Veganer sind auch nur Menschen

Ein Gastbeitrag von Angela Joerg*

veganerin

Allen Lebewesen denselben Respekt entgegenzubringen, ist gar nicht so einfach. Foto: gax8627, Flickr.com

Der Begriff «vegan» wird aufs Essen reduziert. Dabei bedeutet vegan zu leben für mich ganz einfach, respektvoll zu sein. Ich berücksichtige die Bedürfnisse meines Gegenübers – egal ob Tier, Pflanze oder Mensch.

Das schreibt sich so leicht und fühlt sich auch sehr gut an. Der Umsetzung steht also nichts im Weg: Ich verhalte mich rundum respektvoll.

Blöderweise erwische ich mich dann aber ganz schnell dabei, dass ich nicht jedem denselben Respekt zolle. Zum Beispiel der Frau, die im Supermarkt mit vier Grosspackungen Pouletnuggets im Einkaufswagen hinter mir in der Schlange steht. Ich möchte sie am liebsten darauf hinweisen, dass wegen ihr mindestens zwei Hühner ein erbärmliches Leben gelebt haben und gestorben sind.

Aber halt. Ich muss nun auch die Bedürfnisse der Frau berücksichtigen. Wahrscheinlich hat sie ein Kind zu Hause, das die Phase «Ich esse nur Paniertes mit Ketchup» durchlebt. Es bleibt ihr also gar nichts anderes übrig – sie MUSS diese Nuggets kaufen. Es ist keine Frage der Entscheidung. Und alle Eltern wissen, dass man an tote Hühner gewöhnte Kinder schlecht mit panierten Gemüsesticks überzeugen kann. Die Gewohnheit fordert ihren Tribut und im Wachstum müssen Kinder gefüttert werden. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Ok.

Kaum aus dem Laden raus, sieht mein Hund eine Katze und will seinem Jagdtrieb folgen. Er bellt, hechtet nach vorne, hängt in der Leine. Was nun? Natürlich halte ich ihn zurück. Aber ist das respektvoll? Der Katze gegenüber zum Glück ja. Die sitzt jetzt in Sicherheit auf einer Mauer und beobachtet den Jäger, dem sie entronnen ist. Aber habe ich die Bedürfnisse meines Hundes berücksichtigt? Oje.

An der Bushaltestelle fragt mich mein kleiner Sohn, wieso der Mann an der Haltestelle gegenüber seine Getränkedose in eine Hecke klemmt, anstatt sie in den Abfalleimer zu werfen. Weil er rücksichtslos und doof ist, denke ich. Aber stopp. Das ist eine gute Frage. Darum gehe ich mit meinem Sohn auf die andere Strassenseite und frage. Interessiert mich wirklich. Was motiviert einen Menschen dazu, Abfall direkt neben einem Abfalleimer an eine Pflanze zu hängen?

Seine Antwort ist fabelhaft. Er antwortet nicht mir, sondern spricht meinen Sohn an und erklärt ihm, dass Dosen eigentlich in den Alucontainer sollten und nicht einfach in den Abfall gehören! Wunderbar – nicht? Er nimmt die Dose raus und steckt sie in den Eimer. Mit dem Kommentar – heute machen wir halt mal ne Ausnahme.

Respekt! Es ist ein langer Weg, aber er ist unterhaltsam.

SAMSUNG

*Angela Joerg lebt mit ihrer Familie in Zürich. Mit ihrem Mann, Michael Korner, bietet sie Entwicklungshilfe für soul-based Manager an.

305 Kommentare zu «Veganer sind auch nur Menschen»

  • R. Stadelmann sagt:

    fleischesser, veganer, vegetarier, die grünen uvm. was auch immer, keiner ist besser oder schlechter wie der andere, letztendlich sind wir nämlich alle gleich, warum? weil wir alles menschen sind, die nicht perfekt, nicht fehlerlos sind uvm. die perfekte welt, erde, der perfekte mensch uvm. gibt es nicht, wird es nie geben! es soll doch jeder das essen können, dürfen was er will! ich akzeptiere, fleischesser, veganer, vegetarierer uvm. man würde bei jedem was finden was nicht gut ist, würde bei jedem was finden wo man an denn pranger stellen könnte uvm. leben und leben lassen!

    • Stranger sagt:

      Also bitte, Leute, welche den Komparativ bilden mit „wie“ statt mit „als“ sind jetzt mit Garantie schlechter „wie“ andere.

      🙂

      Ich stimme natürlich zu. Jeder soll auf seine Art glücklich werden. Dass es ganz gut wäre, wenn der Tierkonsum der Gesellschaft reduziert würde, ethisch und umweltmässig, ist allerdings klar, Dir, R., hoffentlich auch.

  • R. Stadelmann sagt:

    wer sagt eigentlich das man kein fleisch essen darf, das der salat uvm. nicht tierische produkte für uns menschen für denn verzeer ist, warum wurden wir menschen dann nicht als veganer uvm. erschaffen? was hättet ihr dazumal denn steinzeitmenschen gesagt die fleisch assen? gäbe es uns überhaupt ohne sie? wer besitmmt eigentlich was wir zu essen haben was nicht? gibt es dafür ein gesetz oder so? ich würde bei jedem was finden was man an denn pranger stellen könnte, sei es bei fleischesser, veganer, vegetarierer, denn grünen uvm. hört doch auf! es soll jeder das essen können, dürfen was er mag

  • R. Stadelmann sagt:

    ja die steinzeit menschen uvm. von früher was hätten wohl die gesagt zu dieser diskusion, zu diesem thema? die assen fleisch, trugen meines wissens, felle von tieren, ja gebe es uns überhaupt wenn die sich nur vegan ernährt hätten? ich finde jeder soll das essen was will und ich akzeptiere jeden ob er veganer, fleischesser uvm. ist oder nicht. perfekt, 100% gibt es eh nicht, wird es auch nie geben! die grünen sagen die autofahrer sollen auf ÖV umsteigen, das würde auch nicht aufgehen, haben ja jetzt schon platzmangel usw. im ÖV. hört doch auf gegeneinander zu wettern, jedem das seine!

  • R. Stadelmann sagt:

    bin auch gegen massenhaltung und tier quellerei, manche wollen verhindern das tiere grausam ums leben kommen, was ist mit denn autofahrern die ein tier erwischen = alle auto’s verbieten? was ist mit denn tieren die in der freien wildbahn grausam ums leben kommen durch ihre natürlichen feinde, warum macht man da dann nichts, sind diese tiere weniger wert? die grünen setzen sich für erneuerbare energie ein wollen aber keine windräder wegen eingriif ins landschaftsbild uvm. die veganer wollen nicht tierische produkte essen wegen denn tieren, aber was tragen sie an kleider, wie wohnen sie?

  • R. Stadelmann sagt:

    ach leute gehen wir doch in die steinzeit zurück 😉 lasst doch jeden das essen was er will! früher in der steinzeit, weil in die müssten wir wenn wir alles so machen würden was die grünen uvm. wollen, natürlich finde ich manche sachen auch gut von ihnen aber übertreibt nicht! in der steinzeit haben sie auch fleisch gegessen, das wäre doch kein problem, das problem sind die schwarzen schaffe, die die tiere nicht gut behandeln, die profit haie usw. ganz ehrlich ich würde denke ich bei jedem veganer, grünen was finden wo man an denn pranger stellen könnte, sei es was sie tragen, wie sie wohnen

  • R. Stadelmann sagt:

    und von wegen tiere quellen da sollte man nicht nur von massentierhaltung sprechen, es gibt auch einzelne menschen die tiere quellen usw. sollen wir jetzt die menschen vernichten, abschaffen? weil es könnte das risiko bestehen das wieder ein mensch geboren wird der tiere grausam umbringt. andere frage: was haben veganer an, wie bewegen sie sich fort? kann man überhaupt auf alles rücksicht nehmen, alles schützen uvm. ? meiner meinung nach, ein ganz klares nein! warum? der perfekte, fehlerlose mensch gibt es nicht, wird es nie geben, bei allen würde man was finden das man bemängeln könnte! uvm.!

  • R. Stadelmann sagt:

    gäbe es uns überhaupt wenn unsere vorfahren kein fleisch gegessen hätten? würde das überhaupt aufgehen wenn alle das gleiche essen würden? wäre es nicht so wie beim verkehr, würden alle autofahrer auf öv umsteigen würde das funktionieren? glaube kaum. ich bin auch nicht dafür das die tiere quallvoll umgebracht werden! aber ich akzepiere jeden sei es ein veganer, fleischesser oder was es auch alles gibt. und von tiere quellen da sollte man nicht nur von massentierhaltung sprechen, es gibt auch einzelne menschen die tiere quellen usw. sollen wir jetzt die menschen vernichten, abschaffen?

  • R. Stadelmann sagt:

    fleischesser sind auch nur menschen 😉 🙂 wie wahr es eigentlich bei unseren vorfahren, höhlenbewohner uvm. ernährten die sich auch vegan? wenn nein, wieso nicht? oder wenn es auch solche gab wieso ernährten sich nicht alle vegan? irgendwann kommt noch das wir gar nichts mehr essen dürfen? veganer essen denn lebensraum von schmetterlingen, bienen usw. weg oder so? und fleischesser zu verurteilen, weiss nicht ob das in ordnung ist, viele könnten selber nicht ein tier schlachten, wenn sollte man die verurteilen die die tiere quallvoll umbringen und nicht die wo es essen.

  • R. Stadelmann sagt:

    vielleicht sind wir schon einen schritt zu weit?! mal ganz ehrlich wir haben bei denn menschen immer noch viel leid und wo vieles schief läuft, sollten wir nicht zuerst da handeln, was unternehmen bevor wir bei denn tieren schauen? tiere sind nicht gemacht für massentierhaltung, von wegen kein freilauf usw. warum wurden aber noch nie die menschen in denn gefängnissen erwehnt? das soll dann in ordnung sein? glaube genau so sinvoll wäre es auch mal bei denn menschen zu schauen das sie nicht oder weniger leiden müssten! für alle lebewesen das gleiche recht!

  • R. Stadelmann sagt:

    ok massenhaltung von tieren ist nicht in ordnung und was ist mit menschen in gefängnissen? finde es ja schon schlimm das man jetzt schon zuerst für die tiere schaut statt für die menschen. bei uns läuft nämlich auch noch vieles schief. ob veganer oder nicht, kein mensch ist besser, wir sind letztendlich alle gleich, weil wir alle sind menschen, kein mensch ist perfekt, fehlerlos. abgesehen finde ich es auch ein wiederspruch, man spricht davon tiere in massentierhaltung werden gequellt und sterben quallvoll, das will man verhindern aber in der freien wildbahn lässt man es dann zu???

  • R. Stadelmann sagt:

    würde es mal ein interesanntes experiment finden das alle menschen sich vegan usw. ernähren würden mal sehen ob das aufgehen würde, man dürfte keine tierische produkte zu sich nehmen uvm. ganz ehrlich was mich ein bisschen stört es gibt solche die wollen denn tieren das leid ersparen, finde ich gut aber sollten wir nicht zuerst bei denn menschen anfangen?! wir haben es bei uns ja noch nicht mal im griff! über probleme sprechen = tabu, menschen mit problemen werden veurteilt uvm. ihnen wird psychische gewalt entgegen gebracht uvm. vielleicht sollten wir mal zuerst beim menschen anfangen!

  • R. Stadelmann sagt:

    also mit was ich probleme hätte ist wenn z.b. veganer usw. sagen wir sind bessere menschen weil wir zum wohl der tiere schauen usw. dazu sage ich nur: keiner ist besser wie der andere, weil wir alle sind menschen, keiner von uns ist perfekt, fehlerlos uvm. man würde auch bei veganer sachen finden wo man bemängeln könnte usw. warum? weil kein mensch perfekt, fehlerlos ist uvm. wir können nie bei allem gerecht werden, denn die perfekte welt, erde das ist eine wunschvorstellung. bin auch dafür das menschen die tiere nicht quellen, aber hören wir auf, in der freien wildbahn passiert es weiter so

  • Christian Vogt sagt:

    Gefällt mir. Wie ich es so sehe, es geht nicht darum die anderen mit Ayatollah-aehnlichem zu „überzeugen“ oder
    darum Andersdenkenden ihr anscheinend Anders-sein anzuprangern. Toleranz ist das Leitwort. Besonders in einer Gesellschaft von allzu vielen Verboten und sogenannter politischen (nicht nur) Korrektheit.

  • brigitte joerg sagt:

    Diese Ehrlichkeit und das mutige Handel haben mich zum Nachdenken über meinen eigenen Umgang mit Respekt gebracht.
    Wenn ich die Kommentare lese, merke ich, dass respektvolles Handel und sich respektvoll begegnen für viele von uns noch ein groses Übungsfeld ist.
    Brigitte Jörg

    • Muttis Liebling sagt:

      Diese Aussage ist so unspezifisch, dass ich auch nach 3- maligen Lesen nichts damit anfangen kann. Weder weiss ich, was Sie unter Respekt verstehen, noch erschliesst sich mir, warum Sie sich als ehrlich und von mutigen Handeln beseelt sehen.
      Mein Eindruck CH 2015 ist, dass es zu viel Pseudo- Respekt der Kategorie ‚Leben und leben lassen‘ gibt, während echter Respekt, den Sie aber erst mal definieren müssten, weil es Ihr Thema ist, echter Respekt ist selten geworden. Ehrlichkeit und Mut sind mir noch nie abgefordert worden, erlebe es aber auch in meinem Umfeld äusserst kaum noch.

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Muttis Liebling, thema respekt ist gut, ich glaube zuerst sollten manche menschen mal lernen respekt vor menschen zu haben, menschen die probleme haben uvm. weil was sozialität uvm. angeht besteht noch recht handlungsbedarf in unserer gesellschaft, viele sprechen davon sie seien sozial aber wenn sie menschen mit problemen begegnen uvm. begegnen sie denen mit psychischer gewalt uvm.

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ In einer individualisierten Gesellschaft ist Jeder sich selbst die Norm. Dazu braucht man nur einen Tunnelblick und subtile Verdrängungsmechanismen. Die werden, im Gegensatz zu Mut und Ehrlichkeit, intuitiv beherrscht, was man in den Kommentaren jeden Mama Blogs mitlesen kann.
      Wenn Sie es etwas präziser hätten, können wir das gern ausdiskutieren.

      • Onkel Arnold sagt:

        @ML: Also eine derart zutreffende Selbstanalyse hätte ich Ihnen jetzt nicht zugetraut, Sie haben definitiv meinen Respekt. 🙂

      • R. Stadelmann sagt:

        @ML, genau gebe ihnen recht jeder ist sich selbst, sage ja oder bin der meinung: jeder sollte das essen was er will, egal ob ich fleisch esser bin, oder veganer, ich akzeptiere jeden 😉 Tunnelblick finde ich nicht gut, haben sie diesen auch wenn sie über die strasse gehen? wenn ja = gefährlich. ja zu mut und ehrlichkeit kann ich auch viel sagen, gute stichwörter, wieviele sind überhaupt ehrlich und mutig? meiner meinung nach nicht viele, denn wieviele sprechen wirklich offen über ihre probleme, schwächen uvm. und stehen dazu ? 😉 viele sind ja nicht mal zu sich selber ehrlich.

      • R. Stadelmann sagt:

        @ML, von wegen ehrlichkeit, mut, viele verlangen vom gegenüber das es ehrlich ist, dabei ist mehrheit die das vom gegenüber verlangen selber zu sich nicht mal ehrlich, verkaufen sich so als hätten sie keine probleme, keine schwächen uvm. immer schön lächeln, wenn man sie fragt wie geht es dir kommt jedesmal die antwort: mir geht es gut. viele haben nicht das selbstbewusst sein weil sie folgen einer mehrheit, gehen denn weg des geringeren wiederstandes, weil wenn sie der mehrheit folgen werden sie in ruhe gelassen und akzeptiert, verkaufen sich als perfekt, ist das ehrlich, mutig?

      • R. Stadelmann sagt:

        @ML, das mit der Norm könnte ich nicht bei jedem unterschreiben, denn es ist heute leider eher so, die mehrheit Gesellschaft gitb was vor und die meisten folgen dem, z.b. über probleme sprechen = tabu, viele folgen dem weil sie genau wissen wenn sie das machen werden sie in der mehreit der gesellschaft akzeptiert, in ruhe gelassen, machen sie es nicht wissen sie genau das ihnen gegenwind entgegen gebracht wird. viele lächeln 365 tage im jahr und würden nie sagen das sie probleme haben weil das gut ankommt bei der mehrheit der gesellschaft, aber ist das ehrlichkeit? ist das mut? ich sage: nein!

