Meins ist länger als deins

Ob Gewicht oder Schlafverhalten, Babyvergleiche gehören offenbar zum Elternalltag. (Foto: iStock)

Ein klebriger Sommermorgen in Zürich, kurz nach zehn. Ich habe es mit Ach und Krach und Kind aus dem Haus geschafft, um es bei der Elternberatung um die Ecke wägen zu lassen. Jetzt sitze ich auf der plastifizierten Krabbeldecke, und das Kind liegt neben mir auf dem Bauch. Es stemmt sich immer wieder auf seinen Ärmchen hoch und mustert die Umgebung. Nach und nach treffen andere Mütter mit ihren Kindern ein.

Ich (flötend, mit einer Rassel vor der Kindernase rasselnd): «Ja, suuuuper machst du das, huiii, so stark bist du schon, läck.»

Auftritt: Mutter 2 und Kind 2

Mutter 2 umkreist mit Kind 2 auf dem Arm die plastifizierte Krabbeldecke. Ich lächle ihr zu, schiebe das Kind ein bisschen zur Seite und rassle weiter.

Ich: Uiii, schau, jetzt kommt ein anderes Kind! Jetzt könnt ihr zusammen spielen!

Das Kind stemmt sich immer noch angestrengt hoch und sabbert. Kind 2 wird jetzt neben das Kind gelegt und macht grosse Augen.

Mutter 2: Heiii, das ist aber auch ganz ein Waches, hä! Das schaut aber auch ganz fest in der Gegend herum, gell! (zum Kind) Jaaaa, gell, tust ganz fest schauen, was da passiert, gell! (zu mir) Wie es das Köpfchen schon halten kann! Ganz gut! Wie alt ist es denn?

Ich: Dreieinhalb Monate.

Mutter 2: Waaaaaas? Und schon so gross! Heieiei. Meins ist fünfeinhalb Monate. (zu Kind 2) Ja gell, fünfeinhalb Monate alt bist du! Auch ein Langes bist du, gell!

So geht das noch eine Weile hin und her. Bald weiss ich, wie schwer Kind 2 ist und wie schwer es bei der Geburt war und dass es sich schon ganz flott drehen und wenden kann. Mein Blick wandert zwischen dem Kind und Kind 2 hin und her: Kind 2 hat ja viel grössere Füsse! Sind die Füsse des Kindes etwa zu klein? Und was ist mit dem Kopf?

Von der Altersfrage zum Babyvergleich

Liegen zwei Kinder nämlich zum ersten Mal nebeneinander – spielen können sie anfangs ja eh noch nicht, alles nur ein Vorwand! –, sind die Bedingungen nach der obligaten Altersfrage optimal für einen ausführlichen Babyvergleich:

Welches ist schwerer, welches ist länger? Wo liegts denn auf der Perzentilenkurve? Welches hat die dickeren Backen, die saftigeren Schenkel? Auf welchem Schädel spriesst das vollere Haar, wo krustet der Milchschorf arger? Und was ist mit der flachen Stelle am Hinterkopf vom vielen Liegen? Was, da gibt es sogar ein Kissen, das das Babybirnchen schön rund bleiben lassen soll?

Sind die physiologischen Grunddaten erfasst und innerlich schön sauber abgeglichen, geht es in die nächste Runde: Trink- und Schlafverhalten sowie allgemeines Betragen: Wie lange trinkt es pro Mahlzeit? An einer Brust oder an zwei Brüsten? Und einschlafen tut es gut? Im Tragi oder im Kinderwagen? Oder kann man es gar einfach irgendwo ablegen? Wie oft kommt es noch in der Nacht? Oder schläft es etwa schon durch?

Tja, immer diese Vergleichseltern

Der Babyvergleich gipfelt im – wenigstens stillen – Bilanzziehen über die erhobenen Daten, wobei versucht wird, das eigene Baby- und Selbstbild möglichst intakt bleiben zu lassen: Das Vergleichskind trinkt besser als das eigene? Ha, dafür schläft es bestimmt schlechter. Oder es muss dauerbespasst werden. Die lassen ihm doch bestimmt viel zu wenig Ruhe, die Vergleichseltern!

Mutter 2 reisst mich aus meinen Gedanken.

