Der perfekte After-Baby-Body?

Diese Mutter zeigt auf Facebook ihren Körper nach zwei Kindern und beschreibt, wie sie lernt, ihn zu akzeptieren. Foto: Laura Mazza.

«Liebe Frau Braun, Sie wollen doch sicher auch einen perfekten After-Baby-Body haben», schreibt mir ein Dr. med. Chirurg aus dem «wunderschönen Allgäu». Egal ob straffer Bauch, feste Brüste, schlanke Schenkel: Der Herr Doktor will mir gerne dabei helfen – und dann auch noch «zum absoluten Schnäppchenpreis». Ach, wie aufmerksam, ein Mommy-Makeover für wenig Geld. Ich frage mich kurz, wie ein sogenannt perfekter Mutterkörper denn eigentlich auszusehen hat – und markiere den unerwünschten Newsletter gut gelaunt als Spam.

Etwas später scheint meine Frage nach dem Idealbild beantwortet zu werden: In der Inbox eine neue Mail eines anderen Chirurgen mit einem «unschlagbaren Angebot»: Die sogenannten Spuren der Schwangerschaft sollen noch im Wochenbett – also während der ersten sieben, acht Wochen – eliminiert werden. Der gute Mann verspricht, Müttern im Rahmen eines Eingriffs jenen Körper zurückzugeben, den sie vor der Schwangerschaft hatten. «Geniessen Sie Ihre Schwangerschaft, die Geburt und die Stillzeit. Machen Sie sich keine Sorgen über Körperveränderungen, die völlig natürlich sind.»

Neuer Trend: «Telfies»

Beruhigend, dass der Arzt die Körperveränderungen, die eine Schwangerschaft mit sich bringen, als natürlich bezeichnet. Immerhin hat besagter Körper auf wundersam natürliche Weise einen neuen Menschen wachsen und gedeihen lassen. Wieso aber nur schwingt dabei ein leicht bedrohlicher Unterton mit, wenn von «Machen Sie sich keine Sorgen…» die Rede ist? Weil wir uns Frauen eben doch Sorgen darüber machen und ein Problem mit unserem Körper haben, so kurz nach der Geburt?

Dem ist sicher so, das zeigt allein die Fülle an Material zum Thema. Die Mütterforen, -Blogs und -Instagram-Accounts sind täglich voll damit. Es geht um Diäten und Fitnessübungen und Promimütter mit perfekten Figuren. Oder dann aber um Mutmacher-Texte, wie man seinen neuen Mamakörper akzeptieren und lieben lernt.

Die einen Mütter posten Schwangerschafts-Selfies – und nach der Geburt «Telfies» (Tummy Selfies) –, um der Community zu präsentieren, wie wenig Bauch sie noch haben. Die anderen Mütter posten Vorher-nachher-Fotos um zu zeigen, wie viel Bauch nach einer Geburt eben noch da ist.

Entspannt und mit Humor

Wobei ich Letztere für couragiert und toll halte. Diese Frauen zeigen sich mit ihrem runden, weichen Mamakörper und machen so anderen Müttern Mut, auch dazu zu stehen. Ich selbst hätte mich so was nie getraut, dafür bin ich zu wenig narzisstisch und allzu eitel. Doch diese Frauen stehen hin, ein paar Tage, Wochen, Monate oder auch Jahre nach der Geburt und zeigen der Community und der Welt wie ein Frauenkörper nach einem oder mehreren Kindern meist eben aussieht: kein Waschbrettbauch und keine Wespentaille, sondern Fettpölsterchen, hängender Busen, ausgeleierter Bauch, verzogene, rot-weiss gestreifte Haut. Sie präsentieren die Realität; machen bewusst, wie viele Frauen mit dem neuen Körper als Mama eben auch umgehen: entspannt, selbstbewusst, mit Humor. Und das steht ihnen allesamt sehr gut.

«Machen Sie sich keine Sorgen über Körperveränderungen, die völlig natürlich sind», schrieb der Schönheitschirurg in seiner Mail. Wo er recht hat, hat er recht.

Lesen Sie dazu auch das Posting «Den Mama-Körper lieben lernen».

171 Kommentare zu «Der perfekte After-Baby-Body?»

  • Selina sagt:

    Ich finde das Beispiel nicht so richtig passend, dennoch macht es auf ein Problem von uns Frauen nach der Schwangerschaft aufmerksam. Wi stehen so unfassbar unter Stress. Ich bin auch dicker geworden, war schlecht drauf, hatte Augenringe und Schwangerschaftsstreifen und Haarausfall ohne Ende. Das ist für mich das schlimmste. Dann hatte ich mal gegoogelt: https://www.haarausfallen.de/ursachen-von-haarausfall/haarausfall-bei-frauen/haarausfall-nach-schwangerschaft/ Fast alle Frauen haben Haarprobleme nach der Schwangerschaft, so blöd das auch klingt, aber das hatte mich dann beruhigt. Ich finde, jeder sollte sich so akzeptieren wie er ist. Aber die Schwangerschaft als Ausrede zu nehmen, sich wohl zu fühlen, obwohl das eigentlich nicht der Fall ist… da lügt man sich ja selbst an.. LG Selly

  • Vane sagt:

    …../2: es gibt die die auf dauerdiät sind und einfach nicht das hinbekommen was sie wollen… und und und…
    Zu sagen dass jFrauen die nicht zu ihre Ursprüngliche Figur zurück kommen, einfach faul sind und einfach zu viel essen..finde ich total uneinsichtig. Wenn man über Menschen urteilt, dann sollte man eigentlich alle in betracht ziehen… so ist es einfach zu einfach: die dicken sind zu faul, die dünnen kümmern sich nicht um das baby dafür auf ihre Figur, die augestellten sind zu leichtsinnig, die traurigen sind zu betrübt und sollten sich mehr auf das Kind freuen, die gestressten sollten sich freuen dass ise überhaupt ein Baby bekommen haben, die …. … … ich könnte ganz lange weiter gehen. 🙂
    Aber ich gehe mal schlafen weil ich Morgen einen langen Tag vor mir habe… 🙂

  • Vane sagt:

    Naja… 🙂 ich persönlich hatte nie „eine perfekte Figur“ bzw. Nicht dass ich übergewichtig war, usw. Aber halt nach den typpischen Schönheitsidealen 90/60/90 (oder hat sich da was verändert?)… somit auch nicht nach der Schwangerschaft. Ich konnte früher ganz ganz viel essen und nahm kaum zu… jetzt… oha! 🙂 wenn ich nur Schokolade ansehe nehme ich zu… dies aber nicht wegen den Kindern die ich bekommen habe, sondern irgendwie durch die jahren… warum? Keine Ahnung.
    Sind Kinder eine Entschuldigung für ein weiches Körper? Nein und ja… wie schon ein paar gesagt haben: jede ist verschieden. Ja, es gibt die die einfach zu viel isst, es gibt die andere die ein Kind bekommen hat der Pflege benötigt und sie somit keine Zeit hat sich zu achten was sie isst…

  • Honeybee sagt:

    „Post babies“ (und mit zunehmendem Alter) sehen die Haut an meinem Bauch und meine Brüste definitiv anders aus als vorher. Daran ändert Fitness gar nichts. Meiner Meinung nach sind Schwangerschaft und Kinder aber kein Grund für dauerhafte zig Kilo mehr auf den Rippen. Wenn es aber doch so ist, dann gibt es doch einfach zwei Möglichkeiten: man ist zufrieden mit sich und strahlt das auch aus oder tut etwas gegen die überzähligen Pfunde. Über den Status Quo zu jammern, ist hingegen ganz unsexy. Und Bilder im Internet vom einen oder anderen Zustand braucht es doch eigentlich nie…

  • Luise sagt:

    Mir ist es ein Rätsel, warum frau zu Übergewicht und Cellulitis stehen soll und das sogar noch idealisiert. 10, 20 Kilo mehr nach der Geburt sind weder schön noch gesund. Wenn man schon während der Schwangerschaft gesund isst und sich viel bewegt, muss es nicht soweit kommen.

    • Christoph Stoffer sagt:

      Wer mehr als 12 Kilo zunimmt während Schwangerschaft hat sich Speck angefressen. Macht 1 Kilo pro Monat aus. Das ist fast nichts mehr auf den einzelnen Tag.

      • YYY sagt:

        Entschuldigung was wissen Sie schon als Mann. Viele Frauen lagern viel Wasser ein und es ist auch Veranlagung wieviel man zu nimmt egal wie sehr man auf die Ernährung achtet. Ich habe selber sehr auf die Ernährung geachtet und 20kg zugenommen…und 3 Monate später war ich sogar leichter -24kg… ich habe einfach eine gute Veranlagung.

  • Leo Klaus sagt:

    Sorry! Egal was man (Frau) meint, Selfies schiessen, vor allem des (halb)nackten Koerpers ist an und fuer sich ein narzissistischer Akt. Dies gilt auch fuer Maenner.

    Es wuerde allen, und vor allem Frauen guttun, endlich mal wegkommen von den ganzen Obsession mit dem Koerper, Figur usw. Ich vermute mal, dass es uns Maennern das Ganze relativ egal ist.

    Ich stelle aber fest, dass die Frauen davon die Finger nicht lassen koennen. Ich stelle auch fest, dass sie ihre Toechter mit dem Virus schon im Kleinkindalter infizieren worauf diese eine lebenslange Manie mit ihrem Aussehen entwickeln.

    Einfach Schade!

  • Lina Peeterbach sagt:

    Mir fällt zu diesem Thema immer wieder eine Liedzeile von Heather Nova ein:
    „This body has traveled on, this body is fine and strong
    This body has given life, nurtured and sacrificed
    This body has done so much, this body needs your touch“
    Viel schöner kann man es nicht verpacken.
    Schon vor der Schwangerschaft ist jeder Körper anders, und Schönheit sollte man vor allem für sich selbst definieren.
    Mein Partner findet mich nach 2 Kindern noch immer schön und sexy, und zwar nicht „trotz“, sondern „wegen“ meiner Mutterschaft. Ich gehöre wohl eher zu den Glücklichen: keine Streifen, kaum zusätzliches Gewicht, Bauch wieder einigermassen wie vorher – und trotzdem alles anders als vorher. Er erinnert mich auch immer wieder daran, dass ich auch ohne Kinder nicht mehr 20 wäre…

  • Alpöhi sagt:

    Die schönste Frau ist doch die, die in sich selber ruht und diese Ruhe-in-sich-selbst auch ausstrahlt.

