Wir ausgebrannten Mütter

Mamablog

Ein Burn-out ist genauso Mama- wie Managerkrankheit. Foto: Marinazg (iStock)

Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihr Bein gebrochen und schleppen sich mit letzter Kraft zum Arzt. Der bestätigt Ihnen den Bruch und sagt, dass Sie sofort in eine Klinik müssten. Eigentlich. «Aber das geht natürlich nicht, Sie haben ja kleine Kinder, um die Sie sich kümmern müssen.»

Völlig realitätsfremd? Stimmt. Nur: Wenn Sie statt mit einem gebrochenen Bein mit einer chronischen Erschöpfungsdepression beim Hausarzt ankommen, Neudeutsch Burn-out, dann erwartet Sie als Frau und Mutter womöglich genau diese Reaktion. Das ist keine vage Behauptung, sondern persönliche Erfahrung: Als ich Anfang Jahr physisch und psychisch völlig erschöpft vor dem Arzt sass, habe ich exakt obigen Satz zu hören bekommen.

Zuerst habe ich versucht, zu tun, wie mir geheissen wurde: zu Hause zu bleiben, mich so gut es ging um die Kinder zu kümmern und auf mirakulöse Weise zu gesunden. Das hat natürlich nicht funktioniert. So ging ich irgendwann trotzdem in eine Klinik und traf dort zu meiner Überraschung nicht auf männliche CEOs, sondern auf ganz viele Frauen – und gleich mehrere Mütter.

Da gab es Hausfrauen und Karrieremütter, Ein-Kind- und Vierfach-Mütter. Mütter, die sich gerade getrennt hatten und solche, die in einer harmonischen Beziehung lebten. So unterschiedlich auch ihre Hintergründe waren, etwas hatten sie gemein: Die Mehrfachbelastung und die an sie gestellten Ansprüche hatten sie komplett aus der Bahn geworfen.

«Mütter sind hochprädestiniert für ein Burn-out»

«Gleichzeitig Höchstleistungen im Beruf und als Mutter zu erbringen, ist kaum möglich. So ist es wenig erstaunlich, dass die Zahl der Mütter steigt, die an Erschöpfung oder gar an Burn-out leiden», sagte Erziehungswissenschaftlerin Margrith Stamm vor kurzem gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Christian Seeher, Leiter des Zentrums für stressbedingte Erkrankungen im Sanatorium Kilchberg, sagt, Mütter seien «hochprädestiniert für ein Burn-out».

Der Grund: Die Summe der Mehrfachbelastungen. Zumal diese oft auch schwankend sind: In manchen Wochen gibt es zu Hause enorm viel Mehrarbeit, weil der Kindergeburtstag, der Besuchsmorgen und der Räbeliechtliumzug zusammenfallen. Wenn gleichzeitig die Arbeit im Büro anzieht, wird es unweigerlich zu viel. «Ist man womöglich noch alleinerziehend, muss man nicht nur alles allein stemmen, sondern hat auch keinen Partner, bei dem man seine Probleme wenigstens verbal abladen kann – das verschärft die Situation immens», sagt Seeher.

Dass sich Mütter gestresster fühlen als Väter, hat auch eine neue Studie der Forschungsstelle Sotomo gezeigt: «Es sind eher Frauen, die mehr Stress haben – insbesondere Frauen mit Kindern», sagt Studienleiter Michael Hermann gegenüber SRF. Das bleibe auch so, wenn die Kinder grösser werden. «Offenbar müssen Frauen dann immer noch vermehrt verschiedene Tätigkeiten zusammenbringen.» Und: Die Programme, die gleichzeitig laufen, stressen mehr, auch wenn sie vielleicht in der Summe gar nicht mehr Zeit brauchen. «Man muss immer daran denken, was man gerade nicht machen kann, weil man mit etwas anderem beschäftigt ist», so Hermann.

Reden wir darüber, wie anstrengend es ist!

Die Mehrfachbelastung der Mütter können wir nicht von heute auf morgen wegzaubern. Aber wir können offen darüber reden, wie anstrengend diese ist. Wie sehr sie uns an unsere Grenzen bringt – und bisweilen darüber hinaus. «Etwas zu verbalisieren, kann sehr entlastend wirken», sagt Seeher. Ausserdem helfe es präventiv, wenn man das Thema der Mehrfachbelastung diskutiere und auch offen übers Burn-out rede. «Seit die Krankheit öfter ein Thema ist in den Medien, kommen die Patienten tendenziell etwas früher zu uns, bevor sie in eine schwere Depression fallen.»

Trotz der vermehrten Berichterstattung ist das Burn-out immer noch für viele ein Tabuthema – das merkt man spätestens dann, wenn man selber betroffen ist. Was ich aber ebenfalls merken durfte: Seit ich ganz offen darüber rede, öffnet sich manchmal auch mein Gegenüber. So habe ich plötzlich von mehreren Müttern erfahren, dass sie selber auch schon eine Erschöpfungsdepression hatten. Oder sich zurzeit so fühlen, als ob sie jeden Moment zusammenbrechen würden.

Ja, das Burn-out ist genauso Mama- wie Manager-Krankheit. Es ist höchste Zeit, das wahrzunehmen und als Gesellschaft nach Wegen zu suchen, wie man die Mütter entlasten kann.

289 Kommentare zu «Wir ausgebrannten Mütter»

  • Hans Minder sagt:

    Man stelle sich den Mann vor, der die traditionelle Rolle als Ernährer unmodern findet und den modernen Mann wie folgt definiert: als besten Kinderbetreuer / gebildeten Haus-Dekorateuren/ lückenlosen Kommunikatoren zwischen Familien-Mitgliedern / einfallsreichen Freizeit und Event-Planer / organisierten Haushalter / fleckenfreien Kleider-Reiniger / makellosen Hemden-Bügler / geduldigen Bastler / präzisen Stricker / eingefleischen Bücherwurm mit breitem Allgemeinwissen / begabten Zeichner / kunstvollen Maler / offenen Zuhörer / hilfreicher Tröster etc. während er nebenbei seiner tradionellen Rolle als Vollverdiener nachgeht…jener Mann würde nach ein paar Wochen kollabieren. Geschlechter haben angeborenen Begabungen. Wenn man diese über den Haufen wirft, dann geht dies oft schief.

    • Karl von Bruck sagt:

      Das geht fast immer schief, wenn manN nicht genug Caesch hat fuer eine Magd, welche den Vollzeitkrampfer von der Haushaltlast und der Ponyhofplanung fuer die ebenfalls gar auch von der Selbstsorge entlasteten Kinder entlastet…

  • Ichhabegenug sagt:

    Ich habe dieses Rumgeheule so derart satt:
    Ganz einfach – entscheidet euch! Karriere ODER Kind! Ist deine Entscheidung die Karriere? Dann hab kein Kind! Willst du Kinder und eine intakte Familie? Strebe nicht nach Karriere!
    Wir sind die Gesellschaft, die alles will. Willst du alles?? Halte die Belastung aus – Punkt Schluss. Ich bin Pädagogin also: 1. Ich sehe tagtäglich diese unbefriedigte, gestressten und burn-out-gefährdeten Mütter 2. Meine Mutter hatte erst einen ausgefüllten Job und entschied sich dann Mutter zu werden; zu 200% Liebe ist da, Karriere weg – sie bereut es keinen Tag
    3. Ich geh auf die 30 zu und bin mir vollkommen bewusst, dass das das beste Alter ist zum Kinder kriegen. Ich will aber die Selbsterfüllung und nicht dass ich meinen Kindern später Vorwürfe mache.

    • Denkebevorduschreibst sagt:

      Ichhabegenug, schon mal überlegt, sass man sich plötzlich in einer Situation befindet, welche man sich selbst so nicht ausgewählt hat? Man muss nicht Karriere machen neben Mutter sein, um sein Limit zu erreichen. Ich ziehe mein Kind alleine auf und arbeite 60%, damit ich für uns beide finanziell aufkommen kann. Nun ja, wer kein Kind hat, kann nicht nachvollziehen, was alles dahinter steckt!

      • Ichhabegenug sagt:

        Schade, dass du dich bertoffen fühlst, denn die Rede war von den Frauen, die die Bilderbuchfamilie wollen UND die Karrieretreppe raufsteigen. Die das 5er und Weggli wollen. Ich dachte es wäre klar, dass dein Fall davon ausgeschlossen ist aber in dem Fall muss das hier noch richtig gestellt werden

    • Christoph Bögli sagt:

      Müssen sich die Männer dann auch entscheiden oder schreiben Sie das nur den Frauen vor?

      Im übrigen ist es m.E. ein Unding, dass da immer gross von „Karriere“ geschrieben wird. Die meisten machen eh keine wirkliche Karriere. Es geht eher darum, weiterhin im Arbeitsleben aktiv zu bleiben und auch sonst ein Leben zu haben nebem dem Elterndasein. Was auch problemlos geht, wenn man den Arbeitsmarkt und die sozialen Institutionen entsprechend gestaltet. Dass man sich da zwischen irgendwas entscheiden muss ist eh eine westlich-moderne Pseudotradition. Alle anderen konnten oder wollten sich sowas nie leisten und haben das meist auch ganz gut ohne Burnout gemeistert.

    • Mama von 2 sagt:

      Eine Gemeineit dieser Kommentar!
      Ich bin Mutter von 2Kindern, 2.5 Jahre und 11Monat, habe ein tolles Soziales Umfeld und bin in Karenz,arbeite also nicht! Mein Sohn (der jüngere) schkäft seit Geburt sehr schlecht, was mich so viel Kraft und Energie kostet, dass nun nach fast 1 Jahr die Reserven aufgebraucht sind und ich mit massivem Erschöpfungszustand bein Hausarzt vorstellig wurde. Burnout gefährdet sind nicht nur Mütter die versuchen Kind und Job zu schaukeln! Und was heisst „halte die Belastung aus“! Jeder Mensch geht als Elternteil weit über seine Grenzen raus (die meisten jedenfalls) und es gibt manchmal einen Punkt wo eben alles zuviel ist.Und es ist nichts wofür man sich schämen muss!

  • Christoph Bögli sagt:

    Die Diagnose ist richtig, die Schlussfolgerung aber m.E. zumindest teilweise falsch. Ein Burnout ist nicht so sehr ein Problem, bei dem die Gesellschaft nach Wegen suchen kann, wie man jemanden entlastet, schon nur weil das zu abstrakt für die individuellen Probleme wirkt. Ein Burnout basiert vielmehr zu einem grossen Teil auf dem eigenen Verhalten: indem man sich übernimmt, sich selbst zu hohe Ansprüche und Ziele stellt, sich nicht abgrenzt und nicht zu sich selbst schaut, selbst wenn die körperlichen und mentalen Signale nicht mehr zu übersehen sind. Gesellschaftspolitisch kann man da zwar Kanten abschleifen, die eigentliche Lösung muss darum aber vom Burnout-gefährdeten Individuum selbst kommen. Etwa indem einem irgendein Räbeliechtliumzug halt mal am Allerwertesten vorbei geht..

  • nicole sagt:

    Also ich finde dass jeder egal in welcher Zeit er lebt für sein leben selbst verantwortlich ist. wenn ein kind für eine frau schon zuviel ist, warum stellt diese dann noch weitere in die welt?? warum passt man den lebensstil nicht den umständen an? man kann nicht nur jammern man kann dies und das nicht schaffen. früher gings auch. da war nicht alles besser, nein, einfach anders. als Alleinerziehende kann man eben nicht auf allen hochzeiten tanzen. aber es funktioniert. ich weiss nicht ob ich wirklcih bedaueren haben soll mit ach sooo armen müttern. und sooo anstrengend kann und ist der Aufenthalt auf dem spielplatz nicht. auch die joga stunde am vormittag nicht. welcher mann der 100% arbeitet im büro kann das schon? Tagdurchs.

    • mila sagt:

      Sorry, diese Einstellung ist einfach nur ignorant. Haben Sie – zufällig – Kinder? Belastet sind Eltern, nicht nur Mütter. Nur so als mitfühlender Zukunftsrat mitgegeben.

      • Nicole sagt:

        Oh jaa, ich habe kinder!! Und stellt euch vor, das ohne burnout, ohne stress und selbstmitleid! Den ich hab zeit für die kinder, arbeite wenn sie in der schule sind und hab mein leben den umständen angepasst.

      • mila sagt:

        Das ist wunderbar für Sie. Dann hätten Sie ja eigentlich genug freie Kapazität(en), um etwas Verständnis für Eltern und Kinderlose aufzubringen, die in bestimmten Lebenssituationen an den Anschlag kommen.

  • Sportpapi sagt:

    Heute wird in einem anderen Artikel über Burnout bei Kindern gesprochen. Sehr differenziert, wie ich finde, und in Vielem auch auf die Eltern übertragbar. Und natürlich geht man auch dort davon aus, dass eigentlich viele Fälle vermeidbar wären.

    • zysi sagt:

      tönt nach ursachenorientierter Betrachtungsweise mit Wirkung, was ich ebenfalls auf eigener Erfahrung im privaten Umfeld bestätigten kann.

      Nur „kostet“ das eben etwas, meist einen persönlichen Einsatz vs. gesellschaftlicher Rede und Forderungshaltung.

    • Britta sagt:

      @mila. Bis auf die SP. Bin politisch nicht engagiert.

    • Steiner Rita sagt:

      Die Belastung ist vor allem die Doppelbelastung. Die Frau arbeitet, kommt heim, kocht, macht den Abwasch, denkt an Geburtstage und Termine beim Arzt, Elternabende. Der Mann arbeitet, kommt heim, ruht sich aus, verbringt seine 20 Min Quality Time mit dem Kind bevor es ins Bett muss und fühlt sich wie der Held, wenn er den Müll rausbringt oder einmal alle 6 Tage und nur auf auf Aufforderung was im Haushalt macht. Und dann hat der Mann Grippe und will schlafen. Hat die Frau Grippe muss sie trotzdem noch volle Leistung bringen.

      Gegen Burnout hilft nur eins: unnützen Mann auf den Mond schiessen und Scheidung oder Vollzeit arbeiten und Einzelkind outsourcen.

      • Dreifachpapi sagt:

        Wie wäre es mit ein bisschen Selbstkritik? Glauben Sie wirklich allen ernstes, dass Frauen mehr arbeiten als Männer? Dann sollten Sie mal fundiert erhobene Arbeitsstatistiken konsultieren. Vielleicht wird Ihr Weltbild dann ins Wanken geraten, aber Männer arbeiten genau gleich viel wie Frauen (sogar 2 h mehr pro Woche). Und wenn Sie ihren Mann auf den Mond schiessen, werden Sie hoffentlich auch auf Alimente und Unterhaltsgeld verzichten wollen.

    • Britta sagt:

      Politisch korrekt: etwas Wichtiges:-)

  • Reincarnation of XY sagt:

    Besten Dank für diese offene Schilderung Frau Kuster. Ich denke, es ist ein wichtiges Thema. Viele Kommentare zeigen, mit wieviel Vorurteilen man immer noch zu kämpfen hat und dass viele gerne nachtreten, wenn man schon am Boden liegt.
    Kinder sind an sich schon anstrengend (dafür lieben wir sie auch), kommt der wirtschaftliche Druck hinzu. Zudem haben viele nicht den Luxus, dass sie dank breitem familiären Netz regelmässige persönliche Auszeiten nehmen können.
    Mit den Jahren kann sich da eine ziemliche Belastung ansammeln, wo dann ein kleiner Auslöser genügt, um das Fass zum überlaufen zu bringen.
    Wir leben auf einem hohen Standard, der, so schön er ist, uns zusätzlich unter Druck setzt.

    • Zufferey Marcel sagt:

      Es treten nicht alle nach, das stimmt einfach nicht! Im anonymen Netz vielleicht schon. Aber in der Realität ganz sicher nicht. Dass die Reaktionen unterschiedlich ausfallen, wenn man sich und anderen gegenüber etwas eingesteht, mag sein. Aber damit muss man rechnen. Es sind ja schliesslich nicht alle Menschen gleich.

      • Reincarnation of XY sagt:

        ähem ich sagte ja auch „viele“ und nicht „alle“

        Natürlich ist das klar, dass man mit jeglichen Reaktionen rechnen muss, wenn man es öffentlich macht. Deshalb ist es ja auch mutig. Eben das habe ich gesagt.

        Meine Meinung über diejenigen, die mit „selber Schuld“ „reiss dich Zusammen“ und „Mimöschen“-Kommentaren glänzen, habe ich noch nicht mal gesagt.

    • Sportpapi sagt:

      @RoXY: Es ging doch den meisten Kommentaren nicht um Nachtreten. Sondern es wurden Punkte angesprochen, die im Ursprungstext, aus was für Gründen auch immer, ausgespart wurden.
      Dort wird die Mehrfachbelastung beschrieben, der Frauen ausgesetzt sind, was „unweigerlich“ zu viel wird (dass einmal mehr der Eindruck entsteht, nur Frauen seien belastet, führt ebenso unweigerlich zu entsprechenden Reaktionen). Es wird verlangt, dass die Gesellschaft Unterstützung, Entlastung anbieten soll.
      Was völlig fehlt ist die kritische Reflexion der eigenen Rolle. Bin ich weniger belastbar als andere? Oder sind die Belastungen wirklich zu viel? Kann man die Belastungen reduzieren? Wie steht es mit den eigenen Ansprüchen (Perfektion)? Wer könnte helfen? Usw.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Lieber Sportpapi, Sie haben nicht ernsthaft erwartet, dass ich hier im Detail all meine Belastungsfaktoren und Selbstreflexionen aufliste? So viel Offenheit muss dann doch nicht sein. Natürlich muss man nach einem Burn-out Wege finden, Belastungen zu reduzieren oder diese durch Erholungspausen auszugleichen. Aber es geht mir im Text mehr ums Vorher, um die Gründe für ein Burn-out und dass man anerkennt, dass Mütter sehr gefährdet sind. Und dass Mamas, denen es schlecht geht, merken, dass sie nicht alleine sind mit ihren Problemen. Und ja, ich glaube, dass die Gesellschaft etwas daran ändern könnte. Dass man Mütter nicht mehr als Jammeris hinstellt, wenn sie ehrlich sagen, dass sie überlastet sind, wäre ein erster kleiner Schritt.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Nun ja – die meisten die zustimmend antworteten, sagten explizit, dass es ihrer Meinung nach Geschlechtsunabhängig ist und haben diesen Ansatz somit ebenfalls „kritisiert“ ohne jedoch die Person mit eben diesen typischen Vorurteilen niederzumachen.
        Und ich glaube diese Art von „Kritik“ ist dann viel konstruktiver. Man anerkennt dass Überforderung ein Teil unseres Erlebens ist, man ermutigt, dass man das auch kommuniziert, und kann dann darauf hinweisen, dass es anderen, z.B. Vätern, oft genau so geht.

      • Martin Frey sagt:

        Liebe Frau Kuster, ich denke Sie waren bereits bemerkenswert offen, bei diesem wichtigen und diffizilen Thema. Danke dafür.
        Das Problem beim Burnout ist halt, dass es zumindest aus medizinischer Sicht eine etwas diffuse Angelegenheit ist. Betroffene neigen iaR dazu, diesem und jenem die Schuld an der Verfassung zu geben, in der sie sich befinden. Dies ist einerseits richtig, greift aber trotzdem oft auch zu kurz. Denn Sie können alles wegräumen was in Ihren Augen für ihren Zustand verantwortlich zeigt, und sich trotzdem nicht zwingend besser fühlen. Denn eine Erschöpfungsdepression, die dem Burnout am nächsten kommt, ist eine Krankheit, mit äusseren Faktoren, aber auch einer wichtigen endogenen Komponente. Und dies betrifft Männer in zumindestens gleichem Umfang wie Frauen.

      • Martin Frey sagt:

        Der Punkt von Sportpapi ist nicht falsch. Die Reflexion der eigenen Rolle und Mechanismen ist wichtig, und oft Gegenstand der Psychotherapien. Und natürlich fehlt dieser Punkt weitgehend in Ihrem Ursprungstext. Was zum Schutz der Privatsphäre natürlich völlig nachvollziehbar ist, das versteht wohl jede/r.
        Wenn aber die Erklärungen zur Zunahme gewisser Störungen und Krankheiten so einfach auf der Hand liegen würden, wäre vieles einfacher. Das ist es aber nicht. Ich verstehe Ihr Anliegen aber auch als Plädoyer für mehr Verständnis gegenüber mehrfach be- und überbelasteten Eltern, die gerade als alleinerziehende Mütter oft einen schweren Stand haben. Und dem kann ich nur beipflichten.

