Warum habe ich diese Fantasien?

64 Prozent der Frauen träumen davon, sexuell dominiert zu werden – allerdings nur in der Fantasie. Bild: Raisa Durandi

64 Prozent der Frauen träumen davon, sexuell dominiert zu werden – in ihrer Fantasie. Bild: Raisa Durandi

Ich bezeichne mich als Feministin und sehe mich als starke, unabhängige Frau. Doch ich habe immer wieder erregende Fantasien, in denen ich als Sklavin gefesselt und gequält werde. Das ist schockierend. Wie kommt es aus wissenschaftlicher Sicht dazu, dass ich diese Gedanken habe? Was kann ich dagegen tun?

Viele von uns kennen das. Plötzlich schleicht sich ein Bild, eine sexuelle Fantasie in unsere tagträumerischen Gedanken, oder wir sind einer Situation ausgesetzt, die uns unerwartet sexuell erregt. Nach der Erregung ist das Erwachen dann manchmal mit einem schlechten Gewissen gekoppelt – und den Fragen nach der Normalität dieser Fantasien, was sie zu bedeuten haben und ob es anderen wohl auch so geht.

Fantasien sind gesund

Doch ich kann Sie beruhigen: Bis auf eine kleine Minderheit haben wir alle sexuelle Fantasien, und es ist sogar gesund, diese zu haben. Studien zufolge scheinen Frauen, welche öfters in eine sexuelle Traumwelt abtauchen, auch zufriedener mit ihrem Sexleben zu sein. Was aber noch wichtiger ist: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und das ist gut so.

Doch was sind gängige Szenarien, von denen Frauen träumen, und welche sind eher ungewöhnlich oder selten? Diesen Fragen hat sich kürzlich ein Forscherteam aus Kanada gewidmet. Sex an einem ungewöhnlichen Ort, Sex mit einem Fremden, Sex in der Öffentlichkeit sowie das Mitmachen bei einem Dreier oder bei Sexorgien zählten zu den am häufigsten genannten Fantasien bei den 718 befragten Frauen – dicht gefolgt vom Wunsch, dominiert zu werden (rund 64 Prozent). In diesem Zusammenhang berichten viele Frauen oft auch von Vergewaltigungsfantasien, welche manchmal bereits als Jugendliche präsent sind.

Fantasie und Realität sind zwei verschiedene Dinge

Wie Sie selbst sind viele Frauen heute finanziell unabhängig, ehrgeizig und nehmen sich, was sie wollen und können. Das steht scheinbar im Widerspruch mit diesen Wunschvorstellungen der Unterwerfung, des Kontrollverlusts und der Handlungsunfähigkeit. Aber nur scheinbar. Denn in ihrer Vorstellung hat die Frau nach wie vor die Kontrolle darüber, wer sie wie nimmt. Da lässt sie sich gerne mal von geballter Männlichkeit überwältigen, weil sie selbstbestimmt jederzeit wieder aus dieser Vorstellung aussteigen kann. In der Realität hat eine Frau diese Kontrolle jedoch nicht. Fantasie und Realität sind also zwei Paar Schuhe, und mit einem realen Wunsch hat das nichts zu tun.

Der Studie zufolge gab nämlich rund die Hälfte der Frauen mit Unterwerfungsfantasien an, in Wirklichkeit diese Fantasie nie ausleben zu wollen. Wieso so viele Frauen von Unterwerfung träumen, ist nach wie vor nicht geklärt. Die Psychologin Cindy Meston hat herausgefunden, dass die Schaltkreise von Panik und sexueller Erregung im Gehirn miteinander verbunden sind. Demnach würden Vergewaltigungsszenen Furcht auslösen und so wiederum die Lust steigern, worauf es zu einem sogenannten Erregungstransfer kommen kann. Geben Sie sich also Ihren Fantasien ruhig und ohne schlechtes Gewissen hin. In der Realität sind wir ohnehin schon eingeschränkt genug, und da kann so ein gedanklicher Ausflug sehr erfrischend sein.

Sexualwissenschaftlerin Andrea Burri beantwortet freitags eine Leserfrage zum Thema Sexualität und Liebe. Diese wird vertraulich behandelt und ohne Namensnennung publiziert. Schreiben Sie uns auf sexologisch@tages-anzeiger.ch.

184 Kommentare zu «Warum habe ich diese Fantasien?»

  • gabi sagt:

    Nicht wenige dieser Frauen belassen es nicht einfach nur bei Fantasien, sondern möchten die dann auch ausleben. Gestellt, versteht sich. Ein durchaus vertrauter Partner darf dann den rücksichtslosen Unbekannten mimmem… Hach, wie geil!
    Den Zirkus nennt man dann gerne „Kinky Sex“.

    Für mich bleibt`s – und auch diese Studie fügt sich bestens ins Bild ein – die Sehnsucht, seinen eigenen Trieb an jemand anderen abdelegieren zu können.

    Ist die Person allerdings instabil, kann es auch gut sein, dass Spiel und Ernst sich irgendwann zu Ungunsten des Mitspielers überlagern, insbesondere, wenn andere Konflikte reingemischt werden.

    Für den Mann ist`s und bleibt es ein Risiko. Siehe Kachelmann.

    • Urs M. sagt:

      Sex ist in der heutigen Gesellschaft immer ein Risiko für den Mann. Neben Kachelmann sind da auch Geri Müller zu nennen, oder die Affäre von Spiess-Hegglin, Karl Dall und viele andere. Wenn schon diese Bekannten Männer Ärger von ihren rachsüchtigen Frauen/Geliebten bekommen, wie mag es dann erst im Alltag bei Herr und Frau Mittelstand aussehen?

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Urs M.: In sexuellen Dingen herrscht nun eine Art Gleichgewicht des Schreckens:Beide Geschlechter können sich gegenseitig vernichten…

        Interessante Ausführungen hier (aus dem Kalten Krieg): https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gleichgewicht_des_Schreckens

        Bei den von Ihnen genannten Fällen handelte es sich übrigens bei sämtlichen Klägerinnen um Journalistinnen oder zumindest Frauen mit journalistischem Hintergrund.

  • Hans Huber sagt:

    In diesen Kommentaren lese ich ausnahmslos bei jedem nur eines; eine Antwort auf nie gestellt Frage. Lest den Text doch nochmal durch, versucht zu verstehen und behaltet doch eure Theorien und Wiedersprüche zu den Theorien für Euch. Nur einmal…

  • Dream a little dream with me sagt:

    Es geht doch nicht um das warum hat sie diese Fantasien. Alle haben Fantasien. Weshalb es uns in der Regel nicht gelingt diese umzusetzen ist das eigentliche Problem. Verklemmt, Scheuen, Ängste, Blockaden, Religion, Gesetze etc. verunmöglichen sich offen, ehrlich und authentisch zu outen. Dachte mir schon oft wie viel einfacher das Leben wäre, wenn es für alle die Möglichkeit der Gedanken und Gefühle zu lesen und verstehen gäbe.

    • Patrick Bieri sagt:

      Ja, sicher, klar :-). Und die ISler haben halt so Bombenfantasien und deshalb müssen wir sofort alle „Blockaden, verklemmte Ängste, Religionsgesetze und eigentlich alles, was diese so fantasievollen Männer mit Bärten daran hindert, ihre ach so menschlichen Fantasien, die wir ja alle haben, auszuleben. Aber…das ist natürlich etwas anderes, nicht wahr. Hauptsache die durchgeknallten Frauen kriegen immer und überall was sie wollen. Blad können Männer ja auch „zum pinkeln“ ins Frauenklo, weil sie sich so irgendiwe in ihrer Fantasie grad als Frauen fühlen. Bis sie drin sind und dann werden die anwesenden Frauen schon dafür sorgen, dass die Transgender-Männer sich wieder männlicher fühlen. Manchmal frage ich mich, für wie blöd die uns eigentlich halten? Und wir euch?

  • Frank sagt:

    „Wie Sie selbst sind viele Frauen heute finanziell unabhängig, ehrgeizig und nehmen sich, was sie wollen und können.“
    Genau wie Männer. Die nehmen sich auch gerne und oft, was sie wollen und können. Und das ist gut so.

  • Carolina sagt:

    Was glauben Sie, was ich jetzt antworte, MZ? Ich bin natürlich dagegen 😉
    Wobei für mich noch eine ganze Welt liegt zwischen Misandrie/Misogynie und (ich nenne es mal unbeholfenerweise so) Alltags-Chauvinismus auf allen Seiten. Ich behaupte mal, dass den allermeisten Menschen bewusst ist, dass wirkliche Gleichberechtigung beide Geschlechter braucht – für den Alltag der meisten ist wahrscheinlich das Herbeireden eines Geschlechterkriegs mittlerweile langweilig und überflüssig. Was natürlich nichts daran ändert, dass es Probleme gibt, auf beiden Seiten. Aber wenn Sie mich kennen, wissen Sie, dass mein Steckenpferd die grassierende politische Korrektheit ist: fast schon zwanghaft nach möglichen versteckten Beleidigungen und Angriffen zu suchen; sich ein Recht darauf einzureden, in

    • Carolina sagt:

      Entschuldigung, das ist jetzt aber völlig falsch hier…….
      Sorry!

    • Zufferey Marcel sagt:

      Also in der Realität bin ich noch nie in die Lage geraten, solche Diskussionen über Gleichberechtigung zu führen, wie sie hier (und andernorten in den Medien und der Politik) jeweils statt finden. Männer und Frauen können sehr gut miteinander und stehen sich überhaupt nicht feindselig gegenüber, ganz im Gegenteil. Ich würde mal so aus der Ferne behaupten, dass wir es bei diesem Themenkomplex mittlerweile mit einen doch sehr akademischen Phänomen zu tun haben, konkret: So etwas wie einen Geschlechterkrieg hat es nie gegeben. Das ist doch der feuchte Traum neurotischer, überbildeter und nicht selten auch defizitärer Menschen.

      Political correctness? Mikro- Makro- und wohl bald einmal auch Nano-Agressionen? Safe spaces? Nein danke, das sehen wir beide gleich!

      • Carolina sagt:

        MZ: Sehe jetzt erst, dass hier etwas schiefgelaufen ist – nachdem ich den ersten Teil falsch platziert hatte, hatte ich auch einen zweiten hier geschrieben, der aber ins Never-Never-Land verschwunden ist….. Sorry!
        Hatte nur noch zur politischen Korrektheit ausführen wollen: mMn entmündigt sie Menschen; sie macht ihnen vor, es gäbe ein Recht auf ein Leben, in dem man nie Widerständen, Widersprüchen, Kritik, Verletzungen etc ausgesetzt ist; in denen absolute Gleichheit postuliert wird, die unsere Unterschiede versucht zu negieren, ja sogar zu verdammen. Ich halte dies für eine viel grössere Gefahr für Beziehungen aller Art: das Nicht-mehr-Benennen-dürfen, u.U. sogar eine zur zweiten Natur gewordene Opferhaltung, ständiges Klagen, sich im-vermeintlichen-Unrecht-Suhlen……
        Damit tut man

      • Carolina sagt:

        /2 Menschen, die wirklich unter Ungerechtigkeiten zu leiden haben, die von einer menschlichen Gesellschaft Unterstützung verdient haben, weiteres Unrecht an.
        Was mir sehr wichtig ist: ein gewisser – ich nenne es mal unbeholfen so – Alltags-Chauvinismus (sagen wir mal als Beispiele: männliche Stammtischparolen oder gewisse deutsche ‚Comedians‘ oder von weiblicher Seite das, für viele Männer unverständliche, ‚Ablästern‘ gegenüber ihren Freundinnen) hat auch eine Ventilfunktion, die so mancher alltäglichen Unverständlichkeit unter den Geschlechtern den Stachel nehmen kann, denn es geht ja ‚den meisten‘ so. Diese – zugegebenermassen nicht über alles erhabenen Gefühle – in den ‚Untergrund‘ zu verbannen, gaukelt uns nur eine Gleichheit vor, die es gar nicht gibt.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Carolina: Ich denke, den Chauvinismus könnten wir uns allmählich sparen. Er bringt nämlich niemanden weiter.