  • Hausfrau sagt:

    Für meine Veganer Teenager haben wir folgende Regel: mindestens 80 % der Mahlzeiten bereite ich vegan zu (fällt mir inzwischen leichter als gedacht). Die restlichen 20 % können auch „nur vegetarisch“ sein.
    Zudem gibt es keinen Aufstand wenn ich erst Fleisch anbrate und danach in der selben Pfanne ohne diese erst abzuwaschen Gemüse koche.
    So gab es bei uns gestern Omeletten, weil die Milch nach dem Gewitter in der Nacht im Cafe geschieden hat. Und entsorgen war auch für die Veganerinnen keine Option. Ich fand das vernünftig, tolerant, respektvoll gegenüber dem Tier und definitiv nicht religiös

  • R. Stadelmann sagt:

    bin der meinung jeder sollte das essen dürfen was er will und wenn man sein bereich schon verteidigt sollte man fair bleiben ich denke ob veganer, fleisch esser usw. bei jedem würde man positive und negative sachen finden, es gibt ja auch nicht nur die sonne sondern auch regen, die haben auch beide positives und negatives, sonne, regen brauchen die pflanzen aber zu viel von beidem ist auch nicht gut usw. wir sollten jeden so akzeptieren wie er ist. bin nicht parteiisch, aber hätten sie früher überlebt wenn sie kein fleisch gegessen hätten? und ich hörte auch von bio das keines wahr uvm. 😉

  • R. Stadelmann sagt:

    gar keine frage ich bin auch nicht dafür das man tiere quält usw. 1. es gibt auch menschen die leider gequält werden, sollen jetzt die menschen deswegen keine baby’s mehr bekommen? 2. die wo nicht wollen das tiere so gequält währen usw. was ist denn mit denen in der freien wildbahn? sind die für euch weniger wert? schaut mal wie die ums leben kommen? entwedär zieht man es ganz durch oder nicht, aber würdet ihr das dort machen hätten die tiere keine nahrung mehr 3. so wie ich von der geschichte weiss währen hunde auch keine haustiere usw. = wir haben sie zu heustieren gemacht.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Herr S.: Danke für Ihr Plädoyer gegen die Hetzte: Mich freut es, dass es für Sie unangenehm ist, zuschauen zu müssen, wie Tiere sterben. Kann man jedoch ein allgemeines Gesetzt daraus machen, indem man sagt: „Andere tun es auch, also tue ich es auch? Kann man wirklich die gleichen ethischen Standards von Tieren verlangen, wie von Menschen? Dies meine Zweifel.

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Hans Hintermeier, da haben sie mich falsch verstanden ich bin nicht so das ich sage andere tun es auch also tue ich es auch. wie meinen sie das mit denn gleichen ethischen standarts von tieren und menschen? fakt ist beides sind lebewesen. sie sagen wir menschen können was ändern aber eben da kommt der wiederspruch, weil wir würden massentierhaltungen schliessen wegen dem quellen der tiere, aber in der freien wildbahn geht es ja weiter mit dem quellen, dem quallvollen tot der tiere, dann müsste man auch dort was unternehmen, oder machen sie da jetzt unterschiede, 2. klassen tiere?

  • R. Stadelmann sagt:

    hört doch auf gegeneinander zu hetzen, bin der meinung perfekt, 100 % gibt es nicht, man würde bei veganer usw. wie auch bei tierhalter uvm. positive, negative sachen finden. denn konsumenten kann man auch nicht immer vorwürfe machen weil sie zum teil auch getäuscht werden wie auch die wo au bio schauen, es kam schon mal raus das nicht alles bio ist wo bio drauf steht. ich weiss von einem bio bauer der seine kräuter direkt an der strasse hat, wo die auto’s durchfahren, das ist dann für mich z.b. auch fragliches bio 😉 gäbe es uns überhaupt wenn unsere vorfahren kein fleisch gegessen hätten?

  • Verena Luisa sagt:

    Und wie bedecken Veganer ihre Blösse, und was tragen sie an den Füssen? Sollte es sich um Kunstofferzeugnisse handeln, wäre zu bedenken, dass auch der Rohstoff Erdöl einmal alle ist? Keine Wolle, kein Leder, was dann?

  • Willi sagt:

    Wir können uns endlos an diesen Bildern im Schlachthof aufhalten und dabei verdrängen, dass es viel schlimmere Bilder gibt (heute abend ARD Report München Legehennen). Für mich ist entscheidend, dass Tiere gut gehalten werden, Tierfabriken sind für mich unerträglich, auch in unserem Land. Ich anerkenne aber, dass es viele Bauern auf dem Land gibt, die für das ‚Wohl‘ ihrer Tiere sorgen, wie ich fast jeden Tag selber feststellen kann. Ich esse wenig Fleisch (aus der Region) und beobachte regelmässig gut gehaltene Tiere auf der Weide mit dem Gedanken: „Ohne Sterben kein Leben“.

    • R. Stadelmann sagt:

      @ Willi, finde gut das sie daraufaufmerksam machen, das es eben auch solche gibt die ihre tiere gut halten uvm. aber eben leider ist es so das die gegner nur immer das negative aufzeigen, obwohl ich denke bei beiden seiten ob veganer usw. oder fleischesser würde man negatives und positives finden. glaub man kann nicht sagen der eine oder der andere ist besser, abgesehen davon bin ich eh der meinung perfekt, 100 % gibt es nicht.

  • Peter sagt:

    Zitat: ‚Ich möchte sie am liebsten darauf hinweisen, dass wegen ihr mindestens zwei Hühner ein erbärmliches Leben gelebt haben und gestorben sind.‘ – Und was haben die Pflanzen für ein Leben gelebt, die Sie essen? Wie sind sie gestorben? Sie schreiben, dass Sie respektvoll sein wollen, auch mit Pflanzen. Wie könne Sie dann Pflanzen essen? Das sind auch Lebewesen und auch empfindungsfähig. Daher frage ich mich, warum Veganer meinen, sie würden sich besser verhalten als Menschen, die auch Fleisch und andere tierische Erzeugnisse essen.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Es ist durch Beobachtung zu erfahren, dass der Grad der Bewusstheit von einer Pflanze zu einer Kuh höchst unterschiedlich ist. Natürlich ist die Differenz nicht mehr so gross von einem Bakterium zu einer Pflanze.Ich halte es so damit: ist der biologische Abstand von einer Pflanze zu einem Mensch grösser oder kleiner, als derjenige eines Tieres? Wichtige Indizien: Nervensystem (Augen), Muskeln und Blut usw. Ich hoffe, Sie können die Vegis/Vegetarier nun ein bisschen besser verstehen. Ich finde es nämlich auch nicht logisch ein Grashalm auf die gleiche Stufe zu stellen wie eine Kuh!

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Hans Hintermeier, also ich bin der meinung jeder sollte das essen was er will ob fleisch oder nicht = egal. was meinen sie würde passieren wenn jetzt alle sich vegan ernähren würden? hätte es überhaupt genug für alle? würden wir da dann damit nicht das futter der tiere weg essen? und was ist mit denn tieren in der freien laufbahn, wildbahn, haben die dann einen kleineren stellenwert für sie? weil schauen sie mal wie diese brutal ums leben kommen, wenn sie darauf acht wollen müssten sie es dann nicht ganz durchziehen? also die tiere in der freien wildbahn vor ihren tierieschen jäger schützen?

      • Hans Hintermeier sagt:

        Herr S: Es hätte sogar noch viel mehr Nahrung zur Verfügung (vgl. meine Argumente an ML vom 12.08. um 13:49 & 14:01),denn Massen-Fleischessen ist eigentlich eine luxuriöse Lebensmittelverschwendung.Während dem WW II konnte in der CH praktisch niemand Fleisch essen (Anbauschlacht).Auch bei meinem Vater/Mutter, gab es 1x in der Woche Fleisch,es war frühzu teur.Wie gesagt, können nur wir Menschen uns ändern,wir können nicht die wilden Tiere zu Veganern/Vegis machen.Wir können schauen,dass es Nahrung für alle hat und kein unnötiges Leid zusätzlich produziert wird.Jeder muss aber selber entscheiden

      • A.K. sagt:

        http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Tier-im-Fokus-kritisiert-Schweinehaltung-19053783

        Unsere Tierhaltung hat leider nichts mit der freien Wildbahn gemeinsam. – Ausser dass man nach dem Tod gefressen wird. Aber das ist einem ja eigentlich egal, wenn man tot ist ist man tot- ob man dann gefressen, eingesargt und von Würmern gefressen, oder verbrannt wird… Auf die LEBENSsqualität vor dem Tod kommt es an.

        Finde Veganer bewundernswert. Sie machen aber nur einen kleinen Prozentsatz aus. Es braucht endlich auf politischer Ebene ein Engagement für anständige Tierhaltung!

      • Onkel Arnold sagt:

        Das Hauptproblem ist bei diesem Aspekt, dass viele nicht wissen, dass Menschen Tiere sind. Wir gehören zur Unterordnung der Trockennasenaffen und zur Familie der Menschenaffen. Die Einteilung lautet also nicht: Menschen, Tiere, Pflanzen, sondern bloss Tiere (menschliche und nichtmenschliche) und Pflanzen.

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Herr Hintermeier, und was ist mit dem leid in der freien Wildbahn? schauen sie mal wie da die tiere umkommen, einerseits will man das quallvolle sterben verhinden andererseits schaut man zu und akzeptiert es ( freie wildbahn ), die haben auch augen, muskeln usw. 😉 für mich ein wiederspruch. der grashalm wird nicht auf die gleiche stufe mit der kuh gesetzt aber wenn man dies essen würde wo würde man ja dem lebewesen sprich der kuh die nahrung wegessen 😉 von wegen es hätte sogar noch viel mehr nahrung, warum haben wir dann jetzt hungernot wenn es genug hätte? weil nicht alle essen vegan

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Hans Hintermeier, bei meiner Mutter wahr es evtl. auch so wie bei ihrer das sie früher nur 1x in der woche fleisch hatten weil zu teuer, aber deswegen macht sie es heute auch nicht so, sondern isst auch mal mehrmals in der woche fleisch. der andere punkt ist, was wollen wir perfektionismus? das werden sie eh nie erreichen können. bei jedem würden sie was finden, veganer sagen sie schonen tiere, also sind sie besser oder so, aber auch bei ihnen würde man ihn anderen bereichen was finden was nicht gut wäre, es gibt auch noch die kleider uvm. es würde immer was sein so oder so meiner meinung na

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Hans Hintermeier, so wie ich es weiss von der geschichte her, dürfte der hund usw. auch kein haustier sein, wir machten ihn zum haustier, aber die mehrheit schaut gut zu ihnen, da ist nicht die haltung das problem, klar gibt ausnahmen 😉 wollen sie denen dann auch denn hund als haustier verbieten? es gibt so viele bereiche in unserem leben in jedem würde man was finden was man bemängeln kann selbst auch bei veganer, eine absolute perfekte welt können wir eh nicht hinkriegen. warum sind wir seit menscheit an so gemacht das wir tiere jagen und essen? da müssten sie mit dem schöpfer schimpfen

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Hintermeier, würde nicht sagen böse fleischesser sondern böser schöpfer des menschen, obwohl so möchte ich auch nicht sprechen, aber ja wieso wurden wir nicht als veganer geschaffen? bei denn tieren gibt es übrigens auch alles, veganer nicht veganer, wieso sollte es bei denn menschen anderst sein? früher gab es auch kein fernseh, auto uvm. wollen wir das jetzt auch abschaffen weil vieles davon ist für denn menschen auch nicht gut wenn wir doch schon davon sprechen für das wohl der lebewesen zu schauen. und wieso spricht nicht zuerst von menschen die im gefängniss sitzen? sondern von tieren?

  • R. Stadelmann sagt:

    Ich sage dazu nur: Fleisch esser sind auch nur menschen 😉 wegen denn Hühner, glaube nicht das alle Hühner ein erbämliches leben hatten, was ist mit denn Hühner von dem Bauer? evtl. würde es uns heute gar nicht geben wenn dazumal unsere vorfahren schon kein fleisch gegessen haben? sind hunde wirklich haustiere oder haben wir sie dazu gemacht? von wegen erbärmliches leben was tiere hatten, ein mensch kann darauf achten das es nicht so weit kommt, aber was ist dann mit denn tieren in der freien wildbahn? schauen sie mal was da geschieht, löwe jagt antilope, tötet sie, was ist denn damit?

    • A.K. sagt:

      Ja, aber wer kauft das Poulet schon beim Bauer? Die grosse Masse kauft das Poulet doch bei Migros und Coop. Und da haben wir es mit Massentierhaltung zu tun- ja auch bei Bio! War selbst ganz erstaunt, als ich den Schweinereport sah.

      Ja,In der freien Wildbahn wird gejagt- das ist natürlich. Da hat das Tier aber vorher frei gelebt und nicht das ganze Leben zusammengequetscht mit vielen anderen in einer Fabrikhalle gefristet. Das macht einen grossen Unterschied.

      Ich hab die Lösung auch noch nicht. Vielleicht bloss 1xpro Monat Fleisch und dann vom Demeter oder KAG-Bauernhof? Oder nur Wild?

  • alam sagt:

    Veganer sind ganz normale Menschen wie du und ich. Warum ich das weiss? Ich kenne einige davon persönlich. Weder missionieren sie noch belehren sie mich. Der Umgang mit ihnen ist manchmal angenehmer als mit NIcht-Veganern, weil sie achtsamer und aufmerksamer sind. Ich finde es mutig, mit seinem Kind zu jemand hinzugehen, der seinen Müll sinnlos falsch entsorgt. Wegschauen wäre einfacher.

  • Michael Korner sagt:

    Gratulation zu diesem tollen Bolgbeitrag. Respekt ist ein spannungsgeladenes Thema, das zeigen auch die vielen Kommentare. Die Qualen eines Lebewesens lassen sich nicht rechtfertigen mit der Lust, es essen zu wollen. Das wäre zu böswillig, um ein solches Verhalten mit unseren gesellschaftlichen Grundwerten zu vereinbaren. Die offensichtliche Respektlosigkeit gegenüber dem Tier muss also unbewusst sein. Ich denke der Schlüssel liegt darin, dass wir anderen gegenüber unbewusst nur soviel Respekt aufbringen können, wie wir es uns selbst gegenüber tun.

    • Damian Schneiter sagt:

      Pardon, das ist dialektischer Nonsens. Bereits Jean-Paul Sartre meinte: „Wir werden alle in diese Welt geworfen, wie ein Hund der keinen Knochen hat“. (Existenzialismus). Und Sie wollen uns noch – diese Knochen – vorenthalten. Ich definiere solche „Ethik-Theorien“ eher als Wohlstands-Degenerations- Erscheinungen. Wer immer um sein Leben kämpfen muss – hat eine andere Sicht der Dinge. Wie übrigens – die meisten Lebewesen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @DS: schöne Ideale haben Sie da für die menschliche Gesellschaft. Wenn man sie weiterdenkt: Alle gegen alle, keine Schonung, nur das Recht des Stärkeren zählt, alles andere wären widernatürlich (Nietzsche? F a s c h i?) Man kann das Geworfen-Sein (ursprünglich von Heidegger) durchaus auch so verstehen, dass wir alle (alle Lebewesen) in diese Welt geworfen wurden. Wir wollen alle Leben und sind froh um Schonung. Dies würde Raum für Empathie öffnen. Wir haben die Wahl, in was für einer Umwelt wir leben wollen. Wir Menschen haben als einzige die Wahl und können der Natur Kultur entgegenhalten.

      • R. Stadelmann sagt:

        @ HH, Sie schreiben, ich zitiere: Wir wollen alle Leben und sind froh um Schonung. Dies würde Raum für Empathie öffnen. Wir haben die Wahl, in was für einer Umwelt wir leben wollen. Wir Menschen haben als einzige die Wahl und können der Natur Kultur entgegenhalten. wir schafen es doch nicht mal unter menschen miteinander vernünftig umzugehen usw. über probleme sprechen = tabu, menschen die probleme haben werden ausgegrenzt uvm. glaube bevor wir ins gebiet tiere gehen sollten wir zuerst bei unserer eigenen speies anfangen und für ordnung schauen usw. 😉

    • Muttis Liebling sagt:

      Das Prinzip der selbst- und gegenseitigen Bestätigung funktioniert doch immer wieder, Herr Joerg. Moralisch, weltanschaulich und ökologisch ist Veganismus nur unter Hinzuziehung obstruser Argumente zu halten.

      Wie ich in einem anderen Beitrag schon mal schrieb, der Jäger, der vor dem Tierzüchter, vor der neolithischen Revolution, zu denen auch die amerikanischen Indianer vor der Kolonisierung gehörten, haben am getöteten Tier gebetet und dem auch nachträglich Respekt gezollt.

      Veganismus kann sich nur eine übersättigte Konsumgesellschaft leisten. Die, die im Puddingbecher aufgewachsen sind.

      • Muttis Liebling sagt:

        In einem sind die Veganer ungewollt genau so zukunftsweisend wie ultrarechte Tee- und Volks- parteiler: Die nächste Kulturstufe der Menschheit ist charakterisiert durch die Negation aller Errungenschaften der neolithischen Revolution. Allen voran der Besitz mit seinen hässlichen Zwillingskindern Geld und Schulden und der Staat. Im Nebeneffekt verschwinden auch intensiver Ackerbau und intensive Tierzucht.

