Mir stinkts!

Eine Frechheit: Die Lebenszufriedenheit der Männer scheint anders gewichtet zu werden. (Foto: iStock)

Teilzeitarbeit, so konnte man ja kürzlich in einem Tages-Anzeiger-Interview mit einem deutschen Soziologen lesen, mache Väter unglücklich. Je mehr Stunden sie pro Woche mit ihrer Arbeit verbringen, desto glücklicher werden sie. Mütter hingegen, so die Studie, seien unabhängig von ihrem Arbeitspensum konstant relativ glücklich. Die Folgerung des Soziologen: «Man sollte Männer nicht gegen ihren Willen aus der Erwerbsarbeit hinaus- und in die Familienarbeit hineindrängen, ausser man ist bereit, eine Verringerung ihrer Lebenszufriedenheit in Kauf zu nehmen.»

Nun, ich sage Ihnen: Meine Lebenszufriedenheit ist beim Lesen dieses Interviews rapide gesunken. Um die Lebenszufriedenheitsskala des Soziologen zu bemühen: Von 0 bis 10 Punkten, wenn 10 Punkte supersuper lebenszufrieden heisst, bin ich mit solchen Aussagen 0 lebenszufrieden; so als Mensch, Frau und Mutter eines nun sechzehn Wochen alten Kindes. Ich weiss, empirische Forschung hat die Aufgabe, uns die Realität aufzuzeigen und nicht eine Wunschvorstellung derselbigen. Aber erstens wage ich die Validität solcher Studien zu bezweifeln, und zweitens sage ich: Mir stinkts!

Mich macht Teilzeitarbeit auch nicht glücklich!

Mir stinkts, weil Frauen ständig gegen ihren Willen aus der Erwerbsarbeit hinaus- und in die Familienarbeit hineingedrängt werden und weil man die Verringerung ihrer Lebenszufriedenheit seit Jahrzehnten in Kauf nimmt. 

Mir stinkts, weil mich die extensive Beschäftigung mit dem Kind ohne entsprechenden geistigen Ausgleich auch nicht erfüllt und weil ich es eine Frechheit finde, suggeriert zu bekommen, meine Lebenszufriedenheit bliebe von meinen Lebens- und Arbeitsumständen relativ unberührt. 

Mir stinkts, weil auch ich mehr vom Leben möchte als Tage, an denen ich zwar die ganze Zeit furchtbar beschäftigt bin und am Abend, wenns schlechtläuft, trotzdem nicht mehr herzuzeigen habe als ein schreiendes Kind, eine verwilderte Wohnung und ein ebenso verwildertes Antlitz. 

Mir stinkts, weil mich Teilzeitarbeit auch nicht glücklich macht! Wenn ich in wenigen Stunden in einem Affentempo eine affige Menge an Arbeit zu erledigen habe, die ich, würde ich an mehr Tagen arbeiten, auf mehr Zeit verteilen könnte, macht mich das auch unzufrieden. Dann geht es mir vielleicht wie meiner Freundin, die an den arbeitsfreien Tagen ihrer Teilzeitstelle auf die Abwesenheitsmeldung bei den Mails verzichtet, da man sie ja sonst als Teilzeitarbeitende entlarven und ihr in der Folge weniger zutrauen könnte. So gibt sie sich grosse Mühe, 60% zu arbeiten und 100% verfügbar zu sein, um, trotz Kindern, 100% ernst genommen zu werden.

Haus- und Erziehungsarbeit als notwendiges Übel?

Mir stinkts, dass die Diskussion um obige Studie die angebliche Lebensunzufriedenheit der Männer an Pensumsreduktion und Unliebsamkeit der Kindererziehung festmacht, statt den gesellschaftlichen Stellenwert von Haus- und Erziehungs- sowie Erwerbsarbeit kritisch zu hinterfragen: Wenn Erstere nach wie vor als notwendiges Übel abgetan werden, wundert es nicht, dass es Männern und Vätern schwerfällt, darin ihre Rollen zu finden und sie neu zu definieren – und Frauen und Müttern genauso.

Denn dieser Schritt ist für Individuen und Paare mit viel Arbeit verbunden, für welche nebst der neuen Kinderrealität und der Erwerbsarbeit schlicht keine Zeit bleibt. Müssig zu erwähnen, dass ein sinnvoller Vaterschaftsurlaub den Start in diesen Prozess längst ebnen müsste. 

Bis wir endlich so weit sind, stinkt es mir noch ein bisschen. Ganz unabhängig von meinen wöchentlichen Arbeitsstunden.

Weitere Postings zum Thema: «Bloss weg von Frau und Kind», «Soll man dem künftigen Vater trauen?», «Das Familienmodell der Zukunft» oder «Der Kinder-Karriere-Kampf».

154 Kommentare zu «Mir stinkts!»

  • Stefan Schmidt sagt:

    Wo ist das Problem? Beide Eltern arbeiten 100% und die Sache ist klar, oder?

    • Tina2 sagt:

      Das Problem ist „the second shift“. Wenn dieser auch von beiden je hälftig übernommen wird, dann gibt es natürlich keines. Wenn die Aufteilung zu Hause nicht rund läuft, dann hätten wir wieder eines.

  • Irene sagt:

    Diese Reaktion von Leonie Krähenbühl war unbedingt nötig. Vielleicht sollte man aber nicht einzig der Gesellschaft die Schuld in die Schuhe schieben. Die Natur hilft ihr dabei. Geburt und Stillen kann die Frau nicht delegieren. Und es gibt ein paar gute Argumente dafür, hier die Natur zum Zuge kommen zu lassen. Auch rein praktische. Aber die Gesellschaft und ein aufgeschlossener Partner sollten dafür sorgen, dass dies keine Sackgasse für die Frau wird. Tatsache ist, unsere Geschäftswelt ist männlich geprägt und nicht nur diese: auch die Wissenschaft.

    • Tina2 sagt:

      Ich wäre vorsichtig mit „der Natur“ zu argumentieren. Die französische Philosophin Elisabeth Badinter schreibt in ihrem Buch „Der Konflikt: Die Frau und die Mutter“ wie „die jungen Paare in den 70er und 80er Jahre dank des Fläschchens eine andere Rollenverteilung ausprobierten. Sie begünstigte die Bewegungsfreiheit der Mütter, die […] mit einem besseren Gefühl ihre Berufstätigkeit wieder aufnehmen konnten“ (S. 112). Wenn wir stets nach Frankreich schielen und es dort bezüglich Vereinbarkeit so toll finden, dann müssen wir aber auch akzeptieren, dass wir uns ein Stück weit „von der Natur abwenden“ müssen. Beides geht in meinen Augen nicht.

  • Katharina B. sagt:

    Die gesellschaftliche Gruppe mit dem statistisch gesehen höchsten Risiko, an Burnout und Depressionen zu erkranken, sind Hausfrauen.
    Irgendwo scheint es zwischen der gesellschaftlich-medizinischen Realität und den Selbstaussagen der untersuchten Personen aus Schröders Studie einen Bias drin zu haben. Könnte es daran liegen, dass Frauen quasi per Gesellschaftsdekret nicht sagen dürfen, wenn sie bei der Kinderbetreuung unglücklich und nicht ausgefüllt sind? Man erinnere sich an die Shitsstorms während der Regretting-Motherhood-Debatte!!

  • Nadine Binsberger sagt:

    Mir sind Männer bekannt, die umso glücklicher sind, je weniger sie lohnarbeiten müssen und deshalb umso mehr wirklich sinnvolle Dinge tun können.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das gibt es, aber je nach kulturellen Umgebungsparameter variiert das Verhältnis von Lohnarbeit zu Arbeit allgemein z.T. um eine Grössenordnung.

      In den deutschsprachigen Ländern hat man sich entschlossen, den Wortteil ‚Lohn-‚ einfach wegzulassen und Arbeit a priori mit Erwerbstätigkeit gleichzusetzen. Da gibt es einerseits das Unwort ‚Sexarbeit‘, auf der anderen Seite das noch schlimmere Unwort ‚Care Arbeit‘.

      Ich schreibe seit 3 Jahren an einen Roman und wenn alles läuft wie erwartet, werde ich damit keinen Rappen verdienen. Es ist im Sprachgebrauch von CH2018 ein Hobby und keine Arbeit.

      Bekomme ich aber einen Verlag und es wird ein Bestseller, wird das Schreiben rückwirkend zur Arbeit. Was eine Gossensprache wie die in CH2018 allerdings verhindern würde.

  • Jacqueline sagt:

    Bei uns gabs keine Kita vor 18 Jahren und die Grosseltern haben gearbeitet. Deshalb hatten wir damals (waren schon über 30) das klassische Modell ausgesucht. Papa geht in die Firma und Mami wird für ein paar Jahre Hausfrau….dies haben wir Eltern sehr genossen und die Kinder sehr wohl auch. Kein Stress am Morgen für irgendeine Tagesstätte zu besuchen, auch wenn eins krank war, war immer der Vater oder Mutter zu Hause. Die Jahre vergingen und nun sind die beiden Teenager! Leider ist der Wiedereinstieg für mich zu 40 -60% in den letzten Beruf schwierig. Gemäss Arbeitgeber fehlt die Erfahrung (mir unverständlich). All die gemeinnützige unbezahlte Arbeit in der Gemeinde des Dorfes sowie in der Ludothek gelten anscheinend nicht und werden nicht angerechnet. Jetzt wo Jobsharing möglich wäre.

  • Jacqueline Stritt sagt:

    Bei uns gabs keine Kita vor 18 Jahren und die Grosseltern haben gearbeitet. Deshalb hatten wir damals (waren schon über 30) das klassische Modell ausgesucht. Papa geht in die Firma und Mami wird für ein paar Jahre Hausfrau….dies haben wir Eltern sehr genossen und die Kinder sehr wohl auch. Kein Stress am Morgen für irgendeine Tagesstätte zu besuchen, auch wenn eins krank war, war immer der Vater oder Mutter zu Hause. Die Jahre vergingen und nun sind die beiden Teenager! Leider ist der Wiedereinstieg für mich zu 40 -60% in den letzten Beruf schwierig. Gemäss Arbeitgeber fehlt die Erfahrung (mir unverständlich). All die gemeinnützige unbezahlte Arbeit in der Gemeinde des Dorfes sowie in der Ludothek gelten anscheinend nicht und werden nicht angerechnet. Jetzt wo Jobsharing möglich wäre.

  • Tina sagt:

    Ich danke Ihnen für diesen Text. Er spricht mir aus dem Herzen. 3 Kinder aber trotzdem einsam und unausgefüllt auch im Job. Höherer Abschluss aber niemanden im Büro interessierts..traurig, dass wir überall zurückstecken müssen. Hätte ich das gewusst wie sich das anfühlt, hätte ich keine Kinder.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    ah. wieder ein „mimimi-leonie“ artikel. von und für die wohlstandsverwöhnte fünfer-weggli-und-no-dä-sohn-vom-beck-frau.“ bravo. weiter so. die männer werden sich zurecht von solchen haltungen und deren verfechterinnen fern halten. und das ist auch gut so. hauptsache immer ein wenig öl ins feuer giessen, gell frau krähenbühl.