        Ja, und Denkverbote sind einer Demokratie unwürdig. Eine starke Demokratie sollte Belastungsproben stand halten und auch ohne Denk- und Sprechverbote auskommen. Sonst ist’s eher schlecht um die Meinungsfreiheit bestellt. Meinungsvielfalt, statt -Einfalt, lautet da mein Motto!

  • Patrick Bieri sagt:

    Weshalb haben sie diese Fantasien? Na weil sie sich so etwas wünschen natürlich. Und es gibt ja unzählige Sadomasoclubs, wo das dann bis zum Exess ausgelebt wird.

  • Anh Toàn sagt:

    Erschreckend finde ich, dass man seine Fantasien heutzutage schon verstecken muss, wenn diese, falls in die Realität umgesetzt, strafbar wären:

    Man darf hier schreiben, man träme davon, vergewaltigt zu werden, aber wenn man Fantasien hat zu vergewaltigen? Darf Mann dies dann auch schreiben? Oder kommt die KESB und holt die 14 Jährige Tochter? Oder wird man nicht mehr als Lehrer gewählt?

    Fantasie ist Fantasie weil sie mehr Möglichkeiten eröffnet, als die Realität und darum nicht umsetzbar, nie, sonst wäre es Plan. (Viele Pläne werden lange vor Tatentschluss begonnen). In der Fantasie kann man ohne jemanden zu verletzten, vergewaltigen, ohne safe word. Real geht dies nicht. Aber zumindest wenn es um Kinder geht, sind heute die Fantasien verboten.

    • Anh Toàn sagt:

      Hier wurde mehrmals geschrieben, dass bei SM Spielen der devote Part die Kontrolle habe. Ich halte dies für zumindest nachvollziehbar, es würde aber auch bedeuten, dass ein entsprechendes SM Spiel die Fantasie der Machtlosigkeit oder der Macht bei einer Vergewaltigung eben nicht in die Realität umsetzen kann. Und nein, auch mit die Rollen tauschen im Spiel geht es nicht. Der dominante Part im SM Spiel ist zumindest nicht ausgeliefert.

      Die Fantasie ist Fantasie, weil nicht umsetzbar, nicht mal als Spiel, zumindest nicht ohne in Kauf zu nehmen, einen Menschen schwer zu verletzen oder selber verletzt zu werden.

      Man sollte also durchaus vorsichtig sein mit der Forderung, Fantasien auszuleben. Aber als Fantasie haben darf man die, ich meine alle.

    • Frank sagt:

      Gut erkannt. Als Frau von einer Vergewaltigung träumen gilt als fortschrittlich und kreativ. Und wenn der Mann von denselben Vergewaltigungen träumt? Gilts als pervers und krank. Hier zeigt sich, dass die angebliche ‚Wissenschaft‘ ideologisch gefärbte feministische Propaganda ist.

      • Annalena sagt:

        Wenn eine Frau von Vergewaltigung träumt und ihre Traum wird Realität, wird er (der Traum) zum Albtraum und sie zum Opfer.
        Wenn ein Mann das gleicht tut, hat er einen Lustgewinn und wird zum Täter. Das hat mit Feminismus herzlich wenig zu tun sondern mit der Tatsache, dass Frauen in der Realität keine Objekte zur beliebigen Erfüllung männlicher Begierden sind, deren mann sich bedient nach Lust und Laune. Geregelt wird der Strafbestand im entsprechenden Gesetzbuch.

      • Frank sagt:

        Annalena, hier gehts um Träume. Nicht um deine feministischen männerfeindlichen Opferfantasien. Leseverständnis, tscheggsch?

      • Annalena sagt:

        Anbetracht dessen, dass einige Männer für die bedingungslose Verwirklichung der Träume plädieren, ist der Einwand meines Erachtens legitim Frank. Ich empfehle, nicht selektiv zu lesen.

  • Lara Blau sagt:

    Ich glaube nicht, dass sich aus irgendeiner Sexfantasie, die ja nicht einmal in die Tat umgesetzt wird, ein Rückschluss auf die Person ziehen lässt. Ich glaube, das hat auch viel mit Zufall zu tun: die erste grosse Liebe hatte Sommersprossen – man fährt zeitlebens auf Sommersprossen ab. Man hat mal ein Sexfilmchen gesehen, in dem eine Frau dominiert wurde – und stellt sich fortan vor, dominiert zu werden. (etwas vereinfacht dargestellt. Ist natürlich komplexer). Für eine Diagnose à la „die wollen gar nicht wirklich emanzipiert sein“ reicht das wirklich nicht aus.
    Und: In der Fantasie ist alles erlaubt. (Ich persönlich habe ja eher Mordfantasien. Jedem das seine.)

  • Enrico sagt:

    Lässt sich gerne mal von geballter Männlichkeit überwältigen.
    Oh Gott, ist doch genau das Gegenteil was uns Frauen sagen was Frauen wollen. Oder weis überhaupt jemand noch was Frauen wollen, oder gar Frauen am allerwenigsten.
    Zum Glück kommt diese Aussage nicht von einem Mann, der könnte sich als Hinterletztes Machoarschloch was anhören.

    • tina sagt:

      der text da oben ist von frau burri. das ist EINE frau. sie schreibt über FANTASIEN. und zwar geht es ja um fantasien, die die leute sich fast nicht trauen auszuplaudern, weil sie sich nicht gehören.
      frau burri ist zwar wissenschaftlerin, aber das hier ist nur ein blog. sie hat ein thema angerissen. es ist also keine allgemeingültige aussage, aus der man einen teilsatz nehmen kann und über alle frauen stülpen um dann richtigerweise festzustellen, dass das nun wirklich nicht das ist, was man von frauen hört, was sie wollen. diesen teil des satzes muss man im zusammenhang lesen. also nochmals von vorne enrico, klappt schon mit ein bisschen gutem willen

      • Zufferey Marcel sagt:

        Also die ganze Diskussion um die lustvolle Unterwerfung natürlich total und immer, d. h. dauerhaft starker, emanzipierter, selbsbewusster, unabhängiger, usw. Frauen hatten wir ja schon einmal, nämlich als das Buch ‚Fifteen And a Half Shades of Grey‘ seinerzeit heraus kam. Nicht einmal Alice Schwarzer enthielt sich da einer Meinung, ganz im Gegenteil: Plötzlich schienen ihr BDSM-Phantasien das Natürlichste auf der Welt zu sein- nachdem sie diese Praktiken jahrzehntelang unablässig verdammt- und als klassisches Produkt patriarchaler Unterdrückung verteufelt hatte! Insofern ist dieser Blogbeitrag ein Aufguss von längst Bekanntem.

      • Alpöhi sagt:

        Nein, tina. So einfach ist das nicht! Denn was in der Zeitung steht, ist wahr 😉

  • Hannes Müller sagt:

    Passt zu meiner Beobachtung, dass eine Frau ihre Emanzipation ausbreitet und beim ersten Macho mit einem vermuteten Portemonnaie sich zum braven Frauchen wandelt.

    (Nicht jede – ich kenne genug echt emanzipierte, also selbständige Frauen. Bloss würden die gar nie von sich sagen, dass sie emanzipiert sind.)

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Danke Herr Müller. Das ist genauso, wie ich es meine. Emanzipierte Frauen müssen nicht ständig betonen wie emanzipiert sie sind. Sie stehen einfach ihren Mann, anstatt rumzujammern.

  • tina sagt:

    aha. TVS hat also eine blöde chefin. ja das gibts. mein beileid.
    aber mit emanzipation und feminismus hat das null und nix zutun.
    ich kenne ja kaum einen mann, der „in der grube“ (???) arbeiten will. all die maurer: frag doch mal, ob das deren traumberuf ist.
    ich bin zum glück in einer feministischen familie aufgewachsen. mein vater nennt sich feminist. natürlich geht es um gleichberechtigung beim feminismus, aber es werden für frauenanliegen gekämpft.
    „mit meiner hände arbeit“ ist irgendwie schnuckelig. also TVS kam so rüber, wie ich mir jeweils denke, dass leute wie TVS sich emanzen vorstellen (mit einem m. die mit m ist das heftli, freudscher verschreibser ahoi)

    • Stadelman Reto sagt:

      „…aber mit emanzipation und feminismus hat das null und nix zutun…“
      Eben leider doch. In den letzten Jahren ist der moderne Feminismus einfach nur noch lächerlich und hat mit den berechtigten Forderungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert nichts mehr zu tun. Da geht es nur noch darum, für die eigene Klientel so viel wie möglich herauszuschlagen.
      Allerdins ist das kein Problem des Feminismus, sondern der meisten politischen Strömungen.

      • tina sagt:

        was „eben leider doch“? da fehlt irgendein zusammenhang, oder nicht?

        aber apropos: wollen Sie denn „in der grube“ arbeiten als mann? gemäss frau vonsiebental wollen das männer. und emanzen, die ollen rosinenpicker, die wollen das ja gar nicht! 🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ach Tinchen, wieder einmal vergebens in Ihrer Mission unterwegs? Meinetwegen schreibt man halt Emanzipation mit nur einem m, aber wenigstens habe ich eine kleine Ahnung von Gross- und Kleinschreibung. Sagt ein Esel zum anderem Langohr…..

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Danke Herr Müller. Das ist genauso, wie ich es meine. Emanzipierte Frauen müssen nicht ständig betonen wie emanzipiert sie sind. Sie stehen einfach ihren Mann, anstatt rumzujammern.Und Tina: stimmt, Männer wollen nicht in der Grube arbeiten und die meisten nicht auf dem Bau, aber sie tun es! Weil sie Familien zu ernähren haben! Vom Verantwortungsgefühl vieler Väter könnten die Emanzen viel lernen, denn diese denken vor allem an sich selber und sind sich zu fein dafür, etwas zu tun, was ihnen gegen den Strich geht, aber gut für andere wäre.

      • Enrico sagt:

        @TvS 19.42
        Glaube mit ihrer Aussage treffen Sie den Nagel genau auf den Kopf.
        Ist für mich eine sehr ernüchternde und enttäuschende Einsicht, die mich obendrein auch sehr, sehr viel Geld gekostet hat.

