Liebe Eltern, das nervt!

MB_Familie

Ist unsere Tochter nicht toll? Eine schrecklich glückliche Familie. Foto: flickr/alenka_getman

Liebe Mütter, liebe Väter, es nervt, wenn ihr …

  • im Spielwagen der SBB den Kids subito das Tablet oder Smartphone in die Hand drückt. Man fragt sich, wieso. Erstens sind andere Kinder zum Spielen da. Zweitens ist es einfallslos und drittens unsozial: Die anderen Kinder beginnen zu quengeln, sie wollen plötzlich auch mit dem Eltern-Handy gamen oder Filme schauen – und deren Eltern haben dann den Stress.
  • auch mit uns Erwachsenen in Babysprache redet und konsequent die Verkleinerungsformen braucht.
  • aus der Fassung gerät, wenn das Kind a) dreckig ist, b) ein klein wenig blutet, c) einem anderen Kind im Sandkasten die Schaufel wegnimmt. Nur ruhig, das gehört dazu.
  • euch nicht um die Läuse eurer Kinder kümmert – oder nie jemandem mitteilt, dass euer Kind Läuse hat. Danke bestens, wir würden uns gerne auch darum foutieren und sagen: kratzt uns nicht. Doch wenn unsere Kinder mit euren Kindern spielen, wirds bald wieder zu unserem Problem. Deshalb: Redet drüber. Ist erstens sozialer. Zweitens wird man so die Läuse auf Dauer eher los.
  • eure Kinder rundumüberwacht, mittels Handy, Ortungs-App, Fahrdienst.
  • eure Babys mit anderen vergleicht, alles besser wisst – und dies gerne auch kundtut, unterlegt mit vorwurfsvollem Unterton: «Schläft deine etwa noch nicht durch?!» / «Also unser Benjamin war schon mit zwei trocken» / «Oh, das arme kleine Baby. Du musst schon so früh wieder arbeiten gehen?»
  • alleine mit dem Baby/Kleinkind seid und bei der kleinsten Frage den Lebenspartner anruft, um ihn um Rat zu fragen: «Schatz, er/sie nimmt den Schoppen nicht, was soll ich tun?» (betrifft vor allem Väter).
  • euch selbst und eure Interessen wegen der Kinder völlig aufgebt, nie mehr ausgeht, auf ein Hobby verzichtet und nur noch über eure Kinder sprecht (betrifft vor allem Mütter).
  • Alles, aber wirklich alles, was das Kind tut, kommentiert und übermässig lobt, und Sätze sagt wie: «Suuuuper häsch das gmacht, Yannick, bravo!»
  • anderen Menschen regelmässig und ungefragt (auch bei der Arbeit) einen detaillierten Bericht der Schlafphase des eigenen Kindes runterrattert. Oder jeden Pipifax auf Instagram/Facebook/Twitter teilt. Ach, euer Knirps hat das erste Mal Pupu ins Klo gemacht? Die Wahrheit mag bitter sein, doch: Es interessiert niemanden.

132 Kommentare zu «Liebe Eltern, das nervt!»

  • Unke sagt:

    Dieser Artikel nervt. Er macht genau das, was hier zum Vorwurf gemacht wird. Er stellt Regeln auf, besser wissend. Egal, wenn man mit mir auf dem Spielplatz Babysprache spricht. Ich habe zum Glück auch noch eigene Interessen und ein eigenes Umfeld und bin nicht auf Spielplatzbekanntschaften angewiesen. Ein Privileg! Kein Theater um Blut oder Dreck. Und wie ist das genau mit den Läusen? Ich bin stolz auf mein Lausbub und mis Luusmeitli. Nur soziale Kinder stecken sich mit Läusen an. Vielleicht haben sie sich im Spielwagen der SBB angesteckt? Der andere Lausbub hatte wohl kein Handy zum Spielen.

  • Hugo Moser sagt:

    Ich bin hin und weg. Wow, genial dieser Bericht. Wie langweilig muss das Leben sein, wenn man nach wie vor in diesen Klischees sitzt und einfach nicht rauskommt. Typisch die Bemerkungen 7 und 8: Stereotypisierung der feinsten Art.
    Schön. Da bekomme ich als Hobby-Psychologe sogar wässrige Augen, wenn ich sehe, welche tiefen Abgründe sich hier auftun.
    Stellt mal vor, wie langweilig schön es sein müsste, wenn man sich endlich mal auf sich konzentrieren und sich einfach über das Leben freuen könnte. Wie praktisch ist es, sich über alles und jeden, das einem nicht mal etwas angeht, aufzuregen.

  • alam sagt:

    Nerven ist halt auch eine Art, Aufmerksamkeit zu erregen. Das wollen wir doch alle, egal ob alt oder jung, dick oder dünn, dumm oder klug… Die einen nervt es, die anderen freut es. Schlimm wird es erst, wenn wir so abgestumpft sind, dass wir nicht mehr wahrnehmen, was um uns herum vorgeht, oder wenn wir vor lauter Einschüchterung alles tun, um nicht mehr wahrgenommen zu werden.

  • Richard sagt:

    Liebe Autoren und „Journalisten“, was mich nervt: Listen, über banale Dinge, die euch aufregen. Vorallem, wenn sie durchs Band weg polemisch sind, und euch selbst auch irgendwie als „kleinlich“ darstellen.

    MfG

  • Pixel sagt:

    Was das schweizer Volk doch nicht alles nervt. Ein pieps da, ein Baby Geschrei dort, „laute“ Kinder (gibt es andere?), stinkende Kinder, Mütter mit Kinderwägen (Väter hingegen werden mit Attribut süss besetzt), Mütter mit Kinderwägen im Tram, Mütter mit Kinderwägen im Tram zu Stosszeiten, Mütter die in Babysprache reden, Mütter die sich austauschen, Mütter die ihre Kinder loben, … In anderen Worten: die Schweiz heisst Familien herzlichst willkommen. Noch was: mich nerven bellende Köter und die Scheisse, die sie und ihr Halter hinterlassen und in das mein Kind hineinsteigt.

