Kopftuchverbote in Schulen sind Nonsens

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Der Hijab als modisches Accessoire: Muslimisches Mädchen an einer Schule in England. Foto: Olivia Harris (Reuters)

Unüberschaubare Massen von Menschen bewegen sich auf der Suche nach einem sicheren Dach über dem Kopf durch Europa. Und was ist die Reaktion derer, die schon oder noch eins haben? Angst. Anders kann ich mir solche kleingeistigen Entscheide wie das Kopftuchverbot an einer Thuner Schule nicht erklären. (Es wurde zwischenzeitlich für diesen Einzelfall aufgehoben.) Da schien sich jemand in seinem Geraniengarten bedroht gefühlt zu haben.

Angst ist menschlich und nachvollziehbar und nebst Liebe das vermutlich mächtigste Gefühl überhaupt. Aber wenn die Antwort drauf Intoleranz ist, wird es höchste Zeit, mal kurz nachzudenken. Insbesondere als Institution mit Vorbildcharakter. Immerhin haben Schulen die Aufgabe, unsere Kinder mit zu erziehen. Und das längst nicht nur in Wissensfragen, sondern auch im zeitgemässen Umgang miteinander. Gerade der wird immer wichtiger werden, je enger wir alle aufeinanderhocken müssen, ob es uns passt oder nicht. Darum finde ich es erschütternd, dass ausgerechnet eine Schule einem Kind verwehrt, mit einem Kopftuch herumzulaufen, insbesondere wenn es vom entsprechenden Kanton nicht mal eine entsprechende Weisung gibt.

Man kann jetzt argumentieren, dass Kopfbedeckungen eben generell nicht erlaubt seien im Unterricht. Aber mal im Ernst: Ist das in Stein gemeisselt? Wäre es wirklich und ehrlich so schlimm, wenn in Gottes oder Allahs oder irgendwessen Namen – oder nur aus Freude daran – auch Dächlikappen im Unterricht zugelassen würden? Ich könnte damit leben. Nur weil es seit einiger Zeit als unhöflich gilt, an bestimmten Orten etwas auf dem Kopf zu tragen (vor allem bei Männern), muss das ja nicht zwingend für die nächsten tausend Jahre gelten. Und wo fängt eine Kopfbedeckung überhaupt an. Bei der Perücke? Beim Kopftuch, das während einer Chemo getragen wird, oder bei der Kippa? Das sollte mal gründlich diskutiert und überdacht werden, im Idealfall mit den Jugendlichen gemeinsam. Das wäre bestimmt eine wirkungsvollere Medizin gegen Angst als Verbote.

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In Frankreich gilt seit 2004 ein Kopftuchverbot an Schulen. Dagegen gab es anfänglich Widerstand (17. Januar 2004). Foto: Reuters

Das Argument, man wolle eben keine Präzedenzfälle schaffen, denn sonst kämen plötzlich Mädchen mit Gesichtsschleier zur Schule undsoweiterundsofort, ist auch eher kraftlos. Ja, wir sollen unsere Gesichter gegenseitig sehen, denn wir sind mimisch kommunizierende Wesen. Aber letztlich kann man keine Entwicklungen vorwegnehmen oder verhindern, sondern nur reagieren, wenn etwas konkret ansteht. Alles andere ist vorauseilender Gehorsam, der von einer Schuldvermutung ausgeht. Davon, dass Menschen prinzipiell Schlechtes im Schilde führen und man darum schon Kilometer im Voraus alle Massnahmen ergreifen muss, um allfälligen Ungehorsam im Keim zu ersticken. Ja, vielleicht ist es naiv, das nicht zu tun. Aber die Schuldvermutung stammt aus einer Ära der schwarzen Pädagogik, die meines Wissens überholt ist. Und Probleme lassen sich damit schon gar nicht verhindern, höchstens Trotz wecken.

Ich weiss nicht, ob es im konkreten Fall stimmt, dass das Mädchen seine Kopfbedeckung freiwillig trägt, wie sein Vater sagt. Auch will ich mich hier keineswegs zur Verfechterin der Verschleierung von Frauen aufschwingen. Aber dennoch muss die Frage erlaubt sein, wie freiwillig eigentlich alle anderen Kids ihre Kleidung wählen. Bei fast allen spielen Eltern, ihr kultureller Hintergrund oder sozialer Druck eine so immense Rolle, dass es vermutlich äusserst spannend und drucklindernd wäre, auch darüber einen Diskurs mit den Kindern zu führen, statt über ihre Köpfe hinweg.

Hand aufs Herz: Die Vorstellung, dass wir völlig freie Menschen sind, die alles mit Verboten und Regeln unter Kontrolle halten können, ist zwar bestechend, hat aber mit der Realität nichts zu tun.

Es wird noch so vieles kommen, von dem wir keine Ahnung haben, wie wir oder unsere Kinder damit umgehen sollen. Aber von etwas zumindest bin ich überzeugt: Kleingeistigkeit und Angst werden dabei bestimmt nicht hilfreich sein. Auch wenn es die erste impulsive Reaktion auf Unbekanntes ist. Auch bei mir.

769 Kommentare zu «Kopftuchverbote in Schulen sind Nonsens»

  • gabi sagt:

    zu den „Hijabistas will ich doch auch mal ein mit der Nazikeule gezeichnetes Bild verwenden:

    Wenn ich mehr und mehr junge Leute mit Hakenkreuzbinden rumlaufen sähe, die sich vom „Original“ einfach nur dadurch unterschieden, dass sie grafisch dergestalt aufgehippt wären, dass das Rot aus Rosenblättern, das Weiss aus Margeritli und das Schwarz aus Holzkohle gebildet würde, so empfände ich das keinesfalls als Beleg der Harmlosigkeit der Ideologie an sich.

    Und fiele denen auf Nachfrage dazu dann nur „Geinschaftsgefühl“, „Naturverbundenheit“ und „schöne Sonnwendfeiern“ ein, wäre ich alarmiert!

  • Gina Meier sagt:

    Auch gut für Frau Fischer Schulthess zu wissen dass es eben nicht Kleingeistig ist sondern für viele eine bittere Realität, und vom Kopftuch zur Burka ein kleiner Schritt hier aus dem aktuellen Leben:
    „Nimm die Burka, oder wir töten dich!“ Vor diese Alternative stellen die Schergen des IS jezidische Frauen, bevor sie sie verschleppen und versklaven – nachdem sie die Männer grausam getötet haben. Für die geretteten oder geflüchteten Frauen ist die Vollverschleierung ein Symbol der Demütigung und Entrechtung.

  • olive sagt:

    3) Sie erwähnen den Willen der Mädchen.
    Was glauben sie, wie diese von klein auf indoktrinierten Mädchen hin und her gerissen sein können zwischen dem, was sie evt. möchten und das, was ihnen als richtig eingebleut wurde? Eine Schule, in der kein Kopftuch getragen wird, nimmt ihnen die Entscheidung ab.
    Wahlfreiheit für Menschen, denen nur die Unterwerfung und Gehorsam gilt, ist Überforderung.

    Sie nennen sich Sportpapi: i, mich stört schon eine Regenkapuze, wenn es denn einmal eine braucht.
    Warum soll ien Kind ein Kopftuch tragen?

  • gabi sagt:

    Wenn Du einfach nur abwarten willst, bis das Problem auch wirklich vom Hintersten und Letzten nicht weiter ignoriert werden kann, dann musst Du Dir aber auch die Frage gefallen lassen, was Du DANN zu tun empfielst, Sportpapi.

    Es gilt dasselbe wie bei der momentanen Flüchtlingskatastrophe:
    Verhindern ist besser.

    Was denkst Du, wie diese Schulen das Rad nochmal zurückdrehen können… Wo sie es mit „tolerantester“, jahrelanger Geduld erst so weit haben kommen lassen?

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/integration/schule-und-integration-das-gift-der-muslimischen-intoleranz-1594843.html

  • olive sagt:

    2) Diese Familienehre beschmutzen sie allerdings auch Falle einer Vergewaltigung und müssen dann getötet werden.

    Diese Fixierung auf die Sexualität verlangt also, dass sogar kleine Mädchen unter das Tuch kommen.
    Darum sage ich: freiheitlich denkende Muslime haben kein Problem, ihre Töchter im Zuge der Gleichberechtigung der Geschlechter ( die hier hoffentlich für alle gilt,auch für Muslimas, ohne Kopftuch in die Schule zu schicken.
    Noch zum IZRS, der zu Muslimen spricht: viele Muslime verwahren sich dagegen, dass diese Konvertiten sie vertreten, nicht etwa nur Saida Keller-Messahli.

  • olive sagt:

    @ Sportpapi
    31. August 2015 um 14:39

    „Zwang zu Kopftuch und pauschales Kopftuchverbot liegen auf der gleichen Linie. Immer meinen Leute es gut, und entscheiden über die Mädchen hinweg.“

    Wenn Sie das wirklich so sehen, dann verstehen Sie nicht, um was es geht.
    Mädchen sollen ihre Reize verhüllen, damit sie geschützt sind vor den Männern. ( die sich nascheinend nicht zügeln können)
    Mädchen und frauen sollen davor „geschützt“ werden, sexuelle Kontakte zu jemand anderem als ihrem vorbestimmten Ehemann zu haben, auf dass sie die Ehre der Familie nicht beschmutzen können.

    • Brürrk sagt:

      Wenn Sie das so sehen, dann verstehen Sie nicht, worum es geht. Manche Mädchen wollen selbstbestimmt ein Kopftuch tragen, entweder um ihr religiös-kulturelles Erbe stärker zu leben oder um der Mutter nachzueifern, die auch eines trägt. Warum soll man es diesen Mädchen nicht erlauben? Die Mädchen, die in Frankreich den Kopftuch-Streit ausgelöst hatten, haben das Kopftuch völlig selbstbestimmt, ohne Zwang aus der Familie getragen (Vater war jüdisch, Mutter Muslima ohne Kopftuch, Mädchen wurden aus eigenem Antrieb islamisch religiös.

  • gabi sagt:

    Dem, was mit dem Absolutheitsanspruch des unreformierten Islam auf uns zu walzt, müssen wir doch nicht selber entgegenkommen:

    de.gatestoneinstitute.org/5535/scharia-gerichte-muslimische-frauen

  • Olive sagt:

    @Alpöhi

    „Die Männer vom IZRS tragen auch Käppi und Bärte und niemand stört es..“

    Die Informationen über islamischen Funamentalismus sind wirklich ein dünnes Bächlein in der CH.
    Mit diesen Kleidern identifizieren Sie sich als fundamentalistische Muslime, die sich ein Kalifat wünschen auf der ganzen Welt, die sich nicht von Steinigung distanzieren und deren Mädchen längst unter dem Tuch sind.
    In der Zwischenzeit geben Sie sich mit Peanuts ab wie muslimische Kindergärten in der CH etc.

  • gabi sagt:

    Jetzt aber echt, echt, echt (fühle mich schon fast wie Mila!)

    Gute Nacht!

  • gabi sagt:

    Es tröstet mich also nicht, wenn´s gar „verhippt“ wird.

    Sondern es wäre mir wohler, die unbedarften Kinder würden sich mal mit den Hintergrund beschäftigen.

    Und für mich gerne auch: Beschäftigen MÜSSEN!

    Denn der anderen Trick, den ich hier bei diesem Thema schon erwähnt habe und der schon seit Jahren in mir rumgeistert, nämlich dass einfach ALLE Kopfbedeckung und Schleier tragen, um die Segregation – und die es immer geht! – zu brechen, funktioniert natürlich nur in Blödelfantasien.

  • christel sagt:

    jaja @SP liebt das Argumentieren um des Arguments Willen gähn. Danke @g fürs Antworten……

    • Sportpapi sagt:

      Tja, Christel. Ich hätte mir die feine Klinge sparen können, das haben Sie recht. Wie soll man mit jemandem diskutieren, der keine Argumente, dafür umso mehr Wahrheiten hat? „Wer sich hier für das Mädchenkopftuch stark macht hat schlicht zero Ahnung von der Materie.“ Danke dafür.

    • gabi sagt:

      Nein, da muss ich Sportpapi verteidigen.

      Jedenfalls den SP, den ich hier vor schätzomativ 4 Jahren kennenlernte.

      Aber das schludrig drüber weg lesen von ihm, was man tatsächlich geschrieben hat, um dann am Nachlesbaren vorbei zu erklären, was ich wirklich gemeint habe (und zu diesem Thema wiederhole ich tatsächlich seit Jahren exakt dasselbe) … Das beunruhigt mich tatsächlich.

      • Sportpapi sagt:

        Pfff. Ich versuche sehr genau zu lesen, was da steht. Aber ich spreche von der Schweiz, du von Aegypten. Ich von Menschenrechten, von Werten die in der Schweiz gelten. Du vom Iran etc. Da sprechen wir tatsächlich aneinander vorbei. Denn es interessiert mich nur am Rande, was dort passiert. Gerade weil die Leute ja geflohen sind, und deshalb nicht haften sollen für die Verbrec her im Herkunftsland. Und sie werden sich in der Regel auch nicht mit denen identifizieren, wenn sie hier ein Kopftuch tragen möchten.

      • gabi sagt:

        Klar.

        Wenn man keinesfalls wissen will, auf was die Ex-Muslime hin weisen und/oder was ein Forum für einen fortschrittlichen Islam fordert und vor was er warnt…

        Dann klingt so ein kurzer 6-Zeiler recht schlüssig.

        Aber auch wirklich nur dann.

      • gabi sagt:

        Ebenfalls seit Jahren weise ich darauf hin (und ich glaube Frau K-M ebenfalls so verstehen zu dürfen), dass sich gerade diese „Hipster“-Muslimas nicht bewusst sind, was sie da tun.

        Die Frömmler rechnen sie grosszügig mit in ihre Herde ein, so lange Salafisten wie der IZRS gesamtgesellschaftlich noch nichts zu bestimmen haben. Kippt´s dann jedoch eines Tages (oder ist, wie im Eglisee auch nur schon genug Gruppendruck zusammen) sind sie für die „besseren“ Muslime dennoch nur Flittchen.

        Meinst Du etwa, die selbsternannte Scharia-Polizei wird denen nicht ebenfalls „erklären“, was Sitte ist!?

    • gabi sagt:

      Ah… Wenn Du auch grad da bist:

      Hab das gefunden, an was ich mich auf Deinen Beitrag hin, warum Ex-Muslime sich nicht über Muslime äussern dürften (ich hab noch immer nicht begriffen, wie und wo ich da irgendwelchen Argumenten folgen könnte – der „feinen Klinge“ schon gar nicht) erinnert habe:

      http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/27443/wieso-wir-kopftuch-tragen-und-trotzdem-eine-normale-familie-sind/comment-page-11/#comment-379670

      Auch dort hast Du nicht weiter erläutern können, wieso ich Stellung beziehen müsse zum Artikel „Die SVP macht gemeinsame Sache mit Kommunisten“

      • Sportpapi sagt:

        Ex-Muslime dürfen sich sehr wohl über Muslime äussern. Aber die Vertreter der Muslime sprechen im Namen der Muslime, und nicht im Namen der Ex-Muslime, wie du angetönt hast. Eben, der Papst spricht auch nur im Namen der Gläubigen, und nicht der Ausgetretenen.

      • gabi sagt:

        Ganz so, wie die Ex-Scientologen auch im Namen von Scientologen sprechen, die sich nicht aus zu treten trauen.

        Aber davon abgesehen: Die Meinung einer Keller-Messhali, die sich NICHT als Ex-Muslimin bezeichnet, sonder ein Forum für einen fortschrittlichen Islam mitgegründet hat, muss Dir zwangsläufig ja genauso wenig bedeuten wie die Meine.

        Und darüber, was die – oder auch nur schon ein liberalerer Iman wie Memeti – erdulden müssen, möchtest Du ja auch nichts wissen.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Gabi, willst du wissen, was das Forum für einen fortschrittlichen Islam, also die Organisation von Keller-Messhali, zum Thema Kopftuch sagt?

      • Sportpapi sagt:

        Bitte: „Kopftuch.
        Das Kopftuch soll in jenen Bereichen nicht getragen werden, wo es neutralitätsgefährdend wirken könnte, insbesondere von Lehrerinnen an Schulen.
        Hingegen muss für andere Menschen das Kopftuchtragen aus Gründen der Religionsfreiheit zugelassen werden. In der Schweiz hat sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte eine veränderte demographische Situation ergeben. Es ist wünschenswert, dass die Schweizerinnen und Schweizer ungewohnten Gepflogenheiten mit einer gewissen Gelassenheit begegnen.“
        Gern geschehen. Sonst noch etwas?

      • gabi sagt:

        Ja. Sonst noch was. Aus der NZZ, 30.6.2014

        „NZZ: Frau Keller-Messahli, wie stehen Sie zu einem Kopftuchverbot an Schulen?

        Ich bin ganz klar für ein Kopftuchverbot an Schulen.

        NZZ: Weshalb?

        Der ganze Rummel um Kopftücher und Burkini ist ein … Theater, mit dem das Grundproblem verdeckt wird: der Körper der muslimischen Frau im öffentlichen Raum. Diese Kleidungsstücke … markieren das Mädchen als geschlechtsreif. Manchmal müssen sogar kleine Mädchen schon ein Kopftuch tragen. Statt den Fokus weg vom Körper zu ziehen, sexualisieren und tabuisieren sie die Körper.

      • gabi sagt:

        Das führt dazu, dass die Mädchen ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper haben.

        NZZ: Inwiefern?

        Dem Mädchen wird subtil beigebracht, dass sein Körper Ursache von Sünde und Schuld ist. Die Markierung ist zusätzlich eine soziale Absonderung.

        NZZ: Aber würde ein Verbot nicht ebenfalls den freien Willen der Mädchen einschränken?

        Wie frei ist der Wille eines Mädchens in einem familiären Milieu, wo das Kopftuchtragen eine Selbstverständlichkeit ist? Meistens wählen Kinder das Kopftuch nicht aus freier Entscheidung,

      • gabi sagt:

        Das führt dazu, dass die Mädchen ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper haben.

        NZZ: Inwiefern?

        Dem Mädchen wird subtil beigebracht, dass sein Körper Ursache von Sünde und Schuld ist. Die Markierung ist zusätzlich eine soziale Absonderung.

        NZZ: Aber würde ein Verbot nicht ebenfalls den freien Willen der Mädchen einschränken?

        Wie frei ist der Wille eines Mädchens in einem familiären Milieu, wo das Kopftuchtragen eine Selbstverständlichkeit ist? Meistens wählen Kinder das Kopftuch nicht aus freier Entscheidung, sondern

      • gabi sagt:

        weil die Mutter bereits ein Kopftuch trägt und zu Hause eine Stimmung herrscht, die dasselbe vom Kind erwartet. Kinder wollen generell aber so sein wie die anderen Kinder, um nicht ausgeschlossen zu werden.

        NZZ: Verstösst ein Verbot nicht gegen die Religionsfreiheit?

        Mit Religionsfreiheit hat das nichts zu tun, weil das Tragen eines Kopftuchs kein religiöses Gebot ist. Der Koran sagt kein Wort über das Haar der Frau, geschweige denn über ein Kopftuch. Das wird auch von namhaften kritischen Islamwissenschaftern so gesehen. Bereits vor 22 Jahren erschien in der Schweiz eine Dissertation

      • gabi sagt:

        (von Rosine Lambin) zu dem Thema, die darlegt, dass der Schleier ein kulturelles Phänomen aus dem antiken Heidentum ist, das dazu diente, den Unterschied der Geschlechter hierarchisch zu handhaben. Später wurde er von allen drei monotheistischen Religionen übernommen. Es handelt sich also um eine vorislamische kulturelle Tradition, die überlebt hat.“

        Sonst noch was?

        Ist exakt, aber wirklich exakt, meine Meinung.

        Müsstest also dasselbe von ihr halten.

      • gabi sagt:

        Und gleich darunter:

        „Gleichwertige Erziehung von Mädchen und Jungen

        Das FFI fordert eine gleichberechtigte Erziehung von Mädchen und Jungen, in der von gleichen Bildungschancen ausgegangen wird. Volle Entfaltung von Geist und Körper muss gewährleistet sein, und darf nicht durch Segregation gehemmt werden.“

        Ich stelle also nur fest, dass die Schule, bzw. Schülerinnen im Positionspapier zum Kopftuch nicht explizit erwähnt werden. Dafür wird jegliche Segregation in der Erziehung ganz klar abgelehnt.

        Und eine massgebende Exponentin (Keller-Messhali) spricht sich klar für das Schulverbot aus

      • gabi sagt:

        Sorry; ich präzisiere: Spricht sich klar für das Kopftuchverbot an Schulen (für Schülerinnen) aus.

        Und mit „gleich darunter“ meine ich: Gleich unter dem von Dir eingestellten Zitat zum Thema Kopftuch in der Gesellschaft.

        Eben: die Schüllerinnen werden nicht erwähnt und bei den Lehrerinnen ist ein „insbesondere“ vorangestellt.

        Widerspricht sich also etwas mit der Forderung, Segregation in der Erziehung zu vermeiden.

        Aber Frau S. Keller-Messhali hat das ja verdankenswerterweise im NZZ-Interview klargestellt.

        Bin ich jetzt für Dich mit ihr in einen Topf geworfen oder nicht?

      • Sportpapi sagt:

        Hier äussert sie sich auch noch mal. Nicht einmal das ist ok. http://www.20min.ch/schweiz/news/story/15341097
        Aber es scheint so, dass Kopftücher und Schleier in der Schweiz vor allem auch von konvertierten getragen werden, das Kopttuchverbot hingegen von den Ausgetretenen verlangt wird. Macht ja Sinn.

      • gabi sagt:

        Oh gehört hierher:

        Ebenfalls seit Jahren weise ich darauf hin (und ich glaube Frau K-M ebenfalls so verstehen zu dürfen), dass sich gerade diese “Hipster”-Muslimas nicht bewusst sind, was sie da tun.

        Die Frömmler rechnen sie mit in ihre Herde ein, so lange Salafisten wie der IZRS gesamtgesellschaftlich noch nichts zu bestimmen haben. Kippt´s dann jedoch eines Tages (oder ist, wie im Eglisee auch nur schon genug Gruppendruck zusammen) sind sie für die “besseren” Muslime dennoch nur Flittchen.

        Meinst Du, die selbsternannte Scharia-Polizei wird denen nicht ebenfalls “erklären”, was Sitte ist?!

      • Sportpapi sagt:

        „sind sie für die “besseren” Muslime dennoch nur Flittchen.“ So ist es. Wie es all die freizügigen Mädchen in unserer Kultur für die christlichen Frömmler/innen auch sind. Und in beiden Fällen kann uns das schlicht egal sein.

      • gabi sagt:

        Kann uns schlicht egal sein?

        Echt jetzt?

        Bei christlichen Frömmlern vielleicht.

        Bei der Unzahl von Ehrenmorden (und die sind ja nur die sichtbare Spitze der Gewalt!), die von Muslimen begangen werden und die sich EXAKT dieser Worte bedienen, ist mir das ganz und gar nicht egal.

        Gerade als Lehrer sollte Dir das doch wohl noch viel weniger egal sein.

  • christel sagt:

    Es gibt keine wirklichen Berührungspunkte zwischen dem Islam und den westlichen Gesellschaften , sogar die zwischenmenschliche Ethik versinkt im Dünkel des Islam, der in diesen Zeiten auf dem Menu steht: Zunehmend konservativ, zunehmend radikal. Islamische Gesellschaften sind schlicht und einfach keine Kompromiss-Gesellschaften sondern Authoritäts-Gesellschaften. Wer sich hier für das Mädchenkopftuch stark macht hat schlicht zero Ahnung von der Materie und handelt beängstigend naiv und unsäglich destruktiv .

    • Sportpapi sagt:

      Solche Aussagen haben auch nicht viel mit Kompromiss, dafür viel mehr mit Autorität zu tun: „Wer sich hier für das Mädchenkopftuch stark macht hat schlicht zero Ahnung von der Materie und handelt beängstigend naiv und unsäglich destruktiv.“ Wobei: destruktiv? Dann wären also die Verbieter tatsächlich als konstruktiv zu bezeichnen? 🙂 .

      • gabi sagt:

        Die Tendenz der immer häufiger auftretenden Kopftücher (und der Vollverschleierung ebenfalls – jawohl!) hat nichts mit konstruktiv zu tun, Sportpapi.

        Gerne nochmal: Wie stellst Du Dir vor, ist Ägypten gekippt, vom offenen Frauenhaar der 70er? Wie geht es heute in der Türkei?

        Diese Kopftücher stehen nicht für: Jede(r), wie er will! Nicht für Schirmkäppli, Irokese, Grüngefärbten Haaren, Zöpfe oder langes, wallendes Haar, wie es jeder grad lustig ist. Sondern sie stehen für eine Gesellschaftsidee, die sich ausschliesslich an dem orientiert, was Fundamentalisten zu „Gottes Wort“ erklären.

      • gabi sagt:

        Dieser Entwicklung Vorschub zu leisten, halten viele Menschen – darunter viele Menschen mit muslimischem Hintergrund; Ex-Muslime – für äusserst gefährlich und in Bezug auf die Werte der Aufklärung und der Menschenrechte (ich mein jetzt nicht die Kairoer Erklärung der Menschenrechte!) für destruktiv.

        Jene, die dies zu verhindern versuchen, halte ich für wesentlich weniger destruktiv. Die daraus resultierende Debatte, der sich gerade die entsprechenden Muslime selber stets verweigern (und dafür die Liberalten unter ihnen gerne auch direkt angehen), halte ich für überfällig und konstruktiv.

      • Sportpapi sagt:

        Gabi, Verbote auszusprechen ist niemals konstruktiv. Und es entsteht auch keine Debatte daraus. Nur eine Radikalisierung. Aber du kannst dir ja dann auf die Schultern klopfen und sagen, du hättest es ja schon immer gewusst, man kann mit „denen“ doch gar nicht sprechen.
        Und das was du versuchst, und konstruktiv nennst, ist das, was in manchen totalitären Staaten schon versucht wurde. Nur ein Ex-Moslem ist ein guter Moslem, oder? Abschwören ist das mindeste!

      • gabi sagt:

        Sportpapi: Du kippst langsam immer hemungsloser ins pure Unterstellen.

        Warum führe ich denn immer wieder Frau S. Keller-Messhali an?

        Wer ernsthaft erhofft, dass sich ein Reformislam, bzw. ein „europäischer“ Islam bildet, (über den hier wirklich schon oft gesprochen wurde), der unterstützt dies doch nicht, indem er all jenen, welche die Missstände am bestehenden nicht aufgeklärten, nicht reformierten, nicht europäischen Islam, anprangern, jede Legitimation abspricht.

        So, wie Du es hier so unverhohlen getan hast und so wie sich das schon 2012 mit Deinem schlichten Kommunistenhinweis tatest

      • gabi sagt:

        Und zur Schulterklopf-Unterstellung und dem „schon immer gewusst“-Sager:

        Der IZRS hat sich nicht aufgrund des Thuner Kopftuchschwanks, bzw. des armen Mädchens gebildet, sondern der war schon vorher da und erklärt allen am Koran Interessierten was Gott von ihnen erwartet.

        Also bring doch nicht auch noch die Zeitachse durcheinander, sondern überleg Dir lieber, warum das Mädchen in unserer Gesellschaft derart leicht auf Strukturen zugreifen kann, die ihr ihre Radikalität auch noch als Gottgegeben verklären.

        Wie viel mehr IS-Terror braucht es denn noch, bis mal die Wurzel angegangen wird?

      • Sportpapi sagt:

        Ich sprich sicher niemandem die Legitimation ab, sich zu äussern, anzuprangern. Aber wenn sie ihre Anliegen mit Verboten durchsetzen möchte, dann reagiere ich darauf. Denn das entspricht nicht unseren Werten (und der Verfassung), wie du ganz genau weisst. Das heisst überhaupt nicht, dass ich es gut finde, wenn jemand mit Kopftuch in die Schule geht. Aber man sollte die einfach auflaufen lassen, statt das Spielchen mitspielen und die gewünschte Reaktion auf die Provokation liefern.
        Was mit den Kommunisten war weiss ich nicht mehr, ist auch nicht mehr nachzulesen.

      • gabi sagt:

        Auflaufen lassen?

        Geht offenbar schief. Ob man, um das zu sehen, wie ich den Salafistischen Kindzgi vor Augen haben muss oder tatsächlich den Koranverteilstand in der Fussgängerzone, bezweifle ich.

        Es hat bisher jedenfalls zum Gegenteil geführt. Badi Eglisee – Ja.

        Und es scheint sich in der Geschichte auch ständig zu wiederholen.

        „Wehret den Anfängen!“ – Aber nur, wenn sie als Badies in derlei adretten und wohlvertrauten Uniformen daherkommen wie in amerikanischen B-Movies oder Kultfilmen wie „Dead men don´t wear plaid“?!

        Du willst einfach zuwarten.

        Und ich sage: Wenn diese

      • gabi sagt:

        Entwicklung erst knapp vor der 50%-Grenze als bedenklich angesehen werden muss, dann ist´s doch erst recht kein Problem: Dann wär´s am Schluss doch einfach nur demokratisch.

        Bitte vergegenwärtige Dir doch bitte, dass all die Despoten und Despotien, die Dir einfallen werden, eben NICHT erst kurz vor einer demokratischen Mehrheit demokratiegefährdend geworden sind. – Sonst hätten sie im Übrigen ja gar keinen Grund gehabt, sich gegen ebendieses System zu stellen!

        Es braucht nicht so viel, wie Du offenbar glauben möchtest.

        Darauf weisen gerade Moderate und Ex-Muslime wieder und wieder hin!

      • Sportpapi sagt:

        „Bitte vergegenwärtige Dir doch bitte, dass all die Despoten und Despotien, die Dir einfallen werden, eben NICHT erst kurz vor einer demokratischen Mehrheit demokratiegefährdend geworden sind. – Sonst hätten sie im Übrigen ja gar keinen Grund gehabt, sich gegen ebendieses System zu stellen!“ Keine Ahnung, was du mir da sagen willst.
        Das Beispiel Badi Eglisee sehe ich übrigens sehr kritisch. Du erinnerst dich an die Diskussion um die Frauenbadi hier? Meinst du, es stören sich nur die muslimischen Frauen an den männlichen Mitarbeitern (so die frühere Story auf dem gleichen Kanal)?

      • Sportpapi sagt:

        Hier noch etwas Hintergrund. Damit willst du dich identifizieren? https://nixgut.wordpress.com/2015/08/28/basel-im-frauen-schwimmbad-eglisee-gilt-burka-verbot/

      • gabi sagt:

        Vor allem. Ja. Das glaube ich (Raah. So komme ich nie zum Schlafen). Denn die Alteingesessenen haben ihn als Teil der Einrichtung gesehen.

        Aber davon abgesehen darf ich Dich dran erinnern, dass der Händel eben keineswegs auf diese Frage beschränkt blieb.

        Sondern – und darum bringe ich das ja als Bsp. – die Schleierbaderinnen, die Kinder (und wohl auch Buben) im Schlepp hatten, ANDERE Frauen angegriffen haben, weil sich diese erdreisteten barbusig im Frauenbad zu sonnen.

        Das ist dieser Gruppendruck, der nicht nur hier zu beobachten ist, sobald genug „überzeugte“ Muslimas beisammen sind.

      • Sportpapi sagt:

        Glaubst du denn, diese Schleierbaderinnen wurden nicht angegriffen? Träum weiter. Aber ich verstehe durchaus das Unbehagen, das an einem solchen Ort entsteht. An dem offenbar Muslime aus der ganzen Schweiz und sogar aus dem Ausland zusammenkommen. Klar gibt es da Konflikte.

  • dres sagt:

    Wow, was habe ich so Dramatisches geschrieben, dass der Kommentar unter einer Burka verschwindet? 😉

  • Reisender sagt:

    @ Carolina: Ich frage mich wie viele der SchreiberInnen hier schon einmal, z.B. in Istanbul, mit moderaten Moslems diskutiert und gefragt haben, was sie von denen mit Kopftüchern halten. Interessanterweise haben sie Angst, weil für sie diese Frauen mit Kopftüchern, resp. Ihre Familien, zu den Fundamentalisten zählen – und die Moderaten kennen die Situation voraussichtlich besser als wir hier in der „heilen“ Schweiz. Ich weiss aber auch, dass es Frauen gibt, welche das Kopftuch mit Überzeugung tragen, ohne fundamentalistisch zu sein. Dazu benötigt man aber eine gewisse Reife, kein Schulkind!

  • Mina Peter sagt:

    Wie heikel das Kopftuch für junge Mädchen ist, merke ich immer dann, wenn meine fünfjährige Tochter mich fragt: weshalb hat die Frau so ein Kopftuch an und ist fast am ganzen Gesicht verhüllt, und weshalb das Mädchen? Ja, was würdet ihr da antworten?

    • gabi sagt:

      „Aus Liebe zum Schöpfer.“

      🙁

      (also dem Typen, welcher die Beiden – angeblich – dergestallt geschaffen hat, dass sie Wohlgefallen bei Männern auslösen können, um Ihnen im nächsten Augenblick zu erklären, dass sie im Fall so, wie er sie schuf, keinesfalls rum laufen dürfen)

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Wir leben hier in einer christlichen, freien Gesellschaft und der Zwang zu Kopftuch verstösst ganz klar gegen Menschenrechte. Wem es nicht passt, darf gerne dorthin, wo er hergekommen ist.

    • Sportpapi sagt:

      Zwang zu Kopftuch und pauschales Kopftuchverbot liegen auf der gleichen Linie. Immer meinen Leute es gut, und entscheiden über die Mädchen hinweg.

      • gabi sagt:

        Tun wir das denn nicht auch, wenn wir Alkohol für Jugendliche verbieten?

        Warum eigentlich? Können die nicht selber entscheiden?

        Dass Dich dieser Vergleich entsetzen wird, ist mir schon klar.

        Hat für mich aber damit zu tun, dass Du schlicht alle Risiken, welche die Zunahme an Extrawürsten für eine Gemeinschaft, deren Exponenten derart klar gegen Multikulti stehen (und sich deshalb mit vom Glauben Abfallenden derart schwer tut) und schnell mit „unislamisch“ gegen Gläubige vorgehen, die aus der Reihe tanzen, negierst.

        Angefangen bei der „Freiwilligkeit“ von Kindern,die Du kaum hinterfragst

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Wenn einem Mädchen mit 3 oder 4 Jahren (letztes Wochenende gesehen im Berneroberland) ein Kopftuch aufzwingt, wird es kaum einem Fremden dementieren, dass es das freiwillig trägt. Kleine Mädchen haben keine eigene Meinung über die Verhüllung.

      • Sportpapi sagt:

        Ah, jetzt sind wir plötzlich bei den 3-4jährigen Mädchen. Aber gut, da gibt es gesetzlich wohl sowieso keine Handhabe.

      • gabi sagt:

        Aber bleib doch mal dabei, Sportpapi:

        Dieselben 3-4 Jährigen sind irgendwann mal 5-6jährig. Dann 7-10. 11-12. 13-14.

        Die „Werte“, aufgrund derer sie schon mit 3-4 ein Kopftuch tragen, werden ihnen doch nicht mit Unterbrüchen vermittelt!

        Wo genau schaffst Du es, den Punkt zu setzen, bei dem Du mit ruhigem Gewissen festzustellen vermagst: „Die will das ja selber!“

        An welchem Punkt fangen Dich als Aussenstehenden, denn diese „Werte“ überhaupt an zu beunruhigen?

        Wenn – ich kehr´s gern um – der IZRS also als Instanz angerufen wird… Da hinterfragst Du nie, wozu das Ganze ev. führen könnte?

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Gabi, ja, wohin führt das Ganze noch? Zu Erwachsenen, die Kopftuch tragen?
        Ehrlich gesagt haben wir ganz andere Probleme als irgendein Fetzen Stoff. Sogar als Schwimmverweigerung, was ja sowieso ganz selten vorkommt. Problematisch wird es, wenn wir auch nach Jahren in der Schweiz noch keine vernünftige Verständigung hinbekommen. Weil die Mutter zum Beispiel immer noch nicht deutsch kann (und ohne das vielleicht dereinst verbotene Kopftuch nicht aus dem Haus geht). Wenn die Familien sich absondern, in eigene Schulen gehen, eigene Freizeitveranstaltungen haben, eigene Gesetze befolgen.

      • gabi sagt:

        … Eben: Da kann ich nur wieder auf die Scharia-Richter zurück verweisen, die in Grossbritanien so glorios zum Gegenteil dessen geführt haben, was beabsichtigt war.

        Ich seh einfach nicht ein, wieso wir da nicht von Anfang an klare Grenzen ziehen können, wenn wir doch von Zig Beispielen umgeben sind, die uns krass verdeutlichen wo unser zuvorkommendes Einnicken hin führt.

        Natürlich beginnt es eben auch mit dem Kopftuch!

        Nochmal: Die Vollverschleierten sind nicht von einem Tag auf den Anderen aufgekreuzt. Nicht in Ägypten, nicht in der Türkei und auch nicht in Österreich.

    • dres sagt:

      Wir leben hier in einer freien Gesellschaft, genau. Und die Ausübung der Religion ist ein zwingendes Menschenrecht, auch wenn ich als Ungläubiger meine liebe Mühe damit habe. Kurz: Man kann nicht von den Burkamillionärinnen (Touristinnen) das Geld absahnen, aber dann wegen eines Kopftuches durchdrehen. Gerade in der heutigen Zeit braucht es im Umgang mit diesem Religionsquatsch Fingerspitzengefühl und ein gesundes Augenmass. Ich habe nämlich wenig Lust, dass Terroristen wegen ein paar WutbürgerInnen das Augenmerk (noch mehr) auf die Schweiz richten.

    • Katharina sagt:

      Genaugenommen leben wir in einer säkularen, liberalen Demokratie, nicht in einer christlichen. Aber das leuchtet Leuten, die dem Pegida Denken und seinen Verlockungen auf den Leim kriechen, nicht ein.

      Wie auch hier beobachtbar, ist es genau wegen Pegida, dass es zu Eskalation und Radikalisierung kommt.

      All das habe ich vor Tagen schon gesagt – ein déjà vue. Und genau deshalb gehe ich auf solche Diskussionsvorgaben (‚Ich bin ja nicht r.. aber…) nicht ein.

      • Katharina sagt:

        Es ging hier konkret nie um Kopftuchzwang, sondern darum, ob eine Schule aus arbiträren Gründen ein Kopftuch verbieten darf. Arbiträr, weil nur gegen angehörige 1 Glaubens, wo nur aufgrund der Glaubenszugehörigkeit auf eine radikale Gesinnung vermutet wird.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Kath

        Genau, wenn ich mich im Ausland aufhalte soll ich mich gefälligst den Gepflogenheiten des Landes anpassen und wenn ich das in meinem Land von auswärtigen „Gästen“ erwarte, dann kommt die Rassismuskeule nicht wahr? Sowas zeugt von sehr schlichtem Gemüt, aber was kann man anderes erwarten von einer Person, welche die Politik ihres Landes stützt, selbst dann wenn dieses überall Krieg anfängt, um zu bekommen, was begehrt wird. Das da auch mal zu Lügen gegriffen wird (zb. unerlaubte Atomherstellung) macht auch nichts, oder?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ dres

        Ja klar, wenn es ums Geld geht oder die eigene Bequemlichkeit immer schön wegsehen, gällend Sie. Aufgrund dieser Einstellung werden Leute totgeschlagen und Kinder misshandelt. Weil man wegschaut.

        Einfach nur feige!!!!!!

      • Sportpapi sagt:

        Tamar, es gibt keine „Rassismuskeule“. Aber man muss die Dinge schon beim Namen nennen. Sie wissen schon – das wird man ja noch sagen dürfen!

  • olive sagt:

    Man kann es drehen wie man will, wer das Kopftuch unterstützt, unterstützt freiheitsfeindliche muslimische Männer.
    Wer das nicht glauben will, der belese sich bitte.

    • Mina Peter sagt:

      Genau, Olive. Ich bin sehr beunruhigt, dass Frau Fischer nicht soweit gedacht hat. Ich werde nie nie tolerieren wollen, dass Männer hierzulande Frauen die Freiheit nehmen können. Und schon gar nicht Mädchen. Wir müssen sie schützen, die Mädchen auch anderer Religionen und auch wenn sie selbst meinen, es sei ihre eigene Entscheidung. Das ist es in solchen Familien nie. Das Kopftuch, und die Burka und ähnliches sowieso, sind nur Symbole der sexuellen Beschneidung der Frau. Nichts anderes. Muslime, ihr dürft kommen, aber Frauen- und Mädchenrechte sind hier nicht verhandelbar.

  • olive sagt:

    Muslime hingegen, die hier her gekommen sind, nicht zuletzt, um Freiheit zu finden, die sie in ihrem Herkunftsland nicht fanden, werden nicht die geringste Mühe haben, ihre Töchter ohne Tuch in die Schule zu schicken. Es gibt genügend Lektüre darüber, was das Tuch genau bedeutet. Zudem behindert es ( wenn auch indoktrinierte Damen das Gegenteil behaupten) es einen in der Bewegungsfreiheit. Von Abaja, Tschador und Burka ganz zu schweigen, da fragt man sich, warum Frauen eigentlich ebenfalls mit Augen und Ohren bestückt wurden. Der Gleichgewichtssinn wird beeinträchtigt.

  • Carl Blumer sagt:

    Am Freitag letzter Woche habe ich Sonnen-Crème einstreichend am Eingang zur Ecole primaire in L’Isle-sur-le-Doubs die Charte de la laïcité gelesen (Text x-fach im Netz zu finden). Im Vergleich zur Charte ist das hier Geschriebene und Diskutierte irgendwie armselig, intellektuell dürftig, nicht zu Ende gedacht, Ausdruck schweizerischer Mittelmässigkeit und ebensolchem Harmoniebedürfnisses. Man steht eben nicht auf dem Boden einer offenen Gesellschaft und letztlich halt auch nicht auf demjenigen eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats. Ohne Egalité keine – individuelle – Liberté.

    • olive sagt:

      Wenn Sie von Egalité sprechen, müssten Sie auch an die Egalité der Mädchen und Frauen denken. Aber richtig, es iwrd nicht zu Ende gedacht. Man verteidigt die fremde Kultur,ohne genau zu wissen, um was es geht.

      Sie gehen von unserem Denken aus, dies ist aber im Zusammenhang mit fundamentalistischen Muslimen die falsche Prämisse.
      Sie wünschen keine Demokratie und keine Gleichheit der Geschlechter und sie möchten ihre Ansichten hier durchsetzen.

  • Paul Moser sagt:

    Warum in aller Welt muss man eigentlich seine religiösen Überzeugung mit Kleidungsstücken und Accessoires nach aussen kehren und also ständig für andere sichtbar machen?

  • Martin Messerli sagt:

    Das Tragen eines Kopftuches zu verbieten ist genau so dämlich wie auf dem relegiösen Recht zu bestehen, ein Kopftuch tragen zu dürfen.

    • Theo Reich sagt:

      Natürlich ist beides dämlich. Aber nun müssen Sie halt einmal entscheiden: Kopftuchverbot ja oder nein?
      Was entscheiden SIE?

  • gabi sagt:

    http://exmuslime.com/kopftuch-ist-ein-symbol-der-geschlechterapartheid/

    Angst? – Sicher. Wohlbegründet! Anstatt dies auch noch höhnisch abzutun, sollten wir uns lieber mal damit beschäftigen, wie begründet diese bei Menschen ist, die etwas praxisnähere Islam-Erfahrung haben, als Blogschreibern, die sich ob ihren Beiträgen versichern, moralisch auf der richtigen – der guten – Seite zu stehen.

    Kleingeistigkeit? Wer weiss, welche Widerstände diese Menschen überwinden müssen und welchen Anfeindungen und Drohungen sie ausgeliefert sind, würde diesen Ausdruck nicht einmal zu denken wagen.

