«Warum tragen die Männer Röcke?»

Ein Papablog von Nils Pickert*

«Papa, hör doch mal: Die Männer ziehen sich Röcke an, genau wie du!» Ich sitze mit meiner neunjährigen Tochter im Auto und höre Nachrichten. Eigentlich habe ich bis vor kurzem versucht, sie von den tagtäglichen Berichten über Schrecknisse im Sekundentakt fernzuhalten. Aber als sie in ihrer Klasse eine von wenigen war, die über den kriegerischen Konflikt in der Ukraine nicht Bescheid wussten, hat sie darum gebeten, dass ich nicht mehr das Radio ab- oder umschalte, wenn Nachrichten laufen.

Ich fand das plausibel. Und nun bin ich dankbar, dass sie von dem Bericht nur den Schluss mitbekommen hat: Männer in Röcken. Warum die Männer so gekleidet auf die Strasse gehen, möchte sie von mir erfahren. Ob ich das nicht wisse, fragt sie mich, weil ich ihr schon häufiger davon erzählt habe, dass und warum Männer Röcke tragen. In manchen Gegenden der Welt ist das einfach so üblich. In Schweden tragen Lokführer sie, weil man ihnen selbst bei grösster Hitze verboten hat, Shorts zu tragen, aber von Röcken nie die Rede war. Und in Frankreich tragen Männer sie, um ein Zeichen gegen Diskriminierung und Sexismus zu setzen.

Warum jetzt Männer in der Türkei Röcke tragen, könnte ich ihr auch erzählen. Aber ich bin sprachlos. Gerade weil ich es weiss, will ich ihr dazu nichts sagen. Stattdessen erzähle ich es Ihnen:

Eine junge türkische Frau ist auf dem Nachhauseweg von einem Busfahrer brutal ermordet worden. Nachdem es ihm aufgrund ihrer Gegenwehr misslungen war, sie zu vergewaltigen, stach er sie mit einem Messer nieder und versuchte anschliessend, die Leiche mit der Hilfe seines Vaters und eines Cousins in einem Flussbett zu verbrennen. Tausende gingen auf die Strasse, um ihrer Wut und ihrer Trauer Luft zu machen. Im Internet versammelten sich unter dem Hashtag #sendeanlat («Erzähl auch du es») Frauen, die von alltäglichen Übergriffen auf sie berichten.

Und auch Männer mischen sich unter die Protestierenden. Weil Gewalt gegen Frauen in der Türkei und anderswo Methode hat. Weil sie es satthaben, dass ihre Freundinnen, Schwestern, Mütter, Töchter, Lehrerinnen, Bekannten und Mitmenschen misshandelt, verletzt und umgebracht werden. Sie ziehen sich Miniröcke und Kleider an, weil genau diese Art der Kleidung nicht nur in der Türkei zum Anlass genommen wird, um die Verantwortung für sexualisierte Gewalt von den Tätern auf die Opfer abzuwälzen.

Sie tragen sie, weil es auch in ihrem Land als opportun gilt, von Frauen schickliches Verhalten zu verlangen, damit sie die Männer sexuell nicht zu sehr reizen. Und wenn es nicht gerade um unsittliche Kleidung geht, dann wird Frauen auch schon einmal vom türkischen Vizepremierminister für Telefongespräche der Mund verboten und ihnen geraten, sie mögen bitte nicht in der Öffentlichkeit lachen – wegen der Tugendhaftigkeit natürlich.

Und bevor wir jetzt anfangen, solche absurden Forderungen ob der geografischen wie kulturell-religiösen Distanz zur Türkei als lächerlich rückständig abzutun, sollten wir uns vergegenwärtigen, dass vor zwei Jahren, mitten im #aufschrei, sehr erfolgreich die Forderung aufgestellt wurde, frau möge doch zwecks Vermeidung von Sexualisierung und Übergriffigkeit einfach ihre Bluse zumachen.

Sehr viele Menschen stimmten dem zu. Nicht etwa unser gesellschaftlicher Umgang mit Sexualität, Geschlechtern und Menschen müsse überdacht werden, sondern das Verhalten von Frauen. Wieder einmal. Frauen als Schuldige. Gelegenheit macht Täter. Und wenn frau nicht zum Opfer werden will, kann sie ja etwas tun. Dann mach doch die Bluse zu! Schmink dich nicht so grell. Geh nicht im Minirock auf die Strasse. Fahr nicht nachts noch mit einem öffentlichen Verkehrsmittel. Komm bloss nicht auf die Idee, dich als Frau irgendwo sicher zu fühlen. Und glaub ja nicht, dass dein Körper auch nur eine Sekunde lang dir gehört.

Ich habe schon länger keinen Rock mehr getragen. Mein Sohn braucht keine Hilfe mehr, er setzt seinen Wunsch, Röcke und Kleider zu tragen, genau dort und auf die Art und Weise um, die ihm richtig erscheint. Aber ich habe den Eindruck, jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, ihn wieder einmal anzuziehen und meiner Tochter in Ruhe zu erklären, was in der Türkei passiert ist und warum Männer dort gerade Röcke tragen. Nicht weil es irgendwo im Radio läuft und ich gar keine andere Wahl habe, sondern weil sie es wissen muss. Weil immer noch zu viele Männer auf Frauen starren und ungehalten werden, wenn etwas anderes passiert, als sie sich vorgestellt haben. Weil noch nicht genug Männer Röcke tragen.

pickert150x150*Nils Pickert lebt mit seiner Familie in Süddeutschland. Er hat eine monatliche Kolumne auf Standard.at, in der er sich mit den männlichen Seiten der weiblichen Emanzipation beschäftigt.

247 Kommentare zu ««Warum tragen die Männer Röcke?»»

  • Andy sagt:

    Rock? Warum? Diese Frage können nur Leute stellen, die noch nie einen Rock getragen haben. Als Mann trage ich ab und zu einen Kilt, oder war es ein Rock. Wo definiert sich genau der Unterscheid. Er ist knielang, wie ein Wickelrock geformt, hat ein paar Falten. Nein keine 46 wie ein Kilt aber auch eine Menge und er ist aus Jeansstoff. Ich bekommen von vielen Leute komplimente, dass ich den Mut hätte und….. Mut? Braucht es hier zu Lande! Wir haben alle immer noch ein Brett vor dem Kopf. Im Winter Stifel und herbe Socken oder Strumpfhosen. Ich bin ein Mann und kann tragen was ich will!

  • Lia sagt:

    generell stimme ich zu – aber als Frau gibt es keine Notwendigkeit, mit offener Bluse herum zu laufen, ausser, man will die Aufmerksamkeit eben gerade darauf lenken und Reaktionen provozieren – da kommen halt auch ungewollte. Natürlich ist das kein Freipass für Männer, sich zu bedienen, aber wie überall sollte man wissen, dass extreme Provokation auch negative Folgen haben kann, und sich überlegen, ob es das Wert ist. Ich gehe auch nicht mit dunkler Hautfarbe zu einer Neonaziveranstaltung, weil es vielleicht einen gibt, der mich verprügelt. Wer mit dem Feuer spielt..

  • The it sagt:

    Solidarität zu zeigen, gewalt zu verdammen ich bin dabei. Auch Felix Sterns Meinung unterschreibe ich, als Frau.

  • Alpöhi sagt:

    Mit Röcken auf die Strasse: ob das was bringt? In einer patriarchalischen Gesellschaft? Ich mach das anders. Ich setze mich da ein, wo ich wirklich etwas bewegen kann: zu Hause. Ich vermittle meinen Töchtern, dass sie sich „nicht zu billig verkaufen“ sollen – und das hat auch etwas mit Kleidung zu tun. Und mit Selbstwert. Und ich hab meine Töchter lieb und lasse sie das erfahren. Dann wissen sie, wie es sich anfühlt, wenn es „gut“ ist, und werden „nein“ sagen wenn es sich nicht gut anfühlt.Und meine Söhne kriegen mit, wie ich mit Frau und Töchtern umgehe, und werden dies von mir abgucken.

  • Yann Loik sagt:

    Aber einmal anders herum. Was macht ein junger rel. attraktiver, feinfühliger Mann (jeune homme) – ’normalfühlend‘, der von einem älteren Mann, mit oder ohne Rock, sexuell angemacht wird? „Sauve – qui peut – la vie“; ja so à la Jean-Luc Godard. Wohl das Beste. Heute bin ich wsentlich älter und auch selbstbewusster. Ich würde diesem ‚Anmacher‘ mit sarkastischem Spott – die Kutteln echt
    hinunterputzen!

  • Yann Loik sagt:

    „Warum tragen die Männer Röcke?“ – Das müsste man wohl die Schotten fragen. Die haben am meisten Erfahrung damit. Ich habe erst 2x einen Rock getragen – an einem Karneval. (Vielleicht aus Solidarität mit diesen Schotten). Zuerst Maxi – dann wagte ich mich zum Mini hoch. Meine guten Erfahrungen damit halten sich in Grenzen. Obwohl ich den ‚Rock‘ wirklich liebe – besonders wenn es noch rollt …

  • Maria Dörig sagt:

    Bravo Herr Pickert, vielen Dank für diesen Artikel. Männer, die denken wie Sie, gibt es ja durchaus schon einige Zeit, aber kaum einer schrieb bisher darüber. Zum Glück zun Sie das.

    • Marie-Thérèse Andres sagt:

      Finde ich auch. Schon meine Grossmutter musste in einem kleinen Dorf stark dafür kämpfen, dass Frauen Hosen tragen durften.
      Sie war die Erste, in einem weiberberockten Dorf – und musste viel Spott ertragen. Sie war aber eine starke, resolute Frau, und hatte sich durchgesetzt. Heute? Tragen die meisten Frauen dort Hosen. ‚Die Hosen an‘ – hatten aber viele schon früher.

  • hanne sagt:

    „Warum tragen Männer Röcke?“
    Ganz einfach, weil sie ihr Gemächt auch mal etwas freier tragen wollen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Warum tragen dann Frauen Hosen?

    • Yann Loik sagt:

      Ja, das könnte auch praktisch sein – bei der Feldarbeit. Man kann sich so -en passant- erleichtern. Und das waren eher lange Röcke. Aber bei den Schotten weiss ich immer noch nicht, was diese darunter tragen. Diese keltischen Frauen aber, trugen unter ihren langen Röcken – nichts. Eben deshalb – praktisch. Und historisch – verbürgt.

  • Felix Stern sagt:

    Ich frage mich, ob ein Nils Pickert seiner Tochter auch die Geschichte von der Grünen Politikerin aus Schwyz erzählt hat, die nach einem Seitensprung Lügengeschichten von KO Tropfen erfunden hat, um politischen Gewinn aus einer Geschichte zu ziehen? Oder dürfen bei einem Nils Pickert nur die Geschichten erzählt werden, wo die Frauen Opfer sind? Wahrscheinlich schon. Sonst müsste er seiner Tochter ja noch erklären, was Eigenverantwortung ist und das scheint ja in unserem Land für Frauen unzumutbar geworden zu sein.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Zum einen spielte sich das ganze in Zug ab, zum anderen ist es gegenwärtig nach wie vor alles andere als klar, was sich da wirklich zugetragen hat. Also mal hübsch den Ball flach halten und den Staatsanwalt seine Arbeit machen lassen. Aber leider ist es ja schon lange üblich, völlig unbelastet von genauer Kenntnis der Fakten einfach mal eine Beurteilung abzugeben.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Grünen- Politikerin residiert in Zug und um politischen Gewinn ging es sicher nicht.

      • Felix Stern sagt:

        Um politischen Gewinn ging es nicht? Das wissen Sie, weil … ? Sie wissen es nicht. Eines steht auf alle Fälle fest: Sie hat ihrem politischen Gegner schaden können ohne selber Konsequenzen ziehen zu müssen.

    • Felix Stern sagt:

      Die Frau hat gelogen. Soviel steht schon einmal fest. Sie hat erzählt, man habe ihr KO Tropfen verabreicht und verschiedene Testmethoden konnten nichts nachweisen. Was leider auch fest steht: Der Mann, dem man das ganze Zeug vorgeworfen hat, der ist in Untersuchungshaft gesessen und musste ein politisches Amt räumen. Die Frau, die gelogen hat, macht weiterhin frisch und fröhlich linke Politik und braucht sich keinen Kopf zu machen, jemals in Haft sitzen zu müssen.

      Was auch witzug ist: Die ganzen Feministinnen ergreifen sofort Partei für die Lügnerin. Einfach einmal so aus Prinzip.

    • Felix Stern sagt:

      Angenommen, es wäre einem Ernst mit „Gewalt gegen Frauen“. Man will eine gerechte Gesellschaft schaffen und sich dagegen wehren, dass Übergriffe gegen Frauen statt finden. Warum verteidigen diese Parteigänger dann immer die Leute, die offensichtlich gelogen haben? Natürlich machen einem die Feministinnen weiss, dass Frauen nie lügen. Wenn wir uns einmal kurz von dieser kindischen Naivität verabschieden und vermuten, dass Frauen genauso ihre Interessen verfolgen wie Männer, dann muss man doch, wenn man den wahren Opfern von sexueller Gewalt helfen will, diese verurteilen, die das vorgaukeln.

    • Felix Stern sagt:

      Wenn es einem aber mit den Flaschaussagen nicht ernst ist, dann kann man gleich einräumen: es geht hier nicht um „Gewalt gegen Frauen“ sondern um die Pauschalverurteilung von Männern. Man möchte sich gerne ein Opferabo einrichten, dass man in jeder Lebenslage einmal ziehen kann – wie im Falle von Zug zB auch, um einem politischen Gegner zu schaden.

      • Franz Vontobel sagt:

        Flaschaussagen

        Da haben sie aber rein zufällig etwas Richtiges gesagt – beim Zuger-Fall haben vermutlich alle beteiligten „Flaschaussagen“ gemacht…

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Felix:Gut auf den Punkt gebracht.Ich denke wir Männer sollten uns gegen dasOpferabo derFrauen wehren.Es kann nicht sein,dassFrauen immer die Karte sexuelle Belästigung ziehen können und sich so unliebsamen Konkurrenten entledigen.Falschaussagen müssen endlich konsequent bestraft werden.Auch müssten sich die Medien wieder Mal kritischer mit den Frauen auseinandersetzen und sie nicht aus politischer Korrektheit/Angst vor Feministinnen immer als die besseren Menschen hinstellen.Das Männerbashing trägt das Übrige zum heutigen Bild über die Geschlechterstereotype bei.Mann= Gefahr,Fau=Sozial,zart

      • Susi sagt:

        Stern und Hintermeier, reichen Sie mir doch mal die Kotztüte.