        Das ist schon bisschen wie Adam Smith, es gründet sich im Bösen der Metaphysik und Irrationalität, mündet aber im Guten, der Emanzipation der Menschheit von der Wirtschaft und dessen Staat.

      • Michael Korner sagt:

        Sie sagen selbst, dass wir uns den Vegetarismus leisten können in unserer übersättigten Konsumgesellschaft. Dann wäre das doch ein Errungenschaft zu der ich Sie herzlich einlade.

      • Muttis Liebling sagt:

        Veganismus, nicht Vegetarismus. Drei Gründe sprechen gegen ihre Einladung:

        1. Der schon zitierte Kant (Kritik der praktischen Vernunft): ‚Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.‘ (die pflanzliche Masse reicht nicht für 7 Mrd. Menschen, nur Eliten können vegan leben).
        2. Die Konsumgesellschaft ist ein Auslaufmodell, zum Aufspringen ist es viel zu spät.
        3. Ich persönlich war schon immer Konsumverweigerer, wodurch meine Ernährung der vegetativen recht nahe kommt, nur aus anderen Gründen als die meist Genannten.

      • Franz Vontobel sagt:

        Wirklich, ML? Vegetative Ernährung?

      • Onkel Arnold sagt:

        ML: Sie wissen aber schon, dass Antispeziesismus und Tierrechte kein rein westliches Phänomen sind? Dass es Veganer auch in China, Indien, Ägypten, Israel, Russland, Brasilien usw. gibt? Weil die Tatsache, dass Bequemlichkeit, Gewohnheit und Tradition nicht die Freiheitsberaubung, Ausbeutung und Tötung nichtmenschlicher Tiere rechtfertigen, überall auf der Welt gilt? Ah und noch was, falls es Ihnen entgangen sein sollte: Wir leben nicht mehr im Neolithikum.

      • Muttis Liebling sagt:

        Das redet immer um den heissen Brei herum, Onkel.

        Frage deshalb noch einmal. Wie viele Menschen können sich ohne intensive Landwirtschaft (weil diese indirekt die Tierwelt bis zum Verschwinden ganzer Arten schädigt) vegan ernähren? 7 Mrd. sind es nicht, sind es wenigsten 1 Mrd. oder nur 100 Millionen.

        Vor der neolithischen Revolution konnten auf der Erde max. 2 Millionen Menschen leben. Das errechnet man, indem man die Fläche, auf der für den Menschen geeignete Pflanzen und Tiere leben, durch die Fläche teilt, welche ein Jäger oder Sammler am Tag zu Fuss durchqueren konnte.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Mit dem Übergang zu Ackerbau und Viehzucht gab es die 1. demographische Revolution und die Weltbevölkerung wuchs auf 200 Mill. Dann war wieder eine Grenze erreicht. Die 2. demographische Revolution fand mit der Industrialisierung statt und nun passen über dem Daumen ca. 12 Mrd. Menschen in die Welt.

        Wo wäre dieser Grenzwert, wenn wir direkt und indirekt tierische Nahrung ausschlössen?

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ML:aber Sie wissen schon,dass Tiere auch Pflanzen essen:Zur Erzeugung von 1 kg Getreide braucht es ca. 100 Liter Wasser, um 1 kg Fleisch zu erzeugen,braucht es 2000–15’000 Liter Wasser.Um 1 kg Fleisch zu erzeugen,benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen.Bei der «Umwandlung» von Getreide in Fleisch gehen unter anderem 90% Eiweiss, 99% Kohlenhydrate und 100% Faserstoffe verloren.Auf der Fläche eines Grundstückes,die benötigt wird,um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, könnte man im selben Zeitraum 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ML: „Rinder und andere Wiederkäuer weiden auf der Hälfte der Landfläche unseres Planeten.Seit 1970 wurden über 20 Mio. Hektar der feuchten Tropenwälder in Rinderweiden umgewandelt.“ (Worldwatch Institute). In der Schweiz dienen nahezu drei Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche dem Futtermittelanbau. Durch das Verlängern der Nahrungskette, indem man pflanzliche Nahrungsmittel zuerst an Tiere verfüttert und erst deren Fleisch isst, ergibt sich ein weiterer Nachteil: Im Körper der Tiere kumulieren (summieren) sich die Pestizide, Schwermetalle und andere Gifte aus den Futtermitteln.

      • Muttis Liebling sagt:

        Herr Hintermeier, das ist mir alles bekannt und deshalb bin ich auch gegen intensive Tierzucht. Das beantwortet aber nicht meine Fragen. In der Mongolei, so gross fast wie Europa leben nur 3 Millionen Menschen, nur von Weidewirtschaft. Würden die auf Steppen- und Wüstenboden vegan leben wollen, müsste man ihnen täglich Hunderte Tonnen Pflanzen einfliegen. Oder nehmen Sie die schon genannten Inuits. Da wächst nichts.
        Wie ernähren Sie diese Menschen?

      • Hausfrau sagt:

        @HH
        Danke für die Erläuterungen. Sie liefern die Fakten zum gefühlten Wissen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Hausfrau, der liefert keine Fakten. Interessanter ist, wie viel tropischer Regenwald und wie viel landwirtschaftliche Nutzfläche für Biosprit geopfert wurde.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ML: wie ich bereits mehrmals geschrieben habe: z.B. 11. 08. um 09:30: es gibt wirklich extreme Orte auf der Welt, wo man auch im Einklang mit den Tieren (ohne sie zu töten) massvoll Milch/Käse konsumieren kann: vgl. z.B. die Bishnoi in der Tharwüste. Sie sind seit mehreren Generationen alle Vegetarier. Sorry, ein bisschen ist es schon witzig, dass in dieser Veganer-Diskussion immer die Inuits/Mongolen vorkommen 🙂 (die sind ja wirklich eine krasse Ausnahme und da oben würde ich wohl oder übel auch Robben essen MÜSSEN) 🙁 betrifft uns aber nicht wirklich, ausser wir wollen dahinreisen.

      • Onkel Arnold sagt:

        Oha, jetzt haben wir schon das „Andere Leute benutzen Biosprit, also muss ich Tiere ausbeuten“-Stadium erreicht, das ging aber schnell. 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Herr Hintermeier, es geht nicht um Ausnahmen und Beispiele, sondern um Alle. Kann eine Menschheit > 7. Mrd. Exemplaren ohne Tiernahrung existieren?
        Wenn Sie so nett wären, dies zu beantworten.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ML:Für mich stellt sich mehr die Frage,wie lange können wir es uns noch leisten,auf diesem hohen Niveau Fleisch zu essen. Wenn China und Indien gleich viel Fleisch essen würden wie wir im Westen, würde eine Erde sicherlich nicht mehr reichen, um alle ernähren zu können.Heute wird z.B. 75% des weltweiten Sojas für die Tierfütterung verwendet,es ist also nicht so,dass die Tiere auf grünen Wiesen grasen können,die der Mensch ja bekanntlich nicht essen kann (dafür essen wir zu viel Fleisch). Wenn die Weltbevölkerung weiter steigt, ist es nur fair,wenn sich alle etwas einschränken vgl.13:49, 14:01

      • Muttis Liebling sagt:

        @H.H. Was die Einschränkung der Fleischproduktion und des Verzehrs angeht, sind wir ja einig. Das ist aber kein Argument für Veganismus und ändert nichts dran, dass sich ausser ein paar Wohlstandsverwöhnten keine grössere Gruppe in der Welt ausschliesslich pflanzlich ernähren kann.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Ca. 50 Milliarden Tiere werden jährlich weltweit zum Verzehr geschlachtet. Diese Tiere müssen alle auch ernährt werden. Je mehr tierische Produkte wir essen, desto weniger Menschen können wir ernähren, da die Ressourcen und Anbauflächen begrenzt sind, ja sogar immer kleiner werden. Der Konkurrenzkampf zwischen der Tierindustrie und den Hungernden dieser Welt um Getreide verschärft sich weiter. Würden jedoch alle Menschen vegan leben, gäbe es genug Nahrung für 12 Milliarden Menschen, da so die Feldfrüchte unmittelbar der Ernährung der Menschen zugutekommen würden (Worldwatch Institute 2004)

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich finde ja auch, dass all das Gras, das von Kühen gefressen wird, eigentlich den Armen dieser Welt zusteht… Mhhh, Gras-Suppe!

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV:Sie müssen es schon im Kontext lesen,was ich vorher schrieb:Heute wird z.B. 75% des weltweiten Sojas für die Tierfütterung verwendet,es ist also nicht so,dass vieleTiere auf grünen Wiesen grasen können,die der Mensch ja bekanntlich nicht essen kann.Bei der «Umwandlung» von Getreide in Fleisch gehen unter anderem 90% Eiweiss, 99% Kohlenhydrate und 100% Faserstoffe verloren.Auf der Fläche eines Grundstückes,die benötigt wird,um ein Kilo Fleisch zu erzeugen,könnte man im selben Zeitraum 200 kg Tomaten/160 kg Kartoffeln ernten.Rinder und andere Wiederkäuer weiden auf der Hälfte der Landfläche

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV: Fraßen Nutztiere früher einmal für Menschen Unverwertbares, wie z.B. Heu, sind sie heute Nahrungskonkurrenten, da sie mit „Kraftfutter“ wie Getreide, Soja, Fischmehl etc. gemästet werden. Derzeit werden 36% der weltweiten Getreideernte an Tiere verfüttert, die weltweite Sojaernte geht zu 70-75% in die Mägen von Tieren. Auch knapp die Hälfte der Fischfänge und selbst ein Drittel der Milchprodukte gehen diesen Weg. Durch den steigenden Fleischkonsum steigt in den Entwicklungsländern die Verwendung von Getreide als Futter stärker als der Getreideertrag.

      • Franz Vontobel sagt:

        a) Sie tun so, als ob jeder Flecken Erde mit Tomaten oder Gurken bebaut werden könnte und somit Tierzucht immer eine schlechtere Lösung ist – was wohl der Grund ist, warum ale nomadisch lebenden Völker Veganer sind… Moment! Sind sie ja gar nicht!
        b) Sojaschrot wird an die Viecher verfüttert, das ist wahr. Sojaschrot ist aber ein Abfallprodukt der Sojaöl-Produktion, und über 90% der Sojaproduktion weltweit werden für Sojaöl verwendet. Das v.a. in der Lebensmittelindustrie landet.
        Und zum Beispiel zur Herstellung von veganem „Käse“ verwendet wird (igitt!).

      • Widerspenstige sagt:

        Die Nutztiere wie Schweine frasen vorallem das Ungeniesbare ihrer Tierhalter vom eigenen Hof. Sie waren Futterverwerter für alles, was der Hof hergab. Deshalb waren Schweine wohl so beliebt. Heutzutage wird der Abfall in Plastiksäcke verpackt oder der Grünabfuhr mitgegeben. Weit und breit keine andere Verwertung in urbanen Gegenden u das Bauernsterben läuft munter weiter. Ach halt! Biobetriebe halten sich noch an diese aufwändige Tierhaltung, wo ALLES von Haus und Hof verwertet wird. Aber das ist ja keine Überlegung wert, denn Biobauern sind in dieser Diskussion eine Randgruppe…

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV:Wie gesagt, lesen Sie bitte den Kontext.Ich habe mich bereits 2x über extreme geografische Zonen geäussert (12.08.15:17:09) Das mit dem Soja stimmt eben nicht:es wird zu 75% auschliesslich für Mastzwecke angebaut. Dieses Vorurteil war sogar Thema der Montagsklischess bei der NZZ «Wer Soja isst, zerstört den Regenwald»: http://www.nzz.ch/panorama/montagsklischee/soja-wird-hauptsaechlich-fuer-tierfutter-produziert-1.18335485
        Die weltweite Soja-Produktion steigt und steigt.Doch der Grund dafür ist nicht unser erhöhter Tofu- und Soja-Latte-Konsum. Soja wird heute fast ausschliesslich für Mast

      • Franz Vontobel sagt:

        Ok, wenn HH sagt, dass Soja v.a. für Futterzwecke angebaut wird – im Gegensatz zum Rest der Welt, die sagt, Soja wird für’s Sojaöl angebaut (Soja-Lecithin ist der meistverwendete Emulgator der Lebensmittelindustrie), so wird das wohl so sein.
        Für mich erübrigt sich damit allerdings die „Diskussion“ – zum faktenfreien Fabulieren fehlt mir die Zeit, sorry.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV: dabei habe ich Ihnen extra noch die Quelle mitgeschickt!

      • Onkel Arnold sagt:

        @HH: Vontobel und ML haben ein gravierendes Problem, sie wissen ganz genau: Wenn sie die Fakten akzeptieren, müssen sie vegan werden. Sie wollen aber nicht vegan werden, also können sie keine Fakten akzeptieren.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV:Es ist sicherlich nicht meine Meinung (im Ggs zur angeblichen Meinung vom Rest der Welt), wie sie schreiben,es ist eine Statisik der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) also wenn die FAO keine verlässliche Quelle ist? Aus dem Artikel:“Lebensmittel für den Menschen wie Sojadrinks,Sojasauce und Tofu machen laut der Food and Agriculture Organization der Uno (FAO) nur 6 Prozent der gesamten weltweiten Soja-Produktion aus.Sojaöl in Esswaren,aber auch etwas Kosmetik macht knapp 20 Prozent aus.Somit werden 75 Prozent des weltweiten Sojas für die Tierfütterung verwendet.

      • Franz Vontobel sagt:

        Haha, die „Quelle“ ist aus Wikipedia abgeschrieben und erst noch falsch verstanden worden – schöner Qualitätsjournalismus…

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV: Es ist ja nicht so, dass wir so viel Soja anpflanzen, weil wir so viel Sojaöl/Sojalebensmittel benötigen (lediglich 25 % werden so nachgefragt, respektive mit 75% weniger Sojaproduktion wäre der Bedarf bereits gedeckt): War die Sojabohne ursprünglich wegen ihres Öls und als Proteinquelle geschätzt, ist die Ausweitung der heutigen Anbaufläche vor allem auf einen Faktor zurückzuführen: die zunehmende Nachfrage von Soja als Futtermittel für die Viehhaltung. Aus dieser Differenz (wie viel Öl usw. benötigt wird) resultieren also die 75 % für die Tiermast.

      • Franz Vontobel sagt:

        Sie können schon rechnen HH, oder?

        Also:
        Welt-Sojaproduktion 2012: etwa 250 Mio Tonnen
        Welt-Sojaölproduktion 2012: nicht ganz 50 Mio Tonnen

        Ölgehalt einer Sojabohne: etwa 20%…

        Ahhh, sie dachten, eine Sojabohne lasse sich vollständig in Sojaöl umwandeln… ja dann…

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV:Wenn man so viel Soja anpflanzt,aufgrund der Hochleistungs-Tiermast,ist schon klar,dass man sich überlegt,wo man noch überall dass Öl loswerden kann!Soja wird zu 75% angebaut,weil es eine wichtige Quelle ist für pflanzliche Proteine in der Hochleistungs-Tiermast.Die Menschen könnten nämlich auch umweltfreundlichere/lokale Öle verwenden.Laut FAO bricht die weltweite Sojaproduktion ständig neue Rekorde,3/4 sind gentechnisch verändert.Für Soja wird Regenwald abgeholzt (> 1/5 des ursprünglichen Amazonas-Regenwaldes wurde bereits wegen Soja abgebrannt oder gefällt).Hat nichts mit Ölgehalt zu tu

      • Franz Vontobel sagt:

        Sojamehl/-schrot wird bei der FAO übrigens so beschrieben:

        Soy meal, a residual product of the oil extraction process from soybeans…

      • Franz Vontobel sagt:

        Und zuletzt noch: die Verwendung von Rapsschrot als Futter ist bei etwa gleicher Wirkung ein ganzes Stück günstiger (um die 20%) – was den Sojaanbau zur v.a. Schrotgewinnung zu einem schlechten Geschäft machen würde.

      • Franz Vontobel sagt:

        Jaja, schon gut… die üblichen „Diskussionen“ mit Verschwörungstheoretikern…

        „Gerade weil es so scheint, ist es ganz anders!“

        *gähn*… lassen wir’s… und tschüss!

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ML: Sie machen es sich schon sehr einfach! Wünsche Ihnen auch noch einen schönen Tag.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Habe natürlich Franz Vontobel gemeint, der es sich einfach macht!

      • Hans Hintermeier sagt:

        „Die FAO (UNO) prognostiziert aufgrund des weltweit wachsenden Fleischkonsums eine Steigerung der Sojaproduktion von heute 210 Millio Ton. auf 300 Millio T in den nächsten zehn Jahren.Allein die kleine CH importiert heute 700 T.Soja pro Tag,Tendenz steigend.In den 90er-Jahren hat sich der Import von Soja als Kraftfutter verdoppelt. Der Urwaldkiller Nr.1 heisst Soja.Grund dafür ist die weltweit stetig steigende Nachfrage nach Fleisch“ http://www.greenpeace.org/switzerland/de/News_Stories/Magazin/2010-Magazin/Soja-Anbau/?gclid=CPyGnJymqccCFcPKtAodGtsB1Q

  • Sofia sagt:

    Diese Beispiele haben eher wenig mit Veganismus zu tun. Das mit der Dose ist ein ganz klassischer Fall von Deutschschweizer Bünzlitum in Reinform! (Dem Bub wird schon frühzeitig beigebracht, seine Mitmenschen mit dem ewigen Thema Abfall zu nerven).