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Da geht es aber um die Lehrerinnen.
      Alles andere findet sich nicht im Link. Meinst du denn, das Thuner Mädchen trägt das Kopftuch um zu zeigen, wie unterdrückt sie ist? Oder hast sie allenfalls ein anderes Motiv? Und: Hast du eine Liste der Symbole (für irgendetwas), die in der Schweiz verboten sind?

      • gabi sagt:

        Ja, es geht in diesem Link nur um die Lehrerinnen. Da hast Du Recht.

        Im vorigen Link (aus dem dieser wiederum herausgepickt ist) der exmuslime geht es ständig ums ganze Thema. Auch zur (von diesen Menschen mit muslimischem Hintergrund!) befürchteten Islamisierung des Westens.

        Ev. fragst Du Dich mal, wieso diese Menschen bereits derart – für Dein Gefühl – „früh“ auf diese Vorgänge hier reagieren…

        Was Deine Frage zum Thunerin soll, versteh ich schlicht nicht. Sie soll das Kopftuch tragen, um zu zeigen, wie unterdrückt sie ist? – Häää?!

        Hab keine Ahnung, was ich damit zu tun haben soll.

      • Sportpapi sagt:

        Gabi, das Thuner Mädchen ist der aktuelle Fall. Sie möchte das Kopftuch tragen. Erklär mir mal wieso. SIcher nicht, weil sie diese Symbolik so toll findet.

      • gabi sagt:

        „Laut dem Pressebericht trug das in Thun aufgewachsene Mädchen den Hijab, das islamische Kopftuch, aus eigenem Antrieb. Ihr in den 80er-Jahren aus Mazedonien eingewanderter Vater, der mit der Familie eingebürgert wurde, unterstütze sie in ihrem Entscheid.“ (Thuner Tagblatt)

        Viel mehr oder Varianten davon habe ich bis jetzt nicht heraus gefunden.

        Klingt mir aber schon ziemlich so, als ob sie es als Symbol des Islam trägt. Offenkundig in Abgrenzung, zu denen, die´s nicht tun.

        Und zur „Freiwilligkeit“ und prägendem/bestimmendem Umfeld haben hier auch schon Caro und Olive genug Worte verloren

      • Sportpapi sagt:

        Sonntagszeitung: „«Meine Mutter und meine Schwester tragen auch ein Kopftuch, wir sind eine gläubige Familie und fasten im Ramadan gemeinsam. Aber das mit dem Kopftuch habe ich mit niemandem besprochen. Ich habe mich immer mehr mit dem Koran befasst und weiss von anderen Musliminnen, dass das Kopftuch sie zufriedener macht, den Charakter stärkt und einfach ein schönes Gefühl gibt. Das wollte ich auch.»“

      • Sportpapi sagt:

        Jetzt ist hat das Mädchen vier Kilo abgenommen, weil sie die Geschichte schwer belastet. Und sie geht auf Konfrontation: „Nach der ersten negativen Reaktion des Schulleiters habe sie im Internet recherchiert und sich an den Islamischen Zentralrat der Schweiz (IZRS) gewandt“.
        Voila. Genau so muss man es machen, wenn man junge Menschen radikalisieren möchte.

      • gabi sagt:

        Vielleicht aber auch umgekehrt, Sportpapi:

        Voila: Kopftuch und IZRS!

        Jedenfalls ist doch mit Deinem Zitat der SZ klar gesagt, dass sie es klar als Bekenntnis zum Islam verstanden wird.
        Und dass sie sich halt einfach „immer mehr mit dem Koran befasst“… In dem aber nirgends steht, dass Frauen ein Kopftuch tragen müssten.

        Huhn oder Ei, Sportpapi?!

        Für mich ist die „Freiwilligkeit“ eines Mädchens und ihr Bekenntnis, dies aufgrund des Befassens mit dem Koran überdeutlicher Ausdruck der Neigung zur radikalen Leseart.

        Logisch, dass das zum IZRS führt.

        „LIES!“, eben.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Gabi, wenn keiner das Kopftuch bemerken, niemand auf die Provokation reagieren würde, wäre das Mädchen nicht an den IZRS gelang. Und hätte vielleicht das unbequeme Tuch nach einigen Wochen wieder weggelegt. Und wenn nicht, auch egal. Vielleicht wäre es dann halt die Tochter gewesen, die hier richtig angekommen wäre. So aber ist das Tuch ein identitätsstiftendes Element, quasi das Erkennungszeichen einer unterdrückten Minderheit. Und es ist mutig, ein Bekenntnis, das Tuch zu tragen.

      • gabi sagt:

        Oder eben genau umgekehrt.

        Aber das schliesst Du ja aus. Schon weil nicht sein darf, was nicht sein kann.

        Und die Beiträge von Mitbloggern, die ich – und einst auch Du – für Seriösere hielten, wie etwa Caro, hast Du längst wieder vergessen (?). Als ob Du nie vernommen hättest, welcher Gruppendruck sich aufbaut, wenn Du erst mal genügen Kopftuchträgerinnen und / oder Schleiereulen zusammen hast… (siehe Eglisee)

        Aber eben: Kein Problem.

        Wahrscheinlich wirklich alles nur Zeitungsenten.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Gabi. Wenn es dann wirklich mal viele Kopftuchträgerinnen und / oder sogar „Schleiereulen“ hat, und die das Schulklima vergiften, dann können wir ja wieder reden. Ich sehe keine Anzeichen dafür. Schleier schon gar nicht. Und in den Schulen, in denen ich unterrichtete, bemerkte ich nicht einmal, dass es eine Kopftuchträgerin gab. Denn im (gemischten) Sport trug das Mädchen keines.

      • gabi sagt:

        Verständnisfrage: Die bei Dir oder die von Thun trug im gem. Spot keines? (was ich natürlich gut finde)

  • gabi sagt:

    Apropos (auch Sportpapi, grad zum Thema „in den Rücken fallen“):

    Wer weiss schon, dass es auch einen Zentralrat der Ex-Muslime gibt?!

    Was sagen denn die?

    Und warum gibt´s eigentlich keine ähnliche Institution von Ex-Christen oder Ex-Atheisten?

    Was für besondere Umstände gibt es, die zur Bildung einer derartigen Gruppe führen?

    Und vor allem Anderen: Was sagen deren Nöte und Sorgen denn wohl über jene aus, vor denen sie sich zu schützen glauben müssen?

    http://exmuslime.com/

    • Alpöhi sagt:

      Übrigens, beim IZR haben auch die Männer eine Kopfbedeckung an. Und niemand regt sich drüber auf.

      • gabi sagt:

        Weil es niemand mit der Unterdrückung des Mannes im Islam oder gar einer Einschränkung seiner Körperlichkeit und/oder Sexualität verbindet.

        Abgesehen davon sind mir tatsächlich noch keine Schuljungs mit entsprechender Kopfbedeckung aufgefallen, Alpöhi.

        Deshalb, ev.?

      • gabi sagt:

        Ich präzisiere; in der Schweiz nicht begegnet sind.

        Bei Ausflügen des salafistischen Kinderhorts hier in Wien um die Ecke sehe ich sowohl kleine Mädchen mit Kopfuch als auch Buben mit Frömmlerdeckel!

    • Sportpapi sagt:

      Gabi, eine solche Gruppe macht natürlich Sinn, wenn sie sich politisch engagieren möchte. Und sicher gibt es aufgrund der Heimaterfahrung Grund dazu.
      Weshalb sich allerdings Ex-Muslime darüber ärgern, wenn es einen Zentralrat der Muslime gibt, und sie sogar sich dagegen wehren, dass dieser in ihrem Namen spricht, wundert mich doch sehr. Der spricht ja im Namen der Muslime, und nicht der Ex-Muslime oder gar nie Muslime. Der Papst spricht ja auch nicht im Namen der Reformierten oder gar der Ausgetretenen.

      • gabi sagt:

        DASS sie sich nicht trauen, liegt doch in Genau jenem Verhalten begründet, dass die Kritisierten (bzw. deren Anhänger, die das dann auch wieder im Namen des einzig „wahren“ Islam zu tun glauben müssen) den offen Kritisierenden gegenüber an den Tag legen. Von Ausgrenzung über Rufmord bis zu ganz konkreten Drohungen, welche schliesslich in Polizeischutzeinsätzen münden.

        Ich bin wirklich verstört, wenn ich nun von Dir das Pastbeispiel lese.

        Nein, DER tut so was eben nicht. Der hält allerdings auch nicht an der Todesstrafe für Aposthasie fest und masst sich nicht an Ex-Mitglieder zu gängeln.

      • Sportpapi sagt:

        „Von Ausgrenzung über Rufmord bis zu ganz konkreten Drohungen, welche schliesslich in Polizeischutzeinsätzen münden.“ Das heisst, es gibt in der Schweiz gar keine muslimischen Mädchen ohne Kopftuch in den Schulen? Weil die alle unter enormen Druck stehen? Und ich dachte, die Kopftuchträgerinnen seien die grosse Ausnahme…

      • gabi sagt:

        Auch wenn´s mir schwer fällt, muss ich es mir wohl eingestehen:

        Mich beschleicht mehr und mehr das Gefühl, dass Du ganz bewusst am Geschriebenen vorbei liesst.

        DU hast mich zu den Ex-Muslimen als Ganzes gefragt und wie die im Namen der Gläubigen sprechen könnten.

        Im nächsten Schritt tust Du so, als bezöge sich das dann wieder bloss auf Kopftuchträgerinnen und mündet gar darin vorzugeben, ich hätte in irgend einer Form ausgedrückt, es gäbe keine muslimischen Mädchen ohne Kopftuch in Schulen.

        Sportpapi: Was ist mir Dir los?

        So erkenne ich Dich wirklich nicht wieder.

      • Sportpapi sagt:

        Gabi, ich kann es auch noch einmal gaaaaanz langsam formulieren. Also: Ein Rat der Muslime spricht über die Muslime. Und damit im Namen der Muslime (sofern es dazu eine Legitimation gibt). Nicht der Ex-/oder gar nie Muslime (die es ja offenbar bei den Ex-Muslimen auch gibt, verrückterweise).
        Und du hast es hier so dargestellt, als ob Muslime, die nicht ganz so gläubig sind, die kein Kopftuch tragen, hier bei uns in der Schweiz grundsätzlich an Leib und Leben bedroht sind. Die grosse Anzahl ohne Kopftuch belegt das Gegenteil.
        Nein, wie du es immer verlangt hast: Ich bleibe eng beim Geschriebene

      • gabi sagt:

        „Und du hast es hier so dargestellt, als ob Muslime, die nicht ganz so gläubig sind, die kein Kopftuch tragen, hier bei uns in der Schweiz grundsätzlich an Leib und Leben bedroht sind. “

        Das ist doch schlicht nicht wahr, Sportpapi.

        So lange sie nicht aufmucken, passiert erst mal gar nichts. Wenn dagegen schon nur liberalere Ansichten geäussert werden und auch noch auf ein Medienecho stossen – siehe M. Memeti (der, aus dem Zweitartikel „zw. zwei Welten“, den ich sehr wohl gelesen habe) – werden sie sehr wohl unter Druck gesetzt. Einzelne auch bei uns schon bedroht.

        – Unabhängig vom Kopftuch

      • gabi sagt:

        Abgesehen davon, meine ich, dass ich mich nur schon vor solchen sprachlichen Widersprüchen zu hüten versuche:

        „…spricht über die Muslime. Und damit im Namen der Muslime“

        Dass „und damit“ ist entweder einfach Humbug.

        Bzw. nicht weniger „wahr“, als dass Ex-Scientologen über Scientologen sprechen, wenn sie deren innere Zustände anprangern.

        Ich find, Du hebst jetzt echt langsam ab.

  • Olive sagt:

    Abgesehen davon möge jeder mal eins anziehen, evt sogar gut gebunden, er wird die gleiche Erfahrung machen wie ich, unbequem, zum Toben und Turnen ungeeignet,
    Aber das sollen sie ja sowieso nicht..
    Dass die Mädchen selbst oft sagen, sie wollen, ist psychologisch leicht zu erklären

  • Olive sagt:

    @Lucien Michel und Mutti‘ s Lieblng
    Lesen Sie z.B.
    “ Frauen sind eure Äcker“ von Arzu Toker
    es geht nicht um ein „Kleidungsstück“
    Es geht um die ganze Haltung .

    Wer Kopftuchhysterikerin sagt, entlarvt sich wirklich als vollkommen ahnungslos

    • Carolina sagt:

      Ich stimme Ihnen in allem, was Sie sagen, zu, Olive. Ich würde auch sehr gern sagen, jede/r soll das anziehen oder überziehen, was ihm passt, aber genau das ist mMn der Denkfehler: unser freiheitliches Grundverständnis – und damit das, was viele Flüchtlinge ja für sich herbeisehnen – lässt jedem den grösstmöglichen Spielraum, muss aber dafür sorgen, dass jegliche Form von Benachteiligung – und ich habe auch schon gesagt, dass man sehr naiv sein muss, den Schleier bei Kindern (!) nicht als Symbol für Einengung und Kontrolle zu sehen – unterbunden wird. Sie sagen es sehr richtig: die Haltung,

      • Carolina sagt:

        /2 die dahinter steckt, ein Kind mit Kopftuch in die Schule zu stecken, ist entscheidend – ansonsten könnte man es ja auch gut weglassen. Von Anfang an klarzustellen, dass in unserer Gesellschaft das nicht geduldet wird, aber jedermann im privaten Raum seine Vorlieben austoben darf, ist mMn immens wichtig. Interessant ist ja auch immer zu sehen, wer Zeter und Mordio schreit, wenn diese Diskussion wieder geführt wird bzw wer Frau Toker und Frau Kelek in übelster Form nachstellt…..

      • Sportpapi sagt:

        Sind wir jetzt schon beim Schleier? DAS wäre dann wirklich ein ganz anderes Problem.

    • Muttis Liebling sagt:

      In D bekennen sich 1 Mill. Christen zum Kreationismus, in CH hat man die, wie die Zahl der Diabetiker oder Krebskranken, nicht gezählt (hier zählt man nur Geld), aber es werden anteilmässig auch mindestens 100.000 sein.

      Käme nun eine kritischer Moslem, welcher das Christentum kennenlernen wollte, in dieser Kreise, würde er konstatieren, für die Christen ist die Bibel genau so wörtlich zu lesen, wie für uns der Koran. Obwohl die Exegese seit dem 12. Jhd. Bestandteil der Hauptströmungen des Christentums sind.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ So wie mein Beispiel- Moslem durch Gespräche, Romane, Theaterstücke nichts über das Christentum erfahren kann, so erfahren wir nichts aus gleichen Quellen der anderen Seite. Ich glaube unbesehen, dass es -zig Millionen Muslima gibt, welche das Kopftuch als religiöses Symbol werten und es deshalb tragen. Dennoch ist es nicht so.

        Im Islam und im Christentum und im gesamten Rest der Welt gilt: Was Menschen beobachten, fühlen, denken und meinen ist zwar für sie wichtig, ansonsten aber ohne jede Bedeutung. Für den Beispielbeobachter ist jede Minute verschwendet, die er damit verbringt.

  • Christof Bernhart sagt:

    nach dieser Logik könnte ein Schüler auch nackt in der Schule erscheinen. etwas mehr Selbstrespekt für unseren ordre public wäre nicht schlecht

  • Markus Wenger sagt:

    kleingeistig ist wohl eher jemand der nicht sieht, dass das Tragen von Kopftüchern ein Zeichen der Unterdrückung der Frauen ist!

  • gabi sagt:

    Wenn sich das Thema entlang derart simpel gestrickten Maschen abhaken liesse, so wüsste ich wirklich gerne, wie sich Frau Fischer-Schulthess dann ausgerechnet die strickte Haltung von Saïda Keller-Messhali, vom Forum für einen fortschritlichen (!) Islam, erklärt. – Für ein Kopftuchverbot.

    • gabi sagt:

      Wüsst ich wirklich gerne, Frau Fischer.

      Ist das von Frau Keller-Messhali dann auch einfach bloss Ausdruck von „Kleingeistigkeit und Angst“?

      Wahrscheinlich macht sich die gute Frau sowieso viel zu viel Sorgen, ob der handfesten Drohung, welche sie von jener Seite erhält, die im Namen einer seltsamen „Toleranz“ auch noch als legitime Stimme der „Glaubensgemeinschaft“ gelten darf, welche ihren abtrünnigen Anhängern mit dem Tod einschütert.

      • gabi sagt:

        … Müsste natürlich heissen: „Anhänger mit dem Tod einschüchtert.“

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Die Widersprüchlichkeit in deinem Link ist dir aber schon auch aufgefallen? Und hast du den Zweittext unten auch gelesen?

      • gabi sagt:

        Nicht wirklich, Sportpapi.

        Insbesonder nicht, da ich vor allem an die Haltung von S. Keller-Messhali erinnern wollte, Was in diesem Kontext dann widersprüchlich sein könnte erschliesst sich mir nicht.

        – Aber von Dir ich lass es mir gerne erklären.

        Aber auch davon losgelöst, entdecke ich nicht, was Du mir mit dem Hinweis auf den Zweittext sagen möchtest. Es ist ja ein breites Spektrum wiedergegeben.

        Kl. Hinweis meinerseits noch:

        Mustafa Memeti! Der Einzige muslimische Vertreter im Beitrag, der von Muslimen selber offen angefeindet wird für seine Haltung (siehe Haus der Religion)

      • Sportpapi sagt:

        Es gibt unten einen zweiten Text zum Thema. Zwischen zwei Welten.

      • gabi sagt:

        Eben auf diesen zweiten Text hat sich meine Antwort auf Dich doch bezogen, Sport:

        M. Memeti (der von Muslimen für seine „liberale“ Haltung angefeindete Iman) kommt ja nur im Artikel „zwischen zwei Welten“ vor!

        Hand aufs Herz. Sportpapi: Hast DU den Zweittext den überhaupt gelesen?

        Mir scheint, Du hälst Dich bei mir inzwischen auch nicht mehr lange mit dem auf, was da tatsächlich steht.

  • Rolf Müller sagt:

    Kaum zu glauben, wie viel Interesse an einer Diskusion über Kopftücher nach wie vor besteht!
    Als ob wir keine anderen Probleme hätten…
    So wie meine Mutter sagt, trug meine Grossmutter vor langer langer Zeit ebenfalls meistens ein Kopftuch.
    Das war damals, vor langer langer Zeit, im Tessin.
    Und jetzt haben wir das Jahr 2015.
    Im Jahr 2050 werden Frauen, die einmal im jahr die Moschee besuchen davon erzählen, dass ihre Grossmütter noch Kopftuch trugen…

  • Rita sagt:

    nicht alle Kopftücher sind gleich- wann fängt eine Vermummung an? Und am Ende geht es um eine offene Segregation der Frauen- sie tragen den Hijab zwar ‚freiwillig‘ wenn man sie fragt…. aber wie frei-willig ist es? Sie sondern sich ab, wollen ANDERS sein… Es wird ihnen ja eingetrichtert. Und ein Kopftuch das Haare, das gesicht bis an die Augen, Hals, und den halben Oberkörper verhüllt ist meines Erachtens mehr als nur ein ‚Kopftüchli‘. Und warum haben Männer keinerlei Vorschriften? Da erübrigts sich die Diskussion… Männer sind eben anders, sie sind ja Schuld daran.

  • Alpöhi sagt:

    Eine hab ich noch: Es ist ein Unterschied, ob eine Schülerin ein Kopftuch trägt oder eine Lehrerin. Letztere repräsentiert das „System“, und hierzu ist das Einhalten der (ungeschriebenen) Kleiderkonvention obligatorisch. Wenn die Konvention Kopftuch erlaubt, ist es ok, sonst nicht.

  • Lucien Michel sagt:

    Manchen scheint es wichtiger zu sein was auf dem Kopf als was im Kopf ist. Wie sieht es wohl in den Köpfen all der KopftuchhysterikerInnen aus?

  • Gina Meier sagt:

    Es geht ihr nur nicht um ein modisches Accessoire sondern um ein religiöses Statement. Wissen sie wie die Stellung von der Frau/Mädchen im Islam aussieht? Schauen Sie sich um, von Frauenrechten kann da keine Rede sein. Wie wir mit solchen Fragen umgehen wird auch kommende Generationen prägen: wollen wir eine Paralellgesellschaft, die Trennung zwischen Kirche und Staat verschwimmen lassen, Religion über Geundrechte stellen, oder wollen wir unser humanistisches Weltbild? Lesen sie mal das Buch Sharia für Ungläubige von Dr Bill Warner denn das betrifft Sie genauso wie mich und unsere Gesellschaft

    • Felix Stern sagt:

      Wenn wir eine Gesellschaft mit humanistischen Grundrechten wollen, dann treten wir Toleranz und gegen die Bevormundung durch die radikalen Feministinnen ein. Die Trennung von Staat und Religion beruht ja eben auf dem Prinzip der Religionsfreiheit und nicht etwa auf dem Prinzip des Religionsverbotes. Das war ja der spingende Punkt. Wenn man also eine pluralistische Gesellschaft haben möchte, dann darf man nicht hingehen und Religionen verbieten, nur weil einem dies oder das nicht passt, was diese Religionen lehren.

      • Gina Meier sagt:

        Ja, ja die bösen Feministinnen vermiesen so manche gute Party.
        Niemand verbietet hier eine Religion (ah doch Angola hat den Islam verboten) wieso wohl?
        Wir vergessen wohl allzu leicht dass der Islam ein religiöses Gesetz beinhaltet; die Shariah, gilt für Muslime und Nicht-Muslime und wird immer wieder von Religiösen Fanatikern versucht einzuführen. England kennt das ja schon.

    • Alpöhi sagt:

      Ohne Religion gibt es keine Ethik, ohne Ethik keine Grundrechte. Der ganze Humanismus konnte nur vor dem Hintergrund der Bergpredigt entstehen. Ohne den christlichen Bezug fehlt dem Humanismus aber die Wurzel, und er wird kollabieren. Sieht man ja.

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Westen sieht sich primär als Wertegemeinschaft (siehe Winkler: Geschichte des Westens, I-IV). Zu den Werten des Westens gehört zentral und im krassen Gegensatz zu denen der Bergpredigt ‚Besitz‘ in Form von Privateigentum.

        Allein die Existenz von Geldgeschäften (Banken, Versicherungen) konterkariert die christliche Ethik und da gefällt mir das Zinsverbot, welches ich für eines der zentralsten Elemente einer universellen Ethik halte, im Orient sehr viel besser.

      • Alpöhi sagt:

        Nein ML. Die Bergpredigt greift das auf, was in der Torah schon immer vorhanden war, präsentiert es pointiert und stellt mit dem Konzept „Menschlichkeit“ eine Antithese auf zur damals gängigen übertrieben Gesetzlichkeit. Das hat überhaupt nichts zu tun mit „Besitz“. Das Recht auf Privateigentum ist ein Grundpfeiler der Torah, und auch das Zinsverbot finden wir ebenda.

      • Alpöhi sagt:

        Zur Illustration noch: Das Fazit der Bergpredigt ist: „Liebe, und dann tu was du willst.“ Dies ist der Boden, auf dem nach der Reformation die Moderne entstanden ist. Nur ist irgendwann die Liebe auf der Strecke geblieben. Heute heisst es nur noch: „Tu was du willst.“ 🙁

  • marie sagt:

    über 500 posts wegen chopftüechli? o_O ne, oder?
    …wir sollten uns lieber um die eigene bestehende parallelgesellschfaft kümmern (die aus ihren höhlen und löchern kriechen), welche immer wie mehr sympathisantinnen/en anzieht, die relativistischen fremden- und menschenfeindlichen aussagen applaudieren und deren argumente auch noch unhinterfragt ins feld führen!
    schönes wochenende allerseits.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @marie

      vielleicht liegt es ja gerade an Aussagen wie diesen uä
      (so von wegen aus den Höhlen und Löchern kriechenden)
      dass es sich hochschaukeln kann-
      Argumente hinterfragen einverstanden,
      ausblenden und Kritik in der Schublade „eigene parallelgesellschaft“ versorgen, nicht einverstanden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wo sind denn die Argumente der Kopftuchgegner? Ich lese hier nur 2 Unterstellungen, die zwar weit verbreitet, aber trotzdem falsch sind, eben Unterstellungen.

        1. Das Kopftuch sei ein religiöses Symbol
        2. Das Kopftuch diene der Unterdrückung der Frau/ Mädchen.

        Wenn ich nachfrage, will oder kann das keiner begründen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        tut mir leid, aber wenn Sie wirklich jeden einzelnen Beitrag gelesen hätten,
        inklusive Weiterführendes in Form von w w w Verweisen, oder Namen,
        dann ist irgendwie schon seltsam wie Sie zu dieser Schlussfolgerung gelangen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, dann haben wir wohl verschiedene Meinung darüber, was ein Argument ist. Ich habe natürlich längst nicht alles gelesen und meine auch nicht nur diesen Blog, mehr die seit 10- 20 Jahre immer gleiche unsachliche Diskussion zu diesem und zu weiterführenden Themen des ’normalen‘ Islam.

        Aber wenn Sie Argumente kennen, freue ich mich, die prüfen zu dürfen. Aber es müsste schon aus einer unabhängigen islamwissenschaftlichen Quelle stammen. Ich hätte eine. Im Phoenix YouTube- Archiv findet man die Folge ‚Mohammed – Der Prophet (3/3)‘. Da geht es auch um das heutige Thema.

      • Carolina sagt:

        Na ja, ML beklagt gerne, dass auf seine ‚Fragen‘ (die ja keine Fragen sind, sondern Provokationen, die für die meisten Leser irrelevant sind) keine intelligenten Antworten kommen….. Das muss von einer Diskussion nicht ablenken.

        Ich habe mir jetzt die Mühe gemacht, diesen verpassten Text und alle Einträge nachzulesen: oft genug wird vom Thema, nämlich Kopftuch in der Schule, abgelenkt. Wenn man Neda Kelek oder Seran Ates gelesen oder gehört hat, wenn man wie ich Teile seines professionellen Lebens mit jungen islamischen Männern zugebracht hat, die völlig unbelehrbar sind und das,

      • Carolina sagt:

        /2 was wir als zivilisatorische Errungenschaften wie Aufklärung und Trennung von Kirche und Staat bezeichnen, für völlig irrelevant für ihr Leben bei uns halten, wenn man auch nur ein ganz klein wenig von den Situationen in den islamischen Parallelgesellschaften in Berlin, London, Paris etc weiss – dann muss man schon sehr tunnelblickig sein, um Kindern, die Kopftücher in der Primarschule tragen, Freiwilligkeit zu attestieren. Das Kopftuch ist für weite Kreise ganz klar belegt damit, dass es Mädchen/Frauen isoliert und konnotiert Unfreiheit, Unterdrückung, männliche Dominanz etc.

      • Carolina sagt:

        /3 Dass die meisten Menschen hier und anderswo ein Unbehagen verspüren bei diesem Thema, hat auch damit zu tun, dass, wenn man mal vom kleinen (Kinder in der Primarschule, ist ja harmlos) ins grössere Bild geht (Verschleierung der erwachsenen Frau), eine weitverbreitete Angst davor besteht, dass unsere demokratischen Freiheiten und Pflichten ausgehebelt werden könnten – ausgesprochen wird das jedoch kaum, vor allem nicht von der Politik. Man wird dann schnell mit Labeln wie rechtsradikal, raxxistisch, fremdenfeindlich belegt.
        Eine Teillösung liegt meines Erachtens darin, dass wir jedem,

      • Carolina sagt:

        /4 der bei uns einreist, aus welchen Gründen auch immer, unsere Regeln einfordern – dazu gehört auch im kleinen, dass unsere Kleinkinder keine Klamotten tragen, die religiöse oder weltliche Botschaften transportieren, dass hier die Kinder miteinander schwimmen lernen und im Grossen, dass Frauen nicht Besitz des Mannes oder seiner Familie sind, sondern ein absolutes Recht auf Gleichstellung haben – und das auch eingefordert wird. Nur dann – und ich weiss das aus eigener Erfahrung – werden wir so etwas wie Respekt erlangen bei den wenigen mit grosser Wirkung, die meinen, unser System ausnutzen

      • Carolina sagt:

        /5 Ausserdem geben wir denen, die aus ihren Ländern flüchten, weil sie von totalitärer Religionsgewalt und Terrorismus bedroht sind, hier den Schutz, den sie ja gerade suchen.

      • Carolina sagt:

        Ich weiss nicht, warum völlig harmlose Teile nicht fxeigxschaltet werden. Was soll das?

      • Ka sagt:

        @ Carolina: Danke vielmals für diese klaren Worte. Gerne würde ich mich für diese Ziele einsetzten. Das dünkt mich ein wichtiger Schritt für die Integration.

      • Stranger sagt:

        (Teil 1 pendent)
        Problem, Carolina.

      • Stranger sagt:

        Das mit der Zustimmung, Carolina, ist eigentlich eine gute Idee, aber sie wird nicht funktionieren, weil ein Immigrant zu allem ja sagt, um erstmal hier sein zu können. Bedürfnispyramide, Carolina: Existenz ist tiefer unten als Ideologie.

      • Stranger sagt:

        Die Götter der Mamablogzensur, denen wir ja alle zwangsläufig huldigen, haben ihr heil’ges Werk vollbracht.

        Im Ernst: Leute, Ihr nervt. Da gibt man sich Mühe und schreibt während Minuten einen nett ausbalancierten und mit Witz, Geist und Sorgfalt verfassten Text, total unbeleidigend für irgend jemanden… und was passiert? Zipp Zapp weg isser.

      • Martin Frey sagt:

        Carolina, wenn Sie das so sagen, wird man Ihnen früher oder später so ein Label umhängen. Nicht weil es so monströs ist was Sie sagen, im Gegenteil. Es ist zu banal, zu sachlich, zu vernünftig und zu wahr. Das ist das Problem. Und genau darum wird man Sie irgendwann schubladisieren dafür. Es ist einfacher.

      • Carolina sagt:

        MF, ich nehme das jetzt mal als Kompliment. Und ich kann auch mit eventuellen Labeln sehr gut leben, weil ich in keiner Weise in das gewünschte Klischeekistchen, das meine Kritiker sich wünschen, passe. Ich bin, seitdem ich denken kann, von Menschen aller Hautfarben, Religionen und politischen Richtungen umgeben, daher läuten bei mir immer dann die Alarmglocken, wenn so eine Art vorauseilender Toleranz – ohne mal nach rechts und links zu schauen – oder das Gegenteil, rundweg Ablehnung bzw sogar Hass, in diesen Diskussionen auftauchen. Das hilft niemandem weiter, es zementiert nur Fehler.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        vielen Dank für die Mühe, Deutlich-und Ausführlichkeit!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        ja, sehr unterschiedliche Meinungen, besonders auch deshalb weil ich nicht vergesse was Sie bezüglich,ebenfalls kopftuchunterstützenden und dies mit sehr unschönen Methoden Vorantreibenden, Bsp Bergsteiger, verlauten liessen. Diesbezüglich fehlt Ihnen meines Erachtens genauso die Objektivität welches Sie möglicherweise Ihre Auffassung Kritisierenden unterstellen.

      • mila sagt:

        Das Interessante ist ja (einmal mehr), dass es gerade die Sich-Selbst-Schubladisierer mit ihren einmal gemachten und danach unverrückbar ‚festen‘ Überzeugungen sind, die das Bedürfnis haben, andere in ein ebenso wohlsortiertes Label-Kistchen zu packen. Je länger je mehr stelle ich deshalb fest, dass diejenigen, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen (wollen), den Grabenkämpfern der restlichen Fronten zutiefst suspekt sind – mehr noch als der jeweilige ‚Gegner‘. Dem einen sind sie zu ‚zahm‘ (tolerant), dem anderen zu ‚verblendet‘ (intolerant). Eben (hier), als ob es zwischen Islamophobie

      • mila sagt:

        und Gutmenschentum (was auch immer das ist) keine dazwischenliegenden, komplexen Lebensrealitäten gäbe. Die Frage bleibt, wie man – dennoch – die Grabenkämpfer erreicht. Denn die im Graben finden unter sich immer einen Weg der Verständigung, nur reicht das manchmal, wie die Geschichte uns oft (hart) genug gelehrt hat, nicht, um einer gefährlichen gesellschaftlichen Polarisierung seitens der Ränder vorzubeugen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild und Carolina, wir werden bei allen Problemen, welche im Spannungsfeld Gesellschaft Individuum stattfinden, nie einer Meinung sein, da Ihr zu der Minderheit gehört, welche vom Individuum her denkt und deshalb mit Begriffen arbeitet, die für 85% der Menschheit, mich eingeschlossen, bedeutungslos sind und die in den nächsten Jahren eh spurlos verschwinden werden

      • Sportpapi sagt:

        „Carolina, wenn Sie das so sagen, wird man Ihnen früher oder später so ein Label umhängen.“ Auch das ist ja eine widerkehrende Diskussion. Heh, das wird man doch noch sagen dürfen, ohne dass man mich als – was auch immer – bezeichnet. Leute mit anderer Meinung aber zumindest als naiv zu bezeichnen und im weiteren Ausholen dann deutlich zu verstehen geben, dass die halt keine Ahnung haben (lest mal, schaut mal, ich weiss, weil ich, …), ist doch irgendwie auch nicht wirklich anders. Eine Diskussion ohne persönliche Angriffe, aber auch ohne dieses ständige gegenseitige Schulterklopfen wär schön

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina. „oft genug wird vom Thema, nämlich Kopftuch in der Schule, abgelenkt.“ Und da geht ML hin und versucht es auf den Punkt zu bringen, und du empfindest es als Provokation? Nicht wert, darauf näher einzugehen?
        Also, es geht um das Kopftuch in der Schule. Ich finde es interessant, diese ganze Herleitung, weshalb für dich ein Kopftuch generell abzulehnen ist. Aber: So wirklich beim Thema sind wir damit auch nicht. Denn es handelt sich um die Situation in der Schweiz, um eine Schweizer Schule. Und darum, dass eine Jugendliche hier eine Selbstbestimmungsrecht hat und sich äussern kann.

      • Sportpapi sagt:

        Es gibt sicherlich Situationen, da eine Schule im Einzelfall ein Kopftuchverbot erlässt, erlassen soll. Nach sorgfältiger Abklärung der Umstände. Nach Überprüfung, ob es sich um eine Zwangsmassnahme oder eine freiwillige Entscheidung handelt. Im Fall Thun, da das Mädchen offensichtlich im voraus im Chat den Freundinnen mitgeteilt hat, dass sie nun im Kopftuch kommen werde, ist dieser Zwang vermutlich nicht gegeben. Aber vielleicht müsste man halt mal mit dem Mädchen reden, und nicht nur über sie.

      • Carolina sagt:

        SP: Bevor Du mir mit den immer gleichen Vorwürfen kommst, würde ich mal vor der eigenen Haustüre kehren:
        ‚Und darum, dass eine Jugendliche hier eine Selbstbestimmungsrecht hat und sich äussern kann.‘ Meinst Du das im Ernst? Also: Familie kommt hierher und sofort gesteht sie ihren Töchtern (nicht: Jugendlichen, es geht um die Primarschule!) ein Selbstentfaltungsrecht zu? Legt alle religiösen Vorschriften ab? Legt Wert darauf, dass sie genau wie die Buben Ausbildungen erhalten? Da gibt es nichts zu diskutieren, SP: Du bist hier der Naive!

      • Carolina sagt:

        Noch etwas: ML macht es mit seiner ‚Frage‘ oben wie Du immer: wie genau soll man aus einer Statistik, aus einer religiösen Vorschrift, aus dem Vergleich verschiedener Strömungen eine für alle geltende Antwort formulieren? Das Kopftuch hat, genau wie ein Minarett, ob es uns jetzt passt oder nicht, eine hochsymbolische Wirkung! Eine Meinung darüber kann man sich formen, wenn man mit Frauen aus diesem Kulturkreis zu tun hat (habe ich), wenn man die Attitüden von Männern/Vätern aus diesem Kulturkreis kennt (tue ich) und wenn man über den Dorfrand hinausschaut und sich überlegt, welche Auswirkungen

      • Carolina sagt:

        /3 die Macho- und Besitzhaltungen einiger islamischer Männer ihren Frauen gegenüber auf die Gesamtgesellschaft haben können. Und dann schau Dir doch mal an, dass z.B. in Berlin (ein Berlin, das ML sicher nicht kennt!) Frauen, die wahrscheinlich hofften, den religiösen und Gebieter-ansprüchen zu entkommen, in Ghettos zu leben haben, in denen es kein bisschen besser zugeht als da, wo sie herkommen. Und das sollte auch Dir klar sein: Frauen oder Mädchen, die sich nicht beschweren, machen das in der Regel nicht, weil sie so zufrieden sind, sondern weil sie Angst haben bzw resigniert haben.

      • Carolina sagt:

        Meiner Ansicht nach haben wir die verd….te Pflicht, denjenigen unter den Muslimen, die bei uns Schutz und Sicherheit suchen, die hierher flüchten, weil Leib und Leben bedroht sind oder die längst hier leben und einfach nur ihre Ruhe haben wollen und ihre Familien aufziehen wollen, zu unterstützen. Das ist die absolute Mehrheit! Das geht aber nicht, wenn wir unter einem pseudo-toleranten Gehabe nicht klar und deutlich unsere Werte benennen und auch durchsetzen – und da steht ganz am Anfang das Kopftuch bei Kindern!

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Du siehst da Vorwürfe? ok. Und ja, ich bin gerne naiv und Gutmensch, und was du mir da sonst noch für Mäntelchen anhängen möchtest.
        Wieso kommst du jetzt auf Primarschule?
        Und ja, dass du nicht unbedingt recht hast zeigt doch, wie sich die meisten islamischen Kinder/Familien hier verhalten, die wir in den Schulen antreffen. Nämlich ziemlich unproblematisch. Aber genauso klar ist, dass es meist mindestens eine Generation braucht, bis gewisse Denkweisen ganz überwunden sind. Und dafür braucht es Dialog, nicht Abwertung und Ausgrenzung.

      • Carolina sagt:

        Mila, ich glaube tatsächlich, dass wir mehr erreichen, wenn wir die stärken, die wirklich unseren Schutz brauchen. Die Ideologen, die Grabenkämpfer, die Fundamentalisten, die diese Flüchtlinge auch noch auf der Flucht und in ihrer neuen Heimat bedrohen (wenn sie denn eine finden), müssten wir bedingungslos bestrafen und benennen und nicht noch, z.B., darüber diskutieren müssen, ob so jemandem ein Waffenschein gegeben werden soll!

      • Muttis Liebling sagt:

        @Carolina ‚Das Kopftuch hat, genau wie ein Minarett, ob es uns jetzt passt oder nicht, eine hochsymbolische Wirkung!‘

        Dem stimme ich zu, nur mit der Schlussfolgerung, dass man sich jede Form von Symbolik an die Backe schmieren kann. Bekanntlich sind in CH Nazisymbole nicht verboten und ein NR hat dann schon mal die Reichskriegsflagge im Keller hängen, das ist legitim und dagegen gibt es auch nichts zu sagen, auch nicht, wenn man wie ich streng Antifaschist ist.

        Symbole beeindrucken nur Menschen, die ihre Charakterbildung überwiegend noch vor sich haben.

      • Sportpapi sagt:

        „Meiner Ansicht nach haben wir die verd….te Pflicht, denjenigen unter den Muslimen, die bei uns Schutz und Sicherheit suchen, die hierher flüchten, weil Leib und Leben bedroht sind oder die längst hier leben und einfach nur ihre Ruhe haben wollen und ihre Familien aufziehen wollen, zu unterstützen.“
        Das hast du verd… recht.
        Nicht recht hast du, wenn du Kleiderregeln mit unseren Werten in Verbindung bringst. Denn was du und andere eigentlich erklärt ist, wie schlimm dieser Islam ist, wie jegliche Identifikation damit zu unterbinden ist. Wie das wohl ankommt, bei ganz friedlich-gläubigen?

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Und übrigens, ich habe durchaus auch Umgang mit muslimischen Familien. Darunter ganz vielen, bei denen man es eigentlich gar nicht merkt. Weil die Töchter zum Beispiel äusserst freizügig unterwegs sind. Aber dann muss sich plötzlich der Sohn im Streit mit Gleichaltrigen wieder als Terrorist beschimpfen lassen, weil er doch ein Muslim sei. Genau solche Sichtweisen, genau diese Pauschalisierungen, auf die Spitze getrieben bei den Argumentarien zu Minarett- oder Kopftuchverbot, treiben diese Familien, die eigentlich einfach in Ruhe gelassen werden wollen, in die Hände von Eiferern.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Es sollte ja durchaus Raum geben für differenzierte Sichtweisen. Grundhaltungen sind allerdings eher star und (hoffentlich) nicht so einfach austauschbar. Und von den Grundhaltungen leitet sich die Argumentation dann ab.

      • mila sagt:

        SP, da bin ich durchaus anderer Meinung. Ich fühle mich beispielsweise dem liberalen Gedankengut verpflichtet, merke aber immer wieder, dass ‚Liberalismus‘ ein letztlich leeres Wort bleibt, wenn man sich nicht immer wieder, vor dem Hintergrund persönlicher wie gesellschaftlicher Entwicklung(en), neu erwägt und somit, durchaus situativ, mit Leben füllt.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: „wie genau soll man aus einer Statistik, aus einer religiösen Vorschrift, aus dem Vergleich verschiedener Strömungen eine für alle geltende Antwort formulieren? Das Kopftuch hat, genau wie ein Minarett, ob es uns jetzt passt oder nicht, eine hochsymbolische Wirkung!“ Ziemlich widersprüchlich, das eine zum anderen. Und: „wenn man mal vom kleinen (Kinder in der Primarschule, ist ja harmlos) ins grössere Bild geht (Verschleierung der erwachsenen Frau)“ Ah ja. Wie viele verschleierte Frauen haben wir in der Schweiz?

      • gabi sagt:

        Ich mag diesen Hinweis auf „wie viele Verschleierte haben wir überhaupt?“ echt nicht mehr hören.

        Ganz abgesehen davon, dass die Zahlen entweder völlig verharmlost sind oder ich persönlich mehr Glück als ein Lottogewinner habe, um ständig auf Neue zu stossen, schwingt da für mich immer die naive (yep) Vorstellung mit, dass extremistische Strömungen für eine Gesellschaft erst in dem Moment gefährlich werden, wenn sie sich der 50% Marke annähern… Spiegelbild unserer vorbildlichen demokratischen Grundvorstellungen.

        Dass das Gegenteil zutrifft, lehr uns heute nicht mehr nur die Vergangenheit

      • Sportpapi sagt:

        Gabi, wenn jemand behauptet, aus dem Kopftuch wird praktisch automatisch später der Schleier, dann sollte das doch wenigstens ansatzweise stimmen. Tut es aber offensichtlich nicht.

      • gabi sagt:

        Woraus leitest Du diese angebliche Offensichtlichkeit denn ab, Sportpapi?

        Dann hätten wir ja zur selben Zeit mit den ersten Bekopftuchten auch gleich Vollverschleierte sehen müssen. Oder gar Vollverschleierte zuerst?

        Guck doch mal umgekehr Bilder aus Ägypten um die Zeit von Nassers Begräbnis an. Noch nicht mal viel Kopftücher auf den Frauen!

        Und dann guck mal heute.

        Meinst Du, das ist übergangslos, so von einem Tag auf den anderen, von Hairspray zu Vollverschleierung umgeswitcht?

        Wie stellt Du Dir vor, das eine solche Entwicklung vonstatten geht?

  • Matti Brunner sagt:

    Das Verhüllen der Frau ist ein Zeichen des Islamismus.
    Islamismus ist eine faschistoide Ideologie und sollte bei uns im Keim erstickt werde.
    Warum viele Leute gegenüber diesem Irrsinn so tolerant sind, ist mir ein Rätsel.
    Merkwürdigerweise sind das meistens dieselben Zeitgenossen, die hinter allem und jedem einen Nazi wittern, aber komplett blind sind für die aktuell viel grössere Bedrohung durch den Islamismus.

