Das spricht gegen eine vorzeitige Einschulung

Kinder im Zürcher Friesenbergquartier. Foto: Sabina Bobst

Die Ersten werden nicht zwingend die Ersten bleiben: Kinder im Zürcher Friesenbergquartier. Foto: Sabina Bobst

Eine Frau sagt im Zug laut ins Telefon, sie wolle das Kind früher einschulen, «denn es ist in der Entwicklung enorm weit und total bereit». Auch die Krippenleiterin sei der Meinung, das Mädchen gehöre schon jetzt in den Kindergarten. Nun müssten sie auf das Ergebnis der Abklärung warten, sagt sie weiter. «Einen negativen Entscheid würden wir allerdings ganz und gar nicht verstehen.»

Sie ist mit ihrer Forderung nicht allein. Der Trend geht hin zu immer früherer Einschulung. Je nach Kanton treten rund fünf bis zehn Prozent der Kinder früher als vorgesehen ins Schulsystem ein, schreibt der «Beobachter» im Artikel «Was muss ein Kind für die Schule können». Viele Eltern glauben, ihre Kinder seien frühreif und gehen davon aus, eine vorzeitige Einschulung in den Kindergarten führe zu besseren Chancen im Berufsleben.

Ich gestehe, auch ich überlegte mir damals, ob ich meinen Sohn abklären lassen sollte. Wäre er drei Wochen älter gewesen, dann wäre er ein Jahr früher eingeschult worden. Ich entschied mich nach einem Gespräch mit einer befreundeten Kindergärtnerin dagegen. Mein Sohn gehört seither jeweils zu den Klassenältesten – und ich bin froh darüber.

Es sprechen schlicht zu viele Gründe gegen eine vorzeitige Einschulung. Die Gefahr, das Kind damit zu überfordern, ist gross. Studien zeigen, dass früh Eingeschulte ihren Vorsprung kaum halten können, ausser sie sind hochbegabt. Der deutsche Frühlesetest Iglu kommt sogar zum Ergebnis, dass ältere Schüler deutlich besser lesen können. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung spricht sich gemäss «Beobachter» gegen eine frühe Einschulung aus, weil diese Kinder seltener aufs Gymnasium gehen. Zudem seien die Klassenjüngsten auffällig oft hyperaktiv, weniger ausdauernd und täten sich damit schwerer, sich auf Veränderungen einzustellen, so eine deutsche Bildungsökonomin.

Und die vorzeitig Eingeschulten müssen bei der Berufswahl noch früher wissen, welchen Weg sie einschlagen wollen. Nicht selten entscheiden sie sich deshalb für ein Zwischenjahr, um so etwas Zeit zu gewinnen.

Weshalb also das Ganze? Glauben Eltern tatsächlich, dass dies zu besseren Chancen führt? Im Sinne von: Wer als Erster den Abschluss in der Tasche hat, hat gewonnen?

Eine Bekannte von mir glaubt, ja. Sie spricht sich klar für eine frühestmögliche Einschulung aus – und zwar insbesondere bei Mädchen. Bei Buben sei das nicht so wichtig, die könnten sich Zeit nehmen, auch später bei der Wahl einer Ausbildung und eines Berufes. Doch Mädchen hätten eine andere Zeitrechnung, «die kommen Mitte zwanzig voll in die Rushhour». Wollten sie eine anständige Ausbildung abschliessen, sich im Beruf etablieren sowie eine Familie gründen, dann zähle jedes einzelne Jahr. «Die Mädchen müssen Gas geben, die haben keine Zeit.»

176 Kommentare zu «Das spricht gegen eine vorzeitige Einschulung»

  • Andrea sagt:

    Was Eltern dabei vergessen; es enden nicht mit der Grundschule, diese Kinder sind auch in der Oberstufe und damit in der Pubertät 1 Jahr jünger (oder zwei, je nach dem wieviele extrarunden die anderen schon hatten). Bei Kindern die körperliche Spätzünder (wie ich damals) sind ist das schädlich für den sozialen Stand in der Klasse.
    Bei Kindern die einfach nur etwas schneller und begabter sind würde ich davon abraten ein Jahr zu überspringen. Lasst eure Kinder Kinder sein und den Kindsgi oder Sandkasten geniessen! Ich hätte mir gewünscht ich hätte mich nicht schon um eine Lehrstelle bemühen müssen bevor ich überhaupt Brüste und die Periode gehabt hatte…

  • HAB sagt:

    Ich denke wirklich, das ist von Kind zu Kind verschieden. Wieso immer alle gleich machen? Das Kind steht im Vordergrund. Ich sehe immer wieder Kinder, die Mitte Jahr eine Klasse überspringen, weil sie sich schlichtweg langweilen und beinahe depressiv werden. Dafur fehlt ihnen dann ein halbes Jahr Stoff. Das ist doch weitaus heftiger, neue Freunde mehr Stoff, als ein Jahr zu früh eingeschult.
    Andererseits gibt es auch Kinder, die datumsmässig müssen, aber noch gar nicht wollen… Von denen schreibt keiner…

  • Lik sagt:

    Ich war so ein Kind, dass früher eingeschult wurde, obwohl mein Geburtstag weit weit vom Stichtag entfernt liegt.
    Lange Zeit war ich unschlüssig darüber, ob ich die Entscheidung meiner Eltern von damals gut finden soll oder doch nicht. Schulisch bin ich zwar bis jetzt immer noch einer der Klassenbesten, allerdings habe ich mich bis zur 9. Klasse nie so richtig bei den Älteren integriert und mich immer ein wenig ‚zurückgeblieben‘ gefühlt. Grundsätzlich bin ich aber heilfroh, dass meine Eltern mich früher eingeschult haben, vor allem wenn ich mir nun die Klassen unter mir anschaue.
    Ausserdem habe ich jetzt die Chance nach der Matura ein Zwischenjahr zu machen und dann während des Studiums doch immer noch einer der Jüngeren zu sein.

  • silla sagt:

    habe auch einen sohn welcher wohl in seiner schullaufbahn immer der jüngste sein wird(ausser er wiederholt). hat paar tage nach dem stichtag geburtstag und ist jetzt ein glücklicher aufgeweckter erstklässler.
    ein argument welches nicht genannt wurde was eine verfrühte einschulung verlockend werden lässt für eltern(sofern das kind „reif“ ist) der horrend hohe kitabeitrag fällt weg! so simpel aber geld spielt nun mal eine rolle… ich jedenfalls war noch so froh als der beteruungsbeitrag und die konditionen mit kiga/horteintritt auf ein gut tragbares mass sanken.

  • Rudi Buchmann sagt:

    Und all die Kleinkinder, die übers Handy all die englischen Kinderlieder mitsingen? Die Frühförderung beginnt ja schon fast im Mutterbauch. Sagt der Zweijährige statt „ufe ond abe“ „up and down“. Das ist Tatsache. Und dann meinen diese Leute, ihre Kinder seien hochbegabt. Dabei ist das ganz normal. Denn Tausende andere Zweijährige können das auch.

  • Diethelm-Knoepfel Monika sagt:

    Man darf wegen der Gefahren der früheren Einschulung die hochbegabten Kinder nicht vergessen, die sich im Kindergarten schlicht langweilen. Solche Kinder gehören auch dann noch zu den Klassenbesten, wenn sie ein Jahr übersprungen haben. Das sieht man auch im Gymnasium immer wieder. Da diese Kinder meistens die Matur machen, haben sie sowieso mehr Zeit, bis sie sich für eine Studienrichtung entscheiden müssen, als Jugendliche, die eine Lehre machen. Ein Merkmal solcher hochbegabter Kinder kann sein, dass sie aus eigenem Antrieb im Kindergarten lesen oder rechnen lernen, nicht auf Wunsch der Eltern.

  • Petra sagt:

    Eine Entscheidung für oder gegen das vorzeitige Einschulen sollte individuell betachten werden. Ich selbst wurde 1 Jahr vorzeitig eingeschult und habe ohne schulische oder soziale Probleme mit 18 Jahren die Matura absolviert. Unser Sohn wurde regulär eingeschult. Selbst wenn er sich schulisch dafür geeignet hätte, hätten wir wegen seiner sozialen und emotionalen Reife einem Überspringen nicht zugestimmt. Unsere Tochter hat die 1. Klasse übersprungen, da sie sich selbst das Rechnen, Lesen und Schreiben beigebracht hat. Jetzt in der 4. Klasse ist sie eine weiterhin gute Schülerin und bei ihren älteren Gschpänli bestens integriert. Nebenher betreibt sie mit viel Freude ihre (selbstgewählten) Hobbys und hat immer noch Zeit, mit ihren Freundinnen zu spielen.

  • WaschbärPanda sagt:

    Ich bin ebenfalls gegen eine vorzeitige Einschulung und stimme den im Artikel aufgeführten Argumenten zu. Klar ist es vielleicht nervig, wenn man ein ganzes Jahr länger auf die Einschulung warten muss, weil man nicht 3 Wochen früher geboren worden ist. Aber ist es dann nicht „cool“ zu den Älteren zu gehören? Und wieso sollte eine vorzeitige Einschulung die Chancen im Berufsleben erhöhen? Man hat ja nicht mehr Erfahrung, sondern musste das unbeschwerte Kinderleben früher aufgeben. Man sollte Kindern ihre Kindheit lassen. Sie müssen sich schon früh genug entscheiden, was sie später machen möchten und kommen dementsprechend früh genug in die Arbeitswelt.

  • yabaja sagt:

    Es ist doch immer schwer zu entscheiden ob ein Kind Kindergarten reif ist oder nicht. Ich meine damit, wenn ein Kind knapp vor dem Stichtag Geburtstag hat, haben viele das Gefühl,dass es zu früh ist. Tatsache ist, das solche Kids halt früh zur Schule raus kommen. Weiss man denn mit der Einschulung was bis zum Schulaustritt noch alles geschieht? Ich weiss es nicht und will es auch nicht wissen. Unser Junge wird immer der Jüngste sein. Hat Ende Juli Geburtstag.
    Ja, ich habe sehr gezweifelt und ja, ich bin froh habe ich ihn gehen lassan. Warum? Er mag immer der Jüngste sein aber im Kopf ist er sehr wiff. Er ist jetzt in der ersten Klasse und macht teils Rechnungen von der 2. Klasse und teils 3. Klasse. Sollte es schief gehen, wiederholt er eine Klasse…

  • xoxo sagt:

    ich wurde zwar nicht früher eingeschult, war aber immer die jüngste in der klasse (geburtstag am stichtag), was lange zeit einen vorteil hatte: ich war überdurchschnittlich gross, was in einer klasse von älteren nicht (so) auffällt. was probleme in der pubertät anbelangt (im gymi waren sie dann alle 2-3jahre älter als ich – ich ging nur zwei jahre in die sek), kann ich das in meinem fall ausschliessen. das hängt dann wohl sehr von der individuellen reife/selbstsicherheit ab. und übrigens: ich war auch eine der jüngsten uni-absolventinnen. aber es wurd aus mir nie ein topshot in der berufswelt (2jahre weltreise, frühe mutterschaft). shit happens. gäll

  • alam sagt:

    Ein unterfordertes Kind zu Hause zu haben ist sicher auch nicht einfach. Irgendwann sind alle Spielgruppen-, Mukiturnen-, etc.-Möglichkeiten ausgeschöpft. Die ganze Schulzeit sollte durchlässiger sein mit Basis- oder Grundstufe zu Beginn, später mit der Möglichkeit in verschiedenen Fächern in verschiedenen Stufen zu sein, etc. Das kostet zwar während der Schulzeit ein bisschen mehr, zahlt sich aber x-fach wieder aus, wenn aus motivierten Schülern motivierte Mitarbeiter, Firmengründer, etc. werden.