    Daher ist es die Aufgabe von uns Ehemännern und Lebensabschnittspartnern, unserer Liebsten zu vermitteln: „So, wie du bist, bist du für mich schön!“ Und das Bemerkenswerte daran ist ja: Man muss dazu nicht mal schummeln, denn was man liebt, findet man schön. Und wo man hinschaut, kommt man hin.

    • Muttis Liebling sagt:

      Ehrfahrungslogisch haben Sie sicher recht. Die Aussenskala hat kaum Bezug zur Innenwelt.

      Wenn ich morgens in den Spiegel schaue, frage ich mich schon, welche Frau ist so blöd, auf mich reinzufallen. Aber die gibt es. Gar nicht so selten.

      Aber man muss ja unterscheiden zwischen Frauen, die für Frauen, oder für Männer schön sein wollen. Und umgekehrt. Frauen, die Frauen schön finden, haben mir nie gefallen.

  • Muttis Liebling sagt:

    Übrigens, mein After ist perfekt.

  • tststs sagt:

    „…und zeigen der Community und der Welt…“ Und genau hier liegt der Hund begraben! Hat die Welt denn nach diesen Bildern gerufen?

    Bitte nicht missverstehen, egal wie man aussieht, man möge in die Welt ziehen und sich auch zeigen.
    Aber ein Selbstportrait – egal ob man zeigen will, wie schlank/hässlich/sportlich/zufrieden oder gar mamimässig man ist, egal ob Mombod, Dadbod oder Dummbod – ist immer nur Anzeichen für eines: Narzismus!

    • Muttis Liebling sagt:

      Doch, die Welt hat nach diesen Fotos gerufen. Wenn die Welt nicht rufen würde, stellte niemand sich in der dar. Würde die Welt nicht rufen, gäbe es keine Antwort, denn dann sähe sich das niemand an.

    • Ka sagt:

      Danke! Hab ich mir auch gedacht. In 20 Jahren posten sie dann ein Foto ob ihrer Falten usw. Der Verfall ist nicht aufzuhalten, völlig normal und auch beruhigend, das weiss doch die ganze Welt schon.

  • Marco Wyser sagt:

    Schwangerschaft als Ausrede. Ziemlich durchschaubar. Aber verständlich, wenn der Wille fehlt.

    • Blog-Redaktion sagt:

      Blödsinn. Sie glauben also, ein Körper verändert sich nicht nach ein, zwei, drei Schwangerschaften? / gb

    • Papperlapapi sagt:

      Er verändert sich sogar ohne. Auch der Männliche…und die Personen, die mit 60 noch ausschauen wollen wie 20 sind grauslig. Solariumbraune Mitsechziger mit Lederhaut und Schnauz im Fitness… geliftete Botoxgesichter im Minirock…. Dann doch lieber fröhlich Mollige.

  • Georg sagt:

    Nach eingehendem Studium des gezeigten Bildes erlaube ich mir den höflichen Hinweis, dass die Formveränderung der gezeigten Dame ihren Ursprung nicht vornehmlich in einer Schwangerschaft hat, sondern vornehmlich in einer unausgeglichenen Energiebilanz. Für Leute, die es in anderen Worten lesen möchten: Die Dame hat zuviel gegessen oder ihren Hintern zu wenig bewegt. Oder beides.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Nur ist das mit der Energiebilanz nicht so einfach. Während der Eine einen Verbrauch von 2500 Kalorien täglich hat, kann es sein, dass der Andere mit derselben körperlichen Belastung nur 1200 verbraucht. Was nun? Lebenslängliche Diät.?

      • Donald sagt:

        Dann soll jene mit einem Verbrauch von 1200 eben nur 1200 Kalorien pro Tag futtern..

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ja, mache ich seit 13 Jahren so, aber soviel Arroganz bringt nur rüber, wer selber einen hohen Verbrauch hat, ohne eine Leistung erbringen zu müssen.

  • Colisa sagt:

    tina

    4. April 2017 um 11:01

    das widerspricht sich doch, colisa. zuerst hast du geschrieben: „Der Bauch allerdings ist nie mehr ganz gleich straff wie vor der Geburt“, und dann: „Ich sage nur dass Kinder eine Ausrede für einen Schwabbelbauch sind, wenn man wirklich will, kann man“.

    an Tina: Das Bauchgewebe ist nicht mehr ganz so straff. Ich rede von Uebergewicht, Fett.

    • tina sagt:

      das ist doch eine frage der veranlagung, dafür kann man nicht viel. mein bauch wurde wie gesagt automatisch straff, straffer als er je war. das wurde mir in die wiege gelegt, dafür kann ich nichts.
      und ebenso ist es mit der gewichtszunahme.
      abgesehen davon ist es extrem schwierig den überblick zu behalten in der schwangerschaft. man kann sich nicht mehr aufs gefühl verlassen wie vorher, auf die masse schon gar nicht.

      aber ja, wer natürlich absolut 1. priorität auf seinen körper legt, der wirds vermutlich schon auf die reihe kriegen. nur: wer hat schon nicht andere prioritäten im leben. beispielsweise lebensunterhalt verdienen und familie

  • Colisa sagt:

    6 Monate nach der Schwangerschaft kann man ohne Probleme wieder zu seiner Ursprungsfigur zurück, alles eine Frage des Wollens und Willens.
    Es ist eine faule Ausrede, dass man nach Kindern schwabblig sein muss, hier wurde einfach zuviel gegessen und fertig.
    Habt ihr schon Sportlerinnen gesehen, die nach der Geburt dick waren?
    Der Bauch allerdings ist nie mehr ganz gleich straff wie vor der Geburt.

    • tina sagt:

      das ist eine frage der veranlagung, auch das mit dem bauch: meiner war so straff wie nie so 2 jahre nach der geburt meiner söhne

    • Zimy sagt:

      … und da ist er wieder, der Imperativ an die Mütter, nach der Geburt bloss nicht auch nur ansatzweise schwabbelig zu sein (und wer es doch ist, ist willensschwach und faul). Genau das muss aufhören. Meinem Körper sieht man Schwangerschaft und Geburt noch deutlich an, aber ich denke nicht daran, nach Job und Alltagspflichten auch noch dem Pre-Baby-Body nachzuhetzen. Ist vorbei, fertig, aus. Die gesparte Zeit verbringe ich lieber mit meinem Kind. Das steigert mein Wohlbefinden deutlich mehr. 🙂

      • Colisa sagt:

        dann ist ja gut! Das muss jede selber wissen, kein Thema. Ich sage nicht jede Frau muss einen tadellosen Körper haben nach der Geburt, es ist mir ehrlich gesagt egal wie andere aussehen. Es kann jeder nur für sich sprechen. Was sind meine Prioritäten? Was ist mir wichtig? Das gilt für alle Themen im Leben.
        Ich sage nur dass Kinder eine Ausrede für einen Schwabbelbauch sind, wenn man wirklich will, kann man.

      • tina sagt:

        das widerspricht sich doch, colisa. zuerst hast du geschrieben: „Der Bauch allerdings ist nie mehr ganz gleich straff wie vor der Geburt“, und dann: „Ich sage nur dass Kinder eine Ausrede für einen Schwabbelbauch sind, wenn man wirklich will, kann man“.

    • Christoph Stoffer sagt:

      genau zb. nicola spirig. Oder viele Berühmtheiten.

  • Jänu sagt:

    Foto zum Artikel: Das hat mit Schwangerschaft doch gar nichts zu tun. Diese Frau isst nun einfach mehr, als sie verbraucht. Ergo lagern sich die Reserven an den bekannten Stellen an.
    Was denken sich Frauen eigentlich, so etwas zu veröffentlichen? So setzen sich Frauen selber dauernd unter Druck. Sie reden von nichts anderem, als ihrer Figur, von Diäten, vom Abnehmen. Sie vergleichen sich als 40-jährige mit der 18-jährigen Nachbarin.
    Das ist alles selbstgemacht und hat nichts mit Männern zu tun. Für diese gilt genau das gleiche: Wer mehr isst, als er verbraucht, der wird dick. Punkt.

    • Colisa sagt:

      so isches 🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ja man kann, aber es ist nicht einfach.

        Ich selber habe trotz körperlicher Arbeit einen sehr geringen Kalorienbedarf, sonst nehme ich zu. Also ernähre ich mich die ganze Woche von Naturjoghurt, Müesli, gedämpften Gemüse, Reis und Nudeln. Und ja, manchmal scheisst mich dieser Krampf an.

        Wie arrogant von Ihnen, herauszuposaunen, dass alles nur Willenssache ist.

    • Georg sagt:

      Recht haben Sie. Aber setzen Sie sich einen Stahlhelm auf. Ich trage auch ständig einen. Und eine schusssichere Weste. Denn wer diese Wahrheit verbreitet, lebt gefährlich… 🙂

    • Bettina Fries sagt:

      Die Frage ist aber – gibt das Gewicht einer Person Aufschluss über ihren Charakter? Ist die Zahl auf der Waage umgekehrt proportional mit dem Wert der Person gleichzusetzen? Ich habe mich lange durch solche Vorstellungen terrorisieren lassen & andere terrorisiert, wenn auch indirekt. Mittlerweile mache ich den Quatsch nicht mehr mit, mein Gewicht hat sich zwar nicht verändert aber ich werde seither immer wieder gefragt, ob ich abgenommen hätte. Spannend, vielleicht weil ich nicht mehr mit jedem Gedanken mein Dicksein in die Welt funke? Etwas nervig ist einfach, dass „oh, du hast abgenommen“ offenbar als grosses Kompliment gedacht ist – dumm nur, dass dies evtl. krankheits- oder kummerbedingt passiert (wie übrigens auch zunehmen). Darum kommentiere ich Gewichtsveränderungen nie.

  • Katharina sagt:

    Kosmetische Operationen darf man wohl nicht mehr liken. Sonst kommt die vegane Gesinnungsmafia.

    • Christoph Vogel sagt:

      Was haben kosmetische Operationen mit vegan zu tun? Einfach noch schnell einen kleinen Seitenhieb an die Veganer raushauen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Lieber Veganer, als Ignoranten welche alles in sich reinstopfen, ganz egal unter welchen Umständen diese Produkte hergestellt werden.

      • Katharina sagt:

        Ich redete von veganer Gesinnungsmafia, nicht von sich vegan Ernährenden. Dies in Anspielung an die seltsamen Like Verfahren, welche ein ganz bestimmter Veganer auf Mission, mit b raunem Hintergrund, veranlasst. Das heisst nicht, dass veganer b raun sind. das wäre ein falscher Umkehrschluss.

        Warum ich das schrieb?