    Bitte nicht vergessen: Viele VeganerInnen kommen aus der utilitaristischen Schule, da geht es primär um LeidensBEGRENZUNG, und das ist eine durchaus alltagstaugliche Ethik.

    • Damian Schneiter sagt:

      Voltaire oder Descartes würden sich über die Unlogik des Utilitarismus fast totlachen. Keine Grundlagen – rein willkürlich definiert.
      Total veraltet. Ich finde diesen Utilitarismus sehr bünzlig oder eben ‚trop petit-bourgeois‘.

      • Sofia sagt:

        Utilitarismus ist halt etwas grob, eine Art Default-Modus, darum sehr geeignet für den Alltag. Dass sich da besonders raffinierte Geister totlachen, kann sein. Das Bünzlige ist auch ein Modus: Man kann z.B. sehr bünzlig vegan sein (so typisch D-CH).

  • Hans Koller sagt:

    Wir kaufen Fleisch in Massen ich gehe im am Abend und kaufe das Fleisch um 50% günstiger, also jenes das die Vegetarier und die Veganer nicht kaufen. Essen muss gut schmecken, das ist die einzige Bedienung das ich stelle.

  • Damian Schneiter sagt:

    Veganer besitzen vielleicht eine Art Geheimwissen, wie es bei Esoterikern üblich ist. So werden sie sich bei Beschwerden in etwa mit Bachblüten oder Homöopathie heilen wollen. Und so zwischen Materie und Energie noch viel ‚Geistiges‘ entdeckt haben; oder gar
    ‚Feinstoffliches‘ entdeckt haben wollen.

  • Kurt Weber sagt:

    Wie kann man als Veganer einen fleischfressenden Hund besitzen und ihn mit Halsband durch die Stadt führen?

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Wie kann man als „Krone der Schöpfung“ Tiere bestialisch abschlachten oder meist feige abschlachten lassen, die HAARGENAU GLEICH schmerz- und leidensfähig sind wie der arrogante Zweibeiner und das GLEICHE Recht auf Leben haben? Fragen über Fragen.

      • Markus Schneider sagt:

        @H. Niederer: Ihre Aussagen sind tendenziös und nicht bewiesen. Wenn die Tiere haargenau gleich schmerz- und leidensfähig sind, wie können Sie dann so rücksichtlos mit Ihren Darmbakterien umgehen? Und sind die Tiere nicht genauso fähig Schmerz und Leiden zuzufügen? Warum denn frisst keine graue Katze jemals eine graue Maus, warum? Und wie kommen Sie auf die absolut hirnrissige Idee, dass irgendjemand ein RECHT auf Leben hätte? Alles Lebende muss kämpfen, um am Leben zu bleiben. Ein Recht besteht nicht. Was aufhört zu kämpfen oder nicht mehr kämpfen kann wird gefressen, eingespeichelt, verdaut.

      • Onkel Arnold sagt:

        @Schneider: Sie müssen also kämpfen, um bequem vom PC aus ihre hohlen antiveganen Phrasen zu dreschen? Dass ich nicht lache. Wie erklären Sie sich dann die Rechte von Kindern, Behinderten, Alten usw., die nicht „kämpfen“ können?.

      • Markus Schneider sagt:

        @Onkel Arnold: Das ist sicher nicht meine Sache. Erklären Sie diese Rechte mal. Ein Tipp: Diese angeblichen Rechte werden jeweils bloss solange akzeptiert, wie es opportun ist. Rechte werden einem nicht verliehen, um Rechte muss man kämpfen. Und wenn es anderes ist, so stehen diese Rechte immer auf sehr tönernen Füssen. Ein bisschen Krise und Katastrophe, schon sind sie weg. Der Hauptfrage sind Sie aber ohnehin weiträumig ausgewichen: Woher soll denn das Recht auf Leben kommen? Vielleicht von den Grippe- oder den Ebolaviren? Oder wer sonst soll Ihnen ein solches Recht geben?

      • Onkel Arnold sagt:

        Sie nehmen es mir hoffentlich nicht übel, dass ich eine gewisse Schadenfreude empfinde bei der Vorstellung, dass nach „ein bisschen Krieg und Katastrophe“ auch Ihre Rechte weg wären. Manche Menschen lernen eben erst dann, dass es falsch ist, Gewalt gegen Schwächere und Wehrlose zu befürworten, wenn sie sich plötzlich per Zufall selbst in der Opfergruppe wiederfinden.

  • Patrick sagt:

    ich respektiere meine Schwächen. Perfektion ist langweilig und geradezu bünzlig. Und wären alle so grossartig, könnten sich die Grossartigen ja gar nicht mehr grossartig fühlen!

  • Reto Tapfer sagt:

    Um’s mit Schawinski zu sagen „who cares“ ? Spannender wäre zu erfahren was „soul-based manager“ sind ? Tönt nach Hippie New Age, aber das würde ja zu vegan passen 🙂

  • Markus Schneider sagt:

    Bald werde auch ich vegan leben und dann müssen auch mich alle lieben haben, weil ich derart respektvoll sein werde, dass ich meine Lebensweise einem jeden auf die Nase werde binden müssen und implizit natürlich auch jeden respektlos finde, der nicht meinen Träumen folgt. In meinen Träumen lebe ich überhaupt nur noch von Soja und Algen, dafür rundherum mit Milliarden veganer Gspänli, die mich ebenso lieb haben wie ich sie und wenn wir in unseren Träumen träumen, dann möchten wir überhaupt den ganzen Tag nur noch von Luft und Liebe leben und Sonnenschein essen, denn auch Soja verdient Respekt.

    • Carolina sagt:

      Sie sind auf dem besten Wege, ein ’soul-based manager‘ zu werden…. 😉

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Sie machen einen fundamentalen Denkfehler: Veganer werden von den Tierprodukte-Süchtigen leidenschaftlich gehasst … Könnte es daran liegen, dass Tierprodukte-Süchtige es hassen, darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass sie aus purer Schwäche Tiere quälen und niedermetzeln lassen für die Befriedigung ihrer Sucht?

      • Markus Schneider sagt:

        Erzählen Sie mir doch nicht solch veganen Tofu-Käse, ausgerechnet jetzt wo ich auf dem Weg zum soul-based manager bin! Aber wenn ich mich recht erinnere, selbst früher als kultivierter Karnivore konnte von Leidenschaft oder gar Hass keine Rede sein. Eher bewegten sich meine Gefühle zwischen Mitleid und Belustigung. Heute natürlich bin ich ganz auf Ihrer Seite und wünsche mir nichts so sehr, wie dass alle Tiere auch bald Menschen werden, damit sie ebenfalls bald ohne Pelz auskommen, eine grüne Haut entwickeln und sich vorzugsweise veganen Genüssen hingeben können. Dein Chlorophyll komme!

  • Jörg Wirz sagt:

    Ein sehr schöner Artikel.
    Er zeigt wie schnell ein Vorurteil gefällt ist und wie sinnvoll es ist die Frage nach dem Respekt sich dauernd zu stellen.
    Wer dies macht, hat auf einmal keinen Druck mehr Veganer oder wer auch immer zu erniedrigen oder zu beleidigen (viele Kommentare hier sind sehr respektlos) und Veganer hätten dann keinen Druck mehr zu missionieren.

    Etwas muss allen klar sein, Unwissen schützt vor Dummheit nicht: Sei es durchs wegschauen beim Bolzenschuss im Schlachthof bzw. durch eine einseitige Ernährung.

    Nur eines sollte jeder beherzigen: Unwissen schützt vor Dummheit nicht.

    • Michu sagt:

      Aber sich selber die ganze Zeit ins eigene Knie schiessen ist erlaubt?

    • Michu sagt:

      @JW: Sie behaupten, dass andere auf Veganer Druck ausüben, aber Veganer Druck aufgesetzt wird zu missionieren?
      Und dann sagen Sie dass wer weg schau dumm ist und wiederholen das gleich nochmal?
      Wie war das mit den Vorurteilen?

    • Momo sagt:

      Die Sprichwörter, die sie hier ein wenig durcheinander gebracht haben, lauten: Unwissheit schützt vor Strafe nicht. Und: Alter schützt vor Dummheit (Torheit) nicht.

      Finde aber ihre gewählte Variante durchaus interessant. Sie lässt mich darüber nachdenken, inwiefern Dummheit und Unwissen zusammenhängen oder eben nicht …

      • Jörg Wirz sagt:

        zumindest löst Unwissen oder Wegschauen dumme Handlungen aus.

        Wer sich informiert reagiert wissend, lernt und verhindert dumme Reaktionen, wie zum Beispiel ohne Sonnencreme lange an der Sonne liegen, sich respektlos verhalten und respektlos Fleischberge runterwürgen oder auch zwei Sprichwörter nicht kombinieren können. 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        Auss der Abteilung für interessante Fakten aus der Botanik:

        Der Wirz ist ein Kohlkopf.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Allen,die schreiben,dass Sie genug davon haben,von Veganern missioniert zu werden,kann ich nur sagen,dass es meiner Erfahrung nach oft die Fleischesser sind,welche die Veganer/Vegis ständig missionieren:In meinem beruflichen Umfeld weiss praktisch niemand,dass ich Vegi bin,weil ich keine Lust habe auf ständige Diskussionen.Oft kommt es dann aus,wenn es um das Weihnachtsessen geht und nur Fleischgerichte vorgesehen sind.Zuerst fragen Sie einem dann:“Warum bist du Vegi?“,wenn man es ihnen dann sagt,fangen sie an sich endlos zu rechtfertigen,warum sie nur bio Fleisch essen,dass Veg.zuwenig Protei

    • Momo sagt:

      Man sollte sich den Zweifel an allem erlauben, was man meint, denkt, behauptet, macht und natürlich isst. Das hindert einem erstens am Missionieren und eröffnet einem zweitens den Sinn und Zweck jeglicher Inuit- oder sonstiger Fragen.

    • David Stoop sagt:

      Meine Erfahrung sieht so:
      Vegetarier sind umgängliche Zeitgenossen, die einfach kein Fleisch essen. Veganer hingegen haben Sendungsbewusstsein und lieben es, andere zu „belehren“.
      Ich bin daher soweit gekommen, dass ich Veganismus als Religion betrachte, aber explizit nur Veganismus.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Monotheistische Religionen basieren auf Grössenwahn-Phantasien von Religionsstiftern. Die Argumente von Veganern basieren auf Mitgefühl mit barbarisch abgeschlachteten Mitgeschöpfen zur magenbasierten Befriedigung eines grössenwahnsinnigen fleischsüchtigen Zweibeiners. Alles klar?

      • Markus Schneider sagt:

        @H. Niederer: Die vegane Religion ist eine Religion von Verlierern, so sieht’s aus. Leute, die nicht kämpfen können verlangen, dass man sie schont und auch noch achtet. *Vogelzeig* Erst wenn das letzte Sojafeld gerodet, der letzte Algenteppich abgegrast, das letzte Tofuschnitzel verfault ist, werdet ihr Veganer merken, dass man Fleisch eben doch essen kann. Nur wird’s bis dahin nur noch Veganer geben und die müssen sich kann gegenseitig auffressen – dann wenn endlich der Traum vom veganen Fleisch wahr geworden ist! Halleluja! Mir wird ganz grün hinter den Ohren.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Schneider 23:18: jetzt haben Sie leider definitiv die Fassung verloren und Ihr unfassbar verzerrtes Weltbild betreffend die „Krone der Schöpfung“ offenbart. Man stelle sich einen Zweibeiner vor, der „kämpfen kann“ und aus 100m Entfernung mit dem Sturmgewehr 90 aus dem Landrover heraus einen Löwen abknallt. Oder einen Grillmeister Ueli, der die Niedermetzelung einer Kuh im Schlachthaus in Auftrag gibt, um der staunenden Nation der empathiefreien Fleischtiger seine Grillkünste zu demonstrieren. Homo sapiens, quo vadis?

  • Felix Stern sagt:

    „Veganer sind auch nur Menschen“. Natürlich. Oft genug treten sie als Moralapostel auf, die anderen Leuten vorschreiben wollen, was sie essen sollen und was nicht. Wenn sich jemand vegan ernähren will, dann hat er meinen Segen. Wenn er mir vorschreiben will, was ich essen soll, dann hat er meinen Respekt nicht verdient.

    • Franz Vontobel sagt:

      Und praktisch immer sind Veganer Feministinnen!

      • Rolf Müller sagt:

        Ich glaube nicht, dass eine Domina vegan isst.
        Allerdings kann ich mir vorstellen, dass sie nach ihrem Steak noch eins raucht.

      • tina sagt:

        😀
        und sie rauchen in der schwangerschaft. aber nur gras

      • Onkel Arnold sagt:

        Veganer sprechen sich selbstverständlich gegen Sexismus genau so aus wie gegen Rassismus, Speziesismus, Homophobie und jede andere Art der Diskriminierung von Individuen anhand ethisch irrelevanter Merkmale. Das hat allerdings mit den meisten Formen des Feminismus, die ihrerseits selbst sexistisch sind, nichts zu tun.

      • Carolina sagt:

        FV: Aber der Umkehrschluss stimmt nicht! Feministinnen sind ja lt FS die schlimmsten Fleischfresser, sie zerfleischen Männer und spucken sie dann aus – sehr unvegan! Aber wenigstens nutzen sie das ganze Tier (aus) 😉

      • Momo sagt:

        @Onkel Arnold
        Darf ein Veganer auch für den Sexismus sprechen, wenn er denn will? Und wenn er nicht darf, muss er dann sagen, er darf nicht oder er will nicht? Oder darf er weder müssen noch dürfen und eigentlich auch nicht mehr wollen?
        Was er (Onkel Arnold) offensichtlich nicht will, aber wer weiss? – eigentlich sollte, bestimmt aber dürfte – ist: gendergerecht zu schreiben.
        Und so bleibt mir noch zu fragen: Gilt das jetzt eigentlich auch alles für die Veganerinnen?

      • Onkel Arnold sagt:

        Bei 600 Zeichen ziehe ich es vor, das generische Maskulinum zu verwenden. Wenn ich „Veganer“ schreibe, meine ich Personen, die gegenüber nichtmenschlichen Tieren gewaltfrei leben, ganz egal, ob diese jetzt über einen XX- oder einen XY-Chromosomensatz verfügen und sich gesellschaftlich eher im traditionell männlichen oder weiblichen Spektrum oder irgendwo dazwischen einordnen würden.

      • Momo sagt:

        @Arnold
        Ich sehe, sie setzen erstaunlich unidealistische Prioritäten.

      • Franz Vontobel sagt:

        Wenn ich “Veganer” schreibe, meine ich Personen, die gegenüber nichtmenschlichen Tieren gewaltfrei leben

        Interessant! Gewalt gegenüber Menschen ist also in der veganischen Lebenswelt erlaubt. Mmh…

      • Muttis Liebling sagt:

        Franz, Sie tapfen ja in jedes Fettnäpfchen. Natürlich ist Gewalt gegen Menschen legitim Sonst hätten ja Staaten nicht das Gewaltmonopol.

      • Onkel Arnold sagt:

        @Vontobel: Es war mir kurz nach dem Posten auch aufgefallen. Es schien mir dermassen selbstverständlich, dass Gewalt gegen Menschen ausgeschlossen ist, dass ich es nicht für nötig hielt, dies noch extra zu erwähnen. Aber Ihr Hinweis ist berechtigt, Antispeziesismus umfasst natürlich auch die Rechte menschlicher Tiere.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und sie, ML, schrauben das jeweilge Näpfchen vorher extra noch auf, um darein zu hüpfen: „Staaten“ sind keine Veganer.

    • Felix Stern sagt:

      Was haben Veganer mit den Feministinnen gemein? Es sind Moralapostel, die anderen Menschen vorschreiben wollen, was sie tun dürfen und was nicht. Darin sind sich Veganer und Feministinnen gleich. Beides lässt sich mit einer liberalen, demokratischen Werteordnung nicht unter einen Hut bringen.

      • Widerspenstige sagt:

        Jetzt habe ich mich doch noch verschluckt bei diesem Doppelmoralsatz von Felix: ‚..Beides lässt sich mit einer liberalen, demokratischen Werteordnung nicht unter einen Hut bringen…‘ Diese Werteordnung beinhaltet Massentierhaltung u Schlachtmethoden unter fragwürdigsten Bedingungen? Diese Werteordnung beinhaltet Ungleichbehandlung je nach Gusto von Frau und Mann u können Sie mit Ihrem Gewissen in Einklang bringen? Ich bin etwas irritiert vor soviel Unverfrorenheit den hier erwähnten Umständen gegenüber, Felix Stern.