Mutter 2: (Zum Kind) So, jetzt gehen wir heim, Zmittag machen, gell! Du kannst das nächste Mal wieder spielen!

Ja, die armen Kinder, denke ich. Sie wollen doch nur spielen.

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28 Kommentare zu «Meins ist länger als deins»

  • Verticalsandy sagt:

    Manchmal möchte man ja vielleicht einfach gleichgesinnte finden, und fragen, wie die das so handhaben. Man muss den „Vergleich“ nicht gewinnen.
    Ich war zwar nie in der Mütterberatung, habe mich aber immer gerne mit Müttern die Kinder im gleichen Alter haben ausgetauscht.
    Man findet so raus, was man nachahmen möchte, kommt auf neue Ideen und hört am Schluss dann doch einfach auf den Mutterinstinkt und das eigene Kind.
    Die wichtigen Fragen habe ich immer an die Kinderärztin, die Hebamme und meine beste Freundin gestellt.

  • Gustav Wirth sagt:

    Meine Damen

    Danke für diese meist sehr geerdeten Komentare.
    Mal eine wirklich lesenwerte Diskusion.

    Gustav

  • maia sagt:

    Ich sehe in dem Gespräch nichts von „negativem“ Vergleich – also in der Richtung meins ist besser als deins. Sondern schlicht und einfach ein Plauderei über ein gemeinsames Thema. Mutter 2 fängt ein unverfängliches Gespräch an. In der Elternberatung (wer spricht denn noch von „Mütter!beratung“) logisch, dass das Thema die Kinder sind. Wohin so ein Gespräch führt weiss man zu Beginn ja meisst nicht. Wenn einem der Austausch mit anderen Menschen auf den Wecker geht, bleibt man am besten zu Hause.

  • Denkanstoss sagt:

    Ich habe noch nie eines dieser gespräche als vergleich der kinder verstanden oder konkurrenz zwischen den eltern. Man tauscht sich halt einfach über die erfahrungen aus, nimmt vielleicht etwas anteil an den anderen, nimmt kontakt auf zu anderen in einer ähnlichen situation.
    Wie wollen sie denn sonst mit neuen leuten kontakt aufnehmen, frau krähenbühl? Machen sie einen vorschlag!
    Wenn sie lieber dasitzen wollen & nicht mit den anderen eltern sprechen, dann tun sie das doch!
    Vielleicht verkennen sie einfach nettgemeinte kontaktangebote.
    Bei smalltalk übers wetter könnte man gleich negativ reagieren…

  • Zaucker sagt:

    Ich denke, diese Vergleicherei kommt davon, dass sie außer einem Baby mit der anderen Person nichts verbindet und sich somit der Gesprächsstoff darauf konzentriert (so wie sonst aufs Wetter). Da die Hauptbeschäftigung in den letzten Monaten vermutlich auch das Baby war, ist auch der Horizont im Moment nicht sehr weit. Was tun sie, wenn sie mit jemandem in derselben Firma arbeiten, sie aber sonst nichts mit dieser Person gemein haben? Vermutlich reden sie übers Geschäft und die Arbeit. Weshalb soll es nun anders sein?

  • Stefan W. sagt:

    Vermutlich will man einfach plaudern, und das auf der Hand liegende gemeinsame Thema ist das Kind. Und da dieses andererseits meist noch keine so spannende Biographie hat (Wäre zumindest zu hoffen), bleibt halt Grösse, Gewicht und Köpfchen heben. Natürlich könnten die Mütter auch über die neuesten SUV-Modelle sprechen, in denen sie ihre Kinder transportieren, und schauen, wer da den Grössten hat. Aber wäre das so viel besser?
    Zusätzlich, denke, geht es auch darum, dass man sich vor allem beim ersten Kind immer wieder vergewissern will, dass alles in Ordnung ist, dass andere sich ähnlich entwickeln etc. Beim zweiten Kind ist dieser Drang schon viel kleiner, und oft geht man dann ja auch gar nicht mehr viel zur Mütterberatung.

  • Maura Hanley sagt:

    Herrlicher Kommentar – musste darob laut lachen und erinnere mich, vor Jahrzehnten! Es gibt Dinge, die nicht aussterben, gottseidank! Danke für Ihren Comment!

