleiche ist. Und da das offensichtlich für die Mehrheit der Menschen einen riesigen Unterschied macht, scheint die Frage berechtigt…

  • Angie sagt:

    Schauen Sie auch beschämt weg, wenn jemand sein Coke öffnet?
    Wenn alle Frauen so stillen würden wie die Spaghettitopfrau gäbe es auch nichts mehr, wovor man sich schämen müsste . Es ist das normalste der Welt. Ich stille überall , auch mitten in Züri wenn mein Baby Hunger hat. Wenn jmd ein Problem damit hat, so what, mir egal . Stilltuch klappt übrigens überhaupt nicht bei einem Kind , dass dieses immer wieder runterzieht.
    Und wegen dem Schamgefühl: So eine verlogene Gesellschaft , die zwar in grossen Stil Youp*rn konsumiert und in der Kunst Brüste bejubelt, aber beschämt beim Stillen wegschaut… LOL

    • Homer Simpson sagt:

      Kacken ist auch das normalste der Welt, trotzdem machen Sie das nicht vor aller Augen, oder?

      • Alex sagt:

        Der Vergleich würde wohl stimmen würden wir Erwachsenen nicht auch in der Öffentlichkeit essen und hinter verschlossenen Türen defäkieren. Auch zum Thema Hygiene ist es hier etwas ganz anderes… So also ein äusserst dämlicher Vergleich

        Das mit dem Stilltuch glaube ich übrigens nicht- das nützt schon was: Meine Kinder hatten das jeweils in der Hand und man konnte den Mund nachher abwischen. Zum abdecken? Das stimmt, das taugt nix 🙂
        In diesem Sinne: Frohes weiter Stillen!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Homer Simson

        Schon tragisch, wenn man den Unterschied zwischen kacken und essen (stillen) erkennt….

      • Angie sagt:

        Trinken Sie auch heimlich unter einem Tuch ?

      • Homer Simpson sagt:

        @Alex: Dass der Vergleich mehr als hinkt, ist auch mir klar. Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass das Argument ‚ist doch das normalste der Welt‘ eben keines ist.

        Im Übrigen ist das Stillen eines Kleinkinds – im Gegensatz zur Nahrungsaufnahme durch Erwachsene – ein intimer Akt, und intime Akte gehören nun mal nicht an der Öffentlichkeit demonstrativ zur Schau gestellt.

      • 13 sagt:

        Das wirklich Lustige an diesem immer wieder vorgebrachten und völlig dämlichem Argument ist ja: Wenn Kleinkindern Windeln angezogen werden, damit sie eben in der Öffentlichkeit kacken können, dann wird das tatsächlich als normal empfunden. Merkwürdig sind bei dem Thema ja eher die, die ihnen keine anziehen und sie das Geschäft ab Geburt ins WC, also eher versteckt, machen lassen. Für Babys/Kleinkinder gilt nämlich: kacken vor den Augen aller, essen bitte heimlich und versteckt. Ab einem gewissen Alter hat sich das dann zu ändern. Komische Welt…

      • tststs sagt:

        „kacken vor den Augen aller, essen bitte heimlich und versteckt. Ab einem gewissen Alter hat sich das dann zu ändern. Komische Welt…“

        Interessante Feststellung… wirklich interessant!

      • Carolina sagt:

        Danke, 13, wirklich eine sehr treffende Bemerkung – darauf bin ich auch noch nicht gekommen!
        Und was den Vergleich von K mit Stillen angeht: sorry, aber mit jemandem, der so einen Vergleich zieht, kann ich mich nicht abgeben!

  • Sanro Studer sagt:

    Es ist geradezu notwendig, dass sich Mütter nicht zu schämen brauchen. Ich finde es einfach wunderbar wenn sich einer Mutter liebevoll um Ihr Kind kümmert und es ist mir völlig egal wo das passiert. Alleine ein Diskurs darüber ob das Stillen in der Öffentlichkeit angebracht sei ist schon sehr befremdlich. Bin ich in einem vornehmen Restaurant und neben mir stillt eine Mutter schmeckt das Essen gleich doppelt so gut, das Kind isst ja auch und was mir mein Teller ist, ist dem Kind eben Mutters Brust. Ansonsten müssten wir ja auch im verborgenen Essen.