      • Felix Stern sagt:

        Natürlich beinhaltet eine liberale, demokratische Werteordnung Massentierhaltung und Schlachtmethoden. Das zeichnet die liberale, demokratische Werteordnung ja eben aus: man akzeptiert und toleriert Mehrheitsentscheide und schreibt den Leuten nicht die eigenen Wertvorstellungen vor. Sie stossen sich an Massentierhaltung? Fein. Sie wollen anderen Leuten den Fleischkonsum vorenthalten? Passt mit einer liberalen Werteordnung nicht mehr zusammen. Und genauso der Feminismus: Wie letztes Mal besprochen hat der moderne Feminismus nichts mit Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu tun.

      • Felix Stern sagt:

        Letztes Mal haben wir ja besprochen, was Feminismus ist und inwieweit der moderne Feminismus etwas mit Gleichberechtigung zu tun hat und siehe da: gar nichts. Niemand aus der Feminismus-Fraktion konnte ein Beispiel nennen, wo der Feminismus ein Thema anspricht, das mit Gleichberechtigung zu tun hat. Was man aber zu Hauf findet, sind die Themen, wo die Feministinnen anderen Leuten (meist Frauen) vorschreiben wollen, was sie tun dürfen und was nicht (zu Hause zur Familie schauen, sich schick anziehen, Prostitution).

      • Hausfrau sagt:

        Ich bin selbst nicht Veganerin. Nicht einmal eine richtige Vegetarierin.
        Trotzdem weiss ich, dass es falsch ist Tiere als Produkt zu behandeln. Ihr Fleisch, Milch und Eier sind mehr als Ware.
        Mit jedem Rädchen Salami nehme ich ein Leid in kauf, mit dem ich eigentlich nichts zu tun haben möchte.
        Zudem bin ich überzeugt, wollten alle Weltbürger soviel Fleisch essen wie z.b. Schweizer im Durchschnitt, dann gäbe es nicht genügend Fläche um das ganze Viehfutter zu beschaffen.
        Darum braucht es Menschen die konsequenter sind als ich.

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Hausfrau, sie schreiben es ist falsch tiere als produkt zu behandeln, 1. dann sagen sie das auch denn tieren in der freien wildbahn 2. hätten sie das früher auch denn steinzeit menschen gesagt? zweiten sagen sie das auch so denn bauern? 3. wer sagt das wir kein fleisch essen dürfen, wer sagt das der salat uvm. für uns zum essen da ist? warum wurden wir dann nicht als veganer uvm. geboren? was machen sie mit denn tieren die durch einen natürlichen tod gestorben sind? dürfte man diese auch nicht als nahrung verwenden? viele haustiere wären eigentlich gar keine haustiere, hund usw. was ist dami

  • Fred Adler sagt:

    Ich habe nichts gegen Veganer. Sie müssen auch keine Angst vor mir haben, denn ich bin nicht Kannibale. Leben – und leben lassen. Aber was haben Veganer gegen uns ’normale‘ Fleischesser? Wir alle haben nicht diese Natur ‚erfunden‘.

  • pit sagt:

    pflanzen sind genauso lebewesen………….. was jetzt?

  • Rico T. sagt:

    Was sind ’soul-based Manager‘ ?

  • Hannes Müller sagt:

    Wenn der letzte Löwe Veganer wird, dann werde auch ich Veganer.

    • Onkel Arnold sagt:

      „Wenn der letzte Löwe aufhört, die Nachkommen seiner Nebenbuhler umzubringen, höre auch ich damit auf. Wenn der letzte Löwe aufhört, in der Öffentlichkeit mit der Zunge seine…(Ich nehme an, den Rest können Sie sich denken)“
      Herr Müller, Sie sind kein Löwe, auch wenn Sie sich das noch so sehr wünscshen.

  • Hannes Müller sagt:

    Na klar, zum Fressen gehört das Töten. Oder meinen Sie, die fallen von alleine um?

    • beat sagt:

      In diesem Sinne sind wir Aasfresser, da wir bereits totes Tier kaufen. Was solls, hauptsache die Kühlkette wird erst durch mich unterbrochen.

  • alpöhi sagt:

    @ „alpöhi“ der Alpöhi bin im Fall ich !

  • Cybot sagt:

    „Ich berücksichtige die Bedürfnisse meines Gegenübers – egal ob Tier, Pflanze oder Mensch.“ – Und was isst man da noch? Eine Pflanze hat wohl kaum ein stärkeres Bedürfnis gegessen zu werden als ein Tier. Lichtnahrung vielleicht? Oder geht das dann gegen die Bedürfnisse der Sonne, die ihre Strahlen ungehindert ausbreiten will?

    • Hans Hintermeier sagt:

      @Cybot: Gibt es für Sie wirklich keine Unterschiede zwischen Pflanzen und Tieren??? Zwischen einer Kuh und einem Grashalm? Tiere haben Augen (ein Nervensystem), ein Blutkreislauf, Musklen…Pflanzen nicht. Finden Sie wirklich man kann Pflanzen mit Tieren vergleichen, dann aber einen grossen Unterschied machen zwischen Tieren und Menschen? Ist nicht das Tier dem Menschen biologisch viel näher als die Pflanze? Gibt es nicht generell einen grösseren Abstand zwischen Tier und Pflanze, als zwischen Tier und Mensch (ausser natürlich die extrem seltenen Übergangsformen z.B. Venusfliegenfalle?).

      • Kurt Weber sagt:

        Es gibt zwischen allen Lebewesen Unterschiede. Ihre private Grenzsetzung ist ebenso willkürlich wie meine.

      • Cybot sagt:

        Ich behaupte gar nichts, sondern die Autorin. Das war ein Zitat, falls Sie das an den Anführungszeichen nicht erkannt haben. Meine Meinung steht hier nirgends.

    • Stella3 sagt:

      Cibot genau das denke ich auch immer wieder. Wenn ich dieses scheinheilige ich bin Veganer oder Vegetarier den Tieren zuliebe höre. Was ist mit den Pflanzen? Wollen die gegessen werden? Wisst ihr das wirklich und könnt ihr das beweisen? Eigentlich sollte man jedes Lebewesen so respektvoll wie möglich halten. Wenn man es isst, halt auch schauen, dass es diese Zeit, die es auf Erden verbingt, so schön glücklich wie möglich und so angenehm wie möglich verbringen darf und genau darauf versuche ich schon beim Einkauf zu schauen, was wirklich in vielen Dingen eine Einschränkung ist.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Bei den Argumentationskapriolen von Fleischsüchtigen muss man sich auf einiges gefasst machen. Wer den fundamentalen Unterschied in der Leidensfähigkeit zwischen einer Kuh und einem Salatkopf nicht erfassen kann, sollte sich an einer Diskussion über Ernährung und respektvollen Umgang mit Lebewesen lieber nicht beteiligen, da er peinlich wirkt. Seine Argumentation dient ausschliesslich der Verteidigung der eigenen Empathielosigkeit. Und die sollte man als Mensch besser nicht verteidigen …

      • R. Stadelmann sagt:

        @ H N, was ist mit denn Fleischsüchtigen Tiere in der freien Wildbahn? schauen sie mal wie brutal dort die Tiere durch ihre natürliche feinde ums leben kommen, warum unternehmen sie dort nicht auch was? sind diese tiere weniger wert und habne keine gefühle usw. ? und wer sagt das der salat uvm. für uns zum essen ist und das fleisch nicht? warum wurden die menschen nicht als veganer uvm. erschaffen? verstehen sie ich habe nichts gegen veganer uvm. aber finde jeder sollte das essen dürfen, können was er will, ich würde auch bei veganer, denn grünen uvm. sachen finden die man anprangern könnte

    • Jörg Wirz sagt:

      Schauen Sie einfach mal zu wenn eine Tier geschlachtet wird und vergleichen Sie diese Erfahrung mit dem Ernten einer Kartoffel zum Beispiel. Ich wette Sie realisieren den Unterschied sofort, denn der wird Ihnen durch Mark und Bein gehen.

      • Hausfrau sagt:

        Wo sie recht haben …
        Viele kleine Menschen die viele kleine Dinge tun können das Gesicht der Welt verändern.
        Da wir alle Konsumenten sind haben wir es in der Hand was uns auf Dauer verkauft wird.

      • Valeria sagt:

        @ Hans Hintermeier:
        Auch Pflanzen wollen nicht gegessen werden. Akazien zum Beispiel produzieren einen Giftstoff, sobald eine Giraffe sich an ihren Blättern bedient. Gleichzeitig warnen Sie mit Duftstoffen ihre Akazienfreunde, die dann bereits vorsorglich mit der Giftproduktion beginnen. Was dazu führt, dass Giraffen (die ja auch nicht blöd sind) entgegen der Windrichtung weiterziehen. Zu den Akazien, die „noch nicht Wind bekommen haben“ von den bösen Giraffen.

        Wahrscheinlich agieren die Akazien hier intelligenter als so manches Tier. Und sozialer wie so mancher Mensch.

      • Stella3 sagt:

        ach ja weil Pflanzen nicht schreien können? Warum reagiert sie dann auf positives Zureden? Weil sie nichts spürt? Eine Pflanze ist auch ein Lebewesen jnd hat genauso reapektiert zu werden!

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Valeria & Stella3: Ich habe nie behauptet, dass Pflanzen nicht auch Lebewesen sind, lediglich, dass sie nicht über die gleiche Leidensfähigkeit verfügen wie die Tiere (weil sie nicht über ein Nervensystem verfügen). Dass Pflanzen nicht zu einem GLEICHEN GRAD Bewusstheit/Bewusstsein aufweisen, wie Menschen und Tiere können sie auch durch Sinneserfahrung beobachten und hat sicherlich auch mit dem Fehlen eines Nervensystems zu tun.Übrigens, wenn Sie Fleisch essen, müssen auch mehr Pflanzen leiden, weil die Tiere zu Mastzwecken ja auch Pflanzen essen.

      • Susi sagt:

        @Stella3: „Warum reagiert sie dann auf positives Zureden? Weil sie nichts spürt?“
        Pflanzen, die zugetextet werden, reagieren auf den CO2-Ausstoss (ausgeatmete Luft), der wirkt wie Dünger, wird benötigt für die Fotosynthese. Sie können die Pflanze auch neben eine stark befahrene Strasse stellen mit dem gleichen Effekt…

    • Hausfrau sagt:

      Die Pflanzen wollen teilweise sogar gefressen werden. Zumindest ihre Samen. Ist Teil der Verbreitungsstrategie. Und dann sterben viele Pflanzen ab. Diesen Einjährigen ist es vermutlich egal ob sie noch gefressen werden.
      Das Argument wegen der armen Pflanzen hinkt sowieso. Denn um die Kalorien von einem Kilogramm Fleisch aufzubauen muss das Tier viel mehr Kalorien in Form von Grünfutter zu sich nehmen. Das heisst dann wieder Anbaufläche für Futtermais, Soja …

  • Hausfrau sagt:

    Erst wollten meine Teenager nur vegetarisch essen. Das war einfach. Aber dann kam vegan dazu, was eine grosse Umstellung bedeutete. Vor allem ist der Kühlschrank für die Grünfutterberge zu klein.
    Und sonst: recht haben meine Kinder. Solange Tiere wie Produkte behandelt werden, braucht es extreme Antworten. Ich wünschte ich hätte die Konsequenz der Jugend.
    Und weniger Fleischkonsum bzw. Tierprodukte (!) bedeutet auch dass sehr viel weniger landwirtschaftliche Fläche zur Tierfuttermittelproduktion verwendet werden muss, bzw. weniger Regenwald zu diesem Zweck abgeholzt wird.

    • Kurt Weber sagt:

      Die Bewohner des Regenwaldes sind keine Veganer: Danke, dass sie diese schützen wollen.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Perfekte Selbst-Entlarvung des gängigen Anthropozentrismus des ignoranten Zweibeiners. Stellen Sie sich vor, im Regenwald wohnen nicht nur Zweibeiner, sondern auch sehr viele Tiere, die ein seit Jahrmillionen angestammtes Recht auf ihren Lebensraum haben.

      • Hausfrau sagt:

        Schließlich und endlich schütze ich den Regenwald für mich und zukünftige Generationen. Wenn wenig von vielen etwas hilft, um so besser.
        Es geht ja nicht um die Frage Veganer oder sonst was, sondern darum was mir und unserer Familie wichtig ist.
        Ich staune immer weiter mit welcher Vehemenz Fleischkonsumenten ihren Verzehr rechtfertigen und versuchen Vegetarismus und Veganismus runter zu machen. Aber es gab mal Zeiten in denen man ernsthaft glaubte, die Erde sei rund. Heute scheinen viele zu denken die Ressourcen seien unendlich.

      • Hausfrau sagt:

        Eine Scheibe natürlich …

  • Michu sagt:

    Ich versuche es halt nochmal:

    Objektiv gesehen könnte man hier den „Respekt“ bleiben lassen.
    Mit „Gleichgültigkeit“ wäre man genausoweit gekommen.
    Ist zwar nicht so intellektuell, aber das Resultat zählt.

    Das Bio-Säuli esse ich mit Respekt.
    Und ohne mich als Fleischesser, hätte es das Säule gar nicht gegeben.
    Es hätte kein glückliches Leben auf dem Biohof führen können.

    Ich befürworte damit aber in keinem Fall die Massentierhaltung.

    • Jörg Wirz sagt:

      Die Frage ist einfach wie respektvoll ein geplanter Bolzenschuss ist und wie sich das Tier dabei fühlt. Und dass das Tier dabei sehr viel fühlt ist inzwischen auch wissenschaftlich anerkannt. Somit wird wegschauen immer schwieriger.

      • Michu sagt:

        Die Alternative wäre kein Schwein. Hat nie gelebt. War nie glücklich? Besser?

        Da für mich die Antwort „Nein!“ lautet, esse ich weiterhin Fleisch.
        Und ich schaue hin. Deshalb auch „BIO“.

      • Jörg Wirz sagt:

        wie wird denn bei BIO getötet? Mit Engelsstaub? 🙂

      • Michu sagt:

        @JW: Ja, mit Engelsstaub. Kommt in Form eines Bolzen daher.

      • Jörg Wirz sagt:

        genau, für Sie zählt ja das Resultat darum kommen Sie mit „Gleichgültigkeit“ ja genausoweit wie sie schrieben – passt genau zu Ihnen.

      • Michu sagt:

        @JW: Oh! Sind wir schon bei den Beleidigungen angelangt?

        Auf diesen Niveau-Limbo lasse ich mich aber nicht ein. Das zieht mich runter und da schlagen Sie mich durch Erfahrung.

      • Jörg Wirz sagt:

        Ich habe Sie eigentlich nur zitiert…. 😉

      • Susi sagt:

        @Jörg Wirz: Was auch immer Sie bezwecken mit Ihren Kommentaren, etwas kann ich Ihnen versichern: Leute wie Sie geben den Veganern den schlechten Ruf. Ich bin durchaus für Nachhaltigkeit, aber nachdem ich gestern Ihre kindischen Kommentare gelesen hatte, musste ich beim Einkauf fast nach einer Dose „Chili con carne“ greifen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Sorry, lieber Herr Wirz (Nomen est… :D), aber ich habe gar kein Problem damit, wenn ein artgerecht gehaltenes Weiderind getötet wird, um als Steak auf meinem Teller zu landen; das ist ein nobler Zweck!
        Werden die Tiere gut und artgerecht gehalten und möglichst stressfrei geschlachtet (was auch für das Fleisch besser ist, n.b.), so geht das mMn in Ordnung.

        Sie dürfen aber gerne noch ein wenig auf ihrem hohen Ross der moralischen Überlegenheit herumtänzeln, und sich als besserer Mensch fühlen – das macht mir wenig Eindruck, sieht aber lustig aus.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Michu: man muss es schon zu einer atemberaubenden Meisterschaft in der Fähigkeit zur Selbst-Belügung gebracht haben, wenn man angesichts der schöpfungs- und tierverachtenden Praktiken in der gegenwärtigen Schweinemast von „glücklichen Schweinen“ parlieren kann. Wer die Wahrheit über den weltweiten Holocaust der Nutztiere wissen will, kann diese Wahrheit erfahren. Es gibt mittlerweile Internet. Wer es nicht wissen will zeigt damit, dass bei ihm der Magen das Kommando über das Herz übernommen hat und ihm daher buchstäblich alles Wurst ist.

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Jörg Wirz, und was fühlt ein Tier in der freien Wildbahn, das durch sein natürlicher feind umgebracht wird, haben sie auch schon mal gesehen wie brutal das dort ist? dann müssten sie diese tiere auch voneinander schützen, warum machen sie das nicht, sin die weniger wert? und nicht alle töten mit einem bolzenschuss, so viel ich weiss gibt es auch andere methoden wo es heisst das dass tier nicht leiden müssen. wenn schon zeigen sie fairerweise alles auf und picken nicht immer nur die schwarzen schaffe raus 😉 ja die steinzeit menschen hätten heute auch einen schweren stand 😉

      • Stranger sagt:

        Stadelmann, ich versuche immer wieder, Ihre Texte zu lesen, aber spätestens nach 12 Worten kommt der erste krasse Fallfehler und ich gebe Forfait. Sorry, das ist einfach zu grausam.