  • Olav sagt:

    Sexuelle Phantasien haben alle Menschen. Die einen sind sich ihrer eher bewusst als andere. Starke Phantasien sind fast immer das, was im realen Leben „nicht geht“: kriminell, rassistisch, sexistisch.
    Da wir unsere sexuellen Phantasien nicht steuern können, passen sie oft nicht zum Bild, das wir von uns haben oder abgeben wollen.
    Aber gerade in den abgründigsten Phantasien steckt eine wunderbare Energie – die man nicht unbedingt dann anzapft, wenn man sie auslebt (ist ja meist weder möglich noch wünschbar). Diese Phantasien als erstes zuzulassen, als zweites niederzuschreiben, als drittes zu akzeptieren und als viertes dem Partner mitzuteilen, kann einen ganz besonderen Energieschub bringen – vor allem, wenn der Partner es als Einladung zur Intimität versteht.

  • Kim Basinger sagt:

    Ein bisschen Kinky Sex schadet doch nicht. Also mir jedenfalls nicht 😉

    • Lichtblau sagt:

      @Kim: Danke für die Erinnerung an den toll geschriebenen Roman „Neuneinhalb Wochen“ von Elizabeth McNeill. Der stellte die „50 Shades“ in Sachen kinky Sex echt in den Schatten.

  • Malena sagt:

    Sind aktive Unterwerfungsfantasien (der Vergewaltiger, Kindsmissbrauch, Sex mit Tieren…) auch so normal, und harmlos, solange sie nicht in die Tat umgesetzt werden? Oder grundsätzlich „kränker“, weil sie ein unwilliges Opfer beinhalten?

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Nun, solche Fantasien sind alles normal, solange sie von Frauen erdacht sind. Bei Männern sind solche Vorstellungen krank.

      Man halte sich nur einmal die unterschiedlichen Reaktionen vor Augen, wenn ein Lehrer Sex mit einer Schülerin, oder eine Lehrerin mit einem Schüler. Bei der Lehrerin sprechen die Feminanzen von wahrer Liebe, während sie den Lehrer gleich kastrieren wollen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Bei der Lehrerin sprechen die Feminanzen von wahrer Liebe, während sie den Lehrer gleich kastrieren wollen.
        Ehrlich? Haben sie Beispiele? Quellen?

      • Alpöhi sagt:

        Der Lehrer wird schon suspendiert und kastriert wenn nur der Verdacht vorliegt.
        So geschehen in, ich glaube, ZH Seebach.

      • Zufferey Marcel sagt:

        In den USA kommen Lehrerinnen nicht mehr so glimpflich davon. Hier noch eine umfangreiche Liste aller derzeit bekannten Fälle von sexuellem Missbrauch in den Vereinigten Staaten:

        http://www.wnd.com/2014/08/39783/

        Und um in den bereits vorherrschenden Tenor einzustimmen: Handelte es sich hier um Lehrer (m), dann würde man schon lange von einem bedenklichen Trend sprechen und entsprechende, politische Massnahmen einleiten. Aber es sind ja zum Glück Frauen, ergo…

      • Christoph Bögli sagt:

        @TvS: Ziemlicher Blödsinn. Es sind ja wenn schon eher die Konservativen und Chauvinisten, die im Fall der Lehrerin wohlig auf den Schenkel klopfen, weil das ja die vermeintliche Schülerfantasie Nr.1 und eine reife Leistung ist, die Lehrerin „flach gelegt“ zu haben. Aber wehe einer schaut das ach so brave Töchterchen falsch an, dann muss am besten doppelte Kastration her.

        Moderne und aufgeschlossene Menschen sehen das zum Glück differenzierter. Und damit fall-spezifischer. Ich erinnere mich da jedenfalls auch an Fälle von hiesigen Lehrern, die straffrei davon kamen, weil eben keine Strafbestände vorlagen, während z.B. in den USA an manchen Lehrerinnen absurd harte Exempel statuiert wurden..

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Bögli: Also wenn es um Schutzbefohlene geht, dann muss der Rechtstaat einschreiten! Und wenn diese auch noch minderjährig sind- in meiner oben verlinkten Liste finden sich z. T. 14-jährige SchülerInnen (ja, ich weiss, das Schutzalter in den USA variiert je nach Bundesstaat)- dann gibt es kein Pardon! Insofern finde ich ihren Kommentar etwas schwierig. Können Sie mir konkrete Beispiele nennen, wo Lehrer (m) vor Gericht frei gesprochen wurden, weil kein Straftatbestand vorlag? Solche Urteile im Zusammenhang mit männlichem Lehrpersonal sind und waren doch eher selten, wenn wir ehrlich sein wollen!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Bögli und von Tobel

        Hier in diesem Blog kamen schon einige solcher Beispiele von Lehrern, wo diese entweder im Turnunterricht Hilfestellung geleistet haben, oder auch einfach nichts getan haben, von Schülerinnen aber angezeigt wurden. Dass mit solchen Anzeigen aus Spass Existenzen zerstört werden, wurden oder würden könnten, wurde von der Emmanzenfraktion hier ignoriert und ins Lächerliche gezogen. Als dann aber ein Fall aus England bekannt wurde, wo eine Lehrerin eine Beziehung zu einem Schüler unterhielt, da waren diese Megären dann Pro Lehrerin.

        Das ganze Geschrei auch bei sexgeilen Gynäkologen, wo aber eine lesbische sexgeile Gynäkologin kein Problem darstellt.

      • Sportpapi sagt:

        Der Hinweis auf eine gewisse Doppelmoral, auf verbreitet unterschiedliche Massstäbe für Mann und Frau, ist durchaus gerechtfertigt. Ob es nun um das tatsächliche Strafmass handelt, oder nur das, was dann in den Kommentaren dazu abgeht (die ich teilweise übrigens schon nachvollziehen kann, weil ich eben auch nicht aus meiner Haut kann).
        Allerdings könnte man sich im Ton schon etwas mässigen, es würde eher eine Diskussion zustande kommen…

      • Frank sagt:

        „Nun, solche Fantasien sind alles normal, solange sie von Frauen erdacht sind. Bei Männern sind solche Vorstellungen krank.“
        Wie wahr. Feministische männerfeindliche Propaganda wie gewohnt.

      • Annalena sagt:

        TvS: Die lesbische sexgeile Gynäkologin ist tatsächlich kein Problem. Sie kann ihre Patientin nicht vergewaltigen, denn lesbischer Sex braucht die aktive Teilnahme beider Frauen. Aber ich fürchte, Sie haben sich wohl im Blog geirrt. Schreiben Sie doch wieder für wikimannia.

      • Urs M. sagt:

        Analena, es geht um Träume. Weshalb sollen kinky Träume von Männern krank sein, solche von Frauen aber toll und emanzipiert? Antworten Sie doch darauf, anstatt alle anständigen Männer als Vergewaltiger abzustempeln.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Annalena

        Aha, soso…….

        Der sexuelle Missbrauch unter Frauen ua in Frauengefängnissen ist also ein Mythos? Tja, es gibt tatsächlich noch andere Formen des Missbrauchs als einfach nur Schw…. rein.

        Bleiben Sie doch einfach in Ihrem Regenbogenzauberwald und machen dich die Welt, wie Sie Ihnen gefällt.

      • Annalena sagt:

        Der Missbrauch von Frauen in Frauengefängnissen Durch Frauen ist mir tatsächlich ein Rätsel, TvS. Und ich lebe in einer lesbischen Partnerschaft. Aber vielleicht kann mir da eine lesbische Schwester auf die Sprünge helfen…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Annalana

        Aah, Sie sind lesbisch…… Wäre ja auch ein Wunder, wenn nicht.

  • Angelika Maus sagt:

    Diese Phantasien entstehen aus visueller und soziokultureller Konditionierung. D. h., wir Frauen werden unentwegt mit den männlichen Wünschen der Sexualität konfrontiert. Geschieht dies von Jugend an, fügen wir uns in dieses Bild ein. Und meinen bald zu wollen, was wir wollen sollen.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Auch die weibliche Fantasie ist ein männliches Produkt. Ist doch super, dass alles so einfach zu erklären ist (und man es dazu auch überhaupt nicht verifizieren kann), Frau Maus.
      Können Sie uns jetzt auch noch männliche Unterwerfungsfantasien so einfach und schlüssig erklären?

      • Angelika Maus sagt:

        Ich denke, die Vorteile der Unterwerfung sind hinreichlich bekannt. Im übrigen gehe ich davon aus, dass jede Phantasie, auch die männliche Konditioniert werden kann. Ich denke da etwa an den Traum, einen Ferrari zu fahren.
        Im übrigen, ist es noch nicht so lange her, da war Vergewaltigung in der Ehe in der Schweiz nicht verboten. Da ist es reiner Selbstschutz, sich ein bisschen wollen hinzuzuphantasieren. Nur so als Beispiel. Solche Strukturen verschwinden auch nach einer Gesetzesänderung nicht von heute auf morgen.

      • Angelika Maus sagt:

        Im innersten so zu sein, wie man wirklich ist – das ist natürlich ein schöner Gedanke. Aber vergessen wir bitte nicht, dass wir uns ohne Erziehung und kulturelle Einflüsse gegenseitig mit Sch… bewerfen würden, wie die Affen. Mal ausgenommen von ein paar Instinkten, ist alles war denken, Produkt von Einflüssen. – Das bedeutet auch, dass ich ausdrücklich NICHT davon ausgehe, dass alles was Frauen denken, männlich konditioniert ist. Einiges aber schon!

      • Bettina Fries sagt:

        Angelika, mir wäre mit Sch…. bewerfen manchmal fast lieber, als die passiv-aggressive Masche, welche viele Frauen (und natürlich auch Männner) als „Konfliktstrategie“ haben. Da kann man wenigstens zurückwerfen, anstatt in einen zermürbenden Sitzkrieg überzugehen.

    • Angelika Maus sagt:

      Korrektur: Ich meine natürlich die Vorteile der Unterdrückung

      • Reincarnation of XY sagt:

        Und was haben Vorteile der Unterdrückung und Ferraris jetzt mit männlichen Unterwerfungsphantasien zu tun?

        Nach ihrer Logik „vergewaltigte-rechtlose-Hausfrau-Logik“ müssten vor allem Nachfahren von Sklaven und arme Männer Dominas aufsuchen. Sieht aber in der Realität ganz anders aus.

        Ach – immer diese einfachen, nicht verifizierbaren Theorien, in der alles „Böse“ auf einen klar identifizierten Feind zurückzuführen ist. Das ist einfach nur sektenhaft. Deshalb höre ich hier jetzt auf.

      • Alpöhi sagt:

        Frage: Warum werden eigentlich Frauen seit mehr als 2000 Jahren unterdrückt?
        Antwort: Keine Ahnung, aber es hat sich bewährt 😉

        (ja, ja, ich zahl ja was in die Chauvikasse)

    • Zufferey Marcel sagt:

      Wir Männer sind einfach… allmächtig!

      • Angelika Maus sagt:

        Gendertheorien mit chauvinistischen Sprüchen kommentieren. So lustig weil so vorhersehbar.

      • Carolina sagt:

        Ja, der Gedanke ist mir auch gekommen – Menschen (beiden Geschlechts), die völlig fremdbestimmt sind und ‚keinen eigenen Gedanken denken‘ können, gibt es natürlich. Aber bei der grossen Mehrheit davon auszugehen, dass ihre Fantasien auf männlicher Konditionierung beruhen? Perpetuiert diesen Opfergedanken ins Endlose und verkennt völlig, dass jeder Mensch ein Innerstes hat, das nur ihm gehört bzw ein Spiegel seiner selbst ist. Hier darf ich genauso sein, wie ich bin. Soziale Kontrolle (Konditionierung) fängt da an, wo jemand Fantasien, die andere verletzen oder gegen gesellschaftliche Codes verstossen, ausleben will.

