Mit Papa allein in die Ferien

Ein Papablog von Rinaldo Dieziger*

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Es geht auch mal ohne die Fürsorge der Mutter. Foto: Paolo Gamba/Flickr

Kurz vor den Herbstferien erwischte uns Adam Riese auf dem linken Fuss. Und wahrscheinlich nicht nur uns. Man rechne: Schulkinder haben pro Jahr 13 Wochen Ferien. Das sind mehr als bei beiden Elternteilen zusammen. In unserem Fall: Papa verfügt über sechs, Mama über lausige vier Wochen Feriensaldo pro Jahr. Bravo-Team an Bildungsdirektion des Kantons Zürich, bitte kommen: «Die Rechnung geht nicht auf.»

Zum Glück hatte ich noch ein paar Ferientage übrig. Und so konnte ich in diesen Herbstferien aus der Not eine Tugend machen. «Soll der Kindergarten doch zwei Wochen dornröseln», dachte ich mir. «Dann verreise ich mit meiner Tochter halt in die Ferien. Und zwar allein!»

Aber wohin geht man als vierzigjähriger Vater mit seiner vierjährigen Tochter? Eine Woche an den Beach? Ja! Nein. Der dreimonatige Familientrip in Kalifornien vom Frühjahr ist nicht mehr zu toppen. Campen? Wandern? Besser nicht. Mein Outdoor-Erfahrungsschatz beschränkt sich auf das einzige Mal, als mich mein Vater in seine heissgeliebte Jungwacht schickte. Wir mussten im Wald ein Loch graben und eine Wurst darin braten. Die Leute sprachen sich mit «Pneu» (der Sohn vom Autogaragisten) oder «Rüebli» (der Sohn vom Gärtner) an. Und als sie mir auch einen Übernamen geben wollten, ging ich nie wieder.

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Mickey Mouse hat nur eine Nebenrolle gespielt: Disneyland bei Paris. Foto: AFP

Während ich weiter überlegte, steuerte der Kinderwagen direkt auf die Lösung zu. Auf dem Plakat vor der Hotelplan-Filiale lächelte Mickey Mouse. Und das Versprechen auf einen märchenhaften Rabatt. Der allerdings nur für die Nebensaison gilt. Aber da hatte ich die Kreditkarte bereits abgezogen.

Und dann sassen wir zu zweit im TGV Richtung Abenteuer. Wir malten die Sitze voll, assen selbstgestrichene Butterbrote, und als wir nach etwas mehr als fünf Stunden vor dem Schloss im Disneyland standen, hatten wir beide funkelnde Augen. Sie wegen Minnie Mouse und ich wegen ihr.

Die Tage vergingen rasend schnell. Und ich genoss es, die Kleine ganz für mich allein zu haben. Wir überlebten drei volle Tage Vergnügungswildnis ohne Fürsorge der Mama (dann ist dem Mädchen eben kalt) und ohne die nicht zu kurz kommen wollende kleine Schwester (ich auuuuu). Herrlich.

Als ich mit meiner Tochter an der Hand an sich enervierenden Familien vorbeistolzierte, die sich nicht darauf einigen konnten, welche Bahn sie nun als Nächstes unsicher machen wollten, verstand ich für einen Moment jene alleinerziehenden Väter und Mütter, die nach dem Scheidungskampf behaupten, dass es ohne Partner zumindest phasenweise besser laufe als je zuvor.

Aber Ferien sind nicht der Alltag. Und ich weiss nicht, wie ich mich in diesem TGV ohne die Disney-Tickets in meiner Brusttasche gefühlt hätte. Und wie die Leute diesen unrasierten Typen mit der Lederjacke und dem Mädchen gesehen hätten. Als Entführer? Als Witwer? Einer, der mit seiner Tochter abhaut? Oder gar von zu Hause flüchten muss? Ich hoffe, ich muss es nie rausfinden.

Die Papa-Tochter-Ferien sind mir ans Herz gegangen. Disney war magisch. Aber Mickey und Minnie spielten in unserem Abenteuer nur die Nebenrollen. Das nächste Mal darf es meinetwegen auch eine Hütte im Wald sein. Dann grillen wir halt Cervelats, geben uns doofe Namen, aber Hauptsache, wir sind ganz für uns da.

P.S. Ich war diesen Frühling bereits im Disneyland Kalifornien. Der einzige Unterschied, den ich neben ein paar marginal anders angelegten Bahnen im Eurodisney Paris ausmachen konnte, war die wesentlich geringere Anzahl Rollatoren.

rinaldo*Rinaldo Dieziger ist Unternehmer und Autor. Seine besten Papablogs sind als Taschenbuch erschienen. Er lebt mit Frau und Kindern in Zürich.