    • Rolf Müller sagt:

      Spielen Sie doch nicht das Eine gegen das Andere aus, indem Sie eine Gefahr aufbauschen und die andere Gefahr bagatellisieren!
      Der Rechtsextremismus ist genau so gefährlich, wie der Islamismus!
      Bei beiden Weltanschauungen handelt es sich um totalitäre Gebilde, die das „Heil“ in der totalen Gleichschaltung ihrer Mitglieder und in der Ausrottung ihrer „Feinde“ (solche, die sich nicht gleich schalten lassen, oder die einer unerwünschten „Rasse“ angehören) suchen.
      Solche extremistische Gruppierungen sind mit der natürlichen Vielfalt und mit der Menschenwürde nicht vereinbar!

  • Ammann Kurt sagt:

    Die Moslems sollen sich anpassen – das müssen wir beim Besuch in ihren Ländern auch! Sollten Kopftuch legalisiert werden, schicke ich meine Kinder mit Kappe in die Schule und sie werden sie während des Unterrichts anbehalten. Wehret den Anfängen!

    • Hanspeter Müller sagt:

      Ihre Kinder instrumentalisieren für Ihre politischen Ansichten? Bravo! Was wollen Sie damit zeigen? Dass Sie ein guter Vater sind?

      • gabi sagt:

        Herr Müller: bitte überlegen Sie sich einmal Ihre Argumente, von wegen Kinder instrumentalisieren… Was genau soll denn wohl das Kopftuch zeigen?!

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ gabi: 1. Könnte es ja sein, dass das Mädchen das Kopftuch selber will. Wenn wir schon wollen, dass sie selbstbestimmt aufwächst sollten wir ihr auch da die Wahl lassen. Sie können nicht von sich und Ihren Wünschen auf ein anderes Mädchen schliessen. 2. Man kann nicht dem Vater vorwerfen seine Tochter zu instrumentalisieren indem er sie zwingt ein Kopftuch zu tragen und dann dasselbe mit einer Kappe mit den eigenen Kindern tun. Oder man muss sich zumindest Heuchlerei vorwerfen lassen. Ich kann micht nicht erinnern, dass jemand ein Kopftuch für alle gefordert hat, oder?

      • gabi sagt:

        Sowohl zu 1. als auch zu 2.:
        Wenn Sie als Kind in einer Familie aufwachsen, in welcher von Anfang an Segregation – auch, aber nicht ausschliesslich zwischen den Geschlechtern – verlangt, vorgelebt und religiös verklärt wird, dann ist der Begriff der „Freiwilligkeit“ im wohlmeinendsten Falle ein äusserst Relativer.

        Darum, dass die Mädchen darauf getrimmt werden, sich ohne diese ostentative Abgrenzung nackt zu fühlen, geht es doch gerade!

        Belemmend finde ich übrigens, wie schamlos wir damit all jenen säkularen Zuwanderern in den Rücken fallen, die bei und durch uns ebendies überwinden wollen.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Gabi, du argumentierst gerade wie Alice Schwarzer, die auch erklärt, so etwas wie Freiwilligkeit gebe es nicht. Zumindest dann nicht, wenn Leute anders handeln, als wir es von ihnen wünschen.
        „Belemmend finde ich übrigens, wie schamlos wir damit all jenen säkularen Zuwanderern in den Rücken fallen, die bei und durch uns ebendies überwinden wollen.“ Wie kommst du darauf?

      • gabi sagt:

        Wenn Menschen, die vor Zuständen in ihren Heimatländern geflüchtet sind, hier plötzlich genau jene Art von Frömmlern vor die Nase gesetzt kriegen, vor denen sie eigentlich nach Europa geflohen sind und so getan wird, als wäre es ein Gebot der Toleranz Menschen unbesehen als Vertreter ihrer Glaubensgemeinschaft zu akzepieren, die innerhalb derselben jede aufklärerische, gleichberechtigungsorientierte oder demokratischeTendenz im Keim ersticken.

      • Sportpapi sagt:

        Hä, Gabi? Was ist das jetzt wieder für ein Geschwurbel. Vor doe Nase gesetzt? Gibt es da denn Weisungsbefugte, hier bei uns? Gibt es Druck in der Glaubensgemeinschaft, dass plötzlich alle muslimischen Mädchen hier ein Kopftuch tragen müssen?

      • gabi sagt:

        Ja, Sportpapi.

        Diesern Druck gibt es. Auch hier im Forum wurden Beispiele dafür gebracht, auch wenn das nun schon wieder viele Monate her ist.

        Es gibt ihn, sobald eine kritische Grösse an jenen überschritten ist, welche das Kopftuch bereits tragen, bzw. von ihren Kindern verlangen dies zu tun und diesen klaren Schritt der Segregatioin erwarten.

        Vorher nicht. Dann schon.

        Sind genung Gleichgesinnte zusammen, wird verlangt sich an die Regeln zu halten, die schliesslich direkt von Gott her kommen!

        – Siehe Badi Eglisee in Basel.

      • gabi sagt:

        Auch hierzu, Sportpapi:

        Dann liess doch einfach mal, wieso Ex-Muslime (link) sich derat entschieden gegen jene zur Wehr zu setzen versuchen, die sich hier im Namen des wahren Islam für die Glaubensgemeinschaft zu sprechen heraus nehmen.

      • Sportpapi sagt:

        Gabi, es können nur Mitglieder, hier: nur Gläubige, für eine Glaubensgemeinschaft sprechen. Wer sonst? Und nein, die sprechen nicht über die Ausgetretenen, sondern über die Gläubigen.

      • gabi sagt:

        … Von denen sie sich offenbar bedroht fühlen.

        Möchtest Du ev. auch Scientology-Aussteigern vorwerfen, dass sie über Scientology sprechen?

        – Noch zu Deinem Zweittexthinweis an anderer Stelle:

        Wenn ich mich nicht auf „zw. zwei Welten“ bezöge, könnte ich schlecht auf den Albener-Iman von Bern verweisen.

        Ich habe langsam das Gefühl, Du liest gar nicht mehr gross, wenn Du eh schon weisst, was Du zu sagen hast.

        Das finde ich schade.

  • olive sagt:

    Voraus eilender Gehorsam ist es, das Kopftuch zuzulassen.
    Die Mädchen könnten sich auf das Verbot berufen und wären somit von der Last/Pflicht befreit, darüber , zumindest für die Zeit Schulunterricht, darüber nachzudenken und sich entscheiden zu müssen.
    Dieser Artikel ist , wohl gut gemeint, aber zuviel kurz gedacht.

    • Felix Stern sagt:

      nein, es ist kein Vorauseilender Gehorsam sondern eine Frage der Toleranz. Ohje, jetzt habe ich von einer Feministin tatsächlich Toleranz und Vernunft abverlangt. Tut mir leid, kommt nicht mehr vor. Egal, wieso denken Sie, dass ein Mädchen über Sinn und Unsinn eines Kopftuches nur nachdenken kann, wenn es dieses nicht trägt? Glauben Sie etwa, die Leute, die so etwas tragen, können nicht selber nachdenken?

      • Peter Schmid sagt:

        Felix Stern
        Toleranz oder Anpassung? In Wil, einer Kleinstadt im Kanton St.Gallen, wurden die Kreuze an den Wänden entfernt, es werden keine Weihnachtslieder mehr gesungen, aus Rücksicht auf unsere muslimischen Mitschüler. Dass aber gleichzeitig ein Gebetsraum eingerichtet wurde, damit die muslimischen Mitschüler ihre Gebete auch in der Schule verrichten können, gibt mir schon zu denken.

      • Rene Wetter sagt:

        @Stern: Gerade de in diesen Kreisen wird Toleranz an Dchwäche gesehen und verachtet. Ich kenn die Motivation des Mädchen für das plötzliche Kopftuchtragen nicht. Es könnte aber auf Beeinflussung hindeuten. Man kann auf die Schule Druck machen das Kopftuch zulassen. Aber was ist mit einem späteren Berufsleben? Kommen dann Dikriminierungsklagen wegen nicht erhaltenen Lehstellen und Jobs?

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ P Schmid: Das Beispiel Wil taucht immer wieder in Leserbriefen auf, aber in keinem einzigen offiziellen Dokument (von der Gemeine, der Schule oder einem Gerichtsentscheid). Kaum glaubhaft deshalb. Die einzigen zwei nachweisbaren Diskussionen um aufgehängte Kruzifixe waren bisher durch Freidenker entstanden in Luzern und im Wallis. Also nicht durch anders Gläubige, sondern durch nicht Gläubige. Und dann gibt es auch noch den Unterschied zwischen einer Schule (= öffentliches Gebäude) und einem Mädchen (= junger Mensch).

      • Rolf Müller sagt:

        @ gabi
        Ich beziehe mich da nicht auf den Koran, sondern auf das, was tatsächlich geschieht.
        So heisst es: „Gottes Wille ist gross (und rätselhaft).“
        Und da Gott allmächtig ist und ohne Anfang und Ende (so hat es mir ein Muslim erklärt), entspricht das, was geschieht, dem Willen Gottes. Der Muslim, der mir das erklärt hat, sagte auch, es gebe keinen Zufall, so wie das auch die gläubigen Christen sagen. Also ist es kein Zufall, wenn wir das Kopftuch an unseren Schulen verbieten wollen!
        Verstehen Sie das? Sie sollten versuchen, sich in die Sichtweise von Muslimen hinein zu versetzen!

    • Rolf Müller sagt:

      Ja in diesem Fall denke ich aus der Perspektive der Mädchen und nicht aus der Perspektive ihrer Eltern!
      Was wollen wohl diese Mädchen?
      Sie wollen spielen und herum tollen, wie die Buben! Und später wollen sie gleich berechtigt sein!
      Ihre Eltern hatten keine Wahl. Sie konnten nicht anders. Sie mussten sich einfügen in die Islamisch geprägte Tradition von dem Ort, wo sie aufgewachsen sind.
      Ihre Töchter wachsen hier auf, mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt.
      Ein Vorteil ist es, die Haare im Wind flattern zu lassen.
      Allah hat bestimmt nichts dagegen!
      Darum ist es ja möglich…

      • gabi sagt:

        Obacht, Rolf Müller:

        Mal ganz abgesehen davon, dass schon nur Ihre Vorstellungen, was diese Mädchen „wirklich“ wollen, schlicht als „unislamisch“ gelten kann, wenn es den von Frömmlern gesetzten Rahmen verlässt, sollten Sie es vermeiden sogar noch die Präferenz Gottes himself zu kennen glauben.

        Denn genau dies ist ja das Spielchen, an welchem die muslimische Welt nun schon über ein Dutzend Jahrhunderte krankt : Jeder weiss besser als der Andere, was Gott mit dem Koran wirklich, wirklich, wirklich meint.

    • Sportpapi sagt:

      Oh ja. Gesetze und Vorschriften sind ein Segen. Denn sie bewahren uns davor, selber zu denken, selber entscheiden zu müssen. Wir brauchen unbedingt mehr davon!

  • olive sagt:

    Statt allen Mädchen die Chace zu geben, genau gleich lernen zu können wie die anderen und wenigstens hier frei zu sein, wird dieses Symbol der Unfreiheit noch verteidigt als Ausdruck der Individualität un dder Multikulturalität.
    Das hat auch nicht im geringsten was mit dem Kopftuch der Grossmutter zu tun.
    Mit dieser Verteidigung bestärkt man alle diese in der Steinzeit stecken gebliebenen Männer, diese werden hoch erfreut sein.
    Die Annahme, dass sich diese Leute mit der Zeit von selber integrieren werden, bewahrheitet sich zum Beispiel in Deuschland nicht.

  • Josef Meyer sagt:

    Wer Kindern Bildung verweigert macht sich zum Komplizen der Extremisten und Fundamentalisten. Auch wenn dies im vermeintlichen Kampf gegen die Fanatiker tut.

  • Olive sagt:

    Frau Fischer

    Das Kopftuch ist längst kein einfaches Kleidungsstück mehr. Lesen Sie bitte, was eine Kelek oder Ates darüber schreiben.
    Es ist ein politisches Symbol und hat in der Schule nichts verloren.
    Sie meinen es bestimmt gut, aber Sie sind nicht informiert. Wissen Sie, dass z.B. die juristische Unterstützung des Kopftuches für Lehrerinnen in D von der Türkei und den Saudische bezahlt wird?
    Das hat nichts mit dem „eigenen kleinen Gärtchen “ zu tun, leider.

    • Hanspeter Müller sagt:

      1. Es ist ein Unterschied, ob eine Lehrerin (offizielle Funktion, vom Staat angestellt, Vorbild) oder eine Schülerin ein Kopftuch trägt. 2. Kelek und Ates haben ihre Meinung, wie andere progressive Frauen mit Kopftuch auch. 3. Was wissen Sie über die Finanzierung der Medien und Parteien, die so aktiv gegen Ausländer oder Andergläubige kämpfen? Was wissen Sie über die Einnahmequellen von Kelek und Ates? 4. Frau Fischer gönnerhaft „sie meinen es bestimmt gut“ Unwissenheit „aber sie sind nicht informiert“ zu unterstellen… wie beweisen Sie, dass Sie besser informiert sind?

  • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

    Entweder man verlangt Toleranz von beiden Seiten oder eben nicht. Wenn christliche Kreuze, Weihnachtslieder, Hotpants, usw. in der Schulstube zugelassen sind, so sind selbstverständlich auch Kopftücher zuzulassen, im andern Fall aber nicht.

    • Resistance sagt:

      Es hat nichts mit Kopftüchern zu tun. Nur Polemik. Sie machen was sie wollen. Bringen ihre rückwärts gerichtete Kultur zu uns. Sie wollen sich nicht anpassen, sind respektlos gegeüber unserer Kultur, Land und Religion und dann verlangen von uns Toleranz.

      • Rolf Müller sagt:

        Nicht alle! Die meisten Muslime integrieren sich relativ problemlos.
        Problematisch sind die radikalen „Islamisten“!
        Diese sind als „Sekten“ zu betrachten, die mit faschistoidem Gedankengut unseren Demokratischen Rechtsstaat unterwandern, zusammen mit anderen fundamentalistischen Sekten, „Frei“kirchen und politischen Bewegungen.
        Solche Fundamentalisten terrorisieren ihre gemässigten Glaubensbrüder und -Schwestern, indem sie sie als Sittenwächter bespitzeln und „auf Linie“ bringen.
        Das dürfen wir auf keinen Fall tolerieren!
        Ebenso dürfen wir auch keine diffamierende Hetze gegen Muslime dulden!

    • Felix Stern sagt:

      Die Frage ist, verbiete ich ein Kreuz, das an der Wand hängt (und somit die Schule zu einer christlichen Schule macht) oder verbiete ich ein Kreuz, das jemand als Kettenanhänger trägt. Sollte man letzteres verbieten (was man aber nicht tut), dann sollte man auch ein Kopftuch verbieten, ansonsten nicht.

      • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

        Früher waren Kopftücher kein grosses Thema, aber die Muslime rüsten auf und so können wir auch aufrüsten indem man z.B. ein grösseres Kreuz umhängt. Wäre interessant zu schauen, was dann passiert.

      • gabi sagt:

        So unmöglich die Umsetzung, so lieb ist mir schon seit Jahren eine andere alte Fantasie:

        Wie wär´s denn, wenn plötzlich wir – säkulare Westler, Libertains, Punks bis Supermodells, bauchfreie Mini-Trägerinnen, aber auch transgenderaffine à la Conchita W. und gene auch Männer – ein halbes Jahr lang plötzlich alle Pseudeschleierchen und Kopftücher tragen würden?

        Da hätten all die, welche sich kaum an mehr, als dieser überdeutlichen Form der Abgrenzung orientieren, ein Problem. Die Absicht des muslimsischen Kopftuches und der Verschleierung wäre in kürzester Zeit als das entlarvt, was es ist:

      • gabi sagt:

        S E G R E G A T I O N

        Um nichts Anderes als dies geht es.

        Und das ist alles andere als Peanuts, sondern der Spaltpilz, welche die muslimische Welt schon seit der Spaltung in Schiiten und Sunniten wieder und wieder heimsucht.

        Wer´s nicht glaubt, kann ja nächstens mal beim Koranverteilstand seines Vertrauens gern mal die Sprache aufs „innermuslimische“ (gilt denen sowieso nicht als solches) Schisma bringen und fragen, wie die´s denn mit den Schiiten halten. – Aber bitte nicht weghören, wie´s dann abgeht; ja?! – Versprochen?!

      • Sportpapi sagt:

        Den Koranverteilstand unseres Vertrauens… Das hatten wir doch schon mal. Den gibt es bei uns nicht. Bei uns werden nur von allen möglichen Sekten und Freikirchen Bibeln verteilt.

      • gabi sagt:

        Gibt es bei uns nicht?

        Tagi 26.3.15:

        „Es ist Abou-Nagies Mission, 25 Millionen Korane gratis zu verteilen – und seine Gefolgsleute sind sehr aktiv. Just letzte Woche verschenkten sie das heilige Buch am Untertor in Winterthur, Anfang dieser Woche machten sie in Zürich an der Bahnhofstrasse halt – beiderorts sind sie öfters unterwegs

        Schon mehrere Menschen sind an einem «Lies!»-Stand zum Islam konvertiert. Eine offensichtliche Verbindung zwischen dem «Lies»-Projekt und den Jihad-Reisenden gibt es zwar nicht. Allerdings sagt er «Auffallend viele dieser Organisation reisen Richtung Jihad.“

    • Stefan sagt:

      Ja, das Christentum war zuerst hier, und es hat sich etabliert und reformiert und ist nun fester Bestandteil der Geschichte dieses Kontinents. Es ist mir schnuppe, was zugewanderte Muslime davon halten. Sie sind hergekommen, weil sie es in ihren eigenen Ländern offenbar nicht gebacken bekommen, dann sollen sie sich hier ein Stück davon abschneiden und ihre Kultur dort lassen, wo sie erwiesenermassen hingehört: Auf den Müllhaufen der Geschichte.

      • Alpöhi sagt:

        Also, was Islamisten bei uns sehen, hat ja mit dem Christentum nichts zu tun. Viel eher mit Sodom und Gomorra. Und das ist ein Teil des Problems.

  • Dani Mey sagt:

    Seien wir mal ehrlich – um ein Zitat in diesem Beitrag aufzugreifen: Ist es denn in Stein gemeisselt, dass Europa christlich ist?

    • Resistance sagt:

      Einerseit ist ihr Beitrag sehr kurz wenn man bedenkt wie Provokant er daher kommt. Andererseits ist wohl die selbe Frage andersrum gestattet, oder etwa nicht? Ist den ist in Stein gemeisselt, dass der nahe Osten muslimisch ist oder Asien teile von Budistisch?
      Sie alle kommen und machen was sie wollen. Sie alle zählen darauf, dass sich hier niemand in der Öffentlichkeit wagt etwas gegen Minderheiten zu sagen und das wird schamlos ausgenutzt. Es schürt Agressionen und gibt dem latenten Fremdehass Vorschub.

      • Dani Mey sagt:

        Meine Rede, Resistance, nur etwas kurz in Sarkasmus gepackt. Allerdings: Sie verlassen sich nicht auf die Behandlung von Minderheiten, sondern darauf, dass Leute wie Frau Schulthess uns umgehend als kleingeistig und ängstlich bezeichnen und damit mundmtot machen. Dass Frau Schulthess gegenüber jeder Meinung links der Mitte ebenfalls sehr kleingeistig reagiert, vergisst sie dabei.

    • Gina Meier sagt:

      Genau wir haben immer das Gefühl alles währt ewig. Doch die Geschichte lehrt uns immer wieder: grosse Zivilisationen, Hochkulturen sind verschwunden, Demokratien, Freiheiten ebenso. Wir sollten uns wirklich darauf besinnen das Christentum, die Aufklärung, etc sowie auch die Rechte wie z.B Frauenrechte die Errungen wurden, haben Europa zu dem gemacht was es heute ist, wäre schön wenn kommende Generationen auch noch von solchen Errungenschaften profitieren könnten.

      • Rolf Müller sagt:

        Ja da haben Sie natürlich recht. Aber Sie sollten bedenken, dass die Christliche Religion mit ihrem schematischen Gut-Böse-Denken und dem undemokratischen Polarisieren in „Weiss“, oder „Schwarz“ mit dem Islam sehr nahe verwandt ist!
        In den Anfangszeiten der „Monotheistischen Religionen“ gab es einen regen Austausch von Geschichten und Moralvorstellungen zwischen Juden, Christen und Moslems.
        Auch heute sehen die (moderaten) Muslime in den Christen „Glaubensverwandte“.
        Ich halte alle drei Weltreligionen für sehr problematisch und lerne lieber von der Natur und von der modernen Wissenschaft.

    • gabi sagt:

      Nein, ist es nicht.

      Aber dass die Demokratie prinzipiell nurfunktionieren KANN wenn Religion nicht über sie gestellt wird, sondern eben Privatsache bleibt… DAS schon.

  • Simon Huber sagt:

    Ich war als Jugendlicher Schweizer im Jugendheim. Wurde von Muslimen 2 Jahre lang regelmässig verprügelt, ohne Grund. Einfach weil sie 3 Jahre älter und damit stärker waren als ich. Und weil sie in der Schule schlechter waren als ich (nur eine Schulklasse 5. bis 9.).Heute bin ich an der Uni. Bachelor-Modulprüfung. Kleiner Raum. 2 Reihen unter mir setzt sich eine Muslimin mit Kopftuch und „Rock“ bis zum Boden hin. „Tolle“ Aussicht während einer Bachelor-Prüfung! Hat es mich traumatisiert? Nein. Hat es mich aufgewühlt? Ja. Massiv. Ich war wütend. SAU-wütend! Ja genau, Vorurteile! Selber Schuld!

  • Reisender sagt:

    Pumuckl: 28.8., 10.55 h: Sorry, bin etwas spät dran: Ein kleiner Unterschied: Budh. Mönchen und Nonnen tragen die selben Kleider. Oft ist es auf den erste Blick schwierig zu sehen ob es eine Nonne oder ein Mönch ist. Ob die Muslimas alle freiwillig schwarze Handschuhe etc. in dieser Hitze tragen wäre zu beweisen. Viele tibetische und nepalesische Frauen haben mir gesagt, dass sie hoffen im nächsten Leben als Mann auf die Welt zu kommen, das Selbe dürfte für Muslimas gelten – und viele andere Rassen und Ethnien. Nordeuropäerinnen dürften ein Sonderfall sein.

  • K. Meier sagt:

    Kleingeist? Nein, es gibt halt Menschen die sind nicht auf den Moment fixiert, sondern denken weiter und erkennen die Zeichen der Zeit. Wir sind ein christliches Land mit Religionsfreiheit. Aber ein Teil der Menschen mit anderen Religionen versuchen uns ihre Lebensweise aufzuzwingen. Das Kopftuch, das im Islam nicht zwingend ist, ist ein Zeichen von Extremismus und empfinden viele als Provokation. Die Vorkommnisse in der Frauenbadi Basel sind ein typisches Zeichen wohin es führen wird.

    • loulou55 sagt:

      Ich kann mich an meine Grossmutter erinnern, die vor 50-60 Jahren fast immer mit einem Kopftuch aus dem Haus ging. Die scheint also ihrer Zeit sehr, sehr weit voraus gewesen zu sein.
      Auch die immer schwarz gekleideten (mit Kopftuch), katholischen Wittwen (z.B. im Tessin) tauchen vor meinem geistigen Auge auf. Das war scheinbar mal eine katholische Tradition, dass Wittwen für den Rest des Lebens schwarz tragen.
      Aber ich weiss, das ist nicht dasselbe… hab‘ schon verstanden…
      Danke Andrea Fischer Schulthess für den Artikel! K. Meier und andere wird er trotzdem nicht beeindrucken.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @loulou55

        es geht nicht um erwachsene Frauen
        sondern um Mädchen im schulpflichtigen Alter,
        und auch nicht um 24h Bekleidungsgesetze, sondern für die Schulpräsenzzeit.

      • Gina Meier sagt:

        Exakt, das ist sowas von nicht das Gleiche. Oder sollte ich jetzt die Aussage als Argument hintern den Bergen hervorziehen: „ich kann mich noch daran erinnern dass in den Geschichtsbüchern über Religionskriege gelesen habe?“

      • Rita sagt:

        Loulou Ihre Grossmutter war nicht ihrer Zeit voraus, sie hielt sich an alte Regeln….. genau wie die Muslimas-
        und der Islam hält sich nciht nur an alte Regeln, er erfindet auch neue… es steht zB nirgends im Koran dass die Frauen Burkas und ander totale Körperverhüllungen tragen müssen (siehe Taliban).
        Es gibt auch immer weniger katholische Witwen die schwarz tragen, es gibt aber immer mehr Muslimas die sich absondern indem sie ihre Körper verhüllen. Ich glaube nicht dass Sie es verstehen.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Rita, ich konkretisiere das mal, weil es schon mal falsch und nur halb zitiert ist.

        Sure 33.60 ‚…sie (die Frauen, ML) sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie erkannt und nicht belästigt werden.‘ Quelle Heyne Sachbuch 19/185 15. Auflage, 1992 (es gibt natürlich abweichende Koran- Übersetzungen und kanonisiert, d.h. vom Islam autorisiert ist keine).

        Sonst gibt es m.W. keine Stelle, die Bezug zur Kleidung der Frau hat, aber ich bin kein Fachmann. In den verschiedenen Scharia- Versionen mag mehr stehen, aber das überblickt kein noch so interessierter Laie.

      • gabi sagt:

        Der Vergleich mit katholischen Kopftüchern und Witwen ist etwa so sinnvoll, wie wenn die Beliebtheit der Ninja-Turtles als Beleg für die Pluralismuskompatibilität der Vollverschleierung hinhalten müsste.

      • Sportpapi sagt:

        Ach ja, gabi? Gib dafür mal einen Hinweis.

  • Fantelli sagt:

    Gestern in der Baslerzeitung! Im Frauenbad ( Bad nur für Frauen) . Zunehmenden Besuch in der Badeanstallt von Frauen mit muslimischer Religion. Mit entsprechender Badekleidung wie den Burkinas. Es kam so weit dass sie Sonderrechte verlangten. Mit ihren Kindern die Frauen die sich oben ohne Sonnten bespuckten. Gibt mir zu denken… Es gab jetzt ein Burkinaverbot! Ich bin nicht ängstlich.. Willkommen andere Kultur. Aber zu alem ja sagen? Warum? Haben wir Schweizer ein Anpassungssyndtom an die andere Kultturen? Warum immer unsere Kultur überdenken?

    • Felix Stern sagt:

      Wir müssen doch nicht unsere Kultur überdenken, nur weil da Leute in Burkas durch die Strassen ziehen. Wir überdenken es ja auch nicht, wenn Schweizer unpassend gekleidet durch die Strassen ziehen. Die Frauen sollen in diesen Burkas in die Badi gehen können und andere sollen oben ohne dort herum liegen. Dass Muslima Frauen, die oben ohne rumliegen, bespucken halte ich für eine Falschmeldung von Rassisten.

      • Gina Meier sagt:

        @Stern.
        Nur kurz etwas Logik in die Hitzige Diskussion: Religion ist keine Rasse, ev stecken also die bösen Feministinnen dahinter die das Matriarchat einführen wollen.

      • gabi sagt:

        Damit löst man also Probleme bei uns?

        Problem?! – Nein! Ist halt einfach ne Falschmeldung!

        … Und schon ist das Problem gelöst?

  • nowhere sagt:

    Kopftuch weg!

    Weil ich kein Mädchen kenne, das es wirklich freiwillig trägt, auch wenn sie es sagt.
    Der Druck von Zuhause idt zu gross, da ist der Staat in der Pflicht, den Mädchen die Freiheit zu geben, wenigstens während der paar Schulstunden ein freies Kind, ein freier Teenager zu sein!

    • Sportpapi sagt:

      „Weil ich kein Mädchen kenne, das es wirklich freiwillig trägt, auch wenn sie es sagt.“ Ja das mit der Freiwilligkeit ist so eine Sache, gerade in feministischen Kreisen. Man akzeptiert zwar grundsätzlich das Konzept der Freiwilligkeit. Spricht es den Frauen dann aber ebenso grundsätzlich ab, diese Selbstbestimmung, wenn sie sich „falsch“ entscheiden.

    • Hanspeter Müller sagt:

      Hand aufs Herz, kennen Sie mehr als ein Mädchen mit Kopftuch? Oder überhaupt eines? Und wenn doch, gut genug, dass Sie das mit der Freiwilligkeit beurteilen können? Früher hiess es auch es gebe nur weisse Schwäne, weil man sich in Europa keine anderen vorstellen konnte. In Australien gabs dann aber schwarze. Und ist ein Teenager frei, wenn ihm vorgeschrieben wird kein Kopftuch tragen zu dürfen? Machen Verbote frei?

      • nowhere sagt:

        Lustig, dass hier in den Kommentaren, fast nur Männer dsfür plädieren, dass Kinder Kopftücher trager dürfen. Männliche Solidarität mit den extrem muslimischen Vätern?
        Nein, ich kenne kein Mädchen, das Kopftuch tragen will und ich kenne genug muslimische Mädchen,. Diese haben zum Glück keine extremistischen Eltern und freuen sich in einer freien Gesellschaft ein freies Leben führen zu dürfen.

  • Alpöhi sagt:

    Wer gegen Kopftüher ist, müsste auch gegen Hotpants und bauchfreie Spaghettiträgershirts sein. IMHO ist letzeres das grössere Problem, weil es Frauen zur „Fleischware“ degradiert.

  • Alpöhi sagt:

    Früher rümpfte ich auch die Nase über Kopftücher. Bis ich eines Tages am Flughafen Kloten einige schwarzkomplettverschleierte Figuren des Weges gehen sah. Da bin ich richtig erschrocken! Und ich erkannte: Die hellen, farbigen, buntgemusterten Kopftücher, die Muslimas bei uns meist tragen, sind nachgerade der Ausbund an Lebensfreude! Im Vergleich zum Ganzkörperschleier.

  • Matthias Niklaus sagt:

    Bitte Deutsch: „nonsense“ = Unsinn!

  • Brürrk sagt:

    Die Gefahr ist, wenn man das Kopftuch verbietet, dass man dann jungen Muslimas aus fundamentalistischen Familien die Ausbildung und somit jeden Ausweg verbaut. Wenn der Vater findet: Ohne Kopftuch geht die Jugendliche nicht aus dem Haus, die Schule verbietet Kopftuch, bedeutet das entweder keine Schule ab 15, oder eine Privatschule wo Kopftuch erlaubt ist = stärkerer Rückkzug auf die islamische Gemeinschaft, oder zurückschicken ins Heimatland (und verheiraten)…

    Auf der anderen Seite kann das Kopftuchverbot Mädchen aus weniger fundamentalistischen Familien schützen…

  • maja sagt:

    ich finde auch die Käppis sollen erlaubt sein. Es gibt Jungs in diesem Alter, die tragen auch gerne Kappen. Warum soll das nicht gehen – ist ja auch eine Art Religion. Nur Kopftücher erlauben geht gar nicht. Zudem ist es auch bei diesen Mädchen ein pubertärer Furz.

    • Stranger sagt:

      Klar, alles oder nichts. Kappen, Kippas, Kopftücher sollen alle gleich behandelt werden.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und Micky Maus Ohren! Und lustige Hüte! Bunte Perücken! Rote Nasen!

        Ja, machen wir die Schule doch zur Fasnacht! Tröööööt!

      • Stranger sagt:

        Naja, wenn ein Schüler mit Mickymausohren im Unterricht erscheint und diese den Unterricht nicht stören, dann sollen sie erlaubt sein. Ich habe im Unterricht als Schüler einmal einen Atemzug von einem Heliumballon genommen und geklungen wie Micky Maus. Sowas soll kein Problem sein, wenn es in den Unterricht passt, finde ich.

    • babuschka miro sagt:

      und der lehrer / die lehrerin einen cowboyhut!

  • Rolf Müller sagt:

    Ich finde wir sollten den Mädchen gegenüber ihren streng religiösen Eltern eine Ausrede in die Hand geben.
    So können sie sagen, sie würden ja schon ein Kopftuch tragen, aber die Schule erlaube es nicht!
    Wenn erwachsene Frauen ihren Kopf einwickeln, wie mit einem Verband und sie dann aussehen wie Tauben, dann ist mir das völlig egal. Sie können tun und lassen, was sie wollen.
    Die Kinder aber sollen so sein können, wie alle anderen Kinder!

    • ka sagt:

      da bin ich ganz bei Ihnen. Mädchen tun das nicht freiwillig, sondern weil es von zu Hause aus so erwartet wird. In der Schule sind sie somit Aussenseiter, weniger wert als die anderen Mädchen. Das Kopftuch symbolisiert nämlich, dass sie jemandem gehören (Patriarchat) damit haben sie automatisch nicht dieselben Freiheiten wie die anderen Mädchen und somit nicht denselben Stellenwert. Wenn sie im Klassenzimmer kein KT tragen müssen, erleben sie diese Freiheit und Integration physisch und getrauen sich dann ev. später auch auf dieses unterdrückende Symbol zu verzichten.

      • Stranger sagt:

        Wenn eine meiner Schülerinnen also ein Kopftuch trägt, dann ist sie weniger Wert als die anderen? Überhaupt nicht, ich wehre mich gegen diese Unterstellung sehr. Sie kann anziehen, was sie will (solange es sittlich ist und zweckmässig, ein Bikini zum Schlitteltag ist eher daneben). Wenn ein Mädchen sehr ausdrücklich und selbstbewusst sagt, dass sie sich sellbst fürs Kopftuch entschieden hat, dann glaube ich das – umso mehr, wenn ihr Vater meint, er sei eher dagegen gewesen.

  • Yvonne sagt:

    Ja, das klingt einfach wunderbar was Sie da schreiben! Ich möchte Ihnen da so gerne zustimmen.
    ABER es ist naiv, Sie fragen sich ja selbst, ob es naiv ist. Es ist naiv zu glauben, dass so ein Kopftuchverbot aufzuheben völlig locker genommen werden kann. Dieses Kopftuch ist ein politisches Symbol, das ist nicht eine kulturelle Tradition. Und politische Symbole haben absolut nichts an unseren Schulen verloren! Es geht hier nicht in um Pädagogik, leider, wir leben in einer politischen Welt und die Schule ist ein Teil davon.

  • Paul Kuster sagt:

    Kopftuch, Kruzifix, Kippa, Gebetketten, Turban oder andere religiöse Symbole haben in der Schule nichts verloren. Religion ist Privatsache und hat in öffentlichen Institutionen nicht verloren. Deshalb bin ich ein Verfechter der Schuluniform.

    • Stranger sagt:

      Klar ist Religion Privatsache. Darum soll sich auch niemand von religiösen Symbolen beeinflussen lassen. Wenn mein Kollege eine Kippa und meine Kollegin ein Kopftuch trägt, dann soll er/sie doch. Das stört mich nicht, es beeinflusst mich nicht, es zwingt mich zu nichts. Es ist ein Statement meines Kollegen und meiner Kollegin, und dieses Statement soll ich zur Kenntnis nehmen, und basta. Es zwingt mich zu gar rein nichts.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und wenn ihr Kollege ein Hakenkreuz-T-Shirt trägt und ihre Kollegin eines mit Pol Pot? Sind dann das auch einfach Statements, die sie nicht stören? Nicht beeinflussen?

        Na dann…

      • Markus Schneider sagt:

        Und was, wenn Sie Inder in Indien sind, wo das Hakenkreuz ein ganz normales T-Shirt-Motiv ist und das Lebensglück symbolisiert? Was wenn Sie gar nicht wissen, wer Pol Pot war (wer weiss denn schon, wie der aussah) und stattdessen denken, das sei der tolle Kunstturner aus Vietnam oder wo, der immer diese Wettbewerbe für die Schweiz gewinnt, seit er eingebürgert ist?

      • Sportpapi sagt:

        Stranger hat natürlich recht, und dann auch wieder nicht. Selbstverständlich stören diese Statements. Und man denkt sich seine Sache, wenn eine Schülerin im Kopftuch in die Klasse kommt. Aber das heisst nicht, dass es verboten werden muss/darf. Von wenigen Einzelfällen einmal abgesehen.

  • Kurt Müller sagt:

    Wie bereits kommentiert, ist es ja das Kopftuchgebot, das sinnlos ist. Man sollte vielmehr hinterfragen, weshalb die Leute, die solchen Unsinn mitmachen, ihre Heimat verlassen haben. Die Antwort darauf ist nämlich ganz einfach, dass die jeweiligen Länder gerade wegen dieser kleinkarierten Denkweise (patriarchalische Strukturen und Frauenunterdrückung) nicht mehr zum aushalten sind. Wir sehen ja keine Massenwanderung in diese Länder, sondern eine Massenflucht von dort.

    • Stranger sagt:

      Wenn ich morgen ein Kopftuch tragen will, darf ich das? Und eine Kippa, darf ich die tragen?

      Ich darf das also nur, weil ich weder Moslem noch Jude bin? Juden und Moslems dürfen es nicht?

      Ist doch pervers.

      • Markus Schneider sagt:

        Sie können Kopftuch tragen wo Sie wollen, aber nicht da wo man es Ihnen verbietet – also weder in der Schule, noch auf Arbeit, auch nicht als Pressesprecher von Simonetta Sommaruga. Ausser Sie sind die Frau irgendeines Scheichs in Südarababien, dann MÜSSEN Sie sogar Kopftuch tragen. Ausser im Bett, vermutlich.

  • Michel Berner sagt:

    In der ganzen Debatte finde ich, dass Stimmen von (gemässigten, fortschrittlich denkenden) Muslimas zu kurz kommen, die uns in der Debatte meines Erachtens ein Stück weit voraus sind und Prozesse durchmachen mussten, die uns vorenthalten sind. Ich denke hier z.B. an einen Beitrag von Fr. Manea Elham.

  • Hanspeter Müller sagt:

    Es ist schon erstaunlich, was so ein Fetzchen Stoff für Emotionen weckt. Reisst Ihr jetzt auch den Juden die Kippa und den Jüdinnen die Perücke vom Kopf? Oder nur den Nonnen ihren Schleier? Wie ist es mit den Anglikanerinnen, die in der Kirche einen Hut tragen? Oder meiner christlichen Grossmutter, die ein Kopftuch trägt wie schon ihre Mutter und Grossmutter? Und all die Männer die jetzt lauthals „Unterdrückung der Frau!“ schreien, habt Ihr euch jemals zuvor für Frauenrechte, zB gleicher Lohn für gleiche Arbeit eingesetzt? 1971 für das Frauenstimmrecht? Aber Ihr tut es doch sicher in Zukunft?

    • Georg sagt:

      Ich präzisiere: Mit den nicht gemässigten. Auch in meinem Bekannten- und Freundeskreis hat es Muslime. Die kommen nicht auf die Idee, ihren Töchten den Schwimmunterricht vorzuschreiben und sie zu verhüllen etc. Und ja, ich finde auch die Kippa nicht nötig. Man kann auch ein „guter Jude“ sein, ohne die Kippa zu tragen. Aber eben, siehe oben: Mit „den Juden“ haben wir keine Probleme.

      • Dayana sagt:

        Klar, weil diese eigene Schulen haben und sie ihre religiösen Praktiken in diesen Schulen ausüben und nicht in den offentlichen.

      • Hanspeter Müller sagt:

        Das ist ja genau der Punkt. Wollen wir wirklich solche Parallelgesellschaften? Lieber ein Mädchen mit Kopftuch in der normalen Schule, wo sie lernt sich zu integrieren und Schweizer Freundinnen hat und einen Abschluss erreicht mit dem sie dann auf eigenen Füssen stehen kann. Dann hat sie eines Tages die Wahl. Die Alternative ist eine Schule für die Einen und eine für die Anderen und eine für die Dritten und keiner weiss, was dort geleht und gelernt wird. Und eine Integration findet so schon gar nicht statt. Mit Ausgrenzen (dh aus der Schule nach Hause schicken) findet keine Integration statt.

      • gabi sagt:

        Eben!
        INTEGRATION!
        Deutlicher als mit dem Kopftuch – welches „freiwillig“ zu tragen immer jüngere Mädchen angehalten werden – lässt sich doch kaum demonstrieren, um was es hier eigentlich geht: um SEGREGATION!
        Segregation – DIE Voraussetzung für jene Überlegenheitsfantasien, die aus Komplexen gespiesen und im dauerbeleidigtem Ton dann jene imperative Sonderbehandlungen einfordern, wie sie sich schliesslich auch im Eglisee in Basel zeigt.
        Wer sich im Ernst, und nicht bloss als Attitüde, gegen Intoleranz stark machen will, sollte sich erst mal über diese Art ostentativer Segregation sorgen,

      • Kurt Oertli sagt:

        Das Kopftuch ist mehr als ein Kleidungsstück. Es ist ein Symbol für eine rückwärtsgewandte Gesellschaft, die leider nie die Läuterung durch die Aufklärung erfahren hat. Ein durch und durch sexistisches Symbol, das die Frauen bevormundet. Und es beleidigt auch uns Männer, weil es andeutet, dass die Frau sich vor unseren begehrlichen Blicken schützen müsse.

      • gabi sagt:

        … Womit es ja eigentlich auch simple Augenbinden für Männer tun sollten.

        Was dieser Schöpfergott aber auch für absurde Spielchen mit uns treibt!

        Erschafft uns begehrenswert und/oder voller Begehren, um im nächsten Moment – angeblich – Vorschriften zu erlassen, wie wir mit ebendem umzugehen haben, was er doch eigentlich von Anfang an hätte verhindern können.

        Einer, der sich mit offenkundiger Freude am Versuchen und Quälen dann noch Herr nennen lassen will, muss eine ungeheure Lust an Aggression empfinden.

        Mit der Verachtung, die dieser Art von Gott gebührt, sind Komplexe unvermeidbar.

      • Sportpapi sagt:

        Ah, Gabi, war ja klar, dass du bei diesem Thema wieder auftauchen musst. Das Kopftuch in der Schweiz dient also dazu, die jungen Frauen zu verbergen vor männlichen Blicken? Wie passt dann eigentlich dazu, dass die gleichen Mädchen meist durchaus figurbetonte Kleidung tragen, hochhakige Schuhe, ihre Augen schminken, schöne Tücher auswählen? Vielleicht weil diese ursprüngliche Absicht längst nicht mehr im Zentrum steht? Zumindest hier, in der freien Schweiz?

      • gabi sagt:

        MIR ist das schon klar.

        Aber erklär dann Du doch bitte mal den geschminkten Kopftuchträgerinnen, dass sie ja eigentlich gar keine Muslime im Sinne jener Muslime, die sich für die besseren Muslime halten, seien. Ich bin mir im Gegensatz zu denen auch durchaus im Klaren, dass die für Salafisten nicht minder als „Huren“ gelten als deren Schulkameradinnen mit offenem Haar.

        Darüber bin ich mir wohlbewusst. Ich – ja, bei dem Thema bin ich natürlich schnell wieder hier – weise schon seit Jahren drauf hin, dass gerade die Hiesigen, die „ihre“ Religion vollkommen unbesehen und unreflektiert

      • gabi sagt:

        zu verteidigen glauben müssen, im Extrem(isten)fall genauso über die Klinge springen müssen und sich genau die Freiheiten, die es ihnen hier überhaupt ermöglichen sich aufzuhübschen, abschminken können.

        Dass sich die Frömmler, so lange das Kalifat nicht steht, aber dennoch auf die Stimmen genau dieser Mädchen beziehen – so lange sie ihnen noch nicht den Marsch blasen können – ist ja gerade das Perverse.

        „Vielleicht weil diese ursprüngliche Absicht längst nicht mehr im Zentrum steht?“

        Umso fragwürdiger dann, welche Absicht damit heute wohl im Zentrum steht.

        Wie lautet Deine Antwort?