      • Carolina sagt:

        Das sollte eine Antwort auf MZ’s Reaktion sein – Sie glauben doch nicht, dass Ihre Gendertheorien ohne Widerspruch bleiben? MZ’s ist nicht chauvinistisch, sondern ironisch (hoffe ich)!

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Angelika: Gendertheorien sind Humbug.

        @Carolina: Ich bin nie ironisch!

        @everybody: Männer sind alle schuldig. Nein, nicht alle: Nur weisse, heterosexuelle Männer natürlich. Weil z. B. in Afrika Homosexualität in keinem einzigen Land strafrechtlich verfolgt wird- genau so, wie in Europa und den USA eigentlich auch!

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Carolina: Was pervers ist, bestimmem letztendlich nur die (zwei) Menschen, die sexuell miteinander zu tun haben. Natürlich unter Einhaltung bestehender Gesetze. Insofern kann das, was zwischen diesen (beiden) Menschen läuft, nur für Dritte pervers sein. Sie selber haben ja Spass daran!

        P.S. Leider habe ich erst jetzt bemerkt, dass Ihr Kommentar eigentlich an mich gerichtet war. Danke für das Kompliment: Ich bin tatsächlich kein Chauvi. Weil mir das zu anstrengend und zu billig wäre.

      • Carolina sagt:

        MZ: Ja, würde ich auch sagen – frage mich bloss, wo das herkommt? Das Wort ‚pervers‘ ist mir hier nie eingefallen…….
        Und: ich habe nicht gesagt, dass Sie kein Chauvinist sind – nur, dass ich in diesem Fall von Ironie ausgehe. Da Sie das verneinen, bin ich jetzt so ’schlau‘ wie vorher….

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Carolina: Wie gesagt: Ich bin wirklich nie ironisch, niemals, ehrlich nicht, heiliges Indianer-Ehrenwort!

        Was halten Sie eigentlich von weiblichem Chauvinismus?

      • Carolina sagt:

        MZ: Definieren Sie es!

      • Zufferey marcel sagt:

        Misandrie.

      • Carolina sagt:

        Was glauben Sie, was ich jetzt antworte, MZ? Ich bin natürlich dagegen
        Wobei für mich noch eine ganze Welt liegt zwischen Misandrie/Misogynie und (ich nenne es mal unbeholfenerweise so) Alltags-Chauvinismus auf allen Seiten. Ich behaupte mal, dass den allermeisten Menschen bewusst ist, dass wirkliche Gleichberechtigung beide Geschlechter braucht – für den Alltag der meisten ist wahrscheinlich das Herbeireden eines Geschlechterkriegs mittlerweile langweilig und überflüssig. Was natürlich nichts daran ändert, dass es Probleme gibt, auf beiden Seiten. Aber wenn Sie mich kennen, wissen Sie, dass mein Steckenpferd die grassierende politische Korrektheit ist: fast schon zwanghaft nach möglichen versteckten Beleidigungen und Angriffen zu suchen; sich ein Recht darauf einzureden, in

      • Carolina sagt:

        /2 seinem/ihren Leben nie verletzt, nie kritisiert, nie dumm angeredet zu werden: das halte ich für ‚die Gesellschaft‘, für eine Beziehung für viel belastender als ein paar dümmliche Stammtischparolen, die – das ist allerdings auch sehr inkorrekt – auch eine Ventilfunktion haben können, die einen Sinn erfüllt.
        Kurz: ich bin erwachsen und selbstbewusst genug, um mir meine Meinungen und Haltungen selber zu erarbeiten – dazu brauche ich keine Vorgaben von einer Gender-/Gesellschafts-polizei. Chauvinismus, der mich stört, benenne ich, würde ich aber nie verbieten wollen, denn er fällt ja sowieso auf den oder die zurück, die ihn äussert. Das reicht völlig.
        Aber wenn ich Männer hassen würde, würde ich Behandlung suchen.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Artikel ist etwas dürftig. Da haben wir als erstes die Zahlen 64%, die Hälfte etc. –
    Bei solchen Umfragen wird kaum differenziert. Manchmal steht: hatten Sie jemals…? Interessanter wäre: wie vorherrschend ist eine solche Fantasie? Ist es eine dominierende Fantasie? All diejenigen welche 1-2 mal an einer solchen Fantasie geschnuppert haben, sind doch nicht relevant.
    Dann fehlt auch der Vergleich, wie viele Männer Lust an Unterwerfung haben. So bleiben diese Zahlen ohne Relevanz.

    Sex und Gewalt übt jedenfalls auf die Spezies Mensch unbestreitbar eine Faszination aus. Man schaue sich nur einmal in TV und Kino die vielen Szenen an in denen wir mit Sex und Gewalt konfrontiert werden. Das ist nur so, weil es uns – auf welche Art auch immer – anspricht.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Nur schon die Bezeichnung Feministin sagt doch alles. Ein Mann möchte eine Frau und keine Kampfemmanze, welche nur Forderungen stellt ohne eine Leistung erbringen zu wollen. Kein Wunder kommt sie zu kurz und muss ihr nicht vorhandenes Sexleben in Gedanken ausleben.

    • Christoph Bögli sagt:

      Sie haben offenbar ziemlich seltsame Vorstellungen davon, was eine „Feministin“ alles sein kann. Sich aushalten und hofieren lassen ist jedenfalls eher die Domäne der „traditionellen“ Frau, was sich typischerweise auch in der klischeehaften sexuellen Passivität niederschlägt. Die erwähnte „unabhängige“ Frau ist da nach meiner Erfahrung meist wesentlich angenehmer, weil sie erstens keinen „Ernährer“ braucht und zweitens weiss was sie will, u.a. auch im Bett, und das auch auslebt. Gibt natürlich auch andere, aber selbstbewusste, aufgeschlossene Frauen findet man unter den emanzipierten jedenfalls häufiger. Aber manchen Männern sind wohl devote Dienerinnen, die gefügig hinhalten, lieber..

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Will die Feministin ins Militär, Maurer werden oder in einer Grube arbeiten? Will sie überhaupt körperlich arbeiten als Verkäuferin, Pflegefachfrau oder Putzfrau? Haben Sie je Zitate von Emmanzen gehört, die für eine Vollständige Gleichberechtigung kämpfen? Nein? Ich auch nicht und zwar deswegen, weil es diese nicht gibt! Feministinnnen möchten einen überbezahlten Bürojob, wenn möglich mittels Quotenregelung.

        Feministinnen wollen das Recht, sich die Rosinen herauspicken zu dürfen. Sie wollen Rechte ohne Pflichten. Feministinnen sind faul, unsymphatisch und als Chefinnen unerträglich.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich brauche keinen Mann, um mich finanziell zu versorgen, ich habe selber 2 Hände. Aber ich möchte einen Mann mit starken Schultern zum Anlehnen undAusruhen.

        Ich arbeite sehr viel und hart verdiene mir jeden Bissen mit meiner Hände Arbeit, aber eine Feministin bin ich nicht, war ich nie und möchte ich nie sein.

      • Franz Vontobel sagt:

        Feministinnen sind faul, unsymphatisch und als Chefinnen unerträglich.

        Ehrlich? Alle? Im vollen Bewusstsein, dass es offenbar noch nicht mal eine allgemein anerkannte Definition von „Feministin“ gibt?

      • Christoph Bögli sagt:

        @TvS: Ich weiss nicht was „Feministinnen“ wollen, alleine weil das eine so unklar definierte, heterogene und vielfältige Gruppe ist wie „Christen“ oder „FCB-Fans“. Nur weil man sich indirekt oder direkt zu einer vagen Idee bekennt, heisst das noch lange nicht, dass man in allem gleichgeschaltet ist oder gar den gleichen Charakter oder die selben Ziele hätte. Solche Schubladisierungen sind einfach lächerlich und peinlich.
        Insofern: Die eine „Feministin“ will vielleicht gerne auf den Bau, die andere lieber ins Büro. Was das genau aussagen soll, versteh ich sowieso nicht. Ich als Mann habe jedenfalls auch lieber den „überbezahlten Bürojob“ als mich in irgendeinem Knochenjob ausbeuten zu lassen..

      • Christoph Bögli sagt:

        Ich weiss nicht was „Feministinnen“ wollen, alleine weil das eine so unklar definierte, heterogene und vielfältige Gruppe ist wie „Christen“ oder „FCB-Fans“. Nur weil man sich indirekt oder direkt zu einer vagen Idee bekennt, heisst das noch lange nicht, dass man in allem gleichgeschaltet ist oder gar den gleichen Charakter oder die selben Ziele hätte. Solche Schubladisierungen sind einfach lächerlich und peinlich.
        Insofern: Die eine „Feministin“ will vielleicht gerne auf den Bau, die andere lieber ins Büro. Was das genau aussagen soll, versteh ich sowieso nicht. Ich als Mann habe jedenfalls auch lieber den „überbezahlten Bürojob“ als mich in irgendeinem Knochenjob ausbeuten zu lassen..

      • Reincarnation of XY sagt:

        Dass einen überbezahlten Bürojob harter schlechtbezahlter Knochenarbeit vorziehen, Herr Bögli, liegt nun daran, dass sie feministisch konditioniert sind.

        Es ist immer so etwas.
        Frauen lieben Frauenfilme, weil sie männlich konditioniert sind und Männer lieben Chefposten, weil sie feministisch konditioniert sind.
        Seien sie versichert: so ist es.

      • Annalena sagt:

        Liebe Frau v. S, ich bin eine emanzipierte Frau, und befürworte als solche die Gleichstellung von Mann und Frau. Einen starken Mann mit Schultern zum Anlehnen brauche ich keinen, ich stehe selber. Auch die Kreditkarten dürfen die Herren der Schöpfung gerne behalten, ich habe meine eigene. Ich bin diplomierte Pflegefachfrau mit NDS. Haben Sie tatsächlich das Gefühl, alle meine tollen Kolleginnen und meine kompetente Chefin sind brave Mäuschen, die devot auf einen Mann warten?
        Marie von Ebner Eschenbach sagte: Die Feinde einer klugen Frau sind die Millionen dummer Männer. Ich bin direkt in Versuchung, die dummen Frauen mit einzuschliessen.

  • Belo Zibé sagt:

    „Fantasie und Realität sind zwei verschiedene Dinge“ Wenn dem tatsächlich so wäre, dann würde heute niemand Auto fahren, noch mit dem Smartphone telefonieren. Fantasie ist die Basis der Realität.

    • Christoph Bögli sagt:

      Schräger Vergleich. Es geht schliesslich explizit um sexuelle bzw. persönliche Fantasien und nicht technische oder gesellschaftliche Visionen. Und bei ersteren ist es eine Binsenweisheit, dass vieles in der realen Umsetzung schlechter oder zumindest anders ist, als man sich das in der Fantasie vorstellt, weshalb solche Experimente oft ernüchternd sind. Dazu kommen noch jene Fantasien, die oft besser in der Fantasie bleiben, weil die Umsetzung problematisch wäre oder negative Konsequenzen hätte. Strafrechtlich relevantes etwa, aber auch (mit Verweis auf den Blog-Beitrag von gestern) Seitensprung-Fantasien o.ä. Kurz gesagt: Die Gedanken sind frei, die Taten aber nicht. Man kann auch darüber fantasieren, fliegen zu können, vom Hausdach springt man aber lieber nicht..