      • Sportpapi sagt:

        Liebe Jeanette Kuster: Wegen mir hätten Sie Ihre persönlichen Erfahrungen gar nicht einbringen müssen, das Thema wäre auch sonst interessant genug gewesen.
        Und wegen mir müssen Sie auch sonst keine persönlichen Daten und Fakten offenlegen.
        Ich bin nur nicht einverstanden damit, alles auf Doppelbelastung zu reduzieren. Und sich dann zu ärgern, wenn der Arzt offenbar glaubt, dass man sich dem nicht mal im Krankheitsfall entziehen kann. Nur um dann später praktisch das Gleiche zu schreiben. „Die Mehrfachbelastung der Mütter können wir nicht von heute auf morgen wegzaubern.“ In die gleiche Richtung geht es dann, wenn die Lösung bei der Gesellschaft gesucht wird, ohne zu beschreiben, worum es dabei gehen könnte.

      • mila sagt:

        Liebe Frau Kuster, ja, Mamas sind burn-out gefährdet. Aber auch Väter, und Einzelpersonen ohne Kinder. Wir (Betroffenen) sollten entsprechend nicht die Gemeinsamkeit(en) der Überforderung aus den Augen verlieren. Bei allem, was uns sonst vielleicht differiert.

        Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihr Leben so in Gestaltung bekommen, wie Sie es sich von Herzen wünschen. Und wie es Ihnen und Ihrer Familie gut tut.

      • Sportpapi sagt:

        Alles, was ich in der Zwischenzeit gelesen habe, und was ich auch schon wusste, zeigt, dass Prävention und Heilung nicht zuletzt bei der betroffenen Person anfangen müssen, und eben nicht beim Partner (der häufig schon x-fach und in unterschiedlichster Form interveniert hat) und nicht bei der Gesellschaft. Es geht unter anderem um das, was Margrit Stamm auch anspricht: Man kann nicht an allen Orten gleichzeitig Höchstleistungen erbringen, Perfektion ist kein geeigneter Massstab. Dabei ist das Problem eben nicht die Doppelbelastung an sich, sondern die eigenen Ansprüche. Die, und das ist jetzt meine Erfahrung, mit der Erschöpfung vielfach nur noch grösser werden.

      • Sportpapi sagt:

        @RoXY: Dass man sich auf „Mütter“ einschiesst, und danach wohlwollend erklärt, das kann auch mal Väter betreffen, sind wir uns im Mamablog gewohnt. Darüber mag ich mich gar nicht so sehr ärgern. Aber es ist ein Punkt, der offenbar anderen sauer aufstösst, und eigentlich zu vermeiden wäre. Ausser eben man will den Unterschied zwischen Müttern und Vätern herausschaffen. Was hier auch nicht so falsch ist. Nur sollte man dann nicht Schuldige suchen, sondern den Ursachen differenziert auf die Spur kommen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Absolut einverstanden SP. Aber ich sagte ja auch rein gar nichts, gegen diese Art von „Kritik“, die ja (fast) alle teilten. Es ging mir nur darum, wie gegen das Brun-Out an sich geschossen wurde von gewissen Teilnehmern.

        Das Thema ist wichtig genug, dass man diese olle Geschlechterkampfkamelle nicht bei der kleinsten Witterung gleich wieder aufnehmen muss. – Auch mal 5 gerade sein lassen. Irgendwie ist es doch verständlich, wenn ein Mami, das Problem aus der Mamiwarte berichtet. So wie wenn ein Papi, der an den Ansprüchen, als Ernährer zusammenbricht, das mal thematisieren dürfte.

      • Carolina sagt:

        Ich finde, langsam könntest Du diesen Punkt wirklich mal ad acta legen, SP! Gestern hat JK ihre persönlichen Gedanken zu dem Thema dargelegt und sie ist nun mal Frau und Mutter. Wenn man anfängt, jedes Mal Disclaimer anbringen zu müssen, wer auch immer noch mitgemeint ist, kommen wir schon vor einer eigentlichen Diskussion ins Wirrwar.
        Ich denke mal, jeder Mann/jedes Kind/jeder Zwitter wäre willkommen, hier über seine Erfahrungen zu berichten.

      • Carolina sagt:

        MF/SP: Zuerst schliesse ich dem Dank an Frau Kuster an – das hätte ich gestern schon machen müssen! Ich habe Respekt vor jedem, der auch persönliche Erfahrungen zum Anlass nimmt, eine Diskussion zu starten, um anderen ein Podium zu geben.
        Die Reflektion der eigenen Haltungen, Rollen und Mechanismen ist bei den meisten Menschen nicht einfach auf Befehl oder Aufforderung herbeizuführen. Ich bin versucht zu sagen, dass das schon reichlich arrogant klingt. Die meisten Menschen sind fehlerbehaftet, kommen manchmal nie, manchmal ein wenig und manchmal erst durch sehr schmerzhafte Ereignisse dazu, wirklich zu reflektieren. Ich habe gestern versucht, darzulegen, dass diese Prozesse extrem schwierig sein können.
        Auch ich bin der Meinung, dass nicht ‚die Gesellschaft‘ schuld ist – überhaupt

      • Carolina sagt:

        /2 plädiere ich dafür, den Schuldbegriff herauszunehmen aus der Sache. Verantwortung ist mE der passende Begriff und auch die passende Haltung.
        Wir alle wissen nicht, was im Leben noch auf uns zukommt und schon gar nicht, wie wir uns dann verhalten werden – daher sind Ratschläge wie der von Dir, SP, wie ein ‚Reissen Sie sich mal zusammen‘ an einen Depressiven.
        Ein wenig Mitgefühl wäre angebracht – Empathie, das wurde mir sehr deutlich auf meiner Reise, kann man nicht so einfach erwarten, die muss man erst mal für sich selber aufbringen lernen.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Du hast von mir den Ratschlag gelesen: „Reissen Sie sich mal zusammen!“? Wie so oft bei dir habe ich den Eindruck, dass du dir ein Bild von mir gemacht hast, auf das du jeweils referenzierst, und nicht auf das, was ich schreibe.
        Aber konkret: Ich glaube, hier bin ich typisch Mann. Bei einer solchen Geschichte interessieren mich Ursachen und Wirkungen und vor allem mögliche Lösungswege. Also: Was kann eine gefährdete Frau oder ein gefährdeter Mann daraus lernen, wie kann ein Hereinschlittern in diese Überforderung vermieden werden. Von mir aus auch: Wie kann die Gesellschaft präventiv mithelfen.
        „Du bist nicht alleine“ reicht mir da nicht.
        Interessanterweise habe ich dann jeweils die gleichen relevanten Punkte aufgezählt wie du…

      • Carolina sagt:

        Lies nochmal richtig, SP! Ich habe Dein ‚…….zeigt, dass Prävention und Heilung nicht zuletzt bei der betroffenen Person anfangen müssen…..‘ mit dem Ratschlag an einen Depressiven verglichen, nichts davon gesagt, dass Du das so geäussert hast.
        Wobei: es läuft ja darauf hinaus, oder? Ist es wirklich typisch Mann, mit Ursache-Wirkung-Forderungen im Kopf herumzulaufen, wenn die Partnerin z.B. an einer Depression und/oder einem Burnout erkrankt?
        Bei meinem Mann war das nicht so und ich könnte Dir sofort Fälle von männlichen Freunden nennen, die nie, aber wirklich nie erwartet hätten, was diese Erkrankung bei ihnen letztlich (und oft nach einem langen Tal der Tränen) bewirkt hat: eine ganz andere Sicht auf die Dinge des Lebens, Einsichten, die sie nie für möglich gehalten hätten etc.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Nein, das war kein Ratschlag an einen Depressiven, schon gar nicht in diese Richtung. Der einzige Ratschlag, den ich da geben würde: Geh zu einer Fachperson in Behandlung.
        In der Prävention sieht es anders aus. Aber auch da ging mein Ratschlag nicht in diese Richtung, im Gegenteil. Sondern es ging darum, hinzuschauen und typische Muster zu erkennen und nach Möglichkeit frühzeitig zu durchbrechen. Zum Beispiel das Thema (Selbst-)Überforderung durch Streben nach Perfektion in allen Bereichen, etc. Aus Erfahrung dazu nur so viel: Als Mann/Partner (könnte auch die umgekehrte Konstellation sein) steht man da manchmal machtlos daneben. Aber du hast das ja auch selber beschrieben.
        Also wenn ein Rat, dann: Schau zu dir, und achte auf deine Grenzen.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Und beim „typisch Mann“ ging es mir nicht um die Betroffenen, sondern um Diskussionsteilnehmer.

  • Claudia sagt:

    Ich hatte auch ein Burnout als die Kinder klein waren… sie waren sehr oft krank und ich schon etwas älter… bei der Arbeit hatte ich von 80 auf 40% reduziert und das ging einfach nicht auf, ich wurde so zugeschüttet mit Arbeit und nach dem Hort warteten immer die Kleinen auf mich. Mein Mann war sehr mit seiner Arbeit absorbiert, wir hatten leider keine Grosseltern die uns helfen konnten. Da kommt man sehr schnell an seine Grenze, wenn man seit zwei Jahren kein einziges freies Wochenende hat. Ich bin dann beruflich ausgestiegen und habe mir einen kleinen Nebenjob gesucht, dies war die Lösung.
    Aber vielen Dank Frau Kuster, dass Sie so offen darüber reden. Das Letzte was man in dieser Situation braucht, sind Menschen, die alles besser wissen und einen abschätzig behandeln…

  • Corinne sagt:

    An seine eigenen Grenzen zu kommen, ist weiss Gott kein Luxusproblem – das gilt für Eltern wie auch für alle anderen. Etliche Kommentare hier sind anmassend und verletzend. Danke, Jeanette Kuster, für Ihren Beitrag!

  • Enrico sagt:

    Naja Frau Küster,
    Aber sich als Frau total gegen Gleichstellung wehren, sich die Kinder unter den Nagel reissen und nachher noch jammern?
    Den Kindern die Väter wegnehmen und sich nachher noch beklagen. Die Lüge, dass Frauen müssen, richtig ist, dass Sie sich mit aller gesetzlicher Macht an Ihrer Position festhalten. Warum wohl ?
    Übrigens jede Studie kommt zum Schluss, dass Männer mehr arbeiten als Frauen. Und zwar alles einberechnet!

    • Carolina sagt:

      Also, was ist dann Ihr Vorschlag: den (hier) Frauen sagen, sie sollten sich mal zusammenreissen? Ein ganzes Geschlecht verdient es nicht, dass man sich mit diesem Thema befasst, weil ein Enrico es zu Sippenhaft verurteilt?
      Reissen Sie such mal zusammen, Mann!

    • Ranunkel sagt:

      Hallo Enrico Mir scheint, da spricht ein verletztes Männerego, das leider die Erfahrung machen musste, dass ihn die Frau mit den Kindern verlassen hat. Es ist löblich zwischen den Zeilen zu lesen, dass Sie die Kinder gerne bei Ihnen hätten und sich durchaus im Stande sehen auch als Mann sich der Herausforderung Arbeit, Kinder, Alltag zu stellen. Ich zweifel auch nicht daran, dass Männer dies nicht mindestens genauso gut hinbekommen könnten wie Frauen. Ich stelle aber in Frage, ob Männer sich überhaupt bewusst sind, was Frauen als Mutter leisten. Es ist anmassend, zu lesen Zitat: „… jede Studie kommt zum Schluss, dass Männer mehr arbeiten als Frauen. Und zwar alles einberechnet!“ Ich möchte diese Studien gerne lesen! Warum wohl hat die Frau Sie verlassen? Haben Sie sich das mal gefragt?

      • Dreifachpapi sagt:

        @Ranunkel. Über Burnout offen zu reden finde ich sehr wichtig. Aber ich finde es überheblich und sexistisch, zwischen den Zeilen zu konstatieren, die Mütter hätte eine grösser Belastung als Väter und daran seien irgenwie noch die Männer/die Gesellschaft) schuld. Da ist es was vielen Männer sauer aufstösst.
        Wenn Männer sich beklagen, reagierst Du Ranunkel genau in den alten Mustern, dass Männer sich gefälligst nicht zu beklagen haben. (verletztes Männerego). Schreiben Sie bei einer Alleinerziehende Frau auch „Warum hat ihr Mann sie wohl verlassen?“

  • Tobine sagt:

    Liebe Frau Kuster,

    herzlichen Dank für Ihren Beitrag! Ich denke, Burn Out ist nach wie vor ein mit Vorurteilen beladenes Thema.
    Ich hatte auch ein Burnout, als meine Kinder noch kleiner waren. Ich habe sehr unterschiedliche Reaktionen darauf in Umfeld und Familie erlebt. Von einem Tabuthema, im Sinne, sowas gibt es doch gar nicht, bis vollste Unterstützung war vieles dabei.
    Ich wünsche Ihnen Alles Gute!

  • Toni sagt:

    Ach was, die Männer haben es nicht einfacher als die Frauen! Die moderne Frau beklagt sich halt gerne lang und breit in den Medien. Nur: Getretener Quark wird breit, nicht stark. Ein Kind grossziehen ist halt nicht wie Wellnessen, Shoppen oder Kaffeeklatsch mit euren Freundinnen.

    • Beatrice sagt:

      @Toni,

      auf solche Kommentare wie Ihren hat die Welt wahrnlich gewartet.

      Offensichtlich haben Sie keine Ahnung vom Thema und ich hoffe schwer, dass das Leben Ihnen nie das Bein stellt und Sie sich in einer solchen Situation wiederfinden.

      Es geht schneller als man denkt! Und ja, es gibt halt verschiedene Menschen. Die einen sind zäh und stark und es gibt solche, die sich auch Schwäche eingestehen koennen oder per se eher sensibel sind. Diese sind dann halt eventuell anfälliger, bei andauernder Mehrfachbelastung zusammen zu brechen. DAs hat nichts mit Frau oder Mann zutun. Mein Eindruck ist, dass Männer, die zu Ihren Gefühlen stehen häufiger betroffenn sind.

      Ich rede übrigens auch aus Erfahrung. Mein Vater war betroffen und ich selber auch, als die Kinder noch sehr klein waren.

      • Reincarnation of XY sagt:

        na ja, ich kenne persönlich 2 Männer die ein Burn Out hatten und beide hatte eher keinen Zugang zu ihren Gefühlen – deshalb merkten sie auch die Überlastung nicht, bis es zu spät war.
        in der Therapie mussten sie eben gerade lernen auf sensibler auf ihre Gefühle einzugehen und Grenzen zu setzen.

      • Beatrice sagt:

        @RoXY,

        hm, ja das stimmt wiederum auch wieder… Oder solche, die meinen sehr stark zu sein und sich nicht zugestehen, dass man auch mal schwach sein darf – besonders als mann!

        es gibt wohl alles!

  • Peter Frischknecht sagt:

    Irgendwann ist gut mit Selbstmitleid. Ja, Muttersein ist unglaublich anstrengend. Ja, Mehrfachbelastung ist ein Problem. Aber auch Vatersein ist kein Schleck. Und auch Väter haben Mehrfachbelastungen, haben Beruf und Familie. Nur jammern sie nicht so laut und häufig. Und sie beissen im Schnitt rund 5 Jahre früher ins Gras und werden später pensioniert.

  • Christian Schwegler sagt:

    Der Druck (der Eigene) fängt doch schon dort an unbedingt Kinder zu kriegen weil man sonst das Gefühl hat keine richtige Frau zu sein. Das sind selbstgemachte Luxusprobleme!

    • anika glauser sagt:

      Meine Gedanken gehen in die selbe Richtung: Schon ohne oder mit einem Kind am Anschlag sein, aber unbedingt noch mehr Nachwuchs in die Welt setzen.

  • Sina sagt:

    Das ist ein wichtiges Thema. Und manchmal gibt es Situationen, die fast unmöglich zu lösen sind. Mir wurde geraten, die Kinder 14 Tage in ein Kinderheim zu geben, damit ich mal durchschlafen kann. Da hätte der Staat geholfen, aber ich wollte das nicht. Dennoch: ganz vieles fängt auch bei uns an. Wie wir mit dem Partner um faire gemeinsame Verantwortung diskutieren und „kämpfen“. Es kann nicht sein, dass der Staat unsere Probleme löst, nur weil wir die Väter „schützen“ wollen oder den vielen Pseudoanforderungen an uns genügen wollen. Ich glaube, meine Mutter hatte viel weniger Ansprüche an sich und die Kindererziehung, wie ich selber.

    • Britta sagt:

      Täuschen Sie sich mit der Staatshilfe nicht. Auch dort sind nur Menschen mit unterschiedlichen Charakteren und Schwächen und ihren persönlichen „Einstellungen“. Wenn man Glück hat und man trifft auf Personal das auf etwa gleicher Wellenlänge denkt, kann es gut gehen. Andererseits kann es schlimmer sein als zuvor.

      • Britta sagt:

        Und wenn sie noch so unprofessionell vorgehen und unmündige Jugendliche Betäubungsmittel ohne therapieren konsumieren lassen, handeln sie gar gesetzwidrig.

  • Jennifer Kossow sagt:

    Bravo! Danke für diesen Beitrag, Deine Offenheit und Deinen Mut, Jeanette!

  • CoffeeToffee sagt:

    Es hat nichts mit einem Frauenproblem zu tun. Kann ich nicht belegen, glaube ich aber. Bei uns war mein Mann in einer Erschöpfungsdepression während der Kleinkindphase. Wir sind ein ganz normaler Mittelstandhaushalt mit gesunden kids, guten Freunden und genug Geld. Aber der damals unbefriedigende Arbeitgeber & Kleinkinder kumulierten sich zu dieser Depression.
    Dies würde mir mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht passieren weil ich nicht depressionsgefährdet bin. Da kann noch lange eine (lala/ malena..) schwadronieren man solle könne dies und jenes ändern. Da sag ich nur blablabla

    • Malena sagt:

      @blablabla: Sie dürfen mich gerne falsch verstehen wenn Sie wollen. Ich sage nicht einem Depressiven, er solle doch einfach etwas ändern. Habe genug Depression gesehen in meinem Umfeld um nicht zu wissen, wie hilflos man dann ist. Und dass es mit Veranlagung zu tun hat, unterschiedliche Menschen unterschiedlich stark gefährdet sind. Es geht hier aber nicht darum, was man tun kann, um einer depressiven Mutter zu helfen, sondern was man tun soll, um Mütter-Depressionen zu verhindern. Und klar denke ich, dass man in vielen Fällen etwas tun kann, um das Risiko zu vermindern (nicht auszuschliessen!), wie beim andern Burnouts auch: auf den Ebenen Belastung, Einstellung, Umfeld. Verständnis und Betroffenheit soll man der erkrankten Person entgegenbringen, das Problem für andere löst das nicht.

      • Carolina sagt:

        Schliesse mich Ihnen vollumfänglich an, Malena. Ich bin wahrscheinlich in dieser Nennung untergegangen……

    • Sportpapi sagt:

      Das Problem ist halt, dass es als Frauen- und Mütterproblem präsentiert wurde.
      Dennoch bleibt es dabei, egal ob Frau oder Mann: Natürlich kann man dies oder jenes ändern, damit aus der Veranlagung keine Krankheit wird. Bzw. letztlich auch, um möglichst dauerhaft herauszukommen. Es ist höchstproblematisch, wenn die Situation als unveränderlich und vollständig von den eigenen Genen und von äusserlichen Einflüssen gesteuert wahrgenommen wird!

      • Carolina sagt:

        Dann bring doch endlich mal einen Vorschlag, wie das zu geschehen hat, SP, statt ständig vage düstere Andeutungen zu machen! Wie genau bereitet sich denn der individuelle Mensch darauf vor, dass ihm alles mal zuviel werden könnte? Wer hilft ihm dabei bzw tritt rechtzeitig als Mentor auf?
        Ist es nicht völlig normal, dass wir nun mal unsere Leben leben, so gut es geht, gute/schlechte Entscheidungen treffen etc, aber dabei das auf-mich-achten eher zu kurz kommt? Wenn dann noch dazu kommt, dass sich Menschen (gerne mal Frauen) die Ansprüche der halben Welt auf die Schulter laden, was dann? Vorgeschriebene Psychotherapie mit 18? Burnout ist ’nur‘ ein Schlagwort für etwas, das Menschen immer schon hatten: Ueberforderung. Und eine Haltungsänderung ist das Schwierigste überhaupt.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Mal auf den eigenen Partner hören wäre das erste. Und entsprechende Ratschläge auch auf den einschlägigen Diskussionsforen, statt die Forderung, die Gesellschaft müsste mehr unterstützen.

      • tina sagt:

        auch ich habe nun mehrfach hinweise gebracht, dass das problem sehr wohl auch männer betrifft (und sogar kinder, wie dein hinweis auf einen artikel zeigte). nur ist eben der umgang damit anders. dass männer tendenziell nicht dazu neigen ein problem anzugehen, sich eingestehen, hilfe suchen, macht es kaum besser.
        wenn jemand in eine klinik geht, sieht er das problem meiner ansicht nach eher als eines an, das man ändern kann, als jemand, der nicht einmal das problem auf den tisch legt

      • tina sagt:

        übrigens denke ich auch, dass ein hauptproblem ist bei depression und burnout, dass man das gefühl hat, nichts machen zu können, da stimme ich dir zu sportpapi. es anzupacken klappt dann einfach nicht. jemand erklärte mir mal, bei depressiven sei es eben so, dass sie nicht wollen können. man kann nicht wollen müssen. also klappt das mit dem rat des partners wenns mal so weit ist eben auch nicht. es macht es nur schlimmer. ich glaube tatsächlich das muss umgekehrt sein: der partner muss den, der sich tendenziell übernimmt, unterstützen, statt einfach weniger zu machen und dem anderen vorzuhalten, er stresse sich selber.