  • Gretchen sagt:

    Zu Risiken und Nebenwirkungen des Hausfrauenmodells konsultieren Sie https://www.dailymotion.com/video/x2bkau5 und lesen Sie die Packungsbeilage unter https://www.bbc.com/news/av/magazine-18993275/ads-from-america-s-real-life-mad-men

  • Brigitte sagt:

    Warum so verbittert?? Geniessen Sie doch die Zeit mit Ihrem Baby! Sie geht so schnell vorbei und es bleiben noch viele Jahre für die Arbeit und Selbstverwirklichung. Ich bin dankbar, dass ich nicht in hohem Pensum arbeiten muss und in diesen wichtigen Kleinkindjahren viel bei meinen Kinder sein darf. Die geistige Herausforderung durch meinen Beruf wird irgendwann wieder mehr Raum einnehmen in meinem Leben aber die jetzige Investition in das Leben meiner Kinder empfinde ich genau so wichtig und befriedigend!

  • Gretchen sagt:

    Vielleicht braucht es ein paar Abstriche am idealisierten Mutterbild im Stile „Betty Draper“ (Madmen), das einen voelligen Verzicht auf die eigenen Beduerfnisse der Frau und die Einrichtung eines perfekten Heims (anschaulich die Werbung der Nachkriegsgesellschaft fuer Haushaltsgeraete) forderte. Gleichzeitig brauchen die Kinder aber eine ihnen entsprechende Umgebung und Anpassung unseres Lebensplans; die Hippiegesellschaft, die auf die Nachkriegsgesellschaft folgte, war sicher nicht in allen Belangen kindgerecht;) Lasst doch die jungen Familien selbst einen Mittelweg finden, und nehmt mal den selten uneigennützig gemeinten moralischen Druck von ihnen weg.

    • Susanne sagt:

      Und was ist mit dem idealisierten Vaterbild des vollzeitarbeitenden Haupternährers? Warum sollen sich immer nur die Frauen ändern und nie die Männer?!!

      • Gretchen sagt:

        Aenderungen zu erzwingen ist weder gewuenscht noch moeglich. Aber nicht wenige von den Autoren fühlen sich durch die Diskussion an die 50er Jahre erinnert. Sollen denn die Familien wirklich aus den immer gleichen Gruenden scheitern, oder koennen wir aus den gemachten Erfahrungen der aelteren Generationen auch was lernen? Oder meinen wir einfach, die aelteren Betty Drapers seien doof und haetten es nicht hingekriegt, wir hingegen wuerden mit dem immer gleichen Rezept bessere Resultate erzielen? Falls wir aber was aendern wollen, ist natuerlich schon die Meinung, dass nicht nur die Muetter, sondern auch die (gemaess Studie so gluecklichen Vollzeitarbeits-)Vaeter ihre Vorstellungen ueberdenken.

  • Gretchen sagt:

    Keine Kinder zu haben, bedeutet bessere Chancen auf eine idealisierte Verwirklichung. Gleichzeitig ist dieser Verzicht ein solcher auf eine zutiefst menschliche Erfahrung, die uns die Grenzen unserer eigenen Person taeglich aufzeigt. Demographisch bedeutet dieser Verzicht eine Wahl zugunsten der Migration oder … Roboter, denn irgendjemand muss ja die abtretende Generation pflegen und ersetzen. Ohne ein bestimmtes Gesellschaftsmodell als „besser“ hinstellen zu wollen, ist mir doch im Umgang mit französischen Frauen aufgefallen, dass die Kinderfrage dort entspannter gesehen wird: Familiengruednung ist normal, die Berufstatetigkeit der Frauen auch, die Einschulung der Kleinen erfolgt mit drei Jahren, und die Kinder essen am Abend vor den Eltern, damit diese auch „Erwachsenenzeit“ haben.

  • Gretchen sagt:

    Kinder haben kann so schwierig sein, weil sie das ueber Jahre aufgebaute idealisierte Bild von uns selbst in Frage stellen: perfektes Paar, perfekter Job, perfekt eingerichtete Wohnung, perfekte Freizeitgestaltung und perfekte Ferien. Kinder sollen uns noch gluecklicher machen und lassen sich oft nicht „planmäßig“ in diesen Lebensentwurf einordnen. In vielen Dingen erinnern mich diese Erwartungen an die Nachkriegsgesellschaft, weshalb ein Blick in die Madman-Serie erheiternde Einblicke verschaffen kann;) Vielleicht werden wir mit solchen Erwartungen einfach aus denselben Gruenden scheitern wie diese auch.

  • Zufferey Marcel sagt:

    An alle Männer, die mit einem ganz bestimmten Frauentypus verheiratet sind: Schmeisst den Job und übernehmt die gesamte Haus- und Erziehungsarbeit! Übertragt die Ernährerrolle dauerhaft, d. h. ein Erwerbsleben lang (nicht bloss für ein paar Wochen Vaterschaftsurlaub oder es bitzeli meh wie in Skandinavien) Euren ständig quengelnden und unzufriedenen Frauen- und alle Probleme werden sofort gelöst sein…

    …oder?

    P.S. Und wenn die Kleinen aus dem Gröbsten raus sind, geht wieder arbeiten, z. B. 30% in der Bibliothek Eurer Gemeinde oder bei der Migros. Einfach nur so viel, dass die finanzielle Hauptlast weiterhin bei Euren Frauen mit einem Master in Psychologie, Kunstgeschichte oder Balkanistik liegt.

    • Tofa Tula sagt:

      Die von Ihnen angesprochenen Maenner sind vermutlich mit dem von Ihnen angedeuteten Frauentypus verheiratet, weil sie das, was Sie vorschlagen, niemals auch nur ansatzweise durchziehen koennten und eigentlich ganz zufrieden damit sind, dass jemand sagt, wo es lang geht. Zuhause als auch im Geschaeft.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Hier haben wir so eine Familie. Gut, sie ist Immobilienhändlerin und er Werbefachmann. Er hat gerade den Job geschmissen:

        https://m.youtube.com/watch?v=ED7_y4jETo0

        Genau so erfreut wären nicht nur erwähnte Spezialfrauen über die neuen Freiheiten des Vaters und Ehemannes, sondern erst Recht der ganze Rest der holden Weiblichkeit. So gut wie keine Frau will dauerhaft Alleinernährerin sein (und wird es unfreiwillig trotzdem, wenn der Mann z. B. arbeitslos oder krank wird).

        Frauen tragen den weit geringeren Anteil an das gemeinsame Haushaltseinkommen bei, als Männer- und zwar bis hoch nach Skandinavien! Geld ran schaffen ist halt immer noch Männersache, trotz Emanzipation. Aber über Geld spricht man nicht, ich weiss. Aus ganz guten Gründen wahrscheinlich…

        …pssst!

    • Muttis Liebling sagt:

      Es war früher üblich, vor Eingehen der Ehe die kritischen Randbedingungen zu klären. Also wenigsten, was tun, wenn alle Liebe erloschen und die Kinder dennoch nicht erwachsen sind und ob einer von beiden es für möglich hält, sich vom Partner alimentieren zu lassen.

      Bei entsprechender Antwort geht man die Ehe gar nicht erst ein. Der notariell beglaubigte gegenseitige Unterhaltsverzicht sollte am Begin jeder Ehe stehen. Es sei denn, man wäre zu Gegenteiligem bereit. Nur dann gibt es später keinen Grund zur Klage.

    • L.T. sagt:

      Die Autorin würde ja ganz gerne gleich viel zum Haushaltseinkommen beitragen wie ihr Partner, respektive Vollzeitarbeiten, aber irgendwie kriegen die zwei das nicht auf die Reihe. Beruhigen Sie sich wieder – Sie schreiben etwas am Thema vorbei.

      • maia sagt:

        @L.T.: Sind Sie sicher, dass dies die Autorin möchte? So neben der Masterausbildung in Psychologie? Meinen Sie nicht, dass die Autorin froh ist, dass jemand für den Familienunterhalt sorgt und sie sich keine Sorgen darüber machen muss?

      • L.T. sagt:

        Ja, sonst macht ihr Beitrag ja keinen Sinn, oder?

  • Markus Kohler sagt:

    Ob Frauen wie Frau K sich auch mal überlegen, dass es Männern „stinken“ könnte mit ihnen zu tun zu haben, da sie ausser feministischen Anklagen wenig bieten? Wahrscheinlich denken entsprechende Ladies, dass es für die Männer eine Gnade ist von ihnen beachtet zu werden, da sie eine derart überlegene Spezies darstellen. Warum sollte aber ein nur halbwegs vernünftiger Mann sich bis auf’s Letzte ausbeuten und dazu gleichzeitig genau dafür beschimpfen lassen wollen? Eigentlich sollte es einen Blog geben, der erklärt welchen Profit Männer von solchen Beziehungen haben.

    • Christina sagt:

      Tja, lieber Markus. Sie mögen ja ein bischen Recht haben. Aber: Selber schuld, wenn die Frau endlich merkt, dass sie die verlorenen Chancen endgültig verpasst hat. Denn mit 45 oder 50, wenn der Nachwuchs sich sowieso selbständig gemacht hat und der Mutti wenig oder gar nichts mehr nachfragt, dann ist ein adäquater Wiedereinstieg nicht mehr machbar. Was also bleibt? Sich möglichst schadlos zu halten, eventuell die Scheidung, die gibt dann wenigstens 50 % des gemeinsamen Vermögens als Appanage mit der Auflage, nach allerneuester Praxis der Gerichte nota bene, wieder zu arbeiten, halt eben auf unterem, bescheidenerem Niveau, wenn denn überhaupt noch möglich im heutigen Arbeitsmarkt, wo eine in diesem Alter kaum mehr vermittelbar ist. Das sind die Realitäten.

  • L.T. sagt:

    Ich denke in erster Linie müsste die Autorin mit ihrem Partner klären, warum sie Teilzeit arbeitet und nicht er. Die „Gesellschaft“ hat mit ihrer Unzufriedenheit eher wenig zu tun. Niemand schreibt einem Paar vor, wie man hierzulande Erwerbs- und Familienarbeit aufteilen muss. Das wegen „der neuen Kinderrealität und der Erwerbsarbeit“ für diese Diskussion mit ihrem Partner keine Zeit bleibe wie die Autorin schreibt halte ich für nicht glaubwürdig. Und dann müsste sich das Paar auch fragen ob man als freie Journalistin und Masterstudentin in der momentanen Situation überhaupt in der Lage ist, ein substanzielles Familieneinkommen zu generieren oder ob es nicht sinnvoll ist sich jetzt um Kind und Ausbildung zu kümmern und später nach abgeschlossenem Studium die Rollen neu zu verteilen.

  • Boris P sagt:

    Als Vater hat mich diese Studie auch genervt. Vorallem weil die Lebenszufriedenheit nicht genauer definiert wurde.

    Mir ist schon klar, dass ein simpleres Leben mir klaren Strukturen glücklicher macht als ein Komplexes.

    Aber vielleicht nur für den Moment?

    Ja. Es ist streng!
    Eine geteilte Hausarbeit und Kindererziehung ist nicht halbe sondern doppelte Arbeit. Besonders wenn beide Partner*innen sich aktiv beteiligen. Dies gepaart mit einem anspruchsvollen Berufsleben ist superstreng.