    • R.E. Michel sagt:

      Sorry, da bin ich jetzt ganz anderer Meinung. Ein so kleines Kind gehört gar nicht erst in ein Restaurant. Und ja, ich bin mir bewusst, dass diese Aussage für einige schon ein rotes Tuch darstellt. (Kleine) Kinder gehören auch nicht in ein vornehmes Restaurant.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Herr Michel

        Darüber haben Sie aber nicht zu bestimmen. Dass man mit Kindern welche nicht stillsitzen können, Restsurants meiden sollte, versteht sich von selbst, aber wer sich alleine schon am Anblick von Kindern stört, ist zuhause bestens aufgehoben, damit er mit seiner Griesgrämigkeit nicht anderen die gute Laune verdirbt.

    • R.E. Michel sagt:

      @von Siebenthal: echt jetzt? Erwachsene sollen zu Hause bleiben, damit sich die z.T. unerzogenen Gofen im Restaurant austoben können? Nicht ihr Ernst, oder? Und ja, wenn ich in ein vornehmes Restaurant gehe und entsprechend auch für Speis & Trank die hohen Kosten berappe, dann will ich meine Ruhe haben und dies geniessen können.
      Und wenn ich in ein „normales“ Restaurant oder Kafi gehe, und dort die Gofen an die z.T. niedrigen Tische treten bis sie kippen, die Getränke sich über meine Beine ergiessen und die Mutter sitzt daneben und sagt nichts, das muss ich auch ertragen? Sehe ich überhaupt nicht ein. Und nicht nur damit ich kein „Griesgram“ bin, sondern weil ich einen gewissen Anstand auch von Kindern & deren Eltern einfordere. Egal wo.

  • Klärli Benz sagt:

    Das Regelhandbuch für die stillende Mutter ist dick. Sie muss. Und jeder scheint zu wissen wann, wie lange und anscheinend auch WIE.
    Eine Frauenbrust wurde nicht innert Sekundenschnelle und mit der gesellschaftlich erwarteten Scham wieder bedeckt. So what!?!

  • 13 sagt:

    Wann werden wir eigentlich endlich aufhören, öffentliche Diskussionen darüber zu führen, wann eine Frau wieviel Haut zeigen muss oder dann nicht darf?
    Kopftuch? Ja, nicht. Eine Frau MUSS ihr Haar zeigen.
    Minijupe/Ausschnitt? Immer her damit. Ausser es kommt zu sex. Übergriffen, dann ist sie selber schuld, lief sie so freizügig herum.
    Busen in Werbung, Zeitschriften und co.? Ja, ja, ja.
    Stillen in der Öffentlichkeit? Höchstens ganz diskret, man könnte ja etwas sehen.
    Hintern, Beine auf dem Tennisplatz? Ja, unbedingt, wehe wenn nicht (Catsuit von S.W.).
    Sportbh beim umziehen? Um Gottes willen, Strafe wegen unsportlichem Verhalten.
    etc.
    Also Haut ja, aber bitte entsprechen präsentiert…eigene Wahl? Geht ja gar nicht…

    • Sportpapi sagt:

      @13: „Wann werden wir eigentlich endlich aufhören, öffentliche Diskussionen darüber zu führen, wann eine Frau wieviel Haut zeigen muss oder dann nicht darf?“
      Gute Frage. Wenn man dabei wenigstens jeweils konsequent bei einer Grundhaltung bleiben würde.
      Die Anspielungen zum Tennis sind hingegen nicht wirklich passend. Dort benimmt sich eine Diva daneben, und sollte sicherlich dafür nicht noch Anerkennung erhalten.
      Und man wundert sich, wie ein falscher Entscheid eines übereifrigen Schiedsrichters bei einem drittklassigen Spiel auf der ganzen Welt so intensiv diskutiert werden kann. Und wie viele Menschen dazu eine Meinung äussern, die sonst keine Ahnung von Sport haben (das jetzt nicht persönlich gemeint).

