Und was ist mit den Kindern?

Nach dem Mutterschaftsurlaub könnten die Eltern – theoretisch – die Aufgabenteilung ändern: Frau geht arbeiten, Mann bleibt daheim. Foto: Burst (Pexels)

Sie machen einen auf emanzipiert, nehmen aber bei der Heirat den Namen des Mannes an. Sie könnten ihr eigenes Geld verdienen, liegen aber dem Gemahl auf der Tasche. Weil sie zu bequem sind, eine «prinzessinenhafte Einstellung» haben – und sowohl Eigenständigkeit als auch finanzielle Verantwortung «nicht Teil ihres emanzipatorischen Gedankenguts ist».

Meine Kollegin Bettina Weber enervierte sich am Tag der Frau eine ganze Zeitungsseite lang darüber, wie unemanzipiert viele von uns doch seien, und fragte: «Frauen, wo ist euer Stolz?» Frauen beteiligten sich nur gerade bei 20 Prozent aller Paare mit mehr als der Hälfte am Haushaltseinkommen. Bei Paaren mit Kindern seien es 10 Prozent. «Anders gesagt: Geld zu verdienen, ist Männersache», schreibt Weber; «immer noch.»

Das kann man so sehen, heisst aber auch: Kinder zu erziehen, ist Frauensache. Immer noch.

Die Autorin fordert, dass Frauen vermehrt finanzielle Verantwortung übernehmen sollen, indem sie hohe Teilzeitpensen oder Vollzeit arbeiten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Solange keine Kinder da sind, geht das wunderbar.

Die Werte verschieben sich

Doch sobald das erste Kind zur Welt kommt, ändert sich die Situation. Die Werte verschieben sich. Wer selbst Kinder hat, weiss, wovon die Rede ist. Vor allem die Mutter baut schnell eine starke Bindung zum Kind auf. Ihre Karriereziele rücken oft in den Hintergrund. Die wenigsten Eltern möchten zudem das Kind während den ersten Jahren zu 100 Prozent fremdbetreuen lassen.

Weil es in der Schweiz keinen gesetzlichen Elternurlaub gibt, bleiben die Mütter nach der Geburt zu Hause, und die Väter arbeiten weiterhin voll. Nach den 14 Wochen Mutterschaftsurlaub könnten die Eltern die Aufgabenteilung ändern: Frau geht arbeiten, Mann bleibt daheim. Das jedoch bleibt meist Theorie. Männer verdienen in der Regel mehr als Frauen, die Lohnunterschiede sind noch immer Realität. Wenn er sein Pensum reduziert, belastet es das Haushaltbudget mehr. Ausserdem wollen viele Männer gar nicht reduzieren.

Der Mann arbeitet weiter Vollzeit, die Frau geht einer bezahlten Teilzeitarbeit nach. Sowie einer unbezahlten – Haushalt und Kinderbetreuung. So emanzipiert Frauen heute auch sind: Solange Unternehmen keine familienfreundlichen Bedingungen bieten, Krippenplätze teuer sind, es kaum Tagesschulen gibt und Kinderhorte während den Schulferien schliessen, ist eine Vollzeitstelle für die Mutter ein kaum zu bewältigender Kraftakt.

Die Schweiz steht schlecht da

«Solche Faktoren führen dazu, dass der Anteil Teilzeit arbeitender Frauen in der Schweiz enorm hoch ist», sagt Nicole Schwab, Gründerin einer Stiftung, die Firmen für die Gleichstellung von Mann und Frau zertifiziert. Mütter können nur voll erwerbstätig sein, wenn ihre Männer sie unterstützen, indem sie ihr Arbeitspensum reduzieren und einen Teil der Kinderbetreuung und Hausarbeit übernehmen. Und Politik und Wirtschaft müssen Anreize schaffen, dass Mütter erwerbstätig bleiben. Dazu zählen ausreichend Betreuungsplätze, flexible Arbeitszeiten und mehr Teilzeitstellen für Frauen und Männer.

In diesen Punkten belegt die Schweiz im Vergleich mit anderen OECD-Staaten noch immer traurige Schlussplätze. Mit fehlendem Stolz der Mütter hat das nichts zu tun.

Lesetipp: Der Kinder-Karriere-Krampf und: Darum müssen Mütter arbeiten gehen.

300 Kommentare zu «Und was ist mit den Kindern?»

  • Anna sagt:

    Meiner Meinung nach geht es doch darum, dass alle die gleichen Möglichkeiten haben: Die Väter sollen Teilzeit arbeiten können und so mehr Zeit für die Familie haben. Die Mütter sollen Teilzeit arbeiten können und so ihre finanziellen Verpflichtungen wahrnehmen. Beide arbeiten extern und im Haus. Ich habe jetzt nicht den Eindruck, dass diese Rahmenbedingungen bereits gegeben sind. Es muss aber für beide Geschlechter möglich sein, so zu arbeiten. Sonst nützt alles Reden nichts.

  • Eli Los sagt:

    Ich bin die Tochter einer Mutter, die immer 100% gearbetet hat, der Vater auch – wir hatten jemanden bei uns zu Hause, der zu uns schaute. Als wir grösser waren, stellten meine Eltern immer wieder ledige Mütter ein, die so mit ihren Kindern zusammen sein und arbeiten konnten (statt die Kinder ins HEim geben zu müssen). Ich habe dann drei Kinder gehabt und war immer zu Hause. Nac der Trennung begann ich eine Ausbildung, die ich auch abschloss. Meine Kinder waren nun alle erwachsen, aber – ich fand keine Stelle mehr wegen dem Alter, nicht im Bereich meiner Ausbildung. Ich habe massiv Steuerschulden, weil ich immer wieder arbeitslos war. JEtzt habe ich eine Stelle – als Nanny! Ich hüte die 4 Kinder einer Hausärztin. Ich finde es schön, dass meine Chefin als Aerztin arbeitet UND die Kinder hat

  • Hans Wuersch sagt:

    Aus wirtschaftlicher Sicht sind die Frauen von der Biologie benachteiligt, weil sie die Kinder bekommen und dann mühsamerweise auch noch eine tiefe emotionale Bindung zu ihnen aufbauen.
    Das ist einer vollständigen Ausrichtung auf eine Karriere hinderlich und der Grund, warum in Verwaltungsräten, Kaderjobs, Parlamenten und Talk-Shows mehr Männer als Frauen anzutreffen sind.
    Ich hoffe für die Frauen, dass die Gentechnologie diese Nachteile bald zu beseitigen weiss – vielleicht kann diese die emotionale Bindung zu den Kindern eliminieren und diese in einer Brutkammer heranwachsen lassen.
    Dann endlich können auch Frauen 100% arbeiten, mit voller Energie ihre Karriere verfolgen und an nichts mehr anderes denken.
    Schöne neue Welt.

  • Flavia sagt:

    Ich bin nun doch etwas schockiert, dass man den Lohnunterschied zwischen Mann und Frau einfach mal als gegeben annimmt und somit ja alles klar und wunderbar ist. In meinem Umfeld sind die Paare meistens von gleichem Bildungsgrad und Einkommensstufe. Trotzdem – Haus- und Kinderarbeit ist auch da Frauensache. Und da verstehe ich die Väter nicht. Sie sind es doch, die in erster Linie etwas verpassen. Daher muss in der Gesellschaft in erster Linie darauf hingearbeitet werden, dass auch Männer Teilzeit arbeiten können oder 100% auch 100% bleiben, ohne dass sie belächelt oder sonstwas werden.

  • stefu sagt:

    Ich erachte Frauenförderung als grössten Fehler der Emanzipation.

    Weil solange nicht Frauen UND Männer mit Teilzeitpensen Karriere machen können, ist nach meiner Beobachtung fast jede Familie dazu gezwungen mindestens ein 100%-Pensum zu haben. Und das überlassen i.d.R. die Mütter den Vätern, um sich den Kindern zu widmen.

    Wollen wir fähige (und stolze?) Frauen fördern, müssen die Väter auch mit Teilzeitkarrieren mitziehen können. Wenn die nicht gerade Lehrer oder Journalisten sind, dann ist das kaum derzeit kaum möglich. Hier sehe ich den Hund begraben.

  • Helene sagt:

    Kinder zu haben ist für Frauen genausowenig eine Ausrede, sich nicht ums finanzielle zu kümmern, wie für Männer, und eine Vollzeitstelle für Mütter genauso erreichbar, wie für einen Mann. – Wenn die Vollzeitbetreuung durchs Mami nicht staatlich subventioniert wäre, sondern sie gleich viel Sozialversicherungsbeiträge etc. zahlen müsste, wie eine Kita-Betreuerin, die Single ist, dann wär das Vollzeitmami auch nicht billiger als die Kita. Vielleicht sollten wir halt mal die Ehefrauenboni auflösen und das freigewordene Geld in die Kita-Finanzierung stecken? Dann hätten auch die Papis etwas mehr von ihren Kindern, weil sie nicht auch noch das Mami mitfinanzieren müssten…

    • K.A. Barett sagt:

      @Helene
      Vor einigen Jahren vertrat eine mit meiner Familie befreundete Frau in Deutschland in einer Diskussion allen Ernstes die These, dass Ehemänner ihren Ehefrauen ein abgabepflichtiges Gehalt ausbezahlen sollten. Selbstverständlich mit einem gesetzlich verankerten Anspruch auf bezahlte Ferien.
      Ich gab zu bedenken, dass dann nur die dummen Männer überhaupt noch heiraten würden. Und in der Regel hätten diese wenig oder gar kein Geld.
      Bei gewissen Zeitgenossinnen und Zeitgenossen ist der gesunde Menschenverstand auf ein Minimum eingedampft worden.

    • Simon Affentranger sagt:

      Oh, das klingt nach einer interessanten Berechnungsmethode! Ich glaube auch, dass sich viele ihren Entscheid buchhalterisch unredlich zurechtlegen, um ein Zuhausebleiben zu rechtfertigen (Mutter: es rentiert sich nicht, wenn ich arbeiten gehe). Wir können doch nicht die Ausgaben einseitig der Frauenseite zuschieben und gleichzeitig aber die entgangenen Sozialversicherungsbeiträge nicht einrechnen. Wenn Sie in der Stadt Zürich wohnen: Kommen Sie einmal vorbei bei der glp 3&9, das gibt eine gute Diskussion! Gruss, S.A.

    • Sportpapi sagt:

      Die Vollzeitmami ist doch nicht billiger als die Kita. Die meisten verzichten auf viel Familieneinkommen, wenn sie selber betreuen. Und wenn, liegt es weniger an den Sozialabgaben, als an der zusätzlichen Infrastruktur, der Overhead, den Abgaben und der Steuerprogression der Familien.
      Und ja, den Ehefrauen ein Gehalt entsprechend dem Marktwert ihrer Leistung zu bezahlen ist eine Idee, die immer wieder aufkommt. Wobei die Hälfte des Jobs natürlich in eigenem Auftrag erledigt wird. Und für die andere Hälfte zahlt der Ehemann also ca 2000 Franken? Davon ist dann allerdings der halbe Haushalt zu zahlen.
      Ich glaube nicht, dass manche Frau damit gut fahren würde…

  • K.A. Barett sagt:

    Diese Diskussion ist längst ideologisiert. Das alte Sprichwort „jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“, hat seine Aktualität auch heute noch nicht eingebüsst. Das Thema „Karriere der Frau“ wird künstlich hochgepusht und gipfelt in der Forderung an den Staat, der Wirtschaft ein Korsett zu verpassen, damit die Karriereträume der Frauen möglichst ohne eigene Risiken und Nebenwirkungen auf den Glückspfad Richtung eigene Karriere geschicjt werden können.
    Die Analyse von Bettina Weber stimmt weitestgehend. Gabriela Braun hat im Labyrinth der eigenen Wunschvorstellungen verirrt.

  • Elena Dissi sagt:

    Frau Weber hat meiner Meinung in allen Punkten Recht. Und hat nichts vergessen. Ich habe drei Kinder, alle in den 90-er Jahren geboren und mein Mann und ich haben sie hälftig unter der Woche selber betreut, an den Wochenenden zu zweit. 20 Jahre lang. Nein, wir hatte kein Geld geerbt. Frau Braun, Sie argumentieren gefährlich altmodisch (‚Werte verschieben sich‘: Das hab ich oft zu hören bekommen. Ein Seitenhieb auf die ‚Karrierefrau‘, deren Werte sich nicht verschoben?). Frauen werden kaum aufholen bei der Lohnfrage, wenn so geträumt wird. Brave Frau Braun, Sie inspirieren nicht und motivieren nicht mit ihrer Aufzählung von Tatsachen (Lohnungleichheit) vermischt mit Entscheidungen, die hinter fragt werden sollten (‚zudem wollen viele Männer gar nicht reduzieren – Bingo). Aufwachen!

  • Rüdiger sagt:

    Anstatt zu jammern und auf den Staat zu warten, haben wir Nägel mit Köpfen gemacht. Beide haben wir das Arbeitspensum reduziert und kümmern uns um unsere 2 Kids. Meine Frau (verdient mehr als ich) ist noch daran eine Weiterbildung abzuschliessen (ergo noch mehr Lohn). Wenn wir dies hinkriegen, können dies Andere auch. Und vom Staat abhalten lassen…pfff

  • Simon Affentranger sagt:

    All die Argumente von Ihnen, Frau Braun, sind praktisch alle nicht von der Hand zu weisen. Nur hat Frau Weber einen Aspekt beleuchtet, der bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat. Es geht eben nicht nur um die Gesellschaft, den Staat und die zu cerbessernden Strukturen, sondern das es JETZT an der Zeit ist, dass Mann und eben auch Frau zusammen entscheiden, wie sie ihre Kinder aufziehen, ohne dass die Frauen zwangsläufig finanziellen Risiken und Machtunterschieden ausgesetzt werden. Es ist noch lange nicht alles gut, aber hunderte Beispiele zeigen, dass eine ausgeglichenere Organisation in der Schweiz oft möglich ist. Wenn beide wollen!

  • Brigitte Steiger sagt:

    Könnten wir uns darauf einigen, dass es in der Schweiz die meisten genau so machen, wie ihnen das gefällt und was zu ihnen passt? Wer finanzielle Verantwortung braucht soll sie haben, wer lieber zuhause und bei den Kindern ist darf das auch so haben – vielleicht trainiert er/sie ja Triathlon, oder engagiert sich zu 50% ehrenamtlich? Oder liest all die Mamablogs und sonstigen Gender-Kommentare von im Journalismus Teilzeit-tätigen Müttern?
    Ich bin mir sehr sicher, dass die Frage nicht finanzielle Verantwortung oder keine finanzielle Verantwortung sein sollte, sondern zufrieden oder unzufrieden. Die Rahmenbedingungen für Zufriedenheit sind nun mal bei Menschen sehr unterschiedlich. And that’s it, mehr muss man darüber auch nicht sagen.

    • Fragezeichen sagt:

      Die Rahmenbedingungen für Zufriedenheit sind nun mal bei Menschen sehr unterschiedlich – nicht nur das, auch ändern sie sich immer wieder während einer Beziehung.
      Was heute richtig ist, Zufriedenheit auslöst ist nicht zwingend auch für Morgen oder Übermorgen stimmig!

  • Roland Stuber sagt:

    Wieso geht dann gleiches in Norwegen so gut? Frauen die dort die „Zustände“ kennengelernt haben, wissen zweierlei: Norwegen hat Frauen SEHR VIEL MEHR zu bieten UND Norwegen hat die höchste Lebensqualität in Europa!
    Schweiz….. schläft weiter…… ….. ….

    • A Moser sagt:

      Da stimme ich Ihnen absolut zu. Die Schweiz entwickelt sich nicht weiter, investiert nicht in ihre Zukunft.

    • Diego V. sagt:

      Stuber. Einkommenssteuer Norwegen 50%, Mehrwertsteuer 24%!
      DAS will ich nicht! Hört mal auf mit den Vergleichen zu Nordländer. Wollen sie die Hälfte vom Einkommen für faule Schmarotzer abgeben?

  • Suse sagt:

    Jaja. Der Mann will nicht reduzieren, also sagt man „ach, ist halt so“ und setzt sich ins gemachte Netz.
    Frauen, ZWINGT eure Männer zum Reduzieren, sonst passiert da nie was! Ich als Mutter arbeite Vollzeit, mein Mann ist zu Hause, und unsere Jungs haben das ganz gut überstanden – von wegen, Mütter haben die engere Bindung. Genau diese Mütter sind die, welche die Väter gar nie nah genug an die Kinder lassen, um eine Bindung aufbauen zu können. Weil sie Panik schieben, nicht mehr gebraucht zu werden. Solche Frauen verzichten besser auf die Fortpflanzung.

    • Beat B. sagt:

      Solche gesellschaftlichen Veränderungen brauchen Zeit, viel Zeit. Ich verstehe nicht warum Frauen wie Sie das Gefühl haben, es müsse sich nun alles, für Alle sofort ändern und dies auch noch mit Zwang durchsetzen wollen. Nur weil Sie es anders machen und es funktioniert, bedeutet dies noch lange nicht, dass daraus allgemeingültige Regeln abgeleitet werden könnten. Ich finde es wunderbar, dass Sie mit ihrem Mann eine Lösung gefunden haben die für Beide stimmt, nur sollten Sie berücksichtigen, dass sich andere Familien in komplett anderen Lebenssituationen befinden und daher zu anderen Schlüssen kommen könnten. Am Ende entscheidet jedes Paar, basierend auf der spezifischen Lebenssituation, selber. Daher erachte ihr Aufruf zum Zwang als wenig hilfreich und undifferenziert.

      • franziska sagt:

        Ich kann nur unterschreiben was Suse geschrieben hat: Wenn Frauen ihre Karriere und Erwerbsaussichten nicht am Kleiderständer abgeben wollen, müssen sie die Männer zwingen, sich genauso selbstverständlich unter der Woche an der Kinderbetreuung zu beteiligen, denn freiwillig sind nur die wenigsten Bereit, diesbezüglich Abstrichen zu machen!
        Und zwar unabhängig von dem was vor der Geburt vereinbart war… Väter sind schnell darin, „gute“ Gründe zu finden, weshalb die Frau nicht erwerbstätig sein darf, genau z.B. wegen des Lohnunterschieds und dass es im angestammten Job nicht ginge blah blah blah.
        Dabei gibt es immer Lösungen mit etwas gutem Willen!
        P.S. und das von wegen „natürlicher“ Bindung von Frau und Kind wird nur genutzt, damit Frauen den „Heimservice“ kostenlos leisten…

      • Röschu sagt:

        @Franziska und suse
        Eine Beziehung, in welcher eine Partei die andere zu etwas zwingt, wird auf Dauer nicht funktionieren.

      • Sportpapi sagt:

        @franziska: Sie stellen es gerade dar, als ob diese Argumentation vor allem von den Männern kommt, um die Frauen zu etwas zu zwingen. Und nicht etwas von Frauen, die sich so einrichten wollen.
        Aber wie auch immer: Wenn es sein muss geht es auch, wenn beide Vollzeit arbeiten. Und genügend verdienen.
        Aber „unabhängig von dem, was vor der Geburt vereinbart war“??? Sicher nicht.

      • mila sagt:

        Mit Erstaunen nehme ich zur Kenntnis, dass man es in breiten Kreisen augen-scheinlich nötig hat, andere pauschal abzuwerten (bis hin zu diffamieren), um den eigenen Lebensentwurf aufzuwerten. Sonderlich souverän, respektive autark, scheint mir das nicht.

    • Sportpapi sagt:

      @Suse: Glück gehabt, dass Ihr Mann Sie nicht gezwungen hat zu reduzieren?

    • Fragezeichen sagt:

      Genau diese Mütter sind die, welche die Väter gar nie nah genug an die Kinder lassen, um eine Bindung aufbauen zu können. Weil sie Panik schieben, nicht mehr gebraucht zu werden. Solche Frauen verzichten besser auf die Fortpflanzung.
      Danke, von Herzen, danke für diesen Beitrag! endlich mal eine Frau – ich hoffe das ist wirklich eine Frau und nicht ein Mann der unter einem Pseudonym geschrieben hat – die schreibt was Tatsache ist! Leider können viele Frauen diese Wahrheit nicht akzeptieren, zum Leidwesen von Kindern und Vätern!

    • Stella sagt:

      Wow – ich will nie in einer Beziehung sein, in der ich meinen Partner zu was ZWINGEN muss – insbesondere nicht, wenn es um so was wichtiges wie die eigenen Kinder geht!
      Wir leben ebenfalls im Model – Mama verdient mehr, also gehe ich 100% arbeiten und Papa arbeitet 40%. Dies ist aber eine gemeinsame Entscheidung. Genauso wie dies eine gemeinsame Entscheidung sein kann, es umgekehrt zu leben… ZWANG hat in einer gesunden Beziehung meiner Ansicht nichts zu suchen – egal welches Model schlussendlich gewählt wird – ob Mama oder Papa mehr extern arbeitet oder gleichmässig aufgeteilt wird… Meiner Ansicht nach, wäre es wünschenswert, dass keiner sich in eine Rolle gewzängt fühlt, die nicht für ihn stimmt.