      • tina sagt:

        und übrigens passiert es gerade männern, dass sie bis zum burnout aus der bahn werfen kann, wenn mehrere faktoren wie neue arbeitsstelle, wohnortwechsel, vater werden, zusammen kommen. es hat also nicht mal etwas mit zuviel stress im sinne von wirklichen tätigkeiten zutun, sondern es ist stress im sinne von psyche überfordert

      • Jeanette Kuster sagt:

        @tina, eine gute Anmerkung. Mir hat man es übrigens so erklärt: Bei der klassischen Depression WOLLEN die Betroffenen nicht (sie können nicht mehr „wollen“). Bei der chronischen Erschöpfungsdepression / Burn-out wollen die Betroffenen durchaus, KÖNNEN aber nicht mehr.

      • Carolina sagt:

        Ja, das sehe ich genauso, JK und tina. Das wirklich allerletzte, was mein Mann während seines burnouts wollte, war, auf mich zu hören! Am Anfang sehr hart für mich, aber heute in der Nachschau weiss ich, dass er sich in diesem Zwischenbereich befand, in dem seine bisherige Welt wie ein Kartenhaus am Einstürzen war, er sich das aber noch nicht eingestehen konnte – da war jede Ursachenforschung von meiner Seite unerwünscht und sogar schädlich. Später hat er mal gesagt (und später habe ich dann immer mehr Menschen kennengelernt, denen es genau gleich ging), dass er alle Ressourcen damals brauchte, um mit sich selber noch klar zu kommen – er hatte einfach keine Kraft für uns aussen.
        Das passiert übrigens besonders gern bei sehr analytischen, genauen und gehirngesteuerten Menschen!

  • Anh Toàn sagt:

    „So ging ich irgendwann trotzdem in eine Klinik und traf dort zu meiner Überraschung nicht auf männliche CEOs, sondern auf ganz viele Frauen – und gleich mehrere Mütter.“

    Wie viele Prozent der Frauen mit Burn Out waren den Mütter? War der Prozentsatz überdurchschnittlich zur gesamten Gesellschaft höher, gleich oder gar tiefer?

    Könnte es sich nicht auch um ein Frauenproblem handeln? Darum, dass Frauen sich stärker verpflichtet fühlen, sämtliche Ansprüche an sie zu erfüllen und sich fehlerhaft zu fühlen, wenn ihnen dies nach ihren, ich meine häufig sogar selber gesetzten, Ansprüchen nicht gelingt? Gehen Männer mit ihren „Fehlern“ gelassener um. Eben nachlässiger, unverantwortlich sich nicht bemühend, perfekt zu sein?

    Ist es ein Mütterproblem oder ein Frauenproblem?

    • Anh Toàn sagt:

      „Verschiebe nichts auf morgen, was Du genauso gut auf Übermorgen verschieben kannst“, stammt wohl von einem Mann.

    • tina sagt:

      ist es nicht selbsterklärend, dass es einen am allermeisten belastet, wenn man das gefühl hat, man wird den ansprüchen der eigenen kinder (neben allen anderen dingen) nicht gerecht?
      im tagi gibt ein dossier über depressive männer. männer neigen eher als frauen dazu, nicht zum arzt zu gehen und erst recht nicht zu psychologen, wenn sie leiden.
      daher kann es sein, dass es kein frauenproblem ist, aber frauen eher als männer hilfe in anspruch nehmen

    • Marcel Zufferey sagt:

      Ich denke, dass Frauen generell zu einer Art Über-Selbstreflexion neigen. Bei Männern tendiert es genau in die umgekehrte Richtung. In der Mitte liegt wahrscheinlich das vernünftige Mass. Zudem glaube ich, dass Männer im Schnitt resilienter sind, als Frauen- und zwar über sämtliche Lebensbereiche hinweg betrachtet. Seinen Niederschlag findet das u. a. auch im Zusammenhang mit Haushalt, Kindererziehung und Beruf. Statistiken, welche auflisten, welches Geschlecht in welcher Haushaltsform und wievielen Kindern jeweils mehr Zeit mit Tätigkeiten verschiedenster Art verbringt, sind dafür meiner Ansicht nach ein untrüglicher Indikator, ganz speziell im Zusammenhang mit alleinerziehenden Müttern und Vätern.

    • Lara Li sagt:

      Ich glaube es ist mehr ein Problem für Mütter und zwar gar nicht wegen den eigenen Ansprüchen- sondern weil die ganze Gesellschaft denkt mitreden zu können. Das fangt im Bus an: Baby schreit und irgendeine wildfremde Person glaubt zu wissen, was meinem Kind fehlt, und stresst einfach noch zusätzlich. Ich arbeite lang und höre was für eine Rabenmutter ich sei- mein Mann arbeitet lang und hört wie wichtig doch das Einkommen für die Familie ist und dann muss die Frau nicht mehr solang arbeiten- ob ich arbeiten will oder nicht (und schneller als mit einer Kündigung kann man mich nicht in eine Depression schicken) interessiert wieder niemanden. Ist also ein gesellschaftliches Problem!

  • Anne sagt:

    An alle Kommentatoren, welche meinen, gute Ratschläge zu geben: Ich hoffe, ihr findet Euch nie in dieser Lage wieder. Wie fest habe ich mir gewünscht, meine Anforderungen an mich selbst, besser regulieren zu können. Ich hätte mir gewünscht, dass man versteht, dass ein „Wellnesswochenende“ nicht reicht, um diese bodenlose Erschöpfung loszuwerden, dass einem diese eine Aufforderung zum Elterngespräch (wasauchimmer) zur Verzweiflung bringen kann. Dass die Erschöpfung sich nicht nur aus Aufgaben nährt, sondern auch aus emotional belastenden Situationen und Schicksalsschlägen. Dass das Fass dann halt einfach mal so voll ist, dass man nicht mehr kann. wirklich, nicht, mehr, kann. Depression ist keine Willenssache.

    • Britta sagt:

      Und wenn man kein Depressionstyp ist dann geht man rüber in Psychose und träumt. Um dem gerade laufenden Alptraum zu entfliehen.

    • Lala sagt:

      Da haben Sie sehr recht. Es ist jedoch kein Frauen/Mütterproblem, sondern ein menschliches. Jeder Mensch hat Grenzen und muss er permanent über diese hinaus funktionieren, knallts irgend wann. Das passiert jedoch auch Männern und Vätern.

      • tina sagt:

        es knallt selbst wenn man nicht über grenzen geht. gerade las ich im tagi dossier dass jeder 5. deutsche EINMAL jährlich eine phase mit psychischen schwierigkeiten (es war drastischer benannt) habe!

      • tina sagt:

        Denn zumindest von psychischen Störungen insgesamt sind Männer nahezu gleich häufig betroffen: Das Robert-Koch-Institut fand bei einer repräsentativen Untersuchung von mehr als 5000 Probanden heraus, dass rund ein Drittel der Deutschen mindestens einmal im Jahr an einer psychischen Störung leiden. 36 Prozent der Frauen, 31 Prozent der Männer. Experten schätzen, dass die Dunkelziffer von therapiebedürftigen, aber nie therapierten Männern darunter riesig ist: 60 bis 90 Prozent.
        https://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Der-Mann-und-sein-verdammter-Stolz/story/20192335

      • tina sagt:

        also dass das nochmals betont ist: es ist nicht jeder 5., es ist jeder DRITTE, der EINMAL IM JAHR eine psychische störung hat.
        das ist auch jeder 3. hier unter den kommentarschreibenden!
        jeder 3. von euren bekannten, nachbarn, freunden. jeder 3., der euch auf der strasse entgegenkommt. in einem stau entweder der vor euch, der hinter euch oder ihr selber. jeder 3. von euren mitarbeitern. und von den eltern der mitschüler eurer kinder… egal ob männlich oder weiblich

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Die Statistik ist natürlich ein Witz. Aber ansonsten spricht der Artikel doch einiges Bemerkenswertes an.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Jeder Dritte soll also einmal pro Jahr eine psychische Störung haben. Was genau wird denn alles unter einer psychischen Störung verstanden? Hier wird doch Schindluder mit den Begrifflichkeiten betrieben! Zumindest werden mit solch vagen Formulierungen ernsthafte psychische Erkrankungen banalisiert. Bedenklicher finde ich hingegen, dass mittlerweile jeder zehnte Schweizer Beruhigungsmittel einnimmt. Da läuft etwas schief, was schon fast epidemische Ausmasse hat..!

      • Muttis Liebling sagt:

        Was genau eine psychische Störung ist, definiert ein Katalog namens DSM 5. Wobei Störung eben nicht Krankheit bedeutet. Im Gegenteil, das Gros der 559 beschriebenen Störungen hat keinen Krankheitswert. Wie z.B. all das, was in diesem Blog thematisiert wird.

        Burn out (selbst keine Krankheit) kann sehr selten Symptom einer Krankheit sein, ob nun Depression, Angststörung oder sonstige Phobie. Meist ist es aber nur eine belanglose Befindlichkeitsstörung.

        Wenn man den gezielt eingesetzten Alkohol mit einbezieht, nehmen mindestens die Hälfte aller Erwachsenen in der zivilisierten Welt regelmässig sedierende Substanzen ein. Da ist erst einmal nichts Auffälliges oder Bemerkenswertes dabei.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Nun, Beruhigungsmittel, Sedativa, konkret: Benzodiazepine, Anti-Depressiva, etc., sind jetzt nicht gerade harmlos.

        Was DSM und ICD anbelangt: Störung ist nicht gleich Krankheit, das habe ich eben vermutet. Aber da man ja heute dazu neigt, fast alles, was psychologisch von der Norm (welcher?) abweicht, sofort zu pathologisieren, verwundert mich diese Formulierung auch nicht. Damit wird etwas völlig Falsches suggeriert.

        Ist ein Burn out nicht vielmehr eine Sammelbezeichnung für verschiedenste, gleichzeitig auftretende Symptome?

      • tina sagt:

        sportpapi und MZ: ich denke, man sollte es einfach so auffassen, wie ML es bezeichnet. es ist nichts auffälliges oder bemerkenswertes, es ist halt einfach so. ihr seid männer, ihr neigt vermutlich halt einfach dazu, das unter den tisch zu wischen, während frauen – wie von MZ bemerkt – dazu neigen, es zu schwer zunehmen.
        wenn das so ist, mit den beruhigungsmitteln, MZ, denkst du dann, dass eher mehr leute leiden als medikamente nehmen oder umgekehrt? eben

      • tina sagt:

        tatsache ist halt einfach, dass es offenbar viele gibt, denen es nicht durchgehend blendend geht, und das wiederum sollte einen ja gar nicht so wahnsinnig erstaunen.
        dass es menschen gibt, die 100% arbeiten, marathons laufen und daruf trainieren, allein ihre kinder grossziehen und erstnoch alimente an die exfrau zahlen, während andere sich um ein kind kümmern, nicht erwerbstätig sind, einen partner haben, und sich an der nase nehmen müssen um ansprüche runterzuschrauben damit es ihnen gut geht zeigt nur, dass die bandbreite gross ist.
        kann man ernst nehmen, kann man belächeln. aber das belächeln macht wohl einfach nichts einfacher für jene, die mehr am alltag zu beissen haben

      • Muttis Liebling sagt:

        In der letzten 10 Jahren der Sowjetunion wurde Dissidenten bevorzugt in der Langzeitpsychiatrie entsorgt, was im Westen besorgt kommentiert wurde. Wenn Sie umgekehrt einen heutigen russischen Psychiater in eine CH- Einrichtung leitend anstellen, wird der am ersten Arbeitstag 50% der Patienten entlassen. Ein Deutscher würde vielleicht 30% nach Hause schicken.

        Diese sind nach üblichen Kriterien nämlich Sozial- keine Psychiatriefälle. In der Schweiz neigt man dazu, Dissozialität über das Mass zu pathologisieren.

        So ist das auch mit Burn out. Der Begriff stammt aus der Umgangssprache, im DSM gibt es den nicht. Die Krankenkassen akzeptieren den auch nicht als Diagnose. Nur hinter einem sehr kleinen Teil stecken tatsächlich Kranke, wie ich oben schon erwähnte.

      • aquila chrysaetos sagt:

        @ ML: Täglich grüsst das Murmeltier. Was Sie hier schön offenbaren ist ein Teil der Problematik. Wenn schon Mediziner (?) diese Thematik als Befindlichkeitsstörung ab tun kommt man natürlich aus Patientensicht nicht weiter. Dem Patienten ist whs egal, ob sein Problem im ICD so beschrieben ist, dass auch ein ML es verstehen kann. Die Autorin hat immerhin einen Klinikaufenthalt u. Arbeitsausfall hinter sich – also eine relevante Beeinträchtigung ihrer Gesundheit. Es wäre ja interessant zu wissen, warum Sie psychische Erkrankungen wie Depressionen hier im Blog lächerlich machen und negieren. Jeder der ein wenig was von der Sache versteht weiss dass hinter einem „Burn out“ eine Depression steckt – eine relevante Erkrankung die mit wenig Lesekenntnissen auch im ICD oder DSM zu finden ist.

      • Carolina sagt:

        AC: sehr richtig! Danke dafür……

  • Reiner Zufall sagt:

    Mehrfachbelastung der Mütter? Mir kommen echt die Tränen. Bin alleinerziehender Vater, der seit Jahren drei Kinder grosszieht bzw. grossgezogen hat, 100% arbeitet, alles alleine erledigt ohne Haushaltshilfe oder Putzfrau, der Ex noch Unterhalt zahlen darf, im Gegenzug keinerlei Kinderunterhalt erhält, „nebenbei“ seit 15 Jahren Marathon läuft und trainiert, ein beanspruchendes (aber auch erfüllendes) soziales Umfeld hat, eine Partnerschaft pflegt und weiteres. Richtig erkannt: eigentlich hat mein Tag 30 Stunden.
    Na und? Ich wollte es so und bin entsprechend organisiert. Von Burn out oder Gejammere bin ich weit entfernt.

    • Klärli Benz sagt:

      Anscheinend geht es vielen Müttern und Vätern nicht so gut. Was nützt es da, denen „Gejammer“ vorzuwerfen oder aufzuzählen, was man alles selber mit links meistert? Heisst das, das wenn eine/r viel erträgt, das alle anderen auch müssen? Ich glaube, es muss sich etwas ändern. Eltern müssen stärker unterstützt werden. Es sollte nicht so sein, dass Elternschafft nicht nur das Armutsrisiko sondern auch die Gefahr, an einer Depression zu erkranken, erhöht.

    • tststs sagt:

      Für das, dass Sie „von…Gejammere…weit entfernt“ sind, jammern Sie ziemlich über diese Loser ab…

    • Alfons Schwarzer sagt:

      Lieber Herr Zufall

      Wenn Sie die Kinder alleine betreuen, diese das aufgrund ihres Alters noch brauchen, es sich um gemeinsame Kinder mit Ihrer Ex handelt, die Ex also vom Alter her gut arbeiten könnte und Sie Ihrer Ex trotzdem noch Unterhalt zahlen müssen sind Sie a.) so vermögend, dass Sie nicht arbeiten müssen oder b.) wohnen nicht in der Schweiz oder haben sich c.) freiwillig zu Unterhaltszahlungen verpflichtet.

      • Dreifachpapi sagt:

        @ Schwarzer. Oh, da täuschen Sie sich aber! Männer müssen oft noch Unterhalt bezahlen, obwohl Sie die Kinder voll betreuen. Das sind die stossenden Gerichtsurteile, die heute noch ausgesprochen werden. Beispiel: Frau wird nach Trennung „plötzlich krank“. Oder Frau arbeitet zwar 100% als selbständige Coiffeuse, generiert aber gemäss Steuererklärung sonderbarerweise kein Einkommen. Solche Auffälligkeiten stören Gerichte oft nicht.

      • Reiner Zufall sagt:

        Herr Schwarzer. Da täuschen Sie sich, Ich bin nicht vermögend und arbeite 100%, wie oben geschrieben. Und ich wohne in der CH. Trotzdem darf ich mit gerichtlichem Segen meiner Exfrau Unterhalt zahlen, weil diese sich mit immerwährenden ärztlichen Bescheinigungen weigert zu arbeiten und Kinderunterhalt zu zahlen. Freiwillig würde ich ihr keinen Rappen zahlen, darauf können Sie Gift nehmen.

    • tina sagt:

      hihi die antwort liegt aber nahe, nicht?
      „reiner zufall“ 🙂 dass es dich nicht umgehauen hat meine ich. reiner zufall, dass du die konstitution zu haben scheinst :). nenn es glück, sei dir dessen bewusst und sei doch einfach froh, sehr sehr sehr sehr froh. mir geht es auch so und ich weiss es extrem zu schätzen, was mir alles erspart bleibt

    • Michelle sagt:

      Gratulation! Und alle, die nicht so belastbar und fähig sind wie sie, dürfen sich nun als Versager fühlen. Ein wenig hilfreicher Kommentar für eine ernsthafte Sache.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Wenn das tatsächlich alles stimmt, sollten gerade Sie nachvollziehen können, dass es zuviel werden kann. Bei manchen reicht schon der normale Alltag, bei anderen kommt vielleicht noch eine Krankheit dazu, ein persönlicher Verlust, die Trennung – und es geht plötzlich nicht mehr. Die Grenze liegt bei jedem woanders. Genau dieses „sich darüber lustig machen“ sorgt dafür, dass viele sich nicht trauen, über ihre Überforderung zu reden.

      • Reiner Zufall sagt:

        @Kuster. Ich mache mich nicht lustig über die Probleme anderer. Ich kann nur nicht verstehen, dass man/frau sein/ihr Leben nicht in die eigene Hand nimmt, sondern sich in eine Depression flüchtet. Meine Trennung und Scheidung war überaus schwierig. Die Kinder wollten immer zu mir, was aber durch die KESB blockiert wurde, bis das Gericht dem einen Riegel vorschob. In dieser Zeit musste ich mich bewusst entscheiden, ob ich untergehen will oder trotz aller Widrigkeiten die Chancen, die da sind, zu ergreifen und sie zu nutzen. Sich ständig zu beklagen und bemitleiden zu lassen, hilft nicht weiter.

      • tina sagt:

        kannst du dir nicht vorstellen, dass es viele leute einfach nicht hinbekommen sondern schaden nehmen an dem, was du halt hinbekommen hast oder auch weniger massivem stress? vielleicht ist es sogar ein punkt, dass dieser diffuse stress den leuten mehr an die substanz geht, als handfeste, happige probleme, die jeder von aussen auch als solche anerkennt

      • Reiner Zufall sagt:

        @tina. Das kann ich mir durchaus vorstellen. Mich stört die Schlussaussage des Artikels: „Ja, das Burn-out ist genauso Mama- wie Manager-Krankheit. Es ist höchste Zeit, das wahrzunehmen und als Gesellschaft nach Wegen zu suchen, wie man die Mütter entlasten kann.“ Hier wird so getan, als sei es ein Privileg der Mütter und der Manager, ein Burn out zu entwickeln. Ich empfehle die Lektüre der ICD-10-Definition eines Burn out (Z-73: Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung). Das sagt schon alles. Das Leben wird in erster Linie mit den eigenen Händen bewältigt und nicht dadurch, dass die Gesellschaft Wege suchen muss, Mütter zu entlasten. Was müssen meine Grosseltern gestresst gewesen sein in den Nachkriegsjahren mit Arbeit an 6-7 Tagen pro Woche und 11 (!) Kindern.

      • tina sagt:

        leute, die ihr burnout oder ihre depression wie ein privileg darstellen gehen mir auch brutal auf den geist, aber ich halte es eigentlich für eine not-reaktion. so im sinne von „für irgendwas muss es doch gut sein“ oder eine art versuch, irgendwas positives reinzuinterpretieren. ich glaube, das sagen auch therpeuten den patienten manchmal so ungefähr….
        ja klar, ich sage mir doch auch, meine güte, wir hier in disneyland, was haben wir schon zu jammern. kann man noch oft sagen, hilft aber nichts, wenn die leute so offensichtlich leiden.
        könnte das nicht sein, mit den handfesten und diffusen problemen, was ich antönte?