    Aber man erhält viel zurück. Man lernt sich, seine Partnerin und seine Kinder extrem gut kennen. Das bereichert und hilft auch im Beruf. Eine tiefe Erweiterung des bewussten Sein. Und am Ende aller Tage muss man den Kindern nicht vorweinen „Ach hätt ich doch mehr Zeit für euch gehabt“.

  • Jeannette sagt:

    Idee: mehr durch die Schule oder begleitetes online- lernen zu Haus mit mehr Zeit mit Kids zu Haus, welche dann einen verantwortungsbewussten spielerischen Umgang mit Medien lernen: Weg vom spielst du vorwiegend zum arbeitest du spielerisch zusammen mit der Schule am PC. Mit Einblick für die Mütter per Teamviewer.

    Man könnte auch gewisse Sprachtherapien
    z.B. Lispeltherapie online durchführen mit Videoanrufen mit der Logopädin, mit Gadets wie Frequenzanalyser, Visualisierungen mit Symbolbildern u.s.w, was viele technisch begeisterte Jungs begeistern könnte. so könnte dee Mutteralltag auch noch spannender werden: Nutzen wir die Technik.

  • Stefanie Martin sagt:

    Sorry, dann macht doch einfach keine Kinder wenn es so furchtbar ist, das es ein par Jahre mal nicht um euch selbst geht. Ich find es wunderbar Kinder zu haben. Diese Zeit, die Erinnerung nimmt mir niemand.

    • Nora sagt:

      Genau! Wem es stinkt sich um die eigenen Kinder zu kümmern der soll dich Karriere machen und es lassen! Die Schweizer möchten das Weggli und den Fünfer. Kinder zu haben bedeutet ein Stück weit Verzicht aber auch ganz viel Liebe!

      • Susanne sagt:

        Mir stinkt es überhaupt nicht, mich um meine eigenen Kinder zu kümmern. Aber der Vater soll sich bitteschön auch darum kümmern. Wenn ich alles alleine machen muss, obwohl wir ja 2 waren, die das Kind geplant haben, dann stinkt es mir. Und war gewaltig!!!

    • Irene sagt:

      Erinnerung? Den Augenblick muss man geniessen können! Da hatte ich seinerzeit den Vater meiner Kinder bedauert, wenn er die Fortschritte nicht miterleben konnte. Wenn die Kinder dann erwachsen sind, zählt immer noch als Erstes die Gegenwart. Auch bei einer Mutter. Wenn mit 50, 60 die Zipperlein zwicken, dann ist von den einzelnen Ereignissen nicht mehr viel übrig ausser vielleicht ein paar Fotos und Dias (müssen erst digitalisiert werden). Die Erinnerungen finden an einem kleinen Ort Platz. Wenn es sich nur um ein paar Jahre handelt und man später mit Überzeugung sagen kann: ja, das ist mein Leben, und die finanziellen Einbussen tragbar sind, dann: einverstanden.

  • Mir stinkt es auch sagt:

    Liebe Leonie, mir stinkt es auch! Vielen Dank für den Blog! Kopf hoch, und wenn die Wohnung verwildert: ein Putzmann schafft Abhilfe. Und wenn der Göttergatte findet, putzen könne ja wohl die Frau machen, sie sei ja sowieso zu Hause, kann er ja zu Hause bleiben.

    • Tofa Tula sagt:

      Das Putzteufelchen. Zuviel Hygiene macht krank. Wer fuehlt sich schon in einer blitzblanken, ungemuetlichen Wohnung wirklich wohl. Ein Platz zum Leben (Wohnung/Nest), ein Platz zu betrachten (Museum). Wird wohl seinen (unbewussten) Grund haben, dass nicht alle so gerne putzen. Naturlich, ein gewisses Mindestmass an Reinlichkeit ist schon noetig, aber wir uebertreiben es im Allgemeinen.

  • Mo sagt:

    Endlich kommt diese dringend, nötige Gegenreaktion! Bin genau der selben Meinung. Mich würde ein 100% Pensum und ein Mann, der zu Hause alles managt, auch glücklich machen. Leider dauert dieser Weg für uns Frauen immer noch ziemlich….

  • Duck sagt:

    Was für ein schlechter Kommentar!
    Nicht, dass ich die Aussage von Leonie nicht respektieren würde, aber als Replik auf den erwähnten Artikel schlicht nicht zu gebrauchen.
    Auf eine anonyme Umfrage, über was sich die Männer wünschen (wünschen! Nicht was die Realität im eigenen Umfeld ist…) ist die persönliche Situationt und der Frust absolut falsch am Platz.
    Davon ausgehend, dass Leonie geplant schwanger wurde (bei mir mal so, mal so), da hat sich die Familie wohl vorher abgesprochen? Wenn es beiden stinkt mit Teilzeit, dann wohl in 2 Monaten halt Krippe und Putzfrau? Nichts schlechtes dabei für mich, oder sonst war es wohl zu früh (Studium, Master etc)?
    Sollte es einfach passiert sein, hat sich die werdende Familie doch auch abgesprochen, mit Kompromissen und ev. Einkommen?

    • Christina sagt:

      Vielleicht abgesprochen. Aber dann funktioniert es nicht wie abgesprochen, was die Erfahrung vieler ist, sodass sich dann die Frau aus Pflichtgefühl und Mutterliebe, anders als abgesprochen, dem undeklarierten Streik des Vaters und seinen sogenannt „alternativlosen“ Berufsverpflichtungen fügt und das Notwendige erledigt. Weil dem so ist, statistisch belegt, liebe Frauen, vergesst das Kinderkriegen und, bei nun bereits 50 % Scheidungen in der Schweiz das unvernünftige Heiraten ebenso.

      • Tamara sagt:

        Liebe Christina
        Sie sprechen mir aus der Seele. In genau diese Falle bin ich getappt.
        So sieht die Realität leider oft – nicht nur bei mir – aus.

        Aber darüber gibt es natürlich keine Statistik.

      • Christina_2 sagt:

        Abgesprochen, aber es hat nicht funktioniert. War bei uns genauso. Auch weil beide es sich einfacher vorgestellt hatten und nicht auf die gesellschaftliche Realität vorbereitet waren. Und ist das Kind erstmal da, ist man als Mutter in den ersten Jahren dermassen eingespannt zwischen Job, Kinderbetreuung und Haushalt, dass die Energie zum Kämpfen fehlt.

  • mila sagt:

    2 / Die Vorteile liegen klar auf der Hand: beruflich hat man eine ganz andere Ausgangslage mit 80-100%, zuhause werden die Aufgaben nicht ein-seitig delegiert (zulasten der Teilzeiterin), evt. kann man sich eine Haushaltshilfe leisten. Interessanterweise arbeiten jedoch die meisten Mütter in der Schweiz im niedrigeren Teilzeitpensenbereich. Vielleicht der Quell so mancher weiblicher Unzufriedenheit?

    • mila sagt:

      Notabene: wie der Arbeitsmarkt in 20, 30 Jahren aussieht, bleibt abzusehen. Ich schätze eher nicht, dass es bei den heutigen Gegebenheiten bleibt. Insofern orientiert sich das Geschriebene am heutigen ‚Status Quo‘ der ökonomischen Rahmenumstände.

  • mila sagt:

    Fakt ist: Ich kenne niemanden, weder Frau noch Mann, die/der Haushaltsmanagement als ‚erfüllend‘ bezeichnen würde. Es ist schlicht eine Notwendigkeit. Jetzt kann man sich fragen, wie man diese Notwendigkeit gemeinsam regelt, wenn man zu zweit ist (also nicht alleinerziehend). Und da beschleicht mich mitunter das Gefühl, dass Frauen mit eher niedrigem Teilzeitpensum (60% und weniger) den schlechtesten Deal machen, sofern der Partner ein 100% Pensum hat. Dann fühlt er sich ‚nicht auch noch für den Haushalt zuständig‘, und sie hat die klassische Doppelbelastung.

    Meiner Tochter würde ich raten: arbeite hochprozentig weiter, wenn Du arbeiten willst. Und wenn Du die Zeit mit dem Kind geniessen willst, nimm eine Auszeit in den ersten Jahren. Aber steig, wenn Du einsteigst, bei min. 80% ein.

  • Pascal Meister sagt:

    Wenn Männer lieber mehr Stunden weg von der Familie sind und Frauen – wie in diesem Text – zu Recht auch geistig gefordert werden möchten und nicht bloss psychisch und mit Kinderversorgung, dann bleibt vor allem folgendes Fazit: Hey, wir leben in einem Zeitalter maximaler Freiheiten. Wieso bloss tun sich so viele Menschen ohne sorgfältiges Abwägen noch Kinder an? Kinder nur noch für dazu hochmotivierte Menschen und nicht mehr als Standard für fast alle.

  • marsel sagt:

    Ich habe sehr oft das Gefühl, Frauen wüssten es alles besser, wenn es um Kind und Haushalt geht. Kein Wunder denkt manch ein Mann „dann mach du das halt“.

  • LoriLo sagt:

    Was der Gipfel ist, ist dass Frauen offenbar zufrieden sind, egal in welcher Konstellation! Hahaha. Falls diese Aussage echt sein sollte, dann nur, weil Frauen NIE Verständnis erhalten resp. immer kritisiert werden für ihr gewähltes Modell, von Frauen und von Männern! Was? Du bist NUR Hausfrau??! Was? Du gibst dein Kind 3 Mal in die KiTa??! Was? Dein Kind kennt nur die Grosseltern und sonst niemanden??! Was? Du überlässt die Erziehung deinem Mann??!
    Da bleibt nichts anderes übrig, als zu sagen, ich bin zufrieden wie es ist….
    Und der zweite Gipfel ist die Aussage eines Vaters, dem es auf dem Spielplatz offenbar soooo langweilig war, dass er schon am Morgen Bier trinken musste, um das durchzustehen…. hallo???

  • Maike sagt:

    Einfache Lösung – Kind zurückgeben und schon kann die Dame ihr Leben wieder im vollen Umfang geniessen.
    Sollte aber die Rückgabefrist abeglaufen sein, muss sie sich wohl oder übel damit abfinden, das die Betreuung so eines Kindes zeitaufwendig ist. Je jünger desto mehr. Kann sie bei ihren Freundinnen mit Kindern nachfragen oder in tausend Büchern nachschlagen.
    Aber wenn es ein Mann dazu gibt, kann man sich die Last – so es denn eine ist – schön teilen.

    • Klärli Benz sagt:

      @Maike. Es geht ja gerade darum, dass einem suggeriert wird, es sei das beste für alle, die Last nicht zu teilen. Am glücklichsten seien alle, wenn der Kindsvater Vollzeit und die Kindsmutter Teilzeit arbeite. Was für eine Unbehagen sich bei den Frauen aufstaut, die sich für Familie und Arbeit verzerren müssen, aber trotzdem an beiden Fronten verloren haben, wird gemütlich unter den Teppich gekehrt.

