Warum insbesondere Frauen finanziell vorsorgen sollten

Die Lohnungleichheit und Teilzeitarbeit erschweren Frauen die finanzielle Vorsorge. Foto: iStock

Die Karriereverläufe von Frauen und Männern unterscheiden sich. Frauen sind öfter von Unterbrechungen im beruflichen Lebenslauf betroffen: Babypause, familiäre Verpflichtungen. Zudem arbeiten Frauen häufiger Teilzeit. Das kann substanzielle Auswirkungen auf ihre finanzielle Vorsorge haben und damit die finanzielle Zukunft massgeblich beeinflussen. Und wohlgemerkt: Altersarmut in der Schweiz ist mehrheitlich weiblich.

Sich schon früh mit dem Thema auseinanderzusetzen, lohnt sich für alle Frauen: Mütter, Nicht-Mütter, aktuell Erwerbstätige oder Nicht-Erwerbstätige, Angestellte, Selbstständige: Sie alle können vor veränderten Vorsorge-Herausforderungen stehen, beispielsweise durch Scheidung. Meist stehen noch viele Jahre vor uns – und dieser langfristige Horizont kann selbst aktiv beeinflusst werden.

Risiko Teilzeitarbeit

Wussten Sie, dass Frauen im Durchschnitt nicht nur weniger verdienen als Männer, sondern auch das Maximum ihres Lohns in der Karriere früher erreichen als Männer? Geschlechtsspezifische Lohnkurven aus den USA zeigen, dass der Zeitpunkt des maximalen Salärs bei Frauen im Durchschnitt rund 15 Jahre früher ist als bei Männern. Trotz des positiven Zinseffekts können Frauen weniger für die finanzielle Vorsorge ansparen. Grund ist, dass ihr Lohnmaximum im Durchschnitt tiefer liegt und sich ab dem Zeitpunkt des weiblichen Lohnmaximums die Schere zwischen den Geschlechtern weiter öffnet. Hinzu kommt, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben. Das bedeutet: Frauen müssen im Alter mit weniger Erspartem aus der finanziellen Vorsorge eine längere Zeit durchkommen.

Ein weiterer Grund für die geringere finanzielle Vorsorge ist die weite Verbreitung von Teilzeitarbeit. Aktuell arbeitet in der Schweiz mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Frauen Teilzeit; bei Männern sind es weniger als ein Fünftel (BFS, 2018). Teilzeitangestellte erfahren Nachteile bei der AHV und vor allem bei der 2. Säule – einem wichtigen Pfeiler für die finanzielle Vorsorge. Wegen des Koordinationsabzugs können Personen mit tiefem Lohn ihren Lohn nicht oder nur zu einem kleinen Teil in der Pensionskasse versichern. Vom tiefen Lohn besonders betroffen sind Teilzeitangestellte mit tiefem Pensum. Und das sind meist Frauen: Jede vierte erwerbstätige Frau arbeitet hierzulande zu einem Pensum unter 50 Prozent (BFS, 2018).

Finanzberatung lohnt sich

Umso wichtiger ist es für Erwerbstätige, ihr Geld clever bei der privaten Vorsorge, der 3. Säule, anzulegen. Allerdings nutzen die private Vorsorge nur gut die Hälfte der erwerbstätigen Frauen, wie eine kürzlich publizierte Studie der Credit Suisse (2017) zeigt. Mehr noch: Meistgenannter Grund für keine private Altersvorsorge sind mangelnde finanzielle Mittel. Ist genügend Geld für die private Vorsorge vorhanden, so stellen sich Fragen wie: Wie lege ich das Geld optimal an? Stimmt es, dass ich mit einer Kontolösung in der 3. Säule am sichersten fahre?

Die Antwort darauf lautet: Nicht unbedingt, denn bei der heutigen niedrigen Zinssituation bedeutet diese Sicherheit möglicherweise einen realen Wertverlust. Nicht alle wissen, dass es nebst reinen Sparlösungen auch verschiedene Möglichkeiten des Anlagesparens gibt, mit höheren Aktienanteilen – das bedeutet erhöhtes Risiko, kann sich bei einem langfristigen Anlagehorizont und Lebensläufen mit Karriereunterbrüchen aber trotzdem lohnen.

Um sich ein Bild zur finanziellen Vorsorge und den damit verbundenen Möglichkeiten zu machen, ist es deshalb hilfreich, eine gute Finanzberatung zu haben. Diese sollte auf die eigenen Bedürfnisse, das Familienmodell, den Karriereverlauf und die Lebenserwartung von Frauen eingehen. – Wie sorgen Sie vor, und was sind Ihre Überlegungen dazu?

Lesen Sie zum Thema auch die Postings: «Frauen, redet über Geld!» und «Wenn Mama Taschengeld erhält».

111 Kommentare zu «Warum insbesondere Frauen finanziell vorsorgen sollten»

  • Michael sagt:

    Ist die Frau verheiratet, so hat sie Anspruch auf die Hälfte des während der Ehe bei der Pensionskasse angesparten Alterskapitals Ihres Ehemanns (und umgekehrt). Im Falle einer Scheidung erhält sie die Hälfte davon.

  • 13 sagt:

    Ich finde, dass ein Punkt bei solchen Themen nie erwähnt wird, aber wichtig ist: Das Alter, wann man Kinder bekommt. Selbst wenn man der Meinung ist, dass man unbedingt 10-15 Jahre zu Hause oder tiefprozentig arbeiten sollte, so macht es durchaus Sinn, dies zwischen 20 und 35 zu tun, anstatt von 35-50. Für die PK spielen die 20er kaum eine Rolle. Und mit 35 hat man auch nach Familienpause bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt (die man resp. frau auch nutzen sollte!!!) Ich sehe es gerade bei einer Arbeitskollegin. Studiert, kurz gearbeitet, danach 3 Kinder bekommen, war knapp 10 Jahre zu Hause, ist aber heute erst 37, hat eine gute Stelle bekommen und hat eine reelle Chance sich die nächsten Jahre noch hochzuarbeiten. Trotz Auszeit wird ihre PK einiges höher sein als bei vielen.

    • Urs M. sagt:

      Als Mann ist es auch ein Risikospiel, mit einer Frau Kinder zu haben, die 40 ist. Wenn Frau und Mann sich in den folgenden Jahren trennen, und Frau es darauf anlegt, muss der Mann ihr (und dem Kind natürlich auch) bis zur Pensionierung das Leben finanzieren. Sie kennen ja bestimmt die Bundesgerichtsurteile dazu, 13.

      Als Mann in den 40er ist es deshalb erheblich risikoärmer, mit einer jüngeren Frau Kinder zu haben.
      So rein finanzmathematisch betrachtet.

      • 13 sagt:

        Wobei auch dem Mann die Pensionskassenteilung weniger weh tut, wenn er jünger ist. Vorsorgetechnisch (und im Bezug auf den Unterhalt) wäre es für beide besser früh Kinder zu haben.