  • Aber Hallo sagt:

    ….und ich überlege mir meine Tochter später einschulen zu lassen, da sie ein paar Tage vor dem Stichtag Geburtstag hat….Auch um dem Feriensystem sowie dieser fixen Abhängigkeit noch ein Jahr zu entkommen…ich werde mich wohl erst in letzter Sekunde entscheiden.

  • Beat sagt:

    +Hirn wächst stetig = jüngere Kinder sind bezüglich Aufnahmefähigkeit/Umsetzung vs. den Älteren benachteiligt.
    +Pubertätsalter = Jüngere körperlich weniger weit entwickelt, was von Teenagern meist als problematisch und belastend empfunden wird
    +frühzeitigen Einschulung = mehr AHV-Beitragsjahre (pro Rentenaltererhöhung?)
    + Unterforderung kann durch Förderung (durch die Eltern, Lehrer, Vereine) ausgeglichen werden
    +Schulaustritt mit 15 und dann für Berufslehre auf OK vom Kantonsarzt angewiesen
    +Welcher Arbeitgeber will, dass die Lehrlinge immer jünger werden?
    = vorzeitigen Einschulung bzw. mit dem neuen Stichtag 31.7. bedeuten mehr Beitragsjahre
    =weniger Kinderjahre
    =Schwächung der Berufslehre.
    Ich erkenne keine Gründe für den vorzeitigen Eintritt…

    • gugus sagt:

      „Unterforderung kann durch Förderung (durch die Eltern, Lehrer, Vereine) ausgeglichen werden“ > Das ist nicht korrekt, gewisse Kinder leiden deutlich darunter, dass sie sich in ca. 5 von 6 Schulstunden langweilen. Besuchen sie mal einen Stammtisch des EHK (Elternverein hochbegabter Kinder). Da treffen sich nicht die Eltern von schlauen Kindern, die gut funktionieren. Sondern Eltern von erwiesenermassen Hochbegabten, die eben unter ihrem Anderssein leiden, keine „Eislaufmütter“, sondern Eltern, die Lösungen für ihre Kinder suchen. Und das will genauso ernst genommen werden wie das Leiden der ganz schwachen Kinder. Grosse Normabweichungen sind immer schwierig, egal in welche Richtung. Manche Kids können damit umgehen, für andere ist es schwierig.

  • Diana sagt:

    Ja, und dafür geht jetzt der Trend in die andere Richtung, dass alles zurückbehalten wird, um dann auch ja nicht zu den jüngsten zu gehören. Was wiederum die planmässig eingeschulten jüngeren Kinder nahe am Stichtag benachteiligt!

  • Hugo Bosshard sagt:

    Zu meiner Zeit in meinem Kanton galt der 30. April als Stichtag. Ich wurde im April geboren und meine Mutter stellte ein Gesuch, dass ich erst mit fünf in den Kindergarten musste, weil ich für mein Alter sehr klein und wohl auch noch nicht reif für den Kindergarten war. Die Kindergärtnerin, die mich zu diesem Zeitpunkt noch nie gesehen hatte, ausser wenn meine Mutter und ich mal die älteren Geschwister abholten, machte meiner Mutter gegenüber dumme Bemerkungen im Sinn, dass meine Mutter mich überbehüten wolle und nicht loslassen könne. Ich gehörte also eher zu den älteren Kindern und fühlte mich dabei nie fehl am Platz. Im Gymnasium waren in meiner Klasse schliesslich vier Jahrgänge vertreten. Jeder soll doch die Schule/den Kindergarten in seinem Tempo absolvieren.

  • gugus sagt:

    Ich habe mich 13 Jahre lang in der Schule ziemlich gelangweilt und wäre gerne ein Jahr eher damit fertig gewesen. Ich hatte viele Freundinnen am Gymi, die ein Jahr vor mir fertig waren und hatte mir ernsthaft überlegt, ob ich den Rektor fragen soll, ob ich die Matur ein Jahr eher schreiben darf. Ich habe eher früh (nicht extrem, aber trotzdem) pubertiert und für mich wäre es auch mit 12, 13 und 14 kein Problem gewesen, davon bin ich überzeugt. Von daher: Pauschallaussagen zu so einem Thema finde ich immer schwierig. Kinder sind zwar manchmal emotional noch nicht ganz so weit, aber intellektuell aber schon viel weiter. Muss man dann warten, mit dem Risiko, dass das Kind den Spass am Lernen verliert? Andere sind in der 1. Klasse ja vielleicht emotional so weit, aber intellektuell nicht …

  • Andrea sagt:

    Unser Sohn hat letztes Jahr den Stichtag um 16 Tage verpasst. Ich habe sehr viele (Grundsatz)Gespräche geführt mit Kindergärtnerinnen, Lehrern, unserem Kinderarzt, einer befreundeten Kinderpsychologin und mehreren Eltern, die selber schon Kinder frühzeitig in den Kindergarten geschickt haben. Der Tenor war einheitlich: man tut einem Kind keinen Gefallen damit, und von den betroffenen Eltern würden heute ausnahmslos alle anders entscheiden. Ältere Kinder sind im Reifeprozess einfach weiter und das ist ein Vorteil, der sich durch die gesamte Schulzeit zieht. Ich freue mich für meinen Sohn (der kognitiv übrigens bereits sehr weit ist), dass er gratis und franco davon profitieren darf und sehe nicht ein, wieso ich ihm freiwillig die Bürde hätte aufbinden sollen, der Jüngste zu sein.

    • gugus sagt:

      Zum Beispiel weil die Gefahr besteht, dass er sich derart langweilt, dass er nur noch Blödsinn macht. Muss nicht sein natürlich, aber er wäre nicht der erste, bei dem es passiert. Die Medaille hat nun mal immer zwei Seiten …

      • Andrea sagt:

        Ich denke, das passiert eher selten und nur, wenn ein (auch älteres) Kind wirklich hochbegabt oder seinem Alter sehr, sehr weit voraus ist. Unser Sohn ist einfach gut dabei, aber kein Genie.

      • gugus sagt:

        Ich kenne ein offiziell hochbegabtes Kind, das nie Ärger gemacht hat in der Schule und eines, mit dem es sehr, sehr schwierig war zum Teil. Das zweite hat in der Primarschule total die Freude an der Schule verloren (man wird sehen, wie es weitergeht …). Es geht nicht nur um Langeweile oder Reife. Auch die charakterlichen Anlagen spielen mit rein. Und: Genie ist relativ, weil auch hier der magische IQ von 130 für Hochbegabung willkürlich gesetzt ist. Ein Kind mit IQ 135 funktioniert vielleicht prima, eines mit 128 ist todunglücklich. Aber alle 3 hochbegabten Jungs, die ich persönlich kenne, würde niemand als Genies bezeichnen, sondern einfach als sehr intelligent und clever.

    • 13 sagt:

      @ Andrea
      Ich gebe Ihnen recht. Ihr Sohn hat den Stichtag um 16 Tage verpasst. Unser Sohn hat ihn wegen 5 Tagen erreicht. D.h. dass unser Sohn 3 Wochen älter ist als Ihrer und nun soll er ein Jahr früher in den Kindergarten, weil der Stichtag nun mal so festgelegt wurde. Als wäre er wegen dieser 3 Wochen so viel reifer als Ihrer. Völlig verrückt.

      Das ist eben das Problem mit Stichtagen. Sie sind völlig willkürlich. Mir ist schon klar, dass es aus Organisationsgründen eher schwierig wäre, aber eigentlich müsste man den Stichtag ganz aufgeben und sagen, dass die Kinder einfach irgendwann zwischen 4 und 5,5 oder so in den Kindergarten eintreten müssen, am liebsten mit Eintritten auf jedes Semester. Und dann nach 1,5-2,5 Jahren in die Schule.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Und wer würden dann über den Eintrittstermin entscheiden? Und nach welchen Kriterien?
        Ich sehe ja zur heutigen „Willkür“ keine realistische Alternative und bin eher dafür, eher weniger Ausnahmen zuzulassen.

      • sonic sagt:

        Eintritt auf jedes Semester oder Basisstufe mit altersdurchmischten Klassen. Irgendsoetwas wäre viel besser.

      • 13 sagt:

        @ SP
        In den Kindergarten wären es die Eltern, die entscheiden. Mit Empfehlungen der Schule betreffend der Kriterien und des Kinderarztes zur Reife. Wie weiter dann gemeinsam, wobei meinetwegen die Schule das letzte Wort haben darf. Ideal wäre es nicht, aber aus meiner Sicht besser als so. Ich bin auf jeden Fall froh, lag bei unserem Sohn, die Entscheidung ihn zu schicken oder nicht, ganz bei uns.

      • Sportpapi sagt:

        „In den Kindergarten wären es die Eltern, die entscheiden.“ Sehen Sie, deshalb bin ich für grundsätzlich reguläre Einschulung statt Rückstellung, und dann allenfalls ein Entscheid für ein drittes Kindergartenjahr.

    • Chindergartetäschli sagt:

      Es ist einfach erstaunlich mit wie vielen Fachpersonen vermeintlich geredet werden muss. . Lassen wir doch einfach den gesunden Menschenverstand walten – zumal es genügend Fachliteratur über dieses Thema gibt. Wir kennen unser Kind am besten. Die Entwicklung eines Kindes richtet sich eh nicht nach unseren Wünschen. Das Kind soll noch Kind sein und seine Kindheit ausleben und geniessen dürfen. Die Kindheit lässt sich nicht nachholen! Vor allem, lassen wir uns doch bitte nicht vom Mainstream der „Bildungsverückten“ unterjubeln, das Kind verpasse sonst den Zug. In diesem Sinne wünsche ich mir mehr Kindeswohl und nicht bereits Karrierenzieldenken.

