Das Land der Veloanhänger

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Praktisch und gut geschützt: Schweizer Familien setzen auf Veloanhänger. (iStock)

In den sozialen Medien tauchen sie regelmässig auf: Mütter, die ihre Kinder auf ungewöhnlichen Transportvelos durch Parks oder Städte kutschieren. Und jedes Mal werden die Werbevideos auch hierzulande fleissig geteilt und begeistert kommentiert. Das Interesse an solchen alternativen Familien-Fahrrädern scheint riesig. Sehen tut man auf Schweizer Strassen trotzdem fast nur Veloanhänger und ein paar auf dem Gepäckträger montierte Kindersitze.

«Die Schweiz ist tatsächlich ein Veloanhänger-Land», bestätigt man mir beim Besuch im Velo Plus. Kindersitze würden zwar auch benutzt, aber vor allem für die kurze Fahrt in die Kita und wieder nach Hause. Laut Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) sind die Kinder denn im Anhänger auch am besten geschützt. Zudem kann man darin schon Babys transportieren: Bis 10 Monate sollten sie in einer zum Anhänger passenden Liegeschale mitfahren, danach können sie im normalen Sitz Platz nehmen. «Im Fahrrad-Kindersitz hingegen sollte man das Kind erst ab etwa 20 Monaten herumkutschieren, weil es erst ab diesem Alter einen Helm tragen kann», so der Velo-Plus-Verkäufer. Im Anhänger ist der Helm nicht nötig, weil die Kinder durch das Gefährt selber geschützt sind.

Welcher Veloanhänger am besten passt, ist von den elterlichen Bedürfnissen abhängig: Braucht man ihn nur im Alltag, oder hat man regelmässige Velotouren geplant? Ist Stauraum wichtiger oder eine gute Federung? Oder ist man sportlich sehr aktiv und möchte den Anhänger auch zum Joggen oder gar zum Langlaufen mitnehmen? Möglich ist heute alles, denn es gibt sogar passende Skisets, welche im Schnee die Räder ersetzen.

Gerade in Städten wie Zürich sind immer häufiger auch Bakfiets unterwegs, das holländische Pendant zum Anhänger. «Der Kontakt zum Kind ist bei diesem Gefährt besser, weil es vor einem sitzt und so immer im Blickfeld ist», sagt der Velo-Experte. Und auch für das Kind selber sei das Fahren im Bakfiets toll, weil es viel mehr von der Umgebung mitbekomme als im Veloanhänger oder auf dem Rücksitz.

Der grosse Nachteil des Bakfiets und auch der meisten anderen, hippen Transportvelos ist, dass man kein bestehendes Velo nutzen kann. Und dass sie meist ziemlich schwer sind und einiges an Muskelkraft erfordern, wenn es auch nur ein bisschen bergauf geht – das durfte ich in Amsterdam schon am eigenen Leib erfahren. Allerdings gibt es das holländische Familienvelo mittlerweile auch mit Elektromotor. Und auch die helvetische Lastenvelo-Alternative, das Modell «James» von Bike Innovation ist motorisiert.

Ob mit oder ohne Elektroantrieb, ein Problem bleibt bestehen: Die Familiengefährte brauchen viel Platz, der in Mietwohnungen oft fehlt. Das bestätigt auch eine Arbeitskollegin, die sich den Taga-Velo-Kinderwagen gekauft hat: «Wenn man keinen separaten Abstellplatz dafür hat, ist es nicht so toll.» Trotzdem sei das Taga ein ganz wunderbares Stadtfahrzeug für Mutter und Kind und weit mehr als nur ein Fahrrad: «In wenigen Sekunden kann man es in einen Kinderwagen umbauen und so auch in einen Laden reinnehmen.»

Sind die Kinder schon etwas älter und fahren selber Velo, eignet sich ein Tandem-System für längere oder gefährlichere Strecken. Dabei wird das Kindervelo ans Elternvelo gehängt, sodass das Kind zwar noch selber treten kann, aber nicht muss. Und auch nicht mehr selber steuert. Die Luxusversion unter den Tandemkupplungen heisst Follow-me, den Trail-Gator gibt es etwas günstiger, dafür soll der ein bisschen wackliger sein. Von Schattenvelos, die aus nur einem Hinterrad mit Stange bestehen und nicht selbstständig fahren können, rät der Experte ab: «Das Kind merkt schnell, dass es auf diesem Gefährt nur sitzen, aber nicht selber fahren kann und schläft deshalb gerne ein – dann wird es gefährlich.»