      • Sportpapi sagt:

        „Umso fragwürdiger dann, welche Absicht damit heute wohl im Zentrum steht.“ Weshalb fragwürdig? Aber ja, frag doch nach. Aber nicht bei mir, sondern bei den Mädchen.
        Aber wenn doch klar ist, dass offensichtlich all das, was ihr symbolisch mit dem Kopftuch verbindet für die betroffenen Mädchen nicht zutrifft, weshalb bringt ihr das dann immer wieder vor?

      • Felix Stern sagt:

        Ab wann haben wir eine Parallelgesellschaft? Wie steht es mit den Typen, die da einen Pamir-dicken Kopfhöhrer tragen, eine Hose, die zu den Knien runterhängt und eine Baseballmütze, die drei Nummern zu gross ist? Machen die auch schon eine „Parallelgesellschaft“ aus oder erst dann, wenn sie dem Mainstream unserer durchgeknallten Feministinnen nicht mehr entsprechen?

      • Resistance sagt:

        Hier geht es auch nicht um Kippas zu tragen sondern das sich bis auf höchste politische Ebenen keiner wagt diesen Mensche zu sagen das sie im Unrecht sind. Vorallem in der Politik ist es ja wichtiger das man seinen Job behält als das man Stellung bezieht.

      • Felix Stern sagt:

        Diese Menschen sind im Unrecht, wirklich? Das kann man einfach so pauschal sagen? Allerhand. Könnte man doch glatt als rassistische Hetze werten, diesen Quatsch.

      • gabi sagt:

        Da kann ich nur beipflichten. Für mich sowieso einer der übelsten Aspekte am ganzen Disput: wie vollkommen gedanken-, oder gar hemmungslos, wir mit der vorgeschobenen „TOLERANZ“ ausgerechnet all jenen Menschen aus muslimischen Ländern in den Rücken fallen, die vor der Konsequenz der bigotten Segregation innerhalb ihrer Ursprungsländer zu uns geflohen sind.

    • G.G. sagt:

      Sie sprechen mir aus dem Herzen!!!!!

    • Peter sagt:

      ach, der Müller wieder..kein Beitrag hier ohne die Juden ins Spiel zu bringen..Rechtschreibung ist auch nicht so seine Stärke, obwohl Journalist..

  • Markus Schneider sagt:

    Zum Glück ist Frau „Fischer Schulthess“ nicht die Lehrerin meiner Kinder. Kopftücher bei den einen, Dächlikappen, heraushängende Unterhosen, BHs, Miniröcke bei den anderen. Alles nur die Gedanken nicht in der Schule. Was mit der Schule nichts zu tun hat muss draussen bleiben – dazu gehören religiöse Wahnideen genauso wie Handys, Schlagringe oder Hunde. In der Schule soll Bildung vermittelt werden und nicht wie das geht mit dem Laisser faire.

    • Stranger sagt:

      Viele Schulen erlauben Telefone heute. Das ist sehr sinnvoll, da man damit aufs Internet kann, was gut sein kann für die Bildung. Biste dagegen, Markus?

  • Verena S sagt:

    Mich erstaunt, wie hier in den Kommentaren vor allem Männer Glauben zu wissen, was Frauen wirklich möchten. Könnten sie überhaupt selber darüber bestimmen, ob sie hier einen Kommentar abgeben dürfen? In Ajman wird die Hochzeit mit getrennten Geschlechter gefeiert im Hotel. Die Männer draussen im Park, die Frauen im Speisesaal. Nur weibliches Personal darf die Frauen bedienen. Wehe ein Mann wirft einen Blick in den Raum der Frauen. Wir wurden gewarnt: Kann mit Gefängnis bestraft werden.“ Heute trennen wir Badeanstalten und Zugswagons und morgen müssen wir verschleiert umherziehen. Angst?

  • Moise sagt:

    Kopftuch oder Kippa hindern niemanden am Lernen oder Lehren, was Auftrag der Schule ist. Punkt.

    • Beides sind aber Symbole totalitärer Ideologien.

      • Brürrk sagt:

        kreuze, kirchtürne und krichenglocken genauso.

      • Paul Levi sagt:

        Kopftuch und Kippa sind Symbole totalitärer Ideologien? Sorry, aber das ist Blödsinn. Mein Grossmutter trug früher auch ein Kopftuch und das hatte gar nichts mit totalitären Ideologien zu tun. Sie schmeissen einfach alle Muslime in den gleichen Topf, was total daneben ist. Mit solchen Aussagen setzen Sie eine gläubige Muslima die ein Kopftuch trägt auf gleicher Ebene mit einem Taliban oder IS die mit brutalen Methoden einen angeblichen Religionskrieg führen. Wieso die Kippa ein Symbol totalitärer Ideologien sein soll, ist noch viel weniger verständlich. Ist Israel ein totalitärer Staat?

      • Maciej Pietrzak sagt:

        „Im Land kann nur eine Religion herrschen“ J.-J. Rousseau. Selbstverständlich sind die Religionen ein Totalitarismus, alle. Im Gegenteil zum Islam sind heutzutage weder das Christentum noch Zionismus herrschende Religionen in einem Land. Israel ist kein totalitäres Land, es gibt aber viele Leute die das gern gehabt hätten. In Europa regiert schon seit langen kein Herrscher aus Gnade Gottes. Nach der Französischen Revolution, Aufklärung und vor allem dank der Wissenschaft, glaubt fast niemand mehr an den Gott im Himmel. Heute regieren bei uns Leute aus Gnade Geldes. Was wir aber klar und deutlich sehen, das ist das Apartheid von Muslimen und orthodoxen Juden im Europa das sie in Europa betrieben. Worum geht es. Es geht um die Macht der Führer diesen Religionen. Keine gemeinsame Geburtstage für Kinder, es ist nicht halal, koscher. Die Führer dieser Minderheiten wollen verhindern dass sich die Gläubigen assimilieren. Muslimische Hasstiraden gegen Ungläubigen führen dazu, dass es denen die den richtigen Glauben haben, leicht macht den Untermenschen zu töten. Weder Muslime noch orthodoxe Juden wollen sich mit der Bevölkerung in Europa integrieren. Claude Lévi-Strauss, einer der bedeutenden Soziologen des XXJh. hat einen Indikator definiert ob sie zwei Völker vermischen wollen oder nicht, Frauentausch. Will eine Muslima einen Ungläubigen heiraten, droht ihr im besten Fall eine Abstossung von der Parallelgesellschaft der Muslime, im schlimmsten Fall den Tod.

      • @ Brürrk
        28. August 2015 um 17:33
        natürlich!

      • Stranger sagt:

        Roland, einfach mal so behaupten, das ist ein bewährtes Mittel der Rechten. Das hat bei den Nazis geklappt, das klappt bei den Schweizer Extremen von der SVP. Die Mehrheit will Chiffren, keine Belege.

  • Brürrk sagt:

    Bravo für diesen Blogbeitrag. Er hat die Leserschaft dazu gebracht, ihre niedrigsten Instinkte und hässlichsten Gedanken ganz offen auszudrücken. Lang lebe die patriotische, fremdenfeindliche Schweiz!!!

    • Michu sagt:

      Wenn man gegen religiöse Symbole ist, ist man also automatisch patriotisch oder fremdenfeindlich? Oder beides?

    • Michu sagt:

      Sie klauen Moslems Geld?!

      Polizei!!! 🙂

    • Martin Frey sagt:

      Wessen Geld haben Sie geklaut, ML?

    • Urs Kym sagt:

      @Hr Brürrk: Ich selber bin weder patriotisch noch fremdenfeindlich, sondern antifaschistisch. Hässliche Gedanken habe ich nicht, niedere Instinkte – je nach Tagesform – allerdings schon. Aber das ist natürlich meine eigene Einschätzung -:)

    • Bolliger sagt:

      Der Islam ist eine totalitäre, auf Unterwerfung basierende Ideologie. Weshalb die Linken einer solchen menschenverachtenden Ideologie huldigen, welche alle linken UND freiheitlichen Werte ablehnt, ist und bleibt ein ewigen Rätsel.

      • Rolf Müller sagt:

        Wir sind nicht für den Islam aber gegen undifferenzierte Diffamierung von Minderheiten!
        Als Linke wissen wir aufgrund historischer Erfahrungen, dass wir ebenfalls dran kommen, wenn Minderheiten unter die Räder einer enthemmten „Mehrheit“ geraten. So verbünden wir uns als „einheimische Exoten“ mit anderen „Exoten“ zu einer Art „Regenbogen-Koalition“.

      • Stranger sagt:

        Weil die Linken sich um die Gerechtigkeit kümmern, auch um die Gerechtigkeit derer, die selbst keinen Sinn dafür haben.

      • Maciej Pietrzak sagt:

        Sie definieren sich als „Linke“, ich auch, ich nehme aber an, dass im Gegenteil zu mir, einem alten Sozialisten, sind sie ein „Neuer Linke“. Ob die Muslime diesen Unterschied auch verstehen weiss ich nicht. Ich weiss es nicht ob Sie alt genug sind um die Ereignisse nach der islamischer Revolution in Iran zu kennen. Die Linken sind die ersten Opfer des Islams. Besonders wenn sie noch für Homoehe und Frauengleichstellung sind. Die Kommunisten haben die Revolution von Ajatollah Chomeini im Iran gestützt. Nach der Revolution wurden sie im TV gezeigt. Zahnlose Kreaturen haben gebeichtet dass sie einen Umsturz geplant haben. Danach wurden sie erschossen. Der Islam ist der schlimmste Totalitarismus das wir jetzt haben. Ein totalitäres politisches und soziales System, mit der Hypothek des grössten Völkermordes aller Zeiten, die Eroberung Indiens, mit den bekannten Pyramiden vom Köpfen. Minderheitsschutz als Ideologie, egal welche Werte diese Minderheit vertritt? Demonstrieren Sie auch für die Rechte der faschistischer Minderheit in diesem Land, oder für die unterdrückte Minderheit der Scientologen?

      • Tom Baumeler sagt:

        @Stranger/Müller: Ha, ha. Na klar doch. Ich unterstütze auch ein Teil der linken Ideen. Aber das ihr euch mit eurem Tun und Handeln in ständige Widersprüche verheddert ist halt trotzdem eine Tatsache. Gerade das Engagement für den Islam und die Muslime zeigt das am Besten. Seid doch mal ganz ehrlich: Möchtet ihr tatsächlich in einer Schweiz leben, in der die Muslime die Mehrheit stellen? Ihr sprecht von unterdrückten Minderheiten und Enthemmung – die sehe ich auch. Sogar tagtäglich in den Nachrichten. Und meistens aus muslimisch dominierten Staaten. Na, klingelt es?

      • Sportpapi sagt:

        „Ihr sprecht von unterdrückten Minderheiten und Enthemmung – die sehe ich auch. Sogar tagtäglich in den Nachrichten. Und meistens aus muslimisch dominierten Staaten. Na, klingelt es?“ Sehr gut. Wir nehmen also diese Länder, aus denen die Leute aus gutem Grund geflüchtet sind als Massstab und begeben uns umgehend aus Ihr Niveau. Da braucht es dann gar keine weitere Zuwanderung mehr, wenn wir unsere Werte auch so aufgeben.

      • Stranger sagt:

        „Möchtet ihr tatsächlich in einer Schweiz leben, in der die Muslime die Mehrheit stellen?“ In der Hoffnung, dass solche idiotischen Fragen aufhören, aber an sich ohne wirkliche Erwartung, dass es so sein wird, beantworte ich diese Frage (die von einem Rechten natürlich nicht rhetorisch gemeint ist, weil dafür eine gewisse geistige Kapazität vonnöten wäre gell):

        Nein, eigentlich nicht. (Obwohl mir die Religion der Mehrheit eigentlich recht egal ist, solang sie mich nicht damit belästigen will).

      • Rolf Müller sagt:

        Es gibt genauso wenig DIE Muslime, wie es DIE Linken gibt!
        Ich habe einige sehr herzliche und liebenswerte Muslime kennen gelernt, die mir sehr wichtige Dinge mit auf den Weg gegeben haben. Andererseits habe ich auch die „toxischen“ Dinge kennen gelernt, als ich mit verfolgte, wie eine hier geborene Muslima sich mit enormer Willenskraft aus der Bevormundung ihres patriarchalischen Vaters frei kämpfen musste, indem sie ihre Familie verliess, was für sie, die ansonsten sehr stark mit ihrer (Gross-)Familie verbunden war, sehr schmerzhaft gewesen sein musste!

  • Ninon sagt:

    Aufgeklärte Ex-Musliminnen fordern ein Kopftuch-Verbot an Schulen. Die Linken fallen den Ex-Muslimen in den Rücken und solidarisieren sich stattdessen mit den Islamisten. Die Linken haben die Aufklärung längst verraten.

    http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/der-rat-der-unglaeubigen-ex-muslime-gegen-die-islamisierung-des-abendlandes/11925986.html

  • Pumuckl sagt:

    @ Ursula und Verena S. – Fortsetzung – …. irgendwann das nächste Verbot zur Debatte stehen. Und das könnte dann nicht nur eine schwache Minderheit (muslimische Frauen) betreffen, sondern uns alle. Das Präjudiz dafür wäre ja schon geschaffen worden.
    Und ganz ehrlich … (auch bei allem Patriotismus) …. ist es ein Stofflappen wirklich wert, dass wir die freiheitlichen Prinzipien diese Landes dafür aufs Spiel setzen???

    • Christoph Bögli sagt:

      Zivil- und Strafrecht sind voller Verbote und Einschränkungen, daraus ergibt sich weder das Ende der Freiheit noch ein Automatismus zu weiteren Verboten. Im Gegenteil, manche Verbote und Einschränkungen bestehen gerade auch explizit, um die Freiheit aller oder spezifischer Gruppen zu schützen. Die Argumentationskette „ein spezifisches Verbot = Ende der Freiheit“ greift darum definitiv zu kurz.
      Mal davon abgesehen, es gibt ja längst (Kleider-)Vorschriften an Schulen, die vielfach gar die (Lern-)Freiheit der Schüler bewahren zu helfen. Entsprechend muss man auch in diesem Fall differenzieren..

    • @ Pumuckl
      28. August 2015 um 13:30
      Ich sehe es so, dass das Kopftuch und dessen Befürworter die freiheitlichen Prinzipien diese Landes dafür aufs Spiel setzt.

    • Urs Kym sagt:

      @Pumuckl: Das Kopftuch ist eben nicht nur ein Stofflappen sondern ein politisches Symbol (lesen Sie doch mal nach, was A.Schwarzer dazu meint,die hat mehr als 600 Zeilen zur Verfügung). Auch das Hakenkreuz ist mehr als nur das Swastika-Symbol des hinduistischen Elfefantengottes Ganesh. Und ich finde,mit einem Kopftuch-Verbot setzten wird eben gerade nicht unsere freiheitlichen Prinzipien aufs Spiel. Die haben wir bereits auf Spiel gesetzt – beim Minarettverbot (denn im Gegensatz zum Kopftuch ist das wirklich nur ein religiöses Symbol).

      • Dayana sagt:

        Sie nennen hier eine super Quelle – eine Steuerhinterzieherin. Jeder kann X Zeilen mit seiner Meinung oder Interpretation verlangen. Fakt ist, dass das Kopftuch ein Bestandteil des Islams, bzw. eine religiöse Pflicht von muslimischen Frauen ist. Dazu gibt es im Quran sowie auch in der Sunnah mehr als genügend Quellen und tatsächliche Beweise. Freiheit bedeutet für die einen sich auszuziehen und für die anderen sich anzuziehen. Wir sollten beides respektieren, auch wenn wir es nicht verstehen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Dayana

        „Freiheit bedeutet für die einen sich auszuziehen und für die anderen sich anzuziehen.
        Wir sollten beides respektieren, auch wenn wir es nicht verstehen.“

        Es geht nicht ums „nicht verstehen“, sondern dass zu viele sich „nicht anziehen“ weil sie so frei sind,
        sondern eben gerade unter Druck dieses Tuch tragen damit sie vor ihren Glaubensgenossen geschützt sind;
        was herzlich wenig mit „Freiheit“ zu tun hat,
        und noch weniger dass wir solche Unfreiheit verteidigen gehen sollten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        sorry, dass sollte natürlich „sich anziehen“ heissen…

    • Franz Vontobel sagt:

      Pumuckl: ich weiss zwar nicht, was sie für einen Job haben, aber die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass sie sich dort auch an gewisse Kleidervorschriften halten müssen… wie leben sie denn mit diesem Eingriff in ihre persönliche Freiheit?

  • Und wenn man das Kopftuch-Gebot als Non-Sense sieht?

  • Ursula sagt:

    Sorry, aber hier geht es darum: „wenn man den kleinen Finger reicht, wollen sie die ganze Hand!“. Kopftuch und Minarett sind der Anfang. Mit geweihter Erde für eigene Friedhöfe, eigene Schulen (wie in England), eigene Einkaufscenter usw., usw. geht es weiter. Diese Menschen sind in einem fremden Land und wollen sich nicht integrieren. Im Gegenteil, wir sollen uns an diese Fremden anpassen.Wir müssen uns die Hassreden der Salafisten gefallen lassen! Und wenn wir das nicht tun, sind wir Rassisten!

    • Pumuckl sagt:

      @ Ursula und Verena S. – Das Eine hat doch mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun. Ein Kopftuchverbot würde zwar sehr schnell von diversen Kreisen wohlwollend zur Kenntnis genommen werden, tatsächlich ist es aber auch ein Eingriff in unser ALLER persönliche Freiheit. Dürfen wir morgen noch das TShirt mit Schweizerkreuz tragen oder wird das vielleicht auch verboten? Was ist mit der Baseballkappe, der Jeans, dem BH?? Bis jetzt schützt uns unser Selbstbestimmungsrecht vor derartigen Eingriffen von aussen. Wenn dieser Grundsatz aber erstmals ausser Kraft gesetzt worden ist, dann wird auch …..

      • Martin Hegner sagt:

        Ein T-Shirt mit Schweizerkreuz zu tragen ist bereits jetzt an verschiedenen Schulen in der Schweiz, nämlich solchen mit hohem Ausländeranteil, verboten. Damit soll verhindert werden, dass sich ausländische Jugendliche „provoziert“ fühlen. Offenbar ist es inzwischen tatsächlich so, dass aus einem Komplex heraus ja nicht „xenophob“ oder „islamophob“ zu wirken, nicht nur die eigenen westlichen Werte negiert werden, stattdessen werden Werte aus anderen Kulturkreisen kritiklos akzeptiert. Man ist ja weltoffen und multikulturell, da gehört es sich nicht andere Wertvorstellungen zu hinterfragen.

      • maia sagt:

        @Martin Hegner: „Ein T-Shirt mit Schweizerkreuz zu tragen ist bereits jetzt an verschiedenen Schulen in der Schweiz“ – in welchen? Bitte nennen Sie die Namen und belegen Sie, dass es einzig und allein an den T-Shirt’s liegt. Ich weiss von einer Schule, die die T-Shirt’s für kurze Zeit verboten hatte, weil die Jugendlichen, die diese trugen „provozierten“. Das ganze hat sich in ganz kurzer Zeit erledigt und das Verbot gibt es – an dieser Schule – nicht mehr.

      • Astrid Meier sagt:

        Geweihte Erde für muslimische Friedhöfe ist eine Ente. Der Islam kennt kein solches Konzept. Es sollte einfach ein Ort sein, wo nicht vorher schon Tote beerdigt wurden. Eigene Schulen haben die Juden seit vielen Jahren, und die Schweiz ist deshalb nicht untergegangen. Auch Anthroposophen haben eigene Schulen und vertreten darin Konzepte die nicht jeder teilt. Und eigene Einkaufscenter… Wo ist das Problem damit?

      • gabi sagt:

        Keine Ente dagegen ist der britische Versuche mit islamsicher Gerichtsbarkeit.

        Lohnt sich, mal etwas nach zu lesen, was daraus wurde.

        … Und wie schnell auch die Wohlmeinenden ihre Illusionen verloren haben.

        Die Europäer, welche nun darüber klagen, dass sich die Britten von der EU abwenden, verschliessen ihre Augen vor deren Erfahrungen. Gerade auch im Bezug auf die „Toleranz“, welche sich sehr, sehr schnell gegen die Toleranten selbst gewendet hat.

    • Urs Kym sagt:

      Sie müssen schon unterscheiden: Das Kopftuch ist ein ideologisches Symbol für religiös begründete Frauenunterdrückung. Das Minarett (wörtlich Leuchtturm) ist lediglich ein religiöses Symbol – eine Art Kirchturm. Deshalb erschliesst es sich mir auch nicht, weshalb man die Minarette verboten hat (ich war gegen ein Verbot) aber das Kopftuch-Tragen an Schulen erlauben will. Atatürk – nicht unbedingt ein Paradebeispiel für Demokratie und Gleichberechtigung – wird wohl gewichtige Gründe gehabt haben, das Kopftuch – u.a. auch an Schulen – zu verbieten.

      • Pumuckl sagt:

        @ Kym. Auch Adolf Hitler hatte gewichtige Gründe für sein Handeln. Auch er war nicht gerade ein Beispiel für Demokratie und Gleichberechtigung. Macht dies seine Handlungen deshalb besser?

      • Michu sagt:

        @Pumukel: Sie haben 1 Godwin Punkt gewonnen!

      • Urs Kym sagt:

        @Pumuckl: Eigentlich wollte ich damit zum Ausdruck bringen,dass sogar solche Leute das Totalitäre solcher ideologisch-religiöser Unterdrückungs-Symbole erkannt hatten.Und ihr Vergleich hinkt.Hitler wollte niemand befreien – und gewichtige Gründe für sein Handeln finde ich auch nicht.Und gelegentlich, ganz selten, gibt es tatsächlich positive Ergebnisse bei solchen Absurdidäten.So war es z.B. gerade der Schlächter Idi Amin, welcher in Uganda das Verbot der Frauen-Beschneidung durchgesetzt hat.Finden Sie,dass man solche quasi-religiösen Praktiken auch wieder erlauben sollte?

      • Maciej Pietrzak sagt:

        Das Minarett ist ein Zeichen der Eroberung. Minarette sind immer in eroberten Gebieten an den Bauten der dort vorher herrschender Religion gestellt. Egal ob eine Kirche, Pagode, indischer Tempel etc. In Polen wurden immer die Minarette in den zurück eroberten Gebieten zerstört. Mit einer Ausnahme, Kamieniec Podolski (heute Ukraine). Die Stadt wurde von den Türken zurück gegeben, mit der Bedingung dass das Minarett auf dem Platz vor der Kathedrale bleibt. Am 12 September feiern wir den Sieg über Türken vom Wien. Ohne diesen Sieg gebe es diese Diskussion wahrscheinlich nicht.

    • Brürrk sagt:

      Wenn Sie keine fremden Kulturen hier wollen, dann sollten die SVP, Kleingewerbler, Bauern nicht ständig Gastarbeiter ins Land holen. Die SVP ist eine Heuchlerpartei. Sie vertritt die Gewerbe, die am meisten ausländische Arbeitnehmer ins Land holen und schreit gleichzeitig laut gegen Überfremdung.

      • Bolliger sagt:

        Für die Landnahme Europas durch die mohammedanischen Massen sind eher die rotgrünen Kreise zuständig, siehe Asylchaos.

  • Verena S sagt:

    Vor 65 Jahren zeigte mir mein Vater ein Filmchen, mit seinem alten Pathéprojekter, welcher in Arabien gedreht wurde. Die verschleierten Frauen erweckten in mir als Kind grosses Unbehagen. Wer hätte je gedacht, dass wir einmal in der Schweiz darüber diskutieren werden. Ich jedenfalls kann nur sagen, wehret den Anfängen, morgen sind wir in der Minderheit. Ich kann diese Toleranz mit Intoleranten nicht nachvollziehen. Hat mit Angst wenig zu tun. Wer aber die Unterdrückung der Frauen in der Schweiz noch erlebt hat wie ich, möchte das Rad nicht zurück drehen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das muss aber ein alter Film gewesen sein, Arabien gibt es schon seit über 100 Jahren nicht mehr.

      In einem haben Sie recht, wir können morgen in der Minderheit sein, wenn wir uns weiter so dumm anstellen. Die Flüchtlingswelle ist derzeit der Medienrenner, dabei ist das erst der Anfang. Wie wehren Sie den Anfängen?

      Die kommen von jetzt an mit täglich wachsender Mannschaftsstärke. Soviel Europäer gibt es gar nicht, dass die vielleicht schon Ende Jahr überrannt werden. Es gibt immer 2 Lösungen, die vernünftige, oder die barbarische. Im Augenblick steuern wir auf die letztere zu.

  • Franz Vontobel sagt:

    Und alle, die beim Erlass einer Kleidungsvorschrift bereits unsere „Freiheit“ den Bach runter gehen sehen, sind an diesen heissen Tagen wohl in Shorts und T-Shirts arbeiten gegangen…

  • Franz Vontobel sagt:

    Interessant, dass bisher noch niemand auf den Kommentar von „azazu“ eingegangen ist, der das ganz praktische Problem eines Kopftuchs für eine Lehrperson beschreibt:

    Mädchen, die Kopftücher tragen, nutzen dies teilweise aus, um ungesehen über die In-ear-Kopfhörer Musik zu hören. Dies ist für Lehrpersonen extrem lästig. Deshalb würde ich das Kopftuchtragen gerne nicht erlauben müssen.

    • Pumuckl sagt:

      @ Ich fasse es nicht. Wenn ein Mädchen den Spickzettel im BH (bzw. im Ausschnitt) versteckt – was übrigens wahrscheinlich häufiger passiert, als Kopfhörer unter dem Schleier – veranlasst Sie das doch auch nicht zu der Schlussfolgerung, dass künftig alle Mädchen nur noch mit nacktem Oberkörper in die Schule zu kommen haben.
      Mal ganz abgesehen davon. Wenn es für die Lehrperson LÄSTIG ist, dann hat sie ja offensichtlich KEINE Probleme damit gehabt, dieses Vergehen zu bemerken und somit auch wieder handlungsfähig zu sein.

      • Franz Vontobel sagt:

        Sie halten die muslimischen Teenies wohl für viel braver als die nicht-muslimischen – positiver Rassismus, nennt man das wohl.
        Warum sollte die Lehrperson mit einem zusätzlichen Problem herumschlagen müssen, das so einfach aus der Welt zu schaffen ist? Keine Kopfbedeckungen in der Schule.

      • Pumuckl sagt:

        @ Vontobel. Ich weiss nicht, wie Sie zu der Aussage bzgl. „braver Teenies“ kommen, aber scheinbar ist dies das letztmögiche Argument. Nein. Ich halte musl. Kinder weder für braver, noch für schwieriger. Sie sind Jugendliche, wie andere auch. Und glauben Sie mir … Ich weiss wovon ich rede, wenn ich über brave oder wenig brave Jugendliche spreche. Fakt ist aber, dass dies nicht das Thema ist. Thema ist, dass eine Schule sich über geltende Gesetze hinwegsetzt und einem Kind dadurch den Zugang zur Bildung verungmöglicht. Und dies unter öffentl. Applaus & mit Ihrer Zustiimmung

      • Franz Vontobel sagt:

        Wsn..? Mädels, die im kappsten Mini und tiefsten Ausschnitt in der Schule aufkreuzen, werden auch heimgeschickt. Denen wird also auch der „Zugang zur Bildung“ verungmöglicht.
        Und der Skinhead im Hakenkreuzshirt darf damit auch nicht ins Klassenzimmer – auch ihm wird der „Zugang zur Bildung“ verungmöglicht (obwohl gerade er ihn wohl sehr nötig hätte).

      • Sportpapi sagt:

        Vontobel: Lesen Sie mal nach unter Hotpantsverbot. Wenn da jemand heimgeschickt wird, dann ist das zumindest sehr umstritten. Und: es sind genau die Leute empört über diesen Eingriff, die auf der anderen Seite für ein Kopftuchverbot in der Schule sind.

  • Samira sagt:

    Liebe Frau Fischer, dazu fällt mir nicht viel mehr ein als einfach nur Danke! zu sagen – es gibt nicht ein Wort in Ihrem Text, dem ich nicht 100% zustimmen kann.

  • Retor sagt:

    In der jüdischen Tradition ist die Kopfbedeckung ein Zeichen der Demut gegenüber Gott. Dagegen ist nichts einzuwenden.

    Im Islam hingegen dient das Kopftuch dazu, die Ehrbarkeit der Frau anzuzeigen. Frauen, die nicht Eigentum eines Mannes sind und kein Kopftuch tragen, sind nicht ehrbar. Das islamische Kopftuch ist eine Beleidigung aller anderen Frauen und der Nichtmuslime überhaupt.

  • Charlotte sagt:

    Kopftücher haben mit Feminismus und gelebtem Islam nichts zu tun. Kofptücher dienen zur ideellen Abgrenzung und zur Unterdrückung der Frauen. Sie radieren ihre Individualiät aus. Denkt man das Kopftuch weiter landet man bei der Burka. Toleranz ist gut, wenn sie gegenseitig ist. Das ist aber nicht automatisch der Fall, nur weil wir Kopftücher in der Schule akzeptieren. Streng religöse Menschen jeglicher Couleur sind selten torelant. So würde ein lesbisches und gegenüber Kopftüchern tolerantes Paar im Iran geköpft, käme ihre sexuelle Orientation ans Licht. Was ist Multikulti? Europ. Romantik?

    • Rolf Müller sagt:

      Vorgestern war im Tram eine lebhafte Frauengruppe hinter uns.
      Ich glaube, sie sprachen Persisch, jedenfalls hat mir die Sprache sehr gefallen.
      Sie waren laut und hatten Spass, die Einen (älteren) mit Kopftuch, die Anderen (jüngeren) ohne Kopftuch.
      Sie fragten uns, wann wir am Bahnhof seien.
      Diese Frauen wirkten auf mich sehr selbstbewusst und „feministisch“, weil sie eine verschworene Gemeinschaft von Frauen sind. Diese Frauen waren also nicht unterdrückt, sondern sehr lebensfreudig.
      Solche Lebensqualitäten gibt es offenbar auch in Arabischen Grossfamilien, nicht nur finstere Unterdrückung…

  • Urs Kym sagt:

    Der Vergleich mit der Dächlikappe hinkt doch gewaltig. Im Gegensatz zur Dächlikappe oder
    auch der Kippa (welche nur ein religiöses Symbol ist) ist das Koftuch ein Symbol des politischen
    Islams und ein Symbol der Ungleich-Behandlung der Geschlechter. Letzendlich ist es ein Symbol für Leute, die an die
    „natürliche Unterordnung der Frau“ glauben und diese auch propagieren. Nicht nur die ängsltiche Thuner-Schule sondern auch die nicht sehr ängstliche Alice Schwarzer hat ein Kopftuchverbot gerade deswegen gefordert. Und Toleranz gegenüber Intoleranz ist ein Widerspruch in sich.

    • Anh Toàn sagt:

      „Toleranz gegenüber Intoleranz“ ist kein Widerspruch:

      • Anh Toàn sagt:

        Wenn man es umdreht, wird es offenbar:

        Intoleranz gegenüber Intoleranz bleibt Intoleranz und wird nicht zur Toleranz.

      • Urs Kym sagt:

        Wenn Toleranz gegenüber Intoleranz kein Widerspruch ist, dann müsste ich, als toleranter Mensch, auch gegenüber Faschismus tolerant sein ? Und dürfte also auch Faschismus nicht kritisieren oder sogar verbieten wollen, wenn ich nicht als intolerant gelten wollte ?

      • Anh Toàn sagt:

        Ja, tolerante Menschen (wie ich) tolerieren auch Faschisten: Das HalliGalli Video „das wird man wohl noch sagen dürfen“ enthält auch: „Nennt Euch, wie ihr wollt“ „Kann sein, dass wir Euch einfach akzeptieren müssen“. Tolerieren bedeutet dulden und weder unterstützen noch zustimmen. Tolerieren bedeutet zu dulden, dass das, was man falsch findet, andere richtig finden.

      • Urs Kym sagt:

        Wenn ihre Definition von Toleranz Gültikeit hat, bekenne ich mich tatsächlich zur Intoleranz. Ihre Definiton
        „Intoleranz gegenüber Intoleranz bleibt Intoleranz und wird nicht zur Toleranz“ ersetze ich durch die Definition
        „Intoleranz gegenüber Intoleranz ist Verteidigung der Toleranz“.

      • Rolf Müller sagt:

        Ich beobachte auch immer wieder, dass Menschen, die sich immer sehr tolerant geben, sehr intolerant sein können.
        Umgekehrt erlebe ich Menschen mit klaren Richtlinien oft als viel toleranter, als sie selber tun.
        Aber bei Extremisten, die mich umerziehen wollen, hört auch meine Toleranz auf!

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚das Koftuch ein Symbol des politischen Islams und ein Symbol der Ungleich-Behandlung der Geschlechter…‘

      Woher haben Sie diesen offensichtlichen Unfug? Dürfte ich höflich um eine Quelle bitten, ausser es ist eine Zeitung mit B…

    • Christoph Bögli sagt:

      Religion ist immer ideologisch und damit zwangsweise auch politisch, das strikt trennen zu wollen ist eine Illusion. Darum sind auch eine Kippa oder ein Kreuz nicht weniger „politisch“ als ein Kopftuch und stehen genau so für ein rückwärts-gewandtes, fragwürdiges Weltbild..

      • Muttis Liebling sagt:

        Die 3 monotheistischen Religionen, welche sich von Abraham ableiten waren von Anfang an als politische Religionen konzipiert. Besser noch, sie sind eine politische Methode, welcher Religion als Vehikel dient.

        Liest man die Sunna, die offizielle Mohammed- Biographie wird das genauso deutlich, wie wenn man sie allem historisch bekannten der Jesus- Figur beschäftigt. In Israel hat das Judentum sich einen Staat geschaffen.

        Religionen sind keine Märchen aus vergangener Zeit, sondern konstitutioneller Teil unserer Kultur. Ohne Hand aufs Herz und Kirchgang wird man in den USA nicht Präsident.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ohne Hand aufs Herz und Kirchgang wird man in den USA nicht Präsident.

        Was ein nicht unwesentliches Problem ist.

      • Muttis Liebling sagt:

        Eben, Vontobel und man muss hinzufügen, das ein Ronald Reagan anfangs keine Chance im Wahlkampf hatte. Bis er über Nacht vom Saulus zum Paulus wurde.

        Der Begriff ‚rel. Fundamentalismus‘ stammt auch aus der Ecke, so ab 1880 in den USA gebräuchlich. Ab 1920 gab es sogar eine Zeitschrift mit dem Name, welches die 6 fundamentals des Christentums ausufernd beschrieb und interpretierte.

        Vom jüdischen Fundamentalismus sprechen wir erst seit 1983 und dem islamischen erst, seit Osama bin Laden in Afghanistan installiert wurde, um die SU in die Knie zu zwingen. Hat geklappt, mit Folgen, wie wir wissen

  • Jef sagt:

    Ein Mädchen, welches von früh an zum Kopftuchthema indoktriniert wurde, kann dazu keine eigene Meinung haben. Freiwilligkeit ist in diesem Kontext ein Hohn.
    Und weil sein Erscheinungsbild in der Schule eine Ausnahme ist und hoffentlich bleibt, ist die Ausgrenzung vorprogrammiert.
    Kinder werden schon wegen kleinere Auffälligkeiten ausgegrenzt. Kinder sind eben grausam und keine erwachsenen Gutmenschen.

  • C. Achermann sagt:

    Kopftücher haben nichts, aber auch gar nichts an Schulen verloren! Genau so wie Schwimm-, Turn- und Klassenlagerdispensen aus religiösen Gründen. Will man das, gibt es genug Länder, wo man das ohne Probleme kann. Ich glaube kaum, dass ein Mädchen freiwillig ein Kopftuch trägt und sich auch der Tragweite dieses Schrittes bewusst ist. Ein Kopftuch ist schlicht und ergreifend ein Zeichen für Frauenunterdrückung! Bei erwachsenen Frauen kann ich halbwegs darüber hInwegsehen, bei Kindern ganz klar nicht. Im Koran gibt es übrigens keine einzige Stelle, die ein Kopfttuch verlangt.

    • Sportpapi sagt:

      „Ich glaube kaum, dass ein Mädchen freiwillig ein Kopftuch trägt und sich auch der Tragweite dieses Schrittes bewusst ist.“ Soso. Ich glaube schon. Und wenn schon, so sollte man sich doch zumindest die Mühe machen, der Sache auf den Grund zu gehen. Individuell.

  • Martin Hegner sagt:

    Den Kopftuchbefürwortern hier im Blog scheint nicht klar zu sein, dass es eigentlich gar nicht um das Kopftuch geht, es ist nur das erkennbare äussere Zeichen des eigentlichen Problems. Quasi die Spitze des Eisbergs. Es ist die religiös-politische Ideologie, die nicht akzeptiert werden kann und deshalb kann auch das Kopftuch nicht mit dem Argument der liberalen, freiheitlichen Gesellschaft verteidigt werden. Das wäre etwa so, wie wenn man noch heute die Sklaverei zulassen würde mit dem Argument, dass wenn ein Sklave freiwillig Sklave sein möchte, dann habe er doch die Freiheit dies zu sein.

    • Sportpapi sagt:

      Sie merken aber schon, dass Sie etwas viel Spekulation, etwas viel Interpretatiion als einzige Wahrheit verkaufen möchten, oder?
      Und übrigens bin ich kein Kopftuchbefürworter, wie vermutlich alle hier. Aber ein Verteidiger einer liberalen Gesellschaft. In der ein Mensch auch etwas tun darf, was die meisten nicht nachvollziehen, nicht gutheissen können.

  • Walter Kuhn sagt:

    Heute fuhr in der Bahn eine Schulklasse mit. Ein circa zehnjähriges Mädchen mit buntem Niqab mit traurigen Augen sass isoliert daneben. Musste es das Ding erst nach den Schulferien tragen? Wie alt war Mohameds Frau Aischa? Gabe s hier eine Zwangsverheiratung oder Zwangsverlobung? Fragen, die unbeantwortet bleiben müssen, denn eine islamische „Frau“ bzw. Kind in Niqab darf nicht mit Männern sprechen. Wer schützt die Freiheit der hier ansässigen Migranten vor ihren tyrannischen Eltern und Imamen? Ist uns Multkluti so heilig, dass wir diese Unterdrückung unterstützen müssen?

    • Nussberger sagt:

      Bravo Herr Kuhn. Wenn das für unsere Kultur nur nicht in einem Desaster endet!

      • Stranger sagt:

        „Musste es das Ding erst nach den Schulferien tragen?“ Frag das Kind, es wird Dir wahrscheinlich Auskunft geben. „Wie alt war Mohameds (sic!) Frau Aischa?“ Das ist sicher bekannt, Google ist Dein Freund. „Wer schützt die Freiheit der hier ansässigen Migranten vor ihren tyrannischen Eltern und Imamen?“ Keine Ahnung. Du? Ich? Die Bullerei? Die Gerichte? Die KESB? Ja, und wer schützt die Freiheit der hier ansässigen Angestammten vor ihren tyrannischen Eltern und Pfarrern? Die gibt es ja sicher auch, haufenweise…

    • Pumuckl sagt:

      @ Kuhn. Wenn überhaupt irgend etwas die Freiheit der hier ansässigen Migranten schützen kann, dann ist das Bildung, Ausbildung und Integration. Das genau wird speziell die Frauen befähigen sich gegen derartige patriarchalische Denkmuster zur Wehr zu setzen. Solange sie aber wegen eines Stofflappens ausgegrenzt und von der Bildung abgeschnitten werden, solange haben sie auch keine Chance sich zu emanzipieren, da sie immer von den vorhandenen Strukturen abhängig sein werden.

    • Rolf Müller sagt:

      „Multikulti“ bedeutet nicht, dass uns die Kinder von Migranten-Familien egal sind!
      Bei allem (multikulturellen) Respekt vor der Kultur der eingewanderten Eltern, ihre Kinder wachsen HIER auf und wollen und sollen auch hier dazu gehören!
      Sie sind sozusagen auch ein wenig UNSERE Kinder!
      Darum gehört es zu den Aufgaben des Staates und der Nachbarn mit Zivilcourage, die Rechte, die unsere Kinder haben, gegenüber allen Eltern (auch muslimischen) durchzusetzen und zu verteidigen!
      Was die Pflichten sind, lernen alle Kinder gleichermassen in der Volksschule und später in der Ausbildung und im Beruf.

      • gabi sagt:

        Dass ich hier nochmal von „Multikulti“ lese… Wahnsinn.

        „Multikulti“ ist ja schön und gut. Geht aber davon aus, dass ich von verschiedensten Kulturen umgeben bin, die mir als gleichwertig gelten müssten und mich dann für die eine oder andere entscheiden könnte. Oder eben auch nur was davon rauspicke. Oder mich auch wieder von einer abwende.

        Vor diesem Hintergrund ist es ein tragikkomsiches Missverständnis auch nur anzunehmen, ein absolutistisches System, das allen Abfallenden den Tod androht, könne in „Multikulti“ hinein gerechnet werden.

      • Rolf Müller sagt:

        @ gabi
        Solche „Polarisierungen“ bringen einfach nichts!
        In jeder Religion gibt es die verschiedensten Leute!
        Es gibt die Religiösen Eiferer, die sich als fromme Streber und Sittenwächter in Szehne setzen, in der absurden Hoffnung, vom Ober-Chef gesehen und mit Sonder-Punkten belohnt zu werden.
        Dann gibt es diejenigen, die es fertig bringen, die rigiden Glaubens-Vorschriften mit ihrer natürlichen Lebensfreude unter einen Hut zu bringen, indem sie ein doppelbödiges Theater veranstalten. Und das sind nach meinen Beobachtungen die meisten „Südländer“, sowohl die Katholiken, als auch die Muslime.

      • Rolf Müller sagt:

        Und dann gibt es noch die „Mitläufer“, die das alles nur mitmachen, weil sie müssen, weil „man das so macht und basta!“
        Diese unmotivierten Gläubigen kehren ihren Kirchen und Moscheen den Rücken, sobald die soziale Kontrolle durch „das Dorf“, oder durch die Subkultur, das „Dorf in der Stadt“ gelockert wird, weil die familiären Kontrolleure von der Arbeit absorbiert sind, oder im Gewühl der Stadt die Uebersicht verlieren.
        Zum Schluss gibt es noch einige wenige, die offen rebellieren.
        Sie sind die eigentlichen Helden!
        Aber Heldentum und Dummheit liegen nahe beieinander, wie wir vielleicht wissen

  • Katharina sagt:

    Für mich erübrigt sich eine Diskussion, wenn in Kommentaren das Wort ‚Gutmensch‘ auftaucht. Ich bin für das Vermummungsverbot, aber gegen ein Kopftuchverbot. Letzteres erachte ich sogar als nicht verfassungskonform.

    • Stranger sagt:

      Sehe ich gleich wie Du, Kat.

      Allerdings: Wenn ich in Vollverschleierung an die Fasnacht gehe, ist das ja sicher ok. Im Alltag soll es das nicht sein? Hm. Das ist nicht fraglos klar, finde ich.

  • aurora sagt:

    Liebe Frau Fischer. Ich nehme an, dass sie nie in Ländern gereist sind, wo sie ein Kopftuch tragen mussten. Wenn sie das getan hätten und mit den Frauen dort Kontakt gehabt hätten wüssten Sie, dass es sehr wohl ein Zeichen der Unterdrückung ist. Ich habe es getan und ich kann ihnen versichern, dass sie so nicht leben möchten. Und JA, diese Mädchen erleben auch schon bei uns in der CH Einschränkungen in Ihrer Freiheit. Befohlen vom Familienoberhaupt. Ob sie es wahrhaben wollen oder nicht. Das Kopftuch an Schulen gehört demnach verboten. Die Muslima ohne Wahlfreiheit, beneiden uns darum!

  • Anh Toàn sagt:

    In manchen Ländern kommt die Sittenpolizei, wenn frau kein Kopftuch trägt. In „modernen“ Ländern kommt die Sittenpolizei, wenn frau ein Kopftuch trägt.