      • 13 sagt:

        Es gehört zu unserer informierten Welt, dass halt Ereignisse, von denen vor einigen Jahren niemand etwas gehört hätte, sich schnell verbreiten. Beispiele gibt es unzählige und ich hätte auch x andere wählen dürfen. Wäre die Diskussion über die Outfits der Damen (über die Herren spricht natürlich nie jemand) im Beachvolley passender gewesen? Wir können die Kleiderschnitte nehmen. Oder die Vorgaben in der Schule. Oder ein x beliebiges Beispiel. Es geht aber nicht um diesen Schiedsrichter oder Tennis oder sonst etwas. Es geht darum, dass immer die gleichen überflüssigen Diskussionen geführt werden, nur etwas anderes verpackt. schau schon beim Kopftuch. Ein Zwang und ein Verbot hat letztlich den ähnlichen Hintergrund, nämlich das Vorschreiben, was Frau tun resp. unterlassen sollte.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Diese Skandalisierung mag zu unserer informierten Welt gehören, sinnvoll ist sie aber trotzdem nicht, differenziertes Hinterfragen wäre nach wie vor angebracht. Abgesehen davon, dass bei diesen öffentlichen Prangern ja meistens auch gleich die Meinung mitgeliefert wird, die als einige in Ordnung ist.
        Ja, natürlich könnten wir über die sagenumwobenen Outfits der Damen im Beachvolleyball sprechen. Über angebliche Kleiderordnungen, obwohl es die längst nicht mehr gibt (doch keine Sportlerin hat ihre Kleidung geändert).
        Und selbstverständlich wird auch über die Kleidung von männlichen Spielern diskutiert. Allerdings gibt es weniger, die damit bewusst provozieren möchten (aus gesundheitlichen Gründen, selbstverständlich…)

      • Sportpapi sagt:

        „Es geht darum, dass immer die gleichen überflüssigen Diskussionen geführt werden, nur etwas anderes verpackt. schau schon beim Kopftuch.“
        Da bin ich ganz gleicher Meinung.
        Deshalb sagte ich ja, man sollte wenigstens die Grundhaltung konsequent halten.
        Deshalb ärgern mich auch Frauenrechtlerinnen, die im Namen der Freiheit anderen Frauen sagen möchten, was sie zu tun haben.

      • 13 sagt:

        Es ist nicht einmal unbedingt immer so, dass es tatsächlich vorgeschrieben ist, was getragen werden muss resp. nicht getragen werden darf, sondern dass es zum Thema wird. Üblicherweise eben nur bei Frauen, bei Männern sehr selten (ja, ja, ich weiss, die Busfahrer, aber es ist doch eher die Ausnahme).
        Klare Grundhaltung? Gerne: Wer was trägt und wer was zeigt, entscheidet einzig und allein die Person selber. Von allen anderen ist Akzeptanz zu erwarten und von der Modebranche das entsprechende vielfältige Angebot, damit jede*r die Wahl hat. Eigentlich ganz einfach.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Ja, vielleicht diskutiert man mehr über die Kleidung von Frauen. Aber nicht mal das ist sicher im Sport. Aber google doch mal Wawrinka Hose. Oder lies nach, warum Andre Agassi drei Jahre nicht in Wimbledon angetreten ist.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Wer was trägt und wer was zeigt, entscheidet einzig und allein die Person selber.“
        Dann stehen Sie auch im Bikini/Strandkleid vor Gericht, wenn Sie da einen Termin haben? Oder doch nicht? Weshalb wohl?
        Sie mögen mich altmodisch schimpfen, aber viele Dresscodes haben durchaus ihre Berechtigung. Ein Teil sind zwar alte Zöpfe. Aber es gibt durchaus so etwas wie „dem Anlass/Umfeld/der Sitte entsprechend“ wenn es um Kleidung geht. Und ich sehe gerade nicht, dass Männer bei dem Thema durchwegs so bevorteilt sind, wie Sie das hier darstellen.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Nein, vor Gericht stehe ich entsprechend dem Gesetz „in schicklicher, dunkler Kleidung“. Eine Vorschrift, die Männer und Frauen gleichermassen betrifft und nichts mit männlichen/weiblichen Attributen zu tun hat. Ich habe nichts grundsätzlich etwas gegen Kleidervorschriften in manchen Situationen, wie Sie schreiben, dem Anlass entsprechend. Einige hinterfrage ich hingegen gerne. Wenn ich bei von der Schule einen Zettel bekomme, dass die Hosen bis Mitte Oberschenkel reichen sollen und keine BH-Träger sichtbar sein dürfen und ich dann von Schulleiter höre, dass manche Jungs ansonsten Konzentrationsschwierigkeiten haben, dann habe ich so meine Fragen, nur so als Beispiel. Den Grund für die Vorschrift finde ich nicht unerheblich.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das verstehe ich jetzt nicht. Bei Richtern ist schwarz und schlicht angemessen, aber wenn der „weisse Sport“ von den Spieler/innen vorwiegend weiss und angemessen verlangt, dann gibt es grosse Diskussionen?
        Ich bin sicher, dass in der Schule nicht nur die BHs der Mädchen ein Problem sind, sondern auch die Unterhosen der Jungs (und Mädchen), die gerne gezeigt werden?
        Und warum sind die Konzentrationsschwierigkeiten von Jungs unerheblich?

