Mütter, die keine sein wollen

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Viele Mütter wünschen sich mehr Freiraum. (Donnie Ray Jones/Flickr.com)

Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten, würden Sie dann noch einmal Mutter werden, mit dem Wissen, das Sie heute haben? 23 israelische Mütter haben diese Frage mit Nein beantwortet und im Rahmen einer Studie offen und ehrlich über ihre Gefühle und die Gründe dafür geredet. Seit die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) Anfang April über die Studie berichtet hat, wird das Thema im Internet heftig diskutiert.

Die Stimmen derer, die diese 23 Mütter nicht verstehen und ihnen Undankbarkeit für das grösste Geschenk überhaupt vorwerfen, sind zahlreich. Doch es gibt auch die anderen. Diejenigen, die froh sind, dass diese Diskussion endlich geführt wird. Nicht unbedingt, weil sie selber es bereuen, Kinder in die Welt gesetzt zu haben. Sondern weil sie unter dem Bild der perfekten, dauerlächelnden, nimmermüden Mutter leiden.

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Die Soziologin Orna Donath (Bild: Daniel Tchetchik)

Studienautorin Orna Donath nennt dieses Mutterbild ein «kulturelles und historisches Konstrukt». Erst mit der Industrialisierung nämlich ist die Mutter zur Hausfrau und Kinderverantwortlichen geworden. Dennoch ist dieses Bild der idealen Mutter heute fest in unseren Köpfen verankert. Zusammen mit der Annahme, dass jede Frau Kinder wolle. «Es ist die Gesellschaft, die entscheidet, dass Frauen Kinder wollen, wollen sollen – oder irgendwann, früher oder später in ihrem Leben, wollen werden», so Donath. Diese ureigene weibliche Aufgabe nicht nur zu verneinen, sondern die Geburten der eigenen Kinder zu bereuen, ist ein Tabubruch sondergleichen. Das haben auch die Reaktionen auf unsere Blog-Beiträge vom vergangenen Herbst gezeigt, in denen zwei Mütter über ihre zu wenig ausgeprägte oder gar nicht vorhandene Mutterliebe geschrieben haben.

Anders als unsere anonyme Blog-Gastautorin, die damals sagte, sie habe «keine innere Verbindung zu ihren Kindern, ich mag sie einfach», geben die 23 Studienteilnehmerinnen an, ihre Kinder durchaus zu lieben. Die 38-jährige Doreen etwa sagt: «Ich bereue es, Kinder bekommen zu haben – aber ich liebe die Kinder, die ich bekommen habe.» Solch gegensätzliche Gefühle sind laut Experten nichts Aussergewöhnliches. «Ambivalenz bei Müttern ist ganz normal», zitiert die SZ eine Psychologin.

Und tatsächlich kennen wir Mütter diese ambivalenten Gefühle, wenn auch in etwas weniger krasser Form, doch alle. Wir lieben unsere Kinder über alles und vermissen sie schrecklich, wenn sie weg sind – doch kaum sind sie zurück, wünschten wir uns die Ruhe zurück. Wir durchleben Phasen, in denen wir am liebsten mit unseren Kleinen verschmelzen würden. Gerade mit Kleinkindern kommt aber auch irgendwann der Moment, in dem man sich als Mutter wieder etwas Raum für sich wünscht. Einmal auf die Toilette gehen, ohne dass jemand mitkommt. Eine Schublade, die nur einem selber gehört und von der die Kinder ihre tapsigen Händchen lassen. Ein Abend mit Freundinnen ohne fixe Heimgehzeit und ohne Kinderthemen.

Das alles heisst ja nicht, dass man sich der Mamarolle verweigert oder sich seine Kinder weg wünscht. Man hört einfach wieder etwas mehr auf seine eigenen Bedürfnisse, anstatt sich nur für die Familie aufzuopfern. Und das ist gut so. Denn diese völlige Selbstaufgabe macht auf Dauer nicht nur unglücklich, sondern erschöpft einen auch.

Und das Mutterleben ist schliesslich auch ohne diese Aufopferung anstrengend genug. Laut sagen darf man das laut der SZ zwar nicht, «das ist gesellschaftlich nicht erwünscht». Ganz so extrem ist es in meinem Umfeld zum Glück nicht. Ich sage meinen Freundinnen ganz offen, wenn ich am Anschlag bin, schwierige Erziehungsphasen durchlebe oder mich als Mutter wieder einmal komplett unfähig gefühlt habe. Und wissen Sie was? Noch nie hat mich eine von ihnen deswegen ausgelacht. Vielmehr habe ich als Antwort jeweils ein «ich verstehe, was du meinst» zu hören bekommen – und mich gleich wieder besser gefühlt.

Darum: Reden wir darüber, dass auch Mütter nur Menschen und keine Maschinen sind. Menschen mit eigenen Bedürfnissen, welche mit dem klassischen Mutterbild (zu Hause sitzen, Nachwuchs betreuen und Haushalt schmeissen) nichts zu tun haben. Weit entfernt von perfekt, oft müde, genervt und erschöpft. Menschen, die sich manchmal nach ihrem früheren Leben sehnen oder sich wünschten, eine schwierige Lebensphase wäre schon überstanden. Menschen, die manchmal aber auch einen verdammt guten Job machen mit ihren Kindern und überglücklich sind dabei. Normale Menschen eben.

 

Ein Bericht dazu in der SRF-Sendung «10 vor 10» von letztem Dienstag.

239 Kommentare zu «Mütter, die keine sein wollen»

  • Helena sagt:

    Da ich keine Kinder habe, bin ich mit 40 noch eine richtige Sexbombe mit einem erfüllten Liebesleben. Mein Partner und ich können sicher sein, beim Liebesspiel nicht von nervtötenden Kindern gestört zu werden. Außerdem habe ich viel mehr Zeit, mich zu stylen, als Mütter. Das Ergebnis spricht für sich, ich sehe besser aus als so manche 20-jährige.

  • Stranger sagt:

    Ich konnte hier nicht viel lesen, aber es könnte sein, dass meine Einwände hier schon vorgebracht wurden.

    Erstens finde ich wieder einmal problematisch, dass dieses Thema ausschliesslich aus dem Blickwinkel der Mütter angeschaut wird. Es kann ja gut sein, dass Mütter und Väter das im Mittel anders empfinden, aber wenn es so wäre, dann wäre eine Untersuchung angebracht, nicht wahr, und man dürfte sicher nicht einfach so still schweigend diese Behandlung des Themas durchgehen lassen. Ich hätte, wenn diese Frage schon nicht interessiert, einfach #regrettingparenthood ins Leben gerufen. Eine

    • Stranger sagt:

      Wissenschaftlerin, die das hier so pauschal und undifferenziert durchführt und die Väter geflissentlich ignoriert, macht was falsch IMO. Agenda? Lasst Euch nicht manipulieren.

      Zum zweiten überlege ich mir, was für ein Schlag es für die Kinder sein kann, wenn sie mit 6 oder 8 oder 10 (oder noch später) lesen müssen, dass ihre Mutter sie am liebsten gar nicht gehabt hätte. Das ist doch ein Vertrauensentzug sondergleichen, meint Ihr nicht? Die Kinder sind ja nicht nur Kinder, sie sind vor allem Menschen. Wenn sie 2 sind, verdrängt man das vielleicht, aber später wird das ganz klar.

      • Stranger sagt:

        Noch etwas, und das ist wohl das kritischste. Ich will Frau Kuster nicht ans Schienbein treten, beileibe nicht. Aber dieser Beitrag reiht sich ein in eine Serie von mehreren Texten von ihr, welche ich als eher oberflächlich empfinde. Mit solchen Texten hätte der Mamablog meines Erachtens niemals ins Leben gerufen werden können, zumindest nicht mit der heutigen Beachtung und Resonanz. Frau Kuster, nehmen Sie das persönlich, aber nicht als persönlichen Angriff.

      • Jeanette Kuster sagt:

        @Stranger, wieso oberflächlich? Oder anders gefragt: Was hätten Sie denn erwartet / sich gewünscht zu dem Thema?

        Persönlich nehme ich Ihren Kommentar nicht, jeder darf seine Meinung hier äussern und ich habe von verschiedenen Seiten auch sehr positives Feedback auf den Text bekommen. Wie ich es übrigens regelmässig auch auf meine anderen Texte bekomme.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich habe mir schon oft darüber Gedanken gemacht, wie denn der Mamablog umgetauft werden könnte. Denn was Stranger anspricht, ist schon eine Diskussion wert, damit ein Miteinander zwischen den Geschlechtern realisierbarer wird. Mütter wie Väter trifft gewisse Alltagsprobleme gleichermassen stark u dürften deshalb unter demselben ‚Dach‘ näher unter die Lupe genommen werden. Wie wäre es mit Umtaufen in ELTERNBLOG? Darunter kann ja inzwischen jede Mögliche Konstellation verstanden werden. Was spezifische feministische Themen angeht ist mE im BlogMag Vieles bereits vertiefter in Diskussion.

      • Stranger sagt:

        Wieso oberflächlich? Naja, weil die beiden in meinen Augen wesentlichen Themen, die ich erwähnte, eben nicht angesprochen wurden. Ohne die anzuschneiden ist der Artikel einfach ein recht unkritischer Report über die Studie, und das ist eben nicht mamablogwürdig. Dass die Geschmäcker verschieden sind, ist klar. Allerdings wünsche ich mir des Öfteren mehr Fleisch am Knochen.

        Abgesehen davon: das mit dem Meinung äussern stimmt m.E. nicht. Manchmal werden hier sehr zivil geäusserte Meinungen zensiert. Und das ist einer Demokratie unwürdig.

    • tina sagt:

      warum aus dem blickwinkel der mutter: weil das der mamablog ist, und immer noch hauptsächlich frauen die kinder betreuen. weil es aspekte gibt, die männern bei dem thema nicht passieren, dafür haben männer andere aspekte, die bei frauen weniger thema sind (familienernährerpflicht und -wille).
      bei den meisten eltern wird es wohl eher ab und zu vorkommen, dass man sich ein leben ohne kinder wünscht. so wie einem das selbst bei selbstgewählten traumberufen passieren kann.
      aber selbst wenn nicht: ja klar ist das ein schlag für ein kind. nicht nur das, es muss damit irgendwie klar kommen.

      • tina sagt:

        aber es hat ja 2 elternteile.
        und ein kind nicht gewollt zu haben oder es nicht lieben zu können ist ja immer noch keine aktive misshandlung.
        meine eltern sind ja auch ein bisschen schräg. aber sie haben uns kinder nicht aktiv schlecht behandelt. damit kann man doch leben, denke ich. perfekt gibt es eh nicht.
        man kann auch einen ungeliebten job gut machen, wie hier schon geschrieben wurde. und man kann trotz liebe einen job schlecht machen

      • Stranger sagt:

        „aber es hat ja 2 elternteile.“ – wenn die Mutter ausfällt, dann kann ja immer noch der Vater einspringen? Naja, dem Vater so eine Lückenbüsserfunktion zu geben, ist schon nicht grad fair. Männer und Frauen, Mütter und Väter sollen gleich behandelt werden, hier aber plötzlich nicht mehr? Nee, damit bin ich nicht einverstanden.

        Im Mamablog schreiben seit Jahren Frauen und Männer, und zwar zum Gewinn der Diskussion, eindeutig. Der Name „Mamablog“ ist genau das: ein Name. Nur wenig mehr, da die Schreibenden für gewöhnlich Mütter sind. Nicht einmal stets!

      • Stranger sagt:

        Einem Kind das Gefühl zu geben, es sei nicht so recht gewollt gewesen, ist m.E. schon eine Misshandlung. Das sollen die Eltern in jedem Fall vermeiden. Einfach zu sagen „es muss damit klar kommen“ geht nicht. Ein Kind hat noch gar keine Mechanismen dazu. Und auch ein Erwachsener, der das erfahren muss, wird das nicht so einfach wegstecken, in den meisten Fällen jedenfalls.

        Schau tina, wir reden hier immer mal wieder von der Aufweichung der traditionellen Familienrollen, und zwar meines Erachtens zu Recht. Es geht in meinen Augen ganz einfach nicht an, dass man hier wieder Grenzen einziehen

      • fabian sagt:

        tina, das ist schon etwas antiquitiert, deine denke.
        entweder sollen jetzt mütter und väter tatsächlich gleichberechtigt sein, und unsere gesellschaft strebt dies auch an. oder nicht. aber dass die verfechter der gleichberechtigten frau dann mit so sprüchen aus dem letzten jahrhundert kommen ‚der mann ist nun mal der familienernährer‘, das klingt einfach unglaubwürdig.

      • Stranger sagt:

        will, vor allem, wo doch die alten Ungleichgewichte noch lange nicht beseitigt sind. Ungleiche gesellschaftliche Geschlechterrollen soll man diskutieren, bekämpfen, aber sicher nicht als Grund hernehmen dafür, wieso gewisse gesellschaftlichen Tatsachen so sind, wie sie sind, und auch so bleiben sollen. Der Mamablog soll an vorderster Front sein der Neudefinition der Geschlechterrollen. Davon ist er aber, ehrlich gesagt, weit entfernt. Aber Ziel ist schon das bessere Zusammenleben der Geschlechter, das fairere. Zumindest mein Ziel. Betonieren von bestehenden Stereotypen gehört hier sehr gewiss

      • tina sagt:

        es hat 2 elternteile heisst einfach, dass wenn ein elternteil sich abwendet, der andere ja weiterhin da ist. nicht als lückenbüsser. sondern da ist noch ein 2. elternteil, der für das kind da ist.
        man kann doch nichts dafür, wenn man nicht liebt oder feststellt, man ist nicht fähig ein guter elternteil zu sein, mit allem was wünschenswert und wichtig ist. eine misshandlung ist das sicher nicht. eher eine störung, wie eine krankheit.
        ich begreife nicht, wie du auf den gedanken kommst, dass väter aus der thematik ausgegrenzt werden. auch ist es nicht „einfach“ ein klarkommen müssen

      • tina sagt:

        ah so war das nicht gemeint fabian! ich meinte damit, dass männer zum beispiel eher probleme wegen der gesellschaftlichen erwartung an sie als familienernährer haben. also in ihrer rolle damit. darin eingeschlossen ist auch die problematik, des nicht familienernährerseinwollens. damit schlagen sich eher männer herum, weil immer noch mehr väter mehr erwerbstätig sind als mütter. ich meinte also dass die rollen und das konfliktpotential bei vätern und müttern tendenziell anders gelagert ist, das ist alles

      • Stranger sagt:

        nicht dazu.

        Ich habe nichts darüber gesagt, aber das sollte man, was es heisst, wenn Väter ihre Kinder in dieser Art „am Seil runterlassen“. Ich persönlich finde das genau gleich schlimm, wie wenn es Mütter tun. Egal jetzt, wie die Aufgaben in der Familie effektiv verteilt sind. Wenn ein Elternteil die Kinder in dieser Art verleugnet, kann man hoffen, dass der andere das wieder gut macht, aber das ist ja sicher nicht immer so. Gewisse Leute haben sehr kalte Eltern. Eltern, die sogar die grundlegende Liebe vermissen lassen, das weisst Du, tina.