  • Regine Stern sagt:

    Eines geht in der ganzen Säule 3a-Diskussion leider oft vergessen: Wer keine PK hat, darf nur 20% des Einkommens einzahlen, auch wenn er/sie mehr als den Maximalbetrag (ca. 6700.- für Angestellte) verdient und sie/er sich dies leisten könnte, weil der/die Partner/in den Grossteil des Familieneinkommens generiert. Diese Regel war nicht für Geringverdienende (meist Frauen) gedacht, trifft sie allerdings voll.

    • Urs M. sagt:

      @Stern, jede Person die erwerbstätig ist, darf unabhängig von der Höhe ihres Einkommens (Kleinverdiener!), den Maximalbetrag von 6700 CHF in die 3. Säule einzahlen.

      Wer keine PK hat, darf 20% seines Einkommens, bis ca 34’000 CHF pro Jahr, in die Säule 3a einzahlen. Das ist vor allem etwas, was Selbständigerwerbende betrifft.

      Ich sehe Ihr Problem nicht.

      • Regine Stern sagt:

        Da war ich schlampig. Genau, ohne PK sind es fix 20% des Einkommens. Dabei ist es egal, ob man selbstständig erwerbend oder oder angestellt ist. Bei tiefem Einkommen sind diese 20% aber wenig, bei einem Jahreseinkommen von 20’000 Fr. zB nur Fr. 4000.-. Hätte ich eine PK, könnte ich mehr einzahlen.

      • Urs M. sagt:

        @Stern, wenn jemand einen Jahreslohn von 4000 CHF hat, darf er trotzdem 6700 CHF in die dritte Säule einzahlen.

        Allerdings ist diese Betrachtung steuertechnisch (dafür ist die dritte Säule interessant) eh irrelevant, denn wer ein Einkommen von 4000 Netto hat, oder auch 15’000, landet mit dem steuerbaren Einkommen bei 0.

  • Peter Müller sagt:

    Ich sehe sicher ein, dass der durchschnittlich geringere Verdienst, bedingt durch bewusste Entscheidungen wie Babypausen, Familie und Teilzeitarbeit einen erheblichen Einfluss auf das Altersguthaben von Frauen hat. Es scheint aber generell auch kein grosses Interesse an sparen bei jungen Frauen vorhanden zu sein. Zumindest in meinem Umfeld, geben Frauen absolut absurde Beträge für Ferien aus. Ich kenne einige, die sich längst hätten ein Haus kaufen können, aber Ende Jahr ist das Konto immer auf null. Männer sind oft natürlich nicht besser, aber ich kenne schon bedeutend mehr, die sich wirklich Gedanken um ihre Zukunft machen. Keine Ahnung, ob das nur „anecdotal evidence“ ist, oder ob es dafür auch Belege gibt. Aber ja, jedem das seine. Einfach nachher nicht jammern.

  • Peter Meyer sagt:

    da braucht es keine Finanzberatung.
    Bei der 3. Säule spart man vorallem wegen den tieferen Steuern.
    Bei Versicherungen zahlt man dann noch zusätzlich für Versicherungsleitungen mit und hat dann weniger im Portemonnaye.
    Man braucht das Geld in keine Vorsorge zu stecken. Man muss nur weniger Ausgeben als Einnehmen. So bleibt das Geld auch Verfügbar.
    100’000 CHF sind 100’000 CHF egal ob Sie auf 3.Säule oder auf meinem Sparkonto liegen…

    • Frank Baum sagt:

      Wenn Sie die 100’000 CHF in der 3. Säule mit einem Aktienanteil von 50% investieren, dann ergibt sich nach 10 Jahren durchaus ein Unterschied zu einem Sparkonto.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Und es bleiben mehrere tausend Franken Steuerersparnisse. 100´000 Franken auf dem Sparkonto sind eben auf lange Sicht deutlich weniger als 100´000 auf einem 3a-Konto oder – Fond. Wer seine Steuererklärung selber ausfüllt und minimalste Kenntnisse vom Anlegen hat weiss das eigentlich.

  • Anh Toàn sagt:

    Frau sorgt vor, indem Sie reich heiratet: Wer arm, (oder als benachteiligte Frau) geboren ist, kann nichts dafür. Wer dann auch noch arm heiratet, ist selber schuld.

    • Anh Toàn sagt:

      Heiratet Frau reich, kann auch eine Scheidung ihrer Altersvorsorge nichts anhaben.

      • christina sagt:

        Das geht heutigentags richtiger Weise nicht mehr so leicht, es sei denn „reich“ bedeutet mehrere Milliarden. Bei heute 50 % Scheidungen ist das ein verschwindend kleiner Teil.

    • Peter sagt:

      Bei der heutigen Rechtslage – welcher vermögende Mann heiratet wohl noch eine arme Frau ? Da ist doch abzusehen, das sie ihn bei einer Scheidung finanziell ruiniert.

    • clbr sagt:

      An Toàn: das ist ein ausgesprochen blöder Vorschlag aus der Mottenkiste des Patriarchats. Mit Heiraten löst sich das Problem weiblicher Altersarmut sicher nicht. Echte Lohngleichheit ist die Lösung.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Eine kleine Rechenaufgabe für Sie: Frauen tragen durchschnittlich 23% zum gemeinsamen Haushaltseinkommen bei, wie selbst hier kürzlich zu lesen war. Offenbar verdienen sie 9% weniger, als die Männer (bereinigter Gender Pay Gap). Um wieviel grösser wäre a) ihr Anteil am gemeinsamen Haushaltseinkommen und b) um wieviel würde ihr Altersguthaben beim Wegfall des GPG steigen?

      • Zufferey Marcel sagt:

        Es wird Zeit, dass Sie sich näher mit der Lebenswirklichkeit auseinander setzen, clbr:

        „Britain has the highest number of teenage pregnancies in Europe and they cost the country about £63m a year.

        Many young girls even see having a baby as a better option than a low-paid „dead-end“ job, recent research for the Joseph Rowntree Foundation suggests.“

        http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/5217634.stm

        Das Problem ist in England schon seit geraumer Zeit hinlänglich bekannt. Ähnliche Entwicklungen sind auch in Deutschland (vorab in den Neuen Bundesländern) zu beobachten.

        Der Backlash wird von immer mehr Frauen, vornehmlich aus dem unteren Bereich der Lohn- und Qualifikationsskala, ganz alleine und v. a. freiwillig inszeniert.

  • Frank sagt:

    Ist das der Geldblog für Frauen?
    Noch geben Geldanlagen für Frauen ja die gleichen Zinsen wie für Männer.
    Aber ich sehe es schon kommen, dass jetzt dann eine Feministin oder linke Politikerin behauptet, Frauen würden weniger Zinsen erhalten…

    ps. Weshalb sind an den Diversity-Lehrstühlen und -Abteilungen der Schweizer Hochschulen 95% Frauen? Da könnte ja der nicht von der Hand zu weisende Verdacht aufkommen, dass diese Frauen bloss die Interessen der Frauen, nicht aber der Männer oder Väter vertreten. Von wegen Diversity.

    • Lisa Schmied sagt:

      Lieber Frank – und warum sind auf allen anderen Lehrstühlen „universitärer Hochschulen“ im Schnitt so etwa 80% Männer? Da könnte man meinen, dass die bloss die Interessen von Männern und Vätern vertreten. Von wegen Diversity!