        Geben Sie sich Mühe und verwenden Sie den Akkusativ und wenn möglich den Dativ richtig. Bittebitte. Beim Genitiv drücke ich zwei Augen zu.

  • Franz Vontobel sagt:

    Nun ja, ich begrüsse grundsätzlich jeden Veganer.

    Eins ist offensichtlich: wir müssen den Fleischkonsum herunterschrauben, mindestens aus ökologischen Gründen und weil die industrielle Fleischproduktion tatsächlich eine unerträgliche Sache ist.

    Und jeder der da zum Veganer wird, der macht mir mein Bio-Rind nicht streitig. Insofern: Go Veganis, go!

    • Dänu sagt:

      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
      Än Guäte mitänand!

      PS: Das Bio-Rind darf auch aus einer Patchworkfamilie stammen.

      • Jörg Wirz sagt:

        Dieser Zynismus ist nicht gerade respektvoll. Vielleicht sollten Sie den Artikel nochmals lesen.

      • Dänu sagt:

        Gibt es auch einen respektvollen Zynismus? Und je öfter ich den Artikel lese, desto zynischer werde ich… Sorry, ich kann dieses ich-hinterfrage-mich-und-mein-tun-permanent getue einfach nicht so ganz ernst nehmen.

        Ansonsten kann ich nur noch mal bestätigen: FV bringt es für mich oben auf den Punkt!

      • David Stoop sagt:

        @Jörg Wirz: aber Herr Dänu hat ja auch nie behauptet, dass er respektvoll sein will 😉

      • Dänu sagt:

        Respekt, da haben Sie recht. Herr Stoop!

    • Jörg Wirz sagt:

      stimmt hat dieser Dänu nicht behauptet und isst deshalb ja auch Fleisch ohne sich viel Gedanken übers Töten zu machen. Stimmt, Respekt haben ist nur mühsam, bringt vordergründig herzlich wenig und v.a. nichts schlaues auf den Teller. 🙂

      • Dänu sagt:

        Behauptet, dass nur eine Mahlzeit mit Fleisch was schlaues sei, habe ich noch nie. Aber gäll, das mit dem Respekt ist halt so eine Sache! Hauptsache die anderen haben ihn!

      • Jörg Wirz sagt:

        ui, auf einmal so kleinlaut Dänu? Hat weiter oben noch ganz andres getönt.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Schön ist ja, dass in SEPARATEN Schlachthäusern für BIO-Tiere die Tiere liebevoll zu Tode gestreichelt werden… Die Philosophie der BIO-Tierzucht basiert zu grossen Teilen auf der Produktion gesünderer Nahrung für den Zweibeiner. Das Tierwohl ist dabei zweitrangig, wird aber zwecks Verminderung des Einsatzes diverser Pharma-Produkte entsprechend optimiert. Die damalige Präsidentin von BIO-SUISSE, Regina Fuhrer, hat sich zur unglaublichen Aussage hinreissen lassen, dass sie mit dem Import ohne Betäubung GESCHÄCHTETER Tiere „leben kann“. Horror diese Abgebrühtheit im Namen des BIO- Business.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Ergänzung zur Vermeidung von Missverständnissen: es ging NICHT um den Import biologisch ernährter geschächteter Tiere, sondern generell um den Import geschächteter Tiere. Ohne vorherige Betäubung praktiziertes Schächten ist die barbarischste Form, ein Lebewesen zu ermorden – immer mit dem Ziel, dem Schöpfer dieser Lebewesen zu gefallen … Der helle Wahnsinn, zu welchen Abscheulichkeiten Religionen „gläubige“ Menschen anstiften können !

      • R. Stadelmann sagt:

        @H N, dann sollten wir uns nur noch von Soja usw. ernähren ? und was ist mit denn Tieren die sich in freien Wildbahn vermehren? da werden es dann auch immer mehr die Fressen uvm. und haben Sie auch schon gesehen wie die dort ums leben kommen durch ihre natürliche feinde? nicht falsch verstehen ich bin auch gegen quellerei uvm. schauen sie selbst wenn sich alle Vegan ernähren würden, 1. hätte es genug für alle ? 2. perfekt, die perfekte welt, erde gibt es nicht, wird es nie geben. wo wohnen sie, was tragen sie für kleider? sollen wir in die steinzeit zurück? würde bei ihnen auch vieles finden

  • Jänu sagt:

    Hach wie gspürig, mir wird ganz warm um die „soul“. Der Artilkel zeigt nichts anderes, als die Wohlstandsprobleme gelangweilter Alleshaber, die verzweifelt den Sinn des Lebens suchen, in dem sie sich vom profanen Rest der Menschheit abheben und ihre kleinkarierten Probleme in der Öffentlichkeit diskutieren.

    • Rolf Müller sagt:

      Mit dieser Meinung sind Sie einfach nur zynisch!
      Die „Veganer“ haben ein berechtigtes Anliegen, nähmlich die grausamen Tier-Konzentrationslager der Massentierhaltung durch „Nicht konsumieren“ zum Verschwinden zu bringen.
      Damit zeigen sie ein grosses Verantwortungs-Bewusstsein und Mitgefühl gegenüber den Tieren!
      Leider machen sich „Veganer“ mit ihrem ideologischen Extremismus angreifbar.
      Ihr Versuch, mit „heiliger“ Askese die gedankenlosen Exzesse des Billigfleisch-Konsums zu kompensieren, wirkt angestrengt und lächerlich. Mit einem (Bio-)Mittelweg würden sie weniger Ablehnung auf sich ziehen.

  • Jeanclaude sagt:

    Veganer, Vegetarier oder Fleischesser. Der Artikel widerspiegelt nicht Respekt der Autorin gegenüber Andersartigen, sondern zeugt genau von einer Ärger erregenden Intoleranz und Rechthaberei, die leider den Spezies von Gutmenschen hinsichtlich Umwelt, Ernährung, Religion, (V)Erziehung etc. eigen ist.

  • Wepfer Martin sagt:

    Ob der Hund von Frau Joerg wohl auch Veganer ist? Wenn Frau Joerg konsequent ist, muss sie ihn auch vegan füttern.

    • Brürrk sagt:

      Genau! Das finde ich immer so witzig, dass die Veganer ausgerechnet Hunde halten müssen, die mehr Fleisch essen als eine Nicht-Vegane Famiilie zusammen…

    • Madeleine sagt:

      Dies war auch mein erster Gedanke! Tausche Hund gegen Hase? Aber den müsste man ja in ein Gehege stecken, dass wäre dann sehr respektlos! Hund gegen Huhn – das könnte im Garten umher spazieren, aber was stellt man mit den unbefruchteten Eier bloss an? 🙂

  • Dani Fischer sagt:

    Ihnen ist aber schon klar, dass sie mit veganer Nahrung mehr Tiere essen als mit herkömmlicher Nahrung? Wenn nicht sollten sie mal die Produktionsbedingungen anschauen. Aber diese Art Tiere (Insekten) hat halt keinen Jöh-Effekt.

    • tina sagt:

      anzahlsmässig sinds vielleicht mehr, aber in kilo nicht. doofes argument

    • Onkel Arnold sagt:

      Ihnen ist aber schon klar, dass Sie mit jedem Tierqualprodukt, das Sie konsumieren, ein Vielfaches an Pflanzen konsumieren, die landwirtschaftlich hergestellt wurden, ergo ein Vielfaches an toten Insekten usw.?

  • Dänu sagt:

    So, spätestens seit den Blogs von gestern und heute wissen wir: Es gibt mehrere Wege sich sein Leben komplizierter zu machen. Entweder die Patchwork-Familie oder veganes Leben. Und die Steigerung: eine vegane Patchwork-Familie.
    Danke Leute, dass ihr mich vor diesen Gefahren gewarnt habt!

  • Marco Muster sagt:

    Ihr armes Kind…

  • Hans Käslin sagt:

    Eigentlich sind mir die Veganer in etwa so schnuppe wie Scientologen, Grüne oder alle sonstigen Extremisten.
    Was aber an den Vegis so besonders nervt ist die Tatsache dass sie immer erklären müssen was ihr Problem ist und warum es kein Problem ist und dass alle eigentlich dieses Problem haben sollten. Das Problem ist nämlich nicht Fleisch zu essen sondern kein Fleisch zu essen.

    • Rolf Müller sagt:

      Die Grünen sind keine „Extremisten“, sondern „Naturfreunde“.
      Die Natur kann allerdings auch ganz schön extrem sein…

  • Rolf Müller sagt:

    Kunstdünger schädigt die Würmer, die beim Humusaufbau die wichtigste Rolle übernehmen. Ohne die Würmer gäbe es keine fruchtbare Erde!
    Also, Sie sehen, die Landwirtschaft ist nicht so einfach und ideologisch zu betreiben, wie uns das die „Veganer“ glauben machen wollen. Ich gebe ihnen Recht, wenn sie dass MASS und die wirklich grässlichen Zustände in der konventionellen Massentierhaltung kritisieren. Hier tickt mit den so regelrecht gezüchteten „Multi-Resistenten Keime“ eine Zeitbombe!
    Die Billigfleisch-Produktion wird uns noch sehr teuer zu stehen kommen…
    Aber es gibt (Bio-) Alternativen!

  • Rolf Müller sagt:

    Nach dem Getreide-Anbau ist der Boden ausgelaugt.
    Damit er wieder mit Nährstoffen angereichert werden kann, ist die Kunstwiese mit Gräsern und Kleearten ideal. So kann auch die Bodenstruktur mittels Durchwurzelung wieder verbessert werden. Die Verdichtung der Acherböden ist ein Riesenproblem!
    Auch diese Kunstwiesen können wiederum nur indirekt, also über die Tierhaltung, für die menschliche Ernährung nutzbar gemacht werden! In diesem Falle ergänzen sich Ackerbau und Tierhaltung. Der tierische Dung kann als Organischer Dünger eingesetzt werden, so dass kein Kunstdünger zugekauft werden muss.

  • tommaso sagt:

    Es gab immer wieder Phasen, zum Beispiel nach Vulkanausbrüchen, wo mehr oder weniger die ganze Vegetation zerstört war und die Menschen auf tierische Nahrung zurückgreifen mussten. Anders hätten die Menschen nicht überlebt. Es gibt Regionen auf der Welt, wo Ackerbau nicht möglich ist. Sag einem Bauern in der Mongolei oder in Patagonien, er solle auf die Viehhaltung verzichten. Der Mensch ist ein Omnivore. Der menschliche Organismus ist nicht in der Lage, alle Eiweisse, die er braucht, aus pflanzlichen Produkten zu bilden. Auch gewisse Vitamine sind nur in tierischen Produkten enthalten.

    • tommaso sagt:

      Und nicht zuletzt gibt es kein „Naturvolk“, da je dauerhaft auf tierische Produkte verzichtet hätte.
      Das alles spricht natürlich nicht gegen einen massvollen Komsum tierischer Nahrung…

    • Schaer Christoph sagt:

      Nachhaltige Tierhaltung steht im Einklang mit der Natur. Zudem ist sie arbeitsintensiv und gibt vielen Menschen Lebensinhalt und Perspektive. Wir betreiben in Patagonien eine organisch zertifizierte Schafsfarm. Dabei wird Steppgras zu feiner Merinowolle, Fleisch und Leder. Die Alternative für die Menschen dort wäre, in die Nähe von Städten zu ziehen und in Slums zu leben. Zudem bietet Landwirtschaft eine gewisse Alternative, um gegenüber Minenunternehmen (!) zu bestehen. Ich respektiere Lebensphilosophien. Vegan kann m.E. in einer geschützten Werkstatt gelebt werden, nicht in wilder Natur 😉

      • tommaso sagt:

        Eben, genau das meine ich auch. In der Mongolei oder in Patagonien ist etwas anderes als Tierhaltung kaum möglich. Sorry, wenn das missverständlich war…

  • Rolf Müller sagt:

    Ganz anders ist es bei einer Weidehaltung auf Naturwiesen, beispielsweise in den Alpen.
    Die Vegetation bleibt vielfältig. Der Boden bleibt geschützt. Die Tiere werden artgerecht gehalten und sind auch wertvoll für unser Gemüt! Da die Menschen Gras nicht essen können und die Naturwiesen nicht ackerfähig sind, ermöglicht uns die Tierhaltung indirekt, die Wiese als Nahrungsquelle zu nutzen. Wenn die Schlachtung der Tiere mit möglichst wenig Stress und möglichst in der Nähe erfolgt, ist dieses Fleisch ein wertvolles Nahrungsmittel.

  • Franz Vontobel sagt:

    Und was ist wohl ein „soul-based Manager“..? – wobei, bei genauerem Nachdenken will ich das wohl gar nicht wissen…

    • Dänu sagt:

      Die hören während der Arbeit vielleicht ganz viel Barry White?
      Würde mich echt auch irgendwie interessieren! Ich kenne bisher nur den reggae-based Arbeitskollegen: kommt öfters zu spät und guckt immer etwas bekifft, ist aber ein echt cooler Typ!

  • marianne reifers sagt:

    Jeder darf seine eigene Meinung haben. Muss ich Respekt davor haben, auch wenn ich nicht damit einverstanden bin? Da entsteht ein Denkfehler. Ich muss nicht Respekt vor der Meinung haben, sondern vor dem Menschen, der sie ausgebildet hat. Die Meinung soll diskutierbar sein und bleiben. Wo kämen wir hin, wenn es keinen Diskurs gäbe und jede Meinung neben einer anderen gleichwertig stehen würde? Ich darf mich für meine Meinung einsetzen, das dürfen alle, aber es kann sein, dass meine Meinung im Diskurs unterliegt, weil sie sich als falsch herausstellt. Deshalb bin ich nicht weniger wert.

  • Rolf Müller sagt:

    Auf dem Getreideacker, der im Extremfall (USA) bis zum Horizont reicht, darf nur die eine Kulturpflanze wachsen, nämlich das Getreide. In solchen Monokulturen ist die Biodiversität minimal! Die explosionsartige Vermehrung von „Schädlingen“ ist vorprogrammiert und wird mit giftigen Chemikalien und im Extremfall mit Gentechnologie bekämpft.
    Durch mechanisches Hacken, was wieder einen Diesel-Verbrauch für die Traktoren zur Folge hat, wird „Unkraut“ am Wachsen gehindert. Der Boden liegt so lange Zeit brach, wie eine offene Wunde und ist den Wettereinflüssen und der Errosion schutzlos ausgeliefert!

    • Muttis Liebling sagt:

      Störche kollidieren immer häufiger mit fahrenden Autos, weil die extensive Landwirtschaft sie an die einzigen Stellen mit ausreichender Biodiversität gedrängt hat, die Strassenränder.

      Man kann ganze Bücher über Wechselwirkungen zwischen Flora und Fauna schreiben und dann dürfte jedem Veganer klar sein, dass auch diese polarisierte Lebensweise tödliche Rückkopplungen in die Tierwelt hat.

      Wie viele Menschen können ohne extensive Pflanzenproduktion vegan leben? Auf keinen Fall mehr als 1 Mrd..

      • Martin Frey sagt:

        Sie meinen Intensive Landwirtschaft, ML. Die extensive ist die althergebrachte, naturschonende Landwirtschaftsform, die wir (und auch die Störche) so vermissen und auch mit Biolabels nicht abgebildet wird.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ja danke, wieder so ein halbfreudscher Fehler, mir geisterte das ‚exzessive‘ im Kopf herum. Aber es versteht ja jeder.

    • mira sagt:

      Und verkauft wird das Getreide dann der Viehwirtschaft, damit diese Billig-Fleisch für Burger und Hot-Dogs produzieren kann. Diese Flächen wären bei einem fehlenden oder zumindest auf ein gesundes Mass reduziertem Fleischkonsum nicht nötig.

      • Muttis Liebling sagt:

        Na klar, Tierische und Pflanzenproduktion kann man nur im Supermarkt trennen, beim Bauer wird es schon schwierig. Die Regenwälder werden gerodet, die Gibbons sterben deshalb aus und produziert wird Biotreibstoff, Futtersoja und billige Bananen.

        Hat schon mal jemand ausgerechnet, wie viel ha Land ein rein vegan lebender Mensch für sich benötigt? Wenn das noch weiter Mode wird, lassen sich weitere Brandrodungen mit Gibbonsterben nicht vermeiden und so beisst sich jede Argumentation irgendwann selbst in den Schwanz.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich habe selbst mal recherchiert. Die Ökobilanz von Veganern ist auch nicht gerade berauschend und die Ernährungsprobleme der Welt kann man damit auch nicht lösen, vielmehr verschärfen die sich dadurch.

        http://www.taz.de/!120197/

      • Hans Hintermeier sagt:

        Zur Erzeugung von 1 kg Getreide braucht es ca. 100 Liter Wasser, um 1 kg Fleisch zu erzeugen, braucht es 2000–15’000 Liter Wasser. Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen. Bei der «Umwandlung» von Getreide in Fleisch gehen unter anderem 90% Eiweiss, 99% Kohlenhydrate und 100% Faserstoffe verloren. Über 50% der Wasserverschmutzung in Europa sind auf die Massentierhaltung zurückzuführen.uf der Fläche eines Grundstückes, die benötigt wird, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, könnte man im selben Zeitraum 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten.

