Schluss mit Kuckuckskindern

Je früher, desto besser: Papa hat ein Recht auf Gewissheit – und die Wahrheit. (Foto: iStock)

Stellen Sie sich mal vor: Sie gebären im Spital ein Baby und nehmen es nach ein paar Tagen nach Hause. Jahre später erfahren Sie, dass das Kind biologisch nicht mit ihnen verwandt ist. Es wurde nach der Geburt vertauscht. Ein Schock, der das ganze Leben auf den Kopf stellt. So ähnlich geht es wohl Vätern, die erfahren, dass sie ein Kuckuckskind ins Nest gelegt bekommen haben.

Im Gegensatz zu uns Müttern können sich Väter nie ganz sicher sein, ob ihr Kind auch wirklich ihr Kind ist. Die Journalistin Claudia Blumer hat am Beispiel eines Scheinvaters – sie nennt ihn Christoph Balmer – in einem Artikel gut aufgezeigt, wo das Problem liegt. Kurz: Will Mann die biologische Vaterschaft abklären, braucht er die Erlaubnis der Mutter. Bestellt er heimlich einen Gentest im Internet und nimmt vom Kindchen eine Speichelprobe, drohen ihm bis zu drei Jahre Haft. Will er die Vaterschaft anfechten, ist das in der Regel nur möglich, wenn das Kind jünger als sechs Jahre alt ist.

Nach der Geburt testen

Ich kann zwar kaum glauben, dass 4 bis 7 Prozent der Kinder vom Kuckuck sein sollen. Schliesslich gibt es gute Verhütungsmittel. Und einem Mann ein fremdes Kind unterzujubeln, ist selbst für die dreisteste Frau ein Stress, den sie sich wohl nicht mit Absicht antut. Dennoch: Auch wenn nur eins von hundert Kindern vom Kuckuck statt vom Storch kommt, sollten Väter ein Recht auf Gewissheit haben. Es kann nicht sein, dass ein Mann die Einwilligung seiner Frau braucht, um herauszufinden, ob bei der Zeugung des Kindes ein anderer Mann im Spiel, beziehungsweise im Bett war.

Ein Vaterschaftstest sollte automatisch nach der Geburt erfolgen. Der Test müsste obligatorisch sein – ausser Vater und Mutter lehnen die Abklärung gemeinsam ab. Der Zeitpunkt für schlechte Nachrichten ist zwar nach einer Geburt denkbar ungünstig. Optimal wäre ein Vaterschaftstest kurz nach dem Schwangerschaftstest, also noch im ersten Drittel der Schwangerschaft. Aber eine solche Untersuchung erfordert eine Gewebeprobe der Plazenta – das ist aufwendig und riskant.

Betrogene Kuckuckskinder

Wenn ich als Mutter nichts zu verbergen habe, kann ich auch nichts gegen einen Vaterschaftstest nach der Geburt haben. Für Väter bedeutet der obligatorische Test Gewissheit. Für Mütter könnte er als Warnschild dienen: Es wäre schwieriger, einem Mann ein Kind unterzujubeln. Ich verstehe sowieso nicht, wie man das machen kann. Ein Kuckuckskind zu gebären, ist Betrug. Betrug am Scheinvater, der nicht der biologische Vater ist. Betrug am Erzeuger, der vielleicht nichts von seinem Kind weiss. Und vor allem auch Betrug am Kind, das ein Recht darauf hat, zu wissen, woher es kommt.

Ein obligatorischer Test nach der Geburt würde auch spätere Vaterschaftsklagen reduzieren. Mann erfährt die Wahrheit besser früh – und kann dann entscheiden, wie man damit umgehen will. Heute sind Vaterschaftsklagen in der Regel möglich, solange das Kind jünger als sechs Jahre alt ist. Ich finde späte Vaterschaftsabklärungen eine heikle Sache. Vielleicht ist es für den Vater wichtig, auch nach Jahren endlich Gewissheit zu haben. Doch was geschieht seelisch mit einem Kind, das mit vier oder acht oder zwölf Jahren erfährt, dass der Papi gar nicht der Papi ist?

Böse Frau, liebes Geld

Zwei Dinge stören mich an der Debatte um die Kuckuckskinder. Erstens das Bild der hinterhältigen Frau. Ja, es gibt Kuckuckskinder. Die machen die Frauen aber nicht alleine. Dazu braucht es einen Kuckuck, der mit der Frau ins Bett steigt, ohne zu verhüten. Und damit bewusst das Risiko eingeht, dass ein Kind gezeugt wird. Damit verhält er sich ebenso verwerflich wie die Frau, die dieses Kind unter die Fittiche des Scheinvaters legt.

Übrigens haben nicht nur Väter ein Interesse daran, über ihre Kinder genau Bescheid zu wissen. Auch als Mutter möchte ich wissen, ob sich mein Mann auch noch in anderen Nestern reproduziert hat. Zweitens stört es mich, dass es bei der Diskussion vor allem ums Geld geht. Die Väter wollen auf keinen Fall für ein Kind zahlen, das ein anderer gemacht hat. Das Loch im Portemonnaie ist offenbar beängstigender als das emotionale Loch, in das man nach einer solchen Entdeckung fällt.

Wer gekuckuckt hat, zahlt!

Ist das Kuckuckskind – wie in Blumers Beispiel – ein Einzelkind, könnte man sich einfach von der untreuen Frau verabschieden und samt Portemonnaie aus dem Leben von Mutter und Kind verschwinden. Aber was ist, wenn zum Beispiel in einer Ehe nach zwei leiblichen Kindern ein Kuckuckskind geboren wird?

Die Finanzen scheinen mir hier das kleinste Problem zu sein. Auch dem Staat geht es offensichtlich vor allem ums Geld: Wenn kein Papi da ist, der das Kind durchfüttert, zahlt womöglich Vater Staat. Um das zu vermeiden, gilt einfach automatisch der Ehemann als Vater. Ich wäre dafür, denjenigen Mann zur Kasse zu bitten, der das Kind gezeugt hat. Die Mutter wird in der Regel wissen, mit wem sie gekuckuckt hat.

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262 Kommentare zu «Schluss mit Kuckuckskindern»

  • Ursula Meier sagt:

    Das Gesetz muss dringend angepasst werden. Es gibt keinen Grund, einem Vater zu verbieten seine Vaterschaft zu überprüfen. Eine Frau die den Test verweigert gibt automatisch zu, dass das Kind evtl. einen anderen Vater hat. Warum sonst sollte ich als Mutter den Test verweigern???? Diese Frage stelle ich als Mutter von zwei Kindern. Ich würde jederzeit einem Vaterschaftstest zustimmen, denn ich weiss dass mein Mann der Vater ist, es gibt keine andere Möglichkeit.
    Obligatorische Vaterschaftstest bei der Geburt schiessen aber ganz klar über das Ziel hinaus. Würden die Krankenkassenbeiträge noch mehr in die Höhe treiben ;o)).

  • Maike sagt:

    Was für eine Männergesellschaft. Da schläft der Mann mir diversen Frauen, hinterlässt ggf. weil er’s gerne ohne Gummi will, auch ein paar Kinder, aber wenn er selber ein’s untergeschoben bekommt, dann ist die Hölle los.

    • M. Jenal sagt:

      Solche Männer gibt es, klar, aber auch andere.

      Man(n) kann das selbstverständlich auch locker sehen und sich auch als nicht genetischer Vater in der Vaterrolle dem Kind annehmen. Dass die Frage, ob man genetisch verwandt ist oder nicht, auch für manche Frauen nicht so ganz banal ist, merkt man spätestens beim Thema künstlicher Befruchtung mit einer fremden Spendereizelle. Wenigstens hat da die Frau die Gewissheit und das Recht auf diese Information. Warum sollte gleiches Recht nicht auch für den Mann gelten?

    • Urs M. sagt:

      @Maike, was für eine Frauengesellschaft. Schlafen sich durch die Betten der Männer, und wenn der Mann zuhause nachfragt, ob das Kind denn auch von ihm sei, ist die Hölle los.

  • dannsen sagt:

    Speichert doch die DNA-Informationen in der Blockchain, mittels SmartContract könnten dann im Falle von Kuckuckskinder entsprechende Zahlungen vom echten Kindsvater einverlangt werden, wenn der Scheinvater nicht für das Kuckuckskind aufkommen will. So ist alles transparent, nachvollziehbar, aber doch nicht für jedermann einsehbar. Internet of Value in Vollendung. Aber denkt an die Emotionene. Dafür sind wir zum Glück noch selber verantwortlich.

  • Orwell sagt:

    … und der Staat legt sich by the way eine umfassende DNA-Datenbank von uns allen an. Die totale Überwachung lässt grüssen.

  • Carlita sagt:

    Steht dem Scheinvater und Ehemann automatisch das Sorgerecht für das Kauzchen zu?

    • Christoph Schnyder sagt:

      Ja

    • Alfred Schwarzenbach sagt:

      Es steht ihm nicht zu, sondern es ist seine Pflicht denn er ist juristisch der Vater wenn er zur Zeit der Niederkunft (nicht vermuteten Empfängnis) mit der ehrenwerten Dame verheiratet war.

  • Eufemio Bernasconi sagt:

    Der test sollte nicht freiwillig sondetn pflicht sein. Sonst will er und sir weiss warum sie nicht will und droht ihn zu verlassen falls er drauf beharrt und in der scheidung hat dann wieder der mann verloren und sie kann ihn so munter erpressen

  • Widerspenstige sagt:

    Damit es klarer wird, aus welcher Ecke das Ansinnen kommt, dass ein Vaterschaftstest ohne die Einwilligung der Mutter obligatorisch eingeführt werden sollte, hier im Link die Motion von SVP-NR Sebastian Frehner, welche vom Bundesrat im November 2014 begründet abgelehnt wurde. Darin wird explizit erwähnt:
    Der Bundesrat ist nicht gewillt, heimliche Vaterschaftstests und damit die Abklärung der Abstammung zuzulassen, ohne dass der Schutz der Interessen des betroffenen Kindes durch die Zustimmung der Mutter oder den Beizug der Kindesschutzbehörde bzw. eines eingesetzten Beistandes gewährleistet wird.
    https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20143799

    • Christoph Schnyder sagt:

      Das ist falsch, Widerspenstige. Motion Frehner ist längst Geschichte (und betraf entgegen dem was Sie hier schreiben auch keine „obligatorischen“ Tests). Der Grund für das aktuelle mediale Interesse ist die (bislang nicht erfolgreiche) Kampagne von Männer.ch, das Thema im Rahmen der aktuellen Revision des GUMG erneut anzuschauen. Männer.ch ist progressiv-linksliberal, feminismus-freundlich und bei fast allen anderen Themen mit der SVP auf Kollisionskurs. Aber netter Versuch, unbequeme Meinungen in die rechte Ecke zu stellen.

    • Lukas O. Bendel sagt:

      Widerspenstige: Sie sollten weniger Verschwörungstheorien pflegen sondern die Fakten ermitteln.
      Lange vor dem rechtskonservativen NR Frehner hat die sonst mehrheitlich frauenfreundliche, alleinerziehende Zürcher Familienrechtsprofessorin Andrea Büchler an einer Familienrechtstagung im Zürcher Kongresshaus einen obligatorischen Vaterschaftstest verlangt und gleichzeitig die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall hart bekämpft (inkl. schwacher Doktorarbeit unter ihrer Ägide)!

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Noch eine Frau, die sich für Fairness und Ehrlichkeit zwischen den Geschlechtern einsetzt. Und dies vermeintlich gegen die eigenen Interessen als Frau. Chapeau, Hoffnung keimt auf.

  • Enrico sagt:

    Ich glaube die Einführung des Textes sagt alles. Das Riesen Theater, das Frauen aufführen, wenn einmal im Spital ein Bebe vertauscht ( was sicher 100 mal weniger mal passiert, als das mit den Kuckucks Kindern) wird, zur herablassenden Haltung gegenüber den Männern Vätern beim selben Erlebniss zeigt einmal mehr die unendliche sexistische Charakterlosigkeit der Frauen.

    • 13 sagt:

      In Ihrem verblendeten Sexismus und Frauenhass übersehen Sie wichtige Punkte:
      – es besteht ein Unterschied zwischen vertauschtem Kind und Kuckuckskind: im zweiten Fall hat man ein „fremdes“ Kind, im ersten ein „fremdes“ Kind + das eigene biologische wurde weggeben! Schauen Sie sich mal die Berichte betroffener Frauen an: das zweite empfinden sie als viel einschneidender! Das ist „Theater“ sicher angebracht.
      – dieses „Theater“ veranstalten die Männer auch beim Kuckuckskind (zu recht!)
      – die meisten Frauen hier drin befürworten ja Tests! (Soviel zur angeblichen Charakterlosigkeit „der“ Frauen)

      • Max Hofer sagt:

        Wobei der Vergleich mit dem in der Maternité vertauschten Bebe insofern die Kuckucksproblematik noch verharmlost, als dass die Mutter des vertauschten Kindes ja trotzdem noch sowohl ein biologisches als auch ein soziales Kind hat, die beiden sind einfach nicht identisch. Der Kuckucksvater hingegen hat (meist) kein biologisches Kind irgendwo anders.

        Und wenn wir davon reden, dass es für Frauen besonders schlimm sei, dass das eigene Kind weggegeben worden sei – dann sollte man auch sagen, dass die Angst vor dem Kuckuckskind eine (wissenschaftlich gut dokumentierte) männliche Urangst ist, die genauso ernstgenommen werden will wie weibliche Urängste, aber für die scheinbar einigen (nicht allen!) Frauen die Sensibilität fehlt („es geht Männern ja nur ums Geld / um die Gene!“).

      • 13 sagt:

        @ Max Hofer
        Kaum jemand zeigt hier kein Verständnis für die Männer und die Angst vor dem Kuckuckskind. Wobei ich mich (vielleicht aufgrund meiner Weiblichkeit?) ebenfalls sehr gut mit dem biologischen Vater identifizieren kann, der ja um das eigene Kind gebracht wird. Von diesem wird hier für m.E., insbesondere auch von den Männern hier drin, zu wenig gesprochen. Der Vergleich hackt einfach in einigen Punkten, auch wenn er in erster Linie verlockend ist.

      • Worf sagt:

        „das eigene biologische wurde weggeben!“

        Von Frauen heißt es beim Thema Kuckuckskinder immer wieder das Männer sich nicht so anstellen sollen. Es sein doch egal von wem das Kind ist (und das man belogen und betrogen wurde).

        Als Frau die so gut wie immer weiß wer der Vater ist, ist sowas natürlich leicht zu sagen, da Frau ja nie in die Situation kommt.

      • 13 sagt:

        @ Worf
        „Von Frauen heißt es beim Thema Kuckuckskinder immer wieder das Männer sich nicht so anstellen sollen. Es sein doch egal von wem das Kind ist (und das man belogen und betrogen wurde).“

        Nein. Von den meisten Frauen (auch wenn man die Kommentare hier liest) heisst es das eben nicht! Das ist ein Vorurteil Ihrerseits, nicht anderes.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Im Tagi erscheinen immer häufiger Artikel und Beiträge im Zusammenhang mit Gleichstellungsthemen, die auch die Männerseite beleuchten. Das ist ein Fortschritt: Auf dieser Basis könnte man die verhärteten Fronten zwischen Männerbewegten und Feministinnen aufweichen und zu einem gemeinsamen Nenner finden, der die Bedürfnisse beider Geschlechter gleichermassen berücksichtigt. Ein Feminismus, der nur noch anklagt, hat genau so wenig Zukunft, wie ein Maskulismus, der alle Schuld an alten, bestehenden und neuen Ungleichgewichten zwischen den Geschlechtern alleine dem Feminismus in die Schuhe schiebt. Den Stand der Gleichstellung (einzig) an der Zahl der Frauen in Elitegremien aus Wirtschaft und Politik fest zu machen, ist falsch: Konzentrieren wir uns doch auf den Alltag, das reicht vollauf!

    • Frank sagt:

      Im Tagi ist es wenigen fortschrittlichen Frauen (im speziellen Claudia Blumer) zu verdanken, dass Männerthemen nicht verächtlich abgetan werden wie bisher.

      Es gibt allerdings altbackene Feministinnen wie M. Binswanger, die sich dagegen stemmen und das Feindbild Mann pflegen; grad gestern wieder ein Artikel, der versucht, alle engagierten Männer und Männerbewegungen als Frauenhasser abzukanzeln.

      In dem Sinne Dank an die fortschrittlichen Frauen, die helfen den männerhassenden Feminismus zu überwinden.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Also scheint sich so etwas wie echte Meinungsvielfalt beim Tagi zu etablieren.