80 Kommentare zu «Mit Papa allein in die Ferien»

  • dres sagt:

    Herrlicher Beitrag. Aber wenn ich hier gewisse Kommentare lese, dann… nein, ich schreibs nicht… Versuchen Sie doch – gilt natürlich nicht für alle – ansatzweise das Leben und Blogbeiträge nicht so todernst zu nehmen… Ich auf jeden Fall freue mich auf die nächsten Tage, die ich alleine mit den Kids verbringen kann. Oder eben auch nur mit dem Grösseren, weil der Kleinere noch nicht alles kann. Oder eben nur mit dem Kleineren, weil der Grössere nicht zwingend ins Programm passt. Zu viert sind wir oft genug, da schadet die Durchbrechung des üblichen Rahmens ab und zu nicht.

  • alam sagt:

    Dürfen eigentlich nur Superpapis und -mamis hier bloggen? Also ich lese gern auch mal über normale Durchschnittseltern.

  • aurea sagt:

    Meine Tochter hat ihre Ferien allein mit dem Papi jeweils sehr genossen. Und auch für mich war die Zeit, die ich mit dem jüngeren Sohn alleine verbringen durfte, sehr schön. Warum soll man immer beide Kinder mitnehmen, vorallem wenn sie aufgrund von Altersunterschied und/oder Geschlecht andere Interessen und Bedürfnisse haben? Ich jedenfalls verstehe den Autor sehr gut.

    • Christoph Bögli sagt:

      Genau. Ich verstehe diesen Zwang nicht, immer alles mit allen Kindern oder gar als komplette Familie unternehmen zu müssen. Etwas nur zu zweit zu unternehmen hat nun einmal eine einzigartige Qualität. Und das eine schliesst ja das andere nicht aus.

      Ist letztlich ja nicht anders wie mit Freunden: So lustig es in der Gruppe sein mag, die wirklich guten Gespräche und Erlebnisse gibt es meist dann doch unter vier Augen..

      • Zwillingsmami sagt:

        Zwillingseltern wird sogar ausdrücklich empfohlen, ab und zu was mit nur einem Kind zu unternehmen. Warum also nicht auch mit normalen Geschwistern?

  • Dänu sagt:

    An die „Unbedingt und nur mit beiden Kindern-Fraktion“: Einmal seine ganze Zeit nur einem Kind widmen zu können, gibt für beide (Elternteil und Kind) eine ganz andere „Qualität“ und man lernt sein Kind auch von einer ganz anderen Seite her kennen, als wenn immer beide Kinder (oder wie viel auch immer) mit dabei sind.
    Ich jedenfalls geniesse solche „ein-Kind-Zeiten“ sehr und meine Kinder ebenfalls.
    Also, esst einen Snickers!

    • John Galt sagt:

      Ich war das jüngste von mehreren Kindern. Als ich 5 Jahre alt war und noch nichts für die Bahn zahlen musste, machte mein Vater (er hatte schon damals ein GA) mit mir am Samstagnachmittag oft einen kleinen Ausflug. Nur wir zwei. Für mich war das das Grösste und ich erinnere mich noch heute, mehr als drei Jahrzehnte später, freudig an diese kleinen Ausflüge…

  • Maritn sagt:

    Aus der Not eine Tugend machen. Abgesehen davon, dass vielen Leuten das nötige Kleingeld für 3-monatige Kalifornientrips und tagelange Ausflüge ins Disneyland sind solche Themenparks ja einfach. Da motzt sicher kein Kind. Mit dem Alltag von Alleinerziehenden hat obiger Text herzlich wenig zu tun. Der Autor kann nach 3 heldenhaften Tagen Disneyland die Tochter ja wieder der Mutter übergeben. Und wirlich, wieso nur das eine Kind mitgenommen? Vielleicht wären zwei Kinder mit allen Konsequenzen dann doch zuviel gewesen? 😉

    • Christoph Bögli sagt:

      Es ging doch gar nicht um den Alltag eines Alleinerziehenden, der springende Punkt war schlicht die durchaus korrekte Erkenntnis, dass manche Momente viel angenehmer sind, wenn man diese allein gestalten kann. Ohne dass jemand anderes mitbestimmt oder die Interessen weiterer Kinder ausbalanciert werden müssen, weil das halt zwangsweise zu (oft faulen) Kompromissen führt.