      • tina sagt:

        sorry übrigens, stranger, fürs dazwischenschwafeln

      • Stranger sagt:

        Das ist doch technisch bedingt. Kein Problem, und überhaupt kein Grund, Dich zu entschuldigen. Ausserdem: https://www.youtube.com/watch?v=F-QqrXRLLj0

  • betty sagt:

    Ich kann das verstehen. Gerade die Aussage, die Kinder zu lieben, aber aus der heutigen Sicht anders entscheiden zu wollen, wenn man es nochmal könnte. Selbst Mütter, die keine Liebe empfinden können, kann man nachvollziehen. Kein Mensch ist perfekt und jeder hat seine Themen, die so etwas begründen können. Ich finde diese Diskussion sehr interessant und wichtig. Finde allerdings nicht, dass das genannte Bilde einer Frau in der Gesellschaft so verankert ist. In meiner Generation ist schon längst nicht mehr selbstverständlich, dass jede Frau Kinder möchte, und das wissen auch alle andern auch.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Würden sich die Mütter weniger „bekriegen“ und verurteilen, sondern mehr zuhören, sich gegenseitig unterstützen und helfend unter die Arme greifen, wäre das Leben und der Alltag noch viel einfacher. Egal ob Muttermilch oder Schoppen, Kinderwagen oder Tragetuch, erwerbstätig oder nicht, geimpfte Kinder oder ungeimpfte: Wir Mütter versuchen täglich nur das Beste und sitzen alle im gleichen Boot. Versuchen wir dieses gemeinsam vor dem Kentern zu bewahren und führen es auch in stürmischen Zeiten gemeinsam in den sicheren Hafen ohne Mütterbashing auch nur die geringste Chance zu geben :)!

  • Muttis Liebling sagt:

    Diese Diskussion scheint derzeit von internationaler Bedeutung. Im Berliner Tagesspiegel gibt es innerhalb von 2 Tagen gleich 2 Artikel zum Thema mit langer Diskussionsfahne. Allerdings etwas zeitgemässer, da nicht aus den Positionen von 1870 geführt.

  • Stefanie sagt:

    Und ja, ich bin verheiratet mit einem Pappmachémann, der morgens ins Büro geht und abends fragt, was es zu essen gibt. Der brav den Müll rausträgt aber ansonsten unfähig ist sich selbst geschweige denn ein Kind alleine zu versorgen. Er ist emanzipiert und arbeitet 80%. Am freien Tag geht er mit Sohn ins Freibad, wärmt das von mir vorgekochte Essen auf und verwüstet die Wohnung, so dass ich bis in die Nacht hinein putzen muss.

    • fabian sagt:

      so wie Sie das oben beschreiben, sind Sie ein passendes Pendant zu einem Pappmachémann: eine Pappmachéfrau. ‚Die brav das Kind erzieht aber ansonsten unfähig ist sich selbst geschweige denn ein Kind zu versorgen‘. Sorry.

    • Widerspenstige sagt:

      Liebe Stefanie, es geht vorbei, glauben Sie mir! Wem könnten Sie sich anvertrauen (wollen), ohne sich noch mehr in die Defensive drängen zu lassen? Vielleicht eine Therapeutin, welche Ihr ziemlich beschädigtes Selbstvertrauen wieder ins Lot bringt u Sie motivierend begleitet aus diesem Loch, in das Sie wie viele Mütter mit der Geburt gefallen sind? Es fällt mir auf, dass sich ähnliche persönl. Dramen vorwiegend bei intellektuellen Müttern nach Geburt abspielen, welche sich weniger mit der neuen Situation zurecht finden u ihre Berufung zurück stecken müssen. Lassen Sie sich helfen, Stefanie!

    • Ka sagt:

      Im Leben gibt es immer wieder mal schwierige Zeiten, doch alles ist begrenzt, wandelt sich und hat wieder andere Ansprüche, Herausforderungen. Also kann es auch wieder eine Einzelreise irgendwohin gebe, glauben sie mir. Und ihr Mann wird sich und seinen Sohn nicht verhungern lassen, sie müssen ihm nichts vorkochen. Im Notfall geht er ins Migros Restaurant, ist aber seine Sache, lassen Sie los, haben sie Vertrauen. Putzen müssen sie nur so viel wie sie wollen, entweder Putzfrau oder halt Ansprüche für eine gewisse Zeit herunterschrauben. Seien sie grosszügig zu sich selbst und ihrem Mann!!

      • ducktale sagt:

        Sie sind ganz alleine verantwortlich für Ihre Entscheidungen und für alle Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Ihr Kind ist daran sicherlich nicht schuldig und ihr Mann – der mir leid tut – auch nicht. Ziehen Sie die letzte Konsequenz: Geben Sie ihr Kind ab – denn ansonsten wird er ein Psycho – und trennen Sie sich von Ihrem Mann. In der Folge: Sorgen Sie für sich selbst, gehen arbeiten und fortan anderen mit ihrer Selbstmitleids-Nummer nicht mehr weiter auf die Nerven.

      • ducktale sagt:

        Und: Nehmen Sie die rosarote Brille ab: Wenn Sie es mit 40 nicht zu einer Professur geschafft haben, dann wird es wohl hinterher auch nichts mehr, am Kind wird es wohl nicht liegen. Mit über 40 sind Sie schlicht zu alt, um noch eine entspannte und coole Mutter zu sein. Es mag Ausnahmen gegen, aber in der Regel macht da das Nervenkostüm einfach nicht mehr mit. Biologische Tatsache, gerne ausgeblendet, aber hinterher jammern.

  • Stefanie sagt:

    Ich bin Einzelgängerin, mag Ruhe, Musik, Kunst, keine lauten Geräusche. Und ich bin Mutter eines lauten 3 Jährigen. Mein Leben war sehr glücklich vor seiner Geburt. Ich war frei. Bei der Geburt brach mein Becken, ich laufe seither unter Schmerzen. Ich hatte eine Professur in Aussicht, seit seiner Geburt ist meine Laufbahn am Ende und meine damals seit 10 Jahren glückliche Ehe auch. Ich bin verarmt. Mein Sohn hat meine geliebte Katze getötet, mit Absicht. Mein Leben ist seit seiner Geburt ein Alptraum. Und alles, weil ich nicht abtreiben wollte. Es bringt nichts zu bereuen, I will survive!

    • Stefanie sagt:

      Ich wollte nie Kinder haben und hielt auch durch bis ich 40 war. Dann passierte der Unfall beim Wechsel der Pille. Abtreibung kam aus Gewissensgründen nicht in Frage und ich fügte mich und freute mich auch. Ich liebe meinen Sohn aber ich mag Kinder nicht. Für mich ist Mutterschaft wie eine lebenslange Freiheitsstrafe, die mir Fesseln anlegt, mir die Freude an allem Schönen raubt (ich darf nicht mal alleine aufs Klo geschweige denn eine Mahlzeit essen). Ich kann weder in Ruhe duschen noch einmal hinsitzen. Der Stress ist konstant. Ich bin nur nachts ich selbst und glücklich, wenn ER schläft.

      • Stefanie sagt:

        Er ist ein toller Junge und ich liebe ihn obwohl er mein Leben ruiniert hat. Es ist MEIN zerstörtes Leben. Nie wieder alleine durch China, Reisen war mein Leben, aber mit Kind hasse ich es. Ich liebe Musik, aber ich kann seit seiner Geburt keine mehr ertragen. Ich bin zu müde, alles ausser absoluter Stille ist zu laut. Ich war seit 3 Jahren nicht mehr entspannt. Ich flüchte vor ihm ins Büro und nur dort bin ich glücklich, aber habe ein schlechtes Gewissen. 3×8 Std Freiheit und dann wieder zurück in den Krieg. Ein Krieg ohne Helden, nur Verlierer. Aber er ist ein sadistischer Wonneproppen!

    • mila sagt:

      Wenn alles zutrifft wie beschrieben (und es tut mir leid, das zu sagen, aber das Beschriebene hört sich doch arg klischiert an): Haben Sie sich nicht einmal überlegt, dass vielleicht nicht Ihr Sohn oder Mann das Problem sind, sondern Sie selbst, respektive: Ihr Verhalten? Kinder wie Ehe bedeuten eine Einschränkung, aber: man kann auch Grenzen setzen. Wer entscheidet denn, dass Sie nicht alleine aufs Klo gehen dürfen – ein Dreijähriger? Dass Sie alleine die verwüstete Wohnung putzen müssen – Ihr Mann? Ich kenne zudem Frauen, die es auch mit mehreren Kindern zur Professur geschafft haben. /

    • mila sagt:

      Aber zugegeben: das bedingt Organisations-, und eben, Abgrenzungsfähigkeit(en). Oder einfacher gesagt: die Fähigkeit zu Graden der Selbstbestimmung, auch als Mutter und Ehefrau. Ihre ‚Fesseln‘ der Fremdbestimmung scheinen mir Ihrer Beschreibung nach selbstauferlegt, gesellschaftliche Konventionen hin oder her (die oft als Erklärung für persönliche Unzulänglichkeiten hinhalten müssen). Gerade von einer gebildeten Frau würde ich mehr erwarten, um auf die früheren Kommentare von Carolina zurückzukommen. Mein Verständnis hält sich in diesem Fall in engen Grenzen. Meinen Respekt hätten Sie, /

      • Widerspenstige sagt:

        mila, das ist gerade ein Trugschluss, den ich immer wieder beobachte:’Gerade von einer gebildeten Frau würde ich mehr erwarten, um auf die früheren Kommentare von Carolina zurückzukommen.‘ Die Erwartungshaltung des Umfeldes sugeriert einer intellektuell gebildeten Frau das fatale Bild, jeder Situation gewachsen zu sein u sich entsprechend zur Wehr setzen zu können. Dem ist leider nicht immer so, sonst würde sich ja hier keine solche Mutter im MB ‚ausweinen‘ wollen. Das ist vielleicht auch einer der Gründe, dass soviele Uniabsolventinnen trotzdem Zuhause bleiben u Familienfrau spielen…

      • mila sagt:

        Sehen Sie, WS, Sie wollen hier wieder einmal eine bestimmte Frauengruppe in eine gesellschaftliche Opferrolle schmeissen. Ich hingegen gehe davon aus, dass gerade diese Frauen alle Kapazitäten – persönliche wie finanzielle – haben, um sich für die für sie stimmigen Lebensentwürfe zu entscheiden. Einigen anderen stehen weit weniger Wahlmöglichkeiten offen, über diese mache ich mir (gesellschaftlich betrachtet) mehr Gedanken. Im Übrigen auch über die Männer, denen es ebenso ergeht. Wer sich in einen goldenen Käfig begibt, sogar kräftig an ihm mitzimmert, und sich dann beklagt, ist auch /

      • mila sagt:

        Augen eine Prinzessin auf einer ausgewachsenen Erbse. Aber an den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte hier mag ich ohnehin nicht recht glauben, da kommen zu viele Klischees zusammen. Auch das ist etwas, was man durch Zuhören lernt.

      • fabian sagt:

        mila, meine zustimmung. schön antworten sie hier der widergespenstigen.
        wenn privilegierte und hochgebildete frauen in der schweiz sich immer und immer wieder als opfer hinstellen, wirds irgendwann peinlich. und man fragt sich, ob nicht die ‚frau an der migroskasse‘ mehr recht auf die opferkarte hätte als professorinnen, unternehmerinnenfrauen und politikerinnen mit teuren zweitwohnungen in den bergen.

      • Widerspenstige sagt:

        mila, Sie gehen demnach von etwas aus, was so nicht überall anwendbar ist. Wieso bezweifeln Sie gar die Glaubwürdigkeit der geschilderten Umstände dieser Mutter? Würde sie all das für sich beanspruchen, was Sie unter anderen ihren Lebensumständen entsprechend vorwerfen, dann wäre das doch gar nicht so ein Thema. Ich nage einfach an der fragwürdigen Tatsache, wieso es über 50’000 Uniabsolventinnen gibt in CH die nicht wirklich beruflich Fuss fassen wollen/können/dürfen. Diesen Gründen darf intensiver nachgegangen werden. Die Schilderungen von Stefanie passen irgendwie zum Zerrbild.

      • mila sagt:

        @WS: Die Betonung liegt in diesem Segment eindeutig beim wollen, nicht beim können/dürfen – als Akademikerin kenne ich meine Pappenheimer. Frau will sich oftmals nicht auf kräftezehrende (und teils sehr unsinnige) Arbeitsreibereien einlassen, wenn sie nicht unbedingt will oder muss. Und findet in der familiären Verantwortung einen Hort. Jede meiner studierten Kolleginnen, der etwas am Beruf lag, ist berufstätig geblieben; die anderen haben sich, teils mit Scheinausreden, verabschiedet. Ein berufliches Zuckerschlecken gibt es für niemanden – auch nicht (mehr) für Männer, eine Karriere will /

      • mila sagt:

        erarbeitet werden. Mit 100 Prozent Einsatz, zumindest zu Beginn (und mehr oder weniger auf längerfristige Dauer), und ja, Ausdauer und Ellenbogen. Das ’schmeckt‘ so einigen nicht, die lieber eine elegante Abkürzung statt der Ochsentour hätten. Aber der Status Quo erlaubt diese nun mal nicht, deswegen wäre Pragmatik gefragt. Was wiederum nicht einfach zu vereinbaren ist, wenn auch der Mann Karriere macht. Und für die Akademikerin muss es ja in der Regel ein Karrieremann sein. Deshalb verzichtet frau lieber (oder eher) ganz auf die Arbeit, denn ’niedrigere‘ (Einstiegs-)Positionen ist kein Thema.

      • mila sagt:

        Ich sage übrigens nicht, dass Karriere per se unter diesen (gegenwärtigen) Bedingungen erstrebenswert ist. Aber wer etwas ändern will, muss es selbst tun – von innen oder aussen. Alleinige Zuflucht im trauten Heim ändert leider nichts.

    • mila sagt:

      wenn Sie sich Unterstützung holen würden, denn so wie die Dinge gemäss Ihren Kommentaren stehen, tun Sie zur Zeit mit Ihrem Verhalten niemandem einen Gefallen. Nicht Ihrem Sohn, den Sie zu einem (gemäss Eigenaussage) sadistischen Tyrannen erziehen, indem Sie ihn frei schalten und walten lassen, und zuletzt sich selbst.

  • RatzFatz sagt:

    Auch wenn diese Diskussion einem komisch aufstossen mag, so ist sie doch sehr wichtig. Kinder bekommen bedeutet nun einmal, dass man sehr zunächst stark in seinen Freiheiten beschnitten wird. Vielmehr noch bedeuten Kinder, dass man ein ganzes Leben lang für diese Menschen verantwortlich ist. Daher ist es sehr wichtig, dass junge Menschen (also jene im reproduktivem Alter) sich genügend Gedanken machen, ob sie das wirklich wollen. Ich finde es daher gut, wenn jemand (egal ob Mann od Frau) dazu steht erst gar keine Kinder haben zu wollen. Und: Bereuen ist auch für den Bereuenden schrecklich

    • ducktale sagt:

      @ratzfatz:
      „Vielmehr noch bedeuten Kinder, dass man ein ganzes Leben lang für diese Menschen verantwortlich ist.“

      Wie kommen Sie denn auf diese abgefahrene Idee?? Ab 18 Jahren ist jeder für sich selber verantwortlich, in den meisten anderen Ländern schon sehr viel früher. Man ist sicher nicht verantwortlich für die Lebensweise und die Taten seiner erwachsenen Kinder, denen man eine gute Kindheit und Ausbildung geboten hat.