    • Lichtblau sagt:

      Meine erste Liebe als Mädchen galt den Hunden. Kinder und Babys kamen erst lange danach. Heute, als Mutter, sieht das anders aus. Aber warum Hunde per se in so rustikaler Sprache ablehnen, Pixel? Kleine Kinder und Hunde – natürlich in keiner Weise gleichzusetzen – sind zugewandte, vertrauensvolle Wesen und eine grosse Bereicherung. Kinder, die Tiere nicht mögen oder sie grundlos fürchten, beelenden mich immer ein bisschen. Da scheint mir das Treten in Hundekacke als kleineres Übel. Und hey! Das ist mir, glaub’s, seit der Kindheit nicht mehr passiert!

      • Pixel sagt:

        Liebe Lichtblau, an der Stelle geht’s um die Tatsache, dass Herr und Frau Schweizer Hundegebell und -kacke vor Babygeschrei dulden. Hunde sind lieb. Aber ich persönlich ziehe Babygeschrei dem penetranten Gebelle vor

  • Dänu sagt:

    He Leute, esst einen Snickers! 🙂

  • Anna sagt:

    Das übermässige Loben produziert Narzissten wie eine Studie kürzlich herausfand und ich glaube das sofort! Das sind meiner Erfahrung nach die dümmsten und nervigsten Eltern von allen und die dümmsten und nervigsten Kinder, beide mit einer unglaublichen Einbildung. Kein Wunder werden die Kinder dann im Erwachsenenalter sozial unverträgliche Narzissten.

    • Hugo Moser sagt:

      Und wie nennt man Leute, die alles am besten wissen und wissen, dass das, was sie wissen, besser ist, als das, was andere wissen? Die beste eigene Meinung triumphiert über die andere…
      Oder ist es nicht auch Narzissmus pur, um jeden Preis überall seinen Senf dazu geben zu müssen? Ich steh wenigstens dazu!
      🙂

    • meier pius sagt:

      Ich glaube nicht dass man übermässig Loben kann, aber man kann sicher zu wenig loben. Miderwertigkeit, die aus zuwenig Lob und Vertrauen entsteht, kann ein Leben später total zermürben. Ein bischen Einbildung kann korrigiert werden, Einen fehlenden Selbstwert eher nicht. Lob steigt meiner Erfahrung nach direkt ins Herz und nicht wie manche denken in den Kopf. Lob ruhig weiter freudig.

      • Anna sagt:

        Wenn Sie Leute ständig loben für Dinge, die absolut trivial sind oder nicht Lobenswert sind, dann kann man definitiv zu viel loben. Aka Yannick macht einen halbherzigen Versuch von einem Kribbel auf einem Blatt, gibt sich absolut keine Mühe und die Mutter lobt es als wäre es das grösste Kunstwerk…

      • Lichtblau sagt:

        Sympathischer Kommentar, Pius. Dieses kontrollierte Nichtloben, wenn ein Lob vielleicht übertriebenen wäre, ist sowas von Zwingli. Das über jede Minileistung in Begeisterung ausbrechende Loben sollte hingegen eher Nonnas vorbehalten bleiben. Vielleicht ein Mittelweg? Hm. Ich bin für spontan.

      • Annalena sagt:

        Du hast völlig recht, Anna. Kinder merken genau, wenn sie für Nichts und gar nichts gelobt werden, und das tut einem gesunden Selbstwertgefühl keineswegs gut. Aber dem Grössenwahn schon. Umso mehr wird ein zu Recht gelobtes Kind stolz sein auf seine Leistung und das Lob zu würdigen wissen. Das hilft der Eigenständigkeit. Als Grossmutter , das weiss ich,bin ich mit meiner Meinung eh ausser Rang und Traktanden und nur altmodisch.

    • Martin sagt:

      Hallo Anna, sorry, ich finden Deinen Kommentar extrem deplatziert und mir tun schon jetzt Deine Kinder leid. Kinder und vor allem Babies brauchen nun mal die Aufmerksamkeit und Zuwendung der Eltern und ich finde nichts schlimmer, als wenn die Eltern ihren Kindern gegenüber gleichgültig eingestellt sind, ich glaube, das ist für die Kinder viel schlimmer (und – wenn ich Deine wieder mal deplatzierten Worte benutzen darf – das sind dann wirklich die dümmsten und nervigsten Eltern).

      • meier pius sagt:

        solange das Loben ein echter Ausdruck von Freude ist darf es auch trivial sein…..warum nicht……im Zweifelsfalle für ein Lob……

      • Astrid Meier sagt:

        Man kann ganz viel loben ohne Zuwendung, und man kann Zuwenung und Akzeptanz signalisieren ohne zu Überloben.

  • Katharina sagt:

    Impfen, Chemtrails und Aluhüte.

    nervig? Nein. Lustig? Vielleicht.

  • Heidi K. sagt:

    Es ist mir so was von egal, wenn sich andere über mich nerven. Ich mache das, was mir gefällt und ich erziehe meine Kinder so, wie ich es für richtig finde. Ich lasse mir da nicht dreinreden. Wenn ich weiss, wo meine Kinder tagsüber und auch abends sind, ist das NORMAL.. Eltern, die ihre Kids dem Zufall überlassen, müssen sich nicht wundern, wenn was passiert. Meine Kinder haben für mich oberste Priorität. Ich brauche keine Freizeit in Restaurants, das hatte ich vor den Kids. Jetzt habe ich Verantwortung. Hedonisten sollten sowieso keine Kinder haben. Denn Egoismus ist mit Kids fehl am Platz.