      Dass das im Alltag anders ist und man natürlich froh ist, dort die Verantwortung und Betreuungszeit mit jemand anderem zu teilen, dürfte auch klar sein. Das schliesst sich gegenseitig aber keineswegs aus. Das Leben ist halt nicht eindimensional. Aber für viele hier scheint das schon viel zu komplex zu sein..

      • tina sagt:

        wenns nicht um alltag geht, ist aber der alleinerziehend-einwurf deplatziert, weil eben: allein etwas mit einem oder allen seinen kindern unternehmen kann ja wohl jeder, und erstnoch alle paar tage, vorallem wenn man kein alleinerziehender ist (weil der andere elternteil die anderen kinder übernehmen kann)

  • Stefan sagt:

    Ich gehe regelmässig mit meinen Töchtern (abwechselnd) die 11 resp. 8 Jahre alt sind auf Motorradtouren, mal kürzer mal länger. Es macht immer viel Freude einmal nur mit einem Kind unterwegs zu sein.
    Den ersten gemeinsamen Trip mit meiner älteren Tochter haben wir nach Berlin unternommen, da war sie 4 und den habe ich noch immer in sehr guter Erinnerung.

  • andi por sagt:

    hört mal auf zu griesgrämmen!
    Ist doch super, statt mit 40 nur nonstop einer komplett sinnfreien Karriere hinterherzuhecheln, nimmt er sich für seine Tochter Zeit und ist nur auf sie fokusiert. manchmal ist 1:1 genau das richtige.
    Was soll das Mäkeln Disney Land? die Kids dürfen doch auch mal Spass haben und unterhalten werden. Glaubt mir, die Kleinen wollen keine langfädigen, tiefgreifende Gespräche über Gott und die Welt führen. Die haben ganz konkrete Fragen und die stellen sie auch unverblümt und direkt. Ansonsten ist einfach SPIELEN angesagt und das ist richtig so!

    • tina sagt:

      andi, man kann schon auch anderswo spielen und spass haben, als nur und ausschliesslich in disneyland. aber ja, stimmt, ich habe da wirklcih eine allergie. mit legoland habe null probleme

      • andi por sagt:

        na aus einem Blog-Eintrag nun eine generelle Aussage à la, „die hängen immer im Disney Land ab“ zu ziehen, finde ich gewagt. Einmal Disney Land find ich toll. Wenn’s jede Ferien so ist, eher bedenklich 😮
        p.s. schaffs mit meinen beiden Jungs (1 & 3) jede Woche immer nur in die Badi, auf den Spielplatz, in den Park und auf den Bauernhof 😉

  • Michu sagt:

    “ lausige vier Wochen Feriensaldo pro Jahr“

    „Der dreimonatige Familientrip in Kalifornien“

    „Die Rechnung geht nicht auf.“

    • Alpöhi sagt:

      Das ist wohl der Dramaturgie des Artikels geschuldet.
      Es regt sich ja auch niemand darüber auf, wenn James Bond frisch gefönt aus dem Wildwasser steigt, wo er soeben die arme Blondine vor dem Ertrinken gerettet hat 😉

    • Simone sagt:

      ich habe schon lange nicht mehr alleine so laut vor mich hin gelacht- ich amüsiere mich köstlich über all die Kommentare- danke super-Papi und allen kommentierenden.

  • Tom sagt:

    Lieber Herr Dieziger, Sie haben ein Verwöhnprogramm absolviert. Das ist soweit okay, als dass man besser nicht darauf stolz und schon gar nicht darüber schreiben sollte. Ich empfehle Ihnen wirklich einmal Hütte-im-Wald-Ferien, weit ab von allem (dort gibt es ebenfalls keine Rollatoren, wenn Sie die stören) und unbedingt mit beiden Kindern, schummeln gilt nicht. Ihre Frau kann sich dann vom ständigen bemuttern einmal wirklich erholen.

  • el camino sagt:

    Boah, harsches Feedback, Leute! Da wird einfach alles kritisiert: Zweite Tochter nicht mitgenommen?! Sitze angemalt?! Schon wieder Disneyland?! Midlife-Crisis?!

    Also ich habe zwar (noch) keine eigenen Kinder, kann den Autor aber gut verstehen. Scheint eine bünzlige Leserschaft zu sein 🙂

    • Franz Vontobel sagt:

      Das ist Usus hier – Peter Schneider hat heute in einer kurzen Klammerbemerkung die Debattenkultur des Mamabl0gs wunderbar kurz & treffend umschrieben:

      „Was meinen sie? Erregen sie sich mit!“

      • Sportpapi sagt:

        Was wäre eine Debatte ohne Diskussionsstoff? Oder über was möchten Sie heute denn reden? Falls Sie überhaupt mal einen Beitrag zu einem Thema abgeben möchten, und nicht nur zu Beiträgen anderer?