  • Joe CH sagt:

    Mir stinkt vor allem die dauernde Abwertung von der riesigen Haus- und Erziehungsarbeit welche all die Mütter (und auch ein paar einzelne Väter) Tag für Tag leisten.
    Mir stinkt es, wenn wir uns dafür rechtfertigen müssen, dass wir uns ganz bewusst für eine klassische Rollenverteilung ohne Vollzeit-Kita ab dem ersten Lebensjahr des Kindes entschieden haben.
    Mir stinkt es auch, dass solche blöden „Männer-sind-lieber-im-Büro-als bei-Ihrer-Familie“-Studien erstellt werden da sich diese ganz ganz sicher nicht mit meiner Befindlichkeit übereinstimmen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Hausarbeit müssen leider nicht nur Eltern erledigen, sondern alle. Weder ist man als Single davor gefeit noch als Rentner. Aber komischerweise wird das immer nur zu einer riesigen Sache, die höchste Wertschätzung trotz völliger Banalität bedarf, wenn es um Hausfrauen/-männer geht.

      Punkto Erziehung ständig von „Arbeit“ zu sprechen, die anscheinend auch noch derart hart und unerfreulich ist, scheint mir auch eher wunderlich. Wenn das eine solche Last ist, wieso hat man dann überhaupt Kinder? Überspitzt gesagt kommt mir das so vor, als würde sich jemand Marathon-Lauf als Hobby zulegen, nur um dann alle um Wertschätzung anzubetteln und sich dann permanent darüber zu beklagen, wie hart die Trainingsarbeit doch sei..

      • Anne sagt:

        Kinder sind eben kein „Hobby“….

      • Christoph Bögli sagt:

        @Anne: Doch, blöd gesagt schon, halt einfach ein sehr zeitintensives. Aber die Begrifflichkeiten sind eigentlich auch egal, der springende Punkt ist vielmehr: Kinder sind eine bewusste Entscheidung, die man aus persönlichen Gründen fällt und die einem glücklich machen sollte. Darum ist es eben verfehlt, ständig so zu tun, als wäre das ein schrecklicher Schicksalsschlag.

      • Irene sagt:

        Was Joe sich wünscht ist einzig RESPEKT. Leider ist dieser bei uns mit Arbeit -> Lohn verbunden.

    • Lichtblau sagt:

      „Riesige Haus- und Erziehungsarbeit“ – wirklich? Wieviele Kinder haben Sie denn? Und bewohnen Sie ein 10-Zimmer-Haus mit gewaltigem Umschwung?Immerhin scheinen Sie zu zweit zu sein als Eltern.
      Bei den heutigen Lebensformen ist die Hausarbeit doch eher überschaubar. Und das „Erziehen“ habe ich jetzt auch nicht als grosse Last gesehen – ich denke, das schätzen auch die Kinder.

    • Tofa Tula sagt:

      Sehe ich ganz aehnlich. Ein Paar sollte sich unabhaengig von anderen einig werden, wie man durchs Leben gehen will. Werden Kinder geboren (hoffentlich nicht zufaellig) sollte man darauf gefasst sein, dass sich vorher nicht erwartete Veraenderungen im Seelenleben der Partner ergeben koennen. Der Wille, die sich daraus ergebenden Probleme gemeinsam zu bewaeltigen, muss aber schon von Anfang an vorhanden sein.

  • Rationaler Typ sagt:

    Diese passiv-agressive Haltung ist doch einfach traurig. Wenn es dir stinkt, ändere es. Was interessiert es dich, was ein alter Mann für Studien durchführt? Masse dir einfach nicht an, Männer im Grundsatz zu verstehen. Es gibt zwar sicherlich Stereotypen, aber viele individuelle Modelle. Die Situation ist nie für alle Bedürfnisse perfekt und wenn du darauf hoffst, dass die Welt sich dir anpasst: na dann viel Glück, dann werden wir noch häufig dein Genörgel hier lesen. Meine Frau und ich haben das für uns das Beste Modell gefunden und meistens funktionierts ganz gut! Mein Rat: nachdenken, reden, handeln und vom Arbeitgeber fordern! Nörgeln bringt nur mehr Frust

    • Susanne sagt:

      Sie haben es nicht verstanden, worum es in diesem Artikel geht. Viele in diesem Forum glauben, dass wir Frauen und Männer unabhängig von gesellschaftlichen Institutionen und Normen handeln. Das dachten viele Frauen und Männer vielleicht auch, bevor sie Mütter und Väter wurden. Dann merken sie aber mit der Zeit, dass es nicht so klappt, wie ursprünglich besprochen und suchen den Fehler bei sich selbst. Wenn sie dann auf einmal feststellen, dass es nicht nur ihnen so geht, sondern ganz vielen anderen Müttern und Vätern auch, merken sie, dass es offenbar gesellschaftliche Hürden gibt, die schwer zu überwinden sind. Daher tun solche Artikel so gut, zu merken, dass man nicht alleine ist und nicht (alleine) selbst Schuld am Ganzen.

  • Christoph Bögli sagt:

    Dass die Umfrageergebnisse für manche Frauen und Männer befremdlich sind, kann ich nachvollziehen. Aber mir scheint es etwas seltsam, dass hier überhaupt nicht hinterfragt wird, woher diese Ergebnisse kommen. Anscheinend haben ja sehr viele Frauen bzgl. ihrer Lebenszufriedenheit eben genau jene Angaben gemacht, die nun kritisiert werden. Die Frage ist also: wieso? Und das führt u.a. zu der irrigen Behauptung, Frauen oder Männer würden in die jeweilige Elternrolle „gedrängt“ (von wem?), wo dies doch primär eine gemeinsame Entscheidung der individuellen Eltern ist. Mal salopp gesagt: als Frau sollte man sich halt einen Mann suchen, dessen Lebensqualität durchs Kinderbetreuung/Hausarbeit nicht beeinträchtigt wird – oder dann das mit den Kindern besser sein lassen..

  • 13 sagt:

    Danke! Genau so!
    Mir stinkts auch, dass man sich als Frau anhören kann, man habe zu hohe Ansprüche, man wolle alles, auf nichts verzichten, man hätte lieber keine Kinder gehabt und das nur, weil man sich traut, das zu fordern, was Männer seit langem haben, nämlich Beruf mit Perspektiven und Familie. Und dann dass die Lösung sein soll, sich das einfach zu nehmen. Familienarbeit outsourcen, aber nicht etwa zu den Vätern, sondern ganz. Zu Lasten der Kinder und wenn eine Frau, dann diesen Preis zugunsten ihrer Kinder nicht bezahlen will, will sie gar nicht arbeiten. Aber Männer in die Pflicht nehmen? Ja, nicht. Das macht sie nicht glücklich. Und das persönliche Glück des Mannes steht wie üblich über allem. Frauen hingegen haben ja von Anfang an gelernt, weniger zu erwarten.

    • Martin Frey sagt:

      @13
      Die Studie und ihre Resultate kann Sie stören. Aber trotzdem taugt sie als Diskussionsgrundlage. Denn anders als hier dargestellt ging es dabei nicht einfach nur um Männer, aber für einmal auch um Väter. Die Mütter wurden genau so untersucht. Nur waren die Resultate halt etwas „divergierend.
      Nebenbei, sind Sie nicht in den Ferien? 🙂
      Dann haben Sie vielleicht auch die Untersuchung gelesen, dass offenbar 3 von 4 Frauen mit entsprechendem Abschluss lieber von sich aus auf Kindergartenstufe unterrichten als auf Primarschulstufe, wo sie 20% mehr verdienen würden. Trotz völlig freier Wahl, und obwohl sie niemand „drängt“ wie heute hier gerne behauptet wird.
      Ich fand’s einfach erstaunlich, aber mich würde Ihre Meinung dazu interessieren.

      • 13 sagt:

        @ mf
        Dadie Studie eher fragwürdig erstellt wurde undv.a. Die Freiwilligkeit der Teilzeitarbeit aussen vorlässt, taugt sie nicht einmal als Diskussionsgrundlage. Aber was das Glück von Müttern anbelangt, verweise ich auf meinen letzten Satz. Die andere Untersuchung der LPs kenne ich nicht, weiss auc/ nicht, was ich dazu sagen könnte, ausser dass ich nicht nachvollziehen kann, warum es 20% mehr Lohn gibt.
        Und ja, ich bin in den Ferien, das hindert mich nicht daran, zum Beitrag etwas zu sagen. Ich hüte mich aber die anderen Kommentare zu lesen, um mich nicht zu ärgern 😉

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Falls es Sie interessiert (was ich mir vorstellen kann), habe ich noch einen Link:
        https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/lieber-topjob-statt-toplohn/story/19477264
        Was ich schon speziell finde: Man hat eine Ausbildung, und kann damit nach Gusto den Job mit 20% mehr oder den mit weniger Gehalt annehmen. Was keine Rechtfertigung dafür sein sollte, dass Kindergärtnerinnen 20% weniger verdienen, im Ggt. Aber wie Sie besser wissen als ich, hat das BG dies für rechtens erklärt….
        Aber hier kommt schon etwas die Haltung zum Ausdruck, dass den angehenden Pädagoginnen der langfristige finanzielle Ausblick doch irgendwie sehr zweitrangig scheint. Womit wir bei einem Thema wären, was hier schon in extenso durchgekaut wurde….
        (Trotzdem) Schöne Ferien, geniessen Sie es! 🙂

      • Zufferey Marcel sagt:

        @M. Frey: Gut, dass Sie diesen Link gepostet haben. Sonst hätte ich es getan. Seit der Publikation vom ersten Artikel über die Studie mit den unliebsamen Ergebnissen ist bei den üblichen Verdächtigen eine bemerkenswerte Entwicklung zu beobachten: Zuerst war da ungläubiges Staunen, dann waren erste Abwehrreaktionen zu beobachten- und nun beginnt man damit, die Resultate gänzlich zu negieren. Dabei ist jedes Mittel recht: Empirie ist ja eh‘ nicht gleich Empirie, wahrscheinlich wurde diese Studie von Arbeitgebern gesponsert und überhaupt: Wer ist dieser Schröder eigentlich, wie kann der es wagen, unser heil’ges Weltbild dermassen zu erschüttern, etc. Die Endstufe wird darin bestehen, die Existenz dieser Studie ganz zu leugnen, denke ich. Alles in allem also recht amüsant 😉

    • Christoph Bögli sagt:

      @13: Der Plural scheint mir da gerade verkehrt. Man muss nicht „Männer“ in die Pflicht nehmen, sondern genau einen Mann, nämlich den eigenen. Und das vorzugsweise, bevor es zu spät ist, sprich die Kinder da und womöglich der eigene Job gekündigt ist. Ich wundere mich jedenfalls immer etwas, wenn suggeriert wird, dass da reihenweise vermeintlich emanzipierte Frauen völlig ungewollt in eine Mutterrolle geraten, die ihnen überhaupt nicht passt. Wir so etwas denn nicht im Voraus diskutiert und möglichst optimal für beide abgemacht? Letztlich wirkt es jedenfalls so, als würden da viele völlig naiv in die Situation hinein stolpern. Oder sich dann nach der Geburt umentscheiden, aus welchen Gründen auch immer.

      • 13 sagt:

        @ ch. Bögli
        Gilt das nicht beidseitig? Schliesslich lese ich hier immer wieder, dass sich angeblich reihenweise Frauen erst nach der Geburt entscheiden, zu Hause zu bleiben, obwohl sie vorher hochprozentig wieder arbeiten wollten und das entgegen dem Willen ihrer Männer. Aber ja, natürlich, fängt es zu Hause an. Nur löst man gesellschaftliche Probleme eben nicht nur zu Hause. Sachen wie Vaterschaftsurlaub, die Länge des Mutterschaftsurlaubes, die Möglichkeiten der Teilzeitarbeit etc. Sind gesellschaftliche und nicht nur private Probleme.