        Weil in dem Text oben mMn mit ‚auf ganz natürliche Weise‘ und auch anderen Texten eine biedere Technologiefeindlichkeit mitschwingt. Technologie- und Wissenschaftsfeindlichkeit, die sich so äussert, dass solches zum vorneherein als schlecht beurteilt wird. Denkpolizei und schlussendlich populistisch.

    • Carolina sagt:

      Ich habe vier Kaiserschnittgeburten gehabt. Bei den beiden ersten, die mir mein Arbeitgeber mit einem grosszügigen Zusatzversicherungspaket bezahlt hat, kamen jeweils die Anfragen, ob ich nicht gleich nach der Geburt, biete sich ja an, den Bauch wieder in die ‚richtige‘ Form bringen lassen wolle – erst da habe ich erfahren, dass wohl viele von diesen Promis, die in der Oeffentlichkeit nach zwei Wochen damit angeben, schon wieder das Gewicht von vor der SS zu haben, wahrscheinlich eine OP hatten (finde ich auch nicht so schlimm – schlimm finde ich das Verschweigen, das So-tun-als-ob alle Frauen gleich wären, das schlechte Gewissen, das Frauen, die vielleicht in diesen Zeiten ohnehin nicht die selbstsichersten sind, damit eingeredet wird.
      Wenn operieren (und damit habe ich kein

      • Carolina sagt:

        /2 Problem), dann wenigstens dazu stehen – es gibt nichts Alberneres als die 70jährige, die aussieht wie 40 und behauptet, sie trinke 5 Liter Wasser am Tag und das war’s.
        Und vielleicht könnten wir Frauen auch mal einen Realitätscheck machen und uns nicht an aufgemotzen, operierten und fotogeshoppten Promis orientieren, sondern an unseren Freundinnen, Verwandten etc – die sich meistens mit ganz ähnlichen Problemen herumschlagen. Oder noch besser: orientieren wir uns doch an unseren Partnern, die – hoffentlich – uns genau so lieben, wie wir sind und die Tatsache, dass wir gerade ein Kind geboren haben, auch als das honorieren.

      • Katharina sagt:

        Carolina, Du vermischst zwei Aspekte: Den einen, wo Du sagts, kein Problem damit zu haben. Bei Sectio ist ja die Grenze zwischen zunähen und etwas formen fliessend (und kostet gleichviel, zumindest hier). Mit dem anderen: Also was die gelbe Promi Presse schreibt, genährt von den PR Verantwortlichen der jeweiligen Promimarke. Nur darum geht es da. Du machst dann den Fehlschluss, dass alle, die kosmetische chirurgische Massnahmen machen liessen, sich an einem gephotoshoppten Ideal orientierten. Und damit bewegst Du Dich dann eben auch eher in der aburteilenden Gruppe. As in: Frau überlegt sich dann, die Tatsache des Nip and Tuck zu erwähnen.

        Denkst Du ich gebe einen 5stelligen Betrag aus, ohne mit meiner Partnerin vorher darüber zu reden? Und dass das bereden an sich schon ein Drama sei?

      • Carolina sagt:

        K, nein, ich mache den Fehlschluss keineswegs, sondern ich sage:
        1. Jede nach ihrer Facon und es ist mir tatsächlich völlig egal, was Sie oder jede andere Frau mit ihrem Körper machen.
        2. Was ich überhaupt nicht goutiere – vor allem, weil Geburten oft genug für Frauen (ich rede jetzt mal nur von ihnen) Zeiten höchster Empfindlichkeit, Unsicherheit und Anpassungsschwierigkeiten sind – ist eine mediale Ueberpräsenz von Frauen, die uns vorgaukeln (und ein Schelm, wer so tut, als hätte das keinen Einfluss auf unser aller Denken und Fühlen), sie könnten allein aufgrund ihrer Disziplin, ihrer formidablen Lebensweise und ihres Willens zu einem bestimmten wohlgeformten Frauenbild zurückmutieren.
        3. Ehrlich wäre es, dazu zu stehen, operiert worden zu sein – dann besteht auch kein Anlass für

      • Carolina sagt:

        /2 andere, an ein völlig schöngeredetes postgeburtliches Märchen zu glauben.

        Genauso wie ich daran glaube, dass für viele junge Mädchen der mediale/social-media Druck eine ganz erhebliche Rolle spielt, glaube ich auch daran, dass nur die wenigsten von uns so frei und selbstbewusst sind, diese (vermeintlichen) Erwartungen ganz einfach zu ignorieren. Es gehört eine Bewusstseinsmachung dazu und es ist wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass in der richtigen Welt Frauen nach Geburt(en) einen veränderten Körper haben, mit dem sie in der Regel erst mal lernen müssen zu leben.

      • Christoph Stoffer sagt:

        @Carolina

        „sondern an unseren Freundinnen, Verwandten etc – die sich meistens mit ganz ähnlichen Problemen herumschlagen.“

        Und mit Problemen meinen Sie zu viel essen, Faulheit und Mangel an Disziplin?

        Schönheitsideale sind Ideale weil sie schwierig zu erreichen sind, sei das Modelmasse oder Bodybuilder look.

    • Blog-Redaktion sagt:

      @Katharina: Doch, darf man – jede nach ihrer Façon. Doch Frauen (und Männer) sollen merken, dass der Körper nach einer Geburt nicht ruck zuck in die alte Form zurückspringt. Es bleiben Risse in der Haut, Narben, ausgeleiertes Gewebe – temporär oder für immer. / gb

      • Katharina sagt:

        ‚Doch Frauen (und Männer) sollen merken, dass der Körper nach einer Geburt nicht ruck zuck in die alte Form zurückspringt.‘

        Sehen Sie, Sie unterstellen, dass Frauen und Männer das nicht wüssten. Sie hängen das an ein paar Spammails auf. Warum erhalten Sie überhaupt Mails von kosmetischen Chirurgen?

        Dann nehmen Sie eine Story, wo es klar ersichtlich um Orthorexie geht. Wo das Fazit der Frau ist ‚Love makes you fat‘. Das ist gegenüber Menschen mit echten Gewichtsproblemen skurril. Weiter impliziert es, dass dünnere ungeliebt seien und Leute, die entweder Sport machen, oder chirurgisch nachhelfen an narzistischer Persönlichkeitsstörung leiden. Ein Innuendo, das Sie selber in Ihren Text einbauten.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ach immer mit der b raunen Keule KaTH und merkt nicht, dass die selber dunkelb raun ist.

        Fortschritt und Technologie sind auch ohne Tierversuche möglich, aber kostet halt mehr. Alles eine Frage der Ethik. Ein Begriff, welcher in Ihrem Weltbild und das Ihrer Landsleute keinen Platz hat.

      • Katharina sagt:

        TvS: Im Gegensatz zu den Likes Verfahren, in die btw Grössen der schweizerischen Journalistengemeinde auf angeklagtenseite involviert sind, wohin ich den Bezug machte, ist Ihr Beitrag hier in der tat justiziabel.

        Ich hake es aber grosszügigerweise unter mangelndem Text- und Kontextverständnis ab. vorläufig.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Das Foto rechts hat eindeutig (auch) seinen Reiz: Was soll daran hässlich sein?

      • Zufferey Marcel sagt:

        Selbst wenn die Frau rechts im Pre-Baby-Body-Stadium wäre, fände ich sie reizvoller. Ob Pre- oder After ist völlig unerheblich. Aber damit wären wir ja wieder bei den viel zu viel diskutierten Schönheitsidealen…

      • Sportpapi sagt:

        Zum Glück sind ja Geschmäcker verschieden. Das Problem ist aber nicht der Körper, sondern die unerwünschte Veränderung.
        Die Frau möchte lieber ein paar Pfund weniger, wie vorher. Der Partner hätte das vielleicht auch lieber.

      • Susi sagt:

        Ja, die Geschmäcker sind verschieden, aber darum geht es doch nicht mal, sondern eben darum, dass der Körper auf dem rechten Foto als „fat“ bezeichnet wird! Wo kommen wir denn da hin?

        (Zum Geschmack: Hätte mein Mann die Wahl zwischen den beiden Bildern, würde er wohl ohne zu zögern die links verschmähen; die rechts käme sicherlich gut an. Und nein, ich habe weniger dran als die rechts, aber ich habe soeben beschlossen, mir jetzt zu meinem Salat ein Brötchen zu gönnen. Carbs, shmarbs.)

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Vermutlich bezeichnet sie sich vor allem selber als fett. Hier ist von „rund und weich“ die Rede… Wie würdest du es denn bezeichnen?

      • Sportpapi sagt:

        Nebenbei: wie fandest du denn den Auftritt der JUSO-Frauen?

      • Susi sagt:

        @S.P.: Ja, es steht „rund“ und „weich“. Und es steht auch, dass diese Frauen für couragiert gehalten werden. Dass es Mut brauche, zu so einem Körper zu stehen. Ich finde das echt skandalös.

        Um deine Frage zu beantworten: Ich würde diesen Körper als kurvig-sexy bezeichnen.

        (Juso hab ich verpasst.)

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Was ist daran „skandalös“ (das Wort wird irgendwie inflationäre gebraucht).
        Es ist schlicht die Realität. Eine, die man allenfalls bedauern kann.
        Es ist ja auch ein Unterschied, ob man sich so im Alltag oder in der Badi bewegt, oder ob man sich fotografiert und das Bild verbreitet.
        Zu den Bezeichnungen: Ich sehe schon, da findet man keinen objektiven Massstab. Aber noch einmal: Mir wäre der Prozess eigentlich sehr viel wichtiger, also das vorher/nachher (und damit ist nicht gleich nach der Geburt gemeint). Und zudem geht es mir sowieso weniger um Gewicht als um Fitness (und wie du weisst, bin ich da selber nicht gerade vorbildlich unterwegs).
        (JUSO findest du sicher noch, wenn du möchtest)

      • Susi sagt:

        @S.P.: Was genau ist „schlicht Realität“? Dass der Körper rechts unattraktiv ist?
        Wir diskutieren jetzt genau das, was ich im Eingangskommentar kritisiere und du haust in die gleiche Kerbe: Ein normalgewichtiger Körper wird als unattraktiv dargestellt, weil keine Modellmasse vorhanden sind. DAS finde ich skandalös, diese Verzerrung der Realität! Vielleicht solltest du mal in die Gebärabteilung und schauen, was tatsächlich „Realität“ ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Es ist die Realität, dass viele Frauen Mut brauchen, zu so einem Körper zu stehen. Wenn ich nur schon daran denke, wie ungern viele Frauen ins Schwimmbad gehen.
        Über die Bezeichnung „attraktiv“ könnte man separat diskutieren. Reicht „normal“, um als attraktiv bezeichnet zu werden? Wenn es nur ums Aussehen, und hier gar nur um ein Bild geht? Müssen wir uns hier wirklich etwas vormachen, und die Wahrnehmung der Leute verzerren?
        Ach ja, und ich habe insgesamt fast drei Wochen im Geburtshaus gewohnt. Aber um Frauen direkt nach Geburt geht es ja eigentlich nicht, oder?