      • Christoph Schnyder sagt:

        Das finde ich auch. Männerthemen sind in der Schweizer Presse (leider, wie so oft) ab dem Moment salonfähig geworden, wo sich auch weibliche Journalistinnen dafür eingesetzt haben. Claudia Blumer ist sicher an erster Stelle zu nennen, aber auch z.B. Seraina Kobler (ehemals NZZ). Nadia Meier, die Autorin dieses Artikels, ist mir auch schon öfter als tendenziell männerfreundlich aufgefallen (ganz im Gegensatz zu manch einer ihrer Kolleginnen hier im Mamablog), und selbst die einst stark väterrechtskritische Bettina Weber schreibt inzwischen Artikel, in denen Gleichberechtigung nicht mehr nur als Einbahnstrasse begriffen wird. Dies ist natürlich extrem wertvoll – besten Dank dafür!

    • 13 sagt:

      Hahaha, Es ist ein Fortschritt Richtung Gleichberechtigung, wenn man Frauenanliegen (wie die angemessene Vertretung) weglässt und im Gegenzug Männeranliegen ernst nimmt. Was für eine schön verpackte Heuchelei!

      • Zufferey Marcel sagt:

        Wir beide werden nie einen gemeinsamen Nenner finden, 13.

      • Christoph Schnyder sagt:

        Dass Frauenanliegen mittelfristig aus der Agenda fallen, da besteht wohl keine Gefahr. Auch wenn die Gleichstellung der Frau noch nicht überall erreicht ist: mehrere staatliche Stellen und zahlreiche private Organisationen befassen sich mit nichts anderem, das Thema ist in der Politik omnipräsent, es gibt nennenswerte staatliche Budgets dafür und sogar einen ganzen Wissenschaftszweig. Für Männeranliegen fehlt das alles weitgehend, und in grossen gesellschaftlichen Kreisen gelten sie immer noch als Teil einer frauenfeindlichen Backlash-Kultur. (Mein Lieblingsbeispiel ist immer noch der Vergleich der öffentlichen Aufmerksamkeit zur Schliessung einer Lohnlücke von 9% und demjenigen zur Schliessung einer „Obhuts“-Lücke bei Streitfällen von ca 95%.)

      • 13 sagt:

        Na, in dem Punkt sind wir uns zumindest einig 😉

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Christoph Schnyder : Bei der Lohnlücke- richtig: nicht Diskriminierung, diese müsste nämlich zuerst einmal empirisch hieb- und stichfest bewiesen werden- gibt es aus ökonometrischer Sicht noch einigen Korrekturbedarf:

        „(…) der Erklärungsanteil der Diskriminierung ist steuerbar: Je mehr lohnrelevante Erklärungsfaktoren in einer Lohngleichheitsanalyse Berücksichtigung finden, desto tiefer fällt unter sonst gleichen Bedingungen der Erklärungsanteil der Lohndiskriminierung aus. (…) Je differenzierter und detaillierter die gewählten Erklärungsfaktoren Stellen und ihre Inhaber beschreiben, desto einmaliger erscheinen diese und folglich desto seltener ist eine Ungleichbehandlung von Gleichem im Datenmaterial aufzufinden.“

        Quelle: https://bit.ly/2Jue4gq

      • Zufferey Marcel sagt:

        Ergänzend zur Lohnlücke der Faktencheck vom Tagi, der ebenfalls nicht mehr zwingend von einer Diskriminierung im bisher angenommenen Umfang reden will:

        https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/lohndiskriminierung-widerspricht-sich-sommaruga-selbst/story/14486577

        Als Nächstes können wir dann gerne noch über die Untervertretung der Frauen in politischen Gremien sprechen- und wo die Gründe für diese Untervertretung tatsächlich zu suchen sind. Kleiner Tipp: Nicht da, wo man sie bis anhin vermutet hat…

      • 13 sagt:

        @ Ch. Schnyder
        Ich habe bereits mehrfach in dieser Diskussion ausgeführt, mit welchen Alibiübungen diese Anliegen angeblich behandelt werden, wie auch beispielsweise die Aufnahme einer Bestimmung in die Verfassung, bei der es auch 40 Jahre später an Umsetzungsmassnahmen fehlt. Sehr beeindruckend ist dabei ohnehin immer wieder der Zeitablauf 30-100 Jahre, bis einem gemeldeten Anliegen auch wirklich Folge geleistet wird. Und dann wird einmal mehr um Rechtsfertigung ersucht und alles abgestritten/verleugnet, weil das was nicht untersucht werden kann auch nie stich- und hiebfest bewiesen werden kann. Drehen Sie nur kurz den Spiess um und ziehen Sie auch mal weitere Aspekte bei der Obhutsfrage dazu (Rollenverteilung während der Ehe, Einkommen, Beziehung).

      • 13 sagt:

        Und hinzu noch einen wichtigen Aspekt, dass die alternierende oder auch alleinige Obhut von sehr vielen Männern gar nicht gewollt ist. Sie werden danach sehr vermutlich weit unter die 9% kommen. Was aber keinesfalls heissen soll, dass das Anliegen nicht berechtigt ist. Das ist es durchaus. Und dieses Eingeständnis macht den Unterschied zwischen mir und anderen Feministinnen und anderen. Es wird ein System bekämpft, nicht ein Geschlecht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Hahaha, Es ist ein Fortschritt Richtung Gleichberechtigung, wenn man Frauenanliegen (wie die angemessene Vertretung) weglässt und im Gegenzug Männeranliegen ernst nimmt.“
        Der AUCH die Männerseite beleutet, hiess es doch da. Ja, es ist ein Fortschritt, wenn neben den praktisch täglichen Artikeln zu Benachteiligungen von Frauen hin und wieder auch mal ein Artikel zu „Männeranliegen“ publiziert wird. Richtiger Fortschritt wäre es allerdings erst dann, wenn die Journalisten, die sich um „Gleichberechtigung“ kümmern möchten, dieses Thema von allen Seiten aufgreifen würden, ungeachtet des Geschlechts.

      • Sportpapi sagt:

        „Drehen Sie nur kurz den Spiess um und ziehen Sie auch mal weitere Aspekte bei der Obhutsfrage dazu (Rollenverteilung während der Ehe, Einkommen, Beziehung).“
        Während der Ehe wohnt das Kind bei Vater und Mutter. Keine Frage, dass die Obhut in der Regel zur Mutter gehen muss, wenn es eine Zuteilung braucht. Aber genau das ist ja der Knackpunkt. Es gibt wenig Grund, die Kinder einem Elternteil zuzusprechen.
        Und ja, möglicherweise möchten viele Väter gar nicht die Kinder zu sich nehmen. Wobei ich die Zahlen anzweifle.
        Das ist wohl so, wie die meisten Frauen nicht Karriere machen möchten… (und doch möchtest du angemessene Verteilung erreichen!) Nur dass man es ihnen dann nicht per Gerichtsentscheid verbietet…

      • Urs M. sagt:

        Irgendwann landet man in der Diskussion um Vaterschaften mit Feministinnen immer an dem Punkt, wo Feministinnen (wie 13) nach vielem absichtlich ungenau hinhören und Dinge verdrehen (wurde weiter oben bereits erläutert) behaupten, Männer WOLLEN oft gar nicht, also müssen sie (ALLE Väter) auch die gesetzliche Möglichkeit nicht haben. Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

        Meinen Dank den fortschrittlichen und intelligenten Frauen wie Blumer und Kobler. Zusammen mit Frauen wie euch und fortschrittlichen Männern bringen wir die Gesellschaft voran.

      • 13 sagt:

        @ SP / Urs M.
        Ich schrieb…
        „Was aber keinesfalls heissen soll, dass das Anliegen nicht berechtigt ist. Das ist es durchaus.“
        Wer liest denn nun ungenau? Ja, nur weil einige Männer, es nicht wollen, soll es nicht anderen verwehrt bleibt. Nur weil einige Frauen keine Karriere wollen, soll es nicht anderen erschwert werden. Das sind ganz genau meine Worte.
        Und ich kann mich nur wiederholen: Ich finde es sehr bezeichnend, wie dann gerade von dir, SP, beim einem Thema geschrieben wird, es sei eben Erfahrung von AG’s etc., soll man akzeptieren, und beim anderen, das geht ja gar nicht. Nun, ich sehe da keine Bereitschaft BEIDE Seiten ernst zu nehmen. Und genau wie M.Z. „Gleichberechtigung gibt es erst, wenn man Männeranliegen behandelt“, nicht „wenn man beide behandelt“.

  • Heidi Roth sagt:

    Ich habe die Meinungen gelesen. Möchte dazu nur soviel sagen:mein Vater war noch nicht beerdigt, habe ich 2 Tage nach seinem Ableben von Drittpersonen erfahren,dass er nicht der Vater von meinem Bruder ist. Auf der einen Seite hat mir diese Aussage geholfen, einige Fragen zu verstehen; mit der Lüge muss unsere Mutter fertig werden.

  • Jürg sagt:

    Ich stimme der Autorin des Blog-Artikels voll und ganz zu. Der automatische Test gleich nach der Geburt sollte selbstverständlich sein. Besser sofort die Wahrheit für alle, als womöglich lebenslang Zweifel oder eine spätere Wahrheitskatastrophe. Zahlen soll – ganz einfach – der biologischer Erzeuger. Das jetzige Gesetz stammt wohl noch aus Zeiten, als ein Vaterschaftstest extrem teuer war und kaum je eingesetzt werden konnte. Heute ist das ja ganz anders. Die Politik sollte das erkennen und entsprechend handeln.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      „Zahlen soll – ganz einfach – der biologische Erzeuger.“ Sie machen einen kleinen Denkfehler: bei der Entstehung eines Kindes sind immer zwei Erzeuger beteiligt. Weiterdenken nicht nur erlaubt, sondern zwingend nötig.

      • Rodolfo sagt:

        genau, die biologischen Eltern
        warum die Mutter und evtl. Ehefrau da auch nur 1% weniger wie 50% wie der biologische Vater involviert und leistungsverpflichtet sein soll?

  • tststs sagt:

    Kurze Frage an die Juristen unter uns:
    Im Zuge der Rechtsgleichheit müsste ein solches Obligatorium nicht auch rückwirkend angewendet werden?
    Und wenn ja, rückwirkend für alle Kinder, die noch nicht volljährig sind;
    oder rückwirkend auch wenn die Kinder schon erwachsen sind?

  • Jeff W. sagt:

    Meinem Cousin wurde ein Kuckuckskind untergejubelt. Erst nach 6 Jahren hat er es erfahren, indem er heimlich einen DNA-Test machen liess. Diese Vorgehensweise ist ja rechtlich weiterhin nicht legitimiert, sofern der/die Partnerin nicht einwilligt. Es hat ihn äusserst schwer getroffen und zwar nicht gegenüber dem Kind, sondern der Ex-Frau. Er hat nun das Sorgerecht und sieht das Kind auch als sein Kind an. Die Frage bleibt, wie es dem Kind ergangen wäre, wenn er sofort nach Geburt davon erfahren hätte. Der leibliche Vater ist ein flatterhafter Pleitier, dort wäre es ihm zusammen mit der Mutter sicherlich nicht so gut gegangen. Kontrolle scheint in diesem Fall besser als Vertrauen, jedoch sollte das Kind nicht darunter leiden.

  • Hans Gerber sagt:

    Jetzt heisst es da in den Kommentaren teils wieder, der Vater hätte sich ja jahrelang um das Kind gekümmert (komisch, sonst heisst es immer Väter würden sich um nichts kümmern?), und ERST bei der Scheidung wolle er dann plötzlich einen Vaterschaftstest, weil es ihm nur ums Geld und um die Gene ginge. Positiv ausgedrückt wäre hingegen: während Väter noch innerhalb der Familie für ihr Kind da sein können, stellen viele die Gewissheit und die „Gene“ hinten an und kümmern sich um das Kind, auch wenn es evtl nicht von ihnen ist. Aber wenn sie dann nach gutschweizerischem Familienrecht sowieso nur noch Zahlväter sind, fragt sich der ein oder andere dann schon, ob es dem Kind irgendwie schlechter ginge, wenn die Zahlungen von jemand anderem kämen. Das ist völlig normal und nicht verwerflich.

    • Worf sagt:

      Wenn die lügenden Mütter Unterhalt von Kuckucksvater wollen, weil der Bio-Vater ein mittelloser Künstler ist, geht es natürlich nie ums Geld 😉

  • Christoph Schnyder sagt:

    Viel wichtiger als staatlich verordnete Vaterschaftstests wäre eine zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz des Wunschs von Männern nach einem Vaterschaftstest nach der Geburt. Dieser wird noch viel zu oft als Anschuldigung gegen die Partnerin ausgelegt. Es steht aber auch sehr viel auf dem Spiel: im Vergleich zu einer späteren Aufdeckung kann damit nämlich in vielen Fällen viel Leid verhindert werden – zum Beispiel hat das Kind dann oft noch eine Chance, zum biologischen Vater eine normale Vater-Kind-Beziehung aufzubauen. Nachher ist es dann ein Chaos. Daher sind „Was, Du vertraust mir nicht?“-Diskussionen fehl am Platz. Ich hätte auch kein Problem damit, wenn meine Partnerin von mir z.B. einen HIV-Test verlangen würde – auch dort steht zu viel auf dem Spiel.

    • Claude Fontana sagt:

      Auch reicht es nicht wenn Frau weiss, mit wem sie das Kind gezeugt hat. Sie muss auch den richtigen Nennen.Nur weil Falschaussagen nun praktisch straffrei sind,berechtigt es nicht dazu. die dna-probe MUSS durchgeführt werden.

    • Niklas Meier sagt:

      Ich befürworte die Argumentation:
      Wir machen den Test und wissen beide was dabei raus kommt. Dann haben alle 3 es schwarz auf weiss und es kann nie deswegen zu Unstimmigkeiten oder Zweifel kommen, selbst wenn es mal kracht.

      Diese Begründung müsste eigentlich jeden überzeugen.

  • Martin Waldner sagt:

    Zum Thema, was passiert, wenn nach Jahren eine Kuckucksvaterschaft aufgedeckt wird, und es einen biologischen und einen sozialen Vater gibt – welcher Vater welche Rechte und welche Pflichten haben soll: dieses Thema wurde und wird auch bei den Männerverbänden kontrovers diskutiert. Es ist durchaus nicht so, dass da alle der Meinung sind, dass der soziale Vater keine Rechte und Pflichten bzgl des Kindes mehr haben sollte. Es kann ja auch zwischen den beiden Vätern stark unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftigen Rollen geben. Das Thema ist sehr komplex. Einigkeit besteht aber darüber, dass Vaterschaftstests und -klagen uneingeschränkt möglich sein sollen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Ich finde es generell heikel, dass sich das Recht in dem Bereich immer noch derart stark an der reinen Biologie orientiert und damit eine extreme Blut-ist-dicker-als-Wasser-Haltung pflegt. Die biologische Elternschaft an sich zählt oft viel zu viel im Vergleich zu anderen eigentlich wichtigeren Faktoren wie jahrelanger Betreuung, etwa wenn Plegeeltern leiblichen Eltern unterliegen, selbst wenn sie ein Kind primär grossgezogen haben.

      Die Thematik ist effektiv komplex und einfach alles umgehend auf den biologischen Vater zu übertragen wäre in solch einem Fall sicher die völlig falsche Lösung Im Prinzip lässt sich das nur fallspezifisch abwägen.

      • Paul sagt:

        Herr Bögli:
        So eine erschreckend ignorante Aussage kann man fast nur äussern wenn man eine gewaltige Wissenslücke in Biologie hat. Der Einfluss der Kindsbetreuung wird über- und der biologische Anteil unterschätzt. Der heutige Zeitgeist wird uns in Zukunft noch vor gewaltige Probleme stellen.

  • Christoph Schnyder sagt:

    „Das Loch im Portemonnaie ist offenbar beängstigender als das emotionale Loch.“ Nein, natürlich nicht. Aber hier geht es um Gesezte. Das emotionale Loch kann der Staat nicht flicken. Das finanzielle hingegen ist vom Staat selbst gemacht – er spricht (in der Schweiz sogar in teils überreichlichem Mass) Alimente, um das Risiko zu reduzieren, selbst finanziell unterstützen zu müssen. Das ist für die betroffenen ein Hohn, der sich noch auf die emotionalen Problem drauf türmt. Und da kann der Staat sehr wohl und sehr leicht etwas unternehmen.

  • Christoph Schnyder sagt:

    Ich finde zwar – genau wie die meisten anderen auch, dass hier die teils lächerlichen Gesetze einmal angepasst werden sollten. Andererseits scheint mir die Priorität davon nicht wahnsinnig hoch. Einerseits weil mir die zitierten Häufigkeiten von Kuckuckskindern etwas hochgegriffen scheinen. Andererseits aber auch, da ich nicht so recht glaube, dass diese Gefängnisstrafen tatsächlich jemals zur Anwendung kommen. Heimliche Vaterschaftstests bei ausländischen Büros machen viele, es scheint ein Kavaliersdelikt zu sein. Blöd ist halt, wenn man damit zu lang wartet und dann die rechtliche Vaterschaft nicht mehr beanstanden kann. Aber zumindest hat mann die Chance sich zu wehren, wenn er rechtzeitig handelt – im Vergleich zu anderen Benachteiligungen von Vätern schon fast ein Luxus.