      • Mona sagt:

        Doch, es wird vorher diskutiert und es werden Abmachungen getroffen. Schon mal etwas von ‚nicht Einhalten‘ gehört. Nichts mit Naivität. Das erlebe ich täglich bei meinen berufstätigen, kindererziehenden, haushaltbesorgenden Müttern.

      • Christoph Bögli sagt:

        @13: Natürlich gilt das beidseitig. Eben das ist ja das Unverständliche: am Ende scheinen oft beide Seiten unzufrieden mit der Situation und tun, als wäre diese als unglücklicher Schicksalsschlag entstanden. Da fragt sich schon: überlegen sich diese Leute wirklich nichts vorher? Natürlich sind auch die politischen Rahmenbedingungen nicht optimal in der Schweiz, aber wenn eine angemessene, langfristige Einigung wirklich am fehlenden Vaterschaftsurlaub scheitert, dann war m.E. der beiderseitige Wille nie vorhanden.

        @Mona: Sie sehen also reihenweise Partnerschafen, in denen einer der beiden eine solch wichtige Entscheidung einseitig nach ein paar Wochen oder Monaten über den Haufen wirft? Das wär eher erschreckend. Und hört sich darum m.E. eher nach einer bequemen Ausrede an.

      • Tofa Tula sagt:

        Sie koennen ihn dann in die Pflicht nehmen, wenn er wegen (so wird es dort gesehen) mangelndem Einsatz in der Firma den Job verlorgen hat.
        Fuer diejenigen die es noch nicht gemerkt haben: Da draussen in der Arbeitswelt herrscht Krieg. Seit jeher war man der Meinung, dass Frauen im Krieg nicht an vorderster Front stehen sollten.
        Aber, man will ja de Feufer unds Weggli. Klappt leider nicht so ganz.

      • Tofa Tula sagt:

        @Mona
        Abmachungen sollten immer eine Flexibilitaetskomponente beinhalten, naehmlich in dem Sinne, dass diese an veraenderte Verhaeltnisse und unerwartete Situationen angepasst werden sollten. Starres Festhalten an einmal unter anderen Vorzeichen getroffenen Vereinbarungen fuehrt sehr schnell zur Scheidung.

    • Röschu sagt:

      „Und das persönliche Glück des Mannes steht wie üblich über allem. Frauen hingegen haben ja von Anfang an gelernt, weniger zu erwarten“
      Die Studie besagt u.a., dass Frauen unabhängig vom Arbeitspensum glücklich seien. Männer hingegen seien glücklicher mit einem höheren Arbeitspensum. Und Sie, 13, fordern nun also, dass der Mann unglücklicher wird, während die Frau dadurch nicht glücklicher wird?

  • Widerspenstige sagt:

    Richtig, es stinkt! Diese Studie ist verfälscht publik gemacht worden mit der offensichtlich unlauteren Absicht, traditionelle Rollenverteilung innerhalb Familien zu zementieren. Der Soziologe Schröder hat Untersuchungen in Deutschland gemacht, welche so nicht einfach in schweizerische Verhältnisse übertragen werden können. Zudem wurden zum Beispiel keine Gründe für eine Teilzeitarbeit erfragt wie Arbeitslosigkeit, freiwillige oder unfreiwillige Teilzeitarbeit. Dies sind aber wesentliche Punkte, welcher eine differenziertere Statistik ergeben hätte. So bitte nicht!

    • Widerspenstige sagt:

      Es hat sich nämlich ergeben, dass Väter sehr wohl zufrieden sind mit ihrer Teilzeitarbeit, wenn diese FREIWILLIG erfolgt ist.
      Denn in den regelmässigen Umfragen des Haushalt-Panels, auf die sich Schröder stützt, wurden die Väter nicht gefragt, wie zufrieden sie im Leben WEGEN ihrer vollen, halben oder fehlenden Erwerbsarbeit seien. Technisch gesprochen liegt vorerst nur eine Korrelation vor und keine Kausalität.
      Gut recherchiert im infosperber nachzulesen:
      https://www.infosperber.ch/Artikel/Medien/Teilzeit-Vater-unglucklich-Tagesanzeiger-Schlagzeilen

      • Muttis Liebling sagt:

        In einer Studie müsste man fragen, ob Berufstätigkeit als Lebensinhalt oder Lebensunterhalt verstanden wird. Ob der Beruf zeitgetaktet oder auf ein Ziel gerichtet ist.

        In Deutschland muss man berücksichtigen, dass die flächendeckende kostenfreie Kinderfremdbetreuung als politisches Ziel feststeht und es nur noch lokale Angebotsdefizite gibt.

        In den Kreisen, welche ich überblicke, gilt die Betreuung 5 x 8h in der Kindereinrichtung als pädagogisch höherwertiger, als alleinige Erziehung in der Familie. Die Kinder gehen auch dann ganztags in die Einrichtung, wenn ein Elternteil temporär arbeitslos wird, oder halbtags arbeitet. Die Frage nach Pensumreduktion wegen Kinder stellt sich meist nicht.

      • Karla sagt:

        Muttis Liebling in welchem Deutschland waren Sie? Kostenlose Kinderbetreuung ist hier keinesfalls beschlossen. Die Kosten sind regional sehr unterschiedlich und vorallem in der U3 Betreuung stellenweise so hoch, dass viele versucht sind Zuhause zu bleiben weil die Betreuungskosten den Lohn auffressen. Auch gibt es keine einheitliche Meinung über Selbst – und Fremdbetreuung, sondern genau wie in der Schweiz unterschiedliche Meinungen dazu. Ich kenne Eltern die recht schnell mit gleichen hohen Teilzeitpensen wieder arbeiten, und Eltern mit klassischer Rollenverteilung und vieles dazwischen. Es gibt natürlich auch Eltern die schnell beide wieder vollzeit arbeiten, aber das ist sicher nicht die häufigste Form.

      • Marcos sagt:

        Das habe ich mir auch gedacht. Solche Studien sind mit Vorsicht zu interpretieren. Ich glaube auch, dass man glücklicher ist, wenn man (Mann und Frau) sein Leben nicht hauptsächlich mit arbeiten verschwendet.

        Was mir aber im privaten Umfeld auffällt, ist dass es die Frauen sind die sich noch so gerne aus der Arbeitswelt zurückziehen und denn Mann in die Ernährerrolle drängen. (nicht dass ich das gut finden würde) Ich denke im akademischen Umfeld ist das aber anders.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Karla

        Die flächendeckende kostenfreie Kinderbetreuung ist Bundesgesetz, welche je nach Bundesland in einem unterschiedlichen Durchsetzungsstadium sind. In Berlin ist es durchgesetzt. Bis vor einiger Zeit musste noch ein Essengeld bezahlt werden, jetzt sind auch die Nebenkosten auf 80 Euro/ Monat gedeckelt.

        Der Bundestagsbeschluss beruht auf einer jahrzehntealte Studien. Es besteht in der Politik und der Bevölkerung Konsens zur absoluten Überlegenheit der öffentlichen gegenüber der privaten Erziehung.

        Nur in den Wohlstandsnischen Bayer, Schwaben herrschen noch die anachronistische Vorstellungen aus den 1960’ern, wie in der Schweiz.

        Die Regel, je reicher, je sozial blinder und rückständiger, gilt eben universell.

  • Asouka sagt:

    …100%-Pensum, aber sonst nicht. Mein Mann arbeitet nämlich auch Teilzeit. Hausarbeit mag ich nicht, er auch nicht, aber wir teilen es uns. Erziehungsarbeit mag ich mal mehr, mal weniger, aber ich bin glücklich mit meinen Kindern. Er auch.

  • Asouka sagt:

    Toller Beitrag und einfach den Nagel auf den Kopf getroffen!!!

    Ich dachte, das hagelt jetzt positive Kommentare. Aber nein… An diejenigen, die nicht verstehen wollen, worum es der Autorin geht: Frauen werden in eine gesellschaftliche Rolle gedrängt und es wird nicht gefragt, ob sie damit glücklich sind. Dahinter steht eine so konservative Vorstellung von der Frau am Herd, dass ich echt auch sage: Mir stinkt’s!!! Dass Männer mit dem Spagat Familie – Job auch Mühe haben ist anscheinend ein Grund für Mitleid und dafür, dass gefordert wird, die Frau müsse zurückstecken. Sind wir denn in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts???!!! Und nein: ich bin nicht frustriert. Vielleicht ein bisschen darüber mit Teilzeitarbeit nicht so ernst genommen zu werden wie meine Kollegen mit ihrem…

    • Röschu sagt:

      „Frauen werden in eine gesellschaftliche Rolle gedrängt und es wird nicht gefragt, ob sie damit glücklich sind“
      Genau danach hat die zitierte Studie doch gefragt.

    • Martin Frey sagt:

      Auch an Sie die Frage, Asouka:
      wer drängt?
      wer fordert?
      Falls auch Sie Ihre persönliche Situation mit der gesellschaftlichen verwechseln, dann versuchen Sie doch mal, das zu trennen. Oder Sie mögen bitte Ihre Aussagen belegen.
      Denn wenn Sie die Studie gelesen haben, wovon ich jetzt eher nicht ausgehe, dann sollten Sie mitbekommen haben dass auch Aussagen zum Glück der Mütter gemacht wurden.

      • Asouka sagt:

        Eine Mehrheit der Gesellschaft drängt und fordert. Das sind ja nicht nur konservative Männer, sondern eben solche Frauen, die zum Beispiel finden, eine Frau könne die Kinder besser betreuen als ein Mann. Oder ganz persönlich, ihren Mann bei der Kinderbetreuung so bevormunden (weil sie es besser können, weil Frau), dass er schnell mal die Nase voll hat. Auch dass wir überhaupt über einen Vaterschaftsurlaub diskutieren müssen, sollte in einer Gesellschaft des 21. Jh nicht mehr nötig sein. Das sind die Zwänge und Forderungen, von denen ich rede. Und nein, es hat nichts mit meiner persönlichen Situation zu tun. Teil zwei meines Kommentars wurde vor Teil 1 freigeschaltet. Ist dort nachzulesen.

  • Richi sagt:

    Für viele Frauen scheint Eigenverantwortung bezüglich Ihrer Lebenssituation augenfällig ein Fremdwort zu sein. Irgend jemand oder irgend welche Rahmenbedingungen sind immer schuld, dass angeblich Frau nicht kann, wie sie will. Des Pudels Kern scheint mir die überzogene Anspruchshaltung zu sein, alles zu wollen, aber nicht alles geben zu wollen. Für einen Mann ist es selbstverständlich, dass – wenn mittellos geboren – alles selbst erkämpft und erarbeitet werden muss. Es macht auch keine Sinn, über Widerstände zu jammern, die meisten Widerstände sind naturgegeben und sind auch nicht „frauenfeindlich“. Unser System nennt sich übrigends Marktwirtschaft, da gibt es Konkurrenz, die beste Voraussetzung für „Chanchengleichheit“, egal welchen Geschlechts. Wenn man denn will.