  • Heidi K. sagt:

    Es ist mir total egal, wenn ich andere Leute nerve. Ich mach das, was mir gefällt und was ich für richtig finde. Kinder können nicht genug Aufmerksamkeit kriegen und gelobt werden. Was kümmert es mich, wenn sich andere daran stören, dass mir meine Kinder wichtiger sind als Zeit im Ausgang zu verbringen? Ich lade meine Freunde zu uns nach Hause ein und die meisten von ihnen haben auch Kinder bekommen, also passt das auch. Ich lasse mir von Hinz&Kunz nichts auferzwingen. Kinder brauchen Liebe und Erziehung. Hedonisten kommen da nicht zum Zug. Die sollten auch besser keine Kinder haben.

  • Gabi Schmid sagt:

    Wunderbar! Das sind also unsere Sorgen! Schaut nur, wie gut es uns doch geht!

  • Hans Weder sagt:

    Hervorragende Auswahl, die es durch folgende Punkte zu ergänzen gilt:
    – Ständig im Gespräch unterbrochen werden, weil Yannick was will.
    – Die selbstherrliche Annahme, dass die Grosseltern gerne Kinderdienst leisten.
    – Bildungsdünkel, zeigt sich oft schon im Vorschulalter – gerne auch bei Eltern, die selber „nicht ins Gymi konnten“.
    – Miese Erziehung schön reden: „Er ist halt ein Junge, gäll?!“
    – Besser noch, miese Erziehung leugnen: „Zuhause ist sie immer so schön brav, sie ist ein Traumbaby.“
    – Alles mit dem Kind ausdiskutieren – und sich dafür auch noch für besonders klug halten.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …ehm, was hat das Traumbaby denn angestellt? Bezüglich Reichweiten und so sind die lieben Babies ja noch nicht auf so grossem Fuss unterwegs?

      • Hans Weder sagt:

        Ich kann mich täuschen, Brunhild, aber es ist durchaus möglich, dass wir in diesem Punkt (wie dies vermutlich auch für unzählige andere Punkte gilt) nicht vollumfänglich dieselbe Haltung vertreten u/o auch nur ansatzweise vergleichbare Erwartungen an das Verhalten eines Kindes haben: Es gibt Babies, die gelernt haben nicht ständig zu schreien – auch ohne von der Mutter im Arm gehalten zu werden. Auch gibt es Babies, die mit drei Monaten durchschlafen, weil sie es gelernt haben. Damit Babies sowas lernen können, muss die Erziehung dies natürlich ermöglichen…

      • Franz Vontobel sagt:

        Herr Werder, 3-monatige Babies erziehen..? Echt?

      • Hans Weder sagt:

        Ja, Franz, erziehen und impfen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und ich dachte, sie wären gegen Esoterik… mmh…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hans Weder

        also diese Miissetat des sonst zuhause so schön braven Traumbaby
        bestand im unangebrachten Weinen?
        Welches mit Verweis von „zuhause immer Traumbaby“ oder ähnlich, unter den Tisch gewischt wurde?

        Ich denke schon auch dass Erziehung mit Geburt beginnt, eigentlich schon vorher,
        aber schätzungsweise verstehe ich nicht ganz dasselbe unter diesem Wort?

  • Malena sagt:

    Wieso „liebe Eltern“? Und nicht dämliche Eltern? Uncoole Eltern? Oder hobbylose Eltern? 😉

    • Franz Vontobel sagt:

      „Hobbylos“ ist eine Beleidigung..? Warum?

      • Malena Garcia sagt:

        Uff, warum fragen sie? Kann ich auch nicht genau sagen, in der Klasse meines Sohnes war jedenfalls eine schwere Beleidigung, ein paar Monate lang. Und ich fand es lustig dass es in der „was mich nervt“ Liste hier auch auftaucht… 🙂

      • Stranger sagt:

        Ich finde „hobbylos“ nicht so schlimm. Wer mich als „hobbylos“ bezeichnet, bekommt eine simulierte Ohrfeige.

    • Lichtblau sagt:

      „Hobbylos“ habe ich von meiner Tochter in meinen Sprachgebrauch übernommen. Und meine E-Mails an sie unterschreibe ich mit „Dini Muetter“. Die Jugendsprache hat schon ein paar coole und witzige, wenn auch auf den ersten Blick absurd anmutende Ausdrücke;-)

  • Matthias sagt:

    Es nervt, wenn ihr…
    …einen Blog-Post schreibt, in dem ihr darüber nörgelt, was andere Eltern alles falsch machen.
    😉

    • Stranger sagt:

      Ich finde, dass es am nervigsten nervt, wenn Eltern in einem Blogbeitrag die Sachen aufzählen, die sie an anderen Eltern nerven.

      • Lichtblau sagt:

        Es nervt, wenn der Eingangsblog nicht als das deklariert (und erkannt) wird, was er ja eigentlich ist: ein bisschen harmlose Unterhaltung. Und die ist durchaus legitim – vor allem nach dem doch ziemlich beunruhigenden Mamablog von gestern.

  • Marie sagt:

    Meine Gedanken! Inhaltslos, überstrapaziert, gäääääääääähn!

  • Hans Graf sagt:

    Es nervt, wenn die Heckscheiben des Familienautos mit KEVIN und ALINA-Klebern zugepflastert werden!

  • Benni Aschwanden sagt:

    Sehr gut, vielen Dank für den Artikel! Wird den modernen Trend zur Überzelebrierung des Kinderhabens zwar kaum bremsen. Hoffentlich aber gewisse Leute zum Nachdenken anregen. Einige hier dürften sich wohl wiedererkennen 😉

  • Hattori Hanzo sagt:

    Ich finde man sollte Emotionen verbieten. Freude und Liebe sollten -wenn überhaupt – nur noch im privaten Räumen zum Ausdruck gebracht werden. Ich finde, wir Schweizer sind sowieso übertrieben Emotional. Ich finde es äusserst stossend, dass Verliebte und junge Eltern durch ein Übermass an Freude, das so wichtige, friedhöfliche Etikett verlieren.
    Ich sehne mich nach den guten alten Zeiten, als jeder Alpöhi wortkarg und in sich gekehrt seines Weges ging. Ich begrüsse es, wenn „schrecklich glückliche“ Ausreisser durch beständigen Spott ihrer Gefühlsoffenheit beraubt werden.