  • Hans Koller sagt:

    Man sollte diesen Frauen die Kinder wegnehmen.

  • Marlis Frederiksen sagt:

    Wem nuetzt es eigentlich dass man das Muttersein bereut? Wenn man A sagt muss man B sagen und mit den Konsekvensen seiner Wahl leben. Vielleicht mal dankbar sein fuer gesundec Kinder und die Bereicherung die sie auch geben.
    Das gehoert zum Erwachsen sein.

  • Bz sagt:

    Als Anfang wäre es vielleicht schon mal gut nicht von „wir“ zu schreiben. Sie schreiben von sich. Einer Person.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Ja natürlich gibt es Mütter, die es bereuen, Kinder geboren zu haben: Wo soll hier das Tabu sein? Viel interessanter wären Mütter, die dann in der Konsequenz auch ihr Kind verlassen. Ich kenne einen solchen Fall, wo eine Mutter ihren Sohn und den Vater sang- und klanglos verlassen hat. Der Sphn hat die ganze Kindheit und Jugend hindurch still gelitten. Was der Vater empfunden hat, weiss ich nicht, weil ich ihn nie kennen gelernt habe. Den ganzen Genderkram, der rund um diese Thematik veranstaltet wird, kann man sich getrost sparen: Hier geht es um menschliche Regungen, nicht um Politik.

  • Jane Doe sagt:

    Bis zu einem gewissen Grad sind diese Probleme hausgemacht. Speziell Mütter haben einen extrem hohen Anspruch an sich selbst, überall perfekt zu sein, im Beruf, als Mutter, Ehefrau usw. Dann kommt noch dazu, dass sie ihren Kindern zu wenig Grenzen setzen (sehe ich oft in meinem Umfeld): Um bei den Beispielen der Aurorin zu bleiben, ich gehe trotz Kinder immer alleine aufs Klo und das Elternschlafzimmer mit meinen Schubladen ist als Spielplatz tabu. Und älteren Kindern kann man durchaus klarmachen, dass man mal in Ruhe einen Kaffee trinken will. Man muss sich nicht völlig aufopfern als Mutter.

  • Hattori Hanzo sagt:

    dass 23 Frauen ihre Leben bereuen und es heute lieber anders hätten, ist nicht unbedingt gesellschaftlich relevant. Man würde auch 100 Frauen finden, die es bereuen nicht Mutter geworden zu sein. Ebenso viele Väter, Nicht-Väter etc.
    Man würde auch 23 Menschen finden, die es bereuen Sex ausserhalb der Ehe gehabt zu haben und min. eben so viele die es bereuen nie einen Seitensprung gemacht zu haben.

    Und von diesen 23 müsste man wieder unterscheiden: Druck des Umfelds, grundsätzliches Problem mit sich selbst oder einfach allg. Unzufriedenheit.

    • Lisa sagt:

      Danke, Hattori!

    • mira sagt:

      Danke, genau das ist mir schon damals beim Lesen des SZ-Artikels durch den Kopf gegangen. Das Abnormale gehört zum biologischen Dasein dazu, genetische Mutationen bringen im besten Fall eine Art voran. Für das generelle Verständnis der Mutterrolle sind diese Frauen nicht relevant, da es einfach zu wenige von ihnen gibt.

      • Momo sagt:

        ja, und wie bitte schön ist denn das generelle Verständnis der Mutterrolle bei der Spezie Mensch im 21. Jahrhundert?

      • Manuela sagt:

        und ich kenne allein 2 solcher Frauen. Wie viele es gibt, ist mal gar nicht bekannt.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @M&M:Finden Sie nicht auch,dass es sehr traurig ist,dass es den Genderideologinnen/radikalen Feministinnen bereits gelungen ist,die Frauen mir ihrer Ideologie so zu vergiften,dass sie sich von ihrer Natur als Frau abgespalten haben (weil sie sogar in ihrem Umfeld bereits 2 Frauen kennen)? Das Natürliche existiert noch, ist aber total dissoziiert und die Frauen somit von ihrem Kern entfremdet.Zuerst musste sich die Frau vom Manne total emanzipieren (der Mann hat sich nicht von der Frau emanzipiert) und nun vom Kinde. Alles für die Wirtschaft, ähm sorry Selbstverwirklichung.

      • Momo sagt:

        @Hintermeier
        Ja, es ist traurig, dass es keine Gewissenheiten mehr gibt, wie etwas oder jemand denn zu sein hat. Es wäre alles viel einfacher. Aber weder Gott noch die Natur – was notabene auch synonym verstanden werden könnte – scheinen hier bei uns noch als verlässliche und unhinterfragbare Referenzenzen zu taugen.
        Das ist aber weder die Schuld der Frauen, noch irgendeiner feministischen Ideologie. Vielleicht die der Aufklärung? Wie konnten wir nur so dumm sein, uns von unserer Unmündigkeit befreien zu wollen? Wie sind wir nur auf die affige Idee gekommen, unsere Vernunft zu gebrauchen?

      • Pixel sagt:

        Sorry Hansi, das ist absoluter Schwachsinn. Ich kenne, lese und höre Studentinnen, die jetzt schon wissen, dass sie nie arbeiten werden, weil sie nämlich lieber Mutter werden wollen. Auch in meinem Umfeld (oder sagen wir Generation) kenne ich nur wenige, die nicht mindestens ein Kind haben. Und jene, die ihrem 40. oder auch darüber entgegentreten, sind nicht unbedingt ohne Kind geblieben weil sie keines wollten, sondern weil sie selektiver in ihrer Partnerwahl waren und gleichermassen sich über die Verantwortung bewusst waren – also auf keinen Fall einen „Unfall“ je hätten provozieren wollen.

      • Momo sagt:

        @Hartmeier
        Ja, mag sein, dass sie befremdet sind und trauig, dennoch ist das kein Grund, krude Verschwörungstheorien zu erfinden.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @M&P: Es ging mir sicherlich nicht um Gott oder darum die Aufklärung rückgängig zu machen. Es ist jedoch eine Illusion des Menschen, dass er sich je ganz über die Natur erheben kann. Vielmehr wird es zu innerpsychischen Konflikten kommen, wenn man sich von seinem innersten Wesen/Natur abkoppelt. Irgendwann wird sich dieses Innerste mit Vehemenz doch seinen Platz einfordern (plötzlicher Kinderwunsch). Wir Bestehen eben nicht nur aus Ratio. Ja, wir schmücken uns gerne mit dem Begriff „Aufklärung“, merken jedoch nicht, wie unser Denken, doch massgebend von vorgegebenen Denk-Normen geleitet wird.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @M&M: Paralipomena:1. natürlich hat es kein Komma nach „Denken“.2. Denken Sie, der Mensch kann seine ganze Evolutionsgeschichte einfach verdrängen?Sind wir nicht auch ein Teil der Natur?Sind wir nur soziale Wesen in Ihren Augen? Falls Sie mir Dogmatismus mit dem Naturbegriff unterstellen (den Sie meinen als Gott deuten zu können,obwohl er Biologie meint),unterstelle ich Ihnen ebenfalls Dogmatismus & blinder Glaube, falls Sie an den Mensch nur als soziales Wesen glauben:nämlich Leugnung der Evolutionstheorie (dies machen sonst nur Evangelikale) und der Biologie/Medizin im Gesamten.Sapere aude!

      • Momo sagt:

        @Hintermeier
        Ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass der Mensch ein ausschliesslich soziales Wesen sei. Das würde ich mir nie anmassen. Ich erlaube mir nur, dem Begriff der Natur noch den Begriff der Kultur hinzuzufügen. Die Aufklärung habe ich erwähnt, weil sie es dem Mann erlaubt und ermöglich hatte, sich von überkommenen und ungerechten Ordnungen und Dogmen zu befreien. Und es erstaunt mich ausserordentlich, weshalb man es den Frauen immer noch vorwerfen kann, dass sie mit ziemlicher Verspätung, das Gleiche für sich auch einzufordern wagten.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Momo. Durch Aufklärung können Sie sich von der hegemonialen Kultur emanzipieren, nicht von der Natur. Gender (und ich meinte aus Ihren Aussagen immer wieder Gender herauszuhören) möchte sich von der Natur emanzipieren, indem sie einseitig ALLES Geschlechtliche mit Sozialisation erklärt. Wir können uns nur sehr begrenzt von der Natur emanzipieren, weil sie auch ein Teil von uns ist, respektive wir von ihr. Mich würde noch wundern, wer in der CH den Frauen die Aufklärung verbietet, nur weil Sie mir ja Verschwörungstheorie vorgeworfen haben. Bin gespannt auf ihre Verschwörungstheorie.

      • Momo sagt:

        @Hintermeier
        Eine letzte Replik von mir und natürlich überlasse ich ihnen das Schlusswort. Ich denke, der Begriff Natur hat nicht mehr die Legitimationskraft, die sie ihm gerne zukommen lassen würden. Und das hat im weitesten Sinne auch etwas mit der Aufklärung zu tun. Will sagen: Alles ist diskutabel. Es gibt nichts mehr, mit denen wir unsere Entscheidungen, unsere Ordnungen, unsere Machtstrukturen, unsere Wahrheiten für ewig legitimieren könnten.
        Unbeschtritten unterliegt der Mensch natürlichen Prozessen. Daraus aber eine gesellschaftliche Ordnung ableiten zu wollen, das geht nicht mehr.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Momo:Danke für das Schlusswort.Nicht ich lasse der Natur eine Legitimation zukommen,sondern die Natur macht was sie will,auch ohne unsere Legitim./polit. Korrektheit (siehe Doku Genderparadox).Mich würde noch interessieren, wer daraus in der CH eine natürliche Ortung herleiten möchte?Es kommt mir viel eher vor, dass Frauen,die ihre weibliche gebärende/ernährende Seite leben wollen, sich aufgrund des Gendermainstreamings/ Feminismus heute in der CH rechtfertigen müssen.Es freut mich zu lesen,dass Sie gegen Denktabus sind,ich hoffe aber auch ausserhalb der engen Gassen der polit. Korrektheit.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Momo: Das mit dem Schlusswort sehe ich nicht so eng. Würde es Ihnen auch nicht übelnehmen, wenn sie nochmals eine „Replik“ schreiben. Bei Ihnen merkt man wenigstens, dass etwas dahintersteckt.

  • Andreas Koller sagt:

    Es gibt Dinge, die muss man erlebt haben, aber man kann sie niemandem weiterempfehlen. Mit dem Speedboat den Mekung hinunter gehört dazu, und Kinder. Mit dieser Ambivalenz muss man leben können. Dreifacher Vater, Weltreisender

  • Alex Werker sagt:

    Dieses Problem dürfte sich insofern entschärfen, als dass eine zunehmende Anzahl junger Männer auf keinen Fall heiraten bzw. eigene Kinder haben wollen, was im Hinblick auf die flächendeckende faktische Diskrimminierung von Männern in Sorge-, Obhuts- und Unterhaltsstreitigkeiten nur allzu verständlich und nachvollziebar ist. Entsprechend werden Frauen die gerne Kinder hätten, es zunehmend schwer haben einen (zahlungskräftigen) Partner zu finden der diesen Wunsch teilt womit sie wohl vermehrt auf Kinder verzichten werden oder aber die Kosten dafür vollumfänglich selbst zu tragen haben werden.

    • Alex Werker sagt:

      Die Revolution frisst ihre Kinder – Für einmal nicht als Metapher zu verstehen…

    • Momo sagt:

      Da wird es doch tatsächlich geschafft, aus allem ein Geschlechterkampf zu machen. Wie langweilig und altbacken…

      • Alex Werker sagt:

        Im Gegenteil, die Männer ziehen sich zunehmend aus diesem für sie aussichtslosen Kampf zurück. Ob die Frauen viel Freude an dem errungenen „Sieg“ bzw. dessen Konsequenzen glücklich sein werden, ist jedoch eine andere Frage.

      • RatzFatz sagt:

        Ich kenne viele zahlungskräftige Männer, die gerne Kinder haben möchten oder auch haben. Sie führen eine gleichberechtigte Beziehung mit ihren Freundinnen/Ehefrauen und teilen sich die sogenannte Versorgerrolle. Interessanterweise wissen diese Männer (und ich bin sehr froh, dass es solche tollen Männer gibt), dass die Erziehung ein mindestens genauso harter Job ist wie der Broterwerb! Dies ist doch eine tolle Entwichklung, so wissen beide Seiten, dass beide Rollen positive, aber auch negative Seiten haben.

      • Pixel sagt:

        AW: die Männer, die kommen erst. Alle anderen ziehen sich zurück. Und übrigens: von „Sieg“ sprechen Sie, nicht die Frauen.

  • Anja Mayer sagt:

    Was ich noch anfuegen moechte: Kinder durchleben viele Stadien. Manche Menschen beschaeftigen sich gerne mit Kleinkindern (und werden z.B. Kindergartenlehrpersonen), andere gerne mit Teenies (und werden z.B. Sekundarlehrpersonen). Von Eltern wird erwartet, dass sie ALLE Stadien ihrer Kinder einfach nur LIEBEN. Das ist doch ausgesprochener Bloedsinn. Manche Menschen koennen mit Kleinkinder nicht viel anfangen, andere haetten ihre Kinder am liebsten fuer immer als Babies. Das heisst ja nicht, dass man seine Kinder nicht liebt! Trotzdem gefaellt einem wohl nicht jede Phase gleich gut!

  • Anh Toàn sagt:

    Bereuen denn Frauen, die es verpasst haben, Mutter zu werden, keine Kinder gehabt zu haben?

    Betreffend gesellschaftlichen Druck: Frau muss sich vielerorts rechtfertigen, wenn sie sagt, sie wolle keine Kinder, Mann muss dies zumindest weniger. In vielen Ländern, bei uns früher auch, braucht Mann aus gesellschaftlichem Druck einen Sohn.

    Kaum jemand fragt eine Frau, warum sie Kinder will, aber wenn sie sagt, sie wolle keine, kommt meistens: „Warum?“

    • Walter Boshalter sagt:

      Eine gute Bekannte, welche auf diesen Gesellschaftsdruck verzichten kann, outetet sich mir gegenüber ein paar Jahre nach der Geburt ihres Wunschkindes. Ihr Trick war simpel: Sie nuschelte als Antwort auf obige Anfrage mit gesenktem Blick:“…Die Eileiter sind verklebt. Sorry, ich möcht nicht darüber reden…“. Dann war Ruhe. Mit 36 habe sie sich umentschieden und Nachwuchs bekommen und war mit sich und der Welt zufrieden

  • Kien sagt:

    Ich kann die „Muetter die es bereuen Kinder zu haben“ nur verstehen, wenn ich den Vergleich mit Hundefleisch und Vegetarier/Veganer heranziehe. Andere Laender andere Kulturen, viele Frauen viele Meinungen.