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Und warum sind die Konzentrationsschwierigkeiten von Jungs unerheblich?“
        Sie sind so unerheblich oder so erheblich wie die der Mädels. Es geht nicht an, Dresscodes nur für Mädchen zu erstellen, und dies dann noch mit etwaigen Hormonwallungen der Jungs zu begründen. Sonst sind wir bald bei den Taliban und Verwandten.
        Womit ich nicht sagen möchte, dass es keine Kleidervorschriften in Schulen geben soll, im Ggt. Aber wie Sie selber sagten, gibt es durchaus bei Jungs ebenfalls Dinge, die man regeln könnte/müsste (3 Paar Unterhosen übereinander, Baggy pants, Träger-T-Shirts, Käppli etc.)

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: „Es geht nicht an, Dresscodes nur für Mädchen zu erstellen, und dies dann noch mit etwaigen Hormonwallungen der Jungs zu begründen. Sonst sind wir bald bei den Taliban und Verwandten.“
        Warum geht das nicht? Es geht beim Thema Gleichberechtigung/Diskriminierung ganz oft um Sonderregelungen für ein Geschlecht (z.B. Karriere in Teilzeit, weil die Anforderung von 150% Einsatz für Frauen als Benachteiligung empfunden wird).
        Wenn es so ist, dass sich die Jungs nicht konzentrieren können, dann sind nun mal Massnahmen erforderlich.
        Die neutrale Regelung heisst: Keine Unterwäsche sichtbar.
        Ausserdem ist es ja selten so, dass die Jungs bezüglich Bekleidung mehr Freiheiten geniessen. Und schon gar nicht die erwachsenen Männer.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Wenn es so ist, dass sich die Jungs nicht konzentrieren können, dann sind nun mal Massnahmen erforderlich.“
        Nochmals, das ist ein klassisches Argument von Männern, die damit Macht und Deutungshoheit über Frauen ausüben wollen. Klassiker eben heutzutage die Islamisten, die die Frauenwelt gerne in gute (nach ihren Vorgaben verhüllte) und schlechte (westliche Schlampen) einteilen. Und dies noch mit der eigenen Triebhaftigkeit begründen.
        Mir ist klar, dass es in der Schule Hormonwallungen gibt, und ja, ich bin auch für Dresscodes (zb. keine sichtbare Unterwäsche). Aber es ist gefährlich, dies allein mit den Hormonwallungen der Jungs zu begründen. Es gäbe andere, m. E. bessere Argumente.
        Jungs wie auch Mädels, die mit ihren Hormonen Mühe haben, sollen sich zusammenreissen.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Auf die „besseren Argumente“ wäre ich ja gespannt.
        Alles andere zeigt doch nur, dass man aus ideologischen Gründen nicht mehr pragmatisch denken und handeln soll.
        Gefährlich ist da gar nichts!

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Gefährlich ist da gar nichts!“
        Oh doch. Und zwar der Umstand, dass Sie offenbar die Deutungshoheit darüber, wie sich ein Mädchen zu kleiden/zu stylen/zu verhalten hat, irgendwelchen testosterongeschwängerten Jungs übertragen wollen. Damit vermitteln Sie auch, dass sich Mädchen nach den Ansichten/Launen/Wünschen der Männer ausrichten sollen, dass diese der Gradmesser sind, welche Entscheide man im Leben für sich selber trifft.
        Dann ist der Schritt sehr kurz zu den Leuten, die sich ein Leben lang damit aufhalten, ihre Frauen/Töchter zu einem bestimmten Verhalten zu nötigen damit ja nicht die eigene „Ehre“ beschmutzt wird. Die sich gegenüber den Frauen, die sich nicht genehm verhalten, alles herausnehmen.
        Wollen Sie als LP den Schülerinnen und Schülern das vermitteln?