      • Carolina sagt:

        Opferabo ist schon irgendwie das richtige Wort – allerdings auf Sie gemünzt, Stern. Ihr ganzes Leben scheint davon bestimmt zu sein, dass wildgewordene Frauen ständig auf Sie losgehen, Ihnen die Hosen vom Leib reissen, Ihnen einen Rock verpassen wollen, Ihr Konto abräumen, zu Emanzen mutieren, sobald sie Sie erspäht haben. Und dann natürlich nicht zu vergessen, dass wir alle (wir alle, jawoll!) nur darauf aus sind, politisch allen Männern den grösstmöglichen Schaden anzutun, aber ganz besonders Ihnen, hihi! Kein Wunder, dass Sie so paranoid sind – das wäre ich an Ihrer Stelle auch.

      • Carolina sagt:

        Susi, die Kotztüte ist voll – konnte mich auch nicht beherrschen 😉

      • Felix Stern sagt:

        @Carolina / Susi: Sie können mit Kritik am Feminismus nicht umgehen. Bei dogmatischen Eiferern ist das nicht weiter verwunderlich. Darin ist ihr Verhalten gleich wie das Verhalten von religiösen Fundamentalisten. Genausowenig wie religiöse Fundamentalisten können Sie irgendwelche Argumente ins Feld bringen. Die Art und Weise, wie bei uns der Rechtsstaat mit sexuellen übergriffen umgeht, wussten Sie nicht zu kommentieren. Das ist auch typisch für Dogmatiker. Zu guter letzt versuchen Sie einfach, die Geschichte auf eine persönliche Ebene zu lenken, wo sie nicht hinpasst.

      • Carolina sagt:

        Das Problem mit Leuten wie Ihnen, Stern, ist folgendes: Auch wenn ich Ihnen in Teilbereichen durchaus zustimme, würde ich das hier nicht mehr sagen, denn Sie schnüren Ihre Meinungen regelmässig zu einem dermassen unappetitlichen Gesamtpaket, dass ich wirklich auf keinen Fall mit Ihnen assoziiert werden möchte. Und deswegen, wage ich mal zu behaupten, kommen mit Ihnen auch keine Diskussionen zustande.

      • Susi sagt:

        @Stern: Ich schliesse mich Carolinas Aussage an: „Und deswegen, wage ich mal zu behaupten, kommen mit Ihnen auch keine Diskussionen zustande.“

        Ehrlich gesagt zähle ich mich nicht mal zu den „Feministinnen“, aber zum wiederholten Mal werde ich (und andere hier) von Ihnen als eine bezeichnet. Ihre kleine Welt ist dermassen voll Projektionen, Ihre Realitätswahrnehmung dermassen verzerrt, dass Sie Frauen nur noch als wandelnde Poulet-Scheren wahrnehmen. Sowas Undifferenziertes hab ich echt selten erlebt. Es gibt im Fall viele Frauen, die Männer mögen und gut behandeln. So als kleiner Einwurf.

      • Malena Garcia sagt:

        @Carolina: geht mir auch so. Frage mich ob es mal einen Journi gibt der das Thema Gleichstellung/Sexismus/Diskriminierung so darstellen kann dass sich (fast) alle damit identifizieren können. Ich glaube nämlich dass sich die meisten hier in der Sache weitgehend einig sind (niemand verteidigt Diskriminierung, Vergewaltigung oder Verleumdung).

      • Felix Stern sagt:

        Carolina: Sie wollen sich nicht mit mir assoziieren? Wieso sollten Sie das auch tun wollen? Das ist doch egal. Es geht doch nicht darum, sich mit Leuten anzufreunden oder anzufeinden. Es geht um die Punkte, die vertreten werden. Und die sind nicht richtig oder falsch weil sie von vielen vertreten werden oder nur von wenigen. Die Punkte überzeugen oder auch nicht.

        Mir ist natürlich bewusst, dass hinter jedem User eine erwachsene Person sitzt, die sich seine Gedanken macht und die ihre Gefühle hat. Im Gegensatz zu Ihnen spekuliere ich aber nicht herum, was das für eine Person sein könnte.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Felix Stern

        Sie können mit Kritik an Radikal-Anti-Fem ini sten nicht umgehen.
        Bei dogmatischen Eiferern ist das nicht weiter verwunderlich.
        Darin ist ihr Verhalten gleich wie das Verhalten von religiösen Fundamentalisten.
        Genausowenig wie religiöse Fundamentalisten können Sie irgendwelche Argumente ins Feld bringen.

        Tatsächlich sind es Aussagenmachende Männer wie Sie,
        welche mich in seltenen Momenten dran zweifeln lassen, ob meine Kritik am Fem ismus tatsächlich weiterhin berechtigt ist… wollen Sie das wirklich riskieren? Eine Frau rüber ins Feindinnenland scheuchen?

      • Martin Frey sagt:

        Mit Ihren Pauschalanwürfen decken Sie meines Erachtens genau die falschen Personen zu, Hr. Stern. Weshalb halten Sie sich nicht an Ihr weibliches Pendant welches die Diskussion heute mit anstossen half?
        @Carolina/Malena/Susi/Brunhild usw: Bitte vergessen Sie nicht dass ein Stern noch keinen Nachthimmel ausmacht… 🙂

    • Franz Vontobel sagt:

      Oh, nein! Schon wieder die Heulsuse vom anderen Stern… ächz….

      • mila sagt:

        @Fv: :-P, in dreifach Ausführung.

      • Bernhard sagt:

        @Stern/Hintermeier: Akzeptieren wir doch einfach, dass das Leben per se nicht fair ist! Folglich auch nicht bezüglich Geschlechter-Problematik. Eine attraktive Frau „darf“ (gesellschaftlich gesehen) einem fremden Mann in den Po kneifen, wenn ihr danach ist. Sie darf ihm eins „chlöpfe“, wenn er sie übermässig provoziert. Sie darf mit einem 17-jährigen Schüler Sex haben, wenn dieser einvernehmlich ablief (inkl. Belohnung des Vaters an seinen Sohn… 😉 ). Sie darf das Männerklo benützen, wenn sie’s pressant hat. Sie entscheidet, wer sie anflirten darf und bei wem es sex. Belästigung ist. Etc…

      • Sportpapi sagt:

        Still, Bernhard! 🙂

      • Bernhard sagt:

        Fazit: Es gibt massive Ungerechtigkeiten auf dieser Welt. Wirklich eliminieren lassen sich diese nur ganz schwierig und zudem sehr langsam. Wir können uns nun permanent darüber aufregen, wie Rumpelstilzchen stampfen und dabei den eigentlichen Sinn des Lebens aus den Augen verlieren. Oder wir können es akzeptieren, die Situation annehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Wenn uns bewusst wird, dass wir Männer in vielen Bereichen erhebliche Vorteile gegenüber den Frauen haben (die von ihnen auch akzeptiert werden [müssen]), lässt es sich schon viel ruhiger schlafen! Versuchen Sie’s! 🙂

      • Felix Stern sagt:

        @Bernhard: Ich akzeptiere gerne, dass das Leben nicht fair ist und warte noch darauf, dass die Linken das auch akzeptieren. Ich akzeptiere sehr gerne, dass ich als Mann mehr verdiene als Frauen mit vergleichbarem Hintergrund oder dass es zehn mal mehr Männer in Führungspositionen gibt als Frauen. Dann gibt es aber diese ewigen Nörgler, die das nicht akzeptieren wollen. Moment, es kommt mir sicherlich gleich in den Sinn, wer sich mit diesem Sachverhalt schwer tut…

      • mila sagt:

        Huh, da haben wir es ja, das ‚Attraktivitätsgefälle‘. Was aber, wenn einer oder beide der Beteiligten nicht wirklich attraktiv ist (sondern es sich nur einbilden)? Dieselbe Ausgangsproblematik: fehlendes Selbsteinschätzungsvermögen. Und ich persönlich finde es als Frau ziemlich traurig, dass frau vorgeblich ‚attraktiveren‘ Männern ‚mehr‘ durchgehen lässt. Umgekehrt dürfte wohl dasselbe gelten (wenngleich Frauen häufiger attraktiver geschätzt werden als Männer).

      • Felix Stern sagt:

        @Bernhard: Sollten wir uns aufregen wie Rumpelstielzchen oder einfach schlafen gehen? Wären wir über die ganzen Jahre hinweg einfach immer nur schlafen gegangen, dann gäbe es heute keine Pension, noch die Sklaverei und die Frauen hätten gar kein Stimmrecht. „Ruhig Blut“ ist ja in Ordnung. Es ist aber wichtig, Ungerechtigkeiten zu kritisieren und die gibt es in der heutigen Gesellschaft und vor allem im heutigen Rechtsstaat vor allem gegen Männer. Das müssen wir genauso kritiseren dürfen wie die Leute in der Türkei oder Indien die Problematik mit den Vergewaltigungen ansprechen müssen,.

      • Susi sagt:

        @Bernhard: „Eine attraktive Frau “darf” (gesellschaftlich gesehen) einem fremden Mann in den Po kneifen, wenn ihr danach ist.“

        😀 😀

        P.S. Ich benutze auch häufig das Männerklo.

      • Bernhard sagt:

        @Stern: Wenn Sie merken, dass Sie einen Kampf nicht gewinnen können, macht es in der Tat mehr Sinn, sich wieder dem eigentlichen Leben zu widmen statt sich zugrunde zu kämpfen. Die Lohngleichheit ist trotz BV-Verankerung u Kampf nie zustande gekommen (und wird es auch nicht). Die Fluglärm-Gegner haben auch nicht wirklich viel erreicht (meine Meinung!) und das Scheidungsrecht werden auch Sie nicht revolutionieren können! Kämpfen Sie für das, was sich auch wirklich spürbar verändern lässt und sich lohnt! Das Frauenstimmrecht war ein sehr gutes Beispiel! Ab nach Bern! Auf welcher Liste sind Sie?

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Dachte ich’s mir doch, dass Sie auch zu denen gehören. 😀

        Also ich habe es übrigens immer sehr genossen, wenn mir die Frauen auf meinen Hintern „getätschelt“ haben. Selbst wenn eine ganz und gar nicht mein Typ war!! 😉

        (Sie wissen ja aus meiner schlüpfrigen Nebenverdienst-Zeit, dass sowas „dazu“ gehörte!!) 😀

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Wie könnte ich Ihre schlüpfrige Nebendienst-Zeiten vergessen, findi natürli voll 1a!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Bernhard

        „Wenn uns bewusst wird, dass wir Männer in vielen Bereichen erhebliche Vorteile gegenüber den Frauen haben (die von ihnen auch akzeptiert werden [müssen]), … “
        was soll denn das, ein Outing in Sachen gehirngewaschener Mann? 😉

      • Felix Stern sagt:

        @ Bernhard: Vielen Dank für Ihre strategischen Hinweise. Sie haben damit wohl recht. Deswegen gehe ich auch gar nicht nach Bern.

      • mila sagt:

        @Felix Stern: Nein, Sie machen (sich) einfach lieber Luft im MB. Sehr passend zum ’symbolischen‘ Blogbeitrag. 😉

      • Bernhard sagt:

        @Brunhild: Meinen Sie, es könnte vielleicht sein, dass meine Partnerin mir eine Gehirnwäsche verpasst hat? 😀

        Das ist im Fall gut möglich, jetzt, wo ich so darüber nachdenke…! Immerhin habe ich seit bald 10 Jahren keine Lust auf andere Frauen. Und das ist bei mir wirklich nicht normal (v.a. nach Phasen längerer Abstinenz…). Und ich schaffe es einfach nicht, Frauen böse zu sein! Hmmmmmm. Da war doch mal was: Ja, ganz zu Beginn unserer Beziehung besuchte sie einen mehrwöchigen Hypnose- und Rückführungskurs und ich war ihr erstes Trainingsobjekt…ob es da wohl einen Zusammenhang gibt? 😉

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Gehirnwäsche? Hihi, Ihre Partnerin ist mir ja voll sympathisch!

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Also punkto Fluchen würden Sie beide sich sicher hervorragend verstehen!!! 😀

        Ich würde dann in der Zwischenzeit mit Ihrem Mann ein Tennis-Mätchli absolvieren… 😉

      • Bernhard sagt:

        @Susi: übrigens der mit dem „Achterbahn-in-der-Mitte-Sitzer“ finde ich grossartig!!!! 😀

        Ps. Fanden Sie diesen Gazprom-Coaster im Europapark auch zum Gähnen? 😉

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Haha, die Frauen fluchen gemeinsam und die Männer machen Sport! Voll frauenfeindlich!!! *lach*
        Wenn Sie sich gerne auf ewig dauernde Ballwechsel einlassen und dreieinhalb Stunden über zwei Gewinnsätze spielen, dann wären Sie und mein Mann die idealen Tennisgegner 😀 (Spielen Sie zufällig Interclub?)
        Ihre Partnerin und ich würden dann zuschauen, tratschen und im richtigen Moment klatschen oder laut fluchen.

        Und jetzt noch ein Geständnis: Ich war noch nie im Europapark…

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Ich glaube zwar nicht, dass meine Partnerin mir beim Spielen zuschauen würde…aber wer weiss…?

        Leider spielte ich das letzte mal vor ca. 22 Jahren Interclub…ich habe mir aber überlegt, wieder damit anzufangen, wenn ich nicht mehr Fussball spiele. Das wird vermutlich so in ca. 6-8 Jahren der Fall sein…
        Aber gegen ein Spiel mit episch langen Ballwechseln habe ich natürlich nichts. Im Gegenteil! Ich finde Serve-and-Volley-Spiele derart langweilig, dass ich es nicht mal dann anwende, wenn ich weiss, dass ich damit gewinnen würde! Ich liebe den offenen Grundlinien-Schlagabtausch! 🙂

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Von wegen Europapark: Wenn Sie die brutalen Roller Coaster lieben, brauchen Die nicht in den EP zu gehen! Aber Ihre Tochter hätte sicher den Riesenplausch!!! Vor allem im Winter mit Übernachtung im Themenhotel. Das ist wirklich der Hammer für die Kleinen! 🙂

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Ich schaue die Tennisspiele meines Mannes gerne. Meistens sind sie interessant, vor ein paar Jahren spielte er noch Nati A, allerdings bei den Jungsenioren, das tönt ja ein wenig nach Rollstuhltennis. Das Niveau ist aber auch in der Alterskategorie noch nett anzuschauen. Und bei den Grand Prix Turnieren lief auch immer etwas, ganz lustig war’s, wenn ich mit der Frau des Gegners zuschaute und mein Mann mal kurz einen Tennisschläger oder sonst was zerbrach. Aber mittlerweile macht er sowas kaum mehr. 🙂

        Gibt’s denn einen Grund, in ein paar Jahren mit Fussball aufzuhören?