Was aber, wenn man mal eben schnell eine kurze Strecke fahren will, das (schon etwas grössere) Kind sein Velo aber nicht dabei hat? Nach der Arbeit zum Beispiel, wenn man den Nachwuchs mit dem Velo vom Hort abholt. In Holland gibt es dafür tolle Lösungen: Simple Sitze mit Fussstützen für den Gepäckträger etwa, teilweise sogar klappbar und dadurch multifunktional. Oder Velositze mit Fusshalterung, die man am Rahmen montiert, sodass das Kind sich am Lenker festhalten kann. Laut Daniel Bachofner von Pro Velo sind all diese Kindersitze auch hierzulande erlaubt, «solange sie ihren Zweck erfüllen und die Sicherheit dadurch nicht grundsätzlich infrage gestellt wird». Denn das Schweizer Gesetz fordere weder für das Velo selber, noch für seine Komponenten und Zubehörteile eine Typenprüfung, «auch nicht für Kindersitze». Bachofner gibt aber zu bedenken, dass man gerade bei solchen Modellen als Eltern unbedingt darauf achten müsse, dass die Füsse auf keinen Fall in die Speichen gelangen können. «Und je höher oben das Kind sitzt, desto höher liegt der Schwerpunkt des gesamten Fahrzeugs und desto instabiler ist es auf der Strasse und beim Bremsen.» Weshalb ein einfacher Rücksitz auch für den kurzen Transport vermutlich besser geeignet ist als der Zweitsitz auf dem Velorahmen.

Wie radeln Sie mit dem Nachwuchs durch die Gegend? Oder verzichten Sie am Ende ganz aufs Radfahren mit der Familie, weil es Ihnen zu gefährlich scheint?

67 Kommentare zu «Das Land der Veloanhänger»

  • Stefan sagt:

    Ich finde Veloanhänger auch sehr nützlich, ich fahre auch sehr oft mit meine kleinen damit ins Grüne. Man sollte halt drauf achten das es ein Guter ist und nicht am falschen Ende Sparen für die Sicherheit unserer Kinder.
    Gruß Stefan

    http://fahrrad-kindersitz-test.com/

  • Claude Schumacher sagt:

    Wenn ich Kleinkinder in ihrem Kindersitzli hinter der Mutter/Vater sehe und die/derselbe trägt noch einen Rucksack regt das wirklich auf. Die heutigen Velos sind so kurz, dass das arme Kind ständig den Rucksack an der Nase hat.

  • Dani sagt:

    Das Schlimmste ist, dass auch auf dem hier verwendeten Foto der Veloanhänger vorne nicht geschlossen ist – wie es eigentlich in jeder Bedienungsanleitung stehen würde! Ueberlegt mal, was passiert, wenn vom Veloreifen ein kleines Steinchen in Richtung offener Anhänger geschleudert wird! Autsch!

  • Alois Meier sagt:

    Das Auto ist sicherer und zudem viel komfortabler als das Velo. Für Kinder ist so ein Anhänger ein sehr grosses Risiko weil viel zu breit für die Velostreifen. Streifunfälle mit Autos sind vorprogrammiert. Die Sicherheit meiner Kinder ist mir tausendmal wichtiger als eine grüne Ideologie.

    • Sportpapi sagt:

      Das stimmt. Nur sorgt Ihr sicheres Auto dafür, dass mein Kind zu Fuss oder auf dem Velo oder im Veloanhänger gefährdet wird.
      Am schlimmsten sind dabei die Leute, die extra ein grosses, schweres Auto fahren, wegen ihrer Sicherheit und der ihrer Kinder…

    • Dani Kobler sagt:

      @ Alois Meier: 25kg Kind mit dem Veloanhänger durchs Dorf zu fahren hat nichts mit grün oder Umweltschutz zu tun sondern ist einfach das richtige Werkzeug für diese Aufgabe. Dafür braucht es nicht 150PS und 1500kg Blech und Plastik.
      Das ihre Kinder in ihrem Auto sicher sind, schön für sie, passen sie einfach auf das sie beim rückwärtsfahren nicht per Zufall das Kind vom Nachbarn überrollen. Je nach Nachbar könnte sich das schlecht auf ihre Gesundheit auswirken.