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        Gute Argumente gäbe es so einige: Dass es im Leben verschiedene Situationen gibt, dass man sich dem Anlass entsprechend kleidet, dass man auch nicht im Bikini später am Bankschalter stehen wird, und auch nicht im dunklen Anzug in die Badi geht. Dass die Schule nicht dasselbe wie Ausgang ist, und daher das Auftreten ein anderes zu sein hat. Dass man mit seinem Auftreten, seinem Styling immer auch starke nonverbale Signale aussendet. Und dass last but not least das Verständnis von alldem zum Erwachsenwerden dazugehört.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Das sind Erklärungen der Art „Es ist so, weil es so ist.“
        Weil man es so macht.
        Weil Bankangestellte in Anzug und Kravatte arbeiten.
        Und Tennissspielerinnen in weiss…
        Der Punkt ist, dass eine Botschaft mitschwingt. Und dass entsprechend sexuell aufgeladene Botschaften in der Schule stören können.
        Weshalb dann Vorschriften eben gerechtfertigt sein können. Auch wenn sie für einmal nur Mädchen betreffen (weil die Jungs gerade mal die Grenzen nicht austesten).

      • Martin Frey sagt:

        „Das sind Erklärungen der Art „Es ist so, weil es so ist.“
        Weil man es so macht.“
        Nicht nur, SP, sondern auch, weil es oft einfach so Sinn macht. Das meinte ich einem früheren Post, gewisse Dresscodes sind alte Zöpfe, andere machen nach wie vor Sinn.
        Gerne ein Beispiel aus Ihrem Gebiet: Wenn ein Schüler zum Fussballturnier im Skianzug und Moonboots erscheinen würde, würden Sie sich eines Kommentars enthalten? Oder würden Sie ihm anraten, etwas anderes, vielleicht halt doch angemesseneres anzuziehen? Und wäre das dann nur „Weil man es so macht?“

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Sobald es Kleiderordnungen gibt, bestimmt irgend jemand über das Individuum. Und Rücksichtsnahme auf die Konzentrationsfähigkeit der Jungs ist sicherlich nicht dümmer als Rücksichtsnahme auf das Angemessenheitsempfinden der Lehrerin. Ist ja nicht so, dass die Jungs die Kleiderordnungen verlangen. Ausserdem sind wir uns ja aus anderen Bereichen gewohnt, dass die Deutungshoheit, was angemessen ist, bei den Mädchen liegt. Aber das ist natürlich etwas anderes. Wenn Jungs mit ihrem Verhalten/Auftreten stören, nimmt man sie ja auch etwas zurück.
        „Dann ist der Schritt sehr kurz zu den Leuten, die sich ein Leben lang damit aufhalten, ihre Frauen/Töchter zu einem bestimmten Verhalten zu nötigen.“ Das sehe ich gar nicht.

      • 13 sagt:

        Vor Gericht wird nicht schwarz vorgeschrieben, sondern es heisst „dunkel und schicklich“ und keine Sorge, es wird weder jemand rausgeworfen noch ermahnt, wenn er/sie sich nicht daran hält. Weiss, wenn man sich dann noch soviel bewegen muss, kann während der Menstration heikel werden, was nun mal Frauen und nicht Männer betrifft, darum sage ich, es ist nicht sehr praktisch gewählt.
        Zum Rest unterschreibe ich bei MF und bin einmal mehr erstaunt über die fehlende Einsicht. Das hat nichts mit „dem Anlass entsprechend angezogen“. Das Problem mangelnder Konzentration von Jungs ist NICHT das Problem der Mädchen. Sie sind auch nicht für fie Lösung dieses verantwortlich! Ist es wirklich das, was du deinen Jungen beibringst? Ihr könnt nichts dafür, sie sollen sich bedecken?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Den Ball der fehlenden Einsicht kann ich wie immer zurückwerfen.
        Ich bringen meinen Jungs bei, sich auch in widrigen Umständen zu behaupten. Aber auch, sich zu äussern und nicht die Faust im Sack zu machen, wenn sie etwas stört. Und: Wenn sie jemand anderen stören, und darauf angesprochen werden, ihr Verhalten zu ändern.
        Nennt sich Rücksichtsnahme.
        Aber noch einmal: Wenn alle Menschen damit leben müssen, wie andere sich kleiden (oder auch nackt herumlaufen), dann ist das für mich auch ok. Dann lassen wir das grundsätzlich mit allen Kleidervorschriften, die immer irgendwie schwer zu begründen sind.