  • Markus Schneider sagt:

    Tatsache ist, dass Frauen von Natur aus einen Gebärapparat besitzen und es seltsam anmutet, wenn dieser nicht verwendet wird. Ebenso seltsam ist es doch wenn einer Augen hat und trotzdem nichts sieht. Natürlich lässt sich für alles Argumente finden, auch für das Nichthaben von Kindern. Trotzdem bleibt es seltsam und ein Fragezeichen bezüglich des geistigen Zustands dieser Frauen bleibt zurück. Gewisse Kreise hätten es natürlich lieber, dass sich Frauen dafür rechtfertigen müssen, DASS sie Kinder haben.

    • Hans Hintermeier sagt:

      @MS: dieser „Gebärapparat“ (Uterus, Busen) ist laut den Genderist_Innen/Feminist_Innen nur gesellschaftlich konstruiert (siehe z.B. dieser Artikel). Dass Sie das einfach nicht verstehen wollen, Sie chauvinistischer Patriarch! Sarkasmus off.

      • Darja Rauber sagt:

        Und Männer haben einen Schwanz, der sie mitverantwortlich macht für jedes gezeugte Kind. Leider fühlen sich aber längst nicht alle Männer im gleichen Masse verantwortlich für ein Kind, wie es den Frauen zugemutet wird. Mann lebt auch nach der Zeugung seine Karriere, seinen gesellschaftlichen Aufstieg, seine Selbstverwirklichung und Freiheiten weiter und delegiert die Kinderpflege und den Haushalt immer noch zum grössten Teil an eine Frau, die ihm den Rücken freihält.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @DR:abgesehen davon,dass Sie sich mit dieser primitiven Wortwahl selber disqualifiziert haben:Es muss natürlich vor der Schwangerschaft abgemacht sein,wer was übernimmt.Heute sollte es eigentlich nicht mehr zu ungeplanten Schwangerschaften kommen.Habe es schon oft erlebt,dass die Frau aber unbedingt Kinder wollte (Biologie) der Mann nicht um jeden Preis.Um der Frau ihren Wunsch zu erfüllen,haben sie dann abgemacht,dass sie aber hauptsächlich für die Pflege der Kinder zuständig ist (weil sie unbedingt Kinder wollte). Die Väter kümmern sich auch liebevoll um die Kinder, aber eben nicht primär.

      • Sportpapi sagt:

        @Darja Rauber: Ich kann da nicht folgen. Eine Frau wird schwanger. Sie allein entscheidet, ob sie das Kind bekommen möchte oder nicht – während der Mann die doch gewichtigen Konsequenzen für ein paar Minuten Spass selbstverständlich zu tragen hat (…selber schuld…). Ob der Mann – verheiratet oder nicht – eine intensive Beziehung zum Kind haben kann, darf, und auch behalten kann, entscheidet wieder die Frau. Im besten Fall kann er beantragen, sein Arbeitspensum ebenfalls zu reduzieren. Aber nur, wenn es sich die Familie leisten kann.

      • Sportpapi sagt:

        Und doch fühlen sich alle Väter, die ich kenne voll und ganz für das Wohlergehen des Kindes, der Familie verantwortlich. Und wenn hart gearbeitet wird, Karriere, Einkommen maximiert wird, dann immer auch mit der Absicht, der Familie etwas bieten zu können. Und in allen mir bekannten Fällen in völligem Einverständnis mit der Frau, die von der finanziellen Unabhängigkeit ja dann auch profitiert.
        Kinderpflege und Haushalt wird „delegiert“? Wie sollte das denn gehen? Haben Männer in der Partnerschaft irgendwelche Befugnisse in diese Richtung? Und käme es wenn schon nicht billiger, das auszulagern?

      • Pixel sagt:

        Sp: DR hat Bezug genommen auf die schier unfassbare Reduzierung der Frau als Person mit Zitat: „Gebärapparat, und es seltsam anmutet, wenn sie darin keinen Gebrauch macht“. Wir haben eine Vagina und Männer einen Schwanz und machen (hoffentlich) gleichermassen viel Gebrauch davon wenn gewünscht. Und nochmals: Kindli machen tun beide, und ob vom zitierten Gebärapparat (der auch in manchen Kulturen als Allgemeinobjekt gesehen wird) Gebrauch gemacht wird oder nicht, liegt in der Entscheidung beider.

      • Pixel sagt:

        Ich entschuldige mich jetzt bereits für Tippfehler aufgrund eines noch lernfähigigen mobilen Gerätes.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Markus Schneider

      dass Mann seinen kinderentstehen-lassen-könnenden Samen, von Natur aus,
      unter fast allen Umständen hinterlassen kann und sich manchmal der entstehenden Verantwortung entzieht,
      sollte uns also auch nicht seltsam anmuten?

      • Markus Schneider sagt:

        Habe ich das behauptet? Nein. Wenn man hier alles sagen wollte, was es zu sagen gibt, man würde nie fertig und vorher geht der Paltz aus: Es stehen bloss 600 Zeichen zur Verfügung.

        Im Hauptbeitrag geht um Mütter, die keine sein wollen. Nicht um Männer, die sich oft der Verantwortung entziehen – dass sie das tun ist seit dem Altertum keine Neuigkeit mehr und ich glaube, die holde Weiblichkeit hatte inzwischen genug Zeit, sich auf dieses Verhalten einzustellen. Sie hat es auch getan – unser aller Hiersein und frohes Diskutieren beweist es doch zur Genüge. Gleich schlau sind aber nicht alle.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Hans Hintermeier

      vielleicht sollten Sie in Ihrem Genderkampf ein bisschen Differenziertheit einbauen,
      ich stehe dieser Ideo log auch kritisch gegenüber,
      aber alles darauf runterbrechen und nicht einfach mal unvoreingenommen zuhören/lesen
      bringt Sie einem Miteinander ebenfalls keinen Schritt näher…

      • Darja Rauber sagt:

        @ Hintermeier: Wenn Sie bei Frauen vom „Gebärapparat“ reden, disqualifizieren Sie sich meines Erachtens mindestens so stark wie jemand, der das Wort „Schwanz“ verwendet – wozu ja übrigens auch nicht wenige Männer gehören! Im Übrigen habe ich den Eindruck, Sie und Schneider sind Trolle – etwas vom Peinlicheren, was unsere heutige Gesellschaft hervorgebracht hat. Kein moderner, des Internets mächtiger Mann würde sonst noch so chauvinistisch über Frauen reden! Was ist übrigens mit den kinderlosen Männern, die ihren Samen „verschwenden“??

      • Hans Hintermeier sagt:

        @DR: 1. Habe ich „Gebärapperat“ EXTRA in Anführungszeichen gesetzt, weil ich zitiert habe und habe mich so vom Ausdruck distanziert 2. Meine Wortwahl war Uterus und Busen.Was finden Sie so schlimm daran, wenn man vor der Schwangerschaft partnerschaftlich aushandelt,wer was übernimmt?Wenn die Frau unbedingt Kinder möchte und der Mann nicht um jeden Preis,finde ich es nur fair,wenn sie auch die Hautpflege übernimmt.Alles kann man oft nicht haben.Es sind erwachsene Menschen, die etwas aushandeln.Beide haben ihre Interessen.Wo ist das Problem?Ist nicht politisch korrekt, aber sehr oft Realität.

    • Lea sagt:

      Ich besitze eine Menge von Funktionen, die ich nicht oder nur teilweise nutze. Obwohl ich zu den Langstreckenläufern gehöhre und somit ausdauernder als fast alle Tiere rennen könnte, laufe ich keinen Maraton. Obwohl ich sexual Lockstoffe produzire, benutze Deo und rassiere die Achselhaare. Obwohl ich eine leistungsfähige Verdauung besitze, esse ich vorallem leicht verdaulichere, gekochte Speisen. Obwohl ich eine kräftiges Gebiss und harte Fäuste habe, beisse und schlage ich meine Konkurentinnen nicht. Obwohl meine PC über eine Rechtschreibkorrektur verfügt, nutze ich sie hier nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        … was in der Gesamtheit nichts als äusserst seltsam anmuten kann!!!
        Höchste Zeit in sich zu gehen (bevor das die Hormone übernehmen…).

      • Markus Schneider sagt:

        @Lea: Und Sie würden staunen, wieviele der von Ihnen genannten Verhaltensweisen ganz direkt von Ihrer physiologischen Veranlagung als Frau abhängen. Die einen behaupten zwar, das sei kulturell bedingt – aber was glauben Sie: Gab und gibt es wohl mehr Männer als Frauen, die Marathons laufen? Rasieren Männer ihre Achselhaare? Essen wohl eher Frauen Gekochtes als Männer, kochen wohl mehr Frauen oder mehr Männer? Schlagen sich eventuell Männer eher mit den Fäusten als Frauen? Gehen Sie in sich, ein Aha-Erlebnis dürfte Ihnen gewiss sein.

    • Kathy sagt:

      Blinde Menschen sind also seltsam? Das fnde ich ein bisschen seltsam…

      • Markus Schneider sagt:

        Ja, normal fänden Sie wahrscheinlich, wenn wir alle blind auf die Welt kämen. Das wäre dann nicht seltsam. Vermutlich ist Sehen für Leute wie Sie bereits eine Behinderung. Ganz zu schweigen vom Denken, bevor man schreibt.

      • Pixel sagt:

        Ihren eigenen letzten Satz sollten Sie selbst verinnerlicht haben, bevor Sie andere dazu ermuntern.

      • Markus Schneider sagt:

        @Pixel: Sie verwechseln da etwas. Wer denkt, muss noch lange nicht dieselbe Meinung haben wie Sie. Ohnehin kann diesen Satz niemand genug verinnerlichen. Aber wenn wir einander schon Ratschläge geben: Sie solten nicht nur „den letzten Satz“ lesen, sondern alle Sätze und dann den Zusammenhang begreifen. Blosse Sätze zu zitieren oder aus dem Zusammenhang zu reissen beweist noch keine Denkleistung. Noch einfacher ist es nur, sich an einem einzelnen Wort oder gar an der Rechtschreibung aufzuhängen, wenn man eigentlich gar nicht weiss, was man sagen will. Aber man will dann halt trotzdem, gell.

      • Pixel sagt:

        Lieber Herr Schneider, mir scheint langsam, es ist ein Mechanismus den Sie verinnerlicht haben, der generell dahin geht, zuerst auszuteilen, als vorerst selbst zu erkennen und danach zu urteilen. Heisst: ich habe sehr wohl Ihre Zeilen hier gelesen – genau deswegen habe ich mir den Kommentar angemasst. Und nein, ich muss meistens eigentlich nicht, es sei denn, ich bin geradeso schön in Schwung und Menschen, die andere als Gebärapparat sehen mächtig auf den Nerv gehen. Übrigens, und der Vollständigkeit halber: ich habe hier nie jemanden der Rechtschreibung wegen kritisiert.

      • Markus Schneider sagt:

        @Pixel: Ich habe Frauen nirgends als Gebärapparate bezeichnet, ich habe ausdrücklich gesagt, dass Frauen einen Gebärapparat besitzen – ja: besitzen. Nicht sein. Das sind zwei unterschiedliche Verben. Ganz genauso wie Sie beispielsweise einen Verdauungsapparat besitzen. Sie beweisen genau das, was was ich sagte. Ihre Aussage wird nicht richtiger, wenn Sie mir das Wort im Mund herumdrehen, bloss weil Sie das Wort nicht verstehen. Sie kommen mir fast vor wie eine dieser Maschinen, die einem antworten und man glaubt einen Moment, dass da ein Mensch schreibt.

  • sandra sagt:

    Ich habe vollstes Verständnis für Mütter die lieber keine wären. Als ich vor kurzem gefragt wurde wie es uns als Familie geht, habe ich ehrlich geantwortet – mit einer witzigen Anekdote von unserem 1,5 jährigen, aber eben auch etwas aus dem anstrengenden und mühseligen Teil. Darauf wurde ich gefragt ob ich denn überhaupt gerne Mutter sei?
    In meinen Augen anmassend, nur weil nicht immer alles himmelhochjauchzend ist, heisst das noch lange nicht, dass man bereut. Die Erwartung von aussen ist, dass jedes Kind ein Wunschkind ist und man als Eltern genau das erlebt, was man sich vorgestellt hat.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @sandra

      genau das,
      ob man denn überhaupt gerne Mutter sei,
      zeigt, dass wir von einer offenen Gesprächskultur offenbar immer noch ziemlich weit entfernt sind. Wer hat schon Freude, das Wollen, sich ehrlich mitzuteilen, wenn im Anschluss vom Gegenüber die Gesamtsache in Frage gestellt wird? Oder man, zwecks Absicherung seiner Motivation, noch ein paar Sätze mit „aber grundsätzlich find ich alles supertoll und bin sehr zufrieden mit unsrer Entscheidung“ hinterherschicken muss?

    • Sportpapi sagt:

      In diesem Zuammenhang diese Frage zu stellen halte ich nicht für völlig abwegig. Eigentlich ist es sogar die logische Reaktion von Menschen, die sich für Sie interessieren.

    • maia sagt:

      Was ist denn daran falsch, zu fragen ob frau gerne Mutter sei? Damit zeige ich doch schlicht und einfach Interesse an Ihnen als Person! Was ist daran anmassend?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @maia

        offenbar braucht es über Massen Einfühlsvermögen zu erkennen, dass eine solche Frage, im ANSCHLUSS an das Erzählen über sehr Anstrengendes, fast schon einem entweder-oder gleichkommen kann, nämlich: bist Du gerne Mutter, warum klagst Du dann? Resp wenn Du klagst bist Du also nicht gerne Mutter?
        Es ist eben nicht einfach aus so aus dem Blauen heraus die Frage ob man gerne Mutter sei,
        sondern der Kontext, der die Frage sehr unpassend macht.
        Denn wenn man erschöpft ist, braucht man echt niemanden welche einem noch den Selbstwert bezüglich Muttersein fragend serviert.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        echtes Interesse, maia, würde nämlich nachfragen was denn anstrengend und mühselig empfunden wird, wie man sich dabei fühlt, was einem so durch den Kopf geht dabei, wie man damit umgehen möchte, was man für Chancen sieht etc, und kein in die Sackgasse fahren mit „bist du denn gerne Mutter“. Sagt sie ja, kommt „dann verstehe ich nicht warum du klagst“, sagt sie nein, hat sie sich disqualifiziert.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Sie attestieren maia und mir fehlendes Einfühlungsvermögen, weil wir offenbar nicht wie Sie um den heissen Brei herumreden möchten, sondern die zentrale Frage direkt stellen?