      • Susi sagt:

        Themenhotel, was ist denn das? Meine Tochter ist ein Kamikaze, am Knabenschiessen muss ich mit ihr auf die schlimmsten Bahnen, letztes Jahr wurde mir von diesem bescheuerten fliegenden Teppich so schlecht, dass ich nachher eine halbe Stunde nicht mehr aufstehen konnte. Und sie ungeduldig daneben. Und dann hab ich mich noch für die „Enterprise“-Bahn weichklopfen lassen. Pfff.
        Aber Rollercoasters find ich eben super. Können die Kleineren da auch schon drauf? Ich hatte immer die Vermutung, dass man dann dort ist, und dann ist sie für alles zu klein.

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Also dann würden die Ballwechsel mit Ihrem Mann nicht wirklich lange dauern. So gut bin ich nun auch wieder nicht… (ich würde es aber gleichwohl auf einen Versuch ankommen lassen. Ich liebe grosse Herausforderungen!) 😉

        Wegen Fussball: Wir haben keine Veteranen-Mannschaft. Ob ich dann gegen Ende 40 noch bei den „Jungen“ mithalten kann…? Ich hoffe es natürlich, aber die Zeit kennt v.a. mit so trainingsfaulen Menschen wie mir kein Pardon… 🙁

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Der EP hat angrenzend diverse Hotels (z.B. „Colosseo“ oder „Castillo Alcazar“), die entsprechend ihren Namen erbaut und eingerichtet/ausgestattet wurden. Das Castillo gleicht einer mittelalterlichen Festung und die Schlafräume sehen aus wie Burgzimmer. Wirklich sehr liebevoll und gelungen! Ich dachte auch, unsere Tochter sei zu klein. Aber mit 4 durfte sie schon auf recht viele Bahnen (natürlich nicht die grossen Achterbahnen). Mit 6 oder einer Körpergrösse über 1.20 ist dann schon wieder mehr möglich! Also unserer Tochter hats riesigen Spass gemacht, hat ja auch Shows und Anderes! 🙂

      • Susi sagt:

        @Bernhard: „Also dann würden die Ballwechsel mit Ihrem Mann nicht wirklich lange dauern.“
        Naja, den Fitnessfaktor nicht unterschätzen, mein Mann ist Ende vierzig, also etwa 10 Jahre älter als Sie, da ist es dann wahrscheinlich wieder ausgeglichen, auch wenn er viel mehr spielt. Nati A ist seit etwa 4 Jahren vorbei.

        Burgzimmer??? Das tönt extrem toll, das muss ich unbedingt sehen! Merci villmal für den Tipp! Und ja, für die Bahnen ist unsere Tochter dann auch gross genug, ihre genaue Grösse weiss ich nicht mal, aber sie trägt 128, da ist sie sicher über 120. EP, wir kommen! 😀

      • Bernhard sagt:

        @Susi: „Mein Mann ist Ende vierzig, also etwa 10 Jahre älter als Sie, da ist es dann wahrscheinlich wieder ausgeglichen, auch wenn er viel mehr spielt. Nati A ist seit etwa 4 Jahren vorbei.“

        Stimmt, der Fitness-Faktor ist nicht zu unterschätzen. Aber wenn ich die präzisen und schnellen Bälle gar nicht erst erreiche, nützt mir dieser Vorteil herzlich wenig… 😉

        Muss glaubs mal wieder ein bisschen üben. Habe für meine Tochter vor einiger Zeit ein Trainings-Set gekauft, damit sie daheim spielen kann. Ich nehms wieder hervor!
        Ich melde mich, wenn ich mich bereit fühle für eine Challenge… 😀

      • Bernhard sagt:

        @Susi: „Mein Mann ist Ende vierzig, also etwa 10 Jahre älter als Sie, da ist es dann wahrscheinlich wieder ausgeglichen, auch wenn er viel mehr spielt. Nati A ist seit etwa 4 Jahren vorbei.“

        Stimmt, der Fitness-Faktor ist nicht zu unterschätzen. Aber wenn ich die präzisen und schnellen Bälle gar nicht erst erreiche, nützt mir dieser Vorteil herzlich wenig… 😉

        Muss glaubs mal wieder ein bisschen üben. Habe für meine Tochter vor einiger Zeit ein Trainings-Set gekauft, damit sie daheim spielen kann. Ich nehms wieder hervor!
        Ich melde mich, wenn ich mich bereit fühle für eine Challenge… 😀

      • Bernhard sagt:

        @Susi: „Mein Mann ist Ende vierzig, also etwa 10 Jahre älter als Sie, da ist es dann wahrscheinlich wieder ausgeglichen, auch wenn er viel mehr spielt. Nati A ist seit etwa 4 Jahren vorbei.“

        Stimmt, der Fitness-Faktor ist nicht zu unterschätzen. Aber wenn ich die präzisen und schnellen Bälle gar nicht erst erreiche, nützt mir dieser Vorteil herzlich wenig… 😉

        Muss glaubs mal wieder ein bisschen üben. Habe für meine Tochter vor einiger Zeit ein Trainings-Set gekauft, damit sie daheim spielen kann. Ich nehms wieder hervor!
        Ich melde mich, wenn ich mich bereit fühle für eine Challenge… 😀

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Sorry für die Dreifach-Ausführung…Ich Rabenvater liege noch im Bett und tippe genüsslich auf meinem Smartphone herum, während meine Tochter spielt, singt, malt und Frühstück für uns vorbereitet… 😉

        Ich muss mich glaubs mal dem heutigen Thema widmen.
        Worum gehts denn??? 😀

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Ja, ich erinnere mich, dass Sie mal an anderer Stelle geschrieben haben, dass Sie jeweils ausschlafen, während Ihre Tochter die zwei Stunden Freiheit geniesst. Cool für beide!

  • 13 sagt:

    Irgendwie bin ich über so einige Kommentare überrascht. Es geht nicht nur darum, Gewalt an Frauen zu verurteilen, das werden wohl die meisten hier drin tun und eine solche Tat wird durch Kundgebung nicht verhindert, dazu braucht es ein anderes Frauenbild. Es geht aber in erster Linie um Verantwortung bei einer solchen Tat. Trägt dieser explizit der Täter oder schreiben wir der Frau eine Mitverantwortung zu. Ist sie „selber schuld“, wenn sie an einer Party zuviel trinkt oder nachts alleine nach Hause geht oder einen Minirock trägt? Oder stehen wir hinter einem bedingungslosen Recht, nicht…

    • 13 sagt:

      …belästigt oder missbraucht zu werden, EGAL was man trägt oder wo man sich aufhält? Und diese Diskussion ist nicht nur in der Türkei aktuell. Sie ist es auch bei uns. Wie oft habe ich auch schon darin gelesen, es sei jeder dafür verantwortlich, auf sich aufzupassen? Tja, genau in diese Richtung geht es. Haben die Täter einen Freipass, nur weil das Verhalten des Opfers in ihren Augen unangemessen ist? Und sieht die Gesellschaft dann die Frau sogar als mitschuldig an, weil sie irgendwie „provoziert“ hat? Die Aussage der Demo ist doch: Keine Frau ist an dem Missbrauch schuld,weil sie Rock trägt

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich habe irgendwie noch gar nicht herausgefunden, ob die vergewaltigte und ermordete Frau wirklich einen Minirock getragen hat. Wahrscheinlich nicht. Dafür haben wir eine Berichterstattung, die überall praktisch identisch ist, und die sich gegen „konservativ-religiöse“ Kreise bzw. deren Äusserungen richtet. Wir haben eine sehr spezielle Situation in einem zerrissenen Land.
        Ich frage mich, ob der Transfer in die Schweiz zulässig ist. Wann haben Sie das letzte Mal gelesen, dass ein Übergriff mit „Minirock“ erklärt oder gar entschuldigt wurde? Und dies gar mehrheitsfähig war?

      • Sportpapi sagt:

        Zum nächsten: Freipass? Wie kommen Sie auf diese Idee? Andererseits finde ich es richtig, dass Gerichte jeden Fall einzel beurteilen, und allenfalls auch eine Provokation als Auslöser für eine Straftat einbeziehen. Damit ist aber wohl kaum aufreizende Kleidung gemeint.
        Und, wieder einmal: Wenn ich mein Fahrrad nicht abschliesse, und es wird gestohlen, mache ich mich nicht (mit-)schuldig. Die Versicherung zahlt vielleicht trotzdem nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Und wenn ich eine (unbegründete) Anklage wegen Missbrauch erhalte, nachdem ich allein mit einer Schülerin im Zimmer gesprochen habe, heisst es schnell einmal auch, ich sei selber schuld, da dieses Verhalten „unprofessionell“ sei. Es gibt schlicht und einfach solche Geschichten differenziert zu betrachten, und nicht mit Schlagworten und grossen Parolen jede Diskussion zu ersticken.

      • 13 sagt:

        Der Mord war doch nur Anlass für die Diskussion. Es geht ja primär nicht um diesen, sondern um Fälle wie diesen. Politisch und rechtlich sind wir in einer anderen Lage, da haben Sie recht. Gesellschaftlich, auf der Strasse, hier drin etc. höre ich tatsächlich solche Stimmen wie „Schau mal wie die herumläuft und dann wundert sie sich, wenn etwas passiert.“

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sicher gibt es solche Stimmen. Depp en gibt es ja immer. Aber gesellschaftlicher Konsens ist es nicht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Damit ist das Thema, wenn es gemeint wäre, deutlich besser beschrieben als im Autorenbeitrag. In einem Land, welches das Hohelied der Eigenverantwortung singt ist es etwas billig, extreme Auswüchse dieser Haltung in Staaten, die sich historisch noch vor oder in der Aufklärung befinden, zu beschreiben.
      Heute titelt eine bekannte CH- Wochenschrift mit ‚Tatwaffe Sexualstrafrecht‘. Diskutieren wir darüber, nicht über die Mentalität von anatolischen oder indischen Bauern und die Reaktion einer städtischen Minderheit in diesen Staaten, nur weil die uns gefällt.

    • Felix Stern sagt:

      Die Leute, die behaupten, Frauen seien an einem sexuellen Übergriff unschuldig, behaupten dann ein Mann sei selber Schuld, wenn er bei einer Scheidung finanziell ausgenommen wird. Das sei ja dann OK und wer sich beklagt, der soll halt besser aufpassen. Es sind auch die gleichen Leute, die sagen, wenn einer mit seiner Rolex durch ein Armenviertel laufe, soll er sich nicht wundern, wenn er ausgeraubt wird. Aber eines ist b ei den Feministinnen klar: Frauen sind immer nur die Opfer. Soviel steht schon einmal fest. Etwas anderes kommt gar nicht in Frage.

      • Carolina sagt:

        Sie bringen es doch immer wieder fertig, dass man sich überlegt, sich mit den besch….. Theorien einiger hier sogar noch zu solidarisieren – einfach nur deshalb, um ja möglichst viel Abstand von Ihrem Seich zu haben. Wie fühlt es sich eigentlich so auf dem Planeten ‚Habe-leider-nur-eine-Schallplatte-auf-Endlosschlaufe- an?

      • Ulrich Gassner sagt:

        Menschenskind, Stern, wie Sie eine Parallele zwischen einer Scheidung und einem sexuellen Übergriff ziehen können, müssen Sie mir mal erklären.

      • Felix Stern sagt:

        Die Parallele ist die Heuchelei der Feministinnen. An einem Ende holen sie sich gerne den Freipass heraus, Exmänner finanziell unbegrenzt auszunehmen. Die einzige Grenze in unserem Gesetz ist die Zahlungsfähigkeit des Mannes und auch hier bemühen sich unsere Politiker jeden erdenklichen Vermögenswert dem Zugriff der Exfrau offen zu legen. Auf den anderen Seite haben wir eine Gesetzeslage, bei der Frau Mann mit einer reinen Geschichte ins Gefängnis schicken kann. Eine Anzeige genügt, um jeden ungescholtenen Bürger ins Gefängnis zu schicken. Dazu braucht es keine Beweise. Jede Geschichte tut’s.

      • Ulrich Gassner sagt:

        „Auf den anderen Seite haben wir eine Gesetzeslage, bei der Frau Mann mit einer reinen Geschichte ins Gefängnis schicken kann. Eine Anzeige genügt, um jeden ungescholtenen Bürger ins Gefängnis zu schicken. Dazu braucht es keine Beweise.“

        Gründet diese Auffassung auf Ihrer reichen Erfahrung auf dem Gebiet der Strafverfolgung?

      • Felix Stern sagt:

        Wenn eine Frau Anzeige erstattet, dann muss in unserem Staat die Polizei handeln. Sie müssen den Mann, dem diese Geschichte vorgeworfen wird, in Untersuchungshaft stecken. Das sieht man an allen Fällen, die publik werden (Zuger Politiker, Kachelmann, etc.). Wie gesagt: Beweise braucht man nicht. Diese gab es ja letztlich nicht. Man mag sich fragen, wo da unser Rechtsstaat geblieben ist. Aber bei dem ganzen Gejammere der Feministinnen, ist leider die Situation die, dass wir juristisch völlig übertreiben.

      • Felix Stern sagt:

        Vor einigen Jahren gab es zu dem Thema eine interessante Diskussion auf DRS1. Mit ein Punkt, der zu dem ganzen Problem beifügt, ist eben das übertriebene Handeln unserer Staatsorgane. Seit Jahren wird die Propaganda verbreitet (zu der ja Nils mit seiner Rock-Aktion auch seinen Beitrag leisten möchte): Mann => böse / Frau => Opfer. Das ist die Story-line. Wer also Wind von einer Geschichte bekommt, wo diese Story-line passen könnte, der mag doch bitte möglichst hart zuschlagen (ansonsten sind wir für Kuscheljustiz, aber blos nicht bei einem sexuellen Übergriff).

      • 13 sagt:

        @ Carolina
        Ich hoffe, Sie meinen mir besch…. Theorie nicht mein Kommentar?

        @ Stern
        Ich bin wieder mal sprachlos. Es geht hier um sexuelle Übergriffe und Missbrauch. Kommen Sie doch für einmal aus ihrer Mitleidsecke raus und haben Sie etwas Mitgefühl!

      • Felix Stern sagt:

        Ausserdem soll klar gestellt werden, dass wir bei einem sexuellen Übergriff von einem „Im Zweifel für den Angeklagten“ Abstand nehmen wollen. Zuerst einmal in Untersuchungshaft und dann muss man ja davon ausgehen, dass wenn Frau anklagt, dass Mann schuld ist. Egal, wie lange die Feministinnen hier Propaganda betreiben: das ist leider nicht richtig und hat mit einem modernen Rechtsstaat nichts zu tun. Es hilft den Opfern sexueller Gewalt nicht, wenn man jede Lügengeschichte zu decken versucht. Dann bekommen auch die berechtigten Anklagen einen faden Beigeschmack.