    • Francis Lehmann sagt:

      Hören Sie doch auf, es geht der Autorin doch gar nicht um ihre eigene Situation! Sie zeigt anhand dieser nur auf, wie die gesellschaftlichen Realitäten aussehen und dass man trotz propagierter „Entscheidungsfreiheit“ immer noch in alte, unzeitgemässe Muster getrieben wird und mit Unterstellungen zu kämpfen hat, dass das Glück für Frauen doch sowieso nur in den Kindern und im Haushalt steckt, weil es angeblich „naturgebunden“ sei. Wegen so rückständigen Ansichten müssen Frauen eben immer noch um ihre Rechte kämpfen. Sie wollen als Mann auch nicht in die Ecke gedrängt werden, in der sie dauernd den harten Kämpfer vorgeben müssen, obwohl auch Ihnen die Entscheidungsfreiheit zusteht. Frauen UND Männer müssen von ihren Klischees runterkommen. Und da ist der Beitrag von Frau K. passend.

      • Christoph Bögli sagt:

        Wer genau „treibt“ Frauen denn in diese Muster? Wer macht denn solche Unterstellungen bzw lässt sich ernsthaft von diesen beinflussen? Wenn ich sowas höre, könnte man immer meinen, die ganze Schweiz würde in irgendeinem erzkatholischen Dorf im Wallis des vorletzten Jahrhunderts wohnen. Aber die Realität ist zum Glück heute ja eine ganz andere. Darum: wollen Sie mir ernsthaft erzählen, eine typische junge, emanzipierte, gebildete Frau im urbanen Zürich oder Genf lässt sich zwingen, Kinder zu bekommen und den Job gegen ihren Willen aufzugeben? Von wem denn? Ihrem Partner? Falls ja, wieso ist man mit so jemandem zusammen und setzt gar noch Kinder in die Welt? Regelt man die Rollenverteilung nicht, bevor man Kinder bekommt?

      • Renegade sagt:

        Anhand der Tatsache, dass die Autorin in Erwartung ist, kann man stark davon ausgehen dass es eben doch genau um ihre Situation geht.
        Ich schliesse mich dem Kommentar von Richi an, es ist schon so, dass manche Frauen alles wollen. Dies aber nur zum eigenen Vorteil. Also natürlich ohne Einschränkung…

      • Röschu sagt:

        „Hören Sie doch auf, es geht der Autorin doch gar nicht um ihre eigene Situation! Sie zeigt anhand dieser nur auf, wie die gesellschaftlichen Realitäten aussehen …“
        Eben gerade nicht. Es ist doch eigentlich nur logisch, dass eine Studie mit vielen Teilnehmenden die gesellschaftlichen Realitäten besser abbildet, als die subjektiven Empfindungen einer Einzelperson (in diesem Fall LK).
        .
        Es ist aber dennoch durchaus verständlich, dass LK offenbar frustriert ist, da die gesellschaftliche Norm nicht ihren persönlichen Wünschen und Vorstellungen entspricht.

      • Trice sagt:

        Danke, Herr Lehmann!
        @ Renegade: Wie aufmerksam haben Sie wohl den Beitrag gelesen, dessen Autorin Sie kritisieren? Es steht dort klar und deutlich, sie habe ein 4monatiges Baby, kein Wort von „sie ist in Erwartung“.

      • Susanne sagt:

        @Francis Lehmann

        Danke.

  • Hans Hasler sagt:

    Wieso habt Ihr Kinder, wenn das so schlimm und kompliziert ist? Wart ihr alle so dumm, nicht zu wissen was die Folgen sind?

    • Karin sagt:

      Ehrlich gesagt ja. Wir waren ziemlich dumm, mein Mann und vor allem auch ich. Weder hatten wir eine realistische Vorstellung davon, was es heisst, Eltern zu sein noch wussten wir, in welche Rollenmuster man auch heute noch in der Schweiz gedrängt wird.
      Daher bin ich ja so froh um solche Artikel, weil es jüngeren Menschen die Möglichkeit gibt, etwas besser zu überlegen, worauf sie sich einlassen.

      • Hans Hasler sagt:

        Ich bin in den 70er und 80er Jahren als Kind von zwei vollzeiterwerbstätigen beruflich erfolgreichen Eltern aufgewachsen. Damit ist mein Bild was so die üblichen „Rollenmuster“ sind etwas verzerrt. Umso mehr erstaunt mich immer wieder wie unglaublich stark einige gesellschaftliche Konventionen offensichtlich noch sind. Fängt an mit dem Kinderkriegen selber. In solchen Diskussionen sind Kinder immer einfach eine Belastung. Trotzdem scheinen Leute einfach so Kinder zu kriegen. Es braucht wohl wirklich mehr solche Artikel….

      • Karin sagt:

        @Hans Hasler
        Naja, hätte es zu meiner Zeit bereits solche Artikel gegeben, dann hätte ich heute diese zwei wunderbaren Menschen in meinem Leben nicht :-).

      • Hans Hasler sagt:

        Ja Eltern erhalten etwas im Gegenzug für den Aufwand. Darum kann ich das Gejammer nicht ernst nehmen.

    • Susanne sagt:

      @ hans hasler
      Die Frauen jammern nicht über die Kinder sondern darüber, dass sich die Männer so wenig an der Kinderbetreuung und am Haushalt beteiligen.

  • Anh Toàn sagt:

    „Haus- und Erziehungsarbeit“ ist notwendiges Übel, wenn Leben notwendiges Übel ist. Ausser Menschen „arbeitet“ kein Lebewesen, aber alle erziehen (mehr oder weniger), suchen oder bauen ein Nest, schwimmen um die halbe Welt oder Flüsse hoch zur Fortpflanzung:

    Was ist Arbeit? Alles was anstrengend ist?

    • Muttis Liebling sagt:

      Arbeit ist wertschöpfende Tätigkeit, die in der Umgebung des Arbeitenden einen höheren Grad an Ordnung schafft. Erwerbstätigkeit kann, muss aber nicht Arbeit sein. Je mehr verdient wird, je seltener ist es Arbeit, also ordnungsschaffend.

      In dem Sinn ist Arbeit schon ein Merkmal von Einzellern. Bakterien können z.B. Insulin produzieren, wirken also wie eine ganze Chemiefabrik. Hausarbeit ist selbstverständlich Arbeit, aber keine Erwerbstätigkeit. Finanzdienstleistungen sind keine Arbeit, weil die mehr Ordnung zerstören, als schaffen. Geld ist kein Ordnungsprinzip und steht in keinem Verhältnis zu Arbeit.

    • Widerspenstige sagt:

      Die Definition von Arbeit ist in Diskussion seit dem Beginn der Industriealisierung. Es wurden vorwiegend Männer von den eigenen Höfen abgeworben und in die Fabriken gelockt, wobei die Arbeiten Zuhause auf dem Hof Grosseltern mit Frau und Kindern weiterführten! Vor dieser Epoche war Arbeiten auf dem eigenen Hof mit sämtlichen Bewohnern der Sippe zur Selbstversorgung eine Selbstverständlichkeit. Niemandem wäre es in den Sinn gekommen, Hausarbeit und Kindererziehung als minderwertiger zu betrachten als die Arbeiten auf Feld und im Stall. Es passierte nebenher und war eingewoben in die Gemeinschaft der Sippe.

      Es ist an der Zeit, wieder Arbeit neu zu definieren und dadurch zB einem gesicherten Grundeinkommen mehr Gewicht zu verschaffen. Es wird verständlicher somit.

    • Anh Toàn sagt:

      „Arbeit“ ist, wenn Ziel der Tätigkeit nicht das eigentliche Arbeitsergebnis ist, sondern die Vergütung.

      Arbeit wird von „Profis“ ausgeübt, wenn andere das auch machen, ist es ein Hobby, eine Liebhaberei, das französische amateur bringt es perfekt zum Ausdruck, Hobby tönt so unwichtig, belanglos.

      Daraus ergubt sich auch, wer Teilzeit arbeit, ist kein richtiger Profi bestenfalls Elite Amateur.

  • Anh Toàn sagt:

    „…statt den gesellschaftlichen Stellenwert von Haus- und Erziehungs- sowie Erwerbsarbeit kritisch zu hinterfragen: Wenn Erstere nach wie vor als notwendiges Übel abgetan werden, wundert es nicht,….“

    Also wir sollen uns Haus- und Erziehungsarbeit schönreden, bis wir es glauben.

    Meines Erachtens beginnt der Fehler damit, dies als Arbeit zu bezeichnen: Erwerbsarbeit ist das notwendige Übel, zu Hause bei Kindern sein ist keine Arbeit: Arbeiten muss ich, ich will ein Dach über dem Kopf und Essen und bin leider ohne Vermögen aus dessen Ertrag ich leben könnte geboren. Und Banken überfallen, insbesondere ohne erwischt zu werden, macht ja auch Arbeit.

    Vater werden wollte ich, ginge dies ohne zu arbeiten, hätte ich 7 Kinder.

    • Christoph Bögli sagt:

      Hausarbeit ist alleine deswegen ein notwendiges Übel, weil diese ja wirklich jeder erledigen muss. Selbst Singles und bei denen ist der Aufwand pro Kopf wegen fehlender Synergien sogar höher. Trotzdem wird das Ganze aber anscheinend nur zur erwähnenswerten Leistung, die unbedingt Entlöhnung oder zumindest Lob erfordert, wenn man Kinder hat.

      Interessant in dem Kontext ist auch, dass in dem Blog wiederholt Vätern vorgeworfen wurde, sie würden sich angeblich bevorzugt „prestigeträchtige“ Hausarbeiten heraussuchen. Was doppelt widersprüchlich ist: erstens scheint es damit ja durchaus Hausarbeit zu geben, die zu hohem Prestige sprich Anerkennung führt, zweitens ist es offenbar auch wieder falsch, wenn Väter sich engagieren und die getane Hausarbeit sogar noch Wertschätzung erfährt.

      • Tofa Tula sagt:

        Aufstehen am Morgen um sich den Anforderungen des Lebens zu stellen ist ein notwendiges Uebel; sich um Kinder zu kuemmern auch? Wozu stehen wir denn noch auf, wenn wir das so empfinden? Was wollen wir eigentlich? Man kommt und man geht, dazwischen versucht jeder zuerst fuer sich, vielleicht auch fuer die Allgemeinheit, etwas einigermassen sinnvolles oder sinngebendes zu tun. Das Programm dazu steckt in uns drin. Einmischung von draussen ist unerwuenscht. Kommt eine echte riesige Naturkatastrophe, war alles vergebens und wir gehen den Weg der Dinasaurier. Der Erde ist das ziemlich egal. Es wird eine neue Umwelt entstehen. Trotzdem wollen wir am Morgen aufstehen und das anpacken, wozu wir gemacht sind, jeder fuer sich und alle zusammen.

  • Tomas Szilard sagt:

    Man sollte sich echt langsam fragen, ob nicht mindestens ein Teil dieser Blog-Artikel schlicht als Provokation gedacht sind…

    „wage die Validität solcher Studien zu bezweifeln“ – haben Sie diese denn gelesen, im Idealfall im Journal, in dem sie Original erschienen ist? Als angehende Psychologin mit Mastertitel wäre dies ja ein Einfaches.