      • Carolina sagt:

        SP, Du bist aber auch ein Meister darin, an Beiträgen herumzumäkeln und mit Sätzen wie ‚ich bin zunehmend enttäuscht, …….‘ klarzumachen, dass hier vieles Deinen hohen Ansprüchen anscheinend nicht genügt.
        Insofern hat Peter Schneider (habe ich auch gehört) doch völlig Recht: Wir erregen uns doch alle mit! 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Caro, du verwechselst da meiner Meinung nach die Ebenen. Es gibt tatsächlich die Situation, da Artikel hundertfach kommentiert werden, und zwar vielfach sehr einheitlich. Eben, geschürte kollektive Empörung.
        Ich spreche davon, dass ich diese Papablogs nicht sehr repräsentativ finde, dass es mir graust vor dem Vaterbild, das da präsentiert wird.
        Nun ja, hätte ich wirklich hohe Ansprüche, wäre ich längst nicht mehr hier. Aber da gibt es halt dann doch immer wieder Perlen, und vor allem wertvolle Diskussionbeiträge von (Stamm-) Gästen, die mich halten.

      • Carolina sagt:

        ‚….Nun ja, hätte ich wirklich hohe Ansprüche, wäre ich längst nicht mehr hier…..‘
        I rest my case.

      • Martin Frey sagt:

        @Carolina: 😀

      • Franz Vontobel sagt:

        „Aber da gibt es halt dann doch immer wieder Perlen, und vor allem wertvolle Diskussionbeiträge von (Stamm-) Gästen, die mich halten.“

        Haha, stelle mir grad SP vor, wie er seine eigenen Beiträge liest, sich zufrieden auf die Schulter klopft und vor sich hin murmelt: „Also, wenn ich hier nicht mitschreiben würde, so wäre ich schon lange nicht mehr hier!“

      • Franz Vontobel sagt:

        „Aber da gibt es halt dann doch immer wieder Perlen, und vor allem wertvolle Diskussionbeiträge von (Stamm-) Gästen, die mich halten.“

        Abgesehen davon ist das natürlich, wenn schon, nur ein ganz kleiner Teil der Wahrheit: Sie sind vor allem hier, weil sie es lieben, anderen zu erklären, wie ein korrektes Leben gefälligst zu sein hat.

  • Philipp Rittermann sagt:

    ein wichtiger aspekt wird to-tal ausser acht gelassen. „der jöh-effekt“. gut, funktioniert nur mit hübschen kindern: diese können dem papi als „aufriss-hilfe“ dienen. er muss einfach schauen, dass für das schäferstündchen, (welches sich der papi ja auch mal verdient hat, weil die nervige mami zu hause ist), die geeignete infrastruktur in form einer kinder-deponie – oder wie man dem sagt – vorhanden ist.

  • Alpöhi sagt:

    Jetzt hört doch auf, den R.D. zu hauen. Der Titel ist: „Mit Papa allein in die Ferien“, wobei das „allein“ wichtig ist und das „Ferien“ unwichtig. Steht ja auch im Appetizer auf der Titelseite. Kinder lieben es, den Papi mal ganz für sich allein zu haben.

  • Franz Vontobel sagt:

    Ach kommen sie, Herr Die_ziger, das war ja jetzt etwas sehr durchschaubar… wie einen Cervalat in den Hundezwinger werfen und zuschauen, wie sich das ganze Rudel unter wildem Gekläffe draufstürzt.
    Ich gebe aber zu, dass es immer wieder lustig ist… 🙂

  • Katharina sagt:

    ‚an der Hand an sich enervierenden Familien vorbeistolzierte‘ – da ist es schon wieder, wie gestern. Irgendwo in der Schlange stehen und die anderen sollen sich ennervieren?

  • Manuela sagt:

    Ich schicke Papa und Kind seit K1 1 Jahr lt ist jedes Jahr im Sommer in Urlaub. Ein paar Tage Urlaub und dann noch zu seiner Mutter für ne Woche. Letztes Jahr hab ich gleich beide Kinder losgeschickt. Ich kann das nur empfehlen. Denn die Kids haben was von Papa und ich hab mal echt meine Ruhe, weil ich ja sonst unter der Woche die Hauptbezugsperson der Kinder bin. Ich find das so super und würde das sofort jeder Familie raten. Vor allem, wenn der Papa ansonsten doch recht viel arbeitet.