      • maia sagt:

        @Brundhild: also kurzgesagt: warum einfach, wenn es kompliziert auch geht.
        Und wie kommen Sie denn auf diese Idee: „Sagt sie ja, kommt “dann verstehe ich nicht warum du klagst”, sagt sie nein, hat sie sich disqualifiziert.“ Wenn Sie ja sagt: dann frage ich nach, was jetzt schwierig ist, warum und ich biete Hilfe an; wenn Sie nein sagt: Versuche ich nachzuhacken, warum Sie das sagt, ob das jetzt im Moment so ist, oder generell und auch hier biete ich natürlich Hilfe an. – Alles andere ist eine ziemlich blöde Unterstellung Ihrerseits.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @maia

        nein, Sie fragen nach was mühselig ist (von Ihre Gesprächspartnerin erzählt hat!)
        und checken nicht erst mal ab, ob sie denn überhaupt gerne Mutter sei,
        die Frage ist nämlich nicht ob sie das im Moment gerade gerne oder nicht gerne ist,
        sondern ob sie es anstrengend erlebt oder nicht…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        Wenn Sie so wollen unterstelle ich Ihnen, dass Sie nicht ganz erfasst haben worum es hier geht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @maia

        zur Präzisierung, um nachzufragen was als anstrengend empfunden wird,
        ist es gänzlich unnötig zuvor (nachdem sie ja schon von den Anstrengungen erzählt hat oder angedeutet)
        zu fragen ob gerne oder nicht gerne Mutter.
        Ja, ich finde das einen ganz wesentlichen Punkt, es zeigt, was für einen im Zentrum steht.
        Und wenn mir jemand von Mühsamen erzählt, dann frag ich erst mal da genauer nach, bevor ich über mich über seine Sichtweise der Gesamtsituation kundig machen will.

      • Sportpapi sagt:

        Klar, Brunhilde. Erklärt mir jemand, wie mühsam er aktuell das Lauftraining empfindet, und dass er die Motivation verloren hat. Dann diskutieren wir über alles. Nur nicht darum, welche Bedeutung der Marathon für ihn hat, auf den er trainiert. Ist ja völlig unwesentlich.

      • mila sagt:

        Ich finde die Frage (in dem Kontext, wie von BS beschrieben), ob man gerne Mutter sei, völlig belanglos.Sie dürfte nur von Simpletons gestellt werden, die entweder meinen, alles liesse sich runterbrechen auf vermeintlich einfache ‚Tatsachen‘, oder von Zeloten, die alles wertend beziffern wollen. Glücklicherweise gibt es auch andere, die an einem differenzierten Austausch interessiert sind. Aber, um ehrlich zu sein: von den Simpletons und Zeloten fühle ich mich schon lange nicht (mehr) bedrängt od. provoziert, und Freunde oder nähere Bekannte würden sie nie werden. Insofern ganz bei Ihnen, BS.

      • mila sagt:

        PS@SP: Die Analogie ist absolut unzulänglich. Von einem Marathonlauf kann man sich leichteren (oder schwereren) Herzens verabschieden, und niemand wird einen dafür verurteilen. Wer auch? Nur man selbst (Trainer nicht mitgezählt).

      • maia sagt:

        @Brundhikd: „…dann frag ich erst mal da genauer nach, ….“ – genau das mache ich ja mit der Frage.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        schön von Ihnen zu lesen, und danke!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @maia

        finde ich nicht, denn Sie fragen nach etwas das nicht veränderbar ist (Mutter bleibt Mutter), daher spielt es für das aktuelle Befinden keinerlei Rolle, besonders wenn die Mutterschaft offenbar im Moment viel Belastung bedeutet.
        Mutter-sein ist da eher eine abstrakte Grösse, es geht um die aktuelle Belastung, nach der nachgefragt werden sollte.
        Ich finde es generell nicht ermutigend wenn man von anstrengenden Seiten erzählt, das kann auch berufsmässig sein, und dann die Frage „bist du denn gerne xy“ kommt, kann man nicht einfach mal klagen gelassen werden ohne gleich zu zweifeln?

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Sie gehen, wieder einmal, am Problem vorbei. In dem Sie Ihre Empfindungen als allgemein gültig erklären. Erstaunlich, wie für die die Frage belanglos, für BS ein Affont, für Maja und mich aber völlig zentral ist. Mag sein, dass es für Sie Empathie ist, einfach nur mitzuleiden, und gar nicht wirklich wissen zu wollen, was Sache ist. Vielleicht ist das so ein Frauen-Ding. Ich sehe das jedenfalls anders. Typisch Mann, der bei Zuspruch nicht stehen bleiben möchte, sondern Lösungen sucht.

      • Sportpapi sagt:

        Und, BS, natürlich ist die Frage wesentllich, ob man gerne Mutter ist (denn darum geht es, nicht um den Fakt, dass man es ist). Weil dann die Probleme auf einem ganz anderen Niveau liegen, als wenn jemand gar mit der Mutterschaft hadert, oder im Extremfall sich wirklich von der Familie trennen möchte/könnte.

      • mila sagt:

        Eben nicht, SP, ich habe lediglich mein Empfinden beschrieben (‚Ich finde…‘). Fragt sich also, wer hier der Apodiktiker ist… Im Allgemeinen versuche ich auch nicht, meinen Mitmenschen Lösungen aufzudrängen, wenn diese vielleicht nur reden wollen – einen Rat von mir bekommen sie entsprechend nur dann, wenn sie danach fragen. Vorher höre ich aber erst mal zu (Männer können das auch, ist kein Frauen-Ding), und käme nie auf die Idee, reine Floskelfragen zu stellen, die es höchstens mir selber einfacher machen, ein bestimmtes Problem zu schubladisieren.

      • mila sagt:

        Und ums Mitleiden geht es schon grad gar nicht, damit ist niemandem geholfen. Sondern darum, sich über genaues Zuhören und Verständnisaufbau dem eigentlichen Problem zu nähern. Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn im Anschluss tatsächlich eine Lösung erarbeitet werden soll – gemeinsam. Würden wir alle derart aufmerksam (und vorverurteilungslos) miteinander umgehen, bräuchte es keine Therapeuten, bei denen man seine Sorgen und Nöte anonym und ohne Angst vor einem Fremdurteil von Familie, Freunden und Bekannten abladen kann.

      • Sportpapi sagt:

        Ach mila. Sie schrieben, selbstverständlich nur Ihre persönliche Meinung, dass, wer eine solche Frage stellt (und also handelt, wie ich es vielleicht würde), dass solche sicherlich Simpletons oder Zeloten seien, die nicht an einem differenzierten Austausch integressiert sind. Das klingt sehr danach, dass Sie genau wissen, was diesbezüglich richtig und falsch ist. Und wer.falsch liegt.
        Bitte, wenn Sie schon so austeilen (was keineswegs differenziert ist, nebenbei), dann stehen Sie wenigstens dazu. Dass da Ihre Emotionen wieder einmal mir Ihnen durchgehen. Ist ja nicht so schlimm.

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Eine Kinderlose fragte mich einst wie es mir gehe. Ich antwortete ehrlich, dass es mir gut gehe, es zurzeit nicht einfach sei mit 2 Trotzkindern. Ich wurde daraufhin respektlos angeblafft, dass ich nicht so tun solle, ich hätte es ja so gewollt und solle dankbar sein für meine beiden gesunden Kinder. Nicht alle hätten dieses Glück. Dies fand ich schon sehr anmassend. Ich konterte damit dass ich sehr wohl dankbar sei, aber auch eine Mutter mal am Anschlag sein und dies sagen dürfe ohne gleich als undankbar hingestellt zu werden!

      • Brunhild Steiner sagt:

        …eben, solche Reaktionen, offenbar auch noch heute möglich,
        zeigen doch deutlich dass da ein schönes Bild verlangt wird…,
        und bloss weil man selber noch nie solche Sätze gehört hat, bedeutet nicht dass sie nicht anderswo fallen,
        und verletzen.

      • Sportpapi sagt:

        Und nur weil ein Mensch auf dieser Welt offenbar einmal eine solche Reaktion erhalten hat, heisst das nicht, dass dies üblich ist, noch dass da grundsätzlich irgendein Bild verlangt wird (vom wem eigentlich? Von jemandem relevanten?)

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Einer 100% erwerbstätigen Kinderlosen, die über ihren anstrengenden Job und Alltag berichtet, sagt man ja auch nicht einfach so ins Gesicht, sie solle nicht so tun, sie habe es ja so gewollt und sie solle dankbar sein, nicht alle hätten einen Job… Das hat einfach auch mit Anstand und Respekt gegenüber den anderen zu tun, egal ob Mutter, Vater, Kinderlose(r)!

      • maia sagt:

        @Andrea Mordasini: Und ob man/frau das einer kinderlosen sagt! Kann gar nicht zählen, wie oft mir das gesagt wurde. Ausserdem sollte ich doch froh sein eine 42Std. Woche zu haben, regelmässig Feierabend usw. usf. Gerne entgegne ich dann: Wenn ich mit der „Arbeit“ fertig bin, dann darf ich noch einkaufen, waschen bügeln usw. usf. also nix mit Feierabend. Ausserdem muss ich sehr oft noch länger bleiben, weil ich ja keine Kinder aus dem Hort holen muss…… Ob man nun gewollt Kinderlos ist oder nict interessiert dann kein Mensch. Verletzend ist es aber auf jeden Fall.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Echt Maria?! Das tut mir sehr leid, solche Aussagen sind extrem unverschämt und anmassend. Mir käme es nie in den Sinn, jemandem dermassen arrogant über den Mund zu fahren. Das hat für mich, egal ob das Gegenüber kinderlos, Vater oder Mutter ist, mut Anstand und Respekt zu tun. Zum Glück sind die meisten in meinem Umfeld sehr tolerant. Ob Eltern oder kinderlos, wir wertschätzen uns gegenseitig, greifen uns unter die Arne, hören uns zu und interessieren sich für einander. Wichtig neben gegenseitiger Rücksicht, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Offenheit ist „Leben und leben lassen“.

      • maia sagt:

        Ich empfinde dann – also wenn ich z.B. über die Arbeit „klöne“ die Frage, ob ich diese denn gerne mache überhaupt nicht abwertend. Je nachdem, wie ich die Frage beantworte, lässt sich anders mit den Schwierigkeiten umgehen.Aktuell z.B.: ich mache meine Arbeit gerne und find, dass ich für eine tolle Firma arbeite; aber das Betriebsklime in unserem Team ist mehr als schlecht! Es wäre jetzt doch eine völlig andere Situation wenn ich meine Beruf nicht gerne ausüben würde und die Firma sch…… fände.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @maia

        diese Reaktionen Ihnen gegenüber fnde ich genauso unangebracht u am Thema vorbei
        (dass nämlich jeder Aufgabenbereich auch seine unschöne Seiten, bis fast unträglichen Belastungen
        (im Ideallfall zeitlich begrenzt) haben kann.
        Was mich bei der Frage nach Muttersein dabei so stört, im Gegensatz zu einer Arbeitsstelle welche verlassen werden könnte, ist Muttersein eher eine fixe Grösse, u der Fokus liegt für mich dort im Nachfragen nach dem was aktuell schwierig ist (was ich auch bei „Berufsklagen“ erst mal so machen würde).
        Aber ich verstehe nun besser was Sie mit der Frage verbinden.

      • maia sagt:

        @Brunhild: auch Sie haben hier übrigens irgendwo erwähnt, dass Kinderlose definiert Feierabend hätte……
        Natürlich ist „Mutter“ etwas, das sich nicht ändern lässt – umso wichtiger finde ich, die Ursache der Unzufriedenheit herauszufinden. Wenn jemand quasi „zeitlich begrenzt“ einfach am liebsten nicht mehr Mutter wäre, dann ist doch die Hilfe eine ander als wenn jemand sagt: dass sie überhaupt nicht Mutter sein möchte. Auch für einen selber kann es gut sein, mal darüber nachzudenken, was nun wirklich „Sache“ ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @maia

        mit definiert Feierabend ist garantierte Nachtruhe gemeint… und keine 24h-Verpflichtung..

      • Andrea sagt:

        Ich vermute, dass es sich bei dieser Person um eine ungewollt kinderlose handelt. Ich war selber viele Jahre in der Situation wo ich nicht wusste, ob mein sehnlicher Wunsch nach einem Kind je erfüllt würde und kann die Reaktion daher sehr gut nachvollziehen, auch wenn sie aus objektiver Sicht natürlich total unangebracht ist. Aber man ist eben nicht mehr objektiv, wenn die Sehnsucht nach einem Kind überhand nimmt, während andere einfach geschenkt kriegen, was einem verwehrt bleibt. Bitte lassen Sie ein bisschen Nachsicht walten.

      • maia sagt:

        @andrea: und was objektiv ist, das bestimmen natürlich Sie! Ich bin auch jemand der nicht genre Symptome bekämpft sonder lieber die Ursache. Wenn über das jetzt hier Geschriebene nachdenke, dann denke ich, beim Schreiben geht der Ton total verloren und genau der macht doch bei Gesprächen sehr viel aus!

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        @Andrea: kann sein mit der ungewolltem Kinderlosigkeit, ich weiss es nicht und frage da jeweils auch nicht zwingend nach, va bei mir nicht sehr nahe stehenden Personen. Finde solche Fragen/Aussagen dazu auch eher heikel. Aber ich fühle und leide mit jedem ungewollt kinderlosen Paar und freue mich mit ihnen, wenns dann endlich doch geklappt hat. Aber: ich kann für eine ungewollte Kinderlosigkeit nichts dafür, da muss ich mich auch nicht runterputzen lassen. Wie überall kommts auf den Ton an, c’est le ton qui fait la musique. Fragen ist das eine, sich dabei im Ton vergreifen das andere..

      • Andrea sagt:

        @Andrea M.: Ich wollte damit nur eine mögliche Erklärung für die Situation geben und sagen, dass Sie die doofe Reaktion nicht zu persönlich nehmen sollten.

        @maia: Ich verstehe nicht, warum Sie mir so aggressiv antworten und was Sie mir genau vorwerfen.

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea Mordasini: „Einer 100% erwerbstätigen Kinderlosen, die über ihren anstrengenden Job und Alltag berichtet, sagt man ja auch nicht einfach so ins Gesicht, sie solle nicht so tun, sie habe es ja so gewollt und sie solle dankbar sein, nicht alle hätten einen Job…“ Nun ja, wenn sie über ihren Job klagt, würde ich durchaus nachfragen, ob sie den denn grundsätzlich gerne macht. Alles andere haben Sie frei erfunden und interpretiert. Und genau das ist das Problem hier. Dass man wild spekuliert, was der bö se Fragensteller eigentlich meint.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ja klar Sportpapi, ich frage ja auch nach und interessiere mich für mein Gegenüber. Zuhören, sich interessieren und nachfragen, so wie Sie, ich und viele andere auch tun, ist auch was ganz anderes, als jemanden von oben herab und überheblich runterzuputzen à la „so tu dich nicht so, du hast es ja schliesslich so gewollt und solltest lieber dankbar sein…“. Also, das sind für mich ganz klar zwei paar verschiedene Schuhe ;).

      • maia sagt:

        @Andrea: ich empfinde meine Antwort überhaupt nicht als agressiv. „…..auch wenn sie aus objektiver Sicht natürlich total unangebracht ist“ – ich habe nur festgestellt, dass offenbar SIE definieren, was „objektiv“ ist. Dieser Satz „Bitte lassen Sie ein bisschen Nachsicht walten“ empfinde ich übrigens als sehr herablassend – ich kann leider nur für mich sprechen und nicht „aus objektiver Sicht“. Wenn Sie etwas über mich wissen möchten, dann fragen Sie mich bitte direkt und ergehen Sie sich nicht in irgendwelche Mutmassungen.
        @Sportpapi: Danke.