    Wer sich in der Schweiz von den Feministinnen und dem Genderwahn bedroht fühlt, kämpft für die Gleichberechtigung der muslimischen Frauen.

    Thun, das Zentrum des Oberlands, wo wie Gotthelf einst schrieb, „die Berge stolz und ehrenhaft Trotz bieten, dem Wandel der Zeiten, dem Wandel der Menschen.“

    • Peter sagt:

      Nonsens, kein „modernes Land“ kennt eine Sittenpolizei, wie sie in streng muslimischen Ländern üblich ist. Ich fühle mich von Feministinnen in keiner Weise bedroht, nur von Männerhasserinnen. Und was „Genderwahn“ genau sein soll, ist mir nicht klar. Und auch Berge ändern sich. Irgendwann werden die Alpen so aussehen wie der Jura heute.

    • Urs Kym sagt:

      Finden Sie, dass sich die PKK von den Feministinnen und dem Genderwahn bedroht fühlt ?
      … „wo die Bretter sich erheben, wie die Berge vor dem Kopf !“

    • Urs Kym sagt:

      Oder noch absurder: Alice Schwarzer hat vor etwa zwei Jahren das Kopftuch als Flagge des Islamismus bezeichnet. Fühlt sich Alice jetzt bedroht durch Feministinnen und Genderwahn ?
      Nicht jede Kritik an einer totalitären Ideolgoie ist aus Fremdenfeindlichkeit geboren (aus Gründen der Zensur etwas geschwollen formuliert).

      • Anh Toàn sagt:

        @Urs Kym: Ihr Einwand wäre richtig, wenn ich geschrieben hätte: Wer für die Gleichberechtigung der muslimischen Frauen kämpft, fühlt sich von Feministinnen bedroht.

        @Peter: Also doch so schnell, wie die Alpen wie der Jura aussehen werden, darf sich die Gesellschaft ändern?

        Was ist denn ein Kopftuchverbot anderes als Sittenpolizei: Es wird doch hier geschrieben, das Kopftuch entspräche nicht unserer Kultur, aber Kultur in diesem Sinne ist doch Sitte.

        .

  • Ninon sagt:

    Die Naivität von Andrea Fischer ist bodenlos. Das Kopftuch ist anti-emanzipatorisch. Sie würde es nicht dulden, wenn radikale Katholiken ihre Kinder in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken. Aber bei Musliminnen fördert sie es. Warum? Weil sie der linken und der islamischen Propaganda zum Opfer gefallen ist. Sie ist eine Kulturrelativistin. Unterdrückung und Freiheit ist für sie dasselbe.
    Das Kopftuch ist ein Zeichen für die Demut und Unterwürfigkeit der Frau. Das Mädchen lernt schon vor der Pubertät, dass ihr Körper Scham besetzt ist. Wer kein Kopftuch trägt gilt als Hure.

    • Widerspenstige sagt:

      Ist es Naivität daran zu erinnern, dass wir in einem freiheitlichen Staat leben? Ist es Naivität zu sagen, dass unsere Werte von Freiheit und Selbstbestimmung sich nicht an einer Kleiderfrage aufhängen sollen? Das ist komplexer, als Sie es sehen. Auch ich war lange Zeit im Zweifel, wo die Grenze ist zwischen Einschränkung der Emanzipation u Hilfeleistung zur Unterdrückung beim Beförworten der Kopftuchträgerinnen. Nach vielen hitzigen Diskussionen mit dem Thema habe ich eingesehen, dass die Grenze nicht durch Gesetze gezogen werden kann/darf. Im Kopf muss etwas passieren der Trägerin selber!

      • Hugo Knüsel sagt:

        @Widerspenstige: Wenn sich Unfreiheit und Fremdbestimmung in Kleidern äussert, dann MUSS Ihr freiheitlicher Staat einschreiten, sonst verdient er diesen Namen nicht.

      • Ninon sagt:

        Und dann haben Sie sich entschieden, die Aufklärung zu verraten und allen feministischen Frauen im Nahen und Mittleren Osten in den Rücken zu fallen. Warum ignorieren die linken Frauen im Westen die Feministinnen im islamischen Raum? Warum übernehmen die “Liberalen“ im Westen das Narrativ von religiösen Fundamentalisten? Wenn es nicht Naivität ist, was ist es dann? Ignoranz? Haben SIe sich überhaupt mit den Ex-Musliminnen auseinandergesetzt? Mit Mina Ahadi, Ayan Hirsi Ali, Sabatina James, Sarah Azmeh Rasmussen, Arzu Toker? Wieso fallen Sie diesen Frauen in den Rücken?

      • Christoph Bögli sagt:

        Freiheit ist immer ein heikler und vager Begriff, v.a. da eigentlich bei jedem Thema verschiedene Freiheiten kollidieren und abgewogen werden müssen. Es ist zwar richtig, dass solche Verbote das Problem sicherlich nicht lösen können, grundsätzlich unsinnig sind sie deswegen trotzdem nicht. Das Thema wirft letztlich ähnliche Fragen auf, wie jene rund um die Meinungsfreiheit und deren Grenzen. Im Prinzip könnte man darum auch fragen: Soll man etwa auch die Freiheit und Selbstbestimmung tolerieren, dass ein Schüler mit einem rassistischen T-Shirt zum Unterricht kommt?

      • gabi sagt:

        Dabei könnte die Lösung gem. WS doch sowieso so einfach sein:

        Frauen sollten einfach in Frauenstädten isoliert werden (auch wenn nach wie vor nicht klar ist, wie die Frauen dort über- und bewacht werden oder wie sie nur schon dort hin gelangen): Segregation als Lösung. Getthoisierung von Frauen für deren „Gleichberechtigung“… Könnte sich keine Fundi-Muslim besser ausdenken.

        Nachzulesen im Mamablog „ein Kopftuch ändert nichts am Muttersein vom 16. Nov. 2012.

        Wie lange mag es wohl dauern, bis man sich getraut dazu zu lernen?!

    • Clara sagt:

      Und Sie würden staunen wie viele muslimische Feministinnen selbstbestimmt und freiwillig (aufgrund ihrer eigenen Werte!) das Kopftuch tragen ;). Frau Fischer Naivität vorzuwerfen ist starker Tobak, sie ist einfach nur bewundernswert gelassen.
      Ich fühle mich dem klassischen Liberalismus sehr verbunden, da er am wenigsten einschränkt. Das sollten wir allen zugestehen, die in diesem Land leben ob es uns jetzt gefällt oder nicht. Anderen etwas Vorschreiben und mittels Gesetzen „durchboxen“ schränkt am Ende nur uns selbst ein. Was kommt als Nächste? Oben-ohne Verbot in der Badi?
      Herzlicher Gruss.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        „Was kommt als Nächstes? Oben-ohne Verbot in der Badi?“ Ja, auf Druck von fundamentalistischen islamischen Verbänden. Ich gehe davon aus, dass die feige westliche Pseudokultur dieses Verbot dann auch einführen wird, denn man muss ja tolerant sein gegenüber anderen Kulturen und nicht provozieren. Oder etwa nicht ….?

      • Sportpapi sagt:

        “ Ich gehe davon aus, dass die feige westliche Pseudokultur dieses Verbot dann auch einführen wird, denn man muss ja tolerant sein gegenüber anderen Kulturen und nicht provozieren. Oder etwa nicht ….?“
        Nein.
        Aber wie würden Sie es finden, wenn es nun ein Oben-Ohne-Gebot gäbe, weil man in unserem Land das so macht? Absurd? Eben.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Clara: „Selbstbestimmung“ ist ein komplexes Thema, alleine über den „freien Willen“ und dessen Existenz kann man endlose philosophisch-wissenschaftliche Diskurse führen, Wo genau fängt „Selbstbestimmung“ denn an? Wie „selbstbestimmt“ ist z.B. eine Frau, die in einem entsprechenden religiös-kulturellen Kontext aufgewachsen ist und entsprechend eine lebenslange „Gehirnwäsche“ hinter sich hat?
        Im übrigen, ich fühle mich dem Liberalismus auch sehr verbunden, aber gerade deswegen schaue ich sehr skeptisch auf sämtliche Glaubensgemeinschaften als antiliberale Strömungen mit totalitären Tendenzen..

      • Arno Brunn sagt:

        @Niederer
        Hier muss ich ihnen Recht geben.In Deutschland wurden auch
        auch aus lauter Feigheit vor Religiösen, sogar 2 elementare Grundrechte
        gestrichen, wie die körperliche Unversehrtheit, wegen dieser abartige altertümliche
        Tradition der Beschneidung, und die Gleichheit vor dem Gesetz, die dass dann
        die beschneidung aber für weibliche Kleinkinder verbietet.
        Und hier geht es nicht gerade um Gesetze, die sich Tagespolitisch aml eben verändern.
        Was kommt als nächstes, auf Religion beruhende Amputation von Gliedmassen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Clara

        „Und Sie würden staunen wie viele muslimische Feministinnen selbstbestimmt und freiwillig
        (aufgrund ihrer eigenen Werte!) das Kopftuch tragen “

        Das wirklich Entscheidende ist ja eher, was passiert mit diesen selbstbestimmten muslimischen Feministinnen,
        sollten sie sich eines Tages entscheiden
        das Kopftuch nicht mehr zu tragen…,
        darum geht es doch, all das Unausgesprochene welches dahinter aufgebaut ist.

    • Mark Keller sagt:

      Aha… wenn dem so ist, glauben Sie wirklich, dass ein Verbot daran irgendwas ändert? Wohl kaum! Was etwas ändert ist nur eines: Bildung, Bildung und nochmal Bildung!

    • Gerhard Engler sagt:

      @Ninon: DOCH, ich habe bei den Schulkollginnen meiner Kinder Folgendes erlebt: Töchter von jüdischen und von evangelikalen Eltern durften sich nicht so kleiden, wie ihre Schulkolleginnen und auch nicht abends oder am Wochenende mit ihnen in den Ausgang. Ich finde das zwar falsch, aber weder ich noch die Schulbehörden noch sonst jemand hat hier eingegriffen und den gläubigen Eltern Anweisungen gegeben.

  • Christoph Bögli sagt:

    Die Perspektive von Frau Fischer Schulthess ist leider zu vereinfachend. Die Kopftuchfrage ist gerade deswegen interessant, weil diese so komplex ist, dass die Trennlinie zwischen Befürwortern und Gegner mitten durch praktisch alle politischen Gruppen geht. Es gibt feministische Argumente dafür und dagegen, liberal, konservative, usw. Zu behaupten, dass eine Ablehnung bloss auf diffuser Angst und plumpen Ressentiments basiert, zeugt darum in diesem Fall von mangelnder Sachkenntnis. Persönlich tendiere ich z.B. zum Contra, weil ich finde, dass religiöse Symbole an Schulen nichts verloren haben.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das unterstellt immer wieder, es würde sich beim Kopftuch um ein religiöses Symbol handeln, was aber keiner belegen kann. Es gibt so einen seltenen Berufszweig der Islamwissenschaftler, deren Bücher kann man lesen und erfährt …

      Es ist aber gar kein religiöses Symbol, nicht mal dann, wenn die Trägerinnen es selbst so annehmen und ihre Männer ihnen das so sagen.

      • Stranger sagt:

        Naja, wenn die Trägerinnen das Tuch anziehen und dafür religiöse Gründe angeben, an die sie selbst glauben, ist es egal, ob die Religion die Sache jetzt verlangt oder nicht. Die Frauen sind religiös beeinflusst, auch wenn sie es ja ganz selbst getan haben (oder auf Geheiss von jemand anderem).

  • Heidi K. sagt:

    Es gibt immer mehr Ausländer. Manchmal frag ich mich, ob es noch „normale“ Schweizerfamilien gibt. Es ist Multikulti-Zeit. Ich bin selber Seconda und hab einen CHer geheiratet. Unsere Kids sind also auch nicht „rein“. Ich bin hin und her gerissen, ob ich jetzt pro oder contra sein soll. Ich denke, dass die Kids ihrer Religion entsprechend sich anziehen und auch so in die Schule gehen sollten. Im Schwimmunterricht können die Mädchen einen Neoprenanzug tragen, damit alle das Schwimmen erlernen können. Wir sollten alle toleranter sein, auch wenn es schwer fällt. Die Zeiten haben sich geändert.

    • Stranger sagt:

      Ja. Mir und vielen anderen fällt es nicht schwer, allerdings.

    • Rolf Müller sagt:

      Ich glaube, dass es schon noch „normale“ Schweizer Familien gibt.
      Aber es fällt denen immer schwerer, sich in den Medien überhaupt bemerkbar zu machen!
      „Normal“ ist eben auch „langweilig“, und so bieten lautstarke Minderheiten mehr Spektakel und „Glamour“.
      Heute ist das Spektakuläre, Exzentrische, Schräge daran, normal zu werden und das „Normale“ wird an den Rand gedrängt.
      Das sind völlig neue Perspektiven für alle gesellschaftlichen Gruppen!
      Und so wird mit diesen neuen Erfahrungen auch das gegenseitige Verständnis wachsen, auf dem Weg in eine Gesellschaft, die wirklich „multikulturell“ IST

  • Widerspenstige sagt:

    Mir schwirrt der Kopf bei dieser Kommentarflut und ich bin konsterniert, über diese Angstkommentare. Die Autorin hat die Dinge beim Namen genannt, weil es so ist. Unsinn. Denn dieselben Angsthasen heizen sicherlich mit arabischem Öl. Das sollten sie sofort abstellen u durch andere Energiequelle ersetzen. Sonst kommt ja laufend arabsiches Öl direkt in die Wohnung, heizt tüchtig ein und umnebelt die Sinne. Wie man hier u dort liest, wirkt es wie Gift. Doppelmoral ist ein Kosewort dagegen, denn Dieselben kümmern sich einen Feuchten um Gleichberechtigung u rufen munter: Schatz, bleib Du daheim!‘

    • Katharina sagt:

      WS, es wird gehetzt – sogar ferngesteuert… – weil Krieg ein sehr gutes Geschäft ist. Etwas Dichtestress vorgaukeln, etwas Wirtschaftskrise, und schon erwachen die bekannten alten europäischen Reflexe. Die Puppenspieler im Hintergrund machen dann wieder ein bisschen auf ‚internationale militärische Hilfsaktion‘. Wer wirklich Frieden sucht, und Properität, für alle, bleibt diesen Scheindiskussionen fern und verbessert etwas mit Handeln.

    • mila sagt:

      Katharina, auch wenn ich grundsätzlich geneigt bin, Dir recht zu geben: was mich in solchen Diskussionen immer wieder aufschreckt ist, wie sehr man dazu neigt, komplexe Sachverhalte auf vermeinliche Binsenwahrheiten zu reduzieren. Und (entsprechende) politische Kurzschlüsse zu ziehen, respektive einzufordern. Für vorurteilsloses, umsichtiges Handeln braucht es einen aufgeschlossenen wie kritischen Geist – daher beteilige ich mich an der gesellschaftlichen Debatte und sehe auch darin eine demokratische ‚actio‘. Ohne deswegen zu meinen, ich hätte schon der Weisheit letzten Ratschluss erreicht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Man könnte sich über die primitive Form der Islamophobie, welche bei 90% der Kommentare durchscheint ehr belustigen, wenn nicht eine völlig irrationale Mischung von Angst, Überheblichkeit, Unwissenheit durchscheinen würde.

      Man könnte meinen, hier findet das Berliner Sportpalast Revival 1934 statt. Nur das der Jud Süss jetzt Ali heisst.

      Wie schon 2x geschrieben, erst haben wir uns 1000 Jahre lang deren Reichtum geholt und bestimmte CH Firmen machen das in diesem Moment. Nun kommen die Menschen dazu nach. Die dürfen das und zwar mit Kopftuch und Burka, weil sie Vorkasse geleistet haben.

      • Bolliger sagt:

        Es war der Islam, welcher mit Feuer und Schwert über die asiatischen und afrikanischen Gebiete fegte und ganze Völker zwangsislamisiert, vertrieben oder ausgemerzt hat. Wie wohl hat sich diese Sekte dermassen weit verbreiten können? Übrigens ist auch Europa mehrmals haarscharf an diesem Schicksal vorbeigeschlittert (Ausnahme Balkan, der die Folgen dieser Islamisierung bis heute trägt). Wo der Islam einfällt, strebt er zur alleinigem Macht und vertilgt alles. Warum wohl sind die islamischen Hoheits-Gebiete reine Mono-Kulturen? Machen Sie sich bitte etwas schlau, danke.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Bolliger, es waren christliche Missionare, die die Maya und Inka ausgerottet haben, weil die zu viel Gold hatten. Dann hatten wir die Kreuzzüge, und, und, und, …

        Der Ursprung der heutigen Misere beginnt im 1. WK, als die Franzosen und Briten die Araber baten, sie im Krieg gegen die Türkei zu unterstützen, denn Arabien war osmanisch kolonialisiert. Zum Dank sollten sie ihre Unabhängigkeit bekommen, ein Arabien. Geholfen haben die Araber, ihren Preis aber nicht bekommen, denn es begann die Zeit der Automobile und man brauchte Öl. Die mit dem Lineal gezogenen Grenzen visualisieren das.

      • Bolliger sagt:

        Die Kreuzzüge waren die Antwort des Christentums auf die 400 Jahre dauernde Landnahme des Nahen Ostens durch die Mohammedaner. Es waren die Mohammedaner, welche in Indien die Buddhisten ausrotteten und die Mohammedaner war es, welche in Afrika schon 1000 Jahre bevor überhaupt ein Weisser afrikanischen Boden betreten hatte, Genozid und Sklaverei unter die Afrikaner brachte. Und und und… Ich bin weit davon entfernt, den Westen von jeglicher Schuld freizusprechen an den heutigen Miseren. Der Islam ist und bleibt dennoch eine unheilvolle Sekte, der wir Europa nicht vor die Füsse werfen sollten

      • Hans Hintermeier sagt:

        „Es waren die Mohammedaner,welche in Indien die Buddhisten ausrotteten“. Ist ein typisches Bsp. wie ungenau man es mit Fakten nimmt, ja sie sogar so weit verbiegt, bis sie der eigenen Sichtweise dienen. Oder was man alles auf den Islam projiziert. Der Buddhismus ist in Indien vor allem durch die brahmanische Gegenreformation/Bhaktiströmung mit der Verehrung von Götterbildern usw.(Volksfrömmigkeit) verdrängt worden. Der Buddhismus war mit seiner Betonung des mönchischen Asketismus einfach zu weit vom einfachen Volk entfernt.Die buddhistische Gegenreformation kam dann jedoch zu spät.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Bollinger, ich kenne keine Religion, welche Mohammedaner heisst.

        Und der Satz

        ‚Die Kreuzzüge waren die Antwort des Christentums auf die 400 Jahre dauernde Landnahme des Nahen Ostens durch die Mohammedaner.‘

        demonstriert Ihr (religions-) geschichtliches Wissen.

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ Wir sind keine Leitkultur, nach uns muss sich niemand richten, solange wir auf Kosten derer leben, die Kopftuch und lange Bärte tragen. Deshalb müssen wir ja auch berechtigt Angst haben, so ausplündern lässt sich kein Volk für alle Ewigkeit.

    • mila sagt:

      Man könnte auch sagen: wer über die Köpfe (und Herzen) der Menschen hinweg handelt, und ihre Ängste und Anliegen ignoriert (respektive, gerne auch als ‚Ignoranz der Masse(n)‘ abwertet) läuft Gefahr, von diesen im Zweifelsfall als ‚Gutmensch‘ miss-verstanden zu werden. Ich gebe Dir auch hier recht, es ist ein absolut unsägliches Wort. Aber an der Notwendigkeit von Verständigung, die auf allen Sinnes- und Seinsebenen verläuft, führt kein Weg vorbei, zumal wenn er gemeinsam beschritten werden und damit überindividuell tragfähig soll.

    • Martin Frey sagt:

      Persönlich finde ich den Begriff „Gutmensch“ ungefähr so deplaziert wie den Begriff „Islamophobie“. Beides sind verunglimpfende pauschalisierende Totschlagargumente, die nur den Menschen mit anderer Meinung diskreditieren wollen, anstatt sich damit auseinanderzusetzen, weshalb wer wie denkt und wovor man sich weshalb sorgt. Für meinen Teil finde ich dies nicht zielführend.
      Oder anders gefragt, was ist ein Mensch der sich sorgt vor dem Klimawandel? Ein Klimaphobiker?

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Unterschied ist, der Klimawandel ist ein naturwissenschaftlich berechenbares reales Risiko, während der Islam in Mitteleuropa (noch) kein Risiko ist. Vorausgesetzt, man hört auf, die islamischen Länder bis aufs Hemd auszurauben und sie parallel aufs übelste zu diffamieren. Dann wird der Islam auch kein Risiko.

        Etwas ganz anderes ist, das sowohl das Christen-, das Judentum und der Islam fundamentalistische Tendenzen haben. Dies aber genau in der beschriebenen Reihenfolge, der Islam ist die harmloseste Religion. Um das zu erfahren, muss aber ein wenig Quellenstudium betreiben.

      • Martin Frey sagt:

        Der Salafismus nährt sich aus seiner finsteren Interpretation des Islam und benötigt dafür weder Ausbeutung noch Armut. Die klassischen Opfer wie die Jesidinnen sind weder irgendwie schuldig noch ausbeuterisch tätig. Opfer islamistischen Terrors werden ausgewählt, weil sie das sind was sie sind, nicht für das was sie tun. Gleiches gilt für den ältesten und tödlichsten Konflikt der islamischen Welt, dem zwischen Schia und Sunnismus, auch ein weiteres Symptom für den Reform- und Aufklärungsstau in der islam. Welt.
        All das, lieber ML, hat mit uns sowenig zu tun wie der berühmte Reissack in China.

      • Muttis Liebling sagt:

        MF wir hatten auch die Inquisition und die Hexenverbrennungen. Diese Beispiele können wir über tausend Jahre beliebig aneinander reihen. Bleibt nur als Erkenntnis, Religion ist eine Waffe der Politik und an den Rändern entstehen unter dem Mantel der Religion blutige Verteilungskämpfe.

        Da nehmen wir uns alle nichts. Über alles besteht ein wirtschaftlich messbarer Abfluss von Werten aus dem Orient in den Okzident. Da ist die Wurzel aller Auseinandersetzungen. Machen wir 100 eine Mauer zwischen Westen und dem Osten, die keiner aus keiner Richtung überqueren darf. Dann ist Ruhe, für immer.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Falls Sie das alles wirklich interessiert, es gibt ein schmales Bändchen zum Thema, unverfänglich von einem Prof. für Neues Testament geschrieben. Kann man an einem Wochenende lesen.

        Kienzler, Klaus: Der religiöse Fundamentalismus. Christentum, Judentum, Islam, C.H. Beck

      • Martin Frey sagt:

        Ueber den wirtschaftlich messbaren Abfluss von Werten kann man immer diskutieren, zumindest bezüglich der arab. Halbinsel dürfte die Bewegung in umgekehrter Richtung erfolgen. So oder so passieren derartige „Abflüsse“ jedoch laufend und überall auf der Welt. Gewagt ist es jedoch meines Erachtens daraus irgendeine Begründung/Legitimation für den salafistischen Vernichtungsfeldzug zu ziehen. Dafür gibt es keine Beweise, lediglich in vielen Kreisen heissgeliebte Theorien. In anderen Weltregionen passieren derartige Abflüsse auch.
        Ueber das Sündenkonto des Christentums müssen wir nicht diskutieren

      • mila sagt:

        @MF, bezüglich Totschlagargumenten: Da haben Sie absolut recht. Es ist allerdings durchaus frappant, wie dieselben Leute, die ‚Respekt‘ und ‚Toleranz‘ von anderen einfordern, selbst nicht in der Lage sind, selbige anderen teils auch nur ansatzweise entgegenzubringen. Wie auch hier durchaus nachzulesen ist: wer von der eigenen Wahrnehmung abweicht, wird ohne allzu viel Rückfragen und Differenzierung in die jeweils andere Ecke gestellt. Und spätestens an diesem Punkt wird die weitere Diskussion verweigert, weil es sich so (mit ‚Unverbesserlichen‘, ‚Verblendeten‘ etc.) nicht ‚reden‘ lässt –

      • mila sagt:

        dabei wurde zuvor schon mehr oder weniger konsequent aneinander vorbeigeredet. Konkret: was nicht stattfindet, ist Meinungsbildung, denn die Meinungen sind schon von Beginn weg unverrückbar gesetzt. Und damit kann ich persönlich wenig anfangen, unabhängig von der jeweiligen Position(ierung).

      • Martin Frey sagt:

        Tolerant ist nicht zwingend der, der sich selber für tolerant und weltoffen hält. M. E. beginnt Toleranz damit, anderen Menschen zuzuhören, sich auf sie, ihre Ansichten und Erfahrungen einzulassen. Hier scheitern erwartungsgemäß bereits viele, gerade bei so kontroversen Themen. Und dann ist die Versuchung natürlich groß, sich rhetorisch Luft zu schaffen indem man andere Stimmen auf einfache Weise zum schweigen bringt. Sei es durch persönliche Angriffe oder den Gebrauch von Totschlagargumenten. Daher findet whs nur unter einer Minderheit ein echter Diskurs statt. An die muss man sich halten.

  • mira sagt:

    Das Kopftuch ist Ausdruck der Abgrenzung nach Außen und des Schutzes der Frau gegenüber ungezügelten Männern. Nun, unsere Männer hier sind zivilisiert und flippen nicht aus, nur weil sie die Haare eines Mädchens sehen. Daher braucht es das Kopftuch nicht. Es trotzdem zu tragen ist ein Affront gegen alle Männer. Gerade in der Schule hat ein Kopftuch nichts verloren. Ich wundere mich immer, dass diese offenkundliche Beleidigung von Männern so wenig erwähnt wird.

    • Sportpapi sagt:

      “ Es trotzdem zu tragen ist ein Affront gegen alle Männer.“ ICH – ein Mann – fühle mich von einer Kopftuchträgerin nicht angegriffen. Genauso wenig wie es mich stört, wenn andre Frauen äusserst freizügig herumlaufen.

      • mira sagt:

        Dann hast Du nicht begriffen, warum sie das tut

      • Onkel Arnold sagt:

        Es soll mich als Mann beleidigen, wenn Musliminnen auf Geheiss einer unliebsamen Gottfigur aus dem abgespaceten Fantasyschmöker „Koran“ ein Stück Tuch um den Kopf tragen? Da finde ich hässliche Tattoos und Nasenringe also bedeutend schlimmer. Und selbst da zwingt mich ja niemand hinzusehen.

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Schön, dass Sie das so genau wissen.

      • Arno Brunn sagt:

        Nun, ich find dass schon eine Frechheit, wenn es als
        Provokation gemacht wird.Hierbei geht es schon um eine
        gewisse Zivilisation im Umgang mit Frauen wie die Vorrednerin erkannt hat,
        der in moslemischen Staaten nunmal immer noch sehr urban ist, um es mal
        dezent zu formulieren. Es fehlt dort halt noch an gewissen zivilisatorischen Elementen
        moderner Industriestaaten.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das ist effektiv ein interessanter Punkt, der nur selten beachtet wird. Das gängige Hauptargument für die Verschleierung ist ja durchaus extrem sexistisch, in dem es unterstellt, Männer hätten derart wenig Selbstkontrolle, dass sie aufgrund des reinen Anblicks einer (unbewachten) Frau über diese herfallen würden. Das wiederspiegelt in erschreckender Weise die gute alte konservative Rechtfertigung von Vergewaltigungen, dass die Frau halt nicht allein unterwegs und „aufreizend“ gekleidet hätte sein sollen und damit selber Schuld ist..

      • Pumuckl sagt:

        @ Bögli. Dann sollten Sie sich mal ein wenig durch die Geschichte der Schweiz schmökern. Vielleicht würden Sie dann ein etwas anderes Bild bekommen. Frauen haben hier Hauben, Kopftücher oder Hüte getragen, damit sie Schutz vor den Männern hatten und nicht als Huren oder Freiwild angesehen worden sind. Und sooo wahnsinnig lange ist das noch nicht her. Ist übrigens auch ein Grund, warum Nonnen und Diakonissen auch heute noch Schleier und Hauben tragen. Beleidigen diese Sie jetzt, weil sie implizieren, Sie seien ein hemmungsloser Vergewaltiger?

      • Christoph Bögli sagt:

        @Pumuckl: Aber natürlich! Ich finde dieses meist konservativ-religiöse Menschenbild, das grob gesagt diktiert, dass Frauen „keusch“ gekleidet sein müssen um sich nicht zum Freiwild der Männer zu machen (oder selber Schuld sind an den Konsequenzen), ausnahmslos fürchterlich. Wer und warum das genau vertritt ist dabei völlig egal, inakzeptabel ist es so oder so. Darum haben m.E. in öffentlichen Schulen auch Nonnen genau so wenig verloren wie muslimische Lehrerinnen mit Kopftuch..

      • mira sagt:

        Ja, es erstaunt mich, dass das so wenig beachtet wird. Ich selbst habe einige Zeit in einem muslimischen Land gearbeitet. Ich hatte kein Kopftuch an (Christenanteil in dem Land war 10%), wurde aber ohne Ausnahme jeden Tag belästigt. Daher verstand ich es irgendwie, dass die Frauen dort das Kopftuch „zum Schutz“ getragen haben. Da es einfach zu viele Männer hab, welche das Fehlen eines Kopftuches als Aufforderung zur Belästigung verstanden.

      • mira sagt:

        Natürlich gab es auch viele „anständige“ Männer, doch deren Anteil war leider einfach zu klein. Ich habe dort mit einigen Frauen gesprochen, warum sie das Kopftuch tragen. Die Gründe waren allesamt religiös motiviert (Schutz vor Männern – im Koran steht das so, mein Gott will das so, etc). Kein der Frauen kam auf die Idee, dass es gesamt-gesellschaftlich besser wäre, das Verhalten der Männer zu ändern. Es wurde angenommen, dass diese „einfach so sind“… Das hat mich sehr traurig gestimmt.

      • Pumuckl sagt:

        @ Bögli 12:09. Ihre Aussage zu Nonnen … hat meine ABSOLUTE Unterstützung …. Zumindest wenn wir Priester und dgl. auch noch dazunehmen. Der Unterschied ist jedoch, dass es sich hier um eine Schülerin handelt, also keine Staatsangestellte, die an der Schule arbeitet. Und für diese sollte das Recht der freien Entfaltung sowie die freie Meinungsäusserung höher zu gewichten sein.

    • Mark Keller sagt:

      Mira, ich bin ein Mann. Und mir gefällt eine Frau die ein modisches Kopftuch trägt, das auf ihre Kleidung abgestimmt ist und diese schön ergänzt. Auch ein Hidschab kann ein schönes Gesicht zur Geltung bringen. Es ist kein Affront gegen mich, wenn mir eine Frau mit Kopftuch gegenüber steht.

      Und Sie Mira, nehmen für sich in Anspruch zu wissen warum eine Muslima ein Kopftuch oder einen Hidschab trägt? Ist dies nicht vielleicht ein klein bisschen anmassend?

      • mira sagt:

        Nein, das ist nicht anmaßend. Denn wer ein Kopftuch aus modischen Gründen trägt, der kann es ohne Probleme abnehmen. So, wie man eben einen Baseball-Cap oder eine Haarspange ablegen kann, ohne dass einem eine Zacke aus der Krone fällt. Genau das tun aber religiös motivierte Damen nicht, daher ist es kein modisches Accesoire, sondern ein klares religiöses Zeichen zur Abgrenzung vor den pösen Männern und den „unreinen“ Frauen.

      • Arno Brunn sagt:

        @keller
        Das ist ja dass ihr Problem.Sie vermischen Mode mit religiösen Symbolen.
        Die tragen ja das Kopftuch aus rein religiösen Motiven und als Schutz
        vor einer Gesellschaft, die über einenn gewissen kulturellen Horizont nie
        hinauskamen und wo deren Männer in der Nähe von Frauen ihre Triebe
        nicht zügeln können. Das ist leider nunmal Fakt.
        Dass sie das als Mann nicht verstehen können, ist irgendwo verständlich.

    • Gerhard Engler sagt:

      @mira: In der Schweiz gilt etwas nur dann als Beleidigung, wenn es sich gegen eine konkrete Person richtet. T-Shirts mit allen möglichen aufdrucken können auch „beleidigend“ sein. Aber in einer liberalen Gesellschaft sollte es keine Vorschriften über Kleider geben. Die Leute sollen doofe T-Shirts tragen dürfen und auch Kopftücher.

      • mira sagt:

        Beim Kopftuch ist eben nicht ein bestimmter Mann gemeint, sondern die Hälfte der Bevölkerung. Daher ist es auch den meisten Männern egal, da es nicht persönlich gemeint ist und sich niemand direkt tangiert fühlt. Ist mir schon klar. Ich weiß, dass viele Frauen das Kopftuch freiwillig (soweit ein Mensch einen freien Willen hat 😉 ) tragen. Erschreckend finde ich v.a. das zugrundeliegende, schlechte Menschen/Männerbild dieser Entscheidung und nicht das Tuch selber. Wenn es „nur“ um Stoff ginge, dann wäre die Diskussion müssig 🙂

    • Bill Weber sagt:

      Kopftücher haben in Schulen sowenig verloren wie Baseball-Caps und andere Kopfbedeckungen.
      Muslime sollen sich bei uns gefälligst an unsere Regeln halten und sich anpassen.

      • Gerhard Engler sagt:

        @Bill Weber: und jüdische Kippas wollen Sie auch verbieten? Dürfen katholische Nonnen im Habit Unterricht erteilen?

      • Arno Brunn sagt:

        Stimmt, erstaunlich das es immer wieder Politiker gibt,
        die zweierlei Rechte fordern, sollten diese doch soweit,
        seit Jugend an, darüber aufgeklärt worden sein, wie Recht in einem
        Rechtsstaat funktioniert.

      • Bill Weber sagt:

        @G.Engler: genau und am besten Schuluniformen einführen wie z.B. in England oder Australien.

      • Stranger sagt:

        Bill, nur weil sie die Rückfrage nicht beantworten können, müssen Sie anscheinend den Fragesteller durch eine Absurdität würgen. Schämen Sie sich mal.

      • Bill Weber sagt:

        @sranger: Die Frage von G.Engler ist bereits beantwortet: keine Kopfbedeckung an Schulen bedeutet keine Kopfbedeckung an Schulen, ausser eben der Schuluniform, was alles andere als absurd wäre. Jegliche Diskussionen würden sich erübrigen.

  • Vielleicht muss man die Diskussion um das Kopftuch bzw. den Islam ins Grundsäztliche führen?
    1. Wieviel Islam erträgt eine offene Gesellschaft bzw. ein westlicher demokratischer Verfassungstaat?
    2. Soll man bei uns den Islam ganz oder teilweise verbieten? Wenn ja, wie soll es aussehen?
    3. Wieviel Toleranz muss man der Intoleranz der Religionen entgegenbringen?
    4. Ich würde eine Umwertung der Religionen in Ideologien stark befürworten.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die 4 Fragen taugen alle nichts, weil die implizit von der Überlegenheit des Westens über den Islam ausgehen und das ist grundsätzlich falsch.

      4 ist völlig daneben, weil Religion, genau wie Politik immer Ideologie ist.

      3 ist wegen der Überangepasstheit des Protestantismus an den Kapitalismus auch hinfällig.

      2 Religionen kann man nicht verbieten, alle die es versucht haben, sind gescheitert. Putin was Geheimdienstoffizier und hat damit keine Lorbeeren verdient, heute macht er auf orthodoxen Christen und stabilisiert damit seine Position.

      1 ist eine rhetorische Frage, nichtig.

      • 4. ist genau so. Religion ist Ideologie, wird aber nicht als Ideologie betrachtet.
        3. Wieviel Toleranz muss man der Intoleranz der Religionen entgegenbringen?
        2. Was haben die Aufklärer gemacht?
        1. ist keine rhetorische Frage, sondern ernst gemeint.

        „…Die 4 Fragen taugen alle nichts, weil die implizit von der Überlegenheit des Westens über den Islam ausgehen und das ist grundsätzlich falsch….“
        Das ist eine bösartige Unterstellung.

  • Sweet sagt:

    Frau Fischer jetzt bin ich aber enttäuscht. Sie sind doch sonst kein unterwürfiges Frauchen?

    Nonsens? Vielleicht wäre ein Verbot für das eine oder andere Mädchen, das lieber ohne dieses einschränkende Kopftuch rumlaufen würde sondern frei mit wilder Mähne 😉 so wie seine Schulkolleginnen, eine Chance! Jetzt kann zu Hause vielleicht eimal über das Thema überhaupt geredet werden.

  • Querdenker sagt:

    Die Frage ist doch so:

    Kopftuch = religiöses Symbol? —> religiöse Symbole wie z.B. Kruzifix etc. in der Schule erlaubt oder nicht

    Kopftuch = Kopfbedeckung? —> Kopfbedeckung wie z.B. Baseballkappe in der Schule erlaubt oder nicht

    Ist es eine Zumutung gläubigen Personen das tragen ihrer religiöse Symbole für eine gewisse Zeit zu unterbinden?
    Hat keine Kopfbedeckung in der Schule nicht etwas mit anstand zu tun?

    • Pumuckl sagt:

      @ Querdenker. Das ist leider nur teilweise richtig, da Sie zwischen Schule und Schüler unterscheiden müssen. Der Schule sind religiöse Symbole verboten. Zu der Schule gehören nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch die Personen, die in der Schule angestellt sind. Nicht jedoch die Schüler. Diese gehen zwar in die Schule, sind aber nicht Teil derselben. Somit gelten für sie auch andere Regeln, bzw. gewisse Regeln nicht. Und nein, es ist keine Zumutung, Lehrerinnen und Lehrern das Tragen religiöser Symbole für eine gewisse Zeit zu verbieten, da sie ja Teil der Schule sind. …..

    • Pumuckl sagt:

      @ Querdenker .. Fortsetzung ….. aber es ist ein unzulässiger Eingriff in die persönliche Freiheit eines Menschen, wenn dieses Verbot auf die Schüler ausgedehnt wird, da diese eben KEIN Teil der Schule sind.
      Das grundsätzliche Tragen von Kappen kann den Schülern genausowenig verboten werden, wenngleich man sie darauf hinweisen kann, dass es gewisse Anstandsregeln gibt, auf deren Einhaltung man Wert legt. Meines Wissens gibt es da auch noch kein Präjudiz, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sämtliche Kleidervorschriften an Schulen dann ziemlich böse bachab gehen würden. …..

    • Pumuckl sagt:

      @ Querdenker …. Fortsetzung 2 …. Aber ich habe ehrliche Bedenken, ob wir dann einen wünschenswerten Zustand erreicht haben.

  • Clara sagt:

    Dass dieses Thema immer noch den Kochtopf zum überlaufen bringt, ist mir echt ein Rätsel. Wenn das Kopftuch verboten wird, dann müsste konsequenterweise auch die Kippa, die Perücke (bei orthodoxen Jüdinnen), das „Kreuz am Hals“ usw. verboten werden. Dieses verbot würde genauso uns selbst einschränken. Und soll doch jeder tragen, was er will und mit der Zeit hinterfragen, ob es immer noch stimmt oder nicht. Im selbstbestimmten Hinterfragen der eigenen Werte liegt die Freiheit und nicht in einem „prophylaktischen“ Verbot. eines Kopftuches, einer Kippa usw…

    • Charlotte sagt:

      @Klara, Perücken tragen orthodoxe, erwachsene Jüdinnen, nie jüdische Mädchen.Das Kopftuch ist ein äusseres Zeichen der Unterdrückung der Frau im Islam.Privat und auf der Strasse kann ich mich mit Hüten, Kopftüchern etc. schmücken, hat aber in den Schulen nichts verloren. Genauso wie ich in Badeanstalten einen Badeanzug, nackt, oder Tanga baden gehe und nicht mit meinen Tageskleidern.
      Wir sind hier in einer westlichen, aufgeschlossenen Kultur und müssen unsere Mädchen und Frauen nicht vor der Geilheit der Männer mit Burkas,Kopftüchern etc. schützen.
      Der Koran sagt in Sure 33 Vers 59,Frauen

      • Charlotte sagt:

        Sure 33, Vers 59, Frauen sollen etwas vom Ueberwurf über sich herziehen, damit sie als „Ehrbar“ erkannt und nicht belästigt werden.Müssen Mädchen Kopftuch tragen, heisst das nichts anderes, als dass Mächen sexuell atraktiv sind für Männer, bei Frauen ohne Kopftuch heisst das,diese sind nicht „ehrbar“, also können diese belästigt werden.
        Eine solche Einstellung ist zu tiefst krank, nicht nur in unserer Kultur.

      • Clara sagt:

        1. Mose 19,8: […] Um deine Haut zu retten, opfere ruhig deine unschuldige Tochter.
        Ri 19,24: Die könnt ihr schänden und mit ihnen tun, was euch gefällt.
        Offb 14,4: […] 144.000 Männer in den Himmel kommen werden […] die sich mit Frauen nicht befleckt haben.
        Usw…
        Dieses „Spiel“ kann bis ad absurdum weitergeführt werden. Von mir aus. Aber: damit beleidigen wir die Intelligenz aller Frauen und Männer, die eine geistige Evolution durchgemacht haben und/oder immer noch durchmachen.
        Bitte beachten Sie die Stichworte:
        Selbstbestimmtes Hinterfragen der eigenen Werte – auch die unserigen!

    • Sportpapi sagt:

      Danke. Aber das ist vermutlich für die meisten hier etwas gaaaaanz anderes.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Natürlich sollte an öffentlichen Schulen auch Kippa und Perücke verboten werden. Es geht ja nur um die öffentliche Schule.
        Von Ketteli redet ja niemand. Keiner Verlangt, dass man das Blaue Auge nicht mehr tragen darf oder ein vergoldetes arabisches Wort.
        Für mich einfach spannend wie sie Clara und sie Sportpapi, einfach gebetsmühlenartig ihr Argument wiederholen und alles andere geflissentlich ignorieren, wie zum Beispiel die Realität die Felder beschreibt.
        Eine Realität mit der sich junge Frauen in Ägypten konrontieren müssen und eben auch in gewissen Quartieren in Europa.

      • Sportpapi sagt:

        @HH: Vielleicht hat mich ja meine jüdische Herkunft geprägt. Wir haben glücklicherweise eine längere Erfahrung mit jüdischen Menschen an den öffentlichen Schulen. Und offensichtlich einen Weg gefunden, sie hier zu integrieren. Und mit der Kippa auf ihrem Kopf zu leben. Warum war man da – nach Jahrhunderten der Unterdrückung und Verfolgung, auch in der Schweiz – plötzlich doch so tolerant? Und warum soll das nun plötzlich nicht mehr gehen?
        Und „es geht ja nur um die öffentliche Schule“. Sie plädieren also für Privatschulen? Um damit Parallelgesellschaften zu verhindern???

      • Hattori Hanzo sagt:

        Nein Sportpapi ich plädiere bestimmt nicht für Privatschulen. Die würde ich sowieso den gleichen Regeln unterstellen. Und ich finde, auch jüdische Kinder sollten ein Recht haben, ein paar Stunden in der Schule nicht äusserliche Embleme ihrer Religionszugehörigkeit tragen zu müssen. Das hat nichts mit Unterdrückung zu tun, sondern ein freiheitlicher Staat sorgt dafür, dass Kinder wenigstens während der Schulzeit einmal der religiösen Indoktrination entfliehen dürfen.

      • Sportpapi sagt:

        Sie finden also, es ist für die Kinder befreiend, wenn man sie zwingt zu tun, was sie aus unterschiedlichen Gründen nicht tun möchten? Vermutlich werden sie sich sogar bedanken dafür?
        Ich halte ein weiteres Mal fest: Wir haben völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, was ein freiheitlicher Staat ist, und was nicht.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Aber wiederum sportpapi – sie eröffnen ein neues Themenfeld und antworten NICHT auf das Argument, das ihnen einfach nicht in den Kram passt
        All die islamischen Kulturen in denen das Kopftuch eine breite Präsenz hat, zeigen drastisch welche knebelnde Wirkung das auf Frauen hat. Die welche es nicht tragen, müssen um ihre Sicherheit fürchten. Ich erwähnte Ägypten, ein andere gewisse Quartiere im Herzen Europas.
        Dazu sagen sie einfach kein Wort. Warum nur?