  • Wenger Werner sagt:

    Teilzeitangestellte müssen flächendeckend die Möglichkeit haben sich über den oder die Arbeitgeber versichern zu lassen. Doch oft wollen diese nicht, obwohl ihre PK diese Möglichkeit anbietet. Teilzeitler insistiert bei eurem Arbeitgeber. Zwei Beispiele für Teilzeitangestellte, die ich kenne: PK für Musiklehrer/Innen. Bereits ab 1. Lektion versichert. Eine PK einer Stadt bei der das Pensum in % mit dem Lohn für dieses Pensum angegeben wird und schwups besteht dafür eine PK. Übrigens, beide Werte kann man jährlich anpassen! Nichts hochtrabendes aber einen Altersbatzen in Aussicht.

  • Mo sagt:

    Unsere knapp volljährigen Töchter wollen keine Kinder, weil sie nicht bereit sind, auf irgendetwas im Leben verzichten zu müssen (Karriere) oder benachteiligt zu werden (Altersvorsorge), nur weil sie Frauen sind. Das werden sich viele junge Frauen – und auch Männer – für die Zukunft überlegen, solange es keine Ergänzungsleistungen für Erziehungsarbeit gibt. Es ist zum Glück endlich ein Thema. Ob die Politik und die Gesellschaft bereit sind, eine Lösung dafür zu finanzieren, ist aber eine ganz andere Frage.

    • Peter sagt:

      Erziehungsarbeit kann auch ein Mann leisten!
      Es ist zudem eine Unsitte den eigenen privaten Kinderwunsch vom Stast bezahlen zu lassen (egal wer zu Hause bleibt) .

      • Markus sagt:

        Super Idee, beide arbeiten Teilzeit, am besten 60/60, gibt ja auch 120% Einkommen.
        Aber leider nicht 120% Rente, sondern ca. 50% der theoretischen 100%, welche aber nur ca. 45% des letzten Einkommens ausmachen. In Zahlen: wenn beide mit 60% je 50’000.-/J verdienen, erhalten sie ca. 24’000.- AHV/Jahr. Würde wenigsten einer von beiden 100% arbeiten, wären es 42’000.-/J, wenn sie nicht geheiratet haben gar 56’000.-/J. Bei der 2. Säule sieht es ähnlich aus.
        Willkommen im Klub der EL-Bezüger. Die EL wird in 20 Jahren massiv ins Minus fallen, wenn all die heutigen Teilzeitler pensioniert werden. Mag ja schick und IN sein und die Pensionierung ist noch sooo weit weg.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Markus: Punktlandung! Aber mit dieser absolut logischen und durchdachten Argumentation überfordern Sie viele Utopistinnen aus dem feministischen Milieu.

        Lass Geld regnen, Herr…

    • Hannes H. Müller sagt:

      Meine Frau und ich haben einfach mit 30 zu sparen begonnen.

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Eigentlich werden sie in der Altersvorsorge keineswegs benachteiligt, sondern bevorzugt. Nur weil sie Frauen sind.

      • clbr sagt:

        Sportpapi: diese absurde Behauptung möchte ich gerne begründet haben. Danke.

      • Sportpapi sagt:

        AHV-Alter, Witwenrente. Insgesamt findet bei der Altersvorsorge eine gewaltige Umverteilung von Männern für Frauen statt.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Mit Ausnahme des früheren AHV-Alters, welches früher oder später ja angeglichen wird, ist die Behauptung wirklich absurd. Die AHV ist nach dem Solidaritätsprinzip aufgebaut und zu einem grossen Teil auch eine Risikoversicherung. Der Geringverdiener welcher lange lebt „profitiert“ am meisten, weil er prozentual im Verhältnis zur Einzahlung viel erhält. Der Gutverdienende ohne Kinder welcher kurz lebt hat am wenigsten davon. Die Umverteilung findet von gut- zu schlechtverdienend statt.. Aber das ist auch richtig so da das Ganze wie geschrieben nach dem Solidaritätsprinzip funktioniert. Das Geschlecht hat nur indirekt damit zu tun. Den „ usual suspects“ hier ist ob der Genderdebatte der Blick für die nüchterne Realität etwas vernebelt.

      • Sportpapi sagt:

        @Steinadler: Sie nennen meine Behauptung absurd, nur um sie in den nächsten Sätzen („Solidaritätsprinzip“) zu bestätigen?
        Sie sehen aber hoffentlich schon, dass die „Genderdebatte“ nicht von mir begonnen wurde, sondern ich nur eine Korrektur eingebracht habe?
        Ach ja, die Betreuungsgutschriften habe ich noch vergessen, die praktisch nur den Müttern zugesprochen werden nach Trennung.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Fakten zur AHV hier:

        „Das Ausmass der Umverteilung ist erheblich, wie die AHV-Statistik zeigt3: Auf der einen Seite bezahlen die Frauen 33 Prozent der Beiträge an die AHV, die Männer 67 Prozent. Auf der anderen Seite beziehen Frauen 57 Prozent der Leistungen, die Männer 43 Prozent.“

        https://www.bsv.admin.ch/dam/bsv/de/dokumente/alt/2015/06/faktenblatt_altersvorsorge2020wasdiereformfuerdiefrauenbedeutet.pdf.download.pdf/faktenblatt_altersvorsorge2020wasdiereformfuerdiefrauenbedeutet.pdf

        Wenn man schon diskutieren will, dann bitte faktenorientiert. Für gefühlte Wahrheiten ist einfach kein Platz, dafür ist das Thema Altersvorsorge einfach zu wichtig, Postmoderne hin oder her!

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Zuffery: Genau, sie sehen es an dieser Statistik ja selber. Gutverdienende zahlen nach dem Solidaritätsprinzip für Schlechtverdienende. Das sind nüchterne Fakten. Die AHV und IV-Beiträge werden prozentual vom Lohn abgezogen. Frauen zahlen im Schnitt weniger ein da sie wegen der Kinderbetreuung mehr Teilzeit oder gar nicht arbeiten. Und dass sie im Schnitt länger leben ist ja nicht ihre Schuld. Bei einem Sozialsystem das auf Solidarität basiert gibt es immer solche die mehr profitieren als andere. Wenn lohnabhängig eingezahlt wird halt die mit dem geringeren Lohn über die ganze Lebensspanne gesehen. Ist eigentlich ganz einfach. Versuchen Sie es einmal unabhängig von ihrem Liebenlingsthema zu sehen.

      • Sportpapi sagt:

        Die Diskussion begann mit der Aussage, dass Frauen bei der Altersvorsorge benachteiligt seien. Dies ist offensichtlich nicht der Fall, im Gegenteil.
        Die Geschlechterfrage hier wurde einmal mehr nicht von den Männern aufgeworfen.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Dann ist die Lohnungleichheit irgendwie ebenfalls gerechtfertigt, wenn man Ihre Argumenation weiterführen will: Bei der AHV kommt es ja dann zum finalen Ausgleich! By the way: Die Umverteilung von Männern zu Frauen findet im gesamten Bereich der Sozial- und Gesundheitsversicherungen statt: Der Staat ist ein tägliches 50-Millionen-Franken-Geschäft für die Frauen:

        https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2008-25/artikel/artikel-2008-25-ein-feminines-eigentor.html

        Ich suche noch nach einem passenden Namen für diesen gigantischen Umverteilungsmechanismus zugunsten der Frauen: Irgend so ein unheimlich wichtig klingender Anglizismus muss es schon sein. Sagen Sie mir bitte, wenn Ihnen etwas Passendes einfällt, ja..?