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea Mordasini: Sehen Sie, das zeigen Sie das Problem doch gerade auf. Wie kommen Sie dazu, aus einer vermutlich/vielleicht ganz freundlichen interessierten Nachfrage ein „von oben herab, überheblich, Herunterputzen“ zu kreieren? Sie merken schon, dass diese Bewertung nur in Ihrem Kopf statfindet? Wäre es nicht das mindeste, wenn Sie sich in der Situation so angegriffen fühlten, wenigstens nachzufragen, wie das denn gemeint ist? „Warum fragst du?“ Kommunikation ist nicht einfach, und die eigene (offenbar sehr sensible) Befindlichkeit ist nicht der Massstab!

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Hoi Sportpapi, damit meinte ich die Erfahrung, die ich einst gemacht und viel weiter oben erwähnt habe (die Bekannte, die mich anblaffte, ich solle nicht so tun und lieber dankbar sein). Ja, und diese Aussage inkl der Tonlage war eben sehr herablassend. Ansonsten gebe ich Ihnen recht, da sehen und handhabens wir wohl ähnlich ;).

    • mila sagt:

      Ah, daher weht der Wind – Sie fühlten sich angesprochen. 😉 Aber keine Sorge, auch Sie haben ein Recht darauf, gelegentlich betupft zu reagieren. Mir mangelt es momentan einfach an Zeit und ja, Geduld, für langwierige Ausführungen, deshalb halte ich mich an Ihren Rat und bringe meinen Standpunkt so kurz wie möglich auf den Punkt. An dieser Stelle bezugnehmend auf das, was Brunhild schon sehr plastisch ausgeführt hat, übrigens.

      • Sportpapi sagt:

        Sehen Sie, mila, das ist schon der nächste Irrtum. Natürlich fühle ich mich angesprochen. Das ändert aber gar nichts an meinen Aussagen und erklärt diese schon gar nicht.

      • mila sagt:

        Stimmt, erklären tut es gar nichts Ihrerseits. War auch keineswegs meine Absicht, ich wundere mich nur.

  • Martina sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel.
    Ich habe mich in den letzten Tagen häufig gefragt, ob ich das Muttersein bereue und bin zum Schluss gekommen: Nein, ich bereue es nicht. Aber ich empfinde es so, wie schon einige vor mir geschrieben haben. Man vermisst halt manchmal die Dinge, die man dann nicht mehr hat. Das ist bei jeder Entscheidung so. Manchmal erscheinen einem im Nachhinein die Dinge für die man sich nicht entschieden hat, als verlockender. Und manchmal braucht es einfach wieder etwas Perspektive, die Dinge ins richtige Licht zu rücken. Diese Debatte hilft vielleicht einigen dabei.

  • Vollzeitmutter sagt:

    ich finde es spannend das jeanette kuster mit diskutiert!

  • Vollzeitmutter sagt:

    kinder haben ist schön und streng!punkt!arbeiten ist schön und streng!punkt!das leben ist schön und streng!punkt!da frage ich mich wo das problem liegt!und man muss sich auch in der familie abgrenzen und über eigene bedürfnisse sprechen!dan geschieht meiner meinung nach keine aufopferung sondern einfach das nackte verückte simple leben!

    • Manuela sagt:

      Es geht ja aber nicht darum, ob diese Frauen lieber arbeiten würden, als Kinder zu haben. Wahrscheinlich tun sie beides. Es geht darum, des diese Mütter einfach gemerkt haben: Mama? Das bin nicht ich. Das macht mich nicht glücklich, das gibt mir keinen Sinn. Auch mit viel Unterstützung und ganz einfachen Kindern würde sich das nicht ändern. Es ist schlicht die falsche Rolle für sie. Mit ein bisschen ’streng‘ oder Resillienz hat das gar nix zu tun.

    • Momo sagt:

      Ich glaube, das ist genau die Kunst: Zu erkennen, dass mit den Entscheidungen, die wir treffen – und ich meine hier nicht nur bezüglich Kinder sondern auch bezüglich Partnerschaft und Beruf und Wohnort und und und – alle anderen Möglichkeiten, gegen die wir uns entschieden haben, nicht einfach verschwinden. Sie können uns wie Schatten begleiten und das müssen wir ausshalten. Und diese Kehrseite offenbart früher oder später jede Entscheidung.

      • Flo sagt:

        Ja, sie bgleiten uns wie unser Schatten. Mal ist er stärker und mal sieht man ihn beinahe nicht – je nach Lebenssituation.
        Hilfreich wäre es schon beim/vor dem Treffen der Entscheidung sich über die Folgen klarer zu werden – die Folgen für einen selbst, aber noch wichtiger die Folgen für den/die Mitbetroffenen

  • Dani sagt:

    Dieses Thema gibt hier vielen Leuten (inkl. den Bloggerinnen) fast den Rest. LEUTE, lernt es endlich: Es gibt kein perfektes Leben. Es ist weder schlimm wenn ihr Kinder habt, noch dass ihr keine habt. Es ist weder schlimm wenn ihr ein Einzelkind oder Drillinge habt. Es gibt kein richtig oder falsch, es muss nur für euch selber stimmen. Ich kann jede Frau verstehen die keine Kinder will, und ich kann jede Mutter verstehen die ihr Kind am liebsten gegen die Wand klatschen will oder auch mal die Hand ausrutscht. Das Kind überlegt es und ihr auch. Seid einfach wie ihr seid und liebt wie lebt.

  • Manuela sagt:

    In der Studie ging es einfach mal um die Mütter und um ihre Reue. Sie haben gemerkt, dass sie einfach im falschen Job gelandet sind und dass sie da aus ideologischen Gründen nicht raus kommen. Reue steht diesen Frauen genauso zu, wie anderen ihre Kinder zum Sinn des Lebens zu erklären. Sie greifen niemanden an, sie würden es nur anders machen, wenn das ginge. Das ist doch völlig legitim. Es geht auch nicht um die Kinder, oder um mal ein bisschen Stress. Es geht um die Mutterrolle, die nicht jedem gefällt und die gesellschaftlich sehr detailliert propagiert wird.

    • Manuela sagt:

      Ich finde diese Angriffe auf Frauen, die sich diesbezüglich äußern, unverschämt. Man muss mit Kindern nicht glücklich sein. Kinder müssen nicht der Nabel der eigenen Welt sein. Man darf sich eingeschränkt fühlen, weil Kinder de facto Einschränkung der persönlichen Möglichkeiten und Zeit bedeuten. Es geht im Leben eben nicht immer nur um die Kinder, auch wenn man mehrere davon hat. All das schmälert nicht die Liebe zum Kind. Auch wer den falschen Job hat, kann diesen sehr gut machen. Er wird dabei nur nicht glücklicher. Wen seine Kinder glücklich machen, der kann sich doch freuen und fertig.

    • Susi sagt:

      @Manuela: „Es geht auch nicht um die Kinder, oder um mal ein bisschen Stress. Es geht um die Mutterrolle, die nicht jedem gefällt und die gesellschaftlich sehr detailliert propagiert wird.“

      Stimme völlig zu. „Gesellschaftlich propagiert“ trifft den Nagel auf den Kopf.

    • Lea sagt:

      Den Vergleich mit dem falschen Job finde ich sehr passend. Als ich mich für einen Beruf im Büro entschied und nach kurzer Zeit merkte, dass dies grunsätzlich nichts für mich ist (keine Bewegung, immer die gleiche Arbeit…), war ich froh, dass ich den Beruf problemlos wechseln konnte und dafür nicht angefeindet wurde.
      Den betroffenen Mütter wünsche ich viel Kraft um die schwierige Situation zu meistern und hoffe, dass sie zusammen mit dem Umfeld gute Wege für sich und die Kinder finden (Vollzeitpapi könnte so eine sein).

    • Sportpapi sagt:

      @Manuela: Es geht doch nicht um die paar Frauen. Man wundert sich nur, was daraus für eine Geschichte konstruiert wird. Klar gibt es Menschen, die mir ihren Entscheidungen hadern, gleich in welcher Hinsicht. Aber nicht alle bekommen ein solches Podium, um das aller Welt zu erzählen. Weshalb auch.
      Und zur „Mutterrolle“. Mütter sind keine Kinder, sondern sollten in der Lage sein, einen eigenen Weg zu gehen, auch wenn da mal etwas Gegenwind herrscht. Passt die Rolle nicht, verändert man sie halt. Schliesslich ist man selber Regisseur seiner Lebensgeschichte!

      • Manuela sagt:

        Nee, ist man einmal Mutter, ist man eben Mutter. Das kann man nicht rückgängig machen. Und doch, es ging nur um die Frauen, nicht um die Familien, nicht um die Kinder, nur um die Mütter und ihre Aufgabe als Mutter. Und nein, ich denke, dass kann man sich nicht vorher genau überlegen. Wie es ist, merkt man erst, wenn man drin steckt.

      • Manuela sagt:

        Und sicherlich sind es nicht nur ein paar. Ich allein kenne 2 von diesen Frauen, die mit dem Wissen wie es ist Mutter zu sein, sich heute gegen Kinder entscheiden würden. Die sind nicht genervt von ein bisschen Schlafmangel. Die würden schlicht ein anderes Leben leben, wenn sie aus der Nummer raus kämen, ohne die Kids zu schädigen.

  • fabian sagt:

    So politisch unkorrekt überleg ich mir, ob es auch Männer gibt, die es bereuen Kinder gezeugt zu haben, obwohl sie ihre Kinder lieben? Ja, ich hörte von manchen Männern, die durch die Trennung von der Kindsmutter von den Kindern getrennt wurden und diese nur noch alle 2 Wochenende sehen dürfen, dass sie sich heute anders entscheiden würden.
    Wahrscheinlich sind Männer schon länger mit der Realität des Kindhabens in unserer Gesellschaft konfrontiert, und überlegen es sich vor dem Zeugen, ob sie überhaupt welche haben wollen.

  • Susi sagt:

    Danke, Jeannette Kuster!
    Mütterliche Ambivalenz ist in unserer Gesellschaft nach wie vor sehr schlecht akzeptiert. Ich erinnere mich, als ich mal in einer Runde, in welcher die meisten Paare noch jung und kinderlos waren, scherzhaft sagte, sie sollen nur noch etwas warten mit Kindern, die Freiheit werde nachher wirklich sehr eingeschränkt. Ich wurde dann von einer hochschwangeren Vollzeithausfrau in der Runde gefragt, ob ich meine Freiheiten denn vermisse. Nachdem ich „extrem“ geantwortet hatte, wurde ich echt gemeuchelt. Es fielen Sätze wie „dann hättest du vielleicht lieber keine Kinder haben sollen!!!“ Dabei dieses Vermissen der Freiheiten nichts mit der grenzen- und bedingungslosen Liebe, die ich meinem Kind gegenüber empfinde, zu tun.
    Am nächsten Tag entschuldigte sich die Freundin bei mir. Sagte, ihre Reaktion habe mit ihrer eigenen Situation zu tun, sie vermisse ihr früheres Leben sehr, könne das aber nicht mit gutem Gewissen zugeben.

    • Manuela sagt:

      Ja eben. Und dieses ‚Wenn du dein Kind nicht 24/7 auf’s Podest hebst, dann hättest du eben keine bekommen dürfen‘ ist so unangebracht, wie nutzlos. Es sagt mehr über den aus, der diese vermeintliche Waffe benutzt. Als ob die Mutter (oder der Vater) weniger wichtig oder wertvoll und ihre Zufriedenheit/Bedürfnisse weniger bedeutend wären, als die des Kindes.

      Abgesehen davon gings ja nicht um manchmal genervt sein von den Kids, sondern um das echte Bedürfnis etwas völlig anders zu machen. Das überfordert so manchen offenbar…

      • Susi sagt:

        „Als ob die Mutter (oder der Vater) weniger wichtig oder wertvoll und ihre Zufriedenheit/Bedürfnisse weniger bedeutend wären, als die des Kindes.“

        Genau so ist es. Irgend jemand hat hier mal den Vergleich mit den Sauerstoffmasken im Flugzeug gebracht, der mir sehr gefällt: Bevor das Kind eine Maske kriegt, muss man sich selbst eine aufsetzen. Geht’s den Eltern mies, überträgt sich das automatisch auf die Kinder.

    • Sportpapi sagt:

      Naja, ich vermisse zwischendurch noch vieles von dem, was ich früher mal hatte, dachte, durfte. Aber man entwickelt sich halt weiter. Und trifft Entscheidungen, die das Leben verändern. Es gibt halt offenbar Menschen, die immer möchten, was sie gerade nicht haben. Und andere, die aus ihrem Leben immer von neuem versuchen, das beste zu machen.
      Aber noch einmal: Wenn man bedauert, nach Abwägen aller Vor- und Nachteile, dass man sich für Kinder entschieden hat. Dann geht das für mich mit der Kinderliebe nicht gleichzeitig.

      • Susi sagt:

        @SP: Sie bestätigen mit diesem Kommentar gleich nochmal, dass mütterliche Ambivalenz von vielen nicht akzeptiert ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: „Wenn man bedauert, nach Abwägen aller Vor- und Nachteile“. Also quasi die Summe bildet, das Resultat anschaut. Dann geht es nicht mehr um Ambivalenz, denn diese ist ja bereits verrechnet.

  • Rémy sagt:

    Der Druck der Gesellschaft, produzierende und konsumierende Steurzahler zu erzeugen ist gross. Man wird, wenn man entschieden hat Kinderfrei zu bleiben, immer als unvollkommen angeschaut.
    „Du wirst sehen wenn Du mal alt und einsam bist“ hört man dann oft
    Die Altersheime sind jedoch voll von alten und einsamen Leute, die sehr wohl Ihre Jugend für ihre Kinder aufgeopfert haben, und jetzt einmal im Jahr besucht werden!

  • Why? sagt:

    Bis in die 60er Jahre, als es noch keine zuverlässige Verhütung gab oder Verhütung noch nicht so verbreitet eingesetzt wurde, war das Konzept des „Unfalls“, also des nicht geplanten, nicht unbedingt erwünschten Kindes meiner Meinung nach noch ziemlich gut bekannt in der Gesellschaft. Damals war noch nicht so eindeutig festgelegt, dass jede Mutter sich über jedes Kind unbedingt freuen muss.

  • Astibe sagt:

    /2
    an die Türe gekloft und gebettel, dass man sie reinlässt!

    • Rémy sagt:

      Reinlässt?!? Ich habe immer gedacht, der Vater käme rein, und die Kinder raus?!?

    • Rena Haug sagt:

      Ich glaube ganz ehrlich ganz und gar nicht, dass dies ein „Problem“ der heutigen Zeit ist. Ich glaube bzw. bin mir sicher (da von Betroffenen selbst erfahren), dass es dieses „Phänomen“ auch früher bei vielen Frauen vorgekkommen ist, nur dass es da keine anderen Wege gab. Ganz ehrlich, glauben Sie wirklich, dass ALLE unsere Grossmütter/Urgrossmütter, welche z.B. in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Teil 10 bis 20 Kinder bekammen dies aus reiner Mutterliebe bzw. dem reinen Mutterinstinkt wollten? Glauben Sie wirklich, dass in allen diesen Grossfamilien in früheren Zeiten alle (…)

    • Rena Haug sagt:

      /2 (…) Kinder innigst geliebt wurden. Kaum, oder? Nur, darüber wurde gar nicht verhandelt, es war wie es halt nun mal war zur damaligen Zeit!