    • Christoph Bögli sagt:

      Ob es deswegen zu Anklagen oder Verurteilungen kam, weiss ich nicht, aber ich bezweifle, dass heimliche Vaterschaftstests einen Nutzen haben ausser Gewissheit für einem selbst. Denn wenn diese verboten sind, dann werden diese doch kaum als gerichtsfeste Beweise anerkannt werden. Weshalb man auf dieser Basis auch nicht die Vaterschaft bestreiten kann, selbst wenn dies an sich noch rechtzeitig geschieht. Denn ich nehme an, dass man in diesem Fall angeben muss, wieso man die Vaterschaft anzweifelt und plausible Gründe angeben muss, wieso die Aussage der Mutter falsch sein soll..

      • Christoph Schnyder sagt:

        Soweit ich weiss werden von Schweizer Gerichten zur Zeit nicht allzu hohe Anforderungen an die Begründung einer Vaterschaftsanfechtung gestellt. Natürlich wird man da nicht ausgerechnet einen illegalen Test als Grund nennen. Aber die bizarre Situation, die Sie nennen, wo Väter gemäss Rechtsprechung angeblich nicht glaubhaft machen konnten, dass sie einen begründeten Anfangsverdacht hätten, dass das Kind nicht von ihnen sei, da sie dies „nur“ durch einen illegalen Vaterschaftstest erfahren hatten, die gab es tatsächlich bis vor nicht allzu langer Zeit in Deutschland.

      • 13 sagt:

        @ ch bögli
        Pragmatisch gesagt: ein solcher Test dient der Gewissheit, aber auch der Prüfung der Prozessaussichten. Lieber einen heimlichen Test in D für 200 Euro machen, als auf gut Glück ein Verfaren einleiten, welches beziehungstechnisch alles kaputt macht und mehrere Tausend Franken kostet, die man zahlen muss, wenn man doch der Vater sein sollte. Erfährt man durch den Test, dass man nicht der Vater ist, kann man relativ einfach eine Klage anheben und in dieser verlangen, es sei ein Test durchzuführen. Dann gibt eseinen zweiten und das Problem des unzulässigen Beweises ist vom Tisch.

  • Max Bader sagt:

    Die Einführung eines obligatorischen Tests ist absolut richtig. Damit würden die Rechte der Väter und vor allem auch der Kinder (geht in diesen Diskussionen immer verloren) gestärkt. Ein solcher Test kostet fast nichts, wenn man dies vergleicht mit den anderen Kosten einer Schwangerschaft.
    Vater und Kind haben ein Recht zu wissen, wie die wahren Verhältnisse sind. Zudem ist es für das Kind auch aus gesundheitlichen Gründen sehr wichtig, da gewisse Krankheiten familiär gehäuft vorkommen und die Prävention so verbessert werden kann.
    Ich sehe nichts, was gegen einen solchen Test spricht.

    • Lina Peeterbach sagt:

      Datenschutz? Das Recht auf Nicht-Wissen?

      Ich plädiere klar für das Recht, ohne Zustimmung der Mutter testen zu dürfen, aber alle Paare zu einem obligatorischen Test zu zwingen betrachte ich ganz klar als falsch.

      • Hans Hasler sagt:

        Es gäbe auch Mittelwege dazwischen. Zum Beispiel ein automatischer Test, ausser beide (vermuteten) Elternteile verzichten beide explizit auf den Test. Das hätte den Vorteil, dass der Test nicht automatisch ein grosses Misstrauensvotum darstellt und auch gegen den Willen der Mutter gemacht werden kann. Aber es ist auch möglich, das Recht auf Nicht-Wissen zu schützen. Wenn dieses dann eingefordert wird.

  • gekuckuckt sagt:

    Ich habe keinerlei Gründe, diese Geschichte zu erfinden. Dem Partner reinen Wein einzuschenken hätte bedeuted ihn zu verlieren und ihn unglaublich zu verletzen

    • Reincarnation of XY sagt:

      aber irgendwie schon doof – wenn man ein Leben lang in einer Lüge leben muss. Dann wird man NIE das Gefühl völliger Vertrautheit haben können.
      Man muss nicht nur seinem Partner etwas vormachen, auch seinem Kind.
      Also wird auch die Beziehung zum Kind NIE das Gefühl völliger Vertrautheit haben können.
      Am Ende ist auch die Beziehung zum eigenen Selbst getrübt, da man nicht einmal zu den engsten Bezugspersonen völlige Vertrautheit leben kann, kann man nicht mal zu sich selbst völlig ehrlich sein.

      Und so geht dieses traurige, einsame Spiel von einer Generation auf die nächste über.

      • Amanda sagt:

        Im Falle von gekuckuckt gibt es kein Kind. Wie unten geschrieben, hat sie die Schwangerschaft abbrechen lassen.

      • Tom Maier sagt:

        und was meinen Sie was geschieht wenn er es erfährt, .. oder noch schlimmer; er ahnt es und kann es nicht beweisen, und Sie bleiben stur bei Ihrer Geschichte?

      • Tom Maier sagt:

        sorry, war als Antwort auf geckuckukt gedacht

      • Lina Peeterbach sagt:

        Ach ja, die völlige Vertrautheit und bedingungslose Ehrlichkeit… Haben Sie keine Geheimnisse vor ihrem Partner, lügen nie im Alltag oder vernebeln die Tatsachen etwas? Daraus gleich zu schliessen, dass die ganze Beziehung nichts wert ist und alles nur traurig und einsam wird, finde ich massiv übertrieben.
        Auch frage ich mich immer wieder, warum die körperliche Untreue, und sei sie noch so bedeutungslos, immer so ultimativ gewertet wird, während andere unehrliche oder illoyale Akte, die man in einer Beziehung ja ständig erlebt, so marginalisiert werden. Wenn mein Mann aus einer Laune heraus einmal fremdgeht und es emotional nichts für ihn bedeutet, dann hoffe ich A) dass er verhütet hat, und B) dass er das mit sich selbst klärt und mich nicht damit belastet.

      • tina sagt:

        ui xy. mal wieder zuviele doktorromane gelesen?
        die menschen leben im allgemeinen mit mehr als einer lüge und das tangiert ein vertrauensverhältnis überhaupt nicht

      • Worf sagt:

        „Ach ja, die völlige Vertrautheit und bedingungslose Ehrlichkeit… Haben Sie keine Geheimnisse vor ihrem Partner, lügen nie im Alltag oder vernebeln die Tatsachen etwas? “

        Men lie the most, women tell the biggest lies … a man lie is, „I was at Kevin’s house!“ A woman lie is like, „It’s your baby!“ – Chris Rock

    • Leo Klaus sagt:

      Werte Dame!
      Sie haben meine Sympathie und mein Verstaendnis (hab den urspruenglichen Kommentar gelesen). Immer gibt es all diese Leute die „Wahrheit“,“Ehrlichkeit“ predigen, den anderen, natuerlich! Dass das Leben stets einen Balance-Akt ist zwischen alles sagen und Ruecksicht auf Verluste nehmen scheint da vielen zu entgehen.
      Es braucht eine Loesung, aber was der richtige Weg ist…? Was hier vorgeschlagen wird ueberzeugt mich jedenfalls wenig.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Herr Klaus – ich erwarte von mir selbst immer mehr als von den anderen
        Anstatt einfach mal mir Unehrlichkeit zu unterstellen, würden Sie besser lesen, was ich sage und mal WIRKLICH darüber nachdenken.

        Die Gesellschaft lebt mit billigen Ausreden, diese von ihren Eltern und Voreltern übernommen haben. Und deshalb wiederholen sich ja auch die Trauerspiele wieder und wieder.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Lina – ich rede von einer Beziehung mit gemeinsamen Kindern – und wir reden davon, dass man den Partner in absolut fundamentalen Dingen belügt – wir reden von einer Lebenslüge im wahrsten Sinne des Wortes

        Also geht es jetzt nicht darum, ob ich sage, dass ich 2 statt 3 Bier getrunken (obwohl ich auch nicht den Sinn darin sehen würde, das zu tun).
        Es geht mir nicht um Moralismus. Ich bin ein bekennender Egoist. Ich glaube einfach nicht, dass man durch Lügen glücklich wird. Lügen sie kurzsichtige Scheinlösungen, deren Preis wir irgendwann zahlen müssen.

        Wieviel wert eine Beziehung ist, in der Offenheit nicht möglich ist, kann ich nicht beurteilen. Aber sie wäre definitiv schöner, wenn man Mut zur Offenheit hat.

    • Amanda sagt:

      Nachdem das Kondom gerissen war und Sie sich sicher waren, dass Sie von diesem Ferienflirt kein Kind wollen: War die Pille danach keine Option?

      • gekuckuckt sagt:

        Danke Leo Klaus. Wie gesagt ich war im Ausland und wusste nicht wie einfach die Pille danach erhältlich war, habe aber auch überhaupt nicht mit einer Schwangerschaft gerechnet, nachdem ich sehr lange versucht habe, schwanger zu werden. Der Typ hatte auch keine Ejakulation. Trotzdem konnte ich mir nicht ganz sicher sein, von wem das Kind war, ich hatte mit beiden um meinen Eisprung Sex. Schlussendlich war dieses Ereignis für mich sehr einschneiden und ich habe mir viele Gedanken gemacht was ich eigentlich möchte in meinem Leben. Mit dem damaligen Partner bin ich immer noch zusammen und wir haben sogar Kinder, es geht mir gut. An das, was war, denke ich nicht mehr oft (ausser jetzt)

    • Tom Maier sagt:

      tina, .. bring bitte nicht alles durcheinander, wir reden hier nicht über „ein Bier zuviel“ oder „die Kreditkarte war im IKEA ein bisschen locker“, hier ist prinzipielle Untreue die Frage und die Tatsache dass da jemand mit ungeschützem Sex das Leben des Kindes und des Partners aufs Spiel setzte. Notabene der Menschen denen ja tagtäglich gesagt wird wie sehr man (oder in diesem Fall Frau) sie liebt.

      • tina sagt:

        ich bin schon in der lage fehler zu differenzieren. ich wurde auch schon übel betrogen und damit meine ich weder finanziell noch sexuell sondern in einem für mich viel wichtigeren sinn, den ich nun aber nicht mit ein paar wörtern klarmachen kann.
        ich bin einfach allergisch auf dieses romantik-tränendrüsen-unbeflecktheits-ding.

  • Jörg Hanspeter sagt:

    Wenn man das Verbot eines Vaterschaftstests ohne Einwilligung der Mutter für sinnvoll hält, müsste man auch Hausdurchsuchungen ohne die Einwilligung des Betroffenen verbieten, was ungefähr gleich unsinnig ist. Die Variante ‚Der Test müsste obligatorisch sein – ausser Vater und Mutter lehnen die Abklärung gemeinsam ab.‘ ist unbrauchbar. Stellen Sie sich vor wie die Mutter kurz nach der Geburt sagt: „Schatz, wir brauchen doch diesen Test nicht, wir wissen ja, dass wir uns treu sind!„ (Augenklimper und seliges Lächeln). Zeigen Sie mir jetzt den Mann, der in dieser Situation sagt: „Doch, ich möchte den Test!„ Die Beziehung ist gelaufen. Genau aus diesem Grund muss ein Test ohne Einwilligung der Mutter möglich sein, auch ohne Einwilligung des Kindes, falls es schon etwas älter ist.

    • Reincarnation of XY sagt:

      ächz und auf dem Fundament einer so oberflächlichen Beziehung bauen Sie eine Familie ?
      Und Sie glauben, dass ein Zwang eine solch oberflächliche Beziehung dazu befähigen könnte zu funktionieren?
      Wer sich so fremd ist, wie Ihr beschriebenes Paar, wird es nie schaffen. Und wenn doch, werden sie zusammen frustriert alt und ihre Kinder haben einen Knacks ob so viel gelebter Beziehungsunfähigkeit.
      Davor können Sie alle gesetzlichen Zwänge nicht retten.

      • Tom Maier sagt:

        wenn Sie die Kommentare von geckuckukt und Sportpapa gelesen haben, erübrigt sich eine Antwort.

      • Reincarnation of XY sagt:

        ja – diese Oberflächlichkeit und Unwahrhaftigkeit ist für mich das wahre Problem. Wer seinen Partner anlügt, lügt sich immer selbst an.

        Aber ich war trotzdem etwas vorschnell: ich finde auch, dass ein Test ohne Einwilligung der Mutter möglich sein sollte.
        Weil wir die Gesetze ja eben der Realität anpassen müssen. Die Eheleute vertrauen sich nun mal nicht und sind nicht zu wahrer Offenheit fähig, also muss der Gesetzgeber dieser Realität Rechnung tragen.

      • Tom Maier sagt:

        RofXY; schon richtig, .. nur liegt dann die Verantwortung über das Glück der Familie – und damit des Kindes – wieder in den Händen des Mannes. Und rate mal wie viele da dann lieber die Faust im Sack machen.
        Es geht hier nicht nur um das Paar, das scheinen sehr Viele zu vergessen.
        Aus diesem Grund; obligatorische Tests nach der Geburt – dann sind alle Fragen geklärt. Und wenn das die Dame schon weiss, .. vielleicht ist sie dann ein bisschen vorsichtiger, wennigstens ein Gummi drumm wäre schon recht.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Das sehe ich nicht so. Die Verantwortung für das Glück der Familie liegt definitiv bei beiden Eltern. Nur zu zweit kann es klappen.
        Aber wenn der Vater das Recht hat und die Möglichkeit auch ohne Erlaubnis der Mutter einen Test zu machen, dann braucht man ihn wirklich nicht auch noch zu zwingen das zu tun.

        Denn Menschen die man zu allem zwingen muss, werden nie glücklich werden. Und wenn die Frau nur deshalb nicht fremdschwanger wird, weil sie weiss, dass die Geburt totalüberwacht ist, dann werden sie auch nie glücklich werden.
        Zum Glück braucht es Freiheit. Und Freiheit bedingt auch, dass man sie missbrauchen kann.
        Liebe/eine Familie klappt nur, wenn beide wissen, was sie wirklich wollen und auch warum sie es wollen, man kann niemanden zum Glück zwingen.

      • mila sagt:

        Treffend auf den Punkt gebracht, Roxy.

  • Röschu sagt:

    Störend: In der Frage, wer finanziell für das Kind aufkommen soll gibt es folgende Varianten:
    – der biologische Vater
    – der Mann, der mit der Mutter zusammenlebt
    – der Staat
    Mit keinem Wort wird hinsichtlich dieser Frage die Mutter erwähnt. Und das in Zeiten, in denen (zu Recht!) immer und überall nach Gleichstellung verlangt wird.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das ist eine recht böswillige Interpretation. Es geht darum, wer für das Kind auch (!) aufkommen muss, denn wenn die Mutter dieses betreut, dann tut sie dies ja meist automatisch. Das Problem ist bloss, dass die Finanzierung von Kindern als Allereinziehende(m) schwierig ist, wie die überproportional hohe Armutsquote in dem Segment zeigt. Sprich alleine packt man das halt kaum. Weshalb dann der Staat die Lücke schliessen muss wenn das zweite Elternteil fehlt. Eigentlich ganz einfach und gilt für Männer wie Frauen, die alleinerziehend im eigentlichen Sinne sind.

      • Enrico sagt:

        Naja Herr Bögli,
        Nur zu komisch das Frauen kategorisch gegen einen Rollentausch sind.
        Wieso müssen Sie diese Lüge immer wieder wiederholen und können nicht einfach sagen, das die Väter auf keinen Fall das Kind betreuen dürfen, oder eine 50 Prozent Lösung für das Kind leben dürfen ?

      • Christoph Schnyder sagt:

        Das ist zu kurz gedacht. Viele alleinerziehende Mütter bekommen weit mehr Unterhalt als sie und ihre Kinder zum Leben brauchen. Ausserdem werden alleinerziehende Mütter weiterhin extrem stark vor dem Arbeiten-gehen-Müssen geschützt. In diesen Fällen könnte dann ruhig mal die Mutter, die ein Kuckuckskind untergeschoben hat, auf Geld verzichten oder früher wieder mehr arbeiten gehen, anstatt dass man einfach statt den sozialen Vaters dann den biologischen Vater zur Zahlung der hohen und langen Alimente verpflichtet. Die Armutsquote bei Alimentenschuldnern ist (das geht oft vergessen) nämlich ebenfalls hoch. Und solange dem sozialen Vater nur selten und dem biologischen Vater vermutlich nie die Möglichkeit der alternierenden Obhut eröffnet wird, ist es eh diskriminierend.

