Best of: 18 Dinge über Babys, die einem niemand sagt

Es sind Sommerferien, auch für unsere Autorinnen und Autoren. Deshalb publizieren wir während zweier Wochen einige Beiträge, die besonders viel zu reden gaben. Dieses Posting erschien erstmals am 16. September 2016.

Mamablog

Mit einem Kind ist nichts mehr, wie es war. Foto: nensuria (iStock)

Diese Dinge über Babys stehen in keinem Buch – und sagt einem in der Regel auch niemand.

  • Nicht nur Jungs, auch Mädchen können einen beim Wickeln so richtig anpissen.
  • Es gibt nicht nur Babys, die schreien, es gibt auch Babys, die so ruhig sind, dass man regelmässig kontrollieren muss, ob sie noch leben.
  • Man ist nicht verpflichtet, mit hässlichen Wickeltaschen herumzulaufen. Wickelzubehör hat auch in einer schönen Handtasche Platz.
  • Gespräche über Babys, Windeln und Kinderkrankheiten werden nicht interessanter, wenn man selbst ein Baby hat.
  • Es gibt Apps mit beruhigenden «White Noises» (Meeresrauschen, Föhn- und Restaurantgeräusche), die das Kind sofort einschlafen lassen.
  • Babykacke kann den ganzen Rücken füllen und bis zum Hals reichen.
  • Gallseife ist das Beste, um Kackkleider zu waschen.
  • Es ist möglich, freihändig zu stillen.
  • Nie ist es wichtiger, mitten in der Stadt zu wohnen, als wenn man ein Baby hat: Man kann sich spontan mit Freunden in der Stadt in einer Bar oder einem Restaurant treffen und fühlt sich so nicht wie eine Ausserirdische.
  • Es gibt Grosseltern, die sich darum streiten, wer das Kind schon länger im Arm gehalten hat.
  • Es gibt Frauen, die nach der Geburt dünner sind, weil die Geburt und das Stillen derart viele Kalorien verbrauchen.
  • Filme und Serien, in denen Kinder entführt oder verletzt werden oder sonst irgendwie Schaden nehmen, kann man nicht mehr schauen.
  • In Zürich gibt es – als eine der wenigen Städte Europas – tatsächlich Trams ohne Niederflurwagen. Wenn man Pech hat, fährt das Tram weiter, ohne dass man eingestiegen ist, weil drinnen alle Kopfhörer tragen und niemand gehört hat, dass man zum Einsteigen Hilfe braucht.
  • Man verliert tatsächlich Freunde. Aber nur die, die schon immer kompliziert waren. Und das hat nichts damit zu tun, ob sie Kinder haben oder nicht.
  • Den mit Mühe gewählten Vornamen braucht man im ersten Jahr nicht. Man wählt automatisch Kosenamen wie «kleine Maus», «Schätzeli» und andere hormonell veranlagte Übernamen.
  • Nur weil man selbst viele Haare hat, heisst das nicht, dass das Baby im ersten Jahr Haare hat.
  • In der Schweiz verziehen die Kellner das Gesicht, wenn man mit einem Kinderwagen das Restaurant betritt. In Italien räumen sie das Restaurant leer, damit man Platz hat, und kommen alle fünf Minuten zurück, um zu schauen, ob es dem Bambino gut geht.
  • Ein Baby, das nicht rosa angezogen ist, wird in Italien automatisch als Junge behandelt.

28 Kommentare zu «Best of: 18 Dinge über Babys, die einem niemand sagt»

  • Martinahah sagt:

    Hey Leute, ich suche nen schonen Im Internet Shop mit schicken und edlen Klamotten. Kein Oma Shop sondern fur ne junge Frau…ich meine jetzt nicht sowas wie H&M stattdessen etwas, dass vielleicht nicht soviele kennen. Wer hat nen Tipp?
    Danke im Vorraus fur eure Stellung nehmen.

  • Doris sagt:

    Für eine junge Familie sind ihre Kinder das Grösste, und das ist auch gut so. Befremdlich wird es nur, wenn sie einen, kaum dass sie einen antreffen, sofort mit Kleinkinderstories überhäufen und nicht merken, dass frau mehr aus Anstand als aus echtem Interesse zuhört (Es sei denn, man sei die Oma oder Gotte des Kindes etc.) Soll ich im Gegenzug nun einfach meine langweiligen Bürostories ausbreiten, die nun wiederum niemanden ausser mich selbst interessieren? Als junge Mutter gab ich mir seinerzeit immer Mühe, je nach Vis-à-Vis ausschweifende Kleinkindgeschichten auf ein vernünftiges Mass zu reduzieren und mich auch nach dem Befinden des andern zu erkundigen.