      …vorgekommen hätte nur ein k… 😉

      • Astibe sagt:

        @Rena Haug: Nein, ich glaube sogar, dass die frühere Generation Mütter mehr Grund zum Jammern hatte/hätte als wir heute. Nein,ich glaube nicht, dass es toll war jedes Jahr ein Kind auf dem Feld zu gebären. Aber Tatsache ist, dass man heutzutage (selbstverständlich auch nicht überall) nur selten bereit ist, sein Ego zurückzustellen. Kinder sind heutzutage (meistens) ein bewusster Entscheid. Wie es sein wird, lässt sich nicht voraussagen, dass man sich jedoch Einschränken muss und dass es auch mal anstrengend sein wird, müsste aber jedem klar sein.

        @ Rémy: im optimalen Fall, schon 😉

  • Astibe sagt:

    Kinder zu haben, bedeutet nun mal sich selber stark zurückzunehmen. Heute muss sich aber jeder verwirklichen, koste es was es wolle. Man möchte auf nichts verzichten. Ein weiteres Problem ist sicherlich auch, dass die Frauen immer in einem späteren Alter gebären. Man hat sich bereits einen gewissen
    Lebensstandard erarbeitet (was nichts schlechtes ist), will diesen dann aber trotz Kinder aufrechterhalten.
    Ich verstehe sehr gut (habe selber 3), dass man mit Kinder an seine Grenzen kommt, diese sogar regelmässig überschreitet. Aber diese Zeit geht vorbei! Die Kinder haben schliesslich nicht

  • Das ist beschämend und diskriminierend für die Kinder.
    Kann der Mensch sich nicht vorher diesbezügliche Ueberlegungen machen? Warum haben wir denn ein Gehirn? Denken und dann handeln und nicht planlos Kinderchen produzieren die dann ungeliebt und vorig und übrig etc. sind, ohne Elternliebe Aufwachsen und schlussendlich noch in der Sozialfalle landen. Schämt Euch Ihr Frauen über die Gabe Gottes zu reklamieren.
    Alexandra weber

    • Brunhild Steiner sagt:

      @alexandra weber

      manchmal ist auch beschämend wie Go ttes Gabe der Lesemöglichkeit so planlos in Anspruch genommen wird,
      oder eher nicht in Anspruch genommen wird…

    • Rémy sagt:

      Liebe Frau Weber, bevor man ein erstes Kind kriegt hat man noch keine Kinder, wie will man da wissen, wie es sein wird und man sich fühlen wird wenn man dann eins hat?
      Zumal die wenigsten Eltern mit angehenden Eltern ehrlich sind: „Du wirst sehen, es ist das wunderbarste auf der Welt“ wird da gesagt und nicht „Du wirst sehen, du wirst die nächsten 5 Jahren keine Nacht durchschlafen können“, was noch eher der Wahrheit entspräche!

      • Sportpapi sagt:

        „Zumal die wenigsten Eltern mit angehenden Eltern ehrlich sind: “Du wirst sehen, es ist das wunderbarste auf der Welt” wird da gesagt und nicht “Du wirst sehen, du wirst die nächsten 5 Jahren keine Nacht durchschlafen können”, was noch eher der Wahrheit entspräche!“
        Ach ja. Als ob junge Eltern nie, wirklich nie klagen würden. Und auch in der Öffentlichkeit immer nur heile Welt vorspielen. Wie sollte das gehen?

  • Hansli sagt:

    Ich habe das Gefühle das Problem ist da nicht fehlende Mutterliebe, sondern die fehlende Unterstützung des Vaters. Der wird mit keinem Wort erwähnt. Für mich das Problem beim Vater.

    • Franz Vontobel sagt:

      Weil diese Frauen die „wichtigste und schwierigste Aufgabe ihres Lebens“ nicht richtig gelöst haben!

      Die Wahl des richtigen Mannes ist die wichtigste und schwierigste Lebensaufgabe der Frau.
      -Köppel, Editorial der aktuellen WeWo

  • Maler M. sagt:

    Kurzsichtiger geht nicht. voll daneben.

  • Momo sagt:

    Mich erstaunt diese ganze Aufregenung.
    Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass diese Gefühle der Ambivalenz eine notwendige Begleiterscheinung unsere Multioptionsgesellschaft darstellen. Ich habe mir bis jetzt gar nicht vorstellen können, dass es Leute gibt, bei denen diese Parallelwelt des „Was-wäre-wenn“ gar nicht vorhanden ist.

    • maia sagt:

      Dem kann ich mich nur anschliessen: Ich verstehe nicht, warum aus etwas so normalen plötzlich so ein Hipe wird.

  • LaVita sagt:

    Mich würde interessieren, wie sich die Kinder solcher Eltern fühlen. Oder welche Auswirkungen solche öffentliche Aussagen ihrer Mütter für die Zukunft der Kinder bedeuten…

    • tina sagt:

      es kommt dramatisch rüber, aber vermutlich geht es diesen kindern genau so gut oder schlecht wie den anderen. vielleicht sind sie nicht so im rampenlicht, und das hat durchaus vorteile

      • Why? sagt:

        Das kommt wahrscheinlich sehr auf das Verhalten der Eltern an. Lieblos erzogen zu werden ist sicher nicht lustig. Aber es gibt auch liebende Eltern, die Kinder quälen…

      • stella3 sagt:

        meine Grossmutter war auch eine solche Frau, die keine Kinder wollte und halt hatte, weil man es so hatte, meine Mutter und ihre Geschwister haben sich nie durch sie geliebt gefühlt, wobei man sagen muss, dass sie wirklich aus der Familie ausgebrochen ist und alle beim Vater liess (Anno 1956) ich glaube sie hatte einfach nie richtig mütterliche Gefühle! Ihre Kinder leiden noch heute, das Verhältnis war bis zu ihrem Tode getrübt, leider auch für uns Enkel. Es hat mir für sie sehr Leid getan, dass sie das nie so empfinden konnte.

    • Flo sagt:

      Ich denke keine Mutter, ob glücklich mit ihrer Situation oder auch nicht, ihren Kindern das zu verstehen gibt. Auch das gehört zum Muttersein. Und genau dieses „Schweigen müssen“ und „Nicht darüber reden dürfen“ macht das ganz noch viel schwieriger.

  • Michu sagt:

    Interessant am Text ist, dass kein einziges Mal das Wort „Vater“ oder „Mann“ auftaucht.

    Nur die Frau/Muter ist am Leiden, am Anschlag und will nicht etwa Hilfe, sondern Verständnis.

    Bei uns kann man viele Faktoren seines Lebens selbst bestimmen, aber dadurch wird das Leben nicht zum Ponyhof.

    Und wie man von „ich hätte lieber keine Kinder bekommen“ zu „ich wollte Mutter werden, aber fühle mich von der Gesellschaft nicht akzeptiert“ kommen kann, erschliesst sich mir aus dem Text nicht.

    • Manuela sagt:

      Ja nun, in der Studie geht es nun mal nicht um die Eltern oder die Familie, sondern speziell um die Frau, die mit der Mutterrolle konfrontiert wird.

  • Sportpapi sagt:

    „Ich liebe meine Kinder, aber ich hätte lieber keine.“ Geht das wirklich? Für mich nicht. Ausserdem frage ich mich schon, weshalb diese Geschichte nun so viel Wirbel auslöst. Nebenbei: 30 Väter zu finden, die eigentlich keine Kinder wollen, wäre sicher auch nicht so schwierig.

    • Schlumpfine sagt:

      Doch, ich glaube schon, dass dies geht. Es kann bedeuten, d. Beziehung mit den Kindern zu geniessen u. zu lieben, aber unter dem ganzen damit verbundene Drumherum (z.B. finanzielle Belastung, wenig Freizeit, Hausarbeit, wenig Zeit als Paar etc.) zu leiden. Ich hatte in den ersten eineinhalb / zwei Lebensjahren meiner Tochter aus diversen Gründen (v.a. zu wenig Rückzugsmöglichkeiten, grosser entwicklungsbedingter Betreuungsbedarf des Kindes) ebenfalls meine Mühe, meine Mutterrolle zu lieben. Inzwischen ist die Kleine drei Jahre alt, entsprechend selbständig u. das Muttersein toll..

  • Brunhild Steiner sagt:

    Wichtiges Thema, bei vielen Lebensentscheidungen sind, je nach personellen/finanziellen etc Ressourcen,
    im Nachhineine Korrekturen möglich, mal mit weniger und mal mit mehr Einschnitten.
    Bei biologischem Nachwuchs würde das nicht ohne massivste Verletzungen gehen (weggeben).

    Allerdings, ist das Leben/Alltagsgestaltung in erster Linie durch die Kinder vorgegeben,
    und fühlt man sich total fremdbestimmt, verliert man manchmal aus dem Blick,
    dass sich das bei Kinderabwesenheit einfach durch andere Zwänge ersetzen würde.

    Das Einzige, was wirklich anders wäre, der definierte Feierabend u Ferien..

    • Schlumpfine sagt:

      Wobei fraglich wäre, ob frau sich mit mehr Ferien und Freizeit wirklich erfüllter und glücklicher fühlen würde. Wir Menschen suchen doch unbewusst immer etwas, das uns belastet und gegen das wir uns innerlich auflehnen. Als ich noch keine Kinder hatte, machte ich mir z.B. viel mehr Sorgen über Herausforderungen im Job. Als erufstätige Mutter erlebe ich heute eine sehr gut ausgeglichene work-life-balance, wobei ich einräumen muss, mit 50%-Anstellungspensum und tatkräftiger Unterstützung durch Ehemann und familäres Umfeld.

      • tina sagt:

        „Wir Menschen suchen doch unbewusst immer etwas, das uns belastet“.
        das bewältigen von belastungen verschafft befriedigung. dieses gefühl stellt sich nicht ein, wenn man nicht schwierige lagen bewältigt. es lässt einen sich lebendig fühlen, nah am leben. lebensinhalt, lebenssinn.

      • Manuela sagt:

        Ich hatte eher den Gedanken, dass eben heute propagiert wird, Kinder machten glücklich. Das mag für manche so stimmen. Aber was, wenn andere ihr Glück vor allem in sich selber finden? Was wenn Kinder nur in diese Rolle gedrängt werden, das Glück ihrer Eltern zu sein?
        Ich finde tatsächlich, jeder sollte die Verantwortung für sein Lebensglück selber tragen. Denn viele Menschen wollen und brauchen mehr, als nur das ‚Glück‘, dass Kinder haben vermitteln kann. Das ist kein neues Phänomen. Und es ist absolut akzeptabel, dass jeder unter Glück etwas anderes versteht.

  • Carolina sagt:

    ‚..Reden wir darüber, dass auch Mütter nur Menschen und keine Maschinen sind. Menschen mit eigenen Bedürfnissen, welche mit dem klassischen Mutterbild (zu Hause sitzen, Nachwuchs betreuen und Haushalt schmeissen) nichts zu tun haben…‘
    Manchmal habe ich das Gefühl, wir tun nichts anderes! Und hilft es weiter? Vielleicht liegt die Lösung eher darin, sich gut altmodisch zusammenzureissen, zu akzeptieren, dass nichts im Leben immer nur supertoll ist, dass wir gefälligst zu einmal getroffenen Entscheidungen zu stehen haben, dass man auch mal motzen darf, aber wir die Verantwortung für Kinder eben

    • Carolina sagt:

      /2 übernommen haben. Ist es wirklich immer noch überraschend, dass Mütter (wie übrigens jede andere gesellschaftliche Gruppe) Höhen und Tiefen erlebt? Manchmal hadert? Ist es wirklich ein Tabubruch? Für mich hat diese ‚Diskussion‘ eher einen Eigengeschmack von ‚ach-wir-Armen‘, ‚hätte-ich-doch‘ Prinzessinnengehabe. Dafür habe ich wirklich nur sehr wenig Geduld.

      • tina sagt:

        vorallem betont ja die aut0rin selber, dass sie nur verständnis bekommt und kein aufhebens gemacht wird, wenn sie von jammert.
        mir ging es nicht selten so, dass ich bedauert wurde, wie streng ich es habe, und dabei selber mein leben eigentlich gar nicht so fürchterlich fand (als meine kinder kleiner waren und ich es wirklich sehr streng hatte). seltsam war, dass diese gesellschaft hier offenbar kaum glauben kann, dass es gar nicht so grauenhaft ist, ein paar jahre etwas weniger individuell zu sein. wenn man da nicht ein paar inseln vorzuweisen hat hält man lieber den mund

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        das erstaunt mich nun ein wenig, empfinden Sie es tatsächlich so, dass es hier um „Prinzessinnengehabe“ geht? Ich hab nicht mehr so viel Kontakt zu ganz jungen Familien, aber als ich das noch hatte und jeweils nachfragte, wie es denn so geht mit den Kräften etc usw, hatte ich oft den Eindruck dass die Betreffenden sich nicht geradeheraus wagten zu erschöpfenden Momenten zu stehen, sondern genau dieses Bild „wir sind so superhappy und alles läuft grossartig“ rüberbringen wollten, was mich auch ein bisschen erschreckte.

      • Jeanette Kuster sagt:

        @Carolina, „Prinzessinnengehabe“? „Sich zusammenreissen“? Womöglich traut sich die Mutter von nebenan genau wegen dieser Einstellung nicht, Ihnen zu erzählen, wie sehr sie am Anschlag ist.
        @Tina, ja, das stimmt. Aber ich rede ja auch nur mit guten Freundinnen darüber. Sonst würde man mir vermutlich auch sagen, ich soll mich zusammenreissen.

      • Sportpapi sagt:

        @JK: Mit guten Freundinnen und ganz vielen Bloglesern? 🙂

    • Sportpapi sagt:

      Danke, Carolina. Für einmal sehr einverstanden.

      • Papperlapapi sagt:

        Sehr einverstanden, Carolina! Ich sehe auch keine Mütter, in „völliger Selbstaufgabe“. Die Mütter, die ich kenne (auch meine Frau), die arbeiten, die gehen in Vereine, treffen sich einen Abend mit KollegInnen, gehen Sport treiben, (wie der Papa auch).

      • Jeanette Kuster sagt:

        Papperlapapi, das ist wirklich schön für diese Mütter. Aber es gibt auch die anderen, die keine Unterstützung bekommen und deshalb nicht in Vereine und in den Ausgang gehen können. Oder zu erschöpft sind dafür. Ich habe schon öfters von ganz normalen, eigentlich glücklichen Müttern gehört, dass sie Phasen hatten, in denen sie nur noch für die Familie existiert haben, irgendwann nur noch geheult haben und dachten, sie schaffen das alles nicht mehr. Sich eine Auszeit gewünscht hätten, aber sie sich nicht nehmen konnten. Das gibts. Und das sollte ernst genommen werden.

      • Sportpapi sagt:

        Natürlich gibt es das, Frau Kuster. Ich glaube nur nicht, dass es bei der ganzen Diskussion um genau die Mütter geht, die sich an einer solchen Diskussion ja gar nicht beteiligen könnten.