  • eine_Frau sagt:

    Egoismus pur. Alle sprechen über die Väter bzw. über die Mütter. Wer denk aber an das Kind? Hat das Kind nicht das Recht zu erfahren, wer sein biologischer Vater ist?

    • tina sagt:

      am besten wäre ein amtlich gestellter notar zur stelle, der vor beischlaf die personalien aufnimmt

    • Christoph Bögli sagt:

      Ein Recht schon, aber eben keine Pflicht. Die Frage ist ja, dass man nicht weiss, was das Kind will. Ob es im Einzelfall besser ist, den biologischen Vater zu kennen, oder mit den Tatsachen allenfalls völlig aus der Bahn geworfen zu werden, lässt sich nicht so einfach beurteilen. Es gibt durchaus Situationen, in denen Nichtwissen von Vorteil sein kann bzw. rückblickend von Betroffenen bevorzugt würde.

  • Reto Aufdermauer sagt:

    Meine kleine Verschwörungstheorie zur Frage, warum der Staat unbedingt die Vaterschaftstests verhindern will, ist ja immer noch: es geht gar nicht um die staatlichen Finanzen. Vielmehr sitzen im Parlament neben ein paar Frauen vor allem Männer, die praktisch per definitionem einen hohen sozialen Status haben. Diese sehen sich selbst (zu Recht oder zu Unrecht) eher als potentielle Kuckucke denn als Gehörnte, und haben entsprechend kein Interesse daran, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Der Scheinvater sorgt ja möglicherweise gut für ihren genetischen Nachwuchs, und sie wollen sicher nicht, dass ihnen eines Tages eine sechs- bis siebenstellige Rechnung ins Haus flattert.

    • tststs sagt:

      Haha, ich weiss, es ist totales Klischee-Denken, aber ich gehe irgendwie auch davon aus, dass die meisten gehörnten Männer dies so hinnehmen, das Kind weiter lieben und der Mutter den Betrug verzeihen, wohlwissend dass evtl. auch von ihnen das ein oder andere Kuckuckskind rumläuft… 😉

      • Christoph Bögli sagt:

        Evolutionär gesehen kann das übrigens sogar von Vorteil sein, weil es die Kooperation in der Gruppe erhöhen kann, mit einem Nutzen für alle. Wenn man nie so genau weiss, ob die anderen Kinder nicht vielleicht doch die eigenen sind, dann schaut man schliesslich auch eher, dass es auch denen gut geht.

        Funktioniert jedenfalls bei diversen Vogelarten so, aber lässt sich eigentlich auch auf den Menschen übertragen..;)

    • Widerspenstige sagt:

      Das war ja der Hauptgrund für die Einführung des Gesetzes, weil die Verantwortung nach dem Techtelmechtel mit Folgen bei der schwangeren Frau sichtbar war, beim Mann nicht. Er verschwand öfters einfach spurlos und liess die Frau im Stich. Diesem Treiben wollte der Gesetzgeber den Riegel schieben mithilfe von aufgebrachten Frauenverbänden dazumal notabene.

      Es könnte ein Bumerangeffekt entstehen für die aufgebrachten Männerverbände, sollte es gelockert werden …

      • Christoph Schnyder sagt:

        Ich habe jetzt Ihren Kommentar mehrfach gelesen, verstehe aber immer noch nicht, von welchem Gesetz sie da reden.

  • Widerspenstige sagt:

    Soll jede Mutter unter Generalverdacht stehen mit einem obligatorischen Test? Ist das verhältnismässig in Anbetracht der geringen Zahl von sog. Kuckuckskindern? Nein. Da bin ich nicht einverstanden.

    Aber es gibt doch Blutgruppentests nach jeder Geburt für das Neugeborene und da kann eine Kompatibilität mit Mutter und Vater bequem festgestellt werden. Ganz legal. Einfach nachfragen.

    • Peter sagt:

      Doch absolut sinnvoll und nötig. Denn die Frau hat im Moment alle Rechte d.h. muss dem Test zustimmen. Das ist ja ein Witz.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Also flächendeckende Tests wären weit über das Ziel hinaus geschossen, finde ich. Jeder Vater sollte ein Leben lang das Recht haben, seine biologische Vaterschaft überprüfen zu können. Das wäre ein Riesenfortschritt!

    • Widerspenstige sagt:

      Ach ja? Dann sind Sie sicher auch dafür, dass jeder junge Mann unter Generalverdacht gestellt wird, einen Amoklauf zu machen und speziell Frauen damit zu erwischen? Das ist eine ganz gefährliche Schiene, die Sie da aufgleisen wollen, Peter. Achten Sie doch besser auf Ihre Worte.

      • Dreifachpapi sagt:

        Ach ja? Dann dürfen nach einer Vergewaltigung auch keine flächendeckenden Gentests gemacht werden, um den Täter zu finden. Ja nicht einmal ein kleiner Kreis von Verdächtigen. Sonst würde man ja alle Männer unter Generalverdacht stellen.
        Das „Generalverdachtsargument“ ist schlicht und einfach lächerlich.

  • Gekuckuckt sagt:

    Anzumerken ist, dass ich mit diesem anderen Mann ein Kondom benutzt habe, dieses ist einmal gerissen. Ganz so fahrlässig war ich also nicht.

  • Gekuckuckt sagt:

    Ich versuchte seit längerem mit meinem Partner ein Kind zu zeugen, erfolglos. Nach einem Ferienflirt mit einem anderen Mann merkte ich, dass ich schwanger war. Ich konnte nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob der Erzeuger mein Partner oder dieser Ferienflirt war, von dem ich nicht einmal eine Telefonnummer hatte. Für mich war klar, dass ich dieses Kind abtreiben musste, obwohl ich es mir eigentlich sehnlichst gewünscht hatte. Eine Schwangerschaft und Geburt zu erleben mit der Ungewissheit, wer der Vater war, kam nicht in Frage. Diese Zeit war eine der schlimmsten im meinem Leben, nie hätte ich gedacht, dass ich einmal in diese Situation gelangen könnte.

    • Brendan Piller sagt:

      Falls denn diese Geschichte stimmen sollte: Warum genau sind sie mit ihrem Partner zusammen, wenn sie ihn betrügen wollen? Das ist doch ein freies Land. Wenn Ein Kind ihnen wichtiger ist, als die Partnerschaft zu ihrem Freund, der keine Kinder zeugen kann, sollten sie doch so viel Eier haben, Schluss zu machen. Also war es entweder berechnend, biologisch sinnvoll und charakterlos, oder einfach nur charakterlos und dumm. was passiert ist. Viele Optionen fallen mir leider beim besten willen nicht ein.

      • tststs sagt:

        Haben Sie den Text gelesen?
        1. Ist ihr der Partner wichtiger als das Kind
        2. Geht es Sie einen feuchten an, welche Regeln ein Paar betr. körperlicher Treue aufstellt.

      • Gekuckuckt sagt:

        Er kann Kinder zeugen. Dumm lasse ich gelten, berechnend nicht, ich wollte von diesem anderen Mann ja kein Kind. Darf ich annehmen, dass Sie ein Mann sind? Dann können Sie glücklich sein nicht schwanger werden zu können und nie in eine so dumme Situation geraten zu müssen

      • Brendan Piller sagt:

        @tststs: Natürlich geht es mich einen Feuchten an was andere Partner abmachen. Wenn denn aber tatsächlich so eine „ehrliche“ offene Beziehung gelebt geworden wäre (und er zu dieser Zeit vermeintlich nicht fruchtbar) und ein Kind ja offenbar heiss gewünscht war, machte eine Abtreibung wenig Sinn… Haben Sie den Text gelesen?

    • mila sagt:

      Ich habe auch so meine Zweifel an dieser Geschichte. Zumal eine Option unerwähnt bleibt, nämlich die, dem Partner reinen Wein einzuschenken. Und gemeinsam eine Wahl zu treffen.

      • Lina Peeterbach sagt:

        „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein…“
        Also auch wenn das niemand gerne hört, Fremdgehen kann auch einfach mal passieren. Und wenn dann etwas schiefgeht, dann steht man als Frau blöd da. Ich kenne auch eine solche Geschichte: eigentlich glückliche Beziehung, aus Blödheit heraus mal ein Abenteuer gesucht, prompt Verhütung nicht geklappt. Sie ging dann zum Arzt für eine „Notfallspirale“. Es sind nicht nur berechnende, charakterlose, dumme oder chronisch untreue Menschen, die in eine solche Situation geraten können.
        Die für mich relevante Frage ist aber, welche Konsequenzen man zieht: „Notfallverhütung“, Offenheit oder dem Partner ein möglicherweise fremdes Kind unterzujubeln – das bedarf dann schon einer ganz ordentlichen Portion Kaltblütigkeit…

      • Hans Hasler sagt:

        „Fremdgehen kann auch einfach mal passieren.“
        Ich höre diesen Spruch immer wieder. Auch von Personen, die sich als mündig anschauen.
        Und ich kann einfach nicht nachvollziehen wieso dies als „Wahrheit“ angeschaut wird. Nein. Fremdgehen passiert nicht einfach. Auch nach 40 Jahren Leben ist es mir nie passiert, dass ich einfach so auf einmal Sex hatte ohne dass ich wusste wie es dazu kam. Ich kenne auch niemand, bei dem es so ist. Fremdgehen ist eine Wahl – nur wer Störungen mit der Impulskontrolle hat, kann ernsthaft behaupten, dass Fremdgehen einfach so passiert. Aber dann ist diese Person ein Fall für den Psychologen – er hat eine Störung.

      • Lina Peeterbach sagt:

        @H. Hasler: Das sehe ich nicht so. Meiner Meinung nach gibt es drei verschiedene Typen Menschen:
        Diejenigen, die nie fremdgehen, es sich nie vorstellen könnten, überhaupt nicht verstehen können, dass so etwas passiert, und daher alle stark und scharf kritisieren, die anders sind.
        Dann gibt es diejenigen, die chronisch fremdgehen, sich keinen Deut um die Gefühle des Partners scheren, und einfach Egomaximierung betreiben.
        Es gibt aber auch eine dritte Gruppe: eigentlich wollen sie treu sein und glauben an den Sinn /die Richtigkeit einer geschlossenen Partnerschaft. Aber trotzdem kann es sein, dass einmal in der Hitze des Gefechts, unter Alkohol oder unter was auch immer für Umständen etwas passiert. Einfach alle „Fremdgänger“ als Fall für den Psychologen zu bezeichnen ist lächerlich.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Lina.
        Ich schätze Ihr Bemühen um Klarheit und verstehe auch ihren Punkt. Aber auch bei dieser dritten Gruppe ist es eben nicht so, dass das „einfach mal passiert“.
        Wie weit man sich an die Grenze vorwagt, ist nicht zufällig. Ich glaube ihre dritte Gruppe müsste einfach mal etwas tiefer das eigene Bewusstsein durchleuchten.

        Es geht auch nicht ums Verurteilen (wenigstens mir nicht), aber es geht darum, dass man aufhört mit den billigen Entschuldigungen, die nun mal nicht weiterhelfen. Wenn man glaubt, dass das „passieren kann“, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es auch passiert.
        Wenn man glaubt: Nein, das ist eine Entscheidung, die schon viel früher beginnt. Dann wird man das eben auch erkennen und nicht willenlos in Chaos hineinstolpern.

      • Hans Hasler sagt:

        Frau Peeterbach: Ich glaube nicht an Ihre Theorie. Zwischen der Gruppe 1 und der Gruppe 3 liegt nur das schlechte Gewissen nach der Tat.
        „es ist einfach passiert“ ist nichts anders als eine Rechtfertigung des eigenen Verhaltens vor sich selber.
        Es gibt für mich auch drei Gruppen Menschen: Nicht-Fremdgeher, Fremdgeher, die ein schlechtes Gewissen haben und solche die kein schlechtes Gewissen haben. Aber jedes Fremdgehen hat eine Vorgeschichte. Und der Fremdgeher hat sich darauf eingelassen. Sie sind ja auch nicht einfach so betrunken. Sondern haben sich von dem super aussehenden Mann einladen lassen, haben mit ihm getrunken, geflirtet und sind mit ihm ins Taxi eingestiegen. Und zu jeder Zeit war klar, worauf das herausläuft. Aber die Lust war stärker als die Moral…

      • Sportpapi sagt:

        @Lina Peeterbach: Das sehe ich genauso. Und offensichtlich kommt es einfach häufig vor. Also eher Beschreibung der Realität als einer Theorie.

  • Christoph Schnyder sagt:

    Man sollte auch nicht vergessen, dass der Sinn von hohen Hürden für Vaterschaftsklagen ursprünglich einmal ein anderer gewesen ist: es gab früher keine DNA-Tests, und oft war weder die Vaterschaft noch die Nicht-Vaterschaft beweisbar. Vaterschaftsklagen konnten dann leicht zu wilden Schlammschlachten vor Gericht führen, und das Gericht konnte in aller Regel trotzdem kein gerechtes Urteil fällen. Vor diesem Hintergrund sind Pauschalregelungen wie „der Ehemann der Mutter ist der Vater“ und restriktive Anfechtungsmöglichkeiten zu sehen. Heute werden die Gründe teils umgedeutet – in einen hypothetischen Schutz der Kernfamilie vor der Wahrheit. Hätte es vor 100 Jahren DNA-Tests gegeben, sähen die Gesetze sicher anders aus.

  • tststs sagt:

    Einerseits bin ich bei der Mehrheit: Test ohne Einverständnis ja, obligatorische Tests für alle nein.
    Was mich aber ein bisschen wundert, wie viele Kommentatoren heute aus Prinzipistan stammen, resp. ich behaupte mal, die allermeisten hier, kennen kein Kuckuckskind.
    Das eine, das ich kenne (notabene war da der Kuckuckssstatus schon bekannt, bevor es überhaupt so etwas wie Gentests gab) hatte gottseidank einen (nonbiologischen) Vater der in der Realität lebte. Weder hat er die Frau noch das Kind fallengelassen noch hat er dieses eine Kind weniger geliebt als die leiblichen.
    Und wer überhaupt irgendwie davon ausgeht, dass in der Schweiz der Begriff „Kindsvater“ etwas mit Biologie zu tun hat, sollte dringend noch einmal über die Bücher.

    • tststs sagt:

      Oder anders gesagt: der Mann will den Betrug der Frau „rächen“, bestraft aber das Kind wegen dessen nicht passenden DNA.

      • Röschu sagt:

        @tststs:
        Soll das jetzt heissen, dass der Mann zum „Wohle des Kindes“ (ich verabscheue diese Phrase!) mit der Frau zusammenbleiben muss, die ihn betrogen hat und zu der evtl. sämtliches Vertrauen verloren ging?

      • tststs sagt:

        Nope, es soll nur heissen, dass ich das Gefühl habe, dass das was hier einige aus Prinzipistan und Theoretikon schreiben, in der Realität ganz anders gelebt wird. Und ich spreche von der Vater-Kind-Beziehung, nicht von der Vater-Mutter-Beziehung.
        Will heissen: diejenigen, die jetzt davon schreiben „Vaterschaft aberkennen“ „nicht mehr zahlen“ etc. stellen sich das ein wenig zu einfach vor. In Realitätien kommt da nämlich noch die Liebe zum Kind dazu und von der verabschiedet man sich nicht so einfach…

    • mila sagt:

      Werte tststs, aus Prinzipistan stammen heute für einmal Sie. Indem Sie nämlich anderen Menschen (Männern) eine einzig ‚richtige‘ Gefühlsart vorschreiben wollen. Vielleicht gibt es Gründe, weshalb ein betroffener sozialer Vater nicht über seinen Schatten springen kann. Die kennen weder Sie, noch ich. Deshalb: es ist wertvoll, wenn in so einer Situation eine intakte Vater-Kind-Beziehung bestehen bleibt. Aber erzwingen kann man sie nicht. Und Fremd-Urteile sind fehl am Platz.

      Wenn man über jemanden urteilen will, dann über die Person, die die Misere losgetreten hat. Wobei ich mich auch da zurückhalten würde. Aber immerhin ist für mich klar, wer die ursprüngliche Verantwortung dafür trägt, wenn eine Entfremdung stattfindet. Das ist nicht die belogene, betrogene Partei.

      • tina sagt:

        der haken am leben ist halt, dass es überhaupt nichts hilft, wenn man sich sagt, dass die misere in der man steckt, vor x jahren von jemand anderem initiiert wurde.
        wenn man in einem dilemma steckt, dann muss man das aus der lage tun, in der man jetzt ist. und für die entscheidung die man fällt, steht man selber und nicht ein fehler einer anderen person. insbesondere dann, wenn jemand anderes, völlig unschuldiges, extrem betroffen ist von der eigenen entscheidung.