  • Eisenbahner sagt:

    Ist schon schlimm als 40-jähriger in der Midlife-Crisis. Permanent muss mann beweisen, dass mann es noch drauf hat. Und ja nicht so aussehen lassen, als würde mann unter der Fuchtel von „seiner Alten“ stehen.

    • Martin Frey sagt:

      „Und ja nicht so aussehen lassen, als würde mann unter der Fuchtel von „seiner Alten“ stehen“
      Dabei quillt ihm das aus allen Poren. Traurig irgendwie, finde ich.

  • Ulrich Gassner sagt:

    „Wir malten die Sitze voll, assen selbstgestrichene Butterbrote…“
    Na, mit solchen Mitmenschen teilt man liebend gern das Zugsabteil.

    • Beat sagt:

      Das hat er aus dem Mickey Mouse Heft abgeschrieben….
      Ich könnte mir eher vorstellen, nach 3 „magischen“ Tagen hat die Tochter null Bock auf Butterbrot sondern schlãft in den starken Armen des Lederjacken Bachelor!
      Zudem ganz für uns da? Und dann ins Disneyland!!!
      3 Tage Disneyland und nie Angst die Tochter zu verlieren?
      Hui, wie schlimm, wenn die Tochter sagt, ich au!! Das wartet, wenn der Toppapi nach Hause kommt.
      Und die Tochter hat 100% früher kalt als die Mutter..

  • Sportpapi sagt:

    Ok. Ich wundere mich nur, wie bedeutend es für manche ist, wenn die „bemutternde“ Mutter mal nicht dabei ist. Wenn diese Freiheiten wichtig sind, sollte man sie zum Wohle der Kinder häufiger erkämpfen. Und vielleicht tatsächlich etwas tun, was die Mutter vielleicht nicht so begeistert mitmachen würde (ins Hotel ins Disneyland hätte sie sicher auch gerne mitgemacht). Vor allem aber hätte die Mutter auch etwas davon gehabt, wenn der Vater gleich alle Kinder mitgenommen hätte (und damit ist dann wohl auch der Unterschied zu den Alleinerziehenden geklärt).
    Was übrigens sollte die Bildungsdirektion da tun? Und warum nicht Ihr Arbeitgeber?

    • Kathy sagt:

      Ferienbetreuungsangebote zum Beispiel?!

      Hm.. meine Mutter hätte sich geweigert, ins Disneyland mitzukommen.

      und überhaupt, warum so Miesepetrig heute? Vielleicht war die Kleine ja bei Oma in den Ferien, welche auch die Zeit mit nur einem Kind genossen hat.

      • Sportpapi sagt:

        @Kathy: Ich bin nicht heute miesepetrig, ich bin generell eher kritisch. Und von den Papablogs bin ich zunehmend enttäuscht, weil die Väter (ok, immer nur am eigenen Beispiel) irgendwie immer als Hilfskräfte dargestellt werden, die nur mit Mühe und Not mit ihren Kindern etwas auf die Reihe bekommen. Und ich wiederhole mich: Es ist toll, mit einem Kind Ferien zu machen. Noch toller wäre es aber, wenn die Mutter auch etwas davon hätte. Eben, indem zum Beispiel alle Kinder dabei wären.

      • Sportpapi sagt:

        Und zur Schule: Ich sehe deren Auftrag generell nicht in Kinderbetreuung und sehe es sehr skeptisch, wie sich der Auftrag immer mehr ausweitet.

      • tina sagt:

        genau SP, das wars, was mich juckte

      • Martin Frey sagt:

        Völlig einverstanden, SP.
        Es sind die Papablogger die sich gerne so darstellen, und für diesen alten, durchaus charmanten Kniff in der Regel auch viel Beifall erhalten. Man kann schon mal die eigene Unsicherheit, eigene erste Gehversuche thematisieren. Aber wenn es zu routiniert, zu oft und repetitiv daherkommt wird es nach meinem Empfinden zur Masche.
        Und zur Bildungsdirektion: Bezieht sich die etwas flapsige Anmerkung nicht auf das Feriensaldo der Frau? Alles andere macht für mich keinen Sinn.