      • Sportpapi sagt:

        Der gesunde Menschenverstand hilft hier vermutlich nicht weiter. Denn Sie leben ja, wie einige eine Einschulung bereits ab 3 Jahren, andere erst ab 6 Jahren befürworten. Und beide Seiten glauben, den „gesunden Menschenverstand“ und die Fachliteratur auf ihrer Seite zu haben.

  • maria sagt:

    einbringen kann und sich in der Gruppe nicht frei und stark bewegen kann, wird es auch später in vielen Bereichen an Grenzen stossen.Die Wichtigkeit des freien Spiels wird von vielen stark unterschätzt. Die Angst, etwas zu verpassen, dieser Zwang, die Kinder möglichst früh in diverse Kurse anzumelden und eben auch die Idee, etwas zu verpassen wenn das Kind erst ein Jahr später in den Kiga kommt ist erschreckend.
    Natürlich gibt es Kinder, die einfach früher bereit sind als andere. Aber meine Meinung ist, dass die meisten Kinder eher von einer etwas späteren Einschulung profitieren. Eine Basis zu legen, dem Kind einen starken Boden mitzugeben, auf welchem es wachsen und sich entfalten kann scheint mir das Wichtigste überhaupt.

  • Mila sagt:

    Schade dass dir Autorin nur Argumente aufführt, die ihre eigene Entscheidung rechtfertigen, dieses Thema hätte eine differenzierte Betrachtung verdient. Eine Stichtagsgrenze wird niemals allen Kindern gerecht, sind wir doch froh können wir im Bedarfsfall in der einen oder anderen Richtung davon abweichen! Meine letzten Sommer vorzeitig eingeschulte, noch nicht fünfjährige Tochter interessiert sich brennend fürs Schreiben und Rechnen und wird den Stoff der ersten Klasse lang vor Schulbeginn draufhaben. Ich forciere das überhaupt nicht, merke aber dass mir das unterstellt wird. Habe den Eindruck, dass manch andere Eltern die Ursache lieber im Mythos „Ehrgeiz-Eltern“ sehen anstatt mal in Betracht zu ziehen, dass es einfach auch Kinder gibt, die klüger sind als ihre eigenen.

    • Blog-Redaktion sagt:

      @Mila: Ich verstehe Sie, es ist in der Tat so, dass man sich nach aussen hin immer wieder rechtfertigen muss, wenn das Kind bereits im Kindergartenalter rechnen und schreiben kann. Schulreife hat allerdings auch mit sozialer Reife zu tun. Nicht jedes Kind, das intellektuell einiges drauf hat, ist automatisch für einen frühzeitigen Übertritt in die 1. Klasse prädestiniert. Grüsse, gb

      • Mila sagt:

        Liebe Frau Braun
        Natürlich, die soziale Reife ist sehr wichtig, für das Wohlbefinden des Kindes in der Schule evtl. fast das wichtigste. Aber diese Reifung geschieht doch nicht von allein, dazu braucht es Lernerfahrungen, insbesondere intensive, auch mal ruppige Interaktionen mit anderen Kindern. Wie man sie z.B. im Kindergarten erlebt… Fünf Jahre überwiegend in der heilen, evolutionär gesehen gänzlich unnatürlichen Welt einer Kleinfamilie zu verbringen kann einem Kind ganz schön viele solcher Erfahrungen vorenthalten. Meine Tochter ist jedenfalls nach 3,5 Jahren Krippe vom ersten Tag an problemlos und gern in den Kindergarten, obwohl sie gerade erst 4 Jahre alt war. Die Kindergartenlehrerin hat sie bis zum ersten Elterngespräch für ein Jahr älter gehalten als sie tatsächlich ist…

    • Sportpapi sagt:

      Schreiben und Rechnen können hat zudem nicht zwingend etwas mit Klugheit zu tun. Sondern vor allem mit Interesse.

      • Laurence sagt:

        Ich teile diese Ansicht!

      • sonic sagt:

        Ja Frau Braun, soziale Reife ist sehr wichtig. Aber wieso gehen alle davon aus, dass vorzeitig eingeschulte Kinder diese Reife nicht haben können? Auch hier sind doch die Differenzen einfach enorm.

  • maria sagt:

    Als Kindergärtnerin mit 17 Jahren Erfahrung kann ich euch mit Sicherheit sagen, dass in 90 % aller Fälle eine Früheinschulung keine gute Idee ist.
    Es herrscht derzeit ein absoluter Wahn, was die Frühförderung anbelangt. Auch die Idee, dass im Kindergarten die Ansprüche nicht so hoch sind und dass es ja fast dasselbe wie die Krippe ist, sind weitverbreitete Meinungen. Dass im Kindergarten eine Lehrperson alleine mit ca. 20 bis 25 Kindern den ganzen Morgen verbringt und die Kinder dementsprechend stark in ihrer Selbständigkeit (emotional, sozial) gefordert sind, wir dabei oft nicht wahrgenommen.
    Im Kindergarten hat das Kind sehr viel Zeit für das freie Spiel. Dies ist ganz grundlegend wichtig für die ganze Entwicklung des Kindes. Wenn ein Kind nicht spielen kann, keine eigenen Ideen

    • 13 sagt:

      Wie empfinden Sie es denn aus Ihrer Erfahrung? Wird denn soviel früher eingeschult? Und wie verhalten sich die Gesuch um frühe Einschulung im Verhältnis zu denjenigen, das Kind erst ein Jahr später einzuschulen?

    • meine devise; vertraut wieder mehr den lehrer/betreuungspersonen... sagt:

      Ja genau maria. Ich beobachte bei meinem umfeld, dass viele ihre kids schon früher nur schon in den kindsgi schicken möchten. Meist muss danach festgestellt werden, dass die kinder emotional, selbständigkeit etc. Noch nicht auf dem level sind, wie sie sollten. Mein sohn ist auch „weit“ in vielen aspekten, wäre er 3wo älter, wäre er im chindsgi, aber ich bin froh, darf er noch ein weiteres jahr frei spielen. Die kinder müssen doch genug früh hausaufgaben machen, haben verpflichtungen…Die ersten 5jahre eines kindes sind die schönsten wenn es kind sein darf. Manchmal muss man auch etwas „annehmen“ wie es ist. Oft ist es so, dass ein mami auch „froh“ ist, wenn der racker jeden morgen „versorget“ ist und man redet sich ein, dass das kind schon „reif“ ist.

  • Sybille sagt:

    Meiner Meinung nach sind es nicht die Eltern, welche die Kinder so früh schicken wollen, sondern das Schulsystem. In der Stadt Luzern müssen die Kinder mit knapp 6 Jahren in die Schule. Die Eltern lassen die Kinder dann jeweils zurückstellen.

  • Loli sagt:

    Ich bin ebenfalls eines dieser früh eingeschulten kindern und wie in den Kommentaren oft beschrieben habe ich es auch nicht aufs Gym geschafft. Nach einer Leher habe ich auf dem zweiten Bildungsweg die Matura/ Passerelle gemacht und studiere heute, ohne älter zu sein als meine Mitstudenten. Ich glaube bei der ganzen Bildungsdisskusion ist nicht das Alter der Eingeschulten das Problem, sondern der Gedanke, dass das Gymi der einzige erfolgsversprechende Weg ist.

    • Sportpapi sagt:

      „Ich glaube bei der ganzen Bildungsdisskusion ist nicht das Alter der Eingeschulten das Problem, sondern der Gedanke, dass das Gymi der einzige erfolgsversprechende Weg ist.“
      Das stimmt nicht. Aber wenn ein Kind das Talent zum Gymi hat, und da hin will, dann soll es nicht daran scheitern, dass die Eltern es halt früher eingeschult haben. Ich bin da eher für faire Chancengleichheit.

  • Marcel sagt:

    Wir haben unser Kind auch ein Jahr früher eingeschult. Es hatte keinerlei Probleme, aber wie hier schon mehrmals berichtet hatten wir auch Angst vor der Pubertät. Wir haben unser Kind damals für ein Jahr aus der Schule genommen und sind als Familie auf die Weltreise gegangen. War natürlich ein grossartiges Erlebnis für die ganze Familie und auch das Kind hat sehr profitiert.

  • Sportpapi sagt:

    Ich sehe wie gesagt eher einen Trend zur späteren Einschulung. Und das macht aus Sicht der Eltern auch Sinn. Denn wenn es doch klüger gewesen wäre, früher einzutreten, wird das die Kindergärtnerin melden und man kann nach einem Jahr bereits in die Schule. Hingegen braucht es sehr viel (ein paar schwächere Noten reichen nicht aus), dass einem Kind empfohlen wird, eine Klasse zu repetieren.

    • 13 sagt:

      Das hängt aber extrem von der Gemeinde und auch der Schulleitung ab und kann nicht pauschalisiert werden. Bei uns gibt es einige Kinder, die repetieren. Es gibt solche, die ein drittes Kindergartenjahr anhängen und auch solche, die dann einfach die 1. und 2. Klasse in drei Jahren machen. Alles möglich.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ein Kind repetiert aber üblicherweise nicht, wenn es genügende Noten hat und einigermassen mitkommt. Auch wenn das eigentlich nicht seinem Potential entspricht.

      • 13 sagt:

        Zu den Gründen des späteren Repetierens kann ich nicht viel sagen. Gerade in der 6. Klasse ist oft ein Mitgrund, dass das Kind ein Jahr später doch noch in die Sek könnte. Beim dritten Kindergartenjahr sowie der EK (1./2.-Klasse in drei Jahren, aber integriert in der Regelklasse, die als Mehrjahrgangsklasse geführt wird) sind die schulischen Fähigkeiten nicht im Vordergrund, sondern eher die Entwicklung des Kindes. Aber wie gesagt, sehe ich da grosse Unterschiede zwischen den Schulen. Ich bi praktisch sicher, dass es bei uns bewilligt werden würde, wenn die EB oder der KJPD bestätigen würden, dass es der bessere Weg wäre, auch bei knapp genügender Schulleistung.

  • Stephan Gränicher sagt:

    Ich wurde vor über 40 Jahre früher eingeschult. Schulisch hatte ich damit nie Probleme, ich gehörte immer zu den Besten. Als meine Klassenkameraden in die Pubertät kamen, ich noch nicht, wurde ich ausgegrenzt und habe stark darunter gelitten. Meine Eltern entschieden damals, mich ein Jahr repetieren zu lassen, was sofort Abhilfe schuf. Dennoch: Jedes Kind ist anders und auch die Entwicklung ist individuell. Was heute richtig scheint, kann morgen wieder falsch sein und muss korrigiert werden. Wir haben eins unserer Kinder früher eingeschult, weil es reif dazu war. Falls es irgenwann einmal später mehr Zeit braucht, aus welchen Gründen auch immer, dann soll es dannzumal die Zeit bekommen. Es gibt kein Patenrezept!