      • Marcel Zufferey sagt:

        Die JUSO-Barbusigen findet man hier:

        http://www.blick.ch/news/politik/tamara-erklaert-ihre-busen-aktion-wir-machen-es-wie-femen-id6384904.html

        Nette Aktion. Und vor allem totaal spektakulär, item: Susi, wer genau verursacht denn diesen Skandal? Ich denke- und der Artikel bestätigt da meine Ansicht- dass die Frau der Frauen Wolf ist.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Menschen, die zueinander finden und eine Familie gründen, wissen, was Kinder für den Körper einer Frau bedeuten. Die Natur ist da erbarmungslos. Wer diese Veränderungen nicht in Kauf nehmen will, sollte keine Kinder haben. Das trifft sowohl auf Frauen, als auch auf Männer zu.

      • Susi sagt:

        Also, dann halt nochmal: „Normal“ ist weder attraktiv noch unattraktiv, sondern einfach Durchschnitt. Und wenn ein (mindestens) durchschnittlich aussehender Körper wie der oben als problematisch dargestellt wird, was sollen denn die 50% der Frauen denken, die noch weniger dem mitteleuropäischen Ideal entsprechen? Darum geht es mir die ganze Zeit. (Drücke ich mich echt so unverständlich aus?)

        Der Körper verändert sich in erster Linie durch das Alter: das Gewebe wird schwächer, der Stoffwechsel langsamer, der Muskelanteil nimmt ab; man muss nicht immer alles auf die Schwangerschaften und Kinder schieben. Warum sollte ein Kind den Körper des Mannes verändern? Weil er ständig die Resten aufisst?

      • Susi sagt:

        @M.Z.: Grad noch das erste Posting gesehen. Ich finde nicht, dass man das nur auf die Frauen schieben kann. Immerhin sind es die Männer, die bei der Frauenwahl häufig sehr körperfixiert sind.
        Ich habe diese Erfahrung auch mal gemacht, dass ein Partner ständig mein Essverhalten kritisierte. Ob denn jetzt diese Vorspeise sein müsse. Gleichzeitig regte er sich auf, dass so viele Frauen in seinem Umfeld angeblich essgestört waren. Ich hatte Grösse 38 und irgendwann keine Lust mehr, mich über meine Restaurantbestellungen zu rechtfertigen…

        Summa summarum sind wohl beide Geschlechter an dieser Hetze beteiligt.

      • Marcel Zufferey sagt:

        @Susi: Ja, daran sind wohl beide Geschlechter schuld, aber nicht beide gleich schuldig: Die Frauen sind da schon ein bisschen schuldiger. Ein Blick auf die aktuellen Titelseiten beinahe aller Frauenmagazine, auch Brigitte und Anabelle, spricht da Bände. Die Redaktionen bestehen mehrheitlich aus Frauen. Aber als Sapiosexueller, der nicht ausschliesslich auf äussere, weibliche Reize anspricht, bin ich da wohl eher nicht das Mass der Dinge. Zudem: Attraktivität ist nicht zwingend und alleine von der Schönheit abhängig.

      • Susi sagt:

        @M.Z.: Ihre Argumentation ist zu einfach, denn Sie schauen sich nur das Verhalten an, nicht aber den Grund dafür. Diese Fixiertheit der Frauen, der Druck, den sie sich selbst auferlegen, zeugt doch letztlich vom Wunsch, bei der Männerwelt gut anzukommen bzw. den eigenen Marktwert zu steigern. Die ganze Dynamik hat ihren Ursprung bei der Nachfage, bei der aufs Äussere fixierten Männerwelt. Und dass Männer beim Sex tendenziell stärker über den visuellen Kanal funktionieren als Frauen, muss glaub nicht diskutiert werden, oder?

      • Martin Frey sagt:

        @Susi:
        „Diese Fixiertheit der Frauen, der Druck, den sie sich selbst auferlegen, zeugt doch letztlich vom Wunsch, bei der Männerwelt gut anzukommen bzw. den eigenen Marktwert zu steigern.“
        Ist das wirklich der einzige Antrieb, Susi? Dann müssten ja zumeist Männer Follower der tausenden von Bloggerinnen, Instragram-Queens, it-girls und anderen Selbstdarstellerinnen sein, und nicht gefühlt >95% Frauen. Ja, ich denke, wohl nur die wenigsten Männer kennen überhaupt einen Namen wie Kylie Jenner, geschweige messen dem irgendeine Bedeutung zu.
        Natürlich versuchen Frauen seit Jahrhunderten, Männern zu gefallen. Aber Frauen sind sich auch wohl sehr bewusst, dass Frauen permanent andere Frauen taxieren. Und dass deren Kritik oft bedeutend gnadenloser ist.

      • Susi sagt:

        @Martin: „Ist das wirklich der einzige Antrieb, Susi?“

        Nein, das behaupte ich auch nirgendwo. Ich bin aber der Meinung, dass es der Hauptantrieb ist. Es ist das, was uns von klein auf eingebläut wird: Die Frauen müssen gut ausschauen, um bei den Männern gut anzukommen, denn Männern ist gutes Aussehen des Gegenübers sehr wichtig.

      • Susi sagt:

        /2 @Martin:
        Die These wird noch darin unterstützt, dass nicht nur Frauen, sondern auch Schwule sich diesen Druck auflegen, gut auszusehen. Ich besuche seit Jahrzehnten verschiedene Fitnesscenter (Intercity-Card) und das Bild ist überall das gleiche: Die absolute Mehrheit der Männer, die sich dort (meistens in schönen Outfits) abquälen, ist schwul. Weil… eben, die Schwulen müssen bei Männern gut ankommen, Optik ist darum überaus wichtig. Schwule legen sehr viel Wert auf das Äussere. Die wissen schon, warum.

      • Martin Frey sagt:

        @Susi:
        „Es ist das, was uns von klein auf eingebläut wird: Die Frauen müssen gut ausschauen, um bei den Männern gut anzukommen, denn Männern ist gutes Aussehen des Gegenübers sehr wichtig.“
        Das ist es auch, alles andere wäre gelogen. Auch wenn nun viele whs. Gender, Sexismus und wasauchimmer schreien. Im Ggs. zu anderen Kommentierenden sehe ich durchaus, dass auch viele Männer sehr erbarmungslos Anforderungen an ihre Partnerinnen stellen.
        Nichtsdestotrotz sollte man den Druck unter Frauen doch wohl nicht unterschätzen, meinen Sie nicht? Nach meinem (männlichem) Empfinden sind Frauen sich und andere ständig am taxieren, selbst wenn gar keine Männer anwesend sind. Keine (jüngere) Frau geht z.b. an einer verglasten Scheibenfront vorbei ohne sich dabei selber zu beobachten.

      • Martin Frey sagt:

        /Ob das alles nun anerzogen ist, und inwieweit, wage ich nicht zu beurteilen. Ich denke aber, dass das Thema Körperkult/Eifersucht/Konkurrenzdruck/Selbstwertgefühl über die direkt formulierten Erwartungen der Männer hinausgeht. Dass das wirklich ein Stück weit auch ein Frauending ist, wie zb. auch die berühmt-berüchtigte Stutenbissigkeit.
        Fitnesscenter, grad der Innercity, sind wie auch die Schwulenszene selber halt eben auch ein Stück weit eine Subkultur und deshalb wohl nicht ganz repräsentativ. Persönlich kenne ich auch Schwule die überhaupt nicht derart äusserlich fixiert sind, und sich auch nicht da bewegen. Und bei denen, die es tun, könnte man dann wiederum diskutieren, welcher Teil ihrer Präferenzen für ihre Fixation auf Aeusserlichkeiten nun ausschlaggebend ist.

      • Marcel Zufferey sagt:

        @susi: Dass wir Männer mehr auf optische Reize reagieren, dürfte richtig sein. Ihr Queerblick ist dafür Beweis genug. Wobei queer nicht einfach queer ist: Nicht alle sind Szeneschwule, ganz im Gegenteil. Und nicht überall ist schön sein, bzw. attraktiv sein, das Mass der Dinge. Aber würden Sie nicht auch sagen, dass Frauen ihren Geschlechtsgenossinen mehr gefallen wollen, als Männer Männern?

        Welches Geschlecht nun optisch attraktiver ist (und damit auch mehr Projektionsfläche für allerlei Motive bietet), vermag ich als heterosexueller Mann beim besten Willen nicht zu beurteilen. Überhaupt bin ich nicht imstande, mir ein wenigstens einigermassen objektives Urteil über Frauen zu bilden, das liegt in der Natur der Sache. Insofern ist mein Wahrnehmungsradius hier evtl. etwas eingeschränkt.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Vielleicht noch ergänzend: Der weibliche Körper scheint zumindest etwas mehr Objekt zu sein, als der Männliche. Und das schon seit (zehn)tausenden von Jahren! Ich denke da z. B. an die Venus von Willendorf, die immerhin schon 29’000 Jahre alt ist. Allerdings dürfte hier auch der Fruchtbarkeitskult eine Rolle gespielt haben- ein nicht zu unterschätzender Aspekt bei der Bewertung der weiblichen Attraktivität.

        P.S. Eine Antwort wartet noch auf Freischaltung.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Wenn Männer sich wie Frauen verhalten und deshalb sehr viel Wert auf ihr Äusseres legen, so heisst das immer noch nicht, dass dies wegen den Männern der Fall ist.
        Ob Männer mehr wert auf Äusseres legen als Frauen, und ob sie wirklich mehr auf Optisches aus sind (und wenn ja – worauf denn?), da bin ich keineswegs sicher.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: „Die ganze Dynamik hat ihren Ursprung bei der Nachfage, bei der aufs Äussere fixierten Männerwelt.“ Oder bei den Frauen, die ihr Leben auf die Wünsche von Männern ausrichten? Bei mir kommt das jedenfalls so an, als ob es auf der anderen Seite für die Männer Pflicht wäre, Karriere zu machen, weil Frauen nur auf Sozialstatus und Einkommen achten – etwas gar simpel.
        Aber wie auch immer: Wir können doch nicht einfach die Wahrnehmung verändern, „Attraktivität“ nicht nur neu definieren, sondern geradezu die Menschen einer Gehirnwäsche unterziehen, nur weil wir gerne andere Massstäbe hätten, als sie aktuell angewendet werden. Wie soll das gehen?
        Und letztlich kommen dann noch die persönlichen Vorlieben dazu – individuelle Schönheitsideale.