      • maia sagt:

        @Jeanette Kuster: Und habe Sie wirklich das Gefühl, dass das nicht ernst genommen wird? Wie Carolina schreibt: das ist doch alles normal, gehört zum Leben, wird ernstgenommen, man/frau hilft sich gegenseitig. Was ist jetzt daran so wirklich ausserordentlich?

      • Carolina sagt:

        JK: Ich war des öfteren genau so eine Mutter! Habe mich zeitweise überfordert gefühlt, völlig allein gelassen und habe mich gefragt, was um Himmels willen ich eigentlich da gemacht habe. Ich halte das für völlig normal, das ist auch ein Kontrollsystem in jedem von uns, dass uns lehrt, neue Lebensumstände zu meistern, unsere enttäuschten Erwartungshaltungen zu verändern. Und ich kenne diese polarisierenden Gefühle nur allzu gut: überschäumende Liebe auf der einen Seite (vor allem, wenn das Kind schläft;-) und fast schon Abneigung, wenn liebgewordene Gewohnheiten nicht mehr möglich sind. Aber

      • Carolina sagt:

        /2 es ist für die Betroffenen keine Lösung, in dieser Position zu verharren, sie bereuten, Kinder in die Welt gesetzt zu haben. Die Lösung liegt darin, sich den veränderten Lebensumständen zu stellen, um sich eben nicht mehr fremdbestimmt zu fühlen, sondern (wieder) selber die Zügel in der Hand zu haben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        zu diesem Prozess, die Zügel wieder in die Hand zu nehmen, gehört aber bereuen- oder wie auch immer das nun in diesem Kontext „korrekt“ benannt werden sollte, halt dazu. Wer sagt denn dass diese Frauen in einem Bedauernloch sitzen bleiben wollen und nicht genau das, sich damit auseinandersetzen wie man sich damit arrangiert etc die nächsten Schritte sein werden? Mir scheint in einem Loch bleiben eher diejenigen, welche schweigend bleiben.

      • Carolina sagt:

        Bereuen? Das hiesse ja, dass man so tut, als wäre diese Ambivalenz völlig unnatürlich und tabu. Das empfinde ich überhaupt nicht so: ich meine eher, dass Frauen selber diese vorgefertigten Erwartungen an ihre eigenen Rollen haben, in diesem Fall: wenn ich ein Baby bekomme, muss ich so oder so sein, wird alles so oder so. Willkommen in der richtigen Welt! Niemand ist in einer Rolle verhaftet – wenn ich keine Supermami sein will, muss ich es nicht sein. Es gibt so viele verschiedene Varianten davon, was eine gute Mutter sein kann: eine davon ist die, dass eine Frau dazu steht, dass ihr

      • Carolina sagt:

        /2 die Rolle nicht gefällt: wir sind heute, im Gegensatz zu früheren Generationen, in der einzigartigen Lage, uns dann eine eigene Nische zu schaffen, ohne dass wir dem Kind Schaden zufügen müssen. Das Problem ist eher, dass so viele Menschen anscheinend meinen, sie könnten alles und jedes planen und noch das kleinste Risiko ausschalten: nein, geht nicht. Die Frauen, von denen hier die Rede ist, scheinen gebildete Frauen zu sein – statt in dieser Position zu verharren, haben sie die Möglichkeit, jede für sich etwas zu ändern. Nach gesellschaftlichem Konsens zu rufen ist für meine Begriffe

      • Carolina sagt:

        /3 nicht das Gegenteil von Schweigen und bedeutet nicht, nach Hilfe zu suchen. Es ist eher der Versuch, sich in dieser Befindlichkeit einzurichten. Das nützt mMn den Frauen, die wirklich Hilfe bräuchten, aber keine Stimme haben bzw sie nicht erheben, überhaupt nicht – im Gegenteil. Nächste Woche wird wieder eine neue S…. (sie wissen schon, das Tier mit dem Ringelschwänzchen) durchs Dorf getrieben, nächstes Thema. Aber medial hat es mal wieder einen kurzen Aufschrei gegeben.

    • Hans Hintermeier sagt:

      @ Carolina: Danke für diese klare Analyse. In unserer Multioptiongesellschaft sind viele überfordert mit so viel Wahlfreiheit: Man möchte sich immer alle Optionen offen lassen, nirgends Einschränkungen hinnehmen. Eben Prinzen & Prinzessinnen auf dem Ponyhof 🙂 mit sehr unrealistischen Erwartungen an das Leben. Dazu kommt dann noch das Opferabo oder der Opfermythos der ewig beschworen/erneuert wird: „…Reden wir darüber, dass auch Mütter nur Menschen und keine Maschinen sind. Menschen mit eigenen Bedürfnissen, welche mit dem klassischen Mutterbild…“ Wer denkt heute denn wirklich noch so?

    • Carolina sagt:

      Ich glaube, ich habe mich nicht sehr klar ausgedrückt: Hier geht es mMn nicht darum, dass gerade Ersteltern (nicht nur Mütter) oft das Gefühl haben, dass sie sich das alles anders vorgestellt hätten – das ist völlig normal und natürlich bin ich die erste, die sagen würde, wie wichtig und erwünscht ein Netzwerk irgendeiner Art ist, das Unterstützung bietet und nicht negative Bewertung. Aber die wichtigste Entscheidung seines Lebens zu bereuen – und das sind Kinder nun mal, denn in keinem anderen Bereich sind die Unwägbarkeiten so gross und dieses ‚Recht auf Reue‘ öffentlich einzufordern, ist

      • Carolina sagt:

        /2 mMn noch mal etwas ganz anderes. Kinder kann man nicht zurückgeben, also lernt man (wie übrigens die meisten Menschen es sowieso tun), seine Erwartungen anzugleichen, den Alltag zu bewältigen und sich selber gegenüber zuzugeben, dass man vielleicht etwas gar perfektionistische und romantische Vorstellungen hatte. Und dann lebt man damit. Wenn man Freunde/Familie hat, mit denen man das teilen kann, wunderbar. Wenn nicht, sucht man sich Hilfe.
        Ich rede doch nicht davon, Eltern/Müttern Hilfe zu verweigern, die sie ganz offensichtlich benötigen – sondern davon, dass wir alle unsere einmal

      • Carolina sagt:

        /3 getroffenen Entscheidungen – vor allem wenn es um lebensverändernde wie Kinder geht – ‚verwalten‘ müssen. Es ist also für mich sehr wohl Prinzessinnengehabe – oder vielleicht nenne ich es besser ‚unerwachsen‘ – in einer ‚ach-ich-würde-das-Kind-am-liebsten-zurückgeben-Haltung‘ zu verharren. Hadern wir, beschweren wir uns bei unseren Freundinnen, aber reden wir auch Tacheles und lernen, mit unseren Entscheidungen (gut) zu leben.

  • Hans Hintermeier sagt:

    natürlich beweisen anstatt beweissen.

  • Hans Hintermeier sagt:

    So ein Genderunsinn dieser Artikel.Es ist sicherlich nicht nur „die Gesellschaft,die entscheidet, dass Frauen Kinder wollen“.Wie kann sie diese Aussage beweissen?Sie behauptet sie einfach.Sehr unwissenschaftlich.Die Soziologie überschätzt sich masslos,wenn sie versucht alles auf die Gesellschaft zurückzuführen und macht sich lächerlich,wenn sie die Biologie völlig ausklammert.Dass Frauen auf einmal Kinder wollen,habe ich schon vielmals beobachtet und hat sicherlich sehr viel mit den Hormonen zu tun.Gender versucht, die Frau von den Kindern/Natur abzuspalten.Traurig, dass dies gefördert wird

    • Brunhild Steiner sagt:

      Es ist ein Unterschied ob ich, laut Ihren Beobachtungen „auf einmal aufgrund Hormonen“ Kinder haben will,
      oder mir vom Umfeld klargemacht wird, dass ich das mal wollen sollte.
      Ich wollte früher entschieden keine Kinder und bekam Sätze zu hören wie
      „erst ein Kind macht dich zu einer richtigen Frau“.
      Wie bitte?
      Auch wurde von weiblichen Wesen Kinderwagenbegeisterung und „darf ich bitte bitte babysitten???“ erwartet,
      gegenüber männlicher Jungmannschaft habe ich das nie beobachten können.

      • Sportpapi sagt:

        Die Erwartung ist aber auch nicht ohne Grund. Sondern aus Erfahrung.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @BS: Ja eben, was Sie beschreiben ist die soziale Seite. Haben Sie dann nur aufgrund des sozialen Druckes Kinder bekommen? Gabe es auch von Ihnen später einen Kinderwunsch (creatio ex nihilo)? Meinte, Sie seine auch ein etwas älterer Jahrgang. Denken Sie dass ist auch heute 2015 noch so extrem (Ausnahmen bestätigen die Regel) ist? Ich habe nur geschrieben, dass es sehr einseitig/ideologisch ist ALLES auf die Gesellschaft zu schieben und die Biologie VÖLLIG auszuklammern. Gender= Ideologische Pseudowissenschaft eben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        dass eine Frau erst durchs geboren-haben zu einer richtigen Frau wird ist „Erfahrung“ und nicht grundlos?
        Wow, danke…

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Wenn ich meine Kinder in eine gemischte Trainingsgruppe Jugendlicher bringe, sind sie umgehend gut betreut. Von den Mädchen. Wenn ich Babysitter suche, finde ich unzählige Mädchen – aber keine Jungs. Noch nie wollte ein Jugendlicher/Mann den Kinderwagen stossen -aber reihenweise Mädchen.

      • Sportpapi sagt:

        Und: Wenn Sie Sätze hören wie „“erst ein Kind macht dich zu einer richtigen Frau“, dann werden Sie hoffentlich freundlich gelächelt und geantwortet/gedacht haben: „dann will ich auch keine „richtige“ Frau werden.“ Weshalb haben eigentlich Frauen immer das Gefühl, nur weil es irgendwelche Leute gibt, die irgendwelche Erwartungen äussern, seien sie selber daran gebunden, ja quasi gezwungen, es all diesen Erwartungen recht zu machen? Zumal dies ja recht widersprüchlich sind…

      • Jeanette Kuster sagt:

        Sportpapi, schon mal darüber nachgedacht, dass das evt auch mit Ihrer persönlichen Wahrnehmung zu tun haben könnte? Wir hatten z.B. in unseren Kitas immer auch männliche Betreuer und ich sehe auf dem Spielplatz regelmässig kleine Jungs einen Spielbuggy stossen oder „bäbele“.

      • Susi sagt:

        @SP: Ich schliesse mich Kuster an und ergänze: Wenn vielleicht tatsächlich mehr Mädchen sich mit Puppen, Babys, Kleinkindern abgeben, könnte es auch daran liegen, dass sie von klein auf eher Puppen und Bäbiwagen geschenkt bekamen, im Gegensatz zu den Buben, die mit Spielautos ausgestattet wurden. Alles gendergerechte Spielzeuge, durch welche die Kinder vom kleinsten Alter an geprägt werden.

      • tina sagt:

        meine jungs hatten auch puppen und bäbiwägeli (mit dem schoben sie sich gegenseitig herum), auch geschirr und das ganze equipment, mit dem mädchen gerne familie spielen. aber meine jungs spielten trotzdem nicht familie, und zu unserem entsetzen konnten wir (mütter) das allgemein beobachten. jungs bäbeled nicht. oder tendenziell nicht. das schien uns entgegen unserem wunschdenken tatsächlich eingebaut

      • Hans Hintermeier sagt:

        1/2@Susi: Es ist eben nicht alles anerzogen,wie uns die Pseudowissenschaft Gender ideologisch indoktrinieren will.Im Ggs. zur Gendertheorie,die keinerlei Beweise vorlegen kann,gibt es fundierte Beweise für eine starke biologische Komponente beim Geschlechterverhalten von Cambridge Prof. Simon Baraon-Cohen (natürlich gibt es auch Abweichungen, weil die Hormonkonzentration während Schwangerschaft schwanken kann, aber sie erklärt sicherlich die klaren Tendenzen): Mit einem Experiment untersuchte Baron-Cohen angeborene Geschlechterunterschiede: Neugeborenen auf einer Säuglingsstation zeigte er

      • Hans Hintermeier sagt:

        2/2@Susi:Neugeborenen auf einer Säuglingsstation zeigte er einmal das lächelnde Gesicht einer Mitarbeiterin Cohens, ein anderes Mal ein Mobile. Die kleinen Jungen schauten im Durchschnitt 52 Prozent der Zeit auf das Mobile, bei den Mädchen waren es nur 41 Prozent: „Die grundlegende Verschaltung des idealtypisch weiblichen Gehirns begünstigt empathische Analysen während im männlichen Gehirn die Netzwerke für das Verstehen und Bauen von Systemen die Fundamente bilden.“ Genderideologie widerspricht der täglichen Erfahrung in gleichberechtigten Gesells.: vgl. Doku Genderparadox von Harald Eia

      • Susi sagt:

        @Hintermeier: Ich würde nie behaupten, dass wir nur aus gesellschaftlicher Prägung bestehen und quasi als vollständig formbares „Rohmaterial“ geboren werden, das wäre absurd. Ich sage nur, dass der gesellschaftliche Einfluss nicht unterschätzt werden sollte.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Susi:Genau dieses absurde Theorie behauptet die Autorin der Studie im Artikel: „Studienautorin Orna Donath nennt dieses Mutterbild ein «kulturelles und historisches Konstrukt»“. Du siehst diese Theorien sind im fundamentalistischen Feminusmus=Genderismus sehr populär, obwohl sie absurd sind. Für diese Gender-Autorin gilt sicherlich „credo, quia absurdum (est)“:, Ich glaube, weil es absurd ist. 🙂 . Natürlich gibt es immer einen gesellschaftlichen Anteil, ebenso wie es einen biologischen gibt. Dies wird jedoch in der modernen Gendertheorie verneint,die nur Gender gelten lässt (Conell&Butler)

      • Sportpapi sagt:

        @Jeanette Kuster. Ja, darüber habe ich schon nachgedacht. Ändert nichts an meinen Wahrnehmungen, an meinen Erfahrungen. Was gar nicht heisst, dass es nicht Überschneidungen gibt.
        @Susi: Daran könnte es liegen. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass es durchaus auch, und vor allem, biologische Gründe gibt. Eltern, die ihre Kinder völlig geschlechtsneutral erziehen möchten, gibt es ja genug. Was ich von deren Erfahrungen mitbekomme, spricht eine klare Sprache. Auch wenn immer irgendwie latent oder sonst wie noch Prägungen stattfinden könnten, die man nicht ausschalten kann.

    • Susi sagt:

      @Hintermeier: Natürlich hat es mit den gesellschaftlich verankerten Wertvorstellungen zu tun. Und das beginnt bereits in der Schwangerschaft. Man sieht überall Bilder von Schwangeren auf gegenlichtdurchfluteten Blumenwiesen, die sich glücklich lächelnd die Hand auf den Bauch legen. Nun, ich hab die ersten 20 Wochen gek0tzt und die zweiten zwanzig bin ich ab den Rückenschmerzen fast kr3piert. Konnte zudem nicht mehr logisch denken und hab sogar ab Werbefilmen geheult.
      Wenn ich die Glückliche-Schwangeren-Bilder sah, fühlte ich mich völlig unzulänglich.

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