      • Felix Stern sagt:

        Zu Guter Letzt haben wir eine Situation geschaffen, in der jemand, der eines sexuellen Übergriffes angeklagt wurde, vernichtet wird. In den allermeisten Fällen kommen ja sexuelle Übergriffe zwischen Menschen vor, die sich kennen (Paare, Familien, Verwandtschaft). Mit ein Probelm für die Opfer besteht leider darin, dass der Rechtsstaat nur „das ganze Programm“ mit Untersuchungshaft und dem ganzen Mist kennt. Viele Opfer wollen aber diese alttestamentliche Rache gar nicht, die sich unsere Feministinnen aus lauter Männerhass wünschen. Damit ist dann aber der Weg über den Rechtsstaat verschlossen.

      • Carolina sagt:

        Also hallo, 13, dass Sie diese Frage überhaupt stellen, tut mir schon fast weh! Nein, ich meinte die Posts, die niemandem einen Gefallen tun, die polarisieren und einseitig die immer gleichen Klischees herunterbeten. Und das gibt es bei beiden Geschlechtern….

      • Martin Frey sagt:

        Meine Güte, Hr. Stern, das ist jetzt wirklich tlw. hanebüchen, was Sie hier von sich geben. Es gibt nie eine Rechtfertigung für Gewalt, sexuelle Uebergriffe, Nötigung usw, egal wer das Opfer ist und wie es sich gerade verhalten hat. Und man kann nicht ein Unrecht (in dem Fall Mord nach versuchter Vergewaltigung) mit irgendwelch anders geartetem (falsche Anschuldigung) Unrecht rechtfertigen.
        Keine Frau hier (ausser 1-2 notorisch Ewiggestrigen) hat pauschal alle Männer unter Generalverdacht gestellt und Frauen in die Opferrolle gedrängt, im Gegenteil. Nehmen Sie bitte auch das mal zu Kenntnis.

      • Felix Stern sagt:

        @Frey: Nichts von dem, was Sie mir vorwerfen trifft zu. Habe ich Gewalt gegen Frauen gerechtfertigt? Wo soll ich das getan haben? Ich habe auch nicht ein Unrecht mit dem anderen Aufgewogen. Wenn Sie mitlesen, stellen Sie fest, dass ich mich gar nirgends auf die Geschichte in der Türkei bezogen habe. Die Ereignisse in der Türkei sind die Ereignisse in der Türkei. Die kommentiere ich gar nicht. Ich rede nur darüber, wie die Dinge bei uns sind – und schon habe ich ein Tabu der Feministinnen verletzt. Dass bei uns Männer nur auf Anschuldigung hin in U-Haft gehen darf man gar nicht mehr schreiben.

      • Felix Stern sagt:

        @Frey: Mit ein Punkt, den ich als Heuchelei kritisere, ist ja die Tatsache, dass wir hier die Krokodilstränen für Ereignisse in der Türkei fliessen lassen, dass wenn wir aber darüber reden, dass die Art und Weise wie wir die Dinge bei uns geregelt haben, den Männern gegenüber ungerecht sind, dass wir damit plötzlich ein Tabu überschreiten. Um ganz offen zu sagen, welchen Dienst erweist Nils seiner Tochter eigentlich, wenn er sich über die Dinge in der Türkei aufregt, die Probleme im eigenen Land aber verschweigt? Der Typ hat ja auch einen Sohn. Scheint ihm egal zu sein.

      • Martin Frey sagt:

        @Stern: Was Hr. Pickert mit seinem Sohn bespricht ist seine Sache. Weder Sie noch ich wissen darüber Bescheid, wie er über Vorfälle in der Schweiz denkt und familienintern kommuniziert. All das ist aber gar nicht das Thema. Sie vermengen auf unzulässige Art und Weise die Vorfälle aus der Türkei mit Ihren eigenen Geschichten. Und wenn man das macht, vermittelt man irgendwann den Eindruck, dass nicht nur die Dinge miteinander zu tun haben, sondern dass sie irgendwie auch als Rechtfertigung dienen sollen. Wenn Sie diesen Eindruck aber nicht erwecken wollen, dann müssen Sie dies klar kommunizieren

      • Hitz sagt:

        Jessas, Herr Stern, Sie sind tatsächlich genau die Gegenpartei zum Feiminismus und das spiegelbildlich. Und genau wie der Feminismus schaffen Sie es nicht mal im Ansatz, in mir sowas wie Sympathie zu erzeugen, denn auch Sie betreiben nur Pauschalisierungen, vermischen Dinge, die miteinander nichts zu tun haben und pressen jedweden Gegenstand mit Brachialgewalt in ihre Argumentationsschiene.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Felix Stern

        „Wenn Sie mitlesen, stellen Sie fest, dass ich mich gar nirgends auf die Geschichte in der Türkei bezogen habe. Die Ereignisse in der Türkei sind die Ereignisse in der Türkei. Die kommentiere ich gar nicht.“
        Und genau das ist der Punkt und was enorm stört!
        Himmel nochmal, es gibt hier drin nun mal Art ikel wo eine gewisse Pietät durchaus angebracht ist! Und die lassen Sie zZt komplett vermissen. Zudem ist nicht richtig dass „Ihr“ Thema hier als Tabu behandelt wird, und eben, wenn Sie mal sorgfältiger mitlesen würden, stellten Sie fest dass sogar Frauen diese Missstände ankreiden.

      • Felix Stern sagt:

        @Frey: Ich „vermenge meine eigenen Geschichten in unzulässiger Weise mit den Vorfällen in der Türkei“. Reden Sie hier als Chemiker, Germanist oder Blog-Chef? Was soll hier bitte schön unzulässig sein. Das ist ein Blog. Wer sind Sie denn, um zu Behaupten, dass man hier nur über die Ereignisse in der Türkei sprechen darf? Ich habe gar nie über die Ereignisse in der Türkei gesprochen (keine Vermengung), sondern über die Dinge, die mir im Zusammenhang mit sexueller Gewalt in den Sinn kamen. Frau Steiner hat weiter oben Indien ins Gespräch gebracht. Hauen Sie ihr jetzt auch noch auf die Finger?

      • Felix Stern sagt:

        @Steiner: Ich lasse die Pietät dem Thema gegenüber vermissen? Wie soll ich das denn verstehen? Muss ich zuerst einen Eintrag ins Gedenkbuch des Opfers in der Türkei machen, bevor man auf ein anderes Thema zu sprechen kommen darf oder darf man das überhaupt nicht. Mit einem Tabu meine ich eben genau das: man verbietet jemandem, über etwas zu reden. Das ist nicht gleichbedeutend mit, man ist völlig anderer Meinung. Man will nur über etwas anderes reden. Grundsätzlich ist es OK, wenn Sie nicht einverstanden sind, über andere Themen zu reden. Trotzdem darf ich es tun.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Felix Stern

        Sie haben überhaupt nichts verstanden, Indien bspw habe ich erwähnt weil es um diesselben Vorfälle geht- Vergewaltigung/-Versuche mit anschliessendem Mord.
        Sie können sich in unzähligen Thre ads zu Ihrem Punkt äussern, aber hier, bei diesem Thema ist es unpassend, das hat mit Tabu und „die wollen mir das reden verbieten!“ nichts zu tun. Sondern mit unpassend, nicht angebracht. Als ob es nicht x mal für Sie die Möglichkeit gab und geben wird, Ihre Beiträge am Laufmeter zu bringen, einfach nicht grad wenn es um Mord in Türkei und die Reaktionen drauf geht, ist das so schwierig?

      • Martin Frey sagt:

        Meine Güte, Hr. Stein, sagen Sie was Sie wollen, das machen alle. Auch wenn es immer mal Leute gibt die einem den Mund verbieten wollen, ich gehöre nicht dazu. Wenn ich diesen Eindruck erweckt haben sollte, dann sorry.
        Das Verrückte ist, das Sie nicht in allem falsch liegen, was Sie sagen, im Gegenteil. Aber das geht so unter.

      • Martin Frey sagt:

        Sorry ich meinte natürlich „Hr. Stern“

      • 13 sagt:

        @ Carolina
        Ich war nur irritiert, weil es unter meinem Kommentar steht, nun bin ich beruhigt;-)

        @ Stern
        Und egal wie oft Sie ihre Phantasie Geschichten erzählen, sie werden deshalb nie Wahrer. Die allerwenigsten in UHaft sitzen wegen Sexualdelikte und nirgendwo sonst gibt es so viele Verfahrenseinstellungen und Freisprüche.Mal davon abgesehen, dass die allermeisten Staatsanwälte und Haftrichter Männer sind.

      • Felix Stern sagt:

        @13: Natürlich enden die meisten Sexualdelikte im Freispruch oder in der Einstellung des Verfahrens. An den meisten Fällen ist schlicht nichts dran. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Mann, wenn einmal beschuldigt, zuerst einmal in Untersuchungshaft kommt. Kachelmann sass bekanntlich über drei Monate ein, der SVPler aus Zug musste einsitzen und Karl Dall auch. Nur weil sie dann frei kommen, heisst das nicht dass sie nicht zuerst einmal einkassiert werden. Und genau das ist einerseits ungerecht und andererseits wenig hilfreich.

      • Felix Stern sagt:

        In Sachen Sexualdelikte schwingt der Rechtsstaat die ganz dicke Keule. Das haben wir vor allem dem Feminismus zu vedanken, wonach wir den Teufel Sexualdelikt blos nicht zu klein machen wollen. Das Resultat hilft niemandem: es ist weder den Männern gegenüber gerecht noch ist es immer im Sinne der Opfer. In den meisten Fällen sprechen Opfer von Menschen, die sie kennen und de sie gar nichtim Gefängnis sehen wollen.Sie möchten sich wehren können, Unterstützungkriegen und alles, was der Staat bietet ist der Totale Krieg im rechtsstaatlichen Sinne. Das nur, um radikale Feministinnen zu befriedigen.

      • mila sagt:

        Genau benommen liegen die Verurteilungsraten für Sexualdelikte bei 8% (in Deutschland, Grossbritannien, und ähnlich tief vermutlich auch in der Schweiz). Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass 92% der Klägerinnen Lügnerinnen und Falschbezichtigerinnen sind – aber es ist gerade bei einem Partnerschafts- und Bekanntschaftsdelikt schwer, einen Nachweis zu erbringen. Männer sind also durchaus gut geschützt seitens Justiz. Dass hat auch ein deutscher Richter erkannt, der vor einigen Jahren öffentlich verkündete, er würde seiner Tochter davon abraten, eine Vergewaltigung anzuzeigen.

      • mila sagt:

        Dass soll nicht heissen, dass es keine Falschbezichtigungen gibt – die gibt es nachweislich. Genauso gibt es aber auch so einige Täter, die davonkommen, weil man ihnen die Tat nicht mit den vorhandenen rechtlichen Mitteln nachweisen kann oder Frauen sie gar nicht erst zur Anzeige bringen (dies soll auch nicht so selten vorkommen). Wenn man sich die Statistik anschaut, könnte man mitunter durchaus den Eindruck bekommen, dass Vergewaltigung und sexueller Missbrauch eines der wenigen Verbrechen sind, die sich noch ‚lohnen‘. Da die Chance, dafür verurteilt zu werden, schwindend gering ist.

      • mila sagt:

        Opfer gibt es demnach auf beiden Seiten: den Männern, die aufgrund einer Falschbezichtigung unter Umständen ihre gesamte Existenz verlieren, und den Frauen, die aufgrund einer Vergewaltigung oder eines Missbrauchs ihr ’normales‘ Leben verlieren und mit psychischen Folgen zu kämpfen haben, die es allenfalls zeitweise nicht mehr ermöglichen, eine geregelte Existenz aufrecht zu erhalten. Alle derart Betroffenen haben grosse Mühe, wieder zurück in den Alltag zurückzufinden (falls sie es denn schaffen), insofern gilt mein Mitgefühl beiden Seiten.

      • Felix Stern sagt:

        mila, das Problem ist nicht, wieviele Männer verurteilt werden. Das sind sehr wenige. Ihre Zahlen werden da schon passen. Das Problem ist, dass bei 100% der Fälle, der Angeklagte in Untersuchungshaft kommt und von der Polizei möglichst öffentlichkeitswirksam einkassiert wird. Ein Jörg Kachelmann war nicht ruiniert, als er verurteilt wurde – das wurde er ja bekanntlich nie – sondern als er verhaftet wurde. Das gleiche galt für den SVP-Politiker in Zug. Da wurden die Rücktritssforderungen laut, weil er verhaftet wurde. Zu einer Verurteilung wird es nach heutiger Faktenlage nie kommen.

      • Widerspenstige sagt:

        Stern, was sollte denn nach Ihrer Auffassung ein Rechtsstaat mit einer Anzeige machen, wenn nicht Sicherheitsmassnahmen sprich Täter vor Opfer schützen mittels U-Haft? Das würde nicht nur mich jetzt mal interessieren, was hier der beste Weg für BEIDE Seiten wäre, bis ein Verfahren abgeschlossen ist. Ich bin gespannt auf Ihre Vorschläge, die alltagstauglich umgesetzt werden könnten – wenn schon.

      • Felix Stern sagt:

        WS: Man setzt keine U-Haft an. Wenn tatsächlich Gefahr für die Frau bestehen sollte, dann kann man so etwas tun. Das ist aber in den allerwenigsten Fällen so noch ist es immer von den Frauen gewünscht. Dann klärt man die Geschichte professionel aber diskret ab. Davon haben beide Seiten etwas, anstatt die Geschichte in alle Öffentlichkeit zu tragen. Ich denke auch, dass man den Tatbestand breiter auffächern müsste. Ich bin mir nicht sicher, ob wirklich jede Frau, der das widerfährt, ihren Peiniger unbedingt ins Gefängnis schicken will. Die Option besteht heute nicht.

      • mila sagt:

        @FS: Irgendwie ist es bezeichnend, dass Sie mit keinem Wort auf die ruinierten Leben der weiblichen Opfer eingehen. Andererseits – irgendwie auch nicht. Es war lediglich zu erwarten.

      • mila sagt:

        …umgekehrt bin ich mir ziemlich sicher, dass gerade Geister wie Sie eine neue weibliche ‚Finanzierungsquelle‘ darin sehen würden, wenn für Sexualdelikte eine Gefängnisstrafe beispielsweise in eine Geldbusse umgewandelt werden könnte.

        Kurzum: Die ‚Diskussion‘ mit Ihnen hat nach wie vor keinerlei Wert. Weil sie nämlich keine ist – es handelt sich Ihrerseits nahezu ausschliesslich um Ressentimentsgeschwurbel.