      • Martin Frey sagt:

        @Zufferey
        „Welches Geschlecht nun optisch attraktiver ist (und damit auch mehr Projektionsfläche für allerlei Motive bietet), vermag ich als heterosexueller Mann beim besten Willen nicht zu beurteilen.“
        Ich schon. 😀 Nein im Ernst, da sind die meisten von uns glaub ich, mehr oder weniger einig. Auch alle Heterofrauen, die ich kenne, sagen unumwunden, dass die Ausstrahlung einer schönen Frau im Idealfall nicht zu toppen ist. Oder anders gesagt, nach einer schönen Frau drehen sich immer mehr Köpfe, Frauen und Männer, jeglicher Ausrichtung, als nach einem schönen Mann.
        Diesen Umstand können Sie nicht zuletzt auch an den Modelgagen ablesen.

      • Susi sagt:

        Fitnesscenter = Subkultur? Ok… Für mich ist es ein Ort, an welchen Leute gehen, die auf einen gesunden (und möglichst gut aussehenden) Körper Wert legen.
        Und nochmal: Ich habe nirgendwo gesagt, dass ALLE Schwulen und ALLE Frauen ihrem Äusseren vermehrt Sorge tragen, sondern, dass das Klientel sämtlicher Fitis zu mindestens 90% aus Frauen und Schwulen besteht.
        Ich habe auch nirgendwo gesagt, dass Frauen sich NUR pflegen, um den Männern zu gefallen oder dass Stutenbissigkeit nicht existiere, sondern habe reagiert auf M.Z.s Aussage, das käme ja vor allem von den Frauen selbst.
        Dass Männer (mehr als Frauen) auf optische Reize abfahren, ist allgemein bekannt; wenn man sich nicht sicher ist, dann google man doch einfach „Mann optische Reize“ (oder „men visual triggers“).

      • Marcel Zufferey sagt:

        @Martin Frey: Ja, eine attraktive Frau ist zweifellos ein Naturspektakel, das kaum zu toppen ist. Im Gegensatz zu vielen Tierarten, Pfauen beispielsweise oder Paradiesvögel, Löwen, Hirschkäfer, usw. sind bei unserer Spezies die Weibchen optisch das spektakuläre Geschlecht 😉

      • Susi sagt:

        Antwort wartet noch. Zur optischen Attraktivität der Geschlechter, meistens ist es doch so, dass eine als Mann verkleidete Frau einen hübschen Mann abgibt, ein als Frau verkleideter Mann dann aber eher unattraktiv wirkt (Gesicht). Daraus könnte man schliessen, dass die Frauen schöner sind als die Männer, oder?
        Als attraktiv wird i.d.R. wahrgenommen, was gesund wirkt. Symmetrie spielt dabei auch eine grosse Rolle.

      • Susi sagt:

        Ich finde insgesamt, dass mir hier ziemlich viel in den Mund gelegt wird…
        Ich wollte lediglich darauf hinaus, dass wir uns mit einem solchen Artikel bzw. einer solchen Auslegung des Themas und der Bilder auf einem gefährlichen Weg der Ironie befindet. Essstörungen sind verbreiteter als man denkt und wohl eine Erscheinung der Neuzeit.

      • Susi sagt:

        Ich werfe hier nochmal eine Frage auf, die mir grad durch den Kopf geht, ich aber noch nie in diesem Kontext betrachtet habe.
        Wer entspricht grundsätzlich eher dem gängigen Schönheitsideal, ein Mann, der einen Mann als Partner sucht, also den Männern gefallen will, oder eine Frau, die eine Frau als Partnerin wünscht, also einer Frau gefallen will?
        Und warum ist das so?

      • Sportpapi sagt:

        „Als attraktiv wird i.d.R. wahrgenommen, was gesund wirkt.“ Dann wären also doch die Männer attraktiver…
        Ehrlich gesagt finde ich die Diskussion müssig und etwas weit hergeholt, welches Geschlecht denn nun attraktiver wäre. Ist ja auch nicht das Thema.
        Mein Thema ist, dass wir körperliche Veränderungen, die nun mal passieren, nicht damit schönreden müssen, dass sie auch anderen passieren. Und der Verweis auf Essstörungen soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Schweizer, ich inklusive, ein ganz schönes Übergewicht (Wohlstandsbäuchlein) mit sich herumschleppen, das doch zu einem grösseren Teil selbst verschuldet ist.
        Nur ein Problem muss es nicht unbedingt sein. Hat ja jeder selber seine Prioritäten, und ich esse und trinke auch viel zu gerne…

      • Martin Frey sagt:

        Also, ich hoffe nicht, dass ich Ihnen auf unzulässige Art „ziemlich viel in den Mund gelegt“ habe, Susi. Aber Ihre Fragen finde ich noch spannend.
        „Als attraktiv wird i.d.R. wahrgenommen, was gesund wirkt. Symmetrie spielt dabei auch eine grosse Rolle.“
        Zudem gelten heutzutage eher weiche, harmonische Gesichtszüge als attraktiv, muss man noch hinzufügen. Was sehr maskulinen Männern mit Vierkantschädeln eher zum Nachteil gereicht.
        Interessanterweise ähneln sich die aktuellen Schönheitsideale, von einzelnen kleineren Unterschieden, über viele Soziokulturen hinweg doch weitgehend.
        Wenn ich in der Schule wäre, würde ich auf „Fangfrage“ tippen, Susi.
        Tatsächlich aber steht und fällt die Antwort schlicht und einfach mit den Präferenzen der Suchenden, die iaR das Konträre wollen.

      • Susi sagt:

        @Martin: „Zudem gelten heutzutage eher weiche, harmonische Gesichtszüge als attraktiv, muss man noch hinzufügen. Was sehr maskulinen Männern mit Vierkantschädeln eher zum Nachteil gereicht.“

        Ich habe mal gelesen, dass Frauen zur Zeit des Eisprungs härtere Gesichtszüge vorziehen, in der restlichen Zeit eher weichere. Auch interessant, oder?

      • Susi sagt:

        @S.P.: „dass viele Schweizer, ich inklusive, ein ganz schönes Übergewicht (Wohlstandsbäuchlein) mit sich herumschleppen, das doch zu einem grösseren Teil selbst verschuldet ist.“

        Gehört die Frau auf dem zweiten Bild deiner Meinung nach in die Kategorie der Übergewichtigen?

      • Susi sagt:

        @M.F.: Antwort wartet noch. Neuerdings befördert mich Ihr Name in die Warteschlaufe…

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Du führst mich aufs Glatteis…
        Übergewicht vermutlich nein. Aber unfit (und das ist mir wichtiger). Mir gefällt das nicht so. Kein Problem ein halbes Jahr nach Geburt. Aber danach hätte ich andere Vorstellungen von attraktiv.

      • Susi sagt:

        @S.P.: Aber das Bild rechts zeigt doch eine Körper, den die meisten Frauen kaum erreichen können.
        Nehmen wir mal mich, ich hatte in meinem Leben Phasen, in welchen ich sehr viel mehr Sport betrieb als die Durchschnittsfrau, zu Wettkampfzeiten waren das 2+ Stunden Schwimmen täglich an sechs Tagen die Woche plus zweimal frühmorgendliches Krafttraining. Da muss man schon ziemlich angefressen sein und sich die Zeit/Energie nehmen, sowas durchzuziehen. Und DENNOCH sah ich nie aus wie die Frau links; ich hatte einen höheren Fettanteil und einen grösseren Muskelanteil, von „thigh gap“ konnte keine Rede sein.
        Nun wird ein solcher Körper, wie der auf dem Bild als Ideal gefeiert. Ein Ideal, das für die absoute Mehrheit sehr schwer zu erreichen ist. Und DAS ist doch problematisch?

      • Susi sagt:

        Ich habe übrigens gestern meinem Mann die Bilder unter die Nase gehalten und gefragt, was ihm besser gefalle. Er meinte, der Körper rechts, der links sei ihm zu mager. (Nun, gut, ev. nicht repräsentativ. Die Männer, die mit mir zu tun haben/hatten würden sicher mehrheitlich die rechts wählen.)
        Worauf ich aber hinauswollte, ist die Frage, was denn nun realistisch ist ab einem gewissen Alter.

      • Susi sagt:

        Ich gehe nochmals von mir und meinem Umfeld aus: Ich mache 2-3mal wöchentlich Sport, für mehr habe ich keine Zeit. Wenn ich mit meinem Essverhalten in der Komfortzone bleiben will, dann wird es wahrscheinlich etwa beim jetzigen Gewicht bleiben. Du weisst ja, wie ich jetzt aussehe, für Alter, Konstitution und Lebensstil „as good as it gets“. Aber von den Medien wird mir vorgegaukelt, ich könnte auch wie eine dunkle Heidi Klum aussehen. Theoretisch.

      • Susi sagt:

        Übrigens ist das ja auch in einigen Kommentaren zu lesen hier. Man muss halt einfach wollen.
        Ja. Aber zu welchem Preis?

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Susi: „Aber von den Medien wird mir vorgegaukelt, ich könnte auch wie eine dunkle Heidi Klum aussehen. Theoretisch.“

        Sehr theoretisch, ja: Sie können die Medien ja einfach ignorieren. Medien bringen zielgruppengerechte Produkte auf den Markt, es besteht also eine Nachfrage nach genau diesen Produkten. Es ist letztendlich so, wie M. Frey schreibt: Die meisten Follower der Instagram-Beauties sind Frauen. Wobei das Internet die Nachfrage- im Gegensatz zu den klassischen Medien- selber generieren kann.

        Was den eigenen Körper angeht: Der Alterungsprozess ist eine Tatsache, mit dem man sich mühelos arrangieren kann. Wenn man denn will. Aber offenbar richten sich Frauen generell stärker nach Drittmeinungen, als Männer.

      • Susi sagt:

        @M.Z.: „Sie können die Medien ja einfach ignorieren.“
        Ähm, also, erstens kann ich das nicht, nein, denn ich unterrichte Medienkunde, da wird das schwieriger. Zudem geht es ja nicht um mein seelisches Wohnbefinden, sondern es geht um einen besorgniserregenden Trend! Ich benutzte mich und Heidi Klum (omg, diese Nennung im gleichen Satz…) als Symbolfiguren in einem Vergleich, der in der gegebenen Situation konstant stattfindet.
        Und JA, die Frauen orientieren sich vielleicht mehr an der Fremdwahrnehmung, darüber haben wir ja jetzt x-mal geschrieben und drehen uns offenbar im Kreis.