  • Henri sagt:

    Ich bin kinderfrei geblieben und habe leider auch Freunde verloren, nachdem sie Kinder bekamen. Denn mit den ehemals coolen, freien und unternehmungslustigen Freunden war plötzlich kein Pferd mehr zu stehlen und keine Nacht mehr um die Ohren zu schlagen. Und ihre neuen Freizeitaktivitäten mit klein Emma oder klein Tobias zum nächsten Sandkasten oder Streichelzoo interssierten mich auch nicht so.

    • Vera Beutler sagt:

      Aus purem, auch etwas beruflichem, Interesse, nicht maliziös oder schnippisch gemeint: Warum lesen Sie den Mamablog?

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Sorry, aber es ist doch normal, dass Eltern andere Prios haben als sich die Nacht um die Ohren zu schlagen und Pferde zu stehlen. Dass sich das Leben für Paare mit Kindern nun mal verändert, ist normal. Ich finde es schade, dass Ihre Kontakte zu Eltern abgebrochen sind, aber das liegt nicht nur und alleine an den Eltern – da sind beide Seiten gefragt, auch und gerade die kinderlose! Wir haben nach wie vor guten Kontakt zu (noch) kinderosen Freunden und möchten diese ebenfalls bereichernden Kontakte auf keinen Fall missen. Anfänglich luden wir diese zu uns nach Hause ein, statt dass wir mit Kind und Kegel zu ihnen gingen, später besuchten und besuchen wir diese auch gerne mit, ab und an auch ohne Kinder. Es braucht beidseitig etwas gute Oranisation, guten Willen und vor allem Verständnis!

  • andreas daxer sagt:

    ich finde schon, dass ich nicht verpflichtet bin kinderwagen ins tram zu stemmen……

    • Simone S. sagt:

      Ego sein ist heute wahnsinnig hipp. Für mein Empfinden ein Zeichen von Dekadenz – und ganz einfach – traurig. Wer weiss, vielleicht brauchen Sie dereinst auch mal Hilfe? Wer weiss?

    • Joanna sagt:

      Natürlich sind sie nicht verpflichtet dies zu tun.Probieren Sie es doch aus?Es fühlt sich gut an anderen zu helfen….

    • Vera Beutler sagt:

      Bei meinen Kindern fühlte sich manchmal auch niemand verpflichtet- ganz absurd die Situation, wo mir schlussendlich eine hüftkranke Frau half, trotz körperlich gesundem Kondukteur im Zug. Ich hoffe, ich schaffe es, meine Kinder zu empathischeren Menschen zu erziehen.

      • Andreas sagt:

        Ich habe vier nicht mehr ganz kleine Kinder und ich helfe allen Leuten im ÖV mit ihren Kinderwagen… 😉

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Nein, verpflichtet sind Sie nicht, nett, anständig und höflich ist das Helfen aber alleweil. Ich bin noch zu vielem nicht verpflichet, was mich jedoch nicht davon abhält, es dennoch zu tun – wie eben Hilfe anbieten. Bedenken Sie einfach eines bitte: Irgendwann werden auch Sie in einem Alter sein, gebrechlich, zögerlich und nicht mehr so gut zu Fuss, wo auch Sie froh sein werden über Hilfe beim Ein- und Aussteigen, wenn Ihnen jemand einfach so und ungefragt seinen Sitzplatz im ÖV anbietet oder Ihnen die schweren Einkaufstaschen abnimmt. Und noch etwas: Anderen helfen, ist und tut wirkliche sehr gut und gibt ein gutes Gefühl – versuchen Sie es doch einfach am besten mal selber ;)!

  • Christian Bänninger sagt:

    Meine Töchter sind schon halb erwachsen, aber was den Punkt mit den Filmen und Serien angeht, in denen Kinder zu Schaden kommen, gilt für mich das oben gesagte nach wie vor. Was da zum Teil „geboten“ wird, grenzt manchmal an Kindesmissbrauch.