      • mila sagt:

        Noch eins: ich kenne einen Fall, wo ein verheirateter Mann ‚Rache‘ genommen hat, indem er seiner Ex-Frau und ihrem neuen Partner alle möglichen Steine bei der Kindsaberkennung in den Weg gelegt hat (die Frau hatte sich von ihm getrennt, wurde schwanger, war aber zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht geschieden). Auch dies ist mE untragbar, die Gesetzeslage in der vorliegenden Form gehört überarbeitet.

      • mila sagt:

        Richtig, in der Lage steckt man(n) jetzt. Und ich denke, die allermeisten Betroffenen lassen nicht ein unschuldiges Kind ‚bezahlen‘ für den Fehler einer anderen. Aber ich kann mir durchaus Situationen vorstellen, die für einen anderen derart unerträglich sind, dass er alle Verbindungen kappen möchte. Was vielleicht nicht geschehen würde, hätte er von Anfang an eine Wahl gehabt. So oder so hat jedoch jedes Kind ein recht darauf, seine biologische Herkunft zu kennen. Das ist für mich un-hintergehbar.

      • tststs sagt:

        @milo: Ich will hier gar nicht vorschreiben, meine Menschenkenntnis sagt mir nur, das 90% der hier Kommentierenden im konkreten Fall etwas anders reagieren würden, als sie es hier in einem theoretischen Umfeld glauben, wie sie es mal machen würden…

      • tina sagt:

        also um das klarzustellen: ich habe zum thema auch nur diese hochglanz-am-leben-vorbei-pseudo-lösungs-haltung, die man so hat, wenn es einen nicht betrifft 😉

  • Christoph Schnyder sagt:

    Ein Blick über die Grenzen hilft. Frankreich, Deutschland und die Schweiz stehen mit ihren (ursprünglich peu à peu entstandenen und später im Rahmen von teils etwas schrägen politischen Diskussionen formalisierten) vaterschaftstest-feindlichen Regelungen relativ allein da. In den meisten westlichen Ländern sind heimliche Vaterschaftstests erlaubt oder werden zumindest nicht strafrechtlich verfolgt. In den meisten westlichen Ländern sind Vaterschaftsanfechtungen inzwischen in deutlich grosszügigerem Rahmen möglich als in der Schweiz (die Verfügbarkeit von sicheren DNA-Tests hat vielerorts zu Reformen geführt).

    Aber flächendeckende Vaterschaftstests? Das gibt es wirklich nirgends. Ist einfach nicht verhältnismässig, und braucht es auch in der Schweiz nicht.

  • Franka sagt:

    Einen obligatorischen Vaterschaftstest halte ich für einen massiven Eingriff des Staates in die Persönlichkeitsrechte der Bürger. Wenn überhaupt (bzw. da wäre ich sehr dafür), dann sollte das Gesetz dahingehend geändert werden, dass der Vater das Recht hat, ohne Zustimmung der Mutter einen solchen Test durchzuführen. Alles andere ist völlig übertrieben und schiesst meilenweit am Ziel vorbei.

  • Sportpapi sagt:

    Und eigentlich kann es doch einen Mann stolz machen, mögliche Kuckuckskinder zu haben. Als ich letzthin eine flüchtige Bekannte (ja, es lief was, zwei, drei Mal…) mit dem Babywagen beim Einkaufen traf, hat sie mir zugezwinkert. Was auch immer das zu bedeuten hatte (fragen konnte ich sie nicht, meine Frau war dabei) – ich habe mich darüber gefreut.

    • tststs sagt:

      Sie sprechen hier zwischen den Zeilen eine IMHO doch nicht unwichtigen Punkt an.
      Wenn ein man ein Recht darauf hat, zu wissen, ob aus dem Betrug der Frau ein Kind entstanden ist, dann hat frau genauso das Recht zu erfahren, welche Betrugesfrüchte ihres Partners so in der Welt existieren. Was wiederrum heissen würde, dass das Resultat der obligatorischen Test nicht nur Mutter, Kuckucksvater und Kind mitgeteilt wird, sondern auch den Partnern der involivierten Parteien. Und da wirds dann wirklich absurd…

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Obwohl die klugen Worte ja definitiv nicht von mir stammen (und ich etwas verwundert bin, dass man das offenbar glauben konnte), doch noch eine Antwort dazu:
        Warum sollte die Ehefrau ein solches Recht haben? Tangiert sie ja im Wesentlichen nicht.

      • tststs sagt:

        Hihi, meist antworte ich eigentlich auf Kommentare, nicht auf Kommentatoren… aber ganz ehrlich, sooo abwegig ist der Kommentar jetzt auch nicht (also im Sinne von: man erkennt sofort, dass es sich nicht um O-SP (original Sportpapi) handelt). Aber natürlich als „Witzli“ nicht als ernster Beitrag…
        Aber zurück zur Frage: Es tangiert sie ungefähr so, wie es ihn tangiert.
        Wie meine ich dies? Was die Leute untereinander tangiert, ist ja der Betrug. Und der ist hüben wie drüben gleich.
        Das Tangieren durch das Kind ist natürlich ein anderes. Als gehörnte Mutter „muss“ man natürlich weder finanziell noch emotional für das fremde Kind aufkommen; was ein gehörnter Vater natürlich muss. Aber im Gegenzug bekommt er dafür auch was: ein Kind!

    • Evelyn Willemin sagt:

      Und würden Sie sich über die Forderung nach Unterhaltszahlungen für das kleine Baby auch freuen? Oder war das Ganze evtl. dann doch nicht zu Ende gedacht?

    • Reto Aufdermauer sagt:

      Ja, Sportpapi, aber Achtung, auch mit diesem Effekt haben sich die Evolutionsbiologen schon befasst. Beim Thema Kuckuckskinder heisst es oft, Frauen hätten einfach ein Interesse daran, als genetischen Vater den mit den besten Genen zu haben, und als sozialen Vater den, der am meisten bereit und in der Lage ist, seine Ressourcen in das Kind zu investieren. Aber am allerbesten ist es doch, wenn frau zwei (oder noch mehr) Männer in dem Glauben lässt, sie seien (möglicherweise) der Vater, und somit auf Ressourcenzuwendung von mehreren Männern für ihr Kind hoffen kann – ganz gleich wer nun wirklich der Vater ist. Denken Sie daran, falls Sie aufgrund des Augenzwinkerns einmal erwägen sollten, gelegentlich Götti-Aufgaben zu übernehmen.

      • tina sagt:

        na wenn das nicht das nonplusultrakindswohl ist! und ganz natürlich!

      • Reto Aufdermauer sagt:

        @Tina: nur für das Wohl des Kindes der „flüchtigen Bekannten“. Sportpapis Ehefrau und eheliche Kinder werden das vermutlich als gar nicht kindswohlförderlich empfinden.

      • tina sagt:

        es war nicht so ernst. der witz ging richtung „männer müssen ihre gene breit verstreuen, das liegt in ihrer natur“ und den so häufig vorgebrachten scheingrund „kindswohl“

    • tina sagt:

      das kuckucks kind hat der mann, den das kind mit papi anspricht und nicht der biologische vater. der mann, den das kind mit papi anspricht, weiss nicht, dass er nicht der biologische vater ist. wüsste er es, wärs kein kuckuckskind und die problemfelder würden woanders liegen

    • 13 sagt:

      Ja, den Mann kann es stolz machen. Die Frau hingegen, die fremdgeht und dann nicht weiss, von wem das Kind ist, ist eher eine egoistische, betrügerische und geldgeile Schl…. . Ach würde es mich reizen, das böse P…-Wort zu brauchen. Aber einmal am Tag reicht wohl…

      • Hans Hasler sagt:

        Ein Klassengspänli in der Kantonsschule hat im Bio-Untericht (Mendelsche Vererbung) erfahren, dass er ein Kukuckskind ist. Das war kein schöner Moment.
        Das nicht wissen wollen der Eltern heisst nicht unbedingt, dass es das Kind nie erfahren wird.
        Sich einfach wegen dem „Kindswohl“ keine Gedanken machen zu wollen kann auch einfach „voll in die Hosen gehen“….

      • Hans Hasler sagt:

        Vorheriger Kommentar ist unbeabsichtigt als Antwort reingerutscht. Sollte ein eigenständiger Kommentar sein…

      • tststs sagt:

        Mit dem Fortschritt der Medizin wird es bald unmöglich sein, den Kuckucksstatus ein Leben lang geheim zu halten…

    • Sportpapi sagt:

      Lustig, dass immer wieder leute meinen Namen kapern.

      • mila sagt:

        Ich finde es etwas seltsam, dass selbst Kommentierente, die Sie aus Diskussionen etwas näher kennen, auf diese Kaperungen jeweils anspringen, als ob es von Ihnen käme…

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Das finde ich auch… Aber offenbar wirke ich so…

      • 13 sagt:

        @ sp
        Un ehrlich zu sein, ich hielt es für einen Scherz von dir…aber ja reingefallen….

  • Lina Peeterbach sagt:

    Für uns war das ganz klar, wir testen bei allen Kindern. Einfach so, damit mein Mann die gleiche 100%ige Sicherheit haben kann wie ich. Da ich keinerlei Zweifel hatte, habe ich dies sogar vorgeschlagen.
    Ich denke flächendeckend ist zu übergriffig, da erstens sehr teuer, und es natürlich auch bedeutet, dass dann irgendwo mein DNA-Profil gespeichert wird, und das möchte nicht jeder. Wenn beide sich dagegen entscheiden, sollte dies respektiert werden. Wo aber der Wunsch nach absoluter Klarheit oder leichte Zweifel bestehen, muss (auch eine einseitige!) Möglichkeit eingeräumt werden. Daneben gibt es auch noch Fälle, wo es medizinisch fraglich ist, bspw. im Falle der künstlichen Befruchtung – wer garantiert, dass im Labor nichts vertauscht wurde? Ich plädiere klar für Freedom to Test!

    • Franka sagt:

      möglich, dass ich Labor etwas vertauscht wurde. Aber ist denn die Biologie so viel wichtiger als die emotionale und soziale Elternschaft? Man(n)/Frau zieht ein Kind auf, liebt es, versorgt es, erzieht es, und plötzlich soll das nichts mehr Wert sein, nur weil man seine Gene nicht weitergegeben hat?
      .
      Bei einem durch fremdgehen gezeugten Kind kommt natürlich der Betrug des Ehepartners hinzu, aber auch da sollte doch eine emotionale Bindung zum Kind bestehen. Das kann ja schliesslich nichts dafür.

      • tststs sagt:

        „Bei einem durch fremdgehen gezeugten Kind kommt natürlich der Betrug des Ehepartners hinzu, aber auch da sollte doch eine emotionale Bindung zum Kind bestehen.“
        Ich muss ständig an die Männer denken, die sich freiwillig in eine Kuckuckssituation begeben, aka die Stiefväter.
        Sind denn dies alles Idioten, die Geld und Liebe in ein Kind stecken, das leider nicht dieselbe DNA hat?

      • Lina Peeterbach sagt:

        Ich habe ja nicht geschrieben, dass ich dann je nach Ergebnis mein Kind verstossen würde. Aber ich würde es vielleicht einfach gerne wissen.
        Stiefkinder oder Adoptivkinder sind eine bewusste Entscheidung, nicht eine Vorspiegelung falscher Tatsachen. Ich sehe da einen grossen Unterschied.

      • mila sagt:

        Eben. Das Stichwort ist: Freiwilligkeit. Freier Wille kann beflügeln, Zwang das Gegenteil bewirken. Denken Sie doch mal für einen kurzen Moment darüber nach.

      • mila sagt:

        Übrigens, ich rede auch nicht vor dem Hintergrund grauer Theorie. Eine meiner Tanten ist ein Halbgeschwister, grossgezogen von meiner Grossmutter wie ein eigenes Kind. Einer meiner Schwager wurde vom Vater meines Mannes grossgezogen wie ein eigenes Kind. Das entscheidende Kriterium: es wurde mit offenen Karten gespielt, die Liebe hat freien Fuss gefasst. Für dieses Recht auf einen freien Entscheid plädiere ich. Statt für die Entschuldigung von Lügen und Heimlichkeiten, vor dem (mE) Schein-Argument des Kindswohls. Auch das Kind hat ein Recht auf Ehrlichkeit bezüglich seiner Herkunft.

      • Franka sagt:

        Ja klar spielt Freiwilligkeit eine grosse Rolle. Mir gings einfach um die Beziehung zwischen sozialem Vater und Kind. Wenn ich 10 Jahre lang als der Vater meines Kindes gelte und ich dann herausfinde, dass ein anderer Mann der biologische Vater ist, höre ich dann von heute auf morgen auf, mein Kind zu lieben? Zerbricht dann die Beziehung zum Kind? Und wenn ja, warum?

      • tststs sagt:

        @Lina&mila: natürlich ist mir der Unterschied bekannt.
        Aber sobald der Mann weiss, dass es sich um ein Kuckuckskind handelt, dann kann er sich ja auch freiwillig dafür entscheiden. (Eben das, was Stiefeltern seit Jahren machen).
        Wenn ich aber gewisse Kommentare lese, scheint es nur eine Art zu geben wie man(n) reagieren kann/darf: Frau und Kind in den Wind schiessen.

      • mila sagt:

        tststs, so habe ich die Kommentare hier eigentlich nicht gelesen. Und ich denke auch nicht, dass das realiter der Regelfall ist.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Wie kommt wohl der Verdacht auf, dass das Kind von einem anderen ist? Wann reift die Erkenntnis und man möchte das gerne abklären? Ich kann mir das schlecht vorstellen, schon gar nicht in intakten Familien und Beziehungen.
        Oder noch schlimmer: Im Streit ums Sorgerecht erklärt die Frau, dass das Kind vielleicht gar nicht von ihm ist…

      • tststs sagt:

        @SP (original oder nicht?)
        Da bin ich ehrlich gesagt auch ein wenig überfragt, aber ich gehe davon aus, dass es bei den meisten Entdeckungen entweder
        a) ein komisches Gefühl ist (z.B. das Baby sieht aus wie der Gärtner)
        oder
        b) bei medizinischen Untersuchengen (falscher Vater oder Kind) auffliegt.

  • Brendan Piller sagt:

    Naja… biologisch gesehen ist es ja vielleicht sogar sinnvoll was diese Frauen machen… Für die Zeugung die biologisch „wertvollste“ Physis und für die Aufzucht der Brut den treu-fleissigen Familienchrampfer. Frau hat nicht wie Mann unendlich viel Zeit diese Entscheidung zu treffen und muss ihre „Ressourcen“ schonend einsetzen. So einen Standardtest bei Niederkunft würde hier also quasi gegen die Naturgesetze eingesetzt 🙂
    (just another point of view)

    • tststs sagt:

      Dies funktioniert natürlich nur, wenn man davon ausgeht, dass frau ihre Partnerwahl per Vernunftsentscheid trifft und nicht per Biologie…

  • Hans sagt:

    Kleine Bemerkung zu den Tests im 1. Trimester. Als nicht Fachmann und ohne lange zu googeln bin ich mir ziemlich sicher, dass beim Panorama Test auch die Vaterschaft gecheckt wird.
    Beim Panorama-test KANN der Vater eine Speichelprobe geben. Mit Hilfe der hochkonzentrierten väterlichen DNA fällt es dann wohl leichter Schnippsel auszuwählen, die sich von der Mütterlichen DNA unterscheiden um diese dann im Blut der Mutter zu suchen. Dies geschieht ja mit dem Ziel nachzuweisen, dass Schnippsel von allen Chromosomen ähnlich häufig auftreten.
    Wenn jetzt die Schnippsel vom Vater im Blut der Mutter nicht vorkommen, dafür aber andere fremde, liegt das wohl daran dass der Vater nicht der Vater ist.
    Das ist aber wohl eines dieser Nebenresultat, die heute nicht bekannt gegeben werden dürfen.

  • mila sagt:

    Man sollte sich endlich von dem Gedanken verabschieden, dass eine Frau, die ein (potentielles) Kuckuckskind verschweigt, dies in irgendeiner Form zum ‚Wohl‘ des Kindes und/oder der Familie tut. Ein Mann sollte die Möglichkeit haben, sich in so einer Situation bewusst für das Kind/die Familie zu entscheiden. Wird ihm diese Möglichkeit genommen, ist die Frau für jedwede weiteren Folgen zu ver-antworten. Also auch für eine spätere Entfremdung zwischen dem Kind und dem sozialen Vater, entstehend aus dem Betrug.

    Ich ziehe den Hut vor Männern, die die Beziehung zum Kind ungeachtet eines Betrugs wahren. Umgekehrt ist niemand zu verurteilen, der diesen Akt menschlicher Grösse nicht aufbringt – wer nie in so einer Situation war, kann sich nicht anmassen, zu urteilen.