    • Stephan sagt:

      @Suse, was sollen Männer mit Frauen machen, die das Gefühl haben, dass die Kinder immer betreut werden müssen?
      Was sollen sie mit frauen machen, die dagegen sind, dass Kinder selbstständig werden?
      Die sich mit irgendwelchen Pseudoberufen selbstverwirklichen wollen?
      Die das Gefühl haben, sie müssten % reduzieren, weil sie an irgendwelchen Schulfesten mit gelangweilten 150% Müttern zusammen einen Stand hüten wollen?
      Sollen Männer auch zwingen oder ist das patriarchalisch?

  • Jo Mooth sagt:

    Frauen müssen begreifen, dass sie sicher Karriere machen können, solange sie keine Kinder haben. Mit einer Ausnahme: wenn sie es schaffen, den Vater zur Kinderbetreuung einzuspannen, geht es auch mit Kind. Eigentlich ganz einfach, nicht?

  • Sandra sagt:

    Vieles hängt ja wohl immer auch von der Art der Arbeit, den Arbeitsmöglichkeiten und -bedingungen ab und darum kann mann man, wenn es für eine Familie passt nicht darauf schliessen, dass es auch für andere so gehen muss. Ich z. B. arbeite als Ärztin, im Vertrag ist die 50 Stunden Woche normal, dazu kommen immer noch Überstunden. Eine Vollzeitstelle würde automatisch bedeuten, dass ich die Kinder nur noch schlafend sehe, und am Wochenende, an dem ich müde bin und noch anders zu erledigen habe, was liegengeblieben ist… Homeoffice gibt es da auch nicht. Das ganze Alltagsleben muss outsourced werden. Für was dann überhaupt Kinder?

    • julia müller sagt:

      Kenne einige Ärztinnen, die Teilzeit arbeiten, genau aus dem Grund, finde ich nicht optimal bei der schwierigen+langen Ausbildung. Frage: Wenn das Spital inhouse einen Kinderhort/-garten hätte, könnten Sie es dann m i t Kindern managen? Wenn ja, könnten Sie so einen Vorschlag machen? Fänden Sie da Gehör?
      Ich finde, wir Frauen müssen L ö s u n g e n bringen, nicht schimpfen, ist kontraproduktiv. Männer denken lösungsorientiert, Frauen wie „Waschmaschinen“ (sage ich so), immer rundrum. Bringt in manchen (meistens sozialen) Situationen sehr viel, aber „normale“ Arbeitgeber wollen Mitarbeitende, die Lösungen bringen, diese Mitarbeitenden werden gefördert und behalten. Diese Erfahrung habe ich gemacht.
      Also Frauen: Vorschläge machen, wie man was wie gut lösen könnte, das bringt was.

      • franziska sagt:

        Da es zwei betrifft, müssen wenn schon beide Lösungen bringen. Nur die Frau alleine kann da nichts ausrichten, ausser massiv Druck aufsetzen, dass er sein Versprechen einlöst und sich genauso selbstverständlich an der Kinderbetreuung beteiligt und die Frau ihren Teil des Familieneinkommens verdient!
        Sonst bleibt die Frau immer verantwortlich für alle Kinderbelange und das kann es nicht sein…

      • julia müller sagt:

        @Franziska: Habe mich bei meinem Post nur auf die Arbeitsstelle bezogen, wie können sich Frauen bei Arbeitgebern so darstellen, dass sie 1. die angestrebte Stelle bekommen, 2. das Pensum arbeiten können, das sie wünschen, 3. die Stelle behalten können, wenn mit den Kindern was ist.

        Bei mir wars – vor 20 Jahren! – so: Ich in der Familienpause (2 Kinder), mein alter Arbeitgeber ruft an, er müsse mich unbedingt zurückhaben, mit meinem Ersatz sei er nicht zufrieden, ich hätte immer Lösungen gebracht, die neue nicht, er schlage 1 Tag/Woche Anfangspensum vor, mein Mann fragt seinen Chef, ob ein 80%-Job drinliegt, der ist einverstanden, ich nehme den angebotenen Job an, erhöhe ihn sukzessive, mein Chef nimmt auf alle Abwesenheiten wegen der Kinder Rücksicht. Warum? „Lieber Lösungen als …“

    • Sportpapi sagt:

      „Das ganze Alltagsleben muss outsourced werden. Für was dann überhaupt Kinder?“
      Wie machen es denn die männlichen Ärzte?

    • Fragezeichen sagt:

      also; du arbeitest bei einer Teilzeitstelle mit 50 Std. Woche und dazu noch Überzeit? als Ärztin?

      • Martina sagt:

        Um auch auf die Fragen von Julia zurückzukommen: Es ist möglich und gut machbar. Ich bin Ärztin und in einem chirurgischen Fach tätig. Ein Teilzeitpensum ist undenkbar. Trotzdem finde ich, viel von meiner Familie zu haben. So haben wir die Sache gelöst:
        – Mein Partner arbeitet 60%
        – Ich beginne Vormittags um 6uhr, dafür bin ich idR Abends um 17uhr aus dem Spital draussen und hab noch 3 Stunden mit meiner Familie.
        Obwohl es viel ist würde ich weder Beruf noch Familie keinesfalls missen wollen. Natürlich ist es anstrengend und es bleibt wenig Zeit für anderes. Trotzdem ist es für uns gut so. Ich wäre nicht glücklich im Leben wenn ich meinen Beruf nicht ausüben könnte. Und mein Partner macht das zu Hause mindestens so gut wie ich, um ehrlich zu sein sogar besser.

    • mira sagt:

      Ich wohne in Bayern und ich kenne hier kaum eine Ärztin, die Kinder hat und 100% arbeitet. Die arbeiten alle Teilzeit. Mit den heutigen Gemeinschafts-Praxen geht das ja sehr gut und ich habe mich dadurch als Patientin noch nie schlecht behandelt gefühlt. Es ist ja auch toll, dass man in dem Beruf in Teilzeit genug verdient!!

  • Yolanda Hecht sagt:

    Ich kenne -bis auf zwei Ausnahmen- nur Frauen, die freiwillig ihre Pensen verkleinert haben, weil sie das so wollten. Sie zogen es vor, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen oder auf eine Fremdbetreuung zu verzichten. Das waren alles Frauen mit sehr guter Bildung, aber eben auch mit einem Mann, der genug verdiente, dass sie sich dieses „Prinzessinnen-Dasein“ leisten konnten. Die beiden Ausnahmen, eine davon bin ich, mussten den Haupterwerb für die Familie leisten. Das hatten sie nun davon, dass sie mehr verdienten als der Ehepartner. Aber nach der Scheidung, dem Tod des Partners oder im AHV-Alter sitzt man dann auch nicht in der Armutsfalle.

    • mira sagt:

      Hahaha, so ging es mir auch 🙂 Anfangs war ich noch stolz darauf, den Haupterwerb zu verdienen! Und irgendwann holt einen die Realität ein…

  • Sonia sagt:

    Meine Erfahrung ist, dass die meisten Mütter die ich kenne ihr Pensum schlicht und einfach nicht erhöhen wollen. Krippenplatz hin oder her. Sie wollen, dass der Mann das Geld nach Hause bringt. Nach wie vor. Dass viele Väter ihr Pensum nicht reduzieren wollen ist ein anderer Punkt und zu beanstanden. Liegt aber auch an deren Frauen.
    Ich selber bin Mutter und arbeite seit geraumer zeit 80% und übernehme finanzielle Verantwortung zu Hause. Ich stehe damit alleine auf weiter Flur. Mein Partner arbeitet ebenfalls Teilzeit. Wir teilen uns die Hausarbeit auf. Und es geht. Man muss aber auch wollen.

    • Kurt Zürcher sagt:

      Jep… es gibt noch immer viele „Vollblutmamis“, deren grösstes Lebensziel die Familie sind.
      Das ist einerseits lobenswert. Und es sind bestimmt auch nicht die Frauen und Mütter, die dann jammern wenn die Kinder da sind!
      Anderseits sind sie natürlich die Feinde in den eigenen Reihen derer, die die Frauen fördern wollen…

    • Marcel Zufferey sagt:

      Ich kenne Familien, in denen die Frauen den höheren Bildungsabschluss haben und mit einem Vollzeitpensum erheblich mehr verdienen würden, als ihre Männer- aber trotzdem ihr Pensum auf unter 50% reduzieren, während die Väter weiterhin 100% arbeiten. Solche Agreements finde ich ausgesprochen bemerkenswert!

    • Asta Amman sagt:

      @Sonja: Haben wir genauso gehalten und hat bestens geklappt.
      „Frau geht arbeiten, Mann bleibt daheim. Das jedoch bleibt meist Theorie. Männer verdienen in der Regel mehr als Frauen, die Lohnunterschiede sind noch immer Realität. Wenn er sein Pensum reduziert, belastet es das Haushaltbudget mehr.“ Ja, ist dieses Mehrverdienen der Männer/Väter denn gottgegeben? Oder eher dem Umstand zu verdanken, dass sich Frauen einfach Besserverdienende aussuchen? Mir war bei der Partnerwahl Charme, Humor und Sexyness wichtiger. Hat sich gelohnt!

    • Fragezeichen sagt:

      schon einmal daran gedacht das es Frauen gibt die ganz bewusst nur begrenzte Teilzeitarbeit für sich planen?
      Bei einer Trennung – und ich kenne einige Frauen die das, lange im Voraus, planen – stehen sie mit einem geringen Teilzeitpensum gegenüber dem Mann, gut da – da kann er denn blechen bis zum geht nicht mehr – nicht nur für das/die Kind/er was klar/selbstverständlich ist, sondern für die liebe Frau.

  • CM. Knobel sagt:

    Danke Gabriela Braun!!
    ich hatte mich am 8. März so geärgert über den Beitrag…
    Es könnte doch auch so betrachtet werden: Mann und Frau arbeiten.
    Einer ausser Haus, der Andere IM Haus. Ist die Arbeit mit Kindern immer noch nichts wert?? Nach all den Jahren?
    Also BEIDE arbeiten, es kommt EIN Lohn aufs Konto. Das Konto gehört BEIDEN.
    Alles okay?

    • Corine sagt:

      Irgendwie geht scheinbar immer vergessen, dass (kinderlose) Frauen, die 80-100 % arbeiten ausser Haus, daneben auch noch IM Haus arbeiten müssen (putzen, waschen, kochen, Garten), entweder fast alles alleine oder mit dem Mann zusammen. Daher sehe ich nicht wirklich, warum die Belastung von Frauen mit Kindern, die nicht arbeiten oder nur mit einem kleinen Pensum, so hoch sein soll…

      • Cora sagt:

        @ Corine: ojee, Sie haben ganz offensichtlich keine Kinder…! Warum die Belastung MIT Kindern ungleich höher ist? Ja, schlicht und ergreifend deshalb weil es nicht nur schwierig sondern nahezu unmöglich ist überhaupt irgendetwas zusätzliches zu tun solange ein Kleinkind wach ist. Damit allein hat man einen mehr als 100% Job!

      • Anne sagt:

        Sie haben wohl keine Ahning wie streng der Alltag mit Kinder sein kann.Da ist man z.t froh wenn man mal alleine aufs Klo kann.Hat man das Haus geputzt,wird es schon wieder dreckig gemacht.Man ist pausenlos dran.Ausschlafen kann man vergessen…..

      • Fragezeichen sagt:

        Cora: und wo bleibt das von den Frauen oft selbstgerühmte Multitasking?
        Also Kinder müssen jetzt wirklich nur die ganze Zeit zu 100% gepampert werden. Frau kann sehr wohl neben der Kinderbetreuung einiges im Haushalt erledigen und mit ein paar netten Worten ist (fast) jeder Mann zur Mithilfe bereit – wenn sie ihn dann auch lässt!

    • Glückskäfer sagt:

      DANKE – Sie sprechen mir aus dem Herzen! Auch Hausarbeit ist Arbeit.

    • franziska sagt:

      @Knobel
      Nein, nichts ist ok. Der Lohn gehört theoretisch zwar beiden, aber die Sozialversicherungs- und PK-Gesetze sehen das komplett anders… da zählt eben nur das selbst verdiente Geld!
      Weshalb werden dann Frauen, die Betreuungsarbeit leisten auch heute finanziell noch deutlich schlechter gestellt und schutzlos der Armut ausgesetzt im Falle einer Scheidung, als Männer, die Erwerbsarbeit leisten?
      Das passt hinten und vorne nicht überein mit dem effektiv Gelebten heutzutage….
      Nicht mal die Frauen-an-den-Herd Parteien unternehmen diesbezüglich etwas, sondern lassen lieber Frauen im Regen stehen!

      • Sportpapi sagt:

        @franziska: Wie ist ist gemeint? AHV? Pensionskasse?
        Ist es nicht eher so, dass eine Ehefrau noch Erziehungs- und Betreuungsgutschriften erhält, und letztlich die Frauen generell deutlich mehr AHV beziehen als die Männer, aber deutlich weniger einzahlen?

  • Hans Müller sagt:

    Die Wahl des Berufes und damit des künftig zu erwartenden möglichen Einkommens fällt lange bevor Frau Kind bekommt. Insofern sind die Kinder, einmal mehr, einfach billige Ausrede, um politisch mehr Rechte, aber möglichst keine Pflichten, zu bekommen. Offenbar müssen alle Gesetze schön nach dem Gusto der Frau ausgestaltet sein, selbstredend immer versteckt hinter der Schutzbehauptung „Kindswohl“. Das kaufkraftbereinige Einkommen in der Schweiz ist das dritthöchste Europas, mit grossem Abstand vor „Vorreitern“ wie Schweden, Dänemark, Finnland und Deutschland (Ausnahme: Norwegen, aber die können sich dank ihrem Öl jeden Umverteilungsmist erlauben) und das drittehöchste der OECD. Hier wird einfach auf hohem Niveau gejammert und es geht einzig um die Bedürfnisse der oberen Mittelschicht.

    • marie sagt:

      eine strukturelle diskriminierung der frauen – auch auf lohnebene – trägt das ihrige dazu bei.

    • Fragezeichen sagt:

      hinzu kommt noch die Tatsache; das ganz allein die Frau bestimm ob und wie viele Kinder ein Paar haben wird. Der Mann kann sich zwar eine Fussballmannschaft wünschen – ob und wie viele es dann sein dürfen/müssen bestimmt immer noch die Frau alleine!

  • bernda sagt:

    Mein Mann und ich sind seit ungefähr 7 Jahren verheiratet. Wir sind glücklich verheiratet mit zwei Kindern, einem Jungen und einem Mädchen. Vor 3 Monaten bemerkte ich ein merkwürdiges Verhalten von ihm und einige Wochen später fand ich heraus, dass mein Mann jemanden sieht. Er kam spät von der Arbeit nach Hause, er kümmert sich kaum noch um mich oder die Kinder, manchmal geht er aus und kommt nicht einmal für 2-3 Tage nach Hause. Ich habe alles getan, um dieses Problem zu beheben, aber alles ohne Erfolg. Ich wurde sehr besorgt und brauchte Hilfe. Ich dachte an Dr. Goko, wie gut und nett er den Menschen in ihren Eheproblemen hilft, wie gebrochene Beziehungen und die Ehe noch mehr wiederherzustellen.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Schwierige Diskussion, da die Erlebniswelten so verschieden sind.
    Aber wenn ich die Kommentare so durchlese, so komme ich zurück auf folgendes: Wer eine Familie gründet, sollte so viel Reife entwickelt haben, dass es ein Miteinander ist, dann lassen sich all die heiss diskutierten Fragen lösen.
    Ist es das nicht, dann tun mir einfach die Kinder leid. So oder so.
    Wie kann man nur den Partner betrügen und übervorteilen, wenn er der Vater/die Mutter, der eigenen Kinder ist? Das ist Kindesmisshandlung, welche Schäden verursacht, die mitunter ein Leben lang andauern.
    Hätte man das nur einmal vor Augen, wäre einem klar, wie sehr man mit dieser kurzsichtigen Haltung nicht nur seinen Kindern, sondern auch selbst schadet.

    • julia müller sagt:

      Ja.
      Ich finde, man sollte sich Folgendes klarmachen (ist total logisch): J e d e r Mensch auf dieser Welt war einmal ein K i n d = j e d e r hat zwangsläufig eine Kindheit erlebt = j e d e r hat diesbezüglich eine Erfahrung. Niemand kann sagen, er wisse nicht, was es heisst, ein Kind (gewesen) zu sein.
      Wenn sich dann die Frage „Kinder ja oder nein und wie viele“ stellt, kann man sich da nicht einfach vorher fragen: Wie war meine Kindheit? Welche Kindheit kann/möchte ich meinen Kindern bieten? Kann ich meinen Vorstellungen gerecht werden? Wie kann ich ihnen gerecht werden? Was müsste ich (noch) tun, damit ich ihnen gerecht werden kann? Dann kommt eine Antwort raus. Wie sie auch ausfällt, dabei bleiben und umsetzen. Ich finds einfach nicht schwierig …

    • Fragezeichen sagt:

      Wie kann man nur den Partner betrügen und übervorteilen, wenn er der Vater/die Mutter, der eigenen Kinder ist? Das ist Kindesmisshandlung, welche Schäden verursacht, die mitunter ein Leben lang andauern.
      Kann Frau locker und gänzlich ohne Skrupel!

  • Zufferey Marcel sagt:

    Seien wir ehrlich: Viele Frauen würden auf die Ankündigung ihrer Männer, den Job zu schmeissen und der Haushalt zu übernehmen, ziemlich genau so reagieren:

    https://www.youtube.com/watch?v=ED7_y4jETo0

    Bettina Weber hat also Recht. Und von den Zahlen, mit denen Sie in ihrem Artikel herum hantiert (Anteile beim Haushaltseinkommen je Geschlecht), habe ich hier schon seit Jahren gesprochen. Es gäbe noch andere Erkenntnisse im Zusammenhang mit Erwerb und Familie, mit denen man Furore machen könnte: Zum Beispiel die mittlerweile wissenschaftlich erhärtete Tatsache, dass Frauen ihr Erwerbspensum gar nicht erhöhen würden, wenn die Betreuungsfrage gelöst wäre.

    • zysi sagt:

      Zu Ihrem letzten Satz: Richtig.
      Am Beispiel in Schweden hat man ja genau diese Erfahrung gemacht – die Denkrichtung wurde in Richtung „Recht auf Arbeit“ statt „Recht auf Kind“ umgesetzt mit eben diesem Ergebnis:
      Der institutionellen Rahmen gestattet es Frauen
      und Männern sich aufgrund ihrer materiellen
      Situation für oder gegen Kind/Kinder zu
      entscheiden.
      D.h. Frauen können arbeiten gehen und
      trotzdem Kinder haben. Und nicht: Frauen haben Kinder und können trotzdem arbeiten gehen.
      Dabei blieben die Geburtenzahlen +/- gleich und die Kosten für diese spezifische Wohlfahrt stiegen an und klettern weiter als Kosten Aller und nicht nur der Eltern.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Ganz zentral ist aber der Umstand, dass in Schweden die jeweiligen Anteile am Haushaltseinkommen ziemlich gleich verteilt sind, wie in der Schweiz. Da kommen natürlich schon langsam Fragen auf.

  • Michael sagt:

    Ich kann es langsam nicht mehr lesen, dieses Thema. Seht es doch eindlich einmal ein, wenn Mann und Frau sich für ein Kind entschieden haben und das Glück haben, das es auch geklappt hat, ist vorher nicht mehr wie nachher ! Grundlegend hat eine Familie mit Kind einen erhöhten Finanzbedarf, der über die Jahre hinweg zudem noch zunimmt. Befriedigen kann den im allgemeinen die Person, die am Monatsende am meisten nach Hause bringt. Was in der Regel der Mann ist. Punkt eins. Punkt zwei ist die nun anstehende Kinderbetreuung. Eine Person muss den Job nun machen. Wenn man sich keine Nanni leisten kann oder will, fällt das wegen Punkt 1 der Frau zu. Je selbstständiger das Kind wird, desto mehr kann sich die Frau wieder beruflich orientieren. Den Fünfer und das Weggli gibt es leider nicht.

    • Lucia sagt:

      Oder beide arbeiten so aufgeteilt, dass im Endeffekt etwa das gleiche Eikommen erzielt wird wie das Einkommen des Mannes mit einem 100% Pensum.
      So profitieren beide. Die Frau ist berufstätig, der Mann auch und beide betreuen.

    • Kurt sagt:

      Ich weiss nicht, wie es dieser Kommentar aus dem Jahr 1918 auf den Blog geschafft hat. Merwürdiger Jahrhundert-Jetlag! Aber item. Selbstverständlich übernehmen in halbwegs aufgeschlossenen Familien beide Elternteile sowohl Erwerbs- wie Familienarbeit. Dazu braucht es eine Mutter, die ein bisschen loslassen kann und einen Mann, der ein bisschen reduziert. Mit zwei Teilzeitpensen kann man mindestens so gut leben wie mit einem Vollzeitpensum. Wahrlich keine Hexerei. Man(n) muss es halt wollen.