      • Hattori Hanzo sagt:

        SP bezüglich Willen des Kindes habe ich ihnen bereits geantwortet. Hier nochmals:
        Ach Sportpapi sie machen es sich ja wunderbar einfach. Und das christliche Kind von den von ihnen so ungeliebten Fundis wird ihnen auch sagen, dass es aus freien Stücken keine Sexualkunde und Schwimmunterricht haben will. Erst recht, wenn diese Gruppe so gross wäre, dass auch seine Kollegen auf dem Pausenplatz es so sehen würden.
        Sollte die säkulare Schule nicht ein Freiraum sein, in dem religiös indoktrinierte Kinder für einige Stunden die Chance haben von diesen unausgesprochenen Zwängen frei zu sein?

      • Hattori Hanzo sagt:

        ich hoffe sie denken mal etwas darüber nach… ich bin überzeugt, dass wir den Kindern langfristig einen Gefallen tun. Religiöse Identität wird uns einfach übergestülpt.
        Ich glaube der Staat hat eine Verpflichtung dies so weit wie möglich zu unterbinden. Menschen sollten wenigstens eine Wahl haben. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder andere Informationen bekommen und sich nicht durch Äusserlichkeiten absondern müssen. Sei es durch tatsächlichen Druck oder durch sublime Indoktrinierung.

        So jetzt muss ich mich verabschieden.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Hanzo, Sie bestimmen also nun auch noch, auf welche Argumente ich einzugehen habe? Nö, eigentlich eröffne ich kein neues Feld, sondern bleibe ganz stur bei freiheitlichen Idealen stehen, die in Widerspruch stehen zu einem Kopftuchverbot. Sie können nun natürlich anfügen, dass jegliche Religiöse Unterrichtung eine Indoktrination darstelle und deshalb unterbunden werden sollte. Unsere Verfassung sagt aber etwas ganz anderes. Und ganz sicher müssen Schulen nicht dafür sorgen, dass die Verfassung verletzt wird. Auswüchse unterbinden hingegen ist sicher ok.

      • Sportpapi sagt:

        Und nein, eigentlich möchte ich nicht die Zustände im Ausland als Massstab für unser Handeln in der Schweiz nehmen. Oder dann nur als Beispiele, wie es nicht getan werden soll. Die Zustände in den islamischen Ländern sind genau das, was wir nicht wollen. Also lassen wir das mit den Kleiderregeln. Und die Ghettos in einigen europäischen Ländern sind ein Zeugnis von gescheiterter Integration und hoffnungslosen Zuständen. Dagegen hilft Ausgrenzung ganz sicher nicht. Sondern Bildung, Integration, Vorbild.

      • Franz Vontobel sagt:

        Konsequenterweise muss dann die Schule auch das Salatsieb auf dem Kopf eines Pastafari-Jüngers dulden, SP. Richtig?

      • Sportpapi sagt:

        Wenn Kind und Eltern darauf bestehen. Ja. Allerdings würde ich als Lehrer dann natürlich darauf achten, dass das auch konsequent umgesetzt wird. Was meinen Sie, wie lange dauert eine solche Provokation, wenn sie kein Fundament hat?

      • Franz Vontobel sagt:

        Mit welchem Recht wollen sie kontrollieren, wie konsequent der Schüler das macht? Es ist im Rahmen der Religionsfreiheit, wie konsequent ich meine Religion lebe… Sie haben da nicht wirklich eine Handhabe, wenn sie ihren freiheitlichen Ansatz durchziehen wollen.

    • Ninon sagt:

      @ Clara: Es geht hier um die Schule. Orthodoxe Jüdinnen tragen erst nach der Hochzeit Perücke. Es ist das Problem von Kulturrelativistinnen wie Ihnen, dass Sie die Unterschiede nicht kapieren und alles zu einem Brei verstampfen. Mit dem Kopftuch zeigen Mädchen und Teenager in der Schule, dass sie demütig und unterwürfig sind und ihren Körper als schambesetzt empfinden.

      • Pumuckl sagt:

        @ Ninon. Da kommen wir hingegen langsam endlich zu einem Thema, das wirklich spannend wäre. Die Schule als öffentlicher Raum hat sich religiöser Symbolik zu enthalten. Soweit so gut. Die Schüler sind zwar in diesem öffentlichen Raum, sind aber nicht Teil dessselben. Somit können sie durchaus derartige Symbolik zur Schau stellen. Umgekehrt sind aber Lehrerinnen und Lehrer sehr wohl Teil der Schule. Was ist also mit der Lehrerin, die ein Kreuz oder eine Perücke trägt? Dem Lehrer, der eine Kippa trägt? Dem Pfarrer oder der Diakonisse im Religionsunterricht?

    • Michi sagt:

      @Clara „Im selbstbestimmten Hinterfragen der eigenen Werte liegt die Freiheit und nicht in einem “prophylaktischen”

      Auf den Punkt gebracht. Das ist doch der Kern der Sache. Wir trauen den Muslimatöchtern nicht zu, dass sie eines Tages (hallo, vernetzte Welt) selber entscheiden. Und auch wenn wir das Kopftuch verbieten, lösen wir die Probleme, um die es uns ja eigentlich geht (Unterdrückung, Lebensplanung durch den Vater und die Brüder, arrangierte und schlimmstenfalls Zwangsheirat) auch nicht. Das ist doch protektionistisch und führt nicht zum Ziel.

      • Michi sagt:

        und übrigens:
        Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen. (Art. 15 Abs. 2 Bundesverfassung).
        Es ist aber nun mal nicht am Staat festzulegen, wie diese Religion (innerhalb der gesetzlichen Ordnung) auszusehen hat und zu werden, welche Bekenntnisse er zulässt und welche nicht. Und in der Schweiz bestimmen bis 16 Jahre (!) generell die Eltern über die religiöse Erziehung (Art. 303 ZGB).

      • Michi sagt:

        …zu werten, welche…sollte es natürlich heissen.

  • Peter sagt:

    Es sind in diesen Fällen immer die Väter, die beteuern das ihre Tochter das Kopftuch „freiwillig“ trägt. Die Mütter haben dazu sowieso nichts zu sagen. Ich bezweifle diese Freiwilligkeit. Welcher Vater würde schon zugeben, das er seine Tochter zum Kopftuch zwingt? Und welches Mädchen macht sich wirklich freiwillig zur Aussenseiterin in einer Schule, ganz ohne Druck des Vaters und/oder Bruders, ist es wirklich religiöse Überzeugung oder einfach Angst? Sollen wir wirklich die Ansprüche einer Gesellschaft und Religion tolerieren, die selbst sehr intolerant gegenüber unseren Werten ist?

  • Anastasia sagt:

    Führt Schuluniformen mit den entsprechenden Kopfbedeckungen (ausserhalb des Schulzimmers getragen) ein und das ganze Problem ist gelöst.

  • Jürg sagt:

    Die Schule hat die Neutralität zu wahren bezüglich aller Glaubensrichtungen. und da gehört kein Kreuz, kein Schleier und kein Buddha in Schulzimmer. Die einzige Aufgabe der Schule ist es, auf wissenschaftlicher Basis Fakten zu vermitteln. Wer glaubt hat aufgehört zu denken…

    • Oliver Markant sagt:

      Ihr letzter Satz stimmt nicht! Wer glaubt steht kurz davor, Neues zu erfahren und dabei zu lernen wäre m.E. eher eine richtige Formulierung.

    • Ania sagt:

      Ja, wir sollten alle nakig herum laufen. Was hat uns eigentlich so prüde gemacht dass wir Kleider zu brauchen glauben? Ah ja, „unsere“ Religion…

    • Mark Keller sagt:

      Es ist ein Unterschied, ob die Schule religiöse Symbole ins Schulzimmer hängt, oder ob die Schüler ein ihrer Religion entsprechendes Symbol tragen!

  • Srdjan M sagt:

    Ich finde die Argumentation hier grundsätzlich falsch auch wenn die Absicht positiv ist: Es geht nicht einfach um Kopfbedeckungen, es geht um unseren Umgang mit Symbolen der Religionen in Alltag.

    Mag sein dass das Kopftuch für uns aufgeklärte Europäer auch als Zeichen der Unterwerfung der Frauen gilt.
    Nur was gibt uns denn das Recht diese Deutung für andere zu festzulegen?

    Es geht um unsere freiheitlichen Werte und um Prinzipien die konsequent angewendet werden müssen, weil sie schon bei den ersten Einschränkungen der persönlichen Freiheit stark an Bedeutung verlieren.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Das „Recht“ gibt uns das Wissen, dass es mit freiheitlichen Werten und Prinzipien, und der uneingeschränkten persönlichen Freiheit, in Parallelgesellschaften nicht weit her ist.
      Wir müssen ja nun wirklich nicht alles durchexerzieren bis uns Zustände wie in GB, F und D zeigen, dass wir möglicherweise ein bisschen zu gutgläubig waren.

      • Sportpapi sagt:

        Warum haben wir diese Zustände in der Schweiz glücklicherweise (noch) nicht? Wegen unserer strengen Gesetze?

      • Pumuckl sagt:

        @ Steiner. Wie weit ist es denn mit unseren freiheitlichen Werten her, wenn sie es nötig haben, vor einem Stofflappen geschützt werden zu müssen? Wie weit reicht unsere freiheitliche Lebensweise, wenn wir anderen vorschreiben müssen, welcher Art sie sich zu kleiden haben. Und dies notabene obwohl sie dabei KEINERLEI Gesetz missachten, ganz im Gegensatz zu den Horden barbusiger Frauen, die am Samstag wieder über Zürich herfallen werden. Klar finde ich als Mann die nackten Brüste auch attraktiver als einen Stofffetzen über dem Kopf. Trotzdem ist es nicht legal

      • Sportpapi sagt:

        Wo gibt es barbusige Frauen? Da muss ich hin!
        Ernsthaft jetzt: Weshalb sollte das verboten sein?

      • Pumuckl sagt:

        @ Sportpapi. http://www.nzz.ch/kantone-duerfen-nacktwanderer-bestrafen-1.13342332. Bitte selber lesen und auch selbst die dazugehörigen Gesetze suchen, lesen und interpretieren.

      • Sportpapi sagt:

        Die Appenzeller waren schon immer rückständig…

  • André Wey sagt:

    Ich staune das gerade die Frau sich nicht mehr gegen diese Religion der Unterdrückung wehren!
    Meine Tochter gerade 19 Jahre sagt: Du meine Freundin muss nun Heiraten! Der Vater hat die Ehe organisiert.
    Das ist in der Schweiz in Menziken. Diese Religion sollte verboten werden. Ihr lieben Frauen erwacht und wehrt euch! Es geht um eure Freiheit.

    • Mark Keller sagt:

      Die hat mit der Religion auch nichts zu tun… Wo bleibt die Freiheit, wenn wir diese für Minderheiten einschränken? Wann werden Sie zu einer Minderheit gehören, deren Freiheit eingeschränkt wird?

    • Pumuckl sagt:

      @ Wey. Und wie bitte schön sollen sich diese Frauen denn wehren? Das könnten sie nur, wenn sie über einge gute Bildung und Ausbildung verfügen würden, die dafür sorgten, dass sie auch ein selbständiges Leben führen könnten, ohne von anderen (sprich: Männern) abhängig zu sein. Aber genau diese Bildung will man ihnen ja nicht zukommen lassen, weil man aus Rechthaberei auf ein Kopftuchverbot in Schulen pocht. Geradezu absurd.

      • Ka sagt:

        @ wenn wir das Kopftuch verbieten, heisst das nicht, dass die Mädchen nicht mehr in die Schule gehen! Es besteht Schulpflicht. Aber im Klassenzimmer bitte ohne Kopftuch!

    • Michu sagt:

      Schauen Sie sich mal an, wieviele Türkinnen Schweizer heiraten.
      Die Familie redet da meistens mit!

  • R.G. sagt:

    Kopftuch verbot is wichtig. Die muslimin werden von den Männer/Koran unterdrückt. Sie sind nicht frei zu wählen, sie mussen
    es tragen sonst kann man sie töten (je nach Orientirung). Schauen sie nur wie de Männer unter uns laufen (shorts, jeans. t-shirt)
    und die Frauen mussen sich verstecken unter Kopftuch und bis am Boden reichende meistens schwarze Bekleidung. Sind wir in Arabien ? Sind wir in ein Land wo Männer und Religion das tägliche Leben bestimmen. Die muslime die nicht zufrieden hier sind (ohne Kopftuch zu leben) sollten nach Saudi Arabien verreisen und glücklich sein.

    • Mark Keller sagt:

      R.G., wo und wann haben Sie eine Schweizerin oder eine in der Schweiz wohnende Muslima gesehen, die bis an den Boden reichende schwarze Bekleidung trug? Sie würden eine Schweizer oder in der Schweiz lebende Muslima nicht mal erkennen, wenn Sie direkt vor Ihnen stünde. Die weitaus meisten Muslima in der Schweiz sind wie die meisten Frauen hier bekleidet.

  • Ossi sagt:

    Quo vadis? Wollen wir unter dem Deckmantel einer (fremden) Religion unsere sozialen Werte über Bord werfen? Es hat nichts mit kleingeistigen Einstellungen zu tun, Frau Fischer! Es ist der legitime Anspruch einer Gesellschaft, die zum Teil lange gelebten Traditionen und Lebenseinstellungen (z.B. die Emanzipation der Frau) zu schützen. Dies ist eine natürliche Reaktion. Ich bin in einer (einigermassen) freien Gesellschaft aufgewachsen und empfinde es als stossend, wenn sich Frauen in unserer Gesellschaft vermummen müssen (ein Schelm, wer denkt, die Frauen machen das freiwillig).

    • Sportpapi sagt:

      @Ossi: Welche Rechte und Pflichten hat denn eine emanzipiere Frau in der Schweiz? Wie muss sie sich kleiden?

      • Peter sagt:

        Sie kann sich kleiden wie sie will. Genau das ist der Unterschied zum Kopftuch, das aus religiösen getragen werden muss!

      • Georg Beck sagt:

        Das ist genau die Schwierigkeit. Viele der Frauen tun es „freiwillig“. Das Problem ist, dass sie von jung auf indoktriniert wurden. Wie auch schon die Generationen davor. Ich bin für ein Kopftuchverbot (und allgemein für eine klar sekuläre Schule!), weil ich es sinnvoll finde, wenn Kinder auch mal eine andere Welt sehen, als nur diese der eigenen familiären Tradition. Ausserdem soll in der Schule keine Segregation durch religiöse Dogmen stattfinden. So können die Kinder später eher Entscheiden, wie sie ihr Leben leben wollen. Horizonte erweitern!

      • Ossi sagt:

        @Sportpapi: Sie müsste die gleichen Rechte und Pflichten haben wie ein Mann! Sie kann sich kleiden, WIE SIE MÖCHTE. Und nicht nach Vorgaben, welche die „Männerwelt“ (Religion, von Männern gemacht und verwaltet) definiert.

      • Sportpapi sagt:

        Aha. Die Schweizer Frau kann sich kleiden, wie sie möchte. Für die ausländische gilt dieses Recht aber nicht. Denn so etwas wie freie Entscheidungen gibt es für sie nicht.

      • Mark Keller sagt:

        Peter, das ist Ihre vorgefasste Meinung, dass Muslima ein Kopftuch oder den Hidschab tragen müssen! Es passt wohl nicht in Ihr und anderer Leute Weltbild, dass es Muslima gibt, die ein Kopftuch aus freien Stücken und mit Stolz tragen.

    • Ossi sagt:

      @Sportpapi: Im ersten Post schreiben Sie „emanzipiere Frau in der Schweiz“, im zweiten „Die Schweizer Frau“. Worauf möchten Sie eine Antwort von mir haben?

      • Sportpapi sagt:

        Egal. Wo Sie sich zugehörig fühlen.

      • Ossi sagt:

        @Sportpapi: Vielen Dank, das ist nett von Ihnen.

      • Gabi Albiez sagt:

        an Mark Keller
        Frage 1: stolz auf was genau?
        Somit grenzt sie sich doch demonstrativ von den anderen Mädchen ab, welche folgedessen als „Nichtgläubige“, bzw. minderwertig, leichtfertig etc. klassifiziert werden.
        Frage 2: wieso soll ein Mensch, der gläubig ist, mehr wert sein als andere? Wohin das alles führt, sehen wir ja

    • Pumuckl sagt:

      @ Ossi. Und Sie glauben allen Ernstes, die Emanzipation der Frau könnte von einem Kopftuch in Gefahr gebracht werden? Ein Stofflappen schafft, was nicht einmal prügelnde Schweizer Ehemänner und Lohnungleichheit bis heute geschafft haben? Sorry, aber das ist absurd. Genauso absurd, wie Kopftücher zu verbieten, weil es ein Zeichen mangelnder Bildung sei, aber dann genau diese Menschen von der Möglichkeit zur Bildung abzuschneiden. Und das alles mit den Schalmeienklängen des Verständnisses, der Emanzipation …..

  • Andy M sagt:

    Es geht nicht um diesen Einzelfall. Es geht um die Frage, wie weit wollen und können wir Migranten entgegenkommen, die Spezialwünsche erheben. Welche Regeln müssen für alle gelten?
    Ich finde, wir müssen von Migranten ehrlicherweise verlangen, dass wenn wir zu einem Spezialwunsch nein sagen, sie das akzeptieren oder gehen. „Kommt alle und wir passen uns schon an“ ist unehrlich. Das will hierzulande kaum jemand und kann schon rein praktisch nicht funktionieren. Schon rein Gleichberechtigung von Buben und Mädchen kann für manche Kulturen ein Unding sein. Was tun wir dann?

    • Jörg Oberli sagt:

      Der Satz: „Kommt alle und wir passen uns schon an“ ist in dieser Diskussion so richtig hervorgehoben. Ich bin mit der Bejahung Ihres Beitrages natürlich neuerdings (auch) ein Rassist oder mildernd gesagt fremdenfeindlich. Aber das passt schon. Es gibt in diesem Bereich tatsächlich noch Licht nach dem Tunnel: In Basel-Stadt wird im Frauenbad ab nächster Saison das Tragen einer Burka untersagt! Wohlgemerkt: BS wird von einer rot-grünen Mehrheit regiert …

    • Muttis Liebling sagt:

      Inwiefern haben sich denn unsere Vorfahren, die mit Blut und Schwert in den Herkunftsländern der heutigen Migranten missioniert haben, den Regeln des Gastlandes abgepasst?

      Es findet augenblicklich lediglich ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit statt.

    • Mark Keller sagt:

      Andy M., ein Kopftuch zu tragen ist kein Spezialwunsch. Frauen haben in der Schweiz schon immer Kopftücher getragen!

      • Ninon sagt:

        Sie lügen, Herr Keller. Schweizer Frauen, die Kopftuch trugen, haben das zum Schutz der Haare getragen, oder allenfalls in der Kirche. Sie haben niemals das Kopftuch getragen, um zu zeigen, dass ihr Körper schambesetzt ist. Sie konnten das Kopftuch in der Öffentlichkeit auch jederzeit abziehen und haben das auch gemacht. Eine Walliserin, die auf dem Feld ein Kopftuch trug zum Schutz vor Sonne, ging nicht mit Kopftuch ins Restaurant. In Europa ist es unanständig mit Kopfbedeckung ins Restaurant zu gehen. Auch hat eine Walliserin nicht ihre Haare aus Scham bedeckt, man konnte die Haare sehen.

      • Pumuckl sagt:

        @ Ninon. Auch wenn es plausibel klingt, sind Ihre Aussagen trotzdem falsch. In der christlich geprägten Welt ist es über lange Zeit für Frauen im Gegenteil sogar unhöflich gewesen OHNE Kopfbedeckung in die Kirche zu gehen. Und lesen Sie mal nach, warum das so war. Umgekehrt MUSSTEN Männer die Kopfbedeckung aus Respekt abnehmen.
        Warum jemand ein Kopftuch trägt oder eben auch nicht, sollte die freie Entscheidung jedes einzelnen Menschen sein. Unabhängig davon, was Sie Ninon und gleichgesinnte auch dort hineininterpretieren wollen. Heute werden Kopftücher verboten, morgen Jeans, und übermorgen??

    • Pumuckl sagt:

      Geschätzter Herr M.
      Welches Sonderrecht verlangt denn das Mädchen? Ein Kopftuch tragen zu dürfen? Wenn Ihre Frau / Freundin mal (z.B. für den Sonnenschutz im Cabrio) ein Kopftuch tragen möchte, muss sie dann irgendwo eine schriftliche Bewilligung einholen, wie das für Sonderrechte notwendig ist? Was ist mit den Nonnen und Diakonissen? Mussten die jeweils eine Bewilligung einholen um das Kopftuch und die (religiöse) Tracht tragen zu dürfen, die unzweifelhaft wesentlich weiter reicht als, es ein einfaches Kopftuch tut. Versuchen Sie doch nicht Ihre Islamophobie als Heimatschutz zu tarnen

      • Andy M sagt:

        @Pumuckl @Mark Keller: ich sehe das anders: das Tragen des Kopftuchs sagt: ein Mädchen müsse das tragen, damit sie anständig gekleidet ist, alles andere sei obszön und einladend. Der Spezialwunsch besteht in der Zurschaustellung dieses Gedankenguts, den wir hier nicht teilen.
        Die Frage ist aber allgemeiner. Es nicht wichtig, aus welcher Ecke ein Spezialwunsch kommt. In der Öffentlichkeit gelten regeln.
        „Islamophobie“: leere Unterstellung.
        „Früher Kopftuch“, „Nonnen“: genau, früher mal.

      • Pumuckl sagt:

        @ M. – Geschätzter Herr M. Inzwischen wird es vom weiblichen Teil unserer Gesellschaft auch als unanständig angesehen, wenn ein Mädchen / eine Frau keinen BH trägt. D.h. – Kein BH wird mit obszön und einladend assoziiert und die Frau als Flittchen, Schlampe o.ä. tituliert. Auch wenn es sich in diesem Fall nicht um ein religöses Bekenntnis der BH Trägerinnen handelt, ist die Aussage doch dieselbe, wie Sie sie den verschleierten Frauen unterstellen. Wo also bleibt der Schrei nach dem BH Verbot?
        Die Regeln in der Öffentlichkeit lauten, dass religiöse Meinungsfreiheit ein schützenswertes Gut ist

      • Franz Vontobel sagt:

        Die Regeln in der Öffentlichkeit lauten, dass religiöse Meinungsfreiheit ein schützenswertes Gut ist

        Mhhh…. dann sollten aber auch Schächten, Mädchenbeschneidung und Polygamie schützenswert sein, nicht?

      • Andy M sagt:

        @Pumukl: nein tun sie nicht. Erstens gibt es „religiöse Meinungsfreiheit“ als Konzept nicht, das haben Sie gerade erfunden. Meinungsfreiheit schon, hat aber nichts mit den Regeln in der Öffentlichkeit zu tun, sondern mit Menschenrechten (z.B. UNO-Charta der MR).
        Die Parallele mit dem Tragen von BHs verstehen wohl nur Sie.
        ICH unterstelle den muslimischen Mädchen diese Motivation nicht. Das ist eine Sura des Korans.
        Militanz (ob politisch oder religiös) im öffentlichen Raum ist weder schützenswertes Gut, noch ein Menschenrecht.

  • Blog-Redaktion sagt:

    Liebe Leserinnen und Leser, wir begrüssen eine angeregete Diskussion solange sie sich auf den Text bezieht und respektvoll verläuft. Beleidigende, rassistische und unsachliche Kommentare schalten wir nicht frei. Die Redaktion.

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚…solange sie sich auf den Text bezieht und respektvoll verläuft…‘

      Das wünsche ich mir für jeden Tag, nicht nur bei dem heutigen Rekordthema.

  • Rolf Zach sagt:

    Nur weiter so, die Konsequenzen dieser Parallelgesellschaft kommen später. Sie müssen diese Mädchen wirklich hassen, dass Sie ihnen praktisch die einzige Wehrhaftigkeit, nämlich nicht Kopftuch zu tragen, gegenüber dieser rückständigen islamischen Gesellschaft verweigern. Warum glauben Sie, dass dies für diese Mädchen von Vorteil ist? Gerade wegen der Unterdrückung der Frau dort, ist in diesen Ländern der Teufel los und wir haben bald Millionen von Flüchtlingen. Bereits vor dem sogenannten arabischen Frühling war dort die Zukunft am Schlechtesten weltweit. Meinetwegen bin ich halt Rassist!

    • Pumuckl sagt:

      Falsch. Die einzige Wehrhaftigkeit die diese Mädchen haben sind:
      1. Bildung
      2. Bildung
      3. Bildung
      4. einen Beruf der sie ernähren kann
      5. Bildung
      Und genau von der Bildung werden sie durch derart hirnrissige Aktionen abgeschnitten. Und das alles mit Gutmenschenphrasen a la „wir wollen doch nur das Beste für die armen Frauen, die sich selbst nicht wehren können“. Wollen wir das wirklich? Können Frauen sich wirklich nicht wehren? Schon mal was von Lysistrata gehört? Oder vom Scheidungsrecht?

      • Ka sagt:

        Weshalb werden sie von der Bildung abgeschnitten? Wenn wir das Kopftuch verbieten, heisst das ja nicht, dass die Schulpflicht erlöscht. Natürlich müssen sie weiterhin in die öffentliche Schule. Aber ohne Kopftuch, im Schwimmunterricht dabei und auch im klassenlager dabei, auch wenn das Mädchen schon seine Tage hat!

      • Pumuckl sagt:

        Und wie soll das Kind die Schulpflicht wahrnehmen, wenn man es nicht in die Schule lässt??

      • Pumuckl sagt:

        @ Ka. Das genau ist doch das Problem. Aber gut. Dann halt anders herum. Was wenn der Schulleiter per sofort T-Shirts mit Schweizerkreuz verbeitet? Das weisse Kreuz ist ein religiöses Symbol – nachzulesen unter http://www.geschichte-schweiz.ch/schweizer-flagge-schweizerkreuz.html – und gehört entsprechend genauso unter den Bannstrahl, wie das Kopftuch. Schüler mit Schweizerkreuz werden künftig vom Unterricht ausgeschlossen, wenn sie weiterhin derartige Kleidungsstücke mit in die Schule bringen Begründung s.o. und Kommentar hier. Erhalten diese Kinder dann wirklcih die Bildung, die Ihnen zusteht

  • Reisender sagt:

    Ich weiss, ich bin kleingeistig, weil ich keine Lust habe in der „freien“ Schweiz Frauen mit Kopftüchern anzuschauen, ich mag auch keine Kreuze etc. Das neuste Buch vom Dalai Lama zu seinem 80. Geburtstag heisst „Ethik ist wichtiger als Religion“.
    Auf meinem Rückflug nach 3 Monaten im Erdbebengebiet von Nepal habe ich in Doha, Qatar bei der Zwischenlandung „echte“ Moslems gesehen: Die Männer und Buben in weissestem Weiss, Frauen vollverschleiert, mit Handschuhen, so dass kein cm2 Haut gesehen werden kann, die 6-jährigen Mädchen bereits mit Kopftuch. Der Zentralrat zeigt uns den Weg!

    • Pumuckl sagt:

      Sie stören sich also an Kopftüchern bzw. der weissen Bekleidung von Menschen islamischen Glaubens, nicht aber an der Kleidung buddhistischer Mönche?? Ich bin überzeugt, dass der Dalai Lama Ihnen noch einen langen und beschwerlichen Weg voraussagen würde.

      • Ninon sagt:

        Der Pumuckl ist zu ungebildet, um den Unterschied zwischen der Berufskleidung eines Mönchs zu kennen, der im Kloster lebt, und einem prä-pubertären Mädchen an einer Schweizer Schule, das einem radikalen Islam folgt, der den Körper der Frauen verteufelt.

      • Pumuckl sagt:

        @ Ninon. Mag sein, dass ich ungebildet bin. Obwohl es erstaunlich ist, dass ja eigentlich Ihnen schon jetzt die Argumente ausgehen und Sie sich stattdessen auf Beleidigungen und Schmähungen zurückziehen müssen. Wenn Sie auch nur annähernd wüssten, worüber Sie hier mitdiskutieren, dann wüssten Sie auch, dass die von Ihnen so gern genannten prä-pubertären Mädchen keinen Schleier tragen, in vielen muslimischen Gesellschaften nicht mal einen Schleier tragen dürfen. Aber was kümmern sich Leute wie Sie schon um die Realität, wenn die eigenen (Wahn-)Vorstellungen doch so schön und plausibel sind.

    • Hattori Hanzo sagt:

      Pumuckl in dieser Diskussion geht es einzig um die Schule.
      Und natürlich wären wir auch dafür, es zu verbieten, wenn katho-fundis ihre Kinder in Mönch und Nonnen Kleidung zur Schule schicken würden. (Danke für den Vergleich)

      Wenn Erwachsene das tun wollen, bitte. Aber eben nicht minderjährige an der öffentlichen Schule.

      • Pumuckl sagt:

        @ Hattori Hanzo. Jjetzt sollten Sie mir wirklich eben erklären, warum diese Prämisse „Es geht nur um die Schule“, bei rund 150 von 200 Kommentaren nicht gelten soll, bei einigen wenigen dagegen schon. Aber jetzt mal im Ernst. Die Schule beruft sich auf das freiheitliche Handeln (was ja auch von vielen Kommentatoren unterstützt wird), verbietet aber genau dieses freiheitliche Handeln mit hanebüchenen, willkürlichen Unterstellungen, die nicht rational entkräftet werden können, da jeder Versuch diese zu entkräften entweder als falsch, manipuliert oder sonstwas ausgelegt wird.

      • Hattori Hanzo sagt:

        keine Ahnung in welcher Diskussion sie waren, ich habe immer nur über die Schule diskutiert, mir viel nichts anderes auf.
        Und was die Argumente betrifft, habe ich (und andere) sehr viele gebracht, die geflissentlich ignoriert wurden (lesen sie mal nach).
        Sie sagen z.B. – „Kopftuch JA, weil sonst gehen sie gar nicht in die Schule.“
        Das stimmt einfach nicht. in der Schweiz gibt es die allgemeine Schulpflicht. Wer seine Kinder davon fernhält, bekommt ein Problem. Genauso wie die „12 Stämme“ in D ein Problem bekamen, weil sie ihre Kinder nicht aus der „Obhut“ ihrer Diskriminierung lassen wollten.

      • Pumuckl sagt:

        @ Hattori Hanzo. Ich habe auf einen Kommentar des „Reisenden“ 09:43 reagiert, bevor ich mich dem Troll Nonin gewidmet habe, der die Replik nicht verstanden hat. Und wenn Sie sich das Ganze dann mal im Zusammenhang anschauen, dann sollte es eigentlich passen. Falls nicht, können Sie sich ja Ninons Meinung von 11:19 anschliessen.

  • Anna sagt:

    Wir leben in einem säkularen christlich geprägten Land – Kopftücher und ähnlich aufdringliche religöse Symbole gehören nicht in die Öffentlichkeit. Und in welchem muslimischen Land haben Christen die gleichen Freiheiten wie die Muslime im ach so bösen intoleranten Westen?

    • Pumuckl sagt:

      Sie sagen es. Wir leben in einem säkulären Land. Aus genau diesem Grund wird niemandem vorgeschrieben, was er zu denken und zu glauben hat. Schon garnicht im öffentlichen Raum. Darüber hinaus frage ich mich gerade, wie Sie Ihr Aussage Kopftuchverbot (aufdringliche religiöse Symbole) bei den katholischen Nonnen oder den reformierten Diakonissen umzusetzen gedenken.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pumuckl

        das ist ja der springende Punkt, bei Nonnen/Diakonissen steht die Kopfbedeckung für eine Lebensentscheidung
        (zölibatär leben, meist in einer verbindlichen, diakonischen Gemeinschaft),
        das ist Welten weg von „ich bin Frau und wenn ich geschützt sein will ist es besser ich geh bekopftucht“.

      • mila sagt:

        @Brunhild: Kann man das tatsächlich so trennscharf fassen? Das Kopftuch könnte auch für eine ‚Lebenshaltung‘ stehen, nämlich die: „ich bin eine gläubige Muslima“. Punkt. Und das sage ich als jemand, der dem Kopftuch, oder überhaupt, allen getragenen religiösen ‚Abzeichen‘, überhaupt nichts abgewinnen kann…

        Kurzum: Sie stellen eine absolute Kopftuch-‚Interpretation‘ in den Raum, die so manche gläubige – und mündige – Muslima von sich weisen wird. Mit gutem Recht, wenn sie dabei auf die emanzipatorische Freiheit hinweist, selbst für sich zu entscheiden, in welchem ‚Geiste‘ sie es trägt.

      • Pumuckl sagt:

        @ Steiner. Was nichts an der Tatsache ändert, dass es sich gem. Anna um ein „aufdringliches religiöses Zeichen“ handelt, dass nicht in die Öffentlichkeit gehört. Und ganz ehrlich. An dieser Stelle wehre ich mich nicht für das Recht muslimischer Mädchen, in der Schule ein Kopftuch tragen zu dürfen, sondern v.a. auch dafür, dass sich Nonnen und Diakonissen in Zukunft auch noch von fanatischen Kopftuchhassern unbelästigt aus ihren Klöstern wagen dürfen. Weil es dann auch für die Priester (schwarz mit Kragen), Franziskaner und die buddhistischen Mönche in der Öffentlichkeit langsam eng wird.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Das Kopftuch bei der muslimischen Frau enstspricht nicht einer Lebensentscheidung? Sie machen es sich da etwas einfach. Wundert mich aber auch nicht.

      • Martin Frey sagt:

        Wir reden auch nicht von der Oeffentlichkeit sondern von der Schule, Pumuckl.
        Grundsätzlich bin ich nicht der Ansicht, dass wir den muslimischen Mädchen und jungen Frauen einen Gefallen tun, wenn wir nicht gewisse gesellschaftliche Eckpfeiler (Schwimmbobligatorium, Burkaverbot in Schule usw.) durchzusetzen wissen.
        Auch wenn selber natürlich jede von den Betroffenen auf eine direkte Frage ihre Freiwilligkeit betonen würde. Sie können ja gar nicht anders, denn sie kennes es ja gar nicht anders. In meinen Augen ist es sehr blauäugig, diesen Beteuerungen von Freiwilligkeit Glauben zu schenken.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        Sie sind ja wirklich lustig, hat sich ein Mädchen entschieden als Mädchen auf die Welt zu kommen?
        Das Geschlecht entscheidet ob der Mensch Kopftuch tragen muss oder nicht,
        und je nach Milieu trägt ein Nicht-tragen sehr unangenehme Konsequenzen mit sich,

        daher @mila, bin ich definitiv anderer Meinung und sehe das nicht als alleinige und souveräne Entscheidung

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Die meisten muslimischen Mädchen tragen in der Schweiz kein Kopftuch. Und allen anderen zu unterstellen, das sei aus Zwang erfolgt, sie hätten keine Wahl gehabt, ist völlig an den Haaren herbeigezogen.

      • mila sagt:

        Wissen Sie, vor nicht langer Zeit hat es geheissen: das Geschlecht entscheidet darüber, wer Hausfrau wird und wer arbeiten geht… Wenn ich einer gutgebildeten Muslima zuhöre, weshalb sie ein Kopftuch trägt, denke ich mir auch: Deine Argumente fürs Kopftuch überzeugen mich nicht. Und nicht selten trug deren Mutter keines. Aber sie hat ein Recht darauf, es so handzuhaben, wie sie möchte. Die eigentliche Frage bleibt, ob und inwiefern an Schulen und öffentlichen Institutionen andere Regeln gelten sollen als im privaten Bereich – aber dieser Punkt verliert sich im Wust des Absoluten.

      • mila sagt:

        Und ja, ketzerischer Gedanke: eine reflektierte Muslima kommt mir bisweilen wesentlich selbstbestimmter vor, als so manche ‚freie‘ Europäerin, die ihr Leben ‚freiwillig‘ dem Diktat der drei Ms unterstellt: Mode, Make-up und Mann.

    • Mark Keller sagt:

      Anna, säkular und christlich geprägt schliessen sich eigentlich gegenseitig aus… Schweiz und säkular? Wenn dem so wäre, dann dürfte die Verfassung nicht mit den Worten „Im Namen Gottes des Allmächtigen!“ beginnen. Und gewisse Kirchen dürften auch keine Steuern erheben, welche der Staat einzieht. Viele Kantone bezahlen die Pfarrer aus Steuergeldern. All dies dürfte in einem wirklich säkularen Staat nicht sein.

    • Pumuckl sagt:

      @ Frey. Jetzt machen Sie es sich aber ein bisschen einfach mit den Verallgemeinerungen. Die Diskussion hier geht darum, ob Schülerinnen ein Kopftuch tragen dürfen oder nicht. Und genauso wie ich mich dafür einsetze, dass Bildung für diese Frauen / Mädchen wichtiger ist, als ein Stofflappen, setze ich mich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen eingehalten werden. Die schulpflicht besteht auch für muslim. Mädchen. Somit haben sie am Unterricht teilzunehmen. Auch beim Sport und beim Schwimmen. Dafür gibt es den Burkini. Aber es gibt KEIN übergeordnetes Kopftuchverbot. Das ist der Unterschied.

      • Martin Frey sagt:

        Nein, gibt es nicht. Da haben Sie recht, Pumuckl. Da ist genau das Problem, wo wir auch wieder zum Artikel zurückfinden sollten. Denn es gibt bis dato keine klare, einheitliche Regelung für dieses Problem. Und die Autorin hat ja nichts anderes gesagt, dass man sich diesem Problem nicht vorauseilend widmen kann und soll, sondern allenfalls erst wenn es sich stellt. Und genau darauf kaprizieren sich ja die salafistischen Kreise, denn für sie ist alles, was nicht explizit auf Ebene Gesetz oder Verfassung geregelt ist, irrelevant. Darum ist es höchste Zeit, einheitliche Standards zu definieren.

      • Pumuckl sagt:

        @ Frey. So praktisch eine klare und einheitliche Regelung auch wäre, so sehr laufen wir genau damit Gefahr, dass wir unser eigenes Leben und unsere Freiheit durch genau solche salafistischen Kreise begrenzen lassen. Die einheitlichen Regeln müssten so verfasst sein, dass sie nicht diskriminierend wären, womit unsere eigene Freiheit auch beschnitten wird. Ich glaube nicht, dass es eine einfache Lösung für dieses Problem gibt. Aber ich bin davon überzeugt, dass jede Restriktion sich über kurz oder lang gegen uns selber wenden wird.

      • Martin Frey sagt:

        Es ist ganz einfach, Pumuckl. Eine Schule muss ein konfessionell und politisch neutraler und freier Raum sein, genau wie Arztpraxen, Kanzleien, öffentliche Aemter, SBB-Schalter usw. An all diesen Orten haben prominente religiöse Insignien und Symbole keinen Platz. Dies kann, wie auch andere Kleiderordnungen, einfach verfügt werden, wenn nötig auf Gesetzesebene. Eine Kleiderordnung, zu der auch Baseballcaps, Bikinis usw. gehören, gibt es auch andernorts und hat mit unserer freiheitlichen Lebensauffassung sowenig zu tun wie der berühmte Reissack in China.
        Die Musliminnen werden das überleben.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, Kleiderregeln haben mit unserer freiheitlichen Lebensauffassung nichts zu tun. So ist es richtig. Und „Überleben“ ist also Anforderung doch etwas gar tief angesetzt. Damit könnten wir praktisch alle Menschenrechte über den Haufen werfen.

      • Martin Frey sagt:

        Kleiderregeln gibt es überall in unserem Alltag, SP, ich halte es für mehr als gesucht dies zu negieren und bei der klitzekleinsten Vorschrift unsere Freiheit geopfert zu sehen. Auch in der Schule gab es schon immer Kleiderregeln, früher noch mehr als heute. Auch für Lehrer notabene. Also bitte.
        Es geht hier einzig darum, welche Kleiderregeln wir erlassen wollen und wo wir die Balance finden möchten zwischen freiheitlicher Selbstgestaltung und letztendlich notwendiger Vorgaben. Nur darüber diskutieren wir.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        „Ja, Kleiderregeln haben mit unserer freiheitlichen Lebensauffassung nichts zu tun.“

        Haben sie sehr wohl wenn hinter einer bestimmten Kleidungsart ein Konzept steht,
        welches unseren freiheitlichen Werten zuwiderläuft.
        Und ein Nicht-tragen zu Ausgrenzung innerhalb einer Gemeinschaft,
        welche sich diesen Konzepten verpflichtet fühlt, führt.
        Lesen Sie doch mal was das konkret bedeutet gibt inzwischen genügend links und Erfahrungsberichte hier drin.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        “Ja, Kleiderregeln haben mit unserer freiheitlichen Lebens auffassung nichts zu tun.”

        Haben sie sehr wohl wenn hinter einer bestimmten Kleidungsart ein Konzept steht,
        welches unseren freiheitlichen Werten zuwiderläuft.
        Und ein Nicht-tragen zu Ausgrenzung innerhalb einer Gemeinschaft,
        welche sich diesen Konzepten verpflichtet fühlt, führt.
        Lesen Sie doch mal was das konkret bedeutet gibt inzwischen genügend links und Erfahrungsberichte hier drin.

  • Reto sagt:

    Ich werde halt nie verstehen, dass man sich für seinen Glauben so einschränkt, dass es den Rest des Lebens negativ beeinflusst.

    Wenn ich mich mit Piercings in Augenbrauen und Ohren bei der Bank als Lehrling bewerbe, muss ich mich doch auch nicht wundern, wenn die mich nicht einstellen – egal, wie gut und nett ich bin. Ist halt eine Frage der Prioritäten und schlussendlich sollte aus meiner Sicht bei niemandem der Glaube eine so hohe Priorität haben, dass der Rest des Alltags dadurch eingeschränkt ist oder das man negativ aneckt im normalen Umfeld, wo man sich halt hin begeben muss.

    • Pumuckl sagt:

      Es geht aber nun mal nicht um einen Arbeitsplatz in einer Bank, sondern um die Teilnahme am Unterricht einer öffentlichen Schule. Das ist der Unterschied. Ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass öffentliche Schulen zwar einen Bildungsauftrag , z.T. auch einen Erziehungsauftrag haben, nicht aber den Auftrag Menschen religiös zu manipulieren oder zu bevormunden?

    • Mark Keller sagt:

      Wieso eckt Frau mit Kopftuch an? Doch nur wegen der Engstirnigkeit der Leute in deren Umfeld. Muss Frau sich der Engstirnigkeit von Leuten beugen?

      • Michi sagt:

        Diese Frauen sind doch in einem unüberwindbaren Konflikt: Entweder verstossen sie gegen die religiösen (oder was auch immer) Überzeugungen ihrer Familie oder ihres engeren Umfelds oder sie ecken bei uns superschlauen liberalen Westlern an. Make your choice…

  • Doria Gray sagt:

    Was sagt eigentlich die Mutter dieses Mädchens aus Thun? Mir fällt auf, dass bei all diesen Streitigkeiten, sei es wegen des Kopftuchs oder wegen des Schwimmunterrichts, immer die Väter für die „freie Entscheidung“ ihrer Töchter eintreten. Dürfen die Mütter nicht aus dem Haus? Falls es nur an fehlenden Sprachkenntnissen läge, könnte man ja eine Übersetzerin beiziehen. Mich würde sehr interessieren, was diese Mütter denken, und was für eine Zukunft sie sich für ihre Töchter wünschen.