      • Katharina sagt:

        ‚Täter vor Opfer schützen mittels U-Haft‘ – es ist ja gerade umgekehrt. Die U-Haft dient unter anderem dazu, Opfer vor der einer Tat verdächtigten Person zu schützen.

        Aber was solls, solche Verdrehungen, und dass eine Untersuchung zu k.o Tropfen u.ä MONATE nur für die Laboruntersuchung dauert, dass Mitglieder der Untersuchungsbehörde nachweislich die Geschichte mit Details an ein News-Portal durchsickern liessen, belegt ja nur, wie korrupt LE dort ist. (No due process). In dem Sinn können alle hier weiter keifen über nicht existente Politica, wenn nichteinmal Basisdienste zeitgerecht arbeiten

    • Hans Hintermeier sagt:

      @13:2. und schreiben Sie jetzt bitte nicht so unschuldig „Frauen hätten die Miniröcke nur an, damit Sie nicht zu heiss haben, oder weil es ihnen gefällt“. Die Frauen möchten auch oft Bestätigung. Selbstverständlich trägt immer der Täter die volle Verantwortung für seine Tat und kann es auch nicht auf das Opfer im Minirock abschieben oder wenn sie nackt herumrennt. Aber mich stört es, wenn die Frauen so tun, also ob im Minirock herumlaufen das gleiche sei, wie mit einer Hose/Rock. Wer so tut, war noch nie im Biologieunterricht.

      • 13 sagt:

        @ HH
        Selbst wenn: Ein Blick oder ein Kompliment ist eine Bestätigung. Ein Übergriff ist deshalb nicht gerechtfertigt und ich glaube auch kaum, dass sich eine Frau dadurch bestätigt fühlt. Und ein Mann tut es auch nicht, um seine Anerkennung kundzutun, sondern meistens aus Machtgefühl und sekundär aus Lust. Dass es aber eine Frau mit dem Minirock herausfordert ist falsch.

  • Widerspenstige sagt:

    Wo sind die Stellungnahmen von Männern/Vätern zum heutigen Papablog? Fühlen sie sich nicht angesprochen oder wo liegt das Problem? Es kommentieren vorallem Frauen/Mütter, die sich in das Geschehen einfühlen u entsprechend sich äussern. Das tut gut zu lesen. Aber wo sind Männerstimmen, die sich solidarisch erklären können mit den Worten von Nils Pickart?? Ich habe ein ehrliches Interesse zu erfahren, was Männer darüber denken. Wer nicht darüber hier anonymisiert kommentieren kann/will, wird es kaum sonst in seinem Leben tun wollen/können.

    • Christoph Bögli sagt:

      Was für Stellungsnahmen erwarten Sie denn? Für alle aufgeklärten Mitmänner (und -frauen) ist das doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Ich lehne zumindest Gewalt jeder Art generell ab (nicht nur bei Sexualdelikten gegen Frauen) und toleriere eigentlich jeden Lebensstil im Sinne des kategorischen Imperativs. Und das hält mein soziales Umfeld gleich, so weit mir bekannt. Aber gerade deswegen sehe ich eigentlich keinen Grund für spezifische Solidarität oder gar mich dafür zu entschuldigen, dass solche Gewalttäter zufällig das gleiche Geschlecht haben..

    • Susi sagt:

      WS: „Wo sind die Stellungnahmen von Männern/Vätern zum heutigen Papablog?“

      Aber WS, Heinz oben beispielsweise schmeisst sich doch so richtig ins Zeug!

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Wo sind die Stellungnahmen von Männern/Vätern zum heutigen Papablog?‘

      Meine fast alle im admin- Mülleimer. Mit den meisten Aussagen kann ich bei Übereinstimmung im Anliegen nichts anfangen. So was wie

      ‚Nicht etwa unser gesellschaftlicher Umgang mit Sexualität, Geschlechtern und Menschen müsse überdacht werden …‘

      ist mir zu vage, zu unpräzise. Das hätte man 1976 schreiben können, 2015 möchte man schon etwas Genaueres hören. Männer, denen nichts Besseres einfällt als Wut und Trauer auszudrücken, gehören auch nicht gerade zu gesellschaftlichen Vorreitern.

    • Michael Steiner sagt:

      Was für eine Stellungsnahme? Geht man hier einfach mal davon aus das alle Männer Vergewaltiger und Mörder sind? In was für einer Welt leben sie denn? Hoffentlich nicht in der gleichen wie ich…

  • Heinz sagt:

    In Indonesien tragen viel Männer Sarongs, weil es einfach angenehmer ist in den Tropen. Die Hoden müssen Luft bekommen. Sie dürfen nicht eingeschlossen ein, sonst werden sie zu heiss und das schadet der Fruchtbarkeit. Ich habe selbst einen Sarong getragen in Indonesien. Weite Hosen sind auch viel gesünder als enge Jeans.

  • Carolina sagt:

    Ich halte vieles an solchen symbolhaltigen Aktionen für widersprüchlich, oft sogar für heuchlerisch. Wer redet noch über Charlie Hebdo (die stapeln sich wieder unverkauft im Kiosk) – die Karawane reitet weiter. Auf der anderen Seite ist es mir tausendmal lieber, Menschen demonstrieren, ziehen Röcke an oder protestieren über FB-Gruppen – ist immer noch besser als im Sofa zu hängen oder nur Absichtserklärungen abzugeben. Und auch wenn diese Aktionen nur eine symbolhafte Wirkung haben, sehr kurzfristig sind und schnell von der nächsten abgelöst werden – potentiell haben sie die Macht, etwas in

    • Carolina sagt:

      /2 den Köpfen zu verändern. Aber überschätzen würde ich das nicht.

    • mila sagt:

      Sie beschreiben das eigentliche Dilemma sehr schön, Carolina: ein symbolischer (Vor-)Akt wie dieser ist zwar für sich – im zugehörigen Kontext – benommen punktuell eindrücklich, aber nur dann wirklich zu etwas nütze, wenn er zu einer tatkräftigen Handlungsänderung führt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Beim auch symbolischen Umdenken hat noch nie etwas angefangen. Denken ist träge, hängt immer der Wirklichkeit hinterher. Erst ändert man die Wirklichkeit, dann ändert sich das Denken von allein, nie umgekehrt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Carolina

      diesbezüglich bin ich nun sehr gespannt inwiefern und was ins Rollen kommen wird,
      und hoffe auch für Indien,
      wo ich stark vermute dass es längst nicht alle bisher (seit der getöteten Studentin) wieder geschehenen Verbrechen an die westliche Öffentlichkeit schaffen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wozu Brunhild, dass es Unrecht gibt, wusste ich schon als nicht von der Politik isoliertes Kind. Vom darüber Wissen allein ändert sich nichts.

      • Felix Stern sagt:

        @Steiner: Dafür haben Sie in Leipzig eine Feministin als Professorin, die Studenten aus Indien aus Rache für die Vergewaltigungen in diesem Land ablehnt. Machen wir uns nichts vor: Die Feministinnen sind die schlimmeren Rassisten als all die Pagida-Demonstranten. Wird dieser Verstoss gegen das Antirassismus-Gesetz dieser Professorin in Leipzig Konsequenzen haben? Was denken Sie? Bevor Sie sich zu viele Gedanken machen: Die Antwort lautet NEIN.

      • Carolina sagt:

        Im Gegensatz zu Ihnen, Stern, ist Frau Steiner in der Lage anzuerkennen, dass es tatsächlich bei beiden Geschlechtern Tubel gibt, dass es immer mal wieder Einzelfälle gibt, von denen man einfach sagen muss, sie sind grauenhaft und werden rechtlich falsch behandelt. Man nennt es erwachsenes Verhalten, wenn man in der Lage ist, seine eigenen Befindlichkeiten und Probleme und das, was einem selber zugestossen ist, nicht für immer und ewig der Hälfte der Gesellschaft anlastet. Sie erreichen damit nur eines: niemand nimmt Sie mehr ernst – mit Recht!

      • Felix Stern sagt:

        Frau Steiner ist in der Lage, anzuerkennen, dass es bei beiden Geschlechtern Tubel gibt? Das ginge dann aus welchem Beispiel hervor? Oh, gar keinem. Hm. Ich mache keinen Hehl daraus, die Gegenseite zum Feminismus zu vertreten. Im Zusammenhang mit dem Feminismus gibt es zu viel Heuchelei und Männerhass, als dass man das einfach so unkritisert stehen lassen könnte. Damit können Sie aus irgendeinem Grund nicht umgehen. Sie spielen sich gerne als ausgewogen auf. Das sind Sie aber nicht.

      • Malena Garcia sagt:

        @Brunhild: Das hoffe ich auch für Indien, bin aber nicht so optimistisch dass es schnell gehem wird. Immerhin kommen mehr Fälle an die indische Öffentlichkeit, aber dadurch wächst leider nicht nur die Wut sondern bei einigen Leuten auch die Resignation angesichts der Grösse des Problems. Dranbleiben ist nötig aber schwierig, das sieht man ja auch bei uns: Shitstorms fegen durchs Land, aber hinterlassen oft mehr Ratlosigkeit und diffuse Empörung als dass sie tatsächliche Veränderungen bewirken.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Felix Stern

        müsste Ihnen eigentlich bekannt sein, so ein Neuling sind Sie ja auch wieder nicht…
        genau so wie Sie es absurd finden jedesmal eine „Solidaritätserklärung“ abzuliefern, würde es mir absurd vorkommen wenn ich bei jedem Ar tikel von Neuem deklarieren müsste wo sich meine Position, bezüglich den verschiedenen Strömungen im Fem inis mus, befindet.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        „Wozu Brunhild, dass es Unrecht gibt, wusste ich schon als nicht von der Politik isoliertes Kind.
        Vom darüber Wissen allein ändert sich nichts.“

        Ich spreche nicht von hier; doch zunehmendes Wissen in Indien könnte eine Wurzelbewegung auslösen, zur Zeit sind die Vorzeichen nicht gut, aber ich möchte diesen Ländern nicht von vornherein jede Entwicklungsmöglichkeit absprechen.

  • Widerspenstige sagt:

    Herzlichen Dank, Nils Pickert! Es ist bezeichnend, dass Sie sich diesem aufwühlenden Thema annehmen und sich bewusst für Ihr Geschlecht in die Nesseln setzen. Selten passiert das leider von anderen männlichen Medienschaffenden!

    Es ist ein Papablog und ich bin gespannt auf die entsprechenden männlichen Reaktionen darauf bis heute abend. Es liegt nun an Männern/Vätern, ein Zeichen zu setzen zum Schutz ihrer Frauen/Töchter auch hier in Helvetien. Aber dazu werden sie keine Worte finden (wollen) und nicht Stellung beziehen oder wenn, dann in der Art eines @fabian…

    • Sportpapi sagt:

      @WS: Erklär mir mal, was für ein Zeichen wir Schweizer Väter zum Schutz unserer Töchter (habe keine – aber ein Göttikind) setzen sollten. Ist es nicht so, dass die Schweizer Mädchen eher heute schon gut behütet aufwachsen? Dass Väter keine Kosten und Mühen scheuen, um sie spät am Abend von irgendeiner Party wieder sicher heimzubringen, etc.? Oder erwartest du ernsthaft, dass wir uns in irgendeiner Form symbolisch von Gewalttätern distanzieren, obwohl wir mit ihnen gerade gar keine Gemeinsamkeit haben?

      • mila sagt:

        @SP: Wir könnten ja zunächst dabei anfangen, weshalb die Väter (und Mütter) – teils mit Recht – meinen, dass es notwendig ist, die Mädchen ’sicher‘ heimzubringen. Und das ganz und gar nicht im Sinne einer symbolischen Distanzierung. 😉

      • mila sagt:

        @WS: Ich glaube wie SP, dass Männer und Väter in der Schweiz mehr tun, als nur die geforderten Zeichen zu setzen – das macht im Endeffekt den Unterschied zu anderen Weltgegenden aus. Gerade deshalb ist es aber auch frappant, weshalb sich Frauen allein auf dem Heimweg immer noch unsicher fühlen, respektive Eltern das Gefühl haben, ihre Mädchen auf eben diesem schützen zu müssen. Haben wir ein übersteigertes Sicherheitsbedürfnis? Der Vergewaltiger aus dem Nichts ist, denke ich, in diesem Zusammenhang das kleinste unserer noch vorhandenen Rest-Probleme.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Gute Frage. Die sich mir persönlich zum Glück nie stellt, da ich keien Töchter habe. Aber tatsächlich würde ich die wohl nicht ganz so behüten (nicht nur, weil ich gar nicht Auto fahre). Tatsächlich ist das Risiko offensichtlich klein, und für junge Männer keineswegs kleiner.

      • Widerspenstige sagt:

        Das überlasse ich ganz mila und sie hat bereits eine gute Frage in meinem Sinn und Geist gestellt. Gerade weil Du keine Töchter hast, kannst Du Dich selten in solche Situationen hinein versetzen, Sp. Aber Du hast doch eine Frau mit welcher Du doch hoffentlich Gespräche führst über solche Greueltaten u was sie dazu meint? Und ja, es wäre ein Anfang sich jedes Mal von solchen Gewalttaten zu distanzieren. Verbal ist eine Möglichkeit dazu im eigenen Umfeld, Taten wären noch besser in Form von Schweigemärschen etc. nach so einer Gewalttat auch in Helvetien oder nicht?

      • mila sagt:

        Oho, SP, eine Gemeinsamkeit: auch ich habe keinen Führerschein. 😉

      • mila sagt:

        Und zum Ernsteren: ich glaube, dass das einzige, was hierzulande noch begangen werden kann, dass Thema ‚Prävention‘ ist. Bei Mädchen: Stärkung des Selbstwertgefühls, damit sie Ausnutzmechanismen (in nüchternem wie betrunkenen Zustand) nicht anheim fallen – Pro Juventute hat diesbezüglich kürzlich Alarm geschlagen. Bei Buben: dito, in dem Sinn, dass man(n) sich nicht auf jede Kraftprotzerei einlassen muss. Und dass es von wenig Selbstachtung zeugt, wenn man betrunkene Mädchen abschleppt.

      • Franz Vontobel sagt:

        ber Du hast doch eine Frau mit welcher Du doch hoffentlich Gespräche führst über solche Greueltaten u was sie dazu meint? Und ja, es wäre ein Anfang sich jedes Mal von solchen Gewalttaten zu distanzieren.