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Aber was wollen Sie denn? Alle Frauen in die Alterarmut entlassen weil sie wegen der Kinderbetreuung wegen erwerbstätig waren und folglich weniger als Sie Helden in die AHV einzahlen konnten? Witwenrenten streichen? Sollen Witwen mit Kindern wieder wie früher betteln oder anschaffen gehen? Würden Sie das dann besser finden? Die ganzen Sozialwerke basieren auf Umverteilung, das ist ja deren funktionsweise und ich dachte das weiss eigentlich jeder. Darf ich Ihnen gratulieren dass Sie das nun auch für sich entdeckt haben?

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Vielleicht sollten Sie beide mal Ihr Verhältnis zum weiblichen Geschlecht klären. Einerseits vertreten Sie hier die Frauen an den Herd—Fraktion, andererseits dann das grosse Wehklagen wenn die Frauen wegen der Heim– und Herdtätigkeit weniger einzahlen konnten und trotzdem eine Rente aus dem Solidaritätswerk AHV bekommen.

      • Sportpapi sagt:

        @Steinadler: Ich wiederhole noch einmal: Warum kritisieren Sie uns, wo wir doch nur auf eine weibliche, falsche Aussage reagiert haben?
        Wir haben auch mit keinem Wort die Umverteilung kritisiert. Nur darauf hingewiesen, dass angesichts dieser Daten sicherlich nicht von einer Benachteiligung von Frauen gesprochen werden kann. Ebenso habe ich nichts gegen die Witwenrente, ich sehe nur nicht, warum sie ausschliesslich Frauen vorbehalten sein soll. Sie schon?
        Vielleicht sollten Sie sich mal selber überlegen, warum Sie hier so angriffig auftreten. Was für ein Ärger da mitschwingt, mit dem wir hier eigentlich meiner Meinung nach sehr wenig zu tun haben.

      • Sportpapi sagt:

        „Einerseits vertreten Sie hier die Frauen an den Herd—Fraktion, andererseits dann das grosse Wehklagen wenn die Frauen wegen der Heim– und Herdtätigkeit weniger einzahlen konnten und trotzdem eine Rente aus dem Solidaritätswerk AHV bekommen.“
        Das beispielsweise findet nur in Ihrem Kopf statt. Wir sind keine Frauen an den Herd-Franktion. Ich zumindest stehe dafür ein, dass private Entscheide von Paaren privat bleiben sollen. Und politisch dafür, dass möglichst viel Entscheidungsfreiheit gewahrt bleibt. Und ein (grosses!) Wehklagen haben Sie auch nicht vernommen. Nur die Aussage, dass, wenn schon, bei der Altersvorsorge nicht die Frauen benachteiligt werden. Das ist nicht einmal eine Kritik am System.
        Bleiben Sie doch sachlich und bei den Fakten!

      • Zufferey Marcel sagt:

        Aquila Chrysaetos, noch nie habe ich die Frau-am-Herd-Fraktion vertreten, das ist eine Unterstellung: Zeigen Sie mir bitte, wo und wann genau ich die „traditionelle“ Familienform (Alleinernährer + Mutter + Kind / bürgerliche Kleinfamilie) in irgend einer Weise verteidigt habe! Argumentativ sind Sie offenbar schnell überfordert: Hören Sie auf, eigene Unzulänglichkeiten auf Ihr Gegenüber zu projizieren! Es wird Zeit, dass Sie aus Ihrem feministischen Dornröschenschlaf erwachen und die Augen öffnen: Die soziale Wirklichkeit im Familienbereich sieht leider ganz anders aus, als Sie sich vorstellen.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        „Wir haben mit keinem Wort die Umverteilung kritisiert“ Doch, lieber SP. Ihr Spezi Zuffrey kritisiert hier mit Statistiken unterlegt die „gigantische Umverteilungsmechanismus“ der AHV und der KK. Die sind aber ja als Umversteilungs-Sozialwerke gestaltet: der Gesunde unterstütz den Kranken, der Gutverdienende den Schlechtverdienenden. Das Frauen mehr profitieren zeigt ja nur das sie weniger einzahlen ergo weniger verdienen. Oder kritisieren Sie etwa auch die chronisch Kranken dass sie mehr von den KK erhalten als sie selber einbezahlt haben? Das ist doch alles nicht so schwer zu begreifen!?Wenn Sie das nicht wollen so sollten Sie sich dafür einsetzten dass es nur noch reine private Altersvorsorge gibt wie die 3a, dann kriegt jeder nur noch das was er selber angespart hat. Besser?

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Es gibt auch männliche Bevölkerungsgruppen die viel mehr aus der AHV erhalten als sie einbezahlt haben. Ich denke da zum Beispiel an die chronischen Sucherkrankten, die in den 80ern mit dem Abusus begannen und jetzt dann langsam ins Rentenalter kommen. Auch die bekommen dann zu Recht ihre (minimale) AHV-Rente, auch wenn sie selber wohl nie was eingezahlt haben. Das ist eben das Solidaritätsprinzip und das ist auch gut so. Auch gibt es gerade in meinem beruflichen Umfeld viele gut verdienende Frauen, welche die AHV mittragen, möglicherweise mehr als Sie. Dass Sie und Ihr Mitstreiter immer pauschal von „den Frauen“ schreiben ohne Differenzierung zeigt einfach, das Sie ein kleines Problem mit dem anderen Geschlecht haben. Welches geht mich natürlich nichts an.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Der Grund dass es eine Witwenrente gibt wissen Sie ja hoffentlich. Als die AHV eingeführt wurde war es ja üblich, dass die Frauen nach der Hochzeit nicht mehr arbeitstätig waren. Wenn der Mann starb hatten sehr viele dieser Frauen ein riesiges wirtschaftliches Problem und die AHV schloss da längst fällig eine Lücke. Es gibt übrigens auch für Sie eine Witwerrente, wenn Sie minderjährige Kinder haben, grundsätzlich gleich wie bei den Frauen. Bei den Frauen gibt es darüberhinaus noch erweiterte Möglichkeiten eine Witwenrente zu erhalten. Diese bilden vor allem die wirtschaftliche Realität ab, dass es für Frauen, welche 15, 20 Jahre zu Hause die Kinder umsorgt haben und entsprechend weit weg vom Job sind sehr schwierig ist wieder ins Berufsleben einzusteigen.