    „Frauen ständig gegen ihren Willen aus der Erwerbsarbeit hinaus- und in die Familienarbeit hineingedrängt werden“ – womit wird den Frauen denn gedroht, Wenn sie keine Kinder haben wollen?Als angehende Psychologin mit Mastertitel könnte man ja mal nachfragen.

    „So gibt sie sich grosse Mühe, 60% zu arbeiten und 100% verfügbar zu sein“ – klingt nach Stress, aber je nach Verantwortung und Aufgaben, Kundenkontakt usw. sind 60% eben sehr wenig.

    • Widerspenstige sagt:

      Wieso diese Unterstellungen der beruflichen Qualifikation und Qualität der Recherche der Autorin, Tomas S? Die Studie des Soziologen Schröder ist infrage zu stellen, denn sie ist mangelhaft entstanden. Es wurden zum Beispiel keine näheren Gründe erfragt, die zur Teilzeitstelle dieser Väter geführt haben Deshalb gibt es nähere Analysen und Recherchen von nicht so leicht in die Irre zu führenden Betroffenen wie es die Autorin trefflich beweist. Also bitte unterlassen Sie doch solche Aussagen.

  • k. miller sagt:

    In unserem Betrieb gibt es viele verschiedene Arbeitszeitmodelle, und entsprechend haben viele junge Mütter eine Teilzeitstelle. Durchaus auch als Teamleitung oder in Stabsstellen mit vermehrter Verantwortung. Funktioniert. Und die Chefs (und Chefinnen) müssen gar nicht unbedingt dazu überredet werden, den Teilzeitlern entsprechende Verantwortung zu übergeben. Was dabei sicher hilfreich ist: offene Kommunikation, flache Hierarchien – und Realismus.

  • Nick Luber sagt:

    Wer solche Studien durchführt, hat an der Uni gelernt , dass Korrelationsstudien (Feststellung dass A Teilzeitarbeit und B weniger Zufriedenheit gehäuft zusammen auftreten) keinesfalls ein Beleg für Kausalität (A Teilzeitarbeit bewirkt B weniger Zufriedenheit) ist. Stattdessen ist es oft so, dass ein drittes Merkmal die Ursache für beides ist (z.B. ist Teilzeitarbeit für Männer vor allem in pädagogisch-sozialen Berufen weit verbreitet, die vielleich zehrender sind als im Büro vor dem PC zu sitzen). Der Studienautor sagt im Tagi-Interview, er habe einige mögliche Drittzusammenhänge ausschliessen können, weist aber nicht darauf hin ,dass noch tausende andere denkbar sind und die Studie deshalb kein Beweis ist. Leider berichten Medien Korrelationsstudien fast immer als Ursache-Wirkungs-Befund

    • Regine Sternfels sagt:

      Meine Rede!
      Ausserdem: Die Gründe, warum teilzeitarbeitende Väter weniger glücklich sind, mögen vielfältig sein, aber zu argumentieren, dass sie mit einem höheren Pensum glücklicher wären, ist aufgrund dieser Studie schlicht falsch.

  • k. miller sagt:

    Es wäre viel möglich, wenn man nur wollen würde. Ich kenne etliche Männer, die Teilzeit arbeiten (zwar eher 80 als 60%, aber immerhin) und die von ihren Arbeitgebern keine Steine in den Weg gelegt bekommen haben. Man muss nur wollen. Aber oft wollen Männer nicht. Was ich ihnen ehrlich gesagt gar nicht allzu sehr verüble. Denn diese „nichtwollende“ Männer haben oft Frauen, die im Haushalt/bei der Kindererziehung den Ton angeben und nicht akzeptieren können, wenn der Mann seine Haushalts/Kinderzeit anders gestaltet als sie selbst. Wäre ich ein Mann, würde ich in dem Fall auch lieber weiterhin voll arbeiten und der Frau das Feld überlassen. Ja, wir Frauen sind diejenigen, die sich und ihre Ansprüche ändern müssen. Einfach alles auf die Männer abwälzen, funktioniert nicht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die deutschen Medien thematisieren heute und gestern die Publikation von 5000 ‚wissenschaftlichen‘ Studien in Magazinen, die den Inhalt der eingereichten Texte nicht prüfen, stattdessen eine Gebühr für die Veröffentlichung verlangen. Am Rande wurde erwähnt, dass nur 20% aller seriösen Studien überhaupt gelesen, trotzdem aber zitiert werden.

      Auf dem Hintergrund ist das Publizieren von wissenschaftlich nutzlosen Beobachtungsstudien zu verstehen. Die haben zwar nur den Status von Diättipps in Frauenzeitungen, kommen aber trotzdem in die Bewerbungsmappe des Autors und u.U. in den H- Index.

      Auf der Ebene Nichtwissenschaftler und Informationskonsument ist es aber störend, solchen Schrott in Tageszeitungen und Blogs multipliziert zu sehen.

  • sepp z. sagt:

    Mir stinkts vor allem, wegen meinem Schnäbi in den Zwangsdienst gezwungen zu werden. Im Jahr 2018! Beruf, Kinder und Karriere kann jedeR frei wählen, in den Dienst wird Mann gezwungen.

    • Robert Zgraggen sagt:

      Wenn Sie dagegen etwas tun wollen kümmern Sie sich drum, Themen mischen gibts nicht.
      Thema verfehlt, 1, setzen!

  • tobi bruner sagt:

    Was ich nicht verstanden habe ist, ob Frau Krähenbühl (30), freie Journalistin und sich in der Masterausbildung zur Psychologin befindent, im März ihr erstes Kind bekam, nun Vollzeit arbeiten und unglücklich ist, oder unglücklich ist und Teilzeit arbeitet.

  • Marlene sagt:

    Mein Kind wird 30.
    All die Diskussionen scheinen
    dieselben wie vor drei Jahrzehnten.

  • Homer Simpson sagt:

    ‚Mir stinkts, weil Frauen ständig gegen ihren Willen aus der Erwerbsarbeit hinaus- und in die Familienarbeit hineingedrängt werden und weil man die Verringerung ihrer Lebenszufriedenheit seit Jahrzehnten in Kauf nimmt.‘

    Ich bin erschüttert, dass offenbar so viele Frauen mit vorgehaltener Waffe zum Kinderkriegen genötigt werden.

    • Karin sagt:

      Sie haben den Artikel nicht richtig verstanden. Frauen werden nicht genötigt, Kinder zu kriegen. Aber Frauen werden oft in eine ungünstige Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit gedrängt. Sie müssen oft viel mehr Familienarbeit übernehmen als sie ursprünglich geplant haben und sich daher mit einem geringeren Erwerbspensum zufrieden geben. Viele Frauen sagen: Ich wollte gerne Kinder und Familie, aber nicht so wie es jetzt herausgekommen ist.

      • Realist sagt:

        Aber das ist doch ein Problem der Eltern bzw eine Frage, der sich die Eltern stellen müssen. Ich verstehe nicht was daran die Gesellschaft ändern kann, wenn Männer nicht bereit sind Erziehungs- und Haus(Hals)arbeiten (mit) zu übernehmen. Da müssen Frauen ihre Männer bzw die Väter schon selbst in die Pflicht nehmen.
        Tagesschauen würden helfen, bin aber sicher, das Frauen dies auch nicht wollen (so erlebe ich das zumindest in meinem Umfeld). Auch wenn es einen Vaterschaftsurlaub gäbe (wahlweise Vater- oder Mutterschaftsurlaub) würden wohl zu 80% die Mütter ihn beziehen.

      • Karin sagt:

        @Realist
        Ja, das ist ein Problem, dem sich die Eltern stellen müssen. Aber weil viele Menschen vor der Elternschaft nicht wissen, was auf sie zukommt, finde ich solche Artikel wie den von Frau Krähenbühl hilfreich, weil sie damit ein weiteres kleines Puzzlestück der Realität sehen und dann besser wissen, worauf sie sich einlassen.

      • Miguel de Antoni sagt:

        Von wem werden denn diese Frauen „…oft in eine ungünstige Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit…“ gedrängt? Am Ende regiert der Rubel. Auch bei der Frau, die aus angeblich existenziellen Gründen den Mann dazu „drängt“, Geld nach Hause zu bringen, damit der Lebensstandard nicht darunter leidet? Statt mit 15K pro Monat (ich zu 100%) leben wir nun mit max 7K pro Monat (sie 60%, ich 40%), Hausarbeit pro parte gerecht aufgeteilt. Sie zwingt (! mit Trennung gedroht) mich nun, wieder 100% zu arbeiten, weil sonst „die Kinder darunter leiden“. Hausarbeit bleibt aber unangetastet… So, so. Egal, wer jammert und immer nur beim anderen/bei der anderen die Schuld sucht, hat in meinen Augen verloren und ist sowas von vorvorvorgestern. Ich ziehe von dannen. Sie zahlt Alimente! Ätsch!

      • maia sagt:

        Wenn die Leute so „blind“ durch’s Leben gehen – Man/Frau sieht doch wie das bei den Eltern, Geschwistern, FreundInnen, Kollegen usw. usf. läuft. Man tauscht sich aus, spricht miteinander, interessiert sich für das, was umeinenrum passiert, hilft sich gegenseitig aus – dann frage ich mich, ob sie so einen Artikel lesen.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Ändern Sie ihr Leben, Frau Krähenbühl. Lernen Sie, Verantwortung für Ihr Handeln zu übernehmen und die Konsequenzen für Ihre Entscheidungen zu tragen. Das wird Ihnen niemand abnehmen. Erwähnte Studie ist nur eine von zig-tausenden im Bereich der Familienforschung, bzw. Soziologie. Die Ergebnisse von Martin Schröder’s Studie können nur diejenigen überraschen, die sich bislang nicht- oder viel zu wenig mit dem Thema auseinander gesetzt haben. Oder das ganze Feld in einer urban-progressiven, akademischen Filterblase sitzend mit dogmatischer Brille betrachtet haben.

  • Chris sagt:

    Lustig, das hier nur Männer kommentieren…

    Überspitzt formuliert, aber Danke, Frau Krähenbühl!

  • Karin sagt:

    Mir stinkts auch. Und zwar schon seit 15 Jahren. Aber ich bin froh, werden solche Themen heute wenigstens thematisiert. Als ich damals meine Kinder bekommen habe, bin ich noch ganz blauäugig davon ausgegangen, dass man heute die Familienarbeit genauso halbe-halbe aufteilt, wie ich selbstverständlich davon ausgegangen bin, dass ich als Frau heute einen interessanten Beruf lernen und ausüben darf. Ich dachte, das Geschlecht spielt heute keine Rolle mehr. Und dann wurde ich Mutter und musste festellen, dass wir in dieser Hinsicht irgendwo in den 50ern stecken geblieben sind.

    • Martin Frey sagt:

      Darf ich fragen, Karin, welchen interessanten Beruf durften (!) Sie nicht lernen und ausüben, nur weil Sie eine Frau sind?

      • Karin sagt:

        Ich habe mich verschrieben. Ich wollte natürlich sagen, dass moderne Frauen in dem Verständnis aufgewachsen sind, dass sie jeden Beruf lernen und ausüben können. Mit dieser Prämisse sind sie nachher auch die Elternschaft angegangen und mussten feststellen, dass hier diese Entwicklung noch nicht stattgefunden hat.