      • MO sagt:

        Wie wahr. Es ist aber auch die Frau und der Arbeitgeber, die gewillt sein müssen, Strukturen aus dem letzten Jahrhundert aufzubrechen.

      • Maike sagt:

        Weil sich seit 1918 kaum etwas getan hat lieber Kurt ! Mit zwei Teilzeitpensen so gut leben wie mit einem vollen Gehalt – wann hast Du Dir das letzte Mal die Lohnstrukturen von Männer und Frauen angesehen ?? Da kommt dann maximal 80% einer vollen Stelle zusammen !

    • Stella sagt:

      Und genau bei Punkt 1 ist mein Problem: wieso soll idR der Mann mehr verdienen als die Frau, bevor Kinder da sind und reduzierte Pensen ins Spiel kommen?!
      Tatsächlich ist das bei uns auch der Fall. Ich (Mama) verdiene mehr und gehe 100% arbeiten, Papa arbeitet 40%. Weil 2018 ist und das normal sein sollte, und nicht eine Ausnahme.

      • Amélie M. sagt:

        Danke, Stella. Ich kenne auch Familien, wo es anders läuft. Der Elternteil mit dem kleineren Lohn geht arbeiten, der andere hat ein paar Jahre ganz verzichtet und arbeitet jetzt 50 %.

        Klar, das wäre dann die Frau, weil der Mann es sich so gar nicht vorstellen kann, dass er zuhause bleibt und die Frau sich so gar nicht vorstellen kann, die Kinder fremdgetreuen zu lassen. Also jongliert sie mit Arbeit und Familie, stresst jeden Mittag heim und dann wieder zur Arbeit und bleibt bei Krankheit der Kinder daheim. Er nie.
        2018.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Bravo: Frauen und Männern wie Ihnen gehört die Zukunft! Allen anderen natürlich auch: Aber Paaren wie Ihnen ganz speziell! Dennoch ein Wermutstropfen: Aus Sicht der Statistik ist Ihre Familienkonstellation mit Abstand die Seltenste- sowohl lokal, als auch global betrachtet.

    • Kurt Zürcher sagt:

      Michael:
      Natürlich kann Mann es so sehen, wie Sie es hier darstellen.
      Wenn ich aber schaue, wieviele Frauen Master- und Bachelor Abschlüsse haben, kann ich mir nicht so richtig vorstellen, dass Ihr Punkt 1 so gegeben ist, wie Sie schreiben.
      Ich denke, da ist noch viel Potenzial, wenn man etwas weiter am Horizont sucht…

      • Maike sagt:

        @Kurt – ein Master oder Bachelorstudienabschluss ist super aber leider kein Freifahrtschein für eine Anstellung oder ?

      • Kurt Zürcher sagt:

        Nein, Maike… Jobs muss man suchen! Sie fallen nicht einfach vom Himmel. Und wenn man einen hat, sollte man performen, dann findet man auch leichter einen neuen…
        Aber wenn man genug sucht, findet man immer einen Grund weshalb etwas nicht klappt…

    • Cora sagt:

      Danke Michael, auf den Punkt gebracht. Solange sich das Paar nicht trennt hat damit auch niemand ein Problem ausser wildgewordene, als Frauen“befreierinnen“ verkleidete Neokapitalistinnen.

  • Klärli Benz sagt:

    Frauen müssen sowohl ihren Kindern, als auch ihren Männern gegenüber rücksichtsloser werden. Den gleichen Egoismus an den Tag legen, wie die Väter. Problemchen übersehen und sie dem Partner überlassen. Sich die Frage nach der Betreuung gar nicht erst stellen, sondern davon ausgehen, dass der Kindsvater diese übernimmt. Das Pensum einfach nicht reduzieren. Den Haushalt einfach nicht erledigen. Genau so, wie es die Männer machen.

    • Vater sagt:

      „Die Männer“? Es tut mir Leid, wenn Sie mit den Männern in Ihrem Umfeld solche Erfahrungen gemacht haben. Eine pauschale – übrigens absolut sexistische – Aussage, dass „Männer“ so seien, muss ich entschieden zurückweisen.

      • Klärli Benz sagt:

        @ Vater. Wenn jede Pauschalisierung sexistisch ist, ist es der Ausgangstext auch. Ich wusste schon, dass ich mit dieser Aussage einige vor den Kopf stossen werde. Es ist allerdings meine Beobachtung, dass (die meisten) Väter ihren Kindern gegenüber rücksichtslos handeln, da sie sich darauf verlassen können, dass die Mutter sich darum kümmern wird.

      • Kurt Zürcher sagt:

        Kann es sein, dass Sie nur sehen, was Sie sehen wollen?

      • MO sagt:

        Frauen müssen sich seit Jahrtausenden pauschale, sexistische Aussagen gefallen lassen. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Ich selbst würde mir nie eine Pauschalaussage über ein Geschlecht erlauben, kann aber durchaus verstehen, wenn es Menschen gibt, welche sich auf Grund eigener Erfahrungen dazu veranlasst sehen.

    • Michael sagt:

      Tut mir echt leid für Dich, das Du in so einer Familie aufwachsen musstest. Aber glücklicherweise ist das nicht die Regel.

    • Sportpapi sagt:

      Gute Idee. Und dann damit leben, wie es ist.

    • Mingtse Vater sagt:

      Diese Dinge sollte man schon für sich geregelt haben bevor man sich für ein Kind entschließt . Selber Vater und aktiv mitarbeitend bei der Haus- und Betreuungsarbeit, scheitere an Ihrem Anspruch, dass alle anderen ein Interesse an ihrem Familienzuwachs haben. Es gibt jährlich 100 Mio. Menschen mehr und eine sorgfältige Planung wäre angebracht. Warum wollen sie ein Kind und den Tag im Geschäft verbringen um das Geld zu verdienen das sie wieder der Krippe zuführen müssen? Weshalb sollte der Besitzer einer kleinen Firma die Betreuung ihrer Kinder finanzieren oder generell der Steuerzahler? Haben sie mit Ihrem Partner nie besprochen wie sie ihren Alltag organisieren? Durfte er mit entscheiden ob er Vater wird?

    • Vielleichteinefrau? sagt:

      @MO „Frauen müssen sich seit Jahrtausenden pauschale, sexistische Aussagen gefallen lassen. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Ich selbst würde mir nie eine Pauschalaussage über ein Geschlecht erlauben..“
      Nein, Sie natürlich nicht, wie kann man auch nur auf diese Idee kommen. Kopfschütteln. Aber alle Männer Pauschal einstecken lassen, finden Sie natürlich ganz toll. Wie erbärmlich!

  • Vater sagt:

    Meine Situation war folgende: Meine Frau verdiente und verdient mehr als ich. Ich hätte gerne die Kinderbetreuung zum grösseren Teil übernommen. Sie wollte nicht. Punkt. „Die Kinder gehören zur Mutter“, sagte sie jedesmal, wenn ich ihr meine Vorstellungen auf den Tisch legte, und wurde stinkwütend. Heute arbeite ich wie ein verrückter. Offiziell hüte ich die Kinder zwei Tage pro Woche, in der Realität sind es mehr. Angerechnet wird nichts. Ich muss ihr einen hohen monatlichen Beitrag bezahlen. Ich musste mir die Beziehung zu den Kindern teuer erkaufen. Frauen haben nach wie vor die ganze Macht, was die Kinderbetreuung angeht. Männer können nur verlieren, vor dem Gesetz sind sie minderwertig. Meine Frau hat den Fünfer, das Weggli und ich trage ihr den Güsel runter…

    • Jane Doe sagt:

      Ich frage mich immer, warum Männer Frauen wie diese überhaupt erst heiraten.

      • barbara sagt:

        das frage ich mich auch..
        ich entscheide selber, mit wem ich kinder habe.
        aus diesem grund bleibe ich auch nach der scheidung fair meinem ex-mann und vor allem dem vater meiner kinder gegenüber und er mir.
        ich wollte immer mehr arbeiten, er wollte nicht reduzieren. als das erste kind in den kindergarten kam, war er plötzlich bereit- ich nicht mehr. die kleinkindphase war derart streng für mich, dass ich das bisschen aufatmen mit dem kindergarteneintritt für mich wollte. bei der scheidung drei jahre später haben wir uns am status quo orientiert- bis das jüngste kind aus der volksschule ist, bezahlt er mir eine entschädigung für die mehr-betreuung.
        notabene: er füllt seine pensionskasse, meine wird weniger gefüllt. ich habe eingewilligt und es ist ok.

      • Sportpapi sagt:

        @Barbara: Sie haben sich umentschieden, um ein bisschen aufzuatmen – drei Jahre lang. Und dann bei der Scheidung gleich den Deal geschlossen, diese Schonzeit noch um weitere 8 Jahre zu verlängern?
        Schön, dass Sie eingewilligt haben. Aber vor allem auch schön, dass der Ex-Partner einverstanden war…

      • Fragezeichen sagt:

        vielleicht weil es Frauen gibt, die erst nach der Eheschliessung und dem Kinder gekriegt haben ihr wahres Gesicht zeigen!

  • Anita Gut sagt:

    Vielen Dank für Ihre Gegendarstellung! Ehrlich gesagt war ich richtig erzürnt letzte Woche über den Artikel von Frau Weber. Ich habe zwei Kinder und arbeitete mehrere Jahre Teilzeit bis wir einfach nicht mehr konnten (und ich habe sehr sehr gerne gearbeitet!): was macht man mit kleinen Kindern während den Ferien, wer schaut z.B. 5 Tage zu meinem kranken Kind… Bei all meinen berufstätigen Freunden funktioniert das nur, wenn im Hintergrund Familiemitglieder (Groseltern) mithelfen können und wollen. Ansonsten lässt sich Familie und Karriere mit unserem BetreuungsSystem in der Schweiz nicht vereinbaren.

    • Lina Peeterbach sagt:

      Während der Kita-Zeit läuft es noch einigermassen rund, aber sobald die Schulferien losgehen wird es schwierig. Krankheit sollte aber eigentlich kein Problem sein: Man darf pro Kind und Krankheitsfall 3 Tage oder auch mehr fehlen (gegen Vorlage eines Zeugnisses und ggf. nicht immer bei vollem Lohn).

      • CW sagt:

        Ja, man darf und wird dann freundlich darauf hingewiesen, dass die Kolleginnen nie wegen der Kinder fehlten. Auf Anfrage, ob die nie krank seien… kommt dann eben doch, dann schaut das Grossi. Wenn ich mich nicht ständig selber kümmern müsste, würde ich nur zu gern arbeiten. Ich suche händeringend. Aber die Vereinbarkeit geht entweder zu Lasten der Kinder, des Geldbeutels, der Gesundheit und Nerven und/ oder des Jobs. Ich hatte in der Schweiz nur einmal Glück mit einem verständnisvollen Arbeitgeber. Der Rest – die Hölle für Eltern. Wenn dann noch einer pendelt läuft das unter totaler Selbstaufgabe statt Selbstverwirklichung. Es geht aber noch weiter. Teilzeit verkommt zur billigen Arbeit durch qualifizierte Mütter, die die Vereinbarkeit suchen. Überstunden bis Abends und Wochenende. Pfui.

    • tina sagt:

      ich habe die branche gewechselt und eine arbeit ohne verantwortung gefunden (glück!), die recht frei einteilbar war, mit nettem chef, dessen mutter auch alleinerziehend war ;-)). habe in den schulwochen mehr gearbeitet und so 7 wochen ferien nehmen können. die anderen 7 wochen deckte ich mit ferienkursen ab.
      nachteil: ich war gestresst als die kinder klein waren. ich glaube, man sieht mir das auch an. die arbeit ist langweilig.

    • Sonia sagt:

      Wir haben keine Großeltern und arbeiten seit Jahren beide. Ich verstehe diese Probleme nicht. Wir haben aber einen Hort, der auch in den Ferien betreut. Das ist wohl die Ausnahme.
      Unser Kind war auch noch nie eine ganze Woche krank.

  • julia müller sagt:

    100 verschiedene Leute, 100 verschiedene Meinungen und Kostellationen. Pauschal kann man m.E. in dieser Sache einfach über niemanden urteilen + niemanden verurteilen.
    Meine Mutter hat uns 4 Kindern(3 Mädchen, 1 Sohn) vorgelebt, dass es wichtig ist, selbstständig zu denken + zu bleiben, man wisse nie, was käme. Sie hat zusammen mit meinem Vater quasi „vorausgeplant“, was sie wie machen könnten/würden, wenn das + das passieren würde (es komme ja genug von aussen, das man nicht planen könne). Geht man so vor, ist man „vorbereitet“ in dem Sinne, dass man wirklich i m m e r aktiv bleiben m u s s.
    Alle wir 4 Kinder machen das heute so. Ich dachte immer – bis heute -, dass das die meisten Leute auch so oder sowieso so machen, sehe aber, dass das nicht unbedingt so ist? Warum nicht?

    • Markus Baumann sagt:

      Freue mich über Ihren Beitrag. Haben meine Schwester und ich von unseren Eltern auch so mitbekommen. Hab ich unterdessen (alleinerziehend, leider) meinen 3 Töchtern und dem Sohn auch so weitergegeben. Nur das tun, was man zuinnerst selber überzeugt tun möchte, sich dann auf den Weg machen, Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen und „wach/aktiv“ bleiben in all den Unwägbarkeiten des Lebens. Und gut zu wissen: In wirklich schwierigen Zeiten (die jeden treffen können) ist keine/keiner allein.

  • Amélie M. sagt:

    Doch, mit fehlendem Stolz hat das auch zu tun. Viele Frauen tragen dazu bei, dass sich solche Tatsachen wie die unerklärbare Lohndifferenz, die Untervertretung in Firmenleitungen, die ungerechte Verteilung von Haus- und Familienarbeit nur träge verbessern. Wo ist der Kampfgeist vieler Frauen? Wenn er nicht reduzieren will, dann wird das einfach so hingenommen? Aber Kinder wollte er schon, nicht wahr?
    Ja, emanzipiert heisst auch, jeder darf sein Familienmodell wählen, wie es beiden Elternteilen gefällt. Aber darf man wirklich sagen: „Weisch, ich schaffe jetzt wieder 40 % und mit meinem Lohn gehen wir in die Ferien“ oder „Mein Lohn kommt aufs Sparkonto“? Mann = Provider, Frau = angenehmes Zusatz-Einkömmelchen, nicht wirklich nötig, aber nice to have.
    Wo ist euer Stolz?

  • tststs sagt:

    Ich muss noch ein wenig auf meiner „Betreuungs-Lohn“-Idee rumreiten:

    Vor einigen Jahren gab es eine Änderung betr. private Haushaltshilfe. Es wurde ein einfaches Anmeldeprozedere geschaffen, so dass man seine Haushaltshilfe „richtig“ anstellen konnte (inkl. Vertrag, soz.Abgaben, Versicherung etc.)

    Wieso nicht dasselbe für Elternteile, die zuhause betreuen?

    • Sportpapi sagt:

      Hm. In der Regel ist das doch so, dass die Frau auch versichert ist, dass AHV bezahlt wird.
      Aber in der Konsequenz bekommt sie dann auch den Lohn einer Haushaltskraft/Kinderbetreuerin ausbezahlt? Wobei: Natürlich nur den halben, denn zur Hälfte ist sie ja auch dafür zuständig. Sagen wir grosszügig ca 2000 Franken im Monat? Und davon beteiligt sie sich dann zur Hälfte an den Haushaltsausgaben?
      Tolle Idee!

  • Sandra sagt:

    Vielen Dank für diese Replik! Allerdings muss ich sagen, ich habe etwas mehr erwartet. Bettina Weber haut immer in dieselbe Kerbe – immer provokativ und meiner Ansicht nach ziemlich borniert und engstirnig. Von wegen Frauen würden aus Faulheit lieber zuhause bleiben – jeder Job, den ich bisher ausser Haus hatte, war weniger anstrengend, als den Job, den ich nun zuhause verrichte. Eine Wahl, eine Entscheidung geht immer auch mit einem Verzicht einher. Im Endeffekt geht es doch auch darum, worin man für sich den Sinn im Leben findet, was für einen wichtig ist. Man kann sich entscheiden, ein paar Jahre zu Kinder und Haus zu schauen und trotzdem für Gleichstellung und Lohngleichheit einstehen. Die Wahl des Familiennamens ist nochmals ein anderes Thema und hat nichts mit meinem Stolz zu tun.

    • tststs sagt:

      Ich glaube, da tun Sie Fr. Weber unrecht. Weder verharmlost sie den Mutter/Hausfrau-Job noch sieht sie darin Sinnlosigkeit. Sie fragt sich doch eigentlich nur, weshalb die Frauen das gratis (im Sinne von: ohne finanzielle Absicherung) tun.
      Und ich verstehe das „Faulheitsargument“ so, dass sie den Frauen „Faulheit“ betr. der eigenen Vorsorge unterstellt, nicht dass Frauen arbeitscheu wären (ich bin übrigens ganz bei Ihnen: der Mutter/Hausfrau-Job hat es in sich!).

      Beim Thema Familienname bin ich ganz bei Ihnen.

  • Kurt Zürcher sagt:

    Also wir können das!
    Ich arbeite 80%, meine Frau 100%. Wir müssten das nicht so machen, aber wir wollen das.
    Und wisst ihr was…? Uns gehts gut! Wir sind glücklich!
    Also… wo ein Wille ist, da ist auch ein weg.

    • Amélie M. sagt:

      Absolut. Danke. Und ein besonderes Danke dafür, dass Sie es nicht erwähnenswert finden, wer mehr verdient. Das ist nämlich sowas von zweitrangig.

      • Martina sagt:

        Ja, schön das es noch andere Familien gibt, die so organisiert sind. Ich arbeite 100%, mein Partner 60%. Wir sind glücklich und zufrieden so. Ich möchte Karriere machen, mein Partner nicht. Ganz einfach. Wieso muss es immer anders rum sein und wird von der Gesellschaft nur so als „normal“ angeschaut? Manchmal fragen mich Leute wieso ich denn Kinder habe, wenn ich ja so viel arbeite. Wird ein Mann der Vollzeit arbeitet das jemals gefragt? Ich wage es zu bezweifeln…

      • Lisa sagt:

        Nein ist es nicht.Mein Mann verdient 4 Mal mehr als ich.Da ist es gegeben wer mehr arbeitet!

      • 13 sagt:

        Ist bei uns ähnlich, ich arbeite Vollzeit, mein Mann ca. 50%. Der Lohn ist bestimmt nicht unwichtig, v.a. wenn ein Gefälle besteht und seien wir ehrlich: Kaum ein Mensch kann sich wirklich frei von äusseren Einflüssen entscheiden. Bei uns ist es neben dem Lohn auch so, dass sein Job viel einfacher in Teilzeit auszuüben ist als meiner. Wie man den Lohn betrachtet, ist auch Interpretationssache: Ich kenne ein Paar, da arbeitet er 60%, sie 80%, weil sie etwas weniger verdient und sie so beide gleichviel heimbringen können.
        Und warum es den Kindern nicht gut gehen soll, ist für mich völlig unklar.

      • Kurt Zürcher sagt:

        @Lisa:
        Ich freue mich, dass Ihr Mann offenbar einen ganz anständigen Verdienst hat. Das erleichtert schon mal vieles.
        Trotzdem bedeutet das in meinen Augen nicht, dass Sie zwangsläufig zu Hause bleiben müssen.
        Ich sehe es als Ihnen überlassen, ob Sie arbeiten gehen, oder nicht… und wenn ja, wieviel.
        Als Paar hat man die jeweiligen Bedürfnisse zu respektieren und man unterstützt sich gegenseitig!
        Ich selber könnte kein Vollzeitvater sein, weil mir die Herausforderung der Arbeit und die Kollegen fehlen würden. Selbes könnte ich auch niemals von meiner (und überhaupt einer) Frau verlangen.

    • Karin Keller sagt:

      Schön! Und wie gehts Ihren Kindern? Das scheint ja kein Thema zu sein….

    • Maike sagt:

      80% und 100% arbeiten klingt aber ziemlich nach einem kinderlosen Ehepaar, oder ?

      • Kurt Zürcher sagt:

        Maike… Würde ich diesen Blog lesen, wenn ich nicht Vater wäre?
        Glaube eher nicht. Und glauben Sie mir, wenn wir kinderlos wären, würden wir beide 100% arbeiten…

  • Hans-Jürg sagt:

    Die Frage ist falsch gestellt. Sie müsste lauten: „Was ist mit den Vätern?“
    Wenn Frau Teilzeit arbeitet könnte Mann ja auch. Oder Frau könnte gleich Vollzeit arbeiten und Mann die Kinderbetreuung übernehmen.