    • Martin Frey sagt:

      @13
      Die Stillfrage ist letztendlich eine Stilfrage, wie erstaunlich vieles welches hier im MB leidenschaftlich disktutiert wird. Ich denke, kaum jemand stört sich an einer halbwegs diskret stillenden Mutter, auch in der Oeffentlichkeit. Genauso wenig wie an einem Paar welches öffentlich zärtlich miteinander ist. Aber wenn eine moderne, feministische Frau wie die Autorin sich zu stören beginnt, dann handelt es sich eben nicht mehr um halbwegs diskretes Stillen, sondern Manifestationsstillen. Wie es auch Manifestationsknutscher gibt. Und wenn Sie dem nicht entrinnen können obwohl Sie sich daran stören, dann ist Ihre Wahl, Ihre persönliche Freiheit beschränkt.
      Apropos, einen Schiedsrichter als Sexisten und Dieb zu beschimpfen nur weil man nicht verlieren kann, ist ebenso stillos. Nur so.

      • 13 sagt:

        Lustig, MF.
        Ich kenne viele stillende Frauen. Einige diskreter, einige weniger. Mein Eindruck war immer, dass es die weniger diskreter stillenden Frauen, einfach weniger stört, wenn man etwas sieht. Immer auf ihr Empfinden bezogen. Dass jemand dabei implizierte, dass man doch hinschauen sollte, ein Kind werde gestillt, wäre mir nie aufgefallen. Manifestationsstillen? Kenne ich höchstens von Stillmobs in der Presse, meistens als Reaktion auf eine Vorgeschichte.
        „Apropos, einen Schiedsrichter als Sexisten und Dieb zu beschimpfen nur weil man nicht verlieren kann, ist ebenso stillos. Nur so.“
        Was hat das mit der Ordnungsbusse oder den Kleidervorschriften zu tun?

      • Sportpapi sagt:

        Es gibt auch kein Gesetz gegen Manifestationen oder sonstige Meinungsäusserungen. Auch das ist ja eine Freiheit.
        Das schlimmste wäre ja, wenn niemand auf solche Provokationen anspringen würde…

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Was hat das mit der Ordnungsbusse oder den Kleidervorschriften zu tun?“
        Nichts, das haben Sie vermengt, nicht ich. Nicht mal SW findet wohl die Massnahmen des Schiedsrichters an sich verfehlt. Aber SW hat tief in die Mottenkiste gegriffen, und die Leute, die sie als Ikone nun verteidigen, auch. Was ich persönlich nicht richtig finde.
        Wie gesagt, m. E. sind Leute, die sowenig diskret stillen/knutschen was-auch-immer, absolut in der Minderheit. Aber es gibt sie, auch bei anderen Themen. Und diese Leute leben quasi von den Reaktionen die sie generieren, es geht dann eben nicht mehr ums Knutschen, Stillen etc. Offenbar ist der Autorin so jemand begegnet. Mir ist das vielleicht 1-2x in meinem Leben auch begegnet, und habe mich ähnlich gefühlt. Sich daran zu stören ist legitim.

      • tststs sagt:

        Muss mich kurz in die S.W.-Diskussion einmischen. Ich glaube, Sie machen da ein Durcheinander:
        13 bezieht sich auf das „Dress-Debakel“ vom French Open, die Herren beziehen sich auf das US-Open-Final
        😉

      • 13 sagt:

        @ MF
        Ich verstehe es immer noch nicht. Ich verteidige ganz sicher niemanden als Ikone. Ich äussere mein Unverständnis darüber, dass man bei dem Outfit davon spricht, dass das nicht geht, weil damit der „Sport und der Platz nicht respektiert werden“, dieser Respekt aber offenbar vorliegt, wenn man die Unterhosen zeigt. Ich staune, dass Männer ganz normal ein T-Shirt wechseln können, aber es bei einer Frau zu einer Verwarnung kommt. Ja, das finde ich immer wieder sehr erstaunlich, da ich es nicht nachvollziehen kann, warum die Frage, was Frauen tragen sollten oder eben nicht, öfters ein Politikum wird. Und ich staune, dass ein Stillen mit etwas weniger Diskretion als üblich als Manifest empfunden wird. V.a. wenn das sonst beim tiefen Ausschnitt selten der Fall ist…