  • Reincarnation of XY sagt:

    ich störe mich nur an Vergleichen wenn ich verunsichert bin, mangelndes Selbstwertgefühl habe oder unzufrieden mit mir selbst bin

    Vergleiche können auch schön sein, weil sie die Vielfalt und den Reichtum aufzeigen. Ich spiele Geige – du Schlagzeug. Ich tanze Ballet, du spielst Fussball. Es ist interessant und spannend zu vergleichen, wenn man eine positive Wertschätzung hat.

    Aber wenn einem das fehlt – für sich selbst und für andere – ja dann ist es nur mühsam.

  • Mama sagt:

    Im Mutterschaftsurlaub ist das Kind nunmal Zentrum des Alltags und daher auch Gesprächsthema Nummer 1. Mit Nicht-Mamas kann man schlecht über das nächtliche Stillen plaudern – da braucht es andere Mamis dazu. Klar wird dannn auch verglichen. Das heisst aber nicht, dass es wertend sein muss. Wenn Felixli 300g schwerer ist als mein Kind heisst das noch lange nicht, dass Felixli das „bessere Kind“ ist. Aber vielleicht tut es mir auch mal gut zu hören, dass auch ein anderes Kind in der Nacht 3x aufwacht. Im Kern ist es einfach schön zu sehen, dass auch andere Mamis ähnliche Erfahrungen machen wie ich. Wer dabei einen wertenden Vergleich sieht ist selber schuld.

    • Lucia sagt:

      Nein braucht es nicht. Zumindest nicht in meinen Augen.
      Ich bin selbst Mutter und mache einen riesigen Bogen um andere Mütter, weil ich mit solchen Gesprächen nichts anfangen kann und fremde Kinder für mich das uninteressanteste ist, was es gibt. Erfahrungen von Mama 1, 2 und 3 helfen mir nicht weiter.
      Wenn ich explizit etwas wissen möchte, dann rufe ich den Kinderarzt an oder mache mich via Internet und/oder Bücher schlau.

      • tina sagt:

        auch das wird immer so negativ dargestellt, als ob man viel cooler wäre, wenn man sich nicht für fremde kinder interessiert.
        wenn du dich für irgendwas interessierst, dann ist der austausch mit anderen, die sich für das thema interessieren, das was man bei berufen fachsimpeln nennt. manche fragen stellt man sich doch gar nicht und staunt, dass man noch nicht auf diese geniale idee gekommen ist. das hat man nur, wenn man offen ist und sich gern austauscht.
        natürlich ist es nicht pflicht, sich gern mit anderen auszutauschen, aber ich finds überhaupt nicht erstrebenswert, das nicht zu machen.
        sich mit fremden über gemeinsame interessen auszutauschen halte ich nunmal für extrem bereichernd. egal um welches thema es geht

      • Lucia sagt:

        Tina… du schon. Ich nicht. Dafür habe ich meine Freundinnen. Auch diese sind Mamas. Aber Fremde? Nö, nichts für mich.

      • mila sagt:

        Das Spannende an fremden Müttern ist, dass sie vieles mitunter völlig anders machen, als der vertraute Freundinnenkreis. Ich muss es auch nicht immer haben, aber die Einblicke (in Krabbelgruppen zB) fand ich bisweilen doch horizonterweiternd. Oder auch einfach mal nur solidarisch-ermutigend, weil man ja im selben Boot sitzt.

      • maia sagt:

        @Lucia: Vielleicht würden aber Ihre Erfahrungen Mamma 1,2 und 3 weiterhelfen! Sie scheinen ja eine extrem erfahren Mutter zu sein.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Warum den Kontakt zu anderen Mamis meiden und nur den Kontakt zu bestehenden Freundinnen pflegen? Es geht doch beides! Aus den ursprünglich fremden Eltern mit den ach so öden, uninteressanten Kindern können mit der Zeit vertraute Bekannte werden. Es müssen ja nicht zwingend enge, beste Freundschaften werden. Ich schätze den Kontakt zu einigen Müttern aus Kita/Schule. Diese Kontakte sind nicht nur bereichernd, sondern auch horizonterweiternd, da wir zwar die ähnlichen bis gleichen Themas haben, dafür aber andere Ansichten und Meinungen. Sich auf “fremde” Eltern einzulassen bedarf Offenheit und Toleranz und bedingt, vom hohen Ross runterzukommen, nicht nur seine eigene Meinung gelten zu lassen und nicht besserwisserisch, überheblich aufzutreten. Es lohnt sich, vesuchen Sie es :)! Viel Glück!