    „Wer selbst Kinder hat, weiss, wovon die Rede ist. Vor allem die Mutter baut schnell eine starke Bindung zum Kind auf. “

    Aus welchem Jahrhundert stammen denn Sie? Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass auch Männer (zumindest ich) sehr schnell eine sehr starke und enge Bindung zu meinen Kindern aufgebaut habe und mich (trotz Vollzeit-Job) zu 50% an der Kinderbetreuung beteiligt habe.
    Merke: Nicht nur Frauen sind Supermütter, es gibt auch Männer die Superväter sind. Nur weil gewisse Leute Vorstellungen aus dem vorletzten Jahrhundert als gottgegeben haben…

    • Jane Doe sagt:

      Danke, Hans-Jürg! Ich dachte auch, ich wäre ein paar Jahrzehnte verrutscht, als ich diesen Satz mit der starken Bindung gelesen habe! Und genau das ist auch Teil des Problems, dass in der Schweiz der Vater einfach noch immer nicht als gleich wichtig für das Kind angesehen wird wie die Mutter.

  • Lucia sagt:

    Mann mann…
    Bin ich froh, haben mein Mann und ich den Anspruch an eine faire Aufteilung der Betreuung und Erziehung.
    Ich 100% Hausfrau und Mutter? Niemals.
    Entsprechend muss ich aber auch keine Kinder in die Welt setzen, wenn es hauptsächlich fremdbetreut wird (weil ich 100% arbeiten möchte).

    Frauen gehen mir schon sehr auf die Nerven mit ihrem Feminismus-Zeug.

    Kriegt keine Kinder und geht arbeiten, kriegt Kinder und findet entsprechend eine Lösung. Sei es zu akzeptieren zu Hause zu bleiben oder Kompromisse einzugehen.
    Oder beschränkt euch auf 1 Kind statt eine ganze Fussballmannschaft, damit ihr nicht vor Erschöpfung und Überforderung tot umfallt.

    Aber hört auf wegen jeder Kleinigkeit zu jammern. Kein Wunder nimmt man euch nicht ernst – nicht mal ich als Frau tu es.

    • tststs sagt:

      „Entsprechend muss ich aber auch keine Kinder in die Welt setzen, wenn es hauptsächlich fremdbetreut wird (weil ich 100% arbeiten möchte).“

      Hmmm, selbst wenn man 100% arbeitet (ca. 42h pro Woche) verbringt man im Endeffekt doch noch mehr Zeit mit der Betreuung (die Nächte gehören ja auch dazu). Gilt zumindest in den ersten Jahren, mit der Schulpflicht werden die Kinder dann eh zwangsfremdbetreut 🙂

  • Martha B. sagt:

    Wir arbeiten beide 60% und betreuen an je 2 Wochentagen unsere Kinder, ich studiere „nebenbei“ noch.
    Klar ist das möglich und wir arbeiten in Berufen, in denen wir uns weiss Gott keine goldene Nase verdienen.
    Ja, die Fremdbetreuungskosten sind hoch, in Zeiten, als unsere Kinder zwei Tage die Woche in der KiTa waren, kamen wir mit einem Plus von 200.- raus Ende Monat. Dennoch war’s mir und uns das wert, dass ich arbeite.
    Ich setze mich dafür ein, dass sich die Rahmenbedingungen für arbeitende Eltern verbessern (Elternzeit, bezahlbare Kitas, Tagesschulen etc), bis dahin wird eben improvisiert.
    Ich möchte mich nicht versorgen lassen, sondern möchte meine Familie auf allen Ebenen mitversorgen, das erwarte ich von meinem Partner ebenso.

  • Max Blatter sagt:

    Frau Braun vergisst eines zu erwähnen: Wir Männer leiden genau so sehr unter der mangelnden weiblicher Emanzipation (egal, ob diese von den Frauen selbst gewählt oder durch gesellschaftliche Zwänge verursacht wird). „… die Frau geht einer bezahlten Teilzeitarbeit nach“? Schön wär’s! Seit dem Jahr, in dem unser Ältester geboren wurde, war ich nicht zu 80%, nicht zu 90%, nicht zu 99%, nein, zu exakt 100% fürs „gemeinsame“ Einkommen zuständig. Und das als Selbstständig-Erwerbender … nur wer in einer solchen Situation war oder ist, weiss was das bedeudet: Finanzielles Desaster, Scheidung … die ich als riesige Erleichterung empfand. Ich kann die Emanzipation der Frauen nur unterstützen – aus vollem Herzen und AUCH aus einer Portion Egoismus.

    • Lukas O. Bendel sagt:

      Absolut richtig: Wie viele Frauen kündigen wohl – wie meine Ex – nach der zivilen Trauung heimlich ihren Job – obwohl die gemeinsame Kinderbetreuung mit Teilzeit vereinbart war?
      Abgesehen von ständiges Jammern, dass sie doch etwas arbeiten wolle, aber nicht wisse was (es dürfe einfach nicht so oder so oder so … sein). Wie ich dann nach drei Jahren etwas mehr Druck aufsetzte, dass sie eine Arbeit suchen solle, reichte sie die Trennung ein – womit sie wieder über Jahre versorgt war. Und wie sie ihre Unterhaltsansprüche verlor, weil ich 10 Jahre später nochmals Vater wurde, heiratete sie wieder einen Versorger.
      Sorry, aber G.Brauns Gejammer, die bösen Papis, Firmen, Schulen, … lassen die Mamis nicht arbeiten, ist billige Ausrede (aber wir sind da ja im Mamablog).

  • Jan sagt:

    Es gibt doch nichts schöneres als für Frau und Kinder zu sorgen, das Geld Heim zu bringen und abends eine gesunde und fröhliche Familie in den Arm schliessen zu können. Wir nehmen Verantwortung füreinander wahr. Das Geld gehört uns allen.

    Die Frau hat das Privileg aus ihrem Körper Leben zu stiften. Lasst den Männern wenigsten den Lebenssinn, dafür Sorge tragen zu dürfen. Jeder (Mensch) möchte am jüngsten Tag auf sein Leben zurückblicken und etwas hinterlassen.

    Soll die Frau Weber und andere doch bitte mal aufhören erwachsenen und selbstbestimmten Frauen und Männern ihre Werte und Lifestyle aufbrummen zu wollen und alle anderen zu diskreditieren: „Wo ist euer Stolz“?
    Frage zurück: Wo ist Ihre Weltoffenheit und Toleranz?

    • tststs sagt:

      „Die Frau hat das Privileg aus ihrem Körper Leben zu stiften. Lasst den Männern wenigsten den Lebenssinn, dafür Sorge tragen zu dürfen.“
      Das dürfen Sie ja auch. Aber bittebitte bedenken Sie, dass dies nur eine Phase im Leben ist. Eine Phase, die gewaltige Auswirkungen auf spätere Lebensphasen hat!
      Es geht nicht um das Was (jeder wie es ihm gefällt), es geht um das Wie (wie muss ich mein Was gestalten, so dass es nachhaltig ist)

      • Lukas O. Bendel sagt:

        @ Jan:
        Es gibt IMHO sehr wohl schöneres, als bloss finanziell für Frau und Kinder zu sorgen!
        Ich geniesse es unsere Kinder nicht bloss abends (bzw. seien wir ehrlich: in ihrem Modell eher zweimal kurz am Wochenende) in den Arm schliessen sondern jeden Tag Teil ihres Lebens sein zu können, darauf vertrauen zu dürfen, dass der andere Elternteil die Familie en total schaukeln können wird, sollte einem selbst etwas zustossen et vice versa, und zu wissen, dass den eigenen Kindern der Blick auf die volle Bandbreite an Lebensentwürfen geöffnet und nicht bloss Geschlechterstereotypen vorgelebt werden.
        Und es ist für uns beide als Eltern befruchtend, sowohl ein Bein in der Innenwelt (Familie – Erziehung von Kindern) wie der Aussenwelt (Beruf – Umgang mit Erwachsenen) zu haben.

    • Cora sagt:

      @ Jan: SIe retten meinen Tag! Gottseidank gibt es noch Männer wie Sie, dachte schon die seien alle ausgestorben. Mit dem Vater meines Kindes war Gleiches vereinbart, doch als das Kind 6 Monate alt war wollte er ihn plötzlich in die Krippe stecken und ich sollte ausser Haus arbeiten gehen. Seither ist mir der Glaube an das Gute im Manne ziemlich abhanden gekommen…

      • Sportpapi sagt:

        @Cora: Meistens läuft es ja eher anders herum. Vereinbart ist, dass die Frau zu einem gewissen Pensum weiterarbeitet. Aber plötzlich geht es nicht mehr…
        Was war denn der Grund für die neuen Gedanken Ihres Partners? Hat sich auch etwas in der Beziehung geändert?

  • Michael sagt:

    „Ausserdem wollen viele Männer gar nicht reduzieren.“
    Geschrieben wie man es heute erwarten kann. Frei nach dem Motto, die Männer unterstützen halt einfach zu wenig…(als ob sich nicht jede Frau den Mann selber aussucht…)
    Wie viele Frauen kennen sie denn, die 100% arbeiten wollen und somit das Kind so selten sehen wie ein 100% arbeitender Vater? Selbst wenn die Lohngleichheit gegeben wäre, ist dies ein sehr sehr kleiner Anteil wage ich mal zu behaupten.

    • Lina Peeterbach sagt:

      Dieser Effekt hat aber auch mit der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu tun, die eben sehr unterschiedlich ist: Ich als Frau muss mich immer rechtfertigen, warum ich so viel arbeite und ob ich es nicht sehr schwierig finde, meine Kinder so wenig zu sehen. Mein Mann hingegen wird überall als Super-Vater gelobt, und wie toll es doch ist, dass er auch einen Papatag pro Woche hat.
      Fakt ist: wir arbeiten beide 80%, also genau gleich viel: 4 Tage Büro, 3 Tage zuhause… Er = Super-Papa, Ich = Rabenmutter. Solange sich auf dieser Ebene nichts ändert, werden die Männer weiterhin viel arbeiten und die Frauen weiterhin die Kinder hüten.

      • Papperlapapi sagt:

        @Lina Peeterbach: So ähnlich erlebe ich es in gleicher Arbeitssituation auch, allerdings nicht immer nur positiv konnotiert (Super-Papa).
        Ich mit meinen 80% höre oft, ich hätte „einen Tag frei“.
        Meine Frau mit ihren 80% hört, dass sei „schon extrem und sicher streng mit dem Haushalt und den 2 Kindern“.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn die gesellschaftlichen Widerstände einzig auf dieser Ebene zu finden sind, dann ist das ja harmlos. Die paar Dummschwätzer sind sicherlich nicht entscheidend dafür, wie sich die Paare letztlich nach reiflicher Überlegung entscheiden.

      • Thomas Baumann sagt:

        Ja, diese gesellschaftlichen Rollenvorstellungen aus dem vorletzten Jahrhundert sind so was von ueberholt! Dass man sich damit immer noch herumschlagen muss, ist extrem frustrierend.

      • mila sagt:

        Da gebe ich Sportpapi völlig recht, Lina. Ich habe gegenwärtig nicht den Eindruck, dass Frauen deswegen weniger arbeiten (als Sie es tun), weil sie nicht als Rabenmütter dastehen wollen (was für ein ausgesprochen erbärmliches Frauenbild liegt dieser Vorstellung überhaupt zugrunde?). Sondern weil sie schlicht mehr Tage zuhause bei den Kindern, mit ihnen verbringen möchten. (Das Argument, grössere Arbeitspensen würden sich unterm Strich nicht ‚lohnen‘, halte ich übrigens für ein ausgesprochenes Scheinargument – wer mehr arbeiten will, der tut es einfach, so wie Sie. Was ich für ebenso legitim halte, wie, eben, mehr Zeit mit den Kindern haben zu wollen.)

      • Lina Peeterbach sagt:

        @Sportpapi: Ich persönlich bin völlig Ihrer Meinung – wir leben daher auch unser Modell, ungeachtet der Meinungen anderer. Trotzdem bin ich immer wieder erstaunt, wie fest diese Bilder nach wie vor in den meisten Köpfen festsitzen. Und was nach einer harmlosen Ebene tönt, bestimmt eben doch noch zu vielen Teilen die Realität. Aber das wird sich nicht durch Revolution, sondern nur durch Evolution ändern. Daher bin ich gespannt, wie meine Kinder dies dereinst sehen werden, da sie wirklich in einer gelebten Gleichberechtigung aufwachsen.

      • Lina Peeterbach sagt:

        @Paperlapappi: Da haben Sie recht, diesen Punkt habe ich oben unterschlagen.

      • Vater sagt:

        Sind es denn eher die Männer oder eher die Frauen, die Sie als Rabenmutter darstellen? Ich erlebe vor allem die Frauen als missgünstig untereinander. Frauen gönnen anderen Frauen nichts, wenn sie es nicht selber auch haben können.

      • Lina Peeterbach sagt:

        @Vater und Mila:
        Ich bin eben immer wieder erstaunt, wie viele Paare diese „klassische Realität“ überhaupt nicht hinterfragen, aus welchen Gründen auch immer. Ich erlebe sowohl von Männern wie auch Frauen die hochgezogenen Augenbrauen, wenn ich mein 80% Pensum erwähne. Und ich kenne einige Frauen und Männer, für die es überhaupt keine Frage ist: nur Mütter können Kinder betreuen, Väter schaffen dies höchstens an einzelnen Tagen, streng überwacht und klar instruiert durch die Mütter. Warum wollen denn die Mütter mehr Tage mit den Kindern sein? Weil sie meinen, das sei für die Kinder das Beste, wenn nicht sogar einzig Richtige. Die meisten würden dies in der direkten Konfrontation abstreiten, aber genau so wird es gelebt.

      • mila sagt:

        Nun ja, für uns als Familie ist unsere Regelung stimmig – sonst würden wir es anders handhaben. Aber das heisst nicht, dass es für andere Familien nicht anders genauso stimmig ist. Wir sollten einfach allmählich (endlich?!) davon abkommen, unser jeweils ‚Stimmiges‘ als das ‚einzig Richtige‘ zu sehen. Damit wäre viel gewonnen, denken Sie nicht auch? Das würde allerdings bedingen, dass wir ein Gesellschaftssystem befürworten – und mittragen -, das unterschiedliche Familienmodelle ermöglicht. Und kein Standardmodell vorgibt, oder stark begünstigt.

      • mila sagt:

        Wenn Sie mich persönlich fragen, weshalb ich ausgiebig Zeit mit meiner Tochter verbringen möchte, dann würde ich antworten: weil ich es gerne tue. Weil ich die vielen kleinen Einzelheiten unseres Alltags geniesse, ihre Entwicklung nah miterleben will. Weil mich ihr Lachen mit Freude erfüllt. Weil ich mir im Moment nichts Sinnerfüllenderes, Wertvolleres vorstellen kann. Aber das bin ich, mit meinem ganz persönlichen Hintergrund (und ziemlich egoistischen Motiven). Und ganz sicher bin ich nicht die ‚beste Mutter der Welt‘, entsprechend geniesst sie nicht das ‚Beste/einzig Richtige/Nonplusultra‘. Wir haben es gut miteinander, und ich hoffe, das reicht unterm Strich für eine glückliche Kindheit. Die kann man aber definitiv auch anders haben.

  • Thomas Baumann sagt:

    Man koennte jetzt denken, dass Frauen eher Kinder haben wollen als Maenner und darum in einer schlechteren Verhandlungsposition sind. Wenn das wirklich so waere, dann wuerden ja – generalisiert und ueberspitzt gesagt – „die“ Maenner „den“ Frauen einen Gefallen tun. Wenn es aber nicht so ist, dann sitzen zwei am Tisch mit gleich langen Spiessen und wenn er nicht will, was sie will dann heisst es einfach „Tschuess“ oder keine Kinder. Oder ist es etwa deswegen, weil Frauen nicht gut verhandeln koennen? Wenn es so waere, dann wuerde sich vermutlich auch der Paygap so erklaeren lassen und alles Lamentieren ueber Diskriminierung waere hinfaellig.

  • JoeCH sagt:

    Meine Frau und ich haben uns ganz bewusst dafür Entschieden, unsere Kinder in den ersten Lebensjahren selbst zu betreuen.
    Dadurch verzichten wir auf vieles, das wir uns mit nur einem Lohn einfach nicht Leisten können. Gewisse Dinge sind sogar nur deshalb zu teuer, weil die ganzen Doppelverdiener den Preis hochtreiben.
    Klar gibt’s Momente, in denen ich mich lieber um die Kid’s kümmern würde als im Büro zu sitzen. Und klar gibt’s Momente, da würde sie lieber den Haushalt liegen lassen und irgendwo raus Arbeiten gehen. Aber alles in allem sind wir mit unserer Rollenverteilung zufrieden. Wir müssen immer wieder Lernen dass man im Leben nicht alles haben kann. Aber ist das Leben nicht nunmal so?

    • 13 sagt:

      Ich danke Ihnen von Herzen, JoeCH, dass Sie nach all den anderen Kommentaren von WIR sprechen. Nicht sie, nicht die böse Frau, die nicht arbeiten will (und dann wieder Rabenmutter ist, wenn sie es tut), nicht sie, die den Gang aufs Sozialamt riskiert und auch nicht Sie, der nur egoistisch seine Karriere verfolgt, sondern eben beide gemeinsam, die gemeinsam das Gefühl haben, das sei das Beste. Und, so nehme ich mal an, oder hoffe es, auch gemeinsam das Risiko tragen, den diese Verteilung naturgemäss mit sich bringt.

    • Amélie M. sagt:

      „Meine Frau und ich haben uns ganz bewusst dafür Entschieden, unsere Kinder in den ersten Lebensjahren selbst zu betreuen.“

      Selber betreuen? Das ist ein Entscheid. Der nächste ist dann, wer ist „selber“. Darum geht es hier.

  • lara sagt:

    Was habe ich mich geärgert ob dem Artikel!
    Ja, es hat was Wahres aber… es kommen ganze viele Abers… es kommt eben auch auf das Alter der Kinder an (ich möchte meine Kids nicht vor 5 jährig mehr als drei Tage fremdbetreuen lassen), es kommt auf das Kind an (ein Sohn ist sehr sensibel, da ist der Hort sehr anstrengend und nicht ideal), es kommt auf die finanziellen Verhältnisse an, es kommt auf den Job der Mutter/Vater an (ich arbeite sehr gerne und es macht mich glücklich) und es kommt auf die Familiensituation gesamt an (Grosseltern können und wollen sich in der Betreuung angarieren). Diese pauschalen Aussagen von Frau Weber und auch hier im Blog haben mit unserer familiären Situation meist gar nichts gemein.

  • Miguel De Antoni sagt:

    Heisst das jetzt, dass eine (R)Evolution ohne Hilfe von Männern gar nicht stattfinden kann? Hört sich aber oft anders an, wenn Männer öffentlich lächerlich gemacht werden, zB. von bekannten Matriarchatsforscherinnen oder in Werbespots, nicht nur am 8. März. Mitarbeit, Support, Mitdenken zu verlangen, gar kategorisch zu fordern, ohne Respekt für dein Gegenüber zu haben oder ohne jegliche Wertschätzung, funktioniert nur in Diktaturen. Das gilt für m als auch für w! Ein respektvolles, lösungsorientiertes Miteinander ohne Schuldzuweisung für Sachen, die Generationen vor uns gemacht haben, wäre doch ein guter Anfang. Das nennt sich Diplomatie. Aber es scheint noch Krieg zu herrschen und die Fronten bleiben verhärtet. Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin…

  • heidi sagt:

    Ich war Karrierefrau, ich bin Mutter, Grossmutter, ich war Hausfrau und Mutter, Teilzeitarbeiterin, am Ende wieder voll berufstätig. Ich habe alle Phasen genossen und mein Mann auch. Er konnte Karriere machen, gut verdienen, bei Problemen hatte er die Frau die für ihn Zeit hatte. Kein grosser Stress, kein Burnout. Als Hausfrau hatte ich die Finanzen im Griff, bald sind wir 50 Jahren verheiratet und haben nichts bereut, haben genug zum leben, auch manchmal reisen, wir geniessen jeden Tag mit den besten Erinnerungen aus der Vergangenheit. Sicher, es gab auch Verzicht. Wenn man pensioniert ist, fragt niemand was Du beruflich warst, wer Karriere gemacht hat, sondern „wer bist Du, warst Du als Mensch da, hast Du gelebt? „

    • Lucia sagt:

      Voila… geht doch. Sie haben einfach beschlossen zu handeln und haben dies auch durchgezogen, statt zu jammern und dass ein Wunder ganz von alleine an Ihre Tür klopft.
      Wille – Lösung – Umsetzen – basta.
      Für viele Frauen scheinbar unbegreiflich.

    • julia müller sagt:

      Wunderbar, Heidi. Bin noch keine Grossmutter und auch erst 30 Jahre verheiratet, aber sonst auch Karrierefrau, Hausfrau, Mutter, Teilzeitangestellte, voll berufstätig. Mache auch alles Finanzielle und „Strategische“, weil mir das gefällt. Ich möchte später genau so zurückschauen können wie Sie! Tue alles dafür, hoffe, es klappt.