    • mila sagt:

      In deutschen Medien (z.B. der ZEIT) haben sich durchaus auch schon junge (meist sehr gut gebildete) muslimische Frauen zu Wort gemeldet, um ihre Haltung zum Kopftuch zu begründen – solche, die es entschieden ablehnen, und solche, die es tragen und dies für ihr gutes Glaubens-Recht halten. Ich persönlich verstehe nicht, weshalb Gläubige ganz grundsätzlich äussere Glaubens-Zeichen ‚brauchen‘, um ihrem Glauben nachzukommen, unabhängig ob es sich dabei um ein Kopftuch, eine Kippa, einen Turban, einen langen Rock, ein Kreuz oder sonstiges handelt. Aber es lohnt sich, den Menschen selbst zuzuhören.

    • Pumuckl sagt:

      Es ist doch egal, was die Mutter dazu sagt. Wahrscheinlich wird sie die Aussage ihres Gatten unterstützen. Sei es aus Überzeugung, aus Respekt oder aus Angst. Was aber nicht egal ist, ist die Tatsache, dass einzig Bildung in der Lage ist, frei denkende und frei handelnde Menschen zu schaffen. Schliesst man das Kind nun wegen eines Stofflappens von der Bildung aus, wird diese überkommene Moralvorstellung noch eine Generation länger überleben können, weil auch dieses Mädchen im Extremfall irgendwann von einem „Ernährer“ abhängig sein wird, anstatt sich frei entfalten zu können.

  • D. Felder sagt:

    Das grösste Problem dieser Sache ist, dass radikale Prediger das Kopftuch als Zeichen nehmen, um die Frauen in die beiden Gruppen“ moralische (mit Kopftuch, dürfen nicht belästigt werden)“ und „verdorbene (ohne Kopftuch, sind nicht geschützt vor Belästigungen)“ zu trennen.

    Je nach Konstellation und Grundhaltung in einer Schule oder Quartier kann dies dazu führen, dass Mädchen sich gezwungen sehen, ein Kopftuch zu tragen, um als moralisch zu gelten und sich vor Übergriffen zu schützen.

    googlen sie mal nach „ni putes ni soumis“, ist in franz. Banlieus schon problematisch, liebe Gutmenschen

  • Stefan Meier sagt:

    Frau Fischer: Auch wenn Sie es nicht gerne hören, man zieht in der Schule und bei Tisch kein Dächlikäppi an. Der Grund ist: Anstand dem Gegenüber (ich weiss, das interessiert heute keinen mehr, Anstand ist für ewiggestrige, für Schwächlinge, Leute, die es „nicht drauf haben“, selbstverschuldete Globalisierungsverlierer und ganz bestimmt auch Rassisten sind).
    Und aus ganz genau demselben Grund hat auch ein Kopftuch im Unterricht NICHTS VERLOREN. Von mir aus sollen die Leute bei sich daheim den Leibhaftigen persönlich anbeten, an der Schule will ich diese Sympolik nicht sehen.

    • Pumuckl sagt:

      Geschätzer Herr Meier.
      Bei Punkt 1 gebe ich Ihnen noch absolut recht. Hut und Kappe in geschlossenen Räumen deuten auf mangelnden Respekt des Trägers gegenüber seinen Mitmenschen und „Gastgebern“.
      Bei Kopftuch und Schleier hingegen sieht das ziemlich anders aus. Auch in unserer Gesellschaft waren Schleier, Kopftuch und Häubchen für Frauen ein wichtiges Merkmal, dass den Frauen u.a. auch Schutz bot. Die Mode hat diese Äusserlichkeiten weitgehend verschwinden lassen, die Regeln existieren dagegen immer noch. Ein Kopftuch oder einen Schleier zu verbieten ist entsprechend reine Willkür.

      • Kathy sagt:

        Knigge Herr Meier, schauen sie in den Knigge.. was sie sagen, gilt ausschliesslich für Männer. Frauen dürfen, sogar in der Kirche, eine Kopfbedeckung tragen.

      • Ninon sagt:

        Sie lügen Pumuckl. Schleier, Kopftuch und Häubchen waren immer Teil einer Berufsuniform. Es gab niemals eine Zeit als alle Frauen und sogar präpubertäre Mädchen gezwungen wurden, in der Öffentlichkeit ihre Haare zu verdecken, um zu zeigen, dass sie demütig sind.
        Schleier trug nur die Braut an der Hochzeit und die Witwe an Beerdigungen, aber sicher nicht auf der Strasse. Kopftuch trugen die Bäuerinnen auf dem Feld, aber nicht im Restaurant. Häubchen gehören zur Berufsuniform von Nonnen. Sie trägt es im Spital. Eine Nonne, die wandern geht, trägt kein Häubchen.

      • Pumuckl sagt:

        @ Ninon. Mutig, mich der Lüge zu bezichtigen, ohne auch nur einen einzigen Fakt zu nennen. Ich werde mich an dieser Stelle NICHT rechtfertigen. Lesen Sie selber nach. Am Besten Sie beginnen bei alten Ausgaben des Knigge. Danach können sie sich weiterreichende Informationen unter https://de.wikipedia.org/wiki/Kopftuch holen.
        Ich wünsche Ihnen viel Spass, sich weiter zu bilden. Vielleicht hiflt es ja für ein offeneres Weltbild und weniger Angst.

    • Ninon sagt:

      Danke, dass Sie meine Aussage gleich selber bestätigen, Pumuckl. Es gab hierzulande nie eine Pflicht für Frauen, noch eine Mode das Kopftuch dauerhaft in der Öffentlichkeit zu tragen. Das Kopftuch war immer situationsgebunden.

    • Alfred Frei sagt:

      Merken Sie, wie sie widersprüchlich argumentieren. Zuerst geht es Ihnen um Anstand, dann sprechen Sie plötzlich von Symbolik. Anstandsregeln sind sehr relative; würden sie es z.B als unanständig ansehen, wenn eine Nonne in einer Schule oder bei Tisch ihre Kopfbedeckung anbehält ? Was die Symbolik betrifft: die SchülerInnen werden IMMER einen Weg finden, durch Symbole ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu zeigen. Wenn die verschiedenen Gruppen einen respektvollen Umgang miteinander pflegen, dürfte das auch gar kein Problem sein. Diesen Umgang zu lernen, dafür ist die Schule unter anderem da.

  • Madeleine sagt:

    Unsere Mütter haben für die Freiheit der Frauen gekämpft! Nun leben wir in einer (fast) Gleichberechtigten Gesellschaft Das Kopftuch wird von uns als Instrument der Unterdrückung gefühlt und da ist meiner Meinung nach der Punkt. Man fragt sich da, als freiheitsliebende Frau, warum tut man sich dies in einer ebenbürtigen Gesellschaft, in der wir hier leben, freiwillig an!

    • Die SozialistInnen sind das Problem, liebe Madeleine.

    • Sportpapi sagt:

      @Madeleine: Sie merken aber schon, wie widersprüchlich Sie argumentieren? Ja, die Freiheit wurde hart erkämpft. Und jetzt nehmen wir sie diesen Frauen wieder weg, weil wir ihnen einfach aberkennen, aus freiem Willen entscheiden zu können. Freiheit, aber nur wenn man sich so entscheidet, wir „wir“ das gerne sehen?

      • Madeleine sagt:

        Wird es denn wirklich freiwillig getragen, das Kopftuch? Wenn ja, in wie vielen Fällen? 1 von 10? Und ich sage ja nur, dass dieses Kopftuchtragen einen Bauchtritt unserer neu errungener Werte sind!

      • Alain Iseli sagt:

        @Sportpapi

        Religiöse Indoktrination und freier Wille? Ihr Kommentar ist ein einziger Wiederspruch.

        Wie man überhaupt auf die Idee kommt religiöser Fundamentalismus in öffentlichen Insititutionen zu verteidigen. Ihnen ist hoffentlich bekannt, dass die grosse Mehrheit in der Schweiz lebenden Muslime und Muslimas säkular sind und mit der Verhüllung der Frau absolut nichts anfangen kann. Leute wie sie und die Bloggerin erweisen einen Bärendienst.

      • ilaria sagt:

        @Sportpapi: ich hoffe sie scherzen. klar ist „sich unterdrücken lassen“ wollen auch eine Form von Freiheit aber wie viele dieser Frauen entscheiden frei und wie viele müssen direkt aber auch durch den Drück der Gesellschaft/Familien in denen sie aufwachsen diesem Brauch akzeptieren? und v.a. wie viele Männer mit diesem Glauben fühlen sich im Recht unverschleierte Frauen als leicht Beute anzusehen? Oder gar Frauen mit Jupes also Prostituierten zu bezeichnen? Siehe bsp. in Frankreich aber eben auch in UK oder einfach nur mal im Eglisee?

      • Sportpapi sagt:

        @Madeleine: Was verstehen Sie unter freiwillig? Wie kommen Sie darauf, so etwas zu behaupten?
        Aber es ist eben genau das, was mich in dieser ganzen (auch feministischen) Argumentation immer wieder irritiert. Dass man diese Freiwilligkeit ständig aberkennt, nur weil wir uns das nicht vorstellen können. Oder wollen.

      • Madeleine sagt:

        …gut, das war jetzt zu krass ausgedrückt – aber es geht in diese Richtung wie ich finde. Wenn eine Frau das Kopftuch wirklich und warhaftig aus freien Stücken trägt, dann sollte sie dies natürlich dürfen.

      • Sportpapi sagt:

        „Wenn eine Frau das Kopftuch wirklich und wahrhaftig aus freien Stücken trägt, dann sollte sie dies natürlich dürfen.“ Ok. Jetzt geht die Schulleitung dem nach, spricht mit der Familie, mit dem Mädchen. Und stellt fest, dass es aus freien Stücken geschieht. Oder greift ein, wenn es anders ist. Damit ist das Thema doch eigentlich erledigt.

      • Madeleine sagt:

        @Sportpapi: ich glaube leider nicht, dass ein Mädchen vor ihren Eltern sagen kann, dass sie das Kopftuch denn lieber nicht tragen wolle, wenn sie die Wahl hätte und alle sind glücklich.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Ach Sportpapi sie machen es sich ja wunderbar einfach. Und das christliche Kind von den von ihnen so ungeliebten Fundis wird ihnen auch sagen, dass es aus freien Stücken keine Sexualkunde und Schwimmunterricht haben will. Erst recht, wenn diese Gruppe so gross wäre, dass auch seine Kollegen auf dem Pausenplatz es so sehen würden.
        Sollte die säkulare Schule nicht ein Freiraum sein, in dem religiös indoktrinierte Kinder für einige Stunden die Chance haben von diesen unausgesprochenen Zwängen frei zu sein?
        Sie verstehen wohl gar nichts, wie religiöse Indoktrination funktioniert.

      • Sportpapi sagt:

        „Sie verstehen wohl gar nichts, wie religiöse Indoktrination funktioniert.“ Nein. Erklären Sie mal. Und auch, wie Sie da eingreifen, indem Sie Eltern und Kinder vor den Kopf stossen, indem sie aus symbolischen Gründen ein Kopftuch verbieten das Ihnen wichtig ist, und Sie ihre Kultur und Religion schlechtmachen. Klar, da wird sich das Mädchen umgehend geläutert vom Islam abwenden.

    • Markus sagt:

      Und den verheirateten, orthodoxen jüdischen Frauen verbieten Sie dann das tragen der obligaten Perücke, da auch sie die natürlichen Haare bedecken müssen?

      • Rémy sagt:

        Das ist ein Zeichen der Anpassung der jüdisch-orthodoxen Diaspora an die gepflogentheiten der Länder in die sie sich niedergelassen haben und ist eigentlich begrüssenswert.
        Ich glaube nicht das irgendein Hahn danach geschriehen hätte, wenn dieses Mädchen statt Kopftuch mit einer Perrücke in die Schule gegangen wäre. Aber es geht ja beim Kopftuch um etwas anderes: die Frauen müssen ihre Schönheit verbergen um die Männer nicht zu provozieren. Da wird klar die Verantwortung sexueller Übergriffe vom Täter auf das Opfer übertragen.

      • Madeleine sagt:

        Hier habe ich mich schon immer gefragt, ob denn nicht auch das Haare färben eine Option wäre? 🙂 Aber ja, bei den orthodoxen jüdischen Frauen gäbe es auch noch vieles zu „modernisieren“! Läuft, wie ich finde, in die gleiche Diskussion, wie das Kopftuchtragen. Kleiderzwänge in Religionen macht absalat keinen Sinn!

      • Kathy sagt:

        Umd das geht es auch bei der Perücke..

        Madleine, mir geht es eindeutig zu weit, wenn ich in den kalten Monaten ein Kopftuch trage (finde ich hübscher und weiblicher als eine Mütze), und ich von diversen wildfremden Menschen angesprochen werde die mir sagen, ich müsse mich nicht unterdrücken lassen.

      • Sportpapi sagt:

        „die Frauen müssen ihre Schönheit verbergen um die Männer nicht zu provozieren.“ Aha ja.
        Mich wundert in diesem Zusammenhang ja immer, was für schöne Tücher da verwendet werden, wie die Mädchen zeitgleich offensichtlich geschminkt, mit gefärbten Nägeln, hochhakigen Schuhen, schönen Kleidern genau diesem Zweck nachkommen…

      • Franz Vontobel sagt:

        Und den verheirateten, orthodoxen jüdischen Frauen verbieten Sie dann das tragen der obligaten Perücke, da auch sie die natürlichen Haare bedecken müssen?

        Schon, ja. Nun ist aber die Anzahl von verheirateten, orthodoxen jüdischen Frauen in den Bänken der Volksschule relativ überschaubar, so dass sich ein Verbot hier nicht wirklich aufdrängt…

    • Mike Gerber sagt:

      Und was ist denn mit all den Nonnen und den alten italienischen Nonnas, auch alles untertdückte Frauen?

      • Hattori Hanzo sagt:

        Zum X-mal! warum kommen diese Vergleiche mit erwachsenen Frauen? Es geht ja nur um minderjährige in der Schule.
        Klar würden wir es verbieten wollen, wenn Mädchen aus religiösen Gründen mit Perücken, schwarzen Kopftüchern, Nonnen- oder Mönchstracht in die Schule kommen wollten.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Und klar Mike Gerber – mit der Emanzipation war es in Italien vor 60 Jahren nicht allzu weit her. Wir wollten bestimmt keine Renaissance dieser Verhältnisse. Frauen die ein Leben lang schwarz tragen müssen, weil ihr Mann gestorben ist, aber Männer die munter fröhlich weiterleben dürfen.
        Nein, wir wollen nicht, dass heute Kinder in ein solches Weltbild indoktriniert werden.

  • Hans sagt:

    Rechte, Ausnahmeregeln, Verbote, Traditionen und Verhaltensweisen, welche aufgrund der Religionen gefordert werden, dürfen weder einklagbar noch verhandelbar sein noch muss darauf Rücksicht genommen werden. Insbesondere nicht von staatlichen Institutionen. Es gibt da nichts zu diskutieren.
    (Im konkreten Fall: sind Kopfbedeckungen erlaubt oder nicht? Falls ja, ist das Kopftuch i.O., falls nein, ist es verboten).

    • Sisifee sagt:

      Genau. Die Schule hat das Kopftuch ohne rechtliche Grundlage verboten, wenn ich das richtig verstanden habe.

      • Hans sagt:

        Ich denke, Jungs dürfen ihre Hüte im Unterricht auch nicht aufbehalten? Oder gilt das Verbot von Kopfbedeckungen im Unterricht heutzutage nicht mehr?
        Meine gehn noch nicht zur Schule…

  • Max Koller sagt:

    Das Kopftuch ist auch im Christentum wichtig, g: “Kor 11,6“ und da bezahlen 80% der CH Kirchensteuer. Die Queen trägt auch Kopftuch, einmal abgesehen vom „Royal-Hut-Obligatorium“ google „Bilder“: „QUEEN ELIZABETH Kopftuch“. Und Religionsunterricht ist für unsere Kids auch obligatorisch, sofern die Eltern Kirchensteuer (auch an den Gottesstaat Vatikan)zahlen. Da fragt niemand ob es das erst im „mündigen Alter“ selber entscheiden könne. Die Grundfrage ist, wer das ins Rampenlicht stellt: Eine Mischung aus Glaubenskonkurrenz der Moslem und der, selbstverständlich „nicht-rassistischen“ Partey!

    • Brunhild Steiner sagt:

      …naja, aus den Kirchen können Sie relativ problemlos austreten, oder?
      Ein kurzer Brief genügt, Sanktionen werden Sie eher nicht befürchten müssen.
      Probieren Sie das mal als M os lem, nicht ganz ungefährlich.

      • Max Koller sagt:

        @BrunhildSteiner Wen mit 18 dann der erste ungefragte „Kirchensteuer-Bill“ ins Haus wackelt und er austritt, bleibt im wohl zukünftig eine weisse Hochzeit verwehrt auch wenn er, vielleicht mit seiner eigen Firma ordentlich Kirchensteuer abdrücken muss. Das gleiche gilt für eine Beerdigung. Da wird auch im Christentum ordentlich(!) Druck aufgebaut. Hierzulande ist man aufgeklärter, dass wird der Grund sein. An „in 7 Tage die Welt erschaffen“, glaubt doch nicht einmal der Gottesstaat Vatikan, geschweige denn die „80% Gläubigen in der Schweiz“, die Kirchen sind ja leer. „Gute Geber hat Gott lieb“

      • mila sagt:

        Frage: Weshalb will jemand, der aus der Kirche austritt, eine weisse Hochzeit, oder ein christliches Begräbnis?

  • Felix sagt:

    Sorry für meine Schreibfehler um 09:01: Frauen und Atatürk

  • Felix sagt:

    Beispiel Türkei:
    Der Staatsgründer Atatürk hat einen strikt laizistischen Kurs der Trennung von Staat und Religion durchgesetzt und jegliche religiösen Symbole an staatlichen Institutionen verboten. Dazu gehörten Verbote von langen Bärten bei Männern und Kopftüchern bei Freuen an Schulen und Universitäten.
    Erst Erdogan hat angefangen das zu ändern und Frau Erdogan trägt ein Kopftuch bei öffentlichen politischen Anlässen.
    Es ist eine glasklare Frage: wollt ihr eine säkulare Staatsordnung oder nicht?
    Selbst Atatürkt wusste, wenn säkular, dann ohne Kopftuch an Schulen!

  • Jöst Esther sagt:

    Nur eine Frage: Europäerinnen, die in einem orientalischen Land leben, müssen sich strikte an der Kleiderordnung des Landes anpassen, also: Kopftuch tragen. Ich stelle mir da schon Fragen und sie wissen sicher, welche Fragen.

  • Küse sagt:

    Die Duldung von Kopftüchern und anderen Zeichen des Islams ist ein Zeichen der Stärke und Toleranz unseres Landes – wohlweislich ein Land mit christlichem Hintergrund. Dass man aber mit einer umgekehrten Diskriminierung gegen Christen angefangen hat und Zeichen christlichen Glaubens zu verbieten (Kreuze, Kirchenglockengeläute), das ist ein wahrer Skandal. Warum schreiben unsere journalistischen Lebenskünstler einmal nicht darüber?

  • Hattori Hanzo sagt:

    Steht bei dieser Diskussion Religion auf dem Index?

  • Sisifee sagt:

    Und übrigens: Wenn ich hier keine Perspektive hätte, keine Stabilität, mir meine Brötchen nicht verdienen könnte und sich ausserdem ein radikales System etablieren würde: Ich würde selbstverständlich woanders hingehen. Wieso denken wir in Europa, dass nur wir das Recht auf Migration haben? Ja, ich würde mich wohl besser integrieren können als manche Flüchtlinge. Was an meinem Bildungshintergrund liegt, an meiner Erziehung. Wie erklärt man das jemandem, der nie zur Schule gegangen ist? Ich bin froh, auf der wohlhabenden Seite der Welt geboren zu sein, was nicht mein Verdienst ist.

    • Sportpapi sagt:

      Natürlich würden wir uns besser integrieren. Andererseits: Sind die Schweizer in der ganzen Welt vor Ort wirklich integriert? Und halten sich an die lokalen Gegebenheiten?

      • Sisifee sagt:

        Ich denke ja, insofern dass Schweizer vermutlich von sich aus die Sprache zu lernen versuchen sowie es einfacher haben, einen Job zu finden.

  • Cordula sagt:

    Es kommen immer mehr Moslem in die Schweiz. Wenn alle Kopftücher tragen, fühle ich mich nicht mehr zu Hause. Es ist als wären wir in Istanbul. Wenn ich im Ausland wohne, passe ich mich auch den Gewohnheiten dort an. Es ist deshalb nichts als anständig und rücksichtsvoll, wenn muslimische Eltern diese Haltung ihren Kindern weitergeben und auf Kopftücher verzichten. Wenn ihnen das Kopftuch so wichtig ist, hätten sie ins reiche Saudi Arabien oder als Shiiten in den Iran ziehen sollen. Sie wollten aber hierher kommen!

    • Sportpapi sagt:

      Wenn Sie in die entsprechenden Länder gehen, ziehen Sie sich ein Kopftuch an?

      • aurora sagt:

        @sportpapi: Was für eine Frage? Als Frau können sie in diesen Ländern ohne Kopftuch gar nicht aus dem Flugzeug steigen! War selber in Kuwait und habe mit Frauen gesprochen, die liebend gerne frei wären und das Kopftuch ablegen würden, wenn sie dies denn dürften. Diese Frauen können nicht verstehen, warum sich Musliminnen in Europa „freiwillig“ verschleiern wollen. Es gibt Schulen an denen darf kein Christbaum mehr aufgestellt und keine Weihnachtslieder mehr gesungen werden! Man lasse sich das auf der Zunge zergehen. Kopftücher an unseren Schulen gehört verboten! Ohne wenn und aber.

      • Franz Vontobel sagt:

        In Saudiarabien z.B. mit Vorteil schon…

        Aus WikiTravel zu Saudiarabien:
        Beim Einkauf und sonstigem Aufenthalt auf öffentlichen Straßen sollten auch westliche Frauen immer darauf achten, die Abaya zu tragen und ihre Haare mit einem Tuch bedeckt zu halten. Sie sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, sollten aber nicht unnötig provozieren, da ansonsten die Mutawas (Religionspolizei) von ihren Pick Up’s mit Lautspechern die Übeltäterin ermahnen, ihre Kopfbedeckung aufzusetzen.

      • Franz Vontobel sagt:

        In Sa udiarabien z.B. mit Vorteil schon…

        Aus WikiTravel zu Sa udiarabien:
        Beim Einkauf und sonstigem Aufenthalt auf öffentlichen Straßen sollten auch westliche Frauen immer darauf achten, die Abaya zu tragen und ihre Haare mit einem Tuch bedeckt zu halten. Sie sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, sollten aber nicht unnötig provozieren, da ansonsten die Mutawas (Religionspolizei) von ihren Pick Up’s mit Lautspechern die Übeltäterin ermahnen, ihre Kopfbedeckung aufzusetzen.

      • Sportpapi sagt:

        Wikitravel zu Kuwait: „Kuwait ist ein islamisch geprägtes Land, Besucher sollten dies bei ihrem öffentlichen Auftreten und der Wahl ihrer Kleidung berücksichtigen. Es gibt allerdings keine Bekleidungsvorschriften für Frauen und auch keine sonstigen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit.“
        Sie haben dort ein Kopftuch getragen?

  • Hitz sagt:

    Die im Blogartikel geäusserte Haltung ist sowohl kurzsichtig als auch naiv. Bei der Kopftuchfrage geht es eben um mehr als eine Kopfbedeckung. Es geht hier darum, dass eine im Kern erobernde Kultur und Religion mittels Symbolen, die für uns eine Beledigung sind (die wir aber partout nicht wahrnehmen wollen), ihre Kinder als Hebel benutzt, um sich zu etablieren.
    Es IST ein Kulturkampf, der hier stattfindet und er wurde NICHT von uns erklärt oder eröffnet. Spätere Generationen werden die Folgen unserer resignativen Toleranz ausbaden müssen.

  • Albert Baer sagt:

    Die Schule ist doch zum lernen da!
    Solange SchülerInnen mit Kopfbedeckung lernen und andere nicht am lernen hindern sehe ich keinerlei Probleme.

  • Lorena sagt:

    Dass gerade Feministinnen, wie hier im Mamablog, die Verschleierung der Frau unterstuetzen, finde ich interesssant. Das Kopftuch ist ja nur ein Teil der systematischen Unterdrueckung der Frau im Islam. Zuvor werden die Maedchen nach „traditioneller Art“ beschnitten, spaeter zwangsverheiratet und weggesperrt. Ich glaube, werte Frau Fischer, die Toleranz endet, wenn sie mit unseren Werten nicht mehr vereinbar ist. Der Weg des geringsten Wiederstands ist hier fehl am Platz.

    • Sportpapi sagt:

      Ah, sind wir wieder bei den guten, „richtigen“ Feministinnen? Scheint mir ein Grundproblem dieser Bewegung zu sein, sehr genau zu wissen, was richtig und falsch ist. Von Kopftuch zu Beschneidungen zu Zwangsverheiratungen ist es doch ein weiter Weg!

    • Feministinnen sind eben auch Sozialistinnen. Da muss schon mal ein Spagat drinliegen.

  • Papperlapapi sagt:

    Es ist ein Problem der Grundhaltung: Man kommt gerne hierher, verdient seine Brötchen, geniesst Schutz, Stabilität, profitiert vom guten Gesundheitswesen, den Systemen der sozialen Sicherheit. Aber anpassen? Nein, kommt nicht in Frage. Da wird bis vor Bundesgericht prozessiert um das Recht ein Kopftuch zu tragen, nicht am Schwimmunterricht teilnehmen zu müssen. Statt dass man sich sagt: „Andere Länder, andere Sitten“. Solche Leute braucht das Land nicht.

    • Sisifee sagt:

      Aber vielleicht brauchen auch solche Leute unser Land. Um sich eine Existenz aufzubauen. Um zu überleben.

      • Rémy sagt:

        Liebe Sisifee, wie würden Sie reagieren, wenn Sie jemanden zu Gast hätten, und diesen bitten würden, bei Ihnen die Schuhe auszuziehen (wie dies in der Schweiz üblich ist) und er würde sich komplet weigern, auf sein Recht Schuhe zu tragen bestehen und einfach mit den Stiefeln in Ihre Stube trampen würde?
        Würden Sie ihn wieder einladen?

      • Roger sagt:

        Nun, wenn solche Leute unser Land brauchen, unser Land aber nicht solche Leute, dann ist ja wohl klar von wem hier eine Anpassung gefordert ist.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Richtig. Vielleicht brauchen solche Leute unser Land. Und ich finde es gut, wenn andere davon profitieren dürfen. Aber genau deshalb sollte unser Land stark sein und nicht zulassen, dass Parallelgesellschaften entstehen, in denen dieselben Zustände herrschen (z.B. Religionsdruck), wie in den Ländern woher die Immigranten kommen.
        Die falsche Toleranz, die ich eher selbstgefällige Ignoranz nennen würde, schadet in erster Linie den Immigranten selbst. Denn sie lässt es zu, dass die selben Strukturen innerhalb unserer Länder errichtet werden.

      • Sisifee sagt:

        Nein, zu viel Toleranz und ein Ausverkauf unserer Werte kann nicht die Lösung sein. Es kann aber auch nicht die Lösung sein, aus Angst vor falscher Toleranz intolerant zu werden. Drum bin ich der Meinung, dass es klare und allgemein gültige Strategien oder Regeln geben muss, wie man Menschen erfolgreich integriert, wo man tolerant ist und wo man Verbote setzt. Unsere Gesellschaft muss sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass Migration bei einem immer grösseren Teil der Weltbevölkerung zum biografischen Hintergrund gehört. Meines Erachtens ist das noch nicht passiert.

    • Sportpapi sagt:

      Nach meinem Wissen sind es vor allem christliche Gruppen, die ihre Kinder vom Schwimmunterricht dispensieren lassen möchten. Oder die ihre Kinder überhaupt aus der Volksschule nehmen.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Und finden sie das gut Sportpapi? Wohl eher nicht. Wir sollten auch diesen Kindern ermöglichen, dass sie etwas anderes kennenlernen dürfen, als den Fundamentalismus. Gesetze würden auch diesen Kindern mehr Freiheit ermöglichen.

        (Andererseits haben wir mit dieser Bevölkerungsgruppe mehr Erfahrung, sie ist kleiner, hat weniger Wachstumspotential, und wurde bisher nie gewalttätig. Einfach, wenn man schon den Vergleich macht. Sollte man auch alles vergleichen.)

      • Sportpapi sagt:

        @HH: Und ich dachte, es gehe hier um Grundsätzliches, um Prinzipien, Werte. Und nicht um die Grösse einer Gruppe, und schon gar nicht um Sippenhaftung.
        Ich bin auch nicht sicher, ob Leute, die in die Schweiz kommen und an den Hebeln der Macht sitzen, aber auch nach Jahren die Landessprache nicht kennen, sich nirgends integrieren, ihre Kinder in Spezialschulen schicken, ob die in ihrer Wirkung wirklich harmloser sind.
        Für mich ist jedenfalls klar, dass Sprache, Bildung, Teilnahme sehr viel wichtiger sind als ein Kleidungsstück.

    • Sisifee sagt:

      @ Rény: Im übertragenen Sinne ja. Denn ich finde es wichtiger, mit der Person im Austausch zu sein als auf meinem Wunsch, dass Gäste die Schuhe ausziehen sollen (was ich übrigens gar nicht üblich finde), zu beharren.

      Aber im Ernst: Ja, ich finde, Respekt gegenüber unseren gesellschaftlichen Werten ist unbedingt einzufordern. Nur gehört „Kein Kopftuch tragen“ meines Erachtens nicht zu unseren Werten. Ich finde unbedingt, dass Menschen sich hier integrieren sollen. Bloss: Was ist gelungene Integration, realistisch gesehen?

      • Rémy sagt:

        Ich finde es bei meinen Gästen vor allem wichtig, dass sie meine Gastfreunschaft nicht misbrauchen

      • Sisifee sagt:

        Ja, klar. Ob jemand die Gastfreundschaft missbraucht zeigt sich aber erst, wenn man ihm erst mal die Türe geöffnet hat. Ich verweigere ja auch nicht meiner betagten Nachbarin die Hilfe, weil sie meine Hilfsbereitschaft vielleicht ausnutzen könnte.

      • Kathy sagt:

        @ Rémiy: Wäre ja noch schöner, wenn ich von meinen Gästen verlangen würde die Schuhe auszuziehen, wir sind doch hier nicht in Arabien!!

  • Rémy sagt:

    Es geht nicht um Angst, es geht um das vermitteln unserer Werte an Gäste aus Ländern mit anderen Werten, damit sich diese in unsere Gesellschaft integrieren und nicht einfach ihre Gesellschaftsform in unsere reinquetschen um dann später unser Wertesystem von innen zu untermauern und schlussendlich durch dieses fremde Wertesystem zu ersetzen. Dies ist nämlich das erklärte Ziel vieler radikaler Muslime. Und in manchem Land (Frankreich, England) ist dieser Prozess schon weitgehend im Gange.
    Wollen wir diesen Prozess fördern oder unterbinden? Dies ist hier die Frage.

    • Sportpapi sagt:

      Wie äussern sich „unsere Werte“ bezüglich Kopftuch? Nur weil „unsere“ Frauen das seit ein paar Jahrzehnten nicht mehr tragen, entspricht das nicht mehr „unseren Werten“?

      • Rémy sagt:

        Es geht nicht um das Kopftuch, und das wissen Sie ganz genau. Es geht um die Symbolik.
        Wir reden sonst in 20 Jahren wieder, wenn ihre Frau auch ein Kopftuch trägt, wie es ihr die neue Schweizer Verfassung namens Sharia vorschreibt.
        Hu, bin ich jetzt Paranoid? Geht es doch um Angst? Die Zukunft wirds zeigen. Rechtlich gesehen spricht in der direkten Demokratie nichts dagegen, wenn genug muslimische Schweizer dafür das Referendum ergreifen. Dafür brauchen sie nur eine Mehrheit. Dies ist nur eine Frage der Zeit.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, Sie sind paranoid.

      • Rolf Gyling sagt:

        @Sportpapi und sie scheinbar Naiv…Sie müssen sich nur an den richtigen Orten umschauen.

      • Sportpapi sagt:

        @Rolf Gyling: Und das wäre wo?

      • Rémy sagt:

        Sie wären auch Paranoïd wenn sie in einem Land wohnen würden wo man angepöbelt wird wenn man während dem Ramadan auf der Strasse ein brötchen ist, wo in mancher Bäckerei kein Schinkensandwich gibt, wo eine Pizza Royale mancherorts gründsätzlich mit Truthahnschinken daher kommt und wo die Hotdogs im Ikea aus Pouletfleisch hergestellt werden.
        Ich rede nicht von Saudiarabien. Ich rede vom Elsass (grad neben Basel, BS, Schweiz…von wegen ich bin Paranoid!!!)

      • Das Kopftuch bei uns wurde nur vordergründig freiwillig getragen. Grund war der Katholizismus, der den Frauen einen züchtigen Auftritt verordnet hat.

      • Sportpapi sagt:

        @Remy: „Sie wären auch Paranoïd wenn sie in einem Land wohnen würden wo man angepöbelt wird wenn man während dem Ramadan auf der Strasse ein brötchen ist.“ Oder in einem anderen Ort mit einem Kopftuch durch die Strasse geht. Voile, dann wissen Sie ja, wie sich das anfühlt. Vielleicht sollten wir einfach weniger pöbeln, und etwas mehr leben lassen?

    • Sisifee sagt:

      Werte wie Offenheit, Toleranz und Respekt vor anders Denkenden vermittle ich aber nicht, wenn ich das Kopftuchtragen verbiete.

    • Rémy sagt:

      Sportpapi, Leben und leben lassen war früher auch mein Motto. In der Zwischenzeit, und in anbetracht der Entwicklung der Welt, habe ich es ergänzt.
      Jetzt lautet es für mich:
      Leben und leben lassen…die, welche mich auch leben lassen.

    • Matt sagt:

      @Sportpapi: Ich verstehe Ihren Ansatz „was ich nicht mag, das tu ich keinem anderen an“
      ABER! Dieses System mag in unseren Breitengraden wohl funktionieren. Nur ist es so dass das nicht auf der ganzen Welt anwendbar ist, und leider schon gar nicht in Ländern die ein solch konservatives Gedankengut haben wie beispielsweise Saudiarabien etc.! In diesen Ländern werden Ehebrecherinnen im Namen des selben Gottes welcher das Kopftuch verlangt, auf grausamste weise Hingerichtet (Steinigung)
      Wo fängt da die Freiheit an und wo hört sie auf, Sportpapi?

      • Michi sagt:

        Wir sind aber nicht in Saudiarabien. Und hier wird auch niemand gesteinigt. Ich glaube nicht, dass jede Frau mit Kopftuch diese Werte verinnerlicht hat. Genauso wenig wie alle Gefirmten und Konfirmierten tief gläubig sind. Gehört zur christlich abendländischen Kultur und wird gemacht, weil man es halt so macht.

    • Michi sagt:

      @R.K. Moser: Und, tragen die Frauen heute noch Kopftuch wegen des Katholizismus? Eben. Kommt Zeit, geht Tuch.

  • Sisifee sagt:

    Ich denke, es ist die Symbolik, mit der das Kopftuch behaftet ist, welche das Unbehagen auslöst. Es ist eine Stellvertreter-Diskussion auf dem Rücken der Kinder, die so zwischen die Fronten zweier Wertsysteme geraten.
    Wenn ich die monentanen Migrationsströme sehe und die angsterfüllten Reaktionen drauf, fühle ich mich traurig und machtlos. Es bringt aber nichts, diese Ängste als kleingeistig zu verurteilen. Es braucht Integrationspolitik und -strategien, die diesen Namen verdienen. Nur so werden sich diese Ängste kleiner.

    • Michi sagt:

      Hurra, endlich noch jemand, der durchblickt. Wir erweisen den Kindern durch das Verbot doch einen Bärendienst und schaffen bloss einen Konfliktherd mehr. Lasst die Mädchen doch glauben, Allah wolle das so. Wenn es sie wirklich interessiert, kommen sie früher oder später schon dahinter. Es gibt auch christliche Strömungen mit komischen Auswüchsen.

  • Malena sagt:

    Ob und wie sehr die Schule Rücksicht nimmt auf religiöse Vorschriften (Kopftuch, Schwimmunterricht, Essen in der Tagesschule…) kann man sachlich diskutieren. Auch für Frau Fischer scheint ja beim Vollschleier eine Grenze überschritten zu sein. Ich teile ihre Meinung, dass Gespräche in der Klasse und mit den Eltern besser sind als Verbote, finde aber ihre Analyse, dass die Pro-Verbot-Position nur auf Kleingeistigkeit und Angst beruht etwas überheblich.

    • Hattori Hanzo sagt:

      Danke Malena – das haben sie sehr gut gesagt.
      Gespräche führen kann man solange es ganz wenige betrifft. Ein Verbot vereinfacht die Sache. Die Leute nehmen es dann nicht persönlich, der Lehrer ist aus der Schusslinie. Und das Mädchen, das -von welcher Seite auch immer- unter Druck gesetzt oder konditioniert wurde, ist dann freier.

      • Sportpapi sagt:

        Sie meinen also, so ein generelles Verbot wird nicht persönlich genommen? Haben Sie nach der Minarettabstimmung mal mit den Betroffenen gesprochen? Wenn man eine Radikalisierung möchte, dann muss man es genau so machen. Gerade weil die Leute es sehr persönlich nehmen.

      • Rolf Gyling sagt:

        @Sportpapi gerade wenn man eine Gesellschaft unterwandern will, Ihre Werte aushebelt und sich unter dem Religiösen Deckmänteli alles erstreitet (von Geld, Freiheiten, Kopftüchern etc). Es grenzt schon an ein Wunder wie gewisse Personen hier Rechte vordern die vielleicht bei Ihnen Zuhause an der Tagesordnung sind. Findet man das alles etwas frech wird man sofort zum Nazi oder zumindest Rassisten. Ich habe nichts gegen Ausländer und komme gut mit vielen Leuten aus unterschiedlichen Ländern klar. Was aber nicht geht ist das man sich aufführt wie ein Elefant im Porzelanladen und das machen einige.

      • Sportpapi sagt:

        @Rolf Gyling: Mir ist es eigentlich egal, welche Rechte die Leute in fremden Kulturen haben. Zumal wir ja genau das immer wieder anprangern. Aber wir haben Werte hier in der Schweiz, die unser freiheitliches System ausmachen. Und ich finde es völlig falsch, um unsere Werte zu verteidigen diese gerade über den Haufen zu werfen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        „Und ich finde es völlig falsch, um unsere Werte zu verteidigen diese gerade über den Haufen zu werfen.“

        Das trifft genau das Dilemma.
        Unsere Werte sind eigentlich „Freiheit“, und da wir uns oft gar nicht vorstellen können, jemand anders, oder vielleicht Viele, könnten unter „Freiheit“ etwas anderes verstehen, sind wir sehr zögerlich vermeintlich Einschränkendes zu erlassen. Weil wir uns auch nicht vorstellen können, dass es ohne Einschränkung wirklich zu sehr unerwünschten Auswirkungen kommen könnte.

      • Sportpapi sagt:

        „Vermeintlich Einschränkendes“? Ernsthaft jetzt?

      • mila sagt:

        Würden Sie sagen, dass es auch nur ‚vermeintlich einschränkend‘ wäre, die allgemeine Schulpflicht, ohne jede Ausnahme einer Schulbildung durch die Eltern, zu erlassen? Insbesondere, da Sie andernorts die Schule als wichtige integrative Institution bezeichnet haben.

        Worauf ich hinaus will: wer (oder was) entscheidet denn darüber, was ‚vermeintlich einschränkend‘ ist, und was nicht? Gibt es einen allgemeinen Massstab dafür – oder berufen wir uns auf eine bestimmte ‚Leitkultur‘? Und wie begründen wir diese? Alles wirklich nicht so einfach.

    • Sportpapi sagt:

      “ finde aber ihre Analyse, dass die Pro-Verbot-Position nur auf Kleingeistigkeit und Angst beruht etwas überheblich.“ Was wäre denn Ihre Analyse? (üblicherweise spricht man ja eher deutsch und deutlich von Fremdenfeindlichkeit)

      • Hattori Hanzo sagt:

        Sportpapi – meines wissen ist die Szene mitnichten radikalisierter als in Frankreich oder Deutschland oder sonst wo. Es ist eben genau umgekehrt. Sie könnten das untersuchen, wenn sie wollten.

      • Hattori Hanzo sagt:

        nicht persönlich vom Lehrer meinte ich – sie wissen dann, dass es der Staat ist, der es verordnet und nicht ein „nicht wohlmeinender“ Lehrer.
        Der Lehrer ist nicht mehr in der Schusslinie. (Im Vergleich zur Alternative: das Gespräch suchen.)

        Danke, dass sie wohlwollend diese Antwort lesen und das verstehen, selbst wenn sie anderer Meinung sind.

      • Rolf Gyling sagt:

        @Sportpapi allen welche gegen Verhüllung von Frauen sind gleich Fremdenfeindlichkeit zu unterstellen zeugt nun auch nicht gerade von Weitsicht und Toleranz.

      • Sportpapi sagt:

        @HH: Ich verstehe das durchaus. Und es stimmt, der Lehrer ist aus der Schusslinie. Dafür ist die ganze Schweizer Gesellschaft, in die man sich doch integrieren sollte, drin. Die Botschaft kommt jedenfalls an. Und das ist ja von einigen hier ja auch ganz erwünscht.
        @Rolf Gyling: Nicht alle, bei weitem nicht. Aber es ging darum die Faktoren zu benennen, die Leute dazu bringt, ein Verbot zu befürworten. Und da gehört das schlicht dazu.

      • @ Sportpapi
        Was hat aufklärerisches Gedankengut, z.B. das Verbot einer Religion, mit Fremdenfeindlichkeit zu tun?

      • Sportpapi sagt:

        @Moser: Was hat Ihre Frage mit meinen Ausführungen zu tun? Ein Religionsverbot ist aufklärerisch?

      • Hattori Hanzo sagt:

        Sportpapi – ich verstehe ihre Wahrnehmung
        allerdings ist mir auch aufgefallen, dass sie meine Antwort zu ihrer These, dass ein Verbot die Radikalisierung vorantreibe einfach ignoriert haben.
        Die Realität ist das Gegenteil: je mehr man der Religion Freiheit gewährt, um so verbreiteter ist die Radikalisierung.
        Sie dürfen mir gern mit konkreten Beispielen das Gegenteil beweisen.

        Zudem: ein sinnvoller Dialog kann nicht entstehen, wenn man Menschen die eine andere Wahrnehmung haben, subtil xenophobie oder schlimmeres unterstellt. Wer echte Argumente hat, hat dies nicht nötig.

      • Sportpapi sagt:

        @HH: Was soll ich denn untersuchen? Ich habe durchaus gesehen, was in der Schweiz passiert ist, und ich habe die mir bekannten Muslime gehört, und ihre Empfindungen verstanden nach der Minarettabstimmung. Druck und Ausgrenzung führt zu einem Zusammenschweissen, zur Rückbesinnung auf alte Werte. Und eben zu einer Parallelgesellschaft. Da ist mir eine offene, tolerante Aufnahme viel wichtiger. Im Gespräch lassen sich unsere Werte doch viel besser vermitteln als mit irgendwelchen Vorschriften. Die erst noch begründet werden mit Themen, vor denen die meisten ja gerade geflohen sind.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn jugendliche Iraker in meiner Trainingsgruppe als Terroristen beschimpft werden, dann weiss ich, dass einiges schief läuft. Und genauso lese ich es heute wieder, wo hartes Eingreifen gefordert wird, wegen dem, was wir mit dem Islam alles auch noch verbinden (und damit erstaunlicherweise sogar die Flüchtlinge in Verbindung bringen!)