  • Hattori Hanzo sagt:

    Nerven tun auch Leute die sich ständig nerven und nicht nach dem Motto leben: Leben und leben lassen.

    Klar gibt es Punkte hier, die nervig sein können… aber warum nur fällt mir das alles gar nicht auf?
    Warum nur ist es immer wieder so, dass ich sagen muss, dass ich das gar nicht so erlebe, dass sich ganze Horden von Eltern wie Vollidioten aufführen? (Das wär dann echt nervig und würde solche Listen notwendig machen.)

    Wenn mich eins nervt, dann kleingeistige Leute, die sich stets über alle nerven, die sich nicht nach Mass und Norm verhalten.

    • Marie sagt:

      I like!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Hattori Hanzo
      könnten Sie zustimmen dass, auch wenn Sie es persönlich n o c h n i e(!!!) erlebt haben,
      nicht mal ne Vollidio tenherde zum nerven nötig ist, je nach Feld um welches geht?
      Wenn Schulhäuser nicht mehr lausfrei sind bloss weil es nur eine Minderheit wichtig findet die entsprechenden Massnahmen, inklusive damit verbundenem Aufwand, durchzuführen, naja, dann frag ich mich halt auch wo’s überall sonst noch zu nachlässig genommen wird. Und brauch kein Herdenresultat um beunruhigt zu werden.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Brunhild
        Wie gesagt: Klar gibt es Punkte hier, die nervig sein können… aber warum nur fällt mir das alles gar nicht auf?
        Warum nur ist es immer wieder so, dass ich sagen muss, dass ich das gar nicht so erlebe

        Mein Problem ist einfach, dass ich nicht solche negativen Erfahrungen mache.
        Und irgendwie finde ich das komisch, das gewisse Leute scheinbar en masse mit soviel nervigen Leuten zu tun haben, dass sie in regelmässigen Abständen ganze Listen veröffentlichen müssen.
        Vielleicht wohne ich einfach in der falschen Stadt.

    • Bada sagt:

      Genau. Wer sich ab allem nervt, hat vorallem selbst ein Problem.

    • Stranger sagt:

      Drei Daumen hoch, Hanzo.

  • Sophia Walter sagt:

    Vielen Dank für diesen Beitrag der dafür sorgt, dass die Gräben zwischen Eltern und Nichteltern grösser werden, Toleranz in den Hintergrund rückt und grundsätzlich völlig sinnlos ist. Sich ständig an etwas zu nerven, sagt doch mehr über einen selbst aus.

    • Stranger sagt:

      Bravo. Leben und leben lassen, dass sollte viel mehr das Motto sein. Von allen. Eltern, Lehrern, Pfärrern, Hauswarten, Bullen. Seid doch ein bisschen cooler, Leute. So schnell passiert schon nix.

  • Franz Vontobel sagt:

    Wieviele Maserntote gab’s in den letzten, sagen wir 10, Jahren schon wieder in der Schweiz? 10’000? 1000? 100? 10? – Nö, einen!
    Mit 3 Fällen pro Million Einwohner wurde 2014 die tiefste Inzidenzrate seit Einführung des Meldeobligatoriums erreicht – und das wohl nicht wegen der Impfdisziplin unserer Grosseltern.
    Immer gleich dieses Hyperventilieren…

    • annalou sagt:

      Also Herr Vontobel, wenn es nicht am Impfen liegt, woran denn? Ich freue mich auf ihre Theorie….

      • Franz Vontobel sagt:

        Obenstehendes war eine Antwort auf einen Post, der mittlerweile verschwunden ist.

        Wo sage ich, dass das nicht am Impfen liegt?

      • annalou sagt:

        Vielleicht verstehe ich das falsch, was meinen Sie mit „und das wohl nicht wegen der Impfdisziplin unserer Grosseltern“…?

      • Franz Vontobel sagt:

        Der verschwundene Kommentar schrieb die herrschende Seltenheit von Masernopfern der Impfdisziplin früherer Generationen zu, die von den heutigen Eltern leichtfertig aufs Spiel gesetzt würde. Dem habe ich widersprochen.

      • Martin Frey sagt:

        Trotzdem hat annalou recht, Hr. Vontobel. Sie haben in Ihrem Kommentar sehr wohl die Bedeutung der Impfdisziplin angezweifelt. Dabei ist gerade eben die Masernimpfung ein gutes Beispiel für deren Bedeutung. Es gibt eine Art Cut-off der Durchimpfungsrate, ab der man eigentlich nicht nur die Kontrolle sondern sogar die Ausrottung der Masern anvisieren könnte. Wenn dieser Cut-off andererseits massiv unterschritten wird kommt es zu Outbreaks, zu kleinen oder grösseren Epidemien. Und dann erst häufen sich auch die fatalen Fälle, die die meisten, so auch whs. Sie, nicht mehr kennen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Falls die Impfdisziplin so schlecht ist, warum dann die stetig sinkende Inzidenzrate? Ausserdem ist der Aufwand für eine komplette Ausrottung (um von einem auf null Todesfälle pro 10 Jahre zu kommen) viel zu gross (Paretoprinzip).

      • Paul sagt:

        Was ist ihre Theorie zu Ihrer Frage Herr Vontobel? Lassen Sie das Licht Ihres Wissens doch auch über uns leuchten.
        Und weshalb konnten die Pocken weltweit ausgerottet werden, wenn der Aufwand dafür doch zu gross ist?