  • Cybot sagt:

    Männer wollen 100% arbeiten? Tatsächlich wollen doch vor allem die Frauen, dass ihre Männer 100% arbeiten. Dass alle so gerne arbeiten möchten, ist ein hartnäckiger Mythos. In allen Umfragen sind die Leute, die Spass bei der Arbeit haben, eine deutliche Minderheit, für die meisten ist es mehr oder weniger lästige Pflicht. Ich bin mir sicher, auch viele Männer würden durchaus gern zu Hause bleiben und die Frau arbeiten lassen, aber die meisten Frauen wollen das doch gar nicht. Meine auch nicht, obwohl sie praktisch gleich viel verdient wie ich.

    • Lucia sagt:

      Typisch…
      Frauen möchten alles, sind aber nicht bereit zu geben. Hauptsache fordern!
      Der Mann hat sich gefälligst anzupassen. Er muss 100% arbeiten, gleichzeitig im Haushalt mithelfen, für die Kinder hat er genauso da zu sein, Mann muss nach ihren Vorstellungen handeln und wenn nicht, gibts Terror.
      Sex gibts für ihn auch nicht – wofür auch?
      Dann wundern sich die Frauen, wenn Mann sich anderweitig umschaut.
      Aber mal den Fehler bei sich suchen? Wofür? Frau ist schliesslich perfekt!
      Hauptsache sie alle sind zufrieden wenns ums Abkassieren geht. Wobei sie auch dort den Mann auf Teufel komm raus noch aussaugen ohne Ende.

      Mensch… so schwierig den Mund aufzukriegen und über eure Wünsche und Vorstellungen zu sprechen, BEVOR die Kinder da sind?

    • sottosopra sagt:

      Es ist ja nicht so, dass jemand Sie gezwungen hätte, Ihre Partnerin zu heiraten 😉 Und spätestens vor der Kinderzeugung sollten doch grundlegende Aspekte geklärt sein.
      Wenn Ihnen die 100% Arbeit grundsätzlich nicht gefällt, dann liegt es an Ihnen, sich dafür einzusetzen, weniger arbeiten zu können. Eine Reduktion auf 80% ist oftmals möglich. Klar arbeiten Sie dann in den 80% intensiver und schlussendlich erledigen Sie in etwa gleichviel wie Ihre Kollegen die 100% arbeiten. Liegt an Ihnen abzuwägen, ob Ihnen die 20% Lohn mehr Wert sind als 20% Zeit mit den Kindern.

    • Lina Peeterbach sagt:

      Und vielfach machen die Arbeitgeber den Männern die Teilzeitarbeit noch viel schwerer als den Frauen. Ein teilzeitarbeitender Mann ist nach wie vor eher ein Exot, der sich öfter mal rechtfertigen muss oder belächelt wird, und in vielen Berufen gibt es diese Option schon gar nicht.

      • Amélie M. sagt:

        Wieviele Männer winken ab und sagen, es sei nicht möglich, ohne auch nur einmal gefragt zu haben? Was macht denn eine junge Mutter, wenn es nicht möglich ist?
        Tatsache ist doch, es gibt nicht Stellen für Männer und Stellen für Frauen, sondern es gibt Stellen für geeignete Berufsleute. Entweder kann man auf Wunsch Teilzeit arbeiten oder man sucht sich eine andere Stelle. Mutter oder Vater im genau gleichen Boot.

      • sottosopra sagt:

        Interessant wäre es zu erfahren: wie viele Männer fragen ihren Vorgesetzten tatsächlich, und wie viele behaupten im Vornherein, es wäre nicht möglich, ohne den Vorgesetzten jemals gefragt zu haben.

      • Martin Frey sagt:

        @sottosopra
        Wie bereits auch schon in dem Kontext erwähnt, habe ich vor Jahren als Mann dies gegenüber meinem damaligen Arbeitgeber zum Thema gemacht. Da ich selber nicht abgeneigt gewesen wäre, wenigstens etwas zu reduzieren.
        Ich habe einen eisigen Blick geerntet, gepaart mit der klaren und knappen Aussage: „Stellenreduktionen und Jobsharing sind bei uns den Frauen vorbehalten.“ 😉

      • tina sagt:

        sottosopra: ich und viele andere haben eine andere stelle gesucht, oft muss man sich sogar eine andere branche suchen

  • Heinz Bulmer sagt:

    Ich bin der Meinung, dass der Staat hier in der Pflicht ist. Wo ist der Elternurlaub? Wo bleibt ein besseres Betreuungsangebot? Nicht mal alle Kosten für die Fremdbetreuung kann man von den Steuern abziehen.

    Wieso betreibt man Frauenförderung bis ans Ende des Studiums, aber lässt dann die Frauen bzw. Familien im Stich? Da könnte man auch gleich die Kosten für die Frauenförderung sparen, wenn man es nicht bis ans Ende durchzieht.

    • Kinderloser sagt:

      Ja klar der Staat ist in der Pflicht. Was muss ich als kinderloser für andere noch alles zahlen? Familien werden vom Staat heute schon bevorzugt behandelt durch geschickte Umverteilung der Kinderlosen an die Familien (Steuern für Schulen etc, EO, FAK und und und).

      Ein Kind zu haben ist Luxus. Wenn man sich dazu entschliesst soll man bitte auch für die Kosten aufkommen. Ich sehe nicht ein warum diejenigen, die sich dagegen entscheiden (oder keine bekommen können) ständig für andere Kinder aufkommen müssen (nicht falsch vestehen – die Grundversorgung wie Schulen müssen sichergestellt werden da die Gesellschaft davon profitiert)

      Und weas heisst man lässt Frauen bzw. Familien im Stich? Wer studiert hat, hat das Rüstzeug sich im Leben selber zu Recht zu finden.

      • tststs sagt:

        Also Pi mal Daumen würde ich (ebenfalls kinderlos) sagen, dass die Investitionen in Kinderbetreuung (Hort und Schule) uns im Endeffekt günstiger kommt, als wenn Mütter (oder Väter) für eine gewisse Zeit aus dem Erwerbsleben fallen. Die Folgekosten (Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen, Alimentenbevorschussung etc.) sind immens.

      • Heinz Bulmer sagt:

        Das ist genau das kurzfristige Denken, das heute viele Politiker und Manager haben. Wieso soll ich für andere Zahlen, wenn es mir nichts bringt?

        Ganz einfach, die Rechnung kann man nicht so machen. Eine Frau die weiterarbeitet bringt dem Staat mehr Steuern. Das Kind in der Krippe bringt eine Arbeitsstelle. Das Kind wird später dem Staat wieder Steuern bringen und für Ihre Pflege im Alter aufkommen.

        Es ist einfach kurzfristig gedacht, wenn man die Kinderbetreuung komplett den Eltern überlässt. Der Staat wird langfristig davon profitieren.

        Ich habe auch gar nicht gesagt, dass man nach einem Studium sich nicht selber im Leben zurechtfindet. Nur, dass eine Frauenförderung nach dem Studium dem Staat was bringen würde.

      • Sportpapi sagt:

        @Heinz Bulmer: Mir scheint es, die massiven Betreuungskosten, die in den letzten Jahren erst aufgebaut wurden, hätten sich allerdings nicht in deutlich höherer Erwerbstätigkeit von Frauen ausbezahlt, und entsprechend auch nicht in den Steuern.

      • Diego V. sagt:

        Hr. Bulmer. Ihre Frau muss ja zünftig Steuern zahlen! Gem. einem Tagi Artikel (vor ca. 2 Jahren)wird hier in der Stadt Zürich jeder Kita-Platz (zusätzlich zum Elternbeitrag!) mit 20’000 CHF/Jahr subventioniert! Und wer sagt uns das ihr Kind wirklich Steuern bringt und nicht Sozialhilfeempfänger wird?

      • Sonja Z. sagt:

        „Ich sehe nicht ein warum diejenigen, die sich dagegen entscheiden (oder keine bekommen können) ständig für andere Kinder aufkommen müssen.“

        Ganz einfach, weil sie einmal eine AHV beziehen. In einer funktionierenden Gesellschaft sind Kinder kein Luxus sondern ein Muss!

    • Röschu sagt:

      „Ich bin der Meinung, dass der Staat hier in der Pflicht ist.“
      Weshalb sollte der Staat und somit die Gesellschaft/Allgemeinheit verantwortlich sein für die selbstgewählte Lebensweise Einzelner?

  • Sportpapi sagt:

    Interessanterweise geht es ja in neun von zehn Artikeln zum Thema darum, dass Frauen eigentlich sehr viel mehr wollen, als sie heute dürfen. Dass sie in Wirtschaft und Politik an die Spitze vordringen wollen, dass sie zu Hause Haus- und Betreuungsarbeit mit dem Partner teilen wollen, dass sie finanziell selbstständig sein wollen. Und wenn jemand vorsichtig anmerkt, dass viele Frauen das gar nicht möchten, wird er gerne abgekanzelt.
    B. Weber hat ja eigentlich nur den Ball aufgenommen und gesagt: Wenn ihr wirklich möchtet (und das war bei ihr wohl eine Grundannahme), dann macht mal vorwärts und trefft eure Enscheidungen dementsprechend.
    Sie ersetzt dabei natürlich die eine Fremdbestimmung durch die andere.
    Ehrlicher wäre es wohl zu anerkennen, dass heute viele ganz zufrieden sind.

    • 13 sagt:

      Du hast mich gestern gefragt, warum denn die Allgemeinheit für eine gescheiterte Beziehung aufkommen soll. Ich möchte das hier aufnehmen: Natürlich können sie davon ausgehen, dass das für alle ganz toll ist und sie es auch so weiterfahren sollen (drunter kommen dann einfach diejenigen, die anders ticken als der Mainstream, aber das ist vielleicht auch der Preis der Demokratie). Nun gut, aber wenn wir es so weiterfahren lassen, dann sagen wir damit auch: Wir tragen zugunsten der Wahlfreiheit das Kostenrisiko (Sozialhilfe, EL, IPV etc.) bewusst mit. Ich finde die Frage „Wollen wir das?“ nicht ganz unberechtigt.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Da bin ich nur teilweise einverstanden. Wie mila unten schreibt, wäre es für mich (und sicherlich auch meine Frau) eine Selbstverständlichkeit, alles zu unternehmen, um nicht oder nur ganz kurz auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Ich finde es etwsa speziell, wenn Paare sich trennen, und umgehend in die Sozialhilfe rutschen.
        Auf der anderen Seite: Ja, es gibt ganz viele Freiheiten, die ausgenutzt werden, letztlich zu Lasten der Allgemeinheit. Z.B. Pensionkassenvorbezug etc.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Gemäss meiner Überzeugung, die ich aus meiner privaten und beruflichen Erfahrung gewonnen habe: Sie wissen, ich bin ganz sicher nicht gegen Drittbetreuung, aber: Wenn sich die Eltern trennen, dann haben die Kinder schon mehr als genug zu tragen. Einen kompletten Wechsel der Betreuungsregelung, wie plötzlich mehrere Tage KITA/Hort, würde ich ihnen in dem Zeitpunkt nicht zumuten, da würde ich eher zum Amt gehen. Vorübergehend, versteht sich. Ich bin durchaus dafür, dass Frauen resp. beide arbeiten, aber gleich nach der Trennung, ein namhaftes Pensum zu beginnen, wenn man vorher zu Hause war, sofern der Vater das nicht auffangen kann, finde ich nicht kindeswohlgerecht. Aber manchmal haben private und emotionale Bedürfnisse, wie die psychische Gesundheit, einfach Vorrang.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Wenn sich die Eltern trennen, dann haben die Kinder schon mehr als genug zu tragen. Einen kompletten Wechsel der Betreuungsregelung, wie plötzlich mehrere Tage KITA/Hort, würde ich ihnen in dem Zeitpunkt nicht zumuten.“
        Ich auch nicht. Und schon gar nicht, dass ein Elternteil über Tage nicht mehr da ist. In einem modernen, flexiblen Job wäre die beste Lösung, dass nun beide sich gegenseitig den Rücken freihalten, weil sie ja nun keine Paarzeit mehr brauchen. Aber ich weiss schon, nicht jede/r hat einen solchen.-

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Es ist nicht nur die Frage des Jobs, es spielen noch andere mit. Wenn Männern erst bei der Trennung in den Sinn kommt, dass sie ja noch Kinder haben, die sie vorher kaum interessiert haben (und ja, das gibt es immer noch), dann stellt sich schon die Frage der Motivation des plötzlichen Wunsches zur Eigenbetreuung, meistens ja gepaart mit Weiterführung der Vollzeitarbeit, während die Kinder sich selber überlassen werden oder bei den Grosseltern/Nachbarn parkiert. Schau, ich bin ein Fan der alternierenden Obhut, wirklich. Tatsache ist aber auch, dass ca. 3/4 aller Väter diese aus finanziellen Gründen wünschen, und nicht etwa aus Liebe zum Kind und nicht reduzieren. Und das sehe ich problematisch, wenn vorher das klassische Modell gelebt wurde.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich habe ja schon mehrfach erklärt, dass ich durchaus der Meinung bin, dass die ursprüngliche Planung (nicht der Ist-Zustand) auch nach Trennung gelten sollte.
        Tatsache ist aber auch, dass nach einer Trennung der Finanzbedarf massiv ansteigt. Und dass die zwei Ex-Partner in der Verantwortung sind, diesen Mehrbedarf zu erwirtschaften.
        Sie, indem sie vielleicht mehr arbeitet als bisher.
        Er, indem er das ermöglicht, indem er sich in der Betreuung mehr engagiert als bisher.
        Was nicht sein kann in meinen Augen ist, dass die Allgemeinheit zahlt, während die zwei Ex-Partner nicht alles unternehmen, ihre finanziellen Probleme selber zu lösen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Einen Nachtrag hätte ich noch, wenn auch etwas themenfremd zur ursprünglichen These: Zum „klassischen Modell“ gehört eben auch, dass die Frau dem Mann den Haushalt führt, nicht nur die Kinder versorgt.
        Ist es denn ein Wunder, wenn er nicht mehr bereit ist, dieses Modell vollumfänglich finanziell zu tragen, wenn die Gegenleistung zu grossen Teilen wegfällt?

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ob der „Ursprungsplan“ oder das „Gelebte“ wichtiger ist, hängt von der Dauer ab. Wenn die Trennung im MU geschieht, sollten Pläne vordergründig sein, hat man irgendwann irgendetwas vereinbart, aber lebte nun 10 Jahre anders, dann ist der Plan das Papier nicht wert, sofern er überhaupt schriftlich vorhanden ist. Und wenn der Mann trotz „Plan“ nicht reduziert, weil es ja angeblich nicht geht, kann man auch ihr nicht vorwerfen, dass sie trotz Plan nicht erhöht hat und erst recht nicht kann man sich auf den Standpunkt stellen, er könne in seiner Betreuungszeit tun, was er will, auch betreuen lassen, wenn es nie so war.

    • alice sagt:

      ich 75 musste immer Arbeiten Teizeit auch wegen der FAm. also was oll das gereede !die Frau hat mehr zeit für sich ?Tagesablauf 5 uhr aufstehen Mutter Waschen und Frühstück machen Kinder Wecken und in die Schule schicken Arbeiten gehen ab 7/30 bis 11/30 mit dem Fahrad wieder 8 Km nach Hause fahren Rad unten an der Strasse Abstellen 5 Minuten den Berg hoch und dann Mittagessen auf den Tisch stellen Mutter versorgen Kinder sorgen anhören 13 Uhr kinder in die Schule schicken ich ab aufs Fahrad und 8 Km in den Laden radeln !bis 17 Uhr arbeiten !und dann NAch Hause Hausaufgaben und Nachtessen Waschen oder Bügeln Und ab 20 uhr 3 mal die Woche für eine Kinderfabrik Nähen !und mittagessen vorbereiten !das war 10 Jahre lang der Turnus 6 Tage in der Woche !und ich Lebe noch !bis 62 ig 15 St, Tag

  • 13 sagt:

    Kann mich irgendjemand hier mal aufklären? Was genau hat der Familienname mit dem Thema zu tun? Ich habe hinter mir an der Wand zwei hochwertige und wirklich hart erarbeitete Diplome hängen, auf denen mein Vorname und der Nachname meines Mannes, den ich bei der Heirat angenommen habe, geschrieben steht, und diese helfen mir, das Familieneinkommen zu verdienen. Sind diese nun weniger wert, weil nicht mein Ledigname draufsteht? Wird dadurch meine Leistung geschmälert? Oder ist das nur ein gesuchtes Argument, um das Frauenbashing noch mehr zu befeuern?

    • Martin Frey sagt:

      „Was genau hat der Familienname mit dem Thema zu tun?“
      In meinen Augen gar nichts. Und da bin ich mit B. Weber auch überhaupt nicht einverstanden, das ist ein völlig irrelevantes Nebenthema. Sie findet wohl, das sei ein Symptom für eine tieferliegende Haltung, die sie entsprechend wortstark kritisierte. Was ich für ebenso gesucht halte wie Sie, 13.

    • Widerspenstige sagt:

      Der eigene Vor- und Nachname erhält jeder Mensch als Geburtsgeschenk. Er gehört zum Mensch wie seine Stimme, seine Augen, seine Charaktereigenschaften – kurzum es macht ihn zu dem, was seine Herkunft ausmacht. Es ist nicht einzusehen, wieso eine Frau aus dem Umstand, dass sie sich in eine Beziehung mit einem Mann einlässt, dessen Namen annehmen soll. Sie verliert dadurch ihren Geburtsnamen und somit etwas Wichtiges ihrer Persönlichkeit. Ich habe den Namen annehmen müssen, weil es zu meiner Heiratszeit noch gesetzlich so vorgeschrieben war. Trotzdem habe ich mich dagegen gewehrt u meinen Geburtsnamen beibehalten im Alltagsleben, bei Verträgen im Geschäftsleben etc. Nur in behördlichen Papieren steht der Heiratsname noch drin. Wer für die Wahl gekämpft hat, versteht es besser.

      • 13 sagt:

        @ Widerspenstige
        Und damit begehen Sie gerade einen wichtigen Fehler: Sie sprechen von Wahl, meinen aber nur, dass es ok ist, die gleiche Wahl zu treffen, wie Sie sie getroffen haben/hätten. Ich finde es gut, die Wahl zu haben. Aber Frauen (und Männern) die Wahl zu überlassen, bedeutet eben, diese Wahl als eine mündige Entscheidung zu akzeptieren. Mir (uns) war ein gemeinsamer Name im Hinblick auf die Familiengründung wichtiger als der geschenkte Geburtsname. Wäre es mir nicht egal gewesen, hätte vermutlich mein Mann gewechselt. Aber warum nun das Beibehalten eines Namens, den ich nur bekam, weil mein Vater so heisst, und den ich nicht selber gewählt habe, emanzipierter sein soll, als derjenige, den ich selber gewählt habe, erschliesst sich mir nicht.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich weiss, dass das schwierig ist zu verstehen. Mir war und ist es einfach wichtig u nein, das kann jede Frau so machen, wie sie es für richtig hält. Meine Tochter hat auch den Namen ihres Mannes angenommen, wobei sie Rücksprache mit mir als Mutter u auch als Feministin genommen hat. Es war ein langes Gespräch, aber ich kann damit gut umgehen. Schliesslich muss meine Tochter damit klar kommen, nicht ich. Ich kann ihr nur aufzeigen, um was es dabei geht. Es geht dabei wohl weniger um Stolz, als um das persönliche
        Integritätsempfinden.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Ich hätte drei Anschlussfragen: 1) Deine Tochter hat wirklich mit dir Rücksprache gehalten? Schräg! 2) Selbstverständlich heisst deine Tochter wie du, oder? Findet das dein Mann auch so toll? 3) Es spielt natürlich keine Rolle, dass der neue Name in der Schweiz kaum aussprechbar ist?

      • 13 sagt:

        @ Widerspenstige
        Es ist nicht so, dass ich nicht verstehe, dass jemanden der eigene Name wichtig ist. Ganz abgesehen von allem anderen: Ich habe recht früh, gleich nach Uniabschluss geheiratet, hätte ich mich da schon hochgearbeitet und mir „einen Namen gemacht“, hätte ich ihn nicht wechseln wollen. Ich verstehe nur die Gleichung nicht: Ledignamen beibehalten = emanzipiert; Namen des Mannes annehmen = rückständig; (Er nimmt den Frauennamen an = super emanzipiert 😉 )

  • Stefan Burger sagt:

    Schön. Es soll jede(r) frei entscheiden. Aber wenn Frauen über gewisse Jahre hinweg nicht oder nur teilzeit berufstätig sind, hat das dann eben zur Folge, dass sie dann weniger verdienen. Entweder man sagt: Es ist natürlich, dass die Mutter mehr Kinderbetreuung übernimmt, und richtig, dass der Mann mit voller Energie berufstätig ist und entsprechend mehr verdient. Oder aber: Frau und Mann übernehmen gleichviel Kinderbetreuung und auch die Mutter gibt auf dem Beruf Vollgas. Auf jeden Fall: Man kann nicht dem Vater die finanzielle Hauptverantwortung zuschieben und zugleich kritisieren, dass mehr Männer als Frauen Karriere machen und Mütter im Falle einer Scheidung finanzielle Probleme haben.