    • Aletheia sagt:

      OMG! genau solche vermeintlichen „übermenschen“ sind das übel. selbstdargestellte supermenschen. aber wie ist die realität: kann man mit soviel anderen engagements überhaupt „richtig“ kinder erziehen und für sie da sein. oder sind die nur anwesend und mithelfer im egoplan des vaters. eingeschüchtert zu bequemen vorzeige kinder – mundtod gemacht und zu funktionierenden umerzogen! … solche selbsternannten supermenschen, brauchen meistens ihre ganze energie zum aufrechterhalten einer perfekten fassade. dieser kommentar hier zeigt null mitgefühl für schwächere – eine tugend, welche es meiner meinung nach braucht um kinder glücklich grosszuziehen. so bleibt nur noch zu hoffen, dass dieser selbstdargestellte supervater und arbeitstier ist wie sein name: reiner zufall!

      • Reiner Zufall sagt:

        Nix Supervater und so. Meine Kinder sind wohlerzogen und haben eigene Ansichten, die sie auch vertreten. Wir spannen überall zusammen. Ich nehme alle nötigen Termine für die Kids wahr und kümmere mich auch sonst. Wir sind einfach bestens strukturiert, was angesichts der Lebenssituation auch dringend geboten scheint. Und es klappt seit Jahren wunderbar. Die Kinder gehören zu den Besten in Schule und Ausbildung und das ohne Druck von irgendeiner Seite. Alles eine Frage der Organisation und der Prioritäten. Ich könnte natürlich auch alles vernachlässigen und mich tatenlos auf das Sofa setzen und jammern. Damit ist aber niemandem geholfen und die Chancen, die das Leben so bietet, ziehen ungenutzt an einem vorbei.
        Das hat mit Selbstdarstellung nichts tun.

  • Susan Ottiker sagt:

    Das fängt ja schon an bei ganz simpler Grippe: der Arzt schreibt Dich krank – aber nur fürs Büro. Zuhause musst Du trotzdem die Kinder betreuen und bekochen, wenn Du keine Oma oder keinen Ehemann hast, der per sofort und für mehrere Tage einspringen kann…

    • Niklas Meier sagt:

      Man kann auch beim Roten Kreuz eine Hilfe ordern. Die kommen sehr schnell und werden von der Krankenkasse bezahlt.
      Die kann man auch stundenweise buchen um mal eine Auszeit zu haben. Wird auch von der Krankenkasse übernommen.

      • Zwillingsmutter sagt:

        Meine KK (Zusatzversicherung!!) zahlt an max. 30 Tagen 1 Stunde Haushaltshilfe (Spitex, rotes Kreuz), wenn ich 100% krankgeschrieben bin. Ich stecke die Kinder jeweils für die restlichen Stunden in die Tiefkühltruhe.

    • Sila sagt:

      Meine KK zahlt nix ans rote Kreuz. Das rote Kreuz kostet bei uns 10-35 Fr/h. Finde ich ja an sich in Ordnung… aber das kann doch ganz schön ins Geld gehen. Trotzdem geniales Angebot – als ich mit 2. Kind schwanger grippekrank war, habe ich das mal genutzt und war extrem froh.

  • tststs sagt:

    Achach, sind wir heute wieder eine Ausgeburt an Empathie….

    • tststs sagt:

      Wann verstehen die Menschen endlich, dass sie nicht sich selber als Referenzpunkt nehmen dürfen?
      Nicht alle Menschen gehen gleich mit Stresssituationen um (resp. können gleich damit umgehen). Zeigt doch mal ein wenig Einfühlungsvermögen!

      • Röschu sagt:

        Und nur weil einige schlechter mit Stress-Situationen umgehen als andere, sollen ALLE (‚die Gesellschaft‘) zur Hilfe verpflichtet werden? Nein, das sehe ich anders. Zumal ja die Stress-Situationen oft (nicht immer!) selbstverschuldet sind.

      • tststs sagt:

        Es nennt sich Solidarität…
        Und ja, selbstverständlich kann man sagen: geht mich nix an.

        Schauen Sie Röschu, es geht genau um das, irgendwann werden Sie vllt in eine Situation kommen, wo jemand anderes sagt: selber schuld/vermeidbar/sei nicht so eine Memme!

        Und dann werden Sie dankbar sein, dass nicht diese Person die Deutungshoheit darüber hat, ob und wie Ihnen Hilfe zusteht…

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Was sagt Ihnen denn Ihr Einfühlungsvermögen zum heutigen Artikel? Und warum können Sie sich nicht einfühlen, warum so viele sich heute zumindest leicht ärgern?

  • Malena sagt:

    Geht es darum, etwas zu ändern, oder um die Bewirtschaftung eines Problems? Wenn es um eine tatsächliche Veränderung geht, können Frauen sehr viel selber tun, angefangen von der Partnerwahl, gemeinsame und vorausschauende Abmachung der Aufgabenteilung mit dem Partner, Jobwechsel, Pensenreduktion, Übernahme der Haupternährerrolle je nachdem was weniger stressig ist, Abgrenzung gegenüber Erwartung von andern, Herunterschrauben der eigenen (perfektionistischen) Ansprüche. Die Staat oder die Gesellschaft können vielleicht die Rahmenbedingungen verbessern, ich würde aber keiner Frau empfehlen darauf zu warten.

    • Britta sagt:

      Es ist alles situationsbedingt und individuell. Leichter gesagt als getan. Geschweige von Abhängigleiten im System. Man ist nicht frei.

      • Britta sagt:

        Und Emotionen hat man auch noch welche. Wie auch immer es auch ausserirdisch klingen mag.

      • Malena sagt:

        Ja, leichter gesagt als getan. Aber wenigstens kann ich aktiv etwas tun. Ich kann meine Freiheitsgrade ausnützen. Wenn ich Veränderung nur vom System, vom Arbeitgeber oder vom Partner verlange, ist das auch leichter gesagt als getan. Und ich selbst bleibe passiv und abhängig. Die Opferrolle kann bequem sein, macht mich aber erst recht unfrei.

      • Sportpapi sagt:

        Doch, man ist da eigentlich sehr frei.

    • tststs sagt:

      Einfach mal Haus, Mann, Job und Kinder austauschen… Securo, alles gar kein Problem, findet sich ja alles an der nächsten Strassenecke…

      Ich verstehe Sie ja, Malena, ein bisschen mer VORsicht und man hätte weniger NACHsehen, aber wo die Liebe/Hormone halt hin will…

      • Malena sagt:

        Nein, eben nicht Haus, Mann, Job und Kinder austauschen. Die sind nämlich nicht Schuld. Besser mal die Einstellung überprüfen.

        „Aber wo die Liebe/Hormone halt hin will…“ – finden Sie echt, frau soll sich bei der Wahl des Vaters ihrer Kinder ruhig ihren Hormonen hingeben, und dann 5 Jahre später versuchen, ihren Macho umzuerziehen, oder ewig mit dem „System“ hadern? Würden Sie das Ihrer Tochter empfehlen?

      • tststs sagt:

        Ach wissen Sie, Malena, ich gehöre halt auch zu den Menschen, die schon die eine oder andere Fehlentscheidung getroffen haben, teilweise sogar „wider besseren Wissens“.

        Dementsprechend: Ja, auch ich würde meinen Kindern einbläuen: VORsicht ist besser als Nachsicht.
        ABER, wenn sie dann halt doch mal „falsch“ gehandelt habe, dann bin ich trotzdem für sie da, zeige Mitgefühl und übergiesse sie mit Häme… (nicht, dass Sie dies machen würden, dafür sorgen heute hierdrin andere….)

      • Sportpapi sagt:

        @malena: Wie immer: Sehr richtig!

      • tststs sagt:

        …übergiesse sie NICHT mit Häme… NICHT!!!
        😉

    • Britta sagt:

      Ich erwarte tatsächlich, dass einer für eingenommenes Geld im System auch die dafür bezahlte Aufgabe ernst nimmt und ausfüllt. Und wenn das einer nicht kann ist er fehl am Platz. Sie wissen wie das mit dem Preis/Leistungsverhältnis ist. Wo es nicht stimmt kann es kaum auf die Dauer gut gehen. Egal jetzt Einstellung.

  • JD sagt:

    Ich verstehe diese Gejammere wirklich nicht. Ja, die Eltern, welche ums „Überleben“ kämpfen sind wirklich arm dran. Alle anderen beschweren sich auf hohem Niveau. Hast du zu viel zu tun, optimiere und reduziere es. Wen man/frau viel besitzen möchte, muss er/sie krampfen. Aber jammere bitte danach nicht. Alles wollen, es nicht schaffen und dann die Gesellschaft, Politik, Ehemänner beschuldigen. Leck mich ist das Leben leicht. Die meisten Frauen, die sich hier angesprochen fühlen, erhalten diese Strukturen doch selbst, indem Sie von „perfekter Müttern“, „nichtsnützigem, schlafendem Vater“ berichten. Erzieht doch einfach die nächste Generation ohne dieses schwarz-weiss denken, damit könnt ihr Einfluss auf die Welt nehmen, nicht mit gejammere.

  • Klärli Benz sagt:

    Ich weiss nicht, wie es in Paarbeziehungen ist. Ich kenne nur die Sicht der Alleinerziehenden und diese Situation war über Jahre sehr belastend: Tagsüber Erwerbsarbeit, Morgens, Abends und am Wochenende Kind und Haushalt. Nachts Weiterbildung/Lernen. Und trotzdem an der Armutsgrenze. Nach einer Operation zu Hause mit Kind verwahrlost… Ich erhielt die Diagnose Erschöpfungsdepression und habe unter Medikamenten weitergemacht, um Weiterbildung abschliessen zu können und Job nicht zu verlieren.

  • Rabenmutter sagt:

    An alle Kommentatoren: Zum Verständnis – Frau Kuster sagt nicht, dass Mütter mehr gefährdet sind, weil sie Frauen sind. Sondern wegen der tatsächlich existierenden Mehrfachbelastung. Hier geht es nicht nur um Job & Kinder, sondern um viele weitere Faktoren: Schlecht bezahlter Job, wenig bis gar keine Anerkennung, weder im Job, noch in der Familie, zusätzliche Aufgaben wie bspw. die Betreuung der eigenen Eltern, klitzekleine Aufgaben im Alltag, die einem niemand abnimmt (Kindergeburtstage, Arztbesuche, finanzielle Engpässe umgehen, Kids fahren, Ferien organisieren. Das sind alles keine grossen Sachen, aber kumuliert eben doch. Wenn man sie alleine machen muss. Und das ist nunmal ein Fakt. Die Väter, die dieser Mehrfachbelastung ausgesetzt sind, erleiden auch burnout-gefährdet, keine Frage!

    • Lala sagt:

      Genau das ist doch das Problem, lernt nein zu sagen. Wir alle haben nur 24 h zur Verfügung. Leider meinen Mütter oft sie müssten neben dem Haushalt und dem Job auch noch die besten Kindergeburtstage, grössten Torten, 5Gangmenue für den Besuch hinkriegen.
      Nein braucht es nicht. Die Kinder sind auch mit einem banalen Kuchen zufrieden, es darf auch Mal Tischgrill oder Pizza sein für Besuch usw. Hört auf euch ständig gegenseitig übertrumpfen zu wollen. Es gibt trotzdem keinen Titel als Supermom 2018.
      Ich habe 5 Kids und vor langer Zeit beschlossen da nicht mit zumachen. Diese Energie investiere ich lieber in mich und meine Paarbeziehung. Davon profitieren alle. Und unsere Kids sind trotzdem gut durch die Kindheit gekommen.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Liebe Lala, von all den Frauen, die ich in der Klinik getroffen habe, gehörte keine zu der von ihnen beschriebenen Sorte. Man kann auch ohne solche Auswüchse in ein Burnout schlittern.

      • Rabenmutter sagt:

        Liebe Lala, du kannst mir glauben, dass ich keine Ambitionen für Supermom habe und Perfektionismus für mich ein Fremdwort ist 😉 Ich bin die mit den Tiefkühlpizzas und dem gekauften Cake, mein Mann kocht, wenn wir Besuch haben und ich schaue, dass mein Leben simpel bleibt. Aber es gibt Sachen, die lassen sich nicht simplifizieren: Arztbesuche, Entscheidungen, finanzielle Sorgen undundund. Mein Mann tut auch, was er kann, arbeitet aber mehr als ich. Deshalb verstehe ich jede Mutter, die ausbrennt, ich war selber schon ein paar Mal kurz davor.

      • Lala sagt:

        Liebe Jeanette Kuster
        Zu einem Burnout/Erschöpfungsdepression kommt es wenn die Ausgewogenheit von Ruhe- und Erholungszeit nicht mit der Belastung übereinstimmt. Ich sage keinesfalls, liebe Frauen, selber schuld. Trotzdem muss in einer solchen Situation hingeschaut werden, warum das passiert. Leider sagen Frauen zu wenig oft klar was sie wollen. Und als berufstätige und engagierte Mutter hat man oft noch den fiesen Begleiter des schlechten Gewissens. Ich beobachte im Umfeld oft das dies dann kompensiert wird mit, alles muss perfekt sein. Das geht schlichtweg nicht. Und die meisten beruflich engagierten Mütter haben Partner die einen „noch wichtigeren Job/Karriere“ haben. Also stehen die Frauen zurück. Aber Frauen müssen lernen sich abzugrenzen.

      • Lala sagt:

        2
        Manchmal steht man dann halt vor der schwierigen Frage Räbeliechtliumzug oder Sitzung. Frauen versuchen oft das irgendwie beides hin zu kriegen. Männer sagen sich ev. eher die Sitzung ist wichtiger. Als Frau fühlt man sich dan verantworlich. Dafür können wir nicht den Männern und nicht der Gesellschaft Schuld geben. Das Problem kann nicht zur Zufriedenheit aller gelöst werden. Sitzung verpassen oder denn Umzug oder vom Partner einfordern, dass er dies abdeckt.
        Das war nur ein kleines Beispiel, aber Frauen würden sich besser gegenseitig mehr unterstützen im abgrenzen und weniger in dem sich dann alle wieder einig sind das die Männer und oder die Gesellschaft schuld hat.
        Und die Belastung der Männer ist mindestens genau so gestiegen, wie bei uns Frauen.

      • Lala sagt:

        @Rabenmutter
        Ich glaube dir das gerne
        Und doch, wer hat Schuld? Jede Familie muss doch ein Modell finden, welches für sie funktioniert. Die Männer, die Gesellschaft? Wie soll die Gesellschaft hier helfen?
        Sollen wir die Arztbesuche in die Schule auslagern, alle Theater, Räbeliechtliumzüge etc. abschaffen, damit sie uns nicht mehr belasten?
        Unterstützung braucht es bei den working poor, alle anderen können an ihren Rahmenbedingungen Dinge ändern. Auch ich komme manchmal an Grenzen, dann müssen diese angesprochen werden.

  • Britta sagt:

    Wenn dazu (als alleinerziehend) noch bei Kinder oder Kind Sucht aufkommt und von allen Seiten Geldforderungen und keiner hilft und alle wollen nur Geld dann kann man sich grad aufhängen. Dann liegt man zitternd im Bett, hat Angst wegen jedem Schatten, jemand ist noch im Zimmer, man hat Angst Licht einzuschalten und morgen geht man als lebendige Leiche zur Arbeit. Toll. Und das Monatelang. Ein Hoch auf die blühende Wirtschaft!

    • Niklas Meier sagt:

      Das ist eine etwas andere Situation als die im Artikel

      • Britta sagt:

        Jain. Die im System dazu vorgesehene Hilfen haben kläglich versagt. Aber Geld wollen sie alle. Auch Politiker und Wirtschaftsmagnaten mischen kräftig mit und jeder versucht sich selbst zu retten und noch auf Kosten anderen zu profitieren. Die Masslosigkeit spüren auch die Jungen und nicht wenige fliehen in Sucht dann sind Alleinerziehende überfordert. Und wenn man nicht mit Gehilfen am gleichen Strick ziehen kann um die Jungen (auch Mädchen) in Leitplanken zu halten weil sie sich nicht entscheiden können wem sie eigentlich glauben sollen der Mutter oder dem unter Betäubungsmittel stehenden Unmündigen, dann ist eine Katastrophe sowieso schon vorprogrammiert meistens. Und dann kostets wieder Geld.

  • Dreifachpapi sagt:

    Das ewige – wir frauen sind ärmer dran und arbeitern härter- nervt mich, weil es einer Geringschätzung des väterlichen Engagement gleichkommt. Nochmals:
    „Zwischen 1997 und 2013 zeigt sich eine Zunahme der zeitlichen Gesamtbelastung für alle Väter und Mütter in Paarhaushalten. Mütter wenden zum Teil etwas weniger Zeit für Haus- und Familienarbeit auf, jedoch durchwegs mehr Zeit für Erwerbsarbeit. Väter investieren neben ihrer etwa gleich bleibenden Erwerbsarbeit mehr Zeit in Haus- und Familienarbeit.“

    • Rabenmutter sagt:

      Da in deinem Beispiel aber keine Zahlen genannt werden, ist das Zitat so aussagekräftig wie „Frauen sind ärmer dran“. Mehr Zeit im Haushalt kann heissen 5 Minuten mehr als die 10 vorher. Das ist zwar eine Zunahme von über 30%, im Vergleich zu einer Mutter, die 2 Stunden mit Haushalt verbringt (neben der Erwerbstätigkeit) ist es einfach lächerlich wenig. Dies sind keine fundierten Beispiele, nur der Beweis, dass Zahlen etwas aussagen würden.

      • Dreifachpapi sagt:

        Mein erster Kommentar wurde leider nicht abgebildet, Daten liefere ich aber gerne nach: „Obwohl in unserer Gesellschaft die Rollen bezüglich Beruf und Familie ungleich verteilt sind, hält sich der Arbeitsaufwand von Männern und Frauen in vergleichbaren Familiensituationen im Ganzen gesehen ziemlich genau die Waage. Partnerinnen und Partner aus Paarhaushalten mit jüngstem Kind unter 7 Jahren arbeiten insgesamt durchschnittlich 68 (w) respektive 70 (m)Stunden pro Woche.“
        Quelle: Gleichstellung von Frau und Mann – Daten, Indikatoren Belastung durch Erwerbsarbeit und Haus-/Familienarbeit, bfe 2015.
        Man kann es auch so sehen: Väter arbeiten heute 2 h mehr pro Woche als Mütter in vergleichbaren Familiensituationen, durchschnittlich. Ergo müssten eigentlich Männer entlastet werden, oder?

      • Spock sagt:

        @dreifachpapi: aus welcher Quelle stammen die genannten Daten?

      • Rabenmutter sagt:

        DAnke für die Zahlen (die mich übrigens sehr freuen, es geht offenbar was). Dann gehe ich tatsächlich davon aus, dass die Mehrfachbelastung vorwiegend auf organisatorische Faktoren zurückzuführen ist. Weil nicht beide Eltern Termine etc. organisieren können, bleibt es an den Müttern hängen, die diese Aufgaben eher übernehmen. Diese sogenannte unsichtbare Last ist Tatsache, jede Mutter wird Ihnen das bestätigen. Aber es sollte dennoch nicht darum gehen, wer mehr tut, sondern, dass wir alle mehr Gleichgewicht in unser Leben bringen. Wie auch immer wir das anstellen.

      • Papperlapapi sagt:

        Die Zahlen zeigen: Beide arbeiten exakt genau gleich viel!
        Da dass ja nicht sein darf, wird der Anteil der Männer klein geredet: von 13 und von Rabenmutter. Die Männer kümmern sich nicht, machen nur was ihre grandiosen Frauen für sie organisiert haben, selbst sind sie viel zu blöd und unbekümmert für die Organisation der Familie.
        Weil es bei Ihnen so ist, muss das längst nicht überall so sein! Lächerlich.

  • 13 sagt:

    Wir schreiben das Jahr 2017 und das Einzige, was vielen Kommentatoren zum Thema einfällt, ist „Frauen zurück an den Herd“? Ich staune wieder mal und kehre zurück in meine Blase, wo Gott sei Dank solche Ansichten die grosse Ausnahme bleiben…

    • Sportpapi sagt:

      @13: Sind es denn in Ihrer Blase auch immer nur die Mütter, die Stress haben?

      • 13 sagt:

        Häufig ja, aber die Lösungsansätze, die zumindest teilweise umgesetzt werden, es ist in meinen Augen noch in Entwicklung, gehen weder dahin ein Geschlecht dauerhaft und zwangsläufig finanziell abhängig zu machen, noch der Rollenzuteilung gemäss dem biologischen Geschlecht, sondern dahingehend die anfallende Belastung auf mehr Personen zu verteilen.

      • Niklas Meier sagt:

        Seltsamerweise sind die Paare die ich kenne und die nach zig Jahren noch zusammen sind und Kinder haben die, die eine klassische Rollenverteilung leben. Bei den Innovativen wo beide erfolgreich im Job sein wollten, beide noch viele Hobbys hatten…die haben sie jetzt einfach nicht mehr zusammen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Was heisst, die anfallende Belastung auf mehr Personen verteilen? Zwei sind ja sowieso involviert. Aber ja, die Kinder könnten sicherlich mehr selber tun, als es heute üblich ist. Drittpersonen?
        Ich finde es eigentlich richtig, dass man immer wider mitteilt, wie es einem gerade geht. Und dann kann man ganz gezielt Aufgaben verteilen, entlasten.
        Die beste Lösung wäre aber immer noch, den Aufgabenberg überschaubar klein zu halten.