      • Franz Vontobel sagt:

        a) die Impfdisziplin ist genügend gut, die paar Esoteriker und Anthropopos verträgt’s ganz offensichtlich problemlos.
        b) schauen sie sich mal an, was für die Ausrottung der Pocken für ein Aufwand betrieben wurde! Kann mir nicht vorstellen, dass für eine vergleichsweise harmlose Erkrankung wie die Masern (jaja, ich weiss, Menschen können daran sterben… wie an so vielem anderem auch…) derselbe Aufwand betrieben wird…

      • Martin Frey sagt:

        a) Die Impfdisziplin ist nicht genügend, sie reicht grad so, um keine grösseren Epidemien auszulösen, ist aber zuwenig um die Krankheit auszurotten. Insofern ist es halt doch der paar Esos zuviel…
        b) Ein solcher Aufwand dürfte sich doch lohnen, meine ich, wenn man bedenkt was die Welt damit gewinnt. Bei der Polio waren wir vor 10 J. so nahe dran, bis ein paar Fundamentalisten dies hintertrieben. Die mit dem Bart, dieses Mal…
        Same same but different 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Alle 10 Jahre ein Todesfall scheint mir ein sehr kleines Risiko – an der gemeinen Grippe sterben in der CH jedes Jahr gegen 1000 Menschen!
        Eine Ausrottung ist nur mit Zwangsmassnahmen und als internationales Projekt möglich (auch wenn viele Eidgenossen das nicht so sehen: wir leben nicht auf einer Insel!)…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Franz Vontobel
        verbeissen Sie sich nicht zu sehr am Todesfall,
        es geht auch um die Verhinderung der schweren Komplikationen.

      • Franz Vontobel sagt:

        @BS: Es geht mir v.a. ums mMn bizarre Aufblähen des Themas, diese selbtgerechte Empörung, die Impfverweigerern entgegenschlägt. Auf zur Hexenjagd, halali!

        Die Wahrscheinlichkeit, das ein Kind in der CH durch Masern ernsthaft zu Schaden kommt ist, v.a. auch gegenüber anderen, „akzeptierten“ Gefahren (z.b. Verkehr – Tempo 30 oder Schwellen sind ja eine absolut unzumutbare Schikane, ob damit (Kinder-)Leben gerettet werden oder nicht!) verschwindend klein.

      • Hans Weder sagt:

        Franz, bis zum heutigen Tag habe ich immer zu Ihnen aufgesehen – Sie waren für mich die Stimme der Vernunft in den tobenden Gewässern maternaler Verwirrung, Sie waren der verlässliche Wertekompass, der Sven Epiney des gepflegten Diskurses. Heute nun muss ich aber meinen Helden zu Grabe tragen: Denn er ist jenem Wahn zum Opfer gefallen, gegen den er einst so mutig angetreten war – die Esoterik. Ich trauere und ich werde Zeit brauchen, das Erlebte zu verarbeiten. Ich werde Sie vermissen, Franz, Sie waren einer der Letzten der ganz Grossen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ähm, ja…. ich sie auch, Hans… (?)

      • tina sagt:

        der sven epiney des gepflegten diskurses 😀 ich glaube ich werde mich morgen noch nicht erholt haben von dem lachanfall

      • Lichtblau sagt:

        Hans Weder – gross.

      • Martin Frey sagt:

        Sehen Sie, Hr. Vontobel, von wessen Seite Sie nun schon Beifall erhalten? Wollen Sie das wirklich? Mit WS im selben Boot, im weiten Ozean der Esoterik? 🙂

      • annalou sagt:

        Gehen Sie mal weg vom Riskio und überlegen Sie sich Aufwand und Ertrag: Eine Impfung hat sehr tiefe Kosten, überschaubare Komplikationen und in der Masse eine enorme Wirkung. Es gibt wenig Masssnahmen mit einem solchen „Business Case“….welcher Aufwand ist das für uns, wenn wir uns und andere Menschen mit schwachem Immunsystem von solchem schützen können……und um wieder auf das Thema zurückzukommen: Ja, Egoismus nervt

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Franz Vontobel

        auch dieser Blick ist zu begrenzt wenn Sie nur aufs „betroffene Kind“ sehen.
        Die betroffenen Kinder/Menschen leben in einem Umfeld, vielleicht begegnen Sie immunsupprimierten Menschen welche um jede vermeidbare Ansteckung nicht nur dankbar, sondern sehr dankbar sind.
        Vielleicht reisen diese Menschen mal in andere Weltgegenden-
        wenn Sie es nur auf CH und unser Spitzenmedizin-Biotop beschränken, kann ich Ihnen zustimmen, aber ich befürchte die Impfgegner selber verschreiben sich nicht einen Biotop-nicht-verlassen-Kodex…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @FV Anschluss zu 16:01

        …den sie dann im dümmeren Fall noch eher als so eine Art nette Möglichkeit, denn als wirkliche Verbindlichkeit betrachten- Vorbilder diesbezüglich tummln sich auf diversen Leinwänden…;-)

      • tina sagt:

        dann müssten wir aber schon alle mit mundschutz herumlaufen und menschenmassen vermeiden, uns gegen grippe impfen und ähm eben doch keine fahrzeuge benutzen, und schon gar nicht solche benzin-zu-lärm-konverter

      • Widerspenstige sagt:

        Aber Martin F.! Da sterben doch im Verhältnis mehr Patienten an einer unbehandelten Lungenentzündung, als an einer Masernerkrankung. Ich weiss wirklilch nicht, was das Wort ‚Impfdisziplin‘ jeweils bei Ihnen u Ihresgleichen reflexartig auslöst. Ganz zu schweigen von den verpatzten OPs u deren Folgeschäden…

    • tina sagt:

      🙂 oh! meine worte! herr vontobel! wer hätte denn das gedacht!

  • Valeria sagt:

    Mhhh… erst das Migros-Magazin und jetzt ihr auch noch…

    Tauscht doch bitte das Bild aus. Wer ein Kleinkind so an den Armen hochzieht, riskiert einen ausgerenkten Ellenbogen und starke Schmerzen. Genauer: Das Radiusköpfchen ruscht aus seiner Halterung, einem festen Band im Gelenk, und muss dann wieder eingerenkt werden. Das tut zum einen weh, zum anderen kann es dann immer wieder passieren. Im englischen Sprachraum gibt es sogar einen Begriff dafür: „nursemaid’s elbow“.

    • Paul Moser sagt:

      Kindern an den Armen hochziehen (schlimmer noch ist schleudern) gehört genau auch so zu diesen Punkten, was Eltern nicht tun sollten!