      • Carolina sagt:

        Meine Güte, SP, wenn Dich das heutige Thema nicht interessiert, dann bleib weg – aber daraus wieder generell eine (doch sehr) miesepetrige Anti-Väter-Anspruchshaltung zu machen, ist doch übertrieben.
        Es gibt nun mal tatsächlich Eltern, die das so machen – warum darf man das nicht thematisieren? Und wenn Ihr nur gemeinsam Ferien macht, wunderbar – aber das heisst doch nicht, dass die anderen Varianten irgendwie bäh sein müssen…… Oder dass der heutige Beitrag deshalb null und nichtig ist……

      • Sportpapi sagt:

        Ach Caro, habe ich irgendetwas über Ferien mit einem Elternteil gesagt? Ich glaube, da geht nicht zum ersten Mal die Empörung mit dir durch, ohne dass es dafür einen Grund gibt – oder zumindest nicht den bemängelten.
        Was bitte ist eine „Anti-Väter-Anspruchshaltung“??

      • Carolina sagt:

        Nee, bin nicht empört, nur genervt (genauso wie Du nicht miesepetrig bist, sondern kritisch 😉
        ‚…weil die Väter (ok, immer nur am eigenen Beispiel) irgendwie immer als Hilfskräfte dargestellt werden, die nur mit Mühe und Not mit ihren Kindern etwas auf die Reihe bekommen……‘ Liest Du das wirklich hier heraus? Das meinte ich mit Anti-Dingens……
        Ich mag die Papablogs genau aus diesem Grunde: weil sie fast immer ein wenig ironisch bzw humorvoll sind, weil sie in der Regel jenseits des üblichen Gender- und Befindlichkeitsgequatsches geschrieben sind. Das kann man natürlich anders sehen und das als seicht bezeichnen, aber nicht jeder möchte jeden Tag eine Diskussion über das Schulsystem führen

      • Sportpapi sagt:

        Ja, genau das lese ich hier heraus. Du findest das ironisch, Martin Frey eine Masche, ich nehme es vermutlich zu ernst. Und doch ist es die Botschaft, die bei mir ankommt.
        Dass es für Eltern toll ist, mal mit einem Kind etwas allein zu unternehmen, oder mit den Kindern in Mehrzahl, da bin ich ganz gleicher Meinung.

      • Martin Frey sagt:

        „Ich mag die Papablogs genau aus diesem Grunde: weil sie fast immer ein wenig ironisch bzw humorvoll sind, weil sie in der Regel jenseits des üblichen Gender- und Befindlichkeitsgequatsches geschrieben sind.“ Da bin ich sehr einverstanden, ich halte die PB-Beiträge für wohltuend entspannt und mit der nötigen Selbstironie geschrieben. Und ja, ich finde derartige Trips mit dem Nachwuchs für alle Beteiligten wunderbar, egal ob mit allen Kindern oder nicht.
        Trotzdem finde ich (zumindest aus meiner männlichen Sicht) dass die Papablogger es mit der hilflos-bemüht-sympathisch-linkisch-Masche manchmal etwas übertreiben. Zumindest für meinen Geschmack. Mir kommt dann immer Hugh Grant in den Sinn…

      • mila sagt:

        Ich muss hier SP zustimmen, auch mich befremden gewisse ‚humoristische‘ Papablog-Töne zunehmend. Vielleicht ist das ein Ausdruck der auf mich zukommenden ‚Aufgabe‘, aber wenn ich beziffern müsste, woran genau ich mich störe, wäre das folgendes: in einem Artikel wie diesem wird (zumindest) der Eindruck erweckt, die einzige Fluchtmöglichkeit aus der mütterlichen Übersorglichkeit läge in der Unterwanderung ‚in der Fremde‘. Sprich: wenn Mama nicht da ist, schiessen wir ihre (vielen) Bedenken in den Wind. Das hat etwas guter-Kumpel-haft kindliches. Ich denke für meinen Teil allerdings nicht, dass dies der einzige Weg ist, auf dem ein Mann genuin väterliche Aspekte in die Elternschaft bzw.

      • tina sagt:

        carolina. man darf das thematisieren. und man darf damit rechnen, dass das verschiedene leute verschieden betrachten werden und ihre sichtweise dazu einbringen. aber das ist dann verboten, poltert carolina, weil es herumgemäkel sei (zwar mit den falschen argumenten vorgebracht, aber egal). poltern ist ok, mäkeln nicht?