      • 13 sagt:

        @ Niklas
        Das ist bei uns anders. Aber ganz im Allgemein heisst ja zusammen sein nicht zwangsläufig glücklich sein. Aber sich trennen und dann ganz ohne Einkommen dastehen, mit einer kaum existenten Vorsorge? Oder sich trennen und soviel Alimente bezahlen, dass die Frau plus Kinder vollumfänglich davon leben könnten? Das würde ich mir auch sehr gut überlegen…

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Bereits zwei sind eher selten vollständig integriert, wenn propagiert wird, die Frau soll zu Hause bleiben. Das bedeutet nämlich dann unter dem strich, dass der Mann die Arbeit zu Hause nicht mitträgt und kommen Sie mir bitte nicht mit Abräumen nach dem Abendessen oder Kinder ins Bett bringen etc.
        Auf mehr Personen bedeutet ein Umfeld aufbauen/haben, wo eben jeder verschiedene Ressourcen hat und einbringen kann, das geht privat wie staatlich. Das berühmte Dorf anstatt der Kleinfamilie, keine „Drittpersonen“.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Man propagiert nicht, die Frau soll zu Hause bleiben. Obwohl sich Doppelbelastungen eigentlich nur so vermeiden lassen (oder sie arbeitet 100% und ist dafür zu Hause weniger beteiligt). Die zentrale Aussage ist, dass Überlastete sich entlasten müssen, egal wie und wo. „Das bedeutet nämlich dann unter dem Strich, dass der Mann die Arbeit zu Hause nicht mitträgt.“ Ja, und sie die Arbeit ausser Haus nicht. Scheint mir ein fairer Deal…
        Und ja, das berühmte Dorf ist eine tolle Sache. Meiner Erfahrung nach funktioniert das auch toll, wenn man selber wirklich Teil eines solchen Netzwerkes sein will und auch seinen Teil darin leistet. Aber daran scheitert es halt häufig.

      • Sportpapi sagt:

        Aber eine Frage hätte ich schon noch: Glauben Sie denn, eine anspruchsvolle Arbeit (wie z.B. ihre) würde keinerlei Mental Load mit sich bringen? Und das sei nicht auch vom Arbeitsumfang, unter anderem, abhängig?

      • 13 sagt:

        @ SP
        Zum ersten: Ein fairer Deal ist es dann, wenn diese Aufteilung den Charakteren der Beteiligten entspricht und nicht einfach aufgrund Geschlecht so festgelegt wurde. Je nachdem, wer beteiligt ist, wäre der Deal, dass beide 50% von beiden machen fairer. Finanziell sowieso.
        Mental Load im Job: Doch natürlich. Umso dankbarer bin ich für Mitarbeiter, die diesen selber aktiv mittragen, nicht auf Anweisungen meinerseits warten, sondern mit konkreten Fragen und Vorschlägen kommen. Das entlastet enorm. Aber auch da wird die Verantwortlichkeiten für verschiedene Sachbereiche im Normalfall geteilt. Und genau das vermisse ich bei vielen Paaren privat.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Ein fairer Deal ist es dann, wenn diese Aufteilung den Charakteren der Beteiligten entspricht und nicht einfach aufgrund Geschlecht so festgelegt wurde.“ Richtig.
        „Je nachdem, wer beteiligt ist, wäre der Deal, dass beide 50% von beiden machen fairer.“ Wenn beide das wünschen, ja. Allerdings haben dann beide die Mehrfachbelastung, zusätzlichen Koordinationsaufwand und meist geringeres Familieneinkommen. Aber: Wenn man das will, kann man das machen.
        Beim Mental Load ist Ihr (bewusster) Denkfehler, dass Sie immer nur den privaten, häuslichen Bereich einbeziehen. In klassischer Arbeitsteilung haben eben beide Mental Load, aber in unterschiedlichen Bereichen. Und der Partner ist jeweils unterstützend, mitdenkend und -handelnd, aber nicht hauptverantwortlich.

    • Jänu sagt:

      Wir haben nun 10:21 Uhr und ich kann beim besten Willen nicht „viele Kommentatoren“ entdecken, die das schreiben. Eigentlich geht nur ein einziger Kommentar etwas in diese Richtung.
      Liebe „13“, Sie haben gerne einen Geschlechterkampf, das kann man ab und zu lesen, aber nun gehen Sie damit etwas zu weit. Bleiben Sie doch bitte bei den Fakten.

  • cyan jaeger sagt:

    Ein guter und auch wichtiger Artikel – ich bin aber nicht zwingend der Meinung, dass Frauen eher an Burn-Out leiden bzw. an Depressionen leiden. Habe gerade gestern einen Artikel gelesen in dem dargelegt wird, dass die Suizidrate bei Männern deutlich höher ist – und die Mehrheit der Patienten in Behandlung Frauen. Dies lässt doch eher den Schluss zu, dass Frauen intelligenter sind und sich von ausserhalb Hilfe holen (wohingegen Männer oftmals nicht mal wissen, dass sie ein Problem haben).

    • Niklas Meier sagt:

      Oder dass von Männern einfach erwartet wird, nicht rumzuheulen und weiter zu machen(?)

      • andere Tina sagt:

        @Meier: Erwartungen mögen gesellschaftlich gegeben sein. Aber ob Sie diese Erwartungen erfüllen (wollen), ist Ihre eigene Entscheidung.

    • Rahel S sagt:

      Das koennte sehr wohl so sein- Maenner haben es noch schwerer als Frauen, zuzugeben, dass etwas nicht mehr geht, dass man psychisch erschoepft ist. Die Erwartung ist, dass Maenner stark sein muessen-da passt ein „burn out“ nicht ins Bild. Frauen holen sich sehrwahscheinlich scheller Hilfe und sprechen auch eher darueber.

  • Jänu sagt:

    Es gibt auch ausgebrannte Väter. Die Gründe sind genau die selben, wenn die Rollenteilung umgekehrt ist. Diese dauernde Belastung mit ganz vielen Themen und die Forderungen in Ehe und Beruf führen zu einer Überforderung und können in einer Verweigerungshaltung münden. Die Grenze zur Depression ist fliessend. Unsere Welt ist verrückt. Alles muss immer schneller, immer sofort erledigt sein. Für das eigentliche Leben bleibt nur noch wenig Platz. – Das trifft alle, auch die, die nicht medial den neuesten Schrei mitmachen und keine Socialnetbesessenen sind. Nur bloss die Kinder nichts anmerken lassen, die sollen doch eine unbeschwerte Kindheit erleben können.

  • Michael sagt:

    Sorry, aber da habe ich kaum bis wenig Mitleid für ! Das ist einfach schlechte Vorausplanung und zuwenig Rückgrat ! Ein oder mehrere Kinder gross zu ziehen und dannoch einen Job haben und denken, man können beiden vollends gerecht werden, ist mehr als realitätsfremd. Wenn man dann noch allen aktuellen Schnickschnack wie Supergeburtstag hier, Sportvereine da, tolle Auslandsurlaube, aktuelle Mode und HiFi Video PC Game und Handywahn mitmacht, ist der Burnout vorhersehbar.
    Klar will man seinen Kindern etwas bieten, aber nicht gleich das volle Programm. Und nicht verzetteln, sondern Prioritäten setzen.
    Hat bei uns bestens mit 2 Mädels geklappt. Bis die Kinder 12 waren, war meine Frau komplett zuhause. Urlaub Inland oder maximal in ein Nachbarland. Bücher statt Fernsehen.

  • Cornelia Keller sagt:

    Tja, die Vereinbarkeit von Familie, Haushalt und Beruf war halt einfach eine grosse Lüge. Die Wirtschaft wollte die Arbeitskraft der Frauen, die Mütter, allen voran aber die Kinder dürfen es ausbaden! Frauen, bleibt zu hause wenn ihr Kinder habt und alles entspannt sich.

    • romeo sagt:

      Wow, wenn das ein Mann geschrieben hätte.

    • Kathy sagt:

      Mach ich gerne Frau Keller. Darf ich ihnen meine Rechnungen schicken? Irgendjemand muss diese ja bezahlen.
      Merken sie etwas? Je nach Beruf reicht ein Einkommen nicht. Und da mein Mann mindestens einen Tag zu Hause bleiben möchte, wäre ich um eine 20% Stelle froh.

      • Niklas Meier sagt:

        Sie geben ja die Antwort bereits selber: Soll Ihr Mann 100% arbeiten. Oder Sie gehen 1 Tag und er macht den Haushalt. Das ergibt dann keinen Mehraufwand.
        Oder Sie haben nur 1 Auto und gehen nur 1x im Jahr in die Ferien und nicht immer nach Thailand und Indien.

    • Spock sagt:

      @cornelia keller: ja, das stimmt schon, dass sich ganz vieles entspannt, wenn ein Elternteil zuhause bleibt und die Betreuung übernimmt. Aber das ist mMn etwas kurz gedacht. Die Kinder werden grösser, selbständiger (nicht zwingend einfacher oder weniger begleitungsintensiv) und dann sitzt Mutti aufgabenlos zuhause. Oder putzt zum x. Mal die Bude. Und was ist, wenn die Ehe auseinander geht? Was ist mit der eigenen Rente? Ich finde es wichtig und sinnvoll dass beide auch allein auf eigenen Beinen stehen können. Beide sich ein Stück Unabhängigkeit bewahren.

      • Niklas Meier sagt:

        Es sagt ja niemand, dass der der bei den Kindern bleibt 20 Jahre weg vom Beruf sein muss.
        Es gibt gut funktionierende Modelle bei denen zB. ab der Primarschule, Teilzeit gearbeitet wird.
        Es wird einfach dann ein Problem, wenn man (in dem Falle die Frau) ein hohes Pensum arbeiten will und gleichzeitig Kinder hat, die eine enge Betreuung brauchen.
        Bei einer Trennung wird die PK gesplittet.

  • Ana sagt:

    Wenn ich das so lese, bin ich ja richtig froh, dass ich keine Kinder habe. Muss ja schlimm sein….

    • Susan Ottiker sagt:

      Das hat mit Kindern nicht wirklich so viel zu tun, Ana. Erlebe gerade mehrere gute Freundinnen meines mittleren Alters in exakt dergleichen Situation, aber die sind kinderlos… Ich sage ja: es geht da eigentlich mehr um die innere Einstellung. Aber das ist schwierig zu verstehen und zu akzeptieren.

      • Susan Ottiker sagt:

        Ah, wobei: als Mutter wird man tendenziell in seinen überhöhten Ansprüchen, was eine gute Mutter sei, gesellschaftlich noch bekräftigt, fatalerweise… Statt auf sich selbst zu hören und die Ansprüche der Realität anzupassen, hängt man irgendwelchen überhöhten Idealen nach und hält das auch noch für gut/richtig/unabänderlich… Das ist dann aber in etwa der einzige Unterschied zwischen kinderlosen Frauen und Müttern mit Burnout.

  • Josef sagt:

    Wir hatten sechs Kinder. Meine Frau hatte nie Burnout, aber hin und wieder schwere Migräne. Trotzdem war die Wohnung immer aufgeräumt und das Essen bereit. Sie war nur für die Familie im Einsatz, kein Verein, keinen „Job“ (deswegen auch keine IV-Rente nach ihrem Schlaganfall), keine Freundinnen. Aber gläubig.

    • Rahel S sagt:

      Keine Freundinnen? Das scheint mir aber sehr traurig!

    • Divi D. sagt:

      Das heisst, Ihre Frau war sozusagen das private Dienstmädchen von Ihnen und Ihren Kindern, das auch brav bei Migräneanfällen aufräumte und in der Küche stand, aber bitte kein Leben und keine Kontakte ausserhalb der engsten Familie hatte. Da würde mich dann auch die Bibel nicht vor einer tiefen Depression bewahren.

  • Anh Toàn sagt:

    „Stress“ kommt bei den Müttern, weil sie die Verantwortung nicht abgeben (können), nicht teilen können. Mütter werden immer Stress haben, selbst wenn man denen pro Kind fünf Assistenten, bei den meisten müssten es Assistentinnen sein, da man Männern nicht trauen kann, wenn es um Kinder geht, zur Verfügung stellt. Weil alles in der einzigen originären und einmaligen Verantwortung der Mutter bleibt, sie einfach halt 5 Assistentinnen instruieren (bis in jedes Detail) und nachkontrollieren muss (Warum die Socken?) Eine Mutter kann nie „Personal“ finden, dem sie traut, sie kann nicht delegieren, darum hat sie Stress.

    (Es gibt Mütter die sind nicht so, und das sind nicht unbedingt die besseren Mütter, ich werte nicht, beschreibe nur meine subjektive Wahrnehmung)

    • Reto Meier sagt:

      So erlebe ich bei meiner Vorgesetzten (ohne Kinder), bei meiner Frau (nicht soo extrem) und auch bei vielen anderen Frauen. Ich wuchs glücklicherweise mit einer Mutter auf die auf Vertrauen uns Kindern gegenüber machen liess. Mit klaren Grenzen und wenigen einfachen Regeln. Mit kontrollieren machte sie sich nicht verrückt. Wenn die Küche nach einem Back-/Kochexpirement versaut war, tja putzen aber auch mit ihrer Mithilfe/Unterstützung. Von diesem „Führungsstil“ zehre ich noch heute.

  • Franziska sagt:

    Als Betroffene rate ich zuerst bei sich selber anzufangen. Ehrlich zu sich selber zu sein und sich eingestehen, wenn es zu viel ist. Ich muss nicht Supermam sein. Und dann Dinge, auch wenn man sie gerne macht, aufzuhören bzw. gern machen würde, nicht zu machen. Es ist manchmal schwierig, „nein“ sagen zu müssen. Aber wo liegen die Prioritäten? 100 Programme und Aktivitäten für die Kinder, dafür eine gereizt und überforderte Mutter? Geld für zusätzliches oder doch lieber Zeit mit den Kindern? Jeder muss sich selber entscheiden, wie er leben will und für was man sich entscheidet. Aber dann muss er/sie auch die Verantwortung dafür übernehmen. Vieles lässt sich selber ändern, man muss bei sich anfangen. Von dem haben die Kinder dann auch einen direkten Nutzen. Oft ist weniger möglich!!!

  • 13 sagt:

    Danke für diesen Bericht. Man kann noch so oft irgendwelche Stunden zusammenzählen, wieviel Väter und wieviel Mütter arbeiten, es ist heute leider immer allzu häufig, dass Väter mithelfen, unterstützen, so dass die Verantwortung, das Jonglieren trotz vielleicht gleicher Arbeitsstunden bei der Mutter bleibt. Ich sehe das bei uns auch, auch wenn mein Mann mehr Carearbeit erledigt und ich mehr Erwerbsarbeit. Und doch bin ich diejenige, die nachts um 3.00 Uhr aufwacht, weil es ihr in den Sinn kommt, dass wir in den Ferien die Betreuung noch nicht ganz abgedeckt haben, oder die beim gemeinsamen Filmabend den Laptop auf dem Schoss hat und gleichzeitig Onlinebörsen nach einer Winterjacke in 110 absucht, während er friedlich schläft und sich einfach den Film anschaut.

    • 13 sagt:

      Dieses permanente Dasein, das Jonglieren und nichts vergessen, die Konzentration, das ist es, was zu einer Überanstrengung führt, nicht die Arbeitsstunden. Vielleicht wäre ein Loslassen manchmal möglich, doch wenn ihn niemand auffällt, dann fällt der Ball und dann kommt der Vorwurf, ob von sich selber, der Gesellschaft, oftmals des Partners und auch der Kinder doch an die Frau. Und wenn man die Männer dazu fragt, heisst es so oft: „Sie muss halt abgeben und mir sagen, wo ich ihr helfen kann!“ Tja, und so beginnt das Rad von Neuem an zu drehen…

      • Niklas Meier sagt:

        Muss man nachts um 3 eine Kinderbetreuung organisieren? Nein.
        Muss man am Abend Kinderjacken suchen? Nein.
        Das könnte Ihr Mann am nächsten Tage irgendwann machen. Er weiss das und setzt seine Ressourcen sinnvoll ein.
        Die Kinder interessiert es nicht, was Sie alles nachts erledigen. Sie fragen Sie dann nach dem was nicht erledigt wurde.
        Auch Ihr Mann interessiert sich nicht, ob Sie nachts um 3 eine Betreuung organisieren versuchen. Er meint vielmehr, dass Sie spinnen. Sagt aber nichts um Sie nicht zu verletzten.
        Menschen wie Sie müssen lernen, dass die Welt sich auch ohne sie dreht. Und dass sie nicht halb so wichtig sind wie sie meinen.

      • Rahel S sagt:

        Das hat etwas richtiges an sich. Maenner helfen heute grundsaetzlich mehr- auch mein Mann- wir teilen uns viele Arbeiten auf- aber ich muss den Ueberblick halten; welches Kind hat wann Zahnarzt, Geburtstagsfest bei der Freundin, Hausaufgaben, was muss eingekauft werden, welche Geschenke muessen organisiert werden, welche Kleider passen noch… Ich bin die, die noch um 9 Uhr Abends Waesche zusammenlegt und versorgt, um halb 6 aufsteht um noch alles moegliche vor der Arbeit zu erledigen… Ich weiss nicht, ob wir Frauen einfach zu viel uebernehmen und zu wenig den Maenner vertrauen. Eventuell wuerden die dann gewisse Dinge schon auch tun- vielleicht einfach anders.

      • Anh Toàn sagt:

        @Rahel S „wir teilen uns viele Arbeiten auf- aber ich muss den Ueberblick halten; “

        Ich kenne den Vater nicht. Ich kenne nur meine Frau. Die meint auch, sie müsse den Überblick behalten, sogar darüber, dass ich nach dem Wechseln der verschissenen Windeln die Hände gewaschen habe:

        Wer weniger Stress will, muss Verantwortung delegieren, den Überblick gerade nicht über alles behalten: Der Vater macht das auch, halt anders: Vielleicht vergisst er mal einen Termin, aber deswegen geht niemandes Welt unter.

        (Übrigens sind bei uns Termine meine Aufgabe, ich verpasse keine, im schlimmsten Fall muss ich anrufen und fragen, wann nochmal genau der Termin sei.)

      • Carolina sagt:

        13, ich verstehe, was Sie meinen. Es ging mir lange Zeit auch so, vor lauter ständigem Hinterfragen ging fast unsere Ehe kaputt. Ich musste einsehen, dass ich ganz allein das Problem war (nicht so einfach!).
        Ich hatte Ansprüche an meinen Mann, der lange Zeit Homeoffice machte und unsere Kinder betreut hat, die ich im Rückblick peinlich finde. Aber solange man die eigenen Ansprüche nicht herunterschrauben kann, nicht ehrlich mit sich selber sein kann, seine eigene Belastungsgrenze nicht ehrlich zugeben kann, gibt es keine ‚Heilung‘. Mein Mann hat es mal ganz klar gesagt: ich hatte kein Vertrauen in ihn und nur sehr wenig Respekt für seine Leistung. Wäre das umgekehrt so gewesen, wäre ich wahrscheinlich gegangen. Er aber hat durchgehalten, hat mir immer wieder zu verstehen gegeben, dass

      • Carolina sagt:

        /2 ich weder mir noch ihm noch den Kindern einen Gefallen damit tue, mir als Superwoman auspowern zu müssen, nur um irgendwelchen an mich selbst angelegten Ansprüchen genügen zu müssen, die ich noch nicht mal analysisert hatte.
        Deswegen, verzeihen Sie mir, wenn ich das so offen sagen, habe ich ein Problem damit, wenn gerade Frauen immer wieder sofort eingeschnappt sind, wenn jemand auch nur sanfte Kritik an eingeschrittenen Wegen anbringt, wenn man sofort als Depp angesehen wird, wenn man anmerkt, dass nicht jeder Mensch (völlig geschlechtsunabhängig) alles haben kann, sondern vielleicht doch besser individuellen Hinweisen nachgehen sollte, die ihm/ihr zeigen, dass es Zeit wäre, mal nachzuforschen, warum genau ich mich dem eigentlich aussetze, ob ich nicht vielleicht die political

      • Carolina sagt:

        /3 correctness in meinem Kopf oder was immer es ist, die mir, mir ganz allein riesige Ansprüche an mich selber (und eben dann auch an andere) eingeben.
        Das hat mit Frauen-zurück-an-den-Herd überhaupt nichts zu tun (ich halte das für eine unzulässige Polarisierung von Ihnen), sondern mit Ehrlichkeit gegenüber uns selber.