      • Susi sagt:

        Wohlbefinden natürlich, nicht Wohnbefinden.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Es heisst „ideal“, weil es von den meisten Menschen nicht erreicht wird, vielleicht sogar von allen. Ausserdem geht es mir weniger ums Gewicht, als mehr um eine gewisse Fitness, Sportlichkeit. Da kenne ich durchaus rundliche Frauen, die mir sehr gut gefallen. Sagte ich schon, dass ich auch manche Werferinnen toll finde, wenn auch natürlich nicht alle. Aber das ist ja nur mein Typ.
        @Martin Frey: Es ist eigentlich bezüglich Muskulatur bekannt, dass der grösste Teil des altersbedingten Abbauprozesses keineswegs naturgegeben ist. Sondern auf zunehmenden Nichtgebrauch zurückzuführen ist.

      • Susi sagt:

        @S.P.: Werferinnen? Dann wäre ich wohl früher auf deiner Wellenlänge geschwommen. Im Gymi hielt ich den Rekord im Kugelstossen, ich war sogar besser als die zwei Jahrgänge über mir.
        Haha! 😀

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Vermutlich. Aber du standest ja damals auf Rockträger – damit konnte ich nicht dienen…

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Eine Frage noch: Wenn die Frauen das attraktivere Geschlecht sind. Warum betreiben sie dann so viel mehr Aufwand, um sich „schön“ zu machen? Warum geht kaum mehr eine ohne Maske im Gesicht zur Tür hinaus?

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi:
        „Es ist eigentlich bezüglich Muskulatur bekannt, dass der grösste Teil des altersbedingten Abbauprozesses keineswegs naturgegeben ist. Sondern auf zunehmenden Nichtgebrauch zurückzuführen ist.“
        Nicht nur deswegen sollte man älteren, sportlich aktiven Leuten empfehlen, mehr Kraft zu trainieren anstatt nur kardiovaskulär. Bei den jungen Leuten, die oft mehr Kraft/Muskeln haben als irgendwie sinnvoll, ist das Verhältnis oft genau umgekehrt. Zumindest in den Fitnesscentern (@Susi).

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: „Nicht nur deswegen sollte man älteren, sportlich aktiven Leuten empfehlen, mehr Kraft zu trainieren anstatt nur kardiovaskulär.“
        Sehr einverstanden. Wobei das mittlerweile wohl schon bekannt ist. Heute kombiniert man ja eher motorische Aufgaben mit kognitiven.

      • Susi sagt:

        @S.P.: Ich sage nirgends, Frauen seine attraktiver als Männer, ich sage, sie seien schöner. Für mich ist Attraktivität nicht gleichzusetzen mit Schönheit.

        Warum manche Frauen sich anmalen? Um NOCH schöner zu sein? Ich weiss nicht, bei wie vielen man tatsächlich von einer „Maske“ reden kann, wohl bei einer Minderheit.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Martin Frey: „Nicht nur deswegen sollte man älteren, sportlich aktiven Leuten empfehlen, mehr Kraft zu trainieren anstatt nur kardiovaskulär.“

        Bahnhof: Was genau bedeutet das? Kein Ausdauersport mehr? Oder zumindest nicht nur? Da Sie Arzt sind, würde mich Ihre Antwort ganz besonders interessieren!

      • Martin Frey sagt:

        Sorry, Herr Zufferey, habe erst jetzt Ihren Post gesehen.
        Habe momentan keine Zeit für vertiefte Ausführungen, aber die Idee ist nicht, bei älteren Menschen kein Ausdauersport mehr zu empfehlen, sondern in der Relation Krafttraining höher zu gewichten.
        Dazu ein Link auf die Schnelle:
        https://www.aerzteblatt.de/archiv/90696/Intensitaet-und-Effekte-von-Krafttraining-bei-Aelteren

      • Marcel Zufferey sagt:

        @M. Frey: Vielen Dank für die Antwort. Das wusste ich nicht!

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: Die „Sportlehrer“ hätten zum Thema durchaus auch einiges beizutragen. Vielfach sind sie es – die Sportwissenschaftler – die entsprechende Forschung betreiben und bezüglich Training kompetent sind.
        Der Artikel von Martin Frey bietet eine gute Übersicht. Insbesondere im letzten Teil wurde der Weg aufgezeigt, der in den letzten 5 Jahren nun tatsächlich vor allem begangen wurde. Dual Task Aufgaben, kombiniertes Training und vor allem deutlich höhere Intensitäten bis hin zu HIIT-Training.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @sportpapi: Da werde ich mein Training umstellen. Habe das soeben mit einem guten Kollegen besprochen, der sich zeitlebens hart an der Grenze zum Profisport bewegt hat. Er Rennen, ich Radsport.

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: In welche Richtung? Mit Radsport macht man vieles schon mal richtig. Wenn man dann noch den Rücken und Oberkörper etwas trainiert und die Intensitäten etwas variiert (vielleicht auch das Gelände).

    • Sportpapi sagt:

      Zwischen hässlich und schön gibt es noch viel Raum…

      • Marcel Zufferey sagt:

        Stimmt: Attraktivität zum Beispiel passt da nur schwer rein.

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey?

      • Marcel Zufferey sagt:

        @sportpapi: Ja, so heisse ich?

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: Erstens stimmt Ihre Aussage nicht, und zweitens widerspricht sie meiner und damit Ihrem Ja.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Momol, sportpapi, meine Aussage stimmt. Werfen Sie doch einmal einen Blick in afrikanische Länder: Da stehen wohlbeleibte Frauen bei vielen Männern hoch im Kurs, weil ihre Fülligkeit als Zeichen von Wohlstand und Fruchtbarkeit gedeutet wird. Schönheit liegt schliesslich im Auge des Betrachters. Und je nach dem, wo sich dieser gerade aufhält, verschieben sich auch die Schönheitsnormen. Bei uns hingegen waren Rubensfrauen zuletzt im Barock begehrt. Selbst in den Fünfzigern galt Kurvenreichtum noch als Schönheitsideal. Dann kam Twiggy, etwas später die Fitnesswelle und heute Instagram…

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: Attraktiv liegt immer nahe bei schön, und nie bei hässlich… Aber immer irgendwie in der Mitte der beiden Pole.
        Dass aber schön und hässlich/mehr oder weniger attraktiv auch kulturell und mode-bedingt unterschiedlich sein kann, werde ich sicherlich nicht bestreiten.
        Von mir aus kann man auch bei „übergewichtig“ jedes Mal noch dazusetzen, in unserem Kulturkreis, nach unseren Normen…

      • Marcel Zufferey sagt:

        @sportpapi: Stimmt, den letzten Satz müsste man eigentlich immer hinzufügen. In unserem Kulturkreis sind z. Z. Sixpack-Frauen mit Instagram Porn-Look das gängige Schönheitsideal 😉

      • Sportpapi sagt:

        Was, bitte, ist ein Porn-Look?
        Aber ja, erfreulicherweise ist Fitness im Moment angesagter als Hungerhaken. Die Mode kommt mir also entgegen… Aber in meinen Augen waren die schönsten Frauen immer schon Sportlerinnen…

      • Sportpapi sagt:

        Ah, schon wieder etwas gelernt. Aber nein, das ist doch keineswegs das gängige Ideal.
        Aber wo ich immer lachen muss: Wenn es um „ungeschminkt“ geht, wofür die „Stars“ sich dann dennoch Stundenlang schminken müssen…

      • tina sagt:

        es gibt menschen, die sind einfach eher dünn aber hungern nicht dafür. könnte man da auch versuchen es nicht abwertend zu benennen? gerade frauen, denen das in die wiege gelegt wurde, hätten vielleicht gar nichts gegen ein bisschen weiblichere kurven. man sagt ja auch übergewichtig und nimmt keine schimpfwörter

      • Susi sagt:

        @tina: Ja, ausser, man bezeichnet sie als „Walross“, wie hier mal geschehen vor ein paar Jahren. (Weisch no? 😉 )

      • tina sagt:

        nein, daran erinnere ich mich zwar nicht, aber dass hier keine solchen wörter für übergewichtige gebraucht wurden (sah zumindest nichts) fiel mir auf und hat mich gefreut. immerhin ein anfang 😉

      • Susi sagt:

        http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/44001/the-future-starts-now/

        Im Text selbst! „Die beiden Walrösser in XXL-T-Shirts“
        Pfihihi, schlimmschlimm.

  • mira sagt:

    Sonst sind die Guten doch in der Regel schon mit einem Säugling in allem heillos überfordert; jedenfalls hört es sich bei dem ständigen Herumgeflenne so an. Und jetzt stellt sich immerhin heraus, dass ihnen zur Vollführung gewissen Schwachsinns doch noch ein Zeitfenster offen steht.

  • Alps sagt:

    Ich denke, mit einer massvollen, gesunden Ernährung sowie regelmässigem Sport während der Schwangerschaft lässt sich das After-Baby-Body Problem weitgehend eliminieren. Um ehrlich zu sein, ich würde mich selber belügen, wenn ich sagen würde, ich fühle mich wohl in einem schwabbligen Körper, das ist eher ein Zeichen von Resignation. Also besser bereits während der Schwangerschaft „sich nicht gehen lassen“. Ich habe mich damals bei der Gewichtszunahme strikte an die Vorgaben meiner Ärztin gehalten und regelmässig Sport getrieben mit dem Ergebnis, dass ich 2 Wochen nach Geburt bereits wieder mein Normalgewicht hatte.

    • Vierauge sagt:

      das ist schön für Sie.
      Allerdings gibt es eben auch Frauen, bei denen das nicht so reibungslos klappt. Manche können wegen Schwangerschaftsbeschwerden bis hin zur Liegeschwangerschaft keinen Sport machen, andere habe sonst viel zu tun (z.B. mit einem betreuungsintensiven Baby!), oder haben einfach andere Gene als Sie. Das ist kein Zeichen von Resignation, sondern von anderen Umständen (pun intended!).

      Disclaimer: ich bin ein Mann, kenne aber einige Frauen, die Kinder geboren haben und denen es davor, währenddessen du danach sehr unterschiedlich ging!