      • Carolina sagt:

        Auf die Gefahr hin, dass ich mich ziemlich blamiere: meine Erfahrungen sind praktisch deckungsgleich mit denen der Papablogger. Der einzige Unterschied ist, dass ich die unterschiedlichen Arten, wie mein Mann und ich mit unseren Kindern umgehen, nicht mehr bewerte. Aber ich muss heute zugeben, dass mein Mann mit einer eher unbefangeneren, unbesorgteren Art und Weise fertiggebracht hat, auch mich, die Überglucke, etwas entspannen zu lassen. Anfangs habe ich ihn auch linkisch, Hugh-Grant-mässig, tolpatschig gesehen – bis ich irgendwann gemerkt habe, dass er einfach ein Gegenpol zu meiner anfangs doch zwanghaften Überzeugung darstellte, nur ich wüsste, wie man es richtig macht.

      • Franz Vontobel sagt:

        „Ich denke für meinen Teil allerdings nicht, dass dies der einzige Weg ist, auf dem ein Mann genuin väterliche Aspekte in die Elternschaft…“

        mila, Kinderaufzucht ist keine Seminararbeit! Nicht alles, was man dabei/dafür tut, ist mit einer hieb- und stichfesten Theorie unterfüttert, und nicht alles, was mit einer Theorie unterfüttert ist, funktioniert auch…

        Lassen sie’s etwas entspannter angehen und bedenken sie die erste Regel der Kriegsführung: kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt!

        (und für die Humorlosen-Fraktion: nein, ich betrachte Erziehung nicht als Krieg…)

      • mila sagt:

        @FV: Halb-erwischt. Nur geht es mir um keine Theorie, ich gehe von Beobachtungen aus. Das erklärte Ziel: nicht zur Hydra mutieren, nicht alles an mich reissen. Dafür braucht es einen Partner, der sein Scherflein beiträgt (und dies nicht nur bei den Schoggi-Jobs…), aber der eigentliche ‚Feind‘ wäre so besehen ich. Und diesen Erst-Kontakt würde ich doch gern überleben, ohne vollends ‚überzulaufen‘. 😉

      • Carolina sagt:

        Tina. Sie dürfen. Ich bin nur froh, dass Sie gegen solche sa.dummen Fehler, wie ich sie heute begangen habe, gefeit sind 🙂

  • Michael Klein sagt:

    Habe ich auch mal mit meiner – damals – 6 jährigen Tochter versucht. Dachte, es wäre eine tolle Idee wenn der Vater mit der Tochter eine Woche in einem Ferienpark verbringt. Nach drei Tagen habe ich es abgebrochen, weil man mir mehr oder weniger deutlich Pädophilie unterstellte.

    • Alpöhi sagt:

      Vielleicht nächstes Mal ein T-Shirt mit Aufschrift „Papi“ tragen. So wie die Schweizer in Krisenregionen rote T-Shirt i Schweizerkreuz tragen 😉

    • Widerspenstige sagt:

      Michael K., wie hat sich diese Unterstellung geäussert?

      Esther, diese ‚Rechnung‘ ist aus der Perspektive eines Mediziners mit viel Lebenserfahrung geschrieben worden. ML betont hier immer wieder, dass zu späte Schwangerschaften biologisch gesehen zu grosse Risiken birgen und Generationenabstände immer grösser werden dadurch. Auch bei einem Mann darf das erwähnt werden, denn wenn das Töchterlein 24jährig ist, ist der Papa 60 Jahre alt. Bleibt er fit und mobil, ist das natürlich kein Problem.

  • tina sagt:

    ernsthaft? obwohl schon in einem disney land gewesen, nochmals gegangen? die welt ist gross und das leben kurz. ich kanns nicht verstehen.
    ich kann den text von vorn bis hinten nicht verstehen. ohne die kleine schwester? 3 tage ohne partnerin auf ein einziges kind schauen sollte doch ein klacks sein, wirklich, ich kanns nicht verstehen

    • Robi sagt:

      Sie Frau, Wir Mann, Ich versteh Ihn, von Anfang bis Ende.
      Die Bahn gefährlich? Egal, wird schon schiefgehen. Anstehen für eine Wildwasserbahn im November? Egal, wird wieder trocken.
      Wir gehen nicht auf diese Bahn und nicht auf diese Bahn, wegen der kleinen Schwester blabla. Egal, die Welt ist halt ungerecht.