  • Moser G. sagt:

    Was mir beim Artikel von Frau Weber und auch bei Ihrem Artikel auffällt, ist die komplette Verweigerung zur Einsicht, dass es so wie es heute ist für die meisten Paare (Frauen und Männer) stimmt.
    Ich verstehe nicht, dass sowohl die eine wie die andere Seite permanent das Gefühl hat, zu wissen was gut für die Anderen ist. In der Schweiz sind wir zum Glück noch so liberal und emanzipiert, dass jeder ohne Zwang das Modell für sich wählen kann, das für ihn stimmt. In meinem Umfeld arbeiten die Männer 100% und die Frauen mit Kindern zwischen 20% und 50% und das, weil sie es so wollen.

    • tststs sagt:

      Schön, wenn es für das Paar stimmt…
      Nur geht diese „Stimmigkeit“ allzuoft am Ende auf Kosten aller!

    • AnnaB sagt:

      Es stimmt für die meisten bis die Paare nicht mehr zusammen sind, sobald aber die Frauen die bis 50% arbeiten für sich selber aufkommen müssen, stimmt es nicht mehr.

  • Stefan W. sagt:

    Meine Frau wollte schon bevor wir Kinder hatten nur maximal zu 80% arbeiten. Dass sie dann weniger verdient, war klar und ist kein Beweis dafür, dass Frauen schlecht behandelt werden, sondern eher, dass Frauen mehr Freiheiten haben, ihr Arbeitspensum selbst zu wählen. Hätte ich nach der Geburt der Kinder reduziert, hätten wir uns erheblich einschränken müssen, da sie mit ihrem 80% Pensum nie eine vergleichbare Position erreicht hatte.
    Die „traditionelle“ Rolleneinteilung ist somit nur rational: Wir können uns als Familie dadurch mehr leisten und sorgloser leben, als wenn wir, des hehren Prinzips wegen, die Rollen getauscht hätten.

    • Amélie M. sagt:

      Warum hat sie mehr Wahlmöglichkeiten? Hat Ihnen jemand in jungen Jahren verboten, nur 80 % zu arbeiten?

  • Widerspenstige sagt:

    Meines Wissens hat Bettina Weber keine Kinder. So kann sie natürlich frei von Kenntnis der Lage solche ambitiösen Artikel zum Internationalen Tag der Frau schreiben. Es ist nicht das erste Mal, dass sie sich auf die Seite patriarchaler Zugeständnisse und Vorwürfe einreiht. Schade um die Chance des Schreibens gegen Bezahlung.

    Das würde sich die Mutter der zwei Töchter im Vorblogg wünschen, welche jetzt Bienenhäuschen (was ich natürlich als Ehrenarbeit betrachte angesichts des Bienensterbens notabene!) als Sozialhilfeempfängerin reinigt. Diese betroffene Frau würde einen anderen Text zum Tag der Frau schreiben – wenn man sie dafür bezahlen würde. Willkür herrscht!

    • Mara Klein sagt:

      Die Art wie Frau Weber schrieb, gefiel mir wesentlich besser als der Vorblogg. Von daher wohl weniger Willkür (ein Privater Arbeitgeber* kann ja eh anstellen wenn er will) als eine Frage der Qualität der gelieferten Arbeit.

  • Nick Luber sagt:

    Ist doch eine Henne-Ei-Problem, solange Frauen nicht bereit sind auch mit Kind in relevantem Pensum zu arbeiten, werden aus Männern niemals gleichberechtigte, ebenfalls teilzeitarbeitende Elternteile. Lebe ein 2 x 80%-Modell mit 3 Tagen Fremdbetreuung und möchte die Familien“arbeit“ nicht missen. Neben der umfassenderen Vaterbindung der Kinder ist dabei vor allem die finanzielle Unabhängigkeit beider Partner Gold wert – man ist zusammen weil man will und nicht weil man muss!. In einer Ernährer-Hausfrau-Verteilung verlieren BEIDE Partner diese Freiheit, und wenn Sozialhilfe die Alternative ist, bleibt man halt auch in miesester Beziehung so lange es irgendwie geht zusammen. Und was ist dann mit den Kindern, Frau Braun?

    • Blog-Redaktion sagt:

      Ich stimme Ihnen zu. Wenn sich Paare Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung teilen, ist das der Idealfall – für beide.
      Aber auch hier: Um dieses Modell leben zu können, braucht es die notwendigen Strukturen: Auf dem Land z.B. gibt es oftmals keinen Mittagstisch oder Hort. / gb

    • 13 sagt:

      „Ist doch eine Henne-Ei-Problem, solange Frauen nicht bereit sind auch mit Kind in relevantem Pensum zu arbeiten, werden aus Männern niemals gleichberechtigte, ebenfalls teilzeitarbeitende Elternteile. “
      Ist doch ein Henne-Ei-Problem, solange Männer nicht bereit sind das Kind in relevantem Pensum zu betreuen, werden aus Frauen niemals gleichberechtigte, ebenfalls hochprozentig arbeitende Elternteile.
      Ich bin ansonsten sehr mit Ihnen einverstanden, nur eben, die „Schuld“, will man sie so nennen, ist selten einseitig.

      • hidee sagt:

        danke, gut ausgedrückt!

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Ist doch ein Henne-Ei-Problem, solange Männer nicht bereit sind das Kind in relevantem Pensum zu betreuen, werden aus Frauen niemals gleichberechtigte, ebenfalls hochprozentig arbeitende Elternteile.“
        Das stimmt so nicht. Wenn beide Eltern hochprozentig arbeiten, brauchen Sie eine Betreuungslösung zu Hause. Die sie sich hoffentlich leisten können. Funktioniert also.
        Aber wenn beide Elternteile ihren Job schmeissen, weil sie die ersten Jahre ihrer Kinder (mehrer Kinder…) nicht verpassen wollen, dann fehlt vermutlich schnell einmal das Geld.

      • 13 sagt:

        Ach, Sportpapi, da werden wir uns wohl nie einigen. Mir persönlich, und soviel ich weiss, geht es meinem Mann auch so, wird es nie einfach egal sein, ob meine Kinder, wen ich arbeite beim Vater sind oder bei einer Drittperson. Das kann man doch nicht vergleichen (und falls doch, weiss ich nicht, warum Väter derart auf die alternierende Obhut und das gemeinsame Sorgerecht pochen, ist ja egal, bei wem die Kinder sind). Zudem fällt auch bei einer Betreuung zu Hause oftmals Mehrarbeit an, welche dann wer meistens trägt?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Väter pochen auf alternierende Obhut, weil sie Teil des Lebens ihrer Kinder sein möchten. Das geht aber auch selbst mit einem vollen Arbeitspensum.
        Und ja, natürlich möchte man die Kinder lieber in der Familie betreut wissen. Aber wenn es nicht geht, geht es nicht.

      • 13 sagt:

        „Aber wenn es nicht geht, geht es nicht.“
        Hast Du nicht unten geschrieben, dass jeder Mann, der sagt, er könne sein Pensum nicht reduzieren, sei nicht glaubwürdig? Doch, im Normalfall geht es schon, man will einfach nicht. Und macht noch dem Elternteil Vorwürfe, der diese Verantwortung selber übernimmt. Die Finanzen sind übrigens bei der alternierenden Obhut viel häufiger das Motiv, als ein Teil des Lebens des Kindes sein. Ein Teil des Lebens des Kindes wird man nicht, wenn die Nanny da ist.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das unglaubwürdig bezog sich gerade darauf, dass doch viele (nicht alle) Männer gar nicht reduzieren möchten. Oder zumindest nicht in grösserem Umfang.
        „Ein Teil des Lebens des Kindes wird man nicht, wenn die Nanny da ist.“ Doch, natürlich. Oder behauptest du tatsächlich, normal arbeitende Familienväter oder -mütter seinen kein wichtiger Teil des Lebens ihrer Kinder?
        „Die Finanzen sind übrigens bei der alternierenden Obhut viel häufiger das Motiv.“ Ich nehme das mal zur Kenntnis, obwohl ich mir das nicht wirklich vorstellen kann.

      • 13 sagt:

        „Doch, natürlich. Oder behauptest du tatsächlich, normal arbeitende Familienväter oder -mütter seinen kein wichtiger Teil des Lebens ihrer Kinder?“

        Normal arbeitend = Vollzeit? Aber doch, natürlich sind sie ein Teil des Lebens, weil sie durch die Familienzeit (je nachdem zusätzlich zur eigenen alleinigen Betreuung) die Zeit mit dem Kind haben. Wenn aber z. Bsp. ein Kind wochenweise wechselt: Dann sieht der vollzeitarbeitende Elternteil das Kind nur jede zweite Woche jeweils abends und jedes zweite WE, das ist nur die Hälfte des vollzeitarbeitenden Elternteils in der Partnerschaft, der es jeden Abend sieht und jedes WE zusammen verbringt. Irgendwann reicht die Zeit dann nicht mehr, um ein Teil des Lebens zu sein. Darum würde ich sofort 1 Tag reduzieren, zwecks Kompensation.

  • hidee sagt:

    Meine Message an meine Tochter ist: bleib in allen Lebenslagen unabhängig. Im Alter wird niemand kommen und dich grosszügig unterstützen, wenn Dein Partner Dich verlässt, reicht das Geld in aller Regel nicht. Mach eine gute Ausbildung, sammle Berufserfahrung bevor Du Kinder kriegst, bleibe am Ball, wenn die Kinder da sind. Was ich meiner Tochter rate, würde ich auch allen anderen Frauen raten!

    • Victoria sagt:

      Das rate ich übrigens auch meinen Söhnen: Schaut, dass ihr eine Partnerin habt, die finanziell unabhängig ist. Sonst ist die Gefahr gross, dass das Geld hinten und vorne nicht mehr reicht, wenn dich deine Partnerin mit deinen Kindern verlässt.

    • AnnaB sagt:

      Ich lebe es meinen Töchtern vor, Mami geht arbeiten so wie Papa. Beide arbeiten 100%, beide betreuen die Kinder gleich viel und die Putzfrau „schmeisst“ mehr den Haushalt. Die meisten Frauen in meinem Umfeld sind unabhängig und eigenständig und arbeiten 80-100%.

  • Rolf Meier sagt:

    Die Frage ist doch: Wählen Frauen die Kinderbetreuung weil sie weniger verdienen oder verdienen sie weniger, weil sie die Kinderbetreuung wählen. Wer zwingt eigentlich Frauen zu irgendwas? Macht doch, was ihr wollt. Aber bezahlt dafür den Preis.

    • Diego V. sagt:

      Genau das frage ich mich schon lange! Wenn das alles so ein Krampf ist, und offensichtlich weis man das schon vorher, wieso zum Geier stellt ihr Kinder auf die Welt?? Drückt euch irgend jemand (ausser evtl. die Schwiegermutter 🙂 …) eine Pistole auf die Brust? Kauft euch ein Haustier!

  • hidee sagt:

    Meiner Erfahrung nach lohnt es sich als Frau und Mutter finanziell unabhängig zu bleiben. Auch wenn dies nicht zwangsläufig bedeutet, dass die Partnerschaft gleichberechtigt ist. Männer, die ihren Beruf höher gewichten als Partnerschaft, Haushalt und Kinder, werden auch bei einer finanziell unabhängigen Frau nicht mehr leisten – das kann ich aus eigener trauriger Erfahrung bestätigen. Wenn ich meine Unabhängigkeit aufgegeben hätte, weil mein Ex-Mann voll arbeiten wollte und absolut nichts im Haushalt oder bei der Kindbetreuung geleistet hat, wäre ich jetzt mit grosser Wahrscheinlichkeit auf dem Sozialamt.

  • ReTi2018 sagt:

    «Frauen, wo ist euer Stolz? » Was ist daran falsch, wenn es in der Natur so läuft? Es gibt immer wieder Menschen, die wollen um jeden Preis auch andere Menschen ändern auch solche die mit der Natur in Einklang sind und völlig zufrieden miteinander leben. Es sind die gleichen ungesunden Leute, die auch die Witwenrente aufheben wollen und glauben, dass ihre unnatürliche Einstellung korrekt ist. Zum Glück ist aber die Mehrheit noch gesund. Verstehen kann ich an diesen Leuten nicht, was daran nicht gleichberechtigt sein soll, was die Natur uns korrekt vorgibt. Vielleicht haben solche Menschen einfach nur eine schlechte Erfahrung gemacht mit dem Partner und deswegen reagieren sie so eingeschnappt und möchten, dass es bei anderen auch nicht mehr stimmt.

    • Lina Peeterbach sagt:

      Nur damit ich das richtig verstehe: Die „Natur“ gibt uns vor, dass Frauen finanziell abhängig und zuhause bleiben sollen?
      Was sagt denn die Natur, wenn die Kinder nach 15-20 Jahren aus dem Haus sind, und die Frauen noch 15-20 Jahre bis zur offiziellen Pensionierung arbeiten könnten, sie aber wegen 15-20 Jahren Pause keine Anstellung mehr finden?

  • Jutta Glanzmann sagt:

    Liebe Frau Braun, herzlichen Dank für diese Replik!

  • Roger sagt:

    „Mütter können nur voll erwerbstätig sein, wenn ihre Männer sie unterstützen, indem sie ihr Arbeitspensum reduzieren“

    War mal an einem Podium diesbezüglich. Der Tenor der jungen Frauen war unisono: Warum sollte ich für den Mann arbeiten gehen? Damit er es sich zu Hause gemütlich machen kann? Warum sollte ich ihn finanziell unterhalten? Keine dieser Studentinnen fand einen Hausmann (oder Tiefprozentler) sexy.

    Warum sollten sie zugunsten des Mannes auf die Zeit mit den Kindern verzichten? Das machen nur sehr wenige Frauen. Ich denke es liegt genauso oft an den Frauen, wie an den Männern. Die meisten Frauen, die ich kenne, geniessen ihre work-life balance mit Teilzeit. Bereits vor den Kindern arbeiten ja mehr Frauen als Männer in Teilzeit.

  • Victoria sagt:

    Zum Thema „finanzielle Verantwortung übernehmen“: Ich bin z.Z. auf Stellensuche. Dabei fällt mir auf, wie viele Kleinstpensen ausgeschrieben sind. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es vielen Arbeitgebern darum geht, die BVG-Kosten zu sparen. So übernimmt frau in der Familie zwar finanzielle Verantwortung — oft sogar, indem sie mehrere Kleinstpensen annimmt — , wird dafür dereinst aber gestraft, weil ihr Pensionskasse nicht genügend geäufnet werden konnte. Wann werden solche, und andere, BVG-Anachronismen endlich abgeschafft?
    Zum Thema Studien und Vergleiche hat Claudia Wirz am 10.3. in der NZZ eine interessante Kolumne mit dem Titel „Das beste Schlusslicht“. Ihre Gedanken sollten in diese Diskussionen ebenfalls einfliessen.

    • K Meier sagt:

      Wichtig und richtig.
      Ich verstehe nicht, warum kleinere Pensen nicht berechtigt sind für einen Pensionskassenbeitrag eines Arbeitgebers.

      • Victoria sagt:

        Weil es beim BVG eine Eintrittsschwelle gibt. Darunter ist der Lohn nicht BVG-pflichtig. Mit einer Aufteilung einer Stelle in kleine Pensen kann ich als Arbeitgeber meine Sozialabgaben optimieren.

      • Anton Keller sagt:

        Dies ist so, weil die Kosten für die Risiko-Versicherung und die Verwaltung zu einem jährlichen Verlust beim Altersguthaben führen würden. Das BVG ist extrem teuer organisiert.

      • A Moser sagt:

        Dann müssten doch die Vwrwamtungskosten gesenkt werden, statt gewissen Leuten die PK zu verweigern.

    • Roger sagt:

      Sie können bei der Pensionskasse von einem Ihrer Arbeitgeber auch die anderen Teilzeitstellen anrechnen lassen. Alternativ können Sie auch alle Teilzeitstellen bei der Stiftung Auffangeinrichtung (BVG Art. 60) zusammenfassen.

      • K Meier sagt:

        Ich habe nicht nach dem Grund gefragt, warum kleine Stellen% keinen Beitrag erhalten, das Gesetz ist mit bekannt… Aber warum ist das Gesetz so? Jeder der arbeitet, sollte BVG eingezahlt erhalten, unabhängig von den Stunden die pro Woche gearbeitet werden.

      • Victoria sagt:

        Sicher, da haben Sie vermutlich recht — ich bin kein BVG-Spezi. Aber wäre es nicht sinnvoller, analog zur AHV, jeden verdienten Franken BVG-pflichtig zu machen? Und zwar ab dem 1. Tag und nicht befreit für die ersten 3 Monate. So könnte man auch die Beitragssätze für die verschiedenen Altersgruppen (Stichwort ü50) besser glätten. Aber wir weichen vermutlich etwas vom Thema ab, das halt vielschichtiger ist, als der erste Blick (Frauen, wo bleibt euer Stolz) vermuten lässt.

      • Roger sagt:

        Um das Vorsorgeziel zu erreichen, sind die Leistungen der ersten und zweiten Säule aufeinander abgestimmt. Deshalb nennt man auch das massgebende Einkommen, das in der beruflichen Vorsorge versichert werden muss, koordinierter Lohn. Dieser berechnet sich aus dem Bruttojahreslohn minus dem Koordinationsabzug, der 24’675 Franken (Stand: 2018)

        Die berufliche Vorsorge hat als zweite Säule neben der AHV/IV/EL als 1. Säule die Aufgabe, den Versicherten die Fortsetzung ihrer bisherigen Lebenshaltung in angemessener Weise zu ermöglichen. Sie strebt dabei das Ziel an, mit der ersten Säule zusammen ein Renteneinkommen von rund 60 Prozent des letzten Lohnes zu erreichen.
        Leider sind viele Sozialversicherungen in der CH nicht sozial: frei bach dem Motto „wer hat, dem wird gegeben“

  • K Meier sagt:

    Vielen Dank für diese Replik auf den doch etwas eigenartig geratenen Artikel der Frau Weber.
    Bis zur Geburt des 1. Kindes verdienten wir beide gut und teilten alle Kosten exakt 50:50. Wir waren beide ein Power Couple mit jeweils gutem Lohn und beide mit einer Karriere.
    Nach der Geburt des 1. Kindes hätten wir beide nicht unsere üblichen Pensen bewältigen können. Eine Krippe schliesst auch mal ihre Tore und das Kind sollte ja vorher abgeholt werden.
    Würde heissen: das Kind ist 5 Tage die Woche in der Krippe, länger als 10h/Tag da und würde am Ende nicht von den Eltern sondern einer Springerin abgeholt (wir haben keine Familienmitglieder in der Region). Das fand ich unerträglich. (Soll aber kein Vorwurf sein an Familien, die das so handhaben.) Alternative: Nanny = ich gehe arbeiten,..

    • K Meier sagt:

      .. wobei ich eine andere Frau bezahle, damit sie meine Kinder grosszieht..
      Dafür muss ich keine Kinder auf die Welt bringen, wenn am Ende keine Zeit bleibt, um sie aufwachsen zu sehen.
      (wieder: wer das so lebt, das ist kein Vorwurf, jeder so wir er/sie will).
      Nun, wo ist mein Stolz? Der liegt angeschossen, verkrochen in meinem Nachtischchen, weil ich das Gefühl hatte, mich zwischen Karriere und Muttersein entscheiden zu müssen. Ich liebte es, 50% des Haushalts finanzielle zu tragen, nun, ohne Karriere und mit Teilzeitstelle ist dem nicht mehr so. Aber nicht weil ich nicht möchte, sondern weil mein eigentlicher Beruf ein hohes Pensum verlangte. Und ich doch eine tragenden Rolle im Leben meiner Kinder spielen möchte.

      • Cybot sagt:

        Und dass deinem Mann keine Zeit für die Kinder bleibt, ist ok? Ihr hättet auch beide das Pensum reduzieren und weiterhin 50:50 teilen können. Aber da kommt wahrscheinlich wieder das Argument „er könnte mit Teilzeit ja keine Karriere machen“. Und genau da liegt der Hund begraben.

      • Amélie M. sagt:

        Wäre es nicht besser, beide Elternteile würden „die Kinder aufwachsen sehen“?

    • M. Mair sagt:

      Dieses Modell ist oft nur mgl, indem jmd anders diese „ unattraktiven Arbeiten machen darf( Nanny). So hilft man mit, wieder 2Klassengesellschaft aufzubauen.
      Schade finde ich, dass die viele unbezahlte Arbeit ausgerechnet von andern Frauen abgewertet wird.
      Die Bedürfnisse der Kinder werden weit hinter die Bedürfnisse Frau/ Mann gestellt! Das dieses geforderte Modell der „ Gleichberechtigung“ also auf dem Rücken Zuwendung Bedürftiger ( Kinder) errichtet werden soll finde ich stossend und sehr kurzsichtig.