  • Zufferey Marcel sagt:

    Fifteen And a Half Shades of Grey war wahrscheinlich ein Zufallserfolg…

    • Bettina Fries sagt:

      Widerliche Bücher, schlecht geschrieben, voller Klischees und extrem fantasielos. Auch wenn viele Frauen es noch so vehement abstreiten, da geht es wohl auch darum, dass eine Rundumversorgung durch einen attraktiven, jungen Milliardär teil des Deals ist, wo man schnell mal mit Helikopter zum Dinner fliegt (oder so, habe mir nur ein paar Seiten angetan, um zu verstehen, was der Hype soll). Wäre Christian Grey stattdessen Mohammed Grauer, Maurer aus Obergunzgen, dann täten alle wegen psychischer und physischer Gewalt rumschreien, Unterdrückung, rückständiges Frauenbild, etc. Wie heisst es so schön – quod licet Jovi non licet bovi. Reiche, weisse Männer dürfen sich nicht nur in der Fantasie so einiges herausnehmen was Otto Normalverbraucher nicht darf.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Sehr wahr, darauf bin ich noch gar nicht gekommen: „Wäre Christian Grey stattdessen Mohammed Grauer, Maurer aus Obergunzgen, dann täten alle wegen psychischer und physischer Gewalt rumgeschrien, Unterdrückung, rückständiges Frauenbild, etc.“

      • Martin Frey sagt:

        „Wäre Christian Grey stattdessen Mohammed Grauer, Maurer aus Obergunzgen, dann täten alle wegen psychischer und physischer Gewalt rumgeschrien, Unterdrückung, rückständiges Frauenbild, etc.“
        Zudem hätte wohl kaum eine Frau das Buch gekauft, muss man da anfügen. Dasselbe übrigens, wenn der Name „Besire“ statt Anastasia lauten würde, und sie eine Raumpflegerin aus Pristina wäre. Kaum eine Frau des oberen Mittelstandes hätte sich da identifizieren können.
        Das umgekehrte gilt wohl ebenfalls, eine „Besire“ würde sich einer solchen Fantasie wohl weniger hingeben, nehme ich zumindest an.
        Soviel zum Thema Fantasien, aber auch Projektionen. Weshalb diese gerade bei den feminismusgestählten „starken“ Frauen des Mittelstandes derart nachhaltige Resonanz finden, wäre noch eine gute Frage.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Bettina Fries

        Warum kann man nicht zugeben, dieses Buch aus Neugierde gelesen zu haben?

      • Bettina Fries sagt:

        Ich finde es manchmal auch eine verlockende Fantasie, ein „einfacheres“ Leben zu haben, wo ich nicht alles selber machen und entscheiden muss. Dann wird mir aber wieder bewusst, dass mich das extrem langweilen würde und ich mir „gekauft“ vorkäme, denn wer zahlt, befiehlt. Vor ein paar Jahren hatte ich übrigens die eine oder andere Affäre mit sehr erfolgreichen Alphatieren und durfte feststellen, dass sie es extrem uninteressant finden, wenn frau keine eigene Meinung hat oder ihre Wünsche nicht kommuniziert. Die eine Ausnahme dazu befand sich gerade in einer Kampfscheidung und schien eine generelle Abschätzung für Frauen zu empfinden, diese Liaison beendete ich schnell. So eine Anastasia ist also nur etwas für verschupfte, wenn, dann bitte nur im Schlafzimmer devot.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ha, ha, ha – die Phantasien sind manchmal beschämend dumm. Aber andererseits ist es gut, wenn sie nicht geleugnet werden, dann kann man sich ja mal damit beschäftigen, was im „Unterbewusstsein“ alles für Kräfte wirken.

        Spannend für mich: Die aus weiblicher Sicht schlimmsten Super-Gaus punkto Frauenbild etc. sind aber immer wieder von Frauen erfunden und von Frauen gehypt und geliebt.

      • Carolina sagt:

        Angesichts Ihrer Verachtung für die doofen Weiber, die 60 shades of grey gelesen haben, wiederhole ich mich doch glatt: Fantasien sind absolut frei, keine politische Korrektheit, keine Scham, keine Verachtung von Geschlechtsgenossinnen!

      • Bettina Fries sagt:

        @Tamar
        Habe ich ja „zugegeben“, aber da ich mir bereits in späten Teenagerjahren in einer besonders rebellischen Phase diverse Werke von de Sade in Originalfassung reingezogen habe, konnte mich Frau James mit ihrem seichten, vor Widersprüchen strotzenden Stil schlichtweg nicht fesseln 😉 Ein paar Seiten haben mir absolut gereicht. Auch Twilight, wos ja irgendwie ebenfalls ein bisschen um einen übermenschlichen, kontrollierenden Liebhaber geht, löste bei mir leichten Würgereiz statt Faszination aus, während intelligente, selbstbestimmte Freundinnen von mir all die Bücher gelesen und alle Filme im Kino gesehen haben. De gustibus non est disputandum, nicht wahr?
        @RoXY – die schlimmsten Feinde der Frauen sind… andere Frauen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Zudem hätte wohl kaum eine Frau das Buch gekauft, muss man da anfügen. Dasselbe übrigens, wenn der Name „Besire“ statt Anastasia lauten würde, und sie eine Raumpflegerin aus Pristina wäre.

        Ach, kommen sie, Herr Frey. Ich will ja keine schlecht geschriebene Schundliteratur verteidigen – aber mit ihrem Argument könnte man einen Grossteil der Unterhaltungsliteratur (sowie wohl etwa 90% der Hollywoodfilme) verreissen.
        Eskapismus soll einem ja nicht in eine graue und realitätsschwere Welt entführen, sondern eben ins Gegenteil.

      • Bettina Fries sagt:

        @Carolina
        Jetzt mal ganz langsam, stell dir vor, meine Probelektüre war im Buch meiner Schwester, die die Bücher cool findet, wofür ich sie zwar hochnehme aber ganz sicher nicht verachte. Mittlerweile teilt sie meine Ansicht und lacht über die Phase, aber auch wem es nicht so geht, hey, ich gucke dafür vielleicht unglaublich seichte Filme oder schaue mir frauenverachtende Pornos an, wer weiss – was soll ich hier urteilen? Dennoch ändert das nichts an der Tatsache, dass die Bücher einfach schlecht geschrieben sind und die Grundprämisse ganz einfach eine „adult version“ vom traditionellen Disney Princess-Konzept ist. Welches übrigens meines Erachtens mit Schuld an der Unzufriedenheit vieler Frauen trägt – unrealistische Erwartungen, welche ein reaktionäres Frauenbild voraussetzen.

      • Martin Frey sagt:

        Würde mal behaupten, Besire’s Leben ist von der typischen Grey-Schmachterin wohl ungefähr gleich weit weg, wie Anastasia’s Erlebnisse. Wie Sie sagen, Herr Vontobel, Eskapismus bedient ganz bestimmte Muster und Präferenzen. Offenbar scheinen diese Muster aber doch >50 Jahre Emanzipation standgehalten zu haben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Denke alle haben ein bisschen recht hier.
        Die Schonzette ist nicht in erster Linie ein Beispiel für Unterwerfungsfantasien, sondern die klassische Geschichte vom Prinz mit dem weissen Pferd. Dass Prinz selbst „grau“ ist, gibt einen zusätzlichen Kick. Etwas „die Schöne und das Biest“ und natürlich noch etwas „Froschkönig“ (die Hoffnung, dass man das Graue, wieder weiss küssen kann).
        Phantasien sollen erlaubt sein und nicht durch eine Moral- und Geschmackspolizei unterdrückt werden, dennoch sollen sie auch kritisiert werden dürfen.
        Wir dürfen ja auch über James Bond lachen. (Selbst dann, wenn wir gerne solche Filme schauen.)

      • Bettina Fries sagt:

        @RoXY Ganz genau, man darf es gut finden, tut ja keinem weh, auch wenn ich bei den Grey Sachen ein bisschen Mühe damit habe, dass nicht wirklich auf die „Sorgfaltspflicht“ eines/r Dom/ina eingegangen wird. Für mich ist einfach das Gedöns um die Stories absolut nicht nachvollziehbar und hoffe doch sehr, dass daneben auch noch gute Literatur konsumiert wird, geistiges Fast Food ist absolut erlaubt und wahrscheinlich sogar notwendig, damit man sich und die Welt nicht allzu bierernst nimmt aber auch das Hirn braucht regelmässig echtes Futter.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ich verstehe Sie schon Bettina.
        Es ist nun aber oft so, dass ausgerechnet das Billigste Produkt, eines Genres den grössten Erfolg hat. So wie ja auch die anspruchsloseste Zeitung, fast immer die meistgelesene ist, und der lapidarste Schlager, der grösste Hit.

        Aber schade, dass soviel SoG geredet wurde, mich interessierte mehr die Frage, warum Sex und Gewalt einen so grossen Reiz auf uns Menschen ausübt. Aber es ist halt einfacher, sich über einen vielgeschumpfenen Roman auszulassen.

    • Lichtblau sagt:

      @Bettina Fries: Also Ihr Mohammed Grauer, der Maurer aus Obergunzgen, entzündet jetzt gerade meine Fantasie …
      Aber stimmt schon: „Shades of Grey“ hat mich auch kein bisschen interessiert. Ganz im Gegensatz zu einem länger zurückliegenden Skandalroman (aus der Sammlung meiner Eltern): „Angst vorm Fliegen“ von Erica Yong. Das Buch hatte echte Sprengkraft.

  • Schmetterling sagt:

    Die Fragende bezeichnet sich als aufgeklärte Frau, gar als Feministin. Geht dann aber hin und fragt eine Expertin fast schuldbewusst (!), was ihre Fantasie denn überhaupt soll. Und am Ende fragt sie gar, „was sie dagegen tun soll“. Warum soll sie denn etwas gegen ihre Fantasie tun? Offenbar sind diese völlig „normal und gesund“. Also soll sie diese doch geniessen. Von einer Umsetzung halte ich persönlich nicht so viel, denn die Fantasie ist viel spannender, ja erfüllender, da ich das Drehbuch selber im Kopf habe und erweitern kann je nach Gusto. In der Realität siehts komplizierter aus. Muss ich es plötzlich über den Verstand benennen! Es ist nicht mehr allein nur ein Fühlen. Zudem folgt der Realiät oft eine Ernüchterung, da nun eine Interaktion mit einer anderen Person stattfindet.