      • Barbara sagt:

        Ich auch Frau und verstehe es wie Mann. Ich verstehe nicht, wie Männer Gefahren nicht sehen, aber ich weiss, dass es den Kindern gut tut, wenn die Mütter nicht da sind (ich war eine heftige Glucke und war froh, dass ich nicht alles mit bekommen habe, was die beiden machten). Und ich denke: Disneyland mit grossem Kind und Papa ist super, wenn das kleine Kind auch mal alleine mit Papa ins Disneyland o.ä. gehen darf. Und es tut Mamma gut, wenn sie wieder mal ein „Einzelkind“ zu Hause hat. Da sehe ich nichts Verwerfliches. Ich habe, als Alleinerziehnde, etwa 5 Jahre die Sportferien mit Kind im Disneyland verbracht. Einfach genial. Erziehungsauftrag war minim, wir hatten beide Ferien.

    • Muttis Liebling sagt:

      Mittlebenskrise, Tendenz zur Selbstbestrafung, oder vielleicht Plastikweltfetischismus? Geht mir auch so, keine Vorstellung, warum man Zeit und Geld so derart sinnlos erodiert.

    • Christoph Bögli sagt:

      Was genau verstehen Sie da nicht? Er beklagt sich ja nicht, sondern beschreibt, wie schön es sein kann, mal einfach ein paar Tage zu zweit für sich zu haben. Und das ist halt effektiv so, ganz ohne etwas gegen die Mutter oder die kleine Schwester zu haben. Denn die ganz persönlichen Momente zu zweit sind halt auch in einer Eltern-Kind-Beziehung oft die besonderen.
      Dass er dafür eine so teuer-drögen Ort wie das Disney Land wählt, nunja, geschenkt, Geschmäcker sind bekanntlich verschieden..

    • Kathy sagt:

      Mit dem falschen Bein aufgestanden? Er beschreit ganz einfach, wie schön es sein kann, nur mit einem Kind alleine unterwegs zu sein und die Zeit gemeinsam zu geniessen. Wenn du das wirklich nicht verstehen kann, dann tuts mir leid für dich, dann hast du bis jetzt etwas tolles verpasst.

    • Carolina sagt:

      Diese Herummäkelei! Das Thema ist ‚Mit Papa allein in die Ferien‘ – warum dann mit ‚ich finde ja, Mami soll auch mitgehen‘ antworten?
      Ist doch eine völlig legitime Variante, die man im übrigen nicht für sich selber in Anspruch nehmen muss.
      Wir machen das seit vielen Jahren so: Mami hasst Disney, Legoland etc, deshalb fährt Papi mit den Kindern; Papi hasst Sinnlos-Sandburgen-Bauen, also fährt Mami mit einem oder allen Kindern – aber deshalb bleiben doch in der Regel noch ein paar Tage gemeinsame Ferien im Jahr übrig.

      • Sportpapi sagt:

        Wer sagt, Mami soll auch mitgehen?

      • Carolina sagt:

        Stimmt, da sind die Pferde mit mir durchgegangen – habe das hereingelesen, obwohl Du wohl meintest, die Mutter hätte mehr davon, wenn alle Kinder mit dem Vater mitgingen…… Ok, Entschuldigung!
        Bleibt meine Meinung, dass ich mich K und CB anschliesse – der heutige Blog beschreibt halt, dass diese Zweierreisli etwas besonderes sein können. Darüber, ob man das dann mit dem anderen/den anderen Kindern auch so macht, steht ja hier nichts.

      • tina sagt:

        carolina mäkelt, dass gemäkelt wird :). und das auch noch blind und freihändig 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        „Wer sagt, Mami soll auch mitgehen?“

        Sie, SP. Etwas weiter unten, aber bereits um 8.14:
        „…ins Hotel ins Disneyland hätte sie [die Mutter] sicher auch gerne mitgemacht…“

      • Sportpapi sagt:

        Das hat vermutlich auch mit Humor zu tun, dass Sie den ersten Teil des Satzes unterschlagen, und so eine neue Aussage kreieren.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach ja? Neue Aussage also? Kein Vorwurf, dass etwas unternommen wird, wo die Mutter sicher auch gerne dabei wäre?

        Ihr ganzer Satz: „Und vielleicht tatsächlich etwas tun, was die Mutter vielleicht nicht so begeistert mitmachen würde (ins Hotel ins Disneyland hätte sie sicher auch gerne mitgemacht).“

  • Maier Tom sagt:

    habe mit meinem Sohn diesen Herbst 10 Tage in Südamerika verbracht — herrlich! Genau wie im Artikel beschrieben wirds doch sehr genossen mal aus den „Fängen“ der mütterlichen Besorgnis austreten zu können und einfach mal essen – oder eben nicht – zu können was man will, mit dem Papa den ganzen Tag rumalbern und einfach mal tun zu was man Lust hat.
    Werden wir sicher wiederholen!

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