      • K Meier sagt:

        Danke Cybot und Amélie für die Frage.
        Natürlich ist es legitim bei der Frage, wer Karriere machen darf, kann, soll auch legitim zu fragen, wer die Kinder betreuen darf, kann oder muss.
        Ich wage zu behaupten, dass mein Mann mit 0-2 jährigen Kindern nicht viel anfangen kann. Wir haben eine sehr ausgedehnte Familienauszeit auf eigene Kosten gemacht, und dann hat mein Mann die Zeit mit der Familie genossen. Ausserdem habe ich einen eher unorthodoxen Rythmus gewählt, so dass wir jeden Abend alle zusammen Abend essen könnten und er auch bei der Bett wit anwesend sein konnte. Bedeutet aber auch, keine Ruhe im Haus um 20 Uhr, weil die Kinder dann noch lange nicht schlafen. Ist anstrengend. Leider akzeptieren nicht alle Chefs 50 Prozent. Das muss sich ändern.

    • mila sagt:

      K Meier, Ihr Stolz sollte mE darin liegen, dass Sie – angesichts der Ihrer Lebensumstände – eine Entscheidung hinsichtlich Ihrer Prioritäten getroffen haben, und diese konsequent leben. Dafür werden Sie triftige Gründe gehabt haben, lassen Sie diese von niemandem abwerten. Und ich bin mir sehr sicher: eine umsichtig argumentierende Frau mit einem Leistungsausweis wie dem Ihren wird Wege für eine berufliche Neuorientierung finden. Wenn Sie finden, dass die Zeit dafür (wieder) reif ist. Bis dahin: Geniessen Sie die Zeit als Nur-Mutter möglichst ungetrübt. Im Wissen, dass Sie damit wertvolle Arbeit leisten, auch wenn diese im Allgemeinen viel zu wenig öffentliche Wert-schätzung erfährt.

      • K Meier sagt:

        Vielen Dank, mila für die netten Worte. Es ist wahr, dass die Arbeit der Familienbetreuung zu wenig Achtung erhält. Dafür muss ich mich selber immer wieder an der eigenen Nase nehmen, auch wenn ich mich mit Teilzeit-Stelle nicht als Nur-Muttter bezeichne. Aber, Nur-Muttter sein ist völlig ok wer sich dafür entscheidet.

  • Allan Protisil sagt:

    Frauen haben doch bereits heute grosse finanzielle Verantwortung, als Hausfrauen. Die Hausfrau verwaltet das Familienbudget. Von ihrer Umsicht, Sparsamkeit und Fleiss hängt zu einem guten Mass das finanzielle Wohl der Familie ab. Es ist überheblich und elitär, die Hausfrauen ständig zu ignorieren oder gar schlechtzureden.

  • Anna sagt:

    Sie haben den Text von Bettina Weber m.E. nicht ganz verstanden. Es muss eben niemand Anreize für Frauen und Mütter schaffen. Der Anreiz finanziell und auch sonst unabhängig zu sein sollte vollständig ausreichen. Die Frauen und Mütter sollten einen inneren Drang haben sich selbst zu versorgen, finanziell eigenständig zu sein. Doch eben dieser fehlt offenbar.

    • Blog-Redaktion sagt:

      Natürlich sollen Frauen finanziell auf eigenen Beinen stehen, das ist absolut richtig und wichtig! Aber wie soll das gehen, wenn sie Kinder haben, für deren Betreuung zuständig sind (oder zumindest teilweise), den Haushalt schmeissen – und dazu noch einen Job haben von 80 bis 100 Prozent?
      Es braucht dazu die Unterstützung der Männer, von Firmen und dem Bund. /gb

      • Diego V. sagt:

        Vom Mann ja. Wieso vom Bund? Was interessiert mich ihr Lebensentwurf? Jetzt kommen sie mir nicht mit Zukunft bla..bla AHV bla..bla Pflege bla..bla . Da sage ich nur: Zuwanderung löst dieses „Problem“ locker. Und … wenn ihr Kind dann mal nicht Arzt sondern Sozialhilfeempfänger wird? Danke für Endlosunterstützung.

    • mila sagt:

      Ich persönlich kenne keine einzige Frau, die nicht finanziell unabhängig war, bis sie Mutter wurde. Soviel zu diesem ‚Drang‘ – die grundsätzliche Eigenständigkeit ist eine mittlerweile gegebene Tatsache. Dass in einer Beziehung fast immer ein Erwerbs-Gefälle vorhanden ist – längst nicht mehr immer nur zuungunsten der Frauen! – tut hier zunächst wenig zur Sache. Oft wird der besserverdienende Partner finanziell mehr beitragen, weil sein/ihr Einkommen bessere Wohnverhältnisse, anderes Inventar, mehr Ferien – kurzum: rinen höheren Lebensstandard -. erlaubt. Was daran per se verwerflich sein soll, verschliesst sich mir. Zumal, wenn man Beziehungen nicht im quid-pro-quo-Tauschmodus rechnet.

      Wenn nun Kinder in eine Beziehung kommen, ändert sich die Ausgangslage insofern,

    • mila sagt:

      als die wenigsten Mütter, und auch viele Väter, es sich nicht vorstellen können, ihre Kinder hochprozentig drittbetreuen zu lassen. Die Mütter möchten dabei explizit genug Zeit mit ihren Kindern verbringen, die Männer ihre Kinder zuhause betreut wissen – die wenigsten können, oder wollen aber auf weniger als 80% reduzieren (wenn überhaupt; Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Mütter wiederum möchten idR nicht mehr als 20-60% arbeiten. Die äusseren Umstände (wirtschaftliche Rahmenbedingungen) begünstigen Arbeitsaufteilungen von 80-100% beim Vater, 20-60% bei der Mutter. Und – oh Verwerflichkeit! – die meisten Jungeltern sind auch noch zufrieden mit dieser Lösung. Ausser den Akademikerinnerinnen, die gerne mit max. 60% die gleichen Karrierechancen haben möchten, wie ihre Kollegen mit 100%.

    • mila sagt:

      Dafür aber müsste sich unser Denken, und insbesondere unsere Wirtschaftsorganisation, grundsätzlich ändern. Mehr, und auch ‚günstigere’ Krippenplätze etc. werden hingegen keine prinzipielle Änderungen herbeiführen – die Mütter mit kleinen Kindern werden deswegen nicht auf 80-100% aufstocken. Und die Väter werden nicht weiter reduzieren, solange Kinderbetreuung und Haushaltsarbeit ein niedrigerer Status als Erwerbsarbeit zukommt. Obwohl es wenige Tätigkeiten gibt, die mehr Mehrwert für die Gesellschaft bringen. Es harzt also an beiden Enden: unseren Vorstellungen davon, wie Wirtschaft zu funktionieren hat, wie auch an der Wertschätzung der Kinderbetreuung (mit allem, was das einschliesst). Aber wie gesagt: die allermeisten Paare sind dennoch, unter den gegebenen Umständen, /

    • mila sagt:

      einig in ihrer Aufteilung, und jammern auch nicht. Einige wenige organisieren sich anders, und dass sie das können, beweist, dass tragfähige alternative Lösungen bereits da sind. Wenn man nicht auf das rein Finanzielle fokussiert ist. Dann gibt es die Wenigverdiener, und die alleinerziehenden Eltern ohne finanzielle Unterstützung vom anderen Elternteil – sie sind dir eigentlichen Verlierer in dieser Debatte. Aber beherrscht wird die Diskusdion von Akademikerinnen, die alle persönlichen und gesellschaftlichen Mittel hätten, es sich anders einzurichten, statt im Selbstmitleid zu versinken. Verkehrte Welt.

      • Martin Frey sagt:

        „Dann gibt es die Wenigverdiener, und die alleinerziehenden Eltern ohne finanzielle Unterstützung vom anderen Elternteil – sie sind dir eigentlichen Verlierer in dieser Debatte. Aber beherrscht wird die Diskusdion von Akademikerinnen, die alle persönlichen und gesellschaftlichen Mittel hätten, es sich anders einzurichten, statt im Selbstmitleid zu versinken.“

        Wieder mal hervorragend auf den Punkt gebracht, mila.
        Es harzt sicher an vielen Orten. Aber einfach nur immer dieselben Schuldzuweisungen und Forderungen zu wiederholen führt halt wirklich zu nichts. Die Frage stellt sich sowieso, ist überhaupt ein Bedarf da, oder sind die Leute (die breite Masse der Bevölkerung) nicht doch ganz zufrieden mit den Verhältnissen. Von den eingangs erwähnten Gruppen abgesehen.

      • tststs sagt:

        „die allermeisten Paare sind dennoch, unter den gegebenen Umständen, /
        einig in ihrer Aufteilung, und jammern auch nicht. “

        Bin prinzipiell mit Ihnen einverstanden, aber genau an diesem Punkt machen viele einen Denkfehler: Sie betrachten nur die momentane Situation. Bedenken aber nicht, dass dies nur eine (idR sogar SEHR kurze) Phase ihres Lebens ist, die aber massive Auswirkungen auf das spätere Leben hat.

        Kenne einige Fälle, jetzt da die Kinder nicht mehr ganztags betreut werden müssen, die jetzt mal die Finanzen genauer unter die Lupe nehmen und mal schauen, was diese paar Jahre Erwerbs(teil)ausfall im Alter für Konsequenzen hat.
        Da sind aber einige (Frauen) erschrocken!

      • mila sagt:

        Es gibt immer die Lösung, mit dem Partner entsprechende BVG-Vorkehrungen zu treffen, tststs… (In die AHV einzuzahlen gebietet einem hoffentlich schon der gesunde Menschenverstand.)

      • tststs sagt:

        Ja eben, mila, da liegt ja der Hund begraben!
        Sie könnten, tun aber nicht…

      • Amélie M. sagt:

        „Bin prinzipiell mit Ihnen einverstanden, aber genau an diesem Punkt machen viele einen Denkfehler: Sie betrachten nur die momentane Situation. Bedenken aber nicht, dass dies nur eine (idR sogar SEHR kurze) Phase ihres Lebens ist, die aber massive Auswirkungen auf das spätere Leben hat.“

        Genauso ist es. Auch da fehlt es einigen Frauen an Stolz, Unabhängigkeit und Weitblick. Das muss man sich doch im Voraus überlegen und bewusst entscheiden.

      • mila sagt:

        Amélie, es sei Ihnen von Herzen vergönnt, Ihren Stolz und Ihre Eigenständigkeit als Frau (wie Mensch) ganz an Ihren finanziellen Erwerbsstatus zu knüpfen. Bessere Rädchen im Wirtschaftsgetriebe kann man sich gar nicht wünschen! Wie weit Sie damit lediglich unter neuen Vorzeichen fremd-bestimmt sind, dürfte sich Ihnen entziehen. Aber das halte ich nicht für tragisch, solange Sie mit sich und Ihren Lebensumständen zufrieden sind. Das bin ich, in meiner selbstgewählten Fremdbestimmung, auch.

        Wie ich selbst es mit Stolz, oder vielmehr Würde, halte, können Sie gerne weiter unten nachlesen. Ich halte wenig im Leben, ausser dem Leben selbst, für ‚gegeben‘, es steht mir sonst nichts ‚einfach zu‘. Aber ich habe einen Verstand, und zwei gesunde Hände – beides setze ich tatkräftig ein.

      • mila sagt:

        Und nur, weil ich dafür nun phasenweise für meine Arbeit nicht von offizieller Stelle bezahlt, und honoriert werde, ist meine ‚Leistung‘ garantiert nicht weniger wert als Ihre. Über Weitsicht werden wir dann beide am Ende unseres Lebens abrechnen. Und ich meine damit nun allerdings nicht nur die finanziellen Aspekte, auf die es Ihnen so ausschliesslich ankommt.

      • tina sagt:

        für die eigenen kinder zu sorgen während man durchgefüttert wird ist nun also schon nicht weissnichtwie wertvoll, oder? es ist im gegenteil sehr bequem aber dagegen spricht ja nichts

      • mila sagt:

        In der Tat, tina: wie wenig Wert dieser Tätigkeit zubemessen wird, sieht man an der Lohnhöhe von Kitaangestellten/Kleinkinderzierinnen/Kindergarten- und Primarschullehrpersonen… Danke für die Erinnerung!

      • tina sagt:

        die kümmern sich aber um ein paar kinder mehr mila. hey ich habe selber kinder grossgezogen, ich weiss was es bedeutet! aber das muss ich dir doch nicht erzählen, ich denke, soviel weisst du inzwischen über mich

      • tina sagt:

        man kann doch dazu stehen, dass man es bequem hat. ich würde sagen, hey geniesst es! es ist einfach ein hohes riskio auf ein einkommen zu setzen, und dabei ist es nicht nur die gefahr einer trennung. mein ex mann wurde krank, zagg, von einem tag auf den anderen.

      • tina sagt:

        und die gefahr der einseitigen belastung ist auch nicht zu unterschätzen. ich wollte deswegen auch erwerbstätig sein. und ich habe dänk meine kinder auch aufwachsen sehen

      • tina sagt:

        der eigentliche plan war allerdings zusammenzubleiben bis wir alt sind und solange wir kinder grossziehen, jeder 70-80% arbeiten (wir waren in der selben branche tätig).
        meine söhne waren nie mehr als 3 tage pro woche im hort/krippe.
        beide hätten gern mal familie, aber beide möchten dass ihre frauen zuhause bleiben und sie möchten 100% erwerbstätig sein. ich kann das absolut nicht verstehen, man sollte meinen, sie sehen am beispiel ihrer eltern dass das nicht empfehlenswert ist…
        sie sagen aber, ich sei gestresst gewesen als sie klein waren. das stimmt allerdings.

      • tina sagt:

        aber siehst du, genau darum meine ich ja: 1 kind und nicht erwerbstätig, wenn man durchgefüttert wird, das ist bequem. und dagegen spricht ja nichts. eure tochter wird später nicht sagen, ihr seid gestresst gewesen

      • mila sagt:

        Ich empfinde mein gegenwärtiges Dasein nicht als bequem, tina. Eigentlich wurde ich noch nie so auf vielen Ebenen gefordert, obwohl ich so manchen stressigen Job hatte. Manch eine befreundete Mutter empfindet ihre Arbeitstage entsprechend als entspannend – so unterschiedlich sind die Wahrnehmungen. Und andere wiederum fühlen sich von der Doppelbelastung an ihre Grenzen gebracht. Es wäre entsprechend schön, wenn Du Deine eigene Verletztheit nicht als Grund nimmst, um über andere zu urteilen. Im Grunde machst Du nichts anderes, als selbst erlebte (ungerechtfertigte) Beleidigungen weiterzureichen. Dass macht nichts für niemanden irgendwie besser.

      • Amélie M. sagt:

        @mila

        Lebenszufriedenheit mit Einkommen gleichzusetzen käme mir nie in den Sinn. Ich arbeite selber in einem Beruf, der mehr sinnstiftend als gewinnbringend ist. Trotzdem scheint mir ein selbstbestimmtes Leben erstrebenswerter als eine direkte Abhängigkeit, auf die der langfristige Verzicht auf eine berufliche Tätigkeit heraus läuft. Mal ganz abgesehen profitieren die Kinder von einer geteilten Betreuung. ALLE profitieren: Väter und Mütter, Töchter und Söhne.

      • mila sagt:

        Von einer langfristigen beruflichen Absenz habe ich nicht gesprochen. Und ja, wenn man es sich – im gegenseitigen Einvernehmen – als Paar zu 50:50 oder 60:80 einrichten kann, ist das sicherlich in vielerlei Hinsicht ideal. Nur: es gibt Menschen, die können das aufgrund ihrer beruflichen Rahmenumstände nicht. Oder sie wollen es aus persönlichen Gründen nicht. Wenn eine Mutter lieber ein volles Arbeitspensum leisten will, und der Vater die mehrheitliche Kindsbetreuung übernimmt, hält man dem Mann mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Kurzsichtigkeit vor. Sondern bejubelt seine Fortschrittlichkeit. Aber Frauen spricht man die Denkfähigkeit in einer solchen Situation erst mal grundsätzlich ab. Und wenn beide hochprozentig arbeiten, ist wiederum die Mutter jene, die sich rechtfertigen muss.

      • mila sagt:

        Echt jetzt mal: hört doch einfach auf, es stets besser zu wissen, als diejenigen Menschen, die ihre Leben leben. Von aussen könnt Ihr weder beurteilen, ob diese Menschen nicht einfach schlicht zufrieden sind mit ihrer Situation (eingedenk ihrer individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten), noch, wie gut oder schlecht es den Kindern dabei geht. Wenn Ihr mit euren Leben zufrieden seid, dann belasst es doch einfach dabei. Und versucht nicht ständig, andere zu bevormunden. Darauf läuft es nämlich hinaus (und deshalb ist mir nach so einem Diskussionsverlauf auch speiübel).

    • tststs sagt:

      OMG!!! „aber wie wie soll das gehen, wenn sie Kinder haben, für deren Betreuung zuständig sind“
      Ist das eine ernsthafte Frage?
      Einfach nicht gratis arbeiten!

      Ich wiederhole mich: Wenn jemand sich für das Modell Vollverdiener-Vollbetreuer wählt, dann zahlt der Vollverdiener dem Vollbetreuer einen Lohn, inkl. AHV/BVG/Versicherung etc.

      (Ob der Vollbetreuer einen Teil des Geldes behält oder auf ein Gemeinschaftskonto überweist, ist Privatsache)

    • Widerspenstige sagt:

      Natürlich braucht es die Unterstützung der Gesellschaft, weil Kinder zu gesellschaftsfähigen Mitgliedern erzogen werden. Diese wertvolle Arbeit haben sehr viele Politikerinnen erkannt und Care-Arbeiten in das BIP ihres Landes einbezogen. Wieso sind Mwst. und Steuern in nordischen Ländern wohl so hoch? Weil sie weiterdenken können als bis zum eigenen Gartenzaun wie in der Deutschschweiz.

      • tststs sagt:

        Genau, WS. Und ich bin bereit (auch als Kinderlose) meinen Beitrag via Staat (Kinderbetreuung, Bildung, Vereine) und via Wirtschaft (Kindergeld, Mutter/Vaterschaftsurlaub) zu leisten. Ja IMHO gibt es da sogar noch einiges an Ausbaupotential.
        Ich bin aber nicht bereit, die egoistische Selbstverwirklichung einger zu unterstützen.

      • Sportpapi sagt:

        Andere sagen ja, die Kinderlosen betreiben egoistische Selbstverwirklichung…

      • tststs sagt:

        Öhhhmm, ich würde sagen, dies gibt es hüben wie dürben… oder?
        Einmal mehr: Es ist keine Frage des Was, es ist eine Frage des Wie!

      • Röschu sagt:

        @Sportpapi
        „Andere sagen ja, die Kinderlosen betreiben egoistische Selbstverwirklichung…“
        Als Kinderloser gebe ich gerne zu, dass ich in meinem Leben hauptsächlich egoistische Selbstverwirklichung betreibe. Der springende Punkt ist, dass ich für meine Selbstverwirklichung selbst aufkomme und nicht bei jeder Gelegenheit nach Unterstützung von Wirtschaft, Staat und Allgemeinheit schreie…

  • Martin Frey sagt:

    B. Weber hat ganz offensichtlich in ein Wespennest gestochen, mit ihrem zugegebenermassen polarisierenden Artikel. Obwohl es sogar Leute gibt, die über ihren Artikel herziehen ohne ihn gelesen zu haben, lohnt es sich m. E. doch, sich damit auseinanderzusetzen. Man muss dafür mit ihr nicht einer Meinung sein, das bin ich selber tlw. auch nicht. Aber Frau Weber ist m. E. hoch anzurechnen, dass sie einen zunehmend vereinnahmenden politisch korrekten Kanon zu durchbrechen wagt, vielen Leuten den Spiegel vorhält und den Finger buchstäblich auf wunde Punkte legt. Daher auch die teils geharnischten Reaktionen, so mein Eindruck.
    Ob Fr. Weber Kinder hat, weiss ich nicht. Aber selbstredend sind Kinder ‚game-changer‘, vieles wird durch sie über Bord geworfen, was vorher undenkbar schien.

    • Martin Frey sagt:

      Zudem stellt sich beim Thema Haushalt, finanzielle Verantwortung und Kinderbetreuung immer die alte Frage nach dem Huhn und dem Ei. Betreuen viele Frauen tatsächlich mehr, weil viele Männer nicht mehr zuhause zu leisten bereit sind? Oder warten halt doch viele Frauen nur darauf, sich in dieser Rolle auszuleben, und der Mann ist dafür in der Ernährerfalle weiterhin gefangen?
      Wenn man die Daten angesichts zunehmender Betreuungsmöglichkeiten mit der Erwerbstätigkeit von Frauen abgleicht, scheint ein direkter kausaler Zusammenhang zumindest fraglich. Umfragen in der breiten Bevölkerung, abseits von publizistischen und politische Blasen, lassen ebenfalls Zweifel aufkommen, ob das öffentliche und veröffentlichte Bild gelebter Beziehungen derart sich entwickeln wie oft dargestellt.

    • tststs sagt:

      „Oder warten halt doch viele Frauen nur darauf, sich in dieser Rolle auszuleben, und der Mann ist dafür in der Ernährerfalle weiterhin gefangen?“

      Jup, ganz genau so ist es. Es ist hundertmal einfach, in eine vorgegebene Rolle zu fallen als ein selbstverantwortliches Leben zu führen!