      • Muttis Liebling sagt:

        @H.H., den Teil der Rechnung kennen wir alle und der spricht eindeutig gegen die industrielle Produktion von Fleisch, da sind wir uns alle einig. Aber 1/3 der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist versteppt, Tendenz zunehmend. Da wachsen nur trockene Gräser, keine Tomaten. Diese Flächen können wir nur über Tierhaltung für die menschliche Ernährung nutzen, ohne Tierhaltung gingen die verloren.
        Intensive Nutzung natürlicher Ressourcen, ob Boden, Tiere oder gestauter Flüsse ist die schlechteste Lösung. Ausschluss einer Ressource (Tiere) die zweitschlechteste.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Nutzung von Ressourcen bis vor die Grenze ihrer natürlichen Reproduktion die ökologisch beste Lösung.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ML:Der Fehler im Artikel,den sie zitieren:die Anbaufläche,die heute für die Tiermast zur Verfügung steht,würde dann für die Menschen zur Verfügung stehen.Es müsste also nicht zusätzliche Anbaufläche gerodet werden.Heute werden 50 Milliarden Tiere jährlich geschlachtet.Nur ein kleiner Teil weidet auf Wiesen.Der grösste Teil wird mit Soja (viel Proteine) in der Hochleistungszucht gemästet.Dieses Soja oder Mais könnte man direkt an die Menschen verteilen.“Würden alle Menschen vegan leben, gäbe es genug Nahrung für 12 Millia Menschen,da die Feldfrüchte unmittelbar den Menschen..(Worldwatch Inst.)

  • Rolf Müller sagt:

    Die Veganer tun so, als gäbe es nur die Extreme „Gute Gemüse-Produktion“ und „Böse Fleisch-Produktion“.
    Aber vergleichen wir einmal die beiden Oeko-Systeme „Getreideacker“ und „Naturwiese und Weide“ miteinander:
    Der Getreide-Acker muss vor dem Ansähen gepflügt werden.
    Das bedeutet den Tod vonMilliarden von Kleinlebewesen!
    Die Einen werden von oben nach unten gebracht und dabei lebendig begraben!
    Die andern kommen von unten nach oben und vertrocknen und verbraten an der für sie mörderischen Hitze.
    Abertausende von Würmern werden von den Pflugscharen grausam zerschnitten!

    • Ulrich Gassner sagt:

      Aber ich bitte Sie, Müller, etwas mehr Respekt für die Au.torin, die immerhin seelenbasierten Managern in ihrer Entwicklung hilft.

    • Ralf Meyer sagt:

      Auf den konventionell bewirtschafteteten Äckern in unserem Mittelland gibt es schon seit Jahrzehnten keine Würmer mehr, Herr Müller.

      • Rolf Müller sagt:

        Meinen Sie?
        Ein paar wird es schon noch geben. Aber denen wird tatsächlich das Leben zur (veganen) Hölle gemacht!
        Oben hat es nicht mehr viel organisches Material zum Verwursten im Wurmdarm, zusammen mit Erde, und die Kunstdünger sind so ätzend, dass sie jeden anständigen Wurm piesacken und vertreiben, wenn nicht sogar töten!
        Und die immer ausgelaugteren Böden sind so hart, dass sie jedem Wurm die Arbeit erschweren und verleiden!
        Der Humusabbau ist ein wichtiger Verursacher der Klimarewärmung!
        Verdichtete Böden müssen mechanisch gelockert werden, was wiederum den Treibstoff-Verbrauch erhöht…

      • mira sagt:

        Wer isst schon Fleisch als Naturwiese und Weide? Das ist ein verschwindend kleiner Anteil an der gesamten Fleisch-Produktion. Der Grossteil der Nutztiere wird über Ackerbau ernährt und ist damit hauptverantwortlich für ihr grausames Würmersterben…! Würden alle Menschen nur Fleisch aus „Naturwiese und Weide“ essen (und damit ihr Konsum auf 1x pro Woche reduzieren), wären sehr viele Probleme gelöst. Denken Sie mal darübe nach.

  • Hattori Hanzo sagt:

    Hund und Katz – das ist nur die Spitze des Eisbergs – die Natur, Frau Jörg, funktioniert nicht nach diesem Respektsmodus. Nach diesem Modus hätte die Evolution nie stattgefunden. Es gäbe weder Artenvielfalt, noch Wesen, die u.a. auch zu Mitgefühl fähig sind.
    Soviel Respekt können sie nur erbringen, weil sie in einer geschützten Zone leben, keine Mäuse im Haus, die ihnen die Vorräte wegfressen und ihre Kinder mit todbringenden Krankheiten anstecken. Um nur ein Beispiel zu nennen.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Der Mensch ist der Ethik fähig (weil er über Vernunft und Empathie verfügt) und sollte sich meiner Meinung nach deshalb nicht an der Tierwelt orientieren. Hätte er sich ausschliesslich an der Tierwelt orientiert, gäbe es so etwas wie Gesellschaft heute gar nicht. „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“ (Kant in seiner Kritik der praktischen Vernunft).

      • Hattori Hanzo sagt:

        Es geht überhaupt nicht um die Tierwelt, es geht um die Natur. Lesen sie den Kommentar von ML. Antibiotika verursacht „Massenmord“. Leben überhaupt ist nur möglich, indem man anderes tötet. Unsere Spezies ist nur daraus entstanden und kann nur dadurch überleben. Leben zu respektieren, heisst auch den Tod zu respektieren, ohne den es kein Weiterleben gibt.
        Ihr Totalitarismus ist eine ethische Entgleisung. Eine Ethik muss im Rahmen der realen Natur ausdefiniert werden. Gegenüber dieser ist ihre Pseudo-Ethik respektlos. Sie leugnen, die Grundbedingungen alles Lebens auf dieser Erde.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Hanzo: d.h. meiner Meinung nach eben, dass unnötiges Leid vermieden werden soll, wenn man ethisch handeln möchte. Wir Menschen könnten dies theoretisch. Schopenhauers ethischer Imperativ: „Verletze niemanden, vielmehr hilf allen, soweit du kannst.“ Leid lässt sich nie ganz verhindern, wie Sie m.M.n. richtig feststellen, es sollte aber auch nicht unnötig vermehrt werden, es gibt schon genug davon.

      • Franz Vontobel sagt:

        Bleibt die Frage, was „nötiges“ und was „unnötiges“ Leid ist – die Definition machen sie sich selbst, richtig?

      • Hans Hintermeier sagt:

        Hoi Franz: unnötiges Leid ist für mich u.a. Fleisch zu essen, dieses alltägliche Leid kann man einfach vermeiden. Ich lebe bereits seit über 15 Jahren vegetarisch mit hohem Vegananteil. Ich kenne Leute, die haben das ganze Leben nie Fleisch gegessen und sind kerngesund. Alles kein Problem (wenn man kein Pizza-Vegi ist!). Weil wir das Fleisch nicht brauchen, ist es unnötiges Leid, das wir den Tieren antun. Auch die Bishnoi in der Tharwüste leben seit vielen Generationen vegetarisch. In der Wüste schätz man das Leben, es ist nicht selbstverständlich.

      • Franz Vontobel sagt:

        Dem Inuit würden sie also erklären, sein Fleischkonsum verursache unnötiges Leid?

      • Hattori Hanzo sagt:

        Sie reden von Kant und Co. – Aber ich habe geredet von Biologie, von Evolution, von Natur, und dass Sie diese nicht ernst nehmen. Unsere Erde ist nun mal so, dass von vielen Spezies der Hauptexistenzzweck ist, dass sie Nahrungslieferant sind. Sind sie das nicht mehr, wären sie Schädlinge und müssten aussterben.

        Diese einfachen Dinge, sollte der Mensch im 21. Jahrhundert schon verstehen. Sie behaupten, dass praktisch alle Tiere ein unwertes Leben haben. Da sie irgendwann gefressen werden (und vom Menschen ist das wohl noch am angenehmsten), wäre es besser, sie würden gar nicht leben.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Und dann HH lesen sie noch Rolf Müller – um zu sehen, was für eine Wolkenkuckucksheim-Philosophie diese ganze Veganer-Gerechtigkeit ist.
        Es ist eine Missachtung der Natur. Es ist fehlender Respekt vor der Natur.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Franz: Sorry, ein bisschen ist es schon witzig, dass in dieser Veganer-Diskussion immer die Inuits vorkommen 🙂 (die sind ja wirklich eine krasse Ausnahme und da oben würde ich wohl oder übel auch Robben essen MÜSSEN) 🙁

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Hanzo: Wollen Sie wirklich überall die brachiale Natur als Vorbild für unser Verhalten nehmen? Sind Sie so konsequent? Wir Menschen sollten der Natur Kultur entgegenhalten, weil sonst ausschliesslich das Recht des Stärkeren herrscht. Wollen Sie das wirklich?

      • Marcel Mertz sagt:

        Ich bin mir sicher, ob in dem Kontext Kant eine gute Quelle zum Zitieren ist, vertrat er doch eher eine anthropozentrische Auffassung, bei der bspw. das Quälen von Tieren v.a. deshalb moralisch nicht wünschenswert sei, weil es den Umgang mit Menschen verrohen könne (Verrohungsargument) – dem Tier selbst gegenüber ist nach gängiger Kant-Interpretation nichts moralisch geschuldet.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Hintermeier – als einer der Philosophen zitiert sollten sie eigentlich in der Lage sein, Argumente zu erkennen. Sie antworten auf NICHT EINES, das ist genannt habe. Ich redete von Artenvielfalt, ich redete von Existenzzweck einer Spezies innherhalb des Ökosystems, ich redete vom Verschwinden verschiedener Arten, etc. … Das ignorieren sie komplett und wiederholen Gebetsmühlenartig, Dinge von Ethik und Kultur, die ich ja nicht verneint habe, sondern schon im ersten Post darauf hingewiesen habe, dass diese im Rahmen der realen Gegebenheiten des Ökosystems definiert werden müssen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Hanzo:ich antworte die ganze Zeit auf Ihre Argumente,indem ich sie z.B. weiterdenke oder das Weltbild dahinter kritisiere. Wie gesagt,betrifft der Existenzzweck der Tiere als Glied der Nahrungskette mMn vor allem die Tiere und nicht uns Menschen, um nur ein Beispiel zu nennen,wie ich auf Ihre Argumente eingehe.Ich kann nicht alles explizieren,dafür habe ich zuwenige Zeichen zur Verfügung und muss heute auch noch arbeiten.Des Weiteren nehme ich die Natur schon ernst,sie ist für mich aber nicht unbedingt das Mass aller Dinge,wenn es um ethisches Verhalten geht.Finde es eine spannende Diskussion

      • Rolf Eberle sagt:

        @ Hintermeier: «Wir Menschen sollten der Natur Kultur entgegenhalten, weil sonst ausschliesslich das Recht des Stärkeren herrscht.» Lustig, glauben Sie wirklich, dass unsre Kultur etwas anderes ist als Natur? Oder, dass jetzt das Recht des Stärkeren NICHT herrscht …?

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Rolf: Wir Menschen können uns zu einem gewissen Teil die Umwelt schaffen, in der wir Leben möchten. Nur weil ein Ideal nicht zu 100% erfüllt ist, sollten wir es aufgeben? Keine Ideale haben, uns nicht weiterentwickeln? Das wäre wirklich sehr traurig!

    • Alpöhi sagt:

      Die Evolution ist eh nur ein Mythos. Gegenwärtig sehen wir ja deutlich, dass sich die „westliche“ Menschheit abwärts entwickelt 😉 Keine Spur von Verbesserung.

      • Rolf Müller sagt:

        Immer wieder diese übertriebene Trennung zwischen „Tier“ und „Mensch“!
        Je mehr wir mit Tieren zu tun haben und je mehr die Wissenschaft über das Verhalten von Tieren herausfindet, desto mehr sehen wir, wie ähnlich sie uns in vielem sind!
        Auch der Mensch ist ein „Tier“, allerdings eins mit besonderen, eben „menschlichen“ Fähigkeiten!
        Unser Grosshirn verhilft uns zu einer gewissen „Macht“ innerhalb der Tier- und Pflanzenwelt.
        Wenn wir aber mit dieser „Macht“ nicht verantwortungsvoll umgehen, sind wir sehr schnell „weg vom Fenster der Evolution“.
        Also: Nicht übermütig werden und die Tiere achten!

  • Theo Sprecher sagt:

    Veganer sein, um ALLEN Lebewesen Respekt entgegen zu bringen?
    Was für ein Witz!
    Erstens muss es nicht bedeuten, dass wenn ein Wesen ein anderes isst, dieses vom Essenden nicht geschätzt und respektiert wird, es ist lediglich die Natur. Ein ganz natürlicher Vorgang also.
    Zweitens, fühlt sich eine Kuh despektierlich behandelt wenn sie gemolken wird und später daaus Käse entsteht? Was fühlt ein Käse wenn er verspeist wird?
    Und drittens sollte die Angela Joerg nicht vergessen, dass auch Pflanzen Lebewesen sind. Nach Frau Joergs „Logik“ dürfte sie – aus Respekt – auch kein Gemüse mehr essen

    • Muttis Liebling sagt:

      Und keinen Rasen, keinen Wald betreten, …

    • Hans Hintermeier sagt:

      Pflanzen haben keine Augen, kein Herz (Blut) und kein Nervensystem.Sie sind also nicht im gleichen Mass leidensfähig wie Lebewesen mit Nervensystem.Wenn Sie unter Narkose stehen,spüren Sie die Operation ja auch nicht.Die Tiere stehen uns Menschen biologisch viel näher, d.h. der Abstand von Tier zu Pflanze ist ungleich grösser, als der Abstand von Tier zu Mensch. Wenn man also Pflanzen isst, ist man deswegen nicht unlogisch,wenn man gleichzeitig VeganerIn ist. Tiere fühlen Angst genauso wie Sie und lieben ihr Leben. Ist es verhältnismässig ihnen für eine kurze Gaumenfreude das Leben zu nehmen?

      • Franz Vontobel sagt:

        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-126589954.html

        Die Grenze scheint mir arg willkürlich zu sein…

      • Etienne Bucher sagt:

        Natürlich können Pflanzen fühlen und elektrische Signale an andere Pflanzenteile senden, haben also so was wie ein Nervensystem (die Venusfalle und Mimosa pudica sind sehr schöne Beispiele). Sie reagieren auch auf Wunden, können also so etwas wie „Schmerz“ empfinden. Und natürlich können Pflanzen auch „sehen“, sie erkennen sogar verschiedene Farben.

      • Blanche Wu sagt:

        Auch Bäume reagieren auf Wunden und erzeugen an offenen Stellen wulstige Überwachsungen. Also haben auch Bäume auf eine Art ein Schmerzempfinden und eine „Intelligenz“ um sich zu schützen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Ich habe nicht behauptet, dass Pflanzen keine Lebewesen sind, lediglich, dass sie mMn nicht im gleichen Masse leidensfähig sind. Das Vorhandensein von einem Nervensystem kann mMn durchaus ein starkes Indiz sein für die Leidensfähigkeit und den Grad an Bewusstheit (es gibt natürlich auch unbewusste biochemische Reaktionen/Vorgänge). Natürlich gibt es auch fliessende Übergänge, Ausnahmen (Venusfalle) bestätigen auch hier die Regel.

      • Onkel Arnold sagt:

        Kaum geht es um Veganismus, schiessen die Pflanzenrechtler wie Pilze aus dem Boden. Das ist einfach so lächerlich. Wenn Pflanzen wie wir Tiere über ein Bewusstsein und Schmerzempfinden verfügen würden, wäre Veganismus erst recht notwendig, um das „Pflanzenleid“ zu minimieren, da jedes „Nutztier“ ein Vielfaches seines Körpergewichts an Pflanzen verbraucht, um Fleisch, Milch und Eier zu produzieren.

      • Klaus sagt:

        Nur schreibt Frau Joerg selber, dass sie respektvoll auch gegenüber Pflanzen sein möchte. Ob jetzt vegan oder nicht, Theo Sprecher und ML haben Recht.

      • Rolf Eberle sagt:

        Herr Hintermeier, Ihr Kommentar entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Der Unterschied zwischen Pflanzen und «leidensfähigen» Lebewesen ist minimal und nur kulturell zu begründen (irgendein unwissender Mönch im Mittelalter hat wieder einmal die Bibel unintelligent ausgelegt anstatt die Wirklichkeit zu beobachten)! Zu behaupten, Pflanzen fühlen nichts ist dieselbe bescheuerte Rechtfertigung, die, vor nicht allzu langer Zeit, den Fischen ihr Schmerzempfinden absprachen. Nahrungsaufnahme mit Moral zu verknüpfen muss schief gehen!