      • Sportpapi sagt:

        @Steinadler: Weder Zufferey noch ich haben irgendwie die Umverteilung kritisiert. Wir haben sie nur angeführt und beschrieben. Ich sehe auch keinen Grund, hier etwas zu ändern.
        Was ich kritisiert und bestritten habe, war die pauschale Behauptung, Frauen würden bei der Altersvorsorge diskriminiert.
        Mich wundert, dass Sie bis jetzt dazu immer noch nicht Stellung bezogen haben.
        Und ja, auch wenn Solidarität erwünscht und sinnvoll ist, so gibt es doch Profiteure dieser Solidarität.

      • Sportpapi sagt:

        Und wollen Sie ernsthaft Frauen mit Sucht- und chronisch Kranken vergleichen?
        Noch nie habe ich bezüglich der Altersvorsorge von Suchtkranken gehört, dass sie sich diskriminiert fühlen.
        Und chronisch Kranke sind meist froh, dass die Gesellschaft sie so gut stützt.
        Nur die Frauen haben das Gefühl, sie kommen trotz aller Solidarität immer noch zu kurz.
        Ausserdem gibt es selbstverständlich keine Witwerrente, sondern höchstens eine Kinderrente. Und die ist seit Jahren heftig unter Beschuss. Auch, weil vor allem Männer davon profitieren.
        Die Witwenrente ist trotz jedem Verweis auf die „wirtschaftliche Realität“ nichts anderes als eine weitere überkommene Diskriminierung. Nichts spricht dagegen, dies geschlechtsneutral anzubieten, wenn man es für sinnvoll hält.

      • Sportpapi sagt:

        „Dass Sie und Ihr Mitstreiter immer pauschal von „den Frauen“ schreiben ohne Differenzierung zeigt einfach, das Sie ein kleines Problem mit dem anderen Geschlecht haben.“
        Immer! Pauschal! Ach ja? Sie meinen, wenn wir Statistiken beschreiben oder Gesetzestexte, in denen pauschal von Männern und Frauen die Rede ist?
        Ich weiss ja auch nicht, wo Ihr Problem liegt, dass sie uns irgendwie Geschlechterkampf unterstellen in einer Diskussion, die nicht von uns begonnen wurde, und die unsererseits sehr sachlich und mit Belegen geführt wird. Objektiv ist das jedenfalls nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Zurück zur Kernfrage: Wenn Sie mit Mo der Meinung sind, dass Frauen generell, nur weil sie Frauen sind, bei der Altersvorsorge benachteiligt sind, dann begründen Sie das doch bitte nachvollziehbar.
        Ansonsten bestätigen Sie ja nur mit jedem Hinweis auf Solidarität und wirtschaftliche Realität, dass die Umverteilung zu den Frauen zwar absolut sinnvoll ist (finde ich auch, trotz der Fehlanreize), aber halt tatsächlich stattfindet. Kein einziger Mann wird bevorzugt, nur weil er ein Mann ist, bzw. keine einzige Frau wird benachteiligt, nur weil sie eine Frau ist.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Klar gibt es eine Witwerrente – solange die Kinder minderjährig sind. Informieren Sie sich doch mal beim Bundesamt für Sozialversicherungen. Erschreckend das Sie das als Bürger dieses Landes und offenbar auch Familienvater nicht wissen.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Quintessenz: Die Aussage, Frauen würden bei der Altersvorsorge diskriminiert, haben Sportpapi und ich faktisch und mit Belegen versehen, widerlegt. Alles andere ist Blablabla und vollkommen unnötig.

        P.S. Selbstverständlich habe ich ein Problem mit Frauen. Wie alle, die es wagen, an feministischen Dogmen zu rütteln *gähn*.

    • Frank Baum sagt:

      @Mo: Wenn Ihre Töchter nicht bereit sind, auf irgendetwas zu verzichten im Leben, dann sollten sie tatsächlich keine Kinder kriegen. Ich befürchte, mit der Karriere klappt es dann auch nicht wirklich Das geht oft genug auch mit Verzicht einher.

    • 13 sagt:

      @ Mo
      Das Problem ist eher, dass es keine Rolle spielt, was sie wollen. In rund 10 Jahren werden sie sich ohnehin bei Bewerbungen und Beförderungen mit dem Verdacht konfrontiert sehen, gleich schwanger zu werden und zu verschwinden. Und durch den eher tieferen Lohn im Gegensatz zu ihren Kollegen werden sie auch weniger Vorsorge bilden können, denn es ist nicht anzunehmen, dass die Lohngleichheit in den nächsten 45-50 Jahren, also bis zu ihrer Pensionierung umgesetzt wird. Hingegen werden sie wohl gleichlang arbeiten müssen, denn männliche Anliegen werden bekanntlich schneller behandelt und umgesetzt. Und nicht zu vergessen die gesellschaftlichen Rechtfertigungen, warum sie keine Kinder haben.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Männliche Anliegen werden „bekanntlich“ schneller behandelt und umgesetzt? Dafür hätte ich ja gerne mal ein Beispiel. Wo nicht gleichzeitig noch viel mehr für die Frauenseite geändert wurde.
        Fakt ist einfach, dass die meisten Menschen aus Gerechtigkeitsgründen für Gleichberechtigung sind. Das hört nicht bei den Frauen auf.
        Und ja, es ist nicht gut, wenn jemand Nachteile wegen Vorurteilen hat. Und wegen Gesetzen, die zu ihrem Schutz eingeführt wurden. Lässt sich aber wohl kaum vermeiden. Ausser durch transparente, ehrliche Vorstellung seiner Pläne.

    • Mona sagt:

      Verstehe ich. Ich bin bald 60, habe nie geheiratet und habe keine Kinder. Viel Geld und Zeit habe ich in meine Ausbildungen investiert. Diesen Entscheid habe ich nie bereut.

  • Annalena Moser sagt:

    Wir Frauen sollten einfach aufhören, Kinder zu kriegen und uns, anstelle pekuniär verheerende Mutter- und Familienpflichten zu erledigen, besser auf unsere Karriere konzentrieren, wie das die Männer auch tun. Ich konnte erst nach 50 anfangen, mir ein Altersvermögen anzusparen, vorher gab es eine Familie zu ernähren und Kinder auszubilden. Und was hat frau davon: Altersarmut. Wie blöd muss frau sein (man ist da eindeutig das falsche Wort). Und, liebe Mütter, wenn ihr nun anfängt vom emotionalen Gewinn unseres Tuns zu schwärmen: Von Liebe allein lebt es sich schlecht.

  • Sportpapi sagt:

    Es ist leider so, dass viele junge Menschen, und vermutlich noch häufiger die Frauen, sich wenig Gedanken ums Geld machen (solange es gerade reicht), und noch weniger um die Zukunft (bei der Familiengründung wäre es schön, wenn schon etwas Geld gespart wäre) oder gar die Altersvorsorge machen.
    Ich weiss allerdings nicht, wo das Geld für eine private Vorsorge herkommen soll, wenn nur reduziert gearbeitet wird. Ebenso ist der Unterschied zwischen der Altersvorsorge von Mann und Frau ja nicht während der Ehe begründet. Hier wird die Pensionskasse ja getrennt.