      • Papperlapapi sagt:

        Bei uns bin ich es der mehrheitlich Arzt-, Zahnarzt- (und Tierarzt-) besuche organisiert, die Rechnungen bezahlt, putzt, mit dem Hund geht, das Auto in den Service/ zum Radwechsel, zum Vorführen bringt (und organisiert), früher nach Hause geht, wenn die Betreuung ausfällt, den Rasen mäht, den Gemüsegarten bestellt.
        Meine Frau macht mehrheitlich die Wäsche, organisiert die Ferienbetreuung und sicher noch anderes mehr.
        Niemand hat den Laptop auf den Knien um eine Winterjacke in Grösse 110 zu suchen.
        CA hat online Winterjacken für ca. 50 Franken. Die wäre zwischen 09:09 und 09:16 schon bestellt, wenn man wollte. Dann könnte man abends auch den Film schauen…

      • 13 sagt:

        @ Niklas
        Nein, um 3 Uhr morgens organisiert man auch keine Betreuung. Das ist der Augenblick, wann es mir in den Sinn kommt, wenn der Geist anfängt, etwas runterzuschrauben. Natürlich könnte man auch die Jacken die nächsten Tage suchen, nur kenne ich meinen Mann nicht seit gestern. Er würde dann eine kaufen, wenn der erste Schnee fällt und die Kinder frieren und dann aufgrund Zeitmangel die erstbeste, die zwar das Budget sprengt, aber nicht das hält, was sie verspricht. Und die Betreuung einen Tag vorher anfragen, das meistens aus meiner Familie, die dann zusagen würde und sich bei mir beschweren, warum alles so kurzfristig sein muss. Abgeben ist gut, aber keine Einbahnstrasse, es muss auch empfangen werden. Da merke ich in vielen Familien wenig Bereitschaft.

      • 13 sagt:

        @ Caro
        Zunächst finde es etwas einfach gesagt, man muss die Ansprüche runterschrauben. Das ist ein Ablenken davon, dass manche Sachen, die sein müssten, einfach nicht erledigt werden. Wer uns kennt weiss, dass bei mir bei Weiten alles glänzen muss, im Gegenteil, aber man muss sich wohl fühlen. Und wenn sich eine Person im Chaos (organisatorischer Natur) nicht wohl fühlt, dann fände ich einen Kompromiss angebracht. Aber eben, ich spreche u.a. von mir, nicht ausschliesslich. Es ist eine Spirale, die ich in vielen Familien feststelle. Der Mann wäscht zwar die Wäsche, sofern sie ihn darum gebeten hat, es zu tun. etc. etc. Beide sind gleichviel am arbeiten (zu Hause oder im Büro), aber die Verantwortung, der bleibt auf der Frauenseite.

      • 13 sagt:

        Zum zweiten: Jeder, der schreibt, dass man dann überlegen muss, ob man das Pensum nicht runterschraubt (völlig geschlechterneutral) hätte meine Zustimmung. Die Lösung aber darin zu sehen, dass Frauen halt nicht arbeiten sollen, halte ich tatsächlich für falsch. Das hat nichts mit political correctness zu tun, sondern schlicht mit der Weigerung die Verantwortung mitzutragen (sehen Sie oben zum abgeben und übernehmen). Wenn es für die Familie stimmt, ist es ja eh nie ein Problem, aber es gibt und gab schon immer viele für die es nicht stimmt. Und noch mehr erstaunt mich immer wieder das von denjenigen zu hören, die dann durchaus im Scheidungsfall plötzlich die gleichen Rechte m Kind verlangen. Dasjenige Kind, um das sich zuvor v.a. die Frau doch kümmern soll.

      • Niklas Meier sagt:

        Simpel: dann schreiben Sie eben nachts um 3 einen Zettel, dazu legen Sie sich einen Block auf den Nachttisch. Falls Ihnen das öfters passiert.

        Die Jacke könnten Sie auch am Folgetag in der Kaffee- oder Mittagspause bestellen. Oder sie sagen Ihrem Mann, dass er am Folgetag das Abendessen kochen soll, damit Sie Zeit haben.
        Keine Hexerei, oder?
        Ich würde vielmehr vermuten, dass Sie diese Rolle in der Sie sind, geniessen und brauchen.
        Sie wollen die starke Frau sein, die neben dem Job auch noch die Familie führt, trotz dem lieben aber faulen Mann.

      • Carolina sagt:

        13: Ich habe versucht (ist mir offenbar nicht gelungen), zu vermitteln, dass ich sehr wohl weiss, weil selber erlebt, wie schwierig diese Einsichten sind – bei mir waren einschneidende Erlebnisse nötig, um langsam auf den richtigen Weg zu kommen.
        So gut wie niemand – schon gar nicht ich – hat heute gefordert, Frauen sollten zurück an den Herd bzw nicht arbeiten! Das ist bei Ihnen so eine Art Automatismus, den Sie unterstellen, sobald jemand (oben schrieb ich von Deppen) es wagt, ein (individuelles) Umdenken anzuregen; auch nur sanft drüber nachzudenken, dass tatsächlich jede Familie das genauso lösen sollte, wie es für sie stimmt.
        Wenn in Beziehungen die Jammerei losgeht, ist das (das weiss ich heute in der Rücksicht ganz genau) ein klares Zeichen dafür, dass irgendein Gleichgewicht

      • Carolina sagt:

        /2 nicht mehr gewahrt ist. Ihre Kritik an Ihrem Mann und den angeblich gleichen Zuständen in vielen Familien sind persönlicher Natur, die ich nicht weiter kommentieren möchte.
        Aber was mir schon länger auffällt: Sie erweisen Frauen mit Ihrer ständigen Unterstellung, man sei darauf aus, Frauen wieder an den Herd zu bringen, einen Bärendienst: mal ganz davon abgesehen, dass die meisten arbeiten müssen (und nicht dürfen, wie Sie), nutzt es uns überhaupt nichts, eine Lebensform (implizit) zu verteufeln, wie Sie das regelmässig tun.
        Das Entscheidende ist, eine Wahl zu haben, daran müssen wir arbeiten. Und daran, dass wir die jeweilige Wahl der Lebensform zu respektieren haben!

      • 13 sagt:

        @ Niklas
        „Oder sie sagen Ihrem Mann, dass er am Folgetag das Abendessen kochen soll, damit Sie Zeit haben.“

        Und spätestens dieser Satz zeigt, dass Sie kaum etwas verstanden haben…ich brauche keine Zettel schreiben, ich weiss das auch noch um 7.00 Uhr morgens, mittags und abends um 22.00 Uhr. Es geht um die Tatsache, dass der Geist niemals ruht, weil man versucht, alles unter der Kontrolle zu bringen. Ich litt schon als Teenager in stressigen Zeiten unter Schlaflosigkeit, weil die Gedanken kreisen, und das macht es heute nicht einfacher.
        Mein Mann ist auch nicht faul, er macht vieles (und kocht ohnehin immer das Abendessen), es ist das Organisieren, das an die wichtigen Sachen denken, woran es immer wieder scheitert. Und wir sind da bei weitem nicht alleine.

      • 13 sagt:

        Falls es Sie wirklich interessiert, googeln sie „mental load“ oder „emotional labor“ (falls Sie englisch sprechen, sehr gut erklärt in einem Comic unterhttps://english.emmaclit.com/2017/05/20/you-shouldve-asked/ ) . Warum arbeiten Manager wohl so viel und sind oft belastet? Auch sie delegieren ja durchaus, aber die Verantwortung bleibt. Und es ist ein Vollzeitjob. Nur zu Hause ist es einer von vielen, den man noch so kurz nebenbei macht und damit die pausen für Denkarbeit anstatt für Erholung. Und kommt dann dahin um 3.00 Uhr morgens den Plan zu entwerfen, den Mann mit dem Kochen des Abendessens zu beauftragen, damit man die Kinderjacken bestellen kann, um beim Thema zu bleiben.

      • Anh Toàn sagt:

        @13 „Das ist ein Ablenken davon, dass manche Sachen, die sein müssten, einfach nicht erledigt werden. “

        Eigentlich müssen wir nur etwas, sterben. Wenn etwas „sein muss“, sollte man sich fragen, was passiert, wenn es nicht ist, ausser dass es nicht ist. (Das Kind zieht nochmal die Hose von gestern an, die Wäsche ist weniger schön gefaltet im Schrank, man muss Pizza bestellen oder eine Dose Ravioli aufmachen, weil einkaufen keinen Platz mehr fand, OMG – wie kann ein Kind so überleben)

        Wenig muss sein, noch Weniger muss sofort sein.

      • 13 sagt:

        @ Anh
        Etwas „muss“ dann sein, wenn die Konsequenz des Unterlassens diejenige ist, dass jemand darunter leidet. Die Hose von gestern anzuziehen, ist kein Problem. Immer wieder zu kleine oder zerrissene Hosen anziehen zu müssen, ist hingegen eins. Einen Abend Ravioli sind auch völlig ok, täglich eher weniger. In einer Wohnung leben zu müssen, indem man sich unwohl fühlt, weil man sie als schmutzig empfindet, ist ein Problem, auch wenn ein anderer findet, dass es nicht schlimm wäre.*
        Darum würde ich sagen, dass dafür zu sorgen, dass es allen Familienmitglieder gut geht, hier wo wir derart viele Möglichkeiten haben, durchaus ein „Muss“ ist. Ich denke, dass man die Ansprüche durchaus ein klein bisschen höher setzen kann, als dass die Kinder überleben.

        * Beispiele sind fiktiv

      • Sportpapi sagt:

        @13: Mental Load ist ein wichtiger Hinweis. Aber auch der Comic gibt wenig Hinweise, warum das vor allem Frauen betreffen soll, und warum man als einzelner Mensch das nicht regulieren kann. Und schon gar nicht gibt es einen Hinweis zum Ausmass dieses Loads, bzw. was daran wirklich notwendig ist.
        Ich halte es jedenfalls für grundsätzlich falsch, ihre persönliches Problem (siehe auch Schlaflosigkeit bereits als Teenager) bzw. Ihr Parterschaftsproblem zu verallgemeinern.
        Ausserdem glaube ich, dass in den meisten Familien keineswegs alles zusammenkrachen würde, wenn die Frauen sich mal nicht um alles kümmern würden (voausgesetzt, sie deklarieren das auch frühzeitig. Und reklamieren dann nicht mehr, als es ihre Männer umgekehrt auch tun).

      • mila sagt:

        @13: Was mir in letzter Zeit auffällt, ist, dass Sie gerne Probleme ver-allgemeinern, die Sie eigentlich gut mit Ihrem Mann lösen könnten. Konkret: ‚mental load‘ abgeben. Aber Sie verstecken sich lieber hinter Statistiken (womit ich durchaus gesagt haben will, dass viele Frauen das Problem haben, ‚mental load‘ (Familien-Managendes) abzugeben). Aber die Gesellschaft kann und wird Ihr Problem nicht lösen. Worauf genau warten Sie, zumal als sehr kluge und kompetente Frau?

      • tina sagt:

        mila, sie kann ja nur von sich selber beispiele bringen.
        ich finde, es wird hier alles runtergespielt was 13 bringt. was sie erzählt, sehe ich eben auch so in meinem umfeld. die männer sind auch ehrlich und sagen, dass es so läuft. es sind schon engagierte väter, es sind meine alten freunde, ich mag sie und sie machen es sicher gut. aber ihre frauen machen nunmal viel mehr. nehmen es ernster. nein, man kann nicht einfach sagen, dann sollen sie es halt auch weniger ernst nehmen. es ist richtig, dass sie, die frauen, das ernst nehmen. das von 13 aufgezählte sind nur einzelne vorfälle, kleinigkeiten. aber es summiert sich eben.

      • tina sagt:

        ich weiss wovon ich spreche, weil ich den laden schon lang allein schmeisse, und es läuft nunmal schnell aus dem ruder.
        das runterspielen wie hier ist ein teil des problems

      • mila sagt:

        tina, ich versuche nichts herunterzuspielen – ich schrieb ja, dass viele Frauen dieses Problem kennen. Aber was genau kann die ‚Gesellschaft‘ im individuellen Fall (aus-)richten? Für mich selbst kann ich immer nur fragen, welchen ‚(mental) load‘ ich teilen, abgeben oder gänzlich eliminieren kann (ich mache zB seit Kind im Haushalt Abstriche beim Haushalt, und dies notabene, obwohl ich derzeit ‚Hausfrau‘ bin). Und ich hinterfrage fortlaufend meine Werte, und die dazugehörigen Regeln. Dabei bin ich bislang so manchem fremdübernommenem wie selbstauferlegten Perfektionsdruck auf die Spur gekommen (siehe auch Carolinas Kommentare). Ehrlich gesagt: Ich bin sehr froh um diese Lernerfahrung. Sie erleichtert nicht nur mein Mutterleben, sondern mein Leben allgemein.

      • Mental Load sagt:

        Genau diesen Link wollte ich arch posten. ,mental load abgeben‘, das ich night lache. Wenn dies so einfach möglich wäre, wäre es ja gar kein Thema!

      • mila sagt:

        Habe ich etwas von einfach gesagt? Arbeit an sich selbst ist nie einfach. Aber dennoch ist es der einzige Punkt, an dem man mE (und meiner Erfahrung nach) beginnen kann, wenn man burn-out gefährdet oder gebrannt ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Mental Load: Mal ganz unabhängig davon, dass wir beim „Mental Load“ letztlich auch fragen müssen, wie gross denn dieser Load tatsächlich ist, so stellt sich doch die Frage, warum dieser offenbar ausschliesslich die Frau/Mutter betrifft, betreffen soll. Und weder abgegeben noch geteilt werden kann. Sozialisierung kann auf individueller Ebene ja nicht die Ursache sein. Nicht, wenn man die Zusammenhänge durchschaut.
        Also doch wieder Biologie?
        Und was ist eigentlich mit den Männern, die vor Sorgen schlecht schlafen, weil ihr Job gefährdet ist? Oder die viel „mental Load“ nach Hause bringen, weil im Geschäft gerade die Hölle los ist?

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Runterspielen ist sicherlich falsch. Aber man muss jetzt auch nicht übertreiben. Das meiste, was unter mental Load beschrieben wird (z.B. in diesem Comic), müsste eigentlich nicht unter diesem Titel stehen, da es sich um repetitive standardisierte Tätigkeiten handelt, die nicht nächtelang beschäftigen sollten.
        Aber natürlich gibt es in einem Kinderhaushalt auch noch einiges zu organisieren, das so nicht planbar ist, das beschäftigt (bis es erledigt ist). Aber von einer Vollzeit-Managerstelle zu sprechen ist dann schon etwas übertrieben.

      • tina sagt:

        sportpapi, wenn in einer klinik viele mütter sind, dann muss man doch sagen: man geht nicht einfach so in eine klinik.
        ich habe um ehrlichzusein das mit dem mental load nicht angeschaut.
        wenn jemand sagt er leidet, dann leidet er.
        was mit den väter ist? ja eben: vielleicht ist es ja nicht jeder 3., der psychische störungen hat, aber tatsache ist, dass männer ihre probleme tendenziell unter den teppich kehren. das sagen offenbar ärzte auch über körperliche leiden von männern. es ist nicht so dass sie nicht leiden. sie lassen sich aber nicht helfen. ich will das gar nicht bewerten, nur darauf hinweisen, dass viele leute leiden, weit mehr als man denkt, und dass männer und frauen damit unterschiedlich umgehen.
        mein exmann ist total ausgebrannt übrigen

      • 13 sagt:

        @ Carolina
        Weil Ihr Beitrag erst jetzt auftauchte: Haben Sie geschrieben, dass es besser wäre, Frauen würden nicht arbeiten? Wenn nein, warum fühlen Sie sich dann angesprochen?

        @ Rest
        Es geht nicht um „meine“ Probleme, diese sind in den Griff zu kriegen und eine Erschöpfungsdepression zeichnet sich erst recht nicht ab. Ich habe einen Mechanismus beschrieben, den ich teilweise erlebe und als sehr weit verbreitet wahrnehme. Und ich finde es gut darauf hinzuweisen. Dass die Ursache in der Sozialisierung liegt, wird übrigens gezeigt. Aber das wirklich Spannende ist etwas anderes, nämlich die Reaktion der wenigen Männer darin, die nicht sagen, wir tun das auch, sondern es ist eh unnötig, das ihr es tut. Das zeigt die von mir beschriebene mangelnde Bereitschaft, die Last zu teilen.

      • tina sagt:

        „fehlende bereitschaft, die last zu teilen“. ich habe mir auch sowas überlegt. deklariert wird es als verschiedene ansichten was wichtig sei. wenn es so ist, dass die ansichten da verschieden sind bei einer partnerschaft (egal was für einer), dann kann die lösung ja nicht sein, dass einer langsam ausbrennt weil er mehr wichtig findet, während der andere das einfach als „sich zuviel stress“ machen bewertet und nicht mitträgt

      • mila sagt:

        @13: Ich bin vermutlich nicht so super-resilient wie Sie. Die Phasen, in denen ich nachts von meiner Arbeit träumte, oder deswegen aufwachte, haben den Burn-out vorgezeichnet. Ich hätte klagen können: die Schuld liegt bei meinem (durchaus sehr anspruchsvollen) Arbeitgeber, aber andere kamen mit derselben Ausgangssitustion besser klar. Also musste ich, für mich, ergründen, weshalb ich vielleicht nicht ganz so resilient bin. Die Antwort darauf, die ich erst mal nicht ganz so prickelnd fand: ich bin zu rigide, zu festgefahren in meinen eigenen Strukturen (Werte, und insbesondere die Regeln, die die Werte definieren), zu un-flexibel. Das erfordert ein Umdenken. So, wie Sie schreiben, würde ich vermuten, dass auch Ihnen ein punktuelles Umdenken gut täte. Aber ich mag mich täuschen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sozialisierung erklärt das Phänomen meiner Meinung nach ungenügend, gerade wenn man das doch durchschaut. Ausserdem wundert es mich, dass man bei „Mental Load“ nicht die Gesamtbelastung, sondern nur Kinder und Haushalt einbezieht. Und zudem im Comic ziemlich ausweitend und daneben.
        „Aber das wirklich Spannende ist etwas anderes, nämlich die Reaktion der wenigen Männer darin, die nicht sagen, wir tun das auch, sondern es ist eh unnötig, das ihr es tut. Das zeigt die von mir beschriebene mangelnde Bereitschaft, die Last zu teilen.“ Jein. Die Last soll geteilt werden, wenn auch die Verantwortung für das Einkommen geteilt ist. Und: Natürlich muss dann auch auf Augenhöhe über die Aufgaben diskutiert werden. Da überborden doch einige Mütter…

      • Carolina sagt:

        Mila: danke! Dein Erleben kann ich absolut nachvollziehen. Es geht nicht immer um Ueberforderung, sondern eben auch oft genug darum, einen einmal eingeschlagenen Weg anders zu betrachten, zu sehen, dass er einem nicht gut tut, dass man sich selbst ein Minenfeld aufgebaut hat. Die wenigsten Menschen kommen einfach so zur Erkenntnis, dass sie ja mal was ändern können, bei den meisten geht es über irgendeinen Schmerz, eine Krankheit, ein schlimmes Ereignis. Bei uns waren es ein Burnout meines Mannes und ein katastrophales Lebensereignis. Und auch dann noch hat es extrem lange gedauert (und ist bis heute nicht abgeschlossen), mich selber sehr genau anzuschauen.

      • Carolina sagt:

        13: Ich sage es gern noch einmal: ich äussere mich deshalb immer wieder dahingehend, weil ich der Meinung bin, dass Frauen sich wirklich sehr gern selber im Wege stehen. Es wäre für alle Frauen (nicht nur uns hier im geschützten Biotop) besser, wenn wir uns unterstützen, endlich akzeptieren, dass jede eine andere Vorstellung von ihren Lebensplänen hat, sehr wohl kompetent genug ist, diese auch mit ihrem Partner auszuhandeln und, wenn etwas schiefläuft, meistens auch das bewältigt und sogar eine Lernerfahrung daraus machen kann.
        Durch Ihre rigide Haltung sagen Sie eigentlich implizit Hausfrauen oder solchen, die keine grossen Ambitionen haben, dass sie auf dem falschen Weg liegen. Das steht niemandem von uns zu!

      • 13 sagt:

        @ SP
        Kennen Sie den Ausdruck „Whataboutism“? Ich muss zugeben, ich kannte ihn nicht, ich bin erst vor Kurzem darauf gestossen und finde ihn ziemlich passend zu dem, was Sie hier schreiben.

        @ Carolina
        Und nochmals: Sie verstehen mich falsch. Ich sehe gewisse Gefahren, aber finde grundsätzlich nichts falsches daran, sich dazu zu entscheiden, zu Hause zu bleiben. Es geht eher darum, dass ich reagiere, wenn diese Rolle von aussen aufgestülpt wird, nur weil man eine Frau ist. „Ich wollte mich nicht verzetteln und blieb darum zu Hause“ ist völlig ok und etwas ganz anders als „Sollen doch diese Frauen zu Hause bleiben, wenn sie nicht beides packen“ (überspitzt gesagt, aber ich hoffe, es wird deutlich, worauf ich hinaus will).