    • sonic sagt:

      Vielen Dank für den differenzierten Kommentar!

    • 13 sagt:

      Das finde ich toll. Mich persönlich nervt die ganze Panikmache, von wegen dass ein Kind nicht mit 4 in den Kindergarten soll, weil es dann zu jung für eine Lehre ist. Immerhin reden wir von 11 Jahren Schulzeit und es soll sich, wenn möglich, möglichst während der ganzen Zeit wohlfühlen. Da die Entwicklung aber eben nicht bei jedem gleich und linear verläuft, ist es das Beste den aktuellen Stand anzuschauen.

      • sonic sagt:

        ja 13 ganz genau. Wie soll man aufgrund von jetzt entscheiden, was in 10 Jahren richtig ist? Dem Kind muss es jetzt wohl sein. Was später ist, kommt später. Es gibt auch unkonventionelle Lösungen wie Marcel unten beschreibt.

  • Lia sagt:

    auch ein Mädchen hat alle Zeit der Welt – aber nicht, wenn sie von einer solch unfassbar ewiggestrigen Mutter erzogen wird.
    Wir kennen einen Erstkindergärtner, der im Sommer auch eingeschult wird, weil er sich selbst lesen, rechnen und schreiben beigebracht hat. Die Eltern waren zuerst dagegen, aber ihm würde spätestens in der 1. Klasse, wenn alle anderen das alles zuerst lernen müssen, enorm langweilig, und würde sich entweder zurück ziehen oder zum Störenfried werden. Die Eltern haben lange mit sich gerungen, aber für das Kind ist es def. besser, denn ihn jeden Nachmittag mit Förderklasse belegen wollten sie auch nicht.

    • Vierauge sagt:

      ja, so ging das bei unseren 2 Jungs auch. Der grosse durfte leider trotz klarer Schulreife nicht früher in die Schule, hat dann aber nach dem 1.HJ in die 2. Klasse gewechselt. Er wusste in der 8.KLasse dann genau, was er wollte, und hat diese Ausbildung erfolgreich absolviert.
      Der „Kleine“ durfte dann früher ran, weil er schulreif war, und das hat ihm sehr gut getan. Später hat er dann eine Ehrenrunde gedreht, was ihm dann auch sehr gut getan hat.
      Ich finde es sehr unpassend, wenn diese Frage immer nur mit 1 Kriterium („bessere Berufschancen“) beurteilt wird. Das kann doch wirklich nur individuell entschieden werden.

      • D. Ackermann sagt:

        Unser Sohn konnte schon vor dem KiGa lesen und rechnen kann er fast besser wie seine Schwester, die in der 1. Klasse ist. Er ist einer der Ältesten im 1. KiGa und ich hatte (habe immer noch ein bisschen) genau die gleichen Sorgen: Dem wird langweilig und er macht nächstes Jahr nur Quatsch. Trotzdem geht er nochmals ein Jahr in den KiGa. Hauptgrund: Er spielt unheimlich gerne und geht im KiGa richtig auf. Er will gar nicht in die Schule. Zweiter Grund: Intelligenz ist nicht alles – emotional ist er nicht weiter wie seine Gspändli. Ob es die richtige Entscheidung ist? In 5 Jahren wissen wir mehr…

  • 13 sagt:

    Es nimmt mich ja Wunder, woher der Beobachter wieder einmal seine Angaben hat (v.a. das letzte Feld ist ja schon mal falsch, die Stichtagsverschiebung wird den Gemeinden überlassen, die 6 Schritte sind nur eine Möglichkeit). Einen Trend zur früheren Einschulung kann ich nicht erkennen In unserer Gemeinde sah es letztes Jahr so aus, dass über 10% der Kinder noch nicht eingeschult werden, obwohl sie gemäss dem Harmos-Stichtag (ist bei uns bereits 31.07.) in den Kindergarten gehen sollten und ein einziges von knapp 100 Kindern früher eingeschult wird, von daher verstehe ich den Beitrag nicht ganz. Über die Gründe kann man sich streiten, am aller häufigsten sind es wohl die oben beschriebenen „Vorteile“, wenn das Kind zu den ältesten gehört.

  • Blubb sagt:

    Ich konnte bereits vor dem Kindergarten lesen, schreiben und rechnen und wurde trotzdem nicht früher eingeschult. Zum Glück! Ich bin super dankbar, dass ich meine Kindheit noch ein Jahr länger geniessen konnte und einfach nur spielen konnte. Meine Kindergärtnerin hat sich dann auch dagegen ausgesprochen, dass ich 1 Jahr Kindergarten überspringe. Danke viel mal, Frau Grau! Bin froh, dass ich zwei Jahre bei Ihnen in den Kindergarten durfte 🙂

    • 13 sagt:

      Na, diese Frau Grau muss ja eine fürchterliche Kindergärtnerin gewesen sein, wenn Sie ab Eintritt in den Kindergarten, Ihre Kindheit nicht mehr geniessen konnten.

      • Nisa sagt:

        Mit der Kindheit meint sie die zwei Jahre Kindergarten. Die „Kindheit“ hörte in der 1. Klasse auf, nicht im KiGa. Darum war sie ja froh um die 2 Jahre bei Frau Grau.

  • Natalie sagt:

    Ich wurde früher eingeschult (vor über 30 Jahren). Ich hatte keine Probleme, weder sozial noch schulisch – bis zur Sek. Zwei Jahre jünger zu sein, war da furchtbar. Die anderen Mädchen bekamen Brüste, haben sich für Jungs interessiert und ich habe noch in einer völlig anderen Welt gelebt. Das waren drei sehr schlimme Jahre.
    Ich halte deswegen nichts davon, Kinder früher einzuschulen. Man kann sie anders fördern (vor allem heute, wie ich an Kindern von Freunden sehe).

    • k. miller sagt:

      Bei mir ähnlich – vor über 40 Jahren. Ich konnte vor Schuleintritt zwar kaum lesen und schreiben, auch waren meine Eltern nicht die treibende Kraft. Ich Sturkopf wollte aber unbedingt, und ich war wohl auch reif. Alles ging gut, bis zu Pubertät. Da fühlte ich mich nicht mehr gleichwertig, und die schulischen Leistungen haben nachgelassen. Ein freiwilliges (naja… von den Eltern gefordertes) Wiederholungsjahr verbesserte zwar die Schulnoten, aber in der neuen Klasse fühlte ich mich nicht sonderlich wohl. Interessanterweise haben sich die Freundschaften aus der ursprünglichen (älteren) Klasse im Erwachsenenalter besser erhalten.
      Von einer früheren Einschulung halte ich nicht viel. Und eine Karriere vorplanen kann man sowieso nicht, bzw. da kommt es auf ein Jahr mehr oder weniger nicht an.

  • Markus Schneider sagt:

    „Die Mädchen müssen Gas geben, die haben keine Zeit.“ Meines Erachtens müsste endlich das Tabu gebrochen werden, dass die Ausbildung vieler Mädchen zwar von der Allgemeinheit finanziert wird, jedoch sehr oft völlig für die Katz ist, weil die Mädchen entweder weltfremdes unnützes Zeug lernen oder weil sie sich frühzeitig ins Elternsein verabschieden. Das sind Kosten, die meines Erachtens eingespart werden könnten. Wer sich auf Kosten der Allgemeinheit ausbilden lässt, der sollte der Allgemeinheit diese Kosten auch zwingend zurückerstatten müssen. Was eigentlich spricht dagegen ausser die linke Alles-für-mich-Mentalität?

    • tststs sagt:

      „Wer sich auf Kosten der Allgemeinheit ausbilden lässt, der sollte der Allgemeinheit diese Kosten auch zwingend zurückerstatten müssen.“
      Naaaa und was ist der heutige Tageskurs? 2.7 Kinder = 9 Jahre obligatorische Schulbildung? Heute mit Mengenrabatt fürs Gymi (also es müssen nur 3.5 Kinder für 13 Jahre Schulzeit zurückerstattet werden)?!?
      Aber ja, es wäre gescheiter, wir würden alle Mädchen nach der Oberstufe aus der Schule holen, sie schwängern und Kinder gebären lassen. Nach 10 Jahren dürfte das letzte Kind eingeschult sein und frau kann mit 25 in die weitere Ausbildung starten…

    • ruth sagt:

      Ich bin auch über diesen Satz gestoplert, allerdings anders als Sie: Eine Mutter mit dieser Einstellung hat einen Knall und das ist SEHR freundlich ausgedrückt. Hoffentlich hat sie kein Mädchen, das müsste unter ihr arg leiden. Da war meine Mutter vor 50 Jahren schon viel weiter…..

    • Franz Vontobel sagt:

      Ach, der Schneider wieder … immer noch nicht verdaut, dass die DSI den Bach runter ging ..? Kopf hoch, sie werden drüber weg kommen … 😀

    • 13 sagt:

      Und das sind dann bestimmt wieder die Gleichen, die propagieren, dass Krippensubventionen aufzuheben sind, weil Kinder ja Privatsache sind und sie gefälligst sowieso von Mütter betreut werden sollen! Ich hoffe ehrlich, Sie haben keine Töchter, Herr Schneider.

      Und ich danke einmal mehr meinem Vater, der das Elterngespräch nach einer ähnlichen Bemerkung meines Lehrers abgebrochen hat und mich stattdessen in der (staatlich bezahlten) Ausbildung unterstützt hat. Durch meine „völlig unnütze“ Ausbildung ernähre ich ja immerhin eine 5-köpfige Familie. Nur kochen und bügeln kann ich immer noch nicht…

      • tststs sagt:

        Neinneinnein, 13, Ihre Kinder werden – wegen fehlender mütterlicher Anwesenheit – ganz bestimmt Kriminelle und Sozialfälle! Und was die erst kosten werden…. Uiuiuiui
        😉
        😉
        🙂

      • Martin sagt:

        Kochen ist in dieser Liste vermutlich noch das einfachste, was man verbessern kann. Ansonsten rufe ich gerne auch mal den Pizzakurier an. oder nehme etwas vom Chinesen mit.

      • 13 sagt:

        Stimmt, tststs, das habe ich nicht bedacht. Und dann noch der Migrationshintergrund. Dazu noch zwei Mädchen und nur ein Junge, der ja der Wirtschaft wirklich was bringt. Die armen, armen Steuerzahler bei Menschen wie mir 😉

      • 13 sagt:

        @ Martin
        In meinem Fall geht es noch einfacher als Kochen lernen oder Pizzakurier bestellen, nämlich die primäre Ernährung der Kinder nach dem Stillalter einfach dem anderen Elternteil überlassen. Klappt sein vielen Jahren sehr gut!