    • Anh Toàn sagt:

      Also ich habe gut vorgesorgt in jungen Jahren: Weil ich mir keine Gedanken über Geld oder Zukunft machte:

      Fanta4: „wahres Glück bleibt mir verborgen
      Hab ich Sorgen wegen gestern oder Sorgen wegen morgen.“

      Weil wird man man alt, macht man sich ohnehin noch genug Sorgen um Geld und Zukunft. Völlig egal, wie reich man ist. Also warum sollte man jung beginnen, sich zu sorgen?

  • Teilzeithausfrau sagt:

    Ich habe mein Pensum reduziert, aber ich habe den versicherten Lohn bei der Pensionskasse gleich gelassen. Nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber funktioniert das nämlich einwandfrei. Ich habe zwar immernoch die gleichen Abzüge wie mit dem höheren Lohn, habe dafür aber bgzl. Versicherung bei Invalidität bzw. der Altersvorsorge auch die höhere Leistung. Der versicherte Lohn und der ausbezahlte Lohn ist nämlich unabhänig voneinander und kann deshalb auch einzel gesteuert werden. Somit habe ich keine Lücke bei der PK im Vergleich zu meiner vorherigen 100% Stelle.

    • Mona sagt:

      In unserer PK kann man das höchstens ein Jahr so weiterziehen. Und der Arbeigeberbeitrag ist jedoch auf das reduzierte Pensum angepasst. Somit gibt es trotzdem eine Einbusse.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Schön und gut.
    Verheiratete Frauen haben Errungenschaftsbeteiligung. Die Vorsorge ist dort eine gemeinschaftliche Sache.
    Bei einer Scheidung sollten sie dann aber ein Augenmerk darauf richten, weil die Alimente irgendwann mal aufhören!
    Das Problem ist aber bereits angesprochen. Wer nicht Vollzeit arbeitet, kann auch nicht viel Geld auf die Seite tun. Das aber ist genau der wunde Punkt. Alleinstehende (egal ob Mann oder Frau) die Teilzeit arbeiten, haben nur das Jetzt im Fokus. Sie haben weniger Einkommen und mehr Zeit (zum Geld ausgeben) und berücksichtigen nicht die Löcher, die sie damit in die Vorsorge reissen.
    Vorsorge kostet halt immer eine Stange Geld, wenn sie denn mehr als eine Alibi-Übung sein soll.

  • jürg. sagt:

    Die erste und zweite Säule zusammen werden in Zukunft für die meisten ohnehin nicht zum Leben reichen, dies wäre ein wichtiges Thema für Familien und Politik.
    Bei Anlageprodukten profitiert garantiert immer einer, das ist aber nicht unbedingt die Anlegerin.

  • sepp z. sagt:

    Würden sich die Frauen nicht seit Jahrzehnten gegen Gleichstellung der Männer wehren (Rentenalter, Militärzwang, Familienrecht etc), würden Männer auch mehr Teilzeit arbeiten.
    Es kommt nicht von umsonst, dass in der Schweiz Männer ohne Kinder mehr Teilzeit arbeiten als Väter (!)

    • Annalena Moser sagt:

      Wir wehrten uns noch nie gegen die Gleichstellung der Männer, nur gegen die Benachteiligung der Frauen. Wir haben das eigenständig in die Hand genommen und durchgesetzt, dass Frauen abstimmen und wählen dürfen, geschäftsfähig werden, gemeinsam das Haupt der Familie bilden, der Mann seiner Frau nicht die Erwerbstätigkeit verbieten kann, und Vergewaltigung in der Ehe nicht zulässig ist. Die Initiative zur Abschaffung der Armee wurde von den Männern abgelehnt. Wenn ihr Männer nun auch Familien- und somit Teilzeitarbeit leisten wollt (was ihr ja nicht wollt, wenn ich Ihr Statement bezüglich Teilzeit richtig interpretiere), dann macht was. Was Sie aber nicht wieder bekommen, ist das Heimchen am Herd, das nur im Bedienen ihres Herrn und Gemahls ihre Erfüllung findet.

      • Sportpapi sagt:

        Bei der Vorsorge findet aber generell eine massive Umverteilung von Männern zu den Frauen statt, Annalena Moser.
        Vielleicht sollte man sich da auch mal für eine Korrektur einsetzen?

      • 13 sagt:

        Aber, aber Annalena, so etwas dürfen Sie nicht einmal denken. Wussten Sie denn nicht, dass das Frauenstimmrecht selbstlos und ritterlich ganz alleine von den Männern eingeführt wurde und das ganz ohne Gegenforderungen zu stellen, weil sie ja bekanntlich die grossen Kämpfer für die Gleichberechtigung sind? Nur wir Frauen sind so undankbar, dass wir das nicht zu würdigen wissen. So habe ich es jedenfalls vor Kurzem hier bei den Kommentaren zum MB gelernt…

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sarkasmus steht dir nicht. Fakt ist, dass das Frauenstimmrecht ohne Gegenleistung eingeführt wurde. Oder was sollte diese sein?
        Weil die Zeit reif war. Fakt ist auch, dass Gleichberechtigung in die Verfassung geschrieben wurde. Und dennoch ganz viele Benachteiligungen von Männern heute noch Gesetz sind – umgekehrt ist mir nichts bekannt.
        Es ist klar, wo heute in erster Linie angesetzt werden müsste.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Fakt ist, dass dem Frauenstimmrecht ein über 100 Jahre dauernder Kampf voranging, bevor „die Zeit reif war…“. Fakt ist, dass es eine Schande ist, wenn da das Wort Gegenforderung überhaupt in den Mund genommen wird oder dass es überhaupt nicht seit 1848 vorlag. Fakt ist, dass diese Argumentation so ekelhaft ist, wie wenn Weisse in Südafrika eine Gegenleistung für die Aufhebung der Apartheit beanspruchen würden (um nicht weitere noch schlimmere Beispiele zu nennen). Fakt ist, dass auch nach 37 Jahren keine Massnahmen zur Lohngleichheit getroffen wurden. Fakt ist auch, dass KEINES dieser sogenannten Männeranliegen bisher so lange zu kämpfen hatte und das Rentenalter bereits kurz nach der Forderung zur Abstimmung bereit lag, von Männern abgelehnt wurde und bestimmt bald kommt.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das ist grundsätzlich richtig. Nur kann ein Ungleichgewicht niemals behoben werden, wenn immer eine Gegenleistung verlangt wird. Dann bleibt es immer ungleich.
        Die Alternative ist, und darauf hat man sich eigentlich geeinigt und es in die Verfassung geschrieben: Gleichberechtigung. Und das gilt nun mal nicht nur für Frauenanliegen.
        Welches Männeranliegen wurde denn bisher erfüllt, ohne dass gleichzeitig die Frauen mindestens im gleichen Umfang beglückt worden wären? Mir kommt gerade keines in den Sinn.
        Fakt ist aber, dass wir trotz Gleichberechtigung in der Verfassung Gesetze haben, die Männer diskriminieren. Umgekehrt wüsste ich keines mehr. Oder?
        Massnahmen zur Lohngleichheit: Doch, die gibt es: Das Recht zur Klage.