  • Widerspenstige sagt:

    Das ist eine ganz gefährliche Vorgehensweise, etwas völlig Phantasievolles und Irrationales als mögliches reales Szenario zu relativieren, Frau Burr! Ich bin ziemlich konsterniert über die Leichtigkeit in der Beschreibung von erträumten Vergewaltigungsszenen im Leben einer Frau! KEINE, ich muss es gross schreiben, um meinen aufkeimenden Ärger besser in den Griff zu bekommen, ich wiederhole es: KEINE FRAU WILL EINE VERGEWALTIGUNG REAL ERLEBEN WOLLEN!!! Das ist Schwachsinn und darf einfach nicht so stehen gelassen werden. Ich muss mich zuerst beruhigen und klinke mich mal aus … 😡

    • Philipp Rittermann sagt:

      na ja. also ich denke es gibt frauen, welche kein mann vergewaltigen würde. ausserdem und ganz wichtig im konsens des artikels ist – „freiwillig“. hier besteht der grundlegende unterschied zwischen zulassen und nötigen. also somit kein grund zur aufregung. das sollte eigentlich auch einer feministin einleuchten?

      • Carolina sagt:

        Rittermann: ‚ ….es gibt frauen, welche kein mann vergewaltigen würde….‘ Und das soll einer Feministin einleuchten? Mir als selbstproklamierter Nicht-Feministin kommt die Galle hoch, wenn ich solche saudummen Sprüche lesen muss, die natürlich Wasser auf die Mühlen jeder Frau sind und jedes Vorurteil über dumpfbackige Männer bestätigen.

      • Philipp Rittermann sagt:

        danke carolina – sie haben gerade mein „vorurteil“ bestätigt. 🙂

      • Bettina Fries sagt:

        Herr Rittermann, ist ihr Umkehrschluss, dass eine solche Frau dankbar sein muss, wenn einer sich „bequemt“ sie zu vergewaltigen? Das erinnert mich traurigerweise an einen Vorfall in meiner Sekundarschule, eine Mitschülerin (sehr dünn, mit ganz schlimmer Akne, wurde für ihr Aussehen ganz übel gehänselt) wurde auf dem Heimweg vom Sportverein vergewaltigt. Wir wurden natürlich alle darüber informiert und da kam tatsächlich ein Kichern aus der Jungsecke, weil einer seinen Kumpels zuflüsterte „diä söll doch froh sii hätt sie jetzt endlich au mal dörfe, ich wür niä!“. Als ob man als Frau gefälligst dankbar für jegliche Beachtung zu sein hat, und sei sie noch so negativ. Übrigens hat sexuelle Gewalt eher mit Macht als mit Lust zu tun, Optik/Alter sind also oft völlig egal.

      • Philipp Rittermann sagt:

        nein frau fries. das ist es nicht. es ist ein appell an die verhältnismässigkeit zu der thematik im artikel.
        nicht mehr, und nicht weniger.

    • Carolina sagt:

      So ganz verstehe ich Ihre Empörung nicht, WS. Frau Burri hat doch ziemlich klar gesagt: ‚…Fantasie und Realität sind also zwei Paar Schuhe, und mit einem realen Wunsch hat das nichts zu tun…‘ und ich sehe bei ihr auch nirgends ein Plädoyer dafür, sich real vergewaltigen zu lassen???
      Was wahrscheinlich Fantasien für manche so bedrohlich macht ist eben genau das: sie sind Fantasien, wir haben keine Kontrolle über sie, sie sind politisch und ideologisch völlig inkorrekt und überraschend, ja schockierend. Fantasien sind kleine, unbewusste und in sich wertfreie Fluchten/Ausbrüche aus der realen Welt – im Unterschied zu Träumen, die zu unserem Ordnungs- und Wertesystem gehören und starke Hinweise auf die (gelebten oder ungelebten) Realitäten in unserem Alltag geben können.
      Daher passt

      • Carolina sagt:

        /2 die Ausgangsfrage von einer angeblich emanzipierten Frau, die fragt, was man gegen Fantasien tun könnte….. Ueber Fantasien haben wir keine Kontrolle, sie sind einfach da und scheren sich nicht um äusserliche antrainierte Haltungen und Erwartungen. Passt natürlich sehr schlecht in eine Zeit, in der soviel sofort zur No-go-area erklärt wird.
        Meine Empfehlung: geniessen Sie diese kleinen Fluchten – hinterfragen Sie sie nicht gross. Und das letzte, was ich persönlich möchte, ist, meine Fantasien auszuleben – dann würden sie ja wieder rationaler Kontrolle unterstehen.

      • Adina sagt:

        Carolina, Sie haben völlig recht, sehr gut haben Sie das gesagt!
        Vor allem was der Unterschied zwischen Fantasie und Traum betrifft. Fantasien gehören tatsächlich, per Definition, nicht umgesetzt, sie sollen Fantasien bleiben.

  • b moeller sagt:

    64% aller Frauen haben Unterwerfungsphantasien sagt die Untersuchung. Aber nur die Hälfte davon möchten diese Phantasien ausleben. Das bedeutet wohl umgkehrt, dass 32% (de Facto ein Drittel) aller Frauen Unterwerfungsphantasien ausleben wollen!
    Zum Nachdenken!

    • Christoph Bögli sagt:

      Worüber genau müssen Sie da denn nachdenken? Mir scheinen solche Zahlen weder neu noch überraschend, zudem dürften diese auf männlicher Seite nicht viel anders aussehen. Dass für viele gewisse Formen der Dominanz und der Unterwerfung zumindest in der Theorie reizvoll sind, ist ja nun wirklich keine neue Erkenntnis. Allerdings meint das meist wenige, gelegentliche und softe Elemente, natürlich in Absprache, und häufig gefällt die Realität dann wesentlich weniger als die Idee an sich. Unterm Strich geht es vielen wohl eher darum, ab und zu von ihrem Partner mal einfach so „genommen“ zu werden. Gilt übrigens gerade auch für Männer. So oder so sollte man aber daraus definitiv nicht irgendeine Rechtfertigung für Übergriffe und abwertendes Verhalten basteln wollen..

  • Zufferey Marcel sagt:

    Lebt eure Phantasien und phantasiert nicht ein Leben lang!

    • Franz Vontobel sagt:

      Sie plädieren dafür, dass Frauen mit Vergewaltigungsfantasien sich real vergewaltigen lassen..?

      • Zufferey marcel sagt:

        Was verstehen Sie unter real?

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich gehe davon aus, dass eine Vergewaltigungsfantasie eine Fantasie über eine Vergewaltigung ist, nicht eine Fantasie über eine gespielte Vergewaltigung. Sonst wär’s ja eine Gespielte-Vergewaltigungs-Fantasie, nicht?

      • Franz Vontobel sagt:

        Lebt eure Phantasien und phantasiert nicht ein Leben lang!

        Und auch hier: Ich halte diese Aufforderung in ihrer Allgemeinheit für nicht ganz unproblematisch…

      • Zufferey Marcel sagt:

        Sie haben natürlich recht: In ihrer Allgemeinheit ist diese Aufforderung problematisch. Alles, was sich ausserhalb des Sexualstrafrechts bewegt, ist ein absolutes no-go. Und dann hätten wir da noch ein paar Paragrafen aus dem Strafgesetzbuch, die es auch noch einzuhalten gilt. Ansonsten: Just do it!

      • Zufferey Marcel sagt:

        …innerhalb des Sexualstrafrechts natürlich!

    • Cybot sagt:

      Phantasieren ist viel besser als die Realität. Der Versuch der Umsetzung führt meist zu Enttäuschungen, weil es in der Realität nie so ist, wie man es sich in der Phantasie vorgestellt hat. Ich für meinen Teil bleibe gern bei der Phantasie.

      • Schmetterling sagt:

        Das sehe ich gleich wie Sie, Cybot: „Fantasieren ist viel besser als die Realität“. Eine Fantasie gehört mir ganz allein und die kann ich je nach Gusto ausbauen, erweitern, abändern. Ich muss mich auch nicht zuerst rechtfertigen, lange und ausführlich erklären, beschreiben etc., sondern kann einfach für mich allein meine „Gedankenwelt“ geniessen. Vielleicht der letzte Teil im Leben, wo ich ganz bei mir sein darf? Ohne langes Zerreden und Kommunizieren mit dem Partner 😉

    • Reincarnation of XY sagt:

      Zuffy – auch hier stellt sich eben die Frage, wie drängend diese Phantasie ist.
      Es gibt Phantasien, die sollte man ausleben, weil man sonst das Leben verpasst, so im Stile „lebe deinen Traum“.
      Aber daneben gibt es Phantasien, die sind im Phantasiereich viel besser aufgehoben. Die Realität würde sie ihres Zaubers berauben.

      • Lichtblau sagt:

        Sehr gesagt, Schmetterling. Rechtfertigen, erklären und beschreiben würde ich eher als Lustkiller empfinden.

      • Lichtblau sagt:

        Sehr schön gesagt, natürlich.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Was besser Phantasie bleibt und was nicht, liegt alleine im Ermessen des / der Phantasierenden 😉 Der einzig verbindliche Rahmen dabei bildet das Gesetz. Und die erklärte Freiwilligkeit aller Beteiligten, wenn es um BDSM geht.

        Ich plädiere nach wie vor für das Ausleben so vieler (drängender) Phantasien wie möglich. Nur muss man dazu auch das Glück haben, das jeweils richtige Gegenüber zu finden. Und hier hapert’s bei den meisten Menschen bereits.

  • Peter Bischof sagt:

    dominiert werden zu wollen ist das biologische Programm
    gleichberechtigt sein zu wollen ist das gesellschaftliche Programm

    • Muttis Liebling sagt:

      Gar nicht schlecht, Herr Bischof.

    • Cybot sagt:

      So ein Unsinn. Es ist die Gesellschaft mit ihren hierarchischen Strukturen, die es der grossen Mehrheit nicht erlaubt, gleichberechtigt mit denen zu sein, die an der Spitze stehen. Manche Leute haben sich wahrscheinlich daran angepasst haben, um auf den unteren Hierarchieebenen besser zu überleben, aber mit „wollen“ hat das nichts zu tun.

  • tststs sagt:

    Hmmm, ich war ja diesem Freitags-Liebe-Sex-und-Zärtlichkeiten-Blog wirklich offen gebenüber eingestellt. Aber jetzt muss ich leider sagen, Frau Burri enttäuscht. Sie deutet die Antwort zwar an, verliert sich dann aber wieder in Wohlgefallen. Die Antwort ist ganz einfach (zumindest für jeden, der sich ein wenig mit BDSM auseinandersetzt): In einer DS (Domination und Submission)-Beziehung hat effektiv – lustigerweise – der devote Part das Sagen. Er sagt schliesslich, wo die Grenzen liegen.
    Und deshalb ist es nur „logisch“ dass Frauen UND Männer, die sehr selbstbestimmt durchs Leben gehen (und gerne das letzte Wort haben) auch in der Erotik dies so weiterführen.

    • Sportpapi sagt:

      Offenbar habe ich mich zu wenig mit BDSM auseinandergesetzt. Aber als Laie kann ich da nicht folgen. Nur weil noch ein Stopp-Wort für den Notfall vereinbart ist, heisst das doch noch lange nicht, dass der devote Part das Sagen hat. Ich nehme ja nicht an, dass der alle paar Minuten eine Programmänderung erzwingt… Insofern – für mich ist es logisch, dass Menschen, die immer die Zügel in der Hand haben, die auch gerne mal abgeben. Aber nichts anderes.