        „Du, Frau! Hast du gelesen von der Greueltat? Sag, mal, was meinst du dazu? Findest du die gut, oder nicht so gut? Also ich finde die nicht gut, im Fall… Nur so, falls du gedacht hast, ich sei eher dafür…“

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Ich distanziere mich genauso wenig von Übergriffen von Männern, wie meine Frau sich distanziert, wenn eine Mutter ihre Kinder umbringt. Wir sind in beiden Fällen gleich betroffen. Und ich sehe auch nicht, was Schweigemärsche in solchen Fällen bringen sollten. Gegen wen oder was sollten wir denn demonstrieren?
        Sollte aber dereinst auch in der Schweiz einmal ein Mörder straffrei ausgehen, weil ein plötzlich auftauchendes schwarzes Gesicht Grund offenbar genug ist für eine massive Notwehrmassnahme, dann würden wir wohl wirklich auf die Strasse gehen.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: EInverstanden. Allerdings weiss ich nicht, wer denn nun eigentlich „schuld“ ist, wenn ein betrunkener Junge ein betrunkenes Mädchen „abschleppt“. Andersherum wäre doch auch möglich, oder?
        Diese ganzen Ausnutzgeschichten erscheinen mir zudem aus einer sehr konservativen Warte betrachtet. Da ist ein Mann, der immer will (und nur das eine), und die Frau, die so wertvoll ist, dass gemeinsamer, von beiden Seiten gewünschter Se x irgendwie immer wieder als Geschenk (oder gar Verlust) von ihr gesehen wird. Als ob sie davon gar nichts hätte.

      • mila sagt:

        @SP: Geht es in solchen Situationen um eine ‚Schuldfrage‘? Ich denke nicht. Ich war selbst einmal in so einer Situation und habe nicht ‚Vergewaltigung‘ geschrien. Aber ich wüsste sehr genau, was ich meiner Tochter vermitteln würde. Über ‚Triebe‘ und so (es findet sich übrigens auch durchaus mal ein Gentleman, der so eine Situation nicht ausnutzt, nebenbei bemerkt – sondern ein Taxi bestellt).

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        die Zeiten in denen Eltern davon ausgehen konnten ihren Jungs würde mit Sicherheit nichts zustossen können, diese Zeiten sind vorbei. Ich hätte, wenn sie in Ausgang gehen würden, auch Sorgen um sie.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Und Ihrem Sohn würden Sie etwas anderes vermitteln? Weshalb?

      • mila sagt:

        Gar nicht. Ich habe mir nur immer (intuitiv) eine Tochter vorgestellt. Ich würde beiden genau dasselbe vermitteln (unter Zuhilfenahme des Vaters).

    • Carolina sagt:

      WS: NP setzt sich in die Nesseln fürs andere Geschlecht? Im Rock? Sorry, aber das stimmt einfach nicht. An anderen Orten dieser Welt ist es wirklich gefährlich, sich für politisch Nicht-Konformes bzw Nicht-Genehmes einzusetzen. Hier bei uns herrscht ja schon fast eine politisch-korrekte Pflicht der Medienschaffenden, vor allem gendermässig nicht anzuecken. Insofern sind es auch nur Worte in einem Blog. Sich in Röcken zeigen mag vielleicht in der Türkei aufsehenerregend zeigen, hier ist es das nicht.
      Dass NP über diese Form des Protestes berichtet, ist völlig in Ordnung, aber dadurch wird er

      • Carolina sagt:

        /2 doch nicht zum Helden. Mal ganz davon abgesehen, dass Sie sozusagen im Rundumschlag Schweizer Vätern unterstellen, sie unternähmen nichts zum Schutz ihrer Töchter. Doch, die meisten erziehen sie zu starken und aufrechten Frauen, die sich selber wehren können und für sich selber einstehen dürfen.

      • Widerspenstige sagt:

        Manchmal ist der etwas provokante Stil erfolgreicher als der zu neutrale, Carolina, und nein, ich habe es so nicht gesagt und auch nicht gemeint. Das Thema erhitzt die Gemüter, keine Frage, und Sie sind wieder mitten drin. Versuchen Sie doch auch etwas distanzierter meine Worte zu sehen, denn wir kämpfen im selben Boot, Carolina 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Das Problem ist, dass sie das Boot jedesmal zum entern bringen, mit ihren unkoordinierten Rundumschlägen gegen Freund, Feind und gäntzlich Unbeteiligte, WS…

      • Franz Vontobel sagt:

        …Kentern…

      • Franz Vontobel sagt:

        …gänzlich…

    • gabi sagt:

      Ev. wäre ja die Gründung von reinen Frauenstädten eine fortschritliche Lösung?

      Aber mal abgesehen von rein sexistischen Problemverortungen und ebensolchen Lösungsfantasien: die Bemerkung eines fabian ist peinlich.

      Dass inzwischen schon jede Einzelne zivilgesellschaftliche Regung in Erdogans Sultanat ein Lichtblick darstellt, wiegt schwerer. Jede solche ist zu begrüssen. Auch wenn das klare Signal, auf welche Grundhaltung und welchen Hintergrund diese Verbrechen zurück zu führen ist, mehr als deutlich wird.

      In unserer Umgebung liegt es an uns selber diese Werte zu vermitteln und zu leben…

      • gabi sagt:

        gegebenenfakls natürlich auch durch beherzte Zivilcourage. Wo ist grad vor Tagen ein 60jähriger Vater dafür niedergeschlagen worden?

        Weggucken und Verharmlosen oder gar Umdeuten ist das Hauptproblem. Und dazu zähle ich selbstverständlich auch das Weggucken und Verharmlosen, wenn’s um die Hintergründe und Zusammenhänge geht. So wie auch in diesem Forum, in dem während der Gezi-Park-Proteste noch nicht einmal wahrgenommen werden wollte, auf Basis welcher Ideologie Erdogan das Gesellschaftsklima vergiftet. (von der Saudidebatte ganz zu schweigen).

      • mila sagt:

        Gut (und differenziert) gebrüllt, gabi.

      • Sportpapi sagt:

        @gabi: Du kennst die Hintergründe und Zusammenhänge dieses Verbrechens? Wirklich?

      • Widerspenstige sagt:

        gabi, das finde ich gut in Worte gefasst, auch wenn Sie den Nadelstich mit den Frauenstädten in Saudiarabien setzen mussten. Was liegt näher u vorallem, was wäre wenn? Beim letzten Satz möchte ich gerne wissen, wer das nicht wahrgenommen hat:’So wie auch in diesem Forum, in dem während der Gezi-Park-Proteste noch nicht einmal wahrgenommen werden wollte, auf Basis welcher Ideologie Erdogan das Gesellschaftsklima vergiftet. (von der Saudidebatte ganz zu schweigen).‘

      • fabian sagt:

        sportpa
        „@WS: Ich distanziere mich genauso wenig von Übergriffen von Männern, wie meine Frau sich distanziert, wenn eine Mutter ihre Kinder umbringt.“
        auf den punkt gebracht.

    • Malena Garcia sagt:

      Was ist Ihr Problem mit den Männern, WS? Ich erwarte von einem Mann, dass er hinter der Gleichberechtigung steht, Gewalt ablehnt, Vergewaltiger nicht entschuldigt. Dass er sich für sein Geschlecht in die Nesseln setzen oder Stellung beziehen muss in einer Ihnen genehmen Art ist aber eine übertriebene Erwartung. Genauso wenig hat ein Mann von Ihnen eine Stellungsnahme bez. übergriffigen Frauen zu verlangen. Ich begrüsse jeden Schulterschluss zwischen Männern und Frauen in der Verurteilung von sexueller Gewalt, lehne aber Pauschalanwürfe und Geschlechterkrieg a la Widerspenstige entschieden ab.

      • Martin Frey sagt:

        Sehr gutes Statement, Danke dafür, Fr. Garcia.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich habe kein Problem mit DEN Männern, Malena, und bewundere sogar einige Männer. Ich habe aber etwas gegen gewisse Männerphantasien u Machtgelüste u Verharmlosungen und Niedermachen etc. wie ich im Vorblog ua erwähnte. Wenn ich mich in der Wortwahl vergriffen habe, weil mir bei solchen Themen regelmässig die Galle hochkommt, dann wollte ich es nicht so krass benennen. Aber bei Greueltaten dieses Ausmasses muss Klartext gesprochen werden, grad weil auch in CH regelmässig Frauen von ihren Partnern ermordet werden samt Kindern! Aber dann heisst es verharmlosend, es war ein Beziehungsdelikt!!

      • Franz Vontobel sagt:

        Mmh, der letzte Fall von Kindsmord in der Familie war doch Flaach… war das nicht eine Frau..? Aber, ach, ich vergass, schuld waren da ja die Männer von der Kesb…

      • Widerspenstige sagt:

        gabi/Franz, bitte nicht ablenken jetzt auf Einzelfälle wie derjenige in Flaach, die in sich so entsetzlich sind wie sie ebenso nicht verharmlost werden dürfen. Dieser Fall wurde übrigens ziemlich ausgiebig im MB diskutiert, was ich bei Frauenmorden kaum wahrnehme wie zB in Kriens 2014, in Basel, in Steffisburg BE und jüngst in Wilderswil. Alles Frauenmorde aus dünkelhaften Motiven wie es für Aussenstehende scheint u mit nichts zu entschuldigen! Einfach googeln unter ‚Beziehungsdelikte‘ oder ähnlichen Begriffen u man wird fündig. Ich notiere mir diese in Zukunft!

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Der Fall Flaach wurde vor allem deshalb so breit diskutiert, weil man dringend Erklärungen und aussenstehende Schuldige suchte. Etwas, was man bei männlichen Tätern garantiert nie machen würde.

      • Papperlapapi sagt:

        @WS: Männer sind für etwa 90% der Straftaten verantwortlich. Sie morden, vergewaltigen, rasen, missbrauchen Kinder, brandstiften, erpressen, stehlen, überfallen, berauben viel viel häufiger als Frauen.
        Nur: Ich tue das sowenig wie Sie und bin für das Tun meiner Mitmänner sowenig verantwortlich wie Sie. Soll ich nun in männlicher Solidarität vor Scham in den Boden versinken? Oder hier die Selbstverstänglichkeit niederlegen, dass ich Vergewaltigung schlimm finde? Bösartig gebe ich zu bedenken, dass die Knaben ja überwiegend von Frauen zu Männern erzogen werden: also deren Verantwortung?

      • Malena Garcia sagt:

        @WS: Männer, die Schuld immer nur bei den Frauen suchen, die weibliches Fehlverhalten als typisch und männliches Fehlverhalten als Ausnahme darstellen, die Männer in Schutz nehmen und Frauen böse Absichten unterstellen, kann ich nicht richtig ernst nehmen. Sie schaden der Debatte und schaden dem Ruf der andern Männer. Aber Sie tun genau dasselbe mit umgekehrten Vorzeichen. Wir wollen beide ein Ende von Diskriminierung, Sexismus und Gewalt, aber Ihre Äusserungen empfinde ich als einseitig, den meisten Männern gegenüber beleidigend, und unter dem Strich schädlich.

    • Christoph Bögli sagt:

      Mir scheint diese Forderungen nach zu setzenden „Zeichen“, insbesondere mit geschlechtsspezifischen Vorzeichen, reichlich absurd. Es geht doch nicht um „Zeichen“ o.ä. Das Problem löst sich ganz einfach dadurch, indem jede/r Einzelne sämtliche Mitmenschen gleichermassen respektiert – egal ob weiblich, männlich, trans oder was auch immer. Dann braucht nämlich auch keine Gruppe einen spezifischen „Schutz“, was übrigens ja ein sehr patriarchales Konzept ist: der Mann/Vater, der seine (schwache) Frau/Tochter ständig beschützen muss und nicht aus den Augen lassen darf – Saudi-Arabien lässt grüssen.

  • Peter Steiner sagt:

    Sie haben ja vielleicht Probleme.

    • Nucky sagt:

      Was für ein Schwachsinn. Wieso soll ich mich (als Mann!) gegen sexuelle Übergriffe aussprechen? Das ist in etwa gleich sinnvoll wie von Muslimen zu fordern, sich als Gegner des Terrors zu bekennen.

      Echt, diese Mama- und Papablogs lassen mich bisweilen sehr stutzig zurück. Sie wirken zu 90 Prozent abgehoben und weltfremd. Wird man so, weil man ein Kind hat? Oder hat man ein Kind weil man so ist?

      • Franz Vontobel sagt:

        Wieso soll ich mich (als Mann!) gegen sexuelle Übergriffe aussprechen?

        Verstehe ich sie richtig? Sie finden also, als Mann! stehe ihnen das Recht auf sexuelle Übergriffe zu?

        Wow… das lässt sogar mich sprachlos zurück…

      • Sportpapi sagt:

        Vontobal: Das lässt nun mich sprachlos zurück. Selbst bei Ihnen.

      • fabian sagt:

        nucky, gut erkannt.
        es ist einfach eine frechheit, wie frauen uns männer glauben machen wollen, dass wer nicht in röcken gegen vergewaltiger demonstriert, selbst ein vergewaltiger oder ein sympathisant sei.
        wennschon würde ich gegen solche infame unterstellungen von feministinnen demonstrieren.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Nucky

        offenbar Zeit für eine schärfere Gangart…
        „Was für ein Schwachsinn. Wieso soll ich mich (als Mann!) gegen sexuelle Übergriffe aussprechen?“

        weil es immer noch genug Schwachsinnige rumlaufen hat, welche Schweigen als stillschweigendes Zustimmen interpretieren, und denen würd ein „empfindlich auf die Zehen treten“ keineswegs schaden.

      • Franz Vontobel sagt:

        SP: Ach? Sie finden das also auch in Ordnung, dass der Mann sexuelle Übergriffe normal findet (und en passant gleich noch alle Muslime als Terroristen bezeichnet…)?

        Ja dann… wundert mich gar nichts mehr…

      • Nucky sagt:

        @Franz Vontobel: Ich vertrete ziemlich genau das Gegenteil von dem was Sie behaupten. Sowohl was Gewalt gegen Frauen als auch die blinde Vorverurteilung von ganzen Bevölkerungsgruppen angeht. Bitte lesen Sie meinen Kommentar nochmals durch.
        Wer von (allen) Muslimen fordert, sich gegen Terroranschläge auszusprechen, setzt irgendwie voraus, dass diese mehr mit den Verursachern der Anschläge gemein haben als ein Nicht-Muslim. Das ist grundsätzlich falsch.
        Dasselbe gilt für Männer und Vergewaltiger.

      • Franz Vontobel sagt:

        Nein – sie fragen, warum sie sich gegen sexuelle Übergriffe aussprechen sollen – sich aussprechen gegen etwas = gegen etwas sein, etwas nicht befürworten.