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Rolf: Sie behaupten im Ernst, dass es keinen Unterschied gibt zwischen einem Grashalm und einer Kuh?

      • Franz sagt:

        Es geht hier um Schmerz und Leid. Das haben Pflanzen nicht! Evolutionstechnisch bringt ihnen das auch nichts da Pflanzen sowieso nicht weglaufen können – im Gegensatz zu Tieren.
        Wer aber dennoch gläubig ist sollte erst recht auf Tiere essen verzichten denn 1 Kalorie Fleisch braucht im Schnitt 11 Kalorien Pflanzen. Nun, warum aber essen diese Gläubigen dann doch Tiere?!

    • tina sagt:

      herr sprecher: ja, sogesehen ist am vegansten, wenn man gar nicht lebt. aber man möchte vielleicht doch leben.
      wenn menschen tiere essen, sind es pflanzenfresser. und diese essen weit mehr pflanzen als ein mensch es könnte.

    • Alpöhi sagt:

      Korrekt. Was, wenn Pflanzen auch eine Se ele haben? Eigentlich gehen nur noch Beeren und Pilze (da isst man die Frucht, nicht die Pflanze) und Getreide (da ist die Pflanze eines natürlichen Todes gestorben). Der Clou: Das wäre sogar gesund!

      • zimy sagt:

        Streng genommen gehen dann auch Beeren nicht. Denn in jedem Kern in einer Himbeere ist bereits ein Pflanzenembryo enthalten. Mann könnte also höchstens nur die Früchte essen, die man auch entkernen kann, und müsste, um den Respekt vor den Pflanzen auf die Spitze zu treiben, alle Kerne einpflanzen und regelmassig giessen.

    • Alpöhi sagt:

      Zur Kuh: Das Melken ist wohl nicht das Problem. Aber möglicherweise fühlt sich die Kuh despektierlich behandelt, wenn man ihr nach wenigen Tagen das Baby wegnimmt. Und dann kommt der Köfferlimuni und fummelt in den Eingeweiden rum. Ein „richtiger“ Stier wäre das, was der Natur entspricht.

      • Theo Sprecher sagt:

        @ Alpöhi: Nur wenn sich diese Kuh vorher in den Stier verlieben kann (und es auch tut). Ihr irgend eine Stier einfach zuzuhalten, wäre wohl alles andere als respektvoll. Und der Stier muss nachher auch Verantwortung für das Kalb übernehmen. Aus Respekt!

  • Franz sagt:

    Paniertes muss nicht aus Fleisch oder Gemüsesticks sein. Ebenso wachsen Kinder auch gesund vegan auf. Respekt sollte man immer haben – jeder sollte tun und lassen können was er/sie will, solange niemand anders zu Schaden kommt. Natürlich ist es deshalb falsch Tiere zu missbrauchen und zu essen, vor allem weil es zu allem eine vegane Alternative gibt.

    • Tom Meier sagt:

      Ich bin mir nicht sicher ob Sie es wissen, aber rein vegane Ernährung ist für Kinder ziemlich schädlich – da sind sich die Fachleute einig!

      • Valeria sagt:

        Einwurf: WENN die Eltern nicht ganz genau wissen, was sie da tun und den Ernährungsplan dementsprechend gestalten, kann rein vegane Ernährung für Kinder schädlich sein. Leider sind das einige und selbst in der Schweiz gibt es jährlich mehrere Kinder, die sogar bleibende Schäden davontragen. Mit ein paar „panierte Rüebli“ ist es eben nicht getan.

      • Brürrk sagt:

        Kinder brauchen mehr Fett und Eiweiss, um ihre Nerven und Muskeln zu entwickeln. Ich finde es nett von den veganen Müttern, deren Kinder Symptome von Unternährung haben, dass sie so rücksichtsvoll zu den Tieren sind. Aber sie sollten keine Kinder haben, denn sie nehmen keine Rücksicht auf ihre Kinder…

      • Franz sagt:

        Sicher sind Sie sich nicht sicher. Denn die weltgrösste Organisation der Ernährungsberater A.N.D. empfiehlt vegane Ernährung für jedes Alter inklusive Schwangerschaft.
        Im Internet finden Sie genug Jugendliche die ihr ganzes Leben vegan aufwuchsen, zB Aljoschas blog.
        Ganz sicher werden fehlernährte Kinder krank. Besonders häufig geschieht das bei Fastfood orientierter Ernährung: Zuviel Fett und tote Tiere die gegessen werden…

  • Marion Scholz sagt:

    Eigentlich sollte Frau Joerg selber erkennen, dass sie auf dem Holzweg ist. So viel Intelligenz setze ich mal voraus. Wahrscheinlich wird der Weg aber noch lange und unterhaltsam sein, bevor sie sich dies selber eingestehen kann. Viel erfolg. Ich hoffe, der Sohn ist von dieser Ersatzreligion nicht betroffen.

    • Blanche Wu sagt:

      Mir kommt dieser Veganismus eigentlich vor wie Hinduismus. Veganer ohne Religion, aber sie wollen auch keinem Lebewesen schaden wie Hindus…also warum bekehren sie sich nicht gleich zum Hinduismus…ach ja ist eine Religion. Aber Verganer verhalten sich auch extrem religiös…

      • Onkel Arnold sagt:

        Veganismus ist Ethik und somit das Gegenteil von Religion. Vielmehr sind die Gründe, weshalb selbst im 21. Jahrhundert die Menschen noch an irgendwelche Götter glauben, dieselben wie jene für den Konsum von Tierausbeutungsprodukten: Gewohnheit, Bequemlichkeit, Tradition.

      • Muttis Liebling sagt:

        Mein Gott, Onkel Arnold, mussten Sie die Schule vorzeitig abbrechen um Vaters Schreinerwerkstatt zu übernehmen oder gehöre Sie in die derzeit viel besprochene Kategorie Zeitgenossen, welche Bildung grundsätzlich als charakterschädlich ablehnt?

      • Carolina sagt:

        ML: 🙂

      • Carolina sagt:

        Das ist wie bei allen anderen (Ersatz-)Religionen auch: man erkennt die Eiferer und Sektierer daran, dass sie immer dann auftauchen, wenn es ihrer Ansicht nach etwas zu missionieren gibt. Die Stillen, die ihrem Leben nachgehen, wie sie es für richtig halten und nicht alle, die andere Entscheidungen treffen, abqualifizieren müssen und sich somit selber erhöhen müssen, sollten also mit den O.A. dieser Welt nicht in einen Topf geworfen werden……

      • Martin Frey sagt:

        Auffallend für mich auch, wie in Text und Beiträgen immer von „Respekt“ die Rede ist. Dabei scheitern die Veganer ja allein schon an der ersten Aufgabe, nämlich am Respekt gegenüber ihren Mitmenschen, die ihr Gedankengut in dieser absolutistischen Form nicht teilen.
        Wenn diese Weltanschauung nicht so messianisch-missionarisch überhöht daherkommen würde, wäre sie für den Rest der Bevölkerung whs. auch besser verdaulich.

      • Malena sagt:

        Religiös vegan oder nicht, da gibt es schon Unterschiede. Wenn man an das Wohl der Tiere denkt ist 99% vegan beinahe so nützlich wie 100% vegan. Für die eher ‚religiösen‘ Veganer ist das letzte Prozent aber sehr entscheidend, ähnlich wie bei koscherem Essen scheint es auch um die Vermeidung der Verunreinigung (des eigenen Körpers, des Karmas…) zu gehen.

      • Carolina sagt:

        Malena, mir geht es einzig und allein darum zu betonen, dass eine Lebenseinstellung und -haltung Privatsache sind. Man kann für meine Begriffe Veganer/Vegetarier/Fleischesser/Tierschützer etc sein, ohne sich selber ständig zu überhöhen und die eigene Haltung als die einzig Wahre darzustellen. Ich meine, dass Missionare sich selber ins Knie schiessen, denn die allermeisten Menschen können Bevormundung, Missionierung und Selbstüberhöhung nur schlecht ertragen. Und leider geht dann ein vielleicht durchaus echtes Anliegen unter – wie man heute wieder schön sehen kann.

      • Carolina sagt:

        Ich habe durchaus Interesse an den Menschen, die mich umgeben und wenn ich nachfrage, warum jemand Veganer ist und er mir das erklärt, stimmt das für mich völlig. Werde ich aber implizit als nicht-reflektierender Tiermörder und Dummkopf bezeichnet, schalte ich sofort ab bzw frage mich, warum es jemand nötig hat, sich so zu überhöhen. Und dabei kommt meistens nichts Gutes heraus….

      • mila sagt:

        Carolina, richtig: Selbstüberhöhung und Mission sind eben so gut wie immer zwei Seiten derselben Medaille. Und unterminieren so manchen guten Zweck – was der Missionierende wiederum selbst nicht erkennen kann. Aber letztlich ist das sein/ihr Problem, nicht das der anderen. Schliesslich sabotierter/sie sein Anliegen, für den Rest ist respektive bleibt es keines. Was er/sie in seiner Rechtgläubigkeit nur schwer ertragen kann. Bisweilen finde ich solche Mechanismen ‚in actu‘ daher eher lustig als nervig. 😉

      • Malena sagt:

        @Carolina: Ich bezog mich auf die Pauschalaussage von Blanche Wu, deine Unterscheidung zwischen Missionaren und stillen Machern finde ich gut. Inwiefern mein Verhalten Privatsache ist, hängt allerdings schon auch davon ab, ob sonst jemand dadurch zu Schaden kommt (andere Menschen, zukünftige Generationen, Veganer würden sagen auch Tiere). Die Folgen des eigenen Konsums abzuschätzen ist allerdings nicht einfach. Veganer die nur auf die Tierproduktion zeigen und dafür fröhlich Kerosin, Billigkleider und immer das neuste Handy brauchen büssen etwas ihrer Glaubwürdigkeit ein in meinen Augen.

      • Carolina sagt:

        Malena, sobald sich jemand – bei welchem Thema auch immer – darauf beruft, bei seinen Lebensentscheidungen zukünftige Generationen im Auge zu haben, schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken. Wir tun wirklich alle gut daran, erst mal unsere eigenen Gärtlein zu beackern und in unserem eigenen Umfeld einigermassen konsequent zu sein. Die Menschen, die mir immer am ehesten Vorbild waren, sind solche, die mit einer gewissen Gelassenheit eine Grundüberzeugung leben und Missionierungen nicht nötig haben – was ja nicht heisst, dass man keine Diskussionen führen darf.

      • Carolina sagt:

        Was letztlich die eigenen Ziele sabotiert (schön gesagt, mila!), ist die völlige Uneinsicht mancher Menschen, dass wir alle, wirklich alle, Zielkonflikte haben, dass wir alle zugeben müssen, wie inkonsequent und widersprüchlich das Leben ist. Jemand, der bereit ist, das Beste zu tun, dabei aber auch nicht aus dem Auge verliert, dass das Beste für andere etwas anderes ist, erscheint mir daher oft glaubwürdiger als die Glaubenstalibane aller Art. Zum Thema hier heisst das für mich, dass diejenigen, die sich bemühen, ihren Fleischkonsum einzuschränken, aber mit Genuss Fleisch aus nachhaltiger

      • Carolina sagt:

        Produktion zu sich nehmen, glaubwürdiger sind als die, die im Veganismus das Heil für die Menschheit sehen.

      • Malena sagt:

        @Carolina: wenn bei Dir sämtliche Alarmglocken schrillen beim Verweis auf zukünftige Generationen hattest Du vielleicht wirklich zu viele Begegnungen mit üblen Missionaren… 😉 Tatsache ist: viele Ressourcen sind erschöpflich, die Belastbarkeit der Ökosysteme ist es auch. Deswegen muss man nicht hysterisch werden. Gar nichts tun ausser auf den religiösen Eifer extremer Ökofundis zu zeigen ist aber auch falsch. Einige Argumente der Veganer sind gesellschaftlich relevant (Ressourcenverbrauch, CO2 Ausstoss), ich bin froh wird das diskutiert. Persönliche Belehrung brauche ich aber auch nicht.

      • mila sagt:

        @Malena: Der Witz dabei ist, dass Veganer (beileibe) nicht die einzige soziale Untergruppierung sind, die auf Nachhaltigkeit wert legen – auch wenn einige unter ihnen meinen, sie hätten diese Debatte für sich gepachtet. 😉

  • Muttis Liebling sagt:

    Egal wie weit hergeholt der Respekt vor dem Anderen ist, man kommt nicht umhin, eine Grenze zu ziehen zwischen ‚muss‘, ‚kann noch‘ und ‚kann nicht mehr respektiert werden‘. Jede dieser Grenzen ist künstlich und lässt sich beliebig begründen.
    Darf die Veganerin Schädlingsbekämpfungsmittel oder nur Mückenspray einsetzen? Darf sie mittels Antibiotika Massenmord an ganzen Bakterienvölkern begehen? Was macht man mit Tieren, welche im Rahmen einer ökologisch begründeten Abschussquote getötet werden? Ist es nicht eher ein Zeichen von Respekt, die zu verzehren, anstatt die zu verbrennen?

    • tina sagt:

      ML, das ist sooo einfach zu beantworten, wenn man ein bisschen mitdenken möchte. tu so als ob du veganer wärst. warum bist du das? du möchtest tiere nicht ausbeuten. selber sterben willst du aber auch nicht. ein vegan lebender mensch wird darum wohl auf antibiotika verzichten wo es möglich ist, ohne daran zu sterben. er wird mücken tot hauen aber nicht vergiften. wenn tiere getötet werden müssen, dann sollen sie doch von leuten gegessen werden, die sowieso gern fleisch essen

      • Muttis Liebling sagt:

        Das sind die Antworten auf meine Beispiele, nicht auf meine Frage, wo Grenzen zu ziehen sind, bzw. ob es überhaupt verbindliche Grenzen für Respekt geben kann. Wie die Autorin benutze ich das Vegane nur als Beispiel für Respektverhalten. Pragmatische Antworten verhindern grundsätzlich im vorhinein.

      • tina sagt:

        die erwähnte, von mir nicht beantwortete frage, ist gar keine, sondern eine behauptung. eigentlich sind das auch die tatsächlich gestellten fragen

    • Onkel Arnold sagt:

      Die Frage „dürfen Veganer…“ zeigt, dass Sie nicht verstanden haben, was Veganismus bedeutet. Es geht nicht darum, irgendwelche Dogmen zu verfolgen, sondern schlicht: “[…] soweit wie möglich und praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen zu fördern, was dem Nutzen der Tiere, Menschen und der Umwelt dienen soll.”(Zitat Vegan Society) Wer dies erkannt hat, fragt nicht „darf ich?“, sondern „will ich?“.

      • Martin Frey sagt:

        Trotzdem ist die Frage interessant, was Sie zu tun gedenken, wenn eine Stechmücke sich an Ihnen gütlich tun will. Sie sterben wohl nicht daran, wenn Sie verstochen werden. Wollen ja aber gleichzeitig der Steckmücke wohl nicht ihr Lebensrecht rauben, wie ich annehme. Was also tun Sie?

      • Muttis Liebling sagt:

        Wie schon an Tina geschrieben, ich hatte gar nicht vor, mich mit Veganismus auseinanderzusetzen, sondern habe die Frage der Autorin nach dem Respekt aufgegriffen. Lässt sich der Satz, den sie provokativ an den Beginn stellt

        ‚Ich verhalte mich rundum respektvoll.‘

        konkretisieren oder ist es eine leere Worthülse? Letzteres wäre meine Meinung, der Satz ist Nonsens, was die Autorin im folgenden auch doppelbödig andeutet.

      • tina sagt:

        man kanns halt wenigstens versuchen. sich respektvoll zu verhalten. und ja, man wird scheitern. und das ist unterhaltsam (wie die autorin ja auch schloss)

      • Rolf Müller sagt:

        Halten Veganer Kühe, Ziegen, oder Schafe?
        Wahrscheinlich eher nicht.
        Darum haben diese Kühe, Ziegen und Schafe auch nichts davon, dass die so „Tierliebend“ sind.
        Die „Veganer“ lieben also nicht diese Tiere, sondern sie geniessen ihre Auftritte als „Heilige“ inmitten einer sündigen Horde von Barbaren, auch wenn sie dabei immer etwas kränklich aussehen, bleich und mit hervor tretenden Augen, die angestrengte Glückseeligkeit verraten.
        JedeR sieht sofort: Diesen „Veganern“ fehlt etwas!
        Bei einer veganen Pizza schmecke ich sofort: Da fehlt doch was!
        Und bei einem Soja-Joghurt „lupft“ es mich fast..

      • Onkel Arnold sagt:

        @MF: Ich verscheuche die Mücke mit einer Handbewegung. Falls sie schon gestochen hat, lasse ich sie leben, denn dann bringt es ja sowieso nichts mehr, sie noch zu erschlagen.
        @RM: Tierrechtler müssen ebensowenig Tierfreunde sein wie Menschenrechtler Menschenfreunde.

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