  • christoph sagt:

    hmm kann mal jemand der wirklich Ahnung hat was über die Sicherheit von diesen Fahrradanhänger sagen, weil wenn ich mit dem Auto fahre denke ich mir immer das ist irgendwie verantwortungslos wenn ich da reinfahren würde würde ja das Kind überrollt (ich habe keinen SUV sondern einen normalen PKW) und das mein Auto da auf Kinderkopfhöhe ist während bei einem fahrradsitz doch das Kind über das Auto rollen würde, oder sind die Kinderanhänger so stabil gebaut?

    • Sportpapi sagt:

      Ich gehe davon aus, ein Velo (mit Kind darauf) würde eher überrollt als ein Anhänger, der eher zur Seite geschoben würde, sofern da Platz ist.

  • Nicolas Richard sagt:

    Es gibt Länder, bestimmt sind sie in der Mehrheit, in denen das Mitführen der Kinder im Anhänger als respektlos bewertet wird. Anhänger sind für den Transport von Waren vorgesehen. Auf dem Veloweg mag der Kindertransport akzeptabel sein, auf der Strasse ist dies eher eine verwerfliche politische Kampfansage.

    • Sportpapi sagt:

      Ich frage mich gerade, wie häufig in solchen Ländern überhaupt Fahrrad gefahren wird. Vermutlich ist das auch irgendwie respektlos…

    • alam sagt:

      Nur gut, dass wir nicht in einem solchen Land leben müssen. Mir reichen schon die hiesigen Vorurteile über Velofahrer im allgemeinen und Eltern bzw. Kinder im besonderen. Und dann erfrechen sich sogar noch welche, gleichzeitig Eltern zu sein UND Velo zu fahren!

    • alam sagt:

      Mir erschliesst sich nicht in welchem Land und weshalb „Kindertransport auf der Strasse“ eine „verwerfliche politische Kampfansage“ sein soll.

  • Martina Loepfe sagt:

    „Für Mutter und Kind“? Wirklich? 2016? Hier im Mamablog?

  • Hotel Papa sagt:

    Das Thema hat sich bei uns leider relativ rasch erledigt, beide Nachkommen sind absolute Velomuffel. Fahren haben sie mit viel Widerstand schliesslich gelernt, das wars aber auch schon. Heute hängen beider Fietsen im Velokeller mit von Nichtgebrauch platten Reifen.
    Henu, man kann niemanden zu seinem Glück zwingen.

  • Maya sagt:

    Wir sind in der Stadt Zürich mit E-Bakfiets unterwegs.

    2 Kinder plus alle Einkäufe lassen sich problemlos verstauen.

    Wir möchten nie mehr ohne sein…

  • Zufferey Marcel sagt:

    Tolle Kindervorrichtungen für’s Velo, danke für den Artikel! Gut, vielleicht muss man noch anmerken, dass das Thema Velo vor allem in der Stadt Zürich absolut hip ist: Das Fahrrad ist hier zu einem absoluten Statussymbol geworden. In kaum einer anderen Stadt gibt es eine dermassen grosse Vielfalt an Fahrradtypen, vom Fixie über den Vintage-Renner bis hin zum superteuren Karbon-MTB! Ich bin auch ganz angefressen von diesem Thema! Allerdings scheint sich der ganze Velo-Hype langsam dem Ende zu zu neigen: FELT hat beispielsweise seine Entwicklungsabteilung dicht gemacht und Squadra Mondo einen Grossteil seiner Filialen geschlossen.

    • Alois Meier sagt:

      Ein Hype ists weiter nichts. Das sieht man schon am Gestyle an jeder Ecke. Ein Velo ist in erster Linie ein Gadget den man zeigen will. Wie krank ist denn sowas? Früher wars ein billiges Fortbewegungsmittel oder Sportgerät, das wars.