      • Mona sagt:

        Sportpapi. Natürlich gibt es noch Ungerechtigkeiten. Z.B. Gefängnisaufenthalte kosten immens Geld, die Insassen sind zu 98% männlich, Kosten im 2010: 933 Millionen; Unfallkosten werden auch mehrheitlich von Männern generiert. Zudem sind die Preise bei Drogerieartikel, Coiffeur, Kleidung generell einiges teurer als bei Männern.

      • Sportpapi sagt:

        @mona: Ist das jetzt als ernsthafter Beitrag gedacht? Ja dann.

    • Zufferey Marcel sagt:

      „dass in der Schweiz Männer ohne Kinder mehr Teilzeit arbeiten als Väter (!)“

      Bei den Frauen ist das auch so. Aber das mit den Vätern habe ich nicht gewusst: Könnten Sie mir eine Quelle schicken? Väter arbeitet nach der Geburt ihrer Kinder i.d.R. (noch) mehr, da sie ihrer Familie ein sicheres Zuhause garantieren wollen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Welchen Grund sollte man haben, in Teilzeit zu arbeiten, wenn man seinen Beruf liebt? Umgekehrt, wenn ich meinen Beruf nicht liebe, versuche ich ohne diesen hinzukommen. Teilzeit ist immer eine der dümmsten Lösungen überhaupt.

      • Annalena Moser sagt:

        Sie haben ja ein Mutti, Ihr Heimchen, nicht wahr. Das muss reichen. Ich liebe meinen Beruf auch, nur meine Kinder lieb(t)e ich noch ein bisschen mehr und arbeitete drum Teilzeit. Männer wollen sich erst dann um ihre Kinder Kümmern, wenn es ums Begleichen von Alimenten geht, ja dann ist die Kinderliebe plötzlich gross. Vorher hingegen liebt mann die Karriere.
        Und noch was: Liebe 13, Sarkasmus steht dir ausgezeichnet, danke.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Ach Annalena, das ist doch ein dummes Klischee. Ich liebe mein Kinder, trotzdem arbeite ich vollzeit. Erstens weil wir so als Familie keine finanziellen Sorgen haben und zweitens weil ich ein cooler Beruf habe.

    • Urs Forster sagt:

      Lieber Sepp Z., ich glaube eher, dass Männer mit Kindern eher Verantwortungsgefühl zeigen und somit besser vorsorgen. Viele Männer ohne Kinder und Partner geniessen viel öfter das Leben und machen sich ums Alter keine Sorgen und arbeiten deshalb eher Teilzeit.
      Grundsätzlich ist der Koordinationsabzug heute nicht mehr opportun, weil kaum noch jemand auf 60-70% des letzten Lohnes kommt. Verantwortungsvolle Arbeitgeber haben diesen sowieso schon lange gestrichen und versichern alle voll in der Pensionskasse.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Ein äusserst wichtiger Artikel- und bislang kein einziger Kommentar dazu: Das sagt eigentlich alles! Frauen interessieren sich generell nicht für Vorsorgefragen, und zwar bis weit ins akademische Milieu hinein. Das ist für mich als Mann völlig unverständlich. Gerade jetzt ist es wichtig, sich mit Vorsorgefragen zu beschäftigen, da unsere Altersvorsprge (auch nach dem Nein zur AHV-Revision) vollkommen neu aufgegleist wird: Es wird, sowohl relativ als auch absolut betrachtet, zu z. T. drastischen Kürzungen kommen. Und davon betroffen ist beileibe nicht nur die erste Säule. Zusammen mit einer Scheidung kann das bei mittleren bis tiefen Einkommensschichten direkt in die Altersarmut führen!

    • Widerspenstige sagt:

      Da sind wir uns mal einig, Marcel Z!

    • Nada sagt:

      Aha, Frauen interessieren sich generell nicht für Vorsorgefrage? Frauen beteiligen sich nicht an Abstimmungen zu Renten? Frauen zahlen nix in 3. Säule? Fakt ist, dass vor allem Mütter Teilzeit arbeiten und deshalb nur wenig Geld für Vorsorge anlegen können. Ich bin geschieden, habe bei Scheidung auf Alimente für mich verzichtet, die Alimente für die Kinder liegen deutlich unter Durchschnitt. Zurzeit finanziere ich noch das Studium der Kinder, ich kann trotz 90%-Stelle nur wenig in 3. Säule einzahlen und verzichte dabei auf hoch spekulative Anlagefonds. Der Artikel wendet sich an Mittelklasse Frauen, die Geld für Vorsorge haben und ein gewisses Risiko eingehen können.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Dieser Blog ist das Tummelfeld des oberen Mittelstands, Nada. Das ist die z. Z. mühsamste Klasse in unserem gesellschaftlichen Gefüge: Ihren Zorn kann ich sehr gut verstehen. Aber leider nützt er nix. Diese Klasse hält sich für das Mass aller Dinge.

    • Martin Waldner sagt:

      Liegt wohl teilweise an der langsamen Freischaltung, dass so wenig Kommentare da sind, aber sicher nicht nur. Aber eben: wenig Interesse.. Die Probleme kommen später, wenn frau nicht mehr im Mamablog mitliest.

    • Muttis Liebling sagt:

      Man muss mit einer AHV- Grundrente lediglich nach Albanien umziehen und schon ist man wieder der oder Reichste im Dorf.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Ja, genau, ML: Albanien soll übrigens sehr schön sein 😉 Mich zieht‘s weiter weg: Auch wenn man nicht unbedingt ein grosser Philanthrop ist- aber ein soziales Umfeld ist doch von entscheidender Bedeutung, ganz speziell in der Fremde.

    • Martha sagt:

      Ich pflichte Ihnen grundsätzlich bei. Die lange Tradition des Einzelverdieners – eine absolute Ausnahme europaweit – hat aber Strukturen geschaffen, die immer noch prägend sind. Als ich vor einem guten Vierteljahrhundert nach meinem phil.I Studium meine erste Stelle an einem Gymnasium antrat, reagierte der zuständige Prorektor verblüfft, als ich nach der Einkommenshöhe fragte. Ob er wohl meinte, ich würde um Gottes Lohn oder mit Hilfe eines Ehemannes über die Runden kommen? Ich bewarb mich dann an einer weiteren Schule. Als Tochter einer ausländischen Mutter, die einen Schweizer Arbeiter geheiratet hat und sich von den CH-Hausfrauen nicht beirren liess und immer arbeitete, habe ich die nötig Portion Feminismus/Gleichberechtigung zum Glück mitbekommen. Danke, Mami!

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht war er nur verblüfft, weil der Lohn ja an einem Gymnasium nicht verhandelt wird, sondern berechenbar ist.

  • christina sagt:

    Schön und gut. Aber zuerst einmal sollten die jungen berufstätigen Frauen SPAREN, und nicht unbesehen das Geld für Nichtigkeiten aus dem Fenster werfen und bei der Berufswahl und dem Studium und der Laufbahn auch daran denken, dass sie damit einmal zum Überleben auch Geld verdienen müssen. Das bedeutet nicht, dass sie sich verrenken müssen in einem uninteressanten Studium oder Beruf, aber es sollte reichen. Stud. marrriage gibt es heute nicht mehr. Das ist auch unwürdig. Die Scheidungsgerichte haben Gott sei Dank dazugelernt und Männer können nicht mehr lebenslänglich zu Unterhalt verpflichtet werden.