      • Martin Frey sagt:

        Danke, tststs, ich denke tatsächlich das hier eine Konfusion vorlag.
        @13
        „Ich verteidige ganz sicher niemanden als Ikone.“
        Dann habe ich Sie falsch verstanden. Andere haben es im Kontex SW und US Open getan, nachdem SW sich ihre Entgleisungen leistete.
        Bezüglich der leidigen Outfit Diskussion bin ich grundsätzlich einer Meinung, ausser vielleich dem Hinweis, dass beim T-Shirt wechselnden Mann keine sekundären Geschlechtsmerkmale entblösst werden. Das geht gerne vergessen. Ansonsten ja, jeder Sport/jeder Anlass hat seine Dresscodes, wie viele Berufe ja auch. Persönlich sehe ich nichts dabei, aber man soll auch die Kirche im Dorf lassen.
        Etwas indiskretere Stillerinnen empfinde ich nicht als Manifestation, sondern höchstens als indiskret. Ich meine aber, wie JK, damit etwas anderes.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es ist nun mal so, dass in vielen Sportarten klare Kleiderregeln gelten. Meist aus Tradition und damit eben aus „Respekt vor dem Sport“. Und das gilt auch für Sportarten, die ausschliesslich von Männern oder Frauen betrieben werden. Und keineswegs nur von Frauen.
        Allerdings sind es wohl meist Frauen, die mit Provokationen für ein Medienecho sorgen, und damit etwas für ihren Marktwert tun. Dass dies wegen der „Gesundheit“ sei, ist ja wohl die dümmste Ausrede.
        Und ja, auch Frauen sollen ihre Shirts auf Platz wechseln dürfen. Ist ja auch umgehend vom Verband bestätigt worden. Also was soll die Geschichte?
        Ach ja, natürlich sind auch tiefe Ausschnitte etc. ein Manifest. Wie auch all die vergessene Unterwäche von Stars auf dem roten Teppich…

      • 13 sagt:

        @ MF
        Im Sport BH sieht man keine sekundären Geschlechtsmerkmale!

        @ SP
        Ich kann und werde zur Gesundheit von S.W. nichts sagen. Das kann ich nicht beurteilen und tut meines Wissens auch nichts zur Sache. Denn mir geht es eben um die Frage, was warum diskutiert wird und da sehe ich einen Unterschied. Den Artikel finde ich jedoch spannend.
        https://www.zeit.de/sport/2018-08/serena-williams-catsuit-tutu
        Korsetts? Lange Röcke? Unterröcke? Soviel zu den Traditionen. Kein Wunder kam da der Protest. Und auch wenn heute das nicht mehr der Fall ist, wobei das weiss nicht sehr frauenfreundlich ist, so ist die Präsentation der Frau eben auch weiterhin ein Thema. Im Sport und noch mehr ausserhalb.

      • 13 sagt:

        Man darf jedoch insgesamt nicht vergessen, dass es zwei Sichtweisen gibt, die des Trägers resp. der Trägerin und die des Betrachters resp. der Betrachterin. Sind Ausschnitte oder auch das Stillen wegen der nackten Haut ein Manifest oder eher, weil soviel nackte weibliche Haut eben als Zeichen (positiv wie negativ) wahrgenommen wird? Ich glaube kaum, dass die gewünschte Aussage immer mit dem Empfundenen übereinstimmt. Im Gegenteil dürfte das wohl eher selten der Fall sein. Je mehr wir aber über die Wirkung diskutieren, denn hier geht es ja weder um das Baby noch die Stillende, sondern ausschliesslich um die Aussenstehenden, desto schwieriger wird es, sich anzuziehen oder Sachen zu tun, ohne dass diese als Manifest, wofür auch immer, verstanden werden.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Dass der Autor im Link, wie so viele, die sich gerade auf das Thema stürzen, wenig von Sport/Tennis versteht, ist zudem offensichtlich. Wenn er von den 5 Sätzen spricht, obwohl doch gerade die Frauen maximal auf 3 spielen. Wenn er behauptet, die Turnierveranstalter hätten den Frauen das gleiche Preisgeld geben müssen, weil sie genauso viele Zuschauer anlocken wie die Männer. Obwohl genau das eben bei weitem nicht stimmt, und erst kürzlich für heftige Diskussionen gesorgt hat.
        Dass der Autor den französischen Verbandspräsidenten auf sein Übergewicht/Aussehen reduziert hat, mag ironisch gemeint sein, ist aber nur peinlich und daneben. Zumal er über das Aussehen von S. Williams in ihrem Dress ja kein Wort verloren hat.