  • Sandor Gyenge sagt:

    Veloanhängers sind ideale Einrichtungen für Kinder-Abhärtung.
    (Kinder Nase auf Auto- Auspuff höhe!!!!)

    • Sibylle Weber sagt:

      Das ist so. Aber im Kinderwagen sitzen die Kleinen auf gleicher Höhe und wenn sie laufen auch.

      Zudem wählt man mit Kinderanhänger nur notfalls stark befahrene Strassen. Leider gibt es immer noch Strecken ohne angenehme Velo-Alternative.
      Beispielsweise hört bei uns der Veloweg ca 200m vor der Einfahrt in unsere Quartierstrasse auf und mündet in eine stark befahrene Strasse. Entweder nimmt man diese Gefahr auf sich, oder fährt illegal auf dem Trottoir.

  • starfish sagt:

    Ich habe nichts gegen diese Velo-Erweiterung, wenn diese Teile jedoch als „Kampf“-Symbol gegen den motorisierten Individualverkehr missbraucht werden, dann muss dies verurteilt werden. Leben und leben lassen ist diesen Kreisen meist fremd.

    • Robert Hasler sagt:

      Der ist gut. Erinnert mich irgendwie an „jüdisches Faltboot rammt deutschen Panzerkreuzer“…

    • Peter Meier sagt:

      Hallo Autofundi, meldet sich da das schlechte Gewissen? Warum sonst wird alles was sich auf einer Strasse bewegt und kleiner als Offroader ist, gleich als „Kampfsymbol“ empfunden?

    • Hotel Papa sagt:

      Der Motorisierte Individualverkehr zeichnet sich heute auch vor allem dadurch aus, dass er immer breiter wird. Ohne dass deswegen die Transportleistung zugenommen hätte. IDR sitzt genau ein Schnauz drin. Transportkapazität also genau gleich wie die vom Velo.
      Und dann ärgern sie sich darüber, dass die Strassen immer verstopfter werden, dass die Zweiräder aber, da beweglicher und Platzsparend, immer noch zügig durch die Stadt kommen.

      • Helena sagt:

        Und das zeigt sich dann beim Überholen der Velos. Ein Porsche Cayenne überholt so eng, als wäre er ein Smart. 1,5 Meter Abstand bitte! Und wenns zu eng wird, halt mal ein paar Sekunden warten und nicht vor einer Engstelle noch durchquetschen. Wer vor einer Engstelle nicht konsequent mit dem Velo in die Mitte der Spur begibt, wird meistens gnadenlos an den Rand gequetscht und mit 30 cm «Abstand» überholt. Damit der Schnauz 2 Sekunden schneller am Rotlicht ist. Kein Wunder, ist Velofahren für Kinder bei uns lebensgefährlich und jeder Versuch, dem Velo mehr Platz einzuräumen, wird sofort von den Autofahrern, die 1,5 Tonnen brauchen, um ihre 80 kg zu bewegen, energisch bekämpft.

      • Alois Meier sagt:

        Wenn Velos cool sind, dann sollen das Autos auch dürfen. Wenn ich einen geilen Schlitten habe mit ordentlich was unter der Haube und fetten Finken dann hab ich eben Spass daran. Also genau das gleiche wie beim ach so coolen Velo.

      • Sportpapi sagt:

        @Alois Meier: Dürfen Sie. Nur sind es diese coolen Autos, die immer wieder schwer, teilweise tödliche Unfälle verursachen, wobei die Opfer nicht immer im Auto sitzen.

      • Anna Meier sagt:

        @Helena: Die Strassen in Zürich sind teilweise wirklich nicht gerade üppig bemessen. Weder dem Autofahrer noch dem Velofahrer macht es Spass bei so engen Platzverhältnissen aneinander vorbeizukommen. Wird es eng kann man auch als Velofahrer mal halten oder abbremsen und das Auto zuerst durchlassen – genau so wie die Autofahrer den Velofahrern oft den Vortritt gewähren damit nicht abgebremst werden muss. Mit dem Velo in der Stadt hatte ich bisher echt noch nie Probleme mit Autofahrern. Als Fussgänger werde ich hin und wieder von einem durchgeknallten Velokurrier oder möchtegern Tour-de-France Teilnehmern auf dem Trottoir überholt. Irgendwann fällt einer über die Hundeleine – selber Schuld 🙂

  • Lia sagt:

    auch Schattenvelos haben Pedale. Ich habe noch nie eines gesehen, das nur über ein Rad verfügt

    • Jeanette Kuster sagt:

      Das stimmt natürlich. Aber sie haben nur ein Rad, nicht zwei, können also nicht ohne das elterliche Velo gefahren werden.