      • Hans Hasler sagt:

        Da scheint ein Problem bei der modernen Frau zu existieren. Die moderne Frau hat offensichtlich sämtliche Bodenhaftung verloren.
        Niemand kann einfach so jeden Beruf lernen und ausüben. Auch der Mann nicht. Dafür braucht es auch Begabung, Einsatzwille und eine gehörige Portion Glück. Von nichts kommt nichts. Egal wie hoch die Anspruchhaltung oder der Machbarkeitswahn ist.

      • Martin Frey sagt:

        „Mit dieser Prämisse sind sie nachher auch die Elternschaft angegangen und mussten feststellen, dass hier diese Entwicklung noch nicht stattgefunden hat.“
        Dann ist das aber ein Problem der Paarbeziehung, der Abmachungen, und der Einhaltung dessen, was man sich vornimmt bevor man Eltern wird. Und das, Karin, hat vorab mit dem Geschlecht nichts zu tun. Ich halte es hochgradig für falsch, daraus irgendwelche „gesellschaftliche Zwänge“ zu konstruieren, oder solche zumindest zu suggerieren, die einem davon abhalten, das zu tun, was man möchte.

    • Homer Simpson sagt:

      Das könnte auch daran liegen, dass sich das Kinderkriegen an sich (und die damit notwendigerweise einhergehenden Veränderungen) seit den 50ern nicht verändert hat.

    • Richi sagt:

      Doch, diese Entwicklung hat stattgefunden, einfach ohne Karin. Allerdings darf man natürlich auch nicht an das Märchen der hyperinteressanten Teilzeitstelle mit Verantwortung, Perspektive und hohem Salär glauben, die einem selbstverständlich ohne eigenes Zutun einfach so angeboten wird. Da könnten Sie auch Lotto spielen. Pauschal jetzt der rückständigen Gesellschaft schuld geben an seiner eigenen Situation finde ich billig, diese Haltung entspricht ja zudem exakt dem Selbstverständnis der Frauen in den 50er.

  • Muttis Liebling sagt:

    Teilzeitarbeit ist von allen schlechten Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie die schlechteste. Hätte ich jemals in meinem Leben Teilzeit gearbeitet, würde ich das zum Tod als verlorene Lebenszeit beklagen. Wenn es zum Äussersten im Konflikt Beruf – Familie kommt, dann würde ich ohne mit der Wimper zu zucken die Familie aufgeben.

    Aber der scheinbare Konflikt zwischen Beruf und Familie ist kein objektiver, sondern ein selbstgemachter, selbstverschuldeter. Den kann man einfachsten Mitteln entgehen. Es ist immer möglich, dass beide Elternteile ein ganzes Leben lang 100% erwerbstätig sind, falls die das wollen.

    • Asouka sagt:

      Wow!!!

    • Tofa Tula sagt:

      Es gibt zumindest ein Land, wo die Zeit uebers Wochenende oder sonstige Feiertage vom Mann beim Zusammensitzen mit Arbeitskollegen als „Family Service“ bezeichnet und auch als solcher empfunden wird. Das schreibe ich mal ganz wertefrei.
      P.S.: Die Praesenz am Arbeitsplatz ist dementsprechend (taeglich zwoelf und mehr Stunden).
      Funktioniert nur, wenn die Frau zuhause den ganzen „Mann“ stellt, was sie auch tut, inklusive Verwaltung der Finanzen und selbstverstaendlich die Erziehung der Kinder. Ein verantwortungsvoller Job.

  • Röschu sagt:

    Eine Studie nimmt keine Rücksicht auf Einzelfälle, sondern zeigt eine grobe Übersicht über die Gesamtsituation der daran Teilnehmenden. Frau Krähenbühl macht meiner Meinung nach einen typischen Fehler indem sie aufgrund ihrer eigenen Situation darauf schliesst, dass alle anderen genau gleich denken und funktionieren sollten.

    • Jänu sagt:

      Ja, Röschu, das ist genau so. Darum sollte sie nicht gegen die Männer oder Studie schiessen, sondern gegen ihr eigenes Geschlecht. Denn es ist ja dieses, dass sich mehrheitlich so verhält. Aber das geht einfach nicht, es sind eigentlich immer die anderen verantwortlich oder schuld, nie die Frauen selber. Es ist die perfektionierte Opferrolle. Wie bequem!

  • Martin Frey sagt:

    /Wenn Sie Teilzeitjobs nicht glücklich machen, dann ändern Sie es. Wenn Ihre Lebenszufriedenheitsskala momentan wegen Ihrer Situation bei 0 liegt, dann machen Sie bitte nicht die Gesellschaft dafür verantwortlich (fehlt nur noch: das Patriarchat…)
    Auch viele andere möchten mehr vom Leben, wir alle haben solche Tage zum vergessen. Aber mir stinkts, wenn es einmal nicht um das Glück der modernen Frau, sondern AUCH um das des Vaters geht, dass die Resultate nicht nur elegant vom Tisch gewischt werden („…wage ich die Validität solcher Studien zu bezweifeln“) ohne dies irgendwie näher zu begründen, sondern dass offenbar genau dieser Umstand zu stinken scheint.
    OT-Preisfrage: wenn 3/4 der Frauen die Stelle ergreifen, die ihnen 20% weniger Lohn einbringt, wessen Schuld ist das?

  • Röschu sagt:

    „So gibt sie sich grosse Mühe, 60% zu arbeiten und 100% verfügbar zu sein, um, trotz Kindern, 100% ernst genommen zu werden.“
    Sorry, aber diese Freundin ist einfach nur doof, mMn. Sie arbeitet 100% für 60% Lohn.

    • Karin sagt:

      Nein, diese Freundin ist nicht doof. Sie ebnet den Weg für andere Frauen. Sie zeigt den Chefs, dass man auch als Mutter den Job ernst nimmt und hilft somit dieses gesellschaftliche Bild zu revidieren, nachdem Frauen, wenn sie erstmal ein Kind geboren haben, kein Interesse mehr auf Erwerbstätigkeit haben.

      • Röschu sagt:

        Die Freundin verkauft sich unter Wert. Ich bezweifle daher, ob sie als gutes Beispiel für andere Frauen taugt.

      • Karin sagt:

        @Röschu
        Unterschätzen Sie die Vorbild-Wirkung solch einer Frau nicht. Für uns Frauen und für viele ChefInnen ist es enorm wichtig zu sehen, dass eine Mutterschaft nicht zwangsläufig bedeutet, dass eine Frau aus dem Erwerbsleben scheidet. Meine Freundin war so eine Wegbereiterin in den 80er Jahren. Sie war die erste Frau in der Firma, die trotz Kind weitergearbeitet hat. Sie hat allen gezeigt, dass es funktionieren kann und seit dem hat nie wieder eine Frau in unserer Firma ihren Job aufgrund der Mutterschaft gekündigt. Sie musste aber einiges auf sich nehmen.

    • Martin Frey sagt:

      Ich würde es vielleicht anders formulieren, Röschu, aber ganz ernst nehmen kann man so etwas wirklich nicht.

    • Markus Petersen sagt:

      Das beste ist, dass Frauen sich im nächsten Artikel dann wieder darüber beklagen, weniger zu verdienen als Männer – während man hier genüsslich nachlesen kann, dass offenbar eine „Freundin“ der Autorin 40% gratis arbeitet, damit man im Büro nicht schlecht von ihr denkt. Wow.

    • Röschu sagt:

      @Karin
      Das mag ja alles stimmen. Nur: Sind sie denn nicht auch der Meinung, dass die Freundin für ihren 100%-prozentigen Einsatz zu 100% entlohnt werden sollte?

      • Karin sagt:

        @Röschu
        Also ich habe das so verstanden, dass die Freundin nur zu 60% angestellt ist und auch nicht mehr als 60% arbeitet. Sie verzichtet ja lediglich auf die Abwesenheitsmeldung bei den Mails, damit niemand merkt, dass sie nur 60% arbeitet und damit denkt, dass sie NUR Teilzeitarbeitende ist. Das ist in meinen Augen das gleiche, wie dass ich keine Kinderfotos bei mir auf den Bürotisch stelle, damit niemand denkt, aha, einen Mutter, die ist mit dem Kopf sicher bei den Kindern und nicht bei der Arbeit.

      • Martin Frey sagt:

        Mit Verlaub, aber der Wortlaut ging so:
        „So gibt sie sich grosse Mühe, 60% zu arbeiten und 100% verfügbar zu sein, um, trotz Kindern, 100% ernst genommen zu werden“
        So gesehen ist das die „perfekte Mitarbeiterin“. 😉 100% verfügbar zu sein bedeutet nicht „keine Abwesenheitsmeldung“. Sondern eben verfügbar. Was im besten Fall firmenintern belächelt werden wird. Ob so jemand aber mehr respektiert wird (was ja seltsamerweise die Hauptmotivation zu sein scheint) wage ich zu bezweifeln.
        Ich glaube eher, dass Leute, die ihr Teilzeitpensum mit Souveränität zu erfüllen wissen und beweisen können, trotzdem anspruchsvolle Jobs in dieser Zeit hervorragend zu machen, zum Rollenmodell taugen. Aber sicher nicht jemand, der sich unter dem Wert verkauft, um „100% ernst genommen zu werden“.

  • Martin Frey sagt:

    Mir stinkts, wenn endlich mal belastbare Untersuchungen zu einem dogmatisch vergifteten Thema vorliegen, darauf tunlichst nicht eingegangen wird, die eigene momentane Befindlichkeit aber als Gradmesser herhalten muss. Bei allem Verständnis für erstgebärende Mütter mit einem Säugling und ihre Situation. Ja, es ist schwierig, es ist oft kein Honiglecken, und keine Postkartenidylle à la Kate. Aber mir stinkts gewaltig, wenn hier ganz viele Dinge vermengt und teils behauptet werden, die damit nichts zu tun haben. Mit Verlaub, die Mutterrolle mag Sie nicht erfüllen, andere aber schon. Einzelbeispiele belegen nie Thesen. Und nein, zu behaupten, dass „Frauen ständig gegen ihren Willen aus der Erwerbsarbeit hinaus- und in die Familienarbeit hineingedrängt werden“ ist hanebüchen.

    • Kathy sagt:

      Seh ich aber oft. Nur sind diese Frauen meist selber schuld, sie haben einen Partner gewählt, „der ja schon gern reduzieren würde, aber bei dem es halt einfach nicht möglich ist zur Zeit. Und das Kind Vollzeit abschieben möchten wir halt nicht.“

      • Martin Frey sagt:

        Das stimmt sicher, Kathy, aber das umgekehrte gibt es wohl mindestens so oft. Sprich die Mutter die ihren Mutterschaftsurlaub verlängert, gar kündigt, oder das Pensum reduziert „weil sie es sich mit dem Baby nun doch nicht anders vorstellen kann. “
        Und am Schluss haben sich alle die Rollen mit den Pensen ausgesucht, die ihnen (hoffentlich) zusagen. Nur sollte man sich selber gegenüber so ehrlich sein, und nicht anderen irgendwelche Schuld in die Schuhe schieben. Das hat eben auch mit Erwachsensein/Elternsein zu tun, wir wollen ja schliesslich für den Nachwuchs ein gutes Vorbild abgeben. Meine ich zumindest.

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