    • Nadine sagt:

      Ja, das dachte ich auch – vor allem, weil das Kind auch nicht sehr glücklich aussieht. In der „glücklichen Familie“ ….

    • Paul sagt:

      Und was sagt Wikipedia zu diesem Helikopter-Eltern-Thema: „Es KANN aber auch ausgelöst werden, wenn (…) oder es an beiden Händen gehalten schnell im Kreis gedreht wird.“ Schnelles Rennen kann ein Schädel-Hirntrauma und Tod auslösen, Waldspaziergänge Zeckenbefall und Hirnhautentzündung. Ich schlage vor, Sie bleiben mit ihren Kindern zu Hause und verbietet jegliches wilde Spielen. Alle Ecken an Tischen mit der Stichsäge abrunden (natürlich nur, wenn das Kind sicher in einem anderen Zimmer eingesperrt ist) versteht sich von selbst. Meine Frau (Kinderärztin) erlaubt all das erstaunlicherweise.

      • Valeria sagt:

        @ Paul:
        Sie verwechseln da etwas. Es gibt Risiken, die kann man relativ einfach minimieren (Helm beim Fahrradfahren, Gurt/Kindersitz im Auto, Kinder beim Spielen am Wasser beaufsichtigen…) und mit wenig Aufwand viel Schaden/Tod verhindern. Und andere Risiken sind vielleicht gar nicht so gross und die kann man getrost in Kauf nehmen (ja, darunter fällt dann alles, was sie beschreiben).

        Aber ich sehe nicht ein, meinem Kind aktiv einen potentiell vermeidbaren Schaden zuzufügen, weil ich es umbedingt lustig an den Armen hochreissen musste… Das hat mit „heliköpterlen“ herzlich wenig zu tun.

      • Paul sagt:

        Nein Valeria, ich verwechsle da nichts. Alle Schäden sind potentiell vermeidbar. Viele davon aber passieren genau dann, wenn das Kind spielt und Spass hat. Ich würde meine Tochter nicht an den Händen schwingen („schleudern“ wie das mein Namensvetter oben sehr plakativ als „noch schlimmer“ beschreibt), wenn sie nicht jauchzen würde vor Freude – oder wenn man allgemein davon sprechen würde, dass hier ein grosses Risiko vorliegen würde. Da meine Frau regelmässig dabei zusieht und noch nie Kraft ihres Berufes interveniert hat, betrachte ich das also weiterhin als Helikoperthema.

      • Valeria sagt:

        Gut, dann lassen wir das so stehen. Was man als „Risiko“ betrachtet, ist sehr individuell. Und solange Sie nur IHRE Kinder an den Armen in der Gegend rumschwingen… 🙂 Ich tue es nicht. Als Mutter nicht und schon gar nicht als Ärztin.

    • elbe sagt:

      Uiiiii! Schrecklich! Kindesmisshandlung!

  • Martin M sagt:

    Man sollte ein bischen Nachsicht zeigen, Eltern werden ist heutzutage gar nicht so einfach. Wenn das Kind mal da ist, man explodiert foermlich vor Freude. Es ist normal, dass man diese Freude hinaustraegt. Klar, mit der Zeit merkt man selber, wie bescheuert man selber ist, aber so what??

    • Lichtblau sagt:

      @Martin: Genau so ist es. Diese gewaltige Umstellung. Die meisten Eltern merken rechtzeitig, dass die selbe Leistung schon von Legionen vor Ihnen erbracht wurde. Aber die kurzzeitige, selige Explosion – übelnehmen? Mitfreuen!

  • Walter Boshalter sagt:

    Und nicht vergessen, liebe Eltern, entfleucht dem Kevinismus und nennt eure Kinder so dass ihr deren Namen auch richtig aussprechen könnt (letztens im Zoo: „Brahyan, chumm doch di abe).

    • Anna Lyse sagt:

      Herr Boshalter, sind Sie sicher, dass Sie „Brahyan“ richtig geschrieben haben? Mir fehlt ein Trema oder Accent grave…

      • Stranger sagt:

        Wahrscheinlich waren die Eltern Immigranten aus einem Land, wo Brahyan so normal ist wie bei uns Hans-Peter. Mann, Ihr Eurozentrismus nervt.

      • Kurt sagt:

        Stranger ist jetzt derart vom Eurozentrismus genervt, dass er nicht mal das Land nennen kann, wo Brahyan angeblich normal ist wie Hans-Peter (welcher schon lange nicht mehr „normal“ ist). Schade eigentlich.

      • Martin sagt:

        Als wäre „Brahyan“ der schlimmste Name… Was man teilweise hört oder liest, wie Eltern ihre Kinder nennen oder taufen, da fragt man sich doch, ob diese Eltern ihre Kinder wirklich mögen! Aber wir dürfen uns ja nicht über „unmögliche Namen“ aufregen, das wäre ja rassistisch… In unserer Frauen-Gesellschaft müssen wir alles und jeden toll finden und möglichst sozial sein und pseudocreativ und noch möglichst individuell, damit man sich ja von der Masse abheben kann…
        Und da wir alle so individuell sein müssen, tragen wir alle Crocs, Röhrchenhosen, Tattoos, Bärte usw…….

    • Lichtblau sagt:

      Einfach ein kleiner Brian? Oder trug er seinen Vornamen auf dem T-Shirt?

  • Bada sagt:

    Liebe Journalisten, das nervt!
    • Zu glauben was ihr persönlich erlebt sei schweizweit Tatsache.
    • Regeln aufzustellen was nervt und was nicht. Die Wahrheit mag bitter sein, doch: Es interessiert (fast) niemanden.

    • fabian sagt:

      Bada, es sind ja keine Journalisten, die das Schreiben, sondern Mütter. Die haben in unserer Gesellschaft immer recht.