  • Robert Hasler sagt:

    Im Artikel wird immer wieder Holland erwähnt. Sich das dort mal genauer anzuschauen ist sehr interessant – denn es geht völlig anders zu und her als bei uns. Insbesondere ist das Sicherheitsbedürfnis ganz offensichtlich SEHR viel tiefer als bei uns. Zwei oder gar drei Kinder ohne Helm auf dem elterlichen Velo sind z. B. völlig normal. Bei drei oder vier wird ein Lastenvelo benutzt und die Kleinen sitzen einfach vorne in der Lademulde. Gebremst wird grundsätzlich nicht.
    Wer sich über die ach so undisziplinierten schweizer Velofahrer ärgert, sollte sich mal einige Zeit als Fussgänger durch Amsterdam bewegen. Äusserst aufschlussreich. Nicht zuletzt, weil sich deswegen dort kein Mensch auch nur im Geringsten aufregt…

    • Helena sagt:

      Amsterdam ist gerade ein Extrembeispiel, das gesamte restliche Holland oder Dänermark sind aber Vorreiter in Sachen exzellenter und sicherer Velo-Infrastruktur. Jedes Kind fährt dort frühmöglichst selber und eigentständig Velo und da man praktisch nie die Strasse mit (schnell fahrenden) Autos teilen muss – höchstens in 30er-Zonen – und die Autofahrer dort allesamt auch Velofahrer sind, ist ein Helm einfach nur unnötiger Ballast. Bei uns sterben Radfahrer trotz Helm, weil man die Strasse noch mit LKW und rasenden Autofahrern teilen muss. Wo kann bei uns ein Kind noch selbständig in der Stadt mit dem Velo zur Schule? Selbst 30er-Zonen sind bei uns gefährlich, links und rechts alles dooring-Zonen usw…

  • Mia sagt:

    Wir sind mit beiden Kids über viele Schweizer Pässe wie Gotthard (Tremola), Furka, Nufenen, etc. gefahren. Unterwegs haben wir angehalten, an Bächen oder Seen gespielt, Murmeli beobachtet, Kühe gestreichelt, Blumen gepflückt, etc. Uns und den Kindern hat’s gefallen.
    Da wir ohne Auto sind, kommt der Anhänger zum Einkaufen immer noch zum Zug und ist eine der besten Investitionen.

    • Susi sagt:

      Mit dem Anhänger über Pässe? Alle Achtung… Ich fand es mit dem Anhänger immer recht anstrengend, wenn es bergauf ging.
      Heute benutze ich ihn ebenfalls noch für grössere Einkäufe, sehr praktisch!!

  • Susanne sagt:

    Was hier; „…So radeln Schweizer Familien durch die Gegend…“?! In erster Linie sollte das heissen; „So versperren Schweizer Familien den freien und öffentlichen Platz im Zug!!!“

  • Eduard J. Belser sagt:

    Ich bin vorletzten Sonntag die 46 km des Slowup Solothurn-Buechibärg mitgefahren. Es waren auch sehr viel Eltern mit Kindern dabei. Dabei fielen mir die Kindersitze negativ auf. Ich war überrascht, wie heftig die Köpfe der Kinder hin und her geschleudert wurden, wenn die Eltern an Steigungen in die Pedalen stiegen. Auch die Gefahr des vom Ständer kippend der Velos mit Kindersitzen wird sicher unterschätzt. Der Schluss aus meinen Beobachtungen: Wer seine Kinder wirklich liebt, kauft einen guten Kinderanhänger und wer sie noch mehr liebt ein gutes Lasstenvelo mit mit Kinderausrüstung. Da können die Kinder vorne Sitzen und sehen auch etwas und die Eltern haben sie im Blickfeld. Dank Elektroantrieben sind Lastenvelos bei Familien auch bei uns derzeit gross im komme und das ist gut so.