      • tststs sagt:

        Eine gute Freundin hat es mir so erklärt:
        1) Wer die Macht hat, sitzt am längeren Hebel, und der dies eben der devote Part.
        2) Wer muss sich ständig überlegen „Darf ich das? Ist das ok?“. Der dominante Part.
        Sie sehen, es geht nicht unbedingt darum, andauernd das Safeword zu benutzen oder aktiv eine „Programmänderung erzwingen“, sondern man überlässt dies dem anderen. So frei nach dem Motto: Der Herrscher verlässt sich darauf, dass seine Untertanen sich an seine Gesetze halten.

        Ich fand diese Betrachtungsweise zuerst auch komisch, aber wenn man es sich so durchdenkt, vor allem hinsichtlich der Frage: „Wieso sind im Alltag so dominante Personen im Bett eher devot?“ ist es schlüssig.

      • Sportpapi sagt:

        Eine Freundin, soso.

      • Malena sagt:

        Oh ja, die Macht der passiven Rolle haben viele Menschen – ich behaupte besonders viele Frauen – in Beziehungsmustern verinnerlicht, jenseits des sexuellen. Du musst für meine Lust, meine Unterhaltung und meine Zufriedenheit arbeiten, ich sag weiter oder anders oder stopp. Funktioniert, ist aber nicht besonders emanzipiert.

      • Sportpapi sagt:

        Danke Malena – darüber haben wir die letzten Tage schon diskutiert un dich teile die Meinung und sehe das auch als Problem. Nicht weil es nicht emanzipiert ist. Sondern weil daraus Kommunikations- und Beziehungsprobleme entstehen können.

  • dres sagt:

    Ich kann es nicht ändern, aber das BRAVO war seinerzeit interessanter. Immerhin gab es dort nicht nur pubertäre Fragen mit simplen Antworten für Pubertierende. Es hatte auch noch Bilder drin und Geschichten über durchgeknallte Musiker. Und manchmal sah man sogar ein halbes Püppi.

  • Christian sagt:

    Was fürn Ratschlag. Quasi das Resumée des Textes: „Wir haben alle Fantasien, geben sie sich deren hin, aber 68% der Frauen wollen diese eh nicht ausleben, also tun sie es auch nicht.“
    Wenn jemand eine Fantasie erregend findet, dann sollte er sie zwingend ausprobieren, weil wenn es ihm nicht gefällt, dann wird auch die Fantasie weg sein. Stattdessen träumt man immer wieder rum, und es ist ein ständiger Trieb nach irgendetwas was einem fehlt, aber man eben nicht hat. Irgendwann hat man den Trieb nicht mehr unter Kontrolle und dann macht man garantiert etwas, was man eben bereut. Besser der Fantasie nachgehen, und sich einen Partner suchen der weiss, wie man damit umgeht und optimalerweise auch drauf steht. So haben beide was davon.

    • Christoph Bögli sagt:

      Immer diese These von den allmächtigen „Trieben“, womit dann gleich jeder (und jede?) zum potentiellen Triebtäter reduziert wird, ohne freien Willen oder Kontrolle. Aber das ist doch völliger Quatsch und meist nur eine billige Ausrede. Als Mensch hat man durchaus die Fähigkeit, sich kritisch mit seiner Sexualität und Fantasien auseinander zu setzen und damit auch deren (Nicht-)Umsetzung zu steuern. Das mag zwar in Fällen, in denen quasi die ganze Sexualität unterdrückt wird, nicht angenehm sein, aber selbst das ist möglich. Bei „kleinen“, grenzwertigen Fantasien ist das darum erst recht kein Problem, insbesondere wenn man weiss, dass einem die Realität nicht gefallen würde. Gerade bei Sex sind Theorie und Praxis halt immer noch zwei oft sehr verschiedene Dinge..

    • Franz Vontobel sagt:

      Wenn jemand eine Fantasie erregend findet, dann sollte er sie zwingend ausprobieren

      Echt jetzt? Haben sie irgendeine Ahnung, was es da alles so gibt, an Fantasien? Wagen sie sich mal in die etwas dunkleren Seiten des Internets und fragen sie sich dann, ob sie es immer noch für eine gute Idee halten, dass jeder „zwingend“ seine Fantasien auslebt…

      • Christian sagt:

        Danke, ich kenn mich bestens aus, schliesslich habe ich meinen Fantasien schon längst einen Platz geschaffen in meinem Leben. Es muss ja nicht für sie stimmen, sondern für die Leute, die dabei ihren Spass haben. Keinesfalls darf es aber darunter andere geben, die dann leiden. Ich bin devinitiv der Überzeugung, dass jeder seine Fantasie erleben sollte, und sich nicht am Ende auf dem Sterbebett Kopf darüber machen zu müssen, wie es denn wohl gewesen wäre.

      • Franz Vontobel sagt:

        Keinesfalls darf es aber darunter andere geben, die dann leiden.
        Was sie allerdings zuvor zu erwähnen vergassen…

        Und selbst dann: Der „Kannibale von Rotenburg“ – er und sein Opfer waren sich einig – das Opfer wollte von Meiwes geschlachtet und verspeist werden.

        Für sie in Ordnung? Es geschah schliesslich im Einverständnis zwischen zwei mündigen Erwachsenen…

      • Christian sagt:

        Wenn es für ihn in Ordnung war? Schon einmal beim Sterben dabei gewesen wenn jemand Sterbehilfe will? Ich schon. Schwer zu verstehen dass jemand aus dem Leben scheiden will? Ja. Muss man ihm den Willen lassen? Ja, es ist sein Leben. Nur weil sie es nicht verstehen dass Leute geschlagen, gewürgt, vergewaltigt oder sonst wie dominiert werden, heisst das noch lange nicht, dass jemand dabei zu Schaden kommt. Für sie völlig unverständlich, genauso wie ich es nicht verstehe wenn jemand nur im Dunkeln Sex hat und denkt, wenn er stöhnt dann ist er unanständig. So simmer alle verschieden. Aber keine Sorge. Wir Menschen treiben uns nur an Orten rum, wo sie nie vorbei kommen.

      • Christian sagt:

        Ach und noch was. Schon alleine dass sie bei schmutzigen Fantasien den vergleich zu einem Mord ziehen, zeugt umso mehr davon, dass sie keine Ahnung haben. Bleiben sie normal, das ist auch gut, aber lassen sie allen anderen das, was eben für diese normal ist.

      • Annalena sagt:

        „nur weil Sie nicht verstehen, dass Leute gewürgt, geschlagen, vergewaltigt oder sonst wie dominiert werden…..“
        und dabei nehmen die betroffenen Frauen keinen Schaden? Und sterben, damit der Täter (Sie) seine Lust stillen kann? Und Sie tun das alles? Und Sie posaunen all diese Ungeheuerlichkeiten hemmungslos in die Welt hinaus? Mein lieber Vlad, ich gehe ab heute wieder mit Knoblauch und Kruzifix ins Bett.
        Zum Glück gibt es Männer und Frauen, deren Lebenssinn nicht allein in der Erfüllung all ihrer Gelüste liegt.

  • Philipp Rittermann sagt:

    „männer sind schweine – frauen aber auch.“ 🙂
    das mit der „domination“ sexueller art ist geschlechter-unspezifisch. hingegen hat sie mit der gesellschaftlichen und v.a. beruflichen stellung zu tun. etwas plakativ gesagt gilt. je höher rang, druck und führungs-verantwortung, desto grösser das verlangen im privaten dominiert zu werden. das selbe gilt für die sexual-praktiken – das top-kader möchte in der freizeit gerne mal stranguliert werden. tja. jedem tierchen sein pläsierchen. man schaue mal, wieviele nobel-karossen man vor edel-püffern vorfindet. und. diskretion hat ihren preis. sie würden staunen, was der „brave herr bank-direktor“ in seiner freizeit so alles tut…

  • Franz Vontobel sagt:

    Hö? Schon wieder Freitag?

  • Paul Grütter sagt:

    „Wieso so viele Frauen von Unterwerfung träumen, ist nach wie vor nicht geklärt.“ Selbstverständlich ist es bereits geklährt und es ist sogar sehr simpel.
    Hören Sie nicht auf Frau Burri sondern recherchieren sie ein bisschen. Sie werden die Antwort schnell finden.
    Aaaaaaber Vorsicht: Es ist nicht politisch korrekt es auszusprechen.

    • tststs sagt:

      Bin gespannt, was Ihrer Meinung nach die Antwort ist… trauen Sie sich und schreiben Sie es hin…

      • Paul Grütter sagt:

        Nein danke! Habe keine Lust den Feminazi-Mob zu triggern und mir Frauenfeindlichkeit unterstellen zu lassen.
        Ich habe es bewusst nicht geschrieben. Manchmal ist der Weg zur Erleutung, Teil der Erleuchtung.
        Auch ihre Taktik mich zu beschämen wird nicht aufgehen.
        Abgesehen davon werden viele meiner Kommentare gar nicht veröffentlicht, da sie nicht dem feministischen Mainstream und Medien nicht genehm sind.

  • Annina sagt:

    Ja, genau. Schlag mich, beiss mich, gib mir Tiernamen. Das würde keine wirklich ausleben wollen. Die es doch machen müssen, haben genügend Gegenpartner für solches, auch genannt Domina. Das gibts sicher. Dominas für Frauen.

    • Thomas Schläpfer sagt:

      Sie würden sich wundern, wie viele Damen das sogar sehr bewusst ausleben. Ich kenne sehr viele Damen, die als Bunnys liebend gerne ihrem Dom zur Verfügung stehen. Ich darf auch immer wieder feststellen, wie liebevoll diese Partnerschaften sind. Zu einer Domina gehen die wenigsten Bunnys, sie ziehen Männer vor. Und ja, der/die Sub kontrolliert das Ganze, wie das Cordula Mettler korrekt vermittelt hat. So gesehen ist diese (Spiel)Art von Sex sehr viel sicherer als jede andere Art (Safewords, Absprache vorher über den gewünschten Ablauf, nachher Kuscheln um aus der Rolle zu kommen usw. usf.).
      Und nein, man MUSS es nicht machen. Aber als Abwechslung macht es unheimlich viel Spass. Ich persönlich mag es, meiner Herrin (meiner Frau) von Zeit zu Zeit zur Verfügung zu stehen …

  • Cordula Mettler sagt:

    Auch beim Ausleben solcher Fantasien hat der passive Part *immer* die Kontrolle auszusteigen, Stichwort: Safeword.
    Einfach mal googeln und sich auf seine Wünsche einlassen, es gibt eine komplette BDSM Subkultur von Leuten, mit ähnlichen Neigungen und diverse Portale solche zu finden, zB Fetlife. Cheers 😉

  • Gundel sagt:

    Die Hälfte von den 64% will es gar nicht ausleben? Da bin ich aber beruhigt

    • Nico Gentile sagt:

      Hab ich auch gedacht und gestaunt. Da bleibt immer noch ein Drittel übrig, die das zumindest nicht ausschliessen, damit hatte ich dann doch nicht gerechnet.
      Andererseits ist das evtl. zumindest ein Hinweis darauf, warum so viele Frauen wiederholt Partner wählen, die sie nicht gut behandeln. Nicht dass die meisten Männer zielsicherer wären in der Partnerwahl…

      • Bettina Fries sagt:

        Ich glaube, diesen Drittel muss man noch weiter relativieren, schliesslich ist es ein Unterschied, ob der Partner nach entsprechendem Gespräch und auf expliziten Wunsch ein bisschen das Tier in sich rauslässt oder ob ein wildfremder Mann sich einfach nimmt, was nicht seins zum nehmen ist. Da je nach Erhebung zwischen 20 und 25% der Frauen (und etwa 10% der Männer) irgendwann in ihrem Leben Opfer von sexueller Gewalt werden, scheint Letzteres sehr verbreitet zu sein. Ganz besonders schwierig wird es im Kopf, wenn man einerseits so eine Erfahrung machen musste, vielleicht schon in der Kindheit, und dann im späteren Leben feststellt, dass man Unterwerfung als lustvoll empfindet. Klappt wohl nur, wenn man dem Partner nie vom Erlebten erzählt, sonst hält er einen wohl für ganz krank 🙁

      • Markus Schneider sagt:

        Die einen haben Phantasien. Die anderen leben Sie aus. Und dann gibt es noch eine selten gepflegte und intellektuell gut durchgestrählte Minderheit die hier und anderswo sich darüber austauscht, was diese Phantasien wohl bedeuten und ob es wirklich mööglich ist, dass jemand diese auslebt und wie das wohl vonstatten geht und dass sie sich das gar nicht vorstellen können und pi pa po.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und ganz zum Schluss kommen dann noch zwei oder drei Triefnasen, die sich (hier und anderswo) Gedanken darüber macht, was diese Minderheit sich für Gedanken macht…

        Oje.