  • Martin Waldner sagt:

    Einmal mehr werden die tieferliegenden Gründe für die weibliche Altersarmut ausgeklammert. Die Rentenlücken entstehen nämlich eben nicht durch die Auszeiten und Teilzeitarbeit während der Ehe (da werden die Pensionskassenguthaben aller Säulen von Mann und Frau zum Zeitpunkt der Scheidung ja hälftig aufgeteilt), sondern durch die oft jahrelangen Auszeiten und Teilzeitarbeit nach der Scheidung. Wer beim Familiengericht die alleinige Obhut für die Kinder an sich reisst und sich einen Freibrief erteilen lässt, ein Jahrzehnt lang nicht oder wenig arbeiten zu müssen und von Alimenten zu leben, wird es im Alter schwer haben. Ich hoffe, dass dies in dieser Finanzberatung deutlich zur Sprache kommt (und nicht nur wie man den Aktienanteil bei der dritten Säule optimieren kann).

    • Enrico sagt:

      Bravo Herr Waldner,
      Wohl die einzige vernünftige Analyse.
      Und mit sechzig ? In meinem Bekanntenkreis arbeiten die geschiedenen Frauen im Schnitt höchstens 80 Prozent ! Frau hat sich halt an das Frau sein gewöhnt…..

    • Annalena Moser sagt:

      Genau, Herr W. Familienarbeit und Kindererziehung sind ja keine Arbeit, sondern hellstes Vergnügen. Erstaunlich, dass es nicht mehr Hausmänner gibt, die sich diesem „Flonerleben“ hingeben und ihre gut ausgebildeten Weiber malochen lassen.

      • Sportpapi sagt:

        Es gäbe vermutlich schon ein paar Männer mehr, die das machen würden. Nur finden sie keine Partnerinnen.
        Wir sollten uns einfach mal entscheiden, was wir denn wollen. Mütter und Väter, die dank ausgebauter Fremdbetreuung voll arbeiten können und sollen? Oder wollen wir Eltern, die sich selber um ihre Kinder kümmern, wenigstens zu grösseren Teilen?
        Persönlich kann ich mit beidem leben, aber beides hat halt auch Konsequenzen.

  • Esthi sagt:

    Mir war das schon bei der Berufswahl bewusst. Ich arbeite zwar familienbedingt Teilzeit, jedoch zu 70% in einem sehr gut bezahlten Beruf, wo mein Einkommen immer über dem Koordinationsabzug war. Es ist absolut schockierend wie uninformiert die meisten Schweizerinnen sind, wenn es um die eigene Vorsorge geht. In den meisten Familien wird das Thema Absicherung unter den Tisch gekehrt, der Staat kümmert sich zur Not (was er eben nicht macht) und Ferien sind wichtiger. Es braucht AHV/2.S/3a um halbwegs menschenwürdig im Alter zu leben – auch als Frau. Doch welcher Ehemann finanziert schon 600 CHF/pro M 3. Säule für die Ehefrau, um den PK Ausfall zu kompensieren? Der Schock kommt dann, wenn der Mann stirbt/Scheidung/Frühpension und die Frau mit EL knapp auf 1700 CHF kommt und davon leben soll.

    • Sportpapi sagt:

      Wenn „er“ (eigentlich ist es ja Familiengeld) ihr die 3. Säule finanziert, wird die eigentlich bei der Trennung auch aufgeteilt? Ich nehme an, schon, oder?

    • Claudia sagt:

      Wenn der Mann stirbt bekommt die Frau plus Kinder Witwenrente, die ist bei uns 4500.– (mit Kindern) und ohne 3500.–. Ausserdem sollte jeder mindestens 500’000 Vermögen haben, damit man sich eine günstige Eigentumswohnung leisten kann. Das Problem ist heute, dass man ab 50 nicht mehr einfach so einen Job findet (egal ob man immer gearbeitet hat oder nicht). Die Schweiz sollte sicher wieder mehr um die Schweizer kümmern und dafür sorgen, dass, auch wenn man keinen Job mehr findet trotzdem das Geld in der Pensionskasse bleiben kann, damit man später davon noch eine Rente beziehen kann.

      • Annalena Moser sagt:

        Ihre Zahlen stimmen vorne und hinten nicht. Die Witwenrente beträgt 80% des letzten Einkommens des Verstorbenen, nicht einfach 4500 mit Kindern oder 3500 ohne.

    • Widerspenstige sagt:

      Das predige ich schon seit Jahren nicht nur hier im MB, Esthi! Besonders der letzte Satz sollte die Alarmglocken auf Rot stellen bei allen Leserinnen!

    • Rog sagt:

      Leider haben auch sie das System nicht verstanden, in 3a zu investieren damit es Sinn macht benötigt ein Einkommen welches den Abzug der Einzahlung (~6’700) zulässt. Einzahlen ohne Steuervorteil und dann den Bezug zu versteuern macht keinen Sinn. Es ist nicht die Frage welcher Ehemann finanziert das, sondern weshalb lässt es unser System nicht zu.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    nun. frau kann weiterhin neo-feministische parolen skandieren und dann doch den banker heiraten-, oder sie lernt endlich, ihre teilweise legitimen interessen durchszusetzen. mit der konsequenz und beharrlichkeit der männer. it’s up to her.

  • Seeländer sagt:

    Was ist denn das für eine Werbeschrift?
    irgendwie fehlt da die deklaration als paid post oder so…
    ätzend.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Auch wenn es Ihnen nicht passt, Seeländer.
      Das ist die schlichte Realität. Zahlen und Fakten sind eindeutig. Bloss weil viele diese Fakten als Werbe-Geschwätz abtun, werden Sie sich ihrer Realität nicht verweigern können.
      Eigentlich sollte noch viel mehr Aufklärung über das Thema stattfinden.

    • Rita sagt:

      Werbeschrift wofür? Die dritte Säule? Ist Ihnen bewusst wie viele Finanzberater und Vorsorgelösungen es gibt?

  • Konrad Staudacher sagt:

    Deutsche Sprack, swere Sprack: Ein Beispiel mit doppeltem Fallstrick.

    = Satz: „Allerdings nutzen die private Vorsorge nur gut die Hälfte der erwerbstätigen Frauen“.

    = Fallstricke:
    – F-1: Wer genau nutzt nun wen?
    — VAR A: Die Vorsorger nutzen die Frauen für ihre Geschäfte?
    — VAR B: Die Frauen nutzen die Vorsorger für ihre finanzielle Sicherheit im Alter?
    – F-2: Wie ist das schon wieder, das mit dem Singular ‚die Hälfte‘ + das mit dem Plural ’nutzen‘? Oder anders rum: Die Hälfte nutzen oder nutzt?

    • Über Schönheit kann man immer diskutieren, aber der Satz ist grammatikalisch absolut korrekt. Wie er gemeint ist, dürfte aus dem Kontext klar sein. Viele Sätze sind für sich alleine genommen nicht eindeutig. Für die „Hälfte“ einer Personengruppe können Sie sowohl den Singular als auch den Plural verwenden.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.