  • Reincarnation of XY sagt:

    „Mein Kind konnte schon mit 4 lesen und schreiben und rechnen -ganz von sich aus“ – „meins auch“ – „meins auch“
    … herrje und ich dachte, ich hätte kluge Kinder. Aber der MB zeigts, sie sind voll unterdurchschnittlich. Seufz.

  • Mara sagt:

    Das Alter ist doch gar nicht so wichtig, wenn nämlich das Kind in einem “ Nest “ aufwächst, wo es sich gut aufgehoben fühlt, wo es gefördert und geliebt wird, wo es Vertrauen in seine Umwelt aufbauen kann, dann ist auch ein früherer Schuleintritt möglich, wenn es denn selber will.. Mein fünfzehnjähriger Enkel wurde von seinen sehr psychologisch geschulten Eltern ein Jahr früher eingeschult, obwohl er gar nicht wollte, ihm hat es im Kindergarten gut gefallen. Mit der Einschulung hat für ihn ein Leidensweg angefangen, der wohl ein ganzes Buch füllen würde. Seine Eltern haben sich immer sehr angegriffen gefühlt, wenn die jeweilige Lehrkraft ihre Bedenken geäussert hat, schliesslich waren sie überzeugt, ein hochbegabtes Kind zu haben.

    • Franz Vontobel sagt:

      „… schliesslich waren sie überzeugt, ein hochbegabtes Kind zu haben.“

      Das ist schon möglich … wie Umfragen unter Eltern ergeben haben, sind gegen 70% der Kinder hochbegabt …

      • Susi sagt:

        @Franz: Genau dort liegt eben der Hund begraben, in der Wahrnehmung der Eltern. Das ist der Ursprung vieler Probleme, die die Kinder haben.

      • Mara sagt:

        Und die Zeche bezahlen die Kinder, die eben nicht dem entsprechen, wie sie von den Eltern wahrgenommen werden. Es ist halt schon so, Kinder, die für hochbegabt gehalten werden, haben natürlich auch Hochbegabte Eltern, und da ist es allemal einfacher in den Spiegel zu gucken.

  • Janet sagt:

    Ich plädiere nicht für oder gegen Früheinschulung, aber die Sozial- und Spätfolgen von einer Früheinschulung sollten berücksichtigt werden.

    Beispiel Sozialfolgen: Als ewige Klassenjüngste ist das Kind wahrscheinlich weniger reif als die anderen Kinder. Da Mädchen eher sozial früher reif sind, kann besonders für Jungen die Kluft ziemlich gross werden. Das kann heissen, dass das Kind in einer Rolle schlupft die es für die ganze Schulzeit und damit Lebenszeit nicht unbedingt positiv prägen wird.

    Beispiel Spätfolgen: Falls das Kind nicht ins Gymi geht, wird es mit 13 im 2. Sek schnuppern müssen, und sich mit 14 oder sogar 13 bewerben müssen. Falls doch erfolgreich, wird es die Lehrstelle möglicherweise mit 14 antreten müssen.

  • Martin sagt:

    Ich wuerde mich mal interessieren, was Kindergaertnerinnen von sehr jungen Kindern im Kiga halten. wenn man ein Jahr wartet sind die Kinder bereits ein Jahr zu alt im naechsten Jahr. Wenn sie sitzen bleiben, sind sie dann zwei Jahre zu alt.

  • sonic sagt:

    Im unserem Schulkreis hat man die Möglichkeit Kinder, die nach dem Stichtag aber vor dem 31. Juli geboren sind, per Gesuch früher einzuschulen. Für später geborene gibt es keine Möglichkeit. Die Kinder sind also nicht so viel jünger. Der Stichtag ist aktuell beim 15. Juni, verschiebt sich aber jedes Jahr zwei Wochen nach hinten (bis er beim 31 Juli liegt). Damit ein Gesuch bewilligt wird, braucht man eine Bestätigung der Kindergartenreife durch die Kinderärztin und wenn möglich der Krippe. Bei der Kindergartenreife, geht es nicht darum, ob ein Kind schon lesen kann sondern zu einem grossen Teil wird beurteilt ob das Kind selbständig ist und sozial reif genug. Die intellektuellen Anforderungen sind im Kindergarten ja eh nicht so gross, dass das eine riesen Rolle spielt..

  • Hans Weder sagt:

    Zunächst ist äusserst fraglich, was denn hier „im Trend“ bedeutet – und vor allem gegenüber welchem Vergleichswert. Der Beobachter-Artikel gibt keine Hinweise darauf, wie man das verstehen soll. Sehr schlecht – und noch schlechter, wenn man das einfach als Blogeintrag abschreibt. Tatsächlich hält das amerikanische „Red-Shirting“ hierzulande seit Jahren Einzug – das Abweichen von der Norm zeigt sich also eher in der Weise, dass der Übertritt in die Primarschule verzögert wird. Häufig eben, weil man sich davon bessere Schulnoten verspricht – was wahrscheinlich eintritt. Aber eben nur so lange, wie der Altersvorteil wirkt. Blickt man ans Ende der schulischen Laufbahn und darüber hinaus, zeigen Statistiken klar, dass später eingeschulte Kinder schlechtere Noten und tiefere Einkommen haben.

    • Cornelia sagt:

      Ich habe drum „offenbar“ geschrieben, eben weil ich unsicher bin, ob das wirklich ein Trend ist hierzulande. 5% scheint mir nicht viel. Interessieren würde mich, wieviele Eltern ihre Kinder diesbezüglich abklären lassen. Ich glaube die Schule hat da eine wichtige Gate-Keeping-Funktion und kann recht objektiv Beurteilen ob ein Kind von einer Früh-/ oder Späteinschulung profitieren würde. Da ich „junge“ Kinder in den jeweiligen Klassen habe, mich aber gegen eine Späteinschulung entschieden habe, würde mich ihre Statistik sehr interessieren. Könnten Sie mir die Quelle nennen? Dankeschön!

      • Hans Weder sagt:

        Interessant scheint mir Bassok & Reardon, 2013, die für die USA von bis zu 5.5% „verzögerter“ Kindergarteneintritte ausgehen – und das „Red-Shirting“ ziemlich klar benennen. D.h. es gibt keine Hinweise darauf, dass die Kinder weder aus körperlichen noch geistigen Gründen zurückgehalten werden, sondern deren relativer Altersvorteil (bessere Noten) ausschlaggebend ist. Überzeugend finde ich auch Cascio, Whitmore & Schanzenbach, 2007, die zeigen, dass die Umgebung älterer Kinder im Kindergarten, acht Jahre nach dem Kindergarten bei den damals jüngeren Kindern zu besseren Noten führt. Schliesslich weisen Kniffin & Hanks, 2015, darauf hin, dass eine „Verzögerung“ für die Erlangung eines PhD unnötig ist, aber gleichzeitig das Lebenseinkommen um über $138’000 verringert.

  • Bernhard Strässle sagt:

    Kinder werden kinderkartenpflichtig, wenn sie zwischen dem 1. Juni 2011 und dem 15. Juni 2012 geboren wurden. Die später geborenen Kinder sind beim Eintritt im August erst gut 4-jährig, die früher geborenen schon 5-jährig. Begehren um vorzeitige Einschulung von fünf bis zehn Prozent liegen also weit unter der statistischen Erwartung. Umgekehrt müssten mindestens die Gesuche, bzw. Empfehlungen für einen aufgeschobenen Eintritt später geborener Kinder im ähnlichen Prozentbereich liegen. Diese Zahl wäre mindestens so aufschlussreich.

  • Anna Lou sagt:

    Was bedeutet denn, „so weit sein“ ? Mein Tochter kann auch schon die Namen der Familienmitglieder schreiben und bis 20 zählen. Aber eben, das ist nur ein Aspekt. Ist sie auch schon so weit, dass sie damit umgehen kann, wenn Ihr der Bus vor der Nase wegfährt oder grössere Kinder sie auslachen ? „So weit sein“ ist aus meiner Sicht nicht nur intellektuell zu sehen, sondern betrifft Kopf Herz und Hand.

    • Marcel sagt:

      @Anna Lou: Endlich mal Jemand der versteht dass es nicht nur ums Intellektuelle geht.

    • sole sagt:

      Da haben Sie recht. Ich war intelektuell immer den anderen voraus und beherrschte den gesamten Stoff der ersten Klasse, als ich in die Schule kam. Allerdings galt ich immer als Streberin (obwohl ich mich nicht übermässig angestrengt habe, die Schule fiel mir einfach leicht) und war in der Pubertät eine Spätzünderin. All meine schulischen Sorgen waren sozialer Natur und hatten nichts mit dem Stoff zu tun. Ich hätte nicht zusätzlich ein Jahr jünger sein wollen.

      • sonic sagt:

        Die meisten Kinder die ‚zu früh‘ eingeschult werden, haben kurz nach dem Stichtag Geburtstag. Sie sind also ein Jahr jünger als die Ältesten aber nur wenige Tage jünger als die jüngeren regulär eingeschulten Kinder. Und sicher ist es nicht so lustig, der/die Späteste zu sein der/die in die Pubertät kommt, aber das kann einem eben auch passieren, wenn man nicht der/die Jüngste ist, wie das oben Sole beschreibt.

      • Martin sagt:

        @sonic meinen sie es nicht umgekehrt? wenn man kurz „nach“ dem Stichtag geboren wurde gehoert man zu den aelteren. kurz „vor“ = Juengere.

      • sonic sagt:

        @Martin: nein, es geht ja ums früher Einschulen. Die Kinder, die kurz nach dem Stichtag geboren sind, und früher eingeschult werden sind jünger als die ‚Regulären‘ kurz vor dem Stichtag.

  • Daniel Caspar Freiherr von Lohenstein sagt:

    Alles Quatsch. Einerseits von Überforderung labern, andererseits die Kinder mit 5 Monaten in die Kita abschieben …

    Ich erziehe meine Kleinkinder seit Jahren selber. Ich gebe wirklich alles und burne mich total aus. Da ist nichts mit Fernsehen oder Handyspielchen. Das ältere hat massiv Vorsprung und könnte noch viel mehr lernen, käme es in eine Gruppe mit Kindern, die älter sind als es.

    Warum soll sie nicht jetzt schon in den Kindergarten kommen, anstatt in einerm halben Jahr unterfordert zu werden und herumzuzappeln?

    In den meisten anderen Ländern gehen die Kinder mit drei in den (ganztägigen und kostenlosen) Kindergarten. Da haben die Eltern auch mehr Zeit für anderes.