      • Bada sagt:

        Jour|na|list:
        jemand, der als freier Mitarbeiter, als Auslandskorrespondent oder Mitglied einer Redaktion Artikel o. Ä. für Zeitungen oder andere Medien verfasst bzw. redigiert oder der als Fotograf Bildberichte liefert

        Ob Mutter oder nicht ändert nichts an der Berufsbezeichnung…

  • Martin sagt:

    1. Es heisst „asozial“ und nicht „unsozial“. 2. Viele Leute sind unsicher bei einem Baby. Ich habe es selber erlebt. Ich hatte gerade letzthin ein Baby auf dem Schoss, nicht meines, und ich fand es herzig, aber irgendwie wusste ich auch nicht so genau, wie, wo, was. Wenn Leute, ich denke jetzt mal, das erste mal Eltern werden, dann sind sie nervös und evtl. auch etwas unsicher. Das was andere nervt, ist wohl eher die Unsicherheit. Natürlich nervt es. Das ist wie mit frisch verliebten, die ständig an sich rumfummeln und knutschen müssen. Aber es gehört wohl einfach dazu. Denke ich.

    • Maria M. sagt:

      ‚Asozial‘ bedeutet die gänzliche Abwesenheit irgendwelchen sozialen Verhaltens, quasi ein Loch. ‚Unsozial‘ hingegen setzt voraus, dass sehr wohl ein Verständnis für soziale Vorgänge vorhanden ist, jedoch durch individuelle Wahl das Gemeinwohl oder Einzelne benachteiligt werden.

      • Robert Morger sagt:

        Danke Maria! Gefühlsmässig hätte ich die beiden Begriffe auch so interpretiert. Aber Du hast diese klar definiert. Scho widder öppis glehrt!

      • Martin sagt:

        @Maria M: Definition Duden:
        Asozial:
        1. unfähig zum Leben in der Gemeinschaft, sich nicht in die Gemeinschaft einfügend; am Rand der Gesellschaft lebend
        2. (meist abwertend) die Gemeinschaft, Gesellschaft schädigend
        3. (umgangssprachlich abwertend) ein niedriges geistiges, kulturelles Niveau aufweisend; ungebildet und ungehobelt
        Unsozial:
        gegen die Interessen sozial Schwächerer gerichtet
        So gesehen wäre „asozial“ richtig.

  • Hans-Jörg Meister sagt:

    Das Wichtigste fehlt:

    Es nervt, wenn ihr eure Kinder nicht impft – das ist unsolidarischste und mit das gefährlichste Verhalten, das ich mir vorstellen kann.

    • tina sagt:

      da hat aber einer gehörig über den überblick über die dimensionen von gefahren verloren

      • Paul sagt:

        Nein, hat er nicht. Wissen Sie, wenn ein Kind von einem Auto überfahren wird, dann ist das die grösste vorstellbare Katastrophe – in einer kleinen Welt, nämlich der betroffenen Familie. Epidemien dagegen betreffen Millionen von Kindern und Familien. DAS sind dann Dimensionen. Das Ihnen das nicht bewusst ist, sei Ihnen aber verziehen: Dank dem Impfen sind uns die Dimensionen von Epidemien heute zum Glück nicht mehr so bewusst.

      • Martin Frey sagt:

        Völlig richtige Anmerkung, Herr Meister. Obwohl damit hier natürlich eine neue Front eröffnet wird. 😉
        Ober im Artikel ist eine Sommerloch-Gossip-Auflistung zu lesen, die eine ernsthafte Diskussion eigentlich kaum lohnen würde. Sie aber greifen ein sehr ernstes, wichtiges Thema auf, von einer ganz anderen Dimension.

      • Stranger sagt:

        Impfen ist sicher wichtig. Ich bin alles andere als ein Impfgegner. Allerdings gebe ich tina Recht. Es gibt haufenweise Gefahren, die die Menschheit stärker bedrohen als ein paar vergessene oder unterlassene Impfungen.

      • Barbara Rüegger sagt:

        Ganz der Meinung von Herr Meister. Dadurch dass gewisse Eltern nicht mehr impfen kommen Krankheiten wieder die bei uns ausgerottet waren, Polio zum Beispiel, aber auch Masern ist überhaupt nicht eine harmlose Erkrankung etc. Oder möchten sie das ihr Kind an Kinderlähmung erkrankt?

    • fabian sagt:

      Meister, richtig. Das geht unter: profitieren von den Leistungen anderer, ohne selbst dazu beizutragen.
      Wenn alle anderen Impfen, sind meine Kinder ja geschützt…

    • Hans Tolzin sagt:

      Liebe Tina, ich denke es ist nicht allzuschwierig die ziemlich ungefährliche „Jetzt-Situation“ als erfolgreiche Intervention durch Impfungen in der Vergangenheit zu verstehen. Siehe Länder wo Impfungen noch Mangelware sind. Z.b. 100’000 tote durch Masern jährlich weltweit. Sich vorzustellen wie es heute auch hierzulande ausschauen würde ohne Impfungen braucht nur minimales Abstraktionsvermögen. Der Impfgegner/Skeptiker Zug ist ausgebremst und nicht mehr „alternativ“, zu stark hat sich jene Community durch konsequente Ignoranz wissenschaftlicher Ergbnisse der Lächerlichkeit preisgegeben.

      • Dieter Neth sagt:

        Ausser bei wirklich lebensbedrohenden Krankheiten, also die, wogegen schon vor 50 Jahren geimpft wurde, hat die Regierung da etwas zu sagen. Sonst nicht. Es sind die gleichen Kreise, welche die Kirche aus dem Schlafzimmer verbannen wollen, die alles Mögliche verbieten und obligatorisch machen wollen. Nicht mit mir. Kann man eigentlich aus dem Nationalstaat austreten, wenn man sich dem Gehabe nicht mehr zugehörig fühlt? Bei der Kirche geht das doch auch. Schule, etc kann man auch eigenverantwortlich lösen, die ganze Infrastruktur wird sowieso über Gebühren bezahlt

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich glaube, niemand ist wirklich daran interessiert, ob sie eine Kirche (im wörtlichen oder übertragenen Sinn) in ihrem Schlafzimmer haben, Herr Neth…

      • Franz Vontobel sagt:

        Oder sprechen sie vom kleinsten Dom der Welt mit nur einem Stehplatz..? Dem Kon-Dom?