    • Mia sagt:

      Elektroantrieb bei Anhängern oder Kindertransporten: Ich habe letzthin zugesehen, wie ein Vater mit Elektrovelo in der Stadt Bern um die Kurve ging und der Anhänger Schieflage bekam bzw. sich eines der beiden Räder ca. 20 cm vom Boden abhob. Zwei Kinder waren im Anhänger!!

      • Jeanette Kuster sagt:

        Ich fahre auch mit E-Bike und Anhänger (wir wohnen ganz oben am Hügel) und mir ist noch nie so etwas passiert. Wie überall gilt natürlich auch hier: Tempo anpassen.

  • Werner Graf sagt:

    Es ist toll zu sehen, was sich in den letzten jahrzehnten für das Mitfahren der Kinder getan hat. Wir waren vor über 25 Jahren bei den Ersten, die einen richtigen Kinderanhänger beschafften. Die Kinder liebten ihr kleines rollendes Refugium. Nach einem langen aktiven Tag am See schliefen sie zufrieden ein.
    Allerdings waren wir in der Anfangzeit einigen Anfeindungen ausgesetzt. Nicht so armselig politisch. Wir wurden eher bezichtigt die Kinder zu gefährden, obschon bald gezeigt wurde, dass die Kinder im Anhänger am sichersten sind.
    Unser Anhänger, der erste der Leggerofamilie, erwies sich als äusserst robust. Heutenoch leistet er gute Dienste beim Einkaufen oder dem Tansportieren von Arbeitsmaterial.

    • Roland K. Moser sagt:

      Bei den Preisen MUSS das Zeug ewig halten.

      • Werner Graf sagt:

        Unser Kinderanhänger wurde mehrheitlich in der Schweiz hergestellt. Das hatte seinen berechtigten Preis. Mit seiner Lebensdauer war und ist er jeden Rappen wert. Wir bezahlen wenn möglich gerne faire Preise wenn wir sehen, dass das Produkt und seine Herstellung stimmig ist.
        Wenn Sie lieber billigstmögliche Produkte aus chinesischen Zwangsarbeitsfabriken kaufen wollen, tun Sie es halt. Das Kosten-/Nutzenverhältnis unseres Anhängers ist exzelent, was auch jedem rechtsbürgerlichen Stänkerer auffallen müsste.
        Meine Frage ist eher, woher Sie so genau wissen dass der Anhänger nicht billig war. Haben Sie auch einen?

  • reto schürch sagt:

    Wir benötigten das velo nur für ausflüge (nicht im alltag für kita/einkaufen/…) und haben aufs Radeln verzichtet, bis die kinder eigene velos hatten. anhänger kann man auch mieten.

    • Sportpapi sagt:

      Das wäre in unserem Fall mit drei Kindern also ungefähr sieben Jahre gewesen – der älteste wäre mit Sieben auf seine erste Fahrradtour. Selbst wenn dann der Jüngste mit drei bis vier Jahren seine ersten 20km fährt, ist man vielleicht froh, den Anhänger dabei zu haben, und ihn jederzeit dort einpacken zu können. (das Kleinfahrrad passt ins Gepäckabteil)

      • Eduard J. Belser sagt:

        Genau, das habe ich am SlowUp Solothurn-Buechibärg auch gesehen. Die Kinderanhänger mit Kindervelos im Gepäck sind mir auch positiv aufgefallen. Eine wirklich gute Idee. Erstaunt war ich auch, wie locker bereits viel noch recht kleine Kinder die Strecke oder grössere Teile davon auf ihren Kindervelos selbst geschafft haben.

  • Roland K. Moser sagt:

    Das Schlechte am Velo-Anhänger ist, dass die Kinder von politisch links stehenden Eltern auch im Velo-Anhänger von frischer Luft abgeschnitten werden. Wie zu Hause in der Wohnung.

    • Daniela Bircher sagt:

      Treffend geschrieben. Meine Erfahrung ist, dass das Verhalten der velofahrenden Anhängernutzer kein Klischee sondern ein Programm ist. Beispielsweise wird Rücksichtnahme nur von den anderen erwartet.