    • tststs sagt:

      Achach, genau dies schon tausendfach gehört: zuhause ist er so brav… zuhause macht sie immer schön mit… sie kann schon lesen… er kann schon rechnen!

      Bitte begreifen, dass sich Kinder zuhause anderes verhalten als in einer Gruppe gleichaltriger!
      Und das Mehr an Fachkompetenz ist nicht das Entscheidende!

      • Daniel Casper Freiherr von Lohenstein sagt:

        Nein, das habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt, dass ich mein Bestes gebe und dass das meinem Kind guttut, wie auch unabhängig von mir festgestellt wurde. Und der Mediziner, der das festgestellt hat, meinte, das Kind würde sich noch besser entwickeln, wenn es in Kontakt mit älteren Kindern käme bzw. in eine institutionellere Fördersituation, und da sagte ich „Kindergarten“. Mir scheint, „tststs“, Sie projizieren Ihr Weltbild auf andere, um jene dann über ihre vermeintlichen Fehler aufzuklären. Das ist freilich bescheiden.

      • tststs sagt:

        Also lieber Herr Freiherr von Lohenstein, mein Weltbild besteht aus ein wenig mehr als „schon 1000x gehört“. Ausserdem bitte ich Sie zu beachten, dass ich extra nicht Sie direkt angesprochen habe, sondern Ihr Kommentar der Anlass zu meinem Kommentar war.
        Aber ich beziehe es gerne auch auf Sie: Weder Ihre Beobachtungen, noch die des Kinderarztes sagen irgendetwas darüber aus, wie sich Kinder in grösseren sozialen Gruppen verhalten.
        So ist es sicherlich so, dass Fachkompetenzen mit älteren gefördert werden; aber die Gefahr der Überforderung bei Sozialkompetenzen ist halt schon da…

    • Martin sagt:

      @DC sie drillen ihre Kids also selber, aber wie im Artikel erwaehnt, der Vorsprung laesst sich nicht halten.

      • Daniel Casper Freiherr von Lohenstein sagt:

        Was für ein Unsinn. Ich drille nicht. Meine Kinder haben, gerade weil ich sie nicht zur Kita bringe, sehr viel Zeit, auch für Langeweile.

        Aber: auch wenn bzw. gerade wenn man sich da die Zeit nimmt, die das Kind braucht, so kommt doch bzw. dann kommt irgendwann eine Zeit, ab der es weitergehen muss.

        Wenn alles richtig läuft, sollten die Kinder nicht erst mit 4 in den Kindergarten, sondern früher, so wie in anderen Ländern, wo die Leute nicht dümmer sind als hier.

        Es ist halt das System: die Frau hat zuhause zu bleiben, möglichst 4 Jahre pro Kind, dann hat sie dem Kindergarten dankbar zu sein, der sich ja doch nur 3h zur täglichen Betreuung herablässt (und davon wird meist nur gespielt, was die Kinder in der freien Wildbahn oder zuhause erst noch besser können).

      • Susi sagt:

        „Wenn alles richtig läuft, sollten die Kinder nicht erst mit 4 in den Kindergarten, sondern früher, so wie in anderen Ländern, wo die Leute nicht dümmer sind als hier.“

        Also in die Krippe abschieben ist schlecht und in den Kindergarten abschieben ist gut?

    • Susi sagt:

      “ Ich gebe wirklich alles und burne mich total aus.“

      Schön. Da tun Sie sich und Ihren Kindern einen grossen Gefallen. (Sie dürfen sich auf die Schulter klopfen.)

    • 13 sagt:

      Da Sie ja Super-Papi sind, werden Sie es ja sicher auch schaffen Ihre Kinder entsprechend zu fordern, aber auch zu erziehen, dass sie im Kindergarten nicht herumzappeln, egal wann sie eingeschult werden. Ist doch gar kein Problem, es sei denn man ist als Elternteil zu faul, es auch nur zu probieren. 😉

      • Daniel Casper Freiherr von Lohenstein sagt:

        Ist schon klar.

      • Annika sagt:

        Ich finde es schade, wie sich die Diskussion entwickelt hat… DC hat nur seine Meinung und persönliche Situation geschildert und wird beurteilt und kritisiert. Ich würde es mir wünschen, dass Mamablog eine offene und tolerante community ist und dass Mitglieder nicht persönlich angegriffen werden.

      • tststs sagt:

        Naja, Herr Freiherr von Lohenstein macht es uns aber auch einfach… „und könnte noch viel mehr lernen,“ ich mein, come on, wenn wir nur ein wenig mehr chinesischen Drill einführen würden, was würden wir an Turnolympiamedaillen einsacken… 😉

      • Susi sagt:

        @Annika: Sie sind echt lustig! (Ganz unironisch, diesmal, ich muss echt lachen!)

        Ja, DC hat nur seine Meinung geschildert: „Alles Quatsch. Einerseits von Überforderung labern, andererseits die Kinder mit 5 Monaten in die Kita abschieben …“

        Und nun wird er dafür kritisiert!!!! He nei, he! Voll schade, dass die community darauf so intolerant reagiert!! (Wo ist der Lachweinsmiley?)

  • Papperlapapi sagt:

    Unsere beiden Kinder sind beide kurz nach dem Stichtag geboren. Die Ältere am Tag 1. Sie war eine scheue, hat sehr gerne gespielt, sich wenig für Buchstaben und Zahlen interessiert. Wir haben nichts unternommen und sie normal eingeschult.
    Auch den jüngeren, 20 Tage nach dem Stichtag geboren, haben wir ganz normal in den Kindergarten geschickt. Er konnte damals schon lesen (nicht weil wir ihn gedrängt hätten!). Die Kindergärtnerin fand, er sollte ein Jahr früher in die Schule, er habe auch die sonstigen Kompetenzen (Sozialkompetenz, Motorik), sei schulreif. So haben wir die Abklärungen beim schulpsychologsichen Dienst gemacht, der ebenfalls die vorzeitige Einschulung empfahl. So wurde es gemacht. Für mich ist das Unwichtig. Ein Jahr früher oder später, was macht das auf das Leben aus?

    • Marcel sagt:

      1 Jahr kürzer Kind sein müssen…

    • Martin sagt:

      @P haben beide Ihre Kinder bereits gut geredet? Kommen sie aus einem Kanton wo mit vier Jahren der KiGa beginnt? Ein Jahr Altersunterschied macht bei den Kleinkindern sehr viel aus.

      • Papperlapapi sagt:

        Sprachlich waren beide fit, ja. Ich komme aus einem Kanton, der es eher gemütlich angeht (Einschulung mit 5).
        Wir haben nun ein Kind, das das älteste in seiner Klasse ist und eines, das das jüngste ist und beide gehen gerne zur Schule: darum geht es doch.

  • Bettina sagt:

    Interessanterweise haben Eltern bis zur Einschulung nicht so Stress mit der Entwicklung ihrer Kinder. Das eine lernt vor jährig laufen, das andere erst mit 17 Monaten.
    In der Schule, wenn die Gleichmacherei anfängt, muss aber alles was unter oder über der Norm ist therapiert bzw. gefördert werden. Auch in der Schule sollte man mehr berücksichtigen, dass sich nicht alle Kinder gleich entwickeln. Das eine kann im Kiga schon lesen und schreiben, das andere nicht, versteht aber schon den Zahlenraum bis hundert.
    Was ich psychologisch für das Kind problematisch finde ist, wenn es früher eingeschult wird, den Vorsprung aber nicht halten kann und dann zurück gestuft wird. lieber ein guter Schüler als früher eingeschult und nur mittelmass….

  • Susi sagt:

    Es spricht überhaupt nichts dafür, Kinder früher einschulen zu lassen. Der Altersunterschied ist spürbar, der lässt sich nicht ausblenden, und das bis ins Teenie-Alter. Die ganz, ganz wenigen früher Eingeschulten, die man überhaupt auf Gymnasialstufe antrifft, haben immer einen Kampf, mitzuhalten.

    • sonic sagt:

      nun ja was heisst denn früher eingeschult? Mein Sohn ist 2 Tage nach dem Stichtag geboren. Wieso soll er es so viel schwerer haben als Kinder die ein paar Tage oder Wochen älter sind? Ich bin völlig einverstanden dass es nicht optimal ist, das jüngste Kind zu sein. Nur, das älteste zu sein hat auch nachteile, vorallem wenn man in der Entwicklung eher schnell unterwegs ist.

      • Susi sagt:

        Die Statistiken beziehen sich auf diejenigen, die nicht standardmässig eingeschult wurden.

        Wäre meine Tochter zwei Tage nach dem Stichtag geboren, hätte ich sie ganz sicher nicht früher eingeschult. Sie hat Ende März Geburtstag, Stichtag war der 30. April, und es ist deutlich spürbar, dass sie zu den Jüngsten gehört, die Unterschiede zu den älteren Kindern sind enorm.

      • sonic sagt:

        Wenn ich das Gefühl hätte, bei meinem Sohn sei es deutlich spürbar, dass er jünger ist, hätte ich ihn auch nicht früher eigeschult.

      • Susi sagt:

        Ich bezog mich nicht nur auf meine Tochter, sondern generell auf die jüngeren Kinder. Im Prinzip hat ein Kind „Pech“, wenn es zu den Jüngsten gehört. Darum verstehe ich nicht, warum man eine solche Situation auch noch evozieren muss, indem man ein Kind früher einschult.
        Wie gesagt, den Altersunterschied spüren wir auch noch auf Gymnasialstufe, wenn ein Jüngeres Kind diesen Sprung denn überhaupt schafft.

      • sonic sagt:

        ja aber das Kind hat auch Pech, wenn es das Älteste ist. Es ist einfach meinstens nicht optimal, um den Stichtag herum Geburtstag zu haben. Es geht doch einfach darum, so gut wie möglich abzuschätzen, welches im Moment das kleinere Übel ist. Und bei dieser Einschätzung verlasse ich mich gern auf Experten, die mein Kind kennen. Was später ist, weiss ich sowieso nicht. Entwicklung verläuft nicht linear.

      • Sportpapi sagt:

        Weshalb soll ein Kind Pech haben, wenn es das Älteste ist? Ist es wirklich so überlegen, kann es sogar eine Klasse überspringen.
        Im Sport nennt man das Ganze übrigens Relative Age Effekt. Und der ist ziemlich stark…

    • sonic sagt:

      @Sortpapi: Haha überspringen darf es aber nicht früher einschulen? Wo genau ist der Unterschied? Und ja, wenn ein Kind weit ist mit seiner Entwicklung ist es nicht sehr lustig, sich immer zu langweilen. Glauben sie mir, ich weiss wovon ich spreche. Und natürlich haben sie recht, dass die jüngeren gerade im Sport benachteiligt sind. Aber wie genau wollen sie diesen Effekt vermeiden? Altersdurchmischte Klassen fände ich super, das würde einiges relativieren.