  • dr house sagt:

    punkt 9 und 11 sind ein witz. mütter mit babys gehören nicht in bars. daran ändert auch das rauchverbot nichts. und ich kenne mehr mütter, die nie mehr abgenommen haben. im gegenteil, die meisten haben zugenommen (ich selber auch)

    • Emanuelle sagt:

      Aha,Mütter mit Babies dürfen sich nicht mal schnell zu einem Kaffee oder einem Apéro in einem Café oder einer Bar treffen?Wo leben Sie den?Man sucht sich ja auch eine adequaten Ort aus,wo man sich mit Baby wohlfühlt.Das geht ganz gut,würkli!

      • Vera Beutler sagt:

        Warum ist etwas ein Witz, nur weil Sie es nicht selber erlebt haben? Mit dieser Logik könnte ich, die bei ihrer Rückkehr in den Job mehr als einmal gefragt wurde, ob ich gesundheitliche Probleme hätte, weil ich durch das Stillen so massiv abgenommen habe, auch Ihren Kommentar als Witz bezeichnen. Tu ich aber nicht, weil das Ihre Erfahrung ist.

  • Bea sagt:

    Als Teenager bereits habe ich Mütter für „Gaga“ gehalten, das hatte einen berechtigten Grund, wie ich auch heute immer wieder erfahre. Und nein, ich finde es nicht interessant, wenn bei Einladungen das Würmchen der absolute Mittelpunkt ist, andere Themen einfach keinen Platz haben, es ist zum Gähnen. Geben Mütter all ihre Interessen ab, sowie Baby da ist?

    • Simone S. sagt:

      Ihre Aussage ist extrem frauenverachtend. Bestimmt sehen Sie sich als emanzipiert, nicht wahr?
      Ein Mensch, bestimmt eine Frau, nehme ich an, hat Ihnen mal Platz in ihrem Leben, Ihrem Bauch und ihrem Herzen geschenkt. Sie war also gaga?

    • Jeanne sagt:

      Das Baby ist der Mittelpunkt,aber nur eine zeitlang .Sobald sie etwas älter werden und die Eltern sich in ihrer neuen Rolle sicher fühlen legt sich das doch.Ich finde das ganz ok.Seien sie doch etwas toleranter!

  • felix halter sagt:

    babies und alte töffs haben zwei gemeinsamkeiten: sie stinken und machen lärm.

  • Sonnenschein sagt:

    Nette Liste.
    Ich habe sie allerdings bereits in einer anderen Publikation gelesen.

  • Max Blatter sagt:

    Apps mit beruhigenden «White Noises»? Mehrzahl? Es gibt nur einen einzigen „White noise“! „Weisses Rauschen“ bedeutet nämlich, dass jede Frequenz des Schallspektrums mit gleicher Stärke vertreten ist. Damit ist das Geräusch, bis auf die Gesamtlautstärke, eindeutig bestimmt – andernfalls wäre es z.B. ein „Rosa Rauschen“ (wenn die tieferen Frequenzen betont wären) oder, wenn man z.B. das Klappern von Messern und Gabeln heraushören könnte, halt eben ein „Restaurantgeräusch“ – fertig. Aber App-Programmierer nehmen es wohl nicht so genau mit den korrekten Begriffen, sondern geben sich oft mit „Alternativen Fakten“ zufrieden…

    • Gisela Ahorn sagt:

      Laut Wikipedia ist „Weisses Rauschen“ ein Rauschen mit einem konstanten Leistungsdichtespektrum IN EINEM BESTIMMTEN FREQUENZBEREICH. Somit kann es auch mehrere unterschiedliche „Weisse Rauschen“ geben.

    • Martin sagt:

      Weisses Rauschen? Das ist rassistisch! Was, wenn das Baby schwarz ist? Das kann doch damit gar nicht einschlafen? Aber eben, es geht um süsse Babies, da tritt das sonstige Lieblingsthema der Hyperempfindlichen, der Rassismus, in den Hintergrund. Dann haben die rabiato Mütter etwas zu beschützen und zu verteidigen. Ansonsten sind es eben Minderheiten.

      • Rüdiger sagt:

        Da hab ich mehr Sorgen mit den FDP-Nachbarn, die vor mir und meinen Mischlingskinder schon mal die N-Bomb zünden. Aber klar nur die pöse SVP sind Rassisten…sicher nicht moralisch-überlegene FDP-Übermenschen…

  • maja sagt:

    kein wunder sagt das niemand, keines der aufgeführten Problemchen trafen auf meine Kinder zu.

  • Gisela Ahorn sagt:

    * Wenn in Spanien ein weibliches Baby keine Ohrringe trägt fragen die Leute: „Warum ziehst du dem Jungen Mädchenkleider an?“

Kommentar

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