      • Sportpapi sagt:

        „Zudem: ein sinnvoller Dialog kann nicht entstehen, wenn man Menschen die eine andere Wahrnehmung haben, subtil xenophobie oder schlimmeres unterstellt. Wer echte Argumente hat, hat dies nicht nötig.“
        Hm. Können Sie also ausschliessen, dass die Menschen, die hier so vehement und radikal für ein Kopftuchverbot eintreten, völlig frei sind von jeglichem fremdenfeindlichen Gedankengut?

      • Sportpapi sagt:

        Das war jetzt natürlich einmal zu viel verneint. Aber Sie wissen ja schon, was gemeint ist.

      • @ Sportpapi
        28. August 2015 um 09:44
        Religion und Aufklärung harmonieren nicht.

    • Martin Frey sagt:

      @malena: Leider ist es so, dass allen Leuten mit Vorbehalten gegenüber dem radikalen Islam und allem, was damit einhergeht, gerne mal pauschal Kleingeistigkeit und Angst unterstellt wird. Dies ist ein klassisches Totschlagargument, denn wer will schon in diese Kategorie gehören.
      Dabei ist das Gegenteil nicht selten der Fall, sind doch demonstrative Gelassenheit und krampfhafte Toleranzbemühungen gegenüber intoleranten Grenzüberschreitungen nicht selten auch ein Feigenblatt für fehlende Zivilcourage, für die eigenen Werte, Regeln und Errungenschaften einzustehen. Nicht nur in Kopftuchfragen.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Sportpapi – ich verstehe sie sehr gut (sorry dass ich oben reingestürmt bin) – und ja, das habe ich meinem Post noch angefügt, dass viele mir zustimmen würden, wenn leider aus niederer Gesinnung, aber diese Antwort wurde zurückgehalten
        und ja, unsere Unfreundlichkeit und Fremdenfeindlichkeit hilft einer Radikalisierung. Und ich bin der Letzte, der Fremden so begegnet. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit.
        Die Radikalisierung beruht in erster Linie in der radikalen Ideologie selbst. Staatliche Gesetze könnten eben auf beiden Seiten vorbeugen.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Eine radikale Ideologie wird leider nicht von selbst friedlich, wenn man sie nur gewähren lässt.
        Sie haben völlig recht, dass es Christen gibt, die immer nur die andere Religion für gefährlich halten. Das ist mitnichten so, es war eine Jahrhundertelanger Kampf unsere eigene Religion zu zähmen. Aber sie wurde nicht von allein friedlich. Und sie war auch nicht das Produkt einer vorangegangener Diskriminierung.

        Also – ich sage nicht, dass ihre Thesen, nicht AUCH eine Realität sind. Aber bitte, sehen sie doch ein, das dies eben nicht die einzige ist. Es ist doch etwas komplexer.

      • mila sagt:

        Sehr einverstanden, Hattori Hanzo. Im Herzen würde ich gerne glauben, dass eine friedliche Koexistenz der Religionen (und Kulturen), im geistigen Sinne von Lessings Ringparabel in ‚Nathan der Weise‘, möglich ist. Im Alltag sehe ich, dass wir davon noch ein ganzes Stück weit entfernt sind. Und dass es nicht nur an uns liegt, diesen gemeinsamen Weg durch ‚Toleranz‘ zu weisen. Wie auch immer man diese definieren will, eins ist sie sicher nicht: eine Einbahnstrasse. Ich hielte es entsprechend auch für grobe Selbstüberschätzung, wenn wir meinen, dass wir allein kraft unserer liberalen Einstellung

      • mila sagt:

        den ‚unaufgeklärten‘ Rest der Welt ‚aufklären‘ können. Darin kommt ein impliziter Überlegenheitsanspruch zu tragen, der einen Dialog auf Augenhöhe bereits im Ansatz verunmöglicht. Wir setzen damit voraus, dass es nur einen – eben, den westlich-europäischen – Weg zur Entwicklung umfassender (und eingehaltener) Menschenrechte gibt. Und ob das wirklich so ist, sei dahingestellt. Die Zukunft wird weisen, ob es nicht doch auch unterschiedliche ‚historische‘ Entwicklungswege hin zu einem allgemein menschen-würdigen Dasein gibt.

      • Kathy sagt:

        Ein Verbot würde einer Radikalisierung den Boden ebnen. Es würden islamische Privatschulen entstehen und eine Parallelgesellschaft wie beispielsweise in GB. Lieber ein Kopftuch in der Schule akzeptieren, dafür den Kindern unsere Werte vermitteln und vorleben und sie in unsere Gesellschaft integrieren.

        Im Gymnasium hatte ich zwei Kolleginnen, die freiwillig ein Kopftuch trugen und sehr selbstbewusst und emanzipiert waren. Ein Kopftuch muss nicht immer ein Zeichen von Unterdrückung sein.

      • Sportpapi sagt:

        @HH: Ich habe eigentlich zwei Hauptthesen. 1. Wir können unsere Werte nicht verteidigen, indem wir sie selber nicht leben. Und 2. Wenn unsere Werte so überlegen sind, wie wir glauben (ja, ich auch), dann werden die Zuwanderer sie früher oder später auch übernehmen. Vielleicht allerdings erst in der zweiten Generation. Aber dafür müssen wir sie aufnehmen, sie ernst nehmen, sie ausbilden, ihnen Chancen bieten. Und Ihnen eben diese Werte auch vorleben. Nur so verhindern wir, dass die Menschen in ihrer Parallelgesellschaft bleiben.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Soweit einverstanden. Aber was sind unsere Werte? Jeder kann tun was er will? Dann hätte immer noch der Pfarrer das sagen im Dorf.
        Sind unsere Werte so, dass jemand seine Frau einsperren und seine Tochter verheiraten darf? Sind unsere Werte so, dass eine Religion Unterwerfung einer Ethnie einfordern kann? Wo ist die Grenze von Freiheit?
        Diesen komplexen Fragen müssen wir uns stellen.
        Unsere Humanistischen Werte haben sich nur durch aktiven Kampf etabliert (sag ich zum wiederholten mal, aber leider ignorieren sie diese Tatsache)

  • Roger sagt:

    Religiöse Symbole gehören nicht in eine öffentliche Schule. Die Schule muss ein neutraler Ort sein, (weltliche) Bildung und Religion voneinander getrennt. Insofern kann ich das Kopftuchverbot nachvollziehen und unterstützen, wenn denn auch alle anderen religiösen Symbole verboten bzw. entfernt wurden (insbesondere kommen mir hier die unsäglichen Kreuze an den Wänden der Klassenzimmer in den Sinn).

    • Muttis Liebling sagt:

      Das Kopftuch ist kein religiöses Symbol, selbst wenn Moslems das behaupten. Der Islam ist von der Beduinenkultur dominiert und auch männliche Beduinen verhüllen sich vollständig, weil man mit blossem Gesicht oder gar Körper keinen Sandsturm überlebt. Man lebte über Jahrhunderte und lebt z.T. noch heute in der Wüste und dem ist die Kleidung angepasst.

      Und Schweine sind unrein, weil sie Allesfresser sind und man ohne strenge Lebensmittelhygiene bei Temperaturen >40° spätestens nach der dritten Mahlzeit tot ist.

      • Rolf Gyling sagt:

        @Muttis Liebling : Ja diese Beduinen habe ich gesehen… bei 40 Grad am Schatten am Strand. Der Mann mit der wohl kleinsten Badehose die ich je gesehen habe – natürlich zu vorderst in der Kolonne – dahinter 3 ganz in schwarz verhüllte Gestallten mit Kindern am Strand entlang gelatscht. Ja liebe Damen und Herren so sieht die Perspektive in der Schweiz aus, wenn es denn mal Mehrheiten zur Abschaffung der Demokratie gibt. Kann ja nicht mehr so lange dauern bei der Konvertierungsrate und Migration.

      • Michu sagt:

        Und weil wir in der Wüste leben, braucht es im Unterricht Kopftücher?

        Und Schweine kann man nicht essen, weil es bei uns immer 40°C hat?

        Bin ich noch in der Schweiz?

      • Im Zusammenhang mit dem Islam ist das Kopftuch ein sehr religiöses Symbol. Ein wichtiger Teil der Islam-Uniform der islamischen Frauen.

      • Roger sagt:

        @Muttis Liebling
        Ja, diese ständigen Sandstürme in Thun sind wirklich ein Ärgernis.

    • Peter Schmid sagt:

      Roger
      In Will SG. gibt es keine Kreuze mehr, es werden auch keine Weihnachtlieder mehr gesungen, aus Rücksicht auf unsere muslimischen Gäste. Dafür wurde an der Schule ein Gebetsraum eingerichtet, damit unsere muslimischen Gäste ihre Gebete auch in der Schule abhalten können.

      • Roger sagt:

        @Peter Schmid
        Einerseits ist man vorbildlich und entfernt religiöse Symbole und christliche Bräuche aus der Schule. Andererseits richtet man für eine andere, in der Schweiz nicht verankerte, Religion, einen Gebetsraum ein? Das ist für mich schlicht absurd und nicht nachvollziehbar.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Diesen Blog haben wir wohl den braunen Auswüchsen der vergangenen Tage und Wochen zu verdanken. Sozusagen als Gegenreaktion. Das ist die traurige Auswirkung von Extremismus, er verhindert eine differenzierte Betrachtung. Extremismus möchte uns zwingen die Welt in zwei Lager zu spalten.
    Nein, Frau Fischer, der Hijab kann wohl ein modisches Accessoire sein, er ist es aber nicht in erster Linie. Wäre er eins, könnte man ihnen zustimmen. Wäre er zu vergleichen mit anderen Kleidungsstücken, hätten sie Recht. Ist er aber nicht. Religion war und ist stets gefährlich.

    • Reincarnation of XY sagt:

      …Aber wir Verwöhnten haben das vergessen. Religion hat Europa jahrhundertelang ins Mittelalter eingesperrt. Religion dient heute Machthabern (wie z.B. Putin) die Menschen zu manipulieren und Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Ein wiederaufflammen von religiösen Symbolen ist stets mit grösster Skepsis zu begegnen. Das ist nicht Kleingeistig sondern Vernunft.

      • Sportpapi sagt:

        Putin und Religion: Wie meinen Sie das?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        monsieur Putin hat sich erfolgreich mit der orthodoxen Kirche verbrüdert und lässt sich von ihrem Oberhaupt legitimieren, ziemlich verhängnisvoll, da dies umgekehrt die orthodoxe Kirche nun teilweise (je nach Gebiet) dazu nutzt, ihr unliebsame Gruppierungen erfolgreich als „Staatsfeinde“ anzuschwärzen und ihnen das Leben schwer zu machen in Form von neuen Gesetzen (bspw Verbot von Landerwerb etc).

      • Reincarnation of XY sagt:

        Danke Brunhild –
        Sportpapi ich hielt sie für so gebildet und informiert, dass sie all das was Brunhild sagt, wirklich selbst wissen.
        Es ist wirklich paradox wie Vertreter von humanistischen Positionen heute absichtlich die Augen verschliessen, vor der Macht der Religion. Ausgerechnet heute, wo wir in verschiedensten Weltecken und zum Teil in Städten im Herzen Europas ihre Macht neu demonstriert bekommen.
        Voltaire würde sich im Grab umdrehen.

      • Sportpapi sagt:

        @Roxy: Dass Religion immer auch der Disziplinierung diente, steht ausser Zweifel. Allerdings hätten die Machthaber vermutlich auch sonst Wege gefunden, die Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Was man ja auch in Ländern sieht, in denen die Religion eigentlich staatlich praktisch abgeschafft wurde.
        Aber gut, verbieten wir doch alle Religionen wegen ihres Einflusses auf die Menschen (des potentiell schlechten, selbstverständlich nur). Mal schauen, ob Brunhilde da auch mitgehen würde.

      • mila sagt:

        Hmm. Rein theoretisch hätte ich nichts dagegen, ein umfassendes Religionslehrverbot gegenüber Kinder zu erlassen – sagen wir, mit 16 oder so dürfen sie, wenn sie denn wollen, einen allgemeinreligiösen Unterricht besuchen, und sich danach frei entscheiden, ob sie gläubig sein und welcher Glaubensrichtung sie angehören wollen… Zu recht würden wir wohl so ein Szenario für absurd halten, obwohl das durchaus ein theoretisch denkbarer Weg wäre, um den potentiell schädlichen Einfluss von (jeglicher) Religion einzudämmen.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Religionsfreiheit ist ein humanistischer Wert, Sportpapi. Aber um diese zu gewähren musste die Religion zuerst in die Schranken getrieben werden. Denn die Religion hat es an sich, dass sie intolerant und diffamierend ist und einen monopolistischen Machtanspruch hat. Aber wie auch immer – warum schweigen sie zu dem, was ich gesagt habe? Warum gehen sie nicht auf diese Argumente ein? Warum kann man heute nicht mehr differenziert über die Problematik reden? Warum drängen Leute wie sie immer darauf, dass es entweder schwarz oder weiss ist? (Ich sagte z.B. nichts von Religion verbieten.)

      • Sportpapi sagt:

        @HH: Ich verweigere keine Diskussion. Vielleicht haben Sie meine Antworten noch nicht gesehen. Und hier dränge ich auf schwarz/weiss, weil ich immer wieder irritiert bin, wie christlich-gläubige Menschen die Probleme meist nur bei anderen Religionen sehen.

  • Andreas sagt:

    Richtig! Wir sind mimische Wesen. Deshalb auch weg mit diesen furchtbaren Bärten der jungen Männer!

    • Muttis Liebling sagt:

      Die verschwinden nächstes Jahr von allein und kommen dann erst 2055 wieder. Und ewig kreist das Karussell der Modetorheiten.

  • Thomas Meier sagt:

    Wenn Kinder und Jugendliche mit Kopftüchern daher kommen, so ist dies ein politisches Signal, um dem Islam immer mehr Gewicht in unserer Gesellschaft zu geben. Die Trennung zwischen Kirche und Staat soll aufgehoben werden, so wie es eben schon in allen Ländern der Fall ist, wo die muslimische Bevölkerung in der Mehrheit ist. Die meisten Wohlmeinenden haben keine Ahnung, wohin die Reise geht. Praktizierende Muslime betrachten uns als „Kuffar“, was wohlmeinend mit „Ungläubige“ übersetzt wird. Es bedeutet jedoch vielmehr „Unreine“. Das muslimische Gesellschaftsmodell ist Apartheid pur.

  • Rahel sagt:

    Manches liste es ja auch nur eine Frage der Kommznikation, wieso suchen Eltern nicht un Voraus den Dialog um ihrem Kind diese unangenehme Situation zu ersparen ? Es war ja davon Auszugehen das dans Tragen des Schleiers eines Mädchens Fragen aufwirft ! Mein Sohn ist an Krebs erkrankt und die Schulleitung wie auch seine Klassenkameraden finden es nach einer offenen Diskusion in seiner Klasse Selbverständlich dass für Ihn Ausnahmeregelungen gemacht werden, wie unter Anderem das Tragen der Dächlikappe im Untericht

  • Anna Wetherell sagt:

    Es geht doch gar nicht um „die Angst vor dem Unbekannten“, sondern vielmehr darum, dass das Kopftuch primär die Zweitklassigkeit der Frau als potentielle Verführerin der armen, hilflosen Männer symbolisiert und entsprechend ein patriarchales Unterdrückungsinstrument ist. Wenn Frauen mit 16 dies gerne tragen möchten, nur zu, aber es sollte verboten werden, Kindern so etwas aufzuzwingen. Weil, seien wir objektiv, ein Kopftuch schränkt in erster Linie ein und ist, gerade im Sommer, unangenehm zu tragen.

    • Sportpapi sagt:

      „dass das Kopftuch primär die Zweitklassigkeit der Frau als potentielle Verführerin der armen, hilflosen Männer symbolisiert und entsprechend ein patriarchales Unterdrückungsinstrument ist“. Also wegen dem, was da in unseren Köpfen herumdreht, sollen wir ein ums andere Mal Gesetze erlassen, die nur dazu dienen, Menschen vor den Kopf zu stossen? Und die keinerlei praktische Relevanz haben?
      Vielleicht wäre es gut auch gerade weitere Kleidervorschriften zu erlassen? Die Rocklänge definieren wie früher? Ich finde, im Schulschwimmen sollte eigentlich Bikini Pflicht sein!

    • Muttis Liebling sagt:

      Woher haben Sie denn diesen Schmarren?

    • Sisifee sagt:

      Wissen Sie das aus eigener Erfahrung, dass ein Kopftuch im Sommer unangenehm zu tragen ist?

  • Stephan Huber sagt:

    Muslime sind ja gerne bereit, immer wieder Forderungen an ihre Gastländer zu stellen und ihre Religion wie eine Standarte vor sich her zu tragen. Da ist es sinnvoll, wie zum Beispiel mit dem Minarettverbot auch mit einem Kopftuchverbot Grenzen zu setzen. Dabei ist es legitim, dass unsere christlich-säkularen Symbole bevorzugt werden; Soviel Interpretationsspielraum lässt der entsprechende Verfassungsartikel durchaus zu. By the way, viele Resteuropäer beneiden die Schweiz um ihren robusten Umgang mit diesen eingewanderten Frömmlern, also bleiben wir allerlei Zwängereien gegenüber resistent!

    • Sportpapi sagt:

      Nun sind diese „Forderungen“ allerdings nicht wirklich unangemessen, oder? Muss es uns wirklich kümmern, ob ein Kind in der Klasse ein Kopftuch trägt?
      Für mich sind solche Vorschriften, in denen es nur darum geht, fremde Gruppen vor den Kopf zu stossen, schlicht unnötige Schikaniererei. Mindestens.

      • Peter Schmid sagt:

        Sporpapi
        Da muss man wissen, dass es eben nicht beim Kopftuch bleibt. Es ist reine Salamitaktik und endet dann wie im Frauenbad in Basel, da werden Frauen im Bikini von Musliminnen bespuckt.

      • Michu sagt:

        Und das Mädchen zu zwingen ein Kopftuch zu tragen ist keine Schikane?

        Wenn es denn so toll wäre ein Kopftuch zu tragen, würden es auch hier viel mehr machen.

        Aber offensichtlich ist das Kopftuch wertebehaftet und hat (mmn) in einer aufgeklärten Gesellschaft nichts zu suchen.

      • Sportpapi sagt:

        @Schmid: Ich habe auch schon von Kopftuchträgerinnen gehört, die beschimpft und bespuckt wurden. Einzelfälle hoffentlich. Wie Ihrer.
        @Michu: Sie haben recht, das Kopftuch ist offensichtlich wertebehaftet. Wie das Kreuz, das viele um den Hals tragen. Freiwillig.

  • Susan Meier sagt:

    Man sieht, wohin die „Toleranz“ fuehrt. Besonders am Beispiel des Frauenbades in Basel. Leider gilt die Toleranz nur von unserer Seite gegenueber den Muslimen, umgekehrt nicht. Moechte darauf hinweisen, dass diese Leute freiwillig hierherkommen und sich deshalb den Sitten und Gebraeuchen unseres Landes anzupassen haben und nicht umgekehrt. Moechte mal sehen, wie weit ich in Saudiarabien komme, wenn ich ohne Schleier durch die Gegend latsche. Im Schulunterricht sind keine Kopfbedeckungen erlaubt. Punkt. Wer sich in der Pause zumummen will, die soll. Im Winter tragen wir ja auch Muetze. Draussen

  • christoph kreuter sagt:

    Ich finde es bemerkenswert und schön, dass Sie so tolerant und weltoffen sind. Ihre Leichtigkeit des Seins kommt in Ihrem Beitrag sehr gut zur Geltung. Sie scheinen zu wissen was Angst ist. Es ist nicht die Angst, die anders denkende Leute bewegt, ein Kopttuch an Schulen abzulehnen. Die Gegner sind einfach nicht so naiv wie Sie es sind. Diese offene, toleranten Menschen verkennnen, dass unsere geschaffenen Werte und Lebensformen über Jahrzente gewachsen sind und sich bewährt haben. Ich muss nicht alles akzeptieren, auch das Kopftuch nicht, hat nichts mit Angst zu tun

  • Martin Grau sagt:

    Religion gehört nicht in die Schule, Religiöse Symbole schon gar nicht.
    Wem dies nicht gefällt, kann seine Kinder in Privatschulen unterrichten lassen.
    Sehr Naive Einstellung von Frau Fischer.

  • Daniel Maier sagt:

    Andrea Fischer Schulthess, entscheiden in Zukunft Sie, was kleingeistigen Entscheide sind? Es fällt mir auf, dass man nur die „Kopftuch tragen, JA“ Entscheide/Meinungen akzeptiert, doch wehe, jemand will das partout nicht, als kleingeistigen Entscheide abgetan werden. Wo sind wir eigentlich gelandet. Ist denn Ihrer Meinung nach das oben ohne rumlaufen in „Muslimischen Ländern“ und die Aufregung auch Kleingeistig? Oder wie sehen Sie das.

  • Guten Tag Frau Fischer

    Sie können dieser Gesinnung sein und diese kundtun, weil unsere Vorfahren die Christen gemassregelt haben.

    Übrigens. Das bis in die 70er fehlende Frauen-Stimm- und Wahlrecht war noch eine Auswirkung des Wirkens der Christen in der Schweiz.

    Der Islam ist intolerant und verlangt von allen anderen Toleranz. Sie sehen das nicht, weshalb ich sie als kleingeistig bezeichnen muss, wie Sie es mit den Islam-Kritikern tun.

  • Peter sagt:

    Kopftücher dienen dazu, Haare zu bedecken. Haare sind ein wichtiger Bestandteil der Schönheit einer Frau. Ursprünglicher Zweck der Verschleierung muslimischer Frauen war immer schon, sie möglichst unattraktiv zu machen, um gegen Brautraub oder Vergewaltigung vorzubeugen. Um den wahren Grund zu verschleiern wird diese Tradition religiös begründet.
    Eine Schule kann durchaus Kopfbedeckungen erlauben, dann aber alle, inkl. Baseballkappen und Nudelsiebe der Pastafaris. Nur „religiös“ begründete Kopfbedeckungen zu erlauben wäre eine Diskriminierung der nicht religiösen.

    • Anton Keller sagt:

      Da wäre der Schutz der noch nicht geschlechtsreifen, unverschleierten Mädchen doch vordringlicher. Zudem hätten die Islamischen Schriften bei Brautraub und Vergewaltigung die Männer statt die Frauen bestrafen können, was viel effektiver wäre. Nein, die Verschleierung ist nur ein Unterscheidungsmerkmal zwischen unterwürfigen gläubige Frauen und ungläubigem Freiwild.

      • Peter sagt:

        So ist es. Darum, als Umkehrschluss: wenn eine Schule Kopfbedeckungen verbietet, wie in diesem Fall in Thun, dann bitte alle, ohne Ausnahme. Die Schule ist für die Kinder verantwortlich. Mädchen brauchen während des Unterrichts keinen „Schutz“ vor männlichen Übergriffen. Dafür sorgt die Lehrerin.

      • Sportpapi sagt:

        @Peter: Es ist generell fragwürdig, wenn eine Schule Kopfbedeckungen verbietet. Mit welchem Recht? Aber wenn der Lehrer die Basketball-Käppis nicht wünscht (oder das in der Schulordnung so steht), dann wird wohl kaum ein Vater Rechtsmittel ergreifen. Weil es wohl keine grössere Bedeutung hat.

      • Rolf Gyling sagt:

        @Sportpapi Es braucht wohl gewisse Regeln an den Schulen. Mit dem gleichen Argument könnte man dann auch fragen warum die Schüler ihr Fahrrad nicht neben das Pult stellen dürfen und mit welchem Recht dies wohl verboten wird…

      • Sportpapi sagt:

        @Rolf Gyling: Wenn Sie ein Verbot nicht erklären können, ist es offensichtlich willkürlich.

  • Esther Stihl sagt:

    Äh kurze Frage, es ist ja schon toll so eine Gutmenschen und ach so tolerante Lebenseinstellung zu haben, aber lesen Sie auch Zeitung und verfolgen das Weltgeschehen? Genau mit einer solch naiven Weltanschauung und Lebenseinstellung arbeiten Sie der Intoleranz in die Hände. Ich kann nur den Kopf schütteln.

  • Anton Keller sagt:

    Ein Kopftuchverbot straft vor allem die islamischen und nichtislamsiche Frauen, welche ohne Kopftuch leben wollen. Als islamisches Symbol für die Unterscheidung zwischen Schlampen und Nichtschlampen gehört es verboten, so wie auch Nazikreuze in Schulen etc. verboten sind. Wie man bei Hakenkreuze zwischen Nazisymbole und altirischen Zeichen unterscheidet, wäre es auch richtig, zwischen Nonnentracht und islamischem Schleier zu unterscheiden.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Ich kann aber auch gut nachvollziehen,wenn einige Menschen das Kopftuch als Instrument der Unterdrückung auffassen.Für mich stellt sich aber die Frage in welchem Kontext das gesellschaftlich thematisiert werden muss:sind Verbote in der Schule der richtige Rahmen?Es ist meiner Meinung nach nicht okay,wenn das Mädchen dann unter der Diskussion leidet,respektive die Ablehnung der Gesellschaft zu spüren bekommt.Offene Diskussionen,ohne Stigmatisierungen & breit gefasst (allgemein über Kleider und Freiwilligkeit/Zwang) in der Schule mit Kindern begrüsse ich jedoch sehr,wie es die Autorin vorschlägt

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Hans Hintermeier

      „die Ablehnung der Gesellschaft zu spüren bekommt“, das find ich beinah schon süss,
      für mich symbolisiert dieses Kleidungsstück
      die Ablehnung der Frau, und da drauf verzichte ich sehr gerne.

      • Sportpapi sagt:

        Ich finde eigentlich auch, richtige Schweizer Frauen sollten in der Schule freizügig auftreten und ihre liberalen Freiheiten ausleben! Eigentlich sollten sie sogar müssen…

  • Hans Hintermeier sagt:

    „Ich weiss nicht,ob es im konkreten Fall stimmt, dass das Mädchen seine Kopfbedeckung freiwillig trägt“ für mich ist auch dies ein wichtiger Punkt: Wenn das Mädchen kein Problem mit dem Kopftuch hat, wieso sollten wir dann künstlich eines für das Mädchen erschaffen? Ich denke ein wenig mehr Grosszügigkeit tut immer gut und jeder ist mal froh drum (es zwing uns ja keiner auch ein Kopftuch zu tragen)! Auch die Reflexion wann Freiwilligkeit/ Zwang beginnt finde ich in diesem Zusammenhang sehr hilfreich und macht es schwierig ein vorschnelles Urteil zu fällen. MMn hat es sehr gute Imputs im Artike

  • Gundel sagt:

    Naive Haltung

  • azazu sagt:

    Mädchen, die Kopftücher tragen, nutzen dies teilweise aus, um ungesehen über die In-ear-Kopfhörer Musik zu hören. Dies ist für Lehrpersonen extrem lästig. Deshalb würde ich das Kopftuchtragen gerne nicht erlauben müssen.

  • Manfred Meisterhof sagt:

    Der Artikel „Kopftuchverbote in Schulen sind Nonsens“ ist selbst kleingeistig, was er anderen vorwirft. Nämlich es wird hier übersehen, dass es hier nicht nur um irgendeine Kopfbedeckung geht, wie z.B. eine Baseball-Kappe. Hier verhält es sich ähnlich wie bei dem vom Volk gutgeheissenen Minarettverbot. Hinter dem Kopftuch der Musliminnen steckt ein Machtsymbol des Islam, welcher ja seit vielen Monaten in Zeitungsmeldung auf Zeitungsmeldung sein wahres Gesicht zeigt.

  • Andreas Müller sagt:

    Machen sie doch ein Experiment: Tragen sie, als Solidarität ab mit allen Frauen im Iran, Afghanistan, Saudi Arabien, Jemen usw. ab jetzt ein Kopftuch. Probieren sie es aus wie es so ist, wenn sie jedes mal wenn sie jemand anders als ihr Ehemann sehen können ein Kopftuch tragen. Natürlich ist dieses Experiment, wenn sie sich drauf einlassen, nicht zeitlich begrenzt, sondern dauert solange bis sie, eines hoffentlich noch fernen Tages, sterben. Viellicht werden sie dann die Erfahrung machen dass es evtl. Auch schön wäre das Kopftuch mal nicht zu tragen.

  • Martin Frey sagt:

    Beim lesen habe ich den Eindruck bekommen, dass die Autorin selber nicht ganz weiß was sie will. Grundsätzlic (als Vertreter eines westlich-liberalen Weltbildes) wäre ein Kopftuchverbot abzulehnen. Gleichzeitig wird das Mantra wieder hochgehalten dass es noch kaum Kopftücher gibt in Schulen und zudem es sich dabei lediglich doch nur um ein Kleidungsstück handelt. So why worry, und dann noch vorauseilend?
    „Aber letztlich kann man keine Entwicklungen vorwegnehmen oder verhindern, sondern nur reagieren, wenn etwas konkret ansteht.“ Doch, kam man, muss man sogar. Das wäre die Aufgabe der Politik.

    • Martin Frey sagt:

      Was bei der Diskussion immer wieder vergessen geht ist der Umstand, dass es es eben nicht einfach nur um ein Kleidungsstück geht. Der polit. Islam hat nichts so sehr auf dem Radar wie das Verhalten, das Auftreten und die Kleidung seiner weiblichen Vertreterinnen. Beim Kopftuch geht es um einen Kulturkampf. Wer schon mit radikalen Muslime gesprochen hat, weiß dass sie eine ganze eigene Deutung des toleranten Nebeneinander in einer multikulturellen Gesellschaft haben. Um dies zu erkennen muss man nicht ins Kalifat reisen.
      Genau wegen solchen Diskussionen wäre ich ein Anhänger der Schuluniform.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @M artin Fr ey

        schliesse mich an, und füge hinzu dass ich es reichlich naiv finde von Diskussionsbereitschaft und miteinander-reden zu schreiben, in Bezug auf ein Thema deren Vertreter eben gerade das kritische und hinterfragende Denken weder lernen noch anwenden, jedenfalls nicht in ihren Herkunftsländern.
        Und ja, da unterstelle ich eine schon vorhanden Unwilligkeit/Unfähigkeit
        (da „etwas-in-Frage-stellen“ existenzbedrohenden Charakter aufweist)
        ihren Kindern in allen Lebensbereichen Freiheit in unserem Verständnis zuzugestehen.
        Genau da kann und soll eine Schule Gegensteuer geben.

      • Sportpapi sagt:

        „schliesse mich an, und füge hinzu dass ich es reichlich naiv finde von Diskussionsbereitschaft und miteinander-reden zu schreiben, in Bezug auf ein Thema deren Vertreter eben gerade das kritische und hinterfragende Denken weder lernen noch anwenden, jedenfalls nicht in ihren Herkunftsländern.“
        Also passen wir uns doch am besten an und lassen das mit dem Kritischen Denken, der Diskussionbereitschaft und Tolaranz. Vorauseilender Gehorsam, quasi. Da brauchen wir am Schluss gar keine muslimische Zuwanderung mehr, um unsere Werte zu zerstören.

    • mila sagt:

      Der Gedanke an eine Schuluniform ist in der Tat verlockend, nicht nur vor diesem spezifisch interkulturelle Hintergrund. Nur, was würde deren Einführung am Ende über uns aussagen – dass wir von der ‚Freiheit‘, die sich uns im Rahmen einer pluralistischen Gesellschaft bietet, am Ende doch überfordert sind, und deswegen lieber gleich alle präventiv in dieselbe Kutte stecken? In diesem Sinne wäre eine Schuluniformpflicht in meinen Augen eher der Ausdruck einer Kapitulation, als einer ‚Befreiung‘ (von echten und vermeintlichen Zwängen). Und entsprechend nicht mit einem liberalen Werte-Verständnis

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Schuluniform gehört durchaus in die humanistische europäische Tradition und ist tatsächlich die beste Lösung auch ausserhalb der Kopftuchdiskussion. Aber nahezu grenzenlose Liberalität tritt sich gern selbst auf die Füsse.

      • Martin Frey sagt:

        @mila: Es sind viele, oft liberale Länder über den ganzen Erdball verstreut, die Schuluniformen kennen und pflegen. Dies in aller Regel nicht vor dem Hintergrund religiös überladener Kleidungsdiskussionen sondern aus praktischen sowie traditionellen Gründen. Vorteile sehe ich für uns weiter bezüglich Labeldruck, Schulhausmobbing usw. Schuluniformen fördern zudem das Zusammenhörigkeitsgefühl unter Schülern. Für einmal sehe ich an dieser Gleichmacherei nichts negatives.

      • Sportpapi sagt:

        „Der Gedanke an eine Schuluniform ist in der Tat verlockend, nicht nur vor diesem spezifisch interkulturelle Hintergrund. Nur, was würde deren Einführung am Ende über uns aussagen – dass wir von der ‘Freiheit’, die sich uns im Rahmen einer pluralistischen Gesellschaft bietet, am Ende doch überfordert sind“
        Damit ist ja eigentlich alles gesagt.

      • mila sagt:

        MF: Bei uns gab es diese Tradition bis dato nicht – weshalb sie einführen? Zumal sie keineswegs vor Cliquenbildung, Mobbing, Labeldruck im Privaten etc. schützt (denken Sie, dass die ganzen Highschoolfilme seit Jahrzehnten realiter non-existente Stereotypen bedienen? ;))

    • Sportpapi sagt:

      @Martin Frey: Das sind sehr kluge Überlegungen. Aber letztlich sind schlicht Kleidergebote oder -verbote nicht mit einem liberalen Weltbild vereinbar. Wir können nicht unsere Werte verteidigen, indem wir sie selber untergraben. Wir sollten Stärke demonstrieren da wo es wichtig ist, und nicht irgendwelche Symbol-Kriege führen.
      Übrigens wundere ich mich, dass hier immer von „unseren Werten“ die Rede ist. Nur um dann am nächsten Tag darüber zu klagen, dass diese immer mehr verschwinden. Ist das vielleicht das Problem?

      • mila sagt:

        Im letzten Punkt gebe ich Ihnen durchaus teilweise Recht, SP. Aber sagen Sie mir: wo setzen Sie die klare Abgrenzung zwischen Symbol-Kriegen und Situationen, in denen wir Stärke demonstrieren sollten? Ich halte es für schwierig, auf der einen Seite gegenüber dem Kopftuch und dem Burkini im Schwimmunterricht ‚tolerant‘ zu sein, und zugleich den Anspruch zu haben, dass die betroffenen Mädchen nicht mit 16 zwangsverheiratet werden dürfen – schliesslich ist auch das eine landesübliche Sitte, dass die Eltern (Väter) über diese Frage entscheiden, nicht die Kinder. Sprich: wie führen wir,

      • mila sagt:

        im Interesse dieser Mädchen, einen Dialog, der ihre Freiheitsrechte gemäss unserem Rechtsverständnis umfassend garantiert? Wenn wir uns scheuen, das Kopftuch anzusprechen, setzen wir unter Umständen zu spät an. Wenn wir es im öffentlichen Leben verbieten, laufen wir Gefahr, Menschen in unzulässiger Weise zu ‚bevormunden‘. Für mich ist das tatsächlich eine Gratwanderung, und ich sehe eine Lösung nur im permanenten Austausch – von Beginn weg. Und nicht im blossen Eingreifen, wenn klar gegen unsere Rechte und Gesetze verstossen wird. Toleranz ist ein hohes Gut, aber es will gepflegt werden.

      • Martin Frey sagt:

        Alle Gesellschaften reden von Werten die angeblich verschwinden, auch die Muslime. Dies gehört seit Jahrhunderten zum Kanon.
        Werte zu verteidigen heisst einstehen für gesellschaftliche und zivilisatorische Errungenschaften. Dies bedingte bei uns die Ueberwindung der strengen katholischen Vormundschaft, die ja interessanterweise auch Dinge wie Kopftücher auch kannte. Unsere Werte beruhen aber auf Aufklärung, Reformation, Trennung von Religion und Staat, Liberalismus im klassischen Sinne usw. Und nicht auf christlich-jüdischer Religion, auch wenn diese integraler Bestandteil unserer Kultur ist.

      • Martin Frey sagt:

        Interessanterweise treffen sich beim Wertekanon ja oft die religiösen Fundis der monotheistischen Religionen, die ja selber sich gegenüber oft weniger Mühe haben als mit säkularen Exponenten ihrer eigenen Religion. Anders gesagt, der Salafist hat mit dem Urchristen weniger Probleme als mit der jungen Muslima mit dem Wind im offenem Haar die selber in die Badi geht.
        Wir haben die finsteren Mächte der Vergangenheit überwunden und uns unsere Freiheiten erkämpft. Persönlich bin ich nicht der Ansicht, dass wir sie auf dem Altar einer falsch verstandenen Toleranz gegenüber Intoleranz opfern sollten.

      • mila sagt:

        Kommt hinzu, dass die Rechtslage das eine ist, und demokratisch-liberal geprägte Werte ein anderes. Ein grosser Teil unserer (für uns selbstverständlichen) Werte ist im Recht und in der Verfassung verbrieft, ein anderer Teil unserer geteilten kulturellen ‚Gesinnung‘. Wer immer nur das Recht bemüht, lässt besagte kulturelle Aspekte aus, die ebenfalls ihre Gültigkeit im menschlichen Zusammenleben haben. Und wer meint, dass Werte nur dann eine gültige, respektive ‚beruf-‚ oder einklagbare Basis haben, wenn sie rechtlich verbrieft sind, missverkennt, dass sich (gutes) menschliches Zusammenleben

      • mila sagt:

        nicht ausschliesslich auf Gesetzesbasis regeln lässt. Dafür braucht es auch so etwas wie guten Willen, und der sollte von allen Seiten (und nicht nur tendenziell von einer) gegeben sein – im Sinne der Verständigung. Aber genau daran hapert es meinem Empfinden nach an diversen Fronten. Unsere aktuellen Probleme primär auf Angst und potentielle Fremdenfeindlichkeit zu verkürzen, halte ich deshalb für unzulässig.

      • Martin Frey sagt:

        Da kann ich nur beipflichten mila. Denn nicht alles was legal ist ist auch in Ordnung, diese Diskussion (@Sportpapi) hatten wir auch bei den FB-Themen in den letzten Tagen.
        In der Tat sehe auch ich Integration nicht als Einbahnstrasse, sie ist anstrengend, langwierig und bedingt viel echten guten Willen und eine gewisse geistige Flexibilität. Und zwar von allen beteiligten Seiten.
        Bei kompletter Verweigerung ist meines Erachtens alle Mühe vergebens. Darauf mit immer noch mehr Nachgeben zu reagieren kann nur als falsches Signal aufgefasst werden. Den Frauen ist damit am allerwenigsten gedient.

  • Sportpapi sagt:

    Danke. Sehr einverstanden.

    • Muttis Liebling sagt:

      Ebenso, Wenn wir diesen temporären Rückfall ins Mittelalter hinter uns haben, hat die Kopftuchfrage beste Chancen zum dümmsten Thema aller Zeiten gewählt zu werden.

      Zitat: ‚Wenn in Deutschland dereinst die Toten wieder auferstehen und die Friedhöfe verlassen, werden wir als erstes darüber diskutieren, ob die dabei ein Kopftuch tragen dürfen.‘

    • mila sagt:

      Ich bin ehrlich gesagt in dieser Frage ziemlich zwiegespalten, und halte sie auch für nicht einfach zu beantworten, weil hier verschiedene Ebenen hinein spielen. Zum einen gilt bei uns der Grundsatz einer Trennung von Kirche und Staat, was auch fürs Schulwesen prinzipiell Geltung hat. Sollen religiöse Symbole in Klassenzimmern einen Platz haben, und wenn ja, für wen soll das gelten – für die Schüler-, oder auch für die Lehrerschaft? Zum anderen gilt es zu respektieren, dass gläubige Musliminnen das Kopftuch für Allah tragen, und darin nicht das patriarchalische Unterdrückungsinstrument sehen,

    • mila sagt:

      dass wir Nicht-Muslime diesem umstandslos unterstellen. Wenn wir aber das Kopftuch nicht auch unter dieser Prämisse einer freien Glaubensäusserung betrachten, nehmen wir solche Frauen nicht ernst. Ich halte das für problematisch, insbesondere unter einem emanzipatorischen Gesichtspunkt, den wir so gerne ins Feld führen. Nur: Sollten tatsächlich schon Mädchen vor eine solche ‚freie‘ Wahl gestellt werden? Als Elternteil würde ich vermutlich meinem Kind sagen, dass es noch ein Kind ist und diese Entscheidung bewusster treffen kann, wenn es ein bestimmtes Alter erreicht hat – meinetwegen 16.

    • mila sagt:

      Ich fände es entsprechend aufschlussreich zu wissen, wie muslimische Familien selbst dieses Thema innerfamiliär handhaben. Darüber wissen wir in aller Regel nichts. Wüssten wir mehr, würden sich vielleicht so manche unserer Zweifel ausräumen; vielleicht auch nicht. So oder so gilt jedoch: die Frage soll und darf diskutiert werden, denn es gibt ganz augenscheinlich einen Gesprächsbedarf. Und dieser betrifft nicht nur die Muslime, sondern die Gesamtgesellschaft.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        zumindest wissen wir aber dass in den Herkunftsländern, besonders im arabischen Raum, das kritische Denken weder gelehrt noch gefördert wird. Somit in Familien eine ziemlich andere „Diskussionskultur“ gepflegt wird als wir uns das vorstellen. Und das ist in meinen Augen schon mal der erste verhängnisvolle Fehler. Worte wie „Freiheit“ „Diskutieren“ „eigene Meinung entwickeln“ und vieles mehr, haben da ganz unterschiedliche Bedeutungen. Und ich finde es gibt schon genug Beispiele von Frauen mit genau diesem familiären Hintergrund, oder Einblick in diesen, welche uns Antwort geben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ Antworten in die Richtung, dass es mit freier Diskussionskultur eben nicht so weit her ist.

      • mila sagt:

        Brunhild, überlegen Sie mal, wie viele ‚unserer‘ Muslime nicht aus arabischen Gebieten stammen, sondern vom Balkan und aus der Türkei. Glauben Sie mir, da gibt es durchaus spürbare ‚mentale‘ Unterschiede. Aber wenn wir alle Muslime umstandslos über einen ‚radikalen‘ Kamm scheren, tragen wir durchaus unser Scherflein zu einer potentiellen Abwehrhaltung bei – aus der wiederum ein Nährboden für Radikalisierung entstehen kann.

      • mila sagt:

        Sie sind ansonsten stets die erste, die sich z.B. dagegen ausspricht, alle ‚fundamentalgläubigen‘ Christen in denselben Topf zu werden – weshalb wenden Sie dieses Prinzip nicht auch auf andere religiösen Gruppen an?

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Und dann sind da noch die Kopftuchträgerinnen aus jenen Ländern, die gar nicht muslimisch sind. Aber halt in der gleichen Kultur aufgewachsen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        diejenigen welche mir im Alltag (von der Schule her) kopftuchtragend begegnen sind tatsächlich zur Hauptsache aus dem arabischen Raum, daher hab ich auch differenziert.
        Und da es hier um mehr als bloss tragen/nicht tragen geht, finde ich es sehr wichtig ein Zeichen zu setzen.
        Denn diejenigen welche unter die Räder kommen, weil sie eben nicht zu den von Ihnen angeführten gebildeten Gruppe gehören die sich wirklich frei entscheidet, verdienten diesen Schutzraum.

    • Muttis Liebling sagt:

      10:00 Uhr und 132 Kommentare. Das wird der Renner. Bevor ich mich da lieber zurück ziehe, nur eine Bemerkung.

      Wahrscheinlich wüsste bis heute kein Araber, Perser oder Nordafrika, wo Europa liegt, hätten wie sie nicht seit 1000 Jahren regelmässig besucht, um ihren Reichtum zu uns zu transportieren. Das passiert auch heute.

      Nun wandern die Menschen ihrem Reichtum hinterher und wir haben soviel gestohlen und auch in CH ansässige Firmen stehlen heute, dass sie alle kommen können. Sie haben ja Vorkasse geleistet. Und selbstverständlich bringen sie ihre Sitten und Gebräuche mit.

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