      • Sportpapi sagt:

        @sonic: Ich habe mich doch nicht gegen verfrühtes Einschulen ausgesprochen, wenn das angezeigt ist. Wir haben uns einfach zwei Mal dagegen entschieden. Im Wissen, dass im Extremfall die Kindergärtnerin nach einem Jahr eine Einschulung empfehlen würde (nach intensivem Kontakt).
        Ich glaube nur, dass ein Jahr Differenz in der Klasse bereits genug ist, und dass die älteren Kinder auch schulisch deutliche Vorteile haben, wenn es z.B. in der 6. Klasse um erste Selektionen geht.

  • Martin sagt:

    Tendenzen fast so wie in China oder Suedostasien. Kaum aus den Windeln werden die Kids in ein Leistungssystem gepresst. Es bleibt kaum noch Zeit um Kind zu sein. Eine Entwicklung, die wir nicht unbedingt mitmachen muessen.

    • Koller sagt:

      übertreibt ihr nicht ein bisschen. Kindergarten ist keine Schule, es wird vorallem gespielt. und mit 6-7 Jahre in die Schule, das ist ja wohl extrem spät im internationalen Vergleich. Es hängt enorm von der Erwartungshaltung der Eltern (und nicht von der Schule) ab ob man Kinder in ein System presst oder nicht.

      • Martin sagt:

        Andere Laender andere Kulturen. Ein Kind dort ist auch eine Altersrente. Die Konkurrenz ist so ueberwaeltigend, dass die Kids so frueh wie moeglich unterrichtet werden.

    • Bernhard Strässle sagt:

      Ich wohne in Thailand. Da werden die Kinder schon mit 3 Jahren eingeschult. Massgebend für das Eintrittsalter ist doch, ob die Schule einen Unterricht bietet, welcher dem Alter entspricht. Die Schweiz hat sich nun einmal für das 4. Lebensjahr entschieden und ihre Lehrpläne so konzipiert, dass jedem in den zehn bis zwanzig Jahren das Wissen vermittelt werden kann, das seinem Aufnahmevermögen («Intelligenz») und Entwicklungsstand entspricht und seinem beruflichen Fortkommen so optimal wie möglich dient.

  • Frank Feller sagt:

    Ich bin seit vielen Jahren Primarlehrer. Wenn eine Kindergärtnerin mit einem Kind aus irgend einem Grund Schwierigkeiten hat, ist es praktisch ausnahmslos eines, das zu früh eingeschult worden ist. Manchmal zeigen sich die negativen Folgen erst in der Unterstufe. Dies hatte schon oft eine Rückversetzung in die den Kindergarten zur Folge, um so dem Kind das genommene Jahr zurückzugeben.

    • tina sagt:

      es wäre schön, wenn lehrkräfte grundsätzlich davon ausgehen würde, dass man immer nach besten wissen und gewissen aufgrund des aktuellen standes entscheidet. leider auch gezwungen ist zu entscheiden. niemand kann in die zukunft sehen und dann wieder zurückspuhlen. lehrer unterrichten ihre stufe, und sehen ganz klar die entsprechenden 3 jahre. aber was davor und danach ist, das sehen sie eben nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Der Lehrer entscheidet ja dann auch aufgrund des aktuellen Standes. Nur sind nach meiner Erfahrung dann häufig die Eltern nicht einverstanden. Die dann Jahre später sich über den Lehrer lustig machen, der doch eine Rückversetzung beantragt hat, obwohl sich doch mittlerweile gezeigt hat, dass es auch anders geht. Dass aber der Lehrer jahrelang übermässig viel Zeit mit wenigen Kindern verbracht hat, zum Nachteil der anderen, das sehen sie häufig nicht.

    • Gundel sagt:

      Es wäre schön, wenn die Eltern auf grundsätzlich der Einschätzung der Lehrkräfte vertrauen würden. Diese sehen das in Kind täglich im Unterricht und sehen auch den Vergleich zu anderen Kindern.

      • SH sagt:

        Hallo Gundel, ich teile Ihre Auffassung nicht ganz. Ein Kind verhält sich im Unterricht oder in der Schule nicht gleich wie zu Hause, das ist auch normal und gut so, da es der Selbsterhaltung dient. Eine Lehrperson kann zwar einschätzen wie sich das Kind im Unterricht verhält, jedoch wird ein Kind unter „fremden“ nie die gleichen Emotionen zeigen wie zu Hause im behüteten Umfeld. Es ist wie gesagt ganz normal und menschlich wenn man nicht vor jedem „fremden“ schwäche zeigt. Es braucht also beide Beurteilungen (Eltern und Lehrer)

      • 13 sagt:

        Nein, es wäre schön, wenn beide Seiten anerkennen würden, dass die andere ihre Kompetenz hat und zu einer Zusammenarbeit bereit wäre. Der Lehrer sieht das Kind täglich im Unterricht, die Eltern zu Hause oftmals die Folgen dessen, wie sich der Unterricht auf das Kind auswirkt. Unsere Tochter ist nicht immer die Schnellste und muss tendenziell etwas mehr kämpfen, um die Anforderungen der Schule zu erreichen. Das äussert sich aber nicht in den nicht gemachten Aufgaben, diese macht sie sehr gewissenhaft, dem nicht-melden im Unterricht oder gar schlechten Noten. Im Gegenteil, sie ist sehr ehrgeizig und gibt alles, um es zu schaffen und erbringt bei einer Prüfung oftmals Bestleistungen. Da es ihr aber eben nicht zufliegt, sondern sie dafür kämpft, braucht sie manchmal ein Ventil.

      • 13 sagt:

        Dieser zeigt sich eiben nicht im Unterricht, da gilt sie als sehr angepasst, sondern darin, dass sie zu Hause nur noch rumschreit oder wegen jeder Kleinigkeit weint. Nur durch guten Austausch mit der LP, und da lobe ich unsere sehr, kann man ihren Bedürfnissen beidseitig begegnen. Indem wir ihr nämlich helfen und sie somit gut mitkommt, da auch die Schule unterstützen, umgekehrt aber eine Bremse ziehen können, wenn es ihr schlicht zuviel wird.

      • Sportpapi sagt:

        Beide Seiten anhören macht natürlich Sinn. Da es aber letztlich um den Unterricht geht, sollte die Fachperson Unterricht schon eher das letzte Wort haben.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Und was bringt es, wenn die Fachperson Unterricht das letzte Wort hat, den Entscheid der LP durchzustieren, wenn das Kind dann in der Schule super angepasst und zu Hause völlig fertig ist und zudem die Eltern den Entscheid nicht mittragen, wodurch für das Kind ein Loyalitätskonflikt entsteht?
        Wenn wir das Kind im Fokus behalten, dann ist eine gemeinsame Lösung die einzige Möglichkeit, notfalls mit Vermittlung der Schulleitung.

      • Sportpapi sagt:

        „Wenn wir das Kind im Fokus behalten, dann ist eine gemeinsame Lösung die einzige Möglichkeit, notfalls mit Vermittlung der Schulleitung.“
        Das stimmt. Liegt aber auf der Hand. Nur wird man sich eben bei weitem nicht immer einig. Ich habe beispielsweise schon mehrfach erlebt, wie von der Schule/Lehrperson vorgeschlagene Klassenrepetitionen von den Eltern verweigert wurden. Ausgebadet hat es dann die LP (und das Kind).

    • sonic sagt:

      ist ja super wenn Primarlehrer so schöne Vorurteile hegen. Alle Kinder die im Kindergarten Probleme machen sind frühzeitig eingeschult.. Ich wusste gar nicht, dass so viele Kinder früher in den CHindsgi gehen? Und ich finde einige der ‚Problemkinder‘ sehen auch schon ganz schön gross aus dafür, dass sie die Jüngsten sind..

      • Gundel sagt:

        sonic -warum sollten Lehrer einfach „Vorurteile haben“? Haben Sie selbst Vorurteile gegen Lehrer?

        Die einen beschweren sich, weil die bösen Lehrer ihr Kind unterschätzen, die anderen beklagen sich weil dieselben bösen Lehrer nicht einsehen wollen, dass ihr Kind noch nicht so weit ist. Seltsam.

      • sonic sagt:

        @Gundel: Mir scheint seine Aussage nicht plausibel, dass praktisch alle Kinder, die im Kindergarten Probleme machen, zu früh eingeschult wurden. Dann gäbe es sehr wenig Probleme im Chindsgi.. und worüber habe ich mich beklagt? Unser 2 Tage zu früh eingeschulter Sohn hat eine super Kindergärtnerin.

  • Sportpapi sagt:

    Ich sehe ja in meinem Umfeld eher, dass die Eltern ihre durchaus normal entwickelten Kinder später einschulen lassen. Was eigentlich auch unfair ist.

    • Susi sagt:

      Unfair für wen, die Kinder oder die Mitschüler?

      • Sportpapi sagt:

        Die Mitschüler. Wenn es dann um Selektionen geht.

      • Susi sagt:

        Ja, das stimmt. Vor allem bereitet sowas dann auch den Lehrpersonen Probleme, weil sowas die Klassen enorm heterogen macht, zumal der Trend ja Richtung „früher einschulen“ geht, da die meisten Eltern von ihren Kindern glauben, sie seien in der Reifeentwicklung besonders weit…

  • Gundel sagt:

    Die wenigen die ihre Kinder früher einschulen wollen, möchten betreuungskosten sparen.

    • tina sagt:

      ich kenne einige, deren kinder im kindergarten einfach sehr weit waren (meine auch). es kam ja gerade im tagi: die meisten können schon schreiben, wenn sie in die schule kommen. im 1. schuljahr werden sie dann wie künstlich gebremst. sie sind alle scharf auf hausaufgaben, kriegen aber erst welche, wenn sich schon herumgesprochen hat, dass über hausaufgaben jammern viel cooler ist ;-). so hätte man eben beim kindergartenkind gern, dass es gefördert wird, ich finde das nachvollziehbar. man kann ja nicht in die zukunft schauen und sehen: oh, in der oberstufe wäre es aber dann günstiger, sie wären schon ein jahr älter (so kommts dann aber eben oft), damit sie reifer sind für die berufswahl

      • Susi sagt:

        Bei uns bekommen die Kinder bereits im Chindsgi Hausaufgaben. Unsere Tochter machte die gern. In der ersten Woche. 😉

    • Gundel sagt:

      Auf 10 Kinder die später ein Jahr wiederholen müssen, kommt maximal eines, das eine Klasse überspringt.