    • tststs sagt:

      Vorab: Ja, auch ich versehe, wenn ein Mann sich aus solch einer Situation verabschiedet.
      Aaaaber er macht dann halt schon einen entscheidenden Fehler: Er bestraft das Kind für den Fehler der Mutter.
      Und ganz abgesehen davon, wie soll das gehen? Da liebt man ein Kind über Jahre hinweg und soll das plötzlich abstellen?
      No,No… eben wir leben in der Realität, nicht Prinzipistan. Deshalb – glaube ich – verabschieden sich einige Männer von der Frau (aka Vertrauensbruch), aber nicht vom Kind.

    • mila sagt:

      Die Sache ist schlicht die: Sie können keinem anderen Menschen vorschreiben, ob er seine Gefühle abstellt, oder nicht. Ich denke auch, dass die wenigsten sozialen Väter sich vom Kind verabschieden würden (vielleicht noch nicht Frage mal von der Beziehung). Aber Ehrlichkeit ist angebracht. Und damit auch die freie Wahlmöglichkeit.

      • Reincarnation of XY sagt:

        es gibt auch biologische Väter (wie auch Mütter), die sich von ihren Kindern verabschieden.

        Letztlich geht es um die Beziehungsfähigkeit, um die Bindungsfähigkeit, bzw. um die Liebesfähigkeit des Einzelnen.

        Das wären die weitaus wichtigeren Themen zu besprechen, als über irgendwelche Zwangsmassnahmen. Denn diese Fähigkeit entscheidet noch mehr über das Familienglück und somit auch über das persönliche Glück, als all die Streitthemen auf denen am liebsten diejenigen herumreiten, welche sich nie ohne Selbstschonung diesem Thema gestellt haben.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        mila

        Danke für Ihren Kommentar. Ein Seitensprung ist das Eine (möchte ich jetzt nicht unbedingt erfahren, wenn mein Mann gegumpt ist), aber dem Partner ein Kind unterzujubeln geht gar nicht.

      • mila sagt:

        Roxy, in Diskussionen wie diesen kämpfen wir doch immer mit (respektive, um) Nebelpetarden… Schön wäre es, wenn man in so einer Situation denken könnte: der Betrug, und insbesondere die Lüge schmerzt. Aber das Kind ist das Beste, das mir im Leben passiert ist. Das wird aber vermutlich nur geschehen, wenn die Beziehung zur Mutter als solche nicht vollends vergiftet ist.

        Will sagen: ein Um-denken, ein Weiter-denken, das die ausschliesslich eigene Perspektive sprengt, wäre oft heilsam. Aber erzwungen werden, zumal auf ‚moralischer‘ Basis von aussen, kann es nicht.

  • 13 sagt:

    Ich bin weitgehend mit Ihnen einverstanden, Frau Meier. Nämlich, dass es gewisse Anpassungen braucht. In erster Linie das Recht, einen Test durchzuführen, auch ohne Einverständnis und Wissen der Mutter. Wobei ich nicht glaube, dass tatsächlich schon mal ein Mann zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, weil er es trotzdem machte. Der Test wäre vor Gericht wohl einfach nicht gültig. Weiter sollte es möglich sein, auch nach sechs Jahren zu klagen und dazu, das stört mich sehr, muss die Klagemöglichkeit auch dem biologischen Vater zustehen (ich weiss, in der Kuckuckskind-Diskussion hört man es selten, aber es gibt ja viele Väter, die sich gerne kümmern würden).

    • 13 sagt:

      Ein Automatismus fände ich aber falsch. Ich war früher auch dafür. Meine Meinung geändert habe ich nach einem Gespräch mit meinem Mann, der nur fand, ihn hätte man nur mit Polizeigewalt zu einem solchen Test zwingen können. Ab dem Augenblick der Geburt waren es nämlich seine Kinder und es soll niemand versuchen, sie wegzunehmen. Er ist übrigens im Gegensatz zu mir auch ein Fan der 5-Jahres-Regel und findet, es sollte noch verkürzt werden. Ein Automatismus ist ein grosser Eingriff in die Selbstbestimmung. Es besteht auch ein recht auf Nichtwissen. Aber das Recht auf Wissen muss gewahrt werden.

      • 13 sagt:

        Störend am Artikel finde ich aber diesen Satz:
        „Ich wäre dafür, denjenigen Mann zur Kasse zu bitten, der das Kind gezeugt hat.“
        Der hat so etwas von der Weltanschauung, dass sich die Frauen um die Kinder kümmern und die Männer die Ernährer sein müssen. Nicht sehr feministisch von Ihnen, Frau Meier 😉
        Nein, für die Kinder sollten in erster Linie die Eltern aufkommen. Ist kein Papi da, der ein Kind durchfüttert, sollte das Mami zur Kasse gebeten werden, übrigens auch wenn einer da ist. Und auch beim Feststellen eines Kuckuckskindes sollten Rückforderungsansprüche zuerst an sie gestellt werden, den sie war es, die zu Unrecht Unterhalt bezogen hat. Sie kann immer noch auf den biologischen Vater zurückgreifen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        13 – mir gefällt ihre Gradlinigkeit.

      • Christoph Schnyder sagt:

        Super-Statement!

      • Martin Frey sagt:

        Sehr guter Kommentar, 13. wie gewohnt sehr konsequent.
        Einen Vorschlag hätte ich: weshalb nimmt man die DNA nicht im Rahmen des Routinetests, der sowieso wenige Tage nach Geburt gemacht wird, einfach ab und lagert sie? So dass bei Bedarf jede Partei, auch nach 5 Jahren (aber das kann man gesetzlich regeln) darauf zugreifen kann?
        Oder anders gesagt, das Material hätte man fix vorliegend, aber man würde nicht fix einen solchen Test bei allen machen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        13

        Wie wird denn das juristisch gehandhabt, wenn der Vater verbotenerweise getestet hat und er nicht der Vater ist? Der Test wird ja nicht anerkannt.

      • 13 sagt:

        Danke

        @ MF
        Weil beim Gedanken daran, die DNA aller Menschen staatlich verordnet zu speichern, wohl alle Datenschützer auf die Barrikaden gehen würden….

        @ tamar
        Der Test wird nicht als Beweis zugelassen, also muss man, sofern die Mutter es inzwischen nicht eh zugibt, vor Gericht einen neuen beantragen. Dann gibt es zwei und das Problem ist vom Tisch (bis evtl. auf die Anzeige, weil ein heimlicher durchgeführt wurde, aber ganz ehrlich: ich würde den gar nicht offenlegen).

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        13

        Nun, eine Anzeige umgeht dann Mann ganz einfach, indem er heimlich testet und bei negativem Ergebnis, die Vaterschaft anzweifelt, weil ihm ein Vögelchen etwas geflüstert hat, oder einfach, weil er ein „komisches“ Gefühl hat, oder das Kind ihm nicht gleicht….

        Irgendwie schlimm, wenn man sich in einer Beziehung derart hintergehen muss.

  • Anh Toàn sagt:

    Die gesetzliche Vaterschaftsvermutung soll die Familie, die Ehe schützen. Die Familie ist traditionell kleinste Einheit der Gesellschaft, das Individuum hat nur Bedeutung als Teil der Familie. Konsequenterweise sollten wir endlich die Ehe abschaffen, dann gäbe es keine Vaterschaftsvermutung, keine Verpflichtung zu zahlen wenn man nicht Vater ist, nicht für das Kind und auch nicht für die Mutter. Gäbe es keine Familie als rechtliche Einheit, gäbe es nur Kinder und Väter und Mütter.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Ehe dient nur der politökonomischen Formalisierung der Familie. Eben weil die Familie die kleinste Einheit der Gesellschaft ist. Staaten können kein Interesse haben, nicht an Familien gebundene Menschen im Bestand zu haben. Man betrachte nur die Flüchtlings- Sub- Diskussion über allein reisende junge Männer.

      Deshalb stattet man die gesetzlich vollzogene Ehe mit bestimmten Vorzügen aus. Dennoch ist die Ehe bereits in Rückzugsgefechten verwickelt. Meine Kinder und die meisten ihrer Freunde haben Familie, sind aber unverheiratet und bleiben das. Man möchte den Staat nicht im Bett und am Mittagstisch haben und eine Trennung eben wirklich Trennung sein lassen. Ohne nachträgliche Verpflichtungen.

  • Urs Kamm sagt:

    Der Vergleich gehörnter Mann und Frau die feststellen muss, dass ihr Kind bei der Geburt vor Jahren vertauscht wurde, ist echt gut. Ziemlich genau so dürfte sich in etwa ein Mann fühlen, wenn er nach Jahren feststellen muss, dass er Jahrzehnte für ein fremdes Kind bezahlt hat. Aber leider ist es bei unseren Bundespolitikern in Bern so dass Änderungen sehr lange dauern. Und dann kommts raus so wie jetzt, wo die Sommaruga die „Verschärfung“ von Strafen bei Sexual- und Gewaltdelikten angekündigt hat. Nichts als ein Säuseln.
    Und wenn dann der Vaterschaftstest zeigt dass ein Kuckuck im Bett war der gestorben ist? Dann müsste der Staat ja bezahlen. Und das will er partout nicht. Lieber soll der betrogene Vater ein Leben lang Zahlsklave sein. Wie jetzt.

    • Hans sagt:

      Ich finde den Vergleich doof.
      Bei der Babyverwechslung handelt es sich um eine externe Fehlleistung. Darum steht die Frage: „Wie geht es denn MEINEM Kind“ über allen Fragen im Raum. Man wird Kontakt zu diesem Kind haben wollen.
      Beim KK-Kind ist das nicht das Thema, da kein anderes Kind existiert. Hier geht es darum, dass mein Lebenspartner mich betrogen hat.
      Wenn’s vergleichbar sein soll, dann müsste der Vater aktiv das eigene Baby auf der Neugeborenenabteilung gegen ein anderes schöneres vertauscht haben. Dann vielleicht. Aber auch hier ist die kriminelle Energie wieder ganz anders.

      • Hans Hasler sagt:

        Wie wärs mit einer Babyverwechslung als Vergleich, bei der sich im Nachhinein herausstellt, dass der Ehemann sehr wohl der Vater ist – und die Mutter die Putzfrau?
        Ich glaube, dies würde keine Frau kalt lassen! Die Frau hat dann zwar schon auch ein Kind -aber eines, dass halt wie beim Kuckuck immer an das Fremdgehen erinnert.

  • sepp z. sagt:

    Vielen Dank für dieses klare Statement.

    Einzig beim Geldargument drückt wieder die egoistische Muttersicht durch. Tauschen Sie mal die Rollen. Frau trennt sich vom Mann, der ein Kind von einer fremden Frau hat. Und Sie als Frau müssen ihm nun die nächsten 20 Jahre noch ca eine Viertelmillion Franken überweisen für dieses Kuckuckskind. Ganz gemäss heutiger Rechtssprechung.
    Und dann sagen sie nochmal, dass das Geldargument überbewertet wird.

  • Hans Müller sagt:

    Völlig schleierhaft, warum man schon wieder versucht, die (Mit-)Schuld an die Männer abzuschieben. Offenbar geht’s nie ohne, obwohl die Frau alleine darüber entscheiden kann, dem Mann ein Kind unterzujubeln, sich noch dazu in dieser Handlungsweise auf den Staat als Komplizen verlassen kann. Natürlich geht es auch ums Geld. Jemand muss ja zahlen und lustigerweise scheint es selbstverständlich zu sein, dass das in erster Linie ein Mann sein soll (egal welcher) oder sonst halt der Staat. Nur der Frau spricht man höchstens eine komplementäre finanzielle Verantwortung für das Kind zu. Das beginnt ja schon bei der Berufswahl. Aber ansonsten ein guter Vorschlag: Automatische Tests oder einfach die Erlaubnis, einen solchen Test ohne Einwilligung der Mutter durchführen zu können, würde helfen.

  • Ulrich Gasser sagt:

    „Ja, es gibt Kuckuckskinder. Die machen die Frauen aber nicht alleine. Dazu braucht es einen Kuckuck (…) Damit verhält er sich ebenso verwerflich wie die Frau, die dieses Kind unter die Fittiche des Scheinvaters legt.“
    Nö. Der beteiligte Mann betrügt niemanden (es sei denn, er wäre auch in einer festen Beziehung). Und ob der Goof ausgetragen wird, entscheidet im Zweifelsfall ja auch die Frau alleine. Das Bild der hinterhältigen Frau hat bei bis zu 10% Kuckuckskindern schon eine gewisse (!) Berechtigung.
    „Auch dem Staat geht es offensichtlich vor allem ums Geld: Wenn kein Papi da ist, der das Kind durchfüttert, zahlt womöglich Vater Staat.“
    Das ist auch richtig so. Ich will als Steuerzahler auch nicht für das verantwortungslose Reproduktionsgebaren anderer Leute aufkommen müssen.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Konservative und Feministinnen werden dies erfolgreich zu verhindern wissen, davon bin ich überzeugt. Zudem denkt der Staat diesbezüglich in einer einfachen, aber aus Vätersicht nur schwer nachvollziehbaren Dimension: Er will nicht zu stark für Kinder aufkommen müssen. Diese Konstellation ist sozusagen bombensicher: Konservatismus + Feminismus + Staat = Viele Nachteile für Väter. Aber ja, danke für diesen Artikel: Ich bin auch dafür, dass Väter ein Leben lang das Recht haben sollten, zu überprüfen, ob sie wirklich die biologischen Väter sind oder nicht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es spricht vieles dafür, die juristische und soziale Vaterschaft von der biologischen zu trennen. Ein Staat kann kein Interesse an ’sauberen‘ Familienverhältnissen haben. Ein Staat ist nur an stabilen Familien interessiert und im Falle der verarmten Eidgenossenschaft vor allem an Familien, die nicht alimentiert werden müssen.

      Man darf sich in dem Fall zu allgemeiner Zufriedenheit darauf verlassen, dass der status quo erhalten bleibt, solange es die Konstrukte Staat und Familie noch gibt.

    • mila sagt:

      Ich schliesse mich an: ich bin für eine jederzeitige Möglichkeit, die Vaterschaft zu überprüfen. Früher hätte ich dies noch davon abhängig gemacht, dass die Mutter über den Vorgang informiert wird – aber ich sehe, dass das eine schwierige Hemmschwelle ist. Und so lange solche Zweifel im Raum stehen, sind Beziehung und Kindswohl ohnehin belastet.

      Unterm Strich: es geht um die biologische Beziehung zwischen Vater und Kind. Die Mutter ist davon nicht direkt tangiert, ihre Mutterschaft steht fest. Deshalb: ein Ja zu unbürokratischen Testmöglichkeiten. Und ein klares Nein zu flächendeckenden Tests einer ganzen Bevölkerung, wegen einiger, verhältnismässig weniger Fälle.

    • Nadia Meier sagt:

      Bitte, gern geschehen. Ich bin übrigens Feministin.

      • 13 sagt:

        @ Frau Meier
        Das bin ich auch. Aber: Feministinnen sind in Augen einiger nicht etwa Menschen, die eine feministische, emanzipierte und gleichberechtigte Lebensanschauung haben und dabei noch Frauen sind, sondern einfach ein Ausdruck für das „personifizierte Böse, das die Schuld an allem trägt“. Darum auch die Zusammenfassung mit dem Konservatismus, was eigentlich gar nicht geht. Dass dafür dieses Wort gebraucht wird, das aus der Frauenbewegung entstanden ist, ist im Übrigen nicht zufällig, sondern dient in erster Linie der Manifestierung des Patriarchats. Diejenigen an der Macht wehren sie dadurch, dass sie Dinge derjenigen, die sich gegen die Macht auflehnen, übernehmen und zu eigen machen und damit die Auflehner schwächen. Solche Beispiele gibt es in der Geschichte immer wieder.

      • max sagt:

        Das merkt man an Ihren leicht dümmlichen Relativierungsversuch.
        Erstens ist nämlich der Dritte dem Partner der Frau gegenüber zu gar nichts verpflichtet (im gegensatz zur Frau) und zweitens ist es üblicherweise nicht der Liebhaber, der dem Ehemann mitteilt, dass er Vater werde.
        Dann noch zum schnöden Geld, um das es den bösen Männern ja immer geht. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Männer ihr Geld nicht im Lotto gewonnen haben. Sondern sie arbeiten dafür. D.h. sie wenden Arbeitszeit dafür auf. Sprich : der Mann darf dann jahrelang Fronarbeit leisten für ein Kind, dem er nicht verpflichtet ist.
        Liebe Frau Meier, würden Sie gerne die nächsten 20 Jahre sagen wir fünf Tage im Monat gratis für mich arbeiten? Wäre doch für Sie kein Problem, oder?

      • Frank sagt:

        13, die Bemerkung ‚Feministinnen und Konservative‘ benennt wohl eher eine unheilige politische Allianz von linken Frauen und Rechtskonservativen, die in der Tat sehr erfolgreich Männer- und Väteranliegen in der Schweiz politisch bekämpft und bodigt.