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Ein bisschen Small-talk ist doch nett. Vielleicht gehören Sie auch zu den Schweizern die mit leuchtenden Augen aus dem Urlaub nach Hause kommen wie herzlich die Menschen in XY gewesen seien, aber zurück in der CH sind Sie sich zu fein mit Unbekannten ein paar Worte auszutauschen. Wir zumindest haben über die Kinder ein paar Freunde dazugewonnen. Auch Sie könnten Ihren offenbar etwas statischen Freundschaftskreis erweitern wenn Sie offener durchs Leben wandern würden.

  • Maike sagt:

    Vergleiche sind ein integraler Bestandteil des menschlichen Lebens. Kaum ein Tag geht vorüber, wo man / frau nicht versucht, das Selbstwertgefühl durch einen Vergleich zu steigern, aus dem man / frau als GewinnerIn hervorgeht.
    Mein Baby ist hübscher, mein Auto ist schneller, meine Frau ist hübscher, mein Mann verdient mehr, mein Sohn ist Klassenbester, meine Tochter bekommt ein Stipendium, meine Fussballmannschaft ist bei der WM weiter gekommen als Deine usw. Und wir sollen die Krone der Schöpfung sein ? Im übrigen ist das auch schon wieder so ein Vergleich…..

    • tina sagt:

      das ist doch gar nicht so negativ. wenn man sich nicht freuen darf, dass etwas gut ist, was willst du dann vom leben? krampfhaft versuchen sich gefühlsmässig im neutralen bereich zu halten? ja keine gefühlsschwankungen, nie hässig sein, nie laut werden, auch nicht zu fest lachen, sich nicht freuen, kein wettbewerb. so eine neutrale art von zufriedenheit? na dann viel spass … ah nein, das ist zu wenig neutral ;-).
      ja, dann hat man halt die goldmedaille für das längere baby gewonnen in dieser woche.
      ich bin befürworterin von vergleichen und bewertungen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Vergleiche sind integral, aber nicht ordinal oder metrisch skaliert, wenn die Vergleichsobjekte das von sich aus nicht sind. Meine Frau war hübscher als die meines besten Freundes. Aber der sagt, seine Frau war hübscher und beide haben wir recht.

      Das kann man beliebig fortsetzen. Es gibt weder eine optimale, oder auch nur sicher bessere als andere, Ernährung, Lebensweise. Es gibt nicht das glücklichste Volk, die sehenswerteste Stadt, die beste Universität.

      Wenn etwas nicht von sich aus metrisch oder ordina skaliert ist und man sich eine eigene Ranking- Skala ausdenken muss, ist das Besser- oder Schlechtersein ein freies Produkt der Phantasie.

      Totale Zeitverschwendung, wenn nicht peinlich, sobald man mit derart konfusen Bewertungen an die Öffentlichkeit geht.

      • tina sagt:

        ML: die vergleiche macht man eigentlich nicht wirklich um zu gewinnen. es geht eher um feststellung von bandbreite.
        (ja gut „meine freundin ist hübscher als deine“ passt nicht in das schema, aber es ist auch nicth diese art von vergleich, die mütter machen wenn sie über ihre babies sprechen)

      • Muttis Liebling sagt:

        @tina

        Mich interessiert an dem Thema mehr, ob es wirklich in der Natur des Menschen liegt, sich zu vergleichen, oder ob das induziertes Sozialverhalten, welches nur unter bestimmten Rahmenbedingungen auftaucht. Es wird ständig erzählt, alle Böse, oder Notwendige, Kriege und Handel wären naturgegeben. Ich glaube das nicht.

        Ich halte Wettbewerb jenseits von Spielsituationen wie Sport oder Musik für extrem schädlich und habe immer darauf geachtet, dass meine Kinder sich in so etwas nicht reinziehen lassen. Das ist auch gelungen und die Enkel werden auch so erzogen.

        In der Schule Beste sein zu wollen, wird nicht unterstützt. Das wird entweder ignoriert, oder wenn es Formen annimmt, sanktioniert. Wir erziehen nicht auf (Arbeits-) Markt, auf ökonomische Fremdbewertung, hin.