      • Carolina sagt:

        Danke 4-Auge! Ist auch meine Erfahrung. Und ich finde es auch sehr interessant heute, dass sich mehrere Männer melden, die anscheinend gar kein Problem mit dem nicht so durchgetunten Körper rechts haben.
        Allein in meiner Familie sind die Unterschiede riesig: die superschlanke Schwester, die von ihren Geburten einen Bauch zurückbehalten hat, obwohl sie sportverrückt ist; die Cousine, die durchs Stillen extrem abgenommen hat und total glücklich war; ich, die kein Gramm durchs Stillen abgenommen hat (weil ich hoffte, ich könnte jetzt mehr Mars Bars essen als Kompensation essen;-); unsere Mutter, die ohne Sport und ohne Stillen nach jedem ihrer vier Kinder sofort wieder ihre extrem schlanke Figur wieder bekam – und überhaupt nicht verstehen kann, warum das bei anderen Frauen nicht

      • Carolina sagt:

        /2 so ist und dann genügend Kolleginnen, die alle unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben.
        Es hilft immens, wenn ein Mann da ist, der versteht, dass die Unsicherheit der meisten Frauen in punkto allem nach einer Geburt wahrscheinlich sehr, sehr hoch ist – und nicht noch mit Maximalforderungen kommt, dass sie so schnell wie möglich wieder ‚die Alte‘ sein soll.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Ich kann mir den Mann kaum vorstellen, der „Maximalforderungen“ stellt.
        Auf der anderen Seite wird vielleicht auch nicht jeder begeistert sein, wenn die Frau an seiner Seite sich nach der Schwangerschaft völlig gehen lässt.
        Aber ich gehe davon aus, dass die meisten durchaus einen Mittelweg finden.

      • Susi sagt:

        @Carolina: Ja, das mit dem Stillen, haha! Ich „kompensierte“ mit einem mittelgrossen (280g?) weissen Osterhasen, täglich. Und irgendwann war ich über 90 Kilo! Hab dann 25 wieder abgenommen.
        (Mein Mann: „Schätzeli, du dörfsch alles. Eifach nöd mager werdä.“)

      • Susi sagt:

        Habe übrigens grad gemerkt, dass ich bei beiden Schwangerschaften vor allem im Nachhinein so richtig zugenommen hatte und beide Male im grossen Stil wieder abnehmen musste. Auch kein Picknick.

      • Carolina sagt:

        Ihr seid ja immer noch hier…..
        Susi: allein in meiner Familie gibt es soviele Beispiele dafür, wie unterschiedlich Frauen/Menschen sind. Aber, ernsthaft jetzt, ich glaube wirklich, dass der Prozess, an dem ich angefangen habe, den ganzen Sch…ss wie Schönheitsideale, Fitness- und Sportvorgaben, Anti-Ageing etc zu hinterfragen, da anfing, als ich zwei ziemlich katastrophale Jahre hatte. Seitdem nehme ich diese Dinge zur Kenntnis, sehe auch deutlich, wie beeinflussbar gerade Frauen (doch, das sehe ich wie MF: wir sind uns, wie bei vielen Themen, die ärgsten Feinde) in dieser Hinsicht sind und konzentriere mich darauf, meinen Töchtern ein stabiles Selbstwertgefühl mitzugeben. Und ich als bekennende Bunte-Leserin nenne es mittlerweile Zynismus, wie uns da etwas verkauft wird, was pure

      • Carolina sagt:

        /2 Fiktion ist.
        Aber was ich sagen wollte: Sie sind auch durch ein Tränental gegangen und vielleicht ist einer der wenigen positiven Aspekte daran, dass gewisse äusserlichen Dinge nicht mehr die Priorität haben, die sie mal hatten. Angesichts vieler, vieler Dinge, die im Leben geschehen können (das müssen ja nicht immer Katastrophen sein), kann man dann auch etwas gelassener sein, was Aeusserlichkeiten angeht.
        Ich finde es schade, dass es nicht mehr gelten soll, dass Vielfalt das Leben interessanter macht – ich möchte keinen Einheitsbrei an Menschen, sondern Menschen mit Ausstrahlung, die herausstechen (das tun sie heute ja schon mit einem Teddybärenbauch), die sich wohl fühlen in ihrer Haut, die andere so akzeptieren, wie sie sind und nicht nur als Baustelle.

      • Susi sagt:

        @Carolina: Ich kann Ihnen da natürlich nur zustimmen!!
        Und bin froh, einen Mann zu haben, der mich auch noch begehrt, wenn ich 25 kg mehr draufhabe als jetzt.

        Ich selbst bin auch empfänglich für attraktive Männer, klar, aber wenn ich die Wahl habe zwischen einem witzigen, empathischen, nicht besonders attraktiven Mann und einem überdurchschnittlich gutaussehenden Ichling, dann muss ich keine Sekunde überlegen.

      • Sportpapi sagt:

        „Ich selbst bin auch empfänglich für attraktive Männer, klar, aber wenn ich die Wahl habe zwischen einem witzigen, empathischen, nicht besonders attraktiven Mann und einem überdurchschnittlich gutaussehenden Ichling, dann muss ich keine Sekunde überlegen.“
        Ich würde ja den witzigen, empathischen Mann suchen, der auch noch attraktiv aussieht. Oder glaubst du, das schliesst sich aus?

      • Sportpapi sagt:

        Ich glaube ja, dass Erfahrungen verbinden. Und es ist ein Unterschied in den Ansprüchen, ob man jemanden neu kennenlernt/sucht, oder ob man mit ihm/ihr schon viel erlebt hat.
        Ausserdem sollte man bezüglich Attraktivität schon so pragmatisch sein, auch die eigene auf die Waagschale zu legen…

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi:
        „Ich würde ja den witzigen, empathischen Mann suchen, der auch noch attraktiv aussieht. Oder glaubst du, das schliesst sich aus?“
        Also, von den hier Anwesenden abgesehen, teils halt schon. 😉
        Im Ernst, eine meiner Thesen ist auch, es gibt unter dem Strich weniger wirklich klassisch schöne Männer als Frauen. Und die anderen Männer müssen oft mit anderen Attributen trumpfen (eben Witz, Empathie, Intelligenz usw.)

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Bei diesen Thesen halte ich nicht mit. Ich weiss auch nicht so recht, was unter klassisch schön zu verstehen ist. Ich sehe ja eher, dass Attraktivität bei Männern häufiger das Alter überdauert als bei Frauen.

      • Carolina sagt:

        MF: Was ist ein klassisch schöner Mann? Brad Pitt? George Clooney? Meiner? Und was ist eine klassisch schöne Frau? Angelina Jolie? Christa Rigozzi? Ich?
        Nur weil eine Mehrheit (scheinbar) sich darauf einigt, das und das sei klassische Schönheit, heisst es eben für den einzelnen noch gar nichts. Wenn ich mich in meiner Umgebung umschaue, sehe ich vor allem Menschelndes – im Alltag der meisten Menschen ist wohl das Gesamtpaket aus Charakter, Aussehen, ersten Prägungen, Erfahrungen etc entscheidend; daher kommt es auch bei den meisten Paaren irgendwann soweit, dass ein früheres Gleichgewicht ins Kippen kommt. Sex z.B. wird nicht mehr so wichtig oder/und das Aussehen – da wird dann eine neue Gewichtung notwendig und Dinge wie Treue, Verlässlichkeit, Humor und, ja, gemeinsame Erfahrungen

      • Susi sagt:

        Ich schliesse mich hier M.F. an. Und eben, Attraktivität muss nicht mit Schönheit gleichgesetzt werden..

        Zum anderen Thema, meine Erfahrung ist, dass Männer und natürlich auch Frauen, die übermässig mit ihren Äusseren beschäftigt sind, (Körperkult, übermässig besorgt über Veränderungen, die mit dem Altern zusammen hängen etc.) und durch diesen Aufwand (trainieren/schminken/Maniküre etc. im Übermass, ev. auch kosmetisch-chirurgische Eingriffe) dann tatsächlich sehr gutaussehend sind, häufig ein schlechtes Selbstwertgefühl und kein gutes Empathievermögen haben.

        Aber eben, es gibt ja auch das schöne Mittelmass.

      • Susi sagt:

        @Carolina: Es gibt Studien, die sich damit auseinandergesetzt haben, welche Gesichtszüge als schön empfunden werden. Hatte anscheinend viel mit den Proportionen und mit Symmetrie zu tun.

      • Susi sagt:

        Also, man würde Brad Pitt und George Clooney sicher als schöner bezeichnen, wenn man sie mit Danny DeVito und Didi Hallervorden vergleicht. Oder Angelina Jolie mit Helga Feddersen.

      • Carolina sagt:

        /2 sind dann entscheidender für ein Zusammenbleiben oder eine Trennung.
        SP: Dass Männer im Alter attraktiver seien als Frauen, halte ich für ein Gerücht! Das hat wohl mehr mit Männerphantasien zu tun (Frischfleisch ist für viele Männer immer noch erstrebenswerter als das alte, bewährte – was übrigens in der Fantasie alter Frauen wohl genauso ist, nur schalten sie irgendwann ihren Verstand wieder ein) als mit der Realität. Auch hier zählt das Gesamtpaket und eine lebenslustige, humorvolle und aktive alte Frau ist genauso attraktiv sein wie ein Mann im selben Alter.
        Mein Mann und ich lachen oft über diesen Wahrnehmungsunterschied: er schaut sich im Spiegel an und findet sich total gut (trotz Wampe, trotz zurückgehendem Haar etc); ich sehe nur meine Defizite, während er

      • Carolina sagt:

        /3 mich als Gesamtpaket gut findet und ihn die Details, über die ich mich aufrege, überhaupt nicht interessieren.

      • Carolina sagt:

        Susi: ja, ich weiss. Das erklärt aber eben nicht, warum auch die – nach diesen Symmetrietheorien – nicht so schön aussehenden Menschen fast immer jemanden finden, der sie attraktiv findet (wo man ja manchmal schon denkt, der oder die muss blind sein). Ich denke, das Gesamtpaket, von dem ich oben sprach, beinhaltet vielleicht ganz am Anfang nur ein paar Dinge, wie z.B. Aussehen, guter Sex, Sympathie auf den ersten Blick etc – aber es ist eben immer etwas dabei, was wir schlecht erklären können, so eine Art Deckelchen für den richtigen Topf (sorry;-) – und im Laufe der Zeit füllt sich das Paket, ohne dass man darüber gross nachdenkt, weiter mit Erfahrungen, Freud und Leid etc.
        Vielleicht ist interessant das bessere Wort, aber es ist halt beliebig.