      • Markus Schneider sagt:

        Nein, zum Schluss kommen immer die, welche immer das letzte Wort haben müssen. Zu denen gehöre ich.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Dass die Frau als Feministin solche Fantasien hat, könnte mMn noch einen weiteren Hintergrund haben: feministisch denkende Leute wollen überall in der Gesellschaft geschlechtliche Machtstrukturen erkennen z.B. wer wieviel Redezeit in einem Film hat uvm. Ihr Denken scheint geradezu alles vor diesem Hintergrund wahrzunehmen, alles scheint ein Geschlechterkampf zu sein. Symbiose, eine Versöhnung, Respekt scheint es nicht zu geben, es geht immer nur um diese Machtversessenheit, alles ist Kampf. Ich kenne solche Frauen.

    Folgender Abschnitt aus dem Artikel ist mir zudem nicht ganz klar: „weil sie selbstbestimmt jederzeit wieder aus dieser Vorstellung aussteigen kann. In der Realität hat eine Frau diese Kontrolle jedoch nicht.“ Warum sollte sie das in der Realität (im Bett?) nicht haben?

    • Ka sagt:

      Da müssten sie ja auch solche Fantasien haben, bei Ihnen ist auch immer alles ein Geschlechterkampf
      Und natürlich können wir Frauen aus einer Gewaltszenen in echt nicht aussteigen, Männer sind immer stärker!

      • Hans Hintermeier sagt:

        Sie haben wohl Recht, ich muss auch aufpassen, sonst muss ich dann auch 1x pro Woche zu einer Domina in Therapie gehen!
        Spass bei Seite: ich engagiere mich aus einem anderen Grund: wie ich oben geschrieben habe, ist es für mich wichtig, Frau & Mann als Team zu sehen, keiner ist besser oder schlechter. Mir ist eben dieser Geschlechterkampf eigentlich zu tiefst zu wider. Mir geht es darum, hier auch wieder mal Grenzen zu setzen (ich habe das Gefühl, dass gewisse Leute Grenzen nicht mehr spüren, alles Private ist ja bekanntlich politisch)

      • Hans Hintermeier sagt:

        @KA: „Und natürlich können wir Frauen aus einer Gewaltszenen in echt nicht aussteigen, Männer sind immer stärker!“

        Was haben Sie für ein Männerbild? Trauen sie den Männern nicht zu, zu unterscheiden, wann es Spiel ist? Denken Sie die Männer würden dann ihre körperliche Überlegenheit ausnutzen, gegen den Willen der Frau? Es müssen ja viele Männer sein, die das machen, sonst hätte man das im Artikel (und Sie) nicht extra erwähnt.

        Nietzsche hatte Recht: das Leben ist eine Tragödie: jetzt bin ich schon wieder in medias res!

      • Ka sagt:

        Also wenn die Fantasie ist, von x Männer vergewaltigt zu werden, dann können sie in der Realität nicht aus einer Vergewaltigung aussteigen! Das ist ihnen schon klar, dass bei einer echten Vergewaltigung der Mann nicht plötzlich einsichtig wird und auf die Bedürfnisse der Frau eingeht oder? Es gibt mir immer wieder zu denken, wenn ich merke, dass Männer keine Ahnung haben, was ihre körperliche Kraft auf uns Frauen für einen Einfluss hat..

      • Sportpapi sagt:

        Ka, wenn Sie eine solche Fantasie ausleben wollen, werden Sie sich kaum irgendwo auf der Strasse in wirkliche Gefahr begeben, oder? Zumal vermutlich auch da nichts passieren würde.

      • KA sagt:

        @ sportpapi: ersten ist das nicht meine Fantasie, sondern die aus dem Artikel, und zweitens ist ja wie im Beitrag erwähnt, eigentlich nie der Wunsch nach Verwirklichung der Fantasie da. War ja nur meine Antwort auf HH’s Frage!

      • Sportpapi sagt:

        War eigentlich auch nicht als persönliche Anrede gedacht. Gehe einfach davon aus, dass man solche Fantasien eher als Rollenspiel umsetzt, als real auf der Strasse mit realen Verbrechern.

      • Tina Balmer sagt:

        @Ka
        Mich wollte mal einer in eine dunkle Gasse ziehen, genau so wie man es im Film sieht, so von Hinten gepackt werden mit der Hand über dem Mund. Nach dem ersten Panikmoment hat mein Kleinhirn geschrien „my controls“ und ich weiss nicht genau was genau passiert ist, nachdem ich dem Angreifer in die Hand gebissen hatte. Er musste aber ins Spital, unter anderem mit gebrochenem Kiefer, kaputter Nase und geprellten Rippen. Zum Glück passierte das nicht in der Schweiz, sonst wäre ich wohl wegen „unverhältnismässiger Notwehr“ drangekommen. Der Typ war übrigens laut Polizei leider bereits vorher ein Täter, insofern habe ich null schlechtes Gewissen. Ich bin sonst sehr friedlich und auch absolut gegen dieses „Männer als Täter“ Bild, hilft niemandem weiter!

      • KA sagt:

        @sportpapi: Die Frage im Artikel war ja: wieso habe ich solche Fantasien? Weil in Realität will ich sowas ja nicht umsetzten. Auf diese Frage hat die liebe Frau Burri aber eigentlich gar nicht geantwortet, einzig dass die Schaltkreise für Panik und sexuelle Erregung im Gehirn eng beieinander seien. Tja, nicht gerade viel Aussage!

    • Olav sagt:

      Sexuelle Phantasien haben alle Menschen. Die einen sind sich ihrer eher bewusst als andere. Starke Phantasien sind fast immer das, was im realen Leben „nicht geht“: kriminell, rassistisch, sexistisch.
      Da wir unsere sexuellen Phantasien nicht steuern können, passen sie oft nicht zum Bild, das wir von uns haben oder abgeben wollen.
      Aber gerade in den abgründigsten Phantasien steckt eine wunderbare Energie – die man nicht unbedingt dann anzapft, wenn man sie auslebt (ist ja meist weder möglich noch wünschbar). Diese Phantasien als erstes zuzulassen, als zweites niederzuschreiben, als drittes zu akzeptieren und als viertes dem Partner mitzuteilen, kann einen ganz besonderen Energieschub bringen – vor allem, wenn der Partner es als Einladung zur Intimität versteht.

    • tina sagt:

      das ist totaler blödsinn. feminismus setzt sich für frauenrechte ein. ziel ist eigentlich gleichberechtigung. das ist auch schon alles.

      • Hans Hintermeier sagt:

        das ist totaler Blödsinn. Viele Feministinnen haben sehr extreme Ansichten über Männer (extrem abwertend und einseitig) und es geht ihnen um Rache/einseitige Frauenbevorzugung (z.B. Scheidungsrecht, Bürgerpflichten uvm.). Vgl. z.B. den Zeitartikel: „Wo immer Feministinnen die Diskussion beherrschen, ist Häme gegenüber Männern nicht weit… Wenn man genau hinschaut, einerseits die Argumente ernst nimmt und andererseits die Häme von den Inhalten trennt, offenbart sich schnell, woher der Hass kommt: Er ist ein Racheakt.“
        http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2016-09/emanzipation-mann-frau-feminismus-der-neue-mann

        Der Artikel ist auch sonst lesenswert. Das es vielen Männern langsam reicht zeigt auch die Homepage: https://maennerstreik.wordpress.com/

      • Hans Hintermeier sagt:

        Weil 2 Links nicht erlaubt sind:
        das ist totaler Blödsinn. Viele Feministinnen haben sehr extreme Ansichten über Männer (extrem abwertend und einseitig) und es geht ihnen um Rache/einseitige Frauenbevorzugung (z.B. Scheidungsrecht, Bürgerpflichten uvm.). Vgl. z.B. den Zeitartikel: „Wo immer Feministinnen die Diskussion beherrschen, ist Häme gegenüber Männern nicht weit… Wenn man genau hinschaut, einerseits die Argumente ernst nimmt und andererseits die Häme von den Inhalten trennt, offenbart sich schnell, woher der Hass kommt: Er ist ein Racheakt.“
        http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2016-09/emanzipation-mann-frau-feminismus-der-neue-mann

      • Hans Hintermeier sagt:

        Das es vielen Männern langsam reicht zeigt auch die Homepage: https://maennerstreik.wordpress.com/

      • tina sagt:

        sorry, feminismus setzt sich per definition für frauenrechte ein.
        wenn man hier so deine und meinen text liest, auf wen trifft das zu mit der häme und der rache? du versuchst das mit aller kraft zu zementieren. alsob es keinen normalen feminismus gäbe.

      • tina sagt:

        feminismus war ja auch gar kein thema, aber herr hintermeier sass schon in den startlöchern mit seinem text bevor der blogtext online ging.
        also dann viel spass noch mit dem geschlechterkampf, weiterhin.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @tina: du hast behauptet feminismus sei für gleichberechtigung, nicht ich. Für frauenanliegen einzustehen ist eine sache, gleichzeitig zu behaupten man sei für gleichberechtigung ist jedoch geheuchelt/irreführung. Wenn man sich für frauenanliegen einsetzt, warum muss man dann ständig die männer runtermachen? So erreicht man sicher nichts konstruktives.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Feminismus war sehr wohl thema. Ausserdem führe ich gar keinen geschlechterkampf, sondern wenn schon, wehre ich mich im allgemeinen gegen Sexismus ausgeübt von feministinnen. Man darf nicht feminismus mit „alle/viele“ frauen verwechseln. Ich sehe mich überhaupt nicht im kampf gegen frauen, im gegenteil.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Dass das Ziel der Feministinnen nicht Gleichberechtigung ist, beweist auch, dass sie in wichtigen Vorlagen, welche Benachteiligungen für Männer betreffen (z.B. gleiches Rentenalter, gemeinsames Sorgerecht uvm.), es auf einmal nicht mehr so genau nehmen mit der Gleichberechtigung und solche Vorstösse der Männer stets torpedieren.

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