      Traurig, aber wahr – wir müssen auch den Frau Druck auferlegen, z.B. mit der Abschaffung des Ehegattenunterhaltes.

      • Martin Frey sagt:

        „Es ist hundertmal einfach, in eine vorgegebene Rolle zu fallen als ein selbstverantwortliches Leben zu führen!“
        So ist es, dies gilt aber für Frauen wie für Männer. Aber wenn ich B. Weber richtig verstanden habe, ging es ihr eben auch darum. Mit dem Kampfruf nach Stolz wollte sie die Frauen, die es betrifft, wohl etwas wachrütteln.

      • tststs sagt:

        „So ist es, dies gilt aber für Frauen wie für Männer.“
        Jaja, eh. (Sorry falls mein Kommentar anders gelesen wurde)

        „Stolz“… „wachrütteln“… come on, als ob Stolz hier etwas nützen würde. In der Schweiz funktioniert das über’s Portemonnaie. Erst wenn den Frauen klar ist, was zeitweilige Erwerblosigkeit (die eben allzu oft in dauerhafter endet) bedeutet und sie die Konsequenzen selber tragen müssen (eben zB. kein Unterhalt mehr vom Ex, ab aufs Sozialamt), dann lernen sie es vllt auch

    • tina sagt:

      die frage nach dem huhn und dem ei ist einfach zu beantworten. eier gab es schon als es nur echsen gab 😉 hühner hingegen kamen erst auf, als es vögel gab

  • Sportpapi sagt:

    „Männer verdienen in der Regel mehr als Frauen. Wenn er sein Pensum reduziert, belastet es das Haushaltbudget mehr. Ausserdem wollen viele Männer gar nicht reduzieren.“
    Und Frauen wollen nicht aufstocken. In den meisten Haushaltsbudgets hätte es ja schon Spielraum, um sich auch anders zu organisieren. Wenn man möchte. In letzter Zeit habe ich mehrere Paare kennengelernt, in denen die Frauen wesentlich mehr verdienen würden als die Männer. Dennoch haben in allen Fällen sie reduziert, als sie Kinder hatten. Selbst dann, wenn das Geld so wirklich knapp wurde.

    • K Meier sagt:

      Wer das Kind stillen will und das liegt meines Erachtens nach wie vor in der ausschliesslichen Kompetenz der Frauen, jene Person kommt mit dem 3 monatigen Mutterschaftsurlaub in den Konflikt. Klar kann abgepumpt werden (war für mich der blanke Horror) und dann diese gesetzlichen Stillpausen die wohl 0.5 % der Frauen in von Männer geprägten Bereichen in Anspruch nehmen. 3 Monate Mutterschaftsurlaub klingt nach viel ist aber zu kurz. Es ist für mich der Grund dafür, warum viele Frauen reduzieren, weil sie nach 3 Monaten noch nicht bereit sind, ihr Würmchen abzugeben.

      • Sportpapi sagt:

        @K. Meier: Weil eine Frau unbedingt länger als drei Monate stillen will, muss sie dauerhaft ihre Anstellung reduzieren? Ernsthaft jetzt?

      • Martin Frey sagt:

        „3 Monate Mutterschaftsurlaub klingt nach viel ist aber zu kurz.“
        Das ist richtig. Nur sollte man an dieser Stelle fairerweise nicht unterschlagen, dass sehr viele Grossunternehmen sehr viel grosszügigere Lösungen anbieten als dieses gesetzliche Minimum. Und trotzdem steigt der langfristige Prozentanteil der Arbeitspensen dadurch nicht unbedingt.

    • K Meier sagt:

      Ja, Sportpapi, in sehr verkürzter Argumentation, ja. Laut WHO sollten Kinder 6 Monate gestillt werden. Als Mama Blog Profi wird Ihnen dies bekannt sein. Aus dem gleichen Grund wird Ihnen wohl bekannt sein, dass Mütter und Stillen ein grosses Reizthema ist, denn jede Mutter will ihr bestes geben und alles richtig machen. Nun, wie bereits gesagt, es geht nicht nur ums Stillen, sondern darum, dass ein 3m-baby echt noch ein Würmchen ist und es sehr viel Überwindung braucht, Babies in dem Alter fremd betreuen zu lassen. Will man stillen, ist die Hürde noch höher. Der Mutterschaftsurlaub muss auf mind. 6 Monate erhöht werden, und der kaum existierende Vaterschaftsurlaub sollte mind. 1 Monat betragen. Er würde mE zu mehr Arbeitsprozenten bei Mütter führen.

  • Sportpapi sagt:

    „Doch sobald das erste Kind zur Welt kommt, ändert sich die Situation. Die Werte verschieben sich. Wer selbst Kinder hat, weiss, wovon die Rede ist. Vor allem die Mutter baut schnell eine sehr starke Bindung zum Kind auf. Ihre Karriereziele rücken oft in den Hintergrund. Die wenigsten Eltern möchten das Kind deshalb während den ersten Jahren zu 100Prozent fremdbetreuen lassen.“
    Damit wäre eigentlich alles gesagt (obwohl der Wechsel von Mutter zu Eltern etwas irritiert). Und die vielen Ausreden in der Folge wären eigentlich unnötig…
    Warum ist es so schwer, einfach mal ehrlich zuzugeben, dass ganz viele Frauen schlicht keine Lust haben, Karriere zu machen und ihr Familienleben unterzuordnen?
    Warum wird die Wahlfreiheit dank Wohlstand nicht anerkannt?

    • tina sagt:

      hast du das immer noch nicht gemerkt? was du wahlfreiheit nennst, sind dann eben genau jene, die mit einer 50% wahrscheinlichkeit einer trennung in eine situation geraten, in der sie vom sozamt abhängig sind. man muss ja schon extrem blind sein, um die vorwürfe an frauen allgemein zu überlesen, die da heissen: faul, prinzessinnenhaft, lassen sich durchfüttern

      • Röschu sagt:

        Wahlfreiheit bedeutet eben auch anschliessend mit der getroffenen Wahl und allen daraus resultierenden Konsequenzen zu leben.

      • JoeCH sagt:

        Deshalb ist die Ehe eigentlich eine gute Sache, würde man zu ihr auch sorge tragen.
        Denn die Ehe ist immer noch ein Versprechen auf Lebenszeit, ein Vertrag, der auch entsprechende Verbindlichkeiten beinhaltet.
        Ohne einen solchen „Vertrag“ gibt es natürlich bestimmte Unsicherheiten. Und eine Scheidung ist ja eigentlich ein Vertragsbruch, mit den entsprechenden Konsequenzen. In gewissen Fällen hält sich da mein Mitgefühl in Grenzen. Wenn mir einen Fussgänger übersehe und anfahre, muss ich die Konsequenzen auch tragen, ohne dass ich von jemandem Mitgefühl erhalte. Im Gegenteil.

      • mila sagt:

        Meine Mutter hat, um nach der Scheidung nicht beim Sozialamt vorstellig werden zu müssen, Arbeiten angenommen, für die sich gerade gut (aus-)gebildete (Schweizer) Frauen viel zu schade wären. Und sie hat es mit Wille, Ausdauer und Leistung, und schon auf die 50 zugehend damals, zusätzlich noch geschafft, sich längerfristig bis zur kürzlich erfolgten Pensionierung eine zufrieden stellende und wertgeschätzte Anstellung zu schaffen – sie wurde ihr nicht auf dem Silbertablett serviert. Ich sage nur: käme ich je in dieselbe Situation, ich würde nicht anders handeln. Das ist Stolz, darin liegt Würde – und nicht darin, in einer Notsituation bestimmte Arbeiten als zu nieder zu empfinden. Von mir, tina, hast Du entsprechend nicht zu befürchten, dass ich Dir irgendwann auf der (Steuer-)Tasche liege.

      • tina sagt:

        mila! hattest du je den eindruck, dass es mir um „auf der tasche liegen“ geht??? da liegt mir viel mehr am herzen, dass die leute nicht verarmen und keine unbefriedigende arbeiten machen müssen wenn die kinder gross sind, zig jahre lang, 42 stunden pro woche, weil diese arbeiten schlecht bezahlt sind und man mit teilzeit nirgends hin kommt. und da mache ich mir auch wegen dir so meine gedanken.
        was mich stresst ist aber, dass ich mir die vorwürfe der männer anhören muss, ich sei ein prinzässli das sich durchfüttern lässt, WEIL ANDERE das machen

      • tina sagt:

        ich habs ja nichtmal mit stolz und würde…

      • mila sagt:

        tina, wegen mir musst Du Dir keine Gedanken machen. Ich habe (gut, und reiflich) abgewogen, was in meinem Leben beständigen Wert hat – und wäre bereit, die allfälligen Konsequenzen dafür zu tragen. Die Rechnung sieht für manche Menschen einfach ein bisschen anders aus, was keineswegs heissen muss, dass man deswegen auf rosaroten Wölkchen schwebt, oder nichts leistet. In meinem Leben habe ich, wenn Du so möchtest, sehr viel Leistung erbracht, und entsprechende Anerkennung dafür erhalten. Glücklich wurde ich dabei nicht. Wo ich jetzt stehe, erlebe ich mehr Sinnhaftigkeit als je zuvor – mein Herz wird jeden Tag reicher, und es gesundet. Unterm Strich zählt das für mich weitaus mehr, als die Hochprofilkarrieren davor. Und ich weiss, dass ich genug fähig bin, um mich in jedem beliebigen Umfeld

      • mila sagt:

        durchzuschlagen, sofern nötig. Auf mehr kann man mE im Leben nicht vertrauen.

      • tina sagt:

        konsequenzen tragen: nunja, die leute sind imfall nicht freiwillig beim sozamt.
        dann gehe ich davon aus, dass du den vorwurf nicht so gemeint wie geschrieben hast? oder ihn zurücknimmst?

      • mila sagt:

        Tschuldigung, es sollte heissen: potentielle Hochprofilkarrieren. Ich bin wohl so etwas wie der klassische Aussteiger. Und würde es nicht anders haben wollen zur Zeit. Das ist auch der Punkt, den ich bemängeln würde: so gut wie jede/r hier schliesst von sich auf andere, von den eigenen Lebensentwürfen wird kaum abstrahiert. Anstatt die Freiheit zu schätzen, dass alle diese Lebensentwürfe möglich sind, im Rahmen unserer Gesellschaft. Wir könnten zweifellos mit mehr Zwang arbeiten, um bestimmte Risiken zu senken, die eine solche Freiheit mit sich bringt. Ob uns das als Gemeinschaft – Eltern, Kinder, Kinderlose, allesamt Individuen mit unterschiedlichen Bedürfnissem – besser stellt, wage ich jedoch zu bezweifeln.

      • mila sagt:

        Ich glaube auch nicht, dass jemand freiwillig zum Sozialamt geht. Es gibt diese Einrichtung aus gutem Grund, und mit Berechtigung; manchmal ist eine andere Lösung auch kurzfristig nicht möglich, all das ist mir bewusst. Aber solange ich gesund und arbeitsfähig bin, bin ich mir nicht zu schade, bei fehlender anderweitiger Möglichkeit auch eine Tätigkeit zu suchen, die (weit) unter meiner Qualifikation liegt. Bevor mir eine solche zwangsweise zugewiesen wird (siehe Bericht von Freitag).

      • tina sagt:

        das übrigens ist genau meine meinung: es bringt doch nichts, jemanden zum arbeiten zu zwingen.
        ich schiesse gegen niemanden. aber ich rate von gewissen haltungen halt ab aus guten gründen. und ich mag nicht beschossen werden für die entscheidung anderer leute

    • tststs sagt:

      Das Problem ist nicht, dass diese Frauen (und Männer) Hausfrauen und Mütter sind (resp. Hausmänner und Väter), sondern dass sie dies Gratis und Franko (und vor allem ohne Sozialabgaben) machen.
      Und der Schaden (den ein Paar durch seine Selbstverwirklichung anrichtet) trägt dann die Allgemeinheit…

      • Sportpapi sagt:

        Was ist gemeint mit gratis und franko? Wovon leben denn diese Frauen?

      • JoeCH sagt:

        Ääähm!! Wie muss ich das jetzt verstehen?
        Behaupten Sie jetzt allen ernstes, dass man als Einverdiener-Paar sich einfach so selbst verwirklicht?
        Ist Ihnen eigentlich bewusst auf wieviel man verzichten muss, wenn man sich nur auf ein Einkommen beschränkt? Ist Ihnen bewusst was all diese Kinderbetreuungsangebote für die Doppelverdiener die Allgemeinheit Kostet?

      • tststs sagt:

        Sie wissen doch genau, SP, dass ich mit „Gratis und Franko“ nicht meine, dass die Frau gar nichts erhält – aka Kost und Logis, evtl ein Sackgeld – sondern dass es mir wie immer um einen „legalen Lohn“ inkl. allen Abgaben geht…

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Und ich halte das für ziemlich polemisch, ausser bezüglich der Sozialabgaben. „Kost und Logis, evtl ein Sackgeld.“ Soso.
        Gab es nicht in letzter Zeit mehrere Artikel darüber, dass in der Regel die Frauen den Entscheid fällen zum Autokauf, zum Hauskauf, usw.? So oder so gibt es einfach ein Haushaltseinkommen, wenn man verheiratet ist.

      • tststs sagt:

        Um es mal ganz einfach auszudrücken
        Auswärtsverdiener = Lohn (meist in Form von Geld) inkl. Altersvorsorge
        Zuhausebetreuer = Lohn (meist in Form von Kost&Logis) EXKL. Altersvorsorge
        Es spielt keine Rolle, ob man dann nur ein gemeinsames Haushaltskonto, getrennte Konten mit oder ohne gemeinsamen Konto oder eine ganze Flotte an Konten hat, es geht darum, dass am Ende einer ohne, resp. mit einer Lücke in der Altersvorsorge dasteht.

      • tststs sagt:

        @JoeCH: Ja, dem bin ich mir bewusst. Ich behaupte aber, dass dies immer noch weniger kostet, als die Folgekosten der oben genannten fehlenden Altersvorsorge.
        Bei einigen Paaren ist dies kein Problem, da besteht dieses Versorgermodell bis zum Lebensende.
        Bei vielen aber nicht. Und auch dort ist es bei einigen gar kein Problem. Man sorgt für sich selber, vermag sogar, die Lücke zu stopfen.
        Vielen gelingt dies aber nicht oder nur teilweise.
        Und dann bezahlen wir. Und nicht gerade wenig.

      • tststs sagt:

        Und das mein‘ ich übrigens auch beim Thema Selbstverwirklichung:
        Wenn jemand sich schon den Luxus einer Altersvorsorgelücke leistet, dann soll er aber bitte schön am Ende dann doch beim Staat anklopfen.

        (Uhhh, das klingt jetzt aber böse 🙂 aber wenn man es mal konsequent zu Ende denkt…)

      • tststs sagt:

        Nicht!!! NIIIIICHT beim Staat anklopfen
        🙂 🙂 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: „es geht darum, dass am Ende einer ohne, resp. mit einer Lücke in der Altersvorsorge dasteht.“
        Ach ja? In der Regel wird AHV einbezahlt, bei der Trennung die Pensionskasse geteilt. Wie geht das?
        Wir haben doch viel eher das Problem, dass die Leute sich die Pensionskasse auszahlen lassen, und das Geld dann weg ist. Aber auch da tut man sich schwer, die Freiheiten einzuschränken.

    • 13 sagt:

      Der Wechsel von Mutter zu Eltern ist sehr wichtig und entscheidend! Die meisten Eltern (Vater und Mutter!) wollen die Kinder nicht zu 100% betreuen lassen, die Mütter sind jedoch diejenigen, die diesem Wunsch/Anspruch auch Folge leisten, Verantwortung übernehmen und ihr Pensum reduzieren. Nur um dann genau dafür kritisiert zu werden. Die allermeisten Väter fänden eine 5-Tage-Kita-Lösung auch alles andere als toll, aber wenn es sie dann selber trifft, dann doch lieber nicht….wie wäre es mal bei sich selber anzufangen und anerkennen, dass es dem grössten Teil der Männer sehr entgegen kommt, wenn die Frau reduziert?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die wenigsten Männer würden bestreiten, dass sie es eine gute Lösung finden, wenn die Frau reduziert und den grössten Teil der Betreuung übernimmt.
        Es sind ja auch nicht die Männer, die sich diesbezüglich ständig beklagen.
        Im Zweifelsfall wären aber wohl tatsächlich deutlich mehr Männer bereit, die Kinder 100% betreuen zu lassen (z.B. durch Nänny), als die eigene Karriere zu stoppen.
        Letztlich sollte man einfach zu seinen eigenen Entscheidungen stehen und sie nicht immer so darstellen, als ob sie alternativlos gewesen wären.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Wenn Männer sind nicht darüber beklagen, aber Frauen doch, ist vielleicht umso mehr die Aussage, dass die Frauen genau das tun, wozu sie Lust haben, völlig falsch. Das eine zieht das andere nach. Du sagst ja selber, dass die meisten Väter nicht bereit sind, ihre Karriere zugunsten der Kinder zurückzustellen. Umgekehrt wird gerade Frauen, wenn sie denn z. Bsp. Arbeit suchen, unterstellt, sie fehlen dann öfters, weil die Kinder krank sind etc. Nun, das bedeutet, dass die Doppelbelastung trotzdem auf dieser Seite verbleibt. Und dann ist es auch nicht unverständlich, wenn eine Frau sagt, dazu habe ich keine Lust, das tue ich mir nicht an, ich lasse eines gut sein. Wo das konkrete Angebot des Teiles der Verantwortung da ist, sieht es anders aus.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sehen Sie, wenn viele Männer erklären, sie würden schon gerne reduzieren, aber sie können halt nicht, dann halte ich das für eine Ausrede.
        Und wenn viele Frauen erklären, sie würden schon gerne mehr arbeiten, aber sie können nicht, dann auch.
        Nur scheint das irgendwie aktuell von den Frauen einfach erwartet zu werden. Man will ja die Sache der Frau nicht verraten…

      • Papperlapapi sagt:

        Wir haben nach der Geburt der Kinder die ersten Jahren 60(sie)/80%(ich) gearbeitet.
        Wiederholt habe ich meiner Frau, um ihr den an sich gewünschten Stellenwechsel zu ermöglichen, vorgeschlagen, sie solle aufstocken (auf 80-100%), ich würde dann reduzieren (auf minimal 50%, weniger vom AG her nicht möglich). Ich bin gerne zuhause, mache gerne die Hausarbeiten, sie weniger.
        Mehr als 60% war ihr lange Zuviel, konnte sie sich nicht vorstellen, wegen der Kinder.
        Mittlerweile sind die Kinder grösser und wir arbeiten beide 80%.
        Zum Schluss muss das Paar eine Lösung finden, die für beide stimmt.

    • Lia Schär sagt:

      Das Problem ist der Mutterschaftsurlaub und das Stillen. Ich bin werdende Mutter und habe einen guten Job, verdiene auch mehr als mein Partner. Nun habe ich meinem Arbeitgeber kommuniziert dass ich wegen dem Mutterschaftsurlaub 16 Wochen (vom Arbeitgeber) fehle und danach 80% arbeiten möchte. Mein Partner reduziert auch auf 80%. Nur musste er das noch nicht im Geschäft kommunizieren, bekommt eine Weiterbildung und wurde befördert, während bei mir genau das Gegenteil eintraf: Ich wurde explizit wegen des Mutterschaftsurlaubs nicht befördert, da ich ja 4 Monate (falls keine Komplikationen vor der Geburt) abwesend bin. Verstehe meinen Arbeitgeber, aber wurde somit von meinen männlichen Kollegen überholt, die eben nicht 4 Monate fehlen.

      • Lucia sagt:

        Seien Sie doch einfach froh, dass Sie überhaupt eine Anstellung haben und beide 80% arbeiten können?!
        Als werdende Mutter (bin ich übrigens auch), sind Sie im nachhein froh drum, nicht befördert zu sein. So übertragen Sie den Stress nicht an das Kind weiter und sind auch entspannter.
        Mein Mann hat einen tollen Job, ich ebenso. Beide könnten 100% arbeiten. Wofür? Damit die Zeit vergeht und wir aneinander vorbei leben? Als Ehepaar und Eltern? Später dann die Scheidung? Keine Zeit für unser Kind haben?
        Nö. Da ist uns Karriere schnuppe.
        Er betreut 50%, ich auch.
        Und trotzdem reicht das Einkommen vollkommen. Gar Ferien liegen drin.
        Und wir neigen dazu höchdtens 20% aufzustocken, wenn unser Kind erwachsen ist. Hauptsache, das Leben geniessen. Auch zu zweit in hohem Alter.

    • JoeCH sagt:

      Danke Sportpapi. Ich sehe das genau so.
      Vielleicht ist es einfach eine Tatsache dass sich die Mehrheit der Frauen gerne um die Kinder kümmern. Wieso soll man den Leuten eine andere Rollenverteilung aufzwingen, wenn sie in der bestehenden zufrieden sind?

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