      • Nucky sagt:

        Ja, sind Sie denn für Tabakpfeifen aus Elfenbein? Habe Sie jedenfalls noch nie gehört, dass Sie sich dagegen ausgesprochen hätten, also sind sie wohl dafür, Sie elender Elefantenhasser, Sie!
        Genau so tönt dieses PC-Geschrei in meinen Ohren.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Nucky

        bl öd nur dass es um das geht:
        „Weil immer noch zu viele Männer auf Frauen starren und ungehalten werden,
        wenn etwas anderes passiert, als sie sich vorgestellt haben.“
        und nicht um Elfenbein…, ich wiederhole mich gerne:
        weil es immer noch genug Schwachsinnige rumlaufen hat, welche Schweigen als stillschweigendes Zustimmen interpretieren, und denen würd ein “empfindlich auf die Zehen treten” keineswegs schaden.

        Deswegen ist es nicht unbedeutend.

      • Franz Vontobel sagt:

        Da sie mich nicht kennen, Nucky (?), ist es logischerweise äusserst unwahrscheinlich, dass sie mich überhaupt je gehört haben…

        Nö, es geht mir nicht um pc, dies ist ein Kampf gegen Sprachverluderung und schlampiges Formulieren – DAS prangere ich an!

    • Nucky sagt:

      Nein, es ist sicher nicht unbedeutend, und es sei jedem selber überlassen, zu tun was er will. Was ich für ein grundsätzliches Denkproblem bei vielen halte und mich sehr nervt, ist die Annahme, dass sich jemand weil er z.b. ein Mann oder ein Muslim oder ein Amerikaner ist für Fehlverhalten der jeweiligen Gruppe entschuldigen müsste.

  • mami12 sagt:

    danke.

  • mein name sagt:

    Und wieso sollte deine Tochter als einzige in der Schweiz nicht wissen, dass anderswo (aber auch in der Schweiz!) Frauen misshandelt werden und diese Männer deshalb auf die Strasse gingen. Um das Recht der Frauen einzufordern, selbst über ihr Leben zu Bestimmen?
    Oder soll es eins der vielen Papatöchterchen werden, die heute so naif durch die Gegend laufen?

    • Sandra sagt:

      Ich finde auch mann hätte das erklären können, z.b. dass ein Mann eine Frau verletzt hat und jetzt andere Männer sich solidarisieren wollen mit der Frau. Es bringt einem Kind nichts wenn es über behütet wird, das kann auch eine Form von Diskriminierung sein (weil mann dem Mädchen offenbar nicht zutraut, sich mit den Problemen dieser Welt auseinanderzusetzen).

      • Muttis Liebling sagt:

        Es bringt keinem Schulkind etwas, wenn man es von allen Nuancen der Tagespolitik abschirmt.

      • Susi sagt:

        @mein name & Sandra: Blog zu Ende lesen, wär das was? Da steht noch was drin, im letzten Abschnitt!

      • Martin Frey sagt:

        Finden Sie eine solche Geschichte altersentsprechend? Für eine Neunjährige?

      • Susi sagt:

        @MF: Wenn meine knapp 6 Jährige fragen würde, warum diese Männer Röcke tragen, dann würde ich ihr das auch erklären. Man kann andere Worte wählen, die nicht den ganzen Schrecken vor dem geistigen Auge des Kindes ausbreiten, und trotzdem klar machen, warum diese Männer ein Zeichen zum Schutz der Frauen setzen möchten. Meinen Sie nicht?

      • Muttis Liebling sagt:

        Man kann auch einem 6- jährigen alle Formen sozialen und politischen Verhaltens erklären. Mühsam wird es nur an den Rändern, wenn z.B. Form und Inhalt nicht zusammenpassen, die Mittel schlecht gewählt, das Ziel nicht klar wird, usw..
        Da hat aus meiner Sicht ein Mann mit Knüppel eine bessere Ausstrahlung und eine klarere Aussage als einer mit Rock.

      • Martin Frey sagt:

        Man kann es versuchen, Susi, sicher, sie wird whs. aber die ganzen abgrundtiefen Hintergründe nicht erfassen und auch nicht verstehen können. Was irgendwie auch gut ist, meine ich. So wie Sie das formulieren finde ich das völlig ok.
        Persönlich denke ich einfach, dass man in diesem Alter noch nicht alle Schrecken dieser Erde detailliert vor der Kinderseele ausbreiten muss, egal um was es sich handelt. Mit „Papatöchterchen“ hat diese Haltung meines Erachtens nichts zu tun, die Realität kommt früh genug.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Da würde ich gerne zuhören.

      • Susi sagt:

        @SP: Worte sind doch mein Beruf 😉

        Glauben Sie nicht, dass das möglich ist?
        Ich habe meiner Tochter schon einiges zugemutet und hatte echt noch nie den Eindruck, dass sie überfordert war.

      • Susi sagt:

        Aber vielleicht haben Sie ja schon ein bitzeli recht, MF und SP, das wäre wirklich eine Gratwanderung, wenn ich’s mir mal so richtig überlege…

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Das Problem sehe ich darin, einen Bezug zur erlebten Realität in der Schweiz herzustellen (mit allen Fallen, die damit verbunden sind). Weil man ansonsten sehr weit ausholen muss.

      • Carolina sagt:

        Es besteht ja noch ein riesiges Feld zwischen In-allen-Details-erklären und Komplett-Unterschlagen, oder? Wenn das Kind fragt, bekommt es eine Antwort. Einer 6-jährigen würde ich ganz sicher erst mal nicht die grafischen Details erklären, einer 10-jährigen wahrscheinlich schon. Stelle mir das jetzt, ehrlich gesagt, nicht so wahnsinnig schwierig vor.

      • Susi sagt:

        @Carolina: Haha, ja, ich hab einen Tag vor meinem 16. Geburtstag dort angefangen, kannte mich damals sehr gut aus. Heute habe ich vieles vergessen und Orientteppiche sind ja auch nicht mehr sooo im Trend.
        (Ich hab noch andere seltsame Kapitel in meiner Job-Laufbahn. Z.B. als Osterhase verkleidet Schoggieier verteilen 😀 )

      • Susi sagt:

        Oh, das sollte einen Stock höher, äxgüsi…

  • fabian sagt:

    Männer müssen keine Röcke tragen, wenn sie nicht wollen.
    Und zur Lektüre ein Artikel von N. Althaus:
    „Zuger Affäre vergiftet das Klima zwischen den Geschlechtern“ in der NZZ, googeln.
    Wie falsche Anschuldigungen den richtigen Opfern schaden anstatt helfen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Diesen Kommentar finde ich angesichts des Themas,
      eine Frau wurde ermordet weil sie sich der Verg ewaltigung widersetzt hat,
      Männer stehen endlich auf und wollen sich solidarisieren,
      unbeschreiblich deplatziert.
      Es geht hier nicht um „mit Rock wohlfühlen oder nicht“, sondern dass Rocktragen-dürfen/sollen für gewisse Menschengruppen mit Risiko verbunden ist.

      • Muttis Liebling sagt:

        Was haben Vergewaltigungsopfer davon, wenn Männer sich in Kaspermanier mit ihnen solidarisieren? Wofür überhaupt soll Symbolik gut sein? Es bestätigt den verkümmerten Kleinrebellen selbst in bürgerlichster Brust und nutzt ansonsten gar nichts. Es hält beschäftigt und illusioniert Aktivität.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        es spricht für Sie und Ihre Absichten dass Ihnen die Symbolik überhaupt nichts sagt,
        Ihren Geschlechtsgenossen, welche Frauen hingegen als Konsumobjekte betrachten,
        wird es hingegen schon etwas sagen, wenn die eigenen Geschlechts-Vertreter mit einem
        „mit-mir-darf-mann-machen-was-er-will-weil-er-mann-ist“-Symbol auf die Strasse gehen,
        es zeigt ihnen dass nicht alle mit Sch wanz so empfinden und denken wie sie selber,
        und das kann sehr viel bewirken!

      • Susi sagt:

        @ML: „Wofür überhaupt soll Symbolik gut sein?“

        Die Fähigkeit, zu symbolisieren, unterscheidet uns beispielsweise von den nicht-menschlichen Tieren…

      • Malena Garcia sagt:

        @Brunhild: Ich hatte dasselbe Gefühl. Der Artikel von N.Althaus über die Wirkung falscher Anschuldigungen bezieht sich sicher nicht auf die Situation in der Türkei. Reflexartige Verweise auf Diskriminierungen des eigenen Geschlechts wirken befremdlich. Es gibt Männer (wie auch Frauen) die partout nur über die eigene Diskriminierung sprechen wollen. Der Streit, ob verschiedenen Diskriminierungsformen gegeneinander aufgewogen werden dürfen, ist aber nicht konstruktiv und lenkt davon ab, dass bei uns eigentlich ein breiter Konsens besteht bezüglich der Nicht-Entschuldbarkeit von sexueller Gewalt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, ich habe keine Genossen, weder in Politik noch Geschlecht, ausserdem bin ich amtlich eingetragener Konsumverweigerer. Deshalb pflege ich z.B. zu käuflichen Frauen langjährige freundschaftliche Kontakte und bewege auch auf diesem Gebiet ausserhalb aller Klischees.
        Für mich sind solche Symbolaktionen Energieverschwendung und falsche Mittel. Der Kreis der Personen, welche gewillt und befähigt sind im öffentlichen Raum Wirksames zu veranstalten, bewegt sich im Promillebereich.
        Die Masse derer, die man da rumlaufen sieht, sind Selbstdarsteller, welche der Sache mehr schaden als nutzen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Susi, die Fähigkeit zu haben ist ja ok. Aber das sagt nichts über die Wirksamkeit. Nicht umsonst werden Politiker seit Jahren mit dem Terminus ‚Symbolpolitik‘ getadelt.
        Es wird derzeit viel zu viel symbolisiert um Konzeptlosigkeit zu verbergen.

      • Franz Vontobel sagt:

        …bewege auch auf diesem Gebiet ausserhalb aller Klischees.

        Jäja, ML, sie bewegen sich auf JEDEM Gebiet so ausserhalb aller Klischees, es ist schon fast ein wenig klischiert…

      • Martin Frey sagt:

        Bin zwar mit ML einer Meinung dass es sich bei solchen Aktionen v.a. um mediale Symbolpolitik handelt, deren Wirkung mehr als bescheiden ist. Trotzdem ging es den Protagonisten whs. darum, ein Zeichen zu setzen. Und ein Zeichen ist immer noch besser als Stillschweigen. Wobei natürlich sehr zweifelhaft ist, ob die angedachten Empfänger solcher Aktionen überhaupt etwas davon mitbekommen, geschweige denn an ihren Denkweisen etwas ändern würden.
        @Fabian: Mit irgendwelchen falschen Anschuldigungen in der CH hat das alles natürlich gar nichts zu tun. Hier etwas vermengen zu wollen finde ich seltsam.

      • Susi sagt:

        @ML. “ Aber das sagt nichts über die Wirksamkeit.“

        Hat das Bild oben keine Wirkung auf Sie? Mir gibt es Gänsehaut, ich finde die Wirkung unheimlich kraftvoll.

      • Muttis Liebling sagt:

        Nicht hat auf jedem Gebiet, in diesem Blog bleibe ich ausserhalb aller Klischees einfach nur beim Thema.

      • Susi sagt:

        @ML: „Nicht hat auf jedem Gebiet, in diesem Blog bleibe ich ausserhalb aller Klischees einfach nur beim Thema“

        Sie sprechen wieder mal in Rätseln…

      • Sportpapi sagt:

        „Hat das Bild oben keine Wirkung auf Sie? Mir gibt es Gänsehaut, ich finde die Wirkung unheimlich kraftvoll.“ Naja. Ich weiss jetzt vor allem wieder, weshalb Männer üblicherweise keine (kurzen) Röcke tragen…
        Ernsthaft jetzt: Man muss bei solchen symbolischen Kundgebungen schon darauf achten, wer da läuft und welche Wirkung erzielt wird. Und was ein paar Wochen später passiert, wenn das nächste Thema gerade aktuell ist.

      • Muttis Liebling sagt:

        Susi, ich bediene das Klischee, ausschliesslich beim Thema zu bleiben und aus dem MB keinen Rankingblog zu machen.

      • Susi sagt:

        @SP: In meiner zehnjährigen Tätigkeit im Orientteppich-Handel arbeitete ich intensiv mit sehr vielen türkischen Männern zusammen; die Mehrheit von ihnen hatte eine extrem patriarchalische Haltung und man musste als Frau sehr kämpfen, um sich Respekt zu verschaffen.
        Wenn ich dieses Bild anschaue, in welchem Männer dieser Kultur sich um des höheren Zwecks wegen für so etwas hergeben, dann rührt mich das ganz ehrlich…
        Vielleicht tönt das jetzt pathetisch, aber sowas zu sehen macht Mut, dass die Welt sich wirklich positiv verändern kann!

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Deshalb meine Frage, wer denn da demonstriert: Sind es die einfachen Arbeiter, die Teppichhändler, etc? Die Studenten? Die politischen Gegner der „islam isch-konserv ativen“ Regierung?

      • Susi sagt:

        @SP: Ja, das stimmt. Dennoch sind solche Bilder rein aufgrund der visuellen Symbolik sehr wirkungsvoll.

      • Carolina sagt:

        Susi: ‚In meiner zehnjährigen Tätigkeit im Orientteppich-Handel …..‘ WHAT?

      • Carolina sagt:

        Sorry, habe das da vergessen: 🙂

      • mila sagt:

        Haha, Susi, das gute alte ‚animal symbolicum‘. Ich bin hier ohne weitere Eigenworte ganz bei Ihnen. 😉

      • fabian sagt:

        @Brunhild Steiner
        „mitten im #aufschrei, sehr erfolgreich die Forderung aufgestellt wurde, frau möge doch zwecks Vermeidung von Sexualisierung und Übergriffigkeit einfach ihre Bluse zumachen.“
        Heute sind wir in der Schweiz soweit, dass Männer „selbst schuld“ sind, als VergewaItiger beschuldigt zu werden, wenn sie eine Frau mit aufs Hotelzimmer nehmen (der Fall Karl Dall). In der Schweiz!
        Ich besitze wohl selbst einen mir gut sitzenden Männerrock von AMOK in Zürich, aber ich weigere mich, ihn für billige Symbolik und noch billigeres feminis tisches Männerbashing anzuziehen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        „Für mich sind solche Symbolaktionen Energieverschwendung und falsche Mittel.“

        Ob Ihre Einschätzung richtig ist werden uns gesellschaftliche Veränderungen oder Nichtveränderungen
        in der Türkei
        in den folgenden Monate/Jahre zeigen-
        dass Männer in einer derart partriarchalen Struktur es wagen öffentlich aufzustehen
        verdient jedenfalls unseren Respekt!