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das ist billig. Ich weiche keineswegs aus, sondern habe ein paar Rückfragen gestellt zu einem Konzept, das keineswegs so logisch ist, wie in diesem äusserst einseitigen Comic beschrieben.
        Aber Sie können natürlich gerne in Ihrer Opferrolle (die Gesellschaft ist schuld) verharren, statt den Mechanismen auf den Grund zu gehen. Oder konkret: Wenn ich die Hauptlast der finanziellen Versorgung tragen würde, würde ich niemals akzeptieren, auch noch zu Hause die Hauptverantwortung zu tragen. Wenn es bei Ihnen so ist, liegt das kaum nur an Ihrem Mann. Ebenso bei den Paaren, die Sie kennen.

      • Carolina sagt:

        13: Das sagen Sie jedes Mal und Sie wissen natürlich, dass genau das mein Punkt ist: in diesem Blog beispielsweise taucht früh ein Post von Ihnen auf (ich habe keine Geduld mehr, danach zu suchen), in dem sie ‚einfach mal so‘ unterstellen, hier würden sich zum grossen Teil ‚Frauen-an-den-Herd-Agenten) tummeln. Ich sehe die nie und wenn sie vereinzelt auftauchen, ignoriere ich sie bzw scheisse sie an.
        Aber die absolute Mehrheit verdient doch, dass man ihnen den Respekt erweist, dass sie für ihre eigene Lösung (bzw Lösungen, denn im Leben kann sich vieles ändern) kämpfen bzw lernfähig sind.
        Und das bemängle ich!

    • Jänu sagt:

      „13“, Sie werden es nie aus diesem Hamsterrad schaffen. Zu selbstgerecht sind Ihre Äusserungen und die Antworten. Sie bekomme es immer wieder zu hören, von Frau und von Mann („Ansprüche herunter schrauben, Vertrauen in den Partner haben“) aber Sie machen immer im selben Stil weiter. Und wenn dann nichts zu holen ist zum Füttern der feministische Empörung, dann behaupten Sie einfach (wie oben), ohne, dass es einen Grund dafür gibt, die selben Stereotypen: „was vielen Kommentatoren zum Thema einfällt, ist „Frauen zurück an den Herd““
      Vielleicht fangen Sie einmal bei sich selber an, statt die Anklägerin zu spielen?
      Männer und Frauen geht es sehr ähnlich. Es sind die Rollen, die den Unterschied ausmachen und nicht das Geschlecht.

      • 13 sagt:

        @ Jänu
        Nur zur Klarstellung, falls Sie sich wundern: Ich antworte konsequent (mit Ausnahme dieses Kommentars) nicht auf Ihre Kommentare, weil sie kaum je wirklich aufs Thema bezogen sind, sondern immer wieder dahin gehen, mich zu beleidigen. Auf diese Art Diskussion steige ich nicht ein. Danke für die Kenntnisnahme.

  • romeo sagt:

    ich habe mit 25 entschieden, auf Kinder zu verzichten, aus diversen Gründen. Man/frau muss sich halt schon VORHER überlegen, warum man Kinder und Beruf will und OB man dafür überhaupt geeignet ist. Nennt sich selbst kennen lernen. Wenn ich da an meine Grossmutter denke, die auf den Knien Steine aus der Gartenerde geklaubt hat, damit Gemüse und anderes gepflanzt werden konnte, um das Familienbudget zu entlasten – und die 5 Kinder (selbstverständlich ohne Hilfe) grossgezogen hat, erscheint mir dieser Artikel ein ziemlicher Hohn.

    • Rahel S sagt:

      Niemand sagt, dass es frueher besser/ einfacher war. Es war anders.
      Meine Mutter war „nur“ Hausfrau- da fuer uns rund um die Uhr- waschen, kochen, im Garten arbeiten, Wunden verarzten, Kleider flicken, putzen, uns zu Terminen schleppen, einkaufen, zuhoeren….
      Ich bin Mutter und arbeite gegen Lohn ausserhalb des Hauses- ich wasche, putze, koche, troeste, vereinbare Termine, arbeite im Garten- alles, was meine Mutter auch machte, einfach weniger perfekt- ABER ich arbeite „nebenbei“ auch noch 9 Stunden am Tag gegen Lohn… dazu kommt die moderne Gesellschaft mit all den sozialen Medien, der Schnell-lebigkeit etc. Also denke ich, dass ich es in gewissen Dingen schon stressiger habe. Dafuer habe ich aber auch eine gewisse Unabhaengigkeit und mehr Austausch mit anderen Leuten.

      • Carolina sagt:

        Rahel, ich finde es schön, was Sie hier sagen. Ihre Beiträge sind von Nachdenklichkeit und Ausgewogenheit geprägt – genau das braucht es (ich verstehe vielleicht besser als andere, wie schmerzhaft dieser Weg sein kann), um sich nicht in einem Anspruchsdschungel zu verlieren. Ich denke mir, in der Lage zu sein, die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen zu können, ist schon sehr erwachsen.
        Kommt hinzu, dass das Leben eben oft nicht planbar ist, auch nicht planbar sein soll – ich lerne nur von den Misserfolgen bzw davon, wieviel Resilienz ich tatsächlich habe. Aber das ist nicht vorhersehbar. Und da hilft Ehrlichkeit gegenüber sich selber schon sehr.

      • maia sagt:

        also mindestens an „all den sozialen Medien“ müssen sie ja nicht teilnehmen!

  • Markus sagt:

    Ich denke nicht, dass es zu diesem Thema viele Kommentare bzw. Erfahrungsberichte geben wird. Leider. Ist wohl immer noch ein Tabuthema, dass „frau“ das einfach schaffen muss sonst ist „frau“ keine richtige Mutter. Der hässliche Kommentar des Arztes geht ja genau in dieselbe Richtung.
    Ich bewundere meine Frau jeden Tag, wie sie alles unter einen Hut bringt, Teilzeitarbeit, den viel grösseren Teil der Kinderbetreuung und des Haushalts, Pflege unseres Beziehungslebens, Hobbies, in Kontakt bleiben mit Freunden etc etc., eine übermenschliche Leistung!

    • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

      …und ich bewundere Männer, die auch ihre 75h pro Woche im Büro „jonglieren“ und at home alles tun, damit Frau & Kind keine Sorgen haben müssen. Egal ob Frau/Mann, Büro/zuhause, Kochen/Putzen, Steuererklärung ausfüllen/Geburtstage organisieren. Aber es scheint irgendwo eine hidden agenda zu existieren, die einem vorschreibt, was ein guter Mann/Vater bzw was eine gute Frau/Mutter ausmacht. Nur weil ich öfters koche, heisst es nicht, dass ich den zNacht meiner Partnerin nicht lobe. Genauso schätzt sie die Art, wie ich die Wohnung putze. Ja, wir Männer haben auch BOs und diese sind nicht weniger schlimm, als jene der Frauen. Echte Partner stützen, loben und bedanken sich, werten aber nicht.

  • Karl von Bruck sagt:

    Bingo!

    Die Gesellschaft wird immer durch die Politik gepraegt. In demokratisch nur larvierten Buchtheokratien durch eine unheilige Allianz der Kleren mit dem (Geld-)adel. Solange das Volk nicht mehr nur im Krieg, sondern gar auch im tiefsten Frieden der Wirtschaft angepasst wird, statt die Wirtschaft dem – vorhandenen – Volk, werden nicht nur Frauen, sondern auch Kinder und Maenner immer brutaler ueberfordert, ausser mit fotogen kaputten Knochen und nicht „nur“ kaputten Nerven….

  • Maura Hailey sagt:

    Wir schreiben das Jahr 2017 – zwischen den Jahren 1978 – ca. 1994 habe ich unsere 3 Kinder, Haushalt und Eltern betreut – Ehemann auf Geschäftsreisen, eine Halbtagsstelle nach 10 Jahren ‚nur‘ Familienarbeit. Zum einen ‚allein erziehend‘, zum andern ein Rundum-Stress. Nichts hat sich gross geändert – ausser mehr allein erziehende Mütter, noch mehr Mehrfachbelastungen durch oft mehreren Jobs neben Kindern, um überleben zu können! Und alle die Stressfaktoren, die uns die Gesellschaft beschert – perfekte Geburtstagsparties, Internet, extra Kinderklamotten, Musik-, Ballett-, Nachhilfeunterricht. Viel Kraft wünsche ich uns Frauen, wieder und wieder!

  • Hansjürg sagt:

    „Es ist höchste Zeit, das wahrzunehmen und als Gesellschaft nach Wegen zu suchen, wie man die Mütter entlasten kann.“
    Höchste Zeit – wirklich?
    Irgendwie kann ich mich noch daran erinnern, dass wir einmal in der Schule aus einem dicken Buch lernten. Was darin stand, war sehr alt. Es regelte das Leben der Gesellschaft, schrieb vor, was man tun sollte, wie eine Familie auszusehen hat, wie man miteinander umgehen soll, kurz: es regelte eigentlich alles, lange bevor es ein ZGB, OR, STGB, KVG und was-weiss-ich-noch-alles gab. Die Gesellschaft funktionierte damit, über Generationen, Jahrhunderte, Jahrtausende. Man nennt es Bibel.
    Die Gesellschaft ist nicht verantwortlich, wenn jemand freiwillig vom Balkon springt und sich dabei das Bein bricht und ein Kind ist auch kein Krankheitserreger!

    • Karl von Bruck sagt:

      Die Bibel und der Koran liefern den Lohn- und Rentenabhaengigen nicht nur in der Mangel- sondern gar auch in der neofeudalen Uebeflusswirtschaft immer weniger Brosamen und die immer perfektere Keulung der anderen Grundbeduerfnisse. Auch das ZGB war nur halb saekular, ausser der von der saekularen Tuerkei abgekpferten und verbesserten Variante (gesetzlicher Ehegueterstand Guetertrennung statt Gueterverbindung mit honorartraechtiger Auseinandersetzung bei der Scheidung)…..

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Hansjürg

      sehe ich anders, wir sind sehr wohl dafür verantwortlich ob wir einigermassen ertragbare Bedingungen schaffen oder nicht.

      Ein Kind ist kein Krankheitserreger, richtig.
      Burnout/Depression aber auch keine Infektionskrankheit…

      Und ob die Menschen in früheren Feudalgesellschaften so viel besser dran waren, ich hab da leichte Zweifel. Gute Regeln hin oder her.

      • Hansjürg sagt:

        Autarkie, Autonomie, Freiheit, Selbstbestimmung, Selbstständigkeit, Selbstverwaltung, Unabhängigkeit: das alles finden Sie im Duden als Synonyme zum Begriff „Ei­gen­ver­ant­wort­lich­keit“
        Wollen Sie das sein?
        Dann schreiben Sie nicht „wir“!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hansjürg

        angesichts der CH-er Suizidrate empfinde ich Ihr „wenn jemand freiwillig vom Balkon springt“ leicht süffisant und hab entsprechend reagiert- Ihre Antwort darauf lässt mich vermuten dass Sie es mit den oberwähnten, von Ihnen eingebrachten Regeln eines alten Buches nicht ganz so genau nehmen wie Sie möglicherweise annehmen.

      • Hansjürg sagt:

        In meinem Beitrag hat es drei Hinweise: 1. es ist eben nicht höchste Zeit, das Rad wurde schon erfunden; 2. die Eigenverantwortung; 3. der verfehlte Zusammenhang Mütter (Kind) – Krankheit/Unfall.
        Ich habe bewusst nicht die 20. Etage erwähnt (Suizid) aber dabei auch an die Parterre gedacht. Leider reichte die Anzahl Zeichen nicht. Eigentlich wollte ich noch einen 2. Block schreiben zum Thema „Geiz und Gier“ bzw. „Ich bin da, wo ich sein will“ (Jens Corssen, Diplom-Psychologe und kognitiver Verhaltenstherapeut sowie einer der profiliertesten Berater und Referenten im deutschsprachigen Raum). Liess es dann aber sein. Wozu sollte ich mir die Mühe machen…

  • fabian sagt:

    Wenn die geldverdienenden und chrampfenden Väter dauernd so jammern würden…

    • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

      Aber die Väter, die Sie ansprechen, wollen das so, oder werden sie von ihren Partnerinnen dazu gezwungen? Vielleicht will lieber die Partnerin Geld verdienen, warum also nicht die Rollen tauschen? Bildung? Wille? Lust? Gelegenheit? Ausreden? Bevor man sich das Leben nimmt (was bei BO + Mann öfters der Fall ist), sollte man externe Hilfe holen. Der Partner ist dafür nicht geeignet, weil nicht vom Fach. Ich habe es getan, weil mich meine Partnerin nach meinem BO-outing kalt, abweisend, verletzend, mit 0 Empathie laufend kritisierte (Verlierer, kein Mann…) und fertig machte. 6Mt später ging es mir besser, alleine! Nun arbeite ich für mich und nicht für meine Frau. Erziehung+ wird akribisch aufgeteilt. Sie staunt und bewundert mich. So what. Tun Sie es für sich und nicht für andere…

  • Sportpapi sagt:

    Ich verstehe das gut, und komme bestens mit. Bis zum letzten Satz. Wo es darum geht, dass die Gesellschaft Wege finden muss, um die Mütter zu entlasten.
    Zuerst soll die Gesellschaft Wege finden, um die Mütter um jeden Preis in die Arbeit zu zwingen. Und dann wieder, um sie zu entlasten?
    Abgesehen davon: Wenn es offenbar solche Unterschiede zwischen Müttern und Vätern gibt, dann sollten die Mütter vielleicht erst mal bei ihren Partnern eine ausgeglichene Mitarbeit einfordern. Allerdings könnte es dann auch sein, dass diese Väter bezüglich der Erziehungsarbeit sich durchaus ein paar Abstriche von der Perfektion vorstellen könnten.

    • Romea Studer sagt:

      Da pflichte ich gerne bei. Das Überlastungsproblem ist wohl ein gesellschaftliches aber auch ein sehr weibliches. Wann erkennen wir Frauen, dass wir mit der „alles-ist-möglich“ Lüge jahrelang uns haben an der Nase herumführen lassen? Es ist eben nicht alles möglich oder nur zu einen sehr hohen Preis. Ich finde auch, dass viele Väter sich mehr engagieren könnten aber dann sollten die Mütter vom hohen Perfektionisten-Ross herunterkommen.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Lieber Sportpapi, es ist nun einmal Fakt, dass die Mütter sich grösstenteils mehr um Kinder und Haushalt kümmern, das belegen etliche Untersuchungen. Und (siehe Text): „Die Programme, die gleichzeitig laufen, stressen mehr, auch wenn sie vielleicht in der Summe gar nicht mehr Zeit brauchen.“ Schule, Hort – sie alle rufen immer zuerst die Mutter an, auch wenn man die Nr des Vaters zuoberst aufs Kontaktblatt schreibt (ich habs ausprobiert). Bis sich das in der Gesellschaft wandelt, dürften noch viele Jahre vergehen.

      • Sportpapi sagt:

        @Jeanette Kuster: Das steht auch nicht in Widerspruch zu meinen Aussagen.
        Aber wenn man überfordert ist, muss man zuerst bei sich selber schauen, ob wirklich alles nötig ist, was man tut. Und dann im nächsten Umfeld schauen, ob und wer entlasten könnte – da ist der Partner die erste Anlaufstelle, und Statistiken sind in diesem Fall irrelevant. Zuletzt gibt es auch noch weitere Anbieter von Hilfeleistungen in der Gemeinde, für Notfälle.
        Mir scheint einfach, gerade in Haushalt und vor allem Kinderbetreuung wird immer mehr Zeit und Energie verwendet, man will alles richtig bis perfekt machen. Damit gehen die Freiräume umgehend wieder zu, die von der Gesellschaft doch tatsächlich auch geschaffen werden.

      • Carolina sagt:

        Stimme SP und Romea zu – mit gesellschaftlichem Problem hat das wenig zu tun. Sondern damit, dass wir Frauen dazu neigen, perfektionistisch zu sein und vielfach unseren Männern diesen Perfektionismus (aka mangelndes Vertrauen, Kontrollsucht, Ansprüche an sich selber) wie eine Waffe entgegenschmettern. Was es dringend braucht ist die Einsicht, dass wir viel entspanntere Leben führen können, wenn wir unseren Partnern (oder Grosseltern oder helfenden Personen) zugestehen würden, dass sie auf ihre Weise die Dinge sehr gut machen – auf ihre Weise! Wenn wir uns mal fragen, warum wir nie zufrieden sind, nachts noch Jacken kaufen müssen, ob unsere Ansprüche eigentlich wirklich sein müssen.

      • Ka sagt:

        @ JK: Wenn die Schule zuerst mich anruft, mir es zeitlich aber nicht passt, gebe ich es einfach an den Vater weiter. Es liegt wirklich an uns Frauen, die Verantwortung an die Väter abzugeben. Dann klappt das automatisch auch mit der Schule. Aber ich verstehe schon was Sie meinen: Im Elternchat des Sportclubs werden auch immer nur die Mütter gefragt, wo in der Wäsche welche Kleidungsstücke fehlen oder zuviel sind, dabei wäscht mein Mann viel öfter als ich. Ich muss da glaub gerade mal ein Statement abgeben, sonst ändert sich nie was!

      • Niklas Meier sagt:

        Ka, wozu muss sich was ändern? Die Fragen im Chat nach, wo die Kleidungsstücke abgeblieben sind. Ist doch ok. Und ob sie nun schreiben “ Liebe Mütter, wer…“, oder “ Liebe Väter, wer..“, oder „Liebe Eltern, wer..“, oder Liebe Väter und Mütter, wer..“ usw…die wollen doch nur wissen, wo diese verd*** T-Shirts abgeblieben sind!

      • Susan Ottiker sagt:

        Auch da hab ich noch einen Kommentar dazu: ich glaube, dass das Burnout eben doch am Schluss vor allem mit der inneren Einstellung zu tun hat. Bevor ich lernen musste, mit den speziellen gesundheitlichen Herausforderungen unseren Alltag zu meistern, bin ich oft am Limit gefahren. Dann kam diese ganz, ganz harte Zeit, wo es mich fast gelitzt hätte – mein Mann hat da bei weitem nicht so mitgelitten. Aber danach habe ich meine Einstellung revidiert und meine Prioritäten neu geordnet, und seitdem bin ich meinem Mann einen Zahn voraus. Nun ist er derjenige, der ständig am Limit läuft – und bei mir hat sich, trotz massiv höherer Belastung, eine gewisse Grundgelassenheit eingestellt, die mir durch den Alltag hilft. Die er erst noch lernen muss.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Da ich heute so oft den guten Tipp gelesen habe, dass ich „einfach mehr Verantwortung an den Mann abgeben“ müsste, muss ich nun doch noch darauf reagieren: Ich lebe getrennt vom Vater meiner Kinder. Da ist das eben nicht ganz so einfach, wie sich das viele Kommentarschreiber vorstellen.

        @Susanne Ottiker, sicher sind Menschen mit gewissen Persönlichkeitsmerkmalen stärker burnoutgefährdet als andere. Aber ich persönlich glaube nicht, dass dies der Hauptgrund ist. Es sind immer verschiedene Faktoren, die zusammenspielen und im schlimmsten Fall das Fass zum Überlaufen bringen können. Man läuft vielleicht schon lange am Limit, dann kommt noch irgendetwas Unvorhergesehenes dazu und es geht nicht mehr.

      • Sportpapi sagt:

        @Jeanette Kuster: Viele Kommentierende haben bewusst zwischen Eltern in Partnerschaft und Alleinerziehenden unterschieden. Insofern hätte diese Information sicherlich den Diskussionsverlauf ganz anders geprägt.
        Wobei man sich als „Laie“ und Aussenstehender grundsätzlich schon erhofft, dass auch nach Trennungen Lösungen gefunden werden können, die beiden Elternteilen Luft zum Atmen lassen, zumal ja auch beide Elternteile weiterhin in der Verantwortung bleiben.

  • Spagat-Mama sagt:

    Danke für diesen Beitrag! Ja, es ist dringend nötig mehr darüber zu sprechen! Wir Frauen geben ja ungern unsere Schwächen zu, umso wichtiger ist es zu fühlen, dass man mit dem Thema nicht alleine ist!
    Der Spagat zwischen Kind, Job, Beziehung, Haushalt, Hobbies gelingt nicht immer gleich gut und kann einem zerreissen, wenn man es nicht frühe genug bemerkt. Zum Glück hat mein Arzt völlig anders reagiert als im Artikel beschrieben!

    • Leo Schmidli sagt:

      Und wieso gelingt Männern der „Spagat zwischen Kind, Job, Beziehung, Haushalt, Hobbies“ scheinbar deutlich besser?