      • Billy sagt:

        @Vontobel: jetzt habe ich mich an meinen Spaghetti verschluckt und meine Augen tränen…Kon-Dom..ich kann nicht mehr..hihi

      • Widerspenstige sagt:

        Was Sie wieder alles bewirken (wollen), Franzl…..tztztztz!

      • Dave sagt:

        Dieter Neth, sie dürfen den Nationalstaat verlassen. Einfach Koffern packen und ausreisen.

      • Stranger sagt:

        Ignorieren wissenschaftlicher Erkenntnisse ist en vogue, sicher nicht nur im Bereich der Impfungen. Auch etwa beim Klimawandel ist die Ahnungslosigkeit und die Ablehnung von Erkenntnissen seitens vieler Leute riesig und beschämend.

  • Lea sagt:

    Ich lobe mein Kind (2) eher viel. Es mag für Außenstehende lächerlich und nervig sein, aber das ist mir egal. Es sind die kleinen Fortschritte an denen ich mich freue und von denen wir als Eltern wissen dass es A)lange gedauert hat bis es soweit war B) wir das Kind ermutigen möchten dass das gut ist und wir ihm zeigen möchten dass wir uns ganz einfach darüber freuen. Bsp? Hand geben beim spazieren ohne gequängle / wenn es von allem etwas isst / wenn es versucht selber Hosen anzuziehen / es ein Lied singt…
    Die Wirkung von Lob wird oft auch bei Erwachsenen unterschätzt. Dabei tut es so gut.

    • tina sagt:

      macht doch nichts lea. es gibt wichtigeres als bloss nie jemanden zu nerven 😉

      • Anna Lyse sagt:

        Lob und Lob. Es ist ein Unterschied, ob man seinem Kind sagt „Du bist die/der Schönste“ oder „Du hast das schön gemacht“. Beim ersteren, zuviel angewandt, entstehtt beim Kind der Eindruck, dass es etwas überaus spezielles ist. Beim zweiteren lobt man eine Aktion und nicht die Persönlichkeit.

        Ich mag zweiteres mehr, weil das Kind aktiv darauf Einfluss nehmen kann.

      • Marc sagt:

        Ich lobe meine Kinder auch, aber nur wenn sie etwas richtig gut machen. Der Grössere ist 5 und kann mittlerweile auf einem Bein hüpfen, der Kleinere kann das eben mit 3 noch nicht. Dann gibt es auch kein „Das machst du aber toll“, sondern ein „Das ist nix, da musst du noch üben.“ Bringt nichts die Kindern wegen jedem Scheiss zu loben, spätestens in 10 Jahren müssen sie eh lernen, dass die Welt eben auch nicht so leicht zu begeistern ist. Etwas mehr Kritikbewusstsein sollten vor allem die Eltern an den Tag legen. Kein Wunder sind die Kinder dann in der Lehre nicht kritikfähig.

    • Gundel sagt:

      „kein Tadel ist Lob genug“ das war die schwäbisch/schweizerische Art Kinder und emotional unterkühlte Menschen zu erziehen.
      Lob ist sehr gut und kann man fast nicht genug kriegen. Kinder machen auch viel falsch, hören oft genug auch Zurechtweisungen. Sie müssen viel lernen, viel einstecken. Da ist Lob für all das, was sie richtig und gut machen ein guter Ausgleich.
      Ich weise meine Kinder zurecht und lobe sie auch. Es ist schön zu sehen, wie sie emotional aufblühen und selbst aufmerksame Menschen werden, die ihrem Umfeld auch Lob zu teil werden lassen.

      • Susi sagt:

        Finde ich sehr schön geschrieben! Ich erlebe es bei meinen Kindern genau so wie im letzten Satz beschrieben.

      • Doris Bieber sagt:

        Ich spühre förmlich wie sich hier im Forum die Eltern verständnisvoll zunicken.
        Bravo, das macht ihr sehr gut. Macht es weiterhin.
        Im Prinzip geht es in den Zeilen von Frau Braun genau.
        Tauscht Eure Erfahrungen untereinander aus und nervt bitte nicht ungefragt
        die anderen.

      • ABCDEFG sagt:

        Doch, es gibt Untersuchungen, dass bei zu viel Lob die Kinder das nicht mehr ernst nehmen. Was Kinder brauchen, ist eine ehrliche, von Empathie geprägte altersangemessene ehrliche Rückmeldung, nur das gibt ihnen die Sicherheit und die Orientierung, auf die sie angewiesen sind. Falsches, übertriebenes Lob kann auch peinlich sein, genauso wie ganz ausbleibendes Lob, das dem Selbstwertgefühl sicherlich auch nicht dienlich ist.

      • Gundel sagt:

        ABCD …. ja, ja, ja, ja alles kann zuviel sein. Aber diese Angst hatten schon nsere Väter und Grossväter „bloss nicht loben … etc.“
        Und nein, ich lobe nie unehrlich und ich sagte auch nicht, dass ich unangemessen lobe. Ich kann auch sagen „das könntest du aber noch etwas schöner ausmalen – …. etwas mehr Mühe geben“ – Ich als Mutter, weiss ziemlich gut, wann das Kind ein Lob verdient hat und wann es kontraproduktiv wäre. Das die missgünstige Nachbarin, die sich ständig nervt, weiss das nicht.
        PS auch Erwachsene wären fröhlicher, würden sie öfters gelobt – testen sie es mal.

      • Anna K sagt:

        Wen das Thema Lob interessiert (welche Arten Lob haben welche Auswirkungen etc) es gibt n tolles Buch von Alfie John *Liebe und Eigenständigkeit“

  • Petra Wicki sagt:

    Jeder einzelne Punkt ist leider so wahr…

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