    • reto schürch sagt:

      Was empfehlen sie deshalb?

    • Sportpapi sagt:

      Die Kinder von politisch rechts stehenden Eltern kommen gar nie mit Fahrrädern in Kontakt?

      • Roland K. Moser sagt:

        Keine Ahnung.
        ich bin in einem primitiven Sozialisten und Alkoholiker-Umfeld aufgewachsen.

    • Gerber sagt:

      …stimmt, wenns von rechts furzt…

    • Roland K. Moser sagt:

      Ich musste nun mal feststellen, dass die Linken eine Frischluft-Phobie haben.
      Anders wäre es vermutlich, wenn die Luft aus dem Ausland importiert würde. Dann würden die Wohnungen und sonstigen Räume kräftig gelüftet.

      • Eduard J. Belser sagt:

        Was sollen diese dümmlichen Sprüche. Velofahren ist gesund, energieeffizient, umweltschonen, praktisch usw. und deshalb vernünftig. Was soll das mit politisch links oder rechts zu tun haben? Oder darf ich aus den politisch gefärbten Sprüchen schliessen, das die politische Rechte gegen das Velofahren und damit unvernünftig ist. Das bestätigt mich in meiner Ansicht, dass es vernünftiger ist links-grün zu wählen.

    • Paul Levi sagt:

      Der Kommentar zeigt nur, dass Herr Moser jedes Thema recht ist, um gegen die politischen Gegner zu hetzen, egal wie abstrus die Aussage ist und wie wenig sie mit dem Thema zu tun hat.
      Man muss schon eine sehr grosse Fantasie haben, um ein banales Thema wie Veloanhänger, mit einer politischen Gesinnung zu verbinden.

      • Roland K. Moser sagt:

        Die Anhänger sind praktisch luftdicht 🙂

      • Paul Levi sagt:

        @R. Moser: Sorry, Sie schreiben nur quatsch! Erstens sollten Sie mal die Augen auftun und dann würden Sie erkennen, dass die Anhänger praktisch nie zu sind! Und zweitens bin ich ja gespannt wie Sie erkennen, dass die Velofahrer politisch links sind?
        Ganz abstrus ist die Aussage, dass Linke Räume nicht lüften. So eine Aussage ist völlig aus der Luft gegriffen. Selbst wenn Sie behaupten, das selber beobachtet zu haben. So wage ich doch zu behaupten, dass Sie nicht viele Linke Wohnungen gesehen haben. Ich jedenfalls kenne etliche Leute die eher links stehen und die lüften nicht anderes als alle anderen Leute.
        Sie lieben es einfach, die Linken zu diffamieren. Da bieten Sich solche fantasievolle nicht-überprüfbare Hirngespinte an. Was kommt als nächstes? Linke tragen die Socken verkehrt?

    • Peter Hinnen sagt:

      Velofahren sollte keine politische Aussage sein. Nehmen Sie als Beispiel den frischgewählten höchsten Stadtzüricher. Der ist immer mit dem Velo unterwegs und hat zur Wahl sogar ein Dienstrad erhalten. Er ist übrigens ein SVP’ler.

    • Susi sagt:

      Roland K. Moser, Ihr Kommentar ist infantil.

      • Roland K. Moser sagt:

        Gar nicht!
        Wenn man den Anhänger nicht öffnen müsste, um die Kinder reinzutun, sodass die vermoderte Luft drinbleibt, würden das die Linken tun 🙂

    • Roland K. Moser sagt:

      Ich habe die Erfahrung gemacht: Linke lüften keine Räume.
      Und ich fahre selbst mehrere 1000 km Velo p.a.

    • Peter Meier sagt:

      Ihre Kommentare deuten auch eher auf Sauerstoffmangel in der Wohnung hin.

    • Karin Keller sagt:

      Herr Moser sitzt in einem Veloanhänger, verlustiert seine Kreativität an mit einem Blog und träumt von der Sonne und Kindern – aus Langeweile –

      • Kira Piller sagt:

        Nein, nein, er fährt jetzt schon seit heute morgen in seinem Cabriolet um sein Haus herum, auf der Suche nach der Sonne, und einem Lächeln.

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