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, die verdienen unseren Respekt, aber damit kann man nichts anfangen. Ohne politisch zu werden, kann ich das nicht begründen.
        Halten wir einfach fest: Aussenseiter in der Türkei veranstalten Spiele, welche im eigenen Land 99% der Menschen nicht interessiert, bei uns aber Beifall erzeugt. Welchen Sinn hat das für das eigentliche Anliegen?
        Keinen!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @fabian

        auch beim zweiten Anlauf weit danebengetroffen, es geht nun nicht um hier, sondern um Reaktionen in
        EINEM ÖSTLICHEN LAND
        auf ein Ereignis
        WELCHES DORT GESCHEHEN IST UND ZWAR IM WIEDERHOLMODUS
        Sie können gerne im nächsten passenden Art ikel Ihre Kritik anbringen
        hier passt es nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        Sie wissen ja noch gar nicht wieviele Menschen sich aufgrund dieser Aktionen dafür zu interessieren beginnen werden, die Möglichkeit dass es der Beginn von weitreichenden Veränderungen sein könnte, diese Möglichkeiten sind da.

      • Martin Frey sagt:

        Tut mir leid, Fr. Steiner, aber ML hat da wirklich recht. Wenn ein Dutzend fortschrittlicher türkischer Männer in einer vergleichsweise fortschrittlich türkischen Stadt eine solche, in meinen Augen mutige und achtenswerte Aktion durchführen, dann ist das (leider) weder repräsentativ für die Türkei noch wird sie gesellschaftlich irgendetwas bewirken. Weite Kreise der Bevölkerung werden davon nicht mal Kenntnis nehmen in einem Land, dessen Präsident nicht müde wird zu betonen, dass Gleichstellung «gegen die Natur» sei.

      • Sportpapi sagt:

        @Frey: Würde mein Präsident solche Sprüche machen, würde ich wohl auch auf die Strasse gehen. Oder zumindest alles politisch mögliche unternehmen, dass er bald nicht mehr Präsident ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Martin Frey

        gesellschaftliche Umwälzungen was Denkstrukturen betrifft, beginnen meist im Kleinen; wenn sie von unten zu wachsen beginnen, ein Wurzelwerk bilden können, steigt die Chance dass irgendwann auch der oberirdische Teil erreicht wird. Wer soll denn dort damit beginnen? Wenn nicht die fortschrittlich Denkenden? Und warum sollte ihnen nicht die Chance zugestanden werden, dass sie mit Phantasie und Kreativität in der Lage sein werden eines Tages auch den konservativst Lebenden zu erreichen? Möglich wäre es.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ma rtin Frey

        gesellschaftliche Umwälzungen was Denkstrukturen betrifft, beginnen meist im Kleinen; wenn sie von unten zu wachsen beginnen, ein Wurzelwerk bilden können, steigt die Chance dass irgendwann auch der oberirdische Teil erreicht wird. Wer soll denn dort damit beginnen? Wenn nicht die fortschrittlich Denkenden? Und warum sollte ihnen nicht die Chance zugestanden werden, dass sie mit Phantasie und Kreativität in der Lage sein werden eines Tages auch den konservativst Lebenden zu erreichen? Möglich wäre es.

      • Martin Frey sagt:

        Würde ich auch, Sportpapi. Vielleicht ohne Rock 😉 aber ansonsten würde ich alles geben.

      • Martin Frey sagt:

        Schon richtig, Fr. Steiner, nur bin ich sehr skeptisch was die Entwicklung in der Türkei anbelangt. Leider bewegt sie sich, soweit ich das sehe, rückwärtsgewandt. Der Präsident, der ja seines Zeichens nichts weniger als Amerika entdeckt haben will, spielt da leider ein entscheidendere Rolle als all die Gezi- und anderen Aktivisten. Seine 50% Wähleranteile stammen ja auch hauptsächlich aus den Gegenden, wo die meisten der mehreren Hundert „Ehrenmorde“ pro Jahr leider immer noch verübt werden.
        Aber Sie haben schon recht, man muss es versuchen. Aber es wird Generationen brauchen.

    • ina müller sagt:

      Fabian, mich beschleicht immer das Gefühl, dass Männer, die die ganze Zeit über „feministisches Männer-Bashing“ (ich zitiere Sie) jammern und wettern, entweder Susis sind, die zu Hause unter ihrem Hausdrachen leiden und nichts sagen oder frustrierte Liebespechvögel, die keine abbekommen haben. Glauben Sie mir, mit Frauen ist eigentlich ganz gut auszukommen. Und dass sich zwei nette, erwachsene Menschen auf Augenhöhe begegnen, ist doch sowas von klar, oder? Dann solllte es auch in der Gesellschaft zu schaffen sein! Nur Mut, mein Lieber! Ändern Sie was, und lassen Sie ihren Frust nicht hier ab!

      • Sportpapi sagt:

        Susis! Haha! 🙂

      • Susi sagt:

        Hmmm, halt falsch buchstabiert, sie meint wohl „Sissy“: http://www.dict.cc/?s=sissy

      • fabian sagt:

        ina, das ist ein schöner rethorischer kniff: männer, die kritik üben, seien susis (also nicht mächtig und stark genug, sich selbst zu wehren) oder frustriert. damit zeichnen sie ein extrem konservatives menschen- und männerbild. der mann, der nie weint, nie hadert, nie schwach sein darf. kehren wir doch diese kritik mal analog um und behaupten ähnlich stereotyp: frauen, die mehr lohn oder frauenquoten fordern, bringens ohne hilfe einfach nicht auf die reihe. und frustriert ob ihres frauseins sind sie auch noch.
        frage: wohin bringen uns solche pauschalen unterstellungen und schmähungen?

      • Susi sagt:

        @fabian: Ina spricht aber nicht von Männern, die Kritik üben, sondern von denen, die wettern und jammern. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Sie stellen es jetzt aber so dar, als tue sie genau das, was Stern & Co. ständig tun. Merken Sie etwas? (Und wo genau Sie darin einen rhetorischen Kniff sehen, bleibe mal offen…)
        Im Übrigen schliesse ich mich Ina an. Alles Susis.

        @Ina: „Susi“? Echt jetzt?

      • Susi sagt:

        P.S. Statt „Susi“ bevorzuge ich einfach die Ausdrücke „Weichei“, „Bei-Orange-Anhalter“, „Achterbahn-in-der-Mitte-Sitzer“, „Spinnenangstler“, „Stummrülpser“, „Untenlieger“, „Mit-Besteck-Esser“ oder so.

      • Malena Garcia sagt:

        @fabian: Hier bin ich mit Ihnen einverstanden. Feministinnen wurden und werden immer wieder von Männern lächerlich gemacht und persönlich angegriffen, die sich nicht mit ihren Argumenten auseinandersetzen wollten oder konnten. Das ist keine Tradition, in die wir uns einreihen wollen Ladies, wir sollten es besser machen.

      • fabian sagt:

        susi
        „spricht aber nicht von Männern, die Kritik üben, sondern von denen, die wettern und jammern.“
        ich glaube jetzt nicht, dass ich auf dieses argument ernsthaft eingehen muss. wer einem anderen böse will, kann eine kritik immer als jammern bezeichnen. eine frau die mehr lohn fordert, kann man auf einem gewissen niveau immer als jammeri bezeichnen.

      • Susi sagt:

        @fabian: Es gibt also gar keine Jammeris. Ja, dann.

      • ina müller sagt:

        Nee, Fabian, Sie verwechseln etwas: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit fordern ist nicht Jammern, würde ich sagen, das ist ein Menschenrecht, das sehen Sie sicher auch so. Jammern ist für mich, wenn ein Mann solches dann als „feministisches Männerbashing“ abtut. (Das es zweifellos auchgibt, ich ziemlich übel finde, aber dazu gehört der Artikel und die Kommentare hier DEFINITIVnicht!) Das find ich ziemlich unsexy. (wie auch „bei orange anhalten“ usw., Susi, Sie haben noch „Sitzpinkler“ vergessen und „Warmduscher“! Und: der „vor-gleichbezahlten-Frauen-Angsthaber-und-Jammerer“ ist die Ober-Susi!!

      • ina müller sagt:

        Darf ich euch, geschätzte Freunde, noch über meine Verwendung des Wortes Susi (sorry, Susi!) aufklären:

        Frauen haben keine Ahnung, was sie eigentlich wollen. Werden sie gefragt, wie ein perfekter Mann zu sein hat, antworten sie, sie wünschen sich einen Mann, der sich für dieselben Dinge interessiert wie sie, gern shop- pen geht, nicht sofort zudringlich wird, immer in Plau- derlaune ist und nach dem Duschen nicht alle Hand-
        tücher nass auf dem Boden hinterlässt.
        Den Mann haben sie bekommen.
        Jetzt, wo diese neue Züchtung, der Softie, auch
        Frauenversteher oder vor einem Jahrzehnt von dem New Y

      • ina müller sagt:

        YorkerAutorMikeSimpson(nichtverwandtmitBart!) als Metrosexual etikettiert, mit übergeschlagenen Bei- nen auf dem Beifahrersitz ihres Kleinwagens sitzt und sich die Fingernägel feilt, rennen diese Frauen mit zu Berge stehenden Haaren davon und kreischen »Iiiih« und »Wir wollen Machos!«.
        So sieht es auf dem aktuellen Männer-Weltmarkt aus.
        Wir in Deutschland haben – zusätzlich zu jenem pudrig riechenden Gesellschaftsprodukt, dem man zeitig nahe
        7
        legte, im Einklang mit seiner femininen Seite zu leben, um sich selbst und den Frauen besser zu gefallen – noch ein anderes Wunder der Evolution zu beklagen:
        Die Susi.
        Die Susi zeichnet sich weniger dadurch aus, dass sie im Sommer Designer-Flip Flops und unterm Arm eine Yoga-Matte ihres Lieblingsdesigners trägt.
        Nein, die Susi kann durchaus schlecht angezogen und dennoch sehr unmännlich sein. Die arme Susi wurde nämlich, meist von ihrer hennarot gefärbten, BH-ver- weigernden Mutter, bei Vollmond und Tee zu einer Lu- sche erzogen.Weil Machos auf dem hennaroten Kosmos verpönt waren, sollte er zu einem sanften Weichei ge- formt werden. Das Ergebnis ist leider weit entfernt vom richtigen Mann. Im Gegenteil.

      • ina müller sagt:

        Der Susi wurden alle männlich-aggressiven Attri- bute ab- und dafür weibliche Eigenschaften wie Pas- sivität anerzogen. Susi durfte sich nicht prügeln, nicht randalieren, nicht ins Koma saufen und Frauen nicht auf dem Schulhof an den Hintern fassen. Das wäre roh und proletarisch, erklärten ihnen ihre ideologisch infil- trierten Mütter.
        Diese Mütter haben schon vor vielen Jahren im Ge- schlechterkampf etwas komplett missverstanden und aufs Übelste verwechselt. Es ging um Gleichberechti- gung, aber nicht um Rollentausch!

      • ina müller sagt:

        Wer weiterlesen will, für Fabian empfehlenswert:
        Das ist aus dem netten Buch „Stirb, Susi!“

      • Susi sagt:

        @Ina: Also, der Susi-Exkurs ist echt vom Feinsten!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @ina müller

        „sich nicht prügeln, nicht randalieren, nicht ins Koma sa ufen
        u Frauen nicht auf dem Schulhof an den Hintern fassen.“

        ehm sorry, aber das haben unsre Jungs, ohne zwingenden Rollentausch deswegen,
        als selbstverständlich beigebracht bekommen, das Mädchen übrigens auch (ausser dass wir nicht dran dachten ihr den Punkt mit „Frauen werden von dir nicht einfach angefasst“ klarzumachen).
        Ansonsten einverstanden,
        Gleichberechtigung, nicht Gleichmachen,
        aber auch nicht Verharren-müssen in seltsamen Rollenvorstellungen à la „ein echter Mann sa uft sich mindest 1mal ins Koma u randaliert.

      • mila sagt:

        @ina: Danke für die Lacher. 😉

        Umgekehrt könnte man vielleicht aber auch festhalten, dass diese teils erzwungene oder anerzogene Passivität ihre extremen Kehrseiten hat. Ein Beispiel dafür sieht man in gewissen Genre-Filmen, in denen eine zunehmende Tendenz zu Gewalt und Erniedrigung unübersehbar sind. Statt männliche Qualitäten im Alltag (aus) zu leben, verkriecht sich eine bestimmte Susi- und Metro-geschädigte Fraktion lieber vor dem Bildschirm und fröhnt Ersatz-Allmachtsvorstellungen, in denen man(n) es den ‚Schlampen‘ stellvertretend so richtig zeigen kann. Besorgniserregend, irgendwie.

      • mila sagt:

        @Brunhild, Sie haben natürlich ebenfalls recht, es geht nebst Gleichberechtigung der Geschlechter auch um die individuelle Freiheit aller, so zu sein, wie man eben ist. Niemand sollte mehr bestimmten Rollen-Geschlechtsbildern entsprechen müssen, um als ‚ganze‘ Frau oder ‚ganzer‘ Mann wahr- respektive ernstgenommen zu werden. Und ehrlich gesagt bin ich es mittlerweile ziemlich leid, solche Selbstverständlichkeiten in derartigen Kontexten immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen zu müssen – Ihnen geht es sicher nicht anders. Wir sollten eigentlich schon weiter sein. 😉

      • fabian sagt:

        ina, den susi habt ihr femimistinnen gefordert, den verdient ihr nun auch.
        ätsch.
        ich tue mich derweil gütlich an den frauen, die einen mann mit männlichen attributen auf augenhöhe wollen.

      • Susi sagt:

        @fabian: wir verdienen den Susi? Ich hab keinen, mein Beuteschema war schon immer der intellektuelle Neandertaler. Einer, der klüger ist als ich und das Schweins-Kotelett von Hand isst. Sehr segsi.

      • fabian sagt:

        susi, ein anspruchsvoller mann wird heute von der frau mindestens gleich viel klugheit, intelligenz und erfolg fordern.
        dein neandertalermodell ist heute nicht mehr attraktiv für den mann. sorry.
        und das schweinskotelett isst er trotzdem von hand. genau wie er im stehen pinkelt.

      • Susi sagt:

        @fabian: „dein neandertalermodell ist heute nicht mehr attraktiv für den mann. sorry.“

        Musst nicht „sorry“ sagen, ist schon gut, das „Modell“ muss ja auch nicht für die Männerwelt attraktiv sein, sondern für mich…
        Und diejenigen, die sich ihre männliche Identität nach dem momentan trendigen Modell aussuchen, sind mir mangels Authentizität sowieso suspekt.
        😉

      • Susi sagt:

        „susi, ein anspruchsvoller mann wird heute von der frau mindestens gleich viel klugheit, intelligenz und erfolg fordern.“

        mein Mann ist auch sehr anspruchsvoll, aber leider ist’s an der Spitze auch einsam, darum hat er sich mit einer Frau wie mir begnügen müssen, haha!

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