      • 13 sagt:

        Whataboutismus in Reinform! Das Thema war (historische) Kleidervorschriften in Frauentennis. Ist der Teil mit den langen Röcken und Korsetts falsch? Falls ja, bitte ich um Richtigstellung, falls nein, war das ein eher dürftiger Versuch davon abzulenken.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Das Thema war (historische) Kleidervorschriften in Frauentennis.“
        War es das? Wo? Wenn die Diskussion plötzlich auf dieses Nebengleis abgeschweift wäre (und nicht nur auf Tradition), dann wäre das Ablenkung in Reinkultur.
        Fakt ist, dass Kleidervorschriften vor 100 Jahren, die notabene keineswegs auf den Sport beschränkt waren, im Gegenteil, nicht wirklich Argumente dafür sind, heute jegliche Vorgaben missachten zu dürfen.
        Es hätte übrigens auch eine Reaktion gegeben, wenn ein männlicher Spieler im schwarzen Einteiler angetreten wäre.
        Beispiele für Verwarnungen von männlichen Sportlern wegen falscher Kleidung gibt es ja genug. Nur hat da nie jemand behauptet, das sei nur wegen seinem Geschlecht.

    • Tina sagt:

      Danke für Ihren „Wutausbruch“. Sie haben ja so recht.

    • Eufemio Bernasconi sagt:

      Also wenn ich richtig informiert bin, hat sie die Strafe erhalten, weil sie zwischen zwei Ballwechseln an der Grundlinie das Shirt gewechselt hat und nicht wie die Männer immer während der Pause auf dem Stuhl. Vielleicht hatte sie auf dem SportBH noch einen unerlaubten Sponsor drauf… Und genau DAS macht den Unterschied und die Strafe gerechtfertigt. Aber hauptsache immer rumheulen wenn man frau ist…

  • Brunhild Steiner sagt:

    Sie „streckt den Leuten ihre Brust ins Gesicht“ wenn sie einfach drauf verzichtet die zur Fütterung nötigen Zutaten möglichst unsichtbar zu halten?
    Sich dabei weder grossartig in Szene setzt, noch im Vorfeld plakatmässig ankündet was kommen wird, nicht mit entblösster Oberweite verschiedenste Sitzgelegenheiten ausprobiert um die beste zu finden (oder gesehen zu werden),
    aber an einer Modeschau halbnackte/durchsichtig verpackte Models bestaunen ist dann ok, genauso wie im öffentlichen Raum halbnackte Ärsche und anderes präsentiert zu bekommen.

    Solange ich noch genug Plakatwände uä mit halbnackten Menschen drauf, ungefragt/ungewollt “ ungefragt „ins Gesicht gestreckt bekomme“ (ah, ich könnte da wegschauen?!?) finde ich diese Debatten müssig.

  • Pedir Rahmstein sagt:

    In einer gesunden Kultur würde man das Stillen in aller Öffentlichkeit mit keinem Wort erwähnen, so was wäre so natürlich, dass niemand sich daran stören würde. Genauso wenig, wie man sich am Surren einer Katze stört. Wir sind aber inzwischen so weit, dass uns so was irritiert, wir darüber schreiben müssen. Auch mir wäre es unangenehm, würde eine Frau, die mir im Zug gegenübersitzt, ungeniert ihre Brust entblössen, um ihr Kind zu stillen. Verstimmen würde mich aber nur meine Befangenheit, die Feststellung meines Unwohlseins. Ich würde daher aufstehen, mir einen anderen Platz aussuchen im Zug und hoffen, dass sich die stillende Frau sich von meinem Verhalten nicht beeinflussen lässt, denn auf das von der Autorin erwähnte Schamgefühl sollte man keine Rücksicht nehmen, finde ich …

    • Papperlapapi sagt:

      Ich würde auf mein Smartphone schauen und es doch nicht unterdrücken können, einen Blick auf die Brust zu erhaschen. Ehrlich gesagt.

    • San sagt:

      Und zuhause stieren diejenigen, die mit dem Stillen in der Öffentlichkeit ein ach so grosses Problem haben, als erstes dem Blickgirl auf die Brüste…

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