  • Muttis Liebling sagt:

    Die Ökonomisierung aller Lebensbereiche hat längst auch den letzten Hort der Privatheit, die Familie, erreicht. Heute mag es eigenartig klingen, aber die Idee, Unvergleichbares auf einer Besser- Schlechter- Skala zu messen, ist ziemlich neu. Erst musste man auf die Idee kommen, Anderssein so zu vergleichen, wie man es für Dinge macht, die ein Mass haben.

    2 Geld ist besser als 1 Geld, aber ein Mensch ist immer nur anders als alle anderen. Der Unterschied zwischen Menschen und Automobilen ist, dass es unter all den 60 Mrd. die bisher lebten, nie zwei gab, die gleich waren. Das wird sich auch ein Zukunft nicht ändern. Besser oder schlechter kann man Menschen nur markieren, wenn man sich einen äusseren Massstab ausdenkt. Bei Autos gibt es naheliegende Kriterien, bei Menschen nicht.

  • mira sagt:

    Alternativ hätte man sich auch anschweigen können. Oder über die WM reden. Oder noch schlimmer: über die Wirtschaft und Politik. Da ist doch harmloses Babytalk am einfachsten, unverfänglichsten und am friedlichsten. Jeder kann was „Sinnvolles“ zur Diskussion beitragen und am Ende weiss man mehr über die Entwicklungsspannbreite von Babies. Ist doch abslut in Ordnung!

    Irgendwann sind die Kinder dann so gross, dass man nicht mehr mit fremden Leuten über sie redet (zu intim, zu persönlich, zu peinlich ). Die Schule / die Lehrer / das Schulsystem eignet sich dann als Ersatzthema, bei dem jeder mitreden kann.

    • Karin Keller sagt:

      Wieso „Oder noch schlimmer: über die Wirtschaft und Politik.“? Das fände ich persönlich viel spannender!

      • Mina Peter sagt:

        Ja, das wäre sicher spannender. Aber sprechen Sie mit wildfremden Menschen an der Bushaltestelle plötzlich über Politik und Wirtschaft? Tun Sie nicht, weil die Anknüpfung fehlt. Bei Baby-Eltern ist der gemeinsame Nenner einfach. Das aufgezeichnete Gespräch ist lustig, aber komplett harmlos. Ein ganz normaler sozialer Austausch von Neu-Eltern. Machen Hündeler auch. Und wenn sich zwei Elternteile auch ausserhalb der Babywelt etwas zu sagen haben, dann haben sie einen neuen Freund gewonnen. Ist doch wunderbar.

  • nowhere sagt:

    Vergleiche stören einen nur, wenn man selbst immer neidisch auf andere schaut.

    Werdet doch etwas lockerer!
    Natürlich vergleicht jeder, jeder möchte wissen, wie das Kind in der Entwicklung steht, man weiss das ja nicht von Natur aus. Das heisst doch nicht, dass man auf andere herunter schaut, wenn das andere Kind etwas noch nicht kann, es braucht vielleicht noch Zeit. Aber man darf sich doch freuen, wenn das eigenen Kind etwas gut kann. Bei anderen Dingen ist es vielleicht umgekehrt.
    Kinder sind über die vielen Jahren sehr anstrengend, es gibt viele Punkte an denen man nicht weiter weiss, das muss man halt akzeptieren. Umso mehr soll man sich doch freuen, wenn es auch Zeiten gibt, in denen alles einfach klappt. Und das darf man doch auch öffentlich äussern und sich nicht verstecken.

  • Colisa sagt:

    Es geht nicht ums Vergleichen. Menschen sind soziale Wesen und haben das Bedürfnis sich auszutauschen und zu kommunizieren. Im der Mütterberatung liegt es nahe, über die Elternschaft und das Kind zu sprechen anstelle von Weltpolitik oder WM.

  • Doris sagt:

    Witzige Beobachtung der Autorin. Dieser Drang zum Vergleichen war immer und wiederholt sich seit Generationen. Nachher wird jedes dieser kleinen schnusigen Wesen ein einmaliges und individuelles Wesen, ob gross, klein, dick oder dünn. Und dann es ist genau richtig, so wie es ist.

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