      • sonic sagt:

        Man kann ja immer nur für den Moment entscheiden. Wieso soll man ein Kind, das dafür reif ist, nicht in den Kindergarten schicken? Wie soll man wissen, wie es ihm später in der Schule geht? Ob früher oder später eingeschult, es kann vieles gut oder schlecht laufen. Ein 4jähriges, das in der Krippe völlig gelangweilt ist, ist auch nicht wirklich das Wahre.

  • Cornelia Berliat sagt:

    In Amerika ist der Trend offenbar komplett gegenläufig. Schon mehrfach habe ich gelesen, das Eltern sogar umziehen (in andere Bundesstaaten) um ihre Kinder später einschulen zu können. Dort gilt als bewiesen, dass späte Einschulung zu mehr Schulerfolg führt. Ich hätte meine Kinder tendenziell gerne eher ein Jahr älter eingeschult. Beim Zweitklässler (Dez) sehe ich vor allem bei der Physis Unterschiede zu Klassenkameraden, die bis 9 Monate älter sind. Die Kleine ist 4 und im 1. KiGa. Sie ist oft sehr müde. Bin gespannt.
    Zu den Gründen: Wäre es möglich, dass viele aufgrund der teuren KITA-Kosten früher einschulen wollen? KIGA ist gratis…

    • SH sagt:

      Hallo Cornelia, Wir haben unseren Sohn auch mit 4 Jahren eingeschult (Grundstufe), auch er war etwas überfordert und am Abend oft sehr müde. Ansonsten gefällt Ihm aber die Schule sehr gut.
      Wir haben Ihn dann einfach an einem Tag / Woche vomUnterricht befreit, so dass er nur noch an 3 Vormittagen Unterricht hatte. Nach einem halben Jahr hat er sich eingelebt und besucht jetzt den Unterricht wieder an 4 Tagen die Woche. Die Lehrpersonen und das Rektorat waren sehr offen für unseren Lösungsvorschlag.

  • Susanne sagt:

    Danke für den Beitrag, viele Kinder sind als 4-jährige noch nicht bereit für die Mühlen der Schule/des Kindergartens. Bedenken sollte man auch, dass die Anforderungen an heute 4-jährige die gleichen sind wie früher an 5- oder 6-jährige.
    Ich selber kam als 6-jährige in den Kindergarten, absolvierte die Primarschule, zwei Jahre Sek und wechselte dann an die 2. Kanti, erst mit 20ig machte ich die Matura und studierte anschliessend. Heute habe ich Familie und arbeite dazu auch noch. Ich hatte alle Zeit der Welt und es war gut so für mich. Lasst den Kindern Zeit sich in ihrem Tempo zu entwickeln und nehmt ihnen nicht die Freude am Neugierig sein und Lernen. Denn viele sind mit den starren Strukturen und Anforderungen, die an sie in so frühem Alter gestellt werden einfach überfordert.

    • sonic sagt:

      Ja‘ lasst den Kindern Zeit sich in ihrem Tempo zu entwickeln‘. Aber das Tempo kann eben bei einigen Kindern durchaus auch schneller sein..

  • tina sagt:

    und wenn man französisch erst in der oberstufe einführen würde, kämen bedeutend mehr kinder in die sek a oder sogar ins gymnasium…..

    • Hans Hintermeier sagt:

      Ich wage sogar die These, dass Knaben noch stärker betroffen sind. In der Regel sind sie sprachlich nicht so begabt. Ich hatte z.B. einige Freunde in der Sek, die eigentlich sehr begabt waren, leider hatten sie eine „sprachliche“ Schwäche (Rechtschreibung und Fremdsprachen v.a. schriftlich) und deshalb war für sie das Gymnasium nicht möglich. So entgehen der Schweiz heute auch viele kluge Köpfe…

      • tina sagt:

        ja, ich finde das wirklich skandalös und verstehe überhaupt nicht, warum das kein thema ist

      • Koller sagt:

        Ja und bitte auch noch Mathematik abschaffen, ohne Mathe hätte ich das Gymi auch geschafft…. „ironieoff“

      • Marcel sagt:

        Einfach weil die das ganze Schulsystem verweiblicht ist. das meiste ist so ausgelegt damit mädchen gut durchkommen. Die buben bleiben auf die Strecke. Wieviele lehrerinnen gibt es und wie viele Lehrer. da faängt das ganze Problem schon an.
        Wieso ist das ganze @Tina kein Thema? Weil man sonst eine ganze Armee von bösen Feministen über sich abruft.

      • Sportpapi sagt:

        Koller, verrückterweise schafft man auch die Matte heute nicht mehr, ohne gute Sprachkenntnisse. Dass Sprache zunehmend ein Übergewicht erhalten hat, ist nun mal so.

      • Sportpapi sagt:

        Matte – da ist wohl der Sportler mit mir durchgegangen.

      • Koller sagt:

        Ja Sportpapi, ich find das auch gut so. Nichts nützt im Leben so viel wie Spracherwerb. Jedes Kind hat halt seine Stärken und Schwächen. Nur weil man das Gymnasium nicht machen kann, heisst das noch lange nicht das man es zu nichts bringt im Leben.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Koller: Sie sind ja ein richtiger Scherzkeks!!! Mir ging es nicht um die Abschaffung der Sprachen oder der Mathematik, sondern um deren Gewichtung. Wann dient es lediglich der Selektion und wo hat es auch seine praktische Berechtigung z.B. für die Forschung/internationaler Austausch/Fachpublikationen? Es möchte ja nicht jeder später Indogermanistik studieren! Fachenglisch würde meiner Meinung nach da genügen.

      • dan sagt:

        Das Gymnasium ist ein Weg unter vielen. Wenn diese klugen Köpfe eine Berufslehre machen und sich nebenbei weiterbilden steht ihnen trotzdem die ganze Welt und bei Bedarf auch eine akademische Karriere offen…. schade, dieser Gymi-Run ist gänzlich unnötig.

      • tina sagt:

        koller, nun lesen sie mein kurzes, ganz unkompliziertes sätzchen doch nochmals. mit ihren super sprachkenntnissen. in deutsch. da steht gar nichts von abschaffen, ehrlich

      • Cornelia Berliat sagt:

        Ich erinnere mich daran, dass Mathe oft doppelt gezählt wurde – warum?? Das war für mich eine echte Katastrophe! Ich fand das totale Bubenbevorzugung 😉

      • tststs sagt:

        Eieiei…da wird doch aus jedem Thema Futter für die Geschlechterkanone gemacht!
        1. Es gibt mehr als eine Möglichkeit, eine Matura zu erreichen.
        2. Im Kt. ZH können 5 verschiedene Maturaprofile abgelegt werden, eines davon ist das mathematisch-naturwissenschaftliche.
        3. Wie SP schon schreibt: Sprachbeherrschung ist das A&O in unserer Welt.
        (Ich persönlich würde gerne ein paar Stunden Fremdsprachen und nat.wiss.Unterricht zu Gunsten von richtigem Deutschunterricht opfern).

      • Lia sagt:

        dsa macht doch jetzt gar keinen Sinn – umgekehrt könnte man argumentieren, dass man Mathe erst später einführen soll, weil dann viel mehr Mädchen das Gymi machen würden, die sprachlich halt begabter sind, und so entgehen der Schweiz viele kluge Köpfe. Aber das zählt natürlich nicht. Ich war sprachlich begabt, aber in Naturwissenschaften grottenschlecht, und musste mich regelrecht durchs Gymi kämpfen.

      • 13 sagt:

        @ tststs
        Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Matur, allerdings sind alle anderen, ausser die gymnasiale oftmals mit sehr hohen Kosten verbunden.
        Auch gibt es Profile, das ist richtig, nur muss man zuerst einmal ins Gymnasium kommen, um ein Profil wählen zu können. Bei uns waren die entscheidenden Fächer Deutsch, Französisch, Englisch und Mathe, jedes zählte zu einem Viertel, egal welches Profil man anstrebte. Ein Sprachbevorzugung ist da offensichtlich und hemmt oftmals Schüler, denen diese Fächer weniger liegen. Sprachbeherrschung ist nicht unwichtig, zugegeben. Allerdings ist es je nach Berufswahl weniger wichtig oder eben mehr. Von den aufgezählten Fächer brauche ich heute v.a. Deutsch und Mathe, die Fremdsprachen praktisch gar nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Sprachbeherrschung ist zwar wichtig. Aber es gehen hier längst die Relationen verloren. Am Schluss können alle in vier und mehr Sprachen sprechen, haben aber nichts zu sagen.
        Und natürlich ist es sprachlastig, wenn mehrere Sprachen zählen, aber Mathe nur einfach. Und da gäbe es ja noch einige Fächer mehr, nicht nur naturwissenschaftliche.
        Fakt ist leider auch, dass die Sprachen auch bereits in der Lehrerbildung viel zu viel Raum einnehmen. Aber das ist eine andere Geschichte.

      • tststs sagt:

        Um hier ein wenig OT zu bleiben:
        1. @13 So teuer ist es jetzt auch nicht… (aber ja, man kann einen sehr teuren Weg gehen!)
        2. Was nützt der beste Sprachunterricht, wenn dabei nur Habakuk rauskommt?! In den FS legt man sich ein Voci zurecht um über Petit Prince, Le malade imagnaire und weiss ich was zu diskutieren, aber eine normale 0815-Strassen-Konversation? Nope! Noch schlimmer im Deutsch: Nach 9 Jahren obgliatorischem Deutschunterricht wird die Sprache nach Gefühl gehandhabt!!! Kommasetzung? Nach Gefühl! Satzstellung? Nach Gefühl…!

      • tststs sagt:

        „Fakt ist leider auch, dass die Sprachen auch bereits in der Lehrerbildung viel zu viel Raum einnehmen.“ Und hängenbleiben tut…?!? Ehrlich, wenn ich gewisse E-Mails von meinen Lehrerkollegen sehe… uiuiuiui, hoffentlich lassen die ihre Prüfungen gegenlesen…

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Die Betonung lag auf SpracheN. Solange Primarlehrerinnen alles unterrichten sollten, aber nur einen Bachelorabschluss machen, wird es schwierig, wenn gleich zwei Fremdsprachen auch noch unterrichtsreif gelernt werden müssen/sollten.
        Beim Deutsch weiss ich nicht so recht, wie viel genug ist. Da bin ich allerdings schon zufrieden, wenn Lehrer/innen ihre Mails in Schriftsprache schreiben…

      • tina sagt:

        tsts: für das naturwissenschaftliche profil besteht die aufnahmeprüfung zu 2/3 (d und f, nicht etwa e) aus sprache und 1/3 mathe.

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