      • Martin Frey sagt:

        Ich halte es beim Thema Schönheit mit Susi, SP, Attraktivität ist nicht zwingend mit Schönheit gleichzusetzen. Aber unter dem Strich, und dabei bleibe ich, ist das weibliche definitiv auch das schönere Geschlecht.
        Was klassische Schönheit bedeutet, dabei ist sich dann das Gros der Menschheit halt doch weitgehend einig, Carolina. Und zwar interessanterweise eben über alle Kulturen hinweg. Dass in den Augen des einzelnen Betrachters das Gesamtpaket entscheidend ist, scheint unbestritten. Wobei es eben genau da um Attraktivität geht, die mit Präferenzen, mit Geschmack usw. zu tun hat. Oft weiss man selber nicht unbedingt, weshalb man von Person A angezogen ist, von Person B aber weniger.
        A. Jolie zb. ist zweifelsohne eine schöne Frau, in meinen Augen jedoch völlig reizlos.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Das Stichwort ist „übermässig“. Und für mich ist es ein Unterschied, ob man sich mit Kleidung und Kosmetik beschäftigt, oder damit, sich einen sportlichen Körper zu erhalten.
        @Martin Frey: Ich sehe nach wie vor keinen Hinweis darauf, dass Frauen irgendwie schöner sein sollten als Männer. Aber sicherlich tun sie mehr dafür…
        @Caro: Gerücht, mag sein. Aber es entspricht meiner Wahrnehmung. Ich halte weibliche Schönheit, gerade weil sie häufig eben an jugendliche Frische gekoppelt ist, für sehr viel vergänglicher.
        Insgesamt bringe ich aber erneut den Gedanken ins Spiel, dass die meisten Menschen sich ihrer eigenen Attraktivität sehr bewusst sind, und in der eigenen „Klasse“ sich orientieren. Das gelingt scheinbar recht gut (Topf und Deckel…)

      • Sportpapi sagt:

        „A. Jolie zb. ist zweifelsohne eine schöne Frau, in meinen Augen jedoch völlig reizlos.“
        Sie ist in meinen Augen äusserst schön und attraktiv und entsprechend reizend. Wenn man sie auf Bildern und vor allem in Filmen sieht.
        Das ist etwas anderes, wenn man dann noch Geschichten darum herum liest…

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: „Mein Mann und ich lachen oft über diesen Wahrnehmungsunterschied: er schaut sich im Spiegel an und findet sich total gut (trotz Wampe, trotz zurückgehendem Haar etc); ich sehe nur meine Defizite, während er
        mich als Gesamtpaket gut findet und ihn die Details, über die ich mich aufrege, überhaupt nicht interessieren.“
        Und du findest ihn vermutlich trotz der wahrgenommenen körperlichen Veränderungen immer noch attraktiv.
        Ich halte auch das für sehr pragmatisch. Natürlich weiss auch ich, dass ich vor 20 Jahren schlanker, sportlicher, besser aussehend war. Aber ich muss mich ja damit nicht vergleichen. Und: Ich habe heute anderes in die Waagschale zu werfen. Dennoch achte ich vielleicht doch etwas darauf, dass die Wampe nicht zu gross wird…

      • Susi sagt:

        @S.P. „Und für mich ist es ein Unterschied, ob man sich mit Kleidung und Kosmetik beschäftigt, oder damit, sich einen sportlichen Körper zu erhalten.“

        Diejenigen, die den Sport wegen des Aussehens tun, befassen sich i.d.R. auch sehr stark mit anderen Aspekten des Äusseren. Da ich, das gebe ich zu, eine gewisse Schwäche für solches Aussehen habe, hatte ich schon mit solchen Männern zu tun; die spielten dann äusserlich irgendwie auch eine andere Liga als ich.
        Dann gibt es diejenigen, die aus Freude am Sport täglich zwei Stunden trainieren, sich aber mit einem Kartoffelsack kleiden. (Wenn sie ihn dann ausziehen, dann ist das eine echt tolle Überraschung 😉 )
        Die zweite Sorte ist in der krassen Minderheit.

      • Martin Frey sagt:

        Meine Güte, Sportpapi, das mit Jolie war nur ein Beispiel für meine Aussage. Ich wollte damit weder Ihnen noch ihr zu nahe treten. Die Geschmäcker sind glücklicherweise verschieden.
        Ihr Faible verstehe ich, angesichts der aufgesetzten Sportlerbrille bei dem Thema, natürlich schon. Rennt sie doch zumindest einen ganzen Film lang in Spandex gekleidet herum und schwitzt dabei kaum… 😉

      • Carolina sagt:

        SP: Ich finde meinen Mann extrem attraktiv, auf eine andere Weise als vor 20 Jahren, aber dafür mit viel mehr Humor, liebevoller Gelassenheit und wie einen Reisepartner, mit dem man wunderbare, aber auch holprige Abenteuer erlebt hat. Und er scheint das genauso zu sehen – mein Körper ist sozusagen eine Landkarte dessen, was wir miteinander erlebt haben und gerade deshalb so einzigartig für ihn. Ein Bauch ist völlig egal.
        MF: Das haben Sie schön gesagt: den Unterschied zwischen schön und reizvoll (nicht: reizend!) – ich glaube, das ist genau das, was die meisten Menschen erleben (wobei das dadurch bestätigt wird, dass wirklich schöne Menschen oft darüber klagen, dass ihnen ausser Schönsein nichts zugetraut wird und sie immer mit dem Vorurteil Oberflächlichkeit zu tun haben). Reizvoll

      • Carolina sagt:

        /2 wird für mich ein Mensch erst, wenn er Ecken und Kanten hat, jenseits aller Schönheit, wenn er irgendetwas in mir zum Schwingen bringt (hihi) bzw eine Herausforderung darstellt.
        Damit wünsche ich Ihnen allen ein schönes, sonniges Wochenende!

      • Martin Frey sagt:

        @Carolina:
        Da muss ich Ihnen das Kompliment zurückgeben. Was Sie um 14:26 (@SP) festgehalten haben, ist sehr schön, und trifft letztendlich auch das Geheimnis der Leute, die sich in ihrem gemeinsamen Leben und in ihrer Liebe zueinander weiterentwickeln, auf den Punkt.
        Ebenfalls schönes und va. sonniges Wochenende!

      • Susi sagt:

        M.Z.: „Rennt sie doch zumindest einen ganzen Film lang in Spandex gekleidet herum und schwitzt dabei kaum…“

        Hahahaa!
        Ich finde, in Jolies Körper sieht man den Psycho, der sie irgendwie ist. Ew! Das Gesicht ist m.M.n. wunderschön.

        Aber mir gefällt zum Beispiel Kate Winslet oder Kate Blanchet.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Für mich war das ein Beispiel, dass man sehr gut äussere Erscheinung und sonstige Faktoren separat beurteilen kann. Den Spandex-Film habe ich nicht gesehen.
        @Caro: Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Das heisst aber auch, dass man am besten zusammenbleibt, weil der andere in einem viel mehr sieht, als dies eine neue Bekanntschaft allenfalls tun würde…

  • Martin sagt:

    Ich kann es nur aus meiner Sicht sagen, ihr braucht das nicht zu machen. Lasst es so wie es ist und altert einfach.

  • Herbert Peter sagt:

    Ja, schämt sich frau denn ihres Körpers nach der Geburt ?

    • tina sagt:

      manchmal schon ein wenig. meine güte. zuerst diese riesenpauke, man kann kaum velofahren damit. und dann, zagg, innert 2 tagen pauke weg und dafür diese riesen dinger. totale schwerpunktverlagerung. ich fühlte mich wie eine comicfigur. manchmal konnte ich lachen darüber

      • Zimy sagt:

        Ja, ich brauchte auch einige Zeit, meinen neuen Körper zu akzeptieren. Und, seien wir ehrlich, das Schamgefühl wird durch Vergleich und gehässige Kommentare anderer Frauen erzeugt, weniger durch die Männer. Man muss auch lernen, nicht mehr zu vergleichen und dummes Gerede zu überhören.

      • tina sagt:

        das meinte ich eigentlich nicht.

        ich hörte nie gehässige kommentare oder dummes gerede, daran lag es nicht. der körper verformt sich einfach durch schwangerschaft und milcheinschuss extrem über relativ kurze zeit (vorallem eben der switch nach der geburt). diese absurd grosse oberweite plötzlich. und das vergeht ja dann auch wieder.

        es ist ja nicht so, dass man einfach einen anderen körper hätte und damit muss man sich halt arrangieren. der körper wird ja über einen gewissen zeitraum stetig umgeformt.

      • Zimy sagt:

        @tina: Es vergeht aber leider nicht bei jedem. Während meine Freundin durch das Stillen beinahe ins Untergewicht kam, ging bei mir während der Stillzeit nicht ein Gramm runter. Daran hatte ich schon zu knabbern.

      • tina sagt:

        zimy, ja genau, das ist eben veranlagung, da kann man selber dran ändern.
        meine antwort an herbert peter war wirklich undramatisch auf seine frage bezogen.

  • Jeanne sagt:

    Der ideale Frauenkörper scheint der befor Schwangerschaft, durchtrainierte, ca. 25 jährige Body zu sein. In dümmlichen Selfies im weichspülmodus ins Netz gestellt. Dazu natürlich die Gegenbewegung : Bäuche, Schwangerschaftsstreifen, Cellulitis, Narben. Ich frage mich bloss warum tun wir Frauen uns das an? Ich habe als Frau schon diverse Metamorphosen erlebt. Pupertät, junge Frau, Schwangerschaften, Stillzeit, Mutter und jetzt Menopause. Es folgen Runzeln, schlaffes Gewebe, graues Haar. So what?
    Dieser sogenannte ideale Body ist normalerweise eine kurze Episode im Frauenleben, wenn überhaupt. Hören wir doch endlich auf unseren Körper angstvoll zu beobachten. Er verändert sich, und das ist gut so. Tragen wir Sorge zu ihm, er hat es verdient, immer, in jeder Lebensphase.

  • Susi sagt:

    Ich wundere mich ja immer wieder, was als „after body“ präsentiert wird, so auch beim Betrachten des heutigen Vergleichs oben. Und es wird dann auch noch als MUTIG dargestellt, dass man einen SOLCHEN Körper der Öffentlichkeit zeigt. (Wenn man dem link folgt, kann man im Fotokommentar lesen, wie die Frau sich schmerzvoll vom alten Körper verabschiedet habe, jetzt aber zu ihrer Zellulite stehe usw usf. Am Ende steht dort „love makes you fat“.) Solange wir nach einem solchen Massstab leben und einen Körper wie oben als unschön (und „fat“!) bezeichnen, ändert sich nichts an den gesellschaftlichen Zwängen.
    Ab dieser Ironie muss ich grad mal den Kopf schütteln…

    • Sportpapi sagt:

      Dort liest man auch, dass sie früher immer auf Diät war, und nie glücklich. Und heute isst sie ungesundes Zeugs. Und ist immer noch nicht glücklich.
      Ob das wirklich als Beispiel taugt?

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