      • Spagat-Mama sagt:

        Nur weil es in diesem Artikel um die Mütter geht, hat niemand behauptet, dass es Väter soviel besser können oder dass man über deren Belastung nicht sprechen darf. Die Herausforderung trifft jeden Elternteil!
        Warum es nun hier eher um die Mütter geht hat wohl mehrere Gründe… Zum einen sind wir Frauen einfach schlecht darin mal etwas nicht ganz so perfekt zu machen (das kann man aber lernen), zum anderen ist die Organisation/Betreuung in den meisten Familien immer noch eher Frauensache. Auch ist meist die Frau im kleineren Teilzeitpensum angestellt und fühlt sich dem Arbeitgeber entsprechend verpflichtet in den wenigen Stunden unglaublich produktiv zu sein (teilweise auch im Wissen, dass solche kleinprozentigen Jobs kaum zu finden sind und man entsprechend da bleiben möchte…)

  • Noldi Schwarz sagt:

    Nach diesem Artikel muss ich meiner verstorbenen Mutter, ja allen ehemaligen Müttern, einen riesengrossen Kranz winden. 3, 4, 5, 6 Kinder, Waschtag (ja, in der dampfenden Waschküche), Boden schrubben (auf den Knien), drei Mal täglich richtig kochen (höchstens mal Ravioli aus der Dose), zu Fuss einkaufen gehen und Waren schleppen, Kleider flicken oder selbst nähen…. und, und, und. Aber sie hatte auch noch Zeit für mich. Sie erzählte Geschichten, zeigte mir wie man Taschentücher (aus Stoff) mit dem Kinderbügeleisen glättet, liess mich beim Kochen helfen, war da wenn es Tränen gab. Burn-out? Nein. Sie war glücklich, fröhlich und genügsam. Und heute? Fast-Food, überall Küchen- und Haushaltshelfer und trotzdem ausgebrannt? Da läuft etwas gewaltig schief.

    • extraterrestre sagt:

      ich denke auch oft an meine mutter, die uns 3 kinder fast im alleingang grossgezogen hat, während der vater fast rund um die uhr gearbeitet hat. sie war genau so – fleissig, nicht aus der ruhe zu bringen, immer geduldig mit uns kindern, liebevoll und — genügsam. genau da kann ich mich mit meiner mutter dann nicht mehr messen, denn ich habe eine hochschulausbildung und bin nicht genügsam. ich möchte (auch) eigene berufliche wege gehen. und genau da fäng der stress (bei mir/uns) an, denn dann fängt das organisieren erst richtig an (und bei uns ist das bis jetzt noch sehr gemässigt). ist das nun besser oder schlecher? oder einfach nur anders als „früher“? irgendwie zahlt immer irgendjemand einen preis, die mutter oder die kinder oder die beziehung….

      • Melanie sagt:

        @extraterrestre
        Ich befinde mich in der genau gleichen Situation. Wenn man eine gute Ausbildung geniessen durfte und den Beruf liebt, ist es schwierig dann mit Mitte 30 plötzlich einen Schritt zurückzugehen. Auch wenn man seine Kinder über alles liebt und auch gerne mit Ihnen Zeit verbringt. Und es ist nicht „alles eine Frage der Organisation“. Es bleibt immer etwas auf der Strecke. Dies zu realisieren ist schwer und macht manchmal echt Mühe.

      • Carolina sagt:

        Melanie, ja, das ist schwierig. Und ich habe einen hohen Preis dafür bezahlt, dass ich es nicht früher gelernt habe. Aber Sie sind noch in der Lage, Prioritäten zu setzen, machen Sie sich keine Vorwürfe, sondern überlegen Sie sich, was in dieser speziellen Phase Ihres Lebens wirklich wichtig ist, konzentrieren Sie sich darauf und handeln Sie entsprechend. Vertrauen Sie den Menschen, die Sie umgeben. Versuchen Sie gar nicht erst, Ihre Umgebung zu kontrollieren. Seien Sie aufmerksam bei sich selber – bin ich perfektionistisch, will ich alles auf einmal? Machen Sie diese Selbstevaluationen ab und zu mal, handeln Sie danach. Planen Sie nicht für in 10 Jahren – wo ein Wille ist, ist ein Weg und wenn Sie eine gute Ausbildung haben, finden Sie auch dann einen Job.

    • Walter sagt:

      Ganz genau! Unsere Mütter hatten einen Vierzehnstunden-Tag, harte, körperliche Arbeit und trotzdem viel Liebe und Zuwendung für die Kinder. Aber die Ansprüche ans Leben und die Erwartungen an die Mitmenschen waren wohl geringer. Man hatte (wenigstens die meisten unter uns) genug zum Essen, ausreichend Kleidung und ein Dach über dem Kopf. Man bedauerte die Frauen, die neben der Arbeit zu Hause auch noch in die Fabrik oder ins Büro arbeiten gehen mussten. Natürlich entfielen mancherlei Verpflichtungen, die man sich heute mehr oder weniger freiwillig auferlegt, wie Elternabende in der Schule, Kinder von Termin zu Termin chauffieren usw. Vielleicht sollte man sich heute überlegen, was wirklich notwendig ist, und auf was man problemlos verzichten könnte.

      • Niklas Meier sagt:

        Wenn ich sehe, was meine Freundin alles für ihre Kinder macht, dann ist das genau der Punkt.
        Sie arbeitet 80%, wenn sie frei hat, werden die Kinder betreut, ein Termin beim Coiffeur gemacht, dann Kleider gekauft Notwendiges erledigt, die Kinder zu Hobby A gefahren, selber kurz zum eigenen Hobby, dann bei Hobby B abholen. Hat sie die Kinder mal nicht, wird mit Freundin X abgemacht, oder mit Freundin Y, oder Freundin Z in Bayern besucht. Wahlweise auch mit Kinder.
        Und dann noch eine Weiterbildung mit Kurstagen und lernen.
        Und die Beziehung soll ja auch nicht zu kurz kommen, deshalb möglichst viel Zeit zusammen verbringen, Ausflüge, mal das Wochenende weg.

        Natürlich ist das nicht machbar. Wäre es auch für keinen Mann. Und erwartet auch niemand.
        Sie tut sich noch schwer zu reduzieren.

      • Carolina sagt:

        Ja, genau. Die Ansprüche an sich selber……. Und damit scheinen Frauen doch eher ein Problem zu haben als Männer. Mein Mann hat völlig ohne Probleme und Stress unsere Kinder grossgezogen (heute kann ich das sagen), den einzigen Stress hatte er mit mir, die ich immer meinte, alles müsse so organisiert und gemacht werden, wie ich das für gut befand; ihm damit implizit unterstellt habe, dass er seine Sache nicht gut mache.
        Ich würde gern dafür plädieren, dass Männer, die (wie meiner) diese Anfälligkeit für Perfektionismus an ihren Frauen bemerken, sogar darunter leiden, auf einigermassen liebevolle Art und Weise ihnen zeigen, dass es auch anders gehen könnte. Ihnen sagen, dass Sie das alles überhaupt nicht erwarten, sondern lieber ein entspanntes Leben haben würden als ein perfektes.

      • Niklas Meier sagt:

        Dem kann ich zustimmen. Wir haben oft die Diskussion, dass sie am Rad dreht und 24547 Sachen erledigen will und ich sie dann zurückschrauben darf. Alles wird gut, kein Stress, etwas Zeit lassen, nicht unnötig Stress machen.
        Und wenn sie das dann annimmt, kommt es in aller Regel auch gut.

      • Susan Ottiker sagt:

        Aus eigener Erfahrung: ich denke, bei uns anspruchsvollen, perfektionistischen Müttern von heute ist halt einfach auch oft der wirkliche, echte Leidensdruck nicht gross genug. Wir denken immer, mit noch etwas mehr Einsatz und Fleiss kriegen war das da auch noch hin und das dort auch noch unter. Und oft ist es so. Nur, auf lange Frist operieren wir stets am Limit, und dann stolpern wir irgendwann über unsere Grenzen. Ich selbst konnte mich von dem Muster erst lösen, als ein paar so richtig harte Schicksalsschläge (die meisten gesundheitlicher Natur) eingeschlagen haben. Da muss man plötzlich realistisch und ehrlich zu sich sein: nein, das hier liegt nicht drin, und darauf verzichte ich freiwillig – ich muss schliesslich noch für meine Kinder da sein können, bis sie volljährig sind…

  • Mody Bühler sagt:

    Der Brunout betrifft übrigens Hausmänner genauso wie Hausfrauen, denn die Belastung wird oft unterschätzt. Kinder sind eine Vollzeittätigkeit, weshalb der heutige Trend zur Teilzeitarbeit und Alleinerziehung meist nicht empfehlenswert ist..

  • Malena sagt:

    „Es ist höchste Zeit, … als Gesellschaft nach Wegen zu suchen, wie man die Mütter entlasten kann.“
    Ja, der Zukunftstag war stressig. Aber wie entlasten? Arbeitspensum reduzieren? Weniger Leistung erwarten von Müttern im Beruf? Weniger hohe Ansprüche stellen an die Kindergeburtstag-Deko etc.?
    Und sind wirklich ein Phänomen nur unter Müttern, oder sind kinderbetreuende oder alleinerziehende Väter genauso betroffen?

    • Martin Frey sagt:

      Das ist beileibe kein Mütterphänomen, sondern wohl mehr eine Wahrnehmungsfrage.
      https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/die-angst-den-anschluss-zu-verpassen-und-sex-nach-fahrplan/story/20968025
      Aber ein bisschen seltsam ist das Ganze schon. Die Ansprüche an sich selber, den Druck, den ganzen Perfektionswahn legen sich die Frauen ja weitgehend selbst auf. Und reiben sich dann an der Erwartungshaltung auf, die zwangsläufig eine Folge davon ist, verschiedene Hüte zu tragen. Wie die Männer ja oft auch.
      Ob dieses Dilemma die Gesellschaft lösen kann, weiss ich nicht. Fakt ist aber, dass der Druck in der Privatwirtschaft heute teils einfach enorm ist. Für alle, Frauen und Männer.

    • extraterrestre sagt:

      ich glaube, dass ein Hausmann, der zugibt, überlastet zu sein, nicht wirklich ernst genommen würde (noch viel weniger als eine hausfrau). man würde einfach denken, dass er sich wohl nicht gut genug organisieren kann, etc. hinzu kommt, dass wohl bei einigen männern das selbstwertgefühl leidet, weil sie ja „nicht richtig arbeiten“. sich dann noch selber überforderung einzugestehen wäre wohl sehr schwierig. vermutungen meinerseits…. kann auch anders sein.
      eine wichtige entlastung finde ich die möglichkeit zum home-office oder selbständigen zeit-einteilen, dort wo das möglich ist. dann kann man die anstehende arbeit erledigen, ist aber nicht an zeiten gebunden (d.h. man kann auch mal was erledigen, wenn die kinder im bett sind).da sind die arbeitgeber gefragt.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Alleinerziehende Väter sind sicher genauso gefährdet. Es gibt sie einfach viel, viel seltener.

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht ist es überhaupt ein Problem, dass so viele Mütter, selten Väter, nach der Trennung alleinerziehend werden.
        Gemeinsames Sorgerecht würde nach meinem Verständnis auch gemeinsame Erziehung bedeuten. Und Teilhabe. Und geteilte Pflichten.

      • tina sagt:

        äh sportpapi, ich las nichts über ausgebrannte alleinerziehende…
        ich glaube nicht, dass alleinerziehende öfter ausbrennen, obwohl sie gefährdeter sind

      • tina sagt:

        und ob es dann besser ist, wenn alleinerziehende väter gleich starkt belastet sind, aber das unter den teppich kehren, wage ich zu bezweifeln. ich glaube nicht, dass der rat „man muss eben hilfe annehmen“ falsch ist. das scheinst du mir aber auszusagen.
        und dabei möchte ich noch betonen, dass für viele, die das so sagen (man müsse eben hilfe annehmen) das problem damit schon erledigt ist, und dabei ist hilfe annehmen erstmal mit aufwand verbunden (kontakt aufnehmen, zusätzliche termine, belastende gespräche, irgendwo hinmüssen wo diese hilfe angeboten wird und das natürlich tagsüber, wo man arbeiten müsste, zusätzliche kosten oder anträge schreiben, nebenwirkungen usw)

  • Butzli sagt:

    Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für diesen Artikel!
    Kommt noch dazu, dass wir Mütter uns oft gar nicht getrauen, uns etwas anmerken zu lassen, aus Angst, dass man Bemerkungen hört wie: Du hast Dir das ja ausgesucht (ich habe 6 Kinder, wovon 1 behindert)! Und wenn dann das Burnout da ist…, ja hättest halt nicht so viele Kinder machen sollen…
    Man kann ja auch ein Burnout haben ohne oder mit weniger Kindern…
    Ich war schon sehr nahe an einem Burnout. Die Belastung ist einfach enorm, obwohl ich „nur noch“ 3 Kinder zu Hause habe. Mit Job, Haushalt und allem was dazu kommt, ist es oft/meistens sehr sehr anstrengend. Ich beklage mich nicht, aber es wäre schön, wenn man dann sich dann nicht noch so doofe Bemerkungen anhören müsste…

    • Niklas Meier sagt:

      Aber es stimmt doch?! 1 Kind? Klar, da wusste man nicht worauf man sich einlässt. 2? Ok, die Zusatzbelastung hat überrascht. Aber 6?
      0 Mitleid.

  • Lydia sagt:

    Sind denn die Väter nicht genau so mehrfachbelastet? Sie arbeiten meist zu 100% + kümmern sich um die Kinder + übernehmen Verantwortung im Haushalt. Ich persönlich kenne keinen einzigen Vater, der „nur“ 100% arbeitet und sich nicht um seine Kinder kümmert und nichts im Haushalt macht. In meinem Umfeld sind Eltern mit Kindern mehrfachbelastet und nicht bloss die Mütter.

    • Karl von Bruck sagt:

      Bingo!

    • Romea Studer sagt:

      Natürlich sind Väter auch belastet aber ich finde, man kann eine externe Tätigkeit in den meisten Fällen nicht mit der Kindererziehung vergleichen. Ich habe drei kleine Kinder und habe viele Tage an denen ich keine einzige Minute für mich alleine habe. Nicht mal auf dem WC. Es ist den ganzen Tag laut, emotional bin ich x Stunden am Tag mit streit schlichten, trösten und zuhören eingespannt und trage im Schnitt 4 Stunden pro Tag ein 9 Kg Kind trotz Sehnenscheidenentzündung mit mur herum. Dies nicht, weil ich mich nicht von ihm trennen könnte, sondern weil er das im Moment anscheinend braucht. Mein externer Arbeitstag kommt mir da wie Ferien vor. In Ruhe auf dem WC sitzen, in Ruhe essen..Ich liebe meine Kinder aber keine Geiss kann wegschlecken, dass die Zeit mit Kleinkindern intensiv ist!

    • Jeanette Kuster sagt:

      Liebe Lydia, schauen sie sich die Studienergebnisse an. Es ist eben nicht dasselbe, ob man 100% arbeitet, am Abend mal ein Büechli vorliest, am Wochenende mit den Kindern spielt und sogar auch mal kocht, oder sich während der ganzen Woche konstant für beides (Job und Kinder/Haushalt) verantwortlich fühlt. Natürlich gibt es andere Modelle, in denen sich Mann und Frau die Verantwortlichkeiten absolut gleichberechtigt aufteilen, aber die sind nach wie vor nicht die Regel.

      • Dreifachpapi sagt:

        @ Frau Kuster: Ich empfinde Ihren Kommentar diskreditierend „mal ein Büchlein vorliest…“ Ich weiss nicht wie Sie es mit Ihrem Partner haben. Aber die meisten Väter die ich kenne kommen total erledigt von der Arbeit nach Hause und lernen dann noch mit den Kindern, hören ab, helfen in der Küche und erledigen anschliessend administrative Aufgaben. Dass Sie hier den Männer systematisch ein „Minderbelastung“ unterstellen entbehrt jeder Grundlage.

      • Lala sagt:

        @Dreifachpapi
        Stimmt an den beiden Tagen wo ich arbeite, komme ich meist nach einem 10 Stundentag heim. Da will ich meine Ruhe und nicht noch 1000 Dinge erledigen. Keine Hausaufgaben durchsehen oder Voci abfragen. Da bin ich meinem Mann dankbar wenn das bereits erledigt ist. Er genau so an den anderen Tagen wo dies mein Job ist.

      • maia sagt:

        @Jeanette Kuster: „……verantwortlich fühlt“ – ich denke, genau das ist der Punkt und den können nur Sie ändern. Geben Sie Verantwortung ab! Ansonsten finde ich extrem abwertend, was sie über Väter schreiben, welche in der Regel sehr viel mehr tun, als ein Büchlein vorlesen!

      • Jeanette Kuster sagt:

        Liebe Maia und Dreifachpapi, es freut mich sehr, dass die Väter in ihrem Umfeld so engagiert sind. Leider höre ich selber von sehr, sehr vielen Müttern nach wie vor Anderes. Und die Experten sagen auch, dass Mütter häufiger diese Mehrfachbelastung tragen.
        Büchlein vorlesen finde ich im Übrigen etwas Wunderbares, gerade für Eltern, die die Kinder den ganzen Tag nicht gesehen haben.

      • Lydia sagt:

        Hm, wieso teilen sie sich denn die Verantwortlichkeiten denn nicht? Ich verstehe dies nicht. (Die Situation von Alleinerziehenden ist natürlich vollkommen anders. Hier denke ich, zweifache Mutter von Kleinkindern und zu 60% berufstätig, Hut ab! Ohne Partner könnte ich das nicht!)

      • maia sagt:

        @Jeannette Kuster: Ich höre auch von sehr vielen Müttern anderes. Wenn man ihnen dann erklärt, dass viele Väter in total schwierigen Arbeitverhältnissen ausharren, weil sie für die Familie quasi das Grundeinkommen garantieren müssen, dann nach Hause kommen, sich um die Kinder kümmern usw. usf. und sie fragt, ob sie gerne mit den Vätern tauschen würden, dann sieht es plötzlich ganz anders aus.

  • Martina Müller sagt:

    Wer hat heute noch Möglichkeit einer Freizeitbeschäftigung, oder einem Hobby nachzugehen? Für sich selbst und auch für eine optimale Regeneration ist definitiv keine Zeit mehr, dass sind Zustände die in der heutigen Gesellschaft nicht mehr toleriert werden dürfen, denn die Schäden haben auch die Verantwortlichen zu tragen

    • Röschu sagt:

      „Wer hat heute noch Möglichkeit einer Freizeitbeschäftigung, oder einem Hobby nachzugehen?“
      Ich zum Beispiel!
      Berufliches Karrieredenken (immer noch mehr, noch schneller, etc.) ist mir weitestgehend fremd. Ich begnüge mich gerne mit meiner Position in der dritten Hierarchie-Stufe. Zudem habe ich mich bewusst gegen Familie bzw. Kinder entschieden.
      Dafür habe ich mehr freie Zeit als andere. Ich gehe regelmässig meinen diversen Hobbies nach und engagiere mich ehrenamtlich in diversen Vereinen und Institutionen.
      Letztendlich geht es doch um Priorisierung. Jede/r soll für sich alleine entscheiden, was am wichtigsten für ihn/sie ist, dann aber mit den daraus resultierenden Konsequenzen (positive und negative) leben.

  • Martina Müller sagt:

    Das ist richtig, da andere Arbeiten wie Hausarbeiten und Kindererziehung nunmal zum grössten Teil von den Müttern übernommen wird. Alles gemeinsam zu koordinieren, füllt einen Arbeitstag aus, dazu kommen noch Einkäufe, Putzen, Waschen und viele unerwähnten Dinge. Zusetzlich resultiert aber die Überbelastung auch vom Job her, viele Menschen fühlen sich ausgebrannt, gnadenlos wird den Mitarbeitern noch mehr Arbeit übertragen, die im gleichen Pensum bewältigt werden muss. Überstunden dürfen nicht gemacht werden und werden auch nicht ausgezahlt, wenn sie durch die Mehrarbeit verursacht worden sind. Was hat ein Arbeitgeber davon so rücksichtsichtslos mit den Mitarbeitern umzugehen. Die Effizienz der Arbeit sinkt und die Krankheiten und Ausfälle nehmen zu, weil es kaum noch Erholungszeiten gibt.

    • Karl von Bruck sagt:

      Bingo!

      • Barbara sagt:

        Ein Hoch auf das Selbstmitleid! Wenn Kinder soooo eine Belastung sind, warum kriegt ihr sie dann, Ladies?
        Meine Mutter hatte einen grossen Bauernhof, fünf Kids und eine Schwiegermutter in Pflege. Aber so ein Rumgejammer wegen Burnout gabs nicht. Wenn euch Kinder zu viel sind, dann macht keine. So einfach ist das!

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