      • 13 sagt:

        @ Frank
        Ich halte diese Allianz nachwievor für ein Märchen, wobei ich den Rückschluss Frau + links = Feministin auch nicht immer für korrekt halte. Ich kenne einige linke Frauen, die weit vom Feminismus entfernt sind. Selten, aber das gibt es. Viel häufiger setzen sich diese aber dafür ein, dass man Änderungen nicht nur einseitig vornimmt, sondern auch im Gegenzug etwas geschieht. Wenn ich etwas von Ihnen will und Sie auch gleichzeitig etwas von mir, dann kann meine Forderung durchzwängen, das wäre dann eher die rechte Masche, einfach Ihnen geben, was Sie wollen, ohne meine Forderung zu stellen, das fände ich politisch ziemlich dumm oder eben verhandeln ( Bsp. AHV-Alter vs. Lohngleichheit).

      • Zufferey Marcel sagt:

        Genau, Frank. Aber ich habe aufgehört, mit Ideologinnen zu sprechen: Patriarchat, pffff… Dazu gehört wohl jeder Eisenleger, Maurer und Lastwagenfahrer. Und nun folgt wahrscheinlich wieder der für diese Ideologinnen typische, lapidare Nebensatz: „… (Passendes bitte selber einfügen), dass das Patriarchat auch den Männern schadet.“

        Und das man Männer ja auch helfen wolle, usw.

        Darauf kann ich verzichten.

      • frank sagt:

        13, ich nenne als Beispiel einer solchen unheiligen Allianz die gescheiterte Rentenreform.

      • 13 sagt:

        @ Frank
        Die Behauptung, dass es die linken Frauen waren, die die Rentenreform aufgrund des AHV-Alters zum Einsturz gebracht haben, wird durch dauernde Wiederholung nicht wahrer. Ich zumindest habe ja gestimmt, nach dem Entscheid des Ständerates hinsichtlich Lohngleichheit bin ich über das nein weniger traurig.

        @ M.Z.
        Das Patriarchat schadet allen, die nicht die feste Rollenverteilung leben wollen oder nicht ins Schema passen. Ob Sie da drunterfallen, können Sie selber entscheiden.
        Aber Sie haben natürlich recht. Der LKW-Fahrer, der in seinem LKW ein pornografisches Heft rumliegen hat und die nackte Frau am Rückspiegel hängt, während er tagelang unterwegs ist und seine Frau zu den Kindern schaut, gehört natürlich nicht zum Patriarchat….bestimmt nicht. *achtungironie*

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es waren die linken Frauen (und sehr linken Männer), gemeinsam mit der rechtsbürgerlichen Front. Genauso steht es doch da, und so war es doch auch. Eben, unheilige Allianz.
        Und zum „Patriarchat“. Damit ist ja offenbar längst nicht mehr Männer- oder Väterherrschaft gemeint, sondern eigentlich unsere ganze Lebenssform, unser „System“. Und irgendwie gehört da alles und nichts dazu, und die Kritik am „Patriarchat“ deckt sich zu grossen Teilen mit linker Kapitalismuskritik.
        Wie heisst denn der Gegenentwurf? Und wer will diesen wirklich?

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Wenn ich etwas von Ihnen will und Sie auch gleichzeitig etwas von mir, dann kann meine Forderung durchzwängen, das wäre dann eher die rechte Masche, einfach Ihnen geben, was Sie wollen, ohne meine Forderung zu stellen, das fände ich politisch ziemlich dumm oder eben verhandeln ( Bsp. AHV-Alter vs. Lohngleichheit).“
        Hm. So gesehen wundert man sich, dass die Männer all ihre Privilegien zwar nicht kampflos, aber praktisch gratis abgegeben haben.
        Und natürlich können Ungleichgewichte, Benachteiligungen etc. so gar nie aufgehoben werden. Weil es kein Gegengeschäft gibt.
        Was aber aktuell passiert: Dass die Männer langsam genug haben von „Gleichberechtigung“, wenn sie sehen, dass diese immer nur in eine Richtung abläuft.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @sportpapi: Wirklich scharfsinnig erkannt: Unter dem Begriff „Patriarchat“ subsummiert sich ein ganzes Bündel von Denkansätzen, die interessanterweise weitgehend deckungsgleich mit traditionell (linker) Kapitalismuskritik sind. Damit bewegt sich dieser inflationär gehandelte Begriff von seiner ursprünglichen Bedeutung, nämlich Männerherrschaft im weitesten Sinne, immer weiter weg und verkommt zunehmend zu einer sinnentleerten Worthülse. So habe ich das noch gar nie gesehen- aber Ihre Kritik an der Kritik ist absolut zutreffend!

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Das Patriarchat nach neuerer Definition meint die Herrschaft des Mannes (ja, früher des Vaters, heute des Mannes). Nun, wenn wir jetzt hören, wer wie gegen eine angemessene Vertretung der Frauen in den Herrschaftseliten, die nun mal den Ton angeben, ist und somit die Herrschaft der Männer stärkt, ja der unterstützt dieses, auch wenn, wenn er nicht selber zur Herrschaft gehört. Damit können genauso gut konservative Frauen, die finden, Frauen gehören da ohnehin nicht hin und haben eine andere „Lebensaufgabe“ (Kindererziehung etc.) dieses unterstützen wie Männer. Mit Kapitalismus hat das nur teilweise zu tun. Das Gegenstück ist ja nicht Sozialismus und auch nicht das Matriarchat, sondern eben Gleichberechtigung. Aber Du hast recht, es gibt viele, die diese nicht wollen.

      • 13 sagt:

        @ Frank
        Übrigens spannend:
        https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/darum-scheiterte-die-rentenreform/story/13641944

        „Offenbar habe die Erhöhung des Rentenalters für Frauen nur eine untergeordnete Rolle für den Entscheid gespielt. Viele, die das Lohngleichheits-Prinzip befürworteten, darunter auch Frauen aus dem linken Lager, hätten am Ende trotzdem ein Ja in die Urne gelegt.“

      • Sportpapi sagt:

        @13: Niemand ist gegen eine angemessene Vertretung der Frauen in allen wichtigen Gremien. oder fast niemand.
        Sie sollen einfach ihren Weg nach den gleichen Spielregeln wie die Männer gehen.

      • 13 sagt:

        Wobei mit gleichen Spielregeln die „Spielregeln der Männer“ gemeint sind, die sie ja aufgestellt haben, basierend auf einem System, das Männern andere Rechte zugesteht, als Frauen. Die Voraussetzungen, die eine Frau mitbringt, sind eine andere als die Männer, für die die Spielregeln gemacht wurden. Angefangen damit, dass sie in den seltensten Fällen eine andere Person zu Hause hat, die für sie die Kinder austrägt, stillt, aufzieht und den Haushalt macht. Gleich wie das im Übrigen auch die „modernen“ Männer nicht (mehr) haben. Aber das sind ja auch nicht unbedingt die, die gefördert werden.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Voraussetzungen sind genau die gleichen. Ausser du möchtest mit der Biologie argumentieren. Männer haben genauso wenig automatisch eine Person an ihrer Seite, die sie unterstützt. Ausserdem ist das ja auch nicht zwingend.
        Und zu den „Spielregeln“: Hier steht ja immer im Raum, man müsse quasi den maximalen Einsatz begrenzen.
        Wie wenn man für eine Prüfung nicht mehr als eine Stunde lernen dürfte. Weil einige ja noch andere Verpflichtungen und Interessen haben als Schule…
        Unsinnig? Eben.

  • Silla sagt:

    Sicher nicht. Es ist halt so: Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Auch ohne Trauschein.

    • sepp z. sagt:

      Es spricht die egoistische Feministin, die einzig darauf bedacht ist, als Frau möglichst viele Privilegien zu haben. Gleichberechtigung ist euch Feministinnen egal.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Dann sollen Frauen aber auch still sein und ein Kuckuckskind ihres Partners finanziell und emotional mittragen.

  • lara sagt:

    Ich sehe das Problem nicht. Ich bin klar für das routinemässige Testen.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Wenn es jetzt wieder wie bei der letzten Diskussion zu diesem Thema Frauen geben sollte, welche meinen, dass Mann sich nicht so anstellen und seinen „verletzten“ Zeugungsstolz hinten an stellen sollte: da möchte ich gerne mal wissen, wie dieselben Frauen reagieren würden, wenn es umgekehrt ist. Mann kommt nach Hause, eröffnet dass ein Seitensprung geboren wurde, für diesen er nun mitsamt der Kindsmutter finanziell aufkommen muss. Da hoffe ich doch, dass diese Frauen nicht nur die geforderte Toleranz zeigen, sondern auch ihr Arbeitspensum erhöhen, um die Nebenfamilie zu unterstützen, während man selber und auch die eigenen Kinder sich finanziell stark einschränken müssen.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Jeder Vater sollte das Recht auf so einen Test haben.
    Das wär dann schon alles, was man dazu machen sollte.

    Gemäss Genstudien beträgt die Rate der Kuckuckskinder lediglich 0.9%.
    Deswegen flächendeckend testen, ist Unsinn.
    Aber alle, die sich nicht sicher sind, sollen unkompliziert einen solchen Test machen können.

    Nun wird eingewendet, dass sich der Vater nicht wagt, weil das ja ein Misstrauensantrag darstelle etc., und dass deswegen die 99% auch den Test machen sollen. Aber sorry, hier fängt das Problem ja genau an. Wenn man eine Familie gemeinsam leben will, dann muss man lernen offen seine Gefühle und Ängste zu kommunizieren. Wenn es an so einem Test scheitert, dann scheitert es sowieso.

    • Zufferey Marcel sagt:

      0,9%? Ausdifferenziert sieht es anders aus:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Kuckuckskind

      • 13 sagt:

        @ M.Z.
        Gemäss der Statistik sind es in der Schweiz sogar nur 0,8%. Was wollen Sie also damit ausdrücken?

      • Zufferey Marcel sagt:

        Ganz einfach: Im Median sind es global 3,7 Prozent. Ich verstehe ja, dass my home my Castle- in Ihrem Falle also einzig die Schweiz- ist. Aber für mich endet diese Problematik eben nicht an der Landesgrenze, sondern geht weit darüber hinaus, konkret: Die nationale Dimension ist etwas für die SVP, aber für mich nicht.

      • 13 sagt:

        Eher my state my law, denn darum geht es ja hier in erster Linie….(aber das nur, weil das internationale Recht wenig dazu bestimmt, nicht dass nun jemand denkt, ich schlage in die „fremde Richter“ Kerbe….)

      • Reto Aufdermauer sagt:

        @ M Zufferey:
        Soweit ich mich erinnere (müsste es jetzt raussuchen), gibt es aber auch Studien, die belegen, dass die Kuckuckskinderraten stark variieren in Abhängigkeit von Kultur, Religion und (vielleicht mehr als alles andere) von sozialer Stellung. D.h. es würde mich jetzt nicht wundern, wenn z.B. (Beispiele wahllos rausgegriffen) in armen urbanen Regionen Brasiliens tatsächlich – wie so oft behauptet – in jeder Schulklassen 1-2 Kuckuckskinder sitzen, dafür aber in den Eliteschulen von Abu Dhabi praktisch keine. Insofern ist es schon richtig, wenn man sich bei der Diskussion um die Anpassung der schweizerischen Gesetze (und um die geht es ja hier bei Frau Meier und bei Frau Blumer) vor allem Studien aus der Schweiz oder Ländern mit ähnlichen Verhältnissen anschaut.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Ich denke, das Problem hat eine globale Dimension- genau so, wie andere Themen aus dem Gleichstellungbereich auch. Der Feminismus macht ja ebenfalls nicht einfach vor Landesgrenzen Halt. Aber aus rein juristischer Sicht macht es natürlich schon Sinn, innerhalb der eigenen Landesgrenzen zu bleiben.

    • sepp z. sagt:

      50% der Ehen scheitern.
      Immer diese peinlichen Argumente, um die Rechte und Ansprüche der Männer lächerlich zu machen.

    • mila sagt:

      Exakt meine Meinung: die Verhältnismässigkeit für flächendeckendes Testen ist nicht gegeben. Es sollte jedoch die Möglichkeit bestehen, jederzeit zu testen (ab dem 18. Geburtstag mit Einverständnis des Kindes), ohne dass die Mutter darüber zwingend in Kenntnis gesetzt werden muss.

      Persönlich habe ich meine Zweifel, ob eine Beziehung, in der ein Vater sich zu so einem Schritt gezwungen sieht, überhaupt (noch) längerfristig funktionieren kann. Aber das ist letzlich das Problem der Beteiligten. Die Gesellschaft hat lediglich sicherzustellen, dass auch die Rechte der Väter – das Recht auf Wissen/Gewissheit in diesem Fall – sichergestellt ist. Dieses Recht ist derzeit in völlig unzulänglicher Form gegeben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Danke für den Link Zuffy – wenn man die Daten einigermassen lesen kann, sind es etwa 1% , die uns betreffen.

        Sepp 50% scheitern. Das hat aber in den wenigsten Fällen mit Kuckuckskindern zu tun.
        Viele die scheitern wissen, dass es auch mit ihnen selbst zu tun hatte. Diejenigen, die glauben, es liege v.a. an den „bösen Frauen“ oder den „bösen Männern“ werden wohl ihr ganzes Leben lang scheitern.

    • Malena sagt:

      Klar ist Vertrauen und Offenheit wichtig. Das Problem ist ja gerade, dass Kuckuckskinder in Beziehungen hineingeboren werden, die den Offenheitstest nicht bestehen. Und die, wie Sie sagen, ein grösseres Risiko haben, zu scheitern. Die mangelnde Offenheit in diesen Beziehungen als Problem zu benennen reicht allein nicht aus. Vielmehr braucht es Möglichkeiten und Anreize um zu verhindern, dass Kinder ihr Leben in solch explosiven Konstellationen starten müssen. Lieber früh reinen Tisch machen, insbesondere auch in Beziehungen, in welchen nicht beide Partner offen und vertrauenswürdig sind.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Völlig richtig Malena. Nur zeigt die Erfahrung, dass manche Menschen NIE zur Offenheit fähig sein werden, weil sie sich gar nicht mit sich selbst konfrontieren wollen. Und trotzdem zeugen diese Menschen Kinder.

        Wir bieten also allen diesen Test an und sagen allen, dass sie das Recht auf diesen Test haben.
        Das ist angemessen und richtig.
        Die zerrütteten Verhältnisse werden deswegen kaum weniger werden. Denn das Problem ist ein tieferes.

      • Sportpapi sagt:

        @Malena: Wie kommen Sie darauf, dass Beziehungen, die durch Offenheit und unbedingte Ehrlichkeit geprägt sind, weniger scheitern? Das glaube ich nicht.

      • Malena sagt:

        @Sportpapi: das glaube ich nicht in dieser Absolutheit. Es gibt denk ich auch ein zu viel an Ehrlichkeit, bzw. ist unbedingte Ehrlichkeit gar nicht lebbar (Filmtipp: „The Invention of Lying“ :-)). Ich bezog mich auf die Aussage von Roxy, da ging es um Unehrlichkeit betreffend einer Sache, die den meisten Menschen wichtig ist (Treue/Elternschaft). Wenn das auffliegt (oder auch andere Unehrlichkeiten) ist das sicher oft zerstörerisch. Ein gewisses Mass an Offenheit und Ehrlichkeit erwarte ich von meinem Partner, wie von Freunden auch.

  • Jon sagt:

    Grundsätzlich einverstanden, doch man stelle sich vor: Nach der Niederkunft kommt aus, dass es nicht der falsche Vater ist. Eine emotionale Achterbahnfahrt, während eben ein Kind zur Welt kommt. Da ist kaum jemandem gedient. Besser flächendeckende vorgeburtliche Tests, so kann sich das Paar vorbereiten und einigen und sich auf die Geburt freuen.

    • 13 sagt:

      @ Jon
      Vorgeburtliche Tests sind halt einiges teurer. Und auch sonst: Glauben Sie wirklich, eine Schwangerschaft ist keine emotionale Achterbahn? Zumindest für die Frau. Und das eine, die sich noch viel stärker auf das Kind auswirkt, da dieses eben mit dem Körper der Mutter verbunden ist.

  • Amanda sagt:

    Dem stimme ich nicht zu! Ausserhalb einer Beziehung ungeschützten Sex zu haben, zeugt nicht von grossem Verantwortungsbewusstsein beider Beteiligten. Die Entscheidung jedoch, dieses Kind dem eigenen Partner unterzuschieben, trifft letztlich allein die Frau.

  • Denis Franzen sagt:

    Ich glaube nicht, dass es den Scheinvätern nur/vor allem ums Geld geht und Geldsorgen über dem emotionalen Loch nach Entdeckung stehen.

    Es geht vor allem um die Wahrheit. Dann um die Folgen.

    Ich glaube, kaum ein Mann würde das Kuckuckskind fallenlassen. Die erste Sorge wird sein, wie man dem Kind die Wahrheit mitteilt. Denn höchstpersönliche Bedürfnisse sind verletzt, wie man z.B. bei der Suche Adoptierter nach ihren leiblichen Eltern sieht.

    Die Reaktionen werden individuell sein. Aber die Wahrheit ist immerhin die Grundlage für ein freies, selbstverantwortliches und würdiges Leben.

    Dann ist das soziale Umfeld des Kuckuckskindes zu schützen.

    Erst danach kommt die finanzielle Verantwortung ins Spiel, wo ein biologischer Vater seine Verantwortung auch wahrnehmen soll.

  • Rodolfo sagt:

    Danke Frau Meier für die starke und klare Aussage in Ergänzung was diese Woche in der Presse verhandelt wurde.
    Tja, für Kuckucks sind immer 2 Ursache, und diese, die biologischen Eltern des Kuckuck haften, mind. die Frau hat betrogen und soll nicht noch daraus gut gestellt werden. Ein Test nach der Geburt schafft schnell Klarheit, für alle, für das Kind.
    Es geht dem Staat nur um möglichst wenig zu bezahlen, kein Aufwand biol. Vater eruieren/behaften, unter Inkaufnahme von bodenlosem Unrecht, in allen Aspekten. Das Kind soll wissen wer der Vater ist, von Anfang an. Das erhöht den Druck den biol. Vater bekanntzugeben, so viele unbekannte Väter bleiben dann evtl. nicht mehr, und sie haften, egal ob sie wollen oder nicht.
    Ein Präzedenzfall vor dem Europ. Gerichtshof wäre sehr interessant.

  • Tom Maier sagt:

    manche Kinder währen vermutlich sogar froh wenn ihr Vater nicht ihr Erzeuger ist, bei Anderen würde es einschlagen wie eine Bombe. Und je länger man darauf wartet desto grösser wird der Kolateralschaden. Auch ein Grund weshalb Viele gar nicht mehr einen Vaterschaftstest wollen. Man liebt das Kind und die Auswirkungen könnten verheerend sein.
    Deshalb erscheint mir so eine routinemässige Klärung gleich zu Anfang ganz gut, es ist selbstverständlich dass es gemacht wird, die präventive Wirkung wurde im Bericht angetönt, für die Beziehung von Vater zu Kind wäre dies auch klärend – von Anfang an gäbe es keine Zweifel, .. welche heute bisweilen ein Leben lang im Raum stehen.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Wir reden von 0.9%

      Andererseits nennen Sie tatsächlich, das einzig nützliche Argument „präventiver Tests“: nämlich, dass sie keinen Raum lassen zu späteren Zweifeln.

      Allerdings ist auch das nur bedingt so.
      1. Wenn die Freiheit zum Nein besteht, wird das nicht-Nein-sagen, gleich gewertet, wie aktiv einen Test verlangen.
      2. Nicht wenige Zweifler würden plötzlich auch wieder den Test anzweifeln. „Da ist vielleicht etwas vertauscht/manipuliert worden“ etc. .
      Wenn man sieht, wie gross das Bedürfnis nach Verschwörungstheorien ist, dann weiss man, dass Zweifler auch mit wissenschaftlichen Beweisen nicht zufriedenzustellen sind.

      Es bleibt also dabei: das Recht muss bestehen
      und Familiengründer müssen lernen offen über ihre Ängste zu reden

      • Tom Maier sagt:

        nun ja, die 0,9% sind ja mal einfach eine auf irgend eine Umfrage basierende Zahl. Wie hoch die wirkliche Rate ist weiss niemand und soll warscheinlich auch niemand wissen.
        und ok, .. wenn tatsächlich schon nach der Geburt Zweifel da ist das Ganze eh schon auf sehr wackligen Beinen.
        Die wohl meisten Zweifel entstehen aber mit den Jahren, und ob diese nun berechtigt sind oder nicht, genau da wird wohl auf Ewigkeit keine Klärung möglich sein. Dies aber pauschal als Verschwörungstheorie ab zu stempeln ist doch eher dümlich.
        und noch einmal; über Aengste zu reden bedeutet dass man die Familie, die Beziehung zum Kind wenn nicht in Frage stellt so doch massiv belastet. Sie machen es sich doch sehr einfach wenn Sie dies so simpel auf den Mann schieben.

      • Pascal Meister sagt:

        Richtig. Wenn flächendeckende Tests, dann obligatorisch und nicht durch „Einigung“ ablehnbar. Wenn jemand Zweifel am Testergebnis hat: Ein Test lässt sich jederzeit wiederholen mit neuen Proben und einem neuen Labor. Daran kann es also nicht scheitern…

      • Reincarnation of XY sagt:

        Nein – die beruhen nicht auf einer Umfrage – sondern auf Wissenschaft.
        http://www.spiegel.de/gesundheit/sex/kuckuckskinder-sind-viel-seltener-als-gedacht-a-1085512.html

        Meister – wir leben in einem Rechtsstaat, da kann man nicht einfach alle Bürger zu Gentests zwingen.
        Ist denn das so schwer zu verstehen? Es gibt keine 100% Lösung.
        Es braucht nur das Recht!
        Wer dann zu feige ist, einen Test zu machen, hat sowieso tiefere Probleme. Da nützt es nichts, wenn er sich hinter einem Zwang für die ganze Bevölkerung versteckt. Wenn so wenig Offenheit in einer Beziehung herrscht, wird sie sowieso über den nächst besten Stein des Anstosses stolpern.

  • Markus Meier sagt:

    Eine Frau ein Wort. Herzlichen Dank für diesen sehr guten Beitrag.

  • Roland K. Moser sagt:

    Mit dem Test gleich nach der Geburt ist es noch nicht gemacht.
    Die Gesetze müssen auch so angepasst werden, dass der „Vater“ weder für das Kind noch die Mutter etwas bezahlen muss, wenn das Kind nicht von ihm ist.

    • Carl Blumer sagt:

      Der „Vater“ und die Mutter sind verheiratet. Welche Vorstellungen hat Moser, wie es im Alltag gehen soll, wenn der „Vater“ weder für das Kind noch für die Mutter, eben seine Ehegattin, etwas bezahlen soll? Der „Vater“ bezahlt z. B. den Mietzins nur noch für sich, die gemeinsamen Kinder und für seine Ehegattin nur noch soweit, als dass sie Mutter der gemeinsamen Kinder ist? Die Forderung, das heutige Recht zu ändern, ist rasch erhoben. Man muss sich aber auch über die Konsequenzen Gedanken machen und dafür Lösungen vorschlagen.

      • Rodolfo sagt:

        Das ist Rappen Spalterei und typisch Verwalter. Ungerechtigkeiten negieren und zuerst buchhalterische genau alles geregelt haben.
        Nein, zuerst mal das Unrecht im Gesetz aufheben. Die Gerichte schaffen es ja schon heute Alimenten etc. festzulegen, wäre dann evtl. ein weiterer dabei, der biologische Vater. Und sonst wenn man den nicht eruieren will halt der Staat, oder die Mutter die dafür mal geradesteht.

      • 13 sagt:

        Die rechtlichen Grundlagen dafür bestehen eigentlich schon: Der biologische Vater bezahlt mit seinem Unterhalt die Kosten des Kindes (inkl. Z. Bsp. Anteil Mietzins) sowie im Rahmen des neuen Betreuungsunterhalt einen Anteil der Kosten der Mutter, während der Ehemann den anderen Anteil bezahlt, der auf seine Kinder entfällt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es a) einen biologischen Vater gibt und b) dieser leistungsfähig ist.

      • Roland K. Moser sagt:

        Moser hat die Vorstellung, dass der „Vater“ nicht für ein Kind bezahlen MUSS, das nicht von ihm ist.
        Und wenn so ein Kind ein Scheidungsgrund für den Vater ist, dann darf er auch nicht zu Unterhaltszahlungen für die Frau verurteilt werden.

  • Sportpapi sagt:

    Dass es den Vätern vorwiegend ums Geld geht, ist meiner Meinung nach eine haltlose Unterstellung.
    Aber wie bei vielen Trennungen ist es letztlich das, worum noch gestritten wird. Gerade wenn man die Kinder vielleicht nicht mehr so häufig sieht, wie man gerne möchte (auf Bestreben der Ex-Partnerin).

    • Rodolfo sagt:

      Einverstanden – tja, wenn es ums Geld geht, wem geht es denn bei einem solchen Kuckucks Betrug ums Geld? Wem kann man diese wenn überhaupt „unterstellen“ – allein der Mutter die aus diesem Betrug noch sich bereichern will und den biol. Vater schützt. Wenn Geldforderungen dann an diesen, niemand anders.

  • Sportpapi sagt:

    Flächendeckende Tests sind sicherlich nicht angemessen. Es reicht, wenn ein Mann bei Verdacht einen solchen Test durchführen lassen kann.
    Bestätigt sich der Verdacht, müssten sicherlich mehr Möglichkeiten bestehen, die Vaterschaft abzuerkennen.
    Und es stellt sich die Frage, wie man rechtlich mit dem Betrug der Frau umgeht. Es handelt sich ja um eine erhebliche Deliktsumme.
    In den meisten Fällen bin ich aber überzeugt, weiss die Frau es selber nicht so genau. Und ist es für alle Beteiligten das beste, es auch nicht unbedingt aufklären zu müssen.

    • Rodolfo sagt:

      Damit die Kuckuck Betrügerin gedeckt wird, will man nichts wissen? Damit der Staat nicht einspringen muss will man keine Transparenz? Ein Standard Test nach der Geburt schafft Klarheit und gibt allen eine Ausgangslage die nicht jemanden noch bestraft der betrogen worden ist. Wenn Frau das nicht so genau weiss – mit dieser Frau möchte ich keine Minute länger zusammen sein.

      • Sportpapi sagt:

        @Rodolfo: Wenn meine Frau fremdgeht, möchte ich das nicht wissen. Wenn sie aber potentiell schwanger von einem anderen Mann ist, erwarte ich selbstverständlich, dass dies mitgeteilt wird.
        Ändert nichts daran, dass flächendeckende Tests a) einem Generalverdacht entsprechend und unangemessen sind und b) völlig übertrieben.
        Wer einen solchen Test will, soll ihn bestellen und zahlen.

  • Stefan W. sagt:

    Ich weiss nicht.. EIn Vaterschaftstest nach der Geburt könnte bedeuten, das Familien auseinandergehen, die sonst vielleicht zusammengeblieben wären. Familien, bei denen womöglich noch weitere Kinder involviert sind. Nicht jeder Fehltritt ist unbedingt Ausdruck einer ohnehin für immer unrettbar kaputten Beziehung. Okay, die Beziehung könnte auch überleben, wenn der Fehltritt per Vaterschaftstest ans Licht kommt. Aber dann wird jedesmal, wenn das Kuckuckskind Probleme macht, der böse Gedanke kommen: „Es ist das Kind des Anderen“.

    Vater wird man am Anfang zwar biologisch und gesetzlich, im Lauf der Jahre aber vor allem sozial. Ob das Kind die eigenen Gene trägt, ist für das Verhältnis zum Kind im Grund unwichtig. Also warum muss man es unbedingt wissen?

    • Rodolfo sagt:

      Zusammenbleiben ist eine Option, es geht aber nicht an, dass das Gesetz den Betrug decken und den absolut falschen haftend macht und die Betrügerin noch deckt.
      All die von Ihnen genannten Aspekte in Ehren, aber das dürfen die Partner selber unter sich ausmachen, das Gesetzt muss hier gerecht werden.
      Im Laufe der Jahre? genau darum einen Test unmittelbar nach der Geburt.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      -Nicht jeder Fehltritt ist unbedingt Ausdruck einer ohnehin unrettbaren Beziehung- Stimmt: aber dann nicht zu verhüten und dem Partner bewusst die daraus resultierende Schwangerschaft zu verschweigen schon. Man muss ja auch daran denken, welchem Krankheitsrisiko man seinen Partner ausetzt, wenn man ungeschützt seitenspringt.

      • Stefan W. sagt:

        Sie haben Recht, aber: Wer noch nie etwas Unüberlegtes getan hat, werfe den ersten Stein.. Vermutlich sind die meisten derartigen Fehltritte nicht wirklich kühl inklusive korrekter Verhütung und allfälliger Klärung der Vaterschaft etc. geplant, sondern passierten „irgendwie“.
        Zugegeben: Wenn ich /wüsste/, dass meine Frau mich betrogen hat, würde ich das weniger cool sehen. Genau deshalb will ich es auch nicht unbedingt wissen. Meine drei Kinder sind so unterschiedlich, dass sie theoretisch von drei verschiedenen Vätern stammen könnten. Die Frage, ob das so ist, ist aber nur akademisch. Zum einen vertraue ich meiner Frau, zum anderen liebe ich meine Kinder. Könnte ein Vaterschaftstest da irgend etwas verbessern? Ich denke: Höchstens im Gegenteil: Das Familienleben vergiften.

    • Amélie M. sagt:

      „Vater wird man am Anfang zwar biologisch und gesetzlich, im Lauf der Jahre aber vor allem sozial.“

      Schön gesagt. Genau das ist mir beim Eingangsvergleich mit der Mutter und dem vertauschten Kind in den Sinn gekommen. Meine Kinder sind Teenager. Würde ich es heute wissen wollen, wenn eines davon im Spital vertauscht wurde? Nein. Würde ich das Kind, wenn ich es trotzdem erführe, verstossen, mich aus der Verantwortung ziehen, die Beziehung abbrechen und an die leibliche Mutter abschieben? Nein. Eltern-Kind-Beziehungen funktionieren auch ohne genetische Verwandtschaft, bei Adoptionen, bei Kuckuckskindern.
      Vaterschaftstests auf Verlangen ja, aber gekoppelt an einen Beratungstermin, wenn das Kind älter als 6 Jahre ist.

    • Eve sagt:

      Das ist weil es den Männer oft nur darum geht, ob es nun die eigenen Gene sind oder nicht. Nur das ist es was zählt. Der soziale und familiäre Aspekt ist zweitrangig.

      Hätte ich als Mann Zweifel, würde ich heimlich einen Vaterschaftstest machen und danach mit der Frau das Gespräch suchen.

      Es ist übrigens tatsächlich so, dass man als Frau nicht immer ganz genau weiss, wer der Vater ist.

      • Ulrich Gasser sagt:

        „Es ist übrigens tatsächlich so, dass man als Frau nicht immer ganz genau weiss, wer der Vater ist.“

        Das sagt möglicherweise viel über Sie aus, aber sicher nicht über Frauen an sich.

      • Reincarnation of XY sagt:

        EVE – Das ist übrigens nur so, wenn man mit mehr als einem Mann innerhalb weniger Tage Sex hat.

        Wäre ich eine Frau, hätte ich Beziehungen in denen ich das NICHT verheimlichen würde. Bei Frauen, die das verheimlichen ist der soziale und familiäre Aspekt zweitrangig. Ihre Antworten zeigen genau, wo der Hund bei manchen Frauen begraben liegt. Man frönt dem kleinen Ego, lügt und betrügt und ummäntelt dieses verantwortungslose Verhalten mit schönen Phrasen. Ganz nach dem Motto: alle Rechte für mich und die restliche Welt soll bitteschön zufrieden mitspielen.

      • Dreifachpapi sagt:

        Wenn es den Frauen nicht darum ginge, sich selbst fortzupflanzen resp. die eigenen Gene weiter zu tragen, dann gabe es kein In Vitro Fertilisation, sondern nur Adoptionen. Aber die meisten Frauen wollen genetisch eigene Kinder.
        Ihre Argumentation der angebliche primär sozialen Aspekte seitens der Frau greift deshalb nicht. Es geht das Recht auf freie Fortpflanzung.
        Was unfreie Fortpflanzung für eine Frau bedeutet (Vergewaltigung) muss wohl nicht näher erörtert werden. Und dann wird in der Regel abgetrieben.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Schön, dass man den Männern pauschal niedere Beweggründe unterstellt, während die Seitenspringerinnen (Achtung, nur weiblich) selbstverständlich nur edle Motive haben. Und wenn Frau nicht weiss, von wem sie schwanger ist… naja, dazu erübrigt sich ein Kommentar.

      • max sagt:

        Vielleicht weiss eine Frau nicht immer, wer der Vater ist. Ganz sicher weiss sie dann aber, dass sie es eben nicht sicher weiss. Dann allerdings dem Partner mitzuteilen ER wäre der Vater, das, liebe Eve, ist ein schlichter Betrug.
        Wieso das strafrechtlich nicht geahndet wird, ist eigentlich nicht verständlich.
        Und wenn es für Männer nicht um Gene gehen sollte, sollte es das für Frauen auch nicht. Wir Feministinnen sind ja lediglich für Gleichberechtigung, stimmt’s? Dann geben wir den Eltern aus der Säuglingsstation einfach irgend ein Kind mit. Wird die Frau ja nicht stören, denn ihr geht es, im Gegensatz zu den Männern, ja nicht um ihre Gene….

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